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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jan 13, 2014

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Quarterly Report

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BERICHT ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2013|14

HIGHLIGHTS DER ERSTEN DREI QUARTALE 2013|14

  • █ Umsatz: 2.416,9 (Q1–Q3 2012|13: 2.389,3) Mio. €
  • █ Operatives Ergebnis: 158,6 (Q1–Q3 2012|13: 204,3) Mio. €
  • █ Operative Marge: 6,6% (Q1–Q3 2012|13: 8,6%)
  • █ Konzernperiodenergebnis: 102,6 (Q1–Q3 2012|13: 138,6) Mio. €
  • █ Eigenkapitalquote: 46,7% (28. Februar 2013: 47,0%)
  • █ Gearing¹: 37,0% (28. Februar 2013: 39,9%)

Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • KONZERNLAGEBERICHT
  • Entwicklung in den ersten drei Quartalen
  • Segment Zucker
  • Segment Stärke
  • Segment Frucht
  • Chancen- und Risikobericht
  • Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
  • Ausblick

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Weitere Informationen

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, 03 GESCHÄTZTE AKTIONÄRE,

nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013|14 lag der AGRANA-Periodenumsatz mit über 2,4 Mrd. € knapp über Vorjahr. Sinkende Marktpreise in den Segmenten Zucker und Stärke belasteten aber das Ergebnis, wenngleich die operative Marge im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal wieder anstieg. Über die letzten neun Monate erwirtschaftete AGRANA ein operatives Ergebnis von rund 159 Mio. €, was einer Marge von 6,6% entspricht.

AGRANA investiert weiterhin in nachhaltiges Wachstum: Im November wurde ein 60.000 Tonnen fassender, 11 Mio. € teurer Zuckersilo in Kaposvár|Ungarn und im Sommer die neue Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich (Investition von 70 Mio. €) erfolgreich in Betrieb genommen. Der Bau unseres vierten Fruchtzubereitungswerkes in den USA (30 Mio. €) verläuft nach Plan; in Lysander|N.Y. sollen ab Mai 2014 Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- und Eiscremeindustrie produziert werden.

Während des dritten Quartales werden die wesentlichen Rohstoffe für unsere Produktion geerntet, deren Menge und Qualität einen wesentlichen Einfluss auf die Preis- und Kostenentwicklung haben. AGRANA verarbeitet heuer mit über 6 Mio. Tonnen deutlich mehr Zuckerrüben als im Vorjahr. Die für den Bereich Stärke relevanten Kartoffel- und Maisernten waren in Österreich trockenheitsbedingt unterdurchschnittlich; die USA verzeichneten hingegen bei Mais eine Rekordernte. Auch die Apfelernten waren heuer generell etwas schwächer als letztes Jahr, dennoch drücken die noch immer beträchtlichen chinesischen Konzentratvorräte aus dem Vorjahr das Preisniveau.

Angesichts dieses herausfordernden Marktumfeldes und des bisherigen Geschäftsverlaufes geht AGRANA für das Geschäftsjahr 2013|14 von einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau aus. Das operative Ergebnis wird allerdings unter dem der letzten beiden sehr guten Geschäftsjahre liegen.

Abschließend möchte ich mich im Namen des gesamten Vorstandes bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz sowie bei unseren Geschäftspartnern und Aktionären für ihr Vertrauen im abgelaufenen Kalenderjahr bedanken.

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2013|14

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
AGRANA-Konzern 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 2.416,9 Mio. € 2.389,3 Mio. €
EBITDA1 223,5 Mio. € 262,8 Mio. €
Operatives Ergebnis2 158,6 Mio. € 204,3 Mio. €
Operative Marge 6,6% 8,6%
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,0 Mio. € –1,4 Mio. €
Ergebnis der Betriebstätigkeit 158,6 Mio. € 202,9 Mio. €
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte3 98,2 Mio. € 98,7 Mio. €
Mitarbeiter4 8.882 8.555
Finanzkennzahlen Q3 Q3
AGRANA-Konzern 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 742,6 Mio. € 786,2 Mio. €
EBITDA1 76,5 Mio. € 86,2 Mio. €
Operatives Ergebnis2 50,6 Mio. € 61,8 Mio. €
Operative Marge 6,8% 7,9%
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0,0 Mio. € –0,4 Mio. €
Ergebnis der Betriebstätigkeit 50,6 Mio. € 61,4 Mio. €
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte3 38,9 Mio. € 39,1 Mio. €

Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013|14 (1.März bis 30. November 2013) um 27,6 Mio. € auf 2.416,9 (Q1–Q3 2012|13: 2.389,3) Mio. €. Während der Umsatzerlös im Segment Zucker sowohl absatz- als auch preisbedingt unter dem Vorjahresniveau lag, waren die höheren Umsätze in den Segmenten Stärke und Frucht auf gesteigerte Absatzmengen zurückzuführen.

Das operative Konzernergebnis lag mit 158,6 Mio. € um 22,4% unter dem der ersten drei Quartale 2012|13 (204,3 Mio. €). Während im Segment Frucht das operative Ergebnis stark verbessert werden konnte, belasteten seit Sommer sinkende Verkaufspreise in den Segmenten Zucker und Stärke die Margen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Vorjahr war auf Reorganisationsmaßnahmen im Geschäftsbereich Frucht zurückzuführen. Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Quartalen 2013|14 auf –22,2 (Q1–Q3 2012|13: –21,1) Mio. €, wobei einem verbesserten Zinsergebnis höhere nicht realisierte Währungsverluste gegenüberstanden. Nach einem Steueraufwand von 33,9 Mio. €, der einer Steuerquote von 24,8% (Q1–Q3 2012|13: 23,7%) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 102,6 (Q1–Q3 2012|13: 138,6) Mio. €.

Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie betrug nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile 6,80 (Q1–Q3 2012|13: 9,44) €.

Investitionen

In den ersten drei Quartalen 2013|14 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 98,2 (Q1–Q3 2012|13: 98,7) Mio. €, wobei auf das Segment Zucker 33,8 (Q1–Q3 2012|13: 44,8) Mio. € entfielen. Am österreichischen Standort Tulln wurde die Laborgebäudeerweiterung der Zuckerforschung Tulln planmäßig fertiggestellt. In Kaposvár|Ungarn wurde im November der neue 60.000 Tonnen fassende Zuckersilo feierlich eröffnet – seine Erstbefüllung läuft wie geplant. In Hrušovany| Tschechien und in Opava|Tschechien wurden Dünnsaft-Enthärtungsanlagen, in Roman|Rumänien eine Abwasserreinigungsanlage installiert und in Betrieb genommen. Der Projektabschnitt der Logistikoptimierung in Buzău|Rumänien läuft planmäßig, die Installation der Silokonditionierung ist weit fortgeschritten.

Die Investitionen im Segment Stärke betrugen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2013|14 33,7 (Q1–Q3 2012|13: 33,3) Mio. € und flossen zum Großteil in den Standort Pischelsdorf|Österreich. Dort wurden die Weizenstärkefabrik und ein Verwaltungsgebäude, das die bisherigen Container-Büros ersetzt, fertiggestellt sowie die Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknung erhöht. Bei der ungarischen Beteiligung HUNGRANA erfolgten Investitionen in das Projekt "Wasserfreies Ethanol" sowie in eine neue Gasturbine. Im Werk Aschach|Österreich wird die Kapazität der Produktion von Wachsmaisderivaten erweitert. Am Standort Gmünd| Österreich wurde u.a. die Absackung bei der Walzentrocknung erneuert.

Im Segment Frucht wurden 30,7 (Q1–Q3 2012|13: 20,6) Mio. € investiert. Das Hauptprojekt in diesem Segment ist aktuell die Errichtung des vierten Fruchtzubereitungswerkes in Nordamerika (Lysander|N.Y.), von dem aus zukünftig der Nordosten der USA sowie Kanada beliefert werden. Die Fertigstellung ist für das zweite Kalenderquartal 2014 geplant. In der Ukraine wurde die Kapazität durch die Installierung einer neuen Produktionslinie erweitert. Zudem vergrößerte das weltweite Absatzwachstum bei Fruchtzubereitungen den Bedarf an Edelstahlcontainern für den Transport. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurden vorrangig Investitionen zur Verbesserung der Produktionseffizienz vorgenommen. Am österreichischen Standort in Kröllendorf/Allhartsberg wurde mit den Erweiterungsarbeiten aufgrund der Zusammenführung von Produktionskapazitäten aus Gleisdorf innerhalb der AUSTRIA JUICE-Gruppe begonnen.

4 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter

1 Vor Sondereinflüssen

2 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

3 Ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis folgte der schwächeren operativen Ergebnisentwicklung und sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 21,1% auf 172,8 (Q1–Q3 2012|13: 219,0) Mio. €.

Nach einem Abbau des Working Capitals um 15,4 Mio. € (Q1–Q3 2012|13: Aufbau um 75,4 Mio. €) belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den ersten drei Quartalen 2013|14 auf 187,1 (Q1–Q3 2012|13: 142,7) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug nach Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte –96,8 (Q1–Q3 2012|13: –90,4) Mio. €. Nach einem Nettoabbau der Finanzverbindlichkeiten und der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012|13 lag der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bei –74,4 (Q1–Q3 2012|13: –5,8) Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem Bilanzstichtag 2012|13 leicht erhöhten Bilanzsumme von 2,65 Mrd. € (28. Februar 2013: 2,58 Mrd. €) betrug die Eigenkapitalquote 46,7% (28. Februar 2013: 47,0%).

Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen markant stiegen, sanken die Vorräte, was in Summe zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte führte. Die Reduktion der langfristigen Schulden war auf den Abbau langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden stiegen vor allem aufgrund erhöhter kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie saisonal bedingter erhöhter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten.

Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2013 lagen mit 458,6 Mio. € um 25,1 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Geschäftsjahresende 2012|13 (483,7 Mio. €). Folglich lag das Gearing zum Quartalsstichtag mit 37,0% unter dem Wert per 28. Februar 2013 (39,9%).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1–Q3
2013 14
Höchstkurs zum 12.Juni 2013 115,10 €
Tiefstkurs zum 29. November 2013 88,30 €
Ultimokurs zum 29. November 2013 88,30 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 80,81 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.254,0 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete nach dem Rekordjahr 2012|13 mit einem Kurs von 101,50 € in das neue Geschäftsjahr 2013|14. Bei einem gegenüber dem Vorjahr erhöhten durchschnittlichen Handelsvolumen von rund 2.100 Stück pro Tag (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) notierte die Aktie in einem nach wie vor anspruchsvollen Umfeld zum Quartalsstichtag bei einem Wert von 88,30 € (–13%). Während am 12.Juni noch ein neues Allzeithoch von 115,10 € verzeichnet werden konnte, bewegte sich der Aktienkurs der AGRANA seit Mitte Juli auf einem Niveau von rund 90 €. Der österreichische Leitindex (ATX) stieg im Berichtszeitraum um 7,26%.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 30. November 2013 1.254,0 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Auch im dritten Quartal trat AGRANA regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren unter anderem bei Roadshows in Amsterdam, Brüssel, München und Zürich sowie bei einem Capital Markets Day in Österreich.

