Interim / Quarterly Report • Jan 13, 2026
Interim / Quarterly Report
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Q1-3 2025|26
ZWISCHENMITTEILUNG ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2025|26
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16 Weitere Informationen
3 Vorwort des Vorstandes 4 Konzernbericht 4 Konzernentwicklung in den ersten drei Quartalen 2025|26 9 Geschäftsentwicklung in den Segmenten 13 Chancen und Risiken 13 Corporate Governance 13 Mitarbeitende 13 Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode 14 Ausblick
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Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,
die vergangenen drei Geschäftsquartale standen ganz im Zeichen der konsequenten Umsetzung unserer neuen Unternehmensstrategie – und die Projekt- und Prozessergebnisse bislang zeigen deutlich: Wir sind auf Kurs. Die eingeleiteten Maßnahmen greifen, unsere Prioritäten sind klar, und die Organisation richtet sich zunehmend an den strategischen Leitlinien aus, die wir uns gesetzt haben.
Wir haben unterjährig bereits über erfolgte AGRANA NEXT LEVEL-Umsetzungen berichtet: Von der Einstellung der Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf|Österreich und Hrušovany|Tschechien zu Beginn des Geschäftsjahres 2025|26 – mit dem Ziel, die Stabilität und Nachhaltigkeit der Zuckerproduktion im Konzern zu sichern. Von der vollständigen Übernahme der Anteile der RWA Raiffeisen Ware Austria AG an der AUSTRIA JUICE GmbH Ende Mai 2025. Das Closing dieses Anteilskaufs wurde Mitte Oktober 2025 vollzogen, seither konnten wir auch tatsächlich mit der Integration des Geschäftes mit Getränkegrundstoffen und Aromen in den neuen Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions starten. Im Sommer 2025 haben wir das slowenische Lebensmittelunternehmen Mercator-Emba erworben, um zusätzliche Absatzmärkte und neue Kundensegmente im wachsenden Bereich des Food Service-Geschäfts zu erschließen. Hier rechnen wir noch in diesem Geschäftsjahr mit der kartellrechtlichen Genehmigung. Ein wichtiger Erfolg für die Planungssicherheit im Segment ACS – Zucker ist die Einigung mit der Interessenvertretung der österreichischen Rübenbauern über die Anbaukonditionen für die kommenden drei Jahre. Durch konstruktive Verhandlungen konnte ein neues Preismodell entwickelt werden, das den aktuellen Gegebenheiten eines herausfordernden Marktumfelds mit anhaltend niedrigen Zuckerverkaufspreisen Rechnung trägt und die Rohstoffversorgung unseres Standortes in Tulln|Österreich nachhaltig absichern soll.
Auch was die Erreichung unsere Finanzziele für 2025|26 betrifft, sind wir auf Kurs. Wie prognostiziert gab es im dritten Quartal einen sehr deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT), wodurch wir in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025|26 ein EBIT von 48,4 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 51,1 Mio. €) bei Umsatzerlösen von 2.494,0 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 2.707,8 Mio. €) ausweisen. Dieses beinahe stabile EBIT konnte trotz einmaliger, größtenteils Personalaufwendungen für die Zucker-Restrukturierungsschritte in Österreich und Tschechien in Höhe von 20,4 Mio. € erreicht werden. Die operative Performance im Zuckergeschäft ist nach wie vor negativ und nicht zufriedenstellend, es ist aber bereits eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum zu sehen, die zeigt, dass wir mit unseren gesetzten Restrukturierungmaßnahmen am richtigen Weg sind. Unsere Stärkeaktivitäten verzeichneten in den ersten drei Quartalen marktbedingt eine rückläufige Ergebnisentwicklung – hier arbeiten wir intensiv an unserer Spezialitätenstrategie, um die Margen in einem anhaltend volatilen Umfeld zu stabilisieren. Der sehr starke Ergebnisbeitrag des Segmentes Food & Beverage Solutions war nicht nur in Q1–3 2025|26 ein stabilisierender Faktor für das Gruppen-EBIT, sondern bildet auch die Hauptgrundlage für die nach wie vor gültige EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2025|26. Wir gehen von einem deutlichen Anstieg auf einen Wert in einer Bandbreite von rund 45 bis 60 Mio. € aus¹.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, unser Vorstandskollege Norbert Harringer hat auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2025 seine Tätigkeit für AGRANA beendet. Wir sagen Danke für die stets gute Zusammenarbeit und dafür, dass er in seinen 21 Jahren im Unternehmen, davon sechs Jahre im Vorstand, AGRANA wesentlich mitgestaltet und insbesondere in seiner Funktion als Technik- und Nachhaltigkeitsvorstand das Unternehmen zukunftsorientiert weiterentwickelt hat. Seit dem 1. November 2025 verstärkt bekanntlich Franz Ennser als Chief Operations Officer (COO) das Vorstandsteam und wirkt bereits tatkräftig mit, um die ambitionierten Ziele von NEXT LEVEL zu erreichen, unser Unternehmen zukunftssicher aufzustellen und nachhaltig profitabel zu machen.
