Interim / Quarterly Report • Jan 13, 2016
Interim / Quarterly Report
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1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 18.
3 Im November beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
23 Weitere Informationen
2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
wir haben Ihnen am 19. November 2015 ad-hoc mitgeteilt, dass wir für 2015|16 nunmehr einen leichten Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr (2014|15: 121,7 Mio. €) erwarten. Aufgrund gestiegener Bioethanolpreise und eines zumindest ausgeglichenen Zuckerergebnisses konnten wir unsere EBIT-Prognose für das volle Geschäftsjahr nochmals erhöhen.
Die ersten neun Monate 2015|16 standen unverändert im Zeichen schwieriger Zucker-Marktbedingungen. Anhaltend niedrige, aber nicht weiter gesunkene Verkaufspreise drückten auf Umsatz und Ergebnis. Erfreulich ist, dass dennoch das Zucker-EBIT bereits im zweiten Quartal durch die von uns gesetzten Maßnahmen ins Positive gedreht werden konnte und daher auch im Gesamtjahr ausgeglichen bis leicht positiv sein wird. Allerdings werden - trotz einer leichten preislichen Erholung durch Flächenrücknahmen und unterdurchschnittliche Ernten in Teilen Europas - die Weltmarktzuckerpreisschwankungen und der intensive Kampf um EU-Marktpositionen für unser Segment Zucker weiter bestimmend sein.
Im Segment Stärke konnten wir erneut eine stark verbesserte Profitabilität erzielen und nach drei Quartalen den EBIT-Vorjahreswert sogar um rund 16 % übertreffen, was insbesondere auch auf unerwarteten Rückenwind durch gestiegene Ethanolpreise zurückzuführen war. Im Segment Frucht verzeichnen wir eine insgesamt solide Entwicklung. Bei Fruchtzubereitungen resultierte der um knapp 10 % höhere Umsatz aus gesteigerten Verkaufsmengen und -preisen. Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft ist geprägt durch die niedrigen Apfelsaftkonzentratpreise aus der Vorjahresernte und durch geringere Rohstoffmengen 2015 sowie daraus resultierende höhere Rohstoffpreise. Es liegt daher deutlich unter Vorjahr.
Neben notwendigen Strukturanpassungen setzen wir aber auch zukünftig auf Kapazitätsausweitungen und mehr Veredelungstiefe. Es gilt in eine noch energieeffizientere Verarbeitung mit höherer Wertschöpfung und besserer Input-Output-Relation zu investieren. Auch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres sind wir in unseren drei Segmenten dieser Strategie weiter gefolgt. Beispielhaft seien hier die begonnene Kapazitätsausweitung der Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich, die erweiterte Verdampfstation in der Zuckerfabrik Leopoldsdorf|Österreich, die umgebaute, vergrößerte Melasseentzuckerungsanlage am Zuckerstandort in Tulln|Österreich, unser neuer Verpackungs-, Lager und Logistik-Hub für Zucker in Kaposvár|Ungarn oder unser Fruchtzubereitungswerk in Cabreuva|Brasilien, wo eine dritte Produktionslinie gebaut wurde, angeführt.
Im aktuellen Budgetprozess für das Geschäftsjahr 2016|17 bleiben die zukünftigen Herausforderungen unverändert im Fokus. AGRANA wird weiter an der Auflösung komplexer Strukturen, an der stärkeren Nutzung von Synergien sowie an einem wirkungsvolleren Kosten- und Finanzmanagement arbeiten. Erste dahingehend gesetzte Maßnahmen sind bereits wirksam.
Ihr
Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Finanzkennzahlen AGRANA-Konzern in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2015 16 |
Q1-3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.908,0 | 1.914,4 |
| EBITDA2 | 154,1 | 168,2 |
| Operatives Ergebnis | 90,8 | 108,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
19,7 | 20,1 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -1,7 | -3,7 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 108,8 | 124,4 |
| EBIT-Marge | 5,7 % | 6,5 % |
| Finanzergebnis | -16,3 | -12,7 |
| Ertragsteuern | -21,6 | -30,5 |
| Konzernergebnis | 70,8 | 81,2 |
| Ergebnis je Aktie | 4,97 € | 5,39 € |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen in Q1-3 2015|16 (1. März bis 30. November 2015) mit 1.908,0 Mio. € auf Vorjahresniveau. Der rückläufige Umsatz im Segment Zucker war auf das gesunkene Verkaufspreisniveau zurückzuführen. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke lagen leicht über, jene im Segment Frucht auf Vorjahresniveau.
| Finanzkennzahlen AGRANA-Konzern in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2015 16 |
Q3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 644,5 | 629,2 |
| EBITDA2 | 61,0 | 55,0 |
| Operatives Ergebnis | 32,8 | 29,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7,7 | 7,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,4 | 0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 40,1 | 37,4 |
| EBIT-Marge | 6,2 % | 5,9 % |
| Finanzergebnis | -5,1 | -4,6 |
| Ertragsteuern | -8,0 | -11,8 |
| Konzernergebnis | 26,9 | 21,0 |
| Ergebnis je Aktie | 1,89 € | 1,36 € |
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag wie erwartet mit 108,8 Mio. € um 12,5 % noch deutlich unter dem Ergebnis der ersten drei Quartale 2014|15. Während im Segment Stärke das EBIT deutlich verbessert werden konnte, führten im Segment Zucker die niedrigeren Erlöse zu einem markant schwächeren, aber positiven Ergebnis. Im Segment Frucht ging das EBIT aufgrund
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 18.
2 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
einer deutlich schwächeren Ertragsentwicklung bei Fruchtsaftkonzentraten moderat zurück. Das Finanzergebnis betrug in Q1-3 2015|16 -16,3 Mio. € (Vorjahr: -12,7 Mio. €), wobei die Verschlechterung v.a. auf ein negatives Währungsergebnis (Vorjahr: positives Währungsergebnis) zurückzuführen war. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 21,6 Mio. €, der einer Steuerquote von rund 23,4 % (Vorjahr: 27,3 %) entspricht, erreichte das Konzernergebnis 70,8 Mio. € (Vorjahr: 81,2 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie lag bei 4,97 € (Vorjahr: 5,39 €).
