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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jan 13, 2015

733_rns_2015-01-13_518d9505-a76e-47ea-bb32-991cadc882fa.pdf

Quarterly Report

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ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2014|15 BERICHT

ÜBERBLICK ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2014|151

  • █ Preisdruck im Segment Zucker und Einmal-Struktureffekte bei Frucht führten zu EBIT-Rückgang
  • █ Umsatz: 1.914,4 (Vorjahr: 2.259,3) Mio. €
  • █ Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 124,4 (Vorjahr: 152,6) Mio. €
  • █ EBIT-Marge: 6,5% (Vorjahr: 6,8%)
  • █ Konzern-Periodenergebnis: 82,0 (Vorjahr: 102,6) Mio. €
  • █ Eigenkapitalquote: 47,6% (28. Februar 2014: 49,9%)
  • █ Gearing2: 23,5% (28. Februar 2014: 32,4%)
  • █ Mitarbeiter3: 8.846 (Vorjahr: 8.650)
  • █ Viertes US-Fruchtzubereitungswerk in Lysander|New York in Betrieb genommen
  • █ Neues Forschungs- und Innovationszentrum ARIC in Tulln|Österreich eröffnet
  • █ Fruchtzubereitungsproduktion in Österreich am Standort Gleisdorf zusammengeführt
  • 1 Alle Vorjahreswerte restated nach IFRS 11 (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzern-Abschluss (Seite 15ff)
  • 2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 3 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter
  • 03 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • 04 KONZERN-LAGEBERICHT
  • 04 Entwicklung in den ersten drei Quartalen
  • 06 Segment Zucker
  • 07 Segment Stärke
  • 09 Segment Frucht
  • 10 Chancen- und Risikobericht
  • 10 Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
  • 10 Ausblick

11 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • 11 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 11 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 12 Konzern-Bilanz
  • 13 Konzern-Geldflussrechnung
  • 13 Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • 14 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

22 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

23 Weitere Informationen

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

wie erwartet verzeichnete AGRANA in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2014|15 marktpreisbedingt einen deutlichen Umsatzrückgang. Im Segment Zucker mussten wir auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) starke Einbußen hinnehmen, während es im Segment Stärke gelang, das EBIT zu verbessern.

Die Preissituation im Segment Zucker wird sich in den nächsten Monaten weiter verschärfen. Das EU-Zuckerpreisreporting wies allein von September auf Oktober 2014 einen Einbruch von 508 € auf 453 € pro Tonne aus. Selbst eine Rücknahme der Rübenpreise auf den EU-Mindestpreis kann diesen Marktpreisverfall von Zucker nicht kompensieren. Darüber hinaus wird diese Preisentwicklung Auswirkungen auf die Lagerbewertung haben.

In dieser schwierigen Situation für das Segment Zucker bewährt sich unsere Diversifizierung: Stärke und Frucht stützen unser Gruppenergebnis.

Die Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich produziert mit voller Kapazität. Durch die Fusion der AGRANA Bioethanol GmbH mit der AGRANA Stärke GmbH schaffen wir Synergieeffekte und wir profitieren auch von der Erweiterung der Derivateanlage an unserem Standort Aschach|Österreich. Das neue Fruchtzubereitungswerk in Lysander|USA läuft gut und der Aufbau der Fruchtzubereitungsanlagen aus Kröllendorf am Standort in Gleisdorf, beide Österreich, erfolgt plangemäß. Um den langfristigen Erfolg von AGRANA abzusichern, werden wir basierend auf unserer "Drei-Segmente-Strategie" insbesondere Maßnahmen zur Kostenund Strukturoptimierung konsequent umsetzen.

Für das Geschäftsjahr 2014|15 gehen wir aufgrund des anhaltenden Drucks auf die Preise bei Zucker und Bioethanol weiterhin von einer deutlichen Abschwächung, sowohl beim Konzernumsatz als auch beim EBIT, aus.

Abschließend möchte ich mich bei unserem Finanzvorstand Walter Grausam für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen 20 Jahren herzlich bedanken. Er hat maßgeblich zum Aufbau der AGRANA-Gruppe als international erfolgreiches Industrieunternehmen beigetragen und tritt nun in den Ruhestand. Seinen Nachfolger Stephan Büttner – bis zum 31.Oktober 2014 CEO der AUSTRIA JUICE – heißen wir in seiner neuen Funktion herzlich willkommen!

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

KONZERN-LAGEBERICHT DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2014

ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2014|151

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) werden die bisher nach der Quotenkonsolidierung einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen der STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) und der HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) seit Beginn dieses Geschäftsjahres mit der Equity-Methode einbezogen. Die Vorschrift war retrospektiv anzuwenden, weshalb die Zahlen des Vorjahres entsprechend angepasst wurden. Einzelheiten zu den Auswirkungen sowie Ausweisänderungen sind im Konzern-Abschluss unter "Anpassungen gemäß IAS 8" (siehe Seite 15ff) erläutert.

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1-3 Q1-3
AGRANA-Konzern 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 1.914,4 2.259,3
EBITDA2 168,2 188,7
Operatives Ergebnis3 108,0 129,8
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 20,1 22,8
Ergebnis aus Sondereinflüssen –3,7 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 124,4 152,6
EBIT-Marge 6,5% 6,8%
Finanzergebnis –11,6 –21,7
Ertragsteuern –30,8 –28,3
Konzern-Periodenergebnis 82,0 102,6
Ergebnis je Aktie 5,45 € 6,80 €
Investitionen4 62,5 93,3
Finanzkennzahlen Q3 Q3
AGRANA-Konzern 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 629,2 693,7
EBITDA2 55,0 63,1
Operatives Ergebnis3 29,8 39,2
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 7,2 9,2
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,4 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 37,4 48,4
EBIT-Marge 5,9% 7,0%
Finanzergebnis –4,5 –6,5
Ertragsteuern –11,9 –8,5
Konzern-Periodenergebnis 21,1 33,4
Ergebnis je Aktie 1,37 € 2,21 €
Investitionen4 23,9 37,6

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe gingen in Q1-3 2014|15 (1.März bis 30. November 2014) um 15,3% auf 1.914,4 Mio. € zurück. Der Umsatz im Segment Stärke lag annähernd auf Vorjahresniveau, die niedrigeren Erlöse in den Segmenten Zucker und Frucht waren zum größten Teil auf ein gesunkenes Verkaufspreisniveau zurückzuführen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit

124,4 Mio. € um 18,5% unter dem Ergebnis der ersten drei Vorjahresquartale. Während im Segment Stärke das EBIT gesteigert werden konnte, belasteten in den Segmenten Zucker und Frucht niedrigere Erlöse das Ergebnis (Absolutbetrag und Marge). Die EBIT-Marge konnte nur im Segment Stärke verbessert werden. Im Geschäftsfeld Frucht gelang dies aufgrund von Sondereinflüssen in Höhe von –4,6 Mio. € in Zusammenhang mit der Standortkonzentration der Fruchtzubereitungsproduktion in Österreich nicht (die Auf-

EBIT NACH SEGMENTEN

1 Alle Vorjahreswerte nach IFRS 11 angepasst (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzern-Abschluss (Seite 15ff)

2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.

