Quarterly Report • Jul 13, 2017
Quarterly Report
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Für AGRANA positive Aussichten für das restliche Geschäftsjahr
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
AGRANA ist optimistisch in das neue Geschäftsjahr 2017|18 gegangen und in den ersten drei Monaten wurden unsere Erwartungen übertroffen. Wir konnten im ersten Quartal das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 47,0 Mio. € im Vorjahr auf 69,8 Mio. € verbessern. Die Umsatzerlöse nach drei Monaten stiegen leicht von 665,5 Mio. € auf 684,2 Mio. €.
Vor allem die sehr positive Ethanolpreisentwicklung im Segment Stärke, aber auch bessere Ergebnisse im Segment Zucker trugen zur Steigerung des Konzern-EBITs bei. Auch das Ergebnis im Segment Frucht übertraf das Niveau des Vorjahres.
Die positive Entwicklung im Ethanolgeschäft möchten wir zum Anlass nehmen, daran zu erinnern, dass eine höhere Beimischung von Ethanol zu Benzin (E 10) in Österreich nicht nur Treibhausgase (200.000 Tonnen CO2), sondern auch die Feinstaubbelastung aus Benzin-Motoren um ein Drittel reduzieren würde. Unabhängig von der Ethanolproduktion verfolgen wir im Segment Stärke weiter primär unsere Spezialitätenstrategie, denn Veredelungstiefe heißt höhere Wertschöpfung.
Das Ziel der 100%igen Nutzung wertvoller landwirtschaftlicher Rohstoffe sichern wir durch die Aufwertung der Nebenprodukte im Segment Stärke (Proteine), aber auch im Segment Zucker (Melasseentzuckerung und Betain-Gewinnung) weiter ab. Die EU hat einen Getreideüberschuss und importiert Eiweißkonzentrat, das überwiegend aus GVO-Soja stammt. In AGRANAs Stärke- und Bioethanol-Anlagen fallen GVO-freie Eiweißkonzentrate auf Basis Mais und Weizen an, die Soja-Importe um rund ein Drittel reduzieren.
Aufgrund des erfreulichen Marktwachstums in China im Segment Frucht wollen wir weitere Kapazitäten für Fruchtzubereitungen schaffen. Im Mai wurde die Gründung einer neuen Gesellschaft im Süden Chinas, in der Region Shanghai, beschlossen. Die Vorbereitungen zum Bau dieses zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China haben begonnen.
Trotz der Erwartung eines herausfordernden Marktumfeldes im zweiten Halbjahr im Segment Zucker hebt AGRANA aufgrund verbesserter Aussichten im Segment Stärke die Erwartung für das EBIT im Geschäftsjahr 2017|18 von "moderat" auf "deutlich" über Vorjahr an.
Ihr
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Entwicklung im ersten Quartal 2017|18
| Finanzkennzahlen AGRANA-Konzern in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2017 18 |
Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 684,2 | 665,5 |
| EBITDA1 | 77,6 | 58,1 |
| Operatives Ergebnis | 59,7 | 40,6 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
10,1 | 6,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 69,8 | 47,0 |
| EBIT-Marge | 10,2% | 7,1% |
| Finanzergebnis | -4,8 | -7,5 |
| Ertragsteuern | -14,1 | -8,7 |
| Konzernergebnis | 50,9 | 30,8 |
| Ergebnis je Aktie | 3,16 | 2,072 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Q1 2017|18 (1. März bis 31. Mai 2017) mit 684,2 Mio. € um 2,8 % über dem Vorjahr, wobei der Umsatzanstieg zum größten Teil auf das Segment Stärke zurückzuführen war.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Quartal 2017|18 69,8 Mio. € und war damit deutlich besser (+48,5 %) als im Vorjahr. Im Segment Stärke stieg das EBIT v.a. aufgrund einer positiven Entwicklung im Ethanolgeschäft deutlich (+92,8 %) auf 26,6 Mio. €.
Im Segment Zucker führten v.a. im Vergleich zum Vorjahr höhere Verkaufspreise ebenfalls zu einer Verbesserung des Ergebnisses auf 18,1 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €). Das EBIT im Segment Frucht konnte moderat (+8,2 %) auf 25,1 Mio. gesteigert werden. Das Finanzergebnis betrug im Q1 2017|18 -4,8 Mio. € (Vorjahr: -7,5 Mio. €), wobei die positive Veränderung, trotz eines schwächeren Währungsergebnisses, auf die Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung im Vorjahr in der Ukraine (Segment Frucht) zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 14,1 Mio. €, einer Steuerquote von rund 21,7 % (Vorjahr: 22,0 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 50,9 Mio. € (Vorjahr: 30,8 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg auf 3,16 € (Vorjahr: 2,072 €).
Im ersten Quartal 2017|18 investierte AGRANA in Summe 21,5 Mio. €, das waren um 2,9 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| in Mio. € | Q1 2017 18 | Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Zucker | 3,7 | 3,6 |
| Stärke | 13,7 | 11,7 |
| Frucht | 4,1 | 3,3 |
| Konzern | 21,5 | 18,6 |
4
2 Im Vorjahr wurde das Ergebnis je Aktie noch auf Basis der damaligen Aktienzahl von 14.202.040 Stück gerechnet (Aktienanzahl per 31. Mai 2017: 15.622.244 Stück).
