AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

AGRANA Beteiligungs-AG

Earnings Release Oct 15, 2009

733_ir_2009-10-15_aa144950-ff5d-46e7-97c4-fbfde7f77127.pdf

Earnings Release

Open in Viewer

Opens in native device viewer

2009|10 BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR

KONZERNLAGEBERICHT DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. AUGUST 2009

ENTWICKLUNG IM ERSTEN HALBJAHR 2009|10

AGRANA hatte eine stabile Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2009|10. Dafür waren in erster Linie die Normalisie rung der Rohstoff preise und Währungsrelationen, die Vollauslastung der Bioethanolkapazitäten, Erfolge in der Umsetzung von Einsparungsmaßnahmen sowie verstärkte Marketingaktivitäten verantwortlich. Trotz der noch immer angespannten Lage auf den Finanzmärkten konnte AGRANA im ersten Halbjahr 2009|10 die Nettoverschuldung um 91,4 m€ reduzieren und die Eigenkapital quote von 41,4 % zu Geschäftsjahresbeginn auf 46,4 % der Bilanz summe verbessern. Auch wenn für einen Großteil der AGRANA-Produkte die Lebensmittelindustrie ein eher krisenfester Absatzmarkt ist, hängt die weitere Entwicklung von der konjunkturellen Erholung ab.

Umsatz- und Ertragslage

Finanzkennzahlen H1 2009 10 H1 2008 09
AGRANA-Konzern
Umsatzerlöse 1.034,2 m€ 1.045,5 m€
Operatives Ergebnis 43,9 m€ –7,8 m€
Operative Marge 4,2 % neg.
Ergebnis aus Sondereinfl üssen 0,0 m€ –2,3 m€
Ergebnis der Betriebstätigkeit 43,9 m€ –10,1 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 16,3 m€ 32,6 m€
Mitarbeiter 8.177 8.617

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009|10 (1. März bis 31. August 2009) lag der Konzernumsatz mit 1.034,2 m€ um 11,3 m€ unter dem Vorjahreswert von 1.045,5 m€. Umsatzrückgängen im Segment Zucker standen Zuwächse im Segment Frucht und nahezu unveränderte Umsätze im

Segment Stärke gegenüber. Im Fruchtsaftkonzentratumsatz konnten die im Vorjahresvergleich deutlich niedrigeren Preise durch Absatzsteigerungen überkompensiert werden. Der Frucht zubereitungsumsatz (rund 80 % Anteil am Umsatz im Segment Frucht) lag nahezu auf Vorjahresniveau, wobei in den einzelnen Regionen sehr unterschiedliche Entwicklungen festzustellen waren. Im Segment Zucker sanken die Umsätze für Quotenzucker plangemäß infolge reduzierter Quotenzuckerabsätze aufgrund der Quotenrückgaben und der niedrigeren Quotenzuckerpreise. Im Segment Stärke lagen die Umsätze auf Vorjahresniveau, wobei die Absatzmenge durch die Vollauslastung der Bioethanol anlagen in Österreich und Ungarn deutlich angehoben werden konnte.

Das operative Konzernergebnis konnte von –7,8 m€ im Vorjahreshalbjahr auf 43,9 m€ gesteigert werden. Die Verbesserung war vor allem auf das Segment Stärke zurück zuführen, in dem sich die Normalisierung der Rohstoff märkte entsprechend positiv auf die Ertragslage auswirkte. Im Segment Frucht kam es zu einer Erholung des operativen Ergebnisses, nachdem im Vorjahreshalbjahr Lagerabwertungen der vorrätigen Apfelsaftkonzentratmengen in Höhe von 32,4 m€ verbucht werden mussten.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2009|10 um 10,4 m€ auf 2,4 m€. Darin spiegeln sich die geringeren Finanzierungskosten infolge der reduzierten Nettoverschuldung sowie das gesunkene Zins niveau wider. Zudem haben sich die Wechselkurse einzelner osteuropäischer Währungen verbessert, weshalb die im Vorjahr berücksichtigten Wechselkursabwertungen teilweise wieder zurückgenommen werden konnten. Nach Abzug des Steueraufwandes von 11,6 m€ (entspricht 25 % Steuer quote) belief sich der Konzernperiodenüberschuss auf 34,8 (Vorjahr: –21,4) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Halbjahresergebnis je Aktie stieg von –1,39 € auf 2,46 €.

Investitionen

Die Investitionen betrugen im ersten Halbjahr 2009|10 16,3 (Vorjahr: 32,6) m€. Im Segment Zucker wurden 4,9 (Vorjahr: 8,3) m€ vorwiegend für Ersatzinvestitionen getätigt. Durch betriebliche Anpassungen in der Rohzuckerraffi nerie in Brčko|Bosnien-Herzegowina konnte die durchschnittliche Rohzuckerverarbeitung auf 500 Tonnen pro Tag angehoben werden. Mit einem Investitionsvolumen im Segment Stärke von 3,8 (Vorjahr: 13,0) m€ stand die weitere Optimierung des Nebenprodukthandlings in der ungarischen Stärkefabrik im Vordergrund. Im Segment Frucht wurden 7,6 (Vorjahr: 11,4) m€ investiert. Neben Erhaltungsmaßnahmen an den Produktionsanlagen erfolgten eine Erweiterung um eine Ein richtung zur Verwendung von Flüssigzucker am russischen Fruchtzubereitungsstandort, die Ausweitung der Kühllager in Argentinien sowie die Installation eines neuen Biogas tankes in Österreich.

