Quarterly Report • Oct 10, 2013
Quarterly Report
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Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
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im ersten Halbjahr 2013|14 konnte AGRANA einen 4,4%-igen Anstieg des Konzernumsatzes erzielen. Während höhere Rohstoffpreise in den Segmenten Zucker und Stärke das Ergebnis belasteten, konnte der Geschäftsbereich Frucht nach einem schwachen Geschäftsjahr 2012|13 im abgelaufenen Halbjahr beim operativen Ergebnis um 75% zulegen.
Hervorheben möchte ich die Errichtung des Fruchtzubereitungswerkes in Lysander|New York. Sie ist ein wichtiger strategischer Schritt zur nachhaltigen Stärkung unserer Marktposition in den USA.
Am österreichischen Bioethanolstandort Pischelsdorf haben wir die Weizenstärkeanlage erfolgreich in Betrieb genommen. Dort werden unter 100%-iger Rohstoffnutzung die Produkte Weizenstärke und -gluten, Kleie, Bioethanol, ActiProt® und Flüssig-CO2 hergestellt.
Im Juni 2013 wurde auf europäischer Ebene eine wichtige politische Entscheidung getroffen: Das Auslaufen der Zuckermarktordnung bedeutet ein Ende der Zucker- und Isoglukosequoten zum 30. September 2017. Dies wird für unsere Segmente Zucker und Stärke neue Herausforderungen mit sich bringen, für die wir uns aber gut gerüstet sehen.
Wir begrüßen auch die jüngste Position des EU-Parlaments, nachhaltig produziertes Bioethanol in einem größeren Umfang zu forcieren, indem es sich für ein separates 7,5%-Beimischungsziel für Bioethanol zu Benzin ausspricht. AGRANA sieht sich darin in ihrer nachhaltigen Produktion von Bioethanol bestätigt.
Für das Geschäftsjahr 2013|14 geht AGRANA weiterhin von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz aus, der primär auf Absatzzuwächse zurückzuführen ist. Trotz absehbarer Entspannung bei den Rohstoffpreisen aus der neuen Ernte gehen wir davon aus, dass das operative Konzernergebnis in Anbetracht des bisherigen Geschäftsverlaufes unter den beiden letzten Rekordjahren liegen wird.
Die Entwicklung von AGRANA in den ersten 25 Jahren steht für Erfolg mit Verantwortung und wir wollen diesen Weg in den nächsten 25 Jahren weitergehen.
Ihr
Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Finanzkennzahlen | H1 | H1 |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 1.674,3 Mio. € 1.603,1 Mio. € | |
| EBITDA | 147,0 Mio. € | 176,6 Mio. € |
| Operatives Ergebnis1 | 108,0 Mio. € | 142,5 Mio. € |
| Operative Marge | 6,5% | 8,9% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 Mio. € | –1,0 Mio. € |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 108,0 Mio. € | 141,5 Mio. € |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 59,3 Mio. € | 59,6 Mio. € |
| Mitarbeiter3 | 8.919 | 8.519 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013|14 (1.März bis 31. August 2013) um 71,2 Mio. € bzw. 4,4% auf 1.674,3 (H1 2012|13: 1.603,1) Mio. €. Während der Umsatz im Segment Zucker vor allem absatzbedingt unter Vorjahresniveau lag, waren die gestiegenen Umsätze in den Segmenten Stärke und Frucht auf gesteigerte Absatzmengen zurückzuführen.
Das operative Konzernergebnis lag mit 108,0 Mio. € um 24,2% unter dem des ersten Halbjahres 2012|13 (142,5 Mio. €). Während im Segment Frucht das operative Ergebnis stark verbessert werden konnte, belasteten – wie erwartet – höhere Rohstoffkosten in den Segmenten Zucker und Stärke die Margen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Vorjahr (–1,0 Mio. €) war auf Reorganisationsmaßnahmen im Geschäftsbereich Frucht zurückzuführen. Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2013|14 auf –15,4 (H1 2012|13: –13,0) Mio. €, wobei einem verbesserten Zinsergebnis höhere nicht realisierte Währungsverluste gegenüberstanden. Nach einem Steueraufwand von 23,4 Mio. €, der einer Steuerquote von 25,3% (H1 2012|13: 22,5%) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 69,2 (H1 2012|13: 99,6) Mio. €. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie betrug nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile 4,59 (H1 2012|13: 6,86) €.
Im ersten Halbjahr 2013|14 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 59,3 (H1 2012|13: 59,6) Mio. €, wobei auf das Segment Zucker 23,1 (H1 2012|13: 25,8) Mio. € entfielen. Am österreichischen Standort Tulln wurde die neue Zuckerkühlung mit Beginn der Dicksaftkampagne erfolgreich in Betrieb genommen und die Laborgebäudeerweiterung der Zuckerforschung Tulln läuft planmäßig. In Kaposvár|Ungarn wird aktuell ein 60.000 Tonnen fassender Zuckersilo errichtet, dessen Erstbefüllung im Laufe der Kampagne 2013|14 vorgesehen ist. Die Ausführungsplanung für ein neues Abpackungszentrum am ungarischen Standort steht kurz vor Abschluss. In Roman|Rumänien wird an der Errichtung der Abwasserreinigungsanlage gearbeitet. In Buzău|Rumänien wurde eine Reihe von Investitionen zur Verbesserung der Logistik getätigt. So soll in diesem Geschäftsjahr die Installation einer neuen 50-kg-Abpackung, eines Palettierer-Roboters sowie einer Silokonditionierung vorgenommen werden.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im ersten Halbjahr 2013|14 21,3 (H1 2012|13: 19,4) Mio. € und flossen zum Großteil in die Fertigstellung der Weizenstärkefabrik und eines Verwaltungsgebäudes am Standort Pischelsdorf| Österreich sowie in die Verbesserung der Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknung. Bei der ungarischen Beteiligung HUNGRANA erfolgten Investitionen in das Projekt "Wasserfreies Ethanol" sowie in eine neue 5-Megawatt-Gasturbine. Im Werk Aschach|Österreich wurde mit der Kapazitätserweiterung der Wachsmaisderivateproduktion begonnen.
