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AGRANA Beteiligungs-AG

Earnings Release Jul 14, 2010

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Earnings Release

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BERICHT ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2010|11

KONZERNLAGEBERICHT DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2010

HIGHLIGHTS DES ERSTEN QUARTALS 2010|11

  • █ Umsatzsteigerung um 6,8 % bedingt durch Mengenzuwächse in allen Segmenten
  • █ Operative Ergebnisverbesserung um 71,0 %
  • █ Anstieg der operativen Marge auf 6,3 %
  • █ Eigenkapitalquote von 51,2 %
  • █ Erwartungen für Gesamtjahr 2010|11 mit leichter Umsatzsteigerung und Anstieg des operativen Ergebnisses werden bestätigt

ENTWICKLUNG IM ERSTEN QUARTAL 2010|11

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen
AGRANA-Konzern
Q1 2010 11 Q1 2009 10
Umsatzerlöse 540,5 m€ 506,2 m€
Operatives Ergebnis 34,3 m€ 20,0 m€
Operative Marge 6,3 % 4,0 %
Ergebnis der Betriebstätigkeit 34,3 m€ 20,0 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 7,6 m€ 6,8 m€
Mitarbeiter 8.116 7.989

Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010|11 (1. März bis 31. Mai 2010) um 34,3 m€ bzw. 6,8 % auf 540,5 (Vorjahr: 506,2) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren auf Absatzmengensteigerungen bei gleichzeitig etwas gesunkenen Preisen zurückzuführen. Neben geringeren Quoten zuckerumsätzen im Segment Zucker konnten die Nicht quotenzuckerexporte erheblich gesteigert werden. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke entwickelten sich aufgrund erhöhter Verkaufsvolumina ebenfalls positiv. Die Verkaufspreise bei Stärkeprodukten zeigten infolge der Anpassung an die gesunkenen Rohstoff kosten der letztjährigen Ernte eine rückläufi ge Tendenz. Im Segment Frucht verzeichnete AGRANA den größten Umsatzzuwachs, der durch Absatzsteigerungen sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten realisiert wurde.

Das operative Konzernergebnis lag mit 34,3 m€ um 71,0 % oder 14,3 m€ über dem Vorjahresvergleichsquartal (20,0 m€). Die Ergebnissteigerung basierte vor allem auf der Verbesserung im Segment Frucht, wo sich das Absatzplus auch in den Ergebnissen widerspiegelte. Des weiteren schlagen sich die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Optimierungsschritte wie erwartet positiv im operativen Ergebnis nieder. Das Finanzergebnis von –6,2 (Vorjahr: 1,0) m€ spiegelt die aktuell volatile Situa tion insbesondere bei den Währungen in Polen, Rumänien und Ungarn wider. Nach einem Steueraufwand von 8,1 m€, entsprechend einer Steuerquote von 29 %, beläuft sich das Konzernperioden ergebnis auf 19,9 (Vorjahr: 16,7) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 1,19 € auf 1,39 €.

Investitionen

Im ersten Quartal 2009|10 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 7,6 (Vorjahr: 6,8) m€. Auf das Segment Zucker entfi elen davon 3,7 (Vorjahr: 1,7) m€ und betrafen vorwiegend die Standorte in der Slowakei (Errichtung eines neuen Melassetanks), in Ungarn (weitere Investition in die Biogasanlage in Kaposvár) und in Tschechien. Im Segment Stärke gingen 0,8 (Vorjahr: 1,9) m€ schwerpunktmäßig in technische Maschinen und Anlagen in Ungarn. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 3,1 (Vorjahr: 3,2) m€. Damit wurde die Produktion von Schokofrüchtchen am österreichischen Standort Gleisdorf errichtet.

Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von –30,8 m€ auf 2,3 m€ aufgrund des geringeren Working Capital-Bedarfs, der vor allem auf gesunkene Vorräte und einen höheren Abbau der Verbindlichkeiten (Wegfall der Restrukturierungsabgabe) zurückzuführen war. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit lag mit –3,9 m€ über dem Vorjahreswert von –0,9 m€. Der Abbau von Finanzverbindlichkeiten führte zu einem Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von –13,2 (Vorjahr: 17,5) m€.

