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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Oct 11, 2018

733_ir_2018-10-11_e00b752c-2c3b-4c19-ba46-e60f38cf9800.pdf

Quarterly Report

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H1 2018|19

BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2018|19

Überblick über das erste Halbjahr 2018|19

  • Umsatz: 1.261,0 Mio. € (-7,4 %; Vorjahr: 1.362,1 Mio. €)
  • EBIT: 63,0 Mio. € (-51,8 %; Vorjahr: 130,6 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 5,0 % (Vorjahr: 9,6 %)
  • Konzernergebnis: 39,9 Mio. € (-59,0 %; Vorjahr: 97,3 Mio. €)
  • Eigenkapitalquote: 61,8 % (28. Februar 2018: 61,7 %)
  • Gearing1 : 18,7 % (28. Februar 2018: 16,0 %)
  • Mitarbeiter (FTEs)2 : 9.461 (Vorjahr: 8.854)

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Konzernlagebericht

Konzernzwischenabschluss

Erklärung des Vorstandes

Weitere Informationen

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

wie erwartet lag das Ergebnis der Betriebstätigkeit auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018|19 deutlich unter dem sehr guten Vorjahres-Q2, wodurch wir nach sechs Monaten lediglich ein EBIT von 63,0 Mio. (H1 2017|18: 130,6 Mio. €) erzielen konnten.

Tiefstpreise der Produkte Zucker und Isoglukose nach dem Quotenende in der EU, aber auch im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere Ethanolpreise führten im Wesentlichen zum Ergebnisrückgang. Die Entwicklung des Segmentes Frucht verlief auch in den letzten drei Monaten zufriedenstellend und das EBIT im Segment lag im H1 2018|19 moderat über dem guten Vorjahr.

Unsere Stärkekampagnen in den drei österreichischen Stärkefabriken sind voll angelaufen. Bereits Mitte August wurde im AGRANA-Werk Gmünd (Niederösterreich) mit der Stärkekartoffelübernahme und an den beiden Standorten in Aschach/Donau (Oberösterreich) und in Pischelsdorf (Niederösterreich) mit der erntefrischen Nassmaisverarbeitung begonnen.

Die Kampagnen in unseren Zuckerwerken sind ebenfalls angelaufen. Aufgrund der Erwartung einer überdurchschnittlichen Rübenernte in Osteuropa erfolgte in den osteuropäischen Fabriken bereits im September der Start der Rübenverarbeitung, während die österreichischen Standorte Tulln und Leopoldsdorf erst Anfang Oktober mit der Rübenzuckerproduktion begannen, da in Österreich die Rüsselkäferplage im Frühjahr zu deutlichen Flächenverlusten führte.

Im Segment Frucht ist die Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen ebenso erfreulich wie das verbesserte Ergebnis im Fruchtsaftkonzentratgeschäft. Die trockene Witterung in weiten Teilen Europas hatte heuer keine negativen Auswirkungen auf Menge und Qualität der Apfelernte: Europa verzeichnet die größte Apfelernte der letzten zehn Jahre.

Trotz der schwierigen Situation im Zuckersegment setzen wir in den Segmenten Stärke und Frucht weiter auf organisches Wachstum. Wir werden auch 2018|19 im Konzern wieder deutlich über dem Abschreibungsniveau investieren. In den nächsten Wochen werden neben dem zweiten Fruchtzubereitungswerk in China auch die Ausweitung der Kartoffelverarbeitung sowie die neue Kartoffelfasertrocknung in Gmünd|Österreich in Betrieb gehen. Das 100 Mio.€-Großprojekt der Weizenstärkeerweiterung in Pischelsdorf|Österreich befindet sich plangemäß in Umsetzung, sodass einer Fertigstellung bis zum Herbst 2019 nichts im Wege steht.

Unsere Prognose für das volle Geschäftsjahr 2018|19 mit einem deutlichen Rückgang beim Konzern-EBIT aufgrund der aktuellen Herausforderungen, v.a. im Segment Zucker, wird bestätigt. Im Segment Stärke erwarten wir nach dem schwachen ersten Halbjahr eine Erholung, wenngleich das EBIT in diesem Geschäftsbereich weiterhin deutlich unter Vorjahr prognostiziert wird. Im Segment Frucht wird mit einer Ergebnisverbesserung gerechnet.

Ihr

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

Konzernlagebericht Konzernentwicklung im ersten Halbjahr 2018|19

Umsatz- und Ertragslage

Konzern-Gewinn- und Verlust
rechnung (verkürzt)
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2018 19
H1
2017 18
Umsatzerlöse 1.261,0 1.362,1
EBITDA1 97,0 149,6
Operatives Ergebnis 57,2 113,4
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
6,6 20,0
Ergebnis aus Sondereinflüssen -0,8 -2,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 63,0 130,6
EBIT-Marge 5,0 % 9,6 %
Finanzergebnis -10,9 -8,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 52,1 121,7
Ertragsteuern -12,2 -24,4
Konzernergebnis 39,9 97,3
Ergebnis je Aktie 0,59 € 1,50 €2

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im H1 2018|19 (1. März bis 31. August 2018) mit 1.261,0 Mio. € um 7,4 % unter dem Vorjahr, wobei der Umsatzrückgang v.a. auf die Erlösentwicklung im Segment Zucker, aber auch bei Bioethanol im Segment Stärke zurückzuführen war.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Halbjahr 2018|19 63,0 Mio. € und lag damit deutlich (-51,8 %) unter dem Vorjahr. Im Segment Zucker führten wie erwartet v.a. im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Verkaufspreise zu einer deutlichen Verschlechterung des

Konzern-Gewinn- und Verlust
rechnung (verkürzt)
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q2
2018 19
Q2
2017 18
Umsatzerlöse 630,7 677,9
EBITDA1 43,5 72,0
Operatives Ergebnis 23,4 53,7
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
3,3 9,9
Ergebnis aus Sondereinflüssen -0,7 -2,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 26,0 60,8
EBIT-Marge 4,1 % 9,0 %
Finanzergebnis -6,6 -4,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 19,4 56,7
Ertragsteuern -4,8 -10,3
Konzernergebnis 14,6 46,4
Ergebnis je Aktie 0,22 € 0,71 €2

Ergebnisses auf -4,1 Mio. € (Vorjahr: 36,6 Mio. €). Im Segment Stärke ging das EBIT v.a. aufgrund einer negativen Entwicklung im Ethanol- und Verzuckerungsproduktgeschäft deutlich (-59,8 %) auf 20,3 Mio. € zurück. Das EBIT im Segment Frucht konnte moderat (+7,6 %) auf 46,8 Mio. € gesteigert werden. Das Finanzergebnis belief sich auf -10,9 Mio. € nach -8,9 Mio. € im Vorjahr. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 12,2 Mio. €, einer Steuerquote von rund 23,4 % (Vorjahr: 20,0 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 39,9 Mio. € (Vorjahr: 97,3 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf 0,59 € (Vorjahr: 1,50 €2 ).

