Quarterly Report • Jan 12, 2012
Quarterly Report
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BERICH ERSTE 2011/ HT ÜBER DIE N DREI QUARTALE /2012
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofi nanzschulden zu Eigenkapital).
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 1.952,2 m€ 1.624,4 m€ | |
| EBITDA | 256,2 m€ | 164,4 m€ |
| Operatives Ergebnis1 | 198,7 m€ | 104,8 m€ |
| Operative Marge | 10,2 % | 6,5 % |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | –1,4 m€ | 0,0 m€ |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 197,3 m€ | 104,8 m€ |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 62,7 m€ | 28,0 m€ |
| Mitarbeiter | 8.109 | 8.558 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011|12 (1. März bis 30. November 2011) um 327,8 m€ bzw. 20,2 % auf 1.952,2 (Vorjahr: 1.624,4) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren auf positive Marktentwicklungen in den Segmenten Zucker und Stärke bei etwas geringeren Absatz mengen im Bereich Frucht zurückzuführen.
Das operative Konzernergebnis lag mit 198,7 m€ um 93,9 m€ bzw. 89,6 % über dem der ersten drei Quartale 2010|11 (104,8 m€). Zu dieser außergewöhnlich guten Ergebnisentwicklung trugen vor allem die Segmente Zucker und Stärke bei. Einerseits wirkten sich die in den Vorjahren eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen positiv aus, andererseits profi tierte der Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres von den guten Marktbedingungen, insbesondere im Zucker- und Stärkegeschäft. Infolge der Auftrennung der chinesischen Joint Ventures im Fruchtsaftkonzentratbereich zwischen AGRANA und Yantai North Andre war bereits im zweiten Quartal 2011|12 ein Ergebnis aus Sondereinfl üssen in Höhe von rund –1,4 m€ auszuweisen. Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Quartalen 2011|12 auf –30,6 (Vorjahr: –20,2) m€, wobei die Veränderung gegenüber Vor jahr bei einem konstanten Zinsergebnis auf erhöhte unrealisierte Währungsverluste (vor allem in Ungarn und Polen) zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand von 37,0 m€, der einer Steuerquote von 22,2 % (Vorjahr: 23,1 %) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 129,7 (Vorjahr: 65,0) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 4,43 € auf 8,90 €.
In den ersten drei Quartalen 2011|12 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 62,7 (Vorjahr: 28,0) m€. Die auf das Segment Zucker ent fallenden 18,4 (Vorjahr: 10,3) m€ betrafen vorwiegend den Bau des
70.000 Tonnen fassenden Zuckersilos am Standort Tulln| Österreich, der Mitte Oktober in Betrieb genommen wurde. Die in Opava|Tschechien installierte, zusätzliche Schnitzelpresse und die in der Zuckerfabrik in Sereď|Slowakei erneuerte Steuerung für die Zentrifugenstation wurden rechtzeitig vor der Rübenkampagne fertiggestellt. Der neu erbaute dritte Fermenter für die Biogasanlage in Kaposvár| Ungarn wurde Anfang des Jahres 2012 erfolgreich in Betrieb genommen. Im Segment Stärke wurden 18,7 (Vorjahr: 4,9) m€, vor allem in die Realisierung der Biomasseverfeuerung und den Ausbau der Maisverarbeitungsleistung in Szabadegyháza|Ungarn, investiert. Zudem wurden Gewerbefl ächen beim österreichischen Maisstärkewerk in Aschach erworben sowie die Kapazitäten der Eindampfung im österreichischen Bioethanolwerk in Pischelsdorf erweitert. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen rund 25,6 (Vorjahr: 12,7) m€. Das neue Fertigwarenlager in Serpuchov|Russland wurde im Juni 2011 in Betrieb genommen und der Zubau für die geplante Kapazitätserwei terung ist bereits im Gange. In China wurde im August der Grundstein für das neue Fruchtzu bereitungs werk in Dachang (Produktionsverlagerung) gelegt. In Gleisdorf|Österreich nahm die zweite Produktionslinie der "Choco-Crispies" im Dezember ihren Betrieb auf. Außerdem fl oss ein größerer Betrag in den Ankauf von Edelstahlcontainern für den Fruchtzubereitungstransport. Im Konzentratbereich wurden vor allem in Polen und Ungarn Investitionen zur Betriebsoptimierung getätigt.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 57,4 % auf 209,5 (Vorjahr: 133,1) m€ und folgte damit der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Nach einem saison-, rohstoff preisund zukaufsbedingten Anstieg des Working Capitals in den ersten drei Quartalen 2011|12 um 186,8 (Vorjahr: 87,6) m€ belief sich der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 22,7 (Vor jahr: 45,6) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –62,2 (Vorjahr: –25,2) m€ bei erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögens werte. Nach einem Nettoaufbau der Finanzverbindlichkeiten und der Ausschüttung wurde ein Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von 32,1 (Vorjahr: 41,4) m€ ausgewiesen.
Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2011 um 15,4 % gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote trotz absolut verbessertem Eigenkapital von 48,7 % auf 45,0 %.
Saisonal bedingt erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte vor allem durch den kampagnebedingten Aufbau von Vorräten (primär durch zugekaufte Rohstoff e, aber auch 03
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
durch verstärkte Warenzukäufe) und es gab einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Rückgang der langfristigen Schulden war auf die Reduktion langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden stiegen vor allem aufgrund erhöhter Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten; zur Finanzierung des Working Capitals wurden auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöht.
