AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

AGRANA Beteiligungs-AG

Earnings Release Jan 13, 2011

733_rns_2011-01-13_35abca01-ba0b-4abd-85c2-e52d3b8827b5.pdf

Earnings Release

Open in Viewer

Opens in native device viewer

BERICHT ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2010|11

HIGHLIGHTS DER ERSTEN DREI QUARTALE 2010|11

  • █ Umsatzsteigerung um 5,8 % auf 1.624,4 (Vorjahr: 1.535,8) m€
  • █ Operative Ergebnisverbesserung um 32,8 % auf 104,8 (Vorjahr: 78,9) m€
  • █ Anstieg der operativen Marge auf 6,5 % (Vorjahr: 5,1 %)
  • █ Verbesserung des Konzernergebnisses um 12,5 % auf 65,0 (Vorjahr: 57,8) m€
  • █ Gearing1 von 41,4 % (28. Februar 2010: 41,6 %)
  • █ AGRANA-Aktie im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofi nanzschulden zu Eigenkapital).

03 KONZERNLAGEBERICHT

  • 03 Entwicklung in den ersten drei Quartalen
  • 04 Segment Zucker
  • 05 Segment Stärke
  • 06 Segment Frucht
  • 07 Chancen- und Risikobericht
  • 08 Nachtragsbericht
  • 08 Ausblick

09 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • 09 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 09 Gesamtergebnisrechnung
  • 09 Konzern-Geldfl ussrechnung
  • 10 Konzernbilanz
  • 11 Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
  • 12 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

14 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

KONZERNLAGEBERICHT DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2010

ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2010|11

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
AGRANA-Konzern 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 1.624,4 m€ 1.535,8 m€
Operatives Ergebnis1 104,8 m€ 78,9 m€
Operative Marge 6,5 % 5,1 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit 104,8 m€ 78,9 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte2 28,0 m€ 25,5 m€
Mitarbeiter 8.558 8.117

Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010|11 (1. März bis 30. November 2010) um 88,6 m€ bzw. 5,8 % auf 1.624,4 (Vorjahr: 1.535,8) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren auf Absatzmengensteigerungen bei im Durchschnitt etwas tieferen Preisen zurückzuführen. Im Seg ment Zucker konnten die preisbedingt geringeren Quoten zuckerumsätze durch erheblich gesteigerte Nicht-Quoten zuckerexporte mehr als kompensiert werden. Die Umsatz erlöse im Segment Stärke entwickelten sich ebenfalls aufgrund erhöhter Verkaufs volumina positiv. Infolge der Anpassung an die gesunkenen Rohstoff kosten der letztjährigen Ernte zeigten die Verkaufs preise bei Stärkeprodukten im ersten Halbjahr 2010|11 noch eine rückläufi ge Tendenz, eine Trendumkehr ist jedoch seit Ende August zu verzeichnen. Im Segment Frucht erreichte AGRANA durch Absatzsteigerungen sowohl bei Fruchtzube reitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten ebenfalls einen Umsatzzuwachs.

Das operative Konzernergebnis lag mit 104,8 m€ um 32,8 % oder 25,9 m€ über den ersten drei Quartalen des Vorjahres (78,9 m€). Eine Ergebnissteigerung konnte in allen drei Segmenten realisiert werden. Die im dritten Quartal (Septem ber bis November) wie erwartet höheren Rohstoff kosten in den Segmenten Stärke und Frucht konnten bereits teilweise durch Preissteigerungen kompensiert werden, womit eine Belastung der Margen nicht im erwarteten Ausmaß eintrat. Des weiteren schlugen sich die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Optimierungsschritte positiv im operativen Ergebnis nieder. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses auf –20,2 (Vorjahr: –4,9) m€ war bei einem leicht verbesserten Zins ergebnis primär auf die im Vorjahr angefallenen Wäh rungs gewinne zurückzuführen. Nach einem Steueraufwand von 19,5 m€, der einer Steuerquote von 23 % entspricht, belief sich das Konzernperiodenergebnis auf 65,0 (Vorjahr: 57,8) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 4,04 € auf 4,43 €.

Investitionen

In den ersten drei Quartalen 2010|11 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 28,0 (Vorjahr: 25,5) m€. Die auf das Segment Zucker entfallenden 10,3 (Vorjahr: 6,8) m€ betrafen vorwiegend die Standorte in der Slowakei (Errichtung eines neuen Melassetanks), in Ungarn (weitere Investition in die Biogasanlage in Kaposvár), in Österreich (Projektkosten für den Bau eines neuen Zuckersilos in Tulln), in Bosnien-Herzegowina (Sieb station zur Qualitätssicherung) und in Tschechien. Im Segment Stärke wurden 4,9 (Vorjahr: 5,9) m€ schwerpunktmäßig in Maschinen und technische Anlagen in Ungarn und in Gmünd (neuer Kocher für Kartoff elfl ocken) investiert. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen wie im Vorjahr knapp 13 m€. Damit wurde unter anderem das

1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.