1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.
2 Ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
3 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter
Im Segment Frucht wurden 14,9 (H1 2012|13: 14,4) Mio. € investiert. Das Hauptprojekt in diesem Segment ist heuer die Errichtung des neuen Fruchtzubereitungswerkes im Bundesstaat New York|USA. Die Fundierungsarbeiten starteten bereits im Juni und die Fertigstellung ist für das zweite Kalenderquartal 2014 geplant. In der Ukraine wurde eine zusätzliche Linie für Fruchtzubereitungen installiert. Zudem vergrößerte das weltweite Absatzwachstum bei Fruchtzubereitungen den Bedarf an Edelstahlcontainern für den Transport. AGRANA investierte zudem in die geplante Harmonisierung der IT- und Warenwirtschaftssysteme in Folge der Integration der Ybbstaler-Gesellschaften in die Austria Juice sowie in eine Erweiterung der Verarbeitungskapazität am Juice-Standort Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich.
Der Cashflow aus dem Ergebnis folgte der schwächeren operativen Ergebnisentwicklung und sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 24,3% auf 111,3 (H1 2012|13: 147,1) Mio. €. Nach einem im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres stärkeren Abbau des Working Capitals (–96,5 Mio. €; H1 2012|13: –63,8 Mio. €) belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2013|14 auf 207,1 (H1 2012|13: 210,2) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug –58,6 (H1 2012|13: –49,9) Mio. €. Nach der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012|13 wurde ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –99,5 (H1 2012|13: –93,6) Mio. € ausgewiesen.
Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2013 leicht reduzierten Bilanzsumme von 2,44 Mrd. € legte die Eigenkapitalquote von 47,0% auf 49,8% zu.
Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen, konnten saisonal bedingt die Vorräte stark abgebaut werden, was in Summe zu einem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte führte. Die Reduktion der langfristigen Schulden war auf den Abbau langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden sanken vor allem aufgrund der erfolgten Rübengeldzahlungen und der Produktionsabgabenzahlung.
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2013 lagen mit 397,8 Mio. € um 85,9 Mio. € deutlich unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2012|13 (483,7 Mio. €). Folglich lag das Gearing zum Quartalsstichtag mit 32,8% deutlich unter dem Wert per 28. Februar 2013 (39,9%).
| Kennzahlen zur Aktie | H1 |
|---|---|
| 2013 14 | |
| Höchstkurs zum 12.Juni 2013 | 115,10 € |
| Tiefstkurs zum 14. August 2013 | 94,50 € |
| Ultimokurs zum 31. August 2013 | 97,98 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 79,20 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.391,5 Mio. € |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 101,50 € in das Geschäftsjahr 2013|14. Bei einem gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten durchschnittlichen Handelsvolumen von knapp 1.500 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) notierte die Aktie in einem nach wie vor volatilen Umfeld zum Quartalsstichtag bei einem Wert von 97,98 €, was einem Minus von 3,47% entspricht. Während am 12.Juni noch ein neues Allzeithoch von 115,10 € verzeichnet werden konnte, bewegte sich der Aktienkurs der AGRANA seit Mitte Juli wieder bei einem Niveau zwischen 95 € und 100 €. Der österreichische Leitindex (ATX) entwickelte sich im Berichtszeitraum ebenfalls leicht negativ (–1,53%).
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Homepage www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 31. August 2013 1.391,5 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.
Bei der am 5.Juli 2013 abgehaltenen 26. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2012|13 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,60 (2011|12: 3,60) € beschlossen; die Auszahlung erfolgte im Juli 2013.
In der dritten Schätzung vom August 2013 geht das Analyseunternehmen F.O. Licht für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2012|13 (Oktober 2012 bis September 2013) von Überschüssen in der Weltzuckerbilanz aus. Bei einem Konsum von 170,1 (ZWJ 2011|12: 166,2) Mio. Tonnen wird eine Gesamterzeugung von 183,8 (2011|12: 175,2) Mio. Tonnen Zucker erwartet. Gegenüber dem Vorjahr würde dies einen Produktionszuwachs von 8,6 Mio. Tonnen und einen Anstieg der Weltlagerbestände um 9,4 Mio. Tonnen bei einem Nachfrageanstieg um 3,9 Mio. Tonnen bedeuten.
06 Wiederkehrende Nachrichten über die schwankenden klimatischen Verhältnisse in Brasilien führten zu erhöhter Unsicherheit an den Rohstoffmärkten mit entsprechenden Volatilitäten des Weltmarktpreises für Zucker in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2013.
Lag die Notierung für Rohzucker zu Beginn des Berichtszeitraums am 1.März 2013 bei 395 USD bzw. 303 € je Tonne, so notierte Rohzucker am Ende des Berichtszeitraums bei 360 USD bzw. 272 € je Tonne. Weißzucker wurde zu Geschäftsjahresbeginn bei 514 USD bzw. 395 € je Tonne und am Ende des Berichtszeitraums bei 478 USD bzw. 361 € je Tonne gehandelt.