Die Nettofi nanzschulden zum 30. November 2011 lagen mit 466,2 m€ um 83,8 m€ über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2010|11 (382,4 m€). Das Gearing zum 30. November 2011 lag mit 45,1 % über dem Wert per 28. Februar 2011 (39,4 %).
| Kennzahlen zur Aktie | Q1–Q3 |
|---|---|
| 2011 12 | |
| Höchstkurs zum 05. 07. 2011 | 86,43 € |
| Tiefstkurs zum 29. 11. 2011 | 72,50 € |
| Ultimokurs zum 30. 11. 2011 | 73,50 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 70,42 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.043,8 m€ |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,00 € in das Geschäftsjahr. Bei einem durchschnittlichen Handelsvolumen von knapp 2.200 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröff entlicht) war seit Juni nach Erhöhung der Jahresprognose für 2011|12 eine Kurssteigerung auf über 86 € zu verzeichnen. Die Schuldenkrise in Europa und den USA hat Anfang August die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt. Die AGRANA-Aktie konnte sich dieser Entwicklung zunächst nicht entziehen und fi el zwischenzeitlich auf unter 77 €, ehe sie sich in diesem turbulenten Börsenumfeld lange bei einem Niveau von über 80 € stabilisieren konnte. Seit Mitte November jedoch geriet aber auch der AGRANA-Titel unter Druck und konnte sich dem negativen Trend an der Wiener Börse, bedingt durch die internationale Vertrauenskrise am Kapitalmarkt, nicht mehr entziehen. Letztlich wies AGRANA im Zeitraum 1. März bis 30. November 2011 ein Minus von 8,13 % aus, entwickelte sich aber deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX, der in diesem Zeitraum um 36,07 % fi el. Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs.
Die Marktkapitalisierung betrug per 30. November 2011 1.043,8 m€ bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.
Die Wiener Börse berechnet und veröff entlicht seit 1. September 2011 vier neue Branchenindizes, die als handelbare
Indizes konzipiert sind und als Basiswerte für strukturierte Produkte sowie standardisierte Derivate herangezogen wer den. AGRANA notiert im Index ATX Consumer Products & Services (ATX CPS). Seit dem Startdatum der Berechnung (30. Dezember 2009; 1.000 Indexpunkte) konnte der ATX CPS zum Stichtag 30. November 2011 mit +67,54 % alle anderen drei neuen Branchenindizes (ATX Basic Industries: –7,40 %, ATX Financials: –31,57 % und ATX Industrial Goods & Services: +10,93 %) sowie den ATX Prime (–22,01 %) deutlich übertreff en.
Das Analyseunternehmen F. O. Licht geht in seiner ersten Schätzung für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2011|12 von Überschüssen in der Weltzuckerbilanz aus. Es wird eine Gesamtproduktion von 174,1 (2010|11: 165,5) Mio. Tonnen Zucker prognostiziert; bei einem Wachstum des Verbrauchs auf 163,9 (2011|12: 160,1) Mio. Tonnen wird dadurch mit einer geringen Erhöhung der Bestände gerechnet.
Diese Entwicklung wird vor allem auf den asiatischen und europäischen Raum zurückgeführt. Das asiatische Pro duktionsplus soll 3,8 Mio. Tonnen betragen, damit würden 64,8 Mio. Tonnen Zucker erzeugt. Ein signifi kanter Anstieg der Zuckerherstellung ist auch in Europa zu erwarten, wo die Gesamtproduktion um 5,1 Mio. Tonnen ansteigen soll und damit eine Menge von 29,4 Mio. Tonnen erwartet wird.
Indien wird im ZWJ 2011|12 voraussichtlich ein Nettoexporteur bleiben und könnte seine Ausfuhren noch weiter steigern, sofern die aktuellen Maßnahmen zur Produktionsverbesserung anhalten und die indische Regierung die Exportregelungen weiter lockert. In Brasilien könnten aufgrund überalterter Zuckerrohrbestände die Mengen geringer ausfallen als zuletzt erwartet, jedoch könnte der zweitgrößte Zuckerexporteur Thailand an seine hohe Vorjahresleistung anschließen.
Der weltweite Produktionsüberschuss für das ZWJ 2011|12 wird zurzeit auf rund 5,8 Mio. Tonnen geschätzt, das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 5,1 Mio. Tonnen. Diese Situation könnte zu einer Entspannung der Weltzuckerlagerstände führen, nachdem die weltweiten Zuckerläger aufgrund der schwächeren Ernten in den letzten beiden Kampagnen auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren zurückgegangen sind.
Um das Zuckerangebot am Binnenmarkt im ZWJ 2011|12 zu erhöhen, hat die Europäische Kommission vorläufi g zwei Maßnahmen getroff en. Sie genehmigte für das ZWJ 2011|12
den Verkauf von Nicht-Quotenzucker als Quotenzucker für den Food-Bereich auf dem EU-Markt. Insgesamt steht dafür zunächst eine Menge von 400.000 Tonnen zur Verfügung. Die Zuckerproduzenten haben für diese "Umwidmung" eine Abgabe in Höhe von 85 € je Tonne zu entrichten. Neben dieser Maßnahme hat die Europäische Kommission eine Dauerausschreibung für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz eröff net. Bis Dezember 2011 wurden rund 150.000 Tonnen Rohzucker zu einem reduzierten Zollsatz für den Import freigegeben.
Aufgrund der guten Zuckerproduktionszahlen innerhalb der EU hat die Europäische Kommission Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker geöff net. Insgesamt stehen für das ZWJ 2011|12 1,35 Mio. Tonnen für den Export zur Verfügung, dies entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation (WTO). Neben den Verkäufen von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie wurden somit zusätzliche Absatzmöglichkeiten für den heuer produzierten Nicht-Quotenzucker geschaff en.
