Earnings Release • Jan 15, 2008
Earnings Release
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BERICHT ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE
AGRANA BETEILIGUNGS-AG
AGRANA konnte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007|08 (1. März 2007 bis 30. November 2007) den Konzernumsatz um rund 3 % auf 1.418,7 (Vorjahr: 1.380,4) m€ steigern. Nach einem umsatzstarken ersten Halbjahr setzte AGRANA auch im dritten Quartal ihren organischen Wachstumskurs mit deutlichen Umsatzsteigerungen in den Segmenten Stärke und Frucht weiter fort. Gestiegene Absätze von Isoglukose sowie Ethanol aus Ungarn im Stärkebereich sowie eine Umsatzsteigerung von mehr als 10 % im Segment Frucht haben den marktordnungsbedingten 9%igen Umsatzrückgang des Segments Zucker überkompensiert.
Wie schon in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete AGRANA aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise in den Segmenten Stärke und Frucht sowie der erschwerten Rahmenbedingungen bei Zucker durch die neue Europäische Zuckermarktordnung einen Rückgang des Operativen Konzernergebnisses (vor Sondereinflüssen) in den ersten drei Quartalen um 2,6 % von 89,7 m€ auf 87,4 m€. Im dritten Quartal konnte allerdings trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen das Ergebnis der Betriebstätigkeit (inklusive Restrukturierung) mit 30,6 m€ auf dem Vorjahrsniveau von 30,5 m€ gehalten werden.
Das Finanzergebnis betrug in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007|08 –15,7 (Vorjahr: –11,9) m€. Ursache dafür waren der Anstieg der Finanzierungskosten der umfangreichen Investitionen sowie das generell gestiegene Zinsniveau. Somit ergab sich in den ersten drei Quartalen ein Ergebnis vor Steuern von 67,7 (Vorjahr: 77,8) m€. Nach Berücksichtigung der effektiven Steuerquote von 26,6 % (Vorjahr: 28,0 %) lag der Konzernperiodenüberschuss bei 49,7 (Vorjahr: 56,0) m€.
Das Investitionsvolumen der AGRANA Gruppe in den ersten drei Quartalen 2007|08 lag mit insgesamt 157,2 m€ um 82 % über dem Vorjahr (86,2 m€).
Im Segment Zucker wurden mit Ende des dritten Quartals 34,9 m€ aufgewendet. Ein Fokus lag dabei auf der Errichtung der neuen Rohzuckerraffinerie in Brcko|Serbien. Derzeit sind die Anlagen in Endmontage, die Inbetriebnahme ist im Februar 2008 geplant. Die neue, technisch anspruchsvolle Biogasanlage am Standort Kaposvár| Ungarn konnte planmäßig im Oktober 2007 in Betrieb genommen werden. Das aus Rübenpressschnitzel erzeugte Biogas dient der thermischen Energiegewinnung während der Zuckerrübenkampagne und ersetzt damit rund 40 % des fossilen Tagesenergiebedarfs.
Auf das Segment Stärke entfielen Investitionen in Höhe von 97,9 (Vorjahr: 51,4) m€. Sie betrafen die Fertigstellung der Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich sowie den weiteren Ausbau der Maisstärkefabrik in Szabadegyháza| Ungarn. In der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Österreich wurde eine neue Stärkeextrusionsanlage in Betrieb genommen sowie ein Projekt zum Ausbau der Walzentrocknungskapazität gestartet.
Im Segment Frucht beliefen sich die Investitionen auf 24,3 (Vorjahr: 23,0) m€. Die Inbetriebnahme des Innovations- und Produktentwicklungszentrums in Brecksville| USA des Geschäftsbereiches AGRANA Fruit trägt der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Produktideen für den wachsenden amerikanischen Markt Rechnung.
Die Entwicklung des Neunmonats-Cashflows war neben der anhaltend hohen Investitionstätigkeit vor allem durch die saisonal und rohstoffbedingte Ausweitung des Umlaufvermögens zum Aufbau der Rohstoffvorräte gekennzeichnet.
Der Anstieg der Bilanzsumme von 1.931,7 m€ (Stichtag 28. Februar 2007) auf 2.218,9 m€ ist auf höhere Vorratsbestände und die umfangreiche Investitionstätigkeit zurückzuführen. Die kurzfristig verzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund der benötigten Rohstoffvolumina auf 373,9 (28. Februar 2007: 194,4) m€. Die höhere Nettoverschuldung ist Folge der Investitionstätigkeit sowie des erhöhten Finanzierungsbedarfs des Umlaufvermögens. Das Eigenkapital der AGRANA lag zum Stichtag bei 914,9 m€, die Eigenkapitalquote betrug 41,2 %.
Mit einer Umsatzsteigerung von 6 % auf 485,3 (Vorjahr: 457,3) m€ setzte AGRANA auch im dritten Quartal den Wachstumskurs konsequent fort. Zu diesem Anstieg konnten alle drei Segmente beitragen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit des dritten Quartals (inklusive Restrukturierung) lag mit 30,6 m€ auf dem Vorjahresniveau von 30,5 m€. Aufgrund von deutlichen Belastungen im Finanzergebnis des dritten Quartals durch Kursverluste der rumänischen, russischen sowie ukrainischen Währungen reduzierte sich der Konzernperiodenüberschuss von 22,7 m€ auf 13,1 m€.
