Quarterly Report • Oct 10, 2024
Quarterly Report
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BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2024|25
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-Time Equivalents)
| 3 | Vorwort des Vorstandes |
|---|---|
| 4 | Konzernlagebericht |
| 4 | Konzernentwicklung im ersten Halbjahr 2024 25 |
| 8 | AGRANA auf dem Kapitalmarkt |
| 9 | Segment Frucht |
| 11 | Segment Stärke |
| 13 | Segment Zucker |
| 15 | Chancen- und Risikobericht |
| 15 | Mitarbeitende |
| 15 | Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen |
| 15 | Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode |
| 16 | Ausblick |
| 18 | Konzernzwischenabschluss |
| 18 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
| 19 | Konzern-Gesamtergebnisrechnung |
| 20 | Konzern-Geldflussrechnung |
| 21 | Konzern-Bilanz |
| 22 | Konzern-Eigenkapital-Entwicklung |
23 Anhang zum Konzernzwischenabschluss
29 Weitere Informationen
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,
auch das zweite Quartal 2024|25 verlief wie prognostiziert deutlich schwächer als im Vorjahr und im ersten Halbjahr 2024|25 wiesen wir somit ein EBIT in Höhe von 56,6 Mio. € (H1 2023|24: 110,9 Mio. €) aus. Während das Segment Frucht in den ersten sechs Monaten eine sehr starke Performance lieferte, wurde die Ergebnisentwicklung in den Segmenten Stärke und Segment Zucker vor allem durch allgemeine Marktentwicklungen stark belastet.
Im Segment Zucker werden auch in den nächsten Monaten sehr herausfordernde Zeiten auf uns zukommen: Höhere Vorratsvolumen an Zucker in der EU und bessere Ernteerwartungen für die angelaufene Rübenkampagne 2024 führen zu einem höheren Angebot, das auf eine verhaltene Nachfrage trifft. Das wirkt sich auf das Zuckerpreisniveau aus, welches zuletzt deutlich gesunken ist. Vom Weltmarkt kommt keine Unterstützung, weil auch dort die Zuckervorräte steigen sollen. Entsprechend negativ wird sich die erwartete Ergebnisentwicklung im Segment Zucker auf unseren Gruppen-Finanzausblick 2024|25 auswirken. Wir bestätigen unsere Prognose hinsichtlich eines gegenüber Vorjahr deutlich geringeren Konzern-EBITs für 2024|25.1
Ob dieser kurzfristig trüben Aussichten arbeiten wir weiter mit Hochdruck an unserer "Next Level"-Strategie, welche die Grundlage für den zukünftigen Erfolg unserer Unternehmensgruppe schaffen soll. Wir haben bereits erste Schritte gesetzt und unter anderem ein umfassendes Kostensenkungsprogramm auf Holding- wie auch Segmentebene gestartet. In den hochvolatilen Commodity-Märkten, in denen wir tätig sind, ist Kostenführerschaft ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Hier haben wir aus Managementsicht noch großes Entwicklungspotenzial. Als weitere Top-Priorität sehen wir, die Kundenorientierung in all unserem Tun und Handeln weiter zu forcieren. Eine klare Definition unserer Portfoliostrategie und die organisatorische Ausrichtung auf die maximale Nutzung bestehender Synergiepotenziale in unserem Konzern werden weitere wesentliche Bausteine für die erfolgreiche Zukunftsgestaltung sein. AGRANA befindet sich in einem umfassenden Transformationsprozess, kostenseitig, organisatorisch und kulturell, stets mit dem Ziel vor Augen, unser Unternehmen aus diesem Prozess gestärkt in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, mit Mehrwert für all unsere Stakeholder.
Sehr geehrte Damen und Herren, was der Klimawandel anrichten kann, haben Mitte September weite Teile Mittel- und Osteuropas erfahren müssen. Tausende Menschen wurden nach einer Flutkatastrophe evakuiert, zahlreiche Orte wurden teilweise zerstört. AGRANA war mit mehreren Standorten, vor allem in Niederösterreich, unmittelbar vom Hochwasser betroffen. Produktionsausfälle gab es primär in unserer Bioraffinerie in Pischelsdorf|Österreich sowie in der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich. Das Wichtigste ist, dass keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Schaden gekommen sind. Darüber hinaus bedanken wir uns bei allen Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Einsatz dafür sorgen, alle Unterbrechungen schnellstmöglich zu beheben und den Schaden für unser Unternehmen möglichst gering zu halten. Auch unseren Lieferanten und Kunden gilt großer Dank für Ihre Unterstützung bzw. ihr Verständnis.
Immer häufiger auftretende Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig es ist, dem Klimawandel konsequent entgegenzuwirken und somit als Gemeinschaft wie auch als Unternehmen die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Nach einer spürbaren Katastrophe erscheinen die Ziele unserer AGRANA-Klimastrategie umso bedeutender. Auch im ersten Halbjahr 2024|25 haben wir bei der Zielerreichung gute Fortschritte erzielt. Der Umstieg unseres Zuckerwerks in Opava|Tschechien von Kohle auf Erdgas verläuft nach Plan und mit einer Fertigstellung für die Kampagne 2025|26 ist zu rechnen. Dieses Projekt stellt einen weiteren wichtigen Schritt in unseren Emissionsreduktionsbemühungen dar.
Ihr Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Stephan Büttner, CEO Norbert Harringer Stephan Meeder
| Konzern-Gewinn- und Verlust | H1 | H1 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
2024 25 | 2023 24 |
| Umsatzerlöse | 1.861,7 | 1.959,5 |
| EBITDA1 | 107,6 | 163,7 |
| Operatives Ergebnis | 55,3 | 112,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 3,2 | –2,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –1,9 | 0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 56,6 | 110,9 |
| EBIT-Marge | 3,0 % | 5,7 % |
| Finanzergebnis | –19,4 | –24,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 37,2 | 86,6 |
| Ertragsteuern | –13,7 | –22,3 |
| Konzernergebnis | 23,5 | 64,3 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | 21,7 | 60,6 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,35 | 0,97 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im ersten Halbjahr 2024|25 (1. März bis 31. August 2024) mit 1.861,7 Mio. € leicht unter dem Vorjahr, wobei der trotz höherer Absatzvolumina erfolgte Rückgang auf gesunkene Preise in allen Segmenten zurückzuführen war.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Halbjahr 2024|25 56,6 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 110,9 Mio. €. Im Segment Frucht stieg das EBIT aufgrund einer deutlich besseren Performance im Fruchtzubereitungsgeschäft auf 50,4 Mio. € (H1 2023|24: 43,7 Mio. €). Schwächere Margen bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten führten im Segment Stärke zu einem deutlichen EBIT-Rückgang auf

| Konzern-Gewinn- und Verlust | Q2 | Q2 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) | 2024 25 | 2023 24 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 917,4 | 993,4 |
| EBITDA1 | 51,8 | 73,1 |
| Operatives Ergebnis | 25,3 | 47,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 1,1 | –0,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,1 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 24,3 | 47,4 |
| EBIT-Marge | 2,6 % | 4,8 % |
| Finanzergebnis | –10,2 | –11,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 14,1 | 36,4 |
| Ertragsteuern | –6,7 | –10,1 |
| Konzernergebnis | 7,4 | 26,3 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | 6,4 | 24,5 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,11 | 0,39 |
24,9 Mio. € (H1 2023|24: 36,2 Mio. €). Im Segment Zucker waren niedrigere Absatzpreise für die Verschlechterung des Ergebnisses auf –18,7 Mio. € (H1 2023|24: 31,0 Mio. €) verantwortlich. Das Finanzergebnis belief sich auf –19,4 Mio. € nach –24,3 Mio. € im Vorjahr, wobei die positive Veränderung primär aus einem deutlich verbesserten Währungsergebnis aber auch aus einem moderat verbesserten Zinsergebnis resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 13,7 Mio. €, einer Steuerquote von 36,8 % (H1 2023|24: 25,8 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 23,5 Mio. € (H1 2023|24: 64,3 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie reduzierte sich auf 0,35 € (H1 2023|24: 0,97 €).

