Quarterly Report • Oct 10, 2019
Quarterly Report
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Bericht über das erste Halbjahr 2019|20
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
3 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Unser Konzern-EBIT liegt mit 51,7 Mio. € zum Halbjahr noch unter dem Vorjahr, wir halten aber an unserer Prognose fest, dass wir im Gesamtjahr 2019|20 das Vorjahresresultat deutlich übertreffen werden.
Das schwächere Halbjahresergebnis ist v.a. auf das negative EBIT (-18,7 Mio. €) im Segment Zucker zurückzuführen, das im Vorjahr erst im zweiten Halbjahr die hohen Verluste einfuhr. Auf Jahressicht werden wir aber in diesem Geschäftsbereich im Vergleich zum Vorjahr eine Erholung sehen, weil wir im H2-Jahresvergleich eine deutliche Verbesserung erwarten. Das Zucker-Ergebnis wird aber auch im Gesamtjahr 2019|20 noch negativ bleiben.
Die langfristige Entwicklung des Segmentes Zucker wird neben Weltmarktpreisen und EU-Überschusssituation wesentlich von den Rahmenbedingungen der Landwirtschaft, insbesondere in Österreich, mitbestimmt. Neben dem Rübenpreis sind auch der Schädlingsdruck sowie die Möglichkeit des Einsatzes spezifischer Pflanzenschutzmittel für einen nachhaltigen Rübenanbau essentiell. Um zuletzt verlorengegangene Rübenflächen wiederzugewinnen, bietet AGRANA ihren Vertragslandwirten daher aktuell 3-Jahres-Kontrakte mit Mindestrübenpreisen von 32 € pro Tonne Rübe für 2020 und 34 € pro Tonne Rübe für 2021 und 2022 an. Wir offerieren damit Bedingungen, die den Rübenanbau für die Landwirte sicherer und attraktiver machen. Organisatorisch wird im Segment Zucker eine Zentralisierung aller Verkaufs- und Verwaltungstätigkeiten in einer eigenen Gesellschaft (AGRANA Sales & Marketing GmbH) umgesetzt.
Der Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr 2019|20 ist auch auf eine im Jahresvergleich schwächere Ergebnisentwicklung im Segment Frucht zurückzuführen. Auch wenn wir bei Fruchtzubereitungen Marktanteile in den stagnierenden Märkten der westlichen Industrieländer gewinnen und schrittweise unsere erfolgreich in Betrieb genommene zweite chinesische Fabrik in den wachsenden Märkten Südostasiens auslasten, ist die Absatzentwicklung gesamthaft unter den Erwartungen gelegen. Im Fruchtsaftkonzentratbereich folgt der Vorjahresrekordernte 2019 eine schwächere Apfelernte in Europa mit deutlich höheren Rohstoffpreisen. Aufgrund der verhaltenen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr im Fruchtzubereitungsgeschäft wird im Segment Frucht nunmehr mit einem deutlichen Rückgang beim EBIT für 2019|20 gerechnet.
Das Segment Stärke zeigt nach sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr die erfreulichste Entwicklung in der Gruppe. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich gesteigert werden. Dieser Geschäftsbereich profitierte von gestiegenen Ethanolpreisen, aber auch von der Erweiterung der Kapazitäten in Aschach|Österreich. Im zweiten Halbjahr wird der Ausbau der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich und die Fertigstellung unseres 100 Mio. €-Großprojektes der Verdoppelung der Weizenstärke-Aktivitäten in Pischelsdorf|Österreich nicht nur unsere Marktposition wesentlich stärken, sondern auch einen substanziellen Beitrag für künftiges profitables Wachstum im Stärkegeschäft leisten.
Abschließend möchte ich Sie informieren, dass Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer seit 1. September 2019 als Vorstandsmitglied für die Ressorts Produktionskoordination und Investitionen verantwortlich ist, wozu ich ihm viel Erfolg wünsche.
Ihr
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Konzern-Gewinn- und Verlust rechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.250,0 | 1.261,0 |
| EBITDA1 | 90,8 | 97,0 |
| Operatives Ergebnis | 44,0 | 57,2 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7,7 | 6,6 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 51,7 | 63,0 |
| EBIT-Marge | 4,1 % | 5,0 % |
| Finanzergebnis | -7,9 | -10,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 43,8 | 52,1 |
| Ertragsteuern | -14,9 | -12,2 |
| Konzernergebnis | 28,9 | 39,9 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,43 | 0,59 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im ersten Halbjahr 2019|20 (1. März bis 31. August 2019) mit 1.250,0 Mio. € auf Vorjahresniveau. Umsatzrückgängen in den Segmenten Zucker (-11,1 %) und Frucht (-2,6 %) stand ein Anstieg im Stärkebereich (+9,6 %) gegenüber.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Halbjahr 2019|20 51,7 Mio. € und lag damit um 17,9 % unter dem Vorjahr. Im Segment Zucker führten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Zuckerverkaufsmengen und geringere Margen zu einer sehr deutlichen Verschlechterung des Ergebnisses auf -18,7 Mio. € (Vorjahr: -4,1 Mio. €).
| Konzern-Gewinn- und Verlust rechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2019 20 |
Q2 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 611,6 | 630,7 |
| EBITDA1 | 39,3 | 43,5 |
| Operatives Ergebnis | 16,5 | 23,4 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
4,3 | 3,3 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,7 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 20,8 | 26,0 |
| EBIT-Marge | 3,4 % | 4,1 % |
| Finanzergebnis | -4,1 | -6,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 16,7 | 19,4 |
| Ertragsteuern | -6,1 | -4,8 |
| Konzernergebnis | 10,6 | 14,6 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,16 | 0,22 |
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Im Segment Frucht ging das EBIT v.a. aufgrund einer rückläufigen Entwicklung im Fruchtzubereitungsgeschäft um 22,9 % auf 36,1 Mio. € zurück. Das EBIT im Segment Stärke konnte um 69,0 % auf 34,3 Mio. € gesteigert werden. Das Finanzergebnis belief sich auf -7,9 Mio. € nach -10,9 Mio. € im Vorjahr, wobei die positive Veränderung aus einer Verbesserung des Währungsergebnisses resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 14,9 Mio. €, einer Steuerquote von 34,0 % (Vorjahr: 23,4 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 28,9 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf 0,43 € (Vorjahr: 0,59 €).