4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

wendungen wurden bereits im H1 2014|15 bilanziert; siehe auch Seite 9). Das Finanzergebnis betrug in Q1-3 2014|15 –11,6 (Vorjahr: –21,7) Mio. €, wobei die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr primär auf ein positives Währungsergebnis (Vorjahr: Währungsverluste) zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 30,8 Mio. €, der einer Steuerquote von 27,3% (Vorjahr: 21,6%) entspricht, erreichte das Konzern-Periodenergebnis 82,0 (Vorjahr: 102,6) Mio. €. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie lag bei 5,45 (Vorjahr: 6,80) €.

Investitionen

In Q1-3 2014|15 investierte AGRANA in Summe 62,5 Mio. €, das sind um 30,8 Mio. € weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

in Mio. € Q1-3 Q1-3
2014 15 2013 14
Zucker 25,9 33,8
Stärke 7,4 28,7
Frucht 29,2 30,8

Anbei eine Kurzübersicht über die wichtigsten Projekte in der AGRANA-Gruppe:

Segment Zucker

  • █ Ausbau der Melasseentzuckerungsanlage in Tulln| Österreich verläuft weiter planmäßig; die Inbetriebnahme der umgebauten Anlage wird im Mai 2015 erwartet
  • █ Errichtung des Verpackungszentrums in Kaposvár| Ungarn liegt im Zeitplan; die Gebäude sind größtenteils fertiggestellt

Segment Stärke

  • █ Kapazitätserweiterung der Wachsmaisderivateproduktion in Aschach|Österreich
  • █ Kapazitätserhöhung der Sprühtrocknung in Gmünd|Österreich
  • █ Erweiterung des ActiProt®-(DDGS1-)Lagers am Standort Pischelsdorf|Österreich

Segment Frucht

  • █ Fertigstellung des Fruchtzubereitungswerkes in Lysander|USA im Bundesstaat New York, das im Q1 2014|15 erfolgreich angelaufen ist
  • █ Fertigstellung einer dritten Produktionslinie im Fruchtzubereitungswerk in Brasilien
  • █ Verlagerung der Fruchtzubereitungsproduktionskapazitäten von Kröllendorf nach Gleisdorf, beide Österreich, Abschluss im Q4 2014|15 geplant

█ Standortoptimierung bei AUSTRIA JUICE: Verlagerung der Fruchtsaftkonzentratproduktion von Gleisdorf nach Kröllendorf, beide Österreich, bei gleichzeitiger Steigerung der Verarbeitungskapazität um 30%; damit wurden in Gleisdorf erstmals keine Äpfel gepresst

Zusätzlich wurden in Q1-3 2014|15 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 9,2 Mio. € (100%; Vorjahr: 9,9 Mio. €) getätigt.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis sank bei einem niedrigeren Periodenergebnis und einem erhöhten positivem Saldo aus zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträgen (v.a. laufende Ertragsteuern) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht um 3,0% auf 137,4 (Vorjahr: 141,6) Mio. €. Infolge des gegenüber dem Vorjahr deutlich stärkeren Abbaus des Working Capital um 109,9 (Vorjahr: 37,4) Mio. € verbesserte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Q1-3 2014|15 auf 246,9 (Vorjahr: 177,8) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit sank markant auf –61,2 (Vorjahr: –92,1) Mio. €. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –63,3 (Vorjahr: –65,7) Mio. € spiegelt sich v.a. die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013|14 wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2014 gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von 2,54 (28. Februar 2014: 2,39) Mrd. € ging die Eigenkapitalquote von 49,9% auf 47,6% zurück.

Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente markant stiegen, sanken die Vorräte, was in Summe zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte führte. Auf der Passivseite erhöhten sich die langfristigen Schulden leicht, v.a. durch den Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen. Die kurzfristigen Schulden stiegen aufgrund etwas höherer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und saisonal bedingt erhöhter Verbindlichkeiten, v.a. aus Lieferungen und Leistungen.

Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2014 lagen mit 284,6 Mio. € um 102,2 Mio. € deutlich unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2013|14. Das Gearing zum Quartalsstichtag war folglich mit 23,5% wesentlich geringer als zum 28. Februar 2014 (32,4%).

Die AGRANA-Gruppe hat in den vergangenen Monaten die günstigen Marktbedingungen genutzt und die Refinan06 zierungsbasis des Unternehmens langfristig weiter abgesichert. Ein Ende 2012 abgeschlossener "Syndicated Loan" (Konsortialkredit; Finanzierungslinie für das Working Capital) über 300 Mio. € wurde mit den bestehenden Banken im Juli 2014 vorzeitig um fünf Jahre (bis 2019) zur Sicherung der strategischen und langfristigen Finanzierung verlängert. Ebenso wurde im Oktober 2014 der variabel verzinste Teil des im Jahr 2012 platzierten Schuldscheindarlehens (74 Mio. € von 110 Mio. €) gekündigt und neu aufgelegt. Aufgrund der hohen Überzeichnung hat AGRANA den Betrag auf 90 Mio. € (insgesamt nunmehr 126 Mio. €) aufgestockt.

entsprechend seiner Lebensplanung aus dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG ausscheiden und in den Ruhestand treten. Mag. Stephan Büttner, der seit 1. November 2014 zum Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG bestellt ist, wird ab 1.Jänner 2015 die Ressortzuständigkeiten Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung| Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht, Compliance sowie die Segmentverantwortung Frucht übernehmen.