Im ersten Halbjahr 2024|25 investierte AGRANA mit 47,1 Mio. € um 5,2 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen1 in Mio. € |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 19,7 | 15,7 | 25,5 % |
| Segment Stärke | 12,2 | 14,3 | –14,7 % |
| Segment Zucker | 15,2 | 11,9 | 27,7 % |
| Konzern | 47,1 | 41,9 | 12,4 % |
Neben regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:
Zusätzlich wurden im H1 2024|25 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 16,4 Mio. € (100%; H1 2023|24: 13,5 Mio. €) getätigt.
| Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) in Mio. € |
H1 2024 25 | H1 2023 24 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 125,8 | 180,1 | –30,1 % |
| Veränderungen des Working Capital | 11,0 | –142,7 | 107,7 % |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | –18,5 | –25,7 | 28,0 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 118,3 | 11,7 | 911,1 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –44,4 | –40,5 | –9,6 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –50,6 | 34,5 | –246,7 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 23,3 | 5,7 | 308,8 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassungen | |||
| auf den Finanzmittelbestand | –3,3 | –9,2 | 64,1 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 88,1 | 118,3 | –25,5 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 108,1 | 114,8 | –5,8 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis sank im ersten Halbjahr 2024|25 v.a. aufgrund des sehr deutlich schwächeren Konzernergebnisses auf 125,8 Mio. € (H1 2023|24: 180,1 Mio. €). Nach einem Abbau des Working Capital um 11,0 Mio. € (H1 2023|24: Aufbau um 142,7 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2024|25 von 118,3 Mio. € (H1 2023|24: 11,7 Mio. €) ausgewiesen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich aufgrund gestiegener Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf –44,4 Mio. € (H1 2023|24: –40,5 Mio. €). Bei einer konstanten Dividendenauszahlung führte der gegenüber dem Vorjahr minimale Aufbau von Finanzverbindlichkeiten zu einem Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 50,6 Mio. € (H1 2023|24: Cashzufluss von 34,5 Mio. €).
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | 31.08.2024 | 29.02.2024 | |
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.034,7 | 1.031,2 | 0,3 % |
| davon immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 112,7 | 112,4 | 0,3 % |
| davon Sachanlagen | 790,8 | 797,6 | –0,9 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.600,2 | 1.858,2 | –13,9 % |
| davon Vorräte | 821,9 | 1.170,8 | –29,8 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 532,2 | 441,9 | 20,4 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 108,1 | 88,1 | 22,7 % |
| Summe Aktiva | 2.634,9 | 2.889,4 | –8,8 % |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 1.220,5 | 1.248,4 | –2,2 % |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.157,6 | 1.186,7 | –2,5 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 62,9 | 61,7 | 1,9 % |
| Langfristige Schulden | 621,2 | 628,7 | –1,2 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 519,8 | 523,6 | –0,7 % |
| Kurzfristige Schulden | 793,2 | 1.012,3 | –21,6 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 229,8 | 218,8 | 5,0 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 318,6 | 561,6 | –43,3 % |
| Summe Passiva | 2.634,9 | 2.889,4 | –8,8 % |
| Nettofinanzschulden | 621,2 | 636,1 | –2,3 % |
| Gearing1 | 50,9 % | 51,0 % | –0,1 pp |
| Eigenkapitalquote | 46,3 % | 43,2 % | 3,1 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2023|24 moderat niedrigeren Bilanzsumme zum 31. August 2024 von 2.634,9 Mio. € lag die Eigenkapitalquote bei 46,3 % (29. Februar 2024: 43,2 %). Der Wert der langfristigen Vermögenswerte lag faktisch unverändert bei 1.034,7 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte (1.600,2 Mio. €) gingen deutlich zurück. Einer Verringerung der Vorratsposition stand dabei ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden (621,2 Mio. €) geringfügig. Die kurzfristigen Schulden (793,2 Mio. €) gingen in Summe deutlich zurück, wobei etwas erhöhten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ein deutlicher Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand. Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2024 lagen mit 621,2 Mio. € um 14,9 Mio. € unter dem Wert per 29. Februar 2024. Das Gearing zum Quartalsstichtag betrug 50,9 % (29. Februar 2024: 51,0 %).
Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Schätzungen ergeben sich durch ein volatiles Marktumfeld bezüglich Rohstoff-, Energie-, Transport- und anderer Kosten. Darüber hinaus sind die makroökomischen Rahmenbedingungen wie Zins- und Inflationsniveau von hoher Unsicherheit geprägt.
| Kennzahlen zur Aktie | H1 2024 25 | |
|---|---|---|
| Höchstkurs (7. Juni 2024) | € | 14,25 |
| Tiefstkurs (22. August 2024) | € | 11,90 |
| Ultimokurs (30. August 2024) | € | 12,10 |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | € | 18,53 |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | Mio. € | 756,1 |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 13,35 € in das Geschäftsjahr 2024|25 und schloss zum Ultimo August 2024 mit 12,10 €, was einem Minus von 9,4 % entspricht.
Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 11,4 %.
Die Zahl der durchschnittlich gehandelten Aktien pro Tag betrug in der Periode März bis August 2024 rund 23.000 Stück1 (H1 2023|24: knapp 14.000 Stück1 ).
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs, Kennzahlen und Analysen. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2024 756,1 Mio. €.
Bei der am 5. Juli 2024 abgehaltenen 37. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2023|24 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie (2022|23: 0,90 € je Aktie) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2024.
