Earnings Release • Jan 13, 2011
Earnings Release
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1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofi nanzschulden zu Eigenkapital).
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 1.624,4 m€ 1.535,8 m€ | |
| Operatives Ergebnis1 | 104,8 m€ | 78,9 m€ |
| Operative Marge | 6,5 % | 5,1 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 104,8 m€ | 78,9 m€ |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 28,0 m€ | 25,5 m€ |
| Mitarbeiter | 8.558 | 8.117 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010|11 (1. März bis 30. November 2010) um 88,6 m€ bzw. 5,8 % auf 1.624,4 (Vorjahr: 1.535,8) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren auf Absatzmengensteigerungen bei im Durchschnitt etwas tieferen Preisen zurückzuführen. Im Seg ment Zucker konnten die preisbedingt geringeren Quoten zuckerumsätze durch erheblich gesteigerte Nicht-Quoten zuckerexporte mehr als kompensiert werden. Die Umsatz erlöse im Segment Stärke entwickelten sich ebenfalls aufgrund erhöhter Verkaufs volumina positiv. Infolge der Anpassung an die gesunkenen Rohstoff kosten der letztjährigen Ernte zeigten die Verkaufs preise bei Stärkeprodukten im ersten Halbjahr 2010|11 noch eine rückläufi ge Tendenz, eine Trendumkehr ist jedoch seit Ende August zu verzeichnen. Im Segment Frucht erreichte AGRANA durch Absatzsteigerungen sowohl bei Fruchtzube reitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten ebenfalls einen Umsatzzuwachs.
Das operative Konzernergebnis lag mit 104,8 m€ um 32,8 % oder 25,9 m€ über den ersten drei Quartalen des Vorjahres (78,9 m€). Eine Ergebnissteigerung konnte in allen drei Segmenten realisiert werden. Die im dritten Quartal (Septem ber bis November) wie erwartet höheren Rohstoff kosten in den Segmenten Stärke und Frucht konnten bereits teilweise durch Preissteigerungen kompensiert werden, womit eine Belastung der Margen nicht im erwarteten Ausmaß eintrat. Des weiteren schlugen sich die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Optimierungsschritte positiv im operativen Ergebnis nieder. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses auf –20,2 (Vorjahr: –4,9) m€ war bei einem leicht verbesserten Zins ergebnis primär auf die im Vorjahr angefallenen Wäh rungs gewinne zurückzuführen. Nach einem Steueraufwand von 19,5 m€, der einer Steuerquote von 23 % entspricht, belief sich das Konzernperiodenergebnis auf 65,0 (Vorjahr: 57,8) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 4,04 € auf 4,43 €.
In den ersten drei Quartalen 2010|11 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 28,0 (Vorjahr: 25,5) m€. Die auf das Segment Zucker entfallenden 10,3 (Vorjahr: 6,8) m€ betrafen vorwiegend die Standorte in der Slowakei (Errichtung eines neuen Melassetanks), in Ungarn (weitere Investition in die Biogasanlage in Kaposvár), in Österreich (Projektkosten für den Bau eines neuen Zuckersilos in Tulln), in Bosnien-Herzegowina (Sieb station zur Qualitätssicherung) und in Tschechien. Im Segment Stärke wurden 4,9 (Vorjahr: 5,9) m€ schwerpunktmäßig in Maschinen und technische Anlagen in Ungarn und in Gmünd (neuer Kocher für Kartoff elfl ocken) investiert. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen wie im Vorjahr knapp 13 m€. Damit wurde unter anderem das
1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Projekt zur Produktion von Schokofrüchtchen am österreichischen Standort Gleisdorf gestartet, ein Tunnel zur Schockgefrierung von Fruchteinzelstücken am Standort in Mexiko errichtet und in Serpuchov|Russland im September mit dem Ausbau des Fertigwarenlagers begonnen.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis stieg um 24,3 % auf 133,1 (Vorjahr: 107,1) m€ und folgte damit der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Durch den Anstieg des Working Capitals zum 30. November um 87,6 (Vorjahr: Abbau von 14,1) m€ belief sich der Cashfl ow aus laufender Geschäfts tätigkeit auf 45,6 (Vorjahr: 121,6) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –25,2 (Vorjahr: –23,5) m€ bei leicht erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachan lagen und immaterielle Vermögenswerte von 28,0 (Vor jahr: 25,5) m€. Nach der Ausschüttung und einem Nettoaufbau der Finanzverbindlichkeiten um 68,6 (Vorjahr: Netto rückführung von –78,9) m€ stieg der Cashfl ow aus Finan zierungstätigkeit auf 41,4 (Vor jahr: –106,5) m€.
Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2010 um 11,8 % erhöhten Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 47,9 % auf 44,6 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich vor allem durch den Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Aufbau von Vorräten und den Anstieg des Bestands an fl üssigen Mitteln. Der Zuwachs an langfristigen Schulden resultierte aus der Neukontrahierung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Absicherung und Optimierung der Refi nanzierungsstruktur. Die kurzfristigen Schulden stiegen vor allem aufgrund erhöhter Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Nettofi nanz schulden zum 30. November 2010 lagen mit 389,4 m€ um 12,8 m€ über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2009|10 von 376,6 m€. Das Gearing zum Ende des dritten Quartals entsprach mit 41,4 % beinahe dem Wert per 28. Februar (41,6 %).
| Kennzahlen zur Aktie | Q1–Q3 |
|---|---|
| 2010 11 | |
| Höchstkurs zum 23. 04. 2010 | 75,60 € |
| Tiefstkurs zum 26. 05. 2010 | 56,88 € |
| Ultimokurs zum 30. 11. 2010 | 71,64 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 64,32 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.017,4 m€ |
Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 72,37 € in das Geschäftsjahr. Bei einem gesunkenen Handelsvolumen von knapp 2.400 Stück (Einfachzählung) erfolgten am 26. Mai 2010 – infolge der Umstellung des MSCI-Benchmarkindex – und am 17. September 2010 – aufgrund des Septemberverfallstages (Auslaufen der Aktienoptionen) – stärkere Kursbewegungen. Im Juni bzw. Oktober zeigte sich jeweils eine Bereinigung dieser Eff ekte. Zum Berichtsstichtag erreichte die AGRANA-Aktie mit einem Wert von 71,64 € wieder annähernd jenes Niveau wie zu Beginn des Geschäftsjahres.
Die Marktkapitalisierung betrug per 30. November 2010 1.017,4 m€ bei einer unveränderten Aktienzahl von 14,2 Mio. Stück. Mit Wirkung per 21. Juni 2010 wurde AGRANA in den österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX aufgenommen. Der Aktienindex umfasst 22 von 60 börsenotierten Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind.
Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs.
In seiner ersten Schätzung für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2010|11 geht das Analyseunternehmen F. O. Licht von einer wieder ausgeglicheneren Weltzuckerbilanz aus. Es wird eine Gesamtproduktion von 168,6 Mio. Tonnen Zucker erwartet, dies würde einen Zuwachs von 10,2 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Der erwartete Anstieg der Welt zuckerproduktion geht vor allem auf den asiatischen Raum zurück, wo voraussichtlich ein Produktionsplus von 10,0 Mio. Tonnen im Vergleich zum Vorjahr erreicht wird und damit 60,9 Mio. Tonnen Zucker produziert werden. Indien würde vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur und dadurch wesentlich zum Ausgleich von Angebot und Nach frage am Weltzuckermarkt beitragen. Die weltweiten Zucker lager sind aktuell aufgrund der schwächeren Ernten in den letzten beiden Kampagnen (2008|09 und 2009|10) auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren zurückgegangen. Gleich zeitig ist der Zuckerkonsum weltweit angestiegen, so wird für das ZWJ 2010|11 mit einem Verbrauch von 165,6 (ZWJ 2009|10: 162,1) Mio. Tonnen gerechnet. Durch die erhöhte Gesamt produktion sollte der weltweite Zuckerlager bestand aber absolut wieder erhöht werden können.
In einem Kalenderjahr 2010 mit hohen Volatilitäten gaben die Weltmarktpreisnotierungen nach dem Hoch im Februar zunächst nach. Seit Mai stiegen sie aber stark und so erreichten die Rohzuckernotierung am 9. November 2010 mit 730 USD bzw. 523 € je Tonne und der Weißzuckerpreis mit 805 USD bzw. 577 € je Tonne einen historischen Höchststand (Betrachtungszeitraum bis 30. November). Zum Stichtag lag der Weltmarktpreis für Rohzucker bei 607 USD bzw. 467 € je Tonne und Weißzucker notierte bei 710 USD bzw. 546 € je Tonne.
Europas Zuckerproduktion für die Saison 2010|11 wird im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Mio. Tonnen auf 24,4 Mio. Tonnen, wovon 15,5 Mio. Tonnen auf die EU-27 entfallen, sinken. Somit wird man in diesem Zuckerwirtschaftsjahr nicht an die Rekord ernte des ZWJ 2009|10 anschließen können. Neben der Rübenmenge wird auch der Zuckergehalt voraussichtlich nur einen durchschnittlichen Wert erreichen.
