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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jul 10, 2014

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Quarterly Report

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ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2014|15 BERICHT

HIGHLIGHTS DES ERSTEN QUARTALES 2014|151

  • █ Preisdruck in den Segmenten Zucker und Frucht führen zu Umsatz- und EBIT-Rückgang
  • █ Umsatz: 647,2 (Vorjahr: 800,0) Mio. €
  • █ Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 52,9 (Vorjahr: 59,6) Mio. €
  • █ EBIT-Marge: 8,2% (Vorjahr: 7,5%)
  • █ Konzernperiodenergebnis: 39,2 (Vorjahr: 39,9) Mio. €
  • █ Eigenkapitalquote: 52,1% (28. Februar 2014: 49,9%)
  • █ Gearing2: 34,0% (28. Februar 2014: 32,4%)
  • █ Mitarbeiter3: 8.926 (Vorjahr: 8.648)
  • █ Erstmalige Anwendung von IFRS 11; Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung mit Auswirkungen für den Ausweis in den Segmenten Zucker und Stärke
  • █ Viertes US-Fruchtzubereitungswerk in Lysander|New York plangemäß in Betrieb genommen
  • Alle Vorjahreswerte restated nach IFRS 11 (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzernabschluss (Seite 14ff)
  • Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter
  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

KONZERNLAGEBERICHT

  • Entwicklung im ersten Quartal
  • Segment Zucker
  • Segment Stärke
  • Segment Frucht
  • Chancen- und Risikobericht
  • Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
  • Ausblick

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Weitere Informationen

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

das neue Geschäftsjahr 2014|15 bringt wesentliche Änderungen im Reporting mit sich. Mit der verpflichtenden Anwendung von IFRS 11 werden die Gemeinschaftsunternehmen der STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) und der HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) ab heuer mit der Equity-Methode – und nicht wie bisher mittels Quotenkonsolidierung – einbezogen. Da diese Vorschrift rückwirkend anzuwenden ist, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst und sind daher auch vergleichbar.

Nach den Rekordumsätzen der letzten beiden Jahre startete AGRANA marktpreisbedingt mit einem deutlichen Umsatzrückgang in das neue Geschäftsjahr 2014|15. Auch auf der Ertragsseite (EBIT) waren Einbußen zu verzeichnen, wobei es im Segment Stärke aber gelang, das Ergebnis zu halten. Wesentlicher Grund für die Entwicklung in den Segmenten Zucker und Frucht war die Zunahme des Drucks auf die Verkaufspreise. Da wir Marktentwicklungen nicht beeinflussen können, konzentrieren wir uns darauf, operativ gegenzusteuern, um mit herausfordernden externen Einflüssen bestmöglich umzugehen. So gelang es durch konsequentes Kostenmanagement und gezielte Investitionen, die EBIT-Marge aller Segmente zu steigern, jene der Gruppe von 7,5% auf 8,2%.

Als Unternehmen, das in der Ukraine engagiert ist, verfolgen wir die politischen und ökonomischen Entwicklungen des Landes sehr genau. Wir hoffen, dass sich die Lage möglichst schnell entspannt und dass ein Modus gefunden wird, der eine friedliche Entwicklung des Landes zulässt. Was unser Geschäft betrifft, ist in der Ukraine ein gedämpfter Inlandskonsum wahrzunehmen. Die Exporte verlaufen aber weiterhin ungehindert. Die gegenüber dem Euro eingebrochene Landeswährung Griwna erfordert das besondere Augenmerk unserer Treasury-Abteilung.

Trotz des generell schwierigen Umfeldes investiert AGRANA weiter in zukünftiges Wachstum und die Steigerung der Profitabilität. Hervorzuheben ist die plangemäß verlaufene Inbetriebnahme unseres vierten US-Fruchtzubereitungswerkes in Lysander|New York. Im Segment Stärke arbeiten wir an der Vertiefung unserer Spezialitätenstrategie. Aus diesem Grund bauen wir die Maisstärke-Kapazitäten am österreichischen Standort in Aschach um etwa 30% aus. In Tulln verdoppeln wir die Kapazität der Melasse-Entzuckerung und sorgen damit für eine deutliche Verbesserung der Ausbeute.

Nach einem soliden ersten Quartal gehen wir für das gesamte Geschäftsjahr 2014|15 aufgrund eines erwarteten anhaltenden Drucks auf die Preise bei Zucker und Bioethanol von einer deutlichen Abschwächung beim EBIT aus. Beim Konzernumsatz rechnen wir bei einem niedrigeren Preisniveau und leicht steigenden Verkaufsmengen mit einem Rückgang.

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

KONZERNLAGEBERICHT DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2014

ENTWICKLUNG IM ERSTEN QUARTAL 2014|15

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) ist die Quotenkonsolidierung weggefallen. Die bisher nach der Quotenkonsolidierung einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen der STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) und der HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) werden mit Beginn dieses Geschäftsjahres mit der Equity-Methode einbezogen. Die Vorschrift war retrospektiv anzuwenden, weshalb die Zahlen des Vorjahres entsprechend angepasst wurden. Einzelheiten zu den Auswirkungen sowie Ausweisänderungen sind im Konzernabschluss unter "Anpassungen gemäß IAS 8" erläutert (siehe Seite 14ff).

