Annual Report • May 29, 2013
Annual Report
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Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Geldflussrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapital-Entwicklung Konzernanhang
Organe der Gesellschaft (Kurzdarstellung) Konzern-Anteilsbesitz
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Lagebericht Einzelabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anhang
Bestätigungsvermerk Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Vorschlag für die Gewinnverwendung
Geschäftsfelder
Produktverantwortung
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AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht. Rund 8.500 Mitarbeiter an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012|13 einen Konzernumsatz von rund 3,1 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
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AGRANA beliefert in den drei Geschäftssegmenten Zucker, Stärke (inkl. Bioethanol) und Frucht lokale Produzenten sowie große internationale Konzerne speziell im Nahrungsmittelsektor. Bei Bioprodukten ist AGRANA in allen drei Geschäftsbereichen der größte Erzeuger in Europa.
Die im Segment Zucker hergestellten Produkte werden sowohl über den Lebensmittelhandel an Endverbraucher als auch an die weiterverarbeitende Industrie (für Süßwaren, alkoholfreie Getränke usw.) geliefert. Mit länderspezifischen Marken bietet AGRANA eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten für den Endkonsumenten an.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA primär Mais und Kartoffeln zu den unterschiedlichsten Stärkeprodukten. Diese werden sowohl an die Nahrungsund Genussmittelindustrie als auch an "Non-Food-Industrien" (z.B. Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie) geliefert. Die bei der Stärkegewinnung anfallenden Nebenprodukte werden als Futtermittel vermarktet. Der Geschäftsbereich Bioethanol mit seinem klimaschonenden Treibstoff ist ebenfalls Teil des Segments Stärke.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie. Neben Fruchtsaftkonzentraten werden auch Direktsäfte und Pürees vor allem in Europa für die hoch spezialisierte Fruchtsaftindustrie hergestellt.
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| Gesch äftsentwicklung |
2012 13 | 2011 12 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in t¤ | in t¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 3.065.906 | 2.577.631 | 18,9 |
| EBITDA1 | 318.311 | 309.032 | 3,0 |
| Operatives Ergebnis1 | 236.900 | 232.424 | 1,9 |
| Operative Marge | 7,7% | 9,0% | |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –19.077 | –1.433 | > 100 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 217.823 | 230.991 | –5,7 |
| Finanzergebnis | –27.656 | –24.735 | –11,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 190.167 | 206.256 | –7,8 |
| Konzernjahresergebnis | 156.482 | 155.673 | 0,5 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 149.848 | 97.093 | 54,3 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 58 | 1.718 | –96,6 |
| Mitarbeiter | 8.449 | 7.982 | 5,9 |
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012|13 (März 2012 bis Februar 2013) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Am 1.Juni 2012 fand das Closing des Zusammenschlusses der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, statt. Die AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, diente bis zum 31.Mai 2012 als Muttergesellschaft der Juice-Aktivitäten.
Seit 1.Juni 2012 fungiert die AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH), Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, als Dachgesellschaft der Juice-Aktivitäten.
Im Zuge dieser Erweiterung der Juice-Aktivitäten wurden per 1.Juni 2012 die Ybbstaler Fruit Austria GmbH und die Ybbstaler Fruit Polska Sp. Z.o.o, Chełm|Polen (Geschäftszweck beider Gesellschaften: Produktion und Vertrieb von Getränkegrundstoffen, Fruchtsaftkonzentraten, natürlichen Aromen und Fruchtsüßen), erstmals in die Vollkonsolidierung einbezogen. Ebenfalls per
1.Juni 2012 wurde die bis zu diesem Zeitpunkt nicht konsolidierte Gesellschaft AGRANA d.o.o., Brčko|Bosnien-Herzegowina (Geschäftszweck: Handel von Rohzucker und Weißzucker), in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Flavors from Florida, Inc., Bartow|USA, aus dem Segment Frucht wurde im Geschäftsjahr 2012|13 liquidiert.
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2012|13 um 488,3 Mio. € bzw. 18,9% auf 3.065,9 (Vorjahr: 2.577,6) Mio. €. Der Umsatzzuwachs war vor allem auf positive Volumen- und Marktpreisentwicklungen in den Segmenten Zucker und Frucht zurückzuführen. Im Segment Zucker konnten mit 1.121,5 (Vorjahr: 884,4) Mio. € sowohl bei Quotenzucker als auch bei Nicht-Quotenzucker höhere Umsätze erzielt werden, primär aufgrund gesteigerter Absatzmengen, bei Quotenzucker auch bedingt durch ein höheres Verkaufspreisniveau. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke lagen bei 804,3 (Vorjahr: 764,3) Mio. € und entwickelten sich insbesondere aufgrund gestiegener Verkaufsvolumina positiv. Im Segment Frucht erreichte AGRANA vorwiegend durch Mengen, aber auch durch Preissteigerungen infolge höherer Rohstoffkosten einen Umsatzzuwachs auf 1.140,1 (Vorjahr: 928,9) Mio. €, wobei es im Bereich Fruchtsaftkonzentrate aufgrund der Fusion mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH (siehe auch Konzernanhang, Seite 92f) einen außerordentlichen Mengenanstieg gab.
Das operative Konzernergebnis lag mit 236,9 Mio. € leicht über dem Vorjahr (232,4 Mio. €). Zu der erneut außergewöhnlich guten Ergebnisentwicklung trugen die Segmente Zucker und Frucht bei. Es setzten sich hier die guten Zucker-Marktbedingungen vor allem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres fort; das Fruchtzubereitungsgeschäft konnte sowohl absatz- als auch ertragsmäßig wieder gesteigert werden. Lediglich im Segment Stärke verzeichnete AGRANA aufgrund gestiegener Rohstoffkosten und verschärfter Marktbedingungen seit Herbst 2012 einen leichten Ergebnisrückgang.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen führten Reorganisationsmaßnahmen in Europa ab dem zweiten Quartal 2012|13 und Vorsorgen in Zusammenhang mit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten bei der mexikanischen Tochtergesellschaft AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. zu einem Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –19,1 Mio. € an (siehe auch Segment Frucht, Seite 61). Im Vorjahr wurden infolge der Auftrennung der chinesischen Joint Ventures im Fruchtsaftkonzentratbereich zwischen AGRANA und Yantai North Andre –1,4 Mio. € als Sonderergebnis ausgewiesen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2012|13 betrug in der Folge 217,8 (Vorjahr: 231,0) Mio. €.
Das leicht schwächere Finanzergebnis in Höhe von –27,7 (Vorjahr: –24,7) Mio. € war größtenteils auf ein erhöhtes negatives Zinsergebnis (Veränderung: –1,9 Mio. €) zurückzuführen. Hier wirkten sich vor allem der größere Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie der höhere Zinsaufwand durch neue, langfristige Refinanzierungen (z.B. Schuldscheindarlehen) aus. Das Währungsergebnis lag bei –0,7 Mio. € und blieb gegenüber dem Vorjahr (–0,8 Mio. €) beinahe unverändert.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging leicht von 206,3 Mio. € im Vorjahr auf 190,2 Mio. € zurück. Nach einem Steueraufwand von 33,7 Mio. €, der einer Steuerquote von 17,7% (Vorjahr: 24,5%) entspricht, betrug das Konzernjahresergebnis 156,5 (Vorjahr: 155,7) Mio. €. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernjahresergebnis lag bei 149,4 (Vorjahr: 152,4) Mio. €, das Ergebnis je Aktie bei 10,52 (Vorjahr: 10,73) €.
Im Geschäftsjahr 2012|13 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 149,8 (Vorjahr: 97,1) Mio. € und lagen damit noch deutlicher als im Vorjahr über dem Abschreibungsniveau. Die auf das Segment Zucker entfallenden 55,9 (Vorjahr: 25,3) Mio. € betrafen vorwiegend den Bau der beiden Niedertemperaturtrockner an den österreichischen Standorten Tulln und Leopoldsdorf, deren Inbetriebnahme planmäßig mit Beginn der Kampagne 2012|13 erfolgte. Im Segment Stärke wurden 59,0 (Vorjahr: 29,3) Mio. €, vor allem in die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf|Österreich, investiert. Im Segment Frucht wurden 34,9 (Vorjahr: 42,5) Mio. € unter anderem für die Verlagerung und Erweiterung der Fabrik in Dachang|China ausgegeben.
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2013 lag mit 2.578,2 Mio. € um 216,1 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (2.362,1 Mio. €). Die deutlich über Abschreibungsniveau liegenden Investitionen führten zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 105,0 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte waren um 111,1 Mio. € höher als im Vorjahr. Für den Aufbau der Vorräte waren vor allem die gestiegenen Mengen und Rohstoffpreise verantwortlich.
Bei einer gegenüber dem 29. Februar 2012 um rund 9% gestiegenen Bilanzsumme konnte die AGRANA-Eigenkapitalquote von 45,4% auf 47,0% leicht verbessert werden. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2013 lagen mit 483,7 Mio. € geringfügig über dem Wert des Bilanzstichtages 48 zum Jahresende 2011|12 (469,2 Mio. €), das Gearing in Höhe von 39,9% lag aber unter dem Wert des Vorjahres (43,7%). Durch die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens im ersten Quartal 2012|13 mit einem Volumen von 110 Mio. € und Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren wurde das Fristigkeitenprofil der Finanzverbindlichkeiten weiter gestreckt. Demgemäß stiegen die langfristigen Schulden, während kurzfristige Finanzverbindlichkeiten zurückgeführt wurden.
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,5% leicht auf 256,3 (Vorjahr: 250,1) Mio. € an, was bei einem konstanten Konzernjahresergebnis primär auf die Veränderung bei den Abschreibungen auf das Anlagevermögen zurückzuführen war. Nach einem gegenüber 2011|12 deutlich niedrigeren Anstieg des Working Capital um 50,9 (Vorjahr: 206,3) Mio. € belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 204,8 (Vorjahr: 43,2) Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug –136,9 (Vorjahr: –97,9) Mio. € bei erhöhten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Nach einem niedrigeren Nettoaufbau der Finanzverbindlichkeiten als im Vorjahr und der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2011|12 wurde ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –21,6 (Vorjahr: 82,7) Mio. € ausgewiesen.
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.202.208 | 967.229 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –80.692 | –82.812 |
| Umsatzerlöse | 1.121.516 | 884.417 |
| EBITDA1 | 138.851 | 129.126 |
| Operatives Ergebnis1 | 119.115 | 112.268 |
| Operative Marge | 10,6% | 12,7% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 119.115 | 112.268 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 55.903 | 25.328 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 17 | 490 |
| Mitarbeiter | 2.315 | 2.249 |
AGRANA steigerte im Geschäftsjahr 2012|13 den Umsatz im Segment Zucker um 26,8% auf 1.121,5 (Vorjahr: 884,4) Mio. €. Sowohl im Handels- als auch im Industriezuckergeschäft konnte die führende Position mit hohen Quotenzuckerabsätzen und gutem Service gefestigt werden. Auch im Nicht-Quotenzuckerbereich, also Zuckerlieferungen an Drittländer (außerhalb der EU) und an die chemische Industrie, konnte AGRANA mengenmäßig zulegen. Die Preise für Quotenzucker entwickelten sich gut, während sie für Nicht-Quotenzucker entsprechend den Weltmarktnotierungen zurückgingen. Der Umsatzanteil des Segments Zucker am Konzernumsatz betrug 36,6% (Vorjahr: 34,3%).
Das operative Ergebnis des Segments Zucker in Höhe von 119,1 Mio. € übertraf das Rekordergebnis des Vorjahres (112,3 Mio. €). Erfolgsfaktoren waren AGRANAs ausreichende Mengen an Nicht-Quotenzucker, das flexible Reagieren auf Marktchancen und Möglichkeiten aus sich rasch ändernden Marktbedingungen und die gute Preisentwicklung bei Quotenzucker. Erfreulich zeigte sich auch die Entwicklung im Nebenproduktbereich (Trockenschnitzel und Melasse), wo infolge der hohen Getreidepreise gute Zusatzdeckungsbeiträge erwirtschaftet werden konnten. Durch gezielte Investitionen wurden zudem zahlreiche Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen, insbesondere im Energiebereich, erreicht.
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 813.724 | 773.217 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –9.420 | –8.941 |
| Umsatzerlöse | 804.304 | 764.276 |
| EBITDA1 | 96.193 | 106.080 |
| Operatives Ergebnis1 | 72.614 | 81.948 |
| Operative Marge | 9,0% | 10,7% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 72.614 | 81.948 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 59.081 | 29.303 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 0 |
| Mitarbeiter | 950 | 911 |
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
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Höhere Verkaufsmengen sowie bessere Verkaufspreise bei den Verzuckerungsprodukten führten im Geschäftsjahr 2012|13 zu einem Umsatzzuwachs im Segment Stärke von 5,2% auf 804,3 (Vorjahr: 764,3) Mio. €. Im Bereich Bioethanol lagen die Verkaufspreise über dem Vorjahr und die Verkaufsmengen auf Vorjahresniveau. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgten die relativ hohen Preise am Zuckermarkt für eine Belebung des Geschäftes mit Stärkeverzuckerungsprodukten. Der Umsatzanteil des Segments Stärke am Konzernumsatz betrug 26,2% nach 29,7% im Vorjahr.
Das operative Ergebnis von 72,6 Mio. € lag um 9,3 Mio. € unter dem sehr guten Vorjahreswert. Die operative Marge ging von 10,7% auf 9,0% zurück. Während die Profitabilität im ersten Halbjahr 2012|13 noch klar über der des Vergleichszeitraums lag, führten niedrigere Verkaufspreise infolge des intensiveren Wettbewerbes sowie die gestiegenen Rohstoffaufwendungen zu einem signifikanten Rückgang im zweiten Halbjahr. Der höhere Ergebnisbeitrag der AGRANA Bioethanol GmbH konnte die rückläufigen Ergebnisse der AGRANA Stärke GmbH sowie der rumänischen Stärkefabrik nicht kompensieren. Das operative Ergebnis der ungarischen Beteiligung HUNGRANA lag auf Vorjahresniveau.
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.141.255 | 930.265 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –1.169 | –1.327 |
| Umsatzerlöse | 1.140.086 | 928.938 |
| EBITDA1 | 83.267 | 73.826 |
| Operatives Ergebnis1 | 45.171 | 38.208 |
| Operative Marge | 4,0% | 4,1% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –19.077 | –1.433 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 26.094 | 36.775 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 34.864 | 42.462 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 41 | 1.228 |
| Mitarbeiter | 5.184 | 4.822 |
Der Umsatz im Segment Frucht legte im Geschäftsjahr 2012|13 um 22,7% auf 1.140,1 Mio. € zu, was vor allem auf Absatzsteigerungen zurückzuführen war. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnte die verkaufte Menge trotz eines schwierigen europäischen Marktumfeldes gesteigert werden. Insbesondere im US-Markt wurde durch den Gewinn eines
Großkunden sowie aufgrund günstiger Marktbedingungen für "Greek Yoghurt" ein markanter Mengenzuwachs erzielt. Im asiatischen Raum, insbesondere in China, wurde ebenfalls ein starker Anstieg der Volumina verzeichnet. Auch Osteuropa und Afrika bestätigten den positiven Absatztrend mit teils deutlichen Zuwächsen. Die Verkaufspreise für Fruchtzubereitungen lagen im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau und spiegelten den Anstieg der Rohstoffkosten wider. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate war vor allem ein volumenbedingter Umsatzanstieg zu verzeichnen, der zum Teil aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria GmbH per 1.Juni 2012 resultierte. Der Umsatzanteil des Segments Frucht am Konzernumsatz betrug 37,2% (Vorjahr: 36,0%).
Das operative Ergebnis im Segment Frucht stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18,2% auf 45,2 Mio. €. Der erfreuliche Umsatzanstieg bei konstanter Margenentwicklung im Bereich Fruchtzubereitungen in den Märkten USA, Osteuropa und Asien konnte Rückgänge in anderen Regionen, insbesondere in Europa, wo auch Kostenoptimierungen vorgenommen wurden, kompensieren. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurde vor allem im zweiten Halbjahr ein starkes und deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt. Die ersten neun Monate der Konsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria-Gesellschaften als Teil der neuen Austria Juice (siehe auch Konzernanhang, Seite 92f) führten zu einem positiven Ergebniseffekt. In Zukunft sollen verstärkt Synergieeffekte durch die Zusammenführung von Prozessen und Strukturen innerhalb der neuen Organisation gehoben werden.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment Frucht begründet sich einerseits durch Reorganisationsmaßnahmen im europäischen Fruchtzubereitungsgeschäft (–4,3 Mio. €) und andererseits durch Risikovorsorgen in Zusammenhang mit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten in der mexikanischen Tochtergesellschaft AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. (–14,8 Mio. €). Nähere Details dazu finden Sie in der Segmentberichterstattung auf der Seite 61.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| Seg ment -Kennzahlen |
2012 13 | 2011 12 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. ¤ | in Mio. ¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.121,5 | 884,4 | 26,8 |
| Operatives Ergebnis | 119,1 | 112,3 | 6,1 |
| Operative Marge | 10,6% | 12,7% | |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 55,9 | 25,3 | 120,9 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, in unseren Märkten Versorgungssicherheit mit Zucker zu gewährleisten.
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina. Dem Segment Zucker werden weiters die Instantina Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet.
Für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2012|13 (Oktober 2012 bis September 2013) geht F.O. Licht in der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2013 von einer Erzeugung von 183,1 Mio. Tonnen und einem Verbrauch von 168,7 Mio. Tonnen aus (ZWJ 2011|12: 175,3 gegenüber 165,5 Mio. Tonnen). Das würde eine Stabilisierung der Weltzuckerbestände bei 78,5 (ZWJ 2011|12: 68,5) Mio. Tonnen bzw. 46,5% (ZWJ 2011|12: 41,4%) eines Jahresverbrauchs bedeuten.
| WELTZUCKERBILANZ | 2012 13 | 2011 12 | 2010 11 |
|---|---|---|---|
| in Mio. Tonnen | in Mio. Tonnen | in Mio. Tonnen | |
| Anfangsbestand | 68,5 | 61,5 | 59,4 |
| Erzeugung | 183,1 | 175,3 | 165,4 |
| Verbrauch | 168,7 | 165,5 | 160,7 |
| Mengenberichtigungen | –4,4 | –2,8 | –2,6 |
| Endbestand | 78,5 | 68,5 | 61,5 |
| In % des Verbrauchs | 46,5% | 41,4% | 38,3% |
Quelle: F.O. Licht, Zweite Schätzung der Weltzuckerbilanz 2012|13 vom 14.März 2013.
Die Weltmarktpreise für Zucker waren auch im vergangenen Jahr sehr volatil. Nach einem Höchstwert von 544 € je Tonne Weißzucker im Juli 2012 ging die Notierung bei starken Schwankungen bis zum Ende des Geschäftsjahres am 28. Februar 2013 auf 398 € je Tonne zurück.
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Die Zuckerproduktion der EU-27 für die Saison 2012|13 soll im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Mio. Tonnen auf 17,1 Mio. Tonnen fallen. Regional sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen (extreme Trockenheit bis ausgiebige Regenfälle) während des Anbaus und der Ernte können als Gründe dafür angesehen werden.
Die Europäische Kommission hat im ZWJ 2012|13 wie auch schon im Vorjahr zwei außerordentliche Maßnahmen getroffen. Sie genehmigte den Verkauf von Nicht-Quotenzucker für den EU-Food-Markt (eine sogenannte "Umwidmung"), für den eine verringerte Überschussabgabe zu entrichten war. Neben dieser Maßnahme wurde eine Dauerausschreibung für die Zeiträume Jänner bis Februar 2013 und Mai bis Juni 2013 für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz eröffnet.
Insgesamt stehen für das ZWJ 2012|13 Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. Tonnen zur Verfügung.
Laut Vorschlag der Europäischen Kommission vom Oktober 2011 sollen wesentliche Teile der Zuckermarktordnung mit 30. September 2015 auslaufen. Das Europäische Parlament folgte Mitte März der Empfehlung des Agrarausschusses vom Jänner 2013 und stimmte zugunsten einer unveränderten Fortführung der Zuckermarktordnung bis Ende September 2020 ab. Am 19.März 2013 einigten sich im Rat die EU-Agrarminister darauf, das Quotensystem am 30. September 2017 zu beenden. Ein Trilog zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament in der ersten Jahreshälfte 2013 soll bis zum Sommer eine finale Entscheidung über die Zukunft der Zuckermarktordnung bringen.
Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen ("Doha-Runde") konnten bisher nicht zum Abschluss gebracht werden. Für Dezember 2013 ist eine WTO-Ministerkonferenz in Bali|Indonesien angesetzt, bis zu der ebenfalls kein Abschluss zu erwarten ist.
1 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für das ZWJ 2012|13 auf rund 102.000 (Vorjahr: 92.000) Hektar ausgeweitet. Rund 6.000 Hektar Anbaufläche gingen im Frühjahr infolge widriger Witterungsbedingungen verloren, wurden jedoch zum Großteil wieder bebaut. Geringe bzw. ausbleibende Niederschlagsmengen von Juli bis September 2012 führten in fast allen Anbaugebieten zu unterdurchschnittlichen Erträgen, vor allem in der Slowakei, Ungarn und Rumänien. Rund 8.000 (Vorjahr: rund 8.100) Rübenbauern ernteten im Geschäftsjahr 2012|13 eine Rübenmenge von mehr als 5,5 (Vorjahr: 5,9) Mio. Tonnen. In der Gruppe sank der durchschnittliche Rübenertrag je Hektar auf rund 53 (Vorjahr: rund 66) Tonnen. Aufgrund der hohen Temperaturen waren zudem die Zuckergehalte der Ernte ebenfalls in allen Regionen mit 16,7% (Vorjahr: 17,6%) unterdurchschnittlich. Die Preise für die Zuckerrüben der Ernte 2012|13 wurden den höheren Zuckerpreisen angepasst.
Die sieben AGRANA-Zuckerrübenfabriken verarbeiteten täglich rund 48.800 (Vorjahr: 48.200) Tonnen Rüben. In durchschnittlich 117 (Vorjahr: 124) Tagen pro Werk wurden daraus rund 823.000 (Vorjahr: 945.000) Tonnen Zucker erzeugt. Die Zuckerproduktion lag damit zwar deutlich über der AGRANA-EU-Rübenzuckerquote von 618.000 Tonnen, aber unter der Vorjahresmenge. Die die Quote übersteigenden Mengen werden als Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie vermarktet, im Rahmen der von der EU dafür freigegebenen Mengen im EU-Food-Markt abgesetzt oder auf dem Weltmarkt exportiert. Zur Versorgung des Defizitmarktes Ungarn raffinierte das Werk in Kaposvár| Ungarn nach der Rübenkampagne Rohzucker und gewann rund 23.100 Tonnen Weißzucker (Vorjahr: 50.200 Tonnen in zwei Kampagnen). Insgesamt (inkl. Bosnien-Herzegowina und Rumänien) wurden im Konzern im Geschäftsjahr 2012|13 rund 296.600 (Vorjahr: 304.800) Tonnen Weißwert aus Rohzucker gewonnen. AGRANA produzierte in der vergangenen Bio-Rüben-Kampagne rund 5.000 (Vorjahr: rund 7.000) Tonnen Bio-Zucker.
Aufgrund der durchwegs geringeren Zuckergehalte in den Rüben stieg der Energieverbrauch in der Kampagne 2012|13 bezogen auf den produzierten Zucker (Weißwert) an. Der Gesamtenergieverbrauch für Zuckerproduktion und Schnitzeltrocknung (bezogen auf die verarbeiteten Rüben)
konnte gesenkt werden. So wurden in Rumänien und der Slowakei ebenso Einsparungen erzielt wie in Leopoldsdorf und Tulln durch die Errichtung von Niedertemperaturtrocknern für Pressschnitzel. In Ungarn wurden durch die Inbetriebnahme eines dritten Biogasfermenters rund 65% (Vorjahr: 52%) des Primärenergiebedarfes in der Kampagne durch eigenes Biogas substituiert.
Im Segment Zucker wurden im Geschäftsjahr 2012|13 55,9 (Vorjahr: 25,3) Mio. € für Neu- und Ersatzinvestitionen aufgewendet. In Leopoldsdorf und Tulln, beide Österreich, investierte AGRANA in die Errichtung zweier Niedertemperaturtrockner, die mit Beginn der Kampagne 2012|13 den Betrieb aufnahmen und zu einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs bei der Schnitzeltrocknung führten. In Kaposvár|Ungarn wurde die Dünnsaftenthärtung in Betrieb genommen und mit der Errichtung eines 60.000 Tonnen fassenden Zuckersilos begonnen. In Hrušovany|Tschechien erfolgte die Einbindung der neuen Gasanschlussleitung in das Hochdrucknetz und drei Dampfkessel wurden nach der Umstellung auf Gasbefeuerung erfolgreich in Betrieb genommen. Durch den Umbau der Verdampfstation in Sereď|Slowakei konnte der Energieverbrauch für die Rübenverarbeitung deutlich reduziert werden. Nach erfolgter Installation der 1-Kilogramm-Abpackmaschine wurden in Buzău|Rumänien die zugehörigen Förderwege entsprechend modernisiert. Um den gestiegenen lokalen Marktanforderungen gerecht zu werden, errichtete AGRANA in Brčko| Bosnien-Herzegowina ein neues Verpackungszentrum.
Die Absätze von AGRANA Zucker lagen in Österreich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau. Die sogenannten "Hamsterkäufe" größtenteils ungarischer Konsumenten und Händler im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet wie im letzten Jahr blieben diesmal aus, wodurch in diesem Bereich mengenmäßig nicht an das Vorjahresniveau angeknüpft werden konnte (–14,3%). Die Marktposition konnte dennoch gehalten werden. Der Absatz an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zeigte sich aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Großkunden stabil.
Im Geschäftsjahr 2012|13 musste AGRANA in Ungarn aufgrund des schwierigen Marktumfelds Mengeneinbußen verzeichnen (–9,7%). Getrieben durch einen hohen Umsatzsteuersatz, gibt es weiterhin viele kleine Importeure, die durch unterlassene Steuerzahlungen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber AGRANA genießen und damit das Preisniveau sowie die Abnahmemengen negativ beeinflussen. Um die bestmögliche Versorgung des ungarischen Marktes zu gewährleisten, wurde in Ungarn auch in diesem Jahr importierter Rohzucker raffiniert.
Innerhalb Tschechiens lag der Zuckerabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt in etwa auf Vorjahresniveau. Während sich das Geschäft mit dem Lebensmittelhandel – insbesondere durch die Zusammenarbeit mit internationalen Handelsketten – positiv entwickelte, sank der Absatz an die zuckerverarbeitende Industrie um rund 5%. Die Preise zeigten gegenüber der Vorjahresperiode insgesamt eine positive Entwicklung.
In der Slowakei lag der Gesamtzuckerabsatz im Geschäftsjahr 2012|13 auf dem Niveau des Vorjahres. Das leichte Minus im Bereich der Lebensmittelindustrie (–2,2%) konnte durch die positive Entwicklung des Geschäftes mit dem Handel kompensiert werden (+16,2%). Der Export von Überschusszucker zeigte aufgrund der höheren Verfügbarkeit ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.
AGRANA konnte in Rumänien im Geschäftsjahr 2012|13 eine Steigerung des Zuckerabsatzes um insgesamt 19,8% erzielen. Dafür waren insbesondere deutlich höhere Handelsabsätze, aber auch verstärkte Lieferungen an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie verantwortlich.
Innerhalb Bulgariens konnte durch eine intensive Marktbearbeitung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Absatzsteigerung um insgesamt 52,2% erzielt werden. Das kräftigste Wachstum wurde mit rund 53% im Verkauf an den Handel erreicht.
In der Region Westbalkan konnte der Zuckerabsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode insgesamt gesteigert werden (+27,3%). Dies war insbesondere auf eine positive Entwicklung in Bosnien-Herzegowina und Mazedonien zurückzuführen. Die Vermarktung von Überschusszucker in Drittländer lag mengenmäßig auf dem Niveau des Vorjahres.
| Seg ment -Kennzahlen |
2012 13 | 2011 12 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. ¤ | in Mio. ¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 804,3 | 764,3 | 5,2 |
| Operatives Ergebnis | 72,6 | 81,9 | –11,4 |
| Operative Marge | 9,0% | 10,7% | |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 59,1 | 29,3 | 101,7 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns als größter Bio-Stärke-Produzent in Europa, dieses Wachstumspotenzial weiter zu nutzen.
Das Segment Stärke umfasst die AGRANA Stärke GmbH mit der österreichischen Kartoffelstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach. Die Gesellschaft führt und koordiniert zudem die internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien. Das Geschäftsfeld Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segments Stärke.
Gemäß Weltgetreidebilanz des Internationalen Getreiderats (IGC1) für das Wirtschaftsjahr 2012|132 sinken global sowohl Produktion als auch Nachfrage gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus werden die geschätzten Produktionsmengen von Mais und Weizen unter den nachgefragten Mengen liegen (Mais: 850 vs. 867 Mio. Tonnen; Weizen: 656 vs. 677 Mio. Tonnen) und somit zu einem Rückgang der Lagerbestände führen.
Der engen Versorgungssituation auf den internationalen Rohstoffmärkten folgend, bewegten sich die Terminnotierungen weiter auf hohem Niveau. So kletterten die Preise für Mais im Frühjahr 2012 stetig auf rund 195 € je Tonne (Weizen: 210 € je Tonne). Infolge einer Dürreperiode in den USA setzte Mitte Juni ein massiver Anstieg der Rohstoffpreise ein, der sich gegen Ende des Jahres wieder abschwächte. Anfang März 2013 lag die Maisnotierung an der NYSE Liffe Paris bei rund 225 € je Tonne und die Weizennotierung bei rund 250 € je Tonne.
Die Isoglukose-Quote der EU-27 beträgt im Wirtschaftsjahr 2012|13 rund 690.000 Tonnen, wobei auf HUNGRANA mit 220.000 Tonnen der größte Anteil entfällt.
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In der Kampagne 2012|13 hat die österreichische Stärkefabrik in Gmünd in 127 (Vorjahr: 145) Tagen rund 217.900 (Vorjahr: 235.500) Tonnen Stärkeindustriekartoffeln mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 18,5% (Vorjahr: 19,2%) verarbeitet. Der Bio-Anteil lag wie im Vorjahr bei rund 6%. Für das Anbaujahr 2013 plant AGRANA eine Stärkekartoffel-Kontraktmenge von rund 230.000 Tonnen. Aus rund 24.000 (Vorjahr: 25.000) Tonnen Speiseindustriekartoffeln wurden etwa 4.400 (Vorjahr: 4.600) Tonnen Kartoffeldauerprodukte erzeugt, wobei der Bio-Anteil bei rund 29% (Vorjahr: 25%) lag.
Die gesamte Maisverarbeitungsmenge (ohne Bioethanolverarbeitung) in den AGRANA-Stärkefabriken in Österreich, Ungarn (50%) und Rumänien wuchs im Geschäftsjahr 2012|13 auf rund 791.000 (Vorjahr: 747.000) Tonnen. Davon entfiel auf die Verarbeitung von Nassmais (auf Basis Feuchtgewicht) eine Menge von rund 173.000 (Vorjahr: 161.000) Tonnen. Der Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Garantiert Gentechnikfreier Mais) stieg auf rund 59.000 (Vorjahr: 57.000) Tonnen.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2012|13 59,1 (Vorjahr: 29,3) Mio. €. Der Anstieg der Investitionssumme gegenüber dem Vorjahr ist vor allem durch die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf| Österreich begründet. Darüber hinaus wurde an diesem Standort zur Verbesserung der Energieeffizienz in die Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknung investiert sowie ein Verwaltungsgebäude errichtet. Die Investitionstätigkeiten der ungarischen Beteiligung HUNGRANA in einen Strohverbrennungskessel zur Prozesswärmegewinnung aus Biomasse wurden abgeschlossen. Weiters wurde in Ungarn die Produktionsleistung auf eine tägliche Maisverarbeitung von 3.500 Tonnen erhöht. Im Werk Gmünd|Österreich investierte der Konzern in eine Dosenabfüllanlage für den Bereich Säuglingsmilchnahrung. Das Projekt "Erweiterung der Maislagerkapazität" in der Stärkefabrik Aschach|Österreich wurde abgeschlossen. In der rumänischen Fabrik in Ţăndărei wurde unter anderem in eine höhere Rohstoffverarbeitungsleistung von 175 Tonnen pro Tag investiert.
1 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2012|13 stieg der Umsatz der AGRANA Stärke GmbH vor allem aufgrund höherer Verkaufsmengen für Haupt- und Nebenprodukte sowie aufgrund höherer Verkaufspreise für Verzuckerungs- und Nebenprodukte um rund 6%. Bei den Stärkeprodukten wurden marktbedingt jedoch geringere Verkaufspreise als im Vorjahr erzielt. Das führte zusammen mit den gestiegenen Rohstoffaufwendungen zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses. Aufgrund einer stabilen Marktnachfrage und der konsequenten Marktbearbeitung konnten die Absatzmengen der Hauptprodukte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Summe legte der Mengenabsatz von 1.170.300 Tonnen im Vorjahr auf heuer 1.182.300 Tonnen leicht zu. Der Absatz von Nebenprodukten (inkl. Futtermittel-Handelswaren) lag mit 680.800 (Vorjahr: 705.000) Tonnen unter dem Vorjahr, was insbesondere auf geringere Verkäufe von Futtermittel-Handelswaren zurückzuführen war. Die knappe weltweite Versorgungslage mit Proteinfuttermitteln führte im Jahresvergleich zu einem deutlich höheren Preisniveau der Nebenprodukte (Maiskraftfutter, Maiskeime und Kartoffelproteine).
Im Geschäftsjahr 2012|13 konnte der Umsatz der ungarischen HUNGRANA um rund 11% gesteigert werden. Wie in Österreich waren dafür höhere Verkaufspreise bei Verzuckerungs- (+16%) und Nebenprodukten (+8%) sowie höhere Verkaufsmengen für Haupt- und Nebenprodukte verantwortlich. Die Absatzmenge übertraf mit insgesamt 530.800 Tonnen das Vorjahr (500.100 Tonnen). Die deutlich höheren Rohstoffpreise konnten durch die gestiegenen Verkaufspreise für Verzuckerungs- und Nebenprodukte sowie die höheren Verkaufsmengen kompensiert werden.
