Quarterly Report • Oct 13, 2016
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
über das erste Halbjahr 2016|17
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
1 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
1
•
• • • • • • • •
•
• • • • • • • •
•
•
AGRANA hatte ein gutes erstes Halbjahr 2016|17. Vor allem die Erholung im Segment Zucker und der gute Geschäftsverlauf im Segment Frucht trugen zu einer deutlichen Steigerung des Konzern-EBITs bei. Auch unser Ergebnis im Segment Stärke konnte trotz gesunkener Ethanolpreise das hohe Niveau des Vorjahres übertreffen.
Bereits am 8. September starteten wir in einem Großteil unserer Zuckerwerke die heurige Rübenkampagne, die letzte vor dem Ende der EU-Zuckermarktordnung. Es wird eine EU-Rübenernte erwartet, die mengenmäßig trotz einer Flächenausweitung im langjährigen Durchschnitt liegen soll, wobei in Österreich und in den zentral- und osteuropäischen Ländern von sehr guten Erträgen ausgegangen wird. Die AGRANA-Kontraktbauern haben ihre Anbauflächen gegenüber dem Vorjahr konstant gehalten. Trotzdem rechnet AGRANA für die Kampagne 2016 mit einer Rübenverarbeitungsmenge von rund 7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen) in rund 140 Kampagnentagen und mit einer um rund 30 % auf über 1 Mio Tonnen erhöhten Rübenzuckerproduktion. Auf der Verkaufsseite registrierten wir im Segment Zucker aufgrund abgebauter Zuckerüberschüsse in der EU und hoher Weltmarktpreise einen moderaten Preisanstieg.
Das Segment Stärke hielt im ersten Halbjahr sein gutes Ergebnisniveau. Rohstoffseitig ist Weizen aufgrund der hohen Erntemengen billiger als im Vorjahr. Insbesondere in Osteuropa erwarten wir auch sehr gute Maiserträge, sodass insgesamt von niedrigeren Rohstoffkosten ausgegangen werden kann. Bei Kartoffelstärke wird erstmals nach fünf Jahren wieder eine Produktionsmenge von über 50.000 Tonnen erwartet. Volatile Ethanolpreise stellen für das Segment Stärke weiterhin einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Dieser Markt wird u.a. durch Überkapazitäten, sinkende Rohstoffkosten und tiefe Benzinpreise bestimmt. Es gilt daher, in diesem Geschäftsbereich die Umweltvorteile (CO2- und Rußreduktion) einer 10%-Beimischung zu Benzin zu bewerben.
Im Segment Frucht ist die Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen ebenso erfreulich wie das verbesserte Ergebnis im Fruchtsaftkonzentratgeschäft. Die Apfelsaftkonzentratpreise haben sich wie angekündigt stabilisiert; für die angelaufene Apfelkampagne 2016 wird insbesondere in Polen mit hohen Apfelmengen gerechnet.
Zum Halbjahr herrschen also gute Voraussetzungen für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2016|17. Der Ausbau der Stärkeaktivitäten in Aschach|Österreich schreitet rasch voran. Im Segment Zucker wird an der Finalisierung des Akquisitionsprojektes Sunoko gearbeitet.
Aufgrund der guten Halbjahreszahlen und nunmehr verbesserter Aussichten in allen Segmenten erwartet AGRANA ein EBIT im Geschäftsjahr 2016|17, das deutlich über dem Vorjahr liegt.
Ihr
Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Finanzkennzahlen AGRANA-Konzern in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2016 17 |
H1 2015 16 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.320,3 | 1.263,5 |
| EBITDA1 | 114,2 | 93,1 |
| Operatives Ergebnis | 78,3 | 58,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
15,0 | 12,0 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -2,9 | -1,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 90,4 | 68,7 |
| EBIT-Marge | 6,8 % | 5,4 % |
| Finanzergebnis | -10,3 | -11,2 |
| Ertragsteuern | -17,5 | -13,6 |
| Konzernergebnis | 62,6 | 43,9 |
| Ergebnis je Aktie | 4,21 € | 3,08 € |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im H1 2016|17 (1. März bis 31. August 2016) mit 1.320,3 Mio. € um 4,5 % über dem Vorjahr. In allen Segmenten konnte ein Umsatzanstieg verzeichnet werden, wobei jener im Geschäftsbereich Frucht auch mengenbedingt am deutlichsten ausfiel.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 90,4 Mio. € und war damit deutlich besser (+31,6 %) als im Vorjahr. Während im Segment Stärke das EBIT auf hohem Niveau leicht anstieg, führten im Segment Zucker höhere Deckungsbeiträge trotz negativer Einmaleffekte in Rumänien zu einem positiven Ergebnis von 18,3 Mio. € und einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem
| Finanzkennzahlen AGRANA-Konzern |
Q2 2016 17 |
Q2 2015 16 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 654,8 | 650,8 |
| EBITDA1 | 56,1 | 49,9 |
| Operatives Ergebnis | 37,7 | 32,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
8,6 | 6,3 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -2,9 | -1,1 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 43,4 | 37,2 |
| EBIT-Marge | 6,6 % | 5,7 % |
| Finanzergebnis | -2,8 | -9,5 |
| Ertragsteuern | -8,8 | -5,3 |
| Konzernergebnis | 31,8 | 22,4 |
| Ergebnis je Aktie | 2,14 € | 1,63 € |
Vorjahr (6,4 Mio. €). Im Segment Frucht konnte das EBIT nicht zuletzt aufgrund einer Erholung im Fruchtsaftkonzentratgeschäft auf 40,1 Mio. € (Vorjahr: 31,2 Mio. €) deutlich verbessert werden. Das Finanzergebnis betrug im H1 2016|17 -10,3 Mio. € (Vorjahr: -11,2 Mio. €), wobei die positive Veränderung trotz der Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (Segment Frucht) aufgrund eines verbesserten Währungsergebnisses erreicht wurde. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 17,5 Mio. €, einer Steuerquote von rund 21,8 % (Vorjahr: 23,7 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 62,6 Mio. € (Vorjahr: 43,9 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg auf 4,21 € (Vorjahr: 3,08 €).
