Earnings Release • Jul 12, 2012
Earnings Release
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1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofi nanzschulden zum Eigenkapital)
| Umsatz- und Ertragslage | |||
|---|---|---|---|
| ------------------------- | -- | -- | -- |
| Finanzkennzahlen | Q1 | Q1 |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | 2012 13 | 2011 12 |
| Umsatzerlöse | 774,6 m€ | 612,9 m€ |
| EBITDA | 86,8 m€ | 78,5 m€ |
| Operatives Ergebnis1 | 70,9 m€ | 61,6 m€ |
| Operative Marge | 9,2 % | 10,1 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 70,9 m€ | 61,6 m€ |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 22,7 m€ | 14,2 m€ |
| Mitarbeiter3 | 8.483 | 8.210 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012|13 (1. März bis 31. Mai 2012) um 161,7 m€ bzw. 26,4 % auf 774,6 (Vorjahr: 612,9) m€. Während der Umsatz im Segment Stärke preisbedingt stagnierte, waren die gestiegenen Umsätze in den Segmenten Zucker und Frucht auf positive Marktentwicklungen und gesteigerte Absatzmengen zurückzuführen.
Das operative Konzernergebnis lag mit 70,9 m€ um 9,3 m€ bzw. 15,1 % über dem des ersten Quartals 2011|12 (61,6 m€). Zur guten Ergebnisentwicklung trugen die Segmente Zucker und Stärke bei. In beiden Geschäftsfeldern herrschten gute Marktbedingungen vor und es konnte in den ersten drei Monaten 2012|13 an die gute Performance des Vorjahres angeschlossen werden. Im Segment Frucht musste AGRANA gegenüber einem starken Vergleichszeitraum (März bis Mai 2011) zwar einen Ergebnisrückgang hinnehmen, verglichen mit dem vierten Quartal 2011|12
konnte aber eine Erholung bei der Margensituation verzeichnet werden. Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2012|13 auf –9,7 (Vorjahr: –6,2) m€, wobei die Abweichung gegenüber Vorjahr einerseits auf höhere Zinsaufwendungen infolge größerer Finanzierungsvolumina und andererseits auf die Veränderung beim Währungsergebnis zurückzuführen war; Währungsgewinnen im Vorjahres ver gleichszeitraum standen nicht reali sierte Verluste aus osteuropäischen Währungen im ersten Quartal 2012|13 gegenüber. Nach einem Steueraufwand von 13,8 m€, der einer Steuer quote von 22,5 % (Vorjahr: 22,2 %) entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 47,5 (Vor jahr: 43,1) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 2,93 € auf 3,32 €.
Im ersten Quartal 2012|13 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 22,7 (Vorjahr: 14,2) m€. Die auf das Segment Zucker entfallenden 8,4 (Vorjahr: 4,1) m€ betrafen vorwiegend den Bau der beiden Niedertemperaturtrockner an den österreichischen Standorten Leopoldsdorf und Tulln; die Inbetriebnahme ist mit Kampagnenbeginn 2012|13 geplant. In Hrušovany| Tschechien laufen die Arbeiten zur Erneuerung des Kesselhauses und am neuen Gasanschluss, in Kaposvár|Ungarn wurde mit der Planung des neuen 60.000 Tonnen fassenden Zuckersilos begonnen. Nach erfolgter Installation der 1-kg-Abpackmaschine in Buzău|Rumänien wird weiter an den Förderwegen und an der Adaptierung des Abpackgebäudes gearbeitet. In Brčko|Bosnien-Herzegowina sind die Planungsarbeiten für das Verpackungscenter weit fortgeschritten und die Planungen für die Errichtung eines 25.000 Tonnen fassenden Zuckersilos sind abgeschlossen.
1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.
2 Ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
3 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Mitarbeiter (Köpfe)
Im Segment Stärke wurden 8,7 (Vorjahr: 2,2) m€, vor allem in die im Vorjahr begonnene Errichtung der Weizenstärkefabrik im Werk Pischelsdorf| Österreich sowie in die Realisierung der Biomassefeuerung und in den Ausbau der Maisverarbeitungsleistung in Szabadegyháza|Ungarn, investiert.