In Rumänien führten die generell höheren Verkaufsmengen sowie die gestiegenen Verkaufspreise für Nebenprodukte zu einer Umsatzsteigerung von rund 29%. Signifikant höhere Rohstoffpreise sowie niedrigere Verkaufspreise für die Hauptprodukte – insbesondere Stärkeprodukte – führten zu einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses.
Im Oktober 2012 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Richtlinienvorschlag, um das Thema der indirekten Landnutzungsänderungen ("Indirect Land Use Change" oder ILUC) in die bestehende "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" (2009/28/EG) aufzunehmen. AGRANA verfolgt die kontroverse Diskussion auf europäischer Ebene und ist überzeugt, dass durch Investitionen in moderne Technologien sämtliche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden können. Schon heute betragen die CO2-Einsparungen von Bioethanol aus Pischelsdorf|Österreich gegenüber Benzin ca. 70%. Zudem reduziert das Nebenprodukt ActiProt®, ein hochwertiges Eiweißfuttermittel, den Bedarf an Sojaimporten aus Übersee. AGRANA verwendet für die Bioethanolproduktion ausschließlich mitteleuropäische Futtergetreideüberschüsse.
Die Ende 2011 gestarteten Anti-Dumping- und Anti-Subventions-Verfahren gegen Einfuhren von Bioethanol aus den USA gingen Ende 2012/Anfang 2013 zu Ende. Ab dem 25. Februar 2013 fallen für einen Zeitraum von fünf Jahren Anti-Dumping-Strafzölle für Ethanolimporte aus den USA in der Höhe von 49 € pro m3 an.
AGRANA betreibt gemeinsam mit den österreichischen Rübenbauern (AGRANA Stärke GmbH mit einem Anteil von 74,9%, Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH mit 25,1%) ein Bioethanolwerk in Pischelsdorf|Österreich und im Rahmen ihrer 50%-Beteiligung an HUNGRANA Kft. eine kombinierte Stärke- und Bioethanolerzeugungsanlage in Szabadegyháza|Ungarn. Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der beiden Werke beträgt rund 400.000 m3.
Der Absatz von Bioethanol (konsolidiert Österreich und 50%-Anteil Ungarn, ohne Industriealkohol) liegt mit 331.500 m³ auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 331.300 m³). Die Verkaufspreise von Bioethanol sowie ActiProt® konnten im Vergleich zum Vorjahr weiter angehoben werden.
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In der österreichischen Bioethanol-Anlage in Pischelsdorf wurden in Summe rund 568.000 (Vorjahr: 554.000) Tonnen Getreide – mit einem Verhältnis von Weizen (inkl. Tritikale) zu Mais von etwa 40:60 (anteiliger Nassmais auf Basis Feuchtgewicht) – verarbeitet. Für die Ernte 2013 wurden wieder Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.
Die ungarische Ethanolproduktion ist Teil der Stärkefabrik HUNGRANA in Szabadegyháza, die Mais zu Stärke, Isoglukose und Bioethanol verarbeitet. Dort wurden rund 222.000 (Vorjahr: 206.000) Tonnen Mais (bezogen auf den 50%-Anteil der AGRANA) für die Verarbeitung zu Bioethanol eingesetzt.
| Seg ment -Kennzahlen |
2012 13 | 2011 12 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in Mio. ¤ | in Mio. ¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.140,1 | 928,9 | 22,7 |
| Operatives Ergebnis | 45,2 | 38,2 | 18,3 |
| Operative Marge | 4,0% | 4,1% | |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 34,9 | 42,5 | –17,9 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, weltweit eine hochwertige Veredelung der Früchte für unsere Kunden sicherzustellen.
Die AGRANA J&F Holding GmbH ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert nach dem Zusammenschluss von AGRANA Juice und Ybbstaler die neue AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als Holding (nähere Details dazu finden Sie auch im Konzernanhang auf Seite 92f).
Im Geschäftsjahr 2012|13 waren im Bereich Fruchtzubereitungen regional unterschiedliche Marktentwicklungen zu beobachten. Während der Absatz in der EU auf hohem Niveau leicht rückläufig war, zeigte sich in allen anderen Regionen eine sehr positive Entwicklung.
Der Marktrückgang in der EU, insgesamt zwischen 2% und 3%, war vor allem in Deutschland, Österreich sowie Süd- und Südosteuropa feststellbar. In Südeuropa belasteten die Euro-Krise und die damit verbundene hohe Arbeitslosensrate den Markt. In Deutschland und Österreich waren angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit eine generelle Konsumzurückhaltung und eine hohe Sparneigung zu verzeichnen. Dazu kam, dass in der EU die funktionalen "Health-Benefits" der Produkte nicht mehr beworben werden dürfen. In Verbindung mit generell reduzierten Werbeaufwendungen litt die Gesamtdynamik im europäischen Markt.
Außerhalb der EU wuchs der Markt mit 4% bis 6% weiterhin stark. Das betraf mit Ausnahme der bereits entwickelten Joghurt-Märkte Australien und Südkorea, wo ein Zuwachs von nur 1% bis 2% zu verzeichnen war, beinahe alle Länder. Gründe für das Marktwachstum waren neue und attraktive Produktangebote, wie griechisches Joghurt mit hohem Fruchtanteil in den USA, und anziehender Bedarf in Schwellenländern mit noch niedrigem Pro-Kopf-Joghurtkonsum.
Im Konzentratgeschäft war weiterhin ein Trend zu Fruchtsaftgetränken mit niedrigem Saftgehalt erkennbar. Fruchtsäfte und Nektare zeigten vor allem in Westeuropa einen rückläufigen Absatz, der ergebnisseitig durch niedrigere Einkaufspreise aufgrund sehr guter Ernten in Polen und Ungarn teilweise abgemildert wurde. In diesen beiden Hauptbezugsmärkten von AUSTRIA JUICE konnte daher bereits sehr früh mit der Apfelverarbeitung begonnen werden.
Die Preisentwicklungen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr volatil. In Form von branchenüblichen Jahreskontrakten wurde der Großteil der Produktion aus der Ernte 2012 aber bereits während der laufenden Kampagne weltweit verkauft.
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AGRANA Frucht ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie mit einem globalen Marktanteil von rund einem Drittel. Insgesamt betrieb die Gruppe zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 20 Ländern. Im Geschäftsjahr 2012|13 erfolgte die Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang|China sowie der Beschluss der Errichtung eines neuen Werkes im Wachstumsmarkt USA. Mit dem neuen Standort in Lysander im Bundesstaat New York soll vor allem der steigenden Kundennachfrage in Kanada und im Nordosten der USA Rechnung getragen werden. Gleichzeitig wurde der kleine und unprofitable Standort der Flavors from Florida, Inc. in Bartow|USA geschlossen.
Durch die Fusion von AGRANA Juice mit der Ybbstaler-Gruppe zur neuen AUSTRIA JUICE GmbH (Details dazu siehe auch "Änderungen im Konsolidierungskreis", Seite 46, bzw. Konzernanhang, Seite 92f) ist AGRANA mit 15 Produktionsstandorten der führende Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa. Durch den Zusammenschluss sollen Synergien genutzt, eine verstärkte Betreuung internationaler Märkte gewährleistet und weitere Wachstumsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Unternehmen möchte seine führende Rolle als Lieferant von Fruchtsaftkonzentraten, Fruchtpürees, Getränkegrundstoffen, natürlichen Aromen sowie Direktsäften für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie weiter stärken.
AUSTRIA JUICE produziert in Europa hauptsächlich Apfelsaftkonzentrat mit einem relativ hohen Säuregrad zur weiteren Herstellung von 100%-Apfelsäften und Apfelschorlen. Der chinesische Standort liegt in Xianyang City in der größten Apfelanbauregion der Welt und zeichnet sich dementsprechend durch eine gute Rohstoffversorgung für "süßes" chinesisches Apfelsaftkonzentrat aus. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA auch Beeren zu Buntsaftkonzentraten für den Absatz auf dem internationalen Markt.
Das abgelaufene Wirtschaftsjahr zeigte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen keine spürbare Entlastung auf den Rohstoffmärkten. Generell haben sich die Fruchtpreise sowie die Preise für Zucker, Stärken und Flüssigzucker auf dem hohen Preisniveau des vergangenen Jahres stabilisiert. Gründe dafür waren etwa die durchschnittlichen Frühjahrs- und Sommerernten in Europa, Nordamerika und China. Stein- und Kernfrüchte wie Pfirsich und Marille wurden aufgrund der volatilen Rohstoffpreissituation in Spanien und Griechenland leicht teurer. Dies gilt auch für Nord- und Südamerika, wo die Preise regional insbesondere aufgrund der robusten Nachfrage in den Schwellenländern noch stärker stiegen als in Europa. Die Preise für tropische Früchte waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgrund eines guten Ernteaufkommens im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil.
Innerhalb der AGRANA-Gruppe konnten negative Rohstoffpreiseffekte durch eine gute Deckungspolitik und die Nutzung des globalen Sourcing-Netzwerks abgemildert werden.
1 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 60 Während die Ernte im Bereich Fruchsaftkonzentrate in Westeuropa vor allem in Frankreich und Italien deutlich unter Vorjahresniveau ausfiel, konnten in Polen und Ungarn aufgrund eines erhöhten Streuobstaufkommens sehr gute Ernten verzeichnet werden. Die Apfelverarbeitungssaison wurde an allen Produktionsstandorten, mit Ausnahme von China, Ende November beendet. In China lagen die Verarbeitungsmengen durch eine bessere Rohstoffverfügbarkeit deutlich über dem Vorjahr.
Die Beerensaison war von teilweise deutlich höheren Rohstoffpreisen aufgrund geringer Erntemengen gekennzeichnet. Vor allem Erdbeeren und Sauerkirschen waren davon betroffen. Einzig bei schwarzen Johannisbeeren konnte eine deutliche Preisentspannung gegenüber dem Vorjahr realisiert werden. Die Beerenverarbeitungssaison wurde Ende September abgeschlossen.
Die gesamte Produktionsmenge im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnte im Geschäftsjahr 2012|13 um rund 75% gesteigert werden. Dieser markante Zuwachs resultierte sowohl aus der Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH als auch aus den gesteigerten Produktionsmengen in China, Polen und Ungarn.
Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 34,9 (Vorjahr: 42,5) Mio. € und betrafen neben Instandhaltungsmaßnahmen auch Kapazitätserweiterungen. In Serpuchov| Russland wurde die Werkserweiterung im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossen. Alle Aktivitäten in Zusammenhang mit der Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang| China wurden ebenfalls erfolgreich beendet. Das neue Werk nahm bereits im November 2012 den Betrieb auf, alle Produktionslinien wurden transferiert und die alte Fabrik geschlossen. Im AGRANA-Werk in Centerville|USA erfolgte die Installation einer zusätzlichen Produktionslinie, in Mexiko wurde das Projekt der Trockenfrüchteproduktion abgeschlossen und die Produktion gestartet. Ferner floss ein größerer Betrag in den Ankauf von Edelstahlcontainern für den Fruchtzubereitungstransport. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurden im Wesentlichen notwendige Ersatzinvestitionen getätigt. In Ungarn wurde am Standort Vásárosnamény eine neue Produktionslinie für trübes Apfelsaftkonzentrat implementiert, in der Ukraine eine fünfte Säule für den Vakuumverdampfer angeschafft.
Im Geschäftsjahr 2012|13 lag der Absatz im Fruchtzubereitungsbereich um ca. 6% über dem Wert des Vorjahres. Während in der EU ein Rückgang zu verzeichnen war, wuchsen die Verkaufsmengen außerhalb der EU deutlich, wobei die Hälfte dieses Wachstums aus Nordamerika kam.
Höhere Rohstoffkosten konnten durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. In der EU gelang es, einen Teil der Volumenrückgänge durch höhere Preise und Margen auszugleichen.
Weltweit konnte AGRANA Frucht den Marktanteil leicht steigern und ist weiterhin unangefochtener Marktführer im globalen Fruchtzubereitungsmarkt. Die größten Zuwächse wurden in USA, Osteuropa, Türkei, Naher Osten/Nordafrika, Brasilien und China erzielt. Damit nutzt AGRANA Frucht die Dynamik dieser Wachstumsregionen und baut seine Marktführerposition weiter aus.
Die deutliche Umsatzsteigerung von 49% im Bereich Fruchtsaftkonzentrate im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011|12 ist zum einen auf die Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH und zum anderen auf höhere Verkaufspreise bei Fruchtsaftkonzentraten zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist absatzseitig global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt bildet. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland, Mittlerer und Ferner Osten. Für das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat werden derzeit Kundenbeziehungen in Nordamerika, Japan, Südafrika und Australien aufgebaut. Erste Teilerfolge konnten in den letzten Monaten bereits verbucht werden. Das Geschäftsfeld "Fruchtwein" zeigte ein kontinuierliches organisches Umsatz- und Absatzwachstum von 12% bzw. 5% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011|12.
Insgesamt lag das operative Ergebnis im Segment Frucht wieder deutlich über dem Vorjahr. Neben der erstmaligen Konsolidierung der Ybbstaler-Gesellschaften trugen Absatzzuwächse und höhere Verkaufspreise dazu bei, die Kostensteigerungen auszugleichen.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2012|13 basiert auf einmaligen Effekten im Fruchtzubereitungsgeschäft und wird in der Folge näher erläutert:
61
Um den Marktbedingungen in Europa – stagnierender Markt, Änderungen im Konsumverhalten, zunehmende Konzentration in der Molkereiindustrie – besser und schneller gerecht zu werden, wurden im Geschäftsjahr 2012|13 die zwei europäischen Regionen West- und Zentraleuropa zu einer Region zusammengefasst. Somit werden die sechs europäischen Fruchtzubereitungswerke nun gemeinsam geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für diese Restrukturierung 4,3 Mio. € für Abfertigungen und externe Beratung zur Prozessoptimierung aufgewandt. Die jährlichen Einsparungen übertreffen die Einmalkosten und werden ab dem laufenden Geschäftsjahr erstmals zur Gänze wirksam.
Im Zuge von externen und internen Prüftätigkeiten wurden bei der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V.Untreuehandlungen festgestellt. AGRANA leitete umgehend organisatorische und personelle Konsequenzen sowie juristische Schritte gegen die involvierten Manager und deren enge Mitarbeiter ein. Darüber hinaus verschärfte AGRANA das interne Kontrollsystem und bildete Vorsorgen für Forderungen, deren Einbringlichkeit gefährdet erscheint, in Höhe von rund 15 Mio. €. Weitere Details zu den Unregelmäßigkeiten und Konsequenzen aus diesem Fall werden im Kapitel "Risikomangement (inkl. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem)" auf Seite 72 erläutert.
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, bei Lebensmittelsicherheit und Produktschutz mehr als nur nationale Gesetze und internationale Standards einzuhalten.
62 Als international tätiger Veredler landwirtschaftlicher Rohstoffe ist gelebtes Nachhaltigkeits-Management bei AGRANA ein integraler Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit. Das Unternehmen ist bestrebt, Einklang zwischen wirtschaftlicher sowie ressourcenschonender und energieeffizienter Produktion herzustellen und dabei auch seine soziale Verantwortung bestmöglich wahrzunehmen.
Die im Geschäftsjahr 2011|12 gestartete Initiative zur Implementierung eines gruppenweiten Nachhaltigkeits-Managements wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. Sie basiert auf ISO 26000 "Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung" und der Global Reporting Initiative (GRI Version 3.1.) unter Berücksichtigung relevanter Fragen aus dem Branchenzusatz für die Lebensmittelindustrie. Bei der Analyse entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden die folgenden Kernthemen als wesentlich identifiziert:
Planet PEOPLE PROFIT
Für jedes Kernthema wurden in weiterer Folge Handlungsfelder festgelegt, für die es dann galt, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Diese sollten mindestens zwei der drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökonomie, Ökologie und Soziales) im jeweiligen Handlungsfeld verbessern, ohne zu einer Verschlechterung bei der dritten Dimension zu führen. Dieser Ansatz wird nun anhand des Kernthemas Produktverantwortung verdeutlicht.
AGRANA legte in diesem Bereich die Handlungsfelder Lebensmittelsicherheit und Produktschutz fest.
Der Leitsatz des diesjährigen Geschäftsberichtes hängt auch eng mit den Themen Lebensmittelsicherheit und Produktschutz zusammen. Im Bestreben nach höchstmöglichen Standards in diesen Bereichen hat AGRANA – über die verschiedenen nationalen gesetzlichen Vorschriften hinausgehende – internationale Standards implementiert und diese extern zertifizieren lassen. Zentrales Augenmerk wurde der Qualitätssicherung gewidmet.
AGRANA ist ein international ausgerichtetes, österreichisches Industrieunternehmen, das mit rund 8.500 Mitarbeitern an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten weltweit präsent ist. Alle von AGRANA hergestellten und gelieferten Lebensmittel entsprechen den jeweils geltenden nationalen Regelungen. Lebensmittel, die an Standorten in der Europäischen Union hergestellt werden, entsprechen der EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 ("General Food Law") in der jeweils gültigen Fassung. Zusätzlich orientiert sich das Unternehmen an den internationalen Mindeststandards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der FAO/Food and Agriculture Organization und der WHO/World Health Organization). AGRANA gewährleistet auf Basis des implementierten Qualitätsmanagementsystems die interne Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte. Das Unternehmen verfügt weiters über ein an die unterschiedlichen Herstellungsprozesse angepasstes System der Gefahrenanalyse und der Überwachung kritischer Kontrollpunkte (HACCP-System/Hazard Analysis and Critical Control Point) gemäß den allgemeinen Grundsätzen für Lebensmittelhygiene (CAC/RCP 1-1969). Basierend auf der Analyse von möglichen chemischen, physikalischen oder mikrobiologischen Gefahren für die Gesundheit, werden dabei kritische Kontrollpunkte im Produktionsprozess festgelegt und überwacht. Das HACCP-System ist auch ein wichtiger Bestandteil diverser Lebensmittelsicherheitsstandards wie etwa der ISO 22000 oder des International Food Standards (IFS).
Das AGRANA-Qualitätsmanagementsystem hat die Aufgabe, die verschiedenen Qualitätsansprüche und -anforderungen an die Produkte und Prozesse zu erkennen und deren Erfüllung zu gewährleisten. AGRANA ist seit dem Jahr 1993 ISO 9001-zertifiziert. Ergänzt wird das System durch weitere Standards für Lebensmittelsicherheit wie ISO 22000 und FSSC1 22000, IFS, BRC2, AIB3, Bio, Kosher und Halal.
Der Standard ISO 22000 regelt die Anforderungen an ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit, um sichere Produkte für den Endverbraucher herzustellen, und ist ein weltweit harmonisierter Standard für alle Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Norm hat sich AGRANA vor allem im weltweit tätigen Segment Frucht dazu entschlossen, die ISO 22000 einzuführen.
FSSC 22000 umfasst ein vollständiges Zertifizierungsverfahren für Lebensmittelsicherheitssysteme auf der Grundlage von bestehenden Zertifizierungsnormen. Es erfüllt die Vorgaben der Global Food Safety Initiative (GFSI) im Benchmarking-Verfahren für Lebensmittelsicherheitsstandards und wurde von der GFSI als gleichwertig mit anderen genehmigten Verfahren anerkannt. Aus AGRANAs Sicht zeichnet sich FSSC 22000 besonders durch die einfache Integration in das bestehende ISO-Managementsystem und durch die Internationalität des Standards aus. Unter dem Schlagwort "Food Defense" fordert der FSSC 22000, ähnlich dem IFS, dass kriminelle Handlungen wie Sabotage, Vandalismus oder Terrorismus mittels Gefahren- und Risikoanalyse bewertet und entsprechende Sicherungsmaßnahmen implementiert werden.
Der IFS als eher produktorientiertes Pendant zum FSSC 22000-Standard ist der Lebensmittelstandard des deutschen und französischen Einzelhandels und dient ebenfalls der Überprüfung und Zertifizierung von Systemen der Lebensmittelsicherheit. AGRANA hat diesen Standard als zweiten wichtigen Lebensmittelsicherheitsstandard vor allem in jenen Werken eingeführt, die einerseits den Einzelhandel direkt beliefern bzw. in denen Produkte zu Eigenmarken des Einzelhandels weiterverarbeitet werden.
Lebensmittelstandards wie BRC, AIB, Bio (Verordnung (EG) Nr. 834/2007, NOP4), Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) sind ebenfalls Teil des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems und länderspezifisch implementiert. Speziell die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten und Kosher-Lebensmitteln hat weltweit zu zahlreichen Zertifizierungen in diesem Bereich geführt.
Die verschiedenen Standards sehen kontinuierliche Verbesserungsprozesse vor. Neben externen Zertifizierungen sowie Kunden- und Lieferantenaudits sind interne Audits in den Werken durch geschulte Prüfer wesentliche Treiber dafür.
ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Rezepturen, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte.
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, Wachstum durch Innovationen voranzutreiben.
AGRANA unterhält mehrere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Die Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H. (ZFT) beschäftigt sich mit Landwirtschaft, Lebensmittel-, Zucker-, Stärke- und Bioethanoltechnologie bis hin zur Mikrobiologie und Biotechnologie. Im Innovations- und Kompetenzzentrum (ICC1) Gleisdorf|Österreich ist die zentrale Forschung und Entwicklung des Fruchtzubereitungsbereiches organisiert. Aufgabe dieser Einrichtung ist die Entwicklung von Produkten und Produktionsverfahren sowie die Durchführung längerfristiger F&E-Projekte, um den international tätigen AGRANA-Kunden marktnahe Lösungen zu präsentieren.
Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie von AGRANA, Markttrends zu setzen und sich durch Produktinnovationen von den Mitbewerbern zu differenzieren. In enger Partnerschaft mit
Das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Projekt zur Beurteilung der technologischen Qualität von Zuckerrüben wurde weitgehend abgeschlossen. Die zugrunde liegende Berechnungsmethode greift auf relativ einfach zu analysierende Parameter zurück und liefert gleichzeitig Hinweise auf den Lagerzustand des Rübenmaterials. Mit der neuen Refraktometerformel verfügt AGRANA über ein neues und aussagekräftigeres Berechnungsmodell sowohl für die Beurteilung neuer Sorten als auch für die Berechnung von Qualitätsprämien.
Im Rahmen einer internationalen, von der ESST (European Society for Sugar Technology) organisierten Arbeitsgruppe zu erhöhten Nitritgehalten in Futtermitteln konnten wesentliche Erkenntnisse zur Minimierung der Nitritbildung im Extraktionsbereich sowohl im Labormaßstab als auch direkt an den Industrieanlagen gewonnen werden. Die Ergebnisse werden als Gemeinschaftsarbeit bei der ESST-Konferenz in Warschau präsentiert.
Der in den vergangenen Jahren begonnene Prozess, in österreichischen Werken bereits bewährte Entwicklungen zur Prozessoptimierung bzw.-automatisation über das gesamte Segment Zucker auszurollen, wurde im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich weitergeführt. So konnten 2012 Messeinrichtungen zur Härtebestimmung bzw. zur Laborautomation international erfolgreich eingeführt werden. Auch der Umstieg von Formalin auf natürliche Biostabilisatoren zur Infektionsbekämpfung im Extraktionsbereich wurde z.B. im rumänischen Werk problemlos umgesetzt.
Erstmals wurde seitens der ZFT ein segmentumfassendes Qualitäts-Monitoring-Programm für Weißzucker durchgeführt. Damit soll dem Bestreben, jeden Kunden von jedem Standort beliefern zu können, ein Schritt näher gekommen werden.
Innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres entwickelte AGRANA einen neuen Bio-Rohzucker. Nach einer Testproduktion im Sommer 2012 konnte bereits im Oktober der aus Bio-Rüben erzeugte Sirup zu dem Endprodukt formuliert und im Jänner 2013 erfolgreich am Markt eingeführt werden.
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Im Segment Stärke liegt der F&E-Fokus auf Spezialitätenprodukten, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr arbeitete AGRANA auf dem Gebiet Stärke im Lebensmittelbereich an der Entwicklung von ernährungsphysiologisch wirksamen Produkten aus den verschiedenen zur Verfügung stehenden Stärkerohstoffen (Kartoffel, Mais und Wachsmais). Dazu wurden sowohl eine Technologieentwicklungsphase als auch die notwendige Produktentwicklung gestartet. Um die Wirksamkeit dieser Produkte in weiterer Folge testen zu können, etablierte AGRANA die notwendigen analytischen "in vitro"-Tools. Darüber hinaus wurde eine Kooperation mit der Universität für Veterinärmedizin Wien geschlossen. In einem gemeinsamen, von der FFG geförderten Projekt soll ein "in vivo"-Schweinemodell entwickelt und etabliert werden, um die neuartigen Produkte in einer Vorstufe zu Humanstudien testen zu können.
Im Rahmen der Entwicklungen von speziellen Stärken, die durch enzymatische Behandlung erzeugt werden, konnten erste positive Ergebnisse in der Anwendung vor allem in der Speiseeisherstellung und in der Aromenstabilisierung erzielt werden. Diese Erkenntnisse werden nun im Rahmen von Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie evaluiert.
Die Entwicklung von Stärkeprodukten für technische Anwendungen (Non Food), wie z.B. im Klebstoff-, Bau- und Papierbereich, ist ein weiterer wesentlicher Forschungsschwerpunkt.
Im Zuge der Entwicklung neuartiger Stärkeprodukte mit besonderer Stabilität und Klebkraft lassen sich synthetische Klebstoffe für die Verklebung im Papier verarbeitenden Bereich sehr gut substituieren. Aufgrund der Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Vorteile zeigen diese innovativen Klebstoffe großes Potenzial, unter anderem im Kaschier- und Brottütenbereich. Diese natürlichen Klebstoffe, allgemein als "Green Glues" bezeichnet, können angepasst an Kundengegebenheiten entweder als Flüssig- oder Trockenprodukte eingesetzt werden.
Im "Do-it-yourself"-Bereich konnten in Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen Klebstoffe für den Alltagsbereich entwickelt werden. Durch den Einsatz modifizierter Stärkeprodukte ergeben sich nicht nur ökologische (reduzierter Carbon Footprint), sondern auch qualitative und ökonomische Vorteile.
Im Bereich der thermoplastischen Stärken konnten in enger Zusammenarbeit mit Kunden neue, auf nachwachsenden Rohstoffen basierte Produkte für die Herstellung von Bio-Kunststoffen entwickelt werden. Diese Stärkeprodukte finden sowohl im Spritzguss (z.B. kompostierbares Einweggeschirr) als auch in der Folienextrusion (z.B. Bio-Frischhaltebeutel) Anwendung. Im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei die biologische Abbaubarkeit sowie die Eignung für die Herstellung von Konsumgütern für den direkten Lebensmittelkontakt im Vordergrund.
1 F&E-Aufwendungen gemessen am Konzernumsatz
| 2012 13 | 204 |
|---|---|
| 2011 12 | 199 |
| 2010 11 | 194 |
66 Die mittels Biotechnologie produzierten, nachhaltigen Eisenchelatbildner zur Bekämpfung von pflanzlichen Mangelkrankheiten, wie z.B. Chlorose, stehen vor der Markteinführung. Die Optimierung der Fermentationsparameter konnte erfolgreich weiter betrieben und die Produktausbeute deutlich gesteigert werden. Düngeversuche von international anerkannten Instituten zeigten auch eine gute Wirkung des biologisch abbaubaren Eisenchelats auf das Pflanzenwachstum.
Im Bereich Mikrobiologie konnte mit der Implementierung eines qPCR1-Labors ein wichtiger Modernisierungsschritt betreffend Mikroorganismenanalyse gesetzt werden. Die qPCR ermöglicht es AGRANA, in kürzester Zeit mit extremer Genauigkeit die quantitative Analyse verschiedenster Mikroorganismen in Rohstoffen, Prozessen und Produkten zu betätigen. Ein konkretes Einsatzgebiet liegt in der eindeutigen Identifizierung von Schädlingen wie Bakterien und Pilzen auf Zuckerrüben oder in Silos.
Im Geschäftsjahr 2012|13 lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten des Innovations- und Kompetenzzentrums (ICC) auf der Weiterführung des Projektes "GENESIS". Dabei geht es um die Analyse und Optimierung der Erstverarbeitung der später zu tiefgefrorenen Einzelstücken zu verarbeitenden Früchte vom Feld. Es wurden in diesem Zusammenhang auch vermehrt Entwicklungsaufträge aus den einzelnen Werken bearbeitet.
Im Geschäftsjahr 2012|13 wurde eine Reihe von Erkenntnissen gewonnen, die zu vertiefenden Projekten geführt haben bzw. noch führen werden. Insgesamt wurden im ICC neun Projekte abgeschlossen und fünf weitere befinden sich im Stadium der Industrialisierung. Unter den abgeschlossenen Entwicklungen sind zwei hervorzuheben:
"Liquid Core" und "Chocolate Sauce Homogenisation". Im Rahmen des erstgenannten Projektes wurden Fruchtzubereitungen für die Eiscremeindustrie entwickelt, welche auch noch bei –10° C flüssig sind, während es bei der anderen Entwicklung um eine Verbesserung der Textur und des "Mundgefühles" von Schokoladesaucen durch eine Homogenisation ging.
Im Geschäftsjahr 2013|14 wird das ICC seinen Fokus vor allem auf Projekte zur Sicherstellung der bestmöglichen (natürlichen) Textur der Fruchtstücke in den Fruchtzubereitungen bei gleichzeitiger Wahrung der geschmacklichen Eigenschaften (natürlicher Fruchtgeschmack) und auf innovative Lösungen für den Getränkebereich legen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate arbeitete AGRANA im abgelaufenen Geschäftsjahr an der Optimierung der Aromenausbeute und -qualität in den Werken. Ziel ist es, in den Bereichen Aromen und Getränkegrundstoffe ein nachhaltiges Wachstumssegment innerhalb der AUSTRIA JUICE GmbH zu etablieren.
Das im Geschäftsjahr 2011|12 forcierte Projekt zur verbesserten Verwertung und Vermarktung von Prozessnebenprodukten wie Apfel- oder Heidelbeertrester konnte erfolgreich weitergeführt werden. Für den Prozess zur Herstellung von Apfelmehl wurde in Österreich das Patent erteilt und in weiterer Folge global erweitert.
AGRANA legte im Geschäftsjahr 2012|13 auch einen Schwerpunkt auf die Evaluierung und Optimierung der bestehenden Innovationsprozesse. In enger Zusammenarbeit mit den F&E-Abteilungen der anderen Segmente wurde ein für die jeweilige Abteilung optimaler Innovationsprozess erstellt und implementiert. So sollen in weiterer Folge die Kontrolle des Prozessfortschrittes erleichtert sowie die Effizienz der einzelnen Projekte dargestellt und verbessert werden.
Im Geschäftsjahr 2012|13 beschäftigte die AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.449 (Vorjahr: 7.982) Mitarbeiter, davon 1.993 (Vorjahr: 1.812) in Österreich und 6.456 (Vorjahr: 6.170) international.
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl wie folgt:
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, unsere Mitarbeiter zu fördern, aber auch zu fordern.
Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft1 betrug per 28. Februar 2013 wie im Vorjahr 41 Jahre. 28,4% (Vorjahr: 28,3%) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 57,7% (Vorjahr: 53,9%).
Der erhöhte Personalstand im Segment Zucker ist überwiegend auf die Einführung eines 4-Schicht-Betriebes in Ungarn und damit verbundene Personalaufnahmen sowie auf erhöhte Zuckerverarbeitungsmengen am Standort Tulln zurückzuführen. Im Segment Stärke haben geschäfts- sowie projektbedingte Kapazitätsanpassungen (insbesondere für das Weizenstärkeprojekt) für einen Anstieg des Personalstandes gesorgt. Die Erhöhung des durchschnittlichen Personalstandes im Segment Frucht ist auf die Fusion mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH sowie auf einen erhöhten Bedarf an Saisonarbeitskräften in Marokko, Mexiko und der Ukraine aufgrund höherer Erntemengen zurückzuführen.
AGRANA legt auf einen von Kooperation und gegenseitiger Wertschätzung geprägten Arbeitsund Führungsstil Wert. Dabei werden Leistungsbereitschaft, Integrität und soziales Bewusstsein forciert. Die Mitarbeiter werden gefördert und ermutigt, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Zur Unterstützung dieses Anspruches besteht ein konzernweit gelebtes "Performance-Management" in Verbindung mit einem erfolgsabhängigen Entlohnungssystem für das Management. Die Kriterien für die variable Vergütung umfassen neben Finanz- und Ertragszielen des Unternehmens auch individuelle Zielvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2012|13 nahmen 6,0% (Vorjahr: 5,8%) aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
AGRANA ist sich bewusst, dass für einen nachhaltigen Geschäftserfolg nach der Aufnahme der "richtigen" Mitarbeiter auch deren optimale Eingliederung ins Unternehmen sowie die Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten von hoher Bedeutung sind. Daher wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in einigen Bereichen spezielle Initiativen für Neueinsteiger gesetzt. So soll ihnen etwa ein "Onboarding"-Programm helfen, sich schnell in ihrer neuen Position zurechtzufinden.
1 Dienstnehmer in einem unbefristeten Dienstverhältnis, d.h. keine temporären Arbeitskräfte mit befristeten Verträgen.
68 Die funktionierende internationale Zusammenarbeit und der effektive Informationsaustausch über Grenzen und Geschäftsbereiche hinweg sind für ein global agierendes Unternehmen wie AGRANA ein zentrales Thema. Das Personalmanagement legt darauf schon bei Rekrutierungen, aber auch bei der Entwicklung von Weiterbildungsprogrammen ein verstärktes Augenmerk.
Grundlage für eine moderne Personaladministration ist eine Reihe klar definierter Prozesse, unterstützt von einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur. Aus diesem Grund trieb AGRANA im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterentwicklung der personalrelevanten Prozesse und IT-Systeme, insbesondere SAP HR, erfolgreich voran.