Die Europäische Kommission genehmigte im Oktober einen Nicht-Quotenzuckerexport von 650.000 Tonnen; das Exportlimit der World Trade Organisation (WTO) beträgt 1,37 Mio. Tonnen. Für Rohzuckerimporte aus Drittländern hat die Kommission im Hinblick auf das hohe Weltmarktpreisniveau die Zölle im Rahmen von Präferenzimportkontingenten (98 € pro Tonne) im Zeitraum vom 1. Dezember 2010 bis 31. August 2011 ausgesetzt. Gleichzeitig kündigte sie eine mögliche Aufstockung des Exportkontingents um 350.000 Tonnen an, wobei eine fi nale Entscheidung noch aussteht.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 193,9 m€ | 176,3 m€ |
| Operatives Ergebnis | 13,7 m€ | 6,1 m€ |
| Operative Marge | 7,1 % | 3,5 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 2,1 m€ | 1,9 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Zucker | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 560,1 m€ | 547,7 m€ |
| Operatives Ergebnis | 26,0 m€ | 19,2 m€ |
| Operative Marge | 4,6 % | 3,5 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 10,3 m€ | 6,8 m€ |
Der Umsatz im Segment Zucker konnte um 12,4 m€ auf 560,1 (Vorjahr: 547,7) m€ erhöht werden. Im dritten Quartal (September bis November) konnte mit 193,9 m€ sowohl gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (176,3 m€) als auch gegenüber dem Vorquartal (Juni bis August: 185,0 m€) eine Steigerung erzielt werden. Die wesentlichen Ursachen dafür waren die gute Absatzsituation bei Nicht-Quotenzucker und die guten Verkaufszahlen bei den Nebenprodukten.
Das operative Ergebnis des Segments Zucker lag mit 26,0 m€ deutlich über dem Vorjahreswert (19,2 m€). Der Anstieg ist primär auf eine Erhöhung des Ergebnisses im dritten Quar tal (September bis November) auf 13,7 (Vorjahr: 6,1) m€ zurückzuführen. Neben den verbesserten Marktbedingungen waren Kosten einspa rungen für die Ergebnissteigerung verantwortlich. Insbeson dere in Rumänien konnte sich trotz unverändert eingeschränkter Raffi nationsmöglichkeiten infolge der hohen Weltmarktpreise das Ergebnis durch die Anhebung des Marktpreisniveaus wieder erholen.
In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für das ZWJ 2010|11 auf 88.200 Hektar ausgeweitet. Infolge von Überschwemmungen gingen rund 1.800 Hektar Anbaufl äche in den Ländern Tschechien, Slowakei und Rumänien verloren. Insgesamt wurde eine Rübenmenge von mehr als 5,4 (Vorjahr: 5,1) Mio. Tonnen geerntet. Die Rübenerträge waren vor allem in Österreich und Ungarn sehr zufriedenstellend. Die massiven Niederschläge in Tschechien und der Slowakei führten teilweise zu Ertragsdepressionen und Ernteausfällen, sodass der durchschnittliche Rübenertrag in diesen Ländern lediglich mittleres Niveau erreicht hat. Der Rübenertrag in Rumänien lag über dem langjährigen Durchschnitt. In allen Regionen (ausgenommen Österreich) drückte die überdurchschnittliche Wasserversorgung im heurigen Zucker wirt schaftsjahr den Zuckergehalt auf ein vergleichsweise niedriges Niveau. In der AGRANA-Gruppe wird nunmehr mit einer Produktion von rund 803.000 (Vorjahr: 747.000) Ton nen Rübenzucker gerechnet.
Der Internationale Getreiderat (IGC) schätzt die weltweite Getreideproduktion 2010|11 auf 1,73 Mrd. Tonnen, das sind um 60 Mio. Tonnen weniger als im Vorjahr. Bei Weizen wird eine Produktion von 644 (Vorjahr: 677) Mio. Tonnen und bei Mais von 810 (Vorjahr: 811) Mio. Tonnen erwartet.
06 Die gesamte Getreideproduktion der EU wird auf rund 276 (Vorjahr: 292) Mio. Tonnen geschätzt. Der Beitrag der Weich weizenernte soll rund 128 Mio. Tonnen ausmachen und somit geringer ausfallen als im Jahr 2009. Für die Maisernte 2010 wird in der EU mit einer Menge von 55 Mio. Tonnen gerechnet, einem Minus von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Notierungen an der Pariser Warenterminbörse Euronext LIFFE bewegten sich Anfang Dezember bei rund 215 € je Tonne für Mais und 230 € je Tonne für Weizen.
Der Nachweis der nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoff en muss ab 1. Jänner 2011 EU-weit umgesetzt werden. In Österreich wird die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien für Rohstoff e durch die Agrarmarkt Austria (AMA) erfolgen.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 152,0 m€ | 128,6 m€ |
| Operatives Ergebnis | 12,7 m€ | 13,9 m€ |
| Operative Marge | 8,4 % | 10,8 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 2,0 m€ | 2,1 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Stärke | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 424,6 m€ | 380,4 m€ |
| Operatives Ergebnis | 43,5 m€ | 34,3 m€ |
| Operative Marge | 10,2 % | 9,0 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 4,9 m€ | 5,9 m€ |
Der Umsatzzuwachs in den ersten drei Quartalen 2010|11 um 11,6 % auf 424,6 m€ war auf höhere Verkaufsmengen bei allen wesentlichen Hauptprodukt- und Nebenprodukt gruppen zurückzuführen. Absatzsteigerungen konnten die im Zeitraum bis September gegenüber Vorjahr zu verzeichnenden, niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren.
