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a.i.s. AG — Annual Report 2011
Aug 31, 2012
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Annual Report
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Publication
a.i.s AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Lagebericht 2011
der a.i.s AG
| 1. | Die a.i.s AG |
| 2. | Branchen- und Marktentwicklung |
| 3. | Geschäftsverlauf |
| 4. | Rechtsstreitigkeiten |
| 5. | Risikomanagement |
| 6. | Forschung und Entwicklung |
| 7. | Gezeichnetes Kapital |
| 8. | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag |
| 9. | Ausblick |
| 10. | Erklärung gemäß § 289 Abs. 1 HGB |
1. Die a.i.s AG
Die a.i.s AG ist eine Finanzholding für Industriebeteiligungen, die aus dem Entsorgungsgeschäft, mit Weiterentwicklungspotential im Bereich des Recyclings industrieller Abfälle, hervorgegangen ist. Inzwischen positioniert sich die a.i.s. AG ebenfalls im Bereich Energiegewinnung und betätigt sich im Handel von Rohstoffen. Auch wird der Energiehandel vorbereitet.
Hervorgegangen ist die a.i.s AG aus der Lösch Umweltschutz AG. Nach Abschluss des Insolvenzplanverfahrens am 29.04.2005 präsentierte sich die a.i.s AG als Holding weniger Tochtergesellschaften. Von diesen hat sich die a.i.s. AG zwischen 2005 und 2006 getrennt und ist dann von den damaligen Gesellschaftern, der AGOR AG (45,1%) und der EWS Euro Waste Service AG (29,9%), Anfang 2007 an einen neuen Mehrheitsaktionär, der BPRe Inc. verkauft worden. Dieser Gesellschafter übernahm im Januar 2007 75% der Aktien und unterbreitete ein von der BAFIN geprüftes Pflichtübernahmeangebot für den Erwerb der verbleibenden 25% im ersten Quartal 2007.
Die BPRe Inc. beabsichtigte, die a.i.s AG als Projektentwicklungsgesellschaft für Biogasanlagen aufzubauen und auch diesbezüglich finanziell auszustatten. Auf dieser Basis konnte die Restrukturierung 2007 eingeleitet und erste Altlasten bereinigt werden. Eine von der BPRe Inc. Ende 2007 unterschriebene Patronatserklärung diente diesbezüglich als finanzielle Grundlage mit der die Weiterentwicklung des Unternehmens ermöglicht werden sollte.
Mit einem Strategiewechsel Ende 2007 und den eiligst angekündigten Ausstieg der BPRe Inc. Ende Dezember zeichnete sich ab, dass der neue Gesellschafter nicht in der Lage war, die Finanzierung der Restrukturierung des Unternehmens und damit die Rückführung von Verbindlichkeiten zu sichern. Gleichzeitig sorgte die damalige Krise dafür, dass die a.i.s. AG keinen Zugriff auf Fremdkapitalisierung hatte. Die Jahre 2008 ... 2010 waren daher extrem schwierig.
Dennoch konnte eine Strategieerweiterung mit Energietechnologie aber insbesondere der Handel mit Rohstoffe in 2011 erste aber vor allem „schnelle“ Erfolge aufweisen. A.i.s. AG konnte daher dringende Verbindlichkeiten begleichen, womit die entscheidende Wende in der Restrukturierung möglich war.
2. Branchen- und Marktentwicklung
Die a.i.s. AG hatte im Oktober 2007, kurz nach der Strategieänderungsankündigung des damaligen Mehrheitsaktionärs, ein neues Geschäftsmodell präsentiert. Ziel war es, neben der Entsorgungstechnik, ein Schwerpunkt im Bereich innovative Energieversorgungssysteme anzubieten. Hierzu wurden zwischen 2008 bis 2010 verschiedene Produkte im Bereich mobile Versorgungen angeboten.
Referenzprodukte und die finanzielle Grundlage fehlten allerdings wodurch das Unternehmen noch keine Ergebnisse im Projektgeschäft erreichen konnte. Dies wurde dadurch begegnet, dass die Priorität zunächst auf Umsatzstarke Geschäfte im Handelsgeschäft mit schneller Abwicklung verschoben wurde, ohne allerdings die Projektansätze in der Versorgung und Entsorgung zu vernachlässigen.
Vorgesehen ist weiterhin, den Bereich „Entsorgung“ über entscheidende Technologiepartner in den folgenden Jahren neu auszurichten. Diesbezüglich wird die a.i.s AG auf ihrem bisherigen Geschäft aufbauen können, was uns zumindest in einigen Nischen eine gute Ausgangsposition verleihen wird.
