Annual Report • Jun 4, 2019
Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2018|19
Jahresfinanzbericht 2018|19
für das Geschäftsjahr vom 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019 der AGRANA Beteiligungs-AG
Nachhaltigkeitsausblick 2019|20 64
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Rund 9.200 Mitarbeiter (FTEs)1 an 58 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018|19 einen Konzernumsatz von rund 2,4 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food-Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v. a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe, primär Mais, Weizen und Kartoffeln, zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Auch im Rahmen der Stärkegewinnung werden Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bzw. ihrer Nachhaltigkeitsschwerpunkte im Bereich Energieeffizienz, vollständiger Rohstoffverwertung und Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien bei der Beschaffung und Geschäftsethik unterstützt AGRANA v. a. die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs) 8, 13, 15 und 16, die im September 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurden und erstmals auch die Privatwirtschaft in die Erreichung von Entwicklungszielen einbinden. Daneben trägt AGRANA aber auch zum Erreichen der Ziele 2 bis 7 sowie 12 und 14 bei.
2 Pro Tonne Produkt-Output
Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen hat Ende des Berichtsjahres 2018|19 eine Überarbeitung seiner Geschäftsstrategie 2025 gestartet. Nachhaltiges Wirtschaften inklusive sozialer Aspekte wie z.B. Diversität soll einen wesentlichen, integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie bilden. Konkrete Zielsetzungen werden im Geschäftsjahr 2019|20 veröffentlicht.
Ziel in der Lieferkette bis 2030: 100% nachhaltige Beschaffung gemäß Definition des Sustainable Juice Covenant (siehe Seite 29)
Energie- und Umweltziele bis 2020|21:
Energie- und Umweltziele bis 2020|21:
Einsparungsziel von 65 GWh durch Effizienzmaßnahmen in Anlagen durch die Einsparung von 76 GWh (seit 2015|16) bereits realisiert
Energie- und Umweltziele bis 2020|21:
Die Erreichbarkeit dieser Ziele wird maßgeblich von der quantitativen und qualitativen Rohstoffverfügbarkeit beeinflusst (siehe Seite 44).
Arbeitssicherheitsziele aller AGRANA-Segmente siehe Seite 55.
Die im Rahmen der Geschäftsverbindungen gezeigte Strichstärke symbolisiert Mengenströme innerhalb des jeweiligen Geschäftssegmentes.
wsk.agrana.com
AGRANA berichtet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit (Beschreibung des Geschäftsmodelles, siehe Kapitel Unternehmensstruktur, Seite 4f ) wesentliche nicht-finanzielle Belange – mit einem grünen Fingerabdruck gekennzeichnet – in den Konzernlagebericht integriert. Diese Nicht-finanzielle Erklärung bietet einen Überblick über AGRANAs Nachhaltigkeitsverständnis, die AGRANA-Wesentlichkeitsanalyse, Managementansätze der wichtigsten nicht-finanziellen Belange sowie deren organisatorische und inhaltliche Berichtsgrenzen. Maßnahmen und Leistungsindikatoren sowie Ziele in den einzelnen Bereichen werden in den Segmentberichten, im Kapitel Personal- und Sozialbericht sowie im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst. Wir bei AGRANA…
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
1 Die Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB wurde erstellt in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI-Standards "In accordance – Core".
AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2018|19 in den Geschäftssegmenten Frucht, Stärke und Zucker weltweit rund 9,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 9,7 Mio. Tonnen) agrarische Rohstoffe und verkaufte rund 5,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,8 Mio. Tonnen) hochwertige Produkte.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA im Geschäftsjahr 2012|13 sechs Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Wesentlichkeitsanalyse im Geschäftsjahr 2017|18, an der neben dem AGRANA-Nachhaltigkeitskernteam auch ausgewählte repräsentative Stakeholder1 teilnahmen, wurden die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf die Gesellschaft und die Umwelt eingeschätzt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung hat die AGRANA-Gruppe durch ihre, v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker, energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Umwelt- und Energieaspekte. Alleine im Segment Frucht sind aufgrund der globalen Rohstoffbeschaffung die gesellschaftlichen Auswirkungen der Lieferbetriebe im Rahmen der AGRANA-Fruchtbeschaffung höher einzuschätzen.
Für die Stakeholder hatten die Themen Produktsicherheit, Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Arbeitssicherheit sowie Energieeinsatz und Emissionen über alle Geschäftssegmente hinweg die höchste Priorität. Besondere
Bedeutung, v. a. für die Stakeholder des global tätigen Segmentes Frucht, hat auch die Umsetzung einheitlich hoher Umwelt- und Sozialstandards sowohl in der AGRANA-Produktwertschöpfungskette als auch in der vorgelagerten Lieferkette. Aufgrund der hohen Erwartungen in den übrigen Handlungsfeldern war das Handlungsfeld "Gesellschaftliches Engagement und Stakeholder-Einbindung" in den Augen der Stakeholder von sehr geringer Bedeutung, weshalb es nicht mehr als wesentlich betrachtet, sondern nur noch auf freiwilliger Basis berichtet wird.
In diesen Bericht wurden alle Belange aufgenommen, die wesentliche gesellschaftliche Auswirkungen haben oder von hoher Bedeutung für AGRANAs Stakeholder sind (siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 191ff ).
Die organisatorischen Berichtsgrenzen für die in diesen Geschäftsbericht 2018|19 integrierten nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsbelange umfassen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit und entsprechen dem
finanziellen Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der Umwelt- und Energiedaten des erst im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen Fruchtsaftkonzentratstandortes in Nagykálló|Ungarn und des gegen Ende des Geschäftsjahres 2018|19 in Betrieb genommenen neuen Fruchtzubereitungswerkes in Changzhou|China, die nicht enthalten sind.
Aus organisatorischen Gründen sind in den nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsdaten die nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) sowie die AGRANA-STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) weiterhin nicht enthalten.
AGRANAs Geschäftstätigkeit ist in drei Geschäftssegmenten organisiert. Die Berichterstattung nicht-finanzieller Belange bzw. GRI-Standards folgt dieser Struktur, da unterschiedliche Geschäftsprozesse in den AGRANA-Geschäftssegmenten die Aussagekraft von auf Gruppenebene konsolidierten Informationen (z.B. im Bereich Energieeinsatz und Emissionen) einschränken bzw. verzerren könnten.
Segmentindividuelle Ziele in der Lieferkette Siehe Segmentberichte
Umweltziele 2020|21 Reduktion des direkten und indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt
Reduktion des Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (siehe Segmentberichte)
644,1 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
1,7 Mrd. € Gesamtbruttowertschöpfung
Rund 8.700 Arbeitsplätze bei AGRANA generierten rund 31.000 weitere in anderen Unternehmen
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Eine genauere inhaltliche Abgrenzung ist für folgende Belange, die für AGRANAs Stakeholder besondere Bedeutung haben, zum leichteren Verständnis des Berichtsrahmens und des zugrundeliegenden Managementansatzes notwendig.
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und -kosten, aber auch der potenziellen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Herstellung landwirtschaftlicher Rohwaren konzentriert AGRANA ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z.B. tiefgefrorene Fruchtstücke) und beschränkt ihre nicht-finanzielle Berichterstattung auf diesen Bereich der Beschaffung. AGRANA strebt im Rahmen des Vorsorgeprinzips die Vermeidung bzw. Minimierung ökologischer Risiken aus dem Rohstoffanbau – wie negative Auswirkungen auf die Bodengesundheit und -erosion, Wasserverfügbarkeit und -qualität, Biodiversität – und sozialer Risiken – wie negative Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Menschenrechte sowie speziell Kinderarbeit – durch die Förderung guter agrarischer Praxis und die Einhaltung von Sozialstandards, wie die ILO-Standards, in ihrer Lieferkette an. Wenngleich AGRANA keinen direkten Einfluss hat, trägt sie über die Beschaffung zu den beschriebenen potenziellen Auswirkungen bei bzw.steht durch die Geschäftsbeziehung indirekt mit Auswirkungen in der Lieferkette in Verbindung. AGRANA hat ihre Erwartungen an ihre landwirtschaftlichen Lieferanten in ihren Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die für den Bereich der Sozialkriterien eine Referenz auf AGRANAs Verhaltenskodex enthalten, niedergeschrieben. Die Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte sind Bestandteil von Lieferverträgen.
Um Nachhaltigkeitsaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaffungsmodell strukturiert bearbeiten und v. a. dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei SAI, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittelindustrie, und nimmt mit ihren Segmenten Frucht, Stärke und Zucker an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
SAI bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v. a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Das Basisinstrument stellt dabei immer das von SAI erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mit Hilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Boden- und Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status Gold, Silber, Bronze oder "Noch nicht Bronze".
Für Bereiche der Beschaffung, in denen kein direkter Zugang zum landwirtschaftlichen Produzenten der Rohstoffe besteht, stellt SAI ein mittlerweile sehr umfassendes Benchmarking der FSA-Anforderungen gegenüber nationalen Gesetzgebungen vieler Länder einerseits, relevanten internationalen Zertifizierungsstandards (z.B. Global GAP, Rainforest Alliance, Bonsucro etc.) andererseits, sowie sogar einigen unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsprogrammen zur Verfügung. Die geprüfte Einhaltung nationaler gesetzlicher Vorgaben oder die Zertifizierung nach gewissen internationalen bzw. unternehmensspezifischen Standards sowie die externe Verifizierung der betrieblichen Selbstauskünfte im Rahmen des FSA unter Einhaltung der Regeln des SAI Implementation Framework ermöglicht landwirtschaftlichen Produzenten und der verarbeitenden Industrie die Auslobung des jeweiligen FSA-Nachhaltigkeitsstatus im B2B-Bereich.
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2017|18 berechnet. Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck
Details bezüglich der Umsetzungsaktivitäten von AGRANAs Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte bzw. des FSA-Nachhaltigkeitsstatus in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker sind in den jeweiligen Segmentberichten (siehe Seiten 28f, 36 und 43) dargestellt.
Bewusstseinsbildung und Weiterbildung ist ein Basisbaustein von AGRANAs Zusammenarbeit mit ihren rund 9.800 Vertragsanbauern. Neben vielen Schulungsmaßnahmen in allen Segmenten veranstaltet AGRANA dafür zweimal jährlich die BETAEXPO, Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen. Der von rund 3.000 Interessierten besuchte BETAEXPO-Fachtag im Juni 2018 stand mit einem vielfältigen fachlichen Programm und interessanten Diskussionsrunden ganz im Zeichen der produktionstechnischen Herausforderungen im Ackerbau.
Da Nachhaltigkeit bei AGRANA bis in die Lieferkette gelebte Praxis ist, zeichnete das Unternehmen im Vorfeld der BETAEXPO im Juni 2018 bereits zum vierten Mal besonders nachhaltig wirtschaftende Rohstofflieferanten in den Kategorien Zuckerrübe, Kartoffel, Frucht und Juice mit dem AGRANA-Nachhaltigkeitspreis aus.
Am BETAEXPO-Familientag Ende September 2018 erhielten rund 3.000 Landwirte und an der Landwirtschaft bzw. am Industriestandort Tulln Interessierte u. a. bei Live-Maschinenvorführungen neueste landwirtschaftliche Erkenntnisse und praktische Expertentipps im Bereich Erntetechnik. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die anstehenden Herausforderungen durch den Klimawandel, dessen Auswirkungen im Berichtsjahr 2018|19 für die europäische Landwirtschaft – v. a. durch die regional auftretende, teilweise extreme Trockenheit – deutlich zu spüren waren, und mögliche Anpassungsmaßnahmen angesprochen.
Biodiversität ist für AGRANA v. a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette, d.h. der agrarischen Produktion, von Bedeutung. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte soweit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoffen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht. AGRANA setzt auch an ihren Unternehmensstandorten einzelne Projekte zum Erhalt oder der Erhöhung der Artenvielfalt um. So unterhält AGRANA seit 2016 ein Projekt zum Schutz von Bienen, in dessen Rahmen an allen österreichischen Standorten Bienenstöcke installiert wurden (weitere Projekte siehe Seiten 39 und 46).
Kennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, sind aufgrund eingeschränkter Datenverfügbarkeit und -verlässlichkeit nicht für alle eingesetzten Rohstoffe weltweit vorhanden und werden daher nicht berichtet.
Basis für AGRANAs Management von Energie- und Umweltbelangen stellt ihre Umweltpolitik dar, welche unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips die Grundlage zur Vermeidung bzw. Reduktion negativer ökonomischer, ökologischer und sozialer Auswirkungen im Rahmen von AGRANAs Produktion bildet und auch einen Beschwerdeprozess enthält.
Die v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker energieintensive Veredelung von landwirtschaftlichen Rohstoffen birgt einerseits ökonomische Risiken für AGRANA, wie die Möglichkeit eines gesetzlichen Verbotes (bestimmter) fossiler Brennstoffe, den Verlust von Betriebsgenehmigungen und fehlende zu wirtschaftlichen Konditionen verfügbare erneuerbare Energieträger. Daneben kann sich die Produktion durch die entstehenden Treibhausgasemissionen auch im sozialen und ökologischen Bereich auswirken, wie z.B. als Gesundheitsgefährdung oder Rohstoffverknappung durch den Klimawandel. Diese potenziellen Auswirkungen liegen in AGRANAs direktem Einflussbereich. AGRANA nimmt ihre Verantwortung wahr und versucht tatsächliche negative Auswirkungen soweit möglich zu minimieren bzw. immer weiter zu reduzieren.
AGRANA hat es sich im Rahmen ihrer Umweltpolitik daher zum Ziel gesetzt, an allen ihren Produktionsstandorten emissionsarme Energieträger möglichst effizient einzusetzen. In Umsetzung dieses Zieles hat AGRANA 2014 begonnen, Energiemanagementsysteme einzuführen. Die Energiemanagementsysteme von 46,3% aller AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 10) sind nach ISO 50001 zertifiziert.
Alle AGRANA-Segmente verfolgen für ihre Geschäftstätigkeit relevante Energieziele mit einer derzeitigen Zielsetzungsperiode bis zum Geschäftsjahr 2020|21. Der bisherige Fortschritt bei der Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht dargestellt (siehe Seiten 30f, 37 und 44f ).
AGRANA beschränkt ihre Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen auf spezifische Mengen pro Tonne Produkt-Output (Haupt- und Nebenprodukte) im eigenen Produktionsbereich und jeweils auf Scope 1 (direkter Energieeinsatz bzw. direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekter Energieeinsatz bzw. indirekte Emissionen).
AGRANA berechnet bereits seit dem Jahr 2008 Carbon Footprints für eine repräsentative Auswahl ihrer Produkte. Da es allerdings in der EU weiterhin keine verbindliche Vorgabe bezüglich der anzuwendenden Berechnungsmethodik für den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln bzw. Lebensmittelbestandteilen wie Zucker, Stärke, Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten gibt, verzichtet AGRANA auf die Veröffentlichung von Ergebnissen. Je nach angewendeter Rechenregel schwankt z.B. der Carbon Footprint von Zucker um plus/minus 50% zu einer bestimmten Methode. Im Rahmen der vom Europäischen Verband der Zuckerproduzenten (CEFS) berechneten Bandbreite wird jedoch ein Carbon Footprint von 242 bis 771 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Rübenzucker angegeben.
Für den Carbon Footprint von Bioethanol ist jedoch die EU-Energieallokationsmethode verpflichtend anzuwenden, um die im Rahmen der EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen nachzuweisenden Energieeinsparungsziele durch biogene Kraftstoffe zu belegen. Daher wird der Carbon Footprint von Bioethanol auf AGRANAs Website zur Verfügung gestellt.
Wasser, die weltweit gesellschaftlich wichtigste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Wassermangel bzw. der Entzug von Wasser in wasserarmen Regionen sowie schlechte Wasserqualität und zu hohe Temperatur bei Einleitung von Abwasser stellen vielfach ein bedeutendes ökonomisches, ökologisches und soziales Risiko dar. Wenngleich AGRANAs Produktionsstandorte nicht von quantitativer oder qualitativer Wasserknappheit betroffen sind, stellt die nachhaltige, verantwortungsbewusste und allen gesetzlichen Standards entsprechende Nutzung und Ableitung von Wasser einen wesentlichen Aspekt der AGRANA-Umweltpolitik dar. Im Rahmen ihrer Effizienzbemühungen nutzt AGRANA das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen.
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe, in ihren Produktionswerken auf spezifischer Basis pro Tonne erzeugtem Produkt (Hauptund Nebenprodukte), da Absolutwerte aufgrund schwankender jährlicher Verarbeitungsmengen keine Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung haben. Einige AGRANA-Segmente verfolgen für ihre Geschäftstätigkeit relevante Wasserziele mit der derzeitigen Zielsetzungsperiode bis zum Geschäftsjahr 2020|21. Der bisherige Fortschritt bei der Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht dargestellt (siehe Seiten 31, 38 und 44).
Ökonomische, ökologische und soziale Risiken bzw. Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind durch ihre Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten Prinzip der vollständigen Verwertung trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v. a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits finden dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.
Bezogen auf den gesamten Produktausstoß fielen im Geschäftsjahr 2018|19 rund 141 Gramm gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) an. Diese wurden gesetzlichen Auflagen entsprechend gesammelt und qualifizierten Entsorgern zur sachgemäßen Behandlung übergeben.
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Produkten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von meist unter 10% auf den Carbon Footprint von AGRANA-Produkten hat, versucht das Unternehmen trotzdem, auch Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten.
So lag der Modalsplit 2018|19 auf Tonnenkilometer berechnet für In- & Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe bei rund 74% Straße, 21,5% Schiene und 4,5% Wasser.
Die interne normative Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitern stellt der AGRANA-Verhaltenskodex dar, der zuletzt 2018|19 überarbeitet wurde. Er enthält u. a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Daneben werden auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen festgeschrieben. Seine Einhaltung soll
ökonomische Risiken, wie schwierige Mitarbeiterfindung, ineffiziente Betriebsabläufe, Streiks und Reputationsverlust für AGRANA sowie soziale Risiken, wie ein unsicheres, gesundheitsgefährdendes, diskriminierendes, unfaires Arbeitsumfeld für die Arbeitnehmer vermeiden bzw. minimieren.
Die Arbeitsverhältnisse von rund 71% der AGRANA-Mitarbeiter weltweit unterliegen einem Kollektivvertrag. Die Interessen von etwa 81% der Mitarbeiter werden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechte eingerichtet, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Prozess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen.
AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v. a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinderund Zwangsarbeit) abzielt, vor. Im Geschäftsjahr 2017|18 haben alle Zuckerwerke in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 10) und Stärkeproduktionsstandorte in Österreich ihre Selbstauskünfte im Rahmen von drei Jahre gültigen 4-Pillar SEDEX Members Ethical Trade Audits (SMETA) durch unabhängige Dritte überprüfen lassen. In Summe verfügten zum Bilanzstichtag 2019 rund 44,4% der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über gültige SMETA- oder vergleichbare Sozialaudits. Es wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Die SMETA-Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr 2018|19 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeiter werden im Personal- und Sozialbericht (siehe Seite 51ff ) kommentiert.
Die Risiken und Managementansätze sowie Aktivitäten des Geschäftsjahres 2018|19 zum Thema Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung bzw. Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im Bereich Compliance (siehe Geschäftsbericht 2018|19, Seite 25f ) im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
Im Bereich Nachhaltigkeit stand für AGRANA als energieintensives Industrieunternehmen viele Jahre der ökologische Aspekt der Geschäftstätigkeit im Fokus. Daneben wurden auch Arbeitsbedingungen im eigenen Bereich sowie in der Lieferkette und Compliance-Aspekte betrachtet. Im Geschäftsjahr 2015|16 wurde erstmals auch der Wertschöpfungs- und Beschäftigungsbeitrag genauer untersucht, im Berichtsjahr 2018|19 erfolgte ein Update dieser Berechnungen1.
AGRANAs Gesamt-Bruttowertschöpfungsbeitrag
644,1 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2017|18 (2014|15: 510,6 Mio. €) durch den laufenden Betrieb an direkter Bruttowertschöpfung in der AGRANA-Gruppe generiert. Der gesamte Bruttowertschöpfungsbeitrag2 der AGRANA-Gruppe, welcher sich aus direkten2, indirekten2 und induzierten2 Effekten zusammensetzt, betrug rund 1,7 Mrd. € (2014|15: knapp 1,5 Mrd. €). Mit 831,8 Mio. € bzw. 48% der Bruttowertschöpfung ging der größte Beitrag vom Segment Frucht aus, gefolgt von Stärke mit 514,3 Mio. € und Zucker mit 376,5 Mio. €. Den größten volkswirtschaftlichen Hebel, ausgedrückt in einem Multiplikator2, findet man im Segment Zucker: Ein Multiplikator von 2,8 bedeutet, dass mit jedem in der AGRANA-Gruppe im Segment Zucker erwirtschafteten Euro weltweit weitere 1,8 € an Wertschöpfung in anderen Unternehmen generiert wurden.
In der regionalen Verteilung lagen die Länder der EU-28 mit einem Anteil von rund 77% an der Bruttowertschöpfung vor Nordamerika mit rund 9% und Rest-Europa mit rund 5% (siehe Karte der AGRANA-Standorte, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 28f ).
Insgesamt stand der laufende Geschäftsbetrieb der AGRANA-Gruppe 2017|18 für knapp 40.000 Arbeitsplätze weltweit. Von 8.730 direkten Jobs in der AGRANA-Gruppe hingen rund 31.000 weitere Arbeitsplätze weltweit ab. Daraus resultieren die mit anderen Produktionsbetrieben nicht zu vergleichenden, überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsmultiplikatoren in der Bandbreite von 6,62 (Segment Stärke) bis 4,53 (Segment Frucht).
Mehr als die Hälfte des Gesamteffektes in Höhe von 39.506 Arbeitsplätzen ist mit 21.651 Jobs bzw.rund 55% dem Segment Frucht zuzuschreiben, gefolgt von Zucker mit 11.345 (rund 29%) und Stärke mit 6.510 (rund 16%) Stellen. Rund 62% dieser Arbeitsplätze entfielen auf die 28 EU-Mitgliedstaaten. Der vergleichsweise höhere Anteil von 77% an der Bruttowertschöpfung spiegelt die höhere Produktivität in der EU wider. Es folgten Asien mit 3.334 und Nordamerika mit 2.744 Arbeitsplätzen bzw.rund 8% und rund 7% der Stellen (siehe Karte der AGRANA-Standorte, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 28f ).
Neben den Effekten aus dem laufenden Betrieb entstanden durch die Investitionstätigkeit der AGRANA zusätzliche Bruttowertschöpfungseffekte. Weltweit lösten die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres 2017|18 in Höhe von rund 141 Mio. € einen totalen Wertschöpfungseffekt von 290,7 Mio. € aus. Der dadurch ausgelöste Beschäftigungseffekt beläuft sich auf insgesamt 8.296 Arbeitsplätze. Von diesen Effekten profitierte man in der EU mit 208,3 Mio. € Bruttowertschöpfung, dies entspricht einem Anteil von rund 72%, am meisten. Der Beschäftigungseffekt von 2.619 Arbeitsplätzen in der EU entspricht rund 32%.
Oberstes Ziel der AGRANA-Qualitätspolitik ist es, den Kundenbedürfnissen entsprechende für den Verzehr sichere Lebens- und Futtermittel zu erzeugen. Die Einhaltung der zahlreichen geltenden nationalen und internationalen Anforderungen an die Produktsicherheit an allen Produktionsstätten weltweit stellt für AGRANA nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch einen wesentlichen Bestandteil ihrer sozialen Verantwortung und Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung dar.
Lebensmittel, die an den Unternehmensstandorten in der EU hergestellt werden, entsprechen der EU-Verordnung (EG) Nr.178/2002 (zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechtes, zur Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit – kurz: General Food Law) in der jeweils gültigen Fassung. Zusätzlich orientiert sich AGRANA an den internationalen Mindeststandards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der Food and Agriculture Organization und der World Health Organization). Im Codex Alimentarius wird mit den General Principles of Food Hygiene das sogenannte HACCP-System eingeführt. Hazard Analysis and Critical Control Point bedeutet, dass mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit, die von chemischer, physikalischer oder mikrobiologischer Natur sein können, analysiert werden. Das Prinzip eines HACCP-Systems findet sich beispielsweise auch als rechtliche Forderung in der EU-Hygiene-Verordnung (VO-EG Nr. 852/2005) wieder. AGRANA hat bereits vor vielen Jahren HACCP-Systeme, die dem jeweiligen Produktionsprozess angepasst sind, in ihren Werken eingeführt. Die Einführung und v. a.regelmäßige Überprüfung eines HACCP-Systems garantiert, dass nur sichere Produkte den Standort verlassen.
Futtermittel, die an Standorten in der EU hergestellt werden, erfüllen die Anforderungen der EU-Verordnungen Nr.178/2002 General Food Law, Nr.767/2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln
und Nr.183/2005 mit Vorschriften für die Futtermittelhygiene. HACCP-Systeme bilden auch hier ein Rückgrat für die Gewährleistung der Produktsicherheit.
In ihrem Bestreben nach Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit geht AGRANA über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat international anerkannte Standards für Produktsicherheit im Zuge von externen Zertifizierungen eingeführt.
Das AGRANA-Qualitätsmanagementsystem hat sich zum Ziel gesetzt, die Ansprüche und Anforderungen von Kunden und anderen Interessenpartnern zu erkennen und bestmöglich zu erfüllen. Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP Feed- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2018|19 100% der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. die jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die kontinuierliche Anhebung der Hygiene- und Qualitätsstandards der von AGRANA hergestellten Lebens- und Futtermittel erfolgt durch externe Zertifizierungen, Kunden- und Lieferantenaudits sowie durch ein internes Auditsystem. Im Geschäftsjahr 2018|19 mussten keine Konsumenten betreffenden Produktrückrufe durchgeführt werden.
Bio-Produkte und nachhaltige Produktinnovationen AGRANA verfügt in ihren Werken und in der Lieferkette über die notwendigen Zertifizierungen, um Kundenwünschen nach Ware aus biologischer Wirtschaftsweise nachkommen zu können. Da sich eine mengenmäßig relevante Bio-Nachfrage aber im Wesentlichen auf die Länder Österreich, Deutschland und USA beschränkt, liegt der Anteil von Bio-Produkten am AGRANA-Gesamtabsatz im einstelligen Prozentbereich.
Bei Bio-Produkten mit starker Nachfrage wie z.B. Bio-Rübenzucker versucht AGRANA ihr Angebot in Zukunft auszuweiten, was die Verfügbarkeit des Rohstoffes in Bioqualität voraussetzt. Als Anreiz für die Bauern, den herausfordernden Biorübenanbau zu wagen, bietet AGRANA in Österreich ab dem Anbaujahr 2019 neben einer Abnahmegarantie aller Bio-Rüben bei einem attraktiven Preismodell, der Übernahme der Verladekosten und einem vergünstigten Bezug von Düngemitteln wie Carbokalk und BioAgenasol® weitere organisatorische
Unterstützungsmaßnahmen, wie z.B. die Bereitstellung von kameragesteuerten Fingerhackgeräten sowie Jätefliegern einschließlich Personal. Zudem wurde eine Zusammenarbeit zwischen AGRANA und der Firma Agropersonal zur Vermittlung von Saisonarbeitskräften gestartet. All diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Biorübenanbau für Landwirte attraktiv zu machen.
Die Markteinführung ihres Bio-Kunststoffes AGENACOMP® stellt für AGRANA die wichtigste Produktinnovation im Berichtsjahr 2018|19 dar. Der Bio-Kunststoff-Compound besteht zu 50% aus thermoplastischer Stärke und zu 50% aus einem biologisch abbaubaren Polyester. AGENA-COMP® ist das erste Produkt für den Bio-Kunststoffmarkt mit einem so hohen Stärkeanteil (marktüblich sind lediglich rund 25%), der eine vollständige Heim-Kompostierbarkeit ermöglicht. TÜV-zertifizierte Kompostierungstests ergaben eine 100%ige Verrottung ohne Mikroplastikrückstände in weniger als sechs Monaten. Die Anwendungsbereiche von AGRANAs neu entwickeltem Bio-Kunststoff sind vielfältig und reichen von der Eignung als Knotenbeutel für Obst und Gemüse, in stärkerer Ausführung als Trageeinkaufstasche bis hin zur Verwendung als Verpackungsfolie.
Im Rahmen einer Investition vom 40 Mio. € am Standort der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd|Österreich startete AGRANA Ende des Geschäftsjahres 2018|19 mit der Veredelung von Kartoffelfasern zu einem hochwertigen Ballaststoff in Lebensmittelqualität zur Kalorienreduktion von Nahrungsmitteln. Ballaststoffe sind als unverdauliche Bestandteile der Nahrung unverzichtbar für eine gesunde Ernährung. Sie gelten als schnelle Sattmacher, senken Blutzucker- und Blutfettwerte, binden giftige Stoffe im Körper, sorgen für eine gesunde Darmflora und werden in vielen Lebensmitteln wie Backwaren, Erfrischungsgetränken und Fleischerzeugnissen eingesetzt. Durch die Trocknung und Aufbereitung der bisher in der Kartoffelstärkeherstellung anfallenden, ungenutzt bleibenden Pülpe gelingt AGRANA nicht nur eine 100%-Verwertung des wertvollen Kartoffelrohstoffes, sondern auch ein Beitrag zu ausgewogener, ballaststoffreicher Ernährung.
Auch im Geschäftsjahr 2018|19 kämpfte Zucker in der öffentlichen Diskussion bzw. in der medialen Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Thema Ernährung und Gesundheit mit einem negativen Image. Vielfach wird der Eindruck vermittelt, dass Zucker für alle Fehlentwicklungen unserer modernen Gesellschaft – insbesondere aber für Übergewicht – verantwortlich ist.
Motiviert durch diesen medialen Druck und die 2016 in den EU-Mitgliedstaaten erzielte Verständigung, dass bis 2020 – ausgehend vom Basisjahr 2015 – insgesamt 10% weniger zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittel-
angebot enthalten sein soll, arbeiten Lebensmittelerzeuger und Handelsketten an Rezepturänderungen bei ihren Produkten. So stellt eine Handelskette einen um 30% Zucker-reduzierten Schoko-Pudding in die Auslage, der aber nur um rund 6% weniger Kalorien enthält als das Original. Oder Butterkekse, die mit "30% weniger Zucker" beworben werden, aber letztlich nur 4% weniger bzw. Haselnuss-Schnitten, die trotz 46% weniger Zucker, nur 2% weniger Kalorien enthalten. Reformulierungen, die alleine Zucker ins Visier nehmen, greifen zu kurz. Letztlich ist nicht Zucker, sondern eine positive Energiebilanz, d.h. es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, für Übergewicht verantwortlich. Ob diese Kalorien aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlenhydraten stammen, spielt dabei keine Rolle.
AGRANA hat es sich daher zum Ziel gesetzt, das Wissen über Ernährung im Allgemeinen sowie den Lebensstil und die Eigenschaften von Zucker im Speziellen zu verbessern. Das Unternehmen unterstützte daher auch im Berichtsjahr 2018|19 Initiativen, die Wissensvermittlung im Bereich Ernährung und Gesundheit anbieten, wie das "Forum Ernährung heute" oder die "Österreichische Gesellschaft für Ernährung" (ÖGE) sowie die Plattform "Land schafft Leben".
Mit dem Sponsoring des SK Rapid, eines Wiener Traditions-Fußballklubs, möchte AGRANA zu einem gesunden, aktiven Lebensstil motivieren und zu mehr Bewegung im Alltag anregen. Dabei ist AGRANA die Jugend ein besonderes Anliegen, wird der Grundstein für einen gesunden Lebensstil doch bereits in den ersten Jahren gelegt. AGRANA unterstützte wie in den Vorjahren im Berichtsjahr wieder das Wiener Zucker®-U9 Nachwuchsturnier, dessen Einladung nicht nur heimische Fußballvereine, sondern auch namhafte internationale Top-Klubs wie der FC Bayern München, Hertha BSC Berlin, Juventus Turin, der AC Milan oder der FC Barcelona mit ihren U9-Mannschaften Folge leisteten.
Daneben fördert AGRANA auch bei ihren eigenen Mitarbeitern das Wissen und Bewusstsein zu ausgewogener Ernährung und einem gesunden Lebensstil durch eine Vielzahl an Aktivitäten (siehe Personal- und Sozialbericht, Seite 51ff ).
Mitgliedschaften bei nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen Neben der möglichst umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung ihrer Kerngeschäftsaktivitäten ist AGRANA auch als verantwortungsbewusster Corporate Citizen, d.h. als Teil der Gesellschaft, an den Orten, an denen sie tätig ist, engagiert. Im Rahmen dieses Engagements bringt sich AGRANA auch bei verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen ein.
Wie in den Vorjahren unterstützte die AGRANA-Gruppe auch im Berichtsjahr 2018|19 wieder eine Vielzahl an sozialen Projekten in den Gemeinden ihrer Unternehmensstandorte sowie viele Kulturveranstaltungen in Österreich.
| Initiative | Mitgliedsunternehmen | Seit | Ziel der Initiative und Mitglieder |
|---|---|---|---|
| Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) |
AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2014 | Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: Lebensmittel- und Getränkeindustrie |
| The Sustainable Juice Covenant |
AUSTRIA JUICE GmbH | 2018 | Ziel: globale Initiative zur nachhaltigen Produktion von frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Saftkonzentraten Mitglieder: Getränkeindustrie, v. a. Mitglieder der European Fruit Juice Association (AIJN) |
| Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) |
AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2009 | Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: 36.000 Unternehmen weltweit |
| EcoVadis | AUSTRIA JUICE GmbH sowie einige Standorte des Segmentes Frucht, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Zucker GmbH |
2013 | Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt und Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: rund 120 global tätige Unternehmen verschiedenster Industrien |
| ARGE Gentechnik-frei | AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2010 | Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungs kette inklusive vieler Einzelhändler |
| Bonsucro | AGRANA Zucker GmbH | 2014 | Ziel: Verbesserung der Nachhaltigkeit im Zuckerrohranbau sowie der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr; Mitglieder: Produzenten, Händler, Verarbeiter |
| Initiative Donau Soja | AGRANA Stärke GmbH | 2013 | Ziel: Nachhaltiger GVO-freier Sojaanbau in der Donauregion (Fokus Futtermittel); Mitglieder: gesamte Wertschöpfungskette, NGOs etc. |
| Branchen- und Interessenvertretung | Mitgliedsunternehmen | Wirkungsbereich |
|---|---|---|
| Industriellenvereinigung (IV) | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| AÖL – Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller | AGRANA Stärke GmbH | Deutschland |
| CEFS – Comité Européen des Fabricants de Sucre | AGRANA Zucker GmbH | EU |
| Starch Europe | AGRANA Stärke GmbH | EU |
| SGF International E.V. | AUSTRIA JUICE GmbH | weltweit |
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018|19 (1. März 2018 bis 28. Februar 2019) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Eine detaillierte Übersicht der Zu- und Abgänge im Konsolidierungskreis ist im Konzernanhang (Seite 81ff ) zu finden. Insgesamt wurden 62 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2018: 62 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (28. Februar 2018: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| (verkürzt) | % / pp | |||
| Umsatzerlöse | t€ | 2.443.048 | 2.566.317 | –4,8% |
| EBITDA1 | t€ | 147.738 | 254.159 | –41,9% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 51.102 | 164.145 | –68,9% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 12.222 | 29.395 | –58,4% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 3.294 | –2.912 | 213,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 66.618 | 190.628 | –65,1% |
| EBIT-Marge | % | 2,7 | 7,4 | –4,7 pp |
| Finanzergebnis | t€ | –15.372 | –14.470 | –6,2% |
| Ertragsteuern | t€ | –20.860 | –33.513 | 37,8% |
| Konzernergebnis | t€ | 30.386 | 142.645 | –78,7% |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,41 | 2,242 | –81,7% |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2018|19 mit 2.443,0 Mio. € insgesamt leicht unter dem Vorjahr. Während die Umsätze in den Segmenten Frucht (1.179,1 Mio. €; +1,5%) und Stärke (762,7 Mio. €; +1,4%) leicht stiegen, war der deutliche Umsatzrückgang im Segment Zucker (501,2 Mio. €; –23,2%) v. a. auf die weiter gesunkenen Zuckerverkaufspreise zurückzuführen.
Umsatz nach Segmenten 2018|19
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 Auf Basis der Aktienanzahl zum 28. Februar 2019 (62.488.976 Stück) berechnet
52,5% (Vorjahr: 51,3%) des Konzernumsatzes wurden von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 66,6 Mio. € sehr deutlich (–65,1%) unter dem Ergebnis des Vorjahres. Im Segment Zucker führten wie erwartet im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Verkaufspreise, aber auch Belastungen infolge der trockenheitsbedingt geringeren Ernte in Österreich zu einer sehr deutlichen Verschlechterung des Ergebnisses auf –61,9 Mio. € (Vorjahr: 34,8 Mio. €). Im Segment Stärke ging das EBIT v. a. aufgrund einer schlechteren Performance im Ethanol- und Verzuckerungsproduktgeschäft deutlich (–36,2%) auf 51,2 Mio. € zurück. Das EBIT im Segment Frucht konnte um 2,2% auf 77,3 Mio. € gesteigert werden. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2018|19 –15,4 Mio. € (Vorjahr: –14,5 Mio. €). Die bereits im Vorjahr durchgeführte Optimierung der Kredit- und Zinsstruktur führte auch in diesem Jahr zu einer weiteren Verbesserung des Zinsergebnisses um 2,3 Mio. €. Demgegenüber verschlechterte sich das Währungsergebnis v. a. aufgrund negativer Entwicklungen bei Fremdwährungsfinanzierungen in Argentinien, Brasilien, China, Mexiko und Rumänien (Euro- und US-Dollar-Finanzierungen) um rund 4,1 Mio. €. Aufgrund geringerer Nebenaufwendungen verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis um 0,9 Mio. €.
| Finanzergebnis | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Zinsergebnis | t€ | –5.513 | –7.832 | 29,6% |
| Währungsergebnis | t€ | –7.976 | –3.842 | –107,6% |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 24 | 34 | –29,4% |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –1.907 | –2.830 | 32,6% |
| Summe | t€ | –15.372 | –14.470 | –6,2% |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging von 176,2 Mio. € im Vorjahr auf 51,2 Mio. € zurück. Nach einem Steueraufwand von 20,9 Mio. €, der einer Steuerquote von 40,7% (Vorjahr: 19,0%) entspricht, betrug das Konzernergebnis 30,4 Mio. € (Vorjahr: 142,6 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei 25,4 Mio. € (Vorjahr: 140,1 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) ging auf 0,411 € (Vorjahr: 2,241 €) zurück.
Im Geschäftsjahr 2018|19 investierte AGRANA in Summe 183,8 Mio. € und damit um 42,9 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen um 90,1% (Vorjahr: 56,5%) über den Abschreibungen und verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen2 | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Segment Frucht | t€ | 56.193 | 49.356 | 13,9% |
| Segment Stärke | t€ | 97.011 | 59.427 | 63,2% |
| Segment Zucker | t€ | 30.549 | 32.084 | –4,8% |
| Konzern | t€ | 183.753 | 140.867 | 30,4% |
| Abschreibungen | t€ | 96.636 | 90.014 | 7,4% |
| Investitionsdeckung | % | 190,1 | 156,5 | 33,6 pp |
Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Frucht in den Bereichen Kapazitätsausweitungen sowie Anlagenmodernisierungen und im Segment Zucker in der Verbesserung der Produktqualität und Energieeffizienz. Die höchsten Ausgaben im Segment Stärke wurden für das laufende Erweiterungsprojekt der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich getätigt. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Geschäftsbereiche sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben.
| Konzern-Geldflussrechnung | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| (verkürzt) | % | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | t€ | 177.546 | 302.745 | –41,4% |
| Veränderungen des Working Capital | t€ | –5.872 | –43.121 | 86,4% |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen | ||||
| und gezahlte Ertragsteuern | t€ | –29.965 | –45.762 | 34,5% |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | t€ | 141.709 | 213.862 | –33,7% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | –161.887 | –133.346 | –21,4% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | –18.180 | –153.693 | 88,2% |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | t€ | –38.358 | –73.177 | 47,6% |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | ||||
| auf den Finanzmittelbestand | t€ | –577 | –4.291 | 86,6% |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger | ||||
| Einbeziehung von Tochterunternehmen | t€ | 637 | 0 | – |
| Einfluss von IAS 29 | ||||
| auf den Finanzmittelbestand | t€ | –81 | 0 | – |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | t€ | 120.961 | 198.429 | –39,0% |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | t€ | 82.582 | 120.961 | –31,7% |
| Free Cashflow1 | t€ | –20.178 | 80.516 | –125,1% |
Der Cashflow aus dem Ergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um 125,2 Mio. € und lag bei 177,5 Mio. €. Nach einem deutlich geringeren Aufbau des Working Capital um 5,9 Mio. € (Vorjahr: 43,1 Mio. €) und niedrigeren gezahlten Ertragsteuern und Zinsen ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 141,7 Mio. € (Vorjahr: 213,9 Mio. €) zurück. Der Cash-Abfluss aus Investitionstätigkeit war mit 161,9 Mio. € aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte deutlich höher als in der Vergleichsperiode (Cash-Abfluss: 133,3 Mio. €). 2018|19 gab es in Summe einen Aufbau von Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig saldiert), was trotz einer höheren Dividendenauszahlung an die AGRANA-Aktionäre zu einem reduzierten Cash-Abfluss aus Finanzierungstätigkeit von 18,2 Mio. € (Vorjahr: 153,7 Mio. €) führte. Der Free Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als 100%.
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | 28.02.2019 | 28.02.2018 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.252.148 | 1.161.001 | 7,9% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | t€ | 1.137.259 | 1.195.420 | –4,9% |
| Summe Aktiva | t€ | 2.389.407 | 2.356.421 | 1,4% |
| Eigenkapital | t€ | 1.409.928 | 1.453.997 | –3,0% |
| Langfristige Schulden | t€ | 393.046 | 419.427 | –6,3% |
| Kurzfristige Schulden | t€ | 586.433 | 482.997 | 21,4% |
| Summe Passiva | t€ | 2.389.407 | 2.356.421 | 1,4% |
| Nettofinanzschulden | t€ | 322.202 | 232.493 | 38,6% |
| Gearing2 | % | 22,9 | 16,0 | 6,9 pp |
| Eigenkapitalquote | % | 59,0 | 61,7 | –2,7 pp |
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2019 lag mit 2.389,4 Mio. € um 33,0 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.