Die Europäische Kommission hat im ZWJ 2012|13 wie auch schon im Vorjahr zwei außerordentliche Maßnahmen zur Erhöhung der Marktversorgung (EU-Quotenzucker-Bestände) beschlossen. Mittels einer Dauerausschreibung für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz wurden im ZWJ 2012|13 rund 550.000 Tonnen Zucker für den zollbegünstigten Import freigegeben. Zudem wurden vier Tranchen Nicht-Quotenzucker zu jeweils 150.000 Tonnen in Quotenzucker "umgewandelt" und an den EU-Food-Markt geliefert. Somit wurden insgesamt 1.150.000 Tonnen Zucker zusätzlich in den Markt gebracht.
Gleichzeitig hat die Europäische Kommission Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker freigegeben. Insgesamt standen im ZWJ 2012|13 1,35 Mio. Tonnen an Exportlizenzen zur Verfügung (dies entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation, WTO). Für das ZWJ 2013|14 wurde bereits im April 2013 ein vorläufiges Exportvolumen von 650.000 Tonnen festgelegt, das bei Bedarf bis zum maximalen Exportlimit der WTO erhöht werden könnte.
Das EU-Parlament und der EU-Agrarministerrat haben im Rahmen der Verhandlungen zur Verlängerung der Gemeinsamen Agrarpolitik bis 2020 den Vorschlag der EU-Kommission, die Quoten- und Rübenmindestpreisregelungen bereits nach dem ZWJ 2014|15 auslaufen zu lassen, korrigiert und sich auf eine Verlängerung bis zum Ende des ZWJ 2016|17 geeinigt.
Nach dem Auslaufen der Zucker- und Isoglukosequoten und der Regelungen betreffend Rübenmindestpreis zum 30. September 2017 sieht die neue Marktordnung für den Binnenmarkt – neben einer Referenzschwelle für Weißzucker von 404 € je Tonne – die Möglichkeit einer staatlich finanzierten privaten Lagerhaltung sowie eine Vertragspflicht zwischen Rübenanbauern und Zuckerindustrie vor. Auf dieser Basis müssen sich alle Akteure in der Wertschöpfungskette Zucker darauf einstellen, dass die Mengenund Preisvolatilität des Weltmarktes noch stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt durchschlägt.
Der Außenschutz des EU-Zuckermarktes gegenüber Drittländern bleibt unverändert. AGRANA erwartet darüber hinaus, dass die Zuckerexporte nach Wegfall der Quoten zukünftig keiner Mengenbegrenzung mehr unterliegen.
Die Zuckerrübenflächen der AGRANA-Gruppe wurden für das ZWJ 2013|14 neuerlich auf über 103.000 Hektar ausgeweitet, wobei in Österreich rund 600 Hektar für den biologischen Anbau vorgesehen wurden. Aufgrund der teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen in den Frühjahrs- und Sommermonaten sind in allen Ländern, in denen für AGRANA angebaut wurde, nur durchschnittliche Rübenerträge zu erwarten. Die Ernte begann in Österreich, Ungarn und in der Slowakei um den 10. September 2013, in den anderen Ländern wurde die Kampagne zum Ende der dritten September-Woche gestartet.
| Finanzkennzahlen | H1 | H1 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 603,1 Mio. € | 634,0 Mio. € |
| EBITDA | 46,6 Mio. € | 76,5 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 38,2 Mio. € | 71,2 Mio. € |
| Operative Marge | 6,3% | 11,2% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 23,1 Mio. € | 25,8 Mio. € |
| Finanzkennzahlen | Q2 | Q2 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2013 14 | |
| Umsatzerlöse | 297,4 Mio. € | 327,2 Mio. € |
| EBITDA | 21,5 Mio. € | 39,3 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 17,1 Mio. € | 36,6 Mio. € |
| Operative Marge | 5,7% | 11,2% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 14,3 Mio. € | 17,4 Mio. € |
Erwartungsgemäß lagen Absatz, Umsatz und Ergebnis im Segment Zucker im ersten Halbjahr 2013|14 unter Vorjahr.
Die Umsatzerlöse gingen insbesondere aufgrund der etwas geringeren Quotenzuckerabsätze und einem schwächeren Exportgeschäft in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres im Vorjahresvergleich um 30,9 Mio. € zurück. Während die Zuckerverkaufsmengen leicht rückläufig waren, blieben die Umsätze bei Nebenprodukten und sonstigen Produkten konstant.
Das operative Ergebnis von 38,2 Mio. € lag wie erwartet deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau (71,2 Mio. €), was vor allem auf die insgesamt stark gestiegenen Rohstoffkosten (Rübe) zurückzuführen war.
Der Internationale Getreiderat (IGC1) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2013|14 auf 1,93 (2012|13: 1,79) Mrd. Tonnen und damit über dem erwarteten Verbrauch. Bei Weizen wird eine Produktion von 693 (2012|13: 655) Mio. Tonnen und bei Mais von 943 (2012|13: 863) Mio. Tonnen erwartet. Die Verbrauchsschätzung ergibt für Weizen einen weltweiten Bedarf von 687 Mio. Tonnen und für Mais von 917 Mio. Tonnen. Es wird daher vor allem bei Mais wieder zu einem Aufbau der globalen Lagerbestände kommen.
Aufgrund dieser guten Ernteaussichten sanken die Rohstoff-Notierungen für Weizen und Mais in den letzten Monaten deutlich. Die Futures an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext) notierten Ende August 2013 bei Weizen auf Termin November bei knapp unter 190 € je Tonne und bei Mais bei 170 € je Tonne, während diese Notierungen ein Jahr zuvor bei rund 264 € bzw. 254 € je Tonne lagen.
