Earnings Release • Oct 14, 2010
Earnings Release
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| Finanzkennzahlen | H1 2010 11 H1 2009 10 | |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | ||
| Umsatzerlöse | 1.073,3 m€ 1.034,2 m€ | |
| Operatives Ergebnis1 | 64,8 m€ | 43,9 m€ |
| Operative Marge | 6,0 % | 4,2 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 64,8 m€ | 43,9 m€ |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte2 | 19,1 m€ | 16,3 m€ |
| Mitarbeiter | 8.798 | 8.177 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010|11 (1. März 2010 bis 31. August 2010) um 39,1 m€ bzw. 3,8 % auf 1.073,3 (Vorjahr: 1.034,2) m€. Die gestiegenen Umsätze in den Segmen ten Stärke und Frucht waren auf Absatzmengensteigerungen bei gleichzeitig etwas gesunkenen Preisen zurückzuführen. Im Segment Zucker konnten die preisbedingt geringeren Quotenzuckerumsätze durch erheblich gesteigerte Nicht-Quotenzuckerexporte nahezu kompensiert werden. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke entwickelten sich aufgrund erhöhter Verkaufsvolumina positiv. Infolge der Anpassung an die gesunkenen Rohstoff kosten der letztjährigen Ernte zeigten die Verkaufspreise bei Stärkeprodukten im Berichtszeitraum noch eine rückläufi ge Tendenz, eine Trendumkehr ist im Gange. Im Segment Frucht verzeichnete AGRANA ebenfalls einen Umsatzzuwachs, der durch Absatzsteigerungen sowohl bei Fruchtzubereitungen als auch bei Fruchtsaftkonzentraten realisiert wurde.
Das operative Konzernergebnis lag mit 64,8 m€ um 47,6 % oder 20,9 m€ über dem ersten Halbjahr des Vorjahres (43,9 m€). Die Ergebnissteigerung basierte vor allem auf einer Verbesserung in den Segmenten Stärke und Frucht, wo sich das Absatzplus auch in den Ergebnissen widerspiegelte, im Segment Zucker konnte das Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Des weiteren schlugen sich die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Optimierungsschritte positiv im operativen Ergebnis nieder. Das Finanzergebnis von –16,0 (Vorjahr: 2,4) m€ war primär auf eine Veränderung des Währungsergebnisses zurückzuführen. Nach einem Steueraufwand von 11,4 m€, entsprechend einer Steuerquote von 23 %, belief sich das Konzernperiodenergebnis auf 37,4 (Vorjahr: 34,8) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Ergebnis je Aktie stieg von 2,46 € auf 2,57 €.
Im ersten Halbjahr 2010|11 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 19,1 (Vorjahr: 16,3) m€. Die auf das Segment Zucker entfallenden 8,2 (Vorjahr: 4,9) m€ betrafen vorwiegend die Standorte in der Slowakei (Errichtung eines neuen Melassetanks), in Ungarn (weitere Investition in die Biogasanlage in Kaposvár), in Österreich (Detailplanung für einen neuen Zuckersilo in Tulln) und in Tschechien. Im Segment Stärke gingen 2,9 (Vorjahr: 3,8) m€ schwerpunktmäßig in technische Maschinen und Anlagen in Ungarn. Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 8,0 (Vorjahr: 7,6) m€. Damit wurde das Projekt der Produktion von Schokofrüchtchen am österreichischen Standort Gleisdorf gestartet und ein Tunnel zur Schockgefrierung von Fruchteinzelstücken am Standort in Mexiko errichtet.
1 Das operative Ergebnis stellt das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen dar.
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis konnte um +31,0 % auf 77,0 (Vorjahr: 58,8) m€ gesteigert werden und folgte der verbesserten operativen Ergebnisentwicklung. Der saisontypische Abbau des Working Capitals zum 31. August von 46,0 (Vorjahr: 63,3) m€ führte zu einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit auf Vorjahresniveau von 122,9 (Vorjahr: 122,5) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit betrug –14,5 (Vorjahr: –9,9) m€ bei leicht erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von –19,1 (Vorjahr: –16,7) m€. Nach einer Ausschüt tung von –28,2 (Vorjahr: –29,3) m€ und einer weiteren Nettorückführung der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von –64,5 (Vorjahr: –51,9) m€ erhöhte sich der Cashfl ow aus Finanzie rungstätigkeit leicht auf –92,7 (Vorjahr: –81,3) m€.