In Q1-3 2015|16 investierte AGRANA in Summe 78,8 Mio. €, das waren um 16,3 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| in Mio. € | Q1-3 2015 16 |
Q1-3 2014 15 |
|---|---|---|
| Zucker | 39,2 | 25,9 |
| Stärke | 14,9 | 7,4 |
| Frucht | 24,7 | 29,2 |
| Konzern | 78,8 | 62,5 |
Anbei eine Kurzübersicht über die wichtigsten Projekte in der AGRANA-Gruppe:
Projekt zur Kapazitätserhöhung und Energieeinsparung mit Inbetriebnahme des neuen Wärmetauschers in Pischelsdorf|Österreich umgesetzt
Zusätzlich wurden in Q1-3 2015|16 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe) Investitionen im Ausmaß von 12,8 Mio. € (100%; Vorjahr: 9,2 Mio. €), insbesondere in neue Lagerkapazitäten für Maisnebenprodukte und eine Verpackungsstation, getätigt.
Der Cashflow aus dem Ergebnis betrug in Q1-3 2015|16 119,1 (Vorjahr: 136,6) Mio. € und sank primär durch das niedrigere Konzernergebnis. Nach einem Aufbau des Working Capital um 105,6 Mio. € (Vorjahr: Abbau um 110,7 €), v.a. durch einen Vorrats- und Forderungsaufbau, betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Q1-3 2015|16 14,0 Mio. € (Vorjahr: 246,9 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit stieg aufgrund erhöhter Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf -79,8 Mio. € (Vorjahr: -61,2 Mio. €). Im gegenüber dem Vorjahr beinahe unveränderten Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -59,3 Mio. € (Vorjahr: -63,3 Mio. €) spiegelt sich v.a. die Dividendenzahlung wider.
Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2015 leicht gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von 2,44 Mrd. € (Bilanzstichtag 2014|15: 2,41 Mrd. €) blieb die Eigenkapitalquote mit 49,7 % stabil (28. Februar 2015: 49,6 %).
2 Individually Quick Frozen (einzeln schockgefroren) Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe beinahe unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen geringfügig an, wobei Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte aufgebaut wurden und die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente deutlich zurückgingen. Auf der Passivseite gingen die langfristigen Schulden aufgrund niedrigerer Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten moderat zurück. Die kurzfristigen Schulden stiegen v.a. aufgrund höherer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und saisonal gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2015 lagen mit 449,0 Mio. € um 118,7 Mio. € deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2014|15. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich auf 37,0 % (28. Februar 2015: 27,7 %).
| Kennzahlen zur Aktie | Q1-3 2015 16 |
|---|---|
| Höchstkurs (11. Juni 2015) | 89,00 € |
| Tiefstkurs (28. August 2015) | 73,00 € |
| Ultimokurs (30. November 2015) | 87,99 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 81,23 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.249,6 Mio € |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,51 € in das Geschäftsjahr 2015|16 und schloss zum Ultimo November 2015 mit 87,99 €, was einem Plus von 9,29 % bei durchschnittlich knapp über 1.300 gehandelten Stücken pro Tag (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) entspricht. Der österreichische Leitindex (ATX) verlor im selben Zeitraum 0,26 %.
Die Entwicklung des AGRANA-Aktienkurses finden Sie auf der Website www.agrana.com -> Investoren -> Aktie -> Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per Ultimo November 2015 1.249,6 Mio. € bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.
Auch im dritten Quartal 2015|16 trat AGRANA regelmäßig aktiv mit Investoren, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf institutionelle Anleger u.a. bei Roadshows in Amsterdam, Antwerpen, Brüssel, London, München, Paris, Warschau und Zürich.
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
q1-3 2015 16 |
q1-3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 540,5 | 563,4 |
| EBITDA1 | 24,9 | 43,9 |
| Operatives Ergebnis | 9,0 | 29,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
1,4 | -1,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 10,4 | 29,0 |
| EBIT-Marge | 1,9 % | 5,2 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2015 16 |
Q3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 195,5 | 185,3 |
| EBITDA1 | 12,8 | 9,4 |
| Operatives Ergebnis | 3,0 | 1,2 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
1,0 | -0,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 4,0 | 0,9 |
| EBIT-Marge | 2,1 % | 0,5 % |
Im Segment Zucker gingen die Umsatzerlöse in Q1-3 2015|16 im Vorjahresvergleich leicht um 4,1 % auf 540,5 Mio. € zurück. Während die Zuckerverkaufspreise v.a. in den Geschäftsbereichen Lebensmittelhandel und weiterverarbeitende Industrie gegenüber der Vergleichsperiode deutlich niedriger waren, konnten die Absatzmengen von Quotenzucker, v.a. an die Nahrungsmittelindustrie, gesteigert werden. Die Verkäufe von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie lagen nahezu auf dem Vorjahresniveau, die Exporte in Drittländer fielen deutlich geringer aus. Die Umsätze bei Nebenprodukten waren preisbedingt leicht rückläufig.
Das EBIT in Q1-3 2015|16 (10,4 Mio. €) ist auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallenen Zuckerverkaufspreise zurückzuführen; in den ersten sechs Monaten des Vorjahres wurden noch höhere Preise aus der Kampagne 2013|14 erlöst. Die Erholung des EBITs in den letzten drei Monaten ist v.a. auf die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Rohzuckerkosten und den zusätzlichen Deckungsbeitrag der gestiegenen Absatzmenge zurückzuführen.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in der ersten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 27. Oktober 2015 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2015|16 (Oktober 2015 bis September 2016) mit einer sinkenden weltweiten Zuckerproduktion und einem weiteren Zuwachs beim Verbrauch. In dieser Schätzung wird von einer Reduktion der weltweiten Lagerbestände um rund 4 Mio. Tonnen bis zum Ende des aktuellen Zuckerwirtschaftsjahres (30. September 2016) ausgegangen.
Durch diese Mengeneinschätzung, die auch von anderen Analysehäusern geteilt wird, wurde der preisliche Abwärtstrend an den Weltzuckermärkten zuletzt gestoppt und die Preise stabilisierten sich nach den Tiefstständen im Sommer zum Ende des Berichtszeitraumes. Der Weltmarktpreis für Weißzucker notierte am 30. November 2015 bei rund 403 \$ (381 €), jener für Rohzucker bei rund 329 \$ (311 €) je Tonne.