Projekt zur Produktion von Schokofrüchtchen am österreichischen Standort Gleisdorf gestartet, ein Tunnel zur Schockgefrierung von Fruchteinzelstücken am Standort in Mexiko errichtet und in Serpuchov|Russland im September mit dem Ausbau des Fertigwarenlagers begonnen.

Cashfl ow

Der Cashfl ow aus dem Ergebnis stieg um 24,3 % auf 133,1 (Vorjahr: 107,1) m€ und folgte damit der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Durch den Anstieg des Working Capitals zum 30. November um 87,6 (Vorjahr: Abbau von 14,1) m€ belief sich der Cashfl ow aus laufender Geschäfts tätigkeit auf 45,6 (Vorjahr: 121,6) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –25,2 (Vorjahr: –23,5) m€ bei leicht erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachan lagen und immaterielle Vermögenswerte von 28,0 (Vor jahr: 25,5) m€. Nach der Ausschüttung und einem Nettoaufbau der Finanzverbindlichkeiten um 68,6 (Vorjahr: Netto rückführung von –78,9) m€ stieg der Cashfl ow aus Finan zierungstätigkeit auf 41,4 (Vor jahr: –106,5) m€.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2010 um 11,8 % erhöhten Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 47,9 % auf 44,6 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich vor allem durch den Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Aufbau von Vorräten und den Anstieg des Bestands an fl üssigen Mitteln. Der Zuwachs an langfristigen Schulden resultierte aus der Neukontrahierung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Absicherung und Optimierung der Refi nanzierungsstruktur. Die kurzfristigen Schulden stiegen vor allem aufgrund erhöhter Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Nettofi nanz schulden zum 30. November 2010 lagen mit 389,4 m€ um 12,8 m€ über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2009|10 von 376,6 m€. Das Gearing zum Ende des dritten Quartals entsprach mit 41,4 % beinahe dem Wert per 28. Februar (41,6 %).

AGRANA-Aktie

Kennzahlen zur Aktie Q1–Q3
2010 11
Höchstkurs zum 23. 04. 2010 75,60 €
Tiefstkurs zum 26. 05. 2010 56,88 €
Ultimokurs zum 30. 11. 2010 71,64 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 64,32 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.017,4 m€

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 72,37 € in das Geschäftsjahr. Bei einem gesunkenen Handelsvolumen von knapp 2.400 Stück (Einfachzählung) erfolgten am 26. Mai 2010 – infolge der Umstellung des MSCI-Benchmarkindex – und am 17. September 2010 – aufgrund des Septemberverfallstages (Auslaufen der Aktienoptionen) – stärkere Kursbewegungen. Im Juni bzw. Oktober zeigte sich jeweils eine Bereinigung dieser Eff ekte. Zum Berichtsstichtag erreichte die AGRANA-Aktie mit einem Wert von 71,64 € wieder annähernd jenes Niveau wie zu Beginn des Geschäftsjahres.

Die Marktkapitalisierung betrug per 30. November 2010 1.017,4 m€ bei einer unveränderten Aktienzahl von 14,2 Mio. Stück. Mit Wirkung per 21. Juni 2010 wurde AGRANA in den österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX aufgenommen. Der Aktienindex umfasst 22 von 60 börsenotierten Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind.

Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs.

SEGMENT ZUCKER

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

In seiner ersten Schätzung für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2010|11 geht das Analyseunternehmen F. O. Licht von einer wieder ausgeglicheneren Weltzuckerbilanz aus. Es wird eine Gesamtproduktion von 168,6 Mio. Tonnen Zucker erwartet, dies würde einen Zuwachs von 10,2 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Der erwartete Anstieg der Welt zuckerproduktion geht vor allem auf den asiatischen Raum zurück, wo voraussichtlich ein Produktionsplus von 10,0 Mio. Tonnen im Vergleich zum Vorjahr erreicht wird und damit 60,9 Mio. Tonnen Zucker produziert werden. Indien würde vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur und dadurch wesentlich zum Ausgleich von Angebot und Nach frage am Weltzuckermarkt beitragen. Die weltweiten Zucker lager sind aktuell aufgrund der schwächeren Ernten in den letzten beiden Kampagnen (2008|09 und 2009|10) auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren zurückgegangen. Gleich zeitig ist der Zuckerkonsum weltweit angestiegen, so wird für das ZWJ 2010|11 mit einem Verbrauch von 165,6 (ZWJ 2009|10: 162,1) Mio. Tonnen gerechnet. Durch die erhöhte Gesamt produktion sollte der weltweite Zuckerlager bestand aber absolut wieder erhöht werden können.

