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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Oct 13, 2016

733_ir_2016-10-13_2295a320-0946-4c70-8a57-c5287d55ec1e.pdf

Quarterly Report

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über das erste Halbjahr 2016|17

Überblick über das erste Halbjahr 2016|17

  • Deutliche Verbesserung des Ergebnisses der Betriebstätigkeit (EBIT)
  • Umsatz: 1.320,3 Mio. € (+4,5 %; Vorjahr: 1.263,5 Mio. €)
  • EBIT: 90,4 Mio. € (+31,6 %; Vorjahr: 68,7 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 6,8 % (Vorjahr: 5,4 %)
  • Konzernergebnis: 62,6 Mio. € (+42,6 %; Vorjahr: 43,9 Mio. €)
  • Eigenkapitalquote: 55,9 % (29. Februar 2016: 53,5%)
  • Gearing1 : 32,9 % (29. Februar 2016: 33,8%)
  • Mitarbeiter (FTEs)2 : 8.755 (Vorjahr: 9.046)

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

2 Konzernlagebericht

11 Konzernzwischenabschluss

20 Erklärung des Vorstandes

21 Weitere Informationen

1

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Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

AGRANA hatte ein gutes erstes Halbjahr 2016|17. Vor allem die Erholung im Segment Zucker und der gute Geschäftsverlauf im Segment Frucht trugen zu einer deutlichen Steigerung des Konzern-EBITs bei. Auch unser Ergebnis im Segment Stärke konnte trotz gesunkener Ethanolpreise das hohe Niveau des Vorjahres übertreffen.

Bereits am 8. September starteten wir in einem Großteil unserer Zuckerwerke die heurige Rübenkampagne, die letzte vor dem Ende der EU-Zuckermarktordnung. Es wird eine EU-Rübenernte erwartet, die mengenmäßig trotz einer Flächenausweitung im langjährigen Durchschnitt liegen soll, wobei in Österreich und in den zentral- und osteuropäischen Ländern von sehr guten Erträgen ausgegangen wird. Die AGRANA-Kontraktbauern haben ihre Anbauflächen gegenüber dem Vorjahr konstant gehalten. Trotzdem rechnet AGRANA für die Kampagne 2016 mit einer Rübenverarbeitungsmenge von rund 7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen) in rund 140 Kampagnentagen und mit einer um rund 30 % auf über 1 Mio Tonnen erhöhten Rübenzuckerproduktion. Auf der Verkaufsseite registrierten wir im Segment Zucker aufgrund abgebauter Zuckerüberschüsse in der EU und hoher Weltmarktpreise einen moderaten Preisanstieg.

Das Segment Stärke hielt im ersten Halbjahr sein gutes Ergebnisniveau. Rohstoffseitig ist Weizen aufgrund der hohen Erntemengen billiger als im Vorjahr. Insbesondere in Osteuropa erwarten wir auch sehr gute Maiserträge, sodass insgesamt von niedrigeren Rohstoffkosten ausgegangen werden kann. Bei Kartoffelstärke wird erstmals nach fünf Jahren wieder eine Produktionsmenge von über 50.000 Tonnen erwartet. Volatile Ethanolpreise stellen für das Segment Stärke weiterhin einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Dieser Markt wird u.a. durch Überkapazitäten, sinkende Rohstoffkosten und tiefe Benzinpreise bestimmt. Es gilt daher, in diesem Geschäftsbereich die Umweltvorteile (CO2- und Rußreduktion) einer 10%-Beimischung zu Benzin zu bewerben.

Im Segment Frucht ist die Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen ebenso erfreulich wie das verbesserte Ergebnis im Fruchtsaftkonzentratgeschäft. Die Apfelsaftkonzentratpreise haben sich wie angekündigt stabilisiert; für die angelaufene Apfelkampagne 2016 wird insbesondere in Polen mit hohen Apfelmengen gerechnet.

Zum Halbjahr herrschen also gute Voraussetzungen für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2016|17. Der Ausbau der Stärkeaktivitäten in Aschach|Österreich schreitet rasch voran. Im Segment Zucker wird an der Finalisierung des Akquisitionsprojektes Sunoko gearbeitet.

Aufgrund der guten Halbjahreszahlen und nunmehr verbesserter Aussichten in allen Segmenten erwartet AGRANA ein EBIT im Geschäftsjahr 2016|17, das deutlich über dem Vorjahr liegt.

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

Konzernlagebericht Entwicklung im ersten Halbjahr 2016|17

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen
AGRANA-Konzern
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2016 17
H1
2015 16
Umsatzerlöse 1.320,3 1.263,5
EBITDA1 114,2 93,1
Operatives Ergebnis 78,3 58,0
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
15,0 12,0
Ergebnis aus Sondereinflüssen -2,9 -1,3
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 90,4 68,7
EBIT-Marge 6,8 % 5,4 %
Finanzergebnis -10,3 -11,2
Ertragsteuern -17,5 -13,6
Konzernergebnis 62,6 43,9
Ergebnis je Aktie 4,21 € 3,08 €

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im H1 2016|17 (1. März bis 31. August 2016) mit 1.320,3 Mio. € um 4,5 % über dem Vorjahr. In allen Segmenten konnte ein Umsatzanstieg verzeichnet werden, wobei jener im Geschäftsbereich Frucht auch mengenbedingt am deutlichsten ausfiel.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 90,4 Mio. € und war damit deutlich besser (+31,6 %) als im Vorjahr. Während im Segment Stärke das EBIT auf hohem Niveau leicht anstieg, führten im Segment Zucker höhere Deckungsbeiträge trotz negativer Einmaleffekte in Rumänien zu einem positiven Ergebnis von 18,3 Mio. € und einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem

