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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jul 9, 2015

733_rns_2015-07-09_920bff67-e58f-4e59-b3d6-1a7a36251c33.pdf

Quarterly Report

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BERICHT über das erste Quartal 2015|16

ÜBERBLICK ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2015|16

  • Anhaltender Preisdruck im Segment Zucker führte zu deutlichem EBIT-Rückgang
  • Die Segmente Stärke und Frucht stützen weiterhin das Ergebnis der Gruppe
  • Umsatz: 612,7 (Vorjahr: 647,2) Mio. €
  • Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 31,6 (Vorjahr: 52,9) Mio. €
  • EBIT-Marge: 5,2 % (Vorjahr: 8,2 %)
  • Konzernergebnis: 21,6 (Vorjahr: 39,2) Mio. €
  • Eigenkapitalquote: 52,5 % (28. Februar 2015: 49,6 %)
  • Gearing1 : 33,5 % (28. Februar 2015: 27,7 %)
  • Mitarbeiter2 : 9.064 (Vorjahr: 8.926)

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter

INHALT

12 KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

21 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

23 Weitere Informationen

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, GESCHÄTZTE AKTIONÄRE,

wie angekündigt verzeichnete AGRANA im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015|16 zuckerpreisbedingt einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT). Die Geschäftsentwicklung in den beiden anderen Segmenten war zufriedenstellend. Bei Stärke konnte das EBIT leicht verbessert werden, das Ergebnis im Segment Frucht blieb nur aufgrund einer etwas schwächeren Ertragsentwicklung bei Fruchtsaftkonzentraten unter dem Vorjahr.

Das erste Quartal 2015|16 war von einem anhaltenden Preisdruck bei Zucker und einem weiterhin volatilen Ethanolmarkt, wenn zuletzt auch steigenden Ethanolnotierungen, bestimmt.

Nach der herausfordernden Rekordrübenkampagne 2014|15 mit über 160 Verarbeitungstagen wurde der Rübenanbau in Europa für das neue Zuckerwirtschaftsjahr 2015|16 reduziert, was wieder zu einer Normalisierung der Zuckerbestände führen sollte.

Mit unserem Label "Wiener Zucker" verfolgen wir weiter eine konsequente Markenpolitik und legen auch in den osteuropäischen Ländern einen Fokus auf die Stärkung des Zuckerspezialitätensortiments. Kampagnen wie "Süße Grüße vom Bauern" weisen darüber hinaus auf die nachhaltige Wirtschaftsweise unserer Zucker-Rohstofflieferanten hin und verdeutlichen damit unseren Anspruch auf eine nachhaltige Zuckerproduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unsere Melasseentzuckerung mit Betaingewinnung ist erfolgreich angelaufen.

Die Geschäftsentwicklung im Segment Stärke verlief mengenmäßig sehr gut, herausfordernd blieb die Preissituation bei Verzuckerungsprodukten, v.a. bei Isoglukose aufgrund der Korrelation zum Zuckermarkt. Das Kapazitätsausbau-Projekt in Aschach|Österreich (Schwerpunkt: Maltodextrine) läuft planmäßig und wir werden auch dadurch unsere Veredelungsstrategie weiter festigen. Der Fokus liegt auf Spezialitäten, die weltweit vermarktet werden, die Stärke-Commodity-Produkte sorgen regional für die nötige Fixkostendegression.

Im Segment Frucht haben wir uns für 2015|16 ambitionierte Mengensteigerungen vorgenommen. Das Geschäftsjahr ist in dieser Hinsicht gut angelaufen.

Wie zuletzt veröffentlicht, wird AGRANA durch ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015|16 gehen. Auch wenn die Rahmenbedingungen - v.a. für Zucker - sehr schwierig sind, wird uns der Wettbewerbsvorteil der Diversifizierung helfen, auch im neuen Geschäftsjahr als Gesamtkonzern solide Ergebnisse abzuliefern.

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

KONZERNLAGEBERICHT

ENTWICKLUNG IM

ERSTEN QUARTAL 2015|16

Umsatz und Ertragslage

Finanzkennzahlen
AGRANA-Konzern
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2015 16
Q1
2014 15
Umsatzerlöse 612,7 647,2
EBITDA1 43,2 63,5
Operatives Ergebnis 26,0 46,5
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
5,8 6,4
Ergebnis aus Sondereinflüssen -0,2 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 31,6 52,9
EBIT-Marge 5,2 % 8,2 %
Finanzergebnis -1,7 -2,7
Ertragsteuern -8,3 -11,0
Konzernergebnis 21,6 39,2
Ergebnis je Aktie 1,45 € 2,66 €

