Interim / Quarterly Report • Oct 11, 2007
Interim / Quarterly Report
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BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR
AGRANA BETEILIGUNGS-AG
Der AGRANA-Konzernumsatz wuchs im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2007|08 (1. März bis 31. August 2007) im Vergleich zum Vorjahr von 923,2 m€ auf 933,3 m€. Während die Geschäftsfelder Stärke (+30 %) und Frucht (+14 %) den Umsatz deutlich steigern konnten, verzeichnete das Segment Zucker einen Umsatzrückgang um rund 16 %, was auf den Wegfall der Sondereffekte aus der Vorjahresvergleichsperiode zurückzuführen ist. Wie berichtet, musste im ersten Halbjahr 2006|07 aufgrund von WTO-Entscheidungen der gesamte C-Zucker abverkauft werden. Die Exportmöglichkeiten sind nahezu vollständig weggefallen.
Trotz erheblich erschwerten Rahmenbedingungen bei Zucker und einer generell schwierigen Rohstoffpreisentwicklung im Stärke- und Fruchtsegment konnte der Rückgang beim Operativen Konzernergebnis im ersten Halbjahr auf 54,4 (Vorjahr 59,3) m€ eingegrenzt werden, was einem Minus von 8 % entspricht. Das zweite Quartal für sich genommen, liegt jedoch 2,1 m€ über dem Vorjahr. Das Segment Stärke konnte einen Ergebniszuwachs auf 21,2 (Vorjahr 13,4) m€ erreichen, Frucht auf 18,7 (Vorjahr 17,2) m€. Das im Segment Zucker auf 14,6 (Vorjahr 28,6) m€ verminderte Operative Ergebnis ist einerseits auf geringere Absatzmengen, andererseits insbesondere auf die hohen Abgaben an den EU-Restrukturierungsfonds im Rahmen der neuen EU-Zuckermarktordnung zurückzuführen. Die positive Entwicklung bei Stärke und Frucht unterstreicht die Richtigkeit der strategischen Ausrichtung der AGRANA auf drei Standbeine.
Erträge aus der Optimierung der Wertpapierbestände und Wechselkursgewinne ermöglichten eine Verbesserung des Finanzergebnisses im ersten Halbjahr 2007|08 auf –2,8 m€ nach –10,4 m€ in den ersten sechs Monaten 2006|07. Das Halbjahresergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich dementsprechend von 48,9 m€ im ersten Halbjahr 2006|07 auf 50,0 m€. Der Konzernperiodenüberschuss konnte aufgrund einer von 32 % auf 27 % verminderten Steuerquote auf 36,6 (Vorjahr 33,4) m€ gesteigert werden. Aufgrund des verbesserten Konzernperiodenüberschusses und geringerer Minderheitenanteile stieg das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr 2007|08 auf 2,55 € nach 2,23 € in der Vorjahresvergleichsperiode.
Die Investitionen insbesondere im Stärke- und Bioethanolbereich im ersten Halbjahr 2007|08 stiegen auf 107,9 (Vorjahr 50,5) m€, was einer Erhöhung von 114 % im Vergleich zur Vorjahresvergleichsperiode entspricht. Die Mitarbeiteranzahl im Konzern stieg um 12 % von 7.972 im ersten Halbjahr 2006|07 auf 8.950.
Der Cashflow aus dem Ergebnis lag mit 69,7 m€ um 1,1 m€ über dem Vorjahr. Aus der laufenden Geschäftsentwicklung konnten jedoch nur 34,3 m€ im ersten Halbjahr 2007|08 realisiert werden (Vorjahr 125,4 m€), was primär auf die Entwicklung der Vorräte zurückzuführen ist. Im Vorjahr wurden die Lagerbestände durch hohe Exporte abgebaut, während heuer im Segment Frucht höhere Eigenlager angeschafft wurden, wodurch im Einkauf bessere Preise erreicht werden konnten. Darüber hinaus wurden erstmalig Rohstoffvorräte für das Bioethanolwerk Pischelsdorf eingekauft.
Das Eigenkapital stieg im ersten Halbjahr 2007|08 auf 898,3 m€ nach 895,5 m€ zum Geschäftsjahresende 2006|07. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von aktuell 47,2 % im Vergleich zu 46,4 % des Geschäftsjahres 2006|07. Das Gearing betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007|08 47,8 % (28. Februar 2007: 37,9 %).
Der Geschäftsverlauf im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007|08 (1. Juni bis 31. August) war nach einem etwas schwächeren ersten Quartal von verbesserten Umsätzen gekennzeichnet. Der Konzernumsatz stieg um 7 % auf 484,4 m€ nach 451,1 m€. Das Operative Ergebnis des zweiten Quartals konnte ebenfalls auf 26,3 m€ nach 24,2 m€ im Vorjahr gesteigert werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 25,6 m€ im zweiten Quartal 2007|08 um 30 % über dem Vorjahreswert von 19,7 m€. Der Konzernperiodenüberschuss verbesserte sich um 44 % auf 18,4 (Vorjahr 12,8) m€.
Der Aktienkurs betrug zum 31. August 2007 74,78 € und blieb damit im ersten Halbjahr 2007|08 auf annähernd gleichem Niveau (Notierung 1. März 2007: 74,85 €). Im gleichen Zeitraum wies der ATX eine Performance von +6,4 % aus.