Finanzkennzahlen
AGRANA-Konzern
Q2
2016 17
Q2
2015 16
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 654,8 650,8
EBITDA1 56,1 49,9
Operatives Ergebnis 37,7 32,0
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
8,6 6,3
Ergebnis aus Sondereinflüssen -2,9 -1,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 43,4 37,2
EBIT-Marge 6,6 % 5,7 %
Finanzergebnis -2,8 -9,5
Ertragsteuern -8,8 -5,3
Konzernergebnis 31,8 22,4
Ergebnis je Aktie 2,14 € 1,63 €

Vorjahr (6,4 Mio. €). Im Segment Frucht konnte das EBIT nicht zuletzt aufgrund einer Erholung im Fruchtsaftkonzentratgeschäft auf 40,1 Mio. € (Vorjahr: 31,2 Mio. €) deutlich verbessert werden. Das Finanzergebnis betrug im H1 2016|17 -10,3 Mio. € (Vorjahr: -11,2 Mio. €), wobei die positive Veränderung trotz der Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (Segment Frucht) aufgrund eines verbesserten Währungsergebnisses erreicht wurde. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 17,5 Mio. €, einer Steuerquote von rund 21,8 % (Vorjahr: 23,7 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 62,6 Mio. € (Vorjahr: 43,9 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg auf 4,21 € (Vorjahr: 3,08 €).

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

• • • • • • • •

3

• • • • • • • •

Investitionen1

Im H1 2016|17 investierte AGRANA in Summe 42,4 Mio. €, das waren um 1,6 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

in Mio. € H1 2016 17 H1 2015 16
Zucker 11,1 22,0
Stärke 21,5 6,6
Frucht 9,8 12,2
Konzern 42,4 40,8

Segment Zucker:

  • Generalsanierung des Hochregallagers in Tulln|Österreich
  • Erneuerung der Frischwasseraufbereitung in Tulln|Österreich
  • Neuerrichtung der Trockenschnitzel-Pelletsabsackung in Leopoldsdorf|Österreich

Segment Stärke:

  • Projekt Werksausbau in Aschach|Österreich ist Investitionsschwerpunkt 2016|17
  • Ersatz des bestehenden Trockenderivatereaktors in Gmünd|Österreich mit gleichzeitiger Leistungssteigerung

Segment Frucht:

  • Dritte Produktionslinie in Lysander|USA
  • Installation einer Bag-in-Box-Verpackungsanlage in Botkins|USA
  • Materialvorbereitungsbereich bei allegenen Fruchtzubereitungen am Standort Valence|Frankreich
  • SAP-Roll-Out bei AGRANA Fruit in Australien

Zusätzlich wurden im H1 2016|17 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 6,2 Mio. € (100%; Vorjahr: 8,4 Mio. €) getätigt.

Cashflow2

Der Cashflow aus dem Ergebnis belief sich im H1 2016|17 auf 121,6 Mio. € (Vorjahr: 110,1 Mio. €) und stieg aufgrund des verbesserten Konzernergebnisses. Nach einem Abbau des Working Capital um 7,9 Mio. € (Vorjahr: Aufbau um 19,8 Mio. €), u.a. durch einen reduzierten Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, und nach leicht reduzierten Abflüssen aus Zinsen und Steuern betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2016|17 109,3 Mio. € (Vorjahr: 60,8 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit blieb aufgrund beinahe unveränderter Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit -41,8 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) stabil. Bei einer leicht erhöhten Dividendenzahlung spiegelt sich der gegenüber der Vergleichsperiode geringere Abbau von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im niedrigeren Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 82,9 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 102,1 Mio. €) wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 29. Februar 2016 geringfügig gesunkenen Bilanzsumme in Höhe von 2,16 Mrd. € (Bilanzstichtag 2015|16: 2,24 Mrd. €) stieg die Eigenkapitalquote leicht auf 55,9 % (29. Februar 2016: 53,5 %).

Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe beinahe unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen moderat zurück, wobei die Vorräte saisonal bedingt markant reduziert und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte deutlich aufgebaut wurden. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden v.a. aufgrund niedrigerer Finanzverbindlichkeiten leicht. Die kurzfristigen Schulden gingen deutlich zurück, wobei sowohl die Finanzverbindlichkeiten als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten entsprechend dem saisonalen Geschäftsverlauf reduziert wurden.

Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2016 lagen mit 397,1 Mio. € um 8,7 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2015|16. Das Gearing zum Quartalsstichtag sank folglich auf 32,9 % (29. Februar 2016: 33,8 %).

1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

2 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben befinden sich auf Seite 16.

AGRANA auf dem Kapitalmarkt & Corporate Governance

Kennzahlen zur Aktie H1
2016 17
Höchstkurs (29. August 2016) 105,45 €
Tiefstkurs (3. März 2016) 78,80 €
Ultimokurs (31. August 2016) 104,50 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 80,75 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.484,1 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,50 € in das Geschäftsjahr 2016|17 und schloss zum Ultimo August 2016 mit 104,50 €, was einem deutlichen Plus von 29,8 % bei durchschnittlich rund 2.000 gehandelten Stücken1 pro Tag (Vorjahr: rund 1.100) entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 7,4 %.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2016 1.484,1 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Bei der am 1. Juli 2016 abgehaltenen 29. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2015|16 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,00 € (Vorjahr: 3,60 €) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2016.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2016 wurde eine Änderung der Ressortverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstandes beschlossen. Die Segmentverantwortung einzelner Vorstandsmitglieder wurde aufgehoben. Die funktionale Verantwortung der Mitglieder des Vorstandes bleibt von dieser Änderung unberührt.

