Earnings Release • Jan 14, 2021
Earnings Release
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Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2020|21
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
2 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
3 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Die zweite COVID-19-Welle hat Wirtschaft und Gesellschaft stark getroffen. Bei AGRANA konnten wir durch die gesammelten Erfahrungen in der ersten Welle und mithilfe der Einführung wöchentlicher Antigen-Tests für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Clusterbildungen verhindern und so unsere Herbstkampagnen für Zuckerrüben, Kartoffeln und Nassmais reibungslos durchführen.
Das dritte Quartal 2020|21 verlief mit 28,5 Mio. € EBIT erneut besser als das vorjährige (18,1 Mio. €), sodass wir nach neun Monaten kumuliert mit 84,3 Mio. € deutlich über dem 9-Monats-Ergebnis des Vorjahres zu liegen kommen. Die Umsatzerlöse stiegen bei stabilen Absatzmengen in Q1-3 2020|21 um rund 5 % auf 1.965,3 Mio. €.
Hauptverantwortlich für das verbesserte Konzern-EBIT nach neun Monaten war die Entwicklung im Segment Zucker, die auch im dritten Quartal eine Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr brachte. Höhere Zuckererlöse und -mengen haben dazu beigetragen, dennoch blieb das Zucker-EBIT insbesondere leerkostenbedingt negativ.
Wegen der geringen Zuckerrübenfläche von 26.300 Hektar 2020 in Österreich stand der Weiterbetrieb der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf|Österreich im letzten Sommer zur Diskussion. Aufgrund der außerordentlich hohen Rübenertragserwartungen pro Hektar wurde ein Kampagnenbetrieb 2020 an beiden österreichischen Standorten beschlossen, die Weiterführung der Fabrik in Leopoldsdorf darüber hinaus aber an die Auflage geknüpft, dass für das Zuckerwirtschaftsjahr 2021|22 bis Mitte November 2020 38.000 Hektar Rüben in Österreich kontrahiert sein müssen. Dieses für die ökonomisch erforderliche Auslastung der beiden österreichischen Fabriken notwendige Flächenziel wurde erreicht, sodass das Werk Leopoldsdorf auch in der Kampagne 2021 betrieben wird. Wichtig ist nun, diese Flächen auch zur Ernte zu bringen. Das Monitoring der Rüsselkäfer-Larven sowie die Neonicotinoid-Beize des Rübensaatgutes sind dafür wichtige Voraussetzungen. Die Zusage der öffentlichen Hand in Österreich, das Anbaurisiko für die Rübenbauern durch die Deckung allfälliger Wiederanbaukosten zu minimieren, gibt zusätzliche Sicherheit.
Die Zuckerrübenkampagne 2020 bei AGRANA ist durch gute Hektarerträge bei allerdings sehr geringen Zuckergehalten gekennzeichnet. Durch den Regen der Sommermonate konnte die Zuckerbildung mit der Mengenentwicklung nicht mithalten. Wir rechnen daher auf 76.600 Hektar nach rund 76.200 Hektar im Jahr 2019 mit rund 4,9 Mio. Tonnen Rüben nach 4,7 Mio. Tonnen Rüben im Vorjahr und mit der etwa gleichen Rübenzuckermenge von rund 650.000 Tonnen.
Die solide Ergebnisentwicklung im Segment Stärke in Q1-3 2020|21 war v.a. auf eine im dritten Quartal noch sehr gute Geschäftsentwicklung bei Bioethanol zurückzuführen. Die extreme Volatilität der Ethanolpreise wurde im laufenden Geschäftsjahr verstärkt sichtbar. Einem Absturz im März 2020 auf 350 € pro m3 folgte eine kontinuierliche Erholung ab April mit einem lange anhaltenden Hoch mit 700 € bis 800 € pro m3 über die Sommermonate und danach einem deutlichen Rückgang, auf unter 500 € pro m3 im Dezember 2020. Der Desinfektionsmittel-Boom des ersten Quartals 2020|21 hat sich mit Beginn der zweiten COVID-19-Welle nicht wiederholt. Nicht nur der Zuckerverbrauch in der EU reduzierte sich infolge der COVID-19-Auswirkungen (dem allerdings auch eine im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere EU-Zuckerproduktion gegenübersteht), auch die Nachfrage nach Verzuckerungs- und Stärkeprodukten ging zurück, was zu einer geringeren Auslastung mancher Produktionsanlagen führte.
Im Segment Frucht lagen wir im weltweiten Fruchtzubereitungsgeschäft ergebnismäßig über dem Vorjahr. Das Segment umfasst aber auch das derzeit schwierige Fruchtsaftkonzentratgeschäft, bei dem die Performance aufgrund einer geringeren Mengenverfügbarkeit aus der vorjährigen Apfelernte deutlich schwächer war. Dazu kommt eine herausfordernde Apfelkampagne 2020, da Frühjahrsfröste die ungarische Apfelverarbeitungsmenge nahezu halbierten, was zu erheblichen Leerkosten führte. Insgesamt erwarten wir im Konzentratbereich im laufenden Geschäftsjahr eine Verarbeitungsmenge, die rund 10 % unter dem schon schwachen Vorjahreswert liegen wird.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, es ist gelungen, über ein Bündel von Maßnahmen effizienzmäßig, kostenmäßig und investitionsmäßig, trotz der gegebenen Marktbedingungen, nach drei Quartalen ein Ergebnis über dem Vorjahr zeigen zu können, sodass wir den Ausblick eines EBITs zumindest auf Vorjahresniveau bestätigen können.
