Quarterly Report • Jul 11, 2019
Quarterly Report
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Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2019|20
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Ergebnismäßig liegt das erste Quartal 2019|20 bedingt durch die erwartete negative Entwicklung im Segment Zucker noch unter Vorjahr. Wir sind aber nach wie vor überzeugt, dass wir im vollen Geschäftsjahr eine deutliche EBIT-Steigerung im Jahresvergleich erzielen werden.
Unser Wirtschaftsjahr 2019|20 hat ungewöhnlich trocken begonnen, was eine frühe Rübenaussaat, aber leider auch eine starke Entwicklung des Rübenderbrüsslers zur Folge hatte. Mit biologischen Methoden wie Pheromon-Lockstoffen und Fallrillen gelang es, weit über 100 Mio. Käfer an der Eiablage zu hindern, sodass letztlich im Vergleich zum Vorjahr nur halb so viele Flächen verloren gingen.
Nach den ausgiebigen Mai-Niederschlägen im gesamten AGRANA-Gebiet holten alle Kulturen, von Rübe über Kartoffeln bis hin zu Weizen und Mais, einen anfangs gegebenen Wachstumsrückstand auf. Die weitere Entwicklung nach dem heißen Juni wird für eine wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung unserer Stärke- und Zuckerproduktionsstätten entscheidend sein.
Im Segment Zucker haben die Preise laut EU-Preisreporting mit zuletzt 319 € pro Tonne offensichtlich nun den Boden gefunden. Die um 3 Mio. Tonnen geringeren EU-Zuckerproduktionsmengen der Kampagne 2018 und etwas reduzierte Anbauflächen 2019 haben im Spotbereich zu einer ersten leichten Preiserholung beigetragen. Allerdings bleibt auch unter diesen Gegebenheiten das Ergebnis des Segmentes Zucker noch negativ.
Das Ergebnis des Segmentes Stärke liegt dank voller Kapazitätsnutzung in Aschach|Österreich und eines gestiegenen Ethanolpreisniveaus sehr deutlich über Vorjahr.
Im Segment Frucht ist das zweite chinesische Fruchtzubereitungswerk erfolgreich in Betrieb gegangen. Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft zeigt eine sehr gute Entwicklung auf hohem Niveau. Insgesamt liegt das Segment aber aufgrund rohstoffbedingter Einmalkosten im Fruchtzubereitungsgeschäft noch unter dem Vorjahresquartal.
Auch im Geschäftsjahr 2019|20 investieren wir weiter in Wachstum. Die Verdoppelung der Weizenstärkekapazitäten in Pischelsdorf|Österreich liegt voll im Zeitplan, die Inbetriebnahme der Fabrikserweiterung soll im vierten Quartal erfolgen. Das Betainkristallisations-Joint Venture hat bereits Ende Juni die Beauftragung für die Anlagen abgeschlossen.
Die ersten drei Monate verliefen also im Wesentlichen nach Plan, sodass wir auch unseren Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2019|20 bestätigen können.