Im Juli 2007 nahm Goldman Sachs die Analyse der AGRANA auf. Im September 2007 folgte die Berenberg Bank mit einem Erstcoverage. Des Weiteren wird AGRANA regelmäßig von den Investmenthäusern Morgan Stanley, Raiffeisen Centrobank, Sal. Oppenheim und UniCredit Markets & Investment Banking (CA IB) gecovert.
Mit 1. Juli 2006 trat die neue EU-Zuckermarktordnung in Kraft. Ziel ist, durch eine Reduktion der Zuckerquoten – aufgrund der nur mehr eingeschränkten Exportmöglichkeiten und zusätzlicher präferenzieller Importe – ein Nachfrage-Angebot-Gleichgewicht am europäischen Zuckermarkt zu erreichen. Dafür sollen von der Zuckerindustrie finanzierte Umstrukturierungsbeihilfen für Landwirte und Zuckerfabriken dienen, die zur Aufgabe oder Reduktion ihrer Produktion bereit sind.
Dieses Ziel konnte in den ersten beiden Wirtschaftsjahren nach der Reform nur ungenügend erreicht werden. Daher stimmte der Agrarministerrat am 26. September 2007 einer Novellierung der neuen Marktordnung zu. Sie soll die Attraktivität des Restrukturierungsfonds stärken und in weiterer Folge den Rückkauf von rund 6 Mio Tonnen Quote ermöglichen. Die bisherigen Quotenrückgaben von 2,2 Mio Tonnen müssen jetzt durch Quotenrückgaben auch aus wettbewerbsfähigen Regionen ergänzt werden.
Die Hauptpunkte der Verordnung, die nach der politischen Einigung im Agrarministerrat formal bei einem der nächsten Räte im Oktober verabschiedet werden muss, sind:
mengenmäßig übertreffen, verfallen die individuellen Anträge der Rübenbauern.
In den letzten Wochen haben Zuckerunternehmen in ganz Europa ihre Bereitschaft signalisiert, dem Restrukturierungsfonds Quoten zumindest in der Höhe ihrer präventiven Marktrücknahme für das Wirtschaftsjahr 2007|08 bis 31. Jänner 2008 anzudienen.
Der unabhängige Marktbeobachter F.O. Licht schätzt in einer ersten Prognose die EU-Zuckerproduktion 2007|08 auf voraussichtlich insgesamt 17,4 Mio Tonnen ein, was trotz der 6 %-Reduzierung des EU-Zuckerrübenanbaus ein wesentlich höheres Ergebnis als erwartet bedeutet. Im Jahr 2006|07 war der EU-Zuckerrüben-Output von F.O. Licht ebenfalls auf insgesamt 17,4 Mio Tonnen taxiert worden.
Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 wird eine weitere temporäre Marktrücknahmenotwendigkeit erwartet, diese hat durch die Europäische Kommission spätestens Ende Oktober zu erfolgen.
Die Verhandlungen im Agrarausschuss der WTO-Doha-Runde wurden im September erneut aufgenommen. Grundlage der Diskussionen ist ein vom Ausschussvorsitzenden
Crawford Falconer vor der Sommerpause vorgelegter Entwurf zu den Handelsmodalitäten bei Agrargütern. Dieser geht in der Frage des Zollabbaus bei Agrargütern über den von der EU angebotenen Zollabbau hinaus. Auch die Anzahl sensibler Produkte – mit geringeren Zollkürzungen – soll darin deutlich limitiert werden. Die WTO fordert einen EU-Zollabbau zwischen 66 % und 73 %. Anstatt der von der EU angebotenen Ausnahme für sensible Produkte mit 8 %, geht dieser Vorschlag von nur 4 % bis 6 % aus.
Für 2007|08 wird von einem globalen Zuckerüberschuss von über 14 Mio Tonnen Weißzucker im Vergleich zu einem Überhang von 12 Mio Tonnen im Wirtschaftsjahr 2006|07 ausgegangen. Die Zuckerproduktion 2007|08 dürfte sich auf 160 Mio Tonnen belaufen. Dem steht ein prognostizierter weltweiter Verbrauch von 146 Mio Tonnen gegenüber. Die größten Produktionssteigerungen erzielt Asien getrieben von den hohen Zuckerpreisen im letzten Jahr sowie einer starken Nachfrage. Die günstigen Witterungsbedingungen in den Zuckerrohr-Anbaugebieten verstärkten diesen Trend. China, Indien, Pakistan und Thailand werden ihre Produktion voraussichtlich insgesamt um bis zu 10 % steigern können.
Im Segment Zucker belief sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2007|08 auf 376,2 m€ und lag damit um 16 % unter dem Wert der Vorjahresvergleichsperiode von 449,0 m€. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr mengenmäßig niedrigeren Zuckerverkäufen. In der Vorjahresvergleichsperiode musste der C-Zucker aufgrund der WT0 Entscheidung bis zum Sommer abverkauft werden und führte zusammen mit der guten Ernte zu großen Absatzmengen. Aufgrund der hohen Weltmarktpreise konnten im Vorjahr auch gute Ergebnisse erzielt werden. Infolge der negativen WTO-Panelentscheidung ist die Exportmöglichkeit nun nahezu vollständig weggefallen.