Im ersten Halbjahr 2019|20 investierte AGRANA mit 68,1 Mio. € um 14,6 Mio. € weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen | H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Segment Frucht | 22,3 | 20,7 | 7,7 % |
| Segment Stärke | 37,5 | 48,7 | -23,0 % |
| Segment Zucker | 8,3 | 13,3 | -37,6 % |
| Konzern | 68,1 | 82,7 | -17,7 % |
Zusätzlich wurden im H1 2019|20 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 14,9 Mio. € (100%; Vorjahr: 7,0 Mio. €) getätigt.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
| H1 2019 20 | H1 2018 19 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 81,8 | 108,7 | -24,7 % |
| Veränderungen des Working Capital | -9,3 | 34,1 | -127,3 % |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -12,8 | -15,2 | 15,8 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 59,7 | 127,6 | -53,2 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -69,0 | -83,4 | 17,3 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 36,4 | -58,9 | 161,8 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 27,1 | -14,7 | 284,4 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassung auf den Finanzmittelbestand |
-0,5 | -2,6 | 80,8 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 82,6 | 121,0 | -31,7 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 109,2 | 103,7 | 5,3 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis ging im ersten Halbjahr 2019|20 v.a. aufgrund des schwächeren Konzernergebnisses auf 81,8 Mio. € (Vorjahr: 108,7 Mio. €) zurück. Nach einem Aufbau des Working Capital um 9,3 Mio. € (Vorjahr: Abbau um 34,1 Mio. €) ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2019|20 auf 59,7 Mio. € (Vorjahr: 127,6 Mio. €) zurück. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug bei niedrigeren Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -69,0 Mio. € (Vorjahr: -83,4 Mio. €). Nach einem Aufbau von Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig saldiert) und einer niedrigeren Dividendenauszahlung gab es im ersten Halbjahr 2019|20 einen Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 36,4 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 58,9 Mio. €).
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | 31.08.2019 | 28.02.2019 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.304,3 | 1.252,1 | 4,2 % |
| davon Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 274,1 | 276,7 | -0,9 % |
| davon Sachanlagen | 906,5 | 864,2 | 4,9 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.097,6 | 1.137,3 | -3,5 % |
| davon Vorräte | 536,4 | 619,1 | -13,4 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte |
445,8 | 429,5 | 3,8 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 109,2 | 82,6 | 32,2 % |
| Summe Aktiva | 2.401,9 | 2.389,4 | 0,5 % |
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
| Eigenkapital | 1.355,9 | 1.409,9 | -3,8 % |
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.293,8 | 1.348,7 | -4,1 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 62,1 | 61,2 | 1,5 % |
| Langfristige Schulden | 528,1 | 393,1 | 34,3 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 413,9 | 279,0 | 48,4 % |
| Kurzfristige Schulden | 517,9 | 586,4 | -11,7 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 138,3 | 144,6 | -4,4 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
345,8 | 403,6 | -14,3 % |
| Summe Passiva | 2.401,9 | 2.389,4 | 0,5 % |
| Nettofinanzschulden | 423,6 | 322,2 | 31,5 % |
|---|---|---|---|
| Gearing1 | 31,2 % | 22,9 % | 8,3 pp |
| Eigenkapitalquote | 56,5 % | 59,0 % | -2,5 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2018|19 stabilen Bilanzsumme zum 31. August 2019 von 2,40 Mrd. € (28. Februar 2019: 2,39 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 56,5 % (28. Februar 2019: 59,0 %).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte stieg v.a. bedingt durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 - Leasing (siehe auch Konzernabschluss, Seite 20f), aber auch aufgrund von Investitionen über dem Abschreibungsniveau. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich geringfügig; dabei stand einer deutlichen Verringerung der Vorratsposition ein Aufbau der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber. Auf der Passivseite wuchsen die langfristigen Schulden v.a. aufgrund des Aufbaus von Finanzverbindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden gingen v.a. aufgrund eines Abbaus der
| Kennzahlen zur Aktie | H1 2019 20 |
|---|---|
| Höchstkurs (17. Mai 2019) | 20,20 € |
| Tiefstkurs (27. August 2019) | 15,90 € |
| Ultimokurs (30. August 2019) | 16,00 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 20,70 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 999,8 Mio. € |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 17,40 € in das Geschäftsjahr 2019|20 und schloss zum Ultimo August 2019 mit 16,00 €, was einem Minus von 8,1 % entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) ging im selben Zeitraum um 4,3 % zurück.
Die Zahl der durchschnittlich gehandelten Stücke1 pro Tag betrug in der Periode März bis August 2019 knapp 32.000 Stück (Vorjahr: rund 48.000 Stück).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten zurück.
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2019 lagen mit 423,6 Mio. € um 101,4 Mio. € über dem Wert per 28. Februar 2019. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 31,2 % (28. Februar 2019: 22,9 %).
Zur Stärkung der langfristigen Refinanzierungsbasis und zur Sicherung des historisch niedrigen Zinsumfeldes hat die AGRANA Beteiligungs-AG mit Wirkung zum 1. August 2019 ein Schuldscheindarlehen über 200 Mio. € in Tranchen von 5, 7 und 10 Jahren platziert. Daraus ergibt sich eine gewichtete Durchschnittslaufzeit von sechs Jahren. Rund 75 % des Schuldscheindarlehens sind mit einem fixen Zinssatz ausgestattet.
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2019 999,8 Mio. €.
Bei der am 5. Juli 2019 abgehaltenen 32. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2018|19 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,00 € je Aktie (2017|18: 1,1252 € je Aktie) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2019.
Nach dem Beschluss des Aufsichtsrates der AGRANA Beteiligungs-AG in seiner Sitzung vom 10. Mai 2019 ist Dipl-Ing. Dr. Norbert Harringer seit 1. September 2019 neues Mitglied des Vorstandes. Im Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG übernahm er Teile der Ressortzuständigkeiten von Dipl.-Ing. Johann Marihart und wird konkret für die Bereiche Produktionskoordination und Investitionen verantwortlich zeichnen.
1 Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht
2 Aktiensplit im Verhältnis 1:4 im Juli 2018 (Dividende auf Basis der neuen Aktienanzahl von 62.488.976 Stück berechnet)

| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 595,6 | 611,6 |
| EBITDA1 | 55,3 | 63,4 |
| Operatives Ergebnis | 36,1 | 46,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 36,1 | 46,8 |
| EBIT-Marge | 6,1 % | 7,7 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2019 20 |
Q2 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 284,1 | 299,8 |
| EBITDA1 | 23,8 | 29,7 |
| Operatives Ergebnis | 14,3 | 21,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 14,3 | 21,3 |
| EBIT-Marge | 5,0 % | 7,1 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im H1 2019|20 mit 595,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahr. Bei Fruchtzubereitungen stagnierten die Umsätze bei einer stabilen Absatz- und Preisentwicklung. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die Umsatzerlöse preisbedingt unter dem Vorjahr, die Absätze konnten gesteigert werden.