Vermögens- und Finanzlage

Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2010 um 3,2 % reduzierten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf 51,2 % (nach 47,9 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 59,9 m€. Dabei standen einem Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der Umsatzsteigerung geringere Vorräte sowie ein Rückgang der fl üssigen Mittel gegenüber. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden um 94,1 m€ resultierte überwiegend aus den Zahlungen an die Rübenbauern und der Produktionsabgabe sowie den gesunkenen Finanzverbindlichkeiten. Die Nettofi nanzschulden zum 31. Mai 2010 lagen mit 378,9 m€ um 2,3 m€ über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2009|10.

AGRANA-Aktie

Kennzahlen zur Aktie Q1 2010 11
Höchstkurs zum 23. 04. 2010 75,60 €
Tiefstkurs zum 26. 05. 2010 56,88 €
Ultimokurs zum 31. 05. 2010 61,77 €
Buchwert je Aktie zum Ultimo 65,84 €
Marktkapitalisierung zum Ultimo 877,3 m€

Die AGRANA-Aktie verzeichnete im Laufe des ersten Quartals 2010|11 einen Wertverlust im Ausmaß von 15 %, während der ATX im gleichen Zeitraum um 3 % zulegte. Mit einem gesunkenen Handelsvolumen von knapp 3.000 Stück (Einfachzählung) erfolgte eine starke Marktbewegung in der AGRANA-Aktie infolge der Umstellung des MSCI-Bench mark-Index am 26. Mai 2010. Im Juni zeigte sich allerdings eine Bereinigung dieses Einmaleff ektes. Die Marktkapitalisierung betrug per 31. Mai 2010 877,3 m€ bei einer unveränderten Aktienzahl von 14,2 Mio. Stück. Mit Wirkung per 21. Juni 2010 wurde AGRANA in den österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX aufgenommen. Der Aktienindex umfasst 22 von 60 börsenotierten Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind. Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Die Aktie > Aktienkurs.

03 Cashfl ow SEGMENT ZUCKER

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

Die zu Jahresbeginn stark – auf ein 30-Jahres-Hoch – an gestiegenen Weltmarktnotierungen zeigten im Verlauf des ersten Quartals eine Rückkehr zu einem eher normalen Notierungsniveau. Ende Mai 2010 lag der Weltmarktpreis für Rohzucker bei 313 USD je Tonne bzw. 254 € je Tonne. Der Weltmarktpreis für Weißzucker betrug 469 USD bzw. 381 € je Tonne.

Europäischer Zuckermarkt

Aufgrund der sehr guten Ernte stieg die EU-Zucker pro duktion im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2009|10 auf 17,5 (Vorjahr: 15,3) Mio. Tonnen, wobei der Zuwachs zu höheren Nichtquotenzuckermengen führte. Deshalb hat die EU-Kommission das Exportkontingent für Nichtquotenzucker für das ZWJ 2009|10 auf 1.850.000 Tonnen bis Ende Juni 2010 ange hoben. Für das ZWJ 2010|11 (Oktober 2010 bis September 2011) geht die EU-Kommission von einem ausgeglichenen europäischen Markt aus und hat deshalb keine präventive Marktrück nahme beschlossen. Als Exportmenge von Nichtquotenzucker sind 650.000 Tonnen vorgesehen. Für Industriezucker (für die Verwendung in der Chemie-, Fermentationsund Ethanolindustrie) hat die EU-Kommission eine zollfreie Importquote von 400.000 Tonnen geöff net.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 2010 11 Q1 2009 10
Segment Zucker
Umsatzerlöse 181,2 m€ 175,5 m€
Operatives Ergebnis 6,1 m€ 3,9 m€
Operative Marge 3,4 % 2,2 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 3,7 m€ 1,7 m€

