Annual Report • Jun 8, 2022
Annual Report
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JAHRESFINANZBERICHT 2021|22
27 Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2021|22 der AGRANA-Gruppe (nach IFRS)
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| Jahresabschluss 2021 22 |

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. MÄRZ 2021 BIS ZUM 28. FEBRUAR 2022 DER AGRANA BETEILIGUNGS-AG
Nachhaltigkeitsausblick 2022|23 96
Unternehmensstruktur Unternehmensstruktur Unternehmensstruktur Unternehmensstruktur
notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Rund 8.700 Mitarbeitende (FTEs)1 an 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2021|22 einen Konzernumsatz von rund 2,9 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Rund 8.700 Mitarbeitende (FTEs)1 an 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2021|22 einen Konzernumsatz von rund 2,9 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse. AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Rund 8.700 Mitarbeitende (FTEs)1 an 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2021|22 einen Konzernumsatz von rund 2,9 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.

Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt. konzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt. konzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaft-
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaft-


Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Düngeund hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Informationen zu Corporate Governance befinden sich im Corporate Governance-Bericht der AGRANA sowie auf der Website des Unternehmens unter www.agrana.com/ir/corporate-governance.




an 77,8% der Standorte3
¹ Die Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB wurde erstellt in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI-Standards "In accordance – Core". ¹ Die Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB wurde erstellt in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk
2 Pro Tonne Produktoutput der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI-Standards "In accordance – Core". 2 Pro Tonne Produktoutput

durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) 2022 Verifizierung von Klimazielen (für Scope 1,2,3) durch die Science Based Targets Initiative (SBTi)
2025|26 Reduktion der Emissionen (Scope 1+2)
Ziele bis 2025|26: 20 % der verarbeiteten Fruchtmenge entspricht FSA-Bereich Fruchtzubereitungen Ziele bis 2025|26:
Gesamtenergieeinsatz2 von 1,95 GJ/t4
Arbeitssicherheitsziele der AGRANA-Segmente
100 % nachhaltige Beschaffung gemäß Definition des Ziel bis 2030|31:
Bereich Fruchtsaftkonzentrate
Sustainable Juice Covenant (siehe Seite 56f) 100 % nachhaltige Beschaffung gemäß Definition des Sustainable Juice Covenant (siehe Seite 56f)
Ziele bis 2026|27: siehe Personalbericht, Seite 81
Weitere Informationen zur AGRANA-Wertschöpfungskette unter wsk-mini.agrana.com


Die im Rahmen der Geschäftsverbindungen gezeigte Strichstärke symbolisiert Mengenströme innerhalb des jeweiligen Geschäftssegmentes.
Vertragslandwirtschaft/Kontraktlandwirtschaft
Direkte Geschäftsbeziehung
Keine direkte Geschäftsbeziehung
3 In den GRI-Berichtsgrenzen
30
2 Pro Tonne Produktoutput
Die nachhaltige AGRANA-Wertschöpfungskette 2021|22
¹ Die Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB wurde erstellt in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI-Standards "In accordance – Core".
Nicht-finanzielle Erklärung1
4 Das Ziel gilt für die Fruchtzubereitungswerke in den GRI-Berichtsgrenzen von 2018|19 (exklusive Erstverarbeitungsanlagen). 3 In den GRI-Berichtsgrenzen
4 Das Ziel gilt für die Fruchtzubereitungswerke in den GRI-Berichtsgrenzen von 2018|19 (exklusive Erstverarbeitungsanlagen).
AGRANA berichtet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit (Beschreibung des Geschäftsmodelles, siehe Seite 28f) wesentliche nicht-finanzielle Belange - mit einem grünen Fußabdruck gekennzeichnet - in den Konzernlagebericht integriert. Diese Nicht-finanzielle Erklärung bietet einen Überblick über AGRANAs Nachhaltigkeitsverständnis, Governance-Strukturen zum Thema Nachhaltigkeit, die AGRANA-Wesentlichkeitsanalyse, Managementansätze der wichtigsten nicht-finanziellen Belange und deren organisatorische und inhaltliche Berichtsgrenzen sowie relevante Leistungsindikatoren auf Gruppen-Ebene. Details zu Maßnahmen und Leistungsindikatoren sowie Ziele in den einzelnen Bereichen werden in den Segmentberichten, im Kapitel Personal- und Sozialbericht sowie im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die dem Management und allen Mitarbeitenden als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA …
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
Aufgrund der im Berichtsjahr andauernden COVID-19-Pandemie konnten viele der jährlichen Formate des Austausches mit Anspruchsgruppen weiterhin nicht in gewohnter Weise physisch stattfinden, sondern fanden wie im Vorjahr im virtuellen Raum oder in Kleinst- und Kleingruppen, unter Einhaltung von COVID-19-Präventionsvorgaben statt.
| Wesentliche Stakeholder-Gruppen | Formate des Dialogs |
|---|---|
| Rohstofflieferanten | Regelmäßige (meist telefonische) Beratungsgespräche im Rahmen des AGRANA4you-Programmes; Feldbegehungen, Feldtage und Ver suchsbesichtigungen in Kleingruppen; Kontrahierungsveranstal tungen der Segmente Stärke und Zucker physisch und in Form von Webinaren; Spezial-Webinare für Rüben-Neuanbauer, Versammlun gen zur Kontrahierung und fachlicher Austausch im Freien auf Rübenlagerplätzen; vermehrter Einsatz von Social Media (v.a. Face book) |
| Industriekunden | Pandemiebedingt fanden auch im Geschäftsjahr 2021 22 noch wenige physische Messen statt. Stattdessen nahm AGRANA an verschiedenen Online-Formaten teil, u.a. an der IFT Food, der größten Messe für Lebensmittel in Nordamerika. Physisch präsentierte sich AGRANA u.a. an der GULFOOD Manufacturing in Dubai sowie der Fi Europe in Frankfurt im Herbst 2021 sowie einigen regionalen Fachmessen. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden Kunden des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen, von AUSTRIA JUICE sowie erstmals von Marroquin Organic International zu ihrer Zufriedenheit befragt. |
| Anrainer | Telefonische und schriftliche Kontakte im Rahmen des Anrainer managements |
| Investoren, Öffentlichkeit | Laufende Investor Relations- und Public Relations-Arbeit; digitale Roadshows für institutionelle Investoren; Online-Pressekonferenzen und virtuelle Hauptversammlung |


AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2021|22 in den Geschäftssegmenten Frucht, Stärke und Zucker weltweit rund 9,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 8,6 Mio. Tonnen) agrarische Rohstoffe und verkaufte rund 5,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen) daraus gewonnene hochwertige Produkte. AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2021|22 in den Geschäftssegmenten Frucht, Stärke und Zucker weltweit rund 9,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 8,6 Mio. Tonnen) agrarische Rohstoffe und verkaufte rund 5,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen) daraus gewonnene hochwertige Produkte.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert: Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Im Berichtsjahr 2021|22 führte AGRANAs Nachhaltigkeitskernteam nur eine Überprüfung der im Vorjahr überarbeiteten Wesentlichkeitsanalyse durch. Im Vorjahr wurden einerseits die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt eingeschätzt und andererseits unter Einbindung ausgewählter repräsentativer Stakeholder1 der Einfluss dieser Nachhaltigkeitsaspekte auf die Entscheidungen von Stakeholdern hinterfragt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung, hat die AGRANA-Gruppe, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, durch ihre energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Energieeinsatz und Emissionen. Bezieht man die Treibhausgasemissionen aus dem Anbau der verarbeiteten Agrarrohstoffe (sogenannte Scope 3 Emissionen), die erstmals im Berichtsjahr abgeschätzt wurden, mit ein, verstärkt sich die Bedeutung des Aspektes Energieeinsatz und Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette zusätzlich. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten werden aber v.a. auch durch den regulatorischen Rahmen in dem Unternehmen tätig sind, in der EU u.a. durch neue Vorgaben aus dem EU Green Deal, wesentlich mitbestimmt. Im Berichtsjahr 2021|22 führte AGRANAs Nachhaltigkeitskernteam nur eine Überprüfung der im Vorjahr überarbeiteten Wesentlichkeitsanalyse durch. Im Vorjahr wurden einerseits die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt eingeschätzt und andererseits unter Einbindung ausgewählter repräsentativer Stakeholder1 der Einfluss dieser Nachhaltigkeitsaspekte auf die Entscheidungen von Stakeholdern hinterfragt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung, hat die AGRANA-Gruppe, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, durch ihre energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Energieeinsatz und Emissionen. Bezieht man die Treibhausgasemissionen aus dem Anbau der verarbeiteten Agrarrohstoffe (sogenannte Scope 3 Emissionen), die erstmals im Berichtsjahr abgeschätzt wurden, mit ein, verstärkt sich die Bedeutung des Aspektes Energieeinsatz und Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette zusätzlich. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten werden aber v.a. auch durch den regulatorischen Rahmen in dem Unternehmen tätig sind, in der EU u.a. durch neue Vorgaben aus dem EU Green Deal, wesentlich mitbestimmt.


Der Aspekt Compliance, speziell die Einhaltung gesetzlicher Regelungen, hat daher für Stakeholder die insgesamt höchste Bedeutung. Produktsicherheit gehört ebenfalls zu den Top-Prioritäten. In den Augen der Stakeholder sollte der Fokus in der Rohstoffbeschaffung bisher v.a. auf der Einhaltung von Sozialstandards liegen. Dies gilt speziell im Segment Frucht, das weltweit Rohstoffe einkauft. (Details zur Umfrage des Geschäftsjahres 2020|21 siehe Wesentlichkeitsanalyse www.agrana.com/nachhaltigkeit/wesentlichkeitsanalyse). Im Geschäftsjahr 2022|23 wird die AGRANA-Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug der neuen Erkenntnisse aus der Abschätzung der Gesamtemissionen über die AGRANA-Wertschöpfungskette (Scope 1,2,3), der weiter zu entwickelnden AGRANA-Klimastrategie sowie der neuen Vorgaben der Global Reporting Initiative grundlegend überarbeitet. Konzernlagebericht
In diesen Bericht wurden alle Belange aufgenommen, die wesentliche gesellschaftliche Auswirkungen haben oder von hoher Bedeutung für AGRANAs Stakeholder sind (siehe GRI-Index im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 196ff). Der Aspekt Compliance, speziell die Einhaltung gesetzlicher Regelungen, hat daher für Stakeholder die insgesamt höchste

GmbH (Segment Zucker) nicht enthalten (außer wo explizit gekennzeichnet). In Summe deckt die GRI- bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung damit 53 von insgesamt 55 Produktionsstandorten weltweit ab. Aufgrund der Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine am 24. Februar 2022 wurden nicht-finanzielle Daten für die ukrainischen Produktionsstandorte des Segmentes Frucht teilweise abgeschätzt. Nachhaltigkeitsaufgaben sind integraler Bestandteil vieler bzw. aller Unternehmensfunktionen, die Darstellung gibt daher nur die für das Thema bedeutendsten Konzernfunktionen wieder. Diese funktionale Integration von Nachhaltigkeitsbelangen spiegelt sich auch in der Steuerungsverantwortung im Vorstand und Aufsichtsrat wider, die durch alle Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder gemeinschaftlich wahrgenommen wird.
AGRANA-Gruppe, die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) sowie die AGRANA-STUDEN-Gruppe und die Beta Pura
Die organisatorischen Berichtsgrenzen für die in diesen Geschäftsbericht 2021|22 integrierten nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsbelange (GRI-Berichtsgrenzen) umfassen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit und entsprechen dem finanziellen Konsolidierungskreis. Daher sind in den nicht-finanziellen Daten die Joint Venture-Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) sowie die AGRANA-STUDEN-Gruppe und die Beta Pura GmbH (Segment Zucker) nicht enthalten (außer wo explizit gekennzeichnet). In Summe deckt die GRI- bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung damit 53 von insgesamt 55 Produktionsstandorten weltweit ab. Aufgrund der Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine am 24. Februar 2022 wurden nicht-finanzielle Daten für die ukrainischen Produktionsstandorte des Segmentes Frucht teilweise abgeschätzt.


In diesem Abschnitt werden einerseits die auf AGRANA wirkenden Risiken im Sinne der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und andererseits die von AGRANA potenziell ausgelösten wesentlichen Risiken, die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Belange laut § 267a UGB haben, dargestellt. Er deckt auch die Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) ab. Daneben bietet er eine inhaltliche Abgrenzung und allgemeine konzernweite Übersicht zu Belangen, die für AGRANAs Stakeholder besondere Bedeutung haben.
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und -kosten, aber auch der potenziellen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Herstellung landwirtschaftlicher Rohwaren, konzentriert AGRANA ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z.B. tiefgefrorene Fruchtstücke) und beschränkt ihre nicht-finanzielle Berichterstattung bisher auf diesen Bereich der Beschaffung. In Vorbereitung einer EU-Richtlinie eines Lieferkettengesetzes wird die strukturierte Berichterstattung für die Beschaffung von nicht agrarischen Gütern und Dienstleistungen ab dem Geschäftsjahr 2022|23 ausgebaut.
AGRANA ist im Bereich der Beschaffung agrarischer Rohstoffe von physischen Risiken durch den Klimawandel, z.B. in Form einer zunehmenden Anzahl von Extremwetterereignissen, verstärktem Schädlingsdruck und daraus resultierenden Herausforderungen im Bereich Rohstoffverfügbarkeit und Preisvolatilität, direkt betroffen (Details zum Umgang mit diesen Risiken siehe Kapitel Risikomanagement/Operative Risiken/Beschaffungsrisiken, Seite 85).
Andererseits trägt AGRANA im Rahmen ihrer Rohstoffbeschaffung indirekt zu potenziell negativen Auswirkungen des Rohstoffanbaus bei bzw. steht durch ihre Lieferantenauswahl damit in Verbindung. Dies betrifft negative ökologische Auswirkungen, wie z.B. Flächenverbrauch oder -konkurrenz, Pestizideinsatz, Bodenerosion- und -degradation, Wassermangel oder schlechte Wasserqualität sowie Reduktion der Biodiversität. Daneben könnten auch negative soziale Auswirkungen, wie z.B. Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit sowie schlechte Arbeitsbedingungen, durch AGRANAs Lieferbetriebe verursacht werden.
Wenngleich AGRANA keinen direkten Einfluss auf die Betriebsführung ihrer Lieferanten hat, strebt sie im Rahmen des Vorsorgeprinzips durch ihre Lieferantenauswahl eine Vermeidung bzw. Minimierung dieser Umwelt- und Sozialrisiken an. AGRANA hat die Erwartungen an ihre landwirtschaftlichen Lieferanten in ihren Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die für den Bereich der Sozialkriterien eine Referenz auf AGRANAs Verhaltenskodex enthalten, niedergeschrieben. Die Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte wurden im Geschäftsjahr 2020|21 überarbeitet und sind Bestandteil von Lieferverträgen. Der AGRANA-Verhaltenskodex gilt im Rahmen der Allgemeinen Einkaufsbedingungen bzw. Geschäftsbedingungen auch für alle anderen Geschäftspartner von denen AGRANA Waren und/oder Dienstleistungen bezieht.
Um Umwelt- und Sozialaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaffungsmodell strukturiert bearbeiten und dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei der SAI Platform, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittelindustrie, und nimmt mit ihren Segmenten Frucht, Stärke und Zucker an den für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
Die SAI Platform bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Das Basisinstrument stellt dabei immer das von der SAI Platform erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mithilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Boden- und Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status Gold, Silber oder Bronze. AGRANA hat sich zum Ziel gesetzt, dass jene Kontraktlandwirte, welche die FSA-Systematik anwenden, zumindest FSA Silber-Status erreichen.
Die externe Verifizierung des FSA-Nachhaltigkeitslevels der AGRANA-Kontraktlandwirte unterliegt einem dreijährigen Zyklus, der mit dem Jahr 2017 begann. Im Geschäftsjahr 2020|21 waren in allen AGRANA-Segmenten Re-Verifizierungsaudits vorgesehen, die allerdings aufgrund der COVID-19-Restriktionen zum


Teil nicht vollständig abgeschlossen werden konnten und daher erst im Sommer 2021 erfolgten.
Mit Ausnahme der Landwirte-Gruppe der rumänischen Rübenproduzenten erreichten alle Landwirtegruppen (sogenannte Farm Management Groups) das AGRANA-Ziel des FSA-Silber Status oder höher. Die bei den Audits detektierten Abweichungen wurden von den zuständigen Gruppen anerkannt und Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Diese betreffen v.a. die Lagerung und Handhabung von Chemikalien und Abfällen sowie Erste Hilfe und Notfalleinrichtungen in Rumänien.
Auch im Geschäftsjahr 2021|22 leisteten AGRANA-Experten im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion einen wertvollen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Vorgaben und zur Vorbereitung der Version 3.0 des Farm Sustainability Assessment, die im April 2021 veröffentlicht wurde und spätestens nach einer Übergangszeit von 18 Monaten ab dem Zeitpunkt der Publikation umzusetzen ist.
Zusätzlich zur direkten Anwendung des FSA stellt die SAI Platform ein umfassendes Benchmarking-System zur Verfügung, das gewährleistet, dass landwirtschaftliche Betriebe, die schon über einschlägige Zertifizierungen (z.B. Global GAP oder Rainforest Alliance) verfügen oder an unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsprogrammen teilnehmen, eine FSA-Äquivalenz erhalten, was den Kontrollaufwand maßgeblich reduziert.
Die geprüfte Einhaltung nationaler gesetzlicher Vorgaben oder die Zertifizierung nach internationalen bzw. unternehmensspezifischen Standards sowie die externe Verifizierung der betrieblichen Selbstauskünfte im Rahmen des FSA unter Einhaltung der Regeln des SAI Implementation Framework ermöglicht landwirtschaftlichen Produzenten und der verarbeitenden Industrie die Auslobung des jeweiligen FSA-Nachhaltigkeitsstatus im B2B-Bereich.
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren rund 84,3 % der von AGRANA verarbeiteten Rohstoffmenge im SAI FSA-System direkt oder indirekt erfasst.
Unter regenerativer Landwirtschaft wird gemeinhin ein Zugang zur landwirtschaftlichen Produktion verstanden, der auf die Konservierung bzw. den Wiederaufbau von Agrarflächen und Ökosystemen abzielt und Maßnahmen für Boden, Wasser und Biodiversität umfasst.
Grundsätzliche Maßnahmen zum Bodenschutz wie Fruchtfolgen, bodenschonender Technikeinsatz oder Düngerempfehlungen auf Basis regelmäßiger
Bodenanalysen sind schon seit vielen Jahren von AGRANA von ihren Lieferanten geforderte Praxis, weitere innovative Modelle und Maßnahmen sind in Entwicklung.
Biodiversität ist für AGRANA v.a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette, d.h. der agrarischen Produktion, von Bedeutung. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte soweit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoffen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht. AGRANA setzt auch an ihren Unternehmensstandorten einzelne Projekte zum Erhalt oder zur Erhöhung der Artenvielfalt um. So unterhält AGRANA seit 2016 ein Projekt zum Schutz von Bienen in dessen Rahmen an allen österreichischen Standorten jeweils zehn Bienenstöcke aufgestellt wurden, die teilweise auch für Workshops zur Wissensvermittlung über die Zusammenhänge in der Natur für Volksschulen genutzt werden.
Auf AGRANA indirekt wirkende wasserbedingte Risiken in ihrer Lieferkette, der landwirtschaftlichen Produktion, werden implizit im Rahmen der operativen Beschaffungsrisiken vom Risikomanagement erfasst (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 85). Die von AGRANA in der EU beschafften und verarbeiteten Ackerkulturen werden größtenteils nicht bewässert. Kennzahlen zur Wassernutzung in der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe werden daher v.a. aufgrund eingeschränkter Relevanz und auch aufgrund eingeschränkter Datenverfügbarkeit sowie Verlässlichkeit im internationalen Beschaffungsbereich bisher nicht berichtet. Dennoch ist sich AGRANA der steigenden Bedeutung von Wasserverfügbarkeits- und Qualitätsanforderungen unter dem Aspekt klimatischer Veränderungen und der Notwendigkeit der Anpassung an den Klimawandel bewusst. Im Geschäftsjahr 2022|23 werden diese Risiken im Rahmen der Durchführung einer Klimawandelszenarioanalyse bearbeitet (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 91f).
Basis für AGRANAs Management von Energie- und Umweltbelangen stellt ihre Umweltpolitik dar, welche unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips die Grundlage zur Vermeidung bzw. Reduktion negativer ökonomischer, ökologischer und sozialer Auswirkungen im Rahmen von AGRANAs Produktion bildet und auch einen Beschwerdeprozess enthält. Sie wurde im Geschäftsjahr 2020|21 überarbeitet, um AGRANAs Klimastrategie zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern in der Produktion bis 2040 Rechnung zu tragen.


Im Bereich der Energieversorgung wirken transitorische Risiken auf AGRANA, wie z.B. im Rahmen des Kampfes gegen den Klimawandel angedachte nationale gesetzliche Verbote (bestimmter) fossiler Brennstoffe oder eine CO2-Besteuerung. Ein System der branchenumfassenden CO2-Besteuerung ist aus AGRANAs Sicht gesellschaftlich zur Herstellung von Kostenwahrheit und als Investitionsanreiz in erneuerbare Technologien notwendig. Wird es nur national oder in der EU und ohne entsprechende Exportentlastungen bzw. Importbelastungen für CO2-Frachten eingeführt, würde es die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einschränken. (Details zum Umgang mit diesen Risiken siehe Kapitel Risikomanagement/Nicht-finanzielle Risiken, Seite 91f).
Die v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker energieintensive AGRANA-Veredelung von landwirtschaftlichen Rohstoffen, die auch dem EU-Emissionshandelssystem unterliegt, hat durch die entstehenden Treibhausgasemissionen negative Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt. Diese Auswirkungen liegen in AGRANAs direktem Einflussbereich. AGRANA nimmt ihre Verantwortung wahr und wird schädliche Emissionen immer weiter reduzieren, um bis 2040 netto CO2-neutral zu produzieren (Scope 1+2).
Basis und Unterstützung im Monitoring für die AGRANA-Klimastrategie bilden die Energiemanagementsysteme der AGRANA-Produktionsstandorte. Die Energiemanagementsysteme von rund 37,7 % (Vorjahr: 37 %) aller AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34) waren im Berichtsjahr nach ISO 50001 zertifiziert.
AGRANA beschränkte ihre Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen bisher auf Scope 1 (direkter Energieeinsatz bzw. direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekter Energieeinsatz bzw. indirekte Emissionen). Grundsätzlich sind absolute Energieeinsatzund Emissionswerte aufgrund jährlich teilweise stark schwankender Rohstoffverarbeitungsmengen (v.a. im Segment Zucker und im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate) und dem damit verbundenen schwankenden absoluten Energieeinsatz bzw. der ausgelösten Emissionen bezüglich Effizienzverbesserungen wenig aussagekräftig.
Trotz der im Berichtsjahr 2021|22 gegenüber dem Vorjahr wesentlich höheren Rohstoffverarbeitungsmengen v.a. im Segment Zucker (+ 20 %) sowie im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate (+ 41 %) und der damit in absoluten Zahlen um rund 9,7 % gestiegenen Energieeinsätze bzw. rund 6 % gestiegenen CO2-Emissionen, sanken die spezifischen CO2-Emissionen pro Tonne Produkt (Scope 1+2) dank umgesetzter Emissionsreduktionsmaßnahmen um rund 5,7 %.
Energieeinsatz (Scope 1+2) in der AGRANA-Gruppe Absolutwerte (brutto) in Mio. Gigajoule (GJ)

Emissionen (Scope 1+2) in der AGRANA-Gruppe Absolutwerte (brutto) in 1.000 Tonnen CO2

Spezifische Emissionen in kg CO2 pro Tonne Produktoutput



Im Berichtsjahr 2021|22 wurden erstmals auch Daten zu sogenannten Scope 3 Emissionen, z.B. aus dem Einkauf von Gütern bzw. Rohstoffen und Dienstleistungen, Transporten, Investitionen in Anlagen, Geschäftsreisen oder Mitarbeitermobilität, etc. nach den Vorgaben und in den für die Geschäftstätigkeit relevanten Kategorien des Greenhouse Gas Protocol für das Basisjahr 2019|20 der AGRANA-Klimastrategie strukturiert erfasst. AGRANA hat die Primärdaten aus allen Geschäftssegmenten in den unterschiedlichen Scope 3 Kategorien mit Emissionsfaktoren aus den zwei methodisch vergleichbar und sehr umfassend (inkl. Effekten aus Landnutzung und Landnutzungsänderungen wo relevant) arbeitenden Datenbanken von Ecoinvent und der Quantis World Food Database verbunden, um gemeinsam mit den bestehenden Scope 1 und Scope 2 Emissionen aus der eigenen Produktion den Corporate Carbon Footprint für das Basisjahr 2019|20 der AGRANA-Klimastrategie zu berechnen. Emissionsberechnungen aus dem Bereich der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette sind grundsätzlich, aber speziell im Agrarbereich, mit großer Unsicherheit behaftet, die sich einerseits aus der Methodik und andererseits aus der eingeschränkten Verfügbarkeit von Emissionsmessungen aus dem Anbau ergibt. Unter Berücksichtigung dieser Annahmen, löste die AGRANA-Gruppe im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2019|20 Gesamtemissionen (Scope 1,2,3) von insgesamt rund 5,6 Mio. Tonnen CO2e aus.
Der mit 83 % größte Anteil entfiel dabei auf die Emissionen aus der von AGRANA nicht direkt
beeinflussbaren vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3 Emissionen).
Rund 17 % der durch die AGRANA-Geschäftstätigkeit ausgelösten Gesamtemissionen entfielen auf von AGRANA direkt beeinflussbare Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1+2).
Mit 3,3 Mio. Tonnen CO2e löste das Segment Stärke rund 59 % der Gesamtemissionen (Scope 1,2,3) der AGRANA-Gruppe im Geschäftsjahr 2019|20 aus. Danach folgten mit rund 1,2 Mio. Tonnen CO2e (21 %) das Segment Zucker bzw. mit rund 1,1 Mio. Tonnen CO2e (20 %) das Segment Frucht.
Die größten Emissionseinträge in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) stammten im Geschäftsjahr 2019|20 mit rund 82 % aus dem Anbau von Agrarrohstoffen und dem Einkauf sonstiger Güter sowie Dienstleistungen (Kategorie 3.1.). Deren Transport zu AGRANAs Produktionsstandorten (Kategorie 3.4) stellte mit 6,7 % den nächstgrößten Eintrag dar. Daneben führt auch der, von AGRANA kaum zu beeinflussende, Transport von AGRANA-Produkten zu ihren Kunden (Kategorie 3.9) mit 4,7 % zu einem relevanten Emissionseintrag. Unter der Kategorie 3.12 "Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebensende" (Anteil: ebenfalls 4,7 %) fasste AGRANA Emissionen aus der Entsorgung von Verpackungsmaterialien jeglicher Art zusammen. Weitere Aussagen zum im Rahmen der Nutzung, der von AGRANA erzeugten Lebensmittel bzw. -zutaten und technischen Produkte verursachten Emissionen sind aus Gründen fehlender Datenverfügbarkeit nicht möglich.


Im Geschäftsjahr 2019|20 hat AGRANA die Entwicklung einer Klimastrategie in Übereinstimmung mit den bisher bekannten Vorgaben des europäischen Green Deal und des österreichischen Energie- und Klimaplans, welche die bilanzielle CO2-Neutralität bis 2050 bzw. 2040 vorsehen, gestartet. AGRANA bekennt sich zum Ziel des Ausstiegs aus fossilen Energieträgern in ihren Produktionsaktivitäten (Scope 1+2) bis 2040.
Die im Berichtsjahr 2021|22 erfolgte Abschätzung von Scope 3 Emissionen ermöglicht AGRANA die Erarbeitung umfassender Treibhausgasemissionsreduktionsziele und Maßnahmen im Rahmen ihres im Juli 2021 erfolgten Beitrittes zur Science Based Targets Initiative (SBTi). Im Rahmen dieser Initiative verpflichten sich Unternehmen dazu, Emissionsreduktionsziele im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen zu setzen.
In Umsetzung des bestehenden Klimaschutzplanes für die eigene Produktion, der für die erste Etappe bis 2025|26 eine Treibhausgasemissionsreduktion in der AGRANA-Produktion (Scope 1+2) von 25 % gegenüber dem Basisjahr 2019|20 vorsieht, erfolgten im Berichtsjahr 2021|22 folgende Maßnahmen:
AGRANA verfolgt ein Prinzip der vollständigen Rohstoffverwertung zu Haupt- und Nebenprodukten (v.a. Futter- und Düngemittel). In der Phase ab 2026|27 wird neben die stoffliche Verwertung auch die energetische Nutzung eiweißarmer Rohstoffreste treten, um alle Rohstoffbestandteile weiterhin vollständig, aber auch im Sinne des Klimaschutzes optimal zu nutzen. In der ungarischen AGRANA-Zuckerfabrik in Kaposvár werden Rübenschnitzel und sonstige Rübenreststoffe bereits seit einigen Jahren zur Biogasproduktion verwendet (siehe Segment Zucker, Seite 72). Da die energetische Verwertung der Biomasse allerdings zu Lasten der Futtermittelerlöse erfolgt, bedarf es geeigneter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, um sie rentabel umsetzen zu können. Ein umfassendes Emissionshandelssystem, das den CO2-Rucksack jeder Konsumentscheidung im Bereich Ernährung, Wohnen, Mobilität und Freizeitverhalten transparent offenlegt und CO2-intensive Lebensweisen durch ihre höheren Kosten erkennbar macht, ist dringend notwendig, um die Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft zu schaffen und Unternehmen Investitionsentscheidungen zu erleichtern. In Summe müsste AGRANA nach heutigen Annahmen bis 2040 rund 400 Mio. € investieren, um die in ihrer Produktion bei der Verarbeitung der eingesetzten Rohstoffe entstehenden Treibhausgasemissionen (Scope 1+2) zu vermeiden.
Im Geschäftsjahr 2022|23 wird AGRANA v.a. für die in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehenden Emissionen (Scope 3.1 und 3.4), die nicht direkt von ihr beeinflussbar sind, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und Partnern umfassende, u.a. den Vorgaben von SBTi entsprechende, Treibhausgasemissionsmaßnahmen erarbeiten, um spätestens 2050 über die gesamte Wertschöpfungskette netto CO2-neutral zu wirtschaften.
Wasser, die weltweit gesellschaftlich wichtigste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Wassermangel bzw. der Entzug von Wasser in wasserarmen Regionen sowie schlechte Wasserqualität oder -temperatur bei Einleitung von Abwasser stellen ein ökologisches und soziales Risiko dar.
AGRANA hat 2019|20 unter Nutzung des WWF Water Risk Filters und des Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute, die die genannten und zahlreiche weitere Risiken abdecken, das Wasserrisiko für alle ihre Produktionsstandorte evaluiert. Im Berichtsjahr 2021|22 lagen 13 bzw. 24,5 % der AGRANA-Standorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34), der Großteil davon im weltweit tätigen Segment Frucht, laut den Analysen der beiden Institute aus unterschiedlichen Gründen in Gebieten mit hohem oder sehr hohem Wasserrisiko. Wenngleich keiner der AGRANA-Produktionsstandorte bisher operativ tatsächlich von quantitativer oder qualitativer Wasserknappheit betroffen oder Auslöser wesentlicher Probleme für die umliegenden Wasseranrainer war, stellt die nachhaltige, verantwortungsbewusste und allen gesetzlichen Standards entsprechende Nutzung und Ableitung von Wasser einen bedeutenden Aspekt der AGRANA-Umweltpolitik dar. Weitere Details zum Umgang mit Wasser an den Produktionsstandorten siehe Segmentberichte (Seite 58f, 65, 72).
Im Rahmen ihrer Effizienzbemühungen nutzt AGRANA das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen. Beispielsweise haben Zuckerrüben und Äpfel einen durchschnittlichen Wassergehalt von
Konzernlagebericht

75 % bzw. 85 %. Nach Nutzung und Erfüllung aller gesetzlichen Auflagen sowie entsprechender Aufbereitung stellt AGRANA anderen Wassernutzern das Wasser wieder zur Verfügung. In Summe gibt die AGRANA-Gruppe mehr Wasser ab, als sie aufnimmt, und weist daher einen negativen Wasserverbrauchssaldo aus. 75 % bzw. 85 %. Nach Nutzung und Erfüllung aller ge-Aufbereitung stellt AGRANA anderen Wassernutzern das Wasser wieder zur Verfügung. In Summe gibt die AGRANA-Gruppe mehr Wasser ab, als sie aufnimmt, und weist daher einen negativen Wasserverbrauchssaldo aus. 75 % bzw. 85 %. Nach Nutzung und Erfüllung aller gesetzlichen Auflagen sowie entsprechender Aufbereitung stellt AGRANA anderen Wassernutzern das Wasser wieder zur Verfügung. In Summe gibt die AGRANA-Gruppe mehr Wasser ab, als sie aufnimmt, und weist daher
einen negativen Wasserverbrauchssaldo aus.

ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in ihren Produktionswerken. Absolutwerte zu Wasserentnahme und -abgabe haben aufgrund schwankender jährlicher Rohstoffverarbeitungsmengen und dadurch schwankender absoluter Wasserentnahme- und Wasserabgabewerte nur sehr eingeschränkte Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung. ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung solutwerte zu Wasserentnahme und -abgabe habenaufgrund schwankender jährlicher Rohstoffverarbeitungsmengen und dadurch schwankender absoluterWasserentnahme- und Wasserabgabewerte nur sehr eingeschränkte Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung. AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in ihren Produktionswerken. Absolutwerte zu Wasserentnahme und -abgabe haben aufgrund schwankender jährlicher Rohstoffverarbeitungsmengen und dadurch schwankender absoluter Wasserentnahme- und Wasserabgabewerte nur sehr eingeschränkte Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung.
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen
Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind dank ihrer Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten Prinzip der vollständigen Verwertung trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v.a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits gelangen Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind dank ihrer Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten Prinzip der vollständigen Verwertung trägt AGRANA neben der Erzeugung einerbreiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v.a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomi-Ökonomische, ökologische und soziale Risiken bzw. Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind dank ihrer Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten Prinzip der vollständigen Verwertung trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v.a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits gelangen
| natürlichen Kreislauf zurück. | ||
|---|---|---|
| Abfälle in der AGRANA-Gruppe Abfälle in der AGRANA-Gruppe |
| Aufbereitung | Mineral- dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück. natürlichen Kreislauf zurück. dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück. |
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| Abfälle in der AGRANA-Gruppe Abfälle in der AGRANA-Gruppe |
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| aufnimmt, daher |
Abfälle in der AGRANA-Gruppe | 2021 22 2021 22 2021 22 |
2020 211 2020 211 2020 211 |
2019 201 2019 201 2019 201 |
| Abfallmenge gesamt Abfallmenge gesamt davon gefährliche Abfälle davon gefährliche Abfälle Abfallmenge gesamt |
95.879 t 95.879 t 439 t 439 t 95.879 t |
95.879 t 95.879 t 437 t 437 t 95.879 t |
96.733 t 96.733 t 638 t 638 t 96.733 t |
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| Mio. m3 | Abfall pro Tonne Tonne Abfall pro Tonne davon gefährliche Abfälle Produktoutput Produktoutput Abfall pro Tonne |
439 t 20,1 kg 20,1 kg |
437 t 22,8 kg 22,8 kg |
638 t 23,3 kg 23,3 kg |
| davon gefährliche Abfälle pro Produktoutput Tonne Produktoutput davon gefährliche Abfälle pro |
20,1 kg 92 g |
22,8 kg 104 g |
23,3 kg 153 153 g |
Tonne Produktoutput 92 g 104 g 153 g
Die absolute Abfallmenge der AGRANA-Gruppe ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr bei unterschiedlichem Beitrag der drei AGRANA-Segmente unverändert geblieben. Aufgrund des höheren Produktausstoßes durch die höheren Verarbeitungsmengen im Segment Zucker und dem Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate sank die spezifische Abfallmenge im Geschäftsjahr 2021|22 um rund 11,8 % auf 20,1 Kilogramm Abfall pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte), wovon 92 Gramm auf gefährliche Abfälle entfielen. Diese wurden gesetzlichen Auflagen entsprechend gesammelt und qualifizierten Entsorgern zur sachgemäßen Behandlung übergeben (Details siehe Segmentberichte, Seite 59, 65, 73). chem Beitrag der drei AGRANA-Segmente unverändert geblieben. Aufgrund des höheren Produktausstoßes Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte), wovon 92 Gramm auf gefährliche Abfälle entfielen. Diese Die absolute Abfallmenge der AGRANA-Gruppe ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr bei unterschiedlichem Beitrag der drei AGRANA-Segmente unverändert geblieben. Aufgrund des höheren Produktausstoßes durch die höheren Verarbeitungsmengen im Segment Zucker und dem Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate sank die spezifische Abfallmenge im Geschäftsjahr 2021|22 um rund 11,8 % auf 20,1 Kilogramm Abfall pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte), wovon 92 Gramm auf gefährliche Abfälle entfielen. Diese wurden gesetzlichen Auflagen entsprechend gesammelt und qualifizierten Entsorgern zur sachgemäßen Behandlung übergeben (Details siehe Segmentberichte, der im unverändert Produktausstoßes Segment 20,1 (Haupt- Nebenprodukte), auf gesammelt sachgemäßen siehe Segmentberichte,
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Produkten (Kategorie 3.4. und 3.9. Transporte vor- und nachgelagert), wie die erste Abschätzung des Corporate Carbon Footprint der AGRANA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019|20 zeigte, nur rund 11,4 % zum Treibhausgasausstoß im vor- und nachgelagerten Bereich (Scope 3) beitrug (siehe Seite 38), wird das Unternehmen dennoch versuchen, Transporte soweit sie vom Unternehmen beeinflusst werden können und dies infrastrukturell und wirtschaftlich möglich ist, nachhaltig zu gestalten. Einfluss hat AGRANA im Bereich vorgelagerter Transporte über eine möglichst regionale Lieferantenauswahl. bon Footprint der AGRANA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019|20 zeigte, nur rund 11,4 % zum Treibhausgasrell und wirtschaftlich möglich ist, nachhaltig zu gestalten. Einfluss hat AGRANA im Bereich vorgelagerter Transport Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Produkten (Kategorie 3.4. und 3.9. Transporte vor- und nachgelagert), wie die erste Abschätzung des Corporate Carbon Footprint der AGRANA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019|20 zeigte, nur rund 11,4 % zum Treibhausgasausstoß im vor- und nachgelagerten Bereich (Scope 3) beitrug (siehe Seite 38), wird das Unternehmen dennoch versuchen, Transporte soweit sie vom Unternehmen beeinflusst werden können und dies infrastrukturell und wirtschaftlich möglich ist, nachhaltig zu gestalten. Einfluss hat AGRANA im Bereich vorgelagerter Transporte über eine möglichst regionale Lieferantenvor- vor- 3) vorgelagerter auswahl.
Im Geschäftsjahr 2021|22 lag der Modalsplit für die In- & Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe bei rund 73,2 % Straße, 20,2 % Schiene und 6,6 % Wasser. auswahl. Im Geschäftsjahr 2021|22 lag der Modalsplit für die In- & Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe bei die In- bei
Bei der Belieferung weiterverarbeitender Industriekunden setzt AGRANA auf Mehrwegsysteme. 2021|22 wurden rund 67,3 % der weltweit verkauften Produktmenge v.a. per Silowagen oder in retournierbaren Stahlgroßcontainern an AGRANA Abnehmer geliefert. In-& Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe beirund 73,2 % Straße, 20,2 % Schiene und 6,6 % Wasser.den setzt AGRANA auf Mehrwegsysteme. 2021|22 wurden rund 67,3 % der weltweit verkauften Produktmengeden Einzelhandel an Konsumenten vertriebener Zuckerder Wiener Zucker-Markenfamilie, wurden in Einweg-Verpackung Bei der Belieferung weiterverarbeitender Industriekunden setzt AGRANA auf Mehrwegsysteme. 2021|22 wurden rund 67,3 % der weltweit verkauften Produktmenge v.a. per Silowagen oder in retournierbaren Stahlgroß-Produktmenge
Nur 32,7 % der vertriebenen Produkte, besonders über den Einzelhandel an Konsumenten vertriebener Zucker der Wiener Zucker-Markenfamilie, wurden in Einweg-Nur 32,7 % der vertriebenen Produkte, besonders über den Einzelhandel an Konsumenten vertriebener Zucker Zucker
der Wiener Zucker-Markenfamilie, wurden in Einweg-
containern an AGRANA Abnehmer geliefert.

verpackungen angeboten. In diesem Bereich versucht AGRANA besonders auf nachhaltige Produktion und Wiederverwertbarkeit der Verpackungsmaterialien zu achten. Das heißt z.B. Einsatz von Papier-Verpackungen, wo die Produktschutzanforderungen dies zulassen und Verwendung von FSC-zertifiziertem Papier. Nur für Verpackungen mit direktem Produktkontakt werden Frischfasern eingesetzt, um kein Risiko einer möglichen Produktkontamination einzugehen, für Tertiärverpackungen aus Wellpappe werden ausschließlich Recyclingmaterialien verwendet. Für Versiegelungen kommen annähernd kunststofffreie Verbundmaterialien zur Anwendung (zB. für Zucker-Sticks und - Sachets). Die Wiener Zucker-Markenfamilie verzichtet auf Aluminium. verpackungen angeboten. In diesem Bereich versucht Wiederverwertbarkeit der Verpackungsmaterialien zu achten. Das heißt z.B.Einsatz von Papier-Verpackungen, wo die Produktschutzanforderungen dies zulassen und Verwendung von FSC-zertifiziertem Papier. Nur für Verpackungen mit direktem Produktkontakt werden Frischfasern eingesetzt, um kein Risiko einer möglichen Produktkontamination einzugehen, für Tertiärverpackungen aus Wellpappe werden ausschließlich Recyclingmaterialien verwendet. Für Versiegelungen kommen annähernd kunststofffreie Verbundmaterialien zur Anwendung (zB. für Zucker-Sticks und - Sachets). Die Wiener Zucker-Markenfamilie verzichtet auf Aluminium.
Die interne normative Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitenden stellt der AGRANA-Verhaltenskodex dar, der zuletzt 2018|19 überarbeitet wurde. Er enthält u.a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Daneben werden auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen festgeschrieben. Seine Einhaltung soll ökonomische Risiken, wie schwierige Mitarbeiterfindung, ineffiziente Betriebsabläufe, Streiks und Reputationsverlust für AGRANA, sowie soziale Risiken, wie ein unsicheres, gesundheitsgefährdendes, diskriminierendes, unfaires Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden vermeiden bzw. minimieren. Im Geschäftsjahr 2019|20 wurde er um eine Konzern-Richtlinie zu Diversität und Inklusion ergänzt. Im Berichtsjahr 2021|22 trat AGRANA, um ihr Engagement in Sozialbelangen weiter zu untermauern, auch dem UN Global Compact bei. Dieser beinhaltet 10 grundlegende Prinzipien, die Bereiche rund um Menschenrechte & Arbeitsnormen, Umwelt & Klima sowie Korruptionsbekämpfung umfassen. Zwar bewegt sich AGRANA seit jeher im Rahmen dieser Leitlinien, dennoch wird es angesichts aktueller sowie zukünftiger Herausforderungen als unabdingbar gesehen, hierzu auch öffentlich sichtbar Verantwortung zu übernehmen, als Vorbild zu agieren und durch den Beitritt zum UN Global Compact auch die Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals voranzutreiben. Die interne normative Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitenden stellt der AGRANA-Verhaltenskodex dar, der zuletzt 2018|19überarbeitet wurde. Er enthält u.a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Daneben werden auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen festgeschrieben. Seine Einhaltung soll ökonomische Risiken, wie schwierige Mitarbeiterfindung, ineffiziente Betriebsabläufe, Streiks und Reputationsverlust für AGRANA, sowie soziale Risiken, wie ein unsicheres, gesundheitsgefährdendes, diskriminierendes, unfaires Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden vermeiden bzw. minimieren. Im Geschäftsjahr 2019|20 wurde er um eine Konzern-Richtlinie zu Diversität und Inklusion ergänzt. Im Berichtsjahr 2021|22 trat AGRANA, um ihr Engagement in Sozialbelangen weiter zu untermauern, auch dem UN Global Compact bei. Dieser beinhaltet 10 grundlegende Prinzipien, die Bereiche rund um Menschenrechte & Arbeitsnormen, Umwelt & Klima sowie Korruptionsbekämpfung umfassen. Zwar bewegt sich AGRANA seit jeher im Rahmen dieser Leitlinien, dennoch wird es angesichts aktueller sowie zukünftiger Herausforderungen als unabdingbar gesehen, hierzu auch öffentlich sichtbar Verantwortung zu übernehmen, als Vorbild zu agieren und durch den Beitritt zum UN Global Compact auch die Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals voranzutreiben.
Die Arbeitsverhältnisse von rund 70 % der AGRANA-Mitarbeitenden1 weltweit unterlagen 2021|22 einem Kollektivvertrag. Die Interessen von etwa 80,3 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechte eingerichtet, die für alle Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Pro-Die Arbeitsverhältnisse von rund 70 % der AGRANA-Mitarbeitenden1weltweit unterlagen 2021|22 einem Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechte eingerichtet, die für alle Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Prozess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen. Daneben steht Mitarbeitenden das AGRANA-Whistleblowing-System zur Verfügung. zess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen. Daneben steht Mitarbeitenden das AGRANA-Whistleblowing-System zur Verfügung.
Das Berichtsjahr 2021|22, das zweite Pandemiejahr, war für AGRANA, ihre Mitarbeitenden sowie die Gesellschaften, in denen das Unternehmen tätig ist, weiterhin von der COVID-19-Pandemie gekennzeichnet. Durch adaptierte Arbeitsabläufe mit verstärkten Abstandsund Hygieneregeln im Produktionsbereich, weitestgehender Telearbeit (Home-Office) für Verwaltungsmitarbeitenden in Zeiten lokal hoher Infektionszahlen sowie dem Angebot von unternehmensinternen COVID-19- Tests konnte die AGRANA-Gruppe die Infektionszahlen unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an fast allen Standorten auf niedrigem Niveau halten. Einzig im Segment Frucht kam es zu kurzfristigen Betriebseinstellungen als Präventionsmaßnahme gegen eine weitere COVID-19 Ausbreitung unter der lokalen Belegschaft. Ein Fruchtsaftkonzentratstandort in Polen startete in eine verfrühte, zeitlich etwas verlängerte weihnachtliche Betriebspause von 14 Tagen, auch der Fruchtzubereitungsstandort in Algerien stellte den Betrieb Ende Januar 2022 drei Tage ein. Nichtsdestotrotz konnte an allen AGRANA-Standorten die uneingeschränkte Lieferfähigkeit und Kundenversorgung sichergestellt werden. Das Berichtsjahr 2021|22, das zweite Pandemiejahr, war für AGRANA, ihre Mitarbeitenden sowie die Gesellschaften, in denen das Unternehmen tätig ist, weiterhin von der COVID-19-Pandemie gekennzeichnet. Durch adaptierte Arbeitsabläufe mit verstärkten Abstandsund Hygieneregeln im Produktionsbereich, weitestgehender Telearbeit (Home-Office) für Verwaltungsmitarbeitenden in Zeiten lokal hoher Infektionszahlen sowie dem Angebot von unternehmensinternen COVID-19- Tests konnte die AGRANA-Gruppe die Infektionszahlen unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an fast allen Standorten auf niedrigem Niveau halten. Einzig im Segment Frucht kam es zu kurzfristigen Betriebseinstellungen als Präventionsmaßnahme gegen eine weitere COVID-19 Ausbreitung unter der lokalen Belegschaft. Ein Fruchtsaftkonzentratstandort in Polen startete in eine verfrühte, zeitlich etwas verlängerte weihnachtliche Betriebspause von 14 Tagen, auch der Fruchtzubereitungsstandort in Algerien stellte den Betrieb Ende Januar 2022 drei Tage ein. Nichtsdestotrotz konnte an allen AGRANA-Standorten die uneingeschränkte Lieferfähigkeit und Kundenversorgung sichergestellt werden.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor. Zum Bilanzstichtag 2022 verfügten rund 52,8 % (Vorjahr: 48,1 %) bzw. 28 der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über gültige SMETA- oder vergleichbare Sozialaudits. Es wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Die SMETA-Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung. Die AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor. Zum Bilanzstichtag 2022 verfügten rund 52,8 % (Vorjahr: 48,1 %) bzw. 28 der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über gültige SMETA- oder vergleichbare Sozialaudits. Es wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Die SMETA-Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr 2021|22 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeitende werden im Personalbericht (siehe Seite 77ff) kommentiert. Die im Geschäftsjahr 2021|22 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeitende werden im Personalbericht (siehe Seite 77ff) kommentiert.
Die Risiken und Managementansätze sowie Aktivitäten im Geschäftsjahr 2021|22 zu den Themen Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung bzw. Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im Bereich Compliance im Corporate Governance-Bericht dargestellt. Die Risiken und Managementansätze sowie Aktivitäten im Geschäftsjahr 2021|22 zu den Themen Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung bzw. Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im Bereich Compliance (siehe Seite 15ff) im Corporate Governance-Bericht dargestellt.


Oberstes Ziel der AGRANA-Qualitätspolitik ist es, den Kundenbedürfnissen entsprechende für den Verzehr sichere Lebens- und Futtermittel zu erzeugen. Die Einhaltung der zahlreichen geltenden nationalen und internationalen Anforderungen an die Produktsicherheit an allen Produktionsstätten weltweit stellt für AGRANA die oberste Priorität dar.
Zusätzlich zu den lokalen gesetzlichen Vorschriften für Lebens- und Futtermittel orientiert sich AGRANA an den internationalen Standards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der Food and Agriculture Organization und der World Health Organization). Im Codex Alimentarius wird mit den General Principles of Food Hygiene das sogenannte HACCP-System eingeführt. Hazard Analysis and Critical Control Point bedeutet, dass mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit, die von chemischer, physikalischer oder mikrobiologischer Natur sein können, analysiert werden. AGRANA hat bereits vor vielen Jahren HACCP-Systeme, die dem jeweiligen Produktionsprozess angepasst sind, in ihren Werken eingeführt. Die Einführung und v.a. regelmäßige Überprüfung eines HACCP-Systems garantiert, dass nur sichere Produkte den Standort verlassen.
In ihrem Bestreben nach Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit geht AGRANA über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat international anerkannte Standards für Produktsicherheit im Zuge von externen Zertifizierungen eingeführt.
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebens- und Futtermittelsicherheit und Produktschutz. Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2021|22 100 % der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. der jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die kontinuierliche Anhebung der Hygiene- und Qualitätsstandards der von AGRANA hergestellten Lebens- und Futtermittel erfolgt durch externe Zertifizierungen, Kunden- und Lieferantenaudits sowie durch ein internes Auditsystem.
Im Geschäftsjahr 2021|22 musste ein Endverbraucher betreffender Produktrückruf durchgeführt werden. Im März 2021 wurde am Standort Mitry-Mory|Frankreich im Rahmen einer Stichprobenkontrolle in der Zutat Natriumcitrat-Pulver eine nicht detektierbare Verunreinigung mit harten, scharfkantigen Metallteilen festgestellt. Auslöser für die Verunreinigung, die auch in Chargen an zwei weiteren AGRANA-Produktionsstandorten festgestellt wurde, war ein Siebbruch in einer Produktionslinie des Natriumcitrat-Lieferanten. Da die betreffenden Natriumcitrat-Chargen bereits verarbeitet waren, führte AGRANA im Sinne der Konsumentengesundheit und des Reputationsschutzes ihrer Kunden einen Produktrückruf durch, der in weiterer Folge auch bereits im Einzelhandel befindliche Produkte betraf. Nach Abschluss des akuten Produktrückrufes, ohne eine einzige Konsumentenbeschwerde, wurden die Erkenntnisse aus dem Fall im Rahmen eines neuen Präventionsprogrammes für Fremdkörperkontamination in pulverförmigen Zutaten in allen betroffenen AGRANA-Geschäftsbereichen bzw. Segmenten umgesetzt.
Im Sommer 2020 hat die EU mit der Taxonomie Verordnung 2020/852 ein Regelwerk verabschiedet, das Kriterien für den Ausweis von Umsätzen, Investitionen und Betriebsausgaben aus nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten definiert. Nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten haben einem der sechs EU-Umweltziele, nämlich Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen, Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung von Umweltverschmutzung sowie Schutz von Ökosystemen und Biodiversität, zu dienen, ohne dabei eines der anderen fünf Umweltziele erheblich zu beeinträchtigen. Daneben haben sie soziale Mindeststandards zu erfüllen. Für AGRANAs Geschäftsjahr 2021|22 ist für Nicht-Finanzunternehmen eine Einschränkung auf den Ausweis EUtaxonomiefähiger Umsatzerlöse, CAPEX/Investitionsausgaben und OPEX/Betriebsausgaben vorgesehen. Für deren Bewertung wurden die Vorgaben für die unter den Zielen Klimaschutz (Ziel 1) und Klimawandelanpassung (Ziel 2) ausgewiesenen Wirtschaftstätigkeiten herangezogen.
Da die bisherigen Vorgaben der EU-Taxonomie Wirtschaftstätigkeiten aus dem Bereich Produktion von Lebensmitteln und Getränken bzw. Lebensmittelbestandteilen noch nicht adressieren, fällt ein großer Teil der Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe noch nicht in den Anwendungsbereich der EU-Taxonomie.
Für das Geschäftsjahr 2021|22 kann die AGRANA-Gruppe daher EU-taxonomiefähige Umsatzerlöse ausschließlich aus ihren Wirtschaftstätigkeiten "4.13. Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen" von am Standort


Pischelsdorf|Österreich erzeugtem Bioethanol, aus der unter der Wirtschaftstätigkeit "5.7. Anaerobe Vergärung von Bioabfällen" einzuordnenden Biogasproduktion, Aufbereitung und Einspeisung von Biomethan in das lokale Erdgasnetz am Standort der Zuckerfabrik Kaposvár|Ungarn (Details siehe Segmentbericht Zucker, Seite 72) sowie von am Standort der Stärkefabrik Gmünd|Österreich erzeugter thermoplastischer Stärke im Rahmen der Wirtschaftstätigkeit "3.17. Herstellung von Kunststoffen in Primärformen" im Zähler berichten.
Der Nenner dieser Kennzahl entspricht den Umsatzerlösen laut Ausweis im Konzernabschluss 2021|22, Seite 98.
| Wirtschaftstätigkeit | Umsatz 2021 22 |
Umsatz Anteil in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatz taxonomiefähig (A2) | t€ | 226.335 | 7,8 % |
| Umsatz nicht taxonomie fähiger Tätigkeiten (B) |
t€ | 2.675.209 | 92,2 % |
| Gesamt (A2+B) | t€ | 2.901.544 | 100,0 % |
EU-taxonomiefähige CAPEX/Investitionsausgaben betrafen im Rahmen der AGRANA-Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2021|22 Investitionen, die u.a. den Wirtschaftstätigkeiten "4.25. Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme", "7.1. Neubau", "5.1. Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, behandlung und -versorgung", "6.5. Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen", "7.2. Renovierung bestehender Gebäude" sowie "9.1. Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation" im Zähler zuzurechnen sind.
Der Nenner dieser Kennzahl entspricht den Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten laut Ausweis im Konzernabschluss 2021|22, Seite 107.
| Wirtschaftstätigkeit | CAPEX 2021 22 |
CAPEX Anteil |
|
|---|---|---|---|
| in % | |||
| CAPEX taxonomiefähig (A2) | t€ | 8.756 | 10,6 % |
| CAPEX nicht taxonomie | |||
| fähiger Tätigkeiten (B) | t€ | 73.611 | 89,4 % |
| Gesamt (A2+B) | t€ | 82.367 | 100,0 % |
EU-taxonomiefähige OPEX/Betriebsausgaben 2021|22 Die auf die Bereiche Maintenance & Repair, Short Term Lease, Building Renovation, Forschung & Entwicklung
sowie Training eingeschränkte Definition von OPEX/Betriebsausgaben der EU-Taxonomie sowie die im Geschäftsjahr 2021|22 durchgeführte ex-post Betrachtung bestehender CAPEX & OPEX beschränken den Ausweis von OPEX im Berichtsjahr auf v.a. "4.13. Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen", "9.1. Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation", "5.1. Bau, Erweiterung und Betrieb von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung", "5.7. Anaerobe Vergärung von Bioabfällen", "6.6 Güterbeförderung im Straßenverkehr" im Zähler.
Der Nenner dieser Kennzahl kann aufgrund der EUtaxonomiespezifischen Definition von Betriebsausgaben im Konzernabschluss 2021|22 nicht referenziert werden.
| Wirtschaftstätigkeit | OPEX 2021 22 |
OPEX Anteil in % |
|
|---|---|---|---|
| OPEX taxonomiefähig (A2) | t€ | 6.370 | 10,7 % |
| OPEX nicht taxonomie fähiger Tätigkeiten (B) |
t€ | 53.151 | 89,3 % |
| Gesamt (A2+B) | t€ | 59.521 | 100,0 % |
Zucker als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung Als Produzent von u.a. Zucker ist die AGRANA-Gruppe von regulatorischen Risiken wie z.B. Zuckersteuern und Nutri-Score-Angaben indirekt betroffen. In Wirtschaftsregionen mit hohem Lebensstandard stellen Gesundheit und ausgewogene Ernährung für viele Menschen einen wesentlichen Grund zum Wunsch nach Zuckerreduktion dar. Andererseits sind auch Gesetzgeber bzw. nationale Gesundheitsbehörden aus Sorge über ernährungs- bzw. lebensstilbedingte Erkrankungen, die zu einer potentiellen Überlastung der Gesundheitssysteme führen, u.a. an Zuckerreduktion in der Ernährung interessiert. Die Lebensmittelindustrie versucht tatsächlichen oder angedrohten steuerlichen Belastungen auf Zucker, z.B. in Form einer Zuckersteuer (v.a. auf Softdrinks), zu entgehen und unterwirft sich auch branchenspezifischen Selbstverpflichtungen (z.B. bei Zerealien und Joghurts). Auch der vielfach diskutierte Ausweis des sogenannten Nutri-Scores, einem System zur Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln, oft in Form einer Ampel- oder Buchstabendarstellung, auf Produkten motiviert Lebensmittelproduzenten zur Zuckerreduktion. Dies führt zu einer sukzessiven Zuckerreduktion. Der Zuckerverbrauch in der EU ist seit etwa 20 Jahren stagnierend bis leicht rückläufig. Die OECD geht in ihren Prognosen von einem jährlichen Rückgang des Zuckerkonsums von rund 0,4 % bis 2030 aus. Die Einführung von Zuckersteuern ist einer von zahlreichen Faktoren, der in Europa zum schleichenden Sinken des Pro-Kopf-Zuckerverbrauchs führt.

Andererseits besteht laut der europäischen zuckerverarbeitenden Industrie CIUS kurzfristig eher die Befürchtung, dass aufgrund niedriger EU-Lagerstände und geringerer Produktion aus Zuckerrüben nicht genug Zucker für die Verarbeitung in der EU zur Verfügung steht.
AGRANA ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Aus AGRANAs Sicht greifen Reformulierungen von Produktrezepturen, die allein Zucker ins Visier nehmen, aber zu kurz. Letztlich ist nicht Zucker, sondern eine positive Energiebilanz, d.h. es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, für Übergewicht und die (potentiell) daraus resultierenden Folgeerkrankungen verantwortlich. Ob die übermäßige Kalorienaufnahme aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlenhydraten stammt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Daher nimmt für AGRANA die Wissensvermittlung in den Bereichen Ernährung im Allgemeinen, Lebensstil, Energiebilanzen sowie Eigenschaften von Zucker im Speziellen, einen sehr hohen Stellenwert ein. Pandemiebedingt war das Engagement auch im Berichtsjahr 2021|22 eingeschränkt auf Initiativen, wie jene des "Forum Ernährung heute" oder der "Österreichische Gesellschaft für Ernährung" (ÖGE) sowie der Plattform "Land schafft Leben".
Neben der möglichst umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung ihrer Kerngeschäftsaktivitäten ist AGRANA auch als verantwortungsbewusster Corporate Citizen, d.h. als Teil der Gesellschaft, an den Orten, an denen sie tätig ist, engagiert. Im Rahmen dieses Engagements bringt sich AGRANA auch bei verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen ein (siehe Seite 45).
UN Sustainable Development Goals
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bzw. ihrer Nachhaltigkeitsschwerpunkte im Bereich Klimaschutz, vollständiger Rohstoffverwertung und Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien bei der Beschaffung und Geschäftsethik unterstützt AGRANA v.a. die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs) 8, 13, 15 und 16, die im September 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurden und erstmals auch die Privatwirtschaft in die Erreichung von Entwicklungszielen einbinden. Daneben trägt AGRANA aber auch zum Erreichen der Ziele 2 bis 7 sowie 12 und 14 bei.


Initiative Mitgliedsunternehmen Seit Ziel der Initiative und Mitglieder Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) AGRANA Beteiligungs-AG1 2014 Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: aus der Wertschöpfungskette der Lebensmittelerzeugung The Sustainable Juice Covenant AUSTRIA JUICE GmbH 2018 Ziel: globale Initiative zur nachhaltigen Produktion von frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Saftkonzentraten; Mitglieder: Getränkeindustrie, v. a. Mitglieder der European Fruit Juice Association (AIJN) Science Based Targets Initiative AGRANA Beteiligungs-AG1 2021 Ziel: Mitglieder verpflichten sich zum Setzen von Klimazielen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) AGRANA Beteiligungs-AG1 2009 Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit UN Global Compact AGRANA Beteiligungs-AG1 2022 Ziel: Erfüllung 10 grundlegender Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte & Arbeitsnormen, Umwelt & Klima sowie Korruptionsbekämpfung; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit EcoVadis AUSTRIA JUICE GmbH sowie einige Standorte des Segmentes Frucht, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Zucker GmbH 2013 Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt- und Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: Unternehmen verschiedenster Industrien ARGE Gentechnik-frei AGRANA Beteiligungs-AG1 2010 Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungs-Initiative Mitgliedsunternehmen Seit Ziel der Initiative und Mitglieder Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) AGRANA Beteiligungs-AG1 2014 Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: aus der Wertschöpfungskette der Lebensmittelerzeugung The Sustainable Juice Covenant AUSTRIA JUICE GmbH 2018 Ziel: globale Initiative zur nachhaltigen Produktion von frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Saftkonzentraten; Mitglieder: Getränkeindustrie, v. a. Mitglieder der European Fruit Juice Association (AIJN) Science Based Targets Initiative AGRANA Beteiligungs-AG1 2021 Ziel: Mitglieder verpflichten sich zum Setzen von Klimazielen im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) AGRANA Beteiligungs-AG1 2009 Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit UN Global Compact AGRANA Beteiligungs-AG1 2022 Ziel: Erfüllung 10 grundlegender Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte & Arbeitsnormen, Umwelt & Klima sowie Korruptionsbekämpfung; Mitglieder: Unternehmen unterschiedlicher Branchen weltweit EcoVadis AUSTRIA JUICE GmbH sowie einige Standorte des Segmentes Frucht, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Zucker GmbH 2013 Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt- und Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: Unternehmen verschiedenster Industrien ARGE Gentechnik-frei AGRANA Beteiligungs-AG1 2010 Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungs-
Mitgliedschaften bei wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen Mitgliedschaften bei wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen

| Mitgliedsunternehmen Mitgliedsunternehmen |
Wirkungsbereich Wirkungsbereich |
|---|---|
| AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich Österreich |
| AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich Österreich |
| AGRANA Stärke GmbH | Deutschland Deutschland |
| AGRANA Zucker GmbH | EU EU |
| AGRANA Stärke GmbH | EU EU |
| AUSTRIA JUICE GmbH | weltweit weltweit |
| AGRANA Stärke GmbH AGRANA Stärke GmbH |
EU EU |
| AGRANA Beteiligungs-AG AGRANA Beteiligungs-AG AGRANA Stärke GmbH AGRANA Zucker GmbH AGRANA Stärke GmbH AUSTRIA JUICE GmbH |
kette inklusive vieler Einzelhändler
kette inklusive vieler Einzelhändler


Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021|22 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021|22 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Eine detaillierte Übersicht der Zu- und Abgänge im Konsolidierungskreis ist im Konzernanhang (Seite 112ff) zu finden. Insgesamt wurden 57 Unternehmen (28. Februar 2021: 58 Unternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (28. Februar 2021: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Eine detaillierte Übersicht der Zu- und Abgänge im Konsolidierungskreis ist im Konzernanhang (Seite 112ff) zu finden. Insgesamt wurden 57 Unternehmen (28. Februar 2021: 58 Unternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (28. Februar 2021: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt) (verkürzt) |
2021 22 2021 22 |
2020 21 2020 21 |
Veränderung Veränderung % / pp % / pp |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | t€ | 2.901.544 | 2.546.984 | 13,9 % |
| Umsatzerlöse | t€ | 2.901.544 | 2.546.984 | 13,9 % |
| EBITDA1 | t€ | 206.652 | 191.219 | 8,1 % |
| EBITDA1 | t€ | 206.652 | 191.219 | 8,1 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | 86.481 | 73.113 | 18,3 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | 86.481 | 73.113 | 18,3 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts Ergebnisanteil von Gemeinschafts unternehmen, die nach der unternehmen, die nach der |
||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 8.019 | 17.513 | –54,2 % |
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 8.019 | 17.513 | –54,2 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –69.768 | –11.935 | –484,6 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –69.768 | –11.935 | –484,6 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 24.732 | 78.691 | –68,6 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 24.732 | 78.691 | –68,6 % |
| EBIT-Marge | % | 0,9 | 3,1 | –2,2 pp |
| EBIT-Marge | % | 0,9 | 3,1 | –2,2 pp |
| Finanzergebnis | t€ | –16.099 | –18.496 | 13,0 % |
| Finanzergebnis | t€ | –16.099 | –18.496 | 13,0 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | t€ | 8.633 | 60.195 | –85,7 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | t€ | 8.633 | 60.195 | –85,7 % |
| Ertragsteuern | t€ | –20.866 | –5.210 | –300,5 % |
| Ertragsteuern | t€ | –20.866 | –5.210 | –300,5 % |
| Konzernergebnis | t€ | -12.233 | 54.985 | –122,2 % |
| Konzernergebnis | t€ | -12.233 | 54.985 | –122,2 % |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | t€ | -12.612 | 59.787 | –121,1 % |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | t€ | -12.612 | 59.787 | –121,1 % |
| Ergebnis je Aktie | € | –0,20 | 0,96 | –120,8 % |
| Ergebnis je Aktie | € | –0,20 | 0,96 | –120,8 % |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2021|22 mit 2.901,5 Mio. € deutlich über dem Vorjahr, wobei der Anstieg zum größten Teil auf höhere Absätze und Verkaufspreise im Segment Stärke (1.010,4 Mio. €; +22,9 %) zurückzuführen war. Die Umsatzentwicklung in den Segmenten Frucht (1.251,1 Mio. €; +7,2 %) und Zucker (640,0 Mio. €; +14,6 %) war ebenfalls positiv. Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2021|22 mit 2.901,5 Mio. € deutlich über dem Vorjahr, wobei der Anstieg zum größten Teil auf höhere Absätze und Verkaufspreise im Segment Stärke (1.010,4 Mio. €; +22,9 %) zurückzuführen war. Die Umsatzentwicklung in den Segmenten Frucht (1.251,1 Mio. €; +7,2 %) und Zucker (640,0 Mio. €; +14,6 %) war ebenfalls positiv.

