Earnings Release • Jan 12, 2023
Earnings Release
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ZWISCHENMITTEILUNG ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2022|23
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
| 3 | Vorwort des Vorstandes |
|---|---|
| 4 | Konzernbericht |
| 4 | Konzernentwicklung in den ersten drei Quartalen 2022 23 |
| 8 | Segment Frucht |
| 10 | Segment Stärke |
| 12 | Segment Zucker |
| 14 | Chancen und Risiken |
| 14 | Mitarbeitende |
| 14 | Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode |
| 15 | Ausblick |
| 16 | Weitere Informationen |
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,
AGRANA weist trotz multipler Krisen auch nach neun Monaten ein beachtliches operatives Ergebnis von 121,6 Mio. € (Q1–3 Vorjahr: 68,7 Mio. €) aus. Einmal mehr erweist sich also unser diversifiziertes, nachhaltiges Geschäftsmodell als Stabilitätsfaktor in turbulenten Zeiten.
Ein wesentlicher Treiber für die Ergebnisverbesserung ist der Turn-Around im Segment Zucker im laufenden Geschäftsjahr. In diesem Geschäftsbereich gab es bekanntlich seit dem Ende der Zuckerquoten im September 2017 ein komplett verändertes Marktumfeld mit vielen neuen Herausforderungen. Die AGRANA-Familie stand auch in schwierigen Zeiten zu diesem Segment und hat in den letzten fünf Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um wieder in die Spur zu kommen; nunmehr trägt diese Arbeit auch erste Früchte.
Das dritte Quartal (September bis November) ist im Konzern von der Kampagnen-Produktion bestimmt. Bei den Rohstoffen Rübe (Segment Zucker), Kartoffel (Segment Stärke) und Apfel (Segment Frucht) verlief die Verarbeitung bislang sehr zufriedenstellend. Im Segment Frucht wird die mengenmäßig gute Apfelkampagne 2022 auch in den nächsten Monaten zu weiterhin starken Ergebnissen im Fruchtsaftkonzentratgeschäft führen. Die Auslastung der Rübenzuckerfabriken ist in dieser Kampagne u.a. aufgrund trockenheitsbedingt geringerer Rübenmengen niedriger als im Vorjahr. Die Rübenpreise werden auch in der nächsten Saison auf einem für die Landwirte attraktiven Niveau erwartet.
Hohe Ethanolnotierungen im ersten Halbjahr 2022|23 sowie gute Geschäfte mit Weizengluten waren der Hauptgrund für eine gute EBIT-Entwicklung im Segment Stärke in den ersten drei Quartalen 2022|23. Die Ethanolpreisentwicklung im dritten Quartal war jedoch deutlich rückläufig und die Platts-Notierungen in den nächsten Wochen werden daher ein bestimmender Faktor für die Geschäftsentwicklung des Segmentes im verbleibenden Geschäftsjahr sein.
Als industrieller Nahrungsmittelveredler haben die Themen durchgehende Versorgung unserer Kunden und dafür notwendig Energieund Verarbeitungssicherheit in diesem Geschäftsjahr im Konzern höchste Priorität. Die Verwendung von Heizöl Extra Leicht (HEL) neben Erdgas und die Umrüstung der relevanten Zucker- und Stärkefabriken hat bislang gut funktioniert. Wir haben auch gelernt, noch besser mit den neuen Realitäten auf den Energiemärkten umzugehen und in diesem Zusammenhang die extremen Preisvolatilitäten gut gemanagt.
Der Einsatz von HEL zur kurzfristigen Absicherung der Produktionskontinuität soll unsere langfristigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen keinesfalls konterkarieren. Dass wir beim Zukunftsthema Nachhaltigkeit größte Anstrengungen unternehmen, zeigt u.a., dass wir im dritten Quartal 2022|23 unsere Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette bei der Nichtregierungsorganisation Science Based Targets Initiative (SBTi) zur Verifizierung bezüglich ihres Einklangs mit dem Pariser Klimaschutzabkommen eingereicht haben. Um den steigenden ökologischen Herausforderungen und den hohen Ambitionen bezüglich Emissionsreduktion gerecht werden zu können, wurde im November 2022 die Verantwortung für Nachhaltigkeit, die bisher im Gesamtvorstand wahrgenommen wurde, als eigenes Ressort auf Vorstandsebene definiert, das nunmehr CTO Dr. Norbert Harringer verantwortet. Erstmalig hat AGRANA im Dezember 2022 ein ESG-linked Schuldscheindarlehen platziert. Die Nachfrage der Investoren war derart hoch, dass das ursprünglich geplante Volumen von 100 Mio. € auf 235 Mio. € erhöht wurde. Dieses Finanzierungsinstrument wird ein wesentlicher Baustein für die mittelfristige Liquiditätssicherung der AGRANA-Gruppe in einem herausfordernden Umfeld sein.
Volatile Märkte, sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite, werden uns im letzten Quartal wie auch im nächsten Geschäftsjahr weiter beschäftigen und fordern. Wir sind aber zuversichtlich, unsere langfristigen und kurzfristigen Ziele erreichen zu können. In letzterem Zusammenhang bestätigen wir den Finanzausblick für das volle Geschäftsjahr 2022|23; das Konzern-EBIT soll sehr deutlich (mehr als +50 %) ansteigen. Beim operativen Ergebnis wird mit einem deutlichen Anstieg (mehr als +10 % bis +50 %) gerechnet.
Rückblickend auf 2022 möchten wir nach einem erneut herausfordernden Kalenderjahr allen unseren Partnern, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern für die gute Zusammenarbeit danken. Ein besonderer Dank gilt unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine für Ihren außergewöhnlichen Einsatz.