8

| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 824,5 | 791,1 |
| EBITDA1 | 70,6 | 62,8 |
| Operatives Ergebnis | 52,3 | 43,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –1,9 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 50,4 | 43,7 |
| EBIT-Marge | 6,1 % | 5,5 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2024 25 |
Q2 2023 24 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 408,9 | 390,0 |
| EBITDA1 | 34,8 | 28,8 |
| Operatives Ergebnis | 25,5 | 19,3 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,1 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 23,4 | 19,3 |
| EBIT-Marge | 5,7 % | 4,9 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im H1 2024|25 mit 824,5 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert. Bei Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze mengenbedingt, bei Fruchtsaftkonzentraten mengen- und preisbedingt.
Das EBIT im Segment betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 50,4 Mio. € (H1 2023|24: 43,7 Mio. €). Bei Fruchtzubereitungen lag das Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert. Die Verbesserung war v.a. auf eine positive Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa
(inklusive Ukraine), Mexiko und Russland zurückzuführen. Auch im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurde ein gutes Ergebnis erzielt, wobei das sehr starke EBIT des Vorjahreshalbjahres nicht erneut erreicht werden konnte.
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten für Molkereiprodukte, Eiscreme und Food Service bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Genuss, Convenience, Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit.
Die Marktsituation bleibt aufgrund von vielerorts hoher Inflation, geringeren Konsumausgaben und erhöhten geopolitischen oder klimatischen Risiken bzw. Supply Chain-Risiken volatil.
Laut aktuellen Daten per September 2024 von Euromonitor stagnierte der globale Markt für löffelbares Fruchtjoghurt (Hauptabsatzmarkt für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen) von 2023 auf 2024 bei der Mengenentwicklung. Die Region Westeuropa war dabei leicht rückläufig (-1,0 %), der asiatische Raum mit China als dem größten Markt in Asien hat moderat an Mengen eingebüßt (-3,3 %), der nordamerikanische Markt ist leicht gewachsen (+1,3 %). Für die nächsten Jahre bis 2029 ist global ein jährliches Mengenwachstum von 1,3 % prognostiziert.
Neben Joghurt sind für die Diversifizierung des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen v.a. die Absatzmärkte Eiscreme und Food Service relevant. Für den Eiscreme-Markt wird ab 2024 eine globale Wachstumsrate von 1,8 % p.a. bis 2029 prognostiziert. Die Prognose für das Mengenwachstum in den größten Eiscrememärkten Asien, Westeuropa und Nordamerika liegt zwischen 1 % und 2 %. In Osteuropa (+3 %) und im Mittleren Osten und Nordafrika (+4,4%) werden deutlich höhere Wachstumsraten erwartet. Im Bereich Food Service sind v.a. Quick Service Restaurants (QSR) und Coffee & Tea Shops Absatzmärkte für AGRANA. Laut aktuellen Prognosen von GlobalData ist die zukünftige Entwicklung dieser Bereiche bis 2028 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 3,9 % bei QSR und von 3,6 % bei Coffee & Tea Shops sehr positiv.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die Kundenabrufe im ersten Halbjahr 2024|25 bei Apfelsaftkonzentrat auf einem guten Niveau und über dem Vorjahr. Die Kundenabrufe bei Buntsaftkonzentraten im H1 2024|25 blieben konstant.
Die Verträge betreffend Buntsaftkonzentratmengen aus der Ernte 2024 konnten bei sehr guter Marktnachfrage aufgrund der geringen Erntemenge zu sehr hohen Preisen abgeschlossen werden.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere konnte im Juli in allen relevanten Beschaffungsmärkten für den Fruchtzubereitungsbereich abgeschlossen werden. Die geplante Bedarfsmenge wurde in den Anbaugebieten der mediterranen Klimazonen wie Ägypten, Marokko und Spanien sowie in Mexiko und China vollständig kontrahiert. Die durchschnittlichen Einkaufspreise lagen über dem Vorjahresniveau, was hauptsächlich auf ein reduziertes Erntevolumen in Ägypten aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen zurückzuführen war.
Die Pfirsichernte in den Hauptanbaugebieten Spanien, Griechenland sowie China brachte wie erwartet gute Erträge ein. Die Einkaufspreise lagen unter dem Vorjahresniveau.
Die Sauerkirschenernte in Serbien und Polen verlief unterdurchschnittlich, was zu deutlichen Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahr führte.
Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bei Himbeeren aus den europäischen Anbaugebieten. Auch hier lagen die Erträge der Sommerernten unter den Erwartungen, resultierend in höheren Einkaufspreisen.
Bei Mango aus Indien und Vietnam führte der El-Niño-Effekt zu einem reduzierten Rohstoffaufkommen und daraus resultierend höheren Preisen.
Im ersten Halbjahr 2024|25 wurden für den Fruchtzubereitungsbereich rund 185.000 Tonnen an Rohstoffen eingekauft.
In der Anfang September beendeten Buntsaftverarbeitungssaison 2024 im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate gab es eine unterdurchschnittlichen Rohstoffverfügbarkeit. Bei der Hauptfrucht Apfel wird insgesamt in der EU mit einer schwächeren Ernte, u.a. in Polen, gerechnet. Damit sind in der angelaufenen Apfelkampagne 2024 auch steigende Rohstoffkosten zu erwarten.

| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 532,9 | 614,8 |
| EBITDA1 | 42,7 | 61,6 |
| Operatives Ergebnis | 19,5 | 39,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | 5,4 | –3,1 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 24,9 | 36,2 |
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2024 25 |
Q2 2023 24 |
| Umsatzerlöse | 267,4 | 297,7 |
| EBITDA1 | 25,2 | 27,0 |
| Operatives Ergebnis | 13,4 | 15,9 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
2,1 | –1,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) EBIT-Marge |
15,5 5,8 % |
14,1 4,7 % |
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2024|25 betrugen 532,9 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraumes, in dem der Krieg in der Ukraine zu massiven Preissteigerungen auf den Märkten führte. Aufgrund gesunkener Rohstoff- und Energiepreise war im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang der Marktpreise zu beobachten, mit Auswirkungen auf die
Verkaufspreise des gesamten Stärkeportfolios. So sanken z.B. jene für Ethanol aufgrund deutlich gefallener Platts-Notierungen um rund 12 %.
Das EBIT im Segment Stärke lag mit 24,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür war der Margenrückgang im Bereich der Stärke- und Verzuckerungsprodukte bedingt durch deutlich niedrigere Verkaufspreise für Haupt- und Nebenprodukte. So ging beispielsweise der Verkaufspreis für konventionelles Vitalgluten um rund 40 % zurück. Der Geschäftsbereich Ethanol wies aufgrund niedrigerer Rohstoff- und Energiepreise trotz gesunkener Verkaufspreise ein verbessertes EBIT aus. Die nach der Equity-Methode einbezogene HUNGRANA-Gruppe trug mit einem Ergebnisanteil von 5,4 Mio. € (H1 2023|24: –3,1 Mio. €) wieder positiv zum Segment-EBIT bei. Im ungarischen Joint Venture hat sich die Auslastung in Folge gesunkener Rohstoff- und Energiepreise verbessert.