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe gingen im Q1 2015|16 (1. März bis 31. Mai 2015) um 5,3 % auf 612,7 Mio. € zurück. Der Umsatz im Segment Frucht lag leicht über, jener im Segment Stärke annähernd auf Vorjahresniveau. Die deutlich niedrigeren Erlöse im Segment Zucker waren zum größten Teil auf das gesunkene Verkaufspreisniveau zurückzuführen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag wie erwartet mit 31,6 Mio. € um 40,3 % deutlich unter dem Ergebnis des ersten Vorjahres-Quartales. Während im Segment Stärke das EBIT leicht verbessert werden konnte, führten im Segment Zucker die niedrigeren Erlöse zu einem negativen Ergebnis. Im Geschäftsbereich Frucht ging das EBIT aufgrund einer etwas schwächeren Ertragsentwicklung bei Fruchtsaftkonzentraten leicht zurück. Das Finanzergebnis betrug im Q1 2015|16 -1,7 (Vorjahr: -2,7) Mio. €, wobei die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr v.a. auf ein verbessertes Zinsergebnis zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 8,3 Mio. €, der einer Steuerquote von 27,8 % (Vorjahr: 21,9 %) entspricht, erreichte das Konzernergebnis 21,6 (Vorjahr: 39,2) Mio. €. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie lag bei 1,45 (Vorjahr: 2,66) €.

Investitionen2

Im Q1 2015|16 investierte AGRANA in Summe 17,9 Mio. €, das waren um 3,0 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

in Mio. € Q1
2015 16
Q1
2014 15
Zucker 10,8 3,4
Stärke 2,8 1,6
Frucht 4,3 9,9

4

1

Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte Anbei eine Kurzübersicht über die wichtigsten (angelaufenen) Projekte in der AGRANA-Gruppe:

Segment Zucker

  • Erweiterung der Verdampfstation in Leopoldsdorf|Österreich verläuft planmäßig
  • Im Mai 2015 wurde die umgebaute Melasseentzuckerungsanlage in Tulln|Österreich erfolgreich in Betrieb genommen
  • Errichtung des Verpackungszentrums in Kaposvár| Ungarn liegt im Zeitplan; die Inbetriebnahme der Abpackungsanlagen ist im Q2 2015|16 geplant

Segment Stärke:

  • Projekt zur Kapazitätserhöhung und Energieeinsparung in Pischelsdorf|Österreich gestartet
  • Projekt Trockenmischanlage Säuglingsmilchnahrung in Gmünd|Österreich in Endplanungsphase
  • Detailplanung zum Projekt Werksausbau in Aschach|Österreich im Gange

Segment Frucht:

  • Fertigstellung der neuen Containerreinigungsanlage bei AGRANA Fruit in Central Mangrove|Australien
  • SAP-Roll-Out bei AGRANA Fruit in Cabreúva|Brasilien
  • Ersatzinvestitionen im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate

Zusätzlich wurden im Q1 2015|16 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 4,0 Mio. € (100%; Vorjahr: 2,8 Mio. €) getätigt.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis betrug im Q1 2015|16 49,8 (Vorjahr: 53,0) Mio. € und sank durch das niedrigere Periodenergebnis; dem standen erhaltene Dividendenzahlungen von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, gegenüber. Infolge des gegenüber dem Vorjahr deutlich stärkeren Aufbaus des Working Capital um 118,1 (Vorjahr: 66,7) Mio. €, u.a. durch eine niedrigere Reduktion der Vorräte, betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2015|16 -67,9 (Vorjahr: -14,0) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit stieg aufgrund erhöhter Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf -18,5 (Vorjahr: -14,5) Mio. €. Der reduzierte Aufbau von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten spiegelt sich im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 26,6 (Vorjahr: 61,3) Mio. € wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2015 leicht gesunkenen Bilanzsumme in Höhe von 2,33 Mrd. € (28. Februar 2015: 2,41 Mrd. €) legte die Eigenkapitalquote von 49,6 % auf 52,5 % zu.

Vor allem die Veränderung bei den nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen führte zu einem Rückgang der langfristigen Vermögenswerte. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte markant stiegen, sanken die Vorräte und auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gingen zurück. Dies führte in Summe zu einer Reduktion der kurzfristigen Vermögenswerte. Auf der Passivseite blieben die langfristigen Schulden beinahe unverändert. Trotz höherer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten sanken die kurzfristigen Schulden, da die erfolgten Rübengeldzahlungen zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen führten.

Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2015 lagen mit 410,3 Mio. € saisonal bedingt um 80,0 Mio. € deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2014|15. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 33,5 % (28. Februar 2015: 27,7 %).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1
2015 16
Höchstkurs (6. März 2015) 84,10 €
Tiefstkurs (17. März 2015) 77,00 €
Ultimokurs (29. Mai 2015) 81,17 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 81,47 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.152,8 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,51 € in das Geschäftsjahr 2015|16 und schloss zum Ultimo

Mai 2015 mit 81,17 €, was einem leichten Plus von 0,82 % bei durchschnittlich knapp über 1.200 gehandelten Stücken pro Tag (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) gewann im selben Zeitraum 2,95 %.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo Mai 2015 1.152,8 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Auch im Q1 2015|16 trat AGRANA wieder regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren u.a. bei Roadshows in Frankfurt, Hamburg und London.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Zucker
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2015 16
Q1
2014 15
Umsatzerlöse 147,8 185,1
EBITDA1 0,9 20,3
Operatives Ergebnis -1,9 17,5
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
0,0 -0,5
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) -1,9 17,0
EBIT-Marge -1,3 % 9,2 %

Im Segment Zucker gingen die Umsatzerlöse im Q1 2015|16 im Vorjahresvergleich um 20,2 % auf 147,8 Mio. € markant zurück. Vor allem deutlich geringere Verkaufspreise, aber auch geringere Zuckerverkaufsmengen im Bereich des Groß- und Einzelhandels waren dafür verantwortlich. Der Absatz von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie lag weitgehend auf Vorjahresniveau. Exporte in Drittländer fielen im Vorjahresvergleich geringer aus. Die Umsätze bei den Nebenproduktenwaren leicht rückläufig.