Das operative Ergebnis stieg um 9,2 m€ auf 43,5 (Vorjahr: 34,3) m€. Absatz- und zuletzt auch preisbedingte Umsatzzuwächse sowie eine erfolgreiche Einkaufsstrategie waren der Hauptfaktor für die Steigerung der operativen Marge von 9 % auf 10,2 %.
Bei einer Anbaufl äche von rund 5.900 (Vorjahr: 5.600) Hek tar beträgt die Stärkekartoff elernte in Österreich im Geschäftsjahr 2010|11 rund 186.000 (Vorjahr: 187.000) Tonnen. Die erwartete Stärkeproduktion aus Kartoff eln wird bei über 40.000 (Vorjahr: 40.000) Tonnen liegen. Dies entspricht im heurigen Jahr einer Quotenerfüllung von 85 % (Vorjahr: 84 %).
Die Verarbeitung von Nassmais in Aschach betrug rund 112.000 (Vorjahr: 101.000) Tonnen. Bei einer Kampagnedauer von 98 (Vorjahr: 86) Tagen wurden neben 103.000 Tonnen Gelbmais auch 9.000 Tonnen Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Zertifi ziert-Gentechnikfreier Mais) verarbeitet. Mittlerweile wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais um gestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungs menge von rund 382.000 (Vorjahr: 362.000) Tonnen erwartet.
In Ungarn wird die gesamte Maisverarbeitung 2010|11 voraussichtlich 1.020.000 (Vorjahr: 915.000) Tonnen betragen und damit über dem Vorjahr liegen. Die Verarbeitung von Nassmais wurde Anfang Dezember abgeschlossen und lag mit 190.000 Tonnen auf Vorjahresniveau.
In Rumänien wird die gesamte Maisverarbeitung im Geschäftsjahr 2010|11 voraussichtlich rund 33.000 (Vorjahr: 25.000) Tonnen betragen. Es wurden rund 12.000 (Vor jahr: 9.500) Tonnen Nassmais verarbeitet.
Im Bioethanolwerk Pischelsdorf wurden in der Zeit von Mitte September bis Mitte Dezember rund 60.000 (Vorjahr: 12.000) Tonnen Nassmais verarbeitet. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Gesamtgetreideverarbeitung von rund 507.000 (Vorjahr: 470.000) Tonnen erwartet.
Für das Kalenderjahr wird ein weltweites, mengenmäßiges Wachstum des Marktes für Fruchtzubereitungen von knapp 2,5 % erwartet. Dabei zeigte das erste Halbjahr eine etwas höhere Wachstumsdynamik als die zweite Jahreshälfte. Überproportional wachsen die Regionen Osteuropa, Asien, aber auch Nord- und Südamerika, wo es im Vergleich zu Westeuropa einen großen Nachhol bedarf beim Pro-Kopf-Verbrauch an Fruchtjoghurts gibt. Dem gegenüber zeigen die Regionen Zentral- und Westeuropa nur geringe Wachstumsraten um zirka 1 %. Die Rohstoff preise bei Früchten sind deutlich gestiegen. In verschiedenen Schwellenländern versucht die Markenartikel industrie neben den hochwertigen Marken produkten auch zusätzliche Marktsegmente und Käuferschichten durch neue, billigere Produktschienen zu erschließen.
Preisen in den letzten zwei Jahren in der Saison 2010 ein deutlich höheres Preisniveau etabliert. Die Volumina der nordamerikanischen und westeuropäischen Absatzmärkte blieben stabil. Osteuropa und Südostasien werden jedoch deutliche Wachstumsimpulse senden.
| Finanzkennzahlen | Q3 | Q3 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 205,2 m€ | 196,7 m€ |
| Operatives Ergebnis | 13,7 m€ | 14,9 m€ |
| Operative Marge | 6,7 % | 7,6 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 4,7 m€ | 5,2 m€ |
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
| Segment Frucht | 2010 11 | 2009 10 |
| Umsatzerlöse | 639,7 m€ | 607,7 m€ |
| Operatives Ergebnis | 35,4 m€ | 25,4 m€ |
| Operative Marge | 5,5 % | 4,2 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 12,7 m€ | 12,8 m€ |
Der Umsatz im Segment Frucht legte in den ersten drei Quartalen 2010|11 um 5,3 % auf 639,7 m€ zu. Gestiegene Absatzvolumina bei Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten konnten die im Berichtszeitraum etwas niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren. Insbesondere bei Fruchtzubereitungen konnte in den ersten neun Monaten der Absatz in fast allen Regionen gesteigert werden, im Schnitt wurde ein Mengenwachstum von rund 6 % erreicht. Größter Wachstumstreiber war Osteuropa, wo vor allem in Russland Marktanteile gewonnen werden konnten. Da die dortige Fabrik die Kapazitätsgrenze erreicht hat, wurde der russische Markt auch mittels Lieferungen aus Polen und der Ukraine bedient. Auch in Zentraleuropa wurden überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt.