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

2 Der Vorjahreswert wurde gemäss IAS 33.64 angepasst. Siehe dazu auch Erläuterungen zum Aktiensplit, Seite 7 und Seite 20

Investitionen

Im ersten Halbjahr investierte AGRANA mit 82,7 Mio. € um 24,6 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

Investitionen1 H1
2018 19
H1
2017 18
Veränderung
in Mio. €
Frucht 20,7 15,3 35,3 %
Stärke 48,7 27,7 75,8 %
Zucker 13,3 15,1 -11,9 %
Konzern 82,7 58,1 42,3 %

Segment Frucht:

Diverse Projekte über alle 44 Produktionsstandorte hinweg; Hauptprojekte: Bau des neuen, zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China und neue Produktionslinie für Karottensaftkonzentrat in Ungarn

Segment Stärke:

Steigerung der Kartoffelverarbeitung durch Errichtung eines neuen Kartoffelstärketrockners in Gmünd|Österreich

  • Errichtung eines Kartoffelfasertrockners in Gmünd|Österreich
  • Erweiterung der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich
  • Erweiterung der Derivateanlage in Aschach|Österreich

Segment Zucker:

  • Erneuerung der Kalkofenausmauerung in Leopoldsdorf|Österreich
  • Errichtung eines Bio-Zuckerweges mit einer Big-Bag-Abfüllstation und einer Bahnverladung in Tulln|Österreich
  • Erneuerung der Schnitzelpressenstation in Kaposvár|Ungarn (Austausch von vier alten gegen zwei neue Pressen)
  • Ersatzinvestition in zwei Weißzuckerzentrifugen Opava|Tschechien
  • Projektstart der Errichtung eines Fertigwarenlagers in Buzau|Rumänien

Zusätzlich wurden im H1 2018|19 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen von 7,0 Mio. € (100%; Vorjahr: 13,2 Mio. €) getätigt.

Cashflow

Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt)

H1 2018 19 H1 2017 18 Veränderung
in Mio. €
Cashflow aus dem Ergebnis 108,7 176,5 -38,4 %
Veränderungen des Working Capital 34,1 46,3 -26,3 %
Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern -15,2 -29,3 48,1 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 127,6 193,5 -34,1 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -83,4 -59,1 -41,1 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -58,9 -156,0 62,2 %
Veränderungen des Finanzmittelbestandes -14,7 -21,6 31,9 %
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -2,6 -3,8 31,6 %
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 121,0 198,4 -39,0 %
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 103,7 173,0 -40,1 %

Der Cashflow aus dem Ergebnis ging im H1 2018|19 v.a. aufgrund des deutlich schwächeren Konzernergebnisses auf 108,7 Mio. € (Vorjahr: 176,5 Mio. €) zurück. Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode niedrigeren Abbau des Working Capital um 34,1 Mio. € (Vorjahr: 46,3 Mio. €) und nach geringeren Abflüssen aus Steuern und Zinsen ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2018|19 auf 127,6 Mio. € (Vorjahr: 193,5 Mio. €) zurück. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug

1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -83,4 Mio. € (Vorjahr: -59,1 Mio. €). In Summe gab es im ersten Halbjahr 2018|19 einen Aufbau von Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig saldiert), was trotz einer höheren Dividendenauszahlung zu einem reduzierten Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 58,9 Mio. € (Vorjahr: 156,0 Mio. €) führte.

Vermögens- und Finanzlage

Konzern-Bilanz (verkürzt)

in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) Stand am Stand am Veränderung
Aktiva 31.08.2018 28.02.2018
Langfristige Vermögenswerte 1.198,4 1.161,0 3,2 %
davon Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 273,0 276,8 -1,4 %
davon Sachanlagen 806,3 768,9 4,9 %
Kurzfristige Vermögenswerte 1.066,0 1.195,4 -10,8 %
davon Vorräte 492,2 654,5 -24,8 %
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Vermögenswerte
465,5 415,6 12,0 %
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 103,7 121,0 -14,3 %
Summe Aktiva 2.264,4 2.356,4 -3,9 %

Passiva

Eigenkapital 1.398,7 1.454,0 -3,8 %
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.341,3 1.397,0 -4,0 %
Nicht beherrschende Anteile 57,4 57,0 0,7 %
Langfristige Schulden 374,4 419,4 -10,7 %
davon Finanzverbindlichkeiten 259,0 310,6 -16,6 %
Kurzfristige Schulden 491,3 483,0 1,7 %
davon Finanzverbindlichkeiten 125,4 61,6 103,6 %
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
328,2 378,2 -13,2 %
Summe Passiva 2.264,4 2.356,4 -3,9 %
Nettofinanzschulden 261,3 232,5 12,4 %
Gearing1 18,7 % 16,0 % +2,7 pp
Eigenkapitalquote 61,8 % 61,7 % +0,1 pp

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

Bei einer gegenüber dem Bilanzstichtag 2017|18 leicht gesunkenen Bilanzsumme zum 31. August 2018 von 2,26 Mrd. € (28. Februar 2018: 2,36 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote stabil bei 61,8 % (28. Februar 2018: 61,7 %).

Der Wert der langfristigen Vermögenswerte stieg leicht an, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte um rund 11 % reduzierten. Dabei verringerte sich die Vorratsposition saisonal bedingt am deutlichsten. Auf der Passivseite gingen die langfristigen Schulden v.a. aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten deutlich

zurück. Die kurzfristigen Schulden stiegen leicht, wobei dem Aufbau von Finanzverbindlichkeiten eine deutliche Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gegenüberstand.

Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2018 lagen mit 261,3 Mio. € um 28,8 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2017|18. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich geringfügig auf 18,7 % (28. Februar 2018: 16,0 %).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie H1 2018 19
Höchstkurs (18. Mai 2018) 25,10 €
Tiefstkurs (30. August 2018) 20,50 €
Ultimokurs (31. August 2018) 21,15 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 21,46 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.321,6 Mio. €

Bei der am 6. Juli 2018 abgehaltenen 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2017|18 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,50 € (Vorjahr: 4,00 €) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2018.

Weiters beschloss die Hauptversammlung auch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4. Die Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch erfolgte am 24. Juli 2018. Im Zuge des Aktiensplits erhielten die AGRANA-Aktien aufgrund internationaler Marktstandards eine neue ISIN AT000AGRANA3 anstelle der bisherigen ISIN AT0000603709. Die Umstellung der Notierung an der Wiener Börse (Handelsbeginn in der neuen ISIN) wurde am 27. Juli 2018 durchgeführt. Die Einbuchung der Aktien mit der neuen ISIN gegen Ausbuchung der bisherigen Aktien mit der alten ISIN erfolgte wertpapiertechnisch am 31. Juli 2018.

Durch den Aktiensplit wurde die Anzahl der Aktien von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 Stück erhöht. Das Grundkapital blieb unverändert und beträgt nach wie vor 113.531.274,76 € und ist nun in 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt. Auf jede Stückaktie entfällt künftig ein anteiliger Betrag am Grundkapital von gerundet 1,82 €.

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 24,78 € (vor dem Aktiensplit: 99,10 €) in das Geschäftsjahr 2018|19 und schloss zum Ultimo August 2018 mit 21,15 €, was einem Minus von 14,6 % entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) ging im selben Zeitraum um 5,1 % zurück.

Die Zahl der durchschnittlich gehandelten Stücke1 pro Tag betrug in der Periode März bis August rund 48.200 Stück (Vorjahr: rund 87.000 Stück).

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2018 1.321,6 Mio. €.