Wir wünschen alles Gute und Gesundheit im neuen Jahr und v.a. ein friedvolles 2023.
Ihr Vorstands-Team der AGRANA Beteiligungs-AG
Markus Mühleisen Vorstandsvorsitzender
Ingrid-Helen Arnold Stephan Büttner Norbert Harringer
| Konzern-Gewinn- und Verlust | Q1–3 | Q1–3 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) | 2022 23 | 2021 22 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 2.742,5 | 2.169,6 |
| EBITDA1 | 210,8 | 156,7 |
| Operatives Ergebnis | 121,6 | 68,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 17,6 | 9,6 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –89,0 | –2,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 50,2 | 76,0 |
| EBIT-Marge | 1,8 % | 3,5 % |
| Finanzergebnis | –18,5 | –11,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 31,7 | 64,8 |
| Ertragsteuern | –26,3 | –20,0 |
| Konzernergebnis | 5,4 | 44,8 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | –0,7 | 44,3 |
| Ergebnis je Aktie (€) | –0,01 | 0,71 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen in den ersten drei Quartalen 2022|23 (1. März bis 30. November 2022) mit 2.742,5 Mio. € deutlich über dem Vorjahr, wobei der Anstieg v.a. auf angepasste Preise in allen Segmenten, aber auch höhere Absätze im Segment Zucker zurückzuführen war.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) in den ersten drei Quartalen 2022|23 betrug 50,2 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 76,0 Mio. €. Der Rückgang ist auf ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –89,0 Mio. € (Vorjahr: –2,3 Mio. €), bedingt durch Wertminderungen auf Assets und Goodwill im Segment Frucht im zweiten Quartal, zurückzuführen. Nähere Details zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind im Segmentbericht Frucht (Seite 8) zu finden. Im Segment Frucht führte die angesprochene Wertminderung zu einem EBIT von –51,6 Mio. € (Vorjahr: 36,2 Mio. €).
| Konzern-Gewinn- und Verlust | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| rechnung (verkürzt) | 2022 23 | 2021 22 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 950,2 | 745,2 |
| EBITDA1 | 69,6 | 62,7 |
| Operatives Ergebnis | 35,1 | 27,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 4,0 | 3,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 39,1 | 31,2 |
| EBIT-Marge | 4,1 % | 4,2 % |
| Finanzergebnis | –8,3 | –4,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 30,8 | 27,1 |
| Ertragsteuern | –8,5 | –9,4 |
| Konzernergebnis | 22,3 | 17,7 |
| davon Aktionäre der | ||
| AGRANA Beteiligungs-AG | 20,8 | 16,4 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,33 | 0,26 |
Die operative Performance des Segmentes war stabil. Ein im ersten Halbjahr sehr gut laufendes Ethanolgeschäft führte zu einem deutlichen EBIT-Anstieg auf 67,1 Mio. € (Vorjahr: 53,5 Mio. €) im Segment Stärke. Im Segment Zucker gelang aufgrund höherer Margen und Verkaufsmengen als im Vorjahr einer Rückkehr in die Gewinnzone und es wurde ein EBIT von 34,7 Mio. € ausgewiesen (Vorjahr: -13,7 Mio. €). Das Finanzergebnis belief sich auf –18,5 Mio. € nach –11,2 Mio. € im Vorjahr, wobei die negative Veränderung v.a. aus einem schwächeren Währungsergebnis resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 26,3 Mio. €, einer Steuerquote von 83,0 % (Vorjahr: 30,9 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 5,4 Mio. € (Vorjahr: 44,8 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf –0,01 € (Vorjahr: 0,71 €).
In den ersten drei Quartalen 2022|23 investierte AGRANA mit 59,2 Mio. € um 9,1 Mio. € mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen1 in Mio. € |
Q1–3 2022 23 |
Q1–3 2021 22 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 20,5 | 19,2 | 6,8 % |
| Segment Stärke | 13,2 | 14,0 | –5,7 % |
| Segment Zucker | 25,5 | 16,9 | 50,9 % |
| Konzern | 59,2 | 50,1 | 18,2 % |
Neben den regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität und Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:
Flexibilisierung des Brennstoffeinsatzes zur Sicherstellung der Produktion an allen Standorten
Zusätzlich wurden in Q1–3 2022|23 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 12,0 Mio. € (100%; Q1–3 2021|22: 12,6 Mio. €) getätigt.
Die notwendigen Maßnahmen, um Heizöl Extra Leicht (HEL) einsetzen zu können, wurden an den österreichischen AGRANA-Standorten erfolgreich umgesetzt. Brenner und Lagertanks wurden ebenso installiert wie die benötigten Mengen an HEL kontrahiert. In Kombination mit den gekauften Erdgasmengen stellt der Einsatz von HEL die Energieversorgung, insbesondere während der Kampagne sicher, und sorgt auch preisseitig für eine Stabilisierung. Zusätzlich zu den physischen werden verstärkt auch preisliche Fixierungen über geeignete Finanzderivate vorgenommen, um der nach wie vor hohen Volatilität zu begegnen.
