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AGRANA Beteiligungs-AG

Quarterly Report Jul 11, 2013

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Quarterly Report

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Bericht über das erste Quartal 2013|14

Highlights des ersten Quartals 2013|14

  • █ Umsatz: 851,6 (Q1 2012|13: 774,6) Mio. €
  • █ Operatives Ergebnis: 61,9 (Q1 2012|13: 70,9) Mio. €
  • █ Operative Marge: 7,3% (Q1 2012|13: 9,2%)
  • █ Konzernperiodenergebnis: 39,9 (Q1 2012|13: 47,5) Mio. €
  • █ Eigenkapitalquote: 48,2% (28. Februar 2013: 47,0%)
  • █ Gearing¹: 43,1% (28. Februar 2013: 39,9%)

Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

  • Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
  • Konzernlagebericht
  • Entwicklung im ersten Quartal
  • Segment Zucker
  • Segment Stärke
  • Segment Frucht
  • Chancen- und Risikobericht
  • Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
  • Ausblick

Konzern-Zwischenabschluss

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Geldflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

18 Erklärung des Vorstandes

Weitere Informationen

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren, Geschätzte Aktionäre,

nach dem Rekordergebnis des vorigen Jahres geht AGRANA mit einem abermaligen Umsatzanstieg in das Jubiläumsjahr. Gleichzeitig belasten, wie erwartet, die hohen Rohstoffpreise unsere Profitabilität. Angesichts des Marktumfeldes erachten wir die EBIT-Marge von 7,3% aber als zufriedenstellend. Positiv herausheben möchte ich den Erfolg unserer Verbesserungs- und Reorganisationsmaßnahmen im Fruchtbereich, der rund 38% des Konzernumsatzes darstellt. In diesem Segment konnte die EBIT-Marge auf 7,4% gesteigert werden.

AGRANA hat in den letzten Monaten bedeutende Kapazitätserweiterungen vorgenommen. So wurde im Segment Frucht das neue Werk in Dachang|China in Betrieb genommen und der Grundstein für den Bau der vierten Fabrik in den USA gelegt, um das dynamische Wachstum des dortigen Fruchtjoghurt-Marktes nutzen zu können.

In Pischelsdorf|Österreich ist die Weizenstärkeanlage in Betrieb gegangen. Die bei der Herstellung von Weizenstärke und -gluten ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile werden dabei für die Erzeugung von Bioethanol sowie des gentechnikfreien Eiweißfuttermittels ActiProt® genutzt. Zusammen mit dem aus den Gärtanks der Bioethanolanlage gewonnenen hochreinen Flüssig-CO2, werden am Standort Pischelsdorf unter 100%iger Rohstoffnutzung ressourceneffizient vier hochwertige Produkte hergestellt.

Die aus heutiger Sicht erwarteten guten Getreideernten sowie die damit zusammenhängende Einschätzung sinkender Rohstoffpreise führen zu Druck auf die Verkaufspreise. Der Vorstand geht daher weiterhin von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz und einem operativen Konzernergebnis unter den sehr guten Werten der beiden Vorjahre aus.

Ihr

Johann Marihart Vorstandsvorsitzender

KonzernLagebericht der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2013

Entwicklung im ersten Quartal 2013|14

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1 Q1
AGRANA
-Konzern
2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 851,6 Mio. € 774,6 Mio. €
EBITDA 80,4 Mio. € 86,8 Mio. €
Operatives Ergebnis1 61,9 Mio. € 70,9 Mio. €
Operative Marge 7,3% 9,2%
Ergebnis der Betriebstätigkeit 61,9 Mio. € 70,9 Mio. €
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte2 23,4 Mio. € 22,7 Mio. €
Mitarbeiter3 8.879 8.483

Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013|14 (1.März bis 31.Mai 2013) um 77,0 Mio. € bzw. 9,9% auf 851,6 (Q1 2012|13: 774,6) Mio. €. Während der Umsatz im Segment Zucker auf Vorjahresniveau lag, waren die gestiegenen Umsätze in den Segmenten Stärke und Frucht vor allem auf gesteigerte Absatzmengen zurückzuführen.

Das operative Konzernergebnis lag mit 61,9 Mio. € um 12,7% unter dem des ersten Quartals 2012|13 (70,9 Mio. €). Während im Segment Frucht das operative Ergebnis stark verbessert werden konnte, belasteten höhere Rohstoffkosten in den Segmenten Zucker und Stärke die Margen. Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2013|14 auf –7,9 (Q1 2012|13: –9,7) Mio. €, wobei die Abweichung gegenüber Vorjahr primär auf ein verbessertes Zinsergebnis auch infolge einer verbesserten Finanzierungsstruktur zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand von 14,0 Mio. €, der einer Steuerquote von 26,0% (Q1 2012|13:

22,5%) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 39,9 (Q1 2012|13: 47,5) Mio. €. Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile betrug das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie 2,65 € (Q1 2012|13: 3,32 €).