Am 12. Oktober 2011 hat die EU-Kommission dem Agrarministerrat und dem EU-Parlament einen legislativen Vorschlag vorgelegt, die geltenden Quoten- und Preisregelungen nicht über den 30. September 2015 hinaus zu verlängern. Im Gegensatz dazu hatte sich das EU-Parlament bereits im Juni 2011 für eine unveränderte Fortsetzung der bisherigen Regelungen bis mindestens 2020 ausgesprochen.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 255,5 m€ | 193,9 m€ |
| EBITDA | 51,4 m€ | 22,4 m€ |
| Operatives Ergebnis | 43,7 m€ | 13,7 m€ |
| Operative Marge | 17,1 % | 7,1 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 6,6 m€ | 2,1 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Zucker | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 691,4 m€ | 560,1 m€ |
| EBITDA | 107,1 m€ | 39,9 m€ |
| Operatives Ergebnis | 94,3 m€ | 26,0 m€ |
| Operative Marge | 13,6 % | 4,6 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 18,4 m€ | 10,3 m€ |
Im dritten Quartal konnte das Segment Zucker erneut sehr gute Umsätze und Ergebnisse erwirtschaften. Insgesamt
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2011|12 um 23,4 % auf 691,4 m€ an. Sowohl im Handels- als auch Industriegeschäft wurden hohe Quotenzuckerabsätze erzielt, die aufgrund der allgemein schwierigen Versorgungslage nur durch rechtzeitige Zukäufe und Importe realisiert werden konnten. Der signifi kante Weltmarktpreisanstieg im ersten Drittel des Jahres und ein knappes Angebot an Zucker in der EU führten in allen Absatzbereichen, vor allem in Osteuropa, zu höheren Zuckerpreisen. AGRANA ist es trotz der schwierigen Umstände gelungen, alle bestehenden Vereinbarungen mit ihren Kunden hinsichtlich Mengen und Preise einzuhalten. Die zum Teil schwierige Versorgungssituation vor Kampagnenbeginn, speziell in Defi zitmärkten wie Ungarn, führte auf Kundenseite zu einem erhöhten Interesse an mittelfristigen Kontrakten.
Mit 94,3 (Vorjahr: 26,0) m€ verbesserte AGRANA das operative Ergebnis des Segments Zucker markant. Beigetragen haben dazu vor allem der verfügbare Nicht-Quotenzucker und eine rechtzeitige Zuckerbeschaff ung am Weltmarkt, eine konsequente Marktbearbeitung sowie ein fl exibles Reagieren auf die Chancen der sich ändernden Marktbedingungen, wie die zusätzlichen Importmöglichkeiten oder die Verkäufe von Nicht-Quotenzucker im EU-Lebensmittelbereich aufgrund der Freigabe durch die Europäische Kommission im ersten Halbjahr 2011|12. Erfreulich läuft auch die gute Rübenkampagne 2011|12 mit einer hohen Rübenqualität, einem frühen Kampagnestart und damit auch einer deutlich gesteigerten Produktion bis Ende November. Neben dem Rübenzuckergeschäft konnte auch das Raffi nations- und Handelsgeschäft mit deutlich besseren Margen betrieben werden.
In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für 2011 auf rund 92.000 (Vorjahr: rund 86.000) Hektar ausgeweitet. Insgesamt wurde eine Rübenmenge von mehr als 5,8 (Vorjahr: 5,4) Mio. Tonnen geerntet. Da in allen Regionen durch die günstige Witterung während der Vegetationsperiode auch der Zuckergehalt auf ein vergleichsweise hohes Niveau angestiegen ist, kann mit einer Produktion von rund 916.000 (Vorjahr: 803.000) Tonnen Rübenzucker gerechnet werden. Die Rübenerträge waren vor allem in Österreich und Tschechien sehr zufriedenstellend. Obwohl vergleichsweise geringe Niederschläge in der Slowakei, Ungarn und Rumänien (vor allem während der Monate August und September) zu Ernteausfällen führten, lagen die Rüben erträge noch über dem langjährigen Durchschnitt.
Ende September wurde in Österreich nach mehreren Verhandlungsrunden mit Beginn der neuen Rübenernte zwischen AGRANA und dem Branchenverband "Die Rübenbauern" eine Beteiligung an den gestiegenen Verkaufserlösen für Zucker fi xiert.
AGRANA BETEILIGUNGS-AG Q1–Q3 2011 | 12
Der internationale Getreiderat (IGC) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2011|12 auf 1,82 (2010|11: 1,75) Mrd. Tonnen, die damit geringfügig unter dem erwarteten Verbrauch von 1,83 Mrd. Tonnen liegen wird. Bei Weizen wird von einer Produktion von 683 (2010|11: 653) Mio. Tonnen und bei Mais von 853 (2010|11: 826) Mio. Tonnen ausgegangen. Die Verbrauchsschätzung ergibt für Weizen einen weltweiten Bedarf von 679 Mio. Tonnen und bei Mais von 861 Mio. Tonnen.
Die gesamte Getreideproduktion der Europäischen Union wird auf rund 284 (2010|11: 273) Mio. Tonnen geschätzt. Davon trägt die Weichweizenernte rund 130 Mio. Tonnen bei und ist damit höher als die Ernte 2010. Die Ausbringung der Maisernte 2011 in der EU wird bei rund 64 Mio. Tonnen erwartet, 16 % mehr als im Vorjahr.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 199,8 m€ | 152,0 m€ |
| EBITDA | 37,5 m€ | 19,2 m€ |
| Operatives Ergebnis | 32,0 m€ | 12,7 m€ |
| Operative Marge | 16,0 % | 8,4 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 11,0 m€ | 2,0 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Stärke | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 587,5 m€ | 424,6 m€ |
| EBITDA | 86,5 m€ | 62,6 m€ |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | 68,2 m€ | 43,5 m€ |
| Operative Marge | 11,6 % | 10,2 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 18,7 m€ | 4,9 m€ |
Der Umsatzzuwachs von 38,4 % im Segment Stärke in den ersten drei Quartalen 2011|12 auf 587,5 m€ war hauptsächlich auf höhere Verkaufspreise bei allen wesentlichen Hauptund Nebenproduktgruppen zurückzuführen. Mengenmäßig konnte das Vorjahr ebenfalls leicht übertroff en werden, insbesondere aufgrund höherer Absätze von Nebenprodukten. Im Bereich Bioethanol überstiegen sowohl die Verkaufspreise als auch -mengen das Vorjahresniveau. Weiters sorgte die physische Verknappung am Zuckermarkt für eine Belebung des Geschäftes mit Stärkeverzuckerungsprodukten.