Rückblickend auf 2025 möchten wir allen unseren Partnern, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung beim laufenden Transformationsprozess danken. Wir wünschen alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg im neuen Jahr 2026.
Ihr Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG Wien, am 13. Jänner 2026
Stephan Büttner, CEO Franz Ennser Stephan Meeder
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Seit Beginn des Geschäftsjahres 2025|26 erfolgt die Segmentberichterstattung auf Basis einer neuen Struktur, die sich stärker an den strategischen Kernaktivitäten und Wertschöpfungsketten von AGRANA NEXT LEVEL orientiert. Ziel dieser Maßnahme ist es, die wirtschaftliche Entwicklung der Geschäftsbereiche bzw. Segmente noch transparenter und aussagekräftiger darzustellen bzw. die zunehmende Integration und operative Ausrichtung einzelner Einheiten besser abzubilden. Weiters entspricht die neue Segmentberichterstattung den veränderten Anforderungen AGRANAs interner und externer Stakeholder durch die Implementierung von AGRANA NEXT LEVEL.
Frühere Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst, um eine konsistente und nachvollziehbare Analyse zu gewährleisten.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.494,0 | 2.707,8 |
| EBITDA1 | 157,6 | 138,1 |
| Operatives Ergebnis | 73,3 | 54,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | –2,1 | 2,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –22,8 | –5,7 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 48,4 | 51,1 |
| EBIT-Marge | 1,9 % | 1,9 % |
| Finanzergebnis | –27,8 | –24,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20,6 | 26,8 |
| Ertragsteuern | –11,0 | –12,3 |
| Konzernergebnis | 9,6 | 14,5 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 4,7 | 11,4 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,08 | 0,18 |
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| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2025 26 | Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 802,4 | 846,1 |
| EBITDA1 | 51,5 | 30,5 |
| Operatives Ergebnis | 21,1 | –1,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 1,3 | –0,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,0 | –3,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 20,4 | –5,5 |
| EBIT-Marge | 2,5 % | –0,7 % |
| Finanzergebnis | –8,1 | –4,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 12,3 | –10,4 |
| Ertragsteuern | –3,9 | 1,4 |
| Konzernergebnis | 8,4 | –9,0 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 7,9 | –10,3 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,13 | –0,17 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen in den ersten drei Quartalen 2025|26 (1. März bis 30. November 2025) mit 2.494,0 Mio. € moderat unter dem Vorjahr, wobei der Rückgang auf v.a. preis- aber auch mengenbedingt rückläufige Umsätze im Segment ACS – Zucker2 (Geschäftsbereich Agricultural Commodities & Specialities; ACS) zurückzuführen war.