Das negative EBIT im Q1 2015|16 (-1,9 Mio. €) ist auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallenen Zuckerverkaufspreise zurückzuführen; in den ersten drei Monaten des Vorjahres wurden noch höhere Preise aus der Kampagne 2013|14 erlöst. Gesunkene Rohstoffkosten (v.a. bei Rohzucker) konnten den Erlösrückgang nicht kompensieren.

Marktumfeld Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in der dritten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 4. Mai 2015 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2014|15 (Oktober 2014 bis September 2015) mit einer stabilen bis leicht steigenden weltweiten Zuckerproduktion und einem weiteren Wachstum beim Verbrauch. Diese Schätzung geht von einer ausgeglichenen weltweiten Zuckerbilanz für das aktuelle Zuckerwirtschaftsjahr aus.

Der Abwärtstrend an den Weltzuckermärkten, der seit Juni 2014 zu beobachten ist, brachte bei Weiß- und Rohzucker Tiefststände, die seit 2009 nicht mehr gesehen wurden. Der Weltmarktpreis befand sich gegen Ende des Berichtszeitraums bei rund 349 \$ für Weißzucker und rund 264 \$ bei Rohzucker. Die weltweit hohen Lagerstände, der starke US-Dollar, insbesondere gegenüber dem Brasilianischen Real, sowie die weiterhin niedrigen Erdölpreise können als Hauptursachen für die tiefen Notierungen ausgemacht werden.

EU-Zuckermarkt

Für das noch laufende ZWJ 2014|15 wird bei insgesamt sehr hohen Ernteerwartungen bei europäischem Rübenzucker mit einer Erfüllung der EU-Zuckerquote und einer höheren Nicht-Quotenzuckererzeugung gerechnet. Durch die aktuell sehr tiefen Zuckerpreise in der EU dürften die Präferenzimporte zurückgehen. Ein erstes Indiz hierfür war das Ausbleiben der Anträge für

CXL-Importlizenzen. Auch ohne Sondermaßnahmen der EU-Kommission ist der europäische Zuckermarkt völlig ausreichend versorgt.

Im ZWJ 2014|15 hat die Europäische Kommission das WTO-Limit an Exportkontingenten von 1,35 Mio. Tonnen für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Die Zuteilung der Exportlizenzen erfolgte im Oktober und im Dezember 2014.

Industrie und Groß- und Einzelhandel (Retail)

In den Bereichen Industrie- und Retailkunden setzt AGRANA weiterhin auf eine erfolgreiche Marktpositionierung bzw. den Ausbau vorhandener Marktanteile. Ziel ist es, in Zukunft der präferierte Partner für unsere langjährigen Kunden zu bleiben.

Im Retailbereich steht in allen Ländern die Intensivierung und Fortsetzung der bisherigen Markenpolitik sowie, insbesondere in den osteuropäischen Ländern, die Stärkung des Spezialitätensortiments im Fokus.

Bei den Industriekunden ist weiterhin eine Konsolidierung und Internationalisierung großer Abnehmer zu beobachten. Die Nachfrage nach Bioprodukten zeigt sich in den Bereichen Retail und Industrie durchgehend stabil bzw. leicht steigend.

Rohstoff (und Produktion)

Die Zuckerrübenfläche der AGRANA-Kontraktbauern wurde für das ZWJ 2015|16 aufgrund des aktuell schwierigen Marktumfeldes um rund 3.100 Hektar (-3,3 %) reduziert. In Österreich sind rund 840 Hektar für den biologischen Anbau von Zuckerrüben vorgesehen.

In allen Anbauregionen mit Ausnahme von Rumänien hat die Aussaat infolge des gemäßigten Winters früh begonnen, wurde jedoch regional durch eine kühle regnerische Phase unterbrochen. Durch die vergleichsweise sehr gute Niederschlagsversorgung im Monat Mai konnten sich die Rübenbestände zum Großteil gut entwickeln. Aufgrund der zum Berichtszeitpunkt vorherrschenden Witterungs- und Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern durchschnittliche Rübenerträge zu erwarten.

Zucker-Raffinerie-Standorte in Urziceni und Liesti, beide in Rumänien (Lemarco S.A.)

Trotz der grundsätzlichen Vereinbarung der AGRANA Zucker GmbH mit dem rumänischen Zuckerhersteller Lemarco S.A. im Februar 2014, seine zwei Standorte in Urziceni und Liesti, beide in Rumänien, zu übernehmen, konnten sich beide Verhandlungspartner auf keinen Vertragsabschluss verständigen. AGRANA hat daher entschieden, die Verhandlungen über die Finalisierung des Erwerbs der Zucker-Raffinerie-Standorte Urziceni und Liesti von Lemarco S.A. abzubrechen und somit die zwei Standorte in Urziceni und Liesti nicht zu übernehmen.