Ihr
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt) | Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | |||
| Umsatzerlöse | 638,4 | 630,3 | 1,3 % |
| EBITDA1 | 51,5 | 53,5 | -3,7 % |
| Operatives Ergebnis | 27,5 | 33,8 | -18,6 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach | 3,4 | 3,3 | 3,0 % |
| der Equity-Methode bilanziert werden | |||
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,1 | 100,0 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 30,9 | 37,0 | -16,5 % |
| EBIT-Marge | 4,8 % | 5,9 % | -1,1pp |
| Finanzergebnis | -3,8 | -4,3 | 11,6 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 27,1 | 32,7 | -17,1 % |
| Ertragsteuern | -8,8 | -7,4 | 18,9 % |
| Konzernergebnis | 18,3 | 25,3 | -27,7 % |
| Ergebnis je Aktie | 0,27 € | 0,37 €2 | -27,4 % |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im ersten Quartal 2019|20 (1. März bis 31. Mai 2019) mit 638,4 Mio. € um 1,3 % über dem Vorjahr, wobei der leichte Umsatzanstieg auf die positive Erlösentwicklung im Segment Stärke zurückzuführen war.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Quartal 2019|20 30,9 Mio. € und lag damit um 16,5 % unter dem Vorjahr. Im Segment Zucker führten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Verkaufspreise zu einer sehr deutlichen Verschlechterung des Ergebnisses auf -9,3 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Im Segment Frucht ging
das EBIT aufgrund einer rückläufigen Entwicklung im Fruchtzubereitungsgeschäft um 14,5 % auf 21,8 Mio. € zurück. Das EBIT im Segment Stärke konnte um 85,9 % auf 18,4 Mio. € gesteigert werden. Das Finanzergebnis belief sich auf -3,8 Mio. € nach -4,3 Mio. € im Vorjahr, wobei die positive Veränderung aus einer Verbesserung des Währungsergebnisses resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 8,8 Mio. €, einer Steuerquote von rund 32,5 % (Vorjahr: 22,6 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 18,3 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf 0,27 € (Vorjahr: 0,372 €).
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 Der Vorjahreswert wurde gemäss IAS 33.64 angepasst; 1:4 Aktiensplit im Juli 2018; mit der Aktienanzahl zum 31. Mai 2019 (62.488.976 Stück) berechnet
Im ersten Quartal 2019|20 investierte AGRANA mit 33,6 Mio. € um 1,3 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Konzern | 33,6 | 32,3 | 4,0 % |
|---|---|---|---|
| Zucker | 2,7 | 3,2 | -15,6 % |
| Stärke | 20,8 | 22,0 | -5,5 % |
| Frucht | 10,1 | 7,1 | 42,3 % |
| in Mio. € | Q1 2019 20 |
Q1 2018 19 |
Veränderung |
Zusätzlich wurden im Q1 2019|20 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen von 5,6 Mio. € (100%; Vorjahr: 2,9 Mio. €) getätigt.
| Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| - Cashflow aus dem Ergebnis |
47,9 | 49,6 | -3,4 % |
| Veränderungen des Working Capital | -71,3 | -18,1 | -293,9 % |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -7,3 | -10,6 | 31,1 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -30,7 | 20,9 | -246,9 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -34,6 | -31,1 | -11,3 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 71,8 | -18,0 | 498,9 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 6,5 | -28,2 | 123,0 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassung auf den Finanzmittelbestand |
0,0 | -0,3 | 100,0 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 82,6 | 121,0 | -31,7 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 89,1 | 92,5 | -3,7 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis ging im ersten Quartal 2019|20 v.a. aufgrund des schwächeren Konzernergebnisses auf 47,9 Mio. € (Vorjahr: 49,6 Mio. €) zurück. Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode deutlich höheren Aufbau des Working Capital um 71,3 Mio. € (Vorjahr: Aufbau um 18,1 Mio. €) ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2019|20 auf -30,7 Mio. € (Vorjahr: 20,9 Mio. €) zurück. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug bei etwas höheren Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -34,6 Mio. € (Vorjahr: -31,1 Mio. €). Der deutliche Aufbau von Finanzverbindlichkeiten führte zu einem Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 71,8 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 18,0 Mio. €).