Die europäische Zuckerrübenkampagne 2014|15 brachte durch Rekorderträge neben der Erfüllung der EU-Zuckerquote eine große Nicht-Quotenzuckermenge. Die aufgrund der gesunkenen Zuckerpreise geringeren Präferenzimportmengen im ZWJ 2014|15 führten zu einem
deutlichen Rückgang der Quotenzuckerbestände zum Ende des abgelaufenen ZWJ.
Die Zuckerproduktion für das neue ZWJ 2015|16 wird nicht nur im Vergleich zu den Rekorderträgen im letzten Jahr signifikant abfallen, sondern soll auch unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre in der EU liegen. Diese Erwartung ist darauf zurückzuführen, dass einerseits Anbauflächen in wichtigen Produktionsländern wie z.B. in Deutschland und Polen zurückgenommen wurden und zum anderen wirkte sich die lange Trockenperiode in Zentral- und Osteuropa negativ auf die Zuckerrübenerträge aus.
Aufgrund der zur Bewältigung der hohen Vorjahresernte erfolgten Übertragung von Nicht-Quotenzuckermengen vom alten (2014|15) auf das neue ZWJ (2015|16) ist aber eine Erfüllung der Quoten und auch eine ausreichende Nicht-Quotenzuckermenge sichergestellt.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Absatz von Zuckerprodukten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wobei sich die jeweiligen Produktgruppen und Märkte zum Teil unterschiedlich entwickelt haben.
Zeigte der Absatz im Bereich der Getränke- und Lebensmittelindustrie v.a. aufgrund des stabileren Marktumfeldes und der heißen Sommermonate ein Plus (höherer Verbrauch im Bereich der alkoholfreien Getränke), so lagen die Mengen im Bereich Lebensmitteleinzelhandel bis vor wenigen Monaten noch hinter den Erwartungen, u.a. bestimmt durch das schwierige Marktumfeld in Osteuropa mit diversen Billiganbietern.
Die Nachfrage nach Bio-Produkten zeigt sich in den Bereichen Retail und Industrie gleichermaßen stabil.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche wurde im Anbaujahr 2015 auf rund 95.000 Hektar reduziert (rund -3 %). In Österreich und in Tschechien erfolgte auf rund 880 Hektar biologischer Anbau von Zuckerrüben.
Ein extrem trockener und heißer Sommer führte zu einem negativen Vegetationsverlauf der Zuckerrübenbestände. Die Durchschnittserträge für das ZWJ 2015|16 lagen in Österreich und Tschechien rund 10 % unter dem 5-jährigen Mittel. In der Slowakei wurde eine nur leicht unterdurchschnittliche (-5 %), in Ungarn und Rumänien eine durchschnittliche Ernte erreicht. Infolge der vergleichsweise heißen und niederschlagsarmen Vegetationsphase im Sommer und im Herbst sind die Zuckergehalte in allen Ländern der AGRANA-Gruppe durchschnittlich. Die ersten Zuckerfabriken haben rund um den 10. September 2015 die Verarbeitung aufgenommen. Mitte Jänner 2016 werden die letzten Werke ihre Rübenkampagnen beenden.
| Q3 2015 16 |
Q3 2014 15 |
|---|---|
| 191,3 | 184,2 |
| 20,7 | 18,0 |
| 15,1 | 12,5 |
| 6,7 | 7,9 |
| 21,8 | 20,4 |
| 11,4 % | 11,1 % |
Die Umsatzerlöse in Q1-3 2015|16 in Höhe von 544,0 Mio. € lagen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzzuwächse konnten u.a. im Geschäftsbereich Bioethanol aufgrund gestiegener Verkaufspreise sowie bei Stärke-Nassderivaten aufgrund höherer Absatzmengen erzielt werden. Erlösrückgänge bei den Verzuckerungsprodukten spiegeln das anhaltend niedrige Preisniveau des europäischen Zuckermarktes wider. Die Nebenproduktumsätze lagen rohstoffpreisbedingt leicht unter dem Vorjahreswert.
Das EBIT in Höhe von 52,9 Mio. € übertraf den Vorjahreswert deutlich um 16,0 %. Damit stieg die Profitabilität (EBIT-Marge) von 8,5 % auf 9,7 %. Die Ergebnissteigerung ist vorrangig auf die verbesserten Verkaufspreise bei Ethanol zurückzuführen; gleichzeitig sind die Rohstoffkosten im Segment im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt leicht gesunken. Der Ergebnisrückgang des nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA spiegelt die gesunkenen Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte wider.
Der Lebensmittelbereich entwickelte sich absatzseitig stabil. Die schlechten Kartoffelerträge (v.a. in Süddeutschland, Österreich und Nordosteuropa) führten bei Kartoffelstärke zu ansteigenden Marktpreisen.
Für Stärkeverzuckerungsprodukte im Allgemeinen und Isoglukose im Speziellen herrscht im Hinblick auf Oktober 2017 und die damit verbundene Liberalisierung des Zuckermarktes ein hoher Wettbewerbsdruck. Der ansatzweise eingetretene Preisaufwärtstrend bei Zucker spiegelt sich bislang nur partiell in den neuen
Umsatzanteil EBIT-Anteil
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2015 16 |
Q1-3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 544,0 | 535,4 |
| EBITDA1 | 51,7 | 40,6 |
| Operatives Ergebnis | 34,6 | 23,8 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
18,3 | 21,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 52,9 | 45,6 |
| EBIT-Marge | 9,7 % | 8,5 % |
Abschlüssen bei Stärkeverzuckerungsprodukten für das kommende Jahr wider.
Der Papier- und Wellpappebereich zeigte eine über den Erwartungen liegende Nachfrage in der EU. Treiber dieser positiven Entwicklung waren die gesteigerten Exportvolumina – auch bedingt durch den schwächeren Euro - von Papier und Verpackungsmaterialien.
