Annual Report • May 30, 2018
Annual Report
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JAHRESFINANZBERICHT 2017|18
für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 der AGRANA Beteiligungs-AG
Nachhaltigkeitsausblick 2018|19 60
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht. Rund 8.700 Mitarbeiter (FTEs)1 an 57 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017|18 einen Konzernumsatz von rund 2,6 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe, primär Mais, Weizen und Kartoffeln, zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden sowohl an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie als auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Auch im Rahmen der Stärkegewinnung werden Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food-Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v. a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. Auch im Segment Frucht legt AGRANA Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.
Die im Rahmen der Geschäftsverbindungen gezeigte Strichstärke symbolisiert Mengenströme innerhalb des jeweiligen Geschäftssegmentes.
Vertragslandwirtschaft/Kontraktlandwirtschaft
Direkte Geschäftsbeziehung
Keine direkte Geschäftsbeziehung
Weitere Informationen zur AGRANA-Wertschöpfungskette unter wsk.agrana.com
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bzw. ihrer Nachhaltigkeitsschwerpunkte im Bereich Energieeffizienz, vollständiger Rohstoffverwertung und Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien bei der Beschaffung und Geschäftsethik unterstützt AGRANA v. a. die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs) 8, 13, 15 und 16, die im September 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurden und erstmals auch die Privatwirtschaft in die Erreichung von Entwicklungszielen einbinden. Daneben trägt AGRANA aber auch zum Erreichen der Ziele 2 bis 7 sowie 12, 14 und 17 bei.
AGRANA berichtet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit (Beschreibung des Geschäftsmodelles, siehe Kapitel Unternehmensstruktur, Seite 38ff ) wesentliche nicht-finanzielle Belange/Aspekte der Nachhaltigkeit – mit einem grünen Fingerabdruck gekennzeichnet – in den Konzernlagebericht integriert. Diese nicht-finanzielle Erklärung bietet einen Überblick über AGRANAs Nachhaltigkeitsverständnis, die AGRANA-Wesentlichkeitsanalyse, Managementansätze der wichtigsten nicht-finanziellen Belange/ Aspekte sowie deren organisatorische und inhaltliche Berichtsgrenzen. Maßnahmen und Leistungsindikatoren sowie Ziele in den einzelnen Bereichen werden in den Segmentberichten, im Kapitel Personal- und Sozialbericht sowie im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA…
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
1 AGRANA stützt sich in der Erstellung dieser nicht-finanziellen Erklärung nach § 267a UGB auf das Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI Standards "In accordance – Core".
█ Tag für neue Vertragsanbauer des Segmentes Stärke
█ Oktoberfest im AGRANA-Stärkewerk in Aschach|Österreich
Segmentindividuelle Ziele in der Lieferkette Siehe Segmentberichte
Umweltziele 2020|21 Reduktion des direkten und indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt
Reduktion des Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (siehe Segmentberichte)
wsk.agrana.com
AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2017|18 in den Geschäftssegmenten Zucker, Stärke und Frucht weltweit rund 9,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 10,6 Mio. Tonnen) agrarische Rohstoffe und verkaufte rund 5,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,9 Mio. Tonnen) hochwertige Produkte.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA im Geschäftsjahr 2012|13 sechs Handlungsfelder entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Wesentlichkeitsanalyse im Geschäftsjahr 2017|18 haben die Mitglieder des AGRANA-Nachhaltigkeitskernteams die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf die Gesellschaft eingeschätzt. Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung hat die AGRANA-Gruppe durch ihre – v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke – energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Umwelt- und Energieaspekte. Würde man das Segment Frucht alleine betrachten, wären aufgrund der globalen Rohstoffbeschaffung die gesellschaftlichen Auswirkungen der Lieferbetriebe im Rahmen der AGRANA-Fruchtbeschaffung höher einzuschätzen.
Um die Bedeutung der genannten Nachhaltigkeitsaspekte für die Unternehmensbewertung externer und interner Stakeholder zu evaluieren, beauftragte AGRANA eine Befragung ausgewählter repräsentativer Stakeholder1 im Rahmen eines strukturierten Fragebogens. Für die Stakeholder hatten die Themen Produktsicherheit, Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Arbeitssicherheit sowie Energieeinsatz und Emissionen im Durchschnitt über alle Geschäftssegmente hinweg die höchste Priorität. Allein Stakeholder des global tätigen Segmentes Frucht maßen dem Thema Umweltund Sozialkriterien in der Beschaffung eine höhere Bedeutung bei. Sie erwarten von AGRANA die Umsetzung einheitlich hoher Standards, sowohl in der eigenen Produktwertschöpfungskette als auch in der vorgelagerten Lieferkette. Dies gilt besonders für den Einsatz nachhaltiger Agrarpraktiken mit effizientem Energie- und Wassereinsatz und für die Einhaltung des AGRANA-Verhaltenskodex in Bezug auf Sozialkriterien durch die Lieferbetriebe. Dem Handlungsfeld "Gesellschaftliches Engagement und Stakeholdereinbindung" maßen die befragten Stakeholder nur sehr geringe Bedeutung bei. Zukünftig wird es daher nicht mehr als wesentliches Handlungsfeld betrachtet, aber weiterhin auf freiwilliger Basis berichtet.
In diesen Bericht wurden alle Aspekte aufgenommen, die wesentliche gesellschaftliche Auswirkungen haben oder von hoher Bedeutung für AGRANAs Stakeholder sind (siehe Geschäftsbericht 2017|18, GRI-Index, Seite 179ff ).
Die organisatorischen Berichtsgrenzen für die in diesen Geschäftsbericht 2017|18 integrierten nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsinformationen umfassen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit und entsprechen dem finanziellen Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der neuen AGRANA-Gesellschaft für Fruchtzubereitungen in Indien, die erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2016|17 erstkonsolidiert wurde und erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2017|18 die Produktion aufnahm.
Aus organisatorischen Gründen sind in den nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsdaten die nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die AGRANA-STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) sowie die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) weiterhin nicht enthalten.
AGRANAs Geschäftstätigkeit ist in drei Geschäftssegmenten organisiert. Die Berichterstattung nicht-finanzieller Informationen bzw. GRI-Indikatoren folgt dieser Struktur, da unterschiedliche Geschäftsprozesse in den AGRANA-Geschäftssegmenten die Aussagekraft von auf Gruppenebene konsolidierten Informationen (z.B. im Bereich Energieeinsatz und Emissionen) einschränken bzw. verzerren könnten.
1 Repräsentanten der folgenden Stakeholder-Gruppen: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Aktionäre, Anrainer
Eine genauere inhaltliche Abgrenzung ist für folgende Belange/Aspekte, die für AGRANAs Stakeholder besondere Bedeutung haben, zum leichteren Verständnis des Berichtsrahmens und des zugrundeliegenden Managementansatzes notwendig.
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und -kosten, aber auch der potenziellen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Herstellung landwirtschaftlicher Rohwaren konzentriert AGRANA ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z.B. tiefgefrorene Fruchtstücke) und beschränkt ihre nicht-finanzielle Berichterstattung auf diesen Bereich der Beschaffung. AGRANA strebt im Rahmen des Vorsorgeprinzips die Vermeidung bzw. Minimierung ökologischer Risiken aus dem Rohstoffanbau – wie negative Auswirkungen auf die Bodengesundheit und -erosion, Wasserverfügbarkeit und -qualität, Biodiversität – und sozialer Risiken – wie negative Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Menschenrechte sowie speziell Kinderarbeit – durch die Förderung guter agrarischer Praxis und die Einhaltung von Sozialstandards, wie die ILO-Standards, in ihrer Lieferkette an. Wenngleich AGRANA keinen direkten Einfluss hat, trägt sie über die Beschaffung zu den beschriebenen potenziellen Auswirkungen bei, bzw.steht durch die Geschäftsbeziehung indirekt mit Auswirkungen in der Lieferkette in Verbindung. AGRANA hat ihre Erwartungen an ihre landwirtschaftlichen Lieferanten in ihren Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die für den Bereich der Sozialkriterien eine Referenz auf AGRANAs Verhaltenskodex enthalten, niedergeschrieben. Die Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte sind Bestandteil von Lieferverträgen.
Um Nachhaltigkeitsaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaffungsmodell strukturiert bearbeiten und v. a. dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei SAI, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittelindustrie, und nimmt mit ihren Segmenten Zucker, Stärke und Frucht an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
SAI bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v. a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Das Basisinstrument stellt dabei immer das von SAI erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mit Hilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Bodenund Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status "Gold", "Silber", "Bronze" oder "Noch nicht Bronze".
Für Bereiche der Beschaffung in denen kein direkter Zugang zum landwirtschaftlichen Produzenten der Rohstoffe besteht, stellt SAI ein mittlerweile sehr umfassendes Benchmarking der FSA-Anforderungen gegenüber nationalen Gesetzgebungen vieler Länder einerseits, relevanten internationalen Zertifizierungsstandards (z.B. Global GAP, Rainforest Alliance, Bonsucro etc.) andererseits, sowie sogar einigen unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsprogrammen zur Verfügung. Die geprüfte Einhaltung nationaler gesetzlicher Vorgaben oder die Zertifizierung nach gewissen internationalen bzw. unternehmensspezifischen Standards sowie die externe Verifizierung der betrieblichen Selbstauskünfte im Rahmen des FSA unter Einhaltung der Regeln des SAI Implementation Framework ermöglicht landwirtschaftlichen Produzenten und der verarbeitenden Industrie die Auslobung des jeweiligen SAI-Nachhaltigkeitsstatus.
Details bezüglich der Umsetzungsaktivitäten von AGRANAs Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte bzw. des SAI-Nachhaltigkeitsstatus in den Segmenten Zucker, Stärke, Frucht sind in den jeweiligen Segmentberichten (siehe Seiten 27, 34, 40ff ) dargestellt.
Bewusstseinsbildung und Weiterbildung ist ein Basisbaustein von AGRANAs Zusammenarbeit mit ihren rund 9.700 Vertragsanbauern. Neben vielen Schulungsmaßnahmen in allen Segmenten veranstaltet AGRANA dafür zweimal jährlich die BETAEXPO, Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen. Zum Fachtag im Juni 2017, der unter dem Motto "Pflanzenschutz – Wohl oder Übel?" ganz im Zeichen der Debatte rund um den Einsatz bestimmter Wirkstoffgruppen zum Pflanzenschutz stand, nützten rund 2.000 Besucher die Einladung an den Standort der AGRANA-Zuckerfabrik in Tulln|Österreich. Neben einer Diskussion zum Thema Pflanzenschutz bot der BETAEXPO-Fachtag
zahlreiche Informationen für zukunftsorientierte Landwirte und alle landwirtschaftlich Interessierten aus den Bereichen Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz, Düngung und Maschinentechnik. Speziell zum Thema "Moderne Landwirtschaft" wurde eine Vortragsserie mit Experten, die mit Maschinenvorführungen namhafter Hersteller ergänzt wurde, erstellt.
Im Vorfeld der BETAEXPO im Juni 2017 zeichnete AGRANA besonders nachhaltig wirtschaftende Rohstofflieferanten in den Kategorien Zuckerrübe, Kartoffel, Mais und erstmals auch international in den Kategorien Frucht und Juice mit dem "AGRANA Sustainability Award 2017" aus.
Der BETAEXPO-Familientag im September 2017 wurde von über 4.000 Landwirten und an der Landwirtschaft bzw. am Industriestandort Tulln interessierten Personen besucht. Diese konnten sich in Live-Maschinenvorführungen neueste landwirtschaftliche Erkenntnisse und praktische Expertentipps rund um die Erntetechnik einholen sowie im Rahmen des Tages der offenen Tür der Zuckerfabrik Tulln einen Blick hinter die Kulissen der Zuckerproduktion werfen und so den Weg von der Rübenverarbeitung über die Entstehung der Zuckerkristalle bis hin zum fertigen "Wiener Zucker"-Produkt verfolgen.
Biodiversität ist für AGRANA v. a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette – d.h. der agrarischen Produktion – von Bedeutung. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte soweit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoffen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht. Darüber hinaus evaluiert AGRANA einmal pro Jahr den Biodiversitäts- bzw. Schutzwert des lokalen Ökosystems an eigenen Produktionsstandorten anhand bestehender lokaler gesetzlicher Vorgaben bzw. Kriterien unterschiedlicher Naturschutzorganisationen. Wenngleich keiner der Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9) in einem Naturschutzgebiet bzw. Gebiet mit einem hohen Biodiversitätswert liegt, setzt AGRANA auch an ihren Unternehmensstandorten einzelne Projekte zum Erhalt oder der Erhöhung der Artenvielfalt um. So unterhält AGRANA seit dem Vorjahr ein Projekt zum Schutz von Bienen in dessen Rahmen an allen österreichischen Standorten Bienenstöcke installiert wurden (weitere Projekte siehe Seiten 30, 34, 44).
Kennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, sind aufgrund eingeschränkter Datenverfügbarkeit und -verlässlichkeit nicht für alle eingesetzten Rohstoffe weltweit vorhanden und werden daher nicht berichtet.
Basis für AGRANAs Management von Energie- und Umweltaspekten stellt ihre Umweltpolitik dar, welche unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips die Grundlage zur Vermeidung bzw. Reduktion negativer ökonomischer, ökologischer und sozialer Auswirkungen im Rahmen von AGRANAs Produktion bildet und auch einen Beschwerdeprozess enthält.
Die v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke energieintensive Veredelung von landwirtschaftlichen Rohstoffen birgt einerseits ökonomische Risiken für AGRANA, wie das gesetzliche Verbot (bestimmter) fossiler Brennstoffe, den Verlust von Betriebsgenehmigungen, fehlende zu wirtschaftlichen Konditionen verfügbare erneuerbare Energieträger, sowie ökologische und soziale Risiken durch im Rahmen der Produktion entstehende Treibhausgasemissionen und deren Auswirkungen, wie Gesundheitsgefährdung oder Rohstoffverknappung durch zunehmende extreme Wetterbedingungen bzw. den Klimawandel. Diese potenziellen Auswirkungen liegen in AGRANAs direktem Einflussbereich. AGRANA nimmt Verantwortung wahr und versucht tatsächliche negative Auswirkungen soweit möglich zu minimieren bzw. immer weiter zu reduzieren.
AGRANA hat es sich im Rahmen ihrer Umweltpolitik daher zum Ziel gesetzt, an allen ihren Produktionsstandorten emissionsarme Energieträger möglichst effizient einzusetzen. In Umsetzung dieses Zieles hat AGRANA 2014 begonnen, Energiemanagementsysteme einzuführen. Die Energiemanagementsysteme von 50% aller AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9) sind nach ISO 50001 zertifiziert.
Alle AGRANA-Segmente verfolgen für ihre Geschäftstätigkeit relevante Energieziele mit einer derzeitigen Zielsetzungsperiode bis zum Geschäftsjahr 2020|21. Der bisherige Fortschritt bei der Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht dargestellt (siehe Seiten 28f, 35, 42f ).
AGRANA beschränkt ihre Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen auf spezifische Mengen pro Tonne Produktoutput (Haupt- und Nebenprodukte) im eigenen Produktionsbereich und jeweils auf Scope 1 (direkter Energieeinsatz bzw. direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekter Energieeinsatz bzw. indirekte Emissionen).
AGRANA berechnet bereits seit dem Jahr 2008 Carbon Footprints für eine repräsentative Auswahl ihrer Produkte. Da es allerdings bisher in der EU keine verbindliche Vorgabe bezüglich der anzuwendenden Berechnungsmethodik für den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln bzw.
Lebensmittelbestandteilen wie Zucker, Stärke, Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten gibt, verzichtet AGRANA auf die Veröffentlichung von Ergebnissen. Je nach angewendeter Rechenregel schwankt z.B. der Carbon Footprint von Zucker um ±50% zu einer bestimmten Methode. Im Rahmen der vom Europäischen Verband der Zuckerproduzenten (CEFS) berechneten Bandbreite wird jedoch ein Carbon Footprint von 242 bis 771 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm Rübenzucker angegeben.
Für den Carbon Footprint von Bioethanol ist jedoch die EU-Energieallokationsmethode verpflichtend anzuwenden, um die im Rahmen der EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen nachzuweisenden Energieeinsparungsziele durch biogene Treibstoffe zu belegen. Daher wird der Carbon Footprint von Bioethanol auf AGRANAs Website zur Verfügung gestellt.
Wasser, die weltweit gesellschaftlich wichtigste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Wassermangel bzw. der Entzug von Wasser in wasserarmen Regionen sowie schlechte Wasserqualität und zu hohe Temperatur bei Einleitung von Abwasser stellen vielfach ein bedeutendes ökonomisches, ökologisches und soziales Risiko dar. Wenngleich AGRANA-Produktionsstandorte nicht von quantitativer oder qualitativer Wasserknappheit betroffen sind, stellt die nachhaltige, verantwortungsbewusste und allen gesetzlichen Standards entsprechende Nutzung und Ableitung von Wasser einen wesentlichen Aspekt der AGRANA-Umweltpolitik dar. Im Rahmen ihrer Effizienzbemühungen nutzt AGRANA das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen.
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe, in ihren Produktionswerken auf spezifischer Basis pro Tonne erzeugtem Produkt (Hauptund Nebenprodukte), da Absolutwerte aufgrund schwankender jährlicher Verarbeitungsmengen keine Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung haben. Einige AGRANA-Segmente verfolgen für ihre Geschäftstätigkeit relevante Wasserziele mit der derzeitigen Zielsetzungsperiode bis zum Geschäftsjahr 2020|21. Der bisherige Fortschritt bei der Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht dargestellt (siehe Seiten 27 und 29, 34, 40 und 43).
Ökonomische, ökologische und soziale Risiken bzw. Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -Entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind durch ihre Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind
die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten "Prinzip der vollständigen Verwertung" trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v. a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits finden dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.
In einigen Ländern sind die von AGRANA als Nebenprodukte vertriebenen (bzw. teilweise kostenfrei abgegebenen) Futter- und Düngemittel ausschließlich aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen als Abfall zu deklarieren. AGRANA berichtet diese Mengen ab der Berichtsperiode 2015|16 nicht mehr als Abfall, da sie weitere direkte stoffliche Verwendung in der Tierhaltung oder Landwirtschaft finden.
Bezogen auf den gesamten Produktausstoß fielen im Geschäftsjahr 2017|18 nur 0,01 % oder rund 100 Gramm gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) an. Diese wurden gesetzlichen Auflagen entsprechend gesammelt und qualifizierten Entsorgern zur sachgemäßen Behandlung übergeben.
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Produkten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von meist unter 10% auf den Carbon Footprint von AGRANA-Produkten hat, versucht das Unternehmen trotzdem, auch Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten.
So liegt der langjährige Modalsplit auf Tonnenkilometer berechnet für In- & Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe bei rund 70% Straße, 25% Schiene und 5% Wasser.
Die Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitern stellt der AGRANA-Verhaltenskodex dar, der u.a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinderund Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit enthält, daneben auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen gewährt. Seine Einhaltung soll ökonomische Risiken, wie schwierige Mitarbeiterfindung, ineffiziente Betriebsabläufe, Streiks und Reputationsverlust, für AGRANA, sowie soziale Risiken, wie ein unsicheres, gesundheitsgefährdendes, diskriminierendes, unfaires Arbeitsumfeld, für die Arbeitnehmer vermeiden bzw. minimieren.
Die Arbeitsverhältnisse von rund 73% der AGRANA-Mitarbeiter weltweit unterliegen einem Kollektivvertrag. Die Interessen von etwa 78% der Mitarbeiter werden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechten eingerichtet, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Prozess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen.
AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v. a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinderund Zwangsarbeit) abzielt, vor. Im Geschäftsjahr 2017|18 haben alle Zuckerwerke in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9) und Stärkeproduktionsstandorte in Österreich ihre Selbstauskünfte im Rahmen von 4-Pillar SEDEX Members Ethical Trade Audits (SMETA) durch unabhängige Dritte überprüfen lassen. In Summe verfügten zum Bilanzstichtag ca. 58% der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über gültige SMETA- oder vergleichbare Sozialaudits. Es wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Die SMETA-Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr 2017|18 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeiter werden im Personalbericht (siehe Seite 48ff ) kommentiert.
Die Risiken und Managementansätze sowie Aktivitäten des Geschäftsjahres 2017|18 zum Thema Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung bzw. Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im Bereich Compliance (siehe Geschäftsbericht 2017|18, Seite 27ff ) im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
Produktsicherheit und -qualität Oberstes Ziel der AGRANA-Qualitätspolitik ist es, den Kundenbedürfnissen entsprechende für den Verzehr sichere Lebens- und Futtermittel zu erzeugen. Die Einhaltung der zahlreichen geltenden nationalen und internationalen Anforderungen an die Produktsicherheit an
allen Produktionsstätten weltweit stellt für AGRANA nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch einen wesentlichen Bestandteil ihrer sozialen Verantwortung und Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung dar.
Lebensmittel, die an den Unternehmensstandorten in der EU hergestellt werden, entsprechen der EU-Verordnung (EG) Nr.178/2002 (zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechtes, zur Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit – kurz: General Food Law) in der jeweils gültigen Fassung. Zusätzlich orientiert sich AGRANA an den internationalen Mindeststandards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der Food and Agriculture Organization und der World Health Organization). Im Codex Alimentarius wird mit den "General Principles of Food Hygiene" das sogenannte HACCP-System eingeführt. Hazard Analysis and Critical Control Point bedeutet, dass mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit, die von chemischer, physikalischer oder mikrobiologischer Natur sein können, analysiert werden. Das Prinzip eines HACCP-Systems findet sich beispielsweise auch als rechtliche Forderung in der EU-Hygiene-Verordnung (VO-EG Nr. 852/2005) wieder. AGRANA hat bereits vor vielen Jahren HACCP-Systeme, die dem jeweiligen Produktionsprozess angepasst sind, in ihren Werken eingeführt. Die Einführung und v. a.regelmäßige Überprüfung eines HACCP-Systems garantiert, dass nur sichere Produkte den Standort verlassen.
Futtermittel, die an Standorten in der EU hergestellt werden, erfüllen die Anforderungen der EU-Verordnungen Nr.178/2002 General Food Law, Nr.767/2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln und Nr.183/2005 mit Vorschriften für die Futtermittelhygiene. HACCP-Systeme bilden auch hier ein Rückgrat für die Gewährleistung der Produktsicherheit.
In ihrem Bestreben nach Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit geht AGRANA über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat international anerkannte Standards für Produktsicherheit im Zuge von externen Zertifizierungen eingeführt.
Das AGRANA-Qualitätsmanagementsystem hat sich zum Ziel gesetzt, die Ansprüche und Anforderungen von Kunden und anderen Interessenpartnern zu erkennen und bestmöglich zu erfüllen. Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie
Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP Feed- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2017|18 100% aller Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. die jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die kontinuierliche Anhebung der Hygiene- und Qualitätsstandards der von AGRANA hergestellten Lebensund Futtermittel erfolgt durch externe Zertifizierungen, Kunden- und Lieferantenaudits sowie durch ein internes Auditsystem. Im Geschäftsjahr 2017|18 mussten keine Produktrückrufe durchgeführt werden.
Zucker hatte auch im Geschäftsjahr 2017|18 in der öffentlichen Diskussion bzw. in der medialen Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Thema Ernährung und Gesundheit mit einem negativen Image zu kämpfen. Es wird der Eindruck vermittelt, dass Zucker für alle Fehlentwicklungen unserer modernen Gesellschaft – insbesondere aber für Übergewicht – verantwortlich ist.
So haben in den vergangenen Jahren acht EU-Mitgliedstaaten Steuern auf zuckerhaltige Getränke eingeführt, zumeist durch Erhöhung der entsprechenden Verbrauchssteuern. Auch weltweit haben einige Industrie- und Schwellenländer vergleichbare Regelungen getroffen.
Angestoßen durch die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezüglich des Anteiles von Zucker in der täglichen Ernährung verstärkt sich der Druck auf die EU-Kommission ebenso wie auf die EU-Mitgliedstaaten, in Bezug auf Rezepturänderungen bei Produkten aktiv zu werden. Bereits 2016 haben sich die EU-Mitgliedstaaten darauf verständigt, dass bis 2020 – ausgehend vom Basisjahr 2015 – insgesamt 10% weniger sogenannter zugesetzter Zucker im gesamten Lebensmittelangebot enthalten sein soll. Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Zuckersteuer nicht schlank macht. Eine Gewichtszunahme bei gesunden Menschen ist einfach zu erklären: Es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht. Ob diese Kalorien aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlenhydraten stammen, spielt dabei keine Rolle. Deshalb werden auch die Reformulierungsversuche mit dem Ziel, den Anteil von Zucker in Produkten zugunsten anderer Zutaten zu reduzieren, keinen Durchbruch bei der Bekämpfung von Übergewicht bringen. Denn meist weisen so reformulierte Produkte – entgegen der Annahme der Verbraucher – nicht wesentlich weniger Kalorien aus.
AGRANA hat es sich daher zum Ziel gesetzt, das Wissen über Ernährung im Allgemeinen sowie den Lebensstil und die Eigenschaften von Zucker im Speziellen zu verbessern.
AGRANA unterstützte im Berichtsjahr 2017|18 Initiativen, die Wissensvermittlung im Bereich Ernährung und Gesundheit anbieten, wie das "Forum Ernährung heute" oder die "Österreichische Gesellschaft für Ernährung" (ÖGE) sowie die Plattform "Land schafft Leben".
Mit dem Sponsoring des SK Rapid, eines Wiener Traditions-Fußballklubs, möchte AGRANA zu einem gesunden, aktiven Lebensstil motivieren und zu mehr Bewegung im Alltag anregen. Dabei ist AGRANA die Jugend ein besonderes Anliegen, wird der Grundstein für einen gesunden Lebensstil doch bereits in den ersten Jahren gelegt. AGRANA unterstützte im Berichtsjahr daher zahlreiche Nachwuchsveranstaltungen des SK Rapid Wien, wie den Greenie Day, den "Wiener Zucker"-Kinderlauf, das "Wiener Zucker"-U9 Turnier und die Jugendcamps des SK Rapid Wien.
Weiters unterstützte AGRANA auch den "Charity Walk" des österreichischen Umweltdachverbandes, der Bewegung in der Natur mit einer Spende zugunsten der lokalen Biodiversität verbindet.
Daneben fördert AGRANA auch bei ihren eigenen Mitarbeitern das Wissen und Bewusstsein zu ausgewogener Ernährung und einem gesunden Lebensstil durch eine Vielzahl an Aktivitäten (siehe Personal- und Sozialbericht, Seite 48ff ).
Zum Ende des Geschäftsjahres 2017|18 wurde im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen eine Kundenzufriedenheitsbefragung durchgeführt. Erstmals erfolgte die Befragung nicht nur online, sondern auch mittels telefonischer Interviews. Die Ergebnisse lagen zum Berichtsstichtag noch nicht vor. Die nächste globale Befragung der Kunden aller Geschäftssegmente ist für März 2019 geplant.
AGRANA verfügt in ihren Werken und in der Lieferkette über die notwendigen Zertifizierungen, um Kundenwünschen nach Ware aus biologischer Wirtschaftsweise nachkommen zu können.
Da sich eine mengenmäßig relevante Bio-Nachfrage aber im Wesentlichen auf die Länder Österreich, Deutschland und USA beschränkt, liegt der Anteil von Bio-Produkten am AGRANA-Gesamtabsatz im einstelligen Prozentbereich.
Mitgliedschaften bei nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen Neben der möglichst umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung ihrer Kerngeschäftsaktivitäten ist AGRANA auch als verantwortungsbewusster Corporate Citizen, d.h. als Teil der Gesellschaft, an den Orten, an denen sie tätig ist, engagiert. Im Rahmen dieses Engagements bringt sich AGRANA auch bei verschiedenen nachhaltig-
keitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen ein.
Wie in den Vorjahren unterstützte die AGRANA-Gruppe auch im Berichtsjahr 2017|18 wieder eine Vielzahl an sozialen Projekten in den Gemeinden ihrer Unternehmensstandorte sowie viele Kulturveranstaltungen in Österreich.
| Initiative | Mitgliedsunternehmen | Seit | Ziel der Initiative und Mitglieder |
|---|---|---|---|
| Sustainable Agriculture Initiative (SAI) |
AGRANA Beteiligungs-AG1 | Juli 2014 | Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: Lebensmittel- und Getränkeindustrie |
| SEDEX | AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2009 | Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: 36.000 Mitgliedsunternehmen weltweit |
| EcoVadis | AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AUSTRIA JUICE GmbH sowie einige Standorte des Segmentes Frucht |
2013 | Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt und Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: rund 120 global tätige Unternehmen verschiedenster Industrien |
| Bonsucro | AGRANA Zucker GmbH | Juli 2014 | Ziel: Verbesserung der Nachhaltigkeit im Zuckerrohranbau sowie der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr; Mitglieder: Produzenten, Händler, Verarbeiter |
| ARGE Gentechnik-frei | AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2010 | Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: Mitglieder aus der gesamten Lebensmittel Wertschöpfungskette inkl. vieler Einzelhändler |
| Initiative Donau Soja | AGRANA Stärke GmbH | April 2013 | Ziel: Nachhaltiger GVO-freier Sojaanbau in der Donauregion (Fokus Futtermittel); Mitglieder: gesamte Wertschöpfungskette, NGOs etc. |
| Branchen- und Interessenvertretung | Mitgliedsunternehmen | Wirkungsbereich |
|---|---|---|
| Industriellenvereinigung (IV) | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| AÖL – Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller | AGRANA Stärke GmbH | Deutschland |
| CEFS – Comité Européen des Fabricants de Sucre | AGRANA Zucker GmbH | EU |
| Starch Europe | AGRANA Stärke GmbH | EU |
| SGF International E.V. | AUSTRIA JUICE GmbH | weltweit |
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017|18 (1. März 2017 bis 28. Februar 2018) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Im Geschäftsjahr 2017|18 gab es im Konzern keine wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen. Insgesamt wurden 62 Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (28. Februar 2017: 60 Unternehmen) und 13 Unternehmen (28. Februar 2017: zwölf Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (verkürzt) | % / pp | ||||
| Umsatzerlöse | t€ | 2.566.317 | 2.561.296 | 0,2% | |
| EBITDA1 | t€ | 254.159 | 235.212 | 8,1% | |
| Operatives Ergebnis | t€ | 164.145 | 150.815 | 8,8% | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | |||||
| unternehmen, die nach der | |||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 29.395 | 30.589 | –3,9% | |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –2.912 | –9.037 | 67,8% | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 190.628 | 172.367 | 10,6% | |
| EBIT-Marge | % | 7,4 | 6,7 | 0,7 pp | |
| Finanzergebnis | t€ | –14.470 | –17.879 | 19,1% | |
| Ertragsteuern | t€ | –33.513 | –36.633 | 8,5% | |
| Konzernergebnis | t€ | 142.645 | 117.855 | 21,0% | |
| Ergebnis je Aktie | € | 8,97 | 7,13 | 25,8% |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2017|18 mit 2.566,3 Mio. € insgesamt auf Vorjahresniveau. Während der Umsatz im Segment Zucker (652,6 Mio. €; –2,9%) u. a. zuckerpreisbedingt leicht rückläufig war, stieg jener im Segment Stärke (752,3 Mio. €; +2,5%) auch aufgrund höherer Hauptproduktmengen geringfügig. Im Segment Frucht lagen die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau (1.161,4 Mio. €; +0,5%).
Segment Frucht 45,3%
Zucker 25,4%
Segment Stärke 29,3%
51,3% des Konzernumsatzes wurde von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 190,6 Mio. € um 10,6% deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Im Segment Zucker führten v. a. im Vergleich zum Vorjahr höhere Verkaufspreise in den ersten sechs Monaten zu einer deutlichen Verbesserung des EBIT auf 34,8 Mio. € (Vorjahr: 24,4 Mio. €). Der höchste Ergebnisbeitrag (80,2 Mio. €) wurde im Segment Stärke erzielt, wo das EBIT – v. a. aufgrund einer positiven Entwicklung im Ethanolgeschäft – nach einem Rekordwert im Vorjahr abermals (+5,2%) gesteigert werden konnte. Im Segment Frucht wurde das Ergebnis mit 75,6 Mio. € trotz eines rückläufigen EBITs im Fruchtsaftkonzentratgeschäft um 5,3% verbessert. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2017|18 –14,5 Mio. € (Vorjahr: –17,9 Mio. €), wobei die positive Veränderung auf zwei Entwicklungen zurückzuführen war. Einerseits konnte aufgrund einer Optimierung der Kredit- und Zinsstruktur der Zinsaufwand um 2,3 Mio. € reduziert werden. Andererseits gab es im Vorjahr eine außerordentliche Belastung durch die Wertberichtigung einer kurzfristigen Finanzforderung in der Ukraine (–4,8 Mio. €; Segment Frucht), was zu einer Verbesserung des Sonstigen Finanzergebnisses um 4,3 Mio. € führte. Das Währungsergebnis (inklusive Währungsderivate) verschlechterte sich v. a. aufgrund von negativen Entwicklungen bei Fremdwährungsfinanzierungen in Argentinien und Brasilien (Euro- und US-Dollar-Finanzierungen) um rund 2,7 Mio. €.
| Finanzergebnis | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Zinsergebnis | t€ | –7.832 | –10.152 | 22,9% |
| Währungsergebnis | t€ | –3.842 | –1.160 | –231,2% |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 34 | 565 | –94,0% |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –2.830 | –7.132 | 60,3% |
| Summe | t€ | –14.470 | –17.879 | 19,1% |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von 154,5 Mio. € im Vorjahr auf 176,2 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 33,5 Mio. €, der einer Steuerquote von 19,0% (Vorjahr: 23,7%) entspricht, betrug das Konzernergebnis 142,6 Mio. € (Vorjahr: 117,9 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei 140,1 Mio. € (Vorjahr: 111,3 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 8,97 € (Vorjahr: 7,13 €).
Im Geschäftsjahr 2017|18 investierte AGRANA in Summe 140,9 Mio. € und damit um 26,2 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen um 56,5% (Vorjahr: 35,9%) über den Abschreibungen und verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen1 | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Segment Zucker | t€ | 32.084 | 23.259 | 37,9% |
| Segment Stärke | t€ | 59.427 | 57.577 | 3,2% |
| Segment Frucht | t€ | 49.356 | 33.822 | 45,9% |
| Konzern | t€ | 140.867 | 114.658 | 22,9% |
| Abschreibungen | t€ | 90.014 | 84.397 | 6,7% |
| Investitionsdeckung | % | 156,5 | 135,9 | 20,6 pp |
Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Zucker in den Bereichen Verbesserung der Produktqualität und Energieeffizienz und im Segment Frucht in den Bereichen Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierungen. Die Inbetriebnahme der Kapazitätserweiterung in Aschach|Österreich war das größte Projekt im Segment Stärke. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Geschäftsbereiche sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben.
| Konzern-Geldflussrechnung | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| (verkürzt) | % | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | t€ | 302.745 | 258.020 | 17,3% |
| Veränderungen des Working Capital | t€ | –43.121 | 31.780 | –235,7% |
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen | ||||
| und gezahlte Ertragsteuern | t€ | –45.762 | –34.015 | –34,5% |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | t€ | 213.862 | 255.785 | –16,4% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | –133.346 | –171.530 | 22,3% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | –153.693 | 9.330 | –1.747,3% |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | t€ | –73.177 | 93.585 | –178,2% |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | ||||
| auf den Finanzmittelbestand | t€ | –4.291 | 230 | –1.965,7% |
| Sonstige bewertungsbedingte Änderungen | ||||
| des Finanzmittelbestandes | t€ | 0 | –4.761 | 100,0% |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | t€ | 198.429 | 109.375 | 81,4% |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | t€ | 120.961 | 198.429 | –39,0% |
| Free Cashflow1 | t€ | 80.516 | 84.255 | –4,4% |
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 44,7 Mio. € und lag bei 302,7 Mio. €. Nach einem Aufbau des Working Capital um 43,1 Mio. € (Vorjahr: Abbau um 31,8 Mio. €) und höheren gezahlten Ertragsteuern ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 213,9 Mio. € (Vorjahr: 255,8 Mio. €) zurück. Der Cashabfluss aus Investitionstätigkeit war mit 133,3 Mio. € trotz höherer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aufgrund der im Vorjahr getätigten Ausgaben für die Akquisition in Argentinien deutlich niedriger als in der Vergleichsperiode (Cashabfluss: 171,5 Mio. €). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –153,7 Mio. € spiegelt sich neben der Dividendenauszahlung die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten wider. Im Vorjahr führte v. a. die Kapitalerhöhung im Februar 2017 zu einem Cashzufluss von 9,3 Mio. €. Der Free Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um 4,4%.
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | 28.02.2018 | 28.02.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.161.001 | 1.135.297 | 2,3% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | t€ | 1.195.420 | 1.346.139 | –11,2% |
| Summe Aktiva | t€ | 2.356.421 | 2.481.436 | –5,0% |
| Eigenkapital | t€ | 1.453.997 | 1.411.888 | 3,0% |
| Langfristige Schulden | t€ | 419.427 | 296.635 | 41,4% |
| Kurzfristige Schulden | t€ | 482.997 | 772.913 | –37,5% |
| Summe Passiva | t€ | 2.356.421 | 2.481.436 | –5,0% |
| Nettofinanzschulden | t€ | 232.493 | 239.878 | –3,1% |
| Gearing2 | % | 16,0 | 17,0 | –1,0 pp |
| Eigenkapitalquote | % | 61,7 | 56,9 | 4,8 pp |
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2018 lag mit 2.356,4 Mio. € um 125,0 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.
1 Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit
2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
Vor allem über Abschreibungsniveau liegende Investitionen bei den Sachanlagen führten zu einer Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte um 25,7 Mio. €. Die Vorräte gingen mengen- und preisbedingt moderat zurück (–41,5 Mio. €) ebenso wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (–27,0 Mio. €). In Kombination mit markant gesunkenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (–77,5 Mio. €) führte diese Entwicklung in Summe zu deutlich niedrigeren kurzfristigen Vermögenswerten.
Die AGRANA-Eigenkapitalquote verbesserte sich mit 61,7% gegenüber dem Vorjahr (56,9%) um 4,8 Prozentpunkte. Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Schulden v. a. aufgrund des Aufbaus von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+130,1 Mio. €) deutlich. Die kurzfristigen Schulden sanken u. a. aufgrund des Abbaus von Finanzverbindlichkeiten (–215,1 Mio. €) und niedrigerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (–51,8 Mio. €) markant.
Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2018 lagen mit 232,5 Mio. € um 7,4 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages 2016|17. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 16,0% (28. Februar 2017: 17,0%).