1 Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht

Segment Frucht Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2018 19
H1
2017 18
Umsatzerlöse 611,6 599,9
EBITDA1 63,4 60,7
Operatives Ergebnis 46,8 43,5
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 46,8 43,5
EBIT-Marge 7,7 % 7,3 %
Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q2
2018 19
Q2
2017 18
Umsatzerlöse 299,8 288,9
EBITDA1 29,7 27,0
Operatives Ergebnis 21,3 18,4
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 21,3 18,4
EBIT-Marge 7,1 % 6,4 %

Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen im H1 2018|19 mit 611,6 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen blieben die Umsätze trotz gestiegener Absätze konstant; der Grund dafür waren negative Auswirkungen durch die Währungsumrechnung. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund der hohen Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2017.

Das EBIT erreichte nach sechs Monaten 46,8 Mio. € und lag damit moderat über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen währungsbedingt eine leichte Ergebnisverschlechterung verzeichnete (bis auf eine Lokalwährung haben alle anderen Lokalwährungen im Vergleich zum Euro, teilweise stark, an Wert verloren), stieg das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft deutlich. Dies war besseren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2017 geschuldet, aber auch der weiterhin erfreulichen Entwicklung im Grundstoffgeschäft.

Marktumfeld

Die marktbestimmenden globalen Konsumtrends sind weiterhin Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz, Genuss sowie Gesundheit. Nachhaltigkeit und Transparenz manifestieren sich im Joghurtmarkt v.a. durch zwei Trendrichtungen: einerseits durch die Lancierung von Produkten mit starkem Fokus auf das Tierwohl (z.B. Heumilch, Weidekühe), andererseits boomen auch weiterhin vegane Milchalternativen (z.B. Soja), da viele Kunden den Konsum von tierischen Produkten entweder einschränken oder zur Gänze aufgeben möchten. "Clean labelling", dem Kundenwunsch nach Produkten mit möglichst kurzer und verständlicher Zutatenliste und Produkten ohne "E-Nummer", kommt weiterhin steigende Bedeutung zu. Ein weiterer Trend ist der "Genuss ohne Reue": Hier wird von Konsumentenseite auf kleinere Portions- oder Packungsgrößen sowie auf die Kombination von nährwertreichen Produkten (Joghurt mit Protein) mit neuen Geschmacksrichtungen (z.B. Karamell, Kaffee) zurückgegriffen.

Bei Apfelsaftkonzentrat lassen die guten Ernteprognosen in den Hauptanbaugebieten Polen, Ungarn, Deutschland und Italien die Konzentratpreise gegenüber dem Vorjahr deutlich sinken. Die Erwartung für die Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2018 in Europa liegt unter dem Preisniveau des Vorjahres. Die niedrigen Apfelsaftkonzentratpreise europäischer Ware in Kombination mit höheren chinesischen Preisen aufgrund des Frühjahresfrosts in China führen dazu, dass Ware aus Europa in den USA wettbewerbsfähig ist; erste Abschlüsse konnten hier bereits getätigt werden.

Die in der Verarbeitungssaison 2018 produzierten Buntsaftkonzentrate sind bereits überwiegend kontrahiert.

Rohstoff und Produktion

Die Erdbeerernte wurde in allen Regionen mit Ausnahme von Südafrika abgeschlossen. In den mediterranen Beschaffungsmärkten konnten die geplanten Volumen kontrahiert werden, die Preise lagen geringfügig über dem Vorjahr.

Im Allgemeinen sind die Ernten der für das Fruchtzubereitungsgeschäft relevanten Früchte (z.B. Himbeere, Sauerkirsche und Ananas) bis dato im heurigen Jahr deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. Ausnahmen sind Erdbeere, aber auch z.B. Heidelbeere. Im ersten Halbjahr 2018|19 wurden für die Produktion von Fruchtzubereitungen rund 195.000 Tonnen an Rohstoffen verarbeitet.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate verlief die Beerensaison 2018 sehr zufriedenstellend, die Rohstoffverfügbarkeit war gut und die Verarbeitung wurde bei allen Hauptprodukten abgeschlossen.

Bei Äpfeln wird für das Erntejahr 2018 in Europa bedingt durch den guten Vegetationsverlauf von einer überdurchschnittlich großen Ernte ausgegangen. Dies zeigt sich auch in der deutlich über den Vorjahren liegenden Warenanlieferung im Monat August. In China wird aufgrund von Frühjahrsfrost mit deutlich geringeren Apfelmengen gerechnet.

Segment Stärke Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2018 19
H1
2017 18
Umsatzerlöse 372,0 385,5
EBITDA1 26,6 42,6
Operatives Ergebnis 11,2 31,0
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
9,1 19,5
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 20,3 50,5
EBIT-Marge 5,5 % 13,1 %
Finanzkennzahlen
Segment Stärke
Q2
2018 19
Q2
2017 18
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 190,6 190,7
EBITDA1 13,8 20,8
Operatives Ergebnis 6,0 14,9
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
4,4 9,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 10,4 23,9
EBIT-Marge 5,5 % 12,5 %

Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2018|19 in Höhe von 372,0 Mio. € lagen um 3,5 % unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang war zum größten Teil auf die preisbedingt geringeren Umsätze bei Bioethanol zurückzuführen, da die Notierungen für Ethanol deutlich niedriger lagen als im Vorjahr. Während die Umsatzerlöse auch bei Verzuckerungsprodukten rückläufig waren, u.a. beeinflusst durch das sehr niedrige Preisniveau bei kris-

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

tallinem Zucker, zeigte sich die Umsatzentwicklung bei nativen und modifizierten Stärken bei einer anhaltend guten Marktnachfrage positiv. Die Umsätze im Futtermittelhandel waren auf hohem Niveau leicht rückläufig.

Mit einem EBIT in Höhe von 20,3 Mio. € wurde das Vorjahresergebnis um 59,8 % deutlich unterschritten. Zum überwiegenden Teil ist die Ergebnisverschlechterung auf die deutlich niedrigeren Marktpreise für Bioethanol zurückzuführen. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA halbierte sich auf 9,1 Mio. €, da der ungarische Standort von den negativen Marktpreisentwicklungen bei Bioethanol und als größter europäischer Hersteller von Isoglukose bei Verzuckerungsprodukten besonders betroffen ist. Entsprechend sank die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes im H1 2018|19 auf 5,5 % nach 13,1 % im Vergleichszeitraum.

Marktumfeld

Das äußerst schwierige Marktumfeld bei Zucker hatte auch Auswirkungen auf die Absätze von flüssigen Stärkeverzuckerungsprodukten. Tiefe Zuckerpreise übten direkten Preisdruck v.a. auf Isoglukose aus und die Bereitschaft der Kunden, zusätzliche Mengen an Stärkeverzuckerungsprodukten einzusetzen, war kaum gegeben. Zusätzlich drängen neue Mitbewerber in den Markt.

Die Absätze von nativen und modifizierten Stärken an die Lebensmittelindustrie waren stabil. Aufgrund steigender Rohstoffkosten, v.a. wegen reduzierter Ernteerwartungen bei Weizen und Mais, sind bei allen Stärken Preissteigerungen zu erwarten.

Positiv wirkte sich im technischen Bereich weiterhin v.a. die anhaltend hohe Nachfrage aus der Papier- und Wellpappenindustrie aus.