Das Bioethanolgeschäft profitiert weiterhin von einem ausgeglichenen Nachfrage-Angebotsverhältnis in der EU sowie von einem starken US-Dollar, was zu positiven Preis- und folglich Ergebnisentwicklungen für europäische Ethanolproduzenten führte. Da nur geringe Importethanolvolumina in den europäischen Markt gebracht werden, ist davon auszugehen, dass dieser positive Trend bis zum Ende des Geschäftsjahres 2015|16 anhalten wird.
Bei den Protein-Nebenprodukten herrschte eine anhaltend hohe Nachfrage nach hoch-proteinhaltigen Produkten (z.B. Kartoffeleiweiß, Maiskleber) und nach vitalem Weizengluten.
Der Internationale Getreiderat (IGC1 ) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2015|162 bei rund 1,99 Mrd. Tonnen, damit auf Vorjahresniveau und auch in etwa auf Höhe des erwarteten Verbrauches. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 726 Mio. Tonnen (Vorjahr: 723 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 720 Mio. Tonnen) geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 967 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.013 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 974 Mio. Tonnen). Die gesamten Getreidebestände werden aufgrund der guten Weizenernte um 4 Mio. Tonnen mit 454 Mio. Tonnen höher erwartet.
Die gesamte Getreideproduktion der EU wird laut Strategie Grains2 auf rund 308 Mio. Tonnen (Vorjahr: 328 Mio. Tonnen) geschätzt. Dazu trägt die leicht höhere Weichweizenernte rund 150 Mio. Tonnen bei (erwarteter Binnenverbrauch: 120 Mio. Tonnen). Die Maisernte 2015 in der EU wird bei einem Binnenverbrauch von 70 Mio. Tonnen auf lediglich 57 Mio. Tonnen erwartet, ein Minus von rund 24 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) sind seit Anfang Juli um rund 12 % (Mais) bzw. 19 % (Weizen) gesunken und bewegten sich am 30. November bei rund 165 € je Tonne Mais und
177 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 155 € je Tonne Mais und 186 € je Tonne Weizen).
Bei einer gegenüber dem Vorjahr stabilen Anbaufläche von rund 6.000 Hektar betrug die Stärkekartoffelernte (inkl. Bio-Kartoffeln) in Österreich im Geschäftsjahr 2015|16 witterungsbedingt rund 161.000 Tonnen (Vorjahr: 240.000 Tonnen). Die Stärkekartoffel-Liefererfüllung wird bezogen auf eine Kontraktmenge von rund 239.000 Tonnen rund 67 % betragen und damit deutlich unter dem Vorjahr (105 %) liegen.
Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich betrug rund 93.000 Tonnen und lag damit unter dem Vorjahresniveau (113.000 Tonnen). In der Zeit vom 26. August bis zum 21. November 2015 wurden 77.000 Tonnen Gelbmais und 16.000 Tonnen Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Bio-Wachsmais, Zertifiziert Gentechnikfreier Mais) verarbeitet. Mittlerweile wurde die Produktion wieder auf Trockenmais umgestellt. Für das volle Geschäftsjahr 2015|16 wird eine Gesamtverarbeitungsmenge auf Vorjahresniveau von rund 400.000 Tonnen erwartet.
Im Bioethanol- und Weizenstärkewerk in Pischelsdorf|Österreich wurden von Anfang September bis Ende November 2015 rund 75.000 Tonnen (Vorjahr: rund 102.000 Tonnen) Nassmais verarbeitet. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtgetreideverarbeitung (Weizen, Mais, Tritikale) von rund 755.000 (Vorjahr: 750.000) Tonnen erwartet.
Das rumänische Werk in Țăndărei wird im Geschäftsjahr 2015|16 voraussichtlich insgesamt knapp 60.000 Tonnen Mais (Vorjahr: 52.000 Tonnen) verarbeiten.
Im nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) wird die gesamte Maisverarbeitung 2015|16 (100 %) voraussichtlich 1,12 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,05 Mio. Tonnen) betragen. Auch HUNGRANA hat die Nassmaisverarbeitung Ende November 2015 mit rund 226.000 Tonnen deutlich unter dem Vorjahresniveau (260.000 Tonnen) abgeschlossen.
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2015 16 |
Q1-3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 823,5 | 815,6 |
| EBITDA1 | 77,5 | 83,7 |
| Operatives Ergebnis | 47,2 | 54,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -1,7 | -4,6 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 45,5 | 49,8 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 6,1 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2015 16 |
Q3 2014 15 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 257,7 | 259,7 |
| EBITDA1 | 27,5 | 27,6 |
| Operatives Ergebnis | 14,7 | 16,1 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,4 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 14,3 | 16,1 |
| EBIT-Marge | 5,6 % | 6,2 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht stiegen in Q1-3 2015|16 minimal um knapp 1,0 % auf 823,5 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen lag der Absatz leicht über dem Vorjahresniveau und auch gestiegene Verkaufspreise verstärkt durch vorteilhafte Fremdwährungseffekte (v.a. USD, CNY, KRW und ARS) führten zu einem Umsatzanstieg um knapp 9 %. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate hingegen ging der Umsatz v.a. aufgrund
stark gesunkener Verkaufspreise aus der Ernte 2014 bei Apfelsaftkonzentrat um etwas über 20 % zurück.
Das EBIT betrug in Q1-3 2015|16 45,5 Mio. € und lag damit um 8,6 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen eine deutliche EBIT-Verbesserung auswies, wirkten sich die niedrigeren Apfelpreise der Kampagne 2014 und die damit verbundenen deutlich gesunkenen Konzentratpreise negativ auf die Margen im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aus. Bei Fruchtzubereitungen gab es v.a. in den Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika, sowie in Russland, Südkorea und China einen deutlich positiven Geschäftsverlauf, und die gegenüber dem Euro stärker gewordenen Währungen wie v.a. der US-Dollar unterstützten den EBIT-Anstieg ebenfalls. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von -1,7 Mio. € ist primär auf das Restrukturierungsprojekt der Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad|Belgien, zurückzuführen, wobei der Großteil der damit zusammenhängenden Einmalkosten bereits im Konzernjahresabschluss 2014|15 bilanziert war.