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte (inklusive Leasingverpflichtungen)
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 31.05.2019 | 28.02.2019 | ||
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.292,5 | 1.252,1 | 3,2 % |
| davon Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 275,8 | 276,7 | -0,3 % |
| davon Sachanlagen | 899,8 | 864,2 | 4,1 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.151,0 | 1.137,3 | 1,2 % |
| davon Vorräte | 588,7 | 619,1 | -4,9 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte |
466,7 | 429,5 | 8,7 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 89,1 | 82,6 | 7,9 % |
| Summe Aktiva | 2.443,5 | 2.389,4 | 2,3 % |
| Eigenkapital | 1.422,6 | 1.409,9 | 0,9 % |
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.359,8 | 1.348,7 | 0,8 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 62,8 | 61,2 | 2,6 % |
| Langfristige Schulden | 416,2 | 393,1 | 5,9 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 299,4 | 279,0 | 7,3 % |
| Kurzfristige Schulden | 604,7 | 586,4 | 3,1 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 223,9 | 144,6 | 54,8 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
340,3 | 403,6 | -15,7 % |
| Summe Passiva | 2.443,5 | 2.389,4 | 2,3 % |
| Nettofinanzschulden | 415,4 | 322,2 | 28,9 % |
|---|---|---|---|
| Gearing1 | 29,2 % | 22,9 % | 6,3 pp |
| Eigenkapitalquote | 58,2 % | 59,0 % | -0,8 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2018|19 etwas höheren Bilanzsumme zum 31. Mai 2019 von 2,44 Mrd. € (28. Februar 2019: 2,39 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 58,2 % (28. Februar 2019: 59,0 %).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte stieg investitionsbedingt um rund 3 % an. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich ebenfalls geringfügig. Dabei stand einer Verringerung der Vorratsposition ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte gegenüber. Auf der Passivseite wuchsen die langfristigen Schulden v.a. aufgrund des Aufbaus von Finanzverbindlichkeiten moderat. Die kurzfristigen Schulden stiegen leicht, wobei den erhöhten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüberstand.
Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2019 lagen mit 415,4 Mio. € um 93,2 Mio. € über dem Wert per 28. Februar 2019 (31. Mai 2018: 242,8 Mio. €). Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 29,2 % (28. Februar 2019: 22,9 %; 31. Mai 2018: 16,5 %).
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 311,5 | 311,8 | -0,1 % |
| EBITDA1 | 31,5 | 33,7 | -6,5 % |
| Operatives Ergebnis | 21,8 | 25,5 | -14,5 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 21,8 | 25,5 | -14,5 % |
| EBIT-Marge | 7,0 % | 8,2 % | -1,2 pp |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im Q1 2019|20 mit 311,5 Mio. € auf Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze auch aufgrund einer leichten Absatzsteigerung geringfügig. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die Umsatzerlöse preisbedingt moderat unter dem Vorjahr.
Das EBIT im Segment erreichte nach drei Monaten 21,8 Mio. € und lag damit um 14,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die Verschlechterung lag im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen. Hier waren Einmaleffekte im Rohstoffbereich in Mexiko (Erdbeere, Mango) und niedrige Vermarktungspreise für Äpfel in der Ukraine sowie außerplanmäßige Personalkosteneffekte für den Rückgang beim operativen Ergebnis ausschlaggebend. Das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft konnte deutlich gesteigert und auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert werden. Hohe Ausliefermengen in Kombination mit starken Deckungsbeiträgen bei Fruchtsaftkonzentraten aus der Ernte 2018 waren hierfür maßgeblich.
Die globalen Konsumtrends, welche die Entwicklung der Absatzmärkte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen (Molkereiprodukte, Eiscremen, Backwaren und Food Services) beeinflussen, sind weiterhin Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit sowie Genuss. Im Bereich von Natürlichkeit und Nachhaltigkeit liegt das Hauptaugenmerk aktuell auf Kreislaufwirtschaft und Nachverfolgbarkeit von Inhaltsstoffen. Oft werden Früchte auch mit einer spezifischen Herkunftsbezeichnung im Endprodukt ausgelobt (z.B. Monterey Erdbeeren). Aufgrund der aktuellen Schnelllebigkeit werden in allen genannten Produktkategorien zahlreiche Produkte für den schnellen, aber dennoch gesunden Snack zwischendurch auf den Markt gebracht.
