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AGRANA Beteiligungs-AG

Earnings Release Jul 14, 2011

733_rns_2011-07-14_281d237d-c527-48f2-b2a9-8f2460dcc5ab.pdf

Earnings Release

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BERICH DAS ER 2011/ HT ÜBER RSTE QUARTAL /2012 Q

HIGHLIGHTS DES ERSTEN QUARTALS 2011|12

  • █ Umsatzsteigerung auf 612,9 (Vorjahr: 540,5) m€
  • █ Operative Ergebnisverbesserung auf 61,6 (Vorjahr: 34,3) m€
  • █ Anstieg der operativen Marge auf 10,1 % (Vorjahr: 6,3 %)
  • █ Verbesserung des Konzernperiodenergebnisses auf 43,1 (Vorjahr: 19,9) m€
  • █ Eigenkapitalquote auf 51,5 % (28. Februar 2011: 48,7 %) erhöht
  • █ Gearing1 von 38,0 % (28. Februar 2011: 39,4 %)
  • █ Für das Gesamtjahr wird ein erhöhter Konzernumsatz und eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses erwartet

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofi nanzschulden zu Eigenkapital).

03 KONZERNLAGEBERICHT

  • 03 Entwicklung im ersten Quartal
  • 04 Segment Zucker
  • 05 Segment Stärke
  • 06 Segment Frucht
  • 07 Chancen- und Risikobericht
  • 07 Nachtragsbericht
  • 08 Ausblick

09 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • 09 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 09 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 10 Konzernbilanz
  • 11 Konzern-Geldfl ussrechnung
  • 11 Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
  • 12 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

14 ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

ENTWICKLUNG IM ERSTEN QUARTAL 2011|12

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1 Q1
AGRANA-Konzern 2011 12 2010 11
Umsatzerlöse 612,9 m€ 540,5 m€
EBITDA 78,5 m€ 51,9 m€
Operatives Ergebnis1 61,6 m€ 34,3 m€
Operative Marge 10,1 % 6,3 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit 61,6 m€ 34,3 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte2 14,2 m€ 7,6 m€
Mitarbeiter 8.210 8.116

Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011|12 (1. März bis 31. Mai 2011) um 72,4 m€ bzw. 13,4 % auf 612,9 (Vorjahr: 540,5) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren auf positive Marktentwicklungen bei allen Produkten bei geringeren Absatzmengen in den Bereichen Zucker und Frucht zurückzuführen. Im Segment Zucker fi el der Umsatzanstieg nur marginal aus; die höheren Verkaufspreise konnten hier die mengenmäßigen Rückgänge gerade kompensieren. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke ent wickelten sich primär aufgrund günstiger Verkaufspreise aber teilweise auch aufgrund gestiegener Absatzvolumina sehr positiv. Infolge erhöhter Rohstoff kosten aus der letztjährigen Ernte stiegen die Verkaufspreise bereits im zweiten Halbjahr 2010|11; dieser Trend setzte sich auch im ersten Quartal 2011|12 fort. Im Segment Frucht erreichte AGRANA trotz leichter Mengenrückgänge bei gleichzeitig verbesserten Marktentwicklungen vor allem bei Frucht saft konzentraten ebenfalls einen Umsatzzuwachs.

Das operative Konzernergebnis lag mit 61,6 m€ um 79,6 % oder 27,3 m€ über dem des ersten Quartals des Vorjahres (34,3 m€). Zu dieser außergewöhnlich guten Ergebnis entwicklung trugen alle drei Segmente Zucker, Stärke und Frucht bei. Einerseits wirkten sich die in den Vorjahren eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen positiv aus, andererseits profi tierte der Konzern in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres von den guten Marktbedingungen im Zucker- und Stärkegeschäft. Das Finanzergebnis blieb mit –6,2 m€ gegenüber dem Vorjahr de facto unverändert. Bei einem konstanten Zinsergebnis kompensierten Währungs gewinne einen Rückgang beim sonstigen Finanzergebnis. Nach einem Steueraufwand von 12,3 m€, der einer Steuerquote von 22,2 % entspricht, erreichte das Konzernperiodenergebnis 43,1 (Vorjahr: 19,9) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 1,39 € auf 2,93 €.