Einem weiterhin geringfügigen Nachfragerückgang in der EU steht ein leichtes Wachstum in den außereuropäischen Märkten gegenüber. Die Marktentwicklung der Retail-Volumina an Trink- und Fruchtjoghurts zeigte im Kalenderjahr 2015 weltweit ein durchschnittliches Wachstum von rund 4 % (Quelle: Euromonitor), wobei der Konsum in Europa, Osteuropa (Ukraine und Russland) und im asiatisch-pazifischen Raum einen Rückgang aufwies.
Makroökonomische und politische Probleme verlangsamen die Marktentwicklung in den Regionen Osteuropa (Russland, Ukraine, Weißrussland), Naher und Mittlerer Osten und Argentinien. Dennoch konnte AGRANA in allen Regionen, mit Ausnahme von Nordamerika, in den letzten drei Monaten eine positive Absatzentwicklung im Vorjahresvergleich erzielen.
Bei Apfelsaftkonzentrat sind die Preise in Europa aufgrund einer stabilen Nachfrage bei fehlenden Angebotsmengen im Vergleich zur Ernte 2014 zuletzt deutlich gestiegen. Allerdings liegen die Apfelpreise auch deutlich über dem Vorjahr. In der Ukraine wurden aufgrund der politischen Situation zwei Drittel der dort produzierten Menge nach Europa verbracht, ein Drittel wurde in der Ukraine verkauft. Ein direkter Export von Apfelsaftkonzentrat aus der Ukraine nach Russland ist aufgrund von Importverboten nach wie vor nicht möglich. Bei Buntsaftkonzentraten aus der Ernte 2015 ist AUSTRIA JUICE bei den wesentlichen Früchten ausverkauft.
Nach Ablauf des dritten Quartales ist im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen das Beschaffungsjahr im Wesentlichen abgeschlossen. Ein neuer Zyklus startete im Dezember 2015 mit der Ernte der tropischen Früchte und mit der Vorbereitung der Winterernten in Mexiko und Nordafrika.
Die Verträge für Ingredienzien sind für das nächste Wirtschaftsjahr 2016|17 in Verhandlung bzw. teilweise auch schon abgeschlossen.
Nach guten Ernten zu Beginn des Kalenderjahres 2015 und daraus resultierend einer guten Versorgungslage und moderaten Rohstoffpreisen hat v.a. der ungewöhnlich heiße Sommer bei Beerenfrüchten zu Versorgungsengpässen mit Preiserhöhungen geführt, die sich auch im Frucht-Rohstoffportfolio der AGRANA auswirkten.
Die Währungsentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar hat den Einkauf ebenso verteuert wie lokale Missernten bei Mango und Ananas. Speziell bei diesen Früchten werden wir im kommenden Jahr weitere Preissteigerungen erwarten. Bei Ingredienzien und Additiven ist nur mit leichten Preissteigerungen zu rechnen.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate führte die Dürre der Sommermonate in Europa zu qualitativen und quantitativen Einbußen bei Beerenfrüchten. Aufgrund der knappen Rohstoffverfügbarkeit während des Frühjahres 2015 sowie der gut geräumten Lagerbestände war ein kontinuierlicher Preisanstieg sowohl im Verarbeitungsbereich als auch bei der Frischobstvermarktung feststellbar. Das 2014 in Kraft getretene Handelsembargo für die Vermarktung europäischer Äpfel nach Russland wurde im Sommer 2015 verlängert. Als Entlastungsmaßnahme hat die Europäische Kommission entschieden, rund 300.000 Tonnen Äpfel der Ernte 2015 v.a. aus dem polnischen Markt zu nehmen und diese Menge zur "freien Verteilung" (karitative Einrichtungen,
Schulen etc.) zur Verfügung zu stellen. Diese Maßnahme hatte einen zusätzlichen preisstabilisierenden Effekt für den europäischen Frischmarkt.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2014|15 auf den Seiten 86 bis 89 umfassend dargestellten Risiken.
Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2014 15 ist |
2015 16 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.493,5 | |
| EBIT | 121,7 | ä |
| Investitionen1 | 91,2 | ~112 |
Stabile Entwicklung
ä Leichter Anstieg
AGRANA geht für das Geschäftsjahr 2015|16 von einer stabilen Entwicklung beim Konzernumsatz aus. Beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) erwartet der Konzern aufgrund einer gestiegenen Preiserwartung bei Bioethanol, gesunkener Rohstoffpreise und eines zumindest ausgeglichenen Zuckerergebnisses im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg.
| Segment Stärke in Mio. € |
2014 15 ist |
2015 16 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 700,1 | ä |
| EBIT | 54,1 | |
| Investitionen1 | 13,7 | ~29 |
ä Leichter Anstieg
Deutlicher Anstieg
Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2015|16 eine leicht über dem Vorjahr liegende Umsatzentwicklung. Das gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Ethanolpreisniveau und ein verstärktes Spezialitätengeschäft können die Margenverluste bei Verzuckerungsprodukten deutlich überkompensieren. Bei weiterhin stabilen Ethanolnotierungen erwartet AGRANA für das Segment Stärke einen deutlichen Anstieg beim EBIT.
| Segment Frucht in Mio. € |
2014 15 ist |
2015 16 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.062,3 | |
| EBIT | 58,6 | |
| Investitionen1 | 43,0 | ~39 |
Moderater Anstieg
Leichter Rückgang
AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2015|16 eine moderate Umsatzsteigerung und nunmehr einen leichten Rückgang beim EBIT. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet bei steigenden Absatzmengen nach wie vor mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung. Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird aufgrund niedrigerer Preise, saisonaler Verschiebungen bei Produktabrufen und aufgrund von Wechselkurseffekten deutlich unter dem Vorjahr liegen und das Segmentergebnis bis zum Ende des Geschäftsjahres belasten.