Der Umsatz im Segment Zucker stieg im ersten Quartal um 3,2 % auf 181,2 m€ aufgrund der hohen Absatzmengen. Die Preise für Quotenzucker lagen jedoch unter Vorjahr. Beim Export von Nichtquotenzucker profi tierte AGRANA mengenmäßig und von den gestiegenen Weltmarktpreisen zu Jahresbeginn. Die Raffi nationskapazitäten in Rumänien konnten infolge der begrenzten Verfügbarkeit an Rohzucker nicht ausgelastet werden. Somit wurde der Markt mit einem höheren Anteil an zugekauftem Handelszucker bedient. Die Versorgung des bulgarischen Marktes ist von der begrenzten Verfügbarkeit von wettbewerbsfähigem Zucker abhängig.

04 Mit einem operativen Ergebnis von 6,1 (Vorjahr: 3,9) m€ verbesserte AGRANA die operative Marge des Zucker segments auf 3,4 % (Vorjahr: 2,2 %). Durch Kostenentlastun gen gelang eine Margenausweitung bei Quoten- und Nichtquotenzucker aus eigener Produktion in der Kampagne 2009. Darüber hinaus wurde das operative Ergebnis durch die Exportmöglichkeiten von Nichtquotenzucker aufgrund höherer Weltmarktpreise positiv beeinfl usst. Am Westbalkan ist eine Trendumkehr festzustellen, nachdem die Vormonate von der Weltmarktpreissituation negativ belastet waren.

Rohstoff und Ernte

In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für das ZWJ 2010|11 auf 88.200 Hektar ausgeweitet. In Österreich wurden davon rund 750 Hektar für den biologischen Anbau vorgesehen. In der Slowakei konnte eine Flächenausweitung um rund 20 % auf rund 8.800 Hektar erzielt werden. Aufgrund der vorherrschenden Witterungs- und Vegetationsbedingungen sind in allen Ländern gute Rübenerträge zu erwarten. Die massiven Niederschläge im Mai könnten einige Rübenbestände infolge von Überschwemmungen gefährden.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Ernteschätzungen des Internationalen Getreiderates (IGC) rechnen mit einer weltweiten Getreideproduktion im Wirt schaftsjahr 2010|11 (Juli 2010 bis Juni 2011) von 1,78 Mrd. Tonnen. Diese Erwartung liegt auf Vorjahresniveau und entspricht dem erwarteten Verbrauch. Bei der welt weiten Weizenproduktion wird ein geringfügiger Aufbau der globalen Lagerbestände geschätzt, während der Mais ver brauch über der globalen Erzeugung erwartet wird. Nach Einschätzungen von Stratégie Grains für die Ernte 2010 in der EU liegen die Weizen- und Maismengen leicht über den Vorjahresmengen.

Die Platts-Notierungen für Bioethanol zeigten im Berichtszeitraum eine rückläufi ge Tendenz (per Ende Mai 2010 bei rund 480 € je m³ FOB Rotterdam). Ausschlaggebend dafür waren die geringe Nachfrage und ein steigendes Angebot, das sowohl aus europäischer Produktion als auch aus Importware resultierte. Stabilisierende Impulse für die Entwicklung der Notierungen in den kommenden Monaten werden sowohl im steigenden Benzinverbrauch in den Sommermonaten als auch in wechselkursbedingt teurer werdenden Importen aus Drittstaaten gesehen.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen
Segment Stärke
Q1 2010 11 Q1 2009 10
Umsatzerlöse 135,4 m€ 125,6 m€
Operatives Ergebnis 15,3 m€ 11,1 m€
Operative Marge 11,3 % 8,8 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 0,8 m€ 1,9 m€

Der Umsatzzuwachs im ersten Quartal 2010|11 von 125,6 m€ auf 135,4 m€ war hauptsächlich auf höhere Ver kaufsmengen bei allen wesentlichen Produktgruppen sowie bei den Nebenprodukten zurückzuführen. Diese Absatz steigerungen konnten die niedrigeren Verkaufspreise überkompensieren. Die Verkaufspreise und -mengen für Bio ethanol lagen über dem Vorjahresniveau. Bei den Stärke produkten für den technischen Bereich ist eine Markt belebung durch die Papierund Wellpappenindustrie zu verzeichnen, die nach dem Rückschlag im Jahr 2009 nunmehr ihre Kapazitäten wieder voll auslastet. Die im Berichts zeitraum stattgefundene Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar sorgte für vermehrte Export tätigkeit der europäischen Industrie und Verarbeiter.