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
3 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Diverse Projekte über alle 40 Produktionsstandorte hinweg
Zusätzlich wurden im Q1 2017|18 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 2,1 Mio. € (100%; Vorjahr: 2,9 Mio. €) getätigt.
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg im Q1 2017|18 v.a. aufgrund des verbesserten Konzernergebnisses auf 82,9 Mio. € (Vorjahr: 54,4 Mio. €). Nach einem geringeren Aufbau des Working Capitals um 61,0 Mio. € (Vorjahr: 103,8 Mio. €) - v.a. infolge eines stärkeren Abbaus von Vorräten und eines niedrigeren Aufbaus von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - erreichte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2017|18 7,4 Mio. € (Vorjahr: -61,8 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -21,2 Mio. € (Vorjahr: -18,7 Mio. €). Der Abbau von Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr: Aufbau) im ersten Quartal 2017|18 spiegelt sich im höheren Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 48,6 Mio. € (Vorjahr: Cashzufluss von 64,4 Mio. €) wider.
Bei einer gegenüber dem Bilanzstichtag 2016|17 moderat gesunkenen Bilanzsumme zum 31. Mai 2017 in Höhe von 2,35 Mrd. € (28. Februar 2017: 2,48 Mrd. €) stieg die Eigenkapitalquote um 5 Prozentpunkte auf 61,9 % (28. Februar 2017: 56,9 %).
Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe de facto unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um knapp 10 %, wobei v.a. die Vorräte und die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente deutlich zurückgingen. Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Schulden v.a. aufgrund des Aufbaus von Finanzverbindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden sanken markant, wobei der Abbau von Finanzverbindlichkeiten und von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten dem saisonalen, kampagnenbedingten Geschäftsverlauf entsprach.
Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2017 lagen mit 262,6 Mio. € um 22,7 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2016|17. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 18,0 % (28. Februar 2017: 17,0 %).
| Kennzahlen zur Aktie | Q1 2017 18 |
|---|---|
| Höchstkurs (1. März 2016) | 107,00 € |
| Tiefstkurs (21. April 2017) | 92,32 € |
| Ultimokurs (31. Mai 2017) | 102,15 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 89,15 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.595,8 Mio. € |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 106,00 € in das Geschäftsjahr 2017|18 und schloss zum Ultimo Mai 2017 mit 102,15 €, was einem leichten Minus von 3,63 % entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 13,7 %.
Erfreulich war die Entwicklung in der Liquidität der Aktie aufgrund der im Februar 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung. Die Zahl der durchschnittlich gehandelten Stücke1 pro Tag konnte auf rund 27.300 Stück (Vorjahr: rund 1.100 Stück) deutlich gesteigert werden.
1 Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo Mai 2017 1.595,8 Mio. € bei einer Aktienanzahl von 15.622.244 Stück.
Auch im ersten Quartal 2017|18 trat AGRANA regelmäßig mit Investoren, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf institutionelle Anleger u.a. in Frankfurt, Hamburg, London, Paris, Warschau und Zürich.
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2017 18 |
Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 178,4 | 178,4 |
| EBITDA1 | 22,1 | 12,7 |
| Operatives Ergebnis | 18,5 | 9,1 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
-0,4 | 0,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 18,1 | 10,0 |
| EBIT-Marge | 10,2 % | 5,6 % |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse im Q1 2017|18 mit 178,4 Mio. € auf Vorjahresniveau. Einer positiven Entwicklung durch im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zuckerverkaufspreise standen geringere Zuckerverkaufsmengen gegenüber.
Das höhere EBIT von 18,1 Mio. € im Q1 2017|18 (Vorjahr: 10,0 Mio. €) ist insbesondere auf gegenüber dem Vorjahr gestiegene Verkaufspreise zurückzuführen.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 19. Juni 2017 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 (Oktober 2017 bis September 2018) mit einem Überschuss von rund 4,9 Mio. Tonnen (ZWJ 2016|17: Defizit von rund 4,7 Mio. Tonnen). Nach sechs Jahren mit global wachsenden Beständen folgten zwei Jahre (inkl. ZWJ 2016|17) mit einem deutlichen Defizit. Im neuen ZWJ 2017|18 soll es aufgrund einer höheren Produktion nach aktuellen Schätzungen wieder zu einer Überschusssituation kommen.
Gab es bei einer sehr volatilen Zuckerweltmarktpreisentwicklung im Geschäftsjahr 2016|17 noch ein Vier-Jahres-Hoch im September bzw. Oktober 2016 mit 612,0 \$ pro Tonne Weißzucker und 524,9 \$ pro Tonne Rohzucker, so zeigten die Notierungen bei hoher Volatilität in den Folgemonaten seit Ende Februar 2017 eine sinkende Tendenz, die sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2017|18 weiter verschärfte. Gründe dafür sind u.a. ein weiterhin starker US-Dollar und die letzten Einschätzungen betreffend eines Zuckerüberschusses im ZWJ 2017|18. Weiters zeigen institutionelle Investmentfonds, speziell seit Beginn des Kalenderjahres 2017, ein stark verändertes Investitionsverhalten, welches zusätzlichen Druck auf den Zuckerweltmarkt ausübt. Sollte es nicht zu signifikanten Wetterphänomenen wie z.B. einem El Niño kommen, ist aus heutiger Sicht mit guten bis sehr guten Ernten in den Hauptanbauregionen für Zuckerrohr zu rechnen.
