Annual Report • Jun 1, 2016
Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2015|16
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für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 der AGRANA Beteiligungs-AG
In diesen Bericht über das Geschäftsjahr 2015|16 sind die nach dem Reportingstandard der Global Reporting Initiative G4 erstellten, für AGRANAs Geschäftstätigkeit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte direkt in den Konzernlagebericht eingeflossen. Zur besseren Auffindbarkeit der nicht-finanziellen Informationen ist im AGRANA Geschäftsbericht 2015|16 auf Seite 175ff ein Index aller an verschiedenen Stellen enthaltenen GRI G4-Indikatoren abgebildet. Zusätzlich sind relevante Textpassagen auf den jeweiligen Seiten mit einem grünen Fingerabdruck gekennzeichnet.
Ökonomischer Fußabdruck der AGRANA-Gruppe 38
Umwelt- und Sozialkriterien in der Beschaffung 39
Nachhaltigkeitsausblick 2016|17 59
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• • Unternehmensstruktur Konzernlagebericht 4
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht. Rund 8.500 Mitarbeiter (FTEs)1 an 53 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015|16 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. €.
AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
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Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe, primär Mais, Weizen und Kartoffeln, zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere geliefert. Auch im Rahmen der Stärkegewinnung werden Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v. a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine hergestellt. Auch im Segment Frucht legt AGRANA Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum weiterverwendbare Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel weiterverwendet.
AGRANA verarbeitet in allen drei Geschäftssegmenten auch agrarische Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und ist damit einer der größten Bio-Produzenten Europas.
AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2015|16 in den Geschäftssegmenten Zucker, Stärke und Frucht weltweit rund 8,5 Mio. Tonnen agrarische Rohstoffe und verkaufte 5,7 Mio. Tonnen hochwertige Produkte.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA im Geschäftsjahr 2012|13 sechs Handlungsfelder (und daraus abgeleitet Arbeitsgruppen) entlang der Produktwertschöpfungskette identifiziert, die wesentliche Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte haben:
Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse haben die Mitglieder des AGRANA-Nachhaltigkeitskernteams sowie die Teilnehmer der Arbeitsgruppen die ökonomische, ökologische und soziale Bedeutung einzelner Nachhaltigkeitsaspekte einerseits für AGRANA und andererseits für ihre Stakeholder-Gruppen eingeschätzt.
Diese Einschätzung erfolgte auf Basis der täglichen Arbeitserfahrungen im jeweiligen Bereich, aufgrund von Feedback von unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen und auch anhand der Ergebnisse einer im Herbst 2014 gestarteten und im Geschäftsjahr 2015|16 fortgesetzten Kundenzufriedenheitsumfrage, die u. a. Fragen zum Thema Nachhaltigkeit enthielt.
█ BETAEXPO (Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen)
█ Kartoffeltag in Waidhofen an der Thaya|Österreich in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK)
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Abgeleitet von dieser Einschätzung der wesentlichen Aspekte, berichtet AGRANA in diesem Geschäftsbericht 2015|16 über folgende G4-Indikatoren entlang ihrer Wertschöpfungskette:
| Wesentlicher Aspekt |
Eingebracht v. a. durch folgende Stakeholder-Gruppe |
Inhaltliche Berichtsgrenze |
Management- ansatz |
Berichtete/r G4-Indikator/en |
|---|---|---|---|---|
| Bewertung der Lieferanten bzgl. Menschenrechts- aspekte |
Kunden/AGRANA | Lieferanten agrarischer Rohstoffe |
AGRANA-Grundsätze zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte |
HR 10 |
| Bewertung der Lieferanten bzgl. Arbeitspraktiken |
Kunden/AGRANA | Lieferanten agrarischer Rohstoffe |
AGRANA-Grundsätze zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte |
LA 14 |
| Bewertung der Lieferanten bzgl. ökologischer Aspekte |
Kunden/AGRANA | Lieferanten agrarischer Rohstoffe |
AGRANA-Grundsätze zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte |
EN 32 |
| Biodiversität | Kunden/AGRANA | V. a.relevant in AGRANAs vorgelagerter Wertschöpfungskette, d.h. bei Lieferanten agrarischer Rohstoffe |
AGRANA-Grundsätze zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte |
EN 13 |
| Verwendete Stoffe | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Verarbeitete agrarische Rohstoffe |
AGRANA-Umweltpolitik; AGRANA-Grundsätze zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte |
EN 1 |
| Energieeinsatz | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Energieeinsatz (Scope 1+2) in der AGRANA-Produktion |
AGRANA-Umweltpolitik | EN 5 EN 6 |
| Emissionen | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Emissionen (Scope 1+2) aus der AGRANA-Produktion |
AGRANA-Umweltpolitik | EN 18 EN 19 |
| Wasser | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Wassernutzung und Abwasser im Rahmen der AGRANA-Produktion |
AGRANA-Umweltpolitik | EN 8 EN 22 |
| Abfall | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Abfall aus der AGRANA-Produktion |
AGRANA-Umweltpolitik | EN 23 |
| Beschwerdeverfahren bzgl. ökologischer Aspekte |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
Beschwerden zu Umweltaspekten |
Beschwerdebezogene Bearbeitung am jeweiligen Standort |
EN 34 |
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz |
V. a. AGRANA | AGRANA-Mitarbeiter und Kontraktoren |
AGRANA- Zero Accident Policy |
LA 6 |
| Aus- und Weiterbildung |
V. a. AGRANA | AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA- Policy on Training |
LA 9 |
| Vielfalt und Chancengleichheit |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA-Verhaltenskodex | LA 12 |
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| Wesentlicher Aspekt |
Eingebracht v. a. durch folgende Stakeholder-Gruppe |
Inhaltliche Berichtsgrenze |
Management- ansatz |
Berichtete/r G4-Indikator/en |
|---|---|---|---|---|
| Bewertung des Unternehmens bzgl. Menschenrechte |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA-Mitarbeiter und Kontraktoren |
AGRANA-Verhaltenskodex und Mitgliedschaft bei SEDEX (+ SMETA-Audits) |
HR 9 |
| Beschwerdeverfahren bzgl. Arbeitspraktiken und Menschenrechte |
AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA-Verhaltenskodex; AGRANA-HR-Strategie |
LA 16 HR 12 |
| Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA-Verhaltenskodex | HR 5 HR 6 |
| Vereinigungsfreiheit | Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA-Mitarbeiter | AGRANA-Verhaltenskodex | HR 4 |
| Konsumenten- sicherheit und -gesundheit |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA | AGRANA-Qualitätsleitbild | PR 4 |
| Kundenzufriedenheit | AGRANA/Kunden | AGRANA | AGRANA-Qualitätsleitbild | PR 5 |
| Stakeholder- Engagement |
Alle Stakeholder | AGRANA | AGRANA- Unternehmensleitbild; AGRANA-Verhaltenskodex |
Standard angabe |
| Lokales gesellschaftliches Engagement |
Mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA | AGRANA- Unternehmensleitbild; 3 Leitsätze zur Nachhaltigkeit |
SO 1 |
| Compliance | AGRANA und mehrere Stakeholder-Gruppen |
AGRANA und direkte Geschäftspartner |
Alle vorab genannten Dokumente |
SO 3 SO 4 SO 5 |
Grundsätzlich umfassen die in diesem Geschäftsbericht 2015|16 integrierten und mit dem grünen Fingerabdruck gekennzeichneten Nachhaltigkeitsinformationen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit. Diese für AGRANAs Geschäftstätigkeit wesentlichen Daten wurden nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (Version G4; "in accordance CORE") erstellt.
Aus organisatorischen Gründen sind in den Nachhaltigkeitsdaten die nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen des AGRANA-Konzerns, die AGRANA-STUDEN-Gruppe (Segment Zucker) sowie die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) nicht enthalten. Daneben wurden die Daten der INSTANTINA (Segment Zucker) aufgrund ihrer inhaltlich anderen Geschäftstätigkeit nicht integriert.
Die Daten zu Energieeinsatz, Emissionen, Wasser und Abfällen in der bzw. durch die Veredelung in AGRANA-Fruchtverarbeitungsanlagen für das Geschäftsjahr 2015|16 sowie 2014|15 enthalten die Daten aller zum Bilanzstichtag aktiven Produktionsstandorte des Segmentes
Frucht jeweils für das gesamte Geschäftsjahr mit der Ausnahme des Fruchtsaftkonzentratwerkes in Xianyang City|China (Hintergrund: Datenqualität). Im Geschäftsjahr 2013|14 waren in den berichteten Nachhaltigkeitsdaten aus dem Umweltbereich erstmals auch die Daten des Joint Ventures AUSTRIA JUICE GmbH enthalten. Aus organisatorischen Gründen waren die AUSTRIA JUICE-Standorte Gleisdorf|Österreich (Schließung nach der Kampagne 2013), Bingen|Deutschland (Fruchtweinproduktion) und Xianyang City|China (Datenqualität) im Geschäftsjahr 2013|14 nicht enthalten, die berichteten Werte der einbezogenen Standorte waren auf die jeweilige Verarbeitungskampagne beschränkt.
AGRANA berichtet alle GRI G4-Indikatoren pro Geschäftssegment, da unterschiedliche Geschäftsprozesse in den drei AGRANA-Geschäftssegmenten die Aussagekraft von auf Gruppen-Ebene konsolidierten Informationen (z.B. im Bereich Energieeinsatz und Emissionen) einschränken bzw. verzerren könnten.
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und -kosten, beschränkt AGRANA ihre Berichterstattung auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z.B. tiefgefrorene Fruchtstücke).
Als Veredler landwirtschaftlicher Rohstoffe ist AGRANA auf die Verfügbarkeit dieser und damit auf die Funktionsfähigkeit lokaler Ökosysteme angewiesen. Aus diesem Grund stellt Biodiversität für AGRANA v. a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt dar. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte soweit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoffen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht.
Da AGRANA organische Ausgangsstoffe wie Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln und Früchte verarbeitet, deren Menge, Zucker- und Stärkegehalt bzw.Qualität aufgrund unterschiedlicher Einflussfaktoren in der Vegetationsund Ernteperiode jährlichen Schwankungen unterliegen, und damit bzw. darüber hinaus das pro Standort erzeugte Produktmengenportfolio sowie der damit verbundene Energieeinsatz variieren, ist die Darstellung von absoluten Gesamtenergieeinsätzen bzw.-emissionen nicht aussagekräftig.
AGRANA berichtet daher ausschließlich Energie- und Emissionsintensität pro Tonne erzeugtem Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) pro Geschäftssegment. Einsparungen aufgrund umgesetzter Energieeffizienzbzw. Emissionsreduktionsmaßnahmen werden als Gesamteinsparungen auf absoluter Basis und prozentueller Basis pro Tonne Produkt berichtet.
AGRANA beschränkt ihre Berichterstattung von Energieeinsatz und Emissionen auf den eigenen Produktionsbereich und jeweils auf Scope 1 und Scope 2, da die Datenverfügbarkeit zum Scope 3-Energieeinsatz sehr eingeschränkt ist bzw. Scope 3 teilweise auch im Vergleich zu den großen Energie- und Emissionseinträgen in den Carbon Footprint durch die AGRANA-Produktion vernachlässigbar ist (z.B. Geschäftsreisen).
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in ihren Produktionswerken. Kennzahlen zur Wassernutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, sind aufgrund eingeschränkter Datenverfügbarkeit und -verlässlichkeit nicht für alle eingesetzten Rohstoffe weltweit vorhanden und werden daher nicht berichtet.
Wasser, die global gesehen vielleicht bedeutendste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Die Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. AGRANA nutzt vielfach das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen.
So wird z.B. ein großer Teil des Wassers, das eine Zuckerfabrik benötigt, schon mit dem Rohstoff, der Rübe, in die Fabrik gebracht. Zuckerrüben bestehen zu rund 75% aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker getrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Schnitzeln verwendet als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben. Das eingesetzte Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Ähnliches gilt auch für die Fruchtsaftkonzentratproduktion aus Äpfeln, die rund 86% Wasser enthalten.
Für AGRANA sind die von ihr eingesetzten agrarischen Rohstoffe viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem konzernweiten "Prinzip der vollständigen Verwertung" trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v. a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits finden dadurch wichtige Mineralund Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.
In einigen Ländern sind die von AGRANA als Nebenprodukte vertriebenen (bzw. teilweise kostenfrei abgegebenen) Futter- und Düngemittel ausschließlich aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen als Abfall zu deklarieren. AGRANA berichtet diese Mengen ab der Berichtsperiode 2015|16 nicht mehr als Abfall, da sie weitere direkte stoffliche Verwendung in der Tierhaltung oder Landwirtschaft finden.
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Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015|16 (1. März 2015 bis 29. Februar 2016) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Im Geschäftsjahr 2015|16 gab es im Konzern sechs Konsolidierungskreisabgänge, davon vier aus Verschmelzungen, u. a.wurde die AGRANA J&F Holding GmbH, Wien, auf die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, verschmolzen. Erstmalig in den Konzern einbezogen wurden die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien (Vollkonsolidierung), und die AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k, Tirana|Albanien (Equity-Methode).
Insgesamt wurden 58 Unternehmen in der Vollkonsolidierung (Ende des Geschäftsjahres 2014|15: 63 Unternehmen) und zwölf Unternehmen (Ende des Geschäftsjahres 2014|15: elf Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| (verkürzt) | % / pp | |||
| Umsatzerlöse | t€ | 2.477.647 | 2.493.512 | –0,6% |
| EBITDA1 | t€ | 191.957 | 181.916 | 5,5% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 107.486 | 102.017 | 5,4% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 24.523 | 25.372 | –3,3% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –3.054 | –5.670 | 46,1% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 128.955 | 121.719 | 5,9% |
| EBIT-Marge | % | 5,2 | 4,9 | 0,3 pp |
| Finanzergebnis | t€ | –24.519 | –5.240 | –367,9% |
| Ertragsteuern | t€ | –23.508 | –31.901 | 26,3% |
| Konzernergebnis | t€ | 80.928 | 84.578 | –4,3% |
| Ergebnis je Aktie | € | 5,82 | 5,70 | 2,1% |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2015|16 mit 2.477,6 Mio. € beinahe auf Vorjahresniveau. Der rückläufige Umsatz im Segment Zucker (672,6 Mio. €; –8,0%) war auf das gesunkene Verkaufspreisniveau zurückzuführen. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke (721,6 Mio. €; +3,1%) und im Segment Frucht (1.083,4 Mio. €; +2,0%) lagen jeweils leicht über dem Vorjahr.
Etwas mehr als 50% des Konzernumsatzes wurde von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 129,0 Mio. € um 6,0% moderat über dem Ergebnis des Vorjahres. Während im Segment Stärke das EBIT (65,9 Mio. €; +21,8%) deutlich verbessert werden konnte, führten im Segment Zucker die niedrigeren Erlöse zu einem markant schwächeren, aber positiven Ergebnis (4,3 Mio. €; –52,2%). Im Segment Frucht blieb das EBIT (58,8 Mio. €; +0,3%) trotz einer deutlich schwächeren Ertragsentwicklung bei Fruchtsaftkonzentraten stabil. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2015|16 –24,5 Mio. € (Vorjahr: –5,2 Mio. €), wobei die deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr auf ein negatives Währungsergebnis (Vorjahr: Währungsgewinne) zurückzuführen war (Veränderung: –21,3 Mio. €), das v. a. durch die Abwertung der Währungen in den Ländern Argentinien, Brasilien, China, Mexiko und Russland verursacht wurde. Das Zinsergebnis verbesserte sich aufgrund des weiter gesunkenen Zinsniveaus sowie einer optimierten Nutzung der vorhandenen liquiden Mittel um 1,8 Mio. €.
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| Finanzergebnis | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Zinsergebnis | t€ | –8.376 | –10.181 | 17,7% |
| Währungsergebnis | t€ | –13.524 | 7.754 | –274,4% |
| Beteiligungsergebnis | t€ | 29 | 769 | –96,2% |
| Sonstiges Finanzergebnis | t€ | –2.648 | –3.582 | 26,1% |
| Summe | t€ | –24.519 | –5.240 | –367,9% |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging von 116,5 Mio. € im Vorjahr auf 104,4 Mio. € zurück. Nach einem Steueraufwand von 23,5 Mio. €, der einer Steuerquote von 22,5% (Vorjahr: 27,4%) entspricht, betrug das Konzernergebnis 80,9 Mio. € (Vorjahr: 84,6 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei 82,7 Mio. € (Vorjahr: 80,9 Mio. €), das Ergebnis je Aktie stieg auf 5,82 € (Vorjahr: 5,70 €).
Im Geschäftsjahr 2015|16 investierte AGRANA in Summe 116,0 Mio. €, das sind um 24,8 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen1 | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Segment Zucker | t€ | 46.102 | 34.476 | 33,7% |
| Segment Stärke | t€ | 28.151 | 13.743 | 104,8% |
| Segment Frucht | t€ | 41.730 | 42.990 | –2,9% |
| Konzern | t€ | 115.983 | 91.209 | 27,2% |
| Abschreibungen | t€ | 85.381 | 80.065 | 6,6% |
| Investitionsdeckung | % | 135,8 | 113,9 | 21,9 pp |
Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Zucker in den Bereichen Ausbeute, Nebenproduktverwertung und Energieeffizienz und im Segment Stärke im Ausbau der Veredelungstiefe. Die Installation eines weiteren IQF2-Tunnels in Mexiko war das größte Projekt im Segment Frucht. Das Investitionsvolumen des Konzerns lag in Summe um rund 36% über dem Abschreibungsniveau. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Segmente sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben.
2 Individually Quick Frozen (einzeln schockgefroren)
1 In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| Konzern-Geldflussrechnung (verkürzt) |
2015 16 | 2014 151 | Veränderung % |
|
|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | t€ | 225.914 | 208.066 | 8,6% |
| Veränderungen des Working Capital | t€ | –73.691 | 52.041 | –241,6% |
| Saldo erhaltene/bezahlte Zinsen | ||||
| und gezahlte Ertragsteuern | t€ | –50.310 | –32.964 | –52,6% |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | t€ | 101.913 | 227.143 | –55,1% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | –19.924 | –84.151 | 76,3% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | –163.613 | –81.145 | –101,6% |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | t€ | –81.624 | 61.847 | –232,0% |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | ||||
| auf den Finanzmittelbestand | t€ | –2.819 | –3.885 | 27,4% |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | t€ | 193.818 | 135.856 | 42,7% |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | t€ | 109.375 | 193.818 | –43,6% |
| Free Cashflow2 | t€ | 81.989 | 142.992 | –42,7% |
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr moderat und lag bei 225,9 Mio. €. Nach einem deutlichen Aufbau des Working Capital um 73,7 Mio. € (Vorjahr: Abbau um 52,0 Mio. €) und höheren gezahlten Ertragsteuern betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 101,9 Mio. € (Vorjahr: 227,1 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug nach höheren Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Einzahlungen aus Finanzanlagen –19,9 Mio. € (Vorjahr: –84,2 Mio. €). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –163,6 Mio. € (Vorjahr: –81,1 Mio. €) spiegelt sich neben der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014|15 die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG wider. Der Free Cashflow ging gegenüber dem Vorjahr um rund 43% zurück.
| Konzern-Bilanz (verkürzt) | 29.02.2016 | 28.02.2015 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.027.647 | 1.136.643 | –9,6% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | t€ | 1.213.887 | 1.270.244 | –4,4% |
| Zur Veräußerung gehaltene | ||||
| langfristige Vermögenswerte | t€ | 1.631 | 0 | – |
| Summe Aktiva | t€ | 2.243.165 | 2.406.887 | –6,8% |
| Eigenkapital | t€ | 1.200.124 | 1.194.420 | 0,5% |
| Langfristige Schulden | t€ | 378.678 | 418.064 | –9,4% |
| Kurzfristige Schulden | t€ | 664.363 | 794.403 | –16,4% |
| Summe Passiva | t€ | 2.243.165 | 2.406.887 | –6,8% |
| Nettofinanzschulden | t€ | 405.806 | 330.283 | 22,9% |
| Gearing3 | % | 33,8 | 27,7 | 6,1 pp |
| Eigenkapitalquote | % | 53,5 | 49,6 | 3,9 pp |
Die Bilanzsumme zum 29. Februar 2016 lag mit 2.243,2 Mio. € um 163,7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Vor allem die Rückführung des Partizipationskapitals an die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGnmbH (85 Mio. €) als Teil der langfristigen Wertpapiere führte trotz über Abschreibungsniveau liegender Investitionen bei den Sachanlagen zu einer Reduktion der langfristigen Vermögenswerte um 109,0 Mio. €. Während die Vorräte mengen- und preisbedingt deutlich anstiegen (+28,9 Mio. €), sanken die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente markant (–84,4 Mio. €), was in Summe auch zu niedrigeren kurzfristigen Vermögenswerten führte.
1 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Nähere Angaben befinden sich im Konzernanhang auf Seite 72.
2 Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit
3 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
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Die AGRANA-Eigenkapitalquote verbesserte sich mit 53,5% gegenüber dem Vorjahr (49,6%) um knapp vier Prozentpunkte. Auf der Passivseite gingen die langfristigen Schulden v. a. durch die Reduktion von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (–33,6 Mio. €) moderat zurück. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich aufgrund deutlich niedrigerer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (–61,5 Mio. €) und gesunkener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (–36,1 Mio. €) markant.
Die Nettofinanzschulden zum 29. Februar 2016 lagen mit 405,8 Mio. € um 75,5 Mio. € erwartungsgemäß deutlich über dem Wert des Bilanzstichtages zum Jahresende 2014|15. Das Gearing zum Stichtag war folglich mit 33,8% höher als zum 28. Februar 2015 (27,7%).
Im Geschäftsjahr 2014|15 wurde eine Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur vorgenommen, sodass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Kapitalmarkttransaktionen notwendig waren. Die aus dem Abgang des Partizipationskapitals freigesetzten finanziellen Mittel wurden zur Rückführung eines Darlehens der Südzucker AG genutzt, wodurch sich im Jahresvergleich die Bruttofinanzschulden von 629,0 Mio. € (28. Februar 2015) auf 533,8 Mio. € (29. Februar 2016) reduzierten.
Im Geschäftsjahr 2015|16 gingen die Umsatzerlöse im Segment Zucker um 8,0% auf 672,6 Mio. € zurück. Während die Zuckerverkaufspreise v. a. in den Geschäftsbereichen weiterverarbeitende Industrie und Lebensmittelhandel gegenüber der Vergleichsperiode deutlich niedriger waren, konnten die Absatzmengen von Quotenzucker, insbesondere an die Nahrungsmittelindustrie, gesteigert werden. Die Verkäufe von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie lagen nahezu auf dem Vorjahresniveau, die Exporte in Drittländer fielen deutlich geringer aus. Die Umsätze bei Nebenprodukten waren preisbedingt leicht rückläufig. Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 27,2% (Vorjahr: 29,3%).
Auch das EBIT lag mit 4,3 Mio. € erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert (9,0 Mio. €). Wesentlicher negativer Einflussfaktor waren die gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallenen Zuckerverkaufspreise. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres wurden noch höhere Preise aus der Kampagne 2013|14 erlöst. Die Erholung des EBITs in den letzten sechs Monaten ist v. a. auf die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Rohzuckerkosten und den zusätzlichen Deckungsbeitrag der gestiegenen Absatzmenge zurückzuführen.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 16f ) angeführt.
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2015|16 lag mit 721,6 Mio. € um 3,1% leicht über dem Vorjahreswert. Umsatzzuwächse konnten u. a. im Geschäftsbereich Bioethanol aufgrund gestiegener Verkaufspreise sowie bei Stärke-Nassderivaten aufgrund höherer Absatzmengen erzielt werden. Erlösrückgänge bei den Verzuckerungsprodukten spiegeln das anhaltend niedrige Preisniveau des europäischen Zuckermarktes wider. Die Nebenproduktumsätze lagen rohstoffpreisbedingt leicht unter dem Vorjahreswert. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 29,1% (Vorjahr: 28,1%).
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Das EBIT in Höhe von 65,9 Mio. € übertraf den Vorjahreswert um 21,8% deutlich. Neben einem preisbedingten Margengewinn (v. a. bei Ethanol) und höheren Absatzmengen konnte diese Steigerung durch gesunkene Rohstoff- und Energiepreise erreicht werden. Die Profitabilität (EBIT-Marge) stieg von 7,7% auf 9,1%. Der Ergebnisrückgang des nach der Equity-Methode einbezogenen Tochterunternehmens HUNGRANA spiegelt die gesunkenen Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte wider.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 24f ) angeführt.
Der Umsatz im Segment Frucht stieg im Geschäftsjahr 2015|16 um 2,0% auf 1.083,4 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen lag der Absatz leicht über dem Vorjahresniveau, und auch gestiegene Verkaufspreise, verstärkt durch vorteilhafte Fremdwährungseffekte (v. a. USD, CNY, KRW und EGP), führten zu einem Umsatzanstieg um rund 8%. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate hingegen ging der Umsatz v. a. aufgrund stark gesunkener Verkaufspreise für Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2014 um rund 18% zurück. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 43,7% (Vorjahr: 42,6%).
Das Segment-EBIT betrug 58,8 Mio. € und lag damit auf Vorjahresniveau. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen eine deutliche EBIT-Verbesserung auswies, wirkten sich die niedrigeren Apfelpreise der Kampagne 2014 und die damit verbundenen deutlich gesunkenen Konzentratpreise negativ auf die Margen im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aus. Bei Fruchtzubereitungen gab es v. a. in den Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika, Asien/Australien und Naher Osten/Nordafrika einen deutlich positiven Geschäftsverlauf, und auch gegenüber dem Euro stärker gewordene Währungen (v. a. USD, KRW und CNY) unterstützten den EBIT-Anstieg. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von –3,1 Mio. € ist primär auf das Restrukturierungsprojekt der Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad|Belgien, zurückzuführen, wobei der Großteil der damit zusammenhängenden Einmalkosten bereits im Konzernjahresabschluss 2014|15 bilanziert war.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 30f ) angeführt.
Nach dem Bilanzstichtag am 29. Februar 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B und B2C
Zucker und Zuckerspezialprodukte, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Rübe und Rohzucker (aus Rohrzucker)
Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Bosnien-Herzegowina (Region Westbalkan), Bulgarien
Weiterverarbeitende Industrien (v. a. Süßwaren-, Getränkeund Fermentationsindustrie), Lebensmittelhandel (für Endverbraucher)
Hoher Qualitätsstandard der Produkte; auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2014|15 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Segment Zucker | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 739.912 | 812.265 | –8,9% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –67.268 | –81.127 | 17,1% |
| Umsatzerlöse | t€ | 672.644 | 731.138 | –8,0% |
| EBITDA1 | t€ | 25.397 | 29.355 | –13,5% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 2.764 | 9.699 | –71,5% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 1.542 | –1.721 | 189,6% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 0 | 1.002 | –100,0% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 4.306 | 8.980 | –52,0% |
| EBIT-Marge | % | 0,6 | 1,2 | –0,6 pp |
| Investitionen2 | t€ | 46.102 | 34.476 | 33,7% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 2.185 | 2.297 | –4,9% |
Der Gesamtabsatz der Zuckerprodukte ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wobei sich die jeweiligen Märkte unterschiedlich entwickelten. Während der Absatz des Retail-Quotenzuckers leicht gesunken ist, verzeichnete der an die Getränke- und Lebensmittelindustrie verkaufte Quotenzucker, v. a. in Ungarn und Rumänien, einen deutlichen Zuwachs. Der Absatz von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie blieb auf dem Vorjahresniveau, dagegen sank der Absatz außerhalb der EU um rund 38%.
Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch deutlich niedrigere Preise negativ beeinflusst. Vor allem die Quotenzuckerpreise im Bereich weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie gingen deutlich zurück, aber auch die Verkaufspreise an den Lebensmittelhandel waren rückläufig. Der Preisverfall war in allen Ländern spürbar und sinkende Rohstoffkosten, v. a. für Rohzucker, konnten diesen im Ergebnis nicht kompensieren.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, verbesserte sich aufgrund der niedrigen Weltmarktpreise für Roh- und Weißzucker und der guten Auslastung der Raffinerie in Bosnien-Herzegowina und wirkte sich positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker aus.
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Das im Geschäftsjahr 2014|15 erzielte Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von +1,0 Mio. € resultierte aus Rückerstattungen zu viel abgeführter EU-Produktionsabgaben.
Das Analyseunternehmen F.O. Licht rechnet in der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 5. Februar 2016 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2015|16 (1. Oktober 2015 bis 30. September 2016) erstmals seit sechs Jahren wieder mit einem Defizit. Während die Nachfrage weiter steigt, wird die weltweite Zuckerproduktion zurückgehen. Trotz der Erwartung eines Anstieges der brasilianischen Zuckerproduktion wegen des in lokaler Währung attraktiven Weltmarktpreises geht die Weltzuckererzeugung insbesondere aufgrund der geringeren Ernten in der EU, aber auch in Indien zurück. Daher wird erwartet, dass zum Ende des ZWJ 2015|16 die weltweiten Lagerbestände erstmalig nach sechs Jahren sinken, und das mit –6,4 Mio. Tonnen deutlich.
| Weltzuckerbilanz1 Mio. Tonnen |
2015 16 | 2014 15 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| Anfangsbestand | 78,4 | 77,5 | 72,8 |
| Erzeugung | 176,9 | 181,7 | 181,3 |
| Verbrauch | –181,7 | –178,9 | –176,0 |
| Mengen | |||
| berichtigungen | –1,6 | –1,9 | –0,6 |
| Endbestand | 72,0 | 78,4 | 77,5 |
| in % des Verbrauches | 39,6 | 43,8 | 44,0 |
Auch im Geschäftsjahr 2015|16 war die Weltmarktpreisentwicklung sehr volatil. Zu Beginn des Geschäftsjahres stiegen die Notierungen für Weiß- und Rohzucker zunächst kurzzeitig an, fielen dann aber aufgrund der drastischen Abwertung des brasilianischen Real – der Währung des weltgrößten Zuckerproduzenten und -exporteurs – gegenüber dem US-Dollar auf das niedrigste Niveau seit sieben Jahren. Im weiteren Verlauf des Jahres gewann die Erwartung des Weltmarktdefizits in 2015|16 an Bedeutung, sodass seit Ende September eine deutliche Erholung der Zuckerpreise einsetzte. Nach einem kurzfristigen Preisrückgang Anfang des Kalenderjahres 2016 notierte am Ende des Berichtszeitsraumes (29. Februar 2016) Weißzucker bei rund 407 \$ (374 €) pro Tonne und Rohzucker bei rund 321 \$ (295 €) pro Tonne.
Im laufenden ZWJ 2015|16 wurde nach der Rekordernte des Vorjahres aufgrund der eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten von Nicht-Quotenzucker die Anbaufläche in der EU erheblich reduziert. Gleichzeitig lagen die Erträge der Kampagne 2015 unter dem Rekordniveau des Vorjahres, in weiten Teilen Europas sogar unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Daher wird mit einem deutlichen Rückgang der Zuckerproduktion in der EU auf 15,6 Mio. Tonnen (ZWJ 2014|15: 20,3 Mio. Tonnen) gerechnet, was zu einem Rückgang der Bestände an Nicht-Quotenzucker führt. Für einen Anstieg der Präferenzimporte wäre ein Preisniveau in der EU notwendig, welches die Vermarktung der Importe mindestens kostendeckend ermöglichen würde. Zum Ende des ZWJ 2015|16 wird nochmals ein Rückgang der Quotenzuckerbestände erwartet.
\$ pro Tonne
Rohzucker (New York #11)
1 Quelle: F.O. Licht, Zweite Schätzung der Weltzuckerbilanz 2015|16 vom 5. Februar 2016
Im abgelaufenen ZWJ 2014|15 wurde bei europaweiten Rekorderträgen die EU-Zuckerquote erfüllt und eine sehr hohe Nicht-Quotenzuckermenge erzeugt. Aufgrund der eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten von Nicht-Quotenzucker wurden hohe Mengen auf das ZWJ 2015|16 übertragen. Infolge drastisch gesunkener Zuckerpreise in der EU blieben die Präferenzimporte im zurückliegenden ZWJ unter dem Vorjahr. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Quotenzuckerendbestände zum Ende des ZWJ 2014|15.
Im Oktober 2015 gab die Europäische Kommission (EK) die erste Tranche an Exportkontingenten für europäischen Nicht-Quotenzucker in Höhe von 650.000 Tonnen frei. Ende Jänner 2016 hat die EK auch die zweite Tranche an Exportlizenzen (700.000 Tonnen) freigegeben. Die Summe entspricht dem Exportlimit der World Trade Organisation (WTO) von 1,35 Mio. Tonnen.
Der Zuckerabsatz in den Bereichen Industrie und Retail zeigte im AGRANA-Gebiet insgesamt eine positive Entwicklung. So konnte durch die Erweiterung der Kundenstruktur sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Key Accounts der Absatz um rund 10% im Bereich Industrie gesteigert werden. Im Segment Handel ist aufgrund der steigenden Kaufkraft in den osteuropäischen Ländern neben einem allgemeinen Konsumanstieg auch eine stärkere Nachfrage nach Spezialitäten zu beobachten. Um die starke Marktposition auch zukünftig zu halten und gegebenenfalls weiter auszubauen, verfolgt AGRANA hier das Ziel, die bisherige Markenpolitik sowie den Spezialitätenverkauf zu intensivieren und die lokalen Marken zu stärken. Insbesondere in den osteuropäischen Ländern ist langfristig von einer steigenden Nachfrage nach Zuckerspezialitäten auszugehen. Die Nachfrage nach Bio-Produkten im Segment Zucker war stabil.
Nach dem Auslaufen der Zucker- und Isoglukosequoten und der Regelungen betreffend Rübenmindestpreis zum 30. September 2017 sieht die neue Marktordnung für den Binnenmarkt neben einer unveränderten Referenzpreisschwelle für Weißzucker von 404 € pro Tonne die Möglichkeit einer staatlich finanzierten privaten Lagerhaltung und eine fortgesetzte Vertragspflicht zwischen Rübenanbauern und Zuckerindustrie vor. Die Konsequenz der Marktliberalisierung ist, dass die Mengen- und Preisvolatilitäten des Weltmarktes stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt durchschlagen werden.
Der Außenschutz des EU-Zuckermarktes gegenüber Drittländern ist von der Änderung der Marktordnung nicht betroffen. AGRANA erwartet darüber hinaus, dass die Zuckerexporte nach Wegfall der Quoten zukünftig keiner Mengenbegrenzung mehr unterliegen, weil dann Quoten und Mindestrübenpreis als (ordnungspolitische) Grundlage für das WTO-Exportlimit entfallen.
2013 wurden zwischen der EU und den USA Gespräche über das TTIP1-Freihandelsabkommen aufgenommen. Ziel des TTIP ist eine weitgehende Marktliberalisierung.
Nur rund 10% der Handelsgüter werden derzeit als "sensible Produkte" definiert und sollen entweder spezielle Ausnahmeregelungen erhalten oder komplett ausgenommen werden. Zucker und zuckerhaltige Produkte sollen in den finalen Runden der TTIP-Verhandlungen behandelt werden.
Der Frage der Ursprungsregeln kommt im TTIP im Bereich Zucker besondere Bedeutung zu, da die USA im Kontext der NAFTA2 zoll- und quotenfreien Zuckerimporten aus Mexiko ausgesetzt sind.
2 North American Free Trade Agreement (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen)
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102,5 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
292,0 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
Durch 1 AGRANA-Arbeitsplatz 4 weitere in anderen Unternehmen
2015|16 Einführung des SAI-FSA im Rübenvertragsanbau in 5 Ländern
Direkter Energieeinsatz von 2,80 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 2,17 m³ pro Tonne Produkt
www.agrana.com/ nachhaltigkeit/ wertschoepfungskette/ zucker
Die Zuckerrübenerntefläche der rund 7.700 AGRANA-Kontraktbauern betrug im ZWJ 2015|16 rund 95.000 Hektar (Vorjahr: 98.000 Hektar), wobei rund 850 Hektar (Vorjahr: 600 Hektar) für den biologischen Anbau verwendet wurden. Ein extrem trockener und heißer Sommer führte 2015 zu einem insgesamt negativen Vegetationsverlauf der Zuckerrübenbestände. Die Flächenrücknahmen und die unterdurchschnittlichen Rübenerträge resultierten in einer stark reduzierten Rübenerntemenge. Insgesamt wurden in der AGRANA-Gruppe rund 5,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 7,7 Mio. Tonnen) Rüben verarbeitet. Aufgrund der Witterung während der Vegetationsphase und des Herbstes bzw. auch aufgrund der vergleichsweise kurzen Lagerdauer der Rüben ist der Zuckergehalt der Ernte 2015 mit 16,8% (Vorjahr: 15,2%) als im Mittel überdurchschnittlich einzustufen.
Die sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken verarbeiteten während der Kampagne täglich rund 49.800 Tonnen (Vorjahr: 48.400 Tonnen) Rüben. In durchschnittlich 115 Tagen (Vorjahr: 164 Tage) pro Werk wurden daraus rund 812.000 Tonnen (Vorjahr: 999.000 Tonnen) Zucker erzeugt. Die Zuckerproduktion lag damit deutlich über der AGRANA-EU-Rübenzuckerquote von 618.000 Tonnen. Die die Quote übersteigenden Mengen wurden als Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie vermarktet oder außerhalb Europas verkauft. Im Geschäftsjahr 2015|16 raffinierte AGRANA rund 368.300 Tonnen (Vorjahr: 277.500 Tonnen) Weißwert aus Rohzucker.
Um auch für das Vorprodukt Rohzucker eine nachhaltige vorgelagerte Lieferkette sicherstellen zu können, hält AGRANA seit 2014 eine für alle Raffinationsstandorte gültige "Chain of Custody"-Zertifizierung nach dem international anerkannten Bonsucro-Standard. Dieses Zertifikat erlaubt AGRANA-Kunden, das Bonsucro-Logo auf ihren Produkten zu führen. Daneben hat AGRANA im Geschäftsjahr 2015|16 erstmals aus Brasilien stammenden biozertifizierten Rohzucker sowie Fairtrade-zertifizierten Rohzucker aus Fidschi zur Raffination eingekauft. Weiters produzierte das Unternehmen in der vergangenen Bio-Rübenkampagne rund 4.600 Tonnen (Vorjahr: rund 4.200 Tonnen) Bio-Rübenzucker.
Das Segment Zucker hat im Geschäftsjahr 2015|16 in Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, das Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) für ihre Zuckerrübenanbauer eingeführt.
Neben dem Vergleich der Cross Compliance-Vorgaben2 der EU und der gesetzlichen Vorgaben der Anbauländer, in denen AGRANA Zuckerrüben bezieht, mit den Anforderungen von SAI wurde im Berichtsjahr 2015|16 auch mit der großflächigen Erhebung des tatsächlichen Nachhaltigkeitsstatus der Lieferbetriebe anhand des FSA-Fragebogens begonnen.
Im Frühjahr 2015 wurde der FSA-Fragebogen, eine betriebliche Selbsteinschätzung, im AGRANA-eigenen webbasierten Rohstoffinformationssystem (RIS) für Vertragslieferanten von Zuckerrüben in Österreich, Tschechien und der Slowakei abgebildet. Die Länder Rumänien und Ungarn wurden im ersten Schritt noch mittels eines Papierformulares in die Selbsteinschätzung einbezogen, für das Anbaujahr 2016 ist auch hier die Abwicklung über das
Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck 2 Siehe AGRANA Geschäftsbericht 2015|16, Kapitel "Glossar"
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014|15 berechnet.
RIS-Onlinetool vorgesehen. Insgesamt gelangten in den fünf AGRANA-Anbauländern von Mai bis Dezember 2015 rund 630 freiwillig von Zuckerrübenlieferanten beantwortete Fragebögen zur Auswertung. Die Antwortraten lagen je nach Land zwischen 7% und 34%.