Umsatz- und Ertragslage1

Finanzkennzahlen Q1 Q1
AGRANA-Konzern 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 647,2 800,0
EBITDA2 63,5 68,3
Operatives Ergebnis3 46,5 51,7
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 6,4 7,8
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 52,9 59,6
EBIT-Marge 8,2% 7,5%
Finanzergebnis –2,7 –7,6
Ertragsteuern –11,0 –12,1
Konzernperiodenergebnis 39,2 39,9
Ergebnis je Aktie 2,66 € 2,65 €
Investitionen4 14,9 21,5

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe gingen im Q1 2014|15 (1.März bis 31.Mai 2014) um 19,1% auf 647,2 Mio. € zurück. Während der Umsatz im Segment Stärke in etwa auf Vorjahresniveau lag, waren die niedrigeren Umsätze in den Segmenten Zucker und Frucht v.a. auf ein gesunkenes Verkaufspreisniveau zurückzuführen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 52,9 Mio. € um 11,2% unter dem des ersten Quartales des Vorjahres. Während im Segment Stärke das EBIT konstant blieb, belasteten niedrigere Erlöse in den Segmenten Zucker und Frucht das Ergebnis in absoluten Zahlen, die Marge konnte jedoch in allen Segmenten verbessert werden. Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2014|15 auf –2,7 (Vorjahr: –7,6) Mio. €, wobei die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr primär auf ein positives Währungsergebnis zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand von 11,0 Mio. €, der einer Steuerquote von 21,9% (Vorjahr: 23,2%) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 39,2 (Vorjahr: 39,9) Mio. €. Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile betrug das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie 2,66 (Vorjahr: 2,65) €.

Investitionen

Im Q1 2014|15 investierte AGRANA in Summe 14,9 Mio. €, das sind um 6,6 Mio. € weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:

in Mio. € Q1 Q1
2014 15 2013 14
Zucker 3,4 8,7
Stärke 1,6 7,3
Frucht 9,9 5,5

EBIT NACH SEGMENTEN

1 Alle Vorjahreswerte restated nach IFRS 11 (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzernabschluss (Seite 14ff)

2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

UMSATZ NACH SEGMENTEN

3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.

4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

Anbei eine Kurzübersicht über die wichtigsten Projekte in der AGRANA-Gruppe:

  • █ Start des Ausbaus der Melasseentzuckerungsanlage in Tulln|Österreich (Zucker)
  • █ Vergabe für die Errichtung des Verpackungszentrums in Kaposvár|Ungarn (Zucker)
  • █ Erweiterung des ActiProt®-(DDGS1-)Lagers am Standort Pischelsdorf|Österreich (Stärke)
  • █ Kapazitätserweiterung der Wachsmaisderivateproduktion in Aschach|Österreich (Stärke)
  • █ Errichtung des neuen Fruchtzubereitungswerkes im Bundestaat New York|USA, das Mitte Mai eröffnet wurde (Frucht)
  • █ Verlagerung der Fruchtsaftkonzentratproduktion von Gleisdorf nach Kröllendorf, beide Österreich (Frucht)

Zusätzlich wurden im Q1 2014|15 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (STUDEN- und HUNGRANA-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 1,4 (Vorjahr: 2,0) Mio. € durchgeführt.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg bei einem konstanten Periodenergebnis infolge positiver zahlungsunwirksamer Aufwendungen/Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11,1% auf 53,0 (Vorjahr: 47,7) Mio. €. Nach einem gegenüber dem Vorjahr beinahe unveränderten Aufbau des Working Capital um 66,7 (Vorjahr: 66,5) Mio. € betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Q1 2014|15 –14,0 (Vorjahr: –19,0) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit sank auf –14,5 (Vorjahr: –20,6) Mio. €. Der deutliche Aufbau von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten spiegelt sich im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 61,3 (Vorjahr: 81,0) Mio. € wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2014 stabilen Bilanzsumme von 2,4 Mrd. € legte die Eigenkapitalquote von 49,9% auf 52,1% zu.

Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen, konnten saisonal bedingt die Vorräte abgebaut werden, was in Summe zu einem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte führte. Die Reduktion der langfristigen

Schulden war auf den Abbau langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden sanken trotz höherer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten aufgrund der erfolgten Rübengeldzahlungen, die zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen führten.

Die Nettofinanzschulden zum 31.Mai 2014 lagen mit 418,1 Mio. € um 31,3 Mio. € deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2013|14. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg gegenüber dem Wert per 28. Februar 2014 leicht von 32,4% auf 34,0%.

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1 2014 15
Höchstkurs zum 27.Mai 2014 89,49 €
Tiefstkurs zum 17. April 2014 81,07 €
Ultimokurs zum 30.Mai 2014 89,42 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 82,37 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.269,9 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 87,70 € in das Geschäftsjahr 2014|15. Die Ukraine-Krise auf der einen und das herausfordernde Marktumfeld für Zucker-Produzenten auf der anderen Seite sorgten zunächst für eine negative Kursentwicklung in den ersten beiden Monaten. Im Mai konnte sich der Kurs aber wieder stabilisieren und erreichte zum Quartalsstichtag einen Wert von 89,42 €. Das entspricht im Quartal einem Plus von 1,96% bei durchschnittlich 2.300 gehandelten Stücken (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Der österreichische Leitindex (ATX) entwickelte sich im Berichtszeitraum leicht negativ (–2,26%).

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com > Investoren > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.Mai 2014 1.269,9 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Auch im ersten Quartal 2014|15 trat AGRANA wieder regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren u.a. bei Roadshows in Hamburg und London.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Zucker 2014 15 2013 141
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 185,1 293,5
EBITDA2 20,3 24,5
Operatives Ergebnis3 17,5 21,0
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen –0,5 –0,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 17,0 21,0
EBIT-Marge 9,2% 7,2%
Investitionen4 3,4 8,7

Das Geschäft im Segment Zucker startete wie erwartet schwächer in das Geschäftsjahr 2014|15 und lag bei Absatz, Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit unter dem Vorjahresquartal.