Ich möchte dafür heuer mehr denn je unseren Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Zulieferern und Gremien danken.
Ein gutes Jahr 2021 und vor allem Gesundheit wünscht Ihnen
Ihr
Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
| Konzern-Gewinn- und Verlust rechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.965,3 | 1.879,4 |
| EBITDA1 | 159,4 | 139,5 |
| Operatives Ergebnis | 69,9 | 58,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
15,2 | 11,9 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,8 | -0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 84,3 | 69,8 |
| EBIT-Marge | 4,3 % | 3,7 % |
| Finanzergebnis | -13,4 | -11,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 70,9 | 58,2 |
| Ertragsteuern | -17,1 | -15,1 |
| Konzernergebnis | 53,8 | 43,1 |
| davon Aktionäre der AGRANA Bet.-AG | 54,0 | 40,1 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,86 | 0,64 |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen in den ersten drei Quartalen (1. März bis 30. November 2020) mit 1.965,3 Mio. € leicht über dem Vorjahr, wobei der Umsatzanstieg v.a. auf die positive Erlösentwicklung im Segment Zucker zurückzuführen war.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug in den ersten drei Quartalen 2020|21 84,3 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Im Segment Frucht ging das EBIT aufgrund einer sehr deutlich schwächeren Performance im Fruchtsaftkonzentratgeschäft um 10,0 % auf
| Konzern-Gewinn- und Verlust rechnung (verkürzt) in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2020 21 |
Q3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 656,0 | 629,4 |
| EBITDA1 | 58,3 | 48,7 |
| Operatives Ergebnis | 22,5 | 14,3 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
6,3 | 4,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,3 | -0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 28,5 | 18,1 |
| EBIT-Marge | 4,3 % | 2,9 % |
| Finanzergebnis | -4,3 | -3,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 24,2 | 14,4 |
| Ertragsteuern | -4,8 | -0,2 |
| Konzernergebnis | 19,4 | 14,2 |
| davon Aktionäre der AGRANA Bet.-AG | 20,1 | 13,1 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,32 | 0,21 |
41,3 Mio. € zurück. Hohe Ethanolpreise in den Sommermonaten führten zu einem leicht gestiegenen EBIT von 58,5 Mio. € im Segment Stärke. Im Segment Zucker führten im Vergleich zum Vorjahr festere Preise und höhere Verkaufsmengen zu einer Halbierung des Verlustes auf -15,5 Mio. € (Vorjahr: -33,4 Mio. €). Das Finanzergebnis belief sich auf -13,4 Mio. € nach -11,6 Mio. € im Vorjahr, wobei die negative Veränderung v.a. aus einer Verschlechterung des Sonstigen Finanzergebnisses (primär höhere Gebühren) resultierte. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 17,1 Mio. €, einer Steuerquote von 24,1 % (Vor-
jahr: 25,9 %) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 53,8 Mio. € (Vorjahr: 43,1 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg auf 0,86 € (Vorjahr: 0,64 €).
In den ersten drei Quartalen 2020|21 investierte AGRANA mit 47,4 Mio. € um 51,2 Mio. € weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Investitionen wurden nach Abschluss der Großprojekte der vergangenen Jahre deutlich zurückgefahren und verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen | Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Segment Frucht | 23,9 | 31,9 | -25,1 % |
| Segment Stärke | 13,7 | 53,4 | -74,3 % |
| Segment Zucker | 9,8 | 13,3 | -26,3 % |
| Konzern | 47,4 | 98,6 | -51,9 % |
Neben den regelmäßigen Projekten zur Verbesserung der Produktqualität und Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen über alle Produktionsstandorte hinweg sind folgende Einzelinvestitionen hervorzuheben:
Umrüstung der Energieversorgung des Standortes Sered'|Slowakei auf Erdgas
Zusätzlich wurden in Q1-3 2020|21 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (HUNGRANA- und STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH) Investitionen von 24,5 Mio. € (100%; Vorjahr: 28,5 Mio. €) getätigt.
Die Hauptinvestition für das laufende Geschäftsjahr 2020|21 stellt das Projekt Betainkristallisation der Beta Pura GmbH dar. Gemeinsam mit The Amalgamated Sugar Company LLC, Boise|USA, wurden am Standort Tulln|Österreich rund 37 Mio. € (100 %) in die Veredelung von Nebenprodukten aus der Zuckerproduktion investiert. Aufgrund der COVID-19-Pandemie startete die Produktion mit geringfügiger Verzögerung im August 2020. Die Anlage wurde in den vergangenen Monaten hochgefahren und die Prozesse werden laufend optimiert.
| Q1-3 2020 21 | Q1-3 2019 20 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 169,7 | 132,5 | 28,1 % |
| Veränderungen des Working Capital | -33,5 | -85,6 | 60,9 % |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -18,0 | -15,8 | -13,9 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 118,2 | 31,1 | > +100 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -45,0 | -100,8 | 55,4 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -61,1 | 55,8 | > -100 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 12,1 | -13,9 | > +100 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen und Hochinflationsanpassung auf den Finanzmittelbestand |
-5,5 | 0,1 | > -100 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 93,4 | 82,6 | 13,1 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 100,0 | 68,8 | 45,3 % |
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg in den ersten drei Quartalen 2020|21 u.a. aufgrund des verbesserten Konzernergebnisses auf 169,7 Mio. € (Vorjahr: 132,5 Mio. €). Nach einem gegenüber der Vergleichsperiode deutlich niedrigeren Aufbau des Working Capital um 33,5 Mio. € (Vorjahr: 85,6 Mio. €) verbesserte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Q1-3 2020|21 auf 118,2 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug bei deutlich reduzierten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -45,0 Mio. € (Vorjahr: -100,8 Mio. €). Darin enthalten ist die Kaufpreiszahlung für den Erwerb des in Santa Cruz|USA angesiedelten Unternehmens Marroquin Organic International, Inc. durch die AGRANA Stärke GmbH. Vor allem die Dividendenauszahlung führte zu einem Cashabfluss aus Finanzierungstätigkeit von rund 61,1 Mio. € (Vorjahr: Cashzufluss von 55,8 Mio. €; primär bestimmt durch die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens).
