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AGRANA Beteiligungs-AG

Earnings Release Jul 15, 2009

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Earnings Release

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2009|10 BERICHT ÜBER DAS ERSTE QUARTAL

ENTWICKLUNG IM ERSTEN QUARTAL 2009|10

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen Q1 2009 10 Q1 2008 09
AGRANA-Konzern
Umsatzerlöse 506,2 m€ 495,1 m€
Operatives Ergebnis 20,0 m€ 18,0 m€
Operative Marge 4,0 % 3,6 %
Ergebnis aus Sondereinfl üssen 0,0 m€ –2,3 m€
Ergebnis der Betriebstätigkeit 20,0 m€ 15,7 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 6,8 m€ 14,4 m€
Mitarbeiter 7.989 8.406

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009|10 (1. März bis 31. Mai 2009) stiegen die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe um 11,1 m€ bzw. 2,2 % auf 506,2 m€. Der größte Umsatzzuwachs war im Segment Stärke als Folge des gestiegenen Bioethanolabsatzes des Werkes Pischelsdorf zu verzeichnen, der im Vorjahresquartal noch nicht enthalten war. Bei den Stärkeprodukten folgten die Preise erwartungsgemäß den normalisierten Rohstoff preisen. Im Segment Zucker lag der Umsatz trotz geringerer Quote aufgrund der Absatzsteigerung von Nichtquoten-Zucker mit 175,5 m€ leicht über dem Vorjahr mit 170,6 m€. Sowohl die Mengen als auch die Preise von Quotenzucker waren marktordnungsbedingt rückläufi g. Das Segment Frucht entwickelte sich im Vorjahres-Quartalsvergleich bei Fruchtzubereitungen sowohl mengen- als auch preisseitig nahezu konstant, im Konzentratgeschäft spiegelten sich die deutlich gesunkenen Verkaufspreise für Apfelsaftkonzentrat wider.

02 Das operative Konzernergebnis lag mit 20,0 m€ um 11,1 % oder 2,0 m€ über dem Vorjahres-Vergleichsquartal. Die Ergebnissteigerung basierte vor allem auf Verbesserungen im Segment Stärke, wo sich nach den Rohstoff turbulenzen des Vorjahres die Rohstoff - und Energiepreise normalisiert haben. Dadurch konnten geringere Erträge im Segment Zucker und im Konzentratgeschäft überkompensiert werden.

Das Ergebnis vor Steuern lag aufgrund eines positiven Finanzergebnisses von 1,0 m€ (nach –4,1 m€) mit 21,0 m€ substanziell über jenem des Vorjahresquartals von 11,6 m€. Neben einer günstigeren Finanzierungsstruktur und rückläufi gen Zinsaufwendungen waren im ersten Quartal Währungskursgewinne vor allem in Polen, Ungarn und Rumänien zu verzeichnen. Damit konnte ein Teil der nicht realisierten Währungskursverluste aus konzerninternen Finanzierungen als Folge der Abschwächung einzelner Ostwährungen gegenüber dem Euro im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2008|09 wieder ausgeglichen werden. Unter Berücksichtigung einer normalisierten Steuerquote ergab sich ein Konzernperiodenergebnis von 16,7 (Vorjahr 7,4) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Quartalsergebnis je Aktie stieg von 0,56 € auf 1,19 €.

Investitionen

Die Investitionen lagen im ersten Quartal 2009|10 bei 6,8 (Vorjahr 14,4) m€ und entsprachen damit dem geplanten Investitionsprogramm deutlich unter Abschreibungsniveau. Im Segment Zucker wurden 1,7 (Vorjahr 3,2) m€ Ersatzinvestitionen durchgeführt. Die Investitionen im Segment Stärke betrugen 1,9 (Vorjahr 6,9) m€. Nach dem Abschluss der Erhöhung der Produktionskapazität für Isoglukose erfolgte die Verbesserung des Nebenprodukthandlings in der ungarischen Stärkefabrik. Im Segment Frucht wurden mit 3,2 (Vorjahr 4,3) m€ Effi zienz steigernde Maßnahmen im Produktionsbereich durchgeführt.

Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Quartalsende –30,8 (Vorjahr –129,0) m€. Dies war vorrangig auf geringere Finanzierungserfordernisse aus der Zunahme des Working Capital zurückzuführen. Neben einer verminderten Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gab es einen verstärkten Abbau von Vorräten infolge des mengenmäßigen Lagerabbaus sowie der niedrigeren Bewertungen von Fertigprodukten. Der positive Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von 17,5 (Vorjahr 109,7) m€ spiegelte die Aufnahme von langfristigen Krediten wider.

Vermögens- und Finanzlage

Der Abbau der Vorräte von 562,1 m€ zum Bilanzstichtag 28. Februar 2009 auf 445,5 m€ zum Ende des ersten Quar tals beruhte auf einer Lagerstandsreduktion bei Zucker und Frucht. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 150,4 m€ auf 240,4 m€ im Vergleich zum Bilanzstichtag ist auf die Zahlung der Restrukturierungs abgaben im Rahmen der Zuckermarktordnung sowie auf Zahlungen an die Rübenbauern zurückzuführen. Die Eigen kapitalquote lag zum Ende des ersten Quartals 2009|10 mit 44,5 % (Vorjahr 41,4 %) weiterhin auf hohem Niveau. Die Finanzierungsstruktur wurde planmäßig auf längerfristige Kreditlinien verlagert. Der Anstieg der Nettofi nanzschulden von 470,1 m€ zu Geschäftsjahresende auf 500,0 m€ mit Ende des ersten Quartals war saisonal bedingt, lag jedoch um 208,4 m€ unter dem Vorjahr. Mit der Auszahlung der Restrukturierungsbeihilfe im Juni 2009 werden sich diese weiter reduzieren.

AGRANA-Aktie

Kennzahlen zur Aktie Q1 2009 10
Höchstkurs 56,16 €
Tiefstkurs 40,52 €
Ultimokurs 56,16 €
Buchwert je Aktie 60,27 €
Marktkapitalisierung 797,59 m€

Die AGRANA-Aktie verzeichnete im Berichtszeitraum bis Ende Mai 2009 einen deutlichen Kursanstieg und schloss mit 56,16 €, was einer Marktkapitalisierung von 797,6 m€ entsprach. Seit Geschäftsjahresbeginn im März 2009 legte die Aktie um rund 27 % zu. Die Entwicklungen des Aktienkurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage unter www.agrana.com > Investor Relations > Die Aktie > Aktien kurs.

SEGMENT ZUCKER 03 Cashfl ow

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

Die zweite Schätzung der Weltzuckerbilanz von F. O. Licht aus März 2009 geht für das Kampagnejahr 2008|09 (1. Oktober 2008 bis 30. September 2009) von einem Rückgang der Weltzuckererzeugung auf 157,3 (Vorjahr 166,7) Mio. Tonnen bei einem weiter steigenden Weltzuckerverbrauch von 160,9 (Vorjahr 158,6) Mio. Tonnen aus. Dadurch erfolgt ein Abbau der Weltzuckerbestände auf 73,5 (Vorjahr 77,9) Mio. Tonnen bzw. 45,7 % eines Jahresverbrauchs. Nur ein geringer Teil der Weltzuckererzeugung wird überhaupt auf den Weltmärkten gehandelt; überwiegend erfolgt die Vermarktung regional. Infolge dieser Erwartung setzte sich der seit Jahresbeginn anhaltende Anstieg der Weltmarktpreise für Zucker bis zum Ende des ersten Quartals fort. In der Folge gaben die Notierungen leicht nach. Ende Mai notierte Rohzucker bei 343 USD je Tonne bzw. 244 € je Tonne. Der Welt markt preis für Weißzucker lag bei 453 USD je Tonne bzw. bei 321 € je Tonne.