Cashfl ow

Die Verbesserung des Cashfl ows aus laufender Geschäftstätigkeit auf 122,5 m€ (nach 1,6 m€) resultierte vorrangig aus dem Abbau des Working Capitals. Die zurückhaltende Investitionspolitik ermöglichte, dass der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit mit –9,9 m€ deutlich niedriger im Ver gleich zum Vorjahr (–30,8 m€) war. Der Cashfl ow aus Finan zierungs tätigkeit in Höhe von –81,3 m€ (nach 4,5 m€ im Vorjahreshalbjahr) spiegelte die ge sunkenen Finanzierungserfordernisse wider.

Vermögens- und Finanzlage

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten stand ein Rückgang der Vorräte seit Geschäftsjahresbeginn um 231,8 m€ dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der fl üssigen Mittel gegenüber. Der deutliche Vor ratsabbau ist auf das Segment Zucker zurückzuführen, da dort im ersten Halbjahr vor allem Zucker aus der Kampagne des Vorjahres abgesetzt wurde. Im Juni 2009 ging die Zahlung von rund 40 m€ aus dem EU-Restrukturierungs fonds für die bereits erfolgten Quotenrückgaben ein. Mit einer Eigenkapital quote von 46,4 % lag das Eigenkapital mit 852,4 m€ über dem Niveau zum Bilanzstichtag am 28. Feb ruar 2009 mit 825,9 m€. In folge der Umschuldung auf langfristige Kreditlinien und der Absiche rung der Zinsniveaus stiegen die langfristigen Finanz ver bindlichkeiten um 87,9 m€ an. Der Rückgang der kurzfris tigen Finanzverbindlichkeiten ergab sich aus einem gesunkenen Investitionsvolumen sowie aus dem geringeren Finanzierungserfordernis für die EU-Restrukturierungs abgabe, die letztmalig für das am 30. September geendete Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 eingehoben wurde. Die Netto verschuldung zum 31. August 2009 konnte auf 378,7 m€ nach 470,1 m€ zu Geschäfts jahresende 2008|09 reduziert werden.

03 AGRANA-Aktie

Kennzahlen zur Aktie H1 2009 10
Höchstkurs 71,28 €
Tiefstkurs 40,52 €
Ultimokurs 68,43 €
Buchwert je Aktie 60,02 €
Marktkapitalisierung 971,85 m€

Die AGRANA-Aktie verzeichnete im Berichtszeitraum bis Ende August 2009 einen deutlichen Kursanstieg und schloss mit 68,43 €, was einer Marktkapitalisierung von 971,9 m€ entsprach. Seit Geschäftsjahresbeginn im März 2009 legte die Aktie um rund 55 % zu. Die Entwicklungen des Aktien kurses fi nden Sie auf der AGRANA-Homepage: www.agrana.com > Investor Relations > Die Aktie > Aktienkurs.

SEGMENT ZUCKER

Wirtschaftliches Umfeld Zuckerweltmarkt

Die von F. O. Licht veröff entlichten Schätzungen für die Weltzuckerbilanz im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 (Oktober 2008 bis September 2009) gehen von einer Produktion von rund 155 (Vorjahr: 167) Mio. Tonnen und einem Konsum von 160 (Vorjahr: 159) Mio. Tonnen aus. Der prognostizierte Lagerstand sinkt damit auf 71 (Vorjahr: 77) Mio. Tonnen bzw. 44 % (Vorjahr: 49 %) des Jahresverbrauches.

Die Rohzuckernotierungen (New York) lagen Ende August 2009 bei 538 USD bzw. 377 € je Tonne. Der Weltmarktpreis für Weißzucker stieg bis Ende August 2009 auf 573 USD bzw. 402 € je Tonne. Die Auswirkungen der gestiegenen Weltmarkt preise auf den EU-Zuckermarkt bleiben abzuwarten. Vor allem für die LDCs (Least Developed Countries) und AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifi k) erschließen sich infolge der steigenden Weltmarktpreise zusätzliche attraktive Absatz märkte außerhalb der EU. Für die Rohzuckerimporte aus den LDCs und AKP-Ländern in die EU ist einerseits ein Mindest preis festgelegt, andererseits übersteigt zurzeit die Nach frage das Angebot. Das führt zu deutlich über dem Welt markt- und über dem Mindestpreis liegenden Preisen.