Umsatz nach Segmenten 2021|22

nach Sitz der Gesellschaft Österreich 65,2 % davon Exporte: 73,3 % davon Inland: 26,7 % EU (ohne Österreich) 11,1 % Sonstiges Europa 3,8 % Restliche Welt 19,9 % Österreich 65,2 % davon Exporte: 73,3 % davon Inland: 26,7 % EU (ohne Österreich) 11,1 % Sonstiges Europa 3,8 % Restliche Welt 19,9 % nach Sitz der Gesellschaft Österreich 65,2 % davon Exporte: 73,3 % davon Inland: 26,7 % EU (ohne Österreich) 11,1 % Sonstiges Europa 3,8 % Restliche Welt 19,9 % Österreich 65,2% davon Exporte: 73,3% davon Inland: 26,7% Sonstiges 3,8% Restliche Welt 19,9% EU (ohne Österreich) 11,1% Umsatz nach Regionen 2021|22 nach Sitz der Gesellschaft
65,2 % (Vorjahr: 63,5 %) des Konzernumsatzes wurden von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet. 65,2 % (Vorjahr: 63,5 %) des Konzernumsatzes wurden von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet. 65,2 % (Vorjahr: 63,5 %) des Konzernumsatzes wurden von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet.
Umsatz nach Regionen 2021|22
Umsatz nach Regionen 2021|22
Umsatz nach Regionen 2021|22 nach Sitz der Gesellschaft
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 2021|22 24,7 Mio. € und lag damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 78,7 Mio. €. Der Rückgang ist auf ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69,8 Mio. € (Vorjahr: –11,9 Mio. €), primär bedingt durch Wertberichtigungen in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, zurückzuführen. Nähere Details zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten (Frucht, Seite 55, und Zucker, Seite 68) sowie im Konzernanhang (Seite 107) zu finden. Im Segment Frucht führte eine Wertminderung des Goodwill der CGU1 Frucht aufgrund der Ukraine-Krieges zu einem negativen EBIT von –15,8 Mio. € (Vorjahr: 41,2 Mio. €). Die operative Performance des Segmentes war nur leicht rückläufig. Trotz deutlich gestiegener Rohstoff- und Energiekosten konnte im Segment Stärke eine EBIT-Verbesserung auf 71,6 Mio. € (Vorjahr: 64,8 Mio. €) erzielt werden. Im Segment Zucker fiel der Verlust trotz einer höheren Kapazitätsauslastung und gestiegener Verkaufspreise seit dem neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2021|22 (Oktober 2021) mit –31,1 Mio. € höher als im Vorjahr (–27,3 Mio. €) aus. Gestiegene Energiekosten, Sondereinflüsse aus dem Ukraine-Krieg und schwächere Ergebnisbeiträge der Beta Pura GmbH, Wien, waren für den EBIT-Rückgang verantwortlich. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 2021|22 24,7 Mio. € und lag damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 78,7 Mio. €. Der Rückgang ist auf ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69,8 Mio. € (Vorjahr: –11,9 Mio. €), primär bedingt durch Wertberichtigungen in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, zurückzuführen. Nähere Details zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten (Frucht, Seite 55, und Zucker, Seite 68) sowie im Konzernanhang (Seite 107) zu finden. Im Segment Frucht führte eine Wertminderung des Goodwill der CGU1 Frucht aufgrund der Ukraine-Krieges zu einem negativen EBIT von –15,8 Mio. € (Vorjahr: 41,2 Mio. €). Die operative Performance des Segmentes war nur leicht rückläufig. Trotz deutlich gestiegener Rohstoff- und Energiekosten konnte im Segment Stärke eine EBIT-Verbesserung auf 71,6 Mio. € (Vorjahr: 64,8 Mio. €) erzielt werden. Im Segment Zucker fiel der Verlust trotz einer höheren Kapazitätsauslastung und gestiegener Verkaufspreise seit dem neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2021|22 (Oktober 2021) mit –31,1 Mio. € höher als im Vorjahr (–27,3 Mio. €) aus. Gestiegene Energiekosten, Sondereinflüsse aus dem Ukraine-Krieg und schwächere Ergebnisbeiträge der Beta Pura GmbH, Wien, waren für den EBIT-Rückgang verantwortlich. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 2021|22 24,7 Mio. € und lag damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 78,7 Mio. €. Der Rückgang ist auf ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69,8 Mio. € (Vorjahr: –11,9 Mio. €), primär bedingt durch Wertberichtigungen in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, zurückzuführen. Nähere Details zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten (Frucht, Seite 55, und Zucker, Seite 68) sowie im Konzernanhang (Seite 107) zu finden. Im Segment Frucht führte eine Wertminderung des Goodwill der CGU1 Frucht aufgrund der Ukraine-Krieges zu einem negativen EBIT von –15,8 Mio. € (Vorjahr: 41,2 Mio. €). Die operative Performance des Segmentes war nur leicht rückläufig. Trotz deutlich gestiegener Rohstoff- und Energiekosten konnte im Segment Stärke eine EBIT-Verbesserung auf 71,6 Mio. € (Vorjahr: 64,8 Mio. €) erzielt werden. Im Segment Zucker fiel der Verlust trotz einer höheren Kapazitätsauslastung und gestiegener Verkaufspreise seit dem neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2021|22 (Oktober 2021) mit –31,1 Mio. € höher als im Vorjahr (–27,3 Mio. €) aus. Gestiegene Energiekosten, Sondereinflüsse aus dem Ukraine-Krieg und schwächere Ergebnisbeiträge der Beta Pura GmbH, Wien, waren für den EBIT-Rückgang verantwortlich. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2021|22 –16,1 Mio. € (Vorjahr: –18,5 Mio. €), wobei die positive Veränderung v.a. aus einem verbesserten Währungsergebnis resultierte. Auch das Zinsergebnis zeigte sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2021|22 –16,1 Mio. € (Vorjahr: –18,5 Mio. €), wobei die positive Veränderung v.a. aus einem verbesserten Währungsergebnis resultierte. Auch das Zinsergebnis zeigte sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2021|22 –16,1 Mio. € (Vorjahr: –18,5 Mio. €), wobei die positive Veränderung v.a. aus einem verbesserten Währungsergebnis resultierte. Auch das Zinsergebnis zeigte sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.
| Finanzergebnis | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzergebnis Finanzergebnis |
2021 22 2021 22 |
2020 21 2020 21 |
Veränderung Veränderung % % % |
|
| Zinsergebnis | t€ | –7.382 | –7.977 | 7,5 % |
| Zinsergebnis | t€ | –7.382 | –7.977 | 7,5 % |
| Zinsergebnis | t€ | –7.382 | –7.977 | 7,5 % |
| Währungsergebnis | t€ | –5.146 | –6.952 | 26,0 % |
| Währungsergebnis | t€ | –5.146 | –6.952 | 26,0 % |
| Währungsergebnis | t€ | –5.146 | –6.952 | 26,0 % |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 34 | 22 | 54,5 % |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 34 | 22 | 54,5 % |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 34 | 22 | 54,5 % |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –3.605 | –3.589 | –0,4 % |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –3.605 | –3.589 | –0,4 % |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –3.605 | –3.589 | –0,4 % |
| Summe | t€ | –16.099 | –18.496 | 13,0 % |
| Summe | t€ | –16.099 | –18.496 | 13,0 % |
| Summe | t€ | –16.099 | –18.496 | 13,0 % |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern fiel von 60,2 Mio. € im Vorjahr auf 8,6 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 20,9 Mio. €, dem eine Steuerquote von 241,7 % (Vorjahr: 8,7 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis –12,2 Mio. € (Vorjahr: 55,0 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei –12,6 Mio. € (Vorjahr: 59,8 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) ging auf –0,20 € (Vorjahr: 0,96 €) zurück. Das Ergebnis vor Ertragsteuern fiel von 60,2 Mio. € im Vorjahr auf 8,6 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 20,9 Mio. €, dem eine Steuerquote von 241,7 % (Vorjahr: 8,7 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis –12,2 Mio. € (Vorjahr: 55,0 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei –12,6 Mio. € (Vorjahr: 59,8 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) ging auf –0,20 € (Vorjahr: 0,96 €) zurück.
Im Geschäftsjahr 2021|22 investierte AGRANA in Summe 82,4 Mio. € und damit um 10,1 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen damit deutlich unter den operativen Abschreibungen und verteilten sich wie folgt auf die Segmente: Im Geschäftsjahr 2021|22 investierte AGRANA in Summe 82,4 Mio. € und damit um 10,1 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen damit deutlich unter den operativen Abschreibungen und verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen1 | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen1 | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung | |
| % / pp % / pp |
||||
| Segment Frucht | t€ | 37.382 | 34.185 | 9,4 % |
| Segment Frucht | t€ | 37.382 | 34.185 | 9,4 % |
| Segment Stärke | t€ | 24.283 | 22.199 | 9,4 % |
| Segment Stärke | t€ | 24.283 | 22.199 | 9,4 % |
| Segment Zucker | t€ | 20.702 | 15.905 | 30,2 % |
| Segment Zucker | t€ | 20.702 | 15.905 | 30,2 % |
| Konzern | t€ | 82.367 | 72.289 | 13,9 % |
| Konzern | t€ | 82.367 | 72.289 | 13,9 % |
| Operative Abschreibungen | t€ | 120.171 | 118.106 | 1,7 % |
| Operative Abschreibungen | t€ | 120.171 | 118.106 | 1,7 % |
| Investitionsdeckung | % | 68,5 | 61,2 | 12,0 % |
| Investitionsdeckung | % | 68,5 | 61,2 | 12,0 % |
Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Frucht in den Bereichen Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierung und in den Segmenten Stärke und Zucker v.a. in der Verbesserung der Produktqualität und Energieeffizienz. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Geschäftsbereiche sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben. Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Frucht in den Bereichen Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierung und in den Segmenten Stärke und Zucker v.a. in der Verbesserung der Produktqualität und Energieeffizienz. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Geschäftsbereiche sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben.
Segment
Segment
Investitionen nach Segmenten 2021|22

1
| Konzern-Geldflussrechnung Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) (verkürzt) |
2021 22 2021 22 |
2020 21 2020 21 |
Veränderung Veränderung % % |
|
|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | t€ | 207.225 | 198.825 | 4,2 % |
| Cashflow aus dem Ergebnis | t€ | 207.225 | 198.825 | 4,2 % |
| Veränderungen des Working Capital | t€ | –128.992 | –14.620 | –782,3 % |
| Veränderungen des Working Capital | t€ | –128.992 | –14.620 | –782,3 % |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern |
t€ | –24.998 | –20.582 | –21,5 % |
| und gezahlte Ertragsteuern | t€ | –24.998 | –20.582 | –21,5 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | t€ | 53.235 | 163.623 | –67,5 % |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | t€ | 53.235 | 163.623 | –67,5 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | –72.624 | –79.646 | 8,8 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | –72.624 | –79.646 | 8,8 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | 17.595 | –59.454 | 129,6 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | 17.595 | –59.454 | 129,6 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | t€ | –1.794 | 24.523 | –107,3 % |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | t€ | –1.794 | 24.523 | –107,3 % |
| Einfluss von Wechselkursänderungen Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand |
t€ | –52 | –5.437 | 99,0 % |
| auf den Finanzmittelbestand Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger |
t€ | –52 | –5.437 | 99,0 % |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen |
t€ | 753 | 0 | n/a |
| Einbeziehung von Tochterunternehmen Einfluss von IAS 29 |
t€ | 753 | 0 | n/a |
| Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand |
t€ | –6.285 | –1.530 | –310,8 % |
| auf den Finanzmittelbestand | t€ | –6.285 | –1.530 | –310,8 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | t€ | 110.971 | 93.415 | 18,8 % |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | t€ t€ |
110.971 | 93.415 | 18,8 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | t€ | 103.593 | 110.971 | –6,6 % |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 103.593 | 110.971 | –6,6 % | |
| Free Cashflow¹ | t€ | –19.389 | 83.977 | –123,1 % |
| Free Cashflow¹ | t€ | –19.389 | 83.977 | –123,1 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Mio. € und lag bei 207,2 Mio. €. Nach einem v.a. vorratsbedingt höheren Aufbau des Working Capital um 129,0 Mio. € (Vorjahr: 14,6 Mio. €) reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 53,2 Mio. € (Vorjahr: 163,6 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging trotz höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bedingt durch geringere Auszahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften auf –72,6 Mio. € (Vorjahr: –79,6 Mio. €) zurück. Bei einer moderat höheren Dividendenauszahlung führte der gegenüber dem Vorjahr deutliche Aufbau von Finanzverbindlichkeiten zu einem Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 17,6 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 59,5 Mio. €). Der Free Cashflow drehte in den negativen Bereich und betrug –19,4 Mio. € (Vorjahr: 84,0 Mio. €). Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Mio. € und lag bei 207,2 Mio. €. Nach einem v.a. vorratsbedingt höheren Aufbau des Working Capital um 129,0 Mio. € (Vorjahr: 14,6 Mio. €) reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 53,2 Mio. € (Vorjahr: 163,6 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging trotz höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bedingt durch geringere Auszahlungen für den Erwerb von Tochtergesellschaften auf –72,6 Mio. € (Vorjahr: –79,6 Mio. €) zurück. Bei einer moderat höheren Dividendenauszahlung führte der gegenüber dem Vorjahr deutliche Aufbau von Finanzverbindlichkeiten zu einem Cashzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 17,6 Mio. € (Vorjahr: Cashabfluss von 59,5 Mio. €). Der Free Cashflow drehte in den negativen Bereich und betrug –19,4 Mio. € (Vorjahr: 84,0 Mio. €).
| Konzern-Bilanz (verkürzt) Konzern-Bilanz (verkürzt) |
28.02.2022 28.02.2022 |
28.02.2021 28.02.2021 |
Veränderung Veränderung % / pp % / pp |
|
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.134.960 | 1.232.021 | –7,9 % |
| Langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.134.960 | 1.232.021 | –7,9 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | t€ | 1.508.670 | 1.240.713 | 21,6 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | t€ | 1.508.670 | 1.240.713 | 21,6 % |
| Summe Aktiva | t€ | 2.643.630 | 2.472.734 | 6,9 % |
| Summe Aktiva | t€ | 2.643.630 | 2.472.734 | 6,9 % |
| Eigenkapital | t€ | 1.281.542 | 1.329.097 | –3,6 % |
| Eigenkapital | t€ | 1.281.542 | 1.329.097 | –3,6 % |
| Langfristige Schulden | t€ | 477.537 | 597.415 | –20,1 % |
| Langfristige Schulden | t€ | 477.537 | 597.415 | –20,1 % |
| Kurzfristige Schulden | t€ | 884.551 | 546.222 | 61,9 % |
| Kurzfristige Schulden | t€ | 884.551 | 546.222 | 61,9 % |
| Summe Passiva | t€ | 2.643.630 | 2.472.734 | 6,9 % |
| Summe Passiva | t€ | 2.643.630 | 2.472.734 | 6,9 % |
| Nettofinanzschulden | t€ | 532.006 | 443.524 | 19,9 % |
| Nettofinanzschulden | t€ | 532.006 | 443.524 | 19,9 % |
| Gearing² | % | 41,5 | 33,4 | 8,1 pp |
| Gearing² | % | 41,5 | 33,4 | 8,1 pp |
| Eigenkapitalquote | % | 48,5 | 53,8 | –5,3 pp |
| Eigenkapitalquote | % | 48,5 | 53,8 | –5,3 pp |
Bei einer im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegenen Bilanzsumme zum 28. Februar 2022 von 2,64 Mrd. € (28. Februar 2021: 2,47 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 48,5 % (28. Februar 2021: 53,8 %). Bei einer im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegenen Bilanzsumme zum 28. Februar 2022 von 2,64 Mrd. € (28. Februar 2021: 2,47 Mrd. €) lag die Eigenkapitalquote bei 48,5 % (28. Februar 2021: 53,8 %).
Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit
1 Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit 2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
Konzernlagebericht
Konzernlagebericht
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging v.a. abschreibungsbedingt moderat zurück (–97,1 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen deutlich (+268,0 Mio. €); sowohl Vorräte (saisonal bedingt) als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aufgebaut. Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging v.a. abschreibungsbedingt moderat zurück (–97,1 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen deutlich (+268,0 Mio. €); sowohl Vorräte (saisonal bedingt) als auch Forderungen aus Liefe-
Bilanzstruktur zum 28. Februar 2022 Mio. €
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging v.a. abschreibungsbedingt moderat zurück (–97,1 Mio. €). Die kurzfristi-
rungen und Leistungen wurden aufgebaut.

bindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden stiegen (+338,3 Mio. €) aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2022 lagen mit 532,0 Mio. € um 88,5 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (–119,9 Mio. €) v.a. aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden stiegen (+338,3 Mio. €) aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich. Aktiva Passiva
Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (–119,9 Mio. €) v.a. aufgrund des Abbaus von Finanzver-
Aktiva Passiva
2020|21. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 41,5 % (28. Februar 2021: 33,4 %). Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2022 lagen mit 532,0 Mio. € um 88,5 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2020|21. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 41,5 % (28. Februar 2021: 33,4 %). Auf der Passivseite reduzierten sich die langfristigen Schulden (–119,9 Mio. €) v.a. aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden stiegen (+338,3 Mio. €) aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzver-

bindlichkeiten und höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich.
Nettofinanzschulden und Gearing
Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2022 lagen mit 532,0 Mio. € um 88,5 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages
2020|21. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 41,5 % (28. Februar 2021: 33,4 %).
Gearing (%)
41,5
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden keine wesentlichen neuen Finanzierungen aufgenommen. Zur Refinanzierung des Konzerns stehen nach wie vor u.a. rund 400 Mio. € aus syndizierten Kreditlinien sowie 181 Mio. € aus Schuldscheindarlehen zur Verfügung.
zerns stehen nach wie vor u.a. rund 400 Mio. € aus syndizierten Kreditlinien sowie 181 Mio. € aus Schuldscheindarlehen
50
zur Verfügung.
zur Verfügung.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
EBIT im Segment Frucht
EBIT im Segment Frucht
EBIT im Segment Frucht Mio.€

43,1 % (Vorjahr: 45,8 %).
Umsatzerlöse im Segment Frucht
Umsatzerlöse im Segment Frucht
Umsatzerlöse im Segment Frucht Mio.€
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2021|22 mit 1.251,1 Mio. € moderat (+7,2 %) über dem Vorjahreswert. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze v.a. aufgrund höherer Verkaufspreise. Auch im Fruchtsaftkonzentratgeschäft stiegen die Umsatzerlöse; höhere Erlöse mit Buntsaftkonzentraten konnten hierbei die rückläufigen Absatzmengen bei Apfelsaftkonzentrat mehr als wettmachen. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2021|22 mit 1.251,1 Mio. € moderat (+7,2 %) über dem Vorjahreswert. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze v.a. aufgrund höherer Verkaufspreise. Auch im Fruchtsaftkonzentratgeschäft stiegen die Umsatzerlöse; höhere Erlöse mit Buntsaftkonzentraten konnten hierbei die rückläufigen Absatzmengen bei Apfelsaftkonzentrat mehr als wettmachen. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 43,1 % (Vorjahr: 45,8 %). Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2021|22 mit 1.251,1 Mio. € moderat (+7,2 %) über dem Vorjahreswert. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze v.a. aufgrund höherer Verkaufspreise. Auch im Fruchtsaftkonzentratgeschäft stiegen die Umsatzerlöse; höhere Erlöse mit Buntsaftkonzentraten konnten hierbei die rückläufigen Absatzmengen bei Apfelsaftkonzentrat mehr als wettmachen. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug
Das EBIT betrug –15,8 Mio. € und lag damit um 138,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Ergebnisbelastend für das Segment Frucht waren 2021|22 großteils unbare Einmaleffekte aus dem Ukraine-Krieg (primär Goodwill-Wertminderung in Höhe von 55,3 Mio. €) sowie Sondereinflüsse aus einem Schadensfall und Reorganisationsmaßnahmen, die im Segmentbericht (Seite 55) und im Konzernanhang (Seite 107) näher erläutert werden. Eine operative Ergebnisverbesserung gab es im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate. Eine normale Apfelernte 2021, hohe Kontraktpreise für Apfelsaftkonzentrat und hohe Deckungsbeiträge bei Buntsaftkonzentraten waren hierfür maßgeblich. Bei Fruchtzubereitungen gab es operativ eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die primär auf höhere Kosten aufgrund von Personalengpässen in Nord-Das EBIT betrug –15,8 Mio. € und lag damit um 138,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Ergebnisbelastend für das Segment Frucht waren 2021|22 großteils unbare Einmaleffekte aus dem Ukraine-Krieg (primär Goodwill-Wertminderung in Höhe von 55,3 Mio. €) sowie Sondereinflüsse aus einem Schadensfall und Reorganisationsmaßnahmen, die im Segmentbericht (Seite 55) und im Konzernanhang (Seite 107) näher erläutert werden. Eine operative Ergebnisverbesserung gab es im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate. Eine normale Apfelernte 2021, hohe Kontraktpreise für Apfelsaftkonzentrat und hohe Deckungsbeiträge bei Buntsaftkonzentraten waren hierfür maßgeblich. Bei Fruchtzubereitungen gab es operativ eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die primär auf höhere Kosten aufgrund von Personalengpässen in Nordamerika, Absatzrückgänge in China und deutlich gestiegene Rohstoff- und Energiekosten zurückzuführen war. 43,1 % (Vorjahr: 45,8 %). Das EBIT betrug –15,8 Mio. € und lag damit um 138,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Ergebnisbelastend für das Segment Frucht waren 2021|22 großteils unbare Einmaleffekte aus dem Ukraine-Krieg (primär Goodwill-Wertminderung in Höhe von 55,3 Mio. €) sowie Sondereinflüsse aus einem Schadensfall und Reorganisationsmaßnahmen, die im Segmentbericht (Seite 55) und im Konzernanhang (Seite 107) näher erläutert werden. Eine operative Ergebnisverbesserung gab es im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate. Eine normale Apfelernte 2021, hohe Kontraktpreise für Apfelsaftkonzentrat und hohe Deckungsbeiträge bei Buntsaftkonzentraten waren hierfür maßgeblich. Bei Fruchtzubereitungen gab es operativ eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die primär auf höhere Kosten aufgrund von Personalengpässen in Nord-
amerika, Absatzrückgänge in China und deutlich gestiegene Rohstoff- und Energiekosten zurückzuführen war.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 54f) angeführt. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 54f) angeführt. amerika, Absatzrückgänge in China und deutlich gestiegene Rohstoff- und Energiekosten zurückzuführen war. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 54f) angeführt.

Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2021|22 stieg deutlich (+22,9 %) auf 1.010,4 Mio. €. Im zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie wurden wieder mehr Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als 2020|21 (erstes Jahr der Pandemie). Wesentlicher Treiber für den Umsatzanstieg waren aber angepasste Verkaufspreise aufgrund extrem gestiegener Rohstoff- und Energiekosten. Die Möglichkeit zur Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten war abhängig von der COVID-19-Pandemie wurden wieder mehr Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als 2020|21 (erstes Jahr der Pandemie). Wesentlicher Treiber für den Umsatzanstieg waren aber angepasste Verkaufspreise aufgrund extrem gestiegener Rohstoff- und Energiekosten. Die Möglichkeit zur Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten war abhängig von Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2021|22 stieg deutlich (+22,9 %) auf 1.010,4 Mio. €. Im zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie wurden wieder mehr Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als 2020|21 (erstes Jahr der Pandemie). Wesentlicher Treiber für den Umsatzanstieg waren aber angepasste Verkaufspreise aufgrund extrem gestiegener Rohstoff- und Energiekosten. Die Möglichkeit zur Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten war abhängig von
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2021|22 stieg deutlich (+22,9 %) auf 1.010,4 Mio. €. Im zweiten Jahr
-27,3 -31,1
Konzernlagebericht
den jeweils abgeschlossenen Kundenkontraktlaufzeiten, was bei einzelnen Produktgruppen zu deutlichen Margenverlusten führte. Im Ethanolgeschäft orientieren sich die Verkaufspreise an den Platts-Notierungen, welche 2021|22 historische Höchststände erreichten. Die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse mit Ethanol trugen auch wesentlich zur positiven Entwicklung des Segmentergebnisses bei. Die Nebenproduktumsatzerlöse stiegen in Analogie zu den Rohstoffpreisen ebenfalls deutlich an. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 34,8 % (Vorjahr: 32,3 %). den jeweils abgeschlossenen Kundenkontraktlaufzeiten, was bei einzelnen Produktgruppen zu deutlichen Margenverlusten führte. Im Ethanolgeschäft orientieren sich die Verkaufspreise an den Platts-Notierungen, welche 2021|22 historische Höchststände erreichten. Die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse mit Ethanol trugen auch wesentlich zur positiven Entwicklung des Segmentergebnisses bei. Die Nebenproduktumsatzerlöse stiegen in Analogie zu den Rohstoffpreisen ebenfalls deutlich an. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 34,8 % (Vorjahr: 32,3 %).
Mit einem EBIT in Höhe von 71,6 Mio. € lag das Segment Stärke um 10,5 % über dem Vorjahreswert. Die Margen bei den Hauptprodukten reduzierten sich, mit Ausnahme von Ethanol, durch den deutlichen Preisauftrieb für Rohstoffe und Energie. Auch die Abschreibungen stiegen als Ergebnis der Großinvestitionen in den letzten Geschäftsjahren. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe ging von 19,4 Mio. € auf 13,8 Mio. € zurück. Das ungarische Joint Venture verzeichnete ebenfalls deutliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie, die durch hohe Verkaufspreise bei Ethanol nur zum Teil kompensiert werden konnten. Insgesamt sank die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes 2021|22 von 7,9 % im Vorjahr auf 7,1 % im Berichtsjahr. Mit einem EBIT in Höhe von 71,6 Mio. € lag das Segment Stärke um 10,5 % über dem Vorjahreswert. Die Margen bei den Hauptprodukten reduzierten sich, mit Ausnahme von Ethanol, durch den deutlichen Preisauftrieb für Rohstoffe und Energie. Auch die Abschreibungen stiegen als Ergebnis der Großinvestitionen in den letzten Geschäftsjahren. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe ging von 19,4 Mio. € auf 13,8 Mio. € zurück. Das ungarische Joint Venture verzeichnete ebenfalls deutliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie, die durch hohe Verkaufspreise bei Ethanol nur zum Teil kompensiert werden konnten. Insgesamt sank die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes 2021|22 von 7,9 % im Vorjahr auf 7,1 % im Berichtsjahr.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 61f) angeführt. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 61f) angeführt.

Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse 2021|22 um 14,6 % deutlich auf 640,0 Mio. €. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl höhere Zuckerverkaufspreise als auch gestiegene Zuckerverkaufsmengen. Die Umsatzerlöse mit Nebenprodukten (insbesondere Trockenschnitzeln) stiegen ebenso wie jene mit Rübensaatgut und sonstigen Agrarprodukten. Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 22,1 % (Vorjahr: 21,9 %). Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse 2021|22 um 14,6 % deutlich auf 640,0 Mio. €. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl höhere Zuckerverkaufspreise als auch gestiegene Zuckerverkaufsmengen. Die Umsatzerlöse mit Nebenprodukten (insbesondere Trockenschnitzeln) stiegen ebenso wie jene mit Rübensaatgut und sonstigen Agrarprodukten. Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 22,1 % (Vorjahr: 21,9 %).
Das EBIT fiel mit –31,1 Mio. € schlechter als im Vorjahr aus und blieb somit auch 2021|22 negativ. Die Erweiterung der Rübenanbauflächen, insbesondere in Österreich, und günstige Wetterbedingungen führten im letzten Geschäftsjahr zu einer ertragreicheren Kampagne als im Vorjahr. Allerdings stiegen die Rohstoffpreise und v.a. die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr extrem. Weiters war die geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker zur Kompensation der unterdurchschnittlichen Eigenproduktion in der Kampagne 2020 ein belastender Faktor für die Zucker-EBIT-Performance im ersten Halbjahr 2021|22. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen AGRANA-STUDEN-Gruppe lag bei 1,9 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €), jener der Beta Pura GmbH, Wien, bei –7,6 Mio. € (Vorjahr: –2,1 Mio. €). Das EBIT fiel mit –31,1 Mio. € schlechter als im Vorjahr aus und blieb somit auch 2021|22 negativ. Die Erweiterung der Rübenanbauflächen, insbesondere in Österreich, und günstige Wetterbedingungen führten im letzten Geschäftsjahr zu einer ertragreicheren Kampagne als im Vorjahr. Allerdings stiegen die Rohstoffpreise und v.a. die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr extrem. Weiters war die geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker zur Kompensation der unterdurchschnittlichen Eigenproduktion in der Kampagne 2020 ein belastender Faktor für die Zucker-EBIT-Performance im ersten Halbjahr 2021|22. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen AGRANA-STUDEN-Gruppe lag bei 1,9 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €), jener der Beta Pura GmbH, Wien, bei –7,6 Mio. € (Vorjahr: –2,1 Mio. €).
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 67f) angeführt. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 67f) angeführt.
Mit Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich eine höhere Wahrscheinlichkeit von möglichen negativen Auswirkungen auf den künftigen AGRANA-Geschäftsverlauf konkretisiert. Dies war im vorliegenden Abschluss zum 28. Februar 2022 insbesondere mit entsprechenden Wertberichtigungen von Vermögenswerten des Segmentes Frucht mit seinen Produktionsstätten in der Ukraine sowie in Russland und im Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2022|23 zu berücksichtigen.
Aktuell ist nicht abzuschätzen, wie sich der Konflikt weiterentwickeln wird und welche wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen er in der Folge noch v.a. auf die Versorgung mit agrarischen Rohstoffen, auf die Absatzmärkte sowie die Rohstoff- und Energiepreise haben wird.
Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 25. April 2022 lagen keine gesicherten Indikationen vor, dass es über die dargestellten Effekte hinaus zu weiteren materiellen finanziellen Auswirkungen kommen wird.
Segment Frucht
| Ebene der Geschäftsbeziehung | Produkte | Verarbeitete Rohstoffe |
|---|---|---|
| B2B | Fruchtzubereitungen, Fruchtsaft | Früchte (Hauptrohstoff für |
| konzentrate, Direktsäfte, | ruchtzubereitungen: Erdbeere; | |
| Fruchtweine, natürliche Aromen | Rohstoffe für Fruchtsaft | |
| und Getränkegrundstoffe | konzentrate: Äpfel und Beeren) | |
| Hauptmärkte | Abnehmer | Besondere Stärken |
| Weltweit tätig | Molkerei-, Eiscreme-, | Maßgeschneiderte, innovative |
| Backwaren-, Food Service- und | Produkte | |
| Getränkeindustrie | ||
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte in 20 Ländern für Fruchtzubereitungen und 14 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen. Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte in 20 Ländern für Fruchtzubereitungen und 14 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen. Geschäftsentwicklung
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die
| Segment Frucht | t€ | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.251.846 | 1.167.600 | 7,2 % | |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –766 | –1.029 | % / pp 25,6 % |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.251.080 | 1.166.571 | 7,2 % |
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.251.846 | 1.167.600 | 7,2 % |
| EBITDA¹ | t€ | 93.341 | 94.034 | –0,7 % |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –766 | –1.029 | 25,6 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | 51.857 | 52.882 | –1,9 % |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.251.080 | 1.166.571 | 7,2 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –67.696 | –11.723 | –477,5 % |
| EBITDA¹ | t€ | 93.341 | 94.034 | –0,7 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | –15.839 | 41.159 | –138,5 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | 51.857 | 52.882 | –1,9 % |
| EBIT-Marge | % | –1,3 | 3,5 | –4,8 pp |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –67.696 | –11.723 | –477,5 % |
| Investitionen² | t€ | 37.382 | 34.185 | 9,4 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | –15.839 | 41.159 | –138,5 % |
| Mitarbeitende (FTEs)³ | % | 5.662 | 5.695 | –0,6 % |
| EBIT-Marge | –1,3 | 3,5 | –4,8 pp | |
| Investitionen² | t€ | 37.382 | 34.185 | 9,4 % |
| Mitarbeitende (FTEs)³ Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wuchs um knapp 8 %, was v.a. auf moderat gestiegene Preise zu |
5.662 | 5.695 | –0,6 % |
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wuchs um knapp 8 %, was v.a. auf moderat gestiegene Preise zurückzuführen war. Umsatzsteigerungen wurden in allen Regionen verzeichnet, wobei es in Mexiko, Japan, Nordamerika, der Ukraine und Russland die höchsten positiven Abweichungen gab. Signifikant fiel auch die Steigerung in Südamerika aus, welche hier v.a. mengengetrieben war. Eine Analyse der Absatzentwicklung nach Produktkategorien zeigte gestiegene Mengen bei den Non-Dairy-Fruchtzubereitungen und leicht rückläufige Mengen im Bereich Handel mit Früchten inklusive Tiefkühlfrüchten. Im Molkerei-Bereich blieben die Absätze stabil. der Ukraine und Russland die höchsten positiven Abweichungen gab. Signifikant fiel auch die Steigerung in Südamerika aus, welche hier v.a. mengengetrieben war. Eine Analyse der Absatzentwicklung nach Produktkategorien zeigte gestiegene Mengen bei den Non-Dairy-Fruchtzubereitungen und leicht rückläufige Mengen im Bereich Handel mit Früchten inklusive Tiefkühlfrüchten. Im Molkerei-Bereich blieben die Absätze stabil. Umsatz nach Produktgruppen 2021|22
rückzuführen war. Umsatzsteigerungen wurden in allen Regionen verzeichnet, wobei es in Mexiko, Japan, Nordamerika,
Umsatz nach Produktgruppen 2021|22

% / pp
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
80 %
10 % 5 % 5 %
10 % 5 % 5 %
³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte ³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Das operative Ergebnis im Bereich Fruchtzubereitungen lag signifikant unter dem Vorjahresergebnis. Ergebnisverbesserungen in Mexiko (1st Transformation), bei Dirafrost und in der Region Indien/Mittlerer Osten/ Afrika konnten die Ergebnisrückgänge v.a. in den Regionen Europa (deutlich gestiegene Rohstoffpreise), Nordamerika (u.a. höhere Personalkosten) und China (Absatz- und Margen-Rückgänge) bei weitem nicht kompensieren.
Auf das EBIT im Bereich Fruchtzubereitungen wirkte sich das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von -64,8 Mio. € (Vorjahr: -10,9 Mio. €) sehr negativ aus. Diese Einmaleffekte setzen sich v.a. aus Wertminderungen aufgrund des Krieges in der Ukraine (primär Goodwill-Wertminderung von 55,3 Mio. €), in einem geringeren Ausmaß auch aus Ausgaben für einen Schadensfall in Nordamerika sowie Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm zusammen. Mehr Details zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind im Konzernanhang, Seite 107, angeführt.
Am 1. April 2020 startete AGRANA Fruit Japan Ltd. die Herstellung von Fruchtzubereitungen in Japan und produziert in Asien, nach China, Indien und Südkorea, seitdem in einem vierten Land.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate konnten im Geschäftsjahr 2021|22 um rund 6 % gesteigert werden. Höhere Buntsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2021 standen dabei niedrigeren Absatzmengen bei Apfelsaftkonzentrat gegenüber. Das signifikant über dem Vorjahr liegende operative Ergebnis im Fruchtsaftkonzentratgeschäft war auf eine verbesserte Margensituation bei Buntsaftkonzentraten zurückzuführen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen (-2,9 Mio. €) aufgrund von Wertberichtigungen von Forderungen und Beständen infolge des Krieges in der Ukraine verminderte das EBIT maßgeblich.
Aktuelle Prognosen von Euromonitor zeigen für den globalen Markt für löffelbares Fruchtjoghurt (Hauptabsatzmarkt für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen) ein durchschnittliches jährliches Mengenwachstum bis 2026 von knapp 1 %. Die Regionen Westeuropa und Nordamerika stagnieren. Positive Absatztendenzen verzeichnen der asiatisch-pazifische Raum mit einem Plus von 1,5 % sowie der Mittlere Osten und Afrika mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,7 %. Die Kategorie der Trinkjoghurts weist global mit 2,9 % für denselben Zeitraum ein höheres durchschnittliches jährliches Wachstum auf. Neben Joghurt als Absatzmarkt sind für die Diversifizierung des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen die Bereiche Eiscreme und Food Service von Bedeutung. Der Eiscreme-Markt weist eine globale Wachstumsrate von rund 2 % p.a. bis 2026 auf. Im Mittleren Osten und Afrika sowie in Australien und Neuseeland wächst dieser Markt sogar überdurchschnittlich mit rund 3 % p.a. Im Bereich Food Service sind v.a. Quick Service Restaurants (QSR) und Coffee & Tea Shops Absatzmärkte für AGRANA. Diese Bereiche haben im Jahr 2020 (Beginn der COVID-19-Pandemie) starke Umsatzeinbußen von bis zu -35 % verzeichnet, sich aber im Jahr 2021 rasch erholt und mit positiven Wachstumsraten abgeschlossen. Für die kommenden Jahre bis 2026 wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 5,6% bei Coffee & Tea Shops und von 4,8 % bei QSR prognostiziert.
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten v.a. für Molkereiprodukte, Eiscreme und Food Service bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss und Convenience. Die anhaltende COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf viele dieser Konsumtrends. Die Nachfrage nach gesunden, natürlichen und nachhaltigen Produkten steigt. Vor allem der Nischenmarkt der pflanzlichen Alternativprodukte profitiert von einer gesunden und nachhaltigen Wahrnehmung der Konsumenten mit meist zweistelligen Wachstumsraten. Gleichzeitig führte die globale Rezession am Anfang der Pandemie zu einer Tendenz zu günstigeren und simpleren Produkten.
Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft ist weiterhin vom Trend zu niedrigeren Fruchtsaftanteilen in Getränken einerseits und direkt gepressten 100%-Säften andererseits geprägt. Somit steigt der Bedarf an Getränkegrundstoffen mit reduzierten Fruchtsaftgehalten. Diesem Trend folgt AGRANA mit der strategischen Ausrichtung auf die verstärkte Produktion von Getränkegrundstoffen und Aromen.
Bei Fruchtsaftkonzentraten stiegen die Kundenabrufe ab dem dritten Quartal 2021|22 wieder auf ein erfreuliches Niveau. Die Verträge betreffend Apfelsaftkonzentratmengen aus der Ernte 2021 konnten bei guter Marktnachfrage mit deutlich über dem Vorjahr liegenden Deckungsbeiträgen abgeschlossen werden. Auch für Buntsaftkonzentrate aus der Ernte 2021 konnten Verträge mit verbesserten Deckungsbeiträge gegenüber dem Vorjahr ausverhandelt werden.
Die Absätze im Added-Value-Geschäft entwickelten sich positiv. Die reduzierte Home-Office-Tätigkeit vieler Kunden und die dadurch wieder verstärkte Entwicklungstätigkeit bei Neuprodukten führten ab Herbst 2021 zu entsprechenden Verhandlungen und weiteren Produktapprobationen sowie Kontraktabschlüssen im Bereich der Grundstoffe und Kompositionsaromen.
Logistische Herausforderungen bestimmen immer mehr das exportlastige Konzentratgeschäft. So war die Verschiffungssituation in China auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch geringe Container-Verfügbarkeit und historisch hohe Frachtraten, insbesondere für Transporte in die USA, gekennzeichnet.
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rund 354.000 Tonnen Rohstoffe eingekauft. Das volatile Marktumfeld im Rohstoffbereich sowie die globale Frachtkostenentwicklung haben zu einer durchschnittlichen Steigerung der Rohstoffkosten für Früchte und Ingredienzien von rund 11 % gegenüber dem Vorjahr geführt. Preiserhöhungen gab es im Wesentlichen bei Beerenfrüchten (Himbeere, Brombeere, Heidelbeere), Pfirsich, tropischen Früchten sowie bei Stabilisatoren. Im Bereich der Energiekosten kam es aufgrund von Tariferhöhungen bei Strom und Gas im zweiten Halbjahr 2021|22, v.a. in Europa, zu signifikanten Preiserhöhungen.
Um einerseits den Bedarf zu sichern und andererseits den Preiserhöhungen zu begegnen, wurde in den abgelaufenen Monaten ein Fokus auf die Flexibilisierung des Einkaufs gelegt, ebenso wurde die Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten verstärkt.
Bei Erdbeere als mengenmäßig wichtigster Frucht im Fruchtzubereitungsgeschäft wurde die globale Bedarfsmenge von rund 50.000 Tonnen zu leicht höheren Preisen gegenüber dem Vorjahr kontrahiert. Kontinuierliche Ursprungssubstituierungen zwischen den vier Haupteinkaufsregionen (Mexiko, Marokko, Ägypten und China) haben maßgeblich dazu beigetragen, lokale Preisanstiege zu mitigieren.
Die zweithöchste Verarbeitungsmenge bei der Erzeugung von Fruchtzubereitungen entfiel mit rund 22.000 Tonnen auf Pfirsich. Unterdurchschnittliche Erntemengen aufgrund von Frösten in den europäischen Anbaugebieten sowie in China führten zu deutlichen Preisanstiegen.
Mengenmäßig an dritter Stelle lag die Heidelbeere mit einer Verarbeitungsmenge von rund 12.000 Tonnen. Wiederholt schlechte Ernten in Kanada und Osteuropa, geringe Lagerbestände aus dem Vorjahr sowie eine hohe Nachfrage seitens des Frischmarktes nach Beerenfrüchten führten zu einer reduzierten Rohstoffverfügbarkeit bei Industrieware und in der Folge zu deutlich höheren Heidelbeerpreisen.
Zu COVID-19-bedingten Versorgungsherausforderungen kam es bei tropischen Früchten wie Mango und Ananas aufgrund von Lockdowns in den asiatischen Anbaugebieten sowie einer reduzierten Containerverfügbarkeit für Transporte nach Europa. Aufgrund des globalen Rohstoffmanagements war es aber möglich, die Belieferung aller Werke durchgehend aufrecht zu halten.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate war die Apfelernte 2021 von einer guten Rohstoffverfügbarkeit in den relevanten Hauptanbaugebieten Polen und Ungarn geprägt. Darüber hinaus konnten durch die hohe Verfügbarkeit von roten Beeren größere Mengen, als im Vorjahr verarbeitet werden. Alle Fruchtsaftkonzentratwerke verzeichneten eine gute Auslastung.
Im Berichtsjahr 2021|22 verfügten 17,4 % (Vorjahr: 17,9 %) der von der Einkaufsorganisation AGRANA Fruit Services GmbH (AFS) für den Bereich Fruchtzubereitungen beschafften Rohstoffe (Früchte und andere Ingredienzien) über einen gültigen Nachhaltigkeitsnachweis laut Definition der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte. Von den weltweit verarbeiteten Früchten hielten 6,1 % einen Nachhaltigkeitsnachweis (Vorjahr: 9,0 %), der Großteil davon entfiel wie auch in den Vorjahren auf Bio-Zertifikate. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist mit einer Reduktion von nachhaltig beschafften Mengen eines relevanten Kunden zu begründen. Am Ziel im Rahmen der Strategie 2025 des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen, den Anteil verarbeiteter Früchte mit Nachhaltigkeitsnachweis auf 20 % zu steigern, wird weiterhin festgehalten. Für Rohstoffe aus konventionellem Anbau werden im Fruchtzubereitungsbereich das Farm Sustainability Assessment (FSA) bzw. Programme, die im Rahmen des Benchmarking-Systems der Sustainable Agriculture Initiative Platform FSA-äquivalent sind (Details siehe Seite 35f), zur Dokumentation der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien herangezogen.
Um ihre Lieferanten bezüglich der Einhaltung sozialer Aspekte zu bewerten, lädt die AGRANA-Fruchtbeschaffungsgesellschaft neue Lieferanten zur Teilnahme an der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ein (Details zu SEDEX siehe Seite 41f). Am Ende des Berichtsjahres lagen dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen SEDEX-Daten und gegebenenfalls Audit-Dokumente zu rund 72,2 % (Vorjahr: 67,9 %) des verarbeiteten Rohstoffvolumens vor. Bis 2025|26 plant der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen mindestens für 90 % des jeweils jährlich verarbeiteten Fruchtvolumens valide SEDEX-Daten zur Lieferantenbewertung zu erhalten.
Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer beson-

ders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, da ein Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Sammelstellen von Händlern bezogen wird. Dies ist die Folge historisch gewachsener regionaler Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen, auch um Nachhaltigkeitsaspekte gemeinsam mit den Anbauern verbessern zu können. Seit dem Geschäftsjahr 2018|19 ist AUSTRIA JUICE Mitglied des Sustainable Juice Covenant, einer globalen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Beschaffung, Produktion und den Handel mit frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Konzentraten bis zum Jahr 2030 100 % nachhaltig zu gestalten. über Strukturen, sind. künftig auch Geschäftsjahr Ziel frucht- Pürees nachhaltig ders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, da ein Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Sammelstellen von Händlern bezogen wird. Dies ist die Folge historisch gewachsener regionaler Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen, auch um Nachhaltigkeitsaspekte gemeinsam mit den Anbauern verbessern zu können. Seit dem Geschäftsjahr 2018|19 ist AUSTRIA JUICE Mitglied des Sustainable Juice Covenant, einer globalen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Beschaffung, Produktion und den Handel mit frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Konzentraten bis zum Jahr 2030 100 % nachhaltig zu gestalten.
Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten (Re-Sorten), für deren Kultivierung rund 60 % weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr rund 20 % (Vorjahr: 14 %) der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat. direkter unterstützt für Pestizide Sorten. auch Projekt Apfelsaftkonzentrat. Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten (Re-Sorten), für deren Kultivierung rund 60 % weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr rund 20 % (Vorjahr: 14 %) der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat.
Im Bereich des Vertragsanbaus bedient sich AUSTRIA JUICE des von der SAI Platform angebotenen FSA-Fragebogens (Details siehe Seite 35f) zur Dokumentation nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien auf ihren Lieferbetrieben. Im Geschäftsjahr 2020|21 unterzogen sich nach Vorgaben der SAI Platform ausgewählte ungarische Re-Sorten Vertragslieferanten von Äpfeln wieder der verpflichtenden Beantwortung des FSA-Fragebogens und den externen Audits. 2020|21 beantworteten erstmals auch ungarische Vertragslieferanten von Sauerkirschen, Holunder und Karotten den FSA-Fragebogen und wurden auf dessen Basis auch externen Audits unterzogen. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für alle genannten Rohstoffkategorien von ungarischen Vertragslieferanten für drei Jahre mindestens FSA Silber-Status ausloben, für einige sogar Gold-Status. Im Geschäftsjahr 2018|19 wurde der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von resistenten Apfelsorten in Polen zum Einsatz gebracht. Im Berichtsjahr 2021|22 erfolgte die Re-Verifizierung der polnischen Lieferbetriebe für resistente Apfelsorten sowie auch anderer Direktlieferanten von Äpfeln und diversen Beeren. Auf Basis der Ergebnisse darf AUSTRIA JUICE für alle Umwelt- auf Äpfeln Vertragslieferanten sogar in anderer Auf alle Im Bereich des Vertragsanbaus bedient sich AUSTRIA JUICE des von der SAI Platform angebotenen FSA-Fragebogens (Details siehe Seite 35f) zur Dokumentation nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien auf ihren Lieferbetrieben. Im Geschäftsjahr 2020|21 unterzogen sich nach Vorgaben der SAI Platform ausgewählte ungarische Re-Sorten Vertragslieferanten von Äpfeln wieder der verpflichtenden Beantwortung des FSA-Fragebogens und den externen Audits. 2020|21 beantworteten erstmals auch ungarische Vertragslieferanten von Sauerkirschen, Holunder und Karotten den FSA-Fragebogen und wurden auf dessen Basis auch externen Audits unterzogen. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für alle genannten Rohstoffkategorien von ungarischen Vertragslieferanten für drei Jahre mindestens FSA Silber-Status ausloben, für einige sogar Gold-Status. Im Geschäftsjahr 2018|19 wurde der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von resistenten Apfelsorten in Polen zum Einsatz gebracht. Im Berichtsjahr 2021|22 erfolgte die Re-Verifizierung der polnischen Lieferbetriebe für resistente Apfelsorten sowie auch anderer Direktlieferanten von Äpfeln und diversen Beeren. Auf Basis der Ergebnisse darf AUSTRIA JUICE für alle
polnischen Re-Sorten-Vertragslieferanten mindestens FSA Silber-Status ausloben. mindestens ausloben. polnischen Re-Sorten-Vertragslieferanten mindestens FSA Silber-Status ausloben.
Daneben darf im Rahmen des Benchmarkings der FSA-Anforderungen gegenüber den nationalen Gesetzgebungen von z.B. Polen, Spanien und Ungarn in Kombination mit einer Zertifizierung nach dem Global GAP-Standard FSA Silber-Status Äquivalenz ausgelobt werden. In Summe kann AUSTRIA JUICE damit nach der Berechnungsmethodik des Sustainable Juice Covenant, basierend auf der jeweiligen Saftstärke nach der European Fruit Juice Association (AIJN), für rund 36 % (Vorjahr: 27 %) ihrer verarbeiteten Rohstoffmenge mindestens FSA Silber-Status ausloben. ausgelobt der Covenant, FSA Segment Frucht Daneben darf im Rahmen des Benchmarkings der FSA-Anforderungen gegenüber den nationalen Gesetzgebungen von z.B. Polen, Spanien und Ungarn in Kombination mit einer Zertifizierung nach dem Global GAP-Standard FSA Silber-Status Äquivalenz ausgelobt werden. In Summe kann AUSTRIA JUICE damit nach der Berechnungsmethodik des Sustainable Juice Covenant, basierend auf der jeweiligen Saftstärke nach der European Fruit Juice Association (AIJN), für rund 36 % (Vorjahr: 27 %) ihrer verarbeiteten Rohstoffmenge mindestens FSA Silber-Status ausloben.

wsk.agrana.com/frucht
Im Geschäftsjahr 2020|21 startete der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein Projekt zur regenerativen Landwirtschaft in der Kultivierung von Früchten, für die es bisher kaum verbindliche Vorgaben für regenerativen Anbau gibt. Regenerative Landwirtschaft dient u.a. der CO2-Fixierung im Boden durch Humusaufbau und damit der Bodengesundheit sowie der Steigerung der Artenvielfalt. AGRANA hat mit Unterstützung von externen Expertinnen und Experten Leitfäden zur Umsetzung von regenerativer Landwirtschaft für Bodenfrüchte (z.B. Erdbeeren), Buschfrüchte (z.B. Heidelbeeren und Himbeeren) sowie Baumfrüchte (z.B. Pfirsiche) entwickelt. Im Geschäftsjahr 2020|21 startete der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein Projekt zur regenerativen Landwirtschaft in der Kultivierung von Früchten, für die es bisher kaum verbindliche Vorgaben für regenerativen Anbau gibt. Regenerative Landwirtschaft dient u.a. der CO2-Fixierung im Boden durch Humusaufbau und damit der Bodengesundheit sowie der Steigerung der Artenvielfalt. AGRANA hat mit Unterstützung von externen Expertinnen und Experten Leitfäden zur Umsetzung von regenerativer Landwirtschaft für Bodenfrüchte (z.B. Erdbeeren), Buschfrüchte (z.B. Heidelbeeren und Himbeeren) sowie Baumfrüchte (z.B. Pfirsiche) entwickelt.
In diesen Leitfäden wurden jeweils 14 Praktiken festgelegt, die regenerative Agrarpraxis im Fruchtanbau darstellen. Die daraus resultierenden, größtenteils positiven Effekte auf Bodengesundheit, Biodiversität und Wassereinsatz wurden ausgearbeitet sowie Kennzahlen entwickelt, um diese Effekte zu messen. Daneben wurden Implementierungspläne und Messbarkeitszeitpläne für die unterschiedlichen Maßnahmen bei den drei Fruchtkategorien erarbeitet sowie Aspekte der Übertragbarkeit in unterschiedliche Regionen bzw. Länder thematisiert. Diese Vorgaben für den regenerativen Anbau wurden im Berichtsjahr 2021|22 an AGRANAs landwirtschaftlichem Produktionsstandort in Luka|Ukraine umgesetzt. Der Standort, der Früchte hauptsächlich für den lokalen Frischmarkt produziert, konnte damit im Berichtsjahr das externe Audit nach Global GAP, welches im FSA-Benchmarking System mit Gold-Äquivalenz bewertet wird, bestehen. In diesen Leitfäden wurden jeweils 14 Praktiken festgelegt, die regenerative Agrarpraxis im Fruchtanbau darstellen. Die daraus resultierenden, größtenteils positiven Effekte auf Bodengesundheit, Biodiversität und Wassereinsatz wurden ausgearbeitet sowie Kennzahlen entwickelt, um diese Effekte zu messen. Daneben wurden Implementierungspläne und Messbarkeitszeitpläne für die unterschiedlichen Maßnahmen bei den drei Fruchtkategorien erarbeitet sowie Aspekte der Übertragbarkeit in unterschiedliche Regionen bzw. Länder thematisiert. Diese Vorgaben für den regenerativen Anbau wurden im Berichtsjahr 2021|22 an AGRANAs landwirtschaftlichem Produktionsstandort in Luka|Ukraine umgesetzt. Der Standort, der Früchte hauptsächlich für den lokalen Frischmarkt produziert, konnte damit im Berichtsjahr das externe Audit nach Global GAP, welches im FSA-Benchmarking System mit Gold-Äquivalenz bewertet wird, bestehen.
Energie- und Umweltaspekte der AGRANA-Produktion Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung
Trotz einer um 41 % höheren Rohstoffverarbeitung im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate konnte der Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Frucht im Berichtsjahr auf rund 9,0 % gegenüber dem Vorjahr bzw. auf rund 2,42 Mio. GJ, v.a. durch bessere Fabriksauslastungen der europäischen Standorte im Bereich Fruchtsaftkonzentrate, begrenzt werden. Durch eine weitere Verlagerung des Produktportfolios im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate zu höher veredelten und damit energieintensiveren Produkten, wie Aromen sowie der gesteigerten Trocknung im Rahmen der Produktion von Apfeltrestern, stieg der spezifische Energieeinsatz pro Tonne Produktoutput im Segment Frucht allerdings um rund 4,3 % auf 2,65 GJ. Durch die Umsetzung von Effizienzprojekten im Bereich Fruchtzubereitungen und v.a. die gegenüber dem Vorjahr niedrigere Verarbeitung am chinesischen Fruchtsaftkonzentratstandort konnte der Anstieg der absoluten Emissionen (Scope 1+2) im Segment Frucht auf rund 8,1 % bzw. rund 160.000 Tonnen CO2 begrenzt werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt stiegen gegenüber dem Vorjahr unterproportional nur um 3,5 % auf 176 kg CO2 pro Tonne Produktoutput.
Als Beitrag zur gruppenweiten AGRANA-Klimastrategie (Details, siehe Seite 39) plant der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 gegenüber 2019|20 um rund 4 % zu senken. An einer Weiterentwicklung in Richtung der quantitativen Anforderungen der Science Based Targets Initiative wird gearbeitet. Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 um rund 29 % gegenüber 2019|20 reduzieren.
| Segment Frucht Gesamt in Mio. m³ |
2021 22 | 2020 21 | 2019 20 |
|---|---|---|---|
| Wasserentnahme | 3,9 | 4,1 | 4,2 |
| Wasserabgabe | 3,7 | 3,8 | 4,1 |
| Wasserverbrauch | 0,2 | 0,3 | 0,1 |
| Segment Frucht m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2021 22 | 2020 21 | 2019 20 |
| Wasserentnahme | 4,25 | 4,70 | 4,72 |
| Wasserabgabe | 4,03 | 4,36 | 4,67 |
| Wasserverbrauch |

bei der Veredelung in Fruchtwerken
Energieeinsatz (Scope 1+2)
2019|20 2020|21 2021|22 2019|20 2020|21 2021|22
in Mio. GJ
2,65
0,63
2,02
Durchschnittlicher spez. direkter Energieeinsatz (Scope 1) in GJ pro Tonne Produktoutput

Absolute indirekte Emissionen (Scope 2) in 1.000 Tonnen CO2 Absolute direkte Emissionen (Scope 1) in 1.000 Tonnen CO2
Durchschnittliche spez. indirekte Emissionen (Scope 2) in kg CO2 pro Tonne Produktoutput Durchschnittliche spez.
direkte Emissionen (Scope 1) in kg CO2 pro Tonne Produktoutput


Die im Berichtsjahr 2021|22 überarbeitete Risikoanalyse zu Wasserentnahme und -abgabe mithilfe des WWF Water Risk Filters und des Aqueduct Water Risk Atlas (Details siehe Seite 39f) an AGRANA-Produktionsstandorten zeigte ein potenziell hohes Wasserrisiko an acht Standorten des Bereiches Fruchtzubereitungen und drei Standorten des Geschäftsbereiches Fruchtsaftkonzentrate. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate bestehen derzeit keine tatsächlichen operativen AUSTRIA JUICE betreffenden bzw. von ihr ausgelösten Risiken, da die Produktion von Apfelsaftkonzentraten, das in den Früchten gebundene Wasser freisetzt und damit die lokale Wasserverfügbarkeit verbessert, wenngleich zunehmende Kundenanforderungen zu mehr Flexibilität und kleineren Produktions- und Abfüllchargen den Wassereinsatz aufgrund von vermehrter Reinigungsnotwendigkeit ungünstig beeinflussen. Die im Berichtsjahr 2021|22 überarbeitete Risikoanalyse zu Wasserentnahme und -abgabe mithilfe des WWF Water Risk Filters und des Aqueduct Water Risk Atlas (Details siehe Seite 39f) an AGRANA-Produktionsstandorten zeigte ein potenziell hohes Wasserrisiko an acht Standorten des Bereiches Fruchtzubereitungen und drei Standorten des Geschäftsbereiches Fruchtsaftkonzentrate. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate bestehen derzeit keine tatsächlichen operativen AUSTRIA JUICE betreffenden bzw. von ihr ausgelösten Risiken, da die Produktion von Apfelsaftkonzentraten, das in den Früchten gebundene Wasser freisetzt und damit die lokale Wasserverfügbarkeit verbessert, wenngleich zunehmende Kundenanforderungen zu mehr Flexibilität und kleineren Produktions- und Abfüllchargen den Wassereinsatz aufgrund von vermehrter Reinigungsnotwendigkeit ungünstig beeinflussen.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen zeigt sich aufgrund der internationalen Tätigkeit und des im Vergleich zu Europa weniger strengen regulatorischen Umfeldes ein differenziertes Bild. Wenngleich keiner der, nach den internationalen Risikobewertungskriterien als Hochrisikostandort eingeschätzten AGRANA-Fruchtzubereitungsstandorte derzeit tatsächlich von Wasserrisiken betroffen ist oder diese für die übrigen lokalen Wasseranrainer auslöst, wurde 2019|20 ein Wassermanagementprogramm für alle AGRANA-Fruchtzubereitungsstandorte gestartet. Im Berichtsjahr 2021|22 wurden im Rahmen des Managementprogrammes einige Projekte zur Wassereinsparung umgesetzt, die in Summe zu einer Reduktion der absoluten Wasserentnahme um rund 8,4% gegenüber dem Vorjahr führten. Die absolut größte Wassereinsparung konnte in der Erstverarbeitungsanlage von frischen Früchten am Standort in Mexiko durch die Installation einer Rezirkulationspumpe zur Kreislaufnutzung von Wasch-Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen zeigt sich aufgrund der internationalen Tätigkeit und des im Vergleich zu Europa weniger strengen regulatorischen Umfeldes ein differenziertes Bild. Wenngleich keiner der, nach den internationalen Risikobewertungskriterien als Hochrisikostandort eingeschätzten AGRANA-Fruchtzubereitungsstandorte derzeit tatsächlich von Wasserrisiken betroffen ist oder diese für die übrigen lokalen Wasseranrainer auslöst, wurde 2019|20 ein Wassermanagementprogramm für alle AGRANA-Fruchtzubereitungsstandorte gestartet. Im Berichtsjahr 2021|22 wurden im Rahmen des Managementprogrammes einige Projekte zur Wassereinsparung umgesetzt, die in Summe zu einer Reduktion der absoluten Wasserentnahme um rund 8,4% gegenüber dem Vorjahr führten. Die absolut größte Wassereinsparung konnte in der Erstverarbeitungsanlage von frischen Früchten am Standort in Mexiko durch die Installation einer Rezirkulationspumpe zur Kreislaufnutzung von Waschwasser realisiert werden. Am Fruchtzubereitungsstandort in Polen wurde in die Installation eines geschlossenen Kühlwasserkreislaufs investiert. Die beiden chinesischen Fruchtzubereitungsstandorte in Dachang sowie Jiangsu investierten beide in Systeme zur Kreislaufführung bzw. mehrmaligen Nutzung von Wasser. wasser realisiert werden. Am Fruchtzubereitungsstandort in Polen wurde in die Installation eines geschlossenen Kühlwasserkreislaufs investiert. Die beiden chinesischen Fruchtzubereitungsstandorte in Dachang sowie Jiangsu investierten beide in Systeme zur Kreislaufführung bzw. mehrmaligen Nutzung von Wasser.
In Summe reduzierte das Segment Frucht seine absolute Wasserentnahme auf rund 3,9 Mio. m³ bzw. um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der absolute Wasserverbrauch reduzierte sich von 0,3 Mio. m3 auf 0,2 Mio. m³ bzw. 200 Mio. Liter. In Summe reduzierte das Segment Frucht seine absolute Wasserentnahme auf rund 3,9 Mio. m³ bzw. um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der absolute Wasserverbrauch reduzierte sich von 0,3 Mio. m3 auf 0,2 Mio. m³ bzw. 200 Mio. Liter.
| Segment Frucht Segment Frucht Tonnen bzw. explizit Tonnen bzw. explizit angeführte Angaben angeführte Angaben |
2021 22 2021 22 |
2020 211 2020 211 |
2019 201 2019 201 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle Entsorgte Abfälle Davon gefährliche Abfälle Davon gefährliche Abfälle |
30.296 t 30.296 t 263 t 263 t |
30.543 t 30.543 t 257 t 257 t |
31.160 t 31.160 t 267 t 267 t |
| Abfall Abfall pro Tonne Produkt pro Tonne Produkt |
33,2 kg 33,2 kg |
35,0 kg 35,0 kg |
35,1 kg 35,1 kg |
| Gefährliche Abfälle Gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt pro Tonne Produkt |
289 g 289 g |
295 g 295 g |
301 g 301 g |
Im Geschäftssegment Frucht blieben die absolute Abfallmenge wie auch die spezifischen Abfallmengen annähernd konstant gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftssegment Frucht blieben die absolute Abfallmenge wie auch die spezifischen Abfallmengen annähernd konstant gegenüber dem Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2021|22 nahm die AUSTRIA JUICE GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Die AUSTRIA JUICE GmbH erzielte wie im Vorjahr Gold-Status. Im Geschäftsjahr 2021|22 nahm die AUSTRIA JUICE GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Die AUSTRIA JUICE GmbH erzielte wie im Vorjahr Gold-Status.

Wasserentnahme nach Quellen in den AGRANA-Fruchtwerken 2021|22

Die Investitionen 2021|22 im Segment Frucht betrugen 37,4 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €). Es gab diverse Projekte über alle 40 Produktionsstandorte hinweg, wobei es sich v.a. um neue Produktionslinien und kontinuierliche Verbesserungen, aber auch Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen handelte. Unter anderem wurden folgende Einzelinvestitionen umgesetzt:
Anteil am Konzern-

Segment
Segment Stärke
Ebene der Geschäftsbeziehung Produkte Verarbeitete Rohstoffe B2B Unterscheidung in Food-,
Non-Food- und Feed-Bereich; native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohol/ Bioethanol, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Zentral- und Osteuropa, schwerpunktmäßig Österreich und Deutschland, auch Spezialmärkte wie z.B. USA und VAE
Mais, Weizen, Kartoffeln
Gentechnikfrei und starker Bio-Fokus
Das Segment Stärke umfasst die vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage), die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung) sowie die Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA, ein auf Bio-Produkte spezialisiertes Handelshaus. Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH, gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (mit einem Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. ethanolanlage), die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung) sowie die Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA, ein auf Bio-Produkte spezialisiertes Handelshaus. Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH, gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (mit einem Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. Geschäftsentwicklung
Das Segment Stärke umfasst die vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bio-
| Segment Stärke Umsatzerlöse (brutto) |
t€ | 2021 22 1.020.436 |
2020 21 831.867 |
Veränderung 22,7 % |
|---|---|---|---|---|
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –10.029 | –9.975 | % / pp –0,5 % |
| Umsatzerlöse Umsatzerlöse (brutto) |
t€ t€ |
1.010.407 1.020.436 |
821.892 831.867 |
22,9 % 22,7 % |
| EBITDA¹ Umsätze zwischen den Segmenten |
t€ t€ |
106.391 –10.029 |
92.117 –9.975 |
15,5 % –0,5 % |
| Operatives Ergebnis Umsatzerlöse |
t€ t€ |
57.929 1.010.407 |
45.402 821.892 |
27,6 % 22,9 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts EBITDA¹ |
t€ | 106.391 | 92.117 | 15,5 % |
| unternehmen, die nach der Operatives Ergebnis Equity-Methode bilanziert werden |
t€ t€ |
57.929 13.761 |
45.402 19.400 |
27,6 % –29,1 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) |
t€ | 71.690 | 64.802 | 10,6 % |
| unternehmen, die nach der EBIT-Marge |
% | 7,1 | 7,9 | –0,8 pp |
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 13.761 | 19.400 | –29,1 % |
| Investitionen² Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) |
t€ t€ |
24.283 71.690 |
22.199 64.802 |
9,4 % 10,6 % |
| Mitarbeitende (FTEs)³ EBIT-Marge |
% | 1.137 7,1 |
1.149 7,9 |
–1,1 % –0,8 pp |
| Investitionen² | t€ | 24.283 | 22.199 | 9,4 % |
| Das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke war auch 2021 22 von der COVID-19-Pandemie be Mitarbeitende (FTEs)³ |
1.137 | 1.149 | –1,1 % | |
| einflusst. War das erste Jahr der Pandemie (Geschäftsjahr 2020 21) noch von Nachfragerückgängen gekennzeichnet, so |
Das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke war auch 2021|22 von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. War das erste Jahr der Pandemie (Geschäftsjahr 2020|21) noch von Nachfragerückgängen gekennzeichnet, so gab es im Berichtsjahr eine deutliche Belebung der Nachfrage. Vorrangiges Ziel blieb weiterhin, Lieferketten und Produktion durchgängig aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Kunden sicherzustellen. gab es im Berichtsjahr eine deutliche Belebung der Nachfrage. Vorrangiges Ziel blieb weiterhin, Lieferketten und Produktion durchgängig aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Kunden sicherzustellen. 2021|22 stieg der Umsatz deutlich auf 1.010,4 Mio. €. Etwa ein Viertel des Umsatzzuwachses wurde durch gesteigerte Absatzmengen bei den Hauptprodukten erzielt. Der größte Umsatztreiber waren angepasste Verkaufspreise im gesamten
2021|22 stieg der Umsatz deutlich auf 1.010,4 Mio. €. Etwa ein Viertel des Umsatzzuwachses wurde durch gesteigerte Absatzmengen bei den Hauptprodukten erzielt. Der größte Umsatztreiber waren angepasste Verkaufspreise im gesamten Produktportfolio. Extrem gestiegene Rohstoff- und Energiekosten, primär im zweiten Halbjahr 2021|22, erforderten die Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten. Abhängig von den abgeschlossenen Kundenkontrakten gab es bei einzelnen Produktgruppen und längeren Laufzeiten (z.B. bei Jahresverträgen) starke Margenverluste. Produktportfolio. Extrem gestiegene Rohstoff- und Energiekosten, primär im zweiten Halbjahr 2021|22, erforderten die Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten. Abhängig von den abgeschlossenen Kundenkontrakten gab es bei einzelnen Produktgruppen und längeren Laufzeiten (z.B. bei Jahresverträgen) starke Margenverluste.
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte ³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents) 61
61
% / pp
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Konzernlagebericht

Hohe Energiepreise unterstützten wiederum die Ethanolnotierungen, die mit 812 € pro m3 im Jahresdurchschnitt um rund 228 € pro m3 über dem Vorjahreswert lagen. Die sehr hohen Ethanolpreise konnten die massiv gestiegenen Produktionskosten überdecken und der Geschäftsbereich Ethanol trug damit auch entscheidend zur positiven Ergebnisentwicklung des Segmentes bei. Die Nebenprodukterlöse korrelieren in der Regel mit der Entwicklung der Rohstoffkosten, weshalb es auch in diesem Geschäftsbereich ein Umsatzwachstum gab.
32 %
13 % 25 %
4 %
19 %
Die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten im Segment Stärke waren primär auf die massiv gestiegenen Getreidepreise, aber auch auf eine leicht erhöhte Vermahlungsmenge zurückzuführen. Gleichzeitig erhöhten sich die Energiekosten gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 %. Höhere operative Abschreibungen spiegeln die intensive Investitionstätigkeit der letzten Jahre im Segment wider. Die in Summe deutlich gestiegenen Herstellungskosten konnten nur teilweise durch Verkaufspreisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden und belasteten die Margen. Insgesamt konnte im Berichtsjahr ein EBITDA von 106,4 Mio. € erzielt werden, das deutlich über dem Vorjahreswert von 92,1 Mio. € lag. Das operative Ergebnis betrug 57,9 Mio. € und lag um 27,6 % über dem Vorjahreswert von 45,4 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2021|22 stieg auch der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um rund 24 % auf 356,2 Mio. €. Die Geschäftsentwicklung folgte dem generellen Trend deutlich gestiegener Mais- und Energiekosten und dadurch massiv gestiegener Produktionskosten. Während bei Verzuckerungsprodukten das Marktumfeld schwierig blieb und Preiserhöhungen kaum durchsetzbar waren, waren die hohen Ethanolpreise für das Alkoholergebnis ein stabilisierender Faktor. Insgesamt wies die HUNGRANA-Gruppe ein EBIT von 34,1 Mio. € (Vorjahr: 45,4 Mio. €) aus. Das PAT betrug 27,5 Mio. € (Vorjahr: 38,8 Mio. €), womit der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke auf 13,8 Mio.€ (Vorjahr: 19,4 Mio. €) sank.
Sonstige (u. a. Soja,
Die COVID-19-Pandemie beeinflusste auch 2021|22 das Marktgeschehen bei nahezu allen Stärkeproduktkategorien. Nach der Rezession 2020 kam 2021 die Erholung mit all ihren Folgewirkungen. Die Marktteilnehmer agieren nunmehr in einem Markt, der von Knappheit, steigenden Inputkosten sowie dem kurzfristigen Füllen von Versorgungslücken über alle Produktkategorien hinweg geprägt ist.
Der deutliche Anstieg bei Rohstoff- und Energiekosten bedeutete für AGRANA, dass diese Kostensteigerungen auch durch angepasste Verkaufspreise bestmöglich in den Markt weitergegeben werden mussten.
Vor allem Maisstärke und sprühgetrocknete Verzuckerungsprodukte waren durchgehend stark am Markt nachgefragt, Spotanfragen konnten aufgrund der limitierten Verfügbarkeit nur zum Teil bedient werden.
Generell waren die Absätze bei nativen und modifizierten Stärken in den Lebensmittelbereich stabil, speziell im Spezialitäten- und Bio-Bereich konnten erfreuliche Absatzsteigerungen verzeichnet werden.
Auch im Wellpapiersektor und bei grafischen Papieren war die Auftragslage sehr gut und die Nachfrage nach Getreidestärken hoch.
Am Markt für Säuglingsmilchnahrung sahen sich nahezu alle namhaften europäischen Hersteller mit Überkapazitäten durch Restriktionen bei der Belieferung des asiatischen Marktes konfrontiert. Durch AGRANAs Fokus auf Premiumprodukte konnten jedoch in diesem Bereich stabile Absätze erzielt werden.
Weitgehend erfreulich zeigte sich die Entwicklung bei Futtermitteln. Sowohl Hochproteine (Vitaler Weizenkleber, Maiskleber) als auch Mittelproteine (ActiProt®, ActiGrano® und Maiskleberfutter) profitierten von einer gestiegenen Nachfrage bzw. hohen Preisen für Eiweißfuttermittel, Ölsaaten und Getreide. Die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten konnten hier weitgehend an die Kunden weitergegeben werden.
Der Ethanol- und Treibstoffmarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer hohen Dynamik geprägt. Politische Rahmenbedingungen, wie die Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II 1 und das Maßnahmenpaket "Fit for 55" der Europäischen Kommission sowie wachsende Beimischungsmandate innerhalb und außerhalb der EU (Einführung von E10 in Schweden und Großbritannien), sorgen für positive Markt- bzw. Nachfrageimpulse. Nachdem sich die Notierungen und Preise für Ethanol über die Sommermonate 2021 auf einem Allzeit-Hoch bewegten, hat sich aufgrund von Unsicherheiten und Volatilität in Zusammenhang mit der COVID-19-Welle im Winter 2021 das Preisniveau auf ein etwas niedrigeres, aber im Vergleich zum Langzeitdurchschnitt dennoch höheres Niveau eingependelt. Die Pandemie nimmt mittlerweile kaum mehr Einfluss auf die Mobilität, allerdings sorgen andere Faktoren, wie Saisonalität und zuletzt der Krieg in der Ukraine, für große Unsicherheiten am Markt. fenen Geschäftsjahr von einer hohen Dynamik geprägt. Politische Rahmenbedingungen, wie die Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II 1 und das Maßnahmenpaket "Fit for 55" der Europäischen Kommission sowie wachsende Beimischungsmandate innerhalb und außerhalb der EU (Einführung von E10 in Schweden und Großbritannien), sorgen für positive Markt- bzw. Nachfrageimpulse. Nachdem sich die Notierungen und Preise für Ethanol über die Sommermonate 2021 auf einem Allzeit-Hoch bewegten, hat sich aufgrund von Unsicherheiten und Volatilität in Zusammenhang mit der COVID-19-Welle im Winter 2021 das Preisniveau auf ein etwas niedrigeres, aber im Vergleich zum Langzeitdurchschnitt dennoch höheres Niveau eingependelt. Die Pandemie nimmt mittlerweile kaum mehr Einfluss auf die Mobilität, allerdings sorgen andere Faktoren, wie Saisonalität und zuletzt der Krieg in der Ukraine, für große Unsicherheiten am Markt.
Der Ethanol- und Treibstoffmarkt war auch im abgelau-
Der Internationale Getreiderat (IGC2 ) sieht die weltweite Getreideerzeugung3 im Getreidewirtschaftsjahr4 2021|22 bei 2,284 Mrd. Tonnen (Vorjahr: 2,220 Mrd. Tonnen) und damit über dem Vorjahresniveau und in etwa auf Höhe des erwarteten Verbrauchs (2,278 Mrd. Tonnen). Die weltweite Weizenproduktion wird auf 781 Mio. Tonnen (Vorjahr: 774 Mio. Tonnen) und der Verbrauch leicht darunter auf 778 Mio. Tonnen (Vorjahr: 771 Mio. Tonnen) geschätzt. Bei der globalen Maiserzeugung wird eine Produktion von 1.207 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.132 Mio. Tonnen) und ein Verbrauch von 1.197 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.153 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreidelagerbestände werden mit in Summe 607 Mio. Tonnen um rund 7 Mio. Tonnen höher als im Vorjahr erwartet. ) sieht die weltweite Getreideerzeugung3 im Getreidewirtschaftsjahr4 2021|22 bei 2,284 Mrd. Tonnen (Vorjahr: 2,220 Mrd. Tonnen) und damit über dem Vorjahresniveau und in etwa auf Höhe des erwarteten Verbrauchs (2,278 Mrd. Tonnen). Die weltweite Weizenproduktion wird auf 781 Mio. Tonnen (Vorjahr: 774 Mio. Tonnen) und der Verbrauch leicht darunter auf 778 Mio. Tonnen (Vorjahr: 771 Mio. Tonnen) geschätzt. Bei der globalen Maiserzeugung wird eine Produktion von 1.207 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.132 Mio. Tonnen) und ein Verbrauch von 1.197 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.153 Mio. Tonnen) erwartet. Die gesamten Getreidelagerbestände werden mit in Summe 607 Mio. Tonnen um rund 7 Mio. Tonnen höher als im Vorjahr erwartet. Der Verlauf der Terminnotierungen für Getreide war im
Der Verlauf der Terminnotierungen für Getreide war im gesamten Geschäftsjahr von einer starken Volatilität geprägt. Ab Mitte August 2021 bis zum gesamten Geschäftsjahr von einer starken Volatilität geprägt. Ab Mitte August 2021 bis zum
Geschäftsjahresende zeigten sich die Notierungen, v.a. bei Weizen, kontinuierlich steigend. Sowohl eine starke Nachfrage als auch schwächere Ernten aufgrund von Wetterextremen in wichtigen Produktionsgebieten führten zu dieser Entwicklung. Die geopolitische Lage im Osten Europas ließ die Notierungen zum Ende des Geschäftsjahres massiv steigen. Am Bilanzstichtag 2021|22 lag der Preis an der Euronext Paris für Weizen bei 323 € und für Mais bei 311 € je Tonne (Vorjahr: 245 € bzw. 226 € je Tonne). bei Weizen, kontinuierlich steigend. Sowohl eine starke Nachfrage als auch schwächere Ernten aufgrund von Wetterextremen in wichtigen Produktionsgebieten führten zu dieser Entwicklung. Die geopolitische Lage im Osten Europas ließ die Notierungen zum Ende des Geschäftsjahres massiv steigen. Am Bilanzstichtag 2021|22 lag der Preis an der Euronext Paris für Weizen bei 323 € und für Mais bei 311 € je Tonne (Vorjahr: 245 € bzw. 226 € je Tonne). Kartoffeln
Geschäftsjahresende zeigten sich die Notierungen, v.a.
In der Kampagne 2021|22 verarbeitete die Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd|Österreich rund 274.000 Tonnen Stärkeindustriekartoffeln. Die Verarbeitung von Speiseindustriekartoffeln für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten lag auf dem Vorjahresniveau. kefabrik am Standort Gmünd|Österreich rund 274.000 Tonnen Stärkeindustriekartoffeln. Die Verarbeitung von Speiseindustriekartoffeln für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten lag auf dem Vorjahresniveau. Mais und Weizen
AGRANA Stärke GmbH hat in Österreich an den Standorten in Aschach und Pischelsdorf im Geschäftsjahr 2021|22 rund 8 % mehr Mais verarbeitet als im Vorjahr. Der Spezialmaisanteil (v.a. Wachsmais und biologisch produzierter Mais) betrug rund 22 %. orten in Aschach und Pischelsdorf im Geschäftsjahr 2021|22 rund 8 % mehr Mais verarbeitet als im Vorjahr. Der Spezialmaisanteil (v.a. Wachsmais und biologisch produzierter Mais) betrug rund 22 %. Die Weizenvermahlung am Standort Pischelsdorf für
Die Weizenvermahlung am Standort Pischelsdorf für die Produktion von Weizenstärke und Bioethanol konnte 2021|22 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 7 % erhöht werden. AGRANA kontrahierte über Vorverträge mit Landwirten auch Ethanolweizen und Ethanoltritikale (11 % an der Gesamtverarbeitungsmenge). Für die Ernte 2022 wurden wieder Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten. die Produktion von Weizenstärke und Bioethanol konnte 2021|22 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 7 % erhöht werden. AGRANA kontrahierte über Vorverträge mit Landwirten auch Ethanolweizen und Ethanoltritikale (11 % an der Gesamtverarbeitungsmenge). Für die Ernte 2022 wurden wieder Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten. An beiden österreichischen Standorten wurden im ab-
An beiden österreichischen Standorten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Summe rund 1,6 Mio. Tonnen Mais und sonstiges Getreide verarbeitet. gelaufenen Geschäftsjahr in Summe rund 1,6 Mio. Tonnen Mais und sonstiges Getreide verarbeitet. In Ungarn (HUNGRANA-Werk) lag die gesamte Maisver-
In Ungarn (HUNGRANA-Werk) lag die gesamte Maisverarbeitungsmenge 2021|22 auf Vorjahresniveau. Im rumänischen Werk wurde aufgrund der Erhöhung der Spezialmaisanteile rund 15 % weniger Gelbmais verarbeitet arbeitungsmenge 2021|22 auf Vorjahresniveau. Im rumänischen Werk wurde aufgrund der Erhöhung der Spezialmaisanteile rund 15 % weniger Gelbmais verarbeitet

€ pro Tonne (Warenterminbörse Paris, NYSE Euronext Liffe)
1 Renewable Energies Directive II 2 International Grains Council
3 Schätzung vom 17. März 2022 4 Getreidewirtschaftsjahr. 1. Juli bis 30. Juni 4 Getreidewirtschaftsjahr. 1. Juli bis 30. Juni
1 Renewable Energies Directive II
2 International Grains Council 3 Schätzung vom 17. März 2022
Konzernlagebericht
AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 35f). Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die drei Jahre gültigen Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status. AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 35f). Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die drei Jahre gültigen Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status. Engagement in der vorgelagerten Wertschöpfungskette Lieferantenbewertung bezüglich ökologischer und sozialer Aspekte AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 35f). Im Geschäftsjahr
Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS). Sowohl ISCC-EU als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-Äquivalenz bewertet. Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS). Sowohl ISCC-EU als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-Äquivalenz bewertet. audits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status. Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Aus-
2020|21 fanden die drei Jahre gültigen Re-Verifizierungs-
Durch die zweite pandemiebedingte Absage der BETAEXPO im Frühsommer und Herbst 2021, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, waren Aktivitäten in diesem Bereich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogramms "AGRANA4You" für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden 10 Feldtage für spezielle Zielgruppen wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer angeboten, die für jeweils 30-50 Teilnehmende maßgeschneidert wurden. Durch die zweite pandemiebedingte Absage der BETAEXPO im Frühsommer und Herbst 2021, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, waren Aktivitäten in diesem Bereich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogramms "AGRANA4You" für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden 10 Feldtage für spezielle Zielgruppen wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer angeboten, die für jeweils 30-50 Teilnehmende maßgeschneidert wurden. Äquivalenz bewertet. Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis Durch die zweite pandemiebedingte Absage der BETAEXPO im Frühsommer und Herbst 2021, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, waren Aktivitäten in diesem Bereich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogramms "AGRANA4You" für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden 10 Feldtage für spezielle Zielgruppen
wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer angeboten, die für jeweils 30-50 Daneben wurden die Landwirte auch auf externen Veranstaltungen, wie Messen, über rohstoffrelevante Themen informiert. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontrakt-Landwirte "Agrozucker/Agrostärke" ging u.a. auf die Themenbereiche Optimierung der Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung sowie auf die Handhabung von Kartoffelpflanzgut ein. Daneben wurden die Landwirte auch auf externen Veranstaltungen, wie Messen, über rohstoffrelevante Themen informiert. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontrakt-Landwirte "Agrozucker/Agrostärke" ging u.a. auf die Themenbereiche Optimierung der Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung sowie auf die Handhabung von Kartoffelpflanzgut ein. Daneben wurden die Landwirte auch auf externen Veranstaltungen, wie Messen, über rohstoffrelevante Themen informiert. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontrakt-Landwirte "Agrozucker/Agrostärke" ging u.a. auf die
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Ein leichter Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Stärke im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 7 Mio. GJ führte bei einem durch Prozessoptimierungen höheren Produktoutput zu einer Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um 2,8 % bzw. auf 4,31 GJ pro Tonne Produktoutput. Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Ein leichter Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Stärke im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 7 Mio. GJ führte bei einem durch Prozessoptimierungen höheren Produktoutput zu einer Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um 2,8 % bzw. auf 4,31 GJ pro Tonne Produktoutput. Kartoffelpflanzgut ein. Energie- und Umweltaspekte der AGRANA-Produktion Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Ein leichter Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Stärke im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 7 Mio. GJ führte bei einem durch Prozessoptimierungen höheren Produktoutput zu einer Reduktion des spezifischen Energie-

Durch eine Veränderung des Energiemixes, d.h. eine Re-Durch eine Veränderung des Energiemixes, d.h. eine Rewsk.agrana.com/staerke
(Scope 2) am Standort Pischelsdorf sowie einen etwas höheren (Grün-)Stromeinsatz (Scope 2), konnten die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Stärke trotz höheren absoluten Energieeinsatzes gegenüber dem Vorjahr stabil bei rund 267.000 Tonnen CO2 gehalten werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 4,8 % auf 164 kg CO2 pro Tonne Produktoutput. (Scope 2) am Standort Pischelsdorf sowie einen etwas höheren (Grün-)Stromeinsatz (Scope 2), konnten die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Stärke trotz höheren absoluten Energieeinsatzes gegenüber dem Vorjahr stabil bei rund 267.000 Tonnen CO2 gehalten werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 4,8 % auf 164 kg CO2 pro Tonne Produktoutput. Durch eine Veränderung des Energiemixes, d.h. eine Reduktion des Erdgasbezuges (Scope 1) zu Gunsten eines wesentlich höheren, emissionsärmeren Dampfeinsatzes (Scope 2) am Standort Pischelsdorf sowie einen etwas höheren (Grün-)Stromeinsatz (Scope 2), konnten die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Stärke trotz höheren absoluten Energieeinsatzes gegenüber dem Vorjahr stabil bei rund 267.000 Tonnen CO2 gehalten werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen
aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 4,8 % auf 164 kg CO2 pro Tonne Produktoutput.
duktion des Erdgasbezuges (Scope 1) zu Gunsten eines wesentlich höheren, emissionsärmeren Dampfeinsatzes
duktion des Erdgasbezuges (Scope 1) zu Gunsten eines wesentlich höheren, emissionsärmeren Dampfeinsatzes

pro Tonne Produktoutput
Teilnehmende maßgeschneidert wurden.