Die AGRANA-Aktie notierte an der Wiener Börse zum 30. November 2007 mit 68,85 €. Vor dem Hintergrund sehr volatiler Kapitalmärkte bedeutet dies in den ersten drei Quartalen einen Rückgang von rund 8 %. Im gleichen Zeitraum wies der ATX Prime Index eine Performance von minus 4 % aus. Der niedrigste Schlusskurs lag am 26. November 2007 bei 63,42 €. Die Marktkapitalisierung der AGRANA-Aktie betrug zum Stichtag 30. November 2007 977,8 m€.
Nach der politischen Einigung der EU-Agrarminister im September 2007 wurde die seit Juli 2006 geltende neue Zuckermarktordnung am 9. Oktober 2007 nachjustiert. Ziel ist aufgrund der nur mehr eingeschränkten Exportmöglichkeiten und der zusätzlichen präferenziellen Importe die Erzielung eines Gleichgewichts im EU-Zuckermarkt. Diese Anpassungen wurden notwendig, da der Restrukturierungsfonds mit dem Rückkauf von 2,2 Mio Tonnen Zuckerquote in den ersten beiden Jahren die Zielsetzung von insgesamt 6 Mio Tonnen Quotenrückgabe bei weitem nicht zu erreichen schien. Die bisher zurückgegebenen Mengen müssen in den Wirtschaftsjahren 2008|09 und 2009|10 auch durch Rückgaben in wettbewerbsfähigeren Regionen ergänzt werden, ansonsten droht eine hohe entschädigungslose, endgültige Kürzung nach Ende der Übergangszeit.
In Europa haben bereits viele Unternehmen freiwillige Rückgaben von Quote für das Wirtschaftsjahr 2008|09 angekündigt und befinden sich derzeit in Behörden- und Sozialplanverhandlungen. Um von der Zahlung der Restrukturierungsabgabe auf die präventive Marktrücknahme im Wirtschaftsjahr 2007|08 befreit zu werden, müssen Zuckerunternehmen ihre Anträge für Quotenrückgaben im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 für mindestens diese Menge bis 31. Jänner 2008 einbringen. In einem zweiten Schritt haben diese Unternehmen dann die Möglichkeit, auf Basis der bis dahin vorliegenden neuen Daten weitere Quotenrückgaben bis 31. März 2008 vorzunehmen.
Auch AGRANA hat in Österreich, Ungarn und der Slowakei die Gespräche bezüglich Quotenrückgaben aufgenommen. In Ungarn verfolgen Zuckerindustrie und Rübenbauern das Ziel, die ursprüngliche ungarische Zuckerquote zu halbieren. Dadurch erzielen die ungarischen Rübenbauern zusätzliche, an die Rübenproduktion gekoppelte EU-Ausgleichszahlungen. Nach dem Ausstieg von Eastern Sugar müssen die beiden verbliebenen ungarischen Zuckerunternehmen ihre Quoten jeweils um rund 30 % zurücknehmen. Um die Effizienz der ungarischen Zuckerproduktion weiter zu steigern, plant AGRANA, die Zuckerproduktion in Ungarn künftig am Standort Kaposvár zu konzentrieren und den zweiten Standort Petöhaza zu schließen. Damit verbunden sind neben den Umstrukturierungsbeihilfen aus dem Restrukturierungsfonds auch die mit der Schließung einhergehenden Kosten.
Mit 20. Dezember 2007 hat der Rat für Allgemeine Angelegenheiten und Außenbeziehungen eine Verordnung zum künftigen zoll- und quotenfreien Marktzugang mit den Regionen bzw. Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) ab dem 1. Jänner 2008 mit einer Übergangsperiode bei Reis und Zucker verabschiedet. Um die Vereinbarkeit mit der verabschiedeten Reform der Zuckermarktordnung zu gewährleisten, werden die Einfuhren für Zucker während einer bis 2015 dauernden Übergangsperiode durch Schutzklauseln begrenzt.
Die zuletzt geführten WTO-Verhandlungen in den Bereichen Liberalisierung der Importe landwirtschaftlicher Produkte und verbesserter Marktzugang für Industrieprodukte führten zu keinem Ergebnis, zumal auch die Entwicklungsländer bisher keine Bereitschaft zeigten, ihre Märkte für Industrieprodukte ausreichend zu öffnen.
Die Zuckerproduktion im Zeitraum Oktober 2007 bis September 2008 wird auf 169 Mio Tonnen geschätzt und liegt um rund 2,2 Mio Tonnen über dem Vorjahr. Trotz eines weltweit stetigen Anstiegs des Zuckerkonsums von etwa 2,5 % erhöhen sich daher die Lagerstände um 10 Mio Tonnen. Die wesentlichen Produktionssteigerungen werden in den asiatischen Ländern (wie China, Indien, Indonesien, Pakistan, Thailand und Vietnam) gemeldet, wo sich auch die größten Steigerungsraten im Zuckerkonsum abzeichnen.