1 Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit
2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
Vor allem über Abschreibungsniveau liegende Investitionen bei den Sachanlagen führten zu einer Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte um 91,1 Mio. €. Die Vorräte gingen mengen- und preisbedingt zurück (–35,4 Mio. €). In Kombination mit gesunkenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (–38,4 Mio. €) führte diese Entwicklung in Summe zu niedrigeren kurzfristigen Vermögenswerten.
Die AGRANA-Eigenkapitalquote lag mit 59,0% um 2,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden v. a. aufgrund des Abbaus von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (–31,6 Mio. €). Die kurzfristigen Schulden stiegen v. a. aufgrund des Aufbaus von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+83,0 Mio. €), aber auch wegen gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+25,4 Mio. €).
Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2019 lagen mit 322,2 Mio. € um 89,7 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2017|18. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 22,9% (28. Februar 2018: 16,0%).
Im November 2018 wurde ein langfristiges Darlehen über 40 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Fixzinssatz von 1,48% aufgenommen. Die Mittel wurden für Tilgungen von fälligen Bankfinanzierungen bzw. Schuldscheindarlehen verwendet.
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2018|19 mit 1.179,1 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (+1,5%). Bei Fruchtzubereitungen stagnierten die Umsätze trotz gestiegener Absätze; der Grund dafür waren im Wesentlichen negative Effekte durch die Währungsumrechnung, insbesondere in Argentinien, der Türkei, in Russland, Mexiko und den USA. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund der hohen Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2017. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 48,3% (Vorjahr: 45,3%).
Das EBIT erreichte mit 77,3 Mio. € einen neuen Höchstwert und stieg um 2,2% gegenüber dem Vorjahr. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen hauptsächlich währungsbedingt eine Ergebnisverschlechterung verzeichnete (viele Lokalwährung haben im Vergleich zum Euro – teilweise stark – an Wert verloren), stieg das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft sehr deutlich an. Dies war v. a. besseren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2017 und der gestiegenen Kapazitätsauslastung in der Verarbeitungssaison 2018|19 geschuldet, aber auch der weiterhin erfreulichen Entwicklung im Grundstoffgeschäft.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 26f ) angeführt.
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2018|19 lag mit 762,7 Mio. € um 1,4% leicht über dem Vorjahreswert. Konnten bei nativen und modifizierten Stärken v. a. preisbedingte Umsatzzuwächse verzeichnet werden, so mussten deutliche Umsatzeinbußen für Verzuckerungsprodukte infolge des hohen Wettbewerbsdruckes auf dem europäischen Zuckermarkt hingenommen werden. Die Umsätzerlöse von Bioethanol lagen preisbedingt unter dem Vorjahr bei einer hohen Volatilität der Platts-Notierungen. Positive Umsatzentwicklungen konnten bei Bio- und Spezialprodukten, insbesondere Säuglingsmilchnahrung, erzielt werden. Die Futtermittelumsätze stiegen leicht. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 31,2% (Vorjahr: 29,3%).
Das EBIT in Höhe von 51,2 Mio. € lag deutlich unter dem Rekordwert des Vorjahres von 80,2 Mio. € und entsprach damit einer Profitabilität (Marge) von 6,7% nach 10,7% im Vorjahr. Zu einem großen Teil ist die Ergebnisverschlechterung auf die deutlich niedrigeren Marktpreise für Bioethanol und Verzuckerungsprodukte zurückzuführen. Kostenseitig sind die deutlichen Energiepreissteigerungen und das höhere Getreide-Preisniveau der Ernte 2018 anzuführen. Deutlich stiegen in Folge der intensiven Ausbauaktivitäten auch die Personal- und Abschreibungskosten. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA lag bei 16,2 Mio. € nach 30,5 Mio. € im Vorjahr. Die Mengen- und Margenverluste bei Verzuckerungsprodukten und Bioethanol waren maßgeblich für dieses schwächere Ergebnis.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 33f ) angeführt.
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse 2018|19 mit 501,2 Mio. € um 23,2% unter dem Vorjahr. Im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesunkene Zuckerverkaufspreise, aber auch niedrigere Zuckerverkaufsmengen (v. a. im Export und Non-Food-Bereich) führten zu dieser negativen Entwicklung. Die Umsätze bei Nebenprodukten sanken v. a. durch einen Minderverkauf von Trockenschnitzeln ebenso wie jene bei den sonstigen Produkten (INSTANTINA-Produkte, Saatgut, Services etc.). Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 20,5% (Vorjahr: 25,4%).
Das EBIT 2018|19 ging von 34,8 Mio. € auf –61,9 Mio. € zurück. Hier wirkte sich v. a. das gegenüber dem Vorjahr massiv schlechtere Verkaufspreisumfeld negativ aus, was auch eine retrograde Abwertung der Zuckerbestände notwendig machte. Zusätzlich führten die schlechte Rübenqualität der Ernte 2018, u. a.wegen der extremen Trockenheit, und die Flächenreduktion im Frühling 2018 aufgrund des Rüsselkäferbefalls zu höheren Produktionskosten. Konkret resultierte dies in Leerkosten von rund 13,2 Mio. €. Das positive Ergebnis aus Sondereinflüssen 2018|19 in Höhe von 3,3 Mio. € war im Wesentlichen auf Steuerrückzahlungen in Rumänien (Vorjahr: –2,9 Mio. €; Restrukturierungsmaßnahmen) zurückzuführen.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 40f ) angeführt.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe
Früchte (Hauptrohstoff für Fruchtzubereitungen: Erdbeeren; Rohstoffe für Fruchtsaftkonzentrate: Äpfel und Beeren)
Molkerei-, Eiscreme-, Backwaren-, Food-Service- und Getränkeindustrie
Maßgeschneiderte, innovative Produkte
Sonstige Services
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory| Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 28 Produktionsstandorte in 21 Ländern für Fruchtzubereitungen und 15 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen.
| Segment Frucht | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.179.603 | 1.161.898 | 1,5% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –453 | –456 | 0,7% |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.179.150 | 1.161.442 | 1,5% |
| EBITDA1 | t€ | 114.966 | 113.218 | 1,5% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 77.265 | 75.639 | 2,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 77.265 | 75.639 | 2,1% |
| EBIT-Marge | % | 6,6 | 6,5 | 0,1 pp |
| Investitionen2 | t€ | 56.193 | 49.356 | 13,9% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 6.141 | 5.610 | 9,5% |
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stieg währungsbereinigt um knapp 1%, was v. a. auf eine gestiegene Verkaufsmenge zurückzuführen war.
Umsatzsteigerungen gab es in allen AGRANA-Regionen mit Ausnahme von Südamerika, Russland und der Dirafrost-Gruppe. In der Region IMEA (Indien, Mittlerer Osten und Afrika) gab es mit Zuwächsen in Südafrika, Indien und durch den Erwerb von Elafruits SPA (nunmehr SPA AGRANA Fruit Algeria) in Algerien prozentuell die größte Steigerung. Die Ukraine konnte ebenfalls eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Auch in der EU, die umsatzmäßig bedeutendste Region, konnten trotz des rückläufigen Marktes höhere Absätze verbucht werden. Negativ beeinflussten den Umsatzerlösanstieg Fremdwährungseffekte in einzelnen Ländern; am stärksten in Argentinien, in der Türkei, in Russland, Australien und in Mexiko.
Die Diversifizierung in Richtung Fruchtzubereitungen für Food-Service-, Backwaren- und Eiscreme-Kunden wurde weiter forciert und die Absatzmengen konnten in diesen Bereichen gesteigert werden.
AGRANA verbesserte durch Marktanteilsgewinne im Einklang mit den globalen Großkunden ihre Marktposition; langfristige Kundenverträge sichern hier diese positive Entwicklung ab. Des Weiteren stellen die Non-Dairy-Produktbereiche (z.B. Fruchtzubereitungen für globale Convenience-Food-Ketten oder Eiscremekomponenten für globale Marken) nachhaltige Wachstumschancen für die Zukunft dar.
Ergebnismäßig verzeichnete der Bereich Fruchtzubereitungen einen Rückgang. Die Abweichung zum Vorjahr 2017|18 ergibt sich hauptsächlich aus negativen Währungsumrechnungseffekten sowie aus Sondereffekten wie dem Hochinflations-Accounting in Argentinien in diesem Geschäftsjahr. Die Regionen Europa, Nordamerika und Ukraine erzielten eine EBIT-Verbesserung, während v. a. in den Regionen Südamerika, Asien und Mexiko schwächere Ergebnisse zu verzeichnen waren.
Das AGRANA Fruit-EBIT 2018|19 beinhaltet erstmalig auch die Akquisition von Elafruits SPA (nunmehr SPA AGRANA Fruit Algeria) in Algerien. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2018|19 wurde der Bau des neuen Werkes in Changzhou bei Shanghai in China fertiggestellt. Die industrielle Produktion startete dort im März 2019.
Die Umsatzerlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lagen im Geschäftsjahr 2018|19 leicht über dem Vorjahreswert. Dies war auf die hohen Konzentratpreise aus der Ernte 2017 sowie die guten Absätze aus der Kampagne 2018 zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt darstellt. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland sowie der Mittlere und Ferne Osten. Das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat wird v. a. nach Japan, USA, Russland und Australien, aber auch nach Europa vermarktet.
In der Apfelkampagne 2018 verzeichnete AUSTRIA JUICE eine ausgezeichnete Rohstoffverfügbarkeit in den europäischen Hauptanbauländern bei deutlich reduzierten Preisen im Vergleich zur Kampagne 2017.
Das deutlich über dem Vorjahr liegende EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft ist Resultat der verbesserten Margen- und Absatzsituation sowie der hohen Kapazitätsauslastung der Werke in der Verarbeitungssaison 2018.
Laut Euromonitor gibt es für den globalen Markt für löffelbare aromatisierte Joghurts (relevant für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen) ein durchschnittliches jährliches Wachstum bis 2023 von 1,1%. Die Märkte in den Regionen Westeuropa und Nordamerika stagnieren, positive Absatztendenzen verzeichnen der asiatisch-pazifische Raum mit 5% bis 2023 und der Mittlere Osten sowie Afrika mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,1% bis 2023. Die Kategorie der Trinkjoghurts weist global mit 6,0% für denselben Zeitraum ein deutlich höheres durchschnittliches jährliches Wachstum auf. Neben Fruchtjoghurt als Absatzmarkt sind für die Diversifizierung des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen die Absatzmärkte Backwaren und Eiscreme von Bedeutung. Im Bereich Backwaren ist v. a. die Produktgruppe von Keksen, Snackriegeln und Fruchtsnacks relevant. Diese zeigt global eine moderate Wachstumsrate von 1,8% p. a. bis 2023. Auch der Eiscreme-Markt weist eine globale Wachstumsrate von 1,8% p. a. bis 2023 auf. Im Mittleren Osten und Afrika wächst der Eiscreme-Markt überdurchschnittlich mit 5,2% p. a. bis 2023.
Aktuelle Konsumtrends für alle oben genannten Produktkategorien liegen bei Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss sowie Convenience. Im Bereich Natürlichkeit ist der Haupttreiber der Clean Label-Trend, also die Herstellung von Lebensmitteln ohne bestimmte Zusatzstoffe, wie etwa Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Aromen. Nachhaltigkeit ist bereits seit langem ein wichtiges Thema für die Industrie. Der Fokus liegt hier aktuell auf der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sowie dem Thema Kreislaufwirtschaft. Im Bereich Gesundheit versuchen immer mehr Konsumenten sich durch natürliche Inhaltsstoffe von Pflanzen fit zu halten – es kommen immer mehr Produkte mit Kräutern, Gewürzen oder Blütenzutaten auf den Markt. Neben diesen Trends in Richtung Achtsamkeit soll aber auch der Genuss nicht zu kurz kommen: Essen wird zu einem Fest für die Sinne – bunte Farben, interessante Texturen, neue Geschmäcker – alles, um den erkundungsfreudigen Konsumenten von heute noch mit etwas Neuem zu überraschen. Abgerundet werden die Konsumtrends vom Thema Convenience: Im Alltag nehmen sich viele Konsumenten nicht mehr die Zeit für die gewohnten drei Mahlzeiten am Tag, oft werden Mahlzeiten durch kleine Snacks ersetzt.
Das Konzentratgeschäft ist weiterhin vom Trend zu niedrigeren Fruchtsaftanteilen in Getränken sowie direkt gepressten 100%-Säften gekennzeichnet. Somit steigt der Bedarf an Getränkegrundstoffen mit reduzierten Fruchtsaftgehalten. Diesem Trend folgt AUSTRIA JUICE mit der strategischen Ausrichtung auf die verstärkte Produktion von Getränkegrundstoffen und Aromen. Die Verkäufe von Apfelsaftkonzentrat zur Herstellung von Cider sind weiterhin stabil und der Ciderkonsum wächst global.
Die überdurchschnittliche Apfelernte 2018, insbesondere eine Rekordernte in Polen, führte in Europa gegenüber dem Vorjahr (2017) zu deutlich gesunkenen Apfel- und Apfelsaftkonzentratpreisen. Bedingt durch die niedrigen europäischen Preise sowie ausbleibende Produktionsmengen aus China bot sich eine gute Absatzmöglichkeit für europäische Ware in den USA. Der starke Abfluss von europäischem Apfelsaftkonzentrat in die USA, verbunden mit der stetigen Nachfrage der europäischen Verbraucher, führte im Ernteverlauf zu steigenden Preisen.
Apfelsaftkonzentrat aus China zeigte gegenüber dem Vorjahr eine leicht steigende Preistendenz und war somit in Europa und den USA nur bedingt konkurrenzfähig.
Bei allen Früchten im Bereich der Buntsaftkonzentrate konnten höhere Ernetemengen als im Vorjahr eingebracht werden. Entsprechend war der Markt während der Kampagne von Preissenkungen geprägt.
Nachhaltigkeit im Segment Frucht
2018|19 Ermittlung des Nachhaltigkeitsstatus bei Fruchtlieferanten anhand definierter internationaler Zertifizierungen
SAI FSA-Audits bei Re-Sorten Apfelanbauern in Ungarn und Polen bestätigten mindestens FSA Silber-Status aller Betriebe
Direkter und indirekter Energieeinsatz von 3,43 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 4,21 m³ pro Tonne Produkt
310,7 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
831,8 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
5.613 Arbeitsplätze in AGRANAs Segment Frucht generierten 16.038 weitere in anderen Unternehmen
Wertschöpfungskette
wsk.agrana.com/ frucht
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wurden 2018|19 mit rund 375.000 Tonnen mehr Rohstoffe (+4%) als im Vorjahr verarbeitet. Die Rohstoffpreise lagen insgesamt unter dem Vorjahr, günstiger war der Einkauf von Himbeeren, Kirschen, Brombeeren und tropischen Früchten, Preiserhöhungen gab es im Wesentlichen bei Erdbeeren und Heidelbeeren.
Wie in den vergangenen Jahren war Erdbeere die Hauptfrucht mit rund 65.500 Tonnen an verarbeiteter Menge. Die Hauptbeschaffungsmärkte für Europa und Osteuropa sind Spanien, der Maghreb und Polen. In den USA kommen primär mexikanische Erdbeeren zum Einsatz und das vorwiegend aus der eigenen AGRANA-Tiefkühlproduktion, aber auch Früchte ägyptischen und marokkanischen Ursprungs. China, Korea und Australien werden zum Großteil mit chinesischer Ware beliefert. Für die Versorgung des neuen chinesischen Werkes wurde bereits vor drei Jahren mit einem Projekt zum Anbau von neuen verbesserten Sorten südwestlich von Shanghai begonnen, um den Bedarf nach besserer Textur und höherer Wettbewerbsfähigkeit des Rohstoffes zu decken. AGRANA Fruit ist bestrebt, Greenfield-Projekte mit strategischen Partnern in vollkommen neuen Anbauregionen wie z.B. Westafrika zu etablieren, um das Beschaffungsrisiko zu minimieren.
Über alle Beschaffungsmärkte gerechnet kam es bei Erdbeeren im Geschäftsjahr 2018|19 zu Preiserhöhungen von rund 7%, hier v. a. in den kontinentalen Anbauregionen wie Polen, in geringerem Ausmaß in Marokko und Ägypten.
Die zweithöchste Verarbeitungsmenge entfiel auf Pfirsich mit rund 17.200 Tonnen an verarbeitetem Rohstoff. Hauptbeschaffungsmärkte sind Griechenland und Spanien, gefolgt von China. Die Ernten in Europa verliefen günstig, die Preise waren gegenüber dem Vorjahr stabil.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die verfügbaren Apfelmengen in den Hauptverarbeitungsregionen Europas (Polen und Ungarn) signifikant über jenen des Vorjahres. Die chinesische Apfelernte fiel durch einen Frühjahrsfrost deutlich geringer aus, wodurch die Konzentratproduktionsmenge in China unter dem Vorjahr und den Erwartungen lag.
Die Beerenverarbeitungssaison für die Konzentratproduktion war in Summe von einer guten Mengenverfügbarkeit bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Fruchtkategorien (Erdbeere, Sauerkirsche, Schwarze Johannisbeere) lagen unter dem Vorjahresniveau.
Lieferantenbewertung bezüglich ökologischer und sozialer Aspekte
Im Segment Frucht wurde im Geschäftsjahr 2018|19 weiter an der Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte gearbeitet.
Im Berichtsjahr verfügten wie im Vorjahr 13,7% der von der Einkaufsorganisation AGRANA Fruit Services GmbH (AFS) für den Fruchtzubereitungsbereich beschafften Rohstoffe über einen Nachhaltigkeitsnachweis. Diese Menge bestand fast ausschließlich aus bio-zertifizierten Rohstoffen. Da sich Bio-Rohstoffzertifizierungsstandards ausschließlich auf die landwirtschaftliche Praxis konzentrieren und Sozialkriterien nicht berühren, ist eine Bio-Zertifizierung alleine nicht ausreichend, um ein genügend hohes Scoring im Benchmarking des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable
Agriculture Initiative Platform (SAI) zu erreichen (Details zu SAI und FSA siehe Seite 11f ). Für interessierte Kunden bietet AGRANA auch die Beschaffung von Rohstoffen mit Bio- und Fairtrade-Zertifizierung an, die dann den FSA Silber-Status führen dürfen.
Um ihre Lieferanten bezüglich der Einhaltung sozialer Aspekte zu bewerten, lädt die AGRANA-Fruchtbeschaffungsgesellschaft neue Lieferanten zur Teilnahme an der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ein (Details zu SEDEX siehe Seite 14). Im Geschäftsjahr 2018|19 akzeptierten Lieferanten, die rund 72% des von AFS beschafften Volumens repräsentierten, die SEDEX-Einladung und teilten ihre Selbstbewertung und gegebenenfalls Audit-Dokumente mit AFS.
Aufgrund der Nachfrage nach regional und nachhaltig produzierten Äpfeln für Fruchtzubereitungen startete die AGRANA-Fruchtzubereitungssparte im Berichtsjahr im mexikanischen Bundesstaat Puebla ein Projekt, um den in dieser Region seit den 1940er Jahren bestehenden Apfelanbau unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zu professionalisieren. In den drei rund 200 Kilometer östlich von Mexico City gelegenen Gemeinden Zaragoza, Zacatlan und San Salvador el Seco leben mehr als 50% der rund 120.000 Einwohner in Armut. Da in der Vergangenheit mit dem wenig professionellen Apfelanbau kein Lebensunterhalt mehr verdient werden konnte, wurden bestehende Plantagen gerodet und zur Erzeugung anderer, weniger geeigneter Kulturen, wie z.B. Kartoffeln, herangezogen. Dieser Verwendungswechsel führte einerseits zu Bodenerosion und Nitratbelastungen des Grundwassers, daneben machte der hohe notwendige Pestizideinsatz eine Fruchtfolge nach Kartoffeln schwierig.
Im Rahmen dieses bis 2025 geplanten Projektes unterstützt AGRANA interessierte Bauern mit Wissensvermittlung und Abnahmegarantien dabei, mit nachhaltigem, den Boden und die Biodiversität aufbauendem Apfelanbau Arbeitsplätze zu schaffen sowie Einkommen zu generieren. Konkret werden die teilnehmenden Anbauer mit Schulungen zum Thema Baumschnitt, Düngung und Baumgesundheit sowie Betriebs- und Umweltmanagement bis 2025 vorbereitet mit ihren Betrieben die von SAI (Details zu SAI siehe Seite 11f ) vorgegebenen Nachhaltigkeitskriterien für den FSA Silber-Status einhalten zu können. Von den Erträgen der im Rahmen des Projektes angepeilten rund 175 Hektar Apfelflächen werden rund 5.000 Personen direkt oder indirekt profitieren1.
Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer besonders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, wird doch ein Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Sammelstellen von Händlern bezogen. Dies ist die Folge historisch gewachsener nationaler Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen, auch um Nachhaltigkeitsaspekte gemeinsam mit den Anbauern verbessern zu können. Im Geschäftsjahr 2018|19 ist AUSTRIA JUICE dem Sustainable Juice Covenant, einer globalen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Beschaffung, Produktion und den Handel mit frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Konzentraten bis zum Jahr 2030 100% nachhaltig zu gestalten, beigetreten.
Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten (Re-Sorten), für deren Kultivierung rund 60% bis 80% weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien, die mit einer Preisprämie durch AUSTRIA JUICE honoriert werden. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr rund 13,4% der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat.
Im Bereich des Vertragsanbaus bedient sich AUSTRIA JUICE des von SAI angebotenen FSA-Fragebogens (Details siehe Seite 11f ) zur Dokumentation nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien auf ihren Lieferbetrieben. Im Geschäftsjahr 2017|18 unterzogen sich nach SAI-Vorgaben ausgewählte ungarische Re-Sorten-Vertragslieferanten erstmals auch der verpflichtenden Beantwortung des FSA-Fragebogens und den externen Audits. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für alle ungarischen Re-Sorten Vertragslieferanten für drei Jahre mindestens FSA Silber-Status ausloben, für einige sogar Gold-Status. Im Geschäftsjahr 2018|19 wurde der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von Re-Sorten Äpfeln in Polen zum Einsatz gebracht. Auf Basis der Ergebnisse darf AUSTRIA JUICE für alle polnischen Re-Sorten Vertragslieferanten mindestens FSA Silber-Status ausloben.
Daneben darf im Rahmen des Benchmarking der FSA-Anforderungen gegenüber den nationalen Gesetzgebungen von z.B. Polen, Spanien und Ungarn in Kombination mit einer Zertifizierung nach dem Global GAP Standard der FSA Silber-Status ausgelobt werden. In Summe darf AUSTRIA JUICE damit, nach der Berechnungsmethodik des Sustainable Juice Covenant basierend auf der jeweiligen
Saftstärke nach der European Fruit Juice Association (AIJN), für rund 17,6% ihrer verarbeiteten Rohstoffmenge mindestens FSA Silber-Status ausloben.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) stieg im Segment Frucht im Geschäftsjahr 2018|19 um rund 6,2%.
Während der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate aufgrund der hohen Auslastung der Werke und des Ersatzes von Erdgas durch externen Dampfbezug im Fruchtsaftkonzentratwerk in der Ukraine, d.h. durch eine Verschiebung von direktem zu indirektem Energieeinsatz, um rund 7,0% sank, stieg er im Bereich Fruchtzubereitungen hingegen um rund 7,4%. Der Anstieg im Fruchtzubereitungsbereich war v. a. auf den aufgrund seines erweiterten Produktportfolios grundsätzlich energieintensiveren Standort in Argentinien sowie die erstmals in die Berichterstattung einbezogenen, weniger effizienten neuen Standorte in Algerien und Indien zurückzuführen.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 10
2 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen
(aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
4 Korrektur des Wertes 2017|18 aufgrund eines Erfassungsfehlers im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz im Segment Frucht stieg um rund 4,9% gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung ist auf den bereits erwähnten veränderten Energiemix am ukrainischen Fruchtsaftkonzentratstandort zurückzuführen.
In Summe sanken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt des Segmentes Frucht um 0,5% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 30).
Zum Bilanzstichtag verfügten die Energiemanagementsysteme von 31,7% aller Frucht-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen des Segmentes Frucht (siehe Seite 10) über eine Zertifizierung nach ISO 50001.
Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz im Segment Frucht sank im Berichtsjahr um 4,2% v. a. aufgrund des effizienteren Wassereinsatzes in den Fruchtsaftkonzentratwerken. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe stieg um 0,7%, was auf die deutlich höhere Rohstoffverarbeitung im Bereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen ist.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10)
| Segment Frucht | 2018 19 | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| m³ pro Tonne Haupt | |||
| und Nebenprodukte | |||
| Wassereinsatz | 4,20 | 4,39 | 4,27 |
| Wasserabgabe | 4,05 | 4,03 | 4,07 |
Die durchschnittliche spezifische Abfallmenge pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) blieb im Berichtsjahr mit rund 38 Kilogramm im Geschäftssegment Frucht konstant gegenüber dem Vorjahr. Der im Segment Frucht gegenüber den Segmenten Stärke und Zucker grundsätzlich höhere Anteil gefährlicher Abfälle von rund 360 Gramm pro Tonne Produkt-Output sowie der Anstieg der gefährlichen Abfallmenge gegenüber dem Vorjahr resultiert v. a. aus dem Anstieg der Abfälle am Fruchtzubereitungsstandort in Russland, wo aufgrund fehlender
kommunaler Abfalltrennungs- und Behandlungsmöglichkeiten per Gesetz unüblich viele Abfallkategorien, z.B. auch alle Abfälle aus dem Bürobetrieb, als gefährlich einzustufen sind.
| Segment Frucht Tonnen |
2018 19 | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 36.701 | 31.877 | 23.038 |
| davon gefährliche Abfälle | 343 | 238 | 43 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 3,8% | 3,8% | 2,7% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,036% | 0,028% | 0,005% |
| Entsorgte Abfälle | ungefährlich | ungefährlich | ungefährlich |
| nach Entsorgungsart | & gefährlich | ||
| Kompostierung | 5.587 | 2.753 | 0 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 1.035 | 855 | 899 |
| Wiederverwendung | 1.962 | 2.026 | 1.985 |
| Recycling | 10.023 | 10.125 | 9.170 |
| Deponierung | 16.202 | 15.454 | 10.950 |
Der Bereich Fruchtsaftkonzentrate unterstützt an seinem Hauptsitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich im Rahmen seiner Biodiversitätsaktivitäten ein Projekt des "Forum Natur und Artenschutz" zur Ansiedelung des Steinkauzes. Der Steinkauz, eine der kleinsten Eulen, gilt unter den Brutvögeln in Österreich als vom Aussterben bedroht. Er benötigt für sein Überleben eine kleinräumig strukturierte Landschaft mit Streuobstwiesen mit Höhlenbäumen in einem dörflichen Umfeld, wie es für den Standort typisch ist.
Im Geschäftsjahr 2018|19 nahm die AUSTRIA JUICE GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Sie wurde wiederum mit Gold-Status bewertet.
Die Investitionen 2018|19 im Segment Frucht betrugen 56,2 Mio. € (Vorjahr: 49,4 Mio. €) und betrafen u. a. Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierungen. Es gab diverse Projekte über alle 43 Produktionsstandorte hinweg, wobei v. a. der Bau des neuen, zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China und die neue Karottensaftkonzentratproduktionslinie in Ungarn hervorzuheben sind.
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Unterscheidung in Food-, Non-Foodund Feed-Bereich; native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/ Bioethanol, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Mais, Weizen, Kartoffeln
Zentral- und Osteuropa, schwerpunktmäßig Österreich und Deutschland, auch Spezialmärkte wie z.B. USA und VAE
Food: Nahrungsmittelindustrie; Non-Food: Papier-, Textil- und bauchemische Industrie, pharmazeutische und Kosmetikindustrie, Mineralölindustrie; Feed: Futtermittelindustrie
Gentechnikfrei und starker Bio-Fokus
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Segment Stärke | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 772.579 | 762.308 | 1,3% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –9.898 | –9.993 | 1,0% |
| Umsatzerlöse | t€ | 762.681 | 752.315 | 1,4% |
| EBITDA1 | t€ | 66.459 | 76.486 | –13,1% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 35.029 | 49.744 | –29,6% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 16.186 | 30.486 | –46,9% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 51.215 | 80.230 | –36,2% |
| EBIT-Marge | % | 6,7 | 10,7 | –4,0 pp |
| Investitionen2 | t€ | 97.011 | 59.427 | 63,2% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 1.025 | 959 | 6,9% |
Im Segment Stärke stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2018|19 leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung bei den Hauptprodukten blieb insgesamt stabil. Umsatzzuwächse bei nativen und modifizierten Stärken und Spezialitäten glichen mengen- und preisbedingte Umsatzrückgänge bei Verzuckerungsprodukten und preisbedingte Rückgänge bei Bioethanol aus. Die Umsatzerlöse bei den Nebenprodukten stiegen im Vergleich zum Vorjahr moderat. Die Absatzmenge ging insgesamt um knapp 4% gegenüber dem Vorjahr zurück, was ausschließlich auf ein geringeres Handelsvolumen zurückzuführen war. Die Absatzmengen aus Eigenfertigung waren im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend und alle Anlagen waren trotz laufender Bauarbeiten im Zuge der Investitionsprojekte in allen drei Werken auf hohem Niveau ausgelastet.
Die Marktpreise für native Stärken waren im Geschäftsjahr 2018|19 stabil. Das als Folge der Liberalisierung des europäischen Zuckermarktes niedrigere europäische Zuckerpreisniveau erreichte im Geschäftsjahr 2018|19 neue Tiefpunkte. Damit standen auch die stärkebasierten Verzuckerungsprodukte unverändert unter hohem Preisdruck. Bei Bioethanol waren die Platts-Notierungen hoch volatil und lagen mit 502 € pro m3 im Jahresdurchschnitt um 20 € pro m3 unter dem Vorjahr.
Native und modifizierte Stärke Verzuckerungsprodukte Alkohol und Ethanol
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Sonstige Hauptprodukte (Milch- und Instantprodukte, Dauerkartoffelprodukte etc.) Nebenprodukte (Eiweißprodukte, DDGS etc.)
Im Berichtsjahr führte die Trockenheit in Europa zu Ernteausfällen, insbesondere bei Weizen. In Folge dessen stiegen die Getreidepreise für die Ernte 2018. Betroffen von den Wetterbedingungen war auch die Transportwirtschaft. Auf den Niedrigwasser führenden Flüssen konnten nur geringere Frachtleistungen mit erhöhten Kosten durchgeführt werden. Die Energiekosten stiegen deutlich, insbesondere für elektrischen Strom. In Folge der großen Ausbauprojekte im Segment erhöhten sich die Personalkosten und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Insgesamt ging im Berichtsjahr das EBITDA um 13,1% auf 66,5 Mio. € zurück. Das operative Ergebnis lag mit 35,0 Mio. € um 29,6% unter dem Vorjahreswert.
Im Geschäftsjahr 2018|19 sank der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um rund 12%. Das schwierige Marktumfeld führte bei Verzuckerungsprodukten zu deutlichen Absatz- und Preisrückgängen, v. a. bei Isoglukose. Trotz stabiler Verkaufsmengen bei den übrigen Produkten musste die Vermahlungsleistung um etwa 6% zurückgenommen werden. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie konnten nicht in den Markt weitergegeben werden. Im Berichtsjahr erzielte die HUNGRANA-Gruppe ein EBIT von 38,7 Mio. € (Vorjahr: 70,9 Mio. €). Das PAT betrug 32,4 Mio. €, womit der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke mit 16,2 Mio.€ um 46,9% unter dem Vorjahreswert lag.
Die Absätze von nativen und modifizierten Stärken an die Lebensmittelindustrie waren stabil. Höhere Verkaufspreise konnten am Markt aufgrund gestiegener Rohstoffund Energiekosten erzielt werden.
Positiv wirkte sich im technischen Stärkebereich weiterhin die anhaltend hohe Nachfrage aus der Papierund Wellpappenindustrie aus. Kartoffelstärke ist seit der letzten Kampagne europaweit knapp.
Bei Säuglingsmilchnahrung konnten im konventionellen Bereich mehr Mengen als im Vorjahr abgesetzt werden. Im Rahmen der Umsetzung einiger Projekte im Bereich Bio- sowie spezialmilchbasierter Säuglingsmilchnahrung sind weitere Verkaufssteigerungen geplant.
Die Märkte für Nebenprodukte zeigten sich, abhängig von der jeweiligen Produktkategorie, unterschiedlich. Die Preise bei Hochproteinen (Maiskleber, vitaler Weizenkleber und Kartoffelprotein) verzeichneten eine konstante Entwicklung und bewegten sich punktuell sogar über Vorjahresniveau. Neben der Backwarenindustrie sorgten in diesem Segment auch die Bereiche Heimtiernahrung und Fischfutter für Marktimpulse.
Bestimmend für das Umfeld bei stärkebasierten Verzuckerungsprodukten, insbesondere das Isoglukosegeschäft, ist die Markt- und Preisentwicklung bei Zucker.
Die Liberalisierung des europäischen Zuckermarktes im Oktober 2017 hat nicht nur bei Zucker, sondern auch bei Isoglukose und Stärkeverzuckerungsprodukten für deutliche Marktverwerfungen gesorgt. Historisch tiefe Zuckerpreise und ein intensiver Wettbewerb unter den Stärkeunternehmen waren bestimmende Parameter bei den Kontraktverhandlungen mit den Kunden. Freie Kapazitäten bei etablierten wie auch neuen Marktteilnehmern werden die Marktpreise bei Sirupen weiterhin auf tiefem Niveau halten.
Sprühgetrocknete Verzuckerungsprodukte verzeichneten hingegen ein erfreuliches Bild. Durch intensive Marktund Kundengewinnungsprogramme konnten bei Maltodextrinen und getrockneten Glukosesirupen – insbesondere im Bio-Bereich – die Marktanteile ausgebaut werden.
Die Volatilität am europäischen Markt für Bioethanol war auch im Geschäftsjahr 2018|19 signifikant. Die Ethanolnotierungen lagen im ersten Halbjahr 2018|19 deutlich unter der Vergleichsperiode des Vorjahres, da ein gestiegenes Angebot in der EU und höhere Importe aus Übersee auf eine nur moderat gestiegene Nachfrage trafen. Logistische Lieferschwierigkeiten in Europa aufgrund des niedrigen Wasserniveaus von Rhein und Donau während des Sommers sowie gestiegene Rohstoffpreise für Weizen haben den Tiefpreisen im Frühjahr zu einer Preiserholung in den Sommermonaten verholfen. Nach einem abermaligen Preisrückgang im Oktober stabilisierten sich die Ethanolnotierungen auf einem höheren Niveau, v. a. bedingt durch die Schließung einer Ethanolfabrik sowie die Produktionspause einer weiteren in Großbritannien.
Nähere Informationen zum wirtschaftspolitischen Umfeld und den Rahmenbedingungen für Ethanol sind im Kapitel Risikomanagement (EU-Richtlinie für erneuerbare Energien) angeführt (siehe Seite 59).
Der Internationale Getreiderat (IGC1) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2018|192 bei 2,12 Mrd. Tonnen und damit leicht unter dem Vorjahresniveau sowie unter dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 735 Mio. Tonnen (Vorjahr: 764 Mio. Tonnen, erwarteter Verbrauch: 744 Mio. Tonnen) geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 1.109 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.090 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 1.147 Mio. Tonnen). Die gesamten Getreidelagerbestände zum Ende des Wirtschaftsjahres werden mit 593 Mio. Tonnen um rund 53 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr erwartet.
Bedingt durch eine engere Versorgungssituation war der Verlauf der Terminnotierungen für Getreide im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres stark steigend. Ab September bis zum Geschäftsjahresende bewegten sich die Notierungen seitwärts. Am 28. Februar 2019 lag der Preis an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) für Weizen bei 193 € pro Tonne (Vorjahr: 167 € pro Tonne) und für Mais bei 164 € je Tonne (Vorjahr: 156 € je Tonne).
In der Kampagne 2018|19 hat die Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd|Österreich in 172 Tagen (Vorjahr: 164 Tage) rund 264.000 Tonnen Stärkeindustriekartoffeln und damit eine leicht höhere Menge als im Vorjahr verarbeitet. Die Verarbeitung von Speiseindustriekartoffeln für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten lag mit rund 25.000 Tonnen auf Vorjahresniveau.
Die Maisverarbeitungsmenge der AGRANA Stärke GmbH in Österreich für die Standorte in Aschach und Pischelsdorf erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018|19 auf rund 763.000 Tonnen (Vorjahr: 668.000 Tonnen), was auf den Ausbau der Maisverarbeitung am Standort Aschach und den relativen Kostenvorteil gegenüber Weizen in der Bioethanolproduktion zurückzuführen war. Der Anteil an Spezialmais (v. a. Wachsmais und biologisch produzierter Mais) betrug dabei rund 20%.
Die Weizenvermahlung am Standort Pischelsdorf für die Produktion von Weizenstärke und Bioethanol betrug im Geschäftsjahr 2018|19 rund 541.000 Tonnen und wurde im Vergleich zum Vorjahr um rund 7% reduziert. Aus der Ernte 2018 wurden über Vorverträge mit Landwirten rund 83.000 Tonnen Ethanolweizen und -triticale kontrahiert. Für die Ernte 2019 wurden wiederum Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.
In Ungarn (HUNGRANA-Werk, nach der Equity-Methode einbezogen) lag die gesamte Maisverarbeitungsmenge 2018|19 (100%) mit rund 1,0 Mio. Tonnen moderat unter dem Vorjahreswert. Im rumänischen Werk wurden mit rund 71.000 Tonnen Mais um 2% mehr als im Vorjahr verarbeitet.
Mär 18 Apr 18 Mai 18 Jun 18 Jul 18 Aug 18 Sep 18 Okt 18 Nov 18 Dez 18 Jän 19 Feb 19
€ pro Tonne (Warenterminbörse Paris, NYSE Euronext Liffe)
Weizen Mais
150
2 Getreidewirtschaftsjahr: 1.Juli bis 30.Juni
Stärke
SAI FSA-Audits im österreichischen Kartoffelvertragsanbau bestätigten mehr als 75% aller Betriebe den FSA Goldbzw. Silber-Status
Einsparungsziel von 65 GWh durch Effizienzmaßnahmen in Anlagen
199,2 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
514,3 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
983 Arbeitsplätze in AGRANAs Segment Stärke generierten 5.527 weitere in anderen Unternehmen
Wertschöpfungskette
wsk.agrana.com/ staerke
Auch das Segment Stärke hat im Berichtsjahr in Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, den Einsatz des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Kartoffelvertragsanbauer fortgesetzt (Details zu SAI und FSA siehe Seite 11f ).
Die im Geschäftsjahr 2017|18 – FSA-Kriterien entsprechende – von österreichischen Vertragslieferanten von Kartoffeln durchgeführte FSA-Beantwortung und die darauf basierten externen Audits erlauben AGRANA Stärke nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) österreichischen Kartoffelvertragslieferanten den FSA Gold- bzw. Silber-Status auszuloben. Alle österreichischen Kartoffel-Vertragsanbauer erfüllen somit die AGRANA-Mindestanforderungen.
Bei der Beschaffung von nachhaltigen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme wie nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS) zertifizierte Rohstoffe. Sowohl ISCC als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-Status bewertet.
Zum Fachtag im Juni 2018 stand die BETAEXPO, Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen, ganz im Zeichen der aktuellen ackerbaulichen Herausforderungen (Details siehe Seite 12).
Neben der BETAEXPO richtete AGRANA auch im Stärkebereich viele weitere Dialogveranstaltungen für ihre Vertragsanbauer aus. Wie in den Vorjahren fanden ein Tag für Neuanbauer, bei dem über den Stärkeindustriekartoffelanbau informiert wurde, sowie mehrere Feldtage für Kartoffel- und Ethanolgetreidelieferanten statt. Weiters unterstützte AGRANA den mit rund 300 Teilnehmern gut besuchten Fachtag der Vereinigung der Österreichischen Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK) finanziell und inhaltlich mit der Präsentation der Fachabteilung an einem Stand. Saatgutfachseminare zur Bewusstseinsbildung rund um den Wert des Kartoffelpflanzgutes stießen auf großes Interesse der Anbauer. Beim AGRANA Bio-Fachtag im Dezember 2018 wurde über die Vertragsmöglichkeiten der AGRANA Bio-Rohstoffe im Bereich Stärkemais und Stärkekartoffel informiert.
Das im Sommer 2013 gestartete Projekt zum Schutz von Fledermäusen im Waldviertel|Österreich (siehe Geschäftsbericht 2014|15, Seite 64) wurde auch im Berichtsjahr erfolgreich weitergeführt. Bei Bestandskontrollen an 108 Fledermausbrettern im Frühjahr 2018 wurden 136 Tiere angetroffen. Über die gesamte bisherige Projektlaufzeit von 2014 bis 2018 waren über 60% der angetroffenen Tiere Mopsfledermäuse, eine in der österreichischen roten Liste der gefährdeten Säugetiere aufgeführte Art.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Im Zuge des Ausbauprojektes in der Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich wurden ein hocheffizienter Dampfkessel und eine neue Stromzuleitung installiert. Durch die geschaffene Kapazitätsreserve konnten die Gasturbinen stillgelegt werden. Dadurch sank der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke in der Berichtsperiode 2018|19 um rund 9,8% gegenüber dem Vorjahr.
Durch die Stilllegung der Gasturbinen erhöhte sich der Bedarf an elektrischem Strom, der sich extern bezogen in der Steigerung des durchschnittlichen spezifischen indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt um 2,1% im Segment Stärke niederschlägt.
In Summe sanken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch pro Tonne Produkt dadurch um rund 2,3%.
Im Berichtsjahr verfügten die drei österreichischen Stärkeproduktionsstandorte über eine gültige Zertifizierung nach ISO 50001. Im Rahmen der kontinuierlichen und systematischen Verbesserung durch die Nutzung der Ergebnisse des Energiemanagementsystems hat sich das Segment Stärke standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von 65 GWh im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in einzelnen Anlagenteilen, bis 2020|21 zum Ziel gesetzt.
Mit den Energieeinsparprojekten des Geschäftsjahres 2018|19, z.B. der Stilllegung der Gasturbinen, dem Austausch von Kompressoren und dem Einbau von Kondensatsammeltanks, wurde das Einsparungsziel bereits übertroffen und es konnten seit dem Geschäftsjahr 2015|16 rund 76 GWh eingespart werden.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 10
2 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10)
| Segment Stärke m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2018 19 | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| Wassereinsatz | 5,02 | 5,111 | 4,471 |
| Wasserabgabe | 4,36 | 4,69 | 4,76 |
Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke konnte durch den bewussteren Einsatz von Wasser im Berichtsjahr um 1,8% gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe sank um 6,9% gegenüber dem Vorjahr, was v. a. auf die geringere Niederschlagsmenge im Geschäftsjahr 2018|19 zurückzuführen ist.