Segment Stärke

Konzernlagebericht
reich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingrup-
Beratungsprogramms "AGRANA4You" für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden 10 Feldtage für spezielle Zielgruppen wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer angeboten, die für jeweils 30-50
Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis Durch die zweite pandemiebedingte Absage der BETAEXPO im Frühsommer und Herbst 2021, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu
pen oder virtuelle Programme im Rahmen des
Teilnehmende maßgeschneidert wurden.
Engagement in der vorgelagerten Wertschöpfungskette Lieferantenbewertung bezüglich ökologischer und
AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 35f). Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die drei Jahre gültigen Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA
Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status.
Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS). Sowohl ISCC-EU als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-
sozialer Aspekte
Äquivalenz bewertet.
Daneben wurden die Landwirte auch auf externen Veranstaltungen, wie Messen, über rohstoffrelevante Themen informiert. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontrakt-Landwirte "Agrozucker/Agrostärke" ging u.a. auf die Themenbereiche Optimierung der Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung sowie auf die Handhabung von
Energie- und Umweltaspekte der AGRANA-Produktion Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Ein leichter Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Stärke im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 7 Mio. GJ führte bei einem durch Prozessoptimierungen höheren Produktoutput zu einer Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um 2,8 % bzw. auf 4,31 GJ
Durch eine Veränderung des Energiemixes, d.h. eine Reduktion des Erdgasbezuges (Scope 1) zu Gunsten eines wesentlich höheren, emissionsärmeren Dampfeinsatzes (Scope 2) am Standort Pischelsdorf sowie einen etwas höheren (Grün-)Stromeinsatz (Scope 2), konnten die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Stärke trotz höheren absoluten Energieeinsatzes gegenüber dem Vorjahr stabil bei rund 267.000 Tonnen CO2 gehalten werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 4,8 % auf 164 kg CO2 pro Tonne Produktoutput.
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Kartoffelpflanzgut ein.
pro Tonne Produktoutput.
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Engagement in der vorgelagerten Wertschöpfungskette Lieferantenbewertung bezüglich ökologischer und
AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 35f). Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die drei Jahre gültigen Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA
Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status.
Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis Durch die zweite pandemiebedingte Absage der BETAEXPO im Frühsommer und Herbst 2021, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, waren Aktivitäten in diesem Bereich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingrup-
pen oder virtuelle Programme im Rahmen des
Teilnehmende maßgeschneidert wurden.
Beratungsprogramms "AGRANA4You" für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden 10 Feldtage für spezielle Zielgruppen wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer angeboten, die für jeweils 30-50
Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS). Sowohl ISCC-EU als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-
sozialer Aspekte
Äquivalenz bewertet.
aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 4,8 % auf 164 kg CO2 pro Tonne Produktoutput. Als Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie (siehe Seite 39) wird das Segment Stärke seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 um rund 42 % gegen-
Vorjahr stabil bei rund 267.000 Tonnen CO2 gehalten werden. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen
Durch eine Veränderung des Energiemixes, d.h. eine Re-
Daneben wurden die Landwirte auch auf externen Veranstaltungen, wie Messen, über rohstoffrelevante Themen informiert. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontrakt-Landwirte "Agrozucker/Agrostärke" ging u.a. auf die Themenbereiche Optimierung der Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung sowie auf die Handhabung von
Energie- und Umweltaspekte der AGRANA-Produktion Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Ein leichter Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Stärke im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 7 Mio. GJ führte bei einem durch Prozessoptimierungen höheren Produktoutput zu einer Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um 2,8 % bzw. auf 4,31 GJ
Kartoffelpflanzgut ein.
pro Tonne Produktoutput.
Als Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie (siehe Seite 39) wird das Segment Stärke seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 um rund 42 % gegenüber dem Basisjahr 2019|20 reduzieren. Im Berichtsjahr verfügten die drei österreichischen Stärkeproduktionsstandorte über eine gültige Zertifizierung nach ISO 50001.
über dem Basisjahr 2019|20 reduzieren.
Im Berichtsjahr verfügten die drei österreichischen Stärkeproduktionsstandorte über eine gültige Zertifizierung nach ISO 50001. Wasserverbrauch in der Veredelung in AGRANA-Stärkefabriken
Segment Stärke 2021|22 2020|21 2019|20
Wasserentnahme 6,9 7,0 6,5
| Wasserabgabe Segment Stärke Wasserverbrauch Gesamt in Mio. m³ |
5,8 2021 22 1,1 |
6,3 2020 21 0,7 |
5,7 2019 20 0,8 |
|---|---|---|---|
| Wasserentnahme | 6,9 | 7,0 | 6,5 |
| Segment Stärke Wasserabgabe |
2021 22 5,8 |
2020 21 6,3 |
2019 20 5,7 |
| m³ pro Tonne Haupt Wasserverbrauch und Nebenprodukte |
1,1 | 0,7 | 0,8 |
| Wasserentnahme Segment Stärke Wasserabgabe m³ pro Tonne Haupt Wasserverbrauch und Nebenprodukte |
4,27 2021 22 3,55 0,72 |
4,56 2020 21 4,08 0,48 |
4,59 2019 20 4,00 0,59 |
|---|---|---|---|
| Wasserentnahme | 4,27 | 4,56 | 4,59 |
| In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der Wasserabgabe |
3,55 | 4,08 | 4,00 |
| AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit Wasserverbrauch dem eingesetzten Wasser und den Abwässern gepflegt. |
0,72 | 0,48 | 0,59 |
In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und den Abwässern gepflegt. Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt. Wiederaufbereitung geführt.
Wasserentnahme nach Quellen in den AGRANA-Stärkefabriken 2021|22
Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit

Die Wasserentnahme in absoluten Zahlen lag im Berichtsjahr 2021|22 mit rund 6,9 Mio. m³ um 1,2 % unter dem Vorjahr. Der Rückgang der absoluten Wasserabgabe um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr ist ein kombinierter Effekt aus geringeren Niederschlagsmengen an allen österreichischen Standorten, die ebenfalls über die Vorfluter abgegeben und nicht separat ausgewiesen werden können sowie einer starken Reduktion der Wasserabgabe am Standort Pischelsdorf, die auf die Änderung der Fahrweise des Kühlturms sowie den stabilen Betrieb der zweiten Weizenstärkeanlage zurückzuführen ist. Somit betrug der errechnete Wasser-Die Wasserentnahme in absoluten Zahlen lag im Berichtsjahr 2021|22 mit rund 6,9 Mio. m³ um 1,2 % unter dem Vorjahr. Der Rückgang der absoluten Wasserabgabe um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr ist ein kombinierter Effekt aus geringeren Niederschlagsmengen an allen österreichischen Standorten, die ebenfalls über die Vorfluter abgegeben und nicht separat ausgewiesen werden können sowie einer starken Reduktion der Wasserabgabe am Standort Pischelsdorf, die auf die Änderung der Fahrweise des Kühlturms sowie den stabilen Betrieb der zweiten Weizenstärkeanlage zurückzuführen ist. Somit betrug der errechnete Wasserverbrauch rund 1,1 Mio. m³. Der durchschnittliche spezifische Wasserverbrauch pro Tonne Produkt (Hauptund Nebenprodukte) im Segment Stärke lag im Berichtjahr bei rund 0,72 m³ bzw. 720 Litern.
verbrauch rund 1,1 Mio. m³. Der durchschnittliche spezifische Wasserverbrauch pro Tonne Produkt (Hauptund Nebenprodukte) im Segment Stärke lag im Berichtjahr bei rund 0,72 m³ bzw. 720 Litern. Das Abwasser der AGRANA-Stärkefabriken wurde ausschließlich in Oberflächengewässer, d.h. Flüsse abgegeben.
| ben. Segment Stärke Tonnen bzw. explizit angeführte Angaben Abfall aus der Veredelung in AGRANA-Stärkefabriken |
2021 22 | 2020 21 | 2019 20 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle Segment Stärke Davon gefährliche Abfälle |
28.241 t 2021 22 61 t |
30.608 t 2020 21 43 t |
26.963 t 2019 20 59 t |
| Tonnen bzw. explizit Abfall angeführte Angaben pro Tonne Produkt |
17,4 kg | 19,8 kg | 19,0 kg |
| Gefährliche Abfälle Entsorgte Abfälle pro Tonne Produkt Davon gefährliche Abfälle |
28.241 t 37 g 61 t |
30.608 t 28 g 43 t |
26.963 t 41 g 59 t |
pro Tonne Produkt 17,4 kg 19,8 kg 19,0 kg Gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt 37 g 28 g 41 g Die absolute und die spezifische Abfallmenge aus der Veredelung lagen im Segment Stärke im Geschäftsjahr 2021|22 mit 28.241 t bzw. 17,4 kg Abfall pro Tonne Produktoutput unter dem Vorjahresniveau.
Status.
Abfall
Konzernlagebericht
Veredelung lagen im Segment Stärke im Geschäftsjahr 2021|22 mit 28.241 t bzw. 17,4 kg Abfall pro Tonne Produktoutput unter dem Vorjahresniveau. EcoVadis Im Geschäftsjahr 2021|22 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der inter-Im Geschäftsjahr 2021|22 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis jährlich gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. AGRANA Stärke erzielte wie im Vorjahr Silber-Status.
nationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis

Konzernlagebericht
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2021|22 24,3 Mio. € (Vorjahr: 22,2 Mio. €). Unter anderem wurden folgende Projekte umgesetzt: Investitionen
gen in Gmünd|Österreich
Anteil am Konzern-Investitionsvolumen 2021|22
Erneuerung der Walzentrocknungsanlage zur Produktion von Kartoffelflocken in Gmünd
Anteil am Konzern-
Erweiterung der betrieblichen Abwasserreinigungs-

Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2021|22 in den nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gesellschaften (100 %) Investitionen im Ausmaß von 14,1 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €) getätigt.
Segment Zucker
Ebene der Geschäftsbeziehung Produkte Verarbeitete Rohstoffe B2B und B2C Zucker und Zuckerspezial-
Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Bosnien und Herzegowina (Region Westbalkan), Bulgarien
produkte, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Weiterverarbeitende Industrien (v. a. Süßwaren-, Getränkeund Fermentationsindustrie), Lebensmittelhandel (für Endverbraucher)
Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien
Rübe und Rohzucker (aus Rohrzucker)
% / pp
Hoher Qualitätsstandard der Produkte; auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment
Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina. Die AGRANA Zucker GmbH fungiert als Produktionsunternehmen der beiden österreichischen Zuckerfabriken. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe und der Beta Pura GmbH, Wien, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. sowie Bosnien und Herzegowina. Die AGRANA Zucker GmbH fungiert als Produktionsunternehmen der beiden österreichischen Zuckerfabriken. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe und der Beta Pura GmbH, Wien, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Geschäftsentwicklung
1
3
| Segment Zucker Umsatzerlöse (brutto) Umsätze zwischen den Segmenten |
t€ t€ |
2021 22 666.173 –26.116 |
2020 21 588.559 –30.038 |
Veränderung 13,2 % % / pp 13,1 % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | t€ | 640.057 | 558.521 | 14,6 % |
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 666.173 | 588.559 | 13,2 % |
| EBITDA¹ | t€ | 6.920 | 5.068 | 36,5 % |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –26.116 | –30.038 | 13,1 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | –23.305 | –25.171 | 7,4 % |
| Umsatzerlöse | t€ | 640.057 | 558.521 | 14,6 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts EBITDA¹ unternehmen, die nach der |
t€ | 6.920 | 5.068 | 36,5 % |
| Operatives Ergebnis | t€ | –23.305 | –25.171 | 7,4 % |
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | –5.742 | –1.887 | –204,3 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts Ergebnis aus Sondereinflüssen unternehmen, die nach der Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) |
t€ t€ |
–2.072 –31.119 |
–212 –27.270 |
–877,4 % –14,1 % |
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | –5.742 | –1.887 | –204,3 % |
| EBIT-Marge | % | –4,9 | –4,9 | 0,0 pp |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –2.072 | –212 | –877,4 % |
| Investitionen² | t€ | 20.702 | 15.905 | 30,2 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | –31.119 | –27.270 | –14,1 % |
| Mitarbeitende (FTEs)³ | 1.892 | 2.003 | –5,5 % | |
| EBIT-Marge | % | –4,9 | –4,9 | 0,0 pp |
| Investitionen² | t€ | 20.702 | 15.905 | 30,2 % |
| Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2021 22 lag deutlich über dem Vorjahreswert, wobei sich die AGRANA Mitarbeitende (FTEs)³ Zuckermärkte unterschiedlich entwickelten. Im Retailbereich konnten deutliche Mengensteigerungen in Ungarn, Rumä |
1.892 | 2.003 | –5,5 % |
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2021|22 lag deutlich über dem Vorjahreswert, wobei sich die AGRANA-Zuckermärkte unterschiedlich entwickelten. Im Retailbereich konnten deutliche Mengensteigerungen in Ungarn, Rumänien und auch Bulgarien erzielt werden, während im Industriesektor die Absätze in Österreich, Tschechien und der Slowakei deutlich erhöht werden konnten. nien und auch Bulgarien erzielt werden, während im Industriesektor die Absätze in Österreich, Tschechien und der Slowakei deutlich erhöht werden konnten. Seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2020|21 erholen sich die Zuckerverkaufspreise stetig. Im Retailgeschäft waren die Preise im Geschäftsjahr 2021|22 um 5 % höher als im Vorjahr, im Industriebereich lagen die Verkaufspreise aufgrund
Seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2020|21 erholen sich die Zuckerverkaufspreise stetig. Im Retailgeschäft waren die Preise im Geschäftsjahr 2021|22 um 5 % höher als im Vorjahr, im Industriebereich lagen die Verkaufspreise aufgrund neuer Verträge mit den Kunden ebenfalls moderat über dem Durchschnittswert des Vorjahres. neuer Verträge mit den Kunden ebenfalls moderat über dem Durchschnittswert des Vorjahres.
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschaftsjahr beschaftigte Vollzeitaquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Durchschnittlich im Geschaftsjahr beschaftigte Vollzeitaquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Konzernlagebericht

Mio. Tonnen
Das EBIT lag unter dem schwachen Vorjahreswert und war folglich noch immer negativ. Höhere Zuckerverkaufsmengen und -preise konnten die gestiegenen Rohstoffkosten und v.a. die deutlich höheren Energiepreise nur zum Teil kompensieren. verkaufsmengen und -preise konnten die gestiegenen Rohstoffkosten und v.a. die deutlich höheren Energiepreise nur zum Teil kompensieren. Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe wirkte sich
auch 2021|22 positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker
Das EBIT lag unter dem schwachen Vorjahreswert und war folglich noch immer negativ. Höhere Zucker-
39 %
8 %
8 %
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe wirkte sich auch 2021|22 positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Der Ergebnisbeitrag erhöhte sich deutlich von 0,2 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Das zweite Zucker-Joint Venture, die Beta Pura GmbH, Wien, trug primär aufgrund eines COVID 19-bedingt herausfordernden Marktumfeldes und hoher Energiepreise negativ zum Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen bei (–7,6 Mio. €; Vorjahr: –2,1 Mio. €). aus. Der Ergebnisbeitrag erhöhte sich deutlich von 0,2 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Das zweite Zucker-Joint Venture, die Beta Pura GmbH, Wien, trug primär aufgrund eines COVID 19-bedingt herausfordernden Marktumfeldes und hoher Energiepreise negativ zum Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen bei (–7,6 Mio. €; Vorjahr: –2,1 Mio. €). Ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von
Ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –2,1 Mio. € (Vorjahr: –0,2 Mio. €) in Zusammenhang mit Forderungswertberichtigungen gegenüber der Beta Pura GmbH (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) belastete das EBIT des Segmentes zusätzlich. mit Forderungswertberichtigungen gegenüber der Beta Pura GmbH (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) belastete das EBIT des Segmentes zusätzlich. Marktumfeld
Das Analyseunternehmen IHS Markit (vormals F.O.
–2,1 Mio. € (Vorjahr: –0,2 Mio. €) in Zusammenhang
Das Analyseunternehmen IHS Markit (vormals F.O. Licht) rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 24. März 2022 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2021|22 mit einem Produktionsdefizit von 2,9 Mio. Tonnen. Im Dezember 2021 wurde noch ein Defizit von 3,4 Mio. Tonnen erwartet. Als Gründe für diese Entwicklung werden höhere Zuckerproduktionsmengen in Indien, Thailand und der EU angeführt. Nichtsdestotrotz reduziert sich durch das dritte Defizitjahr in Folge das Verhältnis von Beständen zu Verbrauch von 42,1 % im ZWJ 2018|19 auf nur noch 36,9 %, dem niedrigsten Wert seit mehr als 10 Jahren. vom 24. März 2022 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2021|22 mit einem Produktionsdefizit von 2,9 Mio. Tonnen. Im Dezember 2021 wurde noch ein Defizit von 3,4 Mio. Tonnen erwartet. Als Gründe für diese Entwicklung werden höhere Zuckerproduktionsmengen in Indien, Thailand und der EU angeführt. Nichtsdestotrotz reduziert sich durch das dritte Defizitjahr in Folge das Verhältnis von Beständen zu Verbrauch von 42,1 % im ZWJ 2018|19 auf nur noch 36,9 %, dem niedrigsten Wert seit mehr als 10 Jahren.
| Weltzuckerbilanz1 | 2021 22 | 2020 21 | 2019 20 |
|---|---|---|---|
| Anfangsbestand Mio. Tonnen |
70,8 | 72,2 | 76,7 |
| Erzeugung | 181,8 | 180,1 | 180,4 |
| Anfangsbestand Verbrauch |
70,8 –183,3 |
72,2 –180,7 |
76,7 –181,2 |
Weltzuckerbilanz1 2021|22 2020|21 2019|20
| Erzeugung Saldo Exporte/Importe |
181,8 –1,7 |
180,1 –0,8 |
180,4 –3,7 |
|---|---|---|---|
| Verbrauch Endbestand |
–183,3 67,6 |
–180,7 70,8 |
–181,2 72,2 |
| Saldo Exporte/Importe in % des Verbrauches |
–1,7 36,9 |
–0,8 39,2 |
–3,7 39,8 |
| Endbestand | 67,6 | 70,8 | 72,2 |
| in % des Verbrauches Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und |
36,9 | 39,2 | 39,8 |
Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und einem Absturz der Weltmarktzuckernotierungen im März/April 2020 (damals neuer 12-Jahrestiefststand für Rohzucker mit 203,1 US\$ pro Tonne) sind die Zuckerpreise auch aufgrund der Weltmarktzuckerbilanz-Erwartungen kontinuierlich angestiegen. März/April 2020 (damals neuer 12-Jahrestiefststand für Rohzucker mit 203,1 US\$ pro Tonne) sind die Zuckerpreise auch aufgrund der Weltmarktzuckerbilanz-Erwartungen kontinuierlich angestiegen. Im Berichtszeitraum erfuhren die Preise durch Ereig-
nisse, wie auf den Märkten verspätet verfügbare
einem Absturz der Weltmarktzuckernotierungen im
Im Berichtszeitraum erfuhren die Preise durch Ereignisse, wie auf den Märkten verspätet verfügbare indische Rohzuckerexporte, eine knappe Zwischenernte in Brasilien und ein sich aufhellendes Makroumfeld (Impfprogramme, steigende Agrarrohstoffpreise), weitere Unterstützung. indische Rohzuckerexporte, eine knappe Zwischenernte in Brasilien und ein sich aufhellendes Makroumfeld (Impfprogramme, steigende Agrarrohstoffpreise), weitere Unterstützung. Neue 4½-Jahres-Hochs bei der Rohzuckernotierung in
New York wurden im Q3 2021|22 dann auch aufgrund
Neue 4½-Jahres-Hochs bei der Rohzuckernotierung in New York wurden im Q3 2021|22 dann auch aufgrund der Erwartung eines erheblichen Rückgangs der Zuckerproduktion in der südlichen Hemisphäre, insbesondere in Brasilien, dem Hauptproduzenten der Welt, ausgelöst. Die Invasion in die Ukraine hatte auf die Zuckernotierungen Ende Februar eine preistreibende Wirkung (siehe auch Grafik auf Seite 69). der Erwartung eines erheblichen Rückgangs der Zuckerproduktion in der südlichen Hemisphäre, insbesondere in Brasilien, dem Hauptproduzenten der Welt, ausgelöst. Die Invasion in die Ukraine hatte auf die Zuckernotierungen Ende Februar eine preistreibende Wirkung (siehe auch Grafik auf Seite 69). Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker
Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 496,0 US\$ pro Tonne und Rohzucker bei 396,8 US\$ pro Tonne (Vorjahr: 455,1 US\$ bzw. 362,7 US\$). pro Tonne (Vorjahr: 455,1 US\$ bzw. 362,7 US\$).
bei 496,0 US\$ pro Tonne und Rohzucker bei 396,8 US\$
1 IHS Markit (vormals F.O. Licht); Schätzung der Weltmarktzuckerbilanz vom 24. März 2022
Segment Zucker
US\$ pro Tonne

Im ZWJ 2020|21 lag die Zuckerproduktion in der EU-27 mit rund 14,7 Mio. Tonnen deutlich unter dem Wert des Vorjahres und es wurde bezüglich des Lagerendbestandes (Ende September 2021) ein historisch niedriger Wert erreicht. Die EU blieb im ZWJ 2020|21 im dritten ZWJ in Folge Nettoimporteur von Zucker.
Für das ZWJ 2021|22 wird aufgrund einer Normalisierung der Rübenerträge in der EU-27 eine höhere Zuckerproduktion von rund 16,1 Mio. Tonnen prognostiziert. Auf dieser Basis wird auch im laufenden ZWJ die EU-Nettoimporteur von Zucker bleiben.
Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittspreise laut EU-Preisreporting deutlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. In den Kalenderjahren 2019 und 2020 erholte sich der Zuckerpreis in der EU kontinuierlich, im Februar 2022 wurde ein Wert von 441 € pro Tonne erreicht.
Nach einer beträchtlichen Verzögerung wurden die Verhandlungen für das EU-Australien-Freihandelsabkommen wieder aufgenommen. Es wurden Fortschritte bezüglich Warenhandel und der Kapitel über Ursprungsregelungen verzeichnet. Des Weiteren wurden positive Diskussionen über Verfahrensbestimmungen zur Beantragung einer Zollpräferenzbehandlung für Ursprungserzeugnisse sowie zur Überprüfung der Ursprungseigenschaft geführt.
Das "EU-Central America Association Agreement", das bereits seit 2013 provisorisch angewandt wird, ist derzeit in Evaluierung. Zuckerrohr ist eines der wenigen Produkte, bei dem die reduzierten Zollkontingente durchgehend, vollständig oder nahezu vollständig, ausgeschöpft werden (außer Panama).
Auch beim EU-Neuseeland-Freihandelsabkommen gab es Verzögerungen in den Verhandlungen. Ein Abschluss im Jahr 2022 wird aber als realistisch gesehen. Zucker wird nicht unter die Sonderregelungen bezüglich saisonaler zollfreier Importe fallen; ebenso wenig unter die 15-jährige graduelle Zollreduktion für bestimmte Produkte.
Die Zuckerrübenanbaufläche der rund 5.800 AGRANA-Kontraktbauern (Vorjahr: rund 5.600) betrug im ZWJ 2021|22 rund 86.000 Hektar und lag damit auf dem Vorjahresniveau. Die Vegetationsbedingungen 2021 zeichneten sich durch ein kühles und feuchtes Frühjahr, einen heißen und trockenen Juni sowie gemäßigte und niederschlagsreiche Sommermonate aus. Ein milder September sowie ein sehr trockener Oktober sorgten bei gleichzeitig kühleren Nachttemperaturen für einen deutlichen Anstieg der Zuckergehalte.
Vor allem im September war eine Erhöhung der Zuckergehalte um rund zwei Prozentpunkte zu beobachten. Dafür waren neben der Witterung auch die gesunden Rübenbestände ausschlaggebend. Generell zeigten sich die Rübenflächen bis zur Ernte in einem sehr erfreulichen Zustand. Unter anderem trat der Rübenderbrüssler (Rüsselkäfer) auch aufgrund der getroffenen Vorsorgemaßnahmen in deutlich geringerem Ausmaß auf. Auch die Blattflächenkrankheit Cercospora trat in nur geringem Umfang auf, was neben der Witterung auch auf die verstärkte Verwendung von tolerantem Sortenmaterial zurückzuführen war. Im Oktober und November sorgte eine trockene Witterung für gute Rodebedingungen, was zu geringen Abzugsprozenten bzw. Ernteverlusten führte.
Günstige Vegetationsbedingungen, ausreichende Regenmengen und eine überdurchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden, v.a. im September und Oktober,
waren letztlich für einen überdurchschnittlichen Zuckergehalt von 17,2 % (Vorjahr: 15,1 %) ausschlaggebend. Es wurden auf einer Gesamtfläche von rund 85.700 Hektar (Vorjahr: rund 76.300 Hektar) rund 5,7 Mio. Tonnen Zuckerrüben (Vorjahr: 4,8 Mio. Tonnen) geerntet, was einem Durchschnittsertrag von 67 Tonnen je Hektar (Vorjahr: 63 Tonnen je Hektar) entsprach.
Die sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken verarbeiteten während der Kampagne täglich etwas über 49.700 Tonnen Rüben (Vorjahr: 48.500 Tonnen). Aufgrund der hohen Rübenmenge produzierten die Werke in durchschnittlich 115 Tagen (Vorjahr: 100 Tage) insgesamt 850.000 Tonnen (Vorjahr: 637.000 Tonnen) Zucker. Im Werk Tulln|Österreich wurden in einer zehntägigen Bio-Kampagne rund 15.600 Tonnen Bio-Zucker gewonnen. Die verarbeitete Rübenmenge führte zu einer durchschnittlichen Auslastung der Zuckerfabriken von 95 % (Vorjahr: 83 %).
Im Werk in Tulln wird ganzjährig die Melasseentzuckerungsanlage betrieben und Betain kristallisiert.
Weiters betreibt die AGRANA zwei Rohzuckerraffinerien in Bosnien und Herzegowina und in Rumänien, in denen im Geschäftsjahr 2021|22 in Summe 208.000 Tonnen Weißzucker (Vorjahr: 125.800 Tonnen) gewonnen wurden.
AGRANA folgt für den Rübeneinkauf einer Rübenpreisregelung mit einer variablen Preistabelle in Abhängigkeit vom Zuckerverkaufspreis. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerrübe wurde jedoch ein Mindestpreis eingezogen. Seit 2020 läuft in Österreich ein auf drei Jahre abgeschlossener Mehrjahreskontrakt mit den Rübenbauern. Zusätzlich wird den Landwirten auch die Möglichkeit eines Einjahres- bzw. Zweijahresvertrages angeboten.
Bei den noch laufenden Kontrahierungen für den Rübenanbau 2022 wurden per 20. April 2022 in Österreich bislang Verträge für eine Fläche von rund 36.000 Hektar abgeschlossen.
Das Segment Zucker hat die Umsetzung des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Zuckerrübenvertragsanbauer gewählt (Details zu SAI und FSA siehe Seite 35f). AGRANA Zucker hat ihre Rübenvertragslieferanten in allen fünf Anbauländern in sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt.
2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance der Gruppen erstmals einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen, 2020 fanden die Re-Verifizierungsaudits statt. In den Gruppen in Österreich und der Tschechischen Republik erreichten 100 % der Betriebe mindestens FSA Silber-Status.
In Rumänien, der Slowakei und Ungarn konnten die 2020 geplanten Re-Verifizierungsaudits aufgrund der Reise- und Kontaktbeschränkungen, verursacht durch die COVID-19-Pandemie, erst im Jahre 2021 finalisiert werden. Wie schon beim Erstaudit 2017 erreichten alle slowakischen Betriebe mindestens FSA Silber-Status. Die ungarische FMG konnte ihre Ergebnisse im Vergleich zum Erstaudit verbessern, sodass hier ebenfalls alle Betriebe zumindest FSA Silber-Status erlangten. In Rumänien wurde ebenfalls eine Verbesserung der Auditergebnisse ausgewiesen, 60 % der Betriebe erreichten FSA Silber-Status, allerdings wurde das gesetzte 100 % FSA Silber-Ziel verfehlt.
Pandemiebedingt musste auch 2021 die BETAEXPO, AGRANAs traditionelle Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, absagt werden. Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung waren auch im Berichtsjahr 2021|22 auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogramms "AGRANA4You" beschränkt. So wurden z.B. wieder gebietsspezifische Fachwebinare für Rübenanbauer mit den Schwerpunktthemen Anbau, Saatgut und Pflanzenschutz für den Anbau 2022 angeboten.
Ende August 2021 wurde im Einzugsgebiet Tulln|Österreich unter Einhaltung aller COVID-19-Präventionsmaßnahmen ein physischer Feldtag zur Bodenbearbeitung durchgeführt. Rund 500 Landwirte konnten sich einen Eindruck über aktuelle Geräte zur Bodenbearbeitung und Hacktechnik machen. Im Fokus standen Maschinenvorführungen zur Grundbodenbearbeitung bis hin zum Begrünungsanbau. AGRANA-Expertinnen und Experten gaben Informationen zur EUF Bodenuntersuchung, zu automatisierten Bodenprobenentnahmen und zur Bewertung von Düngeempfehlungen.
Aufgrund der physischen Kontaktbeschränkungen wurden erneut online Kontrahierungen über AGRANAs online Rohstoffportal angeboten. Daneben war auch unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln eine persönliche Abgabe der Kontrahierungsformulare möglich.
Im Jahr 2021 wurden in Österreich rund 3.600 Hektar mit den Zwischenfruchtmischungen der Österreichi-

schen Rübensamenzucht GmbH, einem nicht gewinnorientierten Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt, begrünt. Sie lockern den Boden, mobilisieren Nährstoffe, aktivieren das Bodenleben und erhöhen die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei. schen Rübensamenzucht GmbH, einem nicht gewinnorientierten Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt, begrünt. Sie lockern den Boden, mobilisieren Nährstoffe, aktivieren das Bodenleben und erhöhen die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei. Zucker gentechnikfreies fügung ein- gemeinsam Wildtieräsung zu ten.

wsk.agrana.com/zucker
Transporte trugen im Rahmen der ersten gruppenweiten Berechnung des AGRANA Corporate Carbon Footprint auf Basis der Geschäftsjahresdaten 2019|20 im Segment Zucker rund 9,3 % zum Segment Carbon Footprint bei. Auf Upstream-Transporte von Rohstoffen in das jeweilige Verarbeitungswerk entfielen rund 5,3 % der Treibhausgasemissionen, der Rest betraf Emissionen aus Downstream-Transporten, d.h. Transporte von Produkten zu Kunden. Wenngleich Transporte daher keinen Emissions-Hotspot darstellen und speziell der Downstream-Bereich kaum zu beeinflussen ist, versucht AGRANA dennoch Transporte, so weit infrastruk-Transporte trugen im Rahmen der ersten gruppenweiten Berechnung des AGRANA Corporate Carbon Footprint auf Basis der Geschäftsjahresdaten 2019|20 im Segment Zucker rund 9,3 % zum Segment Carbon Footprint bei. Auf Upstream-Transporte von Rohstoffen in das jeweilige Verarbeitungswerk entfielen rund 5,3 % der Treibhausgasemissionen, der Rest betraf Emissionen aus Downstream-Transporten, d.h. Transporte von Produkten zu Kunden. Wenngleich Transporte daher keinen Emissions-Hotspot darstellen und speziell der Downstream-Bereich kaum zu beeinflussen ist, versucht AGRANA dennoch Transporte, so weit infrastruk-

Absoluter direkter Energieeinsatz (Scope 1) in Mio. GJ
Energieeinsatz (Scope 1+2)
bei der Veredelung in Zuckerfabriken
turell und wirtschaftlich möglich, nachhaltig zu gestalten. turell und wirtschaftlich möglich, nachhaltig zu gestalten.
Über alle Produktionsländer betrachtet, wurden in der Verarbeitungssaison 2021|22 rund 36 % der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert, wobei der Anteil der Bahntransporte mit rund 53 % in Österreich und ca. 49 % in Ungarn am höchsten lag. Über alle Produktionsländer betrachtet, wurden in der Verarbeitungssaison 2021|22 rund 36 % der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert, wobei der Anteil der Bahntransporte mit rund 53 % in Österreich und ca. 49 % in Ungarn am höchsten lag. Über der per geliefert, Anteil ca. Ungarn
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden im Segment Zucker rund 20 % mehr Rohstoffe verarbeitet als im Vorjahr. Die Rübenverarbeitung konnte aufgrund einer Steigerung der kontrahierten Flächen und höherer Hektarerträge um 18,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Rohzuckerraffination an den Raffinationsstandorten in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34) lag mit rund 138.000 Tonnen um rund 176 % über dem Vorjahr. Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden im Segment Zucker rund 20 % mehr Rohstoffe verarbeitet als im Vorjahr. Die Rübenverarbeitung konnte aufgrund einer Steigerung der kontrahierten Flächen und höherer Hektarerträge um 18,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Rohzuckerraffination an den Raffinationsstandorten in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34) lag mit rund 138.000 Tonnen um rund 176 % über dem Vorjahr. Zucker Vorjahr. dem
Die höheren Verarbeitungsmengen resultierten in einem Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Zucker um rund 19,5 % gegenüber dem Vorjahr. Es wurden in der Produktion (Scope 1+2) rund 6,12 Mio. GJ an Energie verbraucht. Aufgrund besserer Fabriksauslastungen konnte eine Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um rund 3,1 % bzw. auf 2,75 GJ pro Tonne Produktoutput erzielt werden. Die höheren Verarbeitungsmengen resultierten in einem Anstieg des absoluten Energieeinsatzes (Scope 1+2) im Segment Zucker um rund 19,5 % gegenüber dem Vorjahr. Es wurden in der Produktion (Scope 1+2) rund 6,12 Mio. GJ an Energie verbraucht. Aufgrund besserer Fabriksauslastungen konnte eine Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes (Scope 1+2) pro Tonne um rund 3,1 % bzw. auf 2,75 GJ pro Tonne Produktoutput erzielt werden. Die 1+2) dem erzielt werden.
Durch den Umstieg der vorletzten kohlebetriebenen Zuckerfabrik in Sered´|Slowakei auf Erdgasbetrieb, vor Durch den Umstieg der vorletzten kohlebetriebenen Zuckerfabrik in Sered´|Slowakei auf Erdgasbetrieb, vor der kohlebetriebenen

pro Tonne Produktoutput

der Kampagne 2021|22, konnte die Steigerung der absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Zucker, trotz der Steigerung der Verarbeitungsmenge um rund 20 %, auf nur 9,8 % begrenzt werden. Die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Zucker lagen im Berichtsjahr damit bei rund 351.000 Tonnen CO2. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 11 % auf 158 kg CO2 pro Tonne Produktoutput.
Die ungarische Zuckerfabrik Kaposvár erzeugte im Geschäftsjahr 2021|22 rund 20,36 Mio. m³ Biogas aus Rübenschnitzeln. Mit dieser Menge hätte der Standort rund 83 % des Primärenergiebedarfs in der Rübenkampagne 2021|22 decken können. Diese Art der vollständigen Rohstoffverwertung von eiweißarmen Rohstoffbestandteilen zur Energiegewinnung stellt auch ein Pilotprojekt für AGRANAs zukünftigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger bis 2040 im Rahmen ihrer Klimastrategie dar (Details siehe Seite 39). Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden rund 9,7 Mio. m³ des in der Fabrik erzeugten Biogases verkauft und größtenteils über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu Biomethan zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz aufbereitet und als EU-taxonomiefähige Umsätze berichtet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 1.970 Einfamilienhäusern. Eine vollständige Eigennutzung des erzeugten Biogases wäre zukünftig denkbar.
Bis 2025|26 plante das Segment Zucker bisher als Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen um rund 12 % gegenüber 2019|20 zu senken. Dieses Ziel wird derzeit überarbeitet, um die Anforderungen der Science Based Targets Initiative zu erfüllen.
Im Geschäftsjahr 2021|22 verfügten die Energiemanagementsysteme aller Zucker-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34) über eine aktuelle Zertifizierung nach ISO 50001.
| Segment Zucker Gesamt in Mio. m³ |
2021 22 | 2020 21 | 2019 20 | |
|---|---|---|---|---|
| Wasserentnahme | 4,8 | 4,5 | 4,6 | |
| Wasserabgabe | 7,0 | 6,8 | 6,4 | |
| Wasserverbrauch | –2,2 | –2,3 | –1,8 | |
| Segment Zucker m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2021 22 | 2020 21 | 2019 20 | |
| Wasserentnahme | 2,16 | 2,49 | 2,47 | |
| Wasserabgabe | 3,14 | 3,77 | 3,47 | |
| Wasserverbrauch | -0,98 | -1,28 | -1,00 |
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird zum Teil mit der zur Verarbeitung angelieferten Zuckerrübe in die Fabrik eingebracht und sohin auch eingesetzt. Die Rübe besteht zu rund 75 % aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker abgetrennt werden muss.
Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln, den notwendigen Prozessdampf in der Zuckergewinnung, als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit nur gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgegeben.
Das Geschäftssegment Zucker setzte im Berichtsjahr 2021|22 rund 2,2 Mio. m³ vorher in den Rüben gebundenes Wasser frei und weist daher einen negativen
Wasserverbrauchssaldo aus. Pro Tonne Produktausstoß wurden rund 0,98 m³ bzw. 980 Liter über Vorfluter ab-


Wasserentnahme nach Quellen
Das Abwasser der AGRANA-Zuckerfabriken aufnehmende Gewässer 2021|22
gegeben.

Segment Zucker
Segment Zucker
Abfall aus der Veredelung in AGRANA-Zuckerfabriken Segment Zucker 2021|22 2020|21 2019|20 Wasserverbrauchssaldo aus. Pro Tonne Produktausstoß wurden rund 0,98 m³ bzw. 980 Liter über Vorfluter abgegeben.
Das Geschäftssegment Zucker setzte im Berichtsjahr 2021|22 rund 2,2 Mio. m³ vorher in den Rüben gebundenes Wasser frei und weist daher einen negativen
Wasserverbrauch in der Veredelung in AGRANA-
Segment Zucker 2021|22 2020|21 2019|20
Wasserentnahme 4,8 4,5 4,6 Wasserabgabe 7,0 6,8 6,4 Wasserverbrauch –2,2 –2,3 –1,8
Segment Zucker 2021|22 2020|21 2019|20
Wasserentnahme 2,16 2,49 2,47 Wasserabgabe 3,14 3,77 3,47 Wasserverbrauch -0,98 -1,28 -1,00
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird zum Teil mit der zur Verarbeitung angelieferten Zuckerrübe in die Fabrik eingebracht und sohin auch eingesetzt. Die Rübe besteht zu rund 75 % aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker abgetrennt
Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln, den notwendigen Prozessdampf in der Zuckergewinnung, als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit nur gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgege-
Zuckerfabriken
Gesamt in Mio. m³
m³ pro Tonne Hauptund Nebenprodukte
werden muss.
| Entsorgte Abfälle Tonnen bzw. explizit Segment Zucker Davon gefährliche Abfälle angeführte Angaben Tonnen bzw. explizit Abfall angeführte Angaben pro Tonne Produkt Entsorgte Abfälle |
37.342 t 2021 22 116 t 16,8 kg 37.342 t |
34.728 t 2020 21 137 t 19,3 kg 34.728 t |
38.610 t 2019 20 312 t 20,8 kg 38.610 t |
|---|---|---|---|
| Davon gefährliche Abfälle Gefährliche Abfälle Entsorgte Abfälle Abfall pro Tonne Produkt Davon gefährliche Abfälle |
116 t 37.342 t 52 g 116 t |
137 t 34.728 t 76 g 137 t |
312 t 38.610 t 168 g 312 t |
| pro Tonne Produkt Abfall Gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt Die absolute Abfallmenge stieg gegenüber dem Vorjahr |
16,8 kg 16,8 kg |
19,3 kg 19,3 kg |
20,8 kg 20,8 kg |
| pro Tonne Produkt Gefährliche Abfälle mit nur 7,5 % unterproportional zur Entwicklung der pro Tonne Produkt Verarbeitungsmenge. Die spezifische Abfallmenge pro |
52 g 52 g |
76 g 76 g |
168 g 168 g |
Die absolute Abfallmenge stieg gegenüber dem Vorjahr mit nur 7,5 % unterproportional zur Entwicklung der Verarbeitungsmenge. Die spezifische Abfallmenge pro Tonne sank um rund 12,9 % gegenüber dem Vorjahr, jene gefährlicher Abfälle sogar um 31,4 %. jene gefährlicher Abfälle sogar um 31,4 %. EcoVadis Im Berichtsjahr 2021|22 nahm die AGRANA Zucker GmbH aufgrund der langen Wartezeiten für die Bewertung des Vorjahres und der damit verschobenen Gültigmit nur 7,5 % unterproportional zur Entwicklung der Verarbeitungsmenge. Die spezifische Abfallmenge pro Tonne sank um rund 12,9 % gegenüber dem Vorjahr, jene gefährlicher Abfälle sogar um 31,4 %. EcoVadis
Tonne sank um rund 12,9 % gegenüber dem Vorjahr,
Die absolute Abfallmenge stieg gegenüber dem Vorjahr
72
Tonnen bzw. explizit
ben.
der Kampagne 2021|22, konnte die Steigerung der absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Zucker, trotz der Steigerung der Verarbeitungsmenge um rund 20 %, auf nur 9,8 % begrenzt werden. Die absoluten Emissionen (Scope 1+2) des Segmentes Zucker lagen im Berichtsjahr damit bei rund 351.000 Tonnen CO2. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 11 % auf 158 kg CO2 pro Tonne Produktoutput.
Die ungarische Zuckerfabrik Kaposvár erzeugte im Geschäftsjahr 2021|22 rund 20,36 Mio. m³ Biogas aus Rübenschnitzeln. Mit dieser Menge hätte der Standort rund 83 % des Primärenergiebedarfs in der Rübenkampagne 2021|22 decken können. Diese Art der vollständigen Rohstoffverwertung von eiweißarmen Rohstoffbestandteilen zur Energiegewinnung stellt auch ein Pilotprojekt für AGRANAs zukünftigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger bis 2040 im Rahmen ihrer Klimastrategie dar (Details siehe Seite 39). Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden rund 9,7 Mio. m³ des in der Fabrik erzeugten Biogases verkauft und größtenteils über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu Biomethan zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz aufbereitet und als EU-taxonomiefähige Umsätze berichtet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 1.970 Einfamilienhäusern. Eine vollständige Eigennutzung des erzeugten Biogases wäre zukünftig denkbar.
Bis 2025|26 plante das Segment Zucker bisher als Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen um rund 12 % gegenüber 2019|20 zu senken. Dieses Ziel wird derzeit überarbeitet, um die Anforderungen der Science Based Tar-
Im Geschäftsjahr 2021|22 verfügten die Energiemanagementsysteme aller Zucker-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 34) über eine aktuelle
gets Initiative zu erfüllen.
Zertifizierung nach ISO 50001.
Im Berichtsjahr 2021|22 nahm die AGRANA Zucker GmbH aufgrund der langen Wartezeiten für die Bewertung des Vorjahres und der damit verschobenen Gültigkeit des bestehenden Assessments keine Aktualisierung ihrer Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Im Geschäftsjahr 2020|21 hatte AGRANA Zucker GmbH Silber Status erzielt. Die nächste Teilnahme wird im Geschäftsjahr 2022|23 erfolgen. ihrer Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Im Geschäftsjahr 2020|21 hatte AGRANA Zucker GmbH Silber Status erzielt. Die nächste Teilnahme wird im Geschäftsjahr 2022|23 erfolgen. GmbH aufgrund der langen Wartezeiten für die Bewertung des Vorjahres und der damit verschobenen Gültigkeit des bestehenden Assessments keine Aktualisierung ihrer Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Im Geschäftsjahr 2020|21 hatte AGRANA Zucker GmbH Silber Status erzielt. Die nächste Teilnahme wird im Geschäftsjahr 2022|23 erfolgen.
Konzernlagebericht
Investitionen Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2021|22 20,7 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €) primär für Investitionen in Energieeffizienz und Produktqualität Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2021|22 20,7 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €) primär für Investitionen in Energieeffizienz und Produktqualität aus. Unter anderem wurde die Umrüstung der Energieversorgung des Standortes Sered'|Slowakei auf Erdgas sowie die Erweiterung des Prozessleitsystems in Tulln|Österreich umgesetzt. Investitionen Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2021|22 20,7 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €) primär für Investitionen in Energieeffizienz und Produktqualität aus. Unter anderem wurde die Umrüstung der Energie-
aus. Unter anderem wurde die Umrüstung der Energie-
Anteil am Konzern-
versorgung des Standortes Sered'|Slowakei auf Erdgas
versorgung des Standortes Sered'|Slowakei auf Erdgas sowie die Erweiterung des Prozessleitsystems in Tulln|Österreich umgesetzt. Anteil am Konzern-Investitionsvolumen 2021|22 sowie die Erweiterung des Prozessleitsystems in Tulln|Österreich umgesetzt. Anteil am Konzern-Investitionsvolumen 2021|22

Zusätzlich wurden 2021|22 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH, Wien; jeweils 100 %) Investitionen von 2,2 Mio. € (Vor-Wien; jeweils 100 %) Investitionen von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 15,1 Mio. €) getätigt. Zusätzlich wurden 2021|22 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH, Wien; jeweils 100 %) Investitionen von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 15,1 Mio. €) getätigt.
Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH,
jahr: 15,1 Mio. €) getätigt.
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In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie. nen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie. Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen Frucht-NPD1 -Centern der zent-
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erken-
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen Frucht-NPD1 -Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus diversen Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungen tätig. rale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus diversen Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungen tätig. Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert v.a. den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen und Disziplinen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten, z.B. bei Technologien, Verdickungsund Süßungslösungen sowie Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkten. Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert v.a. den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen und Disziplinen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten, z.B. bei Technologien, Verdickungsund Süßungslösungen sowie Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkten. F&E-Kennzahlen 2021|22 2020|212
| F&E-Kennzahlen | Mio. € | 2021 22 | 2020 212 |
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) | 20,0 | 19,2 | |
| F&E-Quote3 | % | 0,69 | 0,75 |
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) | Mio. € | 20,0 | 19,2 |
| Mitarbeitende in F&E (Köpfe) | % | 315 | 315 |
| F&E-Quote3 | 0,69 | 0,75 | |
| Mitarbeitende in F&E (Köpfe) | 315 | 315 |
Kunden möchten Fruchtzubereitungen zur Weiterverarbeitung oftmals nicht mehr gekühlt, sondern bei Umgebungstemperatur ("ambient") lagern. Das erspart eine aufwändige Kühllogistik und somit Kosten und Energie. Im Rahmen von groß angelegten Untersuchungen wurde der Einfluss der Lagertemperatur auf die Qualität der Fruchtzubereitungen untersucht und dadurch die Basis für eine entsprechende Ambient-Produktpalette geschaffen. peratur ("ambient") lagern. Das erspart eine aufwändige Kühllogistik und somit Kosten und Energie. Im Rahmen von groß angelegten Untersuchungen wurde der Einfluss der Lagertemperatur auf die Qualität der Fruchtzubereitungen untersucht und dadurch die Basis für eine entsprechende Ambient-Produktpalette geschaffen. Mehr als 20 % aller Krankenhauspatienten leiden unter massiven Schluckbeschwerden. Diese Menschen können Nah-
Mehr als 20 % aller Krankenhauspatienten leiden unter massiven Schluckbeschwerden. Diese Menschen können Nahrung nur in Form von Brei zu sich nehmen. Hier setzt die Idee an, Krankenhaus-Menüs aus dem 3D-Drucker zu fertigen. Dafür wurden Fruchtzubereitungen entwickelt, die einerseits eine ausreichende Konsistenz aufweisen, um mehrlagig druckbar zu sein, und andererseits möglichst einfach zu schlucken sind. rung nur in Form von Brei zu sich nehmen. Hier setzt die Idee an, Krankenhaus-Menüs aus dem 3D-Drucker zu fertigen. Dafür wurden Fruchtzubereitungen entwickelt, die einerseits eine ausreichende Konsistenz aufweisen, um mehrlagig druckbar zu sein, und andererseits möglichst einfach zu schlucken sind. Die Pasteurisierung von Lebensmitteln garantiert deren mikrobiologische Unbedenklichkeit und Haltbarkeit. Dies gilt
Die Pasteurisierung von Lebensmitteln garantiert deren mikrobiologische Unbedenklichkeit und Haltbarkeit. Dies gilt auch für Schokolade, die weiterführend in Fruchtzubereitungen verarbeitet wird. Auf Basis einer umfangreichen Studie konnte ein Verfahren zur schonenden Pasteurisierung von Schokolade mit optimalem Geschmackserlebnis entwickelt und umgesetzt werden. auch für Schokolade, die weiterführend in Fruchtzubereitungen verarbeitet wird. Auf Basis einer umfangreichen Studie konnte ein Verfahren zur schonenden Pasteurisierung von Schokolade mit optimalem Geschmackserlebnis entwickelt und umgesetzt werden. Für zahlreiche Konsumenten ist die Textur von Erdbeerstücken in Fruchtjoghurts ein wichtiger Qualitätsparameter.
Für zahlreiche Konsumenten ist die Textur von Erdbeerstücken in Fruchtjoghurts ein wichtiger Qualitätsparameter. AGRANA entwickelt und verbessert laufend Verfahren, die den Härtegrad von Erdbeeren trotz Pasteurisierung erhalten, und kommt somit dieser Kundenanforderung nach. Ein spezielles Ziel der Verfahrensentwicklung zuletzt war, den dabei entstehenden Saftverlust möglichst gering zu halten. AGRANA entwickelt und verbessert laufend Verfahren, die den Härtegrad von Erdbeeren trotz Pasteurisierung erhalten, und kommt somit dieser Kundenanforderung nach. Ein spezielles Ziel der Verfahrensentwicklung zuletzt war, den dabei entstehenden Saftverlust möglichst gering zu halten. Produktentwicklung
Der Einstieg ins Konfektgeschäft wurde mit der Entwicklung eines aufgeschäumten und schokoladeumhüllten Fruchtriegels vorbereitet. Trotz eines sehr hohen Fruchtanteils und ohne Verwendung tierischer Gelatine konnte ein stabiles Produkt entwickelt werden, das sich auch mit Hilfe unterschiedlicher Technologien von den B2B-Kunden produzieren lässt. Der nächste Schritt ist ein Scale-up in die industrielle Produktion. gels vorbereitet. Trotz eines sehr hohen Fruchtanteils und ohne Verwendung tierischer Gelatine konnte ein stabiles Produkt entwickelt werden, das sich auch mit Hilfe unterschiedlicher Technologien von den B2B-Kunden produzieren lässt. Der nächste Schritt ist ein Scale-up in die industrielle Produktion.
3 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
1 New Product Development
2 Vorjahreswerte wurden angepasst (inklusive neue Produktentwicklungen im Bereich Fruchtzubereitungen) 2 Vorjahreswerte wurden angepasst (inklusive neue Produktentwicklungen im Bereich Fruchtzubereitungen)
1 New Product Development 3 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
Lebensmittel, die auf Pflanzenprotein basieren, spielen im täglichen Konsum eine immer größere Rolle. Diesem Trend folgend hat AGRANA ein sicheres Verfahren zur Herstellung eines Proteindrinks aus Aprikosenkernen entwickelt.
Es wurden für die Bereiche Getränkegrundstoffe, Aromen und Produktion von Fruchtsaft- und Gemüsesaftkonzentraten strategische Investitionen, sowohl in die Infrastruktur als auch in Personal, durchgeführt.
Die Verwertung von natürlichen Saftaromen und die eigene Produktion von Kompositionsaromen zur Stärkung des Wachstumssegmentes der Getränkegrundstoffe und des Aromengeschäftes wurde erfolgreich weiterentwickelt und konsequent ausgebaut.
Verfahren zur Farbanreicherung von Frucht- und Gemüsesäften wurden implementiert und kontinuierlich verbessert.
Bei Untersuchungen und Weiterentwicklungen von neuen Mais- und Weizensorten konnten wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich optimierter Umsetzung in den Produktionsmaßstab gewonnen werden. Neue innovative Stärkeprodukttypen finden in unterschiedlichen Lebensmittelapplikationen ebenso Anwendung wie im technischen Bereich.
Der Lebensmittelindustriemarkt entwickelt sich dynamisch und erwartet auch bei Stärken neue Anwendungskonzepte und Rezepturen. Durch den Forschungsschwerpunkt "neue Lebensmitteltrends" möchte AGRANA verstärkt die wachsenden Konsumentenbedürfnisse im Bereich "plant-based food" (vegane Fleisch- und Milchalternativprodukte) bedienen.
Die weiterhin steigende Nachfrage nach E-Nummerfreien sogenannten "Clean Label"-Produkten forciert die Entwicklung neuer Stärkeprodukte. Neuartige Technologien, die eine Rohstoffveredelung auch unter Einhaltung der Bio-Richtlinien ermöglichen, werden dabei eingesetzt.
Aufgrund von Gesetzesänderungen wurden für bestehende Bio-Verzuckerungsprodukte und Säuglingsmilchnahrung noch höhere Qualitätsstandards eingeführt, welche durch neu entwickelte und bereits implementierte Anpassungen in den jeweiligen Prozesslinien erfüllt wurden.
Im Bereich vegetarische und vegane Nahrungsmittelzubereitungen untersuchte AGRANA u.a. Nebenprodukte aus der Stärkegewinnung hinsichtlich ihres Potenzials als Lebensmittelzusatz zur Erhöhung des Nährstoffgehaltes. Auch wurde ihre Wirkung als funktionelles Additiv für rein pflanzenbasierte Ernährung geprüft.
In Zusammenhang mit der AGRANA-Klimastrategie, mit dem Ziel einer CO2-neutralen Produktion auch im Stärkesegment, fanden verstärkt Evaluierungen zur thermischen Verwertung von bzw. zur Gewinnung von Biogas aus Nebenprodukten der Stärke- und Bioethanolproduktion statt.
Effizienzsteigerungen bei gängigen Produktionsprozessen im technischen Bereich sowie die Erforschung neuer Stärkeprodukte, um nachhaltigere Lösungen in unterschiedlichen Anwendungen anbieten zu können, standen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vordergrund.
Im Baubereich kam es zur Entwicklung neuer Produkttypen, insbesondere für die Anwendung in Fliesenkleber. Mit der Entwicklung von besonders umweltfreundlichem Stärkeether konnte das Portfolio dem Eco-Label-Trend entsprechend erweitert werden.
Alternativen zu synthetischen Bindemitteln, insbesondere im Klebstoffbereich, gewinnen immer mehr an Bedeutung und auch in diesem Zusammenhang sind neue Ansätze in der Stärkeentwicklung gefragt. Mit Hilfe neuer Technologien konnten erstmals Stärkeprodukte mit neuen Möglichkeiten bei den Klebeeigenschaften hergestellt werden.
Die erfolgreiche Entwicklung im Bereich heimkompostierbarer stärkebasierter Biokunststoffe konnte fortgesetzt werden. Durch Optimierung der Prozessführung wurde eine ökologisch und ökonomisch vorteilhaftere Herstellung von stärkebasierten Compounds erzielt. In enger Kooperation mit externen Partnern wurden maßgeschneiderte Lösungen für neue Anwendungen für Lebensmittelverpackungen entwickelt.
Der bei der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen anfallende Klärschlamm stellt eine wertvolle Ressource für die Anwendung als Biodünger dar. Es wurden Verfahren zur signifikanten Erhöhung der Trockensubstanz im Herstellungsprozess erarbeitet.
Bei der Bioethanolproduktion sind Prozessoptimierung ein wichtiger Teil der Forschungsaktivitäten. AGRANA legte zuletzt einen besonderen Fokus auf Energieeinsparungen, u.a. durch Optimierungen bei der Eindampfung.
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Rohstoffes Zuckerrübe weiter zu gewährleisten bzw. zu erhöhen, wird an Lösungen zur Steigerung der Zuckererträge gearbeitet. Vor allem klimatische Veränderungen führen zu einem verstärkten Befallsdruck durch Schädlinge und einer stärkeren Verbreitung von Blattkrankheiten im Zuckerrübenbestand.
Da Wirkstoffe wie Neonicotinoide zum Schutz der Zuckerrüben vor Schädlingen wie dem Rübenderbrüssler (Rüsselkäfer) zunehmend in der Kritik stehen, arbeitet AGRANA gemeinsam mit den Rübenbauern an neuen Lösungsansätzen. Umfassende Monitorings zum Auftreten der Schädlinge sind Basis des Aufbaus und der Bedienung von Warndiensten, welche rechtzeitige Maßnahmen zur Regulierung dieser Schadinsekten erlauben. Einen speziellen Schwerpunkt stellen Arbeiten zur Populationskontrolle des Rübenderbrüsslers dar, welche mechanische, insektizide und v.a. biologische Maßnahmen auf Zuckerrübenflächen umfassen.
Generell gibt es im Rübenanbau verstärkte Restriktionen im Boden- und Düngemanagement und es gilt in der landwirtschaftlichen Forschung mit diesen neuen Rahmenbedingungen umzugehen. Die Entwicklung neuer Rübensorten mit hoher Toleranz gegenüber der Blattfleckenkrankheit der Zuckerrübe (Cercospora beticola) ist ein Weg von AGRANA, um der rückläufigen Zahl an anwendbaren fungiziden Wirkstoffen entgegenzuwirken. Weiterentwicklungen von Bodenbearbeitungskonzepten und gezieltes Sorten- und Düngemanagement sollen helfen, um unproduktive Verluste an Wasser zu vermeiden. Auch im Fokus der Entwicklungsarbeiten stehen Verbesserungen bei Zwischenfruchtmischungen. Ihr Anbau schützt die Böden vor Erosion und Auswaschungserscheinungen. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch den hohen Anfall an organischer Substanz erhöht.
Klimatische Einflüsse, wie Trockenheit und Hitze, aber auch Rübenkrankheiten, können die Qualität der Zuckerrüben beeinträchtigen und beeinflussen somit auch die Verarbeitung in den Werken. Daher arbeitet AGRANA kontinuierlich an der Optimierung des Verarbeitungsprozesses und des Hilfsstoffeinsatzes.
Der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde auf Prozessoptimierungen im Zuckerhaus gelegt, um eine höhere Zuckerausbeute bei geringerer Melassereinheit, und damit auch geringerem Energieeinsatz, zu erreichen. Vor dem Hintergrund des EU Green Deal wurde zu diesem Zweck ein gefördertes Projekt gestartet, in welchem verschiedene innovative Verfahren und
Technologien zur Optimierung der Qualität von Zuckersirupen untersucht werden. Ziel ist es, die Kristallisation von Weißzucker mit minimalem Einsatz an fossilen Energieträgern zu ermöglichen.
Bei den Zuckerprodukten im Retailbereich wurden neue Verpackungsmaterialien geprüft, welche bei gleichem Produktschutz wie bisher ohne Verbundmaterialien auskommen und damit Plastik reduzieren sollen.
Aufgrund der in der EU geführten Diskussion zu Richtwerten für Nitrat und Nitrit in Futtermittelausgangserzeugnissen der Zuckerindustrie wurde ein mehrjähriges gefördertes Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt und im Geschäftsjahr 2021|22 abgeschlossen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes stellen nunmehr die Produktion von Melasse mit geringem Nitrat- und Nitritgehalt in den Zuckerfabriken sicher.
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 8.877 Mitarbeitende (Köpfe) (Vorjahr: 8.920 Mitarbeitende), davon 2.476 (Vorjahr: 2.519) in Österreich und 6.401 (Vorjahr: 6.401) international. Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 8.877 Mitarbeitende (Köpfe) (Vorjahr: 8.920 Mitarbeitende), davon 2.476 (Vorjahr: 2.519) in Österreich und 6.401 (Vorjahr: 6.401) international.
Durchschnittliche
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt: Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt:
| Segment | 2021 22 | Durchschnittliche Mitarbeiter Mitarbeiter anzahl (Köpfe) anzahl (Köpfe) 2020 21 |
2021 22 | Durchschnittliche Durchschnittliche Anzahl an FTEs1 Anzahl an FTEs1 2020 21 |
Mitarbeiter (Köpfe) Mitarbeiter (Köpfe) zum Bilanzstichtag 28.02.2022 zum Bilanzstichtag 28.02.2021 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | 2021 22 | 2020 21 | 2021 22 | 2020 21 | 28.02.2022 | 28.02.2021 | |
| Frucht | 5.772 | 5.703 | 5.662 | 5.695 | 5.434 | 5.215 | |
| Frucht | 5.772 | 5.703 | 5.662 | 5.695 | 5.434 | 5.215 | |
| Stärke | 1.171 | 1.178 | 1.137 | 1.149 | 1.162 | 1.164 | |
| Stärke | 1.171 | 1.178 | 1.137 | 1.149 | 1.162 | 1.164 | |
| Zucker | 1.934 | 2.039 | 1.892 | 2.003 | 1.779 | 1.810 | |
| Zucker | 1.934 | 2.039 | 1.892 | 2.003 | 1.779 | 1.810 | |
| Konzern | 8.877 | 8.920 | 8.691 | 8.847 | 8.375 | 8.189 | |
| Konzern | 8.877 | 8.920 | 8.691 | 8.847 | 8.375 | 8.189 |
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren in der AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.691 FTEs (Vorjahr: 8.847 FTEs) beschäftigt. Im Segment Frucht sank die Personalanzahl hauptsächlich durch einen geringeren Bedarf an temporären Mitarbeitenden aufgrund von niedrigen Erntevolumina. Die Reduktion im Segment Stärke war primär auf die Arbeitsmarktsituation sowie auf das geringere Auftragsvolumen zurückzuführen. Im Segment Zucker haben die organisatorischen Veränderungen zu einem Personalrückgang geführt. Segment Frucht sank die Personalanzahl hauptsächlich durch einen geringeren Bedarf an temporären Mitarbeitenden aufgrund von niedrigen Erntevolumina. Die Reduktion im Segment Stärke war primär auf die Arbeitsmarktsituation sowie auf das geringere Auftragsvolumen zurückzuführen. Im Segment Zucker haben die organisatorischen Veränderungen zu einem Personalrückgang geführt.
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren in der AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.691 FTEs (Vorjahr: 8.847 FTEs) beschäftigt. Im
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft2 betrug per 28. Februar 2022 42 Jahre (Details zur Altersstruktur siehe GRI-Index im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 200). 29,8 % (Vorjahr: 29,5 %) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 64,5 % (Vorjahr: 66,2 %). Die Fluktuation3 im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2021|22 16,9 % (Vorjahr: 14,9 %). Der Anteil der Beschäftigten mit einem Teilzeitvertrag4 lag bei 4,0 %. Der Anteil der Leiharbeitskräfte5 lag bei 5,7 %. GRI-Index im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 200). 29,8 % (Vorjahr: 29,5 %) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 64,5 % (Vorjahr: 66,2 %). Die Fluktuation3 im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2021|22 16,9 % (Vorjahr: 14,9 %). Der Anteil der Beschäftigten mit einem Teilzeitvertrag4 lag bei 4,0 %. Der Anteil der Leiharbeitskräfte5 lag bei 5,7 %.
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft2 betrug per 28. Februar 2022 42 Jahre (Details zur Altersstruktur siehe
Im Fokus der Personalstrategie von AGRANA stehen nachhaltiges sowie unternehmerisches Denken und Handeln. Wertschätzung, gegenseitiger Respekt und soziales Bewusstsein bilden einen unverzichtbaren Teil der Unternehmenskultur, was aufgrund des internationalen und von kultureller Diversität geprägten Umfeldes von großer Bedeutung ist. schätzung, gegenseitiger Respekt und soziales Bewusstsein bilden einen unverzichtbaren Teil der Unternehmenskultur, was aufgrund des internationalen und von kultureller Diversität geprägten Umfeldes von großer Bedeutung ist.
Im Fokus der Personalstrategie von AGRANA stehen nachhaltiges sowie unternehmerisches Denken und Handeln. Wert-
zum Bilanzstichtag 28. Februar 20227
| Befristete Befristete Dienst verhältnisse8 Dienst verhältnisse8 |
Unbefristete Dienstverhältnisse Unbefristete Dienstverhältnisse Ange |
Angestellte Angestellte im Management9 im Management9 |
Davon Executive Davon Leadership10 Executive Leadership10 |
|||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Segment Frucht |
Gesamt Gesamt 1.340 |
Frauen Frauen 56,9 % |
Arbeiter Arbeiter 2.500 |
Frauen Frauen 22,4 % |
Ange stellte stellte 1.594 |
Frauen Frauen 47,2 % |
Gesamt Gesamt 4.094 |
Frauen Frauen 32,1 % |
Gesamt Gesamt 303 |
Frauen Frauen 26,4 % |
Gesamt Gesamt 9 |
Frauen Frauen 11,1 % |
||
| Frucht | 1.340 | 56,9 % | 2.500 | 22,4 % | 1.594 | 47,2 % | 4.094 | 32,1 % | 303 | 26,4 % | 9 | 11,1 % | ||
| Stärke | 51 | 15,7 % | 720 | 12,6 % | 391 | 47,1 % | 1.111 | 24,8 % | 71 | 18,3 % | 2 | 50,0 % | ||
| Stärke | 51 | 15,7 % | 720 | 12,6 % | 391 | 47,1 % | 1.111 | 24,8 % | 71 | 18,3 % | 2 | 50,0 % | ||
| Zucker11 | 150 | 33,3 % | 939 | 17,3 % | 690 | 41,2 % | 1.629 | 27,4 % | 144 | 27,8 % | 16 | 18,8 % | ||
| Zucker11 | 150 | 33,3 % | 939 | 17,3 % | 690 | 41,2 % | 1.629 | 27,4 % | 144 | 27,8 % | 16 | 18,8 % | ||
| Konzern | 1.541 | 53,2 % | 4.159 | 19,5 % | 2.675 | 45,6 % | 6.834 | 29,8 % | 518 | 25,7 % | 27 | 18,5 % | ||
| Konzern | 1.541 | 53,2 % | 4.159 | 19,5 % | 2.675 | 45,6 % | 6.834 | 29,8 % | 518 | 25,7 % | 27 | 18,5 % |
Diversität und Inklusion ist als fester Bestandteil in AGRANAs Grundprinzipien, dem Verhaltenskodex und einer ergänzenden Diversity & Inclusion (D&I)-Richtlinie verankert, um den Erhalt und die Förderung der Vielfalt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren gleichberechtigte Teilnahme im Unternehmen auszubauen und weiter ergänzenden Diversity & Inclusion (D&I)-Richtlinie verankert, um den Erhalt und die Förderung der Vielfalt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren gleichberechtigte Teilnahme im Unternehmen auszubauen und weiter zu verstärken. Mit der D&I-Initiative setzt sich AGRANA für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur für ihre
Diversität und Inklusion ist als fester Bestandteil in AGRANAs Grundprinzipien, dem Verhaltenskodex und einer
zu verstärken. Mit der D&I-Initiative setzt sich AGRANA für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur für ihre Mitarbeitenden weltweit ein und trägt täglich dazu bei, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Einschränkung
Mitarbeitenden weltweit ein und trägt täglich dazu bei, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Einschränkung
und Diskriminierung ist.
und Diskriminierung ist.
1 Vollzeitäquivalente (FTEs – Full time equivalentes)
1 Vollzeitäquivalente (FTEs – Full time equivalentes) 2 Mitarbeitende in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften
2 Mitarbeitende in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften 3 Fluktuation = Summe im Geschäftsjahr gemeldeter Austritte von unbefristeten AGRANA-Mitarbeitern ÷ durchschnittliche
3 Fluktuation = Summe im Geschäftsjahr gemeldeter Austritte von unbefristeten AGRANA-Mitarbeitern ÷ durchschnittliche Anzahl (Köpfe) unbefristeter AGRANA-Mitarbeiter
Anzahl (Köpfe) unbefristeter AGRANA-Mitarbeiter 4 Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen per 28. Februar 2022
4 Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen per 28. Februar 2022 5 Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen im Geschäftsjahresdurchschnitt
5 Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen im Geschäftsjahresdurchschnitt 6 Siehe GRI-Berichtsgrenzen
6 Siehe GRI-Berichtsgrenzen 7 Vorjahr siehe GRI-Index im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 196
7 Vorjahr siehe GRI-Index im Geschäftsbericht 2021|22, Seite 196 8 Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeitende
8 Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeitende 9 Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene
9 Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene 10 1. Berichtsebene (d.h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer)
10 1. Berichtsebene (d.h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer) 11 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeitenden der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt. 11 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeitenden der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
Konzernlagebericht
gerecht zu werden.
Konzernlagebericht
Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie umfasst dabei über 200 wissenschaftliche Kriterien aus den Bereichen Recruiting-Präsenz, Stellenanzeigen und Umgang mit Bewerberinnen und Bewer-
Die Verleihung des BEST RECRUITERS-Gütesiegels bekräftigt, dass ein wertschätzender und freundlicher Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für AGRANA ein großes Anliegen ist. AGRANA sieht die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Bestrebungen, die Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie auch als Motiva-
Die Tochtergesellschaft Moravskoslezské Cukrovary A.S. in Tschechien wurde im Geschäftsjahr 2021|22 mit dem dritten Platz als "Employer of the Year 2021" in der Region
Personalentwicklung und Weiterbildung
Bei AGRANA stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Deshalb ist es für AGRANA umso wichtiger, die Potenziale der Mitarbeitenden zu erkennen, zu fördern und in diese zu investieren. Mit einer Vielzahl an fachlichen Schulungen, Sprachkursen, Trainings im Bereich der Persönlichkeitsbildung und gezielten konzernübergreifenden Programmen fördert AGRANA den stetigen Ausbau und Transfer von Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Personalentwicklungsmaßnahmen verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Engagement der Mitarbeitenden bei. AGRANA bietet laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben. Diese wurden im letzten Jahr vielfach auf den Online-Modus umgestellt, um den derzeitigen Anforderungen
Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2021|22 in der Entwicklung von Führungskräften und in der Setzung von Impulsen zu aktuellen Themen wie z.B. Resilienz oder Kooperation im hybriden Arbeiten. Ein besonderer Fokus wurde auf die neuen
den Teams gelegt, um die neuen Anforderungen an die flexible Arbeitswelt bestmöglich bewältigen zu können. AGRANA hat im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 93 Lehrlinge (davon weiblich: 19 bzw. 20,4 %) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 68 Lehrlinge (davon weiblich: sieben bzw. 10,3 %) beschäftigt, in Deutschland, Frankreich, Algerien und Brasilien, welche ein mit
tion, neuen Recruiting-Trends zu folgen.
Südmähren ausgezeichnet.
bern.
Der international tätige Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht in der Umsetzung von Maßnahmen voran. Er verfügt bereits über ein flächendeckendes Netz von D&I ken. Mit der D&I-Initiative setzt sich AGRANA für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur für ihre Mitarbeitenden weltweit ein und trägt täglich dazu bei, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Einschränkung und Diskriminierung ist.
Beauftragten, die sich um das Ausrollen lokaler und
Der international tätige Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht in der Umsetzung von Maßnahmen voran. Er verfügt bereits über ein flächendeckendes Netz von D&I Beauftragten, die sich um das Ausrollen lokaler und standortübergreifender D&I-Initiativen, die Einhaltung der D&I-Richtlinie und Kernprinzipien sowie die Betreuung der lokalen Beschäftigten kümmern. Im Geschäftsjahr 2021|22 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der D&I-Initiative erreicht, indem im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen weltweit Schulungen zu unbewussten Vorurteilen durchgeführt wurden, um das Bewusstsein dafür zu schärfen. standortübergreifender D&I-Initiativen, die Einhaltung der D&I-Richtlinie und Kernprinzipien sowie die Betreuung der lokalen Beschäftigten kümmern. Im Geschäftsjahr 2021|22 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der D&I-Initiative erreicht, indem im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen weltweit Schulungen zu unbewussten Vorurteilen durchgeführt wurden, um das Bewusstsein dafür zu schärfen. Leistungsbereitschaft, Integrität und Kooperation sind weitere feste Bestandteile im Wertekatalog der Personalstrategie von AGRANA. Besonderes Augenmerk wird auf 78
Leistungsbereitschaft, Integrität und Kooperation sind weitere feste Bestandteile im Wertekatalog der Personalstrategie von AGRANA. Besonderes Augenmerk wird auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt, um deren Potenziale zu erkennen und zu fördern und die fortwährende Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. beiter gelegt, um deren Potenziale zu erkennen und zu fördern und die fortwährende Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut und neue Module erfolgreich implementiert. Durch das
Personalmanagementsystem sollen die Effizienz der Per-
die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitar-
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut und neue Module erfolgreich implementiert. Durch das Personalmanagementsystem sollen die Effizienz der Personalprozesse verbessert, die Qualitätssicherheit unterstützt, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden. In den folgenden Jahren ist geplant, die Funktionalitäten des Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen. sonalprozesse verbessert, die Qualitätssicherheit unterstützt, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden. In den folgenden Jahren ist geplant, die Funktionalitäten des Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen. Variable Vergütung Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt ei-
nen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strate-
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2021|22 unterlagen 10,5 % (Vorjahr: 10,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem. chen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2021|22 unterlagen 10,5 % (Vorjahr: 10,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem. AGRANA-Human Resources-Team mehrfach ausgezeichnet Die AGRANA Beteiligungs-AG belegte im Geschäftsjahr
Die AGRANA Beteiligungs-AG belegte im Geschäftsjahr 2021|22 im Rahmen der BEST RECRUITERS Studie den dritten Platz im österreichischen Branchenranking der Nahrungsmittel- bzw. Konsumgüterherstellung und wurde mit dem BEST RECRUITERS-Gütesiegel 2021/22 ausgezeichnet. wurde mit dem BEST RECRUITERS-Gütesiegel 2021/22 ausgezeichnet. BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die
2021|22 im Rahmen der BEST RECRUITERS Studie den
BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die
Konzernlagebericht Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechten-Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie umfasst dabei über 200 wissenschaftliche Kriterien aus den Bereichen Recruiting-Präsenz, Stellenanzeigen und Umgang mit Bewerberinnen und Bewerbern. BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die
dritten Platz im österreichischen Branchenranking der Nahrungsmittel- bzw. Konsumgüterherstellung und wurde mit dem BEST RECRUITERS-Gütesiegel 2021/22
Der international tätige Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen geht in der Umsetzung von Maßnahmen voran. Er verfügt bereits über ein flächendeckendes Netz von D&I Beauftragten, die sich um das Ausrollen lokaler und standortübergreifender D&I-Initiativen, die Einhaltung der D&I-Richtlinie und Kernprinzipien sowie die Betreuung der lokalen Beschäftigten kümmern. Im Geschäftsjahr 2021|22 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der D&I-Initiative erreicht, indem im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen weltweit Schulungen zu unbewussten Vorurteilen durchgeführt wurden, um das Bewusst-
Leistungsbereitschaft, Integrität und Kooperation sind weitere feste Bestandteile im Wertekatalog der Personalstrategie von AGRANA. Besonderes Augenmerk wird auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt, um deren Potenziale zu erkennen und zu fördern und die fortwährende Wettbewerbsfähigkeit des
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut und neue Module erfolgreich implementiert. Durch das Personalmanagementsystem sollen die Effizienz der Personalprozesse verbessert, die Qualitätssicherheit unterstützt, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden. In den folgenden Jahren ist geplant, die Funktionalitäten des Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2021|22 unterlagen 10,5 % (Vorjahr: 10,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem.
AGRANA-Human Resources-Team mehrfach
sein dafür zu schärfen.
anzupassen.
ausgezeichnet
ausgezeichnet.
Variable Vergütung
Unternehmens zu gewährleisten.
che Kriterien aus den Bereichen Recruiting-Präsenz, Stellenanzeigen und Umgang mit Bewerberinnen und Bewerbern. Die Verleihung des BEST RECRUITERS-Gütesiegels bekräftigt, dass ein wertschätzender und freundlicher Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für AGRANA ein großes Anliegen ist. AGRANA sieht Die Verleihung des BEST RECRUITERS-Gütesiegels bekräftigt, dass ein wertschätzender und freundlicher Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für AGRANA ein großes Anliegen ist. AGRANA sieht die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Bestrebungen, die Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie auch als Motivation, neuen Recruiting-Trends zu folgen.
stein. Die Studie umfasst dabei über 200 wissenschaftli-
Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie auch als Motivation, neuen Recruiting-Trends zu folgen. Die Tochtergesellschaft Moravskoslezské Cukrovary A.S. in Tschechien wurde im Geschäftsjahr 2021|22 mit dem dritten Platz als "Employer of the Year 2021" in der Region Südmähren ausgezeichnet.
die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Bestrebungen, die
Südmähren ausgezeichnet. Personalentwicklung und Weiterbildung Bei AGRANA stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Deshalb ist es für AGRANA umso wichtiger, die Potenziale der Mitarbeitenden zu erkennen, zu fördern und in diese zu investieren. Mit einer Vielzahl an fachlichen Schulungen, Sprachkursen, Trainings im Bereich der Persönlichkeitsbildung und gezielten konzernübergreifenden Programmen fördert AGRANA den stetigen Ausbau und Transfer von Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Personalentwicklungsmaßnahmen verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Engagement der Mitarbeitenden bei. AGRANA bietet laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe Bei AGRANA stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Deshalb ist es für AGRANA umso wichtiger, die Potenziale der Mitarbeitenden zu erkennen, zu fördern und in diese zu investieren. Mit einer Vielzahl an fachlichen Schulungen, Sprachkursen, Trainings im Bereich der Persönlichkeitsbildung und gezielten konzernübergreifenden Programmen fördert AGRANA den stetigen Ausbau und Transfer von Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Personalentwicklungsmaßnahmen verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Engagement der Mitarbeitenden bei. AGRANA bietet laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben. Diese wurden im letzten Jahr vielfach auf den Online-Modus umgestellt, um den derzeitigen Anforderungen gerecht zu werden.
und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben. Diese wurden im letzten Jahr vielfach auf den Online-Modus umgestellt, um den derzeitigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2021|22 in der Entwicklung von Führungskräften und in der Setzung von Impulsen zu aktuellen Themen wie z.B. Resilienz oder Kooperation im hybri-Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2021|22 in der Entwicklung von Führungskräften und in der Setzung von Impulsen zu aktuellen Themen wie z.B. Resilienz oder Kooperation im hybriden Arbeiten. Ein besonderer Fokus wurde auf die neuen Wege der Zusammenarbeit im Team als auch zwischen den Teams gelegt, um die neuen Anforderungen an die flexible Arbeitswelt bestmöglich bewältigen zu können.
den Arbeiten. Ein besonderer Fokus wurde auf die neuen Wege der Zusammenarbeit im Team als auch zwischen den Teams gelegt, um die neuen Anforderungen an die flexible Arbeitswelt bestmöglich bewältigen zu können. AGRANA hat im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 93 AGRANA hat im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 93 Lehrlinge (davon weiblich: 19 bzw. 20,4 %) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 68 Lehrlinge (davon weiblich: sieben bzw. 10,3 %) beschäftigt, in Deutschland, Frankreich, Algerien und Brasilien, welche ein mit
Lehrlinge (davon weiblich: 19 bzw. 20,4 %) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 68 Lehrlinge (davon weiblich: sieben bzw. 10,3 %) beschäftigt, in Deutschland, Frankreich, Algerien und Brasilien, welche ein mit

Personal- und Sozialbericht
Berufen aufzuzeigen, wurden an einzelnen Standorten Informationsbroschüren für Lehrlinge aufgelegt. Daneben nahmen Standorte an spezifischen Veranstaltungen zur Vorstellung von Lehrberufen teil, die im Berichtsjahr 2021|22 teilweise virtuell und teilweise auch physisch stattfanden. Zudem wurden Lehrlingen Workshops und Trainings zu verschiedenen Themenbereichen angeboten. Weiters wurde die Online-Präsenz in den sozialen Medien
Berufen aufzuzeigen, wurden an einzelnen Standorten Informationsbroschüren für Lehrlinge aufgelegt. Daneben nahmen Standorte an spezifischen Veranstaltungen zur Vorstellung von Lehrberufen teil, die im Berichtsjahr 2021|22 teilweise virtuell und teilweise auch physisch stattfanden. Zudem wurden Lehrlingen Workshops und Trainings zu verschiedenen Themenbereichen angeboten. Weiters wurde die Online-Präsenz in den sozialen Medien
Berufen aufzuzeigen, wurden an einzelnen Standorten Informationsbroschüren für Lehrlinge aufgelegt. Daneben nahmen Standorte an spezifischen Veranstaltungen zur Vorstellung von Lehrberufen teil, die im Berichtsjahr 2021|22 teilweise virtuell und teilweise auch physisch stattfanden. Zudem wurden Lehrlingen Workshops und Trainings zu verschiedenen Themenbereichen angeboten. Weiters wurde die Online-Präsenz in den sozialen Medien
fortgeführt.
fortgeführt.
fortgeführt.

Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 25 Lehrlinge (davon weiblich: zwölf bzw. 48 %). Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre, Technisches Zeichnen sowie Logistik. Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 25 Lehrlinge (davon weiblich: zwölf bzw. 48 %). Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre, Tech-Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 25 Lehrlinge (davon weiblich: zwölf bzw. 48 %). Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre, Technisches Zeichnen sowie Logistik.
Um die Attraktivität von Lehrberufen zu steigern und um Schülerinnen und Schülern Berufschancen in technischen nisches Zeichnen sowie Logistik. Um die Attraktivität von Lehrberufen zu steigern und um Schülerinnen und Schülern Berufschancen in technischen Um die Attraktivität von Lehrberufen zu steigern und um Schülerinnen und Schülern Berufschancen in technischen
Trainingsstunden der AGRANA-Mitarbeitenden1 Trainingsstunden der AGRANA-Mitarbeitenden1 in den Geschäftsjahren 2021|22 und 2020|21
in den Geschäftsjahren 2021|22 und 2020|21 2021|22 2020|21 Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Segment Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Frucht 19,6 19,3 20,3 90,7 % 18,3 17,3 20,1 83,4 % Arbeiter 17,1 17,5 15,9 92,3 % 16,5 15,6 19,5 83,1 % Angestellte 23,6 23,5 23,7 88,3 % 21,0 21,3 20,7 83,7 % Stärke 7,6 6,7 10,2 67,7 % 11,2 10,6 12,8 94,0 % Arbeiter 7,2 6,7 10,4 51,7 % 9,2 8,6 13,4 92,3 % Angestellte 8,3 6,6 10,2 97,4 % 14,8 16,7 12,5 97,1 % Zucker2 16,1 16,7 14,4 97,8 % 16,9 17,5 15,1 95,0 % Arbeiter 17,5 18,7 12,4 98,9 % 20,6 21,4 17,3 96,1 % Angestellte 14,1 13,1 15,6 96,3 % 11,8 10,5 13,9 93,6 % Konzern 16,8 16,5 17,6 88,7 % 16,8 16,2 18,1 87,9 % Arbeiter 15,5 15,7 14,6 86,8 % 16,3 15,7 18,4 87,7 % Angestellte 18,9 18,1 19,8 91,7 % 17,6 17,4 17,8 88,3 % Trainingsstunden der AGRANA-Mitarbeitenden1 in den Geschäftsjahren 2021|22 und 2020|21 2021|22 2020|21 Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Segment Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Frucht 19,6 19,3 20,3 90,7 % 18,3 17,3 20,1 83,4 % Arbeiter 17,1 17,5 15,9 92,3 % 16,5 15,6 19,5 83,1 % Angestellte 23,6 23,5 23,7 88,3 % 21,0 21,3 20,7 83,7 % Stärke 7,6 6,7 10,2 67,7 % 11,2 10,6 12,8 94,0 % Arbeiter 7,2 6,7 10,4 51,7 % 9,2 8,6 13,4 92,3 % Angestellte 8,3 6,6 10,2 97,4 % 14,8 16,7 12,5 97,1 % Zucker2 16,1 16,7 14,4 97,8 % 16,9 17,5 15,1 95,0 % Arbeiter 17,5 18,7 12,4 98,9 % 20,6 21,4 17,3 96,1 % Angestellte 14,1 13,1 15,6 96,3 % 11,8 10,5 13,9 93,6 % Konzern 16,8 16,5 17,6 88,7 % 16,8 16,2 18,1 87,9 % Arbeiter 15,5 15,7 14,6 86,8 % 16,3 15,7 18,4 87,7 % 2021|22 2020|21 Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten Segment Gesamt Männer Frauen Gesamt Männer Frauen Frucht 19,6 19,3 20,3 90,7 % 18,3 17,3 20,1 83,4 % Arbeiter 17,1 17,5 15,9 92,3 % 16,5 15,6 19,5 83,1 % Angestellte 23,6 23,5 23,7 88,3 % 21,0 21,3 20,7 83,7 % Stärke 7,6 6,7 10,2 67,7 % 11,2 10,6 12,8 94,0 % Arbeiter 7,2 6,7 10,4 51,7 % 9,2 8,6 13,4 92,3 % Angestellte 8,3 6,6 10,2 97,4 % 14,8 16,7 12,5 97,1 % Zucker2 16,1 16,7 14,4 97,8 % 16,9 17,5 15,1 95,0 % Arbeiter 17,5 18,7 12,4 98,9 % 20,6 21,4 17,3 96,1 % Angestellte 14,1 13,1 15,6 96,3 % 11,8 10,5 13,9 93,6 % Konzern 16,8 16,5 17,6 88,7 % 16,8 16,2 18,1 87,9 % Arbeiter 15,5 15,7 14,6 86,8 % 16,3 15,7 18,4 87,7 % Angestellte 18,9 18,1 19,8 91,7 % 17,6 17,4 17,8 88,3 %

Der Anteil der verpflichtenden Trainingsstunden (inklusive Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Compliance-Schulungen etc.) betrug im Geschäftsjahr 2021|22 60,2 %. Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021|22 auf rund 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach. Der Anteil der verpflichtenden Trainingsstunden (inklusive Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Compliance-Schulungen etc.) betrug im Geschäftsjahr 2021|22 60,2 %. Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021|22 auf rund 1,7 Mio. € (Vor-Der Anteil der verpflichtenden Trainingsstunden (inklusive Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Compliance-Schulungen etc.) betrug im Geschäftsjahr 2021|22 60,2 %. Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021|22 auf rund 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
jahr: 1,6 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
Angestellte 18,9 18,1 19,8 91,7 % 17,6 17,4 17,8 88,3 %
neue Formen der Zusammenarbeit gelebt. Vor allem die hybride Form der Zusammenarbeit nahm im Geschäftsjahr 2021|22 eine immer wichtigere Rolle ein. Bei AGRANA werden diese Erfahrungen nun dauerhaft im Unternehmen etabliert. Dazu benötigt es gut abgestimmte Spielregeln, die eine Kultur des Vertrauens und der Ergebnisorientierung voraussetzen. In der Zeit während der COVID-19-Pandemie wurden neue Formen der Zusammenarbeit gelebt. Vor allem die hybride Form der Zusammenarbeit nahm im Geschäftsjahr 2021|22 eine immer wichtigere Rolle ein. Bei AGRANA werden diese Erfahrungen nun dauerhaft im Unternehmen etabliert. Dazu benötigt es gut abgestimmte Spielregeln, die eine Kultur des Vertrauens und der Ergebnisorientierung voraussetzen. neue Formen der Zusammenarbeit gelebt. Vor allem die hybride Form der Zusammenarbeit nahm im Geschäftsjahr 2021|22 eine immer wichtigere Rolle ein. Bei AGRANA werden diese Erfahrungen nun dauerhaft im Unternehmen etabliert. Dazu benötigt es gut abgestimmte Spielregeln, die eine Kultur des Vertrauens und der Ergebnisorientierung voraussetzen. Aus diesem Grund wurde für die österreichischen
In der Zeit während der COVID-19-Pandemie wurden
In der Zeit während der COVID-19-Pandemie wurden
AGRANA-Standorte die "Home Office-Richtlinie" erarbeitet, welche den notwendigen Rahmen für das neue hybride Modell bildet. Mit begleitenden Maßnahmen wurden die Teams unterstützt, die für sich passende Form des hybriden Zusammenarbeitens zu finden und somit die Entwicklung zu Hybrid High-Performance Teams zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurde für die österreichischen AGRANA-Standorte die "Home Office-Richtlinie" erarbeitet, welche den notwendigen Rahmen für das neue hybride Modell bildet. Mit begleitenden Maßnahmen wurden die Teams unterstützt, die für sich passende Form des hybriden Zusammenarbeitens zu finden und somit die Entwicklung zu Hybrid High-Performance Teams zu ermöglichen. AGRANA-Standorte die "Home Office-Richtlinie" erarbeitet, welche den notwendigen Rahmen für das neue hybride Modell bildet. Mit begleitenden Maßnahmen wurden die Teams unterstützt, die für sich passende Form des hybriden Zusammenarbeitens zu finden und somit die Entwicklung zu Hybrid High-Performance Teams zu ermöglichen.
Aus diesem Grund wurde für die österreichischen
auf der weiteren Digitalisierung von Personalentwicklungsmaßnahmen. Schon bestehende und etablierte Formate wurden in einem digitalen Format angeboten. Ein gutes Beispiel dafür ist das sogenannte INCA-Meeting (Information and Communication @ AGRANA), das einen starken Fokus auf Vernetzung innerhalb bzw. Kennenlernen der gesamten AGRANA-Gruppe legt. 32 Teilnehmende aus aller Welt hatten die Möglichkeit, mit der Geschäftsführung in Kontakt zu treten und spannende Fragen direkt an diese zu adressieren. Die fünf Einheiten im Zeitverlauf von drei Wochen waren gefüllt mit Vorträgen von Expertinnen und Experten sowie der Geschäftsführung, einer Impuls-Session zum Thema digitales Arbeiten und einem Hackathon. Das Gewinnerprojekt des Hackthons wurde anschließend divisionsübergreifend weiterverfolgt. Auf diese Weise Ein zusätzliches Augenmerk im Geschäftsjahr 2021|22 lag auf der weiteren Digitalisierung von Personalentwicklungsmaßnahmen. Schon bestehende und etablierte Formate wurden in einem digitalen Format angeboten. Ein gutes Beispiel dafür ist das sogenannte INCA-Meeting (Information and Communication @ AGRANA), das einen starken Fokus auf Vernetzung innerhalb bzw. Kennenlernen der gesamten AGRANA-Gruppe legt. 32 Teilnehmende aus aller Welt hatten die Möglichkeit, mit der Geschäftsführung in Kontakt zu treten und spannende Fragen direkt an diese zu adressieren. Die fünf Einheiten im Zeitverlauf von drei Wochen waren gefüllt mit Vorträgen von Expertinnen und Experten sowie der Geschäftsführung, einer Impuls-Session zum Thema digitales Arbeiten und einem Hackathon. Das Gewinnerprojekt des Hackthons wurde anschließend divisionsübergreifend weiterverfolgt. Auf diese Weise auf der weiteren Digitalisierung von Personalentwicklungsmaßnahmen. Schon bestehende und etablierte Formate wurden in einem digitalen Format angeboten. Ein gutes Beispiel dafür ist das sogenannte INCA-Meeting (Information and Communication @ AGRANA), das einen starken Fokus auf Vernetzung innerhalb bzw. Kennenlernen der gesamten AGRANA-Gruppe legt. 32 Teilnehmende aus aller Welt hatten die Möglichkeit, mit der Geschäftsführung in Kontakt zu treten und spannende Fragen direkt an diese zu adressieren. Die fünf Einheiten im Zeitverlauf von drei Wochen waren gefüllt mit Vorträgen von Expertinnen und Experten sowie der Geschäftsführung, einer Impuls-Session zum Thema digitales Arbeiten und einem Hackathon. Das Gewinnerprojekt des Hackthons wurde anschließend divisionsübergreifend weiterverfolgt. Auf diese Weise
Ein zusätzliches Augenmerk im Geschäftsjahr 2021|22 lag
Ein zusätzliches Augenmerk im Geschäftsjahr 2021|22 lag
1 Mitarbeitende in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen
1 Mitarbeitende in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen 2 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt 1 Mitarbeitende in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen 2 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt 2 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt
Konzernlagebericht

wurde jungen, ambitionierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform geboten, um segmentübergreifende Kontakte zu knüpfen und beim Topmanagement auf sich aufmerksam zu machen. wurde jungen, ambitionierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform geboten, um segmentübergreifende Kontakte zu knüpfen und beim Topmanagement auf sich aufmerksam zu machen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform geboten, um segmentübergreifende Kontakte zu knüpfen und beim Topmanagement auf sich aufmerksam zu machen.
Für AGRANA ist Feedback ein wichtiges Instrument, um
wurde jungen, ambitionierten und motivierten
Für AGRANA ist Feedback ein wichtiges Instrument, um persönlich und beruflich wachsen zu können. Daher haben Mitarbeitende bei AGRANA die Möglichkeit, an einem 360° Feedback teilzunehmen. Ziel des AGRANA 360° Feedbacks ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als teilnehmende Feedback-Empfänger, einen individualisierten Impuls für die eigene Kompetenzentwicklung entlang der AGRANA-Kompetenzen zu geben. Dabei erhalten sie ganzheitliches, strukturiertes, anonymes Feedback aus Für AGRANA ist Feedback ein wichtiges Instrument, um persönlich und beruflich wachsen zu können. Daher haben Mitarbeitende bei AGRANA die Möglichkeit, an einem 360° Feedback teilzunehmen. Ziel des AGRANA 360° Feedbacks ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als teilnehmende Feedback-Empfänger, einen individualisierten Impuls für die eigene Kompetenzentwicklung entlang der AGRANA-Kompetenzen zu geben. Dabei erhalten sie ganzheitliches, strukturiertes, anonymes Feedback aus persönlich und beruflich wachsen zu können. Daher haben Mitarbeitende bei AGRANA die Möglichkeit, an einem 360° Feedback teilzunehmen. Ziel des AGRANA 360° Feedbacks ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als teilnehmende Feedback-Empfänger, einen individualisierten Impuls für die eigene Kompetenzentwicklung entlang der AGRANA-Kompetenzen zu geben. Dabei erhalten sie ganzheitliches, strukturiertes, anonymes Feedback aus
dem eigenen Arbeitsumfeld entlang eines Fragebogens. Die Auswertung zeigt individuelle Stärkenfelder, Lernfelder und blinde Flecken. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2021|22 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am AGRANA 360° Feedback-Prozess teilgenommen und somit wertvolles Feedback für ihren weiteren Weg erhalten. dem eigenen Arbeitsumfeld entlang eines Fragebogens. Die Auswertung zeigt individuelle Stärkenfelder, Lernfelder und blinde Flecken. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2021|22 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am AGRANA 360° Feedback-Prozess teilgenommen und somit wertvolles Feedback für ihren weiteren Weg erhalten. dem eigenen Arbeitsumfeld entlang eines Fragebogens. Die Auswertung zeigt individuelle Stärkenfelder, Lernfelder und blinde Flecken. Insgesamt haben im Geschäftsjahr 2021|22 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am AGRANA 360° Feedback-Prozess teilgenommen und somit wertvolles Feedback für ihren weiteren Weg erhalten.
Rate der Todesfälle
Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt. Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt. nisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt.
in den Geschäftsjahren 2021|22, 2020|21 und 2019|20 Verletzungsrate² Rate schwerer
| Segment | Verletzungsrate² Verletzungsrate² Gesamt Männer Frauen Männer Frauen |
Gesamt | Rate schwerer Verletzungen³ Rate schwerer Verletzungen³ Verletzungen³ Männer Frauen |
Rate der Todesfälle aufgrund schwerer Rate der Todesfälle aufgrund schwerer Verletzungen aufgrund schwerer Verletzungen Gesamt Männer Frauen Verletzungen Männer Frauen |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment Segment 2021 22 |
Gesamt Gesamt |
Männer Frauen | Gesamt Gesamt |
Männer Frauen Männer Frauen |
Gesamt Gesamt |
Männer Frauen | ||||
| 2021 22 Frucht 2021 22 Frucht |
1,1 1,1 |
1,5 1,5 |
0,5 0,5 |
0,1 0,1 |
0,1 0,1 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
|
| Stärke | 2,3 | 2,7 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Frucht | 1,1 | 1,5 | 0,5 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Stärke | 2,3 | 2,7 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 1,9 | 2,4 | 0,8 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | |
| Stärke | 2,3 | 2,7 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 1,9 | 2,4 | 0,8 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | |
| Konzern | 1,4 | 1,9 | 0,6 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 1,9 | 2,4 | 0,8 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | |
| Konzern | 1,4 | 1,9 | 0,6 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern 2020 21 |
1,4 | 1,9 | 0,6 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 2020 21 Frucht 2020 21 Frucht Stärke |
1,1 1,1 2,4 |
1,5 1,5 2,8 |
0,5 0,5 1,2 |
0,0 0,0 0,0 |
0,0 0,0 0,0 |
0,0 0,0 0,0 |
0,0 0,0 0,0 |
0,0 0,0 0,0 |
0,0 0,0 0,0 |
|
| Frucht | 1,1 | 1,5 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Stärke | 2,4 | 2,8 | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,7 | 3,1 | 1,7 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Stärke | 2,4 | 2,8 | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,7 | 3,1 | 1,7 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,7 | 3,1 | 1,7 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| 2019 20 2019 20 Frucht 2019 20 Frucht |
1,1 1,1 |
1,4 1,4 |
0,6 0,6 |
0,0 0,0 |
0,1 0,1 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
|
| Stärke | 2,8 | 3,4 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Frucht | 1,1 | 1,4 | 0,6 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Stärke | 2,8 | 3,4 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,6 | 2,8 | 1,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Stärke | 2,8 | 3,4 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,6 | 2,8 | 1,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,8 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zucker | 2,6 | 2,8 | 1,9 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,8 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern | 1,6 | 2,1 | 0,8 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |

Im Geschäftsjahr 2021|22 ereigneten sich zwei tödliche Arbeitsunfälle (Vorjahr: 0 Todesfälle). Im Berichtsjahr 2021|22 ereigneten sich 127 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 146) in der AGRANA-Gruppe1 . Weiters ereigneten sich 5 Unfälle von Kontraktoren (Vorjahr: 5 Unfälle), die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind. Art und Anzahl der Arbeitsunfälle 2021|22 Im Geschäftsjahr 2021|22 ereigneten sich zwei tödliche Arbeitsunfälle (Vorjahr: 0 Todesfälle). Im Berichtsjahr 2021|22 ereigneten sich 127 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 146) in der AGRANA-Gruppe1 . Weiters ereigneten sich 5 Unfälle von Kontraktoren (Vorjahr: 5 Unfälle), die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind. richtsjahr 2021|22 ereigneten sich 127 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 146) in der AGRANA-Gruppe1 . Weiters ereigneten sich 5 Unfälle von Kontraktoren (Vorjahr: 5 Unfälle), die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind. Art und Anzahl der Arbeitsunfälle 2021|22 Prellungen, Quetschungen, Schürfwunden (46), Rutschen/Stürzen/Fallen mit Folgeverletzungen (28),
Prellungen, Quetschungen, Schürfwunden (46), Rutschen/Stürzen/Fallen mit Folgeverletzungen (28), Schnitt- und Stichverletzungen (19), Verbrennungen und Verbrühungen (10), Verletzungen durch falsches Heben, Tragen oder Lagern (13), Dienstliche Wegeunfälle (3), Augenverletzungen (3), Sonstige (5) Prellungen, Quetschungen, Schürfwunden (46), Rutschen/Stürzen/Fallen mit Folgeverletzungen (28), Schnitt- und Stichverletzungen (19), Verbrennungen und Verbrühungen (10), Verletzungen durch falsches Heben, Tragen oder Lagern (13), Dienstliche Wegeunfälle (3), Augenverletzungen (3), Sonstige (5) Schnitt- und Stichverletzungen (19), Verbrennungen und Verbrühungen (10), Verletzungen durch falsches Heben, Tragen oder Lagern (13), Dienstliche Wegeunfälle (3), Augenverletzungen (3), Sonstige (5)
pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeitende umzurechnen.
pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeitende umzurechnen.
6 Als Gesamtarbeitszeit versteht AGRANA die Vertragsarbeitszeit in Stunden plus die bezahlten Überstunden. 7 Erklärung Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über Unternehmensgrenzen Hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 x 50 x 100). Damit versucht man die durchschnittliche unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit) tende aufgrund des Vorfalls dem Arbeitsplatz fernbleibt, als Unfall (ohne Wegunfälle). 6 Als Gesamtarbeitszeit versteht AGRANA die Vertragsarbeitszeit in Stunden plus die bezahlten Überstunden. 7 Erklärung Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über Unternehmensgrenzen Hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 x 50 x 100). Damit versucht man die durchschnittliche 7 Erklärung Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über Unternehmensgrenzen Hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 x 50 x 100). Damit versucht man die durchschnittliche unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit) pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeitende umzurechnen.
unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit)
1 Mitarbeitende im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen
1 Mitarbeitende im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen 2 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl zu dokumentierender Unfälle5 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007
2 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl zu dokumentierender Unfälle5 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007 1 Mitarbeitende im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen 3 Rate schwerer Verletzungen = (Gesamtanzahl schwerer Verletzungsfälle4 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007
3 Rate schwerer Verletzungen = (Gesamtanzahl schwerer Verletzungsfälle4 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007 4 Eine Verletzung ist als schwer zu betrachten, wenn keine vollständige Erholung bzw. Genesung innerhalb von sechs Monaten 2 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl zu dokumentierender Unfälle5 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007 3 Rate schwerer Verletzungen = (Gesamtanzahl schwerer Verletzungsfälle4 ÷ Gesamtarbeitszeit6) x 200.0007 4 Eine Verletzung ist als schwer zu betrachten, wenn keine vollständige Erholung bzw. Genesung innerhalb von sechs Monaten nach dem Unfall erfolgt.
nach dem Unfall erfolgt. 5 In den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen zählen Vorfälle ab dem ersten geplanten Arbeitstag, an dem der/die Mitarbei-4 Eine Verletzung ist als schwer zu betrachten, wenn keine vollständige Erholung bzw. Genesung innerhalb von sechs Monaten nach dem Unfall erfolgt. 5In den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen zählen Vorfälle ab dem ersten geplanten Arbeitstag, an dem der/die Mitarbeitende aufgrund des Vorfalls dem Arbeitsplatz fernbleibt, als Unfall (ohne Wegunfälle).
tende aufgrund des Vorfalls dem Arbeitsplatz fernbleibt, als Unfall (ohne Wegunfälle). 5 In den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen zählen Vorfälle ab dem ersten geplanten Arbeitstag, an dem der/die Mitarbei-6 Als Gesamtarbeitszeit versteht AGRANA die Vertragsarbeitszeit in Stunden plus die bezahlten Überstunden.
Personal- und Sozialbericht
im Geschäftsjahr 2021|22 und Ziele der Folgejahre
| Segment | Ziele 2021 22 | Zielerreichung 2021 22 | Ziele 2026 27 |
|---|---|---|---|
| Frucht Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen |
Verletzungsrate²: 0,9 Ausfallstagequote3: 10,5 Laufende Umsetzung von Maßnahmen zur Arbeits sicherheit und zur Eindämmung von COVID-19 |
Verletzungsrate2: 0,9 Ausfallstagequote3: 8,9 |
Verletzungsrate²: 0,65 |
| Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate |
Weitere Reduktion der Unfallanzahl; Bewusstseins bildung durch laufenden Informationsaustausch und Training der Mit arbeiter sowie regelmäßige Risiko- und Gefahren analyse zur Vermeidung von Unfallquellen |
█ Unfallanzahl 2019 20: 17 █ Unfallanzahl 2020 21: 12 Unfallanzahl 2021 22: 20 |
Verletzungsrate²: 1,4 |
| Stärke | Verletzungsrate2: 2,0 Ausfallstagequote3: 20,0 Weiterführung des 2020 21 gestarteten internen Schulungsprogrammes; Zur Bewusstseinsbildung werden zukünftig "Near Misses" (d.h. Beinahe unfälle und gefährliche Handlungen) im Rahmen des monatlichen Berichts wesens in jedem operativen Bereich erfasst |
Verletzungsrate2: 2,3 Ausfallstagequote3: 14,7 Weiterführung des internen Schulungs programmes; Einrichtung einer Sharepoint-Seite zum Thema Arbeitssicherheit sowie Digitalisierung des Meldesystems inklusive eines workflowbasierten Meldeprozesses; Abbildung von "Near Misses" im neuen Meldesystem |
Verletzungsrate²: 1,4 Ausweitung der Initiative für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz; Fortführung des internen Sicherheitsschulungs programmes auf der Grundlage der "Goldenen Regeln für die Arbeit – gemeinsam sicher und gesund"; Regelmäßige persönliche Sicherheits schulungen für alle Mit arbeiter durch die jeweiligen Abteilungsleiter mit Fokus auf abteilungsspezifische Gefährdungen; Optimie rung und Digitalisierung des Meldesystems (inklusive Arbeitsunfälle, "Near Misses" und Vorfälle); Definiertes Ziel für "Near Misses" und gefährliche Handlungen in jeder operativen Abteilung; Entwicklung eines Konzepts für regelmäßige "Safety Walks" |
| Zucker | Verletzungsrate2: 2,5 Ausfallstagequote3: 31,1 Weiterführung der 2020 21 eingeführten quartalsweisen "Work Safety Meetings" mit den Werksleitern und Sicherheitsfachkräften; Berichtsverpflichtung im wöchentlichen Jour fixe der Landesgeschäftsführer |
Verletzungsrate2: 1,9 Ausfallstagequote3: 30,2 Weiterführung der 2020 21 eingeführten quartalsweisen "Work Safety Meetings" mit den Werksleitern und Sicherheitsfachkräften; Berichtsverpflichtung im wöchentlichen Jour fixe der Landesgeschäftsführer; "Safety First" als Tages ordnungspunkt in den Best Practice-Meetings der Abteilungsleiter des Segmentes Zucker |
Verletzungsrate²: 1,4 Ergänzend zu bestehenden Arbeitssicherheitsinitiativen werden ab 2022 23 im Rahmen eines Best Practice Sharings in der AGRANA Gruppe interne Sicherheits audits an den Zucker Standorten durch Sicher heitsfachkräfte anderer Segmente durchgeführt |
1 Mitarbeitende in den GRI-Berichtsgrenzen
4 Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen 3 Ausfallstagequote = (Gesamtanzahl der Ausfallstage4 ÷ Gesamtarbeitszeit)2 + 200.0002 4 Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen
2 Begriffsdefinition siehe Seite 80 1 Mitarbeitende in den GRI-Berichtsgrenzen
3 Ausfallstagequote = (Gesamtanzahl der Ausfallstage4 ÷ Gesamtarbeitszeit)2 + 200.0002 2 Begriffsdefinition siehe Seite 80

Die Arbeitssicherheitsbeauftragten bzw. Sicherheitsfachkräfte tragen die Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen bzw. vom Unternehmen veranlassten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Dies sind z.B. die regelmäßige und anlassbezogene Gefahrenidentifikation und Risikobewertung, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen, die Organisation von Arbeitssicherheitsschulungen sowie die Analyse, Dokumentation (gemeinsam mit Human Resources) und Kommunikation von tatsächlichen Arbeitsunfällen.
In allen 25 Ländern, in denen AGRANA über Produktionsstandorte verfügt, besteht eine - wenn auch unterschiedlich ausgestaltete - gesetzliche Verpflichtung der Arbeitsplatzevaluierung durch den Arbeitgeber. Diese wird durch die Sicherheitsfachkräfte, teilweise in Zusammenarbeit mit externen Beraterinnen und Beratern, durchgeführt und ist arbeitsplatzbezogen für die Mitarbeitenden zugänglich zu dokumentieren. Sie ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen bzw. anlassbezogen bei Anlagenoder Verfahrensänderungen oder nach Unfällen zu überarbeiten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, festgestellte Gefahrenquellen z.B. über die Dokumentation im Schichtbuch, im betrieblichen Vorschlagswesen oder im Rahmen von periodischen Sicherheitsrundgängen zu melden. Im global tätigen Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist diese Meldeverpflichtung aus kulturellen Gründen an manchen Standorten auch anonym möglich.
Die AGRANA-Gruppe erhebt neben den gesetzlich vorgeschriebenen lokalen Arbeitssicherheitsmaßnahmen und Berichtspflichten (z.B. an Versicherungsträger) seit vielen Jahren monatlich, weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit. Damit wird eine bessere konzernweite Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen gewährleistet und die Basis für die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen und Zielen im Rahmen der Programme in den Geschäftssegmenten bzw. -bereichen geschaffen.
Der jährlich einberufene zentrale Arbeitsschutzausschuss dient den Arbeitssicherheitsbeauftragten der europäischen Standorte, den verantwortlichen Geschäftsführern, Personalverantwortlichen und Mitarbeitervertretern zum überregionalen und funktionsübergreifenden Austausch zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen, wie z.B. der Analyse ausgewählter Unfälle bzw. Unfallarten (auch an außereuropäischen Standorten) und der Diskussion weiterer Maßnahmen zur Unfallvermeidung. Im international tätigen Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen bestehen ebenfalls funktional divers zusammengesetzte Arbeitsgruppen und Beratungsgremien, die das Arbeitssicherheitsprogramm "Safety First" des Bereiches zum Vorreiterprogramm in Sachen Arbeitssicherheit in der AGRANA-Gruppe gemacht haben.
Leider hat AGRANA trotz aller Sicherheitsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2021|22 zwei tödliche Arbeitsunfälle am Standort der AGRANA Zuckerfabrik Buzau|Rumänien zu berichten. Diese betrafen Mitarbeiter, die im Rahmen sogenannter "Goodwill Actions", Kollegen bzw. einem Transporteur Hilfestellungen außerhalb ihres eigentlichen Aufgabengebietes bzw. Arbeitsauftrages leisten wollten. Einerseits im Rahmen der Reinigung einer verstopften Transportschnecke bzw. andererseits beim Einweisen eines Produkte abholenden LKWs an die Laderampe. Die tragischen Todesfälle wurden im Rahmen der Weiterentwicklung des Unfallpräventionskonzeptes und der Verstärkung segmentübergreifender wechselseitiger interner Sicherheitsaudits adressiert.
Die COVID-19-Pandemie prägte auch im zweiten Pandemiejahr 2021|22 weiterhin die AGRANA-Geschäftstätigkeit, wenngleich sich aufgrund der Lerneffekte aus dem ersten Pandemiejahr eine gewisse "Pandemie-Routine" entwickelte. Mit einem durchdachten Präventionskonzept gelang es in der AGRANA-Gruppe, die COVID-19-Fälle auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau zu halten. Alle AGRANA-Produktionsstandorte setzen entsprechende Präventionsmaßnahmen wie z.B. kontaktlose Schichtübergabe, Abstandsregeln, Nutzung persönlicher Schutzausrüstung und verschärfte Hygieneregeln, die den jeweiligen Notwendigkeiten im Rahmen des lokalen Infektionsgeschehens angepasst wurden, um. Auch kurzfristige Betriebseinstellungen wurden an zwei Standorten als Präventionsmaßnahme gegen eine weitere COVID-19- Ausbreitung unter der lokalen Belegschaft umgesetzt. Ein Fruchtsaftkonzentratstandort in Polen startete in eine verfrühte, zeitlich etwas verlängerte weihnachtliche Betriebspause von 14 Tagen und der Fruchtzubereitungsstandort in Algerien stellte den Betrieb Ende Januar 2022 drei Tage ein. Weitere Präventivmaßnahmen umfassten regelmäßige kostenlose COVID-19-Antigen-Schnelltests und Impfungen gegen COVID-19 an vielen Standorten.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung arbeiteten in den Phasen hoher lokaler Infektionszahlen, wo es möglich war, aus dem Home-Office. Durch virtuelle Meetings und Abstimmungen konnte der regelmäßige Austausch gewährleistet werden.
Durch die gesetzten Maßnahmen ist AGRANA seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in der Lage, die Versorgung ihrer Kunden mit ihren Produkten trotz der zusätzlichen Herausforderungen zu gewährleisten. AGRANA hat für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich seit Ausbruch der Pandemie keine staatlich geförderten Kurzarbeitsmodelle in Anspruch genommen.
Bezüglich Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeitenden in der Ukraine aufgrund des Krieges wird auf das Unterkapitel Krieg in der Ukraine im Kapitel Risikomanagement, Seite 91, verwiesen.

Im Rahmen der laufenden arbeitsmedizinischen Betreuung bietet AGRANA unter dem Begriff "AGRANA Fit" an vielen Standorten Gesundenuntersuchungen und/oder Impfungen (Grippeschutz, FSME, COVID-19, Titer-Bestimmungen etc.) an. Diese sollen zum Ziel der Erhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Mitarbeitenden beitragen. Zusätzlich bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Gesundheitsorganisationen und Fitnesseinrichtungen.
AGRANA bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlreiche sportliche Angebote, wie z.B. Laufgruppen, Deep Work, Zumba Toning, High-Intensity-Intervall-Training (HIIT), Afterwork Bodyweight sowie Vinyasa Flow Yoga-, Pilates- und Bootcamp-Kurse an. Die Kurse wurden im Geschäftsjahr 2021|22 in einem digitalen Format angeboten, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch eine Teilnahme aus dem Home-Office zu ermöglichen. Neben der großen Vielfalt an Gesundheits- und Sportangeboten wurden auch zahlreiche Workshops zur Information, Sensibilisierung und Weiterbildung in den Bereichen Work-Life-Balance-Management, Ernährung, Stress- und Burnout-Prävention sowie Workshops für richtige Ergonomie am Arbeitsplatz angeboten.
Da gesunde Ernährung ein wichtiger Bestandteil für das persönliche Wohlbefinden ist, macht AGRANA die Mitarbeitenden mit Workshops und lokalen Aktionen, wie z.B. frischem Obst zur freien Entnahme, auf die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung aufmerksam.
Neben diesen Angeboten zur Verbesserung der physischen Gesundheit wurde im Geschäftsjahr 2021|22 an allen österreichischen Standorten eine Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden mittels Fragebogen und freiwilligen vertiefenden Gruppeninterviews zu verschiedenen Aspekten ihres Arbeitsalltages befragt. Die Rücklaufquote war sehr hoch und es wurden über alle österreichischen Standorte hinweg durchwegs gute Ergebnisse erzielt. Nach erfolgter Analyse wurden einige Themenbereiche in Arbeitsgruppen aufgearbeitet und die Ergebnisse anschließend den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Management und dem Betriebsrat präsentiert. Das Projekt wurde durch eine segmentübergreifende Arbeitsgruppe gesteuert, die weiterführende Maßnahmendefinition und Umsetzung erfolgte dann durch diverseste Interessensgruppen innerhalb der Gesellschaften.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im Hinblick auf das soziale Bewusstsein ein bedeutender Bestandteil der Personalstrategie von AGRANA. Aus diesem Grund ist AGRANA bereits im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten (siehe auch Corporate Governance-Bericht).
Konzernweit spiegelt sich dies in zahlreichen Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Dazu zählen beispielsweise die Möglichkeit von Home-Office, die Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung an einzelnen Standorten (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien.