Der Zuckerabsatz verzeichnete im ersten Halbjahr 2007|08 einen Rückgang auf 458.000 (Vorjahr 660.000) Tonnen. Diese Entwicklung war einerseits bedingt durch die im Vorjahr getätigte Lieferung großer Mengen (rund 70.000 Tonnen) in die Intervention, andererseits durch den Wegfall der im Vorjahr letztmalig möglichen C-Zuckerexporte. Darüber hinaus wurden aufgrund der schlechteren Obsternte geringere Zuckermengen an den Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Dem gegenüber konnte verstärkt Zucker an die Getränkeindustrie abgesetzt und so Marktanteile zurück gewonnen werden.
Das Operative Ergebnis sank unter diesen Rahmenbedingungen von 28,6 m€ im ersten Halbjahr 2006|07 auf aktuell 14,6 m€. Darin wurde die Restrukturierungsabgabe auf Basis einer für das Gesamtjahr erwarteten Marktrücknahme für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 aufwandswirksam abgegrenzt. Das stark forcierte Nicht-Quoten-Zuckergeschäft mit der Fermentationsindustrie konnte den Wegfall der im Vorjahr getätigten hohen C-Zucker-Exporte nicht vollständig kompensieren.
Die Witterungsbedingungen in Österreich, wie auch in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien, waren im ersten Halbjahr ähnlich. Die auf den Anbau folgenden Monate waren durch eine äußerst hohe Trockenheit gekennzeichnet. Vereinzelte Niederschläge in den Monaten Juni und Juli entspannten die Situation nur geringfügig. Bestände und Pflanzendichte sind im Vergleich zu den letzten Jahren unterdurchschnittlich. An extrem trockenen Standorten – vor allem in Rumänien und Ungarn – kam es bei Temperaturen von 35°C zu irreversiblen Trockenschäden. Ausgiebige Niederschläge Anfang September haben insbesondere in den Rübenanbaugebieten Österreichs, Tschechiens und der Slowakei die Erwartungen deutlich verbessert.
In den AGRANA-Zuckerfabriken in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien werden folgende Rüben- und Zuckermengen in der Kampagne 2007 erwartet:
| AGRANA-Gruppe | 87.900 | 4.793.000 | 737.000 | 655.103 |
|---|---|---|---|---|
| Rumänien | 6.800 | 170.000 | 21.000 | 20.9682 |
| Slowakei | 7.800 | 403.000 | 56.000 | 56.837 |
| Tschechien | 13.300 | 665.000 | 106.000 | 83.582 |
| Ungarn | 17.600 | 805.000 | 119.000 | 142.689 |
| Österreich | 42.400 | 2.750.000 | 435.000 | 351.027 |
| in ha | in t | in t | in t | |
| Fläche | Rübenernte | gewinnung | 2007 081 | |
| Zucker- | quote | |||
| Rübenzucker |
Aus der Kampagne 2006|07 wurden 33.475 Tonnen Zucker in das neue Zuckerwirtschaftsjahr übertragen.
2 Rohzuckerquote in Rumänien: 130.668 Tonnen
Der seit dem Frühjahr 2007 festzustellende Preisanstieg für landwirtschaftliche Rohstoffe, insbesondere bei Getreide und Mais, hält weiter an. Die Weizenpreise sind in den vergangenen Wochen extrem gestiegen und liegen derzeit bei 260 € je Tonne. Im Vergleich dazu betrugen die durchschnittlichen Weizenpreise im Geschäftsjahr 2006|07 noch rund 133 €. Auch Mais notiert in Europa – je nach Region – mit 240 € bis 275 € je Tonne auf Rekordniveau. Hier betrug der Preissprung 2007 gegenüber 2006 rund 70 %. Die Ursachen sind in trockenheitsbedingten Ertragsausfällen, vor allem in Osteuropa, und spekulativen Elementen zu suchen.
Um diesen Marktverhältnissen entgegenzuwirken, hat die Europäische Kommission die verpflichtende Flächenstilllegung im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik von aktuell 10 % für das Jahr 2008 auf Null abgesenkt.
Der Umsatz des Segments Stärke lag im ersten Halbjahr 2007|08 mit 154,7 m€ um 30 % über dem Vorjahreswert von 119,3 m€. Der Absatz konnte um 17 % auf 372.000 Tonnen gesteigert werden.
Das Wachstum wurde größtenteils durch gestiegene Verkäufe von Verzuckerungsprodukten sowie Ethanol aus Ungarn erzielt. Insbesondere verstärkte Exporte von Stärkesirup, Flüssigdextrose sowie Isoglukose und eine erhöhte Inlandsnachfrage ermöglichten diese positive Absatzentwicklung. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Verkaufspreise bei gestiegenen Rohstoffkosten überproportional zum Mengenabsatz.
Das Operative Ergebnis erhöhte sich auf 21,2 (Vorjahr 13,4) m€. Wesentliche Gründe waren das Mengenwachstum sowie ein verbesserter Produktmix mit höher veredelten Stärkeprodukten und Bioprodukten. Weiters beeinflusste die Entwicklung des ungarischen Forint und des rumänischen Leu zum Euro das Ergebnis positiv. Die nicht aktivierbaren Aufwendungen für die Errichtung des österreichischen Bioethanolwerkes betrugen 1,6 m€ und werden als Ergebnis aus Sondereinflüssen ausgewiesen.