Segment Zucker

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Zucker
H1
2016 17
H1
2015 16
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 352,0 345,0
EBITDA2 26,1 12,1
Operatives Ergebnis 18,8 6,0
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
2,4 0,4
Ergebnis aus Sondereinflüssen -2,9 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 18,3 6,4
EBIT-Marge 5,2 % 1,9 %
Finanzkennzahlen
Segment Zucker
Q2
2016 17
Q2
2015 16
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 173,6 197,2
EBITDA2 13,4 11,2
Operatives Ergebnis 9,7 7,9
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode 1,5 0,4
bilanziert werden
Ergebnis aus Sondereinflüssen -2,9 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 8,3 8,3
EBIT-Marge 4,8 % 4,2 %

Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse im H1 2016|17 im Vorjahresvergleich leicht um 2,0 % auf 352,0 Mio. €. Höhere Zuckerverkaufspreise trugen zur Umsatzsteigerung bei. Geringere Zuckerverkaufsmengen, v.a. an den Handel und beim Nicht-Quotenzuckerverkauf an die

1 Doppelzählung, wie von Wiener Börse veröffentlicht

2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

• • • • • • • •

5

• • • • • • • •

chemische Industrie, dämpften allerdings das Umsatzwachstum. Die Umsätze bei Nebenprodukten und anderen Produkten konnten gesteigert werden.

Das höhere EBIT von 18,3 Mio. € im H1 2016|17 (Vorjahr: 6,4 Mio. €) ist auf gegenüber dem Vorjahr gestiegene Spot-Verkaufspreise zurückzuführen.

Marktumfeld

Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 6. September 2016 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2016|17 (Oktober 2016 bis September 2017) mit einem weiteren Defizit von 8,8 Mio. Tonnen (ZWJ 2015|16: Defizit von 10,2 Mio. Tonnen), da der weltweit weiter wachsende Verbrauch (rund +1,5 %) die Produktion auch im neuen ZWJ deutlich übersteigen soll.

Im ZWJ 2015|16 wurde das erste Mal nach sechs Jahren ein Defizit am Weltmarkt ausgewiesen und der Lagerstand sank zum 30. September 2016 auf 69,9 Mio. Tonnen (Vorjahr: 80,2 Mio. Tonnen) bzw. 39 % (Vorjahr: 45 %) des geschätzten Jahresverbrauches von 181,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 178,8 Mio. Tonnen), was zu einem kontinuierlichen Anstieg der Weltmarktpreise führte. Diese Entwicklung wurde durch das Wetterphänomen El Niño, v.a. in Indien und Thailand, verstärkt. Zum Stichtag 31. August 2016 notierte Rohzucker bei 442,3 \$ pro Tonne und Weißzucker bei 529,1 \$ pro Tonne. Ende September 2016 wurden 4-Jahres-Hochs bei Rohzucker (rund 487 \$ pro Tonne) und Weißzucker (rund 589 \$ pro Tonne) erreicht.

EU-Zuckermarkt

Die Europäische Kommission (EK) erwartet in ihrer Einschätzung des Lagerendbestandes für Quotenzucker per 30. September 2016 (Ende ZWJ 2015|16) den im Vergleich der letzten Jahre sehr geringen Wert von 0,72 Mio. Tonnen.

Die aktuellen Prognosen für die Zuckerrübenernte in Europa gehen im ZWJ 2016|17 von einer stabilen Erfüllung der EU-Zuckerquote aus; v.a. im mittel- und südosteuropäischen Raum wird mit einer überdurchschnittlich guten Ernte gerechnet. Dementsprechend

hat die EK bereits im August 2016 die Freigabe der ersten Tranche an Exportkontingenten für europäischen Nicht-Quotenzucker im Oktober 2016 festgelegt.

Industrie und Groß- und Einzelhandel (Retail)

Die deutlich geringeren Quotenzuckerbestände auf EU-Ebene spiegeln sich in zuletzt gestiegenen Preisen, speziell in den Spot-Märkten in Zentral- und Osteuropa, wider. Die Nachfrage nach Zucker im Allgemeinen ist insgesamt stabil. Während die zum Teil witterungsbedingt fehlenden Obstmengen (Marmelade) zu einem geringeren Absatz im Bereich Retail führten, konnte im Industriebereich ein leichtes Plus verzeichnet werden. Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt kontinuierlich.

Rohstoff und Produktion

Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2016 rund 94.000 Hektar, was dem Vorjahresniveau entspricht. In Österreich erfolgte auf rund 1.050 Hektar ein Anbau von Zuckerrüben auf Grundlage biologischer Landwirtschaft. In allen Anbauregionen hat die Aussaat früh begonnen und konnte infolge trockener und warmer Anbaubedingungen rasch abgeschlossen werden. Durch die vergleichsweise ausgiebige Niederschlagsversorgung im Frühjahr und die warmen Temperaturen konnten sich die Rübenbestände zum Großteil sehr gut entwickeln. Aufgrund der bisherigen Witterungsund Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern überdurchschnittliche Rübenerträge zu erwarten. Die ersten Zuckerfabriken nahmen am 8. September die Verarbeitung auf.

