Quarterly Report • Oct 14, 2021
Quarterly Report
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B E R I C H T Ü B E R D A S ERSTE HALBJAHR 2021|22
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
| 3 | Vorwort des Vorstandes |
|---|---|
| 4 | Konzernlagebericht |
| 4 | Konzernentwicklung im ersten Halbjahr 2021 22 |
| 7 | AGRANA auf dem Kapitalmarkt |
| 7 | Corporate Governance |
| 8 | Segment Frucht |
| 9 | Segment Stärke |
| 11 | Segment Zucker |
| 13 | Chancen- und Risikobericht |
| 13 | Mitarbeiter |
| 13 | Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen |
| 13 | Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode |
| 14 | Ausblick |
| 15 | Konzernzwischenabschluss |
| 15 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
| 16 | Konzern-Gesamtergebnisrechnung |
| 16 | Konzern-Geldflussrechnung |
| 17 | Konzern-Bilanz |
| 18 | Konzern-Eigenkapital-Entwicklung |
| 19 | Anhang zum Konzernzwischenabschluss |
| 25 | Erklärung des Vorstandes |
| 26 | Weitere Informationen |
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir haben im ersten Halbjahr 2021|22 ein EBIT von 44,8 Mio. € (Vorjahr: 55,8 Mio. €) erzielt. Damit liegen wir trotz eines äußerst volatilen Geschäftsumfeldes weiterhin auf Plan und halten an unserer positiven EBIT-Guidance für das volle Geschäftsjahr fest. Konkret bedeutet dies, dass wir 2021|22 das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Vorjahres (78,7 Mio. €) deutlich, also zumindest um 10 %, übertreffen wollen.
Eine heterogene Geschäftsentwicklung seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie führte zu Verwerfungen innerhalb der Quartale im Vorjahr, die nun im laufenden Geschäftsjahr teilweise zu gegenläufigen Effekten führen. Auch deshalb rechnen wir nach einem schwächeren H1 2021|22 im zweiten Halbjahr mit deutlich besseren Ergebnissen als im Vorjahr.
Bekanntlich haben die Rohstoffmärkte in den letzten Monaten einen massiven Aufschwung erfahren und auch bei Agrar-Commodities zu einem Preisanstieg von 30 % bis 50 % über Vorjahr geführt. Zudem belasten höhere Energiekosten die Ergebnisse in allen unseren Segmenten. Die COVID-19-Pandemie mit all ihren Folgewirkungen – auch für unsere Kunden - ist noch nicht vorbei. Volatile Märkte sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite werden uns auch in den nächsten Monaten vermehrt beschäftigen und fordern.
Wir sind zuversichtlich, diese Herausforderungen gut zu meistern. Bereits in den vergangenen Quartalen haben wir Maßnahmen eingeleitet, um einerseits den Preiserhöhungen bei der Beschaffung zu begegnen und andererseits die gestiegenen Herstellungskosten auch in angepassten Verkaufspreisen abzubilden. In diesem Zusammenhang helfen uns sicherlich auch die strategischen Partnerschaften, die wir über drei Jahrzehnte aufgebaut haben, sowie unsere Marktstellung.
Das zweite Halbjahr ist bei AGRANA stets durch die Kampagnen-Produktion (Rübe, Kartoffel, Nassmais, Apfel) gekennzeichnet. Im Segment Zucker laufen seit Anfang Oktober alle Werke auf Volllast und es wird durch eine erhöhte Rübenmenge mit einer verbesserten Auslastung der Fabriken kalkuliert. Weiters werden steigende Zuckerpreise für eine Ergebnisverbesserung im H2 2021|22 sorgen. Im Segment Frucht soll eine mengenmäßig gute Apfelkampagne 2021 zu einer Erholung des Fruchtsaftkonzentratgeschäftes im zweiten Halbjahr führen.
Nachhaltigkeit ist für AGRANA integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Um ihr Engagement im Klimaschutz zu untermauern, trat die Gruppe im Juli 2021 der Science Based Targets Initiative bei und wird innerhalb von 24 Monaten entsprechende Klimaziele verankern.
Sehr geehrte AktionärInnen und Aktionäre, seien Sie versichert, dass das Team AGRANA weiterhin voller Tatendrang und motiviert die kommenden Aufgaben angeht. Unser Ziel ist nicht nur die kurzfristigen Finanzziele zu erreichen, sondern die Potenziale eines starken, innovativen und gut positionierten Unternehmens langfristig voll auszuschöpfen.
Ihr Vorstands-Team der AGRANA Beteiligungs-AG
Markus Mühleisen Vorstandsvorsitzender
Ingrid-Helen Arnold Stephan Büttner Norbert Harringer
| Konzern-Gewinn- und Verlust | H1 | H1 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) | 2021 22 | 2020 21 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 1.424,4 | 1.309,3 |
| EBITDA1 | 94,0 | 101,1 |
| Operatives Ergebnis | 41,0 | 47,4 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 6,1 | 8,9 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,3 | –0,5 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 44,8 | 55,8 |
| EBIT-Marge | 3,1 % | 4,3 % |
| Finanzergebnis | –7,1 | –9,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 37,7 | 46,7 |
| Ertragsteuern | –10,6 | –12,3 |
| Konzernergebnis | 27,1 | 34,4 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | 28,0 | 33,9 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,45 | 0,54 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im ersten Halbjahr 2021|22 (1. März bis 31. August 2021) mit 1.424,4 Mio. € moderat über dem Vorjahr, wobei der Anstieg zum größten Teil auf höhere Absätze im Segment Stärke zurückzuführen war. Die Umsatzentwicklung in den Segmenten Frucht und Zucker war ebenfalls positiv.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) im ersten Halbjahr 2021|22 betrug 44,8 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 55,8 Mio. €. Im Segment Frucht ging das EBIT mit 25,8 Mio. € (Vorjahr: 30,1 Mio. €) aufgrund einer markant schwächeren Performance im Fruchtsaftkonzentratgeschäft zurück. Vor allem deutlich gestiegene Rohstoffkosten führten zu einem deutlichen EBIT-Rückgang auf 29,0 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €) im Segment Stärke. Im Segment Zucker
| Konzern-Gewinn- und Verlust | Q2 | Q2 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) | 2021 22 | 2020 21 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 718,6 | 656,7 |
| EBITDA1 | 49,2 | 46,4 |
| Operatives Ergebnis | 22,3 | 19,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 3,9 | 5,0 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,3 | –0,5 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 23,9 | 23,8 |
| EBIT-Marge | 3,3 % | 3,6 % |
| Finanzergebnis | –3,3 | –3,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20,6 | 20,8 |
| Ertragsteuern | –5,6 | –5,6 |
| Konzernergebnis | 15,0 | 15,2 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | 15,3 | 15,1 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,24 | 0,24 |
führten im Vergleich zum Vorjahr v.a. die geringeren Margen im Zuckerwirtschaftsjahr 2020|21 zu einer Verschlechterung des Ergebnisses auf –10,0 Mio. € (Vorjahr: –9,0 Mio. €). Das Finanzergebnis belief sich auf –7,1 Mio. € nach –9,1 Mio. € im Vorjahr, wobei die positive Veränderung v.a. aus einem verbesserten Währungsergebnis resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 10,6 Mio. €, einer Steuerquote von 28,1 % (Vorjahr: 26,3 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 27,1 Mio. € (Vorjahr: 34,4 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie ging auf 0,45 € (Vorjahr: 0,54 €) zurück.