Bei einer gegenüber dem 28. Februar 2010 um 5,7 % reduzierten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 47,9 % auf 51,4 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 98,0 m€. Dabei standen einem Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und einem Zufl uss bei den fl üssigen Mitteln infolge der Umsatzsteigerung geringere Vorräte gegenüber. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden um 97,3 m€ resultierte überwiegend aus reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den gesunkenen Finanzverbindlichkeiten. Die Nettofi nanz schulden zum 31. August 2010 lagen mit 300,2 m€ um 76,4 m€ unter dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2009|10.
| Kennzahlen zur Aktie | H1 2010 11 |
|---|---|
| Höchstkurs zum 23. 04. 2010 | 75,60 € |
| Tiefstkurs zum 26. 05. 2010 | 56,88 € |
| Ultimokurs zum 31. 08. 2010 | 71,01 € |
| Buchwert je Aktie zum Ultimo | 62,62 € |
| Marktkapitalisierung zum Ultimo | 1.008,5 m€ |
Die AGRANA-Aktie verzeichnete im Laufe des ersten Halbjahres 2010|11 einen geringfügigen Wertverlust im Ausmaß von 1,9 % und zeigte somit eine etwas bessere Performance als der ATX, der im gleichen Zeitraum 2,1 % verlor. Mit einem im ersten Halbjahr 2010|11 gesunkenen Handelsvolumen von knapp 2.400 Stück (Einfachzählung) erfolgte am 26. Mai 2010 eine starke Marktbewegung in der AGRANA-Aktie infolge der Umstellung des MSCI-Benchmark index.
Im Juni zeigte sich eine Bereinigung dieses Einmal eff ektes und zum Berichtsstichtag erreichte die AGRANA-Aktie wieder das Niveau zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Markt kapi talisierung betrug per 31. August 2010 1.008,5 m€ bei einer unveränderten Aktienzahl von 14,2 Mio. Stück. Mit Wirkung per 21. Juni 2010 wurde AGRANA in den österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX aufgenommen. Der Aktienindex umfasst 22 von 60 börsenotierten Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind.
Die Entwicklung des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Aktie > Aktienkurs.
Das Kalenderjahr 2010 ist durch hohe Schwankungen des Zuckerpreises am Weltmarkt gekennzeichnet. Die Gründe dafür sind einerseits, dass zwei Jahre eines globalen Defi zits die Lagerstände auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahrzehnten sinken ließen, andererseits verursachen immer wiederkehrende Nachrichten über ungünstige klimatische Verhältnisse in Brasilien Nervosität unter den Marktteilnehmern. Unabhängig davon werden Thailand und Indien aller Voraussicht nach deutlich bessere Erntemengen als ursprünglich angenommen erzielen.
Im ersten Halbjahr 2010|11 (1. März bis 31. August) verzeichneten die Weltmarktpreise für Zucker nach dem Tiefststand von Anfang Mai wieder einen erheblichen Anstieg. Lag der Welt marktpreis für Rohzucker am 1. März 2010 bei 435 USD bzw. 319 € je Tonne, so notierte Rohzucker am 6. Mai bei 301 USD bzw. 233 € je Tonne und am Ende des Berichtszeit raums wiederrum bei 435 USD bzw. 343 € je Tonne. Weiß zucker wurde zu Geschäftsjahresbeginn um 636 USD bzw. 466 € je Tonne und am 31. August 2010 um 579 USD bzw. 456 € je Tonne gehandelt. Am 7. Mai notierte Weißzucker bei 438 USD bzw. 344 € je Tonne.
Neuesten Prognosen (F. O. Licht) zufolge wird die Zuckerproduktion in Europa im Zuckerwirtschaftsjahr 2010|11 aufgrund ungünstigerer Wetterbedingungen von 26,4 Mio. Tonnen (Vorjahr) auf 24,5 Mio. Tonnen sinken und somit etwa das Niveau der Saison 2008|09 (24,6 Mio. Tonnen) erreichen. Die Gesamtproduktion der EU-Staaten wird auf 14,9 Mio. Tonnen Zucker geschätzt, das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. Tonnen.
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| Finanzkennzahlen | H1 2010 11 H1 2009 10 | |
|---|---|---|
| Segment Zucker | ||
| Umsatzerlöse | 366,2 m€ | 371,4 m€ |
| Operatives Ergebnis | 12,3 m€ | 13,1 m€ |
| Operative Marge | 3,4 % | 3,5 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 8,2 m€ | 4,9 m€ |
Der Umsatz im Segment Zucker ging im ersten Halbjahr 2010|11 geringfügig um 1,4 % zurück. Mit 185,1 m€ lag der Umsatz des zweiten Quartals 2010|11 (Juni bis August) etwa auf Höhe des Vorquartals (März bis Mai) bei 181,1 m€, aber deutlich unter dem zweiten Quartal des Vorjahres (Juni bis August) in Höhe von 195,9 m€. Die Ursache dafür ist vor allem der erwartungsgemäße Preisrückgang seit Oktober 2009 für Quotenzucker gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres. Positiv entwickelt hat sich hingegen der Absatz von Nicht-Quotenzucker, wo die Mengen im ersten Halbjahr 2010|11 gegenüber dem Vorjahr um rund 34.000 Tonnen gesteigert werden konnten.