Die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat ist weiterhin stabil. Verfügbare Ware aus der laufenden Frühjahresproduktion konnte erfolgreich vermarktet werden. Verkäufe werden sowohl in die USA als auch innerhalb Europas getätigt; es liegen auch Anfragen aus Afrika vor.
Die Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2018 sind fast vollständig kontrahiert.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere wurde in den mediterranen Klimazonen Marokko, Ägypten, Spanien und Mexiko im Wesentlichen abgeschlossen. Die geplanten Bedarfsmengen wurden kontrahiert. Trotz höherer Marktpreise konnte AGRANA Frucht aufgrund langjähriger strategischer Vereinbarungen zu günstigeren Preisen als im Vorjahr abschließen. Der marokkanische wie auch der ägyptische Beschaffungsmarkt gewinnt für die USA zunehmend an Bedeutung, einerseits aus Wettbewerbsgründen, andererseits bedingt durch wiederholt geringes Rohwarenaufkommen in Mexiko.
Im Bereich der tropischen Früchte verlaufen die Ernten gut, die Nachfrage ist konstant, sodass mit stabilen bzw. leicht rückläufigen Preisen gerechnet werden kann. Bei Himbeere und Sauerkirsche in Europa und den USA werden nach einem historischen Tief höhere Preisniveaus erwartet, ebenso bei Apfel. Steinfrüchte wie Pfirsich und Aprikose dürften stabil auf Vorjahresniveau bleiben.
Im ersten Quartal 2019|20 wurden für den Fruchtzubereitungsbereich rund 110.000 Tonnen an Rohstoffen eingekauft.
Für die gerade angelaufene Buntsaftverarbeitungssaison 2019 im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate ist von einer guten Rohstoffverfügbarkeit auf Vorjahresniveau auszugehen.
Bei der Hauptfrucht des Fruchtsaftkonzentratgeschäftes Apfel wird mit einer ausreichenden Verfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen gerechnet. Aufgrund des Frühjahrsfrostes in Ungarn liegen die Ernteerwartungen unter dem Vorjahr. Eine genaue Einschätzung wird hier erst Mitte Juli vorgenommen werden können.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
| Finanzkennzahlen Segment Stärke |
Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | |||
| Umsatzerlöse | 207,7 | 181,4 | 14,5 % |
| EBITDA1 | 23,6 | 12,8 | 84,4 % |
| Operatives Ergebnis | 15,2 | 5,2 | 192,3 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
3,2 | 4,7 | -31,9 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 18,4 | 9,9 | 85,9 % |
| EBIT-Marge | 8,9 % | 5,5 % | 3,4 pp |
Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2019|20 in Höhe von 207,7 Mio. € lagen deutlich über dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür waren deutlich höhere Ethanolumsätze aufgrund gestiegener Platts-Notierungen, die um mehr als ein Drittel über dem Vorjahresniveau lagen. Bei Verzuckerungsprodukten konnte der Umsatz bei rückläufigen Preisen durch höhere verkaufte Mengen moderat gesteigert werden. Native und modifizierte Stärken erzielten u.a. durch gestiegene Mengen Umsatzzuwächse. Positiv entwickelten sich auch die Umsätze für Kindernahrungsmittel, jene im Futtermittelbereich blieben stabil.
Mit einem EBIT in Höhe von 18,4 Mio. € übertraf das Segment Stärke das Vorjahresergebnis um 85,9 %. Der deutliche Ergebniszuwachs ist vorrangig dem deutlich gestiegenen Marktpreis für Ethanol und Mengenzuwächsen in allen übrigen Produktsegmenten geschuldet. Kostenseitig blieben die höheren Rohstoffkosten der Ernte 2018 ergebnisbelastend. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA sank von 4,7 Mio. € auf 3,2 Mio. €, da der ungarische Standort als größter europäischer Hersteller von Isoglukose von den Preisrückgängen bei Verzuckerungsprodukten im Vergleich zur Vorjahresperiode besonders betroffen ist. Insgesamt stieg die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes im Q1 2019|20 auf 8,9 % nach 5,5 % im Vorjahr.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019|20 konnten in allen Produktbereichen Absatzsteigerungen erzielt werden.