Der Umsatz im Segment Zucker ging in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2007|08 mit 595,3 m€ um 9 % im Vergleich zum Vorjahr von 652,8 m€ zurück. Diese Entwicklung ist auf den Wegfall der C-Zuckerexporte, die mengenmäßig niedrigeren Quotenzuckerverkäufe infolge der Marktrücknahme des Vorjahres sowie auf die im Vorjahr getätigten Lieferungen in die Intervention zurückzuführen. Im Rahmen des Industriezuckergeschäfts konnten höhere Verkäufe an die Fermentationsindustrie verzeichnet werden. Das kompetitive Preisumfeld führte regional zu sehr volatilen Preisentwicklungen.
Der Zuckerabsatz betrug im Berichtszeitraum 723.000 Tonnen und lag damit um mehr als 20 % unter dem Wert des Vorjahres (927.000 Tonnen). Infolge der WTO-Panelentscheidung ist die im Vorjahr letztmalige Exportmöglichkeit von C-Zucker nahezu vollständig weggefallen. In Österreich konnte die Marktposition im Industriebereich ausgebaut werden. Infolge des starken Wettbewerbs am europäischen Markt konnte jedoch das Exportniveau nicht gehalten werden. In Ungarn und Tschechien wurden vermehrt Zucker im Haushalts- und Industriebereich abgesetzt und somit Marktanteile dazugewonnen. In der Slowakei konnte das Wachstum im Industriebereich die Einbußen im Haushaltsbereich nicht zur Gänze kompensieren. Bedingt durch die Quotenregelung war es in Rumänien nicht möglich, Mengen auf dem Vorjahresniveau abzusetzen. In Bulgarien nimmt das AGRANA Vertriebs-Joint-Venture bereits eine nennenswerte Position im Segment Lebensmittelhandel ein. Die Erweiterung um eine eigene Abpackung verläuft planmäßig.
Der Umsatzrückgang aufgrund der niedrigeren Absatzmengen an Quotenzucker sowie der fehlenden Exportmengen und die hohen Abgaben an den EU-Restrukturie-
Weltmarkt 05 rungsfonds wirkten sich auf das Operative Ergebnis aus, welches nach drei Quartalen mit 28,9 m€ deutlich unter dem Vorjahresniveau von 38,2 m€ liegt. Infolge der noch laufenden Gespräche zur Quotenrückgabe sind weder Prämien aus der Restrukturierungsbeihilfe noch mit der Schließung von Petöhaza verbundene Kosten im dritten Quartal berücksichtigt.
Die Witterungsbedingungen waren in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien von Trockenheit geprägt und sorgten für geringe Rübenerträge. Die zur Ernte einsetzenden Niederschläge führten neben erschwerten Rodebedingungen auch zu einem starken Absinken der Zuckergehalte.
Die österreichische Erntemenge an Zuckerrüben liegt mit 2,62 Mio Tonnen über dem Vorjahr von 2,50 Mio Tonnen. Durch die Konzentration der österreichischen Zuckerrübenverarbeitung auf zwei Standorte wird die diesjährige Kampagne nach 103 Tagen voraussichtlich am 13. Jänner 2008 beendet werden.
In den AGRANA-Zuckerfabriken werden folgende Rübenund Zuckermengen nach vorläufigen Zahlen in der Kampagne 2007|08 erwartet:
| in Tonnen | Rüben- verarbeitung |
Zucker- produktion |
EU-Zuckerquote 2007 081 |
|---|---|---|---|
| Österreich | 2.468.000 | 370.000 | 351.027 |
| Ungarn | 870.000 | 120.000 | 142.689 |
| Tschechien | 690.000 | 101.000 | 83.582 |
| Slowakei | 410.000 | 53.000 | 56.837 |
| Rumänien | 170.000 | 21.000 | 20.968 |
| Summe Rüben | |||
| zuckerproduktion | 4.608.000 | 665.000 | 655.103 |
| Rohzuckerraffination | |||
| Rumänien2 | 146.000 | 130.668 | |
| AGRANA-Gruppe | 4.608.000 | 811.000 | 785.771 |
1 Nach präventiver Marktrücknahme im Frühjahr 2007
2 Weißzuckermenge aus Rohzuckerraffination
Die zu erwartende Rübenzuckerproduktion liegt mit 665.000 Tonnen um 84.500 Tonnen unter der Vorjahresmenge (749.500 Tonnen).
Die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe befinden sich nach wie vor auf hohem Niveau. Die Notierungen für Weizen und Mais erreichten an der Pariser Warenterminbörse MATIF nach dem Höchststand Anfang September (Weizen rund 300 € je Tonne, Mais rund 270 € je Tonne) Mitte Dezember rund 260 € je Tonne Weizen sowie rund 220 € je Tonne Mais. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Preisanstieg mehr als 50 %.
Die EU-Kommission hat zur Entspannung der Situation neben der Aufhebung der Flächenstilllegung für das Jahr 2008 auch die Aussetzung der Einhebung von Getreide-Importzöllen für das laufende Wirtschaftsjahr beschlossen.