Die Investitionen im Segment Frucht betrugen rund 5,6 (Vorjahr: 7,8) m€. Die Bautätigkeiten in Zusammenhang mit der Fabriksverlagerung und -erweiterung in China sind voll im Gange. In Serpuchov|Russland wird im Zuge der Werkserweiterung die Fertigstellung des Gebäudes per Ende Juli 2012 erwartet.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 13,9 % auf 71,9 (Vorjahr: 63,1) m€ und folgte damit der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Bei einer im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres relativ konstanten Veränderung des Working Capitals (in Summe Aufbau von 50,9 m€) belief sich der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Quartal 2012|13 auf 20,4 (Vorjahr: 10,4) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –23,2 (Vorjahr: –9,8) m€ bei erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Nach einem minimalen Nettoaufbau der Finanzverbindlichkeiten wurde ein Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von 0,1 (Vorjahr: –11,1) m€ ausgewiesen.
Bei einer gegenüber dem 29. Februar 2012 um 3,3 % saisonal bedingt geringeren Bilanzsumme verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 45,4 % auf 48,7 %.
Trotz gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich die kurzfristigen Vermögenswerte vor allem durch den saisonal bedingten Abbau von Vorräten. Der Anstieg der langfristigen Schulden war auf die Erhöhung langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass AGRANA im ersten Quartal 2012|13 erstmals ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 110 m€ und Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren aufgenommen hat. Die kurz fristigen Schulden sanken infolge der Rückführung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie aufgrund der erfolgten Rüben geldzahlungen und der Produktionsabgabenzahlung.
Die Nettofi nanzschulden zum 31. Mai 2012 lagen mit 475,8 m€ um 6,6 m€ geringfügig über dem Wert des Bilanzstich tages zum Jahresende 2011|12 (469,2 m€). Das Gearing zum Quartalsstichtag konnte mit 42,8 % gegenüber dem Wert per 29. Februar 2012 (43,7 %) leicht verbessert werden.
| Kennzahlen zur Aktie | Q1 |
|---|---|
| 2012 13 | |
| Höchstkurs zum 25. 05. 2012 | 89,00 € |
| Tiefstkurs zum 23. 03. 2012 | 80,00 € |
| Ultimokurs zum 31. 05. 2012 | 85,11 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 75,87 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.208,7 m€ |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 84,99 € in das Geschäftsjahr 2012|13. Bei einem durchschnittlichen Handelsvolumen von rund 1.200 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröff entlicht) erreichte die Aktie in einem volatilen Umfeld zum Quartalsstichtag einen Wert von 85,11 €. Die letzten Monate waren wieder von einer negativen Stimmung am Kapitalmarkt – bedingt durch die Staatsschuldenkrise – gekennzeichnet, was sich auch in der negativen Entwicklung des österreichischen Leitindex (ATX) im Berichtszeitraum (–14,95 %) ausdrückte. Die AGRANA-Aktie zeigte eine solide Entwicklung und konnte nach einem zwischenzeitlichen Allzeit-Hoch (89 €) zum Quartalsultimo ein kleines Performance-Plus (0,14 %) ausweisen.
Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung betrug per 31. Mai 2012 1.208,7 m€ bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14.202.040 Stück.
Bei der am 2. Juli 2012 abgehaltenen 25. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2011|12 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,60 € (Vorjahr: 2,40 €; +50 %) beschlossen. Weiters fanden Neuwahlen des Aufsichtsrates statt, bei welcher folgende Personen in das Aufsichtsgremium gewählt wurden: Dr. Christian Konrad (Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Wolfgang Heer (1. Vorsitzender-Stellvertreter), Mag. Erwin Hameseder (2. Vorsitzender-Stellvertreter), Dr. Jochen Fenner, Dr. Hans-Jörg Gebhard, Dipl.-Ing. Ernst Karpfi nger, Dr. Thomas Kirchberg und Dipl.-Ing. Josef Pröll.
Auch im ersten Quartal 2012|13 trat AGRANA wieder regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf Investoren unter anderem bei Roadshows in Antwerpen, Brüssel, London und Paris.
In der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2012 erwartet das Analyseunternehmen F. O. Licht für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2011|12 eine Erhöhung der Weltzuckerbestände. Einem Anstieg des Verbrauchs auf 164,9 (2010|11: 160,4) Mio. Tonnen steht eine Produktions steigerung auf 176,9 (2010|11: 165,4) Mio. Tonnen gegenüber, so dass zum Ende des Wirtschaftsjahres mit einem Anstieg der Bestände auf 70,5 (2010|11: 62,8) Mio. Tonnen gerechnet wird.
Gemäß Berichten der UNICA (Vereinigung der brasilianischen Zuckerindustrie) erschwerten Regenfälle in Brasilien den Beginn der Erntesaison 2012|13 in den Hauptanbaugebieten.