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
•
• • • • • • • •
3
•
• • • • • • • •
•
•
Im H1 2016|17 investierte AGRANA in Summe 42,4 Mio. €, das waren um 1,6 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| in Mio. € | H1 2016 17 | H1 2015 16 |
|---|---|---|
| Zucker | 11,1 | 22,0 |
| Stärke | 21,5 | 6,6 |
| Frucht | 9,8 | 12,2 |
| Konzern | 42,4 | 40,8 |
Zusätzlich wurden im H1 2016|17 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 6,2 Mio. € (100%; Vorjahr: 8,4 Mio. €) getätigt.
Der Cashflow aus dem Ergebnis belief sich im H1 2016|17 auf 121,6 Mio. € (Vorjahr: 110,1 Mio. €) und stieg aufgrund des verbesserten Konzernergebnisses. Nach einem Abbau des Working Capital um 7,9 Mio. € (Vorjahr: Aufbau um 19,8 Mio. €), u.a. durch einen reduzierten Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, und nach leicht reduzierten Abflüssen aus Zinsen und Steuern betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im H1 2016|17 109,3 Mio. € (Vorjahr: 60,8 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit blieb aufgrund beinahe unveränderter Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit -41,8 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) stabil. Bei einer leicht erhöhten Dividendenzahlung spiegelt sich der gegenüber der Vergleichsperiode geringere Abbau von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im niedrigeren Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 82,9 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 102,1 Mio. €) wider.
Bei einer gegenüber dem 29. Februar 2016 geringfügig gesunkenen Bilanzsumme in Höhe von 2,16 Mrd. € (Bilanzstichtag 2015|16: 2,24 Mrd. €) stieg die Eigenkapitalquote leicht auf 55,9 % (29. Februar 2016: 53,5 %).
Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe beinahe unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen moderat zurück, wobei die Vorräte saisonal bedingt markant reduziert und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte deutlich aufgebaut wurden. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden v.a. aufgrund niedrigerer Finanzverbindlichkeiten leicht. Die kurzfristigen Schulden gingen deutlich zurück, wobei sowohl die Finanzverbindlichkeiten als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten entsprechend dem saisonalen Geschäftsverlauf reduziert wurden.
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2016 lagen mit 397,1 Mio. € um 8,7 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2015|16. Das Gearing zum Quartalsstichtag sank folglich auf 32,9 % (29. Februar 2016: 33,8 %).
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben befinden sich auf Seite 16.
| Kennzahlen zur Aktie | H1 2016 17 |
|---|---|
| Höchstkurs (29. August 2016) | 105,45 € |
| Tiefstkurs (3. März 2016) | 78,80 € |
| Ultimokurs (31. August 2016) | 104,50 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 80,75 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.484,1 Mio. € |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,50 € in das Geschäftsjahr 2016|17 und schloss zum Ultimo August 2016 mit 104,50 €, was einem deutlichen Plus von 29,8 % bei durchschnittlich rund 2.000 gehandelten Stücken1 pro Tag (Vorjahr: rund 1.100) entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im selben Zeitraum um 7,4 %.
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo August 2016 1.484,1 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.
Bei der am 1. Juli 2016 abgehaltenen 29. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2015|16 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,00 € (Vorjahr: 3,60 €) beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2016.
Mit Wirkung vom 1. Juli 2016 wurde eine Änderung der Ressortverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstandes beschlossen. Die Segmentverantwortung einzelner Vorstandsmitglieder wurde aufgehoben. Die funktionale Verantwortung der Mitglieder des Vorstandes bleibt von dieser Änderung unberührt.
| Finanzkennzahlen Segment Zucker |
H1 2016 17 |
H1 2015 16 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 352,0 | 345,0 |
| EBITDA2 | 26,1 | 12,1 |
| Operatives Ergebnis | 18,8 | 6,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
2,4 | 0,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -2,9 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 18,3 | 6,4 |
| EBIT-Marge | 5,2 % | 1,9 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker |
Q2 2016 17 |
Q2 2015 16 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 173,6 | 197,2 |
| EBITDA2 | 13,4 | 11,2 |
| Operatives Ergebnis | 9,7 | 7,9 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter | ||
| nehmen, die nach der Equity-Methode | 1,5 | 0,4 |
| bilanziert werden | ||
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -2,9 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 8,3 | 8,3 |
| EBIT-Marge | 4,8 % | 4,2 % |
Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse im H1 2016|17 im Vorjahresvergleich leicht um 2,0 % auf 352,0 Mio. €. Höhere Zuckerverkaufspreise trugen zur Umsatzsteigerung bei. Geringere Zuckerverkaufsmengen, v.a. an den Handel und beim Nicht-Quotenzuckerverkauf an die
1 Doppelzählung, wie von Wiener Börse veröffentlicht
2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
•
• • • • • • • •
5
•
• • • • • • • •
•
•
chemische Industrie, dämpften allerdings das Umsatzwachstum. Die Umsätze bei Nebenprodukten und anderen Produkten konnten gesteigert werden.
Das höhere EBIT von 18,3 Mio. € im H1 2016|17 (Vorjahr: 6,4 Mio. €) ist auf gegenüber dem Vorjahr gestiegene Spot-Verkaufspreise zurückzuführen.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 6. September 2016 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2016|17 (Oktober 2016 bis September 2017) mit einem weiteren Defizit von 8,8 Mio. Tonnen (ZWJ 2015|16: Defizit von 10,2 Mio. Tonnen), da der weltweit weiter wachsende Verbrauch (rund +1,5 %) die Produktion auch im neuen ZWJ deutlich übersteigen soll.