Seit Beginn dieses Geschäftsjahres konnte nach dem schwierigen 2023|24 wiederum eine festere Marktnachfrage beobachtet werden. In den für AGRANA relevanten Märkten herrscht aber ein hoher Wettbewerbsdruck, der sich unmittelbar in sinkenden Preisen äußert.
Der an sich stabilere Lebensmittel-Zielmarkt zeigt sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt nochmals leicht fester, es sind aber auch hier Preiskorrekturen seitens der Anbieter nach unten erforderlich, um Marktanteile zu halten. Insbesondere flüssige Verzuckerungsprodukte (Glukosesirup und Isoglukose) treffen auf einen expliziten Käufermarkt und die Anbieter versuchen über Preiszugeständnisse Positionen zu halten.
Im Bereich Non-Food hängen die Abnahmen der Papierund Verpackungsindustrie von der jeweiligen Auslastung der Papiermaschinen ab – hohe Schwankungen im Monatsabstand stehen hier auf der Tagesordnung. Stabiler entwickeln sich die Bereiche Baustoffe und Klebstoffe für die Papierverklebung. Hier festigt sich die langsame Markterholung der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres.
Im Bereich der Nebenprodukte orientieren sich die Preise von Mittelproteinen für die Futtermittelindustrie an den Notierungen auf den Getreidemärkten. Es ist zu beobachten, dass sich Kunden hier aktuell nur sehr kurz eindecken. Hochproteine (Mais- und Weizenkleber sowie Kartoffeleiweiß) treffen durchwegs auf stabilere Marktnachfrage und festere Preise.
Im Ethanolgeschäft beeinflusst ein anhaltend hoher Importdruck aus den USA den europäischen Markt für Treibstoffethanol maßgeblich. Entsprechend befanden sich die Platts-Notierungen über das gesamte erste Halbjahr 2024|25 trotz solider Nachfrage seitens der Raffinerien unter Druck.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2024|25 per 15. August 2024 auf 2,32 Mrd. Tonnen, die damit um rund 16 Mio. Tonnen höher als im Vorjahr und mit rund 6 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegen wird. Bei Weizen wird eine Produktion von 799 Mio. Tonnen (Vorjahr: 794 Mio. Tonnen; Verbrauch 2024|25: 803 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.226 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.223 Mio. Tonnen; Verbrauch 2024|25: 1.229 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände sollen auf 581 Mio. Tonnen (Vorjahr: 587 Mio. Tonnen) fallen.
Die Getreideproduktion der EU-27 wird von Stratégie Grains auf rund 263 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 272 Mio. Tonnen). Dazu soll die Weichweizenernte rund 117 Mio. Tonnen beitragen und sie wird damit auf deutlich niedrigerem Niveau als im letzten Jahr (127 Mio. Tonnen) zu liegen kommen. Die Maisernte 2024 in der EU wird mit rund 60 Mio. Tonnen unter dem Niveau des letzten Jahres (63 Mio. Tonnen) geschätzt.
Die Notierungen an der Euronext Paris gingen mit der Ernte 2024 bei Weizen merklich zurück. Die Maisnotierungen folgten diesem Trend trotz insgesamt schwacher Ernteaussichten in Europa. Zu diesen Preisrückgängen führten u.a. eine schwache Exportnachfrage, die Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum und ein starker Euro. Am Berichtsstichtag lagen die Notierungen bei rund 199 € pro Tonne für Mais und bei 206 € pro Tonne bei Weizen (31. August 2023: 213 € bzw. 221 € pro Tonne).
Im letzten Drittel des Augusts 2024 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Übernahme von Stärke- und Speisekartoffeln der Ernte 2024 begonnen (Kontrakte über rund 200.000 Tonnen). Aufgrund der ungünstigen Witterung während der Vegetationsphase wird eine Liefererfüllung von ca. 90 % der kontrahierten Ware erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt bei Stärkekartoffeln wird bei rund 19,0 % liegen.
Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann im letzten Drittel des Augusts 2024. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr etwa gleich hohen Übernahmemenge von rund 110.000 bis 120.000 Tonnen und einer Verarbeitung bis voraussichtlich Mitte November 2024 gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2024|25 wurden in Aschach rund 206.000 Tonnen (H1 2023|24: knapp 190.000 Tonnen) Mais verarbeitet.
Als Rohstoffe für die integrierte Bioraffinerie2 in Pischelsdorf|Österreich wurden im ersten Halbjahr 2024|25 Getreide (Weizen, Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 7 zu 1 eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres bei rund 510.000 Tonnen (H1 2023|24: rund 450.000 Tonnen). Zu Beginn des letzten August-Drittels begann die Verarbeitung von Nassmais. Es wird von einer niedrigeren Übernahmemenge (rund 65.000 Tonnen) als im Vorjahr und einer Verarbeitungsdauer bis voraussichtlich November 2024 ausgegangen.
Der Rohstoffeinkauf für die Fabriken in Aschach und Pischelsdorf aus der Ernte 2023 ist abgeschlossen. Inklusive der fixierten Mengen aus der Ernte 2024 ist die Rohstoffeindeckung im Geschäftsjahr 2024|25 zum größten Teil erfolgt.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne Anfang August 2024. Es wird aufgrund der ungünstigen heißen und trockenen Witterungsbedingungen mit rund 130.000 Tonnen eine deutlich geringere Nassmaisverarbeitungsmenge (100 %) als im Vorjahr (204.000 Tonnen) erwartet. Im ersten Halbjahr 2024|25 betrug die Maisverarbeitung (100 %) rund 490.000 Tonnen (H1 2023|24: 280.000 Tonnen).

| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 504,3 | 553,6 |
| EBITDA1 | –5,7 | 39,3 |
| Operatives Ergebnis | –16,5 | 29,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | –2,2 | 0,9 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –18,7 | 31,0 |
| EBIT-Marge | –3,7 % | 5,6 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2024 25 |
Q2 2023 24 |
| Umsatzerlöse | 241,1 | 305,7 |
| EBITDA1 | –8,2 | 17,3 |
| Operatives Ergebnis Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
–13,6 | 12,6 |
| Equity-Methode bilanziert werden | –1,0 | 1,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) |
0,0 –14,6 |
0,0 14,0 |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im H1 2024|25 mit 504,3 Mio. € moderat unter dem Vorjahr. Der negative Effekt gesunkener Zuckerverkaufspreise konnte durch leicht höhere Absätze nicht kompensiert werden. Die Entwicklungen auf dem EU-Zuckermarkt wurden
zuletzt von erhöhten europäischen Lagerbeständen, der Erwartung einer höheren Zuckerproduktion in der Kampagne 2024|25 und rückläufigen Weltmarktpreisen bestimmt.