Wie auch in den letzten Jahren initiierte AGRANA zahlreiche Trainings, sowohl im fachlichen wie auch im persönlichkeitsbildenden Bereich. Dabei wurden für verschiedene Themen auch gezielt E-Learning-Anwendungen angeboten, wie z.B. das Basistraining "Grundlagen des Projektmanagements", wodurch eine breitere Streuung der Inhalte ermöglicht wurde. Die Schwerpunkte im Bereich Aus- und Weiterbildung lagen im Geschäftsjahr 2012|13 wie auch schon im Vorjahr auf der Führungskräfteentwicklung sowie dem konzernweiten Projektmanagement.
AGRANA bot im Geschäftsjahr 2012|13 insgesamt 65 Lehrlingen in Österreich und Deutschland eine Ausbildungsmöglichkeit – unter anderem als MaschinenbautechnikerIn, ElektrotechnikerIn, Elektrobetriebs- und ProzessleittechnikerIn, MetalltechnikerIn, ChemielabortechnikerIn, LebensmitteltechnikerIn, MechatronikerIn, Industriekauffrau/-mann sowie als Informationstechnologie-TechnikerIn.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 14 Teilnehmer aus dem gesamten Konzern für das neue internationale Trainee-Programm ausgewählt. Sie kommen aus Österreich, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Ukraine sowie den USA und werden in 15 Monaten in unterschiedlichen Positionen in den Bereichen Einkauf (Rohstoff) & Verkauf eingesetzt. Die von den Teilnehmern dadurch gewonnenen, bereichsund länderübergreifenden Erfahrungen sollen zukünftig dabei unterstützen, Synergiepotenziale innerhalb des Konzerns zu identifizieren und zu heben sowie die internationale Zusammenarbeit zu verstärken.
Rund 30 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern wurden für das bereits zum dritten Mal stattfindende AGRANA Competencies Training ("ACT") ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert wird. Der dritte Turnus besteht wieder aus drei Modulen und beginnt im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013|14.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2012|13 auf rund 2,3 (Vorjahr: 2,2) Mio. €, das entspricht wie im Vorjahr rund 1,1% der Lohn- und Gehaltssumme.
Unter dem Begriff "AGRANA Fit" und mit dem Ziel der Erhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Mitarbeiter bietet AGRANA an vielen Standorten Gesundenuntersuchungen und/oder Impfungen (Grippeschutz, FSME etc.) im Rahmen der laufenden arbeitsmedizinischen Betreuung an. Zusätzlich bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Fitnesseinrichtungen und Gesundheitsorganisationen.
Neben sportlichen Angeboten, wie z.B. Schitagen oder Wirbelsäulengymnastik, erfreuen sich auch firmeninterne Fußballturniere immer größerer Beliebtheit und stärken nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Zusammenhalt und Teamgeist unter den AGRANA-Mitarbeitern. Außerdem gelang es in Österreich erneut, zahlreiche Laufsportler für die Teilnahme am jährlichen "Wien Energie Business Run" zu begeistern. AGRANA war im September 2012 mit insgesamt 41 Teams (zu je drei Teilnehmern) aus allen Geschäftsbereichen am Start.
Als führendes Unternehmen in der Lebensmittelbranche weist AGRANA auch die eigenen Mitarbeiter auf die Wichtigkeit einer gesunden und vitaminreichen Ernährung hin. Mit lokalen Aktionen wie dem "Obstkorb" – frisches Obst zur freien Entnahme – und der freien Verfügbarkeit von Mineralwasser soll dies unterstrichen werden.
Im Bereich "Gesundheit und Sicherheit" wurden konzernweit zahlreiche Aktivitäten wie Schulungen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, Übungen zur Feuerprävention und Workshops zur Reduktion von Lärm und Umweltverschmutzung durchgeführt.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven Risikomanagements bewusst. Es verfolgt als grundsätzliches Ziel, das Chancen- und Risikopotenzial ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestands der Unternehmensgruppe zu setzen.
Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Ein konzernweites, operatives Planungs- und Berichtssystem bildet die Basis für die monatliche Berichterstattung an die zuständigen Entscheidungsträger. Im Rahmen dieses Reporting-Prozesses wird für die Gruppe und für jedes Segment ein separater Risikobericht erstellt. Der Fokus liegt dabei auf Chancen und Risiken aus sich verändernden Marktpreisen für das gegenwärtige und folgende Geschäftsjahr. Neben der laufenden Berichterstattung diskutieren die Verantwortlichen aus den Geschäftsbereichen regelmäßig direkt mit dem Vorstand über die wirtschaftliche Situation sowie den Einsatz risikoreduzierender Maßnahmen.
Das strategische Risikomanagement verfolgt die Zielsetzung, wesentliche Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Chancen- und Risikopotenzial zu identifizieren und zu bewerten. Zweimal jährlich werden die mittel- bis langfristigen Risiken in den einzelnen Geschäftsbereichen durch ein definiertes Risikomanagement-Team in Kooperation mit dem zentralen Risikomanagement analysiert. Der Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation sowie -bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Risiko-/Chancenpotenzial, die Definition von Frühwarnindikatoren sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung. Zudem wird für das laufende Geschäftsjahr die aggregierte Risikoposition der AGRANA-Gruppe mittels einer "Monte-Carlo-Simulation" ermittelt. So kann beurteilt werden, ob ein Zusammenwirken oder die Kumulation von Einzelrisiken ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen könnte. Die Ergebnisse werden dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates berichtet.
Die Segmente der AGRANA-Gruppe haben Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel-, wertorientierte und nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikokultur der Unternehmensgruppe ist geprägt durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sich diese aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäfts wird ohne Ausnahmen abgelehnt.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist nur zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht jedoch zu Spekulationszwecken erlaubt. Es wird über deren Verwendung regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, unser Risikomanagement kontinuierlich zu verbessern und Schwachstellen auszumerzen.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. In den Risiken der AGRANA-Gruppe schlagen sich auch Aspekte der Nachhaltigkeit, wie z.B. der Klimawandel, nieder. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe betreffen Risiken aufgrund klimatischer Veränderungen in erster Linie deren Verfügbarkeit. Daneben ist AGRANA, aufgrund der vor allem in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion, einem Risiko durch die Energie- und Umweltgesetzgebung ausgesetzt.
AGRANA ist als Veredler landwirtschaftlicher Produkte auf die Verfügbarkeit von ausreichend Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus – im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte – für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Für die Raffinationsstandorte in Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Rumänien ist die Wertschöpfung aus den Rohzuckereinstandskosten im Vergleich zu den erzielbaren Marktpreisen von Weißzucker der grundlegende Rentabilitätsfaktor. Neben dem Risiko aus hohen Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weißund Rohzucker in die EU ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Diese werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Im Segment Stärke werden physische Lieferverträge in adäquatem Ausmaß zur Sicherung der Bedarfsmengen an Rohstoffen abgeschlossen. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte) erfolgen. Umfang und Ergebnis dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des monatlichen Reporting und werden dem AGRANA-Vorstand berichtet. Bei Stärkeprodukten ist es zudem möglich, höhere Rohstoffkosten kurzfristig an die Kunden weiterzugeben.
Bei der Bioethanolproduktion führen Veränderungen der Getreidepreise in der Regel auch zu einer gleichgerichteten Preisänderung des Nebenproduktes ActiProt® und können diese somit teilweise kompensieren ("Natural Hedge"). Es verbleibt jedoch das Restrisiko, dass steigende Rohstoffkosten nicht in vollem Ausmaß an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA kann durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig erkennen und entsprechend entgegenwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Die Produktionsvorgänge, vor allem in den Segmenten Zucker und Stärke, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kostenoptimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energieträgern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen aus den relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung, der Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren beinhaltet. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft und optimiert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Die Stellung der Unternehmensgruppe im Markt wird laufend beobachtet und gegebenenfalls eine Modifikation der Unternehmensstrategie vorgenommen. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Die frühzeitige Erkennung von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können.
Laut Vorschlag der Europäischen Kommission vom Oktober 2011 sollen wesentliche Teile der Zuckermarktordnung mit 30. September 2015 auslaufen. Das Europäische Parlament folgte Mitte März der Empfehlung des Agrarausschusses vom Jänner 2013 und stimmte zugunsten einer unveränderten Fortführung der Zuckermarktordnung bis Ende September 2020 ab. Am 19.März 2013 einigten sich im Europäischen Rat die EU-Agrarminister darauf, das Quotensystem am 30. September 2017 zu beenden. Ein Trilog zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament in der ersten Jahreshälfte 2013 soll bis zum Sommer eine finale Entscheidung über die Zukunft der Zuckermarktordnung bringen. Des Weiteren können nationale und internationale Handelsabkommen einen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der AGRANA-Gruppe ausüben. Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen wird ab Seite 51 im Segment Zucker im Detail berichtet.
Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien bildet die Basis für die seit Oktober 2007 gültige Mindestbeimischung von Bioethanol zu Benzin. Die Höhe der vorgeschriebenen Beimischungsmenge hat dementsprechend eine starke Auswirkung auf den Geschäftsbereich Bioethanol. Aufgrund der aktuellen österreichischen und europäischen Gesetzes-
lage ist zumindest von einer Beibehaltung der derzeitigen Beimischungsquoten auszugehen. Trotzdem werden neue Initiativen auf EU-Ebene sowie die öffentliche Diskussion und nationale Gesetzesinitiativen zu diesem Thema genauestens beobachtet, analysiert und durch das Risikomanagement bewertet.
AGRANA verfolgt laufend mögliche rechtliche Änderungen, die zu einer Risikosituation führen können, und trifft gegebenenfalls antizipative Maßnahmen. Dies betrifft besonders die Bereiche Lebensmittel- und Umweltrecht.
Derzeit bestehen keine zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 kartellrechtliche Untersuchungen gegen das AGRANA-Zuckerunternehmen in Ungarn eingeleitet. Im Dezember 2012 wurde dieses Verfahren vom ungarischen Wettbewerbsrat eingestellt. 2009|10 leitete die slowakische Wettbewerbsbehörde Erhebungen unter anderem gegen die lokale AGRANA-Zuckergesellschaft ein. Bis heute erfolgten jedoch keine weiteren Schritte.
Das im Jahr 2010 durch die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beantragte Kartellverfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim| Deutschland, brachte bis dato keine weitere Entscheidung des Kartellgerichtes. AGRANA hält die Beschuldigung weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, finanzielle Risiken und den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Im Rahmen der Umsetzung des IFRS 7 wurden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des "Cash Flow at Risk" bzw. der "Modified Duration" ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können im Wesentlichen aus dem Erwerb und Verkauf von Waren in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen in Fremdwährungen bzw. lokalen Euro-Finanzierungen entstehen. Für AGRANA sind vor allem die Kursrelationen von US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Zloty, rumänischem Leu, ukrainischer Hrivna, russischem Rubel und brasilianischem Real von Relevanz.
Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Das Währungsrisiko wird durch den "Value at Risk"-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch eventuelle Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch von Kreditinstituten zugesagte Kreditlinien jederzeit ausreichend gesichert.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Im Zuge der Jahresabschlussprüfung 2011|12 der AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán|Mexiko, traten Verdachtsmomente auf, dass verschiedene Geschäftsvorfälle nicht im Einklang mit dem AGRANA "Code of Conduct" standen und deren finanzieller Ausweis nicht den geltenden externen und internen Bilanzierungsvorschriften entsprach. Diese Unregelmäßigkeiten bezogen sich im Wesentlichen auf Darlehen und Vorauszahlungen an Rohstoff- und Halbfabrikatlieferanten.
Nach intensiven Erhebungen im Geschäftsjahr 2012|13 durch die Interne Revision der AGRANA und durch beigezogene erfahrene interne Finanzfachleute vor Ort sowie den Wirtschaftsprüfer stellte sich heraus, dass es zu Untreuehandlungen gekommen ist, deren Ursprünge mindestens zwei Jahre zurückreichten. Verschleierungsmaßnahmen führten dazu, dass die Untreuehandlungen im Rahmen der regelmäßigen internen Kontrollen und der externen Prüfung nicht aufgedeckt worden waren.
Der CEO, der CFO und der Leiter Einkauf der mexikanischen Gesellschaft wurden Anfang Juni 2012 entlassen und einige ihrer engen Mitarbeiter gekündigt. Diese Positionen wurden unmittelbar durch konzerneigene Manager neu besetzt.
Die seitherige Aufarbeitung der Betrugs- und Verschleierungshandlungen zeigte eine massive Erweiterung der Problemfelder. Das ehemalige Management war teils direkt und/oder indirekt an über einem Dutzend Lieferanten-, Kunden- und Finanzierungsfirmen beteiligt und man gewährte diesen Firmen unlautere Vorteile zum Schaden der AGRANA. So wurden z.B. erhebliche Vorfinanzierungen geleistet bzw. Kredite unverzinst oder zu marktunüblichen Zinsen abgewickelt.
Bis jetzt wurden sechs Strafanzeigen gegen ehemalige Manager erhoben. Des Weiteren werden Zivilrechtsklagen vorbereitet. Gleichzeitig wurden Ansprüche aus der Vertrauensschadenversicherung geltend gemacht; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses lag keine Deckungszusage seitens des Versicherers vor.
Durch die zielgerichtete Aufarbeitung des Falles in Mexiko wurde das Vertrauen in die Ordnungsmäßigkeit der lokalen Geschäftsabläufe wieder hergestellt. Um zukünftig einen ähnlichen Fall bei einer Gesellschaft des AGRANA-Konzerns bestmöglich zu verhindern, wurde das Kontroll- und Überprüfungssystem, sowohl intern als auch extern, weiter ausgebaut und verschärft.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Absatz- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA ist sich der Verantwortung zur Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften bewusst.
Konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien, das interne Kontrollsystem (IKS) sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP-System. Die Werte der Einzelabschlüsse werden in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul übernommen. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis erfolgt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens wird monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen
Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von gravierenden Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die AGRANA-Gruppe, indem unter der Annahme des Einfrierens der wesentlichen Ergebnisfaktoren (wie z.B. Energie-, Rohstoff-, Verkaufspreise etc.) auf dem aktuellen Niveau bis Geschäftsjahresende ein Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich, soweit es für sein Prüfungsurteil erforderlich ist, das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
74 Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG beträgt zum Stichtag 28. Februar 2013 103,2 Mio. € und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär 75,5% des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100%-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (Südzucker) mit Sitz in Mannheim|Deutschland und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) mit Sitz in Wien je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen unter anderem Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing.Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG bestellt.
Das britische Finanzunternehmen Prudential plc, London|Großbritannien, und einige seiner Tochtergesellschaften halten über den Streubesitz mehr als 15% am AGRANA-Grundkapital.
Keine Inhaber von Aktien verfügen über besondere Kontrollrechte. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
Das sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2012|13 stellt eine herausfordernde Vorgabe für 2013|14 dar. Basierend auf einer soliden Bilanzstruktur zum 28. Februar 2013 und einem diversifizierten Geschäftsmodell, sieht sich AGRANA für das neue Geschäftsjahr gut gerüstet, rechnet aber mit einer schwächeren Ergebnisentwicklung.
Aus heutiger Sicht geht der Konzern für das Geschäftsjahr 2013|14 von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz, der primär auf Mengenzuwächse zurückzuführen ist, aus. AGRANA erwartet aber nicht, die sehr guten operativen Konzernergebnisse der letzten beiden Geschäftsjahre neuerlich erreichen zu können.
Im Segment Zucker rechnet AGRANA mit einer stabilen Umsatzentwicklung und arbeitet weiterhin am Ausbau der starken Marktposition in Mittel- und Südosteuropa und an der Sicherstellung der Kapazitätsauslastung sowohl der Rübenzuckerproduktion als auch der Raffination. Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2013|14 wird daher eine Ausweitung der Rübenanbauflächen angestrebt; für die Raffination wurden bereits ausreichende Rohzuckerverträge abgeschlossen. Insgesamt sollte damit der Mengenabsatz weiter gesteigert werden können. Aufgrund niedrigerer Weltmarktnotierungen und teurerer Rohstoffkosten (Rübe) und – infolge der geringeren Ernte – höherer Produktionskosten der Kampagne 2012|13 wird somit ein zufriedenstellendes Jahr erwartet, wenngleich das Ergebnis deutlich unter den Ergebnissen der beiden vergangenen Rekordjahre liegen wird.
Im Segment Stärke wird für 2013|14 mit einem deutlichen Umsatzanstieg gerechnet. Das ist vor allem auf die Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf zurückzuführen, wo erstmals ab Sommer native Weizenstärke, Weizengluten sowie Weizenkleie produziert werden. Infolge der noch immer gedämpften Konjunkturaussichten insbesondere in Süd- und Südosteuropa ist gegenüber dem Vorjahr mit verstärktem Wettbewerb in dieser Region zu rechnen. Im Bereich Bioethanol erwartet AGRANA eine stabile Entwicklung. Die Rohstoffversorgung für die Maisstärkeund Bioethanol-Verarbeitungswerke in Österreich, Ungarn und Rumänien ist großteils bis zur Ernte 2013 vertraglich fixiert. Aufgrund der generell erwarteten Ausdehnung der Maisanbauflächen wird mit einer stabilen, bei einer guten Vegetationsentwicklung sogar mit einer rückläufigen Preisentwicklung ab der neuen Ernte gerechnet. AGRANA erwartet bei der ungarischen Tochtergesellschaft rohstoffbedingt einen Rückgang der Ergebnis-Performance. Zudem ist mit Anlaufverlusten durch die Inbetriebnahme der Weizenstärkefabrik am Standort Pischelsdorf|Österreich zu rechnen. Daher erwartet AGRANA im Segment Stärke ein unter dem Vorjahreswert liegendes operatives Ergebnis.
Im Segment Frucht wird für 2013|14 eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ertrag erwartet. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen wird von einer Marktstabilisierung in der EU ausgegangen, sodass die Absätze hier auf Vorjahresniveau liegen sollten. Für die Regionen Nordund Südamerika, Osteuropa, Naher Osten/Afrika und Asien erwartet AGRANA vor allem aufgrund des weiter steigenden Pro-Kopf-Verbrauchs von Fruchtjoghurt dynamische Zuwächse. Das operative Ergebnis sollte bei stabilen Rohstoffpreisen durch steigende Verkaufsvolumen und Kosteneinsparungen in Europa sowie bei der Administration gesteigert werden können. Im Fruchtsaftkonzentratgeschäft wird von einer mit dem Vorjahr vergleichbaren Umsatzentwicklung ausgegangen. Ziel von Austria Juice ist der nachhaltige Ausbau der strategischen Geschäftsfelder Getränkegrundstoffe und Aromen. Ergebnisseitig wird die Entwicklung auch von der Marktsituation bei Apfelsaftkonzentrat nach der Ernte 2013 abhängen. Derzeit wird erwartet, das operative Ergebnis des Vorjahres steigern zu können. AGRANA rechnet im Segment Frucht insgesamt aufgrund der zu erwartenden positiven Absatzentwicklung sowie stabiler Verkaufspreise mit einem deutlich steigenden operativen Ergebnis.
Erfolg mit Verantwortung bedeutet für uns, sich nicht auf einem kurzfristigen Rekordergebnis auszuruhen, sondern alle Maßnahmen zu treffen, um die langfristige positive Entwicklung sicherzustellen.
Auch im neuen Geschäftsjahr 2013|14 soll verstärkt und deutlich über Abschreibungsniveau investiert werden. Das Investitionsvolumen für alle drei Segmente wird insgesamt rund 143 Mio. € betragen, wodurch der langfristige Wachstumskurs nachhaltig unterstützt werden soll.
Die im Segment Zucker geplanten Ausgaben für das Geschäftsjahr 2013|14 belaufen sich auf rund 49 Mio. €. Die Investitionsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Verpackung und Lagerung sowie auf qualitätssteigernden Maßnahmen. In Tulln|Österreich soll die bestehende Melasseentzuckerungsanlage erneuert werden. Neben der Fertigstellung des 60.000 Tonnen-Zuckersilos ist in Kaposvár| Ungarn die Errichtung eines zentralen Abpackungszentrums für Ungarn geplant. Zur weiteren Verbesserung der Zuckerqualität sollen in Hrušovany und Opava, beide Tschechien, Dünnsaftenthärtungsanlagen installiert werden. In Roman| Rumänien ist die Errichtung einer biologischen Abwasserreinigung geplant.
Im Segment Stärke ist bei einem Investitionsvolumen von rund 38 Mio. € vor allem die Fertigstellung der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich hervorzuheben, die im zweiten Quartal des Geschäftsjahres in Betrieb genommen werden soll. In der Stärkefabrik Aschach|Österreich wird die Kapazität der Wachsmaisderivateproduktion erweitert. Im Werk Gmünd|Österreich investiert der Konzern in die Errichtung einer neuen Absackanlage – mit erhöhtem Durchsatz – für die Walzentrocknung.
Im Segment Frucht ist im Geschäftsjahr 2013|14 ein Investitionsvolumen von rund 56 Mio. € geplant. Rund 26 Mio. € sollen in die Errichtung der neuen US-Fabrik in Lysander im Bundesstaat New York fließen. Infolge der Volumensteigerung ist geplant, weitere 3,2 Mio. € in Edelstahlbehälter zu investieren. In Europa wurde aufgrund der stagnierenden Märkte die Investitionstätigkeit reduziert. Neben zahlreichen Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen steht im Fruchtsaftkonzentratbereich vor allem die kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität im Vordergrund. In Vásárosnamény|Ungarn wird unter anderem in die Erweiterung des Tanklagers für biologischen Direktsaft investiert. Darüber hinaus wird ein einheitliches ERP-System für alle Juice-Gesellschaften implementiert.
Währungsumrechnung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.065.906 | 2.577.631 |
| Bestandsveränderungen | 70.284 | 187.035 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.955 | 4.208 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 29.804 | 36.908 |
| Materialaufwand | –2.234.147 | –1.919.755 |
| Personalaufwand | –274.307 | –245.197 |
| Abschreibungen | –81.411 | –76.608 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –363.261 | –333.231 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 217.823 | 230.991 |
| Finanzerträge | 16.475 | 13.212 |
| Finanzaufwendungen | –44.131 | –37.947 |
| Finanzergebnis | –27.656 | –24.735 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 190.167 | 206.256 |
| Ertragsteuern | –33.685 | –50.583 |
| Konzernjahresergebnis | 156.482 | 155.673 |
| – davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 149.419 | 152.360 |
| – davon nicht beherrschende Anteile | 7.063 | 3.313 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 10,52 € | 10,73 € |
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | 156.482 | 155.673 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse aus | ||
| Währungsdifferenzen | –5.502 | –11.134 |
| zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | 473 | 747 |
| S teuereffekt aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten |
–250 | –149 |
| C ashflow-Hedges |
2.846 | –3.926 |
| S teuereffekt aus Cashflow-Hedges |
–762 | 931 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | ||
| leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | –6.885 | –3.981 |
| S teuereffekt aus Veränderung versicherungsmathematischer |
||
| Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen | ||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 1.755 | 1.038 |
| Sonstige im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | –8.325 | –16.474 |
| Gesamtjahresergebnis | 148.157 | 139.199 |
| – davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 139.633 | 137.906 |
| – davon nicht beherrschende Anteile | 8.524 | 1.293 |
80
(13)
(14)
(15)
| Konzernjahresergebnis | ||
|---|---|---|
| 156.482 | 155.673 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 81.870 | 76.608 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | –455 | –2.515 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 18.413 | 20.349 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 256.310 | 250.115 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –672 | –627 |
| Veränderungen Vorräte | –41.840 | –238.956 |
| Veränderungen der Forderungen, | ||
| aktiven latenten Steuern und kurzfristigen Vermögenswerte | 27.723 | –76.923 |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | 2.392 | –13.009 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten | ||
| (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –38.504 | 125.470 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen | ||
| von Nicht-Fondspositionen | –653 | –2.889 |
| Veränderung des Working Capital | –50.882 | –206.307 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 204.756 | 43.181 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 2.275 | 2.680 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –148.973 | –96.942 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 248 | 3.588 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –59 | –1.718 |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus dem Erwerb | ||
| von Geschäftseinheiten | 9.625 | –5.465 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –136.884 | –97.857 |
| Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft | ||
| durch nicht beherrschende Anteile | 3.765 | 4.140 |
| Veränderungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 96.698 | 65.086 |
| Veränderungen kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | –69.582 | 48.319 |
| Gezahlte Dividenden | –52.447 | –34.839 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –21.566 | 82.706 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 46.306 | 28.030 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –401 | 47 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 98.504 | 70.427 |
| in t¤ | Stand am | Stand am |
|---|---|---|
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |
| AKTIVA | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 249.338 | 248.383 |
| S achanlagen |
685.481 | 595.924 |
| Wertpapiere | 105.264 | 104.909 |
| Beteiligungen und Ausleihungen | 5.745 | 7.265 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 18.945 | 6.558 |
| Aktive latente Steuern | 33.021 | 29.764 |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | 1.097.794 | 992.803 |
| Vorräte | 851.492 | 768.569 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Vermögenswerte | 472.084 | 492.720 |
| L aufende Ertragsteuerforderungen |
11.271 | 8.173 |
| Wertpapiere | 1.198 | 1.352 |
| Z ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
144.409 1.480.454 |
98.504 1.369.318 |
| Summe Aktiva | 2.578.248 | 2.362.121 |
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 |
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 |
| Gewinnrücklagen | 611.464 | 524.900 |
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 1.126.036 | 1.039.472 |
| N icht beherrschende Anteile |
86.060 | 33.516 |
| B. Langfristige Schulden | 1.212.096 | 1.072.988 |
| R ückstellungen für Pensionen und Abfertigungen |
58.534 | 52.674 |
| Übrige Rückstellungen | 15.179 | 12.397 |
| Finanzverbindlichkeiten | 428.788 | 332.090 |
| S onstige Verbindlichkeiten |
2.283 | 2.013 |
| Passive latente Steuern | 14.355 | 17.253 |
| 519.139 | 416.427 | |
| C. Kurzfristige Schulden | ||
| Übrige Rückstellungen | 29.186 | 26.777 |
| Finanzverbindlichkeiten | 305.802 | 341.885 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 471.421 | 469.465 |
| L aufende Ertragsteuerverbindlichkeiten |
40.604 | 34.579 |
| 847.013 | 872.706 | |
| Summe Passiva | 2.578.248 | 2.362.121 |
81
82
Den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zurechenbar
| Gewinn- | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t¤ | Grund- | Kapital- | Rücklage | Rücklage | Rücklage | |
| kapital | rücklagen | für | für | für ver- | ||
| Available C | ashflow- | sicherungs- | ||||
| for Sale H | edges | mathem. | ||||
| Gewinne/ | ||||||
| Verluste | ||||||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
||||||
| Stand am 01.03.2012 | 103.210 | 411.362 | 4.097 | –1.608 | –9.799 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 387 | 1.285 | 0 | |
| Veränderung versicherungs | ||||||
| mathematischer Gewinne/Verluste | ||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen | ||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –6.706 | |
| S teuereffekte |
0 | 0 | –73 | –370 | 1.710 | |
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 314 | 915 | –4.996 | |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 314 | 915 | –4.996 | |
| D ividendenausschüttung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Z uweisung Rücklagen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Z uzahlungen anderer Gesellschafter |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteils- und Konsolidierungs | ||||||
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| S onstige Veränderungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 28.02.2013 | 103.210 | 411.362 | 4.411 | –693 | –14.795 | |
| 611.464 | ||||||
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||||||
| Stand am 01.03.2011 | 103.210 | 411.362 | 3.591 | 40 | –6.914 | |
| Bewertungseffekte IAS 39 | 0 | 0 | 655 | –2.142 | 0 | |
| Veränderung versicherungs | ||||||
| mathematischer Gewinne/Verluste | ||||||
| leistungsorientierter Pensionszusagen | ||||||
| und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –3.903 | |
| S teuereffekte |
0 | 0 | –149 | 494 | 1.018 | |
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Ergebnisse | 0 | 0 | 506 | –1.648 | –2.885 | |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 506 | –1.648 | –2.885 | |
| D ividendenausschüttung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Z uweisung Rücklagen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Z uzahlungen anderer Gesellschafter |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| S onstige Veränderungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 29.02.2012 | 103.210 | 411.362 | 4.097 | –1.608 | –9.799 |
524.900
| rücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | Nicht | Eigen- | Jahres- | nter- | Übriges U |
| beherr- | kapital der | ergebnis | schieds- | kumuliertes | |
| schende | AGRANA- | betrag | Eigen- | ||
| Anteile | Aktionäre | Währungs- umrechnung |
kapital | ||
| 1.072.988 | 33.516 | 1.039.472 | 152.360 | –34.380 | 414.230 |
| 3.142 | 1.470 | 1.672 | 0 | 0 | 0 |
| –6.885 | –179 | –6.706 | 0 | 0 | 0 |
| 920 | –347 | 1.267 | 0 | 0 | 0 |
| –5.502 | 517 | –6.019 | 0 | –6.019 | 0 |
| –8.325 | 1.461 | –9.786 | 0 | –6.019 | 0 |
| 156.482 | 7.063 | 149.419 | 149.419 | 0 | 0 |
| 148.157 | 8.524 | 139.633 | 149.419 | –6.019 | 0 |
| –52.446 | –1.319 | –51.127 | –51.127 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | –101.233 | 0 | 101.233 |
| 3.765 | 3.765 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 40.083 | 41.812 | –1.729 | 0 | 0 | –1.729 |
| –451 | –238 | –213 | 0 | 0 | –213 |
| 1.212.096 | 86.060 | 1.126.036 | 149.419 | –40.399 | 513.521 |
| 964.155 | 28.558 | 935.597 | 84.890 | –23.953 | 363.371 |
| –3.179 | –1.692 | –1.487 | 0 | 0 | 0 |
| –3.981 | –78 | –3.903 | 0 | 0 | 0 |
| 1.820 | 457 | 1.363 | 0 | 0 | 0 |
| –11.134 | –707 | –10.427 | 0 | –10.427 | 0 |
| –16.474 | –2.020 | –14.454 | 0 | –10.427 | 0 |
| 155.673 139.199 |
3.313 1.293 |
152.360 137.906 |
152.360 152.360 |
0 –10.427 |
0 0 |
| –34.840 | –755 | –34.085 | –34.085 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | –50.805 | 0 | 50.805 |
| 4.140 | 4.140 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 334 | 280 | 54 | 0 | 0 | 54 |
| 33.516 | 1.039.472 | 152.360 | –34.380 | 414.230 |
Den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zurechenbar
83
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe.
Die AGRANA-Gruppe hat die drei berichtspflichtigen Segmente Zucker, Stärke und Frucht, die entsprechend der strategischen Ausrichtung gebildet wurden. Jedes der Segmente bietet ein unterschiedliches Produktportfolio an und wird aufgrund der unterschiedlichen Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffungen und Absatzstrategien getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-AG als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Für jedes Segment gibt es eine interne Berichterstattung, die monatlich an die jeweiligen CEOs (Chief Operating Decisionmaker) und deren Führungsmannschaft erfolgt. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente werden nachstehend gegeben. Die Bewertung der Ertragskraft der Segmente erfolgt vor allem auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt.
| in t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | Konsoli- | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| dierung | Segmente | ||||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
|||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 1.202.208 | 813.724 | 1.141.255 | –91.281 | 3.065.906 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –80.692 | –9.420 | –1.169 | 91.281 | 0 |
| Umsatzerlöse | 1.121.516 | 804.304 | 1.140.086 | 0 | 3.065.906 |
| EBITDA | 138.851 | 96.193 | 83.267 | 0 | 318.311 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –19.736 | –23.579 | –38.096 | 0 | –81.411 |
| Operatives Ergebnis | 119.115 | 72.614 | 45.171 | 0 | 236.900 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 | –19.077 | 0 | –19.077 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 119.115 | 72.614 | 26.094 | 0 | 217.823 |
| Segmentvermögen | 1.849.353 | 541.734 | 1.156.696 | –969.535 | 2.578.248 |
| Segmentschulden | 915.807 | 246.787 | 844.695 | –641.137 | 1.366.152 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 55.903 | 59.081 | 34.864 | 0 | 149.848 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 17 | 0 | 41 | 0 | 58 |
| Investitionen gesamt | 55.920 | 59.081 | 34.905 | 0 | 149.906 |
| Mitarbeiter | 2.315 | 950 | 5.184 | 0 | 8.449 |
| in t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | Konsoli- | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| dierung | Segmente | ||||
| Geschäftsja hr 2011 12 |
|||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 967.229 | 773.217 | 930.265 | –93.080 | 2.577.631 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –82.812 | –8.941 | –1.327 | 93.080 | 0 |
| Umsatzerlöse | 884.417 | 764.276 | 928.938 | 0 | 2.577.631 |
| EBITDA | 129.126 | 106.080 | 73.826 | 0 | 309.032 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –16.858 | –24.132 | –35.618 | 0 | –76.608 |
| Operatives Ergebnis | 112.268 | 81.948 | 38.208 | 0 | 232.424 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | 0 | 0 | –1.433 | 0 | –1.433 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 112.268 | 81.948 | 36.775 | 0 | 230.991 |
| Segmentvermögen | 1.769.069 | 450.363 | 1.025.869 | –883.180 | 2.362.121 |
| Segmentschulden | 899.530 | 202.728 | 752.890 | –566.016 | 1.289.132 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 25.328 | 29.303 | 42.462 | 0 | 97.093 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 490 | 0 | 1.228 | 0 | 1.718 |
| Investitionen gesamt | 25.818 | 29.303 | 43.690 | 0 | 98.811 |
| Mitarbeiter | 2.249 | 911 | 4.822 | 0 | 7.982 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –19.077 t€ betrifft Reorganisationsmaßnahmen (–4.307 t€) und Unregelmäßigkeiten in Mexiko (–14.770 t€). Dieser Betrag wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Positionen Personalaufwand (–2.505 t€) und Sonstige betriebliche Aufwendungen (–16.572 t€) gezeigt.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung.