Im ersten Halbjahr 2021|22 investierte AGRANA mit 30,3 Mio. € um 2,5 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| H1 | H1 | ||
|---|---|---|---|
| Investitionen1 | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung |
| in Mio. € | |||
| Segment Frucht | 12,2 | 13,4 | –9,0 % |
| Segment Stärke | 7,4 | 9,4 | –21,3 % |
| Segment Zucker | 10,7 | 5,0 | 114,0 % |
| Konzern | 30,3 | 27,8 | 9,0 % |
Neben den regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität und Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:
Der Cashflow aus dem Ergebnis ging im ersten Halbjahr 2021|22 u.a. aufgrund des schwächeren Konzernergebnisses auf 90,9 Mio. € zurück (Vorjahr: 112,8 Mio. €). Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode höheren Aufbau des Working Capital um 34,7 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2021|22 von 39,3 Mio. € (Vorjahr: 71,5 Mio. €) ausgewiesen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging trotz höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bedingt durch geringere Auszahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften auf –23,0 Mio. € (Vorjahr: –32,3 Mio. €) zurück. Bei einer moderat höheren Dividendenaus-
Zusätzlich wurden im H1 2021|22 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 6,5 Mio. € (100%; Vorjahr: 21,1 Mio. €) getätigt.
zahlung führte der gegenüber dem Vorjahr deutliche Aufbau von Finanzverbindlichkeiten zu einem Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 5,3 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 29,0 Mio. €).
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | 31.08.2021 | 28.02.2021 | |
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.229,1 | 1.232,0 | –0,2 % |
| davon immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 258,4 | 254,6 | 1,5 % |
| davon Sachanlagen | 845,4 | 859,7 | –1,7 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.229,4 | 1.240,7 | –0,9 % |
| davon Vorräte | 556,4 | 700,6 | –20,6 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 422,8 | 323,1 | 30,9 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 133,0 | 111,0 | 19,8 % |
| Summe Aktiva | 2.458,5 | 2.472,7 | –0,6 % |
| Eigenkapital | 1.322,1 | 1.329,1 | –0,5 % |
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.265,0 | 1.273,8 | –0,7 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 57,1 | 55,3 | 3,3 % |
| Langfristige Schulden | 589,1 | 597,4 | –1,4 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 481,9 | 493,6 | –2,4 % |
| Kurzfristige Schulden | 547,3 | 546,2 | 0,2 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 156,5 | 80,3 | 94,9 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 236,1 | 311,5 | –24,2 % |
| Summe Passiva | 2.458,5 | 2.472,7 | –0,6 % |
| Nettofinanzschulden | 485,8 | 443,5 | 9,5 % |
|---|---|---|---|
| Gearing1 | 36,7 % | 33,4 % | 3,3 pp |
| Eigenkapitalquote | 53,8 % | 53,8 % | 0,0 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2020|21 stabilen Bilanzsumme zum 31. August 2021 von 2,46 Mrd. € (28. Februar 2021: 2,47 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 53,8 % (28. Februar 2021: 53,8 %).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte lag beinahe unverändert bei 1.229,1 Mio. €. Ebenso blieben die kurzfristigen Vermögenswerte (1.229,4 Mio. €) insgesamt stabil. Einer saisonal bedingten Verringerung der Vorratsposition stand dabei ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (589,1 Mio. €) geringfügig. Die kurzfristigen Schulden blieben in Summe beinahe unverändert, wobei den erhöhten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand.
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2021 lagen mit 485,8 Mio. € um 42,3 Mio. € über dem Wert per 28. Februar 2021 (443,5 Mio. €). Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 36,7 % (28. Februar 2021: 33,4 %).
| Kennzahlen zur Aktie | H1 2021 22 | |
|---|---|---|
| Höchstkurs (16. Juni 2021) | € | 20,55 |
| Tiefstkurs (25. März 2021) | € | 17,18 |
| Ultimokurs (31. August 2021) | € | 19,00 |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | € | 20,24 |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | Mio. € | 1.187,3 |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 17,60 € in das Geschäftsjahr 2021|22 und schloss zum Ultimo August 2021 mit 19,00 €, was einem moderaten Plus von 8,0 % entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 20,2 %.
Die Zahl der durchschnittlich gehandelten Aktien pro Tag betrug in der Periode März bis August 2021 rund 19.000 Stück (Vorjahr: rund 27.000 Stück).
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs, Kennzahlen und Analysen. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2021 1.187,3 Mio. €.
Bei der am 29. Juni 2021 abgehaltenen 34. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2020|21 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,85 € je Aktie (2019|20: 0,77 € je Aktie) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2021.
CEO Dipl.-Ing. Johann Marihart trat mit 31. Mai 2021 in den Ruhestand. Ebenso schieden Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer und Dkfm. Thomas Kölbl im Zuge einer Neuaufstellung und Verjüngung des AGRANA-Vorstandes per Ende Mai 2021 aus dem AGRANA-Vorstand aus.
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA folgte Dipl.-Ing. Johann Marihart mit 1. Juni 2021 als CEO der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Funktion von Dkfm. Thomas Kölbl übernahm Anfang Juni das bei der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, seit 1. Mai 2021 tätige Vorstandsmitglied Ingrid-Helen Arnold, MBA.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG setzt sich seit 1. Juni 2021 damit aus folgenden vier Mitgliedern zusammen:
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA ist neben den CEO-Agenden bei AGRANA u.a. neu für Verkauf zuständig und übernahm mit 1. Juni 2021 auch die Segmentverantwortung Zucker. Mag. Stephan Büttner ist neben den CFO-Agenden neu auch für Einkauf zuständig und hat die Segmentverantwortung Frucht inne. Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer ist neben den CTO-Agenden nunmehr auch für Rohstoff sowie Forschung & Entwicklung verantwortlich und hat die CEO-Zuständigkeit für das Segment Stärke übernommen.
Mit Wirkung per 1. Juni 2021 wurde Herr Dkfm. Markus Mühleisen auch in den Vorstand der Südzucker AG bestellt.