Den Rohzuckerbedarf für Bosnien-Herzegowina deckt AGRANA ohne Beschränkungen am Weltmarkt. Hier sind Einkaufs- sowie Verkaufspreise an die internationalen Zuckernotierungen gebunden und entsprechenden Schwankungen unterworfen. Mit der Zollbefreiung für den Import von Rohzucker kann die Ertragslage in Bosnien-Herzegowina zukünftig stabilisiert werden.

Zuckermarktordnung

Ab 1. Oktober 2009 entfallen die Zölle und Mengenbegrenzungen für Zuckerimporte aus LDCs und AKP-Staaten vollständig. Gleichzeitig tritt jedoch eine spezifi sche Schutzklausel in Kraft, die bei Überschreiten einer bestimmten Importmenge die Wiedereinführung von Schutzzöllen erlaubt.

Die Europäische Union hat das Exportkontingent für Nicht-Quotenzucker für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 von 650.000 Tonnen auf 950.000 Tonnen erhöht. Die Unternehmen machten von dem zusätzlichen Kontingent aufgrund der zu erwartenden guten Ernte 2009|10 und der aktuell hohen Weltmarktpreise sofort Gebrauch. Für das am 1. Oktober angelaufene Zuckerwirtschaftsjahr 2009|10 gilt jedoch vorerst wieder eine maximale EU-Exportmenge von 650.000 Tonnen Nicht-Quotenzucker. Aufgrund der geltenden WTO-Limits könnte die Kommission die Exportmenge auf maximal rund 1,4 Mio. Tonnen anheben.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen H1 2009 10 H1 2008 09
Segment Zucker
Umsatzerlöse 371,4 m€ 383,6 m€
Operatives Ergebnis 13,1 m€ 13,0 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 4,9 m€ 8,3 m€
Mitarbeiter 2.195 2.292

Der Umsatz im Segment Zucker ging im ersten Halbjahr 2009|10 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 % auf 371,4 m€ zurück. Grund dafür war vor allem der mengenmäßige Rückgang im Quotenzuckerabsatz bei sinkenden Preisen. Beim Absatz von Nicht-Quotenzucker war eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Für den Export von Nicht-Quotenzucker wurden neue Märkte außerhalb der Europäischen Union erschlossen. Gesteigerte Inlandsverkäufe waren in Österreich und Ungarn im Haushaltsbereich zu verzeichnen. Das operative Segmentergebnis lag im ersten Halbjahr 2009|10 mit 13,1 m€ auf Vorjahresniveau, die EBIT-Marge betrug im ersten Halbjahr 3,5 %.

Rohstoff , Ernte und Produktion

In allen rübenverarbeitenden Ländern herrschten ähnliche Witterungsbedingungen: Die Monate während und nach dem Anbau waren trocken. Intensive Niederschläge in den Monaten Juni und Juli, gefolgt von Hitze und feuchtem Wetter im August, entspannten die Situation. Teilweise traten aufgrund der häufi gen Niederschläge Überschwemmungen und Staunässe auf. Lediglich in Rumänien waren die Niederschlagsmengen in einigen Anbaugebieten nicht zufriedenstellend.

Die Erntemenge der auf insgesamt 83.000 (Vorjahr: 71.700) Hektar angebauten Rüben wird voraussichtlich 5,1 (Vorjahr: 4,7) Mio. Tonnen betragen. Die zu erwartende Zuckerproduktion wird bei rund 770.000 (Vorjahr: 720.000) Tonnen liegen. Die AGRANA zugeteilte Rübenzuckerquote für das Zuckerwirtschaftsjahr 2009|10 beträgt rund 618.500 Tonnen. Nach dem erfolgreichen Start der Biozuckerproduktion im Geschäftsjahr 2008|09 wurde die Kontrahierungsfl äche für Rüben aus österreichischem, kontrolliert biologischem Anbau von 329 auf 539 Hektar erhöht. Auf dieser Fläche wird eine Erntemenge von rund 26.000 Tonnen Biorüben erwartet, aus der etwa 3.500 Tonnen Biozucker hergestellt werden können.

SEGMENT STÄRKE

Wirtschaftliches Umfeld

Die Ernteschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zeigen weltweit eine gute Versorgungslage mit Getreide. Nach Schätzung vom 11. September 2009 erwartet das USDA für die Ernte 2009|10 einen moderaten Rückgang der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) auf rund 1,75 Mrd. Tonnen (–1,6 %). Ungeachtet dessen werden die globalen Lagerbestände auf rund 366 Mio. Tonnen (+2,4 %) ansteigen, da die Erzeugung den leicht höher ge schätzten Getreideverbrauch voraussichtlich um 9 Mio. Tonnen übersteigen wird. Für die EU rechnet das USDA im Getreidewirt schaftsjahr 2009|10 mit einer überdurchschnittlichen Ernte von 288 Mio. Tonnen für alle Getreidesorten. In Bezug auf Weizen und Mais liegen die Erwartungen für die euro päische Ernte im Getreidewirtschaftsjahr 2009|10 bei rund 130 (Vorjahr: 140) Mio. Tonnen Weizen und bei rund 60 (Vor jahr: 62) Mio. Tonnen Mais (Quelle: Stratégie Grains). Die gute Versorgungslage schlug sich in den Rohstoff notierungen an der Euronext LIFFE in Paris nieder. So notierten die Futures an der Pariser Warenterminbörse Ende August 2009 für Weizen bei rund 128 (Vorjahr: 186) € je Tonne und für Mais bei rund 125 (Vorjahr: 154) € je Tonne.