In einem Kalenderjahr 2010 mit hohen Volatilitäten gaben die Weltmarktpreisnotierungen nach dem Hoch im Februar zunächst nach. Seit Mai stiegen sie aber stark und so erreichten die Rohzuckernotierung am 9. November 2010 mit 730 USD bzw. 523 € je Tonne und der Weißzuckerpreis mit 805 USD bzw. 577 € je Tonne einen historischen Höchststand (Betrachtungszeitraum bis 30. November). Zum Stichtag lag der Weltmarktpreis für Rohzucker bei 607 USD bzw. 467 € je Tonne und Weißzucker notierte bei 710 USD bzw. 546 € je Tonne.

Europäischer Zuckermarkt

Europas Zuckerproduktion für die Saison 2010|11 wird im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Mio. Tonnen auf 24,4 Mio. Tonnen, wovon 15,5 Mio. Tonnen auf die EU-27 entfallen, sinken. Somit wird man in diesem Zuckerwirtschaftsjahr nicht an die Rekord ernte des ZWJ 2009|10 anschließen können. Neben der Rübenmenge wird auch der Zuckergehalt voraussichtlich nur einen durchschnittlichen Wert erreichen.

Die Europäische Kommission genehmigte im Oktober einen Nicht-Quotenzuckerexport von 650.000 Tonnen; das Exportlimit der World Trade Organisation (WTO) beträgt 1,37 Mio. Tonnen. Für Rohzuckerimporte aus Drittländern hat die Kommission im Hinblick auf das hohe Weltmarktpreisniveau die Zölle im Rahmen von Präferenzimportkontingenten (98 € pro Tonne) im Zeitraum vom 1. Dezember 2010 bis 31. August 2011 ausgesetzt. Gleichzeitig kündigte sie eine mögliche Aufstockung des Exportkontingents um 350.000 Tonnen an, wobei eine fi nale Entscheidung noch aussteht.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Zucker 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 193,9 m€ 176,3 m€
Operatives Ergebnis 13,7 m€ 6,1 m€
Operative Marge 7,1 % 3,5 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 2,1 m€ 1,9 m€
Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
Segment Zucker 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 560,1 m€ 547,7 m€
Operatives Ergebnis 26,0 m€ 19,2 m€
Operative Marge 4,6 % 3,5 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 10,3 m€ 6,8 m€

Der Umsatz im Segment Zucker konnte um 12,4 m€ auf 560,1 (Vorjahr: 547,7) m€ erhöht werden. Im dritten Quartal (September bis November) konnte mit 193,9 m€ sowohl gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (176,3 m€) als auch gegenüber dem Vorquartal (Juni bis August: 185,0 m€) eine Steigerung erzielt werden. Die wesentlichen Ursachen dafür waren die gute Absatzsituation bei Nicht-Quotenzucker und die guten Verkaufszahlen bei den Nebenprodukten.

Das operative Ergebnis des Segments Zucker lag mit 26,0 m€ deutlich über dem Vorjahreswert (19,2 m€). Der Anstieg ist primär auf eine Erhöhung des Ergebnisses im dritten Quar tal (September bis November) auf 13,7 (Vorjahr: 6,1) m€ zurückzuführen. Neben den verbesserten Marktbedingungen waren Kosten einspa rungen für die Ergebnissteigerung verantwortlich. Insbeson dere in Rumänien konnte sich trotz unverändert eingeschränkter Raffi nationsmöglichkeiten infolge der hohen Weltmarktpreise das Ergebnis durch die Anhebung des Marktpreisniveaus wieder erholen.

Rohstoff , Ernte und Produktion

In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für das ZWJ 2010|11 auf 88.200 Hektar ausgeweitet. Infolge von Überschwemmungen gingen rund 1.800 Hektar Anbaufl äche in den Ländern Tschechien, Slowakei und Rumänien verloren. Insgesamt wurde eine Rübenmenge von mehr als 5,4 (Vorjahr: 5,1) Mio. Tonnen geerntet. Die Rübenerträge waren vor allem in Österreich und Ungarn sehr zufriedenstellend. Die massiven Niederschläge in Tschechien und der Slowakei führten teilweise zu Ertragsdepressionen und Ernteausfällen, sodass der durchschnittliche Rübenertrag in diesen Ländern lediglich mittleres Niveau erreicht hat. Der Rübenertrag in Rumänien lag über dem langjährigen Durchschnitt. In allen Regionen (ausgenommen Österreich) drückte die überdurchschnittliche Wasserversorgung im heurigen Zucker wirt schaftsjahr den Zuckergehalt auf ein vergleichsweise niedriges Niveau. In der AGRANA-Gruppe wird nunmehr mit einer Produktion von rund 803.000 (Vorjahr: 747.000) Ton nen Rübenzucker gerechnet.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Der Internationale Getreiderat (IGC) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2010|11 auf 1,73 Mrd. Tonnen, das sind um 60 Mio. Tonnen weniger als im Vorjahr. Bei Weizen wird eine Produktion von 644 (Vorjahr: 677) Mio. Tonnen und bei Mais von 810 (Vorjahr: 811) Mio. Tonnen erwartet.