SEGMENT ZUCKER

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1-3 2014 15
Höchstkurs (24.Juni 2014) 90,20 €
Tiefstkurs (23.Oktober 2014) 69,00 €
Ultimokurs (28. November 2014) 74,20 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 80,46 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.053,8 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 87,70 € in das Geschäftsjahr 2014|15. Die Dauerkrise um die Ukraine sowie das herausfordernde Marktumfeld für Zuckerproduzenten sorgten in den ersten neun Monaten für eine volatile und insgesamt negative Kursentwicklung. Obwohl der Kurs im Juni zwischenzeitlich die 90 €-Grenze überschritt, betrug der Wert zum Quartalsstichtag nur noch 74,20 €. Das entspricht einem Minus von 15,39% bei durchschnittlich knapp über 2.000 gehandelten Stücken pro Tag (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Der österreichische Leitindex (ATX) verlor im selben Zeitraum 11,78%.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com > Investoren > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 30. November 2014 1.053,8 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Auch im dritten Quartal trat AGRANA regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren u.a. bei Roadshows in Amsterdam| Niederlande, Antwerpen, Brüssel (beide Belgien), München| Deutschland und Zürich|Schweiz.

Corporate Governance

Mag.Walter Grausam, CFO der AGRANA-Gruppe, wird mit Ablauf seines Vorstandsmandates am 31.Dezember 2014

Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1-3 Q1-3
Segment Zucker 2014 15 2013 141
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 563,4 805,4
EBITDA2 43,9 65,7
Operatives Ergebnis3 29,8 51,8
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen –1,7 –0,5
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,9 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 29,0 51,3
EBIT-Marge 5,2% 6,4%
Investitionen4 25,9 33,8
Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Zucker 2014 15 2013 141
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 185,3 232,5
EBITDA2 9,4 19,8
Operatives Ergebnis3 1,2 13,3
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen –0,7 –0,1
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,4 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 0,9 13,2
EBIT-Marge 0,5% 5,7%
Investitionen4 12,5 10,8

1 Alle Vorjahreswerte nach IFRS 11 angepasst (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzern-Abschluss (Seite 15ff)

2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.

4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

07

Im Segment Zucker gingen die Umsatzerlöse in Q1-3 2014|15 im Vorjahresvergleich um 30,1% auf 563,4 Mio. € deutlich zurück. Vor allem weiter sinkende Verkaufspreise, aber auch rückläufige Zuckerverkaufsmengen an die Industrie und den Handel, waren dafür verantwortlich. Die Umsätze bei den Nebenprodukten stiegen leicht.

Auch das EBIT von 29,0 Mio. € lag erwartungsgemäß deutlich unter dem hohen Vorjahreswert. Der Margen-Rückgang im dritten Quartal ist auf den fortgesetzten Zuckerpreisverfall zurückzuführen. Das positive Ergebnis aus Sondereinflüssen resultierte aus Rückerstattungen in Zusammenhang mit der EU-Produktionsabgabe.

Wirtschaftliches Umfeld

Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet aktuell1 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2014|15 (Oktober 2014 bis September 2015) mit einer sinkenden weltweiten Zuckerproduktion und einem weiteren Wachstum beim Verbrauch. Zum ersten Mal seit dem ZWJ 2009|10 sollte das Angebot unter der Nachfrage liegen, was zu einer Stabilisierung der Preise führen könnte.

Immer wieder geänderte Ernteerwartungen, v.a. für Brasiliens Hauptanbaugebiet, hatten eine erhebliche Volatilität des Weltmarktpreises zur Folge. Gegen Ende des Berichtszeitraumes befand sich dieser auf einem sehr tiefen Niveau, konkret lag die Weißzuckernotierung Ende November 2014 bei 407 \$ bzw. 326 € je Tonne. Ein großer Einfluss auf diese Entwicklung wird auch der Schwäche des Brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar sowie einem fallenden Weltmarktpreis für Erdöl zugeschrieben.

EU-Zuckermarkt

Für das angelaufene ZWJ 2014|15 wird bei insgesamt sehr hohen Ernteerwartungen bei europäischem Rübenzucker mit einer Erfüllung der EU-Zuckerquote und einer höheren Nicht-Quotenzuckererzeugung gerechnet. Durch die aktuell sehr tiefen Zuckerpreise in der EU dürften die Präferenzimporte zurückgehen. Ein erstes Indiz hierfür war das Ausbleiben der Anträge für CXL-Importlizenzen. Auch ohne Sondermaßnahmen der EU-Kommission ist der europäische Zuckermarkt völlig ausreichend versorgt.

Im ZWJ 2014|15 hat die Europäische Kommission das WTO-Limit an Exportkontingenten von 1,35 Mio. Tonnen für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Die

Zuteilung der Exportlizenzen erfolgte im Oktober und im Dezember 2014.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Die Zuckerrübenanbaufläche der AGRANA-Kontraktbauern wurde für das ZWJ 2014|15 um rund 5.000 Hektar auf rund 97.000 Hektar reduziert. In Österreich wurden auf rund 600 Hektar Zuckerrüben biologisch angebaut.

Trotz dieser Rücknahme der Kontraktflächen sind aufgrund der heuer sehr guten Witterungs- und Vegetationsbedingungen in allen Ländern überdurchschnittliche Rübenerträge erzielt worden. Insgesamt wird AGRANA eine Rübenmenge von rund 7,5 Mio. Tonnen verarbeiten. Aufgrund der Witterung vor und während der Erntephase ist der Zuckergehalt der Ernte 2014 als unterdurchschnittlich einzustufen. Die Verarbeitung in allen sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken wurde zwischen 7. und 15. September 2014 aufgenommen. Infolge der hohen Rübenmengen wird in allen Produktionsländern mit einer Rekord-Kampagnendauer bis Mitte Februar 2015 gerechnet.

SEGMENT STÄRKE

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1-3 Q1-3
Segment Stärke 2014 15 2013 142
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 535,4 547,8
EBITDA3 40,6 34,8
Operatives Ergebnis4 23,8 19,2
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 21,8 23,3
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 45,5 42,5
EBIT-Marge 8,5% 7,8%
Investitionen5 7,4 28,7

1 Erste Schätzung der Weltzuckerbilanz für das ZWJ 2014|15 vom 30. Oktober 2014

2 Alle Vorjahreswerte nach IFRS 11 angepasst (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzern-Abschluss (Seite 15ff)

3 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

4 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.