Das EBIT im H1 2024|25 betrug –18,7 Mio. € und war damit markant schlechter als im Vorjahr. Vor allem deutlich niedrigere Zuckerverkaufspreise im Retail-Bereich spiegelten sich im Halbjahressergebnis wider. Insbesondere in den Defizitmärkten (CEE-Region) gab es Preisdruck. Das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen war ebenfalls niedriger als im Vorjahr; es wird im Wesentlichen von den Zucker-Aktivitäten der AGRANA-STUDEN-Gruppe in Südosteuropa bestimmt.
In seiner letzten Weltzuckerbilanz vom September 2024 geht das Marktforschungsunternehmen S&P Global Commodity Insights nach einer nahezu ausgeglichenen Bilanz im Vorjahr für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2023|24 (1. Oktober 2023 bis 30. September 2024) von einem Überschuss von 5,2 Mio. Tonnen aus. Dabei steht einem leicht steigenden Verbrauch ein noch stärkerer Anstieg der Zuckererzeugung gegenüber. Das Verhältnis von Beständen zu Verbrauch soll mit 38,1 % weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben.
Für das ZWJ 2024|25 geht S&P Global Commodity Insights in seiner Schätzung bei einer weiter nunmehr leicht steigenden Erzeugung und einem stärker steigenden Verbrauch von einem sinkenden Überschuss von 3,9 Mio. Tonnen aus. Das Verhältnis von Beständen zu Verbrauch soll damit auf 39,6 % steigen.
Da sich das weltweite Angebot zu einem Großteil auf Brasilien und Indien stützt, wirken sich die Ereignisse in diesen Regionen erheblich auf die Weltmarktzuckerbilanz aus und können zu einer hohen Marktvolatilität führen. Die Weltmarktpreise für Weißzucker und Rohzucker sind seit Beginn des Geschäftsjahres 2024|25 kontinuierlich gesunken und erreichten am 20. August ein 24-Monats-Tief. In der Folge führten Zuckerrohrbrände in Brasilien zu einer leichten Preiserholung. Die Notierungen lagen Ende August 2024 bei 546,8 US\$ pro Tonne Weißzucker und 427,3 US\$ pro Tonne Rohzucker (31. August 2023: 715,2 US\$ bzw. 551,9 US\$).
Die jüngste EU-Zuckerbilanz weist für das abgelaufene ZWJ 2023|24 eine Erzeugung von 15,6 Mio. Tonnen aus (ZWJ 2022|23: 14,6 Mio. Tonnen). Für das neue ZWJ 2024|25 wird ein Anstieg der Zuckerproduktion auf 16,6 Mio. Tonnen erwartet. Dieser ist hauptsächlich auf die Ausdehnung der Rübenanbauflächen bei durchschnittlichen Erträgen zurückzuführen.
Laut EU-Preisreporting erreichten der durchschnittliche Weißzuckerpreis in der EU im August 2024 787 € pro Tonne, um 32 € pro Tonne weniger als im August des Vorjahres und erstmals seit Jänner 2023 unter 800 €. Die rückläufige Preistendenz in der EU wird durch die kurzfristigen EU-Preise bestätigt, da das gemeldete Spotpreisniveau inzwischen deutlich unter dem Preisniveau der langfristigen Verträge liegt. Innerhalb der EU gibt es signifikante regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und den Überschussregionen.
Der von der EU seit dem 6. Juni 2024 eingeführte Schutzmechanismus zur Begrenzung der zollfreien Zuckerimporte aus der Ukraine wird zu geringeren Importen aus der Ukraine führen. Für das Kalenderjahr 2024 sind die Importe aus der Ukraine auf rund 263.000 Tonnen und für die ersten fünf Monate des Jahres 2025 auf rund 109.000 Tonnen begrenzt worden. Im Kalenderjahr 2023 sind aus der Ukraine rund 495.000 Tonnen Zucker in die EU exportiert worden. Die Obergrenze der Importe für 2024 wurde im Juni erreicht und daraufhin wurden am 2. Juli 2024 die Zölle in der EU auf Importe aus der Ukraine wieder eingeführt.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche betrug im Anbaujahr 2024 rund 99.000 Hektar (Anbaujahr 2023: rund 86.000 Hektar). Davon wurden für den Konzern rund 800 Hektar Zuckerrüben auf Grundlage biologischer Landwirtschaft unter Vertrag genommen. In Österreich erhöhte sich die kontrahierte Rübenfläche im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf rund 43.300 Hektar.
Der Anbau startete in Österreich Ende März 2024 und konnte aufgrund günstiger Bedingungen innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden. In den Monaten Mai und Juni waren die Witterungsbedingungen durch ausreichende Feuchtigkeit und milde Temperaturen ideal, sodass das Wachstum zügig voranschritt. Ab Juli setzten hohe Temperaturen ein, welche nur vereinzelt von gewittrigen Niederschlägen unterbrochen wurden. In
dieser Phase waren auf schlechten Böden Trockenheitssymptome bei den Rüben erkennbar. Ab Mitte August wurde an vielen Standorten im Beregnungsgebiet sowie in Feuchtlagen die Pilzkrankheit Cercospora sichtbar, wodurch der Blattapparat vielerorts geschädigt wurde.
Im bedeutendsten AGRANA-Zuckerproduktionsland Österreich war der Start der Rübenkampagne aufgrund der deutlich ausgeweiteten Rübenflächen bei einer durchschnittlichen Ertragserwartung von rund 75 Tonnen pro Hektar bereits Mitte September und damit um rund zwei Wochen früher als in den vergangenen Jahren geplant. Aufgrund des Hochwassers Mitte September in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas konnte die Kampagne in Österreich letztlich aber erst verzögert in der letzten September-Woche begonnen werden. Auch andere AGRANA-Zuckerwerke in der CEE-Region waren vom Hochwasser mehr oder weniger stark betroffen. Bis Anfang Oktober werden die Rübenkampagnen in allen Ländern aber gestartet bzw. wieder aufgenommen werden können. Aufgrund der aktuell geschätzten Rübenmenge wird gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der Auslastung um rund 6 Prozentpunkte auf 105 % erwartet.
Im ersten Halbjahr 2024|25 führte die AGRANA-Rohrrohzuckerraffinerie in Buzau|Rumänien keine Verarbeitung durch. Am Standort in Bosnien und Herzegowina wurde von Februar bis April 2024 eine Rohrrohzuckerkampagne gefahren sowie am 10. August 2024 eine weitere gestartet. Insgesamt betrug die Weißzuckerproduktion dort im H1 2024|25 rund 28.000 Tonnen.