Für das ZWJ 2011|12 wird in Indien eine Gesamtzuckerproduktion von 26 Mio. Tonnen erwartet. Der indische Inlandsbedarf wird mit rund 22 Mio. Tonnen angegeben.
Seit Beginn des neuen AGRANA-Geschäftsjahres wurden Höchstnotierungen für Weißzucker und Rohzucker mit 675,00 bzw. 577,60 USD je Tonne Mitte März erzielt. Gegen Ende des ersten Quartals erreichten die Weltmarktpreise mit 548,20 USD je Tonne Weißzucker und 426,80 USD je Tonne Rohzucker ihren Tiefstwert.
Die Europäische Kommission genehmigte im ZWJ 2011|12 den Verkauf von Nicht-Quotenzucker für den EU-Food-Markt (eine so genannte "Umwidmung"). Insgesamt stand im Dezember 2011 eine Menge von 400.000 Tonnen zur Verfügung, für die eine Überschussabgabe in Höhe von 85 € je Tonne entrichtet werden musste. Eine weitere Umwidmung von 250.000 Ton nen bei einer Überschuss abgabe in Höhe von 211 € je Tonne wurde von der Europäischen Kommission im Mai 2012 beschlossen.
Neben dieser Maßnahme wurden Dauerausschreibungen für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz eröff net. Die Europäische Kommission hat im Dezember 2011 sowie Jänner, Mai und Juni 2012 in Summe rund 400.000 Tonnen Zucker zu einem reduzierten Zollsatz für den Import freigegeben.
Aufgrund der guten Zuckerproduktion innerhalb der EU hat die Europäische Kommission Exportkontingente für euro päischen Nichtquotenzucker freigegeben. Insgesamt stehen im ZWJ 2011|12 1,35 Mio. Tonnen für den Export zur Verfügung; dies entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation (WTO). Für das ZWJ 2012|13 hat die
Europäische Kommission bereits im April 2012 das vorläufi ge Exportvolumen auf 650.000 Tonnen festgelegt, das jedoch bis zum maximalen Exportlimit erhöht werden kann.
Die Europäische Kommission schätzt den Lagerstand von Quotenzucker in der EU zum Ende des ZWJ 2011|12 auf 2,7 (2010|11: 2,0) Mio. Tonnen. Für Nicht-Quotenzucker wird ein Lageraufbau auf 0,8 (2010|11: 0,2) Mio. Tonnen erwartet.
| Finanzkennzahlen | Q1 | Q1 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2012 13 | 2011 12 |
| Umsatzerlöse | 306,8 m€ | 182,0 m€ |
| EBITDA | 37,2 m€ | 24,1 m€ |
| Operatives Ergebnis | 34,6 m€ | 21,6 m€ |
| Operative Marge | 11,3 % | 11,9 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 8,4 m€ | 4,1 m€ |
Das Segment Zucker startete erfolgreich in das Geschäftsjahr 2012|13 und schloss bei Absatz, Umsatz und Ergebnis an die gute Entwicklung der Vormonate an.
Der Umsatz konnte im ersten Quartal 2012|13 von 182,0 m€ auf 306,8 m€ gesteigert werden. Im Vergleich zur Vorjahresperiode wurden in fast allen Bereichen Absatzsteigerungen verzeichnet. Besonders erfreulich zeigten sich die Verkäufe an Industrie und Handel.
Das insgesamt höhere Preisniveau führte trotz höherer Rohstoff kosten zu einem operativen Ergebnis von 34,6 (Vorjahr: 21,6) m€. Zu dieser guten Ergebnisentwicklung trugen neben den Zuckerpreisen auch gute Nebenprodukterlöse sowie die Steigerung der Zuckerabsatzmenge bei.
Die Zuckerrübenfl ächen der AGRANA-Zucker-Gruppe wurden für das ZWJ 2012|13 um rund 14.000 Hektar auf über 104.000 Hektar erhöht. Der Anbau konnte in allen fünf AGRANA-Ländern, in denen Rüben gepfl anzt wurden, noch einmal erhöht werden. In Österreich sind rund 900 Hektar für den biologischen Anbau von Zuckerrüben vor gesehen. In allen Anbauregionen mussten mehr als 7.000 Hektar aufgrund von Frost und Trockenheit um gebrochen werden und wurden zum Großteil wieder gesät. Aufgrund der nun vorherrschenden Witterungsund Vegetations bedingungen sind in allen Ländern gute Rübenerträge zu erwarten.