Geschäftsentwicklung

Finanzkennzahlen H1 2009 10 H1 2008 09
Segment Stärke
Umsatzerlöse 251,8 m€ 253,6 m€
Operatives Ergebnis 20,4 m€ 0,4 m€
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1 3,8 m€ 13,0 m€
Mitarbeiter 879 850

Im ersten Halbjahr 2009|10 verzeichnete das Segment Stärke im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr einen nahezu konstanten Umsatz von 251,8 m€. Zur Umsatzstabilisierung trug vor allem der Vollbetrieb der Bioethanolanlagen in

05

Österreich und Ungarn bei. Rückgänge bei den Verkaufspreisen sowie teils durch die schwache Konjunktur ausgelöste Absatzrückgänge im technischen Bereich konnten weitgehend durch Mengensteigerungen bei traditionellen Stärkeprodukten (wie zum Beispiel bei nativer Stärke und Verzuckerungsprodukten) kompensiert werden. Mit einem operativen Halbjahresergebnis von 20,4 m€ wurde der Vorjahreswert von 0,4 m€ übertroff en. Die EBIT-Marge lag bei 8,1 %.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Am 26. August 2009 wurde in der österreichischen Kartoff elstärkefabrik in Gmünd mit der Verarbeitung von Stärkekartoff eln der Ernte 2009 begonnen. Durch die günstige Witterung während der Hauptvegetation wird trotz geringerer Kontraktfl äche eine Erntemenge auf Vorjahresniveau von rund 195.000 bis 200.000 Tonnen erwartet. Mit einem Stärkegehalt von 18,3 % wird eine Kartoff elstärkeproduktion von rund 43.000 (Vorjahr: 42.300) Tonnen erwartet. Die Nassmaisverarbeitung in der Maisstärkefabrik Aschach| Österreich hat am 4. September 2009 begonnen. Es wird mit einer Nassmaismenge von rund 100.000 (Vorjahr: 107.000) Tonnen und der Nassmaisverarbeitung bis Ende November 2009 gerechnet. Anschließend wird die Produk tion mit Trockenmais fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2009|10 lag die Maisverarbeitung mit rund 182.000 (Vorjahr: 167.000) Tonnen über Vorjahresniveau. In Ungarn begann die Nassmaiskampagne bereits Ende August 2009. HUNGRANA erwartet eine Nassmaismenge von rund 160.000 Tonnen. Die gesamte Maisverarbeitung im Kalenderjahr 2009 wird mit rund 940.000 Tonnen um rund 100.000 Tonnen über der Vorjahresmenge liegen. Die Isoglukosequote der HUNGRANA beträgt für das Zuckerwirt schaftsjahr 2009|10 220.000 Tonnen. In Rumänien wurden im ersten Halbjahr 2009|10 rund 12.000 (Vorjahr: 5.500) Tonnen Mais verarbeitet, was auf verstärkte Exportaktivitäten zurückzuführen ist. Beginnend mit Ende September 2009 wurde erntefrischer Nassmais

Bioethanol

verarbeitet.

Die Rohstoff versorgung der österreichischen Bioethanolanlage in Pischelsdorf ist über Anbauverträge sowie über am Markt zugekaufte Mengen bis ins erste Kalenderquartal 2010 sichergestellt. Im ersten Halbjahr 2009|10 wurden Weizen, Triticale, Gerste, Roggen und Mais zu Bioethanol verarbeitet. Das Verhältnis Getreide zu Mais lag in etwa bei 3:1. Für die Ernte 2010 werden Anbauverträge für Ethanol weizen sowie Ethanoltriticale in einem Ausmaß von 160.000 Tonnen angeboten. Im Unterschied zum bisherigen Vertragsmodell gibt es eine Übernahmegarantie, jedoch keine an die Börsenotierung gebundene Preisfestsetzung.

SEGMENT FRUCHT

Wirtschaftliches Umfeld

Die großen Markenartikelanbieter haben auch im ersten Halbjahr ihre Marketingaktivitäten mit dem Ziel einer Stabilisierung des Pro-Kopf-Verbrauches von Fruchtjoghurt sowie der Rückgewinnung von Marktanteilen trotz Wirtschaftskrise intensiv fortgesetzt.