Die Betainkristallisationsanlage des Gemeinschaftsunternehmens Beta Pura GmbH, Wien, hat im ersten Halbjahr 2024|25 am Standort Tulln|Österreich rund 1.800 Tonnen kristallines Betain ausschließlich aus regionalem Rohstoff erzeugt. Es sind umfangreiche Aktivitäten in den vier Marktkategorien menschliche Ernährung, Kosmetika, Pflanzenpflege und Futtermittel zur Weiterentwicklung dieses Geschäftszweiges im Gange. Im Wesentlichen werden ein weltweites Distributionsnetz aufgebaut, verstärkte Verkaufs- und Marketingaktivitäten gesetzt sowie Produktverbesserungen in qualitativ-technischer Hinsicht durchgeführt.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 104 bis 114 des Geschäftsberichtes 2023|24.
| Mitarbeitende FTEs1 |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 6.042 | 6.015 | 0,4 % |
| Segment Stärke | 1.176 | 1.167 | 0,8 % |
| Segment Zucker | 1.832 | 1.821 | 0,6 % |
| Konzern | 9.050 | 9.003 | 0,5 % |
Im H1 2024|25 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.050 Mitarbeitende/FTEs1 (H1 2023|24: 9.003 Mitarbeitende/FTEs1 ) beschäftigt, womit es auf Gruppenebene einen stabilen Belegschaftsstand gab.
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses (Seite 27) verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2023 24 IST |
2024 25 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.786,9 | |
| EBIT | 151,0 | |
| Investitionen1 | 127,3 | 120 |
Moderater Rückgang 2
Deutlicher Rückgang 2
Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2024|25 mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Rückgang ausgegangen.
Das EBIT des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres wird sehr deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Q3 2023|24: 38,5 Mio. €) erwartet.
| Segment Frucht in Mio. € |
2023 24 IST |
2024 25 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.566,9 | |
| EBIT | 60,2 | |
| Investitionen1 | 50,8 | 56 |
Leichter Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2024|25 eine deutliche EBIT-Verbesserung bei einem leichten Umsatzanstieg. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet mit einer stabilen Verkaufsmengen- und Umsatzentwicklung. Das EBIT soll nach Wegfall der im Geschäftsjahr 2023|24 in Asien erfolgten Asset-Wertminderung deutlich verbessert werden. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das angelaufene Geschäftsjahr ein Umsatz über Vorjahresniveau prognostiziert. Aufgrund der bisher abgeschlossenen Buntsaftkonzentratkontrakte aus der Ernte 2024 wird die Ertragslage im Geschäftsjahr 2024|25 weiterhin auf einem soliden Niveau erwartet.
| Segment Stärke in Mio. € |
2023 24 IST |
2024 25 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.148,7 | |
| EBIT | 50,4 | |
| Investitionen1 | 42,1 | 34 |
Moderater Rückgang 2
Deutlicher Rückgang 2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024|25 einen moderaten Umsatzrückgang, bedingt durch weiter sinkende Verkaufspreise bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten. Es wird angenommen, dass die Einkaufspreise und Herstellungskosten nicht in gleichem Ausmaß zurückgehen werden. Trotz initiierter Projekte, die weitere Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen durch Prozessoptimierungen zum Ziel haben, wird daher mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden EBIT gerechnet.
| Segment Zucker in Mio. € |
2023 24 IST |
2024 25 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.071,3 | |
| EBIT | 40,4 | |
| Investitionen1 | 34,4 | 30 |
Deutlicher Rückgang 2
Sehr deutlicher Rückgang 2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2024|25 mit primär preisbedingt deutlich rückläufigen Umsatzerlösen. Es wird auch mit leicht sinkenden Verkaufsmengen geplant. Die EU-Ernteerwartung für die Kampagne 2024 wird zu einer Erhöhung der Zuckermenge am europäischen Markt führen. Vor diesem Hintergrund und aufgrund des Rückgangs der Weltmarktzuckerpreise hat sich der Abwärtstrend des EU-Preisniveaus in den letzten Wochen nochmals beschleunigt. Es wird daher ein sehr deutlich unter dem Vorjahr liegendes EBIT erwartet.
Der seit dem Geschäftsjahresbeginn 2022|23 bis heute andauernde Ukraine-Krieg führte zu einer grundsätzlichen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Energie. Der weitere Verlauf der negativen Einflüsse aus dem durch die EU prolongierten zollfreien, mengenmäßig nun begrenzten Zugang für Agrarimporte aus der Ukraine bleibt ungewiss. Auch sind die Auswirkungen des im Oktober letzten Jahres ausgebrochenen Krieges im Nahen Osten weiterhin schwer einzuschätzen.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 29 definiert.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 120 Mio. € moderat unter dem Wert von 2023|24 und nur noch auf Abschreibungsniveau (rund 120 Mio. €) liegen. Etwa 12 % davon werden auf Emissionsreduktionsmaßnahmen in der eigenen Produktion im Rahmen der AGRANA-Klimastrategie entfallen.