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) | Stand am | Stand am | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 30.11.2020 | 29.02.2020 | ||
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.279,0 | 1.331,9 | -4,0 % |
| davon Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 274,7 | 275,1 | -0,1 % |
| davon Sachanlagen | 868,6 | 932,8 | -6,9 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.248,1 | 1.217,5 | 2,5 % |
| davon Vorräte | 690,8 | 710,5 | -2,8 % |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 372,8 | 319,5 | 16,7 % |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 100,0 | 93,4 | 7,1 % |
| Summe Aktiva | 2.527,1 | 2.549,4 | -0,9 % |
| Eigenkapital | 1.348,5 | 1.387,1 | -2,8 % |
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.288,6 | 1.323,7 | -2,7 % |
| Nicht beherrschende Anteile | 59,9 | 63,4 | -5,5 % |
| Langfristige Schulden | 609,1 | 565,3 | 7,7 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 496,0 | 450,2 | 10,2 % |
| Kurzfristige Schulden | 569,5 | 597,0 | -4,6 % |
| davon Finanzverbindlichkeiten | 76,1 | 126,8 | -40,0 % |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 325,5 | 311,8 | 4,4 % |
| Summe Passiva | 2.527,1 | 2.549,4 | -0,9 % |
| Nettofinanzschulden | 452,7 | 464,0 | -2,4 % |
|---|---|---|---|
| Gearing1 | 33,6 % | 33,5 % | 0,1 pp |
| Eigenkapitalquote | 53,4 % | 54,4 % | -1,0 pp |
1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
Bei einer im Vergleich zum Bilanzstichtag 2019|20 stabilen Bilanzsumme zum 30. November 2020 von 2,53 Mrd. € (29. Februar 2020: 2,55 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 53,4 % (29. Februar 2020: 54,4 %).
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging v.a. abschreibungsbedingt leicht zurück. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen leicht; einem geringfügigen Abbau der Vorräte stand dabei ein deutlicher Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Auf der Passivseite wuchsen die langfristigen Schulden moderat. Die kurzfristigen Schulden sanken, wobei den deutlich gesunkenen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ein geringfügiger Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand.
Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2020 lagen mit 452,7 Mio. € um 11,3 Mio. € unter dem Wert per 29. Februar 2020 (30. November 2019: 484,6 Mio. €). Das Gearing zum Quartalsstichtag betrug 33,6 % (29. Februar 2020: 33,5 %; 30. November 2019: 35,1 %).
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 891,7 | 889,3 |
| EBITDA1 | 73,4 | 77,5 |
| Operatives Ergebnis | 42,1 | 45,9 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,8 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 41,3 | 45,9 |
| EBIT-Marge | 4,6 % | 5,2 % |
| Finanzkennzahlen Segment Frucht in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2020 21 |
Q3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 289,9 | 293,7 |
| EBITDA1 | 23,1 | 22,2 |
| Operatives Ergebnis | 11,5 | 9,8 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -0,3 | 0,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 11,2 | 9,8 |
| EBIT-Marge | 3,9 % | 3,3 % |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen in Q1-3 2020|21 mit 891,7 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen blieben Umsätze und Absätze stabil. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die Umsatzerlöse moderat über dem Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Preisen für Fruchtsaftkonzentrate, bei allerdings auch höheren Apfelpreisen.
Das EBIT im Segment erreichte nach neun Monaten 41,3 Mio. € und lag damit um 10,0 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die Verschlechterung lag im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Geringere Ausliefermengen in Kombination mit geringeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2019 waren hierfür maßgeblich. Auch bei Buntsaftkonzentraten und Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2020 sind die Margen unter Druck. Bei Fruchtzubereitungen wurde das EBIT der Vorjahresperiode trotz vieler Herausforderungen deutlich übertroffen. Ergebnisrückgänge in den Regionen Asien/Pazifik und Südamerika aufgrund der Coronavirus-Krise konnten durch Einsparungen in der Verwaltung und aufgrund verbesserter Ergebnisse in Mexiko sowie Nordamerika mehr als kompensiert werden.
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten v.a. für Molkereiprodukte, Eiscreme und Backwaren bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss und Convenience. Die globale COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf viele dieser Konsumtrends. So steigt z.B. die Nachfrage nach "Comfort Food", also nach Lebensmitteln, die das Gefühl von Genuss, Sicherheit und Nostalgie vermitteln. Außerdem fokussieren Konsumenten stärker auf das Thema Gesundheit. Ungeachtet dessen führt die globale Rezession zu einer Tendenz zu günstigeren und simpleren Produkten.