Investitionen

Im ersten Quartal 2011|12 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 14,2 (Vorjahr: 7,6) m€. Die auf das Segment Zucker entfallenden 4,1 (Vorjahr: 3,7) m€ betrafen vorwiegend den Bau des 70.000 Tonnen fassenden Zuckersilos am Standort Tulln| Österreich, der noch vor der Kampagne 2011|12 fertiggestellt werden wird. In Opava|Tschechien wurde mit der Installation einer zusätzlichen Schnitzelpresse begonnen, in der Zuckerfabrik in Sereď|Slowakei wurde die Steuerung der Zentrifugenstation erneuert. Der Bau eines dritten Fermenters für die Biogasanlage in Kaposvár|Ungarn wurde ebenfalls in Angriff genommen. Im Segment Stärke wurden 2,2 (Vorjahr: 0,8) m€ vor allem in die ungarische Maisstärkefabrik investiert, wo mit der Realisierung der Biomasse verfeuerung und dem Ausbau der Maisverarbeitungs-

1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.

2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.

leistung begonnen wurde. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen rund 7,8 (Vorjahr: 3,1) m€. Davon fl oss ein größerer Betrag in den Ankauf von Edelstahlcontainern für den Fruchtzubereitungstransport. Das neue Fertigwarenlager in Serpuchov|Russland wurde fertiggestellt und ging im Juni 2011 in Betrieb. Im Konzentratbereich wurden vor allem in Polen und Ungarn Ersatzinvestitionen zur Betriebsoptimierung getätigt.

Cashfl ow

Der Cashfl ow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 51,3 % auf 63,1 (Vorjahr: 41,7) m€ und folgte damit der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Nach einem Anstieg des Working Capitals im ersten Quartal um 52,5 (Vorjahr: 39,9) m€ belief sich der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 10,4 (Vorjahr: 2,3) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –9,8 (Vorjahr: –3,9) m€ bei erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Durch den Nettoabbau der Finanzverbind lichkeiten verbesserte sich der Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit auf –11,1 (Vorjahr: –13,2) m€.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres (28. Februar 2011) um 1,1 % geringfügig gesunkenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 48,7 % auf 51,5 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken trotz eines Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem durch den Abbau von Vorräten und einen Rückgang bei den fl üssigen Mitteln und Wertpapieren. Der Abbau von langfristigen Schulden war auf die Reduktion langfristiger Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden sanken vor allem aufgrund der Zahlungen an die Rübenbauern und der Produktionsabgabe. Die Nettofi nanzschulden zum 31. Mai 2011 lagen mit 384,8 m€ nur geringfügig über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2010|11 von 382,4 m€. Das Gearing zum Ende des ersten Quartals 2011|12 lag mit 38,0 % unter dem Wert per 28. Februar 2011 (39,4 %).

AGRANA auf dem Kapitalmarkt

Kennzahlen zur Aktie Q1
2011 12
Höchstkurs zum 01. 04. 2011 81,00 €
Tiefstkurs zum 11. 05. 2011 74,97 €
Ultimokurs zum 31. 05. 2011 76,50 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 69,23 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 1.086,5 m€

Die AGRANA-Aktie startete mit einem Kurs von 80,00 € in das Geschäftsjahr. Bei einem gesunkenen Handelsvolumen von knapp 1.800 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröff entlicht) erreichte die Aktie bei erhöhter Kursvolatilität zum Quartalsstichtag einen Wert von 76,50 €.

Die Marktkapitalisierung betrug per 31. Mai 2011 1.086,5 m€ bei einer unveränderten Aktienanzahl von 14,2 Mio. Stück. Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs.

Bei der am 1. Juli 2011 abgehaltenen 24. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG wurde für das Geschäftsjahr 2010|11 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 2,40 € (Vorjahr: 1,95 €; +23,1 %) beschlossen. Herr Dr. Jochen Fenner wurde nach dem Ausscheiden von Herrn Ludwig Eidmann für dessen restliche Funktionsperiode, also bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011|12 beschließt, als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.

Im ersten Quartal 2011|12 trat AGRANA regelmäßig mit Anlegern, Finanzjournalisten und Analysten in Kontakt und traf institutionelle Investoren unter anderem bei Roadshows in London und in Genf.

SEGMENT ZUCKER

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

In der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2011 erwartet das Analyseunternehmen F. O. Licht für das laufende Kampagne jahr 2010|11 eine Stabilisierung des niedrigen Bestands niveaus. Einem Anstieg des Verbrauchs auf 164,1 (Vorjahr: 161,1) Mio. Tonnen steht eine Produktionssteigerung auf 166,9 (Vorjahr: 158,6) Mio. Tonnen gegenüber, sodass die Bestände zum Ende des Wirtschaftsjahres mit 57,8 (Vorjahr: 56,5) Mio. Tonnen auf Vorjahresniveau bleiben sollten.