Während die gesetzlichen Anbaubedingungen und Vertragsanbaubedingungen im Rübenanbau in den Ländern Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn dem SAI-Bronze-Status entsprechen, zeigte die betriebsindividuelle freiwillige Selbstauskunft ein noch erfreulicheres Nachhaltigkeitsbild: In Österreich und Ungarn konnten jeweils mindestens 50% der Betriebe Gold-Status, die restlichen Betriebe Silber-Status erreichen. In Tschechien erzielten sogar rund zwei Drittel der Lieferanten Gold-Status und ein Drittel Silber-Status, in Rumänien und der Slowakei war das Verhältnis umgekehrt. Das heißt, dass die Teilnehmer zusätzlich zu den EU- und im jeweiligen Land gültigen gesetzlichen Regelungen noch weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Betriebe umsetzen.
Für die österreichischen Landwirte wurde bereits ein interner Verifizierungsprozess auf Basis betriebsspezifisch gruppierter Zufallsstichproben dieser Selbstauskünfte erarbeitet und Anfang 2016 mit der Durchführung begonnen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Fragen korrekt verstanden wurden, und die Lieferanten erhalten die Möglichkeit, Feedback zu Inhalt und Ablauf der Selbstbeurteilung zu geben. Diese Erkenntnisse fließen dann in die Weiterentwicklung des SAI-Systems, aber auch in die kontinuierliche Verbesserung der einzelnen Betriebe ein. Für das Anbaujahr 2016 wird die weitere freiwillige Teilnahme von Vertragsanbauern angestrebt.
Auch im Geschäftsjahr 2015|16 investierte AGRANA wieder intensiv in Bewusstseinsbildung zu GLP, z.B. im Rahmen des Programms "Mont Blanc", ihrer jährlichen Veranstaltung BETAEXPO für Vertragslandwirte und der Kulturberatung.
Das seit dem Geschäftsjahr 2012|13 geführte Effizienzsteigerungsprogramm "Mont Blanc", mit dem Ziel der Erhöhung des Zuckerertrages pro Hektar um bis zu 20% bis 2017, unterstützt Nachhaltigkeitsbestrebungen durch ressourcenschonenden Betriebsmitteleinsatz zum Vorteil von Landwirt, Umwelt und Gesellschaft. Thematischer Programmschwerpunkt im Jahr 2015, dem Internationalen Jahr des Bodens, war die Bodenfruchtbarkeit. Bei
den 62 Demonstrationsbetrieben im gesamten Anbaugebiet konnten sich Landwirte u. a. Anregungen zu Bodenbearbeitungssystemen holen. Eine gezielte Auswahl an Schaufeldern und Feldbegehungen während der Vegetationsperiode sowie eine Vielzahl von Feldversuchen, deren Ergebnisse systematisch zusammengefasst allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden, sollten den Blick für Verbesserungsmöglichkeiten schärfen.
Unter dem Motto "Nachhaltiges L/liefern in Zukunft" stand die BETAEXPO im Juni 2015 zum 15. Mal ganz im Dienst der Vermittlung von GLP v. a. an AGRANA-Vertragslandwirte. Auf den rund 700 Schauparzellen am zwölf Hektar großen BETAEXPO-Gelände neben der Zuckerfabrik Tulln|Österreich wurden den rund 3.500 Besuchern Praxisbeispiele im Pflanzenbau für die AGRANA-Vertragskulturen sowie etwa die im Rahmen der RKI-Nachhaltigkeits-Challenge 2014 ausgezeichnete AGRANA-Zwischenfruchtmischung gezeigt.
Im Rahmen der BETAEXPO zeichnete AGRANA erstmals besonders nachhaltig wirtschaftende Vertragsanbauer u. a. aus den Bereichen Zuckerrübe und Bio-Zuckerrübe mit dem "AGRANA Sustainability Award" aus, um damit bei allen Lieferanten das Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltiger Wirtschaftsweise entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verstärken (siehe auch Kapitel Nachhaltigkeit, Seite 38).
AGRANA setzt mit ihrem Kulturberaternetzwerk seit vielen Jahren auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Vertragslieferanten. Im Rahmen des angebotenen Beratungsprogramms standen interessierten Landwirten im Geschäftsjahr 2015|16 wieder Seminare zum Thema "Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung" zur Verfügung, welche auch für ÖPUL1 angerechnet werden und bis auf den letzten Platz ausgebucht waren.
Im Geschäftsjahr 2015|16 wurden bereits 3.000 Hektar mit der Zwischenfruchtmischung der Österreichischen Rübensamenzucht GmbH, eines nicht gewinnorientierten Tochterunternehmens der AGRANA Zucker GmbH, das den Vertragsanbauern gentechnikfreies Saatgut zur Verfügung stellt, begrünt. Sie lockert den Boden, mobilisiert Nährstoffe, aktiviert das Bodenleben und erhöht die Biodiversität am Feld. Zusätzlich bieten die blühenden Felder eine ideale Wildtieräsung und Bienenweide und tragen zur Attraktivität des Landschaftsbildes bei.
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Um die Bemühungen zu verantwortungsbewusstem Wirtschaften in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette auch für Kunden transparenter zu machen, hat AGRANA diese im Geschäftsjahr 2015|16 erstmals mit einem optisch unverwechselbaren Symbol auf den Verpackungen der "Wiener Zucker"-Produkte an Kunden und Konsumenten kommuniziert. Mit dem Slogan "Süße Grüße" in Form einer Briefmarke wird die nachhaltige Wirtschaftsweise der österreichischen Rübenbauern verdeutlicht. Informative Botschaften von Landwirten sollen Nachhaltigkeit für AGRANA-Kunden und Konsumenten erlebbar machen. Im Anbaujahr 2015 wurden auf zahlreichen Feldern in Rübenanbaugebieten Schautafeln mit "Süßen Grüßen" platziert.
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Zuckerprodukten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von 5% bis 10% auf den Carbon Footprint des Segmentes Zucker hat, versucht AGRANA trotzdem, auch Transporte so weit wie infrastrukturell und wirtschaftlich möglich nachhaltig zu gestalten. Über alle Produktionsländer betrachtet, wurden in der Verarbeitungssaison 2015|16 rund 37% der Rüben per Bahn an die Zuckerfabriken geliefert, wobei der Anteil der Bahntransporte in Österreich mit rund 40% am höchsten lag.
Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Zucker sank im Berichtsjahr 2015|16 gegenüber dem Vorjahr um rund 4,1%. Dies lag v. a. am im Vergleich zum Vorjahr generell günstigeren Kampagnenverlauf, d.h. einem höheren Zuckergehalt der Rüben, höherer Saftreinheit und einer kürzeren Kampagnendauer. In der ungarischen Zuckerfabrik in Kaposvár konnte im Rahmen der Kampagne 2015|16 rund 56,5% des Primärenergiebedarfes durch am Standort erzeugtes Biogas gedeckt werden. Daneben wurde ein Teil des in der Fabrik erzeugten Biogases über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu 750.000 m³ Biomethan zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz verarbeitet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 300 Einfamilienhäusern.
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz pro Tonne Produkt stieg aufgrund geringerer Eigenenergieversorgung nicht nur in Kaposvár|Ungarn, sondern auch in einigen anderen Werken um rund 12,4% gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt sanken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt aufgrund des veränderten Energiemixes in der Berichtsperiode um rund 2,1% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 22).
Nach der Einführung eines nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems an den österreichischen Produktionsstandorten der AGRANA Zucker GmbH im Jahr 2014 wurden im Geschäftsjahr 2015|16 die beiden Standorte in Tschechien zertifiziert. Bis zur Jahresmitte 2016 wird die Zertifizierung der verbliebenen Standorte in Rumänien, Ungarn und der Slowakei abgeschlossen.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
2 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird teilweise mit der Zuckerrübe in die Fabrik gebracht. Die Rübe besteht zu rund 75% aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker getrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln verwendet als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Zucker m³ pro Tonne Haupt und Nebenprodukte |
2015 16 | 2014 15 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| Wassereinsatz | 1,98 | 2,10 | 2,28 |
| Abgabe | 3,12 | 3,13 | 2,82 |
Die Verringerung des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) von rund 5,6% ist v. a. auf die bewusstere Wassernutzung an den Standorten Kaposvár|Ungarn und Leopoldsdorf|Österreich zurückzuführen. Die durchschnittliche spezifische Wasserabgabe blieb hingegen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgegeben.
Die Abfallmenge sank – absolut gesehen – um rund 1,8% gegenüber dem Vorjahr, aufgrund des im Berichtsjahr geringeren Produktausstoßes stieg die durchschnittliche spezifische Abfallmenge pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Zucker allerdings von 64 auf 75 Kilogramm.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Zucker Tonnen |
2015 16 | 2014 151 | 2013 141 |
|---|---|---|---|
| Entsorgte Abfälle | 163.068 | 166.014 | 138.031 |
| davon gefährliche Abfälle | 170 | 258 | 116 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 7,5% | 6,4% | 6,0% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,008% | 0,010% | 0,005% |
| Entsorgte Abfälle | |||
| nach Entsorgungsart | |||
| Kompostierung | 962 | 506 | 902 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 442 | 746 | 792 |
| Wiederverwendung | 91.460 | 89.485 | 69.326 |
| Recycling | 19.781 | 2.973 | 7.942 |
| Deponierung | 50.418 | 72.303 | 59.002 |
| Andere | 5 | 1 | 66 |
Durchschnittliche spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) durch die Veredelung in Zuckerfabriken2
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Die Werte für 2013|14 und 2014|15 wurden gemäß der seit 2015|16 geltenden Definition von Abfall überarbeitet (siehe Inhaltliche Berichtsgrenzen, Seite 7f ).
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
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(Bio-)Diversität am ehemaligen Produktionsstandort
Wenngleich Biodiversität v. a. in AGRANAs vorgelagerter Lieferkette, in der Landwirtschaft, einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt darstellt, bemüht sich AGRANA auch an ihren eigenen Produktionsstandorten um den Schutz lokaler Ökosysteme und den Erhalt der Biodiversität.
So hat AGRANA die Absetzbecken auf dem Werksgelände ihrer 2006 stillgelegten Zuckerfabrik in Hohenau an der March|Österreich, in einem von der RAMSAR Convention on Wetlands1 definierten Gebiet mit hohem Biodiversitätswert, in Zusammenarbeit mit dem Verein AURING als Rastplätze für Wasservögel, v. a. aber für Watvögel, umgewidmet.
Im Herbst 2015 entschloss sich AGRANA zu einer weiteren gesellschaftlich wertvollen Nutzung des Areals in Hohenau an der March. Angesichts des anhaltend starken Zustroms von Asylsuchenden aus dem Mittleren Osten stellte AGRANA nach einer Adaptierung das Verwaltungsgebäude und Teile des AGRANA-Areals im Einvernehmen mit der Gemeinde für die Unterbringung von insgesamt 50 Asylwerbern, v. a. Familien aus Afghanistan, dem Irak und Syrien, zur Verfügung (siehe auch Kapitel Nachhaltigkeit, Seite 41).
Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2015|16 46,1 Mio. € (Vorjahr: 34,5 Mio. €) für Neu- und Ersatzinvestitionen aus:
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Unterscheidung in Food-, Non-Foodund Feed-Bereich; native und modifizierte Stärken, Verzuckerungsprodukte, Alkohole/ Bioethanol, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel)
Verarbeitete Rohstoffe
Zentral- und Osteuropa, schwerpunktmäßig Österreich und Deutschland, auch Spezialmärkte wie z.B. USA und VAE
Food: Nahrungsmittelindustrie; Non-Food: Papier-, Textil- und Bauchemische Industrie, Pharmazeutische und Kosmetikindustrie, Mineralölindustrie; Feed: Futtermittelindustrie
Gentechnikfrei und starker Bio-Fokus
Das Segment Stärke umfasst mit der AGRANA Stärke GmbH die drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage). Zudem führt und koordiniert die Gesellschaft die internationalen Beteiligungen in den Bereichen Stärke und Bioethanol in Ungarn und Rumänien. Die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol inklusive Nebenprodukte) werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2014|15 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| Segment Stärke | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 728.730 | 708.233 | 2,9% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –7.164 | –8.102 | 11,6% |
| Umsatzerlöse | t€ | 721.566 | 700.131 | 3,1% |
| EBITDA1 | t€ | 64.884 | 49.005 | 32,4% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 42.846 | 27.038 | 58,5% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts | ||||
| unternehmen, die nach der | ||||
| Equity-Methode bilanziert werden | t€ | 22.981 | 27.093 | –15,2% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 65.827 | 54.131 | 21,6% |
| EBIT-Marge | % | 9,1 | 7,7 | 1,4 pp |
| Investitionen2 | t€ | 28.151 | 13.743 | 104,8% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 870 | 848 | 2,6% |
Im Segment Stärke stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2015|16 um 3,1%. Hauptgrund dafür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Ethanolpreise und daraus resultierend Umsatzzuwächse. Daneben wurden in der Produktgruppe der Stärken die Produktionskapazitäten vermehrt für margenstärkere modifizierte Produkte genutzt. Die Verfolgung der Spezialitätenstrategie brachte im Berichtsjahr auch deutliche Umsatzsteigerungen bei Säuglingsmilchnahrung und Bio-Produkten, sowohl durch Mengensteigerungen als auch aufgrund gefestiger Verkaufspreise. Das anhaltend niedrige Zuckerpreisniveau in Europa drückte auch auf die Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte, die Umsätze in dieser Produktkategorie konnten trotz Mehrmengen nicht das Vorjahresniveau erreichen. Die Nebenprodukterlöse lagen infolge des niedrigen Getreide- und Sojapreisniveaus leicht unter dem Vorjahreswert.
Die Rohstoffpreisentwicklung war auch heuer wieder volatil und insbesondere von der Wettersituation beeinflusst. Anhaltende Trockenheit im Sommer führte zwar lokal zu deutlichen Ernteausfällen bei Herbstfrüchten wie Mais und Kartoffeln und damit zu zwischenzeitlich höheren Preisen. Insgesamt konnten bei den Rohstoffkosten jedoch Einsparungen gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Auch die Energiekosten sanken im Berichtsjahr v. a. preisbedingt. Letztlich führten neben der verbesserten Kostensituation hauptsächlich die bereits erwähnten höheren Verkaufspreise (für Bioethanol) und größere Absatzmengen zu einer verbesserten Profitabilität des Segmentes Stärke.
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In den österreichischen Werken wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen eines Projektes die gesamte Wertschöpfungskette optimiert. Durch Verbesserung der Produktionsprozesse und Organisationsänderungen mit dem Ziel einer Stärkung der Kundenorientierung gelang eine weitere Effizienzsteigerung.
Im Geschäftsjahr 2015|16 stieg der Umsatz der ungarischen, nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe geringfügig. Höheren Umsätzen bei Bioethanol standen gesunkene Verzuckerungsproduktverkaufserlöse gegenüber. Trotz geringerer Rohstoff- und Energiepreise lag das Ergebnis der Equity-Beteiligung aufgrund gesunkener Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte unter dem Vorjahr.
Die bestimmenden Marktumfeldfaktoren für das Segment Stärke im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Getreidepreise, die trotz regional starker Dürreereignisse eine stabile bzw.sogar fallende Tendenz aufwiesen, der Marktdruck bei Zucker sowie das hohe Ethanolpreisniveau auf den europäischen Märkten.
Die strategische Weiterentwicklung des Produkt- und Marktportfolios von AGRANA Stärke in Richtung Spezialisierung findet in der Ausweitung von umsatz- und margenstärkeren Stärkederivaten ihren deutlichen Niederschlag. Auch Bio-Stärken und der Bereich Säuglingsmilchnahrung trugen zur positiven Geschäftsentwicklung des Segmentes bei. Die Absatzsituation bei Stärken für technische Anwendungen (v. a. für Papier und Wellpappe) ist auf hohem Niveau stabil. Die Marktposition von AGRANA am europäischen Stärkemarkt konnte durch die Ergänzung des Portfolios um Weizenstärke merkbar ausgeweitet werden.
Obwohl das Angebot bei Getreide und Ölfrüchten durch die Dürre des Sommers 2015 regional wesentlich beeinflusst wurde, sorgten die international hohen Ernten bei Getreide, Eiweiß- und Ölfrüchten für einen Marktdruck auf die Nebenprodukterlöse.
Die Isoglukosequote der EU-28 betrug im Zuckerwirtschaftsjahr 2015|16 rund 720.000 Tonnen, wobei auf die HUNGRANA (100%) mit 250.000 Tonnen der größte Anteil entfiel.
Bei den Verzuckerungsprodukten waren die Preisrückgänge als Folge der gesunkenen Notierungen für Weltmarktzucker und des verstärkten Wettbewerbes um Marktanteile in Erwartung der Liberalisierung des europäischen Marktes nach dem Auslaufen der EU-Zuckermarktordnung im September 2017 erheblich.
Trotz des dramatischen Preisverfalles bei Rohöl, Benzin und Diesel konnten sich die Märkte für Treibstoffethanol im abgelaufenen Jahr gut behaupten. Dies war Folge einer knappen Versorgungslage und nicht ausreichend gegebener Importmöglichkeiten aufgrund der Euro-Schwäche und des Außenschutzes. Zusätzlich sorgten die gesetzlichen Beimischverpflichtungen dafür, dass Ethanol trotz höherem Preis auf eine entsprechende Nachfrage traf.
Nach jahrelangen Verhandlungen wurde im April 2015 die Debatte über die iLUC-Thematik ("Indirect Land Use Change" bzw. indirekte Landnutzungsänderungen) bei Biokraftstoffen durch eine Einigung im Europäischen Parlament beendet. Die 7%ige Deckelung der Beimischung von Biokraftstoffen der ersten Generation wird stabilere Rahmenbedingungen als zuletzt für die Zeit bis 2020 bringen. AGRANA profitiert von den Synergien der Produktion von Nahrung, Futtermitteln und Energie sowie der kaskadischen Nutzung der eingesetzten Rohstoffe. So reduziert das Nebenprodukt ActiProt®, ein hochwertiges Eiweißfuttermittel, den Bedarf an Sojaimporten aus Übersee. AGRANA verwendet für die Bioethanolproduktion ausschließlich den europäischen Nachhaltigkeitskriterien entsprechende, regionale Futtergetreideüberschüsse.
Der Internationale Getreiderat (IGC1) sieht die weltweite Getreideerzeugung im Getreidewirtschaftsjahr 2015|162 bei rund 2 Mrd. Tonnen, damit leicht unter dem Vorjahresniveau, aber dennoch über dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 732 Mio. Tonnen (Vorjahr: 728 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 719 Mio. Tonnen) geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 969 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.016 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 971 Mio. Tonnen). Die gesamten Getreidelagerbestände werden aufgrund der guten Weizenernte um rund 16 Mio. Tonnen mit 465 Mio. Tonnen über Vorjahresniveau erwartet.
Der günstigeren Versorgungssituation v. a. bei Weizen folgend, sind die Getreidenotierungen im Jahresverlauf gesunken (Weizen) bzw.stabil (Mais) geblieben. Am 29. Februar 2016 lag der Preis an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) für Mais und Weizen bei rund 147 € pro Tonne (entsprechende Vorjahresnotierungen: Mais 148 € und Weizen 185 € pro Tonne).
In der Kampagne 2015 hat die österreichische Stärkefabrik in Gmünd in 104 Tagen (Vorjahr: 122 Tagen) witterungsbedingt trotz gleichbleibendem Kontraktumfang eine deutlich unter dem Vorjahr liegende Stärkekartoffelmenge verarbeitet. Die durchschnittlichen Hektarerträge lagen bei rund 26 Tonnen (Vorjahr: 40 Tonnen) und der durchschnittliche Stärkegehalt lag wie im Vorjahr bei 17,3%. Der Bio-Anteil betrug, gemessen an der Einsatzmenge, rund 4% (Vorjahr: rund 3%). Für das Anbaujahr 2016 plant AGRANA eine Stärkekartoffelkontraktmenge auf Höhe des Vorjahres und damit bei Durchschnittserträgen eine höhere Verarbei-
tungsmenge. Im Bereich Speiseindustriekartoffeln wurde für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten eine mit dem Vorjahr vergleichbare Rohstoffmenge verarbeitet, wobei der Bio-Anteil bei rund 26% (Vorjahr: rund 21%) lag.
Die gesamte Maisverarbeitungsmenge in den AGRANA-Stärkefabriken in Österreich und Rumänien lag im Geschäftsjahr 2015|16 aufgrund der witterungsbedingt geringeren Nassmaisverarbeitung leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, zertifiziert gentechnikfreier Mais) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 31%.
In der Weizenstärkeanlage am Standort Pischelsdorf| Österreich wurde im Geschäftsjahr 2015|16 im Vorjahresvergleich eine um 14% höhere Rohstoffmenge und erstmals auch bio-zertifizierter Weizen für die Verarbeitung zu Weizenstärke eingesetzt.
Im Bioethanolwerk Pischelsdorf lag die Verarbeitung von Mais, Weizen und Tritikale etwas unter dem Vorjahresniveau. Aus der Ernte 2015 wurden über Vorverträge mit Landwirten rund 50.700 Tonnen Ethanolweizen und -tritikale kontrahiert. Für die Ernte 2016 wurden wiederum Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.
In Ungarn (HUNGRANA, nach der Equity-Methode einbezogen) konnte die gesamte Maisverarbeitung 2015|16 (100%) auf einem Niveau von über einer Million Tonnen moderat gesteigert werden. Die Nassmaisverarbeitung wurde Ende November 2015 deutlich unter dem Vorjahresniveau abgeschlossen.
€ pro Tonne (Warenterminbörse Paris, NYSE Euronext Liffe)
2 Getreidewirtschaftsjahr: 1.Juli 2015 bis 30.Juni 2016
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123,8 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
333,1 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
Durch 1 AGRANA-Arbeitsplatz 5 weitere in anderen Unternehmen
Ziele in der Lieferkette 2015|16 Einführung des SAI-FSA im Kartoffelvertragsanbau
Umweltziele 2020|21
Einsparung von 50 GWh durch Effizienzmaßnahmen in Anlagen
www.agrana.com/ nachhaltigkeit/ wertschoepfungskette/ staerke
Im Segment Stärke wurde im Geschäftsjahr 2015|16 an der Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, konkret für aus Vertragsanbau in Österreich und Tschechien bezogene Kartoffeln, gearbeitet. Im Rahmen des Abgleichs der Cross Compliance-Vorgaben2 der EU und der gesetzlichen Vorgaben der Anbauländer Österreich und Tschechien mit den Anforderungen der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) konnte dem Kartoffelanbau in Österreich und Tschechien von SAI der Bronze-Status verliehen werden. Basierend auf dem Farm Sustainability Assessment (FSA), einem Fragebogen zur betrieblichen Selbstbewertung der SAI, wurde der tatsächliche Nachhaltigkeitsstatus von AGRANAs Kartoffellieferanten evaluiert.
Um diesen darstellen zu können, wurde im Frühjahr 2015 der FSA-Fragebogen im AGRANAeigenen webbasierten Rohstoffinformationssystem (RIS) für Vertragslieferanten abgebildet und für österreichische Kartoffelanbauer zur Selbstbewertung freigeschaltet. Insgesamt nahmen rund 15% der Kartoffellieferanten freiwillig an der Selbstbewertung teil. Über 50% erzielten Gold-Status, der Rest Silber-Status. Das bedeutet, dass die Teilnehmer zusätzlich zu den EU- und im jeweiligen Land gültigen gesetzlichen Regelungen noch weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Betriebe umsetzen.
Anfang 2016 führte AGRANA einen internen Verifizierungsprozess im Rahmen einer betriebsspezifisch gruppierten Zufallsstichprobe durch, um sicherzustellen, dass die Fragen korrekt verstanden und beantwortet wurden, und um den Bauern die Möglichkeit zu geben, Feedback zu Inhalt und Ablauf der Selbstbeurteilung zu geben. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Selbstbewertung in Tschechien im Geschäftsjahr 2016|17, die Weiterentwicklung des SAI-Systems und natürlich auch in die kontinuierliche Verbesserung der einzelnen Betriebe ein (siehe auch Kapitel Nachhaltigkeit, Seite 37f ).
Bei der Beschaffung von Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und nach RedCert-EU zertifizierte Rohstoffe.
Im Juni 2015 stand die BETAEXPO, Österreichs größtes landwirtschaftliches Schaufeld für AGRANA-Rohstoffkulturen, unter dem Motto "Nachhaltiges L/liefern in Zukunft" zum 15. Mal im Dienst der Vermittlung guter landwirtschaftlicher Praxis, u. a. im Pflanzenbau für die AGRANA-Vertragskulturen Kartoffel und Getreide.
Das im Sommer 2013 gestartete Projekt zum Schutz von Fledermäusen im Waldviertel| Österreich (siehe Geschäftsbericht 2014|15, Seite 64) zeigte bei Bestandskontrollen 2015 Erfolge durch die zunehmende Besiedelung der Ersatzquartiere, v. a. durch Mopsfledermäuse, eine nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie besonders schützenswerte Art. Ein im Bereich des Fledermaus-Schutzes ganz besonders aktiver AGRANA-Kartoffellieferant durfte sich für sein Engagement über die Auszeichnung mit dem AGRANA Sustainability Award 2015 freuen.
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014|15 berechnet.
Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck
2 Siehe AGRANA Geschäftsbericht 2015|16, Kapitel "Glossar"
Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke sank in der Berichtsperiode 2015|16 gegenüber dem Vorjahr um rund 2,2%. Ein wichtiger Grund dafür war die Reduktion des Erdgasverbrauches in Pischelsdorf|Österreich durch die Erhöhung des Ferndampfanteils am Energiemix.
Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz pro Tonne Produkt im Segment Stärke stieg hingegen um rund 8,3% im Vergleich zum Vorjahr, v. a. bedingt durch die bereits erwähnte Änderung am Energiemix in Pischelsdorf|Österreich und die im Durchschnitt erhöhte Veredelungstiefe am Standort Aschach|Österreich.
In Summe reduzierten sich die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch damit pro Tonne Produkt um rund 5,6% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 29).
Im Herbst 2014 wurde an den österreichischen Stärkeproduktionsstandorten Aschach, Gmünd und Pischelsdorf ein Energiemanagementsystem eingeführt und nach ISO 50001 zertifiziert. Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung hat sich das Segment Stärke standortindividuelle Effizienzverbesserungen, konkret die Reduktion von 50 GWh im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in einzelnen Anlagenteilen bis 2020|21, zum Ziel gesetzt. Im Geschäftsjahr 2015|16 wurden rund 5 GWh dieses Einsparungszieles im Rahmen von mehreren Projekten, z.B. einer Optimierung in der Destillation in Pischelsdorf|Österreich, realisiert.
In den AGRANA-Stärkefabriken wird gemäß der AGRANA-Umweltpolitik ein nachhaltiger Umgang mit dem eingesetzten Wasser und Abwässern gepflegt. Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt. Ein Beispiel dazu ist die kombinierte Bioethanol- und Weizenstärkeproduktion am Standort Pischelsdorf|Österreich. Die Bioethanolerzeugung kommt seit der Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik im Regelbetrieb ohne Frischwasser aus, da das zur Einmaischung notwendige Wasser durch Dampfkondensat bzw. den Slurry der Weizenstärkefabrik zugeführt wird.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Stärke | 2015 16 | 2014 151 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| m³ pro Tonne Haupt | |||
| und Nebenprodukte | |||
| Wassereinsatz | 3,83 | 4,34 | 4,56 |
| Abgabe | 4,35 | 4,92 | 4,64 |
Der durchschnittliche spezifische Wassereinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke lag in der Berichtsperiode 2015|16 rund 11,7% unter dem Vorjahr, was v. a. an der Installation einer Wasserrückgewinnung aus dem Stärkeslurry in Pischelsdorf|Österreich lag. Die im Vergleich zum Vorjahr um rund 11,6% niedrigere Wasserabgabe ist u. a. auf die geringeren Niederschlagsmengen und die kurze Kampagnendauer in Gmünd|Österreich zurückzuführen.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Korrektur der Werte 2014|15 aufgrund eines Fehlers in der Datenerfassung 2014|15
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
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Die spezifische Abfallmenge aus der Veredelung pro Tonne erzeugtem Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) war im Geschäftsjahr 2015|16 um 22,3% höher als im Vorjahr. Die Veränderung ist v. a. durch den erhöhten Anfall von Klärschlamm begründet.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Stärke | 2015 16 | 2014 15 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| Tonnen | |||
| Entsorgte Abfälle | 17.665 | 14.351 | 13.098 |
| davon gefährliche Abfälle | 21 | 28 | 68 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 1,6% | 1,3% | 1,3% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,002% | 0,003% | 0,007% |
| nach Entsorgungsart | |||
|---|---|---|---|
| Kompostierung | 13.030 | 10.337 | 8.462 |
| Energetische | |||
| Verwertung | 1.490 | 1.120 | 1.609 |
| Wiederverwendung | 700 | 0 | 207 |
| Recycling | 377 | 638 | 950 |
| Deponierung | 4 | 0 | 0 |
| Andere | 2.064 | 2.256 | 1.870 |
Im Herbst 2015 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis vor. AGRANA Stärke GmbH konnte sich vom Silber-Status im Jahr 2014 auf Gold-Status verbessern und gehört mit diesem Ergebnis zu den 5% der Top-Performer, die von EcoVadis bewertet wurden.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2015|16 28,2 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €):
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2015|16 in den nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gesellschaften (100%) Investitionen im Ausmaß von 16,8 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) getätigt.
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
2 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Ebene der Geschäftsbeziehung B2B
Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe
Früchte (Hauptrohstoff für Fruchtzubereitungen: Erdbeeren; Rohstoffe für Fruchtsaftkonzentrate: Äpfel und Beeren)
Hauptmärkte Weltweit tätig
Molkerei-, Eiscreme-, Backwaren-, Food Service- und Getränkeindustrie
Maßgeschneiderte, innovative Produkte
Umsatz nach Produkt-
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt betrieb das Segment zum Bilanzstichtag 24 Produktionsstandorte in 19 Ländern für Fruchtzubereitungen und 14 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten.
| Segment Frucht | 2015 16 | 2014 15 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| % / pp | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.084.085 | 1.062.510 | 2,0% |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | –648 | –267 | –142,7% |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.083.437 | 1.062.243 | 2,0% |
| EBITDA1 | t€ | 101.676 | 103.556 | –1,8% |
| Operatives Ergebnis | t€ | 61.876 | 65.280 | –5,2% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | –3.054 | –6.672 | 54,2% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | t€ | 58.822 | 58.608 | 0,4% |
| EBIT-Marge | % | 5,4 | 5,5 | –0,1 pp |
| Investitionen2 | t€ | 41.730 | 42.990 | –2,9% |
| Mitarbeiter (FTEs)3 | 5.455 | 5.405 | 0,9% |
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stieg um rund 8%, was einerseits auf gestiegene Verkaufspreise, verstärkt durch vorteilhafte Fremdwährungseffekte (v. a. USD, CNY, KRW und EGP), und andererseits auf eine Absatzsteigerung von rund 4% zurückzuführen war. Umsatztreiber waren v. a. die Regionen Nordamerika und Asien/Australien, Absatzsteigerungen gab es in allen AGRANA-Regionen mit Ausnahme von Nordamerika.
Erfreulich ist, dass in der EU als umsatzmäßig bedeutendste Region trotz des rückläufigen Marktes höhere Mengen abgesetzt werden konnten. Auch durch einen guten Produktportfoliomix wuchs v. a. das Geschäft in Frankreich. In Nordamerika lag der Absatz auf Vorjahresniveau, die Volumina im Eiscremebereich konnten aber erhöht werden. Der "Greek Yoghurt"-Trend bietet nach wie vor gute Wachstumsmöglichkeiten. In der Region Osteuropa gab es ein differenziertes Bild: Während in Russland mehr Mengen verkauft wurden, lagen die Absätze in der Ukraine unter dem Vorjahr. In Lateinamerika wurden im Jahresvergleich mehr Fruchtzubereitungen verkauft – Haupttreiber war hier Mexiko, während sich die wirtschaftliche Situation in Brasilien negativ auf die Absatzentwicklung auswirkte.
Betreffend Kundenstruktur gab es nicht nur im Bereich Molkereien eine positive Umsatz- und Absatzentwicklung. Auch die Diversifizierung in Richtung Fruchtzubereitungen für Food Service-, Backwaren- und Eiscreme-Kunden wurde weiter forciert und Mengen und Umsatzerlöse konnten in diesen Bereichen gesteigert werden.
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Ergebnismäßig verzeichnete der Bereich Fruchtzubereitungen über alle Regionen hinweg einen deutlich positiven Geschäftsverlauf. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen von –3,1 Mio. € ist primär auf das Restrukturierungsprojekt der Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad| Belgien, zurückzuführen, wobei der Großteil der damit zusammenhängenden Einmalkosten bereits im Konzernjahresabschluss 2014|15 bilanziert wurde. Einige Aktivitäten der Dirafrost in Belgien wurden eingestellt und verlagert; ein Hauptziel des Projektes war die Verbesserung der Effizienz in der Produktion von gefrorenen Früchten und Fertigprodukten. 2014|15 hatten v. a. die Schließungskosten des Werkes Kröllendorf/ Allhartsberg|Österreich und dessen Produktionsverlagerung nach Gleisdorf|Österreich das EBIT mit –6,7 Mio. € belastet.
Der Umsatz im Bereich Fruchtsaftkonzentrate war im Geschäftsjahr 2015|16 deutlich rückläufig. Dies war hauptsächlich auf den Preisverfall bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2014, aber auch auf niedrigere Absatzmengen zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt darstellt. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland sowie der Mittlere und Ferne Osten. Das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat wird v. a. nach Japan, USA, Russland und Australien, aber auch nach Europa geliefert.
Die Fruchtsaftkonzentratpreise waren im abgelaufenen Geschäftsjahr volatil, wobei in Summe aus der Ernte 2014 eine stark sinkende Tendenz, v. a. beim Apfel, festzustellen war. In der Kampagne 2015 verzeichnete AUSTRIA JUICE sowohl bei den Rohstoffpreisen als auch bei den Marktpreisen eine Stabilisierung. Dieser Trend war auch bei Buntsaftkonzentraten zu beobachten.
Die Integration von AGRANA Juice und Ybbstaler in die AUSTRIA JUICE verlief planmäßig und konnte mit dem Merger der beiden polnischen Gesellschaften und der Etablierung eines Profit-Centers für das Fruchtweingeschäft am Standort Bingen|Deutschland abgeschlossen werden.
Im Fruchtzubereitungsgeschäft steht einem weiterhin geringfügigen Nachfragerückgang in der EU ein solides Wachstum in den außereuropäischen Märkten gegenüber. Die Marktentwicklung der Retail-Volumina an Trink- und Fruchtjoghurts zeigte im Kalenderjahr 2015 weltweit ein durchschnittliches Wachstum von rund 4% (Quelle: Euromonitor), wobei der Konsum in Europa, Osteuropa (Ukraine und Russland) und im asiatischpazifischen Raum einen Rückgang aufwies. Zudem verlangsamen makroökonomische und politische Probleme die Marktentwicklung in den Regionen Naher und Mittlerer Osten und Argentinien. Dennoch konnte AGRANA in allen Regionen, mit Ausnahme von Nordamerika, eine positive Absatzentwicklung im Vorjahresvergleich erzielen.
Im Geschäftsjahr 2015|16 standen v. a. die Trends Gesundheit, Naturbelassenheit, Genuss und Convenience im Fokus. Konsumenten suchen nach neuen Geschmacksvariationen und legen besonderen Wert auf Produkte, die natürliche Inhaltsstoffe und einen hohen Fruchtanteil aufweisen. Des Weiteren werden auch Produkte nachgefragt, die einen natürlichen Energieschub bieten und den gesunden Lebensstil unterstreichen. Auch der "Greek"-Trend bestimmt den Joghurtmarkt weiterhin, v. a. durch die vielseitige Einsetzbarkeit in Hinblick auf Zielgruppe, Variationen oder Essenszeit. Entgegen dem Gesundheitstrend sind andere Konsumenten auch auf der Suche nach sogenannten "Brown Flavours" (Schokolade, Karamell, Nougat) als Bestandteil ihres Desserts. Hier steht der Genuss im Vordergrund.
Im Konzentratgeschäft ist der Trend zu Fruchtsaftgetränken mit niedrigem Saftgehalt ungebrochen. Bei hochfruchtsafthaltigen Getränken ist die Konsumentwicklung in Westeuropa weiterhin leicht rückläufig, konnte sich aber im für Apfelsaftkonzentrat wichtigsten Markt Deutschland stabilisieren. Das Preisniveau für Fruchtsaftkonzentrate hat sich in Europa trotz sehr guter Ernteprognosen im Jahr 2015 sowie handelspolitischer Einflüsse auf die Rohstoffmärkte (Ukraine und Russland) und deren Preisgefüge im Herbst 2015 erholt.
Die Rohstoffbeschaffung im Geschäftsjahr 2015|16 war einerseits makroökonomisch bedingt und andererseits auch witterungsbedingt durch außergewöhnliche Volatilitäten und zum Teil kritische Versorgungssituationen gekennzeichnet.
Nach guten Ernten zu Beginn des Kalenderjahres 2015 und daraus resultierend einer guten Versorgungslage und moderaten Rohstoffpreisen hat v. a. der ungewöhnlich heiße Sommer bei Beeren- und Steinfrüchten zu Versorgungsengpässen mit Preiserhöhungen geführt, die sich auch im Fruchtrohstoffportfolio der AGRANA auswirkten.
284,3 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
860,2 Mio. € Gesamtbruttowertschöpfung
Durch 1 AGRANA-Arbeitsplatz 3 weitere in anderen Unternehmen
2015|16 Ermittlung des Nachhaltigkeitsstatus bei Fruchtlieferanten anhand definierter internationaler Zertifizierungen
Direkter und indirekter Energieeinsatz von 1,72 GJ pro Tonne Produkt
Direkter und indirekter Energieeinsatz von 3,43 GJ pro Tonne Produkt
Wassereinsatz von 4,21 m³ pro Tonne Produkt
www.agrana.com/ nachhaltigkeit/ wertschoepfungskette/ frucht
Die Währungsentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar hat den Einkauf von tropischen Früchten sowie von weltweit gesourceten Ingredienzien (z.B. Pektin) verteuert.
Währungsrisiken im Einkauf, die nur durch ein lokales Rohstoffmanagement ausgeglichen werden konnten, gab es auch in anderen Ländern mit hoher Inflation wie in Russland, der Ukraine oder Lateinamerika.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die verfügbaren Apfelmengen in den Hauptverarbeitungsregionen in Europa (Polen und Ungarn) unter den Mengen des Vorjahres. Die trockenen Frühlings- und Sommermonate führten zu erheblichen Rohstoffpreissteigerungen zu Beginn der Apfelverarbeitungssaison, die bis in den November anhielten. Gegen Ende des Geschäftsjahres war allerdings wieder ein Abwärtstrend bei den Rohstoffpreisen zu beobachten. Die europäischen Fruchtsaftkonzentratwerke waren in der Kampagne 2015 durchschnittlich ausgelastet. In China verlief die Produktionssaison im Wesentlichen plangemäß auf Vorjahresniveau.
Die Beerenverarbeitungssaison war in Summe von guten Mengenverfügbarkeiten bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Rohstoffe (Erdbeere, Sauerkirsche, Schwarze Johannisbeere; ausgenommen Himbeere) lagen über dem Vorjahr.
Auch im Segment Frucht wurde im Geschäftsjahr 2015|16 an der Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte gearbeitet.
Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen bzw. dessen zuständige Einkaufsorganisation AGRANA Fruit Services GmbH (AFS), Wien, hatte sich für das Geschäftsjahr 2015|16 zum Ziel gesetzt, den Zertifizierungsstand nach definierten Nachhaltigkeitsstandards bei ihren Lieferanten für Früchte und Vorprodukte zu dokumentieren. Im Berichtsjahr verfügten 12,4% der von AFS beschafften Rohstoffe über eine Nachhaltigkeitszertifizierung, wobei der größte Teil auf Bio- sowie nach Rainforest Alliance (RFA) und nach einem branchenweit bedeutenden Kundenstandard zertifizierte Rohstoffe entfiel. Allerdings besteht für die genannten Standards noch kein Abgleich mit den Anforderungen des Farm Sustainability Assessments (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI), der den Rohstoffbezug im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen in einen konzernweiten Vergleichsrahmen setzen könnte. Daneben verfügt AFS auf Kundenwunsch über weiteres Potenzial zur Beschaffung nachhaltigkeitszertifizierter Rohwaren von rund 13,6%. Da die Beschaffung im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ausschließlich nach Kundenspezifikation erfolgt, wird die weitere Entwicklung zertifizierter Rohstoffvolumina von diesen Kundenanforderungen abhängen.