Mit einem operativen Ergebnis von 15,3 m€ wurde der Vorjahreswert von 11,1 m€ um 4,2 m€ übertroff en. Neben dem Absatzmengenzuwachs waren die Rohstoff - und Energiekosteneinsparungen ausschlaggebend für die Steigerung der operativen Marge von 8,8 % auf 11,3 %. Diese spiegelt eine gesteigerte Performance des österreichischen Bioethanolgeschäftes sowie eine Ergebnisverbesserung der ungarischen Joint-Venture-Aktivitäten wider.

Rohstoff und Ernte

Der Maiseinkauf für die Stärkeverarbeitung ist bis zur neuen Ernte großteils abgeschlossen. Für den Anbau 2010 wurden in Österreich Kontrakte über rund 30.000 Tonnen für den Spezialmais-Bereich (Bio-Mais, Wachsmais, garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) fi xiert. In Ungarn hat sich die Maisanbaufl äche witterungsbedingt um rund 10 % auf rund 1,1 Mio. Hektar reduziert. Aufgrund der lang anhaltenden Niederschläge konnten nicht alle geplanten Maisfl ächen bearbeitet werden. Die Gesamtverarbeitungsmenge der HUNGRANA von rund 1 Mio. Tonnen pro Jahr ist zu rund 75 % geschlossen. Die ver bleibende Menge wird sich vor allem aus ernte frischem Nass mais der Monate September, Oktober und November zu sammensetzen. In Rumänien wird die Mais anbaufl äche mit 2,3 Mio. Hektar auf Vorjahresniveau erwartet. Der Maisanbau wurde aufgrund der nasskalten Witterung um einige Wochen verzögert. Derzeit herrschen für die Maiskulturen aufgrund der guten Bodenfeuchtigkeit optimale Bedingungen vor.

05

Im Kartoff elstärkebereich wurden für das Anbaujahr 2010 mit rund 1.500 Landwirten Kontrakte über 200.000 Tonnen Stärke- und 6.900 Tonnen Bio-Stärkeindustriekartoff eln abgeschlossen. Die bisherigen Vegetationsbedingungen waren durch kühle Temperaturen und häufi ge Niederschläge gekennzeichnet. Die Kontrakte für Speiseindustriekartoff eln liegen insgesamt auf Vorjahresniveau, wobei die Bio-Kon trakte auf 6.200 Tonnen ausgedehnt und die normalen Speiseindustrie-Kontrakte auf 11.800 Tonnen reduziert wurden.

Bioethanol

Der Nachweis der nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoff en muss ab 1. Jänner 2011 EU-weit umgesetzt werden. In Österreich wird die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien für Rohstoff e durch die Agrarmarkt Austria (AMA) erfolgen. Rohstoff e von Landwirten, die Betriebsprämienbezieher sind und sich folglich an die Cross-Compliance-Bedingungen und an die geltenden Natur schutz gesetze halten, sollen dabei als nachhaltig eingestuft werden.

Die Bioethanolanlage in Pischelsdorf wird mit Weizen, Mais und Triticale versorgt, wobei die Eindeckung von Weizen bis zum Anschluss an die neue Ernte großteils erfolgt ist. Die Rohstoff versorgung für das Geschäftsjahr 2010|11 ist inklusive der Ethanolgetreide-Anbauverträge zu rund zwei Drittel gegeben.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

Die Nachfrage nach Fruchtzubereitungen zeigt eine Erholung in Europa und Zuwächse insbesondere in Regionen mit niedrigem Pro-Kopf-Verbrauch, wie USA, Russland, Ost europa, Türkei, China und Südkorea. Dies wird durch inten sive Promotion aktivitäten großer Kunden unterstützt. Auch ist die Anzahl neuer Produkte und Sortimentserweiterungen angestiegen. Die Zunahme von Massenwerbung im Frucht joghurt markt ist ein weiterer Indikator für eine verbesserte Marktdynamik.