5 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Stärke 2014 15 2013 141
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 184,2 182,7
EBITDA2 18,0 16,2
Operatives Ergebnis3 12,5 10,5
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 7,9 9,3
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 20,3 19,8
EBIT-Marge 11,0% 10,8%
Investitionen4 3,0 10,9

Der Umsatz in Q1-3 2014|15 in Höhe von 535,4 Mio. € lag um 2,3% unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte v.a. aus niedrigeren Verkaufspreisen für Bioethanol, native Maisstärke und Stärkeverzuckerungsprodukte. Diese konnten durch höhere Mengen, u.a. aus der auf Volllast laufenden Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf|Österreich, nicht gänzlich kompensiert werden. Auch die Verkaufspreise für sonstige Hauptprodukte lagen deutlich, jene für Nebenprodukte leicht unter dem Vorjahreszeitraum.

Das EBIT lag mit 45,5 Mio. € um 7,1% über dem Vorjahreswert, die Profitabilität (EBIT-Marge) konnte um knapp einen Prozentpunkt auf 8,5% gesteigert werden. Die niedrigeren Verkaufspreise für Haupt- und Nebenprodukte konnten somit durch geringere Rohstoff- und Energiepreise sowie höhere Absätze – insbesondere aus der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf – ausgeglichen werden. Das Ergebnis des nunmehr nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA lag unter dem Vorjahresniveau.

Wirtschaftliches Umfeld

Der Internationale Getreiderat (IGC4) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2014|15 (Juli 2014 bis Juni 2015) wie im Vorjahr bei 1,99 Mrd. Tonnen und damit in Summe geringfügig über dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion soll leicht, die globale Maiserzeugung etwas stärker über dem erwarteten Verbrauch liegen. Es wird daher zu einem weiteren Aufbau der globalen Lagerbestände kommen.

Die gesamte Getreideproduktion der Europäischen Union wird auf rund 322 (Vorjahr: 303) Mio. Tonnen geschätzt. Dazu soll die Weichweizenernte mit rund 148 Mio. Tonnen beitragen und wäre somit höher als die Ernte 2013 (135 Mio. Tonnen). Für die Maisernte 2014 in der EU wird eine Menge von rund 74 Mio. Tonnen geschätzt, ein Plus von 14% im Vergleich zum Vorjahr. Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse NYSE Euronext Liffe bewegten sich Ende November bei rund 152 € je Tonne Mais und 184 € je Tonne Weizen (Termin Jänner 2015).

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Bei Stärkekartoffeln (inkl. Bio-Kartoffeln) wird in Österreich bei einer gegenüber dem Vorjahr stabilen Anbaufläche von ca. 6.000 Hektar im Geschäftsjahr 2014|15 eine Erntemenge von rund 235.000 (Vorjahr: 165.000) Tonnen erwartet. Die Stärkekartoffel-Liefererfüllung würde somit – bezogen auf eine Kontraktmenge von rund 230.000 Tonnen – rund 102% betragen und damit deutlich über Vorjahr (71%) liegen.

Die Übernahme von Nassmais in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich lag durch den späteren Erntebeginn mit rund 102.000 Tonnen unter dem Vorjahresniveau (112.000 Tonnen). Mittlerweile wurde die Produktion wieder auf Trockenmais umgestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungsmenge von rund 400.000 Tonnen und damit auf Vorjahresniveau erwartet. Im nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) wird die gesamte Maisverarbeitung 2014|15 (100%) voraussichtlich 1,06 (Vorjahr: 1,03) Mio. Tonnen betragen. Die Verarbeitung von Nassmais in Ungarn wurde Ende November abgeschlossen und lag mit rund 260.000 Tonnen deutlich über Vorjahresniveau (230.000 Tonnen). In Rumänien werden im Geschäftsjahr 2014|15 voraussichtlich rund 52.000 (Vorjahr: 56.000) Tonnen Mais verarbeitet.

Die Bioethanol- und Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf| Österreich setzte von Mitte September bis Mitte Dezember rund 101.000 (Vorjahr: 93.500) Tonnen Nassmais in der Produktion ein. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtgetreideverarbeitung (Weizen, Mais, Tritikale) von rund 730.000 (Vorjahr: 652.000) Tonnen erwartet.

  • 1 Alle Vorjahreswerte nach IFRS 11 angepasst (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzern-Abschluss (Seite 15ff)
  • 2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
  • 3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.
  • 4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
  • 5 International Grains Council

09

SEGMENT FRUCHT

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1-3 Q1-3
Segment Frucht 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 815,6 906,1
EBITDA1 83,7 88,2
Operatives Ergebnis2 54,4 58,8
Ergebnis aus Sondereinflüssen –4,6 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 49,9 58,8
EBIT-Marge 6,1% 6,5%
Investitionen3 29,2 30,8
Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Frucht 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 259,7 278,5
EBITDA1 27,6 27,1
Operatives Ergebnis2 16,2 15,4
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,0 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 16,2 15,4
EBIT-Marge 6,2% 5,5%
Investitionen3 8,4 15,9

Der Umsatz im Segment Frucht ging in Q1-3 2014|15 um 10,0% auf 815,6 Mio. € zurück. Bei Fruchtzubereitungen lag der Absatz auf Vorjahresniveau, v.a. führten Fremdwährungseffekte zu einem Umsatzrückgang um rund 3%. Der um rund ein Viertel geringere Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate resultierte aus einer gegenüber dem Vorjahr ernte- und zukaufsbedingt niedrigeren Absatzmenge, aber auch stark gesunkenen Verkaufspreisen bei Apfelsaftkonzentrat.

Das EBIT betrug in Q1-3 2014|15 49,9 Mio. € und lag damit um 15,1% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate eine

Margenverbesserung auswies, wirkten sich im Bereich Fruchtzubereitungen die Dotierung einer Rückstellung für die geplanten Schließungskosten des Werkes Kröllendorf| Österreich und dessen Produktionsverlagerung in andere Werke sowie Fremdwährungseffekte negativ auf das Ergebnis aus. Ohne diese beiden außergewöhnlichen Effekte wäre die Profitabilität des Segmentes Frucht auch aufgrund der erfolgreichen Material- und Strukturkosteneinsparungsmaßnahmen weiter gestiegen.