Das EBIT im Segment erreichte nach sechs Monaten 36,1 Mio. € und lag damit um 22,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Verschlechterung stammt überwiegend aus dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen. Hier waren einerseits Einmaleffekte im Roh-
stoffbereich in Mexiko (Erdbeere, Mango) und niedrige Vermarktungspreise für Äpfel in der Ukraine sowie außerplanmäßige Personalkosteneffekte für den Rückgang beim operativen Ergebnis ausschlaggebend. Andererseits lag in den ersten sechs Monaten die Absatzentwicklung unter den Erwartungen und allgemeine Kostensteigerungen konnten nicht in vollem Ausmaß über höhere Verkaufsvolumina kompensiert werden. Das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft konnte aufgrund eines stabilen operativen Geschäftsverlaufes auf einem hohen Niveau gehalten werden, allerdings ging es gegenüber dem Vorjahr zurück, weil in Erwartung einer geringeren Apfelernte 2019 bereits Leerkosten verbucht wurden. Hohe Ausliefermengen in den ersten Monaten des Geschäftsjahres in Kombination mit starken Deckungsbeiträgen bei Fruchtsaftkonzentraten aus der Ernte 2018 waren hierfür maßgeblich.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Die wichtigsten Konsumtrends, welche die Entwicklung der Absatzmärkte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen (Molkereiprodukte, Eiscremen, Backwaren und Food Services) beeinflussen, sind weiterhin Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss sowie Convenience. Beim Genuss wird bei Produkteinführungen oft auf neue überraschende Geschmacksrichtungen oder Texturen zurückgegriffen, um dem experimentierfreudigen Konsumenten von heute ein neues sensorisches Erlebnis beim Produktverzehr zu bieten. Das kann zum Beispiel mit Inclusions oder Füllungen stattfinden (z.B. Schokoladestückchen oder flüssige Füllungen).
Der Markt für Fruchtzubereitungen für Molkereiprodukte verzeichnet für 2020 (Vergleichsbasis 2019) eine voraussichtliche Absatzentwicklung von +3,2 %, wobei dieses durchschnittliche Wachstum von der Kategorie Trinkjoghurt (+6,5 %) getrieben wird. Der Bereich löffelbares Fruchtjoghurt wächst im selben Zeitraum in den für AGRANA Fruit relevanten Regionen mit 0,2 %. Das geplante Wachstum in Gebieten wie z.B. Südamerika, Mittlerer Osten, Europa und Nordamerika ist derzeit durch konjunkturbedingte Rückgänge bzw. aufgrund politischer Entwicklungen beeinflusst.
Neben der kontinuierlichen Steigerung der Absatzmengen im Molkereibereich durch innovative Produkte konzentriert sich AGRANA Fruit weiterhin auf alternative Absatzsegmente wie z.B. Eiscremen, im Speziellen auf engere Kooperationen mit den globalen Marktführern. Der Bereich Eiscreme weist 2020 ein voraussichtliches Wachstum von knapp 2,0 %. In einigen Regionen ist das
Umsatzwachstum noch deutlich höher.
Die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat ist in Erwartung der neuen Ernte moderat. Verfügbare Ware aus der Frühjahresproduktion 2019 konnte erfolgreich vermarktet werden.
Die Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2018 sind nahezu vollständig kontrahiert.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere wurde Ende August in allen relevanten Beschaffungsmärkten abgeschlossen. In den mediterranen Anbaugebieten konnten durchschnittliche Erträge erzielt werden, die Preise lagen moderat über dem Vorjahr, alle geplanten Bedarfsmengen konnten kontrahiert werden. Das Erntevolumen bei den kontinentalen Sorten in Polen lag, bedingt durch Frost im Mai und anhaltender Trockenheit zu Sommerbeginn, um rund 25 % unter dem Vorjahr. Wie in den vergangenen Jahren wurden in Polen aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit nur geringe Mengen für spezifische Rezepturen kontrahiert.
Die Himbeerernte in Serbien, Polen und der Ukraine brachte hitzebedingt schlechtere Erträge als im Vorjahr mit daraus resultierenden Preiserhöhungen von bis zu 60 % gegenüber einem historischen Tief im Vorjahr.
Ein ähnliches Szenario zeigte sich wetterbedingt bei Sauerkirsche in Polen und Serbien. Aufgrund des deutlich reduzierten Rohstoffaufkommens durch Frostschäden kam es vor allem in Polen zu signifikanten Preissteigerungen von bis zu 80 % gegenüber dem Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2019|20 wurden für den Fruchtzubereitungsbereich rund 212.000 Tonnen an Rohstoffen eingekauft.
Die Buntsaftproduktion 2019 war von geringerer Verfügbarkeit bei den Hauptfrüchten geprägt und damit auch von deutlich über dem Vorjahr liegenden Buntsaftkonzentratpreisen.
Bei der Hauptfrucht des Fruchtsaftkonzentratgeschäftes Apfel wird mit einer deutlich unter dem Vorjahr liegenden Verfügbarkeit in der Hauptanbauregion Polen gerechnet. Aufgrund des Frühjahrsfrostes in Ungarn liegen die Ernteerwartungen auch hier deutlich unter dem Vorjahr. In China und der Ukraine wird von einer zufriedenstellenden Versorgung ausgegangen.

| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 407,8 | 372,0 |
| EBITDA1 | 44,3 | 26,6 |
| Operatives Ergebnis | 27,1 | 11,2 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7,2 | 9,1 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 34,3 | 20,3 |
| EBIT-Marge | 8,4 % | 5,5 % |
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2019 20 |
Q2 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 200,1 | 190,6 |
| EBITDA1 | 20,7 | 13,8 |
| Operatives Ergebnis | 11,9 | 6,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
4,0 | 4,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 15,9 | 10,4 |
| EBIT-Marge | 7,9 % | 5,5 % |
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2019|20 in Höhe von 407,8 Mio. € lagen um knapp 10 % über dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür waren deutlich höhere Ethanolumsätze aufgrund gestiegener Platts-Notierungen. Bei Verzuckerungsprodukten konnte der Umsatz bei rückläufigen Preisen durch höhere verkaufte
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Mengen leicht gesteigert werden. Native und modifizierte Stärken erzielten u.a. durch gestiegene Mengen Umsatzzuwächse. Positiv entwickelten sich auch die Umsätze für Kindernahrungsmittel, jene im Futtermittelbereich blieben stabil.
Mit einem EBIT in Höhe von 34,3 Mio. € übertraf das Segment Stärke das Vorjahresergebnis um 69,0 %. Der deutliche Ergebniszuwachs ist vorrangig dem deutlich gestiegenen Marktpreis für Ethanol und Mengenzuwächsen in allen übrigen Produktsegmenten geschuldet. Kostenseitig blieben die höheren Rohstoffkosten der Ernte 2018 ergebnisbelastend. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA sank von 9,1 Mio. € auf 7,2 Mio. €, da der ungarische Standort als größter europäischer Hersteller von Isoglukose von den Preisrückgängen bei Verzuckerungsprodukten im Vergleich zur Vorjahresperiode besonders betroffen ist. Insgesamt stieg die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes im H1 2019|20 auf 8,4 % nach 5,5 % im Vorjahr.
Das Marktumfeld für das Segment Stärke im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019|20 war durch eine stabile Absatzentwicklung gekennzeichnet.
Das Marktgeschehen bei flüssigen Verzuckerungsprodukten, insbesondere Isoglukose, wird auch weiterhin von Mengendruck bestimmt, positiv zeigt sich die Absatzentwicklung von Bio-Maltodextrinen.