Eine zunehmende wirtschaftliche Stabilisierung in den Märkten Osteuropas zeigt unmittelbar positive Auswirkungen auf den Fruchtsaftkonzentratbedarf, der sich in den letzten Monaten auf niedrigem Niveau gefestigt hat. In den entwickel ten Märkten Europas hatte die wirtschaftliche Situation nur wenige Auswirkungen auf den Fruchtsaftkonsum. Der westeuropäische Markt wird stärker beeinfl usst von Markttrends wie aromatisiertem Wasser oder einem geringeren Fruchtsaftanteil zur Reduzierung des Energie gehaltes der Getränke.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 2010 11 Q1 2009 10
Segment Frucht
Umsatzerlöse 223,9 m€ 205,2 m€
Operatives Ergebnis 12,8 m€ 5,0 m€
Operative Marge 5,7 % 2,4 %
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 3,1 m€ 3,2 m€

Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Quartal 2010|11 um 9,1 % auf 223,9 m€ zu. Gestiegene Absatzvolumina bei Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkon zentraten konnten die niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren. Aufgrund einer raschen Erholung der relevanten Märkte war in Osteuropa ein sehr gutes Mengenwachstum bei Fruchtzubereitungen zu verzeichnen. Der hohen Nachfrage in Russland und der damit verbundenen Vollauslastung wurde durch höhere Flexibilität in der Produktion – durch zusätzliche Produktionsschichten so wie Zuliefe rung anderer Produktionsstandorte – Rechnung getragen. Neben Russland zählen auch Polen und Ukraine zu den Wachstumsregionen. Durch Innovationen sowie die Werbe aktivitäten profi tierte das Fruchtzubereitungs geschäft in Zentral- und Westeuropa. Das Nordamerika-Geschäft wird ebenfalls getragen von einem Anstieg des Pro-Kopf-Ver brauches sowie von Marktanteilszuwächsen in den angestammten Märkten. Die Konsummärkte in Lateinamerika waren im ersten Quartal noch verhalten; der indischpazifi sche Raum entwickelte sich weiterhin sehr positiv. Bei Fruchtsaftkonzentraten erfolgte die planmäßige Auslieferung der in der Verarbeitungssaison 2009 abgeschlossenen Kontrakte. Die Verkaufspreise zeigten im ersten Quartal einen leichten Aufwärtstrend im Vergleich zum Niveau im Herbst 2009, lagen jedoch unter dem Vorjahres vergleichswert.

Die operative Marge stieg auf 5,7 % (Vorjahr: 2,4 %). Das operative Ergebnis im Segment Frucht lag mit 12,8 m€ signifi kant über dem Vorjahr mit 5,0 m€. Trotz eines leichten Preisrückganges konnte die Profi tabilität infolge der Absatzsteigerungen erhöht werden. Einige Standorte produzieren an der Kapazitätsgrenze, weshalb Investitionen zur Produktionssteigerung initiiert wurden.

Rohstoff und Ernte

Entsprechend den gesteigerten Verkaufszahlen bei Fruchtzubereitungen kam es zu einer höheren Rohmaterialienverarbeitung und einer Verkürzung der Deckungsperiode. Für die Verarbeitung der Früchte aus neuer Ernte rechnet AGRANA mit einem Preisanstieg.

06 Die anhaltenden Regenfälle und unterdurchschnittlichen Temperaturen seit Ende April werden voraussichtlich die Verfügbarkeit von Preßäpfeln in Europa einschränken. Erste Schätzungen aus Polen und Ungarn gehen davon aus, dass die Apfelernte um zirka 20 % geringer als die Vorjahres ernte ausfallen könnte. In China sind die Ernteaussichten durchschnittlich.