Nach den Höchstwerten von 780 USD je Tonne für Roh zucker bzw. 845 USD je Tonne für Weißzucker am 2. Februar 2011 waren fallende Weltmarktpreise zu beobachten. Seit Mitte Mai steigen die Notierungen an den Warenterminbörsen jedoch wieder an.

In Brasilien verbessern sich nach einem verzögerten Start durch starke Regenfälle langsam die Erntebedingungen. Die UNICA (Vereinigung der brasilianischen Zuckerindustrie) rechnet dennoch mit schlechteren Ernteausbeuten und einer verminderten Qualität, was wiederum eine Anpassung

05

der Produktionsprognosen nach sich ziehen wird. Aufgrund der weltweit geleerten Zuckerläger wird derzeit versucht, möglichst viel Zucker in den brasilianischen Exporthäfen zu verladen.

In Indien fallen die Exporte geringer aus als erwartet, die Behörden gaben nur rund 337.000 Tonnen an Zucker exporten für den Zeitraum Oktober 2010 bis September 2011 frei. Durch die Erweiterung der indischen Zuckeranbaufl äche wird ein Anstieg der Zuckerproduktion auf 26 bis 26,5 Mio. Tonnen im Zeitraum Oktober 2011 bis September 2012 erwartet.

Thailands Exporte profi tieren von diesen Entwicklungen. Der weltweit drittgrößte Zuckerproduzent nach Brasilien und Indien wird voraussichtlich während des zweiten und dritten Quartals 2011 monatlich rund eine Million Tonnen Zucker exportieren und im Kalenderjahr 2011 insgesamt eine Rekordmenge von rund 7 Mio. Tonnen ins Ausland verschiff en.

EU-Zuckermarkt

Die EU-Kommission hat im März 2011 ein zollfreies Importkontingent von 300.000 Tonnen beschlossen. Zusätzlich zu dieser bereits importierten Menge wurde im Mai 2011 ein weiteres Kontingent in der Höhe von 200.000 Tonnen eröff net. Die Beantragung wie auch die Vergabe der zollfreien Importlizenzen wird im Juli 2011 stattfi nden. Darüber hinaus kann die EU-Kommission mit einer Daueraus schreibung weitere Importe zu reduzierten Zöllen ermöglichen.

Zusätzlich zu den bereits genehmigten 650.000 Tonnen an Exportlizenzen für das Zuckerwirtschaftsjahr 2010|11 hat die EU-Kommission weitere Exportlizenzen in Höhe von 700.000 Tonnen ab September 2011 freigegeben. Weiters wurden für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2011|12 Exportlizenzen im Ausmaß von 650.000 Tonnen für Exporte im Zeitraum Jänner 2012 bis September 2012 zugelassen.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Zucker 2011 12 2010 11
Umsatzerlöse 182,0 m€ 181,2 m€
EBITDA 24,1 m€ 8,8 m€
Operatives Ergebnis 21,6 m€ 6,1 m€
Operative Marge 11,9 % 3,4 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 4,1 m€ 3,7 m€

Der Umsatz im Segment Zucker stieg im ersten Quartal 2011|12 geringfügig um rund 0,4 % auf 182,0 m€ an. Der hohe Weltmarktpreis und ein knappes Angebot an Zucker

in der EU führten zu gestiegenen Zuckerpreisen in den osteuropäischen Absatzgebieten. Die hohen Getreidepreise unterstützten auch die Preise von Nebenprodukten wie Trockenschnitzel und Melasse. Aufgrund des höheren Preisniveaus lagen andererseits die Verkäufe mengenmäßig unter dem Vorjahr. Dafür waren aber nicht die Heimmärkte verantwortlich, sondern die Exportmengen in andere EU-Länder und in Drittländer. AGRANAs Raffi nations kapazitäten waren zuletzt und werden 2011|12 auf Gesamtjahressicht wieder besser ausgelastet sein. Dies ist einerseits auf den Zuckerbedarf der EU und andererseits auf die größere Menge an für den Konzern wirtschaftlich verfügbaren Importlizenzen zurückzuführen.

Letztlich wurde der Handelsanteil wieder zugunsten eigenproduzierter Ware reduziert und die Marge deutlich gesteigert. Mit 21,6 (Vorjahr: 6,1) m€ verbesserte AGRANA das operative Ergebnis markant. Beigetragen haben dazu vor allem konsequente Marktbearbeitung, ausreichende Zuckerbeschaff ung sowie ein fl exibles Reagieren auf die Chancen der sich ändernden Marktbedingungen.