In den großen westeuropäischen Märkten für Fruchtsaftkonzentrate, Deutschland und England, sind Markt verschiebungen von 100%-igem Fruchtsaft zu Fruchtsaftnektar, Fruchtsaftgetränken und aromatisiertem Wasser mit sehr geringem Fruchtsaftgehalt zu verzeichnen. Bei reinen Fruchtsäften lag der Absatzrückgang zuletzt bei 3 bis 4 %. In den Absatzmärkten Russland und Ukraine sank die Nachfrage nach Fruchtsaftkonzentraten im Jahresvergleich um rund 30 %. Nach den Turbulenzen des Vorjahres hat sich der Marktpreis für Fruchtsaftkonzentrate gegen Ende des ersten Halbjahres auf niedrigem Niveau stabilisiert. Obwohl bei Apfelsaftkonzentraten ein absolutes Preisniveau wie Mitte der 1990er Jahre zu verzeichnen ist, zeigt der Konsum rückläufi ge Tendenzen. In Westeuropa bestehen rund 20 % Überkapazität an Fruchtsaftabfüllanlagen. In den letzten Monaten erhöhte sich zudem der Marktanteil der Diskonthandelsketten (Private Labels) um 3 bis 4 %.

Geschäftsentwicklung

H1 2009 10 H1 2008 09
411,0 m€ 408,3 m€
10,5 m€ –21,2 m€
7,6 m€ 11,4 m€
5.103 5.475

Der Umsatz im Segment Frucht lag im ersten Halbjahr 2009|10 mit 411,0 m€ leicht über dem Vorjahreswert von 408,3 m€. Mit einem Anteil von rund 20 % am Segmentumsatz konnten im Konzentratbereich Mengensteigerungen in sämtlichen Kategorien die deutlich niedrigeren Durchschnittspreise im Vergleich zum Vorjahr überkompensieren. Der Fruchtzubereitungsumsatz (80 % Anteil am Segmentumsatz) lag nahezu auf Vorjahresniveau, wobei in den einzelnen Regionen sehr unterschiedliche Entwicklungen festzustellen waren. Deutlich über den Erwartungen entwickelten sich die asiatischen und osteuropäischen Länder, zufriedenstellend lief das Geschäft auch in den USA und in Zentral- und Westeuropa. Abschwächungen waren in Lateinamerika (speziell in Argentinien und Mexiko) zu verzeichnen. Die Volatilität des Auftragseinganges und die verminderte Planbarkeit stellen an die Fruchtzubereitungswerke hohe Anforderungen.

06 AUSBLICK Das operative Segmentergebnis betrug 10,5 (Vorjahr: –21,2) m€. Während der Fruchtzubereitungsbereich das Ergebnis des Vorjahres halten konnte, verbesserte sich der Konzentratbereich aufgrund der im Vorjahreshalbjahr enthaltenen Lagerabwertungen deutlich. Die in der Verarbeitungssaison 2008 abgeschlossenen Verkaufskontrakte für Fruchtsaftkonzentrate wurden im zweiten Quartal 2009|10 teilweise verzögert abgerufen. Die Ursachen waren vor allem Nachfragerückgänge und ausreichend verfügbare Mengen am Markt. Die Verkaufspreise für Apfelsaftkon zentrat lagen erheblich unter dem Vorjahresniveau. Um die Ertragssituation im Konzentratbereich nachhaltig zu verbessern, werden neue Absatzmärkte und Kundensegmente intensiver bedient. Ein Beispiel sind die verstärkten Vertriebsaktivitäten am Apfelschorle-Markt. Mit einer Straff ung der Produktionskosten und einer abgestimmten Rohstoff beschaff ung in sämtlichen Konzentratfabriken soll die Wettbewerbsfähigkeit zukünftig noch besser abgesichert werden.

Rohstoff , Ernte und Produktion

Die Preisentwicklung bei Früchten der Frühjahrs- und Sommerernten war durch eine schwache Nachfrage geprägt. Die diesjährige Apfelernte wird sowohl in Europa als auch in China durchschnittlich ausfallen. Aufgrund des starken Preisdruckes bei Apfelsaftkonzentrat werden die Rohstoff preise unter Vorjahresniveau liegen. Es ist zu erwarten, dass durch diesen Preisdruck auch die Mengenverfügbarkeit geringer sein wird.

Im Bereich der roten Beeren wurden nur rund 50 % der geplanten Erdbeermengen zu Konzentrat verarbeitet. Grund dafür waren schlechte Wetterbedingungen während der Erntezeit in Polen. Bei Himbeere, Sauerkirsche, schwarzer Johannisbeere, Aronia-Beere und Holunder konnten trotz reduzierter Rohwarenpreise die geplanten Mengen eingekauft und Konzentrat hergestellt werden. Die Pro duk tion von Beerensaftkonzentraten und Beerendirektsäften wurde Mitte September abgeschlossen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken ein. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweist AGRANA auf die im Geschäftsbericht 2008|09 umfassend dargestellten Risiken auf Seite 52 bis 56.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Bilanzstichtages zum 31. August 2009 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der AGRANA-Gruppe haben sich im Laufe des Geschäftsjahres nicht wesentlich verändert. Entsprechend dem Umsatzverlauf im ersten Halbjahr 2009|10 wird an dem erwarteten Konzernziel mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau festgehalten. Nach einer deutlichen Erholung des operativen Konzern ergeb nisses soll im zweiten Halbjahr 2009|10 an das operative Ergebnis des ersten Halbjahres trotz eines schwierigen Umfeldes in den einzelnen Geschäftsbereichen angeschlossen werden.