Der Internationale Getreiderat (IGC) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Wirtschaftsjahr 2012|13 bei 1,87 (2011|12: 1,84) Mrd. Tonnen und damit in etwa auf Höhe des erwarteten Verbrauchs. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 671 (2011|12: 695) Mio. Tonnen geschätzt und soll unter dem erwarteten Verbrauch von 681 Mio. Tonnen liegen, während die globale Maiserzeugung von 913 (2011|12: 866) Mio. Tonnen den erwarteten Verbrauch von 902 Mio. Tonnen übersteigen wird.
Die Weizenernte 2012|13 soll in der EU laut Stratégie Grains 124 (2011|12: 129) Mio. Tonnen betragen. Bei Mais erwarten die Analysten eine Erntemenge von 66 Mio. Tonnen und damit auf Vorjahresniveau. Der Binnenverbrauch in der EU wird bei Weizen auf 116 (2011|12: 121) Mio. Tonnen und bei Mais auf 73 (2011|12: 69) Mio. Tonnen geschätzt. Die Rohstoff notierungen befi nden sich auf stabil hohem Niveau und lagen Mitte Juni bei rund 190 € (Mais) bis 205 € (Weizen) je Tonne für die kommende Ernte (Termin November, Euronext LIFFE).
| Finanzkennzahlen | Q1 | Q1 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2012 13 | 2011 12 |
| Umsatzerlöse | 192,4 m€ | 193,3 m€ |
| EBITDA | 30,0 m€ | 29,0 m€ |
| Operatives Ergebnis | 24,0 m€ | 22,5 m€ |
| Operative Marge | 12,5 % | 11,6 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 8,7 m€ | 2,2 m€ |
Der Umsatz im ersten Quartal 2012|13 in der Höhe von 192,4 m€ lag etwa auf Vorjahresniveau (193,3 m€). Den höheren Verkaufspreisen für Verzuckerungsprodukte sowie den höheren Verkaufsmengen von Verzuckerungs-, Stärkeund Nebenprodukten standen geringere Verkaufspreise für Bioethanol, Stärke- und Nebenprodukte sowie leicht gesunkene Verkaufsmengen von Bioethanol gegenüber. Die Absatzmengen lagen im ersten Quartal 2012|13 insgesamt knapp über dem Vorjahr.
Mit einem operativen Ergebnis von 24,0 m€ wurde der Vorjahreswert von 22,5 m€ übertroff en. Dies führte zu einer Steigerung der operativen Marge von 11,6 % auf 12,5 %.
Für das Anbaujahr 2012 schlossen im Kartoff elstärkebereich rund 1.300 Landwirte Kontrakte über 10.000 Tonnen Bio- und 253.000 Tonnen Stärkeindustriekartoff eln ab. Die Kontrakte für Speiseindustrie- und Bio-Speise industriekartoff eln liegen mit 11.500 bzw. 6.900 Tonnen etwas über Vorjahresniveau.
Der Maisbedarf für die Stärkefabriken ist in allen Ländern (Österreich, Ungarn und Rumänien) bis zum Beginn der Nassmaiskampagne gedeckt. Für den Anbau 2012 in Österreich wurden bei Spezialmais (Bio-Mais, Wachsmais, garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 65.000 Tonnen fi xiert.
Der Getreide- und Maiseinkauf im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich ist bis zur neuen Ernte zum Großteil fi xiert. Die Rohstoff versorgung inklusive der Ethanolgetreideanbau verträge für die kommende Ernte ist für das Geschäftsjahr 2012|13 bereits mit rund 70 % gegeben.
Das angespannte gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa führt gerade bei Produkt kategorien wie Fruchtjoghurts, die nicht zum Grundbedarf gehören, zu deutlichen Konsumrückgängen. Außerhalb von Europa ist eine steigende Marktdynamik zu beobachten; besonders in Nordamerika, Lateinamerika und im asiatisch-pazifi schen Raum sind steigende Absätze zu verzeichnen.
Die Konsumentwicklung in Europa bei hochfruchtsafthaltigen Getränken ist nicht zuletzt aufgrund des in den letzten zwei Jahren rohstoff bedingten Preisanstieges bei Frucht saftkonzentraten als eher verhalten zu bezeichnen.
| Finanzkennzahlen | Q1 | Q1 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 2012 13 | 2011 12 |
| Umsatzerlöse | 275,4 m€ | 237,5 m€ |
| EBITDA | 20,0 m€ | 25,3 m€ |
| Operatives Ergebnis | 12,3 m€ | 17,6 m€ |
| Operative Marge | 4,5 % | 7,4 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 5,6 m€ | 7,8 m€ |
Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Quartal 2012|13 um 16,0 % auf 275,4 m€ zu. In den meisten Frucht zubereitungsmärkten mit Ausnahme von Zentralund West europa konnte der Vorjahresabsatz gehalten oder sogar übertroff en werden. Insbesondere Osteuropa und die USA verzeichneten eine positive Volumenentwicklung. Die Verkaufs preise lagen im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau und spiegeln den Anstieg der Rohstoff kosten wider. Bei der Absatzentwicklung der Fruchtsaftkonzentrate zeigte sich ein deutlicher Zuwachs.