Im Dezember 2017 wurden zwei langfristige Darlehen über je 50 Mio. € unter dem TLTRO1-Programm der Europäischen Zentralbank aufgenommen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre (endfällig) bei einer fixen Verzinsung von 0,7%. Die Mittel aus diesen Darlehen wurden für die Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke sowie zur Tilgung eines fälligen, konzerninternen Darlehens der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, verwendet.
Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse 2017|18 mit 652,6 Mio. € um 2,9% unter dem Vorjahr. Der Rückgang war u. a. auf im Jahresdurchschnitt etwas niedrigere Zuckerverkaufspreise zurückzuführen. Im Jahresverlauf waren die Zuckerdurchschnittspreise im Vorjahresvergleich bis Ende September 2017 noch deutlich höher; seit dem neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2017|18 (1.Oktober 2017 bis 30. September 2018) gab es sowohl bei den Retail- als auch Industriepreisen einen massiven Preisrückgang. Die Umsätze bei Nebenprodukten stiegen v. a. durch einen Mehrverkauf von Trockenschnitzeln moderat, jene bei sonstigen Produkten (INSTANTINA-Produkte, Saatgut, Services etc.) leicht. Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 25,4% (Vorjahr: 26,2%).
Das EBIT stieg von 24,4 Mio. € auf 34,8 Mio. €. Hier profitierte das Segment im ersten Halbjahr noch von einem gegenüber Vorjahr höherem Verkaufspreisumfeld. Seit dem dritten Quartal, dem ersten Quartal im neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2017|18, ging das operative Ergebnis deutlich zurück. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen 2017|18 in Höhe von –2,9 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen (Vorjahr: –9,0 Mio. €; negative Einmaleffekte in Rumänien).
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 24f ) angeführt.
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2017|18 lag mit 752,3 Mio. € um 2,5% leicht über dem Vorjahreswert. Positiv wirkten sich v. a. höhere Absatzmengen bei Stärken (insbesondere Bio- und Spezialqualitäten) und Verzuckerungsprodukten sowie in den ersten neun Monaten höhere Bioethanolpreise aus. Das deutlich geringere Volumen im Handel mit Futtermitteln ließ die Nebenproduktumsätze im Vergleich zum Vorjahr trotz gestiegener Eigenfertigungsproduktion moderat sinken. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 29,3% (Vorjahr: 28,7%).
Das EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € übertraf den Rekordwert des Vorjahres um 5,2% und resultierte in einer Profitabilität (Marge) von 10,7% (Vorjahr: 10,4%). Die Rohstoffpreise lagen auf Vorjahresniveau. Während die Anlaufkosten für die Inbetriebnahme der Werkserweiterung in Aschach|Österreich, v.a. durch erhöhte Personal- und Abschreibungskosten, das Ergebnis belasteten, konnten durch gesunkene Energiepreise und im Jahresdurchschnitt höhere Ethanolnotierungen Verbesserungen im Segment erzielt werden. Zusätzlich erhöhte sich der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA – vorrangig durch die im Vorjahresvergleich höheren Verkaufspreise für Bioethanol – moderat.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 31f ) angeführt.
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2017|18 mit 1.161,4 Mio. € (+0,5%) nahezu auf Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen waren leicht gestiegene Absätze bei stabilen Verkaufspreisen für einen ebensolchen Umsatzanstieg verantwortlich. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate waren die Umsatzerlöse u. a. aufgrund niedrigerer Konzentratpreise aus der Ernte 2016 (im Vergleich zu 2015) leicht rückläufig. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 45,3% (Vorjahr: 45,1%).
Das EBIT erreichte mit 75,6 Mio. € einen neuen Höchstwert und stieg um 5,3% gegenüber dem Vorjahr. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen eine deutliche Ergebnisverbesserung einfuhr, ging das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aufgrund einer Unterauslastung der Kapazitäten (Leerkosten durch geringere Verfügbarkeit von Äpfeln) im dritten Quartal deutlich zurück.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 38f ) angeführt.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B und B2C
Zucker und Zuckerspezialprodukte, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Rübe und Rohzucker (aus Rohrzucker)
Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Bosnien und Herzegowina (Region Westbalkan), Bulgarien
Weiterverarbeitende Industrien (v. a. Süßwaren-, Getränkeund Fermentationsindustrie), Lebensmittelhandel (für Endverbraucher)
Hoher Qualitätsstandard der Produkte; auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2014|15 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Segment Zucker | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 730.378 | 748.151 | –2,4% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –77.818 | –76.230 | –2,1% |
| Umsatzerlöse | t€ | 652.560 | 671.921 | –2,9% |
| EBITDA1 | t€ | 64.455 | 55.188 | 16,8% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 38.762 | 30.983 | 25,1% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | –1.091 | 2.442 | –144,7% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –2.912 | –9.037 | 67,8% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 34.759 | 24.388 | 42,5% |
| EBIT-Marge | % | 5,3 | 3,6 | 1,7 pp |
| Investitionen2 | t€ | 32.084 | 23.259 | 37,9% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 2.109 | 2.107 | 0,1% |
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2017|18 lag leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die jeweiligen Märkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retailkunden leicht im Plus lagen, ging der Absatz an die Industrie zurück. Die Exportvolumina – Verkäufe innerhalb wie auch außerhalb der EU – konnten nicht den Vorjahreswert erreichen.
Der Zuckerumsatz lag auch aufgrund der im Jahresdurchschnitt niedrigeren Verkaufspreise unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders deutlich war die Zuckerpreisreduktion bei den Groß- und Einzelhandelspreisen in den osteuropäischen Ländern sichtbar; in Österreich konnte das Niveau des Vorjahres im Wesentlichen gehalten werden.
Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch gestiegene Zuckerverkaufspreise im Vergleich zur Vorjahresperiode in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres verursacht. Seit dem dritten Quartal, dem ersten Quartal im neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2017|18 (1.Oktober 2017 bis 30. September 2018), ist die operative Profitabilität deutlich rückläufig.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, wirkte sich 2017|18 negativ auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Die Verschlechterung des Ergebnisbeitrages im Vergleich zum Vorjahr (–3,5 Mio. €) ist auf das Ende der Zuckerquoten und die dadurch ausgelösten, negativen Folgen für die Zuckerraffination am Westbalkan zurückzuführen – niedrigere Rübenzuckerpreise führten u. a. dazu, dass die AGRANA-STUDEN-Raffinerie am Standort in Bosnien und Herzegowina Anfang November 2017 auf "Stand-by" gestellt wurde.
Das im Geschäftsjahr 2017|18 ausgewiesene Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –2,9 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4,1 Mio. €, welchen außerordentliche Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 (+1,9 Mio. €) gegenüberstanden. Im Vorjahr setzte sich das negative Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 9,0 Mio. € aus Steuerschulden in Zusammenhang mit einer Betriebsprüfung in Rumänien (–11,5 Mio. €), einer Rückstellung für eine Rechtsstreitigkeit in Rumänien (–1,5 Mio. €) und aus der Beilegung eines Rechtsstreites in Tschechien (+4,0 Mio. €; Auflösung einer Rückstellung) zusammen.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 23.Jänner 2018 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 (1.Oktober 2017 bis 30. September 2018) nach zwei Defizitjahren mit einem Produktionsüberschuss. Danach käme es bei einem erwarteten Produktionsanstieg auf 189,7 Mio. Tonnen (ZWJ 2016|17: 179,5 Mio. Tonnen) trotz eines weiter wachsenden Verbrauches von 183,9 Mio. Tonnen (ZWJ 2016|17: 180,7 Mio. Tonnen) zu einem Aufbau der Bestände auf 71,1 Mio. Tonnen (ZWJ 2016|17: 67,2 Mio. Tonnen).
| Weltzuckerbilanz1 | 2017 18 | 2016 17 | 2015 16 |
|---|---|---|---|
| Mio. Tonnen | |||
| Anfangsbestand | 67,2 | 71,6 | 80,7 |
| Erzeugung | 189,7 | 179,5 | 174,2 |
| Verbrauch | –183,9 | –180,7 | –180,1 |
| Saldo Exporte/Importe | –1,9 | –3,2 | –3,2 |
| Endbestand | 71,1 | 67,2 | 71,6 |
| in % des Verbrauches | 38,7 | 37,2 | 39,8 |
Gab es bei einer sehr volatilen Zuckerweltmarktpreisentwicklung im Geschäftsjahr 2016|17 noch ein Vierjahreshoch im September bzw. Oktober 2016 mit 612,0 \$ pro Tonne Weißzucker und 524,9 \$ pro Tonne Rohzucker, so zeigten die Notierungen bei hoher Volatilität in den Folgemonaten eine sinkende Tendenz, die sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2017|18 weiter verschärfte. Einer der Hauptgründe dafür sind die letzten Einschätzungen zum globalen Zuckerüberschuss im ZWJ 2017|18, der u. a. auf die guten bis sehr guten Ernten in Hauptanbauregionen wie der EU, Indien und anderen asiatischen Ländern zurückzuführen ist.
Trotz der Einschätzung, dass in Brasilien verstärkt Zuckerrohr für die Ethanolherstellung verarbeitet wird, rechnen die Analysten 2018 aufgrund sehr guter Ernteerwartungen in Indien und Thailand sowie einer weiterhin hohen Rübenzuckerproduktion in Europa mit deutlichen Zuwächsen in der globalen Weltzuckerproduktion. Das tatsächliche Ausmaß eines zu erwartenden globalen Produktionsüberschusses wird sehr stark von den Entwicklungen in Brasilien abhängen. Die Entwicklungen des brasilianischen Reals, speziell im Lichte der 2018 stattfindenden Präsidentenwahlen, und sein Einfluss auf die relative Produktivität von Zucker im Vergleich zu Ethanol werden einen weiteren wichtigen Faktor darstellen.
Am Ende des Berichtszeitraumes (28. Februar 2018) notierte Weißzucker bei 361,3 \$ pro Tonne und Rohzucker bei 297,2 \$ pro Tonne.
Bereits die ersten Prognosen für die Zuckerrübenernte 2017|18 im Mai 2017 gingen von einem Anstieg der Anbauflächen um 16% in Europa aus. Letztendlich kam es in der Kampagne 2017|18 zu einer Steigerung der Anbau-
flächen um 18%. Günstige Wetterbedingungen während der letzten Wachstumsphase der Zuckerrüben führten zu einer Ernte von durchschnittlich 76,7 Tonnen pro Hektar, die somit um 6,7% über dem Fünfjahresdurchschnitt lag. Laut Europäischer Kommission wird für das ZWJ 2017|18 in der EU mit einer Zuckerproduktion von rund 20,6 Mio. Tonnen (ZWJ 2016|17: 17,3 Mio. Tonnen) gerechnet1. In Österreich, dem Hauptanbaugebiet für AGRANA, gab es auf einer Rübenanbaufläche von rund 41.400 Hektar einen durchschnittlichen Ertrag von rund 72 Tonnen pro Hektar.
Der Zuckerpreis sah laut dem offiziellen "Sugar Price Reporting" der EU in den letzten Monaten einen klaren Abwärtstrend; im September 2017 lag der EU-Durchschnittspreis noch bei 490 € pro Tonne, im Jänner 2018 belief sich der Preis nur noch auf 374 € pro Tonne.
Derzeit zu beobachten ist auch, dass die Zuckerimporte im Rahmen des EPA/EBA2-Abkommens sowie des Abkommens mit den AKP3-Staaten im noch laufenden ZWJ 2017|18 weit hinter den Mengen des Vorjahres liegen. Auch die Beantragung von Zuckerimportlizenzen ist mäßig. Diese Entwicklungen stehen in Zusammenhang mit der hohen EU-Produktionsmenge und den gesunkenen EU-Preisen. Die EU entwickelt sich damit von einem Nettoimporteur zu einem Nettoexporteur.
Die hohen Zuckerverkaufspreise in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres waren v. a. noch auf die bis zum Beginn der neuen Ernte 2017 europaweit niedrigen Zuckerlagerstände und anfangs noch hohen Weltmarktpreise im ersten Halbjahr 2017|18 zurückzuführen.
Die letzten fünf Monate im Zuckerverkauf waren geprägt von den neu verhandelten Preisen mit den Industrieund Retailkunden. Das Auslaufen der Zuckerquote und die niedrigen Weltmarktpreise gekoppelt mit einer erwarteten hohen Zuckerproduktion stellen die gesamte europäische Zuckerindustrie aber auch deren Abnehmer vor neue Herausforderungen.
Die Abschlüsse für das ZWJ 2017|18 liegen nun deutlich unter dem Vorjahresniveau.
AGRANA hat sich in den Bereichen Industrie und Großund Einzelhandel (Retail) auch nach dem Auslaufen der europäischen Quotenregelung der Festigung bzw. dem Ausbau vorhandener Marktanteile verschrieben. Die eingeschlagene Produkt- und Markenstrategie wurde durch einen insgesamt positiven Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen 2017|18 bestätigt, wenn auch die Verkaufspreise seit Herbst 2017 unter Druck gerieten.
Insbesondere die Bereiche des Groß- und Einzelhandels sowie der Drittlandexport konnten ein Mengenplus im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Im Handel ist diese positive Entwicklung über alle Länder hinweg v. a. auf die gestiegene Verwendung von Zucker zum Einkochen von Früchten und zum Backen zurückzuführen. Insgesamt zeigt der Absatz von Zuckerspezialitäten und Zucker aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft eine positive Entwicklung, wobei insbesondere in den osteuropäischen Ländern weiteres Potenzial für Wachstum gegeben ist.
Seit dem 1.Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Die wesentlichsten Veränderungen stellen hierbei das Ende der Produktionsquoten für Zucker und Isoglukose wie auch die Abschaffung der Rübenmindestpreise dar.
Es ist jedoch weiterhin eine Vertragspflicht zwischen der Zuckerindustrie und den Zuckerrübenerzeugern vorgesehen. Auch das Ergreifen von Sondermaßnahmen durch die Europäische Kommission bei Krisen ist nach wie vor möglich. Die private Lagerhaltung, mit der die Kommission temporär Zucker vom Markt nehmen kann, ist eines dieser Instrumente.
Ein wesentliches Element der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes für die europäischen Zuckerproduzenten seit dem 1.Oktober 2017 sind unbegrenzte Exportmöglichkeiten.
Unverändert bleibt der Außenschutz der EU durch die Importzölle von 419 € pro Tonne Weißzucker bzw. 339 € pro Tonne Rohzucker für den Marktzugang für Drittländer aus Nicht-Präferenzstaaten bestehen. Die Präferenzabkommen (zollfreier Zugang) mit den LDCs4/AKP-Staaten bleiben weiterhin aufrecht, wie auch die zollfreien bzw. zollreduzierten Präferenzimporte unter Berücksichtigung der Mengenbegrenzungen.
Die Europäische Kommission verhandelt aktuell mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) die Ausgestaltung eines Freihandelsabkommens. Die europäischen Rübenanbauer und Zuckerunternehmen möchten Zugeständnisse seitens der EU für die Mercosur-Staaten bei Zucker und Produkten mit hohem Zuckergehalt verhindern, da Brasilien bereits über einen hohen zollbegünstigten Zugang zum EU-Zuckermarkt verfügt und die brasilianische Regierung nach wie vor durch eine Vielzahl von staatlichen direkten und indirekten Subventionen in die Zuckerpolitik des weltgrößten Zuckerproduzenten eingreift. Diese Subventionen führen dazu, dass Zucker aus Österreich bzw. aus Europa in keinem fairen Wettbewerb mit Brasilien steht.
1 EU Sugar Balance, Jänner 2018
2 Economic Partnership Agreement/"Everything But Arms"
3 African, Caribbean and Pacific Group of States; Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten
4 Least Developed Countries
Nachhaltigkeit im Segment Zucker
SAI FSA-Audits im Rübenvertragsanbau in 5 Ländern bestätigten 2017 für mehr als 75% aller Betriebe den Goldund Silber-Status
Direkter Energieeinsatz von 2,49 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 1,92 m³ pro Tonne Produkt
wsk.agrana.com/ zucker
Die Zuckerrübenerntefläche der rund 6.900 AGRANA-Kontraktbauern betrug im ZWJ 2017|18 rund 96.300 Hektar (Vorjahr: rund 93.200 Hektar), wobei knapp 1.700 Hektar (Vorjahr: 1.300 Hektar) auf den biologischen Anbau entfielen. Daraus produzierte das Unternehmen rund 9.000 Tonnen (Vorjahr: rund 8.500 Tonnen) Bio-Rübenzucker.
Durch die vergleichsweise geringe Niederschlagsmenge und die sehr heißen Temperaturen während der gesamten Vegetationsperiode konnten sich die Rübenbestände in vielen Anbauregionen nicht gut entwickeln. Erst im Herbst 2017 entspannte sich die Situation aufgrund der kühlen und niederschlagsreichen Witterung. Die Rübenbestände erholten sich in vielen Anbauregionen und zeigten bis zur Ernte einen überdurchschnittlichen Zuwachs. Lediglich im östlichen Teil der Anbauflächen in Österreich und im gesamten Anbaugebiet der Slowakei sowie auch in den ungarischen Grenzregionen zu Österreich blieben die Rübenbestände unterdurchschnittlich. Die Ernte erfolgte mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung im September aufgrund von intensiven Niederschlägen unter vergleichsweise guten Bedingungen. Aufgrund der beschriebenen Witterung sind die Zuckergehalte der Rüben im Durchschnitt mit 17,2% (Vorjahr: 16,7%) überdurchschnittlich hoch. Trotz eines leichten Flächenzuwachses in der AGRANA-Gruppe wurden mit rund 6,2 Mio. Tonnen Rüben um rund 0,5 Mio. Tonnen Rüben weniger als im Vorjahr verarbeitet.
Die sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken verarbeiteten während der Kampagne täglich rund 51.500 Tonnen (Vorjahr: 49.400 Tonnen) Rüben. In durchschnittlich 120 Tagen (Vorjahr: 136 Tage) pro Werk wurden daraus rund 941.000 Tonnen (Vorjahr: rund 1 Mio. Tonnen) Zucker erzeugt. Im Geschäftsjahr 2017|18 raffinierte AGRANA rund 200.100 Tonnen (Vorjahr: 263.200 Tonnen) Weißwert aus Rohzucker. Um auch für das Vorprodukt Rohzucker eine nachhaltige vorgelagerte Lieferkette sicherstellen zu können, hält AGRANA seit 2014 eine für alle Raffinationsstandorte gültige "Chain of Custody"-Zertifizierung nach dem international anerkannten Bonsucro-Standard. Dieses Zertifikat, das die Einhaltung hoher Sozial- und Umweltkriterien über die gesamte Produktwertschöpfungskette bestätigt, erlaubt AGRANA-Kunden, das Bonsucro-Logo auf ihren Produkten zu führen. Bonsucro hat im Benchmarking-Tool der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) mit Gold-Status die höchste Bewertung.
AGRANA folgt für den Rübeneinkauf einer Rübenpreisregelung mit einer variablen Preistabelle in Abhängigkeit vom Zuckerverkaufspreis.
Das Segment Zucker hat, den AGRANA-Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte entsprechend, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, die Umsetzung des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Zuckerrübenvertragsanbauer gewählt (Details zu SAI und FSA, siehe Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 10).
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurde die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Entsprechend dem im Juni 2016 veröffentlichten "SAI FSA Implementation Framework" haben ausgewählte Landwirte aus allen fünf Anbauländern (Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn) bei der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits nach SAI-Vorgaben mitgewirkt. Auf Basis der Ergebnisse der externen Verifizierung darf AGRANA Zucker nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) Betriebe den Gold- und Silber-Status ausloben. Damit erfüllen alle Rüben-Vertragsanbauer die AGRANA-Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale werden im Rahmen bestehender Schulungsprogramme adressiert.
Neben der jährlich stattfindenden BETAEXPO, die 2017 unter dem Motto "Pflanzenschutz – Wohl oder Übel?" ganz im Zeichen der Debatte rund um den Einsatz bestimmter Wirkstoffgruppen zum Pflanzenschutz stand (siehe dazu Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 10f ), führte AGRANA auch im Geschäftsjahr 2017|18 im Rahmen ihres Effizienzsteigerungsprogrammes "Mont Blanc", mit dem Ziel der Erhöhung des Zuckerertrages und der Senkung der Produktionskosten wieder viele bewusstseinsbildende Veranstaltungen durch. AGRANA nahm in Österreich rund 1.100 Bodenproben zur EUF-Analyse1 mit GPS-Aufzeichnungen der Einstiche auf Flächen von Vertragsanbauern zur bedarfsgerechten Düngeplanung vor. An den 85 Demonstrationsbetrieben im gesamten Rübenanbaugebiet der AGRANA-Gruppe fanden in der Vegetationsperiode 150 Feldbegehungen sowie acht Feldtage mit über 7.500 Teilnehmern statt. Auf großes Interesse stieß auch ein von den Segmenten Zucker und Stärke in Kooperation mit "BIO Austria" organisierter Bio-Fachtag für alle von AGRANA verarbeiteten Bio-Kulturen.
Im Jahr 2017 wurden in Österreich rund 5.000 Hektar mit der Zwischenfruchtmischung der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH, einem nicht gewinnorientierten Tochterunternehmen der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut aus überwiegend eigener Vermehrung zur Verfügung stellt,
begrünt. Sie lockert den Boden, mobilisiert Nährstoffe, aktiviert das Bodenleben und erhöht die Biodiversität am Feld. Daneben wurden auch ein- und mehrjährige Blühflächen angelegt, gemeinsam bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei.
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Zuckerprodukten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von 5% bis 10% auf den Carbon Footprint des Segmentes Zucker hat, versucht AGRANA trotzdem auch Transporte, so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich, nachhaltig zu gestalten. Über alle Produktionsländer betrachtet, wurden in der Verarbeitungssaison 2017|18 rund 36% der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert, wobei der Anteil der Bahntransporte in Ungarn mit rund 65% am höchsten lag.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Zucker sank im Berichtsjahr 2017|18 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,8%. Diese Reduktion ist auf verbesserte Fahrweisen in der Extraktion und die verbesserte Abwärmenutzung in der Niedertemperaturtrocknung
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Durchschnittliche spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) durch die Veredelung in Zuckerfabriken2 kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 EUF-Bodenproben: Elektro-Ultrafiltration ist ein labortechnisches Analyseverfahren zur Untersuchung von Bodensubstraten auf ihre für Pflanzen verfügbaren Nährstoffe. Die EUF-Methode wird für ein praxisnahes Düngeberatungssystem genutzt.
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 9
4 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
v.a. in der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf|Österreich zurückzuführen. In der Fabrik Tulln|Österreich konnten die witterungsbedingten Engpässe bei der Rübenversorgung durch vermehrte Dicksaftverarbeitung ausgeglichen und so der Energieeinsatz auf den Produktoutput bezogen auf gutem Niveau gehalten werden. Die verbesserte spezifische Verarbeitungskapazität in der Gruppe von rund 4% wirkt sich ebenfalls positiv auf diese Energiekenngröße aus.
Die ungarische Zuckerfabrik Kaposvár erzeugte im Geschäftsjahr 2017|18 rund 31,3 Mio. m³ Biogas aus Rübenschnitzeln. Mit dieser Menge hätte der Standort rund 71% des Primärenergiebedarfs in der Rübenkampagne 2017|18 decken können. Rund 9,2 Mio. m³ des in der Fabrik erzeugten Biogases (rund 54% Methangehalt) wurden über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu rund 5,2 Mio. m³ (Vorjahr: 4,8 Mio. m³) Biomethan (100% Methangehalt) zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz aufbereitet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 2.090 (Vorjahr: 1.950) Einfamilienhäusern.
Das Segment Zucker hat damit im Geschäftsjahr 2017|18 das für 2020|21 angepeilte Ziel von 2,49 GJ direktem Energieeinsatz pro Tonne Produktoutput erreicht.
Aufgrund des geringeren Dampfbedarfs durch die gesetzten Energieeffizienzmaßnahmen wurde in den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auch weniger Strom selbst erzeugt. Diese geringere Eigenstromproduktion musste durch höheren externen Strombezug kompensiert werden, was zu einem Anstieg des spezifischen indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt um rund 7,4% gegenüber dem Vorjahr führte.
In Summe sanken dadurch die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt um rund 3,5% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 28).
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden die Energiemanagementsysteme der bereits im Jahr 2014|15 nach ISO 50001 zertifizierten Produktionsstandorte des Segmentes Zucker rezertifiziert, womit 100% aller Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9) über eine aktuelle Zertifizierung verfügen.
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird teilweise mit der Zuckerrübe in die Fabrik gebracht. Die Rübe besteht zu rund 75% aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker getrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgegeben.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9)
| Segment Zucker | 2017 18 | 2016 17 | 2015 16 |
|---|---|---|---|
| m³ pro Tonne Haupt | |||
| und Nebenprodukte | |||
| Wassereinsatz | 2,14 | 1,61 | 1,78 |
| Wasserabgabe | 3,19 | 2,78 | 2,81 |
Die Steigerung des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) von rund 32,5% war auf höheren Kühlwasserbedarf an mehreren Standorten zurückzuführen. Aufgrund des höheren Wassereinsatzes ist auch die durchschnittliche spezifische Abwassermenge pro Tonne Produkt um 14,9% gestiegen.
Das Abwasser der AGRANA-Zuckerfabriken aufnehmende Gewässer 2017|181
Die absolute Abfallmenge sank gegenüber dem Vorjahr um 3,5%. Die Mehrmenge gefährlicher Abfälle erklärt sich aus einer nur unregelmäßig alle paar Jahre durchgeführten Entsorgung z.B. von Altöl und -laborchemikalien, Bahnschwellen, Eternitplatten, Leuchtstoffröhren durch Lampentausch etc.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9)
| Segment Zucker Tonnen |
2017 18 | 2016 17 | 2015 161 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 72.513 | 75.049 | 163.068 |
| davon gefährliche Abfälle | 198 | 153 | 170 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 2,9% | 2,8% | 6,7% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,008% | 0,006% | 0,007% |
| Entsorgte Abfälle | ungefährlich | ungefährlich | ungefährlich |
| nach Entsorgungsart | & gefährlich | & gefährlich | |
| Kompostierung | 1.107 | 1.529 | 962 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 710 | 486 | 442 |
| Wiederverwendung | 9.866 | 14.699 | 91.460 |
| Recycling | 4.045 | 6.126 | 19.781 |
| Deponierung | 39.777 | 39.279 | 50.418 |
Die Absetzbecken auf dem Werksgelände der 2006 stillgelegten Zuckerfabrik in Hohenau an der March|Österreich, in einem von der RAMSAR Convention on Wetlands2 definierten Gebiet mit hohem Biodiversitätswert, wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein AURING als Rastplätze für Wasservögel, v. a. für Watvögel, umgewidmet.
Im Sommer 2017 nahm die AGRANA Zucker GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis 2014 erstmals gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor und konnte sich von Bronze- auf Silber-Status verbessern.
Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2017|18 32,1 Mio. € (Vorjahr: 23,3 Mio. €) u. a. für Investitionen in Produktqualität und Energieeffizienz aus. Auszug an wesentlichen Projekten:
Entsorgte gefährliche Abfälle der AGRANA-Zuckerfabriken nach Entsorgungsart 2017|183
1 Die ab 2015|16 geltende Definition von Abfall konnte erst im Geschäftsjahr 2016|17 final umgesetzt werden
(siehe inhaltliche Berichtsgrenzen, Seite 12).
2 Siehe Glossar
3 In den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Unterscheidung in Food-, Non-Foodund Feed-Bereich; native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/ Bioethanol, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Mais, Weizen, Kartoffeln
Zentral- und Osteuropa, schwerpunktmäßig Österreich und Deutschland, auch Spezialmärkte wie z.B. USA und VAE
Food: Nahrungsmittelindustrie; Non-Food: Papier-, Textil- und bauchemische Industrie, pharmazeutische und Kosmetikindustrie, Mineralölindustrie; Feed: Futtermittelindustrie
Gentechnikfrei und starker Bio-Fokus
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Segment Stärke | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 762.308 | 744.194 | 2,4% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –9.993 | –10.272 | 2,7% |
| Umsatzerlöse | t€ | 752.315 | 733.922 | 2,5% |
| EBITDA1 | t€ | 76.486 | 70.072 | 9,2% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 49.744 | 48.075 | 3,5% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 30.486 | 28.147 | 8,3% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 80.230 | 76.222 | 5,3% |
| EBIT-Marge | % | 10,7 | 10,4 | 0,3 pp |
| Investitionen2 | t€ | 59.427 | 57.577 | 3,2% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 959 | 893 | 7,4% |
Im Segment Stärke stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2017|18 gegenüber dem Vorjahr um 2,5%. Bei den Hauptprodukten betrug die Umsatzsteigerung rund 6 %, während die Umsatzerlöse mit Nebenprodukten, insbesondere aufgrund der geringeren Volumina im Futtermittelhandel, moderat sanken. Die Absatzmenge lag insgesamt in etwa auf Vorjahresniveau, wobei die Menge an verkauften Hauptprodukten um knapp 4% gesteigert werden konnte. Zu einem großen Teil basierte das Wachstum auf Produktionszuwächsen infolge der Inbetriebnahme der Werkserweiterung in Aschach|Österreich (Stärke- und Verzuckerungsprodukte), aber auch alle anderen Anlagen waren auf hohem Niveau ausgelastet.
Die Marktpreise für native Stärken spiegelten die gestiegene Nachfrage wider; bei modifizierten Stärken konnte die Marktposition insbesondere in den Bereichen Spezial- und Bio-Produkte ausgebaut werden. Seit der Liberalisierung des europäischen Zuckermarktes (1.Oktober 2017) bewegen sich die Zuckerpreise in Europa, bedingt durch einen verstärkten Wettbewerb in der EU, Rübenzuckerüberschüsse und tiefe Weltmarktnotierungen, auf einem niedrigen Niveau. Damit stehen auch die stärkebasierten Verzuckerungsprodukte unter zunehmendem Preis- und Margendruck. Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieben die Bioethanolnotierungen volatil, lagen aber im Jahresdurchschnitt über dem Preisniveau des Vorjahres. Die Futtermittelpreise sanken geringfügig.
Native und modifizierte Stärke Verzuckerungsprodukte
Alkohol und Ethanol
Auf der Kostenseite bewegten sich die Getreidepreise im Berichtsjahr seitwärts. Bei den Energiepreisen konnten Einsparungen erzielt werden. Die im Jahresdurchschnitt höheren Ethanolpreise hatten ebenfalls einen positiven Effekt auf die Ergebnisentwicklung. Die Inbetriebnahme der Anlagenerweiterung in Aschach führte zu einmaligen Anlaufkosten. Konkret resultierten die projektbezogenen Investitionen und die zusätzlichen Mitarbeiter in deutlich gestiegenen Anlagenabschreibungen und Personalaufwendungen. Ergebnisrelevant wurde dies im Anstieg des EBITDA um 9,2% auf 76,5 Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sich das operative Ergebnis um 3,5% auf 49,7 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2017|18 sank der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um 3,2%, wobei im Bereich Isoglukose Preissteigerungen erzielt werden konnten. Niedrigeren Produktions- und Absatzmengen standen höhere Verkaufspreise bei Bioethanol gegenüber, was insgesamt aber dennoch zu einem Umsatzrückgang bei HUNGRANA führte. Bei Rohstoffpreisen auf Vorjahresniveau und aufgrund eines reduzierten Körperschaftsteuersatzes in Ungarn lag der Jahresüberschuss um 8,3% über dem Vorjahreswert und der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke konnte somit auch moderat gesteigert werden.
Der Lebensmittelbereich entwickelte sich absatzseitig stabil und die Preise bei nativen und modifizierten Stärkeprodukten bewegten sich nicht zuletzt durch die Impulse aus dem technischen Bereich nach oben.
Positiv wirkte sich im technischen Bereich v. a. die Nachfrage aus der Papier- und Wellpappeindustrie aus. Treiber für diese positive Entwicklung ist der Trend des stetig wachsenden Online-Versandhandels, der den Verbrauch von Wellpappe und Wellpapperohpapieren antreibt. Zahlreiche Kapazitätserweiterungsprojekte seitens der Papierindustrie tragen zu einer festen Nachfrage bei.
Die strategische Weiterentwicklung des Kunden- und Marktportfolios der AGRANA Stärke GmbH in Richtung Spezialisierung zeigt sich in Absatzsteigerungen auf den internationalen Märkten für Baustärken und Klebstoffe ebenso wie bei Stärkeprodukten mit höheren Veredelungsgraden bzw. aus Spezialrohstoffen. Deutliche Zuwächse konnten beispielsweise bei sprühgetrockneten Verzuckerungsprodukten realisiert werden, wo v.a. im Bio-Segment Marktanteile gewonnen wurden.
Der europäische Markt für Kartoffelstärke ist etabliert; die wachsenden Regionen Lateinamerika und Asien entwickeln sich auch für die AGRANA Stärke zu interessanten Exportdestinationen.
Bei den Nebenprodukten wiesen Hochproteine eine anhaltend feste Preistendenz auf, insbesondere vitaler Weizengluten zeigte eine positive Preisentwicklung. Neben der Backwarenindustrie sorgten v. a. die Bereiche Fischfutter und Heimtiernahrung für Marktimpulse. Mittelproteine (Actiprot® oder Maiskleberfutter) orientieren sich hingegen stark an den Soja-, Getreide- und Maismärkten und unterliegen daher einem stärkeren Preisdruck.
Bestimmend für das Umfeld bei stärkebasierten Verzuckerungsprodukten, insbesondere das Isoglukosegeschäft, ist die Markt- und Preisentwicklung bei Zucker.
Die Isoglukosequote im letzten Jahr des Mengenregimes im Rahmen der EU-Zuckermarktordnung betrug unverändert rund 720.000 Tonnen, wobei auf HUNGRANA (100%) mit 250.000 Tonnen der größte Anteil entfiel. Diese Quote wurde am 1. Oktober 2017 im Zuge der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes aufgehoben.
Bei flüssigen Verzuckerungsprodukten führte die vollständige Liberalisierung der Zuckermärkte bereits im Vorfeld zu sehr hohem Wettbewerbs- und Preisdruck. Aktuell ist zu beobachten, dass die Bereitschaft der Kunden, Zucker verstärkt durch Isoglukose zu substituieren, infolge der tiefen Zuckerpreise nicht sehr hoch ist.
Die Volatilität am europäischen Markt für Bioethanol war auch im Geschäftsjahr 2017|18 signifikant; so hat sich nach Monaten mit einem engen Nachfrage-Angebotsverhältnis am EU-Markt und festen Preisen in einer Bandbreite von 530 € bis 590 € pro m³ FOB Rotterdam seit Anfang Oktober ein signifikant tieferes Preisniveau zwischen 455 € und 480 € pro m³ durchgesetzt. Gestützt durch die sehr guten Zuckerrübenernten der Kampagne 2017 wurden Zuckerrübendicksaft und -melasse wieder verstärkt für die Ethanolproduktion verwendet.
Nähere Informationen zum wirtschaftspolitischen Umfeld und den Rahmenbedingungen für Ethanol sind im Kapitel Risikomanagement (EU-Richtlinie für erneuerbare Energien) angeführt.
Der Internationale Getreiderat (IGC1) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2017|182 bei 2,09 Mrd. Tonnen und damit leicht unter dem Vorjahresniveau sowie unter dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 757 Mio. Tonnen (Vorjahr: 754 Mio. Tonnen, erwarteter Verbrauch: 743 Mio. Tonnen) geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 1.048 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.088 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 1.068 Mio. Tonnen). Die gesamten Getreidelagerbestände werden mit 610 Mio. Tonnen um rund 13 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr erwartet.
Durch die weltweit gute Versorgungssituation bei Getreide sind die Terminnotierungen im Jahresverlauf gesunken. Am 28. Februar 2018 lag der Preis an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) für Weizen bei 167 € und für Mais bei 156 € je Tonne (Vorjahr: Weizen 172 € und Mais 171 € je Tonne). Der Grund dafür lag in der sehr guten Maisernte in den USA sowie den guten Getreideernten in Westeuropa 2017.
In der Kampagne 2017|18 hat die Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd|Österreich in 164 Tagen (Vorjahr: 149 Tage) rund 260.700 Tonnen (Vorjahr: 238.900 Tonnen) Stärkeindustriekartoffeln mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 18,0% (Vorjahr: 19,6%) verarbeitet. Aus rund 25.600 Tonnen (Vorjahr: 24.800 Tonnen) Speiseindustriekartoffeln wurden etwa 4.200 Tonnen (Vorjahr: 4.400 Tonnen) Kartoffeldauerprodukte produziert.
Die Maisverarbeitungsmenge der AGRANA Stärke GmbH in Österreich für Stärkeprodukte (ohne Ethanol) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017|18 auf rund 442.700 Tonnen (Vorjahr: rund 416.000 Tonnen), was auf den Ausbau der Maisverarbeitung am Standort Aschach zurückzuführen war. Davon betraf die Verarbeitung von Nassmais eine Menge von rund 113.7003 Tonnen (Vorjahr: rund 121.000 Tonnen). Der Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, zertifiziert gentechnikfreier Mais) erhöhte sich dabei auf rund 132.200 Tonnen (Vorjahr: rund 131.000 Tonnen).
In der Weizenstärkeanlage am Standort Pischelsdorf| Österreich wurde im Geschäftsjahr 2017|18 eine Nettorohstoffmenge von rund 191.200 Tonnen (Vorjahr: 198.000 Tonnen) Weizen für die Verarbeitung zu Weizenstärke eingesetzt. In der angeschlossenen Bioethanolanlage wurden rund 656.000 Tonnen (Vorjahr: 637.000 Tonnen) Getreide verarbeitet, wobei das Einsatzverhältnis von Weizen (inkl. Tritikale) zu Mais in etwa 60:40 betrug. Aus der Ernte 2017 wurden über Vorverträge mit Landwirten rund 86.400 Tonnen Ethanolweizen und -tritikale kontrahiert. Für die Ernte 2018 wurden wiederum Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.
In Ungarn (HUNGRANA-Werk, nach der Equity-Methode einbezogen) lag die gesamte Maisverarbeitungsmenge 2017|18 (100%) aufgrund eines Stillstandes durch technisches Gebrechen mit rund 1,1 Mio. Tonnen leicht unter dem Vorjahreswert. Die dortige Nassmaisverarbeitung begann aufgrund der trockenen Witterung bereits Mitte August 2017 und wurde Ende Dezember 2017 leicht unter dem Vorjahresniveau abgeschlossen. Im rumänischen Werk wurden mit rund 69.000 Tonnen Mais etwas mehr als im Vorjahr verarbeitet.