Rohstoff und Ernte

Die Zuckerrübenfl ächen der AGRANA-Gruppe wurden für das ZWJ 2011|12 um rund 5.000 Hektar auf über 91.000 Hektar erhöht. Der Zuckeranbau konnte trotz starker Konkurrenz durch andere landwirtschaftliche Kulturen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal ausgedehnt werden: in Österreich, Tschechien und Ungarn um 4 % bis 6 %, in der Slowakei und in Rumänien um mehr als 10 %. In Österreich wurden rund 900 Hektar für den biologischen Anbau vorgesehen. Insgesamt mussten jedoch mehr als 1.000 Hektar aufgrund von Verschlammung und Trockenheit umgebrochen werden bzw. konnten diese Flächen nicht mehr bebaut werden. Aufgrund der vorherrschenden Witterungsund Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern gute Rübenerträge zu erwarten.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Die weltweite Getreideerzeugung im Wirtschaftsjahr 2011|12 sieht der Internationale Getreiderat (IGC) bei 1,81 (Vorjahr: 1,73) Mrd. Tonnen. Sie wird damit leicht unter dem erwarteten Verbrauch von 1,82 Mrd. Tonnen bleiben. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 667 (Vorjahr: 649) Mio. Tonnen geschätzt und damit unter dem erwarteten Verbrauch von 669 (Vorjahr: 661) Mio. Tonnen liegen. Die globale Maiserzeugung wird auf 848 (Vorjahr: 812) Mio. Tonnen geschätzt und unterschreitet damit den erwarteten Verbrauch von 853 (Vorjahr: 843) Mio. Tonnen.

In der EU wird die Weizenernte 2011 laut Angaben von Strategie Grains auf 126 (Vorjahr: 127) Mio. Tonnen geschätzt. Bei Mais erwarten die Analysten eine Erntemenge von 59 (Vorjahr: 55) Mio. Tonnen. Der Binnenverbrauch in der EU soll bei Weizen 116 (Vorjahr: 114) Mio. Tonnen und bei Mais 64 (Vorjahr: 61) Mio. Tonnen betragen. Aufgrund der nach wie vor engen Versorgungslage bewegen sich die Rohstoff notierungen auf hohem Niveau und lagen am 30. Juni 2011 bei 184,50 € je Tonne für Weizen der kommenden Ernte (Termin November, Euronext LIFFE).

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Stärke 2011 12 2010 11
Umsatzerlöse 193,3 m€ 135,4 m€
EBITDA 29,0 m€ 21,5 m€
Operatives Ergebnis 22,5 m€ 15,3 m€
Operative Marge 11,6 % 11,3 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 2,2 m€ 0,8 m€

Der Umsatzzuwachs im ersten Quartal 2011|12 von 135,4 m€ auf 193,3 m€ war hauptsächlich auf höhere Verkaufs preise bei allen wesentlichen Produktgruppen sowie Nebenprodukten zurückzuführen, die den höheren Rohstoff preisen folgten. Mengenmäßig konnte das Vorjahr ebenfalls übertroff en werden, insbesondere aufgrund höherer Absätze von Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten.

Die Verkaufspreise und -mengen für Bioethanol überstiegen das Vorjahresniveau. Bei den Stärkeprodukten für den technischen Bereich ist eine starke Marktnachfrage durch die Papier- und Wellpappenindustrie festzustellen, die ihre Kapazitäten voll auslastet. Weiters sorgt die physische Verknappung am Zuckermarkt für eine Belebung des Geschäftes mit Stärkeverzuckerungsprodukten.

Mit einem operativen Ergebnis von 22,5 m€ wurde der Vorjahreswert von 15,3 m€ deutlich übertroff en. Dies führte zu einer leichten Steigerung der operativen Marge von 11,3 % auf 11,6 %, welche insbesondere eine bessere Performance der AGRANA Stärke GmbH sowie der rumänischen Beteiligung S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. widerspiegelt.

Rohstoff , Ernte und Produktion

im Kartoff elstärkebereich wurden für das Anbaujahr 2011 mit rund 1.400 Landwirten Kontrakte über 207.000 Tonnen Stärke- und 12.600 Tonnen Bio-Stärkeindustriekartoff eln

abgeschlossen. Die Kontrakte für Speiseindustrie- und Bio-Speiseindustriekartoff eln liegen mit 11.900 bzw. 6.500 Tonnen etwas über Vorjahresniveau. Die günstige Witterung lässt eine zügige Entwicklung der Bestände erwarten.

Der Maiseinkauf für die Stärkefabrik in Aschach|Österreich ist bis zur neuen Ernte abgeschlossen. Für den Anbau 2011 wurden im Spezialmaisbereich (Bio-Mais, Wachsmais, Garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 61.000 Tonnen fi xiert.