Bei nativen und modifizierten Stärken gab es eine stabile Nachfragesituation. Eine Entspannung bezüglich der vormals engen Verfügbarkeitslage bei Stärken für die Papierindustrie war feststellbar.
Das Bioethanolgeschäft trug im ersten Halbjahr 2019|20 durch hohe Platts-Notierungen sehr positiv zum Gesamtergebnis des Segmentes Stärke bei. Die Notierungen wurden durch einen saisonal bedingten höheren Bedarf sowie durch Angebotsknappheit insbesondere in Nordund Westeuropa gestützt.
Im Futtermittelbereich sind die Verkaufspreise bei Hochproteinen (Maiskleber und Weizengluten) stabil. Bei Mittelproteinen wie ActiProt® und Maiskraftfutter liegt das Preisniveau über dem Vorjahr. Die kontinuierlich steigende Nachfrage nach GVO-freien Futtermitteln trägt nach wie vor zu einem preisstabilen Marktumfeld bei.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2019|20 per Ende August 2019 auf 2,16 Mrd. Tonnen, die damit um rund 17 Mio. Tonnen über dem Vorjahr und rund 27 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 764 Mio. Tonnen (Vorjahr: 733 Mio. Tonnen; Verbrauch 2019|20: 758 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.100 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.129 Mio. Tonnen; Verbrauch 2019|20: 1.139 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände werden um rund 27 Mio. Tonnen auf 598 Mio. Tonnen sinken.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Die Getreideproduktion der EU-28 wird von Stratégie Grains per 15. August 2019 auf rund 306 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 280 Mio. Tonnen). Dazu trägt die Weichweizenernte rund 143 Mio. Tonnen bei und ist damit deutlich höher als die Ernte 2018 (127 Mio. Tonnen). Die Maisernte 2019 in der EU wird bei 63 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 62 Mio. Tonnen).
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) gingen seit Anfang März 2019 zurück und lagen am 30. August 2019 bei rund 163 € je Tonne Mais und 164 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 185 € bzw. 205 € je Tonne).
Am 23. August wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich, mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2019 begonnen. Bedingt durch eine ungünstige Witterung - Trockenheit im Juni und überdurchschnittliche Temperaturen im Juli und August - wird eine Liefererfüllung von nur 85 % der kontrahierten Stärkekartoffeln erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt wird ähnlich zum Vorjahr bei rund 18,5 % eingeschätzt.
Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann Ende August. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr höheren Nassmaismenge von rund 120.000 Tonnen (Vorjahr: 117.000 Tonnen) und einer Verarbeitung bis Anfang Dezember gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2019|20 betrug die Maisverarbeitung rund 239.000 Tonnen (Vorjahr: 235.000 Tonnen).
Als Rohstoffe für die Bioethanol- und Weizenstärkeerzeugung in Pischelsdorf|Österreich wurden im ersten Halbjahr 2019|20 Getreide (Weizen, Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 75 % zu 25 % eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung lag für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres bei rund 412.000 Tonnen und damit auf Vorjahresniveau. Ende August begann die Verarbeitung von Nassmais, von dem wie im Vorjahr wieder rund 106.000 Tonnen verarbeitet werden sollen.
Der Rohstoffeinkauf für die österreichischen Stärkefabriken in Aschach (Mais) und Pischelsdorf (Weizen) aus der Ernte 2018 ist abgeschlossen. Inklusive der fixierten Mengen aus der Ernte 2019 beträgt die Rohstoffeindeckung im Geschäftsjahr 2019|20 rund 80 %.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne ebenfalls Ende August. Gegenüber dem Vorjahr wird eine vergleichbare Nassmaisverarbeitung von rund 220.000 Tonnen (100 %) erwartet. Im ersten Halbjahr 2019|20 betrug die Maisverarbeitung (100 %) rund 530.000 Tonnen (Vorjahr: 538.000 Tonnen).

| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 246,6 | 277,4 |
| EBITDA1 | -8,8 | 7,0 |
| Operatives Ergebnis | -19,2 | -0,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
0,5 | -2,6 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -18,7 | -4,1 |
| EBIT-Marge | -7,6 % | -1,5 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q2 2019 20 |
Q2 2018 19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 127,4 | 140,3 |
| EBITDA1 | -5,2 | 0,0 |
| Operatives Ergebnis | -9,7 | -3,9 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
0,3 | -1,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,7 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -9,4 | -5,8 |
| EBIT-Marge | -7,4 % | -4,1 % |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im H1 2019|20 mit 246,6 Mio. € um 11,1 % unter dem Vorjahr. Niedrigere Zuckerverkaufsmengen (v.a. im Bereich Retail) bei vergleichbaren Zuckerverkaufspreisen führten zu dieser negativen Entwicklung.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Das EBIT im H1 2019|20 ging von -4,1 Mio. € sehr deutlich auf -18,7 Mio. € zurück. Hier wirkten sich v.a. gegenüber dem Vorjahr niedrigere Zuckerverkaufsmengen und geringere Margen negativ aus.
Der Zuckerweltmarkpreis stagniert seit Beginn des Geschäftsjahres auf niedrigem Niveau. Gegen Ende des Berichtszeitraums wurde sogar ein neues 10-Jahres-Tief bei Weißzucker im Juli 2019 (294,0 \$ pro Tonne) erreicht. Aufgrund der niedrigeren Weißzuckerprämie wurde das 10-Jahres-Tief bei Rohzucker von September 2018 (218,3 \$ pro Tonne) nicht unterschritten.
Trotz der Erwartung eines schwachen Defizits im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2018|19 (Oktober 2018 bis September 2019) führten beachtliche Bestände, v.a. in Indien, zu niedrigen Preisen. In diesem Kontext wird auch das im ZWJ 2019|20 erwartete Defizit als nur moderat unterstützend für die Preisentwicklung gesehen. Speziell die Möglichkeit Brasiliens bei einer aktuell hohen Ethanolerzeugung, vermehrt zwischen Ethanol- und Zuckerproduktion zu wechseln, relativiert das zu erwartende Defizit. Die aktuelle Marktlage wird darüber hinaus auch durch das Verhalten institutioneller Investoren beeinflusst, welche große Verkaufspositionen akkumuliert haben und somit auf ein weiterhin niedriges Preisniveau setzten.
Aktuelle politische Spannungen führen zu einem volatilen Ölpreis, welcher wiederum die Zuckerpreisentwicklung beeinflusst. Weitere Unsicherheit wurde durch die Dynamiken am Währungsmarkt, v.a. einen kürzlich schwachen Brasilianischen Real, verursacht. Der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China führt zusätzlich zu einem global generell schwierigen Marktumfeld.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 9. Juli 2019 für das ZWJ 2018|19 mit einem leichten Produktionsdefizit. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion von 184,4 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 194,2 Mio. Tonnen) und einem wachsenden Verbrauch von 184,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 182,9 Mio. Tonnen) zu einem Abbau der Bestände auf 76,8 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 77,5 Mio. Tonnen) und es ergäbe sich ein Defizit in Höhe von 1,1 Mio. Tonnen. Für das ZWJ 2019|20 rechnet F.O. Licht mit einem deutlicheren Defizit von 4,2 Mio. Tonnen.
Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 301,6 \$ (274,5 €) pro Tonne und Rohzucker bei 245,6 \$ (223,5 €) pro Tonne.
Im ZWJ 2018|19 lag die Zuckerproduktion in der EU bei rund 17,6 Mio. Tonnen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 17 % bedeutet (21,3 Mio. Tonnen). Aufgrund der wiederholt sehr trockenen Witterungsbedingungen im Sommer geht die Europäische Kommission (EK) auch für das ZWJ 2019|20 laut August-Prognose von einer Produktion von lediglich 18,3 Mio. Tonnen Zucker aus. Die Abteilung Monitoring Agricultural Resources (MARS) der EK hatte im Mai 2019 noch einen Hektarertrag von 76,5 Tonnen für das ZWJ 2019|20 prognostiziert, während man in der August-Prognose nur mehr von 71,5 Tonnen Ertrag pro Hektar ausgeht.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittpreise laut EU-Preisreporting deutlich und kontinuierlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Durchschnittspreis wieder leicht an, für Juli 2019 wurde ein Durchschnittspreis von 320 € pro Tonne gemeldet und es wird für die nächsten Monate von einem weiteren Anstieg ausgegangen – auch weil die europäische Rübenernte 2019 nur auf dem Niveau des Trockenjahres 2018 erwartet wird.
Aufgrund der gesunkenen Produktionsmengen im ZWJ 2018|19 waren geringere Exportmengen und höhere Importmengen zu verzeichnen, dies wird voraussichtlich auch für das ZWJ 2019|20 gelten.
Per 1. Oktober 2019 sind alle Sales- und Marketingaktivitäten in einer neuen Vertriebsgesellschaft, der AGRANA Sales & Marketing GmbH zusammengefasst. Durch diese Zentralisierung aller Verkaufs- und Verwaltungstätigkeiten soll den Herausforderungen im Zuckermarkt besser begegnet werden können.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2019 rund 82.100 Hektar, das sind um rund 1.000 Hektar weniger als im Vorjahr. Auf Grundlage biologischer Landwirtschaft wurden für den Konzern rund 2.100 Hektar Zuckerrüben in Österreich und rund 800 Hektar in Ungarn bzw. in Rumänien unter Vertrag genommen.
Durch den milden Winter, v.a. durch den sehr warmen Monat März, konnte mit dem Anbau in den meisten Anbaugebieten Österreichs, Tschechiens und der
Slowakei früh begonnen werden. In Ungarn und Rumänien verzögerten Niederschläge einen frühen Anbau. Die Jugendentwicklung verlief v.a. in der zweiten April-Woche etwas zögerlich, da Niederschläge ausblieben. Schwere Schäden wurden abermals seit der ersten April-Woche in den österreichischen Kerngebieten des Rübenanbaus durch den Rübenderbrüssler verursacht. Das Auftreten des Schadinsektes war aber, v.a. durch ein von AGRANA initiiertes Maßnahmenbündel, im Vergleich zum Vorjahr weitaus geringer. Der Einsatz von Fallrillenpflügen und das Ausbringen von mehr als 90.000 Pheromon-Fallen sollten auch hinsichtlich Anbau 2020 helfen, die potenzielle Rüsselkäfergefahr weiter zu reduzieren. Insgesamt mussten rund 5.300 Hektar Rübenflächen umgebrochen werden, wovon nur mehr rund 23 % der Flächen wieder mit Rüben nachgebaut wurden. In den anderen Rübenanbauregionen außerhalb Österreichs gingen weitere Flächen (rund 1.000 Hektar) durch Trockenheit, Winderosion, Verunkrautung und andere tierische Schädlinge verloren.
Seit Ende April und im gesamten Monat Mai konnten flächendeckend in allen Anbaugebieten ausreichend Niederschläge verzeichnet werden. Damit entspannte sich die Situation und eine rasche Jugendentwicklung führte zu einem in Bezug auf den Zeitpunkt frühen bis durchschnittlichen Reihenschluss bei den meisten Rübenbeständen.
Die Monate Juni bis August verliefen in den Rübenanbauregionen sehr unterschiedlich. In Österreich wurde einer der heißesten Sommer der Messgeschichte (seit rund 250 Jahren) verbucht, regional sehr unterschiedlich auftretende Gewitter und der damit einhergehende Regen sorgten in vielen Anbauregionen zumindest teilweise für Abhilfe gegen die Trockenheit. Lediglich im westlichen Anbaugebiet Österreichs ist nach wie vor ein signifikantes Wasserdefizit zu verzeichnen. Auch in Tschechien war es v.a. in der Anbauregion des nördlichen Werkes in Opava eine Zeit lang sehr trocken. Für die Länder Slowakei, Ungarn und Rumänien kann von einer ausreichenden Niederschlagsversorgung bis in den September hinein berichtet werden.
Die bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen lassen auf den zum Berichtszeitpunkt in der Bilanz stehenden rund 76.500 Hektar Rübenflächen in allen Ländern durchschnittliche bis überdurchschnittliche Rübenerträge und eine Gesamtrübenmenge von rund 5 Mio. Tonnen erwarten.
In den drei Rohzuckerraffinerien in Kaposvár|Ungarn, Buzău|Rumänien und Brčko|Bosnien und Herzegowina wurden im H1 2019|20 aus rund 185.000 Tonnen Rohrrohzucker rund 177.000 Tonnen Weißzucker erzeugt.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 88 bis 93 des Geschäftsberichtes 2018|19.
| Mitarbeiter FTEs1 |
H1 2019 20 |
H1 2018 19 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 6.679 | 6.526 | 2,3 % |
| Segment Stärke | 1.065 | 1.014 | 5,0 % |
| Segment Zucker | 1.924 | 1.921 | 0,2 % |
| Konzern | 9.668 | 9.461 | 2,2 % |
Im H1 2019|20 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.668 Mitarbeiter1 (Vorjahr: 9.461 Mitarbeiter1 ) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf die neue Gesellschaft in Algerien und das neue zweite Fruchtzubereitungswerk in China sowie auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss (Seite 24) verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.443,0 | |
| EBIT | 66,6 | |
| Investitionen1 | 183,8 | 140 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Trotz der Herausforderungen in den Segmenten Zucker und Frucht ist für das Geschäftsjahr 2019|20 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.