Umsatzanteil 28,4 %

Geschäftsentwicklung

Q1 2015|16

SEGMENT STÄRKE

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2015 16
Q1
2014 15
Umsatzerlöse 174,1 177,3
EBITDA1 14,6 13,3
Operatives Ergebnis 8,9 7,6
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
5,8 6,9
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 14,7 14,5
EBIT-Marge 8,4 % 8,2 %

Der Umsatz im Q1 2015|16 in Höhe von 174,1 Mio. € lag um 1,80 % geringfügig unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte v.a. aus niedrigeren Verkaufspreisen für Handelswaren, die durch höhere

Verkaufsmengen bei modifizierten Stärken sowie höhere Preise für Bioethanol fast vollständig kompensiert werden konnten. Die Verkaufspreise der Hauptprodukte insgesamt lagen im Durchschnitt auf dem Niveau des Vorjahresquartales, jene für Nebenprodukte hingegen darunter.

Das EBIT in Höhe von 14,7 Mio. € übertraf den Vorjahreswert leicht, die Profitabilität (EBIT-Marge) konnte um rund 0,2 Prozentpunkte auf 8,4 % gesteigert werden. Die Ergebnisbeiträge der AGRANA Stärke GmbH (verbesserte Ethanolpreissituation) sowie der rumänischen Tochtergesellschaft lagen über dem Vorjahresniveau; hier konnte von gesunkenen Rohstoffpreisen profitiert werden. Das Ergebnis des nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA lag unter dem des Vorjahresquartales.

Marktumfeld

Der Lebensmittelbereich entwickelt sich absatzseitig stabil. Infolge hoher Erntemengen in der Kampagne 2014 ist ein zunehmender Marktdruck bei Kartoffelstärke zu verzeichnen. Allgemein ist ein anhaltender Trend bei der Nachfrage nach und im Einsatz von modifizierten Spezialstärken (z.B. auf Basis von Wachsmais) zu erkennen.

Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen hat der Druck auf den Zuckermärkten direkte Auswirkungen und spiegelt sich im aktuellen, angespannten Marktumfeld wider.

Der Papier- und Wellpappebereich zeigt eine über den Erwartungen liegende Nachfrage in der EU. Treiber dieser positiven Entwicklung sind die gesteigerten Exportvolumina von Papier und Verpackungsmaterialien, die vom schwachen Euro profitieren.

Für Bioethanol hellte sich das Marktumfeld in der EU wieder auf. Auf der Angebotsseite führt einerseits die Produktionspause bei einem großen Produzenten in England zu einer Entlastung, andererseits unterstützt ein stärkerer Dollar auf der Preisseite die positive Entwicklung.

Bei den Protein-Nebenprodukten herrscht eine feste Nachfrage nach hoch-proteinhaltigen Produkten (z.B. Kartoffeleiweiß, Maiskleber) und eine über das Wirtschaftsjahr anwachsende Nachfrage nach vitalem

Weizengluten infolge schwacher Proteingehalte bei Weizen aus der letztjährigen Ernte.

Rohstoff und Produktion

Der Internationale Getreiderat (IGC1 ) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2015|162 bei 1,97 (Vorjahr: 2,01) Mrd. Tonnen und damit etwas unter dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 715 (Vorjahr: 721) Mio. Tonnen und damit auf Höhe des erwarteten Verbrauchs geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 961 (Vorjahr: 997) Mio. Tonnen und damit unter dem erwarteten Verbrauch von 974 Mio. Tonnen.

Aufgrund der guten globalen Versorgungslage bewegen sich die Rohstoffnotierungen seit Jahresbeginn seitwärts bzw. sinken leicht und Anfang Juni notierte Mais der kommenden Ernte bei 166 € je Tonne, Weizen bei 185 € je Tonne.

Kartoffel

Für das Anbaujahr 2015 wurden im Kartoffelstärkebereich mit rund 1.300 Landwirten Kontrakte über 238.000 (Vorjahr: 229.000) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln abgeschlossen. Die Kontrakte für Speiseindustrie- und Bio-Speiseindustriekartoffeln liegen mit rund 11.000 bzw. 4.200 Tonnen etwas unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 11.100 Tonnen konventionell, 4.500 Tonnen Bio).

Mais und Weizen

Der Rohstoffeinkauf für die Stärkefabriken in Aschach| Österreich (Mais) und Pischelsdorf|Österreich (Weizen) aus der Ernte 2014 ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Für den Anbau 2015 wurden im Spezialmais-Bereich (Biomais, Wachsmais, Garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 124.000 (Vorjahr: 98.000) Tonnen fixiert.

Der Weizen- und Maiseinkauf für das Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich ist bis zur neuen Ernte zum Großteil abgeschlossen. Inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge für die kommende Ernte ist die Rohstoffversorgung für das Geschäftsjahr 2015|16 zu rund 58 % gedeckt.