In Ungarn wurde die Mais-Anbaufl äche im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10 % auf rund 1,2 Mio. Hektar ausgedehnt. HUNGRANA ist ausgehend von der voraussichtlichen Gesamtverarbeitungsmenge von rund 1,1 Mio. Tonnen pro Jahr zu rund zwei Drittel mit Rohstoff gedeckt. Die verbleibende Menge wird sich zum Großteil aus erntefrischem Nassmais sowie Trockenmais aus der neuen Ernte zusammensetzen.

In Rumänien wird eine Mais-Anbaufl äche von 2,5 Mio. Hektar, um 9 % mehr als im Vorjahr, erwartet. Der Mais an bau konnte unter günstigen Bedingungen durchgeführt werden.

Bioethanol Österreich

Der Getreide- und Maiseinkauf für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf|Österreich ist bis zur neuen Ernte zum Großteil fi xiert. Inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge für die kommende Ernte ist die Rohstoff versorgung für das Geschäftsjahr 2011|12 mit bereits rund 85 % gegeben.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

Das langfristige Wachstumspotenzial der globalen Fruchtjoghurt-Märkte ist intakt, allerdings ist derzeit in einzelnen Märkten eine deutliche Konsumzurückhaltung spürbar. Dieses Verhalten resultiert einerseits aus gestiegenen Infl ationsraten, andererseits führen die höheren Kosten für Rohstoff e, Energie, Verpackungsmaterialien etc. bei den Herstellern zu deutlichen Einsparungen bei Werbung und Promotions. Dies bremste letztlich die Nachfrageentwicklung bei Fruchtjoghurts. Beide Faktoren, Infl ation und reduzierte Marktinvestitionen, zeigen sich sowohl in entwickelten Märkten wie auch in Schwellenländern.

Die wirtschaftliche Stabilisierung in den Märkten Osteuropas hat sich fortgesetzt und damit ist auch der Fruchtsaft konzentratbedarf weiter gestiegen. In den entwickelten Märkten

07

Europas hatte die wirtschaftliche Situation nur geringe Auswirkungen auf den Fruchtsaftkonsum. Der westeuropäische Markt wird stärker von Markttrends wie aromatisiertem Wasser oder einem geringeren Fruchtsaftanteil zur Reduzierung des Energiegehaltes der Getränke beeinfl usst.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 Q1
Segment Frucht 2011 12 2010 11
Umsatzerlöse 237,5 m€ 223,9 m€
EBITDA 25,3 m€ 21,6 m€
Operatives Ergebnis 17,6 m€ 12,8 m€
Operative Marge 7,4 % 5,7 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 7,8 m€ 3,1 m€

Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Quartal 2011|12 um 6,1 % auf 237,5 m€ zu. In den meisten Fruchtzubereitungsmärkten konnte der Vorjahresabsatz gehalten werden. In Osteuropa wirkte sich die Inbetriebnahme eines Werkes in Russland durch einen Mitbewerber aus und führte kurzfristig zu einem erwarteten Verlust von Absatzmengen. Das Joint Venture AGRANA Nile Fruits Processing (SAE) in Ägypten ging Ende Mai 2011 in Betrieb, wirkte sich auf Absatz und Ergebnis jedoch noch nicht aus. Bei Fruchtsaft konzentraten erfolgte die plan mäßige Auslieferung der in der Verarbeitungssaison 2010 abgeschlossenen Kontrakte. Die Verkaufspreise zeigten sich im ersten Quartal stabil auf hohem Niveau und es konnten zudem kontinuierlich neue Kontrakte abgeschlossen werden.

Das operative Ergebnis von 17,6 m€ lag über dem Vorjahres wert von 12,8 m€. Die operative Marge im Segment Frucht stieg auf 7,4 % (Vorjahr: 5,7 %). Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war vor allem die Profi tabilität im Frucht saftkonzentratbereich, wo auch die zahlreichen Organi sations- und Verbesserungsmaßnahmen ihre Wirkung zeigten.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Die Nachfrage nach Früchten konnte witterungsbedingt von den Hauptanbaugebieten nicht gedeckt werden, wie die Winter- und Frühjahrsernten bei Erdbeere in Mexiko, Marokko, Ägypten und Spanien ganz deutlich zeigen. Freie Mengen aus diesen Regionen sind nur mehr beschränkt erhältlich. Dabei zeigt sich weiterhin eine hohe Nachfrage am Frischmarkt, die mit der Rohstoff verfügbarkeit für die industrielle Verarbeitung konkurriert.