Im ZWJ 2015|16 wurde das erste Mal nach sechs Jahren ein Defizit am Weltmarkt ausgewiesen und der Lagerstand sank zum 30. September 2016 auf 69,9 Mio. Tonnen (Vorjahr: 80,2 Mio. Tonnen) bzw. 39 % (Vorjahr: 45 %) des geschätzten Jahresverbrauches von 181,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 178,8 Mio. Tonnen), was zu einem kontinuierlichen Anstieg der Weltmarktpreise führte. Diese Entwicklung wurde durch das Wetterphänomen El Niño, v.a. in Indien und Thailand, verstärkt. Zum Stichtag 31. August 2016 notierte Rohzucker bei 442,3 \$ pro Tonne und Weißzucker bei 529,1 \$ pro Tonne. Ende September 2016 wurden 4-Jahres-Hochs bei Rohzucker (rund 487 \$ pro Tonne) und Weißzucker (rund 589 \$ pro Tonne) erreicht.
Die Europäische Kommission (EK) erwartet in ihrer Einschätzung des Lagerendbestandes für Quotenzucker per 30. September 2016 (Ende ZWJ 2015|16) den im Vergleich der letzten Jahre sehr geringen Wert von 0,72 Mio. Tonnen.
Die aktuellen Prognosen für die Zuckerrübenernte in Europa gehen im ZWJ 2016|17 von einer stabilen Erfüllung der EU-Zuckerquote aus; v.a. im mittel- und südosteuropäischen Raum wird mit einer überdurchschnittlich guten Ernte gerechnet. Dementsprechend
hat die EK bereits im August 2016 die Freigabe der ersten Tranche an Exportkontingenten für europäischen Nicht-Quotenzucker im Oktober 2016 festgelegt.
Die deutlich geringeren Quotenzuckerbestände auf EU-Ebene spiegeln sich in zuletzt gestiegenen Preisen, speziell in den Spot-Märkten in Zentral- und Osteuropa, wider. Die Nachfrage nach Zucker im Allgemeinen ist insgesamt stabil. Während die zum Teil witterungsbedingt fehlenden Obstmengen (Marmelade) zu einem geringeren Absatz im Bereich Retail führten, konnte im Industriebereich ein leichtes Plus verzeichnet werden. Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt kontinuierlich.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche beträgt im Anbaujahr 2016 rund 94.000 Hektar, was dem Vorjahresniveau entspricht. In Österreich erfolgte auf rund 1.050 Hektar ein Anbau von Zuckerrüben auf Grundlage biologischer Landwirtschaft. In allen Anbauregionen hat die Aussaat früh begonnen und konnte infolge trockener und warmer Anbaubedingungen rasch abgeschlossen werden. Durch die vergleichsweise ausgiebige Niederschlagsversorgung im Frühjahr und die warmen Temperaturen konnten sich die Rübenbestände zum Großteil sehr gut entwickeln. Aufgrund der bisherigen Witterungsund Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern überdurchschnittliche Rübenerträge zu erwarten. Die ersten Zuckerfabriken nahmen am 8. September die Verarbeitung auf.
Die Anbau- und Lieferkonditionen von Zuckerrüben für die Zeit nach der Quotenregelung werden aktuell mit den jeweiligen Anbauverbänden verhandelt. Es ist das Ziel, ausreichend Rohstoff zur vollen Auslastung aller AGRANA-Zuckerfabriken zu kontrahieren.
| Finanzkennzahlen Segment Stärke |
H1 2016 17 |
H1 2015 16 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) Umsatzerlöse |
363,1 | 352,7 |
| EBITDA1 | 30,2 | 31,0 |
| Operatives Ergebnis | 19,4 | 19,5 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
12,6 | 11,6 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 32,0 | 31,1 |
| EBIT-Marge | 8,8 % | 8,8 % |
| Finanzkennzahlen Segment Stärke |
Q2 2016 17 |
Q2 2015 16 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) Umsatzerlöse |
183,7 | 178,6 |
| EBITDA1 | 16,5 | 16,4 |
| Operatives Ergebnis | 11,1 | 10,6 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7,1 | 5,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 18,2 | 16,5 |
| EBIT-Marge | 9,9 % | 9,2 % |
Die Umsatzerlöse im H1 2016|17 in Höhe von 363,1 Mio. € lagen absatzbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzzuwächse durch höhere Absatzvolumina, sowohl bei Haupt- als auch bei Nebenprodukten, konnten den Umsatzrückgang bei Bioethanol aufgrund deutlich gesunkener Ethanolnotierungen mehr als ausgleichen.
Mit einem EBIT in Höhe von 32,0 Mio. € konnte das gute Vorjahresergebnis leicht übertroffen werden; die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes betrug wie im Vorjahr 8,8 %. Niedrigere Kosten für konventionelle Rohstoffe aufgrund der ertragreichen Ernte 2016 stützten die Margenentwicklung bei Commodity-Produkten, besonders im Bereich Weizenstärke. Während sich die gesunkenen Ethanolnotierungen belastend auf das Stärke-EBIT auswirkten, konnte das nach der Equity-Methode einbezogene Tochterunternehmen HUNGRANA seinen Ergebnisbeitrag erhöhen.
Der Lebensmittelbereich entwickelt sich absatzseitig stabil. Die schlechten Kartoffelerträge der Ernte 2015 (v.a. in Süddeutschland, Österreich und Nordosteuropa) führten bei Kartoffelstärke zu steigenden Marktpreisen. Infolge der guten Ernteaussichten für die laufende Kartoffelkampagne ist nicht zu erwarten, dass sich diese Tendenz fortsetzt.
Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen herrscht im Hinblick auf Oktober 2017 und die damit verbundene Liberalisierung des Zuckermarktes ein hoher Wettbewerbsdruck. Der eingetretene Preisaufwärtstrend bei Zucker findet sich daher nur partiell in den Abschlüssen bei Stärkeverzuckerungsprodukten wider.
Der Papier- und Wellpappebereich ist durch eine gute Nachfrage gekennzeichnet. Treiber für diese positive Entwicklung sind die gestiegenen Produktionsvolumina und die auch aufgrund des schwächeren Euro erhöhten Exportvolumina von Papier und Verpackungsmaterialien.
Das Bioethanolgeschäft konnte seit Mai 2016 von einem engen Nachfrage-Angebotsverhältnis in der EU und kurzfristig höheren Preisen profitieren. Insgesamt ist aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren (Angebot-Nachfrage, US-Dollar vs. Euro, Importe etc.) auf die Bioethanolnotierungen von einer weiterhin hohen Volatilität auszugehen, was sich gegen Ende des Berichtszeitraumes auch in einem sehr starken Mengenund Preisdruck gezeigt hat und die Margen in der Bioethanolproduktion trotz gesunkener Rohstoffkosten signifikant beeinflusste.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
•
• • • • • • • •
7
•
• • • • • • • •
•
•
Bei den Protein-Nebenprodukten herrscht eine anhaltend hohe Nachfrage nach hoch-proteinhaltigen Produkten (z.B. Kartoffeleiweiß oder Maiskleber) und nach vitalem Weizengluten. Mittelproteine (Actiprot© oder Maiskleberfutter) orientieren sich hingegen stark an den Getreide- und Maismärkten (aktuell fallende Tendenz) und unterliegen außerdem aufgrund der schwachen Nachfrage aus dem Mischfuttersektor hohem Angebots- und damit einhergehendem Preisdruck.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2016|172 auf den Rekordwert von rund 2,07 Mrd. Tonnen (Vorjahr: 2,00 Mrd. Tonnen). Bei Weizen wird eine Produktion von 743 Mio. Tonnen (Vorjahr: 736 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.030 Mio. Tonnen (Vorjahr: 969 Mio. Tonnen) erwartet. Die Verbrauchsschätzung ergibt für Weizen einen weltweiten Bedarf von 732 Mio. und bei Mais von 1.019 Mio. Tonnen. Es wird daher zu einer Erhöhung der globalen Lagerbestände auf 492 Mio. Tonnen (Vorjahr: 469 Mio. Tonnen) kommen. Angesichts der hohen Lagerbestände und der zufriedenstellenden Erntesituation sind die Rohstoffnotierungen für Weizen und Mais in den letzten Monaten gesunken. Die Futures an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) notierten zum Quartalsstichtag bei Weizen auf Termin Dezember 2016 bei 162,0 € pro Tonne und bei Mais auf Termin November 2016 bei 161,5 € pro Tonne.
Die Getreideproduktion exklusive Körnermais in Österreich wird laut AMA (Agrarmarkt Austria) bei rund 3,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 3,2 Mio. Tonnen) liegen und damit um 16 % höher als im Vorjahr sein. Bei Körnermais wird eine Erhöhung der Erzeugung um 19 % auf 1,99 Mio. Tonnen erwartet.
Am 25. August 2016 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2016 begonnen. Aufgrund der guten Witterung während der Vegetationsphase ist eine Liefererfüllung von 100 bis 105 % der kontrahierten Stärkekartoffeln (rund 250.000 Tonnen) zu erwarten.
Der durchschnittliche Stärkegehalt wird witterungsbedingt bei rund 18,5 bis 19 % und damit über dem Vorjahr (17,3 %) liegen.
Die Nassmais-Übernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann Anfang September. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas höheren Nassmais-Menge von rund 95.000 bis 105.000 Tonnen und einer Verarbeitung bis Anfang Dezember gerechnet. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2016|17 betrug die Maisverarbeitung rund 199.500 Tonnen und lag damit über dem Vorjahresniveau.
Als Rohstoffe für die Bioethanol- und Weizenstärkeerzeugung in Pischelsdorf|Österreich wurden im ersten Halbjahr 2016|17 Weizen (inklusive Bio-Weizen und Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 80 % zu 20 % eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung lag für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres bei rund 391.700 Tonnen (Vorjahr: 370.000 Tonnen). Anfang September begann die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais. Dessen Verarbeitungsmenge wird mit 85.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr (75.000 Tonnen) witterungsbedingt höher geschätzt.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne aufgrund der feuchten Witterung verzögert, erst ab Mitte September verarbeitete das Werk ausschließlich Nassmais. Gegenüber dem Vorjahr wird eine höhere Nassmais-Verarbeitung von rund 250.000 Tonnen (Vorjahr: 220.000 Tonnen) erwartet. Im ersten Halbjahr 2016|17 betrug die Maisverarbeitung rund 599.000 Tonnen (Vorjahr: 578.000 Tonnen; davon AGRANA-Anteil: 50 %).
1 International Grains Council
2 Schätzung vom 25. August 2016
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
H1 2016 17 |
H1 2015 16 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 605,2 | 565,8 |
| EBITDA1 | 57,9 | 50,0 |
| Operatives Ergebnis | 40,1 | 32,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüsssen | 0,0 | -1,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 40,1 | 31,2 |
| EBIT-Marge | 6,6 % | 5,5 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1 2016 17 |
Q1 2015 16 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 297,5 | 275,0 |
| EBITDA1 | 26,2 | 22,3 |
| Operatives Ergebnis | 16,9 | 13,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüsssen | 0,0 | -1,1 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 16,9 | 12,4 |
| EBIT-Marge | 5,7 % | 4,5 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht stiegen im H1 2016|17 moderat um 7,0 % auf 605,2 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen standen einer positiven Absatzentwicklung geringfügig gesunkene Verkaufspreise außerhalb der EU - beeinflusst durch Fremdwährungseffekte
(v.a. in Osteuropa, Lateinamerika und Asien) - gegenüber, was insgesamt nur zu einem leichten Umsatzanstieg führte. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund einer positiven Verkaufspreisentwicklung bei Apfelsaftkonzentraten aber auch bei Grundstoffen deutlich.