Das EBIT des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2019|20 wird sehr deutlich über dem Wert des dritten Quartals 2018|19 (1,2 Mio. €) erwartet.
| Segment Frucht in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.179,1 | g |
| EBIT | 77,3 | |
| Investitionen1 | 56,2 | 50 |
g Stabile Entwicklung 2
Deutlicher Rückgang 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2019|20 eine stabile Umsatzentwicklung, aber einen Ergebnisrückgang. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund stagnierender Absatzmengen in allen Geschäftsfeldern mit einer dementsprechenden Umsatzentwicklung, beim EBIT wird aufgrund der verhaltenen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr ein deutlicher Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das Geschäftsjahr 2019|20 von einer stabilen Umsatz-Entwicklung ausgegangen, wobei das EBIT bedingt durch eine geringere Auslastung aufgrund der niedrigeren Rohstoffverfügbarkeit deutlich unter dem Vorjahr liegen wird.
| Segment Stärke in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 762,7 | |
| EBIT | 51,2 | |
| Investitionen1 | 97,0 | 70 |
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2019|20 einen moderaten Umsatzanstieg. Die Märkte für Stärken werden stabil erwartet, stärkebasierte Verzuckerungsprodukte bleiben von der Entwicklung des europäischen Zuckerpreisniveaus beeinflusst. Die positiven Impulse bei Spezialprodukten wie Säuglingsmilchnahrung, Bio- oder GMO-freien Produkten sollen sich fortsetzen. Die Annahme einer durchschnittlichen Getreideernte 2019 lässt eine leichte Reduktion der Rohstoffpreise im Vergleich zum Trockenjahr 2018 erwarten. Insgesamt wird im Segment Stärke auch aufgrund im Vorjahresvergleich höherer Ethanolpreise mit einem deutlich über Vorjahr liegenden EBIT gerechnet.
| Segment Zucker in Mio. € |
2018 19 ist |
2019 20 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 501,2 | ä |
| EBIT | -61,9 | |
| Investitionen1 | 30,6 | 30 |
ä Leicherter Anstieg 2
Deutliche Verbesserung 2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung eines weiterhin herausfordernden Zuckermarktumfeldes mit einem konstant niedrigen Umsatzniveau. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden die Margenreduktion nur bedingt abfedern können, sodass im Geschäftsjahr 2019|20 ein negatives EBIT erwartet wird. Jedoch wird aufgrund von höheren Verkaufspreisen und niedrigeren Leerkosten im Zuckerwirtschaftsjahr 2019|20 von einer deutlichen Ergebnisverbesserung ausgegangen.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 140 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 110 Mio. € liegen.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2019 (ungeprüft)
| 1. Halbjahr 1. März–31. August |
2. Quartal 1. Juni–31. August |
|||
|---|---|---|---|---|
| t€ | H1 2019 20 | H1 2018 19 | Q2 2019 20 | Q2 2018 19 |
| Umsatzerlöse | 1.249.951 | 1.261.042 | 611.530 | 630.764 |
| Bestandsveränderungen | -107.579 | -189.370 | -48.042 | -83.309 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 539 | 886 | 317 | 444 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.739 | 12.554 | 5.660 | 5.952 |
| Materialaufwand | -764.175 | -691.522 | -381.871 | -357.630 |
| Personalaufwand | -165.045 | -155.298 | -82.956 | -78.989 |
| Abschreibungen | -46.826 | -39.740 | -22.758 | -20.102 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -136.598 | -142.124 | -65.350 | -74.368 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7.646 | 6.551 | 4.211 | 3.221 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 51.652 | 62.979 | 20.741 | 25.983 |
| Finanzerträge | 14.020 | 14.671 | 6.791 | 2.946 |
| Finanzaufwendungen | -21.898 | -25.566 | -10.878 | -9.511 |
| Finanzergebnis | -7.878 | -10.895 | -4.087 | -6.565 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 43.774 | 52.084 | 16.654 | 19.418 |
| Ertragsteuern | -14.844 | -12.212 | -6.015 | -4.856 |
| Konzernergebnis | 28.930 | 39.872 | 10.639 | 14.562 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
26.989 | 36.850 | 10.328 | 13.433 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
1.941 | 3.022 | 311 | 1.129 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 0,43 € | 0,59 € | 0,16 € | 0,21 € |
| 1. Halbjahr 1. März–31. August |
2. Quartal 1. Juni–31. August |
|||
|---|---|---|---|---|
| t€ | H1 2019 20 | H1 2018 19 | Q2 2019 20 | Q2 2018 19 |
| Konzernergebnis | 28.930 | 39.872 | 10.639 | 14.562 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||||
| ƒ Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung |
-9.131 | -20.395 | -6.973 | -16.714 |
| ƒ Marktwertänderungen Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern |
-657 | 1.473 | -722 | 572 |
| ƒ Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
-3.067 | -2.440 | -1.440 | -1.457 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
-12.855 | -21.362 | -9.135 | -17.599 |
| ƒ Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungs orientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern |
-7.249 | -452 | -5.074 | -193 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
-7.249 | -452 | -5.074 | -193 |
| Sonstiges Ergebnis | -20.104 | -21.814 | -14.209 | -17.792 |
| Gesamtergebnis | 8.826 | 18.058 | -3.570 | -3.230 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
7.685 | 16.338 | -3.199 | -3.538 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
1.141 | 1.720 | -371 | 308 |
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
| Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August) | H1 2019 20 | H1 2018 19 |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 81.761 | 108.725 |
| Veränderung des Working Capital | -9.264 | 34.137 |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -12.770 | -15.271 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 59.727 | 127.591 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -68.989 | -83.428 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 36.444 | -58.886 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 27.182 | -14.723 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassung auf | ||
| den Finanzmittelbestand | -531 | -2.492 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 82.582 | 120.961 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 109.233 | 103.746 |
| t€ | Stand am | Stand am | Stand am |
|---|---|---|---|
| Aktiva | 31.08.2019 | 28.02.2019 | 31.08.2018 |
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 274.105 | 276.740 | 273.038 |
| Sachanlagen | 906.464 | 864.221 | 806.314 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 78.523 | 69.926 | 77.339 |
| Wertpapiere | 19.312 | 18.843 | 19.257 |
| Beteiligungen | 526 | 19 | 19 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 9.914 | 10.090 | 9.085 |
| Aktive latente Steuern | 15.483 | 12.309 | 13.359 |