Fruchtsaftkonzentrate resultierte aus stark gesunkenen Verkaufspreisen bei Apfelsaftkonzentrat aber auch aus einer gegenüber dem Vorjahr ernte- und zukaufsbedingt etwas niedrigeren Absatzmenge.

Das EBIT betrug im Q1 2015|16 18,8 Mio. € und lag damit um 12,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen eine moderate EBIT-Verbesserung auswies, wirkten sich die niedrigeren Apfelpreise der letzten Kampagne und die gesunkenen Konzentratpreise negativ auf die absoluten Margen im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aus. Bei Fruchtzubereitungen gab es v.a. in den Regionen Nordamerika und Asien/Australien einen positiven operativen Geschäftsverlauf und auch die gegenüber dem Euro stärker gewordenen Währungen in diesen Regionen unterstützten den EBIT-Anstieg nach Konsolidierung. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von -0,2 Mio. € ist auf das Restrukturierungsprojekt der Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad|Belgien, zurückzuführen. Der Großteil der damit zusammenhängenden Einmalkosten wurde bereits im Konzernjahresabschluss 2014|15 bilanziert.

Marktumfeld

Bei Fruchtzubereitungen steht einem weiterhin geringfügigen Nachfragerückgang in der EU ein leichtes Wachstum in den außereuropäischen Märkten gegeüber. Makroökonomische und politische Probleme verlangsamen jedoch die Marktentwicklung in den Wachstumsregionen Osteuropa (Russland, Ukraine, Weißrussland), Nordafrika (Ägypten, Algerien), Naher Osten, Mexiko und Argentinien. Märkte wie Brasilien, China oder die Türkei zeigen weiterhin einen positiven Trend, die entwickelten Märkte im asiatisch-pazifischen Raum, v.a. Südkorea und Australien, einen stabilen Fruchtjoghurtkonsum.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen in Deutschland) bei hochfruchtsafthaltigen Getränken tendenziell weiterhin rückläufig. Niedrige Apfelpreise aufgrund hoher Erntemengen und der Importsanktionen Russlands für Frischobst aus der EU führten zu deutlich rückläufigen Apfelsaftkonzentratpreisen in der Kampagne 2014. Aufgrund der niedrigen Preise und der für Europa-Exporte günstigen US-Dollar-Euro-Entwicklung konnten zuletzt verstärkt auch Kunden in den USA mit europäischem Apfelsaftkonzentrat bedient werden. Die russischen Importbeschränkungen für Waren aus

In Rumänien ist der Rohstoff-Einkauf (Mais) bis zum Beginn der neuen Ernte im September abgeschlossen.

Das nach der Equity-Methode einbezogene Werk in Ungarn (HUNGRANA) ist ausgehend von der voraussichtlichen Gesamt-Verarbeitungsmenge von rund 1,1 Mio. Tonnen pro Jahr zu mehr als 50 % mit Rohstoff eingedeckt. Die verbleibende Menge wird sich zum Großteil aus Nassmais sowie Trockenmais aus der neuen Ernte zusammensetzen.

Q1 2015|16 SEGMENT FRUCHT

Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Frucht
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Q1
2015 16
Q1
2014 15
Umsatzerlöse 290,8 284,8
EBITDA1 27,7 29,9
Operatives Ergebnis 19,0 21,4
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter
nehmen, die nach der Equity-Methode
bilanziert werden
-0,2 0,0
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 18,8 21,4
EBIT-Marge 6,5 % 7,5 %

Der Umsatz im Segment Frucht stieg im Q1 2015|16 um 2,1 % leicht auf 290,8 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen lag der Absatz leicht über dem Vorjahresniveau, v.a. aber führten gestiegene Verkaufspreise und vorteilhafte Fremdwährungseffekte aus der Konsolidierung (USD und AUD) zu einem Umsatzanstieg um rund 10 %. Der um ca. 20 % geringere Umsatz im Geschäftsbereich

der Ukraine machen einen Import der lokal produzierten Mengen in die EU notwendig, um sie dann zentral weiter zu vermarkten.

Rohstoff und Produktion

Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen sind die Ernten der Hauptfrucht Erdbeere in den mediterranen Klimazonen abgeschlossen. Die Preise für die kontinentalen Sorten in Polen sowie in China für den asiatischen Markt werden aktuell verhandelt. Ein Abschluss auf Vorjahresniveau wird erwartet.

Die für den AGRANA-Rohstoffeinkauf nachteilige Währungsentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar konnte teilweise kompensiert werden, lediglich der südamerikanische Beschaffungsmarkt zeigt steigende Preistendenzen. Die Einkaufszyklen für tropische Früchte sind abgeschlossen, eine unterdurchschnittliche Versorgung sowie die Stärke des US-Dollars haben insbesondere für Europa wie erwartet Preissteigerungen zur Folge. In Russland und der Ukraine wird versucht, das Währungsrisiko jeweils durch die maximale lokale Rohstoffbeschaffung zu reduzieren.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate waren im Frühjahr 2015 entgegen den Prognosen deutlich geringere Rohstoffmengen verfügbar. Dies führte in den europäischen Verarbeitungswerken zu einer wesentlich unter dem Vorjahr liegenden Frühjahrskampagne. Die gekaufte Rohwarenmenge wurde in erster Linie für die Produktion von Apfeldirektsaft verwendet. Die Verknappung der Rohwarenverfügbarkeit bei gleichzeitig starker Nachfrage nach Äpfeln für die Verarbeitungsindustrie in Europa führte zuletzt zu einem deutlichen Preisanstieg. Die Ernteerwartung für Europa ist derzeit gut, in Ungarn ist nach der letztjährigen Rekordernte mit einem Rückgang der Mengen zu rechnen.