Die Getreideproduktion in Österreich exklusive Körnermais wird laut AMA (Agrarmarkt Austria) bei rund 3,2 (2012|13: 2,5) Mio. Tonnen liegen und damit um ca. 27% höher als im Vorjahr sein. Bei Körnermais wird dagegen ein Rückgang der Erzeugung um rund 20% auf 1,9 Mio. Tonnen erwartet.
Am 29. August wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd| Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2013 begonnen. Durch ungünstige Witterungsbedingungen (nasskaltes Frühjahr bzw.Hochwasser und extreme Hitze im Sommer) wird eine Erntemenge von nur rund 70% der kontrahierten Menge bzw.rund 165.000 (2012|13: 230.000) Tonnen – inkl. Bio-Stärkeindustriekartoffeln – erwartet. Ein im Vergleich zum Vorjahr ähnlicher Stärkegehalt von rund 19% sollte zu einer Kartoffelstärkeproduktion von rund 37.000 (2012|13: 48.000) Tonnen führen.
Die Nassmais-Übernahme in der Maisstärkefabrik Aschach| Österreich hat am 5. September begonnen. Es wird mit einer gegenüber dem Vorjahr geringeren Nassmaismenge von rund 90.000 Tonnen bis Ende November gerechnet. Anschließend wird auf die Verarbeitung mit Trockenmais umgestellt. Im ersten Halbjahr 2013|14 betrug die Maisverarbeitung rund 204.000 Tonnen und lag auf Vorjahresniveau.
Bei der ungarischen Tochtergesellschaft HUNGRANA begann die Nassmaiskampagne am 20. August 2013. Gegenüber dem Vorjahr wird eine höhere Nassmaisverarbeitung von über 200.000 (2012|13: 159.000) Tonnen erwartet. Im ersten Halbjahr 2013|14 (März bis August) betrug die Maisverarbeitung rund 535.000 Tonnen (davon 50% AGRANA-Anteil) und lag etwas unter Vorjahresniveau. In Rumänien startete die Nassmaiskampagne Anfang September. Zuvor wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013|14 rund 28.000 (H1 2012|13: 23.000) Tonnen Trockenmais verarbeitet.
Als Rohstoffe für die Bioethanolerzeugung in Pischelsdorf| Österreich wurden im ersten Halbjahr 2013|14 Getreide (Weizen, Tritikale) und Mais im Verhältnis von etwa 45:55 eingesetzt. Die Gesamtverarbeitung (inkl.Weizenstärkeanlage) lag für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres bei rund 306.000 (H1 2012|13: 271.000) Tonnen. Mitte September begann auch hier die Verarbeitung von Nassmais. Dessen Verarbeitungsmenge (70.000 Tonnen) wird gegenüber dem Vorjahr (116.000 Tonnen) geringer erwartet.
| Finanzkennzahlen | H1 | H1 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 443,6 Mio. € | 395,7 Mio. € |
| EBITDA | 39,6 Mio. € | 58,0 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 26,3 Mio. € | 46,5 Mio. € |
| Operative Marge | 5,9% | 11,8% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 21,3 Mio. € | 19,4 Mio. € |
| Finanzkennzahlen | Q2 | Q2 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 223,3 Mio. € | 203,3 Mio. € |
| EBITDA | 17,2 Mio. € | 28,0 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 9,7 Mio. € | 22,5 Mio. € |
| Operative Marge | 4,3% | 11,1% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 12,1 Mio. € | 10,7 Mio. € |
Der Umsatz im ersten Halbjahr 2013|14 in der Höhe von 443,6 Mio. € lag um 12,1% über dem Vorjahr (395,7 Mio. €). Der Umsatzanstieg wurde vor allem durch höhere Verkaufspreise und -mengen für Nebenprodukte sowie durch gestiegene Verkaufsmengen für insbesondere Verzuckerungsprodukte und Bioethanol hervorgerufen. Die Verkaufspreise für Hauptprodukte lagen nur knapp über dem Vorjahr.
Das operative Ergebnis in der Höhe von 26,3 Mio. € lag deutlich unter dem Vorjahreswert von 46,5 Mio. €. Die rückläufige Ergebnisentwicklung war durch geringere Ergebnis-
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
08 beiträge aller Einzelgesellschaften begründet. Die gestiegenen Rohstoffaufwendungen konnten infolge des intensiveren Wettbewerbes verkaufspreisseitig nicht kompensiert werden. Darüber hinaus führte die Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik am Standort Pischelsdorf|Österreich zu den erwarteten Anlaufverlusten. Die rückläufige Ergebnisentwicklung bei einem höheren Umsatz führte zu einem Rückgang der operativen Marge von 11,8% auf 5,9%.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt angespannt. Somit ist von einem bestenfalls stagnierenden Fruchtjoghurtmarkt in der EU auszugehen. Außerhalb von Europa hingegen wächst der Fruchtjoghurtmarkt um 3% bis 5%. Neben dem steigenden Pro-Kopf-Verbrauch spielen auch Produkte mit einem höheren Fruchtanteil teilweise eine große Rolle. Dieser Trend zu höherwertigen Produkten findet vor allem in Schwellenländern Lateinamerikas und Asiens statt. In den USA ist weiterhin eine steigende Nachfrage insbesondere nach "Greek Yoghurts", ebenfalls mit hohem Fruchtanteil, zu verzeichnen.