Das operative Ergebnis von 12,3 m€ lag um rund 30 % unter dem hohen Vorjahreswert von 17,6 m€. Die operative Marge im Segment fi el somit auf 4,5 % (Vorjahr: 7,4 %). Aus schlaggebend für das niedrigere Ergebnis waren temporäre Verschiebungen im Bereich Fruchtsaftkonzentrate, die jedoch im Laufe des Jahres auf geholt werden sollten. Im Ver gleich zum vierten Quartal 2011|12 kann bereits eine leichte Erholung im gesamten Segment festgestellt werden.
In den USA wurde der Betrieb des Tochterunternehmens Flavors from Florida, Inc., Bartow|USA, eingestellt und die Vermögenswerte veräußert. Die gesamte Transaktion erfolgte ergebnisneutral.
Die Witterungsbedingungen für die frühen Erdbeerernten in Mexiko, Marokko, Ägypten und Spanien waren sehr günstig, wodurch auch ausreichend Rohware vorhanden war. Generell dürfte die Nachfrage aufgrund der hohen Fruchtpreise des letzten Jahres heuer etwas moderater ausfallen. Bei Erdbeere in Polen oder Kirsche in Serbien und Nordamerika kann aufgrund des bisherigen Witterungs verlaufs schon jetzt mit deutlichen Ernteeinbußen gerechnet werden. Die Prognosen für Kern- und Steinfrüchte in Europa sowie in den USA sind im Wesentlichen gut. Das Aufkommen bei den für AGRANA relevanten tropischen Früchten war ebenfalls zufriedenstellend und die Preisent wicklung hat den Erwartungen entsprochen.
Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lässt der Witterungsverlauf des Frühjahres aus heutiger Sicht in Europa eine durchschnittliche Apfelernte erwarten. Fröste Anfang April, trockene Vegetationsbedingungen in den Wintermonaten sowie kühle Temperaturen während der Blüte begründen derzeit diese Annahme. In den Regionen außerhalb von Europa (China, Türkei, Ukraine) werden durchaus günstige Witterungsbedingungen und normale Ernteerwartungen gemeldet.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht bzw. sind gegenwärtig auch nicht erkennbar. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2011|12 auf den Seiten 74 bis 77 umfassend dargestellten Risiken.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Vertrauenskrise am Kapitalmarkt sind das allgemeine Forderungsausfallrisiko sowie Währungsrisiken gestiegen. Zur Kontrolle dieser Risiken wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.
Mit Wirkung per 1. Juni 2012 erfolgte das Closing der Joint Venture-Vereinbarung zwischen der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, und der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf|Österreich. Das neu gegründete gemeinschaftliche Unternehmen YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH hat seinen Firmensitz in Kröllendorf und verfügt über 14 Produktionsstandorte in Österreich, Dänemark, Ungarn, Polen, Rumänien, der Ukraine und China. Das Joint Venture mit einem Jahresumsatz von rund 350 m€ wird durch AGRANA seit dem zweiten Quartal 2012|13 vollkonsolidiert. Nähere Details sind im Anhang angeführt.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag am 31. Mai 2012 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfl uss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
AGRANA rechnet für das Gesamtjahr 2012|13 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes, bei einem insgesamt leichten Volumenzuwachs und einem hohen Preisniveau. Aufgrund der zu erwartenden hohen Volatilität der Rohstoff - und Verkaufspreise in den nächsten Quartalen lässt das Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr unverändert, wonach ein Ergebnis leicht unter dem außergewöhnlich guten Wert des Vorjahres erwartet wird.
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Im Segment Zucker wird für das zweite Quartal (Juni bis August) mit einem ähnlich guten Ergebnis wie im ersten Quartal 2012|13 gerechnet. Für das Gesamtjahr geht AGRANA aufgrund der großen Unsicherheit über die weitere Entwicklung ab Herbst 2012 zwar von einer fortgesetzten Umsatzsteigerung, aber auch von einem Ergebnis, das etwas unter Vorjahr liegen wird, aus.
