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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jul 11, 2024

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Quarterly Report

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ZWISCHENMITTEILUNG ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2024|25

Überblick über das erste Quartal 2024|25

  • Umsatz: 944,3 Mio. € (–2,3 %; Vorjahr: 966,1 Mio. €)
  • EBIT: 32,3 Mio. € (–49,1 %; Vorjahr: 63,5 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 3,4 % (Vorjahr: 6,6 %)
  • Konzernergebnis: 16,1 Mio. € (–57,6 %; Vorjahr: 38,0 Mio. €)
  • Eigenkapitalquote: 46,7 % (29. Februar 2024: 43,2 %)
  • Gearing1 : 48,7 % (29. Februar 2024: 51,0 %)
  • Mitarbeitende (FTEs)2: 9.077 (+3,2 %; Vorjahr: 8.797)

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)

Inhaltsverzeichnis

3 Vorwort des Vorstandes
4 Konzernbericht
4 Konzernentwicklung im ersten Quartal 2024 25
  • 7 Geschäftsentwicklung in den Segmenten
  • 9 Chancen und Risiken
  • 9 Mitarbeitende
  • 9 Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
  • 9 Ausblick
  • 11 Weitere Informationen

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,

nach dem soliden Ergebnis des Konzernjahresabschlusses 2023|24, der am 5. Juli 2024 auch der Hauptversammlung vorgelegt wurde, sind wir mit einem Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 32,3 Mio. € im ersten Quartal 2024|25 deutlich schwächer in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im Wesentlichen war der deutliche Ergebnisrückgang auf tiefere Preise bei Zucker- und Stärkeprodukten zurückzuführen. Die Geschäftsentwicklung im Segment Frucht verlief hingegen besser und führte in diesem Geschäftsbereich zu einem deutlichen EBIT-Anstieg.

Die Absatzmengen haben sich auf Konzernebene leicht positiv entwickelt, wesentliche Bereiche wie der Non-Food-Bereich Stärke leiden jedoch nach wie vor unter der schwächelnden Konjunktur. Ein verhaltener Konsum in Kombination mit hohen Importmengen aus der Ukraine führen im EU-Zuckermarkt zu einem deutlichen Preisrückgang und wirkten sich entsprechend negativ auf der Ergebnisseite aus. Auch wenn es uns freut, dass wir in der kommenden Rübenkampagne im Herbst 2024 aufgrund der positiven Kontrahierungen im letzten Winter mit ausreichend Rohstoff rechnen dürfen, hat die allgemein gute Ernteerwartung in der EU für die Kampagne 2024 den Angebotsdruck zusätzlich erhöht. Die auf EU-Ebene beschlossene Beschränkung zollfreier Zuckerimportmengen aus der Ukraine nach Europa in Höhe von 265.000 Tonnen für das Kalenderjahr 2024 trat erst Anfang Juni 2024 in Kraft und wird dadurch erst in den kommenden Monaten auf den Zuckermarkt in Europa wirken. Auch bei anderen wichtigen agrarischen Rohstoffen wie Mais und Weizen kann derzeit, auch aufgrund der guten Niederschlagssituation in unseren Anbaugebieten, mit guten Ernten gerechnet werden. Daher sollten die Einkaufspreise hier auf einem tieferen Niveau gegenüber Vorjahr für AGRANA bleiben und den seit Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen Margendruck bei nahezu allen Stärke- wie auch Verzuckerungsprodukten teilweise kompensieren.

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bestätigt unsere Prognose hinsichtlich eines gegenüber Vorjahr deutlich geringeren Konzern-EBITs für 2024|25.1 Angesichts der v.a. im Bereich Zucker wieder zunehmenden Herausforderungen werden wir unseren Fokus verstärkt auf die Kostenseite richten und uns auch in den kommenden Monaten intensiv mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens befassen. Die maximale Nutzung bestehender Synergiepotenziale in unserem Konzern wird jedenfalls ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung sein.

Abschließend dürfen wir Ihnen mitteilen, dass wir bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele auf operativer Ebene weiterhin auf Kurs sind und im laufenden Geschäftsjahr mit der Implementierung von CSR-D2 und ESRS3 ein wichtiges Etappenziel bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung erreichen werden. Die Umsetzung dieser neuen EU-Vorgaben für Geschäftsjahre ab 1. Jänner 2024 stellt einen bedeutenden Schritt in unserer strategischen Ausrichtung dar. Unser Ziel ist es, nicht nur einen ESRS-konformen Nachhaltigkeitsbericht im Rahmen des Lageberichts zu erstellen, sondern auch die Integration von Nachhaltigkeitsüberlegungen in unsere bestehenden Unternehmensstrukturen zu intensivieren. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Transparenz unserer Nachhaltigkeitsbemühungen zu erhöhen und sicherzustellen, dass wir den steigenden Anforderungen aller Stakeholder gerecht werden. Gleichzeitig sehen wir darin eine Chance, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Mehrwert für alle Interessengruppen und die Gesellschaft zu schaffen. Wir sind überzeugt, dass diese verstärkte Fokussierung auf Nachhaltigkeitsleistungen langfristig zum Erfolg unseres Unternehmens beiträgt.