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Umsatz | ||
| Österreich | 1.524.219 | 1.306.761 |
| Ungarn | 306.763 | 273.985 |
| R umänien |
228.706 | 183.098 |
| R estliche EU |
454.113 | 366.616 |
| EU-27 | 2.513.801 | 2.130.460 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 168.349 | 135.865 |
| Übriges Ausland | 383.756 | 311.306 |
| Summe | 3.065.906 | 2.577.631 |
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 18,9% gesteigert werden. Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 957.514 (Vorjahr: 763.300) t€, was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 31,2% darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei, Serbien und Bosnien-Herzegowina definiert. Kein Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10% des Gesamtumsatzes der AGRANA-Gruppe.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 | ||
| Österreich | 86.587 | 39.602 |
| Ungarn | 13.759 | 13.078 |
| R umänien |
9.238 | 3.795 |
| R estliche EU |
17.463 | 15.972 |
| EU-27 | 127.047 | 72.447 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 6.827 | 10.137 |
| Übriges Ausland | 15.974 | 14.509 |
| Summe | 149.848 | 97.093 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Der Konzernabschluss 2012|13 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Prinzipien der Klarheit, Übersichtlichkeit und Wesentlichkeit beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Überleitung vom Gewinn zum Gesamtergebnis, der Geldflussrechnung sowie der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungen gezeigt. Die Anhangsangaben enthalten außerdem Informationen zu den Geschäftssegmenten.
Sämtliche vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der AGRANA Beteiligungs-AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.
Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012|13, war von AGRANA der geänderte IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben – 2010) verpflichtend anzuwenden. Die Änderung des IFRS 7 betrifft Angaben zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bei Übertragung; die Änderungen sind für AGRANA nicht anwendbar.
Nachfolgend eine Übersicht über die Standards und Interpretationen, die ab dem Geschäftsjahr 2013|14 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben:
| Standard/Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Anwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Anerkennung durch EU |
||
|---|---|---|---|---|---|
| IAS 1 D | arstellung des Abschlusses (Änderung) | 16.06.2011 | 2013 14 | 05.06.2012 | |
| IAS 12 | Ertragsteuern (Änderung) | 20.12.2010 | 2013 14 | 11.12.2012 | |
| IAS 19 L | eistungen an Arbeitnehmer (Neufassung) | 16.06.2011 | 2013 14 | 05.06.2012 |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse (Neufassung) | 12.05.2011 | 2014 15 | 11.12.2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Neufassung) |
12.05.2011 | 2014 15 | 11.12.2012 | |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung (Änderung) | 16.12.2011 | 2014 15 | 13.12.2012 | |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) | 07.10.2010 | 2013 14 | 13.12.2012 | |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 16.12.2011 | 2015 16 | nein | |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 12.05.2011 | 2014 15 | 11.12.2012 | |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 12.05.2011 | 2014 15 | 11.12.2012 |
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 16.06.2011 2013|14 05.06.2012 Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wird künftig dahingehend geändert, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden: Posten, die in Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (sog. Recycling), und Posten, die nicht recycled werden.
IAS 12 Ertragsteuern (Änderung) 20.12.2010 2013|14 11.12.2012 Die Bewertung latenter Steuern von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt künftig unter der Annahme, dass eine Veräußerung beabsichtigt wird. Die Änderung hat keine Auswirkung auf den AGRANA-Konzernabschluss, da es derzeit keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien gibt.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Neufassung) 16.06.2011 2013|14 05.06.2012 Die wesentliche Änderung besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort bei Entstehung vollständig erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals zu erfassen sind. Die bisher zulässige Abgrenzung nach dem Korridoransatz und auch eine sofortige Erfassung in der Gewinn-und Verlustrechnung sind nicht mehr zulässig. Daneben darf künftig der Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungssatzes der Verpflichtung erfasst werden. Im Übrigen werden die Anhangsangaben deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus enthält die Neuregelung des IAS 19 Klarstellungen zum Inhalt von "kurzfristig fälligen" und "sonstigen langfristigen Leistungen", zu "Plankürzungen", zur Verteilung des "nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands" sowie zur Definition von Zahlungen mit Abfindungscharakter. AGRANA hat die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits in 2011|12 umgestellt. Aus den übrigen Änderungen werden bei den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen gegenläufige Effekte erwartet, die insgesamt im unteren einstelligen Millionenbereich liegen.
IAS 27 Einzelabschlüsse (Neufassung) 12.05.2011 2014|15 11.12.2012 Der Standard wird von "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt und umfasst künftig nur noch Regelungen zu IFRS-Einzelabschlüssen.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und 12.05.2011 2014|15 11.12.2012 Der Anwendungsbereich von IAS 28 wird auf Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen ausgedehnt (vgl. Erläuterungen zu IFRS 11).
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Änderung) 16.12.2011 2014|15 13.12.2012 Die Änderung betrifft Klarstellungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden. AGRANA erwartet keine wesentlichen Auswirkungen.
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) 07.10.2010 2013|14 13.12.2012 Die Änderungen führen zu erweiterten Anhangsangaben zu Saldierungsvorgängen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den AGRANA-Konzern erwartet.
IFRS 9 Finanzinstrumente 16.12.2011 2015|16 nein Der neue Standard IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ergänzend wurde bereits eine Überarbeitung des verabschiedeten Standards begonnen. Die Kategorien und die damit verbundenen Bewertungsmaßstäbe werden neu festgelegt. Das bisherige Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. Der vorgesehene Erstanwendungszeitpunkt wurde verschoben. Die Verzögerung resultiert aus den noch ausstehenden Publikationen der zweiten Phase (Wertminderung) und dritten Phase (Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung) des IFRS 9. AGRANA bilanziert weitgehend wie unter den neuen Standards vorgesehen, sodass keine wesentlichen Auswirkungen auf den AGRANA-Konzernabschluss erwartet werden.
IFRS 10 Konzernabschlüsse 12.05.2011 2014|15 11.12.2012 IFRS 10 ersetzt die im IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) und SIC 12 (Konsolidierung Zweckgesellschaften) enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. IFRS 10 ändert die Definition der Beherrschung dahingehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Die geänderte Definition von Beherrschung setzt Verfügungsmacht und variable Rückflüsse für das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses voraus. AGRANA erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 12.05.2011 2014|15 11.12.2012 Mit den neuen Vorschriften werden zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen – gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen – definiert. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmens haben verpflichtend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Die Regelungen für Unternehmen, die an gemeinschaftlichen Tätigkeiten beteiligt sind, werden mit den derzeit geltenden Bilanzierungsvorschriften für gemeinschaftliche Vermögenswerte oder gemeinschaftliche Tätigkeiten vergleichbar. AGRANA bezieht derzeit sieben Unternehmen anteilsmäßig in den Konzernabschluss ein. Die Umstellung auf die Equity-Bilanzierung wird insbesondere Auswirkungen auf den Ausweis in den Umsatzerlösen, im operativen Ergebnis sowie in der Bilanz haben.
| Standard/Interpretation | Verabschiedung durch IASB |
Anwendungs- pflicht für AGRANA ab Geschäftsjahr |
Anerkennung durch EU |
||
|---|---|---|---|---|---|
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 12.05.2011 | 2014 15 | 11.12.2012 | |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 12.05.2011 | 2013 14 | 11.12.2012 | |
| Diverse | Annual Improvements Project 2009–2011 | 17.05.2012 | 2013 14 | 27.03.2013 | |
| IFRIC 20 | Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau |
19.10.2011 | 2013 14 | 11.12.2012 |
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (Gemeinschaftsunternehmen), werden entsprechend der Beteiligungsquote nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 66 (Vorjahr: 63) Unternehmen in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 7 (Vorjahr: 7) Unternehmen nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung einbezogen.
Eine Übersicht der vollkonsolidierten und quotenkonsolidierten einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich auf Seite 143ff.
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2012|13 wie folgt verändert:
| Voll- | Quoten- | |
|---|---|---|
| konsolidierung | konsolidierung | |
| Stand 01.03.2012 | 63 | 7 |
| Wechsel Einbeziehungsart | 2 | 0 |
| Erstmalige Einbeziehung | 2 | 0 |
| Verschmelzung | 0 | 0 |
| Abgang | –1 | 0 |
| Stand 28.02.2013 | 66 | 7 |
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 12.05.2011 2014|15 11.12.2012 IFRS 12 legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den Standards IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) bilanzieren. Der Umfang der Angaben wird sich dadurch erhöhen.
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 12.05.2011 2013|14 11.12.2012 IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert; der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Die Anwendung wird zu weiteren Anhangsangaben führen.
Diverse Annual Improvements Project 2009–2011 17.05.2012 2013|14 27.03.2013 Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen IAS 1 – Klarstellung der Vorschriften für Vergleichsinformationen, IAS 16 – Klassifizierung von Wartungsgeräten, IAS 32 – Steuereffekte bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und IAS 34 – Segmentangaben für das Gesamtvermögen und Gesamtschulden im Rahmen der Zwischenberichterstattung.
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung 19.10.2011 2013|14 11.12.2012 IFRIC 20 regelt die bilanzielle Abbildung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebau. Es gibt im AGRANA-Konzern keine Geschäftsvorfälle, während des Abbaubetriebs im Tagebau die in diesen Anwendungsbereich fallen.
█ AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH), Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich Tätigkeit: Holdingtätigkeiten Einbeziehungszeitpunkt: Juni 2012 Wechseltatbestand: Von "Nicht einbezogene Tochterunternehmen" zu "Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises" Anteil: 100% Anschaffungskosten in bar: 1.000 t€
Die Effekte der Einbeziehung der Ybbstaler-Gesellschaften sind im Punkt "Erläuterung der Ybbstaler-Einbeziehung" beschrieben.
█ AGRANA d.o.o., Brčko|Bosnien-Herzegowina Tätigkeit: Handel von Rohzucker und Weißzucker Einbeziehungszeitpunkt: Juni 2012 Wechseltatbestand: Von "Nicht einbezogene Tochterunternehmen" zu "Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises" Anteil: 100% Anschaffungskosten in bar: 100 t€ Die Einbeziehung der AGRANA d.o.o. führte zu keinem Unterschiedsbetrag.
Der Abgang betraf die Liquidation der Gesellschaft Flavors from Florida, Inc., Bartow|USA, und führte zu einem Goodwill-Abgang von 1.257 t€.
Am 1.Juni 2012 fand das Closing des Zusammenschlusses der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, statt. Die AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf|Österreich, fungierte bis zum 31.Mai 2012 als Muttergesellschaft der Juice-Aktivitäten.
Seit dem 1.Juni 2012 sind die Juice-Aktivitäten in der AUSTRIA JUICE GmbH (vormals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH), Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, gebündelt.
Die AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, wird zu 50,01% von AGRANA und zu 49,99% von der RWA Raiffeisen Ware Austria AG (kurz: RWA), Wien, gehalten und im Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG vollkonsolidiert.
Durch den Zusammenschluss der AGRANA Juice Holding GmbH und der Ybbstaler Fruit Austria GmbH sollen Synergien genutzt werden. Ziel der AUSTRIA JUICE GmbH ist es, eine verstärkte Betreuung internationaler Märkte und damit weitere Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen. Hier möchte sich das Unternehmen als führender Lieferant von Fruchtsaftkonzentraten, Fruchtpürees, Getränkegrundstoffen, natürlichen Aromen sowie Direktsäften für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie etablieren. Das Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern hat seinen Firmensitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich und verfügt über 15 Standorte in Österreich, Dänemark, Deutschland, Ungarn, Polen, Rumänien, der Ukraine und China.
Im Rahmen des Closings wurden zwei Ybbstaler-Gesellschaften und die Anteile der AGRANA-Juicegesellschaften in die AUSTRIA JUICE GmbH eingebracht. Die beiden Ybbstaler-Gesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und die Ybbstaler Fruit Polska Sp. Z.o.o, Chełm|Polen, werden durchgerechnet zu je 100% von der AUSTRIA JUICE GmbH gehalten.
Im Zuge dieser Transaktion hat AGRANA am 1.Juni 2012 50,01% der Anteile an der Ybbstaler Fruit Austria GmbH erworben und gleichzeitig 49,99% der Anteile an der AGRANA Juice Holding GmbH an die RWA abgetreten. Da die Gegenleistung durch Übertragung von Anteilen der AUSTRIA JUICE GmbH erfolgte, stellen diese die Anschaffungskosten dar und wurden zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet.
Das Nettovermögen zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung und der sich aus der Akquisition ergebende Goodwill sind nachfolgend ersichtlich:
| in t€ | Buchwerte zum |
|---|---|
| Erwerbszeitpunkt | |
| Langfristiges Vermögen | 23.262 |
| Vorräte | 41.083 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 29.751 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 9.625 |
| Kurzfristiges Vermögen | 80.459 |
| Summe Vermögen | 103.721 |
| abzüglich langfristige Verbindlichkeiten | –2.981 |
| abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten | –67.399 |
| Nettovermögen (Eigenkapital) | 33.341 |
| abzüglich nicht beherrschende Anteile | –16.843 |
| Goodwill | 6.871 |
| Anschaffungskosten | 23.369 |
Folgende Faktoren führten zur Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts:
Der Anteil des Eigenkapitals an nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich zum Erwerbszeitpunkt um 41.648 t€. Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses war die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Die hierbei zusätzlich identifizierten Vermögenswerte betragen vor latenten Steuern 2.053 t€. Die vollkonsolidierten Ybbstaler-Gesellschaften trugen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeitraum 1.Juni 2012 bis 28. Februar 2013 mit 100.292 t€ zum Konzernumsatz und mit 2.273 t€ zum Konzernjahresüberschuss bei. Unter der Annahme, dass die Akquisition bereits zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden hätte, hätte der Umsatzbeitrag 133.709 t€ und der Anteil am Konzernjahresüberschuss 2.776 t€ betragen. Durch die Kaufpreisallokation kam es im Geschäftsjahr zusätzlich zu einer Ergebnisbelastung von 1.030 t€.
Die nachfolgenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben. Diese umfassen die gemeinschaftlich geführte HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza|Ungarn, an der die AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit 50% beteiligt ist, sowie deren Tochtergesellschaft Hungranatrans Kft., Szabadegyháza|Ungarn, und die GreenPower E85 Kft., Szabadegyháza|Ungarn. Weiters werden die AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, die STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko|Bosnien-Herzegowina, die AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, und die AGRAGOLD Holding GmbH, Wien, der Quotenkonsolidierung unterzogen.
| 94 | |||
|---|---|---|---|
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | |
| Langfristiges Vermögen | 94.668 | 99.536 | |
| Vorräte | 26.409 | 25.571 | |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 59.554 | 79.628 | |
| Z ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapiere |
17.961 | 10.055 | |
| Kurzfristiges Vermögen | 103.924 | 115.254 | |
| Summe Aktiva | 198.592 | 214.790 | |
| Eigenkapital | 92.679 | 91.129 | |
| Langfristige Schulden | 5.352 | 10.104 | |
| Kurzfristige Schulden | 100.561 | 113.557 | |
| Summe Passiva | 198.592 | 214.790 | |
| Umsatzerlöse | 358.580 | 370.172 | |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | –331.867 | –336.644 | |
| Jahresüberschuss | 26.713 | 33.528 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
█ Die Kapitalkonsolidierung bei voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten zu den identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden (einschließlich Eventualschulden) zum Zeitpunkt des Erwerbs. Übersteigen die Anschaffungskosten die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts-/Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Aus der Erstkonsolidierung resultierende passivische Unterschiedsbeträge werden in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst.
█ Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts-/Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und nur im Fall einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach).
█ Alle Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen aus Transaktionen zwischen voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen werden eliminiert.
█ In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen wurden um Zwischenergebnisse bereinigt, sofern diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
█ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden mit Ausnahme der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
█ Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden direkt im Eigenkapital erfasst.
█ Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst werden.
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € | Währungs- | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 01.03.2012– | 01.03.2011– |
| einheit | 28.02.2013 | 29.02.2012 | |||
| Ägypten | EGP | 8,94 | 8,18 | 8,03 | 8,26 |
| Argentinien | ARS | 6,60 | 5,82 | 6,03 | 5,79 |
| Australien | AUD | 1,28 | 1,24 | 1,25 | 1,33 |
| Bosnien | BAM | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 |
| Brasilien | BRL | 2,59 | 2,29 | 2,57 | 2,33 |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 |
| China | CNY | 8,17 | 8,46 | 8,12 | 8,89 |
| Dänemark D | KK | 7,46 | 7,44 | 7,45 | 7,45 |
| Fiji | FJD | 2,36 | 2,35 | 2,31 | 2,47 |
| Südkorea | KRW | 1.423,71 | 1.502,28 | 1.440,48 | 1.536,01 |
| Marokko | MAD | 11,13 | 11,18 | 11,09 | 11,24 |
| Mexiko | MXN | 16,76 | 17,19 | 16,88 | 17,41 |
| Polen | PLN | 4,16 | 4,14 | 4,16 | 4,18 |
| Rumänien RON | 4,36 | 4,35 | 4,46 | 4,25 | |
| Russland | RUB | 40,08 | 39,14 | 39,97 | 40,85 |
| Serbien | CSD | 111,52 | 110,19 | 113,85 | 102,33 |
| Südafrika | ZAR | 11,76 | 10,01 | 10,81 | 10,21 |
| Tschechien | CZK | 25,64 | 24,84 | 25,18 | 24,74 |
| Türkei | TRY | 2,36 | 2,35 | 2,32 | 2,37 |
| USA | USD | 1,31 | 1,34 | 1,29 | 1,38 |
| Ukraine | UAH | 10,47 | 10,75 | 10,32 | 11,04 |
| Ungarn | HUF | 295,80 | 288,71 | 288,39 | 283,64 |
█ Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
█ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte, haben eine bestimmbare Nutzungsdauer.
█ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf hin geprüft. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
█ Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäfts-/Firmenwert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann.
█ Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.
█ Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Für die Bioethanolanlage in Österreich wird eine leistungsabhängige Abschreibungsmethode angewendet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Wirtschaftsguts führen.
█ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
█ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 15 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
█ Wertminderungen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Barwert der erwarteten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert ermittelt.
█ Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
█ Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen abgesetzt.
█ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
█ Beteiligungen werden grundsätzlich gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet; sofern dieser nicht verlässlich bestimmbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei Anzeichen auf nachhaltige Wertminderung wird eine Abschreibung durchgeführt.
█ Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet, zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.
█ Soweit die tatsächliche Absicht vorliegt und die Fähigkeit der Gruppe besteht, Wertpapiere mit einer Endfälligkeit bis zur Abreifung zu halten, erfolgt deren Wertansatz zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten. Dabei wird ein bestehender Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag nach der Effektivzinsmethode über die Gesamtlaufzeit des Wertpapiers verteilt (held to maturity). Bei Wertpapieren, die für Handelszwecke gehalten werden (held for trading), erfolgt die Bewertung zu Marktwerten, dabei werden Stichtagsgewinne bzw.-verluste erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Wertpapiere werden zu Marktwerten angesetzt, wobei Bewertungsänderungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen werden ("available for sale").
█ Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
98 █ Wenn substanzielle Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und der voraussichtlich erzielbare Betrag von Gegenständen des Finanzanlagevermögens niedriger als der Buchwert ist, werden Wertminderungen im Periodenergebnis erfasst.
█ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.
█ Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow-Hedge-Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
█ Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öffentliche Notierung, Angaben von Banken oder mit Hilfe finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kontraktkurs und dem aktuellen Terminkurs.
█ Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zuganges mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfalloder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Wertberichtigungen werden über ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten.
█ Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
█ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
█ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
█ Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
█ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschriften IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifikate sind immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaffungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifikate (ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2) ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung von CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Mehrwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2-Emissionsrechte, die für den Verbrauch in einer späteren Handelsperiode bereits angeschafft wurden, werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
█ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt eine solche Überprüfung auch ohne Anhaltspunkt jährlich zum 31. August.
█ Bei dieser Überprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert und Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
█ Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cashflow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cashflow ermittelt werden kann (cash generating unit).
█ Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.
█ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten und eigenkapitalähnlichen Wertpapieren der Kategorie "available for sale" – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungsoder Herstellungskosten und Nutzwert.
█ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
█ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected Unit Credit Method entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung, bei Überdeckung wird ein Guthaben (sonstige Forderung) bilanziert. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
█ Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.
█ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von 3,5% (Vorjahr: 4,5%) zugrunde.
█ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit der Pensionsrückstellung saldiert.
█ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
█ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
█ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
█ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestanden bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern wurden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren zu erwarten ist.
█ Die Berechnung der latenten Steuern wurde nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitliche Bilanzierungsund Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet wurden.
█ Die Steuerabgrenzungen werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn die Steuersatzänderung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurde.
█ Werden Erträge und Aufwendungen direkt im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.
█ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
█ Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
█ Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
█ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
█ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
█ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
█ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
█ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
█ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
| Rechnungszinssatz | ||
|---|---|---|
| in t€ | + 1 Prozent- | – 1 Prozent |
| punkt | punkt | |
| Pensionen | –3.507 | 4.162 |
| Abfertigungen | –2.390 | 2.745 |
█ Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Note (1)
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 2.761.091 | 2.382.924 |
| H andelswarenerlöse |
300.998 | 188.289 |
| L eistungserlöse |
3.817 | 6.418 |
| Summe | 3.065.906 | 2.577.631 |
Die Aufteilung nach Regionen ist im Rahmen der Informationen zu den Geschäftssegmenten (siehe Seite 86) ausgewiesen.
28% des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Veränderungen des Bestandes an | ||
| fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 70.284 | 187.035 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.955 | 4.208 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 70.284 (Vorjahr: 187.035) t€ resultierte vor allem aus dem Segment Zucker mit 24.764 (Vorjahr: 126.925) t€ und dem Segment Frucht (insbesondere aus den Juice-Aktivitäten) mit 40.526 (Vorjahr: 51.121) t€.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 9.438 | 5.327 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 2.010 | 314 |
| Miet- und Pachtverträgen | 1.149 | 1.174 |
| R üben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation |
791 | 10.672 |
| D erivaten |
478 | 2.885 |
| L eistungen an Dritte |
134 | 2.828 |
| Kursgewinnen | 0 | 2.961 |
| Übrige | 15.804 | 10.747 |
| Summe | 29.804 | 36.908 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen beispielsweise Erträge aus der Veräußerung von Rohmaterial und Betriebsstoffen.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| R ohstoffe |
1.301.633 | 1.114.154 |
| H ilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren |
881.995 | 752.921 |
| bezogene Leistungen | 50.519 | 52.680 |
| Summe | 2.234.147 | 1.919.755 |
Note (4)
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 215.711 | 192.416 |
| Soziale Abgaben | 51.978 | 46.748 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.606 | 1.790 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 5.012 | 4.243 |
| Summe | 274.307 | 245.197 |
Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind im Personalaufwand ohne Zinsanteil ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 2.579 (Vorjahr: 2.651) t€ im Finanzergebnis enthalten.
Im Geschäftsjahr 2012|13 wurden 6.302 (Vorjahr: 6.617) t€ als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst.
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind 2.505 t€ aus Sondereinflüssen enthalten.
| 2012 13 | 2011 12 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 6.007 | 5.695 |
| Angestellte | 2.361 | 2.228 |
| L ehrlinge |
81 | 59 |
| Summe | 8.449 | 7.982 |
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 1.993 | 1.812 |
| Ungarn | 546 | 475 |
| R umänien |
740 | 756 |
| R estliche EU |
1.627 | 1.546 |
| EU-27 | 4.906 | 4.589 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.054 | 1.025 |
| Übriges Ausland | 2.489 | 2.368 |
| Summe | 8.449 | 7.982 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von gemeinschaftlich geführten Unternehmen stellt sich wie folgt dar (50%):
| 2012 13 | 2011 12 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 156 | 278 |
| Angestellte | 71 | 86 |
| Summe | 227 | 364 |
| in t¤ | 2012 13 | 2011 12 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Abschrei- | Wertminde- | Gesamt | Abschrei- | Wertminde | |
| bungen | rungen | bungen | rungen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.693 | 6.552 | 141 | 8.180 | 8.180 | 0 |
| Sachanlagen | 74.718 | 73.922 | 796 | 68.428 | 68.428 | 0 |
| Abschreibungen im operativen Ergebnis | 81.411 | 80.474 | 937 | 76.608 | 76.608 | 0 |
| Abschreibungen im | ||||||
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 81.411 | 80.474 | 937 | 76.608 | 76.608 | 0 |
| Finanzanlagen | 460 | 0 | 460 | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen im Finanzergebnis | 460 | 0 | 460 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 81.871 | 80.474 | 1.397 | 76.608 | 76.608 | 0 |
Die Wertminderungen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen außerplanmäßige Maschinenabschreibungen im Segment Zucker sowie außerplanmäßige Abschreibungen von Grundstücken und Bauten im Segment Frucht (Køge|Dänemark). Im Bereich der Finanzanlagen betraf die Wertminderung im Wesentlichen die Abschreibung einer verbundenen, nicht konsolidierten südamerikanischen Beteiligung im Segment Zucker.
Die Wertminderungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 1.105 | 0 |
| Segment Stärke | 18 | 0 |
| Segment Frucht | 274 | 0 |
| Gesamt | 1.397 | 0 |
Note (7)
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 129.324 | 117.562 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 122.964 | 112.809 |
| Sonderergebnis | 16.572 | 1.433 |
| Fremdleistungen für Betrieb | 11.598 | 11.394 |
| Werbeaufwendungen | 7.985 | 10.542 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 7.772 | 6.466 |
| Sonstige Steuern | 7.463 | 5.952 |
| Miete und Pachtaufwand | 7.449 | 7.304 |
| Umwidmung Nicht-Quotenzucker | 7.295 | 4.659 |
| Produktionsabgabe | 4.412 | 4.589 |
| Schadensfälle | 2.697 | 1.842 |
| Leasingaufwand | 2.673 | 2.187 |
| Kursverluste | 2.521 | 0 |
| Derivate | 2.303 | 234 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständes des Anlagevermögens | 1.627 | 500 |
| Rübenbauernvergütung | 0 | 28.600 |
| Übrige | 28.606 | 17.158 |
| Summe | 363.261 | 333.231 |
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 18.186 (Vorjahr: 15.139) t€.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Risikovorsorgen sowie Aufwendungen für Reinigung- und Abfallentsorgung enthalten.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen 584 (Vorjahr: 320) t€. Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) in Höhe von 414 t€, sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 64 t€ sowie sonstige Leistungen von 106 t€.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | 236.900 | 232.424 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –19.077 | –1.433 |
| Summe | 217.823 | 230.991 |
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –19.077 t€ basierte auf einmaligen Effekten im Fruchtzubereitungsgeschäft und wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Positionen Personalaufwand (–2.505 t€) und Sonstige betriebliche Aufwendungen (–16.572 t€) gezeigt.
Um den Marktbedingungen in Europa – stagnierender Markt, Änderungen im Konsumverhalten, zunehmende Konzentration in der Molkereiindustrie – besser und schneller gerecht zu werden, wurden im Geschäftsjahr 2012|13 die zwei europäischen Regionen West- und Zentraleuropa zu einer Region zusammengefasst. Somit werden die sechs europäischen Fruchtzubereitungswerke
nun gemeinsam geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für diese Restrukturierung 4.307 t€ für Abfertigungen und externe Beratung zur Prozessoptimierung aufgewandt. Die jährlichen Einsparungen übertreffen die Einmalkosten und werden ab heuer erstmals zur Gänze wirksam.
Im Zuge von externen und internen Prüftätigkeiten wurden bei AGRANA Fruit Mexiko Unregelmäßigkeiten in der Finanzgebarung zum Schaden des Unternehmens festgestellt. AGRANA leitete umgehend organisatorische und personelle Konsequenzen sowie juristische Schritte gegen die involvierten Manager und Mitarbeiter ein. Darüber hinaus verschärfte AGRANA das interne Kontrollsystem und bildete Rückstellungen und Vorsorgen für Forderungen, deren Einbringlichkeit gefährdet erscheint, in Höhe von rund 14.770 t€.
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 12.073 | 10.864 |
| Sonstige Finanzerträge | ||
| Beteiligungserträge aus verbundenen Unternehmen | 1.005 | 1.029 |
| Gewinn aus Derivaten | 2.786 | 1.166 |
| Übrige finanzielle Erträge | 611 | 153 |
| Summe | 16.475 | 13.212 |
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 8.670 | 9.338 |
| Segment Stärke | 586 | 331 |
| Segment Frucht | 2.817 | 1.195 |
| Summe | 12.073 | 10.864 |
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 36.075 | 32.984 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | ||
| Währungsverluste | 670 | 775 |
| Verluste aus Derivaten | 2.684 | 2.369 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 4.702 | 1.819 |
| Summe | 44.131 | 37.947 |
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 6.836 | 9.817 |
| Segment Stärke | 3.408 | 3.363 |
| Segment Frucht | 25.831 | 19.804 |
| Summe | 36.075 | 32.984 |
108 Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus den Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen von 2.579 (Vorjahr: 2.651) t€.
Das Finanzergebnis (Erträge und Aufwendungen kumuliert) setzt sich wie folgt zusammen:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | –24.002 | –22.120 |
| Währungsergebnis | –670 | –775 |
| Beteiligungsergebnis | 1.005 | 1.029 |
| Veräußerungsergebnis | –459 | –174 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –3.530 | –2.695 |
| Summe | –27.656 | –24.735 |
Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Verlust in Höhe von 670 (Vorjahr: 775) t€. Dieser setzte sich aus einem realisierten Gewinn von 1.063 (Vorjahr: realisierter Verlust von –2.078) t€ und einem nicht realisierten Verlust in Höhe von –1.733 (Vorjahr: nicht realisierter Gewinn von 1.303) t€ zusammen.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Effektive Steuern | 39.367 | 47.990 |
| – davon Inland | 16.006 | 20.973 |
| – davon Ausland | 23.361 | 27.017 |
| Latente Steuern | –5.682 | 2.593 |
| – davon Inland | –1.251 | 3.395 |
| – davon Ausland | –4.431 | –802 |
| Steueraufwand | 33.685 | 50.583 |
| – davon Inland | 14.755 | 24.368 |
| – davon Ausland | 18.930 | 26.215 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 3.257 | –1.698 |
| Verminderung (+) passiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 2.898 | 159 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | ||
| ohne Konzernkreisänderung | 6.155 | –1.539 |
| – davon Konsolidierungskreisänderung, erfolgsneutral | –406 | 0 |
| – davon übrige erfolgsneutrale Veränderungen | ||
| (Neubewertung, Cashflow-Hedges, IAS 19, Sonstige) | 879 | 1.054 |
| – davon erfolgswirksame Veränderungen | 5.682 | –2.593 |
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 190.167 | 206.256 |
| Österreichischer Steuersatz | 25% | 25% |
| Theoretischer Steueraufwand | 47.542 | 51.564 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund | ||
| abweichender Steuersätze | –7.602 | –9.103 |
| S teuerminderung durch steuerfreie Erträge |
||
| und steuerliche Abzugsposten | –1.590 | –1.554 |
| S teuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger |
||
| Aufwendungen und steuerlicher Zurechnungen | 3.235 | 1.789 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | –4.032 | 2.481 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | –3.868 | 5.406 |
| Ertragsteuern | 33.685 | 50.583 |
| Effektive Steuerquote | 17,7% | 24,5% |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25%.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Bioethanol GmbH, Agrofrucht GmbH, AGRANA J&F Holding GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungsund Asset-Management GmbH, AGRANA Juice Holding GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, Instantina Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH, AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 8.377 (Vorjahr: 12.692) t€ nicht aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, in Höhe von 37.919 (Vorjahr: 62.074) t€.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4.063 (Vorjahr: 2.619) t€.
Note (12)
| 2012 13 | 2011 12 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären | |||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist | in t€ | 149.419 | 152.360 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war | in Stück | 14.202.040 | 14.202.040 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | in € | 10,52 | 10,73 |
| Dividende je Aktie | in € | 3,601 | 3,60 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2012|13 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 51.127 (Vorjahr: 51.127) t€ ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Auswirkungen von Akquisitionen sind in der Position Auszahlungen aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten dargestellt.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelbestand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 256.310 (Vorjahr: 250.115) t€, das entspricht 8,36% (Vorjahr: 9,70%) des Umsatzes. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen unter anderem die nicht realisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses 1.733 (Vorjahr: Währungsgewinne –1.303) t€, die Auswirkungen der latenten Steuern –6.581 (Vorjahr: +1.539) t€, zahlungsunwirksame effektive Steuern 2.927 (Vorjahr: 18.680) t€, das zahlungsunwirksame Sonderergebnis aus den Reorganisationsmaßnahmen und den Unregelmäßigkeiten in Mexiko 19.077 (Vorjahr: 1.433 aus Joint Venture-Trennung China) t€ und den Goodwill-Abgang der Flavors from Florida, Inc., Bartow|USA, 1.257 t€. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital führte zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 204.756 (Vorjahr: 43.181) t€.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zins-, Steuer- und Dividendenzahlungen enthalten:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Zinseinzahlungen | 17.555 | 15.893 |
| Zinsauszahlungen | 33.387 | 29.838 |
| Steuerauszahlungen | 36.439 | 29.310 |
| Dividendeneinzahlungen | 1.005 | 1.029 |
Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Zur Finanzierung der Investitionstätigkeit wurden 136.884 (Vorjahr: 97.857) t€ benötigt.
Die Auszahlungen für Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen auf 148.973 (Vorjahr: 96.942) t€.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 2.275 (Vorjahr: 2.680) t€.
Im Geschäftsjahr wurden Einzahlungen für den Erwerb von Geschäftseinheiten ausgewiesen, die die Ybbstaler-Einbeziehung betrafen. Die Einzahlungen resultieren aus den übernommenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 9.625 t€.
Im Geschäftsjahr 2012|13 stiegen die Finanzverbindlichkeiten um den Gesamtbetrag von 58.883 (Vorjahr: 113.405) t€. Davon entfallen 31.767 t€ auf die Veränderung des Konsolidierungskreises, sodass nur 27.116 t€ zahlungswirksam waren.