Ende November 2007 wurde die Mitteilung der EU-Kommission zum "Health Check" der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU veröffentlicht. Die Kommission beabsichtigt, die an die Produktion von Kartoffelstärke gekoppelten Direktzahlungen zu evaluieren und in eine einheitliche Betriebsprämie überzuführen. AGRANA tritt zwecks Absicherung des regionalen Kartoffelanbaus für die Beibehaltung der gekoppelten Zahlungen sowie den Erhalt der Produktionsquote und den Mindestpreis ein.
Der Umsatz im Segment Stärke erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 186,1 m€ um 25 % auf 231,9 m€. Der Absatz konnte um 15 % auf 573.000 Tonnen gesteigert werden.
Dieses dynamische Wachstum wurde schwerpunktmäßig durch gestiegene Verkäufe von Verzuckerungsprodukten sowie Ethanol aus Ungarn erzielt. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Verkaufspreise bei gestiegenen Rohstoffkosten überproportional zum Mengenabsatz. Seit 1. Oktober 2007 gilt in Österreich die steuerbegünstigte Beimischung von Ethanol zum Fahrbenzin, was AGRANA einen Absatzmarkt von zunächst 6.000 Kubikmeter Ethanol pro Monat eröffnete.
Das Operative Ergebnis lag kumuliert mit 27,9 m€ über dem Vorjahr von 22,4 m€. Ursachen waren neben dem Mengenwachstum auch ein verbesserter Produktmix mit höher veredelten Stärke- und Bioprodukten in den österreichischen Stärkewerken. Trotz massiver Preiserhöhungen konnte allerdings der Anstieg der Rohstoffkosten im dritten Quartal insbesondere im Isoglukosebereich nicht vollständig kompensiert werden (deutlich höhere Einstandspreise für Mais aus der Ernte 2007 im Vergleich zum Vorjahr), sodass sich das Operative Ergebnis des dritten Quartals mit 6,7 m€ gegenüber der Vorjahresperiode abschwächte. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment Stärke von 4,0 m€ betrifft die nicht aktivierbaren Aufwendungen für die Errichtung des österreichischen Bioethanolwerkes in Pischelsdorf|Österreich.
Bei einer Anbaufläche von rund 6.000 (Vorjahr: 6.200) Hektar betrug die diesjährige Stärkekartoffelernte in Österreich rund 195.000 (Vorjahr: 187.000) Tonnen. Aufgrund der trockenen Witterung in den Monaten Juni bis August liegt die Liefererfüllung unter der kontrahierten Menge von rund 213.000 Tonnen. Infolge des niedrigeren Stärkegehalts der Industriekartoffeln von 17,4 % wird die erwartete Kartoffelstärkeproduktion rund 40.000 (Vorjahr: 41.100) Tonnen betragen. Damit wird die Produktion im heurigen Jahr die Quote von 47.700 Tonnen zu rund 84 % erfüllen. Die Produktionsanlagen zur Stärkeverarbeitung und -veredelung im Werk Gmünd|Österreich arbeiteten auf hohem Auslastungsniveau.
Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais in Österreich betrug rund 103.000 (Vorjahr: 84.000) Tonnen. Mittlerweile wurde die Verarbeitung wieder auf Trockenmais umgestellt. Für das gesamte Geschäftsjahr wird eine Verarbeitungsmenge von rund 362.000 (Vorjahr: 352.000) Tonnen erwartet. Damit sind alle österreichischen Stärkeverarbeitungsanlagen voll ausgelastet.
In Ungarn wird die gesamte Maisverarbeitung 2007|08 voraussichtlich 520.000 Tonnen betragen und damit über dem Vorjahr liegen. Die Verdoppelung der Maisverarbeitungskapazität auf 3.000 Tonnen pro Tag wird im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Die Anlagen für die erhöhte Stärkegewinnung und Isoglukoseproduktion sind fertig gestellt, die Inbetriebnahme der erweiterten Ethanolproduktion erfolgte in den letzten Wochen des Kalenderjahres 2007. Die rumänische Maisverarbeitung für das Wirtschaftsjahr 2007|08 liegt mit rund 22.000 Tonnen ebenfalls etwas über dem Vorjahr.
Die Investitionsphase der neuen Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich wurde planmäßig Ende September abgeschlossen. Der darauf folgende sechswöchige Probebetrieb war erfolgreich. Nach einwöchigem Betrieb konnte spezifikationskonformes Bioethanol erzeugt werden. In Reaktion auf den drastischen Rohstoffpreisanstieg bei Weizen und Mais auf den internationalen Rohstoffmärkten wurde die Aufnahme des Vollbetriebes verschoben. Ungeachtet dessen wird AGRANA alle bestehenden Bioethanol-Lieferverpflichtungen voll erfüllen. Die entsprechenden Mengen werden zur Überbrückung von anderen Konzernunternehmen beigestellt.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 30. November 2007) erzielte das Segment Frucht einen Umsatz von 644,5 (Vorjahr: 583,6) m€ sowie ein Operatives Ergebnis von 30,6 (Vorjahr: 29,1) m€. Das neu errichtete brasilianische AGRANA-Fruchtzubereitungswerk war im Vorjahr nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Das chinesische Joint-Venture (50 %-Beteiliung) in Xianyang trägt im Vergleich zum Vorjahr einen kumulierten Umsatz von 11,1 m€ bei.