Die Umsatzerlöse gingen im Q1 2014|15 im Vorjahresvergleich um 36,9% auf 185,1 Mio. € deutlich zurück. Vor allem sinkende Verkaufspreise, aber auch leicht rückläufige Zuckerverkaufsmengen an die Industrie waren dafür verantwortlich. Die Umsätze bei den Nebenprodukten stiegen leicht.

Das EBIT von 17,0 Mio. € lag erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahreswert. Durch vorausblickende Maßnahmen konnte der Rückgang abgefedert werden und war mit 19,1% deutlich geringer als jener des Umsatzes.

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet aktuell für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2013|145 mit einer erstmals seit fünf Jahren gesunkenen weltweiten Zuckerproduktion. Dennoch wird das Angebot wieder über der Nachfrage liegen, sodass von einem weiteren Lageraufbau und verstärktem Preisdruck auszugehen ist.

Bei erheblicher Volatilität im Verlauf des ersten Quartales befand sich der Weltmarktpreis zum Ende des Quartales wieder auf dem Niveau wie zu dessen Beginn. Ende Mai 2014 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 471 \$ bzw. 346 € je Tonne.

EU-Zuckermarkt

Im laufenden ZWJ 2013|14 wird bei einer Gesamtzuckererzeugung von 16,8 (Vorjahr: 17,4) Mio. Tonnen bei einer stabilen Quotenzuckererzeugung mit weiter steigenden Präferenzimporten gerechnet, sodass ohne weitere Sondermaßnahmen der EU-Kommission für das ZWJ 2013|14 eine ausgeglichene Zuckerbilanz von Angebot und Nachfrage zu erwarten ist.

Es wurde, wie im Vorjahr, ein Exportkontingent von 1,35 Mio. Tonnen für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Die Zuteilung der Exportlizenzen erfolgte im Oktober und im Dezember 2013.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Aufgrund der zum Berichtszeitpunkt vorherrschenden Witterungs- und Vegetationsbedingungen sind für die Kampagnen des ZWJ 2014|15 in allen Ländern überdurchschnittliche Rübenerträge zu erwarten. Die Zuckerrübenanbaufläche der AGRANA-Kontraktbauern wurde um rund 5.000 Hektar auf rund 97.000 Hektar reduziert. In Österreich sind rund 600 Hektar für den biologischen Anbau von Zuckerrüben vorgesehen.

  • 1 Alle Vorjahreswerte restated nach IFRS 11 (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzernabschluss (Seite 14ff)
  • 2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
  • 3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.
  • 4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
  • 5 Oktober bis September

07

SEGMENT STÄRKE

Umsatzanteil

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Stärke 2014 15 2013 141
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 177,3 180,9
EBITDA2 13,3 10,9
Operatives Ergebnis3 7,6 6,6
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen 6,9 7,9
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 14,5 14,5
EBIT-Marge 8,2% 8,0%
Investitionen4 1,6 7,3

Der Umsatz im Q1 2014|15 in Höhe von 177,3 Mio. € lag um rund 2% leicht unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang wurde v.a. durch niedrigere Verkaufspreise für Bioethanol, native Maisstärke und Stärkeverzuckerungsprodukte hervorgerufen und konnte durch die zusätzlichen Mengen aus der im Juni 2013 in Betrieb genommenen Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf|Österreich nicht vollständig kompensiert werden. Die Verkaufspreise für Hauptprodukte lagen deutlich unter dem Vorjahresquartal, jene für Nebenprodukte hingegen etwas über dem Vorjahresniveau.

Das EBIT in Höhe von 14,5 Mio. € blieb gegenüber dem Vorjahreswert konstant, die Profitabilität (EBIT-Marge) konnte aber um 0,2 Prozentpunkte auf 8,2% gesteigert werden. Die Ergebnisbeiträge der AGRANA Stärke GmbH sowie der rumänischen Stärkefabrik lagen über dem Vorjahresniveau. Hier konnten niedrigere Verkaufspreise für Hauptprodukte durch geringere Rohstoffpreise überkompensiert werden. Der Ergebnisbeitrag der AGRANA Bioethanol GmbH hingegen lag unter dem der Vergleichsperiode. Die deutlich gesunkenen Bioethanolverkaufspreise konnten durch den positiven Ergebnisbeitrag der Weizenstärkefabrik sowie niedrigere Rohstoffpreise nicht kompensiert werden. Das Ergebnis des nunmehr nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA lag unter dem des Vorjahresquartales.

Wirtschaftliches Umfeld

Der Internationale Getreiderat (IGC5) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2014|156 bei 1,94 (Vorjahr: 1,98) Mrd. Tonnen und damit in Summe auf Höhe des erwarteten Verbrauches. Die weltweite Weizenproduktion soll etwas unter dem erwarteten Verbrauch liegen, während die globale Maiserzeugung voraussichtlich darüber liegen wird.

In der EU wird die Weizenernte 2014 laut Angaben von Stratégie Grains (Tallage SAS) die Binnennachfrage klar übersteigen. Bei Mais wird ein gegenteiliges Bild erwartet.

Aufgrund der guten globalen Versorgungslage bewegen sich die Rohstoffnotierungen seit Jahresbeginn seitwärts und lagen Ende Mai bei knapp 180 € je Tonne für Mais und etwas über 190 € je Tonne für Weizen für die kommende Ernte (Termin November, NYSE Euronext Liffe Paris).