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2021 22 |
H1 2020 21 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 633,4 | 601,8 |
| EBITDA1 | 47,1 | 50,3 |
| Operatives Ergebnis | 28,1 | 30,6 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,3 | –0,5 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 25,8 | 30,1 |
| EBIT-Marge | 4,1 % | 5,0 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2021 22 |
Q2 2020 21 |
| Umsatzerlöse | 312,7 | 298,1 |
| EBITDA1 | 22,0 | 24,2 |
| Operatives Ergebnis | 12,2 | 14,6 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,3 | –0,5 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 9,9 | 14,1 |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im H1 2021|22 mit 633,4 Mio. € moderat über dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze u.a. aufgrund höherer Absätze. Bei Fruchtsaftkonzentraten gingen die Umsatzerlöse preis- und mengenbedingt leicht zurück.
Das EBIT im Segment erreichte nach sechs Monaten 25,8 Mio. € und lag damit um 14,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die
Verschlechterung lag im Verkauf von Fruchtsaftkonzentraten. Geringere Ausliefermengen in Kombination mit niedrigeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2020 waren hierfür maßgeblich. Bei Fruchtzubereitungen war die solide Geschäftsentwicklung trotz höherer Kosten aufgrund von Personalengpässen in Nordamerika auf verbesserte Ergebnisse in den Regionen Europa und Russland sowie beim Dirafrost-Geschäft ("Frozen Fruit Solutions") zurückzuführen. Ergebnisbelastend für das Segment Frucht waren Einmaleffekte (–2,3 Mio. €) aus einem Schadensfall und Reorganisationsmaßnahmen.
Die AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, wurde im zweiten Quartal 2021|22 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen (Details zur neuen Gesellschaft, siehe Anhang zum Konzernzwischenabschluss, Seite 20).
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten für Molkereiprodukte, Eiscreme, Food Service sowie Backwaren bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Natürlichkeit, Gesundheit, Genuss, Convenience und Nachhaltigkeit. Die COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf viele dieser Konsumtrends. Während in Europa und Nordamerika die Konsumenten verstärkt natürliche, nachhaltige und gesunde Produkte nachfragen, steht in Südamerika, Asien oder Afrika v.a. die Leistbarkeit von Lebensmitteln im Fokus. Für Fruchtzubereitungen bedeutet dies auf der einen Seite immer höhere Anforderungen an das Produkt, auf der anderen Seite jedoch eine Reduktion des Fruchtanteiles im finalen Produkt bzw. einen Ersatz durch Aromen.
Die Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt Joghurt wird durch die COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor zeigen im Kalenderjahr 2021 eine globale Wachstumsrate für Joghurt (Mengenentwicklung) von 2,3 %. Diese liegt 2,3 Prozentpunkte unter der prognostizierten Wachstumsrate vor dem Ausbruch der Coronavirus-Krise. Vor allem der Markt für aromatisiertes löffelbares Joghurt stagniert laut aktuellen Berechnungen.
Bei Fruchtsaftkonzentraten waren die Kundenabrufe von Apfelsaftkonzentrat im Frühjahr 2021 deutlich höher als im Q4 2020|21 (Dezember 2020 bis Februar 2021). Für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2021 wurden bereits für die überwiegenden Mengen Verträge mit Kunden abgeschlossen. Diese Verträge lassen verbesserte Deckungsbeiträge gegenüber dem Vorjahr erwarten.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere konnte im Juli in allen relevanten Beschaffungsmärkten für den Fruchtzubereitungsbereich abgeschlossen werden. Die geplante Bedarfsmenge wurde in Anbaugebieten in mediterranen Klimazonen wie Ägypten, Marokko und Spanien zu leicht niedrigeren Preisen als im Vorjahr vollständig kontrahiert. In Mexiko als bedeutendstem Sourcing-Land konnte ein Mengenwachstum erzielt werden. Die Erdbeermengen in China lagen aufgrund reduzierter Anbauflächen und für den Vegetationsverlauf ungünstiger Wetterbedingungen deutlich unter dem Vorjahr.
Bei Himbeeren kam es das dritte Jahr in Folge zu einer reduzierten Rohstoffverfügbarkeit mit signifikanten Preissteigerungen von über 100 % gegenüber der Vergleichsperiode. Gründe hierfür waren wiederholt wetterbedingt schlechte Ernten in Serbien und Nordamerika sowie eine anhaltend hohe Nachfrage vom Frischmarkt und Tiefkühleinzelhandel; beides führte zu historisch niedrigen Lagerbeständen. Um primär den europäischen Bedarf decken zu können, wurden größtenteils in der Ukraine Himbeeren eingekauft, wo das Preisniveau unter jenem von Serbien und Polen lag.
Die globale Pfirsichernte fiel deutlich schwächer aus als in den letzten Jahren. Frostschäden in Griechenland und Spanien sowie ungünstige Wetterverhältnisse im wichtigsten Produktionsland China führten zu unterdurchschnittlichen Erträgen und folglich zu deutlichen Preisanstiegen.
Die Prognosen für die noch laufenden Ernten bei wilden und kultivierten Heidelbeeren in den wichtigsten Einkaufsregionen Osteuropa und Nordamerika weisen auf Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr hin. Um ihren Bedarf zu sichern, kauft AGRANA zusätzlich in alternativen Beschaffungsregionen wie Peru und Marokko den Rohstoff ein.
Im ersten Halbjahr 2021|22 wurden für den Fruchtzubereitungsbereich rund 189.000 Tonnen an Rohstoffen eingekauft.
Bei Fruchtsaftkonzentraten konnten aufgrund der guten Rohstoffverfügbarkeit bei roten Beeren höhere Mengen als im Vorjahr verarbeitet werden.
Bei der Hauptfrucht Apfel wird in der Kampagne 2021 mit einer guten Rohstoffverfügbarkeit in den Hauptanbauregionen gerechnet.
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2021 22 |
H1 2020 21 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 476,8 | 407,2 |
| EBITDA1 | 46,0 | 48,0 |
| Operatives Ergebnis | 22,1 | 25,1 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | 6,9 | 9,6 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 29,0 | 34,7 |
| EBIT-Marge | 6,1 % | 8,5 % |
| Finanzkennzahlen | Q2 | Q2 |
| Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
2021 22 | 2020 21 |
| Umsatzerlöse | 242,2 | 202,8 |
| EBITDA1 | 25,3 | 23,4 |
| Operatives Ergebnis | 13,3 | 11,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | 4,2 | 5,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 17,5 | 17,7 |
| EBIT-Marge | 7,2 % | 8,7 % |
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2021|22 in Höhe von 476,8 Mio. € lagen deutlich (+17,1 %) über dem Vorjahreswert. Es wurden mehr Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Bei Ethanol bewegten sich die Platts-Notierungen aufgrund einer gestiegenen Benzinnachfrage auf hohem
Niveau und lagen im H1 2021|22 mit einem Durchschnitt von 623 € pro m3 um 44 € über dem Wert der Vergleichsperiode. Die seit dem Herbst 2020 kontinuierlich steigenden Getreidepreise konnten zum Teil in angepassten Preisen bei Stärken und Nebenprodukten auf der Verkaufsseite weitergegeben werden. Es stiegen auch die Handelswarenumsätze mit Futtermitteln.