Die Anbau- und Lieferkonditionen von Zuckerrüben für die Zeit nach der Quotenregelung werden aktuell mit den jeweiligen Anbauverbänden verhandelt. Es ist das Ziel, ausreichend Rohstoff zur vollen Auslastung aller AGRANA-Zuckerfabriken zu kontrahieren.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
H1
2016 17
H1
2015 16
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse
363,1 352,7
EBITDA1 30,2 31,0
Operatives Ergebnis 19,4 19,5
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
12,6 11,6
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 32,0 31,1
EBIT-Marge 8,8 % 8,8 %
Finanzkennzahlen
Segment Stärke
Q2
2016 17
Q2
2015 16
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse
183,7 178,6
EBITDA1 16,5 16,4
Operatives Ergebnis 11,1 10,6
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
7,1 5,9
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 18,2 16,5
EBIT-Marge 9,9 % 9,2 %

Die Umsatzerlöse im H1 2016|17 in Höhe von 363,1 Mio. € lagen absatzbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzzuwächse durch höhere Absatzvolumina, sowohl bei Haupt- als auch bei Nebenprodukten, konnten den Umsatzrückgang bei Bioethanol aufgrund deutlich gesunkener Ethanolnotierungen mehr als ausgleichen.

Mit einem EBIT in Höhe von 32,0 Mio. € konnte das gute Vorjahresergebnis leicht übertroffen werden; die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes betrug wie im Vorjahr 8,8 %. Niedrigere Kosten für konventionelle Rohstoffe aufgrund der ertragreichen Ernte 2016 stützten die Margenentwicklung bei Commodity-Produkten, besonders im Bereich Weizenstärke. Während sich die gesunkenen Ethanolnotierungen belastend auf das Stärke-EBIT auswirkten, konnte das nach der Equity-Methode einbezogene Tochterunternehmen HUNGRANA seinen Ergebnisbeitrag erhöhen.

Marktumfeld

Der Lebensmittelbereich entwickelt sich absatzseitig stabil. Die schlechten Kartoffelerträge der Ernte 2015 (v.a. in Süddeutschland, Österreich und Nordosteuropa) führten bei Kartoffelstärke zu steigenden Marktpreisen. Infolge der guten Ernteaussichten für die laufende Kartoffelkampagne ist nicht zu erwarten, dass sich diese Tendenz fortsetzt.

Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen herrscht im Hinblick auf Oktober 2017 und die damit verbundene Liberalisierung des Zuckermarktes ein hoher Wettbewerbsdruck. Der eingetretene Preisaufwärtstrend bei Zucker findet sich daher nur partiell in den Abschlüssen bei Stärkeverzuckerungsprodukten wider.

Der Papier- und Wellpappebereich ist durch eine gute Nachfrage gekennzeichnet. Treiber für diese positive Entwicklung sind die gestiegenen Produktionsvolumina und die auch aufgrund des schwächeren Euro erhöhten Exportvolumina von Papier und Verpackungsmaterialien.

Das Bioethanolgeschäft konnte seit Mai 2016 von einem engen Nachfrage-Angebotsverhältnis in der EU und kurzfristig höheren Preisen profitieren. Insgesamt ist aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren (Angebot-Nachfrage, US-Dollar vs. Euro, Importe etc.) auf die Bioethanolnotierungen von einer weiterhin hohen Volatilität auszugehen, was sich gegen Ende des Berichtszeitraumes auch in einem sehr starken Mengenund Preisdruck gezeigt hat und die Margen in der Bioethanolproduktion trotz gesunkener Rohstoffkosten signifikant beeinflusste.

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

• • • • • • • •

7

• • • • • • • •

Bei den Protein-Nebenprodukten herrscht eine anhaltend hohe Nachfrage nach hoch-proteinhaltigen Produkten (z.B. Kartoffeleiweiß oder Maiskleber) und nach vitalem Weizengluten. Mittelproteine (Actiprot© oder Maiskleberfutter) orientieren sich hingegen stark an den Getreide- und Maismärkten (aktuell fallende Tendenz) und unterliegen außerdem aufgrund der schwachen Nachfrage aus dem Mischfuttersektor hohem Angebots- und damit einhergehendem Preisdruck.

Rohstoff und Produktion

Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2016|172 auf den Rekordwert von rund 2,07 Mrd. Tonnen (Vorjahr: 2,00 Mrd. Tonnen). Bei Weizen wird eine Produktion von 743 Mio. Tonnen (Vorjahr: 736 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.030 Mio. Tonnen (Vorjahr: 969 Mio. Tonnen) erwartet. Die Verbrauchsschätzung ergibt für Weizen einen weltweiten Bedarf von 732 Mio. und bei Mais von 1.019 Mio. Tonnen. Es wird daher zu einer Erhöhung der globalen Lagerbestände auf 492 Mio. Tonnen (Vorjahr: 469 Mio. Tonnen) kommen. Angesichts der hohen Lagerbestände und der zufriedenstellenden Erntesituation sind die Rohstoffnotierungen für Weizen und Mais in den letzten Monaten gesunken. Die Futures an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) notierten zum Quartalsstichtag bei Weizen auf Termin Dezember 2016 bei 162,0 € pro Tonne und bei Mais auf Termin November 2016 bei 161,5 € pro Tonne.

Die Getreideproduktion exklusive Körnermais in Österreich wird laut AMA (Agrarmarkt Austria) bei rund 3,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 3,2 Mio. Tonnen) liegen und damit um 16 % höher als im Vorjahr sein. Bei Körnermais wird eine Erhöhung der Erzeugung um 19 % auf 1,99 Mio. Tonnen erwartet.

Kartoffel

Am 25. August 2016 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2016 begonnen. Aufgrund der guten Witterung während der Vegetationsphase ist eine Liefererfüllung von 100 bis 105 % der kontrahierten Stärkekartoffeln (rund 250.000 Tonnen) zu erwarten.

Der durchschnittliche Stärkegehalt wird witterungsbedingt bei rund 18,5 bis 19 % und damit über dem Vorjahr (17,3 %) liegen.

Mais und Weizen

Die Nassmais-Übernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann Anfang September. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas höheren Nassmais-Menge von rund 95.000 bis 105.000 Tonnen und einer Verarbeitung bis Anfang Dezember gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2016|17 betrug die Maisverarbeitung rund 199.500 Tonnen und lag damit über dem Vorjahresniveau.