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Für das Anbaujahr 2014 konnten mit Landwirten Kontrakte über 228.000 (Vorjahr: 230.000) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln abgeschlossen werden. Die Kontrakte für Speiseindustrie- und Bio-Speiseindustriekartoffeln liegen mit 11.100 bzw. 4.500 Tonnen unter Vorjahresniveau (11.500 Tonnen konventionell bzw. 5.500 Tonnen Bio).

Der Maiseinkauf für die Stärkefabrik in Aschach|Österreich aus der Ernte 2013 ist abgeschlossen. Für den Anbau 2014 wurden im Spezialmais-Bereich (Bio-Mais, Wachsmais, Garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 98.000 Tonnen fixiert. Die nunmehr nach der Equity-Methode einbezogene Tochtergesellschaft HUNGRANA ist ausgehend von der voraussichtlichen Gesamtverarbeitungsmenge von rund 1,12 Mio. Tonnen pro Jahr zu rund 50% mit Rohstoff gedeckt. Die verbleibende Menge wird sich zum Großteil aus Nassmais sowie Trockenmais der neuen Ernte zusammensetzen. In Rumänien ist der Rohstoffeinkauf bis zum Beginn der neuen Ernte im September abgeschlossen.

Der Getreide- und Maiseinkauf für das Werk in Pischelsdorf|Österreich (Bioethanol- und Weizenstärkeanlage) ist bis zur neuen Ernte zum Großteil fixiert. Inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge für die kommende Ernte ist damit die Rohstoffversorgung für das Geschäftsjahr 2014|15 bereits zu rund 60% gesichert.

  • 1 Alle Vorjahreswerte restated nach IFRS 11 (Equity-Methode statt Quotenkonsolidierung), siehe auch Anhang zum Konzernabschluss (Seite 14ff)
  • 2 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
  • 3 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen dar.
  • 4 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
  • 5 International Grains Council 6 Juli bis Juni

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Frucht 2014 15 2013 14
in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt)
Umsatzerlöse 284,8 325,6
EBITDA1 29,9 32,9
Operatives Ergebnis2 21,4 24,1
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 21,4 24,1
EBIT-Marge 7,5% 7,4%
Investitionen3 9,9 5,5

Der Umsatz im Segment Frucht ging im Q1 2014|15 um 12,5% auf 284,8 Mio. € zurück. Bei Fruchtzubereitungen konnte der Absatz auf Vorjahresniveau gehalten werden, jedoch führten Fremdwährungseffekte aufgrund des stärkeren Euro zu einem Umsatzrückgang um knapp 8%. Der um rund ein Viertel geringere Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate resultierte aus einer gegenüber dem Vorjahr geringfügig niedrigeren Absatzmenge, aber auch gesunkenen Verkaufspreisen bei Apfelsaftkonzentrat.

Das EBIT betrug im ersten Quartal 21,4 Mio. € und lag damit um 11,2% unter dem Vorjahr. Sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchsaftkonzentraten konnte die EBIT-Marge aber zumindest gehalten werden, was u.a. die erfolgreiche Umsetzung der in den Vorjahren eingeleiteten Material- und Strukturkosteneinsparungsmaßnahmen bestätigt. Ohne negative Fremdwährungseffekte wären das EBIT und die Profitabilität deutlich besser ausgefallen.

Wirtschaftliches Umfeld

Bei Fruchtzubereitungen sind weiterhin ein leichter Nachfragerückgang in der EU und Wachstum in den außereuropäischen Märkten zu erwarten. In Russland und der Ukraine führen hohe Inflation, sinkende Reallöhne und die politischen Unsicherheiten aktuell zu einer Absatzstagnation. Grundsätzlich haben diese Länder aber aufgrund des immer noch geringen Pro-Kopf-Verbrauches von Fruchtjoghurts weiterhin Wachstumspotenzial, sobald sich die politische Situation wieder normalisiert. Politische und makroökonomische Probleme verlangsamen derzeit auch die Marktentwicklung in Ägypten und Argentinien.

In den USA wächst der Joghurt-Markt um 3% bis 4% pro Jahr, wobei die Absatzmengen von "Greek Yogurts" mit höherem Fruchtanteil stark zulegten.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen Deutschland) bei hochfruchtsafthaltigen Getränken tendenziell weiterhin rückläufig. Derzeit befinden sich die Apfelsaftkonzentratpreise als Folge der guten Ernteaussichten auf einem konstant niedrigen Niveau.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Der bisherige Ernteverlauf bei Erdbeersorten und tropischen Früchten in Regionen mit mediterranem Klima war im Großen und Ganzen in der längerfristigen Betrachtung durchschnittlich, aber etwas schlechter als im Vorjahr.

Bei Sommerfrüchten wie Erdbeere, Kirsche und Himbeere in Regionen mit kontinentalem Klima wird mit besseren Ernten als im vergangenen Jahr gerechnet. AGRANA erwartet für diese Früchte Preisrückgänge, auch weil es noch genügend Ware aus dem Vorjahr auf Lager gibt. Aufgrund der extremen Trockenperiode in Kalifornien brachen die dortigen Ernteerträge ein und lassen auch für die weitere Saison keine Verbesserung der Lage erwarten. Daher ist in den USA sowie den Importländern von teilweise empfindlichen Preiserhöhungen auszugehen.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wird bei allen Hauptfrüchten von einer sehr guten Ernte ausgegangen.

1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen

3 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

2 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.

Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2013|14 auf den Seiten 72 bis 76 umfassend dargestellten Risiken.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Quartalsstichtag am 31.Mai 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

AUSBLICK

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2014|15 weiterhin von einem Rückgang beim Konzernumsatz (Vorjahr: 2.841,7 Mio. €) aus, der auf ein im Durchschnitt niedrigeres Preisniveau bei leicht steigenden Verkaufsmengen zurückzuführen ist. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) (Vorjahr: 167,0 Mio. €) erwartet der Konzern aufgrund der sich manifestierenden Preisrückgänge, v.a. bei Zucker und Ethanol, nunmehr eine deutliche Abschwächung.

Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung (Vorjahr: 962,9 Mio. €), die aus dem sinkenden Verkaufspreisniveau für Zucker auch im zweiten Halbjahr 2014|15 resultiert. Der Umsatzrückgang wird nur teilweise durch reduzierte Rohstoffkosten kompensiert werden können, wodurch von einem deutlichen Rückgang beim EBIT (Vorjahr: 49,2 Mio. €) ausgegangen wird.

Im Segment Stärke rechnet AGRANA für das Geschäftsjahr 2014|15 mit einem leichten Umsatzrückgang (Vorjahr: 706,7 Mio. €). Die deutlichen Preisrückgänge bei Bioethanol und Isoglukose sollten größtenteils durch höhere Mengen kompensiert werden; die neue Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich wird mit voller Kapazitätsauslastung produzieren. Aus heutiger Sicht erwartet AGRANA im Segment Stärke aufgrund der anhaltend niedrigen Bioethanolpreise ein unter dem Vorjahr (54,0 Mio. €) liegendes EBIT.

Im Segment Frucht wird für das Geschäftsjahr 2014|15 eine konstante Umsatzentwicklung (Vorjahr: 1.172,1 Mio. €) erwartet. Das EBIT wird aufgrund weiterer Restrukturierungsmaßnahmen leicht unter dem Vorjahreswert (63,8 Mio. €) gesehen. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht AGRANA in allen Regionen von einer positiven Entwicklung des Fruchtzubereitungsabsatzes und einer leichten Steigerung des Umsatzes aus. Trotz der Anlaufkosten des neuen US-Werkes sollte das Ergebnis v.a. aufgrund von Synergieeffekten im Produktions- und Strukturkostenbereich (in lokaler Währung) weiter verbessert werden können; allerdings werden weitere Reorganisationsmaßnahmen und der starke Euro das konsolidierte Ergebnis im Fruchtzubereitungsgeschäft belasten. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird von einer preisbedingt rückläufigen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Das EBIT der AUSTRIA JUICE dürfte das Vorjahr geringfügig unterschreiten.

Im Geschäftsjahr 2014|15 wird das Investitionsvolumen des Konzerns mit in Summe rund 96 Mio. € auf Abschreibungsniveau liegen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2014 (UNGEPRÜFT)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2014 15 2013 141
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 647.223 800.019
Bestandsveränderungen –112.835 –184.045
Andere aktivierte Eigenleistungen 930 880
Sonstige betriebliche Erträge 7.787 4.321
Materialaufwand –345.115 –408.410
Personalaufwand –67.627 –66.790
Abschreibungen –16.975 –16.542
Sonstige betriebliche Aufwendungen –66.885 –77.693
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 6.382 7.835
Ergebnis der Betriebstätigkeit 52.885 59.575
Finanzerträge 4.648 2.839
Finanzaufwendungen –7.318 –10.424
Finanzergebnis –2.670 –7.585
Ergebnis vor Ertragsteuern 50.215 51.990
Ertragsteuern –10.978 –12.063
Konzernperiodenergebnis 39.237 39.927
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 37.738 37.587
davon nicht beherrschende Anteile 1.499 2.340
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 2,66 € 2,65 €
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2014 15 2013 14
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤ in t¤
Konzernperiodenergebnis 39.237 39.927
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdifferenzen 4.204 –4.713
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern –77 201
– Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern –1.233 –904
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen 2.894 –5.416
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19)
nach latenten Steuern –12 –55
Erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasste Erträge und Aufwendungen 2.882 –5.471
Gesamtperiodenergebnis 42.119 34.456
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 40.314 33.032
davon nicht beherrschende Anteile 1.805 1.424
KONZERNBILANZ Stand am Stand am
31.05.2014 28.02.20141
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 244.115 243.327
Sachanlagen 644.930 643.613
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 64.783 57.057
Wertpapiere 104.315 104.584
Beteiligungen 1.160 1.120
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 20.684 24.525
Aktive latente Steuern 31.418 29.685
1.111.405 1.103.911
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 569.410 685.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 500.824 452.025
Laufende Ertragsteuerforderungen 15.362 14.249
Wertpapiere 48 146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 168.065 135.856
1.253.709 1.287.726
Summe Aktiva 2.365.114 2.391.637
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 655.227 611.906
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.169.799 1.126.478
Nicht beherrschende Anteile 61.524 66.255
1.231.323 1.192.733
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 56.897 56.746
Übrige Rückstellungen 12.453 12.631
Finanzverbindlichkeiten 307.467 327.611
Sonstige Verbindlichkeiten 1.320 1.365
Passive latente Steuern 13.153 12.602
391.290 410.955
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 35.059 37.397
Finanzverbindlichkeiten 383.076 299.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 286.114 419.682
Steuerschulden 38.252 31.097
742.501 787.949
Summe Passiva 2.365.114 2.391.637
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2014 15 2013 141
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 53.023 47.663
Gewinne aus Anlagenabgängen –380 –141
Veränderung des Working Capital –66.671 –66.481
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –14.028 –18.959
Cashflow aus Investitionstätigkeit –14.474 –20.590
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 61.266 81.002
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 32.764 41.453
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –555 –742
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 135.856 126.448
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 168.065 167.159
Eigenkapital Nicht be- Summe
Aktionäre Anteile
in t¤ in t¤ in t¤
1.126.478 66.255 1.192.733
–1.306 0 –1.306
–18 2 –16
3.900 304 4.204
2.576 306 2.882
37.738 1.499 39.237
40.314 1.805 42.119
0 –3.499 –3.499
3.007 –3.037 –30
1.169.799 61.524 1.231.323
der AGRANA- herrschende
GESCHÄFTSJAHR 2013 14
Stand am 1. März 2013 1.125.829 86.060 1.211.889
Bewertungseffekte IAS 39 –555 –147 –702
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen –29 –27 –56
Verlust aus Währungsumrechnung –3.971 –742 –4.713
Sonstige Ergebnisse –4.555 –916 –5.471
Konzernperiodenergebnis 37.587 2.340 39.927
Gesamtperiodenergebnis 33.032 1.424 34.456
Sonstige Veränderungen –388 0 –388
Stand am 31. Mai 2013 1.158.473 87.484 1.245.957