Am 27. August 2007 wurde im Werk Gmünd, Österreich, mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2007 begonnen. Aufgrund der Hitzeperiode im Juni und Juli wird eine
etwas geringere Erntemenge von rund 185.000 (Vorjahr 187.000) Tonnen erwartet. Bei einem unter dem Vorjahr liegenden Stärkegehalt wird mit einer Kartoffelstärkemenge von rund 40.000 (Vorjahr 41.123) Tonnen gerechnet.
Die Nassmaisverarbeitung im Werk Aschach|Österreich wurde am 4. September aufgenommen. Durch die witterungsbedingte geringere Ertragserwartung und die fortgeschrittene Abreife der Maispflanzen wird eine geringere erntefrische Maismenge von rund 65.000 bis 70.000 (Vorjahr 84.000) Tonnen erwartet. Anschließend wird die Verarbeitung mit getrocknetem Mais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2007|08 wurde die Maisverarbeitung um 7 % auf 184.000 Tonnen gesteigert. Für das Geschäftsjahr 2007|08 wird in Österreich mit einer Verarbeitungsmenge von etwa 365.000 Tonnen Mais gerechnet.
In Ungarn begann die Nassmaiskampagne am 1. September 2007. Hungrana erwartet eine Nassmaismenge von rund 35.000 bis 40.000 Tonnen. Die gesamte Maisverarbeitung im Kalenderjahr 2007 wird mit rund 518.000 Tonnen über der Vorjahresmenge liegen. Die Isoglukosequote der Hungrana beträgt im Wirtschaftsjahr 2007|08 rund 179.000 Tonnen.
Im ersten Halbjahr 2007|08 wurden in der rumänischen Maisstärkefabrik AGFD Tandarei rund 11.800 Tonnen Mais verarbeitet.
Im neu errichteten Bioethanolwerk in Pischelsdorf|Österreich wurde per Ende August 2007 mit der ersten Rohstoffübernahme und der Einlagerung von Trockenmais für den vorgesehenen mehrwöchigen Probebetrieb der Bioethanolanlage begonnen.
AGRANA wird die Investitionsphase der neuen Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich wie vorgesehen Ende September abschließen. Danach wird die Anlage einem mehrwöchigen Test im Rahmen eines Probebetriebes unterzogen. In der Folge wird die Anlage abgestellt. Eine Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2008 geplant. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die jüngste Preishausse bei Weizen und Mais auf den internationalen Rohstoffmärkten. Ungeachtet dessen wird AGRANA alle Alkohol-Lieferverpflichtungen voll erfüllen. Die entsprechenden Mengen, insbesondere für die 4,3 %-Bioethanolbeimischung zum Fahrbenzin in Österreich ab 1. Oktober 2007, werden zur Überbrückung von anderen Konzernunternehmen beigestellt.
Der Ausbau der Maisstärkefabrik in Ungarn mit einer geplanten Verdoppelung der Maisverarbeitungskapazität auf 3.000 Tonnen pro Tag wird mit Ende des Geschäftsjahres weitgehend abgeschlossen sein.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. März bis 31. August 2007) erzielte das Segment Frucht einen Umsatz von 435,1 (Vorjahr 381,7) m€ sowie ein Operatives Ergebnis von 18,7 (Vorjahr 17,2) m€. Grund für das Umsatzwachstum liegt in einem anhaltend hohen Mengenzuwachs. Das neu errichtete brasilianische Fruchtzubereitungswerk ist erstmals im Konsolidierungskreis enthalten. Seit Produktionsstart konnten die Anforderungen der Kunden in Bezug auf Qualität und Service in vollem Maße erfüllt werden. In Zusammenarbeit mit der lokalen Molkereiindustrie wurden Produktneuentwicklungen für den wachsenden brasilianischen Joghurtmarkt erfolgreich umgesetzt.
Der Umsatz im Geschäftsfeld AGRANA Juice konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund höherer Verkäufe von Fruchtpürees und Fruchtsaftkonzentraten aus roten Früchten gesteigert werden. Der Absatz von Apfelsaftkonzentrat lag über dem Vorjahr, wobei es bei Neukontrakten zu deutlichen Preissteigerungen kam.
Die Mengen aus den neuen Ernten waren bei allen Früchten knapp, was die Rohstoffkosten dramatisch erhöhte. Die Konzentratpreise konnten entsprechend angepasst werden.
AGRANA Fruit entwickelte sich bei anhaltend hohem organischen Wachstum planmäßig. Die erntebedingt gestiegenen Rohstoffkosten des ersten Halbjahres 2007|08 konnten in der abgelaufenen Berichtsperiode jedoch noch nicht vollständig weitergegeben werden. Verhandlungen mit Kunden sind derzeit im Laufen.