Mit einem operativen Ergebnis von 68,2 m€ wurde der Vorjahreswert um 24,7 m€ deutlich übertroff en. Die höheren
Verkaufspreise bei allen Hauptprodukten konnten die gestiegenen Rohstoff preise überkompensieren und waren für die Steigerung des operativen Ergebnisses ausschlaggebend. Insbesondere die AGRANA Stärke GmbH sowie die Stärke fabriken in Ungarn und Rumänien erwirtschafteten sehr gutes Ergebnis.
Bei einer auf Vorjahresniveau liegenden Anbaufl äche von rund 5.900 Hektar betrug die Stärkekartoff elernte in Österreich im Geschäftsjahr 2011|12 rund 230.000 (Vorjahr: 186.000) Tonnen. Daraus werden voraussichtlich rund 52.500 (Vorjahr: 40.100) Tonnen Stärke gewonnen. Dieser Wert würde die Kartoff elstärkequote um rund 10 % überschreiten (Vorjahr: Unterschreitung um 16 %); die über die Quote hinausgehende Menge wird als "C-Stärke" im Export vermarktet.
Die Verarbeitung von Nassmais in Aschach|Österreich betrug ähnlich wie im Vorjahr rund 112.500 Tonnen. Bei einer Kampagnedauer von 90 (Vorjahr: 98) Tagen wurden dabei neben 101.000 Tonnen Gelbmais auch 11.500 Tonnen Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Bio-Wachsmais, Zertifi ziert Gentechnikfreier Mais) eingesetzt. Mittlerweile wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais umgestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungsmenge von rund 398.000 (Vorjahr: 384.000) Tonnen erwartet.
In der ungarischen Tochtergesellschaft HUNGRANA wird die gesamte Maisverarbeitung 2011|12 voraussichtlich 1,07 (Vorjahr: 1,04) Mio. Tonnen betragen. Die Einbringung von Nass mais wurde Ende November abgeschlossen und lag mit 215.000 Tonnen über Vorjahresniveau (190.000 Tonnen). Die Isoglukosequote der HUNGRANA beträgt rund 220.000 Tonnen.
In Rumänien wird die gesamte Maisverarbeitung im Geschäfts jahr 2011|12 voraussichtlich bei rund 42.000 (Vorjahr: 36.000) Tonnen liegen. Während der Herbstkampagne wurden wie im Vorjahr rund 12.000 Tonnen Nassmais verwendet.
Im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich wurden in der Zeit von Mitte September bis Anfang Dezember rund 85.000 (Vorjahr: 60.000) Tonnen Nassmais verarbeitet. Insgesamt werden für das laufende Geschäftsjahr rund 550.000 (Vorjahr: 530.000) Tonnen Getreide eingesetzt.
Bei Fruchtzubereitungen bleibt die Marktsituation aufgrund der starken Preisanstiege bei Molkereiprodukten schwierig; sie führte im Verbund mit der unsicheren Wirtschaftslage
zu einer allgemeinen Verunsicherung der Verbraucher und Konsumzurückhaltung bei Fruchtjoghurts. Dazu kommen Einsparungsmaßnahmen der Molkereiindustrie mit redu zierten (Frucht-)Dosierungen, gekürzten Werbebudgets und verschobenen Produktneueinführungen. Im ersten Kalenderhalbjahr 2011 lag der weltweite Fruchtjoghurtmarkt mit 0,8 % Wachstum noch leicht im Plus. Demgegenüber zeigen zuletzt veröff entlichte Marktdaten von Nielsen (The Nielsen Co.) oder IRI (Information Resources Inc.) bzw. Quartalsergebnisveröff entlichungen von Marktteilnehmern ab dem dritten Kalenderquartal zum Teil deutliche Rückgänge, ins besondere in West- und Zentraleuropa sowie in Nordamerika. Die Wachstumsraten in Osteuropa, Südamerika und Asien liegen im niedrigen einstelligen Bereich und somit deutlich unter den Erwartungen. Gleichzeitig sind die Rohstoff kosten zum Teil um bis zu 50 % gestiegen. Die damit verbundenen notwendigen Preiserhöhungen führen im stagnierenden Markt zu einer weiteren Verlangsamung der Mengenent wicklung.