Bei der Beschaffung von Vertragslandwirten hat der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen in Mexiko und Fidschi weiter erfolgreich an der Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards in der Lieferkette gearbeitet.
Das im August 2013 gestartete, im Rahmen einer Wirtschaftspartnerschaft mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderte Projekt zur Unterstützung der Zertifizierung von Erdbeer- und Brombeerlieferanten nach dem Rainforest Alliance-Standard (RFA) in Jacona/ Michoacán|Mexiko wurde im Geschäftsjahr 2015|16 fortgesetzt. Die Flächen für Erdbeeren wurden um rund 72% gesteigert und neue Flächen für Stachelannone und Himbeeren zertifiziert. Im Rahmen des jährlichen RFA-Awards in Mexiko wurde AGRANA für ihre Schulungs- und Beratungsmaßnahmen gemeinsam mit ihren Fruchtlieferanten als Unternehmen mit dem höchsten Ergebnis beim ersten Zertifizierungsaudit ausgezeichnet. Auch "Aneberries", die Interessenvertretung der mexikanischen Beerenproduzenten, präsentierte das AGRANA-Projekt als Best Practice-Beispiel auf ihrer Jahreskonferenz.
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014|15 berechnet. Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck
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Aufgrund des Erfolges in Mexiko startete AGRANA Ende 2014 ein weiteres, ebenfalls gefördertes Projekt auf Fidschi. Auf der Südseeinsel unterstützt AGRANA Kleinbauern bei der Gruppenzertifizierung von meist auf Gemeinschaftsland kultivierten Bananen nach dem international anerkannten Bio-Standard ACO (Australian Certified Organic). Zur Förderung der Dorfgemeinschaften sowie der Unterstützung und Weiterentwicklung der Bananenbauern hat AGRANA im Jahr 2015 gemeinsam mit der lokalen NGO PCDF (Partner in Community Development Fiji) ein auf zwei Jahre ausgelegtes Schulungsprogramm für eine ökologische Wirtschaftsweise gestartet. Im Rahmen von Agroforstwirtschaft1 ernten die 130 teilnehmenden Bauern aus sieben Dörfern Bananen und liefern sie zu Sammelpunkten, wo sie im Auftrag von AGRANA zur Verarbeitung ins Werk transportiert werden. Einen Teil der Ernte verkaufen die Bauern auf dem lokalen Markt, um diesen mit heimischen Produkten zu beleben und zusätzliches Einkommen zu generieren. Ende des Geschäftsjahres 2015|16 wurde am AGRANA-Betriebsgelände eine zusätzliche Produktionshalle mit einer neuen Anlage zur Herstellung von Pürees, die den hohen europäischen und amerikanischen Qualitäts- und Produktsicherheitsanforderungen genügt, fertiggestellt. Neben der durchgehenden Produktion von Bio-Bananen-Pürees sollen saisonal auch Mangos und Guaven aus Wildsammlung (wild harvest) zu Püree verarbeitet werden. Der Ende Februar 2016 auf den Fidschi-Inseln wütende Zyklon Winston verschonte zwar die AGRANA-Produktionsstätten weitgehend, allerdings wird das Rohstoffangebot im ersten Halbjahr 2016 reduziert sein und das Ziel der weiteren Einbindung von 300 Bauern sich gegebenenfalls etwas verzögern.
Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer besonders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, bezieht er doch einen Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Händler. Dies ist die Folge national historisch gewachsener Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen.
Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten, für deren Kultivierung rund 60% bis 80% weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperioden erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien, die mit einer Preisprämie durch AUSTRIA JUICE honoriert werden. 2007 wurde in Polen ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr 2015|16 rund 8% der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird im Geschäftsjahr 2016|17 begonnen, wie auch in den Segmenten Zucker und Stärke, das Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) einzuführen.
Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Spez. Energieeinsatz nicht erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte Spez. Energieeinsatz erneuerbare Energien pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Siehe AGRANA Geschäftsbericht 2015|16, Kapitel "Glossar"
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. direkter Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) sank im Segment Frucht im Geschäftsjahr 2015|16 um rund 3,8% gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 33). Dies ist v. a. auf die Reduktion des Erdgasanteils zugunsten eines höheren Dampf- und Stromeinsatzes im Bereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen. Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz im Segment Frucht blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz pro Tonne Produkt des Segmentes Frucht sanken daher im Einklang mit dem Energieeinsatz um rund 3,1% gegenüber dem Vorjahr.
Der Rückgang des durchschnittlichen spezifischen Wassereinsatzes pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Frucht um rund 2,9% bzw. der Wasserabgabe um rund 5,5% in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr ist v. a. auf die Einführung von Aufbereitungsanlagen zur Nutzung von Wasser im Kreislaufsystem im Bereich Fruchtsaftkonzentrate zurückzuführen.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Frucht | 2015 16 | 2014 15 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| m³ pro Tonne Haupt | |||
| und Nebenprodukte | |||
| Wassereinsatz | 4,04 | 4,16 | 3,89 |
| Abgabe | 3,77 | 3,99 | 3,91 |
Die spezifische Abfallmenge pro Tonne Produkt (Hauptund Nebenprodukte) lag im Geschäftssegment Frucht im Berichtsjahr 2015|16 mit 54 Kilogramm im Schnitt der letzten beiden Geschäftsjahre.
(in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 7f )
| Segment Frucht | 2015 16 | 2014 151 | 2013 141 |
|---|---|---|---|
| Tonnen | |||
| Entsorgte Abfälle | 46.617 | 45.699 | 37.227 |
| davon gefährliche Abfälle | 37 | 15 | 206 |
| Abfall | |||
| pro Tonne Produkt | 5,4% | 5,6% | 5,3% |
| Gefährliche Abfälle | |||
| pro Tonne Produkt | 0,004% | 0,002% | 0,029% |
| Kompostierung | 4.064 | 3.359 | 6.243 |
|---|---|---|---|
| Energetische | |||
| Verwertung | 392 | 341 | 686 |
| Wiederverwendung | 17.767 | 19.986 | 12.558 |
| Recycling | 14.895 | 14.082 | 8.971 |
| Deponierung | 9.804 | 7.817 | 5.506 |
| Andere | 126 | 113 | 3.263 |
kg CO2-Äquivalent pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
1 Die Werte für 2013|14 und 2014|15 wurden gemäß der seit 2015|16 geltenden Definition von Abfall überarbeitet (siehe Inhaltliche Berichtsgrenzen, Seite 7f ).
2 Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 7f
3 Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher spez. Emissionen (aus direktem und indirektem Energieeinsatz) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte
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Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 41,7 Mio. € (Vorjahr: 43,0 Mio. €) und betrafen sowohl Kapazitätserweiterungen als auch Instandhaltungsmaßnahmen:
510,6 Mio. € direkte Bruttowertschöpfung
1,5 Mrd. € Gesamtbruttowertschöpfung
Rund 8.700 AGRANA-Arbeitsplätze generierten 31.000 weitere in anderen Unternehmen
2015|16 SAI-FSA Einführung im Rüben- und Kartoffelvertragsanbau
Reduktion des direkten und indirekten Energieeinsatzes pro Tonne Produkt
Reduktion des Wassereinsatzes pro Tonne Produkt
www.agrana.com/ nachhaltigkeit/ wertschoepfungskette
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA…
Die Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit sind in folgende Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette gegliedert:
AGRANA hat wie in den Vorjahren auch im Berichtsjahr 2015|16 intensiv an der weiteren Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die operativen Geschäftsabläufe gearbeitet. Wesentliche Schritte wurden v. a. in der Umsetzung von AGRANAs Grundsätzen für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte gesetzt, aber auch die Implementierung der Energiepolitik des Unternehmens wurde weiter vorangetrieben. Daneben war AGRANA im laufenden Austausch mit ihren Stakeholdern und wieder in diversen nachhaltigkeitsrelevanten Brancheninitiativen tätig.
Im Bereich Nachhaltigkeit stand für AGRANA – als energieintensives Industrieunternehmen – viele Jahre der ökologische Aspekt der Geschäftstätigkeit im Fokus. Daneben wurden auch Arbeitsbedingungen im eigenen Bereich sowie in der Lieferkette und Compliance-Aspekte betrachtet. Im Geschäftsjahr 2015|16 wurde erstmals auch der Wertschöpfungs- und Beschäftigungsbeitrag genauer untersucht.
Basierend auf den Geschäftsdaten des Jahres 2014|15, in denen AGRANA in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht in 25 Ländern mit rund 8.700 Mitarbeitern weltweit rund 2,5 Mrd. € Umsatz erwirtschaftete, berechnete "Economica Institut für Wirtschaftsforschung" die aus der Tätigkeit resultierenden Bruttowertschöpfungs- sowie Beschäftigungseffekte.
Die Studie beruht methodisch auf einer Input-Output-Analyse. Unter Nutzung einer weltweiten Input-Output-Tabelle, in welcher AGRANA in Form eines Satellitenkontos eigens modelliert wurde, können die Liefer- und Bezugsstrukturen von AGRANA mit allen Produktionssektoren einer Volkswirtschaft und die Beiträge zur Wertschöpfung beschrieben und die Ströme einzelner Güter von der Produktion bis hin zur Verwendung verdeutlicht werden. Dadurch kann über den direkten Effekt hinaus auch der multiplikativ verstärkte gesamtwirtschaftliche Effekt der Betriebstätigkeit von AGRANA quantifiziert werden.
1 Auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014|15 berechnet. Details unter www.agrana.com/nachhaltigkeit/oekonomie/fussabdruck
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Die Ergebnisse der Studie bestätigten die internationale Relevanz der AGRANA-Gruppe, da sie einen makroökonomisch relevanten direkten Effekt in Höhe von 0,0007% und einen Gesamteffekt von 0,002% am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) nachweisen.
510,6 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2014|15 durch den laufenden Betrieb an direkter Bruttowertschöpfung in der AGRANA-Gruppe generiert. Der gesamte Bruttowertschöpfungsbeitrag1 der AGRANA-Gruppe, welcher sich aus direkten1, indirekten1 und induzierten1 Effekten zusammensetzt, betrug knapp 1,5 Mrd. €. Diese Summe entspricht in etwa jener Wertschöpfung, die in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen oder in der Rechtsberatung in Österreich generiert wurden. Vergleichsweise entsprechen knapp 1,5 Mrd. € rund 0,5% des österreichischen BIPs. Mit 860,2 Mio. € bzw. 58% der Bruttowertschöpfung ging der größte Beitrag vom Segment Frucht aus, gefolgt von Stärke mit 333,1 Mio. € und Zucker mit 292,0 Mio. €. Auch den größten volkswirtschaftlichen Hebel, ausgedrückt in einem Multiplikator1, findet man im Segment Frucht: Ein Multiplikator von 3,03 bedeutet, dass mit jedem in der AGRANA-Gruppe im Segment Frucht erwirtschafteten Euro weltweit zwei weitere Euro an Wertschöpfung in anderen Unternehmen generiert wurden.
In der regionalen Verteilung lagen die Länder der EU-28 mit einem Anteil von 77,1% an der Bruttowertschöpfung vor Nordamerika mit 8,2% und Rest-Europa mit 5,7%.2
Insgesamt stand der laufende Geschäftsbetrieb der AGRANA-Gruppe 2014|15 für knapp 40.000 Arbeitsplätze weltweit. Von 8.708 direkten Jobs in der AGRANA-Gruppe hingen rund 31.000 weitere Arbeitsplätze weltweit ab, davon 29.103 in der überdurchschnittlich beschäftigungsintensiven Landwirtschaft. Daraus resultieren die mit anderen Produktionsbetrieben nicht zu vergleichenden, überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsmultiplikatoren von 5,81 (Segment Stärke), 5,52 (Segment Zucker) und 3,95 (Segment Frucht).
Etwas mehr als die Hälfte des Gesamteffektes in Höhe von 39.678 Arbeitsplätzen ist mit 21.827 Jobs bzw. 55% dem Segment Frucht zuzuschreiben, gefolgt von Zucker mit 12.834 (32,3%) und Stärke mit 5.017 (12,6%) Stellen. Rund 65,9% dieser Arbeitsplätze entfielen auf die 28 EU-Mitgliedstaaten. Der vergleichsweise höhere Anteil von 77,1% an der Bruttowertschöpfung spiegelt
die höhere Produktivität in der EU wider. Es folgten Asien mit 2.248 und Nordamerika mit 2.024 Arbeitsplätzen bzw. 5,7% und 5,1% der Stellen.2
Neben den Effekten aus dem laufenden Betrieb entstanden durch die Investitionstätigkeit der AGRANA zusätzliche Bruttowertschöpfungseffekte. Weltweit lösten die Gesamtinvestitionen des letzten Geschäftsjahres 2014|15 in Höhe von rund 91 Mio. € einen totalen Wertschöpfungseffekt von 171,5 Mio. € aus. Der dadurch ausgelöste Beschäftigungseffekt beläuft sich auf insgesamt 4.622 Mannjahre3. Von diesen Effekten profitierte man in der EU mit 124,3 Mio. € Bruttowertschöpfung, dies entspricht einem Anteil von 72,5%, am meisten. Der Beschäftigungseffekt von 2.260 Arbeitsplätzen in der EU entspricht 48,9%.
Im Geschäftsjahr 2015|16 lag der Arbeitsschwerpunkt bei der weiteren Umsetzung der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte. Besonders hervorzuheben sind hier die Anstrengungen der Segmente Zucker und Stärke im Rahmen der Einführung des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI), aber auch die seit 15 Jahren von AGRANA durchgeführte BETAEXPO.
Nachhaltigkeitsaktivitäten im Rahmen der Rohstoffbeschaffung von agrarischen Produzenten sind für AGRANA schon immer integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Um Nachhaltigkeitsaspekte noch strukturierter zu bearbeiten, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei SAI und nimmt mit ihren Segmenten Zucker, Stärke und Frucht an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
Im Geschäftsjahr 2015|16 wurden in einem ersten Schritt die gesetzlichen Vorgaben der EU und der Anbauländer, in denen AGRANA Zuckerrüben und Kartoffeln bezieht, im Rahmen des SAI-Benchmarkprozesses mit den Anforderungen von SAI abgeglichen. Für den Rohstoffbezug aus den Ländern Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn wurde von SAI der Bronze-Status verliehen.
2 Siehe AGRANA Geschäftsbericht 2015|16, Kapitel "AGRANA-Standorte"
3 Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze für ein Jahr
Um den tatsächlichen Nachhaltigkeitsstatus der Kontraktbauern darstellen zu können, wurde im Frühjahr 2015 der SAI-Fragebogen zum Farm Sustainability Assessment, eine Selbstauskunft der Landwirte, im AGRANA-eigenen webbasierten Rohstoffinformationssystem (RIS) für Vertragslieferanten von Zuckerrüben in Österreich, Tschechien und der Slowakei abgebildet. Österreichweit wurden auch Kartoffellieferanten miteinbezogen, die Länder Rumänien und Ungarn wurden im ersten Schritt noch mittels eines Papierformulares in die Selbsteinschätzung aufgenommen.
Insgesamt gelangten in den fünf AGRANA-Anbauländern von Mai bis Dezember 838 FSA-Fragebögen zur Auswertung, womit AGRANA 2015 die bisher größte SAI-Befragung durchgeführt hat. Die Antwortraten lagen je nach Land zwischen 7% und 34%.
Die Ergebnisse waren höchst erfreulich: In den Ländern Österreich, Ungarn und Tschechien konnten jeweils mindestens 50% der Betriebe Gold-Status erreichen, der Rest Silber. In der Slowakei und Rumänien lag der Anteil der Betriebe mit Gold-Status jeweils bei rund einem Drittel, der Rest erzielte Silber-Status. Das heißt, dass die Teilnehmer zusätzlich zu den EU- und im jeweiligen Land gültigen gesetzlichen Regelungen noch weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Betriebe umsetzen.
Für die österreichischen Landwirte wurde bereits ein interner Verifizierungsprozess dieser Selbstauskünfte erarbeitet und Anfang 2016 mit der Überprüfung der Angaben im FSA-Fragebogen gestartet. Damit soll sichergestellt werden, dass die Fragen korrekt verstanden und beantwortet wurden, und die Bauern sollen auch die Möglichkeit erhalten, Feedback zu Inhalt und Ablauf der Selbstbeurteilung zu geben. Diese Erkenntnisse fließen dann in die Weiterentwicklung des SAI-Systems, aber auch in die kontinuierliche Verbesserung der einzelnen Betriebe ein.
Die BETAEXPO stand im Juni 2015 unter dem Motto "Nachhaltiges L/liefern in Zukunft" zum 15. Mal im Dienst der Vermittlung guter landwirtschaftlicher Praxis, v. a. an AGRANA-Vertragslandwirte und solche, die es noch werden wollen. Auf den rund 700 Schauparzellen am zwölf Hektar großen BETAEXPO-Gelände neben der Zuckerfabrik Tulln|Österreich wurden den rund 3.500 Besuchern Praxisbeispiele im Pflanzenbau für die AGRANA-Vertragskulturen Zuckerrübe, Kartoffel und Getreide
sowie etwa die im Rahmen der RKI-Nachhaltigkeits-Challenge 2014 ausgezeichnete AGRANA-Zwischenfruchtmischung gezeigt.
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Einsatzes nachhaltiger Agrarpraxis in AGRANAs vorgelagerter Lieferkette im Rahmen der Kaufentscheidung bot AGRANA ihren Kunden der weiterverarbeitenden Industrie zum Jubiläum die Möglichkeit eines Besuches der BETAEXPO an. Die Kunden konnten sich erstmals selbst von den von AGRANA und ihren Kontrakt-Landwirten umgesetzten Maßnahmen ein Bild machen. In einer Podiumsdiskussion präsentierten namhafte Kunden aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie ihre eigenen Nachhaltigkeitsstrategien und Erwartungen an ihre Lieferanten.
Am Vorabend der BETAEXPO zeichnete AGRANA erstmals besonders nachhaltig wirtschaftende Vertragsanbauer aus den Bereichen Zuckerrüben, Bio-Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais mit dem "AGRANA Sustainability Award" aus, um damit bei allen Lieferanten das Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltiger Wirtschaftsweise entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verstärken. Für das Geschäftsjahr 2016|17 ist eine Ausdehnung der Zielgruppe der Auszeichnung auf institutionelle Lieferanten, d.h. zum Beispiel Händler und Dienstleister, geplant.
Für ihre Geschäftssegmente Zucker und Stärke hat AGRANA es sich zum Ziel gesetzt, im Geschäftsjahr 2016|17 die betriebliche Selbsteinschätzung nach SAI hinsichtlich nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien gemeinsam mit ihren Vertragslieferanten für Zuckerrüben und Kartoffeln in allen Anbauländern in ihrem Erfassungssystem weiter auszurollen und mehr Betriebe zur Durchführung des FSA zu gewinnen. Der Geschäftsbereich Fruchtsatzkonzentrate wird ebenfalls im Rahmen des direkten Bezuges von Rohstoffen von Anbauern den SAI-FSA zur betrieblichen Selbsteinschätzung zum Einsatz bringen. Daneben wird weiter sowohl intern als auch im Rahmen der SAI-Mitgliedschaft an Verifizierungssystemen gearbeitet.
Im Rahmen ihrer Aktivitäten zur Förderung der Biodiversität in der vorgelagerten Lieferkette sowie ihrer Affinität zum Thema Bienen plant AGRANA, im Geschäftsjahr 2016|17 an allen österreichischen Produktionsstandorten und in der Zentrale der AGRANA-Gruppe in Wien jeweils zehn Bienenstöcke zu platzieren. Diese werden von einem Imker laufend betreut und sollen pro Standort eine garantierte Menge von rund 200 Kilogramm Honig liefern.
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AGRANA hat im Geschäftsjahr 2014|15 die schon immer gelebte Verantwortung für die Umwelt- und Energieaspekte im Rahmen ihrer Produktion in einer für alle Geschäftssegmente weltweit gültigen AGRANA-Umweltpolitik formal festgeschrieben. Diese enthält AGRANAs Managementansatz für die Themen Energieeinsatz und Emissionen, Wassernutzung und Abwasser sowie Abfall.
In Umsetzung dieser Umweltpolitik wurde im Berichtsjahr 2015|16 die Einführung von Energiemanagementsystemen weiter fortgesetzt. Bis Mai 2016 wurden die Energiemanagementsysteme aller noch fehlenden europäischen AGRANA-Produktionsstandorte des Segmentes Zucker und des Bereiches Fruchtsaftkonzentrate nach ISO 50001 zertifiziert.
Die AGRANA-Segmente Zucker, Stärke und Frucht haben sich im Geschäftsjahr 2014|15 jeweils für ihre Geschäftstätigkeit relevante Energie- bzw.Umweltziele bis zum Geschäftsjahr 2020|21 gesetzt. Der bisherige Fortschritt bei der Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht dargestellt.
Die im Geschäftsjahr 2015|16 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeiter werden im Personalbericht (siehe Seite 45ff ) kommentiert.
Da AGRANA v. a. Vorprodukte für die Lebensmittelindustrie erzeugt, ist Lebensmittelsicherheit und Produktschutz ein ganz wesentlicher Aspekt im Bereich Produktverantwortung und nachhaltige Produkte. Zusätzlich zur Einhaltung nationaler gesetzlicher Anforderungen hat AGRANA daher weltweit anerkannte Standards für Lebensmittelsicherheit im Zuge von externen Zertifizierungen, wie z.B. FSSC und ISO 22000 sowie IFS, eingeführt. Alle Produktionsstandorte sind nach mindestens einem relevanten Standard zertifiziert.
AGRANA verfügt in ihren Werken und in der Lieferkette über die notwendigen Zertifizierungen, um Kundenwünschen nach Ware aus biologischer Wirtschaftsweise nachkommen zu können. Im Geschäftsjahr 2015|16 hat das Segment Zucker sein Angebot an bio-zertifizierten Produkten für die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie auf Kundenwunsch mit aus Brasilien stammendem Bio-Rohzucker zur Raffination ergänzt. Das Segment Stärke konnte erstmals auch bio-zertifizierte Weizenstärke aus dem Werk in Pischelsdorf|Österreich anbieten.
Da sich eine mengenmäßig relevante Bio-Nachfrage aber im Wesentlichen auf die Länder Österreich, Deutschland und USA beschränkt, liegt der Anteil von Bio-Produkten am AGRANA-Gesamtabsatz im einstelligen Prozentbereich.
AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment vor. Um ihr Engagement in diesem Bereich zu untermauern, hat bereits rund die Hälfte der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen zur Überprüfung dieser Selbstauskünfte 4-Pillar SEDEX Members Ethical Trade Audits (SMETA) von unabhängigen Dritten durchführen lassen. Die Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr 2014|15 gestartete Befragung der Kunden europäischer AGRANA-Organisationen wurde im Berichtsjahr 2015|16 plangemäß für sämtliche weiteren AGRANA-Unternehmen weltweit ausgerollt. In beiden Wellen wurden insgesamt nahezu 2.500 Kunden per E-Mail kontaktiert und ersucht, einen Online-Fragebogen auszufüllen, der in 13 Sprachen angeboten wurde, darunter Türkisch, Chinesisch, Russisch und Portugiesisch. Gestellt wurden 20 Fragen zu den Bereichen allgemeine Zufriedenheit, Produktsortiment, Lieferungen sowie Kundenbetreuung und Beschwerdemanagement.
Je nach Region war die Beantwortungsrate unterschiedlich hoch und lag im Durchschnitt bei 33%, was als hervorragend zu beurteilen und ein Indiz für die hohe Loyalität der Kunden ist. 814 Fragebögen konnten ausgewertet werden, im Durchschnitt nahmen sich die Befragten 13 Minuten für die Beantwortung Zeit und
nutzten die Gelegenheit auch, in offenen Fragen ("Was möchten Sie uns noch sagen?") Lob und manchmal auch kritische Anmerkungen abzugeben.
Die Ergebnisse der Befragung wurden den einzelnen Verkaufsorganisationen in Workshops präsentiert und gemeinsam konkrete Maßnahmen zur Optimierung der Kundenbeziehungen erarbeitet. Waren die Rückmeldungen unserer Kunden überwiegend sehr positiv, so gab es doch Themenbereiche mit Verbesserungspotenzial. Diese beziehen sich je nach Region auf Einzelaktivitäten für spezielle Kunden, betreffen aber auch die Verbesserung der Erreichbarkeit von Mitarbeitern im Innen- und Außendienst oder die Optimierung der Bereitstellung von Dokumenten für Kunden sowie den breiten Themenkomplex Nachhaltigkeit.
So wurden für die Verkaufsmitarbeiter interne Trainingsveranstaltungen zum Thema nachhaltige Wirtschaftsweise durchgeführt, um ihnen alle Aspekte der AGRANA-Nachhaltigkeitsaktivitäten zu vermitteln. Digitale und analoge Unterlagen sollen die Verkäufer dabei unterstützen, ihren Kunden neben den Aspekten Qualität, Service und Preis auch AGRANAs Engagement in Bezug auf Nachhaltigkeit nahezubringen. Im Geschäftsjahr 2016|17 ist eine Wiederholung der globalen Befragung vorgesehen, um Fortschritte sichtbar zu machen und zu evaluieren.
Um das Unternehmen zu präsentieren, Kontakt mit Kunden zu pflegen und neue Kunden zu gewinnen, haben die AGRANA-Geschäftssegmente teilweise gemeinsam bzw. auch einzeln im Geschäftsjahr 2015|16 eine Vielzahl von Messeauftritten absolviert, darunter Lebensmittelmessen, wie z.B. die Biofach (Nürnberg| Deutschland), die ANUGA (Köln|Deutschland), die Gulfood Manufacturing (Dubai|Vereinigte Arabische Emirate), die FI Europe (Paris|Frankreich). Die breite Palette an Futtermitteln wurde auf den landwirtschaftlichen Messen wie z.B. der Rieder Messe (Ried im Innkreis|Österreich) und der Inter-Agrar (Wieselburg| Österreich) vorgestellt. Das Segment Stärke war auf den Messen der internationalen in-cosmetics-Reihe (Barcelona|Spanien, São Paulo|Brasilien, Bangkok| Thailand), der SCS Formulate (Coventry|Großbritannien) sowie technischen Messen, wie der European Coatings Show (Nürnberg|Deutschland), vertreten. Daneben waren einzelne AGRANA-Standorte auch auf regionalen Messen präsent.
Für das Geschäftsjahr 2016|17 wird AGRANA erstmals auch an Messen in interessanten neuen Märkten in Algerien (Djaz AGRO in Algier) und dem Iran (Iran Food + Hospitality in Teheran) sowie erstmals auch in den USA (NYSCC Suppliers Day in New Jersey) teilnehmen.
| Initiative | Mitgliedsunternehmen | Seit | Ziel der Initiative und Mitglieder |
|---|---|---|---|
| Sustainable Agriculture Initiative (SAI) |
AGRANA Beteiligungs-AG1 | Juli 2014 | Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: Lebensmittel- und Getränkeindustrie |
| SEDEX | AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2009 | Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: 36.000 Mitgliedsunternehmen weltweit |
| EcoVadis | AGRANA Zucker GmbH AGRANA Stärke GmbH Segment Frucht – einige Gesellschaften |
2013 | Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt und Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: rund 100 global tätige Unternehmen verschiedenster Industrien |
| Bonsucro | AGRANA Zucker GmbH | Juli 2014 | Ziel: Verbesserung der Nachhaltigkeit im Zuckerrohranbau sowie der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr; Mitglieder: Produzenten, Händler, Verarbeiter |
| ARGE Gentechnik-frei | AGRANA Beteiligungs-AG1 | 2010 | Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: Mitglieder aus der gesamten Lebensmittel Wertschöpfungskette inkl. vieler Einzelhändler |
| Initiative Donau Soja | AGRANA Stärke GmbH | April 2013 | Ziel: Nachhaltiger GVO-freier Sojaanbau in der Donauregion (Fokus Futtermittel); Mitglieder: gesamte Wertschöpfungskette, NGOs etc. |
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| Branchen- und Interessenvertretung | Mitgliedsunternehmen | Wirkungsbereich |
|---|---|---|
| Industriellenvereinigung (IV) | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| AÖL – Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller | AGRANA Stärke GmbH | Deutschland |
| CEFS – Comité Européen des Fabricants de Sucre | AGRANA Zucker GmbH | EU |
| Starch Europe | AGRANA Stärke GmbH | EU |
| SGF International E.V. | AUSTRIA JUICE GmbH | weltweit |
Die Aktivitäten des Geschäftsjahres 2015|16 zum Thema Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung werden im Bereich Compliance (siehe AGRANA Geschäftsbericht 2015|16, Seite 25ff ) im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
Neben der möglichst umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung ihrer Kerngeschäftsaktivitäten ist AGRANA auch als verantwortungsbewusster Corporate Citizen, d.h. als Teil der Gesellschaft, an den Orten, an denen sie tätig ist, engagiert.
An ihrem Fruchtzubereitungsstandort in Jacona/ Michoacán|Mexiko hat AGRANA das lokale Rote Kreuz in seiner Arbeit mit der Spende eines überarbeiteten Lieferwagens aus dem Betriebsfuhrpark unterstützt.
Im August 2015 beteiligte sich AGRANA an der Aktionswoche "LehrerInnen in die Wirtschaft" des Wirtschaftsforums der Führungskräfte. Im Zuge einer Praxiswoche durchlief eine Pädagogin einer Schule für wirtschaftliche Berufe (Handelsakademie) verschiedenste Abteilungen an den Standorten der AGRANA Zucker GmbH in Tulln und der AGRANA Stärke GmbH in
Pischelsdorf, beide Österreich, um so einen Einblick in die Abläufe eines Unternehmens zu gewinnen und ihre Erfahrungen in weiterer Folge an die Schüler weitergeben zu können.
Angesichts des anhaltend starken Flüchtlingszustromes hat sich AGRANA im Herbst 2015 dazu entschlossen, das Verwaltungsgebäude und Teile des Areals der im Jahr 2006 stillgelegten Zuckerfabrik in Hohenau an der March|Österreich im Einvernehmen mit der Gemeinde für die Unterbringung von Asylwerbern zu adaptieren und zur Verfügung zu stellen.
Im November 2015 bezogen die ersten von insgesamt 50 Asylwerbern, v. a. Familien aus Afghanistan, dem Irak und Syrien, die von der Firma SLC betriebene Unterkunft. Die Asylwerber haben, während sie den Ausgang ihres Verfahrens abwarten, die Möglichkeit, einem geregelten Alltag mit Kindergarten- und Schulbesuch, Selbstversorgung, Deutschkursen und Sportangeboten nachzugehen. AGRANA organisierte für die neuen Bewohner auch eine Willkommensfeier. Bei dieser Gelegenheit begrüßten auch Johann Marihart und Robert Freitag, Bürgermeister der Gemeinde Hohenau an der March, die Asylwerber und übergaben AGRANA-Startpakete sowie Sachspenden, die von AGRANA-Mitarbeitern und Bürgern aus Hohenau gespendet wurden. Nach der Adaptierung und Ausstattung eines zusätzlichen Gemeinschaftsraumes mit WLAN konnte AGRANA den Familien mit der Einrichtung von Computerarbeitsplätzen im Dezember noch eine (weihnachtliche) Freude bereiten.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends zu setzen und sich durch Produktinnovationen von den Mitbewerbern zu unterscheiden. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Rezepturen, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstreicht somit ihre auf nachhaltigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist das zentrale Forschungsund Entwicklungsinstitut des Konzerns für die Bereiche Stärke, Bioethanol, Zucker und Frucht. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG. Ziel der Einrichtung ist es, neue Anwendungsfelder für innovative Produkte aus den Rohstoffen Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und Zuckerrübe zu erschließen. Das Unternehmen ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärkeund Bioethanoltechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsproduktentwicklung tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für Bioethanol-Analytik und die Qualitätsüberprüfung von Zuckerrüben.
Die Zusammenführung und das Zusammenarbeiten von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Zucker, Stärke und Frucht) unter einem Dach ermöglichen nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördern auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Ernährungsphysiologie, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte. Die zunehmende Anzahl an Projekten, die mehrere AGRANA-Geschäftssegmente gleichzeitig betreffen, kann somit wesentlich einfacher und effizienter umgesetzt werden.
| F&E-Kennzahlen | 2015 16 | 2014 15 | 2013 14 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) | Mio. € | 14,9 | 14,5 | 17,2 |
| F&E-Quote1 | % | 0,60 | 0,58 | 0,61 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 214 | 216 | 218 |
Ein Projekt zur potenziellen Reduktion der Primärenergiekosten wurde im Bereich der erweiterten Melasseentzuckerungsanlage im Werk Tulln|Österreich gestartet. Beim Betrieb dieser Anlage wird Melasse chromatografisch ohne Chemikalieneinsatz in je eine zuckerreiche, betainreiche und asche- sowie farbstoffreiche Fraktion aufgetrennt. Während für die ersten beiden Fraktionen ausgezeichnete Nutzungsmöglichkeiten existieren, lassen sich bei letzterem Produkt, welches noch immer einen signifikanten Anteil an Zucker enthält und als "Restmelasse" bezeichnet wird, die bereits existierenden Verwertungsschienen als Futter- oder Düngemittel noch erweitern.
Im Rahmen eines im COMET-Programm der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) geförderten Kooperationsprojektes mit der ACIB GmbH (Austrian Centre of Industrial Biotechnology) wird die fermentative Nutzung dieses in der Restmelasse noch vorhandenen Restzuckers untersucht. Dabei wird ein zweistufiger Prozess genutzt, bei dem der Restzucker von Mikroorganismen verwertet wird, um so Wasserstoff und Methan zu produzieren. Ziel ist es, eine zweistufige Pilotanlage in der Melasseentzuckerungsanlage in Tulln zu errichten, um den Prozess über einen längeren Zeitraum zu charakterisieren. Bei erfolgreicher Umsetzung und Errichtung einer großtechnischen Anlage könnten etwa 30% des Primärenergiebedarfes der Melasseentzuckerungsanlage durch das selbst produzierte Methan ersetzt werden.
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Weitere Fortschritte konnten auch bei Versuchen zum Einsatz von UV-Bestrahlung zur Bekämpfung von Mikroorganismen in Zuckerfabriksäften erzielt werden. Insbesondere bestimmte Bakterienstämme, die für die Belieferung von Kunden in der Getränkeindustrie problematisch sind, haben sich als UV-empfindlich herausgestellt und können so gezielt bekämpft werden.
Neben einer Fortführung der Untersuchungen zur Behandlung von Dünnsaft konnten speziell im Prozesswasserkreislauf von Dünnsaftenthärtungsanlagen Erfolge erzielt werden. Eine Kontamination mit Mikroorganismen wirkt sich hier besonders ungünstig aus, da sich diese im Extraktionsbereich weiter ausbreiten können und Zuckerverluste erhöhen. Die Ergebnisse, die im vergangenen Jahr mit einer weiter verbesserten Pilotanlage erzielt werden konnten, ermöglichen es nun, das Verfahren ökonomisch zu bewerten sowie Planung und Auslegung einer großtechnischen Anlage durchzuführen.
Die Gewinnung und analytische Charakterisierung spezieller Stärken aus neu gezüchteten Pflanzensorten wurde im Pilotmaßstab realisiert. Mit der Pilotanlage zur Verarbeitung dieser neuen Sorten können zwischen 150 und 700 Kilogramm Rohstoff pro Batch in seine Hauptbestandteile aufgetrennt werden. Somit können die neuartigen Stärken in handelsüblicher Qualität gewonnen und einer anwendungstechnischen Prüfung – v. a. für Lebensmittelanwendungen, aber auch technische Einsatzmöglichkeiten – zugeführt werden.
Mit dem bisher gängigen Verfahren zur Herstellung von kaltquellenden Stärken für den Lebensmittelbereich ließen sich die Eigenschaftsprofile der fertigen Stärke nur begrenzt modifizieren. Eine neu entwickelte Technologie wurde im Pilotmaßstab erfolgreich implementiert und daraus ein breites Spektrum an verschiedensten kaltquellenden Stärken gewonnen. Erste Ergebnisse zeigen, dass die mit dem neuen Verfahren hergestellten Stärken sich im Vergleich zu walzengetrockneten Produkten durch ein besseres Löseverhalten und höhere Verdickungsleistung auszeichnen.
Nachhaltige Lösungen in technischen Anwendungsbereichen von Stärke gewinnen immer mehr an Bedeutung. Unter Nutzung von Synergien innerhalb des Konzerns ist es gelungen, maßgeschneiderte Stärkeprodukte zu entwickeln, die den Ansprüchen des weltweit stetig wachsenden Konsumenteninteresses an Natürlichkeit gerecht werden.
Im Bereich der Veredelung von grafischen Papieren zu Hochglanzpapieren konnten im Rahmen eines von der deutschen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Projekts neue Stärkeprodukte für den Top-Strich als Ersatz für erdölbasierte Latexlösungen entwickelt werden, womit Nachhaltigkeitsanforderungen an gestrichenes Papier erfüllt werden.
Im Textildruck konnten für neue Technologien innovative Stärkeprodukte eingesetzt werden. Diese Stärken zeichnen sich durch ein exzellentes und stabiles Lösungsverhalten und hervorragende Druckergebnisse aus. Für den Klebstoffbereich wurden Prozesse entwickelt, um hochwertigere Klebstoffprodukte mit einem verbesserten Eigenschaftsprofil bei geringerem Auftrag herzustellen.
Ein zukunftsweisendes Projekt sind biologisch abbaubare Kunststoffe, basierend auf dem nachwachsenden Rohstoff Stärke. Durch entsprechende Modifikationen konnten neue thermoplastische Stärken entwickelt werden, die in verschiedensten Verpackungsmaterialien wie z.B. in Folien und Hohlkörpern eingesetzt werden können. Damit steht nun z.B. ein Stärke-Rohstoff für die Herstellung von nachhaltigen und biologisch abbaubaren Plastiktragetaschen zur Verfügung.
Die weitere Optimierung des Herstellungsprozesses von Bioethanol ist im ständigen Fokus der Forschungsaktivitäten. Im letzten Geschäftsjahr wurde das Hauptaugenmerk auf das Einsparungspotenzial beim Einsatz der wichtigsten Zusatzstoffe (Hefe und Enzyme) und die kritischen Prozessparameter gelegt. Zusätzlich wurde nach Hefen gesucht, die größeres Potenzial zur Fermentation bei höheren Temperaturen haben. Durch Anpassung des Enzymdosierschemas ist eine Verschiebung der Glyzerinproduktion zugunsten der Alkoholausbeute gelungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand die Konsolidierung der einzelnen Projekte zur kontinuierlichen Qualitätssteigerung in der gesamten Wertschöpfungskette zur Herstellung und Vermarktung von Fruchtzubereitungen im Vordergrund. Die dabei verfolgte Innovationsstrategie liegt in der Umsetzung von marktnahen Projekten, welche das gemeinsame Ziel verfolgen, die natürliche Textur der Fruchtstücke nicht zu verändern und das fruchteigene Aroma und die Farbe zu erhalten.
Im Bereich der Rohstoffbeschaffung konnten entscheidende Fortschritte bei der mikrobiologischen Charakterisierung gemacht werden. Ebenfalls wurde damit begonnen, die mikrobiologischen Standards durch neuartige Behandlungsmethoden der Fruchtrohmaterialien zu verbessern.
Die Entwicklung und Einführung spezieller Trocknungstechnologien soll die Produktivität und Profitabilität bei der Herstellung von Fruchtzubereitungen erhöhen. Verschiedene Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien mit dem Ziel, die Qualität bei Fruchtzubereitungen zu steigern, werden geprüft.