Das Halbjahres-EBIT im Segment Stärke lag mit 29,0 Mio. € deutlich (–16,4 %) unter dem Vorjahreswert. Die Hauptursache dafür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Einkaufspreise für Weizen, Mais und Energie, die noch nicht in vollem Ausmaß über angepasste Produktpreise ausgeglichen werden konnten. Auch höhere Abschreibungen durch die Großinvestitionen der letzten Jahre wirkten sich ergebnisbelastend aus. Hohe Verkaufspreise für Ethanol sorgten v.a. im zweiten Quartal für einen positiven Beitrag zur EBIT-Entwicklung. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe sank von 9,6 Mio. € auf 6,9 Mio. €. Trotz gestiegener Absatzmengen und höherer Ethanolpreise konnten die historisch hohen Maiskosten in Ungarn noch nicht über höhere Preise für Verzuckerungs- und Stärkeprodukte ausgeglichen werden.
Die COVID-19-Pandemie war im ersten Halbjahr 2021|22 weiterhin ein beeinflussender Faktor für nahezu alle Absatzmärkte bei Stärkeprodukten.
Die Nachfrage am Markt für native Stärken war stabil. Der Verpackungspapiersektor hat sich aufgrund des boomenden Online-Handels zu einem wachsenden Absatzmarkt entwickelt. Grafische Papierhersteller stellen zunehmend ihre Kapazitäten auf die Produktion von Wellpappe um, was nachhaltig in einem höheren Stärkebedarf resultiert.
Im Bereich der Säuglingsmilchnahrung sahen sich europäische Produzenten mit schrumpfenden Märkten konfrontiert. Vor allem der chinesische Markt wird zunehmend von heimischen Produzenten bedient, was zu deutlich reduzierten Importmengen aus Europa führt.
Die Versorgungslage für stärkebasierte Verzuckerungsprodukte war aufgrund des kurzfristig angestiegenen Konsums während der Sommermonate angespannt. Mittelfristig ist damit zu rechnen, dass durch einen Überhang an installierten Kapazitäten die Margen im Bereich der Flüssigverzuckerungsprodukten weiterhin unter Druck bleiben.
Für stärkebasierte Futtermittel werden die hohen Rohstoffpreise und damit einhergehende Unsicherheiten auf den Märkten, sowohl auf der Verkaufs- als auch auf der Einkaufsseite, in den nächsten Monaten bestimmend sein.
Der Ethanol- und Treibstoffmarkt ist von einer hohen Dynamik geprägt. Politische Rahmenbedingungen wie die Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II1 und das Maßnahmenpaket "Fit for 55" der Europäischen Kommission sowie wachsende Beimischungsmandate in der EU (Einführung von E10 in Großbritannien und Schweden) sorgen für positive Markt- bzw. Nachfrageimpulse.
Der internationale Getreiderat (IGC2) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2021|22 per 26. August 2021 auf 2,28 Mrd. Tonnen, die damit um rund 70 Mio. Tonnen über dem Vorjahr, jedoch rund 5 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 782 Mio. Tonnen (Vorjahr: 773 Mio. Tonnen; Verbrauch 2021|22: 783 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.202 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.127 Mio. Tonnen; Verbrauch 2021|22: 1.201 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände sollen auf 589 Mio. Tonnen (Vorjahr: 595 Mio. Tonnen) fallen.
Die Getreideproduktion der EU-27 wird von Stratégie Grains auf rund 288 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 278 Mio. Tonnen). Dazu soll die Weichweizenernte rund 130 Mio. Tonnen beitragen und damit deutlich höher als die Ernte 2020 (119 Mio. Tonnen) ausfallen. Die Maisernte 2021 in der EU wird bei 65 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 63 Mio. Tonnen).
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) stiegen seit Anfang März 2021 bei Mais und Weizen deutlich. Die starke Nachfrage nach Mais und Getreide einerseits sowie schwächere Ernten aufgrund von Wetterextremen in wichtigen Produktionsgebieten andererseits führten zu diesen Kursanstiegen bei erhöhter Volatilität. Am Quartalsstichtag lagen die Notierungen bei rund 220 € pro Tonne Mais und 249 € pro Tonne Weizen (Vorjahr: 167 € bzw. 188 € pro Tonne).
Am 2. September 2021 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2021 begonnen. Aufgrund der günstigen Witterung während der Vegetationsphase wird eine Liefererfüllung von 100 bis 105 % der kontrahierten
Stärkekartoffeln erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt wird ähnlich wie im Vorjahr bei rund 18,5 % liegen.
Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann Mitte September 2021. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr vergleichbaren Übernahmemenge von rund 120.000 bis 130.000 Tonnen und einer Verarbeitung bis Mitte Dezember 2021 gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2021|22 wurden in Aschach rund 247.000 Tonnen (Vorjahr: 234.000 Tonnen) Mais verarbeitet.
Als Rohstoffe für die integrierte Bioraffinerie1 in Pischelsdorf|Österreich wurden im ersten Halbjahr 2021|22 Getreide (Weizen, Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 84 zu 16 eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres bei rund 551.000 Tonnen (Vorjahr: 466.000 Tonnen). Mitte September 2021 begann die Verarbeitung von Nassmais. Es wird mit einer zum Vorjahr vergleichbaren Übernahmemenge von rund 85.000 bis 90.000 Tonnen und einer Verarbeitungsdauer bis Mitte Dezember 2021 ausgegangen.
Der Rohstoffeinkauf für die Fabriken in Aschach und Pischelsdorf aus der Ernte 2020 ist abgeschlossen. Inklusive der fixierten Mengen aus der Ernte 2021 beträgt die Rohstoffeindeckung im Geschäftsjahr 2020|21 rund 75 %.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne Anfang September 2021. Es wird eine ähnliche Nassmaisverarbeitungsmenge (100 %) wie im Vorjahr (250.000 Tonnen) erwartet. Im ersten Halbjahr 2021|22 betrug die Maisverarbeitung (100 %) rund 557.000 Tonnen (Vorjahr: 521.000 Tonnen).
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2021 22 |
H1 2020 21 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 314,2 | 300,3 |
| EBITDA2 | 0,8 | 2,8 |
| Operatives Ergebnis | –9,2 | –8,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | –0,8 | –0,7 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –10,0 | –9,0 |
| EBIT-Marge | –3,2 % | –3,0 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2021 22 |
Q2 2020 21 |
| Umsatzerlöse | 163,7 | 155,8 |
| EBITDA2 | 1,8 | –1,2 |
| Operatives Ergebnis | –3,2 | –7,1 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | –0,3 | –0,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –3,5 | |
| –8,0 |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im H1 2021|22 mit 314,2 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl steigende Zuckerverkaufspreise als auch höhere Umsätze mit Rübensaatgut und sonstigen Agrarprodukten.