Die erwarteten Apfelernten in den Hauptanbauländern Polen und Ungarn liegen aufgrund der Spätfröste bei weniger als der Hälfte des Vorjahres. Demgegenüber sind die Ernteprognosen für Österreich, Deutschland und Italien gut, diese Länder können aber mengenmäßig die Ernteausfälle in Osteuropa bei weitem nicht kompensieren. Diese sich
abzeichnende Verknappung an Rohware hat zu erheblichen Preissteigerungen geführt. In China wird generell mit einer guten, aber unter dem Rekordvorjahr liegenden Ernte gerechnet.
Aufgrund dieser Rohstoffknappheit kauft AGRANA neben den Hauptapfelanbauregionen Europas heuer auch in anderen Ländern wie Italien, Litauen und Bulgarien Rohware zu. Diese zusätzlichen Mengen erlauben die vorhandenen Verarbeitungskapazitäten besser auszulasten.
Bei roten Beeren, die hauptsächlich in Polen und Dänemark, aber auch in Ungarn und der Ukraine gekauft wurden, verlief der Rohstoffeinkauf bis dato zufriedenstellend. Die frostbedingte geringere Rohstoffverfügbarkeit in Polen wurde mit guten Ernten in Dänemark und der Ukraine teilweise ausgeglichen. Die Rohstoffpreise lagen sowohl bei Erdbeeren, schwarzen Johannisbeeren als auch Sauerkirschen weit über dem Niveau des Vorjahres. Auf der Verkaufsseite wurden die gestiegenen Rohstoffkosten mit höheren Verkaufspreisen für Beerensaftkonzentrat kompensiert.
AGRANA konnte dank der nun voll implementierten globalen Sourcing-Strategie ihren Bedarf an Früchten für die Herstellung von Fruchtzubereitungen trotz des schwierigen Rohstoffmarktes voll abdecken. Aufgrund der in Europa ungünstigen Wetterbedingungen waren die Beschaffungsmärkte für Erdbeeren, Himbeeren sowie Aprikosen von hoher Nachfrage und geringem Angebot geprägt. Der starke Frischmarkt sowie der steigende Bedarf an Verarbeitungsfrüchten in Zentral- und Osteuropa sowie in Asien sind für das aktuell hohe Preisniveau verantwortlich.
Die Ernte in Polen, dem wichtigsten Hersteller von Erdbeeren für die Verarbeitungsindustrie, wurde durch Frost im Frühjahr geschmälert. Dem gegenüber steht die gute und lange Erdbeerernte in Marokko. Serbien, das wichtigste Erntegebiet für Himbeeren in Europa, konnte aufgrund von Trockenheit nur eine verminderte Ernte verzeichnen. In den Vereinigten Staaten wurde eine qualitativ gute Erdbeerund Pfirsichernte eingefahren.
Die im ersten Halbjahr 2007|08 getätigten Investitionen betrugen 107,9 (Vorjahr 50,5) m€, ein Anstieg um 114 %.
Auf das Segment Zucker entfielen davon im ersten Halbjahr 2007|08 20,1 (Vorjahr 7,2) m€. Hauptprojekt ist die Errichtung der neuen Rohzuckerraffinerie in Brcko. Im Dezember 2007 werden erste Anlagentests durchgeführt und die Anlage schrittweise in Betrieb genommen. Die Arbeiten an der Biogasanlage in Kaposvár|Ungarn verlaufen ebenfalls erwartungsgemäß. Die Befüllung der Anlage ist für Mitte Oktober 2007 terminisiert. Sie soll den halben Energiebedarf des Werkes decken. In Roman|Rumänien konnte nach der Modernisierung der Kristallisation und Implementierung diverser energiesparender Maßnahmen eine wesentliche Verbesserung des spezifischen Energieverbrauchs erzielt werden.
Das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2007|08 im Segment Stärke betrug 71,1 (Vorjahr 28,6) m€. Hauptprojekte sind die Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich sowie der Ausbau der Maisstärkefabrik in Szabadegyhaza| Ungarn. In der Kartoffelstärkefabrik Gmünd werden weitere Investitionen in Stärkeveredelungsanlagen (für Papier-, Bau- und Textilbereich) getätigt, eine neue Extrusionsanlage wird Ende des dritten Quartals in Betrieb gehen.
Mit Ende des ersten Halbjahres wurden im Segment Frucht 16,6 (Vorjahr 14,7) m€ für laufende Investitionsprojekte aufgewendet. Ein Großteil der getätigten Investitionen bei AGRANA Juice betrifft Ersatzinvestitionen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Für den Geschäftsbereich AGRANA Fruit wurde am Standort Gleisdorf|Österreich ein Produktivitätssteigerungsprojekt umgesetzt. Investitionen in Mexiko dienen der Optimierung der Arbeitssicherheit, der Lagerbedingungen und der Standortlogistik. In Frankreich wurden dem Mengenwachstum entsprechend Stahltransportcontainer angeschafft. Ebenso wurde eine Kläranlage aufgerüstet, um allen behördlichen Auflagen zu entsprechen. In Australien konnte die Modernisierung eines Rohwarenlagers erfolgreich abgeschlossen werden.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweisen wir auf die im Geschäftsbericht 2006|07 umfassend angeführten Risiken auf den Seiten 60 bis 63. Gegenüber dem Jahresabschluss 2006|07 ergibt sich für das zweite Halbjahr 2007|08 folgende geänderte Situation:
Im Zuge einer Analyse der europäischen AGRANA-Fruchtzubereitungskapazitäten wurden Strategien zur Optimierung entwickelt und die Schließung des tschechischen Standortes AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. in Kaplice sowie der Transfer der dortigen Erzeugungsvolumina in andere Konzernstandorte im kommenden Jahr beschlossen.