Im Fruchtsaftkonzentratbereich war bereits seit dem Frühjahr 2010 eine positive Entwicklung der Weltmarktpreise festzustellen; das höhere Preisniveau hat sich auch im Jahr 2011 weiter etabliert. Im Gegensatz zu den stabilen nordamerikanischen Absatzmärkten war in Westeuropa ein leicht rückläufi ger Konsum von Fruchtsäften und Fruchtsaftgetränken erkennbar. Die Absatzmengen in Osteuropa und Südostasien entwickelten sich stabil.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 212,3 m€ | 205,2 m€ |
| EBITDA | 15,2 m€ | 22,6 m€ |
| Operatives Ergebnis | 4,8 m€ | 13,7 m€ |
| Operative Marge | 2,3 % | 6,7 % |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 |
9,6 m€ | 4,7 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Frucht | 2011 12 | 2010 11 |
| Umsatzerlöse | 673,4 m€ | 639,7 m€ |
| EBITDA | 62,6 m€ | 61,9 m€ |
| Operatives Ergebnis | 36,2 m€ | 35,4 m€ |
| Operative Marge | 5,4 % | 5,5 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 25,6 m€ | 12,7 m€ |
Der Umsatz im Segment Frucht konnte in den ersten drei Quartalen 2011|12 um 5,3 % auf 673,4 m€ gesteigert werden. Im Bereich Fruchtzubereitungen ging der Absatz in den ersten neun Monaten in einem schwierigen Marktumfeld gegen-
über Vorjahr zurück. Neben teilweise rückläufi gen Märkten lag dies am Eintritt eines neuen Wettbewerbers in Russland und Marktanteilsverlusten in Westeuropa und Nordamerika. Im besonders wettbewerbsintensiven Markt Zentraleuropa sowie in Südamerika konnte sich AGRANA gut behaupten und den Marktanteil halten. In Asien wurde ein leichter Marktanteilsanstieg verzeichnet; der Rückgang in China aufgrund niedriger Preise und neuer Joghurtprodukte ohne Fruchtanteil konnte durch Erfolge in Südkorea, Australien und Südafrika wettgemacht werden. Die neuen Fabriken in Ägypten und Südafrika haben ihre Produktion erfolgreich aufgenommen und mit der Belieferung der lokalen Märkte begonnen.
Im Bereich des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts ist der Preis für europäisches Apfelsaftkonzentrat während der letzten zwölf Monate bei einer durchschnittlichen europäischen Ernte leicht gesunken, wogegen der Preis für chinesisches Apfelsaftkonzentrat auf ein historisch hohes Niveau kletterte, da infolge der großen Nachfrage nach Tafeläpfeln auch die Preise von Pressäpfeln in China stark anstiegen. Insgesamt zeigen sich die Verkaufspreise bei Frucht saftkonzentraten weiterhin stabil, auf hohem Niveau, die Verkaufsmengen hingegen waren vor allem in den letzten Monaten etwas rückläufi g.
Das operative Ergebnis konnte in den ersten drei Quartalen 2011|12 mit 36,2 m€ leicht über dem Vorjahreswert von 35,4 m€ gehalten werden, die operative Marge ging geringfügig auf 5,4 % (Vorjahr: 5,5 %) zurück. Die in der ersten Jahreshälfte verbesserten Margen wurden durch weiter rückläufi ge Absatzmengen bei Fruchtzubereitungen und Frucht saftkonzentraten aufgezehrt, was im dritten Quartal zu einem rückläufi gen Segmentergebnis führte.
Nach 2010 waren im Kalenderjahr 2011 ebenfalls deutlich gestiegene Fruchtpreise in den größten Anbauregionen der Welt für Frühjahrs- und Sommerernten feststellbar. Bei einzelnen Früchten, wie z. B. Kirsche, Heidelbeere oder tropischer Frucht, zeigten sich extreme Preisausschläge, einerseits bedingt durch eine hohe Nachfrage am Markt, andererseits verursacht durch einen ungünstigen Witterungsverlauf. Die Herbsternten schlossen an das relativ hohe Preisniveau der Sommerernten an. Verstärkt wurde diese Entwicklung auch durch einen Nachfrageüberhang, der vor allem bei Erdbeere, Kirsche und Heidelbeere in Südamerika erkennbar war. Generell scheint sich der Markt aber zu stabilisieren, hohe Preiserwartungen der Lieferanten fi nden auf Käuferseite teilweise keine entsprechende Resonanz mehr.
Die Apfelernte war in Europa, mit Ausnahme von Ungarn, ertragsmäßig durchschnittlich, aber von sehr guter Qualität der Früchte gekennzeichnet. Europäische Bauern bedienten vorrangig den Tafelobstbereich, und leere Apfel- bzw. Apfelsaftkonzentratläger führten zu einem festen Rohstoff preis. Die Apfelverarbeitungssaison wurde in allen Betrieben, außer in Polen und China, Mitte November beendet. In diesen beiden Ländern wurde bis Mitte Dezember verarbeitet.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar. Für eine ausführ liche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2010|11 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 59 bis 63.
Wie dort bereits erläutert, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im September 2010 beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, die Feststellung eines Verstoßes gegen das Kartellgesetz. Die Beklagten halten die zugrunde liegende Beschuldigung weiterhin für unbe gründet und sehen den Bußgeldantrag vom Oktober 2011 durch die vom Kartellgericht durchgeführte Beweisaufnahme nicht bestätigt.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Vertrauenskrise am Kapitalmarkt sind das allgemeine Forderungsausfallrisiko sowie das Risiko bei Währungen gestiegen. Zur Kontrolle dieser Risiken wird das Risikomanagmentsystem kontinuierlich weiterentwickelt.
Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2011 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.
AGRANA rechnet für das Gesamtjahr 2011|12 aufgrund eines positiven Marktumfeldes und basierend auf den sehr guten Ergebnissen der ersten drei Quartale mit einem erhöhten Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. € und einem signifi kant gesteigerten operativen Ergebnis. Dieses Gewinnwachstum wird von den Segmenten Zucker und Stärke getragen. Die Verbesserung der Prozesse und die Kontraktsituation, sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig, bilden dabei das Rückgrat der weiterhin positiven Ergebnissituation.