| 1.304.327 | 1.252.148 | 1.198.411 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 536.351 | 619.133 | 492.166 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 445.788 | 429.484 | 465.535 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 6.159 | 6.060 | 4.517 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 44 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 109.233 | 82.582 | 103.746 |
| 1.097.531 | 1.137.259 | 1.066.008 | |
| Summe Aktiva | 2.401.858 | 2.389.407 | 2.264.419 |
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 | 113.531 |
|---|---|---|---|
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 | 540.760 |
| Gewinnrücklagen | 639.475 | 694.451 | 687.025 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.293.766 | 1.348.742 | 1.341.316 |
| Nicht beherrschende Anteile | 62.095 | 61.186 | 57.378 |
| 1.355.861 | 1.409.928 | 1.398.694 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 78.691 | 71.177 | 69.978 |
| Übrige Rückstellungen | 22.112 | 23.505 | 21.763 |
| Finanzverbindlichkeiten | 413.864 | 278.988 | 258.965 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.760 | 12.820 | 17.045 |
| Passive latente Steuern | 6.684 | 6.556 | 6.624 |
| 528.111 | 393.046 | 374.375 | |
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 22.576 | 31.221 | 25.118 |
| Finanzverbindlichkeiten | 138.304 | 144.639 | 125.392 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
345.765 | 403.627 | 328.215 |
| Steuerschulden | 11.241 | 6.946 | 12.625 |
| 517.886 | 586.433 | 491.350 | |
| Summe Passiva | 2.401.858 | 2.389.407 | 2.264.419 |
| Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August) t€ |
Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2019 20 | |||
| Stand am 1. März 2019 | 1.348.742 | 61.186 | 1.409.928 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) |
-779 | -40 | -819 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
-7.246 | -3 | -7.249 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | -11.279 | -757 | -12.036 |
| Sonstige Ergebnisse | -19.304 | -800 | -20.104 |
| Konzernergebnis | 26.989 | 1.941 | 28.930 |
| Gesamtergebnis | 7.685 | 1.141 | 8.826 |
| Dividendenausschüttung | -62.489 | -547 | -63.036 |
| Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen | -106 | -8 | -114 |
| Sonstige Veränderungen | -66 | 323 | 257 |
| Stand am 31. August 2019 | 1.293.766 | 62.095 | 1.355.861 |
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
| Stand am 1. März 2018 (veröffentlicht) | 1.397.043 | 56.954 | 1.453.997 |
|---|---|---|---|
| Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 | -148 | 0 | -148 |
| Stand am 1. März 2018 (angepasst) | 1.396.895 | 56.954 | 1.453.849 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 1.473 | 0 | 1.473 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
-453 | 1 | -452 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | -21.532 | -1.303 | -22.835 |
| Sonstige Ergebnisse | -20.512 | -1.302 | -21.814 |
| Konzernergebnis | 36.850 | 3.022 | 39.872 |
| Gesamtergebnis | 16.338 | 1.720 | 18.058 |
| Dividendenausschüttung | -70.300 | -921 | -71.221 |
| Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen | -1.613 | -373 | -1.986 |
| Sonstige Veränderungen | -4 | -2 | -6 |
| Stand am 31. August 2018 | 1.341.316 | 57.378 | 1.398.694 |
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2019 (ungeprüft)
| Für das erste Halbjahr | H1 | H1 |
|---|---|---|
| (1. März - 31. August) | 2019 20 | 2018 19 |
| t€ |
| Konzern | 1.281.778 | 1.296.927 |
|---|---|---|
| Zucker | 273.186 | 308.103 |
| Stärke | 412.531 | 377.051 |
| Frucht | 596.061 | 611.773 |
| Für das erste Halbjahr | H1 | H1 |
|---|---|---|
| (1. März - 31. August) | 2019 20 | 2018 19 |
| t€ |
| Frucht | 0 | 0 |
|---|---|---|
| Stärke | 7.196 | 9.129 |
| Zucker | 450 | -2.578 |
| Konzern | 7.646 | 6.551 |
| Konzern | -31.827 | -35.885 |
|---|---|---|
| Zucker | -26.655 | -30.638 |
| Stärke | -4.707 | -5.052 |
| Frucht | -465 | -195 |
| Konzern | 51.652 | 62.979 |
|---|---|---|
| Zucker | -18.750 | -4.115 |
| Stärke | 34.346 | 20.331 |
| Frucht | 36.056 | 46.763 |
| Konzern | 1.249.951 | 1.261.042 |
|---|---|---|
| Zucker | 246.531 | 277.465 |
| Stärke | 407.824 | 371.999 |
| Frucht | 595.596 | 611.578 |
| Frucht | 36.056 | 46.763 |
|---|---|---|
| Stärke | 27.150 | 11.202 |
| Zucker | -19.200 | -730 |
| Konzern | 44.006 | 57.235 |
| Konzern | 0 | -807 |
|---|---|---|
| Zucker | 0 | -807 |
| Stärke | 0 | 0 |
| Frucht | 0 | 0 |
| Konzern | 68.138 | 82.720 |
|---|---|---|
| Zucker | 8.350 | 13.281 |
| Stärke | 37.452 | 48.732 |
| Frucht | 22.336 | 20.707 |
| Konzern | 9.668 | 9.461 |
|---|---|---|
| Zucker | 1.924 | 1.921 |
| Stärke | 1.065 | 1.014 |
| Frucht | 6.679 | 6.526 |
3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente
1 Nach der Equity-Methode bilanziert
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2019 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2019 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2019 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. September 2019 aufgestellt.
Der Geschäftsbericht 2018|19 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2018|19 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 107 bis 113 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 16 erfolgte die erstmalige Anwendung von IFRS 16 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz und somit ohne Anpassung der Vorjahreszahlen.
Gemäß IFRS 16 setzt der Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Barwert in Form eines Nutzungsrechtes am geleasten Vermögenswert und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz an. Der Barwert wird auf Basis des aktuellen laufzeitadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermittelt, es sei denn, der den Leasingzahlungen zugrundeliegende Zinssatz ist verfügbar. Am 31. August 2019 lag der durchschnittlich gewichtete Grenzfremdkapitalzinssatz bei 3,3%. Das Nutzungsrecht wird regelmäßig über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird nach der Effektivzinsmethode aufgezinst und durch Leasingzahlungen getilgt; die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Nutzungsrecht unterliegt dem Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten).
Auf immaterielle Vermögenswerte wird der Standard von AGRANA nicht angewendet. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse nimmt AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
AGRANA setzt Leasing im Wesentlichen für langfristige Grund- und Gebäudemietverträge in Verwaltung und Produktion ein.
Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wurden Nutzungsrechte von 28.187 t€ und Leasingverbindlichkeiten von 28.081 t€ angesetzt. In der Bilanz werden die Nutzungsrechte gemeinsam mit dem erworbenen bzw. selbst erstellten Sachanlagevermögen ausgewiesen.
Die Anpassung bei den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten betrifft im Wesentlichen die im Vorjahr abgegrenzten Leasingzahlungen.
