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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jul 7, 2016

733_10-q_2016-07-07_c0b0eddc-9b3d-4ecf-a0d0-adb02da548c5.pdf

Quarterly Report

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über das erste Quartal 2016|17

Überblick über das erste Quartal 2016|17

  • Deutliche Verbesserung des Ergebnisses der Betriebstätigkeit (EBIT)
  • Umsatz: 665,5 Mio. € (Vorjahr: 612,7 Mio. €)
  • EBIT: 47,0 Mio. € (Vorjahr: 31,5 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 7,1 % (Vorjahr: 5,1 %)
  • Konzernergebnis: 30,8 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €)
  • Eigenkapitalquote: 54,4 % (29. Februar 2016: 53,5 %)
  • Gearing1 : 39,5 % (29. Februar 2016: 33,8 %)
  • Mitarbeiter (FTEs)2 : 8.449 (Vorjahr: 8.953)

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)

Inhaltsverzeichnis

3 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

4 Konzernlagebericht

11 Konzernzwischenabschluss

20 Erklärung des Vorstandes

21 Weitere Informationen

3

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Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

AGRANA ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet, was unsere positive Einschätzung für 2016|17 bestätigt. In den Monaten März bis Mai konnte das AGRANA-Konzern-EBIT deutlich gesteigert werden. Erfreulich daran ist auch, dass neben Stärke und Fruchtzubereitungen auch wieder Zucker und Fruchtsaftkonzentrate zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben.

Neben unserem starken Kostenfokus verbesserte auch eine insgesamt leicht positive Entwicklung bei den Verkaufspreisen unsere Margen.

Das Segment Stärke, im letzten Geschäftsjahr mit dem größten EBIT-Beitrag für die Gruppe, war im Q1 2016|17 leicht unter dem Vorjahresergebnis. Volatile Ethanolpreise stellen in diesem Geschäftsbereich aktuell einen der wesentlichen Einflussfaktoren dar. Unsere integrierten Stärkefabriken gleichen diesen Effekt bestmöglich aus. Der weitere Ausbau unserer Spezialitäten wird zügig weitergeführt. Sollten die Ethanolnotierungen auf dem aktuell höheren Niveau bleiben, ist im Segment Stärke Steigerungspotential gegeben.

Erfreulich ist die Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen ebenso wie das verbesserte EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft – die Apfelsaftkonzentratpreise haben sich wie angekündigt weiter stabilisiert.

Erfreulich ist im Segment Zucker das positive und deutlich gesteigerte EBIT von 10,0 Mio. € (Vorjahr: -1,9 Mio. €). Die Zuckerversorgungslage, weltweit und in der EU, hat eine leichte Entspannung auf der Verkaufspreisseite gebracht. Im Hinblick auf das sich nähernde Ende der Zuckermarktordnung werden aktuell intensive Gespräche mit unseren Rübenbauern über die Vertragsbeziehungen für den ersten Anbau unter "post-quota"-Bedingungen geführt. Es geht um eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. Für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2016|17 rechnen wir weiterhin mit einem moderaten Anstieg bei Umsatz und EBIT.

Ihr

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

Konzernlagebericht Entwicklung im ersten Quartal 2016|17

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen
AGRANA-Konzern
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2016 17
Q1
2015 16
Umsatzerlöse 665,5 612,7
EBITDA1 58,1 43,2
Operatives Ergebnis 40,6 26,0
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
6,4 5,7
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,0 -0,2
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 47,0 31,5
EBIT-Marge 7,1 % 5,1 %
Finanzergebnis -7,5 -1,7
Ertragsteuern -8,7 -8,3
Konzernergebnis 30,8 21,5
Ergebnis je Aktie 2,07 1,45

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Q1 2016|17 (1. März bis 31. Mai 2016) mit 665,5 Mio. € um 8,6 % über dem Vorjahr. In allen Segmenten konnte ein Umsatzanstieg verzeichnet werden, wobei jener im Geschäftsbereich Zucker auch mengenbedingt am deutlichsten ausfiel.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 47,0 Mio. € und war damit deutlich besser (+49,2 %) als im Vorjahr. Während im Segment Stärke das EBIT moderat zurückging, führten im Segment Zucker zusätzliche Deckungsbeiträge zu einem positiven Ergebnis von 10,0 Mio. € und einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (-1,9 Mio. €). Im Segment Frucht konnte das EBIT auch aufgrund einer Erholung im Fruchtsaftkonzentratgeschäft deutlich verbessert werden. Das Finanzergebnis betrug im Q1 2016|17 -7,5 Mio. € (Vorjahr: -1,7 Mio. €), wobei die deutliche Verschlechterung auf die Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (Segment Frucht) zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 8,7 Mio. €, der einer Steuerquote von rund 22,0% (Vorjahr: 27,9%) entspricht, erreichte das Konzernergebnis 30,8 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg auf 2,07 € (Vorjahr: 1,45 €).