Das operative Ergebnis des Segments Zucker lag mit 12,3 m€ leicht unter dem Vorjahr (13,1 m€). Der Rückgang war primär auf das zweite Quartal 2010|11 (Juni bis August) zurückzuführen, in dem zwar wie im ersten Quartal 2010|11 (März bis Mai) 6,1 m€ erwirtschaftet wurden, dieser Wert lag aber unter dem mit 9,1 m€ sehr guten zweiten Quartal 2009|10 (Juni bis August). Die Entwicklung in den einzelnen Ländern und Regionen war insgesamt sehr unterschiedlich. Während sich die Rübenzuckerländer (Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn) positiv entwickelten und vom hohen Weltmarktpreis bei den Nicht-Quotenzuckerverkäufen profi tierten, führte in den Raffi nationsländern (Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina) der hohe Weltmarktpreis von Rohzucker zu Kostensteigerungen bis hin zur kostenbedingten, temporären Reduktion der Produktion.
Der Zuckerrübenanbau für das Zuckerwirtschaftsjahr 2010|11 wurde in der AGRANA-Gruppe auf 88.200 Hektar ausge weitet. Infolge von Überschwemmungen gingen rund 1.800 Hektar Anbaufl äche in den Ländern Tschechien, Slowakei und Rumänien verloren. In Österreich werden rund 750 Hektar Biorüben zur Ernte gebracht. Aufgrund der Witte rungs- und Vegetationsbedingungen sind in allen Län dern durchschnittliche bis gute Rübenerträge zu erwarten. Insge samt wird mit einer Rübenmenge von rund 5,2 (Vor jahr: 5,1) Mio. Tonnen gerechnet, aus der rund
770.000 (Vorjahr: 747.000) Tonnen Zucker produziert werden sollen. Die Ernte arbeiten begannen in allen Ländern, mit Ausnahme von Rumänien, Mitte September.
Der internationale Getreiderat (IGC) schätzt die weltweite Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2010|11 (Juli 2010 bis Juni 2011) auf 1,75 (Vorjahr: 1,79) Mrd. Tonnen. Bei Weizen wird eine Produktion von 644 (Vorjahr: 677) Mio. Ton nen und bei Mais von 829 (Vorjahr: 809) Mio. Tonnen erwartet. Dem steht eine Verbrauchsschätzung für Weizen von 657 Mio. Tonnen und für Mais von 837 Mio. Tonnen gegenüber. Somit wird sowohl bei Weizen als auch bei Mais ein geringfügiger Abbau der globalen Lagerbestände erwartet. Die Rohstoff notierungen für Weizen und Mais sind unter anderem infolge der insgesamt geringeren Ernteerwartungen sowie der Trockenheit in Russland seit Ende Juni deutlich gestiegen. So notierten die Futures an der Pariser Warenterminbörse Euronext LIFFE Ende August 2010 bei Weizen mit Termin November 2010 bei rund 228 € je Tonne und bei Mais bei knapp unter 200 € je Tonne. Ende Juni 2010 lagen beide Notierungen noch bei rund 150 € je Tonne.
Die österreichische Getreideernte wird laut Agrarmarkt Austria (AMA) auf 4,6 Mio. Tonnen geschätzt und wird damit rund 5 % unter dem Rekordjahr 2009|10 bleiben. Während bei Weizen eine Ernte in etwa auf Vorjahresniveau erwartet wird, rechnet man für Mais und Gerste mit einem Rückgang um rund 9 %.
| Finanzkennzahlen | H1 2010 11 H1 2009 10 | |
|---|---|---|
| Segment Stärke | ||
| Umsatzerlöse | 272,6 m€ | 251,8 m€ |
| Operatives Ergebnis | 30,8 m€ | 20,4 m€ |
| Operative Marge | 11,3 % | 8,1 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 2,9 m€ | 3,8 m€ |
Der Umsatzzuwachs im ersten Halbjahr 2010|11 von 251,8 m€ um 8,3 % auf 272,6 m€ war auf höhere Verkaufsmengen bei allen wesentlichen Hauptprodukt- und Nebenproduktgruppen zurückzuführen. Diese Absatzsteigerungen konnten die niedrigeren Verkaufspreise überkompensieren.
06 Mit einem operativen Ergebnis von 30,8 m€ wurde der Vorjahreswert von 20,4 m€ um 10,4 m€ übertroff en. Neben dem Absatzmengenzuwachs war auch die gesteigerte Performance des österreichischen Bioethanolgeschäftes ausschlaggebend für die Steigerung der operativen Marge von 8,1 % auf 11,3 %.
Am 30. August wurde in der Kartoff elstärkefabrik Gmünd, Österreich, mit der Verarbeitung von Stärkekartoff eln der Ernte 2010 begonnen. Durch die ungünstige Witterung während der Hauptvegetationsperiode – kaltes, nasses Frühjahr und Trockenheit im Sommer – wird eine Erntemenge von rund 170.000 (Vorjahr: 187.400) Tonnen erwartet. Damit wird die kontrahierte Menge voraussichtlich nur zu rund 85 % erreicht werden und es wird mit einer Kartoff el stärke-Produktion von rund 37.000 (Vorjahr: 40.200) Tonnen gerechnet.