Die Konsumentwicklung in Westeuropa (im Wesentlichen Deutschland) bei hochfruchtsafthaltigen Getränken ist tendenziell leicht rückläufig. Das erste Quartal war vor allem in Deutschland von niedrigen Temperaturen und Dauerregen geprägt, was auch in vielen Regionen zu einem geringeren Konsum geführt hat. Der wetterseitig sehr gute Sommer konnte das kühle Frühjahr im Wesentlichen ausgleichen, was insgesamt zu einem durchschnittlichen ersten Halbjahr führte. Die alkoholfreie Getränkeindustrie ist weiterhin von Konsolidierungstendenzen geprägt. In den USA haben sich in den letzten Monaten aufgrund des deutlichen Preisverfalls bei chinesischem Apfelsaftkonzentrat die Importmengen aus China im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wurden die Winterund Frühjahrsernten bei Erdbeeren gemäß den Erwartungen mit gutem Ertrag und Preisen unter Vorjahr abgeschlossen. Zu Jahresbeginn gab es bei tropischen Früchten leichte Preissteigerungen, die durch spezifische Sortenanforderungen und Währungskursentwicklung begründet waren.
Die Sommerernten in der kontinentalen Klimazone brachten aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode und der damit verbundenen Ernteausfälle Preissteigerungen bei Beerenfrüchten mit sich; im Speziellen waren Himbeere und Brombeere betroffen. Erdbeeren aus Polen und China wurden
entsprechend der geplanten Preiserwartungen kontrahiert, ebenso Heidelbeeren. Durch geringere Ernteaufkommen in Griechenland wurden Pfirsich und Aprikose in Europa teurer.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurden im abgelaufenen Halbjahr in Polen saisonbedingt lediglich sogenannte "Winteräpfel" zu Direktsaft verarbeitet. Die Verarbeitung von Beeren verlief für die Juice-Gesellschaften zufriedenstellend, die geplanten Volumina konnten produziert und vermarktet werden.
Die Apfelernte in Polen hat im September begonnen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen die für die Industrie verfügbaren Pressobstmengen deutlich unter dem Vorjahr und auch unter den Erwartungen für dieses Jahr.
| Finanzkennzahlen | H1 | H1 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 627,6 Mio. € | 573,4 Mio. € |
| EBITDA | 61,1 Mio. € | 42,1 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 43,4 Mio. € | 24,8 Mio. € |
| Operative Marge | 6,9% | 4,3% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 14,9 Mio. € | 14,4 Mio. € |
| Finanzkennzahlen | Q2 | Q2 |
| Segment Frucht | 2013 14 | 2012 13 |
| Umsatzerlöse | 302,0 Mio. € | 298,0 Mio. € |
| EBITDA | 28,2 Mio. € | 22,1 Mio. € |
| Operatives Ergebnis | 19,3 Mio. € | 12,5 Mio. € |
| Operative Marge | 6,4% | 4,2% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Halbjahr 2013|14 um 9,5% auf 627,6 Mio. € zu. Der Absatz von Fruchtzubereitungen konnte um rund 8% gesteigert werden. Die größten Mengenzuwächse wurden in Nordamerika und Asien erzielt, aber auch in Europa konnten die Verkaufsvolumina erhöht werden. Die Verkaufspreise waren, auch beeinflusst durch den stärkeren Euro, leicht rückläufig. Die positive Umsatzentwicklung im Bereich Fruchtsaftkonzentrate war vor allem auf eine höhere Absatzmenge von Apfelsaftkonzentrat (auch aufgrund der im ersten Quartal des Vorjahres noch nicht enthaltenen Ybbstaler-Mengen) zurückzuführen.
Das operative Ergebnis lag mit 43,4 Mio. € um 75,0% über dem Vorjahreswert von 24,8 Mio. €. Die operative Marge betrug 6,9% und konnte somit um 2,6 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Ausschlaggebend dafür war der Umsatzanstieg durch höhere Verkaufsvolumina sowie durch Reorganisationseffekte in Europa im Fruchtzubereitungsgeschäft. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft konnte das operative Ergebnis aufgrund der Kontraktsituation aus der Vorjahreskampagne und aufgrund der im ersten Quartal angefallenen Zusatzerträge durch die Ybbstaler-Gesellschaften gesteigert werden.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2012|13 auf den Seiten 69 bis 73 umfassend dargestellten Risiken.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Vertrauenskrise am europäischen Kapitalmarkt sind das allgemeine Forderungsausfallrisiko sowie Währungsrisiken gestiegen. Zur Kontrolle dieser Risiken wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.
Durch die zielgerichtete Aufarbeitung der im Vorjahr ergebnisbelastenden Unregelmäßigkeiten bei AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. wurde das Vertrauen in die Ordnungsmäßigkeit der lokalen Geschäftsabläufe wieder hergestellt. Um zukünftig einen derartigen Fall bei einer Gesellschaft des AGRANA-Konzerns zu verhindern, wurde das Kontrollund Überprüfungssystem – sowohl intern als auch extern – weiter ausgebaut und verschärft. Die Deckungsfrage mit der Versicherung ist weiterhin in Verhandlung.
Nach dem Bilanzstichtag am 31. August 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2013|14 weiterhin von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz, der primär auf Absatzzuwächse zurückzuführen ist, aus. Das operative Konzernergebnis wird in Anbetracht des bisherigen Geschäftsverlaufes unter dem der letzten beiden sehr guten Geschäftsjahre liegen.
Im Segment Zucker wird mit einer stabilen Umsatzentwicklung durch den Ausbau der starken Marktposition in Mittel- und Südosteuropa gerechnet; für die Raffination bestehen bereits gute Beziehungen zu den wesentlichen Rohzuckerlieferanten. Im dritten Quartal (September bis November) wird mit einem weiter etwas rückläufigen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Für das Gesamtjahr geht AGRANA aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufes von einem deutlich geringeren Ergebnis als in den beiden vorangegangenen Rekordjahren aus.