Als Rohstoffe für die Bioethanol- und Weizenstärkeerzeugung in Pischelsdorf|Österreich wurden im ersten Halbjahr 2016|17 Weizen (inklusive Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 80 % zu 20 % eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung lag für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres bei rund 391.700 Tonnen (Vorjahr: 370.000 Tonnen). Anfang September begann die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais. Dessen Verarbeitungsmenge wird mit 85.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr (75.000 Tonnen) witterungsbedingt höher geschätzt.

Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne aufgrund der feuchten Witterung verzögert, erst ab Mitte September verarbeitete das Werk ausschließlich Nassmais. Gegenüber dem Vorjahr wird eine höhere Nassmais-Verarbeitung von rund 250.000 Tonnen (Vorjahr: 220.000 Tonnen) erwartet. Im ersten Halbjahr 2016|17 betrug die Maisverarbeitung rund 599.000 Tonnen (Vorjahr: 578.000 Tonnen; davon AGRANA-Anteil: 50 %).

1 International Grains Council

2 Schätzung vom 25. August 2016

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
H1
2016 17
H1
2015 16
Umsatzerlöse 605,2 565,8
EBITDA1 57,9 50,0
Operatives Ergebnis 40,1 32,5
Ergebnis aus Sondereinflüsssen 0,0 -1,3
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 40,1 31,2
EBIT-Marge 6,6 % 5,5 %
Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2016 17
Q1
2015 16
Umsatzerlöse 297,5 275,0
EBITDA1 26,2 22,3
Operatives Ergebnis 16,9 13,5
Ergebnis aus Sondereinflüsssen 0,0 -1,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 16,9 12,4
EBIT-Marge 5,7 % 4,5 %

Die Umsatzerlöse im Segment Frucht stiegen im H1 2016|17 moderat um 7,0 % auf 605,2 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen standen einer positiven Absatzentwicklung geringfügig gesunkene Verkaufspreise außerhalb der EU - beeinflusst durch Fremdwährungseffekte

(v.a. in Osteuropa, Lateinamerika und Asien) - gegenüber, was insgesamt nur zu einem leichten Umsatzanstieg führte. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund einer positiven Verkaufspreisentwicklung bei Apfelsaftkonzentraten aber auch bei Grundstoffen deutlich.

Das EBIT betrug 40,1 Mio. € und lag damit um 28,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Sowohl der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen – aufgrund gestiegener Absatzmengen - als auch das Fruchtsaftkonzentratgeschäft – wegen höherer Apfelsaftkonzentrat- und Grundstoffpreise aus der Ernte 2015 - wiesen eine deutliche Ergebnisverbesserung aus.

Marktumfeld

Die außereuropäischen Märkte, v.a. Asien aber auch Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein deutliches Wachstum. In gesättigten Märkten wie in der EU und in den USA ist ein verstärkter Konsum von Joghurt ohne Früchten zu verzeichnen. In Lateinamerika hat sich das Wachstum v.a. aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in Brasilien etwas eingebremst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Konsumgüter-Märkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie weiter wachsen werden.

Bei Apfelsaftkonzentrat wird aufgrund der guten Ernteaussichten für 2016 in Polen eine Reduktion der Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr erwartet. Das Konzentratgeschäft in China zeigt sich nach dem Mengenverlust 2014 im größten Absatzmarkt Nordamerika seit dem Jahr 2015 wieder stabil. Die Konkurrenzfähigkeit von europäischer Ware auf dem nordamerikanischen Markt in der neuen Verarbeitungssaison 2016 wird maßgeblich von der Rohstoffpreisentwicklung in Polen bzw. China sowie vom Wechselkurs US-Dollar gegenüber dem Euro abhängen.

Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2016 bestehen aktuell keine nennenswerten Vermarktungs- bzw. Preisrisiken. Die Verarbeitung von Erdbeeren, Sauerkirschen und Schwarzen Johannisbeeren konnte bereits abgeschlossen werden.

1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

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9

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Rohstoff und Produktion

Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen verliefen die Ernten im bisherigen Jahresverlauf bis auf wenige Ausnahmen gut. Generell weisen die Rohstoffmärkte eine leicht sinkende Preistendenz auf, regions- bzw. fruchtspezifische Ausnahmen gab es aber z.B. in Polen (Erdbeere) oder in Griechenland und Spanien (Pfirsich).

Die Märkte sind im Wesentlichen gut versorgt, lediglich bei Ananas und organischer Vanille besteht ein Defizit. Die Nachfrage ist konjunkturbedingt verhalten.

Aufgrund der Abwertung der ukrainischen Griwna gegenüber dem Euro ist die Ukraine für AGRANA Frucht ein wettbewerbsfähiger Beschaffungsmarkt geworden, wo Synergien mit der dort ansässigen Tiefkühlproduktion generiert werden können.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate führte der gute Witterungsverlauf in den Frühjahres- und Sommermonaten 2016 in Europa zu qualitativ und quantitativ normalen Ernten bei Beerenfrüchten. Nur bei Erdbeeren wurden signifikante Mengeneinbußen verzeichnet. Aufgrund der insgesamt ausreichenden Rohstoffverfügbarkeit sind 2016 tendenziell tiefere Preise bei Beeren, sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei der Frischobstvermarktung, feststellbar.

Die Apfelverarbeitungssaison 2016 ist in allen wesentlichen Anbauregionen angelaufen. Die Preise liegen zu Beginn der Kampagne aufgrund von hervorragenden Ernteprognosen im Hauptanbauland Polen unter dem Vorjahresniveau. Die strikte Kontrolle des Handelsembargos mit einem Exportverbot polnischer Äpfel nach Russland löste bereits im Frühjahr 2016 einen deutlichen Preisdruck am europäischen Markt aus.