Ihr Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Stephan Büttner, CEO Norbert Harringer Stephan Meeder

2 CSR-D: Corporate Sustainability Reporting Directive 3 ESRS: European Sustainability Reporting Standards

Konzernbericht

Konzernentwicklung im ersten Quartal 2024|25

Umsatz- und Ertragslage

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1 2024 25 Q1 2023 24 Veränderung
Umsatzerlöse 944,3 966,1 –2,3 %
EBITDA1 55,8 90,6 –38,4 %
Operatives Ergebnis 30,0 64,9 –53,8 %
Ergebnisanteil von Gemeinschafts
unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden 2,1 –1,8 216,7 %
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,2 0,4 –50,0 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 32,3 63,5 –49,1 %
EBIT-Marge 3,4 % 6,6 % –3,2 pp
Finanzergebnis –9,2 –13,3 30,8 %
Ergebnis vor Ertragsteuern 23,1 50,2 –54,0 %
Ertragsteuern –7,0 –12,2 42,6 %
Konzernergebnis 16,1 38,0 –57,6 %
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 15,3 36,1 –57,6 %
Ergebnis je Aktie (€) 0,24 0,58 –58,6 %

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im ersten Quartal 2024|25 (1. März bis 31. Mai 2024) mit 944,3 Mio. € leicht unter dem Vorjahr, wobei der Rückgang trotz höherer Absatzvolumina auf gesunkene Preise in allen Segmenten zurückzuführen war.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Quartal 2024|25 32,3 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 63,5 Mio. €. Im Segment Frucht stieg das EBIT aufgrund einer besseren Performance im Fruchtzubereitungsgeschäft auf 27,0 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €). Schwächere Margen bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten führten im Segment Stärke zu einem sehr deutlichen EBIT-Rückgang auf 9,4 Mio. € (Vorjahr: 22,1 Mio. €). Im Segment Zucker

waren niedrigere Absatzpreise für die Verschlechterung des Ergebnisses auf –4,1 Mio. € (Vorjahr: 17,0 Mio. €) verantwortlich. Das Finanzergebnis belief sich auf –9,2 Mio. € nach –13,3 Mio. € im Vorjahr, wobei die positive Veränderung bei einem minimal schwächeren Zinsergebnis aus einem sehr deutlich verbesserten Währungsergebnis resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 7,0 Mio. €, einer Steuerquote von 30,3 % (Vorjahr: 24,3 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 16,1 Mio. € (Vorjahr: 38,0 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie reduzierte sich auf 0,24 € (Vorjahr: 0,58 €).

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

Investitionen1

Im ersten Quartal 2024|25 investierte AGRANA mit 18,4 Mio. € um 2,9 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

Investitionen1
in Mio. €
Q1
2024 25
Q1
2023 24
Veränderung
Segment Frucht 9,0 6,4 40,6 %
Segment Stärke 4,7 4,4 6,8 %
Segment Zucker 4,7 4,7 0,0 %
Konzern 18,4 15,5 18,7 %

Neben regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:

Segment Frucht

  • Kapazitätserweiterungen in Jacona|Mexiko
  • Ausbau des Food Service-Bereiches in Centerville|Tennessee|USA
  • Emissionsreduktions-Projekte an den Standorten in Brasilien, Südafrika und Polen

Segment Stärke

  • Erhöhung der Produktionskapazität für walzengetrocknete technische Spezialstärken am Standort Gmünd|Österreich
  • Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage am Standort Gmünd|Österreich
  • Optimierung der Wasserversorgung am Standort Aschach|Österreich

Segment Zucker

  • Optimierung der Verdampfstationen in Roman|Rumänien und Kaposvár|Ungarn
  • Umstellung der Brennstoffversorgung von Kohle auf Erdgas in Opava|Tschechien

Zusätzlich wurden im Q1 2024|25 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 7,4 Mio. € (100%; Vorjahr: 5,4 Mio. €) getätigt.