06 Die gesamte Getreideproduktion der EU wird auf rund 276 (Vorjahr: 292) Mio. Tonnen geschätzt. Der Beitrag der Weich weizenernte soll rund 128 Mio. Tonnen ausmachen und somit geringer ausfallen als im Jahr 2009. Für die Maisernte 2010 wird in der EU mit einer Menge von 55 Mio. Tonnen gerechnet, einem Minus von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse Euronext LIFFE bewegten sich Anfang Dezember bei rund 215 € je Tonne für Mais und 230 € je Tonne für Weizen.

Der Nachweis der nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoff en muss ab 1. Jänner 2011 EU-weit umgesetzt werden. In Österreich wird die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien für Rohstoff e durch die Agrarmarkt Austria (AMA) erfolgen.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Stärke 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 152,0 m€ 128,6 m€
Operatives Ergebnis 12,7 m€ 13,9 m€
Operative Marge 8,4 % 10,8 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 2,0 m€ 2,1 m€
Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
Segment Stärke 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 424,6 m€ 380,4 m€
Operatives Ergebnis 43,5 m€ 34,3 m€
Operative Marge 10,2 % 9,0 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 4,9 m€ 5,9 m€

Der Umsatzzuwachs in den ersten drei Quartalen 2010|11 um 11,6 % auf 424,6 m€ war auf höhere Verkaufsmengen bei allen wesentlichen Hauptprodukt- und Nebenprodukt gruppen zurückzuführen. Absatzsteigerungen konnten die im Zeitraum bis September gegenüber Vorjahr zu verzeichnenden, niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren.

Das operative Ergebnis stieg um 9,2 m€ auf 43,5 (Vorjahr: 34,3) m€. Absatz- und zuletzt auch preisbedingte Umsatzzuwächse sowie eine erfolgreiche Einkaufsstrategie waren der Hauptfaktor für die Steigerung der operativen Marge von 9 % auf 10,2 %.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Bei einer Anbaufl äche von rund 5.900 (Vorjahr: 5.600) Hek tar beträgt die Stärkekartoff elernte in Österreich im Geschäftsjahr 2010|11 rund 186.000 (Vorjahr: 187.000) Tonnen. Die erwartete Stärkeproduktion aus Kartoff eln wird bei über 40.000 (Vorjahr: 40.000) Tonnen liegen. Dies entspricht im heurigen Jahr einer Quotenerfüllung von 85 % (Vorjahr: 84 %).

Die Verarbeitung von Nassmais in Aschach betrug rund 112.000 (Vorjahr: 101.000) Tonnen. Bei einer Kampagnedauer von 98 (Vorjahr: 86) Tagen wurden neben 103.000 Tonnen Gelbmais auch 9.000 Tonnen Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Zertifi ziert-Gentechnikfreier Mais) verarbeitet. Mittlerweile wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais um gestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungs menge von rund 382.000 (Vorjahr: 362.000) Tonnen erwartet.

In Ungarn wird die gesamte Maisverarbeitung 2010|11 voraussichtlich 1.020.000 (Vorjahr: 915.000) Tonnen betragen und damit über dem Vorjahr liegen. Die Verarbeitung von Nassmais wurde Anfang Dezember abgeschlossen und lag mit 190.000 Tonnen auf Vorjahresniveau.

In Rumänien wird die gesamte Maisverarbeitung im Geschäftsjahr 2010|11 voraussichtlich rund 33.000 (Vorjahr: 25.000) Tonnen betragen. Es wurden rund 12.000 (Vor jahr: 9.500) Tonnen Nassmais verarbeitet.

Im Bioethanolwerk Pischelsdorf wurden in der Zeit von Mitte September bis Mitte Dezember rund 60.000 (Vorjahr: 12.000) Tonnen Nassmais verarbeitet. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtgetreideverarbeitung von rund 507.000 (Vorjahr: 470.000) Tonnen erwartet.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

Für das Kalenderjahr wird ein weltweites, mengenmäßiges Wachstum des Marktes für Fruchtzubereitungen von knapp 2,5 % erwartet. Dabei zeigte das erste Halbjahr eine etwas höhere Wachstumsdynamik als die zweite Jahreshälfte. Überproportional wachsen die Regionen Osteuropa, Asien, aber auch Nord- und Südamerika, wo es im Vergleich zu Westeuropa einen großen Nachhol bedarf beim Pro-Kopf-Verbrauch an Fruchtjoghurts gibt. Dem gegenüber zeigen die Regionen Zentral- und Westeuropa nur geringe Wachstumsraten um zirka 1 %. Die Rohstoff preise bei Früchten sind deutlich gestiegen. In verschiedenen Schwellenländern versucht die Markenartikel industrie neben den hochwertigen Marken produkten auch zusätzliche Marktsegmente und Käuferschichten durch neue, billigere Produktschienen zu erschließen.