Die Nassmaisverarbeitung in der österreichischen Maisstärke fabrik in Aschach hat am 5. September begonnen, wobei eine Nassmaismenge auf Vorjahresniveau von rund 100.000 Tonnen und eine Verarbeitung bis Ende November geplant ist. Anschließend wird die Verarbeitung mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2010|11 betrug die Maisverarbeitung rund 191.000 (Vorjahr: 182.000) Tonnen.
In der ungarischen Tochtergesellschaft HUNGRANA begann die Nassmaiskampagne, in der 180.000 Tonnen verarbeitet werden sollen, am 1. September 2010. Die gesamte Maisverarbeitung am ungarischen Standort im Kalenderjahr 2010 wird voraussichtlich 1 Mio. Tonnen (davon 50 % AGRANA-Anteil) überschreiten und damit über der Vorjahresmenge liegen. Die Isoglukosequote der HUNGRANA beträgt rund 220.000 Tonnen.
In Rumänien wurden im Geschäftsjahr 2010|11 bisher in mehreren Teilkampagnen rund 15.000 Tonnen Mais verarbeitet. Damit lag die Verarbeitung im ersten Halbjahr aufgrund verstärkter Exportaktivitäten über jener des Vorjahres (12.000 Tonnen). Seit Anfang September wird auch am Stand ort Ţăndărei erntefrischer Nassmais verarbeitet.
Der Nachweis der nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoff en muss ab 1. Jänner 2011 EU-weit umgesetzt werden. In Österreich wird die Kontrolle der Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien für Rohstoff e durch die AMA erfolgen. Rohstoff e von Landwirten, die Betriebsprämienbezieher sind und sich folglich an die Cross Compliance-Bedingungen (Einhaltung bestimmter Bewirt schaftungsaufl agen) und an die geltenden Naturschutz gesetze halten müssen, sollen dabei als nachhaltig eingestuft werden.
Als Rohstoff e für die Erzeugung von Bioethanol wurden in der fl exiblen Produktionsanlage im ersten Halbjahr 2010|11 Weizen, Triticale, Gerste und Mais eingesetzt. Für die Ernte 2011 werden wieder Anbauverträge für Ethanolweizen sowie Ethanoltriticale angeboten. Wie bereits im Vorjahr wird seit Mitte September Nassmais in einer Gesamtmenge von rund 20.000 bis 30.000 Tonnen verarbeitet.
Die ersten sechs Monate sind von einer Erholung der Nachfrage nach Fruchtzubereitungen gekennzeichnet. Diese positive Entwicklung ist in nahezu allen Produktions- und Vertriebsländern erkennbar. Innerhalb der europäischen Märkte sind besonders die osteuropäischen, allen voran Russland, hervorzuheben, wo Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich feststellbar sind. Ebenfalls positiv zu erwähnen sind die USA, wo dank zahlreicher Neueinführun gen und der verstärkten Konzentration einiger AGRANA-Kunden auf Handelsmarken im Molkereibereich erfreuliche Zuwachsraten verzeichnet werden können. Nach wie vor leiden Argentinien und Südafrika unter den Folgen der Finanzkrise, wobei aber im abgelaufenen Quartal bereits Anzeichen der Erholung sichtbar waren. Auch in Mexiko ist eine Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der Nachfrage nach Fruchtjoghurt zu verzeichnen. Aufgrund einer Diversifi zierungsstrategie der in Brasilien wichtigsten Joghurt-Anbieter in Richtung preiswerterer Produkte für weniger kaufkräftige Bevölkerungsschichten sind hier merkbare Zuwächse zu verzeichnen.
Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnten im Berichtszeitraum ein stabiler Getränkeabsatz in Westeuropa und einstellige Wachstumsraten in Osteuropa beobachtet werden. Es wird von einem weiter steigenden Fruchtsaftkonsum ausge gangen. Auch am nordamerikanischen Absatzmarkt war eine konstante Entwicklung erkennbar.