5
| Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) in Mio. € |
Q1–3 2022 23 | Q1–3 2021 22 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 205,3 | 150,0 | 36,9 % |
| Veränderungen des Working Capital | –239,9 | –67,1 | –257,5 % |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | –18,6 | –22,4 | 17,0 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –53,2 | 60,5 | –187,9 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –51,0 | –41,1 | –24,1 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 73,8 | –19,7 | 474,6 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –30,4 | –0,3 | –10.033,3 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassungen | |||
| auf den Finanzmittelbestand | 1,0 | –2,2 | 145,5 % |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von | |||
| Tochterunternehmen | 0,0 | 0,9 | –100,0 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 103,6 | 111,0 | –6,7 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 74,2 | 109,4 | –32,2 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg in den ersten drei Quartalen 2022|23 v.a. aufgrund der besseren operativen Performance bei hohen unbaren Wertminderungen auf 205,3 Mio. € (Vorjahr: 150,0 Mio. €). Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode v.a. vorratsbedingt markant stärkeren Aufbau des Working Capital um 239,9 Mio. € (Vorjahr: Aufbau um 67,1 Mio. €) wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Q1-3 2022|23 von –53,2 Mio. € (Vorjahr: 60,5 Mio. €) ausgewiesen. Der Cashabfluss aus Investitionstätigkeit war primär aufgrund geringerer Einzahlungen aus Anlagenabgängen und höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 51,0 Mio. € höher als im Vorjahr (Abfluss von 41,1 Mio. €). Bei einer moderat niedrigeren Dividendenauszahlung führte der gegenüber dem Vorjahr deutliche Aufbau von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zu einem Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 73,8 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 19,7 Mio. €).
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | 30.11.2022 | 28.02.2022 | |
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.032,6 | 1.134,9 | –9,0 % |
| davon immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 115,2 | 204,6 | –43,7 % |
| davon Sachanlagen | 805,5 | 828,2 | –2,7 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.928,2 | 1.508,7 | 27,8 % |
| davon Vorräte | 1.188,0 | 864,1 | 37,5 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 508,3 | 398,5 | 27,6 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 74,2 | 103,6 | –28,4 % |
| Summe Aktiva | 2.960,8 | 2.643,6 | 12,0 % |
| PASSIVA Eigenkapital |
1.263,3 | 1.281,5 | –1,4 % |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.203,2 | 1.224,5 | –1,7 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 60,1 | 57,0 | 5,4 % |
| Langfristige Schulden | 411,9 | 477,5 | –13,7 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 325,5 | 377,7 | –13,8 % |
| Kurzfristige Schulden | 1.285,6 | 884,6 | 45,3 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 458,2 | 276,6 | 65,7 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 632,1 | 440,1 | 43,6 % |
| Summe Passiva | 2.960,8 | 2.643,6 | 12,0 % |
| Nettofinanzschulden | 692,0 | 532,0 | 30,1 % |
| Gearing1 | 54,8 % | 41,5 % | 13,3 pp |
| Eigenkapitalquote | 42,7 % | 48,5 % | –5,8 pp |
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2021|22 deutlich gestiegenen Bilanzsumme zum 30. November 2022 von 2,96 Mrd. € lag die Eigenkapitalquote bei 42,7 % (28. Februar 2022: 48,5 %). Der Wert der langfristigen Vermögenswerte reduzierte sich bedingt durch Wertminderungen auf Assets und Goodwill im Segment Frucht moderat auf 1.032,6 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte (1.928,2 Mio. €) stiegen deutlich; sowohl Vorräte (saisonal bedingt und in Folge gestiegener Rohstoff- und Energiekosten) als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aufgebaut. Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (411,9 Mio. €). Die kurzfristigen Schulden (1.285,6 Mio. €) stiegen aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich. Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2022 lagen mit 692,0 Mio. € um 160,0 Mio. € über dem Wert per 28. Februar 2022. Das Gearing zum Quartalsstichtag betrug 54,8 % (28. Februar 2022: 41,5 %).
Die AGRANA Beteiligungs-AG platzierte Anfang Dezember 2022 erstmalig ein ESG-linked Schuldscheindarlehen am Euro-Kapitalmarkt. Aufgrund der starken Nachfrage – die Emission war deutlich überzeichnet – wurde das ursprünglich geplante Volumen von 100 Mio. € auf 235 Mio. € aufgestockt. Die Mittel dienen zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Gleichzeitig kann die Investoren- und Finanzierungsstruktur weiter diversifiziert und optimiert werden.
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–3 2022 23 |
Q1–3 2021 22 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.094,9 | 939,1 |
| EBITDA1 | 71,5 | 69,5 |
| Operatives Ergebnis | 38,3 | 38,5 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –89,9 | –2,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | –51,6 | 36,2 |
| EBIT-Marge | –4,7 % | 3,9 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2022 23 |
Q3 2021 22 |
| Umsatzerlöse | 367,4 | 305,7 |
| EBITDA1 | 21,5 | 22,4 |
| Operatives Ergebnis | 8,5 | 10,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 8,5 | 10,4 |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen in Q1–3 2022|23 mit 1.094,9 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze preisbedingt, bei Fruchtsaftkonzentraten war der Anstieg auch mengengetrieben.
Das EBIT war negativ und lag aufgrund außerordentlicher Abschreibungen mit –51,6 Mio. € sehr deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Neben dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine und den Verwerfungen an den Energie- und Rohstoffmärkten lösten vor allem
rasant steigende Kapitalkosten eine Werthaltigkeitsprüfung für die Cash Generating Unit Frucht im zweiten Quartal 2022|23 aus. Dabei wurden zahlungsunwirksame Wertminderungen auf Assets und Goodwill in Höhe von 91,2 Mio. € ermittelt und im Ergebnis aus Sondereinflüssen verbucht. Operativ lag das Ergebnis bei Fruchtzubereitungen deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Verschlechterung war v.a. auf eine durchwachsene Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa (inklusive Ukraine) und Asien-Pazifik zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate gab es eine sehr deutliche Ergebnissteigerung, die auf verbesserte Deckungsbeiträge bei Apfelsaftkonzentrat aus den Ernten 2021 und 2022 zurückzuführen war. Darüber hinaus trugen verbesserte Deckungsbeiträge aus Buntsaft-konzentraten und FTNF2- Aromen zur positiven EBIT-Entwicklung bei. Bei Fruchsaftkonzentraten wurde außerdem ein positives Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 1,4 Mio. € verbucht, da ein großer Teil der zum 28. Februar 2022 gebildeten Wertberichtigungen für Forderungen und Vorräte aufgrund des Krieges in der Ukraine bereits aufgelöst werden konnte.