Preisen in den letzten zwei Jahren in der Saison 2010 ein deutlich höheres Preisniveau etabliert. Die Volumina der nordamerikanischen und westeuropäischen Absatzmärkte blieben stabil. Osteuropa und Südostasien werden jedoch deutliche Wachstumsimpulse senden.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q3 Q3
Segment Frucht 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 205,2 m€ 196,7 m€
Operatives Ergebnis 13,7 m€ 14,9 m€
Operative Marge 6,7 % 7,6 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 4,7 m€ 5,2 m€
Finanzkennzahlen Q1–Q3 Q1–Q3
Segment Frucht 2010 11 2009 10
Umsatzerlöse 639,7 m€ 607,7 m€
Operatives Ergebnis 35,4 m€ 25,4 m€
Operative Marge 5,5 % 4,2 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 12,7 m€ 12,8 m€

Der Umsatz im Segment Frucht legte in den ersten drei Quartalen 2010|11 um 5,3 % auf 639,7 m€ zu. Gestiegene Absatzvolumina bei Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten konnten die im Berichtszeitraum etwas niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren. Insbesondere bei Fruchtzubereitungen konnte in den ersten neun Monaten der Absatz in fast allen Regionen gesteigert werden, im Schnitt wurde ein Mengenwachstum von rund 6 % erreicht. Größter Wachstumstreiber war Osteuropa, wo vor allem in Russland Marktanteile gewonnen werden konnten. Da die dortige Fabrik die Kapazitätsgrenze erreicht hat, wurde der russische Markt auch mittels Lieferungen aus Polen und der Ukraine bedient. Auch in Zentraleuropa wurden überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt.

Die gestiegenen Rohwarenpreise haben die Beerensaftkonzentratpreise beeinfl usst und lagen je nach Fruchtart um bis zu 200 % über dem vorjährigen Preisniveau. Durch die gestiegenen Preise hat sich bei allen Konzentraten die Margensituation normalisiert. Bei Apfelsaftkonzentrat hat sich der Preis während der letzten zwölf Monate aufgrund einer schlechten europäischen Ernte und einer beschränkten Verfügbarkeit chinesischer Ware im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

07 Im Fruchtsaftkonzentratbereich hat sich nach den niedrigen Das operative Ergebnis lag mit 35,4 m€ signifi kant über dem Vorjahreswert von 25,4 m€. Die operative Marge im Segment Frucht stieg auf 5,5 % (Vorjahr: 4,2 %). Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren sowohl das Mengenwachstum als auch die zahlreichen Organisations- und Verbesserungsmaßnahmen. Die erhöhten Rohstoff preise wirkten sich erst gegen Ende der Berichtsperiode aus.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Die unterdurchschnittlichen Sommerernten in Europa und Nordamerika in Kombination mit einer deutlich belebten Nachfrage führten zu Preissteigerungen bei nahezu allen Früchten. Die Herbsternte bei Beerenfrüchten wie Himbeere und Brombeere entwickelte im Verhältnis zur Sommerernte einen deutlich geringeren Preisauftrieb. Die tropischen Früchte wie Ananas und Banane haben sich ebenfalls verteuert. Die Preise von Zusatzstoff en erfuhren im Wesentlichen durch den globalen Preisanstieg landwirtschaftlicher Roh materialien einen Auftrieb. Davon betroff en waren Zucker, Flüssigzucker, alle Stärken und Pektine. Die Vorausschau auf die frühen Ernten in Mexiko und Marokko lässt ein weiter hohes Preisniveau erwarten, sodass mit weiteren Rohstoff kostensteigerungen im Fruchtzubereitungsgeschäft gerechnet wird.

Nach zwei mengenmäßig sehr guten Erntejahren für Äpfel in Europa war heuer in erster Linie bedingt durch die Witterung eine deutliche Verknappung des Rohstoff angebotes für den Fruchsaftkonzentratbereich festzustellen. Auch weil der Tafelobstbereich vorrangig bedient wurde, führte dies zu einer deutlichen Steigerung der Apfelpreise. AGRANA hat vorgebaut und mit Unternehmen in Polen und der Türkei Kooperationsverträge abgeschlossen, um, trotz eines schwierigen Rohstoff jahres, die Versorgung der Kunden mit den benötigten Mengen an Fruchtsaftkonzentraten sicherzustellen.

Die Apfelverarbeitungssaison wurde in allen Betrieben außer in Polen und China Mitte November beendet. In diesen beiden Ländern wurde bis Mitte Dezember verarbeitet.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früh erkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unter nehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2009|10 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 62 bis 66.