Am Ende des Berichtszeitraumes (31. Mai 2017) notierte Weißzucker bei 434,80 \$ pro Tonne und Rohzucker bei rund 327,83 \$ pro Tonne.
Die ersten Prognosen für die Zuckerrübenernte 2017|18 gehen von einem Anstieg der Anbauflächen um 16 % in Europa aus.2 Offen bleibt jedoch die Frage der tatsächlich zu erwartenden Erntemenge, da diese auch vom weiteren Witterungsverlauf abhängt.3
Die Zuckerimporte erreichten im vergangenen ZWJ ein niedriges Niveau, was auf die zu der Zeit hohen Weltmarktpreise bei niedrigeren EU-Preisen zurückzuführen war. Entsprechend niedrig sieht die Europäische Kommission den Lagerendbestand für das ZWJ 2016|17. Außerordentliche Marktmaßnahmen wurden jedoch bis Ende Mai 2017 als nicht notwendig erachtet.2
2 F.O. Licht Vol. 149, No. 13 / 8. Mai 2017
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
3 F.O. Licht Vol. 149, No. 14 / 18. Mai 2017
Ab dem 1. Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Die wesentlichsten Veränderungen stellen hierbei die Abschaffung der Produktionsquoten für Zucker und Isoglukose wie auch die Abschaffung der Rübenmindestpreise dar.
Die EU sieht jedoch weiterhin eine Vertragspflicht zwischen der Zuckerindustrie und den Zuckerrübenerzeugern ebenso vor wie die Option, Marktmaßnahmen zu ergreifen, wenn diese für notwendig erachtet werden. Somit ist das Ergreifen von Sondermaßnahmen durch die Europäische Kommission bei Krisen nach wie vor möglich. Die private Lagerhaltung, mit der die Kommission temporär Zucker vom Markt nehmen kann, ist eines dieser Instrumente.
Als wesentliches Element der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes wird es für die Europäischen Zuckerproduzenten ab dem 1. Oktober 2017 nunmehr freie Exportmöglichkeiten geben.
Bestehen bleiben die Importzölle von 419 € pro Tonne Weißzucker bzw. 339 € pro Tonne Rohzucker für den Marktzugang für Drittländer aus Nicht-Präferenzstaaten. Die Präferenzabkommen (zollfreier Zugang) mit den LDCs/AKP-Staaten (Least Developed Countries/ African, Caribbean and Pacific Group of States) bleiben weiterhin aufrecht, wie auch die zollfreien bzw. zollreduzierten Präferenzimporte unter Berücksichtigung der Mengenbegrenzungen.
Die ersten Verhandlungen seit 2012 zum Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay und Venezuela) wurden im Oktober 2016 aufgenommen. Die nächsten Verhandlungsrunden werden im Juli 2017 in Brüssel stattfinden. Der Verband der Europäischen Zuckerindustrie möchte Zucker und hoch-zuckerhaltige Produkte aus den Verhandlungen ausschließen, da Brasilien beispielweise bereits über einen zollbegünstigten Zugang zum EU-Zuckermarkt verfügt. Neben den Mercosur-Staaten wird derzeit auch mit Japan, den Philippinen und Indonesien über Freihandelsabkommen verhandelt. Mit Mexiko wird aktuell über eine Modernisierung des bestehenden Freihandelsabkommens diskutiert. Auch mit Australien und Neuseeland will die Europäische Kommission 2017 die Verhandlungen zu Freihandelsabkommen aufnehmen.
Der Zuckerabsatz lag im ersten Quartal mengenmäßig unter dem Vorjahreswert und preislich deutlich über der Vergleichsperiode. Im Laufe des zweiten Quartals und mit Beginn der Obsternten ist mit einer steigenden Nachfrage im Groß- und Einzelhandel zu rechnen. Die an die Industrie gelieferten Mengen lagen auf Vorjahresniveau. Diese Lieferungen erfolgten v.a. im Rahmen bestehender Vereinbarungen, da aufgrund hoher Einkaufspreise (Roh- und Weißzucker) des letzten Halbjahres, zusätzliche Verkäufe – basierend auf Zukäufen – nur eingeschränkt getätigt werden können. Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Drittlandexport war auf hohe Weltmarktpreise zurückzuführen. Zudem entwickelte sich die Vermarktung von Zuckerspezialitäten und Bio-Produkten weiter positiv.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte und schlussendlich auch angebaute Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2017 rund 96.200 Hektar, das sind um rund 1.600 Hektar mehr als im Vorjahr. Auf Grundlage biologischer Landwirtschaft wurden in Österreich auf rund 1.200 Hektar, in den anderen AGRANA-Ländern auf rund 500 Hektar Zuckerrüben angebaut.