Die Aussichten für das Bioethanolgeschäft sind weiterhin verhalten. Ein deutlich gestiegenes Angebot in der EU und höhere Importe aus Übersee treffen auf eine nur moderat gestiegene Nachfrage. Logistische Lieferschwierigkeiten in Europa aufgrund des niedrigen Wasserniveaus von Rhein und Donau während der Sommermonate sowie gestiegene Rohstoffpreise für Weizen haben den Tiefpreisen im Frühjahr zu einem Preisaufschwung zum Ende des Berichtszeitraumes verholfen; so notierte Ethanol am 31. August 2018 bei 489,5 €/m3 FOB Rotterdam. Ein bedeutender Ethanolproduzent in Europa hat kürzlich bekanntgegeben, die Produktion stillzulegen. Die Reaktion des Marktes auf diese Ankündigung war zunächst verhalten.

Bei den Nebenprodukten weisen Hochproteine eine anhaltend feste Preistendenz auf. Insbesondere vitaler Weizengluten zeigte eine unverändert positive Preisentwicklung. Hier sind es neben der Backwarenindustrie v.a. die Bereiche Fischfutter und Heimtiernahrung, die für Marktimpulse sorgen. Mittelproteine (Actiprot® oder Maiskleberfutter) orientieren sich an den Soja bzw. Getreidemärkten und zeigen ebenfalls leicht steigende Preise. Maiskeime sind infolge der niedrigen Pflanzenölpreise unter Druck.

Rohstoff und Produktion

Der internationale Getreiderat (IGC ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2018|19 per 23. August 2018 auf 2,06 Mrd. Tonnen, die damit um rund 29 Mio. Tonnen unter dem Vorjahr und rund 66 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 716 Mio. Tonnen (Vorjahr: 758 Mio. Tonnen; Verbrauch 2018|19: 734 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.064 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.045 Mio. Tonnen; Verbrauch 2018|19: 1.105 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände werden um rund 66 Mio. Tonnen auf 538 Mio. Tonnen sinken.

Die Getreideproduktion der EU-28 wird von Strategié Grains per 9. August 2018 auf rund 282 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 298 Mio. Tonnen). Dazu trägt die Weichweizenernte rund 128 Mio. Tonnen bei und ist damit deutlich geringer als die Ernte 2017 (142 Mio. Tonnen). Die Maisernte 2018 in der EU wird bei 61 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 59 Mio. Tonnen).

Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) stiegen seit Anfang Juni 2018 und lagen am 31. August 2018 bei rund 185 € je Tonne Mais (Vorjahr: 159 €) und 205 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 156 €).

Kartoffel

Am 21. August 2018 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2018 begonnen. Bedingt durch Hitze und Trockenheit im August wird eine Liefererfüllung von nur 85 % der kontrahierten Stärkekartoffeln erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt wird höher als im Vorjahr bei rund 19,5 % (Vorjahr: 18,1 %) liegen.

Mais und Weizen

Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich hat Mitte August 2018 begonnen. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas geringeren Nassmaismenge von rund 100.000 Tonnen (Vorjahr: 114.000 Tonnen) und einer Verarbeitung bis Anfang November 2018 gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2018|19 betrug die Maisverarbeitung rund 235.000 Tonnen (Vorjahr: rund 207.000 Tonnen) und lag damit über dem Vorjahresniveau.

Als Rohstoffe in der Bioraffinerie in

Pischelsdorf|Österreich (Bioethanol- und Weizenstärkeerzeugung) wurden im ersten Halbjahr 2018|19 Getreide (Weizen, Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 75 % zu 25 % eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres rund 412.000 Tonnen (Vorjahr: 416.000 Tonnen). Mitte August 2018 begann die Verarbeitung von Nassmais, wobei die Verarbeitungsmenge im Vergleich zum Vorjahr stabil bzw. leicht höher geschätzt wird (Vorjahr: 99.000 Tonnen).

Der Rohstoffeinkauf für die österreichischen Stärkefabriken in Aschach (Mais) und Pischelsdorf (Weizen) aus der Ernte 2017 ist abgeschlossen. Inklusive der fixierten Mengen aus der Ernte 2018 ist die Rohstoffversorgung im Geschäftsjahr 2018|19 zum Großteil gedeckt.

Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne wie in Aschach Mitte August 2018. Gegenüber dem Vorjahr wird eine niedrigere Nassmaisverarbeitung (100 %) von rund 220.000 Tonnen (Vorjahr: 263.000 Tonnen) erwartet. Im ersten Halbjahr 2018|19 betrug die Maisverarbeitung (100 %) rund 538.000 Tonnen (Vorjahr: 573.000 Tonnen).

Im ersten Halbjahr 2018|19 wurden im rumänischen Werk wie im Vorjahr rund 34.000 Tonnen Mais verarbeitet. Seit Anfang September wird auch dort in der Produktion Nassmais eingesetzt.

Segment Zucker Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Zucker
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2018 19
H1
2017 18
Umsatzerlöse 277,4 376,7
EBITDA1 7,0 46,3
Operatives Ergebnis -0,7 38,9
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
-2,6 0,5
Ergebnis aus Sondereinflüssen -0,8 -2,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) -4,1 36,6
EBIT-Marge -1,5 % 9,7 %
Finanzkennzahlen
Segment Zucker
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q2
2018 19
Q2
2017 18
Umsatzerlöse 140,3 198,3
EBITDA1 0,0 24,2
Operatives Ergebnis -3,9 20,4
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
-1,2 0,9
Ergebnis aus Sondereinflüssen -0,7 -2,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) -5,8 18,5
EBIT-Marge -4,1 % 9,3 %

Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im H1 2018|19 mit 277,4 Mio. € um 26,4 % unter dem Vorjahr. Im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesunkene Zuckerverkaufspreise, aber auch niedrigere Zuckerverkaufsmengen (v.a. im Export und Non-Food-Bereich) führten zu dieser negativen Entwicklung.

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

Das EBIT im ersten Halbjahr 2018|19 ging von 36,6 Mio. € markant auf -4,1 Mio. € zurück. Hier wirkte sich v.a. das gegenüber dem Vorjahr massiv schlechtere Verkaufspreisumfeld negativ aus.

Marktumfeld

Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 16. August 2018 auch für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2018|19 (Oktober 2018 bis September 2019) mit einem Überschuss. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion auf Vorjahresniveau von 194,2 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 193,2 Mio. Tonnen) trotz eines wachsenden Verbrauchs von 185,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 183,0 Mio. Tonnen) zu einem weiteren Aufbau der Bestände auf 84,6 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 76,3 Mio. Tonnen).

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2018|19 sind die Weltmarktpreise fortwährend auf einem niedrigen Niveau, was primär durch die deutliche Überschusserwartung für die Weltzuckerbilanz zu erklären ist.

Trotz des verstärkten Einsatzes von Zuckerrohr für die Ethanolherstellung in Brasilien rechnen die Analysten 2018 aufgrund sehr guter Ernteerwartungen speziell in Indien und Thailand sowie einer weiterhin hohen, aber rückläufigen Rübenzuckerproduktion in Europa mit deutlichen Zuwächsen in der Weltzuckerproduktion.

Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 325,90 \$ pro Tonne und Rohzucker bei 233,69 \$ pro Tonne.