Investitionen2

Im Q1 2016|17 investierte AGRANA in Summe 18,6 Mio. €, das war um knapp 1 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

in Mio. € Q1 2016 17 Q1 2015 16
Zucker 3,6 10,8
Stärke 11,7 2,8
Frucht 3,3 4,3
Konzern 18,6 17,9

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

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5

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Segment Zucker

  • Generalsanierung des Hochregallagers in Tulln|Österreich
  • Erneuerung der Frischwasseraufbereitung in Tulln|Österreich
  • Neuerrichtung der Trockenschnitzel-Pelletsabsackung in Leopoldsdorf|Österreich

Segment Stärke:

  • Ersatz des bestehenden Trockenderivatereaktors in Gmünd|Österreich
  • Projekt Werksausbau in Aschach|Österreich ist Investitionsschwerpunkt 2016|17

Segment Frucht:

  • Dritte Produktionslinie in Lysander|USA
  • Materialvorbereitungsbereich bei allergenen Fruchtzubereitungen am Standort Valence|Frankreich
  • SAP-Roll-Out bei AGRANA Fruit in Australien

Zusätzlich wurden im Q1 2016|17 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 2,9 Mio. € (100 %; Vorjahr: 4,0 Mio. €) getätigt.

Cashflow1

Der Cashflow aus dem Ergebnis betrug im Q1 2016|17 54,4 Mio. € (Vorjahr: 64,3 Mio. €) und sank trotz des verbesserten Konzernergebnisses, da im Vorjahr in dieser Position Dividendeneinzahlungen von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 13,0 Mio. € enthalten waren. Nach einem u.a. geringeren Aufbau des Working Capital um 103,8 Mio. € (Vorjahr: 126,5 Mio. €), v.a. durch einen reduzierten Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2016|17 -61,8 Mio. € (Vorjahr: -68,0 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit blieb aufgrund beinahe unveränderter Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit -18,7 Mio. € (Vorjahr: -18,4 Mio. €) stabil. Der gegenüber der Vergleichsperiode höhere Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten spiegelt sich im höheren Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 64,4 Mio. € (Vorjahr:

26,6 Mio. €) wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 29. Februar 2016 leicht gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von 2,26 Mrd. € (Bilanzstichtag 2015|16: 2,24 Mrd. €) stieg die Eigenkapitalquote mit 54,4 % (29. Februar 2016: 53,5 %) leicht an.

Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe beinahe unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen geringfügig an, wobei die Vorräte reduziert und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte deutlich aufgebaut wurden, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gingen markant zurück. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden v.a. aufgrund niedrigerer Finanzverbindlichkeiten leicht. Die kurzfristigen Schulden blieben insgesamt stabil, wobei höheren Finanzverbindlichkeiten saisonal gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber standen.

Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2016 lagen mit 485,8 Mio. € um 80,0 Mio. € saisonal bedingt deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2015|16. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 39,5 % (29. Februar 2016: 33,8 %).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1
2016 17
Höchstkurs (25. Mai 2016) 92,80 €
Tiefstkurs (3. März 2016) 78,80 €
Ultimokurs (31. Mai 2016) 89,54 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 82,70 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.271,7 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,50 € in das Geschäftsjahr 2016|17 und schloss zum Ultimo Mai 2016 mit 89,54 €, was einem Plus von 11,23 % bei durchschnittlich knapp über 1.100 gehandelten Stücken pro Tag (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 4,94 %.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren ->

1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben befinden sich auf Seite 16.

Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo Mai 2016 1.271,7 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Auch im ersten Quartal 2016|17 trat AGRANA regelmäßig aktiv mit Investoren, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf institutionelle Anleger u.a. bei Roadshows in Amsterdam, Brüssel, London und Rotterdam.

Segment Zucker

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Zucker
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2016 17
Q1
2015 16
Umsatzerlöse 178,4 147,8
EBITDA1 12,7 0,9
Operatives Ergebnis 9,1 -1,9
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
0,9 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 10,0 -1,9
EBIT-Marge 5,6 % -1,3 %

Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse im Q1 2016|17 im Vorjahresvergleich deutlich um 20,7 % auf 178,4 Mio. €. Sowohl die höheren Zuckerverkaufspreise als auch die höheren Absatzmengen von Quotenzucker an die Nahrungsmittelindustrie sowie an die weiterverarbeitende Industrie trugen zur Umsatzsteigerung bei. Die Verkäufe von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie lagen dagegen unter dem Vorjahresniveau, die Exporte in Drittländer fielen ebenfalls geringer aus. Die Umsätze bei Nebenprodukten stiegen preisbedingt.