Die gestiegenen Rohwarenpreise haben die Beerensaftkonzentratpreise beeinfl usst und lagen je nach Fruchtart um bis zu 200 % über dem vorjährigen Preisniveau. Durch die gestiegenen Preise hat sich bei allen Konzentraten die Margensituation normalisiert. Bei Apfelsaftkonzentrat hat sich der Preis während der letzten zwölf Monate aufgrund einer schlechten europäischen Ernte und einer beschränkten Verfügbarkeit chinesischer Ware im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
07 Im Fruchtsaftkonzentratbereich hat sich nach den niedrigen Das operative Ergebnis lag mit 35,4 m€ signifi kant über dem Vorjahreswert von 25,4 m€. Die operative Marge im Segment Frucht stieg auf 5,5 % (Vorjahr: 4,2 %). Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren sowohl das Mengenwachstum als auch die zahlreichen Organisations- und Verbesserungsmaßnahmen. Die erhöhten Rohstoff preise wirkten sich erst gegen Ende der Berichtsperiode aus.
Die unterdurchschnittlichen Sommerernten in Europa und Nordamerika in Kombination mit einer deutlich belebten Nachfrage führten zu Preissteigerungen bei nahezu allen Früchten. Die Herbsternte bei Beerenfrüchten wie Himbeere und Brombeere entwickelte im Verhältnis zur Sommerernte einen deutlich geringeren Preisauftrieb. Die tropischen Früchte wie Ananas und Banane haben sich ebenfalls verteuert. Die Preise von Zusatzstoff en erfuhren im Wesentlichen durch den globalen Preisanstieg landwirtschaftlicher Roh materialien einen Auftrieb. Davon betroff en waren Zucker, Flüssigzucker, alle Stärken und Pektine. Die Vorausschau auf die frühen Ernten in Mexiko und Marokko lässt ein weiter hohes Preisniveau erwarten, sodass mit weiteren Rohstoff kostensteigerungen im Fruchtzubereitungsgeschäft gerechnet wird.
Nach zwei mengenmäßig sehr guten Erntejahren für Äpfel in Europa war heuer in erster Linie bedingt durch die Witterung eine deutliche Verknappung des Rohstoff angebotes für den Fruchsaftkonzentratbereich festzustellen. Auch weil der Tafelobstbereich vorrangig bedient wurde, führte dies zu einer deutlichen Steigerung der Apfelpreise. AGRANA hat vorgebaut und mit Unternehmen in Polen und der Türkei Kooperationsverträge abgeschlossen, um, trotz eines schwierigen Rohstoff jahres, die Versorgung der Kunden mit den benötigten Mengen an Fruchtsaftkonzentraten sicherzustellen.
Die Apfelverarbeitungssaison wurde in allen Betrieben außer in Polen und China Mitte November beendet. In diesen beiden Ländern wurde bis Mitte Dezember verarbeitet.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früh erkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unter nehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2009|10 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 62 bis 66.
AGRANA BETEILIGUNGS-AG Q1–Q3 2010 | 11
08 Wie dort bereits erläutert, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 durch Kartellbehörden Untersuchungen gegen AGRANA-Tochtergesellschaften in zwei osteuropäischen Ländern eingeleitet. Gegenstand der Recherchen sind unter anderem Fragen, die in Zusammenhang mit der Reform und der Umsetzung der neuen Regelungen zum EU-Zuckermarkt stehen.
Am 7. September 2010 wurde AGRANA informiert, dass die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt|Deutschland, die Feststellung einer in der Vergangenheit liegenden Zuwiderhandlung gegen das Kartellgesetz beantragt hat. AGRANA und Südzucker haben in der Zwischenzeit zu den erhobenen Vorwürfen in Schrift sätzen an das Gericht Stellung bezogen.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Nach dem Bilanzstichtag am 30. November 2010 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.
Für das Gesamtjahr 2010|11 rechnet AGRANA mit einem Konzernumsatz von über 2 Mrd. €, bei höheren Umsätzen in allen drei Segmenten. Bereits gegen Ende des ersten Halbjahres 2010|11 waren deutliche Erhöhungen der Rohstoff preise festzustellen. Dies führte zwar zu dem von der Gesellschaft erwarteten Druck auf die Margen, welcher aber aufgrund einer lebhaften Marktnachfrage durch entsprechende Anpassung der Ver kaufspreise reduziert werden konnte. Aufgrund des guten dritten Quartals ist nunmehr für das Geschäftsjahr für alle Segmente mit einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses und der operativen Marge zu rechnen.