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten für Molkereiprodukte, Eiscreme und Food Service bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Natürlichkeit, Gesundheit, Genuss, Convenience und Nachhaltigkeit. Aufgrund der wirtschaftlich herausfordernden Zeit, mit hoher Inflation und kontinuierlich steigenden Energiekosten in weiten Teilen der Welt, rücken für Konsumenten auch die Themen Leistbarkeit und Einschränkung auf essenzielle Produkte mehr und mehr in den Fokus. Lebensmittel zählen prinzipiell zu den essenziellen Produktkategorien und die Nachfrage danach ist somit weniger negativ beeinflusst als bei anderen Produktkategorien wie z.B. Freizeitausgaben. Nichtsdestotrotz ist auch im Lebensmittelbereich ein Einfluss auf die Absatzentwicklung spürbar. Die Markentreue sinkt vielerorts und Konsumenten greifen öfters zu Produkten mit speziellen Angebotspreisen oder günstigeren Handelsmarkenprodukten. Laut Nielsen-Analysen vom November 2022 gab es nur beim Verkauf von Eigenmarken Volumenszuwächse mit Molkereiprodukten.
Die Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt Fruchtjoghurt wird durch die global angespannte wirtschaftliche Situation negativ beeinflusst. Analysen von Euromonitor im Oktober 2022 zeigten im Kalenderjahr 2022 weltweit einen Absatzmengenrückgang von 1,9 %. Für das Jahr 2023 wird eine Erholung des Marktes und ein geringfügiges Wachstum erwartet. Der globale
Eiscrememarkt ist laut Euromonitor (November 2022) im Kalenderjahr 2022 um 1,0 % gewachsen und soll 2023 noch stärker (+1,6 %) wachsen. Im Bereich Food Service sind vor allem Quick Service Restaurants (QSR) und Coffee & Tea Shops wichtige Absatzmärkte für AGRANA Fruit. Diese Geschäftsbereiche haben sich nach den Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Pandemie rasch erholt und wiesen 2022 Wachstumsraten von rund 7 % bzw. rund 18 % aus.
Bei Fruchtsaftkonzentraten wurden hohe Kundenabrufe von Apfelsaftkonzentrat in Q1–3 2022|23 verzeichnet. Die Verträge betreffend Apfelsaftkonzentratmengen aus der Ernte 2022 konnten bei guter Marktnachfrage mit deutlich über dem Vorjahr liegenden Deckungsbeiträgen abgeschlossen werden.
Für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2022 wurden bereits für den Großteil der Mengen Verträge mit Kunden abgeschlossen. Diese Verträge lassen verbesserte Deckungsbeiträge gegenüber dem Vorjahr erwarten.
Der Einkauf von Früchten aus der Ernte 2022 für die Verarbeitung im laufenden und nächsten Geschäftsjahr konnte mit dem dritten Quartal 2022|23 größtenteils abgeschlossen werden. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum rund 265.000 Tonnen an Rohstoffen für den Fruchtzubereitungsbereich beschafft.
Die Ernte der Hauptfrucht Erdbeere konnte bereits im Juli in allen relevanten Beschaffungsmärkten abgeschlossen werden. Die geplante Bedarfsmenge wurde in den Anbaugebieten in mediterranen Klimazonen wie Ägypten, Marokko und Spanien sowie in Mexiko und China vollständig kontrahiert. Die durchschnittlichen
Einkaufspreise lagen über dem Vorjahresniveau, was hauptsächlich auf höhere Produktionskosten auf Lieferantenseite zurückzuführen war. Ab August begann in den Regionen mit mediterranem Klima der Erdbeeranbau für die neue Ernte (Ende November 2022 bis Jänner 2023). Es wird aufgrund von Flächenausweitungen mit einer guten Rohstoffverfügbarkeit und Preisen unter dem Niveau der vergangenen Ernte 2022 gerechnet.
Die Himbeerernte verlief gut und lag mengenmäßig deutlich über dem schwachen letzten Ertragsjahr 2021. Trotz der Kriegshandlungen in der Ukraine konnten die Planeinkaufsmengen kontrahiert und an die europäischen Werke geliefert werden. Die Preise blieben volatil auf hohem Niveau mit leicht rückläufiger Tendenz.
Bei tropischen Früchten aus den asiatischen und südamerikanischen Anbaugebieten kam es hauptsächlich aufgrund global hoher Frachtraten zu Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Für die im dritten Quartal gestartete Ananasernte zeichnet sich eine gute Rohstoffverfügbarkeit mit rückläufigen Preisen ab.
Die Energiekosten im Fruchtzubereitungsgeschäft lagen in den ersten drei Quartalen 2022|23 sehr deutlich über dem Vorjahr. Teurer wurde primär die Gas- und Stromversorgung der europäischen Produktionsstandorte.
Bei Fruchtsaftkonzentraten konnten aufgrund der guten Rohstoffverfügbarkeit sowohl bei der Hauptfrucht Apfel als auch bei roten Beeren die erwarteten Verarbeitungsmengen erreicht werden.