Wirtschaftliches Umfeld

Bei Fruchtzubereitungen sind ein leichtes Wachstum in den außereuropäischen Märkten und weiterhin ein geringfügiger Nachfragerückgang in der EU festzustellen. Konkret zeigen aktuelle Zahlen für den Joghurtmarkt in Europa einen Rückgang von 2%, während es in Russland noch immer ein Plus von 2% gab. Die politische Unsicherheit in der Ukraine führte dort zu Nachfragerückgängen im einstelligen Prozentbereich. Makroökonomische und politische Probleme verlangsamen die Marktentwicklung auch in Nordafrika und Argentinien.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen in Deutschland) bei hoch fruchtsafthaltigen Getränken tendenziell weiterhin rückläufig. Niedrige Apfelpreise aufgrund hoher Erntemengen und der Importsanktionen Russlands für Frischobst aus der EU führen zu deutlich rückläufigen Apfelsaftkonzentratpreisen. Aufgrund der niedrigen Preise und der für Europa-Exporte günstigen US-Dollar-Euro-Entwicklung können verstärkt auch Kunden in den USA mit europäischem Apfelsaftkonzentrat bedient werden. Die russischen Importbeschränkungen für Waren aus der Ukraine machen einen Import der lokal produzierten Mengen nach Europa notwendig, um sie dann zentral weiter zu vermarkten.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Die Fruchternten in Europa und Amerika sind mit dem dritten Geschäftsquartal abgeschlossen. Die Preisentwicklung war aufgrund der moderaten Nachfrage auf den Märkten mit wenigen Ausnahmen rückläufig. Bei tropischen Früchten begann mit der Ananas ein neuer Einkaufszyklus. Eine Teuerung ist bereits evident, nicht zuletzt bedingt durch den gegenüber dem Euro stärkeren US-Dollar. Die Preise für Zucker und Stärke als wichtige Bestandteile von Fruchtzubereitungen sind rückläufig und somit bieten sich hier Chancen, neue Kontrakte unter dem letztjährigen Preisniveau zu schließen.

2 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

3 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate waren die europäischen Werke im dritten Quartal gut ausgelastet. Die günstigen Witterungsbedingungen sorgten, wie bei den Beerenfrüchten, auch beim Apfel für durchwegs gute Ernten. Als Folge der großen Erntemengen in Europa, hoher Lagerbestände bei Tafelobst sowie unkontrahierter Apfelsaftkonzentratrestbestände bei Wettbewerbern kam es zu einem Rohstoffpreisverfall bei Äpfeln, der sich in der Folge auch auf die Verkaufspreise für Apfelsaftkonzentrate auswirkte.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2013|14 auf den Seiten 72 bis 76 umfassend dargestellten Risiken.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

AUSBLICK1

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2014|15 unverändert von einem deutlichen Rückgang beim Konzernumsatz (Vorjahr: 2.841,7 Mio. €) aus, der auf ein im Durchschnitt markant niedrigeres Preisniveau zurückzuführen ist. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) (Vorjahr: 167,0 Mio. €) erwartet der Konzern aufgrund der sich manifestierenden Preisrückgänge, v.a. bei Zucker und Ethanol, ebenso eine deutliche Abschwächung.

Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einem deutlich geringeren Umsatz (Vorjahr: 962,9 Mio. €), der aus dem gesunkenen Verkaufspreisniveau für Zucker – speziell im zweiten Halbjahr 2014|15 – resultiert. Der Umsatzrückgang wird nur teilweise und verzögert durch reduzierte Rohstoffkosten kompensiert werden können, wodurch von einem deutlichen Rückgang beim EBIT (Vorjahr: 49,2 Mio. €) ausgegangen wird.

Im Segment Stärke rechnet AGRANA für das Geschäftsjahr 2014|15 mit einem leichten Umsatzrückgang (Vorjahr: 706,7 Mio. €). Aus heutiger Sicht wird weiterhin eine schwierige Marktsituation insbesondere bei Bioethanol und Verzuckerungsprodukten erwartet. Das EBIT könnte moderat unter dem Vorjahr (54,0 Mio. €) zu liegen kommen.

Im Segment Frucht wird für das Geschäftsjahr 2014|15 eine moderat sinkende Umsatzentwicklung (Vorjahr: 1.172,1 Mio. €) erwartet. Das EBIT wird aufgrund der erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen auch moderat unter dem Vorjahreswert (63,8 Mio. €) gesehen. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht AGRANA von einer leichten Steigerung des Fruchtzubereitungsabsatzes und einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau aus. Trotz der Anlaufkosten des neuen US-Werkes sollte v.a. aufgrund von Synergieeffekten im Produktions- und Strukturkostenbereich (in lokaler Währung) ein operatives Ergebnis auf Höhe des Vorjahres erreicht werden können; allerdings werden Reorganisationsmaßnahmen und Wechselkurseffekte das konsolidierte EBIT im Fruchtzubereitungsgeschäft belasten. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird von einer preisbedingt deutlich rückläufigen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Das EBIT des Geschäftsbereiches Juice dürfte das Vorjahr nur leicht unterschreiten, sodass die EBIT-Marge steigen wird. Beim Ausblick für das Segment Frucht wurde unterstellt, dass sich der derzeitige leichte Absatzrückgang in Russland und der Ukraine fortsetzt, aber es zu keinem wesentlichen Volumeneinbruch kommt.

Im Geschäftsjahr 2014|15 wird das Investitionsvolumen des Konzerns mit in Summe rund 95 Mio. € um ca. 15% über Abschreibungsniveau aber deutlich unter dem Vorjahr liegen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2014 (UNGEPRÜFT)