Im Segment Zucker wird das Geschäftsjahr 2010|11 das erste Jahr sein, in dem die Rahmenbedingungen nach der Reform der EU-Zuckermarktordnung in ihrer bis 2015 gültigen Form wirksam sein werden. Dies bedeutet, dass die temporären Belastungen aus der Restrukturierungsphase des Zuckermarktes vollständig entfallen. In der laufenden Kampagne wird neben der Erfüllung der Zuckerquote eine größere Menge an Nicht-Quotenzucker erzeugt werden. Die guten Vermarktungsmöglichkeiten bei Zucker in der EU und am Weltmarkt lassen auch für den restlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2010|11 eine positive Entwicklung erwarten. Dadurch sollte eine deutliche Ergebnisverbesserung zum Vorjahr erreicht werden können.
AGRANA erwartet im Segment Stärke für das Gesamtjahr Absatzsteigerungen und einen den Rohstoff kosten folgenden Anstieg der Marktpreise für Stärkeprodukte. Für die Bioethanolaktivitäten wird als Folge der Produktions- und Absatzmengensteigerungen ein Umsatzwachstum erwartet. Seit Sommer 2010 sind bereits teilweise deutlich höhere Rohstoff preise für die Ethanolproduktion zu verzeichnen, die die operative Marge der nächsten Monate belasten werden. Bei nativen und modifi zierten Stärken bzw. Verzuckerungs produkten und auch bei Nebenprodukten konnten die höheren Rohstoff preise in eine Anpassung der Verkaufspreise umgesetzt werden.
Im Segment Frucht zeichnet sich für das Geschäftsjahr 2010|11 eine Erholung des Marktes ab, die sich in steigenden Verkaufsmengen widerspiegeln wird. Die zum Teil sehr stark gestiegenen Fruchtpreise wurden bei Fruchtsaftkonzentraten unmittelbar in höhere Produktpreise umgesetzt und bei Fruchtzubereitungen schrittweise im Rahmen der vorgesehenen, jährlichen Preisanpassungen. Neben den gestiegenen Volumina wird das höhere Preisniveau zu einem deutlichen Umsatzanstieg im Segment führen, wobei auch das Ergebnis zulegen wird.
Das Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2010|11 wird bei rund 60 m€ liegen.
| 3. Quartal | 1.–3. Quartal | |||
|---|---|---|---|---|
| (1. September – 30. November) | (1. März – 30. November) | |||
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 2010 11 | 2009 10 | 2010 11 | 2009 10 |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| Umsatzerlöse | 551.036 | 501.588 | 1.624.382 | 1.535.801 |
| Bestandsveränderungen | 163.959 | 113.143 | 5.180 | –92.584 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 484 | 994 | 2.165 | 2.032 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.246 | 14.950 | 22.479 | 22.787 |
| Materialaufwand | –519.370 | –421.245 | –1.116.802 | –970.747 |
| Personalaufwand | –67.904 | –62.596 | –170.753 | –159.336 |
| Abschreibungen | –24.176 | –26.563 | –59.667 | –59.827 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –73.246 | –85.292 | –202.204 | –199.220 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 40.029 | 34.979 | 104.780 | 78.906 |
| Finanzerträge | 1.528 | 788 | 7.350 | 20.602 |
| Finanzaufwendungen | –5.761 | –8.151 | –27.589 | –25.526 |
| Finanzergebnis | –4.233 | –7.363 | –20.239 | –4.924 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 35.796 | 27.616 | 84.541 | 73.982 |
| Ertragsteuern | –8.122 | –4.622 | –19.512 | –16.183 |
| Konzernperiodenergebnis | 27.674 | 22.994 | 65.029 | 57.799 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 26.322 | 22.464 | 62.881 | 57.363 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 1.352 | 530 | 2.148 | 436 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | 1,85 € | 1,58 € | 4,43 € | 4,04 € |
| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | ||||
| Konzernperiodenergebnis | 27.674 | 22.994 | 65.029 | 57.799 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||||
| – Währungsdiff erenzen | –78 | –5.424 | 1.384 | 9.252 |
| – zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | –308 | –114 | –40 | 475 |
| – Cashfl ow-Hedges | –2.318 | 19 | –3.077 | 7.783 |
| – Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges | 521 | –10 | 776 | –2.119 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –2.183 | –5.529 | –957 | 15.391 |
| Gesamtperiodenergebnis | 25.491 | 17.465 | 64.072 | 73.190 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 24.046 | 17.044 | 62.341 | 71.839 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 1.445 | 421 | 1.731 | 1.351 |
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | 2010 11 | 2009 10 |
|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) | in t¤ | in t¤ |
| Cashfl ow aus dem Ergebnis | 133.104 | 107.111 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 103 | 315 |
| Veränderung des Working Capital | –87.568 | 14.132 |
| Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | 45.639 | 121.558 |
| Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | –25.181 | –23.509 |
| Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit | 41.392 | –106.476 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 61.850 | –8.427 |
| Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 1.700 | 1.334 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 70.388 | 75.458 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 133.938 | 68.365 |
| KONZERNBILANZ | Stand am | Stand am | |