Das EBIT betrug 40,1 Mio. € und lag damit um 28,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Sowohl der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen – aufgrund gestiegener Absatzmengen - als auch das Fruchtsaftkonzentratgeschäft – wegen höherer Apfelsaftkonzentrat- und Grundstoffpreise aus der Ernte 2015 - wiesen eine deutliche Ergebnisverbesserung aus.
Die außereuropäischen Märkte, v.a. Asien aber auch Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein deutliches Wachstum. In gesättigten Märkten wie in der EU und in den USA ist ein verstärkter Konsum von Joghurt ohne Früchten zu verzeichnen. In Lateinamerika hat sich das Wachstum v.a. aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in Brasilien etwas eingebremst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Konsumgüter-Märkte Eiscremes, Food-Services und Backwarenindustrie weiter wachsen werden.
Bei Apfelsaftkonzentrat wird aufgrund der guten Ernteaussichten für 2016 in Polen eine Reduktion der Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr erwartet. Das Konzentratgeschäft in China zeigt sich nach dem Mengenverlust 2014 im größten Absatzmarkt Nordamerika seit dem Jahr 2015 wieder stabil. Die Konkurrenzfähigkeit von europäischer Ware auf dem nordamerikanischen Markt in der neuen Verarbeitungssaison 2016 wird maßgeblich von der Rohstoffpreisentwicklung in Polen bzw. China sowie vom Wechselkurs US-Dollar gegenüber dem Euro abhängen.
Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2016 bestehen aktuell keine nennenswerten Vermarktungs- bzw. Preisrisiken. Die Verarbeitung von Erdbeeren, Sauerkirschen und Schwarzen Johannisbeeren konnte bereits abgeschlossen werden.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
•
• • • • • • • •
•
9
• • • • • • • •
•
•
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen verliefen die Ernten im bisherigen Jahresverlauf bis auf wenige Ausnahmen gut. Generell weisen die Rohstoffmärkte eine leicht sinkende Preistendenz auf, regions- bzw. fruchtspezifische Ausnahmen gab es aber z.B. in Polen (Erdbeere) oder in Griechenland und Spanien (Pfirsich).
Die Märkte sind im Wesentlichen gut versorgt, lediglich bei Ananas und organischer Vanille besteht ein Defizit. Die Nachfrage ist konjunkturbedingt verhalten.
Aufgrund der Abwertung der ukrainischen Griwna gegenüber dem Euro ist die Ukraine für AGRANA Frucht ein wettbewerbsfähiger Beschaffungsmarkt geworden, wo Synergien mit der dort ansässigen Tiefkühlproduktion generiert werden können.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate führte der gute Witterungsverlauf in den Frühjahres- und Sommermonaten 2016 in Europa zu qualitativ und quantitativ normalen Ernten bei Beerenfrüchten. Nur bei Erdbeeren wurden signifikante Mengeneinbußen verzeichnet. Aufgrund der insgesamt ausreichenden Rohstoffverfügbarkeit sind 2016 tendenziell tiefere Preise bei Beeren, sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei der Frischobstvermarktung, feststellbar.
Die Apfelverarbeitungssaison 2016 ist in allen wesentlichen Anbauregionen angelaufen. Die Preise liegen zu Beginn der Kampagne aufgrund von hervorragenden Ernteprognosen im Hauptanbauland Polen unter dem Vorjahresniveau. Die strikte Kontrolle des Handelsembargos mit einem Exportverbot polnischer Äpfel nach Russland löste bereits im Frühjahr 2016 einen deutlichen Preisdruck am europäischen Markt aus.
Der Frost im Mai 2016 in den Regionen Steiermark| Österreich, Westungarn und Slowenien, führte zu deutlich reduzierten Rohstoffverfügbarkeiten in diesen Regionen.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2015|16 auf den Seiten 83 bis 87 umfassend dargestellten Risiken.
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2015 16 ist |
2016 17 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.477,6 | |
| EBIT | 129,0 | |
| Investitionen1 | 116,0 | 129 |
Moderater Anstieg
Deutlicher Anstieg
AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2016|17 beim Konzernumsatz von einem moderaten Anstieg aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) wird nunmehr eine deutliche Steigerung erwartet.
| Segment Zucker in Mio. € |
2015 16 ist |
2016 17 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 672,6 | |
| EBIT | 4,3 | |
| Investitionen1 | 46,1 | 24 |
Stabile Entwicklung
Deutlicher Anstieg
Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einer Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau. Verbesserte Margen sowie das im Sommer 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm lassen im Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen EBIT-Anstieg erwarten.
| Segment Stärke in Mio. € |
2015 16 ist |
2016 17 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 721,6 | |
| EBIT | 65,9 | |
| Investitionen1 | 28,2 | 70 |
Stabile Entwicklung
Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 bei leicht steigenden Absatzmengen eine konstante Umsatzentwicklung. Trotz im Jahresvergleich durchschnittlich niedrigerer Bioethanolpreise wird nunmehr ein EBIT auf Vorjahresniveau erwartet.
| Segment Frucht in Mio. € |
2015 16 ist |
2016 17 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.083,4 | |
| EBIT | 58,8 | |
| Investitionen1 | 41,7 | 35 |
Deutlicher Anstieg
AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBIT.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung, speziell in den Regionen Europa und Asien, zu rechnen. Bei stabilen Rohstoffpreisen wird von einer vergleichbaren Ergebnisentwicklung wie im Geschäftsjahr 2015|16 ausgegangen.