Die gezahlten Dividenden betrafen überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Bardividende.
| in t€ | Geschäfts-/ Konzessionen, | Summe | |
|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Lizenzen, | ||
| Z | uckerquote, | ||
| ähnliche Rechte | |||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
|||
| Anschaffungskosten | |||
| S tand 01.03.2012 |
222.332 | 86.235 | 308.567 |
| Währungsdifferenzen | –12 | 5 | –7 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 5.614 | –31 | 5.583 |
| Z ugänge |
0 | 1.856 | 1.856 |
| Umbuchungen | 0 | 88 | 88 |
| Abgänge | 0 | –2.167 | –2.167 |
| Stand 28.02.2013 | 227.934 | 85.986 | 313.920 |
| Abschreibungen | |||
| S tand 01.03.2012 |
0 | 60.184 | 60.184 |
| Währungsdifferenzen | 0 | –30 | –30 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | –145 | –145 |
| L aufende Abschreibungen |
0 | 6.552 | 6.552 |
| Wertminderungen | 0 | 141 | 141 |
| Umbuchungen | 0 | –4 | –4 |
| Abgänge | 0 | –2.116 | –2.116 |
| Stand 28.02.2013 | 0 | 64.582 | 64.582 |
| Buchwert 28.02.2013 | 227.934 | 21.404 | 249.338 |
111
| 112 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in t€ | Geschäfts-/ Konzessionen, | Summe | ||
| Firmenwerte | Lizenzen, | |||
| Z | uckerquote, | |||
| ähnliche Rechte | ||||
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||||
| Anschaffungskosten | ||||
| S tand 01.03.2011 |
219.223 | 91.336 | 310.559 | |
| Währungsdifferenzen | 0 | –44 | –44 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 3.109 | 26 | 3.135 | |
| Z ugänge |
0 | 4.650 | 4.650 | |
| Umbuchungen | 0 | 187 | 187 | |
| Abgänge | 0 | –9.920 | –9.920 | |
| Stand 29.02.2012 | 222.332 | 86.235 | 308.567 | |
| Abschreibungen | ||||
| S tand 01.03.2011 |
0 | 62.008 | 62.008 | |
| Währungsdifferenzen | 0 | –43 | –43 | |
| L aufende Abschreibungen |
0 | 8.180 | 8.180 | |
| Umbuchungen | 0 | –90 | –90 | |
| Abgänge | 0 | –9.871 | –9.871 | |
| Stand 29.02.2012 | 0 | 60.184 | 60.184 | |
| Buchwert 29.02.2012 | 222.332 | 26.051 | 248.383 |
█ Die Abgänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.167 t€ betrafen im Wesentlichen Abgänge von Software (2.166 t€).
█ Die Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von 5.614 t€ bei den Firmenwerten betrafen den Zugang der Ybbstaler-Gesellschaften (6.871 t€) und den Abgang der Flavors from Florida, Inc., Bartow|USA (–1.257 t€).
█ Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die gemäß IFRS 3 aktivierten Geschäfts-/Firmenwerte, die sich aus dem Erwerb von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 1995|96 ergeben haben. Außerdem sind hierunter erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie langfristige Anzahlungen ausgewiesen.
█ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Zucker 21.384 (Vorjahr: 21.384) t€, auf das Segment Stärke 2.090 (Vorjahr: 2.090) t€ und auf das Segment Frucht 204.460 (Vorjahr: 198.858) t€.
█ Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
█ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.
█ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted-Cash-Flow) auf den erwarteten Mittelzufluss der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Aufsichtsratsgremien validierte bzw. beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleich bleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 0,75% p.a. (Vorjahr: 0,75% p.a.) angenommen. Der aus den Kapitalkosten des AGRANA-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz (WACC) beträgt für das Segment Frucht 8,2% (Vorjahr: 9,5%), für das Segment Stärke 8,7% (Vorjahr: 9,6%) und das Segment Zucker 7,6% (Vorjahr: 9,1%).
█ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Marktund Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde. Die Werthaltigkeit aller in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäfts-/Firmenwerte wurde nachgewiesen.
█ Am Bilanzstichtag waren keine anderen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auszuweisen.
| in t€ | Grundstücke, | Technische | Andere | Anlagen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| grundstücks- | Anlagen und | Anlagen, | in Bau | ||
| gleiche Rechte M | aschinen | Betriebs- und | |||
| und Bauten | Geschäfts- | ||||
| ausstattung | |||||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
|||||
| Anschaffungs- und | |||||
| Herstellungskosten | |||||
| S tand 01.03.2012 |
489.161 | 1.024.495 | 181.630 | 42.358 | 1.737.644 |
| Währungsdifferenzen | –2.712 | –5.489 | –509 | –208 | –8.918 |
| Konsolidierungs | |||||
| kreisänderungen | 12.713 | 7.952 | 2.241 | 512 | 23.418 |
| Z ugänge |
12.725 | 60.814 | 10.311 | 64.142 | 147.992 |
| Umbuchungen | 5.640 | 13.406 | 1.675 | –20.808 | –87 |
| Abgänge | –3.346 | –13.991 | –4.134 | –12 | –21.483 |
| Z uschüsse |
3 | 12 | 7 | –1.565 | –1.543 |
| Stand 28.02.2013 | 514.184 | 1.087.199 | 191.221 | 84.419 | 1.877.023 |
| Abschreibungen | |||||
| S tand 01.03.2012 |
260.871 | 740.978 | 139.281 | 590 | 1.141.720 |
| Währungsdifferenzen | –1.089 | –3.289 | –294 | 0 | –4.672 |
| Konsolidierungs | |||||
| kreisänderungen | 0 | –312 | –230 | 0 | –542 |
| L aufende Abschreibungen |
14.548 | 48.515 | 10.859 | 0 | 73.922 |
| Wertminderungen | 454 | 306 | 36 | 0 | 796 |
| Umbuchungen | 3 | –4 | 4 | 0 | 3 |
| Abgänge | –2.483 | –13.299 | –3.903 | 0 | –19.685 |
| Stand 28.02.2013 | 272.304 | 772.895 | 145.753 | 590 | 1.191.542 |
| Buchwert 28.02.2013 | 241.880 | 314.304 | 45.468 | 83.829 | 685.481 |
9.2. Sachanlagen Note (17)
| ł ۰. |
۰. | . . | |
|---|---|---|---|
| . | . |
| 114 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Grundstücke, | Technische | Andere | Anlagen | Summe | |
| grundstücks- | Anlagen und | Anlagen, | in Bau | |||
| gleiche Rechte M | aschinen | Betriebs- und | ||||
| und Bauten | Geschäfts- | |||||
| ausstattung | ||||||
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||||||
| Anschaffungs- und | ||||||
| Herstellungskosten | ||||||
| S tand 01.03.2011 |
469.404 | 993.995 | 171.636 | 29.588 | 1.664.623 | |
| Währungsdifferenzen | –5.202 | –7.734 | –597 | –271 | –13.804 | |
| Konsolidierungs | ||||||
| kreisänderungen | 1.057 | 2.353 | 161 | 88 | 3.659 | |
| Z ugänge |
18.657 | 22.736 | 11.574 | 39.476 | 92.443 | |
| Umbuchungen | 8.485 | 15.988 | 1.819 | –26.479 | –187 | |
| Abgänge | –3.232 | –2.524 | –2.941 | –44 | –8.741 | |
| Z uschüsse |
–8 | –319 | –22 | 0 | –349 | |
| Stand 29.02.2012 | 489.161 | 1.024.495 | 181.630 | 42.358 | 1.737.644 | |
| Abschreibungen | ||||||
| S tand 01.03.2011 |
251.401 | 703.026 | 131.951 | 536 | 1.086.914 | |
| Währungsdifferenzen | –2.294 | –4.855 | –485 | 0 | –7.634 | |
| Konsolidierungs | ||||||
| kreisänderungen | 293 | 926 | 51 | 0 | 1.270 | |
| L aufende Abschreibungen |
13.700 | 44.129 | 10.545 | 54 | 68.428 | |
| Umbuchungen | 50 | 40 | 0 | 0 | 90 | |
| Abgänge | –2.279 | –2.288 | –2.781 | 0 | –7.348 | |
| Stand 29.02.2012 | 260.871 | 740.978 | 139.281 | 590 | 1.141.720 | |
| Buchwert 29.02.2012 | 228.290 | 283.517 | 42.349 | 41.768 | 595.924 |
█ Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Geschäfts-/ Firmenwerte):
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 55.903 | 25.328 |
| Segment Stärke | 59.081 | 29.303 |
| Segment Frucht | 34.864 | 42.462 |
| Summe | 149.848 | 97.093 |
█ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
█ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Folgend die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 245 | 246 |
| abzüglich kumulierter Abschreibungen | –62 | –98 |
| Buchwert | 183 | 148 |
█ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 3.561 | 2.446 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 9.381 | 4.656 |
| Über 5 Jahre | 6.989 | 487 |
█ Die AGRANA-Gruppe tritt nicht als Leasinggeber auf.
| in t€ | Beteiligungen und |
Wertpapiere (langfristige |
Summe |
|---|---|---|---|
| Ausleihungen | Vermögens- | ||
| werte) | |||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
|||
| Stand 01.03.2012 | 7.265 | 104.909 | 112.174 |
| Währungsdifferenz | 0 | 3 | 3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 40 | 1 | 41 |
| Zugänge | 0 | 58 | 58 |
| Wertminderungen | –460 | 0 | –460 |
| Abgänge | –1.100 | 0 | –1.100 |
| Neubewertung (IAS 39) | 0 | 293 | 293 |
| Stand 28.02.2013 | 5.745 | 105.264 | 111.009 |
| Stand 29.02.2012 | 7.265 | 104.909 | 112.174 |
|---|---|---|---|
| Neubewertung (IAS 39) | 0 | 127 | 127 |
| Abgänge | –6 | –424 | –430 |
| Zugänge | 1.120 | 598 | 1.718 |
| Währungsdifferenzen | –1 | 10 | 9 |
| Stand 01.03.2011 | 6.152 | 104.598 | 110.750 |
116 █ Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um Wertpapiere österreichischer Emittenten.
█ Der Abgang im Bereich der Beteiligungen betraf mit 1.000 t€ die AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich, und mit 100 t€ die AGRANA d.o.o., Brčko|Bosnien-Herzegowina.
█ Die Wertminderung betraf im Wesentlichen die Abschreibung einer verbundenen, nicht konsolidierten südamerikanischen Beteiligung im Segment Zucker.
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 315.108 | 290.760 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 14 | 117 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.190 | 22.904 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 0 | 30 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 6.189 | 3.800 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 6.189 | 0 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | ||
| der Südzucker-Gruppe | 4.750 | 2.708 |
| Positiver Marktwert Derivate | 3.446 | 6.335 |
| Forderungen aus Altlastsanierung | 1.081 | 1.650 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 863 | 1.432 |
| Versicherung und Schadensvergütung | 595 | 655 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 589 | 646 |
| Forderungen aus Erstattung der Zuckermarktordnung | 477 | 5.374 |
| Kautionen | 56 | 52 |
| Sonstige Vermögenswerte | 43.775 | 39.588 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 11.158 | 4.161 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 386.667 | 373.826 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 18.813 | 6.386 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 86.408 | 99.284 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 132 | 172 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9.334 | 7.408 |
| Geleistete Anzahlungen | 8.620 | 18.760 |
| Summe | 491.029 | 499.278 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 18.945 | 6.558 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammten aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen sowie mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen | 326.663 | 297.914 |
| abzüglich Wertberichtigungen | –11.555 | –7.154 |
| Buchwert (netto) | 315.108 | 290.760 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen 01.03. | 7.154 | 7.895 |
| Währungsänderung/Sonstige Veränderung | –22 | –289 |
| Zuführungen | 6.544 | 1.159 |
| Verbrauch | –748 | –525 |
| Auflösungen | –1.373 | –1.086 |
| Wertberichtigungen 28./29.02. | 11.555 | 7.154 |
Aus der Auflösung der Wertberichtigungen resultierten Zinserträge von 21 (Vorjahr: 16) t€.
Forderungen werden in der Regel einzeln auf ihre Einbringlichkeit hin untersucht und auf Basis zukünftiger Cashflows eingeschätzt.
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind | ||
| bis 30 Tage | 32.160 | 27.568 |
| 31 bis 90 Tage | 11.432 | 9.551 |
| 91 Tage und älter | 8.056 | 8.807 |
| Summe | 51.648 | 45.926 |
Note (20)
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 3.805 | 9.646 |
| Finanzanlagen (v.a."Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 9.435 | 9.188 |
| Vorräte | 6.002 | 6.128 |
| Forderungen, sonstige Vermögenswerte und | ||
| aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 10.151 | 1.517 |
| Verlustvorträge | 6.695 | 3.510 |
| R ückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder |
5.563 | 4.388 |
| S onstige Rückstellungen und sonstige Schulden |
6.227 | 7.567 |
| Summe Aktive latente Steuern | 47.878 | 41.944 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –14.857 | –12.180 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 33.021 | 29.764 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (27) erläutert.
Note (21)
118 9.6. Vorräte
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 201.688 | 198.369 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 607.776 | 500.447 |
| Waren | 42.028 | 69.753 |
| Summe | 851.492 | 768.569 |
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 48.730 (Vorjahr: 19.826) t€.
Bei den Vorräten wurden Wertberichtigungen in Höhe von 8.939 (Vorjahr: 1.101) t€ vorgenommen.
Die kurzfristig gehaltenen Wertpapiere und Anteile sind mit einem Betrag von 1.198 (Vorjahr: 1.352) t€ ausgewiesen und umfassen überwiegend variabel verzinsliche Papiere, die der Liquiditätsreserve dienen.
█ Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 103.210.250 € und ist in 14.202.040 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
█ Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf den Seiten 82 und 83 dargestellt.
█ Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundenen und nicht gebundenen Kapitalrücklagen zusammen, wobei die gebundenen aus Agios und die nicht gebundenen aus Umgründungen resultieren. Die Kapitalrücklagen blieben im Geschäftsjahr 2012|13 unverändert. Die Gewinnrücklagen umfassen die Rücklagen "available for sale", die Rücklagen aus Cashflow-Hedges, die Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.212.096 | 1.072.988 |
| Bilanzsumme | 2.578.248 | 2.362.121 |
| Eigenkapitalquote | 47,0% | 45,4% |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird vor allem auch die Kennzahl "Gearing" (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung.
Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 31.341 | 29.615 |
| Abfertigungen | 27.193 | 23.059 |
| Übrige | 44.365 | 39.174 |
| Summe | 102.899 | 91.848 |
Note (24a)
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die inländischen und europäischen Gesellschaften sind folgende Annahmen der zu erwartenden Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen sowie des Rechnungszinssatzes zugrunde gelegt:
| in % | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | ||
| Inland/Europa | 0,00–2,50 | 2,50 |
| Mexiko/USA | 3,00–6,00 | 3,50–5,56 |
| Rententrend | ||
| Inland/Europa | 0,00–2,25 | 2,00 |
| Mexiko/USA | 0,00 | 0,00–4,52 |
| Zinssatz | ||
| Inland/Europa | 3,50 | 4,50 |
| Mexiko/USA | 3,50–6,75 | 4,50–7,85 |
Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden im Inland die Richttafeln "AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte verwendet.
120 Der erwartete Ertrag des externen Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| in % | 28.02.2013 | 29.02.2012 | |
|---|---|---|---|
| Erwarteter Ertrag des Planvermögens | Europa: | 3,50 | 4,50 |
| Mexiko: | 6,75 | 7,00 |
Die Verzinsung des Planvermögens resultiert aus der strategischen Portfolio-Strukturierung der Pensionskasse.
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 665 (Vorjahr: 990) t€ betragen.
Die zeitliche Entwicklung der Barwerte der Verpflichtung der letzten fünf Jahre stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 28.02.2011 | 28.02.2010 | 28.02.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionen | 38.846 | 35.729 | 34.924 | 36.462 | 35.780 |
| Abfertigungen | 27.527 | 23.432 | 21.373 | 20.867 | 19.147 |
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 28.02.2011 | 28.02.2010 | 28.02.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtung | 38.846 | 35.729 | 34.924 | 36.462 | 35.780 |
| Planvermögen | 7.505 | 6.114 | 5.640 | 4.767 | 3.587 |
| Nicht durch Planvermögen | |||||
| gedeckte Verpflichtung | 31.341 | 29.615 | 29.284 | 31.695 | 32.193 |
Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| in t€ | Pensionen | Abferti- |
|---|---|---|
| gungen | ||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
||
| Bilanzierte Rückstellung 01.03.2012 | 29.615 | 23.059 |
| D ienstzeitaufwand |
599 | 1.283 |
| Z insaufwand |
1.547 | 1.032 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –302 | –1 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 1.844 | 2.314 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 1.456 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.252 | –2.491 |
| Dotierung Planvermögen | –961 | 0 |
| Währungsdifferenz | 17 | 3 |
| Versicherungsmathematische Verluste (OCI) | 4.078 | 2.852 |
| Bilanzierte Rückstellung 28.02.2013 | 31.341 | 27.193 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 311 |
| Marktwert Planvermögen | 7.505 | 23 |
| Barwert der Verpflichtung 28.02.2013 | 38.846 | 27.527 |
| in t€ | Pensionen | Abferti- |
|---|---|---|
| gungen | ||
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||
| Bilanzierte Rückstellung 01.03.2011 | 29.284 | 21.350 |
| D ienstzeitaufwand |
580 | 851 |
| Z insaufwand |
1.666 | 985 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –256 | –2 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 1.990 | 1.834 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | –156 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.256 | –1.614 |
| Dotierung Planvermögen | –654 | 0 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Verluste (OCI) | 2.251 | 1.645 |
| Bilanzierte Rückstellung 29.02.2012 | 29.615 | 23.059 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 350 |
| Marktwert Planvermögen | 6.114 | 23 |
| Barwert der Verpflichtung 29.02.2012 | 35.729 | 23.432 |
Der Anwartschaftsbarwert zeigt die nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Darin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die sich aus den Unterschieden zwischen erwarteten und individuell eingetretenen Risiken ergeben. Ähnliche Verpflichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzerngesellschaften. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.
Erfahrungsbedingte Anpassungen infolge des Unterschieds zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Verlauf betragen –1.085 (Vorjahr: –587) t€.
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 28.02.2011 | 28.02.2010 | 28.02.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte | |||||
| Anpassungen | –1.085 | –587 | –1.226 | –1.418 | –3.272 |
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 2012 13 | 2011 12 |
|---|---|---|
| Planvermögen (Zeitwert) 01.03. | 6.114 | 5.640 |
| Währungsdifferenz | 1 | –3 |
| Tatsächliche Aufwendungen/Erträge aus Planvermögen | 429 | –177 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 961 | 654 |
| Planvermögen (Zeitwert) 28./29.02. | 7.505 | 6.114 |
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse. Die Veranlagung erfolgte zu 56% (Vorjahr: 62%) in Anleihen, 32% (Vorjahr: 15%) in Eigenkapitalinstrumente und zu 12% (Vorjahr: 22%) in Sonstige.
Note (24b)
| in t€ | Rekultivierung P | ersonal- U aufwendungen inklusive |
ngewisse Verbindlich- keiten |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Jubiläumsgeld | ||||
| hr 2012 13 Geschäftsja |
||||
| Stand 01.03.2012 | 3.820 | 12.343 | 23.011 | 39.174 |
| Währungsänderungen | 0 | 10 | –132 | –122 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 479 | 244 | 723 |
| Verbrauch | –84 | –2.591 | –3.781 | –6.456 |
| Auflösung | –27 | –1.761 | –6.820 | –8.608 |
| Z uführung |
88 | 7.127 | 12.439 | 19.654 |
| Stand 28.02.2013 | 3.797 | 15.607 | 24.961 | 44.365 |
| – davon innerhalb eines Jahres | 28 | 6.195 | 22.963 | 29.186 |
| Stand 01.03.2011 | 5.485 | 11.163 | 36.110 | 52.758 |
|---|---|---|---|---|
| Währungsänderungen | –61 | –10 | –55 | –126 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 15 | 15 |
| Verbrauch | –52 | –1.194 | –17.414 | –18.660 |
| Auflösung | –1.641 | –1.623 | –7.464 | –10.728 |
| Z uführung |
89 | 4.007 | 11.819 | 15.915 |
| Stand 29.02.2012 | 3.820 | 12.343 | 23.011 | 39.174 |
| – davon innerhalb eines Jahres | 27 | 4.744 | 22.006 | 26.777 |
Die übrigen Rückstellungen sind mit 15.179 (Vorjahr: 12.397) t€ den langfristigen Schulden zuzuordnen, die kurzfristigen Rückstellungen sind mit 29.186 (Vorjahr: 26.777) t€ ausgewiesen.
Die Rückstellung für Rekultivierung umfasst neben den Rekultivierungsverpflichtungen auch die Entleerung von Deponien und Abraumbeseitigung.
In den Rückstellungen für Personalaufwendungen sind auch die Rückstellungen für Jubiläumsgelder enthalten.
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Rückstellungen für Prozessrisiken mit 2.995 (Vorjahr: 1.507) t€, Stationskosten VÖR (Vereinigung der österreichischen Rübenbauernorganisationen) 3.973 (Vorjahr: 3.566) t€ und andere Risikovorsorgen 4.320 (Vorjahr: 3.580) t€.
| in t¤ | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre 29.02.2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 484.407 | 235.781 | 164.461 | 84.165 | 473.827 | 271.866 | 178.893 | 23.068 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||
| verbundenen Unternehmen | ||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 70.000 | 180.000 | 0 | 200.000 | 70.000 | 30.000 | 100.000 |
| Leasingverbindlichkeiten | 183 | 21 | 162 | 0 | 148 | 19 | 129 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 734.590 | 305.802 | 344.623 | 84.165 | 673.975 | 341.885 | 209.022 | 123.068 |
| Wertpapiere | ||||||||
| (langfristige Vermögenswerte) | –105.264 | –104.909 | ||||||
| Wertpapiere | ||||||||
| (kurzfristige Vermögenswerte) | –1.198 | –1.352 | ||||||
| Zahlungsmittel und | ||||||||
| Zahlungsmitteläquivalente | –144.409 | –98.504 | ||||||
| Nettofinanzschulden | 483.719 | 469.210 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 10.1. bis 10.4.
Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt besichert:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Grundpfandrechte | 702 | 703 |
| Sonstige Pfandrechte | 7.900 | 19.391 |
| Summe | 8.602 | 20.094 |
Die sonstigen Pfandrechte betreffen die 100%ige Besicherung eines Exportförderungskredites.
| in t¤ | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2013 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | 29.02.2012 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||
| Lieferungen und Leistungen | 313.462 | 313.462 | 0 | 299.397 | 299.397 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | ||||||
| Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 50.661 | 50.661 | 0 | 52.267 | 52.267 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 86.257 | 83.974 | 2.283 | 93.261 | 91.248 | 2.013 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 23.324 | 23.324 | 0 | 26.553 | 26.553 | 0 |
| – davon Rechnungsabgrenzungsposten | 4.890 | 4.890 | 0 | 5.238 | 5.238 | 0 |
| – davon Vorauszahlungen | 242 | 242 | 0 | 964 | 964 | 0 |
| – davon sonstige Steuern | 12.549 | 12.549 | 0 | 15.384 | 15.384 | 0 |
| – davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.643 | 5.643 | 0 | 4.967 | 4.967 | 0 |
| Summe | 473.704 | 471.421 | 2.283 | 471.478 | 469.465 | 2.013 |
124 In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 122.787 (Vorjahr: 127.728) t€ ausgewiesen.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Verbindlichkeiten aus Derivaten.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 15.845 | 15.951 |
| Vorräte | 2.653 | 1.978 |
| Forderungen, sonstige Vermögenswerte | ||
| und aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.730 | 2.627 |
| S teuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen |
6.155 | 6.070 |
| R ückstellungen und sonstige Schulden |
2.829 | 2.807 |
| Summe Passive latente Steuern | 29.212 | 29.433 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –14.857 | –12.180 |
| Saldierte passive Steuerabgrenzung | 14.355 | 17.253 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Note (20) erläutert.
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tagesund Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tagesund Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt (siehe Tabelle auf Seite 125).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen gegenüber Dritten (ohne Financial Leasing) sowie verbundenen Unternehmen betrugen 734.407 (Vorjahr: 673.827) t€ und waren durchschnittlich mit 2,63% (Vorjahr: 3,21%) verzinst. Sie werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Bei Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden die Nominalwerte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet, sodass sich – entsprechend der Wechselkursentwicklung – positiv oder negativ abweichende Marktwerte ergeben können.
| Durchschnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Effektivzinssatz | 28.02.2013 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | 29.02.2012 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | ||||||
| 2012 13 | 2011 13 | |||||||||
| in % | in % | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Fixer Zinssatz | ||||||||||
| EUR | 3,54 | 3,80 | 284.982 | 4.336 | 238.541 | 42.105 | 233.589 | 42.593 | 69.488 | 121.508 |
| 3,54 | 3,80 | 284.982 | 4.336 | 238.541 | 42.105 | 233.589 | 42.593 | 69.488 | 121.508 | |
| Variabler Zinssatz | ||||||||||
| ARS | 20,61 | 0,00 | 690 | 690 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| BAM | 4,70 | 5,35 | 254 | 254 | 0 | 0 | 344 | 344 | 0 | 0 |
| CNY | 5,94 | 6,10 | 11.125 | 9.901 | 1.224 | 0 | 5.980 | 5.980 | 0 | 0 |
| EGP | 8,00 | 8,18 | 1.180 | 1.180 | 0 | 0 | 397 | 397 | 0 | 0 |
| EUR | 1,21 | 2,12 | 364.052 | 218.492 | 103.500 | 42.060 | 340.493 | 199.633 | 139.300 | 1.560 |
| GBP | 0,00 | 1,56 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| HUF | 6,33 | 7,65 | 30.924 | 30.924 | 0 | 0 | 46.691 | 46.691 | 0 | 0 |
| KRW | 4,34 | 5,22 | 5.268 | 5.268 | 0 | 0 | 3.328 | 3.328 | 0 | 0 |
| PLN | 4,60 | 5,54 | 22.072 | 22.072 | 0 | 0 | 7.306 | 7.306 | 0 | 0 |
| MXN | 10,50 | 6,25 | 5.125 | 3.929 | 1.196 | 0 | 20.763 | 20.763 | 0 | 0 |
| USD | 1,88 | 1,61 | 8.735 | 8.735 | 0 | 0 | 14.935 | 14.830 | 105 | 0 |
| 2,05 | 2,87 | 449.425 | 301.445 | 105.920 | 42.060 | 440.238 | 299.273 | 139.405 | 1.560 | |
| Summe | 2,63 | 3,21 | 734.407 | 305.781 | 344.461 | 84.165 | 673.827 | 341.866 | 208.893 | 123.068 |
Festverzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen mit einem Volumen von 284.982 (Vorjahr: 233.589) t€. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 702 (Vorjahr: 703) t€ durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 7.900 (Vorjahr: 19.391) t€ durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Im Rahmen des täglichen Finanzmanagements werden Anlagegeschäfte (marktübliche Tages-, Termingelder) getätigt. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente eine Erhöhung um 45.905 t€ auf 144.409 t€. Daneben werden Wertpapiere von insgesamt 1.198 (Vorjahr: 1.352) t€ kurzfristig gehalten, die jederzeit veräußerbar sind.
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
█ Zinsänderungsrisiken bei Geldmarktzinsen, die sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen ergeben.
126 Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Zinsoptionen, Caps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstofffutures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Referenz- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Referenzwert | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
| Kauf USD | 65.547 | 4.711 | –1.307 | 105 |
| Verkauf USD | 30.205 | 6.637 | –758 | 13 |
| Kauf AUD | 388 | 403 | 1 | –4 |
| Kauf CZK | 15.288 | 15.898 | –290 | 130 |
| Kauf HUF | 30.274 | 18.548 | –896 | 740 |
| Verkauf HUF | 7.485 | 0 | 73 | 0 |
| Kauf PLN | 58.538 | 95.833 | 518 | 3.037 |
| Verkauf PLN | 9.294 | 1.000 | –22 | –10 |
| Kauf DKK | 0 | 1.211 | 0 | 0 |
| Verkauf GBP | 1.467 | 0 | 80 | 0 |
| Währungsderivate | 218.486 | 144.241 | –2.601 | 4.011 |
| Zinsderivate | 125.117 | 171.439 | –8.000 | –6.165 |
| Rohstoffderivate | 43.606 | 66.546 | –345 | –5.856 |
| Summe | 387.209 | 382.226 | –10.946 | –8.010 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu zehn Jahren ab.
Als Referenzwert der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Basis aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow-Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2013 beträgt –368 (Vorjahr: –3.616) t€.
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, für die kein Cashflow-Hedge-Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen und Materialaufwendungen im Rahmen der Juice-Aktivitäten als auch zur Sicherung von Verkaufskontrakten im Zuckersegment. Zum Teil wurde für die angeführten Geschäfte Fair Value-Hedge-Accounting nach IAS 39 angewendet. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 |
Buchwert Z |
Beizulegender eitwert |
Buchwert Z |
Beizulegender eitwert |
|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 85.000 | 85.000 | 85.000 | 85.000 | |
| (langfristig gehalten) | finanzielle Vermögenswerte | |||||
| (zu Anschaffungskosten) | ||||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 20.264 | 20.264 | 19.909 | 19.909 | |
| (langfristig gehalten) | finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | 105.264 | 105.264 | 104.909 | 104.909 | ||
| (langfristig gehalten) | ||||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 278 | 278 | 278 | 278 | |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 5.467 | 5.467 | 6.987 | 6.987 | |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| (zu Anschaffungskosten) | ||||||
| Beteiligungen und | 5.745 | 5.745 | 7.265 | 7.265 | ||
| Ausleihungen | ||||||
| (langfristig gehalten) | ||||||
| Forderungen aus | Kredite und Forderungen | 315.108 | 315.108 | 290.760 | 290.760 | |
| Lieferungen und Leistungen | ||||||
| Sonstige Forderungen1 | Kredite und Forderungen | 68.113 | 68.113 | 76.731 | 76.731 | |
| Derivative finanzielle D | erivate, erfolgsneutral | 2.101 | 2.101 | 3.495 | 3.495 | |
| Vermögenswerte | zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| (Hedge-Accounting) | ||||||
| Derivative finanzielle | Erfolgswirksam zum beizu- | 1.345 | 1.345 | 2.840 | 2.840 | |
| Vermögenswerte | legenden Zeitwert bewertete | |||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||||
| Forderungen aus | 386.667 | 386.667 | 373.826 | 373.826 | ||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||
| und sonstige Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 1.198 | 1.198 | 1.352 | 1.352 | |
| (kurzfristig gehalten) | finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | 1.198 | 1.198 | 1.352 | 1.352 | ||
| (kurzfristig gehalten) | ||||||
| Zahlungsmittel und | Kredite und Forderungen | 144.409 | 144.409 | 98.504 | 98.5047 | |
| Zahlungsmitteläquivalente | ||||||
| Summe | 643.283 | 643.283 | 585.856 | 585.856 |
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Bewertungskategorie | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | |
| nach IAS 39 | Z | eitwert | Z | eitwert | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten Z | u (fortgeführten) | 484.407 | 490.342 | 473.827 | 476.513 | |
| gegenüber Kreditinstituten | Anschaffungskosten | |||||
| und Darlehen | bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Dritten | ||||||
| Verbindlichkeiten Z | u (fortgeführten) | 250.000 | 257.508 | 200.000 | 205.390 | |
| gegenüber verbundenen | Anschaffungskosten | |||||
| Unternehmen der | bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Südzucker-Gruppe | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 734.407 | 747.850 | 673.827 | 681.903 | ||
| Verbindlichkeiten aus Z | u (fortgeführten) | 313.462 | 313.462 | 299.397 | 299.397 | |
| Lieferungen und Leistungen | Anschaffungskosten | |||||
| bewertete Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige | Zu (fortgeführten) | 122.526 | 122.526 | 131.183 | 131.183 | |
| Verbindlichkeiten1 | Anschaffungskosten | |||||
| bewertete Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten | Derivate, erfolgsneutral | 2.469 | 2.469 | 0 | 0 | |
| aus derivativen | zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Finanzinstrumenten | (Hedge-Accounting) | |||||
| Verbindlichkeiten | Erfolgswirksam zum beizu- | 11.923 | 11.923 | 14.345 | 14.345 | |
| aus derivativen | legenden Zeitwert bewertete | |||||
| Finanzinstrumenten | finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||||
| Verbindlichkeiten aus | 450.380 | 450.380 | 444.925 | 444.925 | ||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| Summe | 1.184.787 | 1.198.230 | 1.118.752 | 1.126.828 |
Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten setzen sich je Bewertungskategorie wie folgt zusammen:
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | |
| Z | eitwert | Z | eitwert | ||
| Summe je Bewertungs | |||||
| kategorie nach IAS 39 | |||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 21.740 | 21.740 | 21.539 | 21.539 | |
| finanzielle Vemögenswerte | |||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 90.467 | 90.467 | 91.987 | 91.987 | |
| finanzielle Vemögenswerte | |||||
| (zu Anschaffungskosten) | |||||
| Kredite und Forderungen | 527.630 | 527.630 | 465.994 | 465.994 | |
| Zu (fortgeführten) | –1.170.395 | –1.183.838 | –1.104.407 | –1.112.483 | |
| Anschaffungskosten | |||||
| bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate, erfolgsneutral | –368 | –368 | 3.495 | 3.495 | |
| zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| (Hedge-Accounting) |
1 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, negative Marktwerte von Derivaten sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Beizulegender Buchwert |
Beizulegender | ||
| Z | eitwert | Z | eitwert | ||
| Erfolgswirksam zum beizu- | –10.578 | –10.578 | –11.505 | –11.505 | |
| legenden Zeitwert bewertete | |||||
| finanzielle Vermögens | |||||
| werte/Verbindlichkeiten | |||||
| (zu Handelszwecken gehalten) |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Die Beteiligungen des langfristigen Vermögens und die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere ("available for sale"). Diese werden zu aktuellen Börse- oder Marktwerten bewertet.
Sonstige Beteiligungen und die Wertpapiere, für die keine beizulegenden Zeitwerte bestimmt werden konnten, da Markt- oder Börsewerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren, wurden zu Anschaffungskosten ("at cost") bewertet. Hierbei handelt es sich vor allem um nicht börsenotierte Gesellschaften, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Cashflows auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde. Bei diesen Anteilen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Da die langfristigen Ausleihungen variabel verzinst sind, entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem Marktwert.
Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Zins-, Währungs- und Rohstoffderivaten betreffen sowohl Fair Value- als auch Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw.-abschlägen. Die Marktwerte für Zins- und Rohstoffderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Die Marktwerte von Währungsderivaten entsprechen der Differenz zwischen den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und dem gesicherten Wechselkurs. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten werden generell mit ihren Barwerten bilanziert. Entsprechend wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt:
| in t€ | Bewertungskategorie | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsja hr 2012 13 |
||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 20.264 | 0 | 0 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 1.198 | 0 | 0 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 0 | 0 | 278 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 21.462 | 0 | 278 | |
| zur Veräußerung verfügbar | ||||
| Derivative Vermögenswerte | Derivate, erfolgsneutral zum | 0 | 2.101 | 0 |
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (Hedge-Accounting) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 0 | 2.101 | 0 | |
| erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Derivative Vermögenswerte | Erfolgswirksam zum | 0 | 1.345 | 0 |
| beizulegenden Zeitwert bewertete | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 0 | 1.345 | 0 | |
| erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 21.462 | 3.446 | 278 | |
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Verbindlichkeiten aus | Derivate, erfolgsneutral zum | 0 | 2.469 | 0 |
| derivativen Finanzinstrumenten | beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| (Hedge-Accounting) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | 0 | 2.469 | 0 | |
| erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Verbindlichkeiten aus | Erfolgswirksam zum | 0 | 11.923 | 0 |
| derivativen Finanzinstrumenten | beizulegenden Zeitwert bewertete | |||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | 0 | 11.923 | 0 | |
| erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | 0 | 11.923 | 0 | |
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
| in t€ | Bewertungskategorie | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 19.909 | 0 | 0 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere (kurzfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 1.352 | 0 | 0 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | Zur Veräußerung verfügbare | 0 | 0 | 278 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 21.261 | 0 | 278 | |
| zur Veräußerung verfügbar | ||||
| Derivative Vermögenswerte | Derivate, erfolgsneutral zum | 0 | 3.495 | 0 |
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (Hedge-Accounting) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 0 | 3.495 | 0 | |
| erfolgsneutral zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Derivative Vermögenswerte | Erfolgswirksam zum | 0 | 2.840 | 0 |
| beizulegenden Zeitwert bewertete | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 0 | 2.840 | 0 | |
| erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, | 21.261 | 6.335 | 278 | |
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Verbindlichkeiten aus | Erfolgswirksam zum | 0 | 14.345 | 0 |
| derivativen Finanzinstrumenten | beizulegenden Zeitwert bewertete | |||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | 0 | 14.345 | 0 | |
| erfolgswirksam zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | 0 | 14.345 | 0 | |
| zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
█ In Level 1 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für dieses Instrument (ohne Anpassungen oder geänderte Zusammensetzung) ermittelt wird.
█ In Level 2 werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Börse- oder Marktpreisen auf einem aktiven Markt für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden oder andere Bewertungsmethoden, für die signifikante Eingangsparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, ermittelt.
█ In Level 3 werden jene Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von Bewertungsmethoden ermittelt wird, für die signifikante Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, herangezogen werden.
Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen je Bewertungskategorie erfasst:
| Aktiva | Passiva | Überleitung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Available H | eld to | Loans | Financial | Keine | Summe | Kein | Finanz- |
| for sale | maturity | and | liabilities Z | uord- | Finanz- | ergebnis | ||
| receivables | at cost | nung | instru- | |||||
| ment | ||||||||
| Geschäftsja hr 2012 13 |
||||||||
| Z insergebnis |
0 | 0 | 6.177 | –19.039 | 0 | –12.862 | 0 | –12.862 |
| Z insen für Derivate |
0 | 0 | 0 | 0 | –8.561 | –8.561 | 0 | –8.561 |
| Z insanteil Personalrückstellung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.579 | –2.579 |
| Summe Zinsergebnis | 0 | 0 | 6.177 | –19.039 | –8.561 | –21.423 | –2.579 | –24.002 |
| Beteiligungsergebnis | 546 | 0 | 0 | 0 | 0 | 546 | 0 | 546 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 546 | 0 | 0 | 0 | 0 | 546 | 0 | 546 |
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | –670 | 0 | –670 | 0 | –670 |
| S onstiges Finanzergebnis |
0 | 0 | 0 | –3.632 | 0 | –3.632 | 0 | –3.632 |
| Finanzergebnis aus Derivaten | 0 | 0 | 0 | 0 | 102 | 102 | 0 | 102 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | –4.302 | 102 | –4.200 | 0 | –4.200 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||
| im Finanzergebnis | 546 | 0 | 6.177 | –23.341 | –8.459 | –25.077 | –2.579 | –27.656 |
| Ergebnisse aus Derivaten | 0 | 0 | –1.401 | 0 | 0 | –1.401 | 0 | –1.401 |
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.521 | –2.521 | 0 | –2.521 |
| Aufwand aus Wertberichtigung | ||||||||
| von Forderungen | 0 | 0 | –4.401 | 0 | 0 | –4.401 | 0 | –4.401 |
| Aufwand aus Wertberichtigung | ||||||||
| von sonstigen Vermögenswerten | 0 | 0 | –6.643 | 0 | 0 | –6.643 | 0 | –6.643 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||
| im operativen Ergebnis | 0 | 0 | –12.445 | 0 | –2.521 | –14.966 | 0 | –14.966 |
| Geschäftsja hr 2011 12 |
||||||||
| Z insergebnis |
0 | 0 | 6.164 | –18.813 | 0 | –12.649 | 0 | –12.649 |
| Z insen für Derivate |
0 | 0 | 0 | 0 | –6.820 | –6.820 | 0 | –6.820 |
| Z insanteil Personalrückstellung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.651 | –2.651 |
| Summe Zinsergebnis | 0 | 0 | 6.164 | –18.813 | –6.820 | –19.469 | –2.651 | –22.120 |
| Beteiligungsergebnis | 1.029 | –174 | 0 | 0 | 0 | 855 | 0 | 855 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 1.029 | –174 | 0 | 0 | 0 | 855 | 0 | 855 |
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | –775 | 0 | –775 | 0 | –775 |
| S onstiges Finanzergebnis |
0 | 0 | 0 | –1.492 | 0 | –1.492 | 0 | –1.492 |
| Finanzergebnis aus Derivaten | 0 | 0 | 0 | 0 | –1.203 | –1.203 | 0 | –1.203 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | –2.267 | –1.203 | –3.470 | 0 | –3.470 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||
| im Finanzergebnis | 1.029 | –174 | 6.164 | –21.080 | –8.023 | –22.084 | –2.651 | –24.735 |
| Ergebnisse aus Derivaten | 0 | 0 | –2.272 | 0 | 0 | –2.272 | 0 | –2.272 |
| Gewinne aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.962 | 2.962 | 0 | 2.962 |
| Aufwand aus Wertberichtigung | ||||||||
| von Forderungen | 0 | 0 | –2.530 | 0 | 0 | –2.530 | 0 | –2.530 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||
| im operativen Ergebnis | 0 | 0 | –4.802 | 0 | 2.962 | –1.840 | 0 | –1.840 |
Im sonstigen Finanzergebnis sind Geldbeschaffungskosten in Höhe von 2.590 t€ enthalten, die nicht nach der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit der Finanzierung aufgeteilt werden.
Im Konzernabschluss sind Wertberichtigungen zu sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von 1.587 t€ und sonstige langfristige Vermögenswerte in Höhe von 5.056 t€ enthalten. Darüber hinaus sind Wertberichtigungen zu kurzfristigen Anzahlungen in Höhe von 7.695 t€ enthalten.
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Ein- und Verkauf von Weltmarktzucker, von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion sowie auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften zum Einsatz.
Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Note (19) des Anhangs angegeben.
Das maximale Kreditrisiko in Höhe von 501.668 (Vorjahr: 541.352) t€ beinhaltet den Buchwert aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten zuzüglich Eventualschulden und entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Das tatsächliche Kreditrisiko ist nach Einschätzung durch AGRANA von untergeordneter Bedeutung.
AGRANA unterhält Geschäftsbeziehungen mit vielen großen internationalen Industriekunden erster Bonität.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2013 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Summe | bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über |
| 1 Jahr | 2 Jahre | 3 Jahre | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| 28. 02. 2013 | ||||||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||
| Kreditinstituten und | ||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 484.407 | 511.588 | 243.451 | 72.182 | 9.258 | 45.689 | 52.816 | 88.192 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||||
| verbundenen Unternehmen | ||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 250.000 | 271.615 | 76.550 | 34.953 | 54.692 | 3.558 | 101.862 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Finanzierungsleasing | 183 | 200 | 22 | 178 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 734.590 | 783.403 | 320.023 | 107.313 | 63.950 | 49.247 | 154.678 | 88.192 | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| und sonstige | ||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 313.462 | 313.462 | 313.462 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle | ||||||||
| Verbindlichkeiten | 136.918 | 136.918 | 134.635 | 2.283 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Zinsderivate | 8.000 | 8.000 | 8.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Währungsderivate | 3.413 | 3.413 | 3.413 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Rohstoffderivate | 1.000 | 1.000 | 1.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon sonstige Derivate | 1.979 | 1.979 | 1.979 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 450.380 | 450.380 | 448.097 | 2.283 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Summe | bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über | |
| 1 Jahr | 2 Jahre | 3 Jahre | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | ||||
| 29. 02. 2012 | |||||||||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||
| Kreditinstituten und | |||||||||
| Darlehen gegenüber Dritten | 473.827 | 495.570 | 278.800 | 12.982 | 122.696 | 4.181 | 52.272 | 24.639 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||||
| verbundenen Unternehmen | |||||||||
| der Südzucker-Gruppe | 200.000 | 223.938 | 75.715 | 5.413 | 33.822 | 3.568 | 3.558 | 101.862 | |
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||
| Finanzierungsleasing | 148 | 162 | 20 | 142 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 673.975 | 719.670 | 354.535 | 18.537 | 156.518 | 7.749 | 55.830 | 126.501 | ||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||
| Lieferungen und Leistungen | |||||||||
| und sonstige | |||||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 299.397 | 299.397 | 299.397 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle | |||||||||
| Verbindlichkeiten | 145.528 | 145.528 | 143.515 | 2.013 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| – davon Zinsderivate | 6.538 | 6.538 | 6.538 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| – davon Währungsderivate | 594 | 594 | 594 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| – davon Rohstoffderivate | 112 | 112 | 112 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| – davon sonstige Derivate | 7.101 | 7.101 | 7.101 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 444.925 | 444.925 | 442.912 | 2.013 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Cashflows aus Derivaten, die für Cashflow-Hedges genutzt werden:
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Summe | bis | 6 bis | 1 bis | über | ||
| 6 Monate | 12 Monate | 2 Jahre | 2 Jahre | |||||
| 28.02.2013 | ||||||||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||
| CZ K |
8.263 | 8.400 | 7.700 | 700 | 0 | 0 | ||
| H UF |
22.614 | 23.316 | 11.006 | 12.310 | 0 | 0 | ||
| PLN | 44.557 | 44.019 | 26.382 | 17.637 | 0 | 0 | ||
| Summe | 75.434 | 75.735 | 45.088 | 30.647 | 0 | 0 |
| 136 | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Summe | bis | 6 bis | 1 bis | über | |
| 6 Monate | 12 Monate | 2 Jahre | 2 Jahre | ||||
| 29.02.2012 | |||||||
| Devisentermingeschäfte | |||||||
| CZ K |
9.761 | 9.700 | 2.700 | 7.000 | 0 | 0 | |
| H UF |
17.597 | 16.920 | 8.032 | 8.888 | 0 | 0 | |
| PLN | 48.870 | 46.124 | 39.724 | 6.400 | 0 | 0 | |
| Summe | 76.228 | 72.744 | 50.456 | 22.288 | 0 | 0 |
Zinsswaps und Währungsswaps wurden sämtlich zum Fair Value gehedget.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfangs von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern seit dem Geschäftsjahr 2011|12 den Value at Risk (kurz: VaR) nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95%. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen. Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter VaR aus Währungen angegeben und nach Finanzierungen und operativem Geschäft unterschieden:
| Value at Risk aus | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Value at Risk aus | operativen Forderungen/ | |||||
| Finanzierungen | Verbindlichkeiten | |||||
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 | 28.02.2013 | 29.02.2012 | ||
| Summe Nettopositionen (absolut) | ||||||
| der Währungspaare | 224.734 | 213.413 | 169.014 | 93.588 | ||
| Value at Risk diversifiziert | 8.862 | 10.401 | 9.975 | 3.885 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen.
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko aus der Zuckermarktordnung zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne EU-weit in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Bosnien-Herzegowina unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweilige Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Zur Absicherung der Risiken setzt der AGRANA-Konzern als aktives Sicherungsinstrument hauptsächlich Devisentermingeschäfte ein. Mit diesen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse, Einkaufsverpflichtungen sowie Fremdwährungsfinanzierungen in Höhe von brutto 374.850 (Vorjahr: 367.596) t€ gegen Kursschwankungen gesichert. Es bestanden Sicherungen für folgende Währungen:
| 2012 13 | 2011 12 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in 1.000 | Besicherte | EUR | Besicherte | EUR | |
| Währung | Währung | ||||
| Ungarischer Forint (HUF) | 21.980.932 | 75.225 | 27.504.889 | 97.683 | |
| US-Dollar (USD) | 195.307 | 152.077 | 192.787 | 137.015 | |
| Tschechische Krone (CZK) | 582.212 | 23.222 | 178.616 | 7.464 | |
| Rumänischer Leu (RON ) |
104.603 | 22.901 | 123.527 | 29.799 | |
| Polnischer Zloty (PLN) | 412.024 | 94.332 | 380.197 | 92.693 | |
| Australischer Dollar (AUD) | 1.320 | 1.050 | 793 | 457 | |
| Dänische Krone (DKK) | 14.150 | 1.903 | 18.520 | 2.485 | |
| Britisches Pfund (GBP) | 2.692 | 3.269 | 0 | 0 | |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1.230 | 871 | 0 | 0 | |
| Summe | 374.850 | 367.596 |
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone.
Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als "at Risk-Ansatz" ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende, fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem "Modified-Duration-Ansatz" berücksichtigt. Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 449.425 | 418.237 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 3.069 | 2.147 |
| Nettoposition fix verzinst | 280.808 | 233.737 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 10.039 | 8.424 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Einkauf von Rohzucker in Osteuropa über 4.064 (Vorjahr: 16.510) Tonnen, für den Verkauf von Weißzucker über 23.500 (Vorjahr: 20.500) Tonnen, für den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 55.100 (Vorjahr: 63.900) Tonnen, für den Verkauf von Gasoline über 26.960 (Vorjahr: 59.730) Tonnen und für den Einkauf von Mais über 7.500 Tonnen (Vorjahr: keine Hedges). Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 43.606 (Vorjahr: 66.545) t€ und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen negativen Marktwert von 345 (Vorjahr: positiver Marktwert 5.997) t€.
Eine Veränderung der Rohstoffpreise von +10% (–10%) würde folgende Wertveränderung der bestehenden Rohstoffderivate ergeben:
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Sensitivität | Sensitivität | Sensitivität | Sensitivität | ||
| bei +10% | bei –10% | bei +10% | bei –10% | |||
| Wertänderung Rohstoffderivate | 4.043 | –4.557 | 5.918 | –5.015 | ||
| – davon erfolgsneutral im Eigenkapital | 7.201 | 272 | 3.424 | –3.424 |
AGRANA verfolgt laufend mögliche rechtliche Änderungen, die zu einer Risikosituation führen können, und trifft gegebenenfalls antizipative Maßnahmen. Dies betrifft besonders die Bereiche Lebensmittel- und Umweltrecht.
Derzeit bestehen keine zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 kartellrechtliche Untersuchungen gegen das AGRANA-Zuckerunternehmen in Ungarn eingeleitet. Im Dezember 2012 wurde dieses Verfahren vom ungarischen Wettbewerbsrat eingestellt. 2009|10 leitete die slowakische Wettbewerbsbehörde Erhebungen unter anderem gegen die lokale AGRANA-Zuckergesellschaft ein. Bis heute erfolgten jedoch keine weiteren Schritte.
Das im Jahr 2010 durch die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beantragte Kartellverfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim| Deutschland, brachte bis dato keine weitere Entscheidung des Kartellgerichts. AGRANA hält die Beschuldigung weiterhin für unbegründet.
Die Bürgschaften betreffen vor allem Bankkredite der gemeinschaftlich geführten Beteiligungen im Bereich Zucker und Juice.
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 27.937 | 41.073 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.647 | 1.649 |
| Eventualschulden | 29.584 | 42.722 |
Die zugunsten nahe stehender Unternehmen abgegebenen Bürgschaften belaufen sich auf 14.363 (Vorjahr: 15.082) t€.
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in t€ | 28.02.2013 | 29.02.2012 |
|---|---|---|
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten | 12.942 | 7.102 |
| Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen | 21.403 | 41.760 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 34.345 | 48.862 |
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, hält 100% der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, die 75,50% der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holdinggesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, einbezogen sind.
Nahe stehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, einbezogen.
140 Neben der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften ("indirekte Anteilseigner") zählen die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, und deren Tochtergesellschaften ("Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss") zu den nahe stehenden Unternehmen.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahe stehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| in t€ | Indirekte U Anteilseigner |
nternehmen mit maß- geblichem Einfluss |
Joint Ventures (50%) |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsja hr 2012 13 |
||||
| Umsatz | 241.558 | 0 | 18.528 | 260.086 |
| Kreditbeziehungen | –251.254 | –46.478 | 10.102 | –287.630 |
| Partizipationskapital | 0 | 91.462 | 0 | 91.462 |
| Bankguthaben | 0 | 16.137 | 0 | 16.137 |
| Zinsergebnis | –7.227 | 2.550 | 269 | –4.408 |
| Garantien gegeben | 8.200 | 87.958 | 20.908 | 117.066 |
| Garantien ausgenutzt | 5.590 | 40.863 | 19.171 | 65.624 |
| Umsatz | 127.948 | 0 | 10.390 | 138.338 |
|---|---|---|---|---|
| Kreditbeziehungen | –200.233 | –111.474 | 24 | –311.683 |
| Partizipationskapital | 0 | 91.464 | 0 | 91.464 |
| Bankguthaben | 0 | 37.138 | 0 | 37.138 |
| Zinsergebnis | –7.772 | 1.771 | 135 | –5.866 |
| Garantien gegeben | 8.200 | 99.458 | 30.719 | 138.377 |
| Garantien ausgenutzt | 6.164 | 84.023 | 29.802 | 119.989 |
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Höhe von 297.732 (Vorjahr: 311.707) t€ ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Davon waren 195.475 (Vorjahr: 160.087) t€ langfristig.
Aus Warenlieferungen bestanden gegenüber nahe stehenden Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten von 32.035 (Vorjahr: Forderungen 35.773) t€.
Gegenüber Joint Venture-Partnern bestanden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 116 (Vorjahr: 154) t€.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 2.983 (Vorjahr: 2.584) t€ und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.475 (Vorjahr: 1.475) t€ sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 1.508 (Vorjahr: 1.109) t€. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuschüttenden Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 2.Juli 2012 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 200 (Vorjahr: 200) t€ beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für den Vorstand Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. Für das Geschäftsjahr 2012|13 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge in Höhe von 684 (Vorjahr: 690) t€; gleichzeitig wurde eine Dotierung der Pensionsrückstellung in Höhe von 848 (Vorjahr: 783) t€ unter den übrigen Rückstellungen berücksichtigt. In der Bilanz zum 28. Februar 2013 wird ein Wert von 3.285 (Vorjahr: 2.437) t€ ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion sind Abfertigungszahlungen in Anlehnung an die Regelungen des Angestelltengesetzes vereinbart.
Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 142.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 29. April 2013 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 29. April 2013
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Dipl.-Ing.Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Mitglied des Vorstandes
Mag.Walter Grausam Mitglied des Vorstandes
Dkfm. Thomas Kölbl Mitglied des Vorstandes
Präsident Ökonomierat Dr. Christian Konrad Aufsichtsratsvorsitzender
Dr.Wolfgang Heer Erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Präsident Obmann Mag. Erwin Hameseder Zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Dr.Jochen Fenner Mitglied des Aufsichtsrates
Dr. Hans-Jörg Gebhard Mitglied des Aufsichtsrates
Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger Mitglied des Aufsichtsrates
Dr. Thomas Kirchberg Mitglied des Aufsichtsrates
Dipl.-Ing.Josef Pröll Mitglied des Aufsichtsrates
Thomas Buder Sprecher der Konzernvertretung und Zentralbetriebsratsvorsitzender
Gerhard Glatz
Dipl.-Ing. Stephan Savic
Ing. Peter Vymyslicky
(Angaben gemäSS § 265 Abs. 2 und Abs. 4 UGB)
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital | |
|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | |||
| AGRANA Beteiligungs-AG (Muttergesellschaft) | Wien | Österreich | – | – |
| I. Verbundene Unternehmen | ||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | ||||
| AGRANA AGRO SRL R |
oman R | umänien | – | 100,00% |
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00% |
| AGRANA Bioethanol GmbH | Wien | Österreich | – | 74,90% |
| AGRANA Bulgaria AD S | ofia | Bulgarien | – | 100,00% |
| AGRANA BUZAU SRL | Buzău R | umänien | – | 100,00% |
| AGRANA d.o.o. | Brčko | Bosnien- | – | 100,00% |
| H | erzegowina | |||
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Central Mangrove | Australien | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | São Paulo | Brasilien | – | 77,91% |
| Importacao e Exportacao Ltda. | ||||
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit France S.A. | Paris | Frankreich | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz D | eutschland | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | Zincirlikuyu | Türkei | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul S | üdkorea | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 99,99% |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,97% |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostrołęka | Polen | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Kapstadt S | üdafrika | – | 100,00% |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 99,80% |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00% |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- | Wien | Österreich | – | 100,00% |
| und Asset-Management GmbH | ||||
| AGRANA J&F Holding GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% |
| AGRANA Juice Denmark A/S | Køge D | änemark | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Holding GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Magyarorzság Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Poland Sp. z.o.o. | Białobrzegi | Polen | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. | Vaslui R | umänien | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | Bingen D | eutschland | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Service & Logistik GmbH | Bingen D | eutschland | – | 50,01% |
| AGRANA Juice Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 50,01% |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | – | 50,01% |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 100,00% |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00% | – |
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital | |
|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | |||
| Agrana Nile Fruits Processing S.A.E. | Qalyoubia Ä | gypten | – | 51,00% |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% |
| AGRANA TANDAREI SRL | Ţăndărei R | umänien | – | 100,00% |
| AGRANA Trading EOOD S | ofia | Bulgarien | – | 100,00% |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91% | 1,09% |
| Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen | Wien | Österreich | 100,00% | – |
| Produkten Gesellschaft m.b.H. | ||||
| AUSTR IA JUICE GmbH |
Kröllendorf/ | Österreich | – | 50,01% |
| Allhartsberg | ||||
| Biogáz Fejlesztő Kft. | Kaposvár | Ungarn | – | 100,00% |
| Dirafrost FFI N. V. | Herk-de-Stad | Belgien | – | 100,00% |
| Dirafrost Maroc SARL L | aouamra | Marokko | – | 100,00% |
| Financière Atys S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00% |
| Frefrost SARL L | aouamra | Marokko | – | 100,00% |
| INST ANTINA Nahrungsmittel |
Wien | Österreich | 66,67% | – |
| Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | ||||
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság | Budapest | Ungarn | – | 100,00% |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,59% |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | Hrušovany T | schechien | – | 97,66% |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov R | ussland | – | 100,00% |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Ţăndărei R | umänien | – | 99,99% |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | Bukarest R | umänien | – | 91,33% |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sereď S | lowakei | – | 100,00% |
| Ybbstaler Fruit Austria GmbH | Kröllendorf/ | Österreich | – | 50,01% |
| Allhartsberg | ||||
| Ybbstaler Fruit Polska Sp. Z.o.o | Chełm | Polen | – | 50,01% |
| Yube d.o.o. | Požega S | erbien | – | 100,00% |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | Hrušovany T | schechien | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 38,9 t€ I Jahresüberschuss: 38,8 t€ | ||||
| Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd | Belgrad S | erbien | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 37,1 t€ I Jahresfehlbetrag: –211,8 t€ | ||||
| Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. | Hamburg D | eutschland | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 28.02.2013 I Eigenkapital: 92,7 t€ I Jahresfehlbetrag: 4,9 t€ | ||||
| Hungaro Ybbstal Kft | Veszprém | Ungarn | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 58,0 t€ I Jahresfehlbetrag: 2,9 t€ | ||||
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 86,00% |
| Abschlussstichtag: 30.04.2012 I Eigenkapital: 1.339,0 t€ I Jahresfehlbetrag: 238,2 t€ | ||||
| PERCA s.r.o. | Hrušovany T | schechien | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 428,8 t€ I Jahresüberschuss: 48,1 t€ | ||||
| SC Ybbstaler Frucht Romania srl | Oradea R | umänien | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 12,9 t€ I Jahresfehlbetrag: 15,5 t€ | ||||
| "Tremaldi" Beteiligungsverwaltung GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 21,8 t€ I Jahresfehlbetrag: 2,5 t€ | ||||
| Ybbstal Getränkegrundst. VertriebsgmbH | München D | eutschland | – | 100,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 72,3 t€ I Jahresüberschuss: 13,9 t€ | ||||
| Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00% | – |
Abschlussstichtag: 31.12.2012 I Eigenkapital: 3.965,8 t€ I Jahresüberschuss: 1.600,9 t€
145
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital | |
|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | |||
| II. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen | ||||
| Unternehmen, die nach der Quoten-Methode bewertet wurden | ||||
| AGRAGOLD Holding GmbH |
Wien | Österreich | – | 50,00% |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00% |
| GreenPower E85 Kft | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% |
| HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. S | zabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% |
| HungranaTrans Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00% |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | Brčko | Bosnien- | – | 50,00% |
| H | erzegowina | |||
| Nicht einbezogene gemeinschaftlich geführte Unternehmen | ||||
| "AGRAGOLD " d.o.o. |
Brčko | Bosnien- | – | 50,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I 100%: Eigenkapital: 2.119,2 t€ I Jahresüberschuss: 171,5 t€ H | erzegowina | |||
| AGRAGOLD d.o.o. |
Zagreb | Kroatien | – | 50,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I 100%: Eigenkapital: 847,1 t€ I Jahresüberschuss: 120,3 t€ | ||||
| AGRAGOLD dooel Skopje |
Skopje | Mazedonien | – | 50,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I 100%: Eigenkapital: 56,0 t€ I Jahresüberschuss: 8,0 t€ | ||||
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. |
Ljubljana S | lowenien | – | 50,00% |
| Abschlussstichtag: 31.12.2012 I 100%: Eigenkapital: 627,2 t€ I Jahresüberschuss: 143,5 t€ |
SCO STUDEN & CO. BRASIL EXPORTACAO E IMPORTACAO LTDA. São Paulo Brasilien – 37,75% Abschlussstichtag: 31.12.2012 I 100%: Eigenkapital: –13,3 t€ I Jahresfehlbetrag: –1,2 t€
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1.März 2012 bis zum 28. Februar 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 28. Februar 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das am 28. Februar 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.März 2012 bis zum 28. Februar 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 29. April 2013
KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Mag. Rainer Hassler e.h. ppa.Mag. Nikolaus Urschler e.h.
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
148
Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
█ dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2013 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA -Konzerns vermittelt;
█ dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012|13 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 29. April 2013
Dipl.-Ing.Johann Marihart Mag.Dipl.-Ing.Dr. Fritz Gattermayer Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Segmentverantwortung Zucker Kommunikation (inklusive Investor Relations) sowie Forschung und Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke
für die Bereiche Wirtschaftspolitik, für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf;
Mag.Walter Grausam Dkfm. Thomas Kölbl Vorstandsmitglied mit Verantwortung Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Controlling, für Interne Revision Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht
Lagebericht Einzelabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anhang
Bestätigungsvermerk Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Vorschlag für die Gewinnverwendung
Überblick
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
Segmente der AGRANA-Gruppe
Umwelt und Nachhaltigkeit
Forschung und Entwicklung
Personal- und Sozialbericht
Risikomanagement und Internes Kontrollsystem
Zweigniederlassungen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Prognosebericht
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe ("AGRANA"). Die AGRANA-Gruppe ist ein international ausgerichteter Konzern, welcher landwirtschaftliche Rohstoffe zu einer Vielzahl von industriellen Produkten für die weiterverarbeitende Industrie veredelt. Rund 8.000 Mitarbeiter an 53 Produktionsstandorten auf allen fünf Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/13 einen Konzernumsatz von rund 3,1 Mrd. €. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft notiert seit 1991 im Prime Market Segment der Wiener Börse.
AGRANA beliefert in den drei Geschäftssegmenten Zucker, Stärke (inklusive Bioethanol) und Frucht lokale Produzenten sowie große internationale Konzerne speziell im Nahrungsmittelsektor. Im Segment Zucker wird auch der Endkonsument direkt über den Lebensmitteleinzelhandel bedient.
Folgendes Organigramm zeigt die Eigentümerstruktur sowie wesentliche Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft zum 28. Februar 2013:
*) Die rest lichen Ant eile auf 100 % werden von der Tocht ergesellschaf t AGRANA Market ing- und Vert riebsservice Gesellschaf t m.b.H. gehalt en.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hält zum 28. Februar 2013 auch Beteiligungen an INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H., Wien (66,67 %), Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H., Tulln (100,00 %), AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien (100,00 %) und der Agrofrucht Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft mbH, Wien (100,00%).
basierend auf dem Jahresabschluss nach UGB zum 28. Februar 2013
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung | 2012/13 | 2011/12 | in % | |
| Umsatzerlöse | t€ | 71 | 69 | 2,9% |
| Sonstige betriebliche Erträge | t€ | 37.478 | 34.245 | 9,4% |
| Betriebsleistung | t€ | 37.549 | 34.314 | 9,4% |
| Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) | t€ | -7.476 | -8.615 | -13,2% |
| Operative Marge ¹ | % | -19,9% | -25,1% | |
| Beteiligungserträge | t€ | 53.825 | 53.825 | 0,0% |
| Finanzerfolg | t€ | 60.089 | 60.350 | -0,4% |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 52.612 | 51.735 | 1,7% |
| Jahresüberschuss | t€ | 52.693 | 52.543 | 0,3% |
| Investitionen in Sachanlagen und | t€ | |||
| immaterielle Vermögenswerte | t€ | 1.996 | 2.131 | -6,3% |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 129.256 | 13.335 | 869,3% |
¹ Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Weder das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit noch der Jahresüberschuss der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verändert.
Die Investitionen in Finanzanlagen betrafen indirekte Gesellschafterzuschüsse an die AGRANA Bioethanol GmbH und die AGRANA Group-Services GmbH sowie den Zugang einer Ausleihung an die AGRANA Group-Services GmbH.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzkennzahlen | 2012/13 | 2011/12 | in % | |
| Bilanzsumme | t€ | 762.077 | 631.938 | 20,6% |
| Grundkapital | t€ | 103.210 | 103.210 | 0,0% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | t€ | |||
| und Sachanlagen | t€ | 3.171 | 2.689 | 17,9% |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | t€ | 422.485 | 403.678 | 4,7% |
| Andere Finanzanlagen | t€ | 195.456 | 85.456 | 128,7% |
| Eigenkapital | t€ | 592.433 | 590.867 | 0,3% |
| Eigenkapitalquote ¹ | % | 77,7% | 93,5% | -16,9% |
| Haftungsverhältnisse | t€ | 320.211 | 465.821 | -31,3% |
¹ Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Die Bilanzsumme verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 130.139 t€ bzw. 20,6 %. Dieser ist vor allem auf die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen (18.807 t€) und die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 110.000 t€ zurückzuführen, welches zu gleichen Konditionen an die AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde.
Die Eigenkapitalquote von 77,7 % (Vorjahr: 93,5 %) zeigt eine solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2011/12 | in % | ||
| Cashflow aus laufender | ||||
| Geschäftstätigkeit | t€ | 53.154 | 40.001 | 32,9% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | t€ | -131.126 | -15.466 | 747,8% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | t€ | 58.935 | -34.089 | -272,9% |
| Veränderung der flüssigen Mittel | t€ | -19.037 | -9.552 | 99,3% |
| Bestand an flüssigen Mittel | t€ | 2.061 | 21.098 | -90,2% |
2012/13: t€ 1.863; 2011/12: t€ 21.014 ¹ einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-Services GmbH
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/13 um 13.153 t€ auf 53.154 t€ (Vorjahr: 40.001 t€).
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 747,8 % auf -131.126 t€ und enthält im Wesentlichen Investitionen in Finanzanlagen (129.256 t€).
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr trotz Dividendenauszahlung von rd. 51.127 TEUR durch die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von rd. 110.000 TEUR mit 58.935 TEUR (Vorjahr: -34.089 TEUR) positiv.
Die AGRANA Zucker GmbH ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina. Der Zuckervertrieb sowie der Vertrieb der Gastronomie-Produkte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden Hellma Lebensmittel-Verpackungs Ges.m.b.H. erfolgen ebenfalls durch die AGRANA Zucker GmbH.
Die AGRANA Zucker GmbH konnte im Geschäftsjahr 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr mengenmäßig nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die Marktposition konnte dennoch gehalten werden. Der Absatz an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zeigte sich aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Großkunden stabil. In der Bio-Sparte ließen sich nur kleine Mengenzuwächse verzeichnen.
Für Erläuterungen des wirtschaftlichen Umfelds und der Geschäftsentwicklung des Segments ZUCKER wird auf die nachfolgenden Ausführungen im Kapitel "Segmente der AGRANA-Gruppe" verwiesen.
Die AGRANA Stärke GmbH stellt an den österreichischen Produktionsstandorten Gmünd und Aschach Kartoffel- und Maisstärkeprodukte her und fungiert als Holding für die internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien sowie für die AGRANA Bioethanol GmbH, Wien.
Im Geschäftsjahr 2012/13 stieg der Umsatz der österreichischen AGRANA Stärke GmbH um rund 5,2 %, was auf höhere Verkaufsmengen bei Haupt- und Nebenprodukten sowie aufgrund höherer Verkaufspreise als im Vorjahr zurückzuführen war. Aufgrund einer stabilen Marktnachfrage und der konsequenten Marktbearbeitung konnten die Absatzmengen der Hauptprodukte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Summe legte der Mengenabsatz von 1.170.300 Tonnen im Vorjahr auf heuer 1.182.300 Tonnen leicht zu. Der Absatz von Nebenprodukten (inklusive Futtermittel-Handelswaren) lag mit 680.800 (Vorjahr: 705.000) Tonnen unter dem Vorjahr, was insbesondere auf geringere Verkäufe von Futtermittel-Handelswaren zurückzuführen war. Die knappe weltweite Versorgungslage mit Proteinfuttermitteln führte im Jahresvergleich zu einem deutlich höheren Preisniveau der Nebenprodukte (Maiskraftfutter, Maiskeime und Kartoffelproteine).