Im Geschäftsjahr 2015|16 wird das Investitionsvolumen des Konzerns in Summe rund 112 Mio. € betragen und somit über der Abschreibung in Höhe von knapp 90 Mio. € liegen.
| Segment Zucker in Mio. € |
2014 15 ist |
2015 16 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 731,1 | |
| EBIT | 9,0 | aber positiv |
| Investitionen1 | 34,5 | ~44 |
Deutlicher Rückgang
Im Segment Zucker rechnet AGRANA aufgrund des Marktumfeldes preisbedingt mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung. Eine Reduktion der Rohstoffkosten und auch ein bereits im Geschäftsjahr 2014|15 eingeleitetes Kostensenkungsprogramm für alle Länder werden die im Durchschnitt gesunkenen Verkaufspreise teilweise kompensieren können, sodass 2015|16 mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven EBIT zu rechnen ist.
1
der AGRANA-Gruppe zum 30. November 2015 (ungeprüft)
| Konzern Gewinn- und Verlustrechnung |
1.-3. Quartal 1. März – 30. November |
3. Quartal 1. September – 30. November |
||
|---|---|---|---|---|
| Q1-3 2015 16 in t€ |
Q1-3 2014 151 in t€ |
Q3 2015 16 in t€ |
Q3 2014 151 in t€ |
|
| Umsatzerlöse | 1.908.029 | 1.914.389 | 644.569 | 629.183 |
| Bestandsveränderungen | 14.126 | -105.290 | 188.036 | 122.830 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.391 | 1.730 | 104 | 354 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 24.523 | 24.960 | 6.965 | 10.485 |
| Materialaufwand | -1.369.838 | -1.243.199 | -629.951 | -553.857 |
| Personalaufwand | -215.249 | -210.973 | -76.220 | -73.930 |
| Abschreibungen | -64.176 | -60.241 | -28.297 | -25.218 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -209.738 | -217.109 | -72.820 | -79.689 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
19.695 | 20.121 | 7.665 | 7.264 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 108.763 | 124.388 | 40.051 | 37.422 |
| Finanzerträge | 33.368 | 8.289 | 6.815 | 2.630 |
| Finanzaufwendungen | -49.708 | -20.976 | -11.975 | -7.275 |
| Finanzergebnis | -16.340 | -12.687 | -5.160 | -4.645 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 92.423 | 111.701 | 34.891 | 32.777 |
| Ertragsteuern | -21.628 | -30.511 | -8.036 | -11.808 |
| Konzernergebnis | 70.795 | 81.190 | 26.855 | 20.969 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
70.585 | 76.607 | 26.865 | 19.399 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
210 | 4.583 | -10 | 1.570 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 4,97 € | 5,39 € | 1,89 € | 1,36 € |
1.-3. Quartal 1. März – 30. November
3. Quartal 1. September – 30. November
| Q1-3 2015 16 in t€ |
Q1-3 2014 151 in t€ |
Q3 2015 16 in t€ |
Q3 2014 151 in t€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 70.795 | 81.190 | 26.855 | 20.969 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||||
| ƒ Währungsdifferenzen |
2.946 | -3.711 | 10.697 | -1.258 |
| ƒ zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) nach latenten Steuern |
-325 | -68 | -107 | -140 |
| ƒ Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern |
631 | 438 | 1.864 | 2.178 |
| ƒ Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
-2.210 | 703 | 632 | 1.775 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
1.042 | -2.638 | 13.086 | 2.555 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern |
3.364 | -6.494 | -54 | -6.463 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
4.406 | -9.132 | 13.032 | -3.908 |
| Gesamtergebnis | 75.201 | 72.058 | 39.887 | 17.061 |
| ƒ davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG |
75.480 | 68.113 | 39.307 | 15.338 |
| ƒ davon nicht beherrschende Anteile |
-279 | 3.945 | 580 | 1.723 |
| für die ersten drei Quartale 2015 16 1. März – 30. November |
Q1-3 2015 16 in t€ |
Q1-3 2014 151 in t€ |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 119.115 | 136.591 |
| Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen | 457 | -368 |
| Veränderung des Working Capital | -105.612 | 110.711 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 13.960 | 246.934 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -79.835 | -61.207 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -59.269 | -63.302 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -125.144 | 122.425 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 2.505 | -2.220 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 193.818 | 135.856 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 71.179 | 256.061 |
| Aktiva | Stand am | Stand am | Stand am |
|---|---|---|---|
| 30.11.2015 | 28.02.2015 | 30.11.20141 | |
| in t€ | in t€ | in t€ | |
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 242.658 | 241.475 | 242.193 |
| Sachanlagen | 677.327 | 661.537 | 649.972 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 75.968 | 84.384 | 77.875 |
| Wertpapiere | 104.749 | 104.879 | 104.394 |
| Beteiligungen | 1.099 | 1.114 | 1.172 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 11.206 | 21.070 | 15.376 |
| Aktive latente Steuern | 22.002 | 22.184 | 28.706 |
| 1.135.009 | 1.136.643 | 1.119.688 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 702.719 | 625.313 | 655.103 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 521.710 | 439.793 | 498.827 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 12.490 | 11.274 | 12.613 |
| Wertpapiere | 46 | 46 | 48 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 71.179 | 193.818 | 256.061 |
| 1.308.144 | 1.270.244 | 1.422.652 | |
| Summe Aktiva | 2.443.153 | 2.406.887 | 2.542.340 |
| A. Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | 103.210 |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | 411.362 |
| Gewinnrücklagen | 639.043 | 614.687 | 626.422 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.153.615 | 1.129.259 | 1.140.994 |
| Nicht beherrschende Anteile | 61.051 | 65.161 | 66.383 |
| 1.214.666 | 1.194.420 | 1.207.377 | |
| B. Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 65.103 | 71.885 | 67.288 |
| Übrige Rückstellungen | 15.256 | 14.879 | 12.491 |
| Finanzverbindlichkeiten | 284.036 | 319.672 | 323.153 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.070 | 1.204 | 1.262 |
| Passive latente Steuern | 12.637 | 10.424 | 13.159 |
| 383.102 | 418.064 | 417.353 | |
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 38.657 | 41.757 | 37.455 |
| Finanzverbindlichkeiten | 340.967 | 309.354 | 321.957 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 444.626 | 411.193 | 516.087 |
| Steuerschulden | 21.135 | 32.099 | 42.111 |
| 845.385 | 794.403 | 917.610 | |
| Summe Passiva | 2.443.153 | 2.406.887 | 2.542.340 |
| Für die ersten drei Quartale 1. März – 30. November |
Eigenkapital der AGRANA -Aktionäre in t€ |