Q3 Q1-3
(1. September–30. November) (1.März–30. November)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2014 15 2013 141 2014 15 2013 141 11
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 629.183 693.757 1.914.389 2.259.340
Bestandsveränderungen 122.830 186.841 –105.290 –120.046
Andere aktivierte Eigenleistungen 354 981 1.730 3.349
Sonstige betriebliche Erträge 10.485 4.269 24.960 13.601
Materialaufwand –553.857 –664.010 –1.243.199 –1.516.815
Personalaufwand –73.930 –73.042 –210.973 –205.826
Abschreibungen –25.218 –23.855 –60.241 –58.828
Sonstige betriebliche Aufwendungen –79.689 –85.813 –217.109 –245.009
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 7.264 9.250 20.121 22.827
Ergebnis der Betriebstätigkeit 37.422 48.378 124.388 152.593
Finanzerträge 2.630 10 8.289 5.945
Finanzaufwendungen –7.105 –6.422 –19.878 –27.604
Finanzergebnis –4.475 –6.412 –11.589 –21.659
Ergebnis vor Ertragsteuern 32.947 41.966 112.799 130.934
Ertragsteuern –11.850 –8.523 –30.785 –28.312
Konzern-Periodenergebnis 21.097 33.443 82.014 102.622
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 19.527 31.417 77.431 96.617
davon nicht beherrschende Anteile 1.570 2.026 4.583 6.005
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 1,37 € 2,21 € 5,45 € 6,80 €
Q3 Q1-3
(1. September–30. November) (1.März–30. November)
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2014 15 2013 14 2014 15 2013 14
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Konzern-Periodenergebnis 21.097 33.443 82.014 102.622
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdifferenzen 517 –9.333 –3.014 –25.270
– zur Veräußerung verfügbaren Finanz-
instrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern –140 33 –68 147
– Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern 2.050 1.580 –386 1.366
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung
zu erfassende Erträge und Aufwendungen 2.427 –7.720 –3.468 –23.757
Veränderung versicherungsmathematischer
Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions
zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19)
nach latenten Steuern –6.463 4 –6.488 13
Erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasste Erträge und Aufwendungen –4.036 –7.716 –9.956 –23.744
Gesamtperiodenergebnis 17.061 25.727 72.058 78.878
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 15.338 22.987 68.113 73.496
davon nicht beherrschende Anteile 1.723 2.740 3.945 5.382
KONZERN-BILANZ Stand am
30.11.2014 28.02.20141
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 242.193 243.327
Sachanlagen 649.972 643.613
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 77.875 57.057
Wertpapiere 104.394 104.584
Beteiligungen 1.172 1.120
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.376 24.525
Aktive latente Steuern 28.125 29.685
1.119.107 1.103.911
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 655.102 685.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 498.827 452.025
Laufende Ertragsteuerforderungen 12.613 14.249
Wertpapiere 48 146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 256.061 135.856
1.422.651 1.287.726
Summe Aktiva 2.541.758 2.391.637
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 628.166 611.906
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.142.738 1.126.478
Nicht beherrschende Anteile 66.383 66.255
B. Langfristige Schulden 1.209.121 1.192.733
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 65.729 56.746
Übrige Rückstellungen 12.491 12.631
Finanzverbindlichkeiten 323.153 327.611
Sonstige Verbindlichkeiten 1.262 1.365
Passive latente Steuern 13.159
415.794
12.602
410.955
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 37.455 37.397
Finanzverbindlichkeiten 321.957 299.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 515.320 419.682
Steuerschulden 42.111 31.097
916.843 787.949
Summe Passiva 2.541.758 2.391.637
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2014 15 2013 141
für die ersten drei Quartale (1.März–30. November) in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 137.415 141.562
Gewinne aus Anlagenabgängen –368 –1.163
Veränderung des Working Capital 109.887 37.417
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 246.934 177.816
Cashflow aus Investitionstätigkeit –61.207 –92.075
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –63.302 –65.655
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 122.425 20.086
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –2.220 –4.387
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 135.856 126.448
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 256.061 142.147
KONZERN-EIGENKAPITALENTWICKLUNG Eigenkapital Nicht be- Summe
für die ersten drei Quartale (1.März–30. November) der AGRANA- herrschende
Aktionäre Anteile
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2014 15
Stand am 1. März 2014 1.126.478 66.255 1.192.733
Bewertungseffekte IAS 39 –454 0 –454
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen –6.490 2 –6.488
Verlust aus Währungsumrechnung –2.374 –640 –3.014
Sonstige Ergebnisse –9.318 –638 –9.956
Konzern-Periodenergebnis 77.431 4.583 82.014
Gesamtperiodenergebnis 68.113 3.945 72.058
Dividendenausschüttung –51.128 –3.906 –55.034
Sonstige Veränderungen –725 89 –636
Stand am 30. November 2014 1.142.738 66.383 1.209.121

GESCHÄFTSJAHR 2013|14

Stand am 1. März 2013 1.125.829 86.060 1.211.889
Bewertungseffekte IAS 39 923 590 1.513
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 14 –1 13
Verlust aus Währungsumrechnung –24.058 –1.212 –25.270
Sonstige Ergebnisse –23.121 –623 –23.744
Konzern-Periodenergebnis 96.617 6.005 102.622
Gesamtperiodenergebnis 73.496 5.382 78.878
Dividendenausschüttung –51.127 –886 –52.013
Sonstige Veränderungen –597 416 –181
Stand am 30. November 2013 1.147.601 90.972 1.238.573

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2014 (UNGEPRÜFT)

14 SEGMENTBERICHT 2014 15 2013 141 2014 15 2013 141
für die ersten drei Quartale in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1.März–30. November)
Ergebnisanteil von
Umsatzerlöse (brutto) Gemeinschaftsunternehmen2
Zucker 623.780 870.056 Zucker –1.658 –489
Stärke 541.881 555.868 Stärke 21.779 23.316
Frucht 815.742 906.575 Frucht 0 0
Konzern 1.981.403 2.332.499 Konzern 20.121 22.827

Umsätze zwischen Ergebnis der

den Segmenten Betriebstätigkeit
Zucker –60.360 –64.698 Zucker 29.030 51.336
Stärke –6.504 –8.032 Stärke 45.527 42.504
Frucht –150 –429 Frucht 49.831 58.753
Konzern –67.014 –73.159 Konzern 124.388 152.593
Gemeinschaftsunternehmen2
623.780 870.056 Zucker –1.658 –489
541.881 555.868 Stärke 21.779 23.316
815.742 906.575 Frucht 0 0
1.981.403 2.332.499 Konzern 20.121 22.827
๛๛๛ 29.090 ,,,,,,
Stärke 45.527 42.504
Frucht 49.831 58.753
Konzern 124.388 152.593
Zucker 563.420 805.358
Stärke 535.377 547.836
Frucht 815.592 906.146
Konzern 1.914.389 2.259.340

Operatives Ergebnis Mitarbeiter

Zucker 29.828 51.825
Stärke 23.748 19.188
Frucht 54.381 58.753
Konzern 107.957 129.766

Ergebnis aus Sondereinflüssen

Zucker 860 0
Stärke 0 0
Frucht –4.550 0
Konzern –3.690 0

Umsatzerlöse Investitionen3

Zucker 563.420 805.358 Zucker 25.915 33.839
Stärke 535.377 547.836 Stärke 7.346 28.718
Frucht 815.592 906.146 Frucht 29.214 30.741
Konzern 1.914.389 2.259.340 Konzern 62.475 93.298
Zucker 29.828 51.825 Zucker 2.248 2.272
Stärke 23.748 19.188 Stärke 861 854
Frucht 54.381 58.753 Frucht 5.737 5.524
Konzern 107.957 129.766 Konzern 8.846 8.650

1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben befinden sich auf Seite 15ff.