| Finanzkennzahlen | H1 2010 11 H1 2009 10 | |
|---|---|---|
| Segment Frucht | ||
| Umsatzerlöse | 434,5 m€ | 411,0 m€ |
| Operatives Ergebnis | 21,7 m€ | 10,5 m€ |
| Operative Marge | 5,0 % | 2,6 % |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte1 | 8,0 m€ | 7,6 m€ |
Der Umsatz im Segment Frucht legte im ersten Halbjahr 2010|11 um 5,7 % auf 434,5 m€ zu. Gestiegene Absatzvolumina bei Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten konnten die im Berichtszeitraum etwas niedrigeren Durchschnittsverkaufspreise überkompensieren. West- und Zentraleuropa erreichten gegenüber dem Vorjahr Mengensteigerungen. Neben dem Marktwachstum waren hier auch Marktanteilsgewinne zu verzeichnen, die unter anderem auf verstärkte Angebote im Qualitäts- und Service bereich zurückzuführen waren. Osteuropa zeigte, getragen von einer starken Nachfrage in Russland, die aufgrund der Vollauslastung im russischen Werk nur dank zusätzlicher Kapazitäten in Polen und Ukraine befriedigt werden konnte, eine weiterhin gute Performance. Der Absatz in Nordamerika wuchs dank eines Anstiegs des Pro-Kopf-Verbrauchs und aufgrund von Marktanteilszuwächsen ebenfalls sehr zufriedenstellend. Lateinamerika lag ebenfalls über den Absatzmengen des Vorjahres, sehr positiv wirkte sich hier eine verstärkte Kundennachfrage in Brasilien aus. Die Region Indischer/ Pazifi scher Ozean entwickelt sich weiterhin sehr positiv.
Bei Fruchtsaftkonzentraten konnte vor allem im Apfelsaftkonzentratgeschäft eine erfreuliche Mengensteigerungen festgestellt werden. Seit Beginn des Geschäftsjahres war zunächst eine generelle Stabilisierung und in der Folge ein Anstieg des Marktpreisniveaus zu beobachten.
Die operative Marge im Segment Frucht stieg auf 5,0 % (Vorjahr: 2,6 %). Das operative Ergebnis lag mit 21,7 m€ signifi kant über dem Vorjahreswert von 10,5 m€. Trotz eines leichten Rückganges der Preise profi tierte das Betriebsergebnis nicht nur von den deutlichen Mengensteigerungen, sondern auch von weiteren Kostenreduktionen.
Der ungünstige Witterungsverlauf im ersten Halbjahr in den wichtigsten weltweiten Anbaugebieten hat deutliche Aus wirkungen auf die Rohstoff verfügbarkeit, vor allem von Beeren- wie auch Steinfrüchten, für das Fruchtzubereitungs-
07 Geschäftsentwicklung geschäft. Dieser Umstand in Kombination mit einer deutlich belebten Nachfrage führte zu Preissteigerungen bei nahezu allen Früchten in Europa und auch weltweit. Die Preise in Nordamerika stiegen ähnlich wie in Europa, deutliche Steigerungen gab es in Südamerika aufgrund vermehrter Deckungskäufe aus Europa sowie in China, wo neben einer deutlich schlechteren Euro-US-Dollar-Parität auch eine Verdreifachung der Seefrachttarife Auswirkungen auf die Preisbildung hatten. AGRANA ist trotz dieser schwierigen Situation auf Gesamtjahressicht zu 85 % mit Früchten gedeckt. Bleibt die Nachfrage auf den Märkten auf ähnlich hohem Niveau wie aktuell, werden weitere Preissteigerungen zumindest bei den frühen Ernten in Lateinamerika erwartet.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate liegen die Ernteprog nosen in China auf Vorjahresniveau, der Industrieobstpreis wird aber von der starken Frischmarktnachfrage getrieben. Für Äpfel wird in Europa eine mengenmäßig schlechte Ernte prognostiziert. Die Überschüsse im Frischmarkt wurden in den letzten Monaten durch verstärkte Exportaktivitäten, geringere Importe in den Sommermonaten aus der südlichen Hemisphäre und gute Absätze im Einzelhandel abgebaut. Bereits zu Saisonbeginn liegt der Industrieapfelpreis doppelt so hoch wie im Vorjahr. Ab Oktober wird mit einer Stabilisierung der Roh warenpreise gerechnet, die Verarbeitungsmengen werden rund 20 bis 30 % unter dem Vorjahr liegen. In Polen wurde bis Mitte Juni aus Lageräpfeln Direktsaft produziert. Die Apfelverarbeitung wurde in der Ukraine Ende Juli, in Polen Anfang August und in Ungarn, Österreich und China Ende August gestartet. In Dänemark wurden ab Mitte Juli schwarze und rote Johannisbeeren zu Direktsäften und Konzentrat verarbeitet, in Polen ab Mitte Juni.
AGRANA verwendet ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2009|10 umfassend dargestellten Risiken auf Seite 62 bis 66.
Wie dort bereits erläutert, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 durch Kartellbehörden Untersuchungen gegen AGRANA-Tochter gesellschaften in zwei osteuropäischen Ländern eingeleitet. Gegenstand der Recherchen sind unter anderem Fragen, die im Zusammenhang mit der Reform und der Umsetzung der neuen Regelungen zum EU-Zuckermarkt stehen.
08 Am 7. September 2010 wurde AGRANA informiert, dass die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht Wien unter anderem gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die SÜDZUCKER AG, Mannheim/ Ochsenfurt, Deutsch land, die Feststellung einer in der Vergangenheit liegenden Zuwiderhandlung gegen das Kartellgesetz beantragt hat. AGRANA ist derzeit mit der Prüfung der für sie neuen Beschuldigung befasst.