Für Erläuterungen des wirtschaftlichen Umfelds und der Geschäftsentwicklung des Segments STÄRKE wird auf die nachfolgenden Ausführungen im Kapitel "Segmente der AGRANA-Gruppe" verwiesen.
Die AGRANA J & F Holding GmbH fungiert als Holding für sämtliche nationale und internationale Tochtergesellschaften im Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory/Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert als Holding die AGRANA Juice Holding GmbH mit Sitz in Gleisdorf/Österreich.
Für Erläuterungen des wirtschaftlichen Umfelds und der Geschäftsentwicklung des Segments FRUCHT wird auf die nachfolgenden Ausführungen im Kapitel "Segmente der AGRANA-Gruppe" verwiesen.
Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. fungiert als Holding Gesellschaft und hält neben der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Anteile an AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH und AGRANA J & F Holding GmbH.
Bei der Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H, Tulln, werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Da die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft die Holding-Funktion für die AGRANA-Gruppe ("AGRANA") und ihre wesentlichen Beteiligungen die Holding-Funktionen für die Segmente der Gruppe übernehmen, wird nachfolgend auch auf die Geschäftsentwicklung und das wirtschaftliche Umfeld der Segmente eingegangen.
Angaben zur Geschäftsentwicklung basieren auf dem IFRS-Konzernabschluss der AGRANA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2012/13.
Die AGRANA Zucker GmbH, Wien, ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina. Im Segment Zucker sind weiters die Instantina Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding angesiedelt. Der Zuckervertrieb sowie der Vertrieb der Gastronomie-Produkte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden Hellma Lebensmittel-Verpackungs Ges.m.b.H., Wien, erfolgen ebenfalls durch die AGRANA Zucker GmbH.
Für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2012|13 (Oktober 2012 bis September 2013) geht F.O. Licht in der zweiten Schätzung der Weltzuckerbilanz vom März 2013 von einer Erzeugung von 183,1 Mio. Tonnen und einem Verbrauch von 168,7 Mio. Tonnen aus (ZWJ 2011|12: 175,3 gegenüber 165,5 Mio. Tonnen). Das würde eine Stabilisierung der Weltzuckerbestände bei 78,5 (ZWJ 2011|12: 68,5) Mio. Tonnen bzw. 46,5 % (ZWJ 2011|12: 41,4 %) eines Jahresverbrauchs bedeuten.
Die Weltmarktpreise für Zucker waren auch im vergangen Jahr sehr volatil. Nach einem Höchstwert von 544 € je Tonne Weißzucker im Juli 2012 ging die Notierung bei starken Schwankungen bis zum Ende des Geschäftsjahres am 28. Februar 2013 auf 398 € je Tonne zurück.
Die Zuckerproduktion der EU-27 für die Saison 2012|13 soll im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Mio. Tonnen auf 17,1 Mio. Tonnen fallen. Regional sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen (extreme Trockenheit bis ausgiebige Regenfälle) während des Anbaus und der Ernte können als Gründe dafür angesehen werden.
Die Europäische Kommission hat im ZWJ 2012|13 wie auch schon im Vorjahr zwei außerordentliche Maßnahmen getroffen. Sie genehmigte den Verkauf von Nicht-Quotenzucker für den EU-Food-Markt (eine sogenannte "Umwidmung"), für den eine verringerte Überschussabgabe zu entrichten war. Neben dieser Maßnahme wurde eine Dauerausschreibung für die Zeiträume Jänner bis Februar 2013 und Mai bis Juni 2013 für Einfuhren von Zucker zu einem ermäßigten Zollsatz eröffnet. Insgesamt stehen für das ZWJ 2012|13 Exportkontingente für europäischen Nicht-Quotenzucker in Höhe von 1,35 Mio. Tonnen zur Verfügung.
Laut Vorschlag der Europäischen Kommission vom Oktober 2011 sollen wesentliche Teile der Zuckermarktordnung mit 30. September 2015 auslaufen. Das Europäische Parlament folgte Mitte März der Empfehlung des Agrarausschusses vom Jänner 2013 und stimmte zugunsten einer unveränderten Fortführung der Zuckermarktordnung bis Ende September 2020 ab. Am 19. März 2013 einigten sich im Europäischen Rat die EU-Agrarminister darauf, das Quotensystem am 30. September 2017 zu beenden. Ein Trilog zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament in der ersten Jahreshälfte 2013 soll bis zum Sommer eine finale Entscheidung über die Zukunft der Zuckermarktordnung bringen.
Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen ("Doha-Runde") konnten bisher nicht zum Abschluss gebracht werden. Für Dezember 2013 ist eine WTO-Ministerkonferenz in Bali|Indonesien angesetzt, bis zu der ebenfalls kein Abschluss zu erwarten ist.
In der AGRANA-Gruppe wurde der Zuckerrübenanbau für das ZWJ 2012|13 auf rund 102.000 (Vorjahr: 92.000) Hektar ausgeweitet. Rund 6.000 Hektar Anbaufläche gingen im Frühjahr infolge widriger Witterungsbedingungen verloren, wurden jedoch zum Großteil wieder bebaut. Geringe bzw. ausbleibende Niederschlagsmengen von Juli bis September 2012 führten in fast allen Anbaugebieten zu unterdurchschnittlichen Erträgen, vor allem in der Slowakei, Ungarn und Rumänien. Rund 8.000 (Vorjahr: rund 8.100) Rübenbauern ernteten im Geschäftsjahr 2012|13 eine Rübenmenge von mehr als 5,5 Millionen (Vorjahr: 5,9 Millionen) Tonnen. In der Gruppe sank der durchschnittliche Rübenertrag je Hektar auf rund 53 (Vorjahr: rund 66) Tonnen. Aufgrund der hohen Temperaturen waren zudem die Zuckergehalte der Ernte ebenfalls in allen Regionen mit 16,7 % (Vorjahr: 17,6 %) unterdurchschnittlich. Die Preise für die Zuckerrüben der Ernte 2012|13 wurden den höheren Zuckerpreisen angepasst.
Die sieben AGRANA-Zuckerrübenfabriken verarbeiteten täglich rund 48.800 (Vorjahr: 48.200) Tonnen Rüben. In durchschnittlich 117 (Vorjahr: 124) Tagen pro Werk wurden daraus rund 823.000 (Vorjahr: 945.000) Tonnen Zucker erzeugt. Die Zuckerproduktion lag damit zwar deutlich über der AGRANA-EU-Rübenzuckerquote von 618.000 Tonnen, aber unter der Vorjahresmenge. Die die Quote übersteigenden Mengen werden als Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie vermarktet, im Rahmen der von der EU dafür freigegebenen Mengen im EU-Food-Markt abgesetzt oder auf dem Weltmarkt exportiert. Zur Versorgung des Defizitmarktes Ungarn raffinierte das Werk in Kaposvár|Ungarn nach der Rübenkampagne Rohzucker und gewann rund 23.100 Tonnen Weißzucker (Vorjahr: 50.100 Tonnen in zwei Kampagnen). Insgesamt (inklusive Bosnien-Herzegowina und Rumänien) wurden im Konzern im Geschäftsjahr 2012|13 rund 296.600 (Vorjahr: 304.800) Tonnen Weißwert aus Rohzucker gewonnen. Hrusovany|Tschechien produzierte in der vergangenen Bio-Rüben-Kampagne 4.949 Tonnen Bio-Zucker (Vorjahr: 7.000 Tonnen).
Aufgrund der durchwegs geringeren Zuckergehalte in den Rüben stieg der Energieverbrauch bezogen auf den produzierten Zucker (Weißwert) an. Der Gesamtenergieverbrauch für Zuckerproduktion und Schnitzeltrocknung (bezogen auf die verarbeiteten Rüben) konnte gesenkt werden. In Ungarn wurden durch die Inbetriebnahme eines dritten Biogasfermenters rund 66 % (Vorjahr: 52 %) des Primärenergiebedarfes in der Kampagne durch eigenes Biogas substituiert.
Im Segment Zucker wurden im Geschäftsjahr 2012|13 55,9 (Vorjahr: 25,3) Mio. € für Neu- und Ersatzinvestitionen aufgewendet. In Leopoldsdorf und Tulln, beide Österreich, investierte AGRANA in die Errichtung zweier Niedertemperaturtrockner, die mit Beginn der Kampagne 2012|13 den Betrieb aufnahmen und zu einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs bei der Schnitzeltrocknung führten. In Kaposvár|Ungarn wurde die Dünnsaftenthärtung in Betrieb genommen und mit der Errichtung eines 60.000 Tonnen fassenden Zuckersilos begonnen. In Hrušovany| Tschechien erfolgte die Einbindung der neuen Gasanschlussleitung in das Hochdrucknetz und drei Dampfkessel wurden nach der Umstellung auf Gasbefeuerung erfolgreich in Betrieb genommen. Durch den Umbau der Verdampfstation in Sereď|Slowakei konnte der Energieverbrauch für die Rübenverarbeitung deutlich reduziert werden. Nach erfolgter Installation der 1-Kilogrammkg-Abpackmaschine wurden in Buzău|Rumänien die zugehörigen Förderwege entsprechend modernisiert. Um den gestiegenen lokalen Marktanforderungen gerecht zu werden, errichtete AGRANA in Brčko|Bosnien-Herzegowina ein neues Verpackungszentrum.
Die Absätze von AGRANA Zucker lagen in Österreich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau. Die sogenannten "Hamsterkäufe" größtenteils ungarischer Konsumenten und Händler im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet blieben heuer aus, wodurch in diesem Bereich mengenmäßig nicht an das Vorjahresniveau angeknüpft werden konnte. Die Marktposition konnte dennoch gehalten werden. Der Absatz an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zeigte sich aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Großkunden stabil. In der Bio-Sparte ließen sich nur kleine Mengenzuwächse verzeichnen.
Um die bestmögliche Versorgung des ungarischen Marktes zu gewährleisten, wurde in Ungarn auch in diesem Jahr importierter Rohzucker raffiniert. Innerhalb der Tschechischen Republik lag der Zuckerabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt auf Vorjahresniveau (+2,6 %). Während sich das Geschäft mit dem Lebensmittelhandel – insbesondere durch die Zusammenarbeit mit internationalen Handelsketten – positiv entwickelte, sank der Absatz an die zuckerverarbeitende Industrie um rund 5 %. Die Preise zeigten gegenüber der Vorjahresperiode insgesamt eine positive Entwicklung.
In der Slowakei lag der Gesamtzuckerabsatz im Geschäftsjahr 2012|13 auf dem Niveau des Vorjahres. Das leichte Minus im Bereich der Lebensmittelindustrie (-2,2 %) konnte durch die positive Entwicklung des Geschäftes mit dem Handel kompensiert werden (+16,2 %). Der Export von Überschusszucker zeigte aufgrund der höheren Verfügbarkeit ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.
AGRANA konnte in Rumänien im Geschäftsjahr 2012|13 eine Steigerung des Zuckerabsatzes um insgesamt 19,8 % erzielen. Dafür waren insbesondere deutlich höhere Handelsabsätze aber auch verstärkte Lieferungen an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie verantwortlich.
Innerhalb Bulgariens konnte durch eine intensive Marktbearbeitung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Absatzsteigerung im Bereich "Handel" um insgesamt 52,2 % erzielt werden.
In der Region Westbalkan konnte der Zuckerabsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode insgesamt gesteigert werden (+ 27 %). Dies war insbesondere auf eine positive Entwicklung in Bosnien-Herzegowina und Mazedonien zurückzuführen. Die Vermarktung von Überschusszucker in Drittländer lag mengenmäßig auf dem Niveau des Vorjahres.
| 2012/13 | 2011/12 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.202.208 | 967.229 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -80.692 | -82.812 |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.121.516 | 884.417 |
| EBITDA 1 | t€ | 138.851 | 129.126 |
| Operatives Ergebnis 1 | t€ | 119.115 | 112.268 |
| Operative Marge | % | 10,6 | 12,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 0 | 0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | t€ | 119.115 | 112.268 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2 |
t€ | 55.903 | 25.328 |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 17 | 490 |
| Mitarbeiter | 2.315 | 2.249 |
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
AGRANA steigerte im Geschäftsjahr 2012|13 den Umsatz im Segment Zucker um 26,8 % auf 1.121,5 (Vorjahr: 884,4) Mio. €. Sowohl im Handels- als auch im Industriezuckergeschäft konnte die führende Position mit hohen Quotenzuckerabsätzen und gutem Service gefestigt werden. Auch im Nicht-Quotenzuckerbereich, also Zuckerlieferungen an Drittländer (außerhalb der EU) und an die chemische Industrie, konnte AGRANA mengenmäßig zulegen. Die Preise für Quotenzucker entwickelten sich stabil, während sie für Nicht-Quotenzucker entsprechend den Weltmarktnotierungen zurückgingen. Der Umsatzanteil des Segments Zucker am Konzernumsatz betrug 36,6 % (Vorjahr: 34,3 %).
Das operative Ergebnis des Segments Zucker in Höhe von 119,1 (Vorjahr: 112,3) Mio. € übertraf das Rekordergebnis des Vorjahres. Erfolgsfaktoren waren AGRANAs ausreichende Mengen an Nicht-Quotenzucker, das flexible Reagieren auf Marktchancen und Möglichkeiten aus sich rasch ändernden Marktbedingungen und die stabile Preisentwicklung bei Quotenzucker. Erfreulich zeigte sich auch die Entwicklung im Nebenproduktbereich (Trockenschnitzel und Melasse), wo infolge der hohen Getreidepreise gute Zusatzdeckungsbeiträge erwirtschaftet werden konnten. Durch gezielte Investitionen wurden zudem zahlreiche Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen, insbesondere im Energiebereich, erreicht.
Das Segment Stärke umfasst die AGRANA Stärke GmbH mit den österreichischen Stärkeprodukten der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach sowie die Führung und Koordination der internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien. Das Geschäftsfeld Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segments Stärke.
Gemäß Weltgetreidebilanz des Internationalen Getreiderats (IGC1 ) für das Wirtschaftsjahr 2012|132 sinken global sowohl Produktion als auch Nachfrage gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus werden die geschätzten Produktionsmengen von Mais und Weizen unter den nachgefragten Mengen liegen (Mais: 850 vs. 867 Mio. Tonnen; Weizen: 656 vs. 677 Mio. Tonnen) und somit zu einem Rückgang der Lagerbestände führen.
Der engen Versorgungssituation auf den internationalen Rohstoffmärkten folgend, bewegen sich die Terminnotierungen weiter auf hohem Niveau. So kletterten die Preise für Mais im Frühjahr 2012 stetig auf rund 195 € je Tonne (Weizen: 210 € je Tonne). Infolge einer Dürreperiode in den USA setzte Mitte Juni ein massiver Anstieg der Rohstoffpreise ein, der sich gegen Ende des Jahres wieder abschwächte. Anfang März 2013 lagen die Maisnotierung an der NYSE Liffe Paris bei rund 225 € je Tonne und die Weizennotierung bei rund 250 € je Tonne.
Die Isoglukose-Quote der EU-27 beträgt im Wirtschaftsjahr 2012|13 rund 690.000 Tonnen, wobei auf HUNGRANA mit 220.000 Tonnen der größte Anteil entfällt.
In der Kampagne 2012|13 hat die österreichische Stärkefabrik in Gmünd in 127 (Vorjahr: 145) Tagen rund 216.800 (Vorjahr: 235.500) Tonnen Stärkeindustriekartoffeln mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 18,5 % (Vorjahr: 19,2 %) verarbeitet. Der Bio-Anteil lag wie im Vorjahr bei rund 6 %. Für das Anbaujahr 2013 plant AGRANA eine Stärkekartoffel-Kontraktmenge von rund 230.000 Tonnen. Aus rund 24.000 (Vorjahr: 25.000) Tonnen Speiseindustriekartoffeln wurden etwa 4.400 (Vorjahr: 4.600) Tonnen Kartoffeldauerprodukte erzeugt, wobei der Bio-Anteil bei rund 29 % (Vorjahr: 25 %) lag.
Die gesamte Maisverarbeitungsmenge (ohne Bioethanolverarbeitung) in den AGRANA-Stärkefabriken in Österreich, Ungarn (50 %) und Rumänien wuchs im Geschäftsjahr 2012|13 auf rund 791.000 (Vorjahr: 747.000) Tonnen. Davon entfiel auf die Verarbeitung von Nassmais (auf Basis Feuchtgewicht) eine Menge von rund 173.000 (Vorjahr: 161.000) Tonnen. Der Anteil an Spezialmais (Wachsmais, Bio-Mais, Garantiert Gentechnikfreier Mais) stieg auf rund 59.000 (Vorjahr: 57.000) Tonnen.
1 International Grains Council
2 Getreidewirtschaftsjahr: Juli bis Juni
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2012|13 rd. 59,1 (Vorjahr: 29,3) Mio. €. Der Anstieg der Investitionssumme gegenüber dem Vorjahr ist vor allem durch die Errichtung der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf|Österreich begründet. Darüber hinaus wurde an diesem Standort zur Verbesserung der Energieeffizienz in die Wärmerückgewinnung aus der Futtermitteltrocknung investiert sowie ein Verwaltungsgebäude errichtet. Die Investitionstätigkeiten der ungarischen Beteiligung HUNGRANA in einen Strohverbrennungskessel zur Prozesswärmegewinnung aus Biomasse wurden abgeschlossen. Weiters wurde in Ungarn die Produktionsleistung auf eine tägliche Maisverarbeitung von 3.500 Tonnen erhöht. Im Werk Gmünd|Österreich investierte der Konzern in eine Dosenabfüllanlage für den Bereich Säuglingsmilchnahrung. Das Projekt "Erweiterung der Maislagerkapazität" in der Stärkefabrik Aschach|Österreich wurde abgeschlossen. In der rumänischen Fabrik in Tăndărei wurde unter anderem in eine höhere Rohstoffverarbeitungsleistung von 175 Tonnen pro Tag investiert.
Im Geschäftsjahr 2012|13 stieg der Umsatz der AGRANA Stärke GmbH vor allem aufgrund höherer Verkaufsmengen für Haupt- und Nebenprodukte sowie aufgrund höherer Verkaufspreise für Verzuckerungs- und Nebenprodukte um rund 5 %. Bei den Stärkeprodukten wurden marktbedingt jedoch geringere Verkaufspreise als im Vorjahr erzielt. Das führte zusammen mit den gestiegenen Rohstoffaufwendungen zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses. Aufgrund einer stabilen Marktnachfrage und der konsequenten Marktbearbeitung konnten die Absatzmengen der Hauptprodukte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Summe legte der Mengenabsatz von 1.170.300 Tonnen im Vorjahr auf heuer 1.182.300 Tonnen leicht zu. Der Absatz von Nebenprodukten (inklusive Futtermittel-Handelswaren) lag mit 680.800 (Vorjahr: 705.000) Tonnen unter dem Vorjahr, was insbesondere auf geringere Verkäufe von Futtermittel-Handelswaren zurückzuführen war. Die knappe weltweite Versorgungslage mit Proteinfuttermitteln führte im Jahresvergleich zu einem deutlich höheren Preisniveau der Nebenprodukte (Maiskraftfutter, Maiskeime und Kartoffelproteine).
Im Geschäftsjahr 2012|13 konnte der Umsatz der ungarischen HUNGRANA (50%-Anteil der AGRANA) um rund 11 % gesteigert werden. Wie in Österreich waren dafür höhere Verkaufspreise bei Verzuckerungs- (+15 %) und Nebenprodukten (+8 %) sowie höhere Verkaufsmengen für Haupt- und Nebenprodukte verantwortlich. Die Absatzmenge übertraf mit insgesamt 530.800 Tonnen das Vorjahr (500.100 Tonnen). Die deutlich höheren Rohstoffpreise konnten durch die gestiegenen Verkaufspreise für Verzuckerungs- und Nebenprodukte sowie die höheren Verkaufsmengen kompensiert werden.
In Rumänien führten die generell höheren Verkaufsmengen sowie die gestiegenen Verkaufspreise für Nebenprodukte zu einer Umsatzsteigerung von rund 29 %. Deutlich höhere Rohstoffpreise sowie niedrigere Verkaufspreise für die Hauptprodukte – insbesondere Stärkeprodukte – führten zu einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses.
Im Oktober 2012 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Richtlinienvorschlag, um das Thema der indirekten Landnutzungsänderungen ("Indirect Land Use Change" oder ILUC) in die bestehende "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" (2009/28/EG) aufzunehmen. AGRANA verfolgt die kontroverse Diskussion auf europäischer Ebene und ist überzeugt, dass durch Investitionen in moderne Technologien sämtliche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden können. Schon heute betragen die CO2-Einsparungen von Bioethanol aus Pischelsdorf|Österreich gegenüber Benzin ca. 70 %. Zudem reduziert das Nebenprodukt ActiProt®, ein hochwertiges Eiweißfuttermittel, den Bedarf an Sojaimporten aus Übersee. AGRANA verwendet für die Bioethanolproduktion ausschließlich mitteleuropäische Futtergetreideüberschüsse.
Die Ende 2011 gestarteten Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren gegen Einfuhren von Bioethanol aus den USA gingen Ende 2012/Anfang 2013 zu Ende. Ab dem 25. Februar 2013 fallen für einen Zeitraum von fünf Jahren Anti-Dumping-Strafzölle für Ethanolimporte aus den USA in der Höhe von 49 € pro m³ an.
AGRANA betreibt gemeinsam mit den österreichischen Rübenbauern (AGRANA Stärke GmbH mit einem Anteil von 74,9 %, Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH mit 25,1 %) ein Bioethanolwerk in Pischelsdorf|Österreich und im Rahmen ihrer 50%-Beteiligung an HUNGRANA Kft. eine kombinierte Stärke- und Bioethanolerzeugungsanlage in Szabadegyháza|Ungarn. Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der beiden Werke beträgt rund 400.000 m³.
Der Absatz von Bioethanol (konsolidiert Österreich und 50 %-Anteil Ungarn, ohne Industriealkohol) liegt mit 331.500 m³ auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 331.300 m³). Die Verkaufspreise von Bioethanol sowie ActiProt® konnten im Vergleich zum Vorjahr weiter angehoben werden.
In der österreichischen Bioethanol-Anlage in Pischelsdorf wurden in Summe rund 567.000 (Vorjahr: 554.000) Tonnen Getreide – mit einem Verhältnis von Weizen (inkl. Tritikale) zu Mais von etwa 40:60 (anteiliger Nassmais auf Basis Feuchtgewicht) – verarbeitet. Für die Ernte 2013 wurden wieder Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.
Die ungarische Ethanolproduktion ist Teil der Stärkefabrik Szabadegyháza, die Mais zu Stärke, Isoglukose und Bioethanol verarbeitet. Bei HUNGRANA wurden rund 222.000 (Vorjahr: 206.000) Tonnen Mais (bezogen auf den 50%-Anteil der AGRANA) für die Verarbeitung zu Bioethanol eingesetzt.
| 2012/13 | 2011/12 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 813.724 | 773.217 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -9.420 | -8.941 |
| Umsatzerlöse | t€ | 804.304 | 764.276 |
| EBITDA 1 | t€ | 96.193 | 106.080 |
| Operatives Ergebnis 1 | t€ | 72.614 | 81.948 |
| Operative Marge | % | 9,0 | 10,7 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | 0 | 0 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | t€ | 72.614 | 81.948 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2 |
t€ | 59.081 | 29.303 |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 0 | 0 |
| Mitarbeiter | 950 | 911 |
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Höhere Verkaufsmengen sowie bessere Verkaufspreise bei den Verzuckerungsprodukten führten im Geschäftsjahr 2012|13 zu einem Umsatzzuwachs im Segment Stärke von 5,2 % auf 804,3 (Vorjahr: 764,3) Mio. €. Im Bereich Bioethanol lagen die Verkaufspreise über dem Vorjahr und die Verkaufsmengen auf Vorjahresniveau. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgten die relativ hohen Preise am Zuckermarkt für eine Belebung des Geschäftes mit Stärkeverzuckerungsprodukten. Der Umsatzanteil des Segments Stärke am Konzernumsatz betrug 26,2 % nach 29,7 % im Vorjahr.
Das operative Ergebnis von 72,6 Mio. € lag um 9,3 Mio. € unter dem sehr guten Vorjahreswert. Die operative Marge ging von 10,7 % auf 9,0 % zurück. Während die Profitabilität im ersten Halbjahr 2012|13 noch klar über der des Vergleichszeitraums lag, führten niedrigere Verkaufspreise infolge des intensiveren Wettbewerbes sowie die gestiegenen Rohstoffaufwendungen zu einem signifikanten Rückgang im zweiten Halbjahr. Der höhere Ergebnisbeitrag der AGRANA Bioethanol GmbH konnte die rückläufigen Ergebnisse der AGRANA Stärke GmbH sowie der rumänischen Stärkefabrik nicht kompensieren. Das operative Ergebnis der ungarischen Beteiligung HUNGRANA lag auf Vorjahresniveau.
Die AGRANA J&F Holding GmbH hält mittelbar alle nationalen und internationalen Tochtergesellschaften im Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Sitz in Mitry-Mory/Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AGRANA Juice Holding GmbH mit Sitz in Gleisdorf/Österreich als Holding.
Im Geschäftsjahr 2012|13 waren im Bereich Fruchtzubereitungen regional unterschiedliche Marktentwicklungen zu beobachten. Während der Absatz in der EU auf hohem Niveau leicht rückläufig war, zeigte sich in allen anderen Regionen eine sehr positive Entwicklung.
Der Absatzrückgang in der EU, insgesamt zwischen 2 bis 3 %, war vor allem in Deutschland, Frankreich, Österreich sowie Süd- und Südosteuropa feststellbar. In Südeuropa belasteten die Euro-Krise und die damit verbundene hohe Arbeitslosensrate den Markt. In Deutschland und Österreich waren angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit eine generelle Konsumzurückhaltung und eine hohe Sparneigung zu verzeichnen. Dazu kam, dass in der EU die funktionalen "Health-Benefits" der Produkte nicht mehr beworben werden dürfen. In Verbindung mit generell reduzierten Werbeaufwendungen litt die Gesamtdynamik im europäischen Markt.
Außerhalb der EU wuchs der Markt mit 4 bis 6 % weiterhin stark. Das betraf mit Ausnahme der bereits entwickelten Joghurt-Märkte Australien und Südkorea, wo ein Zuwachs von nur 1 bis 2 % zu verzeichnen war, beinahe alle Länder. Gründe für das Marktwachstum waren neue und attraktive Produktangebote, wie griechisches Joghurt mit hohem Fruchtanteil in den USA, und anziehender Bedarf in Schwellenländern mit noch niedrigem Pro-Kopf-Joghurtkonsum.
Im Konzentratgeschäft war weiterhin ein Trend zu Fruchtsaftgetränken mit niedrigem Saftgehalt erkennbar. Fruchtsäfte und Nektare zeigten vor allem in Westeuropa einen rückläufigen Absatz, der ergebnisseitig durch niedrigere Einkaufspreise aufgrund sehr guter Ernten in Polen und Ungarn teilweise abgemildert wurde. In diesen beiden Hauptbezugsmärkten von AUSTRIA JUICE konnte daher bereits sehr früh mit der Apfelverarbeitung begonnen werden.
Die Preisentwicklungen waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr volatil. In Form von branchenüblichen Jahreskontrakten wurde der Großteil der Produktion aus der Ernte 2012 aber bereits während der laufenden Kampagne weltweit verkauft.
AGRANA Frucht ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie mit einem globalen Marktanteil von rund einem Drittel. Insgesamt betrieb die Gruppe zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 20 Ländern. Im Geschäftsjahr 2012|13 erfolgte die Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang|China sowie der Beschluss der Errichtung eines neuen Werkes im Wachstumsmarkt USA. Mit dem neuen Standort in Lysander im Bundestaat New York soll vor allem der steigenden Kundennachfrage in Kanada und im Nordosten der USA Rechnung getragen werden. Gleichzeitig wurde der kleine und unprofitable Standort der Flavors from Florida, Inc. in Bartow|USA geschlossen.
Durch die Fusion von AGRANA Juice mit der Ybbstaler-Gruppe zur neuen AUSTRIA JUICE GmbH ist AGRANA mit 15 Produktionsstandorten der führende Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa. Durch den Zusammenschluss sollen Synergien genutzt, eine verstärkte Betreuung internationaler Märkte gewährleistet und weitere Wachstumsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Unternehmen möchte seine führende Rolle als Lieferant von Fruchtsaftkonzentraten, Fruchtpürees, Getränkegrundstoffen, natürlichen Aromen sowie Direktsäften für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie weiter stärken.
AUSTRIA JUICE produziert in Europa hauptsächlich Apfelsaftkonzentrat mit einem relativ hohen Säuregrad zur weiteren Herstellung von 100%-Apfelsäften und Apfelschorlen. Der chinesische Standort liegt in Xianyang City in der größten Apfelanbauregion der Welt und zeichnet sich dementsprechend durch eine gute Rohstoffversorgung für "süßes" chinesisches Apfelsaftkonzentrat aus. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA auch Beeren zu Buntsaftkonzentraten für den Absatz auf dem internationalen Markt.
Das abgelaufene Wirtschaftsjahr zeigte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen keine spürbare Entlastung auf den Rohstoffmärkten. Generell haben sich die Fruchtpreise sowie die Preise für Zucker, Stärken und Flüssigzucker auf dem hohen Preisniveau des vergangenen Jahres stabilisiert. Gründe dafür waren etwa die durchschnittlichen Frühjahrs- und Sommerernten in Europa, Nordamerika und China. Stein- und Kernfrüchte wie Pfirsich und Marille wurden aufgrund der volatilen Rohstoffpreissituation in Spanien und Griechenland leicht teurer. Dies gilt auch für Nordund Südamerika, wo die Preise regional insbesondere aufgrund der robusten Nachfrage in den Schwellenländern noch stärker stiegen als in Europa. Die Preise für tropische Früchte waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgrund eines guten Ernteaufkommens im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil.
Innerhalb der AGRANA-Gruppe konnten negative Rohstoffpreiseffekte durch eine gute Deckungspolitik und die Nutzung des globalen Sourcing-Netzwerks abgemildert werden.
Während die Ernte im Bereich Fruchtsaftkonzentrate in Westeuropa vor allem in Frankreich und Italien deutlich unter Vorjahresniveau ausfiel, konnten in Polen und Ungarn aufgrund eines erhöhten Streuobstaufkommens sehr gute Ernten verzeichnet werden. Die Apfelverarbeitungssaison wurde an allen Produktionsstandorten, mit Ausnahme von China, Ende November beendet. In China lagen die Verarbeitungsmengen durch eine bessere Rohstoffverfügbarkeit deutlich über Vorjahr.
Die Beerensaison war von teilweise deutlich höheren Rohstoffpreisen aufgrund geringer Erntemengen gekennzeichnet. Vor allem Erdbeeren und Sauerkirschen waren davon betroffen. Einzig bei schwarzen Johannisbeeren konnte eine deutliche Preisentspannung gegenüber dem Vorjahr realisiert werden. Die Beerenverarbeitungssaison wurde Ende September abgeschlossen.
Die gesamte Produktionsmenge im Bereich Fruchtsaftkonzentrate konnte im Geschäftsjahr 2012|13 deutlich gesteigert werden. Dieser markante Zuwachs resultierte sowohl aus Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH als auch aus den gesteigerten Produktionsmengen in China, Polen und Ungarn.
Die Investitionen im Segment Frucht betrugen 34,9 (Vorjahr: 42,5) Mio. € und betrafen neben Instandhaltungsmaßnahmen auch Kapazitätserweiterungen. In Serpuchov|Russland wurde die Werkserweiterung im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossen. Alle Aktivitäten in Zusammenhang mit der Fabrikverlagerung und -erweiterung in Dachang|China wurden ebenfalls erfolgreich beendet. Das neue Werk nahm bereits im November 2012 den Betrieb auf, alle Produktionslinien wurden transferiert und die alte Fabrik geschlossen. Im AGRANA-Werk in Centerville|USA erfolgte die Installation einer zusätzlichen Produktionslinie, in Mexiko wurde das Projekt der Trockenfrüchteproduktion abgeschlossen und die Produktion gestartet. Ferner floss ein größerer Betrag in den Ankauf von Edelstahlcontainern für den Fruchtzubereitungstransport. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurden im Wesentlichen notwendige Ersatzinvestitionen getätigt. In Ungarn wurde am Standort Vásárosnamény eine neue Produktionslinie für trübes Apfelsaftkonzentrat implementiert, in der Ukraine eine fünfte Säule für den Vakuumverdampfer angeschafft.
Im Geschäftsjahr 2012|13 lag der Absatz im Fruchtzubereitungsbereich um ca. 6 % über dem Wert des Vorjahres. Während in der EU ein Rückgang zu verzeichnen war, wuchsen die Verkaufsmengen außerhalb der EU deutlich, wobei die Hälfte dieses Wachstums aus Nordamerika kam.
Höhere Rohstoffkosten konnten durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. In der EU gelang es, einen Teil der Volumenrückgänge durch höhere Preise und Margen auszugleichen.
Weltweit konnte AGRANA Frucht den Marktanteil leicht steigern und ist weiterhin unangefochtener Marktführer im globalen Furchtzubereitungsmarkt. Die größten Zuwächse wurden in USA, Osteuropa, Türkei, Naher Osten/Nordafrika, Brasilien und China erzielt. Damit nutzt AGRANA Frucht die Dynamik dieser Wachstumsregionen und baut seine Marktführerposition weiter aus.