Durch die Optimierung von Prozessparametern und Anlagendesign in Kooperation mit Universitäten wird eine deutliche Verbesserung der organoleptischen Eigenschaften von Fruchtzubereitungen angestrebt.
Im Bereich Eiscreme liegt der Fokus auf der Entwicklung marktrelevanter Produktinnovationen.
Die AUSTRIA JUICE konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Geschäftsbereich Getränkegrundstoffe durch die Gewinnung neuer Kunden und die Entwicklung neuer Produkte weiter ausbauen. Die eigene Aromenproduktion von Kompositionsaromen zur Stärkung des Wachstumssegmentes der Getränkegrundstoffe und des Aufbaus des Aromengeschäftes wurde erfolgreich weiterentwickelt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie dem Bereich der Biermischgetränke und Getränke auf Fruchtweinbasis gelegt. Weitere Projekte zur verbesserten Verwertung und Vermarktung von Prozessnebenprodukten sowie der Erweiterung des Produktportfolios und zur Verbesserung und Optimierung der Prozess- und Produktsicherheit in Hinsicht auf die mikrobielle Sicherheit der produzierten Saftkonzentrate wurden initiiert.
Technische Neuerungen im Bereich der Aromenanalytik (Elektronische Nase) wurden zur Unterstützung der Qualitätssicherung und der Produktentwicklung in Betrieb genommen.
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Personal- und Sozialbericht
Ziele bzgl. Arbeitspraktiken und Menschenrechte 2015|16 Einrichtung von Ombudsstellen an allen Standorten, an denen kein Betriebsrat existiert
Ziele bzgl. Arbeitssicherheit 2015|16 Bereich Fruchtzubereitungen:
Verletzungsrate1 von 2,3
Ausfallstagequote1 von 28,0
Abwesenheitsrate1 von 3.106 Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2015|16 durchschnittlich 8.611 (Vorjahr: 8.708) Mitarbeiter, davon 2.120 (Vorjahr: 2.138) in Österreich und 6.491 (Vorjahr: 6.570) international.
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt:
| Durchschnittliche Mitarbeiter- anzahl (Köpfe) |
Durchschnittliche Anzahl an FTEs2 |
Mitarbeiter (Köpfe) zum Bilanzstichtag |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | 2015 16 | 2014 15 | 2015 16 | 2014 15 | 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
| Zucker | 2.203 | 2.326 | 2.185 | 2.297 | 1.984 | 2.403 | |
| Stärke | 887 | 863 | 870 | 848 | 881 | 864 | |
| Frucht | 5.521 | 5.519 | 5.455 | 5.405 | 4.940 | 5.115 | |
| Konzern | 8.611 | 8.708 | 8.510 | 8.550 | 7.805 | 8.382 |
Der Rückgang der Mitarbeiter im Segment Zucker war überwiegend auf kürzere Kampagnen sowie auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Im Segment Stärke erhöhte sich der Mitarbeiterstand durch das Ausbauprojekt in Aschach|Österreich leicht. Die Mitarbeiterzahl im Segment Frucht blieb konstant.
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft3 betrug per 29. Februar 2016 42 Jahre (Vorjahr: 41 Jahre). 29,1% (Vorjahr: 28,8%) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 58,0% (Vorjahr: 59,6%). Die Fluktuation im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2015|16 12,0% (Vorjahr: 11,4%).
Der Arbeitsstil bei AGRANA ist von gegenseitiger Wertschätzung und Kooperation geprägt. Dabei werden Leistungsbereitschaft, Integrität und soziales Bewusstsein forciert. Die Mitarbeiter werden gefördert und ermutigt, unternehmerisch zu denken und zu handeln.
Die Entwicklung der Potenziale der Mitarbeiter ist für ein global agierendes Unternehmen wie AGRANA ein wichtiges Anliegen. Darüber hinaus können nur gut funktionierende Zusammenarbeit und Informationsaustausch über Grenzen und Geschäftsbereiche hinweg die positive Werteentwicklung des Unternehmens sicherstellen. Die Personalabteilungen bieten daher verschiedene Programme und Initiativen an, die diesen Prozess unterstützen. Dies sowohl auf lokaler bzw. regionaler Ebene wie auch international im Rahmen unserer AGRANA Academy.
zum Bilanzstichtag 29. Februar 2016
| Befristete Dienst- |
verhältnisse5 | Unbefristete Dienstverhältnisse | Angestellte im Management6 |
Davon Executive Leadership7 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ange | ||||||||||||
| Segment | Gesamt | Frauen | Arbeiter | Frauen | stellte | Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen | Gesamt | Frauen |
| Zucker8 | 110 | 23,6% | 1.069 | 15,8% | 716 | 40,6% | 1.785 | 25,8% | 138 | 23,9% | 17 | 11,8% |
| Stärke | 44 | 20,5% | 574 | 12,4% | 263 | 44,1% | 837 | 22,3% | 49 | 14,3% | 3 | 33,3% |
| Frucht | 1.366 | 73,4% | 2.288 | 23,0% | 1.286 | 47,6% | 3.574 | 31,9% | 232 | 25,0% | 12 | 8,3% |
| Konzern | 1.520 | 68,3% | 3.931 | 19,5% | 2.265 | 45,0% | 6.196 | 28,8% | 419 | 23,4% | 32 | 12,5% |
1 Begriffsdefinition siehe Seite 48
2 Vollzeitäquivalente (Full-time equivalents)
3 Mitarbeiter in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften
4 Siehe GRI-Berichtsgrenzen Seite 7f
5 Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeiter
im Rahmen der Verarbeitungskampagnen.
6 Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene
7 1. Berichtsebene (d.h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer)
8 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
Einen wichtigen Bestandteil von AGRANAs Personalstrategie stellt die Förderung und Anerkennung von Leistung als Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Für das Management kommt dabei ein konzernweit implementiertes Performance-Management zum Einsatz, das weltweit in Verbindung mit einem erfolgsabhängigen Entlohnungssystem dazu beiträgt, die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2015|16 nahmen 7,9% (Vorjahr: 7,3%) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Im Rahmen der individuellen Ziele, die für den Großteil des Managements im variablen Vergütungssystem zur Anwendung kommen, werden – wo dies sinnvoll umsetzbar ist – auch nicht-finanzielle (d.h. ökologische und soziale) Zielsetzungen vereinbart.
Auch in Zukunft möchte AGRANA weiterhin ein konzernweites Performance-Management verfolgen, bei dem die individuelle Leistung und der Beitrag zum Unternehmenserfolg verstärkt in den Fokus rücken.
Das HR-Team der AGRANA Beteiligungs-AG ist stolz, bei BEST RECRUITERS den zweiten Platz im Branchenranking 2015|16 in Österreich vor einigen anderen namhaften Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie zu belegen und sich zudem zu den Top-100- Recruitern im Gesamtranking zählen zu können.
BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die Qualität der Recruitingmaßnahmen der jeweils
Top-500-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Studie umfasst dabei 86 Kriterien aus den Bereichen Umgang mit Bewerbern, Recruiting-Präsenz und Stellenanzeigen.
Die Verleihung des silbernen BEST RECRUITERS-Gütesiegels bestätigt, dass ein wertschätzender Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeitern für die AGRANA Beteiligungs-AG ein großes Anliegen ist. AGRANA versteht diese Auszeichnung als Ansporn bei der Suche nach neuen Talenten, ihre Qualitätsmaßstäbe beim Einsatz unterschiedlicher Recruitingmaßnahmen und im Umgang mit Menschen weiterhin kontinuierlich nach oben zu schrauben, wie auch als Motivation, den neuen Recruiting-Trends zu folgen.
Im Geschäftsjahr 2015|16 wurde ein kennzahlenbasiertes HR-Informations- und Steuerungstool konzipiert. Damit erhält der Vorstand sowie das Segmentsund HR-Management nun monatlich die wichtigsten HR-Kennzahlen grafisch und tabellarisch für jedes Segment, jeden Geschäftsbereich und jede Region aufbereitet, inklusive aller notwendigen Kommentierungen, um die wichtigsten Entwicklungen herauszustreichen.
AGRANA zielt auf eine stetige Verbesserung des Wissens und der Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter ab. Neben einer Vielzahl an fachlichen Schulungen wie auch Trainings im persönlichkeitsbildenden Bereich werden gezielte konzernübergreifende Programme angeboten. Durch diese Trainingsprogramme steigt nicht nur die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter.
im Geschäftsjahr 2015|16
| Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) |
Anteil der Mitarbeiter, die Training absolvierten |
Anteil der Aus- und Weiter- bildungskosten3 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | |||
| Zucker4 | 36,0 | 36,1 | 35,9 | 83,1% | 1,3% | |
| Stärke | 18,4 | 16,1 | 27,0 | 71,3% | 0,6% | |
| Frucht | 30,0 | 29,0 | 32,2 | 85,0% | 0,5% | |
| Konzern | 30,2 | 29,2 | 35,9 | 82,4% | 0,8% |
3 Von Lohn- und Gehaltssumme
1 Human Resources bzw. Personalabteilung
2 Mitarbeiter in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 7f )
4 Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
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Im Februar 2016 haben bereits zum vierten Mal 27 motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter (davon zehn Frauen) das AGRANA Competency Training (ACT) erfolgreich beendet. Mit den erarbeiteten Ergebnissen der Projekte, aber auch durch die intensive Förderung der fachlichen, persönlichen und methodischen Kompetenzen konnten sich die Teilnehmer fit für die Zukunft machen.
Um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch den eigenen Bereich zu geben, werden ein konzernweites On-Boarding-Programm und Welcome Days durchgeführt. Mitarbeiter profitieren von einem besseren Verständnis und können am übergreifenden, konzernweiten Austausch (INCA – International Communication at AGRANA) teilnehmen.
Ein besonderer Fokus wurde im Geschäftsjahr 2015|16 auf die Entwicklung von internen Schulungen und Trainingsprogrammen (z.B. Sharepoint-Trainings und Compliance-Schulungen) gelegt. Dies ermöglichte eine gezielte Weitergabe von Know-how innerhalb des Unternehmens (Wissensmanagement).
Ein wichtiger Bestandteil der konzernweiten Ausund Weiterbildung ist die AGRANA Academy. Bei dieser Initiative werden Führungskräfte in den Bereichen Strategie und Führung geschult. Ein Hauptaugenmerk stellen der segmentübergreifende Austausch von Ideen und Best Practices sowie das Aufzeigen von Markttrends dar. Die Academy soll Führungskräfte noch besser für künftige Herausforderungen wappnen. Darüber hinaus wurden zur Unterstützung der Verkaufsaktivitäten Vertriebstrainings durch eine neu konzipierte Sales Academy implementiert. Nachdem es AGRANA als Unternehmen wichtig ist, ihre Mitarbeiter stetig weiterzuentwickeln, startet im Geschäftsjahr 2016|17 ein neues Entwicklungsprogramm, welches speziell auf langjährige Mitarbeiter in einer Expertenfunktion abzielt. Das Programm wird bei seinem erstmaligen Roll-Out für die Bereiche Finanzen, Produktion, Einkauf sowie den Qualitätsbereich angeboten. Durch den fachspezifischen Kontext wird den Mitarbeitern neues Wissen aus dem eigenen Fachbereich sowie ein Austausch mit Kollegen aus demselben Fachbereich ermöglicht.
Im Geschäftsjahr 2015|16 waren durchschnittlich 68 Lehrlinge in Österreich und Deutschland, u. a. in den Bereichen Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Lebensmitteltechnik und Informationstechnologie, beschäftigt. Der Anteil weiblicher Lehrlinge lag bei rund 10%.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015|16 auf rund 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,0) Mio. €, das entspricht rund 0,8% (Vorjahr: 0,9%) der Lohn- und Gehaltssumme.
Die Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitern stellt der AGRANA Verhaltenskodex dar, der u. a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, sowie von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit enthält, daneben auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen gewährt. Er ist nicht auf AGRANAs Mitarbeiter beschränkt, sondern als Teil der AGRANA-Einkaufsbedingungen bzw. der Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte auch für AGRANAs Lieferanten und Dienstleister gültig.
Im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte hat AGRANA das im Vorjahr gesteckte Ziel, an allen Standorten weltweit, wo kein Betriebsrat existiert, der diese Funktion erfüllt, eine formale Beschwerdestelle bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechten für alle Mitarbeiter einzurichten, im Geschäftsjahr 2015|16 umgesetzt. Daneben wurde ein Prozess festgelegt, der die zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellt.
Für das Industrieunternehmen AGRANA ist Arbeitssicherheit ein besonderes Anliegen. Zur besseren Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen sowie zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen erhebt AGRANA weltweit einheitlich definierte Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit. Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit hat sich AGRANA bisher v. a. standortindividuelle Ziele gesetzt. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen hatte sich im Geschäftsjahr 2015|16 die Reduktion der Verletzungsrate1 um 13%, der Ausfallstagequote1 um 10% und der Abwesenheitsrate1 um 4% gegenüber dem Basisjahr 2014|15 vorgenommen. Die Ziele der Reduktion der Verletzungsrate sowie der Ausfallstagequote durch Unfall wurden erreicht, allein Abwesenheiten durch Krankheit führten zu einer Erhöhung der Abwesenheitsrate gegenüber dem Vorjahr.
Für das Geschäftsjahr 2016|17 haben sich erstmals alle Segmente divisions- bzw. bereichsweite Arbeitssicherheitsziele gesetzt:
█ Reduktion der Anzahl der Arbeitsunfälle1 um 10% (Basis: Geschäftsjahr 2015|16) im Rahmen eines jeweils standortspezifischen Maßnahmenpaketes
█ Weniger als zwölf Arbeitsunfälle1 im Geschäftsjahr (Geschäftsjahr 2015|16: 19 Unfälle1) durch Umsetzung eines jeweils standortspezifischen Maßnahmenpaketes
(Basis: jeweils Geschäftsjahr 2015|16)
█ Bereichsweit standardisierte Schulung definierter Mitarbeiter zum sicheren Umgang mit Chemikalien an allen Standorten
Zufriedene, leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter bilden die zentrale Säule im Unternehmen. Daher liegen AGRANA die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiter besonders am Herzen. Unter dem Begriff "AGRANA fit" ist an vielen Standorten ein umfangreiches Gesundheits- und Sportangebot verfügbar. Neben verschiedenen Vorträgen und Workshops lag in den Betriebsrestaurants ein Schwerpunkt auf bewusster und gesunder Ernährung. Beim jährlichen "Wien Energie Business Run" untermauerten 177 Mitarbeiter (59 Teams) im Geschäftsjahr 2015|16 ihre Sportlichkeit.
Im Juli 2015 bot AGRANA Mitarbeitern der Zuckerfabrik Tulln|Österreich bereits zum zweiten Mal eine einwöchige Sommerferienbetreuung für Kinder von drei bis zehn Jahren an. Ausgebildete Pädagogen des Niederösterreichischen Hilfswerkes betreuten die Kinder im Rahmen des altersgerechten Ausflugs- und Workshop-Programms bei Ausflügen auf eine mittelalterliche Burg, auf einen Schulbauernhof bzw. im Rahmen eines Zirkus-Workshops. Daneben standen Mitarbeitern am Standort Wien zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Betriebskindergarten und ein Kinderbetreuungsservice für schulautonome Tage und Fenstertage zur Verfügung.
Im Frühjahr 2016 trat AGRANA dem österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" bei. Das Netzwerk wurde vom Bundesministerium für Familien und Jugend ins Leben gerufen, um Unternehmen und Gemeinden, die sich für eine familienbewusste Personal- und Gemeindepolitik interessieren und/oder auch schon dafür engagieren, zu vernetzen. Die Plattform des Netzwerkes sowie zugehörige Veranstaltungen dienen als Ort des Austausches, der Inspiration sowie der Information. Im Rahmen ihres Beitrittes hat AGRANA die Umsetzung einer Reihe weiterer Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Geschäftsjahr 2016|17 beschlossen.
in den Geschäftsjahren 2015|16 und 2014|15
| Verletzungsrate1 | Ausfallstagequote2 | Abwesenheitsrate3 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | Gesamt | Männer | Frauen | |
| 2015 16 | ||||||||||
| Zucker | 1,9 | 2,3 | 0,8 | 26,8 | 29,5 | 18,8 | 5.705,0 | 5.573,1 | 6.095,4 | |
| Stärke | 1,6 | 1,8 | 0,5 | 23,1 | 28,5 | 2,2 | 7.400,9 | 7.369,3 | 7.522,5 | |
| Frucht | 2,2 | 2,5 | 1,7 | 25,8 | 30,6 | 18,3 | 3.526,0 | 3.553,2 | 3.484,4 | |
| Konzern 2014 15 |
2,0 | 2,3 | 1,4 | 25,7 | 30,0 | 17,2 | 4.578,3 | 4.709,8 | 4.315,9 | |
| Zucker | 2,2 | 2,6 | 0,8 | 24,5 | 25,9 | 20,1 | 5.101,8 | 4.969,5 | 5.523,5 | |
| Stärke | 2,2 | 2,6 | 0,6 | 29,8 | 34,5 | 11,4 | 7.289,2 | 7.410,3 | 6.811,2 | |
| Frucht | 2,8 | 3,6 | 1,6 | 31,5 | 44,7 | 11,7 | 3.417,5 | 3.743,5 | 2.931,5 | |
| Konzern | 2,5 | 3,1 | 1,3 | 29,3 | 37,2 | 13,4 | 4.344,8 | 4.646,3 | 3.737,9 |
Im Berichtsjahr 2015|16 ereigneten sich keine tödlichen Arbeitsunfälle in der AGRANA-Gruppe4.
Im Berichtsjahr 2015|16 ereigneten sich 13 Unfälle von AGRANA-Kontraktoren, die aus organisatorischen Gründen nicht in den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen, wie der Verletzungsrate, der Ausfallstagequote und der Abwesenheitsrate, enthalten sind.
1 Verletzungsrate = (Gesamtanzahl der Unfälle5 ÷ Gesamtarbeitszeit6) × 200.0007
7 Erklärung Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über die Unternehmensgrenzen hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 × 50 × 100). Damit versucht man die durchschnittliche unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit) pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeiter umzurechnen.
8 Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen.
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Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt als grundsätzliches Ziel, das Chancen- und Risikopotenzial ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Wie im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2015|16 vom Wirtschaftsprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt. Für die Überprüfung wurden die Empfehlungen des "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) als Referenzmodell herangezogen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sich diese aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe stellen klimatische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Rohmaterialien Risiken für AGRANA dar. Zunehmend gewinnt auch die Einhaltung nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien in der vorgelagerten Lieferkette an Bedeutung. Diese versucht AGRANA durch die Einhaltung definierter Kriterien zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte zu gewährleisten. Daneben ist AGRANA aufgrund der v. a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt. In diesem Bereich hat AGRANA eine Umweltpolitik formuliert, deren Einhaltung Risiken vermeiden bzw. minimieren soll.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffes Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus – im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte – für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Für die Raffinationsstandorte in Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Rumänien stellt die Möglichkeit der Wertschöpfung aus der Verarbeitung des bezogenen Rohzuckers unter Berücksichtigung der erzielbaren Marktpreise für Weißzucker den grundlegenden Rentabilitätsfaktor dar. Neben dem Risiko aus hohen Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weiß- und Rohzucker in die EU ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Darüber hinaus werden auch Exporte von Nicht-Quotenzucker (Weißzucker) mittels Warentermingeschäften abgesichert. Die Absicherungsgeschäfte werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Im Segment Stärke werden Lieferverträge in adäquatem Ausmaß zur Sicherung der Bedarfsmengen an Rohstoffen abgeschlossen. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte und OTC-Derivate) erfolgen. Umfang und Ergebnis dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des monatlichen Reporting und werden dem AGRANA-Vorstand berichtet.
Bei der Bioethanolproduktion führen Preisveränderungen beim Rohstoff Getreide in der Regel auch zu einer gleichgerichteten Preisänderung des Nebenproduktes ActiProt®. Dadurch können Rohstoffpreisrisiken teilweise kompensiert werden ("Natural Hedge"). Es verbleibt jedoch das Restrisiko, dass steigende Rohstoffkosten nicht in vollem Ausmaß an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.
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Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenzuwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohstoff-, Produktions- und Vertriebsrisiken überregional gesteuert. Sowohl Rohstoffeinkäufe als auch Verkaufskontrakte in Fremdwährung werden über Derivatgeschäfte abgesichert. In diesem Zusammenhang werden keine Short- bzw. Long-Positionen über den Zweck der Absicherung des Kerngeschäftes hinaus eingegangen.
Die Produktionsvorgänge, v. a. in den Segmenten Zucker und Stärke, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kostenoptimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energieträgern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Die frühzeitige Erkennung von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
Eine Ausweitung der politischen Unruhen in Osteuropa kann sich negativ auf das Marktumfeld im Segment Frucht auswirken. Aus derzeitiger Sicht verzeichnet die Region jedoch nach wie vor eine stabile Ertragslage.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen wird auch auf Seite 17f im Segment Zucker berichtet.
Zuckermarktordnung: Mit 30. September 2017 entfallen die Rübenmindestpreis- und die Quotenregelung für Zucker und Isoglukose. Beide Produkte können dann in der EU in beliebigen Quantitäten erzeugt und verkauft werden. Die Beendigung der Quotenregelung im Herbst 2017 hat bereits jetzt den europäischen Zuckermarkt beeinflusst, da der Markt durch eine offensive Preispolitik der Wettbewerber zur Sicherung von zukünftigen Marktanteilen gekennzeichnet ist. Mit dem Ende der Zuckermarktordnung wird auch die Substitution von kristallinem Zucker durch Isoglukose bis zu einem gewissen Ausmaß erwartet. Für das Segment Stärke ergibt sich damit massiver Wettbewerb auf den Verzuckerungsproduktmärkten, gleichzeitig aber auch die Chance, einen wachsenden Markt zu besetzen.
Freihandelsabkommen: Die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
Im September 2015 wurde durch die EU-Richtlinie 2015/1513/EU eine Änderung der EU-Regelung für erneuerbare Energien veröffentlicht. Im Hinblick auf das EU-Treibhausgas-Einsparungsziel von 40% bis zum Jahr 2030 auf Basis des Energieverbrauches von 1990 wurde der Beitrag durch Biotreibstoffe neu geregelt. Darin soll der Anteil von Energien aus erneuerbaren Quellen im Verkehrssektor bei allen Verkehrsträgern im Jahr 2020 mindestens 10% des verkehrsbedingten Endenergieverbrauches des Mitgliedstaates entsprechen. Der Anteil aus konventionellen Biokraftstoffen ("Biokraftstoffe aus erster Generation") wurde auf 7% limitiert. Gleichzeitig wurden die nationalen Regierungen aufgefordert, bis September 2017 diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen und damit festzulegen, mit welchem Portfolio von erneuerbaren Energien sie die Einsparungsziele erreichen wollen. AGRANA verfolgt die laufenden Entwicklungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse.
AGRANA verfolgt laufend rechtliche Änderungen, die ihre Geschäfte betreffen, die zu einer Risikosituation führen können, und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Compliance, Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht. AGRANA hat hierfür eigene Stabsstellen eingerichtet.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim| Deutschland. Bis dato gibt es keine Entscheidung des Kartellgerichtes. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, finanzielle Risiken und den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung des IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v. a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
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Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto-Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"- Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2011|12 der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán|Mexiko, traten Verdachtsmomente auf, dass verschiedene Geschäftsvorfälle nicht im Einklang mit dem AGRANA-Verhaltenskodex standen und deren finanzieller Ausweis nicht den geltenden externen und internen Bilanzierungsvorschriften entsprach. Nach intensiven Erhebungen wurde Anfang Juni 2012 das lokale Management ausgetauscht. Weiters wurden im Jahresabschluss 2012|13 finanzielle Vorsorgen getroffen.
Die Eintreibungsverfahren gegen die Schuldner der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V.wurden auf lokaler Ebene fortgesetzt. Die arbeitsrechtlichen Verfahren gegen das ehemalige Management konnten bis auf ein Verfahren abgeschlossen werden, wobei die hierfür rückgestellten Beträge nicht überschritten wurden. Die strafrechtlichen Verfahren werden seitens der mexikanischen Staatsanwaltschaft geführt. Mit der Vertrauensschadenversicherung wurde eine außergerichtliche Einigung erzielt.
Interne und externe Prüfungen sollen bestmöglich sicherstellen, dass ähnliche Vorfälle verhindert bzw. frühzeitig erkannt werden.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Verkaufsund Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP2-System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis erfolgt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzern-
weit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 49ff ), sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebsund Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich, soweit es für sein Prüfungsurteil erforderlich ist, das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
2 Enterprise-Resource-Planning
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Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 29. Februar 2016 beträgt 103,2 Mio. € und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 86,2% des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100%-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50% abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50% beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u. a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing.Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
Im Februar 2014 wurden 4,9% an AGRANA-Aktien unmittelbar von Südzucker erworben, die dadurch ihren direkten Anteil an der AGRANA Beteiligungs-AG auf rund 6,5% aufstockte. Knapp 5% sollen wieder dem Streubesitz zugeführt werden, um die Liquidität der AGRANA-Aktie zu erhöhen und so die Attraktivität für Investoren zu verbessern. Auf allfällig nicht platzierte Aktien hat die Z&S eine Call-Option gegenüber Südzucker.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3.Juli 2015 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch (erfolgte am 4. September 2015) gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital um bis zu 15.261.295,18 € durch Ausgabe von bis zu 2.100.000 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Weiters wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs.1 Z 8 sowie Abs.1a und Abs.1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Datum der Beschlussfassung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft, auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, sowohl über die Börse als auch außerbörslich auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechtes der Aktionäre zu erwerben.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
1 Angaben gemäß § 243a Abs.1 UGB
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodells und einer soliden Bilanzstruktur gut gerüstet und blickt optimistisch in das nächste Geschäftsjahr.
| AGRANA-Gruppe | 2015 16 | 2016 17 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.477,6 | moderater Anstieg | i |
| EBIT | Mio. € | 129,0 | moderater Anstieg | i |
| Investitionen1 | Mio. € | 116,0 | ~114 |
Aus heutiger Sicht geht AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von einem moderaten Anstieg aus.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten wird in Summe mit rund 114 Mio. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von knapp 90 Mio. € liegen.
| Segment Zucker | 2015 16 IST |
2016 17 Prognose |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 672,6 | stabile Entwicklung | p |
| EBIT | Mio. € | 4,3 | deutlicher Anstieg | ii |
| Investitionen1 | Mio. € | 46,1 | ~22 |
Im Segment Zucker rechnet AGRANA in Erwartung stabiler Absatzmengen und Preise mit einer Umsatzentwicklung zumindest auf Vorjahresniveau. Verbesserte Margen sowie das im Sommer 2015 eingeleitete Kostensenkungsprogramm lassen im Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg im EBIT gegenüber dem Vorjahr erwarten.
Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben belaufen sich auf rund 22 Mio. €. Neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen wird v. a. in Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Produktqualität investiert.
| Segment Stärke | 2015 16 | 2016 17 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 721,6 | stabile Entwicklung | p |
| EBIT | Mio. € | 65,9 | moderater Rückgang | s |
| Investitionen1 | Mio. € | 28,2 | ~58 |
Im Segment Stärke erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 bei leicht steigenden Absatzmengen eine konstante Umsatzentwicklung. Ein zu erwartender Preisdruck bei Verzuckerungsprodukten und Bioethanol führt trotz auf Rohstoffseite gefallener Terminmarktpreise zu einer moderat bis deutlich reduzierten EBIT-Erwartung gegenüber dem Vorjahr.
Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 58 Mio. € und somit rund 50% der gesamten Konzernausgaben. Investiert wird v. a. in Kapazitätserweiterungen in Österreich (Aschach) und Produktbereiche mit hoher Veredelungstiefe, um Wachstumschancen in margenstarken Bereichen ergreifen zu können.
| Segment Frucht | 2015 16 | 2016 17 | ||
|---|---|---|---|---|
| IST | Prognose | |||
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.083,4 | deutlicher Anstieg | ii |
| EBIT | Mio. € | 58,8 | deutlicher Anstieg | ii |
| Investitionen1 | Mio. € | 41,7 | ~34 |
AGRANA erwartet im Segment Frucht für das Geschäftsjahr 2016|17 einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und EBIT.
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Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet aufgrund steigender Absatzmengen mit einer positiven Umsatzentwicklung, speziell in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien. Bei stabilen Rohstoffpreisen wird von einer konstanten Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015|16 ausgegangen.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wird aufgrund höherer Absatzpreise infolge gestiegener Rohstoffpreise in der Ernte 2015 gegenüber der Ernte 2014 ein deutlicher Umsatzanstieg prognostiziert. Diese Entwicklung soll auch zu einer deutlichen Erholung beim EBIT führen.
Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 34 Mio. € geplant. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen sollen neben Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen die Kapazitäten in den USA und Asien erhöht werden, im Bereich Fruchtsaftkonzentrate liegt der Fokus auf Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen und der kontinuierlichen Verbesserung der Produktqualität.
Die Sicherstellung und Dokumentation einer nachhaltigen Wirtschaftsweise wird zunehmend zu einem Beschaffungskriterium für AGRANAs Kunden, v. a. in der Lebensmittelindustrie. Aus diesem Grund wird AGRANA auch 2016|17 und in den Folgejahren intensiv an der weiteren Integration von Nachhaltigkeit in die Kerngeschäftsaktivitäten arbeiten. Entsprechende Ziele zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialkriterien in den eigenen Produktionsanlagen bzw. für die Mitarbeiter hat sich das Unternehmen 2014|15 gesetzt und 2015|16 mit weiteren Zielen, v. a. bezüglich Nachhaltigkeit in ihrer Lieferkette, ergänzt. Über den Zielerreichungsgrad wird in den Folgejahren im Rahmen der im Geschäftsbericht integrierten Nachhaltigkeitsberichterstattung informiert.
der AGRANA-Gruppe (nach IFRS)
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 79
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| Note t¤ |
2015 16 | 2014 15 | |
|---|---|---|---|
| (1) | Umsatzerlöse | 2.477.647 | 2.493.512 |
| (2) | Bestandsveränderungen | 25.183 | –76.133 |
| (2) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.523 | 1.375 |
| (3) | Sonstige betriebliche Erträge | 44.087 | 38.3421 |
| Materialaufwand | –1.783.723 | –1.703.680 | |
| Personalaufwand | –285.696 | –282.054 | |
| Abschreibungen | –85.381 | –80.065 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –289.208 | –294.9501 | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 24.523 | 25.372 | |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 128.955 | 121.719 | |
| Finanzerträge | 43.789 | 68.7201 | |
| Finanzaufwendungen | –68.308 | –73.9601 | |
| Finanzergebnis | –24.519 | –5.240 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 104.436 | 116.479 | |
| Ertragsteuern | –23.508 | –31.901 | |
| Konzernergebnis | 80.928 | 84.578 | |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 82.723 | 80.896 | |
| davon nicht beherrschende Anteile | –1.795 | 3.682 | |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 5,82 € | 5,70 € |
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| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 80.928 | 84.578 |
| Sonstiges Ergebnis aus | ||
| Währungsdifferenzen | –14.655 | –9.513 |
| zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten (IAS 39) | ||
| nach latenten Steuern | –1.163 | 323 |
| Cashflow-Hedges (IAS 39) nach latenten Steuern | –2.515 | –19 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode einbezogen werden | –2.103 | 2.287 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –20.436 | –6.922 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und | ||
| ähnlicher Verpflichtungen (IAS 19) nach latenten Steuern | 2.820 | –14.697 |
| Anteilen aus Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode einbezogen werden | 3 | –6 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 2.823 | –14.703 |
| Sonstiges Ergebnis | –17.613 | –21.625 |
| Gesamtergebnis | 63.315 | 62.953 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 66.869 | 58.711 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –3.554 | 4.242 |
| t¤ | 2015 16 | 2014 151 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 80.928 | 84.578 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 86.211 | 80.763 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –821 | –698 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 1.075 | 63 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | 3.106 | –1.684 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –24.523 | –25.372 |
| Dividenden und Anzahlungen auf Dividenden von Unternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 33.000 | 22.900 |
| Erhaltene Dividenden von verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen | 763 | –763 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 46.175 | 48.279 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 225.914 | 208.066 |
| Veränderungen der Vorräte | –42.107 | 49.865 |
| Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte | –712 | –715 |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | –14.583 | –23 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –16.289 | 2.914 |
| Veränderungen des Working Capital | –73.691 | 52.041 |
| Erhaltene Zinsen | 7.684 | 7.559 |
| Gezahlte Zinsen | –16.687 | –18.207 |
| Gezahlte Ertragsteuern | –41.307 | –22.316 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 101.913 | 227.143 |
| Erhaltene Dividenden | 10 | 6 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 3.103 | 1.621 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –107.720 | –86.982 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 1 | 1.244 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Partizipationskapital | 85.000 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –318 | –40 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –19.924 | –84.151 |
| Begebung von Schuldscheindarlehen | 0 | 90.000 |
| Rückführung von Schuldscheindarlehen | 0 | –74.000 |
| Rückführung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | –85.000 | 0 |
| Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | –21.098 | –8.373 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | –2.558 | –33.327 |
| Gezahlte Dividenden | –54.957 | –55.445 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –163.613 | –81.145 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –81.624 | 61.847 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –2.819 | –3.885 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 193.818 | 135.856 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 109.375 | 193.818 |
• • • • • • • • •
65
• •
•
• • • •
• •
•
zum 29. Februar 2016
| Stand | Stand | |
|---|---|---|
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
| AKTIVA | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 241.961 | 241.475 |
| Sachanlagen | 679.592 | 661.537 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 60.906 | 84.384 |
| Wertpapiere | 18.622 | 104.879 |
| Beteiligungen | 1.091 | 1.114 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 10.602 | 21.070 |
| Aktive latente Steuern | 14.873 | 22.184 |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | 1.027.647 | 1.136.643 |
| Vorräte | 654.172 | 625.313 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Vermögenswerte | 439.521 | 439.793 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 10.774 | 11.274 |
| Wertpapiere | 45 | 46 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 109.375 | 193.818 |
| 1.213.887 | 1.270.244 | |
| C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.631 | 0 |
| Summe Aktiva | 2.243.165 | 2.406.887 |
| PASSIVA | ||
| 103.210 | ||
| 411.362 | ||
| 629.709 | ||
| 1.144.281 | ||
| 55.843 | ||
| 1.200.124 | ||
| 67.146 | ||
| 19.999 | ||
| 286.028 | ||
| 1.024 | ||
| 4.481 | ||
| 378.678 | ||
| 28.426 | ||
| 247.820 | ||
| B. Langfristige Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
||
| 375.058 | ||
| 13.059 | ||
| A. Eigenkapital Grundkapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Anteil der Aktionäre am Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen Übrige Rückstellungen Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern C. Kurzfristige Schulden Übrige Rückstellungen Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten Steuerschulden |
664.363 | 103.210 411.362 614.687 1.129.259 65.161 1.194.420 71.885 14.879 319.672 1.204 10.424 418.064 41.757 309.354 411.193 32.099 794.403 |
für das Geschäftsjahr 2015|16 vom 1.März 2015 bis 29. Februar 2016
Den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zurechenbar
| Gewinnrücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Grund- kapital |
Kapital- rücklagen |
Rücklage für "Zur Ver- äußerung verfügbar" |
Rücklage für Cashflow- Hedges |
Rücklage für ver- sicherungs- mathem. Gewinne/ Verluste |
Anteile am sonstigen Ergebnis von Gemein- schafts- unter- nehmen1 |
|
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||||||
| Stand 01.03.2015 | 103.210 | 411.362 | 4.294 | 215 | –29.945 | –23.775 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | –1.529 | –3.353 | 0 | 0 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen |
|||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.161 | 3 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | 366 | 838 | –386 | –1 | |
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.104 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | –1.163 | –2.515 | 2.775 | –2.102 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | –1.163 | –2.515 | 2.775 | –2.102 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und | |||||||
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 29.02.2016 | 103.210 | 411.362 | 3.131 | –2.300 | –27.170 | –25.877 | |
| 629.709 | |||||||
| Geschäftsjahr 2014 15 | |||||||
| Stand 01.03.2014 | 103.210 | 411.362 | 3.971 | 234 | –15.463 | –25.935 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 1.022 | –31 | 0 | 0 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne/Verluste |
|||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen | |||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen Steuereffekte |
0 0 |
0 0 |
0 –699 |
0 12 |
–16.966 2.484 |
–7 241 |
|
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.926 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 323 | –19 | –14.482 | 2.160 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 323 | –19 | –14.482 | 2.160 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und | |||||||
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2015 | 103.210 | 411.362 | 4.294 | 215 | –29.945 | –23.775 | |
| 614.687 |
• • • • • • • • •
• •
67
•
• • • •
• •
•
| Nicht beherr schende Anteile Summe |
Eigen- kapital der AGRANA- Aktionäre |
Jahres- ergebnis |
Unter- schieds- betrag Währungs- umrechnung |
Übriges kumuliertes Eigen- kapital |
|---|---|---|---|---|
| 65.161 1.194.420 |
1.129.259 | 80.896 | –67.981 | 650.983 |
| 0 | –4.882 | 0 | 0 | 0 |
| 61 | 3.164 | 0 | 0 | 0 |
| –15 | 817 | 0 | 0 | 0 |
| –1.805 –16.758 |
–14.953 | 0 | –12.849 | 0 |
| –1.759 –17.613 |
–15.854 | 0 | –12.849 | 0 |
| –1.795 | 82.723 | 82.723 | 0 | 0 |
| –3.554 | 66.869 | 82.723 | –12.849 | 0 |
| –3.830 –54.957 |
–51.127 | –51.127 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | –29.769 | 0 | 29.769 |
| –1.934 | –724 | 0 | 0 | –724 |
| 0 | 4 | 0 | 0 | 4 |
| 55.843 1.200.124 |
1.144.281 | 82.723 | –80.830 | 680.032 |
| 66.255 1.190.988 |
1.124.733 | 105.155 | –57.814 | 600.013 |
| 0 | 991 | 0 | 0 | 0 |
| –288 –17.261 |
–16.973 | 0 | 0 | 0 |
| 152 | 2.038 | 0 | 0 | 0 |
| 696 560 –21.625 |
–8.241 –22.185 |
0 0 |
–10.167 –10.167 |
0 0 |
| 3.682 4.242 |
80.896 58.711 |
80.896 80.896 |
0 –10.167 |
0 0 |
| –4.318 –55.445 |
–51.127 | –51.127 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | –54.028 | 0 | 54.028 |
| –979 | –2.548 | 0 | 0 | –2.548 |
| –39 65.161 1.194.420 |
–510 1.129.259 |
0 80.896 |
0 –67.981 |
–510 650.983 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Der Konzernabschluss 2015|16 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe.
Die AGRANA-Gruppe hat die drei berichtspflichtigen Segmente Zucker, Stärke und Frucht, die entsprechend der strategischen Ausrichtung gebildet wurden. Jedes der Segmente bietet ein unterschiedliches Produktportfolio an und wird aufgrund der unterschiedlichen Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffungen und Absatzstrategien getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Für jedes Segment gibt es eine interne Berichterstattung, die monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker) erfolgt. CODM sind die Vorstände der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente werden nachstehend gegeben. Die Bewertung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt.