SEGMENT ZUCKER

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

In seiner ersten Schätzung der Weltzuckerbilanz für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2013|14 geht das Analyseunternehmen F.O. Licht von einem Rückgang der Gesamtproduktion auf 182,0 (ZWJ 2012|13: 183,4) Mio. Tonnen und einem weiteren Anstieg des Verbrauchs auf 175,2 (ZWJ 2012|13: 172,1) Mio. Tonnen aus. Die Bestände sollen sich von 76,7 auf 81,1 Mio. Tonnen erhöhen.

Während in Asien (insbesondere in Thailand) ein Produktionsplus von 2,0 Mio. Tonnen auf in Summe 69,2 Mio. Tonnen erwartet wird, soll die Zuckerherstellung in Europa 25,9 Mio. Tonnen betragen und somit um 2,6 Mio. Tonnen unter dem Vorjahreswert liegen.

Die Entwicklung des Weltmarktpreises für Zucker war im laufenden Geschäftsjahr anhaltend volatil. Notierte Rohzucker zu Beginn des Berichtszeitraums am 1.März 2013 bei 395 USD bzw. 304 € je Tonne, so lag der Wert nach einem zwischenzeitlichen Hoch im Oktober am Ende des Berichtszeitraumes bei 374 USD bzw. 276 € je Tonne. Weißzucker wurde zu Beginn des Geschäftsjahres um 514 USD bzw. 395 € je Tonne und am Ende des Berichtszeitraums bei 445 USD bzw. 336 € je Tonne gehandelt.

06 EU-Zuckermarkt

Die Europäische Kommission beschloss im abgelaufenen ZWJ 2012|13 – wie auch schon im Jahr zuvor – zwei außerordentliche Maßnahmen zur Erhöhung der Marktversorgung (EU-Quotenzucker-Bestände). Mittels einer Dauerausschreibung für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz wurden rund 550.000 Tonnen Zucker für den zollbegünstigten Import freigegeben. Zudem wurden vier Tranchen Nicht-Quotenzucker zu jeweils 150.000 Tonnen in Quotenzucker "umgewandelt" und an den EU-Food-Markt geliefert. Somit standen laut Statistiken der Europäischen Kommission insgesamt 1,15 Mio. Tonnen Zucker zusätzlich für den Markt zur Verfügung.

Gleichzeitig gab die Europäische Kommission Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker frei. Insgesamt standen im abgelaufenen ZWJ 2012|13 1,35 Mio. Tonnen an Exportlizenzen zur Verfügung (dies entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation, WTO). Für das ZWJ 2013|14 wurde ebenfalls ein Exportvolumen von 1,35 Mio. Tonnen festgelegt.

EU-Zuckerpolitik

Das EU-Parlament und der EU-Agrarministerrat haben im Rahmen der Verhandlungen zur Verlängerung der Gemeinsamen Agrarpolitik bis 2020 den Vorschlag der EU-Kommission, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen bereits nach dem ZWJ 2014|15 auslaufen zu lassen, korrigiert und sich auf eine Verlängerung bis zum Ende des ZWJ 2016|17 (30. September 2017) geeinigt.

Nach dem Auslaufen der Zucker- und Isoglukosequoten und der Regelungen betreffend Rübenmindestpreis zum 30. September 2017 sieht die neue Marktordnung für den Binnenmarkt – neben einer unveränderten Referenzschwelle für Weißzucker von 404 € je Tonne – die Möglichkeit einer staatlich finanzierten privaten Lagerhaltung sowie eine Vertragspflicht zwischen Rübenanbauern und Zuckerindustrie vor. Als Konsequenz müssen sich alle Akteure in der Zucker-Wertschöpfungskette darauf einstellen, dass die Mengen- und Preisvolatilitäten des Weltmarkts stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt durchschlagen.

Der Außenschutz des EU-Zuckermarktes gegenüber Drittländern ist davon nicht betroffen und bleibt unverändert. AGRANA erwartet darüber hinaus, dass die Zuckerexporte nach Wegfall der Quoten zukünftig keiner Mengenbegrenzung mehr unterliegen, weil dann Quoten- und Mindestrübenpreis als (ordnungspolitische) Grundlage für das WTO-Exportlimit entfallen.

Rohstoff, Ernte und Produktion

Die Zückerrübenanbaufläche der AGRANA-Kontraktbauern betrug im ZWJ 2013|14 rund 105.000 (ZWJ 2012|13: 104.000) Hektar, wobei etwas mehr als 650 Hektar in Österreich für den biologischen Anbau verwendet wurden. 2013 war hinsichtlich der Vegetationsbedingungen als ein Jahr der Extreme zu bezeichnen: Rund 3.000 Hektar Anbaufläche gingen im Frühjahr infolge von Frost, Verschlämmungen und anderen Aufgangsproblemen sowie im Sommer zuerst durch Überschwemmungen und später Trockenheit und Hitze verloren. Für das gesamte Rübenanbaugebiet der AGRANA-Gruppe werden durchschnittliche Rübenerträge erwartet, wobei es in den Regionen massive Streuungen gibt. Insgesamt erwartet AGRANA eine Rübenmenge von rund 6,1 (ZWJ 2012|13: 5,5) Mio. Tonnen. Aufgrund der Witterung während der Erntephase und der vergleichsweise stabilen Lagerung der Rüben ist der Zuckergehalt der Ernte 2013 als durchschnittlich einzustufen.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
Segment Zucker 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 850,9 Mio. € 926,6 Mio. €
EBITDA 67,2 Mio. € 118,0 Mio. €
Operatives Ergebnis 52,0 Mio. € 105,3 Mio. €
Operative Marge 6,1% 11,4%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 33,8 Mio. € 44,8 Mio. €
Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Zucker 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 247,8 Mio. € 292,6 Mio. €
EBITDA 20,6 Mio. € 41,5 Mio. €
Operatives Ergebnis 13,8 Mio. € 34,1 Mio. €
Operative Marge 5,6% 11,7%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 10,7 Mio. € 19,0 Mio. €

Die Umsatzerlöse im Segment Zucker gingen insbesondere aufgrund geringerer Quotenzuckerabsätze und -erlöse sowie einem schwächeren Exportgeschäft in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres im Vorjahresvergleich um 75,7 Mio. € zurück. Während die Zuckerverkaufsmengen leicht rückläufig waren, blieben die Umsätze bei Nebenprodukten und sonstigen Produkten konstant. Die generell höheren Zuckerbestände und das tiefe Weltmarktpreisniveau üben erheblichen Druck auf das EU-Preisniveau aus.