Im Großteil der Anbauregionen hat die Aussaat infolge des gemäßigten Winters zeitig begonnen und konnte aufgrund trockener und warmer Anbaubedingungen rasch abgeschlossen werden. Rund 2.300 Hektar Zuckerrüben wurden infolge von tierischen Schädlingen, Verkrustung und Trockenheit umgebrochen, davon wurden rund 500 Hektar nicht mehr nachgebaut. Ein vergleichsweiser kühler und trockener Monat April führte zu einer eher langsamen "Jugendentwicklung" der Rübenbestände. Niederschläge und sehr warme Temperaturen im Mai haben sich wiederrum sehr positiv auf das Rübenwachstum ausgewirkt. Die bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen lassen in allen Ländern durchschnittliche Rübenerträge erwarten.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2017 18 |
Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 194,8 | 179,4 |
| EBITDA1 | 21,8 | 13,7 |
| Operatives Ergebnis | 16,1 | 8,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
10,5 | 5,5 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 26,6 | 13,8 |
| EBIT-Marge | 13,7 % | 7,7 % |
Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2017|18 in Höhe von 194,8 Mio. € lagen um 8,6 % über dem Vorjahreswert. Positiv wirkten sich v.a. höhere Absatzmengen bei Stärken und gestiegene Bioethanolpreise aus, während die Nebenproduktumsätze rückläufig waren.
Mit einem EBIT in Höhe von 26,6 Mio. € konnte das Vorjahresergebnis um 92,8 % übertroffen werden; entsprechend stark stieg auch die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes nach nur einem Quartal auf 13,7 % nach 7,7 % in der Vergleichsperiode. Ergebnisverbessernd wirkten sich vorrangig die hohen Notierungen für Bioethanol aus. Zusätzlich erhöhte sich der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA u.a. aufgrund des positiven Effekts aus dem mehr als halbierten Körperschaftssteuersatz in Ungarn.
Der Lebensmittelbereich entwickelte sich absatzseitig stabil und die Preise bei nativen und modifizierten Stärkeprodukten bewegten sich seitwärts.
Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen herrscht im Hinblick auf die Liberalisierung des Zuckermarktes ab Oktober 2017 ein hoher Wettbewerbsdruck. Der eingetretene Preisaufwärtstrend bei Zucker fand sich daher nur partiell in den Abschlüssen bei Stärkeverzuckerungsprodukten wieder.
Der Papier- und Wellpappebereich ist durch eine gute Nachfrage gekennzeichnet. Treiber für diese positive Entwicklung sind die gestiegenen Produktionsvolumina in Europa und auch die erhöhten Exportvolumina von Papier und Verpackungsmaterialien.
Das Bioethanolgeschäft ist anhaltend volatil. In jüngster Zeit konnte ein engeres Nachfrage-Angebotsverhältnis in der EU und damit einhergehend eine Erholung der Preissituation beobachtet werden. Insgesamt ist aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren auf die Bioethanolnotierungen (Angebot-Nachfrage, US-Dollar vs. Euro, Importe etc.) von weiterhin hohen Preisschwankungen auszugehen.
Bei den Nebenprodukten wiesen Hochproteine eine feste Preistendenz auf. Insbesondere vitaler Weizengluten zeigte feste Preise, da schwache Ernten in Nordwesteuropa, v.a. aber auch ausbleibende Importmengen aus China, den Markt stabilisierten. Hier sind es v.a. die Bereiche Fischfutter und Heimtiernahrung, die für positive Marktimpulse sorgen. Mittelproteine (Actiprot® oder Maiskleberfutter) orientieren sich hingegen stark an den Getreide- und Maismärkten und unterliegen daher einem stärkeren Preisdruck.
Der internationale Getreiderat (IGC2 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2017|18 per 25. Mai 2017 auf 2,05 Mrd. Tonnen, die damit um rund 67 Mio. Tonnen unter dem Vorjahr und rund 33 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 736 Mio. Tonnen (Vorjahr: 754 Mio. Tonnen; Verbrauch 2017|18: 738 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.026 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.065 Mio. Tonnen; Verbrauch 2017|18: 1.054 Mio.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 International Grains Council
8
Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreidebestände werden um rund 34 Mio. Tonnen auf 479 Mio. Tonnen sinken.
Die Getreideproduktion der EU wird von Strategie Grains per 18. Mai 2017 auf rund 302 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 296 Mio. Tonnen). Dazu trägt die Weichweizenernte rund 143 Mio. Tonnen bei und ist damit höher als die Ernte 2016 (136 Mio. Tonnen). Die Maisernte 2017 in der EU wird bei 60 Mio. Tonnen erwartet, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht.
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) bewegten sich seit Anfang März 2017 seitwärts und lagen am 31. Mai 2017 bei rund 170 € je Tonne Mais und 167 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 168 € bzw. 165 € je Tonne).
Für das Anbaujahr 2017 wurden im Kartoffelstärkebereich mit rund 1.400 Landwirten Kontrakte über 287.000 Tonnen (Vorjahr: 256.000 Tonnen) Stärkeund Biostärkeindustriekartoffeln abgeschlossen. Die Kontrakte für Speiseindustriekartoffeln wurden mit 10.800 Tonnen gegenüber dem Vorjahr um rund 2.300 Tonnen reduziert, während jene für Bio-Speiseindustriekartoffeln auf 6.400 Tonnen (Vorjahr: 5.700 Tonnen) erhöht wurden.