Zuckermarktordnung

Die Umstrukturierungsphase der EU-Zuckermarktordnung nähert sich ihrem Ende. Seit Beginn der Reform der Zuckermarktordnung 2006|07 wurden 5,8 Mio. Tonnen Quote an den Umstrukturierungsfonds zurückgegeben, nur 0,2 Mio. Tonnen weniger als von der EU-Kommission angestrebt. Die EU-Kommission hat angekündigt, im Februar 2010 die Lage des EU-Zuckermarktes erneut zu überprüfen, um festzustellen, ob eine fi nale Quotenkürzung erforderlich ist. Für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2008|09 sah die EU-Kommission keine Notwendigkeit für eine Marktrücknahme; dies gilt bislang auch für das ZWJ 2009|10. Noch bis Ende Oktober 2009 kann die EU-Kommission auf Grundlage aktualisierter Produktions- und Importschät zungen eine Marktrücknahme für das ZWJ 2009|10 beschließen.

Die EU hat ihren Zuckermarkt für Einfuhren aus den LDC-(Least Developed Countries-) und AKP-(Afrika, Karibik, Pazifi k-)Staaten geöff net. Ab 1. Oktober 2009 entfallen die Zölle und Mengenbegrenzungen für Importe aus diesen Ländern vollständig. Die EU-Kommission wird jedoch zum selben Zeitpunkt eine spezifi sche Schutzklausel einführen, die ab Erreichen einer bestimmten Importmenge die Wiedereinführung von Schutzzöllen erlaubt.

Die Auszahlung der Restrukturierungsprämien für die Quotenrückgaben von AGRANA im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 erfolgte zur Gänze im Juni 2009. Der Restruk turierungsfonds ist seit 1. Februar 2009 geschlossen.

Außenhandel

Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen blieben bislang ohne konkretes Ergebnis. Ein Abschluss in naher Zukunft gilt derzeit als unwahrscheinlich. Das der EU-Kom mission seitens der Mitgliedsstaaten erteilte Verhandlungsmandat gilt unverändert.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 2009 10 Q1 2008 09
Segment Zucker
Umsatzerlöse 175,5 m€ 170,6 m€
Operatives Ergebnis 3,9 m€ 5,6 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 1,7 m€ 3,2 m€
Mitarbeiter 2.184 2.331

Das Segment Zucker erzielte im ersten Quartal 2009|10 eine Umsatzsteigerung auf 175,5 m€ nach 170,6 m€ im Vorjah resquartal. Dieser Zuwachs konnte trotz eines niedrigeren Absatzes und infolge des EU-Reformprozesses erwartungsgemäß zurückgegangener Erlöse für Quotenzucker erreicht werden, da im Nichtquoten-Zuckerbereich Exportmengen gesteigert wurden und der Absatz am Westbalkan erhöht werden konnte. AGRANA erzielte in Bosnien-Herzegowina und Kroatien deutliche Marktanteilsgewinne. Das operative Ergebnis lag mit 3,9 m€ durch aperiodisch erhöhte Auf wendungen der Holding um 1,7 m€ unter Vorjahresniveau. Die gestiegenen Weltmarktpreise für Rohzucker verursachten erhöhten Margendruck für die Raffi nationsanlagen in Rumänien und Bosnien-Herzegowina. Mit Ende des ersten Quartals wurde die Rohzuckeranlage in Bosnien-Herzegowina planmäßig für eine sechswöchige Optimierungs- und Instand haltungsphase vorübergehend abgestellt.