1 Weizenstärkeerzeugung und Bioethanolproduktion aus Mais, Weizen und B- und C-Stärken oder Weizenstärkeanlage
2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Das EBIT im H1 2021|22 fiel mit –10,0 Mio. € schwächer als im Vorjahr aus. In der Zuckerkampagne 2020 wurde schädlingsbedingt, v.a. in Österreich, nur eine unterdurchschnittliche Eigenproduktion verzeichnet. Die daraus resultierende geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker war ein wesentlicher Treiber für die schwächere Zucker-EBIT-Performance im ersten Halbjahr 2021|22.
Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und einem Absturz der Weltmarktzuckernotierungen im März/April 2020 (damals neuer 12-Jahrestiefststand für Rohzucker mit 203,1 US\$ pro Tonne) sind die Zuckerpreise auch aufgrund der Weltmarktzuckerbilanz-Erwartungen kontinuierlich angestiegen.
Im Berichtszeitraum erfuhren die Preise durch Ereignisse wie auf den Märkten verspätet verfügbare indische Rohzuckerexporte, einer knappen Zwischenernte in Brasilien und einem sich aufhellenden Makroumfeld (Impfprogramme, steigende Agrarrohstoffe) weitere Unterstützung.
Die Rohzuckernotierung in New York erreichte im August 2021 ein 4½-Jahres-Hoch mit 20,22 US-Cent pro Pfund (rund 446 US\$ pro Tonne). Dieser jüngste Preisanstieg wurde durch Bedenken hinsichtlich Frostschäden in Brasilien – dem weltweit größten Zuckerexporteur – ausgelöst.
Das Analyseunternehmen IHS Markit (vormals F. O. Licht) rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom September 2021 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2021|22 mit einem Produktionsdefizit. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion von 182,9 Mio. Tonnen (ZWJ 2020|21: 179,1 Mio. Tonnen) und einem wachsenden Verbrauch von 185,0 Mio. Tonnen (ZWJ 2020|21: 181,0 Mio. Tonnen) unter Berücksichtigung eines Import-Export-Saldos von –1,2 Mio. Tonnen zu einem Abbau der Bestände auf 65,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2020|21: 69,1 Mio. Tonnen) und einem Defizit in Höhe von rund 3,4 Mio. Tonnen.
Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 483,3 US\$ pro Tonne und Rohzucker bei 437,4 US\$ pro Tonne (Vorjahr: 359,7 US\$ bzw. 279,1 US\$).
Im ZWJ 2020|21 wird die Zuckerproduktion in der EU-27 mit rund 14,5 Mio. Tonnen deutlich unter dem Wert des Vorjahres (17,5 Mio. Tonnen, EU-28 inklusive Großbritannien) liegen und es wird bezüglich Lagerendbestand ein historisch niedriger Wert erwartet.
Das EU Crop Monitoring schätzt für die neue Kampagne 2021 einen durchschnittlichen EU-Rübenertrag von 75,0 Tonnen pro Hektar auf einer reduzierten Fläche von 1,387 Mio. Hektar (Vorjahr: 1,401 Mio. Hektar).
Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittpreise laut EU-Preisreporting deutlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. In den Kalenderjahren 2019 und 2020 erholte sich der Zuckerpreis in der EU kontinuierlich, im Juni 2021 wurde beinahe wieder der 400 €-Wert pro Tonne erreicht..
Im ersten Halbjahr 2021|22 konnten im Bereich Retail die hohen Zuckerabsätze in den Sommermonaten des Vorjahres nicht wiederholt werden. Eine deutliche Erholung bei den Absatzmengen gab es aber in der Industriesparte. In Summe wurden im Segment nur rund 5.000 Tonnen weniger Zucker verkauft als im Vorjahr.
Positiv zeigt sich weiterhin die Zuckerpreisentwicklung. Sowohl im Retail- als auch im Industrie-Geschäft stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Start des neuen Zuckerwirtschaftsjahres 2021|22 am 1. Oktober 2021 begannen für einen Großteil der Kunden bereits die Zuckerauslieferungen auf Basis neuer Kontraktvereinbarungen. Es ist auch aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen mit weiteren Steigerungen bei den Verkaufspreisen zu rechnen.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche betrug im Anbaujahr 2021 rund 87.000 Hektar (Vorjahr: rund 86.000 Hektar). Davon wurden für den Konzern rund 2.100 Hektar Zuckerrüben auf Grundlage biologischer Landwirtschaft unter Vertrag genommen.
Vor allem in Österreich konnte die kontrahierte Rübenfläche im Vergleich zum Vorjahr um +13 % auf knapp 39.000 Hektar gesteigert werden.
Der Anbau startete ab Anfang März witterungsbedingt verspätet und wurde mit Ausnahme von Rumänien bis Mitte April abgeschlossen. Die Nachtfröste Anfang April 2021 verursachten Frostschäden und führten folglich zu Rübenumbrüchen (rund 7.100 Hektar), vorwiegend in der Slowakei, in Ungarn und in Österreich. Die umgebrochenen Rübenbestände wurden fast zur Gänze wieder mit Rüben bestellt. Die andauernd kühle und regnerische Witterung, der durchgeführte Einsatz von Fallrillenpflügen und Pheromonfallen und die Wirkung der neonicotinoiden Saatgutbeize schränkte die Aktivität des Rübenderbrüsslers in diesem Anbaujahr sehr stark ein.
Die bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen lassen in Österreich, Tschechien, Rumänien und der Slowakei überdurchschnittliche Rübenerträge erwarten. In Ungarn wird aufgrund der massiven Sommertrockenheit mit unterdurchschnittlichen Erträgen gerechnet.
Die aktuelle Rübenfläche in der AGRANA-Gruppe beträgt knapp 86.000 Hektar, davon rund 38.000 Hektar in Österreich.
Der Rübenkampagne startete in allen Fabriken zwischen Mitte September und Anfang Oktober 2021, im Werk Tulln|Österreich wird darüber hinaus seit dem 6. September 2021 eine Dicksaftkampagne gefahren.
In den Rohzuckerraffinerien in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien wurden bislang im Geschäftsjahr 2021|22 aus rund 175.000 Tonnen Rohrrohzucker rund 169.000 Tonnen Weißzucker erzeugt. Im Werk in Tulln|Österreich wird ganzjährig die Melasseentzuckerungsanlage betrieben und Betain kristallisiert.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens, u.a. auch zum Thema Coronavirus (COVID-19), verweist AGRANA auf die Seiten 88 bis 94 des Geschäftsberichtes 2020|21.
| Mitarbeiter FTEs1 |
H1 2021 22 |
H1 2020 21 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 5.932 | 6.112 | –2,9 % |
| Segment Stärke | 1.140 | 1.142 | –0,2 % |
| Segment Zucker | 1.746 | 1.896 | –7,9 % |
| Konzern | 8.818 | 9.150 | –3,6 % |
Im H1 2021|22 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.818 Mitarbeiter/FTEs1 (Vorjahr: 9.150 Mitarbeiter/FTEs1 ) beschäftigt. Der Personalrückgang war v.a. auf einen reduzierten Bedarf an Saisonarbeits-kräften im Fruchtzubereitungsgeschäft und vorwiegend auf Kostenreduktionsmaßnahmen im Segment Zucker zurückzuführen.