AGRANA CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2014|15 auf den Seiten 86 bis 89 umfassend dargestellten Risiken.

AGRANA

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Quartalsstichtag am 31. Mai 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

AGRANA AUSBLICK

AGRANA-Gruppe
in Mio. €
2014 15
ist
2015 16
Prognose
Umsatzerlöse 2.493,5
EBIT 121,7 
Investitionen1 91,2 ~93

Stabile Entwicklung

Deutlicher Rückgang

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2015|16 weiterhin von einer stabilen Entwicklung beim Konzernumsatz aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) erwartet der Konzern eine deutliche Abschwächung.

Segment Zucker
in Mio. €
2014 15
ist
2015 16
Prognose
Umsatzerlöse 731,1 
EBIT 9,0 
Investitionen1 34,5 ~32

Deutlicher Rückgang

Im Segment Zucker rechnet AGRANA aufgrund des allgemein weiter anhaltenden starken Preisdrucks mit einer abermals deutlich rückläufigen Umsatzentwicklung. Reduzierte Rübenkosten und auch ein bereits im Geschäftsjahr 2014|15 eingeleitetes Kostensenkungsprogramm für alle Länder werden die sinkenden Verkaufspreise nicht kompensieren können, sodass 2015|16 mit einem negativen EBIT zu rechnen ist.

Segment Stärke
in Mio. €
2014 15
ist
2015 16
Prognose
Umsatzerlöse 700,1
EBIT 54,1 
Investitionen1 13,7 ~28

Moderater Rückgang

Deutlicher Rückgang

Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2015|16 bei konstanten Absatzmengen einen moderaten, preisbedingten Umsatzrückgang. Aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdruckes bei Verzuckerungsprodukten, welcher v.a. das Ergebnis der HUNGRANA belastet, wird für das Segment Stärke nach wie vor ein deutlich unter dem Vorjahreswert liegendes EBIT erwartet. Einen maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis wird die weitere Entwicklung der Ethanolpreise haben.

Segment Frucht
in Mio. €
2014 15
ist
2015 16
Prognose
Umsatzerlöse 1.062,3
EBIT 58,6 
Investitionen1 43,0 ~33

Moderater Anstieg

Deutlicher Anstieg

AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2015|16 eine moderate Umsatzsteigerung und einen deutlichen Anstieg beim EBIT. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung, speziell in den Regionen Europa und Nordamerika. Es wird weiterhin von einem niedrigen Rohstoffpreisniveau ausgegangen, da die Nachfrage spürbar schwach ist und mit Jahreswechsel noch immer ausreichend Lagerware bei den wesentlichen Früchten vorhanden war; gegenläufig dazu ist die Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar, u.a. beim Einkauf tropischer Früchte für Europa, zu sehen. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird aufgrund niedrigerer Preise mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2015|16 wird das Investitionsvolumen des Konzerns mit in Summe rund 93 Mio. € geringfügig über Abschreibungsniveau liegen.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2015 (ungeprüft)

KONZERN-

GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Q1 2015 16
in t€
Q1 2014 15
in t€
Umsatzerlöse 612.655 647.223
Bestandsveränderungen -100.578 -112.835
Andere aktivierte Eigenleistungen 758 930
Sonstige betriebliche Erträge 6.608 7.787
Materialaufwand -340.777 -345.115
Personalaufwand -68.654 -67.627
Abschreibungen -17.184 -16.975
Sonstige betriebliche Aufwendungen -67.065 -66.885
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden
5.762 6.382
Ergebnis der Betriebstätigkeit 31.525 52.885
Finanzerträge 3.426 4.648
Finanzaufwendungen -5.170 -7.318
Finanzergebnis -1.744 -2.670
Ergebnis vor Ertragsteuern 29.781 50.215
Ertragsteuern -8.250 -10.978
Konzernergebnis 21.531 39.237
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
20.593 37.738
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
938 1.499
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 1,45 € 2,66 €

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Q1 2015 16
in t€
Q1 2014 15
in t€
Konzernergebnis 21.531 39.237
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
ƒ
Währungsdifferenzen
10.361 2.859
ƒ
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern
-22 -77
ƒ
Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern
-948 -1.233
ƒ
Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
-1.712 1.351
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen 7.679 2.900
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions
zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern
-24 -18
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 7.655 2.882
Gesamtergebnis 29.186 42.119
ƒ
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG
27.729 40.314
ƒ
davon nicht beherrschende Anteile
1.457 1.805