Rohstoff und Ernte

Der österreichische Zuckerrübenanbau wird im Jahr 2009 auf einer Fläche von rund 44.000 Hektar durchgeführt werden, wovon rund 500 Hektar für biologischen Anbau vorgesehen sind. Nach dem schwierigen Jahr 2008 wird in Ungarn mit einer Zuckerrübenanbaufl äche von rund 13.700 Hektar und in der Slowakei von rund 7.000 Hektar ge rechnet. In Tschechien beträgt die Rübenanbaufl äche für das Zuckerwirtschaftsjahr 2009|10 rund 12.500 Hektar und in Rumänien rund 6.000 Hektar. In allen Ländern sind aufgrund der vorherrschenden Witterungs- und Vegetations bedingungen gute Rübenerträge zu erwarten. Lediglich in Rumänien wird infolge von Flächenverlusten und aufgrund von Trockenheit eher mit unterdurchschnittlichen Erträgen gerechnet.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Die Ernteschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zeigen weltweit eine gute Versorgungslage mit Getreide. Die Rekordernte 2008|09 führte dabei zu einem Anstieg der Weltgetreidebestände um 25,3 % auf 351 Mio. Tonnen. Nach Schätzung vom 10. Juni 2009 erwartet das USDA für die Ernte 2009|10 eine weitgehend ausgeglichene Getreidebilanz. Bei der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) rechnet das USDA mit einem moderaten Rückgang auf rund 1,731 Mrd. Tonnen (–2,8 %) nahezu auf Höhe des voraussichtlichen Verbrauches von rund 1,733 Mrd. Tonnen (+1,4 %). Als Folge werden sich die weltweiten Lagerbestände nur geringfügig auf 348 Mio. Tonnen (–0,7 %) verändern. Mit einem Lagerbestand weit über der psychologisch wichtigen Marke von 300 Mio. Tonnen ist weiterhin eine gute Versorgungslage mit Getreide gewährleistet. Innerhalb der EU ist die Getreideernte 2008|09 um 22 % von 256 auf 313 Mio. Tonnen gestiegen, was einen Anstieg der Lagerbestände auf 41 Mio. Tonnen (+61 %) zur Folge hatte. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2009|10 rechnet das USDA für die EU weiterhin mit einer überdurchschnittlichen Ernte von 284 Mio. Tonnen.

Aufgrund von Währungsschwankungen, höheren Rohölnotierungen sowie unsicheren Ertragsaussichten (Früh jahrstrockenheit in Osteuropa, verzögerte Aussaat in den USA) zeigten die Rohstoff notierungen an der euronext LIFFE in Paris eine sehr volatile Bewegung mit deutlichen Ab schwächungstendenzen im Juni 2009. Zu Beginn des Berichtszeitraums notierte der Ein-Monats-Future für Weizen bei 138 € je Tonne und damit auf dem Niveau von August 2006. Bis Ende Mai 2009 stiegen die Weizenpreise trotz einer weiterhin komfortablen Versorgungslage auf 152 € je Tonne.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 2009 10 Q1 2008 09
Segment Stärke
Umsatzerlöse 125,6 m€ 114,7 m€
Operatives Ergebnis 11,1 m€ 4,2 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 1,9 m€ 6,9 m€
Mitarbeiter 873 843

Der Umsatzzuwachs von 114,7 m€ auf 125,6 m€ im ersten Quartal 2009|10 war hauptsächlich auf den Vollbetrieb des Bioethanolwerkes Pischelsdorf zurückzuführen. Da der Betrieb erst Ende Mai 2008 aufgenommen wurde, waren die Verkaufserlöse somit im Vorjahres-Vergleichsquartal noch nicht enthalten. Mengensteigerungen bei traditionellen

05

Stärkeprodukten (wie zum Beispiel bei nativer Stärke und Verzuckerungsprodukten) standen niedrigere Verkaufspreise und konjunkturbedingte Rückgänge im technischen Bereich gegenüber. Mit einem operativen Ergebnis von 11,1 m€ wurde der von hohen Rohstoff - und Energiepreisen be lastete Vorjahreswert von 4,2 m€ mehr als verdoppelt. Die EBIT-Marge konnte auf 8,8 % (nach 3,7 % im Vorjahres-Ver gleichs quartal) gesteigert werden. Diese Verbesserung der Ertrags lage war auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesun kenen Maispreise, insbesondere beim ungarischen Joint Venture HUNGRANA, zurückzuführen.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Für das Anbaujahr 2009 wurden im Kartoff elstärkebereich mit rund 1.600 Landwirten Kontrakte über 195.000 Tonnen Stärkeindustriekartoff eln abgeschlossen. Die bisherigen Vegetationsbedingungen waren gut. Die Kontrakte für Speise industriekartoff eln liegen mit 12.500 Tonnen auf Vorjahresniveau. Die Kontraktmenge von Bioindustriekartoff eln beträgt rund 10.400 Tonnen.