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Konzern |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 739.912 | 728.730 | 1.084.085 | –75.080 | 2.477.647 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –67.268 | –7.164 | –648 | 75.080 | 0 |
| Umsatzerlöse | 672.644 | 721.566 | 1.083.437 | 0 | 2.477.647 |
| EBITDA | 25.397 | 64.884 | 101.676 | 0 | 191.957 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –22.633 | –22.038 | –39.800 | 0 | –84.471 |
| Operatives Ergebnis | 2.764 | 42.846 | 61.876 | 0 | 107.486 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 | –3.054 | 0 | –3.054 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1.542 | 22.981 | 0 | 0 | 24.523 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 4.306 | 65.827 | 58.822 | 0 | 128.955 |
| Segmentvermögen | 1.619.559 | 474.811 | 1.094.648 | –945.853 | 2.243.165 |
| Segmenteigenkapital | 906.208 | 318.089 | 312.633 | –336.806 | 1.200.124 |
| Segmentschulden | 713.351 | 156.722 | 782.015 | –609.047 | 1.043.041 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 46.102 | 28.151 | 41.730 | 0 | 115.983 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 10 | 308 | 0 | 318 |
| Investitionen gesamt | 46.102 | 28.161 | 42.038 | 0 | 116.301 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 5.303 | 55.603 | 0 | 0 | 60.906 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 2.185 | 870 | 5.455 | 0 | 8.510 |
• • • • • • • • •
• •
69
•
• • • •
• •
•
| Konsoli | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Konzern |
| Geschäftsjahr 2014 15 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 812.265 | 708.233 | 1.062.510 | –89.496 | 2.493.512 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –81.127 | –8.102 | –267 | 89.496 | 0 |
| Umsatzerlöse | 731.138 | 700.131 | 1.062.243 | 0 | 2.493.512 |
| EBITDA | 29.355 | 49.005 | 103.556 | 0 | 181.916 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –19.656 | –21.967 | –38.276 | 0 | –79.899 |
| Operatives Ergebnis | 9.699 | 27.038 | 65.280 | 0 | 102.017 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 1.002 | 0 | –6.672 | 0 | –5.670 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –1.721 | 27.093 | 0 | 0 | 25.372 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 8.980 | 54.131 | 58.608 | 0 | 121.719 |
| Segmentvermögen | 1.722.879 | 467.881 | 1.080.921 | –864.794 | 2.406.887 |
| Segmenteigenkapital | 919.359 | 300.979 | 310.889 | –336.807 | 1.194.420 |
| Segmentschulden | 803.520 | 166.902 | 770.032 | –527.987 | 1.212.467 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 34.476 | 13.743 | 42.990 | 0 | 91.209 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 4 | 0 | 36 | 0 | 40 |
| Investitionen gesamt | 34.480 | 13.743 | 43.026 | 0 | 91.249 |
| Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, | |||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 3.754 | 80.630 | 0 | 0 | 84.384 |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente)2 | 2.297 | 848 | 5.405 | 0 | 8.550 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Im Ergebnis aus Sondereinflüssen sind Aufwendungen aus der Schließung eines Produktionsstandortes in Belgien und einer Farm in Marokko sowie Aufwendungen für ein Strategie- und Organisationsprojekt im Segment Frucht enthalten.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –609.047 t€ (Vorjahr: –527.987 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –336.806 t€ (Vorjahr: –336.807 t€).
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| Umsatz t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Österreich | 1.248.869 | 1.333.776 |
| Ungarn | 89.218 | 86.107 |
| Rumänien | 178.510 | 173.030 |
| Restliche EU | 412.566 | 408.113 |
| EU-28 | 1.929.163 | 2.001.026 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 90.496 | 91.863 |
| Übriges Ausland | 457.988 | 400.623 |
| Summe | 2.477.647 | 2.493.512 |
2 Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 72.
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 539.571 t€ (Vorjahr: 541.033 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 21,8% (Vorjahr: 21,7%) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei, Serbien und Bosnien-Herzegowina definiert.
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Österreich | 65.630 | 32.999 |
| Ungarn | 12.650 | 17.673 |
| Rumänien | 3.577 | 4.408 |
| Restliche EU | 15.987 | 13.651 |
| EU-28 | 97.844 | 68.731 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 2.751 | 3.255 |
| Übriges Ausland | 15.388 | 19.223 |
| Summe | 115.983 | 91.209 |
| Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte1 t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Österreich | 344.563 | 315.217 |
| Ungarn | 68.806 | 63.690 |
| Rumänien | 39.009 | 39.760 |
| Restliche EU | 113.090 | 121.481 |
| EU-28 | 565.468 | 540.148 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 17.831 | 19.723 |
| Übriges Ausland | 112.052 | 116.965 |
| Summe | 695.351 | 676.836 |
| Standard / Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Voraussichtliche Erstanwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Anerkennung durch EU |
|
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses (Änderung) | 18.12.2014 | 2016 17 | 18.12.2015 |
| IAS 7 | Kapitalflussrechnungen (Änderung) | 29.01.2016 | 2017 18 | nein |
|---|---|---|---|---|
| IAS 12 | Ertragsteuern (Änderung) | 19.01.2016 | 2017 18 | nein |
| IAS 16 | Sachanlagen (Änderung) | 12.05.2014 und 30.06.2014 |
2016 17 | 23.11.2015 und 02.12.2015 |
| IAS 27 (2011) | Separate Abschlüsse (Änderung) | 12.08.2014 | 2016 17 | 18.12.2015 |
• • • • • • • • •
• •
71
•
• • • •
• •
•
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Sämtliche vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der AGRANA Beteiligungs-AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.
Im Geschäftsjahr 2015|16 war IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) und neben den im Rahmen der Annual Improvements Projects 2011–2013 sowie 2010–2012 geänderten Standards auch IFRIC 21 (Abgaben) erstmalig verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage von AGRANA.
Nachfolgend ist eine Übersicht über die Standards und Interpretationen dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2015|16 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 18.12.2014 2016|17 18.12.2015 Mit den Änderungen wird klargestellt, dass Informationen durch Aggregation nicht vermieden werden sollen und dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind, auch wenn einzelne Standards Mindestangaben vorschreiben. Die Relevanz von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung bestimmt deren Aufgliederung oder Zusammenfassung. Im sonstigen Gesamtergebnis werden sämtliche Effekte aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in einer separaten Kategorie unabhängig von der Recycelbarkeit dargestellt. Die Änderungen sind Bestandteil der Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative). Es werden Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses und die Angaben im Anhang erwartet.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen (Änderung) 29.01.2016 2017|18 nein Mit der Änderung sollen die Angaben der Komponenten der Veränderung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit im Sinne einer Überleitungsrechnung ausgeweitet werden.
IAS 12 Ertragsteuern (Änderung) 19.01.2016 2017|18 nein Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IAS 16 Sachanlagen (Änderung) 12.05.2014 und 2016|17 23.11.2015 und Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 27 (2011) Separate Abschlüsse (Änderung) 12.08.2014 2016|17 18.12.2015 Die Änderung hat keine Auswirkungen, da sie Einzelabschlüsse betrifft.
| Standard / Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Voraussichtliche Erstanwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Anerkennung durch EU |
|
|---|---|---|---|---|
| IAS 28 (2011) | Assoziierte Unternehmen (Änderung) | 11.09.2014 und 18.12.2014 |
2016 17 | nein |
| IAS 38 | Immaterielle Vermögenswerte (Änderung) | 12.05.2014 | 2016 17 | 02.12.2015 |
| IAS 41 | Landwirtschaft (Änderung) | 30.06.2014 | 2016 17 | 23.11.2015 |
| IFRS 9 (2014) | Finanzinstrumente | 24.07.2014 | 2018 19 | nein |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse (Änderung) | 11.09.2014 und 18.12.2014 |
2016 17 | nein |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen (Änderung) | 06.05.2014 | 2016 17 | 24.11.2015 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen (Änderung) |
18.12.2014 | 2016 17 | nein |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 30.01.2014 | 2016 17 | nein |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 28.05.2014 | 2018 19 | nein |
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13.01.2016 2019|20 nein Mit IFRS 16 werden der Ansatz, die Bewertung und der Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es
Diverse Annual Improvements Project 2012–2014 25.09.2014 2016|17 15.12.2015 Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
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IAS 28 (2011) Assoziierte Unternehmen (Änderung) 11.09.2014 und 2016|17 nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte (Änderung) 12.05.2014 2016|17 02.12.2015 Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 41 Landwirtschaft (Änderung) 30.06.2014 2016|17 23.11.2015 Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 9 (2014) Finanzinstrumente 24.07.2014 2018|19 nein Der IASB hat die endgültige Fassung von IFRS 9 herausgegeben, in dem die Ergebnisse der Phasen zu Klassifizierung und Bewertung, Wertminderung und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, in denen das Projekt zur Ersetzung von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) abgearbeitet wurde, zusammengebracht sind. In dieser neuen Version des Standards sind das neue Modell der erwarteten Verluste in Bezug auf Wertminderungen und begrenzte Änderungen bei den Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte aufgenommen worden. Das Wertminderungsmodell beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste bei Vertragsbeginn abzubilden. Ausgenommen sind Instrumente, die bereits bei Zugang wertgemindert sind; bei diesen werden die erwarteten Verluste im bei Zugang bestimmten Effektivzins widergespiegelt. Das Klassifizierungs- und Bewertungsmodell wurde für finanzielle Vermögenswerte und für bestimmte Schuldinstrumente um die Kategorie "Beizulegender Zeitwert mit Erfassung der Änderungen im sonstigen Ergebnis" (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVTOCI) ergänzt. Außerdem wurden neue Leitlinien dazu aufgenommen, wie die Prüfung der Geschäftsmodellbedingung und der Zahlungsstrombedingung durchgeführt werden kann. Der Standard ersetzt alle früheren Fassungen von IFRS 9. Für den Wertpapierbestand werden sich aufgrund der neuen Klassifizierung auch Veränderungen in der Art der Bewertung ergeben und im Bereich der Derivate wird von einer Ausweitung des Hedge-Accounting ausgegangen. Daneben wird von einer Ausweitung der Angabepflichten ausgegangen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 11.09.2014 und 2016|17 nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Änderung) 06.05.2014 2016|17 24.11.2015 Die Änderung kann Auswirkungen auf die Bilanzierung von künftigen Anteilserwerben haben.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 18.12.2014 2016|17 nein Die Änderung ist für AGRANA nicht relevant.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 2016|17 nein Der Standard ist für AGRANA nicht relevant. Aufgrund des äußerst limitierten Anwenderkreises hat die EU-Kommission den Interimsstandard nicht zur Übernahme in EU-Recht vorgeschlagen.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 2018|19 nein Mit IFRS 15 werden Prinzipien geschaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat. Insbesondere werden Kriterien aufgestellt, nach denen verschiedene Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag als eigenständig anzusehen sind. AGRANA erwartet aus der Anwendung keine Auswirkungen auf die Umsatzrealisierungszeitpunkte, aber erweiterte Angabepflichten.
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13.01.2016 2019|20 nein Mit IFRS 16 werden der Ansatz, die Bewertung und der Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es künftig nur noch ein Bilanzierungsmodell geben, bei dem das Nutzungsrecht als Vermögenswert und die Verpflichtung als Verbindlichkeit in der Bilanz auszuweisen ist. Ein Aktivierungswahlrecht besteht für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter zwölf Monaten. AGRANA überprüft, inwieweit IFRS 16 für bestehende Mietverträge anzuwenden ist und wie bei einzelnen Verträgen bzw. Vertragsgruppen der Nutzwert und die korrespondierende Schuld zu bemessen sind. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, lassen sich die Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage abschätzen. Da beim Leasinggeber das duale Bilanzierungsmodell mit Operating- und Finanzierungsleasing erhalten bleibt, werden hieraus keine Anpassungserfordernisse erwartet.
Diverse Annual Improvements Project 2012–2014 25.09.2014 2016|17 15.12.2015 Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2015|16 wurde die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis um die Zeilen "Anteile aus Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden" ergänzt. Darin enthalten sind jene Beträge zusammengefasst, die aus erfolgsneutralen IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen sowie aus Veränderungen versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen bei nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Diese waren zuvor den bisherigen Zeilen zu IAS 39-Bewertungseffekten und Währungsdifferenzen sowie Veränderungen versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen zugeordnet. Die Konzern-Eigenkapital-Entwicklung wurde dahingehend angepasst, dass die Beträge der erfolgsneutralen IAS 39-Bewertungseffekte, Währungsdifferenzen und Veränderungen versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen in einer separaten Spalte dargestellt werden.
Wechselkursergebnisse wurden erstmals im Geschäftsjahr 2015|16 dem Bruttoprinzip folgend als Kursgewinne oder -verluste im Ergebnis der Betriebstätigkeit bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Anpassung hat eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5.055 t€ sowie eine Erhöhung der Finanzerträge und -aufwendungen von 41.204 t€ für die Vergleichsperiode 2014|15 verglichen mit den veröffentlichten Werten zur Folge.
Bedingt durch eine Erweiterung des Treasurysystems und eine damit verbundene Anpassung der Buchungsprozesse, werden seit dem Geschäftsjahr 2015|16 die Gewinne/Verluste aus Derivaten brutto ausgewiesen. Dies führt zu einer Erhöhung der Gewinne aus Derivaten um 11.935 t€ und zu einer Erhöhung der Verluste aus Derivaten um 32.583 t€ sowie zu einer Reduktion der Währungsgewinne im Finanzergebnis von 5.130 t€ und zu einer Reduktion der Währungsverluste im Finanzergebnis von 25.778 t€ für die Vergleichsperiode 2014|15 im Vergleich zu den veröffentlichten Werten.
Die Darstellung der Angaben von Mitarbeiterzahlen wurde von Köpfen (Jahresdurchschnitt) auf Vollzeitäquivalente (Jahresdurchschnitt) umgestellt.
In der Geldflussrechnung wurden die zahlungswirksamen Zinsen, Steuern und Dividenden gesondert ausgewiesen und die Fremdwährungseffekte den jeweiligen Positionen zugeordnet, was zu einer Anpassung der Vorjahreswerte geführt hat.
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschender Einfluss ist gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen schwankenden Rückflüssen eines Unternehmens zu partizipieren und diese Rückflüsse durch diese Verfügungsgewalt beeinflussen kann sowie Entscheidungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten eines Unternehmens hat. Dies ist in der Regel gegeben, wenn AGRANA Beteiligungs-AG mehr als die Hälfte der Stimmrechte innehat.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden, über die die Beherrschung gemeinsam ausgeübt wird und an denen die Unternehmen die Rechte am Nettovermögen gemeinsam besitzen (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 58 Unternehmen (Vorjahr: 63 Unternehmen) in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und zwölf Unternehmen (Vorjahr: elf Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen.
Eine Übersicht der voll einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich auf Seite 125f.
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Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2015|16 wie folgt verändert:
| Voll- konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|
| Stand 01.03.2015 | 63 | 11 |
| Erstmalige Einbeziehung | 1 | 1 |
| Verschmelzung | –4 | 0 |
| Abgang | –2 | 0 |
| Stand 29.02.2016 | 58 | 12 |
Im Geschäftsjahr 2015|16 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die bis dahin aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung ein nicht einbezogenes Tochterunternehmen war. Im Zuge der erstmaligen Einbeziehung ist ein Unterschiedsbetrag zwischen dem übernommenen Nettovermögen und den Anschaffungskosten von 3,6 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Weiters wurde die AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k, Tirana|Albanien, nach der Equity-Methode erstmalig einbezogen.
Die Auswirkungen im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2015 16 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 2.363 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.998 |
| Summe Aktiva | 7.361 |
| Eigenkapital | 4.353 |
| Langfristige Schulden | 1.888 |
| Kurzfristige Schulden | 1.120 |
| Summe Passiva | 7.361 |
In den Bilanzwerten sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.781 t€ enthalten.
Abgänge im Konsolidierungskreis betrafen die Gesellschaften AGRANA URZICENI S.R.L., Bukarest|Rumänien, und AGRANA LIESTI S.R.L., Bukarest|Rumänien. Weder der Abgang des Nettovermögens der beiden Gesellschaften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Konzern-Bilanz noch das Ergebnis aus der Entkonsolidierung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung.
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 127 aufgelistet.
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
|---|---|---|---|
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 29.02.2016 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 37.213 | 107.445 | 144.658 |
| Vorräte | 33.879 | 35.146 | 69.025 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 28.155 | 40.427 | 68.582 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 4.292 | 2.215 | 6.507 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 66.326 | 77.788 | 144.114 |
| Summe Aktiva | 103.539 | 185.233 | 288.772 |
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
|---|---|---|---|
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| Eigenkapital | 11.510 | 110.237 | 121.747 |
| Externe Finanzschulden | 166 | 7.488 | 7.654 |
| Sonstige Schulden | 253 | 5.944 | 6.197 |
| Langfristige Schulden | 419 | 13.432 | 13.851 |
| Externe Finanzschulden | 45.085 | 34.383 | 79.468 |
| Sonstige Schulden | 46.525 | 27.181 | 73.706 |
| Kurzfristige Schulden | 91.610 | 61.564 | 153.174 |
| Summe Passiva | 103.539 | 185.233 | 288.772 |
| Umsatzerlöse | 189.093 | 318.377 | 507.470 |
| Abschreibungen | –2.854 | –12.607 | –15.461 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –183.197 | –248.141 | –431.338 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 3.042 | 57.629 | 60.671 |
| Zinsertrag | 707 | 49 | 756 |
| Zinsaufwand | –1.607 | –667 | –2.274 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | 848 | 546 | 1.394 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.990 | 57.557 | 60.547 |
| Ertragsteuern | 94 | –11.595 | –11.501 |
| Jahresüberschuss | 3.084 | 45.962 | 49.046 |
| Sonstiges Ergebnis | 15 | –4.216 | –4.201 |
| Gesamtergebnis | 3.099 | 41.746 | 44.845 |
| 28.02.2015 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 39.716 | 106.727 | 146.443 |
| Vorräte | 25.087 | 24.671 | 49.758 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 29.505 | 62.532 | 92.037 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere | 4.888 | 21.815 | 26.703 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 59.480 | 109.018 | 168.498 |
| Summe Aktiva | 99.196 | 215.745 | 314.941 |
| Eigenkapital | 8.412 | 160.292 | 168.704 |
| Externe Finanzschulden | 157 | 10.497 | 10.654 |
| Sonstige Schulden | 326 | 6.668 | 6.994 |
| Langfristige Schulden | 483 | 17.165 | 17.648 |
| Externe Finanzschulden | 40.505 | 10.666 | 51.171 |
| Sonstige Schulden | 49.796 | 27.622 | 77.418 |
| Kurzfristige Schulden | 90.301 | 38.288 | 128.589 |
| Summe Passiva | 99.196 | 215.745 | 314.941 |
| Umsatzerlöse | 189.442 | 315.800 | 505.242 |
| Abschreibungen | –3.134 | –12.180 | –15.314 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –188.220 | –235.942 | –424.162 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –1.912 | 67.678 | 65.766 |
| Zinsertrag | 116 | 55 | 171 |
| Zinsaufwand | –1.634 | –556 | –2.190 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | –412 | –794 | –1.206 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –3.842 | 66.383 | 62.541 |
| Ertragsteuern | 399 | –12.196 | –11.797 |
| Jahresüberschuss | –3.443 | 54.187 | 50.744 |
| Sonstiges Ergebnis | 312 | 3.599 | 3.911 |
| Gesamtergebnis | –3.131 | 57.786 | 54.655 |
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Die Ableitung der Buchwerte an nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen ist nachfolgend dargestellt:
| STUDEN- | HUNGRANA | ||
|---|---|---|---|
| t¤ | Gruppe | Gruppe | Summe |
| 29.02.2016 | |||
| Eigenkapital | 11.510 | 110.237 | 121.747 |
| davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 5.755 | 55.119 | 60.874 |
| Goodwill | 0 | 484 | 484 |
| Wertminderung Goodwill zum Zeitpunkt des Überganges | –452 | 0 | –452 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 5.303 | 55.603 | 60.906 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 45.900 | 45.900 |
| 28.02.2015 | |||
| Eigenkapital | 8.412 | 160.292 | 168.704 |
| davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 4.206 | 80.146 | 84.352 |
| Goodwill | 0 | 484 | 484 |
| Wertminderung Goodwill zum Zeitpunkt des Überganges | –452 | 0 | –452 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, | |||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 3.754 | 80.630 | 84.384 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 0 | 0 |
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 55.843 t€ (Vorjahr: 65.161 t€) betreffen im Wesentlichen mit 39.952 t€ (Vorjahr: 47.895 t€) die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01%. Somit ist in Höhe von 49,99% das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AUSTRIA JUICE-Gruppe:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 131.452 | 138.535 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 228.422 | 200.569 |
| Summe Vermögenswerte | 359.874 | 339.104 |
| Langfristige Schulden | 6.668 | 8.575 |
| Kurzfristige Schulden | 266.007 | 227.439 |
| Summe Schulden | 272.675 | 236.014 |
| Nettovermögen | 87.199 | 103.090 |
| Umsatzerlöse | 212.082 | 257.137 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 443 | 15.331 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –4.234 | 11.760 |
| Ertragsteuern | –1.746 | –1.850 |
| Jahresüberschuss | –5.980 | 9.910 |
| Sonstiges Ergebnis | –2.917 | –461 |
| Gesamtergebnis | –8.897 | 9.449 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 57.729 | 5.627 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –7.242 | –11.869 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –51.810 | 23.375 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –1.323 | 17.133 |
In der folgenden Tabelle werden die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der AUSTRIA JUICE-Gruppe dargestellt:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Anteiliger Jahresüberschuss | –2.990 | 4.954 |
| Anteilige gezahlte Dividenden | 3.499 | 3.499 |
| Anteiliges Nettovermögen | 43.591 | 51.535 |
| Anteiliger Goodwill | –3.639 | –3.640 |
| Nicht beherrschende Anteile am Nettovermögen | 39.952 | 47.895 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
█ Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für eine Aktivierung vorliegen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile, jedoch nicht 100% erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts-/Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht zur Anwendung gekommen.
█ Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
█ Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
█ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden mit Ausnahme der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet.
█ Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
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█ In Fremdwährung angefallene Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsbewertung von Finanzierungsverbindlichkeiten werden mit Stichtagskursen zum Bilanzstichtag umgerechnet, wenn der Durchschnittskurs aufgrund anhaltender Wechselkursschwankungen als nicht angemessen beurteilt wurde.
█ Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
| Währungs- | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ¤ | einheit | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 2015 16 | 2014 15 | |
| Albanien | ALL | 138,24 | – | 139,43 | – | |
| Ägypten | EGP | 8,54 | 8,61 | 8,54 | 9,27 | |
| Argentinien | ARS | 17,18 | 9,77 | 11,22 | 10,72 | |
| Australien | AUD | 1,53 | 1,44 | 1,49 | 1,46 | |
| Bosnien | BAM | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| Brasilien | BRL | 4,34 | 3,26 | 3,90 | 3,10 | |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 | |
| China | CNY | 7,14 | 7,05 | 6,98 | 8,00 | |
| Dänemark | DKK | 7,46 | 7,47 | 7,46 | 7,45 | |
| Fidschi | FJD | 2,35 | 2,29 | 2,34 | 2,47 | |
| Kroatien | HRK | 7,63 | 7,69 | 7,61 | 7,64 | |
| Marokko | MAD | 10,78 | 10,80 | 10,82 | 11,10 | |
| Mazedonien | MKD | 61,70 | 61,51 | 61,64 | 61,60 | |
| Mexiko | MXN | 19,80 | 16,87 | 18,11 | 17,48 | |
| Polen | PLN | 4,36 | 4,15 | 4,21 | 4,19 | |
| Rumänien | RON | 4,48 | 4,44 | 4,45 | 4,44 | |
| Russland | RUB | 82,64 | 69,20 | 69,79 | 55,51 | |
| Serbien | CSD | 123,50 | 120,33 | 120,85 | 118,30 | |
| Südafrika | ZAR | 17,46 | 13,07 | 14,87 | 14,14 | |
| Südkorea | KRW | 1.347,54 | 1.236,16 | 1.267,46 | 1.365,73 | |
| Tschechien | CZK | 27,06 | 27,44 | 27,17 | 27,58 | |
| Türkei | TRY | 3,23 | 2,83 | 3,11 | 2,86 | |
| Ukraine | UAH | 29,78 | 31,42 | 24,98 | 17,70 | |
| Ungarn | HUF | 311,26 | 303,03 | 310,04 | 309,59 | |
| USA | USD | 1,09 | 1,12 | 1,10 | 1,29 |
█ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Nahezu alle immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte, haben eine bestimmbare Nutzungsdauer. Jene immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer sind für den Konzern unwesentlich.
█ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August, und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events), statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
█ Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare bzw. kampagnenbezogene planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögens-
wertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.
█ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
█ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
█ Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst. Details dazu finden sich auf Seite 94f.
█ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
█ Beteiligungen und Wertpapiere sind der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet und werden bei Ersterfassung zum Zeitwert (im Falle von Beteiligungen zu Anschaffungskosten) inklusive allfälliger Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bewertungsänderungen werden unter Berücksichtigung von Ertragsteuern erfolgsneutral in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt und erst bei Realisierung durch Verkauf in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung werden zu Anschaffungskosten bewertet.
█ Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
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█ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag mit den Stichtagskursen bewertet.
█ Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und – unabhängig von ihrem Zweck – mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen (Rohstoffderivate und Währungsderivate in Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufstransaktionen) oder im Finanzergebnis (Zinsderivate, Währungsderivate bei Finanzierungen) erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft ("Cashflow-Hedges"). Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten und effektiven Bewertungsunterschiede erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Ineffektive Teile der Bewertungsunterschiede von Cashflow-Hedges werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet, es sei denn, es handelt sich um Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft, auf die "Cashflow-Hedge-Accounting" anwendbar ist. Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 107.
█ Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zuganges mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen, die für sich betrachtet von untergeordneter Bedeutung sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und aufgrund von Erfahrungswerten wertberichtigt. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten.
█ Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
█ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
█ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
█ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifikate sind immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaffungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifikate (ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2) ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung für CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Mehrwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2-Emissionsrechte, die für den Verbrauch in einer späteren Handelsperiode bereits angeschafft wurden, werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
█ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zu jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt eine solche Überprüfung auch ohne Anhaltspunkt jährlich zum 31. August.
█ Bei dieser Überprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
█ Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Können keine weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüsse festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzungswertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse ermittelt werden können (Cash Generating Unit).
█ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten und eigenkapitalähnlichen Wertpapieren der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzungswert.
█ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensions- und Abfertigungsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensions- und Abfertigungszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Zahlungen für beitragsorientierte Vorsorgepläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Vorsorgepläne werden wie die von beitragsorientierten Vorsorgeplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen, eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
█ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung, bei Überdeckung wird ein Guthaben (sonstige Forderung) bilanziert. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
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█ Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen gegebenenfalls auch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen oder -änderungen, der sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres ermittelte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung – unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen – angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.
█ Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen bzw. aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern – mit Ausnahme von Jubiläumsgeldverpflichtungen – erfolgsneutral im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die Erfassung im sonstigen Ergebnis schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Abzinsungssatz basiert und im Nettozinsaufwand enthalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus Planvermögen ein.
█ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von überwiegend 1,8% (Vorjahr: 1,4%) zugrunde.
█ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Des Weiteren bestehen Rückdeckungsversicherungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert, ebenso wie die vorhandenen Rückdeckungsversicherungen den Barwert der jeweiligen Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung kürzen.
█ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
█ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
█ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
█ Rückstellungen für Rekultivierung beinhalten Rekultivierungsmaßnahmen von Grundstücken, Entleerung und Entsorgung von Deponien, Sanierung bzw. Wiederherstellung von Gebäudesubstanz sowie Altlastsanierung und Abraumbeseitigung.
█ Rückstellungen für Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgelder beinhalten des Weiteren Rückstellungen für Altersteilzeit, Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen, Rückstellungen für Bonifikationen und Prämien sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen. Jubiläumsgelder sind gemäß IAS 19 als langfristige Leistungen an Arbeitnehmer einzustufen. Diese werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der laufenden Periode im Personalaufwand ausgewiesen. Jubiläumsgelder stellen einmalige vom Entgelt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängige Zahlungen dar, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Vorschriften bestehen. Vor allem in Österreich und Deutschland bestehen Verpflichtungen für Jubiläumsgeldzahlungen. Rückstellungen für Altersteilzeit sind in Österreich aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu bilden. Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit erleichtert es Betrieben, ältere Arbeitnehmer unter weitest gehender finanzieller Absicherung mit einer verringerten Arbeitszeit bis zum Pensionsantritt zu beschäftigen. Rückstellungen aus Sozialplänen im Rahmen von Restrukturierungen werden nur dann angesetzt, wenn ein formaler, detaillierter Restrukturierungsplan erstellt und kommuniziert wurde.
█ Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u. a. Rückstellungen für Prozessrisiken, Rückstellungen für Drohverluste, Rückstellungen für Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen für Drohverluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.
█ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestehen bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern werden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist.
█ Die Berechnung der latenten Steuern wird nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet werden, soweit die Realisierung latenter Steueransprüche wahrscheinlich ist.
█ Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn die entsprechenden Steuervorteile bei zugrunde liegender Planungsperiode von fünf Jahren realisiert werden können. Dies ist gegeben, wenn ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden bzw. zu versteuerndes Ergebnis aus der Umkehrung von passiven Differenzen vorhanden ist.
█ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
█ Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
█ Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
█ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
█ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
█ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
█ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
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█ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
█ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
| Pensionen | Abfertigungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
| Veränderung versicherungs mathematischer Annahmen |
|||||
| Rechnungszinssatz | |||||
| +0,5 Prozentpunkte | –2.572 | –2.663 | –1.720 | –1.842 | |
| –0,5 Prozentpunkte | 2.829 | 2.939 | 1.865 | 2.003 | |
| Lohn-/Gehaltssteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 92 | 86 | 905 | 969 | |
| –0,25 Prozentpunkte | –91 | –84 | –872 | –932 | |
| Rentensteigerung | |||||
| +0,25 Prozentpunkte | 1.205 | 1.271 | – | – | |
| –0,25 Prozentpunkte | –1.157 | –1.219 | – | – | |
| Lebenserwartung | |||||
| Zunahme um 1 Jahr | 4.069 | 4.194 | – | – | |
| Abnahme um 1 Jahr | –4.202 | –4.329 | – | – |
█ Die HUNGRANA-Gruppe und die STUDEN-Gruppe wurden gemäß IFRS 11 und den derzeit bestehenden Vereinbarungen als Gemeinschaftsunternehmen qualifiziert. Der Konzern hält 50% der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen.
█ Die AGRANA-Gruppe hält 50,01% an der AUSTRIA JUICE GmbH und deren Tochtergesellschaften. Aufgrund der zugrunde liegenden Verträge und Vereinbarungen übt AGRANA Beherrschung auf diese Gesellschaften aus und bezieht sie in den Konzernabschluss mittels Vollkonsolidierung ein.
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 2.220.995 | 2.275.633 |
| Handelswarenerlöse | 246.094 | 202.104 |
| Leistungserlöse | 10.558 | 15.775 |
| Summe | 2.477.647 | 2.493.512 |
Die Aufteilung nach Regionen ist im Rahmen der Informationen zu den Geschäftssegmenten (siehe Seite 67) ausgewiesen.
27% (Vorjahr: 26%) des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt. Ein AGRANA-Kunde trug mit 12% (Vorjahr: unter 10%) zum Konzernumsatz bei. Kein weiterer Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10%.
| Note (2) | 7.2. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 | ||
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 25.183 | –76.133 | ||
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.523 | 1.375 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 25.183 t€ (Vorjahr: –76.133 t€) resultierte v. a. aus dem Segment Zucker mit –14.965 t€ (Vorjahr: –36.643 t€) und dem Segment Frucht (insbesondere aus den Juice-Aktivitäten) mit 39.520 t€ (Vorjahr: –37.420 t€).
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| t¤ | 2015 16 | 2014 151 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Kursgewinnen | 11.356 | 11.450 |
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 4.596 | 1.426 |
| Derivaten | 3.882 | 3.481 |
| aperiodischen Ergebnissen aus Ersteinbeziehung | 3.590 | 0 |
| Leistungen an Dritte | 1.773 | 2.614 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 1.068 | 1.437 |
| Miet- und Pachtverträgen | 1.010 | 1.255 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 438 | 1.136 |
| Sonderergebnis | 65 | 1.002 |
| Übrige | 16.309 | 14.541 |
| Summe | 44.087 | 38.342 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen beispielsweise Erträge aus der Weiterverrechnung von Betriebsstoffen, Rohmaterial und Sachbezügen.
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| Rohstoffe | 1.120.260 | 1.017.420 |
| Hilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren | 603.728 | 621.512 |
| bezogene Leistungen | 59.735 | 64.748 |
| Summe | 1.783.723 | 1.703.680 |
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 223.196 | 222.275 |
| Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und sonstiger Personalaufwand | 62.500 | 59.779 |
| Summe | 285.696 | 282.054 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 1.010 t€ (Vorjahr: 1.962 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten.
Im Geschäftsjahr 2015|16 wurden 16.170 t€ (Vorjahr: 15.839 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst.
Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden aufwandswirksam in Höhe von 949 (Vorjahr: 920) t€ im abgelaufenen Geschäftsjahr erfasst.
In den Löhnen und Gehältern sind 1.587 t€ (Vorjahr: 5.151 t€) aus Sondereinflüssen enthalten.
| 2014 151 | |
|---|---|
| 6.078 | 6.128 |
| 2.345 | 2.341 |
| 87 | 81 |
| 8.510 | 8.550 |
| 2015 16 |
| 2015 16 | 2014 151 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 2.061 | 2.076 |
| Ungarn | 432 | 469 |
| Rumänien | 645 | 669 |
| Restliche EU | 1.574 | 1.609 |
| EU-28 | 4.712 | 4.823 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.313 | 1.290 |
| Übriges Ausland | 2.485 | 2.437 |
| Summe | 8.510 | 8.550 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar (100%):
| 2015 16 | 2014 151 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 289 | 313 |
| Angestellte | 179 | 184 |
| Summe | 468 | 497 |
| Wert- | Wert | |||
|---|---|---|---|---|
| Abschrei- | minde- | auf | ||
| t¤ | Gesamt | bungen | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2015 16 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.282 | 7.282 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 77.189 | 77.501 | 509 | –821 |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 84.471 | 84.783 | 509 | –821 |
| Sondereinfluss | 910 | 0 | 910 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 85.381 | 84.783 | 1.419 | –821 |
| Finanzanlagen | 8 | 8 | 0 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im Finanzergebnis | 8 | 8 | 0 | 0 |
| Summe | 85.389 | 84.791 | 1.419 | –821 |
| Geschäftsjahr 2014 15 | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.247 | 6.247 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 73.652 | 74.340 | 10 | –698 |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 79.899 | 80.587 | 10 | –698 |
| Sondereinfluss | 166 | 0 | 166 | 0 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 80.065 | 80.587 | 176 | –698 |
| Summe | 80.065 | 80.587 | 176 | –698 |
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Die Wertberichtigungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| Wert- minde- |
Wert auf |
|
|---|---|---|
| t¤ | rungen | holungen |
| Geschäftsjahr 2015 16 | ||
| Segment Zucker | 509 | –17 |
| Segment Stärke | 0 | –804 |
| Segment Frucht | 910 | 0 |
| Konzern | 1.419 | –821 |
| Geschäftsjahr 2014 15 | ||
| Segment Zucker | 10 | –10 |
| Segment Stärke | 0 | –688 |
| Segment Frucht | 166 | 0 |
| Konzern | 176 | –698 |
Die Wertminderungen im Segment Zucker betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für abgegangene Vermögenswerte, die sich durch technische Nichtrealisierung ergaben. Die Wertminderungen im Segment Frucht betreffen die Aufwendungen für die Schließung eines Produktionsstandortes in Belgien und einer Farm in Marokko, die im Ergebnis aus Sondereinflüssen dargestellt sind. Die Wertaufholungen im Segment Stärke betreffen eine österreichische Walzentrocknungsanlage, die im Geschäftsjahr 2009|10 auf den Nutzungswert wertgemindert wurde. Für die Ermittlung des Nutzungswertes wurde zum Bilanzstichtag ein Abzinsungssatz von 6,16% verwendet.
| t¤ | 2015 16 | 2014 151 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 136.159 | 135.423 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 91.958 | 94.235 |
| Kursverluste | 10.860 | 5.055 |
| Miete und Pachtaufwand | 8.476 | 7.397 |
| Werbeaufwendungen | 8.338 | 8.044 |
| Sonstige Steuern | 6.657 | 6.879 |
| Produktionsabgabe | 3.774 | 3.770 |
| Derivate | 2.594 | 4.296 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 2.040 | 2.297 |
| Leasingaufwand | 1.489 | 1.686 |
| Schadensfälle | 924 | 1.504 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 917 | 4.498 |
| Sonderergebnis | 622 | 1.049 |
| Übrige | 14.400 | 18.817 |
| Summe | 289.208 | 294.950 |
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 14.911 t€ (Vorjahr: 14.520 t€). Die Reduktion der externen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ist auf die erstmalige Einbeziehung der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, zurückzuführen.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene Dienstleistungen enthalten.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen 468 t€ (Vorjahr: 666 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 447 t€ (Vorjahr: 454 t€), sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 8 t€ (Vorjahr: 18 t€) sowie sonstige Leistungen von 13 t€ (Vorjahr: 194 t€).
Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 24.523 t€ (Vorjahr: 25.372 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe und der STUDEN-Gruppe.
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | 107.486 | 102.017 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –3.054 | –5.670 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 24.523 | 25.372 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 128.955 | 121.719 |
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen, das nur in der Segmentberichterstattung separat dargestellt wird, umfasst Aufwendungen für die Schließung eines Produktionsstandortes in Belgien und einer Farm in Marokko sowie Aufwendungen für ein Strategie- und Organisationsprojekt im Segment Frucht. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 65 t€ (Vorjahr: 1.002 t€), im Personalaufwand 1.587 t€ (Vorjahr: 5.151 t€), in den Abschreibungen 910 t€ (Vorjahr: 166 t€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 622 t€ (Vorjahr: 1.049 t€) ausgewiesen.
| t¤ | 2015 16 | 2014 151 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 9.724 | 9.905 |
| Währungsgewinne | 12.271 | 44.790 |
| Erträge aus Beteiligungen | 37 | 769 |
| Gewinn aus Derivaten | 21.373 | 12.609 |
| Übrige finanzielle Erträge | 384 | 647 |
| Summe | 43.789 | 68.720 |
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 8.099 | 8.412 |
| Segment Stärke | 111 | 72 |
| Segment Frucht | 1.514 | 1.421 |
| Konzern | 9.724 | 9.905 |
| t¤ | 2015 16 | 2014 151 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 17.668 | 17.061 |
| Nettozinsaufwand aus Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 1.010 | 1.962 |
| Währungsverluste | 24.515 | 15.427 |
| Aufwendungen aus Beteiligungen | 9 | 0 |
| Verlust aus Derivaten | 22.074 | 35.283 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 3.032 | 4.227 |
| Summe | 68.308 | 73.960 |
• • • • • • • • •
• •
91
•
• • • •
• •
•
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 15.818 | 14.465 |
| Segment Stärke | 23 | 61 |
| Segment Frucht | 1.827 | 2.535 |
| Konzern | 17.668 | 17.061 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus der Abzinsung der langfristigen Verpflichtung für Jubiläumsgelder von 98 t€ (Vorjahr: 179 t€).
Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Verlust in Höhe von –12.244 t€ (Vorjahr: Gewinn 29.363 t€). Dieser setzte sich aus einem realisierten Verlust von –1.211 t€ (Vorjahr: Gewinn 20.554 t€) und einem nicht realisierten Verlust in Höhe von –11.033 t€ (Vorjahr: nicht realisierter Gewinn 8.809 t€) zusammen. Der Verlust ist v. a. auf Kursveränderungen in den Ländern Ukraine, Brasilien, Mexiko und Russland zurückzuführen.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | 22.698 | 25.055 |
| davon Inland | 4.422 | 6.723 |
| davon Ausland | 18.276 | 18.332 |
| Latente Steuern | 810 | 6.846 |
| davon Inland | 2.991 | –3.468 |
| davon Ausland | –2.181 | 10.314 |
| Steueraufwand | 23.508 | 31.901 |
| davon Inland | 7.413 | 3.255 |
| davon Ausland | 16.095 | 28.646 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | –7.311 | –8.082 |
| Erhöhung (–)/Verminderung (+) passiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | 5.943 | 2.178 |
| Gesamte Veränderung aus latenten Steuern | –5.904 | |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung, Cashflow-Hedges, IAS 19) | 802 | 2.190 |
| davon aus Währungsumrechnung/Sonstige | –1.360 | –1.248 |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | –810 | –6.846 |
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 104.436 | 116.479 |
| Österreichischer Steuersatz | 25% | 25% |
| Theoretischer Steueraufwand | 26.109 | 29.120 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund: | ||
| abweichender Steuersätze | –122 | –326 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche Abzugsposten | ||
| inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –6.756 | –7.858 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen | ||
| und steuerlicher Zurechnungen | 2.180 | 2.426 |
| Effekten aus nicht angesetzten Verlustvorträgen des laufenden Geschäftsjahres | 2.197 | 4.693 |
| Effekten aus Wertberichtigungen latenter Steuern | 97 | 6.130 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | –197 | 496 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | 0 | –2.780 |
| Ertragsteuern | 23.508 | 31.901 |
| Effektive Steuerquote | 22,5% | 27,4% |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25%.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 16.075 t€ (Vorjahr: 14.305 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 72.412 t€ (Vorjahr: 66.306 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 25.568 t€ (Vorjahr: 18.606 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 20.851 t€ (Vorjahr: 0 t€) verfallen zwischen zwei bis vier Jahren, 17.020 t€ (Vorjahr: 38.734 t€) verfallen zwischen fünf bis sieben Jahren und 8.973 t€ (Vorjahr: 8.966 t€) verfallen im Jahr 2017.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7.198 t€ (Vorjahr:6.396 t€).
Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 191.574 t€ (Vorjahr: 193.502 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
• • • • • • • • •
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93
•
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•
| 2015 16 | 2014 15 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären | ||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist t€ |
82.723 | 80.896 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war Stück |
14.202.040 | 14.202.040 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) € |
5,82 | 5,70 |
| Dividende je Aktie € |
4,001 | 3,60 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015|16 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 56.808 t€ (Vorjahr: 51.127 t€) ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben.
Aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen bestehen Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen von 18.237 t€ (Vorjahr: 17.006 t€) in China und der Ukraine.
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 225.914 t€ (Vorjahr: 208.066 t€), das entspricht 9,12% (Vorjahr: 8,34%) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses von 11.033 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsgewinne –8.809 t€), zahlungsunwirksame Ertragsteuern 23.508 t€ (Vorjahr: 31.901 t€), zahlungsunwirksame Zinsen 8.376 t€ (Vorjahr: 10.182 t€), zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigung zu Forderungen 1.146 t€ (Vorjahr: 1.368 t€) sowie zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten 5.471 t€ (Vorjahr: 13.851 t€). Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 101.913 t€ (Vorjahr: 227.143 t€).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verzeichnete einen Rückgang um 64.227 t€ von –84.151 t€ auf –19.924 t€. Dies war im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Auszahlungen für Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von –107.720 t€ (Vorjahr: –86.982 t€) sowie gegenläufig aufgrund der Einziehung des von der AGRANA Beteiligungs-AG gezeichneten Partizipationskapitals durch die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH in Höhe von 85.000 t€.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 3.103 t€ (Vorjahr: 1.621 t€).
Im Geschäftsjahr 2015|16 sanken die Finanzverbindlichkeiten nach Bereinigung um nicht realisierte Kursverluste um –21.098 t€ (Vorjahr: –8.373 t€).
Durch die Einziehung des Partizipationskapitals durch die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH konnten kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Höhe von –85.000 t€ rückgeführt werden.
Die Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen betrafen den Erwerb durch AGRANA Zucker GmbH, Wien, der restlichen 2,34% an der Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany|Tschechien, von 2.558 t€, der im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlungswirksam war.
Die gezahlten Dividenden betrafen überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Bardividende.
| 9.1. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte t¤ |
Geschäfts-/ Firmen- werte |
Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte |
Summe |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2015 | 226.176 | 90.449 | 316.625 |
| Währungsdifferenzen | 26 | –355 | –329 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 41 | 41 |
| Zugänge | 0 | 6.682 | 6.682 |
| Umbuchungen | 0 | 1.342 | 1.342 |
| Abgänge | 0 | –2.851 | –2.851 |
| Stand 29.02.2016 | 226.202 | 95.308 | 321.510 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2015 | 0 | 75.150 | 75.150 |
| Währungsdifferenzen | 0 | –245 | –245 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 43 | 43 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 7.282 | 7.282 |
| Umbuchungen | 0 | 87 | 87 |
| Abgänge | 0 | –2.768 | –2.768 |
| Stand 29.02.2016 | 0 | 79.549 | 79.549 |
| Buchwert 29.02.2016 | 226.202 | 15.759 | 241.961 |
| Geschäftsjahr 2014 15 | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2014 | 226.177 | 85.331 | 311.508 |
| Währungsdifferenzen | –1 | 1.535 | 1.534 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 1 | 1 |
| Zugänge | 0 | 2.274 | 2.274 |
| Umbuchungen | 0 | 1.584 | 1.584 |
| Abgänge | 0 | –276 | –276 |
| Stand 28.02.2015 | 226.176 | 90.449 | 316.625 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2014 | 0 | 68.181 | 68.181 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 1.250 | 1.250 |
| Laufende Abschreibungen | 0 | 6.247 | 6.247 |
| Umbuchungen | 0 | –247 | –247 |
| Abgänge | 0 | –281 | –281 |
| Stand 28.02.2015 | 0 | 75.150 | 75.150 |
| Buchwert 28.02.2015 | 226.176 | 15.299 | 241.475 |
• • • • • • • • •
• •
95
•
• • • •
• •
•
█ Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 6.682 t€ (Vorjahr: 2.274 t€) betrafen im Wesentlichen Software und ein Lieferrecht an einen Kunden. Das Lieferrecht unterliegt einer Abschreibung nach Maßgabe der gelieferten Menge.
█ Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die gemäß IFRS 3 aktivierten Geschäfts-/Firmenwerte, die sich aus dem Erwerb von Unternehmen ergeben haben. Außerdem sind hierunter erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte erfasst.
█ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Zucker 20.111 t€ (Vorjahr: 20.111 t€), auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€) und auf das Segment Frucht 204.485 t€ (Vorjahr: 204.459 t€).
█ Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
█ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist.
█ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5% p.a. (Vorjahr: 1,5% p.a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet.
█ Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 6,5% (Vorjahr: 5,75%) und dem aus einer neun Unternehmen umfassenden Peer-Group abgeleiteten Beta-Faktor. Das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,5 (Vorjahr: 1,0) unterworfen.
█ Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, dem Länderrisikozuschlag, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte, den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC) und die Überdeckung je CGU:
| Geschäfts-/Firmenwert | WACC vor Steuer | Überdeckung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | 2015 16 | 2014 15 | 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
| Mio. € | Mio. € | % | % | Mio. € | Mio. € | |
| CGU Frucht | 204 | 204 | 10,48 | 10,36 | 67 | 96 |
| CGU Stärke | 2 | 2 | 6,11 | 6,30 | 576 | 737 |
| CGU Zucker | 20 | 20 | 7,66 | 7,83 | 61 | 128 |
| Konzern | 226 | 226 | – | – | 704 | 961 |
█ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
█ Die Überdeckungen wurden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse finden sich auf Seite 83. Der Geschäfts-/Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
█ Am Bilanzstichtag waren andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer von untergeordneter Bedeutung für den AGRANA-Konzern enthalten.
| Andere | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, | Anlagen, | ||||
| grundstücks- | Technische | Betriebs- und | |||
| gleiche Rechte | Anlagen und | Geschäfts- | Anlagen | ||
| t¤ | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2015 | 539.181 | 1.118.396 | 184.044 | 33.572 | 1.875.193 |
| Währungsdifferenzen | –7.630 | –11.547 | –2.425 | –1.348 | –22.950 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 13 | 1.918 | 3.762 | 49 | 5.742 |
| Zugänge | 18.209 | 36.749 | 8.328 | 46.015 | 109.301 |
| Umbuchungen | 17.633 | 31.037 | 4.495 | –54.508 | –1.343 |
| Abgänge | –12.371 | –22.148 | –5.944 | –193 | –40.656 |
| Zuschüsse | –114 | –127 | 0 | 0 | –241 |
| Stand 29.02.2016 | 554.921 | 1.154.278 | 192.260 | 23.587 | 1.925.046 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2015 | 291.420 | 778.629 | 143.134 | 473 | 1.213.656 |
| Währungsdifferenzen | –2.897 | –7.762 | –1.842 | 1 | –12.500 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | –54 | 1.387 | 1.608 | 0 | 2.941 |
| Laufende Abschreibungen | 15.866 | 50.118 | 11.517 | 0 | 77.501 |
| Wertminderungen | 0 | 910 | 0 | 510 | 1.420 |
| Umbuchungen | 1.128 | –2.220 | 1.006 | 0 | |
| Abgänge | –10.193 | –20.853 | –5.611 | 0 | –36.657 |
| Zuschreibungen | –326 | –495 | 0 | 0 | –821 |
| Stand 29.02.2016 | 294.944 | 799.714 | 149.812 | 984 | 1.245.454 |
| Buchwert 29.02.2016 | 259.977 | 354.564 | 42.448 | 22.603 | 679.592 |
| Geschäftsjahr 2014 15 Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.03.2014 |
497.931 | 1.075.621 | 186.938 | ||
| Währungsdifferenzen | 2.919 | 11.494 | 35.005 | 1.795.495 | |
| –416 | 1.070 | ||||
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 15 | 36 | –129 | 1.418 | |
| Zugänge | 7.936 | 27.382 | 9.503 | 44.114 | |
| Umbuchungen | 33.007 | 18.875 | –7.274 | –46.192 | |
| Abgänge | –2.253 | –14.709 | –4.578 | –133 | |
| Zuschüsse | –374 | –303 | 0 | –1.710 | |
| Stand 28.02.2015 | 539.181 | 1.118.396 | 184.044 | 33.572 | |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2014 | 265.913 | 742.904 | 142.491 | 574 | |
| Währungsdifferenzen | 2.093 | 6.031 | –452 | 0 | |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 518 | –298 | 0 | |
| Laufende Abschreibungen | 15.325 | 48.633 | 10.382 | 0 | |
| Wertminderungen Umbuchungen |
0 9.936 |
28 –4.775 |
148 –4.923 |
0 9 |
|
| Abgänge | –1.697 | –14.196 | –4.180 | –110 | 15.067 1.340 88.935 –1.584 –21.673 –2.387 1.875.193 1.151.882 7.672 74.340 –20.183 |
| Zuschreibungen Stand 28.02.2015 |
–150 291.420 |
–514 778.629 |
–34 143.134 |
0 473 |
–698 1.213.656 |
• • • • • • • • •
• •
97
•
• • • •
• •
•
█ Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte):
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 46.102 | 34.476 |
| Segment Stärke | 28.151 | 13.743 |
| Segment Frucht | 41.730 | 42.990 |
| Konzern | 115.983 | 91.209 |
█ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
█ Die Zuschüsse betrafen staatliche Investitionsförderungen in Ungarn (Segment Zucker) und den USA (Segment Frucht).
█ Fremdkapitalzinsen waren nicht anzusetzen.
█ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Die wesentliche Finanzierungsleasingvereinbarung betrifft die Miete eines Superädifikates auf eigenem Grund am Standort Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich. Dieses Finanzierungsleasing ist erstmals ab dem Geschäftsjahr 2015|16 zu bilanzieren. Eine Kaufoption für das Superädifikat kann im Geschäftsjahr 2018|19 ausgeübt werden. Die Finanzierungsleasingvereinbarungen der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind von untergeordneter Bedeutung und betreffen v. a. Fahrzeugleasing. Nachfolgend ist die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen und die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf deren Barwert dargestellt:
| 2015 16 | 2014 15 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
||
| Anschaffungskosten | 3.003 | 59 | 0 | 96 | ||
| abzüglich | ||||||
| kumulierte Abschreibungen | –235 | –17 | 0 | –35 | ||
| Buchwert | 2.768 | 42 | 0 | 61 |
| 2015 16 | 2014 15 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | Künftige Mindest- leasing- zahlungen |
Zinsen | Barwert | Künftige Mindest leasing zahlungen |
Zinsen | Barwert |
| Im folgenden Jahr | 331 | –57 | 274 | 22 | –2 | 20 |
| In den folgenden | ||||||
| 2 bis 5 Jahren | 2.642 | –92 | 2.550 | 42 | –1 | 41 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 2.973 | –149 | 2.824 | 64 | –3 | 61 |
█ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 3.511 | 3.620 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 10.192 | 10.730 |
| Über 5 Jahre | 3.622 | 6.333 |
█ Die AGRANA-Gruppe tritt nicht als Leasinggeber auf.
| t¤ | Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschafts- unternehmen |
Wertpapiere (langfristige Vermögens werte) |
Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015 16 Stand 01.03.2015 |
84.384 | 104.879 | 1.114 | 190.377 |
| Währungsdifferenzen | –2.104 | 33 | 0 | –2.071 |
| Zugänge | 0 | 308 | 10 | 318 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 24.523 | 0 | 0 | 24.523 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | –8 | –8 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –45.900 | –85.069 | –25 | –130.994 |
| Sonstiges Ergebnis | 3 | –1.529 | 0 | –1.526 |
| Stand 29.02.2016 | 60.906 | 18.622 | 1.091 | 80.619 |
| Geschäftsjahr 2014 15 | ||||
| Stand 01.03.2014 | 57.057 | 104.584 | 1.120 | 162.761 |
| Währungsdifferenzen | 2.127 | 171 | 0 | 2.298 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0 | 0 | –10 | –10 |
| Zugänge | 0 | 36 | 4 | 40 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 25.372 | 0 | 0 | 25.372 |
| Abgänge/Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen, | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | –198 | 0 | –198 |
| Sonstiges Ergebnis | –172 | 286 | 0 | 114 |
| Stand 28.02.2015 | 84.384 | 104.879 | 1.114 | 190.377 |
█ Der Abgang bei den Wertpapieren resultiert im Wesentlichen aus der Einziehung des von AGRANA Beteiligungs-AG gezeichneten Partizipationskapitals durch die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH in Höhe von 85.000 t€.
█ Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um Wertpapiere österreichischer Emittenten.
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 296.566 | 313.762 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| und Gemeinschaftsunternehmen | 28.059 | 28.839 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 3.215 | 1.338 |
| Positiver Marktwert Derivate | 3.186 | 2.690 |
| Forderungen aus Altlastsanierung | 208 | 426 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 199 | 2.957 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 25.504 | 38.813 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 356.937 | 388.825 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 73.079 | 54.905 |
| Geleistete Anzahlungen | 15.262 | 12.535 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.845 | 4.598 |
| Summe | 450.123 | 460.863 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 10.602 | 21.070 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen.
• • • • • • • • •
• •
99
•
• • • •
• •
•
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 2.820 | 2.413 |
| Finanzanlagen (v. a."Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 4.310 | 7.127 |
| Vorräte | 3.720 | 4.968 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.690 | 1.869 |
| Verlustvorträge | 3.022 | 3.248 |
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 7.153 | 7.813 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 11.295 | 9.335 |
| Summe aktive latente Steuern | 34.010 | 36.773 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –19.137 | –14.589 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 14.873 | 22.184 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (28) erläutert.
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 182.680 | 201.265 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 418.441 | 396.843 |
| Waren | 53.051 | 27.205 |
| Summe | 654.172 | 625.313 |
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 5.471 t€ (Vorjahr: 13.851 t€) vorgenommen, welche im Wesentlichen aus dem Segment Zucker mit 3.058 t€ (Vorjahr: 11.364 t€) resultieren. Die Wertminderungen sind auf gesunkene Nettoveräußerungswerte für Quotenzucker und Nicht-Quotenzucker zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
In dieser Position wird eine belgische Immobilie gemäß IFRS 5 zum Buchwert ausgewiesen, die zum Verkauf innerhalb von zwölf Monaten gehalten wird.
█ Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 103.210.250 € und ist in 14.202.040 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
█ Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 64f dargestellt.
█ Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundenen und nicht gebundenen Kapitalrücklagen zusammen, wobei die gebundenen aus Agios und die nicht gebundenen aus Umgründungen resultieren. Die Kapitalrücklagen blieben im Geschäftsjahr 2015|16 unverändert. Die Gewinnrücklagen umfassen die Rücklage für "Zur Veräußerung verfügbar", die Rücklage für Cashflow-Hedges, die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Rücklagen für Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.
█ Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, hat im Februar 2016 ihren Anteil an der Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany|Tschechien, von 97,66% auf 100% aufgestockt. Die Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Buchwert des erworbenen Nettovermögens von 724 t€ wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.200.124 | 1.194.420 |
| Bilanzsumme | 2.243.165 | 2.406.887 |
| Eigenkapitalquote | 53,5% | 49,6% |
| Nettofinanzschulden | 405.806 | 330.283 |
| Gearing | 33,8% | 27,7% |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung.
Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 30.102 | 34.307 |
| Abfertigungen | 37.044 | 37.578 |
| Übrige | 48.425 | 56.636 |
| Summe | 115.571 | 128.521 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematischen Parameter zugrunde gelegt:
| % | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | ||
| Inland/Europa | 2,5 | 2,5 |
| Mexiko/USA/ Südkorea | 6,0/3,0/4,0 | 6,0/3,0/4,0 |
| Rententrend | ||
| Inland | 2,0 | 2,0 |
| Mexiko | 4,0 | 4,0 |
| Zinssatz | ||
| Inland/Europa /USA | 1,8 | 1,4 |
| Mexiko/ Südkorea | 7,0/2,7 | 7,0/3,1 |
• • • • • • • • •
• •
101
•
• • • •
• •
•
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 1,8% (Vorjahr: 1,4%) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht.
Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln "AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen. Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig.
Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen und Abfertigungen (Nettoschuld) in der AGRANA-Gruppe setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Pensionspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 43.243 | 47.676 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –13.141 | –13.369 |
| Rückstellung für Pensionen (Nettoschuld) | 30.102 | 34.307 |
| Abfertigungspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 37.874 | 38.409 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –830 | –831 |
| Rückstellung für Abfertigungen (Nettoschuld) | 37.044 | 37.578 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionszusagen im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne:
In der AGRANA Beteiligungs-AG bestehen für Mitglieder des Vorstandes direkte Leistungszusagen auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines fixen Prozentsatzes einer Pensionsbemessungsgrundlage. Die Pensionsansprüche sind zur Gänze in eine überbetriebliche Pensionskasse ausgegliedert. Dem Barwert der Verpflichtung von 19.020 t€ (Vorjahr: 20.698 t€) steht ein Planvermögen von 12.374 t€ (Vorjahr: 12.640 t€) gegenüber. Für weitere Details wird auf den Abschnitt "Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" dieses Anhangs verwiesen.
Des Weiteren bestehen direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter bei der AGRANA Zucker GmbH in Höhe von 19.721 t€ (Vorjahr: 22.243 t€), AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 2.666 t€ (Vorjahr: 2.866 t€) und AUSTRIA JUICE GmbH in Höhe von 229 t€ (Vorjahr: 243 t€). Dem Barwert der Verpflichtung der AUSTRIA JUICE GmbH steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 163 t€ (Vorjahr: 167 t€) gegenüber.
Bei der AGRANA Fruit Austria GmbH bestehen Pensionszusagen für aktive Mitarbeiter mit direkter Leistungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge mit einer vertraglich vereinbarten – teilweise dienstzeitabhängigen – Fixpensionshöhe und direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Dem Barwert der Verpflichtung von 1.013 t€ (Vorjahr: 1.032 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 505 t€ (Vorjahr: 456 t€) gegenüber.
In Mexiko besteht eine vertragliche Verpflichtung, einem definierten Empfängerkreis im Falle des Übertrittes in den Ruhestand bzw. vorzeitigen Ruhestandes einen fixen Prozentsatz einer festgelegten Bemessungsgrundlage in monatlichen Raten auf einen Zeitraum von zehn Jahren auszuzahlen. Eine Einmalprämie kann optional gewählt werden. Dem Barwert der Verpflichtung von 594 t€ (Vorjahr: 594 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 99 t€ (Vorjahr: 106 t€) gegenüber.
Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt:
| Barwert | Marktwert | Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| der Ver- | Plan- | für | |
| t¤ | pflichtung | vermögen | Pensionen |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||
| Stand 01.03.2015 | 47.676 | –13.369 | 34.307 |
| Dienstzeitaufwand | 828 | 0 | 828 |
| Zinsaufwand/(-ertrag) | 681 | –198 | 483 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 155 | 0 | 155 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 33 | 33 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 1.664 | –165 | 1.499 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 1.028 | 1.028 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –2.145 | 0 | –2.145 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | –1.208 | 0 | –1.208 |
| Währungsdifferenzen | –104 | 17 | –87 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/(-verlust) | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –3.457 | 1.045 | –2.412 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.640 | 9 | –2.631 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –661 | –661 |
| Sonstige Veränderungen | –2.640 | –652 | –3.292 |
| Stand 29.02.2016 | 43.243 | –13.141 | 30.102 |
| Geschäftsjahr 2014 15 | |||
| Stand 01.03.2014 | 37.522 | –9.369 | 28.153 |
| Dienstzeitaufwand | 826 | 0 | 826 |
| Zinsaufwand/(-ertrag) | 1.284 | –349 | 935 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 155 | 155 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Pensionsaufwand netto) | 2.110 | –194 | 1.916 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | –829 | –829 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 9.571 | 0 | 9.571 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 1.660 | 0 | 1.660 |
| Währungsdifferenzen | 46 | –8 | 38 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/(-verlust) | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 11.277 | –837 | 10.440 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.233 | 9 | –3.224 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –2.978 | –2.978 |
| Sonstige Veränderungen | –3.233 | –2.969 | –6.202 |
| Stand 28.02.2015 | 47.676 | –13.369 | 34.307 |
• • • • • • • • •
• •
103
•
• • • •
• •
•
Im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne für Abfertigungen:
Die betragsmäßig größten Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen in Österreich und Frankreich. Sie stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf Einmalzahlung im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst), im Falle des Pensionsantrittes und im Todesfall dar. Die Höhe der Abfertigung ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Abfertigungsvorsorgen in Österreich und Frankreich sind ausschließlich rückstellungsfinanziert in Höhe von 35.224 t€ (Vorjahr: 35.973 t€).
In Russland und der Ukraine bestehen gesetzliche bzw. auf Betriebsvereinbarungen beruhende Versorgungszusagen von betragsmäßig untergeordneter Bedeutung. Diese werden als Einmalzahlung bei Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst) bzw. im Falle des Pensionsantrittes fällig. Die Höhe ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die Versorgungszusagen sind in Höhe von 101 t€ (Vorjahr: 71 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert.
Bei den Abfertigungsplänen in den USA handelt es sich um vertraglich vereinbarte Versorgungszusagen für einen definierten Empfängerkreis, in Mexiko bestehen hingegen gesetzliche Verpflichtungen für alle Vollzeitangestellten. Die Abfertigung gelangt in Mexiko im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (nach mindestens fünfzehnjähriger Beschäftigung), im Falle des Pensionsantrittes, Berufsunfähigkeit und im Todesfall in Form einer Einmalzahlung zur Auszahlung und ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig – ebenso wie in den USA, wo sie bei Beendigung des Dienstverhältnisses zur Auszahlung gelangt. Planvermögen in Höhe von 3 t€ (Vorjahr: 13 t€) kürzt in Mexiko den Barwert der Verpflichtung von 132 t€ (Vorjahr: 137 t€), wohingegen in den USA die Versorgungszusagen von 1.073 t€ (Vorjahr: 961 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert sind.
Der Abfertigungsplan von Südkorea weist einen Barwert der Verpflichtung von 1.344 t€ (Vorjahr: 1.267 t€) bei einem Planvermögen von 827 t€ (Vorjahr: 818 t€) aus.
Die Rückstellung für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:
| Barwert | Marktwert | Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| der Ver- | Plan- | für Ab | |
| t¤ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||
| Stand 01.03.2015 | 38.409 | –831 | 37.578 |
| Dienstzeitaufwand | 1.820 | 0 | 1.820 |
| Zinsaufwand/(-ertrag) | 552 | –25 | 527 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 7 | 0 | 7 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 2 | 2 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.379 | –23 | 2.356 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 9 | 9 |
| der Änderung demografischer Annahmen | 9 | 0 | 9 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –1.202 | 0 | –1.202 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 415 | 0 | 415 |
| Währungsdifferenzen | –113 | 72 | –41 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/(-verlust) | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –891 | 81 | –810 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Umklassifizierungen | 696 | 0 | 696 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.719 | 103 | –2.616 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –160 | –160 |
| Sonstige Veränderungen | –2.023 | –57 | –2.080 |
| Stand 29.02.2016 | 37.874 | –830 | 37.044 |
| Barwert | Marktwert | Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| der Ver- | Plan- | für Ab | |
| t¤ | pflichtung | vermögen | fertigungen |
| Geschäftsjahr 2014 15 | |||
| Stand 01.03.2014 | 30.762 | –610 | 30.152 |
| Dienstzeitaufwand | 1.538 | 0 | 1.538 |
| Zinsaufwand/(-ertrag) | 1.052 | –25 | 1.027 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | –10 | 0 | –10 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | 51 | 0 | 51 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | 2 | 2 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | |||
| (Abfertigungsaufwand netto) | 2.631 | –23 | 2.608 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus | |||
| tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 0 | 15 | 15 |
| der Änderung demografischer Annahmen | –3 | 0 | –3 |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 6.815 | 0 | 6.815 |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | –13 | 0 | –13 |
| Währungsdifferenzen | 128 | –121 | 7 |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/(-verlust) | |||
| ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 6.927 | –106 | 6.821 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –2.139 | 102 | –2.037 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 0 | –194 | –194 |
| Übrige Veränderungen | 228 | 0 | 228 |
| Sonstige Veränderungen | –1.911 | –92 | –2.003 |
| Stand 28.02.2015 | 38.409 | –831 | 37.578 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf 3.225 t€ (Vorjahr: Verluste –17.261 t€). Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund des höheren Diskontierungszinssatzes, erfahrungsbedingter Annahmen, wie der Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters, der Lohn- und Gehaltstrends und Fluktuationsannahmen. Bis zum 29. Februar 2016 wurden kumulierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – ohne Berücksichtigung von latenten Steuern – in Höhe von –35.037 t€ (Vorjahr: –38.261 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien.
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert:
| % | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 58,09 | 57,93 |
| Eigenkapitaltitel | 25,04 | 29,36 |
| Immobilien | 4,41 | 3,43 |
| Sonstige | 12,46 | 9,28 |
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Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die AGRANA-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohnund Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation (vorzeitige Austritte). Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen in Inflationsraten.
Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die jeweilige Nettoverpflichtung. Die Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein weiterer Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann.
Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.
Die durchschnittlich gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 29. Februar 2016 12,51 Jahre (Vorjahr: 12,96 Jahre), jene der Abfertigungsverpflichtungen 8,92 Jahre (Vorjahr: 9,67 Jahre).
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 627 t€ (Vorjahr: 954 t€) betragen.
In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:
| t€ | Pension | Abfertigung |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2016 17 | 2.657 | 1.767 |
| Geschäftsjahr 2017 18 | 2.748 | 2.543 |
| Geschäftsjahr 2018 19 | 2.764 | 3.033 |
| Geschäftsjahr 2019 20 | 2.778 | 3.501 |
| Geschäftsjahr 2020 21 | 2.637 | 3.536 |
| Geschäftsjahre 2021 22 bis 2025 26 | 11.777 | 12.158 |
| Summe | 25.361 | 26.538 |
| Note (25b) | b) Übrige Rückstellungen | Personal | |||
|---|---|---|---|---|---|
| aufwendungen | |||||
| inkl. | Ungewisse | ||||
| Jubiläums- | Verbindlich | ||||
| t¤ | Rekultivierung | geld | keiten | Summe | |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||||
| Stand 01.03.2015 | 2.782 | 17.718 | 36.136 | 56.636 | |
| Währungsänderungen | 11 | –52 | 69 | 28 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 47 | 7 | 54 | |
| Verbrauch | –29 | –4.733 | –15.481 | –20.243 | |
| Auflösungen | 0 | –725 | –4.022 | –4.747 | |
| Umbuchungen | 4.241 | 0 | –4.241 | 0 | |
| Zuführungen | 472 | 4.831 | 11.394 | 16.697 | |
| Stand 29.02.2016 | 7.477 | 17.086 | 23.862 | 48.425 | |
| davon innerhalb von 1 Jahr | 305 | 4.443 | 23.678 | 28.426 |
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Prozessrisiken mit 11.744 t€ (Vorjahr: 8.481 t€), Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung mit 2.165 t€ (Vorjahr: 2.771 t€) und Drohverluste mit 4.189 t€ (Vorjahr: 11.687 t€).
Den Großteil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 19.999 t€ (Vorjahr: 14.879 t€) stellen Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 10.150 t€ (Vorjahr: 10.048 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 736 t€ (Vorjahr: 965 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 7.173 t€ (Vorjahr: 2.754 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu rechnen.
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten | 366.024 | 378.965 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 165.000 | 250.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.824 | 61 |
| Finanzverbindlichkeiten | 533.848 | 629.026 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 286.028 | 319.672 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 10.1. bis 10.4.
Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt besichert:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Grundpfandrechte | 0 | 809 |
| Sonstige Pfandrechte | 7.800 | 7.900 |
| Summe | 7.800 | 8.709 |
Die sonstigen Pfandrechte betreffen ausschließlich die Besicherung von Exportförderungskrediten mit zugrunde liegenden Buchwerten von 7.800 t€.
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 269.892 | 291.281 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 11.133 | 29.459 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 12.687 | 10.259 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 61.035 | 59.179 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 354.747 | 390.178 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.050 | 2.909 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 175 | 701 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 11.468 | 12.275 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 6.642 | 6.334 |
| Summe | 376.082 | 412.397 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 1.024 | 1.204 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 73.085 t€ (Vorjahr: 82.970 t€) ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten u. a. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Verbindlichkeiten aus der EU-Produktionsabgabe.
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• • • •
• •
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Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 12.327 | 13.905 |
| Vorräte | 14 | 772 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 4.490 | 2.906 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 5.351 | 5.859 |
| Rückstellungen und sonstige Schulden | 1.436 | 1.571 |
| Summe passive latente Steuern | 23.618 | 25.013 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –19.137 | –14.589 |
| Saldierte passive Steuerabgrenzung | 4.481 | 10.424 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Note (21) erläutert.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
| Durch | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | ||||
| Effektiv- | Bilanz- | 1 bis | Über 5 Jahre |
|||
| zinssatz | stichtag | Bis 1 Jahr | 5 Jahre | |||
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 29.02.2016 | ||||||
| Fixer Zinssatz | ||||||
| EUR | 3,10 | 200.149 | 860 | 192.289 | 7.000 | |
| 3,10 | 200.149 | 860 | 192.289 | 7.000 | ||
| Variabler Zinssatz | ||||||
| ARS | 31,20 | 599 | 599 | 0 | 0 | |
| CNY | 4,56 | 841 | 841 | 0 | 0 | |
| DKK | 2,00 | 10 | 10 | 0 | 0 | |
| EGP | 7,80 | 1 | 1 | 0 | 0 | |
| EUR | 1,03 | 314.606 | 233.686 | 66.920 | 14.000 | |
| HUF | 2,34 | 5.003 | 5.003 | 0 | 0 | |
| KRW | 3,16 | 3.711 | 3.711 | 0 | 0 | |
| MXN | 14,46 | 3.269 | 0 | 3.269 | 0 | |
| USD | – | 2.835 | 2.835 | 0 | 0 | |
| 1,26 | 330.875 | 246.686 | 70.189 | 14.000 | ||
| Summe | 1,95 | 531.024 | 247.546 | 262.478 | 21.000 |
| Durch | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| schnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | |||
| Effektiv- | Bilanz- | 1 bis | Über 5 Jahre |
||
| zinssatz | stichtag | Bis 1 Jahr | 5 Jahre | ||
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | |
| 28.02.2015 | |||||
| Fixer Zinssatz | |||||
| EUR | 2,96 | 251.067 | 52.356 | 191.711 | 7.000 |
| 2,96 | 251.067 | 52.356 | 191.711 | 7.000 | |
| Variabler Zinssatz | |||||
| ARS | 20,44 | 515 | 515 | 0 | 0 |
| EGP | 7,80 | 13 | 13 | 0 | 0 |
| EUR | 1,09 | 361.255 | 240.335 | 106.920 | 14.000 |
| HUF | 2,96 | 7.425 | 7.425 | 0 | 0 |
| KRW | 3,65 | 4.854 | 4.854 | 0 | 0 |
| MXN | 14,46 | 3.836 | 3.836 | 0 | 0 |
| 1,32 | 377.898 | 256.978 | 106.920 | 14.000 | |
| Summe | 1,98 | 628.965 | 309.334 | 298.631 | 21.000 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (ohne Finanzierungsleasing) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe betrugen 531.024 t€ (Vorjahr: 628.965 t€). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Rückzahlung einer Darlehenstranche an die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, in Höhe von 85.000 t€.
Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz beträgt 1,95% (Vorjahr: 1,98%) bei einer Restlaufzeit von 1,6 Jahren (Vorjahr: 1,9 Jahren).
Die Verbindlichkeiten sind durch Kreditrahmen in Höhe von 952.627 t€ (Vorjahr: 1.007.724 t€) gedeckt. Die gewichtete Restlaufzeit der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 2,6 Jahre (Vorjahr: 3,0 Jahre).
Die Refinanzierung der AGRANA-Gruppe setzt sich im Wesentlichen aus zwei syndizierten Kreditlinien über insgesamt 450.000 t€ (Vorjahr: 450.000 t€), einem Schuldscheindarlehen über 126.000 t€ (Vorjahr: 126.000 t€) sowie einer Finanzierung der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, über aktuell 165.000 t€ (Vorjahr: 250.000 t€) zusammen. Die verbleibenden Kreditlinien bestehen aus bilateralen Kreditlinien.
Fest verzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen mit einem Volumen von 200.149 t€ (Vorjahr: 251.067 t€). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0 t€ (Vorjahr: 809 t€) durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 7.800 t€ (Vorjahr: 7.900 t€) durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente eine Verringerung um 84.443 t€ auf 109.375 t€. Daneben werden Wertpapiere von insgesamt 45 t€ (Vorjahr: 46 t€) kurzfristig gehalten, die jederzeit veräußerbar sind.
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Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Caps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Kauf | Verkauf | Nominale | Positive Marktwerte |
Negative Marktwerte |
Netto marktwerte |
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 29.02.2016 | |||||
| USD | EUR | 39.907 | 919 | –92 | 827 |
| USD | AUD | 900 | 0 | 0 | 0 |
| AUD | EUR | 589 | 0 | –2 | –2 |
| EUR | AUD | 1.471 | 5 | 0 | 5 |
| EUR | USD | 93.386 | 19 | –1.037 | –1.018 |
| CAD | EUR | 167 | 2 | 0 | 2 |
| CZK | EUR | 21.056 | 0 | –41 | –41 |
| EUR | HUF | 4.715 | 13 | –33 | –20 |
| EUR | ZAR | 2.670 | 0 | –21 | –21 |
| EUR | CZK | 2.000 | 4 | 0 | 4 |
| EUR | PLN | 1.734 | 0 | –16 | –16 |
| EUR | GBP | 2.044 | 171 | 0 | 171 |
| EUR | RON | 65.357 | 65 | –31 | 34 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 235.996 | 1.198 | –1.273 | –75 | |
| Zinsswap | 68.000 | 0 | –5.675 | –5.675 | |
| Zinscap | 50.000 | 38 | 0 | 38 | |
| Zuckerfutures | 26.868 | 1.731 | –51 | 1.680 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 37.423 | 219 | –5.688 | –5.469 | |
| Summe | 418.287 | 3.186 | –12.687 | –9.501 |
| Positive | Negative | Netto | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kauf | Verkauf | Nominale | Marktwerte | Marktwerte | marktwerte |
| t€ | t€ | t€ | t€ | ||
| 28.02.2015 | |||||
| USD | EUR | 16.725 | 962 | –1 | 961 |
| USD | AUD | 1.746 | 165 | 0 | 165 |
| EUR | USD | 88.755 | 293 | –3.803 | –3.510 |
| CAD | EUR | 169 | 4 | 0 | 4 |
| CZK | EUR | 23.196 | 159 | –10 | 149 |
| EUR | HUF | 2.851 | 0 | –96 | –96 |
| PLN | EUR | 20.145 | 323 | 0 | 323 |
| EUR | PLN | 1.662 | 0 | –13 | –13 |
| EUR | GBP | 716 | 0 | –72 | –72 |
| EUR | RON | 14.998 | 36 | 0 | 36 |
| Zwischensumme | |||||
| Devisentermingeschäfte | 170.963 | 1.942 | –3.995 | –2.053 | |
| Zinsswap | 68.000 | 0 | –6.195 | –6.195 | |
| Zinscap | 50.000 | 160 | 0 | 160 | |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | 30.405 | 588 | –69 | 519 | |
| Summe | 319.368 | 2.690 | –10.259 | –7.569 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu vier Jahren ab.
Als Nominale der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Basis aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäftes zu bezahlen oder zu erhalten hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow-Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 29. Februar 2016 beträgt 1.748 t€ (Vorjahr: 588 t€) bzw. –5.688 t€ (Vorjahr: –69 t€).
Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 588 t€ (Vorjahr: 185 t€) ins Periodenergebnis umgegliedert und der unwirksame Teil der Absicherung von Zahlungsströmen von 284 t€ (Vorjahr: 0 t€) im Periodenergebnis erfasst.
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, für die kein Cashflow-Hedge-Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen und Materialaufwendungen im Rahmen der Juice-Aktivitäten als auch zur Sicherung von Verkaufskontrakten im Zuckersegment.
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Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 29.02.2016 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.198 | 1.198 | 1.006 | 104 | 88 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –1.273 | –1.273 | –1.112 | –87 | –74 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 38 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –5.675 | –5.367 | –384 | –384 | –768 | –1.536 | –1.524 | –771 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.950 | 1.950 | 1.563 | 210 | 177 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –5.739 | –5.739 | –3.504 | –375 | –1.860 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –9.501 | –9.231 | –2.431 | –532 | –2.437 | –1.536 | –1.524 | –771 | 0 | 0 |
| 28.02.2015 | ||||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 1.942 | 1.942 | 1.258 | 392 | 292 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –3.995 | –3.995 | –1.868 | –1.122 | –1.005 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 160 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –6.195 | –6.491 | –362 | –362 | –725 | –1.446 | –1.446 | –1.434 | –716 | 0 |
| Rohstoffderivate | ||||||||||
| Positive Marktwerte | 588 | 588 | 15 | 0 | 573 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | –69 | –69 | –40 | –29 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | –7.569 | –8.025 | –997 | –1.121 | –865 | –1.446 | –1.446 | –1.434 | –716 | 0 |
Der Marktwert der am 29. Februar 2016 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10%, einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils 10% wie folgt entwickeln (Sensitivität):
| Nominale | Sensitivität (+) | Sensitivität (–) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
| Devisentermingeschäfte | 235.996 | 170.963 | –10.982 | –6.412 | 10.150 | 4.569 | |
| Zinsderivate | 118.000 | 118.000 | 2.403 | 2.719 | –2.107 | –2.341 | |
| Rohstoffderivate | 64.291 | 30.405 | 6.980 | 2.863 | –3.810 | –2.745 |
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um 5.253 t€ (Vorjahr: 2.147 t€) bzw. um –2.898 t€ (Vorjahr: –2.059 t€) verändert und das Ergebnis vor Ertragsteuern um –8.603 t€ (Vorjahr: –3.693 t€) bzw. um 8.097 t€ (Vorjahr: 2.228 t€) verändert.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einzeln und je Bewertungskategorie dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt des Weiteren, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt.
Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten Level 2 erfolgt auf Basis des Währungskurses zum Stichtag sowie der für die Restlaufzeit relevanten Zinsdifferenz der zugrunde liegenden Währungen. Es wird der Market-to-Market-Kurs ermittelt und mit dem Kurs des Grundgeschäftes verglichen. Die Inputfaktoren hierfür sind einerseits das Fixing der EZB bzw. ausgewählter Nationalbanken und andererseits die täglich veröffentlichten EURIBOR- und (L)IBOR-Zinssätze.