Die Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt Fruchtjoghurt wird durch die globale COVID-19-Pandemie leicht negativ beeinflusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor zeigen eine globale Wachstumsrate für Joghurt im Kalenderjahr 2020 von 1,8 %. Dies liegt 0,5 Prozentpunkte unter der prognostizierten Wachstumsrate vor dem Ausbruch der Coronavirus-Krise.
Die Nachfrage nach Apfelsaftkonzentrat war im Frühjahr 2020 solide und konnte aus der Ernte 2019 bedient werden. Die verfügbaren Apfelmengen für die Kampagne 2020 lagen deutlich unter den Erwartungen und dadurch höhere Rohstoffpreise konnten nur teilweise an den Markt weitergegeben werden. Die Nachfragesituation war während des gesamten Ernteverlaufes schwach und es ist davon auszugehen, dass große internationale Kunden der Getränkeindustrie nur teilweise gedeckt sind. Somit sollte es im Frühjahr 2021 zu zusätzlicher Nachfrage kommen.
Für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2020 wurden bereits für die überwiegende Menge Verträge mit Kunden abgeschlossen. Besonders bei Kirsche und Himbeere war das Marktumfeld äußerst herausfordernd, was zu unter dem Vorjahr liegenden Margen führte. Auch war bei den Eindeckungen ein sehr defensives und zögerliches Vorgehen der Kunden zu beobachten.
Der Einkauf von Früchten aus der Ernte 2020 für die Verarbeitung im laufenden und nächsten Geschäftsjahr konnte mit dem dritten Quartal 2020|21 größtenteils abgeschlossen werden. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum rund 304.000 Tonnen an Rohstoffen für den Fruchtzubereitungsbereich beschafft.
Bei Erdbeere als mengenmäßig wichtigster Frucht wurde die globale Bedarfsmenge zu leicht höheren Preisen als im Vorjahr kontrahiert. Ausschlaggebend für die Preiserhöhungen waren geringere Rohstoffmengen aufgrund eingeschränkter Verarbeitungskapazitäten in Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise in Marokko, Ägypten und Spanien sowie geringere Erntemengen in Mexiko. Ab August begann in Mexiko sowie in den Regionen mit mediterranem Klima der Erdbeeranbau für die neue Ernte (November 2020 bis Jänner 2021). Es wird mit einer Ausweitung der Anbauflächen in Ägypten und einer Reduktion in Marokko gerechnet. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage aus Europa und den USA nach tiefgekühlten Früchten ist von steigenden Preisen für das kommende Erntejahr auszugehen.
Die Himbeerernten in Serbien, Polen und der Ukraine brachten unterdurchschnittliche Erträge mit Preiserhöhungen von rund 5 % gegenüber dem Vorjahr. Europäische Heidelbeeren konnten gegenüber dem Vorjahr zu stabilen Preisen eingekauft werden, während der Durchschnittspreis von kanadischen Heidelbeeren aufgrund anhaltender Trockenheit in den Sommermonaten und einer hohen Nachfrage seitens des Frischmarktes signifikant über dem Vorjahr lag.
Gute Ernteerträge bei Sauerkirsche in Polen, Serbien und der Ukraine resultierten in signifikanten Preisreduktionen von bis zu -35 % gegenüber einem hohen Preisniveau im Vorjahr.
Bei tropischen Früchten kam es COVID-19-bedingt zu einer deutlichen Angebotsreduktion bei Mangopüree aus Indien mit in der Folge bis zu 12 % höheren Preisen gegenüber dem Vorjahr.
In der Buntsaftverarbeitungssaison 2020 im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate waren v.a. bei roten Beeren und auch insgesamt Rohstoffpreise, die deutlich über dem Vorjahr liegen, zu verzeichnen.
Bei der Hauptfrucht des Fruchtsaftkonzentratgeschäftes, Apfel, lag die Ernte 2020 deutlich unter den Erwartungen. Sowohl in Ungarn (bedingt durch den Frühjahrsfrost) als auch in Polen waren nur Mengen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres für die industrielle Verarbeitung verfügbar. In China begann die Apfelübernahme bereits Anfang August 2020 und die Rohstoffverfügbarkeit war zufriedenstellend.
Umsatzanteil
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 620,8 | 606,9 |
| EBITDA1 | 76,3 | 72,0 |
| Operatives Ergebnis | 41,6 | 46,1 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
16,9 | 11,2 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 58,5 | 57,3 |
| EBIT-Marge | 9,4 % | 9,4 % |
| Finanzkennzahlen Segment Stärke in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2020 21 |
Q3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 213,6 | 199,1 |
| EBITDA1 | 28,3 | 27,7 |
| Operatives Ergebnis | 16,5 | 19,0 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
7,3 | 4,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 23,8 | 23,0 |
| EBIT-Marge | 11,1 % | 11,6 % |
Die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2020|21 lagen mit 620,8 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Deutliche Mengen- und Umsatzzuwächse wurden mit Weizenstärke aufgrund des Kapazitätsausbaus in Pischelsdorf|Österreich erzielt. Gleichzeitig ging die
Marktnachfrage bei fast allen Hauptprodukten zurück und führte zu erhöhtem Preisdruck. Als eine Auswirkung der COVID-19-Pandemie zeigten sich die Notierungen für Ethanol hochvolatil. Einem massiven Preisverfall im März 2020 im Zuge des ersten Lockdowns folgte im Laufe des zweiten Geschäftsjahresquartals aufgrund des wieder gestiegenen Individualverkehrsaufkommens eine Preiserholung, die in einem Allzeithoch von über 800 € pro m3 im September endete; im Dezember 2020 gingen die Notierungen wieder auf unter 500 € pro m3 zurück. Die Umsätze für Nebenprodukte blieben bei einem erhöhten Anteil an eigengefertigten Produkten stabil.