Die spezifische Abfallmenge aus der Veredelung blieb im Segment Stärke im Geschäftsjahr 2018|19 mit rund 22 Kilogramm Gesamtabfall bzw. 40 Gramm gefährlichen Abfällen pro Tonne Produkt-Output nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10)
| Segment Stärke Tonnen |
2018 19 | 2017 182 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 28.474 | 27.667 | 22.056 |
| davon gefährliche Abfälle | 52 | 53 | 96 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 2,2% | 2,3% | 1,9% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,004% | 0,004% | 0,008% |
| Entsorgte Abfälle | ungefährlich | ungefährlich | ungefährlich |
| nach Entsorgungsart | & gefährlich | ||
| Kompostierung | 22.291 | 21.058 | 16.684 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 1.294 | 1.742 | 2.316 |
| Wiederverwendung | 69 | 42 | 24 |
| Recycling | 699 | 562 | 507 |
| Deponierung | 66 | 77 | 23 |
1 Ein Erfassungsfehler bei der Wasserentnahme an einem Standort machte eine Korrektur
der spezifischen Werte 2016|17 und 2017|18 notwendig.
2 Die Werte 2017|18 wurden aufgrund eines Erfassungsfehlers korrigiert. 3 In den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10
Am Standort der kombinierten Weizenstärke- und Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich wurde im Geschäftsjahr 2016|17 ein Projekt zur Renaturierung des Werksgeländes gestartet. Im Rahmen des Projektes wurde neben der Pflanzung von Blühhecken als Weide für die Bienen der werkseigenen Bienenstöcke auch die Wiesen nur noch ein Mal pro Jahr gemäht. Im Geschäftsjahr 2017|18 errichtete AGRANA am Standort auch ein Falkennest. Die Ansiedlung eines Falken stellt nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz dar, sondern soll auch der Abschreckung von Tauben und damit dem Schutz der Produktionsanlagen dienen. Aufgrund des Startes des Ausbaus der Weizenstärkekapazitäten am Standort mussten Bienenstöcke und Blühhecken im Geschäftsjahr 2018|19 für die Zeit der Bautätigkeit weichen, werden danach aber wieder angesiedelt bzw. eingepflanzt.
Im Sommer 2018 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis 2014 erstmals gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. AGRANA Stärke GmbH erzielte wiederum Gold-Status.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2018|19 97,0 Mio. € (Vorjahr: 59,4 Mio. €). Auszug an wesentlichen Projekten:
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2018|19 in den nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gesellschaften (100%) Investitionen im Ausmaß von 19,2 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) getätigt.
2 Inklusive unbekannte Behandlung durch beauftragte Entsorger
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B und B2C
Zucker und Zuckerspezialprodukte, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Rübe und Rohzucker (aus Rohrzucker)
Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Bosnien und Herzegowina (Region Westbalkan), Bulgarien
Weiterverarbeitende Industrien (v. a. Süßwaren-, Getränkeund Fermentationsindustrie), Lebensmittelhandel (für Endverbraucher)
Hoher Qualitätsstandard der Produkte; auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Segment Zucker | 2018 19 | 2017 18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 561.424 | 730.378 | –23,1% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –60.207 | –77.818 | 22,6% |
| Umsatzerlöse | t€ | 501.217 | 652.560 | –23,2% |
| EBITDA1 | t€ | –33.687 | 64.455 | –152,3% |
| Operatives Ergebnis | t€ | –61.192 | 38.762 | –257,9% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | –3.964 | –1.091 | –263,3% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 3.294 | –2.912 | 213,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | –61.862 | 34.759 | –278,0% |
| EBIT-Marge | % | –12,3 | 5,3 | –17,6 pp |
| Investitionen2 | t€ | 30.549 | 32.084 | –4,8% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 2.064 | 2.109 | –2,1% |
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2018|19 lag unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die jeweiligen Märkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retail- und auch an die Industriekunden in den Heimatmärkten im Plus lagen, gingen die Exportvolumina und die Absätze an die Nicht-Lebensmittelindustrie zurück.
Der Zuckerumsatz lag auch aufgrund der im Jahresdurchschnitt niedrigeren Verkaufspreise unter dem Niveau des Vorjahres. Die Verkaufspreisreduktion war in allen Marktsegmenten spürbar. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres konnte ein Abbremsen der Preisrückgänge im Jahresvergleich in allen Bereichen verzeichnet werden.
Die negative Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch gesunkene Zuckerverkaufspreise im Vergleich zur Vorjahresperiode verursacht.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, wirkte sich 2018|19 negativ auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Die Verschlechterung des Ergebnisbeitrages um 2,9 Mio. € ist v. a. auf den Rückgang der Zuckerverkaufspreise und der abgesetzten Mengen sowie einen verstärkten Wettbewerb aus Serbien und der EU zurückzuführen. In Relation zum Verkaufspreisniveau in Europa waren die Rohzuckerpreise am Weltmarkt sehr hoch, was zu einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Raffination und in der Folge Leerkosten führte.
Das im Geschäftsjahr 2018|19 ausgewiesene und in Summe positive Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 3,3 Mio. € setzte sich im Wesentlichen aus Steuerrückzahlungen in Rumänien (+5,6 Mio. €) und Restrukturierungsaufwendungen (–1,8 Mio. €) zusammen. Im Vorjahr resultierte das negative Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 2,9 Mio. € im Wesentlichen aus Kosten für Restrukturie-
rungsmaßnahmen in Höhe von 4,1 Mio. €, welchen außerordentliche Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 (+1,9 Mio. €) gegenüberstanden.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 6. März 2019 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2018|19 (1.Oktober 2018 bis 30. September 2019) mit einem leichten Produktionsüberschuss. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion von 187,9 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 193,7 Mio. Tonnen) und einem wachsenden Verbrauch von 185,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 183,4 Mio. Tonnen) zu einem leichten Aufbau der Bestände auf 76,8 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 76,4 Mio. Tonnen). Für das ZWJ 2019|20 wird mit einem Produktionsdefizit in der Höhe von 1,7 Mio. Tonnen gerechnet.
| Weltzuckerbilanz1 | 2019 20 | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|---|
| Mio. Tonnen | |||
| Anfangsbestand | 76,8 | 76,4 | 68,7 |
| Erzeugung | 186,9 | 187,9 | 193,7 |
| Verbrauch | –187,9 | –185,7 | –183,4 |
| Saldo Exporte/Importe | –0,7 | –1,8 | –2,6 |
| Endbestand | 75,1 | 76,8 | 76,4 |
| in % des Verbrauches | 40,0 | 41,4 | 41,7 |
Der deutliche Abwärtstrend beim Zuckerweltmarktpreis setzte sich seit 1. März 2018 in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2018|19 fort, was primär durch die deutliche Überschusserwartung für die Weltzuckerbilanz zu erklären war. Trotz des verstärkten Einsatzes von Zuckerrohr für die Ethanolherstellung in Brasilien führten sehr gute Ernteerwartungen in Indien und Thailand so-
wie gesteigerte Exportmengen aus Europa zu einer deutlichen Überschusserwartung für die globale Zuckerbilanz im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 (Oktober 2017 bis September 2018). Dies führte bei den Weltmarktnotierungen zu einem 9-Jahres-Tief bei Weißzucker im August 2018 (303,7 \$ pro Tonne) bzw. einem 10-Jahres-Tief bei Rohzucker im September 2018 (218,3 \$ pro Tonne).
Seit Oktober hat sich der Markt von den Tiefs wieder etwas erholt, was v. a. auf niedrigere Ernteergebnisse in Brasilien für das ZWJ 2017|18, die Auswirkungen des trockenen Wetters in Europa auf die Kampagne 2018 und die aktuellen Dynamiken am Währungs- und Ölmarkt zurückzuführen war. Die Marktentwicklung der letzten Monate war von einer hohen Volatilität geprägt. Der Weltzuckerpreis zeigte in den letzten Monaten darüber hinaus eine deutliche Korrelation mit dem Ölpreis.
Am Ende des Berichtszeitraumes (28. Februar 2019) notierte Weißzucker bei 348,0 \$ pro Tonne und Rohzucker bei 280,7 \$ pro Tonne.
Das per 30. September 2018 geendete ZWJ 2017|18 war das erste nach Wegfall der Zuckerquotenregelung und der Zuckerrübenmindestpreise. Bei sehr guten Hektarerträgen stiegen die Zuckererzeugung und die mit Quotenende wieder unbegrenzt möglichen Exporte deutlich an, die Importe hingegen gingen zurück.
Die Produktionserwartungen für das seit 1.Oktober 2018 laufende ZWJ 2018|19 sind aufgrund der trockenheitsbedingt schlechteren Erträge in den großen europäischen Anbauregionen deutlich geringer als im Vorjahr. Die EU-Kommission geht in ihrer Schätzung vom Jänner 2019 trotz ähnlicher Rübenanbauflächen wie im Vorjahr von einem Rückgang der Erzeugung (inklusive Isoglukose) auf 18,2 Mio. Tonnen (ZWJ 2017|18: 21,3 Mio. Tonnen) aus.
\$ pro Tonne
Zu Beginn des ZWJ 2017|18 im Oktober 2017 (Ende der Zuckerquoten) fiel der EU-Preis für Zucker (Food und Non-Food) zunächst auf 420 € pro Tonne loser Zucker ab Werk und sank in den Folgemonaten auf knapp unter 350 € pro Tonne. Zu Beginn des neuen ZWJ 2018|19 ging der Preis nochmals um 27 € pro Tonne auf nur noch 320 € pro Tonne im Oktober 2018 zurück. Im Jänner 2019 lag der EU-Zuckerpreis bei 312 € pro Tonne (Jänner 2018: 371 € pro Tonne) und damit rund 23% unter dem EU-Referenzschwellenwert von 404 € pro Tonne.
Die Absatzentwicklung in den Bereichen Industrie und Retail war im Geschäftsjahr 2018|19 positiv. Rückläufig zeigten sich hingegen der Export und der Non-Food-Bereich (ehemals: Nichtquotenzucker) aufgrund der Weltmarktsituation und den damit einhergehend bewusst zurückgenommenen Exportaktivitäten.
Waren die ersten Monate des aktuellen Geschäftsjahres noch geprägt von hohen EU-Zuckerlagermengen, so zeigten sich diese im Laufe des Hochsommers – insbesondere in den osteuropäischen Ländern – überwiegend aufgebraucht.
Die Versorgung der Märkte und Absicherung der Mengen für den Vertrieb im Zuckerwirtschaftsjahr 2018|19 erfolgte aufgrund der Minderproduktion von Rübenzucker durch den Zukauf von Weißzucker und die Raffination von Rohzucker.
In Zusammenhang mit der Stärkung der AGRANA-Zuckermarken im Einzelhandel wurde in diesem Geschäftsjahr ein Relaunch der Retail-Produkte in allen AGRANA-Regionen durchgeführt.
Die Abschlüsse für das ZWJ 2018|19 liegen aufgrund des bis zum Sommer vorherrschenden Zuckerüberangebotes und der bis dahin hohen Ernteerwartungen deutlich unter dem Vorjahr, weshalb bis zur Kampagne 2019 von keiner deutlichen Verbesserung der Preissituation auszugehen ist.
Seit dem 1.Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Die wesentlichsten Veränderungen stellen hierbei das Ende der Produktionsquoten für Zucker und Isoglukose wie auch die Abschaffung der Rübenmindestpreise dar.
Es ist jedoch weiterhin eine Vertragspflicht zwischen der Zuckerindustrie und den Zuckerrübenerzeugern vorgesehen. Auch das Ergreifen von Sondermaßnahmen durch die Europäische Kommission bei Krisen ist nach wie vor möglich. Die private Lagerhaltung, mit der die Kommission temporär Zucker vom Markt nehmen kann, ist eines dieser Instrumente.
Ein wesentliches Element der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes für die europäischen Zuckerproduzenten seit dem 1. Oktober 2017 sind unbegrenzte Exportmöglichkeiten.
Unverändert bleibt der Außenschutz der EU durch die Importzölle von 419 € pro Tonne Weißzucker bzw. 339 € pro Tonne Rohzucker für den Marktzugang für Drittländer aus Nicht-Präferenzstaaten bestehen. Die Präferenzabkommen (zollfreier Zugang) mit den LDCs1/AKP2-Staaten bleiben weiterhin aufrecht, wie auch die zollfreien bzw. zollreduzierten Präferenzimporte unter Berücksichtigung der Mengenbegrenzungen.
Die Europäische Kommission verhandelt derzeit mit Australien und Indonesien über die Ausgestaltung eines Freihandelsabkommens. Die Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) liegen derzeit auf Eis, da der neu gewählte Präsident in Brasilien noch keine Position betreffend Mercosur getroffen hat.
Die Situation über einen Austritt von Großbritannien aus der EU ist zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch unklar. Im Moment werden rund 0,5 Mio. Tonnen Zucker pro Jahr aus Kontinentaleuropa nach Großbritannien geliefert. Eine Aufteilung der Präferenzeinfuhren ist im Brexit-Vertragsentwurf enthalten.
Die Zuckerrübenerntefläche der knapp 6.700 AGRANA-Kontraktbauern betrug im ZWJ 2018|19 lediglich rund 83.200 Hektar (Vorjahr: rund 96.300 Hektar), da in Österreich durch ein Schadinsekt, den Rübenderbrüssler, rund ein Viertel der ursprünglichen Anbaufläche vernichtet wurde. Knapp 800 Hektar (Vorjahr: rund 1.700 Hektar) davon entfielen auf den biologischen Anbau. Daraus produzierte das Unternehmen rund 4.000 Tonnen (Vorjahr: rund 9.000 Tonnen) Bio-Rübenzucker.
Durch den langandauernden Winter verzögerte sich der Anbaubeginn 2018 um rund ein bis zwei Wochen (im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt). Der Erstanbau konnte bis Mitte April zum Großteil abgeschlossen werden. Schwere Schäden wurden ab der ersten April-Woche in den österreichischen Kerngebieten des Rübenanbaus durch den Rübenderbrüssler hervorgerufen. Insgesamt mussten rund 12.000 Hektar umgebrochen werden, wovon nur mehr rund 30% der Flächen wieder mit Rüben nachgebaut wurden. In den anderen Rübenanbauregionen außerhalb Österreichs gingen weitere Flächen durch Verschlammung, Verkrustung, Hagel und tierische Schädlinge verloren.
2 African, Caribbean and Pacific Group of States; Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten
SAI FSA-Audits im Rübenvertragsanbau in 5 Ländern bestätigten für mehr als 75% aller Betriebe den FSA Goldbzw. Silber-Status
Direkter Energieeinsatz von 2,49 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 1,92 m³ pro Tonne Produkt
134,3 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
376,5 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
2.134 Arbeitsplätze in AGRANAs Segment Zucker generierten 9.211 weitere in anderen Unternehmen
wsk.agrana.com/ zucker
Die vergleichsweise sehr warmen Monate April bis Juni 2018 führten zu einer raschen Jugendentwicklung der Rübenbestände. Flächendeckende Niederschläge, v. a. in der zweiten Mai-Hälfte, haben sich ebenfalls sehr positiv auf das Rübenwachstum ausgewirkt.
In den Monaten Juli bis September blieben regelmäßige Niederschläge in vielen AGRANA-Regionen aus. Vor allem in Teilen von Österreich, Süd-Tschechien und auch in Rumänien führte dies teilweise zu massiven Trockenerscheinungen in den Rübenbeständen. Anfang September entspannte sich die Situation durch eine überdurchschnittliche Niederschlagsversorgung. Diese brachte jedoch auch einen intensiven Cercospora-Blattflecken-Befall mit sich. Nahezu der gesamte verbleibende Herbst blieb vergleichsweise trocken, sodass das prognostizierte Rübenwachstum v. a. auf den qualitativ weniger guten Böden ausgeblieben ist. Die extremen Witterungsbedingungen in den Sommer- und Herbstmonaten sind letztendlich auch für eine schlechtere Rübenqualität und damit einhergehend geringere Lagereignung der Rüben, insbesondere am Beginn und am Ende der Verarbeitungszeit, verantwortlich.
Die sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken verarbeiteten während der Kampagne täglich knapp 50.000 Tonnen (Vorjahr: 51.500 Tonnen) Rüben. In durchschnittlich 106 Tagen (Vorjahr: 120 Tage) pro Werk wurden daraus rund 701.000 Tonnen (Vorjahr: rund 941.000 Tonnen) Zucker erzeugt. Generell ist im Rückblick von einer unterdurchschnittlichen Rohstoffqualität zu berichten, welche zu einem erhöhten Prozessmittelaufwand (Natriumhydroxid) führte und die Verarbeitung in den Werken erschwert hat. Durch schlechte Quotienten im Roh- sowie im Dicksaft wurden schlechtere Weißzuckerausbeuten erreicht.
Im Geschäftsjahr 2018|19 raffinierte AGRANA rund 34.000 Tonnen (Vorjahr: rund 200.000 Tonnen) Weißwert aus Rohzucker. Um auch für das Vorprodukt Rohzucker eine nachhaltige vorgelagerte Lieferkette sicherstellen zu können, hält AGRANA seit 2014 eine für alle Raffinationsstandorte gültige "Chain of Custody"-Zertifizierung nach dem international anerkannten Bonsucro-Standard. Dieses Zertifikat, das die Einhaltung hoher Sozial- und Umweltkriterien über die gesamte Produktwertschöpfungskette bestätigt, erlaubt AGRANA-Kunden, das Bonsucro-Logo auf ihren Produkten zu führen. Bonsucro hat im Benchmarking-Tool der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) mit FSA-Gold-Status die höchste Bewertung (Details siehe Seite 11f ).
AGRANA folgt für den Rübeneinkauf einer Rübenpreisregelung mit einer variablen Preistabelle in Abhängigkeit vom Zuckerverkaufspreis.
Das Segment Zucker hat, den AGRANA-Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte entsprechend, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, die Umsetzung des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Zuckerrübenvertragsanbauer gewählt (Details zu SAI und FSA siehe Seite 11f ).
Im Geschäftsjahr 2017|18 haben den FSA-Kriterien entsprechend ausgewählte Landwirte aus allen fünf Anbauländern (Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn) bei der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits nach SAI-Vorgaben mitgewirkt. Auf Basis der Ergebnisse der drei Jahre gültigen externen Verifizierung darf AGRANA Zucker nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) Betriebe den FSA Gold- bzw. Silber-Status ausloben. Damit erfüllen alle Rübenvertragsanbauer die AGRANA-Mindestanforderungen. Im Rahmen der Audits identifizierte Verbesserungspotenziale, wie z.B. die Nutzung persönlicher Schutzausrüstung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie die aktuelle Ausstattung von Erste-Hilfe-Kästen bei den landwirtschaftlichen Produzenten, wurden im Berichtsjahr 2018|19 im Rahmen bestehender Schulungsprogramme adressiert und durch die kostenlose Verteilung entsprechender Ausrüstung bei Veranstaltungen unterstützt.
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2017|18 berechnet. Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck
Neben der jährlich stattfindenden BETAEXPO, die 2018 die aktuellen ackerbaulichen Herausforderungen thematisierte (Details dazu siehe Seite 12), führte AGRANA auch im Geschäftsjahr 2018|19 im Rahmen ihres Effizienzsteigerungsprogrammes "Mont Blanc", mit dem Ziel der Erhöhung des Zuckerertrages und der Senkung der Produktionskosten wieder viele bewusstseinsbildende Veranstaltungen durch. AGRANA nahm in Österreich rund 1.000 Bodenproben zur EUF-Analyse1 mit GPS-Aufzeichnungen der Einstiche auf Flächen von Vertragsanbauern zur bedarfsgerechten Düngeplanung vor. An den 75 Demonstrationsbetrieben im gesamten Rübenanbaugebiet der AGRANA-Gruppe fanden in der Vegetationsperiode 150 Feldbegehungen sowie sieben Feldtage mit über 6.000 Teilnehmern statt. Auch ein von den Segmenten Zucker und Stärke in Kooperation mit "BIO Austria" organisierter Bio-Fachtag für alle von AGRANA verarbeiteten Bio-Kulturen erfreute sich regen Besucherinteresses.
Im Jahr 2018 wurden in Österreich rund 5.500 Hektar mit der Zwischenfruchtmischung der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH, einem nicht gewinnorientierten Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt,
begrünt. Sie lockert den Boden, mobilisiert Nährstoffe, aktiviert das Bodenleben und erhöht die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei.
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Zuckerprodukten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von 5% bis 10% auf den Carbon Footprint des Segmentes Zucker hat, versucht AGRANA trotzdem auch Transporte, so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich, nachhaltig zu gestalten. Über alle Produktionsländer betrachtet, wurden in der Verarbeitungssaison 2018|19 rund 36% der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert, wobei der Anteil der Bahntransporte in Ungarn mit rund 60% am höchsten lag.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Wenngleich die absoluten Verbrauchswerte an Energie und Wasser im Geschäftsjahr 2018|19 in etwa im gleichen Ausmaß wie die um 17,6% niedrigere Rübenverarbeitungsmenge sanken, stiegen aufgrund der schlechteren Rübenqualität (geringerer Zuckergehalt, schlechtere innere
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Durchschnittliche spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) durch die Veredelung in Zuckerfabriken2 kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 EUF-Bodenproben: Elektro-Ultrafiltration ist ein labortechnisches Analyseverfahren zur Untersuchung von Bodensubstraten auf ihre für Pflanzen verfügbaren Nährstoffe. Die EUF-Methode wird für ein praxisnahes Düngeberatungssystem genutzt.
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 10
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
4 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Qualität, höherer Unkrautbesatz), die zu einem um rund 24,9% geringeren Produktausstoß (Haupt- und Nebenprodukte) führte, alle durchschnittlichen spezifischen Verbrauchswerte pro Tonne Produkt-Output gegenüber dem Vorjahr.
So stieg der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Zucker um 12,1% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 44).
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz pro Tonne Produkt erhöhte sich um 19,2% gegenüber der Vorperiode.
In Summe stiegen dadurch auch die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt um rund 13,2% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 44).
Die ungarische Zuckerfabrik Kaposvár erzeugte im Geschäftsjahr 2018|19 rund 27,4 Mio. m³ Biogas aus Rübenschnitzeln. Mit dieser Menge hätte der Standort rund 86% des Primärenergiebedarfs in der Rübenkampagne 2018|19 decken können. Rund 9,9 Mio. m³ des in der Fabrik erzeugten Biogases wurden verkauft und großteils über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu Biomethan zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz aufbereitet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 2.100 Einfamilienhäusern.
Im Geschäftsjahr 2018|19 verfügten die Energiemanagementsysteme aller bzw.100% der Zucker-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 10) über eine aktuelle Zertifizierung nach ISO 50001.
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird teilweise mit der Zuckerrübe in die Fabrik eingebracht. Die Rübe besteht zu rund 75% aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker getrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgegeben.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10)
| Segment Zucker | 2018 19 | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| m³ pro Tonne Haupt | |||
| und Nebenprodukte | |||
| Wassereinsatz | 2,33 | 2,14 | 1,61 |
| Wasserabgabe | 3,64 | 3,19 | 2,78 |
Die Steigerung des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) von rund 8,9% war durch die geringere Rübenqualität und höhere Unkrautbeimengungen bedingt, die geringere Tagesverarbeitungsleistungen verursachten und einen höheren Wasserbedarf nach sich zogen. So ist auch die durchschnittliche spezifische Abwassermenge pro Tonne Produkt um 14,2% gestiegen.
1 In den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10
Die absolute Abfallmenge sank gegenüber dem Vorjahr um rund 2,2%. Die Erhöhung der durchschnittlichen spezifischen Abfallmenge pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) spiegelt den geringeren Produkt-Output im Berichtsjahr wider.
| Segment Zucker Tonnen |
2018 19 | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 70.837 | 72.513 | 75.049 |
| davon gefährliche Abfälle | 189 | 198 | 153 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 3,8% | 2,9% | 2,8% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,010% | 0,008% | 0,006% |
| Entsorgte Abfälle | ungefährlich | ungefährlich | ungefährlich |
| nach Entsorgungsart | & gefährlich | ||
| Kompostierung | 1.753 | 1.107 | 1.529 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 608 | 710 | 486 |
| Wiederverwendung | 33.975 | 9.866 | 14.699 |
| Recycling | 7.549 | 4.045 | 6.126 |
| Deponierung | 24.466 | 39.777 | 39.279 |
| Andere | 2.297 | 16.809 | 12.930 |
Die Absetzbecken auf dem Werksgelände der 2006 stillgelegten Zuckerfabrik in Hohenau an der March|Österreich, in einem von der RAMSAR Convention on Wetlands1 definierten Gebiet mit hohem Biodiversitätswert, wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein AURING als Rastplätze für Wasservögel, v. a. für Watvögel, umgewidmet.
Im Sommer 2018 nahm die AGRANA Zucker GmbH wieder eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis 2014 erstmals gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor und wurde wieder mit dem Silber-Status bewertet.
Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2018|19 30,6 Mio. € (Vorjahr: 32,1 Mio. €) u. a. für Investitionen in Produktqualität und Energieeffizienz aus. Auszug an wesentlichen Projekten:
Anteil am Konzern-Investitionsvolumen 2018|19
Entsorgte gefährliche Abfälle der AGRANA-Zuckerfabriken nach Entsorgungsart 2018|192
1 Siehe Glossar
2 In den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 10
3 Inklusive unbekannte Behandlung durch beauftragte Entsorger
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit ihre auf langfristigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 18 lokalen NPD1-Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für die Qualitätsprüfung von Zuckerrüben.
Zum Ende des Berichtsjahres 2018|19 hat AGRANA mit der neuen ARIC-Abteilung "Agricultural Research" ihre Anstrengungen in der landwirtschaftlichen Forschung verstärkt. Unter anderem veränderte Bedingungen im Rübenanbau, zum einen durch den Klimawandel mit zunehmender Trockenheit und höherem Schädlingsdruck, zum anderen durch europäische Verbote bisher verfügbarer Pflanzenschutzmittel, verlangen nach neuen Lösungen, die den Erfolg des Rübenanbaus sichern. Die Experten der Abteilung Agricultural Research sind aber auch Ansprechpartner für landwirtschaftliche Forschungsfragen in den Bereichen Frucht, Juice und Stärke.
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Technologien, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte.
| F&E-Kennzahlen | 2018 19 | 2017 18 | |
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) | Mio. € | 18,8 | 17,0 |
| F&E-Quote2 | % | 0,77 | 0,66 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 272 | 251 |
Im Bereich Frucht konnten die industriellen Versuche zur Reduktion von Mikroorganismen an der Oberfläche geernteter Früchte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Technologie wird mit beginnender Saison großtechnisch implementiert.
Forschungsaktivitäten im Bereich der Fruchtzubereitungen spiegeln aktuelle Trends in der Lebensmittelindustrie v. a. in Richtung Natürlichkeit und Clean Label wider. AGRANA entwickelt und optimiert Technologien, die eine Vermeidung bzw. Reduktion des Zuckerzusatzes bzw. von Stabilisatoren ermöglichen.
1 New Product Development
2 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
AGRANA Frucht wurde als bevorzugter Partner einer Großmolkerei ausgewählt, um eine alternative Technologie zur Entkeimung von Früchten großtechnisch umzusetzen. Mit dem Einsatz der neuen Technologie werden signifikante Verbesserungen in der Organoleptik von Früchten erwartet. Erste Pilotversuche wurden im Zuge einer Machbarkeitsstudie durchgeführt.
Die Erkenntnisse zur Hochdruckbehandlung von Früchten wurden weiter verbessert und erste Prototypen den Kunden vorgestellt.
Eine bestehende Technologie zur Verbesserung der Fruchttextur wurde weiter optimiert und ihre Einsatzmöglichkeiten wurden gemeinsam mit den Fruchtzubereitungswerken erarbeitet.
Basierend auf der Kooperation mit der Technischen Universität Wien konnte erstmalig die Einwirkung der Scherkräfte bestimmter Anlagenteile auf Fruchtzubereitungen an ausgewählten Linien quantifiziert und Optimierungsmaßnahmen daraus abgeleitet werden.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt lag im Einsatz von natürlichen und künstlichen Süßungsalternativen zum Einsatz in zuckerreduzierten Molkereiprodukten.
Eine Anzahl unterschiedlicher Pflanzenproteine wurde in Fruchtzubereitungen vorrangig für Milchalternativen getestet. Mit ausgewählten Proteinen konnte eine zusätzliche Proteinanreicherung im Endprodukt erzielt werden.
Die AUSTRIA JUICE baute im abgelaufenen Geschäftsjahr die Geschäftsbereiche der Getränkegrundstoffe, der Aromen und der Produktion von Saft- und Gemüsekonzentraten weiter erfolgreich aus und nahm in diesen Bereichen strategische Investitionen, sowohl in die Infrastruktur als auch in das Humankapital, vor.
Die eigene Produktion von Kompositionsaromen zur Stärkung des Wachstumssegmentes der Getränkegrundstoffe und des Aromen-Geschäftes wurde erfolgreich weiterentwickelt.
Durch die Neustrukturierung der Produktionsanlagen wurde sowohl eine Kapazitätserhöhung für den Grundstoffbereich als auch für den Bereich der Saftkonzentrate erreicht, etwa für die Produktion von Karottensaftkonzentrat.
In einem weiteren Projekt wurde ein neues Verfahren zur Optimierung der Ausbeute und der Verbesserung der Qualität der gewonnen Aromaextrakte aus Saftkonzentraten entwickelt und erste Produktionsversuche erfolgreich abgeschlossen. Für das folgende Geschäftsjahr sind für diesen Bereich weitere Investitionen vorgesehen, um die Qualität und die Quantität der gewonnenen Aromaextrakte zu optimieren.
Im Bereich der Getränkegrundstoffe wurde insbesondere in die Technologie der Getränkegrundstoffemulsionen und der Entwicklung entsprechend neuer Produkte investiert.
Zur Erschließung neuer potenzieller Märkte im Nahen und Mittleren Osten wurde die Zertifizierung der Juice-Werke gemäß den Halal- und Kosher-Richtlinien fortgeführt und die Zertifizierung des Headquarters in Kröllendorf|Österreich abgeschlossen.
Durch Neu- und Ersatzinvestitionen in die Geräteanalytik (GC/MS – Gaschromatografie/Massenspektrometrie; HPLC – Hochleistungsflüssigkeitschromatografie; GC/FID – Gaschromatografie mit Flammenionisationsdetektion) und durch die Verbesserung der Qualitätssicherungsmaßnahmen wurde das Qualitätssystem der AUSTRIA JUICE weiter optimiert, um den gestiegenen Kunden- und Marktanforderungen hinsichtlich der Produktqualität und der Produktsicherheit, Stichwort "Food Fraud", auch in Zukunft Rechnung tragen zu können.
Im Rohstoffbereich wurde der Einfluss des Reifegrades auf die Stärkeeigenschaften von in Österreich angebauten Wachsmaissorten untersucht. Für eine optimale Ausreifung ist u. a. eine bestimmte Wärmesumme notwendig. Um die Auswirkungen der Witterung auf die Ausreifung des Wachsmaises spezifischer beurteilen zu können, wurden diese Untersuchungen auf mehrere Vegetationsperioden ausgeweitet.
Zur Diversifizierung des Portfolios wurden spezielle Weizensorten als neuer Stärke-Rohstoff untersucht. Untersuchungen der gewonnenen Weizenstärke zeigen interessante Eigenschaften, die insbesondere für Lebensmittelprodukte großes Potenzial darstellen. Um auch die agrarischen Eigenschaften untersuchen zu können, werden Anbauversuche dieser neuen Weizensorten durchgeführt.
Ansprüche des modernen, gesundheitsorientierten Konsumenten hinsichtlich natürlicher sowie Clean Label und gentechnikfreier Produkte werden zur immer stärker werdenden, treibenden Kraft für Innovationen und Produktentwicklungen in der Lebensmittelindustrie. AGRANA reagiert auf diese Anforderungen mit neuen Rohstoffen sowie mit umfassenden anwendungstechnischen Untersuchungen von neuentwickelten funktionellen Inhaltsstoffen. Durch die Entwicklung neuartiger Technologien konnten Stärken mit speziellen Eigenschaften erzielt werden, welche alternativ zu chemisch modifizierten Stärken deklarationsfrei eingesetzt werden können.
In Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit steigt auch die Nachfrage nach Produkten aus biologischem Landbau. Weiters gibt es auch gesteigertes Interesse an vegetarischer oder veganer Ernährung. Der gesundheitsbewusste Konsument fordert zudem Lebensmittel, die weniger Fett, weniger Zucker oder mehr Ballaststoffe beinhalten. Zu den Innovationen, die AGRANA entwickelt, um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, zählen Spezialstärken als Fett- oder Gelatineersatz, ein vielseitig einsetzbarer Vollei-Ersatz sowie eine Nebenproduktverwertung zur Ballaststoffanreicherung in verschiedensten Lebensmitteln.
Durch intensive Zusammenarbeit mit der Produktion in Gmünd|Österreich konnten neue Forschungsfelder erarbeitet werden. Bei der Herstellung von innovativen Produkten im Produktionsmaßstab spielte neben der Lösung von hygienischen Fragestellungen auch die Stabilisierung von Produkteigenschaften v. a. bei Bio-Produktionen eine wichtige Rolle.
Innovation und Forschung sind der wichtigste Schlüssel, um sich am stark umkämpften Markt für technische Stärken behaupten zu können. Wie in den vergangenen Jahren bestimmten insbesondere Trends zur verstärkten Nachhaltigkeit die Entwicklung in diesen Bereichen.
Zu einem wesentlichen Schwerpunkt hat sich in den letzten Jahren der Markt für biologisch abbaubare Bio-Polymere (Bio-Plastik) entwickelt. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben für Lebensmittelkontakt konnte das Portfolio an thermoplastischen Stärken erweitert werden. In Kombination mit biologisch abbaubaren Polyestern konnten entsprechende Compounds entwickelt werden (AGENACOMP®), die es den Produzenten erlauben, nicht nur nachhaltige, sondern v. a. heimkompostierbare Bio-Plastiksackerl herzustellen. Somit kann AGRANA einen wertvollen Beitrag zur Reduktion von Mikroplastik in der Umwelt leisten.
Im Klebstoffbereich wurden durch innovative, funktionelle Stärken neue Lösungsansätze gefunden, um auf Petrochemie basierte Produkte substituieren zu können. Um dem Anspruch des Marktes nach nachhaltigen Lösungen gerecht zu werden, konnten Produkte mit verbesserten Verklebungseigenschaften entwickelt werden.
Neue Entwicklungen in der jungen Technologie des 3D-Drucks erlauben den Einsatz von Stärke in den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern. Im zementären Mörtel konnte durch den Einsatz entsprechender Stärkeether eine scherstabile Lösung mit besserer Stabilität für die Anwendung bei 3D-Betondruck erzielt werden.
Im Bereich Bioethanolproduktion ist Prozessoptimierung ein ständiger Begleiter der Forschung und Entwicklung. Das Testen neuer marktreifer Enzyme zur Ausbeutesteigerung spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Optimierung bestimmter Analysenmethoden zur Bewertung des Prozessfortschrittes. Die Steigerung der Qualität der Nebenprodukte durch Anpassung der Produktionsbedingungen im fermentativen als auch im Trocknungsbereich war ein weiterer Fokus. Durch Kombination dieser Maßnahmen konnten signifikante wirtschaftliche Verbesserungen erzielt werden.
Arbeitsschwerpunkt war die Vermeidung von Schäden durch den Rübenderbrüssler im Rübenanbau, wobei der Fokus auf mechanischen und biologischen Regulierungsmaßnahmen lag. Die Erarbeitung von Möglichkeiten zur Substitution von Neonicotinoiden ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Schutz der Zuckerrübe vor weiteren tierischen Schädlingen wie z.B. dem Rübenerdfloh, welcher auch als Überträger diverser ertragsmindernder Viren fungiert. Das derzeit diskutierte gesetzliche Verbot von Glyphosat bedingt eine Neukonfiguration von Zwischenfruchtmischungen bezüglich Art und Sorte, um die bestmögliche Etablierung der Keimpflanzen der Zuckerrübe zu gewährleisten. Augenmerk gilt zudem der Versorgung der Zuckerrübe mit Phosphor, was sich in Forschungsprojekten zur grundsätzlichen Bereitstellung des Nährstoffes spiegelt. Beregnung ist ein wesentliches Tool der Ertragssicherung. Die Prüfung von alternativen Bewässerungssystemen zeigt Möglichkeiten der Reduktion des Energie- und Wassereinsatzes.
Die Optimierung der Zuckerausbeute ohne negative Beeinflussung der Schnitzeltrocknung in Zuckerfabriken ist im Bereich Technologie nach wie vor ein zentrales Thema. Dabei wurden alternative Verfahren untersucht, um weiterhin eine hohe Abpressung zu erzielen und so den Energiebedarf bei der Trocknung der Extraktionsrückstände zu minimieren. Diese Optimierungsarbeiten werden auch im Kontext einer durch die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten Dissertation vorangetrieben, die die Möglichkeit evaluiert, bestehende Modelle zur Bewertung von Zuckerverlusten um modernste molekularbiologische, mikrobiologische und analytische Methoden zu erweitern.
In der vergangenen Kampagne wurden an mehreren Standorten Optimierungen in der Saftreinigung vorgenommen, wofür auf im ARIC entwickelte Systeme zur bedarfsgerechten Dosierung von Alkalisierungsmitteln zurückgegriffen werden konnte.
Aufgrund des steigenden Bedarfs wurde im Bereich Futtermittel die Entwicklung eines Bio-Bienenfutterproduktes auf Basis von Bio-Zuckersirup abgeschlossen. Das neue Produkt namens BioVitabee® weist eine optimale Kohlenhydratverteilung im Hinblick auf Futterakzeptanz bei den Bienen bei gleichzeitiger Wahrung der Lagerstabilität auf. Die Produktion von BioVitabee® wurde aufgenommen und die Markteinführung gestartet.
Aufgrund der in der Europäischen Union geführten Diskussion zu Richtwerten für Nitrat und Nitrit in Futtermittelausgangserzeugnissen der Zuckerindustrie wurde ein FFG-gefördertes Projekt in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur gestartet, mit dem Ziel Strategien zur Produktion von Melasse mit geringem Nitrat- und Nitritgehalt zu entwickeln.
Ein Plastik-Alternativprodukt (siehe auch Segment Stärke) stellen auch Polyhydroxyalkanoaten (PHA) dar. Diese können fermentativ aus Nebenströmen der Zuckerproduktion wie Restmelasse und Rübenschnitzeln gewonnen werden. Zu diesem Thema ging ein von der FFG gefördertes dreijähriges Projekt, welches gemeinsam mit dem Department für Agrarbiotechnologie Tulln der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt wurde, mit der Herstellung eines ersten vielversprechenden Pilotproduktes, erfolgreich zu Ende.
Ziele bezüglich Arbeitssicherheit 2018|19
Segment Frucht, Bereich Fruchtzubereitungen: Ziel der Reduktion der Verletzungsrate1 erreicht
Ziel der Reduktion der Ausfallstagequote1 erreicht
Ziel der absoluten Anzahl der Unfälle nicht erreicht
Verletzungsrate1 und Ausfallstagequote1 sanken
Segment Zucker: Ziel erreicht Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2018|19 durchschnittlich 9.242 Mitarbeiter (Köpfe) (Vorjahr: 8.730 Mitarbeiter), davon 2.358 (Vorjahr: 2.251) in Österreich und 6.884 (Vorjahr: 6.479) international.
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt:
| Durchschnittliche Mitarbeiter- anzahl (Köpfe) |
Durchschnittliche Anzahl an FTEs2 |
Mitarbeiter (Köpfe) zum Bilanzstichtag |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | 2018 19 | 2017 18 | 2018 19 | 2017 18 | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
| Frucht | 6.096 | 5.613 | 6.141 | 5.610 | 6.192 | 5.651 |
| Stärke | 1.050 | 983 | 1.025 | 959 | 1.061 | 994 |
| Zucker | 2.096 | 2.134 | 2.064 | 2.109 | 1.938 | 1.958 |
| Konzern | 9.242 | 8.730 | 9.230 | 8.678 | 9.191 | 8.603 |
Im Geschäftsjahr 2018|19 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.230 FTEs (Vorjahr: 8.678 FTEs) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v. a. auf einen höheren Bedarf an Saisonarbeitskräften im Segment Frucht sowie auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft3 betrug per 28. Februar 2019 41 Jahre (Details zur Altersstruktur siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 194). 29,9% (Vorjahr: 29,3%) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 56,4% (Vorjahr: 56,7%). Die Fluktuation im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2018|19 12,9% (Vorjahr: 12,6%). Der Anteil der Beschäftigten mit einem Teilzeitvertrag lag bei 3,2%. Der Anteil der Leiharbeitskräfte lag bei 4,7%.
Im Fokus der Personalstrategie von AGRANA stehen nachhaltiges sowie unternehmerisches Denken und Handeln. AGRANA legt großen Wert auf einen wertschätzenden, respektvollen und kooperativen Umgang untereinander, dem v. a. aufgrund des internationalen und von kultureller Diversität geprägten Umfeldes, eine große Bedeutung zugemessen wird. Leistungsbereitschaft, Integrität und soziales Bewusstsein runden den Wertekatalog der AGRANA-Personalstrategie ab.
zum Bilanzstichtag 28. Februar 20195
| Befristete Dienst- verhältnisse6 |
Unbefristete Dienstverhältnisse | Angestellte im Management7 |
Davon Executive Leadership8 |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Frauen | Arbeiter | Frauen | Ange stellte |
Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen |
| Frucht | 1.919 | 72,5% | 2.679 | 23,8% | 1.594 | 47,7% | 4.273 | 32,7% | 301 | 29,9% | 13 | 15,4% |
| Stärke | 85 | 20,0% | 635 | 12,0% | 341 | 43,1% | 976 | 22,8% | 58 | 13,8% | 4 | 25,0% |
| Zucker9 | 144 | 37,5% | 1.026 | 17,2% | 768 | 40,1% | 1.794 | 27,0% | 157 | 26,8% | 18 | 11,1% |
| Konzern | 2.148 | 68,1% | 4.340 | 20,5% | 2.703 | 45,0% | 7.043 | 29,9% | 516 | 27,1% | 35 | 14,3% |
1 Begriffsdefinitionen siehe Seite 54
2 Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
4 Siehe GRI-Berichtsgrenzen Seite 10
im Rahmen der Verarbeitungskampagnen.
3 Mitarbeiter in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften
5 Vorjahr siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 191
6 Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeiter
7 Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene
8 1. Berichtsebene (d.h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer)
9 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiter gelegt. Die Potenziale der Mitarbeiter zu erkennen und zu fördern, bildet die Grundlage einer fortwährenden Wettbewerbsfähigkeit von AGRANA.