Investitionen

Im ersten Quartal 2013|14 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 23,4 (Q1 2012|13: 22,7) Mio. €, wobei auf das Segment Zucker 8,8 (Q1 2012|13: 8,4) Mio. € entfielen. Am österreichischen Standort Tulln wurde mit der Erneuerung der Melasseentzuckerungsanlage begonnen sowie die Laborgebäudeerweiterung der Zuckerforschung Tulln planmäßig vorangetrieben. In Kaposvár|Ungarn wird aktuell ein 60.000 Tonnen fassender Zuckersilo errichtet und die Ausführungsplanung für ein neues Abpackungszentrum läuft. In Roman|Rumänien wird an der Errichtung der Abwasserreinigungsanlage gearbeitet. In Buzău|Rumänien wurde eine Reihe von Investitionen zur Stärkung der Logistik getätigt. So soll in diesem Geschäftsjahr die Installation einer neuen 50-Kilogramm-Abpackung, eines Palettierer-Roboters sowie einer Silokonditionierung vorgenommen werden.

Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im ersten Quartal 2013|14 9,2 (Q1 2012|13: 8,7) Mio. € und flossen zum Großteil in die Fertigstellung der Weizenstärkefabrik und eines Verwaltungsgebäudes am Standort Pischelsdorf| Österreich. Bei der ungarischen Beteiligung HUNGRANA erfolgten Investitionen in das Projekt "Wasserfreies Ethanol" sowie in eine neue 5-Megawatt-Gasturbine. Im Werk Aschach|Österreich wurde mit der Kapazitätserweiterung der Wachsmaisderivate-Produktion begonnen.

Operatives Ergebnis nach Segmenten

1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

2 Ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte

3 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter

05

Im Segment Frucht wurden 5,5 (Q1 2012|13: 5,6) Mio. € investiert. Das Hauptprojekt in diesem Segment ist heuer die Errichtung des neuen Fruchtwerkes im Bundesstaat New York|USA. Der Landkauf wurde planmäßig abgeschlossen und die Fundierungsarbeiten starteten bereits im Juni. In der Ukraine wurde eine zusätzliche Linie für Fruchtzubereitungen installiert. AGRANA investierte zudem in die geplante Harmonisierung der IT- und Warenwirtschaftssysteme infolge der Integration der Ybbstaler-Gesellschaften in die Austria Juice.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis folgte der schwächeren operativen Ergebnisentwicklung und sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 18,4% auf 58,7 (Q1 2012|13: 71,9) Mio. €. Durch den im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stärkeren Aufbau des Working Capitals (84,9 Mio. €; Q1 2012|13: 50,9 Mio. €) sank der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Quartal 2013|14 auf –26,4 (Q1 2012|13: 20,4) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug –22,6 (Q1 2012|13: –23,2) Mio. €. Der deutliche Aufbau von Finanzverbindlichkeiten zeigt sich anhand eines Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 81,9 (Q1 2012|13: 0,1) Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2013 stabilen Bilanzsumme von 2,6 Mrd. € legte die Eigenkapitalquote von 47,0% auf 48,2% zu.

Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen, konnten saisonal bedingt die Vorräte abgebaut werden, was in Summe zu einem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte führte. Die Reduktion der langfristigen Schulden war auf den Abbau langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden sanken trotz höherer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten aufgrund der erfolgten Rübengeldzahlungen und der Produktionsabgabenzahlung.

Die Nettofinanzschulden zum 31.Mai 2013 lagen mit 536,8 Mio. € um 53,1 Mio. € deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2012|13 (483,7 Mio. €). Das Gearing zum Quartalsstichtag erhöhte sich mit 43,1% leicht gegenüber dem Wert per 28. Februar 2013 (39,9%).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1
2013 14
Höchstkurs zum 14.Mai 2013 112,85 €
Tiefstkurs zum 2. April 2013 102,60 €
Ultimokurs zum 31.Mai 2013 111,60 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 81,57 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.584,9 Mio. €

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 101,50 € in das Geschäftsjahr 2013|14. Bei einem gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten durchschnittlichen Handelsvolumen von rund 1.500 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) erreichte die Aktie in einem nach wie vor volatilen Umfeld zum Quartalsstichtag einen Wert von 111,60 €, was einem Plus von 9,95% entspricht. Am 14.Mai 2013 konnte sogar ein neues Allzeithoch von 112,85 € verzeichnet werden. Der österreichischen Leitindex (ATX) entwickelte sich im Berichtszeitraum negativ (–2,02%). Gründe dafür waren im Wesentlichen die Finanzprobleme in Zypern gepaart mit einem geringen Risiko-Appetit der Investoren.

Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.Mai 2013 1.584,9 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.

Bei der am 5.Juli 2013 abgehaltenen 26. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2012|13 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,60 € (2011|12: 3,60 €) beschlossen.

Auch im ersten Quartal 2013|14 trat AGRANA wieder regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren unter anderem bei Roadshows in Antwerpen, Brüssel, London, Paris, Zürs und Wien.

06 Segment Zucker

Wirtschaftliches Umfeld

Zuckerweltmarkt

In der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2013 erwartet das Analyseunternehmen F.O. Licht für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2012|13 (Oktober 2012 bis September 2013) eine Erhöhung der Weltzuckerbestände. Einem Anstieg des Verbrauches auf 168,7 (2011|12: 165,5) Mio. Tonnen steht eine Produktionssteigerung auf 183,1 (2011|12: 175,3) Mio. Tonnen gegenüber, so dass zum Ende des Zuckerwirtschaftsjahres mit einem Anstieg der Bestände auf 78,5 (2011|12: 68,5) Mio. Tonnen gerechnet wird. Diese Entwicklung wird vor allem auf Produktionssteigerungen in Brasilien, Thailand, Indien und Mexiko zurückgeführt.