In den ersten drei Quartalen 2025|26 betrug das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 48,4 Mio. € und lag damit moderat unter dem Vorjahreswert von 51,1 Mio. €. Im Segment Food & Beverage Solutions (FBS)2 stieg das EBIT aufgrund einer besseren Performance im Rezepturengeschäft wie auch im Getränkebereich auf 89,8 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 72,9 Mio. €). Schwächere Margen bei Ethanol und Verzuckerungsprodukten führten im Segment ACS – Stärke2 zu einem deutlichen EBIT-Rückgang auf 18,9 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 28,4 Mio. €). Im Segment ACS – Zucker2 waren niedrigere Absatzpreise und einmalige Personalaufwendungen für Restrukturierungsschritte für die Verschlechterung des Ergebnisses auf –45,1 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: –38,2 Mio. €) verantwortlich. Der Bereich Holding & Sonstige2 wies in Q1–3 2025|26 bei Umsatzerlösen von 27,2 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 22,9 Mio. €) ein EBIT von –15,2 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: –12,0 Mio. €) aus. Das Finanzergebnis belief sich auf –27,8 Mio. € nach –24,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum, wobei die negative Veränderung bei einem deutlich besseren Zinsergebnis aus einem markant schwächeren Währungsergebnis resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 11,0 Mio. €, einer Steuerquote von 53,4 % (Q1–3 Vorjahr: 45,9 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 9,6 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 14,5 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie reduzierte sich auf 0,08 € (Q1–3 Vorjahr: 0,18 €).

Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 Neue Segmentberichterstattung, siehe auch Einleitung zum Konzernbericht auf Seite 4
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In den ersten drei Quartalen 2025|26 investierte AGRANA mit 63,2 Mio. € um 9,2 Mio. € weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente bzw. Geschäftsbereiche:
| Investitionen1 in Mio. € |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Food & Beverage Solutions (FBS) | 37,8 | 28,8 | 31,3 % |
| Agricultural Commodities & Specialities (ACS) | |||
| Stärke | 10,0 | 21,2 | –52,8 % |
| Zucker | 8,3 | 20,7 | –59,9 % |
| Holding & Sonstige (H&S) | 7,1 | 1,7 | 317,6 % |
| Konzern | 63,2 | 72,4 | –12,7 % |
Neben regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:
Zusätzlich wurden in Q1–3 2025|26 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA-Gruppe, S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 15,0 Mio. € (100%; Q1–3 Vorjahr: 24,8 Mio. €) getätigt.
In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 Neue Segmentberichterstattung, siehe auch Einleitung zum Konzernbericht auf Seite 4
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| Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) in Mio. € |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 125,3 | 165,8 | –24,4 % |
| Veränderungen des Working Capital | 36,4 | 27,6 | 31,9 % |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | –46,7 | –42,1 | –10,9 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 115,0 | 151,3 | –24,0 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –39,0 | –63,5 | 38,6 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –186,6 | –75,6 | –146,8 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –110,6 | 12,2 | –1.006,6 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassungen | |||
| auf den Finanzmittelbestand | –4,1 | –6,8 | 39,7 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 203,6 | 88,1 | 131,1 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 88,9 | 93,5 | –4,9 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis sank in den ersten drei Quartalen 2025|26 u.a. aufgrund des deutlich schwächeren Konzernergebnisses auf 125,3 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 165,8 Mio. €). Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode höheren Abbau des Working Capital um 36,4 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: Abbau um 27,6 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Q1–3 2025|26 von 115,0 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 151,3 Mio. €) ausgewiesen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit –39,0 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: –63,5 Mio. €) deutlich unter dem Vorjahreswert. Der in Summe niedrigere Cashabfluss war auf geringere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie auf Einzahlungen aus dem Verkauf von 49 % der Anteile an S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Tăndărei|Rumänien, zurückzuführen. Bei einer niedrigeren Dividendenauszahlung führten ein stärkerer Abbau von langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie Auszahlungen in Höhe von 54,7 Mio. € für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (kartellrechtlich genehmigter 100 %-Erwerb der AUSTRIA JUICE GmbH im Oktober 2025) zu einem Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 186,6 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: Cashabfluss von 75,6 Mio. €). Der Free Cashflow ging in den ersten drei Quartalen 2025|26 auf 76,0 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 87,8 Mio. €) zurück.