Der Rohstoffeinkauf für die österreichischen Stärkefabriken in Aschach (Mais) und Pischelsdorf (Weizen) aus der Ernte 2016 ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Für den Anbau 2017 wurden im Spezialmais-Bereich (Bio-Mais, Wachsmais, zertifiziert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 94.000 Tonnen (Vorjahr: 136.000 Tonnen) fixiert. Die Rohstoffpreise lagen im ersten Quartal des Geschäftsjahres auf dem erwarteten Niveau.
Im Bereich Bioethanol wurde der Getreide- und Maiseinkauf für das Werk in Pischelsdorf bis zur neuen Ernte zum Großteil fixiert. Die Rohstoffversorgung im Geschäftsjahr 2017|18 ist inklusive der Ethanolgetreideanbauverträge mit rund 70 % gegeben.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) wird die gesamte Maisverarbeitung 2017|18 (100 %) voraussichtlich 1,17 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,15 Mio. Tonnen) betragen. HUNGRANA ist ausgehend von der Basisverarbeitungsmenge zu mehr als 60 % mit Rohstoff gedeckt. Die verbleibende Menge wird sich zum Großteil aus Nassmais sowie Trockenmais aus der neuen Ernte zusammensetzen.
In Rumänien ist der Rohstoff-Einkauf bis zum Beginn der neuen Ernte im September 2017 abgeschlossen.
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2017 18 |
Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 311,0 | 307,7 |
| EBITDA1 | 33,7 | 31,7 |
| Operatives Ergebnis | 25,1 | 23,2 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 25,1 | 23,2 |
| EBIT-Marge | 8,1 % | 7,5 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht stiegen im ersten Quartal 2017|18 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 311,0 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen waren bei stabilen Absätzen gestiegene Verkaufspreise und vorteilhafte Fremdwährungseffekte (v.a. Osteuropa, in den USA, Brasilien und Korea) für den Umsatzanstieg verantwortlich. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate waren die Umsatzerlöse aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise und damit einhergehend auch niedrigerer Konzentratpreise aus der Ernte 2016 (im Vergleich zu 2015) rückläufig.
Das EBIT erreichte nach drei Monaten 25,1 Mio. € und lag damit um 8,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Sowohl das Fruchtsaftkonzentratgeschäft – u.a. durch eine positive Mengen- und Margenentwicklung bei Getränkegrundstoffen - aber auch der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen trugen zur Ergebnisverbesserung bei.
Der Markt für Fruchtzubereitungen zeigt bei löffelbaren Fruchtjoghurts eine Wachstumsrate für das Kalenderjahr 2017 von rund 1 %. Hier zeigt sich ein Bild von gesättigten Märkten in Europa und Nordamerika und wachsenden Märkten mit einer Wachstumsrate von 5,1 % im Mittleren Osten & Afrika sowie von 4,7 % in Asien. Der höchste Pro-Kopf-Verbrauch liegt nach wie vor in Nordamerika, Westeuropa und Australien. Der globale Trend hin zu höherem Gesundheitsbewusstsein zeigt sich v.a. aufgrund der Nachfrage nach proteinreichen Produkten, Joghurts mit Cerealien oder Samen sowie Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen.
Bei trinkbaren Joghurts kann man weiterhin weltweit einen Wachstumstrend von 5,3 % erkennen. Besonders die Regionen Asien und Mittlerer Osten & Afrika weisen überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Der Trend zum trinkbaren Joghurt setzt sich auch in den USA mit einer Wachstumsrate von 5,9 % fort. Der höchste Pro-Kopf-Verbrauch liegt derzeit in Osteuropa, Lateinamerika und Westeuropa.
Der globale Markt für Eiscreme zeigt eine leicht positive Entwicklung mit einem erwarteten Wachstum von zuletzt 1,7 %, die jedoch laut Prognosen bis 2020 auf über 2 % ansteigen soll. Die höchste Pro-Kopf-Konsumation von Eiscreme weisen Nordamerika und Australien aus. Wachstumsregionen sind der Mittlere Osten & Afrika sowie – trotz eines bereits hohen Verbrauches – Australien. In Westeuropa ist im Bereich Frozen Joghurt deutliches Wachstum zu sehen.
Im Bereich der Backwaren kann ebenfalls von einem Wachstumstrend ausgegangen werden. Vor allem im Snacking-Bereich soll der Markt global um 2,1 % wachsen.
Bei Apfelsaftkonzentrat haben sich die Preise im ersten Quartal 2017|18 in Europa aufgrund der gestiegenen Nachfrage bei derzeit begrenzten Angebotsmengen in den Hauptanbaugebieten auf einem soliden Niveau stabilisiert. Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2016 bestehen aktuell keine nennenswerten Vermarktungs- bzw. Preisrisiken.
Die für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen relevanten Erdbeerernten in den mediterranen Klimazonen sind nahezu abgeschlossen. Eine witterungsbedingt verzögerte Ernte in Spanien und Marokko sowie ein lebhaftes Frischmarktaufkommen verzögerten den Beginn der Industrieproduktion und bewirkten ein Ansteigen der Rohstoffpreise.
Zwei Frosteinbrüche in den wichtigsten Kirsch- und Beerenregionen Europas werden v.a. bei Kirsche zu Ernteausfällen führen. Frühernten bei Himbeere sowie Erdbeere in Polen und Serbien sind ebenfalls massiv beeinflusst.
Im Bereich der tropischen Früchte verlief die Mangoernte in Indien gut, die Preise liegen tendenziell unter Vorjahr.