Auch das heutige Kupfergeschäft wird aus dem Bereich Entsorgung von Altmetall profitieren.
3. Geschäftsverlauf
Entscheidend war im Jahr 2011 der schnelle Aufbau im Kupferhandel den wir seit Februar 2011 aktiv betreiben. A.i.s. AG konnte damit im Juni ein erstes Geschäft tätigen, das sich dann im letzten Quartal erweitern ließ. A.i.s. AG steigerte damit seinen Umsatz von 157 T€ in 2010 auf 1,85 M€.
Auch konnte die a.i.s. AG für die beabsichtigte Finanzierung eines größeren Biokraftwerks, nach mehreren Ansätzen, erste Erfolge erzielen. Hier erwarten wir erst entscheidende Aussichten für das kommende Jahr und sind diesbezüglich an Kapitalmaßnahmen interessiert, die die Beteiligung an solchen Anlagen ermöglichen. Damit soll das Geschäftsergebnis nachhaltig unterstützt werden.
Auf Basis der uns erst in 2012 zugänglichen Informationen und Daten, konnten zum Stichtag 31-12-2011 die Bilanzbereinigungen aus den Vorgängen der Tochterverkäufe aus 2006 sowie der früheren Gesellschafter wegen Verjährung vorgenommen werden. Zusätzlich konnte mit dem aktuellen Geschäft im ersten Quartal 2012, Altverbindlichkeiten der Jahre vor 2011 beglichen werden. Für die a.i.s. AG ergibt dies ein Ergebnis von T€ 152.-.
Die Bilanz 2011 wird damit die Basis für die Neuausrichtung des Unternehmens. Jedoch sind offene Forderungen die von der in 2007 erhaltenen Patronatserklärung abgedeckt sind, in der Bilanz nicht enthalten.
Für das Jahr 2011 wurden Rückstellungen neu gegliedert indem Kosten für eine ausstehende Hauptversammlung (T€ 35), ausstehende Aufsichtsratsvergütungen (T€ 80), sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 20) vorgesehen wurde. Zusätzlich wurden für Rechtsverfahren T€ 40 zurückgestellt.
Durch den erst im Juli möglichen Zugang zu Altunterlagen und die damit erst mögliche Bereinigung, konnte eine Bestätigung noch nicht ausgestellt werden. Jedoch sind die Unterlagen in der Prüfung womit die Testierung nunmehr in Aussicht ist.
4. Rechtsstreitigkeiten
Im Berichtsjahr lag ein Verfahren gegen Alt-Aufsichtsträte und Vorstände aus 2002 an. Wir hatten bereits in 2010, in der zweiten Instanz, nach einer ersten Empfehlung des Gerichtes zu unseren Gunsten, eine unerwartete Niederlage am Haupttermin hinnehmen müssen. Wegen des seltsamen Ausganges hat die a.i.s. AG beschlossen, das Urteil beim BGH prüfen zu lassen.
5. Risikomanagement
Ein Risikomanagement ist derzeit bei der a.i.s AG im Aufbau. Die Thematik hat durch die Erweiterung des Geschäftes in Rohstoffe und insbesondere Energie an Bedeutung gewonnen. Die a.i.s. AG benötigt heute für den Energiehandel geeignete risikominimierende Maßnahmen. Die Implementierung wird sich jedoch noch über das Jahr hinausziehen.
6. Forschung und Entwicklung
Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung hat sich die Gesellschaft über vom Management verbundene Gesellschaften weiterentwickelt. Diesbezüglich wird das Know-how auf Netzwerke zu Universitäten und Fachkompetenz von freien Experten sowie Technologiefirmen mit entsprechenden Produkten im Bereich Energieverbreitung und Biogasanlagentechnik ausgeweitet.
Neben der in 2011 vervollständigten Businessplan im Bereich Biogasanlagen könnten hier entscheidende Schritte bei Investoren erreichen. Sie werden auch weiterhin zum Ausbau von Projektentwicklungskompetenz sowie bei der Integration zugekaufter Technologie und Produkten in diesem Bereich fortbestehen.
7. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital ist in 8.000.000 stimmberechtigte, nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt und beträgt € 10.226.000,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im ersten Quartal 2012 konnte der Umsatz weiterhin stark zunehmen. Dies hat weiterhin die Bereinigung des Unternehmens von Altlasten verbessert. Die Forderungen aus dem verlorenen Prozess wurde schrittweise bekannt, konnten aber vom aus dem Umsatz gedeckt werden. Eine endgültige Aussage der Auswirkung kann erst im Halbjahresreport 2012 dargestellt werden, wir erwarten aber keine nachteilige Entwicklung da die sich multiplizierenden Geschäftsansätze auswirken werden. Die a.i.s. AG hat daher auch seinen Verwaltungssitz in de naheliegende Industriegebiete verlagert. Auch wird über Personalmaßahmen und weitere Standorte nachgedacht.