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Q1 2015 16
in t€
Q1 2014 15
in t€
Cashflow aus dem Ergebnis 49.763 53.023
Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen 452 -380
Veränderung des Working Capital -118.086 -66.671
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -67.871 -14.028
Cashflow aus Investitionstätigkeit -18.462 -14.474
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 26.578 61.266
Veränderungen des Finanzmittelbestandes -59.755 32.764
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 5.302 -555
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 193.818 135.856
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 139.365 168.065

KONZERN-

BILANZ

Aktiva Stand am 31.05.2015
in t€
Stand am 28.02.2015
in t€
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 240.100 241.475
Sachanlagen 668.084 661.537
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 62.534 84.384
Wertpapiere 105.147 104.879
Beteiligungen 1.114 1.114
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 12.098 21.070
Aktive latente Steuern 22.121 22.184
1.111.198 1.136.643
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 543.666 625.313
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 525.526 439.793
Laufende Ertragsteuerforderungen 12.382 11.274
Wertpapiere 46 46
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 139.365 193.818
1.220.985 1.270.244
Summe Aktiva 2.332.183 2.406.887

Passiva

690.844 794.403
33.075 32.099
282.235 411.193
335.354 309.354
40.180 41.757
417.724 418.064
11.261 10.424
1.273 1.204
319.496 319.672
14.661 14.879
71.033 71.885
1.194.420
65.161
1.129.259
642.420 614.687
411.362 411.362
103.210 103.210
1.156.992
66.623
1.223.615

KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG

Für das erste Quartal
1. März - 31. Mai
Eigenkapital der
AGRANA-Aktionäre
in t€
Nicht beherrschende
Anteile
in t€
Summe
in t€
Geschäftsjahr 2015 16
Stand am 1. März 2015 1.129.259 65.161 1.194.419
Bewertungseffekte IAS 39 -970 0 -970
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungs
orientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-23 -1 -24
Gewinn aus Währungsumrechnung 8.129 520 8.649
Sonstige Ergebnisse 7.136 519 7.655
Konzernergebnis 20.593 938 21.531
Gesamtergebnis 27.729 1.457 29.186
Sonstige Veränderungen 4 5 9
Stand am 31. Mai 2015 1.156.992 66.623 1.223.615

Geschäftsjahr 2014|151

Stand am 1. März 2014 1.124.733 66.255 1.190.988
Bewertungseffekte IAS 39 -1.310 0 -1.310
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
-14 2 -12
Gewinn aus Währungsumrechnung 3.900 304 4.204
Sonstige Ergebnisse 2.576 306 2.882
Konzernergebnis (inkl. IAS 8-Anpassung) 37.738 1.499 39.237
Gesamtergebnis 40.314 1.805 42.119
Dividendenausschüttung 0 -3.499 -3.499
Sonstige Veränderungen 3.007 -3.037 -31
Stand am 31. Mai 2014 1.168.054 61.524 1.229.578

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2015 (ungeprüft)

SEGMENTBERICHT

Für das erste Quartal Q1 Q1
1. März - 31. Mai 2015 16 2014 15
in t€ in t€

Umsatzerlöse (brutto)

Konzern 629.290 670.200
Frucht 290.875 284.923
Stärke 176.007 179.624
Zucker 162.408 205.653

Umsätze zwischen

den Segmenten
Zucker -14.631 -20.553
Stärke -1.926 -2.321
Frucht -78 -103
Konzern -16.635 -22.977

Umsatzerlöse

Frucht 290.797 284.820
Stärke 174.081 177.303
Zucker 147.777 185.100

Operatives Ergebnis

Konzern
Frucht 19.045 21.439
Stärke 8.891 7.582
Zucker -1.929 17.482

Ergebnis aus Sondereinflüssen

Konzern -244 0
Frucht -244 0
Stärke 0 0
Zucker 0 0
Q1 Q1
2015 16 2014 15
in t€ in t€

Ergebnisanteil von

Gemeinschaftsunternehmen1

Konzern 5.762 6.382
Frucht 0 0
Stärke 5.775 6.895
Zucker -13 -513

Ergebnis der Betriebstätigkeit

Konzern 31.525 52.885
Frucht 18.801 21.439
Stärke 14.666 14.477
Zucker -1.942 16.969

Investitionen2

Konzern 17.865 14.925
Frucht 4.315 9.968
Stärke 2.799 1.574
Zucker 10.751 3.383

Mitarbeiter

Konzern 9.074 8.926
Frucht 6.219 6.054
Stärke 869 848
Zucker 1.986 2.024

2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

1 Nach der Equity-Methode bilanziert

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2015 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31. Mai 2015 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2015 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 29. Juni 2015 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2014|15 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 105 bis 111 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

IFRS-AUSWEISÄNDERUNGEN

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2015|16 wurde die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung im Bereich der Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen um die Zeile "Anteile aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden" ergänzt. Darin enthalten sind jene Beträge zusammengefasst, die aus erfolgsneutralen IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen bei nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Diese waren zuvor den bisherigen Zeilen zu IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen zugeordnet.