EU-Zuckermarkt

Die Abteilung "Monitoring Agricultural Resources" (MARS) der EU-Kommission hatte im Mai 2018 noch einen Rübenhektarertrag von 76,1 Tonnen für das ZWJ 2018|19 prognostiziert. Aufgrund der außergewöhnlich heißen und trockenen Wetterbedingungen in den letzten Monaten geht man in der August-Prognose nur mehr von einem Hektarertrag von 73,8 Tonnen für das neue ZWJ aus.

Die Zuckerexporte lagen laut F.O. Licht in den ersten zehn Monaten des ZWJ 2017|18 bei 2,93 Mio. Tonnen, was einer Steigerung der Exporte um zwei Drittel zum Vergleichszeitraum entspricht.

Bei den Zuckerimporten hingegen wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von über 40 % verzeichnet. Die Importmengen kamen zu 42 % aus EPA/EBA1 -Ländern, gefolgt von Ländern mit einem Freihandelsabkommen (z.B. Kolumbien, Peru, Südafrika und Brasilien).

Die EU-Kommission geht in der aktuellsten Prognose davon aus, dass die Produktion im ZWJ 2018|19 in der EU im Vergleich zum ZWJ 2017|18 um rund 1,9 Mio. Tonnen auf 19,8 Mio. Tonnen zurückgehen wird.

EU-Politik

Seit der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes (1. Oktober 2017) sind die Zuckerverkaufspreise stark gefallen, was im EU-Preismeldesystem ("EU Sugar Price Reporting") deutlich ablesbar ist. Im September 2017 lag der EU-Durchschnittspreis noch bei 490 € pro Tonne, im Juli 2018 belief sich der Preis nur noch auf 346 € pro Tonne, das ist der tiefste Preis seit dem Start des EU-Preismeldesystems im Juli 2006.

Die Brexit-Verhandlungen sind derzeit noch offen, auch was die Zollkontingente der EU und die bilateralen Kontingente, insbesondere für Mittelamerika und Südafrika, betrifft. In Diskussion ist eine Aufteilung nach historischen Daten.

Industrie und Groß- und Einzelhandel (Retail)

Insgesamt waren die Absätze in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018|19 rückläufig, was vor allem auf deutlich reduzierte Exportaktivitäten zurückzuführen war. Die Absatzmengen in den Bereichen Industrie, Großund Einzelhandel (Retail) lagen hingegen auf einem im Vergleich zum Vorjahr höheren Niveau. Vor allem Retail inklusive Spezialitäten zeigten trotz eines preisaggressiven Umfelds eine positive Mengenentwicklung. Die Preisentwicklung ist bedingt durch die hohe EU-Zuckerproduktionsmenge sowie durch niedrige Weltmarktpreise sinkend.

Rohstoff (und Produktion)

Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2018 rund 94.400 Hektar, das sind rund 1.800 Hektar weniger als im Vorjahr. Auf Grundlage biologischer Landwirtschaft wurden für den Konzern Zuckerrüben auf rund 1.700 Hektar in Österreich und rund 900 Hektar in Rumänien angebaut.

1 Economic Partnership Agreement/"Everything But Arms"

12

2 Dieser Schädling breitet sich v.a. im Frühjahr nach langer Trockenheit besonders aus

Durch den langandauernden Winter und v.a. die tiefen Temperaturen in der zweiten Februar-Hälfte 2018 verzögerte sich der Anbaubeginn um rund ein bis zwei Wochen (im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt). Der Erstanbau konnte bis Mitte April zum Großteil abgeschlossen werden. Schwere Schäden wurden ab der ersten April-Woche in den österreichischen Kerngebieten des Rübenanbaus durch ein Schad-Insekt, den Rübenderbrüssler2 , hervorgerufen. Insgesamt mussten rund 12.000 Hektar umgebrochen werden, wovon nur mehr rund 30 % der Flächen wieder mit Rüben nachgebaut wurden. In den anderen Rübenanbauregionen außerhalb Österreichs gingen weitere Flächen durch Verschlammung, Verkrustung, Hagel und tierische Schädlinge verloren.

Die vergleichsweise sehr warmen Monate April bis Juni 2018 führten zu einer raschen Jugendentwicklung der verbleibenden Rübenbestände. Flächendeckende Niederschläge, v.a. in der zweiten Mai-Hälfte haben sich ebenfalls sehr positiv auf das Rübenwachstum ausgewirkt. In den Monaten Juli bis August blieben die regelmäßigen Niederschläge in Teilen des Anbaugebietes von Österreich, Süd-Tschechien und auch im rumänischen Anbaugebiet aus, sodass es teilweise zu Trockenerscheinungen in den Rübenbeständen kam. Anfang September entspannte sich die Situation in diesen Regionen durch überdurchschnittlichen Niederschlag. In der Slowakei und in Ungarn gab es eine ausreichende Niederschlagsversorgung.

Die bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen lassen auf den zum Berichtszeitpunkt geschätzten rund 84.000 Hektar Rübenflächen (davon rund 800 Hektar auf Grundlage biologischer Landwirtschaft) in allen Ländern überdurchschnittliche Rübenerträge erwarten.

Mitarbeiter

FTEs1 H1
2018 19
H1
2017 18
Veränderung
Segment Frucht 6.526 5.977 9,2 %
Segment Stärke 1.014 941 7,8 %
Segment Zucker 1.921 1.936 -0,8 %
Konzern 9.461 8.854 6,9 %

Im Im H1 2018|19 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.461 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.854 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf einen höheren Bedarf an Saisonarbeitskräften im Segment Frucht sowie auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss verwiesen.

Chancen- und Risikobericht

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 86 bis 90 des Geschäftsberichtes 2017|18.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)

Ausblick

AGRANA-Gruppe
in Mio. €
2017 18
ist
2018 19
Prognose
Umsatzerlöse 2.566,3
EBIT 190,6 
Investitionen1 140,9 185

Leichter Rückgang2

Deutlicher Rückgang 2

Aufgrund der aktuellen Herausforderungen, v.a. im Segment Zucker, ist für das Geschäftsjahr 2018|19 mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung leicht unter Vorjahresniveau ausgegangen.

Das EBIT des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2018|19 wird deutlich unter Vorjahresniveau erwartet.

Segment Frucht
in Mio. €
2017 18
ist
2018 19
Prognose
Umsatzerlöse 1.161,4
EBIT 75,6 
Investitionen1 49,4 50

Moderater Anstieg 2

Deutlicher Anstieg 2

Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2018|19 einen moderaten Anstieg beim Umsatz und eine deutliche Ergebnisverbesserung. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen (v.a. auch Non-Dairy) mit einer positiven Umsatzentwicklung. Die Synergieeffekte in Argentinien, der Beginn der Fruchtzubereitungsproduktion in Indien, die Akquisition von Elafruits in Algerien sowie die geplante Inbetriebnahme der neuen chinesischen Produktionsstätte in Jiangsu|China im Dezember 2018 sollen zu einer leichten Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017|18 führen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einem moderaten Umsatz- und einem deutlichen EBIT-Anstieg ausgegangen.

