Earnings Release • Jan 14, 2009
Earnings Release
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Nach dem schwierigen ersten Halbjahr setzte ab Jahresmitte des Kalenderjahres 2008 eine deutliche Entspannung auf der Rohstoff- und Energieseite ein. Dafür waren weltweit gute Ernten, Liquiditätsabflüsse aus den Rohstoffmärkten und rasch aufkommende Rezessionsängste ausschlaggebend. Gleichzeitig verschärfte sich die von den USA ausgehende Finanzkrise und beschleunigte damit den globalen wirtschaftlichen Abschwung. Damit einher gingen erhebliche Irritationen auf den Währungsmärkten, insbesondere auch in einzelnen osteuropäischen Ländern, sowie eine substantielle Verteue rung der Finanzierungskosten für Unternehmen.
Die Absatzmärkte für die Lebensmittelindustrie waren insbesondere ab Jahresmitte von einem vorsichtigen Kunden ver halten und Preisdruck geprägt. Auch bei einzelnen Pro dukt gruppen der Non-Food-Industrie waren ab dem Beginn des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2008|09 die Auswir kun gen des wirtschaftlichen Abschwungs zu spüren.
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
|---|---|---|
| AGRANA-Konzern | 2008 09 | 2007 08 |
| Umsatzerlöse (in m€) | 1.595,5 | 1.418,7 |
| Operatives Ergebnis (in m€) | 19,7 | 87,4 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen (in m€) | –2,3 | –4,0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (in m€) | 17,4 | 83,4 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| Immaterielle Vermögenswerte (in m€) | 48,9 | 157,2 |
| Mitarbeiter | 8.592 | 8.595 |
In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2008|09 (1. März 2008 bis 30. November 2008) steigerte der AGRANA-Konzern den Umsatz um 176,8 m€ bzw.12,5 % auf 1.595,5 m€. Dieser Zuwachs war auf das Segment Stärke zurückzuführen, das durch den Kapazitätsausbau in Österreich und Ungarn zusätzliche Umsätze insbesondere bei Bioethanol erzielen konnte und so einen Umsatzanstieg um 202,4 m€ auf 397,3 (Vorjahr: 194,9) m€ verzeichnete. Im Segment Zucker erreichte der Außenumsatz mit 577,6 m€ das Vorjahresniveau von 579,2 m€. Im Segment Frucht musste AGRANA in den ersten drei Quartalen hingegen einen Umsatz rückgang um 3,7 % auf 620,7 (Vorjahr: 644,5) m€ verbuchen. Gemessen am Konzernumsatz steht das Frucht -
segment für 38,9 %, das Zuckersegment für 36,2 % und das Stärkesegment für 24,9 % Umsatzanteil.
Während das erste Halbjahr 2008|09 vom enormen Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise geprägt war und infolge des Einmaleffektes der Abwertung von Fruchsaftkonzentrat beständen negativ abschloss, kam es mit dem positiven Neun monatsergebnis sowohl im Segment Frucht als auch im Konzern zur erwarteten Trendwende ab dem dritten Quartal und damit zu einer Normalisierung der Ertragssituation des Konzerns. Das Operative Konzernergebnis lag allerdings nach dem Halbjahresverlust trotz planmäßiger Entwicklung im dritten Quartal kumuliert mit 19,7 m€ deutlich unter dem Vorjahresniveau von 87,4 m€. Während im Zuckersegment geringere Preise und niedrigere Margen verzeichnet wurden, war das Operative Ergebnis im Segment Stärke im ersten Halbjahr vom Anstieg der Rohstoffpreise aus der Ernte 2007 geprägt. Mit der neuen Getreideernte und den gesunkenen Rohstoffkosten kam es zu einer Verbesserung der Ertragslage und einer teilweisen Kompensation der Ergebniseinbußen aus dem ersten Halbjahr. Nach Berücksichtigung des im Ver gleich zum ersten Quartal unveränderten Sonderergebnisses für die Anlaufkosten im österreichischen Bioethanolwerk Pischelsdorf in Höhe von –2,3 (Vorjahr: –4,0) m€ betrug das Ergebnis der Betriebstätigkeit 17,4 (Vorjahr: 83,4) m€.
Die unerfreuliche Entwicklung auf den internationalen Finanz märkten schlug sich auch bei AGRANA in einer deut lichen Verschlechterung des Finanzergebnisses der ersten drei Quartale von –15,7 m€ auf –28,8 m€ nieder. Ursachen waren neben einer höheren Verschuldung vor allem die negativen Währungsentwicklungen in Osteuropa, der Ukraine und in Brasilien, woraus bewertungsbedingte negative Fremd wäh rungs effekte aus Finanzverbindlichkeiten resultierten. Folglich lag auch das Ergebnis vor Ertragsteuern mit –11,4 m€ deutlich unter dem Vorjahreswert von 67,7 m€. Der theore tische Ertragsteueraufwand reduzierte sich aufgrund einer geringeren steuerlichen Bemessungsgrundlage. Aus einem Konzern periodenergebnis von –16,1 (Vorjahr: 49,7) m€ resultierte ein negatives Ergebnis je Aktie von –0,96 (Vorjahr: 3,49) €.