Der Maiseinkauf für die Stärkefabrik in Aschach ist bis zur neuen Ernte großteils abgeschlossen. Für den Anbau 2009 wurden im Spezialmais-Bereich (Biomais, Wachsmais, garantiert gentechnikfreier Mais und Bio-Wachsmais) Kontrakte über rund 27.000 Tonnen fi xiert.

In Ungarn bleibt die Maisanbaufl äche im Vergleich zum Vorjahr mit rund 1,2 Mio. Hektar nahezu unverändert. HUNGRANA ist, ausgehend von einer geplanten Gesamtverarbeitungsmenge von rund 950.000 Tonnen pro Jahr (entspricht 100 %), zu rund zwei Drittel mit Rohstoff gedeckt. Die verbleibende Menge wird zum Großteil aus erntefrischem Nassmais der Monate September, Oktober und November gedeckt.

Die Maisanbaufl äche wird in Rumänien auf rund 2,3 Mio. Hektar geschätzt und ist damit im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die trockene Witterung in den Monaten April und Mai lässt eine geringere Getreideerntemenge erwarten. Die Niederschläge im Juni 2009 dürften dieses Manko jedoch kompensieren.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, vor allem im Non-Food-Bereich, lag die Auslastung der Fabriken nur leicht unter Plan. Konjunkturbedingt ist ein Rückgang bei Produkten für die Papier- und Wellpappeindustrie sowie eine Stagnation bei Produkten für die Bauindustrie zu verzeichnen. Im Lebensmittelbereich konnte der mengenmäßige Rückgang bei Commodity-Verzuckerungsprodukten wie Isoglukose und Flüssigdextrose teilweise durch höhere Produktionsmengen von nativen Stärken kompensiert werden.

Bioethanol

Das österreichische Bioethanolwerk Pischelsdorf konnte den Rohstoff bedarf an Weizen und Mais partiell bis über die neue Ernte hinaus absichern.

Die beiden AGRANA-Bioethanolproduktionsanlagen in Österreich und Ungarn laufen auf hohem und stabilem Produktionsniveau.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

Der Markt für Fruchtzubereitungen war auch im ersten Quartal von hoher Volatilität geprägt. In Westeuropa und den USA wurden von den großen Markenartikelanbietern verstärkt Werbeaktionen durchgeführt, um den Pro-Kopf-Verbrauch stabil zu halten und Marktanteile zurückzugewinnen. Der osteuropäische Markt für Fruchtzube reitungen zeigte infolge der allgemeinen Wirtschaftslage einen uneinheitlichen Verlauf. Unsicherheiten beherrschen auch die Märkte in Lateinamerika und Mexiko, während der asiatisch-pazifi sche Raum sich gut entwickelte.

Nach den Turbulenzen des Vorjahres hat sich der Markt für Fruchtsaftkonzentrate auf tiefem Preisniveau stabilisiert. In den von der Krise besonders stark betroff enen Ländern Osteuropas sank die Nachfrage im ersten Quartal noch um bis zu 40 %, mittlerweile ist jedoch auch dort eine Erholung der Märkte erkennbar.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen Q1 2009 10 Q1 2008 09
Segment Frucht
Umsatzerlöse 205,2 m€ 209,7 m€
Operatives Ergebnis 5,0 m€ 8,3 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 3,2 m€ 4,3 m€
Mitarbeiter 4.932 5.232

Das Segment Frucht erzielte im ersten Quartal 2009|10 einen Umsatz von 205,2 (Vorjahr 209,7) m€ sowie ein operatives Ergebnis von 5,0 (Vorjahr 8,3) m€. Bei Frucht zubereitungen konnte das Vorjahresniveau sowohl mengenals auch preismäßig nahezu gehalten werden. Insbesondere in Europa entwickelte sich das erste Quartal positiv. Absatzschwankungen in den USA, Lateinamerika und Mexiko konnten durch Marktanteilsgewinne in Europa, Russland und im asiatischen Raum fast ausgeglichen werden. Durch Standardisierung von Prozessen und Nutzung konzernübergreifender Synergien soll die Ertragslage verbessert werden, da steigende Kosten auf die Ergebnisse drücken.