Im Geschäftsjahr 2009|10 endet der Umstrukturierungsprozess in der EU-Zuckermarktordnungsreform, wodurch die temporären Belastungen aufgrund der Restrukturierungs abgaben entfallen. Im Segment Zucker hat die Optimierung der Energiekostentangente nach wie vor oberste Priorität. Daher soll in der diesjährigen Zuckerkampagne zum Beispiel die Biogasanlage in Kaposvár|Ungarn bereits mehr als 50 % des Primärenergiebedarfes der Fabrik decken. Die Energiepreise für die Kampagne 2009|10 sind großteils fi xiert, der Energiemarktpreis hat sich wesentlich stabilisiert.

Im Segment Stärke wird trotz der Vollauslastung der Bioethanolkapazitäten in Österreich und Ungarn und der erwarteten Absatzsteigerung bei Stärkeprodukten – aufgrund niedrigerer Preise infolge der Normalisierung der Rohstoff preise – mit einem Umsatzrückgang gerechnet.

Im Segment Frucht wird – trotz einer von hoher Unsicherheit geprägten Konsumentennachfrage – ein leicht steigender Umsatz erwartet. Der Absatz von Fruchtzubereitungen dürfte sich über sämtliche Regionen stabil entwickeln. Es wird davon ausgegangen, dass die Marketingaktivitäten der Molkereien für Fruchtjoghurt, gestützt auf die niedrigeren Milchpreise, fortgesetzt werden. Allerdings können eventuelle Auswirkungen eines verschärften Wettbewerbes und der Konsumzurückhaltung auf das Fruchtzubereitungsgeschäft derzeit nicht abgeschätzt werden. Bei Fruchtsaftkonzentraten werden weiterhin niedrige Preise erwartet, sofern nicht witterungsbedingte Ernteausfälle auftreten. Nach der Abwer tung der Lagerbestände von Apfelsaftkonzentrat aus der letztjährigen Ernte im Geschäftsjahr 2008|09 rechnet AGRANA in diesem Geschäftsbereich mit einer Normali sie rung im laufenden Geschäftsjahr.

Das Investitionsvolumen für das laufende Geschäftsjahr wird unverändert mit rund 50 m€ veranschlagt.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. AUGUST 2009 (UNGEPRÜFT)

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2009|10 2008|09 2009|10 2008|09 in t¤ in t¤ in t¤ in t¤ Umsatzerlöse 527.968 550.436 1.034.213 1.045.547 Bestandsveränderungen –115.466 –162.395 –205.727 –257.101 Andere aktivierte Eigenleistungen 327 454 1.038 1.070 Sonstige betriebliche Erträge 3.238 8.823 7.837 17.764 Materialaufwand –273.745 –302.784 –549.502 –579.178 Personalaufwand –48.536 –49.229 –96.740 –97.336 Abschreibungen –16.598 –18.853 –33.264 –35.970 Sonstige betriebliche Aufwendungen –53.310 –52.313 –113.928 –104.912 Ergebnis der Betriebstätigkeit 23.878 –25.861 43.927 –10.116 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 Finanzerträge 9.098 9.083 19.814 15.957 Finanzaufwendungen –7.616 –12.986 –17.375 –23.975 Finanzergebnis 1.482 –3.903 2.439 –8.018 Ergebnis vor Ertragsteuern 25.360 –29.764 46.366 –18.134 Ertragsteuern –7.303 972 –11.561 –3.230 Konzernperiodenergebnis 18.057 –28.792 34.805 –21.364 davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 18.002 –27.709 34.899 –19.693 davon Minderheitenanteile 55 –1.083 –94 –1.671 Ergebnis je Aktie nach IFRS 1,27 € –1,95 € 2,46 € –1,39 € GESAMTERGEBNISRECHNUNG Konzernperiodenergebnis 18.057 –28.792 34.805 –21.364 Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus – Währungsdiff erenzen 5.493 11.203 14.676 23.037 – zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 413 –15.384 589 –15.448 – Cashfl ow-Hedges 1.727 –330 5.655 –2.278 Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 7.633 –4.511 20.920 5.311 Gesamtperiodenergebnis 25.690 –33.303 55.725 –16.053 davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 25.324 –32.449 54.795 –15.649 davon Minderheitenanteile 366 –854 930 –404 2. Quartal (1. Juni– 31. August) 1. Halbjahr (1. März – 31. August)

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG 2009 10 2008 09
für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) in t¤
Cashfl ow aus dem Ergebnis 58.844 48.870
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 294 –5.646
Veränderung des Working Capital –41.614
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 122.450 1.610
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit –9.886 –30.797
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit –81.272 4.487
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 31.292 –24.700
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf Finanzmittelbestand 2.103 2.049
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 75.458 86.760
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 108.853 64.109