Der Frost im Mai 2016 in den Regionen Steiermark| Österreich, Westungarn und Slowenien, führte zu deutlich reduzierten Rohstoffverfügbarkeiten in diesen Regionen.

Chancen- und Risikobericht

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2015|16 auf den Seiten 83 bis 87 umfassend dargestellten Risiken.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

Ausblick

AGRANA-Gruppe
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 2.477,6
EBIT 129,0 
Investitionen1 116,0 129

Moderater Anstieg

Deutlicher Anstieg

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2016|17 beim Konzernumsatz von einem moderaten Anstieg aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) wird nunmehr eine deutliche Steigerung erwartet.

Segment Zucker
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 672,6
EBIT 4,3 
Investitionen1 46,1 24

Stabile Entwicklung

Deutlicher Anstieg

Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einer Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau. Verbesserte Margen sowie das im Sommer 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm lassen im Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen EBIT-Anstieg erwarten.

Segment Stärke
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 721,6
EBIT 65,9
Investitionen1 28,2 70

Stabile Entwicklung

Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 bei leicht steigenden Absatzmengen eine konstante Umsatzentwicklung. Trotz im Jahresvergleich durchschnittlich niedrigerer Bioethanolpreise wird nunmehr ein EBIT auf Vorjahresniveau erwartet.

Segment Frucht
in Mio. €
2015 16
ist
2016 17
Prognose
Umsatzerlöse 1.083,4 
EBIT 58,8 
Investitionen1 41,7 35

Deutlicher Anstieg

AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBIT.

Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung, speziell in den Regionen Europa und Asien, zu rechnen. Bei stabilen Rohstoffpreisen wird von einer vergleichbaren Ergebnisentwicklung wie im Geschäftsjahr 2015|16 ausgegangen.

Bei Fruchtsaftkonzentraten wird aufgrund höherer Absatzpreise infolge gestiegener Rohstoffpreise der Ernte 2015 im Vergleich zu 2014 ein deutlicher Umsatzanstieg prognostiziert, der aber noch von der Ernte 2016 beeinflusst werden kann. Insgesamt soll diese Entwicklung zu einer deutlichen Erholung beim EBIT führen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird in Summe mit rund 129 Mio. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von rund 85 Mio. € liegen.

Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2016 (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechung 1. Halbjahr
1. März–31. August
2. Quartal
1. Juni–31. August
t€ H1 2016 17 H1 2015 16 Q2 2016 17 Q2 2015 16
Umsatzerlöse 1.320.257 1.263.460 654.752 650.805
Bestandsveränderungen -159.325 -173.910 -71.594 -73.332
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.116 1.287 492 529
Sonstige betriebliche Erträge 14.231 26.0251 7.021 16.3141
Materialaufwand -792.117 -739.887 -398.039 -399.110
Personalaufwand -136.210 -139.029 -69.228 -70.375
Abschreibungen -35.917 -35.879 -18.402 -18.695
Sonstige betriebliche Aufwendungen -136.609 -145.3851 -70.144 -75.2171
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden
15.023 12.030 8.597 6.268
Ergebnis der Betriebstätigkeit 90.449 68.712 43.455 37.187
Finanzerträge 14.009 24.9801 5.805 8.9191
Finanzaufwendungen -24.341 -36.1601 -8.641 -18.3551
11
Finanzergebnis -10.332 -11.180 -2.836 -9.436
Ergebnis vor Ertragsteuern 80.117 57.532 40.619 27.751
Ertragsteuern -17.469 -13.592 -8.789 -5.342
Konzernergebnis 62.648 43.940 31.830 22.409
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
59.742 43.720 30.296 23.127
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
2.906 220 1.534 -718
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 4,21 € 3,08 € 2,13 € 1,63 €
1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Halbjahr
1. März–31. August
2. Quartal
1. Juni–31. August
t€ H1 2016 17 H1 2015 16 Q2 2016 17 Q2 2015 16
Konzernergebnis 62.648 43.940 31.830 22.409
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
ƒ
Währungsdifferenzen
2.728 -7.751 3.454 -18.112
ƒ
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39)
nach latenten Steuern
279 -218 126 -196
ƒ
Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern
1.097 -1.233 -119 -285
ƒ
Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden
268 -2.842 789 -1.130
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu
erfassende Erträge und Aufwendungen
4.372 -12.044 4.250 -19.723
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leis
tungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS
19) nach latenten Steuern
-4.663 3.418 -4.657 3.442
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -291 -8.626 -407 -16.281
Gesamtergebnis 62.357 35.314 31.423 6.128
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
59.621 36.173 29.336 8.444
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
2.736 -859 2.087 -2.316

Konzern-Geldflussrechnung

Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August) H1 2016 17 H1 2015 161
t€
Cashflow aus dem Ergebnis 121.566 110.060
Veränderung des Working Capital 7.921 -19.761
Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern -20.208 -29.543
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 109.279 60.756
Cashflow aus Investitionstätigkeit -41.800 -42.192
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -82.879 -102.084
Veränderungen des Finanzmittelbestandes -15.400 -83.520
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 24 536
Sonstige bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -4.775 0
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 109.375 193.818
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 89.224 110.834

1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.