In der Tabelle auf Seite 21 werden die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 auf die Konzern-Bilanz dargestellt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den außerbilanziellen Leasingverpflichtungen gemäß IAS 17 zum 28. Februar 2019 von 21.533 t€ und den zusätzlichen Leasingverbindlichkeiten aus der Erstanwendung von IFRS 16 am 1. März 2019 von 28.081 t€ beträgt 6.548 t€. Er betrifft im Wesentlichen die Abzinsung der Verpflichtungen aus Operating Leasing gemäß IAS 17, die Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse sowie die abweichende Behandlung von Verlängerungsoptionen.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2019 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2018|19 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
| t€ Aktiva |
Stand veröffentlicht 28. Februar 2019 |
Anpassungen IFRS 16 |
Stand nach Anpassungen 1.März 2019 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 276.740 | 0 | 276.740 |
| Sachanlagen | 864.221 | 28.187 | 892.408 |
| Sonstige Vermögenswerte | 111.187 | 0 | 111.187 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.252.148 | 28.187 | 1.280.335 |
| Vorräte | 619.133 | 0 | 619.133 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 321.694 | 0 | 321.694 |
| Sonstige Vermögenswerte | 196.432 | -106 | 196.326 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.137.259 | -106 | 1.137.153 |
| Summe Aktiva | 2.389.407 | 28.081 | 2.417.488 |
| Eigenkapital | 1.409.928 | 0 | 1.409.928 |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen | 94.682 | 0 | 94.682 |
| Finanzverbindlichkeiten | 278.988 | 22.916 | 301.904 |
| Sonstige Schulden | 19.376 | 0 | 19.376 |
| Langfristige Schulden | 393.046 | 22.916 | 415.962 |
| Rückstellungen | 31.221 | 0 | 31.221 |
| Finanzverbindlichkeiten | 144.639 | 5.165 | 149.804 |
| Sonstige Schulden | 410.573 | 0 | 410.573 |
| Kurzfristige Schulden | 586.433 | 5.165 | 591.598 |
| Summe Passiva | 2.389.407 | 28.081 | 2.417.488 |
Die neu gegründete Beta Pura GmbH, Wien, als 50 %-Tochter der AGRANA Zucker GmbH, Wien, wurde im Q1 2019|20 erstmalig nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wird gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner The Amalgamated Sugar Company LLC, Boise|USA, zur Gewinnung von kristallinem Betain betrieben.
Ebenfalls im ersten Quartal 2019|20 wurden 100 % der Anteile an AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd., Sigatoka|Fidschi, veräußert. Das Veräußerungsergebnis von 0,6 Mio. € wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Insgesamt wurden zum Quartalsstichtag neben der Muttergesellschaft 61 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2019: 62
Unternehmen) und 13 Unternehmen (28. Februar 2019: zwölf Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im H1 2019|20 51,7 Mio. € (Vorjahr: 63,0 Mio. €). Dieser Rückgang war auf deutlich rückläufige Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Frucht zurückzuführen.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr (-10,9 Mio. €) auf -7,9 Mio. €, was im Wesentlichen auf ein stärkeres Währungsergebnis zurückzuführen war.
Das Konzernergebnis betrug 28,9 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende August 2019 stieg der Finanzmittelbestand um 26,6 Mio. € auf 109,2 Mio. €.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 59,7 Mio. € um -67,9 Mio. € deutlich geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Nettoveränderung resultierte v.a. aus einem geringeren Konzernergebnis sowie einem deutlich geringeren Abbau von Vorräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -69,0 Mio. € (Vorjahr: -83,4 Mio. €) zwar unter dem Vorjahresniveau, aber wieder deutlich über Abschreibungsniveau.
Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 36,4 Mio. € (Vorjahr: -58,9 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in der Höhe von 200 Mio. € zurückzuführen. Das Schuldscheindarlehen konnte die Rückführung von 85,0 Mio. € Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallene Dividende in Höhe von 62,5 Mio. € (Vorjahr: 70,3 Mio. €) überkompensieren.
Die Bilanzsumme blieb gegenüber dem 28. Februar 2019 mit 2.401,9 Mio. € stabil. Aktivseitig ist der geringfügige Anstieg einerseits bedingt durch Investitionen in Sachanlagen und der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (Leasing) und der dadurch erfolgten Aktivierung von Nutzungsrechten zum 1. März 2019, einem Aufbau an
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten sowie höheren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und gegenläufig einem verringerten Vorratsbestand. Auf der Passivseite stand der deutliche Anstieg an Finanzverbindlichkeiten einem Rückgang der Gewinnrücklagen aufgrund verschlechterter Ergebnisse sowie der Reduktion von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Mit einem Eigenkapital von 1.355,9 Mio. € (28. Februar 2019: 1.409,9 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 56,5 % (28. Februar 2019: 59,0 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erfüllt die Sicherungsbeziehung die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
| 31. August 2019 t€ |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 12.650 | 0 | 6.662 | 19.312 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 526 | 526 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) |
339 | 29 | 0 | 368 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung |
85 | 3.365 | 0 | 3.450 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 13.074 | 3.394 | 7.188 | 23.656 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) |
137 | 1.491 | 0 | 1.628 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung |
0 | 5.746 | 0 | 5.746 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 137 | 7.237 | 0 | 7.374 |
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| 31. August 2018 t€ |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 13.646 | 0 | 5.611 | 19.257 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 19 | 19 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) |
2.870 | 18 | 0 | 2.888 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung |
0 | 2.578 | 0 | 2.578 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 44 | 0 | 0 | 44 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 16.560 | 2.596 | 5.630 | 24.786 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) |
0 | 319 | 0 | 319 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung |
84 | 6.375 | 0 | 6.459 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 84 | 6.694 | 0 | 6.778 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| 31. August 2019 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 525.520 | 528.334 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten1 | 26.648 | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 552.168 | 528.334 |
| 31. August 2018 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 299.169 | 299.498 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 85.000 | 84.519 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 188 | 194 |
| Finanzverbindlichkeiten | 384.357 | 384.211 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2018|19 unter "11.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 157 bis 161.
Im H1 2019|20 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.668 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.461 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf die neue Gesellschaft in Algerien und das zweite Fruchtzubereitungswerk in China im Segment Frucht sowie den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.
Kreditbeziehungen gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe haben sich auf 0,6 Mio. € (28. Februar 2019: 85,7 Mio. €) reduziert. Die Reduktion ist auf eine Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker-Gruppe von 85 Mio. € zurückzuführen. Die übrigen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen unterlagen seit dem 28. Februar 2019 bzw. dem Vergleichszeitraum des Vorjahres keinen wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2018|19 verwiesen.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 30. September 2019
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender Wirtschaftspolitik, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations)
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance
sowie Forschung & Entwicklung
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer Vorstandsmitglied Produktionskoordination, Investitionen
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmässige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0 % bis +1 % oder 0 % bis -1 % |
| Leicht | ä oder | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als -1 % bis -5 % |
| Moderat | oder | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als -5 % bis -10 % |
| Deutlich | oder | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als -10 % bis -50 % |
| Sehr deutlich | oder | Mehr als +50 % oder mehr als -50 % |
Dieser Zwischenbericht unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2017|18, Seite 184, verwiesen.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Zwischenbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
| 14. Jänner 2020 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2019 20 | |
|---|---|---|
| 5. Mai 2020 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2019 20 (Bilanzpressekonferenz) |
|
| 23. Juni 2020 | Nachweisstichtag "Hauptversammlung" | |
| 3. Juli 2020 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2019 20 | |
| 8. Juli 2020 | Ex-Dividenden-Tag | |
| 9. Juli 2020 | Ergebnisse des ersten Quartals 2020 21 | |
| 9. Juli 2020 | Nachweisstichtag "Dividenden" | |
| 10. Juli 2020 | Dividenden-Zahltag | |
| 8. Oktober 2020 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2020 21 | |
| 14. Jänner 2021 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2020 21 |
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 A-1020 Wien, Österreich www.agrana.com
Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Veröffentlicht am 10. Oktober 2019 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1

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AGRANA Beteiligungs-AG | 1. Halbjahr 2019|20
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