Seit Beginn des AGRANA-Geschäftsjahres (1.März 2013) wurden Mitte März Höchstnotierungen für Weißzucker und Rohzucker mit 539,40 USD bzw. 416,45 USD je Tonne erzielt. Seitdem war die Preissituation rückläufig.

EU-Zuckermarkt

Die Europäische Kommission hat im Zuckerwirtschaftsjahr 2012|13 – wie auch schon im Vorjahr – zwei außerordentliche Maßnahmen zur Erhöhung der Marktversorgung (EU-Quotenzucker-Bestände) beschlossen. Mittels einer Dauerausschreibung für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz wurden im ZWJ 2012|13 rund 550.000 Tonnen Zucker für den zollbegünstigten Import freigegeben. Zudem wurden vier Tranchen Nicht-Quotenzucker zu jeweils 150.000 Tonnen in Quotenzucker "umgewandelt" und an den EU-Food-Markt geliefert.

Gleichzeitig hat die Europäische Kommission Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Insgesamt stehen im ZWJ 2012|13 1,35 Mio. Tonnen an Exportlizenzen zur Verfügung (dies entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation, WTO). Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2013|14 wurde bereits im Mai 2013 ein vorläufiges Exportvolumen von 650.000 Tonnen festgelegt, das bei Bedarf bis zum maximalen Exportlimit der WTO erhöht werden könnte.

EU-Zuckerpolitik

Das EU-Parlament und der EU-Agrarministerrat haben im Rahmen der Trilogverhandlungen den Vorschlag der EU-Kommission, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen bereits nach dem Zuckerwirtschaftsjahr 2014|15 auslaufen zu lassen, korrigiert und sich auf eine Verlängerung bis zum Ende des ZWJ 2016|17 geeinigt.

Nach dem Auslaufen von Rübenmindestpreis und Quote zum 30. September 2017 sieht die neue Marktordnung für den Binnenmarkt – neben einem Referenzpreis für Weißzucker von 404 € je Tonne – die Möglichkeit einer staatlich finanzierten privaten Lagerhaltung und eine Vertragspflicht zwischen Rübenanbauern und Zuckerindustrie vor. Auf dieser Basis müssen sich alle Akteure in der Wertschöpfungskette Zucker darauf einstellen, dass die Mengenund Preisvolatilität des Weltmarktes stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt durchschlägt. AGRANA fordert für die Zeit nach dem Ende der Zuckermarktordnung, dass zur Bekämpfung von Marktkrisen wirksame und budgetneutrale Sicherheitsnetze angewandt werden. Solche Krisenmechanismen stehen auch anderen Agrarsektoren zur Verfügung und die dort gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass ein im Vorfeld festgelegter Krisenmechanismus notwendig ist.

Beim Außenhandel bleibt der Außenschutz des EU-Zuckermarktes gegenüber Drittländern unverändert. AGRANA erwartet darüber hinaus, dass die Zuckerexporte zukünftig keiner Mengenbegrenzung mehr unterliegen.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Die Zuckerrübenflächen der AGRANA-Zucker-Gruppe wurden für das Zuckerwirtschaftsjahr 2013|14 um rund 2.000 Hektar auf über 105.000 Hektar erhöht. In Österreich sind rund 600 Hektar für den biologischen Anbau von Zuckerrüben vorgesehen. In allen Anbauregionen hat sich die Aussaat infolge des langen Winters um rund ein bis drei Wochen verzögert. Durch relativ gute Aufgangsbedingungen konnte dieser Nachteil teilweise wieder wettgemacht werden. Durch die Hochwässer entlang der Flüsse sind auch in den Anbauregionen von AGRANA rund 800 Hektar Rübenfläche betroffen. Aufgrund der vorherrschenden Witterungs- und Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern durchschnittliche Rübenerträge zu erwarten.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Zucker 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 305,7 Mio. € 306,8 Mio. €
EBITDA 25,1 Mio. € 37,2 Mio. €
Operatives Ergebnis 21,1 Mio. € 34,6 Mio. €
Operative Marge 6,9% 11,3%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 8,8 Mio. € 8,4 Mio. €

Das Segment Zucker startete wie erwartet schwächer in das Geschäftsjahr 2013|14 und lag bei Absatz, Umsatz und Ergebnis unter dem Vorjahresquartal.

Die Umsatzerlöse lagen im ersten Quartal 2013|14 mit 305,7 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Bei stabilen Verkaufspreisen gingen die Zuckerverkaufsmengen an die Industrie etwas zurück. Die Umsätze bei Nebenprodukten und sonstigen Produkten blieben konstant.

Das operative Ergebnis von 21,1 Mio. € lag wie erwartet deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau (34,6 Mio. €), was vor allem auf die insgesamt stark gestiegenen Rohstoffkosten (Rübe) zurückzuführen war.