|---|---|---|---|
| 30. 11. 2010 | 28. 02. 2010 | ||
| in t¤ | in t¤ | ||
| AKTIVA | |||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 249.703 | 252.446 | |
| Sachanlagen | 568.921 | 597.788 | |
| Wertpapiere | 104.959 | 104.977 | |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 6.158 | 7.027 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 14.254 | 10.652 | |
| Aktive latente Steuern | 36.510 | 30.845 | |
| 980.505 | 1.003.735 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 568.253 | 468.576 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 419.631 | 336.688 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 7.699 | 5.013 | |
| Wertpapiere | 246 | 3.515 | |
| Flüssige Mittel | 133.938 | 70.388 | |
| 1.129.767 | 884.180 | ||
| PASSIVA | |||
| A. | Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 398.904 | 364.657 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 913.476 | 879.229 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Kapital | 26.848 | 25.425 | |
| 940.324 | 904.654 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 44.284 | 44.263 | |
| Übrige Rückstellungen | 14.283 | 14.073 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 330.267 | 208.301 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.974 | 2.229 | |
| Passive latente Steuern | 20.737 | 19.369 | |
| C. | Kurzfristige Schulden | 411.545 | 288.235 |
| Übrige Rückstellungen | 30.251 | 28.592 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 298.303 | 347.160 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 408.450 | 308.533 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 21.399 | 10.741 | |
| 758.403 | 695.026 | ||
| Summe Passiva | 2.110.272 | 1.887.915 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital- | Nicht be- | Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) | Anteil der | herrschende | |
| Aktionäre | Anteile | ||
| am Kapital | |||
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| GESCHÄFTSJAHR 2010 11 | |||
| Stand am 1. März 2010 | 879.229 | 25.425 | 904.654 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –2.342 | 1 | –2.341 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | 1.802 | –418 | 1.384 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –540 | –417 | –957 |
| Konzernperiodenergebnis | 62.881 | 2.148 | 65.029 |
| Gesamtperiodenergebnis | 62.341 | 1.731 | 64.072 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –476 | –28.170 |
| Sonstige Veränderungen | –400 | 168 | –232 |
| Stand am 30. November 2010 | 913.476 | 26.848 | 940.324 |
| GESCHÄFTSJAHR 2009 10 | |||
| Stand am 1. März 2009 | 804.155 | 21.758 | 825.913 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | 6.145 | –6 | 6.139 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | 8.331 | 921 | 9.252 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | 14.476 | 915 | 15.391 |
| Stand am 30. November 2009 | 846.199 | 25.214 | 871.413 |
|---|---|---|---|
| Sonstige Veränderungen | –2.101 | 3.506 | 1.405 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –1.401 | –29.095 |
| Gesamtperiodenergebnis | 71.839 | 1.351 | 73.190 |
| Konzernperiodenergebnis | 57.363 | 436 | 57.799 |
DER AGRANA-GRUPPE ZUM 30. NOVEMBER 2010 (UNGEPRÜFT)
| SEGMENTBERICHT | 2010 11 | 2009 10 | 2010 11 | 2009 10 | |
|---|---|---|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale | in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| (1. März – 30. November) | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||||
| Zucker | 602.995 | 587.496 | Zucker | 25.969 | 19.166 |
| Stärke | 449.762 | 406.265 | Stärke | 43.451 | 34.307 |
| Frucht | 639.852 | 607.739 | Frucht | 35.360 | 25.433 |
| Konzern | 1.692.609 | 1.601.500 | Konzern | 104.780 | 78.906 |
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –42.925 | –39.823 | Zucker | 10.337 | 6.788 |
| Stärke | –25.150 | –25.847 | Stärke | 4.934 | 5.938 |
| Frucht | –152 | –29 | Frucht | 12.698 | 12.747 |
| Konzern | –68.227 | –65.699 | Konzern | 27.969 | 25.473 |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 560.070 | 547.673 | Zucker | 2.280 | 2.372 |
| Stärke | 424.612 | 380.418 | Stärke | 879 | 881 |
| Frucht | 639.700 | 607.710 | Frucht | 5.399 | 4.864 |
| Konzern | 1.624.382 | 1.535.801 | Konzern | 8.558 | 8.117 |
| 2010 11 | 2009 10 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| Zucker | 25.969 | 19.166 |
| Stärke | 43.451 | 34.307 |
| Frucht | 35.360 | 25.433 |
| Konzern | 104.780 | 78.906 |
| Investitionen | ||
| Zucker | 10.337 | 6.788 |
| Stärke | 4.934 | 5.938 |
| Frucht | 12.698 | 12.747 |
| Konzern | 27.969 | 25.473 |
| Mitarbeiter | ||
| Zucker | 2.280 | 2.372 |
| Stärke | 879 | 881 |
| Erucht | 5 200 | 1.961 |
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2010 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2010 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses erstmalig im Geschäftsjahr 2010|11 anzuwendenden Standards und Interpretationen haben zu keinen Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns geführt. Diese Vorschrift en sind im Geschäftsbericht 2009|10 auf den Seiten 77 bis 78 dargestellt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2010 angewandt.