€ pro Tonne (Warenterminbörse Paris, NYSE Euronext Liffe)
1 International Grains Council, Schätzung vom 22. Februar 2018
2 Getreidewirtschaftsjahr: 1.Juli bis 30.Juni
3 Auf Basis Feuchtgewicht
SAI FSA-Audits im österreichischen Kartoffelvertragsanbau bestätigten 2017 für mehr als 75% aller Betriebe den Gold- und Silber-Status
Einsparung von 50 GWh durch Effizienzmaßnahmen in Anlagen
wsk.agrana.com/ staerke
Auch das Segment Stärke hat im Berichtsjahr in Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, den Einsatz des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Kartoffelvertragsanbauer fortgesetzt (Details zu SAI und FSA siehe Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 10).
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurde die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Im Segment Stärke nahmen entsprechend dem "SAI FSA Implementation Framework" und der Audit Guideline ausgewählte österreichische Vertragslieferanten von Kartoffeln bei der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits teil. Damit darf AGRANA Stärke nach SAI-Vorgaben für mehr als 75% aller (d.h. der Grundgesamtheit der) österreichischen Kartoffelvertragslieferanten den Gold- und Silber-Status ausloben. Alle österreichischen Kartoffel-Vertragsanbauer erfüllen somit die AGRANA-Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale werden im Rahmen bestehender Schulungsprogramme adressiert.
Bei der Beschaffung von nachhaltigen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme wie nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS) zertifizierte Rohstoffe. Sowohl ISCC als auch AACS werden im SAI-System mit Silber-Status bewertet.
BETAEXPO – Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen Zum Fachtag im Juni 2017 stand die BETAEXPO, Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen, unter dem Motto "Pflanzenschutz – Wohl oder Übel?" ganz im Zeichen der Debatte rund um den Einsatz bestimmter Wirkstoffgruppen zum Pflanzenschutz (Details siehe Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 10f ).
Neben der BETAEXPO richtete AGRANA aber auch im Stärkebereich viele andere Dialogveranstaltungen für ihre Vertragsanbauer aus. Wie in den Vorjahren fanden ein Tag für Neuanbauer, bei dem über den Stärkeindustriekartoffelanbau informiert wurde, sowie mehrere Feldbegehungen mit Kartoffelund Ethanolgetreidelieferanten statt. Weiters unterstützte AGRANA den mit rund 300 Teilnehmern gut besuchten Fachtag der Vereinigung der Österreichischen Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK) finanziell und inhaltlich mit pflanzenbaulichen sowie die Wirtschaftlichkeit des Anbaus betreffenden Vorträgen. Ein Feldtag für Stärkeindustriekartoffellieferanten im Oktober 2017 und der Bio-Fachtag (siehe Seite 28) rundeten das Programm zur Bewusstseinsbildung bezüglich guter landwirtschaftlicher Praxis ab. Im Bereich Stärkemais fand erstmalig eine Schulung der Vertragslandwirte zur schonenden und verlustfreien Erntetechnik statt.
Das im Sommer 2013 gestartete Projekt zum Schutz von Fledermäusen im Waldviertel|Österreich (siehe Geschäftsbericht 2014|15, Seite 64) wurde auch im Berichtsjahr erfolgreich weitergeführt. Bei Bestandskontrollen im Frühjahr und Herbst 2017 zeigte sich eine dichte Besiedelung sowie die Zuwanderung einer fünften Fledermausart. Weiterhin waren über 70% der angetroffenen Tiere Mopsfledermäuse, eine in der österreichischen roten Liste der gefährdeten Säugetiere aufgeführte Art.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke stieg in der Berichtsperiode 2017|18 gegenüber dem Vorjahr um rund 2,1%. Diese Steigerung war auf die Herstellung von mehr Prozessdampf im Werk Pischelsdorf|Österreich im Zuge gestiegener Produktionsmengen zurückzuführen.
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz pro Tonne Produkt im Segment Stärke sank durch die Realisierung von zwei Wärmerückführungsprojekten in Pischelsdorf|Österreich um rund 5,7% im Vergleich zum Vorjahr.
In Summe sanken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch pro Tonne Produkt um rund 2,2% aufgrund des gestiegenen Einsatzes erneuerbarer Energien v. a. in den Maisstärkefabriken in Aschach|Österreich und Țăndărei| Rumänien gegenüber dem Vorjahr.
Im Herbst 2014 wurde an den österreichischen Stärkeproduktionsstandorten Aschach, Gmünd und Pischelsdorf ein Energiemanagementsystem eingeführt und nach ISO 50001 zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2017|18 erfolgte die Rezertifizierung. Der Standort in Rumänien verfügt über ein Energieaudit. Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung hat sich das Segment Stärke standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von 50 GWh im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in einzelnen Anlagenteilen bis 2020|21, zum Ziel gesetzt. Mit den Energieeinsparprojekten des Geschäftsjahres 2017|18 wurde dieses Ziel bereits überschritten. Durch Einsparungsprojekte wie z.B. die Maische- und Purgevorwärmung in der Ethanoldestillation in Pischelsdorf|Österreich, Austausch der Eiweißdekanter in Gmünd|Österreich und die Effizienzsteigerung durch einen neuen Dampfkessel in Aschach|Österreich wurden bisher rund 54 GWh eingespart.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 9
4 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9)
| Segment Stärke m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2017 18 | 2016 171 | 2015 16 |
|---|---|---|---|
| Wassereinsatz | 4,49 | 4,02 | 4,18 |
| Wasserabgabe | 4,69 | 4,76 | 4,35 |
Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke stieg im Berichtsjahr um 11,8% gegenüber dem Vorjahr. Diese Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist ausschließlich der genaueren Erfassung des Wassereinsatzes am Standort der kombinierten Weizenstärke- und Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich durch die Installation weiterer Zähler geschuldet. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe verringerte sich um etwa 1,4%.
Die spezifische Abfallmenge aus der Veredelung pro Tonne erzeugtem Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) war im Geschäftsjahr 2017|18 um 62,3% höher als im Vorjahr. Dieses gesteigerte Abfallvolumen ist v. a. auf die im Zuge der Inbetriebnahme der Anlagenerweiterung in der Maisstärkefabrik Aschach|Österreich anfallenden Produktabfälle, die aber wiederverwendet wurden, zurückzuführen.
| Segment Stärke Tonnen |
2017 18 | 2016 171 | 2015 16 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 37.082 | 22.056 | 17.665 |
| davon gefährliche Abfälle | 41 | 96 | 21 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 3,0% | 1,9% | 1,6% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,003% | 0,008% | 0,002% |
| Entsorgte Abfälle | ungefährlich | ungefährlich | ungefährlich |
| nach Entsorgungsart | & gefährlich | & gefährlich | |
| Kompostierung | 20.809 | 16.684 | 13.030 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 1.642 | 2.316 | 1.490 |
| Wiederverwendung | 9.842 | 24 | 700 |
| Recycling | 609 | 507 | 377 |
| Deponierung | 7 | 23 | 4 |
| Andere | 4.133 | 2.502 | 2.064 |
Am Standort der kombinierten Weizenstärke- und Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich wurde im Geschäftsjahr 2016|17 ein Projekt zur Renaturierung des Werksgeländes gestartet. Im Rahmen des Projektes wurde neben der Pflanzung von Blühhecken als Weide für die Bienen der werkseigenen Bienenstöcke auch die Anzahl der Mahd von Wiesen auf nur noch ein Mal pro Jahr reduziert. Im Geschäftsjahr 2017|18 errichtete AGRANA am Standort auch ein Falkennest. Die Ansiedlung eines Falken stellt nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz dar, sondern soll auch der Abschreckung von Tauben und damit dem Schutz der Produktionsanlagen dienen.
Im Sommer 2017 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis 2014 erstmals gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. AGRANA Stärke GmbH erzielte wiederum Gold-Status und darf sich mit diesem Ergebnis zu den 5% der Top-Performer, die von EcoVadis bewertet wurden, zählen.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2017|18 59,4 Mio. € (Vorjahr: 57,6 Mio. €). Auszug an wesentlichen Projekten:
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2017|18 in den nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gesellschaften (100%) Investitionen im Ausmaß von 14,8 Mio. € (Vorjahr: 10,8 Mio. €) getätigt.
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe
Früchte (Hauptrohstoff für Fruchtzubereitungen: Erdbeeren; Rohstoffe für Fruchtsaftkonzentrate: Äpfel und Beeren)
Molkerei-, Eiscreme-, Backwaren-, Food-Service- und Getränkeindustrie
Maßgeschneiderte, innovative Produkte
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory| Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt betrieb das Segment zum Bilanzstichtag 28 Produktionsstandorte in 20 Ländern für Fruchtzubereitungen und 14 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten.
| Segment Frucht | 2017 18 | 2016 17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.161.898 | 1.156.035 | 0,5% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –456 | –582 | 21,6% |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.161.442 | 1.155.453 | 0,5% |
| EBITDA1 | t€ | 113.218 | 109.952 | 3,0% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 75.639 | 71.757 | 5,4% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 75.639 | 71.757 | 5,4% |
| EBIT-Marge | % | 6,5 | 6,2 | 0,3 pp |
| Investitionen2 | t€ | 49.356 | 33.822 | 45,9% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 5.610 | 5.638 | –0,5% |
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stieg um knapp 2%, was v. a. auf eine gestiegene Verkaufsmenge zurückzuführen war. Negativ beeinflussten den Umsatzerlösanstieg Fremdwährungseffekte in einzelnen Ländern, am stärksten in Ägypten, Argentinien, China, Mexiko, in der Türkei, der Ukraine und in den USA.
Umsatzsteigerungen gab es in allen AGRANA-Regionen mit Ausnahme von Nordamerika und der Region Naher Osten/Afrika/Indien (IMEA). In der Region Osteuropa (Russland, Ukraine) blieb die Geschäftsentwicklung trotz des politisch herausfordernden Umfeldes positiv. Auch in der EU, als umsatzmäßig bedeutendster Region, konnten trotz des rückläufigen Marktes höhere Absätze erzielt werden.
Die Diversifizierung in Richtung Fruchtzubereitungen für Food- Service-, Backwaren- und Eiscreme-Kunden wurde weiter forciert und die Absatzmengen konnten in diesen Bereichen gesteigert werden.
AGRANA verbesserte durch Marktanteilsgewinne im Einklang mit den globalen Großkunden ihre Marktposition weiter; langfristige Kundenverträge sichern hier diese positive Entwicklung ab. Des Weiteren stellen die Non-Dairy-Produktbereiche (z.B. Fruchtzubereitungen für globale Convenience-Food-Ketten oder Eiscremekomponenten für globale Marken) nachhaltige Wachstumschancen für die Zukunft dar.
Ergebnismäßig verzeichnete der Bereich Fruchtzubereitungen in allen Regionen mit Ausnahme von IMEA ein Plus. Vor allem die Regionen Europa, Lateinamerika und Asien/Australien konnten eine deutliche EBIT-Verbesserung erzielen.
2017|18 wurde die Integration des argentinischen Unternehmens Main Process S.A. abgeschlossen und die Fruchtzubereitungsproduktion in Argentinien am neuen Standort konzentriert. Die im Vorjahr neu gegründete indische Gesellschaft hat kürzlich mit dem Verkauf von Pürees begonnen; die Fruchtzubereitungsproduktion wurde zum Bilanzstichtag noch nicht aufgenommen.
Im Juli 2017 wurde die AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Changzhou, als neue Gesellschaft im Süden Chinas, in der Region Shanghai, gegründet, und im dritten Quartal 2017|18 mit dem Bau eines neuen Werkes begonnen, das im November 2018 eröffnet werden soll.
Die Umsatzerlöse im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lagen im Geschäftsjahr 2017|18 leicht unter dem Vorjahreswert. Dies war u. a. auf niedrigere Konzentratpreise aus der Ernte 2016 (im Vergleich zu 2015) zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt darstellt. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland sowie der Mittlere und Ferne Osten. Das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat wird v. a. nach Japan, USA, Russland und Australien, aber auch nach Europa vermarktet.
In der Apfelkampagne 2017 verzeichnete AUSTRIA JUICE sowohl bei den Rohstoffpreisen als auch bei den Marktpreisen eine deutliche Preissteigerung. Dies war auf eine deutlich eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit, verursacht durch regionale Frühjahresfrostschäden, zurückzuführen.
Das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft wurde deutlich durch die Minderauslastung der europäischen Produktionswerke, insbesondere in Polen und Ungarn, belastet. Es konnten aufgrund einer historisch schlechten Apfelernte in Europa nur rund 50% der Kapazitäten ausgelastet werden.
Laut Euromonitor gibt es für den globalen Markt für löffelbare Fruchtjoghurts (relevant für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen) ein durchschnittliches jährliches Wachstum bis 2021 von 0,6%. Die Märkte in den Regionen Westeuropa und Nordamerika stagnieren, positive Absatztendenzen verzeichnen der asiatischpazifische Raum und einige Teile Afrikas. Die Kategorie der Trinkjoghurts weist mit 7,4% für denselben Zeitraum ein deutlich höheres durchschnittliches jährliches
Wachstum auf. Auch in den Bereichen Backwaren und Speiseeis werden auf globaler Ebene positive Marktentwicklungen prognostiziert.
Aktuelle Produkttrends für alle oben genannten Produktkategorien beinhalten Entwicklungen basierend auf ausgefallenen Rezepturen, um dem Konsumenten ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis zu bieten. Vor allem im Dessert-Bereich sind Premiumprodukte mit mehreren (Frucht-)Schichten oder Inklusionen beliebt und werden verstärkt nachgefragt.
Trends im Bereich pflanzliche Milchalternativen setzen sich fort und in einem einst rein Soja-dominierten Markt finden immer mehr andere pflanzliche Basen wie Mandel, Kokosnuss, Lupine oder Reis Einzug. Der Trend zu pflanzlichen Milchalternativen betrifft neben Joghurt auch Eiscremen und Desserts.
Bei Neuproduktentwicklungen spielt das Thema Natürlichkeit eine große Rolle und zeigt sich durch lokal inspirierte Geschmacksrichtungen oder saisonale Produkte. Ergänzend zum Natürlichkeitstrend spielt auch das Thema "Clean Label" eine große Rolle, auch mit dem Anspruch einer möglichst kurzen und einfachen Zutatenliste. Dieser Trend ist v. a. in Europa und Nordamerika bereits stark ausgeprägt, aber auch in anderen Regionen werden derartige Produkte verstärkt nachgefragt. Auch Produkte mit einem hohen Proteingehalt, mit dem Zusatz von Samen bzw. Cerealien und zuckerreduzierte Fruchtjoghurts liegen im Trend. Im Bereich der trinkbaren Joghurts ist aktuell neben Kefir vor allem der Einsatz von exotischen Zutaten wie Kurkuma beliebt.
Das Konzentratgeschäft ist weiterhin vom Trend zu niedrigeren Fruchtanteilen in Getränken sowie direkt gepressten 100%-Säften gekennzeichnet. Der Bedarf an Getränkegrundstoffen mit reduzierten Fruchtsaftgehalten steigt. Die Verkäufe von Apfelsaftkonzentrat zur Herstellung von Cider sind weiterhin stabil und der Ciderkonsum wächst global.
Bei Apfelsaftkonzentrat hatten sich die Preise im ersten Halbjahr 2017|18 in Europa aufgrund der gestiegenen Nachfrage bei begrenzten Angebotsmengen in den Hauptanbaugebieten auf einem soliden Niveau stabilisiert. Die geringen Erntemengen in den Hauptanbaugebieten Polen, Ungarn, Deutschland und Italien ließen die Konzentratpreise aus der Apfelkampagne 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen.
Apfelsaftkonzentrat aus China zeigte gegenüber dem Vorjahr nur eine leicht steigende Preistendenz, dies führte in Europa zu einer gestiegenen Nachfrage nach chinesischem Apfelsaftkonzentrat.
2017|18 Ermittlung des Nachhaltigkeitsstatus bei Fruchtlieferanten anhand definierter internationaler Zertifizierungen
Direkter und indirekter Energieeinsatz von 1,72 GJ pro Tonne Produkt
Direkter und indirekter Energieeinsatz von 3,43 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 4,21 m³ pro Tonne Produkt
wsk.agrana.com/ frucht
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wurden 2017|18 rund 560.000 Tonnen an Produkten produziert und verkauft. Es wurden gegenüber dem Vorjahr knapp 5% mehr an Rohstoffen verarbeitet. Die Fruchtpreise blieben insgesamt gegenüber dem Vorjahr stabil.
Betreffend verarbeiteter Volumina war Erdbeere die Hauptfrucht, wobei die Mengen für den europäischen Markt und Osteuropa v. a. aus Südeuropa, Nordafrika und Polen kamen und in den USA einen mexikanischen oder ägyptischen Ursprung hatten. China, Korea und Australien wurden zum Großteil mit chinesischer Ware versorgt. Über alle Regionen hinweg lagen die verarbeitete Menge wie auch der Einkaufspreis auf dem Vorjahresniveau.
Die zweithöchste Verarbeitungsmenge entfiel auf die Frucht Pfirsich, von der um rund 11% mehr als im Vorjahr in Fruchtzubereitungen verarbeitet wurden. Die kompetitivsten Beschaffungsmärkte für Pfirsiche sind Griechenland und Spanien, gefolgt von China. Die Ernten waren im Wesentlichen sehr gut, infolgedessen lagen die Preise deutlich unter dem Vorjahr.
Die Heidelbeere als drittbedeutendste Frucht im Geschäftsjahr 2017|18 lag mit der Verarbeitungsmenge auf Vorjahresniveau, war aber aufgrund der geringen Ernten in Europa um rund 50% teurer als im Vorjahr. In allen anderen Beschaffungsregionen wie in den USA und in Kanada stiegen die Preise im Verlauf des Jahres von einem anfänglich günstigen Niveau während der Ernte.
Die Einkaufspreise für sonstige Ingredienzien zeigten sich stabil. In Ländern wie Russland, der Türkei und Ägypten wirkte sich eine schwache Landeswährung vorteilhaft auf die Beschaffungspolitik aus.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die verfügbaren Apfelmengen in den Hauptverarbeitungsregionen in Europa (Polen und Ungarn) signifikant unter jenen des Vorjahres. Lokale Fröste, insbesondere im Hauptanbauland Polen, führten zur schlechtesten Apfelernte der letzten zehn Jahre in Europa. Die europäischen Fruchtsaftkonzentratwerke waren in der Kampagne 2017 somit nur zu rund 50% ausgelastet. In China verlief die Produktionssaison sehr zufriedenstellend.
Die Beerenverarbeitungssaison war in Summe von normalen Mengenverfügbarkeiten bei den Hauptfrüchten (ausgenommen Sauerkirsche) gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Rohstoffe (Erdbeere, Sauerkirsche, Schwarze Johannisbeere; ausgenommen Himbeere) lagen über dem Vorjahresniveau.
Im Segment Frucht wurde im Geschäftsjahr 2017|18 weiter an der Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte gearbeitet.
Die im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen für die Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten zuständige Einkaufsorganisation AGRANA Fruit Services GmbH (AFS), Wien, hat für das Geschäftsjahr 2017|18 wieder den Zertifizierungsstand nach definierten Nachhaltigkeitsstandards bei Erstverarbeitern und Händlern für Früchte und Vorprodukte dokumentiert (siehe Beschaffungsmodelle, Seite 4f ). Im Berichtsjahr verfügten 13,7% der von AFS beschafften Rohstoffe über eine Nachhaltigkeitszertifi-
zierung, wobei der größte Teil auf bio-zertifizierte Rohstoffe, der Rest auf nach einem branchenweit bedeutenden Kundenstandard sowie nach dem Rainforest Alliance-Standard (RFA) zertifizierte Rohstoffe entfiel. Der RFA-Standard sowie der genannte kundenspezifische Standard werden im Rahmen des Abgleiches mit den Anforderungen des Farm Sustainability Assessments (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) mit Silber-Status bewertet. Da sich Bio-Standards ausschließlich auf die landwirtschaftliche Praxis konzentrieren und viele Bereiche wie Arbeitsschutz, Menschenrechte etc. nicht berühren, ist eine Bio-Zertifizierung alleine nicht ausreichend, um ein genügend hohes Scoring im SAI-Benchmarking zu erreichen. Ähnliches gilt z.B. auch für eine Zertifizierung nach GlobalGAP, wobei es dafür bereits die sogenannte GRASP-Erweiterung gibt, die auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte abdeckt. In Zukunft wird diese Ergänzung auch für den Bio-Sektor verfügbar sein (siehe Details zur FSA-Bewertung Seite 10), bis dahin werden für interessierte Kunden auch Rohstoffe mit Bio- und Fairtrade-Zertifizierung beschafft, die dann den SAI Silber-Status führen dürfen. Um ihre Lieferanten auch bezüglich der Einhaltung sozialer Aspekte zu bewerten, lädt AFS neue Lieferanten zur Teilnahme an der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX) ein (Details zu SEDEX siehe Seite 13). Im Geschäftsjahr 2017|18 waren Lieferanten, die 81,7% der von AFS beschafften Volumina repräsentieren, bereits SEDEX-Mitglieder. Für 61,3% der bezogenen Volumina kann AFS die Selbstbewertungen ihrer Lieferanten bzw. auch bestehende Audit-Dokumente einsehen und zur Lieferantenbewertung heranziehen.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurde das – seit 2014 von der Austrian Development Agency geförderte – Projekt zur Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards bei Vertragslandwirten in Fidschi fortgesetzt. Auf der Südseeinsel Fidschi unterstützt AGRANA seit 2014 Kleinbauern, indem sie als Halter einer Gruppenzertifizierung für Bananen, Guaven und Mangos nach dem international anerkannten Bio-Standard ACO1 agiert. Seit 2016 werden auch Passionsfrüchte im AGRANA-Werk verarbeitet, derzeit allerdings noch nicht in Bio-Qualität. Im Laufe des Projektes konnte die Anzahl der zertifizierten Bauern um 255 Betriebe ausgeweitet werden, zusätzlich sind 50 Betriebe "in Umstellung" und werden demnächst ihre Bio-Zertifizierung erhalten. Im Berichtsjahr konnten vor allem junge, motivierte Bauern zur Teilnahme am Projekt
bewegt werden, die eine hohe Bereitschaft haben, sich das notwendige Know-how in Schulungen anzueignen und in ihre Betriebe zu investieren. Die Nachwirkungen des im Februar 2016 wütenden Wirbelsturmes Winston waren auch im gesamten Geschäftsjahr 2017|18 zu spüren. Die Bananenernte fiel für nahezu ein ganzes Jahr aus, und durch die große Nachfrage nach Frischware auf dem Inlandsmarkt verblieben kaum Bananen für die Püreeproduktion. Umso wichtiger war die Vermehrung von virusfreiem Pflanzmaterial (Bananen und Ananas) im AGRANAeigenen biologischen Labor, die wie geplant aufgenommen wurde. Ende 2017 konnten bereits 10.000 Setzlinge zur Ausbringung an die Kontraktbauern verteilt werden. Das auf drei Jahre angelegte Förderprojekt wurde mit Oktober 2017 abgeschlossen, die intensive Kooperation mit den biologisch wirtschaftenden Landwirten und die Produktion von Bio-Fruchtpürees wird weiter fortgesetzt.
Da die Beschaffung im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen für kundenspezifische Rezepturen ausschließlich nach Kundenspezifikation erfolgt, wird die weitere Entwicklung zertifizierter Rohstoffvolumina von diesen Kundenanforderungen abhängen.
Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer besonders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, bezieht er doch einen Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Händler. Dies ist die Folge national historisch gewachsener Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen.
Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten, für deren Kultivierung rund 60% bis 80% weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien, die mit einer Preis-
prämie durch AUSTRIA JUICE honoriert werden. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr rund 11% der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat.
Im Bereich des Vertragsanbaus bedient sich AUSTRIA JUICE des von der Sustainable Agriculture Initiative angebotenen Farm Sustainability Assessment (Details siehe Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 10) zur Dokumentation nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien auf ihren Lieferbetrieben. Im Berichtsjahr unterzogen sich nach SAI-Vorgaben ausgewählte ungarische Re-Sorten-Vertragslieferanten erstmals auch der verpflichtenden FSA-Beantwortung und den externen Audits. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für den überwiegenden Anteil aller ungarischen Re-Sorten Vertragslieferanten Silber-Status ausloben, für einige sogar Gold-Status. Damit erfüllen alle ungarischen Re-Sorten-Vertragslieferanten die Mindestanforderungen, im Rahmen der Audits entdeckte Verbesserungspotenziale werden im Rahmen von Schulungen adressiert. Im Geschäftsjahr 2018|19 soll der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von Äpfeln in Polen zum Einsatz kommen.
Energieeinsatz und Emissionen in der Veredelung Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) sank im Segment Frucht im Geschäftsjahr 2017|18 um rund 13,4%, was auf einen kumulierten Effekt aus den beiden Geschäftsbereichen Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen ist.
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz im Segment Frucht stieg um rund 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung ist ebenfalls beiden Geschäftsbereichen geschuldet.
In Summe sanken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt des Segmentes Frucht um 12,7% gegenüber dem Vorjahr, was u. a. auch auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen (v. a. durch die erstmalige Aufnahme des Fruchtzubereitungsstandortes von Main Process S.A. in Argentinien) zurückzuführen ist.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 9
2 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Zum Bilanzstichtag verfügten die Energiemanagementsysteme von 35% aller Produktionsstandorte in den GRI-Berichtgrenzen (siehe Seite 9) des Segmentes Frucht über eine Zertifizierung nach ISO 50001.
Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz im Segment Frucht stieg im Berichtsjahr aufgrund des höheren Einsatzes im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen, speziell an dem in den Nachhaltigkeitsdaten erstkonsolidierten Standort von Main Process S.A. in Argentinien, um rund 2,7%. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe sank hingegen um 1,1%, was auf die Kompensation der im Bereich Fruchtzubereitungen höheren Abgabe durch den Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen ist.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9)
| Segment Frucht m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2017 18 | 2016 17 | 2015 16 |
|---|---|---|---|
| Wassereinsatz | 4,39 | 4,27 | 4,27 |
| Wasserabgabe | 4,03 | 4,07 | 3,99 |
Die Steigerung der spezifischen Abfallmenge von 26,5 Kilogramm pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Vorjahr auf 38,5 Kilogramm im Berichtsjahr 2017|18 im Geschäftssegment Frucht ist auf einen kumulierten Effekt der beiden Geschäftsbereiche zurückzuführen. Der Anstieg der Menge der gefährlichen Abfälle resultiert allein aus einer Verschärfung der Definition gefährlicher Abfälle am Fruchtzubereitungsstandort in Russland.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 9)
| Segment Frucht | 2017 18 | 2016 17 | 2015 161 |
|---|---|---|---|
| Tonnen | |||
| Entsorgte Abfälle | 31.877 | 23.038 | 45.955 |
| davon gefährliche Abfälle | 238 | 43 | 37 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 3,8% | 2,7% | 5,6% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,028% | 0,005% | 0,005% |
| Entsorgte Abfälle | |||
| nach Entsorgungsart | |||
| Kompostierung | 2.753 | 0 | 4.064 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 855 | 899 | 392 |
| Wiederverwendung | 2.026 | 1.985 | 16.902 |
| Recycling | 10.125 | 9.170 | 14.895 |
| Deponierung | 15.454 | 10.950 | 9.675 |
| Andere | 425 | 33 | 27 |
Das Abwasser der AGRANA-Fruchtwerke aufnehmende Gewässer 2017|182
1 Die 2015|16 gemeldeten Abfallmengen wurden teilweise gemäß der seit 2015|16 geltenden Definition von Abfall überarbeitet. Eine finale Umsetzung der neuen Definition war erst für das Geschäftsjahr 2016|17 möglich (siehe inhaltliche Berichtsgrenzen auf Seite 12).
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 9
Der Bereich Fruchtsaftkonzentrate unterstützt an seinem Hauptsitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich im Rahmen seiner Biodiversitätsaktivitäten ein Projekt des "Forum Natur und Artenschutz" zur Ansiedelung des Steinkauzes. Der Steinkauz, eine der kleinsten Eulen, gilt unter den Brutvögeln in Österreich als vom Aussterben bedroht. Er benötigt für sein Überleben eine kleinräumig strukturierte Landschaft mit Streuobstwiesen mit Höhlenbäumen in einem dörflichen Umfeld, wie es für den Standort typisch ist.
Im Geschäftsjahr 2017|18 nahm die AUSTRIA JUICE GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. Sie konnte sich vom Silber-Status in der Erstbewertung auf Gold-Status verbessern und gehört mit diesem Ergebnis zu den 5% der Top-Performer, die von EcoVadis bewertet wurden.
Die Investitionen 2017|18 im Segment Frucht betrugen 49,4 Mio. € (Vorjahr: 33,8 Mio. €) und betrafen u. a. Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierungen. Es gab diverse Projekte über alle 42 Produktionsstandorte hinweg, wobei v. a. der Baubeginn des zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China und die neue Karottenkonzentratproduktionslinie in Ungarn hervorzuheben sind.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit ihre auf nachhaltigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 16 lokalen NPD1-Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Zucker, Stärke und Frucht. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für die Qualitätsprüfung von Zuckerrüben.
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Zucker, Stärke und Frucht) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Technologien, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte.
| F&E-Kennzahlen | 2017 18 | 2016 17 | 2015 16 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) | Mio. € | 17,0 | 15,9 | 14,9 |
| F&E-Quote2 | % | 0,66 | 0,62 | 0,60 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 251 | 221 | 214 |
Die gezielte Auswahl von Zuckerrübensorten zur weiteren Optimierung der Produktion von Zucker gewinnt insbesondere in Anbaugebieten an Bedeutung, in denen ein erhöhtes Risiko an Schädlingsbefall herrscht und verstärkt Pflanzenkrankheiten und Trockenheit auftreten. Neben der Selektion von Sorten mit hoher Toleranz gegenüber Pflanzenkrankheiten entscheidet eine hohe Lagerstabilität der Rübe über die Möglichkeit, Fabriksstandorte langfristig zu sichern, denn diese ist die Voraussetzung für eine Verlängerung des Verarbeitungszeitraumes.
Neben Erdanhang, Verletzungsgrad und Temperatur im Lager beeinflusst die genetische Disposition von Sorten die Lagerfähigkeit der Rübe entscheidend. Im Rahmen eines von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützten Projektes gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) und anderen Partnern wird an einer Charakterisierung des genetischen Materials gearbeitet, um dadurch eine wesentliche Beschleunigung in der Identifizierung von geeignetem Sortenmaterial zu ermöglichen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt weiterhin in der Ausbeuteoptimierung bei der Zuckergewinnung. Dabei wird, abhängig davon, ob in der jeweiligen AGRANA-Zuckerfabrik eine Schnitzeltrocknung betrieben wird oder nicht, im Extraktionsbereich ein Optimum zwischen der Minimierung von Zuckerverlusten einerseits und der mikrobiologischen Aktivität zur Erzielung einer optimalen Verarbeitbarkeit der Extraktionsrückstände andererseits angestrebt. Neben der Etablierung von Analyseautomaten zur Überwachung der mikrobiologischen Aktivität wurde verstärkt an der laufenden Optimierung von Desinfektionsmaßnahmen in den Zuckerwerken gearbeitet.
1 New Product Development
2 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
Aufgrund neuer Empfehlungen der Europäischen Kommission zur Regelung des Gehaltes an Nitrit und Nitrat in Futtermittelausgangserzeugnissen der Zuckerindustrie im Frühjahr 2017 wurde ein Mandat an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zur Bewertung dieser Richtwerte im Hinblick auf tiergesundheitliche Aspekte vergeben.
Schwankungen bei der Produktion von Trinkalkohol waren der Anlass, die Fermentierbarkeit von Melasse eingehend zu untersuchen. Im Labor konnten diese Unterschiede in der Vergärbarkeit von Melassen verschiedener Herkunft bestätigt werden. Ausgehend von umfangreichen Analysen wurde ein Verfahren entwickelt, um diese Schwankungen in der Qualität der Melasse weitestgehend auszugleichen und eine konstante Ausbeute bei der Produktion von Trinkalkohol zu gewährleisten.
Die bei der Zuckerherstellung anfallenden Nebenprodukte, wie z.B. Restmelasse und Rübenschnitzel, werden derzeit als Futtermittel verwertet. Gemeinsam mit dem Department für Agrarbiotechnologie Tulln der Universität für Bodenkultur Wien und drei weiteren Firmen wurde ein von der FFG gefördertes Projekt zur Herstellung von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) aus Restmelasse und Rübenschnitzel gestartet. PHA sind sogenannte "Building blocks", aus denen verschiedenste Kunststoffe auf nachhaltiger Basis gefertigt werden können.
Die Auswirkung des Reifegrades von in Österreich angebauten Mais- und Wachsmaissorten mit hohen Reifezahlen auf die Stärkeeigenschaften wurden in systematischen Tests untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Stärkeeigenschaften, wie z.B. chemische Modifizierbarkeit, mit dem Reifezustand korrelieren. Da diese Erkenntnisse aber stark von Faktoren wie Witterung und Standort abhängig sind, müssen diese Untersuchungen auf weitere Standorte und v. a. mehrere Vegetationsperioden ausgeweitet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im Rohstoffmanagement genutzt werden.
Natürlichkeit, Clean Label, gentechnikfrei und bio sind Trends in der Lebensmittelindustrie, die mittlerweile bei den Konsumenten sehr große Bedeutung erlangt haben. Daher gilt es für die Produzenten neue Rohstoffe, neue Technologien oder neue Applikationen zu finden und zu entwickeln, die diesem Trend Rechnung tragen. So wurden bei AGRANA Technologien entwickelt und optimiert, die eine Herstellung von Stärken mit Eigenschaften ermöglichen, die bislang nur durch chemische Modifikation erzielbar waren. Die Optimierung und Anpassung von Behandlungsverfahren ermöglicht den Einsatz von Stärken, die als zusatzstofffrei deklariert werden dürfen.
Da die Anzahl von Konsumenten, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, ebenso wie die Nachfrage nach allergenfreien Produkten oder auch gesundheitsfördernde Ingredienzien steigt, wird diesen Entwicklungen v. a. in der Produktentwicklung Rechnung getragen. So konnte AGRANA beispielsweise Produkte pflanzlichen Ursprungs entwickeln und am Markt etablieren, die einen Ersatz von Vollei in den verschiedensten Anwendungen ermöglichen oder auch die Substitution von Gelatine in z.B. Gummi- und Gelierwaren erlauben. Ein weiteres wichtiges Entwicklungsfeld ist die Bereitstellung von Lebensmittelzutaten, die gesundheitsrelevante Eigenschaften betreffend Darmgesundheit mit sich bringen, wie beispielsweise lösliche oder unlösliche Ballaststoffe.
Das Thema Nachhaltigkeit sowie zunehmendes Umweltbewusstsein prägten die Entwicklungen und Prozessoptimierungen auch im technischen Stärkebereich.
Im Vordergrund der Forschung und Entwicklung standen neue thermoplastische Stärken für den Einsatz in biologisch abbaubaren Bio-Kunststoffen. In Zusammenarbeit mit externen wissenschaftlichen Partnern konnte das Produktportfolio modifizierter Stärken erweitert werden. Unter der Bezeichnung Amitroplast® konnte mittlerweile eine Produktgruppe geschaffen werden, die im Bereich der nachhaltigen und biologisch abbaubaren Blasfolien den Anforderungen des Marktes gerecht wird. Die Entwicklungsarbeit führte zu neuen Stärkeprodukten für unterschiedliche Folientypen, die eine verbesserte Verarbeitung an der Blasanlage ermöglichen. Diese Entwicklungsarbeit führte nicht nur zu einem ökologischen Mehrwert, sondern zu Produkten mit einem erhöhten nachhaltigen Anteil in der Verpackung ohne Qualitätsverlust für den Kunden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit beinhaltete die Prozessoptimierung des bestehenden Produktportfolios verbunden mit einem schonenderen Umgang mit Rohstoffen und energetischen Ressourcen. Technische Neuerungen und neue Erkenntnisse in der Prozessführung der Stärkederivatisierung ließen gezielte Einsparungen im Verbrauch von Chemikalien und Energie zu. Dadurch konnte eine deutlich effizientere Herstellung von Stärkeprodukten erreicht werden. Diese technischen und technologischen Anpassungen wirkten sich nicht nur auf die Prozessstabilität, sondern auch auf die Produktionsauslastung der Anlagenkapazität positiv aus.
Im Bereich Bioethanol stand weiterhin die Evaluierung neuer Enzyme und Hefen im Hinblick auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Produktionsprozess im Vordergrund. Durch eine permanente Weiterentwicklung der Verfahrensbedingungen und Fermentationsführung konnte die Ausbeute an Bioethanol weiter optimiert werden.
Die Ergebnisse aus dem Vorjahr hinsichtlich einer neuen Technologie zur Entkeimung von Früchten konnten im Rahmen von fortgesetzten großtechnischen Versuchen weiter optimiert werden. Der Einsatz der neuen Technologie resultierte in einer rückstandsfreien Rohware mit signifikant reduzierter mikrobiologischer Aktivität. Der Einsatz der so behandelten Früchte ermöglicht eine schonendere Weiterverarbeitung, wodurch die organoleptischen Eigenschaften von Fruchtzubereitungen verbessert werden können.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt lag im verbesserten Erhalt der Fruchttextur während der Verarbeitung. Diese Technologie wird in weiterer Folge zur Gewährleistung einer gleichbleibenden Produktqualität während der gesamten Ernte und der Verarbeitung eingesetzt und findet des Weiteren Anwendung in Produkten, an denen eine verstärkte Fruchtvisualisierung (Stückigkeit) erwünscht ist.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien führte eine Computational Fluid Dynamics-Modellierung zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich Best Practice-Anlagendesign zur Produktion von Fruchtzubereitungen, die letztendlich in einer verringerten thermischen und mechanischen Beanspruchung der Früchte resultieren wird. Eine weiterführende Umsetzung im großtechnischen Format soll zu einer erhöhten Produktivität bei gleichzeitiger Energieeinsparung führen.
Dem Trend zu mehr Natürlichkeit in Fruchtzubereitungen folgend wurden stabilisationsfreie Konzepte erarbeitet und der Einsatz neuer Technologien führte zu einer Reduktion in der Herstellungszeit. Weiters konnten Mango, Apfel, Birne und Feige erfolgreich in der Mischung mit anderen Rohwaren eingesetzt werden.
Weiters wurden Konzepte basierend auf verschiedenen natürlichen Süßungsmitteln erarbeitet.