AGRANA BETEILIGUNGS-AG Q1–Q3 2010 | 11

08 Wie dort bereits erläutert, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 durch Kartellbehörden Untersuchungen gegen AGRANA-Tochtergesellschaften in zwei osteuropäischen Ländern eingeleitet. Gegenstand der Recherchen sind unter anderem Fragen, die in Zusammenhang mit der Reform und der Umsetzung der neuen Regelungen zum EU-Zuckermarkt stehen.

Am 7. September 2010 wurde AGRANA informiert, dass die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt|Deutschland, die Feststellung einer in der Vergangenheit liegenden Zuwiderhandlung gegen das Kartellgesetz beantragt hat. AGRANA und Südzucker haben in der Zwischenzeit zu den erhobenen Vorwürfen in Schrift sätzen an das Gericht Stellung bezogen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2010 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

AUSBLICK

Für das Gesamtjahr 2010|11 rechnet AGRANA mit einem Konzernumsatz von über 2 Mrd. €, bei höheren Umsätzen in allen drei Segmenten. Bereits gegen Ende des ersten Halbjahres 2010|11 waren deutliche Erhöhungen der Rohstoff preise festzustellen. Dies führte zwar zu dem von der Gesellschaft erwarteten Druck auf die Margen, welcher aber aufgrund einer lebhaften Marktnachfrage durch entsprechende Anpassung der Ver kaufspreise reduziert werden konnte. Aufgrund des guten dritten Quartals ist nunmehr für das Geschäftsjahr für alle Segmente mit einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses und der operativen Marge zu rechnen.

Im Segment Zucker wird das Geschäftsjahr 2010|11 das erste Jahr sein, in dem die Rahmenbedingungen nach der Reform der EU-Zuckermarktordnung in ihrer bis 2015 gültigen Form wirksam sein werden. Dies bedeutet, dass die temporären Belastungen aus der Restrukturierungsphase des Zuckermarktes vollständig entfallen. In der laufenden Kampagne wird neben der Erfüllung der Zuckerquote eine größere Menge an Nicht-Quotenzucker erzeugt werden. Die guten Vermarktungsmöglichkeiten bei Zucker in der EU und am Weltmarkt lassen auch für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2010|11 eine positive Entwicklung erwarten. Dadurch sollte eine deutliche Ergebnisverbesserung zum Vorjahr erreicht werden können.

AGRANA erwartet im Segment Stärke für das Gesamtjahr Absatzsteigerungen und einen den Rohstoff kosten folgenden Anstieg der Marktpreise für Stärkeprodukte. Für die Bioethanolaktivitäten wird als Folge der Produktions- und Absatzmengensteigerungen ein Umsatzwachstum erwartet. Seit Sommer 2010 sind bereits teilweise deutlich höhere Rohstoff preise für die Ethanolproduktion zu verzeichnen, die die operative Marge der nächsten Monate belasten werden. Bei nativen und modifi zierten Stärken bzw. Verzuckerungs produkten und auch bei Nebenprodukten konnten die höheren Rohstoff preise in eine Anpassung der Verkaufspreise umgesetzt werden.

Im Segment Frucht zeichnet sich für das Geschäftsjahr 2010|11 eine Erholung des Marktes ab, die sich in steigenden Verkaufsmengen widerspiegeln wird. Die zum Teil sehr stark gestiegenen Fruchtpreise wurden bei Fruchtsaftkonzentraten unmittelbar in höhere Produktpreise umgesetzt und bei Fruchtzubereitungen schrittweise im Rahmen der vorgesehenen, jährlichen Preisanpassungen. Neben den gestiegenen Volumina wird das höhere Preisniveau zu einem deutlichen Umsatzanstieg im Segment führen, wobei auch das Ergebnis zulegen wird.

Das Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2010|11 wird bei rund 60 m€ liegen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2010 (UNGEPRÜFT)