Segment Stärke
in Mio. €
2017 18
ist
2018 19
Prognose
Umsatzerlöse 752,3 ä
EBIT 80,2 
Investitionen1 59,4 105

ä Leichter Anstieg 2

Deutlicher Rückgang 2

Das Segment Stärke prognostiziert im Geschäftsjahr 2018|19 eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse. Die Absatzmengen sollen u.a. durch die Vollauslastung der zusätzlichen Maisvermahlungskapazitäten in Aschach|Österreich deutlich gesteigert werden. Die positiven Impulse für Spezialprodukte, u.a. in Bio-Qualität, sowie bei Stärken und Nebenprodukten sollen anhalten. Bei Bioethanol und stärkebasierten Verzuckerungsprodukten ist jedoch aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes von gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Verkaufspreisen auszugehen, weshalb bei leicht steigenden Rohstoffpreisen und höheren Energiepreisen in Summe mit einem deutlichen EBIT-Rückgang zu rechnen ist.

Segment Zucker
in Mio. €
2017 18
ist
2018 19
Prognose
Umsatzerlöse 652,6 
EBIT 34,8 
Investitionen1 32,1 30

Deutlicher Rückgang 2

Im Segment Zucker rechnet AGRANA v.a. in Folge rückläufiger Zuckerpreise mit einer deutlichen Umsatzreduktion. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden die Margenreduktion nur teilweise abfedern können, sodass im Geschäftsjahr 2018|19 ein deutlicher Rückgang des EBITs erwartet wird.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit nunmehr rund 185 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 95 Mio. € liegen.

Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2018 (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechung

1. Halbjahr 2. Quartal
1. März–31. August 1. Juni–31. August
t€ H1 2018 19 H1 2017 18 Q2 2018 19 Q2 2017 18
Umsatzerlöse 1.261.042 1.362.148 630.764 677.902
Bestandsveränderungen -189.370 -205.179 -83.309 -92.797
Andere aktivierte Eigenleistungen 886 1.269 444 734
Sonstige betriebliche Erträge 12.554 16.113 5.952 3.937
Materialaufwand -691.522 -734.313 -357.630 -373.451
Personalaufwand -155.298 -146.617 -78.989 -74.164
Abschreibungen -39.740 -36.184 -20.102 -18.301
Sonstige betriebliche Aufwendungen -142.124 -146.653 -74.368 -72.985
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
6.551 20.012 3.221 9.959
Ergebnis der Betriebstätigkeit 62.979 130.596 25.983 60.834
Finanzerträge 14.671 25.056 2.946 8.498
Finanzaufwendungen -25.566 -33.955 -9.511 -12.589
Finanzergebnis -10.895 -8.899 -6.565 -4.091
Ergebnis vor Ertragsteuern 52.084 121.697 19.418 56.743
Ertragsteuern -12.212 -24.419 -4.856 -10.316
Konzernergebnis 39.872 97.278 14.562 46.427
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
36.850 94.019 13.433 44.650
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
3.022 3.259 1.129 1.777
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 0,59 € 1,50 €1 0,21 € 0,71 €1

1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 33.64 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 20.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Halbjahr
1. März–31. August
2. Quartal
1. Juni–31. August
t€ H1 2018 19 H1 2017 18 Q2 2018 19 Q2 2017 18
Konzernergebnis 39.872 97.278 14.562 46.427
Sonstiges Ergebnis aus
ƒ
Währungsdifferenzen
-20.395 -21.008 -16.714 -10.915
ƒ
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
nach latenten Steuern
0 59 0 -10
ƒ
Marktwertänderungen Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges)
nach latenten Steuern
1.473 4.195 572 679
ƒ
Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
-2.440 435 -1.457 121
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende
Erträge und Aufwendungen
-21.362 -16.319 -17.599 -10.125
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher
Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern
-452 -361 -193 -179
Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende
Erträge und Aufwendungen
-452 -361 -193 -179
Sonstiges Ergebnis -21.814 -16.680 -17.792 -10.304
Gesamtergebnis 18.058 80.598 -3.230 36.123
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
16.338 78.111 -3.538 35.069
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
1.720 2.487 308 1.054

Konzern-Geldflussrechnung

Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August) H1 2018 19 H1 2017 18
t€
Cashflow aus dem Ergebnis 108.725 176.548
Veränderung des Working Capital 34.137 46.303
Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern -15.271 -29.398
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 127.591 193.453
Cashflow aus Investitionstätigkeit -83.428 -59.087
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -58.886 -156.015
Veränderungen des Finanzmittelbestandes -14.723 -21.649
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -2.492 -3.801
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 120.961 198.429
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 103.746 172.979

Konzern-Bilanz

t€ Stand am Stand am Stand am
Aktiva 31.08.2018 28.02.2018 31.08.2017
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 273.038 276.815 278.824
Sachanlagen 806.314 768.881 747.781
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 77.339 73.228 95.192
Wertpapiere 19.257 18.703 18.762
Beteiligungen 19 894 894
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.085 8.816 10.448
Aktive latente Steuern 13.359 13.664 10.053
1.198.411 1.161.001 1.161.954
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 492.166 654.537 480.939
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 465.535 415.568 466.316
Laufende Ertragsteuerforderungen 4.517 4.310 4.890
Wertpapiere 44 44 43
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 103.746 120.961 172.979
1.066.008 1.195.420 1.125.167
Summe Aktiva 2.264.419 2.356.421 2.287.121

Passiva

A. Eigenkapital

Grundkapital 113.531 113.531 113.531
Kapitalrücklagen 540.760 540.760 540.760
Gewinnrücklagen 687.025 742.752 710.996
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.341.316 1.397.043 1.365.287
Nicht beherrschende Anteile 57.378 56.954 57.890
1.398.694 1.453.997 1.423.177
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 69.978 68.704 68.702
Übrige Rückstellungen 21.763 21.607 19.718
Finanzverbindlichkeiten 258.965 310.572 210.822
Sonstige Verbindlichkeiten 17.045 10.832 13.758
Passive latente Steuern 6.624 7.712 11.229
374.375 419.427 324.229
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 25.118 29.337 25.249
Finanzverbindlichkeiten 125.392 61.629 171.028
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
328.215 378.220 329.068
Steuerschulden 12.625 13.811 14.370
491.350 482.997 539.715
Summe Passiva 2.264.419 2.356.421 2.287.121

Konzern-Eigenkapital-Entwicklung

Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August)
t€
Eigenkapital der
AGRANA-Aktionäre
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Geschäftsjahr 2018 19
Stand am 1. März 2018 (veröffentlicht) 1.397.043 56.954 1.453.997
Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 91 -148 0 -148
Stand am 1. März 2018 (angepasst) 1.396.895 56.954 1.453.849
Marktwertveränderungen von Sicherungsinstrumenten
(Cashflow-Hedges)
1.473 0 1.473
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-453 1 -452
Verlust aus Währungsumrechnung -21.532 -1.303 -22.835
Sonstige Ergebnisse -20.512 -1.302 -21.814
Konzernergebnis 36.850 3.022 39.872
Gesamtergebnis 16.338 1.720 18.058
Dividendenausschüttung -70.300 -921 -71.221
Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen -1.613 -373 -1.986
Sonstige Veränderungen -4 -2 -6
Stand am 31. August 2018 1.341.316 57.378 1.398.694