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf den Anhang des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2020 21 IST |
2021 22 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.547,0 | |
| EBIT | 78,7 | |
| Investitionen1 | 72,3 | 95 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Trotz der weiterhin großen Herausforderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie und hoher Rohstoff- und Energiekosten wird für das Geschäftsjahr 2021|22 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.
Das EBIT des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2021|22 wird sich im Bereich der Ergebnisse von Q1 und Q2 2021|22 (zwischen 20 Mio. € und 25 Mio. €) bewegen. Das EBIT des vierten Quartals 2021|22 wird sehr deutlich über der Vorjahresvergleichsperiode erwartet.
| Segment Frucht in Mio. € |
2020 21 IST |
2021 22 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.166,6 | |
| EBIT | 41,2 | |
| Investitionen1 | 34,2 | 47 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2021|22 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen liegt der Fokus u.a. auf der Auslastung der geschaffenen Kapazitäten und das Vorantreiben der Diversifikation im Non-Dairy-Geschäft. Bei Fruchtsaftkonzentraten wird aufgrund verbesserter Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr von einem deutlich höheren Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.
| Segment Stärke in Mio. € |
2020 21 IST |
2021 22 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 821,9 | |
| EBIT | 64,8 | |
| Investitionen1 | 22,2 | 26 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Rückgang 2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2021|22 eine moderat steigende Umsatzentwicklung. Aufgrund markant höherer Rohstoff- und Energiepreise wird mit einem EBIT deutlich unter dem Vorjahreswert gerechnet. Infolge der sich abzeichnenden positiven Entwicklung bei der Überwindung der COVID-19-Krise wird erwartet, dass die Marktnachfrage sich erholt und Preiserhöhungen durchsetzbar werden, die die höheren Beschaffungskosten, insbesondere die Steigerungen bei Getreide, Energie und Einsatzstoffen, reflektieren.
| Segment Zucker in Mio. € |
2020 21 IST |
2021 22 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 558,5 | |
| EBIT | –27,3 | |
| Investitionen1 | 15,9 | 22 |
Deutlicher Anstieg 2
Sehr deutliche Verbesserung 2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2021|22 mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen am EU-Zuckermarkt. AGRANA geht davon aus, dass die Auslastung in der Kampagne 2021 v.a. an den beiden österreichischen Zuckerstandorten wieder deutlich erhöht werden kann, weil sie verschiedene Maßnahmen initiiert hat, um eine deutlich höhere Rübenversorgung sicherzustellen. Vertriebsseitig wird mit steigenden Zuckerverkaufsmengen und -preisen in der EU gerechnet. Dieses sich positiv entwickelnde EU-Zuckermarktumfeld in Kombination mit einem konsequenten Kostenmanagement lässt ein sehr deutlich verbessertes Ergebnis erwarten.
Aufgrund der andauernden COVID-19-Krise und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten ist die Prognose für das Gesamtjahr von sehr hoher Unsicherheit geprägt.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 95 Mio. € zwar über dem Wert von 2020|21, jedoch deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 120 Mio. € liegen.
1
2 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 26 definiert
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2021 (ungeprüft)
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||
|---|---|---|---|---|
| 1. März – 31. August | 1. Juni – 31. August | |||
| t€ | H1 2021 22 | H1 2020 21 | Q2 2021 22 | Q2 2020 21 |
| Umsatzerlöse | 1.424.390 | 1.309.323 | 718.579 | 656.709 |
| Bestandsveränderungen | –146.675 | –166.241 | –64.678 | –69.189 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 414 | 375 | 253 | 159 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17.797 | 18.865 | 10.378 | 9.734 |
| Materialaufwand | –889.760 | –750.830 | –459.623 | –394.230 |
| Personalaufwand | –169.428 | –168.331 | –84.157 | –85.308 |
| Abschreibungen | –53.007 | –53.664 | –26.821 | –27.042 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –145.032 | –142.577 | –73.881 | –72.007 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 6.072 | 8.883 | 3.873 | 4.957 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 44.771 | 55.803 | 23.923 | 23.783 |
| Finanzerträge | 11.494 | 16.913 | 1.095 | 7.984 |
| Finanzaufwendungen | –18.594 | –26.029 | –4.424 | –11.025 |
| Finanzergebnis | –7.100 | –9.116 | –3.329 | –3.041 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 37.671 | 46.687 | 20.594 | 20.742 |
| Ertragsteuern | –10.595 | –12.245 | –5.632 | –5.504 |
| Konzernergebnis | 27.076 | 34.442 | 14.962 | 15.238 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 27.968 | 33.939 | 15.269 | 15.093 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –892 | 503 | –308 | 145 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 0,45 € | 0,54 € | 0,24 € | 0,24 € |
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||
|---|---|---|---|---|
| 1. März – 31. August | 1. Juni – 31. August | |||
| t€ | H1 2021 22 | H1 2020 21 | Q2 2021 22 | Q2 2020 21 |
| Konzernergebnis | 27.076 | 34.442 | 14.962 | 15.238 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||||
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung | 14.722 | –41.374 | 7.329 | –18.933 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | ||||
| (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern | 2.166 | 130 | 2.622 | –1.161 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1.537 | –3.086 | –523 | –1.165 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 18.425 | –44.330 | 9.428 | –21.259 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und | ||||
| ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern | –481 | 331 | –1.829 | –2.259 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | ||||
| nach latenten Steuern | –111 | 0 | –93 | 0 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –592 | 331 | –1.922 | –2.259 |
| Sonstiges Ergebnis | 17.833 | –43.999 | 7.506 | –23.518 |
| Gesamtergebnis | 44.909 | –9.557 | 22.468 | –8.280 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 45.064 | –7.275 | 22.895 | –7.595 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –155 | –2.282 | –429 | –685 |
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) t€ |
H1 2021 22 | H1 2020 21 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 90.908 | 112.751 |
| Veränderungen des Working Capital | –34.697 | –28.050 |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | –16.928 | –13.161 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 39.283 | 71.540 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –22.998 | –32.262 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 5.327 | –29.068 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 21.612 | 10.210 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassungen auf den Finanzmittelbestand |
–365 | –5.321 |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen | 753 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 110.971 | 93.415 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 132.971 | 98.304 |
| t€ | Stand am 31.08.2021 |
Stand am 28.02.2021 |
Stand am 31.08.20201 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 258.415 | 254.599 | 255.344 |