Bei Zinsderivaten Level 2 wird zur Bemessung des Zeitwertes der fixe Zinssatz mit den zum Stichtag gültigen SWAP-Sätzen bzw. der laufzeitrelevanten Zinsstrukturkurve verglichen. Der Zeitwert wird einer gesonderten Berechnung von Bankinstituten entnommen.
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113
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| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Zur Veräußerung verfügbar | Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) |
Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente |
Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Summe |
| 29.02.2016 | ||||||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert | ||||||||||
| bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Wertpapiere | ||||||||||
| (langfristig gehalten) | 18.622 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 18.622 | 18.622 | – | 18.622 |
| Derivative finanzielle | ||||||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 1.438 | 1.748 | 0 | 0 | 3.186 | 1.950 | 1.236 | 3.186 |
| Werpapiere | ||||||||||
| (kurzfristig gehalten) | 45 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 45 | 45 | – | 45 |
| 18.667 | 0 | 1.438 | 1.748 | 0 | 0 | 21.853 | ||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||||||||
| Beteiligungen | 0 | 1.091 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.091 | – | – | – |
| Forderungen aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 296.566 | 0 | 296.566 | – | – | – |
| Sonstige Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 57.185 | 0 | 57.185 | – | – | – |
| Zahlungsmittel und | ||||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 109.375 | 0 | 109.375 | – | – | – |
| 0 | 1.091 | 0 | 0 | 463.126 | 0 | 464.217 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden |
||||||||||
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 6.999 | 5.688 | 0 | 0 | 12.687 | 5.739 | 6.948 | 12.687 |
| 0 | 0 | 6.999 | 5.688 | 0 | 0 | 12.687 | ||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert | ||||||||||
| bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | ||||||||||
| und Darlehen gegenüber Dritten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 366.024 | 366.024 | – | 369.248 | 369.248 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| verbundenen Unternehmen | ||||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 165.000 | 165.000 | – | 169.771 | 169.771 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.824 | 2.824 | – | 2.896 | 2.896 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 269.892 | 269.892 | – | – | – |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten2 |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 72.168 | 72.168 | – | – | – |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 875.908 | 875.908 | ||||
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | Zur Veräußerung verfügbar | Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) |
Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert Sicherungsinstrumente |
Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Summe | Level 1 | Level 2 | Summe |
| 28.02.2015 | ||||||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert | ||||||||||
| bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Wertpapiere | ||||||||||
| (langfristig gehalten) | 19.879 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19.879 | 19.879 | – | 19.879 |
| Derivative finanzielle | ||||||||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 2.102 | 588 | 0 | 0 | 2.690 | 588 | 2.102 | 2.690 |
| Werpapiere | ||||||||||
| (kurzfristig gehalten) | 46 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 46 | 46 | – | 46 |
| 19.925 | 0 | 2.102 | 588 | 0 | 0 | 22.615 | ||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere |
||||||||||
| (langfristig gehalten) | 0 | 85.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 85.000 | – | – | – |
| Beteiligungen | 0 | 1.114 | 0 | 0 | 0 | 0 | – | – | ||
| 1.114 | – | |||||||||
| Forderungen aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 313.762 | 0 | 313.762 | – | – | – |
| Sonstige Forderungen1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 72.373 | 0 | 72.373 | – | – | – |
| Zahlungsmittel und | ||||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | 0 0 |
0 86.114 |
0 0 |
0 0 |
193.818 579.953 |
0 0 |
193.818 666.067 |
– | – | – |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Verbindlichkeiten aus |
||||||||||
| derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 10.190 | 69 | 0 | 0 | 10.259 | 69 | 10.190 | 10.259 |
| 0 | 0 | 10.190 | 69 | 0 | 0 | 10.259 | ||||
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden |
||||||||||
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | ||||||||||
| und Darlehen gegenüber Dritten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 378.965 | 378.965 | – | 382.970 | 382.970 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| verbundenen Unternehmen | ||||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 250.000 | 250.000 | – | 255.967 | 255.967 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 61 | 61 | – | 61 | 61 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 291.281 | 291.281 | – | – | – |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 88.639 | 88.639 | – | – | – |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 1.008.946 1.008.946 |
1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen.
2 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
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• •
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• •
•
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere. Diese werden zu aktuellen Börsen- oder Marktwerten bewertet.
Zur Veräußerung verfügbare Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Hierbei handelt es sich um nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften und Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften, bei denen auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw.-abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen und bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB (Europäische Zentralbank) bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle je Bewertungskategorie dargestellt:
| t€ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbar | 0 | 2 |
| Zur Veräußerung verfügbar (zu Anschaffungskosten) | 28 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 3.771 | –2.846 |
| Kredite und Forderungen | –649 | 5.028 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | –11.033 | 8.809 |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente | –7.883 | 10.993 |
Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Wertpapieren der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" wurde mit 1.529 t€ (Vorjahr: –1.022 t€) vor Steuern und –366 t€ (Vorjahr: 699 t€) Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 9.724 | 9.426 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –15.298 | –13.417 |
| Nettozinsergebnis | –5.574 | –3.991 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Ein- und Verkauf von Weltmarktzucker, von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion sowie auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften zum Einsatz.
Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen | 304.646 | 325.024 |
| abzüglich Wertberichtigungen | –8.080 | –11.262 |
| Buchwert (netto) | 296.566 | 313.762 |
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117
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• •
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Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 01.03. | 11.262 | 12.309 |
| Währungsänderungen/Sonstige Veränderungen | –642 | –1.643 |
| Zuführungen | 2.914 | 2.480 |
| Verbrauch | –3.686 | –772 |
| Auflösungen | –1.768 | –1.112 |
| Wertberichtigungen zum 29./28.02. | 8.080 | 11.262 |
Aus der Auflösung der Wertberichtigungen resultierten Zinserträge von 27 t€ (Vorjahr: 17 t€).
Forderungen werden in der Regel einzeln auf ihre Einbringlichkeit hin untersucht und auf Basis zukünftiger Cashflows eingeschätzt.
Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen.
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind | ||
| Bis 30 Tage | 31.286 | 21.047 |
| 31 bis 90 Tage | 8.867 | 7.758 |
| 91 Tage und älter | 3.093 | 3.087 |
| Summe | 43.246 | 31.892 |
Die Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen gegenüber Kunden mit erstklassiger Bonität.
Das maximale Kreditrisiko in Höhe von 490.748 t€ (Vorjahr: 492.767 t€) beinhaltet den Buchwert aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten zuzüglich Eventualschulden und entspricht dem Buchwert dieser Instrumente.
Das Kreditrisiko, gekürzt um Kreditversicherungen, Bankgarantien und sonstige Sicherheiten (Nettokreditrisiko), stellt sich wie folgt dar:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 296.566 | 313.762 |
| abzüglich Kreditversicherungen und sonstige Sicherheiten | –161.071 | –147.344 |
| Nettokreditrisiko | 135.495 | 166.418 |
AGRANA unterhält Geschäftsbeziehungen mit vielen großen internationalen Industriekunden erster Bonität.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 29. Februar 2016 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 29.02.2016 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 366.024 | 376.680 | 163.912 | 9.574 | 42.530 | 18.063 | 14.990 | 105.614 | 526 | 21.471 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 165.000 | 172.732 | 36.011 | 1.088 | 2.141 | 102.622 | 760 | 30.110 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 269.892 | 269.892 | 262.448 | 3.217 | 4.227 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Lieferungen und | ||||||||||
| Leistungen und sonstige | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 11.133 | 11.133 | 9.391 | 5 | 1.737 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 2.824 | 2.973 | 83 | 83 | 166 | 373 | 2.268 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 61.035 | 61.035 | 47.061 | 3.602 | 9.348 | 443 | 18 | 18 | 126 | 419 |
| 875.908 | 894.445 | 518.906 | 17.569 | 60.149 | 121.501 | 18.036 | 135.742 | 652 | 21.890 | |
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 5.675 | 5.367 | 384 | 384 | 768 | 1.536 | 1.524 | 771 | 0 | 0 |
| Währungsderivate | 1.273 | 1.273 | 1.112 | 87 | 74 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 5.739 | 5.739 | 3.504 | 375 | 1.860 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12.687 | 12.379 | 5.000 | 846 | 2.702 | 1.536 | 1.524 | 771 | 0 | 0 | |
• • • • • • • • •
• •
119
•
• • • •
• •
•
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch- | 0 bis | 4 bis | 7 bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | Über | ||
| t€ | wert | Summe | 3 M | 6 M | 12 M | 2 J | 3 J | 4 J | 5 J | 5 J |
| 28.02.2015 | ||||||||||
| Nicht derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 378.965 | 393.772 | 173.656 | 8.756 | 10.768 | 43.970 | 18.076 | 10.855 | 105.701 | 21.990 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 250.000 | 262.472 | 121.285 | 1.138 | 2.239 | 4.318 | 102.622 | 760 | 30.110 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 291.281 | 291.281 | 279.977 | 2.340 | 8.964 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Lieferungen und | ||||||||||
| Leistungen und sonstige | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||||
| Unternehmen der | ||||||||||
| Südzucker-Gruppe | 29.459 | 29.459 | 23.429 | 14 | 6.016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 61 | 65 | 6 | 6 | 11 | 42 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||||
| Verbindlichkeiten | 59.179 | 59.179 | 44.275 | 3.776 | 9.858 | 377 | 586 | 53 | 53 | 201 |
| 1.008.945 1.036.228 | 642.628 | 16.030 | 37.856 | 48.707 | 121.284 | 11.668 | 135.864 | 22.191 | ||
| Derivative | ||||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||||
| Zinsderivate | 6.195 | 6.491 | 362 | 362 | 725 | 1.446 | 1.446 | 1.434 | 716 | 0 |
| Währungsderivate | 3.995 | 3.995 | 1.867 | 1.122 | 1.006 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rohstoffderivate | 69 | 69 | 40 | 29 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 10.259 | 10.555 | 2.269 | 1.513 | 1.731 | 1.446 | 1.446 | 1.434 | 716 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfanges von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern den Value at Risk nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95%. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen. Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter Value at Risk aus Währungen angegeben und nach Finanzierungen und operativem Geschäft unterschieden:
| Value at Risk aus Finanzierungen |
Value at Risk aus operativen Forderungen/ Verbindlichkeiten |
|||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
| Summe Nettopositionen (absolut) der Währungspaare | 143.715 | 217.750 | 63.445 | 91.000 |
| Value at Risk diversifiziert | 9.959 | 13.418 | 5.459 | 6.804 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungsposition je Währungspaar der Value at Risk-Berechnung:
| Fremdwährungsposition Finanzierung |
Fremdwährungsposition operative Forderungen/ Verbindlichkeiten |
|||
|---|---|---|---|---|
| t¤ | 29.02.2016 | 28.02.2015 | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
| Währungspaar | ||||
| EUR/USD | 11.797 | 20.578 | 5.684 | 16.264 |
| EUR/HUF | 30.692 | 30.559 | 4.523 | 0 |
| EUR/RON | 44.161 | 78.690 | 8.894 | 35.282 |
| EUR/RUB | 4.140 | 5.826 | 3.251 | 0 |
| EUR/UAH | 5.610 | 7.587 | 4.530 | 5.773 |
| EUR/BGN | 4.296 | 0 | 0 | 3.440 |
| EUR/ CZK | 0 | 12.127 | 16.742 | 0 |
| EUR/PLN | 0 | 0 | 0 | 6.766 |
| EUR/BRL | 0 | 4.920 | 0 | 0 |
| EUR/ CNY | 0 | 17.826 | 0 | 0 |
| EUR/ ZAR | 0 | 3.036 | 0 | 0 |
| USD/BRL | 7.302 | 7.073 | 0 | 0 |
| USD/ CNY | 10.399 | 0 | 0 | 0 |
| USD/MXN | 11.582 | 16.565 | 3.877 | 4.648 |
| Übrige | 13.736 | 12.963 | 15.944 | 18.827 |
| Summe | 143.715 | 217.750 | 63.445 | 91.000 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse und Einkaufsaktivitäten in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen. Die Fremdwährungspositionen des operativen Geschäftes von 63.445 t€ (Vorjahr: 91.000 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Mexiko, Tschechien, Rumänien, Russland, Ukraine und Ungarn auf sowie eine US-Dollar-Position im Euro-Raum und entsprechen einem Value at Risk von 5.459 t€ (Vorjahr: 6.804 t€).
Das Währungsrisiko aus Finanzierungen besteht im AGRANA-Konzern aus Finanzierungen und Geldanlagen, die nicht in der Landeswährung der Gesellschaft bestehen. Die Fremdwährungspositionen aus der Finanzierung betragen 143.715 t€ (Vorjahr: 217.750 t€) und weisen einen Value at Risk von 9.959 t€ (Vorjahr: 13.418 t€) aus und entfallen überwiegend auf die Länder Brasilien, China, Mexiko, Rumänien, Russland, Ukraine und Ungarn für Finanzierungen in den Währungen Euro und US-Dollar.
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko aus der Zuckermarktordnung zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne EU-weit in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Verkäufen von Nicht-Quotenzucker in US-Dollar.
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Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone.
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 333.664 | 377.898 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 3.542 | 3.170 |
| Nettoposition fix verzinst | 199.304 | 198.751 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 4.662 | 6.492 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Einkauf von Rohzucker über 84.281 Tonnen (Vorjahr: 0 Tonnen), den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 184.500 Tonnen (Vorjahr: 153.500 Tonnen), für den Einkauf von Mais über 15.300 Tonnen (Vorjahr: 4.700 Tonnen) und den Verkauf von Mais über 4.600 Tonnen (Vorjahr: 9.050 Tonnen) sowie den Verkauf von Weißzucker über 8.250 Tonnen (Vorjahr: 0 Tonnen). Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 62.101 t€ (Vorjahr: 27.462 t€) und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen negativen Marktwert von 3.789 t€ (Vorjahr: positiver Marktwert 519 t€).
AGRANA verfolgt laufend rechtliche Änderungen, die ihre Geschäfte betreffen, die zu einer Risikosituation führen können, und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Compliance, Lebensmittel- und Umweltrecht und AGRANA hat hierfür eigene Stabsstellen eingerichtet.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland. Bis dato gibt es keine Entscheidung des Kartellgerichtes. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet.
Die Bürgschaften betreffen v. a. Bankkredite der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Zucker.
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 49.580 | 44.727 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.647 | 1.647 |
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.
Eine weitere Eventualschuld von 6.425 t€ (Vorjahr: 6.600 t€) besteht im Zusammenhang mit der Rückforderung einer EU-Förderung in Ungarn. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 29.02.2016 | 28.02.2015 |
|---|---|---|
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten | 13.703 | 14.350 |
| Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen | 41.600 | 41.208 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 55.303 | 55.558 |
Nach dem Bilanzstichtag am 29. Februar 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AGRANA hatten.
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Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, hält 100% der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, die 86,2% der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holdinggesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen sind.
Nahe stehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("Südzucker-Gruppe") zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTEREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahe stehenden Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahe stehende Unternehmen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahe stehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| Unter- | Nicht | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| nehmen mit maß- |
Gemein- schafts- |
konsolidierte verbundene |
|||
| Südzucker- | geblichem | unter- | Unter | ||
| t¤ | Gruppe | Einfluss | nehmen | nehmen | Summe |
| Geschäftsjahr 2015 16 | |||||
| Umsatz | 86.174 | 17.341 | 55.243 | 6 | 158.764 |
| Operative Aufwendungen | –69.205 | –601 | –80.326 | –618 | –150.750 |
| Kreditbeziehungen | –165.773 | –54.697 | 0 | 0 | –220.470 |
| Partizipationskapital | 0 | 5.294 | 0 | 0 | 5.294 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 2.363 | 12.519 | 50 | 14.932 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | 10.554 | 844 | –2.064 | –146 | 9.188 |
| Zinsergebnis | –5.322 | 5.153 | 1.139 | 0 | 970 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 46.000 | 8.200 | 54.200 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 43.694 | 4.493 | 48.187 |
Geschäftsjahr 2014|15
| Umsatz | 85.088 | 16.110 | 55.705 | 22 | 156.925 |
|---|---|---|---|---|---|
| Operative Aufwendungen | –73.174 | –766 | –80.530 | –5.010 | –159.480 |
| Kreditbeziehungen | –250.821 | –98.907 | 0 | –3.675 | –353.403 |
| Partizipationskapital | 0 | 91.188 | 0 | 0 | 91.188 |
| Bankguthaben und | |||||
| kurzfristige Forderungen | 0 | 37.933 | 1.621 | 773 | 40.327 |
| Forderungen/Verbindlichkeiten | |||||
| aus Warenlieferungen | 2.185 | 164 | 1.911 | –1.211 | 3.049 |
| Zinsergebnis | –6.255 | 3.757 | 1.071 | –6 | –1.433 |
| Garantien gegeben | 0 | 0 | 48.200 | 8.200 | 56.400 |
| Garantien ausgenutzt | 0 | 0 | 38.500 | 2.836 | 41.336 |
Im Unterschied zum Vorjahresbericht werden keine Transaktionen mit dem zweiten Eigentümer der Gemeinschaftsunternehmen berichtet.
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Höhe von 220.470 t€ (Vorjahr: 353.403 t€) ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Davon waren 130.000 t€ (Vorjahr: 130.000 t€) langfristig.
Für vollkonsolidierte Tochterunternehmen werden bei Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss Garantien in Höhe von 5.000 t€ (Vorjahr: 17.958 t€) gegeben, von denen 1.022 t€ (Vorjahr: 9.345 t€) ausgenutzt waren.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 3.183 t€ (Vorjahr: 3.365 t€) und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.445 t€ (Vorjahr: 1.693 t€) sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 1.738 t€ (Vorjahr: 1.672 t€). Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für die letzten drei Geschäftsjahre auszuschüttenden Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim| Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H, Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 3.Juli 2015 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 250 t€ (Vorjahr: 250 t€) beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing.Johann Marihart, Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Walter Grausam Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Für Mag. Stephan Büttner besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber beendet wurde, in Anspruch genommen werden kann. Für das Geschäftsjahr 2015|16 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge von 720 t€ (Vorjahr: 2.955 t€).
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. In der Bilanz zum 29. Februar 2016 wird für Pensionsverpflichtungen ein Wert von 6.646 t€ (Vorjahr: 8.058 t€) und für Abfertigungsverpflichtungen ein Wert von 1.986 t€ (Vorjahr: 1.906 t€) unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 124.
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125
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Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 25. April 2016 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 25. April 2016
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
(Kurzdarstellung)
Dipl.-Ing.Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Mag. Stephan Büttner Vorstandsmitglied
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsmitglied
Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied
Obmann Mag. Erwin Hameseder Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Wolfgang Heer Erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Generaldirektor Mag. Klaus Buchleitner, MBA Zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Dr.Jochen Fenner Aufsichtsratsmitglied
Dr.Hans-Jörg Gebhard Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger Aufsichtsratsmitglied
Dr. Thomas Kirchberg Aufsichtsratsmitglied
Dipl.-Ing.Josef Pröll Aufsichtsratsmitglied
Thomas Buder Sprecher der Konzernvertretung und Zentralbetriebsratsvorsitzender
Gerhard Glatz
Karl Orthaber
Dipl.-Ing. Stephan Savic
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zum 29. Februar 2016
| Anteil am Kapital | Anteil am Kapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | ||||||
| un- | un | ||||||
| Bilanz- | mittel- | mittel- | mittel- | mittel | |||
| Name der Gesellschaft | stichtag | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft | |||||||
| (Muttergesellschaft) | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | – | – | – |
| I. Verbundene Unternehmen | |||||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | |||||||
| AGRANA AGRO S.r.l. | 29.02.2016 | Roman | Rumänien | – | 92,10% | – | 92,10% |
| AGRANA BIH Holding GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 75,00% | – | 75,00% |
| AGRANA Bulgaria AD2 | – | Sofia | Bulgarien | – | – | – | 100,00% |
| AGRANA BUZAU S.r.l. | 29.02.2016 | Buzău | Rumänien | – | 92,10% | – | 92,10% |
| AGRANA d.o.o. | 31.12.2015 | Brčko | Bosnien- | – | 75,00% | – | 75,00% |
| Herzegowina | |||||||
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | 29.02.2016 | Buenos Aires | Argentinien | – | 99,99% | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | 29.02.2016 | Central | Australien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Mangrove | |||||||
| AGRANA Fruit Austria GmbH | 29.02.2016 | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria Comércio | 31.12.2015 | São Paulo | Brasilien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Importação e Exportação Ltda. | |||||||
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | 31.12.2015 | São Paulo | Brasilien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | 31.12.2015 | Dachang | China | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | 29.02.2016 | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit France S.A. | 29.02.2016 | Paris | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | 29.02.2016 | Konstanz | Deutschland | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Istanbul | 29.02.2016 | Zincirlikuyu | Türkei | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | |||||||
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | 29.02.2016 | Seoul | Südkorea | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | 31.12.2015 | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Luka TOV | 31.12.2015 | Winniza | Ukraine | – | 99,97% | – | 99,97% |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | 31.12.2015 | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | 29.02.2016 | Ostrołęka | Polen | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit S.A.S. | 29.02.2016 | Paris | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services Inc.2 | – | Brecksville | USA | – | – | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | 29.02.2016 | Paris | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | 29.02.2016 | Johannesburg | Südafrika | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | 31.12.2015 | Winniza | Ukraine | – | 99,80% | – | 99,80% |
| AGRANA Fruit US, Inc. | 29.02.2016 | Brecksville | USA | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA Group-Services GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| und Asset-Management GmbH | |||||||
| AGRANA J&F Holding GmbH2 | – | Wien | Österreich | – | – | 98,91% | 1,09% |
| AGRANA Juice Denmark A/S | 29.02.2016 | Køge | Dänemark | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Magyarorzság Kft. | 29.02.2016 | Vásárosnamény | Ungarn | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Poland Sp. z.o.o.2 | – | Bialobrzegi | Polen | – | – | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Romania Vaslui S.r.l. | 31.12.2015 | Vaslui | Rumänien | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | 29.02.2016 | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | 29.02.2016 | Bingen | Deutschland | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AUSTRIA JUICE Ukraine LLC | 31.12.2015 | Winniza | Ukraine | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | 31.12.2015 | Xianyang City | China | – | 50,01% | – | 50,01% |
| AGRANA LIESTI S.R.L.2 | – | Bukarest | Rumänien | – | – | – | 99,92% |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | 29.02.2016 | Budapest | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% |
2 Verschmelzung im Geschäftsjahr 2015|16
| Anteil am Kapital | Anteil am Kapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | ||||||
| un- | un | ||||||
| Bilanz- | mittel- | mittel- | mittel- | mittel | |||
| Name der Gesellschaft | stichtag | Sitz | Land | bar | bar1 | bar | bar1 |
| AGRANA Marketing- und | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00% | – |
| Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| Agrana Nile Fruits Processing SAE | 29.02.2016 | Qalyoubia | Ägypten | – | 51,00% | – | 51,00% |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 100,00% | – | 100,00%2 | – |
| AGRANA Stärke GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% |
| AGRANA TANDAREI S.r.l. | 29.02.2016 | Ţăndărei | Rumänien | – | 92,10% | – | 92,10% |
| AGRANA Trading EOOD | 29.02.2016 | Sofia | Bulgarien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AGRANA URZICENI S.R.L.2 | – | Bukarest | Rumänien | – | – | – | 99,92% |
| AGRANA Zucker GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% | 98,91% | 1,09% |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AUSTRIA JUICE GmbH | 29.02.2016 | Kröllendorf/ Allhartsberg |
Österreich | – | 50,01% | – | 50,01% |
| Biogáz Fejleszto Kft. | 29.02.2016 | Kaposvár | Ungarn | – | 87,64% | – | 87,64% |
| Dirafrost FFI N. V. | 29.02.2016 | Herk-de-Stad | Belgien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Dirafrost Maroc SARL | 29.02.2016 | Laouamra | Marokko | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Financière Atys S.A.S. | 29.02.2016 | Paris | Frankreich | – | 100,00% | – | 100,00% |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- | 29.02.2016 | Wien | Österreich | 66,67% | – | 66,67% | – |
| und Produktionsgesellschaft m.b.H. | |||||||
| Koronás Irodaház Szolgáltató | 29.02.2016 | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% |
| Korlátolt Felelösségü Társaság | |||||||
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | 29.02.2016 | Budapest | Ungarn | – | 87,60% | – | 87,60% |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | 29.02.2016 | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 97,66% |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | 31.12.2015 | Serpuchov | Russland | – | 100,00% | – | 100,00% |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | 29.02.2016 | Ţăndărei | Rumänien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | 29.02.2016 | Bukarest | Rumänien | – | 92,02% | – | 92,02% |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | 29.02.2016 | Sereď | Slowakei | – | 100,00% | – | 100,00% |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o. | 29.02.2016 | Chełm | Polen | – | 50,01% | – | 50,01% |
| Yube d.o.o. | 31.12.2015 | Požega | Serbien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | |||||||
| AGRANA Amidi srl | 29.02.2016 | Sterzing | Italien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 29.02.2016 I Eigenkapital: 11,4 t€ I Jahresüberschuss: 1,1 t€ | |||||||
| AGRANA Croatia d.o.o. | 31.12.2015 | Zagreb | Kroatien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 2,8 t€ I Jahresüberschuss: 0,2 t€ | |||||||
| AGRANA Makedonija DOOEL Skopje | 31.12.2015 | Skopje | Mazedonien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 2,8 t€ I Jahresüberschuss: 0,9 t€ | |||||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | 31.12.2015 | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 70,3 t€ I Jahresfehlbetrag: –18,7 t€ | |||||||
| Cukoripari Egyesüles | 31.12.2015 | Budapest | Ungarn | – | 38,78% | – | 38,78% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 143,6 t€ I Jahresüberschuss: 32,1 t€ | |||||||
| DELHIA SHELF s.r.o. | 31.12.2015 | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 0,0 t€ I Jahresüberschuss: 0,0 t€ | |||||||
| Dr.Hauser Gesellschaft m.b.H. i.L. | 30.09.2015 | Hamburg | Deutschland | – | 100,00% | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 30.09.2015 I Eigenkapital: 39,8 t€ I Jahresfehlbetrag: –8,7 t€ | |||||||
| Österreichische Rübensamenzucht | 30.04.2015 | Wien | Österreich | – | 86,00% | – | 86,00% |
| Gesellschaft m.b.H. | |||||||
| Abschlussstichtag: 30.04.2015 I Eigenkapital: 1.894,5 t€ I Jahresüberschuss: 72,5 t€ | |||||||
| PERCA s.r.o. | 31.12.2015 | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00% | – | 97,66% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: 531,4 t€ I Jahresüberschuss: 55,4 t€ |
2 Verschmelzung im Geschäftsjahr 2015|16
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129
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| Anteil am Kapital 29.02.2016 |
Anteil am Kapital 28.02.2015 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| un- | un | |||||||
| Bilanz- | mittel- | mittel- | mittel- | mittel | ||||
| Name der Gesellschaft | stichtag | Sitz | Land | bar | bar | bar | bar | |
| II. Gemeinschaftsunternehmen | ||||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, | ||||||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert wurden | ||||||||
| STUDEN-Gruppe: | ||||||||
| "AGRAGOLD" d.o.o. | 31.12.2015 | Brčko | Bosnien- | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Herzegowina | ||||||||
| AGRAGOLD d.o.o. | 31.12.2015 | Zagreb | Kroatien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD dooel Skopje | 31.12.2015 | Skopje | Mazedonien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | 31.12.2015 | Ljubljana | Slowenien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k | 31.12.2015 | Tirana | Albanien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | 29.02.2016 | Wien | Österreich | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Company for trade and services | 29.02.2016 | Belgrad | Serbien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | ||||||||
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | 31.12.2015 | Brčko | Bosnien- Herzegowina |
– | 50,00% | – | 50,00% | |
| HUNGRANA-Gruppe: | ||||||||
| GreenPower E85 Kft | 31.12.2015 | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| HUNGRANA Keményitö- és | 31.12.2015 | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. | ||||||||
| HungranaTrans Kft. | 31.12.2015 | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| Nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | ||||||||
| SCO STUDEN & CO. BRASIL | 31.12.2015 | São Paulo | Brasilien | – | 50,00% | – | 50,00% | |
| EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. | ||||||||
| Abschlussstichtag: 31.12.2015 I Eigenkapital: –12,5 t€ I Jahresfehlbetrag: –2,5 t€ |
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Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 29. Februar 2016 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
█ dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015|16 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 25. April 2016
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Treasury, Datenverarbeitung/ Kommunikation (inklusiveInvestor Relations) Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung; Compliance sowie Recht; Segmentverantwortung Stärke Segmentverantwortung Frucht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik; Segmentverantwortung Zucker
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Konzernbilanz zum 29. Februar 2016, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang geprüft.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfurteil zu dienen.
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Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 25. April 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler e.h. Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
der AGRANA Beteiligungs-AG (nach UGB)
gesetzlichen Vertreter
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für das Geschäftsjahr 2015|16 vom 1.März 2015 bis 29. Februar 2016
Überblick
Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Umwelt und Nachhaltigkeit Forschung und Entwicklung Personal- und Sozialbericht Risikomanagement und Internes Kontrollsystem Berichterstattung gemäß § 243a Abs. 2 UGB Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte Corporate Governance-Bericht Zweigniederlassungen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Prognosebericht
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Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen in ihrer Konzerntätigkeit in den Segmenten Zucker und Stärke hauptsächlich in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und strebt in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von agrarischen Rohstoffen an. Damit ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe ("AGRANA").
Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen, respektvolles Verhalten gegenüber den Stakeholdern sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler die an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie.
Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit hohe Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
Die strategischen Ziele der Konzernsegmente, die sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft in den Beteiligungsverhältnissen wiederspiegeln, stehen in einer synergetischen Wechselwirkung:
AGRANA kontrolliert und steuert die produktbezogene Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten.
Das Unternehmen nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft v.a. die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segmentübergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und im Finanzbereich. Damit wird die Basis für eine gute Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die Innovationskraft und die gute Kostenposition der AGRANA geschaffen.
AGRANA verfolgt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit das Ziel, den von ihr beeinflussbaren Teil der Wertschöpfungskette möglichst nachhaltig zu gestalten. Unter Nachhaltigkeit versteht AGRANA in diesem Zusammenhang v.a. die folgenden drei, für alle Geschäftssegmente gültigen, Aspekte:
Rund 8.500 Mitarbeiter an 53 Produktionsstandorten auf allen fünf Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015/16 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. € (VJ rd. 2,5 Mrd. €). Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft notiert seit 1991 im Prime Market Segment der Wiener Börse.
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Die Segmente der AGRANA-Gruppe spiegeln sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen unter den Beteiligungen wider.
Die weiteren Beteiligungen der AGRANA-Beteiligungs-Aktiengesellschaft werden bis auf die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH zu 100% gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % (33,33 %) der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions GmbH werden von der KRÜGER Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Deutschland gehalten.
Die restlichen Anteile auf 100 % der einzelnen "Segment-Gesellschaften" werden von der Tochtergesellschaft AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. gehalten.
Die AGRANA Zucker GmbH ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina. Der Zuckervertrieb sowie der Vertrieb der Gastronomie-Produkte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden Hellma Lebensmittel-Verpackungs Ges.m.b.H. erfolgen ebenfalls durch die AGRANA Zucker GmbH.
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % / pp | 2013/ 14 | ||
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 739.912 | 812.265 | -8,9% | 1.049.780 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -67.268 | -81.127 | -17,1% | -86.900 |
| Umsatzerlöse | t€ | 672.644 | 731.138 | -8,0% | 962.880 |
| EBI T DA 1 | t€ | 25.397 | 29.355 | -13,5% | 64.197 |
| Operatives Ergebnis | t€ | 2.764 | 9.699 | -71,5% | 45.423 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen |
t€ | 1.542 | -1.721 | -189,6% | -933 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 0 | 1.002 | -100,0% | 4.677 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBI T ) | t€ | 4.306 | 8.980 | -52,0% | 49.167 |
| EBI T - Marge % |
0,6 | 1,2 | -0,6 | 0,5 | |
| I nvestitionen 2 | t€ | 46.102 | 34.476 | 33,7% | 43.117 |
| Mitarbeiter 3 | 2.185 | 2.326 | -6,1% | 2.276 |
1 Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
2 In S achanlagen und immaterielle Vermögensw erte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenw erte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitquivalente ( FT Es - Full-time equivalents)
Im Geschäftsjahr 2015|16 sank der Umsatz im Segment Zucker um 8,9 % auf 740 (Vorjahr: 812) Mio. €. Die Reduktion war auf stark rückläufige Verkaufspreise zurückzuführen.
Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, wirkte sich positiv auf das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) des Segmentes Zucker aus, was im Wesentlichen auf den niedrigen Weltmarktpreis für Roh- und Weißzucker und der guten Auslastung der Raffiniere in Bosnien-Herzegowina zurückzuführen war.
Das im Geschäftsjahr 2014|15 erzielte Ergebnis aus Sondereinflüssen resultierte aus EU-Rückerstattungen in Zusammenhang mit der Produktionsabgabe im Segment Zucker.
Der Anstieg der Investitionen um 33,7 % auf 46 (Vorjahr: 34) Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung der Verdampfstation in Leopoldsdorf|Österreich, der Vergrößerung der Melasseentzuckerungsanlage in Tulln|Österreich sowie der Vollinbetriebnahme der Abpackungsanlage des neuen Verpackungszentrums in Kaposvár|Ungarn.
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Das Segment Stärke umfasst mit der AGRANA Stärke GmbH die drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage). Zudem führt und koordiniert die Gesellschaft die internationalen Beteiligungen in den Bereichen Stärke und Bioethanol in Ungarn und Rumänien.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % / pp | 2013/ 14 | |
| Umsatzerlöse (brutto) t€ |
728.730 | 708.233 | 2,9% | 716.650 |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ |
-7.164 | -8.102 | -11,6% | -9.957 |
| Umsatzerlöse t€ |
721.566 | 700.131 | 3,1% | 706.693 |
| EBI T DA 1 t€ |
64.884 | 49.004 | 32,4% | 44.732 |
| Operatives Ergebnis t€ |
42.846 | 27.038 | 58,5% | 24.574 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode t€ einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen |
22.981 | 27.093 | -15,2% | 29.325 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBI T ) t€ |
65.827 | 54.131 | 21,6% | 53.899 |
| EBI T - Marge % |
9,1 | 7,7 | 1,4 | 7,6 |
| t€ I nvestitionen 2 |
28.151 | 13.743 | 104,8% | 35.025 |
| Mitarbeiter 3 | 870 | 863 | 0,8% | 858 |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In S achanlagen und immaterielle Vermögensw erte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenw erte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitquivalente ( FT Es - Full-time equivalents)
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2015|16 konnte um 2,9 % auf 729 (Vorjahr: 708) Mio. € gesteigert werden. Hauptgrund dafür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Ethanolpreise und daraus resultierend Umsatzzuwächse.
Im Geschäftsjahr 2015|16 stieg der Umsatz der ungarischen, nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe geringfügig. Höheren Umsätzen bei Bioethanol standen jedoch gesunkene Verzuckerungsproduktverkaufserlöse gegenüber. Trotz geringerer Rohstoff- und Energiepreise lag das Ergebnis der Equity-Beteiligung aufgrund gesunkener Verkaufspreise für Verzuckerungsprodukte unter dem Vorjahr.
Der Anstieg der Investitionen resultiert im Wesentlichen aus dem Projekt "Werksausbau" in Aschach|Österreich, einen Trockenmischanlage in Gmünd|Österreich sowie der Inbetriebnahme eines neuen Wärmetauschers in Pischelsdorf|Österreich. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2015|16 in den HUNGRANA-Gesellschaften Investitionen im Ausmaß von 16,8 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) getätigt.
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH fungiert als Holding für sämtliche nationale und internationale Tochtergesellschaften im Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert als operative Holding die AUSTRIA Juice GmbH mit Sitz in Kröllendorf|Österreich.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % / pp | 2013/ 14 | |
| Umsatzerlöse (brutto) t€ |
1.084.085 | 1.062.510 | 2,0% | 1.172.672 |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ |
-648 | -267 | 142,7% | -529 |
| Umsatzerlöse t€ |
1.083.437 | 1.062.243 | 2,0% | 1.172.143 |
| t€ EBI T DA 1 |
101.676 | 103.556 | -1,8% | 105.326 |
| Operatives Ergebnis t€ |
61.876 | 65.280 | -5,2% | 64.604 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen t€ |
-3.054 | -6.672 | -54,2% | -786 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBI T ) t€ |
58.822 | 58.608 | 0,4% | 63.818 |
| EBI T - Marge % |
5,4 | 5,5 | -0,1 | 5,4 |
| I nvestitionen 2 t€ |
41.730 | 42.990 | -2,9% | 51.814 |
| Mitarbeiter 3 | 5.455 | 5.519 | -1,2% | 5.371 |
1 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen
2 In S achanlagen und immaterielle Vermögensw erte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenw erte
3 Durchschnittlich im Geschätsjahr beschäftigte Vollzeitquivalente ( FT Es - Full-time equivalents)
Der Umsatz im Segment Frucht verzeichnete im Geschäftsjahr 2015|16 einen leichten Anstieg von 2,0 % auf 1.084 (Vorjahr: 1.063) Mio. €. Dies resultiert vor allem aus dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen, was einerseits auf gestiegene Verkaufspreise und andererseits auf eine Absatzsteigerung zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu war der Umsatz im Bereich Fruchtsaftkonzentrat, hauptsächlich durch den Preisverfall bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2014, deutlich rückläufig.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von -3 Mio € resultiert im Wesentlichen aus dem Restrukturierungsprojekt der Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad|Belgien, wobei der Großteil der damit zusammenhängenden Einmalkosten bereits im Konzernjahresabschluss 2014|15 bilanziert wurde. Einige Aktivitäten der Dirafrost in Belgien wurden eingestellt und verlagert; ein Hauptziel des Projektes war die Verbesserung der Effizienz in der Produktion von gefrorenen Früchten und Fertigprodukten.
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Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Bei der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln (vormals Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H.) werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. fungiert als Holding Gesellschaft und hält neben der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Anteile an AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH und AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH.
Die AGRANA Group Services GmbH erfüllt im Konzern die Finanzierungsfunktion und betreibt das Cash-Pooling. Sie ist, wie die Holding, dem Segment Zucker zugeordnet.
basierend auf dem Jahresabschluss nach UGB zum 29. Februar 2016
| Veränderung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung | 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % | 2013/ 14 | |||
| Umsatzerlöse | t€ | 11.693 | 11.306 | 3,4% | 71 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | t€ | 21.569 | 23.830 | -9,5% | 37.972 | ||
| Betriebsleistung | t€ | 33.262 | 35.136 | -5,3% | 38.043 | ||
| Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) | t€ | -6.338 | -12.774 | -50,4% | -9.067 | ||
| Operative Marge ¹ | % | -19,1% | -36,4% | 23,8% | |||
| Beteiligungserträge | t€ | 61.177 | 61.915 | -1,2% | 53.745 | ||
| Finanzerfolg | t€ | 65.842 | 64.055 | 2,8% | 61.948 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen | |||||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 59.503 | 51.281 | 16,0% | 52.881 | ||
| Jahresüberschuss | t€ | 59.854 | 52.376 | 14,3% | 53.411 | ||
| I nvestitionen in Sachanlagen und | t€ | ||||||
| immaterielle Vermögenswerte | t€ | 678 | 816 | -16,9% | 3.131 | ||
| I nvestitionen in Finanzanlagen | t€ | 0 | 16.000 | x | 0 |
¹ Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Die Veränderung der Umsatzerlöse resultiert aus höheren Umsätze in den Divisionen im Vergleich zum Vorjahr, wodurch höhere Royalties verrechnet werden konnten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die weiterverrechneten Konzernkosten mit einem Anteil von rd. 98% (Vorjahr: 99%) an der Gesamtsumme enthalten, welche vorwiegend aufgrund geringerer für den Konzern notwendiger Investitionen um rd. TEUR 2.599 zurückgegangen sind.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch der Jahresüberschuss der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich positiv verändert, da im Vergleich zum Vorjahr geringere Ausgaben für Rechts- und Beratungsleistungen bzw. für IT-Beratung angefallen sind und aufgrund von Änderungen in der Personalstruktur geringere Ausgaben für Vorsorgezahlungen getätigt werden mussten.