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| Konzern-Bilanz (verkürzt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | 30.11.2025 | 28.02.2025 | |
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.026,8 | 1.038,1 | –1,1 % |
| davon immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 109,4 | 112,8 | –3,0 % |
| davon Sachanlagen | 744,5 | 781,2 | –4,7 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.499,3 | 1.672,8 | –10,4 % |
| davon Vorräte | 973,5 | 1.030,8 | –5,6 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 280,6 | 300,4 | –6,6 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 88,9 | 203,6 | –56,3 % |
| Summe Aktiva | 2.526,1 | 2.710,9 | –6,8 % |
| Eigenkapital | 1.109,8 | 1.229,7 | –9,8 % |
| PASSIVA | |||
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.093,1 | 1.163,5 | –6,1 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 16,7 | 66,2 | –74,8 % |
| Langfristige Schulden | 351,6 | 476,6 | –26,2 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 265,0 | 384,1 | –31,0 % |
| Kurzfristige Schulden | 1.064,7 | 1.004,6 | 6,0 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 315,0 | 276,2 | 14,0 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 511,0 | 508,1 | 0,6 % |
| Summe Passiva | 2.526,1 | 2.710,9 | –6,8 % |
| Nettofinanzschulden | 470,3 | 436,4 | 7,8 % |
| Gearing1 | 42,4 % | 35,5 % | 6,9 pp |
| Eigenkapitalquote | 43,9 % | 45,4 % | –1,5 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2024|25 moderat niedrigeren Bilanzsumme zum 30. November 2025 von 2.526,1 Mio. € lag die Eigenkapitalquote bei 43,9 % (28. Februar 2025: 45,4 %). Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging primär aufgrund reduzierter Sachanlagen leicht auf 1.026,8 Mio. € zurück. Die kurzfristigen Vermögenswerte (1.499,3 Mio. €) sanken wegen einer Verringerung der Vorratsposition und des Cashbestandes deutlich. Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (351,6 Mio. €) finanzierungsbedingt deutlich. Die kurzfristigen Schulden (1.064,7 Mio. €) stiegen durch erhöhte kurzfristige Finanzverbindlichkeiten bei konstanten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Summe moderat. Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2025 lagen mit 470,3 Mio. € um 33,9 Mio. € über dem Wert zum 28. Februar 2025. Das Gearing zum Quartalsstichtag lag bei 42,4 % (28. Februar 2025: 35,5 %).
Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Schätzungen ergeben sich durch ein volatiles Marktumfeld bezüglich Rohstoff-, Energie-, Transport- und anderer Kosten. Darüber hinaus sind die makroökomischen Rahmenbedingungen wie Zins- und Inflationsniveau von Unsicherheit geprägt.
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| Finanzkennzahlen FBS |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 1.252,1 | 1.223,4 |
| EBITDA2 | 120,8 | 103,6 |
| Operatives Ergebnis | 89,8 | 74,8 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | –1,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 89,8 | 72,9 |
| EBIT-Marge | 7,2 % | 6,0 % |
| Finanzkennzahlen FBS in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2025 26 | Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 393,0 | 398,9 |
| EBITDA2 | 33,5 | 33,0 |
| Operatives Ergebnis | 21,8 | 22,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 21,8 | 22,5 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 5,6 % |
Die Umsatzerlöse im Segment FBS lagen in Q1–3 2025|26 mit 1.252,1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Während die Umsätze bei Rezepturen preisbedingt leicht stiegen, gingen sie im Getränkebereich mengenbedingt in Summe etwas zurück.