Bei roten Beeren zeichnen sich durch die feuchte Witterung Qualitätseinbußen ab. Aus heutiger Sicht werden für die Sauerkirschenernte in den Hauptanbauregionen Europas (Polen, Ungarn, Serbien und Dänemark) Minderernten im Ausmaß von 25 bis 40 % geschätzt.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2009|10 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 62 bis 66.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Bilanzstichtages am 31. Mai 2010 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ein getreten.

AUSBLICK

Angesichts der positiven Entwicklungen im ersten Quartal 2010|11 bei sich abzeichnenden Rohstoff preissteigerungen rechnet AGRANA mit einem Konzernumsatz leicht über dem Vorjahr. Während der Umsatz im Segment Zucker und Stärke etwa auf Vorjahresniveau erwartet wird, rechnet AGRANA mit leicht steigenden Umsätzen im Segment Frucht. Die operative Ergebnisverbesserung in den Segmenten Zucker und Frucht sollte zu einer Erhöhung des operativen Konzernergebnisses führen sowie die operative Marge für den AGRANA-Konzern über dem Geschäftsjahr 2009|10 zu liegen kommen.

Im Segment Zucker wird das Geschäftsjahr 2010|11 das erste Jahr sein, in dem die Rahmenbedingungen nach der Reform der EU-Zuckermarktordnung in ihrer bis 2015 gültigen Form wirksam sein werden. Dabei entfallen die temporären Belastungen aus der Restrukturierungsphase des Zuckermarktes vollständig. Trotz möglicher Ausfälle durch Überfl utungen rechnet AGRANA für die Kampagne 2010 unverändert mit einer hohen Zuckerproduktion auf Vorjahresniveau. Angesichts der volatilen Weltmarktpreise (Rohzucker und Weißzucker) liegt die Herausforderung für AGRANA in der Auslastung der Raffi nationskapazitäten in Rumänien und Bosnien-Herzegowina.

AGRANA erwartet erneut Absatzsteigerungen im Segment Stärke allerdings zu tieferen Marktpreisen für die Stärkeprodukte. Für die Bioethanolaktivitäten wird als Folge der Produktions- und Absatzmengen ein Umsatzanstieg erwartet. Die lokalen Marktverhältnisse werden das Preisniveau für Bioethanol in Europa bestimmen, da die Nachfrage von den nationalen, politischen Maßnahmen zur verpfl ichtenden Beimischung abhängt. Ab Juni 2010 müssen die Mitgliedsstaaten ihre Aktionspläne zur Förderung von erneuerbaren Energien bei der EU bekanntgeben, was mehr Transparenz in die Marktentwicklung bringen sollte.

Im Segment Frucht zeigt sich für das Geschäftsjahr 2010|11 eine Erholung des Marktes, die sich in steigenden Verkaufsmengen widerspiegeln wird. Der kurzfristige Ausblick auf die kommenden Monate lässt darauf schließen, dass sich die Absatzmengen bei Fruchtzubereitungen weiterhin positiv entwickeln werden. Die Diversifi zierung der Fruchtzu bereitungen für die Backwaren- bzw. Eiscremeindustrie wird weiter verfolgt. Bei Apfelsaftkonzentraten rechnet AGRANA im Jahresverlauf mit einer Erholung der Preise, da witterungsbedingt knappere Ernten zu höheren Preisen erwartet werden.