Geschäftsjahr 2017|18

Stand am 1. März 2017 1.349.666 62.222 1.411.888
Bewertungseffekte IAS 39 4.254 0 4.254
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-361 0 -361
Verlust aus Währungsumrechnung -19.801 -772 -20.573
Sonstige Ergebnisse -15.908 -772 -16.680
Konzernergebnis 94.019 3.259 97.278
Gesamtergebnis 78.111 2.487 80.598
Dividendenausschüttung -62.489 -7.319 -69.808
Zuzahlungen anderer Gesellschafter 0 500 500
Sonstige Veränderungen -1 0 -1
Stand am 31. August 2017 1.365.287 57.890 1.423.177

Anhang zum Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2018 (ungeprüft)

Segmentbericht

Für das erste Halbjahr H1 H1
(1. März - 31. August) 2018 19 2017 18
t€

Umsatzerlöse (brutto)

Konzern
Zucker 308.103 417.370
Stärke 377.051 390.486
Frucht 611.773 600.146
Für das erste Halbjahr H1 H1
(1. März - 31. August) 2018 19 2017 18
t€

Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen1

Frucht 0 0
Stärke 9.129 19.537
Zucker -2.578 475
Konzern 6.551 20.012

Umsätze zwischen den Segmenten

Konzern -35.885 -45.854
Zucker -30.638 -40.655
Stärke -5.052 -4.952
Frucht -195 -247

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Konzern 62.979 130.596
Zucker -4.115 36.583
Stärke 20.331 50.490
Frucht 46.763 43.523

Umsatzerlöse

Konzern 1.261.042 1.362.148
Zucker 277.465 376.715
Stärke 371.999 385.534
Frucht 611.578 599.899

Operatives Ergebnis

Frucht 46.763 43.523
Stärke
Zucker
11.202
-730
30.953
38.902
Konzern 57.235 113.378

Ergebnis aus Sondereinflüssen

Zucker
Konzern
-807
-807
-2.794
-2.794
Stärke 0 0
Frucht 0 0

Investitionen2

Frucht 20.707 15.312
Stärke 48.732 27.648
Zucker 13.281 15.128
Konzern 82.720 58.088

Mitarbeiter3

1.921 1.936
Zucker
Stärke 1.014 941
Frucht 6.526 5.977

3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente

1 Nach der Equity-Methode bilanziert

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

Allgemeine Grundlagen der Berichterstattung

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2018 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2018 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2018 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 1. Oktober 2018 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2017|18 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2017|18 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 104 bis 107 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Die deutliche Abwertung des argentinischen Pesos und der massive Zinsanstieg im ersten Kalenderhalbjahr 2018 sowie die kumulierte dreijährige Inflationsrate auf Basis der Mitte Juli 2018 veröffentlichten Statistiken haben zur Einstufung von Argentinien als Hyperinflationsland im Sinne von IAS 29 geführt. AGRANA prüft derzeit das Konzept der Anwendung von IAS 29 für die argentinischen Tochtergesellschaften. Die Anwendung ist ab dem zweiten Halbjahr 2018|19 vorgesehen.

Die Auswirkungen der erstmals ab dem 1. März 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 9 (Finanzinstrumente) und IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) werden nachfolgend beschrieben.

IFRS 9 (Finanzinstrumente)

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 9 wurden die Übergangseffekte unter Anwendung der modifizierten retrospektiven Umstellungsmethode

zum 1. März 2018 im übrigen kumulierten Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre erfasst. Durch die Überführung von Anteilen an Investmentfonds, die bisher als Wertpapiere der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" bilanziert wurden, in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung", ergaben sich Reklassifizierungen von der Rücklage für "Zur Veräußerung verfügbar" in das übrige kumulierte Eigenkapital in Höhe von 1.340 t€.

Aus der Neuregelung zur Erfassung von Wertminderungen für Kreditrisiken aus Forderungen in Abhängigkeit von deren Überfälligkeiten entstand ein zusätzlicher portfoliobasierter Wertminderungsbedarf in Höhe von 148 t€ nach latenten Steuern, der im übrigen kumulierten Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre erfasst wurde.

IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)

Im Zuge der Umstellung auf IFRS 15 zum 1. März 2018 wurden bisher unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Lieferrechte in Höhe von 1.642 t€ als aktivierte Vertragskosten qualifiziert und entsprechend ihrer Restlaufzeit als nicht finanzielle Vermögenswerte unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Es kam zu keiner Änderung des Eigenkapitals.

In der Tabelle auf der Seite 21 werden die Auswirkungen von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Konzern-Bilanz dargestellt.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2018 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2017|18 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Änderungen von Vergleichsinformationen

In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRA-NA Beteiligungs-AG, Wien, am 6. Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24. Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.274,76 € blieb unverändert. Aufgrund des Aktiensplits kam es gemäß IAS 33.64 zu einer Anpassung der Vorjahreswerte des Ergebnisses je Aktie nach IFRS.

t€ Stand
veröffentlicht
28. Februar 2018
Anpassungen
IFRS 9
Anpassungen
IFRS 15
Stand nach
Anpassungen
1.März 2018
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 276.815 0 -1.642 275.173
Sonstige Vermögenswerte 870.522 0 0 870.522
Aktive latente Steuern 13.664 49 0 13.713
Langfristige Vermögenswerte 1.161.001 49 -1.642 1.159.408
Vorräte 654.537 0 0 654.537
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 308.294 -197 0 308.097
Sonstige Vermögenswerte 232.589 0 1.642 234.231
Kurzfristige Vermögenswerte 1.195.420 -197 1.642 1.196.865
Summe Aktiva 2.356.421 -148 0 2.356.273
Passiva
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.397.043 -148 0 1.396.895
Nicht beherrschende Anteile 56.954 0 0 56.954
Eigenkapital 1.453.997 -148 0 1.453.849
Langfristige Schulden 419.427 0 0 419.427
Kurzfristige Schulden 482.997 0 0 482.997
Summe Passiva 2.356.421 -148 0 2.356.273

Tabelle zu den Auswirkungen von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Konzern-Bilanz:

Konsolidierungskreis

Die neu gegründete AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, als 100 %-Tochter der AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, wurde im Q1 2018|19 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Ebenfalls im ersten Quartal 2018|19 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, als 86 %-Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, Wien, die bis dahin aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung ein nicht einbezogenes Tochterunternehmen war. Im Zuge der erstmaligen Einbeziehung mittels Vollkonsolidierung ist ein Unterschiedsbetrag von 321 t€ zwischen dem übernommenen

Nettovermögen und den Anschaffungskosten in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Ebenfalls im Q1 2018|19 hat AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásárosnamény|Ungarn, 100 % der Anteile an Brix Trade Kft., Nagykálló|Ungarn, erworben. Die Gesellschaft vertreibt und erzeugt Fruchtsaftkonzentrate und wurde im Q1 2018|19 erstmalig erstmalig vollkonsolidiert.

Weiters fand am 2. Juli 2018 das Closing des Erwerbes von Elafruits SPA, Akbou|Algerien, statt. An der Gesellschaft wurden 48,97 % der Anteile durch AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, erworben. Elafruits SPA wird im Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG aufgrund bestehender Managementverträge mit Stimmrechtsmehrheit vollkonsolidiert. Das Unternehmen erzielte mit seinen rund 100 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von rund 7 Mio. € mit Standard-Fruchtzubereitungen für Joghurts und Eiscremen sowie der Herstellung von Fruchtpürees und Grundstoffen für die Getränkeindustrie. Durch den Erwerb werden Produktionskapazitäten in der Nähe von Großkunden erweitert und die globale Marktführerschaft bei Fruchtzubereitungen gefestigt.