2 Nach der Equity-Methode bilanziert

3 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2014 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzern-Abschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 30. November 2014 in verkürzter Form. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. November 2014 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der ARGANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30.Dezember 2014 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2013|14 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2013|14 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 91 bis 95 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzern-Jahresabschlusses zum 28. Februar 2014 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2013|14 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

ANPASSUNGEN GEMÄSS IAS 8

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) zu Beginn des Geschäftsjahres 2014|15 haben sich Auswirkungen auf die Bilanz, auf die Gewinn- und Verlustrechnung und auf weitere Abschlussbestandteile ergeben, da die bisher quotal einbezogenen

Gemeinschaftsunternehmen der STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) und der HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) seitdem nach der Equity-Methode einbezogen werden.

Durch die retrospektive Anwendung des neuen Standards ergaben sich analoge Auswirkungen auch auf die dargestellten Vergleichsperioden. Eine Aufschlüsselung der Vermögenswerte und Schulden die zum 1.März 2013 erstmalig im Posten "Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen" zusammengefasst wurden, kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

1. März 2013 Übergangseffekte
in t¤ aus Erstanwendung
von IFRS 11
Langfristige Vermögenswerte 82.293
Kurzfristige Vermögenswerte 45.985
Vorräte 26.370
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.654
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17.961
Summe Aktiva 128.278
Langfristige Schulden –5.572
Kurzfristige Schulden –50.162
Summe Passiva –55.734
Buchwert (Nach der Equity-Methode
bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen) 72.544

Der Rückgang der Vermögenswerte und Schulden führte zu einer Reduktion des Capital Employed und der Nettofinanzschulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung waren neben dem Rückgang der Umsatzerlöse sämtliche Posten im Bereich des Ergebnisses der Betriebstätigkeit, des Finanzergebnisses bis hin zu den Ertragsteuern von den Anpassungen betroffen; das Konzern-Periodenergebnis und das Ergebnis je Aktie blieben unverändert. Das Ergebnis nach Steuern der betroffenen Gesellschaften floss ausschließlich in den Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ein. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es sich bei diesen Unternehmen um operative Beteiligungen und nicht um Finanzanlagen handelte, wurde der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, als Bestandteil des Ergebnisses der Betriebstätigkeit ausgewiesen.

In den nachstehenden Tabellen sind die im Vorjahr in Q1-3 2013|14 veröffentlichten Werte, deren Anpassung aus dem Übergang auf die Equity-Methode sowie die Werte nach dem Übergang angegeben.

15

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für die ersten drei Quartale 2013 14 veröffentlicht auf Equity- Übergang
Methode auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 2.416.928 –157.588 2.259.340
Bestandsveränderungen –122.892 2.846 –120.046
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.528 –179 3.349
Sonstige betriebliche Erträge 13.889 –288 13.601
Materialaufwand –1.620.813 103.998 –1.516.815
Personalaufwand –210.494 4.668 –205.826
Abschreibungen –64.889 6.061 –58.828
Sonstige betriebliche Aufwendungen –256.613 11.604 –245.009
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 22.827 22.827
Ergebnis der Betriebstätigkeit 158.644 –6.051 152.593
Finanzerträge 5.844 101 5.945
Finanzaufwendungen –27.998 394 –27.604
Finanzergebnis –22.154 495 –21.659
Ergebnis vor Ertragsteuern 136.490 –5.556 130.934
Ertragsteuern –33.868 5.556 –28.312
Konzern-Periodenergebnis 102.622 0 102.622
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 96.617 0 96.617
davon nicht beherrschende Anteile 6.005 0 6.005
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 6,80 € 0,00 € 6,80 €
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für die ersten drei Quartale 2013 14 veröffentlicht auf Equity-
Methode
Übergang
auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Konzern-Periodenergebnis 102.622 0 102.622
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –23.744 0 –23.744
Gesamtperiodenergebnis 78.878 0 78.878
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 73.496 0 73.496
davon nicht beherrschende Anteile 5.382 0 5.382
KONZERN-BILANZ
zum 28. Februar 2014
Stand
veröffentlicht
Übergang
auf Equity-
Methode
Stand nach
Übergang
auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 247.763 –4.436 243.327
Sachanlagen 711.626 –68.013 643.613
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 0 57.057 57.057
Wertpapiere 104.584 0 104.584
Beteiligungen 1.169 –49 1.120
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 24.532 –7 24.525
Aktive latente Steuern 30.084 –399 29.685
1.119.758 –15.847 1.103.911
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 712.222 –26.772 685.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 461.090 –9.065 452.025
Laufende Ertragsteuerforderungen 14.364 –115 14.249
Wertpapiere 146 0 146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 144.484 –8.628 135.856
1.332.306 –44.580 1.287.726
Summe Aktiva 2.452.064 –60.427 2.391.637

PASSIVA

A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 0 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 0 411.362
Gewinnrücklagen 611.906 0 611.906
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.126.478 0 1.126.478
Nicht beherrschende Anteile 66.255 0 66.255
1.192.733 0 1.192.733
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 56.796 –50 56.746
Übrige Rückstellungen 12.642 –11 12.631
Finanzverbindlichkeiten 331.469 –3.858 327.611
Sonstige Verbindlichkeiten 1.387 –22 1.365
Passive latente Steuern 15.614 –3.012 12.602
417.908 –6.953 410.955
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 37.441 –44 37.397
Finanzverbindlichkeiten 328.316 –28.543 299.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 444.012 –24.330 419.682
Steuerschulden 31.654 –557 31.097
841.423 –53.474 787.949
Summe Passiva 2.452.064 –60.427 2.391.637
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für die ersten drei Quartale 2013 14 veröffentlicht auf Equity- Übergang
Methode auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 172.841 –31.279 141.562
Gewinne aus Anlagenabgängen –1.169 6 –1.163
Veränderung des Working Capital 15.445 21.972 37.417
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 187.117 –9.301 177.816
Cashflow aus Investitionstätigkeit –96.800 4.725 –92.075
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –74.441 8.786 –65.655
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 15.876 4.210 20.086
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –4.600 213 –4.387
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 144.409 –17.961 126.448
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 155.685 –13.538 142.147