Im Segment Stärke ist aufgrund der sich abzeichnenden Marktentwicklungen und des verstärkten Wettbewerbs in diesem Geschäftsfeld zu erwarten, dass sich die positiven Entwicklungen des ersten Quartals 2012|13 in den nächsten Monaten abschwächen werden. Es wird mit einer stabilen Marktnachfrage nach Stärkeprodukten sowohl im technischen Bereich als auch bei Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten gerechnet, bei jedoch tendenziell rückläufi gen Verkaufspreisen. AGRANA geht davon aus, ab dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres das operative Ergebnis der Vergleichsperioden nicht mehr zur Gänze erreichen zu können.
Im Segment Frucht wird für das Geschäftsjahr 2012|13 wieder ein Aufwärtstrend beim operativen Ergebnis erwartet. Im Fruchtzubereitungsbereich rechnet AGRANA mit einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld, ähnlich wie 2011|12. Während sich der Gesamtmarkt in Europa weiterhin abschwächt, verzeichnen die außereuropäischen Märkte wieder Wachstum und es konnten dort durch zahlreiche Wachstumsprojekte und neue Produkte deutliche Absatzzuwächse erzielt und Marktanteile gewonnen werden. Bei Fruchtsaftkonzentraten ist aufgrund von leichten Absatzzuwächsen bei einem weiterhin volatilen Produktpreisniveau, vor allem für Apfelsaftkonzentrate, mit einer weiteren Umsatzsteigerung zu rechnen. Das operative Ergebnis sollte sich auf dem zuletzt erreichten Niveau stabilisieren. Die Fusion mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH wird einen zusätzlichen Umsatzbeitrag von rund 90 m€ (neun Monate) für den Konzern bringen, wobei kurzfristig keine Auswirkung auf die aktuelle Marge des Juice-Geschäfts erwartet wird.
Im Geschäftsjahr 2012|13 wird in allen drei Segmenten mit insgesamt rund 135 m€ wieder verstärkt investiert, wodurch der langfristige Wachstumskurs weiterhin nachhaltig unterstützt werden soll.
DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2012 (UNGEPRÜFT)
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) | in t¤ | in t¤ |
| Umsatzerlöse | 774.634 | 612.906 |
| Bestandsveränderungen | –166.800 | –64.325 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.133 | 796 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.087 | 5.730 |
| Materialaufwand | –378.429 | –355.888 |
| Personalaufwand | –60.771 | –55.898 |
| Abschreibungen | –15.874 | –16.857 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –89.035 | –64.837 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 70.945 | 61.627 |
| Finanzerträge | 2.708 | 2.199 |
| Finanzaufwendungen | –12.364 | –8.431 |
| Finanzergebnis | –9.656 | –6.232 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 61.289 | 55.395 |
| Ertragsteuern | –13.813 | –12.317 |
| Konzernperiodenergebnis | 47.476 | 43.078 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 47.140 | 41.602 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 336 | 1.476 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 3,32 € | 2,93 € |
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) | in t¤ | in t¤ |
| Konzernperiodenergebnis | 47.476 | 43.078 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||
| – Währungsdiff erenzen | –9.150 | –384 |
| – zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) | –60 | 48 |
| – Cashfl ow-Hedges (IAS 39) | 1.026 | 187 |
| – Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpfl ichtungen (IAS 19) | –9 | 0 |
| – Steuereff ekt IAS 19 und IAS 39 | –437 | –64 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –8.630 | –213 |
| Gesamtperiodenergebnis | 38.846 | 42.865 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 38.205 | 41.279 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 641 | 1.586 |
| KONZERNBILANZ | Stand am | Stand am | |
|---|---|---|---|
| 31. 05. 2012 | 29. 02. 2012 | ||
| in t¤ | in t¤ | ||
| AKTIVA | |||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 247.043 | 248.383 | |
| Sachanlagen | 599.727 | 595.924 | |
| Wertpapiere | 104.876 | 104.909 | |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 7.265 | 7.265 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.448 | 6.558 | |
| Aktive latente Steuern | 29.510 | 29.764 | |
| 994.869 | 992.803 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 593.485 | 768.569 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 591.069 | 492.720 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 9.885 | 8.173 | |
| Wertpapiere | 147 | 1.352 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 95.311 | 98.504 | |
| 1.289.897 | 1.369.318 | ||