Anbei die Auswirkungen der beiden Erwerbe auf den AGRANA-Konzern:

t€ Buchwerte zum
Erwerbszeit
punkt
Langfristiges Vermögen 8.364
Vorräte 2.159
Forderungen und andere Vermögenswerte 2.327
Flüssige Mittel 532
Summe Vermögen 13.382
Anschaffungskosten
zahlungswirksam
5.855
Passiver Unterschiedsbetrag -11
Geschäfts-/Firmenwert 432
abzüglich nicht beherrschende Anteile -4.089
Nettovermögen (Eigenkapital) 9.523
abzüglich kurzfristige Schulden -1.859
abzüglich langfristige Schulden -2.000

Im H1 2018|19 wurden die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft HungranaTrans Kft., Szabadegyháza|Ungarn, mit HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza|Ungarn, sowie die vollkonsolidierte AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., São Paulo|Brasilien, mit AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo|Brasilien, verschmolzen.

Insgesamt wurden zum Quartalsstichtag neben der Muttergesellschaft 65 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2018: 62 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (28. Februar 2018: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Saisonalität des Geschäftes

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im H1 2018|19 63,0 Mio. € (Vorjahr: 130,6 Mio. €). Dieser Rückgang war v.a. auf deutlich rückläufige Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Stärke zurückzuführen. Im Segment Zucker war ein Sonderergebnis von -0,8 Mio. € aufgrund von Reorganisationsmaßnahmen enthalten.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr (-8,9 Mio. €) auf -10,9 Mio. €, was im Wesentlichen auf ein schwächeres Währungsergebnis zurückzuführen war.

Das Konzernergebnis betrug 39,9 Mio. € (Vorjahr: 97,3 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

Von Anfang März bis Ende August 2018 sank der Finanzmittelbestand um 17,3 Mio. € auf 103,7 Mio. €.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 127,6 Mio. € um -65,9 Mio. € deutlich geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Nettoveränderung resultierte v.a. aus einem geringeren Konzernergebnis.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -83,4 Mio. € (Vorjahr: -59,1 Mio. €) über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch den Ausbau der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich.

Im abgelaufenen H1 2018|19 konnte die Aufnahme einer langfristigen Finanzierung von 45,0 Mio. € sowie die Erhöhung einer syndizierten Kreditlinie um 40,0 Mio. € die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe von -65,0 Mio. € überkompensieren. Trotz der auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallenen höheren Dividende in Höhe von 70,3 Mio. € (Vorjahr: 62,5 Mio. €) gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen verbesserten Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -58,9 Mio. € (Vorjahr: -156,0 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 28. Februar 2018 um 92,0 Mio. € auf 2.264,4 Mio. € gesunken. Der Rückgang auf der Aktivseite war primär bedingt durch einen stark reduzierten Vorratsbestand bei einer gegenläufigen Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sachanlagen. Auf der Passivseite führten v.a. gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Reduktion der Gewinnrücklagen aufgrund verschlechterter Ergebnisse zur Reduktion der Bilanzsumme.

Mit einem Eigenkapital von 1.398,7 Mio. € (28. Februar 2018: 1.454,0 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 61,8 % (28. Februar 2018: 61,7 %).

Finanzinstrumente

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erfüllt die Sicherungsbeziehung die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In der Tabelle auf der Seite 24 sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

  • In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
  • In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.
  • In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

31. August 2018
t€
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Wertpapiere (langfristig gehalten) 13.646 0 5.611 19.257
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert (Sicherungsinstrumente)
2.870 18 0 2.888
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung
0 2.578 0 2.578
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 44 0 0 44
Finanzielle Vermögenswerte 16.560 2.596 5.611 24.767
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert (Sicherungsinstrumente)
0 319 0 319
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung
84 6.375 0 6.459
Finanzielle Verbindlichkeiten 84 6.694 0 6.778
31. August 2017
t€
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Wertpapiere (langfristig gehalten) 13.473 0 4.398 17.871
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert (Sicherungsinstrumente)
3.290 1.640 0 4.930
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung
46 5.853 0 5.899
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 43 0 0 43
Finanzielle Vermögenswerte 16.852 7.493 4.398 28.743
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert (Sicherungsinstrumente)
1.559 0 0 1.559
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung
0 5.862 0 5.862
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.559 5.862 0 7.421

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

31. August 2018
t€
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 299.169 299.498
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 85.000 84.519
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 188 194
Finanzverbindlichkeiten 384.357 384.211
31. August 2017
t€
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 129.016 131.966
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 257.227
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.834 2.851
Finanzverbindlichkeiten 381.850 392.044

Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2017|18 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 148 bis 151.

Mitarbeiter1

Im H1 2018|19 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.461 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.854 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf einen höheren Bedarf an Saisonarbeitskräften im Segment Frucht sowie den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Kreditbeziehungen mit Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss haben sich auf 40,0 Mio. € (28. Februar 2018: 0,0 Mio. €) erhöht und Kreditbeziehungen gegenüber

verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe haben sich auf 85,0 Mio. € (28. Februar 2018: 151,3 Mio. €) reduziert. Neben der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker-Gruppe von 66,3 Mio. € ist die weitere Veränderung auf übliche Finanzdispositionen zurückzuführen. Umsatzerlöse gegenüber der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen reduzierten sich auf 47,2 Mio. € (Vorjahr: 95,2 Mio. €). Die übrigen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen unterlagen seit dem 28. Februar 2018 bzw. dem Vergleichszeitraum des Vorjahres keinen wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2017|18 verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente

Erklärung des Vorstandes

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bwezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 1. Oktober 2018

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung

Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance

Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik

Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision

Weitere Informationen

Kapitalmarktkalender

10. Jänner 2019 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2018 19
13. Mai 2019 Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 19
(Bilanzpressekonferenz)
25. Juni 2019 Nachweisstichtag "Hauptversammlung"
5. Juli 2019 Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2018 19
10. Juli 2019 Ex-Dividenden-Tag
11. Juli 2019 Ergebnisse des ersten Quartals 2019 20
11. Juli 2019 Nachweisstichtag "Dividenden"
12. Juli 2019 Dividenden-Zahltag
10. Oktober 2019 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2019 20
14. Jänner 2020 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2019 20

Kontakt

AGRANA Beteiligungs-AG Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Bericht über das erste Halbjahr 2018|19:

Veröffentlicht am 11. Oktober 2018 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1

AGRANA 2017|18 Online: https://reports.agrana.com

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

BETREFFEND DER AUSSAGEN IM PROGNOSEBERICHT GELTEN FOLGENDE SCHRIFTLICHE UND BILDLICHE WERTAUSSAGEN:

Wertaussage Visualisierung Wertmässige Veränderung in Zahlen
Stabil 0% bis +1% oder 0% bis -1%
Leicht ä oder  Mehr als +1% bis +5% oder mehr als -1% bis -5%
Moderat  oder  Mehr als +5% bis +10% oder mehr als -5% bis -10%
Deutlich  oder  Mehr als +10% oder mehr als -10%

Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2017|18, Seite 184, verwiesen.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Dieser Zwischenbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.

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