Im Segment Stärke wird vor allem aufgrund der im Juni in Betrieb genommenen Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf| Österreich mit einem deutlichen Umsatzanstieg gerechnet. Bei einer stabilen Marktnachfrage nach Stärkeprodukten, sowohl im technischen Bereich als auch bei Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten werden tendenziell rückläufige Verkaufspreise erwartet. Neben einem größeren Angebot an Stärkeprodukten am Markt führen niedrigere Rohstoffkosten für Getreide und Mais zu einem Druck auf der Verkaufsseite. Bei kartoffelbasierten Produkten sind hingegen aufgrund der schlechten Ernte in Mitteleuropa eine Angebotsverknappung und damit einhergehende Preissteigerungen absehbar. Insgesamt erwartet AGRANA, dass sich das operative Ergebnis des ersten Halbjahres 2013|14 im Segment Stärke in den nächsten sechs Monaten vor allem durch den Effekt der neuen Ernte deutlich verbessert, wenngleich das Niveau des Geschäftsjahres 2012|13 auch aufgrund der Anlaufverluste der Weizenstärkefabrik nicht erreicht werden wird.
Im Segment Frucht wird, basierend auf dem guten ersten Halbjahr, für das Geschäftsjahr 2013|14 eine positive Entwicklung beim Umsatz und ein deutlich höheres operatives Ergebnis erwartet. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wird auch im zweiten Halbjahr ein Umsatz- und Ergebniswachstum, getrieben von dynamischen Absatzentwicklungen außerhalb Europas sowie leichten Marktanteilssteigerungen in Europa, gesehen. Das operative Ergebnis wird auf Gesamtjahressicht bei insgesamt stabilen Rohstoffpreisen durch steigende Verkaufsvolumina und Kosteneinsparungen in den Abläufen zulegen können. Bei Fruchtsaftkonzentraten wird von einer geringeren Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat im zweiten Halbjahr ausgegangen. Auf Gesamtjahressicht wird mit einer Umsatzentwicklung leicht über Vorjahresniveau und weiterhin zufriedenstellenden Margen gerechnet.
Im Geschäftsjahr 2013|14 wird in allen drei Segmenten mit insgesamt rund 140 Mio. € wieder deutlich über Abschreibungsniveau investiert, wodurch der langfristige Wachstumskurs nachhaltig unterstützt werden soll.
| 2.Quartal | 1.Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| (1.Juni–31. August) | (1.März–31. August) | |||
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 2013 14 | 2012 13 | 2013 14 | 2012 13 |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| Umsatzerlöse | 822.730 | 828.496 | 1.674.339 | 1.603.130 |
| Bestandsveränderungen | –124.389 | –119.167 | –309.404 | –285.967 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.530 | 146 | 2.501 | 1.279 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.732 | 12.383 | 9.929 | 18.470 |
| Materialaufwand | –485.354 | –472.189 | –927.491 | –850.618 |
| Personalaufwand | –67.505 | –66.233 | –135.801 | –127.004 |
| Abschreibungen | –20.481 | –18.204 | –38.996 | –34.078 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –86.101 | –94.638 | –167.065 | –183.673 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 46.162 | 70.594 | 108.012 | 141.539 |
| Finanzerträge | 3.215 | 3.797 | 5.968 | 6.505 |
| Finanzaufwendungen | –10.774 | –7.173 | –21.408 | –19.537 |
| Finanzergebnis | –7.559 | –3.376 | –15.440 | –13.032 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 38.603 | 67.218 | 92.572 | 128.507 |
| Ertragsteuern | –9.351 | –15.136 | –23.393 | –28.949 |
| Konzernperiodenergebnis | 29.252 | 52.082 | 69.179 | 99.558 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 27.613 | 50.339 | 65.200 | 97.479 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 1.639 | 1.743 | 3.979 | 2.079 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | ||||
| (unverwässert und verwässert) | 1,94 € | 3,54 € | 4,59 € | 6,86 € |
| 2.Quartal | 1.Halbjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (1.Juni–31. August) | (1.März–31. August) | ||||
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 2013 14 | 2012 13 | 2013 14 | 2012 13 | |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | ||
| Konzernperiodenergebnis | 29.252 | 52.082 | 69.179 | 99.558 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | |||||
| – Währungsdifferenzen | –11.224 | 16.923 | –15.937 | 7.773 | |
| – zur Veräußerung verfügbaren Finanz- | |||||
| instrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern | –86 | 177 | 114 | 117 | |
| – Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern | 690 | 4.884 | –214 | 5.476 | |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –10.620 | 21.984 | –16.037 | 13.366 | |
| – Veränderung versicherungsmathematischer | |||||
| Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensions- | |||||
| zusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) | |||||
| nach latenten Steuern | 63 | –2 | 9 | –14 | |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital | |||||
| erfasste Erträge und Aufwendungen | –10.557 | 21.982 | –16.028 | 13.352 | |
| Gesamtperiodenergebnis | 18.695 | 74.064 | 53.151 | 112.910 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 17.477 | 69.170 | 50.509 | 107.375 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 1.218 | 4.894 | 2.642 | 5.535 |
| KONZERNBILANZ | Stand am | Stand am | |
|---|---|---|---|
| 31.08.2013 | 28.02.20131 | ||
| in t¤ | in t¤ | ||
| AKTIVA | |||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 246.515 | 249.338 | |
| Sachanlagen | 698.931 | 685.481 | |
| Wertpapiere | 105.476 | 105.264 | |
| Beteiligungen | 5.739 | 5.745 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 28.656 | 18.945 | |
| Aktive latente Steuern | 35.176 | 33.137 | |
| 1.120.493 | 1.097.910 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 540.515 | 851.492 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 567.993 | 472.084 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 16.687 | 11.271 | |
| Wertpapiere | 38 | 1.198 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 190.684 | 144.409 | |
| 1.315.917 | 1.480.454 | ||
| Summe Aktiva | 2.436.410 | 2.578.364 | |
| PASSIVA | |||