Die relativ hohen Preisniveaus, die sich zu Jahresbeginn etabliert haben, werden sich auch in den Regionen der Sommerernten bei Erdbeere fortsetzen, zumal in Polen früher Frost die Kulturen geschädigt hat. Die Beschaff ung von Kirschen und Heidelbeeren wird im heurigen Geschäftsjahr eine besondere Herausforderung darstellen, da kaum Lagerbestände verfügbar sind und die Nachfrage auf den Märkten ungebrochen hoch ist.

Erste Indikatoren bei Steinfrüchten zeigen deutliche Preissteigerungen bei Pfi rsich und Marille aufgrund einer schwierigen Erntesituation in Griechenland und Spanien. In allen Fällen gibt es Möglichkeiten, Versorgungs- und Preisrisiken zu minimieren, die AGRANA bestmöglich ausschöpfen wird. In Nordamerika sind die Ernteprognosen für Steinund Kernfrüchte gut, obwohl auch hier aufgrund der starken Nachfrage mit Preissteigerungen zu rechnen ist.

Der Frost im Mai hat auch die Apfelkulturen in Europa in einem unterschiedlichen Ausmaß getroff en. Während die Hauptanbauregionen in Polen weitgehend unbeschädigt geblieben sind, wurde die Anbauregion in Ostungarn stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass ein Ernteausfall von bis zu 70 % befürchtet werden muss. Aus heutiger Sicht wird in Europa eine durchschnittliche Apfelernte erwartet. In den Regionen außerhalb von Europa (China, Türkei und Ukraine) werden durchaus günstige Witterungsbedingungen und gute Ernteerwartungen gemeldet. Durch die kalte Witterung während der Blüte wird europaweit für Schwarze Johannisbeeren und Sauerkirschen eine unterdurchschnittliche Ernte prognostiziert.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früh erkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2010|11 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 59 bis 63.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag am 31. Mai 2011 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

AUSBLICK

Für das Gesamtjahr 2011|12 rechnet AGRANA aufgrund eines positiven Marktumfeldes mit einem erhöhten Konzernumsatz. Beim operativen Ergebnis wird nunmehr eine deutliche Steigerung, die von allen Segmenten getragen wird, erwartet. Erreicht werden soll die positive Ergebnisentwicklung unter anderem durch weitere Verbesserungen in Form von Prozessoptimierungen und Energieeffi zienzsteigerungen.

Im Segment Zucker sollten angesichts der aktuellen Marktbedingungen auch im zweiten Quartal 2011|12 ein gegenüber Vorjahr steigender Umsatz und ein verbessertes Ergebnis erzielt werden können. Aufgrund der hohen Volatilität des Weltmarktpreises, der sich durch die Importnotwendigkeit der EU immer stärker auch auf den Binnenmarkt auswirkt, kann es sehr rasch zu Marktänderungen kommen, die auch entsprechende Ergebniseff ekte haben können. Prog nosen sind daher wesentlich schwieriger und mit größerer Ungenauigkeit behaftet als in den Jahren davor. Dennoch wird aufgrund der Möglichkeit der AGRANA, im Zucker geschäft mit einer gewissen Flexibilität (Rübenzucker, Raffi nation und Handelsgeschäft einerseits und Binnenmarkt und Weltmarktexporte andererseits) zu agieren, für das Gesamtjahr 2011|12 mit einer deutlichen Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Aufgrund der positiven Entwicklungen im ersten Quartal 2011|12 wird für das Segment Stärke für das Gesamtjahr ein deutlich über dem Vorjahr liegender Umsatz erwartet. Es wird mit einer weiterhin starken Marktnachfrage nach Stärke produkten im technischen Bereich und mit Absatzzuwächsen bei Isoglukose, Bioethanol und Nebenprodukten gerechnet. AGRANA ist optimistisch, die operative Marge des Vorjahres halten zu können.

Im Segment Frucht erwartet AGRANA in der Division Fruchtzubereitungen eine stabile Mengenentwicklung bei steigenden Rohstoff preisen im zweiten Halbjahr 2011|12. Davon werden vor allem Erdbeeren, Kirschen und tropische Früchte betroff en sein. Aufgrund höherer Durchschnitts erlöse wird mit einem Umsatzwachstum für das Gesamtjahr gerechnet, das operative Ergebnis wird über dem Vorjahr erwartet. Bei Apfelsaftkonzentraten rechnet AGRANA im Jahresverlauf aufgrund der durchschnittlichen Ernte prog nosen in Europa und China mit einem herausfordernden Markt umfeld ab der neuen Ernte. Der Konzentratbereich wird sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis deutlich zulegen.