Die schwierigen Wetterbedingungen 2007 in den wichtigsten Apfel-Anbauregionen wie Polen und Ungarn haben zu einer äußerst knappen Rohstoffsituation geführt. In Polen betrug die Erntemenge lediglich 1,3 Mio Tonnen Äpfel und lag damit etwa 50 % unter dem Vorjahresniveau. Die Rohstoffpreise haben sich folglich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Um diese höheren Einstandspreise abzudecken sind weitere Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite unabdingbar. Das Kaufverhalten der Kunden ist aufgrund des Preisniveaus allerdings verhalten und von Unsicherheit über die weitere Entwicklung geprägt. Die AGRANA-Werke Ukraine und Rumänien trugen aufgrund guter Rohstoffversorgung positiv zum Gesamtergebnis bei. Der Absatz von chinesischem Apfelsaftkonzentrat und von Konzentrat aus roten Früchten aus Europa lieferte auf ebenfalls deutlich höheren Preisniveaus zum Vorjahr einen positiven Ergebnisbeitrag.
Bioethanol 07 Absatzseitig entwickelte sich der Bereich Fruchtzubereitung erwartungsgemäß, wobei die erntebedingt hohen Rohstoffkosten des laufenden Geschäftsjahres erst teilweise preisseitig umgesetzt werden konnten. AGRANA verhandelt derzeit neue Preisbindungszeiträume, die stärker an die entsprechenden Ernteperioden angepasst sind.
Durch die Ausdehnung der Rohwarenbeschaffung auf Regionen mit besserer Rohstoffverfügbarkeit konnte trotz der generell schwierigen Rohstoffsituation eine entsprechende Auslastung der Juice-Werke sichergestellt werden.
In der Ukraine, Österreich und Rumänien wurden die geplanten Einkaufsmengen erreicht. In China wird die heurige Gesamtapfelernte zwar hinter der Rekordernte des Vorjahres zurückbleiben, dennoch wird im chinesischen Joint-Venture-Werk in Xianyang seit August mit voller Auslastung Apfelsaftkonzentrat produziert. AGRANA konnte das Handelsvolumen mit chinesischem Apfelsaftkonzentrat wesentlich steigern.
Aufgrund der global organisierten AGRANA-Beschaffungsstrategie bei roten Beeren für die Fruchtzubereitung konnte trotz frostbedingter Ernteausfälle der Rohstoffeinkauf zufrieden stellend gedeckt werden.
Die weltweite Vernetzung des Einkaufs sowie die laufende Evaluierung von neuen Rohstofflieferanten ermöglichen den Einkauf in unterschiedlichen Märkten und eine Erweiterung der Rohstoffbasis. Aufgrund dessen konnte der Zugang zu allen wichtigen Rohstoffgebieten gesichert, die Qualität weiter verbessert und der gesamte Fruchtbedarf gedeckt werden.
Auch der Beschaffungsmarkt für Beeren verzeichnet derzeit aufgrund der weltweit gestiegenen Nachfrage einen deutlichen Preisanstieg. Folglich ist eine Anpassung des Preisniveaus für die kurz vor der Ernte stehenden Beerenfrüchte (Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren) in Argentinien und Chile zu erwarten. Die Apfel-, Birnen- sowie Steinfruchternte wurde in den wesentlichen Anbauregionen im Laufe des dritten Quartals erfolgreich beendet, wobei AGRANA den Bedarf an hochqualitativer Rohware voll decken konnte.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Für eine ausführliche Darstellung der Geschäftsrisiken des Unternehmens verweisen wir auf die im Geschäftsbericht 2006|07 umfassend angeführten Risiken auf Seite 60 bis 63.
In Bezug auf die Risikosituation empfehlen wir, den Bericht über die ersten drei Quartale 2007|08 stets in Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht 2006|07 und dem Halbjahresbericht 2007|08 zu lesen.
Die eingebrachten Rübenernten blieben in Ungarn und in der Slowakei unter den Erwartungen. Daher muss in Ungarn und der Slowakei mit Zuckerproduktionen unterhalb der Quote gerechnet werden. Zur Minimierung werden grenzüberschreitende Rohstoffswaps durchgeführt.
Das Geschäftsjahr 2007|08 ist insbesondere im zweiten Halbjahr von noch nie dagewesenen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und EU-Zuckermärkten gekennzeichnet, einer Entwicklung, der AGRANA mit ihrer breiten strategischen Ausrichtung auf drei Segmente entsprechend entgegensteuern kann.
Aufgrund der wirksam gewordenen Preiserhöhungen in den Segmenten Stärke und Frucht wird für das Geschäftsjahr 2007|08 mit einem Konzernumsatz von knapp 1.900 m€ (Vorjahr: 1.915,8 m€ mit 14 Monaten Frucht) gerechnet.