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzkennzahlen | 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % | 2013/ 14 | |
| Bilanzsumme | t€ | 771.441 | 780.491 | -1,2% | 761.858 |
| Grundkapital | t€ | 103.210 | 103.210 | 0,0% | 103.210 |
| I mmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
t€ t€ |
2.172 | 3.043 | -28,6% | 4.158 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | t€ | 417.025 | 417.025 | 0,0% | 422.485 |
| Andere Finanzanlagen | t€ | 126.259 | 211.259 | -40,2% | 195.456 |
| Eigenkapital | t€ | 604.692 | 595.965 | 1,5% | 594.716 |
| Eigenkapitalquote ¹ | % | 78,4% | 76,4% | 2,7% | 78,1% |
| Haftungsverhältnisse | t€ | 206.095 | 172.869 | 19,2% | 272.361 |
¹ Eig enkapitalquote = Eig enkapital / Gesamtkapital
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um -871 t€. Grund ist im Vergleich zu den Vorjahren höhere Abschreibungen aufgrund der im Vorjahr getätigten Investitionen für die Geschäftsausstattung des Mietgebäudes.
Die Veränderung der anderen Finanzanlagen ist auf die Einlösung des Partizipationskapitals in Höhe von t€ 85.000 zurückzuführen.
Die Eigenkapitalquote von 78,4 % (Vorjahr: 76,4 %) zeigt eine solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
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| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015/ 16 | 2014/ 15 | in % | 2013/ 14 | ||
| Cashflow aus laufender | |||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 60.576 | 67.125 | -9,8% | 55.578 |
| Cashflow aus I nvestitionstätigkeit | t€ | 84.378 | -16.524 | -610,6% | -3.107 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | -51.127 | -35.127 | 45,5% | -51.182 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | t€ | 93.827 | 15.473 | 506,4% | -1.931 |
| Bestand an flüssigen Mittel¹ | t€ | 109.430 | 15.603 | 601,3% | 130 |
2015/16: t€ 109.406; 2014/15: t € 15.515 ¹ einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-S ervices GmbH
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sank im Geschäftsjahr 2015|16 um 6.549 t€ auf 60.576 t€ (Vorjahr: 67.125 t€). Der Rückgang ist auf die Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling sowie der Steuerrückstellung zurückzuführen.
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit stieg von -16.524 t€ im Vorjahr auf 84.378 t€ an und resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung des Partizipationskapitals an der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Dividendenauszahlung von rd. 51.127 t€. Im Geschäftsjahr 2014|15 setzte sich dieser aus der Dividendenzahlung sowie der Neuaufnahme von Teilverbindlichkeiten zum Schuldscheindarlehen in Höhe von 16.000 t€ zusammen.
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AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA…
Ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit sind in folgende Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette gegliedert:
Darüber hinaus ist besonders der Beitritt zur Sustainable Agriculture Initiative im Juli 2014 hervorzuheben. Die Sustainable Agriculture Initiative (SAI) ist eine von Nestlé, Unilever und Danone im Jahr 2002 gegründeten Initiative der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. SAI hat es sich zum Ziel gesetzt als Informationsplattform durch die Vorstellung von Best-Practices und Unterstützung durch das Angebot unterschiedlicher Tools die Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Agrarpraxis weltweit zu fördern. Mittelfristig sollen Benchmarks für wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte in der agrarischen Produktion z.B. Wassermanagement, Biodiversität etc. im Rahmen von rohstoffspezifischen Arbeitsgruppen, an denen die Mitgliedsunternehmen teilnehmen können, entwickelt werden. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden die ersten Assessments zur Erhebung einzelner Benchmarks durchgeführt, wo seitens AGRANA ein beachtlicher Beitrag geleistet wurde.
Erstmalig wurden nicht nur ökologische sondern auch Aspekte der ökonomischen Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt. In Zusammenarbeit mit "Economica Instiut für Wirtschaftsforschung" wurde erfasst, welche Bruttowertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte die Gesamtleistung der drei Segmente in 25 Ländern erzielt haben. Somit konnte festgestellt werden, dass AGRANA einen Gesamteffekt von 0,002% am weltweiten Bruttoinlandsprodukt bewirkt.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends zu setzen und sich durch Produktinnovationen von den Mitbewerbern zu unterscheiden. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Rezepturen, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstreicht somit ihre auf nachhaltigen Erfolg ausgelegte Unternehmensstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center GmbH (ARIC) in Tulln|Österreich ist das zentrale Forschungs- und Entwicklungsinstitut des Konzerns für die Bereiche Stärke, Bioethanol, Zucker und Frucht. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG. Ziel der Einrichtung ist es, neue Anwendungsfelder für innovative Produkte aus den Rohstoffen Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und Zuckerrübe zu erschließen. Das Unternehmen ist national und international als F&E-Dienstleister und - Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Lebensmitteltechnologie, Stärke- und Bioethanoltechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Frucht tätig. Weiters bietet die Forschungsstätte ihr spezielles F&E-Know-how auch Dritten an und fungiert als staatlich akkreditiertes Labor für Bioethanol-Analytik und die Qualitätsüberprüfung von Zuckerrüben.
Die Zusammenführung und das Zusammenarbeiten von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Zucker, Stärke und Frucht) unter einem Dach ermöglichen nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördern auch den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten wie z.B. Ernährungsphysiologie, Verdicker und Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkte. Die zunehmende Anzahl an Projekten, die mehrere AGRANA-Geschäftssegmente gleichzeitig betreffen, kann somit wesentlich einfacher und effizienter umgesetzt werden.
| F&E-Kennzahlen | 2015 16 | 2014 15 | 2013 14 |
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) (in Mio. €) | 14,9 | 14,5 | 17,2 |
| F&E-Quote1 (in %) | 0,60 | 0,58 | 0,61 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 214 | 216 | 218 |
1 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
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Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2014|15 durchschnittlich 8.611 (Vorjahr: 8.708) Mitarbeiter, davon 2.120 (Vorjahr: 2.138) in Österreich und 6.491 (Vorjahr: 6.570) international. Die geringe Veränderung im Konzern begründet sich vor allem mit Zuwächsen im Segment Stärke und Frucht und einen notwendigen Abbau durch Effizienzsteigerungen im Segment Zucker.
Ein konzernweit implementiertes "Performance-Management" wird in Verbindung mit einem erfolgsabhängigen Entlohnungssystem für das Management weltweit eingesetzt, um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen. Die Kriterien für die variable Vergütung umfassen neben den Finanz- und Ertragszielen auch individuelle Zielvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2015|16 nahmen 7,9 % (Vorjahr: 7,3 %) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Ein besonderer Fokus wurde im letzten Geschäftsjahr auf die Entwicklung von internen Schulungen und Trainingsprogrammen (Sharepoint-Training, Compliance-Schulungen und Trainings im Bereich Logistik) gelegt. Dies ermöglichte eine gezielte Weitergabe von Knowhow innerhalb des Unternehmens (Wissensmanagement) und führte gleichzeitig zu einer Verringerung der externen Trainingskosten.
Ein wichtiger Bestandteil der konzernweiten Aus- und Weiterbildung ist die AGRANA Academy. Bei dieser Initiative werden Führungskräfte in den Bereichen Strategie und Führung geschult. Ein Hauptaugenmerk stellen der segmentübergreifende Austausch von Ideen und Best-Practices sowie das Aufzeigen von Markttrends dar. Die Academy soll Führungskräfte noch besser für künftige Herausforderungen wappnen. Darüber hinaus wurden zur Unterstützung der Verkaufsaktivitäten Vertriebstrainings durch eine neu konzipierte Sales Academy implementiert. Nachdem es AGRANA als Unternehmen wichtig ist, ihre Mitarbeiter stetig weiter zu entwickeln, startet im Geschäftsjahr 2016|17 ein neues Entwicklungsprogramm, welches speziell auf langjährige Mitarbeiter in einer Expertenfunktion abzielt. Das Programm wird bei seinem erstmaligen Roll-Out für die Bereiche Finanzen, Produktion, Einkauf sowie den Qualitätsbereich angeboten. Durch den fachspezifischen Kontext wird den Mitarbeitern neues Wissen aus dem eigenen Fachbereich sowie ein Austausch mit Kollegen aus demselben Fachbereich, ermöglicht.
Im Geschäftsjahr 2015|16 waren durchschnittlich 68 Lehrlinge in Österreich und Deutschland, u.a. in den Bereichen Maschinenbautechnik, Metalltechnik, Lebensmitteltechnik und Informationstechnologie, beschäftigt. Der Anteil weiblicher Lehrlinge lag bei rund 10 %.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015|16 auf rund 1,7 (Vorjahr: 2,0) Mio. €, das entspricht rund 0,8 % (Vorjahr: 0,9 %) der Lohnund Gehaltssumme.
Im Bereich Arbeitsbedingungen und Menschenrechte hat AGRANA das im Vorjahr gesteckte Ziel, an allen Standorten weltweit, wo kein Betriebsrat, der diese Funktion erfüllt, existiert, eine formale Beschwerdestelle bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechten für alle Mitarbeiter einzurichten, im Geschäftsjahr 2015|16 umgesetzt. Daneben wurde ein Prozess festgelegt, der die zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellt.
Im Geschäftsjahr 2013|14 wurden erstmals Kennzahlen zur Verletzungsrate, Ausfalltagequote und Abwesenheitsrate pro Segment weltweit erhoben. Die Verletzungsrate als auch die Ausfallstageqote konnten gesamt (Männer und Frauen) im Vergleich zum Vorjahr nicht unwesentlich gesenkt werden.
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Im Frühjahr 2016 trat AGRANA dem österreichischen Netzwerk "Unternehmen für Familien" bei. Das Netzwerk wurde vom Bundesministerium für Familien und Jugend ins Leben gerufen, um Unternehmen und Gemeinden, die sich für eine familienbewusste Personal- und Gemeindepolitik interessieren und/oder auch schon dafür engagieren zu vernetzen. Die Plattform des Netzwerkes sowie zugehörige Veranstaltungen dienen als Ort des Austausches, der Inspiration sowie der Information. Im Rahmen ihres Beitrittes hat AGRANA die Umsetzung einer Reihe weiterer Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Geschäftsjahr 2016|17 beschlossen.
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Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe stellen klimatische Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Rohmaterialien Risiken für AGRANA dar. Daneben ist AGRANA aufgrund der v.a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt.
Ein konzernweites, operatives Planungs- und Berichtssystem bildet die Basis für die monatliche Berichterstattung an die zuständigen Entscheidungsträger. Im Rahmen dieses Reporting-Prozesses wird für die Gruppe und für jedes Segment ein separater Risikobericht erstellt. Der Fokus liegt dabei auf der Ermittlung von Sensitivitäten in Bezug auf sich verändernden Marktpreisen für das gegenwärtige und folgende Geschäftsjahr.
Das strategische Risikomanagement verfolgt die Zielsetzung, wesentliche Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Chancen- und Risikopotenzial zu identifizieren und zu bewerten. Zweimal jährlich werden die mittel- bis langfristigen Risiken in den einzelnen Geschäftsbereichen durch ein definiertes Risikomanagement-Team in Kooperation mit dem zentralen Risikomanagement analysiert. Der Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation und deren Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Risiko-/Chancenpotenzial, die Definition von Frühwarnindikatoren sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung.
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
Darüber hinaus beschäftigt sich das konzernweite Riskmanagement mit
Zunehmend gewinnt auch die Einhaltung nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien in der vorgelagerten Lieferkette an Bedeutung. Diese versucht AGRANA durch die Einhaltung definierter Kriterien zur Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte zu gewährleisten. Daneben ist AGRANA aufgrund der v.a. in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion Risiken durch die Energie- und Umweltgesetzgebungen in den verschiedenen Ländern ausgesetzt. In diesem Bereich hat AGRANA eine Umweltpolitik formuliert, deren Einhaltung Risiken vermeiden bzw. minimieren soll.
Mindestbeimischung von Bioethanol zu Benzin, deren Höhe eine starke Auswirkung auf den Geschäftsbereich Bioethanol hat.
Derzeit bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Die Finanziellen Risiken werden vor allem in vier für den Konzern wesentlichen Bereiche gegliedert:
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung des IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können einerseits aus dem Erwerb und Verkauf von Waren in Fremdwährungen sowie andererseits aufgrund von Finanzierungen in Fremdwährungen bzw. lokalen Euro-Finanzierungen entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz. Darüber hinaus beeinflussen Veränderungen der Währungskurse im Vergleich zum Euro das Konzernergebnis der AGRANA-Gruppe.
Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist, durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien, langfristig und ausreichend abgesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
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Im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2011|12 der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán|Mexiko, traten Verdachtsmomente auf, dass verschiedene Geschäftsvorfälle nicht im Einklang mit dem AGRANA-Verhaltenskodex standen und deren finanzieller Ausweis nicht den geltenden externen und internen Bilanzierungsvorschriften entsprach. Nach intensiven Erhebungen wurden Anfang Juni 2012 das lokale Management ausgetauscht, der Fall bearbeitet und im Jahresabschluss 2012|13 entsprechende finanzielle Vorsorgen getroffen.
In den Geschäftsjahren seit 2013|14 ergaben sich keine wesentlichen, neuen Erkenntnisse zu diesem Betrugsfall und die im Geschäftsjahr 2012|13 erfolgten internen und externen Ermittlungen erwiesen sich als umfassend. Die strafrechtlichen Verfahren gegen das frühere Management werden seitens der mexikanischen Staatsanwaltschaft geführt. Mit der Vertrauensschadenversicherung wurde eine außergerichtliche Einigung erzielt.
Interne und externe Prüfungen sollen bestmöglich sicherstellen, dass ähnliche Vorfälle verhindert bzw. frühzeitig erkannt werden.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA ist sich der Verantwortung zur Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften bewusst.
Konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien, das interne Kontrollsystem (IKS) sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP-System. Die Werte der Einzelabschlüsse werden in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul übernommen. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis erfolgt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von gravierenden Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die AGRANA-Gruppe, indem unter der Annahme des Einfrierens der wesentlichen Ergebnisfaktoren (wie z.B. Energie-, Rohstoff-, Verkaufspreise etc.) auf dem aktuellen Niveau bis Geschäftsjahresende ein Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
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Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft. AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Lagebericht 2015/16 Beilage II/21
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich, soweit es für sein Prüfungsurteil erforderlich ist, das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 29. Februar 2016 beträgt 103,2 Mio. € und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 86,2 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 %- Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, an welcher die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50% beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglieds der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt.
M&G Investmentfonds des britischen Finanzunternehmens Prudential plc, London|Großbritannien, hielten bis 27. Februar 2014 15,6 % am AGRANA-Grundkapital. Die Z&S, die als Mehrheitsaktionärin der AGRANA Beteiligungs-AG bis zu diesem Zeitpunkt 75,5 % des Grundkapitals hielt, übernahm von M&G Investmentfonds einen Anteil in Höhe von 10,7 % unmittelbar, wodurch die Z&S seit dieser Transaktion 86,2 % der Stimmrechte an AGRANA hält. Weitere 4,9 % an AGRANA-Aktien wurden damals unmittelbar von Südzucker erworben, die dadurch ihren direkten Anteil an der AGRANA Beteiligungs-AG auf rund 6,5 % aufstockte. Davon sollen knapp 5 % wieder platziert werden, um den Streubesitz der AGRANA Beteiligungs-AG zu erhöhen. Ziel ist es, die Liquidität der AGRANA-Aktie zu erhöhen und so die Attraktivität für Investoren zu verbessern. Auf die nicht platzierten Aktien hat die Z&S eine seit dem 1. März 2015 ausübbare Call-Option gegenüber Südzucker.
Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
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AGRANA bekennt sich zu den Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hält nahezu alle Bestimmungen ein. Der ÖCGK ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporategovernance.at abrufbar. Er bildet - auf dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung beruhend - den Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung des Unternehmens mit dem Ziel einer hohen Transparenz für alle Stakeholder.
Im Geschäftsjahr 2015|16 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2015 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat sich in seinen Sitzungen am 30. November 2015 und 25. Februar 2016 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig die Erklärung über die Einhaltung des Kodex beschlossen.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte in 2015/16 keine Zweigniederlassungen
Es sind nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
Basierend auf einer soliden Bilanzstruktur zum 29. Februar 2016 und einem gut diversifizierten Geschäftsmodell, sieht sich AGRANA auch für das neue Geschäftsjahr gut gerüstet und rechnet mit einer moderat positiven Ergebnisentwicklung.
Aus heutiger Sicht geht AGRANA für das Geschäftsjahr 2016|17 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von einem moderaten Anstieg aus.
Aus Sicht der Einzelgesellschaft, der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, wird daher für das kommende Geschäftsjahr 2016|17 ebenfalls mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) auf aktuellen Niveau gerechnet.
Wien, am 25. April 2016
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h.
Mag. Stephan Büttner e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
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für das Geschäftsjahr 2015|16 vom 1.März 2015 bis 29. Februar 2016
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Anhang zum Jahresabschluss Allgemeines Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Aufwendungen für den Abschlussprüfer Organe und Arbeitnehmer
Entwicklung des Anlagevermögens
| t¤ | 2015 16 | 2014 15 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 11.693 | 11.306 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 21.569 | 23.830 |
| 3. Personalaufwand | –19.655 | –23.922 |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –1.504 | –1.859 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –18.442 | –22.129 |
| 6. Operatives Ergebnis (Z 1 bis 5) | –6.339 | –12.774 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 61.177 | 61.915 |
| davon aus verbundenen Unternehmen 61.167 t€ (Vorjahr: 61.910 t€) | ||
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren | ||
| des Finanzanlagevermögens | 5.989 | 5.215 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.040 | 5.219 |
| davon aus verbundenen Unternehmen 5.040 t€ (Vorjahr: 5.187 t€) | ||
| 10. Erträge aus dem Abgang und | ||
| der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 0 | 2 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen | 0 | –5.460 |
| davon aus Abschreibungen 0 t€ (Vorjahr: 5.460 t€) | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 0 t€ (Vorjahr: 5.460 t€) | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –6.364 | –2.836 |
| 13. Finanzerfolg (Z 7 bis 12) | 65.842 | 64.055 |
| 14. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Z 1 bis 13) | 59.503 | 51.281 |
| 15. Steuern vom Einkommen | 351 | 1.095 |
| 16. Jahresüberschuss | 59.854 | 52.376 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 8.710 | 7.461 |
| 18. Bilanzgewinn | 68.564 | 59.837 |
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| t¤ | Stand 29.02.2016 |
Stand 28.02.2015 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
605 | 900 |
| II. Sachanlagen | 1.567 | 2.143 |
| III. Finanzanlagen | 543.283 | 628.284 |
| 545.455 | 631.327 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
225.881 | 149.076 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 24 | 88 |
| 225.905 | 149.164 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| I. Sonstige Abgrenzungsposten |
81 | 0 |
| Summe Aktiva | 771.441 | 780.491 |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital |
103.210 | 103.210 |
| II. Kapitalrücklagen | 418.990 | 418.990 |
| III. Gewinnrücklagen | 13.928 | 13.928 |
| IV. Bilanzgewinn | 68.564 | 59.837 |
| davon Gewinnvortrag 8.710 t€ (Vorjahr: 7.461 t€) | ||
| 604.692 | 595.965 | |
| B. Rückstellungen | ||
| I. Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen |
||
| und Jubiläumsgelder | 5.655 | 5.056 |
| II. Rückstellung für Steuern und sonstige | 17.213 | 35.548 |
| 22.868 | 40.604 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten |
126.000 | 126.000 |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 17.881 | 17.922 |
| 143.881 | 143.922 | |
| Summe Passiva | 771.441 | 780.491 |
| Haftungsverhältnisse | 206.095 | 172.869 |
für das Geschäftsjahr 2015|16 vom 1.März 2015 bis 29. Februar 2016
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gesellschaft ist als große Gesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR), jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR).
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Teil-Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
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Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10 |
| EDV-Software | 3 | 33,33 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 40 - 50 | 2,5 - 2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20 - 10 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33,33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1 - 5 | 100 - 20 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Wenn die Gründe für die Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden im Ausmaß der Werterhöhung bis zur Höhe der Anschaffungskosten Zuschreibungen vorgenommen.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet.
Der Gesamtwert der unterlassenen Zuschreibung (gemäß § 208 Abs. 3 UGB) beläuft sich bei Wertpapieren auf EUR 0 (im Vorjahr 0 TEUR).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von TEUR 444 (im Vorjahr 729 TEUR) wurde in die Bilanz nicht aufgenommen.
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Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden gemäß § 198 und 211 UGB nach finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dazu wurde ein Gutachten der Valida Consulting GmbH, Wien, eingeholt. Der Rückstellungsberechnung liegen ein Rechnungszinssatz von 1,80 % (im Vorjahr 2,00 %), Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-7,59 % (im Vorjahr 0-8,08 %) sowie Gehaltsanpassungen zugrunde.
Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 an eine Pensionskasse ausgegliedert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension ausfinanziert ist, wenn die Anwartschaftsberechtigten das 65. (Vorjahr: 65.) Lebensjahr vollendet haben. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Nachschusspflicht an die Pensionskassa. Die Rückstellung für die Nachschussverpflichtung wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert. Die Jubiläumsgelder wurden nach finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt und der Rechnungszinssatz von 1,80 % (im Vorjahr 2,00 %) verwendet, wobei je nach Dienstangehörigkeit von 0-7,59 % (im Vorjahr 0-8,08 %) Fluktuationsabschlag in der Berechnung berücksichtigt wurden.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Z 2 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Höhe des |
Eigenkapital gem. | Geschäfts- | Jahresüber | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | Anteils | § 229 UGB | jahr | schuss/fehlbetrag |
| % | EUR | EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Marketing- und | ||||
| Vertriebsservice Ges.m.b.H, Wien | 100 | 8.120.339,28 | 2015/16 | 676.543,56 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien*) |
98,91 | 231.713.173,46 | 2015/16 | -23.921.708,80 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 98,91 | 304.221.638,30 | 2015/16 | 4.838.159,44 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 98,91 | 291.289.764,89 | 2015/16 | 68.591.904,06 |
| AGRANA Group-Service GmbH | 100 | -3.885.637,80 | 2015/16 | 314.698,42 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwick lungs- und Produktions- GesmbH, Wien |
66,67 | 8.194.962,07 | 2015/16 | 622.719,45 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln |
100 | 3.883.887,39 | 2015 | 270.237,35 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien und haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren (€ 105.000.000,00) bzw. von mehr als 5 Jahren (€ 21.000.000,00).
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| in EUR (Vorjahr in T EUR) | Restlaufzeit | Restlaufzeit von mehr |
Bilanzwert |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | als 1 Jahr | ||
| Forderungen gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 218.933.140,36 | 0,00 | 218.933.140,36 |
| (28.02.2015) | (138.485) | 0 | (138.485) |
| S onstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 1.384.083,80 | 5.563.076,01 | 6.947.159,81 |
| (28.02.2015) | (10.583) | (9) | (10.592) |
| Summe | 220.317.224,16 | 5.563.076,01 | 225.880.300,17 |
| (28.02.2015) | (149.067) | (9) | (149.076) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 218.933.140,36 (im Vorjahr 138.485 TEUR) sonstige Forderungen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen von Zinsen aus Partizipationsscheinen in Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr 5.206 TEUR), Forderungen aus Kapitalertragsteuer gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23 in Höhe von EUR 6.859.367,74 (im Vorjahr 5.211 TEUR) sowie andere kurzfristige Forderungen.
In den sonstigen Forderungen sind wesentliche Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, in der Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr 5.206 TEUR) enthalten.
Das Grundkapital in Höhe von EUR 103.210.249,78 setzt sich aus 14.202.040 Stück nennbetragslose Stückaktien – Stammaktien zusammen.
| Kapitalrücklagen | Stand 01.03.2015 | Veränderung | Stand 29.02.2016 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gebundene | 373.422.710,55 | 0,00 | 373.422.710,55 |
| Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 0,00 | 45.566.884,45 |
| Summe | 418.989.595,00 | 0,00 | 418.989.595,00 |
| Stand 01.03.2015 | Veränderung | Stand 29.02.2016 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 0,00 | 47.964,07 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000,00 | 0,00 | 13.880.000,00 |
| Summe | 13.927.964,07 | 0,00 | 13.927.964,07 |
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Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die Abfertigungsrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| S tand | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | S tand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2015 | 29.02.2016 | ||||
| in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | |
| Abfertigung | 3.389.965,56 | 130.114,56 | 3.520.080,12 | ||
| Pensionsansprüche | 1.291.387,29 | 425.771,86 | 1.717.159,15 | ||
| Jubiläumsgelder | 374.525,82 | 2.791,30 | 45.548,36 | 417.282,88 | |
| Altersteilzeit | 30.529,23 | 34.091,82 | 64.621,05 | ||
| Nicht konsumierte Urlaube | 2.016.517,60 | 415.101,19 | 1.601.416,41 | ||
| S onderzahlungen | 358.966,53 | 27.361,12 | 331.605,41 | ||
| Prüfungsaufwand | 266.000,00 | 226.192,12 | 39.807,88 | 266.900,00 | 266.900,00 |
| Veröffentlichungsaufwand | 140.000,00 | 117.220,45 | 22.779,55 | 131.000,00 | 131.000,00 |
| Kosten der Hauptversammlung |
45.000,00 | 45.000,00 | 54.000,00 | 54.000,00 | |
| Kosten Bilanzpresse konferenz |
3.500,00 | 2.438,40 | 1.061,60 | 3.500,00 | 3.500,00 |
| Konzernkommunikation | 78.415,00 | 8.301,50 | 70.113,50 | 7.000,00 | 7.000,00 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 250.000,00 | 250.000,00 | 250.000,00 | 250.000,00 | |
| Pensionskasse | 92.916,00 | 92.916,00 | 169.375,00 | 169.375,00 | |
| S onstige ausstehende Eingangsrechnungen |
337.427,00 | 307.227,07 | 30.199,93 | 412.745,00 | 412.745,00 |
| Summe | 8.675.150,03 | 1.494.549,15 | 163.962,46 | 1.930.046,60 | 8.946.685,02 |
Die als Verbrauch dargestellten EUR 2.791,30 bei der Jubiläumsrückstellung bzw. EUR 13.272,15 des Verbrauchs der Urlaubsrückstellung betreffen Übertritte in andere Konzerngesellschaften. Die Zuweisung im Geschäftsjahr wurde einerseits aufgrund der Senkung des Zinssatzes und andererseits aufgrund der internen Änderung zur Prämienauszahlung notwendig.
Die Pensionsansprüche stellen Nachschussverpflichtungen an die Pensionskasse dar für kapitalmäßige Deckungslücken der bereits im Jahr 2002 übertragenden Anwartschaften.
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und ausstehende Abrechnungen.
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 126.000.111,21 | 126.000 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (111,21) | (0) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (105.000.000,00) | (105.000) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (21.000.000,00) | (21.000) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.139.489,92 | 759 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (1.139.489,92) | (759) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| verbundenen Unternehmen | 11.236.098,05 | 11.798 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (11.236.098,05) | (11.798) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.505.308,77 | 5.365 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (5.505.308,77) | (5.365) |
| Summe | 143.881.007,95 | 143.922 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (17.881.007,95) | (17.922) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (105.000.000,00) | (105.000) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (21.000.000,00) | (21.000) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 126.000 ein Schuldscheindarlehen, welches von 31 Banken und Pensionsfonds gezeichnet wurde.
Der gesamte Gegenwert des Schuldscheindarlehens wurde konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht und wird dort für allgemeine Refinanzierungszwecke verwendet.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von EUR 3.044.430,47 (im Vorjahr 2.955 TEUR) und Verbindlichkeiten von Abgaben in Höhe von EUR 1.049.521,96 (im Vorjahr 1.042 TEUR) enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11.236.098,05 (im Vorjahr 11.798 TEUR) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen.
Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2015/16 beträgt inkl. Garage EUR 1.468.152,42 (im Vorjahr 1.355 TEUR). Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt EUR 6.983.853,00
| 29.02.2016 | 28.02.2015 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 7.800.000,00 | 7.800 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 192.588.852,00 | 165.069 |
| Summe | 200.388.852,00 | 172.869 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 156.694.879 | 132.371 |
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Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 01. März 2015 bis 29. Februar 2016, im Vorjahr jenen vom 01. März 2014 bis 28. Februar 2015.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 11.693.300,00 (im Vorjahr 11.306 TEUR) beinhalten nur Erträge aus der Konzernverrechnung für die Nutzung der Lizenzen für Markenrechte (Royalities).
(10) Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf EUR 15.796,33 (im Vorjahr 20 TEUR).
(11) Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 163.962,46 (im Vorjahr 105 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 93.954,65 (im Vorjahr 33 TEUR) betreffend Veröffentlichungsaufwand und Konzernkommunikation.
(12) Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 21.389.741,02 (im Vorjahr 23.705 TEUR) enthalten Erträge für Durchlaufposten, IT-Leistungen und Personal in Höhe von EUR 20.788.200,02 (im Vorjahr 23.388 TEUR) sowie Versicherungsansprüche in Höhe von EUR 155.000,00 (im Vorjahr 2 TEUR).
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173
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| 2015/16 | 2014/15 | |
|---|---|---|
| in EUR | in T EUR | |
| Gehälter | 14.699.401,54 | 15.903 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 307.897,22 | 1.384 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorge | 152.587,74 | 201 |
| kassen (MVK) | ||
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.305.510,21 | 3.059 |
| S ozialabgaben und Personalnebenkosten | 2.937.521,34 | 3.106 |
| S onstige S ozialaufwendungen | 252.265,56 | 269 |
| Summe | 19.655.183,61 | 23.922 |
| Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbei tervorsorgekassen |
Pensionen (Rückstellungen) | |||
|---|---|---|---|---|
| 2015/16 2014/15 |
2015/16 | 2014/15 | ||
| EUR | TEUR | EUR | TEUR | |
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 161.641,26 | 925 | 1.286.214,41 | 3.041 |
| andere Arbeitnehmer | 298.843,70 | 19.295,80 | 18 | |
| Summe | 460.484,96 | 1.585 | 1.305.510,21 | 3.059 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 149 Angestellte (im Vorjahr 165 Angestellte).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr EUR 3.398.238,97 (im Vorjahr 3.796 TEUR). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen EUR 860.442,55 (im Vorjahr 2.952 TEUR) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von EUR 425.771,86 (im Vorjahr 88 TEUR Zuführung) zugewiesen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/16 eine Vergütung von EUR 250.000,00 (im Vorjahr 250 TEUR).
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 18.442.042,92 (im Vorjahr 22.129 TEUR) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von EUR 7.045.627,22 (im Vorjahr 8.753 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von EUR 1.398.492,66 (im Vorjahr 3.031 TEUR), Leasing, Mieten und Pachten von EUR 2.078.119,93 (im Vorjahr 1.570 TEUR), Werbeaufwendungen von EUR 1.560.239,13 (im Vorjahr 1.194 TEUR) sowie andere Aufwendungen in Höhe von EUR 6.359.563,98 (im Vorjahr 7.581 TEUR).
| Summe | 61.177.288,70 | 61.915 |
|---|---|---|
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 10.000,00 | 5 |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 61.167.288,70 | 61.910 |
| in EUR | in T EUR | |
| 2015/16 | 2014/15 |
Aufgrund einer dauerhaften Wertminderung der AGRANA Group-Services GmbH, Wien wurde die Beteiligung per 28.02.2015 um EUR 5.460.000 abgewertet. Im Geschäftsjahr mussten keine Wertminderungen berücksichtigt werden.
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175
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| 2015/16 | 2014/15 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Körperschaftsteuer | -3.906.700,00 | -4.842 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | 505.976,88 | -418 |
| Steuerumlagen | 3.765.685,74 | 6.395 |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | -14.306,19 | -41 |
| Summe | 350.656,43 | 1.094 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
AGRANA AGRO SRL, Roman, Rumänien AGRANA Amidi srl, Sterzing, Italy AGRANA BiH Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA BUZAU SRL, Buzau, Rumänien AGRANA Croatia d.o.o., Zagreb, Kroatia AGRANA d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien AGRANA Fruit Australia Pty Ltd, Central Mangrove, Australien AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China AGRANA Fruit Fiji Pty. Ltd, Sigatoka, Fidschi AGRANA Fruit France S.A., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S., Zincirlikuyu, Türkei AGRANA Fruit Korea Co. Ltd, Seoul, Südkorea AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostrołęka, Polen AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Services S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Kapstadt, Südafrika AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit US, Inc, Brecksville, USA
• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • 177 AGRANA Group-Services GmbH, Wien AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich AGRANA Juice Denmark A/S, Køge, Dänemark AGRANA Juice Magyarorzág Kft., Vásarosnamény, Ungarn AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l., Vaslui, Rumänien AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA JUICE (XIANYANG) CO.,LTD, Xianyang City, China AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn AGRANA Makedonija DOOEL Skopje, Skopje, Macedonia AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia, Ägypten AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, Österreich AGRANA Skrob s.r.o., Hrušovany, Tschechien AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich AGRANA TANDAREI SRL, Țăndărei, Rumänien AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien, Österreich AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich AUSTRIA JUICE Germany GmbH, Bingen, Deutschland AUSTRIA JUICE Ukraine LLC, Winniza, Ukraine AUSTRIA JUICE Poland Sp.z.o.o., Chelm, Polen Biogáz Fejlesztő Kft., Kaposvár, Ungarn Cukoripari Egyesüles, Budapest, Hungary DELHIA SHELF s.r.o., Hrusovany, Czech Republic Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad, Belgien Dirafrost Maroc SARL, Laouamra, Marokko Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H., Hamburg, Deutschland Financière Atys S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany, Tschechien o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich PERCA s.r.o., Hrušovany, Tschechien S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Țăndărei, Rumänien S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered', Slowakei Yube d.o.o., Požega, Serbien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
"AGRAGOLD" d.o.o., Brcko, Bosnien-Herzegowina AGRAGOLD d.o.o., Zagreb, Kroatien AGRAGOLD dooel, Skopje, Mazedonien AGRAGOLD trgovina d.o.o. , Ljubljana, Slowenien AGRANA STUDEN Albania, Tirane, Albanien AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, Österreich Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd, Beograd, Serbien GreenPower E85 Kft, Szabadegyháza, Ungarn HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn HungranaTrans Kft., Szabadegyháza, Ungarn SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA., Sao Paulo, Brasilien STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina
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179
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| 2015/2016 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | 2014/2015 Jahres abschluss |
Andere Bestätigungs leistungen |
sonstige Leistungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | T EUR | T EUR | T EUR | T EUR | |
| KPMG Austria GmbH | ||||||||
| Wirtschaftsprüfungs- und | 31.070,00 | 235.830,00 | 12.925,00 | 279.825,00 | 32 | 234 | 5 | 271 |
| S teuerberatungsgesellschaft | ||||||||
| Summe | 31.070,00 235.830,00 | 12.925,00 279.825,00 | 32 | 234 | 5 | 271 |
Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Vorsitzender Dr. Wolfgang HEER, Mannheim Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Klaus BUCHLEITNER, MBA, Wien Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Dipl.Ing. Josef PRÖLL, Wien Dipl. Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Thomas KIRCHBERG, Ochsenfurt Dr. Jochen FENNER, Gelchsheim
Vom Betriebsrat delegiert: Dipl.Ing. Stephan SAVIC, Wien Karl ORTHABER, Gleisdorf Thomas BUDER, Katzelsdorf Gerhard GLATZ, Hohenberg
Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg (Vorsitzender) Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER, Klosterneuburg Mag. Stephan BÜTTNER, Wien Dkfm. Thomas KÖLBL, Speyer
Wien, am 25. April 2016
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h.
Mag. Stephan Büttner e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
| A N L A G E V E R M Ö G E N | Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.15 |
Zugang | Abgang | Stand 29.02.16 |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Markenrechte | 611.300,93 | 0,00 | 0,00 | 611.300,93 |
| 2. EDV-Software | 8.132.986,93 | 387.934,88 | 4.455,00 | 8.516.466,81 |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 14.883,84 | 14.883,84 | 0,00 |
| 8.744.287,86 | 402.818,72 | 19.338,84 | 9.127.767,74 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Bauten, einschließlich der Bauten | ||||
| auf fremdem Grund | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.601.763,23 | 266.556,80 | 339.709,82 | 4.528.610,21 |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 8.881,97 | 8.881,97 | 0,00 | |
| 4.601.763,23 | 275.438,77 | 348.591,79 | 4.528.610,21 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 424.145.490,31 | 0,00 | 0,00 | 424.145.490,31 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | ||||
| Unternehmen | 126.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 126.000.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 258.620,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens |
85.000.000,00 | 0,00 | 85.000.000,00 | 0,00 |
| 635.404.110,31 | 0,00 | 85.000.000,00 | 550.404.110,31 | |
| Gesamtsumme | 648.750.161,40 | 678.257,49 | 85.367.930,63 | 564.060.488,26 |
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.15 |
Jahres- abschreibung |
Zuschreibung | Abgang | Stand 29.02.16 |
Stand 29.02.16 |
Stand 28.02.15 |
| 611.300,93 502.494,93 |
61.016,00 | 0,00 | 563.510,93 | 47.790,00 | 108.806,00 | |
| 8.516.466,81 7.341.502,93 |
621.968,88 | 4.455,00 | 7.959.016,81 | 557.450,00 | 791.484,00 | |
| 0,00 0,00 9.127.767,74 7.843.997,86 |
14.883,84 697.868,72 |
14.883,84 19.338,84 |
0,00 8.522.527,74 |
0,00 605.240,00 |
0,00 900.290,00 |
|
| 0,00 0,00 4.528.610,21 2.458.669,05 |
0,00 796.976,80 |
0,00 293.708,82 |
0,00 2.961.937,03 |
0,00 1.566.673,18 |
0,00 2.143.094,18 |
|
| 0,00 | 8.881,97 | 8.881,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 4.528.610,21 2.458.669,05 |
805.858,77 | 302.590,79 | 2.961.937,03 | 1.566.673,18 | 2.143.094,18 | |
| 424.145.490,31 7.120.724,48 |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.120.724,48 | 417.024.765,83 | 417.024.765,83 |
| 126.000.000,00 0,00 |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 126.000.000,00 | 126.000.000,00 | |
| 258.620,00 0,00 |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 | 258.620,00 | |
| 0,00 0,00 |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 85.000.000,00 | |
| 550.404.110,31 7.120.724,48 |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.120.724,48 | 543.283.385,83 | 628.283.385,83 |
| 564.060.488,26 17.423.391,39 |
1.503.727,49 | 0,00 | 321.929,63 | 18.605.189,25 | 545.455.299,01 | 631.326.770,01 |
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Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens AGRANA Beteiligungs-AG zum 29. Februar 2016 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt;
█ dass der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015|16 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der AGRANA Beteiligungs-AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 25. April 2016
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Stephan Büttner Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Finanzen, Controlling, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Treasury, Datenverarbeitung/ Kommunikation (inklusiveInvestor Relations) Organisation, Mergers & Acquisitions, sowie Forschung und Entwicklung; Compliance sowie Recht; Segmentverantwortung Stärke Segmentverantwortung Frucht
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie für den Bereich Interne Revision Einkauf & Logistik; Segmentverantwortung Zucker
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
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Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 25. April 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler e.h. Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
| 2015 16 | |
|---|---|
| € | |
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 | |
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 68.563.879 |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | |
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | |
| Auf 14.202.040 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | |
| Zahlung einer Dividende von 4,00 € pro Stammaktie | |
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 56.808.160 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 11.755.719 |
| 68.563.879 |
AGRANA Beteiligungs-AG A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
Mag. (FH) Hannes Haider Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
Mag. Ulrike Middelhoff Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926 E-Mail: [email protected]
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Der Jahresfinanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik. Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Jahresfinanzbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Dieser Jahresfinanzbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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