Im Segment Zucker werden angesichts der aktuell positiven Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2011|12 ein gegenüber Vorjahr gestiegener Umsatz und ein stark verbessertes Ergebnis erwartet. Aufgrund der hohen Volatilität des Weltmarktpreises, der sich durch die Importnotwendigkeit der EU immer stärker auch auf den Binnenmarkt auswirkt, sind Prognosen mit größerer Ungenauigkeit behaftet als in den Jahren davor. Nach den ersten neun Monaten, in denen AGRANA von den Markt bedingungen, insbesondere in den osteuropäischen Märkten profi tierte, wird auch die Entwick lung für das restliche Geschäftsjahr 2011|12 positiv gesehen, wobei das vierte Quartal saisonal bedingt immer das umsatz- und ergebnisschwächste darstellt. Es ist zwar weiterhin mit höheren Rohstoff preisen zu rechnen, gleichzeitig ist aber auch das Verkaufspreisniveau gestiegen. Gestützt durch feste Weltmarktnotierungen und eine gute Auslastung aller Werke wird für das gesamte Geschäftsjahr 2011|12 mit einer deutlichen Ergebnissteige rung gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Aufgrund der positiven Entwicklungen in den ersten drei Quartalen 2011|12 wird für das Segment Stärke auch für das Gesamtjahr ein deutlich über dem Vorjahr liegender Umsatz erwartet. Im technischen Bereich, bei Isoglukose und Nebenprodukten ist auch im vierten Quartal mit einer anhaltend hohen Marktnachfrage zu rechnen. Aufgrund der Tatsache, dass die höheren Rohstoff preise in den Marktpreisen Deckung fi nden, ist AGRANA optimistisch, die operative Marge des Vorjahres im laufenden Geschäftsjahr zu übertreff en. Bedingt durch die aktuellen Entwicklungen am Zuckermarkt können im Bereich der Stärkeverzuckerungsprodukte (Glukose und Isoglukose) ebenfalls positive Ergebniseff ekte erzielt werden.
Im Segment Frucht erwartet AGRANA bei Fruchtzubereitungen im letzten Quartal 2011|12 eine Stabilisierung der Mengenentwicklung, es wird aber nicht damit gerechnet, noch das Absatzniveau des Vorjahres erreichen zu können. Mit der Umsetzung von geplanten Projekten sowie der Akquisition neuer Kunden geht AGRANA davon aus, trotz der fehlenden Marktdynamik im neuen Geschäftsjahr absatzseitig das Niveau der Vorjahre übertreff en zu können. Bei Fruchtsaftkonzentraten wird für das Geschäftsjahr 2011|12 mit einer substantiellen Ertragsverbesserung gerechnet; kostenseitig werden die Einsparungsmaßnahmen der letzten Jahre fortgesetzt. Insgesamt wird für das Segment Frucht aber für 2011|12 bei einem preisbedingt gesteigerten Umsatz ein operatives Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau erwartet. Zukünftiges Wachstum soll die geplante Fusion mit der Ybbs taler Fruit Austria GmbH bringen, mit deren Vollzug aus wettbewerbsrechtlichen Gründen allerdings erst zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2012|13 zu rechnen ist.
Im Geschäftsjahr 2011|12 wird in allen drei Segmenten mit knapp über 100 m€ wieder verstärkt investiert, um den langfristigen Wachstumskurs nachhaltig zu unterstützen.
| 3. Quartal | 1.–3. Quartal | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (1. September – 30. November) | (1. März – 30. November) | ||||
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 2011 12 | 2010 11 | 2011 12 | 2010 11 | |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | ||
| Umsatzerlöse | 667.560 | 551.036 | 1.952.229 | 1.624.382 | |
| Bestandsveränderungen | 233.842 | 163.959 | 108.122 | 5.180 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 929 | 484 | 2.276 | 2.165 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.336 | 9.246 | 26.670 | 22.479 | |
| Materialaufwand | –634.858 | –519.370 | –1.410.223 | –1.116.802 | |
| Personalaufwand | –63.911 | –67.904 | –178.043 | –170.753 | |
| Abschreibungen | –23.562 | –24.176 | –57.539 | –59.667 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –112.808 | –73.246 | –246.218 | –202.204 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 80.528 | 40.029 | 197.274 | 104.780 | |
| Finanzerträge | 2.369 | 1.528 | 4.351 | 7.350 | |
| Finanzaufwendungen | –15.096 | –5.761 | –34.938 | –27.589 | |
| Finanzergebnis | –12.727 | –4.233 | –30.587 | –20.239 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 67.801 | 35.796 | 166.687 | 84.541 | |
| Ertragsteuern | –15.820 | –8.122 | –36.997 | –19.512 | |
| Konzernperiodenergebnis | 51.981 | 27.674 | 129.690 | 65.029 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 50.365 | 26.322 | 126.459 | 62.881 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 1.616 | 1.352 | 3.231 | 2.148 | |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | |||||
| (unverwässert und verwässert) | 3,55 € | 1,85 € | 8,90 € | 4,43 € |
| 3. Quartal (1. September – 30. November) |
1.–3. Quartal (1. März – 30. November) |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 2011 12 | 2010 11 | 2011 12 | 2010 11 | |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | ||
| Konzernperiodenergebnis | 51.981 | 27.674 | 129.690 | 65.029 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | |||||
| – Währungsdiff erenzen | –21.272 | –78 | –31.991 | 1.384 | |
| – zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | –404 | –308 | –370 | –40 | |
| – Cashfl ow-Hedges | –3.442 | –2.318 | –4.145 | –3.077 | |
| – Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges | 755 | 521 | 952 | 776 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –24.363 | –2.183 | –35.554 | –957 | |
| Gesamtperiodenergebnis | 27.618 | 25.491 | 94.136 | 64.072 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 27.284 | 24.046 | 92.273 | 62.341 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 334 | 1.445 | 1.863 | 1.731 |
| KONZERNBILANZ | Stand am | Stand am | |
|---|---|---|---|
| 30. 11. 2011 | 28. 02. 2011 | ||
| in t¤ | in t¤ | ||
| AKTIVA | |||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 247.248 | 248.551 | |
| Sachanlagen | 570.499 | 577.709 | |
| Wertpapiere | 104.246 | 104.598 | |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 6.150 | 6.152 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 10.163 | 13.827 | |
| Aktive latente Steuern | 31.439 | 31.000 | |