Das EBIT im Segment verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 89,8 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 72,9 Mio. €). Bei den Rezepturen lag das Ergebnis deutlich über dem Vorjahreswert. Die Verbesserung war v.a. auf eine positive Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa (inklusive Ukraine), Russland, Nord- und Südamerika zurückzuführen. Im Getränkebereich wurde sogar eine noch deutlichere Ergebnisverbesserung erzielt.
Neue Segmentberichterstattung, siehe auch Einleitung zum Konzernbericht auf Seite 4
2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
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| Finanzkennzahlen ACS – Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 756,2 | 767,0 |
| EBITDA1 | 54,7 | 59,6 |
| Operatives Ergebnis | 18,8 | 24,2 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 0,2 | 4,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –0,1 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 18,9 | 28,4 |
| EBIT-Marge | 2,5 % | 3,7 % |
| Finanzkennzahlen ACS – Stärke |
Q3 2025 26 | Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 249,7 | 234,1 |
| EBITDA1 | 25,6 | 16,9 |
| Operatives Ergebnis | 13,7 | 4,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 2,2 | –1,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –0,1 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 15,8 | 3,5 |
| EBIT-Marge | 6,3 % | 1,5 % |
In den ersten drei Quartalen 2025|26 betrugen die Umsatzerlöse im Segment ACS – Stärke 756,2 Mio. € und lagen damit leicht unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Ein Grund dafür waren gesunkene Absätze bei Verzuckerungsprodukten. Es fehlen auch Umsatzbeiträge der rumänischen Tochtergesellschaft S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., die seit 1. Juni 2025 nicht mehr vollkonsolidiert, sondern als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode einbezogen wird. Die Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte und Ethanol gingen zurück. So sanken z.B. die Absatzpreise für Ethanol aus dem Werk Pischelsdorf|Österreich aufgrund niedrigerer Platts-Notierungen um rund 4 %.
Das EBIT lag in Q1–3 2025|26 mit 18,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür war der Margenrückgang im Bereich Ethanol sowie bei Verzuckerungsprodukten. Generell lagen bei niedrigeren Verkaufspreisen für Hauptprodukte die Rohstoffpreise über dem Vorjahreszeitraum. So erhöhte sich beispielsweise der Preis für konventionellen Weizen um rund 8 % und der Preis für konventionellen Euromais um ca. 5 %. Ergebnisverbessernd wirkte sich in Q1–3 2025|26 die Kompensation durch die Betriebsunterbrechungsversicherung für die Hochwasserschäden im Herbst 2024 im Werk Pischelsdorf|Österreich aus. Die nach der Equity-Methode einbezogene HUNGRANA-Gruppe trug mit einem Ergebnisanteil von 1,0 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 4,2 Mio. €) zum Segment-EBIT bei. Im ungarischen Joint Venture wirkten sich die deutlich über dem Vorjahreszeitraum liegenden Maispreise (+19 %) ergebnisbelastend aus. Der Ergebnisanteil der erstmalig (seit 1. Juni 2025) nach der Equity-Methode einbezogenen rumänischen Gesellschaft S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. betrug –0,8 Mio. €.
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| Finanzkennzahlen ACS – Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 458,5 | 694,5 |
| EBITDA1 | –8,2 | –16,4 |
| Operatives Ergebnis | –22,4 | –32,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | –2,3 | –1,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –20,4 | –3,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –45,1 | –38,2 |
| EBIT-Marge | –9,8 % | –5,5 % |
| Finanzkennzahlen ACS – Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2025 26 | Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 148,9 | 205,5 |
| EBITDA1 | –1,8 | –16,2 |
| Operatives Ergebnis | –7,5 | –23,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | –0,9 | 0,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –0,4 | –3,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –8,8 | –27,1 |
| EBIT-Marge | –5,9 % | –13,2 % |
Im Segment ACS – Zucker lagen die Umsatzerlöse in Q1–3 2025|26 mit 458,5 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Leicht höheren Zuckerabsätzen an die Industrie standen sehr deutlich gesunkene Verkäufe im Retailbereich gegenüber. Eine weitere maßgebliche Ursache des Umsatzrückgangs waren markant gesunkene Zuckerverkaufspreise im Industriebereich.