Das positive EBIT von 10,0 Mio. € im Q1 2016|17 (Vorjahr:

-1,9 Mio. €) ist auf den gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Umsatz und die damit verbundenen höheren Deckungsbeiträge zurückzuführen.

Marktumfeld

Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Juni 2016 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2015|16 (Oktober 2015 bis September 2016) mit einem signifikanten Rückgang der weltweiten Zuckerproduktion und einem weiteren Anstieg des Verbrauches. Es wird das erste Mal seit sechs Jahren von einem Defizit und somit von einer Reduktion der weltweiten Lagerbestände um rund 9,5 Mio. Tonnen bis zum Ende des aktuellen Zuckerwirtschaftsjahres (30. September 2016) ausgegangen.

Die Preise am Weltzuckermarkt haben sich seit September 2015 weiter erholt, was zum Teil auf die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño zurückzuführen ist. Nach moderaten Marktfluktuationen sind die Weltmarktpreise trotz einer positiven Ernteeinschätzung für Brasilien in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Am 31. Mai 2016 notierte Weißzucker bereits bei 484 \$ (434 €) und Rohzucker bei 386 \$ (346 €) je Tonne.

EU-Zuckermarkt

Trotz einer geringeren Zuckerrübenernte aufgrund deutlich reduzierter Anbauflächen in Europa wird im ZWJ 2015|16 mit einer stabilen Erfüllung der EU-Zuckerquote gerechnet. Dementsprechend hat die Europäische Kommission (EK) Exportkontingente in Höhe des WTO-Limits von 1,35 Mio. Tonnen für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Die Zuteilung der Exportlizenzen erfolgte im Oktober 2015 und im Jänner 2016.

Im März und Mai 2016 gab die EK die ersten Prognosen betreffend Lagerendbestand für Quotenzucker per 30. September 2016 (Ende ZWJ 2015|16) ab, wobei dieser rund 700.000 Tonnen unter dem Vorjahresendbestand liegen soll.

Industrie und Groß- und Einzelhandel (Retail)

Die deutlich geringeren Quotenzuckerbestände auf EU-Ebene spiegeln sich speziell in den Spot-Märkten in Zentral- und Osteuropa wider, wo die Preise in den letzten Monaten einen Aufwärtstrend zeigten.

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7

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Rohstoff (und Produktion)

Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche wurde im Anbaujahr 2016 mit rund 94.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten. In Österreich erfolgte auf rund 1.050 Hektar ein biologischer Anbau von Zuckerrüben. In allen Anbauregionen hat die Aussaat früh begonnen und konnte infolge trockener und warmer Anbaubedingungen rasch abgeschlossen werden. Durch die vergleichsweise ausgiebige Niederschlagsversorgung im Monat Mai 2016 und die warmen Temperaturen konnten sich die Rübenbestände zum Großteil gut entwickeln. Aufgrund der bisherigen Witterungs- und Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern leicht überdurchschnittliche Rübenerträge zu erwarten.

Hinsichtlich der Anbau- und Lieferkonditionen von Zuckerrüben finden derzeit im von der Agrarmarktordnung vorgesehenen Rahmen intensive Gespräche mit den Anbauverbänden für die Zeit nach der Quotenregelung (ab Oktober 2017) statt. AGRANAs Zielsetzung ist wie bisher, ausreichend Rohstoff zur sicheren Versorgung unserer Kunden und zur vollen Auslastung aller Zuckerfabriken zu kontrahieren.

Segment Stärke

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2016 17
Q1
2015 16
Umsatzerlöse 179,4 174,1
EBITDA1 13,7 14,6
Operatives Ergebnis 8,3 8,9
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
5,5 5,7
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 13,8 14,6
EBIT-Marge 7,7 % 8,4 %

Die Umsatzerlöse im Q1 2016|17 in Höhe von 179,4 Mio. € lagen v.a. absatzbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzzuwächse wurden im Speziellen bei modifizierten Stärken und im Handel mit Futtermitteln erzielt. Niedrigere Preise führten bei Bioethanol zu einem Umsatzrückgang.

Mit einem EBIT in Höhe von 13,8 Mio. € konnte das Vorjahresergebnis von 14,6 Mio. € nicht ganz erreicht werden; die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segments betrug 7,7 % (Vorjahr: 8,4 %). Der leichte bis moderate Ergebnisrückgang ist vorrangig durch die gesunkenen Ethanolnotierungen verursacht, gleichzeitig schlugen sich die sinkenden Preisniveaus für Getreide aus konventionellem Anbau noch nicht in einer Reduktion des Aufwandes nieder. Der Ergebnisrückgang des nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA spiegelt im Wesentlichen ebenso die gesunkenen Verkaufspreise für Bioethanol wider.