| 969.745 | 981.837 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 766.299 | 528.241 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 489.334 | 400.107 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 11.750 | 7.179 | |
| Wertpapiere | 1.433 | 4.411 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 61.432 | 70.427 | |
| 1.330.248 | 1.010.365 | ||
| Summe Aktiva | 2.299.993 | 1.992.202 | |
| A. | PASSIVA Eigenkapital |
||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 485.550 | 427.564 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.000.122 | 942.136 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 34.153 | 28.558 | |
| 1.034.275 | 970.694 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 42.142 | 41.957 | |
| Übrige Rückstellungen | 13.054 | 12.971 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 258.900 | 267.004 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.985 | 2.308 | |
| Passive latente Steuern | 18.328 | 19.088 | |
| 334.409 | 343.328 | ||
| C. | Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 28.439 | 39.787 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 374.443 | 294.868 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 494.397 | 328.619 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 34.030 | 14.906 | |
| 931.309 | 678.180 | ||
| Summe Passiva | 2.299.993 | 1.992.202 |
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | 2011 12 | 2010 11 | |
|---|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) | in t¤ | in t¤ | |
| Cashfl ow aus dem Ergebnis | 209.472 | 133.104 | |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 80 | 103 | |
| Veränderung des Working Capital | –186.821 | –87.568 | |
| Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | 22.731 | 45.639 | |
| Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | –62.180 | –25.181 | |
| Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit | 32.140 | 41.392 | |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –7.309 | 61.850 | |
| Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –1.687 | 1.700 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 70.427 | 70.388 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 61.432 | 133.938 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital | Nicht be- | Summe |
|---|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) | der AGRANA- | herrschende | |
| Aktionäre | Anteile | ||
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| GESCHÄFTSJAHR 2011 12 | |||
| Stand am 1. März 2011 | 942.136 | 28.558 | 970.694 |
| Bewertungseff ekte IAS 39 | –3.647 | 84 | –3.563 |
| Veränderung des Eigenkapitals aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | –30.539 | –1.452 | –31.991 |
| Sonstige Ergebnisse | –34.186 | –1.368 | –35.554 |
| Konzernperiodenergebnis | 126.459 | 3.231 | 129.690 |
| Gesamtperiodenergebnis | 92.273 | 1.863 | 94.136 |
| Dividendenausschüttung | –34.085 | –765 | –34.850 |
| Sonstige Veränderungen | –202 | 4.497 | 4.295 |
| Stand am 30. November 2011 | 1.000.122 | 34.153 | 1.034.275 |
| Stand am 1. März 2010 | 879.229 | 25.425 | 904.654 |
|---|---|---|---|
| Bewertungseff ekte IAS 39 | –2.342 | 1 | –2.341 |
| Veränderung des Eigenkapitals aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | 1.802 | –418 | 1.384 |
| Sonstige Ergebnisse | –540 | –417 | –957 |
| Konzernperiodenergebnis | 62.881 | 2.148 | 65.029 |
| Gesamtperiodenergebnis | 62.341 | 1.731 | 64.072 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –476 | –28.170 |
| Sonstige Veränderungen | –400 | 168 | –232 |
| Stand am 30. November 2010 | 913.476 | 26.848 | 940.324 |
DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2011 (UNGEPRÜFT)
| SEGMENTBERICHT | 2011 12 | 2010 11 | 2011 12 | 2010 11 | |
|---|---|---|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale | in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| (1. März – 30. November) | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 751.150 | 602.995 | Zucker | 94.300 | 25.969 |
| Stärke | 594.492 | 449.762 | Stärke | 68.166 | 43.451 |
| Frucht | 674.439 | 639.852 | Frucht | 36.241 | 35.360 |
| Konzern | 2.020.081 | 1.692.609 | Konzern | 198.707 | 104.780 |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | –1.433 | 0 | |||
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 197.274 | 104.780 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –59.747 | –42.925 | Zucker | 18.420 | 10.337 |
| Stärke | –7.034 | –25.150 | Stärke | 18.671 | 4.934 |
| Frucht | –1.071 | –152 | Frucht | 25.600 | 12.698 |
| Konzern | –67.852 | –68.227 | Konzern | 62.691 | 27.969 |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 691.403 | 560.070 | Zucker | 2.255 | 2.280 |
| Stärke | 587.458 | 424.612 | Stärke | 908 | 879 |
| Frucht | 673.368 | 639.700 | Frucht | 4.946 | 5.399 |
| Konzern | 1.952.229 | 1.624.382 | Konzern | 8.109 | 8.558 |
| 2011 12 | 2010 11 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Operatives Ergebnis | ||
| Zucker | 94.300 | 25.969 |
| Stärke | 68.166 | 43.451 |
| Frucht | 36.241 | 35.360 |
| Konzern | 198.707 | 104.780 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | $-1.433$ | $\Omega$ |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 197.274 | 104.780 |
| Investitionen | ||
| Zucker | 18.420 | 10.337 |
| Stärke | 18.671 | 4.934 |
| Frucht | 25.600 | 12.698 |
| Konzern | 62.691 | 27.969 |
| Mitarbeiter | ||
| Zucker | 2.255 | 2.280 |
| Stärke | 908 | 879 |
| Frucht | 4.946 | 5.399 |
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2011 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2011 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischen abschluss am 9. Jänner 2012 zur Veröff entlichung freigegeben.
Der Geschäftsbericht 2010|11 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die erstmalig im Geschäftsjahr 2011|12 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns haben sich hieraus nicht ergeben. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2011 angewandt. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2010|11 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Im dritten Quartal 2011|12 kam es zu keiner weiteren Veränderung des Konsolidierungskreises.