Das EBIT im Segment Stärke lag mit 58,5 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert. Ergebnisbestimmend waren die hohen Verkaufspreise für Ethanol, insbesondere im dritten Quartal, während die Margen der anderen Hauptprodukte aufgrund einer reduzierten Marktnachfrage rückläufig waren. Einsparungen bei Energie- und Sachkosten wirkten sich positiv auf das EBIT aus, ergebnisbelastend waren das deutlich höhere Abschreibungsniveau und zuletzt steigende Rohstoffpreise aus den neuen Ernten. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe stieg von 11,2 Mio. € auf 16,9 Mio. €. Wesentlicher Ergebnistreiber im ungarischen Joint Venture waren die hohen Ethanolpreise und auch die Währungseffekte aus den in Euro abgewickelten Exporten wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus.
Die im März 2020 erworbene Marroquin Organic International Inc., Santa Cruz|USA, eine auf Bio-Produkte spezialisierte Handelsfirma, wird seit dem zweiten Quartal 2020|21 im Konzern vollkonsolidiert.
Die globale COVID-19-Pandemie beeinflusst auch das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke maßgeblich. Auswirkungen von Lockdowns und damit einhergehende, globale Veränderungen im Konsumverhalten sind in nahezu allen Absatzmärkten erkennbar.
Bei Verzuckerungsprodukten ist am Markt ein hoher Preis- und Mengendruck feststellbar. Eine Nachfrageerholung nach dem Stillstand im Hotel- und Gastronomiebereich ist aufgrund neuerlicher Restriktionen im Tourismus- und Freizeitbereich und lokalen Lockdowns in Europa kurzfristig nicht zu erwarten.
Bei nativen Stärken herrscht anhaltend hoher Preis- und Mengendruck.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Bei technischen Stärken wurden auf Kundenseite Kontraktabrufe reduziert, da viele - insbesondere grafische - Papierhersteller ihre Produktion gedrosselt haben.
Am europäischen Treibstoffalkoholmarkt kam es während des ersten Lockdowns zu Verbrauchsrückgängen von über 40 %. In der Folge gerieten die Notierungen für Ethanol stark unter Druck und ein Allzeittief von 350 € pro m3 (FOB Rotterdam) war die Folge. Trotz zahlreicher Stornierungen und Verschiebungen von Ethanolbezügen durch bestehende Kunden konnten im ersten Quartal Mengenverluste im Segment Stärke durch das frühzeitige Forcieren von Verkäufen in den Desinfektionsbereich kompensiert werden. Nach den COVID-19-Lockerungsmaßnahmen und der Wiederbelebung des Individualverkehrs ab den Sommermonaten stieg auch der Ethanolbedarf wieder deutlich. Die Kombination aus erhöhten Beimischverpflichtungen in der EU im Zuge der Erneuerbare-Energie-Richtlinie und verzögerten Ethanolimporten verstärkte die Knappheit in Europa und führte zu einem historischen Höchststand der Notierungen von über 800 € pro m³ im August. Seit dem Herbst mit erneuten Mobilitätsrestriktionen sind die Ethanolnotierungen wieder deutlich zurückgegangen (auf unter 500 € pro m³ im Dezember 2020); eine Erholung in den kommenden Wintermonaten erscheint unwahrscheinlich.
Der internationale Getreiderat (IGC1 ) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2020|21 per 26. November 2020 auf 2,22 Mrd. Tonnen, die damit um rund 33 Mio. Tonnen über dem Vorjahr und rund 2 Mio. Tonnen unter dem erwarteten Verbrauch liegt. Bei Weizen wird eine Produktion von 765 Mio. Tonnen (Vorjahr: 763 Mio. Tonnen; Verbrauch 2020|21: 752 Mio. Tonnen) und bei Mais von 1.146 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.124 Mio. Tonnen; Verbrauch 2020|21: 1.169 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreideendbestände sollen bis zum Ende des Getreidewirtschaftsjahres (Ende Juni 2021) um rund 2 Mio. Tonnen auf 616 Mio. Tonnen sinken.
Die Getreideproduktion der EU-27 und des Vereinigten Königreiches wird von Stratégie Grains auf rund 296 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 312 Mio. Tonnen). Dazu soll die Weichweizenernte rund 129 Mio. Tonnen beitragen und damit deutlich niedriger als die Ernte 2019 (147 Mio. Tonnen) ausfallen. Die Maisernte 2020 in der EU und dem Vereinigten Königreich wird bei 62 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 65 Mio. Tonnen).
Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) zeigten im laufenden Geschäftsjahr seit dem September eine steigende Tendenz und lagen am 30. November 2020 bei rund 194 € pro Tonne Mais (Vorjahr: 166 €) und 210 € pro Tonne Weizen (Vorjahr: 186 €).
Am 20. August wurde in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich mit der Verarbeitung von Stärkekartoffeln der Ernte 2020 begonnen. Aufgrund der günstigen Witterung während der Vegetationsphase wird eine Liefererfüllung von 105 % bis 110 % der kontrahierten Stärkekartoffeln erwartet. Der durchschnittliche Stärkegehalt soll bei rund 18,1 % liegen (Vorjahr: 18,4 %).