Die Implementierung eines globalen Personalmanagementsystems wurde im Geschäftsjahr 2018|19 weiter vorangetrieben. Durch dieses System soll die Effizienz der Personalprozesse verbessert, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielver einbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2018|19 nahmen 8,8% (Vorjahr: 8,5%) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Die AGRANA Beteiligungs-AG belegte 2018|19 bei BEST RECRUITERS erneut den dritten Platz im österreichischen Branchenranking der Nahrungsmittelindustrie und konnte sich wieder zu den Top-100-Recruitern im Gesamtranking zählen.
BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie umfasst dabei über 130 wissenschaftliche Kriterien aus den Bereichen Stellenanzeigen, Recruiting-Präsenz auf diversen Plattformen, Auftritte auf Karrieremessen sowie Umgang mit Bewerbern.
Diese Auszeichnung würdigt AGRANAs Anspruch, potenziellen neuen Mitarbeitern mit Wertschätzung, Freundlichkeit und Respekt zu begegnen. Die Verleihung des Siegels wird auch als Bestätigung der Bestrebungen gesehen, die Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die Tochtergesellschaft Moravskoslezské Cukrovary A.S. wurde in Tschechien mit dem ersten Platz als "Employer of the Year 2018" ausgezeichnet.
in den Geschäftsjahren 2018|19 und 2017|18
| 2018 19 | 2017 18 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trainingsstunden Anteil pro Mitarbeiter |
der Mitarbeiter, | Trainingsstunden pro Mitarbeiter |
Anteil der Mitarbeiter, |
|||||
| (Durchschnitt) | die Trainings absolvierten |
(Durchschnitt) | die Trainings absolvierten |
|||||
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | ||
| Frucht | 31,4 | 33,4 | 27,3 | 94,6% | 24,3 | 23,5 | 26,2 | 91,1% |
| Arbeiter | 25,7 | 28,5 | 17,0 | 95,5% | 18,6 | 18,8 | 17,9 | 90,9% |
| Angestellte | 41,1 | 45,5 | 36,2 | 92,9% | 34,5 | 35,5 | 33,3 | 91,4% |
| Stärke | 20,0 | 20,2 | 19,2 | 81,2% | 22,9 | 22,5 | 24,5 | 93,5% |
| Arbeiter | 18,5 | 18,1 | 20,9 | 76,3% | 21,1 | 20,5 | 25,9 | 86,0% |
| Angestellte | 22,8 | 26,2 | 18,3 | 90,2% | 26,5 | 28,8 | 23,7 | 100,0% |
| Zucker2 | 30,0 | 29,8 | 30,6 | 89,2% | 31,0 | 30,8 | 31,6 | 86,3% |
| Arbeiter | 25,4 | 26,5 | 20,5 | 89,6% | 30,0 | 31,1 | 24,6 | 79,0% |
| Angestellte | 36,3 | 36,1 | 36,6 | 88,6% | 32,5 | 30,2 | 35,8 | 96,8% |
| Konzern | 29,5 | 30,4 | 27,2 | 91,3% | 26,0 | 25,4 | 27,3 | 90,1% |
| Arbeiter | 24,6 | 26,3 | 18,0 | 91,3% | 21,9 | 22,3 | 20,1 | 87,2% |
| Angestellte | 37,4 | 40,0 | 34,1 | 91,3% | 32,9 | 32,9 | 32,8 | 95,1% |
2 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
AGRANA unterstützt gezielt die stetige Verbesserung des Wissens und fördert die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter. Neben einer Vielzahl an fachlichen Schulungen und Trainings im persönlichkeitsbildenden Bereich wurden gezielte konzernübergreifende Programme angeboten. Diese Trainingsprogramme verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Selbstwertgefühl der Mitarbeiter bei. Jeder Mitarbeiter ist für AGRANA bedeutend, daher werden für alle Mitarbeiterebenen entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten.
Die Schwerpunkte im Bereich Aus- und Weiterbildung lagen im Geschäftsjahr 2018|19 wieder in der Führungskräfteentwicklung sowie in der Entwicklung von Fachexpertentrainings einzelner ausgewählter Funktionsbereiche. Das Angebot und die Durchführung von verschiedenen Sprachkursen runden das Weiterbildungsprogramm von AGRANA ab.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2018|19 durchschnittlich 99 Lehrlinge (davon weiblich: 26 bzw. 26,3%) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 63 Lehrlinge (davon weiblich: 8 bzw.12,7%) beschäftigt, in Deutschland, der Slowakei, Frankreich und Brasilien, welche ein mit Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 16 Lehrlinge (davon weiblich: 11 bzw. 68,8%). In sonstigen Systemen wurden in Algerien, Argentinien, Mexiko und Marokko 20 Lehrlinge (davon weiblich: 7 bzw. 35,0%) ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte u. a. in den Bereichen Maschinenbautechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik, Chemielabortechnik, Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre sowie Informationstechnologie.
Um die Attraktivität des Lehrberufes zu erhöhen und um Schülern und Schülerinnen Berufschancen in der Technik aufzuzeigen, wurden an einzelnen Standorten verschiedene Initiativen gesetzt, z.B. Erstellung von Informationsbroschüren für Lehrlinge, Teilnahme an spezifischen Veranstaltungen zur Vorstellung von Lehrberufen, spezielle Förderung von Lehrlingen etc.
Im Geschäftsjahr 2018|19 wurden 30 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern für das bereits zum sechsten Mal stattfindende internationale Nachwuchsführungskräfteprogramm AGRANA Competencies Training (ACT) ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial, ausgezeichnete Leistungen und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert werden. Der Auftakt zum ACT-Programm erfolgte im Jänner 2019 mittels eines AGRANA Development Centers.
Um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch den eigenen Arbeitsbereich zu geben, werden laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome-Days angeboten. Des Weiteren profitieren Mitarbeiter von diversen Weiterbildungsmaßnahmen, wie dem regelmäßig stattfindenden INCA-Meeting (International Communication at AGRANA) und dem "AGRANA Development Programm" (ADP). Diese Maßnahmen fördern ein besseres divisionsübergreifendes Verständnis und unterstützen den konzernweiten Austausch von Information. Weiters dienen solche Initiativen der divisions- und abteilungsübergreifenden Synergiebildung. Zusätzlich helfen Teamentwicklungsmaßnahmen, die Kommunikation und Effektivität der Zusammenarbeit in den Abteilungen zu fördern.
Ein weiteres Augenmerk wird bei AGRANA auf die Förderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen gelegt. Durch maßgeschneiderte Trainingsangebote wird dafür gesorgt, dass die Mitarbeiter den größtmöglichen Nutzen ziehen und das Gelernte im täglichen Arbeitsumfeld umsetzen können. Ein solches, im Februar 2019 startendes Pionierprogramm, die AGRANA Leadership Academy, hat das Ziel, zukünftige und bestehende Führungskräfte in ihren Rollen zu festigen.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2018|19 auf rund 3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €), was 1,2% (Vorjahr: 1,2%) der Lohn- und Gehaltssumme entspricht.
Arbeitssicherheit ist AGRANA als industriellem Produktionsunternehmen ein besonderes Anliegen. Zur besseren Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen sowie zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen erhebt AGRANA weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit.
Unter dem Begriff "AGRANA Fit" bietet AGRANA mit dem Ziel der Erhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Mitarbeiter an vielen Standorten Gesundenuntersuchungen und/oder Impfungen (Grippeschutz, FSME, Titer-Bestimmungen etc.) im Rahmen der laufenden arbeitsmedizinischen Betreuung an. Zusätzlich bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Fitnesseinrichtungen und Gesundheitsorganisationen.
AGRANA bietet ihren Mitarbeitern zahlreiche sportliche Angebote an, wie z.B. Laufgruppen, Rückenfit-Training, Badminton, Ruderkurse, Zumba Toning, Fitnessboxen, Nordic Walking, Yoga-, Pilates- und Bootcamp-Kurse.
Eine Rekordteilnehmerzahl von 215 AGRANA-Mitarbeitern ging im September 2018 in 71 Teams (zu je drei Teilnehmern) an den Start des jährlichen "Wien Energie Business Run". Die Teilnahme fördert nicht nur den Teamgeist sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb von AGRANA, sondern wurde mittlerweile auch zu einem wichtigen Bestandteil des Personalmarketings. Weiters bietet sie die Möglichkeit, persönliche Kontakte mit Kollegen der verschiedenen Geschäftsbereiche zu knüpfen bzw. zu pflegen.
Soziales Bewusstsein stellt einen wichtigen Teil der Unternehmenskultur von AGRANA dar. Unter anderem wurde AGRANA Fruit Mexico im Berichtsjahr erneut für ihr hohes soziales Engagement mit dem ESR1-Label ausgezeichnet.
in den Geschäftsjahren 2018|19 und 2017|18
| Verletzungsrate3 | Ausfallstagequote4 | Abwesenheitsrate5 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen |
| 2018 19 | |||||||||
| Frucht | 1,5 | 1,9 | 0,9 | 17,7 | 20,8 | 13,3 | 3.539,7 | 4.066,4 | 2.759,2 |
| Stärke | 2,6 | 3,3 | 0,0 | 32,6 | 41,3 | 0,0 | 7.962,8 | 8.598,8 | 5.571,3 |
| Zucker | 2,2 | 2,3 | 1,7 | 28,7 | 32,9 | 17,4 | 6.669,6 | 6.481,4 | 7.185,9 |
| Konzern 2017 18 |
1,8 | 2,2 | 1,0 | 22,0 | 26,8 | 13,0 | 4.768,9 | 5.333,4 | 3.718,2 |
| Frucht | 2,0 | 2,1 | 1,8 | 28,3 | 28,7 | 27,5 | 3.922,1 | 3.779,7 | 4.171,4 |
| Stärke | 3,3 | 3,4 | 2,8 | 47,5 | 48,5 | 43,7 | 7.636,8 | 7.807,4 | 7.021,5 |
| Zucker | 2,7 | 3,4 | 0,8 | 36,5 | 42,5 | 19,7 | 6.579,4 | 6.448,7 | 6.945,5 |
| Konzern | 2,3 | 2,7 | 1,7 | 33,0 | 35,6 | 27,3 | 5.111,8 | 5.147,0 | 5.036,1 |
Im Berichtsjahr 2018|19 ereignete sich kein tödlicher Arbeitsunfall2 (Vorjahr: 0 Todesfälle), allerdings ein tödlicher Wegeunfall, der gemäß Berichtsregeln nicht enthalten ist. Im Berichtsjahr ereigneten sich 4 Unfälle von Kontraktoren (Vorjahr: 13 Unfälle), davon leider zwei tödliche Unfälle, die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind.
Dienstl. Wegeunfälle (11); Rutschen, Stürzen, Fallen mit Folgeverletzungen (51); Prellungen, Quetschungen, Schürfwunden (31); Schnitt- und Stichverletzungen (27); Augenverletzungen (5); Verbrennungen und Verbrühungen (15); Verletzungen durch falsches Heben, Tragen und Lagern (6), Sonstige (10)
2 Mitarbeiter im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 10)
9 Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen.
1 Empresa Socialmente Responsable
3 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl der Unfälle6 ÷ Gesamtarbeitszeit7) × 200.0008
Neben zahlreichen Gesundheits- und Sportangeboten gab es an den Standorten viele weitere Angebote wie Workshops zur Information, Sensibilisierung und Weiterbildung in den Bereichen Work-Life-Balance-Management, Stress und Burnout sowie Workshops für eine richtige Ergonomie am Arbeitsplatz. Im Segment Zucker wurden die beiden österreichischen Standorte Tulln und Leopoldsdorf erneut mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) für gesundheitsfördernde Maßnahmen ausgezeichnet.
Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil für das persönliche Wohlbefinden, daher weist AGRANA auch die eigenen Mitarbeiter auf die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung hin, neben Workshops dazu auch mit lokalen Aktionen wie dem "Obstkorb" (frisches Obst zur freien Entnahme). AGRANA Fruit US wurde im Berichtsjahr erneut mit dem Goldenen Preis der American Heart Association "My Heart. My Life."-Inititative für ihre diesbezügliche Arbeit ausgezeichnet.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für AGRANA im Rahmen ihres sozialen Bewusstseins ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie.
Aus diesem Grund ist AGRANA bereits im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Familien und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten.
Konzernweit spiegelt sich dies in mehreren Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiter wider. Telearbeit, Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung an einzelnen Standorten (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien sind Bestandteile davon. Weiters werden auch Veranstaltungen, gemeinsames Essen und Sportaktivitäten unter Einbindung der Familien veranstaltet (siehe auch Corporate Governance-Bericht, Geschäftsbericht 2018|19, Seite 27). Eine Kinderbetreuungswoche mit vielfältigem Programm – kombiniert mit sportlichen Aktivitäten –organisierte beispielsweise das Segment Zucker an seinem Standort in Tulln|Österreich. Der Fruchtzubereitungsstandort in der Türkei bot Mitarbeitern und Familienmitgliedern ein gemeinsames Ramadan-Dinner.
im Geschäftsjahr 2018|19 und 2019|20
| Segment | Ziele 2018 19 | Zielerreichung 2018 19 | Ziele 2019 20 |
|---|---|---|---|
| Frucht Bereich Frucht- zubereitungen |
Verletzungsrate²: 1,5 Ausfallstagequote2: 20 |
Verletzungsrate2: 1,4 Ausfallstagequote2: 15,4 |
Verletzungsrate²: 1,25 Ausfallstagequote2: 17 |
| Bereich Fruchtsaft- konzentrate |
Sorgfältige Dokumentation und Analyse aller Arbeitsunfälle; Ableitung von Präventivmaßnahmen und bereichsweite Kommunikation dieser Maßnahmen |
||
| Stärke | Reduktion der Arbeits- unfälle2 auf weniger als 12 im Geschäftsjahr durch Umsetzung eines standortspezifischen Maßnahmenpaketes |
Im Berichtsjahr waren 27 Arbeitsunfälle2 zu verzeichnen Verletzungsrate2 und Ausfallstagequote2 sanken gegenüber dem Vorjahr |
Fortsetzung der 2018 19 gestarteten Arbeitssicherheitsoffensive mit den "goldenen Arbeitsregeln – gemeinsam sicher gesund"; Bewusstseinsbildung durch Schulung jedes Mitarbeiters; Umsetzung eines segmentweit einheitlichen Bodenmarkierungs- und Sicherheits- ausrüstungskonzeptes |
| Zucker | Weitere Umsetzung standortspezifischer Maßnahmen |
Verletzungsrate2 und Ausfallstagequote2 sanken gegenüber dem Vorjahr |
Weitere Umsetzung standort spezifischer Maßnahmen |
1 Mitarbeiter im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 10)
2 Begriffsdefinition siehe Seite 54
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der ARANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie durch Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken zentral gesteuert. Sowohl Rohstoffeinkäufe als auch Verkaufskontrakte in Fremdwährung werden über Derivatgeschäfte abgesichert. In diesem Zusammenhang werden keine Short- bzw. Long-Positionen über den Zweck der Absicherung des Kerngeschäftes hinaus eingegangen.
Im Segment Stärke gestalten sich die Veränderungen der Rohstoffpreise im Vergleich zum Verkaufspreis der Endprodukte aufgrund des breiten Produktportfolios unterschiedlich. Bei Stärken und Nebenprodukten führen Preisveränderungen beim Rohstoff zu einer gleichgerichteten Preisanpassung im Markt, wodurch Rohstoffpreisrisiken teilweise kompensiert werden ("Natural Hedge"). Bei Bioethanol leiten sich in Europa die Verkaufspreise im Wesentlichen von den Notierungen der Informationsplattform "Platts" ab, die nicht von Rohstoffpreisen, sondern von Marktschwankungen beeinflusst werden. Entsprechend ist eine hohe Volatilität der Bioethanolpreise feststellbar. Bei Verzuckerungsprodukten orientiert sich der Preis am europäischen Zuckerpreisniveau und ist zu einem großen Teil unbeeinflusst von Rohstoffpreisschwankungen.
Die Versorgung mit Rohstoffen kann durch Beschaffung auf nationalen und internationalen Beschaffungsmärkten
weitgehend als gesichert betrachtet werden. Die Versorgung mit Spezialrohstoffen wird durch Kontraktanbau und Lieferverträge in adäquatem Ausmaß sichergestellt. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte und OTC-Derivate) erfolgen. Umfang und Ergebnisse dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des regelmäßigen Reportings und werden an den AGRANA-Vorstand berichtet.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffes Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus – im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte – für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Die Verfügbarkeit von Zuckerrüben gewinnt nach Abschluss der ersten Kampagne ohne EU-Zuckerquoten 2017|18 zunehmend an Bedeutung, da die Rübenpreise nunmehr vom Zuckerverkaufspreis abhängen. AGRANA intensiviert seither ihre Bemühungen bezüglich der Kooperation mit den Rübenbauern bzw. Rübenbauernverbänden zur Kontrahierung der erforderlichen Rübenmenge. Dennoch wird nach dem extremen Schädlingsbefall 2018 die Rübenanbaufläche 2019 deutlich unter der Kontrahierungsfläche 2018 erwartet.
Für die Raffinationsstandorte in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien stellt die Möglichkeit der Wertschöpfung aus der Verarbeitung des bezogenen Rohzuckers unter Berücksichtigung der erzielbaren Marktpreise für Weißzucker den grundlegenden Rentabilitätsfaktor dar. Neben dem Risiko aus den Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weißund Rohzucker in die EU ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Darüber hinaus werden auch im Falle von Exporten von Weißzucker diese bzw. Industriekontrakte mittels Warentermingeschäften abgesichert. Die Absicherungsgeschäfte werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Die Produktionsvorgänge, v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kostenoptimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energieträgern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien
entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Die Veränderungen auf dem europäischen Zuckermarkt (u. a. das Quotenende) sowie die Überschüsse auf dem Weltmarkt haben zu starken Rückgängen der Zuckerabsatzpreise geführt. Die weitere Entwicklung der Zuckerpreise auf den europäischen Märkten sowie Märkten außerhalb der EU werden auch in der Zukunft die Ergebnissituation im Segment Zucker wesentlich beeinflussen.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen. Der Bau eines zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China wurde abgeschlossen und die Erzeugung von Fruchtzubereitungen in Indien begonnen. Mit der Akquisition der Elafruits SPA (nunmehr SPA AGRANA Fruit Algeria) erwarb der Konzern ein Fruchtzubereitungswerk in Algerien. Die möglichst rasche organisatorische Eingliederung dieser neuen Aktivitäten stellt eine wichtige zukünftige Herausforderung dar.
Die politisch noch instabile Situation zwischen der Ukraine und Russland kann sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit, Datenverlust oder -manipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angriffe auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Experten und durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroffen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen wird auch auf Seite 41f im Segment Zucker berichtet.
Zuckermarktordnung: Seit 1. Oktober 2017 gibt es keinen Rübenmindestpreis mehr und die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose wurde aufgehoben. Beide Produkte können nun in der EU ohne quantitative Beschränkungen erzeugt und verkauft werden. Das Antizipieren der Beendigung der Quotenregelung im Herbst 2017 hat bereits im Vorfeld den europäischen Zuckermarkt durch eine Ausweitung der Anbauflächen im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 beeinflusst. Des Weiteren haben hohe Ernteerträge pro Hektar im ZWJ 2017|18 das Zuckerangebot im EU-Raum erhöht. Im ZWJ 2018|19 führte die Trockenheit und Hitzewelle in ganz Europa zu einer Verringerung des Angebotes.
Mit dem Auslaufen der Quotenregelung ist mit einer weiterhin hohen Rübenzuckerproduktion, speziell in Gunstlagen, zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die europäischen Marktpreise stärker am Weltmarktniveau orientieren und somit auch hohe Schwankungsbreiten bei Zuckerpreisen möglich sind. Die neue Regelung der Zuckermarktordnung sieht auch keine Mindestpreise für Zuckerrüben vor. Die Rübenpreise werden jedoch weiterhin zwischen den Rübenproduzenten und der rübenverarbeitenden Industrie ausverhandelt. Die Reform der Zuckermarktordnung beinhaltet keine Veränderung im System der Importzölle für Zuckerimporte von außerhalb der EU sowie in der Behandlung von Importen aus LDCs1/AKP2-Staaten mit EU-Präferenzabkommen.
1 Least Developed Countries
2 African, Caribbean and Pacific Group of States; Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten
Freihandelsabkommen: Die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Des Weiteren können nationale Steuer- und Zollvorschriften sowie deren Auslegung durch die lokalen Behörden zu weiteren Risiken im regulatorischen Umfeld führen.
Die Trilog-Verhandlungen zur Neugestaltung der Erneuerbaren Energie Richtlinie (RED II – Renewable Energy Directive) ab 2020 zwischen EU-Kommission, EU-Rat und EU-Parlament wurden im Juni 2018 abgeschlossen. Am 21. Dezember 2018 wurde die Richtlinie veröffentlicht. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die neue Richtlinie bis zum 30.Juni 2021 in nationales Recht umsetzen.
Diese sieht eine Untergrenze von 14% erneuerbare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der Anteil der getreidebasierten Biokraftstoffe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7%, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel für sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe ("2. Generation") in Höhe von mindestens 3,5% bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoffliste für die fortschrittlichen Biokraftstoffe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden.
Biokraftstoffe aus sogenannten "High-ILUC-Risk"1-Rohstoffen werden mit dem Beitrag im Jahr 2019 gedeckelt und sollen stufenweise ab 2023 bis 2030 gänzlich auslaufen. Darunter fällt zum Beispiel Biodiesel aus Palmöl.
Mithilfe sogenannter Multiplikatoren (Mehrfachanrechnungen) kann der Beitrag einzelner Biokraftstoffe auf das 14%-Transportziel erhöht werden. So können Biokraftstoffe aus Anhang IX (Advanced Biofuels) doppelt angerechnet werden.
In Österreich beträgt das Substitutionsziel von Biokraftstoffen gemäß derzeit gültiger Kraftstoffverordnung 5,75% (basierend auf RED I) und davon 3,4% aus Bioethanol (jeweils bezogen auf den Energiegehalt). Die Einführung von E10 würde den Biokraftstoffanteil unmittelbar mit den vorhandenen Produktionskapazitäten auf das 7%-Ziel anheben. Auf nationaler Ebene würde damit nicht nur der RED II-Richtlinie entsprochen, sondern auch die nachweisbare Verringerung von Partikel-Emissionen könnte erreicht werden und die Gewinnung von gentechnikfreiem Eiweißfuttermittel und Gärungskohlensäure als Nebenprodukte weiter erhöht werden.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditauf-
1 Hohes Risiko indirekter Landnutzungsänderung (Indirect Land Use Change). Von ILUC wird gesprochen, wenn Pflanzen für Agro-Kraftstoffe zwar auf Flächen angebaut werden, die als nachhaltig zertifiziert sind, dabei aber den Anbau von Nahrungspflanzen auf Wald- oder Brachflächen verdrängen.
nahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v. a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Złoty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"- Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschaftsoder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Die finanziellen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Seite 120ff ) im Detail erläutert.
Die Unternehmensgruppe ist nicht-finanziellen bzw. nicht primär finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie aus nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe stellen z.B. klimatische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Rohmaterialien potenzielle Risiken für AGRANA dar. Daneben ist AGRANA aufgrund der v. a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt. Nicht zuletzt gewinnt auch die Einhaltung nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien in der vorgelagerten Lieferkette an Bedeutung bzw. birgt bei fehlender Einhaltung potenzielle Qualitäts- und Reputationsrisiken.
AGRANA hat angemessene Maßnahmen gesetzt, um nachteiligen Effekten aus nicht-finanziellen Risiken aus der strategischen und operativen Geschäftsgebarung entgegen zu wirken. Die Maßnahmen betreffen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange und stehen im Einklang mit nationalen und internationalen Standards zur Wahrung der Qualitäts- und Reputationsansprüche im Interesse der AGRANA-Gruppe (siehe Details im Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 8ff ).
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Im Segment Zucker ist der Einfluss der Weltmarktpreise auf das europäische Preisniveau von gestiegener Bedeutung. Im Bereich Bioethanol ist der wirtschaftliche Erfolg wesentlich durch die zukünftige Entwicklung der Absatzpreise bestimmt. Da sich die Preise für die verwendeten Rohstoffe Mais und Weizen unabhängig von den Ethanolpreisen entwickeln können, wird die Einschätzung der Ergebnisentwicklung bei Bioethanol zusätzlich erschwert.
Aufgrund der anhaltend niedrigen Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose, der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der schwankenden Kosten durch die hohe Rohstoffpreisvolatilität liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns über dem Durchschnitt der Vorjahre. Sie ist jedoch durch eine hohe bilanzielle Eigenkapitalausstattung gedeckt und die AGRANA-Gruppe kann durch die Diversifikation in drei Geschäftsbereiche risikoausgleichend agieren.
Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw.sind solche auch gegenwertig nicht erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP1-System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet sich für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem
die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 56ff ), sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebsund Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2019 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2018: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (28. Februar 2018: 15.622.244) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34% des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100%-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50% abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland, mit 50% beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u. a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing.Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Der Vorstand ist bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind Change of Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. Trotz der weiterhin großen Herausforderungen im Segment Zucker ist für das Geschäftsjahr 2019|20 wieder mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.
| AGRANA-Gruppe | 2018 19 IST |
2019 20 Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.443,0 | moderater Anstieg | i |
| EBIT | Mio. € | 66,6 | deutlicher Anstieg | ii |
| Investitionen1 | Mio. € | 183,8 | 143 |
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 143 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 108 Mio. € liegen.
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2019|20 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen mit einer positiven Umsatzentwicklung. Im EBIT werden sich die Absatz- und Margensteigerung widerspiegeln und zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr führen. Vor allem die Regionen Südamerika, Nordamerika, Europa und Mexiko sollen zur positiven Entwicklung beitragen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einer stabilen Umsatz- und EBIT-Entwicklung ausgegangen.
Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 57 Mio. € geplant. Der Fokus liegt auf Ersatzund Erhaltungsinvestitionen, Produktionsoptimierungen und der kontinuierlichen Verbesserung der Produktqualität.
| Segment Frucht | 2018 19 IST |
2019 20 Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.179,1 | moderater Anstieg | i |
| EBIT | Mio. € | 77,3 | deutlicher Anstieg | ii |
| Investitionen1 | Mio. € | 56,2 | 57 |
Das Segment Stärke prognostiziert für das Geschäftsjahr 2019|20 einen moderaten Umsatzanstieg. Für stärkebasierte Verzuckerungsprodukte wird aufgrund des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes keine wesentliche Preiserholung erwartet. Gleichbleibend positive Impulse sollten bei Spezialprodukten wie Säuglingsmilchnahrung, Bio- oder GMO-freien Produkten entstehen. Unter der Annahme einer durchschnittlichen Getreideernte 2019 und einer leichten Reduktion der Rohstoffpreise im Vergleich zum Trockenjahr 2018 wird mit einem konstanten EBIT gerechnet.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte (inklusive Leasingverpflichtungen)
Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 66 Mio. €, wobei die größte Teilsumme auf den Ausbau der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich entfällt.
| Segment Stärke | 2018 19 IST |
2019 20 Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 762,7 | moderater Anstieg | i |
| EBIT | Mio. € | 51,2 | stabile Entwicklung | p |
| Investitionen1 | Mio. € | 97,0 | 66 |
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung eines weiterhin herausfordernden Zuckermarktumfeldes mit einem konstant niedrigen Umsatzniveau. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden die Margenreduktion nur bedingt abfedern können, sodass im Geschäftsjahr 2019|20 wieder ein negatives EBIT erwartet wird.
Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben belaufen sich auf rund 20 Mio. €. Es wird v. a. in Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen investiert.
| Segment Zucker | 2018 19 IST |
2019 20 Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 501,2 | leichter Anstieg | o |
| EBIT | Mio. € | –61,9 | moderater Anstieg | i |
| Investitionen1 | Mio. € | 30,6 | 20 |
Betreffend Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | p | 0% bis +1% oder 0% bis –1% |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als –1% bis –5% |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als –5% bis –10% |
| Deutlich | ii oder ss | Mehr als +10% bis +50% oder mehr als –10% bis –50% |
| Sehr deutlich | iii oder sss | Mehr als +50% oder mehr als –50% |
Auch im Geschäftsjahr 2019|20 wird AGRANA weiter an der Sicherstellung und Dokumentation nachhaltiger Wirtschaftsweise über die gesamte Produktwertschöpfungskette arbeiten, denn sie stellt nicht nur für immer mehr Kunden ein Kaufkriterium dar, sondern ist auch eine gesellschaftliche Verpflichtung.
So hat sich das Unternehmen bereits 2014|15 bzw. 2015|16 Ziele zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialkriterien in den eigenen Produktionsanlagen bzw. bezüglich Nachhaltigkeit in der Lieferkette mit einer Zielerreichungsperiode bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020|21 gesetzt.
Der seither jährlich berichtete Zielerreichungsfortschritt im Bereich der Energie- und Umweltziele zeigt dabei die Herausforderungen aufgrund des v. a. im Segment Zucker bestehenden starken Einflusses der Rohstoffmenge und -qualität auf die Erreichung von auf den Produkt-Output bezogenen Energieeffizienzzielen. Im Segment Frucht besteht die große Herausforderung in der Zielerreichung im Rahmen der jährlich wachsenden Anzahl an zu konsolidierenden Standorten, die sehr oft noch nicht dem von AGRANA angestrebten Standard nachhaltiger Produktion entsprechen.
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte (inklusive Leasingverpflichtungen)
Konsolidierungsmethoden 88
Währungsumrechnung 89
für das Geschäftsjahr 2018|19 vom 1.März 2018 bis 28. Februar 2019
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.443.048 | 2.566.317 |
| Bestandsveränderungen | –53.505 | –26.771 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.120 | 1.528 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 32.980 | 32.990 |
| Materialaufwand | –1.647.491 | –1.716.654 |
| Personalaufwand | –323.717 | –308.082 |
| Abschreibungen | –96.636 | –90.014 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –301.403 | –298.081 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 12.222 | 29.395 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 66.618 | 190.628 |
| Finanzerträge | 25.464 | 41.212 |
| Finanzaufwendungen | –40.836 | –55.682 |
| Finanzergebnis | –15.372 | –14.470 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 51.246 | 176.158 |
| Ertragsteuern | –20.860 | –33.513 |
| Konzernergebnis | 30.386 | 142.645 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 25.406 | 140.071 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 4.980 | 2.574 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 0,41 € | 2,24 €1 |
für das Geschäftsjahr 2018|19 vom 1.März 2018 bis 28. Februar 2019
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 30.386 | 142.645 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung | 2.104 | –31.851 |
| zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) | ||
| nach latenten Steuern | 0 | 58 |
| Marktwertänderungen Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) | ||
| nach latenten Steuern | –613 | 1.643 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –521 | –907 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 970 | –31.057 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher | ||
| Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern | –3.810 | –100 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| nach latenten Steuern | 788 | 0 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –3 | –4 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –3.025 | –104 |
| Sonstiges Ergebnis | –2.055 | –31.161 |
| Gesamtergebnis | 28.331 | 111.484 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 23.687 | 109.889 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 4.644 | 1.595 |
für das Geschäftsjahr 2018|19 vom 1.März 2018 bis 28. Februar 2019
| Note | t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 30.386 | 142.645 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 96.636 | 90.021 | |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | 0 | –7 | |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | –194 | 348 | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | 342 | 1.123 | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –12.222 | –29.395 | |
| Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 15.000 | 30.000 | |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 1.302 | 0 | |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 46.296 | 68.010 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 177.546 | 302.745 | |
| Veränderungen der Vorräte | 19.589 | 16.749 | |
| Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte | –14.326 | 14.845 | |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | 2.065 | –18.748 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –13.200 | –55.967 | |
| Veränderungen des Working Capital | –5.872 | –43.121 | |
| Erhaltene Zinsen | 3.250 | 4.225 | |
| Gezahlte Zinsen | –7.193 | –10.788 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | –26.022 | –39.199 | |
| (13) | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 141.709 | 213.862 |
| Erhaltene Dividenden | 24 | 33 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 3.241 | 627 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –161.190 | –132.528 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 1.374 | 162 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | –1.640 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunehmen | |||
| abzüglich übernommener liquider Mittel | –5.336 | 0 | |
| (14) | Cashflow aus Investitionstätigkeit | –161.887 | –133.346 |
| Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | –65.000 | –100.000 | |
| Rückführung von Schuldscheindarlehen | 0 | –83.500 | |
| Rückführung von langfristigen Darlehen | 0 | –25.500 | |
| Einzahlungen aus Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank | 0 | 41.500 | |
| Aufnahme von langfristigen Darlehen | 40.000 | 100.000 | |
| Aufnahme von syndizierten Krediten | 75.000 | 0 | |
| Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | 1.219 | –16.385 | |
| Abtretung von Anteilen an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung | 2.475 | 0 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | –411 | 0 | |
| Gezahlte Dividenden | –71.463 | –69.808 | |
| (15) | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –18.180 | –153.693 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –38.358 | –73.177 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –577 | –4.291 | |
| Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen | 637 | 0 | |
| Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand | –81 | 0 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 120.961 | 198.429 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 82.582 | 120.961 |
zum 28. Februar 2019
| t¤ | Stand | Stand |
|---|---|---|
| 28.02.2019 | 28.02.2018 | |
| AKTIVA | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 276.740 | 276.815 |
| Sachanlagen | 864.221 | 768.881 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 69.926 | 73.228 |
| Wertpapiere | 18.843 | 18.703 |
| Beteiligungen | 19 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 10.090 | |
| Aktive latente Steuern | 12.309 | 13.664 |
| 1.252.148 | 1.161.001 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 619.133 | 654.537 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Vermögenswerte | 429.484 | 415.568 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 6.060 | |
| Wertpapiere | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 82.582 | 120.961 |
| 1.137.259 | 1.195.420 | |
| Summe Aktiva | 2.389.407 | 2.356.421 |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760 |
| Gewinnrücklagen | 694.451 | 742.752 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.348.742 | 1.397.043 |
| Nicht beherrschende Anteile | 61.186 | 56.954 |
| 1.409.928 | 1.453.997 | |
| B. Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 71.177 | 68.704 |
| Übrige Rückstellungen | 23.505 | 21.607 |
| 310.572 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 278.988 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.820 | |
| Passive latente Steuern | 6.556 | |
| C. Kurzfristige Schulden | 393.046 | 10.832 419.427 |
| Übrige Rückstellungen | 31.221 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 144.639 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 403.627 | 29.337 61.629 378.220 |
| Steuerschulden | 6.946 | 13.811 |
Summe Passiva 2.389.407 2.356.421
für das Geschäftsjahr 2018|19 vom 1.März 2018 bis 28. Februar 2019
Den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zurechenbar
| Gewinnrücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteile am | |||||||
| Rücklage | Rücklage | sonstigen | |||||
| für | für ver- | Ergebnis | |||||
| Rücklage | Sicherungs- | sicherungs- | von Gemein- | ||||
| Grund- | Kapital- | für Eigen- kapital- |
instrumente (Cashflow- |
mathem. Gewinne/ |
schafts- unter- |
||
| t¤ | kapital | rücklagen | instrumente1 | Hedges) | Verluste | nehmen2 | |
| Geschäftsjahr 2018 19 Stand 01.03.2018 (veröffentlicht) |
113.531 | 540.760 | 3.295 | 282 | –30.234 | –26.043 | |
| Anpassungen aus der | |||||||
| Erstanwendung von IFRS 9 | 0 | 0 | –1.340 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 01.03.2018 (angepasst) | 113.531 | 540.760 | 1.955 | 282 | –30.234 | –26.043 | |
| Marktwertänderungen | |||||||
| von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | 0 | 1.051 | 0 | 0 | 0 | |
| Marktwertänderungen von | |||||||
| Sicherungsinstrumenten | |||||||
| (Cashflow-Hedges) | 0 | 0 | 0 | –806 | 0 | –92 | |
| Veränderung versicherungs | |||||||
| mathematischer Gewinne/Verluste | |||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
0 | 0 | 0 | 0 | –3.961 | –3 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | –263 | 193 | 207 | 24 | |
| Gewinn aus Währungsumrechnung | |||||||
| und Hochinflationsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –431 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 788 | –613 | –3.754 | –502 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 788 | –613 | –3.754 | –502 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs | |||||||
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2019 | 113.531 | 540.760 | 2.743 | –331 | –33.988 | –26.545 | |
| 694.451 | |||||||
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||||
| Stand 01.03.2017 | 113.531 | 540.760 | 3.237 | –1.361 | –30.211 | –25.130 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 63 | 2.191 | 0 | 0 | |
| Veränderung versicherungs | |||||||
| mathematischer Gewinne/Verluste | |||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen | |||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –385 | –4 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | –5 | –548 | 362 | 1 | |
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –910 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 58 | 1.643 | –23 | –913 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 58 | 1.643 | –23 | –913 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs | |||||||
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen Stand 28.02.2018 |
0 113.531 |
0 540.760 |
0 3.295 |
0 282 |
0 –30.234 |
0 –26.043 |
|
| 742.752 | |||||||
2 Nach der Equity-Methode bilanziert
Den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zurechenbar
| Summe | Nicht beherr schende Anteile |
Eigen- kapital der AGRANA- Aktionäre |
Jahres- ergebnis |
Unter- schieds- betrag Währungs- umrechnung |
Übriges kumuliertes Eigen- kapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.453.997 | 56.954 | 1.397.043 | 140.071 | –99.036 | 754.417 |
| –148 | 0 | –148 | 0 | 0 | 1.192 |
| 1.453.849 | 56.954 | 1.396.895 | 140.071 | –99.036 | 755.609 |
| 1.051 | 0 | 1.051 | 0 | 0 | 0 |
| –929 | –31 | –898 | 0 | 0 | 0 |
| –4.039 | –75 | –3.964 | 0 | 0 | 0 |
| 187 | 26 | 161 | 0 | 0 | 0 |
| 1.675 | –256 | 1.931 | 0 | 2.362 | 0 |
| –2.055 | –336 | –1.719 | 0 | 2.362 | 0 |
| 30.386 | 4.980 | 25.406 | 25.406 | 0 | 0 |
| 28.331 | 4.644 | 23.687 | 25.406 | 2.362 | 0 |
| –71.463 | –1.163 | –70.300 | –70.300 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | –69.771 | 0 | 69.771 |
| –154 | 756 | –910 | 0 | 0 | –910 |
| –635 | –5 | –630 | 0 | 0 | –630 |
| 1.409.928 | 61.186 | 1.348.742 | 25.406 | –96.674 | 823.840 |
| 1.411.888 | 62.222 | 1.349.666 | 111.314 | –68.089 | 705.615 |
| 2.254 | 0 | 2.254 | 0 | 0 | 0 |
| –493 –164 |
–104 26 |
–389 –190 |
0 0 |
0 0 |
0 0 |
| –32.758 | –901 | –31.857 | 0 | –30.947 | 0 |
| –31.161 | –979 | –30.182 | 0 | –30.947 | 0 |
| 142.645 | 2.574 | 140.071 | 140.071 | 0 | 0 |
| 111.484 | 1.595 | 109.889 | 140.071 | –30.947 | 0 |
| –69.808 | –7.319 | –62.489 | –62.489 | 0 | 0 |
| 0 500 |
0 500 |
0 0 |
–48.825 0 |
0 0 |
48.825 0 |
| –73 | –36 | –37 | 0 | 0 | –37 |
| 6 | –8 | 14 | 0 | 0 | 14 |
| 1.453.997 | 56.954 | 1.397.043 | 140.071 | –99.036 | 754.417 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Der Konzernabschluss 2018|19 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB, erstellt.
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe.
Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Frucht, Stärke und Zucker. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt.
AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl "Operatives Ergebnis". Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen.
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.179.603 | 772.579 | 561.424 | –70.558 | 2.443.048 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –453 | –9.898 | –60.207 | 70.558 | 0 |
| Umsatzerlöse | 1.179.150 | 762.681 | 501.217 | 0 | 2.443.048 |
| EBITDA | 114.966 | 66.459 | –33.687 | 0 | 147.738 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –37.701 | –31.430 | –27.505 | 0 | –96.636 |
| Operatives Ergebnis | 77.265 | 35.029 | –61.192 | 0 | 51.102 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 | 3.294 | 0 | 3.294 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 16.186 | –3.964 | 0 | 12.222 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 77.265 | 51.215 | –61.862 | 0 | 66.618 |
| Segmentvermögen | 1.182.098 | 626.060 | 1.607.119 | –1.025.870 | 2.389.407 |
| Segmenteigenkapital | 409.320 | 362.872 | 989.378 | –351.642 | 1.409.928 |
| Segmentschulden | 772.778 | 263.188 | 617.741 | –674.228 | 979.479 |
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Frucht | Stärke | Zucker | dierung | Konzern |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 56.193 | 97.011 | 30.549 | 0 | 183.753 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen gesamt | 56.193 | 97.011 | 30.549 | 0 | 183.753 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 60.302 | 9.624 | 0 | 69.926 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 6.141 | 1.025 | 2.064 | 0 | 9.230 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.161.898 | 762.308 | 730.378 | –88.267 | 2.566.317 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –456 | –9.993 | –77.818 | 88.267 | 0 |
| Umsatzerlöse | 1.161.442 | 752.315 | 652.560 | 0 | 2.566.317 |
| EBITDA | 113.218 | 76.486 | 64.455 | 0 | 254.159 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –37.579 | –26.742 | –25.693 | 0 | –90.014 |
| Operatives Ergebnis | 75.639 | 49.744 | 38.762 | 0 | 164.145 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 | –2.912 | 0 | –2.912 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 30.486 | –1.091 | 0 | 29.395 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 75.639 | 80.230 | 34.759 | 0 | 190.628 |
| Segmentvermögen | 1.128.678 | 553.933 | 1.704.961 | –1.031.151 | 2.356.421 |
| Segmenteigenkapital | 361.515 | 368.618 | 1.075.506 | –351.642 | 1.453.997 |
| Segmentschulden | 767.163 | 185.315 | 629.455 | –679.509 | 902.424 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 49.356 | 59.427 | 32.084 | 0 | 140.867 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 140 | 0 | 2.000 | 0 | 2.140 |
| Investitionen gesamt | 49.496 | 59.427 | 34.084 | 0 | 143.007 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | 59.555 | 13.673 | 0 | 73.228 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 5.610 | 959 | 2.109 | 0 | 8.678 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Im Ergebnis aus Sondereinflüssen sind Steuerrückzahlungen in Rumänien und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Zucker enthalten.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –674.228 t€ (Vorjahr: –679.509 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –351.642 t€ (Vorjahr: –351.642 t€).