Bei Fruchtsaftkonzentraten wird aufgrund höherer Absatzpreise infolge gestiegener Rohstoffpreise der Ernte 2015 im Vergleich zu 2014 ein deutlicher Umsatzanstieg prognostiziert, der aber noch von der Ernte 2016 beeinflusst werden kann. Insgesamt soll diese Entwicklung zu einer deutlichen Erholung beim EBIT führen.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird in Summe mit rund 129 Mio. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von rund 85 Mio. € liegen.
•
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2016 (ungeprüft)
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechung | 1. Halbjahr 1. März–31. August |
2. Quartal 1. Juni–31. August |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | H1 2016 17 | H1 2015 16 | Q2 2016 17 | Q2 2015 16 | • |
| Umsatzerlöse | 1.320.257 | 1.263.460 | 654.752 | 650.805 | |
| Bestandsveränderungen | -159.325 | -173.910 | -71.594 | -73.332 | • |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.116 | 1.287 | 492 | 529 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14.231 | 26.0251 | 7.021 | 16.3141 | • |
| Materialaufwand | -792.117 | -739.887 | -398.039 | -399.110 | • • |
| Personalaufwand | -136.210 | -139.029 | -69.228 | -70.375 | • |
| Abschreibungen | -35.917 | -35.879 | -18.402 | -18.695 | • • |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -136.609 | -145.3851 | -70.144 | -75.2171 | • |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
15.023 | 12.030 | 8.597 | 6.268 | • |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 90.449 | 68.712 | 43.455 | 37.187 | |
| Finanzerträge | 14.009 | 24.9801 | 5.805 | 8.9191 | |
| Finanzaufwendungen | -24.341 | -36.1601 | -8.641 | -18.3551 | • 11 |
| Finanzergebnis | -10.332 | -11.180 | -2.836 | -9.436 | • |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 80.117 | 57.532 | 40.619 | 27.751 | • |
| Ertragsteuern | -17.469 | -13.592 | -8.789 | -5.342 | • • |
| Konzernergebnis | 62.648 | 43.940 | 31.830 | 22.409 | • |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
59.742 | 43.720 | 30.296 | 23.127 | • |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
2.906 | 220 | 1.534 | -718 | • • |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 4,21 € | 3,08 € | 2,13 € | 1,63 € |
1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 1. Halbjahr 1. März–31. August |
2. Quartal 1. Juni–31. August |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | H1 2016 17 | H1 2015 16 | Q2 2016 17 | Q2 2015 16 | |
| Konzernergebnis | 62.648 | 43.940 | 31.830 | 22.409 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | |||||
| ƒ Währungsdifferenzen |
2.728 | -7.751 | 3.454 | -18.112 | |
| ƒ zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern |
279 | -218 | 126 | -196 | |
| ƒ Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern |
1.097 | -1.233 | -119 | -285 | |
| ƒ Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
268 | -2.842 | 789 | -1.130 | |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
4.372 | -12.044 | 4.250 | -19.723 | |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leis tungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern |
-4.663 | 3.418 | -4.657 | 3.442 | |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -291 | -8.626 | -407 | -16.281 | |
| Gesamtergebnis | 62.357 | 35.314 | 31.423 | 6.128 | |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
59.621 | 36.173 | 29.336 | 8.444 | |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
2.736 | -859 | 2.087 | -2.316 |
| Für das erste Halbjahr (1. März - 31. August) | H1 2016 17 | H1 2015 161 |
|---|---|---|
| t€ | ||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 121.566 | 110.060 |
| Veränderung des Working Capital | 7.921 | -19.761 |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -20.208 | -29.543 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 109.279 | 60.756 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -41.800 | -42.192 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -82.879 | -102.084 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -15.400 | -83.520 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 24 | 536 |
| Sonstige bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | -4.775 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 109.375 | 193.818 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 89.224 | 110.834 |
1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 16.
•
• • • • • • • •
•
• • • • • • • •
13
•
•
| t€ | Stand am | Stand am | Stand am |
|---|---|---|---|
| Aktiva | 31.08.2016 | 29.02.2016 | 31.08.2015 |
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 239.225 | 241.961 | 238.719 |
| Sachanlagen | 690.544 | 679.592 | 664.669 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 76.197 | 60.906 | 67.672 |
| Wertpapiere | 18.887 | 18.622 | 104.857 |
| Beteiligungen | 1.091 | 1.091 | 1.124 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 9.009 | 10.602 | 11.387 |
| Aktive latente Steuern | 14.271 | 14.873 | 22.119 |
| 1.049.224 | 1.027.647 | 1.110.547 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 499.315 | 654.172 | 455.660 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 504.250 | 439.521 | 531.548 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 13.819 | 10.774 | 13.083 |
| Wertpapiere | 45 | 45 | 46 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 89.224 | 109.375 | 110.834 |
| 1.106.653 | 1.213.887 | 1.111.171 | |
| C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.631 | 1.631 | 0 |
| Summe Aktiva | 2.157.508 | 2.243.165 | 2.221.718 |
| A. Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | 103.210 |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | 411.362 |