Nicht beherrschende Anteile in t€ |
Summe in t€ |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||
| Stand am 1. März 2015 | 1.129.259 | 65.161 | 1.194.420 |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 426 | 40 | 466 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungs orientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) |
3.364 | 0 | 3.364 |
| Gewinn/Verlust aus Währungsumrechnung | 1.105 | -529 | 576 |
| Sonstige Ergebnisse | 4.895 | -489 | 4.406 |
| Konzernergebnis | 70.585 | 210 | 70.795 |
| Gesamtergebnis | 75.480 | -279 | 75.201 |
| Dividendenausschüttung | -51.127 | -3.833 | -54.960 |
| Sonstige Veränderungen | 3 | 2 | 5 |
| Stand am 30. November 2015 | 1.153.615 | 61.051 | 1.214.666 |
| Stand am 1. März 2014 | 1.124.733 | 66.255 | 1.190.988 |
|---|---|---|---|
| Bewertungseffekte IAS 39 | 370 | 0 | 370 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungs orientieter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) |
-6.490 | 2 | -6.488 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | -2.374 | -640 | -3.014 |
| Sonstige Ergebnisse | -8.494 | -638 | -9.132 |
| Konzernergebnis (inkl. IAS 8-Anpassung) | 76.607 | 4.583 | 81.190 |
| Gesamtergebnis | 68.113 | 3.945 | 72.058 |
| Dividendenausschüttung | -51.127 | -3.906 | -55.033 |
| Sonstige Veränderungen | -725 | 89 | -636 |
| Stand am 30. November 2014 | 1.140.994 | 66.383 | 1.207.377 |
der AGRANA-Gruppe zum 30. November 2015 (ungeprüft)
| für die ersten drei Quartale 1. März – 30. November |
Q1-3 2015 16 in t€ |
Q1-Q3 2014 15 in t€ |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | ||
| Zucker | 588.260 | 623.780 |
| Stärke | 549.474 | 541.881 |
| Frucht | 824.056 | 815.742 |
| Konzern | 1.961.790 | 1.981.403 |
| Q1-3 2015 16 in t€ |
Q1-3 2014 15 in t€ |
||
|---|---|---|---|
| -- | -------------------------- | -------------------------- | -- |
| Konzern | 19.695 | 20.121 |
|---|---|---|
| Frucht | 0 | 0 |
| Stärke | 18.295 | 21.779 |
| Zucker | 1.400 | -1.658 |
| den Segmenten | ||
|---|---|---|
| Zucker | -47.793 | -60.360 |
| Stärke | -5.464 | -6.504 |
| Frucht | -504 | -150 |
| Konzern | -53.761 | -67.014 |
Ergebnis der Betriebstätigkeit
| Konzern | 108.763 | 124.388 |
|---|---|---|
| Frucht | 45.488 | 49.831 |
| Stärke | 52.921 | 45.527 |
| Zucker | 10.354 | 29.030 |
| Konzern | 1.908.029 | 1.914.389 |
|---|---|---|
| Frucht | 823.552 | 815.592 |
| Stärke | 544.010 | 535.377 |
| Zucker | 540.467 | 563.420 |
| Konzern | 90.742 | 107.957 |
|---|---|---|
| Frucht | 47.162 | 54.381 |
| Stärke | 34.626 | 23.748 |
| Zucker | 8.954 | 29.828 |
| Zucker | 0 | 860 |
|---|---|---|
| Stärke | 0 | 0 |
| Frucht | -1.674 | -4.550 |
| Konzern | -1.674 | -3.690 |
| Konzern | ||
|---|---|---|
| Frucht | 24.724 | 29.214 |
| Stärke | 14.888 | 7.346 |
| Zucker | 39.162 | 25.915 |
| Zucker | 2.551 | 2.637 |
|---|---|---|
| Stärke | 873 | 853 |
| Frucht | 4.702 | 4.756 |
| Konzern | 8.126 | 8.246 |
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Umgerechnet in Vollzeitäquivalente
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2015 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernabschlusses der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) zum 30. November 2015 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2015 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. Dezember 2015 aufgestellt.
Der Geschäftsbericht 2014|15 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com/ir zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren – wie im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "2. Allgemeine Grundlagen" auf den Seiten 105 bis 111 dargestellt – erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandt.
Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2015|16 wurde die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung im Bereich der Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen um die Zeile "Anteile aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden" ergänzt. Darin enthalten sind jene Beträge zusammengefasst, die aus erfolgsneutralen IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen bei nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Diese waren zuvor den bisherigen Zeilen zu IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen zugeordnet.
Hinsichtlich der zum 28. Februar 2014 und zum 1. März 2013 vorgenommenen Anpassungen gemäß IAS 8 sowie deren Auswirkungen auf diesen Zwischenabschluss wird auf die angegebenen Beträge und Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "2. Allgemeine Grundlagen – Anpassungen gemäß IAS 8" auf den Seiten 110 bis 115 verwiesen.
Im Q1 2015|16 fand die Verschmelzung der AGRANA Juice Poland Sp.z.o.o., Bialobrzegi|Polen, auf die AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o. (vormals: Ybbstaler Fruit Polska Sp.z.o.o.), Chelm|Polen, sowie der AGRANA Trading EOOD, Sofia|Bulgarien, auf die AGRANA Bulgaria AD, Sofia|Bulgarien, statt. Zusätzlich wurde die AGRANA Fruit Services Inc., Brecksville|USA, auf die AGRANA Fruit US, Inc., Brecksville|USA, verschmolzen. Im Q2 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die bis dahin ein nicht einbezogenes Tochterunternehmen war. Im Zuge der erstmaligen Einbeziehung war ein Unterschiedsbetrag von 3,6 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Weiters wurde die AGRANA J&F Holding GmbH, Wien, auf die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, verschmolzen. Im Q3 fand der Erwerb von 100 % der Anteile der AGRANA–STUDEN Albania sh.p.k., Tirana|Albanien, durch die AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, statt. Die Gesellschaft wird nach der Equity-Methode einbezogen und der Erwerb hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern. Insgesamt wurden 60 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (28. Februar 2015: 63 Unternehmen) und 12 Unternehmen (28. Februar 2015: 11 Unternehmen) mit der Equity-Methode einbezogen.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten September bis Jänner. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im Q3 des Geschäftsjahres an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und
sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroffenen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse über die Bestandsveränderungen aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug in Q1-3 2015|16 108,8 Mio. € (Vorjahr: 124,4 Mio. €). Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf verringerte Ergebnisse im Segment Zucker zurückzuführen. Ein Sonderergebnis von -1,7 Mio. €, v.a. aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes in Belgien, ist im EBIT des Segmentes Frucht enthalten.