Im Geschäftsjahr 2011|12 wird in allen drei Segmenten mit insgesamt rund 100 m€ wieder verstärkt investiert, um den langfristigen Wachstumskurs nachhaltig zu unterstützen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2011 (UNGEPRÜFT)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2011 12 2010 11
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 612.906 540.470
Bestandsveränderungen –64.325 –105.239
Andere aktivierte Eigenleistungen 796 722
Sonstige betriebliche Erträge 5.730 6.145
Materialaufwand –355.888 –272.956
Personalaufwand –55.898 –52.362
Abschreibungen –16.857 –17.594
Sonstige betriebliche Aufwendungen –64.837 –64.912
Ergebnis der Betriebstätigkeit 61.627 34.274
Finanzerträge 2.199 1.749
Finanzaufwendungen –8.431 –7.987
Finanzergebnis –6.232 –6.238
Ergebnis vor Ertragsteuern 55.395 28.036
Ertragsteuern –12.317 –8.089
Konzernperiodenergebnis 43.078 19.947
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 41.602 19.682
davon nicht beherrschende Anteile 1.476 265
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 2,93 € 1,39 €
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 2011 12 2010 11
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Konzernperiodenergebnis 43.078 19.947
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdiff erenzen –384 11.039
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 48 100
– Cashfl ow-Hedges 187 –919
– Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges –64 269
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse –213 10.489
Gesamtperiodenergebnis 42.865 30.436
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 41.279 30.301
davon nicht beherrschende Anteile 1.586 135
KONZERNBILANZ Stand am Stand am
31. 05. 2011 28. 02. 2011
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 246.940 248.551
Sachanlagen 576.804 577.709
Wertpapiere 104.750 104.598
Beteiligungen und Ausleihungen 6.152 6.152
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 13.525 13.827
Aktive latente Steuern 32.422 31.000
980.593 981.837
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 491.039 528.241
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 429.654 400.107
Laufende Ertragsteuerforderungen 9.692 7.179
Wertpapiere 96 4.411
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.474 70.427
989.955 1.010.365
Summe Aktiva 1.970.548 1.992.202
A. PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 468.637 427.564
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 983.209 942.136
Nicht beherrschende Anteile 30.656 28.558
1.013.865 970.694
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 42.012 41.957
Übrige Rückstellungen 13.017 12.971
Finanzverbindlichkeiten 238.514 267.004
Sonstige Verbindlichkeiten 1.962 2.308
Passive latente Steuern 19.383 19.088
314.888 343.328
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 42.917 39.787
Finanzverbindlichkeiten 310.577 294.868
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 265.370 328.619
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 22.931 14.906
641.795 678.180
Summe Passiva 1.970.548 1.992.202
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2011 12 2010 11
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Cashfl ow aus dem Ergebnis 63.101 41.683
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen –185 576
Veränderung des Working Capital –52.534 –39.912
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.382 2.347
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit –9.802 –3.943
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit –11.087 –13.233
Veränderungen des Finanzmittelbestandes –10.507 –14.829
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –446 2.576
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 70.427 70.388
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 59.474 58.135
KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital Nicht be- Summe
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) der AGRANA- herrschende
Aktionäre Anteile
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2011 12
Stand am 1. März 2011 942.137 28.558 970.695
Bewertungseff ekte IAS 39 173 –2 171
Veränderung des Eigenkapitals aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen –496 112 –384
Sonstige Ergebnisse –323 110 –213
Konzernperiodenergebnis 41.602 1.476 43.078
Gesamtperiodenergebnis 41.279 1.586 42.865
Sonstige Veränderungen –207 512 305
Stand am 31. Mai 2011 983.209 30.656 1.013.865

GESCHÄFTSJAHR 2010|11

Stand am 1. März 2010 879.229 25.425 904.654
Bewertungseff ekte IAS 39 –554 4 –550
Veränderung des Eigenkapitals aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 11.173 –134 11.039
Sonstige Ergebnisse 10.619 –130 10.489
Konzernperiodenergebnis 19.682 265 19.947
Gesamtperiodenergebnis 30.301 135 30.436
Sonstige Veränderungen –297 280 –17
Stand am 31. Mai 2010 909.233 25.840 935.073

11

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2011 (UNGEPRÜFT)