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2014 (UNGEPRÜFT)

SEGMENTBERICHT 2014 15 2013 141 2014 15 2013 141
für das erste Quartal in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1.März–31.Mai)
Ergebnisanteil von
Umsatzerlöse (brutto) Gemeinschaftsunternehmen2
Zucker 205.653 312.568 Zucker –513 –47
Stärke 179.624 183.855 Stärke 6.895 7.882
Frucht 284.923 325.731 Frucht 0 0
Konzern 670.200 822.154 Konzern 6.382 7.835
Umsätze zwischen Ergebnis der
den Segmenten Betriebstätigkeit
Zucker –20.553 –19.032 Zucker 16.969 21.010
Stärke –2.321 –2.990 Stärke 14.477 14.451
Frucht –103 –113 Frucht 21.439 24.114
Konzern –22.977 –22.135 Konzern 52.885 59.575
Umsatzerlöse Investitionen3
Zucker 185.100 293.536 Zucker 3.383 8.672
Stärke 177.303 180.865 Stärke 1.574 7.339
Frucht 284.820 325.618 Frucht 9.968 5.472
Konzern 647.223 800.019 Konzern 14.925 21.483
Operatives Ergebnis Mitarbeiter
Zucker 17.482 21.057 Zucker 2.024 2.019
Stärke 7.582 6.569 Stärke 848 839
Frucht 21.439 24.114 Frucht 6.054 5.790
Konzern 46.503 51.740 Konzern 8.926 8.648
für das erste Quartal in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1.März–31.Mai)
Ergebnisanteil von
Umsatzerlöse (brutto) Gemeinschaftsunternehmen2
Zucker 205.653 312.568 Zucker –513 –47
Stärke 179.624 183.855 Stärke 6.895 7.882
Frucht 284.923 325.731 Frucht 0 0
Konzern 670.200 822.154 Konzern 6.382 7.835
Umsätze zwischen Ergebnis der
den Segmenten Betriebstätigkeit
Zucker –20.553 –19.032 Zucker 16.969 21.010
Stärke –2.321 –2.990 Stärke 14.477 14.451
Frucht –103 –113 Frucht 21.439 24.114
Konzern –22.977 –22.135 Konzern 52.885 59.575
Umsatzerlöse Investitionen3
Zucker 185.100 293.536 Zucker 3.383 8.672
Stärke 177.303 180.865 Stärke 1.574 7.339
Frucht 284.820 325.618 Frucht 9.968 5.472
Konzern 647.223 800.019 Konzern 14.925 21.483
Operatives Ergebnis Mitarbeiter
Zucker 17.482 21.057 Zucker 2.024 2.019
Stärke 7.582 6.569 Stärke 848 839
Frucht 21.439 24.114 Frucht 6.054 5.790
Konzern 46.503 51.740 Konzern 8.926 8.648

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31.Mai 2014 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 31.Mai 2014 in verkürzter Form. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31.Mai 2014 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30.Juni 2014 aufgestellt.

Der Geschäftsbericht 2013|14 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren erstmalig die folgenden im Geschäftsjahr 2014|15 gültigen Standards und Interpretationen anzuwenden:

Die erstmalige Anwendung der geänderten IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen), IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung), IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) und IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) hatten keine wesentlichen bzw. keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Mit dem erstmalig anzuwendenden IFRS 10 (Konzernabschlüsse), der die bis dahin in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) und SIC 12 (Konsolidierung von Zweckgesellschaften) enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung ersetzt, hat sich die Definition der Beherrschung dahingehend geändert, dass zur Ermittlung

1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben befinden sich auf Seite 14ff.

2 Nach der Equity-Methode bilanziert

3 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

14 eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Für AGRANA haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Der erstmalig anzuwendende IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den Standards IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) bilanzieren. Der neue Standard erhöht den Umfang der Angaben zum Konzernabschluss.

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) ist die Quotenkonsolidierung weggefallen. Die bisher nach der Quotenkonsolidierung einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen werden mit Beginn dieses Geschäftsjahres mit der Equity-Methode einbezogen. Die Vorschrift war retrospektiv anzuwenden, weshalb das Vorjahr entsprechend angepasst wurde. Einzelheiten zu den Auswirkungen sowie Ausweisänderungen sind am Ende dieses Abschnittes unter den Anpassungen gemäß IAS 8 erläutert.