Im diesem Geschäftsbereich konnten 2017|18 die Produktkategorien Getränkegrundstoffe und Aromen weiter erfolgreich ausgebaut werden. Es wurden für diese Bereiche strategische Investitionen sowohl in Infrastruktur als auch in Humankapital vorgenommen. So wurde u. a. die Erweiterung der Entwicklungs- und der Analytikabteilung fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Die eigene Produktion von Kompositionsaromen zur Stärkung des Wachstumssegmentes der Getränkegrundstoffe und des Aromengeschäftes wurde erfolgreich weiterentwickelt.
Ziele bzgl. Arbeitssicherheit 2017|18 Segment Zucker: Ziel erreicht
2017|18 Bereich Fruchtzubereitungen: Ziel der Reduktion der Verletzungsrate1 erreicht
Ziel der Reduktion der Ausfallstage1 erreicht
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2017|18 durchschnittlich 8.730 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.569 Mitarbeiter) (Köpfe), davon 2.251 (Vorjahr: 2.152) in Österreich und 6.479 (Vorjahr: 6.417) international. Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt:
| Durchschnittliche Mitarbeiter- anzahl (Köpfe) |
Durchschnittliche Anzahl an FTEs2 |
Mitarbeiter (Köpfe) zum Bilanzstichtag |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | 2017 18 | 2016 17 | 2017 18 | 2016 17 | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
| Zucker | 2.134 | 2.130 | 2.109 | 2.107 | 1.958 | 1.966 |
| Stärke | 983 | 912 | 959 | 893 | 994 | 925 |
| Frucht | 5.613 | 5.527 | 5.610 | 5.638 | 5.651 | 5.010 |
| Konzern | 8.730 | 8.569 | 8.678 | 8.638 | 8.603 | 7.901 |
Im Segment Zucker blieb der Personalstand gegenüber dem Vorjahr konstant. Der Ausbau der Maisstärkefabrik in Aschach|Österreich und der Weizenstärkeproduktion in der kombinierten Weizenstärke- und Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich führten zu einer Erhöhung der Mitarbeiteranzahl im Segment Stärke. Im Segment Frucht kam es zu einer leichten Reduktion des Personalstandes (FTEs) gegenüber dem Vorjahr. Diese geht primär auf den Abbau am Fruchtzubereitungsstandort Coronda|Argentinien zurück; dem gegenüber steht der Aufbau für die neue Gesellschaft in Indien. Andere volumenbezogene Schwankungen der lokalen Personalstände haben keine Auswirkungen auf den durchschnittlichen FTE-Stand.
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft3 betrug per 28. Februar 2018 wie im Vorjahr 42 Jahre (Details zur Altersstruktur siehe Geschäftsbericht 2017|18, GRI-Index auf Seite 182). 29,3% (Vorjahr: 29,4%) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 56,7% (Vorjahr: 57,1%). Die Fluktuation im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2017|18 12,6% (Vorjahr: 11,5%). Der Anteil der Beschäftigten mit einem Teilzeitvertrag lag bei 3,1%.
Leistungsbereitschaft, unternehmerisches Handeln und Denken sowie die Förderung der Mitarbeiter sind die Eckpfeiler der Personalstrategie von AGRANA. Genauso stellen gegenseitiger Respekt, soziales Bewusstsein und nachhaltiges Wirtschaften einen unverzichtbaren Teil der Unternehmenskultur dar. Auch Diversität ist gelebter Alltag bei AGRANA, v. a. in der Zusammenarbeit ihrer internationalen Geschäftseinheiten.
zum Bilanzstichtag 28. Februar 20185
| Befristete Dienst- verhältnisse6 |
Unbefristete Dienstverhältnisse | Angestellte im Management7 |
Davon Executive Leadership8 |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ange | ||||||||||||
| Segment | Gesamt | Frauen | Arbeiter | Frauen | stellte | Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen |
| Zucker9 | 149 | 30,9% | 1.063 | 17,1% | 746 | 39,8% | 1.809 | 26,5% | 141 | 24,8% | 18 | 16,7% |
| Stärke | 55 | 16,4% | 618 | 12,6% | 321 | 44,5% | 939 | 23,5% | 63 | 19,0% | 3 | 33,3% |
| Frucht | 1.663 | 72,0% | 2.529 | 23,1% | 1.459 | 47,4% | 3.988 | 32,0% | 289 | 28,0% | 12 | 8,3% |
| Konzern | 1.867 | 67,1% | 4.210 | 20,0% | 2.526 | 44,8% | 6.736 | 29,3% | 493 | 26,0% | 33 | 15,2% |
1 Begriffsdefinitionen siehe Seite 50
2 Vollzeitäquivalente (Full-time equivalents)
4 Siehe GRI-Berichtsgrenzen Seite 9 5 Vorjahr siehe Geschäftsbericht 2017|18, GRI-Index Seite 179
8 1. Berichtsebene (d.h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer)
3 Mitarbeiter in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften
6 Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeiter
im Rahmen der Verarbeitungskampagnen.
7 Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene
9 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
AGRANA fördert die Potenziale ihrer Mitarbeiter. Denn nur durch die langfristige Entwicklung der Mitarbeiter kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden. So wurde im vergangenen Geschäftsjahr erneut besonderer Wert auf Aus- und Weiterbildungsprogramme gelegt.
Als global agierendes Unternehmen ist AGRANA auch bestrebt, die eigene Personalarbeit auf einem hohen Niveau zu halten bzw. immer weiter zu entwickeln. So wurden im Geschäftsjahr 2017|18 verschiedene Initiativen, darunter die künftige Implementierung eines globalen Personalmanagementsystems, gestartet.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2017|18 nahmen 8,5% (Vorjahr: 8,5%) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Die AGRANA Beteiligungs-AG belegte 2017|18 bei BEST RECRUITERS erneut den dritten Platz im österreichischen Branchenranking der Nahrungsmittelindustrie und konnte sich wieder zu den Top-100-Recruitern im Gesamtranking zählen.
BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie umfasst dabei über 130 wissenschaftliche Kriterien aus den Bereichen Stellenanzeigen, Recruiting-Präsenz und Umgang mit Bewerbern.
Die Verleihung des BEST RECRUITERS-Gütesiegels bekräftigt, dass ein wertschätzender und freundlicher Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeitern für die AGRANA ein großes Anliegen ist. Die Auszeichnung wird als Bestätigung der Bestrebungen gesehen, die Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie auch als Motivation, neuen Recruiting-Trends zu folgen.
In der Slowakei wurde das HR-Team der Slovenské Cukrovary s.r.o. als "Leading HR Organisation 2017" im Produktionssektor ausgezeichnet. An diesem Award nimmt die Mehrheit der slowakischen Top-Unternehmen teil, die Bewertung basiert ausschließlich auf der Evaluierung von rund 100 HR-Performanceindikatoren.
Die Tochtergesellschaft Magyar Cukor Zrt.wurde in Ungarn als "Employer of the Year 2017" prämiert.
AGRANA unterstützt gezielt die stetige Verbesserung des Wissens und fördert die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter. Neben einer Vielzahl an fachlichen Schulungen und Trainings im persönlichkeitsbildenden Bereich wurden gezielte konzernübergreifende Programme angeboten.
in den Geschäftsjahren 2017|18 und 2016|17
| 2017 18 | 2016 17 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trainingsstunden | Anteil | Trainingsstunden | Anteil | ||||||
| pro Mitarbeiter | der Mitarbeiter, | pro Mitarbeiter | der Mitarbeiter, | ||||||
| (Durchschnitt) | die Trainings | (Durchschnitt) | die Trainings | ||||||
| absolvierten | absolvierten | ||||||||
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | |||
| Zucker3 | 31,0 | 30,8 | 31,6 | 86,3% | 27,7 | 27,4 | 28,5 | 88,1% | |
| Arbeiter | 30,0 | 31,1 | 24,6 | 79,0% | 22,1 | 22,8 | 18,8 | 83,8% | |
| Angestellte | 32,5 | 30,2 | 35,8 | 96,8% | 36,0 | 36,9 | 34,7 | 94,5% | |
| Stärke | 22,9 | 22,5 | 24,5 | 93,5% | 20,3 | 18,3 | 26,9 | 76,5% | |
| Arbeiter | 21,1 | 20,5 | 25,9 | 86,0% | 14,8 | 14,0 | 21,0 | 68,2% | |
| Angestellte | 26,5 | 28,8 | 23,7 | 100,0% | 31,8 | 33,1 | 30,1 | 93,8% | |
| Frucht | 24,3 | 23,5 | 26,2 | 91,1% | 26,7 | 25,6 | 28,9 | 87,3% | |
| Arbeiter | 18,6 | 18,8 | 17,9 | 90,9% | 20,6 | 20,8 | 20,1 | 86,5% | |
| Angestellte | 34,5 | 35,5 | 33,3 | 91,4% | 37,7 | 38,7 | 36,7 | 88,9% | |
| Konzern | 26,0 | 25,4 | 27,3 | 90,1% | 26,1 | 25,1 | 28,6 | 86,1% | |
| Arbeiter | 21,9 | 22,3 | 20,1 | 87,2% | 20,2 | 20,3 | 19,9 | 83,3% | |
| Angestellte | 32,9 | 32,9 | 32,8 | 95,1% | 36,5 | 37,4 | 35,4 | 91,2% |
1 Human Resources
2 Mitarbeiter in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9)
3 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
Diese Trainingsprogramme verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Selbstwertgefühl der Mitarbeiter bei. Jeder Mitarbeiter ist für AGRANA bedeutend, daher werden für alle Mitarbeiterebenen entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten.
Die Schwerpunkte im Bereich Aus- und Weiterbildung lagen im Geschäftsjahr 2017|18 wieder in der Führungskräfteentwicklung sowie in der Entwicklung von Fachexpertentrainings einzelner ausgewählter Funktionsbereiche. AGRANA bot im Geschäftsjahr 2017|18 insgesamt durchschnittlich 75 Lehrlingen in Österreich, Deutschland, Frankreich, der Slowakei und Brasilien eine Ausbildungsmöglichkeit – u. a. als Maschinenbautechniker, Elektrotechniker, Elektrobetriebs- und Prozessleittechniker, Metalltechniker, Chemielabortechniker, Lebensmitteltechniker, Mechatroniker, Industriekauffrau/-mann sowie als Informationstechnologietechniker an.
Des Weiteren wurden zwei internationale Traineeprogramme für die Bereiche Einkauf und Produktion erfolgreich umgesetzt. Für diese Programme hat AGRANA im Juli 2017 den TraineeNet Award 2017 für "echte & faire Traineeprogramme" erhalten. Im Rahmen dieser Zertifizierung wurde überprüft, ob das Traineeprogramm den definierten Anforderungen (akademischer Abschluss, Jobrotation, faires Gehalt, Talentförderung) an ein Traineeprogramm tatsächlich entspricht. Die AGRANA-Traineeprogramme basieren auf einer intensiven Konzeptionsarbeit und beinhalten internes Mentoring mit AGRANA-Mentoren, Projektarbeiten, Jobrotationen innerhalb der AGRANA-Gruppe sowie intensive Trainingsmodule.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden 25 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern für das bereits zum fünften Mal stattfindende internationale Nachwuchsführungskräfteprogramm AGRANA Competencies Training (ACT) ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial, ausgezeichnete Leistungen und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert werden. Im Jänner 2018 haben die Mitarbeiter das ACT V beendet. Nach Abschluss des Programmes und als neue Initiative wurde den Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit gegeben, für ihre weitere interne Entwicklung bei AGRANA einen AGRANA-Mentor auf Senior Management Level zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch den eigenen Arbeitsbereich zu geben, werden laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome-Days durchgeführt. Mitarbeiter profitieren von einem besseren Verständnis und können am übergreifenden, konzernweiten Austausch (INCA – International Communication at AGRANA) teilnehmen. AGRANA ist ein gutes Miteinander wichtig, auch Teambuildingmaßnahmen helfen, die Kommunikation und Effektivität der Zusammenarbeit in den Abteilungen zu verbessern.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2017|18 auf rund 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €), was 1,2% (Vorjahr: 1,2%) der Lohn- und Gehaltssumme entspricht.
in den Geschäftsjahren 2017|18 und 2016|17
| Verletzungsrate2 | Ausfallstagequote3 | Abwesenheitsrate4 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | |
| 2017 18 | ||||||||||
| Zucker | 2,7 | 3,4 | 0,8 | 36,5 | 42,5 | 19,7 | 6.579,4 | 6.448,7 | 6.945,5 | |
| Stärke | 3,3 | 3,4 | 2,8 | 47,5 | 48,5 | 43,7 | 7.636,8 | 7.807,4 | 7.021,5 | |
| Frucht | 2,0 | 2,1 | 1,8 | 28,3 | 28,7 | 27,5 | 3.922,1 | 3.779,7 | 4.171,4 | |
| Konzern 2016 17 |
2,3 | 2,7 | 1,7 | 33,0 | 35,6 | 27,3 | 5.111,8 | 5.147,0 | 5.036,1 | |
| Zucker | 2,9 | 3,3 | 1,7 | 41,4 | 41,1 | 42,4 | 6.514,1 | 6.036,2 | 7.798,1 | |
| Stärke | 2,2 | 2,5 | 1,0 | 24,3 | 28,9 | 7,1 | 7.381,2 | 7.680,1 | 6.281,5 | |
| Frucht | 2,4 | 2,7 | 1,9 | 30,1 | 36,0 | 19,9 | 3.721,8 | 3.563,9 | 3.996,7 | |
| Konzern | 2,5 | 2,9 | 1,8 | 32,5 | 36,5 | 23,9 | 4.935,8 | 4.887,7 | 5.039,3 |
Im Berichtsjahr ereignete sich kein tödlicher Unfall, im Vorjahr gab es einen Todesfall1. Im Berichtsjahr ereigneten sich 13 Unfälle (Vorjahr: 8 Unfälle) von Kontraktoren, die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind.
Art und Anzahl der Unfälle 2017|18: Dienstl. Wegunfälle (7), Rutschen/ Stürzen/Fallen mit Folgeverletzungen (58), Prellungen, Quetschungen, Schürfwunden (52), Schnitt- und Stichverletzungen (24), Augenverletzungen (7), Verbrennungen und Verbrühungen (18), Sonstige (11)
1 Mitarbeiter im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9)
2 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl der Unfälle5 ÷ Gesamtarbeitszeit6) × 200.0007
3 Ausfallstagequote = (Gesamtanzahl der Ausfallstage8 ÷ Gesamtarbeitszeit6) × 200.000
4 Abwesenheitsrate = (Gesamtanzahl der Abwesenheitsstunden durch Unfall5 und Krankheit ÷ Gesamtarbeitszeit6) × 200.000
5 In den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen zählen Vorfälle ab dem ersten geplanten Arbeitstag,
an dem der Mitarbeiter aufgrund des Vorfalles dem Arbeitsplatz fernbleibt, als Unfall (ohne Wegeunfälle).
6 Als Gesamtarbeitszeit versteht AGRANA die Vertragsarbeitszeit in Stunden plus die bezahlten Überstunden. 7 Erklärung Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über die Unternehmensgrenzen hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 × 50 × 100). Damit versucht man die durchschnittliche unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit) pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeiter umzurechnen.
8 Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen.
Arbeitssicherheit ist AGRANA als industriellem Produktionsunternehmen ein besonderes Anliegen. Zur besseren Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen sowie zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen erhebt AGRANA weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit.
Unter dem Begriff "AGRANA Fit" bietet AGRANA mit dem Ziel der Erhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Mitarbeiter an vielen Standorten Gesundenuntersuchungen und/oder Impfungen (Grippeschutz, FSME etc.) im Rahmen der laufenden arbeitsmedizinischen Betreuung an. Zusätzlich bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Fitnesseinrichtungen und Gesundheitsorganisationen.
AGRANA bietet ihren Mitarbeitern zahlreiche sportliche Angebote an, z.B. Schitage, firmeninterne Fußballturniere, Football, Bowling, Laufgruppen, Bouldern, Fitnessboxen, Nordic Walking, Yoga-, Pilates- und Bootcamp-Kurse.
AGRANA war im September 2017 erneut mit insgesamt 56 Teams (zu je drei Teilnehmern) aus allen Geschäftsbereichen beim jährlichen "Wien Energie Business Run" am Start.
Neben zahlreichen Gesundheits- und Sportangeboten gab es an den Standorten viele weitere Angebote wie Workshops zur Information, Sensibilisierung und Weiterbildung in den Bereichen Work-Life-Balance-Management, Stress
und Burnout sowie Workshops für eine richtige Ergonomie am Arbeitsplatz.
Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil für das persönliche Wohlbefinden, daher weist AGRANA auch die eigenen Mitarbeiter auf die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung hin, neben Workshops dazu auch mit lokalen Aktionen wie dem "Obstkorb" (frisches Obst zur freien Entnahme). AGRANA Fruit US wurde im Berichtsjahr erneut mit dem Goldenen Preis der American Heart Association's "My Heart. My Life."-Inititative für ihre diesbezügliche Arbeit ausgezeichnet.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für AGRANA im Rahmen des sozialen Bewusstseins und der Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie.
Aus diesem Grund ist AGRANA auch im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Familien und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten.
Konzernweit spiegelt sich dies in mehreren Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiter wider. Telearbeit, Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien sind Bestandteile davon. Weiters werden auch Veranstaltungen, gemeinsame Essen und Sportaktivitäten unter Einbindung der Familien veranstaltet (siehe auch Geschäftsbericht 2017|18, Corporate Governance-Bericht, Seite 29).
im Geschäftsjahr 2017|18 und 2018|19
| Segment | Ziele 2017 18 | Zielerreichung 2017 18 | Ziele 2018 19 |
|---|---|---|---|
| Zucker | Reduktion der Anzahl der Arbeitsunfälle2 um 10% (Basis Geschäftsjahr 2015 16) im Rahmen eines jeweils standortspezifischen Maßnahmenpaketes |
Anzahl der Arbeitsunfälle2 erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber 2015 16 um 1,8% Die Verletzungsrate2 und die Ausfallstagequote2 sanken |
Weitere Umsetzung von standortspezifischen Maßnahmen |
| Stärke | Reduktion der Anzahl der Arbeitsunfälle2 auf weniger als zwölf im Geschäftsjahr (2016 17: 20 Arbeitsunfälle) durch Umsetzung eines jeweils standortspezifischen Maßnahmenpaketes |
Im Berichtsjahr waren 32 Arbeitsunfälle2 zu verzeichnen |
Reduktion der Arbeits unfälle2 auf weniger als zwölf im Geschäftsjahr durch Umsetzung eines jeweils standortspezifischen Maßnahmenpaketes |
| Frucht | Verletzungsrate²: 1,8 | Verletzungsrate2: 1,6 | Verletzungsrate²: 1,5 |
| Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen |
Ausfallstage2: 24 | Ausfallstage2: 23,7 | Ausfallstage2: 20 |
Während das Segment Stärke seine Arbeitssicherheitsziele v. a. aufgrund eines größeren Arbeitsunfalls2 im Maisstärkewerk Aschach|Österreich 2017|18 nicht erreichen konnte, erzielte das Segment Zucker eine Verbesserung der Verletzungsrate2 und der Ausfallstagequote2, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen zeigte das bestehende Arbeitssicherheitsprogramm "Safety First" Wirkung.
1 Mitarbeiter im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 9)
2 Begriffsdefinition siehe Seite 50
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt. Für die Überprüfung wurden die Empfehlungen des "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) als Referenzmodell herangezogen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffes Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus – im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte – für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Die Verfügbarkeit von Zuckerrüben gewinnt durch die seit 1.Oktober 2017 veränderte Marktsituation im europäischen Raum (siehe auch Marktordnungsrisiken für Zucker) zusätzlich an Bedeutung, da die Rübenpreise zunehmend durch das Preisniveau von Zucker bestimmt sind. Für die Raffinationsstandorte in Bosnien und Herzegowina und Rumänien stellt die Möglichkeit der Wertschöpfung aus der Verarbeitung des bezogenen Rohzuckers unter Berücksichtigung der erzielbaren Marktpreise für Weißzucker den grundlegenden Rentabilitätsfaktor dar. Neben dem Risiko aus den Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weiß- und Rohzucker in die EU ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Darüber hinaus werden auch im Falle von Exporten von Weißzucker diese bzw. Industriekontrakte
mittels Warentermingeschäften abgesichert. Die Absicherungsgeschäfte werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Im Segment Stärke werden Lieferverträge in adäquatem Ausmaß zur Sicherung der Bedarfsmengen an Rohstoffen abgeschlossen. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte und OTC-Derivate) erfolgen. Umfang und Ergebnis dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des monatlichen Reportings und werden dem AGRANA-Vorstand berichtet. Die Rohstoffverfügbarkeit kann durch die Nutzung von nationalen und internationalen Beschaffungsmärkten weitgehend als gesichert betrachtet werden. Für Spezialsorten werden auch durch Kontraktanbau die Bedarfsmengen gesichert.
Bei der Bioethanolproduktion führen Preisveränderungen beim Rohstoff Getreide in der Regel auch zu einer gleichgerichteten Preisänderung des Nebenproduktes ActiProt®. Dadurch können Rohstoffpreisrisiken teilweise kompensiert werden ("Natural Hedge"). Für Bioethanol leiten sich in Europa die Verkaufspreise im Wesentlichen von den Notierungen der Informationsplattform "Platts" ab, die nicht von Rohstoffpreisen, sondern von Marktschwankungen beeinflusst werden. Entsprechend ist eine hohe Volatilität der Bioethanolpreise feststellbar.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie durch Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert. Sowohl Rohstoffeinkäufe als auch Verkaufskontrakte in Fremdwährung werden über Derivatgeschäfte abgesichert. In diesem Zusammenhang werden keine Shortbzw. Long-Positionen über den Zweck der Absicherung des Kerngeschäftes hinaus eingegangen.
Die Produktionsvorgänge, v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kostenoptimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energieträgern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen. Es werden derzeit intensive Verhandlungen zum Erwerb des serbischen Zuckerunternehmens Sunoko geführt. Des Weiteren ist der Bau eines zweiten Fruchtzubereitungswerkes in China im Gange sowie die Erzeugung von Fruchtzubereitungen in Indien in Vorbereitung. Die möglichst rasche organisatorische Eingliederung dieser neuen Aktivitäten stellt eine wichtige zukünftige Herausforderung dar.
Die politisch noch instabile Situation zwischen Ukraine und Russland kann sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen wird auch auf Seite 25f im Segment Zucker berichtet.
Zuckermarktordnung: Seit 1.Oktober 2017 gibt es keinen Rübenmindestpreis mehr und die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose wurde aufgehoben. Beide Produkte können nun in der EU ohne quantitative Beschränkungen erzeugt und verkauft werden. Das Antizipieren der Beendigung der Quotenregelung im Herbst 2017 hat bereits im Vorfeld den europäischen Zuckermarkt durch eine Ausweitung der Anbauflächen im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 beeinflusst. Des Weiteren haben hohe Ernteerträge pro Hektar im ZWJ 2017|18 das Zuckerangebot im EU-Raum erhöht. Mit dem Ende der Quotenregelung wird auch die teilweise Substitution von kristallinem Zucker durch Isoglukose erwartet.
Mit dem Auslaufen der Quotenregelung ist mit einer weiterhin hohen Rübenzuckerproduktion, speziell in Gunstlagen, zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die europäischen Marktpreise stärker am Weltmarktniveau orientieren und somit auch hohe Schwankungsbreiten bei Zuckerpreisen möglich sind. Die neue Regelung der Zuckermarktordnung sieht auch keine Mindestpreise für Zuckerrüben vor. Die Rübenpreise werden jedoch weiterhin zwischen den Rübenproduzenten und der rübenverarbeitenden Industrie ausverhandelt. Die Reform der Zuckermarktordnung beinhaltet jedoch keine Veränderung im System der Importzölle für Zuckerimporte von außerhalb der EU sowie in der Behandlung von Importen aus LDC/ACP-Ländern (Least Developed Countries/African, Caribbean and Pacific Group of States) mit EU-Präferenzabkommen.
Freihandelsabkommen: Die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Im September 2015 wurde durch die EU-Richtlinie 2015/1513/EU eine Änderung der EU-Regelung für erneuerbare Energien veröffentlicht. Darin wurde das EU-Einsparungsziel von 40% der Treibhausgase bis zum Jahr 2030 auf Basis des Energieverbrauches von 1990 für den Beitrag durch Biokraftstoffe neu geregelt.
Im November 2016 hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag unterbreitet, der einen Anteil von erneuerbarer Energien innerhalb der EU von mindestens 27%
vorsieht, jedoch keine spezifische Zielsetzung für den Bereich Transport definiert. Der Vorschlag beinhaltet eine Reduzierung von Biokraftstoffen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen ("1. Generation") ab 2021 von einem Anteil von 7% auf maximal 3,8% im Jahr 2030. Der Einsatz von aus Stroh, Holz und Abfällen hergestelltem Ethanol ("2. Generation") soll hingegen von 1,5% im Jahr 2021 bis 2030 stufenweise auf 3% erhöht werden.
Der Rat der EU einigte sich am 18. Dezember 2017 auf einen Standpunkt zum Kommissionsvorschlag und wird auf dieser Grundlage mit dem Europäischen Parlament in Verhandlungen eintreten. Demnach soll für den Transportsektor in jedem Mitgliedstaat ein verbindliches Ziel von mindestens 14% erneuerbarer Energie im Jahr 2030 gelten. Erneuerbare Kraftstoffe aus Ackerpflanzen sollen dabei unverändert bis zu 7% beitragen dürfen. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll wiederum auf mindestens 3% steigen.
Eine veränderte Position dazu hat am 17.Jänner 2018 das Plenum des EU-Parlaments mit Vorschlägen zur Biokraftstoffpolitik ab 2021 bis 2030 (RED II) verabschiedet. Für getreidebasierte Biokraftstoffe wurde beschlossen, dass die in den Mitgliedstaaten im Jahr 2017 produzierte Biokraftstoffmenge die maximale Referenzmenge darstellen soll (max.7%) und damit der Status quo beibehalten würde. Generell aber soll der Anteil an jeglicher Form von erneuerbaren Energien im Transport auf 12% steigen.
In den angelaufenen Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Rat und EU-Kommission wird über die endgültige Ausgestaltung der Biokraftstoffpolitik ab 2021 entschieden. Eine Entscheidung wird noch im Kalenderjahr 2018, möglicherweise bereits im ersten Halbjahr, erwartet.
Ergänzend wird angemerkt, dass in der derzeitigen Diskussion um den Beitrag von getreidebasiertem Biokraftstoff nur die Reduktion von Treibhausgasen Berücksichtigung findet. Nicht thematisiert wird die nachweisbare Verringerung an Partikel-Emissionen, die Gewinnung von gentechnikfreiem Eiweißfuttermittel und Gärungs-Kohlensäure als Nebenprodukte sowie die Verwendung von Überschussgetreide als Rohstoff.
AGRANA verfolgt die laufenden Entwicklungen und setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene für einen wachsenden Anteil erneuerbarer Kraftstoffe ein.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschereibestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim| Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Finanzierungen durch Finanzinstitutionen und/oder über den Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, finanzielle Risiken und den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung lokaler Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v. a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"- Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen
rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Die finanziellen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Seite 109ff ) im Detail erläutert.
Die Unternehmensgruppe ist nicht-finanziellen bzw. nicht primär finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft sowie aus nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe stellen z.B. klimatische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Rohmaterialien potenzielle Risiken für AGRANA dar. Daneben ist AGRANA aufgrund der v. a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt. Nicht zuletzt gewinnt auch die Einhaltung nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien in der vorgelagerten Lieferkette an Bedeutung bzw. birgt bei fehlender Einhaltung potenzielle Qualitäts- und Reputationsrisiken.
AGRANA hat angemessene Maßnahmen gesetzt, um nachteiligen Effekten aus nicht-finanziellen Risiken aus der strategischen und operativen Geschäftsgebarung entgegen zu wirken. Die Maßnahmen betreffen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange und stehen im Einklang mit nationalen und internationalen Standards zur Wahrung der Qualitäts- und Reputationsansprüche im Interesse der AGRANA-Gruppe (siehe Details im Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB, Seite 7ff ).
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP2-System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 52ff ), sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebsund Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2018 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2017: 113,5 Mio. €) und war in 15.622.244 (28. Februar 2017: 15.622.244) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34% des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100%-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50% abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland, mit 50% beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u. a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing.Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Der Vorstand ist bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. Aufgrund der aktuellen Herausforderungen im Segment Zucker ist für das Geschäftsjahr 2018|19 jedoch mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau ausgegangen.
| AGRANA-Gruppe | 2017 18 | 2018 19 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.566,3 | stabile Entwicklung | p |
| EBIT | Mio. € | 190,6 | deutlicher Rückgang | ss |
| Investitionen1 | Mio. € | 140,9 | 169 |
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 170 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 98 Mio. € liegen.
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung rückläufiger Zuckerabsatzmengen und -preise mit einer deutlichen Umsatzreduktion. Die laufenden Kostensenkungsprogramme werden die Margenreduktion nur teilweise abfedern können, sodass im Geschäftsjahr 2018|19 ein deutlicher Rückgang des EBITs erwartet wird.
Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben belaufen sich auf rund 30 Mio. €. Neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen wird v. a. in Maßnahmen zur Umsatz- und Effizienzsteigerung investiert.
| Segment Zucker | 2017 18 | 2018 19 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 652,6 | deutlicher Rückgang | ss |
| EBIT | Mio. € | 34,8 | deutlicher Rückgang | ss |
| Investitionen1 | Mio. € | 32,1 | 30 |
Das Segment Stärke prognostiziert im Geschäftsjahr 2018|19 eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse. Die Absatzmengen sollen u. a. durch die Vollauslastung der zusätzlichen Maisvermahlungskapazitäten in Aschach|Österreich deutlich gesteigert werden. Die positiven Impulse für Spezialprodukte, u. a. in Bio-Qualität, sowie bei Stärken und Nebenprodukten sollen anhalten. Für Bioethanol und stärkebasierte Verzuckerungsprodukte ist jedoch aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes von sinkenden Verkaufspreisen auszugehen, weshalb bei leicht steigenden Rohstoffpreisen in Summe mit einem moderaten EBIT-Rückgang zu rechnen ist.
Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 86 Mio. €, wovon die größte Teilsumme auf den Ausbau der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich entfällt. Weiters sind der Ausbau der Kartoffelverarbeitung in Gmünd|Österreich und Investitionen zur Produktivitätserhöhung in Aschach geplant.
| Segment Stärke | 2017 18 | 2018 19 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 752,3 | moderater Anstieg | i |
| EBIT | Mio. € | 80,2 | moderater Rückgang | s |
| Investitionen1 | Mio. € | 59,4 | 86 |
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA für das Geschäftsjahr 2018|19 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen (v. a. auch Non-Dairy) mit einer positiven Umsatzentwicklung. Die Synergieeffekte in Argentinien, der Beginn der Fruchtzubereitungsproduktion in Indien sowie die geplante Eröffnung der neuen chinesischen Produktionsstätte in Jiangsu|China im November 2018 sollen zu einer moderaten Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017|18 führen. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird für das neue Geschäftsjahr von einem deutlichen Umsatz- und EBIT-Anstieg ausgegangen.
Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 53 Mio. € geplant. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wird der Bau des zweiten Werkes in China das größte Einzelprojekt darstellen; im Bereich Fruchtsaftkonzentrate liegt der Fokus auf Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen, Produktionsoptimierungen und der kontinuierlichen Verbesserung der Produktqualität.
| Segment Frucht | 2017 18 | 2018 19 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.161,4 | deutlicher Anstieg | ii |
| EBIT | Mio. € | 75,6 | deutlicher Anstieg | ii |
| Investitionen1 | Mio. € | 49,4 | 53 |
Die Sicherstellung und Dokumentation nachhaltiger Wirtschaftsweise über die gesamte Produktwertschöpfungskette wird für immer mehr Konsumenten zu einem Kaufkriterium. Diesem Umstand tragen AGRANAs Kunden im Rahmen ihrer Beschaffungskriterien seit einigen Jahren Rechnung. Durch die seit dem Kalenderjahr 2017 umzusetzende EU-Richtlinie zu nicht-finanzieller Berichterstattung bzw. nationale Gesetze in den EU-Mitgliedstaaten besteht für die AGRANA-Gruppe nun auch eine gesetzliche Verpflichtung zur Berichterstattung nicht-finanzieller bzw. Nachhaltigkeitsaspekte.
AGRANA berichtet bereits seit dem Geschäftsjahr 2012|13 jährlich relevante Inhalte in integrierter Form. Ziele zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialkriterien in den eigenen Produktionsanlagen bzw. für die Mitarbeiter hat sich das Unternehmen bereits 2014|15 gesetzt und 2015|16 mit weiteren Zielen, v. a. bezüglich Nachhaltigkeit in der Lieferkette, ergänzt. Die aktuelle Zielerreichungsperiode läuft bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020|21. Über den Zielerreichungsfortschritt wird in den Folgejahren im Rahmen der in den Geschäftsbericht integrierten Berichterstattung informiert.
Konsolidierungsmethoden 80
Währungsumrechnung 80
| Note | t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| (1) | Umsatzerlöse | 2.566.317 | 2.561.296 |
| (2) | Bestandsveränderungen | –26.771 | 51.035 |
| (2) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.528 | 1.320 |
| (3) | Sonstige betriebliche Erträge | 32.990 | 36.835 |
| (4) | Materialaufwand | –1.716.654 | –1.828.660 |
| (5) | Personalaufwand | –308.082 | –288.711 |
| (6) | Abschreibungen | –90.014 | –84.397 |
| (7) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –298.081 | –306.940 |
| (8) | Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 29.395 | 30.589 | |
| (9) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | 190.628 | 172.367 |
| (10) | Finanzerträge | 41.212 | 31.081 |
| (11) | Finanzaufwendungen | –55.682 | –48.960 |
| Finanzergebnis | –14.470 | –17.879 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 176.158 | 154.488 | |
| (12) | Ertragsteuern | –33.513 | –36.633 |
| Konzernergebnis | 142.645 | 117.855 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 140.071 | 111.315 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | 2.574 | 6.540 | |
| (13) | Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 8,97 € | 7,78 € |
| (13) | Ergebnis je Aktie bezogen auf die Aktienanzahl zum Bilanzstichtag | 8,97 € | 7,13 € |
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 142.645 | 117.855 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||
| Währungsdifferenzen | –31.851 | 11.483 |
| zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) | ||
| nach latenten Steuern | 58 | 106 |
| Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern | 1.643 | 939 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode einbezogen werden | –907 | 753 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –31.057 | 13.281 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher | ||
| Verpflichtungen (IAS 39) nach latenten Steuern | –100 | –3.072 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode einbezogen werden | –4 | –3 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –104 | –3.075 |
| Sonstiges Ergebnis | –31.161 | 10.206 |
| Gesamtergebnis | 111.484 | 128.061 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 109.889 | 122.807 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 1.595 | 5.254 |
| Note | t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 142.645 | 117.855 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 90.021 | 84.402 | |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –7 | –5 | |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 348 | 887 | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | 1.123 | –1.951 | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –29.395 | –30.589 | |
| Dividenden von Unternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 30.000 | 24.500 | |
| Erhaltene Dividenden von verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 0 | 524 | |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 68.010 | 62.397 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 302.745 | 258.020 | |
| Veränderungen der Vorräte | 16.749 | –36.236 | |
| Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte | 14.845 | 11.561 | |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | –18.748 | 6.131 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –55.967 | 50.324 | |
| Veränderungen des Working Capital | –43.121 | 31.780 | |
| Erhaltene Zinsen | 4.225 | 4.525 | |
| Gezahlte Zinsen | –10.788 | –13.195 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | –39.199 | –25.345 | |
| (14) | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 213.862 | 255.785 |
| Erhaltene Dividenden | 33 | 40 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 627 | 1.155 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –132.528 | –123.418 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 162 | 1 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –1.640 | –3.841 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Geschäftseinheiten | 0 | –45.467 | |
| (15) | Cashflow aus Investitionstätigkeit | –133.346 | –171.530 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhung) ohne Kosten | 0 | 142.020 | |
| Kosten der Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhung) | 0 | –2.301 | |
| Aufnahme/Rückführung von Finanzverbindlichkeiten | |||
| gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | –100.000 | 85.000 | |
| Rückführung von Schuldscheindarlehen | –83.500 | 0 | |
| Einzahlungen aus Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank | 41.500 | 0 | |
| Einzahlungen/Auszahlungen von Darlehen, Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | 58.115 | –158.111 | |
| Gezahlte Dividenden | –69.808 | –57.278 | |
| (16) | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –153.693 | 9.330 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –73.177 | 93.585 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –4.291 | 230 | |
| (11) | Sonstige bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | 0 | –4.761 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 198.429 | 109.375 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 120.961 | 198.429 |
zum 28. Februar 2018
| t¤ | Stand 28.02.2018 |
Stand 28.02.2017 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 276.815 | 282.319 |
| Sachanlagen | 768.881 | 738.907 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 73.228 | 72.745 |
| Wertpapiere | 18.703 | 18.826 |
| Beteiligungen | 894 | 1.051 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 8.816 | 7.115 |
| Aktive latente Steuern | 13.664 | 14.334 |
| 1.161.001 | 1.135.297 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 654.537 | 696.032 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Vermögenswerte | 415.568 | 442.611 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 4.310 | 9.024 |
| Wertpapiere | 44 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 120.961 | 198.429 |
| 1.195.420 | 1.346.139 | |
| Summe Aktiva | 2.356.421 | 2.481.436 |
| PASSIVA A. Eigenkapital |
||
| Grundkapital | 113.531 | 113.531 |
| Kapitalrücklagen | 540.760 | |
| 540.760 | ||
| Gewinnrücklagen | 742.752 | |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.397.043 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 56.954 | 695.375 1.349.666 62.222 |
| 1.453.997 | 1.411.888 | |
| B. Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 68.704 | |
| Übrige Rückstellungen | 21.607 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 310.572 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.832 | |
| Passive latente Steuern | 7.712 | |
| 419.427 | 68.929 19.898 180.495 14.211 13.102 296.635 |
|
| C. Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 29.337 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 61.629 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43.454 276.681 |
|
| und sonstige Verbindlichkeiten | 378.220 | 430.009 |
| Steuerschulden | 13.811 482.997 |
22.769 772.913 |
Summe Passiva 2.356.421 2.481.436
| Den Aktionären der AGRANA | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | |||||||
| Grund- | Kapital- | Rücklage für "Zur Ver- äußerung |
Rücklage für Cashflow- |
Rücklage für ver- sicherungs- mathem. Gewinne/ |
Anteile am sonstigen Ergebnis von Gemein- schafts- unter- |
||
| t¤ | kapital | rücklagen | verfügbar" | Hedges | Verluste | nehmen1 | |
| Geschäftsjahr 2017 18 Stand 01.03.2017 |
113.531 | 540.760 | 3.237 | –1.361 | –30.211 | –25.130 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 63 | 2.191 | 0 | 0 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen |
|||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –385 | –4 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | –5 | –548 | 362 | 1 | |
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –910 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 58 | 1.643 | –23 | –913 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 58 | 1.643 | –23 | –913 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs | |||||||
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2018 | 113.531 | 540.760 | 3.295 | 282 | –30.234 | –26.043 | |
| 742.752 | |||||||
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||||||
| Stand 01.03.2016 | 103.210 | 411.362 | 3.131 | –2.300 | –27.170 | –25.877 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 131 | 1.252 | 0 | 0 | |
| Veränderung versicherungs | |||||||
| mathematischer Gewinne/Verluste | |||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen | |||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –3.562 | –3 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | –25 | –313 | 521 | 1 | |
| Gewinn aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 749 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 106 | 939 | –3.041 | 747 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 106 | 939 | –3.041 | 747 | |
| Kapitalerhöhung | 10.321 | 129.398 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuzahlungen anderer Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs kreisänderungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2017 | 113.531 | 540.760 | 3.237 | –1.361 | –30.211 | –25.130 | |
| 695.375 |
| Unter- | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| schieds- | Übriges | Eigen- | Nicht | ||
| betrag | kumuliertes | kapital der | beherr | ||
| Währungs- | Eigen- | Jahres- | AGRANA- | schende | |
| umrechnung | kapital | ergebnis | Aktionäre | Anteile | Summe |
| –68.089 | 705.615 | 111.314 | 1.349.666 | 62.222 | 1.411.888 |
| 0 | 0 | 0 | 2.254 | 0 | 2.254 |
| 0 | 0 | 0 | –389 | –104 | –493 |
| 0 | 0 | 0 | –190 | 26 | –164 |
| –30.947 | 0 | 0 | –31.857 | –901 | –32.758 |
| –30.947 | 0 | 0 | –30.182 | –979 | –31.161 |
| 0 | 0 | 140.071 | 140.071 | 2.574 | 142.645 |
| –30.947 | 0 | 140.071 | 109.889 | 1.595 | 111.484 |
| 0 | 0 | –62.489 | –62.489 | –7.319 | –69.808 |
| 0 | 48.825 | –48.825 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 500 | 500 |
| 0 | –37 | 0 | –37 | –36 | –73 |
| 0 | 14 | 0 | 14 | –8 | 6 |
| –99.036 | 754.417 | 140.071 | 1.397.043 | 56.954 | 1.453.997 |
| –80.830 | 680.032 | 82.723 | 1.144.281 | 55.843 | 1.200.124 |
| 0 | 0 | 0 | 1.383 | 0 | 1.383 |
| 0 | 0 | 0 | –3.565 | –42 | –3.607 |
| 0 | 0 | 0 | 184 | 10 | 194 |
| 12.741 | 0 | 0 | 13.490 | –1.254 | 12.236 |
| 12.741 | 0 | 0 | 11.492 | –1.286 | 10.206 |
| 0 | 0 | 111.315 | 111.315 | 6.540 | 117.855 |
| 12.741 | 0 | 111.315 | 122.807 | 5.254 | 128.061 |
| 0 | 0 | 0 | 139.719 | 0 | 139.719 |
| 0 | 0 | –56.808 | –56.808 | –470 | –57.278 |
| 0 | 25.915 | –25.915 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 1.250 | 1.250 |
| 0 | –327 | 0 | –327 | 327 | 0 |
| 0 | –6 | 0 | –6 | 18 | 12 |
| –68.089 | 705.615 | 111.314 | 1.349.666 | 62.222 | 1.411.888 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Der Konzernabschluss 2017|18 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB erstellt.