der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2024 (ungeprüft)
| 1. Halbjahr 1. März – 31. August |
2. Quartal 1. Juni – 31. August |
|||
|---|---|---|---|---|
| t€ | H1 2024 25 | H1 2023 24 | Q2 2024 25 | Q2 2023 24 |
| Umsatzerlöse | 1.861.667 | 1.959.495 | 917.362 | 993.413 |
| Bestandsveränderungen | –358.034 | –226.939 | –165.463 | –160.576 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 299 | 318 | 118 | 155 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17.553 | 18.367 | 9.551 | 7.399 |
| Materialaufwand | –1.004.691 | –1.184.903 | –505.324 | –561.848 |
| Personalaufwand | –216.207 | –197.638 | –110.068 | –99.712 |
| Abschreibungen | –52.349 | –51.022 | –26.520 | –25.333 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –194.860 | –204.601 | –96.459 | –105.753 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
3.229 | –2.152 | 1.132 | –347 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 56.607 | 110.925 | 24.329 | 47.398 |
| Finanzerträge | 25.851 | 29.160 | 2.393 | 2.720 |
| Finanzaufwendungen | –45.217 | –53.421 | –12.631 | –13.718 |
| Finanzergebnis | –19.366 | –24.261 | –10.238 | –10.998 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 37.241 | 86.664 | 14.091 | 36.400 |
| Ertragsteuern | –13.785 | –22.349 | –6.775 | –10.118 |
| Konzernergebnis | 23.456 | 64.315 | 7.316 | 26.282 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 21.697 | 60.593 | 6.437 | 24.525 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 1.759 | 3.722 | 878 | 1.757 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 0,35 € | 0,97 € | 0,10 € | 0,39 € |
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) t€ |
H1 2024 25 | H1 2023 24 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 125.769 | 180.148 |
| Veränderungen des Working Capital | 11.000 | –142.665 |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | –18.477 | –25.751 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 118.292 | 11.732 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –44.390 | –40.508 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –50.604 | 34.489 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 23.298 | 5.713 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassungen auf den Finanzmittelbestand |
–3.317 | –9.214 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 88.106 | 118.343 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 108.087 | 114.842 |
| t€ | Stand am | Stand am | Stand am |
|---|---|---|---|
| 31.08.2024 | 29.02.2024 | 31.08.2023 | |
| AKTIVA | |||
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 112.728 | 112.443 | 113.132 |
| Sachanlagen | 790.769 | 797.622 | 802.502 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 77.009 | 68.985 | 66.698 |
| Wertpapiere | 20.282 | 18.206 | 17.928 |
| Beteiligungen | 280 | 280 | 280 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5.321 | 3.318 | 4.160 |
| Aktive latente Steuern | 28.276 | 30.312 | 21.048 |
| 1.034.665 | 1.031.166 | 1.025.748 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 821.949 | 1.170.810 | 957.547 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 532.162 | 441.934 | 563.459 |
| Sonstige Vermögenswerte | 135.347 | 153.368 | 140.453 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 2.675 | 4.037 | 6.597 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 108.087 | 88.106 | 114.842 |
| 1.600.220 | 1.858.255 | 1.782.898 | |
| Summe Aktiva | 2.634.885 | 2.889.421 | 2.808.646 |
| PASSIVA | |||
| A. Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 | 113.531 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 | 540.760 |
| Gewinnrücklagen | 503.340 | 532.438 | 527.947 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.157.631 | 1.186.729 | 1.182.238 |
| Nicht beherrschende Anteile | 62.871 | 61.701 | 66.029 |
| 1.220.502 | 1.248.430 | 1.248.267 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 52.192 | 52.465 | 51.747 |
| Übrige Rückstellungen | 31.099 | 31.271 | 28.174 |
| Finanzverbindlichkeiten | 519.841 | 523.596 | 476.536 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.216 | 15.957 | 5.447 |
| Passive latente Steuern | 8.874 | 5.391 | 8.257 |
| C. Kurzfristige Schulden | 621.222 | 628.680 | 570.161 |
| Übrige Rückstellungen | 26.064 | 27.018 | 25.993 |
| Finanzverbindlichkeiten | 229.750 | 218.799 | 435.828 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 318.614 | 561.642 | 302.731 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 179.589 | 164.967 | 190.378 |
| Steuerschulden | 39.144 | 39.885 | 35.288 |
| 793.161 | 1.012.311 | 990.218 | |
| Summe Passiva | 2.634.885 | 2.889.421 | 2.808.646 |
| Eigenkapital | Nicht | ||
|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | der AGRANA | beherrschende | |
| t€ | Aktionäre | Anteile | Summe |
| Geschäftsjahr 2024 25 | |||
| Stand am 1. März 2024 | 1.186.729 | 61.701 | 1.248.430 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | 835 | 0 | 835 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | |||
| (Cashflow-Hedges) | 15.169 | –2 | 15.167 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | –1.081 | –1 | –1.082 |
| Steuereffekte | –3.845 | 1 | –3.844 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | –8.953 | –397 | –9.350 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.125 | –399 | 1.726 |
| Konzernergebnis | 21.697 | 1.759 | 23.456 |
| Gesamtergebnis | 23.822 | 1.360 | 25.182 |
| Dividendenausschüttung | –56.240 | –190 | –56.430 |
| Basis Adjustment | 3.320 | 0 | 3.320 |
| Stand am 31. August 2024 | 1.157.631 | 62.871 | 1.220.502 |
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | Eigenkapital der AGRANA |
Nicht beherrschende |
|
|---|---|---|---|
| t€ | Aktionäre | Anteile | Summe |
| Geschäftsjahr 2023 24 | |||
| Stand am 1. März 2023 | 1.193.575 | 62.994 | 1.256.569 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | 411 | 0 | 411 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | |||
| (Cashflow-Hedges) | 6.987 | –304 | 6.683 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | –2.168 | –1 | –2.169 |
| Steuereffekte | –2.802 | 40 | –2.762 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | –18.114 | 579 | –17.535 |
| Sonstiges Ergebnis | –15.686 | 314 | –15.372 |
| Konzernergebnis | 60.593 | 3.722 | 64.315 |
| Gesamtergebnis | 44.907 | 4.036 | 48.943 |
| Dividendenausschüttung | –56.240 | –1.001 | –57.241 |
| Sonstige Veränderungen | –4 | 0 | –4 |
| Stand am 31. August 2023 | 1.182.238 | 66.029 | 1.248.267 |
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2024 (ungeprüft)
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) t€ |
H1 2024 25 |
H1 2023 24 |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | |||
| Frucht | 825.164 | 791.640 | |
| Stärke | 539.735 | 622.820 | |
| Stärke 539.735 Zucker 525.694 |
622.820 571.137 |
|---|---|
| Frucht 825.164 |
791.640 |
| Konzern | 3.229 | –2.152 |
|---|---|---|
| Zucker | –2.199 | 948 |
| Stärke | 5.428 | –3.100 |
| Frucht | 0 | 0 |
| den Segmenten | ||
|---|---|---|
| Frucht | –623 | –569 |
| Stärke | –6.873 | –7.992 |
| Zucker | –21.430 | –17.541 |
| Konzern | –28.926 | –26.102 |
| Konzern | 1.861.667 | 1.959.495 |
|---|---|---|
| Zucker | 504.264 | 553.596 |
| Stärke | 532.862 | 614.828 |
| Frucht | 824.541 | 791.071 |
| Konzern | 56.607 | 110.925 |
|---|---|---|
| Zucker | –18.703 | 31.038 |
| Stärke | 24.927 | 36.159 |
| Frucht | 50.383 | 43.728 |
| Konzern | 47.096 | 41.963 |
|---|---|---|
| Zucker | 15.234 | 11.929 |
| Stärke | 12.221 | 14.335 |
| Frucht | 19.641 | 15.699 |
| Konzern | 55.261 | 112.681 |
|---|---|---|
| Zucker | –16.504 | 29.694 |
| Stärke | 19.499 | 39.259 |
| Frucht | 52.266 | 43.728 |
| Konzern | 9.050 | 9.003 |
|---|---|---|
| Zucker | 1.832 | 1.821 |
| Stärke | 1.176 | 1.167 |
| Frucht | 6.042 | 6.015 |
| Frucht | –1.883 | 0 |
|---|---|---|
| Stärke | 0 | 0 |
| Zucker | 0 | 396 |
| Konzern | –1.883 | 396 |
1 Nach der Equity-Methode bilanziert 2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2024 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2024 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2024 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. September 2024 aufgestellt.