Die Investitionen lagen in den ersten drei Quartalen bei 48,9 (Vorjahr: 157,2) m€ und entsprachen damit dem ge planten Investitionsprogramm unter Abschreibungsniveau. AGRANA investierte im Segment Zucker 13,7 (Vorjahr: 34,9) m€,
wobei der Fokus auf die Reduktion des Energieverbrauchs gelegt wurde. Die Investitionen im Segment Stärke betrugen 17,2 (Vorjahr: 97,9) m€. Mit Ende des dritten Quartals erfolgte die Inbetriebnahme der erweiterten Walzentrock nungs kapazität in der österreichischen Kartoffelstärkefabrik in Gmünd. Die Investitionstätigkeit im Segment Frucht lag bei 18,1 (Vorjahr: 24,3) m€. Damit wurden schwerpunktmäßig Investitionen im Produktionsbereich getätigt (neue Frucht zubereitungslinien in Frankreich und Brasilien) sowie die SAP-Implementierung in Deutschland finanziert.
AGRANA erzielte in den ersten drei Quartalen einen Cashflow aus dem Ergebnis von 72,7 m€ nach 103,0 m€ im Vor jahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit –9,6 m€ um 58,9 m€ über dem Vorjahreswert von –68,5 m€ aufgrund gesunkener Vorräte sowie geringerer Verbindlich keiten für die EU-Restrukturierungsabgabe. Der Zahlungs mittel abfluss für Investitionen wurde deutlich auf –47,9 (Vor jahr: –123,2) m€ reduziert. Im Cashflow aus der Finanzie rungs tätigkeit kam es zu einem Zugang von 25,8 (Vorjahr: 124,7) m€ vor allem aufgrund der Aufnahme von kurz fristigen Finanz verbindlichkeiten.
Der deutliche Anstieg der kurzfristigen Forderungen um 62,0 m€ auf 408,0 m€ resultierte aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der gestiegenen Vertriebsaktivitäten. Darin ist auch die teilweise Umgliederung von langfristigen zu kurzfristigen Forderungen aus dem EU-Restrukturierungsfonds enthalten, deren Auszahlung laut Verordnung 320/2006 zu 40 % im Juni 2009 und zu 60 % im Februar 2010 erfolgen soll. Die Nettofinanzschulden lagen mit 655,6 m€ wie erwartet um 88,0 m€ über dem Wert zum Bilanzstichtag (29. Februar 2008). Die Erhöhung resultierte aus dem nach wie vor hohen Working-Capital-Bedarf, der im Wesentlichen durch die Zahlung der EU-Restruk turierungsabgabe bestimmt war. Die Eigenkapital quote zum Stichtag 30. November 2008 sank leicht auf 39,9 % (29. Februar 2008: 41,8 %). AGRANA verfügt aufgrund umfangreicher Kreditlinien und liquider Mittel über ausreichende Liquiditätsreserven.
Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer mit Wirkung vom 1. Jänner 2009 zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. Dr. Gattermayer trat 1992 in die AGRANA Beteiligungs-AG ein und war zuletzt CEO des Segments Zucker in der AGRANA-Gruppe.
Im Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG wird Dr. Gatter mayer für die Bereiche Einkauf und Verkauf sowie Rohstoff verantwortlich zeichnen.
| Kennzahlen zur Aktie | Q1–Q3 2008 09 |
|---|---|
| Höchstkurs | 73,50 € |
| Tiefstkurs | 38,21 € |
| Ultimokurs | 40,00 € |
| Buchwert je Aktie | 61,50 € |
| Marktkapitalisierung | 568,08 m€ |
Die AGRANA-Aktie notierte per Ende November 2008 bei einem Kurs von 40,00 €. Seit Geschäftsjahresbeginn im März 2008 gab die Aktie um rund 45 % nach, während der ATX Prime Market im Vergleichszeitraum einen Rückgang um 57 % verzeichnete. Die Entwicklungen des Aktienkurses finden Sie auf der Homepage (www.agrana.com/Investor Relations).
Die letzte Schätzung der Weltzuckerbilanz von F.O. Licht vom Oktober 2008 für das Kampagnejahr 2008|09 (1. Oktober 2008 bis 30. September 2009) geht von einer weltweit rückläufigen Produktion auf 161,2 Mio Tonnen und einem weiter steigenden Verbrauch von 161,7 Mio Tonnen aus, was zu einem leichten Abbau der Weltzuckervorräte auf 75,9 Mio Tonnen bzw. 46,9 % des Verbrauchs führen wird. Aufgrund der angespannten makroökonomischen Situation sanken die Rohzuckernotierungen (New York) von 281 USD je Tonne Ende August im Laufe des dritten Quartals auf 262 USD je Tonne Ende November 2008, während die Preise in Euro währungsbedingt von 191 € auf 206 € je Tonne zulegten. Die Weißzuckernotierungen an der Londoner Warentermin börse LIFFE gaben von 398 USD bzw. 270 € je Tonne Ende August auf 328 USD bzw. 258 € je Tonne Ende November 2008 deutlich nach.
AGRANA hat rund 117.000 Tonnen an Zuckerquoten zurück gegeben. Die Restrukturierungsprämien für diese Quoten rückgaben werden zu 40 % im Juni 2009 und zu weiteren 60 % im Februar 2010 von der EU an die Produktionsunter nehmen ausbezahlt. Die EU-Kommission beabsichtigt eine Vorziehung dieser Auszahlung zu 100 % bereits in der ersten Jahreshälfte 2009.