Marktumfeld

Der Lebensmittelbereich entwickelt sich absatzseitig stabil. Die schlechten Kartoffelerträge der Ernte 2015 (v.a. in Süddeutschland, Österreich und Nordosteuropa) führten bei Kartoffelstärke zu steigenden Marktpreisen.

Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen herrscht im Hinblick auf Oktober 2017 und die damit verbundene Liberalisierung des Zuckermarktes ein hoher Wettbewerbsdruck. Der eingetretene Preisaufwärtstrend bei Zucker spiegelt sich nur partiell in den Abschlüssen bei Stärkeverzuckerungsprodukten wider.

Der Papier- und Wellpappebereich ist durch eine über den Erwartungen liegende Nachfrage in der EU gekennzeichnet. Treiber für diese positive Entwicklung sind die gestiegenen Exportvolumina von Papier und Verpackungsmaterialien, unterstützt durch den schwächeren Euro.

Das Bioethanolgeschäft profitiert seit Mai 2016 wieder verstärkt von einem engen Nachfrage-Angebotsverhältnis in der EU. Insgesamt ist aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren (Angebot-Nachfrage, US-Dollar vs. Euro, Importe etc.) auf die Bioethanolnotierungen von einer weiterhin hohen Volatilität auszugehen.

Bei den Protein-Nebenprodukten herrscht eine anhaltend hohe Nachfrage nach hoch-proteinhaltigen Produkten (z.B. Kartoffeleiweiß oder Maiskleber) und nach vitalem Weizengluten. Mittelproteine (Actiprot© oder Maiskleberfutter) hingegen unterliegen aufgrund der schwachen Nachfrage aus dem Mischfuttersektor hohem Angebots- und damit einhergehendem Preisdruck.

Rohstoff und Produktion

Der Internationale Getreiderat (IGC1 ) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2016|172 bei rund 2,02 Mrd. Tonnen und wird damit auf Vorjahresniveau und etwas über dem erwarteten Verbrauch liegen. Die gesamten Getreidebestände werden aufgrund der guten Weizenernte um 6 Mio. Tonnen mit 474 Mio. Tonnen höher erwartet.

Aufgrund der guten globalen Versorgungslage bewegen sich die Getreidenotierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) seit Jahresbeginn seitwärts und lagen zum Quartalsstichtag bei rund 172 € je Tonne Mais bzw. rund 173 € je Tonne Weizen für die kommende Ernte.

Kartoffel

Für das Anbaujahr 2016 wurden im Kartoffelstärkebereich mit rund 1.300 Landwirten Kontrakte über 252.000 Tonnen (Vorjahr: 239.000 Tonnen) Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln abgeschlossen. Die Kontrakte für Speiseindustriekartoffeln liegen mit rund 11.000 Tonnen auf Vorjahresniveau, während jene für Bio-Speiseindustriekartoffeln auf 5.700 Tonnen erhöht wurden (Vorjahr: 4.500 Tonnen).

Mais und Weizen

Der Rohstoffeinkauf für die Stärkefabriken in Aschach| Österreich (Mais) und Pischelsdorf|Österreich (Weizen) aus der Ernte 2015 ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Für den Anbau 2016 wurden im Spezialmais-Bereich (Bio-Mais, Wachsmais, zertifiziert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 136.000 Tonnen (Vorjahr: 126.000 Tonnen) fixiert.

Der Getreide- und Maiseinkauf für die Bioeethanolproduktion in Pischelsdorf ist bis zur neuen Ernte zum Großteil fixiert. Inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge für die kommende Ernte ist der Rohstoffbedarf für das Geschäftsjahr 2016|17 zu rund 58 % gedeckt.

In Rumänien ist der Rohstoff-Einkauf bis zum Beginn der neuen Ernte im September abgeschlossen.

Das nach der Equity-Methode einbezogene Werk in Ungarn (HUNGRANA) ist ausgehend von der voraussichtlichen Jahresgesamtverarbeitungsmenge von rund 1,1 Mio. Tonnen zu mehr als 50 % mit Rohstoff (Trockenmais) eingedeckt. Die verbleibende Menge wird sich zum Großteil aus Nassmais sowie aus Trockenmais der neuen Ernte zusammensetzen.