| PASSIVA | |||
| A. | Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 562.978 | 524.900 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.077.550 | 1.039.472 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 34.226 | 33.516 | |
| 1.111.776 | 1.072.988 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 52.788 | 52.674 | |
| Übrige Rückstellungen | 12.458 | 12.397 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 434.322 | 332.090 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.031 | 2.013 | |
| Passive latente Steuern | 18.480 | 17.253 | |
| C. | Kurzfristige Schulden | 520.079 | 416.427 |
| Übrige Rückstellungen | 25.617 | 26.777 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 241.856 | 341.885 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 344.254 | 469.465 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 41.184 | 34.579 | |
| 652.911 | 872.706 | ||
| Summe Passiva | 2.284.766 | 2.362.121 |
| 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|
| in t¤ | in t¤ |
| 63.101 | |
| –185 | |
| –50.939 | –52.534 |
| 20.358 | 10.382 |
| –23.231 | –9.802 |
| 105 | –11.087 |
| –2.768 | –10.507 |
| –425 | –446 |
| 98.504 | 70.427 |
| 95.311 | 59.474 |
| 71.873 –576 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital | Nicht be- | Summe |
|---|---|---|---|
| für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) | der AGRANA- | herrschende | |
| Aktionäre | Anteile | ||
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| GESCHÄFTSJAHR 2012 13 | |||
| Stand am 1. März 2012 | 1.039.472 | 33.516 | 1.072.988 |
| Bewertungseff ekte IAS 39 | –359 | 886 | 527 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | |||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpfl ichtungen | –7 | 0 | –7 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | –8.569 | –581 | –9.150 |
| Sonstige Ergebnisse | –8.935 | 305 | –8.630 |
| Konzernperiodenergebnis | 47.140 | 336 | 47.476 |
| Gesamtperiodenergebnis | 38.205 | 641 | 38.846 |
| Sonstige Veränderungen | –127 | 69 | –58 |
| Stand am 31. Mai 2012 | 1.077.550 | 34.226 | 1.111.776 |
| GESCHÄFTSJAHR 2011 12 | |||
| Stand am 1. März 2011 | 942.137 | 28.558 | 970.695 |
| Bewertungseff ekte IAS 39 | 173 | –2 | 171 |
| Verlust aus Währungsumrechnung | –496 | 112 | –384 |
| Sonstige Ergebnisse | –323 | 110 | –213 |
| Konzernperiodenergebnis | 41.602 | 1.476 | 43.078 |
| Gesamtperiodenergebnis | 41.279 | 1.586 | 42.865 |
Sonstige Veränderungen –207 512 305 Stand am 31. Mai 2011 983.209 30.656 1.013.865
DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2012 (UNGEPRÜFT)
| SEGMENTBERICHT | 2012 13 | 2011 12 | 2012 13 | 2011 12 | |
|---|---|---|---|---|---|
| für das erste Quartal | in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| (1. März – 31. Mai) | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 329.568 | 199.825 | Zucker | 34.584 | 21.596 |
| Stärke | 194.718 | 195.808 | Stärke | 24.028 | 22.481 |
| Frucht | 275.850 | 238.295 | Frucht | 12.333 | 17.550 |
| Konzern | 800.136 | 633.928 | Konzern | 70.945 | 61.627 |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | 0 | 0 | |||
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 70.945 | 61.627 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –22.722 | –17.788 | Zucker | 8.366 | 4.145 |
| Stärke | –2.343 | –2.467 | Stärke | 8.748 | 2.209 |
| Frucht | –437 | –767 | Frucht | 5.577 | 7.843 |
| Konzern | –25.502 | –21.022 | Konzern | 22.691 | 14.197 |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 306.846 | 182.037 | Zucker | 2.084 | 2.022 |
| Stärke | 192.375 | 193.341 | Stärke | 920 | 879 |
| Frucht | 275.413 | 237.528 | Frucht | 5.479 | 5.309 |
| Konzern | 774.634 | 612.906 | Konzern | 8.483 | 8.210 |
| 2012 13 | 2011 12 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Operatives Ergebnis | ||
| Zucker | 34.584 | 21.596 |
| Stärke | 24.028 | 22.481 |
| Frucht | 12.333 | 17.550 |
| Konzern | 70.945 | 61.627 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | $\Omega$ |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 70.945 | 61.627 |
| Investitionen | ||
| Zucker | 8.366 | 4.145 |
| Stärke | 8.748 | 2.209 |
| Frucht | 5.577 | 7.843 |
| Konzern | 22.691 | 14.197 |
| Mitarbeiter Zucker |
2.084 | 2.022 |
| Stärke | 920 | 879 |
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2012 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2012 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat diesen Zwischenabschluss am 11. Juli 2012 zur Veröff entlichung freigegeben.