Von der WTO wird ein rascher Abschluss der DOHA-Runde angestrebt. Die Verhandlungen wurden im Herbst 2008 wieder aufgenommen, allerdings konnten sich China, die USA und Indien zum Thema Baumwolle sowie zur speziellen Schutzklausel für Entwicklungsländer nicht einigen. Bei einem möglichen Abschluss im Frühjahr 2009 würden die EU-Agrarzölle stufenweise ab Herbst 2011 bis 2020 deutlich sinken.
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 2008 09 | 2007 08 |
| Umsatzerlöse (in m€) | 614,9 | 595,3 |
| Operatives Ergebnis (in m€) | 17,3 | 28,9 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| Immaterielle Vermögenswerte (in m€) | 13,7 | 34,9 |
| Mitarbeiter | 2.494 | 2.651 |
AGRANA erzielte im Segment Zucker in den ersten drei Quartalen 2008|09 einen Umsatz von 614,9 m€, der um 19,6 m€ bzw. 3,3 % den Vorjahreswert übertraf. Die Absatz menge konnte durch eine Steigerung der Quotenzucker absätze in der EU sowie des Exportes auf 823.000 (Vorjahr: 732.000) Tonnen angehoben werden. Die Zuckerpreise liegen wettbewerbs- und marktordnungsbedingt unter Vorjahr. Die erhebliche Einschränkung der Produktionsmengen ab Oktober 2008 führt vor allem in Osteuropa zu Defizit märkten, wodurch sich in Folge die Marktsituation ent spannen sollte. Der Verkauf von Nebenprodukten (Melasse, Trockenschnitzel) verlief zufriedenstellend. Die zu Geschäfts jahresbeginn sehr guten Preise haben sich allerdings ent sprechend der Entwicklung der Getreidepreise wieder stark reduziert.
Das Segment Zucker lieferte mit 17,3 m€ den größten Operativen Ergebnisbeitrag, der jedoch erwartungsgemäß unter dem Niveau des Vorjahres lag. Die schon seit Jahres beginn unter Vorjahr liegenden Zuckerpreise belasteten die Ergebnisentwicklung. Die Abwertung der Währungen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn gegenüber dem Euro wirkte sich negativ auf die Verkaufspreise in der jeweiligen Landeswährung aus. Allerdings waren die Rohstoffkosten von diesem Wechselkurseffekt nicht beeinflusst, sodass Margen rückgänge hingenommen werden mussten. Die gemeinsam mit dem Unternehmen S.C. Studen betriebene Rohzucker raffinerie in Brcko|Bosnien wurde in Betrieb genommen, die volle Kapazitätsauslastung wurde allerdings noch nicht erreicht.
Im September 2008 wurde für den Zusammenschluss der AGRANA mit den Studen-Vertriebsgesellschaften Agragold von der österreichischen Wettbewerbsbehörde die Genehmi gung erteilt. Der dabei eingebrachte Teilbereich wird ab dem vierten Quartal quotenkonsolidiert. Für den 50 %-Erwerb der südosteuropäischen Vertriebsgesellschaften entscheiden die nationalen Wettbewerbsbehörden, wobei Ende November 2008 die Genehmigung für Slowenien erteilt wurde.
In allen rübenverarbeitenden Ländern wurden überdurchschnittliche Erträge aufgrund von sehr guten Wachstumsund Erntebedingungen erzielt. Die Rübenverarbeitung begann in den meisten Ländern um den 20. September 2008. Die beiden Werke in Österreich werden die Zuckerkampagne aufgrund der großen Rübenmenge erst um den 22. Jänner 2009 beenden. Erstmalig wurden 14.300 Tonnen Biozucker rüben in Österreich geerntet und daraus 1.800 Tonnen Biorübenzucker produziert. In den AGRANA-Zuckerfabriken werden insgesamt rund 4,73 (Vorjahr: 4,62) Mio Tonnen Rüben verarbeitet. Die erwartete Zuckerproduktion liegt mit rund 713.000 (Vorjahr: 711.080) Tonnen Zucker deutlich über der AGRANA Zuckerquote für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 von 618.502 Tonnen. Die Übermengen werden als Industriezucker vermarktet.