(inklusive Internes Kontroll-und Risikomanagementsystem)
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven und funktionsfähigen Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, eine Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. In weiterer Folge werden zukünftig die Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten (siehe dazu auch Nicht-finanzielle Erklärung, Seite 30ff), die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Bereich der Energiebeschaffung war das Geschäftsjahr 2021|22 von historisch massiven Preissteigerungen gekennzeichnet. Die zukünftige Preisentwicklung der Energieträger kann einen bedeutenden Einfluss auf die Profitabilität von AGRANA haben. Zur Fixierung von Energiepreisen werden Gas- und Stromvolumina in einem bestimmten Ausmaß über einen mittelfristigen Zeithorizont gesichert.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie durch Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Wo möglich werden beschaffungsseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken zentral gesteuert. Sowohl Rohstoffeinkäufe als auch Verkaufskontrakte in Fremdwährung werden über Derivatgeschäfte abgesichert. In diesem Zusammenhang werden keine Shortbzw. Long-Positionen über den Zweck der Absicherung des Kerngeschäftes hinaus eingegangen. Dem Risiko schwankender Energiepreise wird anhand von frühzeitiger Absicherung im Energieeinkauf entgegengewirkt. Besondere Herausforderungen im Geschäftsjahr 2021|22 waren die Weitergabe erhöhter Rohstoffpreise bei Buntsäften, die Bewältigung der globalen Transportkrise und das Management der Energie- und Verpackungskosten.
Im Segment Stärke sind Mais und Weizen die Hauptrohstoffe. Daneben sind auch die Energiekosten wesentlicher Teil der Herstellkosten. Die Möglichkeit, Beschaffungspreisschwankungen den Kunden weiterzugeben ist vom Produkt bzw. der Branche abhängig.
Bei Stärken und Nebenprodukten führen Beschaffungspreisveränderungen zu einer gleichgerichteten Preisanpassung im Markt, wodurch Rohstoff- und Energiepreisrisiken teilweise kompensiert werden ("Natural Hedge"). Bei Bioethanol leiten sich in Europa die Verkaufspreise im Wesentlichen von den Notierungen der Informationsplattform "Platts" ab, die nicht von Rohstoffpreisen, sondern von Marktschwankungen beeinflusst werden. Entsprechend ist eine hohe Volatilität bei den Bioethanolpreisen feststellbar. Bei Verzuckerungsprodukten orientiert sich der Preis am europäischen Zuckerpreisniveau und ist zu einem großen Teil unbeeinflusst von Rohstoffpreisschwankungen.
Die Versorgung mit Rohstoffen kann durch Beschaffung auf nationalen und internationalen Beschaffungsmärkten weitgehend als gesichert betrachtet werden. Die Versorgung mit Spezialrohstoffen wird durch Kontraktanbau und Lieferverträge in adäquatem Ausmaß sichergestellt. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte und OTC-Derivate) erfolgen. Umfang und Ergebnisse dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des regelmäßigen Reportings und werden an den AGRANA-Vorstand berichtet.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohr-Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffes Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus - im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte - für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Die Verfügbarkeit von Zuckerrüben gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die finalen Rübenpreise teilweise vom Zuckerverkaufspreis abhängen.
AGRANA intensivierte zur Aufrechterhaltung beider Zuckerfabriken in Österreich ihre Bemühungen in Kooperation mit den Rübenbauern bzw. Rübenbauernverbänden zur Kontrahierung der dafür erforderlichen Rübenmenge. Hierzu werden ausverhandelte Mindestpreise für Zuckerrüben gezahlt, sodass die Landwirte mit planbaren und damit stabileren Rahmenbedingungen kalkulieren können.
Mögliche zukünftige Streichungen von nationalen gekoppelten Prämien für den Anbau von Rüben an Landwirte in den Anbauregionen von Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei werden sich negativ auf das Einkommen der lokalen Landwirte auswirken und können ein Preis- und/oder Mengenrisiko für AGRANA darstellen.
Für die Raffinationsstandorte in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien stellt die Möglichkeit der Wertschöpfung aus der Verarbeitung des bezogenen Rohzuckers unter Berücksichtigung der erzielbaren Marktpreise für Weißzucker den grundlegenden Rentabilitätsfaktor dar. Neben dem Risiko aus den Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weiß- und Rohzucker in die EU und die CEFTA-Länder ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Darüber hinaus werden auch im Falle von Exporten von Weißzucker diese bzw. Industriekontrakte mittels Warentermingeschäften abgesichert. Die Absicherungsgeschäfte werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Die Produktionsvorgänge, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen sowie den Umstieg auf emissionsärmere bzw. erneuerbare Energieträger. Für die eingesetzten Energieträger werden teilweise kurzund mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess, von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren, umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Preisrückgangs war im Geschäftsjahr 2021|22 ein Aufwärtstrend bei den durchschnittlichen Zuckerpreisen in der EU zu beobachten. Der europäische Zuckermarkt steht weiterhin vor zahlreichen Herausforderungen: Die COVID-19- Pandemie beeinflusst den Verbrauch und den Handel immer noch erheblich und führte u.a. auch zu einem Anstieg der Energie- und Transportkosten. Die Zuckerrübe in der EU steht darüber hinaus in starkem Wettbewerb mit anderen landwirtschaftlichen Kulturen wie z.B. Mais oder Weizen. Die weitere Entwicklung der Zuckerpreise auf den europäischen Märkten sowie auf den Märkten außerhalb der EU wird auch zukünftig die Ergebnissituation im Segment Zucker wesentlich beeinflussen.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
Die politisch instabile Situation in Weißrussland und die Unruhen in Kasachstan können sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage, die Entwicklungen werden laufend und engmaschig beobachtet (zum Krieg in der Ukraine siehe Risikomanagement, Seite 91). Des Weiteren steht speziell in Argentinien, China und der Türkei das volkswirtschaftliche Umfeld und dessen Auswirkung auf die Marktgegebenheiten unter ständiger Beobachtung.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit, Datenverlust oder Datenmanipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angriffe auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Expertinnen und Experten sowie durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroffen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen wird auch auf Seite 68f im Segment Zucker berichtet.
Zuckermarktordnung: Seit dem 1. Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Teil dieser neuen Rahmenbedingung ist die Verbesserung der Markttransparenz in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette. Die EU-Kommission hat mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2017/1185 und (EU) 2019/1746 neue Regulierungsmaßnahmen in Form von verschiedenen Meldepflichten beschlossen.
Damit soll die Transparenz in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor verbessert werden, um die Wirtschaftsbeteiligten und die Behörden zu befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen und um das Verständnis der Marktteilnehmer für Marktentwicklungen zu verbessern.
Dadurch entsteht erstmals die Notwendigkeit Preise auf Stufen der Wertschöpfungskette, die zwischen den Erzeugern der Rohstoffe und den Endverbrauchern liegen, zu erheben. Dies betrifft sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe.
Angesichts zu befürchtender Wettbewerbsnachteile für europäische Unternehmen hat sich die früher zurückhaltende Position der EU zu bilateralen Freihandelsabkommen geändert. Die EU verhandelt mit zahlreichen
Staaten über Freihandelsabkommen. Zukünftige Abkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die oft Jahre andauernden Verhandlungen bzw. Abschlüsse und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Die EU und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) haben im Juni 2019 eine politische Einigung über ein umfassendes Handelsabkommen erzielt. Der Antrag ging in jedem Mitgliedsland in einen Ratifizierungsprozess.
Die EU-Kommission verhandelt derzeit mit Australien und Neuseeland über die Ausgestaltung eines Freihandelsabkommens.
Des Weiteren können nationale Steuer- und Zollvorschriften sowie deren Auslegung durch die lokalen Behörden zu weiteren Risiken im regulatorischen Umfeld führen.
Im Dezember 2019 hat die EU-Kommission ihren Fahrplan zum Klimaschutz, den Green Deal, vorgelegt. Um die klima- und umweltbedingten Herausforderungen zu bewältigen, sollen innerhalb der nächsten 30 Jahre die Industriesektoren und alle Wertschöpfungsketten umgestaltet werden. Maßgebend ist das Ziel innerhalb der EU bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen (THG) mehr freizusetzen. Ein im Dezember 2020 beschlossenes EU-Zwischenziel ist die Reduktion von THG-Emissionen um -55 % bis 2030 im Vergleich zu 1990.
Abgesehen von den Klimaambitionen werden unter dem Green Deal alle legislativen Bereiche auf ihren Einklang mit dem Ziel der Klimaneutralität überprüft. Dadurch können sich Änderungen ergeben, wie z.B. in der Industrieemissions-Richtlinie oder der Emissionshandels-Richtlinie. Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch die Diskussionen rund um ein CO2-Grenzausgleichssystem sowie die Einführung eines CO2-Preises. Neben den Überlegungen zu einem CO2-Grenzausgleichssystem werden derzeit auch weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung weiterer Umweltkriterien für definierte Güter im Rahmen von Importen aus Drittstaaten, wie z.B. der Verordnungsvorschlag über entwaldungsfreie Lieferketten, diskutiert.
Weitere für AGRANA v.a. im Bereich ihrer Lieferkette wichtige Arbeitspakete des Green Deals sind u.a. die "Vom Hof auf den Tisch"-Initiative, die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft sowie die Biodiversitätsstrategie. Daneben stellt die Sicherstellung sozialer Mindeststandards in der Lieferkette, die Deutschland im Rahmen des ab 2023 national anzuwendenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes bereits verabschiedet hat, auch für die EU-Kommission einen zukünftigen Arbeitsschwerpunkt dar.
Ein weiteres wichtiges Kernelement des EU Green Deal zur Transformation in Richtung emissionsarmer Gesellschaft ist die Umlenkung von Finanzströmen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, die einen Beitrag zum Erreichen der sechs EU-Umweltziele, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen, Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung von Umweltverschmutzung sowie Schutz von Ökosystemen und Biodiversität, leisten. Im Sommer 2020 hat die EU mit der EU-Taxonomie ein Regelwerk verabschiedet, das Kriterien für den Ausweis nachhaltiger bzw. "grüner" Umsätze, Investitionen und Betriebsausgaben definiert, die insbesondere einem der vorgenannten Umweltziele dienen, ohne dabei eines der anderen fünf Umweltziele erheblich zu beeinträchtigen. Im Juli 2021 wurden im Rahmen eines delegierten Rechtsaktes Vorgaben für einzelne Wirtschaftsaktivitäten und deren Beitrag zu den Umweltzielen eins und zwei veröffentlicht. Bisher bestehen nur für einen sehr geringen Teil der AGRANA-Geschäftstätigkeiten bzw. Produkte Vorgaben, der Großteil ist in der EU-Taxonomie bisher noch nicht abgedeckt (siehe Nicht-finanzielle Erklärung, Seite 30ff). Mit einer Ausweitung von Vorgaben auf die für AGRANA wesentliche Produktion von Lebensmitteln bzw. Lebensmittelbestandteilen ist 2022 zu rechnen. Generell wird davon ausgegangen, dass sich mit steigendem Anteil "grüner" Umsätze, Investitionen oder Betriebsausgaben Vorteile bei der Finanzierung und staatlichen Förderungen ergeben könnten.
Aufgrund derzeit noch nicht finalisierter Definitionen der regulatorischen Bestimmungen aus dem EU Green Deal, können momentan noch keine konkreten Aussagen über die Auswirkungen getroffen werden. Die Entwicklungen werden laufend verfolgt und evaluiert.
Am 21. Dezember 2018 wurde die Erneuerbare Energie Richtlinie der EU (RED II) verabschiedet, die eine wesentliche Bedeutung für die Geschäftstätigkeit im Segment Stärke hat. Aufgrund noch fehlender Klarstellungen und Definitionen seitens der EU-Kommission wird weiterhin an der nationalen Umsetzung dieser Richtlinie gearbeitet. Die diesbezügliche Umsetzungsfrist lief am 30. Juni 2021 aus.
Diese Richtlinie sieht eine Untergrenze von 14 % erneuerbare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der auf die Zielerreichung anrechenbare Anteil der getreidebasierten Biotreibstoffe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7 %, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel für sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe ("2. Generation") in Höhe
von mindestens 3,5 % bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoffliste für die fortschrittlichen Biokraftstoffe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden.
In Österreich beträgt das Substitutionsziel von Biotreibstoffen gemäß derzeit gültiger Kraftstoffverordnung 5,75 % (basierend auf RED I) und davon 3,4 % aus Bioethanol (jeweils bezogen auf den Energiegehalt). Die Einführung von E10 würde den Biotreibstoffanteil unmittelbar mit den vorhandenen Produktionskapazitäten auf das 7%-Ziel anheben. Auf nationaler Ebene würde damit nicht nur der RED II-Richtlinie entsprochen, sondern auch die nachweisbare Verringerung von Partikel-Emissionen könnte erreicht werden.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeitende betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für die Bereiche Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroffenen Mitarbeitenden regelmäßig fort.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichtshof erhoben. Die BWB begründet dies v.a. damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer "Zusatzstrafe" in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unterbrochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes "ne bis in idem" bei EU-Wettbewerbsverfahren gebeten. Der EuGH hat am 22. März 2022 entschieden, dass die Südzucker kein Bußgeld zu zahlen hat (also Verbot der Doppelbestrafung), wenn die in Österreich untersuchten Sachverhalte beim deutschen Settlement vor dem deutschen Kartellamt enthalten waren. Der Antrag wurde daher an die erste Instanz zurückgewiesen. Für
das weitere Verfahren wird eine Dauer von zwei Jahren geschätzt.
Weiters ist die AGRANA Stärke GmbH in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien beklagte Partei. Die klagende Partei behauptet, einen Schaden aus einer Nichtlieferung von zugesagten Produktmengen erlitten zu haben. Das Verfahren befindet sich in der ersten Instanz, im Stadium der gerichtlichen Beweisaufnahme. Mit einem erstinstanzlichen Urteil ist im Geschäftsjahr 2022|23 zu rechnen. AGRANA hält die Ansprüche der klagenden Partei mangels wirksamer Vereinbarung der Abnahmemengen für unbegründet.
Darüber hinaus bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der zur Verfügung stehenden Kreditrahmen, die Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen dieser Bestimmungen durch die gesetzgebenden Instanzen und die Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Aufgrund des seit einigen Jahren, insbesondere im Euro-Raum, bestehenden negativen Zinsumfeldes im Geldmarktbereich kommt es auch bei variabel verzinsten Finanzanlagen und Finanzierungen für die AGRANA-Gruppe zu nachteiligen Auswirkungen. Bei Bankguthaben besteht das Risiko von weiterverrechneten Negativzinsen, wohingegen bei einigen Finanzierungen der negative Zinssatz nicht an AGRANA weitergegeben wird.
Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich außerdem ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Złoty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Aufgrund der internationalen Aufstellung der AGRANA-Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen, global verteilt, bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA-Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten. Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen, global verteilt, bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA-Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt (siehe dazu auch nächstes Unterkapitel Coronavirus (COVID-19)). bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt (siehe dazu auch nächstes Unterkapitel Coronavirus (COVID-19)).
Die finanziellen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Seite 157ff) im Detail erläutert. Die finanziellen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Seite 157ff) im Detail erläutert.
Die globale Verbreitung des Coronavirus und diverser Mutationen führt trotz der bereits durchgeführten Impfungen in vielen Ländern der Welt weiterhin zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen. Die globale Verbreitung des Coronavirus und diverser Mutationen führt trotz der bereits durchgeführten Impfungen in vielen Ländern der Welt weiterhin zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen.
Bereits unmittelbar nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeitenden sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Kurz nachdem Impfstoffe verfügbar waren, hat AGRANA aktiv die Impfung der Mitarbeitenden unterstützt. Nach wie vor bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen. Darüber hinaus wurde, basierend auf den guten Erfahrungen der temporären Heimarbeit und aufgrund der Wünsche aus der Belegschaft, in Österreich die Einführung einer Home-Office-Regelung ermöglicht, die auch über die Pandemie hinaus Bestand haben wird. Bereits unmittelbar nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeitenden sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Kurz nachdem Impfstoffe verfügbar waren, hat AGRANA aktiv die Impfung der Mitarbeitenden unterstützt. Nach wie vor bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen. Darüber hinaus wurde, basierend auf den guten Erfahrungen der temporären Heimarbeit und aufgrund der Wünsche aus der Belegschaft, in Österreich die Einführung einer Home-Office-Regelung ermöglicht, die auch über die Pandemie hinaus Bestand haben wird.
Sämtliche gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, in weltweit 55 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten1 . Darüber hinaus konnte das Funktionieren der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam. Sämtliche gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, in weltweit 55 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten1 . Darüber hinaus konnte das Funktionieren der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam.
AGRANA gehört als Teil der kritischen Infrastruktur und Nahrungsmittelproduzent zu den weniger wirtschaftlich betroffenen Branchen. Dennoch wird COVID-19 und deren Mutationen, trotz Impfungen, auch weiterhin Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben und es kann weiterhin zu Beeinträchtigungen in der Beschaffung, Produktion und auf den Absatzmärkten kommen. AGRANA gehört als Teil der kritischen Infrastruktur und Nahrungsmittelproduzent zu den weniger wirtschaftlich betroffenen Branchen. Dennoch wird COVID-19 und deren Mutationen, trotz Impfungen, auch weiterhin Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben und es kann weiterhin zu Beeinträchtigungen in der Beschaffung, Produktion und auf den Absatzmärkten kommen.
Auf den Finanzmärkten sowie im Interbankenhandel ist es unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie temporär zu massiven Verwerfungen gekommen, die sich aber im AGRANA Geschäftsjahr 2021|22 nicht wiederholt haben und an den Finanzmärkten eine Beruhigung und Stabilisierung eingetreten ist. Dennoch bleibt die künftige ökonomische Entwicklung von gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit, auch beeinflusst durch Lockdown-Phasen, geprägt. Im Geschäftsjahr 2020|21 war AGRANA mit einer Reduzierung der Versicherungsdeckung aus Warenkreditversicherungen, in Einzelfällen auch eine gesamte Aufhebung des Deckungsumfangs bzw. eine erschwerte Erstversicherung von Neukunden, betroffen. Diese Situation hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021|22 etwas entspannt. Dennoch führten diese Erfahrungen zu einem engmaschigeren Monitoring der Kundenforderungen und Zahlungsziele sowie alternativen Risikoevaluierungsmaßnahmen und -sicherstellungen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sind derzeit keine zusätzlichen nennenswerten Forderungsausfälle zu beobachten. Auf den Finanzmärkten sowie im Interbankenhandel ist es unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie temporär zu massiven Verwerfungen gekommen, die sich aber im AGRANA Geschäftsjahr 2021|22 nicht wiederholt haben und an den Finanzmärkten eine Beruhigung und Stabilisierung eingetreten ist. Dennoch bleibt die künftige ökonomische Entwicklung von gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit, auch beeinflusst durch Lockdown-Phasen, geprägt. Im Geschäftsjahr 2020|21 war AGRANA mit einer Reduzierung der Versicherungsdeckung aus Warenkreditversicherungen, in Einzelfällen auch eine gesamte Aufhebung des Deckungsumfangs bzw. eine erschwerte Erstversicherung von Neukunden, betroffen. Diese Situation hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021|22 etwas entspannt. Dennoch führten diese Erfahrungen zu einem engmaschigeren Monitoring der Kundenforderungen und Zahlungsziele sowie alternativen Risikoevaluierungsmaßnahmen und -sicherstellungen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sind derzeit keine zusätzlichen nennenswerten Forderungsausfälle zu beobachten.
AGRANA steht in engem Austausch mit ihren Hausbanken und überprüft laufend die Verfügbarkeit der vorhandenen Kreditrahmen. Ebenso wird die Liquidität auf den weltweit unterhaltenen Bankkonten und das Rating der Bankpartner laufend kritisch überprüft und bei Bedarf werden notwendige Umschichtungen vorgenommen. AGRANA steht in engem Austausch mit ihren Hausbanken und überprüft laufend die Verfügbarkeit der vorhandenen Kreditrahmen. Ebenso wird die Liquidität auf den weltweit unterhaltenen Bankkonten und das Rating der Bankpartner laufend kritisch überprüft und bei Bedarf werden notwendige Umschichtungen vorgenommen.
maßnahme um eine weitere COVID-19-Ausbreitung unter der Belegschaft zu verhindern.
AGRANA ist mit Produktionsstätten in der Ukraine und in Russland vertreten. Der kriegerische Konflikt erforderte eine Anpassung des Produktionsbetriebes in der Ukraine. Aus Sicherheitsgründen wurde die Produktion nach Kriegsausbruch stillgelegt und wird zum Berichtszeitpunkt1 nur eingeschränkt und temporär, je nach aktueller Sicherheitslage, weitergeführt. Rund 3 %1 der ukrainischen Mitarbeitenden sind in der Zwischenzeit aus der Kriegsregion geflohen oder wurden zum Militärdienst einberufen. AGRANA hat einen Krisenstab eingerichtet, um die negativen Auswirkungen, insbesondere auch auf die Mitarbeitenden, so gut wie möglich zu begrenzen. und Produktion zeitpunkt1 %1 Zwischenzeit zum Militärdienst Krisenstab
In Russland ist die Produktion weiterhin aufrecht, jedoch kann sich die äußerst instabile wirtschaftliche Situation negativ auf das Marktumfeld und das Konsumverhalten auswirken. wirtschaftliche das Konsumverhalten auswirken.
Es ist derzeit schwer einzuschätzen, ob in Zukunft weitere Bewertungsmaßnahmen für Vermögenswerte in der Ukraine und in Russland vorgenommen werden müssen (siehe dazu auch Konzernanhang, Seite 126ff). Es Zukunft in werden Konzernanhang126ff).
Die kriegerische Auseinandersetzung hat auch negative Auswirkungen auf die Einkaufspreise und die Volatilität für Roh- und Hilfsstoffe der AGRANA-Gruppe. Insbesondere sind die Getreidepreise massiven Erhöhungen ausgesetzt. Des Weiteren sind auch die Preise für Energie nach Ausbruch des Krieges weiter stark angestiegen. Die mittelfristige Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise ist aufgrund der Unsicherheiten auf den internationalen Beschaffungsmärkten schwer abschätzbar. Aufgrund des derzeit hohen Preisniveaus im Einkaufsbereich überprüft AGRANA laufend Preiserhöhungen im Absatzbereich als wesentliche Gegenmaßnahme zu den aktuellen Kostenentwicklungen. negative Volatilität Erhöhungen angestiegen. aufgrund Gegenmaßnahme Kostenentwicklungen.
Der Krieg in der Ukraine bringt auch im Bereich der IT-Sicherheit ein erhöhtes Risiko aus Cyber- und Sabotageattacken mit sich.
Im Geschäftsjahr 2021|22 hat sich AGRANA weiter mit der Analyse der nicht-finanziellen bzw. nicht primär finanziellen Risiken beschäftigt. Für die Betrachtungen wurden einerseits die Vorgaben des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsgesetzes bzw. des § 267a UGB und der Global Reporting Initiative (GRI) sowie andererseits auch die Reporting-Empfehlungen zu klimabezogenen Risiken und Chancen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) herangezogen. Nicht-finanzielle Risiken primär Betrachtungen österreichischen des Force
Während die gesetzlichen und GRI-Anforderungen ihren Fokus auf die von Unternehmen ausgelösten nichtfinanziellen Risiken bzw. tatsächlichen Auswirkungen richten, empfiehlt die TCFD die verstärkte Darstellung der durch den Klimawandel auf Unternehmen wirkenden Risiken. Auswirkungen Darstellung Risiken.
Das AGRANA-Risikomanagement beschäftigt sich mit den auf AGRANA wirkenden Risiken und deckt die im Rahmen der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf die Gruppe wirkenden physischen Risiken (v.a. Rohstoffbeschaffungsrisiken, aber auch akute physische Risiken) ab. Der Betrachtungszeitraum für die genannten Risiken entspricht im Rahmen des AGRANA-Risikomanagementsystems und dem konzernweit einheitlich implementierten Planungs- und Berichtssystem fünf Jahren (Beschreibung siehe Kapitel Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 93). mit Risiken und im Risiken) Der für Jahren und 93).
Im Geschäftsjahr 2022|23 wird AGRANA im Rahmen der weiteren Entwicklung ihrer Geschäftsstrategie eine umfassende Klimawandel-Szenarioanalyse nach TCFD-Vorgaben durchführen. In diesem Projekt sollen speziell die langfristig auf AGRANA wirkenden Risiken der Erderwärmung und ihrer Folgen, d.h. Risiken mit einem Betrachtungshorizont von mehr als fünf bis maximal 30 Jahren, betrachtet werden. Unter Zuhilfenahme von drei unterschiedlichen, von internationalen Experten entwickelten, Klimawandelszenarien und ihren potentiellen regionalen Auswirkungen sollen akute und chronische physische sowie transitorische Risiken, die auf die AGRANA-Produktionsaktivitäten sowie ihre vorund nachgelagerten Wertschöpfungsketten in den drei Geschäftssegmenten wirken erfasst und quantifiziert werden. Darauf basierend sind entsprechende bestandssichernde Klimawandel Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Klimawandel-Szenarioanalyse soll aber auch Chancen für die Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsmodelle bzw. das Erschließen neuer Geschäftsfelder aufzeigen. 91Krieg in der Ukraine nach speziell einem als maximal Experten auf drei quantifiziert Anpassungsmaßnahmen Erschließen aufzeigen.
Als energieintensiver industrieller Veredler, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, unterliegt AGRANA mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segden mit
mente dem EU-Emissionshandelssystem (ETS1 ). Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potenziellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel werden durch das Pariser Klimaabkommen 2015 und dem darauf basierenden EU Green Deal in den nächsten Jahren vermehrte regulatorische Risiken im Rahmen der Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft für AGRANA begründen (siehe dazu Abschnitt "Regulatorische Risiken"). Daher seit Energiegesetzgebung. Deal (siehe Risiken").
Sowohl die in diesem Risikobericht beschriebenen auf AGRANA wirkenden als auch die durch AGRANAs Geschäftstätigkeit ausgelösten Risiken und tatsächlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie die ergriffenen Maßnahmen, wie z.B. die Entwicklung einer AGRANA-Klimastrategie, werden im Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung (Seite 39) genauer beschrieben. AGRANA hat sowohl im Bereich der auf sie wirkenden als auch im Bereich der von ihr ausgelösten Risiken angemessene Maßnahmen gesetzt, um nachteiligen Effekten aus nicht-finanziellen Risiken aus der strategischen und operativen Geschäftsgebarung entgegenzuwirken. Die Maßnahmen betreffen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange und stehen im Einklang mit nationalen und internationalen Standards zur Wahrung der Qualitäts- und Reputationsansprüche im Interesse der AGRANA-Gruppe. 92 (ETS1 auf tatsächlichen die einer Kapitel AGRANA auch aus der und und nationalen AGRANA-Gruppe.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs-, Energie- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Im Segment Zucker ist der Einfluss der Weltmarktpreise auf das europäische Preisniveau von gestiegener Bedeutung. Im Bereich Bioethanol ist der wirtschaftliche Erfolg wesentlich durch die zukünftige Entwicklung der Absatzpreise bestimmt. Da sich die Preise für die verwendeten Rohstoffe Mais und Weizen unabhängig von den Ethanolpreisen entwickeln können, wird die Einschätzung der Ergebnisentwicklung bei Bioethanol zusätzlich erschwert. und ist Erfolg der schwert.
Trotz der sich nach oben bewegenden EU-Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns aufgrund der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der im letzten Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Hilfs- und Betriebsstoffe sowie aufgrund der nach wie vor gegebenen Unsicherheiten in Bezug auf Ausmaß und Dauer des Krieges in der Ukraine sowie der Coronavirus-Krise deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Sie ist jedoch durch eine hohe bilanzielle Eigenkapitalausstattung gedeckt und die AGRANA-Gruppe kann durch die Diversifikation in drei Geschäftsbereichen risikoausgleichend agieren. aufgrund ist hohe die agieren.
Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw. sind solche auch gegenwärtig nicht erkennbar. Es bestandsgefährdenden auch gegenwärtig nicht erkennbar.
92
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften. Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse. Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP1 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt. Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP1 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt. Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen
noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird. nicht wesentlichen nachfolgende wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 84ff), sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken sowie Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. (siehe auf in dessen Unternehmen relevanten rechtliche Rohstoffbeschaffung, Risiken einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebsund Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft. 93Internes Kontroll- und die interner Grundlage Vorstand Revisionsplan des und überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das Interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet. Die berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2022 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2021: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (28. Februar 2021: 62.488.976) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht. mit nicht.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG (AZSF) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. An der AZSF sind die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der AZSF gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dkfm. Markus Mühleisen, MBA von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Ingrid-Helen Arnold, MBA seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt. des sind AGRANA gehalten "ALMARA" Beteiligungs der Markus bestellt.
Es gibt keine Inhaberinnen und Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch Aktionärinnen und Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus. und AGRANA individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. hinausgehenden Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind Change of Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen. Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Mitarbeitenden im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht. öffentlichen nicht.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt.
Der seit Ende Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine führte zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten. Die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser zusätzlichen temporären Ausnahmesituation sind nur schwer abschätzbar. Daneben bestehen auch weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der seit Ende Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine führte zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten. Die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser zusätzlichen temporären Ausnahmesituation sind nur schwer abschätzbar. Daneben bestehen auch weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.
Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Krieg in der Ukraine temporär und regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und sich innerhalb des Geschäftsjahres 2022|23 die Absatz- und Beschaffungsmärkte wieder teilweise normalisieren können. AGRANA erwartet auch, die insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in neuen Kundenkontrakten weitergeben zu können. Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Krieg in der Ukraine temporär und regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und sich innerhalb des Geschäftsjahres 2022|23 die Absatz- und Beschaffungsmärkte wieder teilweise normalisieren können. AGRANA erwartet auch, die insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in neuen Kundenkontrakten weitergeben zu können.
| AGRANA-Gruppe AGRANA-Gruppe |
2021 22 2021 22 IST IST |
2022 23 2022 23 Prognose Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.901,5 | deutlicher Anstieg | ii |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.901,5 | deutlicher Anstieg | |
| EBIT | Mio. € | 24,7 | sehr deutlicher Anstieg | iii |
| EBIT | Mio. € | 24,7 | sehr deutlicher Anstieg | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 82,4 | 115 | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 82,4 | 115 |
Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2022|23 mit einem sehr deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen. Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2022|23 mit einem sehr deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 115 Mio. € zwar über dem Wert von 2021|22, jedoch unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 120 Mio. € liegen. Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 115 Mio. € zwar über dem Wert von 2021|22, jedoch unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 120 Mio. € liegen.
| Segment Frucht Segment Frucht |
2021 22 2021 22 IST IST |
2022 23 2022 23 Prognose Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.251,1 | moderater Anstieg | i |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.251,1 | moderater Anstieg | |
| sehr deutliche sehr deutliche |
||||
| EBIT | Mio. € | –15,8 | Verbesserung | iii |
| EBIT | Mio. € | –15,8 | Verbesserung | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 37,4 | 54 | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 37,4 | 54 |
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2022|23 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet mit einer positiven Umsatzentwicklung. Das EBIT soll sehr deutlich verbessert werden, weil es 2021|22 die außerordentlichen Belastungen durch den Ukraine-Krieg (v.a. Goodwill-Wertminderung) gab. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird 2022|23 von einem moderaten Umsatzanstieg bei einer sich weiter verbessernden Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2022|23 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet mit einer positiven Umsatzentwicklung. Das EBIT soll sehr deutlich verbessert werden, weil es 2021|22 die außerordentlichen Belastungen durch den Ukraine-Krieg (v.a. Goodwill-Wertminderung) gab. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird 2022|23 von einem moderaten Umsatzanstieg bei einer sich weiter verbessernden Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.
Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 54 Mio. € geplant, das um rund 23 % über dem erwarteten Abschreibungsniveau liegt. Schwerpunktmäßig sind Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen sowie Produktionsoptimierungen vorgesehen. Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 54 Mio. € geplant, das um rund 23 % über dem erwarteten Abschreibungsniveau liegt. Schwerpunktmäßig sind Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen sowie Produktionsoptimierungen vorgesehen.
| Segment Stärke Segment Stärke |
2021 22 2021 22 IST IST |
2022 23 2022 23 Prognose Prognose |
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|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.010,4 | deutlicher Anstieg | ii |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.010,4 | deutlicher Anstieg | |
| EBIT | Mio. € | 71,6 | moderater Rückgang | s |
| EBIT | Mio. € | 71,6 | moderater Rückgang | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 24,3 | 32 | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 24,3 | 32 |
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2022|23 einen deutlichen Umsatzanstieg, primär bedingt durch höhere Verkaufspreise. Gleichzeitig werden höhere Rohstoff- und Energiepreise die Geschäftstätigkeit belasten. Aus aktu-Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2022|23 einen deutlichen Umsatzanstieg, primär bedingt durch höhere Verkaufspreise. Gleichzeitig werden höhere Rohstoff- und Energiepreise die Geschäftstätigkeit belasten. Aus aktu-
eller Sicht wird mit einem moderat unter dem Vorjahr liegenden Stärke-EBIT gerechnet, was auch auf die Erwartung schwächerer Ethanolergebnisse zurückzuführen ist. eller Sicht wird mit einem moderat unter dem Vorjahr liegenden Stärke-EBIT gerechnet, was auch auf die Erwartung schwächerer Ethanolergebnisse zurückzuführen ist.
Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 32 Mio. € und wird damit nach den Großprojekten der vergangenen Jahre deutlich unter dem Abschreibungsniveau liegen. Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 32 Mio. € und wird damit nach den Großprojekten dervergangenen Jahre deutlich unter dem Abschreibungsniveau liegen.
| Segment Zucker Segment Zucker |
2021 22 2021 22 IST IST |
2022 23 2022 23 Prognose Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 640,0 | deutlicher Anstieg | ii |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 640,0 | deutlicher Anstieg | |
| EBIT | Mio. € | –31,1 | deutliche Verbesserung | ii |
| EBIT | Mio. € | –31,1 | deutliche Verbesserung | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 20,7 | 29 | |
| Investitionen¹ | Mio. € | 20,7 | 29 |
Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2022|23 mit v.a. preisbedingt höheren Umsatzerlösen. AGRANA geht davon aus, dass die Auslastung speziell der beiden österreichischen Zuckerrübenfabriken auf höherem Niveau stabilisiert werden kann. Trotz höherer Energiekosten und Rübenpreise wird im Falle eines stabilen EU-Zuckermarktumfeldes aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements ein deutlich verbessertes Ergebnis erwartet. Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2022|23 mit v.a. preisbedingt höheren Umsatzerlösen. AGRANA geht davon aus, dass die Auslastung speziell der beiden österreichischen Zuckerrübenfabriken auf höherem Niveau stabilisiert werden kann. Trotz höherer Energiekosten und Rübenpreise wird im Falle eines stabilen EU-Zuckermarktumfeldes aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements ein deutlich verbessertes Ergebnis erwartet.
Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben liegen auf dem Abschreibungsniveau belaufen sich auf rund 29 Mio. €. Es werden v.a. Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen getätigt. Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben liegen auf dem Abschreibungsniveau belaufen sich auf rund 29 Mio. €. Es werden v.a. Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen getätigt.
Betreffend Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen: Betreffend Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage Wertaussage |
Visualisierung Visualisierung |
Wertmäßige Veränderung in Zahlen Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil Stabil |
p | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht Leicht |
o oder a | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat Moderat |
i oder s | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich Deutlich |
ii oder ss | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich Sehr deutlich |
iii oder sss | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Im Geschäftsjahr 2021|22 hat AGRANA mit der ersten Erfassung ihres Corporate Carbon Footprints einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung einer umfassenden AGRANA-Klimastrategie gelegt. Auf Basis der laufend erfassten Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1 +2) sowie der erstmals für das Basisjahr 2019|20 erfassten Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) wird AGRANA im Geschäftsjahr 2022|23 wissenschaftsbasierte Klimaziele im Einklang mit den Emissionsreduktionsvorgaben der Science Based Targets Initiative entwickeln. wichtigen Grundstein für die Entwicklung einer umfassenden AGRANA-Klimastrategie gelegt. Auf Basis der laufend erfassten Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1 +2) sowie der erstmals für das Basisjahr 2019|20 erfassten Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) wird AGRANA im Geschäftsjahr 2022|23 wissenschaftsbasierte Klimaziele im Einklang mit den Emissionsreduktionsvorgaben der Science Based Targets Initiative entwickeln.
Daneben wird im Rahmen der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie auch an der Integration einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie gearbeitet. Daneben wird im Rahmen der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie auch an der Integration einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie gearbeitet.1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| 98 | Konzern-Gewinn- und |
|---|---|
| Verlustrechnung |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1.März 2021 bis 28. Februar 2022
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
| Note | t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|---|
| (1) | Umsatzerlöse | 2.901.544 | 2.546.984 |
| (2) | Bestandsveränderungen | 99.051 | –14.529 |
| (2) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.069 | 2.820 |
| (3) | Sonstige betriebliche Erträge | 35.742 | 42.964 |
| (4) | Materialaufwand | –2.169.319 | –1.759.232 |
| (5) | Personalaufwand | –347.226 | –345.294 |
| (6) | Abschreibungen | –176.999 | –120.148 |
| (7) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –328.149 | –292.387 |
| (8) | Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 8.019 | 17.513 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 24.732 | 78.691 | |
| (9) | Finanzerträge | 28.564 | 24.896 |
| (10) | Finanzaufwendungen | –44.663 | –43.392 |
| Finanzergebnis | –16.099 | –18.496 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 8.633 | 60.195 | |
| (11) | Ertragsteuern | –20.866 | –5.210 |
| Konzernergebnis | –12.233 | 54.985 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | –12.612 | 59.787 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 379 | –4.802 | |
| (12) | Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | –0,20 € | 0,96 € |
99
t€ 2021|22 2020|21 Konzernergebnis –12.233 54.985
Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung 14.094 –43.031
(Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern 427 356
die nach der Equity-Methode bilanziert werden –1.686 –3.391
ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern 3.743 502
nach latenten Steuern –7 0
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 1 4
zu erfassende Erträge und Aufwendungen 3.737 506 Sonstiges Ergebnis 16.572 –45.560
Gesamtergebnis 4.339 9.425 davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 4.586 17.666 davon nicht beherrschende Anteile –247 –8.241
zu erfassende Erträge und Aufwendungen 12.835 –46.066
Sonstiges Ergebnis aus
Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten
Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung
leistungsorientierter Pensionszusagen und
Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung
Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten
Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen,
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste
Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen,
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1.März 2021 bis 28. Februar 2022
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | –12.233 | 54.985 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung | 14.094 | –43.031 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten | ||
| (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern | 427 | 356 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –1.686 | –3.391 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 12.835 | –46.066 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und | ||
| ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern | 3.743 | 502 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| nach latenten Steuern | –7 | 0 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1 | 4 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 3.737 | 506 |
| Sonstiges Ergebnis | 16.572 | –45.560 |
| Gesamtergebnis | 4.339 | 9.425 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 4.586 | 17.666 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –247 | –8.241 |
Konzern-Geldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1.März 2021 bis 28. Februar 2022 Konzern-Bilanz
A. Langfristige Vermögenswerte
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Note t€ Stand Stand
(16) Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 204.554 254.599 (17) Sachanlagen 828.168 859.659 (18) Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 65.952 72.118 (18) Wertpapiere 18.772 19.416 (18) Beteiligungen 280 1.683 (19) Sonstige Vermögenswerte 3.500 8.106 (20) Aktive latente Steuern 13.734 16.440
(21) Vorräte 864.067 700.613 (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 398.509 323.055 (19) Sonstige Vermögenswerte 132.757 96.069 Laufende Ertragsteuerforderungen 9.744 10.005 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 103.593 110.971
Summe Aktiva 2.643.630 2.472.734
Grundkapital 113.531 113.531 Kapitalrücklagen 540.760 540.760 Gewinnrücklagen 570.269 619.493 Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.224.560 1.273.784 Nicht beherrschende Anteile 56.982 55.313
(23a) Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 58.848 67.786 (23b) Übrige Rückstellungen 29.364 29.396 (24) Finanzverbindlichkeiten 377.744 493.637 (25) Sonstige Verbindlichkeiten 5.363 1.094 (26) Passive latente Steuern 6.218 5.502
(23b) Übrige Rückstellungen 19.028 17.478 (24) Finanzverbindlichkeiten 276.627 80.274 (25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 440.130 311.524 (25) Sonstige Verbindlichkeiten 143.780 130.800 Steuerschulden 4.986 6.146
Summe Passiva 2.643.630 2.472.734
28.02.2022 28.02.2021
1.134.960 1.232.021
1.508.670 1.240.713
1.281.542 1.329.097
477.537 597.415
884.551 546.222
zum 28. Februar 2022
AKTIVA
PASSIVA (22) A. Eigenkapital
B. Langfristige Schulden
C. Kurzfristige Schulden
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | –12.233 | 54.985 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 177.372 | 120.453 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –283 | –199 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | –5.251 | –339 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | –4.580 | –3.619 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –8.019 | –17.513 |
| Dividenden von Unternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 12.500 | 21.000 |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 1.038 | 823 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 46.681 | 23.234 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 207.225 | 198.825 |
| Veränderungen der Vorräte | –162.853 | –13.503 |
| Veränderungen der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten | –122.344 | –37.477 |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | 997 | –7.434 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 155.208 | 43.794 |
| Veränderungen des Working Capital | –128.992 | –14.620 |
| Erhaltene Zinsen | 742 | 802 |
| Gezahlte Zinsen | –7.617 | –7.930 |
| Gezahlte Ertragsteuern | –18.123 | –13.454 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 53.235 | 163.623 |
| Erhaltene Dividenden | 33 | 22 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 7.897 | 2.829 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –77.018 | –70.509 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 94 | 468 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | –3.345 |
| Auszahlungen für den Erwerb eines Geschäftsbetriebes/ | ||
| einer Tochtergesellschaft abzüglich übernommener liquider Mittel | –3.630 | –9.111 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –72.624 | –79.646 |
| Rückführung/Aufnahme von Schuldscheindarlehen | 0 | –26.000 |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | –5.808 | –7.266 |
| Rückführung Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank | –4.882 | –4.882 |
| Rückführung/Aufnahme von syndizierten Krediten | 0 | –70.000 |
| Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | 84.043 | 97.520 |
| Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft durch nicht beherrschende Anteile | 1.800 | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | –4.201 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | –53.357 | –48.826 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 17.595 | –59.454 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –1.794 | 24.523 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –52 | –5.437 |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen | 753 | 0 |
| Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand | –6.285 | –1.530 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 110.971 | 93.415 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 103.593 | 110.971 |
Konzern-Bilanz zum 28. Februar 2022 zum 28. Februar 2022
| t€ | Stand 28.02.2022 |
Stand 28.02.2021 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 204.554 | 254.599 |
| Sachanlagen | 828.168 | 859.659 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 65.952 | 72.118 |
| Wertpapiere | 18.772 | 19.416 |
| Beteiligungen | 280 | 1.683 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.500 | 8.106 |
| Aktive latente Steuern | 13.734 | 16.440 |
| 1.134.960 | 1.232.021 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 864.067 | 700.613 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 398.509 | 323.055 |
| Sonstige Vermögenswerte | 132.757 | 96.069 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 9.744 | 10.005 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 103.593 | 110.971 |
| 1.508.670 | 1.240.713 | |
| Summe Aktiva | 2.643.630 | 2.472.734 |
| PASSIVA A. Eigenkapital |
||
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 |
| Gewinnrücklagen | 570.269 | 619.493 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.224.560 | 1.273.784 |
| Nicht beherrschende Anteile | 56.982 | 55.313 |
| B. Langfristige Schulden | 1.281.542 | 1.329.097 |
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 58.848 | 67.786 |
| Übrige Rückstellungen | 29.364 | 29.396 |
| Finanzverbindlichkeiten | 377.744 | 493.637 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.363 | 1.094 |
| Passive latente Steuern | 6.218 | 5.502 |
| 477.537 | 597.415 | |
| C. Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 19.028 | 17.478 |
| Finanzverbindlichkeiten | 276.627 | 80.274 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 440.130 | 311.524 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 143.780 | 130.800 |
| Steuerschulden | 4.986 | 6.146 |
| 884.551 | 546.222 | |
| Summe Passiva | 2.643.630 | 2.472.734 |
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022 Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1.März 2021 bis 28. Februar 2022
Den Aktionären der AGRANA Den Aktionären der AGRANA
Beteiligungs-AG zurechenbar
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung
Jahresergebnis
767.030 –137.682 59.787 1.273.784 55.313 1.329.097
0 0 0 –117 0 –117
0 0 0 –36 –357 –393
0 0 0 4.613 46 4.659 0 0 0 –738 62 –676
0 14.472 0 13.476 –377 13.099 0 14.472 0 17.198 –626 16.572
0 0 –12.612 –12.612 379 –12.233 0 14.472 –12.612 4.586 –247 4.339
0 0 –53.116 –53.116 –242 –53.358 6.671 0 –6.671 0 0 0 0 0 0 0 1.800 1.800
–747 0 0 –747 350 –397 53 0 0 53 8 61 773.007 –123.210 –12.612 1.224.560 56.982 1.281.542
Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre
Nicht beherrschende
Anteile Summe
Übriges kumuliertes Eigenkapital Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
| Gewinnrücklagen Gewinnrücklagen |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ t€ |
Grund Grund kapital kapital |
Kapital Kapital rücklagen rücklagen |
Rücklage Rücklage für Eigen für Eigen kapital kapital instrumente instrumente |
Rücklage Rücklage für für Sicherungs Sicherungs instrumente instrumente (Cashflow (Cashflow Hedges) Hedges) |
Rücklage Rücklage für ver für ver sicherungs sicherungs mathem. mathem. Gewinne/ Gewinne/ Verluste Verluste |
Anteile am Anteile am sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis von von Gemein Gemein schafts schafts unter unter nehmen1 nehmen1 |
|
| Geschäftsjahr 2021 22 Geschäftsjahr 2021 22 |
|||||||
| Stand 01.03.2021 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –263 | –38.551 | –33.938 | |
| Stand 01.03.2021 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –263 | –38.551 | –33.938 | |
| Marktwertänderungen Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten von Eigenkapitalinstrumenten |
0 0 |
0 0 |
–117 –117 |
0 0 |
0 0 |
0 0 |
|
| Marktwertänderungen von Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) (Cashflow-Hedges) |
0 0 |
0 0 |
0 0 |
656 656 |
0 0 |
–692 –692 |
|
| Veränderung versicherungs Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne/Verluste mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen leistungsorientierter Pensionszusagen |
|||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.612 | 1 | |
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.612 | 1 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | 110 | –131 | –890 | 173 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | 110 | –131 | –890 | 173 | |
| Gewinn aus Währungsumrechnung Gewinn aus Währungsumrechnung |
|||||||
| und Hochinflationsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –996 | |
| und Hochinflationsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –996 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | –7 | 525 | 3.722 | –1.514 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | –7 | 525 | 3.722 | –1.514 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | –7 | 525 | 3.722 | –1.514 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | –7 | 525 | 3.722 | –1.514 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs Anteils- und Konsolidierungs |
|||||||
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2022 | 113.531 | 540.760 | 3.103 | 262 | –34.829 | –35.452 | |
| Stand 28.02.2022 | 113.531 | 540.760 | 3.103 | 262 | –34.829 | –35.452 | |
| 570.269 570.269 |
| Summe | Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital der AGRANA Aktionäre |
Jahres ergebnis |
Unter schieds betrag Währungs umrechnung |
Übriges kumuliertes Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.329.097 | 55.313 | 1.273.784 | 59.787 | –137.682 | 767.030 |
| –117 | 0 | –117 | 0 | 0 | 0 |
| –393 | –357 | –36 | 0 | 0 | 0 |
| 4.659 | 46 | 4.613 | 0 | 0 | 0 |
| –676 | 62 | –738 | 0 | 0 | 0 |
| 13.099 | –377 | 13.476 | 0 | 14.472 | 0 |
| 16.572 | –626 | 17.198 | 0 | 14.472 | 0 |
| –12.233 | 379 | –12.612 | –12.612 | 0 | 0 |
| 4.339 | –247 | 4.586 | –12.612 | 14.472 | 0 |
| –53.358 | –242 | –53.116 | –53.116 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | –6.671 | 0 | 6.671 |
| 1.800 | 1.800 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –397 | 350 | –747 | 0 | 0 | –747 |
| 61 | 8 | 53 | 0 | 0 | 53 |
| 1.281.542 | 56.982 | 1.224.560 | –12.612 | –123.210 | 773.007 |
Beteiligungs-AG zurechenbar
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung
Jahresergebnis
786.447 –98.293 28.051 1.303.586 63.435 1.367.021
0 0 0 1.063 187 1.250
0 0 0 1.861 88 1.949 0 0 0 –1.706 –69 –1.775
0 –39.389 0 –43.339 –3.645 –46.984 0 –39.389 0 –42.121 –3.439 –45.560
0 0 59.787 59.787 –4.802 54.985 0 –39.389 59.787 17.666 –8.241 9.425
0 0 –48.117 –48.117 –710 –48.827 –20.066 0 20.066 0 0 0 649 0 0 649 829 1.478 767.030 –137.682 59.787 1.273.784 55.313 1.329.097
Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre
Nicht beherrschende
Anteile Summe
Übriges kumuliertes Eigenkapital Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
105
| t€ t€ Geschäftsjahr 2020 21 Geschäftsjahr 2020 21 |
Grund Grund kapital kapital |
Kapital Kapital rücklagen rücklagen |
Rücklage Rücklage für Eigen für Eigen kapital kapital instrumente instrumente |
Rücklage Rücklage für für Sicherungs Sicherungs instrumente instrumente (Cashflow (Cashflow Hedges) Hedges) |
Rücklage Rücklage für ver für ver sicherungs sicherungs mathem. mathem. Gewinne/ Gewinne/ Verluste Verluste |
Gewinnrücklagen Anteile am Anteile am sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis von von Gemein Gemein schafts schafts unter unter nehmen1 nehmen1 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –619 | –38.988 | –30.413 | |
| Stand 01.03.2020 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –619 | –38.988 | –30.413 | |
| Marktwertänderungen von Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) |
0 | 0 | 0 | 501 | 0 | 562 | |
| (Cashflow-Hedges) Veränderung versicherungs Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne/Verluste mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen leistungsorientierter Pensionszusagen |
0 | 0 | 0 | 501 | 0 | 562 | |
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.857 | 4 | |
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.857 | 4 | |
| Steuereffekte Steuereffekte Verlust aus Währungsumrechnung Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung und Hochinflationsanpassung |
0 0 0 0 |
0 0 0 0 |
0 0 0 0 |
–145 –145 0 0 |
–1.420 –1.420 0 0 |
–141 –141 –3.950 –3.950 |
|
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | –3.525 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | –3.525 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | –3.525 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | –3.525 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2021 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –263 | –38.551 | –33.938 | |
| Stand 28.02.2021 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | –263 | –38.551 | –33.938 |
619.493 619.493
| Summe | Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital der AGRANA Aktionäre |
Jahres ergebnis |
Unter schieds betrag Währungs umrechnung |
Übriges kumuliertes Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.367.021 | 63.435 | 1.303.586 | 28.051 | –98.293 | 786.447 |
| 1.250 | 187 | 1.063 | 0 | 0 | 0 |
| 1.949 | 88 | 1.861 | 0 | 0 | 0 |
| –1.775 | –69 | –1.706 | 0 | 0 | 0 |
| –46.984 | –3.645 | –43.339 | 0 | –39.389 | 0 |
| –45.560 | –3.439 | –42.121 | 0 | –39.389 | 0 |
| 54.985 | –4.802 | 59.787 | 59.787 | 0 | 0 |
| 9.425 | –8.241 | 17.666 | 59.787 | –39.389 | 0 |
| –48.827 | –710 | –48.117 | –48.117 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 20.066 | 0 | –20.066 |
| 1.478 | 829 | 649 | 0 | 0 | 649 |
| 1.329.097 | 55.313 | 1.273.784 | 59.787 | –137.682 | 767.030 |
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien|Österreich, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien|Österreich, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Informationen zu Geschäftssegmenten
Konsoli-
dierung Konzern
t€ Frucht Stärke Zucker
und immaterielle Vermögenswerte1 37.382 24.283 20.702 0 82.367 Investitionen in Finanzanlagen 0 0 0 0 0 Investitionen gesamt 37.382 24.283 20.702 0 82.367
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 53.155 12.797 0 65.952
Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) 5.662 1.137 1.892 0 8.691
Umsatzerlöse (brutto) 1.167.600 831.867 588.559 –41.042 2.546.984 Umsätze zwischen Segmenten –1.029 –9.975 –30.038 41.042 0 Umsatzerlöse 1.166.571 821.892 558.521 0 2.546.984
EBITDA 94.034 92.117 5.068 0 191.219
und immaterielle Vermögenswerte1 –41.152 –46.715 –30.239 0 –118.106 Operatives Ergebnis 52.882 45.402 –25.171 0 73.113 Ergebnis aus Sondereinflüssen –11.723 0 –212 0 –11.935
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 19.400 –1.887 0 17.513 Ergebnis der Betriebstätigkeit 41.159 64.802 –27.270 0 78.691
Segmentvermögen 1.160.672 709.699 1.676.687 –1.074.324 2.472.734 Segmenteigenkapital 416.679 373.461 890.599 –351.642 1.329.097 Segmentschulden 743.993 336.238 786.088 –722.682 1.143.637
und immaterielle Vermögenswerte1 34.185 22.199 15.905 0 72.289 Investitionen in Finanzanlagen 1.273 0 2.072 0 3.345 Investitionen gesamt 35.458 22.199 17.977 0 75.634
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 52.893 19.225 0 72.118
Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) 5.695 1.149 2.003 0 8.847
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69.768 t€ (Vorjahr: –11.935 t€) steht mit 67.494 t€ im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Der wesentlichste Effekt im Segment Frucht resultierte aus der Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes in Höhe von 55.283 t€. Weiters wurden im Segment Frucht Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Kunden in Kriegsgebieten oder kriegsnahen Gebieten sowie
Umsatzsteuerforderungen von 6.021 t€, Forderungen gegenüber Mitarbeitern von 103 t€ und Halb- und Fertigprodukten von 1.118 t€, Sachanlagenabwertungen von 1.545 t€ sowie Wertberichtigungen von Rohstoffen von 379 t€ vorgenommen (davon in der Ukraine 9.011 t€, Österreich 136 t€ und China 19 t€). In Russland wurden Fremdwährungsverluste durch die Abwertung des russischen Rubels in Höhe von 973 t€ im Sonderergebnis dargestellt. Weitere Einmaleffekte resultierten aus einem Schadensfall in Nordamerika sowie Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm (Vorjahr: im Wesentlichen Kosteneinsparungsprogramm, Sachanlagenabwertung, Werksschließungen sowie ein Reklamationsfall in Europa). Das Sonderergebnis im Segment Zucker beinhaltet Forderungswertberichtigungen gegenüber dem in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine)
Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Investitionen in Sachanlagen
Geschäftsjahr 2020|21
Abschreibungen auf Sachanlagen
Investitionen in Sachanlagen
Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen,
Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH, Wien|Österreich.
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen,
Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen,
107
Der Konzernabschluss 2021|22 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB erstellt. Der Konzernabschluss 2021|22 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB erstellt.
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe. Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe.
Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Frucht, Stärke und Zucker. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-AG als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Frucht, Stärke und Zucker. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-AG als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt. Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt.
AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl "Operatives Ergebnis". Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen. AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl "Operatives Ergebnis". Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen.
| Konsoli Konsoli |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| Geschäftsjahr 2021 22 Geschäftsjahr 2021 22 |
|||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.251.846 | 1.020.436 | 666.173 | –36.911 | 2.901.544 |
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.251.846 | 1.020.436 | 666.173 | –36.911 | 2.901.544 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –766 | –10.029 | –26.116 | 36.911 | 0 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –766 | –10.029 | –26.116 | 36.911 | 0 |
| Umsatzerlöse | 1.251.080 | 1.010.407 | 640.057 | 0 | 2.901.544 |
| Umsatzerlöse | 1.251.080 | 1.010.407 | 640.057 | 0 | 2.901.544 |
| EBITDA | 93.341 | 106.391 | 6.920 | 0 | 206.652 |
| EBITDA | 93.341 | 106.391 | 6.920 | 0 | 206.652 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen Abschreibungen auf Sachanlagen |
|||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –41.484 | –48.462 | –30.225 | 0 | –120.171 |
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –41.484 | –48.462 | –30.225 | 0 | –120.171 |
| Operatives Ergebnis | 51.857 | 57.929 | –23.305 | 0 | 86.481 |
| Operatives Ergebnis | 51.857 | 57.929 | –23.305 | 0 | 86.481 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –67.696 | 0 | –2.072 | 0 | –69.768 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –67.696 | 0 | –2.072 | 0 | –69.768 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, |
|||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 13.761 | –5.742 | 0 | 8.019 |
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 13.761 | –5.742 | 0 | 8.019 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –15.839 | 71.690 | –31.119 | 0 | 24.732 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –15.839 | 71.690 | –31.119 | 0 | 24.732 |
| Segmentvermögen | 1.230.632 | 718.822 | 1.791.412 | –1.097.236 | 2.643.630 |
| Segmentvermögen | 1.230.632 | 718.822 | 1.791.412 | –1.097.236 | 2.643.630 |
| Segmenteigenkapital | 389.414 | 384.376 | 859.394 | –351.642 | 1.281.542 |
| Segmenteigenkapital | 389.414 | 384.376 | 859.394 | –351.642 | 1.281.542 |
| Segmentschulden | 841.218 | 334.446 | 932.018 | –745.594 | 1.362.088 |
| Segmentschulden | 841.218 | 334.446 | 932.018 | –745.594 | 1.362.088 |
| Konsoli Konsoli |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| Investitionen in Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen |
|||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 37.382 | 24.283 | 20.702 | 0 | 82.367 |
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 37.382 | 24.283 | 20.702 | 0 | 82.367 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen gesamt | 37.382 | 24.283 | 20.702 | 0 | 82.367 |
| Investitionen gesamt | 37.382 | 24.283 | 20.702 | 0 | 82.367 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, |
|||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 53.155 | 12.797 | 0 | 65.952 |
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 53.155 | 12.797 | 0 | 65.952 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 5.662 | 1.137 | 1.892 | 0 | 8.691 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 5.662 | 1.137 | 1.892 | 0 | 8.691 |
| Geschäftsjahr 2020 21 Geschäftsjahr 2020 21 |
|||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.167.600 | 831.867 | 588.559 | –41.042 | 2.546.984 |
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.167.600 | 831.867 | 588.559 | –41.042 | 2.546.984 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –1.029 | –9.975 | –30.038 | 41.042 | 0 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –1.029 | –9.975 | –30.038 | 41.042 | 0 |
| Umsatzerlöse | 1.166.571 | 821.892 | 558.521 | 0 | 2.546.984 |
| Umsatzerlöse | 1.166.571 | 821.892 | 558.521 | 0 | 2.546.984 |
| EBITDA | 94.034 | 92.117 | 5.068 | 0 | 191.219 |
| EBITDA | 94.034 | 92.117 | 5.068 | 0 | 191.219 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen Abschreibungen auf Sachanlagen |
|||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –41.152 | –46.715 | –30.239 | 0 | –118.106 |
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –41.152 | –46.715 | –30.239 | 0 | –118.106 |
| Operatives Ergebnis | 52.882 | 45.402 | –25.171 | 0 | 73.113 |
| Operatives Ergebnis | 52.882 | 45.402 | –25.171 | 0 | 73.113 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –11.723 | 0 | –212 | 0 | –11.935 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –11.723 | 0 | –212 | 0 | –11.935 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, |
|||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 19.400 | –1.887 | 0 | 17.513 |
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 19.400 | –1.887 | 0 | 17.513 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 41.159 | 64.802 | –27.270 | 0 | 78.691 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 41.159 | 64.802 | –27.270 | 0 | 78.691 |
| Segmentvermögen | 1.160.672 | 709.699 | 1.676.687 | –1.074.324 | 2.472.734 |
| Segmentvermögen | 1.160.672 | 709.699 | 1.676.687 | –1.074.324 | 2.472.734 |
| Segmenteigenkapital | 416.679 | 373.461 | 890.599 | –351.642 | 1.329.097 |
| Segmenteigenkapital | 416.679 | 373.461 | 890.599 | –351.642 | 1.329.097 |
| Segmentschulden | 743.993 | 336.238 | 786.088 | –722.682 | 1.143.637 |
| Segmentschulden | 743.993 | 336.238 | 786.088 | –722.682 | 1.143.637 |
| Investitionen in Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen |
|||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 34.185 | 22.199 | 15.905 | 0 | 72.289 |
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 34.185 | 22.199 | 15.905 | 0 | 72.289 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 1.273 | 0 | 2.072 | 0 | 3.345 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 1.273 | 0 | 2.072 | 0 | 3.345 |
| Investitionen gesamt | 35.458 | 22.199 | 17.977 | 0 | 75.634 |
| Investitionen gesamt | 35.458 | 22.199 | 17.977 | 0 | 75.634 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, |
|||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 52.893 | 19.225 | 0 | 72.118 |
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 52.893 | 19.225 | 0 | 72.118 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 5.695 | 1.149 | 2.003 | 0 | 8.847 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 5.695 | 1.149 | 2.003 | 0 | 8.847 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen. Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69.768 t€ (Vorjahr: –11.935 t€) steht mit 67.494 t€ im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Der wesentlichste Effekt im Segment Frucht resultierte aus der Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes in Höhe von 55.283 t€. Weiters wurden im Segment Frucht Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Kunden in Kriegsgebieten oder kriegsnahen Gebieten sowie Umsatzsteuerforderungen von 6.021 t€, Forderungen gegenüber Mitarbeitern von 103 t€ und Halb- und Fertigprodukten von 1.118 t€, Sachanlagenabwertungen von 1.545 t€ sowie Wertberichtigungen von Rohstoffen von 379 t€ vorgenommen (davon in der Ukraine 9.011 t€, Österreich 136 t€ und China 19 t€). In Russland wurden Fremdwährungsverluste durch die Abwertung des russischen Rubels in Höhe von 973 t€ im Sonderergebnis dargestellt. Weitere Einmaleffekte resultierten aus einem Schadensfall in Nordamerika sowie Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm (Vorjahr: im Wesentlichen Kosteneinsparungsprogramm, Sachanlagenabwertung, Werksschließungen sowie ein Reklamationsfall in Europa). Das Sonderergebnis im Segment Zucker beinhaltet Forderungswertberichtigungen gegenüber dem in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH, Wien|Österreich. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –69.768 t€ (Vorjahr: –11.935 t€) steht mit 67.494 t€ im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Der wesentlichste Effekt im Segment Frucht resultierte aus der Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes in Höhe von 55.283 t€. Weiters wurden im Segment Frucht Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Kunden in Kriegsgebieten oder kriegsnahen Gebieten sowie Umsatzsteuerforderungen von 6.021 t€, Forderungen gegenüber Mitarbeitern von 103 t€ und Halb- und Fertigprodukten von 1.118 t€, Sachanlagenabwertungen von 1.545 t€ sowie Wertberichtigungen von Rohstoffen von 379 t€ vorgenommen (davon in der Ukraine 9.011 t€, Österreich 136 t€ und China 19 t€). In Russland wurden Fremdwährungsverluste durch die Abwertung des russischen Rubels in Höhe von 973 t€ im Sonderergebnis dargestellt. Weitere Einmaleffekte resultierten aus einem Schadensfall in Nordamerika sowie Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm (Vorjahr: im Wesentlichen Kosteneinsparungsprogramm, Sachanlagenabwertung, Werksschließungen sowie ein Reklamationsfall in Europa). Das Sonderergebnis im Segment Zucker beinhaltet Forderungswertberichtigungen gegenüber dem in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH, Wien|Österreich.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA.
und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA
2023|24 einschlägig werden.
Die Änderungen stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basieren, die Erfüllung einer Verpflichtung um mindestens zwölf Monate aufzuschieben. Bei der Klassifizierung kommt es auf das Recht zum Bilanzstichtag an und sie ist unabhängig von den Erwartungen des Managements und Ereignissen nach dem Bilanzstichtag. Mit Verschiebung der erstmaligen Anwendung können die Änderungen ab dem Geschäftsjahr
auftreten.
Standard
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen
Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren die nachstehenden Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Änderung) 27.08.2020 13.01.2021 IFRS 4 Versicherungsverträge (Änderung) 25.06.2020 15.12.2020 IFRS 4 Versicherungsverträge (Änderung) 27.08.2020 13.01.2021 IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) 27.08.2020 13.01.2021 IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderung) 27.08.2020 13.01.2021 IFRS 16 Leasingverhältnisse (Änderung) 27.08.2020 13.01.2021
Die Änderungen der oben dargestellten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der
Nachfolgend ist eine Übersicht über die Standards dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2022|23 oder später anzuwenden sind. Bei den noch nicht von der EU übernommenen Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende
Standard Inhalt Verabschiedung Anwendungs- Übernommen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 23.01.2020 2023|24 Nein
Verabschiedung durch IASB
31.03.2021
durch IASB pflicht für
15.07.2020
AGRANA ab Geschäftsjahr Übernommen durch EU
09.10.2020
durch EU
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den
IFRS 16 Leasingverhältnisse (Änderung) 28.05.2020
Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
Allgemeine Grundlagen
109
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –745.594 t€ (Vorjahr: –722.682 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –351.642 t€ (Vorjahr: –351.642 t€). Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –745.594 t€ (Vorjahr: –722.682 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –351.642 t€ (Vorjahr: –351.642 t€).
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft. Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| Umsatz t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Umsatz t€ | 2021 22 | 2020 21 |
| Österreich | 1.890.363 | 1.616.931 |
| Österreich | 1.890.363 | 1.616.931 |
| Ungarn | 8.856 | 7.580 |
| Ungarn | 8.856 | 7.580 |
| Rumänien | 32.496 | 27.792 |
| Rumänien | 32.496 | 27.792 |
| Restliche EU | 281.794 | 262.856 |
| Restliche EU | 281.794 | 262.856 |
| EU-27 | 2.213.509 | 1.915.159 |
| EU-27 | 2.213.509 | 1.915.159 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 109.197 | 97.454 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 109.197 | 97.454 |
| Übriges Ausland | 578.838 | 534.371 |
| Übriges Ausland | 578.838 | 534.371 |
| Summe | 2.901.544 | 2.546.984 |
| Summe | 2.901.544 | 2.546.984 |
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 199.561 t€ (Vorjahr: 173.616 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 6,9 % (Vorjahr: 6,8 %) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine und Türkei definiert. Der Umsatz in Russland belief sich auf 60.040 t€ (Vorjahr: 52.585 t€) und in der Ukraine auf 40.463 t€ (Vorjahr: 34.972 t€). Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 199.561 t€ (Vorjahr: 173.616 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 6,9 % (Vorjahr: 6,8 %) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine und Türkei definiert. Der Umsatz in Russland belief sich auf 60.040 t€ (Vorjahr: 52.585 t€) und in der Ukraine auf 40.463 t€ (Vorjahr: 34.972 t€).
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t€ | 2020 21 | |
|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t€ | 2020 21 | |
| Österreich | 38.282 | 35.362 |
| Österreich | 38.282 | 35.362 |
| Ungarn | 4.234 | 3.327 |
| Ungarn | 4.234 | 3.327 |
| Rumänien | 2.718 | 2.941 |
| Rumänien | 2.718 | 2.941 |
| Restliche EU | 19.586 | 11.551 |
| Restliche EU | 19.586 | 11.551 |
| EU-27 | 64.820 | 53.181 |
| EU-27 | 64.820 | 53.181 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 3.118 | 2.267 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 3.118 | 2.267 |
| Übriges Ausland | 14.429 | 16.841 |
| Übriges Ausland | 14.429 | 16.841 |
| Summe | 82.367 | 72.289 |
| Summe | 82.367 | 72.289 |
| Buchwerte der Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t€ | 2020 21 | |
|---|---|---|
| Buchwerte der Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t€ | 2020 21 | |
| Österreich | 475.047 | 509.738 |
| Österreich | 475.047 | 509.738 |
| Ungarn | 51.393 | 55.924 |
| Ungarn | 51.393 | 55.924 |
| Rumänien | 34.382 | 36.576 |
| Rumänien | 34.382 | 36.576 |
| Restliche EU | 112.991 | 108.973 |
| Restliche EU | 112.991 | 108.973 |
| EU-27 | 673.813 | 711.211 |
| EU-27 | 673.813 | 711.211 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 18.026 | 22.552 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 18.026 | 22.552 |
| Übriges Ausland | 153.912 | 138.714 |
| Übriges Ausland | 153.912 | 138.714 |
| Summe | 845.751 | 872.477 |
| Summe | 845.751 | 872.477 |
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren die nachstehenden Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard | Verabschiedung durch IASB |
Übernommen durch EU |
|
|---|---|---|---|
| IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Änderung) | 27.08.2020 | 13.01.2021 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge (Änderung) | 25.06.2020 | 15.12.2020 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge (Änderung) | 27.08.2020 | 13.01.2021 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) | 27.08.2020 | 13.01.2021 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung) | 27.08.2020 | 13.01.2021 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse (Änderung) | 27.08.2020 | 13.01.2021 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse (Änderung) | 28.05.2020 | 09.10.2020 |
| 31.03.2021 |
Die Änderungen der oben dargestellten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA.
Nachfolgend ist eine Übersicht über die Standards dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2022|23 oder später anzuwenden sind. Bei den noch nicht von der EU übernommenen Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
| Standard | Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA |
Verabschiedung durch IASB |
Anwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses (Änderung) | 23.01.2020 | 2023 24 | Nein |
| Die Änderungen stellen klar, dass die Klassifizierung von | 15.07.2020 | |||
| Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basieren, | ||||
| die Erfüllung einer Verpflichtung um mindestens zwölf | ||||
| Monate aufzuschieben. Bei der Klassifizierung kommt es auf |
das Recht zum Bilanzstichtag an und sie ist unabhängig von den Erwartungen des Managements und Ereignissen nach dem Bilanzstichtag. Mit Verschiebung der erstmaligen Anwendung können die Änderungen ab dem Geschäftsjahr 2023|24 einschlägig werden.
111
Die Änderungen betreffen Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen und verbieten, dass von den Kosten einer Sachanlage die Einnahmen abgezogen werden, die aus der Veräußerung von Artikeln entstehen, die produziert werden, während diese an den Ort und in den Zustand gebracht wird, die notwendig sind, um sie in der von der Unternehmensführung beabsichtigen Weise zu nutzen. Stattdessen müssen die Einnahmen aus derartigen Veräußerungen und die Kosten für die Produktion dieser Artikel im Betriebsergebnis erfasst werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Regelungen regelmäßig nicht
Standard Inhalt Verabschiedung Anwendungs- Übernommen
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Änderung) 14.05.2020 2022|23 28.06.2021
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2023|24 19.11.2021
IFRS 17 Versicherungsverträge (Änderung) 09.12.2021 2023|24 Nein
Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. 25.06.2020
durch IASB pflicht für
AGRANA ab Geschäftsjahr
14.05.2020 2022|23 28.06.2021
14.05.2020 2022|23 28.06.2021
einschlägig sind.
IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden
belastende Verträge bestehen.
werden, sind aber unwesentlich.
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2018–2020
Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA
und Eventualforderungen (Änderung)
Die Änderungen bezogen auf belastende Verträge (Kosten für die Erfüllung eines Vertrages) legen fest, dass die Kosten der Vertragserfüllung sich aus den Kosten zusammensetzen, die sich direkt auf den Vertrag beziehen. Bei diesen kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrages handeln (z.B. direkte Arbeitskosten, Materialien) oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen (z.B. Abschreibungen der Produktionsanlagen), handeln. Die Regelungen werden einschlägig, wenn
Mit den Änderungen wird der Bezug auf das Rahmenkonzept 2018 aktualisiert, der Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 konkretisiert und um die ausdrückliche Aussage ergänzt, dass ein Erwerber Eventualforderungen, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, nicht ansetzt. Die Änderungen können einschlägig
Allgemeine Grundlagen
durch EU
111
| Standard | Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA |
Verabschiedung durch IASB |
Anwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses (Änderung) Die Änderung erfordert, dass künftig lediglich die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden im Anhang dargestellt werden. Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Trans aktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und es muss einen Anlass für die Darstellung geben. Damit sollen in Zukunft unternehmensspezifische Ausführungen anstelle von standardisierten Aus führungen im Vordergrund stehen. AGRANA geht davon aus, dass sich die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden reduzieren werden. |
12.02.2021 | 2023 24 | 02.03.2022 |
| IAS 8 | Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern (Änderung) Die Änderung stellt klar, wie Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungs änderungen abzugrenzen sind. Dazu wird definiert, dass eine rechnungslegungsbezogene Schätzung immer auf eine Bewertungsunsicherheit einer finanziellen Größe im Abschluss bezogen ist. Die Änderungen können ab dem Geschäftsjahr 2023 24 einschlägig werden. |
12.02.2021 | 2023 24 | 02.03.2022 |
| IAS 12 | Ertragsteuern (Änderung) Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, galt bislang unter bestimmten Voraussetzungen die initial recognition exemption (IAS 12.15), wonach in diesen Fällen ausnahmsweise keine latenten Steuern anzusetzen waren. Da in der Praxis Unsicherheit darüber bestand, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen gilt, wurde eine eng begrenzte Änderung von IAS 12 vorgenommen. Aufgrund der Änderung von IAS 12 gilt die initial recognition exemption nicht mehr für solche Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z.B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. AGRANA prüft, ob die Änderung einschlägig ist. |
07.05.2021 | 2023 24 | Nein Allgemeine Grundlagen |
| IAS 16 | Sachanlagen (Änderung) Die Änderungen betreffen Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen und verbieten, dass von den Kosten einer Sachanlage die Einnahmen abgezogen werden, die aus der Veräußerung von Artikeln entstehen, die produziert werden, während diese an den Ort und in den Zustand gebracht wird, die notwendig sind, um sie in der von der Unternehmensführung beabsichtigen Weise zu nutzen. Stattdessen müssen die Einnahmen aus derartigen Veräußerungen und die Kosten für die Produktion dieser Artikel im Betriebsergebnis erfasst werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Regelungen regelmäßig nicht einschlägig sind. |
14.05.2020 | 2022 23 | 28.06.2021 |
Standard Inhalt Verabschiedung Anwendungs- Übernommen
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Änderung) 14.05.2020 2022|23 28.06.2021
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2023|24 19.11.2021
IFRS 17 Versicherungsverträge (Änderung) 09.12.2021 2023|24 Nein
Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. 25.06.2020
durch IASB pflicht für
AGRANA ab Geschäftsjahr
14.05.2020 2022|23 28.06.2021
14.05.2020 2022|23 28.06.2021
durch EU
und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA
und Eventualforderungen (Änderung)
Die Änderungen bezogen auf belastende Verträge (Kosten für die Erfüllung eines Vertrages) legen fest, dass die Kosten der Vertragserfüllung sich aus den Kosten zusammensetzen, die sich direkt auf den Vertrag beziehen. Bei diesen kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrages handeln (z.B. direkte Arbeitskosten, Materialien) oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen (z.B. Abschreibungen der Produktionsanlagen), handeln. Die Regelungen werden einschlägig, wenn
Mit den Änderungen wird der Bezug auf das Rahmenkonzept 2018 aktualisiert, der Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 konkretisiert und um die ausdrückliche Aussage ergänzt, dass ein Erwerber Eventualforderungen, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, nicht ansetzt. Die Änderungen können einschlägig
IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden
belastende Verträge bestehen.
werden, sind aber unwesentlich.
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2018–2020
Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Allgemeine Grundlagen
| Standard | Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA |
Verabschiedung durch IASB |
Anwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|---|---|---|---|---|
| IAS 37 | Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen (Änderung) Die Änderungen bezogen auf belastende Verträge (Kosten für die Erfüllung eines Vertrages) legen fest, dass die Kosten der Vertragserfüllung sich aus den Kosten zusammen setzen, die sich direkt auf den Vertrag beziehen. Bei diesen kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrages handeln (z.B. direkte Arbeits kosten, Materialien) oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen (z.B. Abschreibungen der Produktionsanlagen), handeln. Die Regelungen werden einschlägig, wenn belastende Verträge bestehen. |
14.05.2020 | 2022 23 | 28.06.2021 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse (Änderung) Mit den Änderungen wird der Bezug auf das Rahmen konzept 2018 aktualisiert, der Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 konkretisiert und um die ausdrückliche Aussage ergänzt, dass ein Erwerber Eventualforderungen, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, nicht ansetzt. Die Änderungen können einschlägig werden, sind aber unwesentlich. |
14.05.2020 | 2022 23 | 28.06.2021 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. |
18.05.2017 25.06.2020 |
2023 24 | 19.11.2021 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge (Änderung) Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. |
09.12.2021 | 2023 24 | Nein |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2018–2020 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. |
14.05.2020 | 2022 23 | 28.06.2021 |
Die Änderungen betreffen Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung von Sachanlagen und verbieten, dass von den Kosten einer Sachanlage die Einnahmen abgezogen werden, die aus der Veräußerung von Artikeln entstehen, die produziert werden, während diese an den Ort und in den Zustand gebracht wird, die notwendig sind, um sie in der von der Unternehmensführung beabsichtigen Weise zu nutzen. Stattdessen müssen die Einnahmen aus derartigen Veräußerungen und die Kosten für die Produktion dieser Artikel im Betriebsergebnis erfasst werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Regelungen regelmäßig nicht
einschlägig sind.
Konsolidierungskreis
Anteil am Kapital Anteil am Kapital 28.02.2022 28.02.2021
Unmittelbar
Mittelbar¹
Mittelbar1
Unmittelbar
Wien Österreich 98,91 % 1,09 % 98,91 % 1,09 %
Wien Österreich 100,00 % – 100,00 % –
Wien Österreich 66,67 % – 66,67 % –
Budapest Ungarn – 87,61 % – 87,61 %
Wien Österreich – 86,00 % – 86,00 %
Österreich – 50,01 % – 50,01 %
AGRANA Fruit Services S.A.S. Mitry-Mory Frankreich – 100,00 % – 100,00 % AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. Johannesburg Südafrika – 100,00 % – 100,00 % AGRANA Fruit Ukraine TOV Winniza Ukraine – 99,80 % – 99,80 % AGRANA Fruit US, Inc. Brecksville USA – 100,00 % – 100,00 % AGRANA Group-Services GmbH Wien Österreich 100,00 % – 100,00 % –
AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD Xianyang City China – 50,01 % – 50,01 % AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. Budapest Ungarn – 88,03 % – 87,65 % Agrana Nile Fruits Processing SAE Qalyoubia Ägypten – 51,00 % – 51,00 %
AGRANA Romania S.R.L. Bukarest Rumänien – 100,00 % – 100,00 % AGRANA Sales & Marketing GmbH Wien Österreich 100,00 % – 100,00 % – AGRANA Stärke GmbH Wien Österreich 98,91 % 1,09 % 98,91 % 1,09 % AGRANA Trading EOOD Sofia Bulgarien – 100,00 % – 100,00 % AGRANA Zucker GmbH Wien Österreich 98,91 % 1,09 % 98,91 % 1,09 % AUSTRIA JUICE Germany GmbH Bingen Deutschland – 50,01 % – 50,01 %
AUSTRIA JUICE Hungary Kft. Vásárosnamény Ungarn – 50,01 % – 50,01 % AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o Chełm Polen – 50,01 % – 50,01 % AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. Vaslui Rumänien – 50,01 % – 50,01 % AUSTRIA JUICE Ukraine TOV Winniza Ukraine – 50,01 % – 50,01 % Biogáz Fejleszto Kft. Kaposvár Ungarn – 88,03 % – 87,65 % Dirafrost FFI N. V. Lummen Belgien – 100,00 % – 100,00 % Dirafrost Maroc SARL Larache Marokko – 100,00 % – 100,00 % Financière Atys S.A.S. Mitry-Mory Frankreich – 100,00 % – 100,00 %
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. Budapest Ungarn – 87,61 % – 87,61 % Moravskoslezské Cukrovary s.r.o. Hrušovany Tschechien – 100,00 % – 100,00 % Marroquin Organic International, Inc. Santa Cruz USA – 100,00 % – –
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region Serpuchov Russland – 100,00 % – 100,00 % S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. Ţăndărei Rumänien – 100,00 % – 100,00 % Slovenské Cukrovary s.r.o. Sereď Slowakei – 100,00 % – 100,00 % SPA AGRANA Fruit Algeria Akbou Algerien – 55,02 % – 26,93 % "YUBE" doo – u likvidaciji3 Požega Serbien – – – 100,00 %
AGRANA Amidi srl Sterzing Italien – 100,00 % – 100,00 %
AGRANA Fruit Japan Co., Ltd. Tokio Japan – – – 100,00 %
Allhartsberg
Name der Gesellschaft Sitz Land
AUSTRIA JUICE GmbH Kröllendorf/
AGRANA Internationale Verwaltungsund Asset-Management GmbH
AGRANA Research & Innovation
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungsund Produktionsgesellschaft m.b.H.
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság
Österreichische Rübensamenzucht
Nicht einbezogene Tochterunternehmen
Abschlussstichtag: 28.02.2022 | Eigenkapital: 52,3 t€ | Jahresüberschuss: 8,7 t€
Gesellschaft m.b.H.
Center GmbH
113
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschender Einfluss ist gegeben, wenn die AGRANA Beteiligungs-AG die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen schwankenden Rückflüssen eines Unternehmens partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel gegeben, wenn die AGRANA Beteiligungs-AG mehr als die Hälfte der Stimmrechte innehat.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden, über die die Beherrschung gemeinsam ausgeübt wird und an denen die Unternehmen die Rechte am Nettovermögen gemeinsam besitzen (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 57 Unternehmen (Vorjahr: 58 Unternehmen) in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (Vorjahr: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
Nachfolgend findet sich eine Übersicht über die voll einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, nicht einbezogenen Tochterunternehmen und nicht einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen.
| Anteil am Kapital 28.02.2022 |
Anteil am Kapital 28.02.2021 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Un mittel bar |
Mittel bar1 |
Un mittel bar |
Mittel bar¹ |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (Muttergesellschaft) |
Wien | Österreich | – | – | – | – |
| I. Verbundene Unternehmen Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises |
||||||
| AGRANA AGRO S.r.l. | Roman | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00 % | – | 75,00 % |
| AGRANA BUZAU S.r.l.2 | Buzău | Rumänien | – | – | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 55,00 % | – | 55,00 % |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | São Paulo | Brasilien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Importação e Exportação Ltda. | ||||||
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit France S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | Pune | Indien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Istanbul | Istanbul | Türkei | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | ||||||
| AGRANA Fruit Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | – | 100,00 % | – | – |
| AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited | Changzhou | China | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Latinoamerica | Zamora | Mexiko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| S. de R.L. de C.V. | ||||||
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,97 % | – | 99,97 % |
| AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Zamora | Mexiko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostrołęka | Polen | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Anteil am Kapital 28.02.2022 |
Anteil am Kapital 28.02.2021 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Un | Un | |||||
| mittel | Mittel | mittel | Mittel | |||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar¹ |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,80 % | – | 99,80 % |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| AGRANA Internationale Verwaltungs | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | 98,91 % | 1,09 % |
| und Asset-Management GmbH | ||||||
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 88,03 % | – | 87,65 % |
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | – | 51,00 % | – | 51,00 % |
| AGRANA Research & Innovation | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| Center GmbH | ||||||
| AGRANA Romania S.R.L. | Bukarest | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Sales & Marketing GmbH | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | 98,91 % | 1,09 % |
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | 98,91 % | 1,09 % |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AUSTRIA JUICE GmbH | Kröllendorf/ Allhartsberg |
Österreich | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AUSTRIA JUICE Hungary Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o | Chełm | Polen | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 50,01 % | – | 50,01 % |
| Biogáz Fejleszto Kft. | Kaposvár | Ungarn | – | 88,03 % | – | 87,65 % |
| Dirafrost FFI N. V. | Lummen | Belgien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Dirafrost Maroc SARL | Larache | Marokko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Financière Atys S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs und Produktionsgesellschaft m.b.H. |
Wien | Österreich | 66,67 % | – | 66,67 % | – |
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság |
Budapest | Ungarn | – | 87,61 % | – | 87,61 % |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,61 % | – | 87,61 % |
| Moravskoslezské Cukrovary s.r.o. | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Marroquin Organic International, Inc. | Santa Cruz | USA | – | 100,00 % | – | – |
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. |
Wien | Österreich | – | 86,00 % | – | 86,00 % |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Ţăndărei | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sereď | Slowakei | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| SPA AGRANA Fruit Algeria | Akbou | Algerien | – | 55,02 % | – | 26,93 % |
| "YUBE" doo – u likvidaciji3 | Požega | Serbien | – | – | – | 100,00 % |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||||
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 28.02.2022 Eigenkapital: 52,3 t€ Jahresüberschuss: 8,7 t€ | ||||||
| AGRANA Fruit Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | – | – | – | 100,00 % |
Konsolidierungskreis
Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt
Die erstmalige Einbeziehung hatte folgende Auswirkungen auf den AGRANA-Konzern:
Langfristiges Vermögen 5.429 Vorräte 2.706 Summe Vermögen 8.135
Abzüglich langfristige Schulden –1.143 Abzüglich kurzfristige Schulden –294 Nettovermögen (Eigenkapital) 6.698
Geschäfts-/Firmenwert 471 Anschaffungskosten 7.169 davon zahlungswirksam 3.630
AGRANA-STUDEN-Gruppe
Langfristige Vermögenswerte 32.731 105.213 34.372 172.316 Vorräte 34.931 71.172 2.713 108.816 Forderungen und andere Vermögenswerte 23.885 54.901 2.883 81.669 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.475 7.744 0 13.219 Kurzfristige Vermögenswerte 64.291 133.817 5.596 203.704 Summe Aktiva 97.022 239.030 39.968 376.020 Eigenkapital 26.497 105.342 6.369 138.208 Externe Finanzschulden 341 122 18.521 18.984 Sonstige Schulden 22.789 1.766 4.400 28.955 Langfristige Schulden 23.130 1.888 22.921 47.939 Externe Finanzschulden 43.240 88.595 4.566 136.401 Sonstige Schulden 4.155 43.205 6.112 53.472 Kurzfristige Schulden 47.395 131.800 10.678 189.873 Summe Passiva 97.022 239.030 39.968 376.020
Umsatzerlöse 172.027 356.238 10.580 538.845 Abschreibungen –2.513 –13.693 –2.966 –19.172 Sonstige Aufwendungen/Erträge –164.477 –308.463 –14.184 –487.124 Ergebnis der Betriebstätigkeit 5.037 34.082 –6.570 32.549
Zinsertrag 61 5 0 66 Zinsaufwand –496 –889 –467 –1.852 Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge –582 –1.641 –15 –2.238 Ergebnis vor Ertragsteuern 4.020 31.557 –7.052 28.525
HUNGRANA-Gruppe Beta Pura
GmbH Summe
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 114 aufgelistet.
t€
t€
28.02.2022
Gemeinschaftsunternehmen
115
| Anteil am Kapital Anteil am Kapital 28.02.2022 28.02.2022 |
Anteil am Kapital Anteil am Kapital 28.02.2021 28.02.2021 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Un Un mittel mittel |
Mittel Mittel |
Un Un mittel mittel |
Mittel Mittel |
|||
| Name der Gesellschaft Name der Gesellschaft |
Sitz Sitz |
Land Land |
bar bar |
bar1 bar1 |
bar bar |
bar¹ bar¹ |
| II. Gemeinschaftsunternehmen II. Gemeinschaftsunternehmen Gemeinschaftsunternehmen, |
||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert wurden die nach der Equity-Methode bilanziert wurden |
||||||
| Beta Pura GmbH Beta Pura GmbH |
Wien Wien |
Österreich Österreich |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN-Gruppe: AGRANA-STUDEN-Gruppe: |
||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. "AGRAGOLD" d.o.o. |
Brčko Brčko |
Bosnien und Bosnien und Herzegowina Herzegowina |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRAGOLD d.o.o. AGRAGOLD d.o.o. |
Zagreb Zagreb |
Kroatien Kroatien |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRAGOLD dooel Skopje AGRAGOLD dooel Skopje |
Skopje Skopje |
Nord Nord mazedonien mazedonien |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. AGRAGOLD trgovina d.o.o. |
Ljubljana Ljubljana |
Slowenien Slowenien |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. |
Tirana Tirana |
Albanien Albanien |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH |
Wien Wien |
Österreich Österreich |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. |
Pristina Pristina |
Kosovo Kosovo |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH AGRANA Studen Sugar Trading GmbH |
Wien Wien |
Österreich Österreich |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| Company for trade and services Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd |
Belgrad Belgrad |
Serbien Serbien |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. |
Brčko Brčko |
Bosnien und Bosnien und Herzegowina Herzegowina |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| HUNGRANA-Gruppe: HUNGRANA-Gruppe: |
||||||
| GreenPower Services Kft. GreenPower Services Kft. |
Szabadegyháza Szabadegyháza |
Ungarn Ungarn |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| HUNGRANA Keményitö- és HUNGRANA Keményitö- és |
Szabadegyháza Szabadegyháza |
Ungarn Ungarn |
– – |
50,00 % 50,00 % |
– – |
50,00 % 50,00 % |
| Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. |
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2021|22 wie folgt verändert: Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2021|22 wie folgt verändert:
| Voll Voll konsolidierung konsolidierung |
Equity Equity Methode Methode |
||
|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2021 | 58 | 13 | |
| Stand 01.03.2021 | 58 | 13 | |
| Erstmalige Einbeziehung | 1 | 0 | |
| Erstmalige Einbeziehung | 1 | 0 | |
| Abgang | –2 | 0 | |
| Abgang | –2 | 0 | |
| Stand 28.02.2022 | 57 | 13 | |
| Stand 28.02.2022 | 57 | 13 |
Im 1. Halbjahr 2021|22 wurde die vollkonsolidierte Gesellschaft "YUBE" doo – u likvidaciji, Požega|Serbien, liquidiert. Der Abgang des Nettovermögens der Gesellschaft hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzern-Bilanz und auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Im 1. Halbjahr 2021|22 wurde die vollkonsolidierte Gesellschaft "YUBE" doo – u likvidaciji, Požega|Serbien, liquidiert. Der Abgang des Nettovermögens der Gesellschaft hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzern-Bilanz und auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
Die vollkonsolidierte Gesellschaft AGRANA BUZAU S.r.l., Buzău|Rumänien, wurde mit AGRANA Romania S.R.L., Bukarest|Rumänien, im 4. Quartal verschmolzen. Die vollkonsolidierte Gesellschaft AGRANA BUZAU S.r.l., Buzău|Rumänien, wurde mit AGRANA Romania S.R.L., Bukarest|Rumänien, im 4. Quartal verschmolzen.
Mit Wirkung zum 1. April 2021 wurde ein Geschäftsbetrieb in Form einzelner Vermögenswerte und Schulden vom japanischen Nahrungsmittelhersteller Taiyo Kagaku Co. Ltd., Yokkaichi|Japan, erworben. AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, als erwerbende Gesellschaft wurde im zweiten Quartal 2021|22 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Mit dem japanischen Fruchtzubereitungswerk werden neben Molkereien und Speiseeisherstellern auch Kunden aus der Backwarenindustrie beliefert. AGRANA setzt damit einen wichtigen Schritt im Rahmen der Expansion in Asien und der Präsenz am wachsenden Markt in Japan. Mit Wirkung zum 1. April 2021 wurde ein Geschäftsbetrieb in Form einzelner Vermögenswerte und Schulden vom japanischen Nahrungsmittelhersteller Taiyo Kagaku Co. Ltd., Yokkaichi|Japan, erworben. AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, als erwerbende Gesellschaft wurde im zweiten Quartal 2021|22 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Mit dem japanischen Fruchtzubereitungswerk werden neben Molkereien und Speiseeisherstellern auch Kunden aus der Backwarenindustrie beliefert. AGRANA setzt damit einen wichtigen Schritt im Rahmen der Expansion in Asien und der Präsenz am wachsenden Markt in Japan.
1 Durchgerechnete Anteile (Konzernquote) 1 Durchgerechnete Anteile (Konzernquote)
2 Liquidation in 2021|22 2 Liquidation in 2021|22
Die erstmalige Einbeziehung hatte folgende Auswirkungen auf den AGRANA-Konzern:
| Buchwerte | |
|---|---|
| zum | |
| Erwerbs | |
| t€ | zeitpunkt |
| Langfristiges Vermögen | 5.429 |
| Vorräte | 2.706 |
| Summe Vermögen | 8.135 |
| Abzüglich langfristige Schulden | –1.143 |
| Abzüglich kurzfristige Schulden | –294 |
| Nettovermögen (Eigenkapital) | 6.698 |
| Geschäfts-/Firmenwert | 471 |
| Anschaffungskosten | 7.169 |
| davon zahlungswirksam | 3.630 |
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 114 aufgelistet.
| AGRANA | ||||
|---|---|---|---|---|
| STUDEN | HUNGRANA | Beta Pura | ||
| t€ | Gruppe | Gruppe | GmbH | Summe |
| 28.02.2022 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 32.731 | 105.213 | 34.372 | 172.316 |
| Vorräte | 34.931 | 71.172 | 2.713 | 108.816 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 23.885 | 54.901 | 2.883 | 81.669 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.475 | 7.744 | 0 | 13.219 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 64.291 | 133.817 | 5.596 | 203.704 |
| Summe Aktiva | 97.022 | 239.030 | 39.968 | 376.020 |
| Eigenkapital | 26.497 | 105.342 | 6.369 | 138.208 |
| Externe Finanzschulden | 341 | 122 | 18.521 | 18.984 |
| Sonstige Schulden | 22.789 | 1.766 | 4.400 | 28.955 |
| Langfristige Schulden | 23.130 | 1.888 | 22.921 | 47.939 |
| Externe Finanzschulden | 43.240 | 88.595 | 4.566 | 136.401 |
| Sonstige Schulden | 4.155 | 43.205 | 6.112 | 53.472 |
| Kurzfristige Schulden | 47.395 | 131.800 | 10.678 | 189.873 |
| Summe Passiva | 97.022 | 239.030 | 39.968 | 376.020 |
| Umsatzerlöse | 172.027 | 356.238 | 10.580 | 538.845 |
| Abschreibungen | –2.513 | –13.693 | –2.966 | –19.172 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –164.477 | –308.463 | –14.184 | –487.124 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 5.037 | 34.082 | –6.570 | 32.549 |
| Zinsertrag | 61 | 5 | 0 | 66 |
| Zinsaufwand | –496 | –889 | –467 | –1.852 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –582 | –1.641 | –15 | –2.238 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.020 | 31.557 | –7.052 | 28.525 |
dargestellt:
28.02.2022
Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges
Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Nicht beherrschende Anteile
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
t€
t€
28.02.2021
Konsolidierungskreis
Die Ableitung der Buchwerte an nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen ist nachfolgend
Eigenkapital 26.497 105.342 6.369 138.208 Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital 13.249 52.671 3.185 69.105 Wertminderung 0 0 –3.185 –3.185
von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode –452 484 0 32
(Buchwert) 12.797 53.155 0 65.952 AGRANA zuzuordnende Dividende 0 12.500 0 12.500
Eigenkapital 24.061 104.817 15.293 144.171 Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital 12.030 52.409 7.647 72.086
von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode –452 484 0 32
(Buchwert) 11.578 52.893 7.647 72.118 AGRANA zuzuordnende Dividende 0 21.000 0 21.000
Bedingt durch die Sanktionen gegen Russland ist der Großteil des benötigten Rohstoffes Betain Melasse für Beta Pura GmbH derzeit nicht verfügbar. Dadurch und aufgrund der damit einhergehenden kurz- und mittelfristigen finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens wurde der Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH um –3.185 t€ wertberichtigt. Im Falle der Einforderung der Besicherung eines Kredites dienen die Geschäftsanteile an der Beta Pura
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 56.982 t€ (Vorjahr: 55.313 t€) betreffen im Wesentlichen mit 37.382 t€ (Vorjahr: 38.987 t€) die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01 %. Somit ist in Höhe von 49,99 % das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe
GmbH, die von der AGRANA Sales & Marketing GmbH gehalten werden, als Sicherstellung.
als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
AGRANA-STUDEN-Gruppe
AGRANA-STUDEN-Gruppe
HUNGRANA-Gruppe
HUNGRANA-Gruppe Beta Pura
Beta Pura
GmbH Summe
GmbH Summe
117
| AGRANA | Beta Pura | |||
|---|---|---|---|---|
| STUDEN | HUNGRANA | |||
| t€ | Gruppe | Gruppe | GmbH | Summe |
| Ertragsteuern | –211 | –4.035 | –1.871 | –6.117 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 3.809 | 27.522 | –8.923 | 22.408 |
| Sonstiges Ergebnis | –1.374 | –1.998 | 0 | –3.372 |
| Gesamtergebnis | 2.435 | 25.524 | –8.923 | 19.036 |
| AGRANA | ||||
|---|---|---|---|---|
| STUDEN | HUNGRANA | Beta Pura | ||
| t€ | Gruppe | Gruppe | GmbH | Summe |
| 28.02.2021 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 34.189 | 107.272 | 38.126 | 179.587 |
| Vorräte | 23.724 | 53.493 | 5.152 | 82.369 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 19.564 | 32.571 | 2.027 | 54.162 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.819 | 969 | 0 | 5.788 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 48.107 | 87.033 | 7.179 | 142.319 |
| Summe Aktiva | 82.296 | 194.305 | 45.305 | 321.906 |
| Eigenkapital | 24.061 | 104.817 | 15.293 | 144.171 |
| Externe Finanzschulden | 594 | 299 | 18.636 | 19.529 |
| Sonstige Schulden | 3.656 | 1.746 | 2.230 | 7.632 |
| Langfristige Schulden | 4.250 | 2.045 | 20.866 | 27.161 |
| Externe Finanzschulden | 43.355 | 49.010 | 5.843 | 98.208 |
| Sonstige Schulden | 10.630 | 38.433 | 3.303 | 52.366 |
| Kurzfristige Schulden | 53.985 | 87.443 | 9.146 | 150.574 |
| Summe Passiva | 82.296 | 194.305 | 45.305 | 321.906 |
| Umsatzerlöse | 146.076 | 287.222 | 1.434 | 434.732 |
| Abschreibungen | –2.744 | –13.083 | –1.673 | –17.500 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –141.738 | –228.711 | –5.038 | –375.487 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 1.594 | 45.428 | –5.277 | 41.745 |
| Zinsertrag | 71 | 0 | 0 | 71 |
| Zinsaufwand | –565 | –726 | –381 | –1.672 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –538 | –266 | –22 | –826 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 562 | 44.436 | –5.680 | 39.318 |
| Ertragsteuern | –77 | –5.635 | 1.420 | –4.292 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 485 | 38.801 | –4.260 | 35.026 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.108 | –7.882 | 0 | –6.774 |
| Gesamtergebnis | 1.593 | 30.919 | –4.260 | 28.252 |
Die Ableitung der Buchwerte an nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen ist nachfolgend dargestellt:
| t€ | AGRANA STUDEN Gruppe |
HUNGRANA Gruppe |
Beta Pura GmbH |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2022 | ||||
| Eigenkapital | 26.497 | 105.342 | 6.369 | 138.208 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 13.249 | 52.671 | 3.185 | 69.105 |
| Wertminderung | 0 | 0 | –3.185 | –3.185 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode |
–452 | 484 | 0 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
||||
| (Buchwert) | 12.797 | 53.155 | 0 | 65.952 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 12.500 | 0 | 12.500 |
| t€ | AGRANA STUDEN Gruppe |
HUNGRANA Gruppe |
Beta Pura GmbH |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2021 | ||||
| Eigenkapital | 24.061 | 104.817 | 15.293 | 144.171 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 12.030 | 52.409 | 7.647 | 72.086 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges | ||||
| von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | –452 | 484 | 0 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | ||||
| (Buchwert) | 11.578 | 52.893 | 7.647 | 72.118 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 21.000 | 0 | 21.000 |
Bedingt durch die Sanktionen gegen Russland ist der Großteil des benötigten Rohstoffes Betain Melasse für Beta Pura GmbH derzeit nicht verfügbar. Dadurch und aufgrund der damit einhergehenden kurz- und mittelfristigen finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens wurde der Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH um –3.185 t€ wertberichtigt. Im Falle der Einforderung der Besicherung eines Kredites dienen die Geschäftsanteile an der Beta Pura GmbH, die von der AGRANA Sales & Marketing GmbH gehalten werden, als Sicherstellung.
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 56.982 t€ (Vorjahr: 55.313 t€) betreffen im Wesentlichen mit 37.382 t€ (Vorjahr: 38.987 t€) die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01 %. Somit ist in Höhe von 49,99 % das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
zur Anwendung gekommen.
Stichtagskurs umgerechnet.
Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden
Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile jedoch nicht 100 % erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts-
/Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht
Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekannt gegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs)
Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des
€ einheit 28.02.2022 28.02.2021 2021|22 2020|21 Ägypten EGP 17,54 19,13 18,35 18,31 Albanien ALL 121,32 123,67 122,10 124,01 Algerien DZD 158,03 161,57 159,37 149,54 Argentinien ARS 120,81 108,45 120,81 108,45 Australien AUD 1,55 1,56 1,58 1,65 Bosnien und Herzegowina BAM 1,96 1,96 1,96 1,96 Brasilien BRL 5,78 6,66 6,31 6,20 Bulgarien BGN 1,96 1,96 1,96 1,96 China CNY 7,07 7,84 7,53 7,90 Indien INR 84,55 89,58 86,84 86,24 Japan JPY 129,31 – 130,43 – Kroatien HRK 7,57 7,58 7,52 7,56
Währungs- Stichtagskurs Durchschnittskurs
sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit Ausnahme wesentlicher stichtagsnaher Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge von Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern werden mit dem
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw.
enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IFRS 3 für eine Aktivierung vorliegen. Für
Konsolidierungsmethoden
119
Die nachstehende Tabelle zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AUSTRIA JUICE-Gruppe:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 129.875 | 128.949 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 205.132 | 172.308 |
| Summe Vermögenswerte | 335.007 | 301.257 |
| Langfristige Schulden | 5.612 | 5.596 |
| Kurzfristige Schulden | 247.334 | 210.390 |
| Summe Schulden | 252.946 | 215.986 |
| Nettovermögen | 82.061 | 85.271 |
| Umsatzerlöse | 229.587 | 214.227 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 2.581 | –4.653 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –3.100 | –9.314 |
| Ertragsteuern | 701 | 801 |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | –2.399 | –8.513 |
| Sonstiges Ergebnis | –811 | –4.352 |
| Gesamtergebnis | –3.210 | –12.865 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 8.622 | 15.944 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –7.410 | –8.414 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –156 | –7.157 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 1.056 | 373 |
In der folgenden Tabelle werden die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der AUSTRIA JUICE-Gruppe dargestellt:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Anteiliger Jahresfehlbetrag/-überschuss | –1.199 | –4.256 |
| Anteiliges Nettovermögen | 41.021 | 42.626 |
| Bewertungseffekt aus Unternehmenszusammenschluss | –3.639 | –3.639 |
| Nicht beherrschende Anteile am Nettovermögen | 37.382 | 38.987 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IFRS 3 für eine Aktivierung vorliegen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile jedoch nicht 100 % erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts- /Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht zur Anwendung gekommen.
Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekannt gegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit Ausnahme wesentlicher stichtagsnaher Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge von Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | einheit | 28.02.2022 | 28.02.2021 | 2021 22 | 2020 21 | |
| Ägypten | EGP | 17,54 | 19,13 | 18,35 | 18,31 | |
| Albanien | ALL | 121,32 | 123,67 | 122,10 | 124,01 | |
| Algerien | DZD | 158,03 | 161,57 | 159,37 | 149,54 | |
| Argentinien | ARS | 120,81 | 108,45 | 120,81 | 108,45 | |
| Australien | AUD | 1,55 | 1,56 | 1,58 | 1,65 | |
| Bosnien und Herzegowina | BAM | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| Brasilien | BRL | 5,78 | 6,66 | 6,31 | 6,20 | |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| China | CNY | 7,07 | 7,84 | 7,53 | 7,90 | |
| Indien | INR | 84,55 | 89,58 | 86,84 | 86,24 | |
| Japan | JPY | 129,31 | – | 130,43 | – | |
| Kroatien | HRK | 7,57 | 7,58 | 7,52 | 7,56 |
Bilanz dargestellt.
Vermögenswertes führen.
betrieblichen Aufwendungen erfasst.
7.2. Zuwendungen der öffentlichen Hand
Details dazu finden sich auf Seite 145.
Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
7.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte sowie Sachanlagen
ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über
Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur
Erworbene Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen
Gemäß IFRS 16 setzt der Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Barwert in Form eines
resultierenden Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Nutzungsrecht unterliegt dem
Nutzungsrechtes am geleasten Vermögenswert und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz an. Der Barwert wird auf Basis des aktuellen laufzeitadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermittelt, es sei denn, der den Leasingzahlungen zugrunde liegende Zinssatz ist verfügbar. Das Nutzungsrecht wird regelmäßig über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird nach der Effektivzinsmethode aufgezinst und durch Leasingzahlungen getilgt; die daraus
Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten). Auf immaterielle Vermögenswerte wird der Standard von AGRANA nicht angewendet. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse nimmt AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch und die Aufwendungen werden in den sonstigen
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst.
Diese Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Gebäude 15 bis 50 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 15 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
121
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | einheit | 28.02.2022 | 28.02.2021 | 2021 22 | 2020 21 | |
| Marokko | MAD | 10,72 | 10,83 | 10,59 | 10,85 | |
| Mexiko | MXN | 22,90 | 25,29 | 23,79 | 25,13 | |
| Nordmazedonien | MKD | 61,70 | 61,69 | 61,64 | 61,69 | |
| Polen | PLN | 4,69 | 4,52 | 4,57 | 4,48 | |
| Rumänien | RON | 4,95 | 4,88 | 4,93 | 4,85 | |
| Russland | RUB | 115,48 | 90,67 | 86,81 | 86,13 | |
| Serbien | CSD | 117,66 | 117,58 | 117,58 | 117,58 | |
| Südafrika | ZAR | 17,29 | 18,10 | 17,35 | 19,10 | |
| Südkorea | KRW | 1.347,62 | 1.367,10 | 1.356,32 | 1.352,11 | |
| Tschechien | CZK | 25,00 | 26,20 | 25,39 | 26,60 | |
| Türkei | TRY | 15,45 | 9,02 | 11,57 | 8,41 | |
| Ukraine | UAH | 33,17 | 34,15 | 31,96 | 32,00 | |
| Ungarn | HUF | 369,72 | 361,43 | 358,32 | 355,02 | |
| USA | USD | 1,12 | 1,21 | 1,17 | 1,16 |
Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern – derzeit ein Tochterunternehmen mit Sitz in Argentinien – werden gemäß IAS 29 angepasst. Nicht monetäre Posten der Bilanz, die zu Anschaffungs- bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden vor der Umrechnung in die Konzernwährung Euro anhand eines geeigneten Preisindex zur Messung der Kaufkraft an die im Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen angepasst. Monetäre Posten der Bilanz werden nicht angepasst. Alle Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie alle Bestandteile des Eigenkapitals werden ebenfalls anhand geeigneter Preisindizes angepasst. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten ausgewiesen.
Der Jahresabschluss des argentinischen Tochterunternehmens wurde auf Basis des Konzeptes historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018|19 muss dieser aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung (argentinischer Peso) angepasst werden und ist daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Die vom argentinischen "Instituto Nacional de Estadística y Censos", dem nationalen Institut für Statistik und Zensus, veröffentlichten Verbraucherpreise werden herangezogen. Der Preisindex zum 28. Februar 2022 lag bei 628,63 (28. Februar 2021: 416,36). Die Veränderung des Index kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
| Indexveränderung | |||
|---|---|---|---|
| 2021 22 | 2020 21 | ||
| März | 4,8 % | 3,3 % | |
| April | 4,1 % | 1,5 % | |
| Mai | 3,3 % | 1,5 % | |
| Juni | 3,2 % | 2,2 % | |
| Juli | 3,0 % | 1,9 % | |
| August | 2,5 % | 2,7 % | |
| September | 3,5 % | 2,8 % | |
| Oktober | 3,5 % | 3,8 % | |
| November | 2,5 % | 3,2 % | |
| Dezember | 3,8 % | 4,0 % | |
| Jänner | 3,9 % | 4,0 % | |
| Februar | 3,9 % | 3,7 % |
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben.
Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
Erworbene Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.
Gemäß IFRS 16 setzt der Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Barwert in Form eines Nutzungsrechtes am geleasten Vermögenswert und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz an. Der Barwert wird auf Basis des aktuellen laufzeitadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermittelt, es sei denn, der den Leasingzahlungen zugrunde liegende Zinssatz ist verfügbar. Das Nutzungsrecht wird regelmäßig über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird nach der Effektivzinsmethode aufgezinst und durch Leasingzahlungen getilgt; die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Nutzungsrecht unterliegt dem Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten). Auf immaterielle Vermögenswerte wird der Standard von AGRANA nicht angewendet. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse nimmt AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch und die Aufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Diese Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst. Details dazu finden sich auf Seite 145.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
"Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente)" zugeordnet. Weitere
Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem beizulegenden Zeitwert und
Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine besonderen Risikokonzentrationen gegeben und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit geringfügigen Ausnahmen täglich fällig, daher
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zugang in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein
Die Bilanzierung der CO2-Emissionsrechte umfasst die im EU-Handelssystem ausgegebenen Emissionsrechte (EU Allowances – kurz EUA) und erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen EUA sind immaterielle
tatsächlichen Emissionen die zugeteilten EUA, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2-Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von
Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die
wurde auf die Ermittlung eines erwarteten Wertminderungsbedarfs gemäß IFRS 9 verzichtet.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen oder portfoliobasierte Wertberichtigungen gebildet. Die portfoliobasierten Wertberichtigungen werden anhand des in IFRS 9 vorgesehenen vereinfachten Modelles ermittelt. Hierfür werden mittels Analyse historischer Ausfallraten in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderung erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Die Wertberichtigungen werden auf separaten Wertminderungskonten erfasst. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 158ff.
Forderungen
Verbindlichkeiten
Anschaffungskosten).
7.4. Vorräte
werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
Bewertungsabschlag vorgenommen.
Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
7.5. Emissionszertifikate
123
Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
Anteile an Investmentfonds sowie Wertrechte (Genossenschaftsanteile) in der Bilanzposition Wertpapiere sind der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" zugeordnet und werden bei Ersterfassung zum Zeitwert angesetzt. Eigenkapitalinstrumente mit der Absicht diese langfristig zu halten, sind der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" zugeordnet. Die Ersterfassung erfolgt zum Zeitwert inklusive allfälliger Transaktionskosten. Bewertungsänderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten unter Berücksichtigung von Ertragsteuern erfolgsneutral in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Zugangs erfasst und der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" zugeordnet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für sonstige Beteiligungen wurde mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows vorgenommen. Für Beteiligungen an nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurde die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes aufgrund des für den AGRANA-Konzern unwesentlichen Betrages nicht vorgenommen.
Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag mit den Stichtagskursen bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und – unabhängig von ihrem Zweck – mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen (Rohstoffderivate und Währungsderivate in Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufstransaktionen) oder im Finanzergebnis (Zinsderivate, Währungsderivate bei Finanzierungen) erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft (Cashflow-Hedges) und erfüllen die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9. In diesen Fällen werden die noch nicht realisierten und effektiven Bewertungsunterschiede erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Führt die abgesicherte erwartete Transaktion zum späteren Ansatz eines nicht-finanziellen Postens (z. B. Vorräte), wird der kumulierte Betrag in der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) direkt in die Anschaffungskosten des nicht-finanziellen Postens zum Zeitpunkt dessen Bilanzierung einbezogen. In allen anderen Fällen wird der kumulierte Betrag in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Ineffektive Teile der Bewertungsunterschiede von Cashflow-Hedges werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" zugeordnet, es sei denn, es handelt sich um Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft. Diese werden der Kategorie
"Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente)" zugeordnet. Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 158ff.
Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen oder portfoliobasierte Wertberichtigungen gebildet. Die portfoliobasierten Wertberichtigungen werden anhand des in IFRS 9 vorgesehenen vereinfachten Modelles ermittelt. Hierfür werden mittels Analyse historischer Ausfallraten in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderung erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Die Wertberichtigungen werden auf separaten Wertminderungskonten erfasst. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine besonderen Risikokonzentrationen gegeben und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit geringfügigen Ausnahmen täglich fällig, daher wurde auf die Ermittlung eines erwarteten Wertminderungsbedarfs gemäß IFRS 9 verzichtet.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zugang in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
Die Bilanzierung der CO2-Emissionsrechte umfasst die im EU-Handelssystem ausgegebenen Emissionsrechte (EU Allowances – kurz EUA) und erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen EUA sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten EUA, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2-Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die Erfassung im sonstigen Ergebnis schließt auch
Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein
Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Des Weiteren bestehen Rückdeckungsversicherungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert, ebenso wie die vorhandenen Rückdeckungsversicherungen den Barwert der jeweiligen Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung kürzen.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der
Rückstellungen für Rekultivierung beinhalten Rekultivierungsmaßnahmen von Grundstücken, Entleerung und Entsorgung von Deponien, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Gebäudesubstanz sowie Altlastsanierung und
Rückstellungen für Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgelder beinhalten des Weiteren Rückstellungen für Altersteilzeit, Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen, Rückstellungen für Bonifikationen und Prämien sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen. Jubiläumsgelder sind gemäß IAS 19 als langfristige Leistungen an Arbeitnehmer einzustufen. Diese werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der laufenden Periode im Personalaufwand ausgewiesen. Jubiläumsgelder stellen einmalige vom Entgelt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängige Zahlungen dar, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Vorschriften bestehen. Vor allem in Österreich bestehen Verpflichtungen für Jubiläumsgeldzahlungen. Rückstellungen für Altersteilzeit sind in Österreich aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu bilden. Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitestgehend finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen werden nur dann angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan erstellt und
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u. a. Rückstellungen für Prozessrisiken, Rückstellungen für Drohverluste, Rückstellungen für Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für Drohverluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur
Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestehen bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf
Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Abzinsungssatz basiert und im Nettozinsaufwand enthalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten
tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen ein.
7.8. Sonstige Rückstellungen
Abraumbeseitigung.
kommuniziert wurde.
7.9. Steuerabgrenzungen
Jahren zu erwarten ist.
Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
Abzinsungssatz von überwiegend 1,65 % (Vorjahr: 0,75 %) zugrunde.
125
Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zu jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte überprüft. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung auch ohne Anhaltspunkt jährlich zum 31. August.
Bei der Werthaltigkeitsprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Können keine weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüsse festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzungswertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse ermittelt werden können (Cash Generating Unit).
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzungswert.
Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensions- und Abfertigungszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Zahlungen für beitragsorientierte Vorsorgepläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Vorsorgepläne werden wie die von beitragsorientierten Vorsorgeplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen, eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen gegebenenfalls auch einen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen oder -änderungen, der sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres ermittelte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung – unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen – angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern – mit Ausnahme von Jubiläumsgeldverpflichtungen – erfolgsneutral im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.
Eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die Erfassung im sonstigen Ergebnis schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Abzinsungssatz basiert und im Nettozinsaufwand enthalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen ein.
Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von überwiegend 1,65 % (Vorjahr: 0,75 %) zugrunde.
Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Des Weiteren bestehen Rückdeckungsversicherungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert, ebenso wie die vorhandenen Rückdeckungsversicherungen den Barwert der jeweiligen Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung kürzen.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
Rückstellungen für Rekultivierung beinhalten Rekultivierungsmaßnahmen von Grundstücken, Entleerung und Entsorgung von Deponien, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Gebäudesubstanz sowie Altlastsanierung und Abraumbeseitigung.
Rückstellungen für Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgelder beinhalten des Weiteren Rückstellungen für Altersteilzeit, Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen, Rückstellungen für Bonifikationen und Prämien sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen. Jubiläumsgelder sind gemäß IAS 19 als langfristige Leistungen an Arbeitnehmer einzustufen. Diese werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der laufenden Periode im Personalaufwand ausgewiesen. Jubiläumsgelder stellen einmalige vom Entgelt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängige Zahlungen dar, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Vorschriften bestehen. Vor allem in Österreich bestehen Verpflichtungen für Jubiläumsgeldzahlungen. Rückstellungen für Altersteilzeit sind in Österreich aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu bilden. Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitestgehend finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen werden nur dann angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan erstellt und kommuniziert wurde.
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u. a. Rückstellungen für Prozessrisiken, Rückstellungen für Drohverluste, Rückstellungen für Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für Drohverluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestehen bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von
Der Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 mit betroffenen Tochterunternehmen in der Ukraine und Russland war ein Auslöser (Triggering Event) für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts-/Firmenwerte per
einem niedrigeren Inlandsabsatz ausgegangen, jedoch wird langfristig die Rückkehr auf das Vorkriegsniveau
Sowohl für Russland als auch die Ukraine wird bei den Tochterunternehmen von einem Fortbestand (Going Concern) ausgegangen. Die Sanktionen werden auf Russland für 2022|23 starke Auswirkungen auf das Ergebnis haben. AGRANA geht davon aus, dass sich Russland langfristig wieder erholen wird. Das russische Tochterunternehmen produziert Nahrungsmittel, die nicht direkt von den Sanktionsbestimmungen umfasst sind, jedoch werden indirekte Auswirkungen (z.B. weniger Inlandskonsum) erwartet. Für die ukrainischen Tochterunternehmen, die nicht im unmittelbaren Kriegsgebiet liegen, wird durch die Kriegshandlungen in 2022|23 von einer reduzierten Produktion und
Als Basis für die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts-/Firmenwertes der CGU Frucht wurden die aktuellsten vorliegenden Planungsrechnungen vom Februar 2022 herangezogen. Corona-Effekte wurden im Planungsprozess nicht gesondert behandelt. Diese Planungsrechnungen wurden vom Vorstand im Februar 2022 genehmigt.
Das Segment Frucht beinhaltet drei Tochterunternehmen in der Ukraine und ein Tochterunternehmen in Russland. Für diese Gesellschaften wurden Effekte aus der Kriegssituation ermittelt. Aufgrund der hohen Unsicherheit im Aufstellungszeitpunkt wurden auf Basis der dargestellten Grundannahmen zu den Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes vier mögliche Varianten der künftigen Entwicklung in diesen beiden Ländern vom Management entwickelt
und mit ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet. Die aufgrund der Ukraine-Krise erwarteten
Zum 28. Februar 2022 wurde der Buchwert der CGU Frucht dem unter Anwendung des auf diesen Stichtag
Die um die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine angepasste Planungsrechnung wurde dem Aufsichtsrat am
Den Prognoseunsicherheiten, die aufgrund der Volatilität der Märkte verursacht sind, wird durch Berücksichtigung alternativer Planungsszenarien begegnet. Die Planungsszenarien unterscheiden sich im Wesentlichen in den
Ohne die Anpassungen aus den Effekten des Ukraine-Krieges zeigen die Szenarien folgendes Bild und es wäre zu
Base Case 60 % 5,9 % 5,2 % Downside Case gemäßigt 25 % 5,5 % 4,6 % Downside Case progressiv 15 % 5,1 % 4,3 %
CAGR Umsatz p.a. (Basis 2021|22) EBIT-Marge in 2026|27
Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen wurden in den Szenarien ebenfalls berücksichtigt.
Annahmen zum Umsatzwachstum und zur Entwicklung der EBIT-Marge bis zur Rentenphase.
aktualisierten WACC1 ermittelten Nutzungswert gegenübergestellt.
keiner Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes gekommen:
Weighted Average Cost of Capital: gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz
CGU Frucht zum 28.02.2022 Gewichtung
– Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten (Buchwert 28.02.2022: 186.971 t€; Buchwert 28.02.2021: 241.781 t€), sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Buchwert 28.02.2022: 17.583 t€; Buchwert 28.02.2021: 12.818 t€) und Sachanlagen (erworben und geleast) (Buchwert 28.02.2022: 828.168 t€; Buchwert 28.02.2021: 859.659 t€) basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten der zum Zeitpunkt des regelmäßigen Wertminderungstest-Stichtages zum 31. August aktuellsten Prognoserechnung für die Cashflows der Cash Generating
Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Units (CGUs) der nächsten fünf Jahre.
angenommen.
1
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Die Berechnung der latenten Steuern wird nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, soweit die Realisierung latenter Steueransprüche wahrscheinlich ist.
Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn die entsprechenden Steuervorteile bei zugrunde liegender Planungsperiode von fünf Jahren realisiert werden können. Dies ist gegeben, wenn ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden bzw. zu versteuerndes Ergebnis aus der Umkehrung von passiven Differenzen vorhanden ist.
Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Erlösrealisierung erfolgt im AGRANA-Konzern anhand des 5-Schritte-Modelles gemäß IFRS 15 und grundsätzlich zeitpunktbezogen. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Kontrolle über ein Produkt oder über eine Dienstleistung auf einen Käufer übertragen wird. Die Übertragung der Kontrolle auf den Käufer wird üblicherweise gemäß den INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt, die den Übergang der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken regeln. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst. Bei variablen Preisvereinbarungen wird eine vertragsindividuelle Schätzung der zu erwartenden Endpreise für die Umsatzrealisierung vorgenommen. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen sowie ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Kosten der Umsatzanbahnung haben ganz überwiegend einen kurzfristigen Umsatzbezug und werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen der industrieüblichen Zahlungskonditionen bestehen bei der Umsatzerfassung keine Finanzierungskomponenten.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Leasingverbindlichkeiten anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können: Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
– Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten (Buchwert 28.02.2022: 186.971 t€; Buchwert 28.02.2021: 241.781 t€), sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Buchwert 28.02.2022: 17.583 t€; Buchwert 28.02.2021: 12.818 t€) und Sachanlagen (erworben und geleast) (Buchwert 28.02.2022: 828.168 t€; Buchwert 28.02.2021: 859.659 t€) basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten der zum Zeitpunkt des regelmäßigen Wertminderungstest-Stichtages zum 31. August aktuellsten Prognoserechnung für die Cashflows der Cash Generating Units (CGUs) der nächsten fünf Jahre. – Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten (Buchwert 28.02.2022: 186.971 t€; Buchwert 28.02.2021: 241.781 t€), sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Buchwert 28.02.2022: 17.583 t€; Buchwert 28.02.2021: 12.818 t€) und Sachanlagen (erworben und geleast) (Buchwert 28.02.2022: 828.168 t€; Buchwert 28.02.2021: 859.659 t€) basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten der zum Zeitpunkt des regelmäßigen Wertminderungstest-Stichtages zum 31. August aktuellsten Prognoserechnung für die Cashflows der Cash Generating Units (CGUs) der nächsten fünf Jahre.
Der Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 mit betroffenen Tochterunternehmen in der Ukraine und Russland war ein Auslöser (Triggering Event) für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts-/Firmenwerte per 28. Februar 2022 für die CGU Frucht. Der Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 mit betroffenen Tochterunternehmen in der Ukraine und Russland war ein Auslöser (Triggering Event) für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts-/Firmenwerte per 28. Februar 2022 für die CGU Frucht.
Sowohl für Russland als auch die Ukraine wird bei den Tochterunternehmen von einem Fortbestand (Going Concern) ausgegangen. Die Sanktionen werden auf Russland für 2022|23 starke Auswirkungen auf das Ergebnis haben. AGRANA geht davon aus, dass sich Russland langfristig wieder erholen wird. Das russische Tochterunternehmen produziert Nahrungsmittel, die nicht direkt von den Sanktionsbestimmungen umfasst sind, jedoch werden indirekte Auswirkungen (z.B. weniger Inlandskonsum) erwartet. Für die ukrainischen Tochterunternehmen, die nicht im unmittelbaren Kriegsgebiet liegen, wird durch die Kriegshandlungen in 2022|23 von einer reduzierten Produktion und einem niedrigeren Inlandsabsatz ausgegangen, jedoch wird langfristig die Rückkehr auf das Vorkriegsniveau angenommen. Sowohl für Russland als auch die Ukraine wird bei den Tochterunternehmen von einem Fortbestand (Going Concern) ausgegangen. Die Sanktionen werden auf Russland für 2022|23 starke Auswirkungen auf das Ergebnis haben. AGRANA geht davon aus, dass sich Russland langfristig wieder erholen wird. Das russische Tochterunternehmen produziert Nahrungsmittel, die nicht direkt von den Sanktionsbestimmungen umfasst sind, jedoch werden indirekte Auswirkungen (z.B. weniger Inlandskonsum) erwartet. Für die ukrainischen Tochterunternehmen, die nicht im unmittelbaren Kriegsgebiet liegen, wird durch die Kriegshandlungen in 2022|23 von einer reduzierten Produktion und einem niedrigeren Inlandsabsatz ausgegangen, jedoch wird langfristig die Rückkehr auf das Vorkriegsniveau angenommen.
Als Basis für die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts-/Firmenwertes der CGU Frucht wurden die aktuellsten vorliegenden Planungsrechnungen vom Februar 2022 herangezogen. Corona-Effekte wurden im Planungsprozess nicht gesondert behandelt. Diese Planungsrechnungen wurden vom Vorstand im Februar 2022 genehmigt. Als Basis für die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts-/Firmenwertes der CGU Frucht wurden die aktuellsten vorliegenden Planungsrechnungen vom Februar 2022 herangezogen. Corona-Effekte wurden im Planungsprozess nicht gesondert behandelt. Diese Planungsrechnungen wurden vom Vorstand im Februar 2022 genehmigt.
Das Segment Frucht beinhaltet drei Tochterunternehmen in der Ukraine und ein Tochterunternehmen in Russland. Für diese Gesellschaften wurden Effekte aus der Kriegssituation ermittelt. Aufgrund der hohen Unsicherheit im Aufstellungszeitpunkt wurden auf Basis der dargestellten Grundannahmen zu den Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes vier mögliche Varianten der künftigen Entwicklung in diesen beiden Ländern vom Management entwickelt und mit ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet. Die aufgrund der Ukraine-Krise erwarteten Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen wurden in den Szenarien ebenfalls berücksichtigt. Das Segment Frucht beinhaltet drei Tochterunternehmen in der Ukraine und ein Tochterunternehmen in Russland. Für diese Gesellschaften wurden Effekte aus der Kriegssituation ermittelt. Aufgrund der hohen Unsicherheit im Aufstellungszeitpunkt wurden auf Basis der dargestellten Grundannahmen zu den Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes vier mögliche Varianten der künftigen Entwicklung in diesen beiden Ländern vom Management entwickelt und mit ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet. Die aufgrund der Ukraine-Krise erwarteten Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen wurden in den Szenarien ebenfalls berücksichtigt.
Die um die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine angepasste Planungsrechnung wurde dem Aufsichtsrat am 19. April 2022 in einer außerordentlichen Sitzung vorgelegt. Die um die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine angepasste Planungsrechnung wurde dem Aufsichtsrat am 19. April 2022 in einer außerordentlichen Sitzung vorgelegt.
Zum 28. Februar 2022 wurde der Buchwert der CGU Frucht dem unter Anwendung des auf diesen Stichtag aktualisierten WACC1 ermittelten Nutzungswert gegenübergestellt. Zum 28. Februar 2022 wurde der Buchwert der CGU Frucht dem unter Anwendung des auf diesen Stichtag aktualisierten WACC1 ermittelten Nutzungswert gegenübergestellt.
Den Prognoseunsicherheiten, die aufgrund der Volatilität der Märkte verursacht sind, wird durch Berücksichtigung alternativer Planungsszenarien begegnet. Die Planungsszenarien unterscheiden sich im Wesentlichen in den Annahmen zum Umsatzwachstum und zur Entwicklung der EBIT-Marge bis zur Rentenphase. Den Prognoseunsicherheiten, die aufgrund der Volatilität der Märkte verursacht sind, wird durch Berücksichtigung alternativer Planungsszenarien begegnet. Die Planungsszenarien unterscheiden sich im Wesentlichen in den Annahmen zum Umsatzwachstum und zur Entwicklung der EBIT-Marge bis zur Rentenphase.
Ohne die Anpassungen aus den Effekten des Ukraine-Krieges zeigen die Szenarien folgendes Bild und es wäre zu keiner Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes gekommen: Ohne die Anpassungen aus den Effekten des Ukraine-Krieges zeigen die Szenarien folgendes Bild und es wäre zu keiner Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes gekommen:
| CAGR Umsatz p.a. CAGR Umsatz p.a. |
EBIT-Marge EBIT-Marge |
|||
|---|---|---|---|---|
| CGU Frucht zum 28.02.2022 | Gewichtung | (Basis 2021 22) | in 2026 27 | |
| CGU Frucht zum 28.02.2022 | Gewichtung | (Basis 2021 22) | in 2026 27 | |
| Base Case | 60 % | 5,9 % | 5,2 % | |
| Base Case | 60 % | 5,9 % | 5,2 % | |
| Downside Case gemäßigt | 25 % | 5,5 % | 4,6 % | |
| Downside Case gemäßigt | 25 % | 5,5 % | 4,6 % | |
| Downside Case progressiv | 15 % | 5,1 % | 4,3 % | |
| Downside Case progressiv | 15 % | 5,1 % | 4,3 % |
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
EBIT-Marge in 2026|27
EBIT-Marge in 2025|26
In der CGU Stärke wurde neben dem Base Case ein Downside Case entwickelt. Es würde sich in keinem Szenario eine
Base Case 65 % 1,7 % 5,0 % Downside Case 35 % –3,5 % 5,5 %
Base Case 65 % 2,9 % 6,2 % Downside Case 35 % –4,4 % 6,1 %
Basierend auf den Erfahrungen des Wertminderungstests der Geschäfts-/Firmenwerte zum 31. August 2021 wurde eine Sensitivität per 28. Februar 2022 gerechnet. Unter der Voraussetzung eines gleichbleibenden WACC wäre bei einer Reduktion des operativen Ergebnisses 2026|27 in Höhe von rund 40 % keine Gefährdung der Überdeckung der
Ein Anstieg des WACC um 0,5 Prozentpunkte würde keinen Wertminderungsbedarf zur Folge haben. Weiters wurde eine Sensitivität auf die Gewichtung der Szenarien ermittelt. Unter der Voraussetzung eines Gleichbleibens aller anderen Parameter würde eine Gewichtung auf 55 % / 45 % zu eine um 8.320 t€ geringere Überdeckung zur Folge
CGU Ukraine durchgeführt und eine Wertminderung für das Sachanlagevermögen des landwirtschaftlichen Betriebes der AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza|Ukraine und für im Kriegsgebiet befindliche Sachanlagen bei Kunden von 1.545
– Basierend auf den oben beschriebenen Planannahmen wurde ein Wertminderungstest der Sachanlagen der
– Als relevante Werttreiber für die CGU Zucker Verkauf & Produktion wurden neben den Rübenanbauflächen, die Zuckerverkaufspreise sowie Produktionskosten in Verbindung mit Gas-/Energiepreisen identifiziert. Eine signifikante Verminderung der Rübenanbauflächen sowie ein Zuckerpreisniveau, bei dem steigende Gas-/Energiepreise nicht an
– AGRANA geht davon aus, dass Kostensteigerungen aufgrund steigender Rohstoff- unter Energiepreise zumindest zeitversetzt an Kunden weitergegeben werden können und hat daher kein Triggering Event für die CGUs Stärke und
– Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden
– Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen (Buchwert 28.02.2022: 58.848 t€; Buchwert 28.02.2021: 67.786 t€) werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation
Zeitwertes zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.
Kunden weitergegeben werden können, könnte zu einem Wertminderungsbedarf führen.
Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen
CAGR Umsatz p.a. (Basis 2021|22)
CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020|21)
Wertminderung des Buchwertes der Geschäfts-/Firmenwerte der CGU Stärke ergeben:
CGU Stärke zum 28.02.2022 Gewichtung
CGU Stärke zum 28.02.2021 Gewichtung
Marktumfeld und liegt bei 7,09 % (Vorjahr: 6,80 %).
CGU Stärke gegeben.
haben.
t€ identifiziert.
Zucker Verkauf & Produktion identifiziert.
und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
129
| CAGR Umsatz p.a. | EBIT-Marge in 2025 26 |
|||
|---|---|---|---|---|
| CGU Frucht zum 28.02.2021 | Gewichtung | (Basis 2020 21) | ||
| Base Case | 65 % | 4,8 % | 5,7 % | |
| Downside Case gemäßigt | 25 % | 4,5 % | 5,5 % | |
| Downside Case progressiv | 10 % | 4,2 % | 5,2 % |
Im Geschäftsjahr wurde die Gewichtung aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine und der Schwierigkeiten bei der Einschätzung der Auswirkungen der weiteren Wirtschaftsentwicklung konservativer gewählt, in dem der "Base Case" zugunsten des "Downside Case progressiv" weniger stark gewichtet wurde.
Zusätzlich zu den oben dargestellten Szenarien wurden für die Länder Ukraine und Russland vier mögliche Varianten der künftigen Entwicklung in diesen beiden Ländern vom Management entwickelt und gemäß einer Wahrscheinlichkeit gewichtet. Für beide Länder wird von Going Concern ausgegangen:
Die Szenarien inklusive den Effekten der Ukraine-Krise stellen sich wie folgt dar:
| CAGR Umsatz p.a. | EBIT-Marge | |||
|---|---|---|---|---|
| CGU Frucht zum 28.02.2022 | Gewichtung | (Basis 2021 22) | in 2026 27 | |
| Base Case | 60 % | 6,2 % | 4,7 % | |
| Downside Case gemäßigt | 25 % | 5,8 % | 4,1 % | |
| Downside Case progressiv | 15 % | 5,4 % | 3,8 % |
Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen Marktumfeld und liegt bei 7,25 % (Vorjahr: 7,56 %).
Inklusive den Anpassungen aus den Effekten des Ukraine-Krieges ergibt sich in der CGU Frucht eine Wertminderung des Buchwertes des Geschäfts-/Firmenwertes in Höhe von 55.283 t€.
In Abhängigkeit von den weiteren Kriegshandlungen bzw. Sanktionen können sich negative Einflüsse auf das Geschäftsjahr 2022|23 oder folgende Geschäftsjahre, beispielsweise im Bereich der Werthaltigkeit von Geschäfts- /Firmenwerten sowie Sachanlagen, ergeben.
Basierend auf dem Wertminderungstest des Geschäfts-/Firmenwertes zum 28. Februar 2022 wurden Sensitivitäten gerechnet. Ein Anstieg des WACC um 0,5 Prozentpunkte würde in der CGU Frucht einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf von 79.165 t€ zur Folge haben. Weiters wurden die Sensitivitäten auf die Gewichtung der Szenarien ermittelt. Unter der Voraussetzung eines Gleichbleibens aller anderen Parameter würde eine Gewichtung auf 65 % / 25 % / 10 % zu einem um 9.667 t€ geringeren Wertminderungsbedarf führen. Andererseits hätte eine Gewichtung von 55 % / 25 % / 20 % eine um 9.667 t€ höhere Wertminderung zur Folge.
In der CGU Stärke wurde neben dem Base Case ein Downside Case entwickelt. Es würde sich in keinem Szenario eine Wertminderung des Buchwertes der Geschäfts-/Firmenwerte der CGU Stärke ergeben:
| CAGR Umsatz p.a. | EBIT-Marge | |||
|---|---|---|---|---|
| CGU Stärke zum 28.02.2022 | Gewichtung | (Basis 2021 22) | in 2026 27 | |
| Base Case | 65 % | 1,7 % | 5,0 % | |
| Downside Case | 35 % | –3,5 % | 5,5 % |
| CGU Stärke zum 28.02.2021 | Gewichtung | CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020 21) |
EBIT-Marge in 2025 26 |
|---|---|---|---|
| Base Case | 65 % | 2,9 % | 6,2 % |
| Downside Case | 35 % | –4,4 % | 6,1 % |
Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen Marktumfeld und liegt bei 7,09 % (Vorjahr: 6,80 %).
Basierend auf den Erfahrungen des Wertminderungstests der Geschäfts-/Firmenwerte zum 31. August 2021 wurde eine Sensitivität per 28. Februar 2022 gerechnet. Unter der Voraussetzung eines gleichbleibenden WACC wäre bei einer Reduktion des operativen Ergebnisses 2026|27 in Höhe von rund 40 % keine Gefährdung der Überdeckung der CGU Stärke gegeben.
Ein Anstieg des WACC um 0,5 Prozentpunkte würde keinen Wertminderungsbedarf zur Folge haben. Weiters wurde eine Sensitivität auf die Gewichtung der Szenarien ermittelt. Unter der Voraussetzung eines Gleichbleibens aller anderen Parameter würde eine Gewichtung auf 55 % / 45 % zu eine um 8.320 t€ geringere Überdeckung zur Folge haben.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1.251.080 1.166.571
1.010.407 821.892
640.057 558.521
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den
Umsatzerlöse des Segmentes Frucht umfassen Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme-, und Food-
Das Segment Zucker verarbeitet Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker.
Pharmaanwendungen geliefert. Zudem wird auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel an Endkonsumenten vertrieben. Daneben produziert das Segment Zucker – zur optimalen Verwertung der agrarischen Rohstoffe – eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt in allen drei Segmenten nach Übergang der Kontrolle am jeweiligen Produkt auf den Kunden und erfolgt nahezu ausschließlich zeitpunktbezogen. Sämtliche Lieferverträge enthalten Incoterms, wie
t€ 2021|22 2020|21
EU-27 585.598 554.441 Europa nicht EU 109.197 97.454 Nordamerika 337.420 309.785 Südamerika 32.661 24.179 Asien 115.664 118.821 Afrika 31.208 24.639 Australien & Ozeanien 39.332 37.252
EU-27 987.854 802.197 Nordamerika 22.553 19.695
EU-27 640.057 558.521
Summe 2.901.544 2.546.984
Service-Industrie und Fruchtsaftkonzentrate, wie Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige. Weiters werden im Rahmen der Stärkegewinnung Dünge- und hochwertige
Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z. B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und
DDP, DAP und EXW, die den Übergang der Kontrolle auf den Kunden regeln und somit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung begründen. Das Zahlungsziel beträgt in der Regel bis zu 90 Tage. AGRANA erzielt mit 95,44 % (Vorjahr: 94,85 %) hauptsächlich Umsatzerlöse aus Eigenerzeugnissen. AGRANA erbringt Dienstleistungen von 0,30 % (Vorjahr: 0,24 %) sowie Handelswarenerlöse von 4,26 % (Vorjahr: 4,91 %) der Gesamtumsatzerlöse von untergeordneter
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten je Segment erfolgt auf Basis des Sitzes der Gesellschaft.
Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
8.1. Umsatzerlöse
Note (1)
und Nutztierhaltung.
Bedeutung.
Segment Frucht
Segment Stärke
Segment Zucker
Segmenten Frucht, Stärke und Zucker.
Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen.
131
– Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, sodass mögliche Korrelationseffekte zwischen den Annahmen nicht berücksichtigt werden. Die Sensitivitäten haben folgende Auswirkungen auf die Höhe der unter Note (23a) angeführten Barwerte der Verpflichtungen:
| Pensionen | Abfertigungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 | 28.02.2022 | 28.02.2021 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Annahmen |
|||||
| Rechnungszinssatz | |||||
| +0,5 Prozentpunkte | –2.092 | –2.537 | –1.428 | –1.664 | |
| –0,5 Prozentpunkte | 2.289 | 2.790 | 1.527 | 1.785 | |
| Lohn-/Gehaltssteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 33 | 54 | 729 | 851 | |
| –0,25 Prozentpunkte | –32 | –53 | –704 | –820 | |
| Rentensteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 1.075 | 1.267 | – | – | |
| –0,25 Prozentpunkte | –1.033 | –1.215 | – | – | |
| Lebenserwartung | |||||
| Zunahme um 1 Jahr | 3.629 | 4.594 | – | – | |
| Abnahme um 1 Jahr | –3.791 | –4.885 | – | – |
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker.
Umsatzerlöse des Segmentes Frucht umfassen Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme-, und Food-Service-Industrie und Fruchtsaftkonzentrate, wie Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige. Weiters werden im Rahmen der Stärkegewinnung Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
Das Segment Zucker verarbeitet Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z. B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem wird auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel an Endkonsumenten vertrieben. Daneben produziert das Segment Zucker – zur optimalen Verwertung der agrarischen Rohstoffe – eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt in allen drei Segmenten nach Übergang der Kontrolle am jeweiligen Produkt auf den Kunden und erfolgt nahezu ausschließlich zeitpunktbezogen. Sämtliche Lieferverträge enthalten Incoterms, wie DDP, DAP und EXW, die den Übergang der Kontrolle auf den Kunden regeln und somit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung begründen. Das Zahlungsziel beträgt in der Regel bis zu 90 Tage. AGRANA erzielt mit 95,44 % (Vorjahr: 94,85 %) hauptsächlich Umsatzerlöse aus Eigenerzeugnissen. AGRANA erbringt Dienstleistungen von 0,30 % (Vorjahr: 0,24 %) sowie Handelswarenerlöse von 4,26 % (Vorjahr: 4,91 %) der Gesamtumsatzerlöse von untergeordneter Bedeutung.
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten je Segment erfolgt auf Basis des Sitzes der Gesellschaft.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | ||
| EU-27 | 585.598 | 554.441 |
| Europa nicht EU | 109.197 | 97.454 |
| Nordamerika | 337.420 | 309.785 |
| Südamerika | 32.661 | 24.179 |
| Asien | 115.664 | 118.821 |
| Afrika | 31.208 | 24.639 |
| Australien & Ozeanien | 39.332 | 37.252 |
| 1.251.080 | 1.166.571 | |
| Segment Stärke | ||
| EU-27 | 987.854 | 802.197 |
| Nordamerika | 22.553 | 19.695 |
| 1.010.407 | 821.892 | |
| Segment Zucker | ||
| EU-27 | 640.057 | 558.521 |
| 640.057 | 558.521 | |
| Summe | 2.901.544 | 2.546.984 |
8.5. Personalaufwand
Note (5)
erfasst.
stellt sich wie folgt dar (100 %):
Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten.
Sondereinflüssen belief sich auf 1.001 t€ (Vorjahr: 4.602 t€).
aufwandswirksam in Höhe von 1.555 t€ (Vorjahr: 1.501 t€) im Geschäftsjahr 2021|22 erfasst.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente):
t€ 2021|22 2020|21 Löhne und Gehälter 274.678 274.844
und sonstiger Personalaufwand 72.548 70.450 Summe 347.226 345.294
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 540 t€ (Vorjahr:
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden 20.345 t€ (Vorjahr: 19.591 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge
Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Sondereinflüssen enthalten, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm im Segment Frucht stehen. Das Ergebnis aus
Aufgliederung nach Personengruppen 2021|22 2020|21 Arbeiter 5.863 5.972 Angestellte 2.736 2.779 Lehrlinge 92 96 Summe 8.691 8.847
Aufgliederung nach Regionen 2021|22 2020|21 Österreich 2.356 2.414 Ungarn 417 424 Rumänien 491 537 Restliche EU 1.456 1.520 EU-27 4.720 4.895
Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) 1.150 1.157 Übriges Ausland 2.821 2.795 Summe 8.691 8.847
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen
Aufgliederung nach Personengruppen 2021|22 2020|21 Arbeiter 336 341 Angestellte 206 205 Summe 542 546
641 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie
Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
133
29,8 % (Vorjahr: 30,1 %) des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt. Ein AGRANA-Kunde trug mit 10,9 % (Vorjahr: 12,4 %) zum Konzernumsatz bei. Kein weiterer Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10 %.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 99.051 | –14.529 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.069 | 2.820 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 99.051 t€ (Vorjahr: –14.529 t€) resultierte aus dem Segment Zucker mit 90.205 t€ (Vorjahr: –17.985 t€), aus dem Segment Frucht mit 19.945 t€ (Vorjahr: –8.130 t€) und dem Segment Stärke mit –11.099 t€ (Vorjahr: 11.586 t€).
In den Bestandsveränderungen ist ein Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment Frucht in Höhe von 1.118 t€ aus Wertberichtigungen von Halb- und Fertigprodukten aufgrund des Krieges in der Ukraine (Vorjahr: 859 t€ Reklamationsfall in Europa) enthalten.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Kursgewinnen | 7.705 | 11.537 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahmen der Finanzanlagen | 5.842 | 515 |
| Versicherungs- und Schadensersatzleistungen | 1.650 | 2.967 |
| Derivaten | 1.298 | 1.817 |
| Forschungsprämien | 1.268 | 1.400 |
| der Auflösung von Forderungswertberichtigungen | 1.027 | 644 |
| Miet- und Pachtverträgen | 578 | 513 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 525 | 367 |
| Leistungen an Dritte | 108 | 103 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | 5.951 |
| Sondereinflüssen | 0 | 1.617 |
| der erfolgswirksamen Erfassung eines passiven Unterschiedsbetrages aus | ||
| Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 140 |
| Übrige | 15.741 | 15.393 |
| Summe | 35.742 | 42.964 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. Erträge aus der Weiterverrechnung von Betriebsstoffen und Rohmaterial sowie Dienstleistungen.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| Rohstoffe | 1.409.546 | 1.158.798 |
| Hilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren | 685.405 | 535.260 |
| bezogene Leistungen | 74.368 | 65.174 |
| Summe | 2.169.319 | 1.759.232 |
Aufgrund des Krieges in der Ukraine führten Wertberichtigungen von Rohstoffen zu einem Ergebnis aus Sondereinflüssen im Materialaufwand in Höhe von 379 t€ im Segment Frucht.
| tf |
|---|
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 274.678 | 274.844 |
| Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und sonstiger Personalaufwand | 72.548 | 70.450 |
| Summe | 347.226 | 345.294 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 540 t€ (Vorjahr: 641 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten.
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden 20.345 t€ (Vorjahr: 19.591 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst.
Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden aufwandswirksam in Höhe von 1.555 t€ (Vorjahr: 1.501 t€) im Geschäftsjahr 2021|22 erfasst.
Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Sondereinflüssen enthalten, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm im Segment Frucht stehen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen belief sich auf 1.001 t€ (Vorjahr: 4.602 t€).
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente):
| Aufgliederung nach Personengruppen | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 5.863 | 5.972 |
| Angestellte | 2.736 | 2.779 |
| Lehrlinge | 92 | 96 |
| Summe | 8.691 | 8.847 |
| Aufgliederung nach Regionen | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Österreich | 2.356 | 2.414 |
| Ungarn | 417 | 424 |
| Rumänien | 491 | 537 |
| Restliche EU | 1.456 | 1.520 |
| EU-27 | 4.720 | 4.895 |
| Sonstiges Europa (Russland, Türkei, Ukraine) | 1.150 | 1.157 |
| Übriges Ausland | 2.821 | 2.795 |
| Summe | 8.691 | 8.847 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar (100 %):
| Aufgliederung nach Personengruppen | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 336 | 341 |
| Angestellte | 206 | 205 |
| Summe | 542 | 546 |
8.7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Note (7)
19.118 t€).
Pura GmbH.
Note (8)
Note (9)
Dienstleistungen enthalten.
GmbH gehaltenen Anteils von –3.185 t€.
8.9. Finanzerträge
t€ 2021|22 2020|21 Vertriebs- und Frachtaufwendungen 173.668 154.054 Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 97.122 88.025 Sondereinflüsse 10.442 6.048 Kursverluste 7.776 11.114 Werbeaufwendungen 7.547 7.324 Sonstige Steuern 6.368 6.334 Drohende Verluste aus Verkaufskontrakten 5.938 0 Miete, Leasing- und Pachtaufwand 5.777 6.017 Derivate 1.809 2.264 Schadensfälle 1.632 1.661 Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 591 174 Forschung und Entwicklung (extern) 581 832 Übrige 8.898 8.540 Summe 328.149 292.387
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 19.974 t€ (Vorjahr:
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene
6.048 t€ Werksschließungen in Polen und Ungarn sowie einen Reklamationsfall in Europa). Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von 2.072 t€ im Segment Zucker beinhaltet Forderungswertberichtigungen gegenüber dem in finanziellen Schwierigkeiten (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) befindlichen Gemeinschaftsunternehmen Beta
8.8. Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 8.019 t€ (Vorjahr: 17.513 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe, der AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie der Beta Pura GmbH von 11.204 t€ sowie eine Wertminderung des an der Beta Pura
in Höhe von 2 t€ (Vorjahr: 2 t€) sowie sonstige Leistungen von 58 t€ (Vorjahr: 0 t€).
Sondereinflüsse im sonstigen betrieblichen Aufwand betrafen im Wesentlichen Wertberichtigungen von Forderungen von Kunden in Kriegsgebieten oder kriegsnahen Gebieten in der Ukraine, Fremdwährungsverluste durch die Abwertung des russischen Rubels sowie einen Schadensfall in Nordamerika und beliefen sich im Segment Frucht auf 8.370 t€ (Vorjahr:
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Wirtschaftsprüfung GmbH betrugen 545 t€ (Vorjahr: 467 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 485 t€ (Vorjahr: 465 t€), sonstige Bestätigungsleistungen
t€ 2021|22 2020|21 Zinserträge 742 802 Währungsgewinne 14.838 6.537 Erträge aus Beteiligungen 34 22 Gewinn aus Derivaten 12.522 17.225 Übrige finanzielle Erträge 428 310 Summe 28.564 24.896
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
135
| Wert | Wert | |||
|---|---|---|---|---|
| t€ | Gesamt | Abschrei bungen |
minde rungen |
auf holungen |
| Geschäftsjahr 2021 22 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.691 | 3.691 | 0 | 0 |
| Sachanlagen – erworben | 110.647 | 110.747 | 183 | –283 |
| Sachanlagen – geleast | 5.833 | 5.833 | 0 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 120.171 | 120.271 | 183 | –283 |
| Sondereinfluss | 56.828 | 0 | 56.828 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 176.999 | 120.271 | 57.011 | –283 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.761 | 3.761 | 0 | 0 |
| Sachanlagen – erworben | 108.719 | 108.784 | 134 | –199 |
| Sachanlagen – geleast | 5.626 | 5.626 | 0 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 118.106 | 118.171 | 134 | –199 |
| Sondereinfluss | 2.042 | 0 | 2.042 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 120.148 | 118.171 | 2.176 | –199 |
Die Wertberichtigungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| Wert minde |
Wert auf |
|
|---|---|---|
| t€ | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2021 22 | ||
| Segment Frucht | 56.828 | –37 |
| Segment Stärke | 27 | –111 |
| Segment Zucker | 156 | –135 |
| Konzern | 57.011 | –283 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | ||
| Segment Frucht | 2.042 | 0 |
| Segment Stärke | 0 | 0 |
| Segment Zucker | 134 | –199 |
| Konzern | 2.176 | –199 |
Wertminderungen im operativen Ergebnis in den Segmenten Zucker und Stärke betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für stillgelegte Vermögenswerte (Vorjahr: Stilllegung einer Produktionslinie in Rumänien im Segment Zucker).
Durch den Krieg in der Ukraine als Triggering Event wurden Wertminderungstests für den Geschäfts-/Firmenwert und für Sachanlagen in der Ukraine der CGU Frucht durchgeführt. Eine Wertminderung von 55.283 t€ des Geschäfts- /Firmenwertes und Wertminderungen von Sachanlagen des landwirtschaftlichen Betriebes der AGRANA Fruit Luka, Winniza|Ukraine und für bei Kunden in Kriegsgebieten befindlichen Behältern für Fertigprodukte von 1.545 t€ wurden als Sondereinfluss (Vorjahr: 2.042 t€ Wertminderung von Anlagen im Compound-Geschäft in Ägypten) im Segment Frucht erfasst.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 173.668 | 154.054 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 97.122 | 88.025 |