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Konzern-Bilanz

t€ Stand am Stand am Stand am
Aktiva 31.08.2016 29.02.2016 31.08.2015
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 239.225 241.961 238.719
Sachanlagen 690.544 679.592 664.669
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 76.197 60.906 67.672
Wertpapiere 18.887 18.622 104.857
Beteiligungen 1.091 1.091 1.124
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.009 10.602 11.387
Aktive latente Steuern 14.271 14.873 22.119
1.049.224 1.027.647 1.110.547
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 499.315 654.172 455.660
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 504.250 439.521 531.548
Laufende Ertragsteuerforderungen 13.819 10.774 13.083
Wertpapiere 45 45 46
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 89.224 109.375 110.834
1.106.653 1.213.887 1.111.171
C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.631 1.631 0
Summe Aktiva 2.157.508 2.243.165 2.221.718

Passiva

A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 632.189 629.709 599.735
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.146.761 1.144.281 1.114.307
Nicht beherrschende Anteile 58.610 55.843 60.473
1.205.371 1.200.124 1.174.780
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 71.774 67.146 65.782
Übrige Rückstellungen 19.744 19.999 14.625
Finanzverbindlichkeiten 270.185 286.028 323.890
Sonstige Verbindlichkeiten 1.386 1.024 1.107
Passive latente Steuern 4.395 4.481 12.144
367.484 378.678 417.548
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 26.909 28.426 39.472
Finanzverbindlichkeiten 235.068 247.820 264.822
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 306.288 375.058 308.146
sonstige Verbindlichkeiten
Steuerschulden 16.388 13.059 16.950
584.653 664.363 629.390
Summe Passiva 2.157.508 2.243.165 2.221.718

Konzern-Eigenkapital-Entwicklung

t€ Eigenkapital der
AGRANA-Aktionäre
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Geschäftsjahr 2016 17
Stand am 1. März 2016 1.144.281 55.843 1.200.124
Bewertungseffekte IAS 39 1.376 0 1.376
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-4.663 0 -4.663
Gewinn aus Währungsumrechnung 3.166 -170 2.996
Sonstige Ergebnisse -121 -170 -291
Konzernergebnis 59.742 2.906 62.648
Gesamtergebnis 59.621 2.736 62.357
Dividendenausschüttung -56.808 -312 -57.120
Sonstige Veränderungen -333 343 10
Stand am 31. August 2016 1.146.761 58.610 1.205.371

Geschäftsjahr 2015|16

Stand am 1. März 2015 1.129.259 65.161 1.194.420
Bewertungseffekte IAS 39 -1.451 0 -1.451
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
3.419 -1 3.418
Verlust aus Währungsumrechnung -9.515 -1.078 -10.593
Sonstige Ergebnisse -7.547 -1.079 -8.626
Konzernergebnis 43.720 220 43.940
Gesamtergebnis 36.173 -859 35.314
Dividendenausschüttung -51.127 -3.833 -54.960
Sonstige Veränderungen 2 4 6
Stand am 31. August 2015 1.114.307 60.473 1.174.780

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15

Anhang zum Konzernzwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2016 (ungeprüft)

Segmentbericht

Für das erste Halbjahr H1 H1
(1. März - 31. August) 2016 17 2015 16
t€

Umsatzerlöse (brutto)

Konzern 1.365.302 1.297.611
Frucht 605.495 565.933
Stärke 368.522 356.437
Zucker 391.285 375.241
Für das erste Halbjahr H1 H1
(1. März - 31. August) 2016 17 2015 16
t€

Ergebnisanteil von

Ergebnisanteil von
Gemeinschaftsunternehmen1
Zucker 2.384 396
Stärke 12.639 11.634
Frucht 0 0
Konzern 15.023 12.030

Umsätze zwischen

den Segmenten
Zucker -39.266 -30.279
Stärke -5.472 -3.755
Frucht -307 -117
Konzern -45.045 -34.151

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Konzern 90.449 68.712
Frucht 40.111 31.196
Stärke 32.014 31.125
Zucker 18.324 6.391

Umsatzerlöse

Konzern 1.320.257 1.263.460
Frucht 605.188 565.816
Stärke 363.050 352.682
Zucker 352.019 344.962

Operatives Ergebnis

19.375
19.491
Stärke
40.111
32.499
Konzern 78.299 57.985
Frucht
Zucker 18.813 5.995

Ergebnis aus Sondereinflüssen

Konzern -2.873 -1.303
Frucht 0 -1.303
Stärke 0 0
Zucker -2.873 0

Zucker 11.129 21.952 Stärke 21.446 6.586 Frucht 9.815 12.244 Konzern 42.390 40.782

Mitarbeiter3

Investitionen2

Zucker 1.930 2.036
Stärke 883 867
Frucht 5.942 6.143
Konzern 8.755 9.046

1 Nach der Equity-Methode bilanziert

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente

Allgemeine Grundlagen der Berichterstattung

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2016 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2016 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 26. September 2016 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2015|16 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 102 bis 105 dargestellt – neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Änderungen von Vergleichsinformationen

Wechselkursergebnisse wurden erstmals zum 29. Februar 2016 dem Bruttoprinzip folgend als Kursgewinne oder –verluste im Ergebnis der Betriebstätigkeit bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Anpassung hatte eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8.467 t€ sowie eine Reduktion der Finanzerträge und –aufwendungen von 1.573 t€ für die Vergleichsperiode 2015|16 verglichen mit den veröffentlichten Werten zur Folge.

Die Darstellung der Angaben von Mitarbeiterzahlen wurde von Köpfen (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) auf Vollzeitäquivalente (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) umgestellt.

In der Geldflussrechnung wurden die zahlungswirksamen Zinsen und Steuern gesondert ausgewiesen und die Währungsanpassung bei den jeweiligen Bilanzpositionen durchgeführt, was zu einer Anpassung der Vorjahreswerte führte.