Segment Stärke

Wirtschaftliches Umfeld

Der Internationale Getreiderat (IGC1) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Wirtschaftsjahr 2013|14 bei 1,92 (2012|13: 1,79) Mrd. Tonnen und damit über dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 682 (2012|13: 655) Mio. Tonnen geschätzt und soll damit auf Höhe des erwarteten Verbrauchs von 680 Mio. Tonnen liegen, während die globale Maiserzeugung von 945 (2012|13: 856) Mio. Tonnen den erwarteten Verbrauch von 917 Mio. Tonnen übersteigen wird.

In der EU soll die Weizenernte 2013|14 laut Stratégie Grains 131 (2012|13: 125) Mio. Tonnen betragen. Bei Mais erwarten die Analysten eine gegenüber dem Vorjahr um 8 Mio. Tonnen gestiegene Erntemenge von 66 Mio. Tonnen. Der Binnenverbrauch in der EU wird bei Weizen auf 115 (2012|13: 112) Mio. Tonnen und bei Mais auf 69 (2012|13: 72) Mio. Tonnen geschätzt.

Aufgrund der erwarteten günstigeren globalen Versorgungslage sanken die Rohstoffnotierungen seit Jahresbeginn leicht und lagen Mitte Juni 2013 zwischen ca. 186 € (Mais) und 198 € (Weizen) je Tonne für die kommende Ernte (Termin November, NYSE Euronext).

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Für das Anbaujahr 2013 schlossen im Kartoffelstärkebereich rund 1.400 Landwirte Kontrakte über 230.000 Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln ab. Die Kontrakte für Speiseindustrie- und Bio-Speiseindustriekartoffeln liegen mit 11.500 bzw. 5.500 Tonnen im Bio-Bereich unter Vorjahresniveau (Anbaujahr 2012: 11.500 Tonnen konventionell bzw. 6.900 Tonnen Bio).

Der Maiseinkauf für die Stärkefabrik in Aschach|Österreich aus der Ernte 2012 ist bis auf Restmengen abgeschlossen. Für den Anbau 2013 wurden im Spezialmais-Bereich (Bio-Mais, Wachsmais, Garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Anbaukontrakte über rund 82.000 Tonnen fixiert. Der Maisbedarf für die Stärkefabriken in Ungarn und Rumänien bis zum Beginn der Nassmaiskampagne ist ebenfalls im Wesentlichen gedeckt.

Auch der Getreide- und Maiseinkauf im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich ist bis zur neuen Ernte zum Großteil fixiert. Die Rohstoffversorgung für das gesamte Geschäftsjahr 2013|14 ist inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge für die kommende Ernte bereits mit rund 60% gegeben.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Stärke 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 220,3 Mio. € 192,4 Mio. €
EBITDA 22,4 Mio. € 30,0 Mio. €
Operatives Ergebnis 16,6 Mio. € 24,0 Mio. €
Operative Marge 7,5% 12,5%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte2 9,2 Mio. € 8,7 Mio. €

Der Umsatz im ersten Quartal 2013|14 in Höhe von 220,3 Mio. € lag um 14,5% über dem Vorjahr. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Verkaufspreise und -mengen für Nebenprodukte sowie durch gestiegene Verkaufsmengen für Hauptprodukte – insbesondere Bioethanol und Verzuckerungsprodukte – hervorgerufen. Die Verkaufspreise für Hauptprodukte lagen knapp über dem Vorjahr.

Das operative Ergebnis in Höhe von 16,6 Mio. € lag unter dem Vorjahreswert von 24,0 Mio. €. Dies war vor allem durch geringere Ergebnisbeiträge der AGRANA Stärke GmbH, der ungarischen Beteiligung HUNGRANA sowie der rumänischen Stärkefabrik begründet. Die gestiegenen Rohstoffaufwendungen konnten infolge des intensiveren Wettbewerbes verkaufspreisseitig nicht zur Gänze kompensiert werden. Der Ergebnisbeitrag der AGRANA Bioethanol GmbH lag auf Vorjahresniveau. Insgesamt führte diese Geschäftsentwicklung im Segment zu einem Rückgang der operativen Marge von 12,5% auf 7,5%.

2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte

08 Segment Frucht

Wirtschaftliches Umfeld

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt weiterhin angespannt. In einem solchen ist von einem stagnierenden bis leicht rückläufigen Fruchtjoghurt-Markt in der EU auszugehen. In Ländern wie Frankreich, England und Skandinavien vermehren sich aber bereits die Anzeichen für eine Stabilisierung. Außerhalb von Europa hingegen wächst der Fruchtjoghurt-Markt um 3% bis 4%. Neben dem steigenden Pro-Kopf-Verbrauch spielen auch immer mehr Produkte mit einem höheren Fruchtanteil eine große Rolle. Dieser Trend zu höherwertigen Produkten findet vor allem in Schwellenländern Lateinamerikas und Asiens statt. In den USA ist weiterhin eine steigende Nachfrage nach "Greek Yoghurts", ebenfalls mit hohem Fruchtanteil, zu verzeichnen.