| Sachanlagen | 845.405 | 859.659 | 884.116 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 79.727 | 72.118 | 82.717 |
| Wertpapiere | 19.521 | 19.416 | 19.426 |
| Beteiligungen | 410 | 1.683 | 1.004 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.907 | 8.106 | 11.450 |
| Aktive latente Steuern | 17.709 | 16.440 | 15.293 |
| 1.229.094 | 1.232.021 | 1.269.350 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 556.362 | 700.613 | 556.081 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 422.823 | 323.055 | 381.847 |
| Sonstige Vermögenswerte | 106.199 | 96.069 | 80.546 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 11.006 | 10.005 | 4.327 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 132.971 | 110.971 | 98.304 |
| 1.229.361 | 1.240.713 | 1.121.105 | |
| Summe Aktiva | 2.458.455 | 2.472.734 | 2.390.455 |
| PASSIVA | |||
| A. Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 | 113.531 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 | 540.760 |
| Gewinnrücklagen | 610.693 | 619.493 | 594.383 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.264.984 | 1.273.784 | 1.248.674 |
| Nicht beherrschende Anteile | 57.067 | 55.313 | 61.139 |
| 1.322.051 | 1.329.097 | 1.309.813 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 65.923 | 67.786 | 72.102 |
| Übrige Rückstellungen | 29.324 | 29.396 | 29.537 |
| Finanzverbindlichkeiten | 481.867 | 493.637 | 445.191 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.848 | 1.094 | 5.451 |
| Passive latente Steuern | 7.094 | 5.502 | 9.096 |
| C. Kurzfristige Schulden | 589.056 | 597.415 | 561.377 |
| Übrige Rückstellungen | 13.968 | 17.478 | 19.802 |
| Finanzverbindlichkeiten | 156.450 | 80.274 | 152.139 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 236.148 | 311.524 | 207.695 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 135.762 | 130.800 | 132.431 |
| Steuerschulden | 5.020 | 6.146 | 7.198 |
| 547.348 | 546.222 | 519.265 | |
| Summe Passiva | 2.458.455 | 2.472.734 | 2.390.455 |
| Eigenkapital | Nicht | ||
|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | der AGRANA | beherrschende | |
| t€ | Aktionäre | Anteile | Summe |
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||
| Stand am 1. März 2021 | 1.273.784 | 55.313 | 1.329.097 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | –117 | 0 | –117 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | |||
| (Cashflow-Hedges) | 2.289 | –175 | 2.114 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | –608 | –2 | –610 |
| Steuereffekte | –382 | 44 | –338 |
| Gewinn aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | 15.914 | 870 | 16.784 |
| Sonstiges Ergebnis | 17.096 | 737 | 17.833 |
| Konzernergebnis | 27.968 | –892 | 27.076 |
| Gesamtergebnis | 45.064 | –155 | 44.909 |
| Dividendenausschüttung | –53.116 | –242 | –53.358 |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 1.800 | 1.800 |
| Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen | –747 | 350 | –397 |
| Sonstige Veränderungen | –1 | 1 | 0 |
| Stand am 31. August 2021 | 1.264.984 | 57.067 | 1.322.051 |
| Eigenkapital | Nicht | ||
|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | der AGRANA | beherrschende | |
| t€ | Aktionäre | Anteile | Summe |
| Geschäftsjahr 2020 211 | |||
| Stand am 1. März 2020 | 1.303.586 | 63.435 | 1.367.021 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | |||
| (Cashflow-Hedges) | –13 | –62 | –75 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 466 | –1 | 465 |
| Steuereffekte | –131 | 15 | –116 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | –41.536 | –2.737 | –44.273 |
| Sonstiges Ergebnis | –41.214 | –2.785 | –43.999 |
| Konzernergebnis | 33.939 | 503 | 34.442 |
| Gesamtergebnis | –7.275 | –2.282 | –9.557 |
| Dividendenausschüttung | –48.116 | –720 | –48.836 |
| Sonstige Veränderungen | 479 | 706 | 1.185 |
| Stand am 31. August 2020 | 1.248.674 | 61.139 | 1.309.813 |
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2021 (ungeprüft)
| für das erste Halbjahr | H1 | H1 |
|---|---|---|
| (1. März – 31. August) | 2021 22 | 2020 21 |
| t€ |
| Stärke | 481.641 | 412.494 |
|---|---|---|
| Zucker | 328.441 | 318.440 |
| Konzern | 1.443.925 | 1.333.435 |
| den Segmenten | ||
|---|---|---|
| Frucht | –422 | –667 |
| Stärke | –4.861 | –5.266 |
| Zucker | –14.252 | –18.179 |
| Konzern | –19.535 | –24.112 |
| Konzern | 1.424.390 | 1.309.323 |
|---|---|---|
| Zucker | 314.189 | 300.261 |
| Stärke | 476.780 | 407.228 |
| Frucht | 633.421 | 601.834 |
| Konzern | 40.955 | 47.435 |
|---|---|---|
| Zucker | –9.226 | –8.314 |
| Stärke | 22.117 | 25.126 |
| Frucht | 28.064 | 30.623 |
| Konzern | –2.256 | –515 |
|---|---|---|
| Zucker | 0 | 0 |
| Stärke | 0 | 0 |
| Frucht | –2.256 | –515 |
| Gemeinschaftsunternehmen1 | ||
|---|---|---|
| Frucht | 0 | 0 |
| Stärke | 6.912 | 9.572 |
| Zucker | –840 | –689 |
| Konzern | 6.072 | 8.883 |
| Konzern | 44.771 | 55.803 |
|---|---|---|
| Zucker | –10.066 | –9.003 |
| Stärke | 29.029 | 34.698 |
| Frucht | 25.808 | 30.108 |
| Frucht | 12.174 | 13.409 |
|---|---|---|
| Stärke | 7.434 | 9.397 |
| Zucker | 10.737 | 4.965 |
| Konzern | 30.345 | 27.771 |
| Zucker Konzern |
1.746 8.818 |
1.896 9.150 |
|---|---|---|
| Stärke | 1.140 | 1.142 |
| Frucht | 5.932 | 6.112 |
3
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2021 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2021 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2021 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 4. Oktober 2021 aufgestellt.
Die rückwirkenden Anpassungen gemäß IAS 8 zum 29. Februar 2020 aufgrund der Prüfungsfeststellungen der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) sind im Geschäftsbericht 2020|21 auf Seite 114 dargestellt.
Der Geschäftsbericht 2020|21 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir/publikationen zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2020|21 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 111 bis 113 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2021 ging AGRANA von keinen wesentlichen langfristigen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Geschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe aus. Wesentliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage werden weiterhin nicht erwartet.
Für die Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten und Sachanlagen wurden keine Anzeichen für eine mögliche Wertminderung (Triggering Event) identifiziert. Das Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde einer Evaluierung unterzogen und ergab keine wesentlichen Veränderungen der erfassten Loss Rates und der darauf gebildeten Wertberichtigungen.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2021 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2020|21 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Mit Wirkung zum 1. April 2021 wurde ein Geschäftsbetrieb in Form einzelner Vermögenswerte und Schulden vom japanischen Nahrungsmittelhersteller Taiyo Kagaku Co. Ltd., Yokkaichi|Japan, erworben. AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, als erwerbende Gesellschaft wurde im zweiten Quartal 2021|22 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Mit dem japanischen Fruchtzubereitungswerk werden neben Molkereien und Speiseeisherstellern auch Kunden aus der Backwarenindustie beliefert. AGRANA setzt damit einen wichtigen Schritt im Rahmen der Expansion in Asien und der Präsenz am wachsenden Markt in Japan.