Das operative Ergebnis der ersten drei Quartale 2013|14 von 52,0 Mio. € lag wie erwartet deutlich unter dem

hohen Vorjahresniveau (105,3 Mio. €). Neben dem höheren Preisdruck und den geringeren Zuckerabsatzmengen wirkten sich auch die gestiegenen Herstellkosten aus der Kampagne 2012|13 und die bei Jahresmitte noch relativ hohen Kosten für Rohzucker negativ auf die Marge aus.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Der Internationale Getreiderat (IGC1) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2013|14 auf 1,95 (2012|13: 1,79) Mrd. Tonnen und damit über dem erwarteten Verbrauch. Bei Weizen wird eine Produktion von 698 (2012|13: 655) Mio. Tonnen und bei Mais von 950 (2012|13: 863) Mio. Tonnen erwartet. Die Verbrauchsschätzung ergibt für Weizen einen weltweiten Bedarf von 692 Mio. Tonnen und für Mais von 922 Mio. Tonnen. Es wird daher vor allem bei Mais wieder zu einem Aufbau der globalen Lagerbestände kommen.

Die gesamte Getreideproduktion der Europäischen Union wird auf rund 301 (2012|13: 278) Mio. Tonnen geschätzt. Die Weichweizenernte soll rund 135 Mio. Tonnen beitragen und damit höher als die Ernte 2012 (126 Mio. Tonnen) sein. Die Maisernte 2013 in der EU wird bei 65 Mio. Tonnen erwartet, ein Plus von 12% im Vergleich zum Vorjahr. Dem gegenüber wird die Nachfrage nach Weizen in der EU auf 112 Mio. Tonnen und jene nach Mais auf 72 Mio. Tonnen geschätzt2.

Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Liffe, Euronext) bewegten sich Ende November 2013 bei rund 178 € je Tonne für Mais und 210 € je Tonne für Weizen (November 2012: 253 € bzw. 270 € je Tonne).

Rohstoff, Ernte und Produktion

Bei einer gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Anbaufläche von rund 6.000 Hektar betrug die Stärkekartoffelernte in Österreich im Geschäftsjahr 2013|14 inkl. Bio-Kartoffeln rund 165.000 (2012|13: 218.000) Tonnen. Die Stärkekartoffel-Liefererfüllung für das Werk in Gmünd wird bezogen auf eine Kontraktmenge von rund 230.000 Tonnen rund 72% betragen und damit witterungsbedingt unter Vorjahr (83%) liegen.

Die Verarbeitung von Nassmais in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich betrug rund 112.000 Tonnen und lag damit witterungsbedingt unter Vorjahresniveau (123.000 Tonnen). Bei einer Kampagnedauer von 88 (2012|13: 103) Tagen wurden neben 97.000 Tonnen Gelbmais auch 15.000 Tonnen Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Bio-Wachsmais, Zertifiziert Gentechnikfreier Mais) verarbeitet.

1 International Grains Council, Schätzung vom 28. November 2013

2 Tallage|Stratégie Grains, Marktbericht vom Dezember 2013

3 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

Mittlerweile wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais umgestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungsmenge auf Vorjahresniveau von rund 400.000 Tonnen erwartet.

In Ungarn wird die gesamte Maisverarbeitung 2013|14 voraussichtlich 1,06 (2012|13: 1,08) Mio. Tonnen betragen. Die Verarbeitung von erntefrischem Mais wurde Ende November 2013 abgeschlossen und lag mit 230.000 Tonnen deutlich über Vorjahresniveau (160.000 Tonnen). Die gesamte Maisverarbeitung im rumänischen Werk wird in 2013|14 voraussichtlich rund 56.000 (2012|13: 51.000) Tonnen betragen.

Im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich wurden von Mitte September bis Anfang Dezember 2013 rund 93.500 (2012|13: 116.500) Tonnen Nassmais verarbeitet. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtgetreideverarbeitung (Weizen, Mais, Tritikale) von rund 632.000 (2012|13: 548.000) Tonnen erwartet. Die Weizenstärkeanlage ist im Juni 2013 erfolgreich angelaufen und die Produktion liegt im Plan.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
Segment Stärke 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 659,9 Mio. € 603,7 Mio. €
EBITDA 68,2 Mio. € 78,2 Mio. €
Operatives Ergebnis 47,9 Mio. € 60,8 Mio. €
Operative Marge 7,3% 10,1%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte3 33,7 Mio. € 33,3 Mio. €
Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Stärke 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 216,3 Mio. € 208,8 Mio. €
EBITDA 28,6 Mio. € 20,2 Mio. €
Operatives Ergebnis 21,6 Mio. € 14,3 Mio. €
Operative Marge 10,0% 6,9%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte3 12,4 Mio. € 13,9 Mio. €

Der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2013|14 in Höhe von 659,9 Mio. € lag um 9,3% über Vorjahr (603,7 Mio. €). Der Anstieg basierte vor allem auf höheren Verkaufsmengen sowohl bei Nebenprodukten als auch bei Hauptprodukten (insbesondere Bioethanol und sonstiger Alkohol). Die Verkaufspreise für Hauptprodukte lagen knapp über dem Vorjahr. Die Verkaufsmengen und -preise für gehandelte Futtermittel konnten das Vorjahr deutlich übertreffen.