Am tschechischen Standort werden mit rund 70 Mitarbeitern rund 11.000 Tonnen Fruchtzubereitungen pro Jahr für Kunden in Tschechien sowie für international tätige Molkereiunternehmen in Süd- und Osteuropa produziert. Verbunden mit der Schließung des Standortes wird den Mitarbeitern ein Sozialplan angeboten.
Am 26. September hat der Agrarministerrat den EU-Kommissionsvorschlag verabschiedet, der den Restrukturierungsprozess im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 wieder forcieren soll. Die Anpassung der Reform der EU-Zuckermarktordnung setzt erhebliche Anreize für alle europäischen Zuckererzeuger, zusätzliche Quoten in den Restrukturierungsfonds zu geben. AGRANA wird Quoten in Höhe der präventiven Marktrücknahme des Zuckerwirtschaftsjahres 2007|08 an den Restrukturierungsfonds endgültig zurückgeben.
Auf Basis der Entwicklungen des ersten Halbjahres 2007|08 erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr einen Konzernumsatz nur knapp unter dem Wert des Vorjahres. Dafür sind folgende Faktoren maßgeblich:
Im Segment Zucker wird den verabschiedeten Reformbeschlüssen vom 26. September 2007 insofern Rechnung getragen, dass AGRANA ebenfalls eine freiwillige Quotenrückgabe im Umfang der temporären Quotenkürzung vom Februar 2007 vornehmen wird. Außerordentliche Aufwendungen werden dabei durch die Umstrukturierungsbeihilfe und den anteiligen Wegfall der Restrukturierungsabgabe zumindest ausgeglichen. Darüber hinaus wird unverändert von einer weiteren rückwirkenden Marktrücknahme durch die Kommission Ende Oktober 2007 ausgegangen.
Im zweiten Halbjahr werden sich die hohen, über dem ersten Halbjahr 2007|08 liegenden Rohstoffpreise belastend auswirken. Während neue Verträge diese erhöhten Einstandspreise berücksichtigen, ist aus bestehenden Lieferverpflichtungen mit einer Ergebnisbelastung im zweiten Halbjahr zu rechnen.
Hingegen wird die Verschiebung des Regelbetriebes des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf|Österreich auf das Operative Ergebnis des AGRANA-Konzerns im laufenden Geschäftsjahr 2007|08 keinen substanziellen Einfluss haben. Die Aufwendungen im laufenden Geschäftsjahr liegen mit rund 6 m€ im Rahmen der Planung und werden keinen zusätzlichen Vorsorgebedarf notwendig machen.
Bei Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtzubereitungen kann aufgrund der Vertriebspreisentwicklung von einem positiven Ergebnisverlauf im zweiten Halbjahr ausgegangen werden.
Aufgrund dieser Entwicklungen hält der AGRANA-Vorstand unverändert an der Zielsetzung fest, an die Vorjahresergebnisse anschließen zu können.
1. HALBJAHR (1. März – 31. August)
| KONZERNGEWINN- | 2007 08 | 2006 07 | 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|---|---|---|
| UND VERLUSTRECHNUNG | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Umsatzerlöse | 484.360 | 451.145 | 933.334 | 923.180 | |
| Bestandsveränderungen | –83.532 | –119.565 | –162.373 | –254.150 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 744 | 2.094 | 1.322 | 2.287 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.688 | 6.129 | 11.779 | 14.011 | |
| Materialaufwand | –261.148 | –199.012 | –492.015 | –390.690 | |
| Personalaufwand | –49.511 | –45.444 | –98.517 | –91.521 | |
| Abschreibungen | –15.441 | –14.197 | –30.142 | –28.982 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –56.996 | –56.940 | –110.602 | –114.875 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 25.164 | 24.210 | 52.786 | 59.260 | |
| Finanzerträge | 8.012 | 1.307 | 12.252 | 4.142 | |
| Finanzaufwendungen | –7.595 | –5.813 | –15.047 | –14.516 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzergebnis | 417 | –4.506 | –2.795 | –10.374 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 25.581 | 19.704 | 49.991 | 48.886 | |
| Ertragsteuer | –7.178 | –6.891 | –13.406 | –15.525 | |
| Konzernperiodenüberschuss | 18.403 | 12.813 | 36.585 | 33.361 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 18.306 | 12.462 | 36.207 | 31.691 | |
| davon Minderheitenanteile | 97 | 351 | 378 | 1.670 | |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | 1,29 € | 0,88 € | 2,55 € | 2,23 € |
| 2007 08 2006 07 KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG |
||||
|---|---|---|---|---|
| FÜR DAS ERSTE HALBJAHR (1. März – 31. August) | in t€ | in t€ | ||
| Cashflow aus dem Ergebnis Gewinne aus Anlagenabgängen |
69.670 –2.132 |
68.551 –807 |
||
| Veränderung des Working Capital | –33.282 | 57.638 | ||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 34.256 | 125.382 | ||
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –68.710 | –57.698 | ||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 4.649 | 74.955 | ||
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –29.805 | 142.639 | ||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 132.218 | 80.812 | ||
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 102.413 | 223.451 |
| KONZERNBILANZ | Stand zum | Stand zum | 11 | |
|---|---|---|---|---|
| 31.8.2007 | 28.2.2007 | |||
| AKTIVA | in t€ | in t€ | ||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 252.243 | 254.516 | ||
| Sachanlagen | 625.384 | 545.005 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 576 | 576 | ||