Segment Frucht

Umsatzanteil EBIT-Anteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2016 17
Q1
2015 16
Umsatzerlöse 307,7 290,8
EBITDA3 31,7 27,7
Operatives Ergebnis 23,2 19,0
Ergebnis aus Sondereinflüsssen 0,0 -0,2
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 23,2 18,8
EBIT-Marge 7,5 % 6,5 %

Die Umsatzerlöse im Segment Frucht stiegen im

Q1 2016|17 moderat um 5,8 % auf 307,7 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen standen einer positiven Absatzentwicklung geringfügig gesunkene Verkaufspreise außerhalb der EU beeinflusst durch Fremdwährungseffekte (v.a. in Osteuropa und in Lateinamerika) - gegenüber, was insgesamt nur zu einem leichten Umsatzanstieg führte. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund einer positiven Verkaufspreisentwicklung deutlich.

Das EBIT betrug 23,2 Mio. € und lag damit um 23,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Sowohl der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen – aufgrund gestiegener Absatzmengen - als auch das Fruchtsaftkonzentratgeschäft – wegen höherer Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2015 - wiesen eine deutliche Ergebnisverbesserung aus.

Marktumfeld

1 International Grains Council

2 Schätzung vom 26. Mai 2016

3 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

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9

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Die außereuropäischen Märkte, v.a. Asien, Lateinamerika, Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen ein deutliches Wachstum. In gesättigten Märkten wie in der EU und in den USA ist ein verstärkter Konsum von Joghurt ohne Früchten ersichtlich. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Konsumgüter-Märkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie weiter wachsen werden.

Bei Apfelsaftkonzentrat sind die Preise in Europa aufgrund einer konstanten Nachfrage für die Übergangsperiode Sommer/Herbst 2016 bei verhaltenen Angebotsmengen in den letzten Wochen stabil. Das Konzentratgeschäft in China zeigt sich aufgrund des Mengenverlusts im größten Absatzmarkt Nordamerika preislich unter Druck. Die Konkurrenzfähigkeit von Europa auf dem nordamerikanischen Markt in der neuen Verarbeitungssaison wird maßgeblich vom Wechselkurs US-Dollar gegenüber dem Euro abhängen.

Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2015 ist AUSTRIA JUICE bei den wesentlichen Früchten ausverkauft, es bestehen aktuell keine nennenswerten Vermarktungs- bzw. Preisrisiken. Die neue Buntsaftkonzentratsaison hat in der zweiten Juniwoche mit der Herstellung von Erdbeersaftkonzentrat begonnen.

Rohstoff und Produktion

Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen waren die Ernten der Hauptfrucht Erdbeere zu Beginn des Jahres in Mexiko, Marokko und Ägypten mengenmäßig sehr gut, allerdings mit unterschiedlichen Preisentwicklungen in den jeweiligen Regionen.

Im Allgemeinen werden die für AGRANA relevanten Fruchtpreise tendenziell rückläufig eingeschätzt, weil einerseits mit guten Ernten gerechnet wird, andererseits verursacht eine schwache Weltkonjunktur Druck auf die Märkte.

Das Wechselkursverhältnis EUR-USD spielt in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr eine geringere Rolle, da sich dieses in den letzten Monaten stabilisiert hat.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate führte die Trockenheit der Sommermonate 2015 in Europa zu qualitativen und quantitativen Einbußen bei Beerenfrüchten. Aufgrund der knappen Rohstoffverfügbarkeit während des Frühjahres 2015 war ein kontinuierlicher Preisanstieg bei Beeren sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei der Frischobstvermarktung feststellbar.

Gegen Ende der Apfelverarbeitungssaison 2015 gab es

einen deutlichen Preisverfall bei Äpfeln, der sich auch im Frühjahr 2016 fortsetzte. Die strikte Kontrolle des Handelsembargos mit einem Exportverbot polnischer Äpfel nach Russland löste einen deutlichen Preisdruck im europäischen Markt aus.

Der Frost im Mai 2016 in den Regionen Steiermark| Österreich, Westungarn und Slowenien, wird wahrscheinlich zu deutlich reduzierten Rohstoffverfügbarkeiten in diesen Regionen führen; eine genaue Abschätzung kann jedoch erst nach Abschluss des sogenannten "Junifruchtfalls" erfolgen.

Die aktuellen Apfelpreise liegen auf rund 50 % des Niveaus während der Verarbeitungssaison 2015.

Chancen- und Risikobericht

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2015|16 auf den Seiten 83 bis 87 umfassend dargestellten Risiken.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

Ausblick

AGRANA-Gruppe
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 2.477,6
EBIT 129,0
Investitionen1 116,0 114

Moderater Anstieg

Aus heutiger Sicht geht AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von einem moderaten Anstieg aus.