Das im Vergleich zum Vorjahr schlechtere Finanzergebnis belief sich auf -16,3 Mio. € (Vorjahr: -12,7 Mio. €) und resultierte einerseits aus einem um 2,3 Mio. € besseren Zinsergebnis und andererseits aus einem um 3,1 Mio. € schlechteren sonstigen Finanzergebnis (v.a. aus Derivaten) sowie einem um 4,0 Mio. € schwächeren Währungsergebnis (v.a. aus Brasilien, Mexiko und Ungarn).
Das Konzernergebnis betrug 70,8 Mio. € (Vorjahr: 81,2 Mio. €).
Von Anfang März bis Ende November 2015 sank der Finanzmittelbestand um 122,6 Mio. € auf 71,2 Mio. €.
Der Cashflow aus dem Ergebnis war in Q1-3 2015|16 mit 119,1 Mio. € um 17,5 Mio. € geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch ein geringeres Konzernergebnis begründet. Im Cashflow aus dem Ergebnis sind 20,3 Mio. € an Dividenden und Anzahlungen auf Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, enthalten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in Q1-3 2015|16 14,0 Mio. € (Vorjahr: 246,9 Mio. €). Die Verschlechterung im Working Capital ist v.a. durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: Reduktion), einen deutlich geringeren Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie einen Anstieg der Vorräte (Vorjahr: Reduktion) bedingt.
Höhere Investitionen in den Segmenten Zucker (v.a. in Österreich und Ungarn) und Stärke (in Österreich) sowie geringere Investitionen im Segment Frucht führten zu einem um 18,6 Mio. € gestiegenen Cashflow aus Investitionstätigkeit.
Der Cashoutflow aus Finanzierungstätigkeit lag mit 59,3 Mio. € (Vorjahr: 63,3 Mio. €) etwas unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür war eine Reduktion der Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zu einem Anstieg im Vorjahreszeitraum. In Q1-3 2014|15 erfolgte die Auszahlung für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an der AGRANA Bioethanol GmbH durch die AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 29,8 Mio. €.
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 28. Februar 2015 um 36,3 Mio. € auf 2.443,2 Mio. € gestiegen. Der Anstieg auf der Aktivseite war im Wesentlichen bedingt durch höhere Vorratsbestände sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte bei gegenläufig gesunkenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Auf der Passivseite trugen v.a. deutlich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten zur Erhöhung der Bilanzsumme bei. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen von 6,8 Mio. € ist bedingt durch die Anpassung des Abzinsungssatzes auf 1,9 % (28. Februar 2015: 1,4 %).
Mit einem Eigenkapital von 1.214,7 Mio. € (28. Februar 2015: 1.194,4 Mio. €) betrug die Eigenkapitalquote per Ende November 49,7 % (28. Februar 2015: 49,6 %).
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang marktübliche derivative Finanzinstrumente ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
In nachstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 7 wie folgt definiert sind:
In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den jeweiligen Bewertungslevel vorgenommen.
| 30. November 2015 | Level 1 in t€ |
Level 2 in t€ |
Level 3 in t€ |
Gesamt in t€ |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 19.749 | 0 | 0 | 19.749 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 277 | 277 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
1.479 | 0 | 0 | 1.479 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
143 | 4.363 | 0 | 4.506 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 46 | 0 | 0 | 46 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 21.417 | 4.363 | 277 | 26.057 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
729 | 11 | 0 | 740 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
0 | 11.408 | 0 | 11.408 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 729 | 11.419 | 0 | 12.148 |
| 30. November 20141 | Level 1 in t€ |
Level 2 in t€ |
Level 3 in t€ |
Gesamt in t€ |
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 19.394 | 0 | 0 | 19.394 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | 0 | 0 | 277 | 277 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
990 | 144 | 0 | 1.134 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
2.104 | 940 | 0 | 3.044 |
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | 48 | 0 | 0 | 48 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 22.536 | 1.084 | 277 | 23.897 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Hedge-Accounting) |
217 | 0 | 0 | 217 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) |
0 | 7.164 | 0 | 7.164 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 217 | 7.164 | 0 | 7.381 |
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Nachstehende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehen gegenüber Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt:
| 30. November 2015 | Buchwert | Beizulegender |
|---|---|---|
| in t€ | Zeitwert in t€ |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 374.973 | 378.514 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 255.723 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 30 | 31 |
| Finanzverbindlichkeiten | 625.003 | 634.268 |
| 30. November 2014 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 395.040 | 398.576 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 256.478 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 70 | 76 |
| Finanzverbindlichkeiten | 645.110 | 655.130 |
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichtes 2014|15 unter "10.3. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 157 bis 162.
Im November 2015 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.126 (Vorjahr: 8.246) Vollzeitäquivalente beschäftigt. Die Reduktion ist v.a. auf eine geringere Anzahl an Kampagnemitarbeitern im Segment Zucker sowie auf einen geringeren Bedarf an Saisonarbeitskräften in Marokko, Ungarn und in der Ukraine im Segment Frucht zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand in Q1-3 2015|16 nach Köpfen betrug 8.910 (Vorjahr: 8.846) Mitarbeiter.
Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2015 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht 2014|15 verwiesen.
Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne des Börsegesetzes bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 30. Dezember 2015
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inkl. Investor Relations) sowie Forschung & Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik Segmentverantwortung Zucker
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions, Recht sowie Compliance; Segmentverantwortung Frucht
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Interne Revision
Kontakt
ersten drei Quartale 2016|17
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
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