08 Das operative Ergebnis in Höhe von 47,9 Mio. € lag um 21,2% unter dem Vorjahreswert von 60,8 Mio. €. Diese Entwicklung war vor allem durch geringere Ergebnisbeiträge der ungarischen Beteiligung HUNGRANA begründet. Infolge eines intensiveren Wettbewerbes waren auch die Absatzpreise rückläufig. Darüber hinaus führte die Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik am Standort Pischelsdorf| Österreich zu den erwarteten Anlaufverlusten. Die rückläufige Ergebnisentwicklung bei einem höheren Umsatz führte zu einem Rückgang der operativen Marge von 10,1% auf 7,3%.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

In der EU ist von einem stagnierenden Fruchtjoghurt-Markt auszugehen. Außerhalb von Europa hingegen wächst der Fruchtjoghurt-Markt um 3% bis 5% jährlich. Neben dem steigenden Pro-Kopf-Verbrauch spielen insbesondere in Nordamerika ("Greek Yoghurt") auch Produkte mit einem höheren Fruchtanteil eine große Rolle. Ein Trend zu höherwertigen Produkten findet vor allem in den Schwellenländern Lateinamerikas und Asiens statt.

Bei hochfruchtsafthaltigen Getränken ist die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen Deutschland) weiterhin leicht rückläufig. Weiters war das erste Quartal in Deutschland von niedrigen Temperaturen und Dauerregen geprägt, was auch zu einem geringeren Konsum geführt hat. Der wetterseitig sehr gute Sommer konnte dann das kühle Frühjahr ausgleichen, was insgesamt zu einem durchschnittlichen ersten Halbjahr führte; in den darauffolgenden drei Monaten ergaben sich bis zum Berichtsstichtag keine wesentlichen Konsumänderungen mehr. Die alkoholfreie Getränkeindustrie ist weiterhin von Konsolidierungen geprägt. In den USA haben sich in den letzten Monaten aufgrund eines deutlichen Preisverfalls bei chinesischem Apfelsaftkonzentrat die Importmengen aus China im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Die Rohstoffaufwendungen im Bereich Fruchtzubereitungen lagen in diesem Jahr erwartungsgemäß unter dem letztjährigen Niveau. Die moderate Nachfrage auf den Märkten ließ eine deutliche Preissenkung erwarten. Dem entgegen wirkten stärker werdende Währungen der Hauptbeschaffungsmärkte zum einen, zum anderen überraschend schlechte Ernteergebnisse (Pfirsich in Europa und Übersee, Aprikose und Himbeere in Europa), die aufgrund großer Einkaufsvolumina einen starken Einfluss auf das gesamte

Preisgefüge hatten. Eine Deckung bis Ende des Geschäftsjahres ist ausreichend gegeben, sodass rohstoffseitig mit einem soliden Kostenverlauf gerechnet werden kann.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen bei Apfelsaftkonzentrat die verfügbaren Rohstoffmengen in den Hauptanbauländern Europas (Polen, Ungarn) unter dem Vorjahr. Eine besondere Auswirkung auf die Rohstoffpreisentwicklung und die Rohwarenströme verursachte die schlechte Ernte in Deutschland. Bemerkenswert erwies sich ferner die günstige Rohstoffsituation in der Türkei, die dazu führte, dass süßes Apfelsaftkonzentrat in Europa erstmals seit längerer Zeit preislich wieder günstiger war als saures. Nach der Überproduktion des Vorjahres in China waren die dortigen Hersteller in der heurigen Verarbeitungssaison bestrebt, die Produktionsmengen zu begrenzen, um einen weiteren Preisverfall für chinesisches Apfelsaftkonzentrat zu stoppen.

Geschäftsentwicklung

Q1–Q3 Q1–Q3
2013 14 2012 13
906,1 Mio. € 859,1 Mio. €
88,2 Mio. € 66,6 Mio. €
58,8 Mio. € 38,2 Mio. €
6,5% 4,4%
30,7 Mio. € 20,6 Mio. €
Q3
Q3
Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Frucht 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 278,5 Mio. € 285,7 Mio. €
EBITDA 27,1 Mio. € 24,5 Mio. €
Operatives Ergebnis 15,4 Mio. € 13,4 Mio. €
Operative Marge 5,5% 4,7%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 15,8 Mio. € 6,2 Mio. €

Der Umsatz im Segment Frucht legte in den ersten drei Quartalen 2013|14 um 5,5% auf 906,1 (Q1–Q3 2012|13: 859,1) Mio. € zu. Der Absatz von Fruchtzubereitungen konnte um rund 6% gesteigert werden. Die Mengenzuwächse wurden nicht nur außerhalb Europas erzielt (rund 8%), auch in der EU lagen die Verkäufe um rund 4% über dem Vorjahr. Die positive Umsatzentwicklung auch im Bereich Fruchtsaftkonzentrate war vor allem auf eine höhere Absatzmenge von Apfelsaftkonzentrat (auch aufgrund der im ersten Quartal des Vorjahres noch nicht enthaltenen Ybbstaler-Mengen) zurückzuführen.