Die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen Deutschland) bei hochfruchtsafthaltigen Getränken ist tendenziell weiterhin leicht rückläufig. Das erste Quartal war vor allem in Deutschland von niedrigen Temperaturen und Regen geprägt, was auch punktuell zu einem geringeren Konsum geführt hat. Dies kann jedoch bei guter Wetterlage in den Sommermonaten durchaus wieder aufgeholt werden. In den USA ist in den nächsten Monaten aufgrund des jüngsten Preisverfalles für chinesisches Apfelsaftkonzentrat ein Konsumanstieg durchaus möglich.

Rohstoff, Ernte(erwartung) und Produktion

Aufgrund der guten Winter- und Frühjahrsernte bei mediterranen Erdbeersorten in Marokko, Ägypten, Spanien sowie Mexiko, geht AGRANA in diesem Jahr nicht von Preiserhöhungen aus. Bei den kontinentalen Sorten, die vornehmlich in Polen, Serbien und China geerntet werden, ist aufgrund des bisherigen Witterungsverlaufes mit Preiserhöhungen zu rechnen.

Preissteigerungen werden ebenfalls bei Stein- und Kernfrüchten in Europa und in den USA erwartet. Bei Beerenfrüchten wie Himbeere, Brombeere und Heidelbeere rechnet AGRANA mit einem ähnlichen Preisniveau wie im vergangenen Jahr. Das Aufkommen der für AGRANA relevanten tropischen Früchte war bis auf wenige Ausnahmen sehr zufriedenstellend; hier wirken aber Wechselkursentwicklungen preistreibend.

Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurden im abgelaufenen Quartal in Polen saisonbedingt lediglich so genannte "Winteräpfel" zu Direktsaft verarbeitet. Die Vegetation in den ersten Monaten des Jahres war von einer ungewöhnlich langen Winterperiode geprägt, die Verspätungen der Ernten gegenüber einem Normaljahr erwarten lassen. Frostschäden sind allerdings nur in einem unbedeutenden Ausmaß feststellbar.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Frucht 2013 14 2012 13
Umsatzerlöse 325,6 Mio. € 275,4 Mio. €
EBITDA 32,9 Mio. € 20,0 Mio. €
Operatives Ergebnis 24,1 Mio. € 12,3 Mio. €
Operative Marge 7,4% 4,5%
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 5,5 Mio. € 5,6 Mio. €

Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Quartal 2013|14 um 18,2% auf 325,6 Mio. € zu. Durch den deutlichen Ausbau der Marktanteile in allen Regionen konnten erfreuliche Mengenentwicklung bei Fruchtzubereitungen (+10%) verzeichnet werden. Sogar im rückläufigen EU-Markt konnte ein kleines Mengenwachstum erzielt werden. Die größten (zweistelligen) Zuwächse erzielte AGRANA in Nordamerika, Asien und Australien, Osteuropa und in der Region Naher Osten/Afrika. Mittlerweile stammen zwei Drittel des Mengenabsatzes bei Fruchtzubereitungen von außerhalb der EU. Die positive Umsatzentwicklung im Bereich Fruchtsaftkonzentrate ist vor allem auf eine höhere Absatzmenge von Apfelsaftkonzentrat (auch aufgrund der Zusatzmengen durch Ybbstaler) zurückzuführen.

Das operative Ergebnis von 24,1 Mio. € lag fast beim Doppelten des allerdings niedrigen Vorjahreswertes von 12,3 Mio. €. Die operative Marge betrug 7,4% und konnte somit um 2,3 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür war der Umsatzanstieg durch höhere Verkaufsvolumina sowie konstant gehaltene Strukturkosten im Fruchtzubereitungsgeschäft. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft konnte das operative Ergebnis aufgrund der Kontraktsituation aus der Vorjahreskampagne und aufgrund der Zusatzerträge durch die Ybbstaler-Gesellschaften gesteigert werden.

Chancen- und Risikobericht

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2012|13 auf den Seiten 69 bis 73 umfassend dargestellten Risiken.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Vertrauenskrise am europäischen Kapitalmarkt sind das allgemeine Forderungsausfallrisiko sowie Währungsrisiken gestiegen. Zur Kontrolle dieser Risiken wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.

Durch die zielgerichtete Aufarbeitung der im Vorjahr ergebnisbelastenden Unregelmäßigkeiten bei AGRANA Fruit México, S.A. de C.V.wurde das Vertrauen in die Ordnungsmäßigkeit der lokalen Geschäftsabläufe wieder hergestellt. Um zukünftig einen derartigen Fall bei einer Gesellschaft des AGRANA-Konzerns bestmöglich zu verhindern, wurde das Kontroll- und Überprüfungssystem – sowohl intern als auch extern – weiter ausgebaut und verschärft. Die Deckungsfrage mit der Versicherung ist weiterhin in Diskussion.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Bilanzstichtag am 31.Mai 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

Ausblick

AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2013|14 weiterhin von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz, der primär auf Mengenzuwächse zurückzuführen ist, aus. Die Ergebniserwartung wird bestätigt, dass das operative Konzernergebnis unter dem der letzten beiden sehr guten Geschäftsjahre liegen wird.