Das EBIT in Q1–3 2025|26 betrug –45,1 Mio. € und war damit um rund 18 % schlechter als im Vergleichszeitraum. In den Defizitmärkten (CEE-Region) bestand relativ hoher Preisdruck, was zu negativen Auswirkungen auf die Absatzvolumina im Bereich Retail führte. Auch die deutlich niedrigeren Zuckerverkaufspreise im Industriebereich wirkten sich belastend auf die Margen aus. Die eingeleiteten Spar- und Optimierungsmaßnahmen führten aber seit dem zweiten Quartal zu einer kontinuierlichen Ergebnisverbesserung, wodurch das operative Ergebnis mit –22,4 Mio. € weniger stark negativ als in der Vergleichsperiode war (Q1–3 Vorjahr: –32,7 Mio. €). Mit Zustimmung des AGRANA-Aufsichtsrates wurde am 12. März 2025 die Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf|Österreich sowie Hrušovany|Tschechien eingestellt. In Österreich ist die gesamte heimische AGRANA-Zuckerproduktion nunmehr am Standort Tulln konzentriert. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Teil der strategischen Neuausrichtung des Konzerns, mit der eine langfristige Stabilisierung und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Zuckerproduktion erreicht werden soll. Auch in Tschechien erfolgt die Zuckerproduktion nunmehr an nur einem Standort, nämlich Opava. Der frühere Standort Leopoldsdorf bleibt als Logistik-Hub bestehen. Als Teil dieser Restrukturierung wurde im März 2025 die Erstellung eines Sozialplans abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurden in Q1–3 2025|26 (zum Großteil im ersten Quartal) 20,4 Mio. €, primär an Personalaufwendungen, verbucht. Dieses Ergebnis aus Sondereinflüssen hatte eine negative Auswirkung auf das EBIT. Das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen war um 0,6 Mio. € schwächer als im Vorjahreszeitraum; es wird im Wesentlichen von den Zucker-Aktivitäten der AGRANA-STUDEN-Gruppe in Südosteuropa bestimmt.
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| Finanzkennzahlen H&S in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–Q3 2025 26 |
Q1–Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27,2 | 22,9 |
| EBITDA1 | –9,6 | –8,7 |
| Operatives Ergebnis | –12,8 | –12,0 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2,4 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –15,2 | –12,0 |
| EBIT-Marge | –55,9 % | –52,4 % |
| Finanzkennzahlen | Q3 2025 26 | Q3 2024 25 |
|---|---|---|
| H&S | ||
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 10,8 | 7,6 |
| EBITDA1 | –5,8 | –3,2 |
| Operatives Ergebnis | –6,8 | –4,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –1,6 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –8,4 | –4,4 |
| EBIT-Marge | –77,8 % | –57,9 % |
Dem neuen Bereich Holding & Sonstige (H&S) werden die AGRANA Beteiligungs-AG, die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., die AGRANA Research & Innovation Center GmbH sowie die AGRANA Group-Services GmbH, alle Wien, zugerechnet. Bis zum Q4 2024|25 war der Bereich Holding & Sonstige integraler Bestandteil des Segmentes Zucker.
Die Umsatzerlöse des Bereiches Holding & Sonstige lagen in Q1–3 2025|26 mit 27,2 Mio. € deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraumes. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Verkaufserlöse der Tochtergesellschaft INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H.
Das EBIT des Bereiches Holding & Sonstige verschlechterte sich in den ersten drei Quartalen deutlich auf –15,2 Mio. €. Im Ergebnis aus Sondereinflüssen waren Aufwendungen für Strategieumsetzung und Restrukturierungsschritte im Rahmen von NEXT LEVEL enthalten.
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AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die Seiten 169 bis 177 des Geschäftsberichtes 2024|25.