Der Erwerb hatte folgende Auswirkungen auf den AGRANA-Konzern:
| t€ | Buchwerte zum Erwerbs zeitpunkt |
|
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 5.429 | |
| Vorräte | 2.706 | |
| Summe Vermögen | 8.135 | |
| abzüglich langfristige Schulden | –1.143 | |
| abzüglich kurzfristige Schulden | –294 | |
| Nettovermögen (Eigenkapital) | 6.698 | |
| Geschäfts-/Firmenwert | 471 | |
| Anschaffungskosten | 7.169 | |
| davon zahlungswirksam | 3.630 |
Insgesamt wurden zum Quartalsstichtag neben der Muttergesellschaft 59 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2021: 58 Unternehmen) und 13 Unternehmen (28. Februar 2021: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im H1 2021|22 44,8 Mio. € (Vorjahr: 55,8 Mio. €).
Trotz gestiegener Umsatzerlöse in allen drei Segmenten waren die Ergebnisse geringer als im H1 des Vorjahres. Im Segment Stärke führten gestiegene Rohstoffpreise zu einem EBIT-Rückgang und im Segment Zucker waren im Wesentlichen niedrigere Margen für die Verschlechterung verantwortlich. Eine markant schwächere Performance im Fruchtsaftkonzentratgeschäft und ein Sonderergebnis von –2,3 Mio. € aus einem Schadensfall und Reorganisationsmaßnahmen führten zum Rückgang des Ergebnisses im Segment Frucht.
Das Finanzergebnis belief sich auf –7,1 Mio. € (Vorjahr: –9,1 Mio. €). Die positive Veränderung resultierte v.a. aus einem verbesserten Währungsergebnis.
Das Konzernergebnis betrug 27,1 Mio. € (Vorjahr: 34,4 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende August 2021 stieg der Finanzmittelbestand um 22,0 Mio. € auf 133,0 Mio. €.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 39,3 Mio. € um –32,2 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Veränderung resultierte u.a. aus einem geringeren Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie aus einem höheren Cashabfluss aus der Working Capital-Veränderung durch einen höheren Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit –23,0 Mio. € (Vorjahr: –32,3 Mio. €) unter dem Vorjahresniveau und ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Einzahlungen aus Anlagenabgängen, geringeren Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und nur geringfügig gestiegenen Investitionen.
Der Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von +5,3 Mio. € (Vorjahr Cashabfluss: –29,1 Mio. €) ist hauptsächlich bedingt durch die Aufnahme von syndizierten Krediten von +35,0 Mio. € (Vorjahr: Rückführung von –15,0 Mio. €) zur Working Capital-Finanzierung. Die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG in 2021 entfallene Dividendenauszahlung erhöhte sich von 48,1 Mio. € im Vorjahr auf 53,1 Mio. €.
Die Bilanzsumme ging gegenüber dem 28. Februar 2021 um –14,2 Mio. € auf 2.458,5 Mio. € zurück. Bei beinahe unveränderten langfristigen Vermögenswerten war der geringfügige Rückgang auf der Aktivseite v.a. bedingt durch einen Rückgang an Vorräten bei gegenläufig gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die geringfügige Bilanzverkürzung auf der Passivseite war einerseits auf die deutliche Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen und gegenläufig eine Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten.
Mit einem Eigenkapital von 1.322,1 Mio. € (28. Februar 2021: 1.329,1 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 53,8 % (28. Februar 2021: 53,8 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erfüllt die Sicherungsbeziehung die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| 31. August 2021 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 12.488 | 0 | 7.033 | 19.521 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 410 | 410 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) |
5.249 | 22 | 0 | 5.271 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 985 | 0 | 985 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 17.737 | 1.007 | 7.443 | 26.187 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 2.048 | 619 | 0 | 2.667 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 61 | 3.921 | 0 | 3.982 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 2.109 | 4.540 | 0 | 6.649 |
| 31. August 2020 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 12.276 | 0 | 7.150 | 19.426 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 1.004 | 1.004 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 985 | 67 | 0 | 1.052 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 18 | 6.810 | 0 | 6.828 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 13.279 | 6.877 | 8.154 | 28.310 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | 606 | 885 | 0 | 1.491 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 3.316 | 0 | 3.316 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 606 | 4.201 | 0 | 4.807 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| 31. August 2021 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 609.894 | 611.040 |
| Leasingverbindlichkeiten | 28.423 | – |
| Finanzverbindlichkeiten | 638.317 | 611.040 |
| Beizulegender | ||
| 31. August 2020 | Buchwert | Zeitwert |
| t€ | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 572.062 | 573.992 |
| Leasingverbindlichkeiten | 25.268 | – |
| Finanzverbindlichkeiten | 597.330 | 573.992 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2020|21 unter "11.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 164 bis 168.
Im H1 2021|22 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.818 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.150 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Reduktion des Personalstandes war v.a. auf den geringeren Bedarf an Saisonarbeitskräften im Segment Frucht (v.a. Mexiko, Marokko und Polen) und auf Kostenreduktions-maßnahmen vorwiegend im Segment Zucker zurückzuführen.
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2021 bzw. dem Vergleichszeitraum des Vorjahres keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2020|21 verwiesen (Seite 175f ).
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 4. Oktober 2021
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Vorstandsvorsitzender Strategie und Wirtschaftspolitik, Qualitätsmanagement, Verkauf, Personal, Öffentlichkeitsarbeit, Generalsekretariat (disziplinär) sowie Segmentverantwortung Zucker
Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsmitglied Interne Revision
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzwesen, IT, Mergers & Acquisitions, Recht, Compliance, Einkauf, Investor Relations sowie Segmentverantwortung Frucht
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer Vorstandsmitglied Produktion/Investitionen, Rohstoff, Forschung und Entwicklung sowie Segmentverantwortung Stärke
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | oder |
Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | oder |
Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich | oder |
Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | oder |
Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Dieser Zwischenbericht unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2020|21, Seite 204, verwiesen.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Zwischenbericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Zwischenbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
| 13. Jänner 2022 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2021 22 |
|---|---|
| 13. Mai 2022 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2021 22 (Bilanzpressekonferenz) |
| 28. Juni 2022 | Nachweisstichtag Hauptversammlung |
| 7. Juli 2022 | Ergebnisse des ersten Quartals 2022 23 |
| 8. Juli 2022 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2021 22 |
| 13. Juli 2022 | Ex-Dividenden-Tag |
| 14. Juli 2022 | Nachweisstichtag Dividende |
| 15. Juli 2022 | Dividenden-Zahltag |
| 13. Oktober 2022 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2022 23 |
| 12. Jänner 2023 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2022 23 |
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com
Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Veröffentlicht am 14. Oktober 2021 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
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