3. Quartal 1.–3. Quartal
(1. September – 30. November) (1. März – 30. November)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2010 11 2009 10 2010 11 2009 10
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 551.036 501.588 1.624.382 1.535.801
Bestandsveränderungen 163.959 113.143 5.180 –92.584
Andere aktivierte Eigenleistungen 484 994 2.165 2.032
Sonstige betriebliche Erträge 9.246 14.950 22.479 22.787
Materialaufwand –519.370 –421.245 –1.116.802 –970.747
Personalaufwand –67.904 –62.596 –170.753 –159.336
Abschreibungen –24.176 –26.563 –59.667 –59.827
Sonstige betriebliche Aufwendungen –73.246 –85.292 –202.204 –199.220
Ergebnis der Betriebstätigkeit 40.029 34.979 104.780 78.906
Finanzerträge 1.528 788 7.350 20.602
Finanzaufwendungen –5.761 –8.151 –27.589 –25.526
Finanzergebnis –4.233 –7.363 –20.239 –4.924
Ergebnis vor Ertragsteuern 35.796 27.616 84.541 73.982
Ertragsteuern –8.122 –4.622 –19.512 –16.183
Konzernperiodenergebnis 27.674 22.994 65.029 57.799
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 26.322 22.464 62.881 57.363
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1.352 530 2.148 436
Ergebnis je Aktie nach IFRS 1,85 € 1,58 € 4,43 € 4,04 €
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Konzernperiodenergebnis 27.674 22.994 65.029 57.799
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdiff erenzen –78 –5.424 1.384 9.252
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten –308 –114 –40 475
– Cashfl ow-Hedges –2.318 19 –3.077 7.783
– Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges 521 –10 776 –2.119
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse –2.183 –5.529 –957 15.391
Gesamtperiodenergebnis 25.491 17.465 64.072 73.190
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 24.046 17.044 62.341 71.839
davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 1.445 421 1.731 1.351
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2010 11 2009 10
für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) in t¤ in t¤
Cashfl ow aus dem Ergebnis 133.104 107.111
Verluste aus Anlagenabgängen 103 315
Veränderung des Working Capital –87.568 14.132
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 45.639 121.558
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit –25.181 –23.509
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit 41.392 –106.476
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 61.850 –8.427
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 1.700 1.334
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 70.388 75.458
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 133.938 68.365
KONZERNBILANZ Stand am Stand am
30. 11. 2010 28. 02. 2010
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 249.703 252.446
Sachanlagen 568.921 597.788
Wertpapiere 104.959 104.977
Beteiligungen und Ausleihungen 6.158 7.027
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14.254 10.652
Aktive latente Steuern 36.510 30.845
980.505 1.003.735
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 568.253 468.576
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 419.631 336.688
Laufende Ertragsteuerforderungen 7.699 5.013
Wertpapiere 246 3.515
Flüssige Mittel 133.938 70.388
1.129.767 884.180
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 398.904 364.657
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 913.476 879.229
Nicht beherrschende Anteile am Kapital 26.848 25.425
940.324 904.654
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 44.284 44.263
Übrige Rückstellungen 14.283 14.073
Finanzverbindlichkeiten 330.267 208.301
Sonstige Verbindlichkeiten 1.974 2.229
Passive latente Steuern 20.737 19.369
C. Kurzfristige Schulden 411.545 288.235
Übrige Rückstellungen 30.251 28.592
Finanzverbindlichkeiten 298.303 347.160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 408.450 308.533
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 21.399 10.741
758.403 695.026
Summe Passiva 2.110.272 1.887.915
KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital- Nicht be- Eigenkapital
für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) Anteil der herrschende
Aktionäre Anteile
am Kapital
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2010 11
Stand am 1. März 2010 879.229 25.425 904.654
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) –2.342 1 –2.341
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 1.802 –418 1.384
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse –540 –417 –957
Konzernperiodenergebnis 62.881 2.148 65.029
Gesamtperiodenergebnis 62.341 1.731 64.072
Dividendenausschüttung –27.694 –476 –28.170
Sonstige Veränderungen –400 168 –232
Stand am 30. November 2010 913.476 26.848 940.324
GESCHÄFTSJAHR 2009 10
Stand am 1. März 2009 804.155 21.758 825.913
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) 6.145 –6 6.139
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 8.331 921 9.252
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 14.476 915 15.391
Stand am 30. November 2009 846.199 25.214 871.413
Sonstige Veränderungen –2.101 3.506 1.405
Dividendenausschüttung –27.694 –1.401 –29.095
Gesamtperiodenergebnis 71.839 1.351 73.190
Konzernperiodenergebnis 57.363 436 57.799

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2010 (UNGEPRÜFT)

SEGMENTBERICHT 2010 11 2009 10 2010 11 2009 10
für die ersten drei Quartale in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1. März – 30. November)
Umsatzerlöse (brutto) Ergebnis der Betriebstätigkeit
Zucker 602.995 587.496 Zucker 25.969 19.166
Stärke 449.762 406.265 Stärke 43.451 34.307
Frucht 639.852 607.739 Frucht 35.360 25.433
Konzern 1.692.609 1.601.500 Konzern 104.780 78.906
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Zucker –42.925 –39.823 Zucker 10.337 6.788
Stärke –25.150 –25.847 Stärke 4.934 5.938
Frucht –152 –29 Frucht 12.698 12.747
Konzern –68.227 –65.699 Konzern 27.969 25.473
Umsatzerlöse Mitarbeiter
Zucker 560.070 547.673 Zucker 2.280 2.372
Stärke 424.612 380.418 Stärke 879 881
Frucht 639.700 607.710 Frucht 5.399 4.864
Konzern 1.624.382 1.535.801 Konzern 8.558 8.117
2010 11 2009 10
in t€ in t€
Ergebnis der Betriebstätigkeit
Zucker 25.969 19.166
Stärke 43.451 34.307
Frucht 35.360 25.433
Konzern 104.780 78.906
Investitionen
Zucker 10.337 6.788
Stärke 4.934 5.938
Frucht 12.698 12.747
Konzern 27.969 25.473
Mitarbeiter
Zucker 2.280 2.372
Stärke 879 881
Erucht 5 200 1.961