Die Fröste im April und Mai lassen Beeinträchtigungen der verfügbaren Rohstoffmengen für Fruchtsaftkonzentrate (Apfel, aber v.a. Sauerkirsche) erwarten. Eine genaue Abschätzung der Auswirkungen kann jedoch erst im Sommer erfolgen. Aus aktueller Sicht könnten die Rohstoffpreise bei einigen Hauptfruchtkategorien ansteigen.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 84 bis 88 des Geschäftsberichtes 2016|17.
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2016 17 ist |
2017 18 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.561,3 | |
| EBIT | 172,4 | |
| Investitionen1 | 114,7 | 140 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2017|18 beim Konzernumsatz von einem moderaten, beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von einem deutlichen Anstieg aus.
| Segment Zucker in Mio. € |
2016 17 ist |
2017 18 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 671,9 | |
| EBIT | 24,4 | |
| Investitionen1 | 23,3 | 32 |
Stabile Entwicklung 2
Deutlicher Anstieg 2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung stabiler Absatzmengen mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Verbesserte Margen sowie das im Sommer 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm lassen im Geschäftsjahr 2017|18 trotz der Erwartung eines herausfordernden Marktumfeldes im zweiten Halbjahr einen deutlichen Anstieg im EBIT gegenüber dem Vorjahr erwarten.
| Segment Stärke in Mio. € |
2016 17 ist |
2017 18 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 733,9 | |
| EBIT | 76,2 | |
| Investitionen1 | 57,6 | 54 |
Moderater Anstieg 2
Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2017|18 bei leicht steigenden Absatzmengen eine moderate Umsatzsteigerung. Trotz der hohen Volatilität der Ethanolnotierungen werden derzeit Verkaufspreise über dem Vorjahreswert erwartet, die zu einer Ergebnisverbesserung im Ethanolgeschäft führen sollten. Diese Entwicklung und eine konstante Margenerwartung für das übrige Produktportfolio lassen trotz Anlaufkosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Ausbauprojektes in Aschach|Österreich einen nunmehr moderaten EBIT-Anstieg erwarten.
| Segment Frucht in Mio. € |
2016 17 ist |
2017 18 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.155,5 | |
| EBIT | 71,8 | |
| Investitionen1 | 33,8 | 54 |
Moderater Anstieg 2
Deutlicher Anstieg 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2017|18 einen moderaten Umsatzanstieg und eine deutliche EBIT-Verbesserung. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung. Unterstützt durch den erwarteten Ergebnisbeitrag der im Q4 2016|17 erworbenen argentinischen Gesellschaft wird von einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016|17 ausgegangen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr bei einem moderaten Umsatzanstieg auch ein moderat über Vorjahr liegendes EBIT erwartet.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird in Summe mit rund 140 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 96 Mio. € liegen.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2017 (ungeprüft)
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) | Q1 2017 18 | Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Umsatzerlöse | 684.246 | 665.505 |
| Bestandsveränderungen | -112.382 | -87.731 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 535 | 624 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.176 | 7.210 |
| Materialaufwand | -360.862 | -394.078 |
| Personalaufwand | -72.453 | -66.982 |
| Abschreibungen | -17.883 | -17.515 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -73.668 | -66.465 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
10.053 | 6.426 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 69.762 | 46.994 |
| Finanzerträge | 16.558 | 8.204 |
| Finanzaufwendungen | -21.366 | -15.700 |
| Finanzergebnis | -4.808 | -7.496 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 64.954 | 39.498 |
| Ertragsteuern | -14.103 | -8.680 |
| Konzernergebnis | 50.851 | 30.818 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
49.369 | 29.446 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
1.482 | 1.372 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 3,16 € | 1,88 €1 |
| Ergebnis je Aktie bezogen auf die Aktienanzahl zum Bilanzstichtag | 3,16 € | 2,07 € |
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 33.64 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 18.