07

KONZERNBILANZ Stand am Stand am
31. 8. 2009 28. 2. 2009
in t¤ in t¤
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 258.864 260.498
Sachanlagen 605.897 609.866
Anteile an assoziierten Unternehmen 606 605
Wertpapiere 105.283 104.492
Beteiligungen und Ausleihungen 1.362 2.499
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.200 5.525
Aktive latente Steuern 35.582 35.711
1.012.794 1.019.196
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 330.362 562.113
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 379.595 326.629
Laufende Ertragsteuerforderungen 5.512 6.980
Wertpapiere 977 5.830
Flüssige Mittel 108.853 75.458
825.299 977.010
Summe Aktiva 1.838.093 1.996.206
A. PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 103.210 103.210
Kapitalrücklagen 411.362 411.362
Gewinnrücklagen 315.067 289.583
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 829.639 804.155
Minderheitenanteile am Kapital 22.797 21.758
852.436 825.913
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 45.350 45.241
Übrige Rückstellungen 17.737 17.575
Finanzverbindlichkeiten 338.029 250.177
Sonstige Verbindlichkeiten 2.015 1.958
Passive latente Steuern 31.935 31.259
435.066 346.210
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 24.903 23.513
Finanzverbindlichkeiten 255.750 405.718
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 260.290 390.863
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 9.648
550.591
3.989
824.083
KONZERN-EIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG Eigenkapital- Minderheiten- Eigenkapital
für das erste Halbjahr (1. März – 31. August) Anteil der anteil am
Aktionäre Eigenkapital
in t¤ in t¤ in t¤
GESCHÄFTSJAHR 2009 10
Stand am 1. März 2009 804.155 21.758 825.913
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) 6.250 –6 6.244
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 13.646 1.030 14.676
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 19.896 1.024 20.920
Konzernperiodenergebnis 34.899 –94 34.805
Gesamtperiodenergebnis 54.795 930 55.725
Dividendenausschüttung –27.694 –1.632 –29.326
Sonstige Veränderungen –1.617 1.741 124
Stand am 31. August 2009 829.639 22.797 852.436
GESCHÄFTSJAHR 2008 09
Stand am 1. März 2008 893.759 28.306 922.065
Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) –17.726 0 –17.726
Veränderung des Eigenkapitals
aufgrund von Währungsumrechnungsdiff erenzen 21.770 1.267 23.037
Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse 4.044 1.267 5.311
Konzernperiodenergebnis –19.693 –1.671 –21.364
Gesamtperiodenergebnis –15.649 –404 –16.053
Dividendenausschüttung –27.694 –595 –28.289
Sonstige Veränderungen –260 627 367
Stand am 31. August 2008 850.156 27.934 878.090

09

ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DER AGRANA-GRUPPE ZUM 31. AUGUST 2009 (UNGEPRÜFT)

10
SEGMENTBERICHT 2009 10 2008 09 2009 10 2008 09
für das erste Halbjahr in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
(1. März – 31. August)
Umsatzerlöse (brutto) Operatives Ergebnis
Zucker 401.271 402.074 Zucker 13.063 12.966
Stärke 269.336 270.712 Stärke 20.365 357
Frucht 411.010 408.358 Frucht 10.499 –21.162
Konzern 1.081.617 1.081.144 Konzern 43.927 –7.839
Sondereff ekt Bioethanol 0 –2.277
Ergebnis der Betriebstätigkeit 43.927 –10.116
Umsätze zwischen
den Segmenten Investitionen
Zucker –29.837 –18.457 Zucker 4.924 8.270
Stärke –17.536 –17.117 Stärke 3.770 12.951
Frucht –31 –23 Frucht 7.645 11.364
Konzern –47.404 –35.597 Konzern 16.339 32.585
Umsatzerlöse Mitarbeiter
Zucker 371.434 383.617 Zucker 2.195 2.292
Stärke 251.800 253.595 Stärke 879 850
2008 09 2009 10 2008 09
in t¤ in t¤ in t¤ in t¤
Operatives Ergebnis
402.074 Zucker 13.063 12.966
270.712 Stärke 20.365 357
408.358 Frucht 10.499 –21.162
1.081.144 Konzern 43.927 –7.839
Sondereff ekt Bioethanol 0 –2.277
Ergebnis der Betriebstätigkeit 43.927 –10.116
Investitionen
–18.457 Zucker 4.924 8.270
–17.117 Stärke 3.770 12.951
–23 Frucht 7.645 11.364
–35.597 Konzern 16.339 32.585
Mitarbeiter
383.617 Zucker 2.195 2.292
253.595 Stärke 879 850
408.335 Frucht 5.103 5.475
2009 10
401.271
269.336
411.010
1.081.617
–29.837
–17.536
–31
–47.404
371.434
251.800
410.979

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 31. August 2009 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2009 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

Die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2009 angewandten Bilanzierungs- und Be wertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes 2008|09 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifi scher Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.