(1. März – 31. Mai)
Umsatzerlöse (brutto) Ergebnis der Betriebstätigkeit
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Umsatzerlöse Mitarbeiter
SEGMENTBERICHT 2011 12 2010 11 2011 12 2010 11
für das erste Quartal in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1. März – 31. Mai)
Umsatzerlöse (brutto) Ergebnis der Betriebstätigkeit
Zucker 199.825 193.356 Zucker 21.596 6.138
Stärke 195.808 143.583 Stärke 22.481 15.304
Frucht 238.295 223.971 Frucht 17.550 12.832
Konzern 633.928 560.910 Konzern 61.627 34.274
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Zucker –17.788 –12.197 Zucker 4.145 3.740
Stärke –2.467 –8.181 Stärke 2.209 799
Frucht –767 –62 Frucht 7.843 3.062
Konzern –21.022 –20.440 Konzern 14.197 7.601
Umsatzerlöse Mitarbeiter
Zucker 182.037 181.159 Zucker 2.022 2.023
Stärke 193.341 135.402 Stärke 879 871
Frucht 237.528 223.909 Frucht 5.309 5.222
Konzern 612.906 540.470 Konzern 8.210 8.116

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2011 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2011 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

Der Geschäftsbericht 2010|11 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die erstmalig im Geschäftsjahr 2011|12 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben sich hieraus nicht ergeben. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2011 angewandt. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2010|11 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertrag steuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im ersten Quartal 2011|12 kam es zu keiner Veränderung des Konsolidierungskreises.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die vor der Zuckerkampagne angefallenen Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Produktionsvorbereitung werden bereits unterjährig innerhalb der betroff enen Aufwandsart erfasst und innerhalb der Vorräte als unfertige Erzeugnisse aktiviert. Im vorherigen Geschäftsjahr erfolgte unterjährig eine Abgrenzung unter den sonstigen Vermögenswerten und erst im Verlauf der Kampagne wurde der Verbrauch innerhalb der betroff enen Aufwandsart erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit beträgt im ersten Quartal 2011|12 61,6 (Vorjahr: 34,3) m€. Zu dieser Ergebnis verbesserung trugen alle drei Segmente – Zucker, Stärke und Frucht – bei, wobei man den stärksten Anstieg im Segment Zucker erzielen konnte.

Das Finanzergebnis beläuft sich wie im Vorjahr auf –6,2 m€ und resultiert vor allem aus dem Zinsergebnis.

Der Konzernperiodenüberschuss beträgt 43,1 (Vorjahr: 19,9) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Von Anfang März bis Ende Mai 2011 sank der Finanzmittelbestand um 11,0 m€ auf 59,5 m€.

Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Quartalsende 10,4 (Vorjahr: 2,3) m€. Die Steigerung beim Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zur Vorjahresperiode ist auf einen um rund 21,4 m€ besseren Cashfl ow aus dem Ergebnis zurückzuführen, welcher wiederum durch einen gegenüber dem Vorjahr höheren Working-Capital-Bedarf reduziert wurde.

Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –9,8 (Vorjahr: –3,9) m€ spiegelt die im Geschäftsjahr gestiegenen Investitionen im Segment Stärke (vor allem in Ungarn) und im Segment Frucht (vor allem in Russland) wider.

Die Rückzahlung von vor allem langfristigen Finanzverbindlichkeiten führte zu einem Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von –11,1 (Vorjahr: –13,2) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2011 um 21,7 m€ auf 1.970,5 m€ ist wie im Vorjahr im Wesentlichen auf den Abbau der Vorräte zurückzuführen. Auf der Passivseite sind reduzierte Finanzverbindlichkeiten und reduzierte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten für die Bilanzsummenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 1.013,9 (28. Februar 2011: 970,7) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende Mai 51,5 % (28. Februar 2011: 48,7 %).

MITARBEITER

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.210 (Vorjahr: 8.116) Mitarbeiter be schäftigt. Die Erhöhung des Personalstands im Segment Frucht um 87 ist vor allem auf den verstärkten Einsatz von Saisonarbeitskräften in Argentinien, Marokko und Serbien zurückzuführen.

ANGABEN ÜBER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen gab es seit dem 28. Februar 2011 keine wesentlichen Veränderungen. Geschäfte mit solchen (juristischen) Personen im Sinne von IAS 24 erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den AGRANA-Geschäftsbericht zum 28. Februar 2011 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag am 31. Mai 2011 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfl uss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns für das erste Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Wien, 14. Juli 2011

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off en zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN/PROGNOSEN

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Personenbezogene Begriff e wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendiff erenzen kommen.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

KAPITALMARKTKALENDER

13. Oktober 2011 Ergebnis für das
erste Halbjahr 2011 12
  1. Jänner 2012 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2011|12

WEITERE INFORMATIONEN

AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. (FH) Christine GÖLLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes

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