Das operative Ergebnis lag mit 58,8 Mio. € um 53,9% über dem Vorjahreswert von 38,2 Mio. €. Die operative Marge betrug 6,5% und konnte somit um 2,1 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür waren Absatzsteigerungen im Fruchtzubereitungsgeschäft. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft konnte das operative Ergebnis aufgrund der günstigen Kontraktsituation aus der Vorjahreskampagne 2012 gesteigert werden. Zusatzerträge ergaben sich ebenfalls aufgrund der Vollkonsolidierung der Ybbstaler-Gesellschaften im ersten Quartal 2013|14 (Konsolidierung erfolgt seit dem zweiten Quartal 2012|13).

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2012|13 auf den Seiten 69 bis 73 umfassend dargestellten Risiken.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Vertrauenskrise am europäischen Kapitalmarkt sind das allgemeine Forderungsausfallrisiko sowie Währungsrisiken gestiegen. Zur Kontrolle dieser Risiken wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.

Durch die zielgerichtete Aufarbeitung der im Vorjahr ergebnisbelastenden Unregelmäßigkeiten bei AGRANA Fruit México, S.A. de C.V.wurde das Vertrauen in die Ordnungsmäßigkeit der lokalen Geschäftsabläufe wieder hergestellt. Um zukünftig einen derartigen Fall bei einer Gesellschaft des AGRANA-Konzerns zu verhindern, wurde das Kontrollund Überprüfungssystem – sowohl intern als auch extern – weiter ausgebaut und verschärft. Die Deckungsfrage mit der Versicherung ist weiterhin in Verhandlung.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

AUSBLICK

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2013|14 von einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau aus, wobei sinkende Marktpreise durch Absatzzuwächse kompensiert werden. Das operative Konzernergebnis wird wie erwartet und in Anbetracht des bisherigen Geschäftsverlaufes unter dem der letzten beiden sehr guten Geschäftsjahre liegen.

Im Segment Zucker wird für das vierte Quartal saisonal bedingt mit einem niedrigeren Umsatz und Ergebnis als im dritten Quartal 2013|14 gerechnet. Bei einem etwas rückläufigen Gesamtjahresumsatz wird aufgrund sinkender Preise und niedrigerer Margen für das gesamte Geschäftsjahr von einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr ausgegangen.

Im Segment Stärke wird für das Geschäftsjahr vor allem aufgrund der im Juni in Betrieb genommenen Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich mit einem Umsatzanstieg gerechnet. Einer stabilen Marktnachfrage nach Stärkeprodukten sowohl im technischen Bereich als auch bei Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten stehen tendenziell rückläufige Verkaufspreise gegenüber. Bei kartoffelbasierten Produkten ist aufgrund der schlechten Ernte in Mitteleuropa ein knappes Angebot und eine damit einhergehende Preissteigerung zu sehen. Insgesamt geht AGRANA unverändert davon aus, dass im Segment Stärke das Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2012|13 auch aufgrund der erwarteten Anlaufverluste der Weizenstärkefabrik nicht erreicht werden wird.

Im Segment Frucht wird, basierend auf den guten ersten neun Monaten, für das Geschäftsjahr 2013|14 eine positive Entwicklung beim Umsatz und ein deutlich höheres operatives Ergebnis erwartet. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht AGRANA auch für das vierte Quartal von einem Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Das operative Ergebnis auf Gesamtjahressicht wird bei insgesamt stabilen Rohstoffpreisen durch steigende Verkaufsvolumina und Kosteneinsparungen zulegen. Bei Fruchtsaftkonzentraten wird von einer etwas geringeren Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat im vierten Quartal ausgegangen. Im Hinblick auf das Gesamtjahr wird im Konzentratbereich mit einer Umsatzentwicklung leicht über Vorjahresniveau und zufriedenstellenden Margen gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2013|14 werden in allen drei Segmenten insgesamt rund 140 Mio. € investiert, wodurch der langfristige Wachstumskurs nachhaltig unterstützt werden soll.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2013 (UNGEPRÜFT)

3.Quartal 1.–3.Quartal
(1. September–30. November) (1.März–30. November)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2013 14 2012 13 2013 14 2012 13
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 742.589 786.197 2.416.928 2.389.327
Bestandsveränderungen 186.512 302.464 –122.892 16.497
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.027 2.792 3.528 4.071
Sonstige betriebliche Erträge 3.960 9.285 13.889 27.755
Materialaufwand –693.322 –855.378 –1.620.813 –1.705.996
Personalaufwand –74.693 –72.331 –210.494 –199.335
Abschreibungen –25.893 –24.461 –64.889 –58.539
Sonstige betriebliche Aufwendungen –89.548 –87.255 –256.613 –270.928
Ergebnis der Betriebstätigkeit 50.632 61.313 158.644 202.852
Finanzerträge –124 978 5.844 7.483
Finanzaufwendungen –6.590 –9.035 –27.998 –28.572
Finanzergebnis –6.714 –8.057 –22.154 –21.089
Ergebnis vor Ertragsteuern 43.918 53.256 136.490 181.763
Ertragsteuern –10.475 –14.174 –33.868 –43.123
Konzernperiodenergebnis 33.443 39.082 102.622 138.640
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 31.417 36.651 96.617 134.130
davon nicht beherrschende Anteile 2.026 2.431 6.005 4.510
Ergebnis je Aktie nach IFRS
(unverwässert und verwässert) 2,21 € 2,58 € 6,80 € 9,44 €
3.Quartal 1.–3.Quartal
(1. September–30. November) (1.März–30. November)
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2013 14 2012 13 2013 14 2012 13
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Konzernperiodenergebnis 33.443 39.082 102.622 138.640
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdifferenzen –9.333 –2.533 –25.270 5.240
– zur Veräußerung verfügbaren Finanz-
instrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern 33 –89 147 28
– Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern 1.580 1.506 1.366 6.979
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung
zu erfassende Erträge und Aufwendungen –7.720 –1.116 –23.757 12.247
– Veränderung versicherungsmathematischer
Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions-
zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19)
nach latenten Steuern 4 4 13 –7
Erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasste Erträge und Aufwendungen –7.716 –1.112 –23.744 12.240
Gesamtperiodenergebnis 25.727 37.970 78.878 150.880
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 22.987 34.805 73.496 142.180
davon nicht beherrschende Anteile 2.740 3.165 5.382 8.700
KONZERNBILANZ Stand am Stand am
30.11.2013 28.02.20131
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 245.927 249.338
Sachanlagen 709.590 685.481
Wertpapiere 105.495 105.264
Beteiligungen 5.690 5.745
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 28.505 18.945
Aktive latente Steuern 36.193 33.137
1.131.400 1.097.910
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 822.949 851.492
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 522.104 472.084
Laufende Ertragsteuerforderungen 18.791 11.271
Wertpapiere 38 1.198
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 155.685 144.409
1.519.567 1.480.454
Summe Aktiva 2.650.967 2.578.364
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 633.029 611.257
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.147.601 1.125.829
Nicht beherrschende Anteile 90.972 86.060
1.238.573 1.211.889
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 58.799 58.844
Übrige Rückstellungen 15.610 15.179
Finanzverbindlichkeiten 333.103 428.788
Sonstige Verbindlichkeiten 1.453 2.283
Passive latente Steuern 20.053 14.368
429.018 519.462
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 25.524 29.186
Finanzverbindlichkeiten 386.665 305.802
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 528.888 471.421
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 42.299 40.604
983.376 847.013
Summe Passiva 2.650.967 2.578.364