Die Nassmaisübernahme in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich begann Anfang September und wurde nach einer Verarbeitung von rund 150.000 Tonnen (Vorjahr: 130.000 Tonnen) Anfang Dezember abgeschlossen. Insgesamt sollen am Standort Aschach bis zum Geschäftsjahresende rund 466.000 Tonnen (Vorjahr: 461.000 Tonnen) Rohstoff verarbeitet werden.
In der integrierten Bioraffinerie2 in Pischelsdorf| Österreich wurden von Anfang September bis Anfang Dezember rund 95.000 Tonnen (Vorjahr 105.000 Tonnen) Nassmais verarbeitet. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtverarbeitung von rund 1 Mio. Tonnen Weizen, Bio-Weizen, Tritikale und Mais (Vorjahr: 881.000 Tonnen) erwartet.
Die Rohstoffeindeckung für die österreichischen Standorte ist im Geschäftsjahr 2020|21 bis auf kleinere Restmengen gegeben.
Bei dem nach der Equity-Methode einbezogenen Werk in Ungarn (HUNGRANA) begann die Nassmaiskampagne Ende August und wurde Anfang Dezember beendet. Die Nassmaisverarbeitungsmenge (100 %) lag bei rund 265.000 Tonnen (Vorjahr: 250.000 Tonnen). Insgesamt wird HUNGRANA 2020|21 rund 1,03 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,02 Mio. Tonnen) Mais verarbeiten.
1 International Grains Council
2 Weizenstärkeerzeugung und Bioethanolproduktion aus Mais, Weizen und B- und C-Stärken der Weizenstärkeanlage
Umsatzanteil
| Finanzkennzahlen Segment Zucker |
Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
|---|---|---|
| in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) Umsatzerlöse |
452,8 | 383,2 |
| EBITDA1 | 9,7 | -10,0 |
| Operatives Ergebnis | -13,8 | -33,7 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
-1,7 | 0,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -15,5 | -33,4 |
| EBIT-Marge | -3,4 % | -8,7 % |
| Finanzkennzahlen Segment Zucker in Mio. € (wenn nicht explizit anders erwähnt) |
Q3 2020 21 |
Q3 2019 20 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 152,5 | 136,6 |
| EBITDA1 | 6,9 | -1,2 |
| Operatives Ergebnis | -5,5 | -14,5 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunter nehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
-1,0 | 0,2 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0,0 | -0,4 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -6,5 | -14,7 |
| EBIT-Marge | -4,3 % | -10,8 % |
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse in Q1-3 2020|21 mit 452,8 Mio. € deutlich über dem Vorjahr. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl höhere Zuckerverkaufspreise als auch gestiegene Zuckerverkaufsmengen, insbesondere im Bereich Retail.
Das EBIT in Q1-3 2020|21 war mit -15,5 Mio. € zwar noch immer negativ, konnte aber aufgrund eines freundlicheren Verkaufspreisumfeldes gegenüber der Vorjahresperiode markant verbessert werden.
Aufgrund der Verunsicherung durch die COVID-19- Pandemie (unsicherer Konsumausblick) und nach dem historischen Ölpreisverfall haben sich die Weltmarktzuckernotierungen parallel zu den Ölpreisen entwickelt und bewegten sich im Berichtszeitraum bei erhöhter Volatilität auf niedrigem Niveau. So wurde im April 2020 ein neuer 12-Jahrestiefststand für Rohzucker erreicht (203,05 US\$ pro Tonne).
Die ungünstigen Preise auf dem Weltenergiemarkt in Verbindung mit einem sich abschwächenden Brasilianischen Real veranlassten die Produzenten in Brasilien, die Zuckerproduktion im Verhältnis zur Ethanolherstellung zu maximieren. Diese gesteigerte Zuckerproduktion hat dazu beigetragen, schlechte Zuckerrohrernten, insbesondere in Indien und Thailand, auszugleichen und das globale Weltzuckerdefizit im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2019|20 zu verringern.
Gegen Ende des Berichtszeitraums tendierten die Preise trotz einer zweiten COVID-19-Welle und der Erwartung einer hohen indischen und brasilianischen Zuckerproduktion im ZWJ 2020|21 nach oben. Ende November 2020 notierte Weißzucker bei 398,80 US\$ pro Tonne und Rohzucker bei 319,89 US\$ pro Tonne.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Die EU-Zuckerproduktion im ZWJ 2020|21 soll nach Einschätzung der Europäischen Kommission unter dem niedrigen Vorjahresniveau liegen. Aufgrund der COVID-19-Beschränkungen wird ein Verbrauchsrückgang sowohl im Bereich der menschlichen Ernährung als auch in der industriellen Verwertung erwartet.
Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittpreise laut EU-Preisreporting deutlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. Im Kalenderjahr 2019 erholte sich der Zuckerpreis in der EU kontinuierlich, im Oktober 2020 wurde ein Preis von 381 € pro Tonne gemeldet.
Aufgrund der geringen Produktionsmengen im ZWJ 2019|20 lagen die Exportmengen wieder unter den Importmengen und die EU war abermals Netto-Importeur. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für das ZWJ 2020|21 erwartet, womit die EU damit im dritten ZWJ in Folge Netto-Importeur von Zucker bleiben könnte.