| A. | Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 610.216 | 611.257 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.124.788 | 1.125.829 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 88.356 | 86.060 | |
| 1.213.144 | 1.211.889 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 58.846 | 58.844 | |
| Übrige Rückstellungen | 15.681 | 15.179 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 396.445 | 428.788 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.843 | 2.283 | |
| Passive latente Steuern | 18.409 | 14.368 | |
| 492.224 | 519.462 | ||
| C. | Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 26.526 | 29.186 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 297.554 | 305.802 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 367.821 | 471.421 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 39.141 | 40.604 | |
| 731.042 | 847.013 | ||
| Summe Passiva | 2.436.410 | 2.578.364 |
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | 2013 14 | 2012 13 |
|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1.März–31. August) | in t¤ | in t¤ |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 111.251 | 147.103 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –674 | –713 |
| Veränderung des Working Capital | 96.492 | 63.795 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 207.069 | 210.185 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –58.648 | –49.933 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –99.495 | –93.597 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 48.926 | 66.655 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –2.651 | 1.264 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 144.409 | 98.504 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 190.684 | 166.423 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital | Nicht be- | Summe |
|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1.März–31. August) | der AGRANA- | herrschende | |
| Aktionäre | Anteile | ||
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| GESCHÄFTSJAHR 2013 14 | |||
| Stand am 1. März 2013 (veröffentlicht) | 1.126.036 | 86.060 | 1.212.096 |
| Anpassungen gemäß IAS 8 | –207 | 0 | –207 |
| Stand am 1. März 2013 (angepasst) | 1.125.829 | 86.060 | 1.211.889 |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | –100 | –100 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 10 | –1 | 9 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | –14.701 | –1.236 | –15.937 |
| Sonstige Ergebnisse | –14.691 | –1.337 | –16.028 |
| Konzernperiodenergebnis | 65.200 | 3.979 | 69.179 |
| Gesamtperiodenergebnis | 50.509 | 2.642 | 53.151 |
| Dividendenausschüttung | –51.127 | –886 | –52.013 |
| Sonstige Veränderungen | –423 | 540 | 117 |
| Stand am 31. August 2013 | 1.124.788 | 88.356 | 1.213.144 |
| GESCHÄFTSJAHR 2012 13 | ||
|---|---|---|
| -- | ----------------------- | -- |
| Stand am 1. März 2012 (veröffentlicht) | 1.039.472 | 33.516 | 1.072.988 |
|---|---|---|---|
| Anpassungen gemäß IAS 8 | –233 | 0 | –233 |
| Stand am 1. März 2012 (angepasst) | 1.039.239 | 33.516 | 1.072.755 |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 3.595 | 1.998 | 5.593 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 16 | –30 | –14 |
| Gewinn aus Währungsumrechnung | 6.285 | 1.488 | 7.773 |
| Sonstige Ergebnisse | 9.896 | 3.456 | 13.352 |
| Konzernperiodenergebnis | 97.479 | 2.079 | 99.558 |
| Gesamtperiodenergebnis | 107.375 | 5.535 | 112.910 |
| Dividendenausschüttung | –51.127 | –1.315 | –52.442 |
| Sonstige Veränderungen | –1.738 | 44.781 | 43.043 |
| Stand am 31. August 2012 | 1.093.749 | 82.517 | 1.176.266 |
| SEGMENTBERICHT | 2013 14 | 2012 13 | 2013 14 | 2012 13 | |
|---|---|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr | in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| (1.März–31. August) | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||||
| Zucker | 645.107 | 674.936 | Zucker | 38.247 | 71.247 |
| Stärke | 449.131 | 400.550 | Stärke | 26.324 | 46.469 |
| Frucht | 627.862 | 574.135 | Frucht | 43.441 | 24.774 |
| Konzern | 1.722.100 | 1.649.621 | Operatives Ergebnis | 108.012 | 142.490 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | –951 | |||
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 108.012 | 141.539 | |||
| Umsätze zwischen | Investitionen in Sachanlagen und | ||||
| den Segmenten | immaterielle Vermögenswerte1 | ||||
| Zucker | –41.958 | –40.890 | Zucker | 23.139 | 25.772 |
| Stärke | –5.543 | –4.824 | Stärke | 21.253 | 19.423 |
| Frucht | –260 | –776 | Frucht | 14.924 | 14.441 |
| Konzern | –47.761 | –46.490 | Konzern | 59.316 | 59.636 |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 603.149 | 634.046 | Zucker | 2.154 | 2.105 |
| Stärke | 443.588 | 395.726 | Stärke | 999 | 939 |
| Frucht | 627.602 | 573.359 | Frucht | 5.766 | 5.475 |
| Konzern | 1.674.339 | 1.603.130 | Konzern | 8.919 | 8.519 |
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2013 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-AG zum 31. August 2013 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2013 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der ARGANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. September 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Geschäftsbericht 2012|13 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren erstmalig die folgenden im Geschäftsjahr 2013|14 gültigen Standards und Interpretationen anzuwenden:
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (revised 2011): Die wesentliche Anpassung des IAS 19 bestand in der ausschließlich erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in den sonstigen Eigenkapitalposten; diese Anpassung wurde bereits im Geschäftsjahr 2011|12 im Rahmen des damals gültigen IAS 19 vorgenommen. Die Anpassungen in den ersten beiden Quartalen 2013|14 betreffen die Korrektur von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, welche eine Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen bewirkt. Die Anpassungen wurden retrospektiv ab Beginn des Geschäftsjahres 2012|13 vorgenommen.