In den drei Segmenten sind für die kommenden Monate folgende Umsatzentwicklungen zu erwarten:
Der Vorstand ist bestrebt, im Geschäftsjahr 2007|08 nahe an das Operative Ergebnis des Vorjahres (vor Restrukturierung) heranzukommen. Allerdings werden die Aufwendungen für den Bereich Bioethanol neben den Schließungskosten für Petöhaza und Kaplice das Ergebnis der Betriebstätigkeit (nach Restrukturierung) belasten, das somit etwas unter dem Vorjahr zu liegen kommen wird.
Im Segment Zucker werden im vierten Quartal die im Einklang mit der EU-Zuckermarktordnung zu setzenden Restrukturierungsmaßnahmen gesetzt. Folglich wird im Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres ein positiver Saldo aus den Umstrukturierungsbeihilfen und den Vorsorgen für die Schließung des ungarischen Standorts ausgewiesen.
Die Entwicklung im Stärkesegment wird weiterhin stark von den Rohstoffpreissteigerungen geprägt sein, die schrittweise in sämtliche neuen Kontrakte einfließen müssen. AGRANA erwartet für diesen Bereich ein Operatives Konzernergebnis auf Vorjahresniveau. Im Bereich Bioethanol wird nach dem sechswöchigen Probebetrieb der Anlage Pischelsdorf ein Restrukturierungsverlust von rund 6,0 m€ bis Geschäftsjahresende anfallen.
Das Segment Frucht entwickelt sich im operativen Geschäft positiv. Vor allem bei Fruchtsaftkonzentraten ist mit rohstoffbedingten Verkaufspreiserhöhungen zu rechnen. Die Verbesserung der internen Strukturen und Optimierung der Abläufe wird intensiv weiter verfolgt.
| 3. QUARTAL (1. September – 30. November) |
1.–3. QUARTAL (1. März – 30. November) |
|||
|---|---|---|---|---|
| KONZERNGEWINN- | 2007 08 | 2006 07 | 2007 08 | 2006 07 |
| UND VERLUSTRECHNUNG | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Umsatzerlöse | 485.322 | 457.259 | 1.418.656 | 1.380.439 |
| Bestandsveränderungen | 220.888 | 221.481 | 58.515 | –32.669 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.226 | 776 | 2.548 | 3.063 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 23.214 | 7.279 | 34.993 | 21.290 |
| Materialaufwand | –473.085 | –434.295 | –965.100 | –824.985 |
| Personalaufwand | –59.912 | –58.274 | –158.429 | –149.795 |
| Abschreibungen | –25.267 | –23.627 | –55.409 | –52.609 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –141.793 | –140.127 | –252.395 | –255.002 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 30.593 | 30.472 | 83.379 | 89.732 |
| Finanzerträge | –575 | 3.678 | 11.677 | 9.696 |
| Finanzaufwendungen | –12.325 | –5.237 | –27.372 | –21.629 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | –12.900 | –1.559 | –15.695 | –11.933 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 17.693 | 28.913 | 67.684 | 77.799 |
| Ertragsteuer | –4.623 | –6.257 | –18.029 | –21.782 |
| Konzernperiodenüberschuss | 13.070 | 22.656 | 49.655 | 56.017 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 13.321 | 21.711 | 49.528 | 53.402 |
| davon Minderheitenanteile | –251 | 945 | 127 | 2.615 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | 0,94 € | 1,53 € | 3,49 € | 3,76 € |
| KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG | 2007 08 | 2006 07 |
|---|---|---|
| FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE (1. März – 30. November) | in t€ | in t€ |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 102.960 | 118.904 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –2.595 | –1.177 |
| Veränderung des Working Capital | –168.913 | –14.186 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –68.548 | 103.541 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –123.218 | –108.450 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 126.023 | 83.225 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –65.743 | 78.316 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 132.218 | 113.134 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 66.475 | 191.450 |
| 10 | KONZERNBILANZ | Stand zum | Stand zum | |
|---|---|---|---|---|
| 30.11.2007 | 28.2.2007 | |||
| AKTIVA | in t€ | in t€ | ||
| A. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 252.027 | 254.516 | ||
| Sachanlagen | 647.351 | 545.005 | ||
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 576 | 576 | ||
| Wertpapiere | 21.152 | 27.434 | ||
| Beteiligungen und Ausleihungen | 96.880 | 105.802 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 5.062 | 5.705 | ||
| Aktive latente Steuern | 10.357 | 9.230 | ||
| 1.033.405 | 948.268 | |||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 732.692 | 510.037 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | 372.187 | 305.488 | ||
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 11.154 | 8.615 | ||
| Wertpapiere | 2.992 | 27.060 | ||
| Flüssige Mittel | 66.475 | 132.218 | ||
| 1.185.500 | 983.418 | |||
| Summe Aktiva | 2.218.905 | 1.931.686 | ||
| PASSIVA | ||||
| A. | Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | ||
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | ||
| Gewinnrücklagen | 371.019 | 356.582 | ||
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 885.591 | 871.154 | ||