Die ersten drei Quartale 2020|21 brachten im AGRANA-Zuckerverkauf insgesamt einen Mengen- und Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Speziell im Bereich Retail und hier v.a. in den Sommermonaten herrschte in den CEE-Absatzmärkten eine sehr gute Nachfragesituation, was ein Hauptgrund für die Mengensteigerung im Segment Zucker war. Seit dem neuen ZWJ 2020|21 laufen die neuen Kundenkontrakte zu großteils höheren Preisen. Die COVID-19-Pandemie bleibt allerdings ein großer Risikofaktor, was die zukünftige Mengen- und Preisentwicklung anbelangt.
Die von AGRANA mit den Rübenbauern kontrahierte Zuckerrübenfläche betrug im Anbaujahr 2020 rund 85.900 Hektar.
Insgesamt konnte der Anbau frühzeitig erfolgen. Die Jugendentwicklung verlief in den Monaten April und Mai 2020 in allen Anbauregionen sehr zögerlich, da die Niederschläge ausblieben. Schwere Schäden wurden ab Mitte April 2020 in den österreichischen Kerngebieten des Rübenanbaus durch das Auftreten tierischer Schädlinge wie Rübenderbrüssler und Erdfloh hervorgerufen. Zur Bekämpfung und einer Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Rübenderbrüsslers wurden vielfältige Maßnahmen wie der Betrieb von Fallrillenpflügen, Eingraben von mehr als 180.000 Pheromonfallen und Insektizidausbringung gesetzt. Der Schaden konnte nicht verhindert werden, jedoch wurde in Bezug auf den Aufbau einer neuen Population an Rüsselkäfern in Hinblick auf den Anbau 2021 eine sehr wertvolle Vorleistung erzielt. Insgesamt mussten rund 12.000 Hektar Rübenfläche infolge von widrigem Wetter und tierischen Schädlingen umgebrochen werden, lediglich ein Drittel davon wurde wieder nachgebaut. Letztlich betrug die Rübenfläche 2020 rund 76.600 Hektar.
Ab Ende Mai 2020 konnten flächendeckend in allen Anbaugebieten ausreichend Niederschläge verzeichnet werden, wodurch gute Rübenerträge (Tonne pro Hektar) erzielt wurden. Durch den im Frühjahr trockenheitsbedingten verspäteten Vegetationsstart, den ab Juni durchgängig hohen Niederschlagsmengen und der 2020 unterdurchschnittlichen Anzahl an Sonnenstunden ist der Zuckergehalt der Rübe allerdings unterdurchschnittlich ausgefallen.
Der Rübenkampagne startete in den sieben Rübenzuckerfabriken zwischen 11. September und 8. Oktober 2020 und wird in allen Werken bis zur zweiten Jänner-Hälfte 2021 abgeschlossen sein. Die Rübenerntemenge wird insgesamt bei rund 4,9 Mio. t liegen.
In den Rohzuckerraffinerien in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien wurden im laufenden Geschäftsjahr bereits 128.000 Tonnen Rohrrohzucker verarbeitet.
Die Melasseentzuckerungsanlage in Tulln|Österreich produzierte im Berichtszeitraum planmäßig flüssiges Betain, welches seit August 2020 in der Betainkristallisationsanlage als Rohstoff eine zusätzliche Verwendung findet.
Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat am 27. November 2020 einer Fortführung der Zuckerfabrik am Standort Leopoldsdorf|Österreich 2021 zugestimmt, da bis Mitte November 2020 eine Zusicherung einer Anbaufläche in Österreich von zumindest 38.000 Hektar für die Kampagne 2021 gegeben war.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar.
Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens, u.a. auch zum Thema COVID-19, verweist AGRANA auf die Seiten 91 bis 97 des Geschäftsberichtes 2019|20.
| Mitarbeiter FTEs1 |
Q1-3 2020 21 |
Q1-3 2019 20 |
Veränderung |
|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 5.900 | 6.406 | -7,9 % |
| Segment Stärke | 1.150 | 1.082 | 6,3 % |
| Segment Zucker | 2.008 | 2.055 | -2,3 % |
| Konzern | 9.058 | 9.543 | -5,1 % |
In Q1-3 2020|21 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.058 Mitarbeiter/FTEs1 (Vorjahr: 9.543 Mitarbeiter/FTEs1 ) beschäftigt. Der Personalrückgang war v.a. auf einen reduzierten Bedarf an Saisonarbeitskräften im Fruchtzubereitungsgeschäft zurückzuführen.
Nach dem Quartalsstichtag am 30. November 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der AGRANA hatten.
| AGRANA-Gruppe in Mio. € |
2019 20 ist |
2020 21 Prognose inklusive covid-19 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.480,7 | ä |
| EBIT | 87,1 | |
| Investitionen2 | 149,7 | 76 |
ä Leichter Anstieg 3
Stabile Entwicklung3
AGRANA rechnet für das Gesamtjahr 2020|21 mit einem Gruppen-EBIT zumindest auf Vorjahresniveau. Beim Konzernumsatz wird ein leichter Anstieg erwartet.
Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten ist die Prognose für das Gesamtjahr weiterhin von sehr hoher Unsicherheit geprägt.