Die in der Verarbeitungssaison 2008 abgeschlossenen Verkaufskontrakte für Fruchtsaftkonzentrate wurden im ersten Quartal 2009|10 zügig ausgeliefert, die Verkaufspreise für Apfelsaftkonzentrat lagen jedoch erheblich unter dem Vorjahresniveau. Dieser drastische Preisverfall infolge der deutlich niedrigeren Rohstoff preise der Ernte 2008 konnte durch Mengensteigerungen nicht kompensiert werden. Daraus fehlende Ergebnisbeiträge konnten auch durch bessere Margen bei roten Beerensaftkonzentraten nur teilweise ausgeglichen werden.

Rohstoff und Ernte

Die Rohstoff versorgung von Kern- und Steinfrüchten für die Fruchtzubereitungsherstellung verlief im ersten Quartal zufriedenstellend. Ein wachsender Anteil der tiefgefrorenen Früchte wird bereits in AGRANA-Fruchtzuberei tungs werken selbst produziert, um den steigenden Qualitätsanfor derun gen der Kunden und den lebensmittelrechtlichen Vor schrift en zu entsprechen. Dies soll die strategische Wettbewerbsfähigkeit von AGRANA Fruit untermauern und ausbauen.

In Europa und China wird mit einer durchschnittlichen Apfelernte gerechnet. Es gab zwar keine großräumigen Fröste, jedoch ist der Fruchtansatz insgesamt geringer als im vergangenen Rekordjahr. Bei roten Beeren sind die Ernte aussichten durchwegs positiv.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken ein. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2008|09 umfassend dargestellten Risiken auf Seite 52 bis 56.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Bilanzstichtages am 31. Mai 2009 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Ent wicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

AUSBLICK

Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der AGRANA-Gruppe haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres nicht wesentlich verändert. Daher wird an den erwarteten Konzernzielen mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einer deutlichen Erholung des operativen Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2009|10 festgehalten.

Im Segment Zucker wird für eine Ergebnisverbesserung das Ausmaß der Energiepreisreduktion sowie die weitere Verbesserung der Produktionskostenstruktur mit dem Wegfall der Restrukturierungsabgabe für die neue Produktion ab Herbst 2009 ausschlaggebend sein.

Im Segment Stärke ist beabsichtigt, durch Vollauslastung der Bioethanolkapazitäten in Österreich und Ungarn den konjunkturbedingt erwarteten Umsatzrückgang bei technischen Stärkeprodukten zu kompensieren.

Im Segment Frucht wird – trotz eines von Nachfragerückgängen geprägten wirtschaftlichen Umfeldes – ein leicht steigender Umsatz erwartet. Der Absatz von Fruchtzube reitungen dürfte sich über sämtliche Regionen stabil entwickeln. Es wird erwartet, dass sich die laufenden Werbeaktivitäten der Molkereien für Fruchtjoghurt, gestützt auf die niedrigeren Milchpreise, fortsetzen werden. Dies sollte den Konsum vor Rückgängen bewahren. Bei Fruchtsaftkonzentraten werden tiefe Preisniveaus gesehen, sofern nicht witterungsbedingte Ernteausfälle auftreten.

Das Investitionsvolumen für das laufende Geschäftsjahr wird unverändert mit rund 50 m€ veranschlagt.