| Minderheitenanteile am Kapital | 29.329 | 24.345 | ||
| 914.920 | 895.499 | |||
| B. | Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 48.354 | 49.011 | ||
| Übrige Rückstellungen | 24.482 | 28.294 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 300.332 | 331.700 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.883 | 2.078 | ||
| Passive latente Steuern | 40.279 | 40.226 | ||
| 415.330 | 451.309 | |||
| C. | Kurzfristige Schulden | |||
| Übrige Rückstellungen | 71.676 | 38.233 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 373.927 | 194.447 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 431.540 | 348.122 | ||
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 11.512 | 4.076 | ||
| 888.655 | 584.878 | |||
Summe Passiva 2.218.905 1.931.686
| KONZERNEIGENKAPITAL-ENTWICKLUNG | Eigenkapital- | Minderheiten- | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE | Anteil der | anteil am | ||
| (1. März – 30. November) | Aktionäre Eigenkapital |
|||
| in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Stand zum 1. März 2007 | 871.154 | 24.345 | 895.499 | |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –7.764 | 0 | –7.764 | |
| Veränderung des Eigenkapitals | ||||
| aufgrund von Währungsumrechnung | 219 | 110 | 329 | |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –7.545 | 110 | –7.435 | |
| Ergebnis der Berichtsperiode | 49.528 | 127 | 49.655 | |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | 49.528 | 127 | 49.655 | |
| Dividendenausschüttung | –27.694 | –587 | –28.281 | |
| Sonstige Veränderungen | 148 | 5.334 | 5.482 | |
| Eigenkapital zum 30. November 2007 | 885.591 | 29.329 | 914.920 |
| Stand zum 1. März 2006 | 872.194 | 13.611 | 885.805 |
|---|---|---|---|
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (IAS 39) | –19.755 | 0 | –19.755 |
| Veränderung des Eigenkapitals | |||
| aufgrund von Währungsumrechnung | –8.173 | –147 | –8.320 |
| Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| berücksichtigte Gewinne/Verluste | –27.928 | –147 | –28.075 |
| Ergebnis der Berichtsperiode | 53.402 | 2.615 | 56.017 |
| Summe berücksichtigte Gewinne/Verluste | 53.402 | 2.615 | 56.017 |
| Dividendenausschüttung | –29.694 | –471 | –30.165 |
| Sonstige Veränderungen | –390 | –449 | –839 |
| Eigenkapital zum 30. November 2006 | 867.584 | 15.159 | 882.743 |
für die ersten drei Quartale (1. März – 30. November)
12
Segmentbericht
| 2007 08 | 2006 071 | 2007 08 | 2006 071 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Umsatzerlöse | Operatives Ergebnis | ||||
| Zucker | 595.319 | 652.798 | Zucker | 28.917 | 38.182 |
| Stärke | 231.925 | 186.058 | Stärke | 27.871 | 22.429 |
| Frucht | 644.538 | 583.621 | Frucht | 30.627 | 29.121 |
| Konzern | 1.471.782 | 1.422.477 | Konzern | 87.415 | 89.732 |
| Sondereffekt | |||||
| Bioethanol | –4.036 | 0 | |||
| Ergebnis der | |||||
| Betriebstätigkeit | 83.379 | 89.732 | |||
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | Investitionen | ||||
| Zucker | –16.089 | –15.451 | Zucker | 34.924 | 11.806 |
| Stärke | –37.037 | –26.584 | Stärke | 97.942 | 51.380 |
| Frucht | 0 | –3 | Frucht | 24.302 | 23.031 |
| Konzern | –53.126 | –42.038 | Konzern | 157.168 | 86.217 |
| Außenumsatzerlöse | Mitarbeiter | ||||
| Zucker | 579.230 | 637.347 | Zucker | 2.651 | 2.753 |
| Stärke | 194.888 | 159.474 | Stärke | 840 | 774 |
| Frucht | 644.538 | 583.618 | Frucht | 5.104 | 4.856 |
| Konzern | 1.418.656 | 1.380.439 | Konzern | 8.595 | 8.383 |
1 Die Vorjahreszahlen 2006|07 im Segment Frucht beinhalten die Monate Jänner bis September 2006.
Der Zwischenbericht des AGRANA-Konzerns zum 30. November 2007 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretation durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2007 unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.
Die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2007 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2006|07 gelten daher entsprechend. Die Ertragsteuern wurden auf Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Der Geschäftsbericht 2006|07 des AGRANA-Konzerns steht im Internet unter www.agrana.com zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres wurde die Vertriebsgesellschaft AGRANA Bulgaria AD, Sofia|Bulgarien, erstmals vollkonsolidiert und die Studen-Agrana Rafinerija secera d.o.o., Brcko|Bosnien-Herzegowina, erstmals quotenkonsolidiert. Bei der Studen-Agrana Rafinerija secera d.o.o. handelt es sich um ein Joint-Venture zur Errichtung und zum Betrieb einer Rohzuckerraffination in Bosnien-Herzegowina.
Die Frucht-Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2006|07 aufgrund der Umstellung ihres Geschäftsjahres auf das Geschäftsjahr der AGRANA Beteiligungs-AG mit insgesamt 14 Monaten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Berücksichtigung der beiden zusätzlichen Monate erfolgte im vierten Quartal 2006|07. Aus diesem Grund sind in den Vorjahreszahlen zum dritten Quartal des Segments Frucht die Werte der Monate Januar bis September berücksichtigt, während in der aktuellen Berichtsperiode die Monate März bis November enthalten sind.