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2010 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2010 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses erstmalig im Geschäftsjahr 2010|11 anzuwendenden Standards und Interpretationen haben zu keinen Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns geführt. Diese Vorschrift en sind im Geschäftsbericht 2009|10 auf den Seiten 77 bis 78 dargestellt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2010 angewandt.

Deren Erläuterung im Anhang des Geschäftsberichtes 2009|10 auf den Seiten 82ff gelten daher entsprechend.

Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Der Geschäftsbericht 2009|10 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Mit Ende des dritten Quartals 2010|11 erfolgte die Erstkonsolidierung der ägyptischen AGRANA Nile Fruits Processing (SAE). AGRANA ist an dieser neu gegründeten Gesellschaft mit 51 % beteiligt und bezieht sie in die Vollkonsolidierung ein.

Bereits im zweiten Quartal 2010|11 wurde die neugegründete, ungarische Biogáz Fejlesztő Kft. erstmals vollkonsolidiert. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist Gasproduktion und -vertrieb.

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in den ersten drei Quartalen 2010|11 betrug 104,8 (Vorjahr: 78,9) m€. Die Ergebnisverbesserung wurde in allen Segmenten erzielt.

Das Finanzergebnis belief sich auf –20,2 (Vorjahr: –4,9) m€. Die Veränderung von –15,3 m€ war vor allem auf Währungskurseff ekte zurückzuführen. Den hohen Währungs kursgewinnen des Vorjahres von 13,2 m€ standen in den ersten drei Quartalen 2010|11 Währungskursverluste von 3,8 m€ gegenüber.

Der Konzernperiodenüberschuss betrug 65,0 (Vorjahr: 57,8) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Bis Ende November 2010 erhöhte sich der Finanzmittelbestand um 63,6 m€ auf 133,9 m€. Der Cashfl ow aus dem Ergebnis war mit 133,1 (Vorjahr: 107,1) m€ um 26,0 m€ höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Veränderung im Working Capital mit –87,6 (Vorjahr: 14,1) m€ ist unter anderem auf einen verstärkten Vorratsaufbau zurückzuführen und resultierte letztlich in einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit von 45,6 (Vorjahr: 121,6) m€.

13 SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –25,2 (Vorjahr: –23,5) m€ spiegelt das weiterhin geringe Investitionsverhalten wider.

Der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 122,0 m€ stand die Reduzierung der kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten über 53,4 m€ gegenüber. Dies führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cash-Zufl uss aus der Finanzierungstätigkeit von 41,4 (Vorjahr: Cash-Abfl uss –106,5) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2010 um 222,4 m€ auf 2.110,3 m€ ist vor allem auf den Aufbau der Vorräte im Zucker- und Fruchtsegment, als auch auf eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der fl üssigen Mittel zurückzuführen.

Mit einem Eigenkapital von 940,3 (28. Februar 2010: 904,7) m€ betrug die Eigenkapitalquote per Ende November 44,6 % (28. Feb ruar 2010: 47,9 %).

MITARBEITER

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.558 (Vorjahr: 8.117) Mitarbeiter beschäftigt. Der Rückgang im Segment Zucker um 92 Mit arbeiter ist auf interne Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien und Bulgarien zurückzuführen. Der Personalstand im Segment Frucht ist vor allem aufgrund des verstärkten Einsatzes von Saisonarbeitskräften in Marokko, der Ukraine und China um 535 gestiegen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüg-

Wien, 13. Jänner 2011

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

lich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off en zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriff e wie "Mitarbeiter" oder "Arbeit nehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechts neutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu gering fügigen Rechendiff erenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

KAPITALMARKTKALENDER

13. Mai 2011 Bilanzpressekonferenz
zum Geschäftsjahr 2010 11
1. Juli 2011 Hauptversammlung
zum Geschäftsjahr 2010 11
6. Juli 2011 Ex-Dividenden-Tag, Dividendenzahltag
14. Juli 2011 Ergebnis für das
erste Quartal 2011 12
13. Oktober 2011 Ergebnis für das
erste Halbjahr 2011 12
12. Jänner 2012 Ergebnis für die
ersten drei Quartale 2011 12

WEITERE INFORMATIONEN

AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike MIDDELHOFF Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.