Die Ernteschätzungen für Getreide im Getreidewirtschaftsjahr 2008|09 (1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009) wurden vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in den vergangenen Monaten in Erwartung einer guten Ernte mehrfach nach oben korrigiert. Gute Getreideernten (Weizen, Mais und Gerste) in Europa dürften eine geringere Maisernte in Argentinien und die niedrigeren Ernteaussichten für Weizen und Gerste in Australien kompensieren. In der Schätzung vom 11. Dezem ber 2008 erwartet das USDA einen Anstieg der Weltgetreide produktion (ohne Reis) auf 1,78 Mrd Tonnen (+5,5 %). Danach würde die Weltgetreideproduktion den weltweiten Getreide konsum von 1,74 Mrd Tonnen (+3,8 %) deutlich übersteigen. Die Lagerbestände könnten damit wieder die psychologisch wichtige Marke von 300 Mio Tonnen überschreiten. Auch die EU-Kommission hat die Ernteschätzung für Europa aufgrund vorteilhafter Witterungsverhältnisse angehoben. Die EU-Getreideernte 2008|09 könnte demnach rund 310 Mio Tonnen erreichen und die Vorjahresmenge um rund 21,1% übertreffen. Davon betrug die Weichweizenernte rund
06 140 Mio Tonnen und übertraf somit die Ernte 2007 um mehr als 38 Mio Tonnen. Die Maisernte der EU-27 lag bei 62 (Vor jahr: 48) Mio Tonnen. Aufgrund der verbesserten Angebots lage sanken die Notierungen für Weizen an der euronext LIFFE in Paris um 28 % von 186 € je Tonne Ende August 2008 auf 134 € je Tonne Ende November 2008, jene für Mais sanken von 154 € je Tonne Ende August 2008 auf 118 € je Tonne Ende November 2008.
Am 20. November 2008 einigten sich die EU-Agrarminister auf Anpassungen der Gemeinsamen Agrarpolitik im Rahmen eines "Health Check" für den Zeitraum 2009 bis 2013. Im Hinblick auf Kartoffelstärke sollen demnach die Markt ord nungs instrumente wie Produktionsquote, gekoppelte Bei hilfen an die Landwirte sowie Mindestpreise für drei Wirt schafts jahre (2009|10, 2010|11 und 2011|12) nahezu unverändert beibehalten werden. Die bisher an die Produktion gekoppelten Beihilfen an die Landwirte sowie die Herstellerprämie der Industrie werden in die Einheitliche Betriebsprämie integriert.
Für Getreide wurde die Abschaffung der Flächenstilllegung zum 1. Jänner 2009 beschlossen. Gleichzeitig wird die Energiepflanzenprämie auslaufen. Für Gerste und Mais wird die Interventionsmenge auf Null gesetzt.
Seitens der EU wurde beim Gipfeltreffen im Dezember 2008 das Ziel eines Mindestanteils für erneuerbare Energien im europäischen Verkehrssektor verbindlich mit 10 % bis 2020 festgelegt. Nachhaltigkeitskriterien stellen sicher, dass künftig ausschließlich nachhaltig produzierte Biokraftstoffe im Verkehrssektor genutzt werden. Die Treibhausgas-Ein spa rungs ziele für Biokraftstoffe im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen wurden mit mindestens 35 %, ab dem Jahr 2017 mit mindestens 50 % festgelegt. Die Bioethanolanlagen der AGRANA in Österreich und Ungarn erfüllen beide bereits heute das 50 %-Kriterium.
| Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 |
|---|---|---|
| Segment Stärke | 2008 09 | 2007 08 |
| Umsatzerlöse (in m€) | 423,1 | 231,9 |
| Operatives Ergebnis (in m€) | 15,3 | 27,9 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||
| Immaterielle Vermögenswerte (in m€) | 17,2 | 97,9 |
| Mitarbeiter | 852 | 840 |
Der Umsatz im Segment Stärke lag in den ersten drei Quar talen 2008|09 mit 423,1 m€ um 82,4 % über dem Vorjahres wert von 231,9 m€. Dies war großteils auf stark steigende
Bioethanolumsätze in Österreich und Ungarn sowie die Umschichtung der Futtermittelumsätze in das Stärkesegment (im Vorjahr noch dem Segment Zucker zugeordnet) zurück zuführen. Bei nativer und modifizierter Stärke konnte der Umsatz aufgrund der notwendigen Anpassung der Verkaufs preise verbessert werden, die Mengen waren jedoch leicht rückläufig. Das Umsatzwachstum bei Verzuckerungsprodukten beruhte vor allem auf den quotenbedingten Mengen steigerungen bei Isoglukose.
Das Operative Ergebnis fiel in den ersten drei Quartalen zwar im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 15,3 (Vorjahr: 27,9) m€, zeigte aber gegenüber dem ausgeglichenen Ergebnis des ersten Halbjahres 2008|09 einen deutlichen Aufwärtstrend. Der Beginn der neuen Ernte, insbesondere der Start der Verarbeitung von erntefrischem Mais im September 2008 mit einem deutlich unter Vorjahr liegenden Preisniveau, er mög lichte diese substantielle Verbesserung der Ertragslage im dritten Quartal.
Bei einer unveränderten Anbaufläche von rund 5.800 Hektar betrug die Stärkekartoffelernte in Österreich im Geschäftsjahr 2008|09 rund 200.000 (Vorjahr: 195.000) Tonnen. Aus reichende Niederschläge und ein günstiger Temperaturverlauf führten zu einem Anstieg der durchschnittlichen Hektar erträge und zu einer Liefererfüllung von 95 %. Die erwartete Stärkeproduktion aus Kartoffeln wird bei rund 43.000 (Vor jahr: 40.000) Tonnen liegen. Damit wird die diesjährige Produktion die Quote zu rund 90 % erfüllen.
Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais in Österreich betrug rund 107.000 (Vorjahr: 103.000) Tonnen. Nach 89 Tagen wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais um gestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008|09 wird eine Verarbeitungsmenge von rund 340.000 (Vorjahr: 364.000) Tonnen erwartet.