Cashflow

Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) Q1 2024 25 Q1 2023 24 Veränderung
in Mio. €
Cashflow aus dem Ergebnis 63,7 98,5 –35,3 %
Veränderungen des Working Capital –33,2 –182,6 81,8 %
Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern –4,1 –7,0 41,4 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26,4 –91,1 129,0 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit –16,2 –15,2 –6,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11,7 121,8 –90,4 %
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 21,9 15,5 41,3 %
Einfluss von Wechselkursänderungen und IAS 29
auf den Finanzmittelbestand –0,3 –8,4 96,4 %
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 88,1 118,3 –25,5 %
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 109,7 125,4 –12,5 %

Der Cashflow aus dem Ergebnis sank im ersten Quartal 2024|25 v.a. aufgrund des sehr deutlich schwächeren Konzernergebnisses auf 63,7 Mio. € (Vorjahr: 98,5 Mio. €). Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode markant niedrigeren Aufbau des Working Capital um 33,2 Mio. € (Vorjahr: 182,6 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2024|25 von 26,4 Mio. € (Vorjahr: –91,1 Mio. €) ausgewiesen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich aufgrund gestiegener Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf –16,2 Mio. € (Vorjahr: –15,2 Mio. €). Der gegenüber dem Vorjahr niedrigere Aufbau von Finanzverbindlichkeiten führte zu einem geringeren Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 121,8 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Konzern-Bilanz (verkürzt) Stand am Stand am Veränderung
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) 31.05.2024 29.02.2024
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 1.032,8 1.031,2 0,2 %
davon immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 112,8 112,4 0,4 %
davon Sachanlagen 794,1 797,6 –0,4 %
Kurzfristige Vermögenswerte 1.719,8 1.858,2 –7,4 %
davon Vorräte 988,4 1.170,8 –15,6 %
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 506,6 441,9 14,6 %
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 109,7 88,1 24,5 %
Summe Aktiva 2.752,6 2.889,4 –4,7 %
PASSIVA
Eigenkapital
1.286,3 1.248,4 3,0 %
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.223,8 1.186,7 3,1 %
Nicht beherrschende Anteile 62,5 61,7 1,3 %
Langfristige Schulden 615,6 628,7 –2,1 %
davon Finanzverbindlichkeiten 521,3 523,6 –0,4 %
Kurzfristige Schulden 850,7 1.012,3 –16,0 %
davon Finanzverbindlichkeiten 233,8 218,8 6,9 %
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 374,4 561,6 –33,3 %
Summe Passiva 2.752,6 2.889,4 –4,7 %
Nettofinanzschulden 626,4 636,1 –1,5 %
Gearing1 48,7 % 51,0 % –2,3 pp
Eigenkapitalquote 46,7 % 43,2 % 3,5 pp

Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2023|24 leicht niedrigeren Bilanzsumme zum 31. Mai 2024 von 2.752,6 Mio. € lag die Eigenkapitalquote bei 46,7 % (29. Februar 2024: 43,2 %). Der Wert der langfristigen Vermögenswerte lag faktisch unverändert bei 1.032,8 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte (1.719,8 Mio. €) gingen moderat zurück. Einer Verringerung der Vorratsposition stand dabei ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden (615,6 Mio. €) geringfügig. Die kurzfristigen Schulden (850,7 Mio. €) gingen in Summe deutlich zurück, wobei moderat erhöhten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ein deutlicher Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand. Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2024 lagen mit 626,4 Mio. € um 9,7 Mio. € unter dem Wert per 29. Februar 2024. Das Gearing zum Quartalsstichtag betrug 48,7 % (29. Februar 2024: 51,0 %).

Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Schätzungen ergeben sich durch ein volatiles Marktumfeld bezüglich Rohstoff-, Energie-, Transport- und anderer Kosten. Darüber hinaus sind die makroökomischen Rahmenbedingungen durch ein hohes Zins- und Inflationsniveau mit unsicherer Entwicklung geprägt.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Segment Frucht

Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1 2024 25 Q1 2023 24 Veränderung
Umsatzerlöse 415,6 401,1 3,6 %
EBITDA1 35,8 34,0 5,3 %
Operatives Ergebnis 26,8 24,4 9,8 %
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,2 0,0 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 27,0 24,4 10,7 %
EBIT-Marge 6,5 % 6,1 % 0,4 pp

Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im Q1 2024|25 mit 415,6 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau. Sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten stiegen die Umsätze mengenbedingt.

Das EBIT im Segment betrug in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 27,0 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €). Bei Fruchtzubereitungen lag das Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert. Die Verbesserung war v.a. auf eine positive Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa (inklusive Ukraine), Mexiko und Russland zurückzuführen. Auch im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurde ein gutes Ergebnis erzielt, wobei das sehr starke EBIT des Vorjahresquartales nicht erneut erreicht werden konnte.