Das Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2010|11 wird mit rund 60 m€ veranschlagt und liegt somit das dritte Jahr in Folge deutlich unter dem Niveau der Abschrei bungen. Zusammen mit einem verbesserten Cashfl ow wird dies zu einem weiteren Rückgang der Nettofi nanzschulden führen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2010 (UNGEPRÜFT)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2010 11 2009 10
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 540.470 506.245
Bestandsveränderungen –105.239 –90.261
Andere aktivierte Eigenleistungen 722 711
Sonstige betriebliche Erträge 6.145 4.599
Materialaufwand –272.956 –275.757
Personalaufwand –52.362 –48.204
Abschreibungen –17.594 –16.666
Sonstige betriebliche Aufwendungen –64.912 –60.618
Ergebnis der Betriebstätigkeit 34.274 20.049
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0
Finanzerträge 1.749 10.716
Finanzaufwendungen –7.987 –9.759
Finanzergebnis –6.238 957
Ergebnis vor Ertragsteuern 28.036 21.006
Ertragsteuern –8.089 –4.258
Konzernperiodenergebnis 19.947 16.748
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 19.682 16.897
davon Minderheitenanteile 265 –149
Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) 1,39 € 1,19 €
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Konzernperiodenergebnis 19.947 16.748
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdiff erenzen 11.039 9.183
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 100 176
– Cashfl ow-Hedges –919 5.453
– Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges 269 –1.525
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 10.489 13.287
Gesamtperiodenergebnis 30.436 30.035
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 30.301 29.471
davon Minderheitenanteile 135 564
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2010 11 2009 10
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Cashfl ow aus dem Ergebnis 41.683 32.379
Verluste aus Anlagenabgängen 576 226
Veränderung des Working Capital –39.912 –63.393
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.347 –30.788
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit –3.943 –915
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit –13.233 17.523
Veränderungen des Finanzmittelbestandes –14.829 –14.180
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 2.576 907
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 70.388 75.458
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 58.135 62.185

07

KONZERNBILANZ Stand am Stand am
31. 05. 2010 28. 02. 2010
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 252.080 252.446
Sachanlagen 593.414 597.788
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0
Wertpapiere 105.169 104.977
Beteiligungen und Ausleihungen 7.064 7.027
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.401 10.652
Aktive latente Steuern 34.851 30.845
1.002.979 1.003.735
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 377.819 468.576
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 382.590 336.688
Laufende Ertragsteuerforderungen 5.473 5.013
Wertpapiere 250 3.515
Flüssige Mittel 58.135 70.388
824.267 884.180
Summe Aktiva 1.827.246 1.887.915
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 394.661 364.657
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 909.233 879.229
Minderheitenanteile am Kapital 25.840 25.425
B. Langfristige Schulden 935.073 904.654
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 44.473 44.263
Übrige Rückstellungen 15.034 14.073
Finanzverbindlichkeiten 208.137 208.301
Sonstige Verbindlichkeiten 1.983 2.229
Passive latente Steuern 21.628 19.369
C. Kurzfristige Schulden 291.255 288.235
Übrige Rückstellungen 29.481 28.592
Finanzverbindlichkeiten 334.266 347.160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 221.477 308.533
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 15.694 10.741
600.918 695.026
Summe Passiva 1.827.246 1.887.915

09

KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital- Minderheiten- Eigenkapital
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) Anteil der anteil am
Aktionäre Eigenkapital
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2010 11
Stand am 1. März 2010 879.229 25.425 904.654
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) –554 4 –550
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 11.173 –134 11.039
Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigte Gewinne/Verluste 10.619 –130 10.489
Konzernperiodenergebnis 19.682 265 19.947
Gesamtperiodenergebnis 30.301 135 30.436
Dividendenausschüttung 0 0 0
Sonstige Veränderungen –297 280 –17
Stand am 31. Mai 2010 909.233 25.840 935.073
GESCHÄFTSJAHR 2009 10
Stand am 1. März 2009 804.155 21.758 825.913
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) 4.021 83 4.104
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 8.553 630 9.183
Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigte Gewinne/Verluste 12.574 713 13.287
Konzernperiodenergebnis 16.897 –149 16.748
Gesamtperiodenergebnis 29.471 564 30.035
Dividendenausschüttung 0 0 0

Sonstige Veränderungen 7 0 7 Stand am 31. Mai 2009 833.633 22.322 855.955

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2010 (UNGEPRÜFT)