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) | Q1 2017 18 | Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Konzernergebnis | 50.851 | 30.818 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||
| ƒ Währungsdifferenzen |
-10.093 | -726 |
| ƒ zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern |
69 | 153 |
| ƒ Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern |
3.516 | 1.216 |
| ƒ Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
314 | -521 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen | -6.194 | 122 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern |
-182 | -6 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -6.376 | 116 |
| Gesamtergebnis | 44.475 | 30.934 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
43.042 | 30.285 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
1.433 | 649 |
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) | Q1 2017 18 | Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 82.924 | 54.426 |
| Veränderung des Working Capital | -60.980 | -103.844 |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -14.502 | -12.347 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 7.442 | -61.765 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -21.154 | -18.707 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -48.597 | 64.385 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -62.309 | -16.087 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | -2.310 | -49 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 198.429 | 109.375 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 133.810 | 93.239 |
| t€ | Stand am | Stand am | Stand am |
|---|---|---|---|
| Aktiva | 31.05.2017 | 28.02.2017 | 31.05.2016 |
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 280.276 | 282.319 | 240.570 |
| Sachanlagen | 736.454 | 738.907 | 681.103 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 83.112 | 72.745 | 66.812 |
| Wertpapiere | 18.842 | 18.826 | 18.715 |
| Beteiligungen | 894 | 1.051 | 1.090 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.486 | 7.115 | 9.331 |
| Aktive latente Steuern | 11.271 | 14.334 | 14.178 |
| 1.137.335 | 1.135.297 | 1.031.799 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 580.789 | 696.032 | 609.936 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 494.213 | 442.611 | 515.129 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 7.057 | 9.024 | 12.770 |
| Wertpapiere | 43 | 43 | 45 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 133.810 | 198.429 | 93.239 |
| 1.215.912 | 1.346.139 | 1.231.119 | |
| C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0 | 0 | 1.631 |
| Summe Aktiva | 2.353.247 | 2.481.436 | 2.264.549 |
| A. Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 | 103.210 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 | 411.362 |
| Gewinnrücklagen | 738.417 | 695.375 | 659.993 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.392.708 | 1.349.666 | 1.174.565 |
| Nicht beherrschende Anteile | 63.515 | 62.222 | 56.492 |
| 1.456.223 | 1.411.888 | 1.231.057 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 68.852 | 68.929 | 66.038 |
| Übrige Rückstellungen | 19.704 | 19.898 | 19.646 |
| Finanzverbindlichkeiten | 221.148 | 180.495 | 270.705 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 13.930 | 14.211 | 1.374 |
| Passive latente Steuern | 12.603 | 13.102 | 4.334 |
| 336.237 | 296.635 | 362.097 | |
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 38.828 | 43.454 | 27.860 |
| Finanzverbindlichkeiten | 194.138 | 276.681 | 327.054 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
306.768 | 430.009 | 301.625 |
| Steuerschulden | 21.053 | 22.769 | 14.856 |
| 560.787 | 772.913 | 671.395 | |
| Summe Passiva | 2.353.247 | 2.481.436 | 2.264.549 |
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) | Eigenkapital der | Nicht beherrschende | Summe |
|---|---|---|---|
| t€ | AGRANA-Aktionäre | Anteile | |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Stand am 1. März 2017 | 1.349.666 | 62.222 | 1.411.888 |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 3.585 | 0 | 3.585 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | -182 | 0 | -182 |
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | |||
| Verlust aus Währungsumrechnung | -9.730 | -49 | -9.779 |
| Sonstige Ergebnisse | -6.327 | -49 | -6.376 |
| Konzernergebnis | 49.369 | 1.482 | 50.851 |
| Gesamtergebnis | 43.042 | 1.433 | 44.475 |
| Dividendenausschüttung | 0 | -140 | -140 |
| Stand am 31. Mai 2017 | 1.392.708 | 63.515 | 1.456.223 |
| Stand am 1. März 2016 | 1.144.281 | 55.843 | 1.200.124 |
|---|---|---|---|
| Bewertungseffekte IAS 39 | 1.369 | 0 | 1.369 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
-6 | 0 | -6 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | -524 | -723 | -1.247 |
| Sonstige Ergebnisse | 839 | -723 | 116 |
| Konzernergebnis | 29.446 | 1.372 | 30.818 |
| Gesamtergebnis | 30.285 | 649 | 30.934 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | 0 | -1 |
| Stand am 31. Mai 2016 | 1.174.565 | 56.492 | 1.231.057 |
der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2017 (ungeprüft)
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) t€ |
Q1 2017 18 |
Q1 2016 17 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | ||
| Zucker | 200.249 | 199.078 |
| Stärke | 197.625 | 182.431 |
| Frucht | 311.166 | 307.846 |
| Konzern | 709.040 | 689.355 |
| Für das erste Quartal (1. März - 31. Mai) | Q1 | Q1 |
|---|---|---|
| t€ | 2017 18 | 2016 17 |
Ergebnisanteil von
Gemeinschaftsunternehmen1
| Konzern | 10.053 | 6.426 |
|---|---|---|
| Frucht | 0 | 0 |
| Stärke | 10.427 | 5.603 |
| Zucker | -374 | 823 |
| _ _ _ _ _ _________ |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | -24.794 | -23.850 |
|---|---|---|
| Frucht | -121 | -155 |
| Stärke | -2.770 | -3.038 |
| Zucker | -21.903 | -20.657 |
| Konzern | 684.246 | 665.505 |
|---|---|---|
| Frucht | 311.045 | 307.691 |
| Stärke | 194.855 | 179.393 |
| Zucker | 178.346 | 178.421 |
| Zucker | 18.501 | 9.145 |
|---|---|---|
| Stärke | 16.118 | 8.245 |
| Frucht | 25.090 | 23.178 |
| Konzern | 59.709 | 40.568 |
| Konzern | 69.762 | 46.994 |
|---|---|---|
| Frucht | 25.090 | 23.178 |
| Stärke | 26.545 | 13.848 |
| Zucker | 18.127 | 9.968 |
| Zucker | 3.724 | 3.569 |
|---|---|---|
| Stärke | 13.700 | 11.658 |
| Frucht | 4.044 | 3.367 |
| Konzern | 21.468 | 18.594 |
| Konzern | 8.692 | 8.449 |
|---|---|---|
| Frucht | 5.861 | 5.656 |
| Stärke | 920 | 864 |
| Zucker | 1.911 | 1.929 |
1 Nach der Equity-Methode bilanziert
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2017 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. Mai 2017 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2017 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 3. Juli 2017 aufgestellt.