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| Umsatz t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Österreich | 1.283.665 | 1.315.930 |
| Ungarn | 70.439 | 88.831 |
| Rumänien | 135.450 | 162.561 |
| Restliche EU | 368.215 | 416.140 |
| EU-28 | 1.857.769 | 1.983.462 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 101.912 | 101.680 |
| Übriges Ausland | 483.367 | 481.175 |
| Summe | 2.443.048 | 2.566.317 |
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 444.210 t€ (Vorjahr: 535.040 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 18,2% (Vorjahr: 20,8%) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei, Serbien und Bosnien und Herzegowina definiert.
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Österreich | 120.655 | 84.253 |
| Ungarn | 7.353 | 8.730 |
| Rumänien | 7.843 | 3.054 |
| Restliche EU | 14.976 | 15.222 |
| EU-28 | 150.827 | 111.259 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 5.245 | 4.242 |
| Übriges Ausland | 27.681 | 25.366 |
| Summe | 183.753 | 140.867 |
| Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte1 t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
| Österreich | 487.298 | 416.690 |
| Ungarn | 69.945 | 68.912 |
| Rumänien | 39.525 | 36.402 |
| Restliche EU | 108.174 | 111.208 |
| EU-28 | 704.942 | 633.212 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 23.395 | 21.698 |
| Übriges Ausland | 150.732 | 129.830 |
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Im Geschäftsjahr 2018|19 waren die nachstehenden Standards erstmalig verpflichtend anzuwenden.
| Verabschiedung | Übernommen | ||
|---|---|---|---|
| Standard/Interpretationen | durch IASB | durch EU | |
| IAS 40 | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Änderung) | 08.12.2016 | 14.03.2018 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung (Änderung) | 20.06.2016 | 26.02.2018 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge (Änderung) | 12.09.2016 | 03.11.2017 |
| IFRS 9 (2014) | Finanzinstrumente | 24.07.2014 | 22.11.2016 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung) | 12.10.2017 | 22.03.2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 28.05.2014 | 22.09.2016 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Änderung) | 12.04.2016 | 31.10.2017 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung | 08.12.2016 | 28.03.2018 |
| und im Voraus gezahlte Leistungen |
Die Änderungen bei IAS 40 (Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien), IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung), IFRS 4 (Versicherungsverträge) und IFRIC 22 (Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Leistungen) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA.
In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 9 wurden die Übergangseffekte unter Anwendung der modifizierten retrospektiven Umstellungsmethode zum 1. März 2018 im übrigen kumulierten Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre erfasst. Darüber hinaus hat der Konzern Folgeänderungen zu IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) auf die Anhangsangaben für das Geschäftsjahr 2018|19 angewendet, nicht jedoch auf die Vergleichsinformationen.
Durch die Überführung von Anteilen an Investmentfonds, die bisher als Wertpapiere der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" bilanziert wurden, in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" aufgrund mangelnder Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums, ergaben sich Reklassifizierungen von der Rücklage für "Zur Veräußerung verfügbar" in das übrige kumulierte Eigenkapital in Höhe von 1.340 t€ nach Steuern.
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Beteiligungen) waren aufgrund fehlender Materialität unter IAS 39 der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten)" zugeordnet. Gemäß IFRS 9 müssen Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Auf eine Bewertung der Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen wurde aufgrund Unwesentlichkeit verzichtet. Weiters wurde die Option der erfolgsneutralen Bewertung im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling) in Anspruch genommen. Aktien von nicht börsennotierten Gesellschaften sowie sonstige Eigenkapitalinstrumente wurden von den Beteiligungen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten)" in die Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" umgegliedert.
Bei Wertrechten (Genossenschaftsanteile), die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung kategorisiert wurden und die das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen, entspricht deren Nominale dem beizulegenden Zeitwert.
Die Überleitung der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte von den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 auf die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:
| Ursprüng | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungs- | Bewertungs- | licher | Auswirkung | Neuer | ||
| kategorie | kategorie | Buchwert | Umglie- | der Um- | Buchwert | |
| t¤ | gemäß IAS 39 | gemäß IFRS 9 | IAS 39 | derung | stellung | IFRS 9 |
| Wertpapiere | Zur Veräußerung | Erfolgswirksam | 13.361 | 0 | 0 | 13.361 |
| (Anteile an Investmentfonds) | verfügbar | zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die | ||||||
| Gewinn- und | ||||||
| Verlustrechnung | ||||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung | Erfolgsneutral | 4.451 | 269 | 0 | 4.720 |
| (Eigenkapitalinstrumente) | verfügbar | zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert im | ||||||
| sonstigen Ergebnis | ||||||
| (ohne Recycling) | ||||||
| Wertpapiere (Wertrechte) | Zur Veräußerung | Erfolgswirksam | 891 | 0 | 0 | 891 |
| verfügbar | zum beizulegenden | |||||
| (zu Anschaffungs- | Zeitwert über die | |||||
| kosten) | Gewinn- und | |||||
| Verlustrechnung | ||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 18.703 | 269 | 0 | 18.972 | ||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung | Erfolgsneutral | 625 | 0 | 0 | 625 |
| (nicht konsolidierte | verfügbar | zum beizulegenden | ||||
| Tochterunternehmen) | (zu Anschaffungs- | Zeitwert im | ||||
| kosten) | sonstigen Ergebnis | |||||
| (ohne Recycling) | ||||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung | Erfolgsneutral | 269 | –269 | 0 | 0 |
| (Eigenkapitalinstrumente) | verfügbar | zum beizulegenden | ||||
| (zu Anschaffungs- | Zeitwert im | |||||
| kosten) | sonstigen Ergebnis | |||||
| (ohne Recycling) | ||||||
| Beteiligungen | 894 | –269 | 0 | 625 | ||
| Forderungen aus | Kredite und | Zu fortgeführten | 308.294 | 0 | –148 | 308.146 |
| Lieferungen und Leistungen | Forderungen | Anschaffungskosten | ||||
| Sonstige | Kredite und | Zu fortgeführten | 43.572 | 0 | 0 | 43.572 |
| finanzielle Forderungen | Forderungen | Anschaffungskosten | ||||
| Derivative finanzielle | Zu Handels- | Erfolgswirksam | 3.486 | 0 | 0 | 3.486 |
| Vermögenswerte – | zwecken gehalten | zum beizulegenden | ||||
| keine Sicherungsinstrumente | Zeitwert über die | |||||
| Gewinn- und | ||||||
| Verlustrechnung | ||||||
| Derivative finanzielle | Beizulegender | Erfolgsneutral | 803 | 0 | 0 | 803 |
| Vermögenswerte – | Zeitwert Sicherungs- | zum beizulegenden | ||||
| Sicherungsinstrumente | instrumente | Zeitwert im | ||||
| sonstigen Ergebnis | ||||||
| (Sicherungeinstrumente) | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 4.289 | 0 | 0 | 4.289 | ||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung | Erfolgswirksam | 44 | 0 | 0 | 44 |
| (kurzfristig gehalten) | verfügbar | zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert über die | ||||||
| Gewinn- und | ||||||
| Verlustrechnung | ||||||
| Zahlungsmittel und | Kredite und | Zu fortgeführten | 120.961 | 0 | 0 | 120.961 |
| Zahlungsmitteläquivalente | Forderungen | Anschaffungskosten |
IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten weitgehend bei. Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten werden sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet, alle übrigen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung.
Aus der Neuregelung zur Erfassung von Wertminderungen für Kreditrisiken aus Forderungen in Abhängigkeit von deren Überfälligkeiten entstand ein zusätzlicher portfoliobasierter Wertminderungsbedarf in Höhe von 148 t€ nach latenten Steuern, der im übrigen kumulierten Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre erfasst wurde (siehe Tabelle unten zu den Auswirkungen von IFRS 9 und IFRS 15).
Zum 28. Februar 2018 bestehende Sicherungsbeziehungen (Cashflow-Hedges) wurden gemäß IFRS 9 und in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften mit 1. März 2018 fortgeführt.
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde mit Einführung der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" für die Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten innerhalb der Zwischensumme "Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen" die neue Zeile "Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten nach latenten Steuern" ergänzt.
Die Zeile "Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern" in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde in "Marktwertänderungen Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern" umbenannt.
In der Konzern-Eigenkapitalentwicklung wurde innerhalb der Gewinnrücklagen die Rücklage für "Zur Veräußerung Verfügbar" durch die "Rücklage für Eigenkapitalinstrumente" ersetzt, die "Rücklage für Cashflow-Hedges" in "Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges)" umbenannt sowie die "Bewertungseffekte IAS 39" aufgeteilt in die "Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten" und "Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges)".
Im Zuge der Umstellung auf IFRS 15 zum 1. März 2018 wurden bisher unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Lieferrechte in Höhe von 1.642 t€ zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten umgegliedert. Es kam zu keiner Änderung des Eigenkapitals.
In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Konzern-Bilanz dargestellt:
| t¤ AKTIVA |
Stand veröffentlicht 28.02.2018 |
An- passungen IFRS 9 |
An- passungen IFRS 15 |
Stand nach An passungen 01.03.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| und Geschäfts-/Firmenwerte | 276.815 | 0 | –1.642 | 275.173 |
| Sonstige Vermögenswerte | 870.522 | 0 | 0 | 870.522 |
| Aktive latente Steuern | 13.664 | 49 | 0 | 13.713 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.161.001 | 49 | –1.642 | 1.159.408 |
| Vorräte | 654.537 | 0 | 0 | 654.537 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 308.294 | –197 | 0 | 308.097 |
| Sonstige Vermögenswerte | 232.589 | 0 | 1.642 | 234.231 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.195.420 | –197 | 1.642 | 1.196.865 |
| Summe Aktiva | 2.356.421 | –148 | 0 | 2.356.273 |
| t¤ | Stand veröffentlicht 28.02.2018 |
An- passungen IFRS 9 |
An- passungen IFRS 15 |
Stand nach An passungen 01.03.2018 |
|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | ||||
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.397.043 | –148 | 0 | 1.396.895 |
| Nicht beherrschende Anteile | 56.954 | 0 | 0 | 56.954 |
| Eigenkapital | 1.453.997 | –148 | 0 | 1.453.849 |
| Langfristige Schulden | 419.427 | 0 | 0 | 419.427 |
| Kurzfristige Schulden | 482.997 | 0 | 0 | 482.997 |
| Summe Passiva | 2.356.421 | –148 | 0 | 2.356.273 |
Nachfolgend ist eine Übersicht über die Standards und Interpretationen dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2019|20 oder später anzuwenden sind. Bei den noch nicht von der EU übernommenen Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
| Standard/Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Anwendungspflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses (Änderung) | 31.10.2018 | 2020 21 | Nein |
| IAS 8 | Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungs bezogenen Schätzungen und Fehlern (Änderung) |
31.10.2018 | 2020 21 | Nein |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer (Änderung) |
07.02.2018 | 2019 20 | 13.03.2019 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderung) |
12.10.2017 | 2019 20 | 08.02.2019 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse (Änderung) |
22.10.2018 | 2020 21 | 08.02.2019 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung) | 12.10.2017 | 2019 20 | 22.03.2018 |
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 31.10.2018 2020|21 Nein Mit der Änderung wurde die Definition von "wesentlich" konkretisiert.
IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, 31.10.2018 2020|21 Nein Mit der Änderung wird auf die Definition von "wesentlich" in IAS 1 verwiesen.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 07.02.2018 2019|20 13.03.2019 Es wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungs- (Änderung) planes der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Ferner wurden Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt. Sofern keine entsprechenden Sachverhalte vorliegen, sind die Änderungen für AGRANA nicht relevant.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 12.10.2017 2019|20 08.02.2019 Mit der Änderung wird klargestellt, dass IFRS 9 (Finanzinstrumente) auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen oder Joint Ventures anzuwenden ist, sofern diese Teil einer Nettoinvestition sind und nicht at-Equity einbezogen werden. (Änderung) Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 22.10.2018 2020|21 08.02.2019 Mit der Änderung wurde die Definition eines Geschäftsbetriebes, in Abgrenzung zu einem Erwerb einer Gruppe von (Änderung) Vermögenswerten, angepasst. Die Änderung kann bei Unternehmenszusammenschlüssen ab dem Geschäftsjahr 2020|21 einschlägig werden.
IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderung) 12.10.2017 2019|20 22.03.2018 Die Änderung regelt, dass bestimmte Finanzinstrumente mit symmetrisch ausgestalteten Kündigungs- und Entschädigungsklauseln (Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung) zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden können, die ansonsten erfolgswirksam zu bewerten wären. Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
| Übernommen durch EU |
|---|
| 31.10.2017 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 18.05.2017 | 2021 22 | Nein |
|---|---|---|---|---|
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015–2017 |
12.12.2017 | 2019 20 | 14.03.2019 |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung |
07.06.2017 | 2019 20 | 23.10.2018 |
| Änderung der Verweise auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung |
29.03.2018 | 2020 21 | Nein |
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, am 6.Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24.Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.274,76 € blieb unverändert. Aufgrund des Aktiensplits kam es gemäß IAS 33.64 zu einer Anpassung der Vorjahreswerte des Ergebnisses je Aktie nach IFRS.
IFRS 16 Leasing 13.01.2016 2019|20 31.10.2017 Mit IFRS 16 werden Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es künftig nur noch ein Bilanzierungsmodell geben, bei dem das Nutzungsrecht als Vermögenswert und die Verpflichtung als Verbindlichkeit in der Bilanz auszuweisen sind. Die Ersterfassung erfolgt mittels des modifizierten retrospektiven Ansatzes, bei dem die Leasingverbindlichkeit und der Vermögenswert mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen unter Berücksichtigung des aktuellen laufzeitadäquaten Grenzkapitalisierungszinssatzes zugehen. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse wird AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch nehmen. AGRANA setzt Leasing im Wesentlichen für langfristige Grund- und Gebäudemietverträge in Verwaltung und Produktion ein. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018|19 lagen überwiegend operative Leasingvereinbarungen vor, die Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasingvereinbarungen betrugen 0,1 Mio. €. Nach gegenwärtigem Status ist mit einer Erhöhung der Nutzungsrechte sowie der Finanzverbindlichkeit in Höhe von 27,7 Mio. € zu rechnen. Für das Geschäftsjahr 2019/20 resultieren hieraus Abschreibungen der Nutzungsrechte in Höhe von voraussichtlich rund 5,3 Mio. € sowie ein Zinsaufwand aus der Finanzverbindlichkeit von voraussichtlich rund 0,8 Mio. €. In der Bilanz werden die Nutzungsrechte gemeinsam mit dem erworbenen Sachanlagevermögen ausgewiesen.
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2021|22 Nein Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS, 12.12.2017 2019|20 14.03.2019 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der 07.06.2017 2019|20 23.10.2018 Mit IFRIC 23 wird die Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf Ertragsteuern klargestellt. Dabei steht es im Ermessen, ertragsteuerlichen Behandlung ob steuerliche Sachverhalte einzeln oder gemeinsam beurteilt werden. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Änderung der Verweise auf das 29.03.2018 2020|21 Nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschender Einfluss ist gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen schwankenden Rückflüssen eines Unternehmens partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG mehr als die Hälfte der Stimmrechte innehat.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden, über die die Beherrschung gemeinsam ausgeübt wird und an denen die Unternehmen die Rechte am Nettovermögen gemeinsam besitzen (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 62 Unternehmen (Vorjahr: 62 Unternehmen) in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und zwölf Unternehmen (Vorjahr: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
Nachfolgend findet sich eine Übersicht über die voll einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, nicht einbezogene Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
| 3.1. Konzern-Anteilsbesitz zum 28. Februar 2019 | Anteil am Kapital | Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2019 | 28.02.2018 | |||||
| Un- | Un | |||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | |||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | Wien | Österreich | – | – | – | – |
| (Muttergesellschaft) | ||||||
| I. Verbundene Unternehmen | ||||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | ||||||
| AGRANA AGRO S.r.l. | Roman | Rumänien | – | 100,00% | – | 98,69% |
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00% | – | 75,00% |
| AGRANA BUZAU S.r.l. | Buzau | Rumänien | – | 100,00% | – | 98,69% |
| AGRANA d.o.o. | Brčko | Bosnien und | – | 75,00% | – | 75,00% |
| Herzegowina | ||||||
| AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 55,00% | – | – |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | –2 | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| (vormals: Main Process S.A.) | ||||||
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | São Paulo | Brasilien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Importação e Exportação Ltda. | ||||||
| AGRANA Fruit Brasil Participações Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | –2 | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit France S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | Pune | Indien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Istanbul | Istanbul | Türkei | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | ||||||
| AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited | Changzhou | China | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,97% | – | 99,97% |
| AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostrołęka | Polen | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,80% | – | 99,80% |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| und Asset-Management GmbH | ||||||
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% |
| AGRANA Marketing- und | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – |
Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H.
| Anteil am Kapital | Anteil am Kapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2019 | 28.02.2018 | ||||||
| Un- | Un | ||||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | ||||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 | |
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | – | 51,00% | – | 51,00% | |
| AGRANA Research & Innovation | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – | |
| Center GmbH | |||||||
| AGRANA Romania S.R.L. | Bukarest | Rumänien | – | 100,00% | – | 98,68% | |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% | |
| AGRANA TANDAREI S.r.l. | Ţăndărei | Rumänien | – | 100,00% | – | 98,69% | |
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% | |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE GmbH | Kröllendorf/ | Österreich | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| Allhartsberg | |||||||
| AUSTRIA JUICE Hungary Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o | Chełm | Polen | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| Biogáz Fejleszto Kft. | Kaposvár | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% | |
| Brix Trade Kft | Nagykálló | Ungarn | – | –2 | – | – | |
| Dirafrost FFI N. V. | Lummen | Belgien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Dirafrost Maroc SARL | Larach | Marokko | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Financière Atys S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- | Wien | Österreich | 66,67% | – | 66,67% | – | |
| und Produktionsgesellschaft m.b.H. | |||||||
| Koronás Irodaház Szolgáltató | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% | |
| Korlátolt Felelösségü Társaság | |||||||
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% | |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Österreichische Rübensamenzucht | Wien | Österreich | – | 86,00% | – | –3 | |
| Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Ţăndărei | Rumänien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sereď | Slowakei | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| SPA AGRANA Fruit Algeria | Akbou | Algerien | – | 26,93% | – | – | |
| Sudinver S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | –2 | – | 100,00% | |
| Yube d.o.o. | Požega | Serbien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | |||||||
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 28.02.2019 I Eigenkapital: 24,4 t€ I Jahresüberschuss: 8,1 t€ | |||||||
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 28.02.2019 I Eigenkapital: 13,2 t€ I Jahresüberschuss: 3,4 t€ | |||||||
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | Skopje | Nordmazedonien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 31.12.2018 I Eigenkapital: 5,1 t€ I Jahresüberschuss: 1,7 t€ | |||||||
| AGRANA Skrob s.r.o. v likvidaci | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 31.12.2018 I Eigenkapital: 89,9 t€ I Jahresüberschuss: 4,3 t€ | |||||||
| Österreichische Rübensamenzucht | Wien | Österreich | – | –3 | – | 86,00% | |
| Gesellschaft m.b.H. |
2 Verschmelzung in 2018|19
3 Einbezug als vollkonsolidiertes Unternehmen in 2018|19; nicht konsolidiertes Unternehmen in 2017|18
| Anteil am Kapital 28.02.2019 |
Anteil am Kapital 28.02.2018 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Un- | Un | ||||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | ||||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 | |
| II. Gemeinschaftsunternehmen | |||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, | |||||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert wurden | |||||||
| AGRANA-STUDEN-Gruppe: | |||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. | Brčko | Bosnien und Herzegowina |
– | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD dooel Skopje | Skopje | Nordmazedonien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. | Tirana | Albanien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | Pristina | Kosovo | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Company for trade and services | Belgrad | Serbien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | |||||||
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. HUNGRANA-Gruppe: |
Brčko | Bosnien und Herzegowina |
– | 50,00% | – | 50,00% | |
| GreenPower Services Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| HUNGRANA Keményitö- és | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. | |||||||
| HungranaTrans Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | –2 | – | 50,00% | |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | |||||||
| SCO STUDEN & CO. BRASIL | São Paulo | Brasilien | – | –3 | – | 50,00% | |
| EXPORTAÇÃO E IMPORTAÇÃO LTDA. | |||||||
| Liquidation per 20.02.2019 |
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2018|19 wie folgt verändert:
| Voll- konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|
| Stand 01.03.2018 | 62 | 13 |
| Erstmalige Einbeziehung | 4 | 0 |
| Verschmelzung | –4 | –1 |
| Stand 28.02.2019 | 62 | 12 |
Die neu gegründete AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, wurde als 100%-Tochter der AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, im Q1 2018|19 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. 45% der Anteile an AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, wurden im Q3 2018|19 an einen Minderheitengesellschafter ohne Verlust der Beherrschung abgetreten.
1 Durchgerechnete Anteile (Konzernquote)
2 Verschmelzung in 2018|19
84 3 Liquidation in 2018|19
Im ersten Quartal 2018|19 erfolgte auch die erstmalige Einbeziehung der Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, als 86%-Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, Wien, die bis dahin aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung ein nicht einbezogenes Tochterunternehmen war. Im Zuge der erstmaligen Einbeziehung mittels Vollkonsolidierung ist ein Unterschiedsbetrag von 321 t€ zwischen dem übernommenen Nettovermögen und den Anschaffungskosten in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Ebenfalls im Q1 2018|19 hat AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásárosnamény|Ungarn, 100% der Anteile an Brix Trade Kft., Nagykálló|Ungarn, erworben. Die Gesellschaft vertreibt und erzeugt Fruchtsaftkonzentrate und wurde im Q1 2018|19 erstmalig vollkonsolidiert.
Brix Trade Kft., Nagykálló|Ungarn, wurde im Q4 2018|19 mit AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásárosnamény|Ungarn, verschmolzen.
Weiters fand am 2.Juli 2018 das Closing des Erwerbes von Elafruits SPA, Akbou|Algerien, statt. An der Gesellschaft wurden 48,97% der Anteile durch AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, erworben. Elafruits SPA wird im Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG aufgrund bestehender Managementverträge mit Stimmrechtsmehrheit vollkonsolidiert. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr von Elafruits SPA auf SPA AGRANA Fruit Algeria umbenannt. Das Unternehmen erzielte mit seinen rund 100 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von rund 7 Mio. € mit Standard-Fruchtzubereitungen für Joghurts und Eiscremen sowie der Herstellung von Fruchtpürees und Grundstoffen für die Getränkeindustrie. Durch den Erwerb werden Produktionskapazitäten in der Nähe von Großkunden erweitert und die globale Marktführerschaft bei Fruchtzubereitungen gefestigt.
Anbei die Auswirkungen der Erwerbe im Geschäftsjahr 2018|19 auf den AGRANA-Konzern:
| Buchwerte | |
|---|---|
| zum Erwerbs | |
| t¤ | zeitpunkt |
| Langfristiges Vermögen | 6.996 |
| Vorräte | 2.461 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 2.304 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 519 |
| Summe Vermögen | 12.280 |
| Abzüglich langfristige Schulden | –1.627 |
| Abzüglich kurzfristige Schulden | –2.160 |
| Nettovermögen (Eigenkapital) | 8.493 |
| Minderheitenanteile | –3.563 |
| Geschäfts-/Firmenwert | 936 |
| Passiver Unterschiedsbetrag | –11 |
| Anschaffungskosten zahlungswirksam | 5.855 |
Im H1 2018|19 wurde die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft HungranaTrans Kft., Szabadegyháza|Ungarn, mit HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza|Ungarn, sowie die vollkonsolidierte AGRANA Fruit Brasil Participações Ltda., São Paulo|Brasilien, mit AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importação e Exportação Ltda., São Paulo|Brasilien, verschmolzen.
Weiters wurden im Q3 2018|19 die vollkonsolidierten AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires|Argentinien, und die Sudinver S.A., Buenos Aires|Argentinien, in die Main Process S.A., Buenos Aires|Argentinien, verschmolzen. Die Main Process S.A. als aufnehmende Gesellschaft wurde in AGRANA Fruit Argentina S.A. umbenannt.
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 84 aufgelistet.
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 28.02.2019 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 37.620 | 112.783 | 150.403 |
| Vorräte | 17.354 | 50.442 | 67.796 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 18.996 | 33.490 | 52.486 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 6.624 | 2.333 | 8.957 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 42.974 | 86.265 | 129.239 |
| Summe Aktiva | 80.594 | 199.048 | 279.642 |
| Eigenkapital | 20.151 | 119.636 | 139.787 |
| Externe Finanzschulden | 376 | 0 | 376 |
| Sonstige Schulden | 4.896 | 1.888 | 6.784 |
| Langfristige Schulden | 5.272 | 1.888 | 7.160 |
| Externe Finanzschulden | 41.988 | 51.187 | 93.175 |
| Sonstige Schulden | 13.183 | 26.337 | 39.520 |
| Kurzfristige Schulden | 55.171 | 77.524 | 132.695 |
| Summe Passiva | 80.594 | 199.048 | 279.642 |
| Umsatzerlöse | 118.719 | 280.090 | 398.809 |
| Abschreibungen | –3.002 | –10.929 | –13.931 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –123.603 | –230.450 | –354.053 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –7.886 | 38.711 | 30.825 |
| Zinsertrag | 205 | 0 | 205 |
| Zinsaufwand | –805 | –707 | –1.512 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | 553 | –868 | –315 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –7.933 | 37.136 | 29.203 |
| Ertragsteuern | 5 | –4.765 | –4.760 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | –7.928 | 32.371 | 24.443 |
| Sonstiges Ergebnis | –171 | –877 | –1.048 |
| Gesamtergebnis | –8.099 | 31.494 | 23.395 |
| 28.02.2018 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 40.277 | 105.103 | 145.380 |
| Vorräte | 21.840 | 58.380 | 80.220 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 22.824 | 32.455 | 55.279 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 5.530 | 769 | 6.299 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 50.194 | 91.604 | 141.798 |
| Summe Aktiva | 90.471 | 196.707 | 287.178 |
| Eigenkapital | 28.251 | 118.141 | 146.392 |
| Externe Finanzschulden | 297 | 0 | 297 |
| Sonstige Schulden | 5.107 | 2.033 | 7.140 |
| Langfristige Schulden | 5.404 | 2.033 | 7.437 |
| Externe Finanzschulden | 39.439 | 48.475 | 87.914 |
| Sonstige Schulden | 17.377 | 28.058 | 45.435 |
| Kurzfristige Schulden | 56.816 | 76.533 | 133.349 |
| Summe Passiva | 90.471 | 196.707 | 287.178 |
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| Umsatzerlöse | 179.555 | 319.245 | 498.800 |
| Abschreibungen | –3.031 | –13.451 | –16.482 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –177.739 | –234.890 | –412.629 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –1.215 | 70.904 | 69.689 |
| Zinsertrag | 1.109 | 7 | 1.116 |
| Zinsaufwand | –1.592 | –577 | –2.169 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –338 | –638 | –976 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –2.036 | 69.696 | 67.660 |
| Ertragsteuern | –146 | –8.724 | –8.870 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | –2.182 | 60.972 | 58.790 |
| Sonstiges Ergebnis | 12 | –1.836 | –1.824 |
| Gesamtergebnis | –2.170 | 59.136 | 56.966 |
Die Ableitung der Buchwerte an nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen ist nachfolgend dargestellt:
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 28.02.2019 | |||
| Eigenkapital | 20.151 | 119.636 | 139.787 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 10.076 | 59.818 | 69.894 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges | |||
| von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | –452 | 484 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 9.624 | 60.302 | 69.926 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 15.000 | 15.000 |
| 28.02.2018 | |||
| Eigenkapital | 28.251 | 118.141 | 146.392 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 14.126 | 59.071 | 73.196 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges | |||
| von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | –452 | 484 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 13.674 | 59.555 | 73.228 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 30.000 | 30.000 |
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 61.186 t€ (Vorjahr: 56.954 t€) betreffen mit 42.787 t€ (Vorjahr: 37.523 t€) im Wesentlichen die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01%. Somit ist in Höhe von 49,99% das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AUSTRIA JUICE-Gruppe:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 131.899 | 129.161 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 193.351 | 198.148 |
| Summe Vermögenswerte | 325.250 | 327.309 |
| Langfristige Schulden | 4.613 | 4.309 |
| Kurzfristige Schulden | 227.765 | 240.659 |
| Summe Schulden | 232.378 | 244.968 |
| Nettovermögen | 92.872 | 82.341 |
| Umsatzerlöse | 243.028 | 235.208 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 20.602 | 8.188 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15.379 | 4.247 |
| Ertragsteuern | –2.418 | –1.696 |
| Jahresüberschuss | 12.961 | 2.551 |
| Sonstiges Ergebnis | –1.154 | –259 |
| Gesamtergebnis | 11.807 | 2.292 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –13.659 | 52.268 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –13.289 | –12.413 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 31.147 | –39.935 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 4.199 | –80 |
In der folgenden Tabelle werden die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der AUSTRIA JUICE-Gruppe dargestellt:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Anteiliger Jahresüberschuss | 6.479 | 1.275 |
| Anteiliges Nettovermögen | 46.427 | 41.162 |
| Bewertungseffekt aus Unternehmenszusammenschluss | –3.639 | –3.639 |
| Nicht beherrschende Anteile am Nettovermögen | 42.787 | 37.523 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
█ Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für eine Aktivierung vorliegen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile jedoch nicht 100% erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts-/Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht zur Anwendung gekommen.
█ Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
█ Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
█ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit Ausnahme wesentlicher stichtagsnaher Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge von Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
█ Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
| █ | Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet: | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| --- | --------------------------------------------------------------------------------------- | -- | -- | -- | -- |
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ¤ | einheit | 28.02.2019 | 28.02.2018 | 2018 19 | 2017 18 | |
| Ägypten | EGP | 19,95 | 21,52 | 20,68 | 20,54 | |
| Albanien | ALL | 125,92 | 132,23 | 126,14 | 133,66 | |
| Algerien | DZD | 134,73 | – | 136,85 | – | |
| Argentinien | ARS | 44,56 | 24,55 | 44,56 | 19,93 | |
| Australien | AUD | 1,60 | 1,56 | 1,59 | 1,50 | |
| Bosnien und Herzegowina | BAM | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| Brasilien | BRL | 4,27 | 3,96 | 4,36 | 3,71 | |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| China | CNY | 7,63 | 7,73 | 7,79 | 7,71 | |
| Fidschi | FJD | 2,42 | 2,49 | 2,45 | 2,38 | |
| Indien | INR | 80,89 | 79,62 | 81,10 | 74,64 | |
| Kroatien | HRK | 7,43 | 7,45 | 7,42 | 7,46 | |
| Marokko | MAD | 10,89 | 11,30 | 11,01 | 11,03 | |
| Mexiko | MXN | 21,91 | 22,94 | 22,51 | 21,48 | |
| Nordmazedonien | MKD | 61,50 | 61,66 | 61,51 | 61,58 | |
| Polen | PLN | 4,31 | 4,18 | 4,28 | 4,23 | |
| Rumänien | RON | 4,74 | 4,66 | 4,67 | 4,59 | |
| Russland | RUB | 75,09 | 68,75 | 75,03 | 67,03 | |
| Serbien | CSD | 118,18 | 118,06 | 118,25 | 120,52 | |
| Südafrika | ZAR | 15,95 | 14,37 | 15,78 | 15,13 | |
| Südkorea | KRW | 1.281,07 | 1.320,25 | 1.292,87 | 1.289,34 | |
| Tschechien | CZK | 25,60 | 25,42 | 25,69 | 26,05 | |
| Türkei | TRY | 6,07 | 4,65 | 5,94 | 4,24 | |
| Ukraine | UAH | 30,73 | 33,15 | 31,67 | 30,90 | |
| Ungarn | HUF | 315,96 | 313,93 | 320,22 | 309,57 | |
| USA | USD | 1,14 | 1,22 | 1,17 | 1,16 |
█ Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern – derzeit Tochterunternehmen mit Sitz in Argentinien – werden gemäß IAS 29 angepasst. Nicht monetäre Posten der Bilanz, die zu Anschaffungs- bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden vor der Umrechnung in die Konzernwährung Euro anhand eines geeigneten Preisindizes zur Messung der Kaufkraft an die im Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen angepasst. Monetäre Posten der Bilanz werden nicht angepasst. Alle Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie alle Bestandteile des Eigenkapitals werden ebenfalls anhand geeigneter Preisindizes angepasst. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten ausgewiesen. Gemäß IAS 21.42 (b) wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst.
█ Die Jahresabschlüsse der argentinischen Tochterunternehmen wurden auf Basis des Konzeptes historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Im Geschäftsjahr 2018|19 mussten diese aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung (argentinischer Peso) angepasst werden und sind daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Die vom argentinischen "Instituto Nacional de Estadística y Censos", dem nationalen Institut für Statistik und Zensus veröffentlichten Verbraucherpreise werden herangezogen. Der Preisindex zum 28. Februar 2019 lag bei 197,19. Die Veränderung des Indexes im Geschäftsjahr 2018|19 kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
| März 2018 | 2,3% |
|---|---|
| April 2018 | 2,7% |
| Mai 2018 | 2,1% |
| Juni 2018 | 3,7% |
| Juli 2018 | 3,1% |
| August 2018 | 3,9% |
| September 2018 | 6,5% |
| Oktober 2018 | 5,4% |
| November 2018 | 3,2% |
| Dezember 2018 | 2,6% |
| Jänner 2019 | 2,9% |
| Februar 2019 | 4,0% |
█ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben.
█ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
█ Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnenbezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.
█ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
█ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
Diese Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst. Details dazu finden sich auf Seite 110.
█ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
█ Anteile an Investmentfonds sowie Wertrechte (Genossenschaftsanteile) in der Bilanzposition Wertpapiere sind der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" zugeordnet und werden bei Ersterfassung zum Zeitwert angesetzt. Eigenkapitalinstrumente mit der Absicht diese langfristig zu halten, sind der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" zugeordnet. Die Ersterfassung erfolgt zum Zeitwert inklusive allfälliger Transaktionskosten. Bewertungsänderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten unter Berücksichtigung von Ertragsteuern erfolgsneutral in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Zugangs erfasst und der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" zugeordnet. Eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurde aufgrund des für den AGRANA-Konzern unwesentlichen Betrages nicht vorgenommen.
█ Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
█ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag mit den Stichtagskursen bewertet.
█ Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und – unabhängig von ihrem Zweck – mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen (Rohstoffderivate und Währungsderivate in Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufstransaktionen) oder im Finanzergebnis (Zinsderivate, Währungsderivate bei Finanzierungen) erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft ("Cashflow-Hedges") und erfüllen die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9. In diesen Fällen werden die noch nicht realisierten und effektiven Bewertungsunterschiede erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Führt die abgesicherte erwartete Transaktion zum späteren Ansatz eines nicht-finanziellen Postens (z.B. Vorräte), wird der kumulierte Betrag in der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) direkt in die Anschaffungskosten des nicht-finanziellen Postens zum Zeitpunkt dessen Bilanzierung einbezogen. In allen anderen Fällen wird der kumulierte Betrag in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Ineffektive Teile der Bewertungsunterschiede von Cashflow-Hedges werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" zugeordnet, es sei denn es handelt sich um Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft. Diese werden der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente)" zugeordnet. Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 121ff.
█ Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen oder portfoliobasierte Wertberichtigungen gebildet. Die portfoliobasierten Wertberichtigungen werden anhand des in IFRS 9 vorgesehenen vereinfachten Modelles ermittelt. Hierfür werden mittels Analyse historischer Ausfallraten in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderung erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Die Wertberichtigungen werden auf separaten Wertminderungskonten erfasst. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine besonderen Risikokonzentrationen gegeben und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit geringfügigen Ausnahmen täglich fällig, daher wurde auf die Ermittlung eines erwarteten Wertminderungsbedarfs gemäß IFRS 9 verzichtet.
█ Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
█ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
█ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
█ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifikate sind immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaffungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifikate (ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2) ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung für CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Mehrwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2-Emissionsrechte, die für den Verbrauch in einer späteren Handelsperiode bereits angeschafft wurden, werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
█ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zu jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte überprüft. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung auch ohne Anhaltspunkt jährlich zum 31. August.
█ Bei der Werthaltigkeitsprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
█ Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Können keine weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüsse festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzungswertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse ermittelt werden können (Cash Generating Unit).
█ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzungswert.
█ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensions- und Abfertigungszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Zahlungen für beitragsorientierte Vorsorgepläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Vorsorgepläne werden wie die von beitragsorientierten Vorsorgeplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen, eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
█ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
█ Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen gegebenenfalls auch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen oder -änderungen, der sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres ermittelte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung – unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen – angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
█ Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern – mit Ausnahme von Jubiläumsgeldverpflichtungen – erfolgsneutral im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die Erfassung im sonstigen Ergebnis schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Abzinsungssatz basiert und im Nettozinsaufwand enthalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen ein.
█ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von überwiegend 1,55% (Vorjahr: 1,70%) zugrunde.
█ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Des Weiteren bestehen Rückdeckungsversicherungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert, ebenso wie die vorhandenen Rückdeckungsversicherungen den Barwert der jeweiligen Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung kürzen.
█ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
█ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
█ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
█ Rückstellungen für Rekultivierung beinhalten Rekultivierungsmaßnahmen von Grundstücken, Entleerung und Entsorgung von Deponien, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Gebäudesubstanz sowie Altlastsanierung und Abraumbeseitigung.
█ Rückstellungen für Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgelder beinhalten des Weiteren Rückstellungen für Altersteilzeit, Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen, Rückstellungen für Bonifikationen und Prämien sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen. Jubiläumsgelder sind gemäß IAS 19 als langfristige Leistungen an Arbeitnehmer einzustufen. Diese werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der laufenden Periode im Personalaufwand ausgewiesen. Jubiläumsgelder stellen einmalige vom Entgelt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängige Zahlungen dar, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Vorschriften bestehen. Vor allem in Österreich bestehen Verpflichtungen für Jubiläumsgeldzahlungen. Rückstellungen für Altersteilzeit sind in Österreich aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu bilden. Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitest gehender finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen werden nur dann angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan erstellt und kommuniziert wurde.
█ Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u. a. Rückstellungen für Prozessrisiken, Rückstellungen für Drohverluste, Rückstellungen für Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für Drohverluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
█ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestehen bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist.
█ Die Berechnung der latenten Steuern wird nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, soweit die Realisierung latenter Steueransprüche wahrscheinlich ist.
█ Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn die entsprechenden Steuervorteile bei zugrunde liegender Planungsperiode von fünf Jahren realisiert werden können. Dies ist gegeben, wenn ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden bzw. zu versteuerndes Ergebnis aus der Umkehrung von passiven Differenzen vorhanden ist.
█ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
█ Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
█ Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Erlösrealisierung erfolgt im AGRANA-Konzern anhand des 5-Schritte-Modelles gemäß IFRS 15 und grundsätzlich zeitpunktbezogen. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Kontrolle über ein Produkt oder über eine Dienstleistung auf einen Käufer übertragen wird. Die Übertragung der Kontrolle auf den Käufer wird üblicherweise gemäß den INCOTERMS (International Commercial Terms) bestimmt, die den Übergang der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken regeln. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst. Bei variablen Preisvereinbarungen wird eine vertragsindividuelle Schätzung der zu erwartenden Endpreise für die Umsatzrealisierung vorgenommen. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen sowie ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Kosten der Umsatzanbahnung haben ganz überwiegend einen kurzfristigen Umsatzbezug und werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen der industrieüblichen Zahlungskonditionen bestehen bei der Umsatzerfassung keine Finanzierungskomponenten.
█ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
█ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
█ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
█ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
█ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
█ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.
Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen (Buchwert 28.02.2019: 71.177 t€ Buchwert 28.02.2018: 68.704 t€) werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
| Pensionen | Abfertigungen | |||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
| Veränderung versicherungs mathematischer Annahmen |
||||
| Rechnungszinssatz | ||||
| +0,5 Prozentpunkte | –2.408 | –2.225 | –1.836 | –1.752 |
| –0,5 Prozentpunkte | 2.647 | 2.443 | 1.972 | 1.889 |
| Lohn-/Gehaltssteigerung | ||||
| +0,25 Prozentpunkte | 104 | 76 | 949 | 907 |
| –0,25 Prozentpunkte | –103 | –75 | –915 | –878 |
| Rentensteigerung | ||||
| +0,25 Prozentpunkte | 1.159 | 1.089 | – | – |
| –0,25 Prozentpunkte | –1.114 | –1.046 | – | – |
| Lebenserwartung | ||||
| Zunahme um 1 Jahr | 3.906 | 4.006 | – | – |
| Abnahme um 1 Jahr | –3.821 | –4.213 | – | – |
█ Die HUNGRANA-Gruppe und die AGRANA-STUDEN-Gruppe wurden gemäß IFRS 11 und den derzeit bestehenden Vereinbarungen als Gemeinschaftsunternehmen qualifiziert. Der Konzern hält 50% der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen.
█ Die AGRANA-Gruppe hält 50,01% an der AUSTRIA JUICE GmbH und deren Tochtergesellschaften. Aufgrund der zugrunde liegenden Verträge und Vereinbarungen übt AGRANA Beherrschung auf diese Gesellschaften aus und bezieht sie in den Konzernabschluss mittels Vollkonsolidierung ein.
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker.
Umsatzerlöse des Segmentes Frucht umfassen Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme-, und Food-Service-Industrie und Fruchtsaftkonzentrate, wie Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige. Weiters werden im Rahmen der Stärkegewinnung Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
Das Segment Zucker verarbeitet Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem wird auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel an Endkonsumenten vertrieben. Daneben produziert das Segment Zucker – zur optimalen Verwertung der agrarischen Rohstoffe – eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt in allen drei Segmenten nach Übergang der Kontrolle am jeweiligen Produkt auf den Kunden und erfolgt nahezu ausschließlich zeitpunktbezogen. AGRANA erzielt mit 93,72% (Vorjahr: 93,69%) hauptsächlich Umsatzerlöse aus Eigenerzeugnissen. AGRANA erbringt Dienstleistungen von 0,23% (Vorjahr: 0,35%) sowie Handelswarenerlöse von 6,05% (Vorjahr: 5,96%) in Prozent der Gesamtumsatzerlöse von untergeordneter Bedeutung.
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten je Segment erfolgt auf Basis des Sitzes der Gesellschaft.
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | ||
| EU-28 | 593.871 | 578.586 |
| Europa nicht EU | 101.912 | 101.680 |
| Nordamerika | 276.119 | 272.910 |
| Lateinamerika | 35.822 | 46.654 |
| Asien | 111.582 | 105.543 |
| Afrika | 21.488 | 15.286 |
| Australien & Ozeanien | 38.356 | 40.783 |
| 1.179.150 | 1.161.442 | |
| Segment Stärke | ||
| EU-28 | 762.681 | 752.315 |
| 762.681 | 752.315 | |
| Segment Zucker | ||
| EU-28 | 501.217 | 652.560 |
| 501.217 | 652.560 | |
| Summe | 2.443.048 | 2.566.317 |
30% (Vorjahr: 28%) des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt. Ein AGRANA-Kunde trug mit 13,3% (Vorjahr: 12,0%) zum Konzernumsatz bei. Kein weiterer Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10%.