Per 31. Juli 2011 wurden die drei bis zu diesem Zeitpunkt nicht konsolidierten rumänischen Gesellschaften AGRANA AGRO SRL, Roman|Rumänien (Geschäftszweck: Anbau von Getreide, Verarbeitung von Hülsenfrüchten), AGRANA BUZAU SRL, Buzău|Rumänien (Geschäftszweck: Herstellung von Zucker) und AGRANA TANDAREI SRL, Ţăndărei|Rumänien (Geschäftszweck: Herstellung von Zucker) erstmals in die Vollkonsolidierung einbezogen.
Mit Ende des ersten Halbjahres 2011|12 erfolgte die Erstkonsolidierung der ukrainischen AGRANA Juice Ukraine TOV, Winniza|Ukraine. AGRANA ist an dieser neu gegründeten Gesellschaft mit 100 % beteiligt und bezieht sie in die Vollkonsolidierung ein. Die Produktion von Fruchtsaftkonzentraten in der Ukraine hat schon zuvor bestanden, allerdings war diese bis dato rechtlich in die AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, eingegliedert.
AGRANA betrieb mit Yantai North Andre bis zuletzt zwei Apfelsaftkonzentratwerke als 50 %-Joint Ventures in China. Seit dem Vorjahr wurden mit dem chinesischen Partner Verhandlungen geführt, mit dem Ziel der 100 %-Übernahme eines Werkes durch AGRANA und Abgabe des 50 %-Anteils am verbleibenden Werk an den Partner, die im Sommer abgeschlossen wurden. Zum 1. August 2011 wurde das gemeinschaftlich geführte Unternehmen Yongji Andre Juice Co., Ltd., Yongji City|China, endkonsolidiert sowie das bisherige Joint Venture-Unternehmen Xianyang Andre Juice Co., Ltd., Xianyang City|China, erstmals in die Vollkonsolidierung einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroff enen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert. Im vorherigen Geschäftsjahr erfolgte unterjährig eine Abgrenzung unter den sonstigen Vermögenswerten und erst im Verlauf der Kampagne wurde der Verbrauch innerhalb der betroff enen Aufwandsart erfasst.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2011|12 197,3 (Vorjahr: 104,8) m€. Zu dieser Ergebnisverbesserung trugen vor allem die Segmente Zucker und Stärke bei.
Ein Ergebnis aus Sondereinfl üssen in Höhe von knapp –1,4 m€ resultierte aus der Restrukturierung im Rahmen der Joint Venture-Trennung bei den chinesischen Juice-Gesellschaften. Dieser Sondereinfl uss wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt.
Das Finanzergebnis belief sich auf –30,6 (Vorjahr: –20,2) m€ und resultierte vor allem aus dem Zins- und dem Währungsergebnis (polnischer Złoty und ungarischer Forint).
Der Konzernperiodenüberschuss betrug 129,7 (Vorjahr: 65,0) m€.
Von Anfang März bis Ende November 2011 verringerte sich der Finanzmittelbestand um 9,0 m€ auf 61,4 m€.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis war mit 209,5 (Vorjahr: 133,1) m€ um 76,4 m€ höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung war primär das Konzernperiodenergebnis, welches sich um 64,7 m€ auf 129,7 (Vorjahr: 65,0) m€ verbesserte. Die Veränderung im Working Capital mit –186,8 (Vorjahr: –87,6) m€ ist vor allem auf einen verstärkten Vorratsaufbau zurückzuführen und resultierte letztlich in einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit von 22,7 (Vorjahr: 45,6) m€.
Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –62,2 (Vorjahr: –25,2) m€ spiegelt die in den ersten drei Quartalen 2011|12 gestiegenen Investitionen in Sachanlagen im Segment Zucker (vor allem Österreich), im Segment Stärke (vor allem in Österreich und Ungarn) und im Segment Frucht (vor allem in den USA, Südafrika und Russland) wider. Enthalten ist eine Auszahlung über 5,5 m€, die im Rahmen der Joint Venture-Aufl ösung in China als Wertausgleich für den übernommenen 50 %-Anteil an der Xianyang Andre Juice Ltd. an den ehemaligen Joint Venture-Partner geleistet wurde.
14 Der Anstieg der kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten um 71,0 m€ bei einem Abbau von langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 8,1 m€ führte nach der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG insgesamt zu einem Cash-Zufl uss aus der Finanzierungstätigkeit von 32,1 (Vorjahr: 41,4) m€.
Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2011 um 307,8 m€ auf 2.300,0 m€ ist wie im Vorjahr im Wesentlichen auf den saisonbedingten Aufbau der Vorräte im Zucker- und Fruchtsegment und auf erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.
Auf der Passivseite sind gestiegene Finanzverbindlichkeiten und erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für die Bilanzsummenerhöhung verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 1.034,3 (28. Februar 2011: 970,7) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende November 45,0 % (28. Februar 2011: 48,7 %).
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.109 (Vorjahr: 8.558) Mitarbeiter beschäftigt. Die Verminderung des Personalstands im Segment Frucht um rund 450 Personen ist vor allem auf den geringeren Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Ukraine und in Mexiko zurückzuführen.
Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2011 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2011 verwiesen.
Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2011 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfl uss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off enzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 9. Jänner 2012
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriff e wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendiff erenzen kommen.
| 15. Mai 2012 | Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2011 12 |
|---|---|
| 2. Juli 2012 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011 12 |
| 5. Juli 2012 | Ex-Dividendentag, Dividendenzahltag |
| 12. Juli 2012 | Ergebnis für das erste Quartal 2012 13 |
| 11. Oktober 2012 | Ergebnis für das erste Halbjahr 2012 13 |
| 10. Jänner 2013 | Ergebnis für die ersten drei Quartale 2012 13 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. (FH) Christine GÖLLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com
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