Eine geringere Apfelverfügbarkeit in Ungarn konnte durch eine Bessere in Polen zum Großteil kompensiert werden.
| Finanzkennzahlen Segment Stärke |
Q1–3 2022 23 |
Q1–3 2021 22 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 987,8 | 737,8 |
| EBITDA1 | 94,8 | 79,4 |
| Operatives Ergebnis | 59,1 | 43,5 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der | ||
| Equity-Methode bilanziert werden | 8,0 | 10,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 67,1 | 53,5 |
| EBIT-Marge | 6,8 % | 7,3 % |
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
| Segment Stärke | 2022 23 | 2021 22 |
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | ||
| Umsatzerlöse | 332,5 | 261,0 |
| EBITDA1 | 20,6 | 33,4 |
| Operatives Ergebnis | 9,6 | 21,4 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||
| unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
0,8 | 3,1 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 10,4 | 24,5 |
Die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2022|23 in Höhe von 987,8 Mio. € lagen deutlich über dem Vorjahreswert. Bei einer im Vergleich zum Vorjahr verhaltenen Nachfrage führten die extrem gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise zu deutlich höheren Herstellungskosten, die zum Teil in den Verkaufspreisen weitergegeben werden konnten. Ein wesentlicher Treiber für den Umsatzanstieg in Q1–3 2022|23 waren die gegenüber der Vergleichsperiode gestiegenen Ethanolpreise, die sich an den Platts-Notierungen orientieren. Im laufenden Geschäftsjahr ist die Volatität an den Ethanolmärkten extrem hoch. Nach einem Notierungshoch von über 1.300 € pro m3 im H1 2022|23 sind die Ethanolpreise seit Ende des Sommers 2022 deutlich gesunken und bewegten sich im November 2022 nur noch zwischen 700 und 800 € pro m3.
Das EBIT im Segment Stärke lag mit 67,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert. Die Geschäfte mit Weizengluten entwickelten sich dabei sehr positiv. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe sank von 10,0 Mio. € auf 8,0 Mio. €. Historisch hohe Maispreise in Ungarn, auch aufgrund von lokalen Ernteausfällen, und gestiegene Energiepreise belasteten dabei das Ergebnis.
In den ersten drei Quartalen 2022|23 ist die COVID-19- Pandemie, die das Welt- und Wirtschaftsgeschehen der letzten beiden Jahre dominiert hat, in den Hintergrund gerückt. Verdrängt wurde sie durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine Ende Februar 2022, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dramatisch und nachhaltig verändert hat.
Die Rohstoff- und Energiekosten noch nie gesehene Höhen erreicht, wodurch erstmals laufende Jahreskontrakte mit den Kunden unterjährig neu diskutiert werden mussten. In sehr fordernden aber auch konstruktiven Verhandlungsrunden wurde das Ziel verfolgt, Kostensteigerungen bestmöglich weitergegeben. Der Abschluss kürzerer Kontraktlaufzeiten sowie die Ambition vieler Kunden, sich möglichst frühzeitig für das kommende Jahr einzudecken, bestimmen außerdem über alle Produktsegmente hinweg das Marktverhalten.
Die Nachfrage nach nativen und modifizierten Stärken für die Lebensmittelindustrie bewegte sich auf einem stabil hohen Niveau. Bestimmend für das Geschäft bei flüssigen Verzuckerungsprodukten war eine anhaltende Knappheit betreffend Kapazitäten am europäischen Markt.
Die Verpackungspapierindustrie steht aufgrund der massiv gestiegenen Energiekosten zunehmends unter Druck. Die Weitergabe der eigenen hohen Produktionskosten an diese Kunden gelingt nur bedingt. Im Export von Verpackungspapier gelangt die Europäische Industrie zunehmend ins Hintertreffen.
Trotz vielversprechender Kundenprojekte im technischen Bereich sorgt die unsichere konjunkturelle Lage für erschwerte Bedingungen bei Produkteinführungen, was sich negativ auf die Nachfrage nach Vorprodukten von AGRANA Stärke auswirkt.
Die Volatilität am Alkoholmarkt für Treibstoffe ist anhaltend hoch. Nach starken Notierungen, v.a. im Q1 2022|23, war das Alkoholgeschäft bis zum H1 2022|23 ein wesentlicher Ergebnislieferant für das Segment Stärke. Hohe Preise für Energie und Rohstoffe üben aber kontinuierlich großen Druck auf der Kostenseite aus. Zudem sind die Ethanolpreise in Europa seit Ende des Sommers 2022 deutlich gesunken. Der Hauptgrund für Letzteres sind die erheblichen Mengen an Importen, insbesondere aus Brasilien und den USA. Die Terminpreise für Ethanol für 2023 sind ebenfalls entsprechend gesunken. Eine im Zuge der Preisrallye bei Getreide aufgekeimte Teller-Trog-Tank-Diskussion ist wieder abgeflaut, da in Europa eine Energiekrise nicht nur wahrscheinlicher erschien als eine Lebensmittelkrise, sondern inzwischen eingetreten ist. Vor diesem Hintergrund scheint auch die Einführung von E10 in Österreich 2023 wieder wahrscheinlicher.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2022|23 per 17. November 2022 auf 2,26 Mrd. Tonnen (rund 1,5 % tiefer als im Vorjahr) und damit 17 Mio. Tonnen unter dem zu erwartenden Verbrauch. Bei Weizen wird eine Produktion von 791 Mio. Tonnen (Vorjahr: 781 Mio. Tonnen; Verbrauch 2022|23: 784 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.166 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.219 Mio. Tonnen; Verbrauch 2022|23: 1.190 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände sollen um rund 17 Mio. Tonnen auf 580 Mio. Tonnen sinken.
Die Getreideproduktion der EU-27 wird von Stratégie Grains auf rund 265 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 290 Mio. Tonnen). Dazu soll die Weichweizenernte rund 126 Mio. Tonnen beitragen und diese wird damit etwas geringer als die Ernte 2021 (130 Mio. Tonnen) ausfallen. Die Maisernte 2022 in der EU wird bei knapp 51 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 70 Mio. Tonnen) und damit deutlich unter der letztjährigen Ernte geschätzt.