Bei Verzuckerungskapazitäten gibt es speziell in Südosteuropa nach wie vor eine deutliche Unterauslastung, das Marktgeschehen bei Isoglukose wird auch weiterhin von Mengendruck bestimmt.
Die Verkaufszahlen von nativen und modifizierten Stärken waren im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres stabil. Die Versorgungssituation der Europäischen Papier- und Wellpappeindustrie mit Getreidestärken hat sich entspannt, Spotmengen werden wieder vermehrt angedient. Mit Beginn der Sommermonate ist speziell im Baubereich eine höhere Nachfrage nach modifizierten Stärken zu beobachten.
Das Bioethanolgeschäft trug im ersten Quartal 2019|20 durch hohe Platts-Notierungen sehr positiv zum Gesamtergebnis des Segmentes Stärke bei. Die Notierungen wurden durch Angebotsknappheit insbesondere in Nordund Westeuropa gestützt. Neben dem Umstand, dass eine Anlage in Großbritannien aller Voraussicht nach die Produktion nicht mehr aufnehmen wird, sorgten Instandhaltungsmaßnahmen zahlreicher Fabriken für eine knappere Versorgung. Weiters blieben Ethanolmengen auf Basis von Zuckerrübendicksaft aus. Die Europäische Kommission hat zuletzt die Verlängerung von Anti-Dumping-Zöllen auf US-Ethanol abgelehnt. Der Entfall des zusätzlichen Zollsatzes in der Hohe von rund 50 € pro m3 zeigt aktuell noch keine Auswirkungen auf die Importmengen.
Im Bereich Futtermittel entwickelten sich die Märkte unterschiedlich. Bei den Hochproteinen (Maiskleber und vitaler Weizenkleber) ließ sich eine rückläufige Preisentwicklung infolge eines Angebotsüberhanges feststellen. Bei Mittelproteinen hingegen konnten die Verkaufspreise für ActiProt® und Maiskleberfutter gesteigert werden. Die stetig steigende Nachfrage nach GVO-freien Futtermitteln trägt maßgeblich zu einem preisstabilen Marktumfeld bei.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2019|20 per 30. Mai 2019 auf 2,18 Mrd. Tonnen, die damit um rund 39 Mio. Tonnen über dem Vorjahr und rund 15 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 766 Mio. Tonnen (Vorjahr: 733 Mio. Tonnen; Verbrauch 2019|20: 753 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.118 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.126 Mio. Tonnen; Verbrauch 2019|20: 1.151 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände werden um rund 15 Mio. Tonnen auf 602 Mio. Tonnen sinken.
Die Getreideproduktion der EU-28 wird von Stratégie Grains per 16. Mai 2019 auf rund 307 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 280 Mio. Tonnen). Dazu trägt die Weichweizenernte rund 144 Mio. Tonnen bei und ist damit deutlich höher als die Ernte 2018 (127 Mio. Tonnen). Die Maisernte 2019 in der EU wird bei 63 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 62 Mio. Tonnen).
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) bewegten sich seit Anfang März 2019 seitwärts bzw. leicht steigend und lagen am 31. Mai 2019 bei rund 166 € je Tonne Mais und 185 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 170 € bzw. 180 € je Tonne).
Für das Anbaujahr 2019 wurden im Kartoffelstärkebereich mit rund 1.500 Landwirten Kontrakte über 324.000 Tonnen (Vorjahr: 310.000 Tonnen) Stärke- und Biostärkeindustriekartoffeln abgeschlossen. Die Kontrakte für Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln blieben mit rund 17.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant.
Der Rohstoffeinkauf für die Stärkefabriken in Aschach|Österreich (Mais) und Pischelsdorf|Österreich (Weizen) aus der Ernte 2018 ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Die Rohstoffpreise lagen im ersten Quartal des Geschäftsjahres auf dem geplanten Niveau.