| Sondereinflüsse | 10.442 | 6.048 |
| Kursverluste | 7.776 | 11.114 |
| Werbeaufwendungen | 7.547 | 7.324 |
| Sonstige Steuern | 6.368 | 6.334 |
| Drohende Verluste aus Verkaufskontrakten | 5.938 | 0 |
| Miete, Leasing- und Pachtaufwand | 5.777 | 6.017 |
| Derivate | 1.809 | 2.264 |
| Schadensfälle | 1.632 | 1.661 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 591 | 174 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 581 | 832 |
| Übrige | 8.898 | 8.540 |
| Summe | 328.149 | 292.387 |
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 19.974 t€ (Vorjahr: 19.118 t€).
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene Dienstleistungen enthalten.
Sondereinflüsse im sonstigen betrieblichen Aufwand betrafen im Wesentlichen Wertberichtigungen von Forderungen von Kunden in Kriegsgebieten oder kriegsnahen Gebieten in der Ukraine, Fremdwährungsverluste durch die Abwertung des russischen Rubels sowie einen Schadensfall in Nordamerika und beliefen sich im Segment Frucht auf 8.370 t€ (Vorjahr: 6.048 t€ Werksschließungen in Polen und Ungarn sowie einen Reklamationsfall in Europa). Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von 2.072 t€ im Segment Zucker beinhaltet Forderungswertberichtigungen gegenüber dem in finanziellen Schwierigkeiten (ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine) befindlichen Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Wirtschaftsprüfung GmbH betrugen 545 t€ (Vorjahr: 467 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 485 t€ (Vorjahr: 465 t€), sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 2 t€ (Vorjahr: 2 t€) sowie sonstige Leistungen von 58 t€ (Vorjahr: 0 t€).
Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 8.019 t€ (Vorjahr: 17.513 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe, der AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie der Beta Pura GmbH von 11.204 t€ sowie eine Wertminderung des an der Beta Pura GmbH gehaltenen Anteils von –3.185 t€.
| 8.9. | Finanzerträge | |
|---|---|---|
| -- | ------ | --------------- |
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 742 | 802 |
| Währungsgewinne | 14.838 | 6.537 |
| Erträge aus Beteiligungen | 34 | 22 |
| Gewinn aus Derivaten | 12.522 | 17.225 |
| Übrige finanzielle Erträge | 428 | 310 |
| Summe | 28.564 | 24.896 |
8.11. Ertragsteuern
Note (11)
folgt dar:
werden.
sich wie folgt zusammen:
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen
t€ 2021|22 2020|21 Effektive Steuern 17.618 9.326 davon Inland 3.020 –3.259 davon Ausland 14.598 12.585 Latente Steuern 3.248 –4.116 davon Inland –2.599 256 davon Ausland 5.847 –4.372 Steueraufwand 20.866 5.210 davon Inland 421 –3.003 davon Ausland 20.445 8.213
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern im Gesamtergebnis stellt sich wie
t€ 2021|22 2020|21 Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz –2.706 2.266 Erhöhung (–)/Verminderung (+) passiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz –716 2 Gesamte Veränderung aus latenter Steuer –3.422 2.268 davon erfolgswirksame Veränderungen –3.248 4.116 davon im sonstigen Ergebnis erfasst –909 –1.587 davon aus Währungsumrechnung/Hochinflationsanpassung/Sonstige 325 –273 davon Konsolidierungskreisänderung, erfolgsneutral 410 12
Um den Betrag im sonstigen Ergebnis auf den Wert der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung überleiten zu können, müssen die Steuereffekte von Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen sowie derer anteiliger nicht beherrschender Anteile von in Summe 233 t€ vom sonstigen Ergebnis von 909 t€ gemäß obiger Tabelle abgezogen
t€ 2021|22 2020|21 Ergebnis vor Ertragsteuern 8.633 60.195 Österreichischer Steuersatz in % 25 % 25 % Theoretischer Steueraufwand 2.158 15.049
abweichender Steuersätze –1.091 –2.790
die nach der Equity-Methode bilanziert werden –3.579 –7.206 nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen 10.871 –1.126
und steuerlicher Zurechnungen 3.868 4.472 Effekten aus sonstigen Steuern 3.031 2.770 Effekten aus Verlustvorträgen 739 –2.551 aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen 4.869 –3.408 Ertragsteuern 20.866 5.210 Effektive Steuerquote 241,7 % 8,7 %
Überleitung vom Ergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand
Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund
Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche Abzugsposten inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen,
Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
137
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 322 | 534 |
| Segment Stärke | 26 | 27 |
| Segment Zucker | 394 | 241 |
| Summe | 742 | 802 |
| t | € |
|---|---|
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 7.584 | 8.138 |
| Nettozinsaufwand aus Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 540 | 641 |
| Währungsverluste | 7.875 | 16.571 |
| Verlust aus Derivaten | 23.597 | 13.306 |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 1.034 | 837 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 4.033 | 3.899 |
| Summe | 44.663 | 43.392 |
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 1.554 | 2.139 |
| Segment Stärke | 235 | 231 |
| Segment Zucker | 5.795 | 5.768 |
| Konzern | 7.584 | 8.138 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.008 t€ (Vorjahr: 1.025 t€) sowie den Zinsanteil aus der Abzinsung der langfristigen Verpflichtung für Jubiläumsgelder von 76 t€ (Vorjahr: 84 t€).
Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Nettogewinn in Höhe von 6.963 t€ (Vorjahr: Nettoverlust –10.034 t€). Dieser setzte sich aus einem realisierten Gewinn von 5.127 t€ (Vorjahr: realisierter Verlust –7.840 t€) und einem nicht realisierten Gewinn in Höhe von 1.836 t€ (Vorjahr: nicht realisierter Verlust –2.194 t€) zusammen. Der Gewinn ist v. a. auf Fremdwährungsfinanzierungen in US-Dollar, mexikanischem Peso und tschechischer Krone zurückzuführen.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | 17.618 | 9.326 |
| davon Inland | 3.020 | –3.259 |
| davon Ausland | 14.598 | 12.585 |
| Latente Steuern | 3.248 | –4.116 |
| davon Inland | –2.599 | 256 |
| davon Ausland | 5.847 | –4.372 |
| Steueraufwand | 20.866 | 5.210 |
| davon Inland | 421 | –3.003 |
| davon Ausland | 20.445 | 8.213 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern im Gesamtergebnis stellt sich wie folgt dar:
| 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|
| 2.266 | |
| –716 | 2 |
| –3.422 | 2.268 |
| –3.248 | 4.116 |
| –909 | –1.587 |
| 325 | –273 |
| 410 | 12 |
| –2.706 |
Um den Betrag im sonstigen Ergebnis auf den Wert der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung überleiten zu können, müssen die Steuereffekte von Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen sowie derer anteiliger nicht beherrschender Anteile von in Summe 233 t€ vom sonstigen Ergebnis von 909 t€ gemäß obiger Tabelle abgezogen werden.
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 8.633 | 60.195 |
| Österreichischer Steuersatz in % | 25 % | 25 % |
| Theoretischer Steueraufwand | 2.158 | 15.049 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund | ||
| abweichender Steuersätze | –1.091 | –2.790 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche | ||
| Abzugsposten inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –3.579 | –7.206 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | 10.871 | –1.126 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen | ||
| und steuerlicher Zurechnungen | 3.868 | 4.472 |
| Effekten aus sonstigen Steuern | 3.031 | 2.770 |
| Effekten aus Verlustvorträgen | 739 | –2.551 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | 4.869 | –3.408 |
| Ertragsteuern | 20.866 | 5.210 |
| Effektive Steuerquote | 241,7 % | 8,7 % |
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben.
Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
9.1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
9.2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
9.3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Bilanzpositionen eliminiert.
163.623 t€).
Note (13)
Note (14)
Note (15)
(Vorjahr: –79.646 t€).
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde,
Es bestanden aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 207.225 t€ (Vorjahr: 198.825 t€), das entspricht 7,14 % (Vorjahr: 7,81 %) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsgewinne des Finanzergebnisses von –1.836 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsverluste 2.194 t€), die
zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten von 6.914 t€ (Vorjahr: 5.519 t€) sowie zahlungsunwirksame Sondereinflüsse von 11.158 t€ (Vorjahr: 8.221 t€). Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen Korrekturen des im
Bei stabilem Investitionsniveau in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von –77.018 t€ (Vorjahr: –70.509 t€), Auszahlungen für den Erwerb des Tochterunternehmens AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, von –3.631 t€ (Vorjahr: –9.111 t€ für 100 % der Anteile an Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA) sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 7.897 t€ (Vorjahr: 2.829 t€) belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf –72.624 t€
beherrschende Anteile von 1.800 t€ (Vorjahr: 0 t€), Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen von
Konzernergebnis enthaltenen Steueraufwandes und Zinsergebnisses aufgrund der separaten Darstellung der zahlungswirksamen Zinsen und Ertragsteuern. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capitals sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 53.235 t€ (Vorjahr:
Gezahlte Dividenden von –53.357 t€ (Vorjahr: –48.826 t€), die überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Dividende betreffen, Kapitalerhöhungen einer Tochtergesellschaft durch nicht
–4.201 t€ (Vorjahr: 0 t€) sowie die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Mittelzu-/abflüsse der Finanzverbindlichkeiten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021|22 zu einem positiven Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit von 17.595 t€ (Vorjahr: negativen Cashflow –59.454 t€).
zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit,
Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen in der Ukraine, in Russland und in Argentinien.
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigungen zu Forderungen 280 t€ (Vorjahr: 675 t€),
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
139
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25 %. Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25 %.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet. Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen. Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 13.344 t€ (Vorjahr: 13.820 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 52.487 t€ (Vorjahr: 50.059 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 47.845 t€ (Vorjahr: 44.732 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 1.670 t€ (Vorjahr: 1.069 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 2.972 t€ (Vorjahr: 4.258 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren. Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 13.344 t€ (Vorjahr: 13.820 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 52.487 t€ (Vorjahr: 50.059 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 47.845 t€ (Vorjahr: 44.732 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 1.670 t€ (Vorjahr: 1.069 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 2.972 t€ (Vorjahr: 4.258 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 6.335 t€ (Vorjahr: 7.011 t€). Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 6.335 t€ (Vorjahr: 7.011 t€).
Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 176.910 t€ (Vorjahr: 191.933 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist. Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 176.910 t€ (Vorjahr: 191.933 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
| 2021 22 2021 22 |
2020 21 2020 21 |
|
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären Konzernjahresergebnis, das den Aktionären |
||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist t€ t€ |
–12.612 –12.612 |
59.787 59.787 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war Stück Stück |
62.488.976 62.488.976 |
62.488.976 62.488.976 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) € € |
–0,20 –0,20 |
0,96 0,96 |
| Dividende je Aktie Dividende je Aktie € € |
0,751 0,751 |
0,85 0,85 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2021|22 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 46.867 t€ (Vorjahr: 53.116 t€) ausgeschüttet. Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2021|22 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 46.867 t€ (Vorjahr: 53.116 t€) ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben.
Es bestanden aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen in der Ukraine, in Russland und in Argentinien.
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 207.225 t€ (Vorjahr: 198.825 t€), das entspricht 7,14 % (Vorjahr: 7,81 %) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsgewinne des Finanzergebnisses von –1.836 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsverluste 2.194 t€), die zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigungen zu Forderungen 280 t€ (Vorjahr: 675 t€), zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten von 6.914 t€ (Vorjahr: 5.519 t€) sowie zahlungsunwirksame Sondereinflüsse von 11.158 t€ (Vorjahr: 8.221 t€). Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen Korrekturen des im Konzernergebnis enthaltenen Steueraufwandes und Zinsergebnisses aufgrund der separaten Darstellung der zahlungswirksamen Zinsen und Ertragsteuern. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capitals sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 53.235 t€ (Vorjahr: 163.623 t€).
Bei stabilem Investitionsniveau in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von –77.018 t€ (Vorjahr: –70.509 t€), Auszahlungen für den Erwerb des Tochterunternehmens AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokio|Japan, von –3.631 t€ (Vorjahr: –9.111 t€ für 100 % der Anteile an Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA) sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 7.897 t€ (Vorjahr: 2.829 t€) belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf –72.624 t€ (Vorjahr: –79.646 t€).
Gezahlte Dividenden von –53.357 t€ (Vorjahr: –48.826 t€), die überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Dividende betreffen, Kapitalerhöhungen einer Tochtergesellschaft durch nicht beherrschende Anteile von 1.800 t€ (Vorjahr: 0 t€), Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen von –4.201 t€ (Vorjahr: 0 t€) sowie die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Mittelzu-/abflüsse der Finanzverbindlichkeiten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021|22 zu einem positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 17.595 t€ (Vorjahr: negativen Cashflow –59.454 t€).
t€
Note (16)
Geschäftsjahr 2021|22 Anschaffungskosten
Abschreibungen
Geschäftsjahr 2020|21 Anschaffungskosten
Abschreibungen
Wesentlichen Software.
gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte.
10.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte
Erläuterungen zur Bilanz
Geschäfts-/ Firmenwerte
Stand 01.03.2021 261.892 104.628 366.520 Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen 2 3.052 3.054 Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges 471 3.731 4.202 Zugänge 0 2.527 2.527 Umbuchungen 0 768 768 Abgänge 0 –1.969 –1.969 Stand 28.02.2022 262.365 112.737 375.102
Stand 01.03.2021 20.111 91.810 111.921 Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen 0 1.584 1.584 Laufende Abschreibungen 0 3.691 3.691 Wertminderungen 55.283 0 55.283 Umbuchungen 0 38 38 Abgänge 0 –1.969 –1.969 Stand 28.02.2022 75.394 95.154 170.548 Buchwert 28.02.2022 186.971 17.583 204.554
Stand 01.03.2020 261.892 102.493 364.385 Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen 0 –2.439 –2.439 Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges 0 3.335 3.335 Zugänge 0 1.083 1.083 Umbuchungen 0 172 172 Abgänge 0 –16 –16 Stand 28.02.2021 261.892 104.628 366.520
Stand 01.03.2020 20.111 89.277 109.388 Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen 0 –1.215 –1.215 Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges 0 –1 –1 Laufende Abschreibungen 0 3.761 3.761 Umbuchungen 0 4 4 Abgänge 0 –16 –16 Stand 28.02.2021 20.111 91.810 111.921 Buchwert 28.02.2021 241.781 12.818 254.599
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software,
Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.527 t€ (Vorjahr: 1.083 t€) betrafen im
Konzessionen, Lizenzen und ähnliche
Rechte Summe
141
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit:
| t€ Geschäftsjahr 2021 22 |
Buchwert 01.03.2021 |
Fristig- keiten änderung |
Mittel- zufluss (+)/ Mittel abfluss (–) |
Währungs- differenzen und sonstige unbare Ver änderungen |
Buchwert 28.02.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 181.000 | –7.000 | 0 | 0 | 174.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 26.854 | –4.882 | 0 | 0 | 21.972 |
| Darlehen | 262.383 | –100.000 | –3.543 | 233 | 159.073 |
| Leasingverbindlichkeiten | 23.400 | –6.558 | 0 | 5.857 | 22.699 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 493.637 | –118.440 | –3.543 | 6.090 | 377.744 |
| Schuldscheindarlehen | 0 | 7.000 | 0 | 0 | 7.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 4.882 | 4.882 | –4.882 | 0 | 4.882 |
| Syndizierte Kredite | 15.000 | 0 | 0 | 0 | 15.000 |
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 55.617 | 100.000 | 87.586 | 939 | 244.142 |
| Leasingverbindlichkeiten | 4.775 | 6.558 | –5.808 | 78 | 5.603 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 80.274 | 118.440 | 76.896 | 1.017 | 276.627 |
| t€ | Buchwert 01.03.2020 |
Fristig- keiten änderung |
Mittel- zufluss (+)/ Mittel abfluss (–) |
Währungs- differenzen und sonstige unbare Ver änderungen |
Buchwert 28.02.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2020 21 | |||||
| Schuldscheindarlehen | 207.000 | 0 | –26.000 | 0 | 181.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 31.736 | –4.882 | 0 | 0 | 26.854 |
| Darlehen | 189.604 | 0 | 73.117 | –338 | 262.383 |
| Leasingverbindlichkeiten | 21.872 | –5.928 | 0 | 7.456 | 23.400 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 450.212 | –10.810 | 47.117 | 7.118 | 493.637 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 4.882 | 4.882 | –4.882 | 0 | 4.882 |
| Syndizierte Kredite | 85.000 | 0 | –70.000 | 0 | 15.000 |
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 31.980 | 0 | 24.403 | –766 | 55.617 |
| Leasingverbindlichkeiten | 4.952 | 5.928 | –7.266 | 1.161 | 4.775 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 126.814 | 10.810 | –57.745 | 395 | 80.274 |
| Konzessionen, | |||
|---|---|---|---|
| Geschäfts-/ | Lizenzen | ||
| Firmen | und ähnliche | ||
| t€ | werte | Rechte | Summe |
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2021 | 261.892 | 104.628 | 366.520 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 2 | 3.052 | 3.054 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 471 | 3.731 | 4.202 |
| Zugänge | 0 | 2.527 | 2.527 |
| Umbuchungen | 0 | 768 | 768 |
| Abgänge | 0 | –1.969 | –1.969 |
| Stand 28.02.2022 | 262.365 | 112.737 | 375.102 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2021 | 20.111 | 91.810 | 111.921 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0 | 1.584 | 1.584 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 3.691 | 3.691 |
| Wertminderungen | 55.283 | 0 | 55.283 |
| Umbuchungen | 0 | 38 | 38 |
| Abgänge | 0 | –1.969 | –1.969 |
| Stand 28.02.2022 | 75.394 | 95.154 | 170.548 |
| Buchwert 28.02.2022 | 186.971 | 17.583 | 204.554 |
| Geschäftsjahr 2020 21 Anschaffungskosten |
|||
| Stand 01.03.2020 | 261.892 | 102.493 | 364.385 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0 | –2.439 | –2.439 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 3.335 | 3.335 |
| Zugänge | 0 | 1.083 | 1.083 |
| Umbuchungen | 0 | 172 | 172 |
| Abgänge | 0 | –16 | –16 |
| Stand 28.02.2021 | 261.892 | 104.628 | 366.520 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2020 | 20.111 | 89.277 | 109.388 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0 | –1.215 | –1.215 |
| Buchwert 28.02.2021 | 241.781 | 12.818 | 254.599 |
|---|---|---|---|
| Stand 28.02.2021 | 20.111 | 91.810 | 111.921 |
| Abgänge | 0 | –16 | –16 |
| Umbuchungen | 0 | 4 | 4 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 3.761 | 3.761 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | –1 | –1 |
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte.
Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.527 t€ (Vorjahr: 1.083 t€) betrafen im Wesentlichen Software.
Erläuterungen zur Bilanz
§ Die Werthaltigkeitstests werden regelmäßig zum Bilanzstichtag 31. August vorgenommen. Der Beginn des Ukraine-
Krieges am 24. Februar 2022 wurde als Triggering Event für den Wertminderungstest der CGU Frucht zum
§ Die Nutzungswerte wurden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse finden sich auf Seite 128f.
§ Am Bilanzstichtag waren andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Stand 01.03.2021 648.800 1.471.310 242.039 27.826 2.389.975
Hochinflationsanpassungen 6.413 9.370 929 –132 16.580 Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges 0 –1.579 211 663 –705 Zugänge 4.889 33.602 13.104 24.228 75.823 Umbuchungen 4.543 10.327 1.684 –17.438 –884 Abgänge –3.238 –9.933 –5.869 –102 –19.142 Zuschüsse –222 –1.127 –237 0 –1.586 Stand 28.02.2022 661.185 1.511.970 251.861 35.045 2.460.061
Stand 01.03.2021 360.135 1.014.076 191.372 280 1.565.863
Hochinflationsanpassungen 1.560 5.084 745 –4 7.385 Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges 0 –1.089 –100 0 –1.189 Laufende Abschreibungen 17.254 78.102 15.391 0 110.747 Wertminderungen 1.398 35 154 141 1.728 Umbuchungen 28 5 –71 0 –38 Abgänge –1.852 –9.295 –5.458 0 –16.605 Zuschreibungen –21 –215 0 –47 –283 Stand 28.02.2022 378.502 1.086.703 202.033 370 1.667.608 Buchwert 28.02.2022 282.683 425.267 49.828 34.675 792.453
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau Summe
Ermessensbeurteilungen und Schätzungen.
10.2. Sachanlagen
Geschäftsjahr 2021|22 Sachanlagen – erworben
Abschreibungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Währungsdifferenzen und
Währungsdifferenzen und
t€
Note (17)
§ Der Geschäfts-/Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
untergeordneter Bedeutung für den AGRANA-Konzern enthalten.
143
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges betrafen im Wesentlichen erworbene Software und Kundenbeziehungen im Zuge der erstmaligen Einbeziehung der AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokyo|Japan. Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges betrafen im Wesentlichen erworbene Software und Kundenbeziehungen im Zuge der erstmaligen Einbeziehung der AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokyo|Japan.
Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Frucht 185.365 t€ (Vorjahr: 240.175 t€) und auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€). Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Frucht 185.365 t€ (Vorjahr: 240.175 t€) und auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€).
Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, definiert AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) als die jeweils kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind. Für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung von Geschäfts-/Firmenwerten aggregiert AGRANA die CGUs auf die nächst höhere Ebene, auf der die Geschäfts-/Firmenwerte gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess gesteuert werden. Im AGRANA-Konzern sind zum 28. Februar 2022 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- /Firmenwerten das Segment Frucht und das Segment Stärke definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten diesen beiden Einheiten zugeordnet werden. Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, definiert AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) als die jeweils kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind. Für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung von Geschäfts-/Firmenwerten aggregiert AGRANA die CGUs auf die nächst höhere Ebene, auf der die Geschäfts-/Firmenwerte gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess gesteuert werden. Im AGRANA-Konzern sind zum 28. Februar 2022 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- /Firmenwerten das Segment Frucht und das Segment Stärke definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten diesen beiden Einheiten zugeordnet werden.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts- /Firmenwert ist. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts- /Firmenwert ist.
AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Gremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5 % p.a. (Vorjahr: 1,5 % p.a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC1 ) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet. AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Gremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5 % p.a. (Vorjahr: 1,5 % p.a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC1 ) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet.
Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 8,0 % (Vorjahr: 8,0 %) und einem Beta-Faktor, der sich aus einer segmentspezifischen Peer-Group ableitet, die jeweils acht Unternehmen (Vorjahr: acht Unternehmen) umfasst. Sowohl das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,16 (Vorjahr: 1,10 ) unterworfen. Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 8,0 % (Vorjahr: 8,0 %) und einem Beta-Faktor, der sich aus einer segmentspezifischen Peer-Group ableitet, die jeweils acht Unternehmen (Vorjahr: acht Unternehmen) umfasst. Sowohl das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,16 (Vorjahr: 1,10 ) unterworfen.
Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt. Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte und den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC): Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte und den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC):
| Geschäfts-/Firmenwert Geschäfts-/Firmenwert |
WACC vor Steuer WACC vor Steuer |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | 2021 22 | 2020 21 | ||
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | 2021 22 | 2020 21 | ||
| Mio. € | Mio. € | % | % | ||
| Mio. € | Mio. € | % | % | ||
| CGU Frucht | 185 | 240 | 7,25 | 7,56 | |
| CGU Frucht | 185 | 240 | 7,25 | 7,56 | |
| CGU Stärke | 2 | 2 | 7,09 | 6,80 | |
| CGU Stärke | 2 | 2 | 7,09 | 6,80 | |
| Konzern | 187 | 242 | – | – | |
| Konzern | 187 | 242 | – | – |
Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
§ Die Werthaltigkeitstests werden regelmäßig zum Bilanzstichtag 31. August vorgenommen. Der Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 wurde als Triggering Event für den Wertminderungstest der CGU Frucht zum 28. Februar 2022 eingestuft. Demzufolge wurde eine Aktualisierung der Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- /Firmenwertes zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2022 mit den aktuellsten vorliegenden Planungsrechnungen vom Februar 2022 vorgenommen. In diesen Planungsrechnungen (vom Vorstand freigegeben, vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen vor Genehmigung) waren Effekte aufgrund der Kriegssituation enthalten. In der CGU Frucht ergab sich daraus eine Wertminderung in Höhe von 55.283 t€. Weitere Details finden sich in Kapitel 7.11. Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Schätzungen.
§ Am Bilanzstichtag waren andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von untergeordneter Bedeutung für den AGRANA-Konzern enthalten.
| t€ | Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts ausstattung |
Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 22 Sachanlagen – erworben |
|||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2021 | 648.800 | 1.471.310 | 242.039 | 27.826 | 2.389.975 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | 6.413 | 9.370 | 929 | –132 | 16.580 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | –1.579 | 211 | 663 | –705 |
| Zugänge | 4.889 | 33.602 | 13.104 | 24.228 | 75.823 |
| Umbuchungen | 4.543 | 10.327 | 1.684 | –17.438 | –884 |
| Abgänge | –3.238 | –9.933 | –5.869 | –102 | –19.142 |
| Zuschüsse | –222 | –1.127 | –237 | 0 | –1.586 |
| Stand 28.02.2022 | 661.185 | 1.511.970 | 251.861 | 35.045 | 2.460.061 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2021 | 360.135 | 1.014.076 | 191.372 | 280 | 1.565.863 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | 1.560 | 5.084 | 745 | –4 | 7.385 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | –1.089 | –100 | 0 | –1.189 |
| Laufende Abschreibungen | 17.254 | 78.102 | 15.391 | 0 | 110.747 |
| Wertminderungen | 1.398 | 35 | 154 | 141 | 1.728 |
| Umbuchungen | 28 | 5 | –71 | 0 | –38 |
| Abgänge | –1.852 | –9.295 | –5.458 | 0 | –16.605 |
| Zuschreibungen | –21 | –215 | 0 | –47 | –283 |
| Stand 28.02.2022 | 378.502 | 1.086.703 | 202.033 | 370 | 1.667.608 |
| Buchwert 28.02.2022 | 282.683 | 425.267 | 49.828 | 34.675 | 792.453 |
t€
enthalten.
GmbH, Kröllendorf.
Produktion ein.
Leasingverpflichtungen 3,6 % (Vorjahr: 3,6 %).
Geschäftsjahr 2020|21 Sachanlagen – geleast
Abschreibungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Die Zugänge von Sachanlagen je Segment stellten sich wie folgt dar:
in Summe 1.545 t€ wurden als Sondereinfluss im Segment Frucht erfasst.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Stand 01.03.2020 27.363 8.985 1.609 276 38.233 Währungsdifferenzen –908 –161 –72 0 –1.141 Zugänge 6.083 1.295 767 2.030 10.175 Abgänge –970 –481 –250 0 –1.701 Stand 28.2.2021 31.568 9.638 2.054 2.306 45.566
Stand 01.03.2020 3.801 1.481 521 0 5.803 Währungsdifferenzen –197 –58 –50 0 –305 Laufende Abschreibungen 3.765 1.331 530 0 5.626 Abgänge –506 –390 –209 0 –1.105 Stand 28.2.2021 6.863 2.364 792 0 10.019 Buchwert 28.2.2021 24.705 7.274 1.262 2.306 35.547 Buchwert Sachanlagen 28.2.2021 313.370 464.508 51.929 29.852 859.659
t€ 2021|22 2020|21 Segment Frucht 35.607 33.853 Segment Stärke 23.998 21.725 Segment Zucker 20.235 15.628 Konzern 79.840 71.206
Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der
unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben. Weiters sind in dieser Position die Effekte aus der Anwendung von IAS 29 (Hochinflation)
Die Zuschüsse betrafen im Wesentlichen COVID-19 Investitionsprämien in Österreich, eine Förderung der Stärkefabrik in Rumänien sowie eine Förderung des Landes Niederösterreich für den Bau einer Aromalagerhalle der AUSTRIA Juice
Durch den Krieg in der Ukraine als Triggering Event wurde ein Wertminderungstest für Sachanlagen in der Ukraine durchgeführt. Wertminderungen von Sachanlagen des landwirtschaftlichen Betriebes der AGRANA Fruit Luka,
AGRANA setzt Leasing im Wesentlichen für langfristige Grund- und Gebäudemietverträge in Verwaltung und
Zum 28. Februar 2022 betrug der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für den Ansatz von
Winniza|Ukraine und Wertminderungen von bei Kunden in Kriegsgebieten befindlichen Behältern für Fertigprodukte von
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
Anlagen
in Bau Summe
Erläuterungen zur Bilanz
145
| t€ | Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts ausstattung |
Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||||
| Sachanlagen – geleast | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2021 | 31.568 | 9.638 | 2.054 | 2.306 | 45.566 |
| Währungsdifferenzen | 479 | 140 | 17 | 0 | 636 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 1.536 | 0 | 0 | 0 | 1.536 |
| Zugänge | 2.246 | 1.635 | 136 | 0 | 4.017 |
| Umbuchungen | 20 | 2.402 | 0 | –2.306 | 116 |
| Abgänge | –923 | –293 | –183 | 0 | –1.399 |
| Stand 28.02.2022 | 34.926 | 13.522 | 2.024 | 0 | 50.472 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2021 | 6.863 | 2.364 | 792 | 0 | 10.019 |
| Währungsdifferenzen | 141 | 51 | 4 | 0 | 196 |
| Laufende Abschreibungen | 3.940 | 1.446 | 447 | 0 | 5.833 |
| Abgänge | –829 | –279 | –183 | 0 | –1.291 |
| Stand 28.02.2022 | 10.115 | 3.582 | 1.060 | 0 | 14.757 |
| Buchwert 28.02.2022 | 24.811 | 9.940 | 964 | 0 | 35.715 |
| Buchwert Sachanlagen 28.02.2022 | 307.494 | 435.207 | 50.792 | 34.675 | 828.168 |
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte |
Technische Anlagen und |
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts |
Anlagen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Geschäftsjahr 2020 21 Sachanlagen – erworben |
|||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2020 | 640.170 | 1.370.340 | 242.372 | 153.630 | 2.406.512 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | –20.401 | –32.235 | –5.683 | –1.532 | –59.851 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | –65 | –50 | 127 | 12 |
| Zugänge | 5.860 | 26.447 | 8.735 | 19.989 | 61.031 |
| Umbuchungen | 25.634 | 116.473 | 1.941 | –144.220 | –172 |
| Abgänge | –2.286 | –7.970 | –5.215 | –168 | –15.639 |
| Zuschüsse | –177 | –1.680 | –61 | 0 | –1.918 |
| Stand 28.02.2021 | 648.800 | 1.471.310 | 242.039 | 27.826 | 2.389.975 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2020 | 354.178 | 966.944 | 184.785 | 240 | 1.506.147 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | –9.224 | –23.852 | –4.092 | –8 | –37.176 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | –27 | –92 | 0 | –119 |
| Laufende Abschreibungen | 17.208 | 75.925 | 15.651 | 0 | 108.784 |
| Wertminderungen | 0 | 2.119 | 9 | 48 | 2.176 |
| Umbuchungen | 0 | 9 | –13 | 0 | –4 |
| Abgänge | –1.880 | –6.990 | –4.876 | 0 | –13.746 |
| Zuschreibungen | –147 | –52 | 0 | 0 | –199 |
| Stand 28.02.2021 | 360.135 | 1.014.076 | 191.372 | 280 | 1.565.863 |
| Buchwert 28.02.2021 | 288.665 | 457.234 | 50.667 | 27.546 | 824.112 |
| Grundstücke, | Andere Anlagen, | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| grundstücks gleiche Rechte |
Technische Anlagen und |
Betriebs-und Geschäfts |
Anlagen | ||
| t€ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Geschäftsjahr 2020 21 | |||||
| Sachanlagen – geleast | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2020 | 27.363 | 8.985 | 1.609 | 276 | 38.233 |
| Währungsdifferenzen | –908 | –161 | –72 | 0 | –1.141 |
| Zugänge | 6.083 | 1.295 | 767 | 2.030 | 10.175 |
| Abgänge | –970 | –481 | –250 | 0 | –1.701 |
| Stand 28.2.2021 | 31.568 | 9.638 | 2.054 | 2.306 | 45.566 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2020 | 3.801 | 1.481 | 521 | 0 | 5.803 |
| Währungsdifferenzen | –197 | –58 | –50 | 0 | –305 |
| Laufende Abschreibungen | 3.765 | 1.331 | 530 | 0 | 5.626 |
| Abgänge | –506 | –390 | –209 | 0 | –1.105 |
| Stand 28.2.2021 | 6.863 | 2.364 | 792 | 0 | 10.019 |
| Buchwert 28.2.2021 | 24.705 | 7.274 | 1.262 | 2.306 | 35.547 |
| Buchwert Sachanlagen 28.2.2021 | 313.370 | 464.508 | 51.929 | 29.852 | 859.659 |
Die Zugänge von Sachanlagen je Segment stellten sich wie folgt dar:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 35.607 | 33.853 |
| Segment Stärke | 23.998 | 21.725 |
| Segment Zucker | 20.235 | 15.628 |
| Konzern | 79.840 | 71.206 |
Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben. Weiters sind in dieser Position die Effekte aus der Anwendung von IAS 29 (Hochinflation) enthalten.
Die Zuschüsse betrafen im Wesentlichen COVID-19 Investitionsprämien in Österreich, eine Förderung der Stärkefabrik in Rumänien sowie eine Förderung des Landes Niederösterreich für den Bau einer Aromalagerhalle der AUSTRIA Juice GmbH, Kröllendorf.
Durch den Krieg in der Ukraine als Triggering Event wurde ein Wertminderungstest für Sachanlagen in der Ukraine durchgeführt. Wertminderungen von Sachanlagen des landwirtschaftlichen Betriebes der AGRANA Fruit Luka, Winniza|Ukraine und Wertminderungen von bei Kunden in Kriegsgebieten befindlichen Behältern für Fertigprodukte von in Summe 1.545 t€ wurden als Sondereinfluss im Segment Frucht erfasst.
AGRANA setzt Leasing im Wesentlichen für langfristige Grund- und Gebäudemietverträge in Verwaltung und Produktion ein.
Zum 28. Februar 2022 betrug der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für den Ansatz von Leasingverpflichtungen 3,6 % (Vorjahr: 3,6 %).
Note (19)
Note (20)
Note (21)
10.4. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Gemeinschaftsunternehmen.
10.5. Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern
10.6. Vorräte
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (26) erläutert.
t€ 28.02.2022 28.02.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 398.509 323.055
und Gemeinschaftsunternehmen 18.117 14.621 Positiver Marktwert Derivate 8.032 4.961 Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe 284 661 Forderungen aus Zuschüssen 1.369 1.536 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 34.532 26.537 Zwischensumme Finanzinstrumente 460.843 371.371
Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern 61.217 47.575 Rechnungsabgrenzungsposten 7.241 6.858 Geleistete Anzahlungen 5.465 1.426 Summe 534.766 427.230 davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 3.500 8.106
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie
t€ 28.02.2022 28.02.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3.748 5.083 Finanzanlagen (v.a. "Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) 3.408 2.407 Vorräte 4.447 3.416 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.340 1.615 Verlustvorträge 3.378 7.720 Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder 4.248 5.162 Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden 14.847 13.684 Summe aktive latente Steuern 35.416 39.087
gegenüber derselben Steuerbehörde –21.682 –22.647 Saldierte aktive Steuerabgrenzung 13.734 16.440
t€ 28.02.2022 28.02.2021 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 296.906 223.806 Fertige und unfertige Erzeugnisse 546.207 443.888 Waren 20.954 32.919 Summe 864.067 700.613
Erläuterungen zur Bilanz
147
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert im sonstigen betrieblichen Aufwand sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten im Finanzergebnis stellten sich im Geschäftsjahr 2021|22 wie folgt dar:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 2.017 | 2.264 |
| Aufwendungen für Leasingverhältnisse von geringem Wert | 156 | 182 |
| Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten | 1.008 | 1.025 |
| t€ | Nach der Equity Methode bilanzierte Gemeinschafts unternehmen |
Wertpapiere (langfristige Vermögens werte) |
Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 22 | ||||
| Stand 01.03.2021 | 72.118 | 19.416 | 1.683 | 93.217 |
| Währungsdifferenzen | –994 | 2 | 0 | –992 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | –1.273 | –1.273 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 11.204 | 0 | 0 | 11.204 |
| Wertminderungen | –3.185 | –475 | –90 | –3.750 |
| Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen/Abgänge | –12.500 | –54 | –40 | –12.594 |
| Sonstiges Ergebnis | –691 | –117 | 0 | –808 |
| Stand 28.02.2022 | 65.952 | 18.772 | 280 | 85.004 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | ||||
| Stand 01.03.2020 | 76.919 | 19.599 | 919 | 97.437 |
| Währungsdifferenzen | –3.952 | –10 | 0 | –3.962 |
| Kapitalerhöhung bei | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen/Zugänge | 2.072 | 0 | 1.273 | 3.345 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 17.513 | 0 | 0 | 17.513 |
| Wertminderungen | 0 | –109 | –106 | –215 |
| Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen/Abgänge | –21.000 | –64 | –403 | –21.467 |
| Sonstiges Ergebnis | 566 | 0 | 0 | 566 |
| Stand 28.02.2021 | 72.118 | 19.416 | 1.683 | 93.217 |
Abgänge in Höhe von –1.273 t€ bei den Beteiligungen betrafen das im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokyo|Japan.
Bedingt durch die Sanktionen gegen Russland ist der Großteil des benötigten Rohstoffes Betain Melasse für Beta Pura GmbH derzeit nicht verfügbar. Dadurch und aufgrund der damit einhergehenden kurz- und mittelfristigen finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens wurde der Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Beta Pura GmbH um –3.185 t€ wertberichtigt.
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 398.509 | 323.055 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| und Gemeinschaftsunternehmen | 18.117 | 14.621 |
| Positiver Marktwert Derivate | 8.032 | 4.961 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 284 | 661 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 1.369 | 1.536 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 34.532 | 26.537 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 460.843 | 371.371 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 61.217 | 47.575 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 7.241 | 6.858 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.465 | 1.426 |
| Summe | 534.766 | 427.230 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 3.500 | 8.106 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 3.748 | 5.083 |
| Finanzanlagen (v.a. "Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 3.408 | 2.407 |
| Vorräte | 4.447 | 3.416 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.340 | 1.615 |
| Verlustvorträge | 3.378 | 7.720 |
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 4.248 | 5.162 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 14.847 | 13.684 |
| Summe aktive latente Steuern | 35.416 | 39.087 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –21.682 | –22.647 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 13.734 | 16.440 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (26) erläutert.
| tt | |
|---|---|
10.6. Vorräte
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 296.906 | 223.806 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 546.207 | 443.888 |
| Waren | 20.954 | 32.919 |
| Summe | 864.067 | 700.613 |
10.8. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen
Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt:
Rückstellungen für
Lohn-/Gehaltstrend
Leistungsorientierte Vorsorgepläne
Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig.
Rententrend
Zinssatz
Note (23)
Note (23a)
t€ 28.02.2022 28.02.2021
Pensionen 25.404 30.124 Abfertigungen 33.444 37.662 Übrige 48.392 46.874 Summe 107.240 114.660
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet.
Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende
% 28.02.2022 28.02.2021
Inland/Europa 3,36 2,74 Mexiko/Südkorea 6,0 / 4,0 6,0 / 4,0
Inland/Europa 1,9 1,8 Mexiko 6,0 6,0
Inland/Europa 1,65 0,75 Mexiko/Südkorea 8,25 / 2,7 7,5 / 2,1
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen.
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 1,65 % (Vorjahr: 0,75 %) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren
Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen, wie die Mitarbeiterfluktuation, in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln "AVÖ 2018-
P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten
Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht.
Erläuterungen zur Bilanz
149
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 6.913 t€ (Vorjahr: 5.518 t€) vorgenommen, welche aus den Segmenten Frucht mit 1.681 t€ (Vorjahr: 4.041 t€), Stärke mit 2.617 t€ (Vorjahr: 142 t€) und Zucker mit 2.615 t€ (Vorjahr: 1.335 t€) resultierten. Die Wertminderungen waren auf gesunkene Nettoveräußerungswerte zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
Zusätzlich sind im Ergebnis aus Sondereinflüssen Wertminderungen von Vorräten im Segment Frucht in Höhe von 1.497 t€ enthalten. Diese resultieren aus Wertberichtigungen von Halb- und Fertigprodukten in Höhe von 1.118 t€ sowie Wertberichtigungen von Rohstoffen in Höhe von 379 t€ aufgrund des Krieges in der Ukraine.
Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag 113.531.275 € (Vorjahr: 113.531.275 €) und ist in 62.488.976 Stück (Vorjahr: 62.488.976 Stück) auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf den Seiten 102ff dargestellt.
Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundenen und nicht gebundenen Kapitalrücklagen zusammen, wobei die gebundenen aus Agios und die nicht gebundenen aus Umgründungen resultieren. Die Kapitalrücklagen betragen am Bilanzstichtag 540.759.998 € (Vorjahr: 540.759.998 €).
Die Gewinnrücklagen umfassen die Rücklage für Eigenkapitalinstrumente, die Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges), die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Rücklagen für Anteile am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung, Hochinflationsanpassungen sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.281.542 | 1.329.097 |
| Bilanzsumme | 2.643.630 | 2.472.734 |
| Eigenkapitalquote | 48,5 % | 53,8 % |
| Nettofinanzschulden | 532.006 | 443.524 |
| Gearing | 41,5 % | 33,4 % |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung.
Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 25.404 | 30.124 |
| Abfertigungen | 33.444 | 37.662 |
| Übrige | 48.392 | 46.874 |
| Summe | 107.240 | 114.660 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt:
| % | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | ||
| Inland/Europa | 3,36 | 2,74 |
| Mexiko/Südkorea | 6,0 / 4,0 | 6,0 / 4,0 |
| Rententrend | ||
| Inland/Europa | 1,9 | 1,8 |
| Mexiko | 6,0 | 6,0 |
| Zinssatz | ||
| Inland/Europa | 1,65 | 0,75 |
| Mexiko/Südkorea | 8,25 / 2,7 | 7,5 / 2,1 |
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 1,65 % (Vorjahr: 0,75 %) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht.
Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen, wie die Mitarbeiterfluktuation, in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln "AVÖ 2018- P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen. Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig.
Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt:
Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag
Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag
t€
t€
Geschäftsjahr 2020|21
Gewinne (–) und Verluste (+) aus
Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust
Geschäftsjahr 2021|22
Gewinne (–) und Verluste (+) aus
Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust
Erläuterungen zur Bilanz
Rückstellung
für Pensionen
Barwert der Verpflichtung
Barwert der Verpflichtung Marktwert Planvermögen Rückstellung
für Pensionen
Stand 01.03.2021 46.405 –16.281 30.124 Dienstzeitaufwand 216 0 216 Zinsaufwand/-ertrag 385 –125 260 Steuern und Verwaltungsaufwand 0 20 20
(Pensionsaufwand netto) 601 –105 496
tatsächlicher Rendite des Planvermögens 0 –526 –526 der Änderung demographischer Annahmen 17 0 17 der Änderung finanzieller Annahmen –3.004 0 –3.004 erfahrungsbedingten Anpassungen 631 0 631 Währungsdifferenzen 86 –8 78
ausgewiesen im sonstigen Ergebnis –2.270 –534 –2.804 Gezahlte Versorgungsleistungen –2.923 885 –2.038 Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 0 –374 –374 Sonstige Veränderungen –2.923 511 –2.412
Stand 28.02.2022 41.813 –16.409 25.404
Stand 01.03.2020 47.574 –16.550 31.024 Dienstzeitaufwand 628 0 628 Zinsaufwand/-ertrag 429 –137 292 Steuern und Verwaltungsaufwand 0 17 17
(Pensionsaufwand netto) 1.057 –120 937
tatsächlicher Rendite des Planvermögens 0 214 214 der Änderung demographischer Annahmen –42 0 –42 der Änderung finanzieller Annahmen –512 0 –512 erfahrungsbedingten Anpassungen 981 0 981 Währungsdifferenzen –151 12 –139
ausgewiesen im sonstigen Ergebnis 276 226 502 Gezahlte Versorgungsleistungen –2.502 489 –2.013 Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 0 –326 –326 Sonstige Veränderungen –2.502 163 –2.339
Stand 28.02.2021 46.405 –16.281 30.124
Marktwert Planvermögen
151
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen und Abfertigungen (Nettoschuld) in der AGRANA-Gruppe setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Pensionspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 41.813 | 46.405 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –16.409 | –16.281 |
| Rückstellung für Pensionen (Nettoschuld) | 25.404 | 30.124 |
| Abfertigungspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 35.542 | 39.606 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –2.098 | –1.944 |
| Rückstellung für Abfertigungen (Nettoschuld) | 33.444 | 37.662 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionszusagen im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne:
In der AGRANA Beteiligungs-AG bestehen für Mitglieder des Vorstandes direkte Leistungszusagen auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines fixen Prozentsatzes einer Pensionsbemessungsgrundlage. Die Pensionsansprüche sind zur Gänze in eine überbetriebliche Pensionskasse ausgegliedert. Dem Barwert der Verpflichtung von 25.721 t€ (Vorjahr: 28.207 t€) steht ein Planvermögen von 16.056 t€ (Vorjahr: 15.918 t€) gegenüber. Für weitere Details wird auf den Abschnitt Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen dieses Anhangs verwiesen.
Des Weiteren bestehen direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter bei der AGRANA Zucker GmbH in Höhe von 12.508 t€ (Vorjahr: 14.392 t€), Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. in Höhe von 620 t€ (Vorjahr: 697 t€), AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 1.473 t€ (Vorjahr: 1.679 t€) und AUSTRIA JUICE GmbH in Höhe von 184 t€ (Vorjahr: 212 t€). Dem Barwert der Verpflichtung der AUSTRIA JUICE GmbH steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 139 t€ (Vorjahr: 143 t€) gegenüber.
Bei der AGRANA Fruit Austria GmbH bestehen Pensionszusagen für aktive Mitarbeiter mit direkter Leistungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge mit einer vertraglich vereinbarten – teilweise dienstzeitabhängigen – Fixpensionshöhe und direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Dem Barwert der Verpflichtung von 470 t€ (Vorjahr: 503 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 155 t€ (Vorjahr: 142 t€) gegenüber.
In Mexiko besteht eine vertragliche Verpflichtung, einem definierten Empfängerkreis im Falle des Übertrittes in den Ruhestand bzw. vorzeitigen Ruhestandes einen fixen Prozentsatz einer festgelegten Bemessungsgrundlage in monatlichen Raten auf einen Zeitraum von zehn Jahren auszuzahlen. Eine Einmalprämie kann optional gewählt werden. Dem Barwert der Verpflichtung von 837 t€ (Vorjahr: 715 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 59 t€ (Vorjahr: 79 t€) gegenüber.
Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt:
| t€ | Barwert der Ver |
Marktwert Plan vermögen |
Rückstellung für Pensionen |
|---|---|---|---|
| pflichtung | |||
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||
| Stand 01.03.2021 | 46.405 | –16.281 | 30.124 |
| Dienstzeitaufwand | 216 | 0 | 216 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 385 | –125 | 260 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 20 | 20 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 601 | –105 | 496 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | –526 | –526 |
| der Änderung demographischer Annahmen | 17 | 0 | 17 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –3.004 | 0 | –3.004 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 631 | 0 | 631 |
| Währungsdifferenzen | 86 | –8 | 78 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –2.270 | –534 | –2.804 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.923 | 885 | –2.038 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –374 | –374 |
| Sonstige Veränderungen | –2.923 | 511 | –2.412 |
| Stand 28.02.2022 | 41.813 | –16.409 | 25.404 |
| t€ | Barwert | Marktwert Plan vermögen |
Rückstellung für Pensionen |
|---|---|---|---|
| der Ver | |||
| pflichtung | |||
| Geschäftsjahr 2020 21 | |||
| Stand 01.03.2020 | 47.574 | –16.550 | 31.024 |
| Dienstzeitaufwand | 628 | 0 | 628 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 429 | –137 | 292 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 17 | 17 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 1.057 | –120 | 937 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 214 | 214 |
| der Änderung demographischer Annahmen | –42 | 0 | –42 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –512 | 0 | –512 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 981 | 0 | 981 |
| Währungsdifferenzen | –151 | 12 | –139 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 276 | 226 | 502 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.502 | 489 | –2.013 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –326 | –326 |
| Sonstige Veränderungen | –2.502 | 163 | –2.339 |
| Stand 28.02.2021 | 46.405 | –16.281 | 30.124 |
t€
Geschäftsjahr 2020|21
Gewinne (–) und Verluste (+) aus
Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust
Zusammensetzung des Planvermögens
Finanzinstrumente noch selbst genutzte Immobilien.
Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag
Erläuterungen zur Bilanz
Rückstellung für Abfertigungen
Barwert der Verpflichtung
Stand 01.03.2020 44.160 –1.783 42.377 Dienstzeitaufwand 1.925 0 1.925 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand –136 0 –136 Zinsaufwand/-ertrag 387 –38 349 Steuern und Verwaltungsaufwand 0 5 5
(Abfertigungsaufwand netto) 2.176 –33 2.143
tatsächlicher Rendite des Planvermögens 0 9 9 der Änderung demographischer Annahmen 112 0 112 der Änderung finanzieller Annahmen –1.145 0 –1.145 erfahrungsbedingten Anpassungen –1.299 0 –1.299 Währungsdifferenzen –179 56 –123
ausgewiesen im sonstigen Ergebnis –2.511 65 –2.446 Gezahlte Versorgungsleistungen –4.219 63 –4.156 Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 0 –256 –256 Sonstige Veränderungen –4.219 –193 –4.412
Stand 28.02.2021 39.606 –1.944 37.662
Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche
versicherungsmathematischen Gewinne der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf 4.659 t€ (Vorjahr:
erfahrungsbedingter Berichtigungen, Veränderungen der Steigerungsannahmen für Pensionsbemessungsgrundlage und
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des
Gewinne 1.949 t€). Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes,
künftige Gehälter, Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters und Fluktuationsannahmen. Bis zum
latenten Steuern – in Höhe von –42.745 t€ (Vorjahr: –47.404 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie
ist im Personalaufwand enthalten. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der
Marktwert Planvermögen
153
Im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne für Abfertigungen:
Die betragsmäßig größten Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen in Österreich und Frankreich. Sie stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf Einmalzahlung im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst), im Falle des Pensionsantrittes und im Todesfall dar. Die Höhe der Abfertigung ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Abfertigungsvorsorgen in Österreich und Frankreich sind ausschließlich rückstellungsfinanziert in Höhe von 32.333 t€ (Vorjahr: 36.440 t€).
In Russland und der Ukraine bestehen gesetzliche bzw. auf Betriebsvereinbarungen beruhende Versorgungszusagen von betragsmäßig untergeordneter Bedeutung. Diese werden als Einmalzahlung bei Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst) bzw. im Falle des Pensionsantrittes fällig. Die Höhe ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die Versorgungszusagen sind in Höhe von 218 t€ (Vorjahr: 200 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert. In Rumänien bestehen Abfertigungsverpflichtungen im Falle des Pensionsantrittes in Höhe von drei Monatsbezügen. Der Rückstellungswert beläuft sich auf 176 t€ (Vorjahr: 233 t€).
In Mexiko bestehen gesetzliche Verpflichtungen für alle Vollzeitangestellten. Die Abfertigung gelangt in Mexiko im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (nach mindestens fünfzehnjähriger Beschäftigung), im Falle des Pensionsantrittes, Berufsunfähigkeit und im Todesfall in Form einer Einmalzahlung zur Auszahlung und ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Planvermögen in Höhe von 2 t€ (Vorjahr: 3 t€) kürzt in Mexiko den Barwert der Verpflichtung von 265 t€ (Vorjahr: 211 t€).
Der Abfertigungsplan von Südkorea weist einen Barwert der Verpflichtung von 2.550 t€ (Vorjahr: 2.522 t€) bei einem Planvermögen von 2.096 t€ (Vorjahr: 1.941 t€) aus.
Die Rückstellung für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:
| Barwert der Ver |
Marktwert Plan |
Rückstellung für Ab |
|
|---|---|---|---|
| t€ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||
| Stand 01.03.2021 | 39.606 | –1.944 | 37.662 |
| Dienstzeitaufwand | 1.711 | 0 | 1.711 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | –247 | 0 | 0 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 320 | –40 | 280 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 5 | 5 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 1.784 | –35 | 1.749 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 27 | 27 |
| der Änderung demographischer Annahmen | –18 | 0 | –18 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –1.338 | 0 | –1.338 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | –587 | 0 | –587 |
| Währungsdifferenzen | 66 | –29 | 37 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –1.877 | –2 | –1.879 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.971 | 180 | –3.791 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –297 | –297 |
| Sonstige Veränderungen | –3.971 | –117 | –4.088 |
| Stand 28.02.2022 | 35.542 | –2.098 | 33.444 |
| t€ | Barwert der Ver pflichtung |
Marktwert Plan vermögen |
Rückstellung für Ab fertigungen |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2020 21 | |||
| Stand 01.03.2020 | 44.160 | –1.783 | 42.377 |
| Dienstzeitaufwand | 1.925 | 0 | 1.925 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | –136 | 0 | –136 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 387 | –38 | 349 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 5 | 5 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.176 | –33 | 2.143 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 9 | 9 |
| der Änderung demographischer Annahmen | 112 | 0 | 112 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –1.145 | 0 | –1.145 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | –1.299 | 0 | –1.299 |
| Währungsdifferenzen | –179 | 56 | –123 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –2.511 | 65 | –2.446 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –4.219 | 63 | –4.156 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –256 | –256 |
| Sonstige Veränderungen | –4.219 | –193 | –4.412 |
| Stand 28.02.2021 | 39.606 | –1.944 | 37.662 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf 4.659 t€ (Vorjahr: Gewinne 1.949 t€). Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes, erfahrungsbedingter Berichtigungen, Veränderungen der Steigerungsannahmen für Pensionsbemessungsgrundlage und künftige Gehälter, Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters und Fluktuationsannahmen. Bis zum 28. Februar 2022 wurden kumulierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – ohne Berücksichtigung von latenten Steuern – in Höhe von –42.745 t€ (Vorjahr: –47.404 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbst genutzte Immobilien.
b) Übrige Rückstellungen
Note (23b)
Geschäftsjahr 2021|22
rechnen.
Note (24)
8.893 t€).
10.9. Finanzverbindlichkeiten
t€ Rekultivierung
-verladung und -lagerung mit 1.153 t€ (Vorjahr: 776 t€).
Stand 01.03.2021 11.502 18.233 17.139 46.874 Währungsdifferenzen 118 –42 131 207 Verbrauch –394 –2.037 –7.711 –10.142 Auflösungen –37 –1.631 –5.164 –6.832 Umbuchungen 0 0 0 0 Zuführungen 858 2.025 15.402 18.285 Stand 28.02.2022 12.047 16.548 19.797 48.392 davon innerhalb von 1 Jahr 206 1.270 17.552 19.028
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Drohverluste mit 8.015 t€ (Vorjahr: 3.631 t€), Prozessrisiken mit 2.523 t€ (Vorjahr: 2.156 t€) und Stationskosten für Zuckerrübenübernahme,
Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 12.244 t€ (Vorjahr: 13.014 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 445 t€ (Vorjahr: 353 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 11.841 t€ (Vorjahr: 11.345 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu
t€ 28.02.2022 28.02.2021 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 626.069 545.736 Leasingverbindlichkeiten 28.302 28.175 Finanzverbindlichkeiten 654.371 573.911 davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 377.744 493.637
t€ 28.02.2022 28.02.2021 Leasingverbindlichkeiten langfristig 22.699 23.400 Leasingverbindlichkeiten kurzfristig 5.603 4.775
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Pfandrechten besichert. Die Pfandrechte betreffen die Besicherung eines Exportförderungskredites mit Exportforderungen in Österreich und Darlehen in Algerien
mit Betriebsvermögen (z. B. Maschinen). Die zugrunde liegenden Buchwerte belaufen sich auf 9.082 t€ (Vorjahr:
Einen großen Teil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 29.364 t€ (Vorjahr: 29.396 t€) stellen
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 11.1 bis 11.4.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Leasingverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeit:
Erläuterungen zur Bilanz
Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgeld
Ungewisse Verbindlich-
keiten Summe
155
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert:
| % | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 35,93 % | 43,35 % |
| Eigenkapitaltitel | 39,13 % | 30,53 % |
| Immobilien | 4,86 % | 4,85 % |
| Sonstige | 20,08 % | 21,27 % |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die AGRANA-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation (vorzeitige Austritte). Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen von Inflationsraten.
Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungszinssatzes liegt, erhöht sich die jeweilige Nettoverpflichtung. Die Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungszinssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein weiterer Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann.
Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.
Die durchschnittlich gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 28. Februar 2022 10,88 Jahre (Vorjahr: 10,50 Jahre), jene der Abfertigungsverpflichtungen 8,39 Jahre (Vorjahr: 8,76 Jahre).
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 1.146 t€ (Vorjahr: 1.022 t€) betragen.
In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:
| t€ | Pension | Abfertigung |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2022 23 | 2.993 | 3.428 |
| Geschäftsjahr 2023 24 | 2.833 | 3.368 |
| Geschäftsjahr 2024 25 | 2.689 | 2.038 |
| Geschäftsjahr 2025 26 | 2.553 | 3.044 |
| Geschäftsjahr 2026 27 | 2.429 | 1.992 |
| Geschäftsjahr 2027 28 bis 2031 32 | 10.854 | 19.862 |
| Summe | 24.351 | 33.732 |
| t€ | Rekultivierung | Personal aufwendungen inklusive Jubiläums geld |
Ungewisse Verbindlich keiten |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 22 | ||||
| Stand 01.03.2021 | 11.502 | 18.233 | 17.139 | 46.874 |
| Währungsdifferenzen | 118 | –42 | 131 | 207 |
| Verbrauch | –394 | –2.037 | –7.711 | –10.142 |
| Auflösungen | –37 | –1.631 | –5.164 | –6.832 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführungen | 858 | 2.025 | 15.402 | 18.285 |
| Stand 28.02.2022 | 12.047 | 16.548 | 19.797 | 48.392 |
| davon innerhalb von 1 Jahr | 206 | 1.270 | 17.552 | 19.028 |
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Drohverluste mit 8.015 t€ (Vorjahr: 3.631 t€), Prozessrisiken mit 2.523 t€ (Vorjahr: 2.156 t€) und Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung mit 1.153 t€ (Vorjahr: 776 t€).
Einen großen Teil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 29.364 t€ (Vorjahr: 29.396 t€) stellen Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 12.244 t€ (Vorjahr: 13.014 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 445 t€ (Vorjahr: 353 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 11.841 t€ (Vorjahr: 11.345 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu rechnen.
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 626.069 | 545.736 |
| Leasingverbindlichkeiten | 28.302 | 28.175 |
| Finanzverbindlichkeiten | 654.371 | 573.911 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 377.744 | 493.637 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 11.1 bis 11.4.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Leasingverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeit:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten langfristig | 22.699 | 23.400 |
| Leasingverbindlichkeiten kurzfristig | 5.603 | 4.775 |
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Pfandrechten besichert. Die Pfandrechte betreffen die Besicherung eines Exportförderungskredites mit Exportforderungen in Österreich und Darlehen in Algerien mit Betriebsvermögen (z. B. Maschinen). Die zugrunde liegenden Buchwerte belaufen sich auf 9.082 t€ (Vorjahr: 8.893 t€).
Ziele der Finanzierung.
28.02.2022 Fixer Zinssatz
Variabler Zinssatz
11.1. Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)
syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
Durchschnittlicher Effektivzinssatz
CNY 4,69 4.105 3.412 693 0 DZD 7,18 3.307 2.957 350 0 EUR 1,20 355.550 62.648 263.060 29.842
CNY 4,59 5.133 5.133 0 0 EGP 7,50 758 758 0 0 EUR 0,23 253.916 192.816 42.000 19.100 KRW 2,83 2.987 2.987 0 0 TRY 23,25 215 215 0 0 USD 2,25 97 97 0 0 ZAR 9,00 1 1 0 0
Summe 0,91 626.069 271.024 306.103 48.942
Stand Bilanzstichtag
davon Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Über 5 Jahre
Bis 1 Jahr
% t€ t€ t€ t€
1,23 362.962 69.017 264.103 29.842
0,39 263.107 202.007 42.000 19.100
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
157
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 440.130 | 311.524 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen | 33.180 | 26.308 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 4.060 | 4.706 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 11.326 | 4.637 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 72.160 | 69.094 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 560.856 | 416.269 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.729 | 3.604 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 1.480 | 921 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 13.652 | 13.194 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 9.556 | 9.430 |
| Summe | 589.273 | 443.418 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 5.363 | 1.094 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 63.884 t€ (Vorjahr: 32.112 t€) ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten u. a. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 19.807 | 19.852 |
| Vorräte | 147 | 1.398 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.625 | 2.076 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 1.341 | 1.686 |
| Rückstellungen und sonstige Schulden | 2.980 | 3.137 |
| Summe passive latente Steuern | 27.900 | 28.149 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –21.682 | –22.647 |
| Saldierte passive Steuerabgrenzung | 6.218 | 5.502 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Note (20) erläutert.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
| Durch | davon Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher Effektiv zinssatz % |
Stand Bilanz stichtag t€ |
Bis 1 Jahr t€ |
1 bis 5 Jahre t€ |
Über 5 Jahre t€ |
|
| 28.02.2022 Fixer Zinssatz |
|||||
| CNY | 4,69 | 4.105 | 3.412 | 693 | 0 |
| DZD | 7,18 | 3.307 | 2.957 | 350 | 0 |
| EUR | 1,20 | 355.550 | 62.648 | 263.060 | 29.842 |
| 1,23 | 362.962 | 69.017 | 264.103 | 29.842 | |
| Variabler Zinssatz | |||||
| CNY | 4,59 | 5.133 | 5.133 | 0 | 0 |
| EGP | 7,50 | 758 | 758 | 0 | 0 |
| EUR | 0,23 | 253.916 | 192.816 | 42.000 | 19.100 |
| KRW | 2,83 | 2.987 | 2.987 | 0 | 0 |
| TRY | 23,25 | 215 | 215 | 0 | 0 |
| USD | 2,25 | 97 | 97 | 0 | 0 |
| ZAR | 9,00 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| 0,39 | 263.107 | 202.007 | 42.000 | 19.100 | |
| Summe | 0,91 | 626.069 | 271.024 | 306.103 | 48.942 |
Konzernanhang
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Nettomarktwerte
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
AUD EUR 2.837 60 0 60 CZK EUR 15.957 0 –335 –335 EUR AUD 3.723 0 –46 –46 EUR CZK 45.157 231 –684 –453 EUR GBP 552 0 –3 –3 EUR HUF 14.534 244 –27 217 EUR INR 1.234 0 –28 –28 EUR JPY 1.349 0 –3 –3 EUR MXN 18.497 0 –1.088 –1.088 EUR PLN 13.610 247 0 247 EUR RON 108.741 0 –1.396 –1.396 EUR RUB 320 110 0 110 EUR USD 124.264 2 –1.688 –1.686 EUR ZAR 2.456 0 –119 –119 HUF EUR 2.169 0 –14 –14 MXN EUR 10.978 137 0 137 PLN EUR 32.100 175 –244 –69 RON EUR 53.864 686 0 686 USD EUR 40.323 1.888 0 1.888 USD RON 9.104 102 0 102
Devisentermingeschäfte 501.769 3.882 –5.675 –1.793 Zinsswaps 76.000 382 –272 110 Zuckerfutures 12.196 257 0 257 Weizen- und Maistermingeschäfte 132.619 3.511 0 3.511 Ethanol-Termingeschäfte 16.687 0 –5.379 –5.379 Summe 739.271 8.032 –11.326 –3.294
Positive Marktwerte
Negative Marktwerte
t€ t€ t€ t€
neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
28.02.2022
Zwischensumme
Kauf Verkauf Nominale
159
| Durch | davon Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher Effektiv |
Stand Bilanz |
Bis 1 Jahr t€ |
1 bis 5 Jahre t€ |
Über 5 Jahre t€ |
|
| zinssatz | stichtag t€ |
||||
| % | |||||
| 28.02.2021 | |||||
| Fixer Zinssatz | |||||
| CNY | 4,89 | 5.625 | 2.500 | 3.125 | 0 |
| DZD | 4,06 | 1.092 | 644 | 448 | 0 |
| EUR | 1,17 | 411.213 | 55.649 | 254.340 | 101.224 |
| 1,23 | 417.930 | 58.793 | 257.913 | 101.224 | |
| Variabler Zinssatz | |||||
| CNY | 4,50 | 6.002 | 6.002 | 0 | 0 |
| EGP | 8,00 | 427 | 427 | 0 | 0 |
| EUR | 0,52 | 118.960 | 7.860 | 76.000 | 35.100 |
| HUF | 2,00 | 64 | 64 | 0 | 0 |
| KRW | 2,17 | 1.829 | 1.829 | 0 | 0 |
| TRY | 9,00 | 333 | 333 | 0 | 0 |
| USD | 2,25 | 77 | 77 | 0 | 0 |
| ZAR | 7,00 | 114 | 114 | 0 | 0 |
| 0,79 | 127.806 | 16.706 | 76.000 | 35.100 | |
| Summe | 1,13 | 545.736 | 75.499 | 333.913 | 136.324 |
Finanzverbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 626.069 t€ (Vorjahr: 545.736 t€).
Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz beträgt 0,91 % (Vorjahr: 1,13 %) bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,2 Jahren (Vorjahr: 3,4 Jahren).
Die Refinanzierung der AGRANA-Gruppe setzt sich im Wesentlichen aus zwei syndizierten Kreditlinien über insgesamt 400.000 t€ (Vorjahr: 400.000 t€) und einem Schuldscheindarlehen über 181.000 t€ (Vorjahr: 181.000 t€) zusammen. Die übrigen Refinanzierungen betreffen bilaterale Kreditlinien.
Fest verzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Volumen von 362.962 t€ (Vorjahr: 417.930 t€). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 9.082 t€ (Vorjahr: 8.893 t€) durch sonstige Pfandrechte gesichert, siehe Note (24).
Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einen Rückgang um –7.378 t€ auf 103.593 t€.
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte |
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2022 | |||||
| AUD | EUR | 2.837 | 60 | 0 | 60 |
| CZK | EUR | 15.957 | 0 | –335 | –335 |
| EUR | AUD | 3.723 | 0 | –46 | –46 |
| EUR | CZK | 45.157 | 231 | –684 | –453 |
| EUR | GBP | 552 | 0 | –3 | –3 |
| EUR | HUF | 14.534 | 244 | –27 | 217 |
| EUR | INR | 1.234 | 0 | –28 | –28 |
| EUR | JPY | 1.349 | 0 | –3 | –3 |
| EUR | MXN | 18.497 | 0 | –1.088 | –1.088 |
| EUR | PLN | 13.610 | 247 | 0 | 247 |
| EUR | RON | 108.741 | 0 | –1.396 | –1.396 |
| EUR | RUB | 320 | 110 | 0 | 110 |
| EUR | USD | 124.264 | 2 | –1.688 | –1.686 |
| EUR | ZAR | 2.456 | 0 | –119 | –119 |
| HUF | EUR | 2.169 | 0 | –14 | –14 |
| MXN | EUR | 10.978 | 137 | 0 | 137 |
| PLN | EUR | 32.100 | 175 | –244 | –69 |
| RON | EUR | 53.864 | 686 | 0 | 686 |
| USD | EUR | 40.323 | 1.888 | 0 | 1.888 |
| USD | RON | 9.104 | 102 | 0 | 102 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 501.769 | 3.882 | –5.675 | –1.793 | |
| Zinsswaps | 76.000 | 382 | –272 | 110 | |
| Zuckerfutures | 12.196 | 257 | 0 | 257 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 132.619 | 3.511 | 0 | 3.511 | |
| Ethanol-Termingeschäfte | 16.687 | 0 | –5.379 | –5.379 | |
| Summe | 739.271 | 8.032 | –11.326 | –3.294 |
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
28.02.2022 28.02.2021
Marktwert Marktwert
Die Buchwerte entsprechen den Marktwerten. Die im Rahmen einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft
t€ Positiv Negativ Positiv Negativ Devisentermingeschäfte 1.743 –560 62 –105 Zinsswaps 382 –272 42 –686 Zuckerfutures 257 0 67 –259 Weizen- und Maistermingeschäfte 3.486 0 1.476 0 Ethanol-Termingeschäfte 0 –5.379 0 –644 Summe 5.868 –6.211 1.647 –1.694
Die Sicherungsbeziehungen betreffen die Absicherung des Preisrisikos beim Rohzuckereinkauf, Zuckerverkauf, Weizenund Maiseinkauf, Verkauf von Mais betreffend Wachsmais-Derivate sowie Verkauf von Ethanol. Im Rahmen der
Risikomanagementstrategie sollen Absicherungen durch den Abschluss von Futures derart erfolgen, dass ein bestimmter
zukünftigen Ein- bzw. Verkäufen durch den Abschluss von entsprechenden Future-Kontrakten frühzeitig zu fixieren. Im Zuge von Absicherungen des Preisrisikos werden Transaktionen in US-Dollar gegen Veränderungen der Wechselkurse
Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen Zinsswaps, die in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft stehen. Als Grundgeschäft gelten die künftigen Zahlungsströme von Finanzverbindlichkeiten, die variabel zum 3-Monats-EURIBOR verzinst werden. Die Absicherung der variablen künftigen Zinszahlungen aus der Finanzverbindlichkeit führt zur Reduktion volatiler Bewertungsbestandteile in der Gewinn- und Verlustrechnung und steigert die Planungs- und Prognosequalität. Risikomanagementziel ist daher die Absicherung gegen das Risiko von Schwankungen von variablen
Für das Geschäftsjahr 2021|22 wurden 656 t€ (Vorjahr: 501 t€) vor Steuern und –131 t€ (Vorjahr: –145 t€) Steuern für Wertänderungen von Derivaten mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft im sonstigen Ergebnis erfasst. Es waren sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Ineffektivitäten zu erfassen. Derivatergebnisse bereits realisierter Grundgeschäfte von 551 t€ wurden von der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Marktwerte der Derivate verblieben in der Bilanz bis zu deren
Prozentsatz der geplanten Mengen abgesichert wird. Ziel der Risikomanagementstrategie ist es, den Preis von
bilanzierten Derivate werden in der folgenden Tabelle angegeben:
mittels Devisentermingeschäften abgesichert.
Zahlungsströmen.
Realisierung.
161
| Positive | Negative | Netto | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte | |
| t€ | t€ | t€ | t€ | |||
| 28.02.2021 | ||||||
| AUD | EUR | 5.572 | 135 | –2 | 133 | |
| CZK | EUR | 20.977 | 0 | –27 | –27 | |
| EUR | AUD | 5.120 | 0 | –195 | –195 | |
| EUR | CZK | 42.807 | 30 | –126 | –96 | |
| EUR | GBP | 495 | 2 | –6 | –4 | |
| EUR | HUF | 40.004 | 257 | –31 | 226 | |
| EUR | INR | 1.520 | 0 | –4 | –4 | |
| EUR | JPY | 202 | 8 | 0 | 8 | |
| EUR | MXN | 18.268 | 758 | 0 | 758 | |
| EUR | PLN | 8.946 | 92 | –4 | 88 | |
| EUR | RON | 125.359 | 0 | –1.225 | –1.225 | |
| EUR | USD | 97.569 | 1.250 | –82 | 1.168 | |
| EUR | ZAR | 2.425 | 0 | –38 | –38 | |
| HUF | EUR | 42.705 | 11 | –413 | –402 | |
| MXN | EUR | 8.723 | 0 | –237 | –237 | |
| PLN | EUR | 21.517 | 27 | –114 | –87 | |
| RON | EUR | 43.750 | 414 | 0 | 414 | |
| USD | EUR | 64.293 | 392 | –391 | 1 | |
| Zwischensumme | ||||||
| Devisentermingeschäfte | 550.252 | 3.376 | –2.895 | 481 | ||
| Zinsswaps | 76.000 | 42 | –686 | –644 | ||
| Zuckerfutures | 9.605 | 67 | –259 | –192 | ||
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 101.004 | 1.476 | –153 | 1.323 | ||
| Ethanol-Termingeschäfte | 13.732 | 0 | –644 | –644 | ||
| Summe | 750.593 | 4.961 | –4.637 | 324 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu fünf Jahren ab.
Als Nominale der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Basis aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäftes zu bezahlen oder zu erhalten hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden und in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft stehen (Cashflow-Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms in den Umsatzerlösen (Verkaufstransaktionen) bzw. Materialaufwand (Einkaufstransaktionen) sowie im Finanzergebnis (Zinsswaps) erfolgswirksam zu erfassen.
Die Buchwerte entsprechen den Marktwerten. Die im Rahmen einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft bilanzierten Derivate werden in der folgenden Tabelle angegeben:
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marktwert | Marktwert | |||||
| t€ | Positiv | Negativ | Positiv | Negativ | ||
| Devisentermingeschäfte | 1.743 | –560 | 62 | –105 | ||
| Zinsswaps | 382 | –272 | 42 | –686 | ||
| Zuckerfutures | 257 | 0 | 67 | –259 | ||
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 3.486 | 0 | 1.476 | 0 | ||
| Ethanol-Termingeschäfte | 0 | –5.379 | 0 | –644 | ||
| Summe | 5.868 | –6.211 | 1.647 | –1.694 |
Die Sicherungsbeziehungen betreffen die Absicherung des Preisrisikos beim Rohzuckereinkauf, Zuckerverkauf, Weizenund Maiseinkauf, Verkauf von Mais betreffend Wachsmais-Derivate sowie Verkauf von Ethanol. Im Rahmen der Risikomanagementstrategie sollen Absicherungen durch den Abschluss von Futures derart erfolgen, dass ein bestimmter Prozentsatz der geplanten Mengen abgesichert wird. Ziel der Risikomanagementstrategie ist es, den Preis von zukünftigen Ein- bzw. Verkäufen durch den Abschluss von entsprechenden Future-Kontrakten frühzeitig zu fixieren. Im Zuge von Absicherungen des Preisrisikos werden Transaktionen in US-Dollar gegen Veränderungen der Wechselkurse mittels Devisentermingeschäften abgesichert.
Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen Zinsswaps, die in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft stehen. Als Grundgeschäft gelten die künftigen Zahlungsströme von Finanzverbindlichkeiten, die variabel zum 3-Monats-EURIBOR verzinst werden. Die Absicherung der variablen künftigen Zinszahlungen aus der Finanzverbindlichkeit führt zur Reduktion volatiler Bewertungsbestandteile in der Gewinn- und Verlustrechnung und steigert die Planungs- und Prognosequalität. Risikomanagementziel ist daher die Absicherung gegen das Risiko von Schwankungen von variablen Zahlungsströmen.
Für das Geschäftsjahr 2021|22 wurden 656 t€ (Vorjahr: 501 t€) vor Steuern und –131 t€ (Vorjahr: –145 t€) Steuern für Wertänderungen von Derivaten mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft im sonstigen Ergebnis erfasst. Es waren sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Ineffektivitäten zu erfassen. Derivatergebnisse bereits realisierter Grundgeschäfte von 551 t€ wurden von der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Marktwerte der Derivate verblieben in der Bilanz bis zu deren Realisierung.
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Über 5 J
Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die
4 bis 6 M
Positive Marktwerte 3.882 3.882 3.624 145 113 0 0 0 0 0 Negative Marktwerte –5.675 –5.675 –5.301 –257 –117 0 0 0 0 0
Positive Marktwerte 382 60 6 6 12 25 11 0 0 0 Negative Marktwerte –272 –331 –103 –103 –125 0 0 0 0 0
Positive Marktwerte 3.768 3.768 3.517 25 226 0 0 0 0 0 Negative Marktwerte –5.379 –5.379 –5.379 0 0 0 0 0 0 0
Summe –3.294 –3.675 –3.636 –184 109 25 11 0 0 0
Positive Marktwerte 3.376 3.376 3.242 68 66 0 0 0 0 0 Negative Marktwerte –2.895 –2.895 –2.576 –301 –18 0 0 0 0 0
Positive Marktwerte 42 82 6 6 12 24 24 10 0 0 Negative Marktwerte –686 –711 –97 –98 –199 –317 0 0 0 0
Positive Marktwerte 1.543 1.543 1.421 0 122 0 0 0 0 0 Negative Marktwerte –1.056 –1.056 –693 –248 –115 0 0 0 0 0
Summe 324 339 1.303 –573 –132 –293 24 10 0 0
t€ 28.02.2022 28.02.2021 28.02.2022 28.02.2021 28.02.2022 28.02.2021 Devisentermingeschäfte 501.769 550.252 –25.980 –14.834 21.257 12.137 Zinsderivate 76.000 76.000 546 1.043 –546 –1.043 Rohstoffderivate 161.502 124.341 –1.335 –830 –1.843 –164
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um
–6.347 t€ (Vorjahr: 1.301 t€) bzw. um 2.788 t€ (Vorjahr: –2.009 t€) und das Ergebnis vor Ertragsteuern um
–18.528 t€ (Vorjahr: –16.316 t€) bzw. um 15.248 t€ (Vorjahr: 13.609 t€) verändert.
Der Marktwert der am 28. Februar 2022 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10 %, und einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils
7 bis 12 M
0 bis 3 M Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
2 bis 3 J 3 bis 4 J
4 bis 5 J
1 bis 2 J
Nominale Sensitivität (+) Sensitivität (–)
Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
Buch-
wert Summe
t€
28.02.2022
Zinsderivate
Rohstoffderivate
28.02.2021
Zinsderivate
Rohstoffderivate
10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität):
Devisentermingeschäfte
Devisentermingeschäfte
163
In der folgenden Tabelle sind die Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft mit dem Nominalvolumen und den durchschnittlichen Preisen und Zinssätzen gemäß ihrer Fälligkeit dargestellt.
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fälligkeit | Fälligkeit | |||||||
| Bis | 1 bis | Über | Bis | 1 bis | Über | |||
| 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| Devisentermingeschäfte (USD) | ||||||||
| Nominalbetrag | t€ | 46.242 | 0 | 0 | 18.382 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | USD | 1,167 | 0 | 0 | 1,213 | 0 | 0 | |
| Devisentermingeschäfte (RON) | ||||||||
| Nominalbetrag | t€ | 13.059 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | RON | 1,587 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Devisentermingeschäfte (HUF) | ||||||||
| Nominalbetrag | t€ | 7.045 | 0 | 0 | 16.665 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | HUF | 365,354 | 0 | 0 | 361,367 | 0 | 0 | |
| Devisentermingeschäfte (CZK) | ||||||||
| Nominalbetrag | t€ | 7.332 | 0 | 0 | 14.797 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | CZK | 25,880 | 0 | 0 | 26,287 | 0 | 0 | |
| Zinsswaps | ||||||||
| Nominalbetrag | t€ | 50.000 | 26.000 | 0 | 76.000 | 76.000 | 0 | |
| Durchschnittlicher | ||||||||
| Zinssatz | % | 0,245 | –0,460 | 0 | 0,004 | 0,004 | 0 | |
| Zuckerfutures | ||||||||
| Volumen | Tonnen | 35.003 | 0 | 0 | 31.548 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | € je Tonne | 17,330 | 0 | 0 | 15,624 | 0 | 0 | |
| Weizen- und | ||||||||
| Maistermingeschäfte | ||||||||
| Volumen | Tonnen | 21.800 | 0 | 0 | 8.950 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | € je Tonne | 158,558 | 0 | 0 | 57,547 | 0 | 0 | |
| Ethanol-Termingeschäfte | ||||||||
| Volumen | Tonnen | 17.100 | 0 | 0 | 22.600 | 0 | 0 | |
| Durchschnittlich | ||||||||
| abgesicherter Preis | € je Tonne | 661,289 | 0 | 0 | 578,933 | 0 | 0 |
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, die in keiner Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft stehen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen als auch von Materialaufwendungen.
Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J | ||
| 28.02.2022 | ||||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 3.882 | 3.882 | 3.624 | 145 | 113 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –5.675 | –5.675 | –5.301 | –257 | –117 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Zinsderivate | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 382 | 60 | 6 | 6 | 12 | 25 | 11 | 0 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –272 | –331 | –103 | –103 | –125 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Rohstoffderivate | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 3.768 | 3.768 | 3.517 | 25 | 226 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –5.379 | –5.379 | –5.379 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Summe | –3.294 | –3.675 | –3.636 | –184 | 109 | 25 | 11 | 0 | 0 | 0 | ||
| 28.02.2021 | ||||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 3.376 | 3.376 | 3.242 | 68 | 66 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –2.895 | –2.895 | –2.576 | –301 | –18 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Zinsderivate | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 42 | 82 | 6 | 6 | 12 | 24 | 24 | 10 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –686 | –711 | –97 | –98 | –199 | –317 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Rohstoffderivate | ||||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.543 | 1.543 | 1.421 | 0 | 122 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Negative Marktwerte | –1.056 | –1.056 | –693 | –248 | –115 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Summe | 324 | 339 | 1.303 | –573 | –132 | –293 | 24 | 10 | 0 | 0 |
Der Marktwert der am 28. Februar 2022 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10 %, und einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität):
| Nominale | Sensitivität (+) | Sensitivität (–) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 | 28.02.2022 | 28.02.2021 | 28.02.2022 | 28.02.2021 | |
| Devisentermingeschäfte | 501.769 | 550.252 | –25.980 | –14.834 | 21.257 | 12.137 | |
| Zinsderivate | 76.000 | 76.000 | 546 | 1.043 | –546 | –1.043 | |
| Rohstoffderivate | 161.502 | 124.341 | –1.335 | –830 | –1.843 | –164 |
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um –6.347 t€ (Vorjahr: 1.301 t€) bzw. um 2.788 t€ (Vorjahr: –2.009 t€) und das Ergebnis vor Ertragsteuern um –18.528 t€ (Vorjahr: –16.316 t€) bzw. um 15.248 t€ (Vorjahr: 13.609 t€) verändert.
t€
28.02.2022 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere
Beteiligungen
Derivative finanzielle
Sonstige finanzielle
Zahlungsmittel und
Zum beizulegenden
bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten aus derivativen
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Verbindlichkeiten gegenüber
Verbindlichkeiten aus
Sonstige finanzielle
1
3
sowie Abgrenzungen
Zeitwert
Schulden
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinnund Verlustrechnung
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente)
(langfristig gehalten) 12.630 6.142 – – 18.772 11.739 – 7.033 18.772
(langfristig gehalten) – 280 – – 280 – – 280 280
Vermögenswerte 2.164 – 5.868 – 8.032 3.767 4.265 – 8.032
– – – 556.404 556.404
Finanzinstrumenten 5.115 – 6.211 – 11.326 5.379 5.947 – 11.326
Kreditinstituten – – – 626.069 626.069 – 624.647 – 624.647
– – – 1.203.901 1.203.901
5.115 – 6.211 – 11.326
14.794 6.422 5.868 – 27.084
Lieferungen und Leistungen – – – 398.509 398.509
Forderungen1 – – – 54.302 54.302
Zahlungsmitteläquivalente – – – 103.593 103.593
Leasingverbindlichkeiten2 – – – 28.302 28.302
Lieferungen und Leistungen – – – 440.130 440.130
Verbindlichkeiten3 – – – 109.400 109.400
Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen
Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d
Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Buchwert Beizulegender Zeitwert
bewertet Summe Level 1 Level 2 Level 3 Summe
165
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einzeln und je Bewertungskategorie dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt des Weiteren, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt.
Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten Level 2 erfolgt auf Basis des Währungskurses zum Stichtag sowie der für die Restlaufzeit relevanten Zinsdifferenz der zugrunde liegenden Währungen. Es wird der Mark-to-Market-Kurs ermittelt und mit dem Kurs des Grundgeschäftes verglichen. Die Inputfaktoren hierfür sind einerseits das Fixing der Europäischen Zentralbank (im Folgenden kurz: EZB) bzw. ausgewählter Nationalbanken und andererseits die täglich veröffentlichten EURIBOR- und (L)IBOR-Zinssätze.
Bei Zinsderivaten Level 2 wird zur Bemessung des Zeitwertes der fixe Zinssatz mit den zum Stichtag gültigen Swap-Sätzen bzw. der laufzeitrelevanten Zinsstrukturkurve verglichen. Der Zeitwert wird einer gesonderten Berechnung von Bankinstituten entnommen.
Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Level 2 werden die in den bestehenden Finanzierungsverträgen vereinbarten Konditionen, wie Restlaufzeit und Zinssatz, mit den am Bilanzstichtag verfügbaren aktuellen Marktkonditionen für neue Finanzierungen bei gleicher Restlaufzeit verglichen. Die Zinsdifferenz aus dem Vergleich führt zu dem Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert.
Die nachfolgende Tabelle enthält keine Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Dies trifft insbesondere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aufgrund der kurzen Laufzeit zu.
| Buchwert Buchwert |
Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ t€ |
Erfolgs Erfolgs wirksam wirksam zum zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert über wert über die Gewinn die Gewinn und Verlust und Verlust rechnung rechnung |
Erfolgs Erfolgs neutral zum neutral zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert im wert im sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis (ohne (ohne Recycling) Recycling) |
Erfolgs Erfolgs neutral zum neutral zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert im wert im sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis (Sicherungs (Sicherungs instrumente) instrumente) |
Zu fortge Zu fortge führten An führten An schaffungs schaffungs kosten kosten bewertet bewertet |
Summe Summe |
Level 1 Level 1 |
Level 2 Level 2 |
Level 3 Level 3 |
Summe Summe |
| 28.02.2022 28.02.2022 Zum beizulegenden |
|||||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle finanzielle |
|||||||||
| Vermögenswerte Vermögenswerte |
|||||||||
| Wertpapiere Wertpapiere (langfristig gehalten) |
12.630 | 6.142 | – | – | 18.772 | 11.739 | – | 7.033 | 18.772 |
| (langfristig gehalten) Beteiligungen |
12.630 | 6.142 | – | – | 18.772 | 11.739 | – | 7.033 | 18.772 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) (langfristig gehalten) |
– – |
280 280 |
– – |
– – |
280 280 |
– – |
– – |
280 280 |
280 280 |
| Derivative finanzielle Derivative finanzielle Vermögenswerte |
2.164 | – | 5.868 | – | 8.032 | 3.767 | 4.265 | – | 8.032 |
| Vermögenswerte | 2.164 14.794 |
– 6.422 |
5.868 5.868 |
– – |
8.032 27.084 |
3.767 | 4.265 | – | 8.032 |
| 14.794 | 6.422 | 5.868 | – | 27.084 | |||||
| Nicht zum beizulegenden Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle finanzielle Vermögenswerte Vermögenswerte |
|||||||||
| Forderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Lieferungen und Leistungen |
– – |
– – |
– – |
398.509 398.509 |
398.509 398.509 |
||||
| Sonstige finanzielle Sonstige finanzielle |
|||||||||
| Forderungen1 Forderungen1 |
– – |
– – |
– – |
54.302 54.302 |
54.302 54.302 |
||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
– | – | – | 103.593 | 103.593 | ||||
| Zahlungsmitteläquivalente | – – |
– – |
– – |
103.593 556.404 |
103.593 556.404 |
||||
| – | – | – | 556.404 | 556.404 | |||||
| Zum beizulegenden Zum beizulegenden Zeitwert Zeitwert bewertete finanzielle bewertete finanzielle Schulden Schulden |
|||||||||
| Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus |
|||||||||
| derivativen derivativen Finanzinstrumenten |
5.115 | – | 6.211 | – | 11.326 | 5.379 | 5.947 | – | 11.326 |
| Finanzinstrumenten | 5.115 5.115 5.115 |
– – – |
6.211 6.211 6.211 |
– – – |
11.326 11.326 11.326 |
5.379 | 5.947 | – | 11.326 |
| Nicht zum beizulegenden Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle Schulden finanzielle Schulden |
|||||||||
| Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten |
|||||||||
| gegenüber gegenüber |
|||||||||
| Kreditinstituten Kreditinstituten |
– – |
– – |
– – |
626.069 626.069 |
626.069 626.069 |
– 624.647 – 624.647 |
– – |
624.647 624.647 |
|
| Leasingverbindlichkeiten2 Leasingverbindlichkeiten2 |
– – |
– – |
– – |
28.302 28.302 |
28.302 28.302 |
||||
| Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Lieferungen und Leistungen |
– – |
– – |
– – |
440.130 440.130 |
440.130 440.130 |
||||
| Sonstige finanzielle Sonstige finanzielle |
|||||||||
| Verbindlichkeiten3 Verbindlichkeiten3 |
– – |
– – |
– – |
109.400 109.400 |
109.400 109.400 |
||||
| – – |
– – |
– – |
1.203.901 1.203.901 |
1.203.901 1.203.901 |
|||||
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen 1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen
2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d 2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d
3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen 3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Wertpapiere Level 1 der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" enthalten Investmentfondsanteile in Höhe von 11.739 t€ (Vorjahr: 12.266 t€) und werden zu aktuellen Börsenwerten gemäß Depotauszug bewertet. Wertpapiere Level 3 der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" stellen zum überwiegenden Teil Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 5.874 t€ (Vorjahr: 5.991 t€) dar, für die der Marktwert anhand eines Unternehmenswertgutachtens des Emittenten ermittelt wird. Für sonstige Wertpapiere des Level 3 der Kategorien "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" (Wertrechte) in Höhe von 891 t€ (Vorjahr: 891 t€) entspricht deren Nominale dem beizulegenden Zeitwert. Bei "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifizierten Aktien von nicht börsennotierten Gesellschaften in Höhe von 268 t€ (Vorjahr: 268 t€) und Beteiligungen (nicht konsolidierte Tochterunternehmen) in Höhe von 10 t€ (Vorjahr: 1.283 t€) wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen Beteiligungen in Höhe von 270 t€ (Vorjahr: 400 t€) wurde mittels
Wertpapiere, Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, die als "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifiziert wurden, werden aufgrund strategischer
t€ 28.02.2022 2021|22 28.02.2021 2020|21
NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH 5.874 109 5.991 0 Übrige 548 33 1.951 22 Summe 6.422 142 7.942 22
Änderungen im beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren Level 3 wurden mit –117 t€ (Vorjahr: 0 t€) vor Steuern und 110 t€ (Vorjahr: 0 t€) Steuern erfolgsneutral in der Rücklage für Eigenkapitalinstrumente im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2021|22 gab es in der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" Level 3 einen Abgang eines nicht konsolidierten Tochterunternehmens in Höhe von –1.273 t€, aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2021|22. Es gab keine weiteren Veränderungen
Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von
Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Terminauf- bzw. -abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Diese entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis der unterlegten Zinsstrukturkurven. Bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Beizulegender
Zeitwert Dividende
Beizulegender
Zeitwert Dividende
Überlegungen langfristig gehalten. Die folgende Tabelle zeigt deren beizulegende Zeitwerte und die
Abzinsung künftig erwarteter Cashflows ermittelt.
Dividendenausschüttungen.
RAIFFEISEN-HOLDING
von Level 3 Finanzinstrumenten.
167
| Buchwert Buchwert |
Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ t€ |
Erfolgs Erfolgs wirksam wirksam zum zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert über wert über die Gewinn die Gewinn und Verlust und Verlust rechnung rechnung |
Erfolgs Erfolgs neutral zum neutral zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert im wert im sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis (ohne (ohne Recycling) Recycling) |
Erfolgs Erfolgs neutral zum neutral zum beizulegen beizulegen den Zeit den Zeit wert im wert im sonstigen sonstigen Ergebnis Ergebnis (Sicherungs (Sicherungs instrumente) instrumente) |
Zu fortge Zu fortge führten An führten An schaffungs schaffungs kosten kosten bewertet bewertet |
Summe Summe |
Level 1 Level 1 |
Level 2 Level 2 |
Level 3 Level 3 |
Summe Summe |
| 28.02.2021 28.02.2021 |
|||||||||
| Zum beizulegenden Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle finanzielle Vermögenswerte Vermögenswerte |
|||||||||
| Wertpapiere Wertpapiere (langfristig gehalten) |
13.157 | 6.259 | – | – | 19.416 | 12.266 | – | 7.150 | 19.416 |
| (langfristig gehalten) Beteiligungen Beteiligungen |
13.157 | 6.259 | – | – | 19.416 | 12.266 | – | 7.150 | 19.416 |
| (langfristig gehalten) (langfristig gehalten) |
– – |
1.683 1.683 |
– – |
– – |
1.683 1.683 |
– – |
– – |
1.683 1.683 |
1.683 1.683 |
| Derivative finanzielle Derivative finanzielle |
|||||||||
| Vermögenswerte Vermögenswerte |
3.314 3.314 |
– – |
1.647 1.647 |
– – |
4.961 4.961 |
1.543 1.543 |
3.418 3.418 |
– – |
4.961 4.961 |
| 16.471 16.471 |
7.942 7.942 |
1.647 1.647 |
– – |
26.060 26.060 |
|||||
| Nicht zum beizulegenden Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle finanzielle Vermögenswerte Vermögenswerte Forderungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Sonstige finanzielle Forderungen1 Forderungen1 Zahlungsmittel und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmitteläquivalente |
– – – – – – |
– – – – – – |
– – – – – – |
323.055 323.055 43.355 43.355 110.971 110.971 |
323.055 323.055 43.355 43.355 110.971 110.971 |
||||
| Zum beizulegenden Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle Schulden finanzielle Schulden |
– – |
– – |
– – |
477.381 477.381 |
477.381 477.381 |
||||
| Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus derivativen derivativen |
|||||||||
| Finanzinstrumenten Finanzinstrumenten |
2.943 2.943 |
– – |
1.694 1.694 |
– – |
4.637 4.637 |
1.056 1.056 |
3.581 3.581 |
– – |
4.637 4.637 |
| 2.943 2.943 |
– – |
1.694 1.694 |
– – |
4.637 4.637 |
|||||
| Nicht zum beizulegenden Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zeitwert bewertete finanzielle Schulden finanzielle Schulden |
|||||||||
| Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber gegenüber Kreditinstituten Kreditinstituten Leasingverbindlichkeiten2 |
– – – |
– – – |
– – – |
545.736 545.736 28.175 |
545.736 545.736 28.175 |
– | 547.288 – 547.288 |
– – |
547.288 547.288 |
| Leasingverbindlichkeiten2 Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus |
– | – | – | 28.175 | 28.175 | ||||
| Lieferungen und Leistungen Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten3 |
– – – |
– – – |
– – – |
311.524 311.524 100.108 |
311.524 311.524 100.108 |
||||
| Verbindlichkeiten3 | – – – |
– – – |
– – – |
100.108 985.543 985.543 |
100.108 985.543 985.543 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen 1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen
2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d 2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d
3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen 3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen
Wertpapiere Level 1 der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" enthalten Investmentfondsanteile in Höhe von 11.739 t€ (Vorjahr: 12.266 t€) und werden zu aktuellen Börsenwerten gemäß Depotauszug bewertet. Wertpapiere Level 3 der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" stellen zum überwiegenden Teil Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 5.874 t€ (Vorjahr: 5.991 t€) dar, für die der Marktwert anhand eines Unternehmenswertgutachtens des Emittenten ermittelt wird. Für sonstige Wertpapiere des Level 3 der Kategorien "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" (Wertrechte) in Höhe von 891 t€ (Vorjahr: 891 t€) entspricht deren Nominale dem beizulegenden Zeitwert. Bei "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifizierten Aktien von nicht börsennotierten Gesellschaften in Höhe von 268 t€ (Vorjahr: 268 t€) und Beteiligungen (nicht konsolidierte Tochterunternehmen) in Höhe von 10 t€ (Vorjahr: 1.283 t€) wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen Beteiligungen in Höhe von 270 t€ (Vorjahr: 400 t€) wurde mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows ermittelt.
Wertpapiere, Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, die als "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifiziert wurden, werden aufgrund strategischer Überlegungen langfristig gehalten. Die folgende Tabelle zeigt deren beizulegende Zeitwerte und die Dividendenausschüttungen.
| t€ | Beizu legender Zeitwert 28.02.2022 |
Dividende 2021 22 |
Beizu legender Zeitwert 28.02.2021 |
Dividende 2020 21 |
|---|---|---|---|---|
| RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH |
5.874 | 109 | 5.991 | 0 |
| Übrige | 548 | 33 | 1.951 | 22 |
| Summe | 6.422 | 142 | 7.942 | 22 |
Änderungen im beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren Level 3 wurden mit –117 t€ (Vorjahr: 0 t€) vor Steuern und 110 t€ (Vorjahr: 0 t€) Steuern erfolgsneutral in der Rücklage für Eigenkapitalinstrumente im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2021|22 gab es in der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" Level 3 einen Abgang eines nicht konsolidierten Tochterunternehmens in Höhe von –1.273 t€, aufgrund der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens im Geschäftsjahr 2021|22. Es gab keine weiteren Veränderungen von Level 3 Finanzinstrumenten.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Diese entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis der unterlegten Zinsstrukturkurven. Bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Kreditrisiko
unmittelbare Ausfallrisiko.
Systemgestützte Kreditlimit-Prüfungen
Standardisiertes Mahnwesen
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Groß- und Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der
Bonitätsprüfung von potenziellen Neukunden sowie laufende Bonitätsprüfung bereits bestehender Kunden
Abschluss von Warenkreditversicherungen gemäß konzerninterner Regeln und Vorgaben sowie gegebenenfalls
Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art
Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs wird gemäß internen Richtlinien und IFRS 9 bei 90 Tage überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von einer Uneinbringlichkeit ausgegangen, es sei denn, die operative Einheit verfügt über angemessene und belastbare Informationen, dass eine längere Überfälligkeit gerechtfertigt ist. Sollte jedoch ein Wertberichtigungsbedarf im Rahmen des Kreditrisikomonitorings festgestellt werden, so wird mit einer Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Dies trifft auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu, welche weniger als 90 Tage überfällig sind. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Kunden in Kriegsgebieten und kriegsnahen Gebieten in Höhe von 4.378 t€ einzelwertberichtigt. Erst wenn von einem
AGRANA wendet zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste den vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 an. Über die Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen hinaus wurden die Ausfälle der letzten zehn Jahre evaluiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Loss Rates gemäß Überfälligkeiten und den Zahlungsprofilen der zugrunde liegenden Umsatzerlöse festgelegt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Projektionen für notleidende Kredite (Non-Performing-Loans) wurden für das Ermittlungsmodell als relevantester Faktor für die Anpassung der historischen Verlustquoten definiert. Credit Spreads stellen nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine – wie auch im Vorjahr bedingt durch die Coronavirus-Krise – derzeit keine geeigneten Anpassungsfaktoren dar. Seit Kriegsbeginn zeigten Credit Spreads nur im kurzfristigen Bereich Anstiege, jedoch mittelfristig rückläufige Tendenzen, was auf eine Unterbewertung des Kreditrisikos hindeuten würde. Der ermittelte Faktor wurde basierend auf Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte, veröffentlicht von der OECD (Organisation für
Aufgrund von extremen wirtschaftlichen Bedingungen durch die russische Invasion in der Ukraine und die Verhängung
zukunftsgerichtete Beurteilungen aktuell höchst ungewiss und schwierig zu treffen. Vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen haben in der Vergangenheit noch nicht vorgelegen. Demzufolge wurden die Effekte des Ukraine-Krieges in die Auswirkungen auf die makroökonomischen Indikatoren und letztlich auf die Ausfallraten mittels Post-Model-Adjustments bzw. Overlays berücksichtigt, da es aktuell nicht möglich ist, die verwendeten Modelle kurzfristig anzupassen, um Risiken und Unsicherheiten ausreichend zu berücksichtigen. Da zum aktuellen Zeitpunkt noch keine publizierten Erwartungen über Insolvenzentwicklungen oder Projektionen für notleidende Kredite (Non-Performing-
Loans) verfügbar waren, wurden Einschätzungen und Erwartungen von Ratingagenturen (Downgrading von Unternehmen in den betroffenen Gebieten) im Zusammenhang mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bei der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert.
Ergänzung um zusätzliche Sicherheiten wie Bankgarantien, Akkreditive oder Vorauszahlungen
Folgende Grundsätze des Kreditrisikomanagements werden in der AGRANA-Gruppe verfolgt:
und Umfang der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt.
tatsächlichen Ausfall ausgegangen werden kann, werden die Forderungen ausgebucht.
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), und einer Managementeinschätzung gewichtet.
internationaler Sanktionen – gepaart mit der Ungewissheit über die Dauer des Ukraine-Krieges – sind
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
169
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle je Bewertungskategorie dargestellt:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | –475 | –109 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert – Derivate | –2.093 | 1.691 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Vermögenswerte | –351 | –251 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Verbindlichkeiten | 1.836 | –2.194 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente in der Gewinn- und Verlustrechnung | –1.083 | –863 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) | –117 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert – Sicherungsinstrumente | 656 | 501 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente im sonstigen Ergebnis | 539 | 501 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente gesamt | –544 | –362 |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2021 22 | 2020 21 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 742 | 802 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –6.077 | –6.580 |
| Nettozinsergebnis | –5.335 | –5.778 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Einkauf von Weltmarktzucker sowie von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion und auf der Verkaufsseite aus den auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Groß- und Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert.
Folgende Grundsätze des Kreditrisikomanagements werden in der AGRANA-Gruppe verfolgt:
Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art und Umfang der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt.
Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs wird gemäß internen Richtlinien und IFRS 9 bei 90 Tage überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von einer Uneinbringlichkeit ausgegangen, es sei denn, die operative Einheit verfügt über angemessene und belastbare Informationen, dass eine längere Überfälligkeit gerechtfertigt ist. Sollte jedoch ein Wertberichtigungsbedarf im Rahmen des Kreditrisikomonitorings festgestellt werden, so wird mit einer Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Dies trifft auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu, welche weniger als 90 Tage überfällig sind. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Kunden in Kriegsgebieten und kriegsnahen Gebieten in Höhe von 4.378 t€ einzelwertberichtigt. Erst wenn von einem tatsächlichen Ausfall ausgegangen werden kann, werden die Forderungen ausgebucht.
AGRANA wendet zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste den vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 an. Über die Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen hinaus wurden die Ausfälle der letzten zehn Jahre evaluiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Loss Rates gemäß Überfälligkeiten und den Zahlungsprofilen der zugrunde liegenden Umsatzerlöse festgelegt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Projektionen für notleidende Kredite (Non-Performing-Loans) wurden für das Ermittlungsmodell als relevantester Faktor für die Anpassung der historischen Verlustquoten definiert. Credit Spreads stellen nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine – wie auch im Vorjahr bedingt durch die Coronavirus-Krise – derzeit keine geeigneten Anpassungsfaktoren dar. Seit Kriegsbeginn zeigten Credit Spreads nur im kurzfristigen Bereich Anstiege, jedoch mittelfristig rückläufige Tendenzen, was auf eine Unterbewertung des Kreditrisikos hindeuten würde. Der ermittelte Faktor wurde basierend auf Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte, veröffentlicht von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), und einer Managementeinschätzung gewichtet.
Aufgrund von extremen wirtschaftlichen Bedingungen durch die russische Invasion in der Ukraine und die Verhängung internationaler Sanktionen – gepaart mit der Ungewissheit über die Dauer des Ukraine-Krieges – sind zukunftsgerichtete Beurteilungen aktuell höchst ungewiss und schwierig zu treffen. Vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen haben in der Vergangenheit noch nicht vorgelegen. Demzufolge wurden die Effekte des Ukraine-Krieges in die Auswirkungen auf die makroökonomischen Indikatoren und letztlich auf die Ausfallraten mittels Post-Model-Adjustments bzw. Overlays berücksichtigt, da es aktuell nicht möglich ist, die verwendeten Modelle kurzfristig anzupassen, um Risiken und Unsicherheiten ausreichend zu berücksichtigen. Da zum aktuellen Zeitpunkt noch keine publizierten Erwartungen über Insolvenzentwicklungen oder Projektionen für notleidende Kredite (Non-Performing-Loans) verfügbar waren, wurden Einschätzungen und Erwartungen von Ratingagenturen (Downgrading von Unternehmen in den betroffenen Gebieten) im Zusammenhang mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bei der
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditrahmen in Höhe von 1.085.955 t€ (Vorjahr: 999.910 t€). Die gewichtete Restlaufzeit
Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
2 bis 3 J 3 bis 4 J 4 bis 5 J über 5 J
1 bis 2 J
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2022 die
0 bis 3 M
Kreditinstituten 626.069 641.373 111.813 4.123 159.845 60.275 120.140 47.534 88.429 49.214
Lieferungen und Leistungen 440.130 440.130 380.477 59.236 417 0 0 0 0 0
Gemeinschaftsunternehmen 33.180 33.180 32.856 0 324 0 0 0 0 0 Leasingverbindlichkeiten 28.302 40.243 1.846 1.617 3.037 5.584 2.819 2.469 2.126 20.745
Verbindlichkeiten 76.220 76.220 57.602 7.238 6.017 2.408 1.208 943 786 18
Zinsderivate 272 331 103 103 125 0 0 0 0 0 Devisentermingeschäfte 5.675 5.675 5.301 257 117 0 0 0 0 0 Rohstoffderivate 5.379 5.379 5.379 0 0 0 0 0 0 0
Kreditinstituten 545.736 565.997 71.282 3.690 5.762 20.657 160.179 119.566 47.299 137.562
Lieferungen und Leistungen 311.524 311.524 281.136 26.698 3.690 0 0 0 0 0
Gemeinschaftsunternehmen 26.308 26.308 25.754 537 17 0 0 0 0 0 Leasingverbindlichkeiten 28.175 38.711 1.491 1.461 2.677 5.068 4.375 2.226 1.865 19.548
Verbindlichkeiten 73.800 73.800 58.581 7.377 6.748 806 225 15 15 33
Zinsderivate 686 711 97 98 199 317 0 0 0 0 Devisentermingeschäfte 2.895 2.895 2.576 301 18 0 0 0 0 0 Rohstoffderivate 1.056 1.056 693 248 115 0 0 0 0 0
4 bis 6 M
7 bis 12 M
1.203.901 1.231.146 584.594 72.214 169.640 68.267 124.167 50.946 91.341 69.977
11.326 11.385 10.783 360 242 0 0 0 0 0
985.543 1.016.340 438.244 39.763 18.894 26.531 164.779 121.807 49.179 157.143
4.637 4.662 3.366 647 332 317 0 0 0 0
Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 1,8 Jahre (Vorjahr: 2,8 Jahre).
Buch-
wert Summe
t€
28.02.2022 Nicht derivative
finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber
Verbindlichkeiten aus
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und
Sonstige finanzielle
finanzielle Verbindlichkeiten
finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber
Verbindlichkeiten aus
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und
Sonstige finanzielle
finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative
Derivative
28.02.2021 Nicht derivative
171
Ermittlung der Skalarfaktoren berücksichtigt. Zusätzlich wurde – um den bestehenden Unsicherheiten darüber hinaus Rechnung zu tragen – auf die Skalarfaktoren der Ukraine und Russland ein Multiplikator von 2 und den Rest der Welt mit 1,5 angewandt. Dadurch stieg die Risikovorsorge um 194 t€ und blieb insgesamt für den Konzern unwesentlich.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Loss Rates und die gebildeten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| Loss Rate | Brutto | Wert berichti |
Netto | |
|---|---|---|---|---|
| t€ | % | buchwert | gung | buchwert |
| 28.02.2022 | ||||
| Noch nicht fällige Forderungen | 0,0653 | 370.607 | –243 | 370.364 |
| Überfällige Forderungen | ||||
| Bis 30 Tage | 0,6201 | 23.580 | –146 | 23.434 |
| 31 bis 90 Tage | 2,7697 | 3.220 | –89 | 3.131 |
| 91 Tage und älter | 1.580 | 0 | 1.580 | |
| Einzelwertberichtigungen | 10.982 | –10.982 | 0 | |
| Summe | 409.969 | –11.460 | 398.509 | |
| 28.02.2021 | ||||
| Noch nicht fällige Forderungen | 0,0510 | 300.390 | –153 | 300.237 |
| Überfällige Forderungen | ||||
| Bis 30 Tage | 0,4138 | 17.536 | –73 | 17.463 |
| Summe | 330.209 | –7.154 | 323.055 | |
|---|---|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | 6.855 | –6.855 | 0 | |
| 91 Tage und älter | 1.171 | 0 | 1.171 | |
| 31 bis 90 Tage | 1,7124 | 4.257 | –73 | 4.184 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 01.03. | 7.154 | 7.383 |
| Währungsänderungen/Sonstige Veränderungen | –89 | –128 |
| Zuführungen | 5.685 | 1.319 |
| Verbrauch | –263 | –776 |
| Auflösungen | –1.027 | –644 |
| Wertberichtigungen zum 28.02. | 11.460 | 7.154 |
Die Auflösung der Wertberichtigungen enthält Zinserträge von 15 t€ (Vorjahr: 10 t€).
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditrahmen in Höhe von 1.085.955 t€ (Vorjahr: 999.910 t€). Die gewichtete Restlaufzeit der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 1,8 Jahre (Vorjahr: 2,8 Jahre).
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2022 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2022 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
626.069 | 641.373 | 111.813 | 4.123 | 159.845 | 60.275 | 120.140 | 47.534 | 88.429 | 49.214 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 440.130 | 440.130 | 380.477 | 59.236 | 417 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe und | ||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 33.180 | 33.180 | 32.856 | 0 | 324 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 28.302 | 40.243 | 1.846 | 1.617 | 3.037 | 5.584 | 2.819 | 2.469 | 2.126 | 20.745 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 76.220 | 76.220 | 57.602 | 7.238 | 6.017 | 2.408 | 1.208 | 943 | 786 | 18 |
| 1.203.901 | 1.231.146 | 584.594 | 72.214 | 169.640 | 68.267 | 124.167 | 50.946 | 91.341 | 69.977 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 272 | 331 | 103 | 103 | 125 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 5.675 | 5.675 | 5.301 | 257 | 117 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 5.379 | 5.379 | 5.379 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.326 | 11.385 | 10.783 | 360 | 242 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 28.02.2021 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten | 545.736 | 565.997 | 71.282 | 3.690 | 5.762 | 20.657 | 160.179 | 119.566 | 47.299 | 137.562 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 311.524 | 311.524 | 281.136 | 26.698 | 3.690 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der Südzucker-Gruppe und |
||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 26.308 | 26.308 | 25.754 | 537 | 17 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 28.175 | 38.711 | 1.491 | 1.461 | 2.677 | 5.068 | 4.375 | 2.226 | 1.865 | 19.548 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 73.800 | 73.800 | 58.581 | 7.377 | 6.748 | 806 | 225 | 15 | 15 | 33 |
| 985.543 | 1.016.340 | 438.244 | 39.763 | 18.894 | 26.531 | 164.779 | 121.807 | 49.179 | 157.143 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 686 | 711 | 97 | 98 | 199 | 317 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 2.895 | 2.895 | 2.576 | 301 | 18 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 1.056 | 1.056 | 693 | 248 | 115 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
6.680 t€).
in US-Dollar.
Zinsrisiken
durchgeführt werden.
Verzinsung erreicht.
schlagend.
Commodity-Preis-Risiken
Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
und deren Korrelation untereinander zugrunde.
Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone.
VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Die Fremdwährungspositionen von gesamt 145.696 t€ (Vorjahr: 128.809 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Rumänien, China, Tschechien, Ungarn, USA und Mexiko auf und daraus resultiert ein Value at Risk von 4.882 t€ (Vorjahr:
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz:
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker
t€ 28.02.2022 28.02.2021 Nettoposition variabel verzinst 263.107 127.806 Cashflow at Risk diversifiziert 183 369 Nettoposition fix verzinst 293.944 359.137 Value at Risk bei Zinssatzänderung 9.404 13.642
Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen Währungsrisiken durch Rohzuckereinkauf in US-Dollar, dem Zukauf von Weißzucker in Euro und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Exporten von Zucker
Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne zum Teil in Euro festgelegt werden. Die
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus
173
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfanges von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen sowie aus zukünftigen Fremdwährungs-Cashflows aus Ein- und Verkaufskontrakten betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern den Value at Risk nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95 %. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen.
Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter Value at Risk angegeben:
| Value at Risk | ||
|---|---|---|
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
| Summe Nettopositionen (absolut) der Währungspaare | 145.696 | 128.809 |
| Value at Risk diversifiziert | 4.882 | 6.680 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungsposition je Währungspaar der Value at Risk-Berechnung. Die einzelnen Werte beinhalten sowohl den Finanzierungsbereich als auch den operativen Bereich. Die kombinierte Darstellung ermöglicht somit die wechselseitigen Beziehungen aus beiden Bereichen je Währungspaar zu quantifizieren ("Natural Hedge").
| t€ | Fremdwährungs positionen |
|||
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | |||
| Währungspaar | ||||
| EUR/CNY | 1.954 | 3.863 | ||
| EUR/CZK | 6.444 | 6.613 | ||
| EUR/EGP | 1.641 | 317 | ||
| EUR/HUF | 5.680 | 20.282 | ||
| EUR/MAD | 2.743 | 3.708 | ||
| EUR/PLN | 4.195 | 1.673 | ||
| EUR/RON | 76.572 | 54.294 | ||
| EUR/RUB | 5.688 | 3.229 | ||
| EUR/UAH | 4.056 | 3.329 | ||
| EUR/USD | 7.249 | 6.107 | ||
| USD/ARS | 2.258 | 2.546 | ||
| USD/AUD | 8.013 | 3.623 | ||
| USD/BRL | 653 | 1.712 | ||
| USD/CNY | 2.927 | 6.904 | ||
| USD/MXN | 7.581 | 5.399 | ||
| Übrige | 8.042 | 5.210 | ||
| Summe | 145.696 | 128.809 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse und Einkaufsaktivitäten in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen. Das Währungsrisiko aus Finanzierungen besteht im AGRANA-Konzern aus Finanzierungen und Geldanlagen, die nicht in der Landeswährung der Gesellschaft bestehen.
Die Fremdwährungspositionen von gesamt 145.696 t€ (Vorjahr: 128.809 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Rumänien, China, Tschechien, Ungarn, USA und Mexiko auf und daraus resultiert ein Value at Risk von 4.882 t€ (Vorjahr: 6.680 t€).
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne zum Teil in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen Währungsrisiken durch Rohzuckereinkauf in US-Dollar, dem Zukauf von Weißzucker in Euro und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Exporten von Zucker in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone.
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 263.107 | 127.806 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 183 | 369 |
| Nettoposition fix verzinst | 293.944 | 359.137 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 9.404 | 13.642 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Absatzmärkte sowie die Rohstoff- und Energiepreise haben wird.
zu nahestehenden Unternehmen und Personen
mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahestehenden Unternehmen.
2022|23 zu berücksichtigen.
IAS 24.
t€
Geschäftsjahr 2021|22
Bankguthaben und
Forderungen/Verbindlichkeiten
Mit Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich eine höhere Wahrscheinlichkeit von möglichen negativen Auswirkungen auf den künftigen AGRANA-Geschäftsverlauf konkretisiert. Dies war im vorliegenden Abschluss zum 28. Februar 2022 insbesondere mit entsprechenden Wertberichtigungen von Vermögenswerten des Segmentes Frucht mit seinen Produktionsstätten in der Ukraine und in Russland sowie im Prognosebericht für das Geschäftsjahr
Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 25. April 2022 lagen keine gesicherten Indikationen vor, dass es über die
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, hält 78,34 % der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG.
Nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("Südzucker-Gruppe") zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen
Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahestehende Unternehmen im Sinne von
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
Südzucker-Gruppe
Umsatz 76.892 16.851 29.123 0 122.866 Operative Aufwendungen –91.278 –1.548 –76.107 –327 –169.260 Kreditbeziehungen –324 –40.016 0 0 –40.340 Partizipationskapital 0 5.968 0 0 5.968
kurzfristige Forderungen 0 10.620 2 0 10.622 Langfristige Finanzforderungen 0 0 1.000 0 1.000
aus Warenlieferungen –5.760 1.068 –9.611 –85 –14.388 Zinsergebnis –1 –660 59 0 –602 Garantien gegeben 0 0 46.000 0 46.000 Garantien ausgenutzt 0 0 41.684 0 41.684
Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss
Gemeinschaftsunternehmen
Nicht konsolidierte verbundene Unter-
nehmen Summe
Diese Holdinggesellschaft ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen ist. Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart|Deutschland.
Aktuell ist nicht abzuschätzen, wie sich der Konflikt weiterentwickeln wird und welche wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen er in der Folge noch v.a. auf die Versorgung mit agrarischen Rohstoffen, auf die
dargestellten Effekte hinaus zu weiteren materiellen finanziellen Auswirkungen kommen wird.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
175
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Erwerb von Rohzucker über 35.003 Tonnen (Vorjahr: Kauf von 31.548 Tonnen), den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 21.800 Tonnen (Vorjahr: Kauf von 8.950 Tonnen), für den Kauf von Wachsmaisderivaten von 1.150 Tonnen (Vorjahr: Verkauf von 2.300 Tonnen) sowie für den Verkauf von Ethanol von 17.100 Tonnen (Vorjahr: Verkauf von 22.600 Tonnen). Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 2.786 t€ (Vorjahr: 3.474 t€) und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen negativen Marktwert von 1.611 t€ (Vorjahr: positiven Marktwert 487 t€).
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittelund Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für die Bereiche Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig fort.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichtshof erhoben. Die BWB begründet dies vor allem damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer "Zusatzstrafe" in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unterbrochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes "ne bis in idem" bei EU-Wettbewerbsverfahren gebeten. Der EuGH hat am 22. März 2022 entschieden, dass Südzucker nur dann kein Bußgeld zu zahlen hat (Verbot der Doppelbestrafung), wenn die in Österreich untersuchten Sachverhalte vom deutschen Settlement vor dem deutschen Kartellamt enthalten gewesen sind. Es wurde daher an die erste Instanz zurück verwiesen. Die weitere geschätzte Verfahrensdauer liegt bei zwei Jahren.
Weiters ist die AGRANA Stärke GmbH in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien beklagte Partei. Die klagende Partei behauptet, einen Schaden aus einer Nichtlieferung von zugesagten Produktmengen erlitten zu haben. Das Verfahren befindet sich in der ersten Instanz, im Stadium der gerichtlichen Beweisaufnahme. Mit einem erstinstanzlichen Urteil ist im Geschäftsjahr 2022|23 zu rechnen. AGRANA hält die Ansprüche der klagenden Partei mangels wirksamer Vereinbarung der Abnahmemengen für unbegründet.
Darüber hinaus bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Die Bürgschaften betreffen v. a. Bankkredite der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Zucker.
| t€ | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 43.982 | 43.304 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.373 | 1.365 |
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.
Eine weitere Eventualschuld von 5.409 t€ (Vorjahr: 5.534 t€) besteht im Zusammenhang mit der Rückforderung einer EU-Förderung in Ungarn. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 12.246 t€ (Vorjahr: 15.742 t€).
Mit Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich eine höhere Wahrscheinlichkeit von möglichen negativen Auswirkungen auf den künftigen AGRANA-Geschäftsverlauf konkretisiert. Dies war im vorliegenden Abschluss zum 28. Februar 2022 insbesondere mit entsprechenden Wertberichtigungen von Vermögenswerten des Segmentes Frucht mit seinen Produktionsstätten in der Ukraine und in Russland sowie im Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2022|23 zu berücksichtigen.
Aktuell ist nicht abzuschätzen, wie sich der Konflikt weiterentwickeln wird und welche wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen er in der Folge noch v.a. auf die Versorgung mit agrarischen Rohstoffen, auf die Absatzmärkte sowie die Rohstoff- und Energiepreise haben wird.
Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 25. April 2022 lagen keine gesicherten Indikationen vor, dass es über die dargestellten Effekte hinaus zu weiteren materiellen finanziellen Auswirkungen kommen wird.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, hält 78,34 % der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG. Diese Holdinggesellschaft ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen ist. Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart|Deutschland.
Nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("Südzucker-Gruppe") zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahestehenden Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| t€ | Südzucker Gruppe |
Unter nehmen mit maß geblichem Einfluss |
Gemein schafts unter nehmen |
Nicht konsolidierte verbundene Unter nehmen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 22 | |||||
| Umsatz | 76.892 | 16.851 | 29.123 | 0 | 122.866 |
| Operative Aufwendungen | –91.278 | –1.548 | –76.107 | –327 | –169.260 |
| Kreditbeziehungen | –324 | –40.016 | 0 | 0 | –40.340 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.968 | 0 | 0 | 5.968 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 10.620 | 2 | 0 | 10.622 |
| Langfristige Finanzforderungen | 0 | 0 | 1.000 | 0 | 1.000 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | –5.760 | 1.068 | –9.611 | –85 | –14.388 |
| Zinsergebnis | –1 | –660 | 59 | 0 | –602 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 46.000 | 0 | 46.000 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 41.684 | 0 | 41.684 |
zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des
Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er
Ingrid-Helen Arnold, MBA
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 25. April 2022 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden
Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 178.
den Konzernabschluss billigt.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA
Vorstandsvorsitzender
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Wien, am 25. April 2022
177
| t€ | Südzucker Gruppe |
Unter nehmen mit maß geblichem Einfluss |
Gemein schafts unter nehmen |
Nicht konsolidierte verbundene Unter nehmen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2020 21 | |||||
| Umsatz | 59.026 | 15.915 | 23.732 | 0 | 98.673 |
| Operative Aufwendungen | –112.685 | –400 | –53.322 | –316 | –166.723 |
| Kreditbeziehungen | –323 | –43.060 | 0 | 0 | –43.383 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.991 | 0 | 0 | 5.991 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 20.577 | 5 | 196 | 20.778 |
| Langfristige Finanzforderungen | 0 | 0 | 3.945 | 0 | 3.945 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | –10.048 | 724 | –4.727 | –73 | –14.124 |
| Zinsergebnis | –1 | –1.708 | 92 | 3 | –1.614 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 46.000 | 0 | 46.000 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 41.220 | 0 | 41.220 |
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 40.340 t€ (Vorjahr: 43.383 t€) ausgewiesen.
Für vollkonsolidierte Tochterunternehmen werden bei Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss Garantien in Höhe von 5.000 t€ (Vorjahr: 5.000 t€) gegeben, von denen keine (Vorjahr: keine) ausgenutzt waren.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 3.900 t€ (Vorjahr: 3.935 t€) und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.622 t€ (Vorjahr: 1.869 t€) sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 2.278 t€ (Vorjahr: 2.066 t€). Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für die letzten drei Geschäftsjahre auszuschüttenden Dividende geknüpft. Da Herr Dipl.-Ing. Johann Marihart sowie Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer ihre Vorstandsfunktion mit 31. Mai 2021 beendeten, fielen in diesem Zusammenhang zusätzliche Zahlungen in Höhe von 3.644 t€ an (im Wesentlichen Jubiläumsgeld, Abfertigung, Urlaubsersatzleistung). Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim| Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 29. Juni 2021 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 313 t€ (Vorjahr: 325 t€) beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Johann Marihart, Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Walter Grausam Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Für Dkfm. Markus Mühleisen, MBA, Mag. Stephan Büttner und Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber beendet wurde, in Anspruch genommen werden kann. Für das Geschäftsjahr 2021|22 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge von 286 t€ (Vorjahr: 440 t€). Es gab einen Nachschuss für den per 31. Mai 2021 ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Johann Marihart in Höhe von 28 t€ (Vorjahr: Mag. Walter Grausam 78 t€).
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. In der Bilanz zum 28. Februar 2022 wird für Pensionsverpflichtungen ein Wert von 9.665 t€ (Vorjahr: 12.289 t€) und für Abfertigungsverpflichtungen ein Wert von 0 t€ (Vorjahr: 1.551 t€) unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 178.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 25. April 2022 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 25. April 2022 Wien, am 25. April 2022
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Vorstandsvorsitzender
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer
Vorstandsmitglied
(Kurzdarstellung) (Kurzdarstellung)
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Vorstandsvorsitzender
Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer Vorstandsmitglied
Obmann Mag. Erwin Hameseder Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Hans-Jörg Gebhard Erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner, MBA Zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Dipl.-Ing. Helmut Friedl Aufsichtsratsmitglied
Dr. Andrea Gritsch Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger Aufsichtsratsmitglied
Dr. Thomas Kirchberg Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing. Josef Pröll Aufsichtsratsmitglied
Thomas Buder Sprecher der Konzernvertretung und Zentralbetriebsratsvorsitzender
Dipl. Ing. Daniela Bogner
179
Gemäß § 124 Abs. 1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA
dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2022 ein möglichst getreues Bild der
dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021|22 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der
Ingrid-Helen Arnold, MBA
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 25. April 2022
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA
Vorstandsvorsitzender
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Andreas Klamler
René Schmid
Gemäß § 124 Abs. 1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2022 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021|22 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 25. April 2022 Wien, am 25. April 2022
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Vorstandsvorsitzender
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer
Vorstandsmitglied
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer
Wir haben den Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung, der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022 und der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Bestätigungsvermerk
Bei den jährlichen Überprüfungen, ob eine Wertminderung der Geschäfts-/Firmenwerte vorliegt, bestimmt die Gesellschaft den Nutzungswert für die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("CGUs"): Frucht und Stärke. Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Nutzungswerte das "Discounted Cashflow Verfahren (DCF)". Diese Bewertungsmethode beruht in erheblichem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der künftigen Zahlungsströme. Diese künftigen Zahlungsströme basieren auf von den entsprechenden Organen genehmigten Planzahlen, zu denen erforderlichenfalls Änderungen vorgenommen werden. Der bei dem "Discounted Cashflow Verfahren (DCF)" verwendete Diskontierungszinssatz kann darüber hinaus von zukünftig sich ändernden
Basierend auf den oben beschriebenen Tatsachen, dass die Festlegung des Nutzungswertes ermessensbehaftet und mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist, wurde im Zuge der Abschlussprüfung die Überprüfung der Werthaltigkeit von
das interne Überwachungssystem beurteilt, um sicherzustellen, dass es geeignet ist, mögliche Hinweise auf eine Wertminderung zu erkennen, und wir haben untersucht, wie die Gesellschaft intern objektive Hinweise auf eine
auf der Basis unserer Erfahrung die Bewertungsmethode und Annahmen im Hinblick auf Prognosen und angewandte Bewertungsparameter mit angemessenen Bezugsgrößen und den Bilanzierungsvorschriften von IAS 36 verglichen, die verwendete Bewertungsmethode überprüft, indem wir das Modell nachvollzogen und beurteilt haben, ob es für
den Diskontierungszinssatz kritisch überprüft, indem wir die herangezogenen Zinssatzparameter durch Abgleich mit
mittels Backtesting der zugrunde liegenden Planzahlen die von der Gesellschaft angewandte Prognosegenauigkeit
die Pflichtangaben in Bezug auf den Wertminderungstest gemäß IAS 36 im Konzernanhang 2022 nachvollzogen und
Vgl. Angabe 7.6. zu den vom Vorstand angewandten Verfahren bei der Durchführung von Wertminderungstests sowie
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
überprüft, ob die Auswirkungen der russischen Militäroffensive in der Ukraine (das auslösende Ereignis) im
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stehen in Einklang mit den IFRS. Wir erachten die
markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf deren Angemessenheit hin beurteilt haben,
marktbezogenen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden.
Geschäfts-/Firmenwerten als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt definiert.
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
unsere Bewertungsspezialisten konsultiert,
die Bestimmung des Nutzungswerts geeignet ist,
Wertminderungstest 2022 berücksichtigt wurden, und
Annahmen und Parameter als transparent und angemessen.
auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft.
Verweis auf weitergehende Informationen
Angabe 10.1. im Konzernanhang.
Sonstige Informationen
keine Art der Zusicherung geben.
oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Verfügung gestellt.
Wertminderung überprüft,
Wir haben:
überprüft,
181
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Stan-dards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungs-vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein ge-sondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Sachverhalt
Der Buchwert der Geschäfts-/Firmenwerte beträgt TEUR 186.971 (Buchwert zum 28. Februar 2021: TEUR 241.781).
Der Vorstand überprüft mindestens einmal jährlich, ob eine Wertminderung der Geschäfts-/Firmenwerte vorliegt. Diese Überprüfung erfolgt regelmäßig am 31. August sowie zusätzlich immer dann, wenn es Hinweise auf eine mögliche Wertminderung gibt (auslösendes Ereignis). Aufgrund der russischen Militäroffensive in der Ukraine ab 24. Februar 2022 hat der Vorstand im Zuge der Abschlusserstellung im März/April 2022 eine zusätzliche Überprüfung dahingehend durchgeführt, ob ein auslösendes Ereignis vorliegt, das eine Aktualisierung des Werthaltigkeitstests zum 28. Februar 2022 erfordern würde. Die vom Vorstand durchgeführte Überprüfung ergab, dass aufgrund der russischen Militäroffensive in der Ukraine ein auslösendes Ereignis vorlag, welches eine Aktualisierung des Werthaltigkeitstests im CGU Frucht zum 28. Februar 2022 erfordert.
Bei den jährlichen Überprüfungen, ob eine Wertminderung der Geschäfts-/Firmenwerte vorliegt, bestimmt die Gesellschaft den Nutzungswert für die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("CGUs"): Frucht und Stärke. Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Nutzungswerte das "Discounted Cashflow Verfahren (DCF)". Diese Bewertungsmethode beruht in erheblichem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der künftigen Zahlungsströme. Diese künftigen Zahlungsströme basieren auf von den entsprechenden Organen genehmigten Planzahlen, zu denen erforderlichenfalls Änderungen vorgenommen werden. Der bei dem "Discounted Cashflow Verfahren (DCF)" verwendete Diskontierungszinssatz kann darüber hinaus von zukünftig sich ändernden marktbezogenen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden.
Basierend auf den oben beschriebenen Tatsachen, dass die Festlegung des Nutzungswertes ermessensbehaftet und mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist, wurde im Zuge der Abschlussprüfung die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt definiert.
Wir haben:
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stehen in Einklang mit den IFRS. Wir erachten die Annahmen und Parameter als transparent und angemessen.
Vgl. Angabe 7.6. zu den vom Vorstand angewandten Verfahren bei der Durchführung von Wertminderungstests sowie Angabe 10.1. im Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Bestätigungsvermerk
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,
Wir erlangen ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzern-abschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
öffentliche Interesse übersteigen würden.
oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Bericht zum Konzernlagebericht
183
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzern-abschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 267a UGB sowie von Angaben und Kennzahlen zur Nachhaltigkeitsleistung im Integrierten Geschäftsbericht (im Folgenden "NFI-Bericht") für das Geschäftsjahr 2021|22 der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, (im Folgenden auch kurz
Bericht über die unabhängige Prüfung der
nichtfinanziellen Berichterstattung1
Auf der Grundlage unserer Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekanntgeworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der NFI-Bericht der Gesellschaft nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und
Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB), den Vorschriften gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 in der jeweils geltenden Fassung und der ergänzenden delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 (im Folgenden "EU-Taxonomie-
Die ordnungsgemäße Aufstellung des NFI-Berichtes in Übereinstimmung mit den Berichtskriterien liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Die Gesellschaft wendet die gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB) sowie die Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung der Global Reporting Initiative (GRI Standards) in der Option "Kern" als Berichtskriterien an. Zudem erstellt
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung
Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt EU-taxonomiefähige Umsätze, Investitionen & Betriebsausgaben (unter Sozialbelange) der nichtfinanziellen Erklärung betreffend Artikel 8 der EU-Taxonomie-VO, in denen die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der Vorschriften und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte dargelegt haben. Die Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie-VO der nichtfinanziellen Erklärung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte beruhen auf Formulierungen und Begriffen, die erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen, und für die auch keine Klarstellungen von autorisierter Seite bestehen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Auswahl und Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist eine Beurteilung der Rechtskonformität mit den Vorschriften mit
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise eine Beurteilung darüber abzugeben, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Annahme veranlassen, dass
der NFI-Bericht der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen nicht mit den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§ 267a UGB), den gesetzlichen Vorschriften der
Unsere Prüfung umfasste die NFI-Berichterstattung im "Integrierten Geschäftsbericht 2021|22", auf welche im
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000) durchgeführt. Danach haben wir unsere Berufspflichten einschließlich Vorschriften zur Unabhängigkeit einzuhalten und den Auftrag unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit so zu planen und
Klarstellung zum Prüfumfang aufgrund der integrierten NFI-Berichterstattung im Geschäftsbericht:
durchzuführen, dass wir unsere Beurteilung mit einer begrenzten Sicherheit abgeben können.
angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung (insbesondere Auswahl der wesentlichen Themen) sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen, Prozessen und internen Kontrollen, um die Aufstellung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Angaben aufgrund von dolosen Handlungen
die Gesellschaft Angaben im Zusammenhang mit der EU-Taxonomie-VO, welche im Rahmen der
Unsicherheiten behaftet. Unsere Beurteilung ist in diesem Zusammenhang nicht eingeschränkt.
EU-Taxonomie-VO sowie den GRI Standards (Option "Kern") übereinstimmt.
"AGRANA" oder "Gesellschaft" genannt) durchgeführt.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
VO") sowie den GRI Standards (Option "Kern") aufgestellt wurde.
Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht werden.
Beurteilung
oder Irrtümern ist.
Hervorhebung eines Sachverhaltes
Verantwortung des Prüfers
GRI-Inhaltsindex verwiesen wird.
1 Gemäß §267a UGB
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss. Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt. Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. September 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019|20, endend mit Stichtag 29. Februar 2020, Abschlussprüfer. Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. September 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019|20, endend mit Stichtag 29. Februar 2020, Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter. Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 25. April 2022 Wien, am 25. April 2022 Wien, am 25. April 2022
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH PwC Wirtschaftsprüfung GmbH PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer gezeichnet: Mag. (FH) Werner Stockreiter Wirtschaftsprüfer
Mag. (FH) Werner Stockreiter
Mag. (FH) Werner Stockreiter
DER AGRANA BETEILIGUNGS-AG (NACH UGB)
| 186 | Jahresabschluss | 233 | Erklärung aller gesetzlichen Vertreter |
|---|---|---|---|
| 187 | Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| 188 | Bilanz | ||
| 189 | Anhang zum Jahresabschluss | 234 | Bestätigungsvermerk |
| 455 | Erklarung aner gesetzlichen Vertreter | |
|---|---|---|
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
| t€ | 2021 22 | 2020 21 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 39.222 | 36.666 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 133 | 122 |
| 3. | Personalaufwand | –18.247 | –23.357 |
| 4. | Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –841 | –1.189 | |
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –24.803 | –24.661 |
| 6. Operatives Ergebnis (Z1 bis 5) | –4.536 | –12.419 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 51.226 | 50.235 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 51.193 | 50.213 | |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 4.063 | 4.218 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 4.063 | 4.218 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.723 | 3.276 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 3.723 | 3.263 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –3.228 | –3.351 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen | –3.066 | –3.233 | |
| 11. Finanzerfolg (Z7 bis 10) | 55.784 | 54.378 | |
| 12. Ergebnis vor Steuern (Z1 bis 11) | 51.248 | 41.959 | |
| 13. Steuern vom Einkommen | –3.549 | 4.942 | |
| 14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 47.699 | 46.901 | |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 15.827 | 22.041 | |
16. Bilanzgewinn 63.526 68.942
zum 28. Februar 2022
| AKTIVA A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 337 393 II. Sachanlagen 947 1.190 III. Finanzanlagen 638.283 638.283 639.567 639.866 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 409.527 369.923 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 13.400 19.633 II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15 22 409.542 369.945 C. Rechnungsabgrenzungsposten 88 61 D. Aktive latente Steuern 618 2.438 Summe Aktiva 1.049.815 1.012.310 PASSIVA A. Eigenkapital I. Grundkapital 113.531 113.531 II. Kapitalrücklagen 550.689 550.689 III. Gewinnrücklagen 13.928 13.928 IV. Bilanzgewinn 63.526 68.942 davon Gewinnvortrag 15.827 22.041 741.674 747.090 B. Rückstellungen I. Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 11.574 15.707 II. Rückstellung für Steuern und sonstige Rückstellungen 4.152 3.845 15.726 19.552 C. Verbindlichkeiten I. Finanzverbindlichkeiten 271.000 221.000 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr 57.000 0 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 214.000 221.000 II. Übrige Verbindlichkeiten 21.415 24.668 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr 16.438 11.932 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 4.977 12.736 292.415 245.668 Summe Passiva 1.049.815 1.012.310 |
t€ | Stand 28.02.2022 |
Stand 28.02.2021 |
|---|---|---|---|
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR) mit gerundeten Werten, jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR) mit gerundeten Werten.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, wurde dies bei Schätzungen berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10,00% |
| EDV-Software | 3 | 33,33% |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 40-50 | 2,5-2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20-10 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33,33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1-5 | 100-20 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, ergibt.
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 800) werden aktiviert und sofort abgeschrieben.
Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft zu einer Steuerentlastung werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Für steuerliche Verlustvorträge wurde eine aktive latente Steuer gebildet. Latente Steuern werden auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von 618.379 € (im Vorjahr 2.438 Tsd. € ) wurde in die Bilanz aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Dezember 2020)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz von 1,65 % (im Vorjahr 0,75 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen wurden mit 3,36 % (im Vorjahr 2,74 %) und Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-1,65 % (im Vorjahr 0-1,68 %) für Abfertigungen und von 0- 12,33 % (im Vorjahr 0-12,76 %) für Jubiläen angesetzt.
Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Als Fluktuation wurden neben Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Das Pensionseintrittsalter für Frauen und Männer wurde mit 65 Jahren gemäß Übergangsregel der Pensionsreform ermittelt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Dezember 2020)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz 1,65 % (im Vorjahr 0,75 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen für Aktive wurden mit 1,86 % (im Vorjahr 1,78 %) angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Über die Ausscheideursachen Tod und Invalidisierung und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden keine weiteren Ausscheideursachen wie Fluktuation berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 leistungsorientiert an eine Pensionskasse ausgelagert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen setzt sich aus dem Barwert abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| Stand | Stand | |
|---|---|---|
| Pensionspläne | 28.02.2022 | 28.02.2021 |
| EUR | EUR | |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 25.720.692 | 28.207.355 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –16.056.269 | –15.917.737 |
| Rückstellungen für Pensionen | 9.664.423 | 12.289.618 |
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Verpflichtungen betreffend kollektivvertragliche Verpflichtungen zur Zahlung von Jubiläumsgeldern. Diese Rückstellungen werden nach den für Abfertigungsrückstellungen angewandten Berechnungsmethoden (IAS19) ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Beilage zum Anhang) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungsunternehmen | Höhe des Anteils |
Eigenkapital gem. § 229 UGB |
Geschäftsjahr | Jahresüberschuss/ fehlbetrag |
|---|---|---|---|---|
| % | EUR | EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen: AGRANA Sales & Marketing GmbH, Wien |
100,00 | 44.693.671 | 2021 22 | –48.624.982 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien*) | 98,91 | 302.519.999 | 2021 22 | 11.281.690 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien*) | 98,91 | 142.641.161 | 2021 22 | 8.233.712 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien*) | 98,91 | 345.282.348 | 2021 22 | 56.358.674 |
| AGRANA Group-Service GmbH, Wien | 100,00 | 3.077.168 | 2021 22 | 2.337.111 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und | ||||
| Produktions- Gesellschaft m.b.H, Wien | 66,67 | 7.939.883 | 2021 22 | 334.556 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln | 100,00 | 6.258.232 | 2021 22 | 1.330.240 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien. Davon haben 57.000.000 € eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr, 85.000.000 € eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und 129.000.000 € eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.
| in EUR (Vorjahr in TEUR) |
Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
Bilanzwert |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 396.091.854 | 8.346.410 | 404.438.264 |
| (28.2.2021) | 350.279 | 13.239 | 363.518 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 35.411 | 5.053.111 | 5.088.522 |
| (28.2.2021) | 11 | 6.394 | 6.405 |
| Summe (28.2.2021) |
396.127.265 350.290 |
13.399.521 19.633 |
409.526.786 369.923 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 400.271.874 € (im Vorjahr 359.931 Tsd. €) sonstige Forderungen und in Höhe von 4.166.390 € (im Vorjahr 3.586 Tsd. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Salden der debitorischen Kreditoren 27.478 € (im Vorjahr 9 Tsd. €), Forderungen aus Kapitalertragsteuer in Höhe von 13.738 € (im Vorjahr 16 Tsd. €) sowie Forderungen betreffend Verlustrücktrag für die Jahre 2019 und 2020 in Höhe von 4.746.011 € (im Vorjahr 5.866 Tsd. €) gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23, welche mit der Position Steuerrückstellungen saldiert sind und andere kurzfristige Forderungen.
In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, am 6. Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24. Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.275 € blieb unverändert.
| Stand 01.03.2021 | Veränderung | Stand 28.02.2022 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gebundene Kapitalrücklage | 505.122.086 | 0 | 505.122.086 |
| Nicht gebundene Kapitalrücklage | 45.566.884 | 0 | 45.566.884 |
| Summe | 550.688.970 | 0 | 550.688.970 |
| Stand 01.03.2021 | Veränderung | Stand 28.02.2022 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gesetzliche Gewinnrücklage | 47.964 | 0 | 47.964 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000 | 0 | 13.880.000 |
| Summe | 13.927.964 | 0 | 13.927.964 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die Effekte aus Personalrückstellungsänderungen werden im Personalaufwand erfasst.
Die Abfertigungs-, Pensions- und sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand | Stand | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.03.2021 | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | 28.02.2022 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Abfertigung | 3.416.757 | 1.592.418 | 0 | 84.990 | 1.909.329 |
| Pensionsansprüche | 12.289.618 | 2.261.655 | 363.541 | 0 | 9.664.423 |
| Jubiläumsgelder | 460.978 | 0 | 0 | 27.072 | 488.050 |
| Altersteilzeit | 25.073 | 0 | 0 | 26.007 | 51.080 |
| Nicht konsumierte Urlaube | 1.853.413 | 322.346 | 0 | 0 | 1.531.067 |
| Sonderzahlungen | 381.538 | 17.044 | 0 | 27.303 | 391.797 |
| Prüfungsaufwand | 164.400 | 163.385 | 1.015 | 167.720 | 167.720 |
| Veröffentlichungsaufwand | 161.000 | 143.978 | 17.021 | 165.000 | 165.000 |
| Kosten der Hauptversammlung | 75.000 | 75.000 | 0 | 75.000 | 75.000 |
| Kosten Bilanzpressekonferenz | 2.000 | 1.474 | 526 | 2.000 | 2.000 |
| Manipulationsgeb. div. Banken | 0 | 0 | 0 | 2.190 | 2.190 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 325.000 | 312.500 | 12.500 | 325.000 | 325.000 |
| Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen | 396.700 | 395.957 | 743 | 952.730 | 952.730 |
| Summe | 19.551.478 | 5.285.758 | 395.346 | 1.855.012 | 15.725.385 |
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und Abrechnungen.
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 271.000.000 | 221.000 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR | 57.000.000 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 85.000.000 | 92.000 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 129.000.000 | 129.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.197.417 | 1.356 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 1.197.417 | 1.356 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14.100.385 | 14.930 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 9.123.245 | 2.194 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 4.977.140 | 12.736 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.117.998 | 8.383 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 6.117.998 | 8.383 |
| Summe davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
292.415.800 16.438.660 |
245.668 11.932 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 89.977.140 | 104.736 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 129.000.000 | 129.000 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Schuldscheindarlehen über 271.000.000 €, welches zur Gänze konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von 3.632.509 € (im Vorjahr 5.771 Tsd. €) und Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 930.022 € (im Vorjahr 1.063 Tsd. €) enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 14.100.385 € (im Vorjahr 14.930 Tsd. €) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen.
Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2021|22 beträgt 1.708.702 € (im Vorjahr 1.646 Tsd. €). Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt 8.543.508 €.
| 28.02.2022 | 28.02.2021 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 7.800.000 | 7.800 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 307.819.411 | 342.761 |
| Summe davon gegenüber verbundenen Unternehmen |
315.619.411 266.135.743 |
350.561 301.541 |
Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden drei Konzerngesellschaften1 in der Ukraine zum Zwecke der Erlangung einer Bestätigung über das Fortbestehen ("Going Concern") jeweils mit einer Patronatserklärung der AGRANA Beteiligungs- AG ausgestattet.
Die Patronatserklärungen beinhalten keinen konkreten Wertumfang.
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022, im Vorjahr jenen vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 39.221.764 € (im Vorjahr 36.666 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Konzernverrechnung und Erträge für die Nutzung der Lizenzen für Markenrechte (Royalties).
Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf 45.599 € (im Vorjahr 68 Tsd. €).
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 31.807 € (im Vorjahr 52 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffend IT-Leistungen, Pensionskasse und Konzernkommunikation.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 55.346 € (im Vorjahr 3 Tsd. €) enthalten Erträge aus realisierten Gewinnen aus Kursdifferenzen und Erträge aus Versicherungsansprüchen.
| 2021 22 | 2020 21 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Gehälter | 16.485.705 | 18.468 |
| Aufwendungen für Abfertigung | 84.990 | -46 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) | 206.085 | 194 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | –1.948.840 | 1.340 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 3.247.525 | 3.157 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 171.470 | 243 |
| Summe | 18.246.935 | 23.357 |
| Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
Pensionen (Rückstellungen) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 22 | 2020 21 | 2021 22 | 2020 21 | ||
| EUR | TEUR | EUR | TEUR | ||
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 47.673 | –11.931 | –1.975.855 | 1.315.528 | |
| andere Arbeitnehmer | 243.402 | 160.553 | 27.015 | 24.725 | |
| Summe | 291.075 | 148.622 | –1.948.840 | 1.340.253 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Headcount, ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 161 Angestellte, dies entspricht 147,8 FTE (im Vorjahr 163 Headcount entspricht 151,7 FTE).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr 7.544.470 € (im Vorjahr 4.121 Tsd. €). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen 278.524 € (im Vorjahr 439 Tsd. €) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde bei der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von 363.541 € (im Vorjahr 317 Tsd.€) zugeführt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021|22 eine Vergütung von EUR 312.500 € (im Vorjahr 325 Tsd. €).
In den Löhnen und Gehältern sind Dotierungen der Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von EUR 25.532 € (im Vorjahr –178 €) enthalten.
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 3.962.372 € (im Vorjahr 6.377 Tsd. €) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen 24.802.177 € (im Vorjahr 24.660 Tsd. €) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von 11.854.620 € (im Vorjahr 12.727 Tsd. €), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von 2.459.054 € (im Vorjahr 2.007 Tsd. €), Leasing, Mieten und Pachten von 2.268.438 € (im Vorjahr 2.367 Tsd. €), Werbeaufwendungen von 1.312.510 € (im Vorjahr 1.072 Tsd. €), Bankgebühren 97.314 € (im Vorjahr 106 Tsd. €) sowie andere Aufwendungen in Höhe von 6.810.241 € (im Vorjahr 6.380 Tsd. €).
| 2021 22 | 2020 21 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 51.193.080 | 50.213 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 33.350 | 22 |
| Summe | 51.226.430 | 50.235 |
| 2021 22 | 2020 21 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| Körperschaftsteuer | –583.285 | 5.863 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | –1.939.354 | 253 |
| Steuerumlagen | 900.274 | -2.881 |
| Lat. Ertragsst. a. Bewertungsdiff. | 0 | 0 |
| Lat. Ertragsst. auf Verlustvort. | –1.819.310 | 1.819 |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | –107.496 | -112 |
| Summe | –3.549.172 | 4.942 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
AGRANA AGRO SRL, Roman, Rumänien AGRANA BiH Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA BUZAU SRL, Buzau, Rumänien AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien AGRANA Fruit Australia Pty Ltd, Central Mangrove, Australien AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China AGRANA Fruit France S.A.S, Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED, Pune, Indien AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei AGRANA Fruit Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Jiangsu, China AGRANA Fruit Korea Co. Ltd, Seoul, Südkorea AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Zamora, Mexiko AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd., Sydney, Australien AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Zamora, Mexiko AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostrołęka, Polen AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Services S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Johannesburg, Südafrika AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, Ukraine
AGRANA Fruit US, Inc, Brecksville, USA AGRANA Group-Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich AGRANA JUICE (XIANYANG) CO.,LTD, Xianyang City, China AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia, Ägypten AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich AGRANA Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien AGRANA Sales & Marketing GmbH, Wien, Österreich AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg, Österreich AUSTRIA JUICE Germany GmbH, Bingen, Deutschland AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásarosnamény, Ungarn AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o., Chelm, Polen AUSTRIA JUICE Romania SRL, Vaslui, Rumänien AUSTRIA JUICE Ukraine TOV, Winniza, Ukraine Biogáz Fejlesztő Kft., Kaposvár, Ungarn Dirafrost FFI N.V., Lummen, Belgien Dirafrost Maroc SARL, Larache, Marokko Financière Atys S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany, Tschechien Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz, USA o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland AGRANA Amidi srl, Sterzing, Italien
Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Țăndărei, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered, Slowakei SPA AGRANA Fruit Algeria, Akbou, Algerien Yube d.o.o. – u likvidaciji, Požega, Serbien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
"AGRAGOLD" d.o.o., Brčko, Bosnien und Herzegowina AGRAGOLD d.o.o., Zagreb, Kroatien AGRAGOLD dooel, Skopje, Nordmazedonien AGRAGOLD trgovina d.o.o., Ljubljana, Slowenien AGRANA STUDEN Albania sh.p.k., Tirana, Albanien AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C., Pristina, Kosovo AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, Österreich Beta Pura GmbH, Wien, Österreich Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien GreenPower Services Kft, Szabadegyháza, Ungarn HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko, Bosnien und Herzegowina
Zu den angeführten Unternehmen bestehen fremdübliche Dienstleistungsbeziehungen.
| 2021 22 | 2020 21 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
Gesamt | Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
Gesamt | |
| EUR | EUR | EUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| PwC Wirtschaftsprüfung GmbH | 10.353 | 269.178 | 279.531 | 10.150 | 263.900 | 274.050 |
Summe 10.353 269.178 279.531 10.150 263.900 274.050
Bei den Auswirkungen des russischen Angriffkriegs in der Ukraine handelt es sich um ein Ereignis, welches vor dem Bilanzstichtag eingetreten ist. Daher wurden mögliche bilanzielle Konsequenzen bereits für den vorliegenden Jahresabschluss untersucht. Für die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft kommt es damit einhergehend zu keinen Auswirkungen auf den Jahresabschluss.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 63.525.582 € eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie, das sind in Summe 46.866.732 € auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Vorsitzender Mag. Klaus BUCHLEITNER, MBA, Wien Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Josef PRÖLL, Wien Dipl.-Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Thomas KIRCHBERG, Ochsenfurt Dipl.-Ing. Helmut FRIEDL, Egling a.d.Paar MMag. Dr. Andrea GRITSCH, Wien
Dipl.-Ing. Daniela BOGNER, Wien (seit 23.04.2021) Dipl.-Ing. Stephan SAVIC, Wien (bis 22.04.2021) Andreas KLAMLER, Gleisdorf Thomas BUDER, Katzelsdorf René SCHMID, Wien (seit 23.04.2021) Gerhard KOTTBAUER, Aschach (bis 22.04.2021)
Dkfm. Markus MÜHLEISEN, MBA, Wien (seit 01.06.2021) Vorsitzender Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg (bis 31.05.2021) Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER, Klosterneuburg (bis 31.05.2021) Mag. Stephan BÜTTNER, Wien Dipl.-Ing. Dr. Norbert HARRINGER, Wien Ingrid Helen ARNOLD, MBA, Wien (seit 01.06.2021) Dkfm. Thomas KÖLBL, Speyer (bis 31.05.2021)
Wien, am 25. April 2022
Der Vorstand:
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Mag. Stephan Büttner
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer Ingrid Helen Arnold, MBA
im Geschäftsjahr 2021|22
| ANLAGEVERMÖGEN | Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2021 |
Zugang | Um- buchung |
Abgang | Stand 28.02.2022 |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Markenrechte | 611.301 | 0 | 0 | 0 | 611.301 |
| 2. EDV-Software | 11.353.696 | 303.533 | 0 | 1.207.075 | 10.450.154 |
| 11.964.997 | 303.533 | 0 | 1.207.075 | 11.061.455 | |
| II. Sachanlagen 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
5.166.388 | 327.083 | 0 | 1.042.059 | 4.451.412 |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0 | 29.827 | 0 | 29.827 | 0 |
| 5.166.388 | 356.911 | 0 | 1.071.886 | 4.451.412 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
424.145.490 | 0 | 0 | 0 | 424.145.490 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 221.000.000 | 0 | 0 | 0 | 221.000.000 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 258.620 | 0 | 0 | 0 | 258.620 |
| Gesamtsumme | 645.404.110 662.535.495 |
0 660.444 |
0 0 |
0 2.278.961 |
645.404.110 660.916.977 |
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2021 |
Jahresab- schreibung |
Zu- schreibung |
Abgang | Stand 28.02.2022 |
Stand 28.02.2022 |
Stand 28.02.2021 |
| 611.301 | 0 | 0 | 0 | 611.301 | 0 | 0 |
| 10.960.397 | 359.336 | 0 | 1.207.075 | 10.112.658 | 337.496 | 393.299 |
| 11.571.698 | 359.336 | 0 | 1.207.075 | 10.723.959 | 337.496 | 393.299 |
| 3.976.753 | 452.297 | 0 | 924.489 | 3.504.561 | 946.851 | 1.189.635 |
| 0 | 29.827 | 0 | 29.827 | 0 | 0 | 0 |
| 3.976.753 | 482.124 | 0 | 954.316 | 3.504.561 | 946.851 | 1.189.635 |
| 7.120.724 | 0 | 0 | 0 | 7.120.724 | 417.024.766 | 417.024.766 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 221.000.000 | 221.000.000 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 258.620 | 258.620 |
| 7.120.724 22.669.176 |
0 841.460 |
0 0 |
0 2.161.391 |
7.120.724 21.349.244 |
638.283.386 639.567.733 |
638.283.386 639.866.319 |
für das Geschäftsjahr 2021|22 vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
| 207 | Überblick |
|---|---|
| 209 | Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
| 212 | Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
| 217 | Umwelt und Nachhaltigkeit |
| 218 | Forschung und Entwicklung |
| 219 | Personal- und Sozialbericht |
| 221 | Risikomanagement und internes Kontrollsystem |
| 228 | Berichterstattung gemäß § 243a Abs 2 UGB |
| 229 | Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte |
| 230 | Corporate Governance Bericht |
| 231 | Zweigniederlassungen |
| 231 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag |
231 Prognosebericht
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen in ihrer Konzerntätigkeit in den Segmenten Zucker und Stärke hauptsächlich in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und strebt in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von agrarischen Rohstoffen an. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft bildet die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe ("AGRANA").
Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen, respektvolles Verhalten gegenüber den Stakeholdern sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler, die an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie.
Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit hohe Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
Die strategischen Ziele der Konzernsegmente, die sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft in den Beteiligungsverhältnissen widerspiegeln, stehen in einer synergetischen Wechselwirkung:

AGRANA kontrolliert und steuert die produktbezogene Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten.
Das Unternehmen nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft v.a. die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segmentübergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und im Finanzbereich. Damit wird die Basis für eine solide Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die nötige Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit von AGRANA geschaffen.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Rund 8.700 Mitarbeiter (FTEs)1 an 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2021|22 einen Konzernumsatz von rund 2,9 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
basierend auf dem Jahresabschluss nach UGB zum 28. Februar 2022
| Geschäftsentwicklung | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 39.222 | 36.666 | 7,0% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 133 | 122 | 8,7% |
| Betriebsleistung | 39.355 | 36.788 | 7,0% |
| Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) | -4.536 | -12.418 | 63,5% |
| Operative Marge1 | -11,5% | -33,8% | |
| Beteiligungserträge | 51.226 | 50.235 | 2,0% |
| Finanzerfolg | 55.784 | 54.377 | 2,6% |
| Ergebnis vor Steuern | 51.248 | 41.959 | 22,1% |
| Jahresüberschuss | 47.699 | 46.901 | 1,7% |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 660 | 782 | -15,5% |
1 Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Die Umsatzerlöse der AGRANA lagen im Geschäftsjahr 2021|22 mit 39.222 Tsd. € insgesamt über dem Vorjahresniveau (+2.556 Tsd. € bzw +7,0%). Bei den Erträgen aus Lizenzeinnahmen verzeichnete man einen Anstieg (+1.925 Tsd. € bzw +12,6%). Eine ebenfalls positive Entwicklung zeigten die Erträge aus Konzernverrechnungen (+601 Tsd. € bzw +2,9%).
Der Betriebserfolg (operatives Ergebnis) war zwar negativ, lag aber mit –4.536 Tsd. € um +7.882 Tsd. € bzw +63,5 % über dem Ergebnis des Vorjahres. Diese Veränderung resultiert aus einem Anstieg der Umsatzerlöse (+2.556 Tsd. € bzw +7,0%), und einem Rückgang der Personalaufwendungen (-5.110 Tsd. € bzw. -21,9%).
Die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 142 Tsd. € bzw +0,6% leicht erhöht. Die Zunahme ist auf gestiegene Rechts- und Beratungskosten sowie auf höhere Versicherungsaufwendungen zurückzuführen.
Die Beteiligungserträge haben sich im Geschäftsjahr 2021|22 um +991 Tsd. € bzw +2,0% erhöht. Dies ist bedingt durch die Dividendenausschüttung der AGRANA Research & Innovation Center GmbH.
| Bilanzkennzahlen | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | % | |
| Bilanzsumme | 1.049.815 | 1.012.310 | 3,7% |
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 | 0,0% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 1.284 | 1.583 | -18,9% |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 417.025 | 417.025 | 0,0% |
| Andere Finanzanlagen | 221.259 | 221.259 | 0,0% |
| Eigenkapital | 741.674 | 747.091 | -0,7% |
| Eigenkapitalquote1 | 71,0% | 74,0% | -3,2 pp |
| Haftungsverhältnisse | 315.619 | 350.561 | -10,0% |
1 Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr um -299 Tsd. €. Den Investitionen in Höhe von 660 Tsd. € stehen Abschreibungen in Höhe von 841 Tsd. € gegenüber. Die wesentliche Veränderung betrifft den Buchwertrückgang bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Andere Finanzanlagen blieben im Geschäftsjahr 2021|22 unverändert.
Die Eigenkapitalquote von 71,0 % ist im Vergleich zum Vorjahr (74,0 %) leicht gesunken, und zeigt eine stabile und solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
| 2021 22 TEUR |
2020 21 | Veränderung % |
|
|---|---|---|---|
| TEUR | |||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 48.428 | 90.193 | -46,3% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -497 | 25.330 | -102,0% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1.060 | -74.117 | -98,6% |
| Cashflow aus flüssigen Mitteln | 46.871 | 41.406 | 13,2% |
| Bestand an flüssigen Mitteln1 | 337.373 | 290.502 | 16,1% |
1 einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-Services GmbH 28.02.2022: 337.358 Tsd. €; 28.02.2021: 290.480 Tsd. €.
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich um -25.827 Tsd. € auf –497 Tsd. €. Im Geschäftsjahr 2021|22 ist der negative Cashflow durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bedingt.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Dividendenauszahlung von rd. -53.116 Tsd. € (im Vorjahr: -48.117 Tsd. €) und der Aufnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 50.000 Tsd. €.
Die Segmente der AGRANA-Gruppe spiegeln sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen unter den Beteiligungen wider.
Die weiteren Beteiligungen der AGRANA-Beteiligungs-Aktiengesellschaft werden bis auf die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. zu 100 % gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % (33,33 %) der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H werden von der KRÜGER Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Deutschland gehalten.
Die restlichen Anteile auf 100 % der "Segment-Gesellschaften" Stärke und Frucht werden von der Tochtergesellschaft AGRANA Sales & Marketing GmbH (ehem. AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H.) gehalten.

Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina. Die AGRANA Zucker GmbH fungiert als Produktionsunternehmen der beiden österreichischen Zuckerfabriken. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungsund Produktions Gesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe und der Beta Pura GmbH werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Segment Zucker | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung %/pp |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 666.173 | 588.559 | 13,2% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -26.116 | -30.038 | 13,1% |
| Umsatzerlösen | t€ | 640.057 | 558.521 | 14,6% |
| EBITDA1 | t€ | 6.920 | 5.068 | 36,5% |
| Operatives Ergebnis | t€ | -23.305 | -25.171 | 7,4% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | -5.742 | -1.887 | -204,3% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | -2.072 | -212 | -877,4% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | -31.119 | -27.270 | -14,1% |
| EBIT-Marge | % | -4,9 | -4,9 | 0,0 pp |
| Investitionen2 | t€ | 20.702 | 15.905 | 30,2% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 1.892 | 2.003 | -5,5% |
1
Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen 2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2021|22 lag deutlich über dem Vorjahreswert, wobei sich die AGRANA-Zuckermärkte unterschiedlich entwickelten. Im Retailbereich konnten deutliche Mengensteigerungen in Ungarn, Rumänien und auch Bulgarien erzielt werden, während im Industriesektor die Absätze in Österreich, Tschechien und der Slowakei deutlich erhöht werden konnten.
Seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2020|21 erholen sich die Zuckerverkaufspreise stetig. Im Retailgeschäft waren die Preise im Geschäftsjahr 2021|22 um 5 % höher als im Vorjahr, im Industriebereich lagen die Verkaufspreise aufgrund neuer Verträge mit den Kunden ebenfalls moderat über dem Durchschnittswert des Vorjahres.
Das EBIT lag unter dem schwachen Vorjahreswert und war folglich noch immer negativ. Höhere Zuckerverkaufsmengen und -preise konnten die gestiegenen Rohstoffkosten und v.a. die deutlich höheren Energiepreise nur zum Teil kompensieren.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe wirkte sich auch 2021|22 positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Der Ergebnisbeitrag erhöhte sich deutlich von 0,2 Mio. € auf 2,0 Mio. €. Das zweite Zucker-Joint Venture, die Beta Pura GmbH, trug aufgrund eines COVID 19-bedingt herausfordernden Marktumfeldes und hoher Energiepreise negativ zum Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen bei (-7,7 Mio. €; Vorjahr: -2,1 Mio. €).
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärkeund Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Segment Stärke | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung %/pp |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.020.436 | 831.867 | 22,7% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -10.029 | -9.975 | -0,5% |
| Umsatzerlösen | t€ | 1.010.407 | 821.892 | 22,9% |
| EBITDA1 | t€ | 106.391 | 92.117 | 15,5% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 57.929 | 45.402 | 27,6% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 13.761 | 19.400 | -29,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 71.690 | 64.802 | 10,6% |
| EBIT-Marge | % | 7,1 | 7,9 | -0,8 pp |
| Investitionen2 | t€ | 24.283 | 22.199 | 9,4% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 1.137 | 1.149 | -1,1% | |
1
Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen 2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke war auch 2021|22 von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. War das erste Jahr der Pandemie (Geschäftsjahr 2020|21) noch von Nachfragerückgängen gekennzeichnet, so gab es im Berichtsjahr eine deutliche Belebung der Nachfrage. Vorrangiges Ziel blieb weiterhin, Lieferketten und Produktion durchgängig aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Kunden sicherzustellen.
2021|22 stieg der Umsatz deutlich auf 1.010,4 Mio. €. Etwa ein Viertel des Umsatzzuwachses wurde durch gesteigerte Absatzmengen bei den Hauptprodukten erzielt. Der größte Umsatztreiber waren angepasste Verkaufspreise im gesamten Produktportfolio. Extrem gestiegene Rohstoff- und Energiekosten, primär ab dem zweiten Halbjahr 2021|22, erforderten die Weitergabe der gestiegenen Herstellungskosten. Abhängig von den abgeschlossenen Kundenkontrakten gab es bei einzelnen Produktgruppen und längeren Laufzeiten (z.B. bei Jahresverträgen) starke Margenverluste.
Die deutlich gestiegenen Rohstoffkosten im Segment Stärke waren primär auf die massiv gestiegenen Getreidepreise, aber auch auf eine leicht erhöhte Vermahlungsmenge zurückzuführen. Gleichzeitig erhöhten sich die Energiekosten gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 %. Höhere operative Abschreibungen spiegeln die intensive Investitionstätigkeit der letzten Jahre im Segment wider. Die in Summe deutlich gestiegenen Herstellungskosten konnten nur teilweise durch Verkaufspreisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden und belasteten die Margen. Insgesamt konnte im Berichtsjahr ein EBITDA von 106,4 Mio. € erzielt werden, das deutlich über dem Vorjahreswert von 92,1 Mio. € lag. Das operative Ergebnis betrug 57,9 Mio. € und lag um 27,6 % über dem Vorjahreswert von 45,4 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2021|22 stieg auch der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um rund 24 % auf 356,2 Mio. €. Die Geschäftsentwicklung folgte dem generellen Trend deutlich gestiegener Mais- und Energiekosten und dadurch massiv gestiegener Produktionskosten. Während bei Verzuckerungsprodukten das Marktumfeld schwierig blieb und Preiserhöhungen kaum durchsetzbar waren, waren die hohen Ethanolpreise für das Alkoholergebnis ein stabilisierender Faktor. Insgesamt wies die HUNGRANA-Gruppe ein EBIT von 34,1 Mio. € (Vorjahr: 45,4 Mio. €) aus. Das PAT betrug 27,6 Mio. € (Vorjahr: 38,8 Mio. €), womit der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke auf 13,8 Mio.€ (Vorjahr: 19,4 Mio. €) sank.
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte in 19 Ländern für Fruchtzubereitungen und 15 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen.
| Segment Frucht | 2021 22 | 2020 21 | Veränderung %/pp |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.251.846 | 1.167.600 | 7,2% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -766 | -1.029 | 25,6% |
| Umsatzerlösen | t€ | 1.251.080 | 1.166.571 | 7,2% |
| EBITDA1 | t€ | 93.341 | 94.034 | -0,7% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 51.857 | 52.882 | -1,9% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | -67.696 | -11.723 | -477,5% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | -15.839 | 41.159 | -138,5% |
| EBIT-Marge | % | -1,3 | 3,5 | -4,8 pp |
| Investitionen2 | t€ | 37.382 | 34.185 | 9,4% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 5.662 | 5.695 | -0,6% |
1
Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen 2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wuchs um knapp 8 %, was v.a. auf moderat gestiegene Preise zurückzuführen war. Umsatzsteigerungen wurden in allen Regionen verzeichnet, wobei es in Mexiko, Japan, Nordamerika, der Ukraine und Russland die höchsten positiven Abweichungen gab. Signifikant fiel auch die Steigerung in Südamerika aus, welche hier v.a. mengengetrieben war. Eine Analyse der Absatzentwicklung nach Produktkategorien zeigte gestiegene Mengen bei den Non-Dairy-Fruchtzubereitungen und leicht rückläufige Mengen im Bereich Handel mit Früchten inklusive Tiefkühlfrüchte. Im Molkerei-Bereich blieben die Absätze stabil.
Das operative Ergebnis im Bereich Fruchtzubereitungen lag signifikant unter dem Vorjahresergebnis. Ergebnisverbesserungen in Mexiko (1st Transformation), bei Dirafrost und in der Region Indien/Mittlerer Osten/Afrika konnten die Ergebnisrückgänge v.a. in den Regionen Europa (deutlich gestiegene Rohstoffpreise), Nordamerika (u.a. höhere Personalkosten) und China (Absatz- und Margen-Rückgänge) bei weitem nicht kompensieren.
Auf das EBIT im Bereich Fruchtzubereitungen wirkte sich das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von -64,8 Mio. € (Vorjahr: -10,9 Mio. €) sehr negativ aus. Diese Einmaleffekte setzen sich v.a. aus Wertminderungen aufgrund des Krieges in der Ukraine (primär Goodwill-Wertminderung von 55,3 Mio. €), in einem geringeren Ausmaß auch aus Ausgaben für einen Schadensfall in Nordamerika sowie Folgeaufwendungen aus dem letztjährigen Kosteneinsparungsprogramm zusammen.
Am 1. April 2020 startete AGRANA Fruit Japan Ltd. die Herstellung von Fruchtzubereitungen in Japan und produziert in Asien, nach China, Indien und Südkorea, seitdem in einem vierten Land.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate konnten im Geschäftsjahr 2021|22 um rund 6 % gesteigert werden. Höhere Buntsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2021 standen dabei niedrigeren Absatzmengen bei Apfelsaftkonzentrat gegenüber.
Das signifikant über dem Vorjahr liegende operative Ergebnis im Fruchtsaftkonzentratgeschäft war auf eine verbesserte Margensituation bei Buntsaftkonzentraten zurückzuführen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen (-2,9 Mio. €) aufgrund
von Wertberichtigungen von Forderungen und Beständen infolge des Krieges in der Ukraine verminderte das EBIT maßgeblich.
Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Bei der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Die AGRANA Group-Services GmbH erfüllt im Konzern die Finanzierungsfunktion und betreibt das Cash-Pooling. Sie ist, wie die Holding, dem Segment Zucker zugeordnet.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die dem Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst.
Wir bei AGRANA…
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Die SAI-Plattform bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Das Basisinstrument stellt dabei immer das von der SAI-Plattform erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mithilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Boden- und Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status Gold, Silber oder Bronze. AGRANA hat sich zum Ziel gesetzt, dass jene Kontraktlandwirte, welche die FSA-Systematik anwenden, zumindest FSA-Silber Status erreichen.
Im Berichtsjahr 2021|22 führte AGRANAs Nachhaltigkeitskernteam nur eine Überprüfung der im Vorjahr überarbeiteten Wesentlichkeitsanalyse durch. Im Vorjahr wurden einerseits die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt eingeschätzt und andererseits unter Einbindung ausgewählter repräsentativer Stakeholder1 der Einfluss dieser Nachhaltigkeitsaspekte auf die Entscheidungen von Stakeholdern hinterfragt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung, hat die AGRANA-Gruppe, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, durch ihre energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Energieeinsatz und Emissionen. Bezieht man die Treibhausgasemissionen aus dem Anbau der verarbeiteten
Agrarrohstoffe (sogenannte Scope 3 Emissionen), die erstmals im Berichtsjahr abgeschätzt wurden, mit ein, verstärkt sich die Bedeutung des Aspektes Energieeinsatz und Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette zusätzlich. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten werden aber v.a. auch durch den regulatorischen Rahmen in dem Unternehmen tätig sind, in der EU u.a. durch neue Vorgaben aus dem EU Green Deal, wesentlich mitbestimmt.
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP+- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2020|21 100 % der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. der jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor.
Seit 2010 ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Mitglied des Vereins ARGE Gentechnik-frei, welcher das Ziel hat, verlässliche Rahmenbedingungen für Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle von Gentechnik-freien Lebensmitteln zu schaffen.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen Frucht-NPD1 -Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungen tätig.
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert v.a. den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen und Disziplinen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten, z.B. bei Technologien, Verdickungs- und Süßungslösungen sowie Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkten.
| F&E-Kennzahlen | 2021 22 | 2020 21 1 | |
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (Intern und extern) | Mio. € | 20,0 | 19,2 |
| F&E-Quote2 | % | 0,69 | 0,75 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 315 | 315 |
1) Vorjahreswerte wurden angepasst (inklusive neue Produktentwicklungen im Bereich Fruchtzubereitungen) 2) F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 8.877 Mitarbeitende (Köpfe) (Vorjahr: 8.920 Mitarbeitende), davon 2.476 (Vorjahr: 2.519) in Österreich und 6.401 (Vorjahr: 6.401) international.
Im Geschäftsjahr 2021|22 waren in der AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.691 FTEs (Vorjahr: 8.847 FTEs) beschäftigt. Im Segment Frucht sank die Personalanzahl hauptsächlich durch einen geringeren Bedarf an temporären Mitarbeitenden aufgrund von niedrigen Erntevolumina. Die Reduktion im Segment Stärke war primär auf die Arbeitsmarktsituation sowie auf das geringere Auftragsvolumen zurückzuführen. Im Segment Zucker haben die organisatorischen Veränderungen zu einem Personalrückgang geführt.
Im Geschäftsjahr 2021|22 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut und neue Module erfolgreich implementiert. Durch das Personalmanagementsystem soll die Effizienz der Personalprozesse verbessert, die Qualitätssicherheit unterstützt, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden. In den folgenden Jahren ist geplant, die Funktionalitäten des Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2021|22 unterlagen 10,5 % (Vorjahr: 10,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem.
Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2021|22 in der Entwicklung von Führungskräften und in der Setzung von Impulsen zu aktuellen Themen wie z.B. Resilienz oder Kooperation im hybriden Arbeiten. Ein besonderer Fokus wurde auf die neuen Wege der Zusammenarbeit im Team als auch zwischen den Teams gelegt, um die neuen Anforderungen an die flexible Arbeitswelt bestmöglich bewältigen zu können.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2021|22 durchschnittlich 93 Lehrlinge (davon weiblich: 19 bzw. 20,4 %) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 68 Lehrlinge (davon weiblich: sieben bzw. 10,3 %) beschäftigt, in Deutschland, Frankreich, Algerien und Brasilien, welche ein mit Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 25 Lehrlinge (davon weiblich: zwölf bzw. 48 %). Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre, Technisches Zeichnen sowie Logistik.
In der Zeit während der COVID-19 Pandemie wurden neue Formen der Zusammenarbeit gelebt. Vor allem die hybride Form der Zusammenarbeit nahm im Geschäftsjahr 2021|22 eine immer wichtigere Rolle ein. Bei AGRANA werden diese Erfahrungen nun dauerhaft im Unternehmen etabliert. Dazu benötigt es gut abgestimmte Spielregeln, die eine Kultur des Vertrauens und der Ergebnisorientierung voraussetzen.
Aus diesem Grund wurde für die österreichischen AGRANA Standorte die "Home Office-Richtlinie" erarbeitet, welche den notwendigen Rahmen für das neue hybride Modell bildet. Mit begleitenden Maßnahmen wurden die Teams unterstützt, die für sich passende Form des hybriden Zusammenarbeitens zu finden und somit die Entwicklung zu Hybrid High-Performance Teams zu ermöglichen.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021|22 auf rund 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt. Die Arbeitssicherheitsbeauftragten bzw. Sicherheitsfachkräfte tragen die Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen bzw. vom Unternehmen veranlassten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Dies sind z.B. die regelmäßige und anlassbezogene Gefahrenidentifikation und Risikobewertung, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen, die Organisation von
Arbeitssicherheitsschulungen sowie die Analyse, Dokumentation (gemeinsam mit Human Resources) und Kommunikation von tatsächlichen Arbeitsunfällen.
In allen 24 Ländern, in denen AGRANA über Produktionsstandorte verfügt, besteht eine - wenn auch unterschiedlich ausgestaltete - gesetzliche Verpflichtung der Arbeitsplatzevaluierung durch den Arbeitgeber. Diese wird durch die Sicherheitsfachkräfte, teilweise in Zusammenarbeit mit externen Beratern, durchgeführt und ist arbeitsplatzbezogen für die Mitarbeiter zugänglich zu dokumentieren. Sie ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen bzw. anlassbezogen bei Anlagen- oder Verfahrensänderungen oder nach Unfällen zu überarbeiten. Mitarbeiter sind verpflichtet, festgestellte Gefahrenquellen z.B. über die Dokumentation im Schichtbuch, im betrieblichen Vorschlagswesen oder im Rahmen von periodischen Sicherheitsrundgängen zu melden. Im global tätigen Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist diese Meldeverpflichtung aus kulturellen Gründen an manchen Standorten auch anonym möglich.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im Hinblick auf das soziale Bewusstsein ein bedeutender Bestandteil der Personalstrategie von AGRANA. Aus diesem Grund ist AGRANA bereits im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten.
Konzernweit spiegelt sich dies in zahlreichen Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Dazu zählen beispielsweise die Möglichkeit von Home-Office, die Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung an einzelnen Standorten (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven und funktionsfähigen Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, eine Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. In weiterer Folge werden zukünftig die Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess, von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren, umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit, Datenverlust oder Datenmanipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angriffe auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Experten sowie durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroffen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet.
Zuckermarktordnung: Seit dem 1. Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Teil dieser neuen Rahmenbedingung ist die Verbesserung der Markttransparenz in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette. Die EU-Kommission hat mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2017/1185 und (EU) 2019/1746 neue Regulierungsmaßnahmen in Form von verschiedenen Meldepflichten beschlossen.
Damit soll die Transparenz in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor verbessert werden, um die Wirtschaftsbeteiligten und die Behörden zu befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen und um das Verständnis der Marktteilnehmer für Marktentwicklungen zu verbessern.
Dadurch entsteht erstmals die Notwendigkeit Preise auf Stufen der Wertschöpfungskette, die zwischen den Erzeugern der Rohstoffe und den Endverbrauchern liegen, zu erheben. Dies betrifft sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe.
Freihandelsabkommen: Zukünftige Abkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die oft Jahre andauernden Verhandlungen bzw. Abschlüsse und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Die EU und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) haben im Juni 2019 eine politische Einigung über ein umfassendes Handelsabkommen erzielt. Der Antrag ging in jedem Mitgliedsland in einen Ratifizierungsprozess.
Die EU-Kommission verhandelt derzeit mit Australien und Neuseeland über die Ausgestaltung eines Freihandelsabkommens.
Des Weiteren können nationale Steuer- und Zollvorschriften sowie deren Auslegung durch die lokalen Behörden zu weiteren Risiken im regulatorischen Umfeld führen.
EU Green Deal: Im Dezember 2019 hat die EU-Kommission ihren Fahrplan zum Klimaschutz, den Green Deal, vorgelegt. Um die klima- und umweltbedingten Herausforderungen zu bewältigen, sollen innerhalb der nächsten 30 Jahre die Industriesektoren und alle Wertschöpfungsketten umgestaltet werden. Maßgebend ist das Ziel innerhalb der EU bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen (THG) mehr freizusetzen. Ein im Dezember 2020 beschlossenes EU-Zwischenziel ist die Reduktion von THG-Emissionen um -55 % bis 2030 im Vergleich zu 1990.
Aufgrund derzeit noch nicht finalisierter Definitionen der regulatorischen Bestimmungen aus dem EU Green Deal, können momentan noch keine konkreten Aussagen über die Auswirkungen getroffen werden. Die Entwicklungen werden laufend verfolgt und evaluiert.
Am 21. Dezember 2018 wurde die Erneuerbare-Energie-Richtlinie der EU (RED II) verabschiedet. Aktuell wird an der nationalen Umsetzung dieser Richtlinie gearbeitet, welche bis zum 30. Juni 2021 in Kraft treten soll.
Diese Richtlinie sieht eine Untergrenze von 14 % erneuerbare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der Anteil der getreidebasierten Biotreibstoffe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7 %, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel für sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe ("2. Generation") in Höhe von mindestens 3,5 % bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoffliste für die fortschrittlichen Biokraftstoffe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden.
In Österreich beträgt das Substitutionsziel von Biotreibstoffen gemäß derzeit gültiger Kraftstoffverordnung 5,75 % (basierend auf RED I) und davon 3,4 % aus Bioethanol (jeweils bezogen auf den Energiegehalt). Die Einführung von E10 würde den Biotreibstoffanteil unmittelbar mit den vorhandenen Produktionskapazitäten auf das 7%-Ziel anheben. Auf nationaler Ebene würde damit nicht nur der RED II-Richtlinie entsprochen, sondern auch die nachweisbare Verringerung von Partikel-Emissionen könnte erreicht werden.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittelund Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für die Bereiche Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig fort.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichtshof erhoben. Die BWB begründet dies vor allem damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer "Zusatzstrafe" in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unterbrochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes "ne bis in idem" bei EU-Wettbewerbsverfahren gebeten. Dieses Zwischenverfahren ist noch anhängig. Mit der Entscheidung des EuGH ist im ersten Kalenderquartal 2022 zu rechnen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
Weiters ist die AGRANA Stärke GmbH in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien beklagte Partei. Die klagende Partei behauptet, einen Schaden aus einer Nichtlieferung von zugesagten Produktmengen erlitten zu haben. Das Verfahren befindet sich in der ersten Instanz, im Stadium der gerichtlichen Beweisaufnahme. Mit einem erstinstanzlichen Urteil ist im Geschäftsjahr 2022|23 zu rechnen. AGRANA hält die Ansprüche der klagenden Partei mangels wirksamer Vereinbarung der Abnahmemengen für unbegründet.
Darüber hinaus bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der zur Verfügung stehenden Kreditrahmen, die Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen dieser Bestimmungen durch die gesetzgebenden Instanzen und die Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Aufgrund des seit einigen Jahren, insbesondere im Euro-Raum, bestehenden negativen Zinsumfeldes im Geldmarktbereich kommt es auch bei variabel verzinsten Finanzanlagen und Finanzierungen für die AGRANA-Gruppe zu nachteiligen Auswirkungen. Bei Bankguthaben besteht das Risiko von weiterverrechneten Negativzinsen, wohingegen bei einigen Finanzierungen der negative Zinssatz nicht an AGRANA weitergegeben wird.
Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich außerdem ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Złoty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Aufgrund der internationalen Aufstellung der AGRANA-Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen, global verteilt, bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA-Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Als energieintensiver industrieller Veredler, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, unterliegt AGRANA mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segmente dem EU-Emissionshandelssystem (ETS1 ). Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potenziellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel werden durch das Pariser Klimaabkommen 2015 und dem darauf basierenden EU Green Deal in den nächsten Jahren vermehrte regulatorische Risiken im Rahmen der Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft für AGRANA begründen.
Die globale Verbreitung des Coronavirus und diverser Mutationen führt trotz der bereits durchgeführten Impfungen in vielen Ländern der Welt weiterhin zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen.
Bereits unmittelbar nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeiter sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Kurz nachdem Impfstoffe verfügbar waren, hat AGRANA aktiv die Impfung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Nach wie vor bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen. Darüber hinaus wurde, basierend auf den guten Erfahrungen der temporären Heimarbeit und aufgrund der Wünsche aus der Belegschaft, in Österreich die Einführung einer Home-Office Regelung ermöglicht, die auch über die Pandemie hinaus Bestand haben wird.
Sämtliche gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, in weltweit 56 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten2. Darüber hinaus konnte das Funktionieren
1 Emission Trading System (ETS)
2 Bis auf allgemeine, behördlich angeordnete, regionale Schließungen im März 2020 am indischen und im Juni 2020 am ägyptischen Produktionsstandort von jeweils sechs Werktagen
der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam.
AGRANA gehört als Teil der kritischen Infrastruktur und Nahrungsmittelproduzent zu den weniger wirtschaftlich betroffenen Branchen. Dennoch wird COVID-19 und deren Mutationen, trotz Impfungen, auch weiterhin Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben und es kann weiterhin zu Beeinträchtigungen in der Beschaffung, Produktion und auf den Absatzmärkten kommen.
Auf den Finanzmärkten sowie im Interbankenhandel ist es unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie temporär zu massiven Verwerfungen gekommen, die sich aber im AGRANA Geschäftsjahr 2021|22 nicht wiederholt haben und an den Finanzmärkten eine Beruhigung und Stabilisierung eingetreten ist. Dennoch bleibt die künftige ökonomische Entwicklung von gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit, auch beeinflusst durch Lockdown-Phasen, geprägt. Im Geschäftsjahr 2020|21 war AGRANA mit einer Reduzierung der Versicherungsdeckung aus Warenkreditversicherungen, in Einzelfällen auch eine gesamte Aufhebung des Deckungsumfangs bzw. eine erschwerte Erstversicherung von Neukunden, betroffen. Diese Situation hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021|22 etwas entspannt. Dennoch führten diese Erfahrungen zu einem engmaschigeren Monitoring der Kundenforderungen und Zahlungsziele sowie alternativen Risikoevaluierungsmaßnahmen und -sicherstellungen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sind derzeit keine zusätzlichen nennenswerten Forderungsausfälle zu beobachten.
AGRANA steht in engem Austausch mit ihren Hausbanken und überprüft laufend die Verfügbarkeit der vorhandenen Kreditrahmen. Ebenso wird die Liquidität auf den weltweit unterhaltenen Bankkonten und das Rating der Bankpartner laufend kritisch überprüft und bei Bedarf werden notwendige Umschichtungen vorgenommen.
AGRANA ist mit Produktionsstätten in der Ukraine und in Russland vertreten. Der kriegerische Konflikt erforderte eine Anpassung des Produktionsbetriebes in der Ukraine. Aus Sicherheitsgründen wurde die Produktion nach Kriegsausbruch stillgelegt und wird zum Berichtszeitpunkt nur eingeschränkt und temporär, je nach aktueller Sicherheitslage, weitergeführt. Rund 10 % der ukrainischen Mitarbeiter sind in der Zwischenzeit aus der Kriegsregion geflohen beziehungsweise wurden zum Militärdienst einberufen. AGRANA hat einen Krisenstab eingerichtet, um die negativen Auswirkungen, insbesondere auch auf die Mitarbeiter, so gut wie möglich zu begrenzen.
In Russland ist die Produktion weiterhin aufrecht, jedoch kann sich die äußerst instabile wirtschaftliche Situation negativ auf das Marktumfeld und das Konsumverhalten auswirken.
Es ist derzeit schwer einzuschätzen, ob in Zukunft weitere Bewertungsmaßnahmen für Vermögenswerte in der Ukraine und in Russland vorgenommen werden müssen.
Die kriegerische Auseinandersetzung hat auch negative Auswirkungen auf die Einkaufspreise und die Volatilität für Rohund Hilfsstoffe der AGRANA-Gruppe. Insbesondere sind die Getreidepreise massiven Erhöhungen ausgesetzt. Des Weiteren sind auch die Preise für Energie nach Ausbruch des Krieger weiter stark angestiegen. Die mittelfristige Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise ist aufgrund der Unsicherheiten auf den internationalen Beschaffungsmärkten schwer abschätzbar. Aufgrund des derzeit hohen Preisniveaus im Einkaufsbereich überprüft AGRANA laufend Preiserhöhungen im Absatzbereich als wesentliche Gegenmaßnahme zu den aktuellen Kostenentwicklungen.
Der Krieg in der Ukraine bringt auch im Bereich der IT-Sicherheit ein erhöhtes Risiko aus Cyber- und Sabotageattacken mit sich.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs-, Energie- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Im Segment Zucker ist der Einfluss der Weltmarktpreise auf das europäische Preisniveau von gestiegener Bedeutung. Im Bereich Bioethanol ist der wirtschaftliche Erfolg wesentlich durch die zukünftige Entwicklung der Absatzpreise bestimmt. Da sich die Preise für die verwendeten Rohstoffe Mais und Weizen unabhängig von den Ethanolpreisen entwickeln können, wird die Einschätzung der Ergebnisentwicklung bei Bioethanol zusätzlich erschwert.
Trotz der sich nach oben bewegenden EU-Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns aufgrund der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der im letzten Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Hilfs- und Betriebsstoffe sowie aufgrund der nach wie vor gegebenen Unsicherheiten in Bezug auf Ausmaß und Dauer des Krieges in der Ukraine sowie der Coronavirus-Krise deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Sie ist jedoch durch eine hohe bilanzielle Eigenkapitalausstattung gedeckt und die AGRANA-Gruppe kann durch die Diversifikation in drei Geschäftsbereiche risikoausgleichend agieren.
Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw. sind solche auch gegenwärtig nicht erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP1 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken sowie Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das Interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2022 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2021: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (28. Februar 2021: 62.488.976) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG (AZSF) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. An der AZSF sind die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der AZSF gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dkfm. Markus Mühleisen, MBA von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Ingrid-Helen Arnold, MBA seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind Change of Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA bekennt sich zu den Regelungen des ÖCGK. Im Geschäftsjahr 2021|22 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2021 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat sich in seinen Sitzungen am 18. November 2021 und 17. Februar 2022 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig der Erklärung über die Einhaltung des Kodex zugestimmt.
Die Umsetzung und die Einhaltung der einzelnen Regeln des Kodex wurde im Geschäftsjahr 2021|22 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft evaluiert. Die Überprüfung erfolgte auf Basis des Fragebogens zur Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance (Fassung Jänner). Der Bericht über die externe Evaluierung gemäß Regel 62 des ÖCGK ist unter www.agrana.com/ir/corporate-governance abrufbar.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte 2021|22 keine Zweigniederlassungen.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt.
Der seit Ende Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine führte zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten. Die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser zusätzlichen temporären Ausnahmesituation sind nur schwer abschätzbar. Daneben bestehen auch weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.
Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2022|23 mit einem sehr deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem deutlichen Anstieg ausgegangen.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 115 Mio. € zwar über dem Wert von 2021|22, jedoch unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 120 Mio. € liegen.
Im Geschäftsjahr 2021|22 hat AGRANA mit der ersten Erfassung ihres Corporate Carbon Footprints einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung einer umfassenden AGRANA-Klimastrategie gelegt. Auf Basis der laufend erfassten Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1 +2) sowie der erstmals für das Basisjahr 2019|20 erfassten Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) wird AGRANA im Geschäftsjahr 2022|23 wissenschaftsbasierte Klimaziele im Einklang mit den Vorgaben der Science-based Targets Initiative entwickeln.
Daneben wird im Rahmen der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie auch an der Integration einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie gearbeitet.
Aus Sicht der Einzelgesellschaft, der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, wird für das kommende Geschäftsjahr 2022|23 mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem Ergebnis vor Steuern auf aktuellem Niveau gerechnet.
Wien, am 25. April 2022
Der Vorstand:
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Ingrid-Helen Arnold, MBA
Mag. Stephan Büttner Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer
Gemäß § 124 Abs. 1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2022 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
dass der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021|22 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der AGRANA Beteiligungs-AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 25. April 2022
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dkfm. Markus Mühleisen, MBA Vorstandsvorsitzender
Ingrid-Helen Arnold, MBA Vorstandsmitglied
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Dipl. Ing. Dr. Norbert Harringer Vorstandsmitglied
Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 28. Februar 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Sachverhalt Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 638.024.766 (zum 28. Februar 2021: EUR 638.024.766) stellen einen wesentlichen Anteil an den Aktiva der Gesellschaft dar. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen kann in der Regel überwiegend, mangels Verfügbarkeit, nicht auf Basis von Marktpreisen erfolgen. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfordert somit Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen. Dazu zählen insbesondere geplante Zahlungsströme, zukünftige Marktgegebenheiten, Wachstumsraten und Kapitalkosten. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung haben.
Aufgrund des beschriebenen Sachverhalts wurde die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen von uns als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt bei unserer Prüfung berücksichtigt.
Wir haben:
Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in ausgewählten Fällen auf deren Werthaltigkeit geprüft.
Die angewandten Bilanzierung- und Bewertungsmethoden sind UGB-konform. Wir erachten die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen als vertretbar.
Verweis auf weitergehende Informationen Vgl. Kapitel 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter 2.2. Anlagevermögen, Unterpunkt Finanzanlagen im Anhang zum Jahresabschluss.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben, keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Lagebericht Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 01. September 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019|20, endend mit Stichtag 29. Februar 2020, Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 25. April 2022
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
gezeichnet: Mag. (FH) Werner Stockreiter Wirtschaftsprüfer
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
| 2021 22 | |
|---|---|
| € | |
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022 | |
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 63.525.582 |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | |
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | |
| Auf 62.488.976 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | |
| Zahlung einer Dividende von 0,75 € pro Stammaktie | |
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 46.866.732 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 16.658.850 |
| 63.525.582 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 Impressum
Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926 E-Mail: [email protected] Eigentümer, Herausgeber und Verleger AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
Mag. Ulrike Middelhoff Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926 E-Mail: [email protected] Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Vorstandsfotos: Helge Kirchberger
Support Kreativ-/Imagekonzept: Rebell Creative GmbH Support Grafiken und Reinzeichnung: marchesani_kreativstudio GmbH Konzernkommunikation|Sustainability Mag. Ulrike Middelhoff
Support Grafiken und Reinzeichnung: marchesani_kreativstudio GmbH
Zukunftsgerichtete Aussagen/Prognosen
Support Kreativ-/Imagekonzept: Rebell Creative GmbH
der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Betreffend der Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen: Wertaussage Visualisierung Wertmäßige Veränderung in Zahlen Stabil 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % Der Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Der Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu
Leicht Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % Betreffend der Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage Deutlich |
Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
|---|---|---|
| Sehr deutlich Stabil |
p | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % Bezüglich Definitionen zu Finanzkennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die |
| Deutlich | ii oder ss | Erläuterungen im Geschäftsbericht 2021 22 auf Seite 204 verwiesen. Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | iii oder sss | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Moderat Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 %
bemüht, so auch in diesem integrierten Geschäftsbericht. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise. Bezüglich Definitionen zu Finanzkennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2021|22 auf Seite 204 verwiesen.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Dieser Geschäftsbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich. AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bemüht, so auch in diesem integrierten Geschäftsbericht. Soweit jedoch im Interesse der besseren Lesbarkeit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.
AGRANA ist in allen ihren internen und externen Schriftstücken um sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
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