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | –53.505 | –26.771 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.120 | 1.528 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von –53.505 t€ (Vorjahr: –26.771 t€) resultierte v. a. aus dem Segment Zucker mit –46.459 t€ (Vorjahr: –33.686 t€) und dem Segment Frucht mit –20.270 t€ (Vorjahr: 5.179 t€).
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Kursgewinnen | 8.626 | 7.860 |
| Sonderergebnis | 5.573 | 1.885 |
| Leistungen an Dritte | 1.822 | 1.735 |
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 1.411 | 917 |
| Forschungsprämie | 963 | 1.048 |
| der Auflösung von Forderungswertberichtigungen | 572 | 1.039 |
| Miet- und Pachtverträgen | 518 | 513 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 490 | 581 |
| Derivaten | 434 | 3.444 |
| der Anpassung von Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 0 | 2.460 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 424 | 428 |
| Übrige | 12.147 | 11.080 |
| Summe | 32.980 | 32.990 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. Erträge aus der Weiterverrechnung von Betriebsstoffen und Rohmaterial sowie Dienstleistungen. Die Erträge aus dem Sonderergebnis von 5.573 t€ (Vorjahr: 1.885 t€) umfassten Steuerrückzahlungen in Rumänien im Segment Zucker. Im Vorjahr waren in den Erträgen aus dem Sonderergebnis Rückzahlungen der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 enthalten.
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| Rohstoffe | 1.051.208 | 1.126.832 |
| Hilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren | 520.276 | 519.103 |
| bezogene Leistungen | 76.007 | 70.719 |
| Summe | 1.647.491 | 1.716.654 |
| 8.5. Personalautwand | ||
|---|---|---|
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 256.632 | 243.058 |
| Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und sonstiger Personalaufwand | 67.085 | 65.024 |
| Summe | 323.717 | 308.082 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 1.156 t€ (Vorjahr: 1.088 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten.
Im Geschäftsjahr 2018|19 wurden 18.484 t€ (Vorjahr: 18.070 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst.
Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden aufwandswirksam in Höhe von 1.260 t€ (Vorjahr: 1.139 t€) im abgelaufenen Geschäftsjahr erfasst.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente):
| 2018 19 | 2017 18 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 6.456 | 6.050 |
| Angestellte | 2.686 | 2.544 |
| Lehrlinge | 88 | 84 |
| Summe | 9.230 | 8.678 |
| 2018 19 | 2017 18 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 2.270 | 2.171 |
| Ungarn | 474 | 435 |
| Rumänien | 566 | 603 |
| Restliche EU | 1.560 | 1.530 |
| EU-28 | 4.870 | 4.739 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.379 | 1.205 |
| Übriges Ausland | 2.981 | 2.734 |
| Summe | 9.230 | 8.678 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar (100%):
| 2018 19 | 2017 18 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 336 | 336 |
| Angestellte | 194 | 198 |
| Summe | 530 | 534 |
| 8.6. Abschreibungen | Abschrei- | Wert- minde- |
Wert auf |
||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Gesamt | bungen | rungen | holungen | |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.417 | 3.417 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | 93.220 | 92.501 | 719 | 0 | |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 96.637 | 95.918 | 719 | 0 | |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.531 | 4.531 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 85.483 | 85.387 | 103 | –7 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 90.014 | 89.918 | 103 | –7 |
| Die Wertberichtigungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar: | Wert- minde- |
Wert auf |
|---|---|---|
| t¤ | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2018 19 | ||
| Segment Frucht | 602 | 0 |
| Segment Stärke | 117 | 0 |
| Segment Zucker | 0 | 0 |
| Konzern | 719 | 0 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||
| Segment Frucht | 103 | 0 |
| Segment Stärke | 0 | –7 |
Die Wertminderungen in den Segmenten Frucht und Stärke betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für stillgelegte Vermögenswerte.
Segment Zucker 0 0 Konzern 103 –7
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 142.582 | 143.288 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 103.255 | 99.534 |
| Miete, Leasing- und Pachtaufwand | 10.801 | 10.073 |
| Werbeaufwendungen | 10.384 | 10.592 |
| Kursverluste | 8.158 | 7.228 |
| Sonstige Steuern | 7.232 | 7.295 |
| Sonderergebnis | 2.279 | 4.797 |
| Schadensfälle | 1.558 | 1.198 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 580 | 785 |
| Derivate | 351 | 3.122 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 230 | 776 |
| Übrige | 13.993 | 9.393 |
| Summe | 301.403 | 298.081 |
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 18.765 t€ (Vorjahr: 17.002 t€).
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene Dienstleistungen enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Sonderergebnis beinhalteten sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Zucker.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen 400 t€ (Vorjahr: 454 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 331 t€ (Vorjahr: 363 t€), sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 31 t€ (Vorjahr: 17 t€) sowie sonstige Leistungen von 38 t€ (Vorjahr: 74 t€).
Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 12.222 t€ (Vorjahr: 29.395 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe und der AGRANA-STUDEN-Gruppe.
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 1.623 | 2.613 |
| Währungsgewinne | 11.797 | 11.276 |
| Erträge aus Beteiligungen | 24 | 34 |
| Gewinn aus Derivaten | 11.102 | 26.803 |
| Übrige finanzielle Erträge | 918 | 486 |
| Summe | 25.464 | 41.212 |
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 857 | 1.067 |
| Segment Stärke | 24 | 38 |
| Segment Zucker | 742 | 1.508 |
| Konzern | 1.623 | 2.613 |
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 7.599 | 10.959 |
| Nettozinsaufwand aus Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 1.156 | 1.088 |
| Währungsverluste | 11.198 | 25.919 |
| Verlust aus Derivaten | 16.755 | 14.400 |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 1.302 | 0 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 2.826 | 3.316 |
| Summe | 40.836 | 55.682 |
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 921 | 696 |
| Segment Stärke | 48 | 47 |
| Segment Zucker | 6.630 | 10.216 |
| Konzern | 7.599 | 10.959 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus der Abzinsung der langfristigen Verpflichtung für Jubiläumsgelder von 137 t€ (Vorjahr: 107 t€).
Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Gewinn in Höhe von 599 t€ (Vorjahr: Verlust 14.643 t€). Dieser setzte sich aus einem realisierten Gewinn von 1.728 t€ (Vorjahr: Verlust 2.565 t€) und einem nicht realisierten Verlust in Höhe von 1.129 t€ (Vorjahr: nicht realisierter Verlust 12.078 t€) zusammen. Der Verlust ist v. a. auf Fremdwährungsfinanzierungen in Argentinien und Brasilien (Euro- und US-Dollar-Finanzierungen) sowie aufgrund von US-Dollar-Guthaben im Euro-Raum zurückzuführen.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | 21.087 | 35.980 |
| davon Inland | 6.013 | 14.498 |
| davon Ausland | 15.074 | 21.482 |
| Latente Steuern | –227 | –2.467 |
| davon Inland | 1.815 | –532 |
| davon Ausland | –2.042 | –1.935 |
| Steueraufwand | 20.860 | 33.513 |
| davon Inland | 7.828 | 13.966 |
| davon Ausland | 13.032 | 19.547 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern im Gesamtergebnis stellt sich wie folgt dar:
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | –1.355 | –670 |
| Erhöhung (–)/Verminderung (+) passiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | 1.156 | 5.390 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | –199 | 4.720 |
| davon Konsolidierungskreisänderung, erfolgsneutral | 38 | 0 |
| davon aus der Erstanwendung von IFRS 9 | 49 | 0 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 156 | –164 |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | 227 | 2.467 |
| davon aus Währungsumrechnung/Hochinflationsanpassung/Sonstige | –669 | 2.417 |
Um den Betrag im sonstigen Ergebnis auf den Wert der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung überleiten zu können, müssen die Steuereffekte von Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen sowie derer anteiliger nicht beherrschender Anteile von in Summe 31 t€ zum sonstigen Ergebnis von 156 t€ gemäß obiger Tabelle hinzugerechnet werden.
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 51.246 | 176.158 |
| Österreichischer Steuersatz in % | 25% | 25% |
| Theoretischer Steueraufwand | 12.812 | 44.040 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund: | ||
| abweichender Steuersätze | 1.922 | –3.226 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche | ||
| Abzugsposten inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –5.621 | –8.649 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | 0 | –1.593 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen | ||
| und steuerlicher Zurechnungen | 3.885 | 1.920 |
| Effekten aus sonstigen Steuern | 2.390 | 2.325 |
| Effekten aus nicht angesetzten Verlustvorträgen des laufenden Geschäftsjahres | 6.335 | –493 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | –863 | –811 |
| Ertragsteuern | 20.860 | 33.513 |
| Effektive Steuerquote | 40,7% | 19,0% |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25%.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 18.121 t€ (Vorjahr: 12.586 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 82.159 t€ (Vorjahr: 53.898 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 43.497 t€ (Vorjahr: 31.486 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 1.763 t€ verfallen im Folgejahr (Vorjahr: 0 t€), 18.984 t€ (Vorjahr: 13.538 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 17.915 t€ (Vorjahr: 8.874 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7.860 t€ (Vorjahr: 7.228 t€).
Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 202.444 t€ (Vorjahr: 219.864 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
| 2018 19 | 2017 18 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären | |||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist | t€ | 25.406 | 140.071 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war | Stück | 62.488.976 | 62.488.9761 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | € | 0,41 | 2,241 |
| Dividende je Aktie | € | 1,002 | 1,1251 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2018|19 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 62.489 t€ (Vorjahr: 70.300 t€) ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben.
Es bestanden aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen keine Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen.
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 177.546 t€ (Vorjahr: 302.745 t€), das entspricht 7,27% (Vorjahr: 11,80%) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses von 1.129 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsverluste 12.079 t€), die zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigungen zu Forderungen 558 t€ (Vorjahr: 589 t€) sowie zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten 23.320 t€ (Vorjahr: 8.756 t€). Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen Korrekturen des im Konzernergebnis enthaltenen Steueraufwandes und Zinsergebnis aufgrund der separaten Darstellung der zahlungswirksamen Zinsen und Ertragsteuern. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 141.709 t€ (Vorjahr: 213.862 t€).
Der Anstieg um –28.541 t€ von –133.346 t€ auf –161.887 t€ des Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Wesentlichen bedingt durch höhere Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die um –28.662 t€ von –132.528 t€ auf –161.190 t€ (Vorjahr: –9.110 t€) stiegen. Die höchsten Investitionen im Geschäftsjahr 2018|19 wurden für das laufende Erweiterungsprojekt der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich im Segment Stärke getätigt. Auszahlungen für den Erwerb von Geschäftseinheiten in Höhe von –5.336 t€ betreffen Auszahlungen für den Erwerb von Elafruits SPA, Akbou|Algerien und Brix Trade Kft., Nagykálló|Ungarn und deren übernommene Zahlungsmittel.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 3.241 t€ (Vorjahr: 627 t€).
Der positive Cashflow im Bereich der Finanzverbindlichkeiten ist im Wesentlichen durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 40.000 t€ (Vorjahr: 100.000 t€) mit einer Laufzeit von sieben Jahren sowie der Aufnahme von syndizierten Krediten von in Summe 75.000 t€ (Vorjahr: 41.500 t€ Aufnahme Investitionskredit) begründet und gegenläufig die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe von –65.000 t€ (Vorjahr: –100.000 t€; sowie die Rückzahlung Schuldscheindarlehen von –83.500 t€). Kontokorrentkredite und Barvorlagen führten im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls zu einem positiven Cashflow von 1.219 t€ (Vorjahr: –16.385 t€).
Weiters führten gezahlte Dividenden, die überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Bardividende betreffen, die Abtretung von 45% der Anteile an der im Geschäftsjahr neu gegründeten AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, in Höhe von 2.475 t€ an einen Minderheitengesellschafter sowie Auszahlungen aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an der vollkonsolidierten S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest|Rumänien, führten nach Bereinigung um nicht realisierte Kurseffekte zu einem in Summe deutlich verbesserten Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –18.180 t€ (Vorjahr: –153.693 t€).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit:
| t¤ | Buchwert 01.03.2018 |
Fristig- keiten- änderung |
Mittel- zufluss (+)/ Mittel abfluss (–) |
Währungs- differenzen |
Buchwert 28.02.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Schuldscheindarlehen Finanzverbindlichkeiten |
42.500 | –35.500 | 0 | 0 | 7.000 |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | |||||
| der Südzucker-Gruppe | 115.000 | 0 | –30.000 | 0 | 85.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 41.500 | –4.882 | 0 | 0 | 36.618 |
| Darlehen | 111.572 | –10.520 | 49.213 | 105 | 150.370 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 310.572 | –50.902 | 19.213 | 105 | 278.988 |
| Schuldscheindarlehen | 0 | 35.500 | 0 | 0 | 35.500 |
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | |||||
| der Südzucker-Gruppe | 35.000 | 0 | –35.000 | 0 | 0 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 0 | 4.882 | 0 | 0 | 4.882 |
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 26.629 | 10.520 | 67.006 | 102 | 104.257 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 61.629 | 50.902 | 32.006 | 102 | 144.639 |
| Buchwert | Fristig- | Mittel- | Währungs- | Buchwert | |
| 01.03.2017 | keiten- | zufluss (+)/ | differenzen | 28.02.2018 | |
| änderung | Mittel | ||||
| t¤ | abfluss (–) | ||||
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Schuldscheindarlehen | 42.500 | 0 | 0 | 0 | 42.500 |
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | |||||
| der Südzucker-Gruppe | 115.000 | 0 | 0 | 0 | 115.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 0 | 0 | 41.500 | 0 | 41.500 |
| Darlehen | 22.995 | 0 | 88.727 | –150 | 111.572 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 180.495 | 0 | 130.227 | –150 | 310.572 |
| Schuldscheindarlehen | 83.500 | 0 | –83.500 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | |||||
| der Südzucker-Gruppe | 135.000 | 0 | –100.000 | 0 | 35.000 |
Kontokorrentkredite und Barvorlagen 58.181 0 –30.612 –940 26.629 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 276.681 0 –214.112 –940 61.629
| Note (16) | |
|---|---|
| ----------- | -- |
| 10.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | Konzessionen, | ||
|---|---|---|---|
| Geschäfts-/ | Lizenzen | ||
| Firmen- | und ähnliche | ||
| t¤ | werte | Rechte | Summe |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2018 | 260.956 | 102.700 | 363.656 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0 | 755 | 755 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 936 | 102 | 1.038 |
| Zugänge | 0 | 3.097 | 3.097 |
| Umbuchungen | 0 | 735 | 735 |
| Abgänge | 0 | –6.862 | –6.862 |
| Stand 28.02.2019 | 261.892 | 100.527 | 362.419 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2018 | 0 | 86.841 | 86.841 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0 | 501 | 501 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 40 | 40 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 3.417 | 3.417 |
| Umbuchungen | 0 | 58 | 58 |
| Abgänge | 0 | –5.178 | –5.178 |
| Stand 28.02.2019 | 0 | 85.679 | 85.679 |
| Buchwert 28.02.2019 | 261.892 | 14.848 | 276.740 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2017 | 260.974 | 106.256 | 367.230 |
| Währungsdifferenzen | –18 | –4.400 | –4.418 |
| Zugänge | 0 | 2.398 | 2.398 |
| Umbuchungen | 0 | –136 | –136 |
| Abgänge | 0 | –1.418 | –1.418 |
| Stand 28.02.2018 | 260.956 | 102.700 | 363.656 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2017 | 0 | 84.911 | 84.911 |
| Währungsdifferenzen | 0 | –1.183 | –1.183 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 4.531 | 4.531 |
| Abgänge | 0 | –1.418 | –1.418 |
| Stand 28.02.2018 | 0 | 86.841 | 86.841 |
| Buchwert 28.02.2018 | 260.956 | 15.859 | 276.815 |
█ Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte.
█ Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 3.097 t€ (Vorjahr: 2.398 t€) betrafen im Wesentlichen Software.
█ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Frucht 240.175 t€ (Vorjahr: 239.239 t€), auf das Segment Zucker 20.111 t€ (Vorjahr: 20.111 t€) und auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€).
█ Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Frucht, das Segment Stärke und das Segment Zucker definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Der Zugang des Geschäftsjahres betraf den Geschäfts-/Firmenwert aus dem Erwerb von Elafruits SPA, Akbou|Algerien.
█ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist.
█ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5% p. a. (Vorjahr: 1,5% p. a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet.
█ Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 7,00% (Vorjahr: 6,75%) und dem aus einer neun Unternehmen umfassenden Peer-Group abgeleiteten Beta-Faktor. Das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,22 (Vorjahr: 1,23) unterworfen.
█ Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte und den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC):
| Geschäfts-/Firmenwert | WACC vor Steuer | |||
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2019 28.02.2018 |
2018 19 | 2017 18 | ||
| Mio. € | Mio. € | % | % | |
| CGU Frucht | 240 | 239 | 8,10 | 8,50 |
| CGU Stärke | 2 | 2 | 5,47 | 5,60 |
| CGU Zucker | 20 | 20 | 6,39 | 6,35 |
| Konzern | 262 | 261 | – | – |
█ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
█ Für die CGU Zucker sind die Einschätzungen der EU-Rübenzucker- und Isoglukoseproduktion, der Entwicklung der Zuckerimporte und -exporte sowie der Zuckerpreise die wichtigsten Planannahmen. Die wesentlichen Kostenelemente der CGU sind die Rohstoff- und Energiekosten. Diese Einschätzungen berücksichtigen neben den aktuellen Marktentwicklungen auch eigene Einschätzungen der jeweiligen Fachbereiche.
█ Am Bilanzstichtag waren andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von untergeordneter Bedeutung für den AGRANA-Konzern enthalten.
| 10.2. Sachanlagen | Andere | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, | Anlagen, | ||||
| grundstücks- | Technische | Betriebs- und | |||
| gleiche Rechte | Anlagen und | Geschäfts- | Anlagen | ||
| t¤ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2018 | 594.232 | 1.270.184 | 212.674 | 46.738 | 2.123.828 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | 1.604 | 6.014 | 45 | –16 | 7.647 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 4.729 | 6.685 | 3.593 | 111 | 15.118 |
| Zugänge | 16.250 | 47.830 | 15.032 | 101.544 | 180.656 |
| Umbuchungen | 7.568 | 9.058 | 6.161 | –23.522 | –735 |
| Abgänge | –5.670 | –24.903 | –5.290 | –209 | –36.072 |
| Zuschüsse | –1.809 | 0 | –2 | 0 | –1.811 |
| Stand 28.02.2019 | 616.904 | 1.314.868 | 232.213 | 124.646 | 2.288.631 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2018 | 323.408 | 865.570 | 165.610 | 359 | 1.354.947 |
| Währungsdifferenzen und | |||||
| Hochinflationsanpassungen | 698 | 4.258 | 161 | 0 | 5.117 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 1.373 | 3.217 | 1.929 | 0 | 6.519 |
| Laufende Abschreibungen | 17.035 | 61.525 | 13.941 | 0 | 92.501 |
| Wertminderungen | 66 | 607 | 46 | 0 | 719 |
| Umbuchungen | –96 | –2.114 | 2.107 | 45 | –58 |
| Abgänge | –5.637 | –24.436 | –5.240 | –22 | –35.335 |
| Stand 28.02.2019 | 336.847 | 908.627 | 178.554 | 382 | 1.424.410 |
| Buchwert 28.02.2019 | 280.057 | 406.241 | 53.659 | 124.264 | 864.221 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2017 | 583.766 | 1.177.328 | 206.368 | 69.388 | 2.036.850 |
| Währungsdifferenzen | –15.902 | –18.171 | –4.291 | –799 | –39.163 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 144 | 0 | 0 | 0 | 144 |
| Zugänge | 21.718 | 67.537 | 11.437 | 37.777 | 138.469 |
| Umbuchungen | 5.702 | 49.029 | 4.311 | –58.906 | 136 |
| Abgänge | –1.023 | –4.905 | –5.087 | –722 | –11.737 |
| Zuschüsse | –173 | –634 | –64 | 0 | –871 |
| Stand 28.02.2018 | 594.232 | 1.270.184 | 212.674 | 46.738 | 2.123.828 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2017 | 311.939 | 825.732 | 159.178 | 1.094 | 1.297.943 |
| Währungsdifferenzen | –4.769 | –9.676 | –3.230 | 9 | –17.666 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 94 | 0 | 0 | 0 | 94 |
| Laufende Abschreibungen | 16.843 | 54.036 | 14.508 | 0 | 85.387 |
| Wertminderungen | 80 | 23 | 0 | 0 | 103 |
| Umbuchungen | 47 | 0 | 0 | –47 | 0 |
| Abgänge | –826 | –4.545 | –4.846 | –690 | –10.907 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | –7 | –7 |
| Stand 28.02.2018 | 323.408 | 865.570 | 165.610 | 359 | 1.354.947 |
Buchwert 28.02.2018 270.824 404.614 47.064 46.379 768.881
█ Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte):
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 55.145 | 49.356 |
| Segment Stärke | 96.587 | 59.427 |
| Segment Zucker | 28.924 | 32.084 |
| Konzern | 180.656 | 140.867 |
█ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben. Weiters sind in dieser Position die Effekte aus der Anwendung von IAS 29 (Hochinflation) enthalten.
█ Die Zuschüsse betrafen Investitionsförderungen in China im Zusammenhang mit dem neuen Fruchtzubereitungsstandort in Jiangsu.
█ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Die wesentliche Finanzierungsleasingvereinbarung betraf die Miete eines Superädifikates auf eigenem Grund am Standort Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich. Die Kaufoption für das Superädifikat wurde im Geschäftsjahr 2018|19 ausgeübt. Die Finanzierungsleasingvereinbarungen der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind von untergeordneter Bedeutung und betreffen v. a. Fahrzeugleasing sowie Leasing von technischer Ausrüstung. Nachfolgend sind die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen und die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf deren Barwert dargestellt:
| 2018 19 | 2017 18 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Grund- stücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Grund- stücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
|
| Anschaffungskosten | 0 | 222 | 168 | 3.003 | 458 | 173 | |
| abzüglich kumulierte | |||||||
| Abschreibungen | 0 | –116 | –32 | –747 | –283 | –30 | |
| Buchwert | 0 | 106 | 136 | 2.256 | 175 | 143 |
| 2018 19 | 2017 18 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Künftige Mindest- leasing- zahlungen |
Zinsen | Barwert | Künftige Mindest leasing zahlungen |
Zinsen | Barwert | |
| Im folgenden Jahr | 102 | –32 | 70 | 2.464 | –31 | 2.433 | |
| In den folgenden | |||||||
| 2 bis 5 Jahren | 87 | –12 | 75 | 202 | –25 | 177 | |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe | 189 | –44 | 145 | 2.666 | –56 | 2.610 |
█ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 5.625 | 4.529 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 12.145 | 11.433 |
| Über 5 Jahre | 3.763 | 4.744 |
█ Die AGRANA-Gruppe tritt nicht als Leasinggeber auf.
| Nach der | ||||
|---|---|---|---|---|
| Equity-Methode | Wertpapiere | |||
| bilanzierte | (langfristige | |||
| Gemeinschafts- | Vermögens | |||
| t¤ | unternehmen | werte) | Beteiligungen | Summe |
| Geschäftsjahr 2018 19 | ||||
| Stand 01.03.2018 | 73.228 | 18.703 | 894 | 92.825 |
| Währungsdifferenzen | –429 | 67 | 0 | –362 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 243 | –606 | –363 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 12.222 | 0 | 0 | 12.222 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 269 | –269 | 0 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen | –15.000 | –1.330 | 0 | –16.330 |
| Sonstiges Ergebnis | –95 | 891 | 0 | 796 |
| Stand 28.02.2019 | 69.926 | 18.843 | 19 | 88.788 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||||
| Stand 01.03.2017 | 72.745 | 18.826 | 1.051 | 92.622 |
| Währungsdifferenzen | –908 | –199 | 0 | –1.107 |
| Zugänge/Kapitalerhöhung bei Gemeinschaftsunternehmen | 2.000 | 140 | 0 | 2.140 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 29.395 | 0 | 0 | 29.395 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen | –30.000 | –5 | –157 | –30.162 |
| Sonstiges Ergebnis | –4 | –59 | 0 | –63 |
| Stand 28.02.2018 | 73.228 | 18.703 | 894 | 92.825 |
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 321.694 | 308.294 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| und Gemeinschaftsunternehmen | 19.149 | 23.368 |
| Positiver Marktwert Derivate | 2.125 | 4.289 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 617 | 631 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 222 | 467 |
| Forderung gegenüber der EU aus Produktionsabgabe | 0 | 5.081 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 16.839 | 14.025 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 360.646 | 356.155 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 71.012 | 60.698 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.358 | 4.982 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.558 | 2.549 |
| Summe | 439.574 | 424.384 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 10.090 | 8.816 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 2.447 | 2.634 |
| Finanzanlagen (v. a."Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 1.700 | 4.373 |
| Vorräte | 3.594 | 2.897 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.275 | 679 |
| Verlustvorträge | 1.579 | 511 |
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 7.474 | 7.306 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 10.060 | 12.186 |
| Summe aktive latente Steuern | 28.129 | 30.586 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –15.820 | –16.922 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 12.309 | 13.664 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (26) erläutert.
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 204.605 | 197.102 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 397.643 | 444.038 |
| Waren | 16.885 | 13.397 |
| Summe | 619.133 | 654.537 |
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 23.320 t€ (Vorjahr: 8.756 t€) vorgenommen, welche im Wesentlichen aus dem Segment Zucker mit 21.969 t€ (Vorjahr: 7.726 t€) resultieren. Die Wertminderungen sind auf gesunkene Nettoveräußerungswerte für Zucker zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
█ Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag 113.531.275 € (Vorjahr: 113.531.275 €) und ist in 62.488.976 Stück (Vorjahr: 62.488.976 Stück1) auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
█ Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf den Seiten 80ff dargestellt.
█ Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundenen und nicht gebundenen Kapitalrücklagen zusammen, wobei die gebundenen aus Agios und die nicht gebundenen aus Umgründungen resultieren. Die Kapitalrücklagen betragen am Bilanzstichtag 540.759.999 € (Vorjahr: 540.759.999 €).
█ Die Gewinnrücklagen umfassen die Rücklage für Eigenkapitalinstrumente (Vorjahr: "Zur Veräußerung verfügbar"), die Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges), die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Rücklagen für Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.
█ Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von –154 t€ resultierten aus dem Kauf von Anteilen von Minderheitsaktionären der vollkonsolidierten S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest|Rumänien sowie für den Erwerb von Elafruits SPA, Akbou|Algerien.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.409.928 | 1.453.997 |
| Bilanzsumme | 2.389.407 | 2.356.421 |
| Eigenkapitalquote | 59,0% | 61,7% |
| Nettofinanzschulden | 322.202 | 232.493 |
| Gearing | 22,9% | 16,0% |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung.
Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 29.533 | 27.400 |
| Abfertigungen | 41.644 | 41.304 |
| Übrige | 54.726 | 50.944 |
| Summe | 125.903 | 119.648 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematischen Parameter zugrunde gelegt:
| % | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | ||
| Inland/Europa | 3,5 | 3,3 |
| Mexiko/USA/Südkorea | 6,0/3,0/5,0 | 6,0/3,0/5,0 |
| Rententrend | ||
| Inland | 2,0 | 2,0 |
| Mexiko | 6,0 | 6,0 |
| Zinssatz | ||
| Inland/Europa/USA | 1,55 | 1,7 |
| Mexiko/Südkorea | 10,25/2,6 | 7,5/3,4 |
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 1,55% (Vorjahr: 1,70%) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht.
Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln "AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen. Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig.
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen und Abfertigungen (Nettoschuld) in der AGRANA-Gruppe setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Pensionspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 43.977 | 42.852 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –14.444 | –15.452 |
| Rückstellung für Pensionen (Nettoschuld) | 29.533 | 27.400 |
| Abfertigungspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 43.329 | 42.758 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –1.685 | –1.454 |
| Rückstellung für Abfertigungen (Nettoschuld) | 41.644 | 41.304 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionszusagen im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne:
In der AGRANA Beteiligungs-AG bestehen für Mitglieder des Vorstandes direkte Leistungszusagen auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines fixen Prozentsatzes einer Pensionsbemessungsgrundlage. Die Pensionsansprüche sind zur Gänze in eine überbetriebliche Pensionskasse ausgegliedert. Dem Barwert der Verpflichtung von 24.138 t€ (Vorjahr: 21.533 t€) steht ein Planvermögen von 13.983 t€ (Vorjahr: 14.659 t€) gegenüber. Für weitere Details wird auf den Abschnitt "Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" dieses Anhangs verwiesen.
Des Weiteren bestehen direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter bei der AGRANA Zucker GmbH in Höhe von 15.819 t€ (Vorjahr: 17.021 t€), Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. in Höhe von 715 t€ (Vorjahr: 0 t€), AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 2.170 t€ (Vorjahr: 2.399 t€) und AUSTRIA JUICE GmbH in Höhe von 209 t€ (Vorjahr: 206 t€). Dem Barwert der Verpflichtung der AUSTRIA JUICE GmbH steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 152 t€ (Vorjahr: 155 t€) gegenüber.
Bei der AGRANA Fruit Austria GmbH bestehen Pensionszusagen für aktive Mitarbeiter mit direkter Leistungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge mit einer vertraglich vereinbarten – teilweise dienstzeitabhängigen – Fixpensionshöhe und direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Dem Barwert der Verpflichtung von 495 t€ (Vorjahr: 1.009 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 231 t€ (Vorjahr: 565 t€) gegenüber.
In Mexiko besteht eine vertragliche Verpflichtung, einem definierten Empfängerkreis im Falle des Übertrittes in den Ruhestand bzw. vorzeitigen Ruhestandes einen fixen Prozentsatz einer festgelegten Bemessungsgrundlage in monatlichen Raten auf einen Zeitraum von zehn Jahren auszuzahlen. Eine Einmalprämie kann optional gewählt werden. Dem Barwert der Verpflichtung von 431 t€ (Vorjahr: 684 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 78 t€ (Vorjahr: 73 t€) gegenüber.
| Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt: | Barwert der Ver- |
Marktwert Plan- |
Rückstellung für |
|---|---|---|---|
| t¤ | pflichtung | vermögen | Pensionen |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||
| Stand 01.03.2018 | 42.852 | –15.452 | 27.400 |
| Dienstzeitaufwand | 535 | 0 | 535 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 753 | –264 | 489 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | –320 | 114 | –206 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 20 | 20 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 968 | –130 | 838 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 932 | 932 |
| der Änderung demografischer Annahmen | 1.964 | 0 | 1.964 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 1.082 | 0 | 1.082 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | –533 | 0 | –533 |
| Währungsdifferenzen | 38 | –4 | 34 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 2.551 | 928 | 3.479 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Umklassifizierungen | 693 | 0 | 693 |
| Abgeltungszahlungen | –279 | 261 | –18 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.808 | 347 | –2.461 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –398 | –398 |
| Sonstige Veränderungen | –2.394 | 210 | –2.184 |
| Stand 28.02.2019 | 43.977 | –14.444 | 29.533 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Stand 01.03.2017 | 45.498 | –14.380 | 31.118 |
| Dienstzeitaufwand | 595 | 0 | 595 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 740 | –234 | 506 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | 5 | 0 | 5 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 19 | 19 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 1.340 | –215 | 1.125 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | –807 | –807 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –1.373 | 0 | –1.373 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 342 | 0 | 342 |
| Währungsdifferenzen | –55 | 8 | –47 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –1.086 | –799 | –1.885 |
| Abgeltungszahlungen | –5 | 0 | –5 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.895 | 345 | –2.550 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –403 | –403 |
| Sonstige Veränderungen | –2.900 | –58 | –2.958 |
| Stand 28.02.2018 | 42.852 | –15.452 | 27.400 |
Im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne für Abfertigungen:
Die betragsmäßig größten Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen in Österreich und Frankreich. Sie stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf Einmalzahlung im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst), im Falle des Pensionsantrittes und im Todesfall dar. Die Höhe der Abfertigung ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Abfertigungsvorsorgen in Österreich und Frankreich sind ausschließlich rückstellungsfinanziert in Höhe von 40.590 t€ (Vorjahr: 39.469 t€).
In Russland und der Ukraine bestehen gesetzliche bzw. auf Betriebsvereinbarungen beruhende Versorgungszusagen von betragsmäßig untergeordneter Bedeutung. Diese werden als Einmalzahlung bei Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst) bzw. im Falle des Pensionsantrittes fällig. Die Höhe ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die Versorgungszusagen sind in Höhe von 184 t€ (Vorjahr: 127 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert. In Rumänien bestehen Abfertigungsverpflichtungen im Falle des Pensionsantrittes in Höhe von drei Monatsbezügen. Der Rückstellungswert beläuft sich auf 193 t€ (Vorjahr: 0 t€).
Bei den Abfertigungsplänen in den USA handelt es sich um vertraglich vereinbarte Versorgungszusagen für einen definierten Empfängerkreis, in Mexiko bestehen hingegen gesetzliche Verpflichtungen für alle Vollzeitangestellten. Die Abfertigung gelangt in Mexiko im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (nach mindestens fünfzehnjähriger Beschäftigung), im Falle des Pensionsantrittes, Berufsunfähigkeit und im Todesfall in Form einer Einmalzahlung zur Auszahlung und ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig – ebenso wie in den USA, wo sie bei Beendigung des Dienstverhältnisses zur Auszahlung gelangt. Planvermögen in Höhe von 3 t€ (Vorjahr: 3 t€) kürzt in Mexiko den Barwert der Verpflichtung von 124 t€ (Vorjahr: 134 t€), wohingegen in den USA die Versorgungszusagen von 0 t€ (Vorjahr: 1.136 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert waren. Die Verpflichtung in den USA wurde im Geschäftsjahr 2018|19 ausbezahlt.
Der Abfertigungsplan von Südkorea weist einen Barwert der Verpflichtung von 2.238 t€ (Vorjahr: 1.892 t€) bei einem Planvermögen von 1.682 t€ (Vorjahr: 1.451 t€) aus.
| Die Rückstellung für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt: | Barwert der Ver- |
Marktwert Plan- |
Rückstellung für Ab |
|---|---|---|---|
| t¤ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||
| Stand 01.03.2018 | 42.758 | –1.454 | 41.304 |
| Dienstzeitaufwand | 1.844 | 0 | 1.844 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 715 | –48 | 667 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 3 | 3 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.559 | –45 | 2.514 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 27 | 27 |
| der Änderung demografischer Annahmen | –158 | 0 | –158 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 1.179 | 0 | 1.179 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 19 | 0 | 19 |
| Währungsdifferenzen | 166 | –45 | 121 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 1.206 | –18 | 1.188 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Umklassifizierungen | 340 | 0 | 340 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.534 | 140 | –3.394 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –308 | –308 |
| Sonstige Veränderungen | –3.194 | –168 | –3.362 |
| Stand 28.02.2019 | 43.329 | –1.685 | 41.644 |
| Barwert | Marktwert | Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| der Ver- | Plan- | für Ab | |
| t¤ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Stand 01.03.2017 | 39.033 | –1.222 | 37.811 |
| Dienstzeitaufwand | 1.732 | 0 | 1.732 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 608 | –26 | 582 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 2 | 2 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.340 | –24 | 2.316 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 11 | 11 |
| der Änderung demografischer Annahmen | 328 | 0 | 328 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 1.759 | 0 | 1.759 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 548 | 0 | 548 |
| Währungsdifferenzen | –392 | 119 | –273 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 2.243 | 130 | 2.373 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –858 | 21 | –837 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –359 | –359 |
| Sonstige Veränderungen | –858 | –338 | –1.196 |
| Stand 28.02.2018 | 42.758 | –1.454 | 41.304 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf –4.039 t€ (Vorjahr: Verluste –493 t€). Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes, Änderungen der Sterbetafeln in Österreich, erfahrungsbedingter Berichtigungen, Veränderungen der Steigerungsannahmen für Pensionsbemessungsgrundlage und künftige Gehälter, Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters und Fluktuationsannahmen. Bis zum 28. Februar 2019 wurden kumulierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – ohne Berücksichtigung von latenten Steuern – in Höhe von –43.176 t€ (Vorjahr: –39.137 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien.
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert:
| % | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 51,45 | 38,19 |
| Eigenkapitaltitel | 23,65 | 36,74 |
| Immobilien | 4,77 | 4,24 |
| Sonstige | 20,13 | 20,83 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die AGRANA-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation (vorzeitige Austritte). Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen in Inflationsraten.
Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die jeweilige Nettoverpflichtung. Die Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein weiterer Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann.
Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.
Die durchschnittlich gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 28. Februar 2019 12,65 Jahre (Vorjahr: 12,10 Jahre), jene der Abfertigungsverpflichtungen 8,87 Jahre (Vorjahr: 8,54 Jahre).
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 2.004 t€ (Vorjahr: 817 t€) betragen.
In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:
| t€ | Pension | Abfertigung |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2019 20 | 2.475 | 4.027 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | 2.435 | 3.209 |
| Geschäftsjahr 2021 22 | 2.705 | 4.485 |
| Geschäftsjahr 2022 23 | 2.581 | 4.110 |
| Geschäftsjahr 2023 24 | 2.558 | 2.840 |
| Geschäftsjahre 2024 25 bis 2028 29 | 11.835 | 13.430 |
| Summe | 24.589 | 32.101 |
| Note (23b) | b) Übrige Rückstellungen | aufwendungen | Ungewisse | ||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Rekultivierung | Jubiläums- geld |
Verbindlich keiten |
Summe | |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Stand 01.03.2018 | 7.243 | 17.375 | 26.326 | 50.944 | |
| Währungsdifferenzen | –20 | –213 | –54 | –287 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 23 | 71 | 94 | |
| Verbrauch | –18 | –2.866 | –4.851 | –7.735 | |
| Auflösungen | –136 | –2.791 | –6.958 | –9.885 | |
| Umbuchungen | 0 | –195 | 0 | –195 | |
| Zuführungen | 1.169 | 7.110 | 13.511 | 21.790 | |
| Stand 28.02.2019 | 8.238 | 18.443 | 28.045 | 54.726 | |
| davon innerhalb von 1 Jahr | 783 | 2.515 | 27.923 | 31.221 |
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Drohverluste mit 9.775 t€ (Vorjahr: 7.284 t€), Prozessrisiken mit 9.032 t€ (Vorjahr: 8.843 t€) und Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung 1.600 t€ (Vorjahr: 1.700 t€).
Den Großteil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 23.505 t€ (Vorjahr: 21.607 t€) stellen Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 12.598 t€ (Vorjahr: 11.358 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 920 t€ (Vorjahr: 813 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 7.455 t€ (Vorjahr: 7.243 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu rechnen.
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| und Darlehen gegenüber Dritten | 338.482 | 219.591 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe | 85.000 | 150.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 145 | 2.610 |
| Finanzverbindlichkeiten | 423.627 | 372.201 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 278.988 | 310.572 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 11.1 bis 11.4.
Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Pfandrechten besichert. Die Pfandrechte betreffen die Besicherung eines Exportförderungskredites in Österreich und Darlehen in Algerien mit zugrunde liegenden Buchwerten von 8.904 t€ (Vorjahr: 7.800 t€).
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||
|---|---|---|
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 292.914 | 256.380 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 16.845 | 10.021 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen | 16.564 | 28.573 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 4.588 | 6.399 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Rübenbauern aus Produktionsabgabe | 0 | 3.196 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 65.033 | 64.306 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 395.944 | 368.875 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.286 | 2.386 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 705 | 284 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 8.350 | 10.581 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.162 | 6.926 |
| Summe | 416.447 | 389.052 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 12.820 | 10.832 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 23.747 t€ (Vorjahr: 60.388 t€) ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten u. a. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 15.756 | 16.881 |
| Vorräte | 373 | 4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.731 | 3.220 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 2.015 | 2.145 |
| Rückstellungen und sonstige Schulden | 1.501 | 2.384 |
| Summe passive latente Steuern | 22.376 | 24.634 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –15.820 | –16.922 |
| Saldierte passive Steuerabgrenzung | 6.556 | 7.712 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Note (20) erläutert.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
| Durch | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | |||
| Effektiv- Bilanz- |
Bis | 1 bis | Über | ||
| zinssatz | stichtag | 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | |
| 28.02.2019 | |||||
| Fixer Zinssatz | |||||
| CNY | 5,00 | 7.425 | 594 | 6.831 | 0 |
| DZD | 5,69 | 2.150 | 1.291 | 859 | 0 |
| EUR | 1,53 | 267.022 | 45.805 | 164.051 | 57.166 |
| 1,66 | 276.597 | 47.690 | 171.741 | 57.166 | |
| Variabler Zinssatz | |||||
| ARS | 75,00 | 28 | 22 | 6 | 0 |
| EGP | 12,00 | 432 | 432 | 0 | 0 |
| EUR | 0,68 | 138.558 | 88.558 | 50.000 | 0 |
| HUF | 2,00 | 5.925 | 5.925 | 0 | 0 |
| KRW | 3,32 | 1.204 | 1.204 | 0 | 0 |
| TRY | 22,85 | 297 | 297 | 0 | 0 |
| USD | 2,25 | 441 | 441 | 0 | 0 |
| 0,86 | 146.885 | 96.879 | 50.006 | 0 | |
| Summe | 1,38 | 423.482 | 144.569 | 221.747 | 57.166 |
| Durch | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | |||
| Effektiv- | Bilanz- | Bis 1 Jahr |
1 bis | Über | |
| zinssatz | stichtag | 5 Jahre | 5 Jahre | ||
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | |
| 28.02.2018 | |||||
| Fixer Zinssatz | |||||
| EUR | 1,69 | 262.268 | 7.438 | 145.360 | 109.470 |
| 1,69 | 262.268 | 7.438 | 145.360 | 109.470 | |
| Variabler Zinssatz | |||||
| ARS | 30,03 | 256 | 205 | 51 | 0 |
| EGP | 8,50 | 233 | 233 | 0 | 0 |
| EUR | 0,54 | 99.903 | 44.383 | 55.520 | 0 |
| HUF | 2,00 | 2.442 | 2.442 | 0 | 0 |
| INR | 9,75 | 252 | 252 | 0 | 0 |
| KRW | 3,17 | 2.257 | 2.257 | 0 | 0 |
| USD | 2,25 | 1.980 | 1.980 | 0 | 0 |
| 0,77 | 107.323 | 51.752 | 55.571 | 0 | |
| Summe | 1,42 | 369.591 | 59.190 | 200.931 | 109.470 |
Finanzverbindlichkeiten ohne Finanzierungsleasing betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 423.482 t€ (Vorjahr: 369.591 t€).
Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz beträgt 1,38% (Vorjahr: 1,42%) bei einer Restlaufzeit von 3,5 Jahren (Vorjahr: 4,0 Jahren).
Die Refinanzierung der AGRANA-Gruppe setzt sich im Wesentlichen aus zwei syndizierten Kreditlinien über insgesamt 450.000 t€ (Vorjahr: 450.000 t€), einem Schuldscheindarlehen über 42.500 t€ (Vorjahr: 42.500 t€) sowie einer Finanzierung der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, über aktuell 85.000 t€ (Vorjahr: 150.000 t€) zusammen. Die übrigen Refinanzierungen betreffen bilaterale Kreditlinien.
Fest verzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen mit einem Volumen von 276.597 t€ (Vorjahr: 262.268 t€). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8.904 t€ (Vorjahr: 7.800 t€) durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einen Rückgang um 38.379 t€ auf 82.582 t€.
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Caps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte |
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2019 | |||||
| AUD | EUR | 5.213 | 8 | –27 | –19 |
| CZK | EUR | 25.026 | 203 | 0 | 203 |
| EUR | AUD | 5.441 | 46 | –5 | 41 |
| EUR | CZK | 25.841 | 0 | –249 | –249 |
| EUR | HUF | 11.776 | 0 | –245 | –245 |
| EUR | INR | 1.696 | 2 | –3 | –1 |
| EUR | MXN | 6.030 | 4 | –451 | –447 |
| EUR | PLN | 19.553 | 25 | –34 | –9 |
| EUR | RON | 66.923 | 505 | –2 | 503 |
| EUR | RUB | 1.494 | 1 | –37 | –36 |
| EUR | USD | 117.725 | 52 | –1.470 | –1.418 |
| EUR | ZAR | 2.868 | 0 | –27 | –27 |
| MXN | EUR | 615 | 55 | 0 | 55 |
| PLN | EUR | 53.834 | 93 | –18 | 75 |
| RON | EUR | 32.765 | 9 | –243 | –234 |
| USD | AUD | 2.494 | 69 | 0 | 69 |
| USD | EUR | 89.577 | 581 | –266 | 315 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 468.871 | 1.653 | –3.077 | –1.424 | |
| Zinsswaps | 108.000 | 0 | –1.419 | –1.419 | |
| Zinscap | 50.000 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuckerfutures | 20.286 | 218 | –92 | 126 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 38.730 | 254 | 0 | 254 | |
| Summe | 685.887 | 2.125 | –4.588 | –2.463 | |
| 28.02.2018 | |||||
| AUD | EUR | 3.403 | 20 | –5 | 15 |
| CAD | EUR | 149 | 0 | –7 | –7 |
| CZK | EUR | 46.102 | 210 | –17 | 193 |
| EUR | AUD | 6.273 | 92 | –22 | 70 |
| EUR | CZK | 24.219 | 0 | –88 | –88 |
| EUR | GBP | 183 | 0 | –3 | –3 |
| EUR | HUF | 8.873 | 62 | –3 | 59 |
| EUR | MXN | 12.985 | 151 | –7 | 144 |
| EUR | PLN | 2.139 | 2 | –5 | –3 |
| EUR | RON | 71.421 | 27 | –400 | –373 |
| EUR | RUB | 1.600 | 7 | –17 | –10 |
| EUR | USD | 89.726 | 2.652 | –113 | 2.539 |
| EUR | ZAR | 4.110 | 0 | –656 | –656 |
| HUF | EUR | 479 | 0 | –2 | –2 |
| MXN | EUR | 5.673 | 2 | 0 | 2 |
| PLN | EUR | 23.852 | 218 | –18 | 200 |
| RON | EUR | 17.316 | 96 | 0 | 96 |
| USD | AUD | 1.971 | 9 | –44 | –35 |
| USD | EUR | 19.336 | 64 | –1.095 | –1.031 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 339.810 | 3.612 | –2.502 | 1.110 |
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte | ||
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 339.810 | 3.612 | –2.502 | 1.110 | |
| Zinsswaps | 118.000 | 185 | –2.491 | –2.306 | |
| Zinscap | 50.000 | 8 | 0 | 8 | |
| Zuckerfutures | 2.177 | 399 | 0 | 399 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 23.564 | 85 | –1.406 | –1.321 | |
| Summe | 533.551 | 4.289 | –6.399 | –2.110 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu fünf Jahren ab.
Als Nominale der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Basis aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäftes zu bezahlen oder zu erhalten hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden und in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft stehen (Cashflow-Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms in den Umsatzerlösen (Verkaufstransaktionen) bzw. Materialaufwand (Einkaufstransaktionen) sowie im Finanzergebnis (Zinsswaps) erfolgswirksam zu erfassen. Die Buchwerte der im Rahmen einer solchen Sicherungsbeziehung bilanzierten Derivate werden in der folgenden Tabelle angegeben:
| Marktwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| t€ | Positiv | Negativ | ||
| 28.02.2019 | ||||
| Devisentermingeschäfte | 19 | –76 | ||
| Zinsswap | 0 | –555 | ||
| Zuckerfutures | 218 | –92 | ||
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 106 | 0 | ||
| Summe | 343 | –723 |
Die Sicherungsbeziehungen betreffen die Absicherung des Preisrisikos beim Rohzuckereinkauf, Zuckerverkauf, Weizenund Maiseinkauf sowie Verkauf von Mais betreffend Wachsmais-Derivate. Im Rahmen der Risikomanagementstrategie sollen Absicherungen durch den Abschluss von Futures derart erfolgen, dass ein bestimmter Prozentsatz der geplanten Mengen abgesichert wird. Ziel der Risikomanagementstrategie ist es, den Preis von zukünftigen Ein- bzw. Verkäufen durch den Abschluss von entsprechenden Future-Kontrakten frühzeitig zu fixieren. Im Zuge von Absicherungen des Preisrisikos werden Transaktionen in US-Dollar gegen Veränderungen der Wechselkurse mittels Devisentermingeschäften abgesichert.
Zur Absicherung des Zinsrisikos bestehen Zinsswaps, die in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft stehen. Als Grundgeschäft gelten die künftigen Zahlungsströme von Finanzverbindlichkeiten, die variabel zum 3-Monats-EURIBOR verzinst werden. Die Absicherung der variablen künftigen Zinszahlungen aus der Finanzverbindlichkeit führt zur Reduktion volatiler Bewertungsbestandteile in der Gewinn- und Verlustrechnung und steigert die Planungs- und Prognosequalität. Risikomanagementziel ist daher die Absicherung gegen das Risiko von Schwankungen von variablen Zahlungsströmen.
Für das Geschäftsjahr 2018|19 wurden –430 t€ (Vorjahr: 376 t€) vor Steuern und 99 t€ (Vorjahr: –94 t€) Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Es waren sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Ineffektivitäten zu erfassen. Bereits realisierte Derivatergebnisse von 50 t€ (Vorjahr: –990 t€) verblieben zum Bilanzstichtag in der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges), bis das Grundgeschäft realisiert wird.
In der folgenden Tabelle sind die Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft mit dem Nominalvolumen und den durchschnittlichen Preisen und Zinssätzen gemäß ihrer Fälligkeit dargestellt.
| Fälligkeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bis | 1 bis | Über | ||||
| 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | ||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| Nominalbetrag | t€ | 6.216 | – | – | ||
| Durchschnittlich abgesicherter Preis | € | 1,157 | – | – | ||
| Zinsswap | ||||||
| Nominalbetrag | t€ | 50.000 | 50.000 | – | ||
| Durchschnittlicher Zinssatz | % | 0,245 | 0,245 | – | ||
| Zuckerfutures | ||||||
| Volumen | Tonnen | 61.827 | – | – | ||
| Durchschnittlich abgesicherter Preis | € je Tonne | 10,920 | – | – | ||
| Weizen- und Maistermingeschäfte | ||||||
| Volumen | Tonnen | 78.800 | – | – | ||
| Durchschnittlich abgesicherter Preis | € je Tonne | 180,802 | – | – |
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, die in keiner Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft stehen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen als auch Materialaufwendungen.
Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2019 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.653 | 1.653 | 1.371 | 120 | 162 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –3.077 | –3.077 | –2.230 | –360 | –487 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –1.419 | –1.956 | –402 | –402 | –362 | –283 | –283 | –224 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 472 | 472 | 230 | 187 | 55 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –92 | –92 | –92 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –2.463 | –3.000 | –1.123 | –455 | –632 | –283 | –283 | –224 | 0 | 0 |
| 28.02.2018 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 3.612 | 3.612 | 3.269 | 205 | 138 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –2.502 | –2.502 | –1.474 | –74 | –954 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 193 | 201 | 42 | 0 | 0 | 42 | 42 | 42 | 33 | 0 |
| Negative Marktwerte | –2.491 | –2.580 | –676 | 0 | –1.035 | –869 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 484 | 484 | 292 | 124 | 68 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –1.406 | –1.406 | –1.406 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –2.110 | –2.191 | 47 | 255 | –1.783 | –827 | 42 | 42 | 33 | 0 |
Der Marktwert der am 28. Februar 2019 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10%, und einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils 10% wie folgt entwickeln (Sensitivität):
| Nominale | Sensitivität (+) | Sensitivität (–) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 | 28.02.2019 | 28.02.2018 | 28.02.2019 | 28.02.2018 | ||
| Devisentermingeschäfte | 468.871 | 339.810 | 4.243 | 8.890 | –5.186 | –10.866 | ||
| Zinsderivate | 158.000 | 168.000 | 1.112 | 1.496 | –4.045 | –4.333 | ||
| Rohstoffderivate | 59.016 | 25.741 | 2.521 | 1.609 | –3.295 | –2.913 |
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um 3.146 t€ (Vorjahr: 1.437 t€) bzw. um –5.770 t€ (Vorjahr: –2.457 t€) verändert und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 3.681 t€ (Vorjahr: 10.079 t€) bzw. um –4.833 t€ (Vorjahr: –14.836 t€) verändert.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einzeln und je Bewertungskategorie dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt des Weiteren, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt.
Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten Level 2 erfolgt auf Basis des Währungskurses zum Stichtag sowie der für die Restlaufzeit relevanten Zinsdifferenz der zugrunde liegenden Währungen. Es wird der Mark-to-Market-Kurs ermittelt und mit dem Kurs des Grundgeschäftes verglichen. Die Inputfaktoren hierfür sind einerseits das Fixing der EZB bzw. ausgewählter Nationalbanken und andererseits die täglich veröffentlichten EURIBORund (L)IBOR-Zinssätze.
Bei Zinsderivaten Level 2 wird zur Bemessung des Zeitwertes der fixe Zinssatz mit den zum Stichtag gültigen SWAP-Sätzen bzw. der laufzeitrelevanten Zinsstrukturkurve verglichen. Der Zeitwert wird einer gesonderten Berechnung von Bankinstituten entnommen.
Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Level 2 werden die in den bestehenden Finanzierungsverträgen vereinbarten Konditionen, wie Restlaufzeit und Zinssatz, mit den am Bilanzstichtag verfügbaren aktuellen Marktkonditionen für neue Finanzierungen bei gleicher Restlaufzeit verglichen. Die Zinsdifferenz aus dem Vergleich führt zu dem Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert.
Die nachfolgende Tabelle enthält keine Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Vermögenswerten und Schulden die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Dies trifft insbesondere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aufgrund der kurzen Laufzeit zu.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | beizulegenden Zeitwert und Verlustrechnung Erfolgswirksam zum über die Gewinn |
beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis Erfolgsneutral zum (ohne Recycling) |
(Sicherungsinstrumente) beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis Erfolgsneutral zum |
Anschaffungskosten Zu fortgeführten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| 28.02.2019 | |||||||||
| Zum beizulegenden | |||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) |
13.072 | 5.771 | 0 | 0 | 18.843 | 12.181 | – | 6.662 | 18.843 |
| Beteiligungen | |||||||||
| (langfristig gehalten) | 0 | 19 | 0 | 0 | 19 | – | – | 19 | 19 |
| Derivative finanzielle | |||||||||
| Vermögenswerte | 1.782 | 0 | 343 | 0 | 2.125 | 472 | 1.653 | – | 2.125 |
| 14.854 | 5.790 | 343 | 0 | 20.987 | |||||
| Nicht zum beizulegenden | |||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||
| Forderungen aus | |||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 321.694 | 321.694 | ||||
| Sonstige finanzielle | |||||||||
| Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 36.827 | 36.827 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
0 | 0 | 0 | 82.582 | 82.582 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 441.103 | 441.103 | |||||
| Zum beizulegenden Zeitwert | |||||||||
| bewertete finanzielle Schulden | |||||||||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 3.865 | 0 | 723 | 0 | 4.588 | 92 | 4.496 | – | 4.588 |
| 3.865 | 0 | 723 | 0 | 4.588 | |||||
| Nicht zum beizulegenden | |||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||
| finanzielle Schulden | |||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 0 | 0 | 0 | 338.482 | 338.482 | – | 341.127 | – | 341.127 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||
| verbundenen Unternehmen | |||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 | 0 | 85.000 | 85.000 | – | 86.404 | – | 86.404 |
| Verbindlichkeiten | |||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 145 | 145 | – | 184 | – | 184 |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 292.914 | 292.914 | ||||
| Sonstige finanzielle | |||||||||
| Verbindlichkeiten2 | 0 | 0 | 0 | 98.441 | 98.441 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 814.982 | 814.982 |
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen 126 auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Zur Veräußerung verfügbar | Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) |
Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente |
Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| 28.02.2018 | |||||||||||
| Zum beizulegenden | |||||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Wertpapiere | |||||||||||
| (langfristig gehalten) | 17.812 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.812 | 13.361 | – | 4.451 | 17.812 |
| Derivative finanzielle | |||||||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 3.486 | 803 | 0 | 0 | 4.289 | 484 | 3.805 | – | 4.289 |
| Wertpapiere | |||||||||||
| (kurzfristig gehalten) | 44 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 44 | 44 | – | – | 44 |
| 17.856 | 0 | 3.486 | 803 | 0 | 0 | 22.145 | |||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete |
|||||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) |
0 | 891 | 0 | 0 | 0 | 0 | 891 | ||||
| Beteiligungen | 0 | 894 | 0 | 0 | 0 | 0 | 894 | ||||
| Forderungen aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 308.294 | 0 | 308.294 | ||||
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 43.572 | 0 | 43.572 | ||||
| Zahlungsmittel und | |||||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 120.961 | 0 | 120.961 | ||||
| 0 | 1.785 | 0 | 0 | 472.827 | 0 | 474.612 | |||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden |
|||||||||||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 4.982 | 1.417 | 0 | 0 | 6.399 | 1.406 | 4.993 | – | 6.399 |
| 0 | 0 | 4.982 | 1.417 | 0 | 0 | 6.399 | |||||
| Nicht zum beizulegenden | |||||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||||
| finanzielle Schulden | |||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 219.591 | 219.591 | – | 219.008 | – 219.008 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| verbundenen Unternehmen | |||||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 150.000 | 150.000 | – | 150.425 | – | 150.425 |
| Verbindlichkeiten | |||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.610 | 2.610 | – | 2.654 | – | 2.654 |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 256.380 | 256.380 | ||||
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Verbindlichkeiten2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 106.096 | 106.096 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 734.677 | 734.677 |
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Wertpapiere Level 1 der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" enthalten Investmentfondsanteile in Höhe von 12.181 t€ und werden zu aktuellen Börsenwerten gemäß Depotauszug bewertet. Wertpapiere Level 3 der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" stellen zum überwiegenden Teil Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 5.502 t€ dar, für die der Marktwert anhand eines Unternehmenswertgutachtens des Emittenten ermittelt wird. Für sonstige Wertpapiere des Level 3 der Kategorien "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung" (Wertrechte) in Höhe von 891 t€ entspricht deren Nominale dem beizulegenden Zeitwert. Bei "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifizierten Aktien von nicht börsennotierten Gesellschaften in Höhe von 269 t€ und Beteiligungen (nicht konsolidierte Tochterunternehmen) in Höhe von 19 t€ wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist.
Wertpapiere und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, die als "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)" klassifiziert wurden, werden aufgrund strategischer Überlegungen langfristig gehalten. Die folgende Tabelle zeigt deren beizulegende Zeitwerte und die Dividendenausschüttungen.
| Beizulegender Zeitwert |
||
|---|---|---|
| t€ | 28.02.2019 | Dividende |
| RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH | 5.503 | 108 |
| Übrige | 287 | 24 |
Änderungen im beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren des Level 3 wurden mit 1.051 t€ (Vorjahr: 63 t€) vor Steuern und –263 t€ (Vorjahr: –5 t€) Steuern erfolgsneutral in der Rücklage für Eigenkapitalinstrumente im sonstigen Ergebnis erfasst. Es gab keine weiteren Veränderungen von Level 3 Finanzinstrumenten.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminaufbzw.-abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Diese entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis der unterlegten Zinsstrukturkurven. Bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB (Europäische Zentralbank) bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten. Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle je Bewertungskategorie dargestellt:
| t€ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) | 0 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0 | 5.599 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | –157 | 0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert – Derivate | –552 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Vermögenswerte | ||
| (Vorjahr: Kredite und Forderungen) | –90 | 44 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Verbindlickeiten | –1.129 | –12.079 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente in der Gewinn- und Verlustrechnung | –1.928 | –6.436 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) | 1.051 | 63 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert – Sicherungsinstrumente | –430 | 376 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente im sonstigen Ergebnis | 621 | 439 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente gesamt | –1.307 | –5.997 |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 1.612 | 2.613 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –5.017 | –7.723 |
| Nettozinsergebnis | –3.405 | –5.110 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Ein- und Verkauf von Weltmarktzucker, von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion sowie auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert.
Folgende Grundsätze des Kreditrisikomanagements werden in der AGRANA-Gruppe verfolgt:
Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art und Umfang der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt.
Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs wird gemäß internen Richtlinien und IFRS 9 bei 90 Tage überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von einer Uneinbringlichkeit ausgegangen, es sei denn die operative Einheit verfügt über angemessene und belastbare Informationen, dass eine längere Überfälligkeit gerechtfertigt ist. Sollte jedoch ein Wertberichtigungsbedarf im Rahmen des Kreditrisikomonitorings festgestellt werden, so wird mit einer Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Dies trifft auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu, welche weniger als 90 Tage überfällig sind.
Über die Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen hinaus wurden die Ausfälle der letzten fünf Jahre evaluiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Loss Rates gemäß Überfälligkeiten festgelegt.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Loss Rates und die gebildeten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| Wert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Loss Rate | Brutto- | berichti- | Nettobuchwert | ||||
| t¤ | % | buchwert | gung | 28.02.2019 | 28.02.2018 | ||
| Noch nicht fällige Forderungen | 0,0414 | 295.705 | –123 | 295.582 | 271.265 | ||
| Überfällige Forderungen | |||||||
| Bis 30 Tage | 0,3330 | 21.316 | –71 | 21.245 | 26.609 | ||
| 31 bis 90 Tage | 1,3030 | 3.527 | –46 | 3.481 | 7.662 | ||
| 91 Tage und älter | 1.386 | 0 | 1.386 | 2.758 | |||
| Einzelwertberichtigungen | 7.101 | –7.101 | 0 | 0 | |||
| Summe | 329.035 | –7.341 | 321.694 | 308.294 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 01.03. | 7.243 | 7.785 |
| Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 9 | 197 | 0 |
| Währungsänderungen/Sonstige Veränderungen | 13 | –186 |
| Zuführungen | 1.130 | 1.628 |
| Verbrauch | –670 | –945 |
| Auflösungen | –572 | –1.039 |
| Wertberichtigungen zum 28.02. | 7.341 | 7.243 |
Die Auflösung der Wertberichtigungen enthält Zinserträge von 9 t€ (Vorjahr: 16 t€).
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditrahmen in Höhe von 897.161 t€ (Vorjahr: 916.228 t€). Die gewichtete Restlaufzeit der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 2,6 Jahre (Vorjahr: 2,9 Jahre).
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2019 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | |||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J | |
| 28.02.2019 | |||||||||||
| Nicht derivative | |||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 338.482 | 349.078 | 105.804 | 14.228 | 27.481 | 9.393 | 10.497 | 16.598 | 106.562 | 58.515 | |
| Finanzverbindlichkeiten | |||||||||||
| gegenüber verbundenen | |||||||||||
| Unternehmen der | |||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 85.000 | 91.040 | 319 | 319 | 637 | 1.275 | 1.275 | 1.275 | 85.940 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 292.914 | 292.914 | 275.990 | 14.086 | 2.838 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | |||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | |||||||||||
| gegenüber verbundenen | |||||||||||
| Unternehmen der | |||||||||||
| Südzucker-Gruppe und | |||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 16.564 | 16.564 | 15.908 | 0 | 656 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten | |||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 145 | 188 | 25 | 25 | 51 | 76 | 11 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Verbindlichkeiten | 81.877 | 81.877 | 54.412 | 6.181 | 8.464 | 6.941 | 5.751 | 57 | 23 | 48 | |
| 814.982 | 831.661 | 452.458 | 34.839 | 40.127 | 17.685 | 17.534 | 17.930 | 192.525 | 58.563 | ||
| Derivative | |||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||||||
| Zinsderivate | 1.419 | 1.955 | 402 | 402 | 362 | 283 | 283 | 223 | 0 | 0 | |
| Devisentermingeschäfte | 3.077 | 3.077 | 2.230 | 360 | 487 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rohstoffderivate | 92 | 92 | 92 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 4.588 | 5.124 | 2.724 | 762 | 849 | 283 | 283 | 223 | 0 | 0 | ||
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2018 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 219.591 | 227.569 | 9.286 | 16.083 | 1.461 | 50.425 | 6.150 | 6.267 | 112.764 | 25.133 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 150.000 | 158.973 | 36.107 | 326 | 641 | 32.053 | 1.293 | 1.293 | 1.293 | 85.967 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 256.380 | 256.380 | 223.500 | 10.568 | 22.312 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe und | ||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 28.573 | 28.573 | 27.896 | 0 | 677 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Finanzierungsleasing | 2.610 | 2.666 | 104 | 2.278 | 82 | 164 | 38 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 77.523 | 77.523 | 49.348 | 3.936 | 13.407 | 4.857 | 5.370 | 69 | 69 | 467 |
| 734.677 | 751.684 | 346.241 | 33.191 | 38.580 | 87.499 | 12.851 | 7.629 | 114.126 | 111.567 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 2.491 | 2.580 | 676 | 0 | 1.035 | 869 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 2.502 | 2.502 | 1.474 | 74 | 954 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 1.406 | 1.406 | 1.406 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6.399 | 6.488 | 3.556 | 74 | 1.989 | 869 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfanges von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen sowie aus zukünftigen Fremdwährungs-Cashflows aus Ein- und Verkaufskontrakten betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern den Value at Risk nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95%. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen. Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter Value at Risk angegeben:
| Value at Risk | ||
|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
| Summe Nettopositionen (absolut) der Währungspaare | 118.435 | 107.863 |
| Value at Risk diversifiziert | 9.848 | 7.342 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungsposition je Währungspaar der Value at Risk-Berechnung. Die einzelnen Werte beinhalten sowohl den Finanzierungsbereich als auch den operativen Bereich. Die kombinierte Darstellung ermöglicht somit die wechselseitigen Beziehungen aus beiden Bereichen je Währungspaar zu quantifizieren ("Natural Hedge").
| Fremdwährungs positionen |
||||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2019 | 28.02.2018 | ||
| Währungspaar | ||||
| EUR/ARS | 8.944 | 7.223 | ||
| EUR/CZK | 1.059 | 1.045 | ||
| EUR/HUF | 21.625 | 3.411 | ||
| EUR/MAD | 3.724 | – | ||
| EUR/PLN | 703 | 6.169 | ||
| EUR/RON | 35.311 | 23.483 | ||
| EUR/RUB | 22.861 | 23.120 | ||
| EUR/UAH | 4.258 | 1.987 | ||
| EUR/USD | 900 | 9.432 | ||
| USD/BRL | 1.179 | 3.075 | ||
| USD/CNY | 386 | 4.443 | ||
| USD/MXN | 3.573 | 7.498 | ||
| Übrige | 13.912 | 16.977 | ||
| Summe | 118.435 | 107.863 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse und Einkaufsaktivitäten in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen. Das Währungsrisiko aus Finanzierungen besteht im AGRANA-Konzern aus Finanzierungen und Geldanlagen, die nicht in der Landeswährung der Gesellschaft bestehen.
Die Fremdwährungspositionen von gesamt 118.435 t€ (Vorjahr: 107.863 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Rumänien, Russland, Ungarn, Argentinien sowie die Ukraine auf und entsprechen einem Value at Risk von 9.848 t€ (Vorjahr: 7.342 t€).
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne zum Teil in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Exporten von Zucker in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone.
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 147.029 | 109.931 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 319 | 180 |
| Nettoposition fix verzinst | 228.908 | 254.830 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 11.724 | 11.436 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Einkauf von Rohzucker über 61.827 Tonnen (Vorjahr: 2.845 Tonnen), den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 78.800 Tonnen (Vorjahr: 112.900 Tonnen), für den Verkauf von Wachsmaisderivaten von 2.000 Tonnen (Vorjahr: 3.250 Tonnen) – im Vorjahr zusätzlich Kauf von Mais über 20.650 Tonnen und Verkauf von Weißzucker von 500 Tonnen. Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 29.017 t€ (Vorjahr: 21.885 t€) und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen positiven Marktwert von 380 t€ (Vorjahr: negativen Marktwert 922 t€).
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschereibestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
Die Bürgschaften betreffen v. a. Bankkredite der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Zucker.
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 43.978 | 41.633 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.365 | 1.365 |
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.
Eine weitere Eventualschuld von 6.330 t€ (Vorjahr: 6.371 t€) besteht im Zusammenhang mit der Rückforderung einer EU-Förderung in Ungarn. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2019 | 28.02.2018 |
|---|---|---|
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten | 17.771 | 15.962 |
| Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen | 77.793 | 93.111 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 95.564 | 109.073 |
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien hält 100% der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, die 78,34% der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holdinggesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen sind.
Nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("Südzucker-Gruppe") zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahestehenden Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| Südzucker- | Unter- nehmen mit maß- geblichem |
Gemein- schafts- unter- |
Nicht konsolidierte verbundene Unter |
||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Gruppe | Einfluss | nehmen | nehmen | Summe |
| Geschäftsjahr 2018 19 | |||||
| Umsatz | 77.605 | 18.686 | 19.762 | 1 | 116.054 |
| Operative Aufwendungen | –62.300 | –522 | –63.919 | –224 | –126.965 |
| Kreditbeziehungen | –85.656 | –41.684 | 0 | 0 | –127.340 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.503 | 0 | 0 | 5.503 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 2.936 | 510 | 0 | 3.446 |
| Langfristige Finanzforderungen | 0 | 0 | 4.500 | 0 | 4.500 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | 2.742 | 979 | –4.245 | –39 | –563 |
| Zinsergebnis | –1.373 | –570 | 404 | 0 | –1.539 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 44.000 | 0 | 44.000 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 41.591 | 0 | 41.591 |
| Südzucker- | Unter- nehmen mit maß- geblichem |
Gemein- schafts- unter- |
Nicht konsolidierte verbundene Unter |
||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Gruppe | Einfluss | nehmen | nehmen | Summe |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Umsatz | 110.058 | 21.628 | 46.275 | 1 | 177.962 |
| Operative Aufwendungen | –48.772 | –2.107 | –77.248 | –714 | –128.841 |
| Kreditbeziehungen | –151.325 | –18 | 0 | 0 | –151.343 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.342 | 0 | 0 | 5.342 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 14.587 | 1.512 | 5.602 | 21.701 |
| Langfristige Finanzforderungen | 0 | 0 | 4.500 | 0 | 4.500 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | –8.875 | 1.130 | –3.753 | –47 | –11.545 |
| Zinsergebnis | –4.383 | –209 | 1.179 | 37 | –3.376 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 42.000 | 6.000 | 48.000 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 35.687 | 0 | 35.687 |
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 127.340 t€ (Vorjahr: 151.343 t€) ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Davon waren 85.000 t€ (Vorjahr: 115.000 t€) langfristig.
Für vollkonsolidierte Tochterunternehmen werden bei Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss Garantien in Höhe von 5.000 t€ (Vorjahr: 5.000 t€) gegeben, von denen keine (Vorjahr: 209 t€) ausgenutzt waren.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 3.741 t€ (Vorjahr: 3.488 t€) und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.681 t€ (Vorjahr: 1.674 t€) sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 2.060 t€ (Vorjahr: 1.778 t€) sowie im Vorjahr einer Jubiläumsgeldzahlung an Herrn Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer von 36 t€. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für die letzten drei Geschäftsjahre auszuschüttenden Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 6.Juli 2018 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 325 t€ (Vorjahr: 250 t€) beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing.Johann Marihart, Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Walter Grausam Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Für Mag. Stephan Büttner besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber beendet wurde, in Anspruch genommen werden kann. Für das Geschäftsjahr 2018|19 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge von 350 t€ (Vorjahr: 352 t€). Es gab einen Nachschuss für den per 31. Dezember 2014 ausgeschiedenen Finanzvorstand Mag. Walter Grausam in Höhe von 125 t€.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. In der Bilanz zum 28. Februar 2019 wird für Pensionsverpflichtungen ein Wert von 10.155 t€ (Vorjahr: 6.874 t€) und für Abfertigungsverpflichtungen ein Wert von 2.468 t€ (Vorjahr: 2.283 t€) unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 139.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 24. April 2019 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 24. April 2019
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
(Kurzdarstellung)
Dipl.-Ing.Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied
Obmann Mag. Erwin Hameseder Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Wolfgang Heer Erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner, MBA Zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Dipl.-Ing.Helmut Friedl Aufsichtsratsmitglied
Dr.Hans-Jörg Gebhard Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger Aufsichtsratsmitglied
Dr. Thomas Kirchberg Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing.Josef Pröll Aufsichtsratsmitglied
Thomas Buder Sprecher der Konzernvertretung und Zentralbetriebsratsvorsitzender
Andreas Klamler
Gerhard Kottbauer
Dipl.-Ing. Stephan Savic
Gemäß § 124 Abs.1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
█ dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018|19 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 24. April 2019
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Treasury, Datenverarbeitung/ Produktion, Qualitätsmanagement, Personal Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung Compliance sowie Recht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik
Wir haben den Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Der Vorstand erläutert die Geschäfts-/Firmenwerte und die Vorgehensweise bei der Werthaltigkeitsprüfung derselben unter Punkt 7.1. und Note 16 im Konzernanhang.
Die Geschäfts-/Firmenwerte betragen zum 28. Februar 2019 262,0 Mio EUR beziehungsweise 11,0 Prozent der Bilanzsumme.
Mindestens einmal jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen werden die Geschäfts-/Firmenwerte gesondert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) Frucht, Zucker und Stärke durch die Gesellschaft einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) unterzogen. Die jährlichen Impairment Tests werden jeweils zum Ende des zweiten Quartals jedes Geschäftsjahres (31. August) durchgeführt. Die Gesellschaft überprüft quartalsweise, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist, werden anlassbezogen weitere Impairment Tests vorgenommen.
Als Wertmaßstab werden im Rahmen der Impairment Tests die anhand eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelten Nutzungswerte herangezogen. Diese Wertermittlung beruht in erheblichem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der künftig zu erwartenden Cash Flows. Diese basieren auf den seitens der Organe genehmigten Planzahlen, zu denen erforderlichenfalls Anpassungen vorgenommen werden. Der verwendete Diskontierungszinssatz kann darüber hinaus von zukünftig sich ändernden marktbezogenen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die Bewertungen sind somit naturgemäß ermessensbehaftet und mit Schätzunsicherheiten verbunden und beinhalten damit ein Risiko, dass die Geschäfts-/Firmenwerte im Abschluss zu hoch bewertet sind.
Die Angemessenheit des verwendeten Bewertungsmodells, der Planungsannahmen und der Bewertungsparameter haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten überprüft. Dabei wurde das verwendete Bewertungsmodell nachvollzogen und beurteilt, ob es geeignet ist, den Nutzungswert angemessen zu ermitteln. Wir haben die Herleitung der Diskontierungszinssätze nachvollzogen und die dafür herangezogenen Parameter durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt.
Die Planungsgenauigkeit wurde von der Gesellschaft durch ein Backtesting der verwendeten Planungsannahmen überprüft. Wir haben die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu den den Impairment Tests zugrundeliegenden Planzahlen hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt.
Wir haben die den Impairment Tests zugrundeliegenden Cashflows mit den seitens der Organe genehmigten Planzahlen abgeglichen und die dazu vorgenommenen Anpassungen nachvollzogen und deren Angemessenheit analysiert.
Im Rahmen der Prüfung, ob weitere, anlassbezogene Impairment Tests erforderlich sind, haben wir die Prozesse zur Identifizierung objektiver Hinweise auf Wertminderungen sowie die eingerichteten Kontrollen dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, objektive Hinweise für das Vorliegen von Wertminderungen zeitgerecht zu erkennen. Darüber hinaus haben wir die Ergebnisse der von der Gesellschaft zur Identifizierung von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen durchgeführten Erhebungen gewürdigt.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
█ Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
█ Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
█ Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
█ Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
█ Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
█ Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abgeben zu können. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
█ Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
█ Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
█ Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6.Juli 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 21. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 30. September 1995 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Wien, am 24. April 2019
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca Wirtschaftsprüfer
der AGRANA Beteiligungs-AG (nach UGB)
Anhang zum Jahresabschluss 177
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 198
Überblick
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Umwelt und Nachhaltigkeit Forschung und Entwicklung Personal- und Sozialbericht Risikomanagement und Internes Kontrollsystem Berichterstattung gemäß § 243a Abs. 2 UGB Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte Corporate Governance-Bericht Zweigniederlassungen Prognosebericht
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen in ihrer Konzerntätigkeit in den Segmenten Zucker und Stärke hauptsächlich in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und strebt in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von agrarischen Rohstoffen an. Damit ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe ("AGRANA").
Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen, respektvolles Verhalten gegenüber den Stakeholdern sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler, die an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie.
Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit hohe Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
Die strategischen Ziele der Konzernsegmente, die sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft in den Beteiligungsverhältnissen widerspiegeln, stehen in einer synergetischen Wechselwirkung:
AGRANA kontrolliert und steuert die produktbezogene Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten.
Das Unternehmen nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft v.a. die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segmentübergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und im Finanzbereich. Damit wird die Basis für eine gute Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die Innovationskraft und die gute Kostenposition der AGRANA geschaffen.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und ist damit einer der größten Bio-Produzenten Europas.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food-Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe, primär Mais, Weizen und Kartoffeln, zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Auch im Rahmen der Stärkegewinnung werden Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.
Rund 9.200 Mitarbeiter (FTEs)1 an 58 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018|19 einen Konzernumsatz von rund 2,4 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
1 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
basierend auf dem Jahresabschluss nach UGB zum 28. Februar 2019
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung | 2018/19 | 2017/18 | in % | |
| Umsatzerlöse | t€ | 32.339 | 32.079 | 0,8% |
| Sonstige betriebliche Erträge | t€ | 121 | 81 | 49,4% |
| Betriebsleistung | t€ | 32.460 | 32.160 | 0,9% |
| 164 mm Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) |
t€ | -14.664 | -7.163 | -104,7% |
| Operative Marge ¹ | % | -45,2% | -22,3% | |
| Beteiligungserträge | t€ | 64.523 | 76.040 | -15,1% |
| Finanzerfolg | t€ | 68.122 | 78.672 | -13,4% |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 53.458 | 71.509 | -25,2% |
| Jahresüberschuss | t€ | 53.626 | 71.624 | -25,1% |
| Investitionen in Sachanlagen und | t€ | |||
| immaterielle Vermögenswerte | t€ | 1.856 | 1.383 | 34,2% |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 0 | 0 | x |
¹ Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Die Umsatzerlöse der AGRANA lagen im Geschäftsjahr 2018|19 mit 32.339 t€ insgesamt auf dem Vorjahresniveau (+260 t€ bzw +0,8%). Eine positive Entwicklung zeigten die Erträge aus Konzernverrechnungen (+1.528 t€ bzw +9,6%). Bei den Erträgen aus Lizenzeinnahmen verzeichnete man einen Rückgang (-1.289 t€ bzw -8,2%). Die Umsatzrückgänge bei den Erträgen aus Markenlizenzeinnahmen sind auf die Umsatzrückgänge der einzelnen Tochtergesellschaften zurückzuführen. Grundsätzlich war der Umsatz im Segment Zucker preisbedingt deutlich rückläufig und im Segment Stärke und Frucht, aufgrund leicht höherer Hauptproduktmengen, geringfügig steigend. Der Anstieg der Konzernverrechnungen ist grundsätzlich durch die erhöhte projektbezogene Weiterverrechnung der IT Aufwendungen bedingt.
Der Betriebserfolg (operatives Ergebnis) war negativ und lag mit -14.664 t€ um 7.501 t€ bzw 104,7 % deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres. Diese Veränderung ist zum einen durch einen Anstieg der Personalaufwendungen um 4.532 t€ bzw 24,9% und anderseits durch einen Anstieg der sonstigen Aufwendungen um 3.119 t€ bzw 15,5% bedingt.
Die Steigerung der Personalaufwendungen ist durch einen Anstieg der Pensionsaufwendungen bedingt. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen unter anderem durch die Erhöhung der Verwaltungs- und IT-Aufwendungen um 3.167 t€ bzw 22,5 %.
Die Beteiligungserträge gingen im Geschäftsjahr 2018|19 um 11.517 t€ bzw 15,1% zurück. Dies ist bedingt durch den Rückgang der Dividenden aus dem Zucker Segment um 11.374 t€ bzw 43,4%.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzkennzahlen | 2018/19 | 2017/18 | in %/pp | |
| Bilanzsumme | t€ | 816.246 | 837.531 | -2,5% |
| Grundkapital | t€ | 113.531 | 113.531 | 0,0% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
t€ | 2.659 | 2.063 | 28,9% |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | t€ | 417.025 | 417.025 | 0,0% |
| Andere Finanzanlagen | t€ | 42.758 | 42.758 | 0,0% |
| Eigenkapital | t€ | 745.915 | 762.589 | -2,2% |
| Eigenkapitalquote ¹ | % | 91,4 | 91,1 | 0,3 pp |
| Haftungsverhältnisse | t€ | 252.712 | 175.037 | 44,4% |
¹ Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 596 t€. Den Investitionen in Höhe von 1.856 t€ stehen Abschreibungen in Höhe von 1.221 t€ gegenüber. Die wesentlichen Veränderungen betreffen Zu- und Abgänge im Fuhrpark und bei EDV-Anlagen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Andere Finanzanlagen beinhalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen und blieben im Geschäftsjahr 2018|19 unverändert, analog zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Eigenkapitalquote von 91,4 % (Vorjahr: 91,1 %) zeigt eine stabile und solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2018/19 | 2017/18 | in % | ||
| Cashflow aus laufen | ||||
| der | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 65.593 | 83.785 | -21,7% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | -1.798 | 82.169 | -102,2% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | -70.301 | -145.989 | 51,8% |
| Veränderung der flüssigen Mittel | t€ | -6.506 | 19.965 | -132,6% |
| Bestand an flüssigen Mittel¹ | t€ | 256.250 | 262.756 | -2,5% |
¹ einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-Services GmbH 2018/19: t€ 256.217 ; 2017/18: t€ 262.711
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich um 83.967 t€ auf -1.798 t€. Im Geschäftsjahr 2018|19 ist der negative Cashflow grundsätzlich durch Investitionen im Anlagenvermögen bedingt.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Dividendenauszahlung von rd. 70.300 t€ (VJ: 62.489 t€). Im Vorjahr erfolgte noch die Tilgung von Teilverbindlichkeiten zum Schuldscheindarlehen in Höhe von 83.500 t€.
Die Segmente der AGRANA-Gruppe spiegeln sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen unter den Beteiligungen wider.
Die weiteren Beteiligungen der AGRANA-Beteiligungs-Aktiengesellschaft werden bis auf die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH zu 100 % gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % (33,33 %) der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH werden von der KRÜGER Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Deutschland gehalten.
Die restlichen Anteile auf 100 % der einzelnen "Segment-Gesellschaften" werden von der Tochtergesellschaft AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. gehalten.
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und ProduktionsGmbH, Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht GmbH, Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2018 19 | 2017/18 | in % / pp | ||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 561.424 | 730.378 | -23,13% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -60.207 | -77.818 | 22,63% |
| Umsatzerlöse | t€ | 501.217 | 652.560 | -23,19% |
| EBITDA 1 | t€ | -33.687 | 64.455 | -152,26% |
| Operatives Ergebnis | t€ | -61.192 | 38.762 | -257,87% |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen |
t€ | -3.964 | -1.091 | -263,34% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 3.294 | -2.912 | 213,12% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | -61.862 | 34.759 | -277,97% |
| EBIT - Marge % |
-12,3 | 5,3 | -17,6 pp | |
| Investitionen 2 | t€ | 30.549 | 32.084 | -4,78% |
| Mitarbeiter 3 | 2.064 | 2.109 | -2,13% |
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2018|19 lag unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die jeweiligen Märkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retail- und auch an die Industriekunden in den Heimatmärkten im Plus lagen, gingen die Exportvolumina und die Absätze an die Nicht-Lebensmittelindustrie zurück.
Der Zuckerumsatz lag auch aufgrund der im Jahresdurchschnitt niedrigeren Verkaufspreise unter dem Niveau des Vorjahres. Die Verkaufspreisreduktion war in allen Marktsegmenten spürbar. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres konnte ein Abbremsen der Preisrückgänge im Jahresvergleich in allen Bereichen verzeichnet werden.
Die negative Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch gesunkene Zuckerverkaufspreise im Vergleich zur Vorjahresperiode verursacht.
Das Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, wirkte sich 2018|19 negativ auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Die Verschlechterung des Ergebnisbeitrages um 2,9 Mio. € ist v.a. auf den Rückgang der Zuckerverkaufspreise und der abgesetzten Mengen sowie einen verstärkten Wettbewerb aus Serbien und der EU zurückzuführen. In Relation zum Verkaufspreisniveau in Europa waren die Rohzuckerpreise am Weltmarkt sehr hoch, was zu einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Raffination und in der Folge Leerkosten führte.
Das im Geschäftsjahr 2018|19 ausgewiesene Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 3,3 Mio. € setzte sich im Wesentlichen aus Steuerrückzahlungen in Rumänien (+5,5 Mio. €) und Restrukturierungsaufwendungen (-1,8 Mio. €) zusammen. Im Vorjahr resultierte das negative Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 2,9 Mio. € im Wesentlichen aus Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4,1 Mio. €, welchen außerordentliche Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 (+1,9 Mio. €) gegenüberstanden.