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Q1 2014|15 erfolgte die Erstkonsolidierung der AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien. AGRANA ist an dieser neu gegründeten Gesellschaft mit 100% beteiligt und bezieht sie in die Vollkonsolidierung ein. Im Q2 2014|15 fand die Verschmelzung der nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaft AGRAGOLD Holding GmbH, Wien, auf die AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, statt. Im Q3 2014|15 wurden die AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH, Gleisdorf|Österreich, die AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich und die Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg, auf die AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg (vormals: AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf). Zusätzlich wurde die AGRANA Bioethanol GmbH, Wien, auf die AGRANA Stärke GmbH, Wien, verschmolzen. Insgesamt wurden 61 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (28. Februar 2014: 64 Unternehmen) und 11 Unternehmen (28. Februar 2014: 12 Unternehmen) mit der Equity-Methode einbezogen.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug in Q1-3 2014|15 124,4 (Vorjahr: 152,6) Mio. €. Der Rückgang des EBIT war v.a. auf verringerte Ergebnisse im Segment Zucker zurückzuführen. Im Segment Frucht wirkte sich ein Aufwand aus Sondereinflüssen in Höhe von –4,6 Mio. € in Zusammenhang mit der Standortkonzentration der Fruchtzubereitungsproduktion in Österreich negativ auf das EBIT aus, während im Segment Zucker Erträge aus Sondereinflüssen (Produktionsabgaben-Rückerstattung) in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten waren.

Das verbesserte Finanzergebnis belief sich auf –11,6 (Vorjahr: –21,7) Mio. € und resultierte aus geringfügigen Währungsgewinnen im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zu hohen Währungsverlusten im Vorjahr.

Der Konzern-Periodenüberschuss betrug 82,0 (Vorjahr: 102,6) Mio. €.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Von Anfang März bis Ende November 2014 stieg der Finanzmittelbestand um 120,2 Mio. € auf 256,1 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 137,4 (Vorjahr: 141,6) Mio. € um 4,2 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dem geringeren Konzern-Periodenergebnis standen gestiegene sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge gegenüber. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassten u.a. nicht realisierte Währungsverluste im Finanzergebnis, Auswirkungen latenter Steuern und zahlungsunwirksame effektive Steuern. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in Q1-3 2014|15 246,9 (Vorjahr: 177,8) Mio. €. Vor allem ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum führte zu einem verbesserten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Im laufenden Geschäftsjahr führten geringere Investitionen (v.a. im Segment Stärke) zu einem reduzierten Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –61,2 (Vorjahr: –92,1) Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit –63,3 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 28. Februar 2014 um 150,1 Mio. € auf 2.541,8 Mio. € erhöht. Im Wesentlichen war der Anstieg auf der Aktivseite durch eine starke Erhöhung bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bedingt. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten wurde teilweise durch eine Reduktion bei den Vorräten kompensiert. Passivseitig trugen gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie erhöhte kurzfristige Finanzverbindlichkeiten zum Anstieg der Bilanzsumme bei. Ein weiterer Grund für den passivseitigen Anstieg der Bilanzsumme waren die gestiegenen Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund der Anpassung des Abzinsungssatzes auf 2,25% (28. Februar 2014: 3,5%).

Mit einem Eigenkapital von 1.209,1 (28. Februar 2014: 1.192,7) Mio. € betrug die Eigenkapitalquote per Ende November 47,6% (28. Februar 2014: 49,9%).

FINANZINSTRUMENTE

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.

█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.

█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

19

Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
30. NOVEMBER 2014
Wertpapiere (langfristig gehalten) 19.394 0 0 19.394
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 990 181 0 1.171
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 2.104 903 0 3.007
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 48 0 0 48
Finanzielle Vermögenswerte 22.536 1.084 277 23.897
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 217 4.632 0 4.849
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 2.532 0 2.532
Finanzielle Verbindlichkeiten 217 7.164 0 7.381
30. NOVEMBER 2013
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.495 0 0 20.495
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 2.526 0 2.526
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 1.147 0 1.147
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 38 0 0 38
Finanzielle Vermögenswerte 20.533 3.673 277 24.483
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 1.735 0 1.735
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 5.495 0 5.495
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 7.230 0 7.230

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

21

Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t¤ in t¤
30. NOVEMBER 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 395.040 398.576
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.478
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 70 76
Finanzverbindlichkeiten 645.110 655.130
30. NOVEMBER 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 442.418 447.543
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 257.835
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 83 91
Finanzverbindlichkeiten 692.501 705.469

MITARBEITER

In Q1-3 2014|15 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.846 (Vorjahr: 8.650) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes im Segment Frucht um rund 200 Personen war v.a. auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Ukraine und in Marokko zurückzuführen. Die neue Produktionsstätte in den USA führte ebenfalls zu einem Anstieg des Personalstandes.

ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2014 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2014 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

22 Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 30.Dezember 2014

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Wirtschaftspolitik, Produktion, seit 1. November 2014 Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Interne Revision Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht

WEITERE INFORMATIONEN

23 KAPITALMARKTKALENDER

13. Mai 2015 Ergebnisse des Geschäftsjahres 2014 15
(Bilanzpressekonferenz)
3.Juli 2015 Hauptversammlung
zum Geschäftsjahr 2014 15
8.Juli 2015 Ex-Dividendentag, Dividendenzahltag
9.Juli 2015 Ergebnisse des
ersten Quartales 2015 16
8.Oktober 2015 Ergebnisse des
ersten Halbjahres 2015 16
13.Jänner 2016 Ergebnisse der
ersten drei Quartale 2015 16

KONTAKT

AGRANA Beteiligungs-AG

A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

AGRANA Online-Geschäftsbericht 2013|14

http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

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