Im Segment Zucker wird für das zweite Quartal (Juni bis August) saisonbedingt zwar ein sequenziell etwas besseres Ergebnis erwartet, der Wert des Vorjahres wird aber vor-

aussichtlich nicht erreicht werden können. Hauptgrund dafür sind die rohstoffbedingten hohen Lagerwerte aus der Vorjahreskampagne. Für das Gesamtjahr rechnet AGRANA mit einer stabilen Umsatzentwicklung sowie aufgrund niedrigerer Weltmarktnotierungen und jedenfalls im ersten Halbjahr 2013|14 teurerer Rohstoffkosten mit einem Ergebnis, das deutlich unter den Ergebnissen der beiden vergangenen Rekordjahre liegen wird.

Im Segment Stärke wird vor allem aufgrund der im Juni in Betrieb genommenen Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich mit einem deutlichen Umsatzanstieg gerechnet. Bei einer stabilen Marktnachfrage nach Stärkeprodukten sowohl im technischen Bereich als auch bei Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten, werden tendenziell rückläufige Verkaufspreise erwartet. Neben einem größeren Angebot an Stärkeprodukten am Markt führen niedrigere Rohstoffpreiserwartungen für die neue Ernte zu einem Druck auf der Verkaufsseite. In Kombination mit den Anlaufverlusten der neuen Weizenstärkefabrik und vorübergehenden Kapazitätseinschränkungen bei HUNGRANA infolge eines Gebrechens im Juni erwartet AGRANA, dass sich im Segment Stärke das operative Ergebnis des ersten Quartals 2013|14 in den nächsten drei Monaten weiter abschwächen wird. Auch für das Gesamtjahr wird mit einem unter Vorjahr liegenden operativen Ergebnis gerechnet.

Im Segment Frucht wird, basierend auf dem guten ersten Quartal, für das Geschäftsjahr 2013|14 eine positive Entwicklung beim Umsatz und ein deutlich steigendes operatives Ergebnis erwartet. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wird von einer Marktstabilisierung in der EU ausgegangen. Die Absätze von AGRANA sollten über Vorjahresniveau liegen. Außerhalb Zentraleuropas erwartet AGRANA dynamische Zuwächse. Das operative Ergebnis sollte für das Gesamtjahr bei stabilen Rohstoffpreisen durch steigende Verkaufsvolumina und Kosteneinsparungen bei der Administration deutlich zulegen können. Bei Fruchtsaftkonzentraten wird mit einer Umsatzentwicklung in etwa auf Vorjahresniveau und weiterhin zufriedenstellenden Margen gerechnet. Die Preisentwicklung der nächsten Monate wird von der Apfelernte in Polen, aber auch wesentlich vom Produktions- und Vermarktungsverhalten der chinesischen Produzenten abhängen.

Im Geschäftsjahr 2013|14 wird in allen drei Segmenten mit insgesamt rund 143 Mio. € wieder deutlich über Abschreibungsniveau investiert, wodurch der langfristige Wachstumskurs nachhaltig unterstützt werden soll.

Konzern-zwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2013 (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2013 14 2012 13
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 851.609 774.634
Bestandsveränderungen –185.015 –166.800
Andere aktivierte Eigenleistungen 971 1.133
Sonstige betriebliche Erträge 4.197 6.087
Materialaufwand –442.137 –378.429
Personalaufwand –68.296 –60.771
Abschreibungen –18.515 –15.874
Sonstige betriebliche Aufwendungen –80.964 –89.035
E
rgebnis der Betriebstätigkeit
61.850 70.945
Finanzerträge 2.753 2.708
Finanzaufwendungen –10.634 –12.364
Finanzergebnis –7.881 –9.656
E
rgebnis vor Ertragsteuern
53.969 61.289
Ertragsteuern –14.042 –13.813
Konzernperiodenergebnis 39.927 47.476
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 37.587 47.140
davon nicht beherrschende Anteile 2.340 336
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 2,65 € 3,32 €
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013 14 2012 13
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤
Konzernperiodenergebnis 39.927 47.476
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdifferenzen –4.713 –9.150
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) 201 –60
– Cashflow-Hedges (IAS 39) –1.245 1.026
– Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) –56 –9
– Steuereffekt IAS 19 und IAS 39 342 –437
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse –5.471 –8.630
G
esamtperiodenergebnis
34.456 38.846
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 33.032 38.205
davon nicht beherrschende Anteile 1.424 641
KonzernBilanz tand am
28.02.20131
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. L angfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 247.849 249.338
Sachanlagen 688.877 685.481
Wertpapiere 105.603 105.264
Beteiligungen 5.745 5.745
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 18.180 18.945
Aktive latente Steuern 35.678 33.137
1.101.932 1.097.910
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 727.780 851.492
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 564.667 472.084
Laufende Ertragsteuerforderungen 13.095 11.271
Wertpapiere 42 1.198
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 176.623 144.409
1.482.207 1.480.454
S umme Aktiva 2.584.139 2.578.364
PASSI VA
A. E igenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 643.901 611.257
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.158.473 1.125.829
Nicht beherrschende Anteile 87.484 86.060
1.245.957 1.211.889
B. L angfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 58.979 58.844
Übrige Rückstellungen 15.573 15.179
Finanzverbindlichkeiten 397.466 428.788
Sonstige Verbindlichkeiten 2.216 2.283
Passive latente Steuern 18.101 14.368
492.335 519.462
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 27.581 29.186
Finanzverbindlichkeiten 421.621 305.802
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 358.199 471.421
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 38.446 40.604
845.847 847.013
S umme Passiva 2.584.139 2.578.364
Konzern-Geldflussrechnung 2013 14 2012 13
für das erste Quartal (1.März–31.Mai) in t¤ in t¤
Cashflow aus dem Ergebnis 58.686 71.873
Gewinne aus Anlagenabgängen –141 –576
Veränderung des Working Capital –84.914 –50.939
C
ashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
–26.369 20.358
Cashflow aus Investitionstätigkeit –22.600 –23.231
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 81.938 105
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 32.969 –2.768
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –755 –425
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 144.409 98.504
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 176.623 95.311
umme icht be- S Eigenkapital- N Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
herrschende anteil der für das erste Quartal (1.März–31.Mai)
nteile -Aktionäre A AGRANA
in t¤ in t¤ in t¤
Geschäftsjahr 2013 14
1.212.096 86.060 1.126.036 S
tand am 1. März 2013 (veröffentlicht)
–207 0 –207 Anpassungen gemäß IAS 8
1.211.889 86.060 1.125.829 S
tand am 1. März 2013 (angepasst)
–702 –147 –555 Bewertungseffekte IAS 39
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
–56 –27 –29 leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen
–4.713 –742 –3.971 Verlust aus Währungsumrechnung
–5.471 –916 –4.555 S
onstige Ergebnisse
39.927 2.340 37.587 Konzernperiodenergebnis
34.456 1.424 33.032 G
esamtperiodenergebnis
–388 0 –388 Sonstige Veränderungen
1.245.957 87.484 1.158.473 Stand am 31. Mai 2013
Geschäftsjahr 2012 13
S
tand am 1. März 2012 (veröffentlicht)
1.039.472 33.516 1.072.988
Anpassungen gemäß IAS 8 –233 0 –233
S
tand am 1. März 2012 (angepasst)
1.039.239 33.516 1.072.755
Bewertungseffekte IAS 39 –359 886 527
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen –7 0 –7
Verlust aus Währungsumrechnung –8.569 –581 –9.150
S
onstige Ergebnisse
–8.935 305 –8.630
Konzernperiodenergebnis 47.140 336 47.476
G
esamtperiodenergebnis
38.205 641 38.846
Sonstige Veränderungen –127 69 –58
S
tand am 31. Mai 2012
1.077.317 34.226 1.111.543