Bei HUNGRANA, der Joint Venture-Gesellschaft in Ungarn, wird die gesamte Maisverarbeitung 2008|09 voraussichtlich 850.000 Tonnen betragen und damit als Folge der abgeschlossenen Kapazitätserweiterung substantiell über der Vorjahresmenge von 540.000 Tonnen liegen. Die Verarbeitung von erntefrischem Mais wurde Ende November 2008 abgeschlossen und betrug rund 186.000 Tonnen. Damit konnte die maiserntebedingt geringe Vorjahresmenge von rund 21.100 Tonnen bei weitem übertroffen werden.
Die rumänische Maisverarbeitung bis Ende November 2008 lag bei 11.400 Tonnen.
Das bei der Produktion von Bioethanol anfallende Eiweiß futter mittel wird unter dem Markennamen "ActiProt" in Österreich und den Nachbarländern nunmehr als zertifiziertes Produkt zur Herstellung gentechnikfreier Lebensmittel vermarktet.
Im dritten Quartal wurde im Werk in Pischelsdorf eine Schiffs be- und -entladungsmöglichkeit für den kostengünstigen Transport von Rohstoffen sowie von "ActiProt" in Betrieb genommen.
Die Ethanolproduktion in Ungarn (Joint Venture HUNGRANA) erfolgt ausschließlich auf Basis von lokal zugekauftem Mais. Bis zum Beginn der Nassmaiskampagne im September 2008 wurde noch hochpreisiger Mais aus der Ernte 2007 verarbeitet. Seither läuft die Ethanolproduktion mit dem wesentlich preisgünstigeren Mais aus der neuen Ernte.
In Europa ist eine erhöhte Preissensibilität der Konsumenten aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise bei gleichzeitiger Abschwächung des wirtschaftlichen Umfelds spürbar. Dies hat einen Trend zur Abschwächung von höheren Preis segmenten hin zu preislich günstigeren Produkten zur Folge. Bei Fruchtzubereitungen zeichnet sich eine Wachstums verlangsamung ab.
Bei Fruchtsaftkonzentraten, insbesondere bei Apfelsaft kon zentrat, wird von einer stabilen Konsumnachfrage auf deutlich gesunkenem Preisniveau ausgegangen. Chinesisches Apfelsaftkonzentrat ist derzeit in Europa gegenüber euro päischem Apfelsaftkonzentrat preislich kaum wettbewerbs fähig.
| Bioethanol | Geschäftsentwicklung | 07 | ||
|---|---|---|---|---|
| Im AGRANA-Bioethanolwerk in Pischelsdorf werden zur | Finanzkennzahlen | Q1–Q3 | Q1–Q3 | |
| Produktion von Bioethanol Weizen, Tritikale und Mais als | Segment Frucht | 2008 09 | 2007 08 | |
| Roh stoffe eingesetzt. Während Mais am freien Markt zuge | Umsatzerlöse (in m€) | 620,7 | 644,5 | |
| kauft wird, werden Weizen und Tritikale vorwiegend über | Operatives Ergebnis (in m€) | –12,8 | 30,6 | |
| Anbau verträge mit Landwirten über lokale Händler bezogen. | Investitionen in Sachanlagen und | |||
| Immaterielle Vermögenswerte (in m€) | 18,1 | 24,3 | ||
| Das bei der Produktion von Bioethanol anfallende Eiweiß - | Mitarbeiter | 5.246 | 5.104 |
Der Segmentumsatz der ersten drei Quartale lag mit 620,7 m€ um 3,7 % unter dem Vorjahreswert von 644,5 m€. Nach einem umsatzschwachen ersten Halbjahr konnte im dritten Quartal der Umsatzrückgang im Konzentratgeschäft teilweise aufgeholt werden. Die Verkaufspreise lagen in den ersten neun Monaten infolge der Roh stoff preissteigerungen der Ernte 2007 über dem Vorjahr. Im Apfelsaft kon zen trat geschäft wurden die Verkaufskontrakte für die neue Saison produktionsnah abgeschlossen. Die deutlich gerin geren Roh stoffpreise der neuen Ernte 2008 schlugen sich bereits in niedrigeren Apfelsaftkonzentratpreisen in Europa nieder. Folglich befindet sich der Marktpreis auf einem tiefen Niveau.
Das Operative Ergebnis der ersten drei Quartale war mit –12,8 m€ noch immer unbefriedigend. Mit einem deutlich positiven Operativen Ergebnis im dritten Quartal konnte aber die Trendwende erreicht und damit nach dem im ersten Halbjahr durch die Abwertung der Konzentratbestände aus gewiesenen Verlust in Höhe von –21,2 m€ insgesamt ein besseres Ergebnis erzielt werden.