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe.
Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Zucker, Stärke und Frucht. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt.
AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl "Operatives Ergebnis". Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen.
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Konzern |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 730.378 | 762.308 | 1.161.898 | –88.267 | 2.566.317 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –77.818 | –9.993 | –456 | 88.267 | 0 |
| Umsatzerlöse | 652.560 | 752.315 | 1.161.442 | 0 | 2.566.317 |
| EBITDA | 64.455 | 76.486 | 113.218 | 0 | 254.159 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –25.693 | –26.742 | –37.579 | 0 | –90.014 |
| Operatives Ergebnis | 38.762 | 49.744 | 75.639 | 0 | 164.145 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2.912 | 0 | 0 | 0 | –2.912 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –1.091 | 30.486 | 0 | 0 | 29.395 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 34.759 | 80.230 | 75.639 | 0 | 190.628 |
| Segmentvermögen | 1.704.961 | 553.933 | 1.128.678 | –1.031.151 | 2.356.421 |
| Segmenteigenkapital | 1.075.506 | 368.618 | 361.515 | –351.642 | 1.453.997 |
| Segmentschulden | 629.455 | 185.315 | 767.163 | –679.509 | 902.424 |
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Konzern |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 32.084 | 59.427 | 49.356 | 0 | 140.867 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 2.000 | 0 | 140 | 0 | 2.140 |
| Investitionen gesamt | 34.084 | 59.427 | 49.496 | 0 | 143.007 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 13.673 | 59.555 | 0 | 0 | 73.228 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 2.109 | 959 | 5.610 | 0 | 8.678 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 748.151 | 744.194 | 1.156.035 | –87.084 | 2.561.296 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –76.230 | –10.272 | –582 | 87.084 | 0 |
| Umsatzerlöse | 671.921 | 733.922 | 1.155.453 | 0 | 2.561.296 |
| EBITDA | 55.188 | 70.072 | 109.952 | 0 | 235.212 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –24.205 | –21.997 | –38.195 | 0 | –84.397 |
| Operatives Ergebnis | 30.983 | 48.075 | 71.757 | 0 | 150.815 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –9.037 | 0 | 0 | 0 | –9.037 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 2.442 | 28.147 | 0 | 0 | 30.589 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 24.388 | 76.222 | 71.757 | 0 | 172.367 |
| Segmentvermögen | 1.810.662 | 500.324 | 1.172.856 | –1.002.406 | 2.481.436 |
| Segmenteigenkapital | 1.049.842 | 351.922 | 361.766 | –351.642 | 1.411.888 |
| Segmentschulden | 760.820 | 148.402 | 811.090 | –650.764 | 1.069.548 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 23.259 | 57.577 | 33.822 | 0 | 114.658 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 5.000 | 0 | 91 | 0 | 5.091 |
| Investitionen gesamt | 28.259 | 57.577 | 33.913 | 0 | 119.749 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 12.758 | 59.987 | 0 | 0 | 72.745 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 2.107 | 893 | 5.638 | 0 | 8.638 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Im Ergebnis aus Sondereinflüssen sind Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 enthalten.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –679.509 t€ (Vorjahr: –650.764 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –351.642 t€ (Vorjahr: –351.642 t€).
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| Umsatz t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Österreich | 1.315.930 | 1.294.680 |
| Ungarn | 88.831 | 94.964 |
| Rumänien | 162.561 | 169.024 |
| Restliche EU | 416.140 | 425.858 |
| EU-28 | 1.983.462 | 1.984.526 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 101.680 | 96.730 |
| Übriges Ausland | 481.175 | 480.040 |
| Summe | 2.566.317 | 2.561.296 |
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 535.040 t€ (Vorjahr: 543.833 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 20,8% (Vorjahr: 21,2%) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei, Serbien und Bosnien und Herzegowina definiert.
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Österreich | 84.253 | 74.917 |
| Ungarn | 8.730 | 4.846 |
| Rumänien | 3.054 | 3.487 |
| Restliche EU | 15.222 | 15.027 |
| EU-28 | 111.259 | 98.277 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 4.242 | 3.282 |
| Übriges Ausland | 25.366 | 13.099 |
| Summe | 140.867 | 114.658 |
| Standard/Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Anwendungspflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|
|---|---|---|---|---|
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 07.02.2018 | 2019 20 | Nein |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderung) |
11.09.2014 | Unbestimmt verschoben |
Nein |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderung) |
12.10.2017 | 2019 20 | Nein |
| IAS 40 | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Änderung) |
08.12.2016 | 2018 19 | 14.03.2018 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung (Änderung) | 20.06.2016 | 2018 19 | 26.02.2018 |
| Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte1 t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Österreich | 416.690 | 378.983 |
| Ungarn | 68.912 | 67.824 |
| Rumänien | 36.402 | 38.254 |
| Restliche EU | 111.208 | 110.094 |
| EU-28 | 633.212 | 595.155 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 21.698 | 22.597 |
| Übriges Ausland | 129.830 | 142.500 |
| Summe | 784.740 | 760.252 |
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Im Geschäftsjahr 2017|18 waren die nachstehenden Standards erstmalig verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA.
| Standard | Verabschiedung durch IASB |
Übernommen durch EU |
|
|---|---|---|---|
| IAS 7 | Kapitalflussrechnung (Änderung) | 29.01.2016 | 06.11.2017 |
| IAS 12 | Latente Steuern (Änderung) | 19.01.2016 | 06.11.2017 |
| Diverse | Jährliche Anpassungen, Zyklus 2014–2016 | 08.12.2016 | 07.02.2018 |
| (Änderungen an IFRS 12 sind ab 2017 18 anzuwenden) |
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 07.02.2018 2019|20 Nein Es wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplanes der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Ferner wurden Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt. Sofern keine entsprechenden Sachverhalte vorliegen, sind die Änderungen für AGRANA nicht relevant.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 11.09.2014 Unbestimmt Nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 12.10.2017 2019|20 Nein Mit der Änderung wird klargestellt, dass IFRS 9 (Finanzinstrumente) auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen oder Joint Venture anzuwenden ist, sofern diese Teil einer Nettoinvestition sind und nicht at Equity einbezogen werden. (Änderung) Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 08.12.2016 2018|19 14.03.2018 Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (Änderung) 20.06.2016 2018|19 26.02.2018 Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
| Standard/Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Anwendungspflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Übernommen durch EU |
|
|---|---|---|---|---|
| IFRS 4 | Versicherungsverträge (Änderung) | 12.09.2016 | 2018 19 | 03.11.2017 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 24.07.2014 | 2018 19 | 22.11.2016 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung) | 12.10.2017 | 2019 20 | 22.03.2018 |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse (Änderung) | 11.09.2014 | Unbestimmt | Nein |
| verschoben | ||||
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 30.01.2014 | Unbestimmt verschoben |
Nein |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 28.05.2014 | 2018 19 | 22.09.2016 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Änderung) |
12.04.2016 | 2018 19 | 31.10.2017 |
| IFRS 16 | Leasing | 13.01.2016 | 2019 20 | 31.10.2017 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 18.05.2017 | 2021 22 | Nein |
|---|---|---|---|---|
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014–2016 |
08.12.2016 | 2018 19 | 07.02.2018 |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015–2017 |
12.12.2017 | 2019 20 | Nein |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Leistungen |
08.12.2016 | 2018 19 | 28.03.2018 |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung |
07.06.2017 | 2019 20 | Nein |
IFRS 4 Versicherungsverträge (Änderung) 12.09.2016 2018|19 03.11.2017 Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
IFRS 9 Finanzinstrumente 24.07.2014 2018|19 22.11.2016 Aus den neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten in Abhängigkeit von dem für sie existierenden Geschäftsmodell werden sich in einigen Fällen Änderungen bei Bewertung und Ausweis ergeben. Abweichungen gibt es im Wesentlichen bei Anteilen an Investmentfonds, die bisher als Wertpapiere der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" bilanziert wurden. Bewertungsunterschiede werden zukünftig über das Finanzergebnis, statt wie bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, da sich die Zahlungen in Zusammenhang mit den Fonds nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen zusammensetzen. Im Geschäftsjahr 2017|18 hätte die ergebniswirksame Bewertung zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses um rund 0,1 Mio. € geführt. Aufgrund der neuen Vorschriften zu Wertminderungen werden künftig in einigen Fällen erwartete Verluste früher aufwandswirksam. Aus dieser Neuregelung zur Erfassung von Wertminderungen für Kreditrisiken bei Forderungen in Abhängigkeit von deren Überfälligkeiten (Wertminderungsmatrix) wird aufgrund des hohen Anteiles von kreditversicherten Forderungen nur eine notwendige zusätzliche Risikovorsorge von rund 0,2 Mio. € erwartet. Bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) können künftig in einigen Fällen mehr Komponenten in das gesicherte Risiko einbezogen werden, weshalb sich dann der Grad der Effektivität etwas erhöhen wird.
IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderung) 12.10.2017 2019|20 22.03.2018 Die Änderung regelt, dass bestimmte Finanzinstrumente mit symmetrisch ausgestalteten Kündigungs- und Entschädigungsklauseln (Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung) zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden können, die ansonsten erfolgswirksam zu bewerten wären. Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 11.09.2014 Unbestimmt Nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 Unbestimmt Nein Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. Die EU-Kommission hat beschlossen, für diesen Interim-Standard den Endorsementverschoben prozess nicht aufzunehmen, sondern den finalen Standard abzuwarten.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 2018|19 22.09.2016 Mit IFRS 15 werden Prinzipien geschaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat. Insbesondere werden Kriterien aufgestellt, nach denen verschiedene Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag als eigenständig anzusehen sind. AGRANA erwartet aus der Anwendung keine Änderung des Eigenkapitals im Übergangszeitpunkt.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12.04.2016 2018|19 31.10.2017 Mit der Änderung von IFRS 15 wurden Klarstellungen bezüglich der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, der Beherrschung (Änderung) von Leasinggegenständen, Maßnahmen von Unternehmen, die geistiges Eigentum maßgeblich verändern sowie Übergangserleichterungen hinsichtlich der Darstellung von Verträgen, die vor der frühest darzustellenden Periode abgeschlossen oder geändert wurden, getroffen. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 16 Leasing 13.01.2016 2019|20 31.10.2017 Mit IFRS 16 werden Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es künftig nur noch ein Bilanzierungsmodell geben, bei dem das Nutzungsrecht als Vermögenswert und die Verpflichtung als Verbindlichkeit in der Bilanz auszuweisen sind. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse wird AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch nehmen. AGRANA setzt Leasing für langfristige Grund- und Gebäudemietverträge in Verwaltung und Produktion ein. Bei einer fiktiven Erstanwendung zum 28. Februar 2018 ergäbe sich ein Nutzungsrecht/eine Finanzverbindlichkeit von rund 37 Mio. €.
IFRS 17 Versicherungsverträge 18.05.2017 2021|22 Nein Der Standard ist für AGRANA nicht relevant.
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS, 08.12.2016 2018|19 07.02.2018 Die Änderungen von IFRS 12 sind bereits ab 2017|18 anzuwenden. Die Änderungen von IFRS 1 und IAS 28 treten in 2018|19 in Kraft. Zyklus 2014–2016 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS, 12.12.2017 2019|20 Nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung 08.12.2016 2018|19 28.03.2018 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich 07.06.2017 2019|20 Nein Mit IFRIC 23 wird die Bilanzierung von Unsicherheiten in Bezug auf Ertragsteuern klargestellt. Dabei steht es im Ermessen, ob der ertragsteuerlichen Behandlung steuerliche Sachverhalte einzeln oder gemeinsam beurteilt werden. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Auf den Seiten 70 bis 73 ist eine Übersicht über die Standards und Interpretationen dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2018|19 oder später anzuwenden sind. Bei den noch nicht von der EU übernommenen Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschender Einfluss ist gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen schwankenden Rückflüssen eines Unternehmens partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG mehr als die Hälfte der Stimmrechte innehat.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden, über die die Beherrschung gemeinsam ausgeübt wird und an denen die Unternehmen die Rechte am Nettovermögen gemeinsam besitzen (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 62 Unternehmen (Vorjahr: 60 Unternehmen) in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (Vorjahr: zwölf Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
Nachfolgend findet sich eine Übersicht über die voll einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, nicht einbezogene Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
| 3.1. Konzern-Anteilsbesitz zum 28. Februar 2018 | Anteil am Kapital 28.02.2018 |
Anteil am Kapital 28.02.2017 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Un- | Un | |||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | |||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | Wien | Österreich | – | – | – | – |
| (Muttergesellschaft) | ||||||
| I. Verbundene Unternehmen | ||||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | ||||||
| AGRANA AGRO S.r.l. | Roman | Rumänien | – | 98,69% | – | 98,45% |
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00% | – | 75,00% |
| AGRANA BUZAU S.r.l. | Buzau | Rumänien | – | 98,69% | – | 98,45% |
| AGRANA d.o.o. | Brčko | Bosnien und | – | 75,00% | – | 75,00% |
| Herzegowina | ||||||
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 99,99% | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | São Paulo | Brasilien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Importacao e Exportacao Ltda. | ||||||
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit France S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | Neu Delhi | Indien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Istanbul | Istanbul | Türkei | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Gida Sanayi ve Ticaret A.S. |
| Anteil am Kapital 28.02.2018 |
Anteil am Kapital 28.02.2017 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Un- | Un | ||||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | ||||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 | |
| AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited | Jiangsu | China | – | 100,00% | – | – | |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,97% | – | 99,97% | |
| AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostrołęka | Polen | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,80% | – | 99,80% | |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – | |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| und Asset-Management GmbH | |||||||
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% | |
| AGRANA Marketing- und | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – | |
| Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | – | 51,00% | – | 51,00% | |
| AGRANA Research & Innovation | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – | |
| Center GmbH | |||||||
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% | |
| AGRANA TANDAREI S.r.l. | Ţăndărei | Rumänien | – | 98,69% | – | 98,45% | |
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% | |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE GmbH | Kröllendorf/ | Österreich | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| Allhartsberg | |||||||
| AUSTRIA JUICE Hungary Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | Chełm | Polen | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 50,01% | – | 50,01% | |
| Biogáz Fejleszto Kft. | Kaposvár | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% | |
| Dirafrost FFI N.V. | Lummen | Belgien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Dirafrost Maroc SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Financière Atys S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- | Wien | Österreich | 66,67% | – | 66,67% | – | |
| und Produktionsgesellschaft m.b.H. | |||||||
| Koronás Irodaház Szolgáltató | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% | |
| Korlátolt Felelösségü Társaság | |||||||
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% | |
| Main Process S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Ţăndărei | Rumänien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | Bukarest | Rumänien | – | 98,68% | – | 98,44% | |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sereď | Slowakei | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Sudinver S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Yube d.o.o. | Požega | Serbien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Anteil am Kapital 28.02.2018 |
Anteil am Kapital 28.02.2017 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Un- | Un | ||||||
| mittel- | Mittel- | mittel- | Mittel | ||||
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 | |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | |||||||
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 28.02.2018 I Eigenkapital: 24,4 t€ I Jahresüberschuss: 7,2 t€ | |||||||
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 28.02.2018 I Eigenkapital: 9,8 t€ I Jahresüberschuss: 3,4 t€ | |||||||
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | Skopje | Mazedonien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 31.12.2017 I Eigenkapital: 3,4 t€ I Jahresüberschuss: 1,3 t€ | |||||||
| AGRANA Skrob s.r.o. v likvidaci | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% | |
| Abschlussstichtag: 31.12.2017 I Eigenkapital: 82,9 t€ I Jahresüberschuss: 3,7 t€ | |||||||
| DELHIA SHELF s.r.o. | Hrušovany | Tschechien | – | – | – | 100,00% | |
| Verschmelzung in Moravskoslezské Cukrovary A.S. in 2017 18 | |||||||
| Österreichische Rübensamenzucht | Wien | Österreich | – | 86,00% | – | 86,00% | |
| Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| Abschlussstichtag: 30.04.2017 I Eigenkapital: 2.104,3 t€ I Jahresüberschuss: 189,7 t€ | |||||||
| PERCA s.r.o. | Hrušovany | Tschechien | – | – | – | 100,00% | |
| Verschmelzung in Moravskoslezské Cukrovary A.S. in 2017 18 | |||||||
| II. Gemeinschaftsunternehmen | |||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, | |||||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert wurden | |||||||
| AGRANA-STUDEN-Gruppe: | |||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. | Brčko | Bosnien und | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Herzegowina | |||||||
| AGRAGOLD d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD dooel Skopje | Skopje | Mazedonien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. | Tirana | Albanien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | Pristina | Kosovo | – | 50,00% | – | –2 | |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Company for trade and services | Belgrad | Serbien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | |||||||
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | Brčko | Bosnien und | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Herzegowina | |||||||
| HUNGRANA-Gruppe: | |||||||
| GreenPower E85 Kft | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| HUNGRANA Keményitö- és | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. | |||||||
| HungranaTrans Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | |||||||
| SCO STUDEN & CO. BRASIL | São Paulo | Brasilien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. | |||||||
| Abschlussstichtag: 31.12.2017 I Eigenkapital: –18,8 t€ I Jahresfehlbetrag: –2,5 t€ | |||||||
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | Pristina | Kosovo | – | –2 | – | 50,00% | |
| Nach der Equity-Methode einbezogen ab 2017 18 |
76 2 Nach der Equity-Methode einbezogen ab 2017|18, nicht einbezogenes Unternehmen in 2016|17
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2017|18 wie folgt verändert:
| Voll- konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|
| Stand 01.03.2017 | 60 | 12 |
| Erstmalige Einbeziehung | 2 | 1 |
| Stand 28.02.2018 | 62 | 13 |
Die neu gegründete AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Changzhou|China, als 100%-Tochter der AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory|Frankreich, wurde im Q2 2017|18 erstmalig mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd., Sydney|Australien, die bisher in der AGRANA Fruit Australia Pty Ltd., Sydney|Australien, vorkonsolidiert war, wurde im Q2 2017|18 erstmals als vollkonsolidiertes Unternehmen separat einbezogen, wobei dieser Vorgang keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatte.
Weiters wurde im Q2 2017|18 die neu gegründete AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C., Pristina|Kosovo, nach der Equity-Methode erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 76 aufgelistet.
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 28.02.2018 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 40.277 | 105.103 | 145.380 |
| Vorräte | 21.840 | 58.380 | 80.220 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 22.824 | 32.455 | 55.279 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 5.530 | 769 | 6.299 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 50.194 | 91.604 | 141.798 |
| Summe Aktiva | 90.471 | 196.707 | 287.178 |
| Eigenkapital | 28.251 | 118.141 | 146.392 |
| Externe Finanzschulden | 297 | 0 | 297 |
| Sonstige Schulden | 5.107 | 2.033 | 7.140 |
| Langfristige Schulden | 5.404 | 2.033 | 7.437 |
| Externe Finanzschulden | 39.439 | 48.475 | 87.914 |
| Sonstige Schulden | 17.377 | 28.058 | 45.435 |
| Kurzfristige Schulden | 56.816 | 76.533 | 133.349 |
| Summe Passiva | 90.471 | 196.707 | 287.178 |
| Umsatzerlöse | 179.555 | 319.245 | 498.800 |
| Abschreibungen | –3.031 | –13.451 | –16.482 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –177.739 | –234.890 | –412.629 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –1.215 | 70.904 | 69.689 |
| Zinsertrag | 1.109 | 7 | 1.116 |
| Zinsaufwand | –1.592 | –577 | –2.169 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –338 | –638 | –976 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –2.036 | 69.696 | 67.660 |
| Ertragsteuern | –146 | –8.724 | –8.870 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | –2.182 | 60.972 | 58.790 |
| Sonstiges Ergebnis | 12 | –1.836 | –1.824 |
| Gesamtergebnis | –2.170 | 59.136 | 56.966 |
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 28.02.2017 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 35.247 | 105.717 | 140.964 |
| Vorräte | 36.172 | 44.310 | 80.482 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 29.093 | 38.844 | 67.937 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 9.704 | 615 | 10.319 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 74.969 | 83.769 | 158.738 |
| Summe Aktiva | 110.216 | 189.486 | 299.702 |
| Eigenkapital | 26.421 | 119.005 | 145.426 |
| Externe Finanzschulden | 285 | 0 | 285 |
| Sonstige Schulden | 489 | 2.319 | 2.808 |
| Langfristige Schulden | 774 | 2.319 | 3.093 |
| Externe Finanzschulden | 42.006 | 35.006 | 77.012 |
| Sonstige Schulden | 41.015 | 33.156 | 74.171 |
| Kurzfristige Schulden | 83.021 | 68.162 | 151.183 |
| Summe Passiva | 110.216 | 189.486 | 299.702 |
| Umsatzerlöse | 198.162 | 329.680 | 527.842 |
| Abschreibungen | –2.647 | –13.499 | –16.146 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –189.579 | –247.857 | –437.436 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 5.936 | 68.324 | 74.260 |
| Zinsertrag | 1.133 | 7 | 1.140 |
| Zinsaufwand | –1.612 | –660 | –2.272 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –203 | –63 | –266 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.254 | 67.608 | 72.862 |
| Ertragsteuern | –369 | –11.316 | –11.685 |
| Jahresüberschuss | 4.885 | 56.292 | 61.177 |
| Sonstiges Ergebnis | 25 | 1.475 | 1.500 |
| Gesamtergebnis | 4.910 | 57.767 | 62.677 |
Die Ableitung der Buchwerte an nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen ist nachfolgend dargestellt:
| AGRANA | |||
|---|---|---|---|
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 28.02.2018 | |||
| Eigenkapital | 28.251 | 118.141 | 146.392 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 14.126 | 59.071 | 73.196 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges | |||
| von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | –452 | 484 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 13.674 | 59.555 | 73.228 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 30.000 | 30.000 |
| 28.02.2017 | |||
| Eigenkapital | 26.421 | 119.005 | 145.426 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 13.211 | 59.502 | 72.713 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges | |||
| von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | –452 | 484 | 32 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 12.759 | 59.986 | 72.745 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 24.500 | 24.500 |
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 56.954 t€ (Vorjahr: 62.222 t€) betreffen mit 37.523 t€ (Vorjahr: 43.377 t€) im Wesentlichen die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01%. Somit ist in Höhe von 49,99% das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AUSTRIA JUICE-Gruppe:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 129.161 | 128.775 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 198.148 | 208.795 |
| Summe Vermögenswerte | 327.309 | 337.570 |
| Langfristige Schulden | 4.309 | 6.304 |
| Kurzfristige Schulden | 240.659 | 237.215 |
| Summe Schulden | 244.968 | 243.519 |
| Nettovermögen | 82.341 | 94.051 |
| Umsatzerlöse | 235.208 | 243.634 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 8.188 | 12.830 |
| Ergenbis vor Ertragsteuern | 4.247 | 7.069 |
| Ertragsteuern | –1.696 | –647 |
| Jahresüberschuss | 2.551 | 6.422 |
| Sonstiges Ergebnis | –259 | 435 |
| Gesamtergebnis | 2.292 | 6.857 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 52.268 | 46.467 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –12.413 | –7.501 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –39.935 | –64.975 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –80 | –26.009 |
In der folgenden Tabelle werden die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der AUSTRIA JUICE-Gruppe dargestellt:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Anteiliger Jahresüberschuss | 1.275 | 3.210 |
| Anteiliges Nettovermögen | 41.162 | 47.016 |
| Anteiliger Goodwill | –3.639 | –3.639 |
| Nicht beherrschende Anteile am Nettovermögen | 37.523 | 43.377 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
█ Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für eine Aktivierung vorliegen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile, jedoch nicht 100% erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts-/Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht zur Anwendung gekommen.
█ Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
█ Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
█ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden mit Ausnahme der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet.
█ Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
█ Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ¤ | einheit | 28.02.2018 | 28.02.2017 | 2017 18 | 2016 17 | |
| Albanien | ALL | 132,23 | 135,08 | 133,66 | 136,98 | |
| Ägypten | EGP | 21,52 | 16,64 | 20,54 | 12,73 | |
| Argentinien | ARS | 24,55 | 16,36 | 19,93 | 16,52 | |
| Australien | AUD | 1,56 | 1,38 | 1,50 | 1,46 | |
| Bosnien und Herzegowina | BAM | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| Brasilien | BRL | 3,96 | 3,28 | 3,71 | 3,69 | |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| China | CNY | 7,73 | 7,28 | 7,71 | 7,37 | |
| Dänemark | DKK | 7,45 | 7,43 | 7,44 | 7,44 | |
| Fidschi | FJD | 2,49 | 2,19 | 2,38 | 2,29 | |
| Indien | INR | 79,62 | 70,63 | 74,64 | 73,91 | |
| Kroatien | HRK | 7,45 | 7,44 | 7,46 | 7,51 |
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| ¤ | einheit | 28.02.2018 | 28.02.2017 | 2017 18 | 2016 17 |
| Marokko | MAD | 11,30 | 10,67 | 11,03 | 10,83 |
| Mazedonien | MKD | 61,66 | 61,52 | 61,58 | 61,58 |
| Mexiko | MXN | 22,94 | 21,08 | 21,48 | 21,00 |
| Polen | PLN | 4,18 | 4,32 | 4,23 | 4,35 |
| Rumänien | RON | 4,66 | 4,52 | 4,59 | 4,49 |
| Russland | RUB | 68,75 | 61,76 | 67,03 | 70,57 |
| Serbien | CSD | 118,06 | 123,91 | 120,52 | 123,30 |
| Südafrika | ZAR | 14,37 | 13,79 | 15,13 | 15,71 |
| Südkorea | KRW | 1.320,25 | 1.194,24 | 1.289,34 | 1.268,98 |
| Tschechien | CZK | 25,42 | 27,02 | 26,05 | 27,03 |
| Türkei | TRY | 4,65 | 3,84 | 4,24 | 3,46 |
| Ukraine | UAH | 33,15 | 28,64 | 30,90 | 28,41 |
| Ungarn | HUF | 313,93 | 308,25 | 309,57 | 310,83 |
| USA | USD | 1,22 | 1,06 | 1,16 | 1,10 |
█ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Nahezu alle immateriellen Vermögenswerte haben eine bestimmbare Nutzungsdauer. Jene immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer sind für den Konzern unwesentlich.
█ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
█ Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnenbezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.
█ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
█ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst. Details dazu finden sich auf Seite 99.
█ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
█ Beteiligungen und Wertpapiere sind der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und werden bei Ersterfassung zum Zeitwert (im Falle von Beteiligungen zu Anschaffungskosten) inklusive allfälliger Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bewertungsänderungen werden unter Berücksichtigung von Ertragsteuern erfolgsneutral in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt und erst bei Realisierung durch Verkauf in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung werden zu Anschaffungskosten bewertet.
█ Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
█ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag mit den Stichtagskursen bewertet.
█ Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und – unabhängig von ihrem Zweck – mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen (Rohstoffderivate und Währungsderivate in Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufstransaktionen) oder im Finanzergebnis (Zinsderivate, Währungsderivate bei Finanzierungen) erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft ("Cashflow-Hedges"). Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten und effektiven Bewertungsunterschiede erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte
Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Ineffektive Teile der Bewertungsunterschiede von Cashflow-Hedges werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet, es sei denn es handelt sich um Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft, auf die "Cashflow-Hedge-Accounting" anwendbar ist. Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 111ff.
█ Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zuganges mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen, die für sich betrachtet von untergeordneter Bedeutung sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und aufgrund von Erfahrungswerten wertberichtigt. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten.
█ Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
█ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
█ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogenen Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
█ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifikate sind immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaffungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifikate (ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2) ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung für CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Mehrwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2-Emissionsrechte, die für den Verbrauch in einer späteren Handelsperiode bereits angeschafft wurden, werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
█ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zu jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte überprüft. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung auch ohne Anhaltspunkt jährlich zum 31. August.
█ Bei der Werthaltigkeitsprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
█ Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Können keine weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüsse festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzungswertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse ermittelt werden können (Cash Generating Unit).
█ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten und eigenkapitalähnlichen Wertpapieren der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzungswert.
█ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensions- und Abfertigungszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Zahlungen für beitragsorientierte Vorsorgepläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Vorsorgepläne werden wie die von beitragsorientierten Vorsorgeplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen, eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
█ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung, bei Überdeckung wird ein Guthaben (sonstige Forderung) bilanziert. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
█ Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen gegebenenfalls auch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen oder -änderungen, der sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres ermittelte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung – unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen – angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
█ Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern – mit Ausnahme von Jubiläumsgeldverpflichtungen – erfolgsneutral im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die Erfassung im sonstigen Ergebnis schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Abzinsungssatz basiert und im Nettozinsaufwand enthalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen ein.
█ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von überwiegend 1,7% (Vorjahr: 1,6%) zugrunde.
█ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Des Weiteren bestehen Rückdeckungsversicherungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert, ebenso wie die vorhandenen Rückdeckungsversicherungen den Barwert der jeweiligen Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung kürzen.
█ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
█ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
█ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
█ Rückstellungen für Rekultivierung beinhalten Rekultivierungsmaßnahmen von Grundstücken, Entleerung und Entsorgung von Deponien, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Gebäudesubstanz sowie Altlastsanierung und Abraumbeseitigung.
█ Rückstellungen für Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgelder beinhalten des Weiteren Rückstellungen für Altersteilzeit, Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen, Rückstellungen für Bonifikationen und Prämien sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen. Jubiläumsgelder sind gemäß IAS 19 als langfristige Leistungen an Arbeitnehmer einzustufen. Diese werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der laufenden Periode im Personalaufwand ausgewiesen. Jubiläumsgelder stellen einmalige vom Entgelt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängige Zahlungen dar, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Vorschriften bestehen. Vor allem in Österreich und Deutschland bestehen Verpflichtungen für Jubiläumsgeldzahlungen. Rückstellungen für Altersteilzeit sind in Österreich aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu bilden. Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitest gehender finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen werden nur dann angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan erstellt und kommuniziert wurde.
█ Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u. a. Rückstellungen für Prozessrisiken, Rückstellungen für Drohverluste, Rückstellungen für Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für Drohverluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
█ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestehen bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist.
█ Die Berechnung der latenten Steuern wird nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, soweit die Realisierung latenter Steueransprüche wahrscheinlich ist.
█ Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn die entsprechenden Steuervorteile bei zugrunde liegender Planungsperiode von fünf Jahren realisiert werden können. Dies ist gegeben, wenn ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden bzw. zu versteuerndes Ergebnis aus der Umkehrung von passiven Differenzen vorhanden ist.
█ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
█ Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
█ Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
█ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
█ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
█ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
█ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
█ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
█ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Die Simulation einer angenommenen Reduktion der nachhaltigen Cashflows um 5% würde zu keiner Wertminderung des Geschäfts-/Firmenwertes führen.
Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen Marktumfeld und liegt zwischen 5,60% und 8,50% (Vorjahr: 4,94% und 8,55%).
| Pensionen | Abfertigungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 | 28.02.2018 | 28.02.2017 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Annahmen |
|||||
| Rechnungszinssatz | |||||
| +0,5 Prozentpunkte | –2.225 | –2.458 | –1.752 | –1.628 | |
| –0,5 Prozentpunkte | 2.443 | 2.704 | 1.889 | 1.743 | |
| Lohn-/Gehaltssteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 76 | 77 | 907 | 848 | |
| –0,25 Prozentpunkte | –75 | –76 | –878 | –819 | |
| Rentensteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 1.089 | 1.184 | – | – | |
| –0,25 Prozentpunkte | –1.046 | –1.137 | – | – | |
| Lebenserwartung | |||||
| Zunahme um 1 Jahr | 4.006 | 3.721 | – | – | |
| Abnahme um 1 Jahr | –4.213 | –3.833 | – | – |
█ Die HUNGRANA-Gruppe und die AGRANA-STUDEN-Gruppe wurden gemäß IFRS 11 und den derzeit bestehenden Vereinbarungen als Gemeinschaftsunternehmen qualifiziert. Der Konzern hält 50% der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen.
█ Die AGRANA-Gruppe hält 50,01% an der AUSTRIA JUICE GmbH und deren Tochtergesellschaften. Aufgrund der zugrunde liegenden Verträge und Vereinbarungen übt AGRANA Beherrschung auf diese Gesellschaften aus und bezieht sie in den Konzernabschluss mittels Vollkonsolidierung ein.
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 2.404.309 | 2.373.968 |
| Handelswarenerlöse | 152.903 | 180.515 |
| Leistungserlöse | 9.105 | 6.813 |
| Summe | 2.566.317 | 2.561.296 |
Die Aufteilung nach Regionen ist im Rahmen der Informationen zu den Geschäftssegmenten (siehe Seite 70) ausgewiesen.
28% (Vorjahr: 26%) des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt. Ein AGRANA-Kunde trug mit 12% (Vorjahr: 12%) zum Konzernumsatz bei. Kein weiterer Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10%.
| Note (2) | 7.2. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | ||
|---|---|---|---|
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 | |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | –26.771 | 51.035 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.528 | 1.320 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von –26.771 t€ (Vorjahr: 51.035 t€) resultierte v. a. aus dem Segment Zucker mit –33.686 t€ (Vorjahr: 67.100 t€) und dem Segment Frucht mit 5.179 t€ (Vorjahr: –22.438 t€).
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Kursgewinnen | 7.860 | 9.520 |
| Derivaten | 3.444 | 1.512 |
| der Anpassung von Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 2.460 | 0 |
| Sonderergebnis | 1.885 | 3.998 |
| Leistungen an Dritte | 1.735 | 1.388 |
| Forschungsprämie | 1.048 | 673 |
| der Auflösung von Forderungswertberichtigungen | 1.039 | 1.032 |
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 917 | 3.870 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 581 | 1.207 |
| Miet- und Pachtverträgen | 513 | 622 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 428 | 502 |
| Übrige | 11.080 | 12.511 |
| Summe | 32.990 | 36.835 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. Erträge aus der Weiterverrechnung von Betriebsstoffen und Rohmaterial sowie Dienstleistungen.
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| Rohstoffe | 1.126.832 | 1.177.583 |
| Hilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren | 519.103 | 578.972 |
| bezogene Leistungen | 70.719 | 72.105 |
| Summe | 1.716.654 | 1.828.660 |
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 243.058 | 226.139 |
| Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und sonstiger Personalaufwand | 65.024 | 62.572 |
| Summe | 308.082 | 288.711 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 1.088 t€ (Vorjahr: 1.196 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden 18.070 t€ (Vorjahr: 17.409 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst.
Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden aufwandswirksam in Höhe von 1.139 (Vorjahr: 1.018) t€ im abgelaufenen Geschäftsjahr erfasst.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente):
| 2017 18 | 2016 17 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 6.050 | 6.125 |
| Angestellte | 2.544 | 2.431 |
| Lehrlinge | 84 | 82 |
| Summe | 8.678 | 8.638 |
| 2017 18 | 2016 17 | |
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 2.171 | 2.083 |
| Ungarn | 435 | 430 |
| Rumänien | 603 | 601 |
| Restliche EU | 1.530 | 1.555 |
| EU-28 | 4.739 | 4.669 |
| Sonstiges Europa (Bosnien und Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.205 | 1.359 |
| Übriges Ausland | 2.734 | 2.610 |
| Summe | 8.678 | 8.638 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar (100%):
| 2017 18 | 2016 17 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 336 | 318 |
| Angestellte | 198 | 188 |
| Summe | 534 | 506 |
| Abschrei- | minde- | auf | ||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | Gesamt | bungen | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.531 | 4.531 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 85.483 | 85.387 | 103 | –7 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 90.014 | 89.918 | 103 | –7 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.414 | 5.414 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 78.983 | 78.657 | 331 | –5 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 84.397 | 84.071 | 331 | –5 |
| Die Wertberichtigungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar: | Wert- minde- |
Wert auf |
|---|---|---|
| t¤ | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||
| Segment Zucker | 0 | 0 |
| Segment Stärke | 0 | –7 |
| Segment Frucht | 103 | 0 |
| Konzern | 103 | –7 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | ||
| Segment Zucker | 287 | 0 |
| Segment Stärke | 0 | –5 |
| Segment Frucht | 44 | 0 |
| Konzern | 331 | –5 |
Die Wertminderungen im Segment Frucht betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für stillgelegte Vermögenswerte.
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 143.288 | 141.350 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 99.534 | 93.204 |
| Werbeaufwendungen | 10.592 | 8.220 |
| Miete, Leasing- und Pachtaufwand | 10.073 | 10.551 |
| Sonstige Steuern | 7.295 | 6.688 |
| Kursverluste | 7.228 | 7.640 |
| Sonderergebnis | 4.797 | 13.035 |
| Derivate | 3.122 | 2.400 |
| Schadensfälle | 1.198 | 1.443 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 785 | 739 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 776 | 1.987 |
| Produktionsabgabe | 0 | 3.761 |
| Übrige | 9.393 | 15.922 |
| Summe | 298.081 | 306.940 |
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 17.002 t€ (Vorjahr: 15.852 t€).
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene Dienstleistungen enthalten.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft betrugen 454 t€ (Vorjahr: 741 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 363 t€ (Vorjahr: 384 t€), sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 17 t€ (Vorjahr: 234 t€) sowie sonstige Leistungen von 74 t€ (Vorjahr: 123 t€).
Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 29.395 t€ (Vorjahr: 30.589 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe und der AGRANA-STUDEN-Gruppe.
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | 164.145 | 150.815 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –2.912 | –9.037 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 29.395 | 30.589 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 190.628 | 172.367 |
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen, das nur in der Segmentberichterstattung separat dargestellt wird, umfasst Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 im Segment Zucker. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 1.885 t€ (Vorjahr: 3.998 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 4.797 t€ (Vorjahr: 13.035 t€) ausgewiesen.
| k. $\sim$ $\sim$ |
|
|---|---|
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 2.613 | 2.861 |
| Währungsgewinne | 11.276 | 17.723 |
| Erträge aus Beteiligungen | 34 | 565 |
| Gewinn aus Derivaten | 26.803 | 9.156 |
| Übrige finanzielle Erträge | 486 | 776 |
| Summe | 41.212 | 31.081 |
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 1.508 | 1.561 |
| Segment Stärke | 38 | 42 |
| Segment Frucht | 1.067 | 1.258 |
| Konzern | 2.613 | 2.861 |
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 10.959 | 13.509 |
| Nettozinsaufwand aus Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 1.196 | |
| Währungsverluste | 25.919 | 13.018 |
| Verlust aus Derivaten | 14.400 | 13.329 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 3.316 | 7.908 |
| Summe | 55.682 | 48.960 |
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 10.216 | 11.358 |
| Segment Stärke | 47 | 40 |
| Segment Frucht | 696 | 2.111 |
| Konzern | 10.959 | 13.509 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus der Abzinsung der langfristigen Verpflichtung für Jubiläumsgelder von 107 t€ (Vorjahr: 124 t€).
Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Verlust in Höhe von 14.643 t€ (Vorjahr: Gewinn 4.705 t€). Dieser setzte sich aus einem realisierten Verlust von 2.565 t€ (Vorjahr: Gewinn 743 t€) und einem nicht realisierten Verlust in Höhe von 12.078 t€ (Vorjahr: nicht realisierter Gewinn 3.962 t€) zusammen. Der Verlust ist v. a. auf Fremdwährungsfinanzierungen in Argentinien und Brasilien (Euro- und US-Dollar-Finanzierungen) sowie aufgrund von US-Dollar-Guthaben im Euro-Raum zurückzuführen.
In den sonstigen übrigen finanziellen Aufwendungen war im Vorjahr ein Sonderergebnis in Höhe von 4.761 t€ aufgrund einer Wertberichtigung auf den Finanzmittelbestand in der Ukraine des Segmentes Frucht enthalten.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | 35.980 | 36.755 |
| davon Inland | 14.498 | 11.575 |
| davon Ausland | 21.482 | 25.180 |
| Latente Steuern | –2.467 | –122 |
| davon Inland | –532 | –135 |
| davon Ausland | –1.935 | 13 |
| Steueraufwand | 33.513 | 36.633 |
| davon Inland | 13.966 | 11.440 |
| davon Ausland | 19.547 | 25.193 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | –670 | –539 |
| Erhöhung (–)/Verminderung (+) passiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | 5.390 | –8.621 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | 4.720 | –9.160 |
| davon Konsolidierungskreisänderung, erfolgsneutral | 0 | –9.690 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung, Cashflow-Hedges, IAS 19) | –164 | 193 |
| davon aus Währungsumrechnung/Sonstige | 2.417 | 215 |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | 2.467 | 122 |
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 176.158 | 154.488 |
| Österreichischer Steuersatz | 25% | 25% |
| Theoretischer Steueraufwand | 44.040 | 38.622 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund: | ||
| abweichender Steuersätze | –3.226 | –1.690 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche Abzugsposten | ||
| inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –8.649 | –9.441 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | –1.593 | 0 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen | ||
| und steuerlicher Zurechnungen | 4.245 | 4.405 |
| Effekten aus nicht angesetzten Verlustvorträgen des laufenden Geschäftsjahres | –493 | 102 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | –811 | 4.635 |
| Ertragsteuern | 33.513 | 36.633 |
| Effektive Steuerquote | 19,0% | 23,7% |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25%.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 12.586 t€ (Vorjahr: 13.902 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 53.898 t€ (Vorjahr: 60.871 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 31.486 t€ (Vorjahr: 31.175 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 13.538 t€ (Vorjahr: 26.786 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 8.874 t€ (Vorjahr: 2.910 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7.228 t€ (Vorjahr: 7.392 t€).
Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 219.864 t€ (Vorjahr: 211.264 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
| 2017 18 | 2016 17 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären | ||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist t€ |
140.071 | 111.315 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war Stück |
15.622.244 | 14.301.709 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) € |
8,97 | 7,78 |
| Dividende je Aktie € |
4,501 | 4,00 |
Bezogen auf die Aktienanzahl, die zum Bilanzstichtag im Umlauf war, ergibt sich folgendes Ergebnis je Aktie:
| 2017 18 | 2016 17 | ||
|---|---|---|---|
| Aktienanzahl am Bilanzstichtag | Stück | 15.622.244 | 15.622.244 |
| Ergebnis je Aktie | € | 8,97 | 7,13 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2017|18 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 70.300 t€ (Vorjahr: 62.489 t€) ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben.
Es bestanden aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen keine Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen (Vorjahr: 16.887 t€).
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 302.745 t€ (Vorjahr: 258.020 t€), das entspricht 11,80% (Vorjahr: 10,07%) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses von 12.079 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsgewinne –3.962 t€), die Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen von 2.466 t€, die zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigungen zu Forderungen 589 t€ (Vorjahr: 284 t€) sowie zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten 8.756 t€ (Vorjahr: 4.640 t€). Sonstige Anpassungen betreffen Korrekturen des im Konzernergebnis enthaltenen Steueraufwandes und Zinsergebnis aufgrund der separaten Darstellung der zahlungswirksamen Zinsen und Ertragsteuern. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 213.862 t€ (Vorjahr: 255.785 t€).
Der Rückgang um 38.184 t€ von –171.530 t€ auf –133.346 t€ des Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Wesentlichen bedingt durch den im Vorjahr getätigten Erwerb von zwei argentinischen Tochterunternehmen in Höhe von 45.467 t€. Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen nur geringfügig um –9.110 t€ auf –132.528 (Vorjahr: –123.418 t€). Der Anteil von AGRANA am Zuschuss bei der AGRANA-STUDEN-Gruppe in Höhe von 1.500 t€ ist in den Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen enthalten – im Vorjahr war hier der AGRANA-Anteil an der Kapitalerhöhung der AGRANA-STUDEN-Gruppe von 3.750 t€ enthalten.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 627 t€ (Vorjahr: 1.155 t€).
Im Geschäftsjahr 2017|18 stiegen die Finanzverbindlichkeiten nach Bereinigung um nicht realisierte Kursverluste um 58.115 t€ (Vorjahr: –158.111 t€). Der positive Cashflow im Bereich der Finanzverbindlichkeiten ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aufnahme von zwei langfristigen Finanzierungen von in Summe 100.000 t€ die Rückführung eines Darlehens an den Minderheiteneigentümer von 25.500 t€ sowie die Rückführung von Barvorlagen, Kontokorrentkrediten und auslaufenden Bankdarlehen überkompensieren konnte. Im Vorjahr führte im Wesentlichen die Rückführung von zwei syndizierten Krediten in Höhe von 111.100 t€ zu einem deutlich höheren Mittelabfluss.
Die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe von –100.000 t€, die Aufnahme eines Investitionskredites der Europäischen Investitionsbank von 41.500 t€ sowie die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von –83.500 t€ führte im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: Aufstockung von 85.000 t€ sowie Mittelzufluss aus Barkapitalerhöhung von 139.719 t€) zu einer deutlichen Erhöhung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.
Die gezahlten Dividenden betrafen überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Bardividende.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit:
| Buchwert 01.03.2017 |
Mittel- zufluss (+)/ |
Währungs- differenzen |
Buchwert 28.02.2018 |
|
|---|---|---|---|---|
| t¤ | Mittel abfluss (–) |
|||
| Schuldscheindarlehen | 42.500 | 0 | 0 | 42.500 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 115.000 | 0 | 0 | 115.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 0 | 41.500 | 0 | 41.500 |
| Darlehen | 22.995 | 88.727 | –150 | 111.572 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 180.495 | 130.227 | –150 | 310.572 |
| Schuldscheindarlehen | 83.500 | –83.500 | 0 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 135.000 | –100.000 | 0 | 35.000 |
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 58.181 | –30.612 | –940 | 26.629 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 276.681 | –214.112 | –940 | 61.629 |
| Note (17) | |
|---|---|
| 9.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | Konzessionen, | ||
|---|---|---|---|
| Geschäfts-/ | Lizenzen | ||
| Firmen- | und ähnliche | ||
| t¤ | werte | Rechte | Summe |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2017 | 260.974 | 106.256 | 367.230 |
| Währungsdifferenzen | –18 | –4.400 | –4.418 |
| Zugänge | 0 | 2.398 | 2.398 |
| Umbuchungen | 0 | –136 | –136 |
| Abgänge | 0 | –1.418 | –1.418 |
| Stand 28.02.2018 | 260.956 | 102.700 | 363.656 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2017 | 0 | 84.911 | 84.911 |
| Währungsdifferenzen | 0 | –1.183 | –1.183 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 4.531 | 4.531 |
| Abgänge | 0 | –1.418 | –1.418 |
| Stand 28.02.2018 | 0 | 86.841 | 86.841 |
| Buchwert 28.02.2018 | 260.956 | 15.859 | 276.815 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2016 | 226.202 | 95.308 | 321.510 |
| Währungsdifferenzen | –5 | 823 | 818 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 34.777 | 8.924 | 43.701 |
| Zugänge | 0 | 1.215 | 1.215 |
| Umbuchungen | 0 | 392 | 392 |
| Abgänge | 0 | –406 | –406 |
| Stand 28.02.2017 | 260.974 | 106.256 | 367.230 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2016 | 0 | 79.549 | 79.549 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 335 | 335 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 5.414 | 5.414 |
| Umbuchungen | 0 | 2 | 2 |
| Abgänge | 0 | –389 | –389 |
| Stand 28.02.2017 | 0 | 84.911 | 84.911 |
| Buchwert 28.02.2017 | 260.974 | 21.345 | 282.319 |
█ Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte.
█ Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.398 t€ (Vorjahr: 1.215 t€) betrafen im Wesentlichen Software.
█ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Frucht 239.239 t€ (Vorjahr: 239.257 t€), auf das Segment Zucker 20.111 t€ (Vorjahr: 20.111 t€) und auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€).
█ Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
█ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist.
█ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5% p. a. (Vorjahr: 1,5% p. a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet.
█ Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 6,75% (Vorjahr: 7,0%) und dem aus einer neun Unternehmen umfassenden Peer-Group abgeleiteten Beta-Faktor. Das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,23 (Vorjahr: 1,40) unterworfen.
█ Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte und den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC):
| Geschäfts-/Firmenwert | WACC vor Steuer | |||
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2018 | 28.02.2017 | 2017 18 | 2016 17 | |
| Mio. € | Mio. € | % | % | |
| CGU Frucht | 239 | 239 | 8,50 | 8,55 |
| CGU Stärke | 2 | 2 | 5,60 | 4,94 |
| CGU Zucker | 20 | 20 | 6,35 | 6,71 |
| Konzern | 261 | 261 | – | – |
█ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
█ Für die CGU Zucker sind die Einschätzungen der EU-Rübenzucker- und Isoglukoseproduktion, der Entwicklung der Zuckerimporte und -exporte sowie der Zuckerpreise die wichtigsten Planannahmen. Die wesentlichen Kostenelemente der CGU sind die Rohstoff- und Energiekosten. Diese Einschätzungen berücksichtigen neben den aktuellen Marktentwicklungen auch eigene Einschätzungen der jeweiligen Fachbereiche.
█ Mit der Aufhebung der Quoten- und Rübenmindestpreisregelung in 2017 sind auch die Beschränkungen der Exportmöglichkeiten für Zucker entfallen. Die EU-Marktpreisentwicklung wird noch stärker durch die Weltmarktpreisentwicklung bestimmt. Kurzfristig wirkt dabei das derzeit niedrige Weltmarktpreisniveau belastend. Wir rechnen damit, dass der weltweite Zuckerverbrauch von derzeit leicht über 180 Mio. t auf mehr als 200 Mio. t bis zum Jahr 2025 weiter ansteigt. Diese Aussichten auf ein ausgeglichenes Produktions- und Absatzvolumen stützen den nachhaltigen Zuckerweltmarktpreis.
█ Die Nutzungswerte wurden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse finden sich auf Seite 86f.
█ Der Geschäfts-/Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
█ Am Bilanzstichtag waren andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von untergeordneter Bedeutung für den AGRANA-Konzern enthalten.
| 9.2. Sachanlagen | Grundstücke, | Andere Anlagen, |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| grundstücks- | Technische | Betriebs- und | |||
| gleiche Rechte | Anlagen und | Geschäfts- | Anlagen | ||
| t¤ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2017 | 583.766 | 1.177.328 | 206.368 | 69.388 | 2.036.850 |
| Währungsdifferenzen | –15.902 | –18.171 | –4.291 | –799 | –39.163 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 144 | 0 | 0 | 0 | 144 |
| Zugänge | 21.718 | 67.537 | 11.437 | 37.777 | 138.469 |
| Umbuchungen | 5.702 | 49.029 | 4.311 | –58.906 | 136 |
| Abgänge | –1.023 | –4.905 | –5.087 | –722 | –11.737 |
| Zuschüsse | –173 | –634 | –64 | 0 | –871 |
| Stand 28.02.2018 | 594.232 | 1.270.184 | 212.674 | 46.738 | 2.123.828 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2017 | 311.939 | 825.732 | 159.178 | 1.094 | 1.297.943 |
| Währungsdifferenzen | –4.769 | –9.676 | –3.230 | 9 | –17.666 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 94 | 0 | 0 | 0 | 94 |
| Laufende Abschreibungen | 16.843 | 54.036 | 14.508 | 0 | 85.387 |
| Wertminderungen | 80 | 23 | 0 | 0 | 103 |
| Umbuchungen | 47 | 0 | 0 | –47 | 0 |
| Abgänge | –826 | –4.545 | –4.846 | –690 | –10.907 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | –7 | –7 |
| Stand 28.02.2018 | 323.408 | 865.570 | 165.610 | 359 | 1.354.947 |
| Buchwert 28.02.2018 | 270.824 | 404.614 | 47.064 | 46.379 | 768.881 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2016 | 554.921 | 1.154.278 | 192.260 | 23.587 | 1.925.046 |
| Währungsdifferenzen | 7.111 | 6.054 | 3.333 | 432 | 16.930 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 13.545 | 7.375 | 167 | 106 | 21.193 |
| Zugänge | 6.933 | 32.572 | 11.487 | 62.451 | 113.443 |
| Umbuchungen | 4.602 | 4.421 | 7.663 | –17.078 | –392 |
| Abgänge | –3.010 | –26.544 | –8.542 | –110 | –38.206 |
| Zuschüsse | –336 | –828 | 0 | 0 | –1.164 |
| Stand 28.02.2017 | 583.766 | 1.177.328 | 206.368 | 69.388 | 2.036.850 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2016 | 294.944 | 799.714 | 149.812 | 984 | 1.245.454 |
| Währungsdifferenzen | 2.552 | 4.296 | 2.600 | 0 | 9.448 |
| Laufende Abschreibungen | 16.568 | 50.384 | 11.705 | 0 | 78.657 |
| Wertminderungen | 176 | 41 | 4 | 110 | 331 |
| Umbuchungen | 31 | –2.912 | 2.879 | 0 | –2 |
| Abgänge | –2.330 | –25.788 | –7.822 | 0 | –35.940 |
| Zuschreibungen | –2 | –3 | 0 | 0 | –5 |
| Stand 28.02.2017 | 311.939 | 825.732 | 159.178 | 1.094 | 1.297.943 |
| Buchwert 28.02.2017 | 271.827 | 351.596 | 47.190 | 68.294 | 738.907 |
█ Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte):
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 32.084 | 23.259 |
| Segment Stärke | 59.427 | 57.577 |
| Segment Frucht | 49.356 | 33.822 |
| Konzern | 140.867 | 114.658 |
█ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
█ Die Zuschüsse betrafen staatliche Investitionsförderungen in Österreich (Segmente Zucker und Stärke) sowie eine EU-Förderung eines Forschungsprojektes in Österreich (Segment Stärke).
█ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Die wesentliche Finanzierungsleasingvereinbarung betrifft die Miete eines Superädifikates auf eigenem Grund am Standort Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich. Eine Kaufoption für das Superädifikat kann im Geschäftsjahr 2018|19 ausgeübt werden. Die Finanzierungsleasingvereinbarungen der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind von untergeordneter Bedeutung und betreffen v. a. Fahrzeugleasing. Nachfolgend ist die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen und die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf deren Barwert dargestellt:
| 2017 18 | 2016 17 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Grund- stücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Grund- stücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
| Anschaffungskosten | 3.003 | 458 | 173 | 3.003 | 870 | 132 |
| abzüglich kumulierte | ||||||
| Abschreibungen | –747 | –283 | –30 | –491 | –438 | –21 |
| Buchwert | 2.256 | 175 | 143 | 2.512 | 432 | 111 |
| 2017 18 | 2016 17 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Künftige Mindest- leasing- zahlungen |
Zinsen | Barwert | Künftige Mindest leasing zahlungen |
Zinsen | Barwert |
| Im folgenden Jahr | 2.464 | –31 | 2.433 | 572 | –73 | 499 |
| In den folgenden | ||||||
| 2 bis 5 Jahren | 202 | –25 | 177 | 3.022 | –156 | 2.866 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 2.666 | –56 | 2.610 | 3.594 | –229 | 3.365 |
█ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 4.529 | 3.678 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 11.433 | 13.836 |
| Über 5 Jahre | 4.744 | 5.224 |
█ Die AGRANA-Gruppe tritt nicht als Leasinggeber auf.
| Nach der | ||||
|---|---|---|---|---|
| Equity-Methode | Wertpapiere | |||
| bilanzierte | (langfristige | |||
| Gemeinschafts- | Vermögens | |||
| t¤ | unternehmen | werte) | Beteiligungen | Summe |
| Geschäftsjahr 2017 18 | ||||
| Stand 01.03.2017 | 72.745 | 18.826 | 1.051 | 92.622 |
| Währungsdifferenzen | –908 | –199 | 0 | –1.107 |
| Zugänge/Kapitalerhöhung | ||||
| bei Gemeinschaftsunternehmen | 2.000 | 140 | 0 | 2.140 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 29.395 | 0 | 0 | 29.395 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen | –30.000 | –5 | –157 | –30.162 |
| Sonstiges Ergebnis | –4 | –59 | 0 | –63 |
| Stand 28.02.2018 | 73.228 | 18.703 | 894 | 92.825 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | ||||
| Stand 01.03.2016 | 60.906 | 18.622 | 1.091 | 80.619 |
| Währungsdifferenzen | 753 | 40 | 0 | 793 |
| Zugänge/Kapitalerhöhung | ||||
| bei Gemeinschaftsunternehmen | 5.000 | 91 | 0 | 5.091 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 30.589 | 0 | 0 | 30.589 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen | –24.500 | –54 | –40 | –24.594 |
| Sonstiges Ergebnis | –3 | 127 | 0 | 124 |
| Stand 28.02.2017 | 72.745 | 18.826 | 1.051 | 92.622 |
Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um Wertpapiere österreichischer Emittenten.
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 308.294 | 317.397 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| und Gemeinschaftsunternehmen | 23.368 | 19.340 |
| Forderung gegenüber der EU aus Produktionsabgabe | 5.081 | 0 |
| Positiver Marktwert Derivate | 4.289 | 1.856 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 631 | 186 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 467 | 2.816 |
| Forderungen aus Altlastsanierung | 0 | 208 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 14.025 | 18.985 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 356.155 | 360.788 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 60.698 | 80.427 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.982 | 5.331 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.549 | 3.180 |
| Summe | 424.384 | 449.726 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 8.816 | 7.115 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 2.634 | 2.099 |
| Finanzanlagen (v. a."Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 4.373 | 4.969 |
| Vorräte | 2.897 | 4.398 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 679 | 1.426 |
| Verlustvorträge | 511 | 1.072 |
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 7.306 | 7.354 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 12.186 | 12.103 |
| Summe aktive latente Steuern | 30.586 | 33.421 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –16.922 | –19.087 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 13.664 | 14.334 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (27) erläutert.
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 197.102 | 190.136 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 444.038 | 470.918 |
| Waren | 13.397 | 34.978 |
| Summe | 654.537 | 696.032 |
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 8.756 t€ (Vorjahr: 4.640 t€) vorgenommen, welche im Wesentlichen aus dem Segment Zucker mit 7.726 t€ (Vorjahr: 3.157 t€) resultieren. Die Wertminderungen sind auf gesunkene Nettoveräußerungswerte für Quotenzucker und Nicht-Quotenzucker zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
█ Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag 113.531.275 € (Vorjahr: 113.531.275 €) und ist in 15.622.244 Stück (Vorjahr: 15.622.244 Stück) auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
█ Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 66f dargestellt.
█ Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundenen und nicht gebundenen Kapitalrücklagen zusammen, wobei die gebundenen aus Agios und die nicht gebundenen aus Umgründungen resultieren. Im Geschäftsjahr 2016|17 erfolgte eine Kapitalerhöhung. Das Agio von 131.699.375 € wurde abzüglich der Kosten der Kapitalerhöhung nach Steuern von 2.301.471 € den Kapitalrücklagen zugeführt. Steuern betreffend die Kosten der Kapitalerhöhung von 767.157 € wurden mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Die Kapitalrücklagen betragen am Bilanzstichtag 540.759.999 € (Vorjahr: 540.759.999 €).
█ Die Gewinnrücklagen umfassen die Rücklage für "Zur Veräußerung verfügbar", die Rücklage für Cashflow-Hedges, die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Rücklagen für Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.
█ Die Zuzahlungen anderer Gesellschafter in Höhe von 500 t€ betrafen den Fremdanteil eines Zuschusses in der AGRANA-STUDEN-Gruppe.
█ Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von –73 t€ resultierten aus dem Kauf von Anteilen von Minderheitsaktionären der vollkonsolidierten S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest|Rumänien.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.453.997 | 1.411.888 |
| Bilanzsumme | 2.356.421 | 2.481.436 |
| Eigenkapitalquote | 61,7% | 56,9% |
| Nettofinanzschulden | 232.493 | 239.878 |
| Gearing | 16,0% | 17,0% |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung.
Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 27.400 | 31.118 |
| Abfertigungen | 41.304 | 37.811 |
| Übrige | 50.944 | 63.352 |
| Summe | 119.648 | 132.281 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematischen Parameter zugrunde gelegt:
| % | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | ||
| Inland/Europa | 3,3 | 2,5 |
| Mexiko/USA/Südkorea | 6,0/3,0/5,0 | 6,0/3,0/4,0 |
| Rententrend | ||
| Inland | 2,0 | 2,0 |
| Mexiko | 6,0 | 4,0 |
| Zinssatz | ||
| Inland/Europa/USA | 1,7 | 1,6 |
| Mexiko/Südkorea | 7,5/3,4 | 8,0/2,3 |
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 1,7% (Vorjahr: 1,6%) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht.
Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln "AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung-Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen. Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig.
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen und Abfertigungen (Nettoschuld) in der AGRANA-Gruppe setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Pensionspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 42.852 | 45.498 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –15.452 | –14.380 |
| Rückstellung für Pensionen (Nettoschuld) | 27.400 | 31.118 |
| Abfertigungspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 42.758 | 39.033 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –1.454 | –1.222 |
| Rückstellung für Abfertigungen (Nettoschuld) | 41.304 | 37.811 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionszusagen im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne:
In der AGRANA Beteiligungs-AG bestehen für Mitglieder des Vorstandes direkte Leistungszusagen auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines fixen Prozentsatzes einer Pensionsbemessungsgrundlage. Die Pensionsansprüche sind zur Gänze in eine überbetriebliche Pensionskasse ausgegliedert. Dem Barwert der Verpflichtung von 21.533 t€ (Vorjahr: 22.126 t€) steht ein Planvermögen von 14.659 t€ (Vorjahr: 13.630 t€) gegenüber. Für weitere Details wird auf den Abschnitt "Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" dieses Anhangs verwiesen.
Des Weiteren bestehen direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter bei der AGRANA Zucker GmbH in Höhe von 17.021 t€ (Vorjahr: 19.061 t€), AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 2.399 t€ (Vorjahr: 2.522 t€) und AUSTRIA JUICE GmbH in Höhe von 206 t€ (Vorjahr: 220 t€). Dem Barwert der Verpflichtung der AUSTRIA JUICE GmbH steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 155 t€ (Vorjahr: 158 t€) gegenüber.
Bei der AGRANA Fruit Austria GmbH bestehen Pensionszusagen für aktive Mitarbeiter mit direkter Leistungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge mit einer vertraglich vereinbarten – teilweise dienstzeitabhängigen – Fixpensionshöhe und direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Dem Barwert der Verpflichtung von 1.009 t€ (Vorjahr: 991 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 565 t€ (Vorjahr: 511 t€) gegenüber.
In Mexiko besteht eine vertragliche Verpflichtung, einem definierten Empfängerkreis im Falle des Übertrittes in den Ruhestand bzw. vorzeitigen Ruhestandes einen fixen Prozentsatz einer festgelegten Bemessungsgrundlage in monatlichen Raten auf einen Zeitraum von zehn Jahren auszuzahlen. Eine Einmalprämie kann optional gewählt werden. Dem Barwert der Verpflichtung von 684 t€ (Vorjahr: 578 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 73 t€ (Vorjahr: 81 t€) gegenüber.
| Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt: | Barwert der Ver- |
Marktwert Plan- |
Rückstellung für |
|---|---|---|---|
| t¤ | pflichtung | vermögen | Pensionen |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Stand 01.03.2017 | 45.498 | –14.380 | 31.118 |
| Dienstzeitaufwand | 595 | 0 | 595 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 740 | –234 | 506 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | 5 | 0 | 5 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 19 | 19 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 1.340 | –215 | 1.125 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | –807 | –807 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –1.373 | 0 | –1.373 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 342 | 0 | 342 |
| Währungsdifferenzen | –55 | 8 | –47 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –1.086 | –799 | –1.885 |
| Abgeltungszahlungen | –5 | 0 | –5 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.895 | 345 | –2.550 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –403 | –403 |
| Sonstige Veränderungen | –2.900 | –58 | –2.958 |
| Stand 28.02.2018 | 42.852 | –15.452 | 27.400 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||
| Stand 01.03.2016 | 43.243 | –13.141 | 30.102 |
| Dienstzeitaufwand | 547 | 0 | 547 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 785 | –243 | 542 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | –22 | 0 | –22 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 13 | 13 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 1.310 | –230 | 1.080 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | –860 | –860 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 886 | 0 | 886 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 2.819 | 0 | 2.819 |
| Währungsdifferenzen | –43 | 6 | –37 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 3.662 | –854 | 2.808 |
| Abgeltungszahlungen | –75 | 75 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.642 | 66 | –2.576 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –296 | –296 |
| Sonstige Veränderungen | –2.717 | –155 | –2.872 |
| Stand 28.02.2017 | 45.498 | –14.380 | 31.118 |
Im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne für Abfertigungen:
Die betragsmäßig größten Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen in Österreich und Frankreich. Sie stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf Einmalzahlung im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst), im Falle des Pensionsantrittes und im Todesfall dar. Die Höhe der Abfertigung ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Abfertigungsvorsorgen in Österreich und Frankreich sind ausschließlich rückstellungsfinanziert in Höhe von 39.469 t€ (Vorjahr: 35.845 t€).
In Russland und der Ukraine bestehen gesetzliche bzw. auf Betriebsvereinbarungen beruhende Versorgungszusagen von betragsmäßig untergeordneter Bedeutung. Diese werden als Einmalzahlung bei Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst) bzw. im Falle des Pensionsantrittes fällig. Die Höhe ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die Versorgungszusagen sind in Höhe von 127 t€ (Vorjahr: 118 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert.
Bei den Abfertigungsplänen in den USA handelt es sich um vertraglich vereinbarte Versorgungszusagen für einen definierten Empfängerkreis, in Mexiko bestehen hingegen gesetzliche Verpflichtungen für alle Vollzeitangestellten. Die Abfertigung gelangt in Mexiko im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (nach mindestens fünfzehnjähriger Beschäftigung), im Falle des Pensionsantrittes, Berufsunfähigkeit und im Todesfall in Form einer Einmalzahlung zur Auszahlung und ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig – ebenso wie in den USA, wo sie bei Beendigung des Dienstverhältnisses zur Auszahlung gelangt. Planvermögen in Höhe von 3 t€ (Vorjahr: 3 t€) kürzt in Mexiko den Barwert der Verpflichtung von 134 t€ (Vorjahr: 125 t€), wohingegen in den USA die Versorgungszusagen von 1.136 t€ (Vorjahr: 1.274 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert sind.
Der Abfertigungsplan von Südkorea weist einen Barwert der Verpflichtung von 1.892 t€ (Vorjahr: 1.671 t€) bei einem Planvermögen von 1.451 t€ (Vorjahr: 1.219 t€) aus.
| Die Rückstellung für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt: | Barwert | Marktwert | Rückstellung |
|---|---|---|---|
| der Ver- | Plan- | für Ab | |
| t¤ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||
| Stand 01.03.2017 | 39.033 | –1.222 | 37.811 |
| Dienstzeitaufwand | 1.732 | 0 | 1.732 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 608 | –26 | 582 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 2 | 2 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.340 | –24 | 2.316 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 11 | 11 |
| der Änderung demografischer Annahmen | 328 | 0 | 328 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 1.759 | 0 | 1.759 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 548 | 0 | 548 |
| Währungsdifferenzen | –392 | 119 | –273 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 2.243 | 130 | 2.373 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –858 | 21 | –837 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –359 | –359 |
| Sonstige Veränderungen | –858 | –338 | –1.196 |
| Stand 28.02.2018 | 42.758 | –1.454 | 41.304 |
| Barwert | Marktwert | Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| t¤ Geschäftsjahr 2016 17 Stand 01.03.2016 Dienstzeitaufwand Zinsaufwand/-ertrag Steuern und Verwaltungsaufwand Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Abfertigungsaufwand netto) Gewinne (–)/Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens der Änderung demografischer Annahmen der Änderung finanzieller Annahmen erfahrungsbedingten Anpassungen Währungsdifferenzen Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis Gezahlte Versorgungsleistungen Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen Sonstige Veränderungen |
der Ver- | Plan- | für Ab |
| pflichtung | vermögen | fertigungen | |
| 37.874 | –830 | 37.044 | |
| 1.730 | 0 | 1.730 | |
| 676 | –22 | 654 | |
| 0 | 3 | 3 | |
| 2.406 | –19 | 2.387 | |
| 0 | 8 | 8 | |
| –21 | 0 | –21 | |
| 699 | 0 | 699 | |
| –14 | 0 | –14 | |
| 232 | –109 | 123 | |
| 896 | –101 | 795 | |
| –2.143 | 70 | –2.073 | |
| 0 | –342 | –342 | |
| –2.143 | –272 | –2.415 | |
| Stand 28.02.2017 | 39.033 | –1.222 | 37.811 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf –493 t€ (Vorjahr: Verluste –3.607 t€). Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes, erfahrungsbedingter Berichtigungen, Veränderungen der Steigerungsannahmen für Pensionsbemessungsgrundlage und künftige Gehälter, Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters und Fluktuationsannahmen. Bis zum 28. Februar 2018 wurden kumulierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – ohne Berücksichtigung von latenten Steuern – in Höhe von –39.137 t€ (Vorjahr: –38.644 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien.
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert:
| % | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 38,19 | 35,73 |
| Eigenkapitaltitel | 36,74 | 34,30 |
| Immobilien | 4,24 | 4,26 |
| Sonstige | 20,83 | 25,71 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die AGRANA-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation (vorzeitige Austritte). Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen in Inflationsraten.
Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die jeweilige Nettoverpflichtung. Die Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein weiterer Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann.
Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.
Die durchschnittlich gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 28. Februar 2018 12,10 Jahre (Vorjahr: 12,46 Jahre), jene der Abfertigungsverpflichtungen 8,54 Jahre (Vorjahr: 8,63 Jahre).
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 817 t€ (Vorjahr: 633 t€) betragen.
In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:
| t€ | Pension | Abfertigung |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2018 19 | 3.112 | 4.510 |
| Geschäftsjahr 2019 20 | 3.072 | 3.254 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | 2.901 | 2.573 |
| Geschäftsjahr 2021 22 | 2.870 | 4.345 |
| Geschäftsjahre 2022 23 | 2.578 | 3.960 |
| Geschäftsjahre 2023 24 bis 2027 28 | 11.668 | 11.960 |
| Summe | 26.201 | 30.602 |
| Note (24b) | b) Übrige Rückstellungen | Personal | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| aufwendungen inkl. |
Ungewisse | ||||||||
| Jubiläums- | Verbindlich | ||||||||
| t¤ | Rekultivierung | geld | keiten | Summe | |||||
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||||||
| Stand 01.03.2017 | 7.833 | 17.411 | 38.108 | 63.352 | |||||
| Währungsdifferenzen | 214 | –152 | –6 | 56 | |||||
| Verbrauch | –829 | –7.105 | –19.287 | –27.221 | |||||
| Auflösungen | –581 | –2.916 | –2.403 | –5.900 | |||||
| Zuführungen | 606 | 10.137 | 9.914 | 20.657 | |||||
| Stand 28.02.2018 | 7.243 | 17.375 | 26.326 | 50.944 | |||||
| davon innerhalb von 1 Jahr | 0 | 3.109 | 26.228 | 29.337 |
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Prozessrisiken mit 8.843 t€ (Vorjahr: 7.807 t€), Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung 1.700 t€ (Vorjahr: 2.444 t€), Drohverluste mit 7.284 t€ (Vorjahr: 9.803 t€) und eine Rückstellung für Steuerschulden in Zusammenhang mit einer Betriebsprüfung in Rumänien in Höhe von 0 t€ (Vorjahr: 11.701 t€).
Den Großteil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 21.607 t€ (Vorjahr: 19.898 t€) stellen Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 11.358 t€ (Vorjahr: 10.000 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 813 t€ (Vorjahr: 556 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 7.243 t€ (Vorjahr: 7.102 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu rechnen.
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| und Darlehen gegenüber Dritten | 219.591 | 203.814 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe | 150.000 | 250.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.610 | 3.362 |
| Finanzverbindlichkeiten | 372.201 | 457.176 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 310.572 | 180.495 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 10.1. bis 10.4.
Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Pfandrechten besichert. Die Pfandrechte betreffen ausschließlich die Besicherung von Exportförderungskrediten mit zugrunde liegenden Buchwerten von 7.800 t€ (Vorjahr: 7.800 t€).
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 256.380 | 312.637 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen | 28.573 | 13.399 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 10.021 | 13.329 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 6.399 | 10.612 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Rübenbauern aus Produktionsabgabe | 3.196 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 64.306 | 68.926 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 368.875 | 418.903 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.386 | 3.323 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 284 | 410 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 10.581 | 14.729 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 6.926 | 6.855 |
| Summe | 389.052 | 444.220 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 10.832 | 14.211 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 60.388 t€ (Vorjahr: 109.115 t€) ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten u. a. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 16.881 | 23.009 |
| Vorräte | 4 | 38 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.220 | 4.771 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 2.145 | 2.214 |
| Rückstellungen und sonstige Schulden | 2.384 | 2.157 |
| Summe passive latente Steuern | 24.634 | 32.189 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –16.922 | –19.087 |
| Saldierte passive Steuerabgrenzung | 7.712 | 13.102 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Note (21) erläutert.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
| Durch | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | ||||
| Effektiv- | Bilanz- | 1 bis | Über | |||
| zinssatz | stichtag | Bis 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | ||
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2018 | ||||||
| Fixer Zinssatz | ||||||
| EUR | 1,69 | 262.268 | 7.438 | 145.360 | 109.470 | |
| 1,69 | 262.268 | 7.438 | 145.360 | 109.470 | ||
| Variabler Zinssatz | ||||||
| ARS | 30,03 | 256 | 205 | 51 | 0 | |
| EGP | 8,50 | 233 | 233 | 0 | 0 | |
| EUR | 0,54 | 99.903 | 44.383 | 55.520 | 0 | |
| HUF | 2,00 | 2.442 | 2.442 | 0 | 0 | |
| INR | 9,75 | 252 | 252 | 0 | 0 | |
| KRW | 3,17 | 2.257 | 2.257 | 0 | 0 | |
| USD | 2,25 | 1.980 | 1.980 | 0 | 0 | |
| 0,77 | 107.323 | 51.752 | 55.571 | 0 | ||
| Summe | 1,42 | 369.591 | 59.190 | 200.931 | 109.470 |
| Durch | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | ||||
| Effektiv- | Bilanz- | 1 bis | Über | |||
| zinssatz | stichtag | Bis 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | ||
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2017 | ||||||
| Fixer Zinssatz | ||||||
| EUR | 2,63 | 284.086 | 113.650 | 78.436 | 92.000 | |
| 2,63 | 284.086 | 113.650 | 78.436 | 92.000 | ||
| Variabler Zinssatz | ||||||
| ARS | 20,13 | 1.319 | 1.181 | 138 | 0 | |
| EGP | 8,50 | 87 | 87 | 0 | 0 | |
| EUR | 1,05 | 157.670 | 150.590 | 7.080 | 0 | |
| HUF | 1,70 | 6.196 | 6.196 | 0 | 0 | |
| KRW | 2,87 | 3.014 | 3.014 | 0 | 0 | |
| USD | 2,25 | 1.442 | 1.442 | 0 | 0 | |
| 1,26 | 169.728 | 162.510 | 7.218 | 0 | ||
| Summe | 2,12 | 453.814 | 276.160 | 85.654 | 92.000 |
Finanzverbindlichkeiten ohne Finanzierungsleasing betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 369.591 t€ (Vorjahr: 453.814 t€).
Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz beträgt 1,42% (Vorjahr: 2,12%) bei einer Restlaufzeit von 4,0 Jahren (Vorjahr: 2,0 Jahren).
Die Refinanzierung der AGRANA-Gruppe setzt sich im Wesentlichen aus zwei syndizierten Kreditlinien über insgesamt 450.000 t€ (Vorjahr: 450.000 t€), einem Schuldscheindarlehen über 42.500 t€ (Vorjahr: 126.000 t€) sowie einer Finanzierung der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, über aktuell 150.000 t€ (Vorjahr: 250.000 t€) zusammen. Die übrigen Refinanzierungen betreffen bilaterale Kreditlinien.
Fest verzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen mit einem Volumen von 262.268 t€ (Vorjahr: 284.086 t€). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7.800 t€ (Vorjahr: 7.800 t€) durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einen Rückgang um 77.468 t€ auf 120.961 t€. Daneben werden Wertpapiere von insgesamt 44 t€ (Vorjahr: 43 t€) kurzfristig gehalten, die jederzeit veräußerbar sind.
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Caps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte |
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2018 | |||||
| AUD | EUR | 3.403 | 20 | –5 | 15 |
| CAD | EUR | 149 | 0 | –7 | –7 |
| CZK | EUR | 46.102 | 210 | –17 | 193 |
| EUR | AUD | 6.273 | 92 | –22 | 70 |
| EUR | CZK | 24.219 | 0 | –88 | –88 |
| EUR | GBP | 183 | 0 | –3 | –3 |
| EUR | HUF | 8.873 | 62 | –3 | 59 |
| EUR | MXN | 12.985 | 151 | –7 | 144 |
| EUR | PLN | 2.139 | 2 | –5 | –3 |
| EUR | RON | 71.421 | 27 | –400 | –373 |
| EUR | RUB | 1.600 | 7 | –17 | –10 |
| EUR | USD | 89.726 | 2.652 | –113 | 2.539 |
| EUR | ZAR | 4.110 | 0 | –656 | –656 |
| HUF | EUR | 479 | 0 | –2 | –2 |
| MXN | EUR | 5.673 | 2 | 0 | 2 |
| PLN | EUR | 23.852 | 218 | –18 | 200 |
| RON | EUR | 17.316 | 96 | 0 | 96 |
| USD | AUD | 1.971 | 9 | –44 | –35 |
| USD | EUR | 19.336 | 64 | –1.095 | –1.031 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 339.810 | 3.612 | –2.502 | 1.110 | |
| Zinsswap | 118.000 | 185 | –2.491 | –2.306 | |
| Zinscap | 50.000 | 8 | 0 | 8 | |
| Zuckerfutures | 2.177 | 399 | 0 | 399 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 23.564 | 85 | –1.406 | –1.321 | |
| Summe | 533.551 | 4.289 | –6.399 | –2.110 |
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte |
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2017 | |||||
| AUD | EUR | 1.370 | 25 | –1 | 24 |
| CZK | EUR | 41.747 | 0 | –329 | –329 |
| EUR | AUD | 6.818 | 1 | –282 | –281 |
| EUR | CZK | 13.455 | 116 | 0 | 116 |
| EUR | GBP | 215 | 0 | –1 | –1 |
| EUR | HUF | 18.561 | 0 | –212 | –212 |
| EUR | MXN | 6.367 | 0 | –413 | –413 |
| EUR | PLN | 962 | 0 | –8 | –8 |
| EUR | RON | 107.598 | 0 | –203 | –203 |
| EUR | RUB | 2.900 | 0 | –417 | –417 |
| EUR | USD | 163.018 | 108 | –3.310 | –3.202 |
| EUR | ZAR | 2.992 | 0 | –352 | –352 |
| HUF | EUR | 7.353 | 71 | 0 | 71 |
| MXN | EUR | 1.719 | 100 | 0 | 100 |
| PLN | EUR | 28.703 | 94 | –154 | –60 |
| RON | EUR | 43.639 | 87 | 0 | 87 |
| USD | AUD | 699 | 0 | –19 | –19 |
| USD | EUR | 67.655 | 719 | –196 | 523 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 515.771 | 1.321 | –5.897 | –4.576 | |
| Zinsswap | 68.000 | 0 | –4.052 | –4.052 | |
| Zinscap | 50.000 | 22 | 0 | 22 | |
| Zuckerfutures | 21.779 | 513 | –260 | 253 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 15.116 | 0 | –403 | –403 | |
| Summe | 670.666 | 1.856 | –10.612 | –8.756 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu fünf Jahren ab.
Als Nominale der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Basis aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäftes zu bezahlen oder zu erhalten hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow-Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2018 beträgt 803 t€ (Vorjahr: 314 t€) bzw. –1.417 t€ (Vorjahr: –1.480 t€).
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, für die kein Cashflow-Hedge-Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen und Materialaufwendungen im Rahmen der Juice-Aktivitäten als auch zur Sicherung von Verkaufskontrakten im Zuckersegment.
Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2018 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 3.612 | 3.612 | 3.269 | 205 | 138 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –2.502 | –2.502 | –1.474 | –74 | –954 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 193 | 201 | 42 | 0 | 0 | 42 | 42 | 42 | 33 | 0 |
| Negative Marktwerte | –2.491 | –2.580 | –676 | 0 | –1.035 | –869 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 484 | 484 | 292 | 124 | 68 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –1.406 | –1.406 | –1.406 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –2.110 | –2.191 | 47 | 255 | –1.783 | –827 | 42 | 42 | 33 | 0 |
| 28.02.2017 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.321 | 1.321 | 973 | 146 | 202 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –5.897 | –5.897 | –3.938 | –1.168 | –791 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –4.052 | –3.855 | –384 | –384 | –768 | –1.536 | –783 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 513 | 513 | 37 | 245 | 231 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –663 | –663 | –373 | –30 | –260 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –8.756 | –8.581 | –3.685 | –1.191 | –1.386 | –1.536 | –783 | 0 | 0 | 0 |
Der Marktwert der am 28. Februar 2018 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10%, und einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils 10% wie folgt entwickeln (Sensitivität):
| Nominale | Sensitivität (+) | Sensitivität (–) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 | 28.02.2018 | 28.02.2017 | 28.02.2018 | 28.02.2017 | |
| Devisentermingeschäfte | 339.810 | 515.771 | 8.890 | 11.610 | –10.866 | –14.189 | |
| Zinsderivate | 168.000 | 118.000 | 1.496 | 1.756 | –4.333 | –1.560 | |
| Rohstoffderivate | 25.741 | 36.895 | 1.609 | 2.172 | –2.913 | –1.716 |
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um 1.437 t€ (Vorjahr: 2.857 t€) bzw. um –2.457 t€ (Vorjahr: –2.716 t€) verändert und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 10.079 t€ (Vorjahr: 11.728 t€) bzw. um –14.836 t€ (Vorjahr: –13.843 t€) verändert.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einzeln und je Bewertungskategorie dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt des Weiteren, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt.
Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten Level 2 erfolgt auf Basis des Währungskurses zum Stichtag sowie der für die Restlaufzeit relevanten Zinsdifferenz der zugrunde liegenden Währungen. Es wird der Markto-Market-Kurs ermittelt und mit dem Kurs des Grundgeschäftes verglichen. Die Inputfaktoren hierfür sind einerseits das Fixing der EZB bzw. ausgewählter Nationalbanken und andererseits die täglich veröffentlichten EURIBOR- und (L)IBOR-Zinssätze.
Bei Zinsderivaten Level 2 wird zur Bemessung des Zeitwertes der fixe Zinssatz mit den zum Stichtag gültigen SWAP-Sätzen bzw. der laufzeitrelevanten Zinsstrukturkurve verglichen. Der Zeitwert wird einer gesonderten Berechnung von Bankinstituten entnommen.
Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Level 2 werden die in den bestehenden Finanzierungsverträgen vereinbarten Konditionen, wie Restlaufzeit und Zinssatz, mit den am Bilanzstichtag verfügbaren aktuellen Marktkonditionen für neue Finanzierungen bei gleicher Restlaufzeit verglichen. Die Zinsdifferenz aus dem Vergleich führt zu dem Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Zur Veräußerung verfügbar | Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) |
Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente |
Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| 28.02.2018 | |||||||||||
| Zum beizulegenden | |||||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Wertpapiere | |||||||||||
| (langfristig gehalten) | 17.812 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.812 | 13.361 | – | 4.451 | 17.812 |
| Derivative finanzielle | |||||||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 3.486 | 803 | 0 | 0 | 4.289 | 484 | 3.805 | – | 4.289 |
| Wertpapiere | |||||||||||
| (kurzfristig gehalten) | 44 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 44 | 44 | – | – | 44 |
| 17.856 | 0 | 3.486 | 803 | 0 | 0 | 22.145 | |||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
|||||||||||
| Wertpapiere | |||||||||||
| (langfristig gehalten) | 0 | 891 | 0 | 0 | 0 | 0 | 891 | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 0 | 894 | 0 | 0 | 0 | 0 | 894 | – | – | – | – |
| Forderungen aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 308.294 | 0 | 308.294 | – | 308.294 | – | 308.294 |
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 43.572 | 0 | 43.572 | – | 43.572 | – | 43.572 |
| Zahlungsmittel und | |||||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 0 0 |
0 1.785 |
0 0 |
0 0 |
120.961 472.827 |
0 0 |
120.961 474.612 |
– | 120.961 | – | 120.961 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Verbindlichkeiten aus |
|||||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 4.982 | 1.417 | 0 | 0 | 6.399 | 1.406 | 4.993 | – | 6.399 |
| 0 | 0 | 4.982 | 1.417 | 0 | 0 | 6.399 | |||||
| Nicht zum beizulegenden | |||||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||||
| finanzielle Schulden | |||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten Verbindlichkeiten gegenüber |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 219.591 | 219.591 | – | 219.008 | – 219.008 | |
| verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 150.000 | 150.000 | – | 150.425 | – | 150.425 |
| Verbindlichkeiten | |||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.610 | 2.610 | – | 2.654 | – | 2.654 |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 256.380 | 256.380 | – | 256.380 | – | 256.380 |
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Verbindlichkeiten2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 106.096 | 106.096 | – | 106.096 | – | 106.096 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 734.677 | 734.677 |
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Zur Veräußerung verfügbar | Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) |
Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente |
Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| 28.02.2017 | |||||||||||
| Zum beizulegenden | |||||||||||
| Zeitwert bewertete | |||||||||||
| finanzielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Wertpapiere | |||||||||||
| (langfristig gehalten) | 17.936 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.936 | 13.538 | – | 4.398 | 17.936 |
| Derivative finanzielle | |||||||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 1.542 | 314 | 0 | 0 | 1.856 | 513 | 1.343 | – | 1.856 |
| Wertpapiere | |||||||||||
| (kurzfristig gehalten) | 43 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 43 | 43 | – | – | 43 |
| 17.979 | 0 | 1.542 | 314 | 0 | 0 | 19.835 | |||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
|||||||||||
| Wertpapiere | |||||||||||
| (langfristig gehalten) | 0 | 890 | 0 | 0 | 0 | 0 | 890 | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 0 | 1.051 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.051 | – | – | – | – |
| Forderungen aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 317.397 | 0 | 317.397 | – | 317.397 | – | 317.397 |
| Sonstige finanzielle | |||||||||||
| Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.535 | 0 | 41.535 | – | 41.535 | – | 41.535 |
| Zahlungsmittel und | |||||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 198.429 | 0 | 198.429 | – | 198.429 | – | 198.429 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden |
0 | 1.941 | 0 | 0 | 557.361 | 0 | 559.302 | ||||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 9.132 | 1.480 | 0 | 0 | 10.612 | 663 | 9.949 | – | 10.612 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden |
0 | 0 | 9.132 | 1.480 | 0 | 0 | 10.612 | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 203.814 | 203.814 | – | 206.046 | – | 206.046 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||||
| verbundenen Unternehmen | |||||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 250.000 | 250.000 | – | 258.546 | – | 258.546 |
| Verbindlichkeiten | |||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.362 | 3.362 | – | 3.529 | – | 3.529 |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 312.637 | 312.637 | – | 312.637 | – | 312.637 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten2 |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 95.654 | 95.654 | – | 95.654 | – | 95.654 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 865.467 | 865.467 |
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere. Diese werden zu aktuellen Börsen- oder Marktwerten bewertet. Für langfristige Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente) der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar", für die keine zuverlässigen Marktwerte vorliegen und daher der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Die Position der Eigenkapitalinstrumente, deren Ansatz zu Anschaffungskosten erfolgt, ist von untergeordneter Bedeutung für den Konzern.
Zur Veräußerung verfügbare Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Hierbei handelt es sich um nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften und Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften, bei denen auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw.-abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Diese entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis der unterlegten Zinsstrukturkurven. Bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB (Europäische Zentralbank) bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle je Bewertungskategorie dargestellt:
| t€ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) | 0 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 5.599 | –1.100 |
| Kredite und Forderungen | 44 | 1.596 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | –12.079 | 3.962 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente | –6.436 | 4.458 |
Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" wurde mit 63 t€ (Vorjahr: 131 t€) vor Steuern und –5 t€ (Vorjahr: –25 t€) Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 2.613 | 2.861 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –7.723 | –10.583 |
| Nettozinsergebnis | –5.110 | –7.722 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Ein- und Verkauf von Weltmarktzucker, von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion sowie auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften zum Einsatz.
Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen | 315.537 | 325.182 |
| abzüglich Wertberichtigungen | –7.243 | –7.785 |
| Buchwert (netto) | 308.294 | 317.397 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 01.03. | 7.785 | 8.080 |
| Währungsänderungen/Sonstige Veränderungen | –186 | 33 |
| Zuführungen | 1.628 | 1.315 |
| Verbrauch | –945 | –611 |
| Auflösungen | –1.039 | –1.032 |
| Wertberichtigungen zum 28.02. | 7.243 | 7.785 |
Die Auflösung der Wertberichtigungen enthält Zinserträge von 16 t€ (Vorjahr: 15 t€).
Forderungen werden in der Regel einzeln auf ihre Einbringlichkeit hin untersucht und auf Basis zukünftiger Cashflows eingeschätzt.
Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen.
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind | ||
| Bis 30 Tage | 26.609 | 24.479 |
| 31 bis 90 Tage | 7.662 | 4.040 |
| 91 Tage und älter | 2.758 | 2.362 |
| Summe | 37.029 | 30.881 |
Die Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen gegenüber Kunden mit erstklassiger Bonität.
Das maximale Kreditrisiko in Höhe von 458.566 t€ (Vorjahr: 483.098 t€) beinhaltet den Buchwert aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten zuzüglich Eventualschulden und entspricht dem Buchwert dieser Instrumente.
Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gekürzt um Kreditversicherungen, Bankgarantien und sonstige Sicherheiten (Nettokreditrisiko), stellt sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 308.294 | 317.397 |
| abzüglich Kreditversicherungen und sonstige Sicherheiten | –251.468 | –240.251 |
| Nettokreditrisiko | 56.826 | 77.146 |
AGRANA unterhält Geschäftsbeziehungen mit vielen großen internationalen Industriekunden erster Bonität.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditrahmen in Höhe von 916.228 t€ (Vorjahr: 1.011.373 t€). Die gewichtete Restlaufzeit der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 2,9 Jahre (Vorjahr: 2,8 Jahre).
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2018 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2018 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 219.591 | 227.569 | 9.286 | 16.083 | 1.461 | 50.425 | 6.150 | 6.267 | 112.764 | 25.133 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 150.000 | 158.973 | 36.107 | 326 | 641 | 32.053 | 1.293 | 1.293 | 1.293 | 85.967 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 256.380 | 256.380 | 223.500 | 10.568 | 22.312 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe und | ||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 28.573 | 28.573 | 27.896 | 0 | 677 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 2.610 | 2.666 | 104 | 2.278 | 82 | 164 | 38 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 77.523 | 77.523 | 49.348 | 3.936 | 13.407 | 4.857 | 5.370 | 69 | 69 | 467 |
| 734.677 | 751.684 | 346.241 | 33.191 | 38.580 | 87.499 | 12.851 | 7.629 | 114.126 | 111.567 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 2.491 | 2.580 | 676 | 0 | 1.035 | 869 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 2.502 | 2.502 | 1.474 | 74 | 954 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 1.406 | 1.406 | 1.406 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6.399 | 6.488 | 3.556 | 74 | 1.989 | 869 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2017 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 203.814 | 209.072 | 129.873 | 8.422 | 4.943 | 10.734 | 47.169 | 423 | 440 | 7.068 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 250.000 | 261.780 | 35.002 | 0 | 103.469 | 2.053 | 31.407 | 1.293 | 1.293 | 87.263 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 312.637 | 312.637 | 288.502 | 22.238 | 1.897 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe und | ||||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 13.399 | 13.399 | 12.657 | 1 | 741 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Finanzierungsleasing | 3.362 | 3.594 | 143 | 143 | 286 | 2.649 | 373 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 82.255 | 82.255 | 54.288 | 3.624 | 10.132 | 424 | 5.812 | 7.552 | 18 | 405 |
| 865.467 | 882.737 | 520.465 | 34.428 | 121.468 | 15.860 | 84.761 | 9.268 | 1.751 | 94.736 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 4.052 | 3.855 | 384 | 384 | 768 | 1.536 | 783 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 5.897 | 5.897 | 3.938 | 1.168 | 791 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 663 | 662 | 372 | 30 | 260 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 10.612 | 10.414 | 4.694 | 1.582 | 1.819 | 1.536 | 783 | 0 | 0 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfanges von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen sowie aus zukünftigen Fremdwährungs-Cashflows aus Ein- und Verkaufskontrakten betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern den Value at Risk nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95%. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen. Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter Value at Risk angegeben:
| Value at Risk | ||
|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
| Summe Nettopositionen (absolut) der Währungspaare | 107.863 | 125.566 |
| Value at Risk diversifiziert | 7.342 | 8.373 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungsposition je Währungspaar der Value at Risk-Berechnung. Die einzelnen Werte beinhalten sowohl den Finanzierungsbereich als auch den operativen Bereich. Die kombinierte Darstellung ermöglicht somit die wechselseitigen Beziehungen aus beiden Bereichen je Währungspaar zu quantifizieren ("Natural Hedge").
| Fremdwährungs positionen |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 28.02.2018 | 28.02.2017 | |||
| Währungspaar | |||||
| EUR/ARS | 7.223 | 4.611 | |||
| EUR/CZK | 1.045 | 18.147 | |||
| EUR/HUF | 3.411 | 19.186 | |||
| EUR/PLN | 6.169 | 2.092 | |||
| EUR/RON | 23.483 | 22.135 | |||
| EUR/RUB | 23.120 | 18.486 | |||
| EUR/USD | 9.432 | 7.234 | |||
| USD/BRL | 3.075 | 7.664 | |||
| USD/CNY | 4.443 | 5.156 | |||
| USD/MXN | 7.498 | 2.426 | |||
| Übrige | 18.964 | 18.429 | |||
| Summe | 107.863 | 125.566 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse und Einkaufsaktivitäten in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen. Das Währungsrisiko aus Finanzierungen besteht im AGRANA-Konzern aus Finanzierungen und Geldanlagen, die nicht in der Landeswährung der Gesellschaft bestehen.
Die Fremdwährungspositionen von gesamt 107.863 t€ (Vorjahr: 125.566 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Rumänien, Russland, Argentinien, Mexiko sowie eine US-Dollar-Position im Euro-Raum und entsprechen einem Value at Risk von 7.342 t€ (Vorjahr: 8.373 t€).
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko aus der Zuckermarktordnung zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne EU-weit in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Verkäufen von Nicht-Quotenzucker in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone.
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 109.931 | 173.090 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 180 | 429 |
| Nettoposition fix verzinst | 254.830 | 181.936 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 11.436 | 8.113 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Einkauf von Rohzucker über 2.845 Tonnen (Vorjahr: 32.514 Tonnen), den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 112.900 Tonnen (Vorjahr: 82.750 Tonnen), für den Einkauf von Mais über 20.650 Tonnen (Vorjahr: 0 Tonnen) und den Verkauf von Mais über 3.250 Tonnen (Vorjahr: 3.800 Tonnen) sowie den Verkauf von Weißzucker über 500 Tonnen (Vorjahr: 17.850 Tonnen). Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 24.494 t€ (Vorjahr: 36.895 t€) und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen negativen Marktwert von 922 t€ (Vorjahr: negativen Marktwert 150 t€).
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschereibestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
Die Bürgschaften betreffen v. a. Bankkredite der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Zucker.
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 41.633 | 39.123 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.365 | 1.365 |
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.
Eine weitere Eventualschuld von 6.371 t€ (Vorjahr: 6.488 t€) besteht im Zusammenhang mit der Rückforderung einer EU-Förderung in Ungarn. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2018 | 28.02.2017 |
|---|---|---|
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten | 15.962 | 17.514 |
| Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen | 93.111 | 32.484 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 109.073 | 49.998 |
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien hält 100% der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, die 78,34% der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holdinggesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen sind.
Nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("Südzucker-Gruppe") zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTEREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahestehenden Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24. Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| Unter- | Nicht | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| nehmen | Gemein- | konsolidierte | |||
| mit maß- | schafts- | verbundene | |||
| Südzucker- | geblichem | unter- | Unter | ||
| t¤ | Gruppe | Einfluss | nehmen | nehmen | Summe |
| Geschäftsjahr 2017 18 | |||||
| Umsatz | 110.058 | 21.628 | 46.275 | 1 | 177.962 |
| Operative Aufwendungen | –48.772 | –2.107 | –77.248 | –714 | –128.841 |
| Kreditbeziehungen | –151.325 | –18 | 0 | 0 | –151.343 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.342 | 0 | 0 | 5.342 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 14.587 | 1.512 | 5.602 | 21.701 |
| Langfristige Finanzforderungen | 0 | 0 | 4.500 | 0 | 4.500 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | –8.875 | 1.130 | –3.753 | –47 | –11.545 |
| Zinsergebnis | –4.383 | –209 | 1.179 | 37 | –3.376 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 42.000 | 6.000 | 48.000 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 35.687 | 0 | 35.687 |
| Geschäftsjahr 2016 17 | |||||
| Umsatz | 114.933 | 22.144 | 39.960 | 5 | 177.042 |
| Operative Aufwendungen | –28.611 | –627 | –77.973 | –794 | –108.005 |
| Kreditbeziehungen | –250.741 | –7.430 | 0 | 0 | –258.171 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.193 | 0 | 0 | 5.193 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 71.133 | 2.504 | 50 | 73.687 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | 6.442 | 1.285 | 522 | –20 | 8.229 |
| Zinsergebnis | –4.779 | –962 | 1.195 | 20 | –4.526 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 42.000 | 8.200 | 50.200 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 28.568 | 5.372 | 33.940 |
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 151.343 t€ (Vorjahr: 258.171 t€) ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Davon waren 115.000 t€ (Vorjahr: 115.000 t€) langfristig.
Für vollkonsolidierte Tochterunternehmen werden bei Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss Garantien in Höhe von 5.000 t€ (Vorjahr: 5.000 t€) gegeben, von denen 209 t€ (Vorjahr: 634 t€) ausgenutzt waren.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 3.488 t€ (Vorjahr: 3.234 t€) und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.674 t€ (Vorjahr: 1.614 t€) sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 1.778 t€ (Vorjahr: 1.495 t€) sowie einer Jubiläumsgeldzahlung an Herrn Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer von 36 t€ (Vorjahr: Herrn Dipl.-Ing.Johann Marihart von 125 t€). Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für die letzten drei Geschäftsjahre auszuschüttenden Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 7.Juli 2017 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 250 t€ (Vorjahr: 250 t€) beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing.Johann Marihart, Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Walter Grausam Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Für Mag. Stephan Büttner besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber beendet wurde, in Anspruch genommen werden kann. Für das Geschäftsjahr 2017|18 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge von 352 t€ (Vorjahr: 354 t€). Es gab einen Nachschuss für den per 31. Dezember 2014 ausgeschiedenen Finanzvorstand, Mag. Walter Grausam, in Höhe von 109 t€.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. In der Bilanz zum 28. Februar 2018 wird für Pensionsverpflichtungen ein Wert von 6.874 t€ (Vorjahr: 8.496 t€) und für Abfertigungsverpflichtungen ein Wert von 2.283 t€ (Vorjahr: 2.151 t€) unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 127.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 23. April 2018 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 23. April 2018
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
(Kurzdarstellung)
Dipl.-Ing.Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied
Obmann Mag. Erwin Hameseder Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Wolfgang Heer Erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner, MBA Zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Dipl.-Ing.Helmut Friedl Aufsichtsratsmitglied
Dr.Hans-Jörg Gebhard Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger Aufsichtsratsmitglied
Dr. Thomas Kirchberg Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing.Josef Pröll Aufsichtsratsmitglied
Thomas Buder Sprecher der Konzernvertretung und Zentralbetriebsratsvorsitzender
Gerhard Glatz
Andreas Klamler
Dipl.-Ing. Stephan Savic
Gemäß § 124 Abs.1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2018 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
█ dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017|18 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 23. April 2018
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Treasury, Datenverarbeitung/ Produktion, Qualitätsmanagement, Personal Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung Compliance sowie Recht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik
Wir haben den Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Der Vorstand erläutert die Geschäfts-/Firmenwerte und die Vorgehensweise bei der Werthaltigkeitsprüfung derselben unter Punkt 6.1 und Note 17 im Konzernanhang.
Die Geschäfts-/Firmenwerte betragen zum 28. Februar 2018 261,0 Mio. EUR beziehungsweise 11,1 Prozent der Bilanzsumme.
Mindestens einmal jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen werden die Geschäfts-/Firmenwerte gesondert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) Frucht, Zucker und Stärke durch die Gesellschaft einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) unterzogen. Die jährlichen Impairment Tests werden jeweils zum Ende des zweiten Quartals jedes Geschäftsjahres (31. August) durchgeführt. Die Gesellschaft überprüft quartalsweise, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist, werden anlassbezogen weitere Impairment Tests vorgenommen.
Als Wertmaßstab werden im Rahmen der Impairment Tests die anhand eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelten Nutzungswerte herangezogen. Diese Wertermittlung beruht in erheblichem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der künftig zu erwartenden Cash Flows. Diese basieren auf den seitens der Organe genehmigten Planzahlen, zu denen erforderlichenfalls Anpassungen vorgenommen werden. Der verwendete Diskontierungszinssatz kann darüber hinaus von zukünftig sich ändernden marktbezogenen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die Bewertungen sind somit naturgemäß ermessensbehaftet und mit Schätzunsicherheiten verbunden und beinhalten damit ein Risiko, dass die Geschäfts-/Firmenwerte im Abschluss zu hoch bewertet sind.
Die Angemessenheit des verwendeten Bewertungsmodells, der Planungsannahmen und der Bewertungsparameter haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten überprüft. Dabei wurde das verwendete Bewertungsmodell nachvollzogen und beurteilt, ob es geeignet ist, den Nutzungswert angemessen zu ermitteln. Wir haben die Herleitung der Diskontierungszinssätze nachvollzogen und die dafür herangezogenen Parameter durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt.
Die Planungsgenauigkeit wurde von der Gesellschaft durch ein Backtesting der verwendeten Planungsannahmen überprüft. Wir haben die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu den Impairment Tests zugrundeliegenden Planzahlen hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt.
Wir haben die den Impairment Tests zugrundeliegenden Cashflows mit den seitens der Organe genehmigten Planzahlen abgeglichen und die dazu vorgenommenen Anpassungen nachvollzogen und deren Angemessenheit analysiert.
Im Rahmen der Prüfung, ob weitere, anlassbezogene Impairment Tests erforderlich sind, haben wir die Prozesse zur Identifizierung objektiver Hinweise auf Wertminderungen sowie die eingerichteten Kontrollen dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, objektive Hinweise für das Vorliegen von Wertminderungen zeitgerecht zu erkennen. Darüber hinaus haben wir die Ergebnisse der von der Gesellschaft zur Identifizierung von objektiven Hinweisen auf Wertminderungen durchgeführten Erhebungen gewürdigt.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
█ Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
█ Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
█ Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
█ Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
█ Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
█ Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
█ Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
█ Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
█ Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 7.Juli 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 4. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 30. September 1995 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs.1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Wien, am 23. April 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca Wirtschaftsprüfer
der AGRANA Beteiligungs-AG (nach UGB)
| 134 | Lagebericht | 184 | Erklärung aller gesetzlichen Vertreter |
|---|---|---|---|
| 161 | Jahresabschluss | ||
| 162 | Gewinn- und Verlustrechnung | 185 | Bestätigungsvermerk |
| 163 | Bilanz | 188 | Vorschlag für die Gewinnverwendung |
| 164 | Anhang zum Jahresabschluss | ||
Überblick
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Umwelt und Nachhaltigkeit Forschung und Entwicklung Personal- und Sozialbericht Risikomanagement und Internes Kontrollsystem Berichterstattung gemäß § 243a Abs. 2 UGB Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte Corporate Governance-Bericht Zweigniederlassungen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Prognosebericht
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen in ihrer Konzerntätigkeit in den Segmenten Zucker und Stärke hauptsächlich in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und strebt in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von agrarischen Rohstoffen an. Damit ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe ("AGRANA").
Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen, respektvolles Verhalten gegenüber den Stakeholdern sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler, die an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie.
Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit hohe Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
Die strategischen Ziele der Konzernsegmente, die sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft in den Beteiligungsverhältnissen wiederspiegeln, stehen in einer synergetischen Wechselwirkung:
AGRANA kontrolliert und steuert die produktbezogene Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten.
Das Unternehmen nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft v.a. die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segmentübergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und im Finanzbereich. Damit wird die Basis für eine gute Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die Innovationskraft und die gute Kostenposition der AGRANA geschaffen.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und ist damit einer der größten Bio-Produzenten Europas.
AGRANA verfolgt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit das Ziel, den von ihr beeinflussbaren Teil der Wertschöpfungskette möglichst nachhaltig zu gestalten. Unter Nachhaltigkeit versteht AGRANA in diesem Zusammenhang v.a. die folgenden drei, für alle Geschäftssegmente gültigen, Aspekte:
Rund 8.700 Mitarbeiter (FTEs)1 an 57 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017|18 einen Konzernumsatz von rund 2,6 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
1 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
basierend auf dem Jahresabschluss nach UGB zum 28. Februar 2018
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung | 2017/18 | 2016/17 | in % | |
| Umsatzerlöse | t€ | 32.079 | 31.873 | 0,6% |
| Sonstige betriebliche Erträge | t€ | 81 | 258 | -68,6% |
| Betriebsleistung | t€ | 32.160 | 32.131 | 0,1% |
| Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) | t€ | -7.163 | -16.182 | 55,7% |
| Operative Marge ¹ | % | -22,3% | -50,4% | |
| Beteiligungserträge | t€ | 76.040 | 76.118 | -0,1% |
| Finanzerfolg | t€ | 78.672 | 78.656 | 0,0% |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 71.509 | 62.473 | 14,5% |
| Jahresüberschuss | t€ | 71.624 | 63.550 | 12,7% |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | t€ | 1.383 | 724 | 91,0% |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 0 | 0 | x |
¹ Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Die Umsatzerlöse der AGRANA lagen im Geschäftsjahr 2017|18 mit 32.079 t€ insgesamt auf dem Vorjahresniveau (+206 t€ bzw +0,6%), sowohl bei den Erträgen aus Lizenzeinnahmen (+174 t€ bzw +1,1%), als auch bei den Erträgen aus Konzernverrechnungen (+61 t€ bzw +0,4%). Die Umsatzsteigerungen bei den Erträgen aus Lizenzeinnahmen sind auf die Umsatzsteigerungen der einzelnen Tochtergesellschaften zurückzuführen. Grundsätzlich war der Umsatz im Segment Zucker u.a. zuckerpreisbedingt leicht rückläufig und im Segment Stärke auch aufgrund höherer Hauptproduktmengen geringfügig steigend. Im Segment Frucht lagen die Umsatzerlöse auf dem Vorjahresniveau.
Der Betriebserfolg (Das operatives Ergebnis) lag mit 9.019 t€ um 55,7 % deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Diese Veränderung ist durch den Wegfall der belastenden Einmaleffekte erklärbar. Im Vorjahr wurde die Berechnungsmethode der Personalrückstellungen im Zuge des in Kraft treten des RÄG 2014 geändert, was zum deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen führte. Die Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen lagen im Vorjahr deutlich über dem durchschnittlichen Niveau, bedingt durch die einmaligen Aufwendungen für die Kapitalerhöhung.
Die Beteiligungserträge und das Finanzergebnis verblieben im Geschäftsjahr 2017|18 stabil.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzkennzahlen | 2017/18 | 2016/17 | in % | |
| Bilanzsumme | t€ | 837.531 | 927.205 | -9,7% |
| Grundkapital | t€ | 113.531 | 113.531 | 0,0% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| und Sachanlagen | t€ | 2.063 | 1.764 | 17,0% |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | t€ | 417.025 | 417.025 | 0,0% |
| Andere Finanzanlagen | t€ | 42.758 | 126.259 | -66,1% |
| Eigenkapital | t€ | 762.589 | 753.454 | 1,2% |
| Eigenkapitalquote ¹ | % | 91,1% | 81,3% | 12,0% |
| Haftungsverhältnisse | t€ | 175.037 | 87.823 | 99,3% |
¹ Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 299 t€. Den Investitionen in Höhe von 1.383 t€ stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.070 gegenüber. Die wesentlichen Veränderungen betreffen Zu- und Abgänge im Fuhrpark und bei EDV-Anlagen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Andere Finanzanlagen beinhalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen und gingen im Geschäftsjahr 2017|18 um 83.500 t€ zurück, analog zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute.
Die Eigenkapitalquote von 91,1 % (Vorjahr: 81,3 %) zeigt eine solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2017/18 | 2016/17 | in % | ||
| Cashflow aus laufender | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 83.785 | 48.809 | 71,7% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | 82.169 | -661 | -12531,0% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | -145.989 | 85.213 | -271,3% |
| Veränderung der flüssigen Mittel | t€ | 19.965 | 133.361 | -85,0% |
| Bestand an flüssigen Mittel¹ | t€ | 262.756 | 242.791 | 8,2% |
2017/18: t€ 262.711 ; 2016/17: t€ 242.731 ¹ einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-Services GmbH
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich um 82.830 t€ auf 82.169 t€. Die Veränderung ist auf die Verringerung der Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling zurückzuführen. Dies entspricht der Veränderung des Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Dividendenauszahlung von rd. 62.489 t€ (VJ: 56.808 t€) und der Tilgung von Teilverbindlichkeiten zum Schuldscheindarlehen in Höhe von 83.500 t€. Im Geschäftsjahr 2016|17 setzte sich dieser aus der Dividendenzahlung (Abfluss 56.808 t€) sowie der Kapitalerhöhung in Höhe von 142.021 t€ (Zufluss) zusammen.
Aufgrund der Erhöhung des Nominalkapitals im Geschäftsjahr 2016|17, stiegen die Dividendenzahlungen bei unveränderte Dividende pro Aktie um insgesamt 5.681 t€
Die Segmente der AGRANA-Gruppe spiegeln sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen unter den Beteiligungen wider.
Die weiteren Beteiligungen der AGRANA-Beteiligungs-Aktiengesellschaft werden bis auf die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH zu 100 % gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % (33,33 %) der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH werden von der KRÜGER Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Deutschland gehalten.
Die restlichen Anteile auf 100 % der einzelnen "Segment-Gesellschaften" werden von der Tochtergesellschaft AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. gehalten.
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2017/18 | 2016/17 | in % / pp | ||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 730.378 | 748.151 | -2,4% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -77.818 | -76.230 | -2,1% |
| Umsatzerlöse | t€ | 652.560 | 671.921 | -2,9% |
| EBITDA 1 | t€ | 64.455 | 55.188 | 16,8% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 38.762 | 30.983 | 25,1% |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbe zogenen Gemeinschaftsunternehmen |
t€ | -1.091 | 2.442 | -144,7% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | -2.912 | -9.037 | 67,8% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 34.759 | 24.388 | 42,5% |
| EBIT - Marge | % | 5,3 | 3,6 | 1,7 |
| Investitionen 2 | t€ | 32.084 | 23.259 | 37,9% |
| Mitarbeiter 3 |
2.109 | 2.107 | 0,1% |
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2017|18 lag leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die jeweiligen Märkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retailkunden leicht im Plus lagen, ging der Absatz an die Industrie zurück. Die Exportvolumina - Verkäufe innerhalb wie auch außerhalb der EU – konnten nicht den Vorjahreswert erreichen.
Der Zuckerumsatz lag auch aufgrund der im Jahresdurchschnitt niedrigeren Verkaufspreise unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders deutlich war die Zuckerpreisreduktion bei den Groß- und Einzelhandelspreisen in den östlichen Ländern sichtbar; in Österreich konnte das Niveau des Vorjahres im Wesentlichen gehalten werden.
Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch gestiegene Zuckerverkaufspreise im Vergleich zur Vorjahresperiode in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres verursacht. Seit dem dritten Quartal, dem ersten Quartal im neuen Zuckerwirtschaftsjahr 2017|18 (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018), ist die operative Profitabilität deutlich rückläufig.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, wirkte sich 2017|18 negativ auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Die Verschlechterung des Ergebnisbeitrags im Vergleich zum Vorjahr (-3,5 Mio. €) ist auf das Ende der Zuckerquoten und die dadurch ausgelösten, negativen Folgen für die Zuckerraffination am Westbalkan zurückzuführen - niedrigere Rübenzuckerpreise führten u.a. dazu, dass die AGRANA-STUDEN-Raffinerie am Standort in Bosnien Anfang November 2017 auf "stand-by" gestellt wurde.
Das im Geschäftsjahr 2017|18 ausgewiesene Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von -2,9 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4,1 Mio. €, welchen außerordentliche Erträge aus der Rückzahlung der zu hoch erhobenen Zuckerproduktionsabgabe in den Zuckerwirtschaftsjahren 1999|00 und 2000|01 (+1,9 Mio. €) gegenüberstanden. Im Vorjahr setzte sich das negative Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 9,0 Mio. € aus Steuerschulden in Zusammenhang mit einer Betriebsprüfung in Rumänien (-11,5 Mio. €), einer Rückstellung für eine Rechtsstreitigkeit in Rumänien (-1,5 Mio. €) und aus der Beilegung eines Rechtsstreites in Tschechien (+4,0 Mio. €; Auflösung einer Rückstellung) zusammen.
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2017/18 | 2016/17 | in % / pp | ||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 762.308 | 744.194 | 2,4% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -9.993 | -10.272 | 2,7% |
| Umsatzerlöse | t€ | 752.315 | 733.922 | 2,5% |
| EBITDA 1 | t€ | 76.486 | 70.072 | 9,2% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 49.744 | 48.075 | 3,5% |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbe zogenen Gemeinschaftsunternehmen |
t€ | 30.486 | 28.147 | 8,3% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 80.230 | 76.222 | 5,3% |
| EBIT - Marge | % | 10,7 | 10,4 | 0,3 |
| Investitionen 2 | t€ | 59.427 | 57.577 | 3,2% |
| Mitarbeiter 3 |
959 | 893 | 7,4% |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Im Segment Stärke stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2017|18 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 %. Bei den Hauptprodukten betrug die Umsatzsteigerung rund 6 %, während die Umsatzerlöse mit Nebenprodukten, insbesondere aufgrund der geringeren Volumina im Futtermittel-Handel, moderat sanken. Die Absatzmenge lag insgesamt in etwa auf Vorjahresniveau, wobei die Menge an verkauften Hauptprodukten um knapp 4 % gesteigert werden konnte. Zu einem großen Teil basierte das Wachstum auf Produktionszuwächsen infolge der Inbetriebnahme der Werkserweiterung in Aschach|Österreich (Stärke- und Verzuckerungsprodukte), aber auch alle anderen Anlagen waren auf hohem Niveau ausgelastet.
Die Inbetriebnahme der Anlagenerweiterung in Aschach führte zu einmaligen Anlaufkosten. Konkret resultierten die projektbezogenen Investitionen und die zusätzlichen Mitarbeiter in deutlich gestiegenen Anlagenabschreibungen und Personalaufwendungen. Ergebnisrelevant wurde dies im Anstieg des EBITDA um 9,2 % auf 76,5 Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sich das operative Ergebnis um 3,5 % auf 49,8 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2017|18 sank der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe um 3,2 %, wobei im Bereich Isoglukose Preissteigerungen erzielt werden konnten. Niedrigeren Produktions- und Absatzmengen standen höhere Verkaufspreise bei Bioethanol gegenüber, was insgesamt aber dennoch zu einem Umsatzrückgang bei HUNGRANA führte. Bei Rohstoffpreisen auf Vorjahresniveau und aufgrund eines reduzierten Körperschaftssteuersatzes in Ungarn lag der Jahresüberschuss um 8,3 % über dem Vorjahreswert und der Ergebnisbeitrag für das Segment Stärke konnte somit auch moderat gesteigert werden.
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding.
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| 2017/18 | 2016/17 | in % / pp | |
| Umsatzerlöse (brutto) t€ |
1.161.898 | 1.156.035 | 0,5% |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ |
-456 | -582 | 21,6% |
| Umsatzerlöse t€ |
1.161.442 | 1.155.453 | 0,5% |
| EBITDA 1 t€ |
113.218 | 109.952 | 3,0% |
| Operatives Ergebnis t€ |
75.639 | 71.757 | 5,4% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ |
75.639 | 71.757 | 5,4% |
| % EBIT - Marge |
6,5 | 6,2 | 0,3 |
| Investitionen 2 t€ |
49.356 | 33.822 | 45,9% |
| Mitarbeiter 3 |
5.610 | 5.638 | -0,5% |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stieg um knapp 2 %, was v.a. auf eine gestiegene Verkaufsmenge zurückzuführen war. Negativ beeinflussten den Umsatzerlösanstieg Fremdwährungseffekte in einzelnen Ländern, am stärksten in Ägypten, Argentinien, China, Mexiko, in der Türkei, der Ukraine und in den USA.
Umsatzsteigerungen gab es in allen AGRANA-Regionen mit Ausnahme von Nordamerika und der Region Naher Osten/Afrika/Indien (IMEA). In der Region Osteuropa (Russland, Ukraine) blieb die Geschäftsentwicklung trotz des politisch herausfordernden Umfeldes positiv. Auch in der EU, als umsatzmäßig bedeutendster Region, konnten trotz des rückläufigen Marktes höhere Absätze erzielt werden.
Ergebnismäßig verzeichnete der Bereich Fruchtzubereitungen in allen Regionen mit Ausnahme von IMEA ein Plus. Vor allem die Regionen Europa, Lateinamerika und Asien/Australien konnten eine deutliche EBIT-Verbesserung erzielen.
2017|18 wurde die Integration des argentinischen Unternehmens Main Process S.A. abgeschlossen und die Fruchtzubereitungsproduktion in Argentinien am neuen Standort konzentriert. Die im Vorjahr neu gegründete indische Gesellschaft hat kürzlich mit dem Verkauf von Purees begonnen; die Fruchtzubereitungsproduktion wurde zum Bilanzstichtag noch nicht aufgenommen.
Im Juli 2017 wurde die AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Changzhou, als neue Gesellschaft im Süden Chinas, in der Region Shanghai, gegründet, und im Q3 2017|18 mit dem Bau eines neuen Werkes begonnen, das im November 2018 eröffnet werden soll.
Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Bei der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln (vormals Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H.) werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. fungiert als Holding Gesellschaft und hält neben der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Anteile an AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH und AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH.
Die AGRANA Group Services GmbH erfüllt im Konzern die Finanzierungsfunktion und betreibt das Cash-Pooling. Sie ist, wie die Holding, dem Segment Zucker zugeordnet.
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA…
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
Ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit sind in folgende Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette gegliedert:
Um Nachhaltigkeitsaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaffungsmodell strukturiert bearbeiten und v.a. dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei SAI, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittelindustrie, und nimmt mit ihren Segmenten Zucker, Stärke und Frucht an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
SAI bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden die Energiemanagementsysteme der bereits im Jahr 2014|15 nach ISO 50001 zertifizierten Produktionsstandorte des Segmentes Zucker rezertifiziert, womit 100 % aller Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über eine aktuelle Zertifizierung verfügen.
Externe Zertifizierungen im Lebensmittel- und Futtermittelbereich
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP Feed- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2017|18 100 % aller Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. die jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit ihre auf nachhaltigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 16 lokalen NPD2 - Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Zucker, Stärke und Frucht. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für die Qualitätsprüfung von Zuckerrüben.
Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Zucker, Stärke und Frucht) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Technologien, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte.
| 2017 18 | 2016 17 | ||
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) (in Mio. €) | 17,0 | 15,9 | |
| F&E-Quote1 (in %) | 0,66 | 0,62 | |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 251 | 221 |
1 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
2 New Product Development
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2017|18 durchschnittlich 8.730 (Vorjahr: 8.569) Mitarbeiter (Köpfe), davon 2.251 (Vorjahr: 2.152) in Österreich und 6.479 (Vorjahr: 6.417) international.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern.
Die Schwerpunkte im Bereich Aus- und Weiterbildung lagen im Geschäftsjahr 2017|18 wieder in der Führungskräfteentwicklung sowie in der Entwicklung von Fachexperten-Trainings einzelner ausgewählter Funktionsbereiche. AGRANA bot im Geschäftsjahr 2017|18 Lehrlingen eine Ausbildungsmöglichkeit – u.a. als Maschinenbautechniker, Elektrotechniker, Elektrobetriebs- und Prozessleittechniker, Metalltechniker, Chemielabortechniker, Lebensmitteltechniker, Mechatroniker, Industriekauffrau/-mann sowie als Informationstechnologietechniker an.
Des Weiteren wurden zwei internationale Traineeprogramme für die Bereiche Einkauf und Produktion erfolgreich umgesetzt. Für diese Programme hat AGRANA im Juli 2017 den TraineeNet Award 2017 für "echte & faire Traineeprogramme" erhalten. Im Rahmen dieser Zertifizierung wurde überprüft, ob das Traineeprogramm den definierten Anforderungen (akademischer Abschluss, Job Rotation, faires Gehalt, Talentförderung) an ein Traineeprogramm tatsächlich entspricht. Die AGRANA-Traineeprogramme basieren auf einer intensiven Konzeptionsarbeit und beinhalten internes Mentoring mit AGRANA-Mentoren, Projektarbeiten, Job-Rotationen innerhalb der AGRANA-Gruppe sowie intensive Trainingsmodule.
Im Geschäftsjahr 2017|18 wurden 25 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern für das bereits zum sechsten Mal stattfindende internationale Nachwuchsführungskräfte-Programm AGRANA Competencies Training (ACT) ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial, ausgezeichnete Leistungen und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert werden. Im Jänner 2018 haben die Mitarbeiter das ACT V beendet. Nach Abschluss des Programms und als neue Initiative wurde den Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit gegeben, für ihre weitere interne Entwicklung bei AGRANA einen AGRANA-Mentor auf Senior-Management-Level zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Arbeitssicherheit ist AGRANA als industriellem Produktionsunternehmen ein besonderes Anliegen. Zur besseren Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen sowie zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen erhebt AGRANA weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für AGRANA im Rahmen des sozialen Bewusstseins und der Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie.
Aus diesem Grund ist AGRANA auch im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Familien und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" beigetreten.
Konzernweit spiegelt sich dies in mehreren Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiter wider. Telearbeit, Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung (inklusive spezieller Angebote in den Ferien), variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien sind Bestandteile davon. Weiters werden auch Veranstaltungen, gemeinsame Essen und Sportaktivitäten unter Einbindung der Familien veranstaltet.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Ein konzernweites operatives Planungs- und Berichtssystem bildet die Basis für die monatliche Berichterstattung an die zuständigen Entscheidungsträger. Im Rahmen dieses Reporting-Prozesses wird für die Gruppe und für jedes Segment ein separater Risikobericht erstellt. Der Fokus liegt dabei auf der Ermittlung von Sensitivitäten in Bezug auf sich verändernde Marktpreise für das gegenwärtige und folgende Geschäftsjahr. Die einzelnen Risikoparameter werden laufend der aktuellen Planung bzw. dem aktuellen Forecast gegenübergestellt, um die Auswirkungen auf das operative Ergebnis berechnen zu können. Neben der laufenden Berichterstattung diskutieren die Verantwortlichen aus den Geschäftsbereichen regelmäßig direkt mit dem Vorstand über die wirtschaftliche Situation sowie den Einsatz risikoreduzierender Maßnahmen.
Das strategische Risikomanagement verfolgt die Zielsetzung, wesentliche Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Chancen- und Risikopotenzial zu identifizieren und zu bewerten. Zweimal jährlich werden die mittel- bis langfristigen Risiken in den einzelnen Geschäftsbereichen durch ein definiertes Risikomanagement-Team in Kooperation mit dem zentralen Risikomanagement analysiert. Der Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation und deren Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Risiko-/Chancenpotenzial, die Definition von Frühwarnindikatoren sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung. Zudem wird für das laufende Geschäftsjahr die aggregierte Risikoposition der AGRANA-Gruppe mittels einer im Risikomanagement üblichen Berechnung, der "Monte-Carlo-Simulation", ermittelt. So kann beurteilt werden, ob ein Zusammenwirken oder die Kumulation von Einzelrisiken ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen könnte. Die Ergebnisse werden an den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates berichtet.
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt. Für die Überprüfung wurden die Empfehlungen des "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) als Referenzmodell herangezogen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken.
Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
Die politisch noch instabile Situation zwischen Ukraine und Russland kann sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet.
Zuckermarktordnung: Seit 1. Oktober 2017 gibt es keinen Rübenmindestpreis mehr und die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose wurde aufgehoben. Beide Produkte können nun in der EU ohne quantitative Beschränkungen erzeugt und verkauft werden. Das Antizipieren der Beendigung der Quotenregelung im Herbst 2017 hat bereits im Vorfeld den europäischen Zuckermarkt durch eine Ausweitung der Anbauflächen im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2017|18 beeinflusst. Des Weiteren haben hohe Ernteerträge pro Hektar im ZWJ 2017|18 das Zuckerangebot im EU-Raum erhöht. Mit dem Ende der Quotenregelung wird auch die teilweise Substitution von kristallinem Zucker durch Isoglukose erwartet.
Mit dem Auslaufen der Quotenregelung ist mit einer weiterhin hohen Rübenzuckerproduktion, speziell in Gunstlagen, zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich die europäischen Marktpreise stärker am Weltmarktniveau orientieren und somit auch hohe Schwankungsbreiten bei Zuckerpreisen möglich sind. Die neue Regelung der Zuckermarktordnung sieht auch keine Mindestpreise für Zuckerrüben vor. Die Rübenpreise werden jedoch weiterhin zwischen den Rübenproduzenten und der rübenverarbeitenden Industrie ausverhandelt. Die Reform der Zuckermarktordnung beinhaltet jedoch keine Veränderung im System der Importzölle für Zuckerimporte von außerhalb der EU sowie in der Behandlung von Importen aus LDC/ACP-Ländern (Least Developed Countries / African, Caribbean and Pacific Group of States) mit EU-Präferenzabkommen.
Freihandelsabkommen: Die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Im September 2015 wurde durch die EU-Richtlinie 2015/1513/EU eine Änderung der EU-Regelung für erneuerbare Energien veröffentlicht. Darin wurde das EU-Einsparungsziel von 40 % der Treibhausgase bis zum Jahr 2030 auf Basis des Energieverbrauches von 1990 für den Beitrag durch Biotreibstoffe neu geregelt.
Im November 2016 hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag unterbreitet, der einen Anteil von erneuerbarer Energien innerhalb der EU von mindestens 27 % vorsieht, jedoch keine spezifische Zielsetzung für den Bereich Transport definiert. Der Vorschlag beinhaltet eine Reduzierung von Biokraftstoffen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen ("1. Generation") ab 2021 von einem Anteil von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030. Der Einsatz von aus Stroh, Holz und Abfällen hergestelltem Ethanol ("2. Generation") soll hingegen von 1,5 % im Jahr 2021 bis 2030 stufenweise auf 3 % erhöht werden.
Eine veränderte Position dazu hat am 17. Jänner 2018 das Plenum des EU-Parlaments mit Vorschlägen zur Biokraftstoffpolitik ab 2021 bis 2030 (RED II) verabschiedet. Für getreidebasierte Biotreibstoffe wurde beschlossen, dass die in den Mitgliedsstaaten im Jahr 2017 produzierte Biotreibstoffmenge die maximale Referenzmenge darstellen soll (max. 7 %) und damit der Status quo beibehalten würde. Generell aber soll der Anteil an jeglicher Form von erneuerbaren Energien im Transport auf 12 % steigen.
AGRANA verfolgt die laufenden Entwicklungen und setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene für einen wachsenden Anteil erneuerbarer Kraftstoffe ein.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschereibestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato ist dazu keine Entscheidung des Kartellgerichtes ergangen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Finanzierungen durch Finanzinstitutionen und/oder über den Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, finanzielle Risiken und den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung lokaler Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften haben.
Derivative Finanzinstrumente sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verwendet worden und wurden auch zum Bilanzstichtag nicht eingesetzt.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP3 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Enterprise-Resource-Planning
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2018 betrug 113,5 Mio. € (28. Februar 2017: 113,5 Mio. €) und war in 15.622.244 (28. Februar 2017: 15.622.244) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Der Vorstand ist bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA bekennt sich zu den Regelungen des ÖCGK. Im Geschäftsjahr 2017|18 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2015 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat sich in seinen Sitzungen am 10. November 2017 und 22. Februar 2018 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig der Erklärung über die Einhaltung des Kodex zugestimmt.
Die Umsetzung und die Einhaltung der einzelnen Regeln des Kodex wurde im Geschäftsjahr 2017|18 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft evaluiert. Die Überprüfung erfolgt im Wesentlichen unter Anwendung des Fragebogens zur Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance (Fassung Jänner 2015). Der Bericht über die externe Evaluierung gemäß Regel 62 des ÖCGK ist unter www.agrana.com/ir/corporate-governance abrufbar.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte in 2017/18 keine Zweigniederlassungen
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. Aufgrund der aktuellen Herausforderungen im Segment Zucker ist für das Geschäftsjahr 2018/19 jedoch mit einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zu rechnen. Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau ausgegangen.
Aus Sicht der Einzelgesellschaft, der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, wird für das kommende Geschäftsjahr 2018|19 mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) auf aktuellem Niveau gerechnet.
Wien, am 23. April 2018
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Mag. Stephan Büttner Dkfm. Thomas Kölbl
für das Geschäftsjahr 2017|18 vom 1.März 2017 bis 28. Februar 2018
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Anhang zum Jahresabschluss Allgemeines Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Aufwendungen für den Abschlussprüfer Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ergebnisverwendung Organe und Arbeitnehmer
Entwicklung des Anlagevermögens
| t¤ | 2017 18 | 2016 17 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 32.079 | 31.873 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 81 | 258 |
| 3. Personalaufwand | –18.174 | –25.240 |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –1.071 | –1.107 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –20.077 | –21.965 |
| 6. Operatives Ergebnis (Z 1 bis 5) | –7.162 | –16.181 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 76.040 | 76.118 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 76.007 | 76.078 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanlagevermögens | 2.002 | 2.542 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.002 | 2.542 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.464 | 2.525 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.435 | 2.525 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –1.835 | –2.531 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | –1.327 | –2.216 |
| 11. Finanzerfolg (Z 7 bis 10) | 78.671 | 78.654 |
| 12. Ergebnis vor Steuern (Z 1 bis 11) | 71.509 | 62.473 |
| 13. Steuern vom Einkommen | 115 | 1.076 |
| 14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 71.624 | 63.549 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 12.817 | 11.756 |
| 16. Bilanzgewinn | 84.441 | 75.305 |
| t¤ | Stand 28.02.2018 |
Stand 28.02.2017 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
810 | 349 |
| II. Sachanlagen | 1.253 | 1.415 |
| III. Finanzanlagen | 459.783 | 543.283 |
| 461.846 | 545.047 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
375.027 | 381.483 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 23.362 | 30.935 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 45 | 60 |
| 375.072 | 381.543 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 45 | 51 |
| D. Aktive latente Steuern | 568 | 564 |
| Summe Aktiva | 837.531 | 927.205 |
| PASSIVA A. Eigenkapital |
||
| I. Grundkapital |
113.531 | 113.531 |
| II. Kapitalrücklagen | 550.689 | 550.689 |
| III. Gewinnrücklagen | 13.928 | 13.928 |
| IV. Bilanzgewinn | 84.441 | 75.305 |
| davon Gewinnvortrag | 12.817 | 11.756 |
| 762.589 | 753.453 | |
| B. Rückstellungen | ||
| I. Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen |
||
| und Jubiläumsgelder | 11.793 | 12.974 |
| II. Rückstellung für Steuern und sonstige | 11.136 | 15.143 |
| 22.929 | 28.117 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten |
42.500 | 126.000 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 0 | 83.500 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 42.500 | 42.500 |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 9.513 | 19.635 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 8.034 | 13.830 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 1.479 | 5.805 |
| 52.013 | 145.635 | |
| Summe Passiva | 837.531 | 927.205 |
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen.
Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR), jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR).
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, wurde dies bei Schätzungen berücksichtigt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10 |
| EDV-Software | 3 | 33,33 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 40 - 50 | 2,5 - 2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20 - 10 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33,33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1 - 5 | 100 - 20 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, ergibt.
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden aktiviert und sofort abgeschrieben.
Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft zu einer Steuerentlastung werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Für steuerliche Verlustvorträge wird keine aktive latente Steuer gebildet. Latente Steuern werden auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von TEUR 568 (im Vorjahr 564 TEUR) wurde in die Bilanz aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Juni 2016)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz von 1,7 % (VJ 1,6 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen wurden mit 3,3 %, und Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-1,89 % (im Vorjahr 0- 2,07 %) für Abfertigungen und von 0-12,21% (im Vorjahr 0-12,80%) für Jubiläen angesetzt.
Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Als Fluktuation wurden neben Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Das Pensionseintrittsalter für Frauen und Männer wurde mit 65 Jahren gemäß Übergangsregel der Pensionsreform ermittelt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Einklang mit der "AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (Juni 2016)" nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz 1,7 % (VJ 1,6 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen für Aktive wurden mit 1,78 % angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Über die Ausscheideursachen Tod und Invalidisierung und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden keine weiteren Ausscheideursachen wie Fluktuation berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 leistungsorientiert an eine Pensionskasse ausgeglagert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Langfristige Rückstellungen bestehen nicht.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Verpflichtungen betreffend kollektivvertragliche Verpflichtungen zur Zahlung von Jubiläumsgeldern. Diese Rückstellungen werden nach den für Abfertigungsrückstellungen angewandten Berechnungsmethoden (IAS19) ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Höhe des |
Eigenkapital gem. | Ge schäfts- |
Jahresüber | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | Anteils | § 229 UGB | jahr | schuss/fehlbetrag |
| % | EUR | EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Marketing- und | ||||
| Vertriebsservice Ges.m.b.H, Wien | 100 | 9.641.147,58 | 2017/18 | 844.088,07 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien*) |
98,91 | 257.142.856,89 | 2017/18 | 16.849.471,92 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 98,91 | 316.167.328,00 | 2017/18 | 36.604.045,33 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 98,91 | 329.449.140,71 | 2017/18 | 60.011.391,28 |
| AGRANA Group-Service GmbH | 100 | 79.793,27 | 2017/18 | 4.100.586,27 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwick lungs- und Produktions- GesmbH, Wien |
66,67 | 7.889.505,51 | 2017/18 | 317.262,88 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln |
100 | 3.874.106,34 | 2017/18 | 278.854,27 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien. Davon haben € 42.500.000,00 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.
| Restlaufzeit | Restlaufzeit von | ||
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in TEUR) | mehr | Bilanzwert | |
| bis 1 Jahr | als 1 Jahr | ||
| Forderungen gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 348.632.221,70 | 23.340.227,26 | 371.972.448,96 |
| (28.02.2017) | (349.209) | (26.668) | (375.877) |
| Sonstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 3.033.725,82 | 21.835,77 | 3.055.561,59 |
| (28.02.2017) | (1.338) | (4.268) | (5.606) |
| Summe | 351.665.947,52 | 23.362.063,03 | 375.028.010,55 |
| (28.02.2017) | (350.548) | (30.935) | (381.483) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 369.226.758,19 (im Vorjahr 372.954 TEUR) sonstige Forderungen und in Höhe von EUR 2.745.690,77 (im Vorjahr 2.922 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Kapitalertragsteuer gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23 in Höhe von EUR 2.969.235,24 (im Vorjahr 5.567 TEUR) und andere kurzfristige Forderungen.
In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
Das Grundkapital in Höhe von EUR 113.531.274,76 setzt sich aus 15.622.244 Stück nennbetragslosen Stückaktien – Stammaktien zusammen.
| Kapitalrücklagen | Stand 01.03.2017 | Veränderung | Stand 28.02.2018 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Gebundene | 505.122.085,57 | 0,00 | EUR 505.122.085,57 |
| Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 0,00 | 45.566.884,45 |
| Summe | 550.688.970,02 | 0,00 | 550.688.970,02 |
| Stand 01.03.2017 | Veränderung | Stand 28.02.2018 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 0,00 | 47.964,07 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000,00 | 0,00 | 13.880.000,00 |
| Summe | 13.927.964,07 | 0,00 | 13.927.964,07 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die Abfertigungs-, Pensions- und sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | Stand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2017 | 28.02.2018 | ||||
| in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | |
| Abfertigung | 4.121.967,40 | 0,00 | 0,00 | 394.389,33 | 4.516.356,73 |
| Pensionsansprüche | 8.496.016,33 | 0,00 | 1.621.807,39 | 0,00 | 6.874.208,94 |
| Jubiläumsgelder | 355.552,90 | 1.587,84 | 0,00 | 48.408,65 | 402.373,71 |
| Altersteilzeit | 27.192,60 | 27.192,60 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Nicht konsumierte Urlaube | 1.348.487,81 | 0,00 | 0,00 | 97.653,19 | 1.446.141,00 |
| Sonderzahlungen | 323.667,83 | 0,00 | 0,00 | 25.130,28 | 348.798,11 |
| Prüfungsaufwand | 195.000,00 | 195.000,00 | 0,00 | 174.000,00 | 174.000,00 |
| Veröffentlichungsaufwand | 133.000,00 | 126.672,82 | 6.327,18 | 137.500,00 | 137.500,00 |
| Kosten der | |||||
| Hauptversammlung | 54.000,00 | 46.667,39 | 7.332,61 | 50.000,00 | 50.000,00 |
| Kosten Bilanzpresse konferenz |
4.200,00 | 3.841,10 | 358,90 | 3.800,00 | 3.800,00 |
| Konzernkommunikation | 4.000,00 | 2.154,11 | 1.845,89 | 0,00 | 0,00 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 250.000,00 | 250.000,00 | 0,00 | 250.000,00 | 250.000,00 |
| Pensionskasse | 32.980,12 | 32.980,12 | 0,00 | 33.046,00 | 33.046,00 |
| Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen |
320.440,00 | 296.951,40 | 23.488,60 | 542.300,00 | 542.300,00 |
| Kosten iZm Kapital erhöhung |
1.002.230,71 | 1.002.230,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 16.668.735,70 1.985.278,09 1.661.160,57 1.756.227,45 14.778.524,49 |
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und ausstehende Abrechnungen.
| 28.02.2018 | 28.02.2017 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42.500.098,39 | 126.000 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (98,39) | (83.500) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (42.500.000,00) | (35.500) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (7.000) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 745.704,91 | 902 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (745.704,91) | (902) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| verbundenen Unternehmen | 3.562.008,21 | 9.116 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (2.083.182,63) | (3.311) |
| davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr | (1.478.825,58) | (5.805) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.205.543,47 | 9.617 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (5.205.543,47) | (9.617) |
| Summe | 52.013.354,98 | 145.635 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (8.034.529,40) | (97.330) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (43.978.825,58) | (41.305) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (7.000) |
RLZ = Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Schuldscheindarlehen über EUR 42.500.000,00, welches zur Gänze konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von EUR 3.454.703,92 (im Vorjahr 3.026 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Steuer und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 859.142,18 (im Vorjahr 5.177 TEUR) enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.562.008,21 (im Vorjahr 9.116 TEUR) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen.
Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2017/18 beträgt EUR 1.551.389,64 (im Vorjahr 1.537 TEUR) Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt EUR 7.756.948,20
| 28.02.2018 | 28.02.2017 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 7.800.000,00 | 7.800 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 167.236.879,35 | 76.002 |
| Zwischensumme | 175.036.879,35 | 83.802 |
| Patronatserklärungen | ||
| AGRANA Group Service GmbH, Wien | 0,00 | 4.021 |
| 175.036.879,35 | 87.823 | |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 127.591.255,72 | 47.471 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 01. März 2017 bis 28. Februar 2018, im Vorjahr jenen vom 01. März 2016 bis 28. Februar 2017.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 32.079.287,22 (im Vorjahr 31.873 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Konzernverrechnung und Erträge für die Nutzung der Lizenzen für Markenrechte (Royalities).
(10) Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf EUR 39.745,91 (im Vorjahr 38 TEUR).
(11) Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 39.353,18 (im Vorjahr 219 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffend IT-Leistungen, Veröffentlichungsaufwand und Konzernkommunikation.
(12) Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1.645,26 (im Vorjahr 1 TEUR) enthalten Erträge aus realisierten Gewinnen aus Kursdifferenzen und Erträge aus Versicherungsansprüchen.
| 2017/18 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Gehälter | 15.546.838,35 | 14.074 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 437.112,93 | 749 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorge kassen (MVK) |
163.280,63 | 152 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -1.140.129,43 | 7.153 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 2.900.243,76 | 2.874 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 266.957,64 | 238 |
| Summe | 18.174.303,88 | 25.240 |
| Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbei tervorsorgekassen |
Pensionen (Rückstellungen) | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017/18 | 2016/17 | 2017/18 | 2016/17 | |
| EUR TEUR |
EUR | TEUR | ||
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 167.848,62 | 255 | -1.161.365,03 | 7.133 |
| andere Arbeitnehmer | 432.544,94 646 |
21.235,60 | 20 | |
| Summe | 600.393,56 901 -1.140.129,43 7.153 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 157 Angestellte (im Vorjahr 149 Angestellte).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr EUR 3.487.856,69 (im Vorjahr 3.234 TEUR). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen EUR 460.442,36 (im Vorjahr 354 TEUR) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde bei der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von EUR 1.621.807,39 (im Vorjahr 6.779 TEUR Zuführung) aufgelöst.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/18 eine Vergütung von EUR 250.000,00 (im Vorjahr 250 TEUR).
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 4.014.267,96 (Vorjahr: TEUR 3.826) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 20.077.959,97 (im Vorjahr 21.966 TEUR) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von EUR 7.639.419,01 (im Vorjahr 7.918 TEUR), Kosten der Kapitalerhöhung EUR 0,00 (im Vorjahr 3.321 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von EUR 1.748.575,56 (im Vorjahr 1.513 TEUR), Leasing, Mieten und Pachten von EUR 2.143.960,79 (im Vorjahr 2.178 TEUR), Werbeaufwendungen von EUR 1.805.150,67 (im Vorjahr 1.587 TEUR), Bankgebühren EUR 77.598,48 (im Vorjahr 79 TEUR) sowie andere Aufwendungen in Höhe von EUR 6.663.255,46 (im Vorjahr 5.371 TEUR).
| 2017/18 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 76.006.541,84 | 76.078 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 33.220,00 | 40 |
| Summe | 76.039.761,84 | 76.118 |
| 2017/18 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Körperschaftsteuer | -10.954.500,00 | -9.557 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | -2.915.429,70 | 1.153 |
| Steuerumlagen | 14.010.017,57 | 8.931 |
| Lat. Ertragsst. a. Bewertungsdiff. | 3.317,15 | 564 |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | -28.512,85 | -15 |
| Summe | 114.892,17 | 1.076 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
AGRANA AGRO SRL, Roman, Rumänien AGRANA BiH Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA BUZAU SRL, Buzau, Rumänien AGRANA d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien AGRANA Fruit Australia Pty Ltd, Central Mangrove, Australien AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China AGRANA Fruit Fiji Pty. Ltd, Sigatoka, Fidschi AGRANA Fruit France S.A., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED, Neu Delhi, Indien AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul, Türkei AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited, Jiangsu, China AGRANA Fruit Korea Co. Ltd, Seoul, Südkorea AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd., Sydney, Australien AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostrołęka, Polen AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Services S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Johannesburg, Südafrika AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit US, Inc, Brecksville, USA
AGRANA Group-Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA JUICE (XIANYANG) CO.,LTD, Xianyang City, China AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia, Ägypten AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich AGRANA TANDAREI SRL, Țăndărei, Rumänien AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien, Österreich AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg, Österreich AUSTRIA JUICE Germany GmbH, Bingen, Deutschland AUSTRIA JUICE Hungary Kft., Vásarosnamény, Ungarn AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o., Chelm, Polen AUSTRIA JUICE Romania SRL, Vaslui, Rumänien AUSTRIA JUICE Ukraine LLC, Winniza, Ukraine Biogáz Fejlesztő Kft., Kaposvár, Ungarn Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad, Belgien Dirafrost Maroc SARL, Laouamra, Marokko Financière Atys S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn Main Process S.A., Buenos Aires, Argentinien Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany, Tschechien o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Țăndărei, Rumänien S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered', Slowakei
Sudinver S.A., Buenos Aires, Argentinien Yube d.o.o., Požega, Serbien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
"AGRAGOLD" d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRAGOLD d.o.o., Zagreb, Kroatien AGRAGOLD dooel, Skopje, Mazedonien AGRAGOLD trgovina d.o.o. , Ljubljana, Slowenien AGRANA STUDEN Albania, Tirana, Albanien AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C., Prishtina, Kosovo AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, Österreich Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien GreenPower E85 Kft, Szabadegyháza, Ungarn HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn HungranaTrans Kft., Szabadegyháza, Ungarn STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina
| 2017/2018 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | 2016/2017 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft |
31.070,00 | 192.930,00 | 73.87,44 | 297.847,44 | 31 | 434 | 123 | 588 |
| Summe | 31.070,00 | 192.930,00 | 73.847,44 297.847,44 | 31 | 434 | 123 | 588 |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 84.440.586,06 eine Dividende von EUR 4,50 je Aktie, das sind in Summe EUR 70.300.098,00 auszuschütten und den Restbetrag der Gewinnrücklage zuzuführen.
Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Vorsitzender Dr. Wolfgang HEER, Mannheim Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Klaus BUCHLEITNER, MBA, Wien Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Dipl.Ing. Josef PRÖLL, Wien Dipl. Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Thomas KIRCHBERG, Ochsenfurt Dipl.-Ing. Helmut FRIEDL, Egling a.d.Paar (ab 7.7.2017) Dr. Jochen FENNER, Gelchsheim (bis 7.7.2017)
Vom Betriebsrat delegiert: Dipl.Ing. Stephan SAVIC, Wien Andreas KLAMLER, Gleisdorf Thomas BUDER, Katzelsdorf Gerhard GLATZ, Hohenberg
Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg Vorsitzender Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER, Klosterneuburg Mag. Stephan BÜTTNER, Wien Dkfm. Thomas KÖLBL, Speyer
Wien, am 23. April 2018
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Mag. Stephan Büttner Dkfm. Thomas Kölbl
| A N L A G E V E R M Ö G E N | Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.17 |
Zugang | Abgang | Stand 28.02.18 |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Markenrechte | 611.300,93 | 0,00 | 0,00 | 611.300,93 |
| 2. EDV-Software | 8.746.853,81 | 840.753,91 | 0,00 | 9.587.607,72 |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 26.953,99 | 26.953,99 | 0,00 |
| 9.358.154,74 | 867.707,90 | 26.953,99 | 10.198.908,65 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten, einschließlich der Bauten | ||||
| auf fremdem Grund | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.701.675,82 | 495.538,92 | 374.547,05 | 4.822.667,69 |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 19.921,13 | 19.921,13 | 0,00 |
| 4.701.675,82 | 515.460,05 | 394.468,18 | 4.822.667,69 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 424.145.490,31 | 0,00 | 0,00 | 424.145.490,31 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 126.000.000,00 | 0,00 | 83.500.000,00 | 42.500.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 258.620,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 |
| 550.404.110,31 | 0,00 | 83.500.000,00 | 466.904.110,31 | |
| Gesamtsumme | 564.463.940,87 | 1.383.167,95 | 83.921.422,17 | 481.925.686,65 |
| Abschreibungen | Buchwerte |
|---|---|
| Stand Jahres- Zuschreibung Abgang Stand Stand |
Stand |
| 01.03.17 abschreibung 28.02.18 28.02.18 |
28.02.17 |
| 587.862,93 13.966,00 0,00 601.828,93 9.472,00 |
23.438,00 |
| 8.421.214,81 366.246,91 0,00 8.787.461,72 800.146,00 |
325.639,00 |
| 0,00 26.953,99 26.953,99 0,00 |
0,00 0,00 |
| 9.009.077,74 407.166,90 26.953,99 9.389.290,65 809.618,00 |
349.077,00 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
| 3.286.785,25 643.244,31 360.855,05 3.569.174,51 1.253.493,18 |
1.414.890,57 |
| 0,00 20.204,51 20.204,51 0,00 |
0,00 0,00 |
| 3.286.785,25 663.448,82 381.059,56 3.569.174,51 1.253.493,18 |
1.414.890,57 |
| 7.120.724,48 0,00 0,00 0,00 7.120.724,48 417.024.765,83 |
417.024.765,83 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 42.500.000,00 |
126.000.000,00 |
| 0,00 0,00 0,00 0,00 258.620,00 |
258.620,00 |
| 7.120.724,48 0,00 0,00 0,00 7.120.724,48 459.783.385,83 |
543.283.385,83 |
| 19.416.587,47 1.070.615,72 0,00 408.013,55 20.079.189,64 461.846.497,01 |
545.047.353,40 |
Gemäß § 124 Abs.1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2018 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
█ dass der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017|18 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der AGRANA Beteiligungs-AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 23. April 2018
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Treasury, Datenverarbeitung/ Produktion, Qualitätsmanagement, Personal Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung Compliance sowie Recht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik
Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 28. Februar 2018 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Vermerk mitzuteilen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
█ Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
█ Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
█ Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
█ Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
█ Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
█ Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
█ Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
█ Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 7.Juli 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 4. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 30. September 1995 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs.1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Wien, am 23. April 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca e.h. Wirtschaftsprüfer
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
| 2017 18 | |
|---|---|
| € | |
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis 28. Februar 2018 | |
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 84.440.586 |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | |
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | |
| Auf 15.622.244 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | |
| Zahlung einer Dividende von 4,50 € pro Stammaktie | |
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 70.300.098 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 14.140.488 |
| 84.440.586 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
Konzernkommunikation|Investor Relations
Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Mag. Ulrike Middelhoff Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Satz & Design: marchesani_kreativstudio GmbH Imagekonzept: The Gentlemen Creatives GmbH
Der Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Betreffend der Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriftliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | p | 0% bis +1% oder 0% bis –1% |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1% bis +5% oder mehr als –1% bis –5% |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5% bis +10% oder mehr als –5% bis –10% |
| Deutlich | ii oder ss | Mehr als +10% oder mehr als –10% |
Bezüglich Definitionen zu Finanzkennzahlen wird, sofern diese nicht in einer Fußnote angeführt sind, auf die Erläuterungen im AGRANA Geschäftsbericht 2017|18 auf Seite 184 verwiesen. Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Geschäftsbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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