| Gewinnrücklagen | 632.189 | 629.709 | 599.735 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.146.761 | 1.144.281 | 1.114.307 |
| Nicht beherrschende Anteile | 58.610 | 55.843 | 60.473 |
| 1.205.371 | 1.200.124 | 1.174.780 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 71.774 | 67.146 | 65.782 |
| Übrige Rückstellungen | 19.744 | 19.999 | 14.625 |
| Finanzverbindlichkeiten | 270.185 | 286.028 | 323.890 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.386 | 1.024 | 1.107 |
| Passive latente Steuern | 4.395 | 4.481 | 12.144 |
| 367.484 | 378.678 | 417.548 | |
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 26.909 | 28.426 | 39.472 |
| Finanzverbindlichkeiten | 235.068 | 247.820 | 264.822 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | 306.288 | 375.058 | 308.146 |
| sonstige Verbindlichkeiten | |||
| Steuerschulden | 16.388 | 13.059 | 16.950 |
| 584.653 | 664.363 | 629.390 | |
| Summe Passiva | 2.157.508 | 2.243.165 | 2.221.718 |
| t€ | Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||
| Stand am 1. März 2016 | 1.144.281 | 55.843 | 1.200.124 |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 1.376 | 0 | 1.376 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
-4.663 | 0 | -4.663 |
| Gewinn aus Währungsumrechnung | 3.166 | -170 | 2.996 |
| Sonstige Ergebnisse | -121 | -170 | -291 |
| Konzernergebnis | 59.742 | 2.906 | 62.648 |
| Gesamtergebnis | 59.621 | 2.736 | 62.357 |
| Dividendenausschüttung | -56.808 | -312 | -57.120 |
| Sonstige Veränderungen | -333 | 343 | 10 |
| Stand am 31. August 2016 | 1.146.761 | 58.610 | 1.205.371 |
| Stand am 1. März 2015 | 1.129.259 | 65.161 | 1.194.420 |
|---|---|---|---|
| Bewertungseffekte IAS 39 | -1.451 | 0 | -1.451 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
3.419 | -1 | 3.418 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | -9.515 | -1.078 | -10.593 |
| Sonstige Ergebnisse | -7.547 | -1.079 | -8.626 |
| Konzernergebnis | 43.720 | 220 | 43.940 |
| Gesamtergebnis | 36.173 | -859 | 35.314 |
| Dividendenausschüttung | -51.127 | -3.833 | -54.960 |
| Sonstige Veränderungen | 2 | 4 | 6 |
| Stand am 31. August 2015 | 1.114.307 | 60.473 | 1.174.780 |
• • •
•
• • • • • • • •
15
•
•
der AGRANA-Gruppe zum 31. August 2016 (ungeprüft)
| Für das erste Halbjahr | H1 | H1 |
|---|---|---|
| (1. März - 31. August) | 2016 17 | 2015 16 |
| t€ |
| Konzern | 1.365.302 | 1.297.611 |
|---|---|---|
| Frucht | 605.495 | 565.933 |
| Stärke | 368.522 | 356.437 |
| Zucker | 391.285 | 375.241 |
| Für das erste Halbjahr | H1 | H1 | • |
|---|---|---|---|
| (1. März - 31. August) | 2016 17 | 2015 16 | |
| t€ |
| Ergebnisanteil von | ||
|---|---|---|
| Gemeinschaftsunternehmen1 | ||
| Zucker | 2.384 | 396 |
| Stärke | 12.639 | 11.634 |
| Frucht | 0 | 0 |
| Konzern | 15.023 | 12.030 |
| den Segmenten | ||
|---|---|---|
| Zucker | -39.266 | -30.279 |
| Stärke | -5.472 | -3.755 |
| Frucht | -307 | -117 |
| Konzern | -45.045 | -34.151 |
| Konzern | 90.449 | 68.712 |
|---|---|---|
| Frucht | 40.111 | 31.196 |
| Stärke | 32.014 | 31.125 |
| Zucker | 18.324 | 6.391 |
| Konzern | 1.320.257 | 1.263.460 |
|---|---|---|
| Frucht | 605.188 | 565.816 |
| Stärke | 363.050 | 352.682 |
| Zucker | 352.019 | 344.962 |
| 19.375 19.491 Stärke 40.111 32.499 |
Konzern | 78.299 | 57.985 |
|---|---|---|---|
| Frucht | |||
| Zucker | 18.813 | 5.995 |
| Konzern | -2.873 | -1.303 |
|---|---|---|
| Frucht | 0 | -1.303 |
| Stärke | 0 | 0 |
| Zucker | -2.873 | 0 |
Investitionen2
| Zucker | 1.930 | 2.036 | ||
|---|---|---|---|---|
| Stärke | 883 | 867 | ||
| Frucht | 5.942 | 6.143 | ||
| Konzern | 8.755 | 9.046 |
1 Nach der Equity-Methode bilanziert
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittliche Vollzeitäquivalente
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2016 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. August 2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2016 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 26. September 2016 aufgestellt.
Der Geschäftsbericht 2015|16 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 102 bis 105 dargestellt – neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2015|16 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wechselkursergebnisse wurden erstmals zum 29. Februar 2016 dem Bruttoprinzip folgend als Kursgewinne oder –verluste im Ergebnis der Betriebstätigkeit bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Anpassung hatte eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8.467 t€ sowie eine Reduktion der Finanzerträge und –aufwendungen von 1.573 t€ für die Vergleichsperiode 2015|16 verglichen mit den veröffentlichten Werten zur Folge.
Die Darstellung der Angaben von Mitarbeiterzahlen wurde von Köpfen (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) auf Vollzeitäquivalente (Jahres- bzw. Periodendurchschnitt) umgestellt.
In der Geldflussrechnung wurden die zahlungswirksamen Zinsen und Steuern gesondert ausgewiesen und die Währungsanpassung bei den jeweiligen Bilanzpositionen durchgeführt, was zu einer Anpassung der Vorjahreswerte führte.
Im Q2 2016|17 wurde die AGRANA Juice Denmark A/S, Køge|Dänemark, liquidiert. Der Abgang hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Insgesamt wurden neben der Muttergesellschaft 57 Unternehmen (29. Februar 2016: 58 Unternehmen) in die Vollkonsolidierung und 12 Unternehmen (29. Februar 2016: 12 Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im H1 2016|17 90,4 Mio. € (Vorjahr: 68,7 Mio. €). Dieser Anstieg
•
• • • • • • • •
•
• • • • • • • •
17
•
•
ist v.a. auf deutlich verbesserte Ergebnisse in den Segmenten Zucker und Frucht sowie auf einen gestiegenen Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, zurückzuführen. Im Segment Zucker ist ein Sonderergebnis von -2,9 Mio. € aufgrund von Einmaleffekten in Rumänien enthalten.