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer wird auf eigenen Wunsch sein Vorstandsmandat per 31. Dezember 2025 niederlegen und seine Tätigkeit für das Unternehmen beenden.
Mit Beschluss des Aufsichtsrates der AGRANA Beteiligungs-AG vom 15. September 2025 ist Dipl.-Ing. Franz Ennser seit 1. November 2025 Mitglied des Vorstandes. Er wurde für drei Jahre bestellt und ist als Chief Operations Officer (COO) für folgende Ressorts verantwortlich:
Ab 1. Januar 2026 übernimmt Dipl.-Ing. Franz Ennser zusätzlich von Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer die Ressorts Nachhaltigkeit, Forschung & Entwicklung sowie Qualitätsmanagement.
| Mitarbeitende FTEs2 |
Q1–3 2025 26 | Q1–3 2024 25 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Food & Beverage Solutions (FBS) | 6.006 | 5.874 | 2,2 % |
| Agricultural Commodities & Specialities (ACS) | |||
| Stärke | 1.046 | 1.180 | –11,4 % |
| Zucker | 1.261 | 1.593 | –20,8 % |
| Holding & Sonstige (H&S) | 338 | 368 | –8,2 % |
| Konzern | 8.651 | 9.015 | –4,0 % |
In Q1–3 2025|26 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.651 Mitarbeitende/FTEs1 (Q1–3 Vorjahr: 9.015 Mitarbeitende/FTEs1 ) beschäftigt. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umsetzung der Konzernstrategie NEXT LEVEL zurückzuführen. Diese umfasst Standortschließungen, projektbezogene Maßnahmen sowie den Verzicht auf Nachbesetzungen im Geschäftsbereich ACS sowie auf Holdingebene.
Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2025 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Neue Segmentberichterstattung, siehe auch Einleitung zum Konzernbericht auf Seite 4
2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
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| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2024 25 IST |
2025 26 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.514,0 | |
| EBIT | 40,5 | |
| Investitionen2 | 113,7 | 100 |

Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2025|26 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Rückgang ausgegangen.
Was die neue Strategie AGRANA NEXT LEVEL betrifft, sollen bereits im Geschäftsjahr 2025|26 Maßnahmen mit einem nachhaltigen jährlichen Einsparungseffekt von bis zu 60 Mio. € umgesetzt werden, wodurch jedoch die negativen Marktentwicklungen, v.a. im Segment ACS – Zucker, nicht ausgeglichen werden können.
| Food & Beverage Solutions (FBS) in Mio. € |
2024 25 IST |
2025 26 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.630,4 | |
| EBIT | 99,7 | |
| Investitionen2 | 52,0 | 62 |
Leichter Anstieg 3
Im Segment Food & Beverage Solutions (FBS) prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2025|26 einen leichten Anstieg bei EBIT und Umsatz. AGRANA rechnet im Rezepturengeschäft bei stabilen Mengen mit einer preisbedingt leicht steigenden Umsatzentwicklung. Auch wenn für das Geschäftsjahr 2025|26 aufgrund einer erwarteten Normalisierung von Preisdynamiken nach einem sehr margenstarken Geschäftsjahr 2024|25 nur ein stabiles EBIT erwartet wird, übertreffen die Ergebniserwartungen für 2025|26 den EBIT-Durchschnitt der fünf vorangegangenen Geschäftsjahre deutlich. Im Getränkebereich wird für 2025|26 ein Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau prognostiziert. Aufgrund der bisher abgeschlossenen Kontrakte wird für das volle Geschäftsjahr 2025|26 auch eine gute Ertragslage erwartet.
| Agricultural Commodities & Specialities (ACS) – Stärke in Mio. € |
2024 25 IST |
2025 26 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.014,0 | |
| EBIT | 31,9 | |
| Investitionen2 | 33,3 | 18 |

Im Segment ACS – Stärke werden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2025|26 leicht unter dem Vorjahreswert prognostiziert. Aufgrund der Erwartung höherer Rohstoffkosten und niedrigerer Verkaufspreise (insbesondere für Verzuckerungsprodukte und Ethanol) im Gesamtjahresdurchschnitt wird trotz initiierter Projekte, die weitere Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen zum Ziel haben, mit einem EBIT unter dem Vorjahreswert gerechnet.