Am Quartalsstichtag lagen die Notierungen bei rund 237 € je Tonne Mais (Vorjahr: 194 €) und rund 280 € je Tonne Weizen (Vorjahr: 210 €).
Die Notierungen an der Euronext Paris stiegen nach Ausbruch des Ukraine-Krieges in den ersten Monaten des Geschäftsjahres bei Mais und Weizen zunächst markant.
Seit Anfang September 2022 ist ein leicht fallender Trend beobachtbar, wobei die Preise von 301 € pro Tonne Mais und 327 € pro Tonne Weizen am 30. November 2022 noch immer deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres lagen (237 € pro Tonne Mais, 280 € pro Tonne Weizen).
Am 31. August 2022 wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2022 begonnen (Kontrakte über rund 220.000 Tonnen Rohstoff). Aufgrund der anhaltenden Trockenheit während der Sommermonate wird eine Liefererfüllung von rund 96 % der kontrahierten Stärkekartoffeln erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt wird mit rund 18,7 % leicht unter dem Vorjahresniveau (19,1 %) liegen.
Während der Nassmaiskampagne in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich von Ende August bis Ende Dezember 2022 wurden rund 138.000 Tonnen (Vorjahr: 131.000 Tonnen) Rohstoff verarbeitet. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Maisverarbeitungsmenge von rund 455.000 Tonnen (Vorjahr: 482.000 Tonnen) erwartet.
Im Werk Pischelsdorf|Österreich wurden von Ende August bis Mitte Dezember 2022 rund 87.000 Tonnen (Vorjahr: 105.000 Tonnen) Nassmais verarbeitet. Insgesamt sollen in der integrierten Bioraffinerie2 2022|23 1,0 Mio. Tonnen Getreide (Weizen, Bio-Weizen, Tritikale) und Mais (Vorjahr: 1,1 Mio. Tonnen) eingesetzt werden.
Die Rohstoffeindeckung für die österreichischen Stärkefabriken sowie für die Bioethanolanlage ist im Geschäftsjahr 2022|23 bis auf Restmengen gegeben. Die Rohstoffpreise lagen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres aufgrund des deutlichen Anstieges der globalen und regionalen Mais- und Weizenpreise über dem geplanten Niveau.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) wurde von Mitte August bis Mitte Dezember 2022 eine Nassmaismenge von 123.000 Tonnen verarbeitet (100 %; Vorjahr: 216.000 Tonnen). Andauernde Trockenheit und Hitze hatten in Ungarn zu einer Missernte bei Mais geführt. Die Maisverarbeitung (100 %) im gesamten Geschäftsjahr wird bei 1,0 Mio. Tonnen (Vorjahr 1,1 Mio. Tonnen) erwartet.
Im rumänischen Werk wird die gesamte Maisverarbeitung bei rund 76.000 Tonnen und damit auf Vorjahresniveau liegen.
1 International Grains Council
2 Weizenstärkeerzeugung und Bioethanolproduktion aus Mais, Weizen und B- und C-Stärken der Weizenstärkeanlage
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1–3 2022 23 |
Q1–3 2021 22 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 659,8 | 492,7 |
| EBITDA1 | 44,5 | 7,7 |
| Operatives Ergebnis | 24,2 | –13,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | 9,6 | –0,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,9 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 34,7 | –13,7 |
| EBIT-Marge | 5,3 % | –2,8 % |
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
| Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
2022 23 | 2021 22 |
| Umsatzerlöse | 250,3 | 178,5 |
| EBITDA1 | 27,5 | 6,9 |
| Operatives Ergebnis | 17,0 | –4,1 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der |
||
| Equity-Methode bilanziert werden | 3,2 | 0,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 20,2 | –3,7 |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse in Q1–3 2022|23 mit 659,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahr. Zu dieser positiven Entwicklung führten höhere Absätze und primär deutlich gestiegene Zuckerverkaufspreise. Vor allem im Retailgeschäft, aber auch im Industriebereich
war die Verkaufspreisentwicklung sehr positiv; der Preisaufwärtstrend hat sich mit Inkrafttreten der neuen Kundenkontrakte seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2022|23 (1. Oktober 2022) weiter verstärkt.
Das EBIT in Q1–3 2022|23 betrug 34,7 Mio. € und war damit markant besser als im Vorjahr, als noch ein zweistelliges negatives Ergebnis ausgewiesen wurde. Deutlich gestiegene Margen aufgrund des verbesserten Verkaufspreisumfeldes und eines rigiden Kostenmanagements führten zu dieser positiven Entwicklung. Für das Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe wird für das Geschäftsjahr 2022|23 ein historisch hohes Ergebnis erwartet. Zahlreich ergriffene Reorganisationsmaßnahmen der Vergangenheit und richtige Marktentscheidungen im aktuell volatilen Marktumfeld spiegeln sich bereits im guten Q1–3 2022|23- Ergebnis des Joint Ventures wider. Das positive Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 0,9 Mio. € betrifft Rückflüsse aus laufenden Steuerverfahren in Rumänien.
Auch am Zuckermarkt herrscht wie an allen anderen Rohstoffmärkten ein sehr hohes Maß an Unsicherheit und Volatilität.
Das Marktforschungsunternehmen IHS Markit (vormals: F.O. Licht) geht in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom Dezember 2022 für das zu Ende gegangene Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2021|22 (1. Oktober bis 30. September) von einem Defizit von 2,6 Mio. Tonnen Zucker – und damit einem dritten Defizitjahr in Folge – aus. Trotz einer steigenden Erzeugung kommt es aufgrund des ebenfalls steigenden Weltzuckerverbrauchs nochmals zu einem Abbau der Bestände.