Die Rohstoffversorgung für sämtliche Fruchtkategorien im Bereich Fruchtzubereitungen ist gedeckt. In China wurde eine lokale Sourcing-Einheit erfolgreich etabliert. Gute Blüh bedingungen im Frühjahr, eine ausgeglichene Niederschlags verteilung während der gesamten Vegetationsperiode und ein milder Herbst führten zu einer optimalen Fruchtent wick lung und zu einer zufriedenstellenden Qualität bei Äpfeln. Die Zielmengen für Äpfel wurden in Polen erreicht bzw. in Ungarn sogar übertroffen. Auch in China war die diesjährige Apfelernte höher als im Vorjahr. Dies führte sowohl in Europa als auch in China zu Einkaufspreisen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Verarbeitung von Äpfeln zu Apfelsaft konzentrat wurde in Europa mit Ende November 2008 be endet. In China waren die Verarbeitungskapazitäten auch im Dezember in hohem Ausmaß ausgelastet. Die Ver arbeitungs kampagne wird voraussichtlich bis Jänner 2009 dauern.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2007|08 umfassend dargestellten Risiken auf den Seiten 65 bis 69.
Aus den angeführten Risiken leiten sich auch Unsicherheiten für die Währungsentwicklung insbesondere der ukrainischen Hrivna für die verbleibenden drei Monate des Geschäftsjahres ab. Beim ungarischen Forint bzw. rumänischen Leu kann es zu Kursverlusten bei Euro-Finanzierungen kommen. Zudem werden lokale Gewinne der ungarischen Produktions standorte zu unvorteilhafteren Kursen umgerechnet. AGRANA ist bestrebt, das Währungsrisiko durch Sicherungs geschäfte zu begrenzen.
AGRANA hat am 15. Dezember 2008 die Zustimmung der Wettbewerbsbehörde für die Beteiligung an dem Unter neh men S.C. Studen für das Land Serbien erhalten.
Aufgrund der im Rahmen der Erwartungen liegenden opera tiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal bestätigt AGRANA ihre Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2008|09. Der Konzernumsatz soll folglich von 1,9 Mrd € auf 2,1 Mrd € gesteigert werden. Das Operative Konzernergebnis wird auf einem Niveau von rund 30 m€ bestätigt.
Die erwartete Entwicklung in den einzelnen Segmenten bis Geschäftsjahresende stellt sich wie folgt dar:
■ Segment Zucker: Für das Gesamtjahr rechnet AGRANA mit einem leicht unter dem Vorjahr liegenden Segment umsatz vor allem aufgrund der geringeren Quoten zucker produktion in der neuen Kampagne. Beim Opera tiven Ergebnis erwartet AGRANA einen deutlichen Rückgang infolge von Preissteigerungen bei Energie und Hilfsstoffen. In den CEE-Ländern werden Margenverschlechte rungen aufgrund von Wechselkursschwankungen wirksam. Die Rohzuckerraffinationsanlage in Brcko|Bosnien wird erst im nächsten Geschäftsjahr positive Ergebnis beiträge liefern. Darüber hinaus ist im Verlauf des Zuckerwirtschaftjahres 2008|09 (Oktober 2008 bis September 2009) mit einer Normalisierung der Zucker märkte zu rechnen.
Hinsichtlich der erwarteten Finanzierungserfordernisse geht AGRANA von einem Investitionsvolumen von rund 75 m€ für das Gesamtjahr 2008|09 aus.
Wien, am 14. Jänner 2009
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h. Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
| 3. QUARTAL | 1.–3. QUARTAL | |||
|---|---|---|---|---|
| (1. September – 30. November) | (1. März – 30. November) | |||
| KONZERN-GEWINN- UND | 2008 09 | 2007 08 | 2008 09 | 2007 08 |
| VERLUSTRECHNUNG | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Umsatzerlöse | 549.963 | 485.322 | 1.595.510 | 1.418.656 |
| Bestandsveränderungen | 160.967 | 220.888 | –96.134 | 58.515 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.451 | 1.226 | 2.521 | 2.548 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10.625 | 23.214 | 28.389 | 34.993 |
| Materialaufwand | –477.822 | –473.085 | –1.057.000 | –965.100 |
| Personalaufwand | –64.081 | –59.912 | –161.417 | –158.429 |
| Abschreibungen | –26.666 | –25.267 | –62.636 | –55.409 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –126.912 | –141.793 | –231.824 | –252.395 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 27.525 | 30.593 | 17.409 | 83.379 |
| Finanzerträge | –7.733 | –575 | 8.224 | 11.677 |
| Finanzaufwendungen | –13.037 | –12.325 | –37.012 | –27.372 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | –20.770 | –12.900 | –28.788 | –15.695 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.755 | 17.693 | –11.379 | 67.684 |
| Ertragsteuern | –1.506 | –4.623 | –4.736 | –18.029 |
| Konzernperiodenergebnis | 5.249 | 13.070 | –16.115 | 49.655 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 6.102 | 13.321 | –13.591 | 49.528 |
| davon Minderheitenanteile | –853 | –251 | –2.524 | 127 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | 0,43 € | 0,94 € | –0,96 € | 3,49 € |
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) | in t€ | in t€ |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 72.692 | 102.960 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –5.845 | –2.595 |
| Veränderung des Working Capital | –76.457 | –168.913 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –9.610 | –68.548 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –47.921 | –123.218 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 25.814 | 124.717 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –31.717 | –67.049 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Finanzmittelbestand | 422 | 1.306 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 86.760 | 132.218 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 55.465 | 66.475 |
| 10 KONZERNBILANZ Stand zum Stand zum |
|---|
| ----------------------------------------------- |