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2018 19 | 2017/18 | in % / pp | ||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 772.579 | 762.308 | 1,3% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -9.898 | -9.993 | 1,0% |
| Umsatzerlöse | t€ | 762.681 | 752.315 | 1,4% |
| EBITDA 1 | t€ | 66.459 | 76.486 | -13,1% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 35.029 | 49.744 | -29,6% |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen |
t€ | 16.186 | 30.486 | -46,9% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 51.215 | 80.230 | -36,2% |
| EBIT - Marge | % | 6,7 | 10,7 | -4,0 pp |
| Investitionen 2 | t€ | 97.011 | 59.427 | 63,2% |
| Mitarbeiter 3 | 1.025 | 959 | 6,9% |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Im Segment Stärke stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2018|19 leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung bei den Hauptprodukten blieb insgesamt stabil. Umsatzzuwächse bei nativen und modifizierten Stärken und Spezialitäten glichen mengen- und preisbedingte Umsatzrückgänge bei Verzuckerungsprodukten und preisbedingte Rückgänge bei Bioethanol aus. Die Umsatzerlöse bei den Nebenprodukten stiegen im Vergleich zum Vorjahr moderat. Die Absatzmenge ging insgesamt um knapp 4 % gegenüber dem Vorjahr zurück, was ausschließlich auf ein geringeres Handelsvolumen zurückzuführen war. Die Absatzmengen aus Eigenfertigung waren im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibend und alle Anlagen waren trotz laufender Bauarbeiten im Zuge der Investitionsprojekte in allen drei Werken auf hohem Niveau ausgelastet.
Die Marktpreise für native Stärken waren im Geschäftsjahr 2018|19 stabil. Das als Folge der Liberalisierung des europäischen Zuckermarktes niedrigere europäische Zuckerpreisniveau erreichte im Geschäftsjahr 2018|19 neue Tiefpunkte. Damit standen auch die stärkebasierten Verzuckerungsprodukte unverändert unter hohem Preisdruck. Bei Bioethanol waren die Platts-Notierungen hoch volatil und lagen mit 502 € pro m3 im Jahresdurchschnitt um 20 € pro m3 unter dem Vorjahr.
Im Berichtsjahr führte die Trockenheit in Europa zu Ernteausfällen, insbesondere bei Weizen, was zu einem Anstieg der Getreidepreise für die Ernte 2018 führte. Betroffen von den Wetterbedingungen war auch die Transportwirtschaft. Auf den Niedrigwasser führenden Flüssen konnten nur geringere Frachtleistungen mit erhöhten Kosten durchgeführt werden. Die Energiekosten stiegen deutlich, insbesondere für elektrischen Strom. In Folge der großen Ausbauprojekte im Segment erhöhten sich die Personalkosten und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Insgesamt ging im Berichtsjahr das EBITDA um 13,1 % oder 10,0 Mio. € auf 66,5 Mio. € zurück. Das operative Ergebnis lag mit 35,0 Mio. € um 29,6 % oder 14,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert.
Im Geschäftsjahr 2018|19 sank der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um rund 12 %. Das schwierige Marktumfeld führte bei Verzuckerungsprodukten zu deutlichen Absatz- und Preisrückgängen, v.a. bei Isoglukose. Trotz stabiler Verkaufsmengen bei den übrigen Produkten musste die Vermahlungsleistung um etwa 6 % zurückgenommen werden. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie konnten nicht in den Markt weitergegeben werden. Im Berichtsjahr erzielte die HUNGRANA-Gruppe ein EBIT von 38,7 Mio. € (Vorjahr: 70,9 Mio. €). Das PAT betrug 32,4 Mio. €, womit der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke mit 16,2 Mio.€ um 46,9 % oder 14,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert lag.
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 28 Produktionsstandorte in 21 Ländern für Fruchtzubereitungen und 15 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen.
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| 2018 19 | 2017/18 | in % / pp | |
| Umsatzerlöse (brutto) t€ |
1.179.603 | 1.161.898 | 1,5% |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ |
-453 | -456 | -0,7% |
| Umsatzerlöse t€ |
1.179.150 | 1.161.442 | 1,5% |
| EBITDA 1 t€ |
114.966 | 113.218 | 1,5% |
| Operatives Ergebnis t€ |
77.265 | 75.639 | 2,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ |
77.265 | 75.639 | 2,1% |
| % EBIT - Marge |
6,6 | 6,5 | 0,1 pp |
| Investitionen 2 t€ |
56.193 | 49.356 | 13,9% |
| Mitarbeiter 3 | 6.141 | 5.610 | 9,5% |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stieg währungsbereinigt um knapp 1 %, was v.a. auf eine gestiegene Verkaufsmenge zurückzuführen war.
Umsatzsteigerungen gab es in allen AGRANA-Regionen mit Ausnahme von Südamerika, Russland und der Dirafrost-Gruppe. In der Region Indien, Mittlerer Osten und Afrika (IMEA) gab es mit Zuwächsen in Südafrika, Indien und durch den Erwerb von Elafruits in Algerien prozentuell die größte Steigerung. Die Ukraine konnte ebenfalls eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Auch in der EU, als umsatzmäßig bedeutendste Region, konnten trotz des rückläufigen Marktes höhere Absätze verbucht werden. Negativ beeinflussten den Umsatzerlösanstieg Fremdwährungseffekte in einzelnen Ländern; am stärksten in Argentinien, in der Türkei, in Russland, Australien und in Mexiko.
Die Diversifizierung in Richtung Fruchtzubereitungen für Food-Service-, Backwaren- und Eiscreme-Kunden wurde weiter forciert und die Absatzmengen konnten in diesen Bereichen gesteigert werden.
AGRANA verbesserte durch Marktanteilsgewinne im Einklang mit den globalen Großkunden ihre Marktposition; langfristige Kundenverträge sichern hier diese positive Entwicklung ab. Des Weiteren stellen die Non-Dairy-Produktbereiche (z.B. Fruchtzubereitungen für globale Convenience-Food-Ketten oder Eiscremekomponenten für globale Marken) nachhaltige Wachstumschancen für die Zukunft dar.
Ergebnismäßig verzeichnete der Bereich Fruchtzubereitungen einen Rückgang. Die Abweichung zum Vorjahr 2017|18 ergibt sich hauptsächlich aus negativen Währungsumrechnungseffekten sowie aus Sondereffekten wie dem Hochinflations-Accounting in Argentinien in diesem Geschäftsjahr. Die Regionen Europa, Nordamerika und Ukraine erzielten eine EBIT-Verbesserung, während v.a. in den Regionen Südamerika, Asien und Mexiko schwächere Ergebnisse zu verzeichnen waren.
Das AGRANA Fruit-EBIT 2018|19 beinhaltet erstmalig auch die Akquisition von Elafruits in Algerien. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2018|19 wurde der Bau des neuen Werkes in Changzhou bei Shanghai in China fertiggestellt. Die industrielle Produktion startete dort im März 2019.
Die Umsatzerlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lagen im Geschäftsjahr 2018|19 leicht über dem Vorjahreswert. Dies war auf die hohen Konzentratpreise aus der Ernte 2017 sowie die guten Absätze aus der Kampagne 2018 zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt darstellt. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland sowie der Mittlere und Ferne Osten. Das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat wird v.a. nach Japan, USA, Russland und Australien, aber auch nach Europa vermarktet.
In der Apfelkampagne 2018 verzeichnete AUSTRIA JUICE eine ausgezeichnete Rohstoffverfügbarkeit in den europäischen Hauptanbauländern bei deutlich reduzierten Preisen im Vergleich zur Kampagne 2017.
Das deutlich über dem Vorjahr liegende EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft ist Resultat der verbesserten Margen- und Absatzsituation sowie der hohen Kapazitätsauslastung der Werke in der Verarbeitungssaison 2018.
Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Bei der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln (vormals Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H.) werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. fungiert als Holding Gesellschaft und hält neben der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Anteile an AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH und AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH.
Die AGRANA Group Services GmbH erfüllt im Konzern die Finanzierungsfunktion und betreibt das Cash-Pooling. Sie ist, wie die Holding, dem Segment Zucker zugeordnet.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA…
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
Ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit sind in folgende Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette gegliedert:
Um Nachhaltigkeitsaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaffungsmodell strukturiert bearbeiten und v.a. dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei SAI, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittelindustrie, und nimmt mit ihren Segmenten Zucker, Stärke und Frucht an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
SAI bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden die Energiemanagementsysteme der bereits im Jahr 2014|15 nach ISO 50001 zertifizierten Produktionsstandorte des Segmentes Zucker rezertifiziert, womit 100 % aller Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über eine aktuelle Zertifizierung verfügen.
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP Feed- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2018|19 100% der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. die jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX), einer Vereinigung mit 36.000 Mitgliedsunternehmen weltweit, welche das Ziel hat nachhaltige Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette zu fördern. Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inkl. Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor.
Seit 2010 ist die AGRANA Beteiligungs-AG Mitglied des Vereins ARGE Gentechnik-frei, welcher das Ziel hat verlässliche Rahmenbedingungen für Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle von Gentechnik-freien Lebensmitteln zu schaffen.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit ihre auf nachhaltigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 18 lokalen NPD2 - Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Zucker, Stärke und Frucht. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für die Qualitätsprüfung von Zuckerrüben. Zum Ende des Berichtsjahres 2018|19 hat AGRANA mit der neuen ARIC-Abteilung "Agricultural Research" ihre Anstrengungen in der landwirtschaftlichen Forschung verstärkt.
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Zucker, Stärke und Frucht) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Technologien, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte.
2 New Product Development
F&E-Kennzahlen
| 2018 19 | 2017 18 | ||
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) (Mio. €) | 18,8 | 17,0 | |
| F&E-Quote1 (%) | 0,77 | 0,66 | |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 272 | 251 |
1 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2018|19 durchschnittlich 9.242 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.730) (Köpfe), davon 2.358 (Vorjahr: 2.251) in Österreich und 6.884 (Vorjahr: 6.479) international.
Im Geschäftsjahr 2018|19 waren im AGRANA-Konzern durchschnittlich 9.230 FTEs (Vorjahr: 8.678 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Erhöhung des Personalstandes war v.a. auf einen höheren Bedarf an Saisonarbeitskräften im Segment Frucht sowie auf den Ausbau des Stärke-Produktionsstandortes Aschach|Österreich zurückzuführen.
Die Implementierung eines globalen Personalmanagementsystems wurde im Geschäftsjahr 2018|19 weiter vorangetrieben. Durch dieses System soll die Effizienz der Personalprozesse verbessert, Transparenz geschaffen sowie die Datensicherheit erhöht werden.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2018|19 nahmen 8,8 % (Vorjahr: 8,5 %) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Die Schwerpunkte im Bereich Aus- und Weiterbildung lagen im Geschäftsjahr 2018|19 wieder in der Führungskräfteentwicklung sowie in der Entwicklung von Fachexpertentrainings einzelner ausgewählter Funktionsbereiche. Das Angebot und die Durchführung von verschiedenen Sprachkursen runden das Weiterbildungsprogramm von AGRANA ab. AGRANA bot im Geschäftsjahr 2018|19 Lehrlingen eine Ausbildungsmöglichkeit – u.a. als Maschinenbautechniker, Elektrotechniker, Elektrobetriebs- und Prozessleittechniker, Metalltechniker, Chemielabortechniker, Lebensmitteltechniker, Mechatroniker, Industriekauffrau/-mann sowie als Informationstechnologietechniker an.
Im Geschäftsjahr 2018|19 wurden 30 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern für das bereits zum sechsten Mal stattfindende internationale Nachwuchsführungskräfteprogramm AGRANA Competencies Training (ACT) ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial, ausgezeichnete Leistungen und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert werden. Der Auftakt zum ACT-Programm erfolgte im Jänner 2019 mittels eines AGRANA Development Centers.
Um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch den eigenen Arbeitsbereich zu geben, werden laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome-Days angeboten. Des Weiteren profitieren Mitarbeiter von diversen Weiterbildungsmaßnahmen, wie dem regelmäßig stattfindenden INCA-Meeting (International Communication at AGRANA) und dem "AGRANA Development Programm" (ADP).
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2018|19 auf rund 3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €), was 1,2 % (Vorjahr: 1,2%) der Lohn- und Gehaltssumme entspricht.
Arbeitssicherheit ist AGRANA als industriellem Produktionsunternehmen ein besonderes Anliegen. Zur besseren Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen sowie zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen erhebt AGRANA weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für AGRANA im Rahmen des sozialen Bewusstseins und der Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie.
Aus diesem Grund ist AGRANA auch im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Familien und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten.
Konzernweit spiegelt sich dies in mehreren Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiter wider. Telearbeit, Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien sind Bestandteile davon. Weiters werden auch Veranstaltungen, gemeinsame Essen und Sportaktivitäten unter Einbindung der Familien veranstaltet.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Ein konzernweites operatives Planungs- und Berichtssystem bildet die Basis für die monatliche Berichterstattung an die zuständigen Entscheidungsträger. Im Rahmen dieses Reporting-Prozesses wird für die Gruppe und für jedes Segment ein separater Risikobericht erstellt. Der Fokus liegt dabei auf der Ermittlung von Sensitivitäten in Bezug auf sich verändernde Marktpreise für das gegenwärtige und folgende Geschäftsjahr. Die einzelnen Risikoparameter werden laufend der aktuellen Planung bzw. dem aktuellen Forecast gegenübergestellt, um die Auswirkungen auf das operative Ergebnis berechnen zu können. Neben der laufenden Berichterstattung diskutieren die Verantwortlichen aus den Geschäftsbereichen regelmäßig direkt mit dem Vorstand über die wirtschaftliche Situation sowie den Einsatz risikoreduzierender Maßnahmen.
Das strategische Risikomanagement verfolgt die Zielsetzung, wesentliche Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Chancen- und Risikopotenzial zu identifizieren und zu bewerten. Zweimal jährlich werden die mittel- bis langfristigen Risiken in den einzelnen Geschäftsbereichen durch ein definiertes Risikomanagement-Team in Kooperation mit dem zentralen Risikomanagement analysiert. Der Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation und deren Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Risiko-/Chancenpotenzial, die Definition von Frühwarnindikatoren sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung. Zudem wird für das laufende Geschäftsjahr die aggregierte Risikoposition der AGRANA-Gruppe mittels einer im Risikomanagement üblichen Berechnung, der "Monte-Carlo-Simulation", ermittelt. So kann beurteilt werden, ob ein Zusammenwirken oder die Kumulation von Einzelrisiken ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen könnte. Die Ergebnisse werden an den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates berichtet.
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt. Für die Überprüfung wurden die Empfehlungen des "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) als Referenzmodell herangezogen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
Die politisch noch instabile Situation zwischen Ukraine und Russland kann sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit, Datenverlust oder –manipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angriffe auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Experten und durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroffen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet.
Zuckermarktordnung: Seit 1. Oktober 2017 gibt es keinen Rübenmindestpreis mehr und die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose wurde aufgehoben. Beide Produkte können nun in der EU ohne quantitative Beschränkungen erzeugt und verkauft werden. Das Antizipieren der Beendigung der Quotenregelung im Herbst 2017 hat bereits im Vorfeld den europäischen Zuckermarkt durch eine Ausweitung der Anbauflächen im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 beeinflusst. Des Weiteren haben hohe Ernteerträge pro Hektar im ZWJ 2017|18 das Zuckerangebot im EU-Raum erhöht. Im ZWJ 2018|19 führte die Trockenheit und Hitzewelle in ganz Europa zu einer Verringerung des Angebotes.
Mit dem Auslaufen der Quotenregelung ist mit einer weiterhin hohen Rübenzuckerproduktion, speziell in Gunstlagen, zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die europäischen Marktpreise stärker am Weltmarktniveau orientieren und somit auch hohe Schwankungsbreiten bei Zuckerpreisen möglich sind. Die neue Regelung der Zuckermarktordnung sieht auch keine Mindestpreise für Zuckerrüben vor. Die Rübenpreise werden jedoch weiterhin zwischen den Rübenproduzenten und der rübenverarbeitenden Industrie ausverhandelt. Die Reform der Zuckermarktordnung beinhaltet keine Veränderung im System der Importzölle für Zuckerimporte von außerhalb der EU sowie in der Behandlung von Importen aus LDC/ACP-Ländern (Least Developed Countries/African, Caribbean and Pacific Group of States) mit EU-Präferenzabkommen.
Freihandelsabkommen: Die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Die Trilog-Verhandlungen zur Neugestaltung der Erneuerbaren Energie Richtlinie (RED II – Renewable Energy Directive) ab 2020 zwischen EU-Kommission, EU-Rat und EU-Parlament wurden im Juni 2018 abgeschlossen. Am 21. Dezember 2018 wurde die Richtlinie veröffentlicht. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die neue Richtlinie bis zum 30. Juni 2021 in nationales Recht umsetzen.
Diese sieht eine Untergrenze von 14 % erneuerbare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der Anteil der getreidebasierten Biotreibstoffe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7 %, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel für sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe ("2. Generation") in Höhe von mindestens 3,5 % bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoffliste für die fortschrittlichen Biokraftstoffe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden.
Biokraftstoffe aus sogenannten "High-ILUC-Risk"3 -Rohstoffen werden mit dem Beitrag im Jahr 2019 gedeckelt und sollen stufenweise ab 2023 bis 2030 gänzlich auslaufen. Darunter fällt zum Beispiel Biodiesel aus Palmöl.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen
3 Hohes Risiko indirekter Landnutzungsänderung (Indirect Land Use Change).. Von ILUC wird gesprochen, wenn Pflanzen für Agro-Kraftstoffe zwar auf Flächen angebaut werden, die als nachhaltig zertifiziert sind, dabei aber den Anbau von Nahrungspflanzen auf Wald- oder Brachflächen verdrängen.
unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Die Unternehmensgruppe ist nicht-finanziellen bzw. nicht primär finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie aus nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe stellen z.B. klimatische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Rohmaterialien potenzielle Risiken für AGRANA dar. Daneben ist AGRANA aufgrund der v.a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Aufgrund der anhaltend niedrigen Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose, der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der schwankenden Kosten durch die hohe Rohstoffpreisvolatilität liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns über dem Durchschnitt der Vorjahre.
Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw. sind solche auch gegenwertig nicht erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP4 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein
Enterprise-Resource-Planning
eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2019 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2018: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (28. Februar 2018: 15.622.244) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Der Vorstand ist bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA bekennt sich zu den Regelungen des ÖCGK. Im Geschäftsjahr 2017|18 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2015 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat sich in seinen Sitzungen am 10. November 2017 und 22. Februar 2018 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig der Erklärung über die Einhaltung des Kodex zugestimmt.
Die Umsetzung und die Einhaltung der einzelnen Regeln des Kodex wurde im Geschäftsjahr 2017|18 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft evaluiert. Die Überprüfung erfolgt im Wesentlichen unter Anwendung des Fragebogens zur Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance (Fassung Jänner 2015). Der Bericht über die externe Evaluierung gemäß Regel 62 des ÖCGK ist unter www.agrana.com/ir/corporate-governance abrufbar.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte in 2018/19 keine Zweigniederlassungen
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. Trotz der weiterhin großen Herausforderungen im Segment Zucker ist für das Geschäftsjahr 2019|20 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 143 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 108 Mio. € liegen.
Auch im Geschäftsjahr 2019|20 wird AGRANA weiter an der Sicherstellung und Dokumentation nachhaltiger Wirtschaftsweise über die gesamte Produktwertschöpfungskette arbeiten, denn sie stellt nicht nur für immer mehr Kunden ein Kaufkriterium dar, sondern ist auch eine gesellschaftliche Verpflichtung.
Aus Sicht der Einzelgesellschaft, der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, wird für das kommende Geschäftsjahr 2019|20 mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) auf aktuellem Niveau gerechnet.
Wien, am 24. April 2019
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Mag. Stephan Büttner Dkfm. Thomas Kölbl
für das Geschäftsjahr 2018|19 vom 1.März 2018 bis 28. Februar 2019
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Anhang zum Jahresabschluss Allgemeines Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Aufwendungen für den Abschlussprüfer Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ergebnisverwendung Organe und Arbeitnehmer
Entwicklung des Anlagevermögens
| t¤ | 2018 19 | 2017 18 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 32.339 | 32.079 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 121 | 81 |
| 3. Personalaufwand | –22.707 | –18.174 |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –1.221 | –1.071 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –23.195 | –20.077 |
| 6. Operatives Ergebnis (Z 1 bis 5) | –14.663 | –7.162 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 64.523 | 76.040 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 64.499 | 76.007 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanlagevermögens | 1.864 | 2.002 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 1.864 | 2.002 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.963 | 2.464 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.906 | 2.435 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –1.228 | –1.835 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | –1.167 | –1.327 |
| 11. Finanzerfolg (Z 7 bis 10) | 68.122 | 78.671 |
| 12. Ergebnis vor Steuern (Z 1 bis 11) | 53.459 | 71.509 |
| 13. Steuern vom Einkommen | 168 | 115 |
| 14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 53.627 | 71.624 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 14.140 | 12.817 |
| 16. Bilanzgewinn | 67.767 | 84.441 |
| t¤ | Stand 28.02.2019 |
Stand 28.02.2018 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.594 | 810 |
| II. Sachanlagen | 1.065 | 1.253 |
| III. Finanzanlagen | 459.783 | 459.783 |
| 462.442 | 461.846 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
353.123 | 375.027 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 20.430 | 23.362 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 33 | 45 |
| 353.156 | 375.072 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 59 | 45 |
| D. Aktive latente Steuern | 589 | 568 |
| Summe Aktiva | 816.246 | 837.531 |
| PASSIVA A. Eigenkapital |
||
| I. Grundkapital |
113.531 | 113.531 |
| II. Kapitalrücklagen | 550.689 | 550.689 |
| III. Gewinnrücklagen | 13.928 | 13.928 |
| IV. Bilanzgewinn | 67.767 | 84.441 |
| davon Gewinnvortrag | 14.140 | 12.817 |
| B. Rückstellungen | 745.915 | 762.589 |
| I. Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen |
||
| und Jubiläumsgelder | 15.072 | 11.793 |
| II. Rückstellung für Steuern und sonstige | 4.321 | 11.136 |
| 19.393 | 22.929 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten |
42.500 | 42.500 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 35.500 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 7.000 | 42.500 |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 8.438 | 9.513 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 41.927 | 8.034 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 9.011 | 1.479 |
| 50.938 | 52.013 | |
| Summe Passiva | 816.246 | 837.531 |
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR), jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR).
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, wurde dies bei Schätzungen berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10 |
| EDV-Software | 3 | 33,33 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft 40 - 50 |
Anhang 2018/19 2,5 - 2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20 - 10 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33,33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1 - 5 | 100 - 20 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, ergibt.
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden aktiviert und sofort abgeschrieben.
Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft zu einer Steuerentlastung werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Für steuerliche Verlustvorträge wird keine aktive latente Steuer gebildet. Latente Steuern werden auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von TEUR 588 (im Vorjahr 568 TEUR) wurde in die Bilanz aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Juni 2016)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz von 1,55 % (VJ 1,7 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen wurden mit 3,5 % (VJ 3,3 %), und Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-1,65 % (im Vorjahr 0-1,89 %) für Abfertigungen und von 0-12,79% (im Vorjahr 0-12,21%) für Jubiläen angesetzt. Der Effekt aus der Umstellung auf die neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen beträgt insgesamt EUR 34.064,63 und wurde sofort aufwandsmäßig erfasst.
Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" (Vorjahr: "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler") in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Als Fluktuation wurden neben Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Das Pensionseintrittsalter für Frauen und Männer wurde mit 65 Jahren gemäß Übergangsregel der Pensionsreform ermittelt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Juni 2016)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz 1,55 % (VJ 1,7 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen für Aktive wurden mit 1,92 % angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" (Vorjahr: "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler") in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Über die Ausscheideursachen Tod und Invalidisierung und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden keine weiteren Ausscheideursachen wie Fluktuation berücksichtigt. Der Effekt aus der Umstellung auf die neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen beträgt insgesamt EUR 1.267.400,39 und wurde sofort aufwandsmäßig erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 leistungsorientiert an eine Pensionskasse ausgeglagert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen setzt sich aus dem Barwert abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| Pensionspläne | Stand 28.02.2019 | Stand 28.02.2018 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 24.137.669,93 | 21.532.813,33 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 13.982.781,29 | 14.658.604,39 |
| Rückstellung für Pensionen | 10.154.888,64 | 6.874.208,94 |
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Langfristige Rückstellungen bestehen nicht.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Verpflichtungen betreffend kollektivvertragliche Verpflichtungen zur Zahlung von Jubiläumsgeldern. Diese Rückstellungen werden nach den für Abfertigungsrückstellungen angewandten Berechnungsmethoden (IAS19) ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Höhe des |
Eigenkapital gem. | Ge schäfts- |
Jahresüber | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | Anteils | § 229 UGB | jahr | schuss/fehlbetrag |
| % | EUR | EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Marketing- und | ||||
| Vertriebsservice Ges.m.b.H, Wien | 100 | 10.484.834,97 | 2018/19 | 843.687,39 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien*) |
98,91 | 268.738.397,19 | 2018/19 | 11.595.540,30 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 98,91 | 298.522.205,30 | 2018/19 | 8.854.877,30 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 98,91 | 321.232.413,31 | 2018/19 | 41.783.272,60 |
| AGRANA Group-Service GmbH | 100 | 3.583.549,85 | 2018/19 | 3.503.756,58 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwick lungs- und Produktions- GesmbH, Wien |
66,67 | 8.090.595,29 | 2018/19 | 516.089,78 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln |
100 | 4.196.107,12 | 2018/19 | 322.000,78 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien. Davon haben € 35.500.000,00 eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr und € 7.000.000,00 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.
| in EUR (Vorjahr in TEUR) | Restlaufzeit | Restlaufzeit von mehr |
Bilanzwert |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | als 1 Jahr | ||
| Forderungen gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 332.612.210,09 | 20.413.152,83 | 353.025.362,92 |
| (28.02.2018) | (348.632) | (23.340) | (371.972) |
| Sonstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 80.705,16 | 16.453,27 | 97.158,43 |
| (28.02.2018) | (3.034) | (22) | (3.056) |
| Summe | 332.692.915,25 | 20.429.606,10 | 353.122.521,35 |
| (28.02.2018) | (351.666) | (23.362) | (375.028) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 349.487.729,03 (im Vorjahr 369.227 TEUR) sonstige Forderungen und in Höhe von EUR 3.537.633,89 (im Vorjahr 2.746 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Salden der debitorischen Kreditoren (EUR 34.747,89; Vorjahr TEUR 44), Forderungen aus Kapitalertragsteuer gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23 in Höhe von EUR 24.222,50 (im Vorjahr 2.969 TEUR) und andere kurzfristige Forderungen.
In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, am 6. Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24. Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.274,76 € blieb unverändert.
| Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 0,00 | 45.566.884,45 |
|---|---|---|---|
| Gebundene | 505.122.085,57 | 0,00 | 505.122.085,57 |
| EUR | EUR | EUR | |
| Kapitalrücklagen | Stand 01.03.2018 | Veränderung | Stand 28.02.2019 |
| Stand 01.03.2018 | Veränderung | Stand 28.02.2019 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 0,00 | 47.964,07 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000,00 | 0,00 | 13.880.000,00 |
| Summe | 13.927.964,07 | 0,00 | 13.927.964,07 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die Effekte aus Personalrückstellungsänderungen werden im Personalaufwand erfasst.
| Die Abfertigungs-, Pensions- und sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt: | ||||
|---|---|---|---|---|
| ------------------------------------------------------------------------------------ | -- | -- | -- | -- |
| Stand | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | Stand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2018 in EUR |
in EUR | in EUR | in EUR | 28.02.2019 in EUR |
|
| Abfertigung | 4.516.356,73 | 303.498,59 | 0,00 | 288.177,72 | 4.501.035,86 |
| Pensionsansprüche | 6.874.208,94 | 0,00 | 0,00 | 3.280.679,70 | 10.154.888,64 |
| Jubiläumsgelder | 402.373,71 | 26.919,93 | 0,00 | 40.425,86 | 415.879,64 |
| Nicht konsumierte Urlaube | 1.446.141,00 | 68.374,40 | 0,00 | 83.601,67 | 1.461.368,27 |
| Sonderzahlungen | 348.798,11 | 0,00 | 0,00 | 5.741,28 | 354.539,39 |
| Prüfungsaufwand | 174.000,00 | 174.000,00 | 0,00 | 163.000,00 | 163.000,00 |
| Veröffentlichungsaufwand | 137.500,00 | 134.889,54 | 2.610,46 | 140.000,00 | 140.000,00 |
| Kosten der Hauptversammlung |
50.000,00 | 50.000,00 | 0,00 | 57.000,00 | 57.000,00 |
| Kosten Bilanzpresse konferenz |
3.800,00 | 1.447,97 | 2.352,03 | 2.000,00 | 2.000,00 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 250.000,00 | 250.000,00 | 0,00 | 325.000,00 | 325.000,00 |
| Pensionskasse | 33.046,00 | 33.046,00 | 0,00 | 32.700,00 | 32.700,00 |
| Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen |
542.300,00 | 449.937,77 | 92.362,23 | 655.280,00 | 655.280,00 |
| Summe | 14.778.524,49 1.492.114,20 | 97.324,72 5.073.606,23 18.262.691,80 |
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und Abrechnungen.
| 28.02.2019 | 28.02.2018 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42.500.000,00 | 42.500 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (35.500.000,00) | (0) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (7.000.000,00) | (42.500) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 910.800,13 | 746 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (910.800,13) | (746) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| verbundenen Unternehmen | 2.603.421,91 | 3.562 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (590.101,97) | (2.083) |
| davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr | (2.013.319,94) | (1.479) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.924.168,00 | 5.206 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (4.924.168,00) | (5.206) |
| Summe | 50.938.390,04 | 52.013 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (41.927.077,06) | (8.035) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (9.011.312,98) | (43.979) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (0,00) |
RLZ = Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Schuldscheindarlehen über EUR 42.500.000,00, welches zur Gänze konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von EUR 3.181.201,99 (im Vorjahr 3.455 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Steuer und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 797.477,78 (im Vorjahr 859 TEUR) enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.603.421,91 (im Vorjahr 3.562 TEUR) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen.
Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2018/19 beträgt EUR 1.597.514,04 (im Vorjahr 1.551 TEUR). Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt EUR 7.987.570,20.
| 28.02.2019 | 28.02.2018 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 7.800.000,00 | 7.800 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 244.912.248,00 | 167.237 |
| Zwischensumme | 252.712.248,00 | 175.037 |
| 252.712.248 | 175.037 | |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 202.945.713 | 127.591 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 01. März 2018 bis 28. Februar 2019, im Vorjahr jenen vom 01. März 2017 bis 28. Februar 2018.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 32.339.459,91 (im Vorjahr 32.079 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Konzernverrechnung und Erträge für die Nutzung der Lizenzen für Markenrechte (Royalities).
(10) Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf EUR 21.832,42 (im Vorjahr 40 TEUR).
(11) Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 97.324,72 (im Vorjahr 39 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffend IT-Leistungen, Veröffentlichungsaufwand und Konzernkommunikation.
(12) Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1.923,83 (im Vorjahr 2 TEUR) enthalten Erträge aus realisierten Gewinnen aus Kursdifferenzen und Erträge aus Versicherungsansprüchen.
| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Gehälter | 15.204.616,45 | 15.547 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 396.198,31 | 437 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorge kassen (MVK) |
169.132,61 | 163 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3.777.531,76 | -1.140 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 2.902.086,37 | 2.900 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 256.948,08 | 267 |
| Summe | 22.706.513,58 | 18.174 |
davon entfallen
| Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbei tervorsorgekassen |
Pensionen (Rückstellungen) | |||
|---|---|---|---|---|
| 2018/19 | 2017/18 | 2018/19 | 2017/18 | |
| EUR TEUR |
EUR | TEUR | ||
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 221.817,44 | 168 | 3.755.504,54 | -1.161 |
| andere Arbeitnehmer | 343.513,48 | 432 | 22.027,22 | 21 |
| Summe | 565.330,92 | 600 | 3.777.531,76 | -1.140 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Headcount, ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 156 Angestellte dies entspricht 144,4 FTE (im Vorjahr 157 Headcount entspricht 146,7 FTE).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr EUR 3.740.791,00 (im Vorjahr 3.488 TEUR). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen EUR 475.180,84 (im Vorjahr 460 TEUR) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde bei der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von EUR 3.280.679,70 (im Vorjahr 1.622 TEUR Auflösung) zugeführt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018/19 eine Vergütung von EUR 325.000,00 (im Vorjahr 250 TEUR).
In den Löhnen und Gehältern sind Dotierungen der Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von EUR 34.815,88 (Vorjahr: TEUR 39) enthalten
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 3.763.553,55 (Vorjahr: TEUR 4.014) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 23.196.980,49 (im Vorjahr 20.078 TEUR) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von EUR 10.655.254,20 (im Vorjahr 7.639 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von EUR 1.807.109,65 (im Vorjahr 1.749 TEUR), Leasing, Mieten und Pachten von EUR 2.295.068,49 (im Vorjahr 2.144 TEUR), Werbeaufwendungen von EUR 1.664.687,60 (im Vorjahr 1.805 TEUR), Bankgebühren EUR 100.353,72 (im Vorjahr 78 TEUR) sowie andere Aufwendungen in Höhe von EUR 6.674.506,83 (im Vorjahr 6.663 TEUR).
| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 64.499.004,32 | 76.007 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 23.670,00 | 33 |
| Summe | 64.522.674,32 | 76.040 |
| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Körperschaftsteuer | -3.785.600,00 | -10.955 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | 796.740,87 | -2.915 |
| Steuerumlagen | 3.246.632,47 | 14.010 |
| Lat. Ertragsst. a. Bewertungsdiff. | 20.833,25 | 3 |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | -110.139,51 | -28 |
| Summe | 168.467,08 | 115 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
AGRANA AGRO SRL, Roman, Rumänien AGRANA BiH Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA BUZAU SRL, Buzau, Rumänien AGRANA d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien AGRANA Fruit Australia Pty Ltd, Sydney, Australien AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China AGRANA Fruit Fiji Pty. Ltd, Sigatoka, Fidschi AGRANA Fruit France S.A., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED, Pune, Indien AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Jiangsu, China AGRANA Fruit Korea Co. Ltd, Seoul, Südkorea AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd., Sydney, Australien AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostrołęka, Polen AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Services S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Johannesburg, Südafrika AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit US, Inc , Brecksville, USA
AGRANA Group-Services GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen, Deutschland
AGRANA JUICE (XIANYANG) CO.,LTD, Xianyang City, China
AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn
AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia, Ägypten
AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien
AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich
AGRANA TANDAREI SRL, Țăndărei, Rumänien
AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien
AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien, Österreich
AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich
AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg, Österreich
AUSTRIA JUICE Germany GmbH, Bingen, Deutschland
AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásarosnamény, Ungarn
AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o., Chelm, Polen
AUSTRIA JUICE Romania SRL, Vaslui, Rumänien
AUSTRIA JUICE Ukraine LLC, Winniza, Ukraine
Biogáz Fejlesztő Kft., Kaposvár, Ungarn
Brix Trade Kft., Nagykálló, Ungarn – Verschmelzung in 2018/19
Dirafrost FFI N.V., Lummen, Belgien
Dirafrost Maroc SARL, Laouamra, Marokko
Financière Atys S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich
INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn
Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany, Tschechien
o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland
AGRANA Amidi srl, Sterzing, Italien
AGRANA Croatia d.o.o., Zagreb, Kroatien AGRANA Makedonija DOOEL Skopje, Skopje, Nordmazedonien AGRANA Skrob s.r.o. v likvidaci, Hrusovany, Tschechien Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Țăndărei, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered', Slowakei SPA AGRANA Fruit Algeria, Akbou, Algerien Sudinver S.A., Buenos Aires, Argentinien Yube d.o.o., Požega, Serbien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
"AGRAGOLD" d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRAGOLD d.o.o., Zagreb, Kroatien AGRAGOLD dooel, Skopje, Nordmazedonien AGRAGOLD trgovina d.o.o. , Ljubljana, Slowenien AGRANA STUDEN Albania sh.p.k., Tirana, Albanien AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C., Pristina, Kosovo AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, Österreich Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien GreenPower Services Kft, Szabadegyháza, Ungarn HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn HungranaTrans Kft., Szabadegyháza, Ungarn STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko, Bosnien und Herzegowina
Beilage I/20
| 2018/2019 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | 2017/2018 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft |
35.200,00 | 201.223,02 | 38.200,00 | 274.623,02 | 31 | 193 | 74 | 298 |
| Summe | 35.200,00 | 201.223,02 | 38.200,00 274.623,02 | 31 | 193 | 74 | 298 |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 67.766.778,08 eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie, das sind in Summe EUR 62.488.976,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Vorsitzender Dr. Wolfgang HEER, Mannheim Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Klaus BUCHLEITNER, MBA, Wien Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Dipl.Ing. Josef PRÖLL, Wien Dipl. Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Thomas KIRCHBERG, Ochsenfurt Dipl.-Ing. Helmut FRIEDL, Egling a.d.Paar
Vom Betriebsrat delegiert: Dipl.Ing. Stephan SAVIC, Wien Andreas KLAMLER, Gleisdorf Thomas BUDER, Katzelsdorf Gerhard KOTTBAUER, Aschach (ab 12. Februar 2019) Gerhard Glatz, Hohenberg (bis 11. Februar 2019)
Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg Vorsitzender Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER, Klosterneuburg Mag. Stephan BÜTTNER, Wien Dkfm. Thomas KÖLBL, Speyer
Wien, am 24. April 2019
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Mag. Stephan Büttner Dkfm. Thomas Kölbl
| A N L A G E V E R M Ö G E N A N L A G E V E R M Ö G E N |
Anschaffungskosten | Anschaffungskosten | ||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.18 |
Zugang Stand 01.03.18 |
Abgang Zugang |
Stand Abgang 28.02.19 |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||
| 1. Markenrechte | 611.300,93 | 611.300,93 0,00 |
0,00 0,00 |
611.300,93 0,00 |
| 2. EDV-Software | 9.587.607,72 | 1.469.680,63 9.587.607,72 |
1.469.680,63 0,00 |
11.057.288,35 0,00 |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände 3. Geringwertige Vermögensgegenstände |
0,00 | 12.645,60 0,00 |
12.645,60 12.645,60 |
12.645,60 0,00 |
| 10.198.908,65 | 1.482.326,23 10.198.908,65 |
1.482.326,23 12.645,60 |
11.668.589,28 12.645,60 |
|
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.822.667,69 | 312.176,36 4.822.667,69 |
229.965,36 312.176,36 |
4.904.878,69 229.965,36 |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände 2. Geringwertige Vermögensgegenstände |
0,00 | 61.146,75 0,00 |
61.146,75 61.146,75 |
61.146,75 0,00 |
| 4.822.667,69 | 373.323,11 4.822.667,69 |
291.112,11 373.323,11 |
4.904.878,69 291.112,11 |
|
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
424.145.490,31 | 424.145.490,31 0,00 |
0,00 0,00 |
424.145.490,31 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
42.500.000,00 | 42.500.000,00 0,00 |
0,00 0,00 |
42.500.000,00 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 258.620,00 | 258.620,00 0,00 |
0,00 0,00 |
258.620,00 0,00 |
| 466.904.110,31 | 466.904.110,31 0,00 |
0,00 0,00 |
466.904.110,31 0,00 |
|
| Gesamtsumme | 481.925.686,65 | 1.855.649,34 481.925.686,65 |
1.855.649,34 303.757,71 |
483.477.578,28 303.757,71 |
| Abschreibungen | Buchwerte | |
|---|---|---|
| Stand Jahres- Abgang Stand Stand |
Stand | |
| 01.03.18 abschreibung 28.02.19 28.02.19 |
28.02.18 | |
| 601.828,93 7.267,00 0,00 609.095,93 |
2.205,00 9.472,00 |
|
| 8.787.461,72 678.431,63 0,00 9.465.893,35 1.591.395,00 |
800.146,00 | |
| 0,00 12.645,60 12.645,60 0,00 |
0,00 0,00 |
|
| 9.389.290,65 698.344,23 12.645,60 10.074.989,28 1.593.600,00 |
809.618,00 | |
| 3.569.174,51 461.663,37 191.455,37 3.839.382,51 1.065.496,18 |
1.253.493,18 | |
| 0,00 61.146,75 61.146,75 0,00 |
0,00 0,00 |
|
| 3.569.174,51 522.810,12 252.602,12 3.839.382,51 1.065.496,18 |
1.253.493,18 | |
| 7.120.724,48 0,00 0,00 7.120.724,48 417.024.765,83 |
417.024.765,83 | |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 42.500.000,00 |
42.500.000,00 | |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 |
258.620,00 258.620,00 |
|
| 7.120.724,48 0,00 0,00 7.120.724,48 459.783.385,83 |
459.783.385,83 | |
| 20.079.189,64 1.221.154,35 265.247,72 21.035.096,27 462.442.482,01 |
461.846.497,01 |
Gemäß § 124 Abs.1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
█ dass der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018|19 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der AGRANA Beteiligungs-AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 24. April 2019
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Treasury, Datenverarbeitung/ Produktion, Qualitätsmanagement, Personal Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung Compliance sowie Recht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik
Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 28. Februar 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Vermerk mitzuteilen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
█ Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
█ Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
█ Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
█ Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
█ Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
█ Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
█ Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
█ Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 6.Juli 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 21. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 30. September 1995 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs.1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Wien, am 24. April 2019
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca e.h. Wirtschaftsprüfer
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
| 2018 19 | |
|---|---|
| € | |
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2018 bis 28. Februar 2019 | |
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 67.766.778 |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | |
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | |
| Auf 62.488.976 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | |
| Zahlung einer Dividende von 1,00 € pro Stammaktie | |
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 62.488.976 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 5.277.802 |
| 67.766.778 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
Konzernkommunikation|Investor Relations
Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Mag. Ulrike Middelhoff Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
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Der Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Betreffend der Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | p | 0% bis +1% oder 0% bis –1% |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als –1% bis –5% |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als –5% bis –10% |
| Deutlich | ii oder ss | Mehr als +10% bis +50% oder mehr als –10% bis –50% |
| Sehr deutlich | iii oder sss | Mehr als +50% oder mehr als –50% |
Bezüglich Definitionen zu Finanzkennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im Geschäftsbericht 2018|19 auf Seite 196 verwiesen. Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Geschäftsbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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