Deren Erläuterung im Anhang des Geschäftsberichtes 2009|10 auf den Seiten 82ff gelten daher entsprechend.
Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Der Geschäftsbericht 2009|10 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Mit Ende des dritten Quartals 2010|11 erfolgte die Erstkonsolidierung der ägyptischen AGRANA Nile Fruits Processing (SAE). AGRANA ist an dieser neu gegründeten Gesellschaft mit 51 % beteiligt und bezieht sie in die Vollkonsolidierung ein.
Bereits im zweiten Quartal 2010|11 wurde die neugegründete, ungarische Biogáz Fejlesztő Kft. erstmals vollkonsolidiert. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist Gasproduktion und -vertrieb.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in den ersten drei Quartalen 2010|11 betrug 104,8 (Vorjahr: 78,9) m€. Die Ergebnisverbesserung wurde in allen Segmenten erzielt.
Das Finanzergebnis belief sich auf –20,2 (Vorjahr: –4,9) m€. Die Veränderung von –15,3 m€ war vor allem auf Währungskurseff ekte zurückzuführen. Den hohen Währungs kursgewinnen des Vorjahres von 13,2 m€ standen in den ersten drei Quartalen 2010|11 Währungskursverluste von 3,8 m€ gegenüber.
Der Konzernperiodenüberschuss betrug 65,0 (Vorjahr: 57,8) m€.
Bis Ende November 2010 erhöhte sich der Finanzmittelbestand um 63,6 m€ auf 133,9 m€. Der Cashfl ow aus dem Ergebnis war mit 133,1 (Vorjahr: 107,1) m€ um 26,0 m€ höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Veränderung im Working Capital mit –87,6 (Vorjahr: 14,1) m€ ist unter anderem auf einen verstärkten Vorratsaufbau zurückzuführen und resultierte letztlich in einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit von 45,6 (Vorjahr: 121,6) m€.
13 SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –25,2 (Vorjahr: –23,5) m€ spiegelt das weiterhin geringe Investitionsverhalten wider.
Der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 122,0 m€ stand die Reduzierung der kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten über 53,4 m€ gegenüber. Dies führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cash-Zufl uss aus der Finanzierungstätigkeit von 41,4 (Vorjahr: Cash-Abfl uss –106,5) m€.
Die Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2010 um 222,4 m€ auf 2.110,3 m€ ist vor allem auf den Aufbau der Vorräte im Zucker- und Fruchtsegment, als auch auf eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der fl üssigen Mittel zurückzuführen.
Mit einem Eigenkapital von 940,3 (28. Februar 2010: 904,7) m€ betrug die Eigenkapitalquote per Ende November 44,6 % (28. Feb ruar 2010: 47,9 %).
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.558 (Vorjahr: 8.117) Mitarbeiter beschäftigt. Der Rückgang im Segment Zucker um 92 Mit arbeiter ist auf interne Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien und Bulgarien zurückzuführen. Der Personalstand im Segment Frucht ist vor allem aufgrund des verstärkten Einsatzes von Saisonarbeitskräften in Marokko, der Ukraine und China um 535 gestiegen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für die ersten drei Quartale ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüg-
Wien, 13. Jänner 2011
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
lich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off en zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriff e wie "Mitarbeiter" oder "Arbeit nehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechts neutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu gering fügigen Rechendiff erenzen kommen.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
| 13. Mai 2011 | Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2010 11 |
|---|---|
| 1. Juli 2011 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010 11 |
| 6. Juli 2011 | Ex-Dividenden-Tag, Dividendenzahltag |
| 14. Juli 2011 | Ergebnis für das erste Quartal 2011 12 |
| 13. Oktober 2011 | Ergebnis für das erste Halbjahr 2011 12 |
| 12. Jänner 2012 | Ergebnis für die ersten drei Quartale 2011 12 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike MIDDELHOFF Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com
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