Im Bereich Bioethanol wurde der Getreide- und Maiseinkauf für das Werk in Pischelsdorf bis zur neuen Ernte zum Großteil fixiert. Die Rohstoffversorgung im Geschäftsjahr 2019|20 ist inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge mit rund 65 % gegeben.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) wird die gesamte Maisverarbeitung 2019|20 (100 %) voraussichtlich 1,05 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,03 Mio. Tonnen) betragen.
| Finanzkennzahlen | Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Zucker | |||
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | |||
| Umsatzerlöse | 119,2 | 137,1 | -13,1 % |
| EBITDA2 | -3,6 | 7,0 | -151,4 % |
| Operatives Ergebnis | -9,5 | 3,2 | -396,9 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0,2 | -1,4 | 114,3 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,1 | 100,0 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -9,3 | 1,6 | -681,3 % |
| EBIT-Marge | -7,8 % | 1,2 % | -9,0 pp |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im Q1 2019|20 mit 119,2 Mio. € um 13,1 % unter dem Vorjahr. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gesunkene Zuckerverkaufspreise, aber auch niedrigere Zuckerverkaufsmengen (v.a. im Export und Non-Food-Bereich) führten zu dieser negativen Entwicklung.
Das EBIT im Q1 2019|20 ging von 1,6 Mio. € sehr deutlich auf -9,3 Mio. € zurück. Hier wirkte sich v.a. das gegenüber dem Vorjahr schlechtere Verkaufspreisumfeld negativ aus.
1 International Grains Council
2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Der Zuckerweltmarkpreis stagniert seit Beginn des Geschäftsjahres auf niedrigem Niveau. Dennoch gab es eine leichte Erholung im Vergleich zum 9-Jahres-Tief bei Weißzucker im August 2018 (303,7 \$ pro Tonne) und zum 10-Jahres-Tief bei Rohzucker im September 2018 (218,3 \$ pro Tonne).
Trotz der Erwartung eines schwachen Defizits im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2018|19 (Oktober 2018 bis September 2019) führten beachtliche Bestände, v.a. in Indien, zu einer angespannten Weltmarktsituation. Eine hohe Bedeutung ist ebenfalls dem noch ungewissen Ausmaß der Ethanolproduktion in Brasilien beizumessen, da diese einen großen Einfluss auf die produzierte Zuckermenge haben wird. Die aktuelle Marktlage wird darüber hinaus auch durch das Verhalten institutioneller Investoren beeinflusst, welche große Verkaufspositionen akkumuliert haben und somit auf ein weiterhin niedriges Preisniveau setzten.
Aktuelle politische Spannungen führen zu einem volatilen Ölpreis, welcher wiederum die Zuckerpreisentwicklung beeinflusst. Weitere Unsicherheit wurde durch die Dynamiken am Währungsmarkt, v.a. einen kürzlich schwachen Brasilianischer Real, verursacht.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 29. Mai 2019 für das ZWJ 2018|19 mit einem leichten Produktionsdefizit. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion von 185,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 194,3 Mio. Tonnen) und einem wachsenden Verbrauch von 184,9 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 183,3 Mio. Tonnen) zu einem Abbau der Bestände auf 77,3 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 77,5 Mio. Tonnen) und es ergäbe sich ein Defizit in Höhe von 0,2 Mio. Tonnen.
Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 330,6 \$ (296,9 €) pro Tonne und Rohzucker bei 266,8 \$ (239,6) pro Tonne.
Im ZWJ 2017|18 lag die Zuckerproduktion in der EU bei rund 21,3 Mio. Tonnen. Bis in den Juli 2018 wurde auch für das ZWJ 2018|19 mit einer Produktionsmenge von rund 20,4 Mio. Tonnen gerechnet. Aufgrund der trockenen Witterungsbedingungen hat die Europäische Kommission im April 2019 eine Schätzung mit 17,5 Mio. Tonnen Zucker veröffentlicht.
Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittpreise laut EU-Preisreporting deutlich und kontinuierlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. Im April 2019 stieg der Durchschnittspreis wieder leicht auf 319 € pro Tonne und es wird für die nächsten Monate des ZWJ 2018|19 von einem weiteren Anstieg ausgegangen.
Generell werden aufgrund der gesunkenen Produktionsmengen für das ZWJ 2018|19 geringere Exportmengen und höhere Importmengen im Vergleich zum Vorjahr erwartet, was sich in den ersten sieben Monaten des ZWJ 2018|19 bereits bestätigt hat.
Die Absatzmengen lagen im ersten Quartal 2019|20 in allen Geschäftsbereichen unter den Erwartungen. Aufgrund der zuletzt sommerlichen Temperaturen und dem verspäteten Beginn der Obsternten ist wieder von einer verstärkten Nachfrage, sowohl in der Industrie (v.a. Getränkeindustrie) und im Retailbereich auszugehen. Preislich ist es aufgrund fehlender Mengenüberschüsse in Europa v.a. auf den Spot-Märkten zu einer leichten Erholung der Zuckerpreise gekommen. Auf Basis der bisherigen Einschätzungen und Ernteerwartungen, ist derzeit für das kommende Zuckerwirtschaftsjahr von einer positiven Preisentwicklung auszugehen.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2019 rund 82.100 Hektar, das sind um rund 1.000 Hektar weniger als im Vorjahr geerntet wurden. Auf Grundlage biologischer Landwirtschaft wurden für den Konzern rund 2.100 Hektar Zuckerrüben in Österreich, 300 Hektar in Ungarn und rund 500 Hektar in Rumänien unter Vertrag genommen.
Durch den milden Winter, v.a. durch den sehr warmen Monat März, konnte mit dem Anbau in den meisten Anbaugebieten Österreichs, Tschechiens und der Slowakei früh begonnen werden. In Ungarn und Rumänien verzögerten Niederschläge den frühen Anbau. Die Jugendentwicklung verlief v.a. in der zweiten April-Woche etwas zögerlich, da Niederschläge ausblieben. Schwere Schäden wurden abermals seit der ersten April-Woche in den österreichischen Kerngebieten des Rübenanbaus durch den Rübenderbrüssler verursacht. Das Auftreten des Schadinsektes war aber im Vergleich zum Vorjahr, v.a. durch ein von AGRANA initiiertes Maßnahmenbündel, weitaus geringer. Der Einsatz von Fallrillenpflügen und das Ausbringen von mehr als 90.000 Pheromon-Fallen sollten auch hinsichtlich Anbau 2020 helfen, die potenzielle Rüsselkäfergefahr weiter zu reduzieren. Insgesamt mussten rund 5.300 Hektar Rübenflächen umgebrochen werden, wovon nur mehr rund 23 % der Flächen wieder mit Rüben nachgebaut wurden. In den anderen Rübenanbauregionen außerhalb Österreichs gingen weitere Flächen (rund 500 Hektar) durch Trockenheit, Winderosion und andere tierische Schädlinge verloren. Seit Ende April und im gesamten Monat Mai konnten flächendeckend in allen Anbaugebieten ausreichend Niederschläge verzeichnet werden. Damit entspannte sich die Situation und eine rasche Jugendentwicklung führte zu einem in Bezug auf den Zeitpunkt frühen bis durchschnittlichen Reihenschluss bei den meisten Rübenbeständen.
Die bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen lassen auf den zum Berichtszeitpunkt in der Bilanz stehenden rund 77.000 Hektar Rübenflächen in allen Ländern durchschnittliche bis leicht überdurchschnittliche Rübenerträge erwarten.