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

der AGRANA-Gruppe zum 31. Mai 2013 (ungeprüft)

Segmentbericht 2013 14 2012 13 2013 14 2012 13
für das erste Quartal in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1.März–31.Mai)
Umsatzerlöse (brutto) E rgebnis der Betriebstätigkeit
Zucker 324.707 329.568 Zucker 21.142 34.584
Stärke 223.305 194.718 Stärke 16.594 24.028
Frucht 325.731 275.850 Frucht 24.114 12.333
Konzern 873.743 800.136 Konzern 61.850 70.945
Umsätze zwischen Investitionen in Sachanlagen und
den Segmenten immaterielle Vermögenswerte1
Zucker –19.031 –22.722 Zucker 8.784 8.366
Stärke –2.990 –2.343 Stärke 9.191 8.748
Frucht –113 –437 Frucht 5.472 5.577
Konzern –22.134 –25.502 Konzern 23.447 22.691
Umsatzerlöse M itarbeiter
Zucker 305.676 306.846 Zucker 2.102 2.084
Stärke 220.315 192.375 Stärke 987 920
Frucht 325.618 275.413 Frucht 5.790 5.479
Konzern 851.609 774.634 Konzern 8.879 8.483

Allgemeine Grundlagen der Berichterstattung

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31.Mai 2013 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-AG zum 31.Mai 2013 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31.Mai 2013 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der ARGANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 8.Juli 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Geschäftsbericht 2012|13 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren erstmalig die folgenden im Geschäftsjahr 2013|14 gültigen Standards und Interpretationen anzuwenden:

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (revised 2011): Die wesentliche Anpassung des IAS 19 bestand in der ausschließlich erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in den sonstigen Eigenkapitalposten; diese Anpassung wurde bereits im Geschäftsjahr 2011|12 im Rahmen des damals gültigen IAS 19 vorgenommen. Die Anpassungen im ersten Quartal 2013|14 betreffen die Korrektur von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, welche eine Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen bewirkt. Die Anpassungen wurden retrospektiv ab Beginn des Geschäftsjahres 2012|13 vorgenommen.

13

14 In der Eröffnungsbilanz zum 1.März 2012 haben die Anpassungen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen um 349,5 t€ geführt. Daneben waren aktive latente Steuern in Höhe von 116,5 t€ zu bilden. Die Anpassungen verringerten das Konzern-Eigenkapital um 233,0 t€. Die Anpassungen in der Gewinnund Verlustrechnung 2012|13 werden entsprechend ihres wesentlichen Anfalls erst am Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Dabei wird sich eine Verringerung des Personalaufwandes 2012|13 um 39,4 t€ und eine Erhöhung des Jahresüberschusses von insgesamt 26,2 t€ ergeben. Die daraus resultierende Anpassung der passiven latenten Steuern in Höhe von 13,1 t€ wurde bereits im ersten Quartal 2013|14 erfasst. Alle genannten Effekte haben aufgrund von Zahlungsunwirksamkeit keinen Einfluss auf die Geldflussrechnung.