Für das neue ZWJ 2022|23 erwartet IHS Markit einen Überschuss der Zuckerbilanz von 1,7 Mio. Tonnen. Die nochmals höher erwartete Erzeugung steigt stärker an als der Weltzuckerverbrauch. Trotzdem bleibt das Verhältnis von Beständen zu Verbrauch auf einem weiterhin niedrigen Niveau.
Asien wird weiterhin an der Spitze der globalen Zuckerproduzenten stehen, gefolgt von Südamerika und Europa. Vor allem die Produktionsmengen sowie Exportkapazitäten Indiens und Brasiliens sind wichtige Faktoren, die die weltweite Angebotssituation bestimmen.
Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 539,2 US\$ pro Tonne und Rohzucker bei 432,8 US\$ pro Tonne (Vorjahr: 484,2 US\$ bzw. 410,0 US\$).
Im ZWJ 2021|22 betrug die EU-Zuckererzeugung (EU-27) bei einer nochmals leicht verringerten Anbaufläche aber gestiegenen Hektarerträgen 16,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 14,5 Mio. Tonnen).
Für das laufende ZWJ 2022|23 geht die EU-Kommission in ihrer Schätzung vom Oktober 2022 von einer weiteren Verringerung der Anbaufläche um rund 4 % aus. Aufgrund der Trockenheit in wichtigen Anbauregionen erwartet die EU-Kommission darüber hinaus geringere Hektarerträge, was zu einem Rückgang der Zuckererzeugung auf 15,5 Mio. Tonnen führt. Damit ist davon auszugehen, dass zur Versorgung der EU auch weiterhin Zuckerimporte erforderlich sein werden.
Laut EU-Preisreporting erreichte der durchschnittliche Weißzuckerpreis in der EU im September 2022, zum Ende des ZWJ 2021|22, 512 € pro Tonne, um 104 € pro Tonne mehr als im September 2021. Zu Beginn des neuen ZWJ 2022|23 stieg der Preis weiter deutlich an. Die letzte vorliegende Veröffentlichung vom Oktober 2022 lag bei 586 € pro Tonne. Dabei gibt es innerhalb der EU signifikante regionale Preisunterschiede zwischen den Defizit- und den Überschussregionen.
Die meisten Analysehäuser rechnen damit, dass die EU-Marktpreise in den nächsten Wochen und Monaten weiter steigen werden, da angepasste Verkaufspreise neben dem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in der EU auch die gestiegenen Produktionskosten der Zuckerproduzenten (Energie, Rübe) abbilden müssen.
1
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche betrug im Anbaujahr 2022 knapp 72.000 Hektar (Vorjahr: rund 86.000 Hektar).
Die Vegetationsbedingungen für Zuckerrüben im Jahr 2022 können rückblickend als durchschnittlich beschrieben werden. Nach einem feuchten Juni folgten trockene Sommermonate mit überdurchschnittlichen Temperaturen und geringen Niederschlägen. Speziell im östlichen Niederösterreich, im Burgenland sowie in weiten Teilen des ungarischen und rumänischen Einzugsgebietes verursachte die langanhaltende Trockenheit deutliche Ertragsverluste bei den Rübenbeständen. Ein niederschlagsreicherer September wirkte sich noch positiv auf den Ertrag aus. Damit einhergehend war aber eine Abnahme beim Zuckergehalt festzustellen, sodass die durchschnittlichen Zuckergehalte großteils unter dem Vorjahrswert blieben.
Die Rübenerntemenge wird insgesamt bei rund 4,8 Mio. Tonnen liegen, darin inkludiert sind rund 60.000 Tonnen Bio-Rüben österreichischer Herkunft. Die Rübenerträge liegen in Österreich als wichtigstem Anbauland bei rund 80 Tonnen pro Hektar.
Die Rübenkampagne startete in allen Fabriken zwischen Mitte September und Anfang Oktober 2022. Per Anfang Dezember wurden bereits 70 % der geplanten Rübenmenge verarbeitet. Mit 2,7 Mio. Tonnen wird die größte Teilmenge an den beiden österreichischen Standorten Tulln und Leopoldsdorf verarbeitet.
Aufgrund der aktuell geschätzten Rübenmenge wird die Kapazitätsauslastung der Fabriken gegenüber der Vorjahreskampagne niedriger erwartet (voraussichtlich 103 Verarbeitungstage). In den Werken Roman|Rumänien und Kaposvár|Ungarn werden während der Rübenkampagne auch rund 40.000 Tonnen Rohrrohzucker verarbeitet.
Bei den noch laufenden Kontrahierungen für den Rübenanbau 2023 wurden per 29. Dezember 20221 in Österreich bislang Verträge für eine Fläche von rund 35.000 Hektar abgeschlossen.
In der Rohzuckerraffinerie Buzau|Rumänien wurden von Anfang April bis Ende Oktober rund 180.000 Tonnen Rohzucker verarbeitet. In Bosnien und Herzegowina wird seit Ende Oktober 2022 die zweite Rohzuckerkampagne mit rund 70.000 geplanten Tonnen im Geschäftsjahr 2022|23 gefahren. Insgesamt wurden in beiden Werken bereits rund 270.000 Tonnen Weißzucker erzeugt.
Im Standort Tulln|Österreich wurde der Betrieb der Melasseentzuckerungsanlage aus Kostengründen zwischen Mitte März und Ende Oktober 2022 ausgesetzt.
Am Standort Tulln|Österreich musste die Betainkristallisationsanlage Anfang April 2022 aufgrund von Rohstoffmangel abgeschaltet werden.