14 In der Eröffnungsbilanz zum 1.März 2012 haben die Anpassungen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen um 349,5 t€ geführt. Daneben waren aktive latente Steuern in Höhe von 116,5 t€ zu bilden. Die Anpassungen verringerten das Konzern-Eigenkapital um 233,0 t€. Die Anpassungen in der Gewinnund Verlustrechnung 2012|13 werden entsprechend ihres wesentlichen Anfalls erst am Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Dabei wird sich eine Verringerung des Personalaufwandes 2012|13 um 39,4 t€ und eine Erhöhung des Jahresüberschusses von insgesamt 26,2 t€ ergeben. Die daraus resultierende Anpassung der passiven latenten Steuern in Höhe von 13,1 t€ wurde bereits im ersten Quartal 2013|14 erfasst. Alle genannten Effekte haben aufgrund von Zahlungsunwirksamkeit keinen Einfluss auf die Geldflussrechnung.
Der geänderte IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) sowie der erstmalig anzuwendende IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) haben in Verbindung mit dem geänderten IAS 34 (Zwischenberichterstattung) zu weiteren Angaben zu Finanzinstrumenten und zur Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert geführt, die im Kapitel "Finanzinstrumente" dargestellt sind.
Der geänderte IAS 12 (Ertragsteuern) sowie der erstmalig anzuwendende IFRIC 20 (Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2013 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2012|13 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Im ersten Halbjahr 2013|14 kam es zu keiner wesentlichen Veränderung des Konsolidierungskreises.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2013|14 108,0 (H1 2012|13: 141,5) Mio. €.
Das Finanzergebnis belief sich auf –15,4 (H1 2012|13: –13,0) Mio. € und resultierte vor allem aus dem Zins- und dem Währungsergebnis.
Der Konzernperiodenüberschuss betrug 69,2 (H1 2012|13: 99,6) Mio. €.
Von Anfang März bis Ende August 2013 stieg der Finanzmittelbestand um 46,3 Mio. € auf 190,7 Mio. €.
Der Cashflow aus dem Ergebnis war mit 111,3 (H1 2012|13: 147,1) Mio. € um 35,8 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung war primär das Konzernperiodenergebnis, welches sich um –30,4 Mio. € auf 69,2 (H1 2012|13: 99,6) Mio. € verringerte. Das Working Capital wurde in der Berichtsperiode vor allem durch einen höheren Abbau der Vorräte um 96,5 (H1 2012|13: 63,8) Mio. € vermindert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Halbjahr 2013|14 207,1 (H1 2012|13: 210,2) Mio. €.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –58,6 (H1 2012|13: –49,9) Mio. € resultierte vor allem aus höheren Investitionen in Sachanlagen im Segment Zucker (vor allem in Ungarn) und im Segment Stärke (vor allem in Österreich).
Der Abbau der lang- und kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten um –48,0 Mio. € führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cash-Abfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 99,5 (H1 2012|13: 93,6) Mio. €.
Die Bilanzsumme zum 31. August 2013 lag mit 2.436,4 Mio. € um –142,0 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2012|13. Aktivseitig standen dem saisonbedingten Abbau der Vorräte erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber.
Auf der Passivseite sorgten geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten für die größte Veränderung. Mit einem Eigenkapital von 1.213,1 (28. Februar 2013 nach IAS 19-Anpassung: 1.211,9) Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote per Ende August 49,8% (28. Februar 2013: 47,0%).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative
Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.
█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| 31. AUGUST 2013 | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 20.476 | 0 | 0 | 20.476 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 277 | 277 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) | 0 | 62 | 0 | 62 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 0 | 771 | 0 | 771 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 38 | 0 | 0 | 38 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 20.514 | 833 | 277 | 21.624 |
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) | 0 | 1.379 | 0 | 1.379 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 0 | 5.800 | 0 | 5.800 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 7.179 | 0 | 7.179 |
| 31. AUGUST 2012 | ||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 21.294 | 0 | 0 | 21.294 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 278 | 278 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) | 0 | 10.442 | 0 | 10.442 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 0 | 3.638 | 0 | 3.638 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 53 | 0 | 0 | 53 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 21.347 | 14.080 | 278 | 35.705 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) | 0 | 3.475 | 0 | 3.475 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam | ||||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) | 0 | 8.976 | 0 | 8.976 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 12.451 | 0 | 12.451 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| Buchwert | Beizulegender | |
|---|---|---|
| Zeitwert | ||
| in t¤ | in t¤ | |
| 31. AUGUST 2013 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 443.831 | 447.914 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 257.132 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 168 | 185 |
| Finanzverbindlichkeiten | 693.999 | 705.231 |
| 31. AUGUST 2012 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 412.091 | 419.155 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 260.168 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 132 | 145 |
| Finanzverbindlichkeiten | 662.223 | 679.468 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.919 (H1 2012|13: 8.519) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes im Segment Frucht um rund 290 Personen ist vor allem auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in Mexiko zurückzuführen.
Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2013 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2013 verwiesen.
Nach dem Bilanzstichtag am 31. August 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Halbjahr ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
Wien, 30. September 2013
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Wirtschaftspolitik, Produktion, Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inklusive Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke
Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Interne Revision Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht
bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
| 13.Jänner 2014 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2013 14 |
|---|---|
| 9. Mai 2014 | Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2013 14 |
| 4.Juli 2014 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2013 14 |
| 9.Juli 2014 | Dividendenzahltag, Ex-Dividendentag |
| 10.Juli 2014 | Ergebnisse des ersten Quartales 2014 15 |
| 9.Oktober 2014 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2014 15 |
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Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12998 E-Mail: [email protected]
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Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
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