Der erstmalig anzuwendende IFRIC 21 bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Davon nicht abgedeckt sind allerdings Ertragsteuern im Sinne von IAS 12, Strafzahlungen und andere Strafen. Die Anwendung auf Schulden aus Emissionshandelssystemen ist optional. Das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld ist eine Aktivität, welche die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Die Schuld ist pro rata temporis anzusetzen, wenn das verpflichtende Ereignis über einen Zeitraum eintritt bzw.wenn die Verpflichtung durch Erreichen oder Überschreiten eines Schwellenwertes ausgelöst wird. Die Ansatzvorschriften gelten auch für Zwischenabschlüsse. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2014 angewandt.

Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2013|14 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

ANPASSUNGEN GEMÄSS IAS 8

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) zu Beginn des Geschäftsjahres 2014|15 haben sich Auswirkungen auf die Bilanz, auf die Gewinn- und Verlustrechnung und auf weitere Abschlussbestandteile ergeben, da die bisher quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen der STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) und der HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) seitdem nach der Equity-Methode einbezogen werden.

Durch die retrospektive Anwendung des neuen Standards ergaben sich analoge Auswirkungen auch auf die dargestellten Vergleichsperioden. Eine Aufschlüsselung der Vermögenswerte und Schulden die zum 1.März 2013 erstmalig im Posten "Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen" zusammengefasst wurden, kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

1. März 2013 Übergangseffekte
in t¤ aus Erstanwendung
von IFRS 11
Langfristige Vermögenswerte 82.293
Kurzfristige Vermögenswerte 45.985
Vorräte 26.370
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.654
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17.961
Summe Aktiva 128.278
Langfristige Schulden –5.572
Kurzfristige Schulden –50.162
Summe Passiva –55.734
Buchwert (Nach der Equity-Methode

bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen) 72.544

Der Rückgang der Vermögenswerte und Schulden führt zu einer Reduzierung des Capital Employed und der Nettofinanzschulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind neben dem Rückgang der Umsatzerlöse sämtliche Posten im Bereich des Ergebnisses der Betriebstätigkeit, des Finanzergebnisses bis hin zu den Ertragsteuern von den Anpassungen betroffen; das Konzernperiodenergebnis und das Ergebnis je Aktie blieben unverändert. Das Ergebnis nach Steuern der betroffenen Gesellschaften fließt ausschließlich in den Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ein. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es sich bei

diesen Unternehmen um operative Beteiligungen und nicht um Finanzanlagen handelt, wird der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, als Bestandteil des Ergebnisses der Betriebstätigkeit ausgewiesen.

In den nachstehenden Tabellen sind die im Vorjahr im ersten Quartal 2013|14 veröffentlichten Werte, deren Anpassung aus dem Übergang auf die Equity-Methode sowie die Werte nach dem Übergang angegeben.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für das erste Quartal 2013 14 veröffentlicht auf Equity- Übergang
Methode auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 851.609 –51.590 800.019
Bestandsveränderungen –185.015 970 –184.045
Andere aktivierte Eigenleistungen 971 –91 880
Sonstige betriebliche Erträge 4.197 124 4.321
Materialaufwand –442.137 33.727 –408.410
Personalaufwand –68.296 1.506 –66.790
Abschreibungen –18.515 1.973 –16.542
Sonstige betriebliche Aufwendungen –80.964 3.271 –77.693
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 7.835 7.835
Ergebnis der Betriebstätigkeit 61.850 –2.275 59.575
Finanzerträge 2.753 86 2.839
Finanzaufwendungen –10.634 210 –10.424
Finanzergebnis –7.881 296 –7.585
Ergebnis vor Ertragsteuern 53.969 –1.979 51.990
Ertragsteuern –14.042 1.979 –12.063
Konzernperiodenergebnis 39.927 0 39.927
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 37.587 0 37.587
davon nicht beherrschende Anteile 2.340 0 2.340
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 2,65 € 0,00 € 2,65 €
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für das erste Quartal 2013 14 veröffentlicht auf Equity-
Methode
Übergang
auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Konzernperiodenergebnis 39.927 0 39.927
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –5.471 0 –5.471
Gesamtperiodenergebnis 34.456 0 34.456
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 33.032 0 33.032
davon nicht beherrschende Anteile 1.424 0 1.424
KONZERNBILANZ Stand Übergang Stand nach
zum 28. Februar 2014 veröffentlicht auf Equity- Übergang
Methode auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 247.763 –4.436 243.327
Sachanlagen 711.626 –68.013 643.613
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 0 57.057 57.057
Wertpapiere 104.584 0 104.584
Beteiligungen 1.169 –49 1.120
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 24.532 –7 24.525
Aktive latente Steuern 30.084 –399 29.685
1.119.758 –15.847 1.103.911
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 712.222 –26.772 685.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 461.090 –9.065 452.025
Laufende Ertragsteuerforderungen 14.364 –115 14.249
Wertpapiere 146 0 146
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 144.484 –8.628 135.856
1.332.306 –44.580 1.287.726
Summe Aktiva 2.452.064 –60.427 2.391.637