Segment Stärke

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1 2024 25 Q1 2023 24 Veränderung
Umsatzerlöse 265,5 317,1 –16,3 %
EBITDA1 17,5 34,6 –49,4 %
Operatives Ergebnis 6,1 23,4 –73,9 %
Ergebnisanteil von Gemeinschafts
unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden 3,3 –1,3 353,8 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 9,4 22,1 –57,5 %
EBIT-Marge 3,5 % 7,0 % –3,5 pp

Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2024|25 betrugen 265,5 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraumes, in dem der Krieg in der Ukraine zu massiven Preissteigerungen auf den Märkten führte. Aufgrund gesunkener Rohstoff- und Energiepreise war im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang der Marktpreise zu beobachten, mit Auswirkungen auf die Verkaufspreise des gesamten Stärkeportfolios. So sanken z.B. jene für Ethanol aufgrund deutlich gefallener Platts-Notierungen um rund 25 %.

Das EBIT im Segment Stärke lag mit 9,4 Mio. € sehr deutlich unter dem Vorjahreswert. Ein Hauptgrund dafür war der Margenrückgang im Bereich der Stärke- und Verzuckerungsprodukte bedingt durch deutlich niedrigere Verkaufspreise für Haupt- und Nebenprodukte. So ging beispielsweise der Verkaufspreis für konventionelles Vitalgluten um rund 40 % zurück. Der Geschäftsbereich Ethanol wies aufgrund niedrigerer Rohstoff- und Energiepreise trotz gesunkener Verkaufspreise ein verbessertes EBIT aus. Die nach der Equity-Methode einbezogene HUNGRANA-Gruppe trug mit einem Ergebnisanteil von 3,3 Mio. € (Q1 2023|24: –1,3 Mio. €) wieder positiv zum Segment-EBIT bei. Im ungarischen Joint Venture hat sich die Auslastung in Folge gesunkener Rohstoff- und Energiepreise verbessert.

Segment Zucker

Finanzkennzahlen
Segment Zucker
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1 2024 25 Q1 2023 24 Veränderung
Umsatzerlöse 263,2 247,9 6,2 %
EBITDA1 2,5 22,0 –88,6 %
Operatives Ergebnis –2,9 17,1 –117,0 %
Ergebnisanteil von Gemeinschafts
unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden –1,2 –0,5 –140,0 %
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,0 0,4 –100,0 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) –4,1 17,0 –124,1 %
EBIT-Marge –1,6 % 6,9 % –8,5 pp

Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im Q1 2024|25 mit 263,2 Mio. € moderat über dem Vorjahr. Der negative Effekt gesunkener Zuckerverkaufspreise konnte durch höhere Absätze mehr als kompensiert werden. Die Entwicklungen auf dem Zuckermarkt wurden zuletzt von den Zuckerimporten aus der Ukraine und der Erwartung einer höheren EU-Zuckerproduktion in der Kampagne 2024|25 bestimmt.

Das EBIT im Q1 2024|25 betrug –4,1 Mio. € und war damit markant schlechter als im Vorjahr. Vor allem deutlich niedrigere Zuckerverkaufspreise spiegelten sich im Quartalsergebnis wider. Insbesondere in den durch die ukrainischen Importe stark betroffenen Regionen gab es Preisdruck. Das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen war ebenfalls niedriger als im Vorjahresquartal; es wird im Wesentlichen von den Zucker-Aktivitäten der AGRANA-STUDEN-Gruppe in Südosteuropa bestimmt.

8

Chancen und Risiken

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 104 bis 114 des Geschäftsberichtes 2023|24.

Mitarbeitende

Mitarbeitende
FTEs1
Q1
2024 25
Q1
2023 24
Veränderung
Segment Frucht 6.085 5.844 4,1 %
Segment Stärke 1.163 1.154 0,8 %
Segment Zucker 1.829 1.799 1,7 %
Konzern 9.077 8.797 3,2 %

Im Q1 2024|25 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.077 Mitarbeitende/FTEs1 (Vorjahr: 8.797) beschäftigt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

Ausblick

AGRANA-Gruppe
in Mio. €
2023 24
IST
2024 25
Prognose
Umsatzerlöse 3.786,9
EBIT 151,0 
Investitionen2 127,3 120

Moderater Rückgang 3

Deutlicher Rückgang 3

Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2024|25 mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Rückgang ausgegangen.