Bestands gefähr dende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Nach dem Bilanzstichtag am 31. August 2010 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.
Schon gegen Ende des ersten Halbjahres 2010|11 waren deutliche Erhöhungen der Rohstoff preise festzustellen. Obwohl diese Entwicklung die Profi tabilität von AGRANA in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres negativ beeinfl ussen wird, bestätigt AGRANA die Erwartungen für das Gesamtjahr. Demnach werden im Vergleich zum Vorjahr höhere Umsätze in den Segmenten Stärke und Frucht die etwas geringeren Umsätze im Segment Zucker mehr als ausgleichen und so zu einer im Jahresvergleich leicht steigenden Umsatzent wicklung führen. Die operative Ergebnisverbesserung in den Segmenten Zucker und Frucht sowie das auf hohem Niveau stabile Ergebnis im Segment Stärke sollten zu einer Erhöhung des operativen Konzernergebnisses führen. Die operative Marge für den AGRANA-Konzern wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2009|10 weiter verbessert.
Im Segment Zucker wird das Geschäftsjahr 2010|11 das erste Jahr sein, in dem die Rahmenbedingungen nach der Reform der EU-Zuckermarktordnung in ihrer bis 2015 gültigen Form wirksam sein werden. Dies bedeutet, dass die temporären
Belastungen aus der Restrukturierungsphase des Zuckermarktes vollständig entfallen. Die bevorstehende Kampagne lässt eine Erfüllung der Zuckerquote und auch eine größere Menge an Nicht-Quotenzucker erwarten. Für das Gesamt jahr wird aber dennoch durch die marktordnungsreformbedingten Preisrückgänge aus dem Herbst 2009 und die geringeren Mengen in den Raffi nationsländern ein Umsatzrückgang erwartet. Trotzdem sollte das operative Ergebnis gesteigert werden können.
AGRANA erwartet im Segment Stärke für das Gesamtjahr Absatzsteigerungen und einen signifi kanten Anstieg der Marktpreise für Stärkeprodukte im zweiten Halbjahr 2010|11. Für die Bioethanolaktivitäten wird als Folge der Produktionsund Absatzmengensteigerungen ein Umsatzwachstum erwartet. Seit Sommer 2010 sind bereits teilweise deutlich höhere Rohstoff preise für die Stärkeproduktion zu verzeichnen, die die operative Marge der nächsten Monate belasten werden. Allerdings fi nden sowohl bei nativen und modifi zierten Stärken bzw. Verzuckerungsprodukten als auch bei Nebenprodukten die höheren Rohstoff preise bereits in höheren Verkaufspreisen bei Neukontrakten ihren Niederschlag.
Im Segment Frucht zeichnet sich für das Geschäftsjahr 2010|11 eine Erholung des Marktes, die sich in steigenden Verkaufsmengen widerspiegeln wird, ab. Der kurzfristige Ausblick auf die kommenden Monate lässt darauf schließen, dass sich die Absatzmengen bei Fruchtzubereitungen weiterhin positiv entwickeln werden. Allerdings fi nden rohstoff seitige Preissteigerungen teilweise nur mit Zeitverzögerung eine Umsetzung in den Produktpreisen, wodurch die Verbes serung der Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr im zweiten Halbjahr nicht mehr so stark ausfallen kann. Bedingt durch die Ernteaussichten bei Apfel wird eine Verdreifachung des Apfelpreises gegenüber dem Vorjahr erwartet, was einen deutlichen Anstieg des Konzentratpreises zur Folge haben könnte.
Das Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2010|11 wird bei rund 60 m€ liegen.