Das Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH, Wien, wird gegenwärtig vom Joint Venture-Partner nicht mit Rohstoffen beliefert und befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten. Es wird mit der finanzierenden Bank an einer Restrukturierungslösung gearbeitet.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens, u.a. auch zum Thema Krieg in der Ukraine, verweist AGRANA auf die Seiten 84 bis 92 des Geschäftsberichtes 2021|22 sowie auf Seite 22f des Anhangs im Halbjahresfinanzbericht 2022|23.
Der 2010 von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gestellte Bußgeldantrag gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich wurde vom Kartellgericht Wien im Mai 2019 abgewiesen. Nachdem der EuGH von der BWB mit der Rechtssache befasst wurde, hat der Oberste Gerichthof in Österreich nunmehr für AGRANA endgültig entschieden, dass kein Kartellverstoß vorliegt und gegenüber AGRANA kein Bußgeld verhängt werden darf.
| Mitarbeitende FTEs1 |
Q1–3 2022 23 |
Q1–3 2021 22 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 5.826 | 5.812 | 0,2 % |
| Segment Stärke | 1.145 | 1.139 | 0,5 % |
| Segment Zucker | 1.887 | 1.864 | 1,2 % |
| Konzern | 8.858 | 8.815 | 0,5 % |
In Q1–3 2022|23 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.858 Mitarbeitende/FTEs1 (Vorjahr: 8.815 Mitarbeitende/FTEs1 ) beschäftigt.
Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2021 22 IST |
2022 23 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.901,5 | |
| EBIT | 24,7 | |
| Operatives Ergebnis | 86,5 | |
| Investitionen1 | 82,4 | 111 |
Deutlicher Anstieg 2 Sehr deutlicher Anstieg 2
Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2022|23 mit einem sehr deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim operativen Ergebnis sowie beim Konzernumsatz wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen.
| Segment Frucht in Mio. € |
2021 22 IST |
2022 23 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.251,1 | |
| EBIT | –15,8 | |
| Operatives Ergebnis | 51,9 | |
| Investitionen1 | 37,4 | 42 |
Deutlicher Anstieg 2
Sehr deutlicher Rückgang 2
Sehr deutliche Verschlechterung 2
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2022|23 einen Anstieg beim Umsatz und einen deutlichen Rückgang beim operativen Ergebnis. Das EBIT wird sich aufgrund der Wertminderung im zweiten Quartal sehr deutlich verschlechtern. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wird mit einer positiven Umsatzentwicklung, aber einem rückläufigen operativen Ergebnis gerechnet. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird 2022|23 von einem deutlichen Umsatzanstieg bei einer sich weiter verbessernden Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.
| Segment Stärke in Mio. € |
2021 22 IST |
2022 23 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.010,4 | |
| EBIT | 71,6 | |
| Operatives Ergebnis | 57,9 | |
| Investitionen1 | 24,3 | 33 |
Deutlicher Anstieg 2
1
Stabile Entwicklung 2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2022|23 einen deutlichen Umsatzanstieg, primär bedingt durch höhere Verkaufspreise. Obwohl höhere Rohstoffund Energiepreise die Profitabilität belasten, wird aufgrund der guten Ethanolperformance im ersten Halbjahr und der guten Geschäfte mit Weizengluten für das Gesamtjahr mit einem EBIT und operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.
| Segment Zucker in Mio. € |
2021 22 IST |
2022 23 Prognose |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 640,0 | |
| EBIT | –31,1 | |
| Operatives Ergebnis | –23,3 | |
| Investitionen1 | 20,7 | 36 |
Deutlicher Anstieg 2
Sehr deutliche Verbesserung 2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2022|23 mit v.a. preisbedingt höheren Umsatzerlösen. Trotz höherer Energiekosten und Rübenpreise wird aufgrund der deutlich steigenden EU-Marktpreise und eines konsequenten Kostenmanagements ein klar positives und damit sehr deutlich verbessertes Ergebnis erwartet.
Der Prognose liegen die Annahmen zugrunde, dass der Krieg in der Ukraine regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und die insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in angepassten Kundenkontrakten weitergegeben werden können.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 111 Mio. € zwar deutlich über dem Wert von 2021|22, jedoch unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 120 Mio. € liegen.
In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 17 definiert.
| 17. Mai 2023 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2022 23 (Bilanzpressekonferenz) |
|
|---|---|---|
| 27. Juni 2023 | Nachweisstichtag Hauptversammlung | |
| 6. Juli 2023 | Ergebnisse des ersten Quartals 2023 24 | |
| 7. Juli 2023 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2022 23 | |
| 12. Juli 2023 | Ex-Dividenden-Tag | |
| 13. Juli 2023 | Nachweisstichtag Dividende | |
| 14. Juli 2023 | Dividenden-Zahltag | |
| 12. Oktober 2023 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2023 24 | |
| 11. Jänner 2024 | Ergebnisse der ersten drei Quartale 2023 24 |
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 www.agrana.com
Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Mag. (FH) Markus SIMAK Telefon: +43-1-211 37-12084 Fax: +43-1-211 37-12926 E-Mail: [email protected]
Veröffentlicht am 12. Jänner 2023 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
reports.agrana.com
Die Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Zwischenmitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
BETREFFEND DER AUSSAGEN IM PROGNOSEBERICHT GELTEN FOLGENDE SCHRIFTLICHE UND BILDLICHE WERTAUSSAGEN:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | oder | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | oder | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich | oder | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | oder | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Diese Zwischenmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diese Zwischenmitteilung am 29. Dezember 2022 aufgestellt.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 204, verwiesen.
AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bemüht, so auch in dieser Zwischenmitteilung. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in dieser Zwischenmitteilung kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Der Begriff "Vorjahr" wird teilweise vereinfachend für die Bezeichnung der Vorjahresperiode "Q1–3 2021|22" verwendet. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Diese Zwischenmitteilung ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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