Für das EBIT des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres wird eine Halbierung des Vorjahreswertes (Q2 2023|24: 47,4 Mio. €) erwartet.

Segment Frucht
in Mio. €
2023 24
IST
2024 25
Prognose
Umsatzerlöse 1.566,9
EBIT 60,2 
Investitionen2 50,8 56

Stabile Entwicklung 3

Deutlicher Anstieg 3

Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2024|25 eine deutliche EBIT-Verbesserung bei einem stabilen Umsatz. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet bei stabilen Mengen mit einer preisbedingt leicht rückläufigen Umsatzentwicklung. Das EBIT soll nach Wegfall der im Geschäftsjahr 2023|24 in Asien erfolgten Asset-Wertminderung deutlich verbessert werden. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das angelaufene Geschäftsjahr ein Umsatz über Vorjahresniveau prognostiziert. Aufgrund der bisher abgeschlossenen Kontrakte aus der Ernte 2023 wird die Ertragslage im Geschäftsjahr 2024|25 weiterhin auf einem soliden Niveau erwartet.

1 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)

3 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 12 definiert.

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.

Segment Stärke
in Mio. €
2023 24
IST
2024 25
Prognose
Umsatzerlöse 1.148,7
EBIT 50,4 
Investitionen1 42,1 34

Moderater Rückgang 2

Deutlicher Rückgang 2

Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024|25 einen moderaten Umsatzrückgang, bedingt durch weiter sinkende Verkaufspreise. Es wird angenommen, dass die Einkaufspreise und Herstellungskosten nicht in gleichem Ausmaß zurückgehen werden. Trotz initiierter Projekte, die weitere Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen durch Prozessoptimierungen zum Ziel haben, wird daher mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden EBIT gerechnet.

Segment Zucker
in Mio. €
2023 24
IST
2024 25
Prognose
Umsatzerlöse 1.071,3 
EBIT 40,4 
Investitionen1 34,4 30

Deutlicher Rückgang 2

Sehr deutlicher Rückgang 2

Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2024|25 mit preisbedingt deutlich rückläufigen Umsatzerlösen. Es wird zwar mit leicht höheren Verkaufsmengen geplant, aber auch mit sinkenden Preisen. Zusätzlicher Wettbewerb aus der Ukraine in den EU-Defizitländern, hohe Rübenflächenkontrahierungen und die Erwartung einer ertragsreichen Kampagne 2024|25 führen zu potenziell hohen Zuckerbeständen und einem zunehmenden Preisdruck. Trotz niedrigerer Energieaufwendungen wird daher ein sehr deutlich unter dem Vorjahr liegendes EBIT erwartet.

Prognoseunsicherheit und Annahmen

Der seit dem Geschäftsjahresbeginn 2022|23 bis heute andauernde Ukraine-Krieg führte zu einer grundsätzlichen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Energie. Darüber hinaus können sich in der EU durch den gewährten bevorzugten Zugang von Agrarimporten aus der Ukraine weitere Marktverwerfungen ergeben. Trotz der momentan reduzierten Volatilität sind die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen, die Versorgungssicherheit sowie die Dauer dieser temporären Ausnahmesituation nur schwer abschätzbar.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 120 Mio. € moderat unter dem Wert von 2023|24 und nur noch auf Abschreibungsniveau (rund 120 Mio. €) liegen. Etwa 12 % davon werden auf Emissionsreduktionsmaßnahmen in der eigenen Produktion im Rahmen der AGRANA-Klimastrategie entfallen.

Weitere Informationen

Kapitalmarktkalender

15. Juli 2024 Dividenden-Zahltag
10. Oktober 2024 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2024 25
14. Jänner 2025 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2024 25

Kontakt

AGRANA Beteiligungs-AG

A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com

Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2024|25:

Veröffentlicht am 11. Juli 2024 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 ### Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen

Die Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Zwischenmitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

BETREFFEND DER AUSSAGEN IM PROGNOSEBERICHT GELTEN FOLGENDE SCHRIFTLICHE UND BILDLICHE WERTAUSSAGEN:

Wertaussage Visualisierung Wertmäßige Veränderung in Zahlen
Stabil 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 %
Leicht  oder  Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 %
Moderat  oder  Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 %
Deutlich  oder  Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 %
Sehr deutlich  oder  Mehr als +50 % oder mehr als –50 %

Diese Zwischenmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diese Zwischenmitteilung am 1. Juli 2024 aufgestellt.

Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2023|24 auf Seite 224 verwiesen.

AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bemüht, so auch in dieser Zwischenmitteilung. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in dieser Zwischenmitteilung kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Diese Zwischenmitteilung ist in deutscher und englischer Version erhältlich.

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