| Wertpapiere | 21.428 | 27.434 | ||
| Beteiligungen und Ausleihungen | 91.033 | 105.802 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.403 | 5.705 | ||
| Aktive latente Steuern | 11.545 | 9.230 | ||
| 1.008.612 | 948.268 | |||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 402.347 | 510.037 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | 373.582 | 305.488 | ||
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 12.903 | 8.615 | ||
| Wertpapiere | 2.036 | 27.060 | ||
| Flüssige Mittel | 102.413 | 132.218 | ||
| 893.281 | 983.418 | |||
| Summe Aktiva | 1.901.893 | 1.931.686 | ||
| PASSIVA | ||||
| A. | Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | ||
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | ||
| Gewinnrücklagen | 354.458 | 356.582 | ||
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 869.030 | 871.154 | ||
| Minderheitenanteile am Kapital | 29.295 | 24.345 | ||
| 898.325 | 895.499 | |||
| B. | Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 49.110 | 49.011 | ||
| Übrige Rückstellungen | 28.945 | 28.294 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 289.864 | 331.700 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.879 | 2.078 | ||
| Passive latente Steuern | 39.635 | 40.226 | ||
| 409.433 | 451.309 | |||
| C. | Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 47.187 | 38.233 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 264.986 | 194.447 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 275.407 | 348.122 | ||
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 6.555 | 4.076 | ||
| 594.135 | 584.878 | |||
| Summe Passiva | 1.901.893 | 1.931.686 | ||
| KONZERNEIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital- | Minderheiten- | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| FÜR DAS ERSTE HALBJAHR (1. März – 31. August) | Anteil der | anteil am | ||
| Aktionäre | Eigenkapital | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Stand zum 1. März 2007 | 871.154 | 24.345 | 895.499 | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –11.952 | 0 | –11.952 | |
| Veränderung des Eigenkapitals | ||||
| aufgrund von Währungsumrechnung | 1.409 | 113 | 1.522 | |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –10.543 | 113 | –10.430 | |
| Ergebnis der Berichtsperiode | 36.207 | 378 | 36.585 | |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | 36.207 | 378 | 36.585 | |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –976 | –28.670 | |
| Sonstige Veränderungen | –94 | 5.435 | 5.341 | |
| Eigenkapital zum 31. August 2007 | 869.030 | 29.295 | 898.325 |
| Stand zum 1. März 2006 | 872.194 | 13.611 | 885.805 |
|---|---|---|---|
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –15.004 | 0 | –15.004 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnung | –19.950 | –802 | –20.752 |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –34.954 | –802 | –35.756 |
| Ergebnis der Berichtsperiode | 31.691 | 1.670 | 33.361 |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | 31.691 | 1.670 | 33.361 |
| Dividendenausschüttung | –29.694 | –350 | –30.044 |
| Sonstige Veränderungen | 328 | 20 | 348 |
| Eigenkapital zum 31. August 2006 | 839.565 | 14.149 | 853.714 |
| 2007 08 | 2006 07 | 2007 08 | 2006 07 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Umsatzerlöse | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 376.179 | 448.995 | Zucker | 14.563 | 28.607 |
| Stärke | 154.732 | 119.264 | Stärke | 21.176 | 13.420 |
| Frucht | 435.149 | 381.6771 | Frucht | 18.695 | 17.2331 |
| Konzern | 966.060 | 949.936 | Konzern | 54.434 | 59.260 |
| Sondereffekt | |||||
| Bioethanol | –1.648 | 0 | |||
| Ergebnis der | |||||
| betrieblichen Tätigkeit | 52.786 | 59.260 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –9.024 | –10.479 | Zucker | 20.066 | 7.189 |
| Stärke | –23.702 | –16.277 | Stärke | 71.149 | 28.580 |
| Frucht | 0 | 01 | Frucht | 16.645 | 14.7091 |
| Konzern | –32.726 | –26.756 | Konzern | 107.860 | 50.478 |
| Außenumsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 367.155 | 438.516 | Zucker | 2.482 | 2.547 |
| Stärke | 131.030 | 102.987 | Stärke | 826 | 769 |
| Frucht | 435.149 | 381.6771 | Frucht | 5.642 | 4.6561 |
| Konzern | 933.334 | 923.180 | Konzern | 8.950 | 7.972 |
für das erste Halbjahr (1. März – 31. August)
Segmentbericht
| 2007 08 | 2006 07 | 2007 08 | 2006 07 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Umsatzerlöse | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 376.179 | 448.995 | Zucker | 14.563 | 28.607 |
| Stärke | 154.732 | 119.264 | Stärke | 21.176 | 13.420 |
| Frucht | 435.149 | 381.6771 | Frucht | 18.695 | 17.2331 |
| Konzern | 966.060 | 949.936 | Konzern | 54.434 | 59.260 |
| Sondereffekt | |||||
| Bioethanol | –1.648 | 0 | |||
| Ergebnis der | |||||
| betrieblichen Tätigkeit | 52.786 | 59.260 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –9.024 | –10.479 | Zucker | 20.066 | 7.189 |
| Stärke | –23.702 | –16.277 | Stärke | 71.149 | 28.580 |
| Frucht | 0 | 01 | Frucht | 16.645 | 14.7091 |
| Konzern | –32.726 | –26.756 | Konzern | 107.860 | 50.478 |
| Außenumsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 367.155 | 438.516 | Zucker | 2.482 | 2.547 |