In den drei Rohzuckerraffinerien in Kaposvár||Ungarn, Buzău||Rumänien und Brčko|Bosnien und Herzegowina wurden im Q1 2019|20 aus rund 127.000 Tonnen Rohrrohzucker rund 124.000 Tonnen Weißzucker erzeugt.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 88 bis 93 des Geschäftsberichtes 2018|19.
| FTEs1 | Q1 2019 20 | Q1 2018 19 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 6.549 | 6.232 | 5,1 % |
| Segment Stärke | 1.041 | 986 | 5,6 % |
| Segment Zucker | 1.916 | 1.905 | 0,6 % |
| Konzern | 9.506 | 9.123 | 4,2 % |
Im Q1 2019|20 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.506 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.123 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf die neue Gesellschaft in Algerien und das neue zweite Fruchtzubereitungswerk in China sowie auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.443,0 | |
| EBIT | 66,6 | |
| Investitionen1 | 183,8 | 143 |
Moderater Anstieg2
Deutlicher Anstieg 2
Trotz der weiterhin großen Herausforderungen im Segment Zucker ist für das Geschäftsjahr 2019|20 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.
Das EBIT des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2019|20 wird zumindest auf dem Niveau des zweiten Quartals 2018|19 (26,0 Mio. €) erwartet.
| Segment Frucht in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.179,1 | |
| EBIT | 77,3 | |
| Investitionen1 | 56,2 | 57 |
Moderater Anstieg2
Deutlicher Anstieg 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2019|20 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung. Im EBIT werden sich die Absatz- und Margensteigerung widerspiegeln und zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr führen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einer stabilen Umsatz- und EBIT-Entwicklung ausgegangen.
| Segment Stärke in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 762,7 | |
| EBIT | 51,2 | |
| Investitionen1 | 97,0 | 66 |
Deutlicher Anstieg 2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2019|20 einen deutlichen Umsatzanstieg. Die Märkte für Stärken werden stabil erwartet, stärkebasierte Verzuckerungsprodukte bleiben von der Entwicklung des europäischen Zuckerpreisniveaus beeinflusst. Gleichbleibend positive Impulse sollten bei Spezialprodukten wie Säuglingsmilchnahrung, Bio- oder GMO-freien Produkten entstehen. Die hohen Notierungen für Ethanol verbesserten zuletzt die Umsatz- und Ertragssituation. Unter der Annahme einer durchschnittlichen Getreideernte 2019 und einer leichten Reduktion der Rohstoffpreise im Vergleich zum Trockenjahr 2018 wird mit einem deutlich über Vorjahr liegenden EBIT gerechnet.
| Segment Zucker in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 501,2 | ä |
| EBIT | -61,9 | |
| Investitionen1 | 30,6 | 20 |
ä Leichter Anstieg2
Moderate Verbesserung2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung eines weiterhin herausfordernden Zuckermarktumfeldes mit einem konstant niedrigen Umsatzniveau. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden die Margenreduktion nur bedingt abfedern können, sodass im Geschäftsjahr 2019|20 wieder ein negatives EBIT erwartet wird.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 143 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 108 Mio. € liegen.
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Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
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Veröffentlicht am 11. Juli 2019 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
AGRANA 2018|19 Online: https://reports.agrana.com
Die Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Zwischenmitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
BETREFFEND DER AUSSAGEN IM PROGNOSEBERICHT GELTEN FOLGENDE SCHRIFTLICHE UND BILDLICHE WERTAUSSAGEN:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmässige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0% bis +1% oder 0% bis -1% |
| Leicht | ä oder | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als -1% bis -5% |
| Moderat | oder | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als -5% bis -10% |
| Deutlich | oder | Mehr als +10% oder mehr als -10% |
| Sehr deutlich | oder | Mehr als +50% oder mehr als -50% |
Diese Zwischenmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diese Zwischenmitteilung am 24. Juni 2019 aufgestellt.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2018|19, Seite 196, verwiesen.
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Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
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Dieser Zwischenbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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