| 30.11.2008 | 29.2.2008 | ||
|---|---|---|---|
| AKTIVA | in t€ | in t€ | |
| A. | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 255.989 | 252.939 | |
| Sachanlagen | 646.865 | 653.316 | |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 600 | 600 | |
| Wertpapiere | 18.429 | 18.657 | |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 88.295 | 92.852 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 28.487 | 42.101 | |
| Aktive latente Steuern | 27.607 | 16.710 | |
| 1.066.272 | 1.077.175 | ||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 651.308 | 680.271 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| und sonstige Vermögenswerte | 408.041 | 346.050 | |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 6.421 | 9.370 | |
| Wertpapiere | 1.967 | 4.314 | |
| Flüssige Mittel | 55.465 | 86.760 | |
| 1.123.202 | 1.126.765 | ||
| Summe Aktiva | 2.189.474 | 2.203.940 | |
| PASSIVA | |||
| A. | Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |
| Gewinnrücklagen | 333.240 | 379.187 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 847.812 | 893.759 | |
| Minderheitenanteile am Kapital | 25.517 | 28.306 | |
| 873.329 | 922.065 | ||
| B. | Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 45.997 | 46.233 | |
| Übrige Rückstellungen | 19.462 | 18.784 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 193.034 | 307.286 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.042 | 2.033 | |
| Passive latente Steuern | 41.356 | 38.549 | |
| 301.891 | 412.885 | ||
| C. | Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 37.852 | 42.097 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 538.467 | 370.116 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 427.234 | 452.616 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 10.701 | 4.161 | |
| 1.014.254 | 868.990 | ||
| Summe Passiva | 2.189.474 | 2.203.940 |
| KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November) |
Eigenkapital- Anteil der |
Minderheiten- anteil am |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Aktionäre | Eigenkapital | ||
| in t€ | in t€ | in t€ | |
| Stand zum 1. März 2008 | 893.759 | 28.306 | 922.065 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –8.374 | –5 | –8.379 |
| Veränderung des Eigenkapitals aufgrund | |||
| von Währungsumrechnungsdifferenzen | 3.501 | 146 | 3.647 |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –4.873 | 141 | –4.732 |
| Ergebnis der Berichtsperiode | –13.591 | –2.524 | –16.115 |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | –13.591 | –2.524 | –16.115 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –590 | –28.284 |
| Sonstige Veränderungen | 211 | 184 | 395 |
| Eigenkapital zum 30. November 2008 | 847.812 | 25.517 | 873.329 |
| Stand zum 1. März 2007 | 871.154 | 24.345 | 895.499 |
|---|---|---|---|
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –7.764 | 0 | –7.764 |
| Veränderung des Eigenkapitals aufgrund | |||
| von Währungsumrechnungsdifferenzen | 219 | 110 | 329 |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –7.545 | 110 | –7.435 |
| Ergebnis der Berichtsperiode | 49.528 | 127 | 49.655 |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | 49.528 | 127 | 49.655 |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –587 | –28.281 |
| Sonstige Veränderungen | 148 | 5.334 | 5.482 |
| Eigenkapital zum 30. November 2007 | 885.591 | 29.329 | 914.920 |
11
inklusive Segmentbericht
für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November)
| 2008 09 | 2007 08 | 2008 09 | 2007 08 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Umsatzerlöse | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 614.942 | 595.319 | Zucker | 17.266 | 28.917 |
| Stärke | 423.120 | 231.925 | Stärke | 15.262 | 27.871 |
| Frucht | 620.730 | 644.538 | Frucht | –12.842 | 30.627 |
| Konzern | 1.658.792 | 1.471.782 | Konzern | 19.686 | 87.415 |
| Sondereffekt Bioethanol | –2.277 | –4.036 | |||
| Ergebnis der | |||||
| Betriebstätigkeit | 17.409 | 83.379 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –37.354 | –16.089 | Zucker | 13.648 | 34.924 |
| Stärke | –25.850 | –37.037 | Stärke | 17.179 | 97.942 |
| Frucht Konzern |
–78 –63.282 |
0 –53.126 |
Frucht Konzern |
18.086 48.913 |
24.302 157.168 |
| Außenumsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 577.587 | 579.230 | Zucker | 2.494 | 2.651 |
| Stärke Frucht |
397.269 620.654 |
194.888 644.538 |
Stärke Frucht |
852 5.246 |
840 5.104 |
| 2008 09 | 2007 08 | 2008 09 | 2007 08 | |
|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Sondereffekt Bioethanol | –2.277 | –4.036 | ||
| Ergebnis der | ||||
| Betriebstätigkeit | 17.409 | 83.379 | ||
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. Novem ber 2008 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischen berichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2008 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2008 angewandten Bilanzierungs- und Bewer tungs methoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläute rungen im Anhang des Geschäftsberichts 2007|08 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landes spezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäfts jahr ermittelt.
Der Geschäftsbericht 2007|08 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Zu Beginn des zweiten Quartals 2008|09 erfolgte die Erst konsolidierung des chinesischen Fruchtsaftherstellers Yongji Andre Juice Co, Ltd.|China. Es handelt sich dabei um ein 50%-Joint Venture, welches mittels Quotenkonsolidierung einbezogen wird.