Der Geschäftsbericht 2011|12 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die erstmalig im Geschäftsjahr 2012|13 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns haben sich hieraus nicht ergeben. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2012 angewandt. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2011|12 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Im ersten Quartal 2012|13 kam es zu keiner Veränderung des Konsolidierungskreises.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung wurden bereits unterjährig innerhalb der betroff enen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug im ersten Quartal 2012|13 70,9 (Vorjahr: 61,6) m€. Zu dieser Ergebnisverbesserung trug vor allem das Segment Zucker bei.
Das Finanzergebnis belief sich auf –9,7 (Vorjahr: –6,2) m€ und resultierte vor allem aus dem Zins- und dem Währungsergebnis.
Der Konzernperiodenüberschuss betrug 47,5 (Vorjahr: 43,1) m€.
Von Anfang März bis Ende Mai 2012 verringerte sich der Finanzmittelbestand um 2,8 m€ auf 95,3 m€.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis war mit 71,9 (Vorjahr: 63,1) m€ um 8,8 m€ höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Veränderung war primär das Konzernperiodenergebnis, welches sich um 4,4 m€ auf 47,5 (Vorjahr: 43,1) m€ verbesserte. Die Veränderung im Working Capital mit –50,9 (Vorjahr: –52,5) m€ ist vor allem auf einen verstärkten Vorratsabbau zurückzuführen und resultierte letztlich in einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit von 20,4 (Vorjahr: 10,4) m€.
13 KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –23,2 (Vorjahr: –9,8) m€ spiegelt die im ersten Quartal 2012|13 gestiegenen Investitionen in Sachanlagen im Segment Zucker (vor allem in Österreich, der Rumänien, Tschechien und Ungarn) und im Segment Stärke (vor allem in Österreich) wider.
Im Anstieg der langfristigen, externen Finanzverbindlichkeiten um 102,2 m€ ist das im April 2012 platzierte Schuldscheindarlehen in Höhe von 110 m€ enthalten. Der Abbau von kurzfristigen, externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von –102,0 m€ führte zu einem Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von 0,1 (Vorjahr: –11,1) m€
Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 29. Februar 2012 um 77,4 m€ auf 2.284,8 m€ ist wie im Vorjahr im Wesentlichen auf den Abbau der Vorräte im Zucker- und Fruchtsegment trotz erhöhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.
Auf der Passivseite sind reduzierte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für die Bilanzsummenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 1.111,8 (29. Februar 2012: 1.073,0) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende Mai 48,7 % (29. Februar 2012: 45,4 %).
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.483 (Vorjahr: 8.210) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstands im Segment Frucht um rund 170 Personen ist vor allem auf den erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Ukraine zurückzuführen.
Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 29. Februar 2012 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 29. Februar 2012 verwiesen.
Mit Wirkung per 1. Juni 2012 erfolgte das Closing der Joint Venture-Vereinbarung der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, und der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf|Österreich. Durch den Zusammenschluss sollen Synergien genutzt sowie eine verstärkte Betreuung internationaler Märkte gewährleistet und weitere Wachstumsmöglichkeiten geschaff en werden. Muttergesellschaft des Joint Ventures ist die neu gegründete Gesellschaft YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH, Kröllendorf, welche zu 50,01 % von der AGRANA International Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, und zu 49,99 % von der RWA Raiff eisen Ware Austria, Wien, gehalten wird.
Seit Beginn des zweiten Quartals 2012|13 wird die neue Holdinggesellschaft YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH in den Vollkonsolidierungskreis der AGRANA-Gruppe einbezogen. Die YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH hält 100 % der Anteile an den bisherigen AGRANA-Juice-Gesellschaften und wird diese weiterhin vollkonsolidieren. Zusätzlich werden die beiden Produktionsgesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, und Ybbstaler Fruit Polska sp. z oo, Chełm|Polen seit Beginn des zweiten Quartals in der AGRANA-Gruppe vollkonsolidiert. Die Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, wird durchgerechnet zu 100 % von der YBB STALER AGRANA JUICE GmbH, Kröllendorf, gehalten und hält ihrerseits direkt 99 % an der Ybbstaler Fruit Polska sp. z oo, Chełm.
Nach dem Bilanzstichtag am 31. Mai 2012 gab es keine weiteren Vorgänge, die einen wesentlichen Einfl uss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich
der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off en zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 11. Juli 2012
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriff e wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendiff erenzen kommen.
AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. (FH) Christine GÖLLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
AGRANA Online-Geschäftsbericht 2011|12: http://ir.agrana.com
Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com
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