10
(1. März – 31. Mai)
Umsatzerlöse (brutto) Ergebnis der Betriebstätigkeit
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Umsatzerlöse Mitarbeiter
2010 11 2009 10 2010 11 2009 10
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Ergebnis der Betriebstätigkeit
193.356 189.353 Zucker 6.138 3.944
143.583 134.454 Stärke 15.304 11.073
223.971 205.183 Frucht 12.832 5.032
560.910 528.990 Ergebnis der Betriebstätigkeit 34.274 20.049
Investitionen
–12.197 –13.868 Zucker 3.740 1.728
–8.181 –8.865 Stärke 799 1.945
–62 –12 Frucht 3.062 3.148
–20.440 –22.745 Konzern 7.601 6.821
Mitarbeiter
181.159 175.485 Zucker 2.023 2.184
135.402 125.589 Stärke 871 873
223.909 205.171 Frucht 5.222 4.932
540.470 506.245 Konzern 8.116 7.989

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2010 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2010 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses erstmalig im Geschäftsjahr 2010|11 anzuwendenden Standards und Interpretationen haben zu keinen Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns geführt. Diese Vorschrift en sind im Geschäftsbericht 2009|10 auf den Seiten 77 bis 78 dargestellt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2010 angewandt. Deren Erläuterung im Anhang des Geschäftsberichts 2009|10 auf den Seiten 82ff gelten daher entsprechend.

Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Der Geschäftsbericht 2009|10 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im ersten Quartal 2010|11 kam es zu keinen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschrei bungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die davor angefallenen Instand haltungskosten für die kommende Kampagne 2010 werden unterjährig abgegrenzt und sind unter den sonstigen Vermögenswerten erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im ersten Quartal 2010|11 beträgt 34,3 (Vorjahr 20,0) m€. Die Ergebnisverbesserung resultiert in erster Linie aus dem Segment Frucht, aber auch die Segmente Stärke und Zucker konnten sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ertragsmäßig steigern.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf –6,2 (Vorjahr 1,0) m€. Die Veränderung ist primär auf das Währungsergebnis zurückzuführen. War im Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund günstiger Kursentwicklungen (vor allem in Ungarn, Polen und Rumänien) noch ein Währungsgewinn von rund 8 m€ erzielt worden, so ergab sich im ersten Quartal 2010|11 ein geringfügiger Kursverlust von rund 0,2 m€. Das um das Währungsergebnis bereinigte Finanzergebnis von –6,0 (–7,0) m€ verbesserte sich aufgrund der geringeren Durchschnittsverschuldung.

Der Konzernperiodenüberschuss beträgt 19,9 (Vorjahr 16,7) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Bis Ende Mai 2010 sank der Finanzmittelbestand um 12,3 m€ auf 58,1 m€. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum führte unter anderem eine verminderte Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten zu einem um 23,5 m€ geringeren Abfl uss aus Working Capital. Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Quartalsende 2,3 (Vorjahr –30,8) m€.

Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –3,9 (Vor jahr –0,9) m€ spiegelt das auch in diesem Geschäftsjahr geringe Investitionsverhalten wider.

Die Rückzahlung von vor allem kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten führte zu einem Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von –13,2 (Vorjahr 17,5) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2010 um 60,7 m€ auf 1.827,2 m€ ist wie im Vorjahr vor allem auf den Abbau der Vorräte zurückzuführen. Auf der Passiv seite sind insbesondere die geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten für die Bilanz summenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 935,1 (28. Februar 2010: 904,7) m€ beträgt die Eigen kapitalquote per Ende Mai 51,2 % (28. Februar 2010: 47,9 %).

MITARBEITER

Zum Ende des ersten Quartals waren im AGRANA Konzern durchschnittlich 8.116 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 7.989). Der Rückgang im Segment Zucker um 161 Mitarbeiter ist auf Veränderungen in Rumänien und Bulgarien zurückzuführen. Die Erhöhung des Personalstands im Segment Frucht um 290 ist vor allem auf den verstärkten Einsatz von Saisonarbeitskräften in Marokko, Mexiko, China und in der Ukraine zurückzuführen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzern im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben werden.

Wien, 14. Juli 2010

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG: Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.

Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammen hang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

KAPITALMARKTKALENDER

14. Oktober 2010 Ergebnis für das
erste Halbjahr 2010 11
13. Jänner 2011 Ergebnis für die
ersten drei Quartale 2010 11

WEITERE INFORMATIONEN

AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Maria FALLY/Mag. Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com

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