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (1. Juni– 31. August) | (1. März – 31. August) | ||||
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 2010 11 | 2009 10 | 2010 11 | 2009 10 | |
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | ||
| Umsatzerlöse | 532.876 | 527.968 | 1.073.346 | 1.034.213 | |
| Bestandsveränderungen | –53.540 | –115.466 | –158.779 | –205.727 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 959 | 327 | 1.681 | 1.038 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.088 | 3.238 | 13.233 | 7.837 | |
| Materialaufwand | –324.476 | –273.745 | –597.432 | –549.502 | |
| Personalaufwand | –50.487 | –48.536 | –102.849 | –96.740 | |
| Abschreibungen | –17.897 | –16.598 | –35.491 | –33.264 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –64.046 | –53.310 | –128.958 | –113.928 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 30.477 | 23.878 | 64.751 | 43.927 | |
| Finanzerträge | 4.073 | 9.098 | 5.822 | 19.814 | |
| Finanzaufwendungen | –13.841 | –7.616 | –21.828 | –17.375 | |
| Finanzergebnis | –9.768 | 1.482 | –16.006 | 2.439 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20.709 | 25.360 | 48.745 | 46.366 | |
| Ertragsteuern | –3.301 | –7.303 | –11.390 | –11.561 | |
| Konzernperiodenergebnis | 17.408 | 18.057 | 37.355 | 34.805 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 16.877 | 18.002 | 36.559 | 34.899 | |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 531 | 55 | 796 | –94 | |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | 1,19 € | 1,27 € | 2,57 € | 2,46 € | |
| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | |||||
| Konzernperiodenergebnis | 17.408 | 18.057 | 37.355 | 34.805 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | |||||
| – Währungsdiff erenzen | –9.577 | 5.493 | 1.462 | 14.676 | |
| – zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | 168 | 413 | 268 | 589 | |
| – Cashfl ow-Hedges | 160 | 2.311 | –759 | 7.764 | |
| – Steuereff ekt aus Cashfl ow-Hedges | –14 | –584 | 255 | –2.109 | |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –9.263 | 7.633 | 1.226 | 20.920 | |
| Gesamtperiodenergebnis | 8.145 | 25.690 | 38.581 | 55.725 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 7.994 | 25.324 | 38.295 | 54.795 | |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 151 | 366 | 286 | 930 |
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | 2010 11 | 2009 10 |
|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | in t¤ | in t¤ |
| Cashfl ow aus dem Ergebnis | 76.950 | 58.844 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | –82 | 294 |
| Veränderung des Working Capital | 46.047 | 63.312 |
| Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | 122.915 | 122.450 |
| Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | –14.467 | –9.886 |
| Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit | –92.678 | –81.272 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 15.770 | 31.292 |
| Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 1.757 | 2.103 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 70.388 | 75.458 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 87.915 | 108.853 |
| KONZERNBILANZ | Stand am | Stand am | |
|---|---|---|---|
| 31. 08. 2010 | 28. 02. 2010 | ||
| in t¤ | in t¤ | ||
| AKTIVA | |||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 250.426 | 252.446 | |
| Sachanlagen | 582.617 | 597.788 | |
| Wertpapiere | 105.379 | 104.977 | |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 6.160 | 7.027 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 12.897 | 10.652 | |
| Aktive latente Steuern | 36.634 | 30.845 | |
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | 994.113 | 1.003.735 |
| Vorräte | 309.715 | 468.576 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 381.643 | 336.688 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 6.556 | 5.013 | |
| Wertpapiere | 365 | 3.515 | |
| Flüssige Mittel | 87.915 | 70.388 | |
| 786.194 | 884.180 | ||
| Summe Aktiva | 1.780.307 | 1.887.915 | |
| PASSIVA | |||
| A. | Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 374.767 | 364.657 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 889.339 | 879.229 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Kapital | 25.550 | 25.425 | |
| 914.889 | 904.654 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 44.581 | 44.263 | |
| Übrige Rückstellungen | 15.017 | 14.073 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 185.381 | 208.301 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.875 | 2.229 | |
| Passive latente Steuern | 20.856 | 19.369 | |
| C. | Kurzfristige Schulden | 267.710 | 288.235 |
| Übrige Rückstellungen | 28.324 | 28.592 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 308.507 | 347.160 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 244.432 | 308.533 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 16.445 | 10.741 | |
| 597.708 | 695.026 | ||
| Summe Passiva | 1.780.307 | 1.887.915 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital- | Nicht be- | Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) | Anteil der | herrschende | |
| Aktionäre | Anteile | ||
| am Kapital | |||
| in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| GESCHÄFTSJAHR 2010 11 | |||
| Stand am 1. März 2010 | 879.229 | 25.425 | 904.654 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –242 | 6 | –236 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | 1.978 | –516 | 1.462 |
| Sonstige im EIgenkapital erfasste Ergebnisse | 1.736 | –510 | 1.226 |
| Konzernperiodenergebnis | 36.559 | 796 | 37.355 |
| Gesamtperiodenergebnis | 38.295 | 286 | 38.581 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –476 | –28.170 |
| Sonstige Veränderungen | –491 | 315 | –176 |
| Stand am 31. August 2010 | 889.339 | 25.550 | 914.889 |
| GESCHÄFTSJAHR 2009 10 | |||
| Stand am 1. März 2009 | 804.155 | 21.758 | 825.913 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | 6.250 | –6 | 6.244 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen | 13.646 | 1.030 | 14.676 |
| Sonstige im EIgenkapital erfasste Ergebnisse | 19.896 | 1.024 | 20.920 |