Hinsichtlich der zum 28. Februar 2014 und zum 1. März 2013 vorgenommenen Anpassungen gemäß IAS 8 sowie deren Auswirkungen auf diesen Zwischenabschluss wird auf die angegebenen Beträge und Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "2. Allgemeine Grundlagen – Anpassungen gemäß IAS 8" auf den Seiten 110 bis 115 verwiesen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Q1 2015|16 fand die Verschmelzung der AGRANA Juice Poland Sp.z.o.o., Bialobrzegi|Polen, auf die AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o (vormals: Ybbstaler Fruit Polska Sp.z.o.o.), Chelm|Polen, sowie der AGRANA Trading EOOD, Sofia|Bulgarien, auf die AGRANA Bulgaria AD, Sofia|Bulgarien, statt. Zusätzlich wurde die AGRANA Fruit Services Inc., Brecksville|USA, auf die AGRANA Fruit US, Inc., Brecksville|USA, verschmolzen. Insgesamt wurden 60 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (28. Februar 2015: 63 Unternehmen) und 11 Unternehmen (28. Februar 2015: 11 Unternehmen) mit der Equity-Methode einbezogen.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im Q1 2015|16 31,5 (Vorjahr: 52,9) Mio. €. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf verringerte Ergebnisse im Segment Zucker zurückzuführen. Ein Sonderergebnis von

-0,2 Mio. € aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes in Belgien ist im EBIT des Segmentes Frucht enthalten.

Das im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Finanzergebnis belief sich auf -1,7 (Vorjahr: -2,7) Mio. €. und resultierte v.a. aus einem um 1,6 Mio. € besseren Zinsergebnis.

Das Konzernergebnis betrug 21,5 (Vorjahr: 39,2) Mio. €.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Von Anfang März bis Ende Mai 2015 sank der Finanzmittelbestand um 54,5 Mio. € auf 139,4 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 49,8 (Vorjahr: 53,0) Mio. € um 3,2 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch ein geringeres Konzernergebnis begründet. Im Cashflow aus dem Ergebnis sind 13,0 Mio. € an Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, enthalten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Q1 2015|16 -67,9 (Vorjahr: -14,0) Mio. €. Die Verschlechterung ist v.a. durch einen höheren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine niedrigere Reduktion der Vorräte und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Höhere Investitionen im Segment Zucker (v.a. in Österreich und Ungarn) führten zu einem um 4,0 Mio. € gestiegenen Cashflow aus Investitionstätigkeit.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit 26,6 (Vorjahr: 61,3) Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Grund dafür lag im höheren Working Capital-Finanzierungsbedarf im Vorjahr.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Bilanzsumme ist um 74,7 Mio. € gegenüber dem 28. Februar 2015 € auf 2.332,2 Mio. € gesunken. Der Rückgang auf der Aktivseite war im Wesentlichen bedingt durch gesunkene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und einen geringeren Beteiligungsansatz von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Auf der Passivseite

trugen v.a. deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie gegenläufig gestiegene Finanzverbindlichkeiten zur Reduktion der Bilanzsumme bei.

Mit einem Eigenkapital von 1.223,6 (28. Februar 2015: 1.194,4) Mio. € betrug die Eigenkapitalquote per Ende Mai 52,5 % (28. Februar 2015: 49,6 %).

FINANZINSTRUMENTE

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

  • In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börsenoder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
  • In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börsen- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.
  • In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

31. Mai 2015 Level 1
in t€
Level 2
in t€
Level 3
in t€
Gesamt
in t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.147 0 0 20.147
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 1.938 0 1.938
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 46 0 0 46
Finanzielle Vermögenswerte 20.193 1.938 277 22.408
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
903 0 0 903
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 9.246 0 9.246
Finanzielle Verbindlichkeiten 903 9.246 0 10.149
31. Mai 2014 Level 1
in t€
Level 2
in t€
Level 3
in t€
Gesamt
in t€
Wertpapiere (langfristig gehalten) 19.315 0 0 19.315
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
101 0 0 101
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
215 1.238 0 1.453
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 48 0 0 48
Finanzielle Vermögenswerte 19.679 1.238 277 21.194
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting)
680 0 0 680
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)
0 6.452 0 6.452
Finanzielle Verbindlichkeiten 680 6.452 0 7.132

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten,

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

31. Mai 2015 Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t€ in t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 404.800 404.088
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.212
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 50 53
Finanzverbindlichkeiten 654.850 664.353
31. Mai 2014 Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t€ in t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 440.455 443.316
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.246
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 88 96
Finanzverbindlichkeiten 690.543 699.658

Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 157 bis 162.

MITARBEITER

Im Q1 2015|16 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.074 (Vorjahr: 8.926) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in Mexiko, Marokko und Argentinien im Segment Frucht zurückzuführen.

ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2015 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2014|15 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag am 31. Mai 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 29. Juni 2015

DER VORSTAND DER AGRANA BETEILIGUNGS-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik Segmentverantwortung Zucker

Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance; Segmentverantwortung Frucht

Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

WEITERE INFORMATIONEN

KAPITALMARKTKALENDER

  • 8. Oktober 2015 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2015|16
  • 13. Jänner 2016 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2015|16

KONTAKT

AGRANA Beteiligungs-AG Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

AGRANA 2014|15 Online: http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

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