Wien, am 15. Juli 2009

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2009 (UNGEPRÜFT)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2009 10 2008 09
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Umsatzerlöse 506.245 495.111
Bestandsveränderungen –90.261 –94.706
Andere aktivierte Eigenleistungen 711 616
Sonstige betriebliche Erträge 4.599 8.941
Materialaufwand –275.757 –276.394
Personalaufwand –48.204 –48.107
Abschreibungen –16.666 –17.117
Sonstige betriebliche Aufwendungen –60.618 –52.599
Ergebnis der Betriebstätigkeit 20.049 15.745
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0
Finanzerträge 10.716 6.874
Finanzaufwendungen –9.759 –10.989
Finanzergebnis 957 –4.115
Ergebnis vor Ertragsteuern 21.006 11.630
Ertragsteuern –4.258 –4.202
Konzernperiodenergebnis 16.748 7.428
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 16.897 8.016
davon Minderheitenanteile –149 –588
Ergebnis je Aktie nach IFRS 1,19 € 0,56 €
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Konzernperiodenergebnis 16.748 7.428
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus
– Währungsdiff erenzen 9.183 11.834
– zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 176 –64
– Cashfl ow-Hedges 3.928 –1.948
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 13.287 9.822
Gesamtperiodenergebnis 30.035 17.250
davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 29.471 16.800
davon Minderheitenanteile 564 450
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2009 10 2008 09
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) in t¤ in t¤
Cashfl ow aus dem Ergebnis 32.379 24.870
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 226 –1.244
Veränderung des Working Capital –63.393 –152.653
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit –30.788 –129.027
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit –915 –9.399
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit 17.523 109.720
Veränderungen des Finanzmittelbestandes –14.180 –28.706
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf Finanzmittelbestand 907 877
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 75.458 86.760
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 62.185 58.931
KONZERNBILANZ Stand am
31. 5. 2009
in t¤
Stand am
28. 2. 2009
in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 259.439 260.498
Sachanlagen 607.327 609.866
Anteile an assoziierten Unternehmen 606 605
Wertpapiere 104.726 104.492
Beteiligungen und Ausleihungen 1.843 2.499
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.166 5.525
Aktive latente Steuern 37.515 35.711
1.016.622 1.019.196
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 445.478 562.113
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 391.503 326.629
Laufende Ertragsteuerforderungen 7.026 6.980
Wertpapiere 768 5.830
Flüssige Mittel 62.185 75.458
906.960 977.010
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 319.061 289.583
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 833.633 804.155
Minderheitenanteile am Kapital 22.322 21.758
B. Langfristige Schulden 855.955 825.913
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 45.233 45.241
Übrige Rückstellungen 17.815 17.575
Finanzverbindlichkeiten 279.173 250.177
Sonstige Verbindlichkeiten 32.298 1.958
Passive latente Steuern 32.840 31.259
407.359 346.210
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 23.721 23.513
Finanzverbindlichkeiten 388.538 405.718
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 240.433 390.863
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.576 3.989
660.268 824.083
Summe Passiva 1.923.582 1.996.206
KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital- Minderheiten- Eigenkapital
für das erste Quartal (1. März – 31. Mai) Anteil der anteil am
Aktionäre Eigenkapital
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2009 10
Stand am 1. März 2009 804.155 21.758 825.913
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) 4.021 83 4.104
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 8.553 630 9.183
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 12.574 713 13.287
Konzernperiodenergebnis 16.897 –149 16.748
Gesamtperiodenergebnis 29.471 564 30.035
Dividendenausschüttung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 7 0 7
Stand am 31. Mai 2009 833.633 22.322 855.955
GESCHÄFTSJAHR 2008 09
Stand am 1. März 2008 893.759 28.306 922.065
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) –2.012 0 –2.012
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 10.796 1.038 11.834
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 8.784 1.038 9.822
Konzernperiodenergebnis 8.016 –588 7.428
Gesamtperiodenergebnis 16.800 450 17.250
Dividendenausschüttung 0 0 0
Sonstige Veränderungen –22 –3 –25
Stand am 31. Mai 2008 910.537 28.753 939.290

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ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. MAI 2009 (UNGEPRÜFT)