Im September 2008 wurde für den Zusammenschluss der AGRANA mit den Studen Vertriebsgesellschaften Agragold von der österreichischen Wettbewerbsbehörde die Genehmi gung erteilt. Der dabei eingebrachte Teilbetrieb wird ab dem vierten Quartal quotenkonsolidiert. Für den 50%-Erwerb der südosteuropäischen Vertriebsgesellschaften entscheiden die nationalen Wettbewerbsbehörden, wobei Ende November 2008 die Genehmigung für Slowenien erteilt wurde.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschrei bungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in den ersten drei Quar talen 2008|09 in Höhe von 17,4 (Vorjahr: 83,4) m€ setzte sich aus einem Operativen Ergebnis von 19,7 (Vorjahr: 87,4) m€ und einem Ergebnis aus Sondereinflüssen von –2,3 (Vorjahr: –4,0) m€ zusammen.
Die Entwicklung des Operativen Ergebnisses ist geprägt von den Verlusten des ersten Halbjahres aus der Abwertung der Apfelsaftkonzentratbestände sowie einer schwächeren Entwicklung in allen Segmenten. Das dritte Quartal konnte mit einem Ergebnis der Betriebstätigkeit von 27,5 m€ einen deutlich positiveren Akzent setzen und annähernd an das Vorjahresquartal von 30,6 m€ anschließen.
Trotz der anhaltenden Belastungen aus dem Bioethanolwerk in Österreich machten sich im Segment Stärke die sinkenden Rohstoffkosten positiv bemerkbar, sodass der Ergebnis rückstand reduziert und kumuliert ein Operatives Ergebnis von 15,3 m€ erzielt wurde. Im Segment Zucker wirkten weiterhin die Belastungen aus den EU-Abgaben und die wechselkursbedingten niedrigeren Verkaufspreise. Die ersten drei Quartale wiesen damit ein um 11,7 m€ niedrigeres Operatives Ergebnis von 17,3 m€ gegenüber dem Vorjahr auf. Im Segment Frucht konnten sowohl die Fruchtsaftkon zentrate als auch Fruchtzubereitungen positive Ergebnisse im dritten Quartal erbringen und reduzierten das kumulierte Operative Ergebnis auf –12,8 m€.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um –13,1 m€ auf –28,8 m€. Ursache waren neben den höheren Zinsaufwendungen infolge der höheren Nettover schuldung vor allem die negativen Währungsentwicklungen in Osteuropa, der Ukraine und in Brasilien und den daraus resultierenden bewertungsbedingten Fremdwährungseffekten aus Finanzverbindlichkeiten.
Das Konzernperiodenergebnis betrug im Berichtszeitraum –16,1 (Vorjahr: 49,7) m€.
Bis Ende November 2008 sank der Finanzmittelbestand um 31,3 m€ auf 55,5 m€. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat ein um 30,3 m€ geringerer Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 72,7 (Vorjahr: 103,0) m€ als auch ein stärkerer Abgang aus dem Working Capital zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von –9,6 (Vorjahr: –68,5) m€ geführt.
14 Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –47,9 (Vorjahr: –123,2) m€ spiegelt das für dieses Geschäftsjahr deutlich geringe Investitionsverhalten wieder.
Die Aufnahme von vor allem kurzfristigen Finanzverbind lich keiten und der Abfluss durch die Dividendenzahlungen von 28,3 m€ führte zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 25,8 m€.
Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem 29. Februar 2008 um 14,5 m€ auf 2.189,5 m€. In den Immateriellen Vermögenswerten ist ein Goodwill aus der Erstkonsolidierung von Yongji Andre Juice Co, Ltd. in Höhe von 6,3 m€ enthalten.
Dem Anstieg der Bruttofinanzschulden um rund 54,1 m€ steht die Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten um 25,4 m€ entgegen. Mit einem Eigenkapital von 873,3 m€ betrug die Eigenkapitalquote per Ende November 39,9 %.
Vom 1. März bis zum 30. November 2008 waren im AGRANA Konzern durchschnittlich 8.592 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 8.595). Der Rückgang im Segment Zucker um 157 Mitarbeiter ist auf die Schließung eines ungarischen Zuckerwerkes zurück zuführen. Der erhöhte Personalstand im Segment Frucht ist vor allem in der Ersteinbeziehung des Fruchtsaftherstellers Yongji Andre Juice Co, Ltd. begründet.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischen berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dar gestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben wird.
Wien, am 14. Jänner 2009
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h. Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aus sagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsäch liche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Verände rungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Ent wicklung makroökonomischer Größen wie Wechsel kurse, Inflation und Zinsen, Marktordnungs verände rungen, Konsu menten verhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energi e politik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewähr leistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Ent wicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| 6. Mai 2009 | Vorläufiges Ergebnis zum Geschäftsjahr 2008 09 |
|---|---|
| 20. Mai 2009 | Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2008 09 |
| 10. Juli 2009 | Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2008 09 |
| 15. Juli 2009 | Ex-Dividenden-Tag, Dividendenzahltag |
| 15. Juli 2009 | Ergebnis für das erste Quartal 2009 10 |
| 15. Oktober 2009 | Ergebnis für das erste Halbjahr 2009 10 |
| 14. Jänner 2010 | Ergebnis für die ersten drei Quartale 2009 10 |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Maria FALLY Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
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