Segment Zucker
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 672,6
EBIT 4,3 
Investitionen1 46,1 22

Stabile Entwicklung

Deutlicher Anstieg

Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung nahezu stabiler Absatzmengen und von Preisen über Vorjahresniveau mit einer Umsatzentwicklung zumindest auf Vorjahresniveau. Verbesserte Margen sowie das im Sommer 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm lassen im Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg im EBIT gegenüber dem Vorjahr erwarten.

Segment Stärke
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 721,6
EBIT 65,9
Investitionen1 28,2 58

Stabile Entwicklung

Moderater Rückgang

Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 bei leicht steigenden Absatzmengen eine konstante Umsatzentwicklung. Ein anhaltender Preisdruck bei Verzuckerungsprodukten und im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich niedrigere Bioethanolpreise führen zu einer moderat reduzierten EBIT-Erwartung gegenüber dem Vorjahr.

Segment Frucht
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 1.083,4 
EBIT 58,8 
Investitionen1 41,7 34

Deutlicher Anstieg

AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBIT.

Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung, speziell in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien. Bei stabilen Rohstoffpreisen wird von einer konstanten Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015|16 ausgegangen.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird aufgrund höherer Absatzpreise infolge gestiegener Rohstoffpreise in der Ernte 2015 gegenüber der Ernte 2014 ein deutlicher Umsatzanstieg prognostiziert. Diese Entwicklung soll auch zu einer deutlichen Erholung beim EBIT führen.

Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird in Summe mit rund 114 Mio. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von knapp 90 Mio. € liegen.

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11

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Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2016 (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechung

Für das erste Quartal Q1 2016 17 Q1 2015 16
1. März - 31. Mai in t€ in t€
Umsatzerlöse 665.505 612.655
Bestandsveränderungen -87.731 -100.578
Andere aktivierte Eigenleistungen 624 758
Sonstige betriebliche Erträge 7.210 9.7111
Materialaufwand -394.078 -340.777
Personalaufwand -66.982 -68.654
Abschreibungen -17.515 -17.184
Sonstige betriebliche Aufwendungen -66.465 -70.1681
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden
6.426 5.762
Ergebnis der Betriebstätigkeit 46.994 31.525
Finanzerträge 8.204 16.0611
Finanzaufwendungen -15.700 -17.8051
Finanzergebnis -7.496 -1.744
Ergebnis vor Ertragsteuern 39.498 29.781
Ertragsteuern -8.680 -8.250
Konzernergebnis 30.818 21.531
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
29.446 20.593
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
1.372 938
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 2,07 € 1,45 €

1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Für das erste Quartal Q1 2016 17 Q1 2015 16
1. März - 31. Mai in t€ in t€
Konzernergebnis 30.818 21.531
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
ƒ
Währungsdifferenzen
-726 10.361
ƒ
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern
153 -22
ƒ
Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern
1.216 -948
ƒ
Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
-521 -1.712
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen 122 7.679
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions
zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern
-6 -24
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 116 7.655
Gesamtergebnis 30.934 29.186
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
30.285 27.729
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
649 1.457

Konzern-Geldflussrechnung

Für das erste Quartal Q1 2016 17 Q1 2015 161
1. März - 31. Mai in t€ in t€
Cashflow aus dem Ergebnis 54.426 64.260
Veränderung des Working Capital -103.844 -126.470
Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern -12.347 -5.760
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -61.765 -67.970
Cashflow aus Investitionstätigkeit -18.707 -18.405
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 64.385 26.620
Veränderungen des Finanzmittelbestandes -16.087 -59.755
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -49 5.302
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 109.375 193.818
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 93.239 139.365

1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.

• •

Konzern-Bilanz

Aktiva Stand am Stand am Stand am
31.05.2016 29.02.2016 31.05.2015
in t€ in t€ in t€
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 240.570 241.961 240.100
Sachanlagen 681.103 679.592 668.084
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 66.812 60.906 62.534
Wertpapiere 18.715 18.622 105.147
Beteiligungen 1.090 1.091 1.114
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.331 10.602 12.098
Aktive latente Steuern 14.178 14.873 22.121
1.031.799 1.027.647 1.111.198
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 609.936 654.172 543.666
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 515.129 439.521 525.526
Laufende Ertragsteuerforderungen 12.770 10.774 12.382
Wertpapiere 45 45 46
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93.239 109.375 139.365
1.231.119 1.213.887 1.220.985
C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.631 1.631 0
Summe Aktiva 2.264.549 2.243.165 2.332.183