Konsolidierungskreis

Im Q2 2016|17 wurde die AGRANA Juice Denmark A/S, Køge|Dänemark, liquidiert. Der Abgang hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Insgesamt wurden neben der Muttergesellschaft 57 Unternehmen (29. Februar 2016: 58 Unternehmen) in die Vollkonsolidierung und 12 Unternehmen (29. Februar 2016: 12 Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.

Saisonalität des Geschäftes

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im H1 2016|17 90,4 Mio. € (Vorjahr: 68,7 Mio. €). Dieser Anstieg

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ist v.a. auf deutlich verbesserte Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Frucht sowie auf einen gestiegenen Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, zurückzuführen. Im Segment Zucker ist ein Sonderergebnis von -2,9 Mio. € aufgrund von Einmaleffekten in Rumänien enthalten.

Das Finanzergebnis lag in etwa auf Vorjahresniveau und belief sich auf -10,3 Mio. € (Vorjahr: -11,2 Mio. €).

Das Konzernergebnis betrug 62,6 Mio. € (Vorjahr: 43,9 Mio. €).

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

Von Anfang März bis Ende August 2016 sank der Finanzmittelbestand um 20,2 Mio. € auf 89,2 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 121,6 Mio. € um 11,5 Mio. € höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und resultierte v.a. aus einem verbesserten Konzernergebnis. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im H1 2016|17 109,3 Mio. € (Vorjahr: 60,8 Mio. €). Die Verbesserung ist einerseits durch einen geringeren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einen geringeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei einem gegenläufig geringeren Vorratsabbau im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -41,8 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit -82,9 Mio. € (Vorjahr: -102,1 Mio. €) unter dem Vorjahreswert. Der Grund dafür lag im höheren Abbau von Finanzverbindlichkeiten im Vorjahreszeitraum.

Sonstige bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes in Höhe von -4,8 Mio. € betrafen ein Bankguthaben in der Ukraine.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 29. Februar 2016 um 85,7 Mio. € auf 2.157,5 Mio. € gesunken. Der Rückgang auf der Aktivseite war im Wesentlichen bedingt durch signifikant niedrigere Vorräte. Auf der Passivseite führten v.a. deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringere Finanzverbindlichkeiten zum Rückgang der Bilanzsumme. Der Anstieg bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen von 4,7 Mio. € ist bedingt durch die Anpassung des Abzinsungssatzes auf 1,1 % (29. Februar 2016: 1,8 %).

Mit einem Eigenkapital von 1.205,4 Mio. € (29. Februar 2016: 1.200,1 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 55,9 % (29. Februar 2016: 53,5 %).

Finanzinstrumente

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

  • In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenoder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
  • In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.

• In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

31. August 2016 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 13.593 0 4.404 17.997
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
43 42 0 85
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
3.147 1.291 0 4.438
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 45 0 0 45
Finanzielle Vermögenswerte 16.828 1.333 4.404 22.565
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
2.033 49 0 2.082
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 9.038 0 9.038
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.033 9.087 0 11.120
31. August 2015 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 13.669 0 5.247 18.916
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
74 25 0 99
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 1.117 0 1.117
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 46 0 0 46
Finanzielle Vermögenswerte 13.789 1.142 5.247 20.178
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
1.084 0 0 1.084
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
141 6.777 0 6.918
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.225 6.777 0 8.002

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

31. August 2016
t€
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 337.556 340.299
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 165.000 168.507
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.697 2.845
Finanzverbindlichkeiten 505.253 511.651
31. August 2015
t€
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 338.674 341.606
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 255.592
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 38 40
Finanzverbindlichkeiten 588.712 597.238

Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 144 bis 147.

Mitarbeiter

Im H1 2016|17 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.755 Mitarbeiter1 (Vorjahr: 9.046 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Reduktion des Personalstandes war auf einen geringeren Bedarf an Saisonarbeitskräften in Marokko im Segment Frucht sowie eine normalisierte Kampagnendauer im Segment Zucker zurückzuführen.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Kreditbeziehungen zu Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss haben sich auf 19.883 t€ (29. Februar 2016: 54.697 t€) reduziert und Bankguthaben von Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf 12.346 t€ (29. Februar 2016: 2.363 t€) erhöht. Der Grund für diese Veränderungen war auf übliche Finanzdispositionen zurückzuführen. Die übrigen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen unterlagen seit dem 29. Februar 2016 keinen wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2015|16 verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

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19

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1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente

Erklärung des Vorstandes

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 26. September 2016

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung

Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied

Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance

Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied

Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik

Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied

Interne Revision

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Weitere Informationen

Kapitalmarktkalender

12. Jänner 2017 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2016 17 AGRANA Beteiligungs-AG
12. Mai 2017 Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 17
(Bilanzpressekonferenz)
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
1020 Wien, Österreich
www.agrana.com
27. Juni 2017 Nachweisstichtag "Hauptversammlung"
Konzernkommunikation/Investor Relations
7. Juli 2017 Hauptversammlung zum Mag. (FH) Hannes HAIDER
Geschäftsjahr 2016 17 Telefon: +43-1-211 37-12905
Fax: +43-1-211 37-12926
12. Juli 2017 Ex-Dividenden-Tag E-Mail: [email protected]
13. Juli 2017 Ergebnisse des ersten Quartals 2017 18 Konzernkommunikation/Public Relations
Mag. (FH) Markus SIMAK
13. Juli 2017 Nachweisstichtag "Dividenden" Telefon: +43-1-211 37-12084
Fax: +43-1-211 37-12926
14. Juli 2017 Dividenden-Zahltag E-Mail: [email protected]
12. Oktober 2017 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017 18 AGRANA 2015 16 Online:
http://reports.agrana.com
11. Jänner 2018 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2017 18

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

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ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2015|16, Seite 179, verwiesen.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

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