Dieser Ausblick INKLUSIVE COVID-19 wird auf Seite 14 um eine COVID-19-Einschätzung von Risikofaktoren, welche die Gruppen-Prognose beeinflussen könnten, ergänzt.
| Segment Frucht | 2019 20 | 2020 21 |
|---|---|---|
| in Mio. € | ist | Prognose |
| inklusive | ||
| covid-19 | ||
| Umsatzerlöse | 1.185,4 | ä |
| EBIT | 55,9 | |
| Investitionen2 | 56,5 | 34 |
ä Leichter Anstieg 3
Moderater Rückgang3
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2020|21 einen leichten Anstieg beim Umsatz und ein EBIT unter Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet mit einer stabilen Umsatzentwicklung, die durch die Auslastung der geschaffenen Kapazitäten trotz negativer COVID-19-Effekte erreicht werden soll. Durch höhere Margen und geringere Kostensteigerungen als 2019|20 ist eine Verbesserung des EBITs geplant. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das volle Geschäftsjahr zwar von einem Umsatzanstieg ausgegangen, allerdings wird sich die Ertragssituation aufgrund niedrigerer Margen im Fruchtsaftkonzentratbereich und aufgrund von Mengenrückgängen bei Getränkegrundstoffen deutlich verschlechtern.
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
1 Durchschnittlich beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
3 Die diesen quantitativen Begriffen im Kapitel Ausblick entsprechenden prozentuellen Veränderungsspannen sind auf Seite 15 definiert.
| Segment Stärke | 2019 20 | 2020 21 |
|---|---|---|
| in Mio. € | ist | Prognose |
| inklusive | ||
| covid-19 | ||
| Umsatzerlöse | 807,0 | ä |
| EBIT | 75,2 | |
| Investitionen1 | 73,6 | 23 |
ä Leichter Anstieg 2
Moderater Rückgang2
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2020|21 einen leichten Umsatzanstieg. Bei nativen Stärken und Weizengluten wird aufgrund erhöhter Angebotsmengen am europäischen Markt eine Reduktion der Verkaufspreise erwartet. Für stärkebasierte Verzuckerungsprodukte kann aufgrund des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes nicht mit einer wesentlichen Preiserholung gerechnet werden. Gleichbleibend positive Wachstumsimpulse werden bei Bio- oder GMO-freien Produkten erwartet. Beim EBIT wird aufgrund absehbarer Margenverluste durch geringere Erlöse von einem moderaten Rückgang ausgegangen. Die Geschäftsentwicklung insgesamt wird auch von der weiteren Ethanolpreisentwicklung abhängen.
| Segment Zucker | 2019 20 | 2020 21 |
|---|---|---|
| in Mio. € | ist | Prognose |
| inklusive | ||
| covid-19 | ||
| Umsatzerlöse | 488,3 | |
| EBIT | -44,0 | |
| Investitionen1 | 19,6 | 19 |
Deutlicher Anstieg2
Deutliche Verbesserung2
Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen am EU-Zuckermarkt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist eine Verschiebung des Konsums von Industrie- auf Retailnachfrage feststellbar. Vertriebsseitig waren insgesamt steigende Zuckerpreise zu verzeichnen. Dieses EU-Zuckermarktumfeld in Kombination mit konsequentem Kostenmanagement lassen ein deutlich verbessertes Ergebnis, das aber leerkostenbedingt noch immer negativ sein wird, erwarten.
Die weiterhin gegebenen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie (Stichwort: zweite Welle) führen zu sehr hoher Unsicherheit im Ausblick.
Speziell im Segment Frucht, das über eine globale Produktion (41 Standorte in 21 Ländern) verfügt, ist die Prognose mit hohen Unsicherheiten, u.a. was die kurzund mittelfristige Nachfragesituation in vielen Regionen der Welt betrifft, behaftet.
Bioethanol ist ein wesentliches Hauptprodukt im Segment Stärke. Betriebs- und Mobilitätseinschränkungen können die Preisentwicklung auf den europäischen Ethanolmärkten wieder negativ beeinflussen.
Die Absatz- und Umsatzentwicklung im Segment Zucker war bislang im Geschäftsjahr erfreulich, v.a. im ersten Quartal 2020|21 aufgrund der Zucker-Vorziehkäufe vieler Konsumenten zu Beginn der COVID-19-Pandemie. Offen ist, wie sich die Nachfragesituation v.a. im Industriebereich in den nächsten Monaten entwickeln wird.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 76 Mio. € nicht nur deutlich unter dem Wert von 2019|20 (rund 150 Mio. €), sondern auch deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von knapp 120 Mio. € liegen.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| 11. Mai 2021 | Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020 21 (Bilanzpressekonferenz) |
|---|---|
| 19. Juni 2021 | Nachweisstichtag "Hauptversammlung" |
| 29. Juni 2021 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2020 21 |
| 2. Juli 2021 | Ex-Dividenden-Tag |
| 5. Juli 2021 | Nachweisstichtag "Dividenden" |
| 6. Juli 2021 | Dividenden-Zahltag |
| 8. Juli 2021 | Ergebnisse des ersten Quartals 2021 22 |
| 14. Oktober 2021 | Ergebnisse des ersten Halbjahres 2021 22 |
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905
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Veröffentlicht am 14. Jänner 2021 Herausgeber: AGRANA Beteiligungs-AG Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 1020 Wien, Österreich
AGRANA 2019|20 Online: https://reports.agrana.com
Die Zwischenmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Zwischenmitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmässige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | | 0% bis +1% oder 0% bis -1% |
| Leicht | ä oder | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als -1% bis -5% |
| Moderat | oder | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als -5% bis -10% |
| Deutlich | oder | Mehr als +10% oder mehr als -10% |
| Sehr deutlich | oder | Mehr als +50% oder mehr als -50% |
Diese Zwischenmitteilung unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diese Zwischenmitteilung am 30. Dezember 2020 aufgestellt.
Bezüglich Definitionen zu (Finanz-)Kennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2019|20, Seite 204, verwiesen.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Diese Zwischenmitteilung ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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