Die Zuckerproduktion erfolgt überwiegend in den Monaten Oktober bis Dezember. Aus diesem Grund fallen die Abschreibungen kampagnegenutzter Anlagen hauptsächlich im dritten Quartal an. Die Restrukturierungsabgabe wurde auf Basis einer von der EU-Kommission für das Gesamtjahr festgelegten Marktrücknahme für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 aufwandswirksam abgegrenzt. Der Ertrag aus der Umstrukturierungsbeihilfe für die beantragte Quotenrückgabe an den Restrukturierungsfonds sowie der Abgang der bilanzierten Zuckerquoten werden dann ebenfalls berücksichtigt.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in den ersten drei Quartalen 2007|08 in Höhe von 83,4 (Vorjahr: 89,7) m€ setzt sich aus einem Operativen Ergebnis von 87,4 (Vorjahr: 89,7) m€ und einem Ergebnis aus Sondereinflüssen von 4,0 (Vorjahr: 0) m€ zusammen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen betrifft Aufwendungen, die für den Produktionsbeginn der Bioethanolanlage in Pischelsdorf anfielen.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 3,8 m€ auf –15,7 m€. Neben den höheren Zinsaufwendungen infolge der höheren Nettoverschuldung und dem gestiegenen Zinsniveau zeichnen auch die Währungskursverluste aus der Abwertung osteuropäischer Währungen (Ukraine, Russland, Rumänien) dafür verantwortlich.
Der Konzernperiodenüberschuss beträgt 49,7 (Vorjahr: 56,0) m€.
Bis November 2007 sank der Finanzmittelbestand um 65,7 m€ auf 66,5 m€. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum hat insbesondere der Aufbau im Vorratsvermögen einen starken Einfluss auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrifft vor allem einerseits die Ausgaben für die Bioethanolanlage in Pischelsdorf, die neu errichtete Rohzuckerraffinerie in Brcko und die Biogasanlage in Kaposvár und andererseits die Einzahlungen aus dem Verkauf der kurzfristig gehaltenen Wertpapiere. Die Aufnahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die Dividendenzahlung und die Ausgaben für die Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten führten zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 126,0 m€.
Der Anstieg der Bilanzsumme gegenüber dem 28. Februar 2007 um 287,2 m€ ist auf die Sachanlagenzugänge sowie auf den Vorratsaufbau aufgrund der höheren Lagerstände sowie der Bewertung zurückzuführen. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 194,4 m€ zum Geschäftsjahresende auf 373,9 m€ ist mit der Finanzierung des Working Capitals (infolge von Lageraufbau sowie hohen Rohstoffkosten und daraus ableitenden höheren Bewertungen) begründet.
Ein anderer Effekt resultiert aus der Refinanzierung des Segments Frucht, bei der hohe Langfristkredite bereits fällig wurden bzw. nur noch eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten haben. Weiters haben auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten zum Anstieg der Bilanzsumme beigetragen. Mit einem Eigenkapital von 914,9 m€ beträgt die Eigenkapitalquote per Ende November 41,2 %. Die Dividendenausschüttung der AGRANA Beteiligungs-AG in Höhe von 27,7 m€ erfolgte im zweiten Quartal.
Zum Ende des dritten Quartals waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 8.595 (Vorjahr: 8.383) Mitarbeiter beschäftigt. Die Steigerung um 2,5 % ist im Wesentlichen auf die Zunahme von Mitarbeitern im Fruchtsegment zurückzuführen und reflektiert eine längere Erntedauer in Marokko und der Ukraine. Weiters ist mit der Inbetriebnahme der brasilianischen Produktionsstätte sowie Mehrpersonal in Russland, Mexiko und China der Anstieg begründet. Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der Geschäftsjahresumstellung im Segment Frucht nur beschränkt möglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzern im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben wird.
Wien, am 15. Jänner 2008
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen
Der Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Marktordnungsveränderungen, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
| 7. Mai 2008 | Vorläufiges Ergebnis |
|---|---|
| zum Geschäftsjahr 2007 08 | |
| 21. Mai 2008 | Bilanzpressekonferenz |
| zum Geschäftsjahr 2007 08 | |
| 4. Juli 2008 | Hauptversammlung |
| zum Geschäftsjahr 2007 08 | |
| 9. Juli 2008 | Dividendenzahltag, |
| Dividenden-Ex-Tag | |
| 10. Juli 2008 | Ergebnis für das |
| erste Quartal 2008 09 | |
| 15. Oktober 2008 | Ergebnis für das |
| erste Halbjahr 2008 09 | |
| 14. Jänner 2009 | Ergebnis für die ersten |
| drei Quartale 2008 09 |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 www.agrana.com
Konzernkommunikation/Investor Relations: Mag. Maria FALLY Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation/Public Relations: Mag. Ulrike PICHLER Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Die englische Fassung dieses Zwischenberichtes finden Sie im Internet unter www.agrana.com
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