11

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2013 14 2012 13
für die ersten drei Quartale (1.März–30. November) in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 172.841 218.997
Gewinne aus Anlagenabgängen –1.169 –831
Veränderung des Working Capital 15.445 –75.448
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 187.117 142.718
Cashflow aus Investitionstätigkeit –96.800 –90.401
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –74.441 –5.754
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 15.876 46.563
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –4.600 679
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 144.409 98.504
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 155.685 145.746
KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital Nicht be- Summe
für die ersten drei Quartale (1.März–30. November) der AGRANA- herrschende
Aktionäre Anteile
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2013 14
Stand am 1. März 2013 (veröffentlicht) 1.126.036 86.060 1.212.096
Anpassungen gemäß IAS 8 –207 0 –207
Stand am 1. März 2013 (angepasst) 1.125.829 86.060 1.211.889
Bewertungseffekte IAS 39 923 590 1.513
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 14 –1 13
Verlust aus Währungsumrechnung –24.058 –1.212 –25.270
Sonstige Ergebnisse –23.121 –623 –23.744
Konzernperiodenergebnis 96.617 6.005 102.622
Gesamtperiodenergebnis 73.496 5.382 78.878
Dividendenausschüttung –51.127 –886 –52.013
Sonstige Veränderungen –597 416 –181
Stand am 30. November 2013 1.147.601 90.972 1.238.573
GESCHÄFTSJAHR 2012 13
-- ----------------------- --
Stand am 1. März 2012 (veröffentlicht) 1.039.472 33.516 1.072.988
Anpassungen gemäß IAS 8 –233 0 –233
Stand am 1. März 2012 (angepasst) 1.039.239 33.516 1.072.755
Bewertungseffekte IAS 39 4.523 2.486 7.009
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 21 –30 –9
Gewinn aus Währungsumrechnung 3.506 1.734 5.240
Sonstige Ergebnisse 8.050 4.190 12.240
Konzernperiodenergebnis 134.130 4.510 138.640
Gesamtperiodenergebnis 142.180 8.700 150.880
Dividendenausschüttung –51.127 –1.322 –52.449
Sonstige Veränderungen –1.729 45.556 43.827
Stand am 30. November 2012 1.128.563 86.450 1.215.013

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2013 (UNGEPRÜFT)

SEGMENTBERICHT 2013 14 2012 13 2013 14 2012 13
für die ersten drei Quartale in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1.März–30. November)
Umsatzerlöse (brutto) Ergebnis der Betriebstätigkeit
Zucker 915.581 988.663 Zucker 51.969 105.311
Stärke 667.931 610.958 Stärke 47.922 60.759
Frucht 906.575 859.996 Frucht 58.753 38.180
Konzern 2.490.087 2.459.617 Operatives Ergebnis 158.644 204.250
Ergebnis aus Sondereinflüssen 0 –1.398
Ergebnis der Betriebstätigkeit 158.644 202.852
Umsätze zwischen Investitionen in Sachanlagen und
den Segmenten immaterielle Vermögenswerte1
Zucker –64.698 –62.095 Zucker 33.757 44.811
Stärke –8.032 –7.272 Stärke 33.747 33.330
Frucht –429 –923 Frucht 30.740 20.573
Konzern –73.159 –70.290 Konzern 98.244 98.714
Umsatzerlöse Mitarbeiter
Zucker 850.883 926.568 Zucker 2.355 2.317
Stärke 659.899 603.686 Stärke 1.003 944
Frucht 906.146 859.073 Frucht 5.524 5.294
Konzern 2.416.928 2.389.327 Konzern 8.882 8.555

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2013 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-AG zum 30. November 2013 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2013 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 2.Jänner 2014 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2012|13 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren erstmalig die folgenden im Geschäftsjahr 2013|14 gültigen Standards und Interpretationen anzuwenden:

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (revised 2011): Die wesentliche Anpassung des IAS 19 bestand in der ausschließlich erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in den sonstigen Eigenkapitalposten; diese Anpassung wurde bereits im Geschäftsjahr 2011|12 im Rahmen des damals gültigen IAS 19 vorgenommen. Die Anpassungen in den ersten drei Quartalen 2013|14 betreffen die Korrektur von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, welche eine Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen bewirkt. Die Anpassungen wurden retrospektiv ab Beginn des Geschäftsjahres 2012|13 vorgenommen.