Passiva

Summe Passiva 2.264.549 2.243.165 2.332.183
671.395 664.363 690.844
Steuerschulden 14.856 13.059 33.075
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
301.625 375.058 282.235
Finanzverbindlichkeiten 327.054 247.820 335.354
Übrige Rückstellungen 27.860 28.426 40.180
C. Kurzfristige Schulden
362.097 378.678 417.724
Passive latente Steuern 4.334 4.481 11.261
Sonstige Verbindlichkeiten 1.374 1.024 1.273
Finanzverbindlichkeiten 270.705 286.028 319.496
Übrige Rückstellungen 19.646 19.999 14.661
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 66.038 67.146 71.033
B. Langfristige Schulden
1.231.057 1.200.124 1.223.615
Nicht beherrschende Anteile 56.492 55.843 66.623
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.174.565 1.144.281 1.156.992
Gewinnrücklagen 659.993 629.709 642.420
Kapitalrücklagen 411.362 411.362 411.362
Grundkapital 103.210 103.210 103.210

Konzern-Eigenkapital-Entwicklung

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Eigenkapital der
AGRANA-Aktionäre
in t€
Nicht beherrschende
Anteile
in t€
Summe
in t€
Geschäftsjahr 2016 17
Stand am 1. März 2016 1.144.281 55.843 1.200.124
Bewertungseffekte IAS 39 1.369 0 1.369
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungs
orientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-6 0 -6
Verlust aus Währungsumrechnung -524 -723 -1.247
Sonstige Ergebnisse 839 -723 116
Konzernergebnis 29.446 1.372 30.818
Gesamtergebnis 30.285 649 30.934
Sonstige Veränderungen -1 0 -1
Stand am 31. Mai 2016 1.174.565 56.492 1.231.057

Geschäftsjahr 2015|16

Stand am 1. März 2015 1.129.259 65.161 1.194.420
Bewertungseffekte IAS 39 -970 0 -970
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-23 -1 -24
Gewinn aus Währungsumrechnung 8.129 520 8.649
Sonstige Ergebnisse 7.136 519 7.655
Konzernergebnis 20.593 938 21.531
Gesamtergebnis 27.729 1.457 29.186
Sonstige Veränderungen 4 5 9
Stand am 31. Mai 2015 1.156.992 66.623 1.223.615

Q1 2016|17 in t€

Q1 2015|16 in t€ • • • •

• • • • • • • •

• • • • • • •

15

• •

Anhang zum Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2016 (ungeprüft)

Segmentbericht

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Q1
2016 17
in t€
Q1
2015 16
in t€
Umsatzerlöse (brutto)
Zucker 199.078 162.408
Konzern 689.355 629.290
Frucht 307.846 290.875
Stärke 182.431 176.007

Umsätze zwischen

den Segmenten
Zucker -20.657 -14.631
Stärke -3.038 -1.926
Frucht -155 -78
Konzern -23.850 -16.635

Umsatzerlöse

Konzern 665.505 612.655
Frucht 307.691 290.797
Stärke 179.393 174.081
Zucker 178.421 147.777

Operatives Ergebnis

Zucker 9.145 -1.929
Stärke 8.245 8.891
Frucht 23.178 19.045
Konzern 40.568 26.007

Ergebnis aus Sondereinflüssen

Konzern 0 -244
Frucht 0 -244
Stärke 0 0
Zucker 0 0

Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen1

Zucker 823 -13
Stärke 5.603 5.775
Frucht 0 0
Konzern 6.426 5.762

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Frucht
Konzern
23.178
46.994
18.801
31.525
Stärke 13.848 14.666
Zucker 9.968 -1.942

Investitionen2

Konzern 18.594 17.865
Frucht 3.367 4.315
Stärke 11.658 2.799
Zucker 3.569 10.751

Mitarbeiter3

Zucker 1.929 1.993
Stärke 864 852
Frucht 5.656 6.108
Konzern 8.449 8.953

3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente

1 Nach der Equity-Methode bilanziert

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

Allgemeine Grundlagen der Berichterstattung

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2016 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. Mai 2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2016 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 27. Juni 2016 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2015|16 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 102 bis 105 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Änderungen von Vergleichsinformationen

Wechselkursergebnisse wurden erstmals zum 29. Februar 2016 dem Bruttoprinzip folgend als Kursgewinne oder –verluste im Ergebnis der Betriebstätigkeit bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Anpassung hatte eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und

sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3.103 t€ sowie eine Erhöhung der Finanzerträge und – aufwendungen von 12.635 t€ für die Vergleichsperiode 2015|16 verglichen mit den veröffentlichten Werten zur Folge.

Die Darstellung der Angaben von Mitarbeiterzahlen wurde von Köpfen (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) auf Vollzeitäquivalente (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) umgestellt.

In der Geldflussrechnung wurden die zahlungswirksamen Zinsen und Steuern gesondert ausgewiesen und die Währungsanpassung bei den jeweiligen Bilanzpositionen durchgeführt, was zu einer Anpassung der Vorjahreswerte führte.