Der geänderte IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) sowie der erstmalig anzuwendende IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) haben in Verbindung mit dem geänderten IAS 34 (Zwischenberichterstattung) zu weiteren Angaben zu Finanzinstrumenten und zur Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert geführt, die im Kapitel "Finanzinstrumente" dargestellt sind.

Der geänderte IAS 12 (Ertragsteuern) sowie der erstmalig anzuwendende IFRIC 20 (Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2013 angewandt. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2012|13 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Konsolidierungskreis

Im ersten Quartal 2013|14 kam es zu keiner wesentlichen Veränderung des Konsolidierungskreises.

Saisonalität des Geschäftes

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug im ersten Quartal 2013|14 61,9 (Q1 2012|13: 70,9) Mio. €. Die Verringerung des Ergebnisses der Betriebstätigkeit ist durch einen Ergebnisrückgang in den Segmenten Zucker und Stärke bei einer Ergebnisverbesserung im Segment Frucht erklärbar.

Das Finanzergebnis belief sich auf –7,9 (Q1 2012|13: –9,7) Mio. € und resultierte vor allem aus dem Zins- und dem Währungsergebnis.

Der Konzernperiodenüberschuss betrug 39,9 (Q1 2012|13: 47,5) Mio. €.

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

Von Anfang März bis Ende Mai 2013 erhöhte sich der Finanzmittelbestand um 32,2 Mio. € auf 176,6 Mio. €.

Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 58,7 (Q1 2012|13: 71,9) Mio. € um 13,2 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung war primär das Konzernperiodenergebnis, welches sich um 7,6 Mio. € auf 39,9 (Q1 2012|13: 47,5) Mio. € verringerte. Die Veränderung im Working Capital mit –84,9 (Q1 2012|13: –50,9) Mio. € ist vor allem auf einen Vorratsrückgang zurückzuführen und resultierte letztlich in einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von –26,4 (Q1 2012|13: 20,4) Mio. €.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –22,6 (Q1 2012|13: –23,2) Mio. € spiegelt ein ähnliches Investitionsvolumen wie im Vorjahr wider.

Der Rückgang der langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten um –31,3 Mio. € bei einem Anstieg von kurzfristigen, externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 115,8 Mio. € führte zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 81,9 (Q1 2012|13: 0,1) Mio. €.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2013 um 5,7 Mio. € auf 2.584,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf den Abbau von Vorräten und auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Auf der Passivseite ist ein Anstieg der Finanzverbindlichkeiten bei gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für die Bilanzsummenerhöhung verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 1.246,0 (28. Februar 2013 nach IAS 19-Anpassung: 1.211,9) Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote per Ende Mai 48,2% (28. Februar 2013: 47,0%).

Finanzinstrumente

Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative

Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.

In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:

█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.

█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.

█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.

In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.

L evel 1 L evel 2 L evel 3 G esamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
31. Mai 2013
Wertpapiere (langfristig gehalten) 20.603 0 0 20.603
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 42 0 42
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 189 0 189
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 42 0 0 42
Finanzielle Vermögenswerte 20.645 231 277 21.153
L evel 1 L evel 2 L evel 3 G esamt
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 2.046 0 2.046
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 8.331 0 8.331
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 10.377 0 10.377
31. Mai 2012
Wertpapiere (langfristig gehalten) 19.876 0 0 19.876
Beteiligungen (langfristig gehalten) 0 0 277 277
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 2.528 0 2.528
Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 3.171 0 3.171
Wertpapiere (kurzfristig gehalten) 147 0 0 147
Finanzielle Vermögenswerte 20.023 5.699 277 25.999
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) 0 3.467 0 3.467
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 8.606 0 8.606
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 12.073 0 12.073

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:

B uchwert B eizulegender
Z eitwert
in t¤ in t¤
31. Mai 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 568.922 574.832
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.986
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 165 181
Finanzverbindlichkeiten 819.087 831.999
31. Mai 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten 426.036 431.924
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe 250.000 256.110
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 142 155
Finanzverbindlichkeiten 676.178 688.189

17

Mitarbeiter

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.879 (Q1 2012|13: 8.483) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes im Segment Frucht um rund 300 Personen ist vor allem auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Ukraine und in Mexiko sowie auf die Einbeziehung der Ybbstaler-Gesellschaften zurückzuführen. Die Erhöhung im Segment Stärke resultiert vor allem aus der neu errichteten Weizenstärkefabrik.

Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2013 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2013 verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Nach dem Bilanzstichtag am 31.Mai 2013 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

Erklärung des Vorstandes

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Wien, 8.Juli 2013

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Wirtschaftspolitik, Produktion, Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inklusive Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke

Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Interne Revision Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht

bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Weitere Informationen

Kapitalmarktkalender

10. Oktober 2013 Ergebnisse des
ersten Halbjahres 2013 14

13. Jänner 2014 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2013|14

Kontakt

AGRANA Beteiligungs-AG

A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations

Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations

Mag. (FH) Markus Simak Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]

AGRANA Online-Geschäftsbericht 2012|13

http://reports.agrana.com

Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com

Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

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