In der Eröffnungsbilanz zum 1.März 2012 haben die Anpassungen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen um 349,5 t€ geführt. Daneben waren aktive latente Steuern in Höhe von 116,5 t€ 13

14 zu bilden. Die Anpassungen verringerten das Konzern-Eigenkapital um 233,0 t€. Die Anpassungen in der Gewinnund Verlustrechnung 2012|13 werden entsprechend ihres wesentlichen Anfalls erst am Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Dabei wird sich eine Verringerung des Personalaufwandes 2012|13 um 39,4 t€ und eine Erhöhung des Jahresüberschusses von insgesamt 26,2 t€ ergeben. Die daraus resultierende Anpassung der passiven latenten Steuern in Höhe von 13,1 t€ wurde bereits im ersten Quartal 2013|14 erfasst. Alle genannten Effekte haben aufgrund von Zahlungsunwirksamkeit keinen Einfluss auf die Geldflussrechnung.

Der geänderte IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) sowie der erstmalig anzuwendende IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) haben in Verbindung mit dem geänderten IAS 34 (Zwischenberichterstattung) zu weiteren Angaben zu Finanzinstrumenten und zur Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert geführt, die im Kapitel "Finanzinstrumente" dargestellt sind.

Der geänderte IAS 12 (Ertragsteuern) sowie der erstmalig anzuwendende IFRIC 20 (Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2013 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2012|13 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den ersten drei Quartalen 2013|14 kam es zu keiner wesentlichen Veränderung des Konsolidierungskreises.

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2013|14 158,6 (Q1–Q3 2012|13: 202,9) Mio. €.

Das Finanzergebnis belief sich auf –22,2 (Q1–Q3 2012|13: –21,1) Mio. € und resultierte vor allem aus einem verbesserten Zinsergebnis und höheren Währungsverlusten.

Der Konzernperiodenüberschuss betrug 102,6 (Q1–Q3 2012|13: 138,6) Mio. €.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Von Anfang März bis Ende November 2013 stieg der Finanzmittelbestand um 11,3 Mio. € auf 155,7 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 172,8 (Q1–Q3 2012|13: 219,0) Mio. € um 46,2 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung war primär das Konzernperiodenergebnis, welches sich um –36,0 Mio. € auf 102,6 (Q1–Q3 2012|13: 138,6) Mio. € verringerte. Die Veränderung im Working Capital mit 15,4 (Q1–Q3 2012|13: –75,4) Mio. € ist vor allem auf einen geringeren Vorratsbestand zurückzuführen.

OPERATIVES ERGEBNIS NACH SEGMENTEN

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 187,1 (Q1–Q3 2012|13: 142,7) Mio. €.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –96,8 (Q1–Q3 2012|13: –90,4) Mio. € resultierte vor allem aus höheren Investitionen in Sachanlagen im Segment Zucker (vor allem in Ungarn und Rumänien), im Segment Stärke (vor allem in Österreich) und im Segment Frucht (vor allem in den USA).

Der Abbau der lang- und kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten um –23,0 Mio. € führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cash-Abfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 74,4 (Q1–Q3 2012|13: 5,8) Mio. €.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2013 um 72,6 Mio. € auf 2.651,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten sowie auf ebenso gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Mit einem Eigenkapital von 1.238,6 (28. Februar 2013 nach IAS 19-Anpassung: 1.211,9) Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote per Ende November 46,7% (28. Februar 2013: 47,0%).

FINANZINSTRUMENTE

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative

Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.

█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.

█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
30. NOVEMBER 2013
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.495 0 0 20.495
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 2.526 0 2.526
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 1.147 0 1.147
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 38 0 0 38
Finanzielle Vermögenswerte 20.533 3.673 277 24.483
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 1.735 0 1.735
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 6.999 0 6.999
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 8.734 0 8.734
30. NOVEMBER 2012
Wertpapiere (langfristig gehalten) 21.280 0 0 21.280
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 278 278
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 8.206 0 8.206
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 1.100 0 1.100
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 454 0 0 454
Finanzielle Vermögenswerte 21.734 9.306 278 31.318
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 152 0 152
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 9.568 0 9.568
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 9.720 0 9.720

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t¤ in t¤
30. NOVEMBER 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 469.577 474.701
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 257.835
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 191 210
Finanzverbindlichkeiten 719.768 732.746
30. NOVEMBER 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 501.106 507.160
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 260.265
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 198 217
Finanzverbindlichkeiten 751.304 767.642

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MITARBEITER

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.882 (Q1–Q3 2012|13: 8.555) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes im Segment Frucht um rund 230 Personen ist vor allem auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in Mexiko und der Ukraine zurückzuführen.

ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2013 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2013 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 2.Jänner 2014

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Wirtschaftspolitik, Produktion, Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Interne Revision Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht

Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer

WEITERE INFORMATIONEN

KAPITALMARKTKALENDER

9. Mai 2014 Bilanzpressekonferenz
zum Geschäftsjahr 2013 14
4.Juli 2014 Hauptversammlung
zum Geschäftsjahr 2013 14
9.Juli 2014 Dividendenzahltag, Ex-Dividendentag
10.Juli 2014 Ergebnisse des
ersten Quartales 2014 15
9.Oktober 2014 Ergebnisse des
ersten Halbjahres 2014 15
13.Jänner 2015 Ergebnisse der
ersten drei Quartale 2014 15

KONTAKT

AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]

AGRANA Online-Geschäftsbericht 2012|13

http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

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