Der Geschäftsbericht 2023|24 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir/publikationen zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2023|24 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 131 und 132 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Schätzungen ergeben sich durch ein volatiles Marktumfeld bezüglich Rohstoff-, Energie-, Transport- und anderer Kosten. Darüber hinaus sind die makroökomischen Rahmenbedingungen betreffend das Zins- und Inflationsniveau von unsicherer Entwicklung geprägt.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2024 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2023|24 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Im abgelaufenen H1 2024|25 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Insgesamt wurden zum Quartalsstichtag neben der Muttergesellschaft 54 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (29. Februar 2024: 54 Unternehmen) und 13 Unternehmen (29. Februar 2024: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Die Umsatzerlöse sanken leicht auf 1.861,7 Mio. € (Vorjahr: 1.959,5 Mio. €). Der Rückgang trotz höherer Absatzvolumina war auf gesunkene Preise in allen Segmenten zurückzuführen.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) sank deutlich auf 56,6 Mio. € (Vorjahr: 110,9 Mio. €). Einerseits stieg das EBIT im Segment Frucht aufgrund einer besseren Performance im Fruchtzubereitungsgeschäft, jedoch sank das EBIT in den Segmenten Stärke und Zucker sehr deutlich. Im Segment Stärke war der Rückgang auf schwächere Margen bei Stärkeund Verzuckerungsprodukten zurückzuführen und im Segment Zucker auf niedrigere Absatzpreise.
Das Finanzergebnis belief sich auf –19,4 Mio. € (Vorjahr: –24,3 Mio. €). Die positive Veränderung resultierte primär aus einem deutlich verbesserten Währungsergebnis sowie aus einem moderat verbesserten Zinsergebnis.
Das Konzernergebnis betrug 23,5 Mio. € (Vorjahr: 64,3 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende August 2024 stieg der Finanzmittelbestand um 20,0 Mio. € auf 108,1 Mio. €.
Hauptsächlich bedingt durch ein sehr deutlich schwächeres Konzernergebnis sank der Cashflow aus dem Ergebnis im H1 2024|25 auf 125,8 Mio. € (Vorjahr: 180,1 Mio. €). Nach einem Abbau des Working Capital um 11,0 Mio. € (Vorjahr: Aufbau um 142,7 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 118,3 Mio. € in H1 2024|25 (Vorjahr: 11,7 Mio. €) erreicht und war somit um 106,6 Mio. € sehr deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit –44,4 Mio. € (Vorjahr: –40,5 Mio. €) um –3,9 Mio. € moderat über dem Vorjahresniveau. Der höhere Cashabfluss war primär bedingt durch höhere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Der Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von –50,6 Mio. € (Vorjahr Cashzufluss: 34,5 Mio. €) ist auf geringfügig höhere Finanzverbindlichkeiten und auf die unverändert zum Vorjahr an die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG im Juli 2024 ausbezahlte Dividende von 56,2 Mio. € zurückzuführen.
Die Bilanzsumme reduzierte sich moderat gegenüber dem 29. Februar 2024 um –254,5 Mio. € auf 2.634,9 Mio. €.
Aktivseitig führten im Wesentlichen deutlich höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gegenläufig deutlich niedrigeren Vorräten zur Reduktion der Bilanzsumme. Auf der Passivseite resultierte der Rückgang der Bilanzsumme v.a. aus einem signifikanten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Mit einem Eigenkapital von 1.220,5 Mio. € (29. Februar 2024: 1.248,4 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 46,3 % (29. Februar 2024: 43,2 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erfüllt die Sicherungsbeziehung die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| 31. August 2024 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 11.361 | 0 | 8.921 | 20.282 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 280 | 280 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 0 | 4.732 | 0 | 4.732 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 95 | 5.072 | 0 | 5.167 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 11.456 | 9.804 | 9.201 | 30.461 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 3.063 | 8.935 | 0 | 11.998 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 1.993 | 0 | 1.993 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.063 | 10.928 | 0 | 13.991 |
| 31. August 2023 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 10.722 | 0 | 7.206 | 17.928 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 280 | 280 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 0 | 3.600 | 0 | 3.600 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 133 | 3.066 | 0 | 3.199 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 10.855 | 6.666 | 7.486 | 25.007 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 6.238 | 17.327 | 0 | 23.565 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 6.729 | 0 | 6.729 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 6.238 | 24.056 | 0 | 30.294 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| Beizulegender | |||
|---|---|---|---|
| 31. August 2024 | Buchwert | Zeitwert | |
| t€ | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 396.133 | 392.694 | |
| Schuldscheindarlehen | 324.000 | 321.189 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 29.458 | – | |
| Finanzverbindlichkeiten | 749.591 | 713.883 | |
| 31. August 2023 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 472.007 | 464.323 |
| Schuldscheindarlehen | 409.000 | 398.780 |
| Leasingverbindlichkeiten | 31.357 | – |
| Finanzverbindlichkeiten | 912.364 | 863.103 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2023|24 unter "11.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 185 bis 189.
Im H1 2024|25 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.050 Mitarbeitende (Vorjahr: 9.003 Mitarbeitende) beschäftigt und die Anzahl der Mitarbeitenden ist somit auf einem annähernd konstanten Niveau im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 29. Februar 2024 bzw. dem Vergleichszeitraum des Vorjahres keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2023|24 verwiesen (Seite 196ff).
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 30. September 2024
Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender Chief Executive Officer (CEO)
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer Vorstandsmitglied Chief Technology Officer (CTO)
Dr. Stephan Meeder Vorstandsmitglied Chief Audit Officer (CAO)
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | oder | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | oder | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich | oder | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | oder | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Dieser Zwischenbericht unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2023|24 auf Seite 224 verwiesen.
AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bemüht, so auch in diesem Zwischenbericht. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Zwischenbericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Zwischenbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
| 14. Jänner 2025 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2024 25 |
|---|---|
| 9. Mai 2025 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024 25 (Bilanzpressekonferenz) |
| 24. Juni 2025 | Nachweisstichtag Hauptversammlung |
| 4. Juli 2025 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2024 25 |
| 9. Juli 2025 | Ex-Dividenden-Tag |
| 10. Juli 2025 | Ergebnisse des ersten Quartals 2025 26 |
| 10. Juli 2025 | Nachweisstichtag Dividende |
| 14. Juli 2025 | Dividenden-Zahltag |
| 9. Oktober 2025 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2025 26 |
| 13. Jänner 2026 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2025 26 |
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com
Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus Simak Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Veröffentlicht am 10. Oktober 2024 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
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