Konsolidierungskreis

Im Q1 2016|17 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis. Insgesamt wurden neben der Muttergesellschaft 58 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (29. Februar 2016: 58 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (29. Februar 2016: zwölf Unternehmen) mit der Equity-Methode einbezogen.

Saisonalität des Geschäftes

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im Q1 2016|17 47,0 Mio. € (Vorjahr: 31,5 Mio. €). Dieser Anstieg ist auf deutlich verbesserte Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Frucht zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um -5,8 Mio. € und belief sich auf -7,5 Mio. € (Vorjahr: -1,7 Mio. €). Der Grund für die Verschlechte-

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17

• •

rung resultierte v. a. aus der Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (Segment Frucht) in Höhe von -4,7 Mio. €.

Das Konzernergebnis betrug 30,8 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

Von Anfang März bis Ende Mai 2016 sank der Finanzmittelbestand um 16,1 Mio. € auf 93,2 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 54,4 Mio. € um 9,8 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang trotz eines verbesserten Konzernergebnisses ist dadurch begründet, dass im Vorjahreszeitraum im Cashflow aus dem Ergebnis Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in Höhe von 13,0 Mio. € enthalten waren. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Q1 2016|17 -61,8 Mio. € (Vorjahr: -68,0 Mio. €). Die Verbesserung ist v.a. durch einen geringeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenläufig einem geringeren Vorratsabbau im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -18,7 Mio. € (Vorjahr: -18,4 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit 64,4 Mio. € (Vorjahr: 26,6 Mio. €) deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Grund dafür lag im höheren Working Capital-Finanzierungsbedarf der aktuellen Periode.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 29. Februar 2016 um 21,4 Mio. € auf 2.264,5 Mio. € geringfügig gestiegen. Der Anstieg auf der Aktivseite war bei gesunkenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und niedrigeren Vorräten primär auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte zurückzuführen. Auf der Passivseite führten v.a. deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einerseits und gegenläufig in Summe gestiegene Finanzverbindlichkeiten sowie ein höheres Eigenkapital aufgrund des besseren Ergebnisses zur etwas höheren Bilanzsumme.

Mit einem Eigenkapital von 1.231,1 Mio. € (29. Februar 2016: 1.200,1 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende Mai 54,4 % (29. Februar 2016: 53,5 %).

Finanzinstrumente

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

  • In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenoder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
  • In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.
  • In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

31. Mai 2016 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t€ in t€ in t€ in t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 18.715 0 0 18.715
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
89 0 0 89
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
1.828 494 0 2.322
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 45 0 0 45
Finanzielle Vermögenswerte 20.677 494 0 21.171
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
1.712 0 0 1.712
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
362 6.715 0 7.077
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.074 6.715 0 8.789
31. Mai 2015 Level 1
in t€
Level 2
in t€
Level 3
in t€
Gesamt
in t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.147 0 0 20.147
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 1.938 0 1.938
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 46 0 0 46
Finanzielle Vermögenswerte 20.193 1.938 0 22.131
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
903 0 0 903
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 9.246 0 9.246
Finanzielle Verbindlichkeiten 903 9.246 0 10.149

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

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19

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Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten,

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

31. Mai 2016 Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t€ in t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 430.000 432.993
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 165.000 169.137
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.759 2.910
Finanzverbindlichkeiten 597.759 605.040
31. Mai 2015 Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t€ in t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 404.800 404.088
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.212
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 50 53
Finanzverbindlichkeiten 654.850 664.353

Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 144 bis 147.

Mitarbeiter

Im Q1 2016|17 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.449 Mitarbeiter1 (Vorjahr: 8.953 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Reduktion des Personalstandes war v.a. auf die Schließung eines Produktionsstandortes in Belgien und einer Farm in Marokko im Segment Frucht zurückzuführen.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 29. Februar 2016 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2015|16 verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente

Erklärung des Vorstandes

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 27. Juni 2016

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik Segmentverantwortung Zucker

Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance; Segmentverantwortung Frucht

Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision

Weitere Informationen

Kapitalmarktkalender

    1. Juli 2016 Ergebnisse des ersten Quartals 2016|17
    1. Juli 2016 Nachweisstichtag "Dividenden"
    1. Juli 2016 Dividenden-Zahltag
    1. Oktober 2016 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2016|17
    1. Jänner 2017 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2016|17

Kontakt

AGRANA Beteiligungs-AG
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
1020 Wien, Österreich
www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations
Mag. (FH) Hannes HAIDER
Telefon: +43-1-211 37-12905
Fax: +43-1-211 37-12926
E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

AGRANA 2015|16 Online: http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

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ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

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