| Stärke | 131.030 | 102.987 | Stärke | 826 | 769 |
| Frucht | 435.149 | 381.6771 | Frucht | 5.642 | 4.6561 |
| Konzern | 933.334 | 923.180 | Konzern | 8.950 | 7.972 |
1 Das Vorjahreshalbjahr 2006|07 im Segment Frucht beinhaltet die Monate Jänner bis Juni 2006.
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2007 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2007 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2007 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2006|07 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf
Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Der Geschäftsbericht 2006|07 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres wurde die Vertriebsgesellschaft AGRANA Bulgaria AD, Sofia|Bulgarien, erstmals vollkonsolidiert und die Studen-Agrana Rafinerija Secera d.o.o., Brcko|Bosnien-Herzegowina, erstmals quotenkonsolidiert. Bei der Studen-Agrana Rafinerija Secera d.o.o. handelt es sich um ein Joint Venture zur Errichtung einer Rohzuckerraffination in Bosnien-Herzegowina.
Die Frucht-Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2006|07 aufgrund der Umstellung ihres Geschäftsjahres auf das Geschäftsjahr der AGRANA Beteiligungs-AG mit insgesamt 14 Monaten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Berücksichtigung der beiden zusätzlichen Monate erfolgte im vierten Quartal 2006|07. Aus diesem Grund sind in den Vorjahreszahlen zum Halbjahr des Segments Frucht die Werte der Monate Januar bis Juni berücksichtigt, während in der aktuellen Berichtsperiode die Monate März bis August enthalten sind.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnengenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die im ersten Halbjahr angefallenen Instandhaltungskosten für die kommenden Kampagnen 2007 werden unterjährig abgegrenzt und sind unter den sonstigen Vermögenswerten erfasst. Des Weiteren wurde die Restrukturierungsabgabe auf Basis einer für das Gesamtjahr erwarteten Marktrücknahme für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 aufwandswirksam abgegrenzt.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im ersten Halbjahr 2007|08 in Höhe von 52.786 (Vorjahr 59.260) t€ setzt sich aus einem Operativen Ergebnis von 54.434 (Vorjahr 59.260) t€ und einem Ergebnis aus Sondereinflüssen von –1.648 (Vorjahr 0) t€ zusammen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen betrifft Aufwendungen, die für den Produktionsbeginn der Bioethanolanlage in Pischelsdorf anfielen.
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 7.579 t€ auf –2.795 t€. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es im ersten Halbjahr zu Währungsgewinnen aus der Aufwertung osteuropäischer Währungen kam, die im Vorjahreszeitraum zu Wechselkursverlusten aus deren Abwertung geführt haben. Hinzu kamen realisierte Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen.
Der Konzernperiodenüberschuss stieg um 3.224 t€ auf 36.585 t€ aufgrund des verbesserten Finanz- und Steuerergebnisses.
Im ersten Halbjahr sank der Finanzmittelbestand um 29.805 t€ infolge der Investitionstätigkeit. Im Vergleichszeitraum war der um 142.639 t€ gestiegene Finanzmittelbestand auf zusätzlich aufgenommene langfristige Fremdmittel und einen starken Abbau des Working Capital (vor allem im Vorratsbereich) zurückzuführen.
Der Rückgang der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2007 um 29.793 t€ ist im Wesentlichen auf den Abverkauf der Zuckervorräte zurückzuführen, erhöhend wirken hingegen die Sachanlagenzugänge.
Das Eigenkapital zum 31. August erhöhte sich seit Geschäftsjahresende auf 898.325 t€ und entspricht einer Eigenkapitalquote von 47,2 %. Im zweiten Quartal erfolgte die Dividendenausschüttung der AGRANA Beteiligungs-AG in Höhe von 27.694 t€.
Der Anstieg der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter von 7.972 auf 8.950 ist auf das Segment Frucht zurückzuführen. Die Ursache dafür ist ein früherer Erntebeginn in der Ukraine, ein Rekorderntejahr mit überdurchschnittlich langer Erntedauer in Marokko sowie eine eingeschränkte Vergleichbarkeit durch Geschäftsjahresumstellung.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben wird.
Wien, am 11. Oktober 2007
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Marktordnungsveränderungen, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| 15. Jänner 2008 | Ergebnis der ersten |
|---|---|
| drei Quartale 2007 08 | |
| 21. Mai 2008 | Bilanzpressekonferenz |
| zum Geschäftsjahr 2007 08 | |
| 4. Juli 2008 | Hauptversammlung |
| zum Geschäftsjahr 2007 08 | |
| 10. Juli 2008 | Ergebnis für das |
| erste Quartal 2008 09 |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Doris SCHOBER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
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