SEGMENTBERICHT 2009 10 2008 09 2009 10 2008 09
für das erste Quartal in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1. März – 31. Mai)
Umsatzerlöse (brutto) Operatives Ergebnis
Zucker 189.353 180.049 Zucker 3.944 5.552
Stärke 134.454 123.436 Stärke 11.073 4.177
Frucht 205.183 209.749 Frucht 5.032 8.293
Konzern 528.990 513.234 Konzern 20.049 18.022
Sondereff ekt Bioethanol 0 –2.277
Ergebnis der Betriebstätigkeit 20.049 15.745
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Zucker –13.868 –9.425 Zucker 1.728 3.223
Stärke –8.865 –8.687 Stärke 1.945 6.919
Frucht –12 –11 Frucht 3.148 4.289
Konzern –22.745 –18.123 Konzern 6.821 14.431
Umsatzerlöse Mitarbeiter
Zucker 175.485 170.624 Zucker 2.184 2.331
Stärke 125.589 114.749 Stärke 873 843
Frucht 205.171 209.738 Frucht 4.932 5.232
SOUSITO ZUUOIUS
in t€ in t€
Operatives Ergebnis
Zucker 3.944 5.552
Stärke 11.073 4.177
Frucht 5.032 8.293
Konzern 20.049 18.022
Sondereffekt Bioethanol $\Omega$ $-2.277$
Ergebnis der Betriebstätigkeit 20.049 15.745
Investitionen
Zucker 1.728 3.223
Stärke 1.945 6.919
Frucht 3.148 4.289
Konzern 6.821 14.431
Mitarbeiter
Zucker 2.184 2.331
Stärke 873 843
Frucht 4937 5737

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. Mai 2009 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Mai 2009 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

Die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2009 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2008|09 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Der Geschäftsbericht 2008|09 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Konzern 506.245 495.111 Konzern 7.989 8.406

Im ersten Quartal 2009|10 kam es zu keinen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschrei bungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die davor angefallenen Instandhaltungskosten für die kommende Kampagne 2009 werden unterjährig abgegrenzt und sind unter den sonstigen Vermögenswerten erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im ersten Quartal 2009|10 beträgt 20,0 (Vorjahr 15,7) m€, im Vorjahr war darin ein Ergebnis aus Sondereinfl üssen von –2,3 m€ enthalten. Die Ergebnisverbesserung resultiert vor allem aus dem Segment Stärke.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf 1,0 (Vorjahr –4,1) m€. Die Veränderung von 5,1 m€ ist einerseits auf die rückläufi gen Zinsaufwendungen infolge der niedrigeren Nettoverschuldung und andererseits auf die erhöhten Währungskurs gewinne (vor allem in Ungarn, Polen und Rumänien) zurückzuführen.

Der Konzernperiodenüberschuss beträgt 16,7 (Vorjahr 7,4) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Bis Ende Mai 2009 sank der Finanzmittelbestand um 13,3 m€ auf 62,2 m€. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat ein stärkerer Abbau des Vorratsvermögens stattgefunden. Weiters führte unter anderem eine verminderte Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten zu einem um 89,3 m€ schwächeren Abfl uss aus Working Capital. Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Quartalsende –30,8 (Vorjahr –129,0) m€.

Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –0,9 (Vorjahr –9,4) m€ spiegelt das weiterhin geringe Investitionsverhalten wieder.

Die Aufnahme von vor allem langfristigen Finanzverbindlichkeiten führte zu einem Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit von 17,5 (Vorjahr 109,7) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2009 um 72,6 m€ auf 1.923,6 m€ ist wie im Vorjahr vor allem auf den Abbau der Vorräte zurückzuführen. Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (Zahlungen an Rübenbauern und Restrukturierungsfonds) für die Bilanzsummenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 856,0 (Vorjahr 825,9) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende Mai 44,5 % (Vorjahr 41,4 %).

MITARBEITER

Bis zum Ende des ersten Quartals waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 7.989 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 8.406). Der Rückgang im Segment Zucker um 147 Mitarbeiter ist auf die Schließung eines ungarischen Zuckerwerkes als auch Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien zurückzuführen. Die Reduktion des Personalstandes im Segment Frucht um 300 ist neben dem schrittweisen Personalabbau in Kaplice infolge der Werksschließung insbesondere auf den verringerten Einsatz von Saison arbeitskräften in Argentinien, China und der Ukraine zurückzuführen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben werden.

Wien, am 15. Juli 2009

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG

Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.

Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen

Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vor standes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammen hang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandels abkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, Marktordnungsveränderungen, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.

Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewähr leistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

KAPITALMARKTKALENDER

15. Oktober 2009 Ergebnis für das
erste Halbjahr 2009 10
14. Jänner 2010 Ergebnis für die ersten
drei Quartale 2009 10

WEITERE INFORMATIONEN

AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Maria FALLY Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com

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