Das Finanzergebnis lag in etwa auf Vorjahresniveau und belief sich auf -10,3 Mio. € (Vorjahr: -11,2 Mio. €).
Das Konzernergebnis betrug 62,6 Mio. € (Vorjahr: 43,9 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende August 2016 sank der Finanzmittelbestand um 20,2 Mio. € auf 89,2 Mio. €.
Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 121,6 Mio. € um 11,5 Mio. € höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und resultierte v.a. aus einem verbesserten Konzernergebnis. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im H1 2016|17 109,3 Mio. € (Vorjahr: 60,8 Mio. €). Die Verbesserung ist einerseits durch einen geringeren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einen geringeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei einem gegenläufig geringeren Vorratsabbau im Vergleich zum Vorjahr bedingt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -41,8 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit -82,9 Mio. € (Vorjahr: -102,1 Mio. €) unter dem Vorjahreswert. Der Grund dafür lag im höheren Abbau von Finanzverbindlichkeiten im Vorjahreszeitraum.
Sonstige bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes in Höhe von -4,8 Mio. € betrafen ein Bankguthaben in der Ukraine.
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 29. Februar 2016 um 85,7 Mio. € auf 2.157,5 Mio. € gesunken. Der Rückgang auf der Aktivseite war im Wesentlichen bedingt durch signifikant niedrigere Vorräte. Auf der Passivseite führten v.a. deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringere Finanzverbindlichkeiten zum Rückgang der Bilanzsumme. Der Anstieg bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen von 4,7 Mio. € ist bedingt durch die Anpassung des Abzinsungssatzes auf 1,1 % (29. Februar 2016: 1,8 %).
Mit einem Eigenkapital von 1.205,4 Mio. € (29. Februar 2016: 1.200,1 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende August 55,9 % (29. Februar 2016: 53,5 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
• In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.
| 31. August 2016 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 13.593 | 0 | 4.404 | 17.997 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
43 | 42 | 0 | 85 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
3.147 | 1.291 | 0 | 4.438 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 45 | 0 | 0 | 45 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 16.828 | 1.333 | 4.404 | 22.565 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
2.033 | 49 | 0 | 2.082 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
0 | 9.038 | 0 | 9.038 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 2.033 | 9.087 | 0 | 11.120 |
| 31. August 2015 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| t€ | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 13.669 | 0 | 5.247 | 18.916 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
74 | 25 | 0 | 99 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
0 | 1.117 | 0 | 1.117 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 46 | 0 | 0 | 46 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 13.789 | 1.142 | 5.247 | 20.178 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
1.084 | 0 | 0 | 1.084 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
141 | 6.777 | 0 | 6.918 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.225 | 6.777 | 0 | 8.002 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| 31. August 2016 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 337.556 | 340.299 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 165.000 | 168.507 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.697 | 2.845 |
| Finanzverbindlichkeiten | 505.253 | 511.651 |
| 31. August 2015 t€ |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 338.674 | 341.606 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 255.592 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 38 | 40 |
| Finanzverbindlichkeiten | 588.712 | 597.238 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2015|16 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 144 bis 147.
Im H1 2016|17 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.755 Mitarbeiter1 (Vorjahr: 9.046 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Reduktion des Personalstandes war auf einen geringeren Bedarf an Saisonarbeitskräften in Marokko im Segment Frucht sowie eine normalisierte Kampagnendauer im Segment Zucker zurückzuführen.
Kreditbeziehungen zu Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss haben sich auf 19.883 t€ (29. Februar 2016: 54.697 t€) reduziert und Bankguthaben von Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss auf 12.346 t€ (29. Februar 2016: 2.363 t€) erhöht. Der Grund für diese Veränderungen war auf übliche Finanzdispositionen zurückzuführen. Die übrigen Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen unterlagen seit dem 29. Februar 2016 keinen wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2015|16 verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 31. August 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
•
•
• • • • • • • •
•
19
•
•
•
• • • • • • •
1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 26. September 2016
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied
Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied
Interne Revision
•
• • • • • • • •
•
• • • • • • • •
•
21•
| 12. Jänner 2017 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2016 17 | AGRANA Beteiligungs-AG |
|---|---|---|
| 12. Mai 2017 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 17 (Bilanzpressekonferenz) |
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich www.agrana.com |
| 27. Juni 2017 | Nachweisstichtag "Hauptversammlung" | |
| Konzernkommunikation/Investor Relations | ||
| 7. Juli 2017 | Hauptversammlung zum | Mag. (FH) Hannes HAIDER |
| Geschäftsjahr 2016 17 | Telefon: +43-1-211 37-12905 | |
| Fax: +43-1-211 37-12926 | ||
| 12. Juli 2017 | Ex-Dividenden-Tag | E-Mail: [email protected] |
| 13. Juli 2017 | Ergebnisse des ersten Quartals 2017 18 | Konzernkommunikation/Public Relations |
| Mag. (FH) Markus SIMAK | ||
| 13. Juli 2017 | Nachweisstichtag "Dividenden" | Telefon: +43-1-211 37-12084 |
| Fax: +43-1-211 37-12926 | ||
| 14. Juli 2017 | Dividenden-Zahltag | E-Mail: [email protected] |
| 12. Oktober 2017 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017 18 | AGRANA 2015 16 Online: |
| http://reports.agrana.com | ||
| 11. Jänner 2018 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2017 18 | |
Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
Kontakt
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2015|16, Seite 179, verwiesen.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.