| Konzernperiodenergebnis | 34.899 | –94 | 34.805 |
Dividendenausschüttung –27.694 –1.632 –29.326 Sonstige Veränderungen –1.617 1.741 124
Stand am 31. August 2009 829.639 22.797 852.436
DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. AUGUST 2010 (UNGEPRÜFT)
| (1. März – 31. August) | ||
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | |
| Umsätze zwischen | ||
| den Segmenten | Investitionen | |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | |
| SEGMENTBERICHT | 2010 11 | 2009 10 | 2010 11 | 2009 10 | |
|---|---|---|---|---|---|
| für das erste Halbjahr | in t¤ | in t¤ | in t¤ | in t¤ | |
| (1. März – 31. August) | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||||
| Zucker | 392.895 | 401.271 | Zucker | 12.283 | 13.063 |
| Stärke | 288.826 | 269.336 | Stärke | 30.794 | 20.365 |
| Frucht | 434.564 | 411.010 | Frucht | 21.674 | 10.499 |
| Konzern | 1.116.285 | 1.081.617 | Konzern | 64.751 | 43.927 |
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –26.656 | –29.837 | Zucker | 8.209 | 4.924 |
| Stärke | –16.188 | –17.536 | Stärke | 2.876 | 3.770 |
| Frucht | –95 | –31 | Frucht | 8.007 | 7.645 |
| Konzern | –42.939 | –47.404 | Konzern | 19.092 | 16.339 |
| Umsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 366.239 | 371.434 | Zucker | 2.082 | 2.195 |
| Stärke | 272.638 | 251.800 | Stärke | 878 | 879 |
| Frucht | 434.469 | 410.979 | Frucht | 5.838 | 5.103 |
| Konzern | 1.073.346 | 1.034.213 | Konzern | 8.798 | 8.177 |
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2010 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2010 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses erstmalig im Geschäftsjahr 2010|11 anzuwendenden Standards und Interpretationen haben zu keinen Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses bzw. auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns geführt. Diese Vorschrift en sind im Geschäftsbericht 2009|10 auf den Seiten 77 bis 78 dargestellt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2010 angewandt. Deren Erläuterung im Anhang des Geschäftsberichtes 2009|10 auf den Seiten 82ff gelten daher entsprechend.
Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Der Geschäftsbericht 2009|10 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Im zweiten Quartal 2010|11 wurde die neu gegründete, ungarische Biogáz Fejlesztő Kft. erstmals in die Voll konsolidierung einbezogen. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist Gasproduktion und -vertrieb.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Ab schreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die davor angefallenen Instand haltungskosten für die kommende Kampagne 2010 werden unterjährig abgegrenzt und sind unter den sonstigen Ver mögenswerten erfasst.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im ersten Halbjahr 2010|11 betrug 64,8 (Vorjahr: 43,9) m€. Die Ergebnisverbesserung resultierte einerseits aus dem Segment Stärke und andererseits aus dem Segment Frucht.
Das Finanzergebnis belief sich auf –16,0 (Vorjahr: 2,4) m€. Die Veränderung von –18,4 m€ ist vor allem auf Währungskurseff ekte zurückzuführen. Den hohen Währungskursgewinnen des Vorjahres von 14,6 m€ standen im ersten Halb jahr 2010|11 Währungskursverluste von –2,4 m€ gegenüber.
Der Konzernperiodenüberschuss betrug 37,4 (Vorjahr: 34,8) m€.
Bis Ende August 2010 ist der Finanzmittelbestand von 70,4 m€ auf 87,9 m€ gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat ein um 18,2 m€ höherer Cashfl ow aus dem Ergebnis in Höhe von 77,0 (Vorjahr: 58,8) m€ und ein verminderter Abgang aus dem Working Capital
zu einem Cashfl ow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 122,9 (Vorjahr: 122,5) m€ geführt.
Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –14,5 (Vorjahr: –9,9) m€ spiegelt das weiterhin geringe Investitions verhalten wider.
Der Abbau von langfristigen externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 22,9 m€ und der kurzfristigen externen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 38,7 m€ führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cashabfl uss aus der Finanzierungstätigkeit von –92,7 (Vorjahr: –81,3) m€.
Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2010 um 107,6 m€ auf 1.780,3 m€ ist vor allem auf den kampagnebedingten Abbau der Vorräte zurückzuführen. Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten für die Bilanzsummenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 914,9 (Vorjahr: 904,7) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende August 51,4 % (28. Februar 2010: 47,9 %).
Zum Ende des ersten Halbjahres waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.798 (Vorjahr: 8.177) Mitarbeiter beschäftigt. Der Rückgang im Segment Zucker um 113 Mitarbeiter ist auf interne Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien und Bulgarien zurückzuführen. Der Anstieg des Personalstands im Segment Frucht um 735 ist auf den verstärkten Einsatz von Saisonarbeitskräften in Marokko, Mexiko, der Ukraine und China zurückzuführen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der
Wien, 14. Oktober 2010
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der off en zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aus sagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsäch liche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Verände rungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makro ökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumenten verhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| 13. Jänner 2011 | Ergebnis für die ersten drei Quartale 2010 11 |
|---|---|
| 13. Mai 2011 | Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2010 11 |
| 1. Juli 2011 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010 11 |
| 6. Juli 2011 | Ex-Dividenden-Tag, Dividendenzahltag |
| 14. Juli 2011 | Ergebnis für das erste Quartal 2011 12 |
| 13. Oktober 2011 | Ergebnis für das erste Halbjahr 2011 12 |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. (FH) Hannes HAIDER Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com
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