Der Geschäftsbericht 2008|09 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Konzern 1.034.213 1.045.547 Konzern 8.177 8.617

Im zweiten Quartal 2009|10 kam es zu keinen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

SAISONALITÄT DES GESCHÄFTES

Die Rübenzuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Ab schreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die davor angefallenen Instand haltungskosten für die kommende Kampagne werden unterjährig abgegrenzt und sind unter den sonstigen Vermögenswerten erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im ersten Halbjahr 2009|10 beträgt 43,9 (Vorjahr: –10,1) m€, im Vorjahr war darin ein Ergebnis aus Sondereinfl üssen von –2,3 m€ enthalten. Die Ergebnisverbesserung resultiert einerseits aus dem Segment Stärke und andererseits aus dem Segment Frucht, das im Vorjahr eine Abschreibung auf Apfelsaftkonzentrat von 32,4 m€ beinhaltete.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf 2,4 (Vorjahr: –8,0) m€. Die Verbesserung um 10,4 m€ ist auf die rückläufi gen Zins aufwendungen infolge der niedrigeren Nettover schuldung und des gesunkenen Zinsniveaus, erhöhte Währungskursgewinne (vor allem in Ungarn, Polen und Rumänien) und Gewinne aus Beteiligungsverkäufen zurückzuführen.

Das Konzern periodenergebnis beträgt 34,8 (Vorjahr: –21,4) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

Bis Ende August 2009 stieg der Finanzmittelbestand um 33,4 m€ auf 108,9 m€.

Der Cashfl ow aus dem Ergebnis war mit 58,8 (Vorjahr: 48,9) m€ um 9,9 m€ höher als im Vergleichzeitraum des Vorjahres, obwohl das Konzernperiodenergebnis mit 34,8 m€ um 56,2 m€ gesteigert werden konnte. Der Grund für die Diff erenz liegt bei den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträgen (der Vorjahreswert wurde um die unrealisierten Währungskursgewinne angepasst). In dieser Position wurden im laufenden Geschäftsjahr unrealisierte Währungskursgewinne von 10,1 m€ neutralisiert, im Vorjahr waren es die Vorratsabschreibung von –32,4 m€ und unrealisierte Währungskursgewinne von 5,3 m€.

Das Working Capital verbesserte sich um 104,9 m€ (–41,6 m€ Veränderung im Vorjahr) auf 63,3 m€ im laufenden Jahr, insbesondere durch die Reduktion der Vorräte und den Erhalt der EU-Restrukturierungsbeihilfe.

Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum Quartalsende 122,5 (Vorjahr: 1,6) m€. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –9,9 (Vorjahr: –30,8) m€ spiegelt das weiterhin geringe Investitionsverhalten wider.

Der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 87,9 m€ stand die Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 139,8 m€ gegenüber. Dies führte neben der Dividendenauszahlung der AGRANA Beteiligungs-AG zu einem Cash-Abfl uss aus der Finanzie rungstätigkeit von –81,3 (Vorjahr: Zufl uss von 4,5) m€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Reduktion der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2009 um 158,1 m€ auf 1.838,1 m€ ist vor allem auf den kampagne- und preisbedingten Abbau der Vorräte zurückzuführen. Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlich keiten (Zahlungen an Rübenbauern und Restrukturierungs fonds) als auch die Reduktion der Finanzierungen für die Bilanzsummenreduktion verantwortlich. Mit einem Eigenkapital von 852,4 (Vorjahr: 825,9) m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende August 46,4 % (Vor jahr: 41,4 %).

MITARBEITER

Bis zum Ende des zweiten Quartals waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.177 (Vorjahr: 8.617) Mitarbeiter beschäftigt. Der Rückgang im Segment Zucker um 97 Mitarbeiter ist auf die Schließung eines ungarischen Zuckerwerkes als auf Restrukturierungsmaßnahmen in Rumänien zurückzuführen. Die Reduktion des Personal standes im Segment Frucht um 372 ist neben dem schrittweisen Personalabbau in Kaplice infolge der Werksschließung insbesondere auch auf den verringerten Einsatz von Saisonarbeits kräften in der Ukraine durch Reorganisationsmaßnahmen zurückzuführen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernes vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzernes im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben wird.

Wien, am 15. Oktober 2009

Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG: Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.

Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen

Der Halbjahresfi nanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsäch lichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammen hang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makro ökonomischer Größen wie Wechselkurse, Infl ation und Zinsen, Marktordnungsveränderungen, Konsumverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Halbjahresfi nanzbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

KAPITALMARKTKALENDER

14. Jänner 2010 Ergebnis für die ersten
drei Quartale 2009 10
12. Mai 2010 Bilanzpressekonferenz
zum Geschäftsjahr 2009 10
2. Juli 2010 Hauptversammlung
zum Geschäftsjahr 2009 10
7. Juli 2010 Ex-Dividenden-Tag, Dividendenzahltag
14. Juli 2010 Ergebnis für das
erste Quartal 2010 11
15. Oktober 2010 Ergebnis für das
erste Halbjahr 2010 11

WEITERE INFORMATIONEN

AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com

Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Maria FALLY Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]

Die englische Fassung dieses Zwischen berichtes fi nden Sie im Internet unter www.agrana.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.