PASSIVA

A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 0 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 0 411.362
Gewinnrücklagen 611.906 0 611.906
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.126.478 0 1.126.478
Nicht beherrschende Anteile 66.255 0 66.255
1.192.733 0 1.192.733
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 56.796 –50 56.746
Übrige Rückstellungen 12.642 –11 12.631
Finanzverbindlichkeiten 331.469 –3.858 327.611
Sonstige Verbindlichkeiten 1.387 –22 1.365
Passive latente Steuern 15.614 –3.012 12.602
417.908 –6.953 410.955
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 37.441 –44 37.397
Finanzverbindlichkeiten 328.316 –28.543 299.773
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 444.012 –24.330 419.682
Steuerschulden 31.654 –557 31.097
841.423 –53.474 787.949
Summe Passiva 2.452.064 –60.427 2.391.637
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG Stand Übergang Stand nach
für das erste Quartal 2013 14 veröffentlicht auf Equity- Übergang
Methode auf Equity-
Methode
in t¤ in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 58.686 –11.023 47.663
Gewinne aus Anlagenabgängen –141 0 –141
Veränderung des Working Capital –84.914 18.433 –66.481
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –26.369 7.410 –18.959
Cashflow aus Investitionstätigkeit –22.600 2.010 –20.590
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 81.938 –936 81.002
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 32.969 8.484 41.453
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –755 13 –742
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 144.409 –17.961 126.448
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 176.623 –9.464 167.159

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im ersten Quartal erfolgte die Erstkonsolidierung der AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien. AGRANA ist an dieser neu gegründeten Gesellschaft mit 100% beteiligt und bezieht sie in die Vollkonsolidierung ein. Insgesamt wurden 65 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (Ende des Geschäftsjahres 2013|14: 64 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2013|14: zwölf Unternehmen) mit der Equity-Methode einbezogen.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug im Q1 2014|15 52,9 (Vorjahr: 59,6) Mio. €. Dieser Rückgang resultierte aus den verringerten Ergebnissen in den Segmenten Zucker und Frucht.

Das Finanzergebnis belief sich auf –2,7 (Vorjahr: –7,6) Mio. € und resultierte v.a. aus Währungsgewinnen (Vorjahr: Währungsverluste).

Der Konzernperiodenüberschuss betrug 39,2 (Vorjahr: 39,9) Mio. €.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Von Anfang März bis Ende Mai 2014 stieg der Finanzmittelbestand um 32,2 Mio. € auf 168,1 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 53,0 (Vorjahr: 47,7) Mio. € um 5,3 Mio. € höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung waren primär die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/ Erträge umfassen u.a. nicht realisierte Währungsverluste im Finanzergebnis, Auswirkungen latenter Steuern und zahlungsunwirksame effektive Steuern. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Q1 2014|15 –14,0 (Vorjahr: –19,0) Mio. €.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –14,5 (Vorjahr: –20,6) Mio. € verzeichnete einen Rückgang, der v.a. aus abgeschlossenen Investitionen in Sachanlagen im Segment Zucker (v.a. in Ungarn und Rumänien) und im Segment Stärke (v.a. in Österreich) resultierte, hingegen wurde im Segment Frucht weiterhin ein Anstieg bei Investitionen in Sachanlagen (v.a. in den USA) verzeichnet.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 61,3 (Vorjahr: 81,0) Mio. € ist im Wesentlichen auf einen geringeren Anstieg der externen Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 28. Februar 2014 um 26,5 Mio. € auf 2.365,1 Mio. € verringert. Aktivseitig ist die Reduktion bei gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten sowie höheren Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auf geringere Vorräte zurückzuführen. Auf der Passivseite der Bilanz trugen einerseits gestiegene Finanzverbindlichkeiten und andererseits verringerte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten zum Rückgang der Bilanzsumme bei. Mit einem Eigenkapital von 1.231,3 (28. Februar 2014: 1.192,7) Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote per Ende Mai 52,1% (28. Februar 2014: 49,9%).

FINANZINSTRUMENTE

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten an gesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanz-

stichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.

█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.

█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
31. MAI 2014
Wertpapiere (langfristig gehalten) 19.315 0 0 19.315
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 101 0 0 101
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 215 1.238 0 1.453
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 48 0 0 48
Finanzielle Vermögenswerte 19.679 1.238 277 21.194
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 680 4.337 0 5.017
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 2.115 0 2.115
Finanzielle Verbindlichkeiten 680 6.452 0 7.132
31. MAI 2013
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.603 0 0 20.603
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 42 0 42
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 186 0 186
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 42 0 0 42
Finanzielle Vermögenswerte 20.645 228 277 21.150
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 2.046 0 2.046
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 6.782 0 6.782
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 8.828 0 8.828

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

Buchwert Beizulegender
Zeitwert
in t¤ in t¤
31. MAI 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 440.455 443.316
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.246
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 88 96
Finanzverbindlichkeiten 690.543 699.658
31. MAI 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 531.817 537.847
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.986
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 48
Finanzverbindlichkeiten 781.861 794.881

MITARBEITER

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.926 (Vorjahr: 8.648) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes im Segment Frucht um rund 260 Personen ist v.a. auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Ukraine, Marokko und in Mexiko sowie auf die neue Produktionsstätte in den USA zurückzuführen.

ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem Bilanzstichtag, dem 28. Februar 2014, keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2014 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Quartalsstichtag am 31.Mai 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 30.Juni 2014

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Wirtschaftspolitik, Produktion, Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Interne Revision Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht

Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer

WEITERE INFORMATIONEN

22 KAPITALMARKTKALENDER

9.Oktober 2014 Ergebnisse des
ersten Halbjahres 2014 15

13.Jänner 2015 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2014|15

KONTAKT

AGRANA Beteiligungs-AG

A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]

AGRANA Online-Geschäftsbericht 2013|14

http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

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