3
Neue Segmentberichterstattung, siehe auch Einleitung zum Konzernbericht auf Seite 4
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 17 definiert.
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| Agricultural Commodities & Specialities (ACS) – Zucker in Mio. € |
2024 25 IST |
2025 26 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 839,2 | |
| EBIT | –75,4 | |
| Investitionen1 | 25,7 | 10 |
Deutlicher Rückgang 2 Deutliche Verbesserung 2
Im Segment ACS – Zucker rechnet AGRANA 2025|26 mit deutlich rückläufigen Umsatzerlösen. Das andauernd herausfordernde Marktumfeld, insbesondere in den EU-Defizitländern, führt zu höheren Lagerbeständen und zu einem zunehmenden Druck auf die Verkaufspreise. Aufgrund der eingeleiteten strukturellen Maßnahmen wird trotzdem ein deutlich besseres operatives Ergebnis erwartet, jedoch weiterhin im negativen Bereich. Die verbesserte operative Performance wird bei einem negativen Ergebnis aus Sondereinflüssen unter Vorjahresniveau auch zu einem deutlich besseren EBIT als im Geschäftsjahr 2024|25 führen.
Bei dieser Prognose für das Geschäftsjahr 2025|26 gilt es zu beachten, dass mit weiteren Auswirkungen des andauernden Ukraine-Krieges und der damit fortgesetzten grundsätzlichen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten hinsichtlich der Absatz- und Beschaffungsmärkte zu rechnen ist. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die weitere Entwicklung zollfreier ukrainischer Agrarimporte (z.B. Zucker und Getreide) in die EU. Daneben sind die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer der globalen zollpolitischen Verwerfungen nur schwer abschätzbar.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten sowie im Bereich Holding & Sonstige soll in Summe mit rund 100 Mio. € sowohl deutlich unter dem Wert von 2024|25 als auch deutlich unter dem geplanten Abschreibungsniveau (rund 112 Mio. €) liegen.

In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 17 definiert.
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(Bilanzpressekonferenz)
Juni 2026 Nachweisstichtag Hauptversammlung
Juli 2026 Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2025|26
Juli 2026 Ex-Dividenden-Tag
Juli 2026 Ergebnisse des ersten Quartals 2026|27
Juli 2026 Nachweisstichtag Dividende
Juli 2026 Dividenden-Zahltag
Oktober 2026 Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026|27
Jänner 2027 Ergebnisse der ersten drei Quartale 2026|27
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com
Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905
E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 E-Mail: [email protected]
Veröffentlicht am 13. Jänner 2026
Herausgeber:
AGRANA Beteiligungs-AG
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
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Die Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation, Zinsen und Zölle, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Zwischenmitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | $\rightarrow$ | o % bis +1 % oder o % bis −1 % |
| Leicht | ⊅ oder 凶 | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als −1 % bis −5 % |
| Moderat | ↑ oder ↓ | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als −5 % bis −10 % |
| Deutlich | ↑↑ oder ↓↓ | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als −10 % bis −50 % |
| Sehr deutlich | ↑↑↑ oder ↓↓↓ | Mehr als +50 % oder mehr als −50 % |
Diese Zwischenmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat alle abschlussrelevanten Teile dieser Zwischenmitteilung am 30. Dezember 2025 aufgestellt und das Vorwort per 13. Jänner 2026 unterzeichnet
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2024/25, Seite 282, verwiesen.
AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bemüht, so auch in dieser Zwischenmitteilung. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in dieser Zwischenmitteilung kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Diese Zwischenmitteilung ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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