9. Ausblick
Hinsichtlich der Entwicklung der a.i.s AG über das Jahr 2011 hinaus weiterhin das Handelsgeschäft im Bereich Rohstoffe und Energie ausbauen. Durch eine breit angelegte Aktionärsstruktur sind Fremdfinanzierungen zur Sicherung von Betriebsmitteln, wie sie sowohl das Anlagengeschäft wie auch der Handel erfordert, schwierig. Finanzmittelsteigerung können nur durch Eigenkapital und damit mit Hilfe einer Kapitalstrukturänderung für das zukünftige Geschäft realisiert werden.
Diesbezüglich untersuchen wir heute möglich Lösungen. Mit der Aussichtsreichsten wollen wir auf einer im dritten Quartal angesetzten Hauptversammlung werben, um entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung des Handelsgeschäftes und für Beteiligungen bei der Energieversorgung einleiten zu können. Die Nachhaltigkeit des Ergebnisses des Unternehmens soll dann auch gesichert werden.
Wir setzten daher auf die Zustimmung unserer Aktionäre, einer Kapitalerhöhung zuzustimmen. Es wird dann das Unternehmen in die Lage versetzen, sich finanziell stabil zu positionieren und entsprechend Kapital zum weiteren Aufbau des Geschäftes zu nutzen.
Ziel ist es Geschäftsfeld Umwelt und Energie wirkungsvoll auszustatten und aufzubauen. Dabei soll der Handel von Rohstoffen und Energie das Geschäft stützen und die Sparte Entsorgung ausbauen.
Für das Jahr 2012 erwarten wir mit dem Handelsgeschäft eine Zunahme des Umsatzes. Hieraus sollten die Finanzergebnisse die finanzielle Situation des Unternehmens verbessern.
10. Erklärung gemäß § 289 Abs. 1 HGB
Der Vorstand versichert, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.
Birkenau, 29. August 2012
Der Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva in EUR
| A. Anlagevermögen | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 2. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte | 689,21 |
| Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 689,21 |
| II. Sachanlagen | |
| 3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1,00 |
| Summe II. Sachanlagen | 1,00 |
| Summe A. Anlagevermögen | 690,21 |
| B. Umlaufvermögen | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.807,66 |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 97.369,04 |
| Summe II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 121.176,70 |
| IV. Kassenbestand. Guthaben b. Kreditinstituten. Postgiro | 1.364.933,13 |
| Summe B. Umlaufvermögen | 1.486.109,83 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 562,00 |
| Summe Aktiva | 1.487.362,04 |
| Passiva in EUR | |
| A. Eigenkapital | |
| I. Kapital | |
| Gezeichnetes Kapital | |
| Summe I. Kapital | 10.226.000,00 |
| II. Kapitalrücklagen | 534.571,90 |
| III. Gewinnrücklagen | |
| 1. gesetzliche Rücklagen | 488.028,10 |
| Summe III. Gewinnrücklagen | 488.028,10 |
| IV. Gewinn- und Verlustvortrag | -11.904.333,99 |
| V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 152.007,16 |
| Summe A. Eigenkapital | -503.726,83 |
| C. Rückstellungen | |
| 3. sonstige Rückstellungen | 174.800,00 |
| Summe C. Rückstellungen | 174.800,00 |
| D. Verbindlichkeiten | |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen | 1.752.011,26 |
| 8. sonstige Verbindlichkeiten | 64.277,61 |
| Summe D. Verbindlichkeiten | 1.816.288,87 |
| Summe Passiva | 1.487.362,04 |
Gewinn- und Verlustrechnung in EUR zum 31. Dezember 2011
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | |
| Umsatzerlöse | 1.844.148,51 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 310.000,00 |
| Materialaufwand | -1.700.285,87 |
| Andere betriebl. Aufwendungen | |
| Versicherungen, Beiträge und Abgaben | -9.111,47 |
| Werbe- und Reisekosten | -193,28 |
| Kosten der Warenabgabe | -6.424,81 |
| verschiedene betriebliche Kosten | -68.807,27 |
| Summe Andere betriebl. Aufwendungen | -84.536,83 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -216.797,53 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -521,12 |
| Summe Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 152.007,16 |
| Gesamt | 152.007,16 |
| Jahresüberschuss | 152.007,16 |