Der Geschäftsbericht 2016|17 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2016|17 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 102 bis 105 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2017 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2016|17 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Aufgrund der Kapitalerhöhung im Q4 2016|17 gab es eine Anpassung des Vorjahreswertes des Ergebnisses je Aktie nach IFRS. Details zur Kapitalerhöhung finden sich auf Seite 131 des Geschäftsberichtes 2016|17.
Im Q1 2017|18 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis. Insgesamt wurden neben der Muttergesellschaft 60 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2017: 60 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (28. Februar 2017: zwölf Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im Q1 2017|18 69,8 Mio. € (Vorjahr: 47,0 Mio. €). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf deutlich verbesserte Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Stärke zurückzuführen.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um +2,7 Mio. €. Der Einmaleffekt aufgrund einer Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (Segment Frucht) in Höhe von -4,7 Mio. € belastete das Finanzergebnis im Vorjahreszeitraum. Der Wegfall dieser Wertberichtigung und ein um -1,9 Mio. € schlechteres Währungsergebnis im Q1 2017|18 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum führten zu einem Finanzergebnis von -4,8 Mio. € (Vorjahr: -7,5 Mio. €).
Das Konzernergebnis betrug 50,9 Mio. € (Vorjahr: 30,8 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende Mai 2017 sank der Finanzmittelbestand um 64,6 Mio. € auf 133,8 Mio. €.
Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 82,9 Mio. € um 28,5 Mio. € deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und v.a. auf deutlich bessere Ergebnisse der Segmente Zucker und Stärke zurückzuführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Q1 2017|18 7,4 Mio. € (Vorjahr: -61,8 Mio. €). Die Veränderung ist v.a. durch einen deutlich höheren Abbau an Vorratsvermögen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einem geringeren Aufbau an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr bedingt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -21,2 Mio. € (Vorjahr: -18,7 Mio. €) geringfügig höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Im Q1 2017|18 führte im Wesentlichen die vorzeitige Rückführung des Schuldscheindarlehens von 83,5 Mio. € sowie die Aufnahme eines Förderdarlehens in Höhe von 41,5 Mio. € zur Finanzierung des Ausbaus der Stärkeaktivitäten zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 48,6 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum führte hingegen v.a. die Inanspruchnahme einer syndizierten Kreditlinie einerseits und die Rückführung einer Tranche des Schuldscheindarlehens zu einem positiven Finanzierungscashflow von 64,4 Mio. €.
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 28. Februar 2017 um -128,2 Mio. € auf 2.353,2 Mio. € moderat geringer. Der Rückgang auf der Aktivseite war einerseits bedingt durch einen stark reduzierten Vorratsbestand und deutlich geringere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie gegenläufig bedingt durch gestiegene Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und eine Erhöhung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite führten v.a. deutlich gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in Summe geringere Finanzverbindlichkeiten sowie gegenläufig ein Anstieg der Gewinnrücklagen aufgrund des verbesserten Ergebnisses zur Reduktion der Bilanzsumme.
Mit einem Eigenkapital von 1.456,2 Mio. € (28. Februar 2017: 1.411,9 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende Mai 2017 61,9 % (28. Februar 2017: 56,9 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
| 31. Mai 2017 t€ |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 13.554 | 0 | 4.398 | 17.952 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
3.455 | 172 | 0 | 3.627 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
1.887 | 5.127 | 0 | 7.014 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 43 | 0 | 0 | 43 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 18.939 | 5.299 | 4.398 | 28.636 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
54 | 123 | 0 | 177 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
0 | 4.684 | 0 | 4.684 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 54 | 4.807 | 0 | 4.861 |
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| 31. Mai 2016 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 13.421 | 0 | 4.404 | 17.825 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
89 | 0 | 0 | 89 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
1.828 | 494 | 0 | 2.322 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 45 | 0 | 0 | 45 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.383 | 494 | 4.404 | 20.281 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
1.712 | 0 | 0 | 1.712 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
362 | 6.715 | 0 | 7.077 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 2.074 | 6.715 | 0 | 8.789 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten,
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| 31. Mai 2017 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 162.312 | 165.368 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 257.892 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.973 | 3.132 |
| Finanzverbindlichkeiten | 415.285 | 426.392 |
| 31. Mai 2016 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 430.000 | 432.993 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 165.000 | 169.137 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.759 | 2.910 |
| Finanzverbindlichkeiten | 597.759 | 605.040 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2016|17 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 144 bis 147.
Im Q1 2017|18 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.692 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.449 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung der Personalzahl war v.a. auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich, einen höheren Bedarf an Saisonarbeitskräften in Mexiko und China sowie den Einbezug der neuen argentinischen Gesellschaften (seit Q4 2016|17) zurückzuführen.
Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2017 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2016|17 verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 3. Juli 2017
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations
Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
AGRANA 2016|17 Online:
Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
BETREFFEND DER AUSSAGEN IM PROGNOSEBERICHT GELTEN FOLGENDE SCHRIFTLICHE UND BILDLICHE WERTAUSSAGEN:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmässige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0% bis +1% oder 0% bis -1% |
| Leicht | ä oder | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als -1% bis -5% |
| Moderat | oder | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als -5% bis -10% |
| Deutlich | oder | Mehr als +10% oder mehr als -10% |
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2016|17, Seite 183, verwiesen.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
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