Die deutliche Umsatzsteigerung im Bereich Fruchtsaftkonzentrate im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011|12 ist zum einen auf die Vollkonsolidierung der AUSTRIA JUICE GmbH und zum anderen auf höhere Verkaufspreise bei Fruchtsaftkonzentraten zurückzuführen. AUSTRIA JUICE ist absatzseitig global tätig, wobei die EU den Kernabsatzmarkt bildet. Weitere wesentliche Absatzmärkte sind Nordamerika, Russland, mittlerer und ferner Osten. Für das im chinesischen Werk hergestellte Apfelsaftkonzentrat werden derzeit Kundenbeziehungen in Nordamerika, Japan, Südafrika und Australien aufgebaut.
| 2012/13 | 2011/12 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t€ | 1.141.255 | 930.265 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | t€ | -1.169 | -1.327 |
| Umsatzerlöse | t€ | 1.140.086 | 928.938 |
| EBITDA 1 | t€ | 83.267 | 73.826 |
| Operatives Ergebnis 1 | t€ | 45.171 | 38.208 |
| Operative Marge | % | 4,0 | 4,1 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t€ | -19.077 | -1.433 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | t€ | 26.094 | 36.775 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2 |
t€ | 34.864 | 42.462 |
| Investitionen in Finanzanlagen | t€ | 41 | 1.228 |
| Mitarbeiter | 5.184 | 4.822 |
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Der Umsatz im Segment Frucht legte im Geschäftsjahr 2012|13 um 22,7 % auf 1.140,1 Mio. € zu, was vor allem auf Absatzsteigerungen zurückzuführen war. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnte die verkaufte Menge trotz eines schwierigen europäischen Marktumfeldes gesteigert werden.
Insbesondere im US-Markt wurde durch den Gewinn eines Großkunden sowie aufgrund günstiger Marktbedingungen für "Greek Yoghurt" ein markanter Mengenzuwachs erzielt. Im asiatischen Raum, insbesondere in China, wurde ebenfalls ein starker Anstieg der Volumina verzeichnet. Auch Osteuropa und Afrika bestätigten den positiven Absatztrend mit teils deutlichen Zuwächsen.
Die Verkaufspreise für Fruchtzubereitungen lagen im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau und spiegelten den Anstieg der Rohstoffkosten wider. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate war vor allem ein volumenbedingter Umsatzanstieg zu verzeichnen, der zum Teil aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria GmbH per 1. Juni 2012 resultierte. Der Umsatzanteil des Segments Frucht am Konzernumsatz betrug 37,2 % (Vorjahr: 36,0 %).
Das operative Ergebnis im Segment Frucht stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18,2 % auf 45,2 Mio. €. Der Umsatzanstieg bei konstanter Margenentwicklung im Bereich Fruchtzubereitungen in den Märkten USA, Osteuropa und Asien konnte Rückgänge in anderen Regionen, insbesondere in Europa, wo auch Kostenoptimierungen vorgenommen wurden, kompensieren.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate wurde vor allem im zweiten Halbjahr ein starkes und deutlich über Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt. Die ersten neun Monate der Konsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria-Gesellschaften als Teil der neuen AUSTRIA JUICE führten zu einem positiven Ergebniseffekt. In Zukunft sollen verstärkt Synergieeffekte durch die Zusammenführung von Prozessen und Strukturen innerhalb der neuen Organisation gehoben werden.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment Frucht begründet sich einerseits durch Reorganisationsmaßnahmen im europäischen Furchtzubereitungsgeschäft (-4,3 Mio. €) und andererseits durch Risikovorsorgen in Zusammenhang mit aufgedeckten Unregelmäßigkeiten in der mexikanischen Tochtergesellschaft AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. (-14,8 Mio. €).
Als international tätiger Veredler landwirtschaftlicher Rohstoffe ist gelebtes Nachhaltigkeits-Management bei AGRANA ein integraler Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit. Das Unternehmen ist bestrebt, Einklang zwischen wirtschaftlicher sowie ressourcenschonender und energieeffizienter Produktion herzustellen und dabei auch seine soziale Verantwortung bestmöglich wahrzunehmen.
Die im Geschäftsjahr 2011|12 gestartete Initiative zur Implementierung eines gruppenweiten Nachhaltigkeits-Managements wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. Sie basiert auf ISO 26000 "Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung" und der Global Reporting Initiative (GRI Version 3.1.) unter Berücksichtigung relevanter Fragen aus dem Branchenzusatz für die Lebensmittelindustrie. Bei der Analyse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wurden die folgenden Kernthemen als wesentlich identifiziert:
Für jedes Kernthema wurden in weiterer Folge Handlungsfelder festgelegt für die es dann galt, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Diese sollten mindestens zwei der drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökonomie, Ökologie und Soziales) im jeweiligen Handlungsfeld verbessern, ohne zu einer Verschlechterung bei der dritten Dimension zu führen. Dieser Ansatz wird nun anhand des Kernthemas Produktverantwortung verdeutlicht.
AGRANA legte in diesem Bereich die Handlungsfelder Lebensmittelsicherheit und Produktschutz fest.
"Erfolg mit Verantwortung". Der Leitsatz des diesjährigen Geschäftsberichts hängt auch eng mit den Themen Lebensmittelsicherheit und Produktschutz zusammen. Im Bestreben nach höchstmöglichen Standards in diesen Bereichen hat AGRANA – über die verschiedenen nationalen gesetzlichen Vorschriften hinausgehende – internationale Standards implementiert und diese extern zertifizieren lassen. Zentrales Augenmerk wurde der Qualitätssicherung gewidmet.
AGRANA ist ein international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen, das mit rund 8.500 Mitarbeitern an 56 Produktionsstandorten auf fünf Kontinenten weltweit präsent ist. Alle von AGRANA hergestellten und gelieferten Lebensmittel entsprechen den jeweils geltenden nationalen Regelungen. Lebensmittel, die an Standorten in der Europäischen Union hergestellt werden, entsprechen der EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 ("General Food Law") in der jeweils gültigen Fassung. Zusätzlich orientiert sich das Unternehmen an den internationalen Mindeststandards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der FAO/Food and Agriculture Organization und der WHO/World Health Organization). AGRANA gewährleistet auf Basis des implementierten Qualitätsmanagementsystems die interne Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte. Das Unternehmen verfügt weiters über ein an die unterschiedlichen Herstellungsprozesse angepasstes System der Gefahrenanalyse und der Überwachung kritischer Kontrollpunkte (HACCP-System/Hazard Analysis and Critical Control Point) gemäß den allgemeinen Grundsätzen für Lebensmittelhygiene (CAC/RCP 1-1969). Basierend auf der Analyse von möglichen chemischen, physikalischen oder mikrobiologischen Gefahren für die Gesundheit, werden dabei kritische Kontrollpunkte im Produktionsprozess festgelegt und überwacht. Das HACCP-System ist auch ein wichtiger Bestandteil diverser Lebensmittelsicherheitsstandards wie etwa der ISO 22000 oder des International Food Standards (IFS).
Das AGRANA-Qualitätsmanagementsystem hat die Aufgabe, die verschiedenen Qualitätsansprüche und -anforderungen an die Produkte und Prozesse zu erkennen und deren Erfüllung zu gewährleisten. AGRANA ist seit dem Jahr 1993 ISO 9001-zertifiziert. Ergänzt wird das System durch weitere Standards für Lebensmittelsicherheit wie ISO 22000 und FSSC3 22000, IFS, BRC4 , AIB5 , Bio, Kosher und Halal.
Der Standard ISO 22000 regelt die Anforderungen an ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit, um sichere Produkte für den Endverbraucher herzustellen und ist ein weltweit harmonisierter Standard für alle Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Norm hat sich AGRANA im weltweit tätigen Segment Frucht dazu entschlossen, die ISO 22000 einzuführen.
FSSC 22000 umfasst ein vollständiges Zertifizierungsverfahren für Lebensmittelsicherheitssysteme auf der Grundlage von bestehenden Zertifizierungsnormen. Es erfüllt die Vorgaben der Global Food Safety Initiative (GFSI) im Benchmarking-Verfahren für Lebensmittelsicherheitsstandards und wurde von der GFSI als gleichwertig mit anderen genehmigten Verfahren anerkannt. Aus AGRANAs Sicht zeichnet sich FSSC 22000 besonders durch die einfache Integration in das bestehende ISO-
3 Food Safety System Certification
4 British Retail Consortium
5 American Institute for Baking
Managementsystem und durch die Internationalität des Standards aus. Unter dem Schlagwort "Food Defense" fordert der FSSC 22000, ähnlich dem IFS, dass kriminelle Handlungen wie Sabotage, Vandalismus oder Terrorismus mittels Gefahren- und Risikoanalyse bewertet und entsprechende Sicherungsmaßnahmen implementiert werden.
Der IFS als eher produktorientiertes Pendant zum FSSC 22000 Standard ist der Lebensmittelstandard des deutschen und französischen Einzelhandels und dient ebenfalls der Überprüfung und Zertifizierung von Systemen der Lebensmittelsicherheit. AGRANA hat diesen Standard als zweiten wichtigen Lebensmittelsicherheitsstandard vor allem in jenen Werken eingeführt, die einerseits den Einzelhandel direkt beliefern bzw. in denen Produkte zu Eigenmarken des Einzelhandels weiterverarbeitet werden.
Lebensmittelstandards wie BRC, AIB, Bio (Verordnung (EG) Nr. 834/2007, NOP6 ), Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischem Speisegesetzen) sind ebenfalls Teil des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems und länderspezifisch implementiert. Speziell die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten und Kosher-Lebensmitteln hat weltweit zu zahlreichen Zertifizierungen in diesem Bereich geführt.
Die verschiedenen Standards sehen kontinuierliche Verbesserungsprozesse vor. Neben externen Zertifizierungen sowie Kunden- und Lieferantenaudits sind interne Audits in den Werken durch geschulte Prüfer wesentliche Treiber dafür.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung- und Entwicklungstätigkeit.
Die AGRANA-Gruppe ("AGRANA") verfolgt in einem hochkompetitiven Marktumfeld das strategische Ziel, durch Produktinnovationen Markttrends zu setzen und sich von den Mitbewerbern zu differenzieren. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden entwickelt AGRANA laufend neue Rezepturen, Spezialprodukte und neue, innovative Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte. Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) stellt somit einen unverzichtbareren Bestandteil der auf nachhaltigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie dar.
AGRANA unterhält mehrere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Das Leistungsspektrum der Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H. (ZFT) in Österreich reicht von der Landwirtschaft über die Lebensmittel-, Zucker-, Stärke- und Bioethanoltechnologie bis hin zur Mikrobiologie und Biotechnologie.
Im Innovations- und Kompetenzzentrum (ICC, "Innovation and Competence Center") Gleisdorf/ Österreich ist die zentrale Forschung und Entwicklung des Fruchtzubereitungsbereichs organisiert. Aufgabe dieser Einrichtung ist die Entwicklung von innovativen Produkten und Produktionsverfahren sowie die Durchführung längerfristiger F&E-Projekte, um den international tätigen AGRANA-Kunden marktnahe Lösungen zu präsentieren. Eine zentrale Marktentwicklungsabteilung in Mitry-Mory/Frankreich unterstützt das ICC in Gleisdorf.
6 National Organic Program; US-Pendant zum EU-Bio-Siegel
Im Geschäftsjahr 2012|13 investierte AGRANA rund 18,2 (Vorjahr: 15,1) m€ in Forschung und Entwicklung, was, gemessen am Konzernumsatz, einer F&E-Quote wie im Vorjahr von 0,59 % entsprach. Innerhalb der AGRANA-Gruppe waren 204 (Vorjahr: 199) Mitarbeiter mit Forschung und Produktentwicklung beschäftigt.
Im Geschäftsjahr 2012/13 beschäftigte die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft durchschnittlich 153 (Vorjahr 145) Mitarbeiter (ohne Vorstandsmitglieder).
In der gesamten AGRANA-Gruppe waren im Geschäftsjahr 2012/13 durchschnittlich 8.449 (Vorjahr 7.982) Mitarbeiter tätig. Davon waren 1.993 (Vorjahr 1.812) Mitarbeiter in Österreich und 6.456 (Vorjahr 6.170) Mitarbeiter in den internationalen Beteiligungen tätig.
AGRANA versteht sich als internationale Unternehmensgruppe. Integrität, Leistungsbereitschaft und soziales Bewusstsein sollen verbinden, die Mitarbeiter werden gefördert und ermutigt, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Der Arbeits- und Führungsstil ist von Kooperation und gegenseitiger Wertschätzung bestimmt.
In diesem Sinne übernimmt auch jeder AGRANA-Mitarbeiter Verantwortung für die eigene Weiterentwicklung. Die Führungskräfte und die Personalabteilungen bieten dafür allen Mitarbeitern Möglichkeiten und Hilfestellungen im Einklang mit den Geschäftszielen. Dadurch konnte ein wertvoller Beitrag zur Profitabilität und zum Wachstum der Geschäftsbereiche geleistet werden.
Zur Unterstützung der strategischen Ziele existiert ein konzernweit implementiertes "Performance-Management" in Verbindung mit einem erfolgsabhängigen Entlohnungssystem für das Management. Die Kriterien für die variable Vergütung umfassen neben Finanz- und Ertragszielen auch individuelle Zielvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2012|13 waren 6,0 % (Vorjahr: 5,8 %) aller Beschäftigten Teil dieses erfolgsorientierten Entlohnungssystems.
Personalentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte hatte auch im Geschäftsjahr 2012/13 besondere Bedeutung in der Personalarbeit der AGRANA. Sowohl die Holding als auch lokale Tochtergesellschaften organisierten zahlreiche Trainings, sowohl im fachlichen wie auch im persönlichkeitsbildenden Bereich.
Im Geschäftsjahr bot AGRANA 65 Lehrlingen in Österreich und Deutschland eine Ausbildungsmöglichkeit an. Aus dem gesamten Konzern wurden 14 Teilnehmer für ein internationales Trainee-Programm ausgewählt. Die von den Teilnehmern dadurch gewonnenen, bereichs- und länderübergreifenden Erfahrungen sollen zukünftig dabei unterstützen, Synergiepotenziale innerhalb des Konzerns zu identifizieren und zu heben, sowie die internationale Zusammenarbeit zu verstärken.
Rund 30 Mitarbeiter und Führungskräfte aus dem Konzern wurden für das bereits zum dritten Mal stattfindende AGRANA Competencies Training ("ACT") ausgewählt. Es richtet sich an Kollegen, denen hohes Potenzial und überdurchschnittlicher Leistungswillen attestiert wird. Der dritte Turnus besteht wieder aus drei Modulen und beginnt im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013|14.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2012|13 auf rund 2,3 (Vorjahr: 2,2) Mio. €, das entspricht wie im Vorjahr rund 1,1 % der Lohnund Gehaltssumme.
Zusätzlich zum Angebot der laufenden arbeitsmedizinischen Betreuung bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Fitnesseinrichtungen. Ziel ist die Verbesserung des Gesundheitszustandes sowie des Wohlbefindens der Mitarbeiter.
Neben weiteren sportlichen Angeboten wie zum Beispiel Schitagen oder Wirbelsäulengymnastik gelang es erneut, zahlreiche Laufsportler für die Teilnahme am jährlichen "Wien Energie Business Run" zu begeistern.
Als führendes Unternehmen in der Lebensmittelbranche weist AGRANA auch die eigenen Mitarbeiter auf die Wichtigkeit einer gesunden und vitaminreichen Ernährung hin. Mit lokalen Aktionen wie dem "Obstkorb" – frisches Obst zur freien Entnahme – und der freien Verfügbarkeit von Mineralwasser soll dies unterstrichen werden.
Im Bereich "Gesundheit und Sicherheit" wurden konzernweit zahlreiche Aktivitäten wie Schulungen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, Übungen zur Feuerprävention und Workshops zur Reduktion von Lärm und Umweltverschmutzung durchgeführt.
Der AGRANA-Vorstand bekennt sich zu seiner Verantwortung zur Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender Risiken. Ziel des Risikomanagements ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um negative Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Ergebnisse auf ein Minimum zu reduzieren.
Ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Chancen und Risiken ermöglicht es AGRANA, die vorhandenen unternehmerischen Ressourcen effizient zur Erreichung ihrer strategischen Ziele einzusetzen. Dabei wird der Vorstand durch effiziente Kontrollund Berichtssysteme unterstützt.
Zur Steuerung ihrer Risiken bedient sich AGRANA zweier, einander ergänzender Systeme:
Das wesentliche operative Steuerungsinstrument ist das konzernweit implementierte, einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Ergänzt wird dieses durch einen monatlichen Risikobericht, in welchem über das Risikopotential sowohl für die AGRANA-Gruppe als auch für jedes einzelne Segment für das laufende sowie auch das nachfolgende Geschäftsjahr berichtet wird.
Ziel des strategischen Risikomanagements ist es, Chancen und Risiken des AGRANA-Geschäftsmodells aufzuzeigen. Der Beobachtungshorizont ist dabei mittel- bis langfristig angelegt. Unterstützt wird der Vorstand bei dieser Aufgabe von einem eigenständigen, unabhängigen Risikomanagement-Team. Zweimal jährlich werden gemeinsam mit Experten aus allen Segmenten und Geschäftsbereichen die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in einem "Strategischen Risk Review" analysiert. Die erkannten Chancen und Bedrohungen werden hinsichtlich ihres Potentials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit evaluiert, Frühwarnindikatoren festgelegt und Maßnahmen zur Gegensteuerung definiert. Das Ergebnis wird in einem Risikokatalog zusammengefasst. Im Zuge dieses Prozesses wird als ergänzende Information für das Management ein "Worst Case"-Szenario für das laufende Geschäftsjahr entwickelt und mittels einer "Monte Carlo Simulation" die maximal theoretisch denkbare negative Abweichung vom geplanten Ergebnis ermittelt. Die Ergebnisse des "Strategischen Risk Reviews" werden in einem Risikohandbuch zusammengefasst und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates berichtet.
Um im Risikofall den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen, sind in jeder Tochtergesellschaft eigene lokale Risikomanagement-Teams nominiert, die bei Bedarf rasche und koordinierte Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten.
Das direkt dem Vorstand berichtende Risikomanagement-Team auf Konzernebene legt besonderes Augenmerk auf die laufende Überprüfung und Aktualisierung der Chancen und Risiken und die Stärkung des Risikobewusstseins aller Mitarbeiter im Konzern.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel-, wertorientierte und nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikokultur der Unternehmensgruppe ist geprägt durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen.
Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sich diese aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäfts wird ohne Ausnahmen abgelehnt.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist nur zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht jedoch zu Spekulationszwecken erlaubt. Es wird über deren Verwendung regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten. In den Risiken der AGRANA-Gruppe schlagen sich auch Aspekte der Nachhaltigkeit, wie z.B. der Klimawandel, nieder. Im Zuge der Geschäftstätigkeit als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe betreffen Risiken aufgrund klimatischer Veränderungen in erster Linie deren Verfügbarkeit. Daneben ist AGRANA, aufgrund der vor allem in den Geschäftssegmenten Zucker und Stärke energieintensiven Produktion, einem Risiko durch die Energie- und Umweltgesetzgebung ausgesetzt.
AGRANA ist als Veredler landwirtschaftlicher Produkte auf die Verfügbarkeit von ausreichend Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohzucker als Rohstoffe verwendet. Neben witterungsbedingten Einflussfaktoren spielt für die Verfügbarkeit des Rohstoffs Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus - im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte für die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Für die Raffinationsstandorte in Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Rumänien ist die Wertschöpfung aus den Rohzuckereinstandskosten im Vergleich zu den erzielbaren Marktpreisen von Weißzucker der grundlegende Rentabilitätsfaktor. Neben dem Risiko aus hohen Einstandspreisen für Rohzucker stellen auch die Bestimmungen für den Import von Weiß- und Rohzucker in die EU ein Beschaffungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Diese werden gemäß den internen Richtlinien ausgeführt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Im Segment Stärke werden physische Lieferverträge in adäquatem Ausmaß zur Sicherung der Bedarfsmengen an Rohstoffen abgeschlossen. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte) erfolgen. Umfang und Ergebnis dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des monatlichen Reporting und werden dem AGRANA-Vorstand berichtet. Bei Stärkeprodukten ist es zudem möglich, höhere Rohstoffkosten kurzfristig an die Kunden weiterzugeben.
Bei der Bioethanolproduktion führen Veränderungen der Getreidepreise in der Regel auch zu einer gleichgerichteten Preisänderung des Nebenproduktes ActiProt® und können diese somit teilweise kompensieren ("Natural Hedge"). Es verbleibt jedoch das Restrisiko, dass steigende Rohstoffkosten nicht in vollem Ausmaß an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausfälle negativ auf Verfügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoffe auswirken. AGRANA kann durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaffungsmärkte im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig erkennen und entsprechend entgegenwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig Jahresverträge abgeschlossen.
Die Produktionsvorgänge vor allem in den Segmenten Zucker und Stärke sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kostenoptimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energieträgern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengenund Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen aus den relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung, der Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren beinhaltet. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft und optimiert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Die Stellung der Unternehmensgruppe im Markt wird laufend beobachtet und gegebenenfalls eine Modifikation der Unternehmensstrategie vorgenommen. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Die frühzeitige Erkennung von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Divisionen der AGRANA-Gruppe führen können.
Laut Vorschlag der Europäischen Kommission vom Oktober 2011 sollen wesentliche Teile der Zuckermarktordnung mit 30. September 2015 auslaufen. Das Europäische Parlament folgte Mitte März der Empfehlung des Agrarausschusses vom Jänner 2013 und stimmte zugunsten einer unveränderten Fortführung der Zuckermarktordnung bis Ende September 2020 ab. Am 19. März 2013 einigten sich im Rat die EU-Agrarminister darauf, das Quotensystem am 30. September 2017 zu beenden. Ein Trilog zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament in der ersten Jahreshälfte 2013 soll bis zum Sommer eine finale Entscheidung über die Zukunft der Zuckermarktordnung bringen. Des Weiteren können nationale und internationale Handelsabkommen einen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der AGRANA-Gruppe ausüben. Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Auswirkungen analysiert und bewertet.
Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien bildet die Basis für die seit Oktober 2007 gültige Mindestbeimischung von Bioethanol zu Benzin. Die Höhe der vorgeschriebenen Beimischungsmenge hat dementsprechend eine starke Auswirkung auf den Geschäftsbereich Bioethanol. Aufgrund der aktuellen österreichischen und europäischen Gesetzeslage ist zumindest von einer Beibehaltung der derzeitigen Beimischungsquoten auszugehen. Trotzdem werden neue Initiativen auf EU-Ebene sowie die öffentliche Diskussion und nationale Gesetzesinitiativen zu diesem Thema genauestens beobachtet, analysiert und durch das Risikomanagement bewertet.
AGRANA verfolgt laufend mögliche rechtliche Änderungen, die zu einer Risikosituation führen können und trifft gegebenenfalls antizipative Maßnahmen. Dies betrifft besonders die Bereiche Lebensmittel- und Umweltrecht.
Derzeit bestehen keine zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine nachhaltige Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, wurden im Geschäftsjahr 2009|10 kartellrechtliche Untersuchungen gegen das AGRANA-Zucker-Unternehmen in Ungarn eingeleitet. Im Dezember 2012 wurde dieses Verfahren vom ungarischen Wettbewerbsrat eingestellt. 2009|10 leitete die slowakische Wettbewerbsbehörde Erhebungen unter anderem gegen die lokale AGRANA-Zuckergesellschaft ein. Bis heute erfolgten jedoch keine weiteren Schritte.
Das im Jahr 2010 durch die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde beantragte Kartellverfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim|Deutschland, brachte bis dato keine weitere Entscheidung des Kartellgerichts. AGRANA hält die Beschuldigung weiterhin für unbegründet.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der Nettofinanzschulden des Konzerns, finanzielle Risiken und den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet.
Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat Haftungen für Konzerngesellschaften übernommen. Sollten Haftungen schlagend werden, ergibt sich daraus ein nicht unerhebliches Liquiditätsrisiko.
Durch die laufende Überwachung der Beteiligungen sowie die konzernweite Liquiditäts- und Finanzplanung kann einem Zahlungsengpass zeitgerecht entgegengewirkt werden.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch anhaltend hohe Volatilitäten von Absatz- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet und entspricht in Summe dem Niveau des Vorjahres. Es sind gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA ist sich der Verantwortung zur Einrichtung und Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften bewusst.
Konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien, das interne Kontrollsystem (IKS) sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP-System. Die Werte der Einzelabschlüsse werden in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul übernommen. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis erfolgt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen, der analytischen Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens wird monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von gravierenden Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die AGRANA-Gruppe, indem unter der Annahme des Einfrierens der wesentlichen Ergebnisfaktoren (wie z.B. Energie-, Rohstoff-, Verkaufspreise etc.) auf dem aktuellen Niveau bis Geschäftsjahresende ein Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird.
Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft.
Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich, soweit es für sein Prüfungsurteil erforderlich ist, das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG beträgt zum Stichtag 28. Februar 2013 103,2 m€ und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär 75,5 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (Südzucker) mit Sitz in Mannheim/Deutschland und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) mit Sitz in Wien je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG halten die "ALMARA" Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen.
Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt, und es bestehen unter anderem Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG bestellt.
Die restlichen 24,5 % des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz. Das britische Finanzunternehmen Prudential plc, London/Großbritannien, und einige seiner Tochtergesellschaften sind seit Februar 2011 mit einem Anteil von mehr als 15% am AGRANA-Grundkapital beteiligt.
Keine Inhaber von Aktien verfügen über besondere Kontrollrechte. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Der Vorstand verfügt über keine, über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien ("Syndicated Loans") sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte in 2012/13 keine Zweigniederlassungen
Es sind nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
Das abermals sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2012|13 stellt eine herausfordernde Vorgabe für 2013|14 dar. Basierend auf einer soliden Bilanzstruktur zum 28. Februar 2013 und einem diversifizierten Geschäftsmodell sieht sich AGRANA zwar auch für das neue Geschäftsjahr gut gerüstet, rechnet aber mit einer schwächeren Ergebnisentwicklung.
Aus heutiger Sicht geht der Konzern für das Geschäftsjahr 2013|14 von einem leichten Anstieg beim Konzernumsatz, der primär auf Mengenzuwächse zurückzuführen ist, aus. AGRANA erwartet aber nicht, die sehr guten operativen Konzernergebnisse der beiden letzten Geschäftsjahre neuerlich erreichen zu können.
Wien, am 29. April 2013
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h.
Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
der
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien
| Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.03.2012 - 28.02.2013 |
Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse 2. Sonstige betriebliche Erträge |
71.355,67 | 69 | |
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen |
72.988,93 | 0 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) Übrige |
112.169,55 37.292.630,10 |
517 33.728 |
|
| 37.477.788,58 | 34.245 | ||
| 3. Personalaufwand a) Gehälter |
-14.965.917,31 | -13.823 | |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen u. Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
-512.133,30 | -316 | |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -1.005.385,62 | -1.201 | |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
-2.874.464,39 | -2.592 | |
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | -153.391,17 | -133 | |
| -19.511.291,79 | -18.065 | ||
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-1.418.462,47 | -1.569 | |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) übrige |
-24.095.641,59 | -23.295 | |
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | -7.476.251,60 | -8.615 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen 53.820.266,00 EUR (Vorjahr 53.820 TEUR) |
53.825.266,00 | 53.825 | |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens |
5.207.172,47 | 5.215 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen 4.606.004,76 EUR (Vorjahr 1.307 TEUR) |
4.760.551,19 | 1.312 | |
| 10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 1.211.456,15 | 0 | |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen davon Abschreibungen 1.660.724,48 EUR (Vorjahr 0 TEUR) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 1.660.724,48 EUR (Vorjahr 0 TEUR) |
-1.660.724,48 | 0 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.255.148,19 | -2 | |
| 13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 ( Finanzerfolg) | 60.088.573,14 | 60.350 | |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 52.612.321,54 | 51.735 | |
| 15. Steuern vom Einkommen davon Steuerumlagen 17.452.186,54 EUR (Vorjahr 18.170 TEUR) |
80.899,39 | 808 | |
| 16. Jahresüberschuss | 52.693.220,93 | 52.543 | |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 3.611.613,02 | 2.196 | |
| 18. Bilanzgewinn | 56.304.833,95 | 54.739 |
| Bilanz zum 28. Feber 2013 |
Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| A K T I V A | EUR | EUR | TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.583.925,00 | 1.641 | ||
| II. Sachanlagen | 1.587.286,19 | 1.047 | ||
| III. Finanzanlagen | 617.940.981,83 | 621.112.193,02 | 489.135 491.823 |
|
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögens- gegenstände |
||||
| 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
131.633.351,21 | 130.827 | ||
| 2. Sonstige Forderungen und Vermögens- gegenstände |
9.133.244,18 | 9.204 | ||
| II. Kassenbestand, Guthaben | 140.766.595,39 | 140.031 | ||
| bei Kreditinstituten | 198.428,36 | 84 | ||
| 140.965.023,75 | 140.115 | |||
| 762.077.216,77 | 631.938 | |||
| Bilanz zum 28. Feber 2013 |
Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| P A S S I V A | EUR | EUR | TEUR |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Grundkapital | 103.210.249,78 | 103.210 | |
| II. Kapitalrücklagen | |||
| 1. Gebundene | 373.422.710,55 | 373.423 | |
| 2. Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 418.989.595,00 | 45.567 418.990 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 48 | |
| 2. Andere (freie) Rücklagen | 13.880.000,00 | 13.880 | |
| 13.927.964,07 | 13.928 | ||
| IV. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag 3.611.613,02 EUR (Vorjahr 2.196 TEUR) |
56.304.833,95 | 54.739 | |
| 592.432.642,80 | 590.867 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 2.726.869,61 | 2.572 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 28.250.597,90 | 21.766 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 4.587.719,18 | 4.180 | |
| 35.565.186,69 | 28.518 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
110.000.197,42 | 0 | |
| und Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
1.572.027,39 | 1.046 | |
| Unternehmen | 10.052.684,36 | 7.445 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 12.454.478,11 | 4.062 | |
| davon aus Steuern 7.741.256,97 EUR (Vorjahr 1.192 TEUR) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 238.612,84 EUR |
|||
| (Vorjahr 233 TEUR) | 134.079.387,28 | 12.553 | |
| 762.077.216,77 | 631.938 | ||
| Haftungsverhältnisse | 320.211.155,00 | 465.821 |
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR), jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR).
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Teil-Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10 |
| EDV-Software | 3 | 33,33 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 40 - 50 | 2,5 - 2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20 - 10 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33,33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1 - 5 | 100 - 20 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrundegelegt.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet.
Der Gesamtwert der unterlassenen Zuschreibung (gemäß § 208 Abs. 3 UGB) beläuft sich bei Wertpapieren auf EUR 6.646 (im Vorjahr 8 TEUR).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von EUR 454.070,91 (im Vorjahr 369 TEUR) wurde in die Bilanz nicht aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden gemäß § 198 und 211 UGB nach finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dazu wurde ein Gutachten der Valida Consulting GmbH, Wien, eingeholt. Der Rückstellungsberechnung liegen ein Rechnungszinssatz von 3,0 % (im Vorjahr 4,5 %), Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-8,31 % (im Vorjahr 0-7,89 %) sowie Gehaltsanpassungen zugrunde.
Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 an eine Pensionskasse ausgegliedert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,0 % (im Vorjahr 3,5 % so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension ausfinanziert ist, wenn die Anwartschaftsberechtigten das 65. (Vorjahr: 65.) Lebensjahr vollendet haben. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Nachschusspflicht an die Pensionskassa. Die Rückstellung für die Nachschussverpflichtung wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert. Die Jubiläumsgelder wurden nach finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt und der Rechnungszinssatz von 3,0 % (im Vorjahr 4,5 %) verwendet, wobei je nach Dienstangehörigkeit von 0-8,31 % (im Vorjahr 0-7,89 %) Fluktuationsabschlag in der Berechnung berücksichtigt wurden.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Z 2 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Höhe des | Eigenkapital gem. | Geschäfts- | Jahresüber | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | Anteils | § 229 UGB | jahr | schuss/fehlbetrag |
| % | EUR | EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Marketing- und | ||||
| Vertriebsservice Ges.m.b.H, Wien | 100 | 6.274.524,46 | 2012/13 | 580.826,71 |
| AGRANA J & F Holding GmbH, Wien*) | 98,91 | 248.279.836,25 | 2012/13 | -722.749,87 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 98,91 | 312.503.198,15 | 2012/13 | 56.113.126,61 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 98,91 | 239.802.324,96 | 2012/13 | 56.020.076,79 |
| Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen | ||||
| Produkten Gesellschaft m.b.H., Wien | 100 | 6.363.378,67 | 2012/13 | -2.021.787,35 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs | ||||
| und Produktions- GesmbH, Wien | 66,67 | 7.620.839,89 | 2012/13 | 514.307,41 |
| Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H., Tulln | 100 | 3.965.823,53 | 2012 | 1.600.933,42 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien, und haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren (€ 45.000.000,00) bzw. von mehr als 5 Jahren (€ 65.000.000,00).
| in EUR (Vorjahr in TEUR) | Restlaufzeit | Restlaufzeit von mehr |
Bilanzwert |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | als 1 Jahr | ||
| Forderungen gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 131.633.351,21 | 0,00 | 131.633.351,21 |
| (29.02.2012) | (130.827) | 0 | (130.827) |
| Sonstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 9.116.264,18 | 16.980,00 | 9.133.244,18 |
| (29.02.2012) | (9.186) | (18) | (9.204) |
| Summe | 140.749.615,39 | 16.980,00 | 140.766.595,39 |
| (29.02.2012) | (140.013) | (18) | (140.031) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 131.633.351,21 (im Vorjahr 116.649 TEUR) sonstige Forderungen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen von Zinsen aus Partizipationsscheinen in Höhe von EUR 5.206.250,00 (im Vorjahr 5.206 TEUR), Forderungen aus Kapitalertragsteuer gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23 in Höhe von EUR 3.808.591,61 (im Vorjahr 2.506 TEUR) sowie andere kurzfristige Forderungen.
In den sonstigen Forderungen sind wesentliche Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, in der Höhe von EUR 5.206.250,00 (im Vorjahr 5.214 TEUR) enthalten.
Das Grundkapital in Höhe von EUR 103.210.249,78 setzt sich wie folgt zusammen: 14.202.040 Stück nennbetragslose Stückaktien - Stammaktien
| Kapitalrücklagen | Stand 01.03.2012 | Veränderung | Stand 28.02.2013 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gebundene | 373.422.710,55 | 0,00 | 373.422.710,55 |
| Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 0,00 | 45.566.884,45 |
| Summe | 418.989.595,00 | 0,00 | 418.989.595,00 |
| Stand 01.03.2012 | Veränderung | Stand 28.02.2013 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 0,00 | 47.964,07 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000,00 | 0,00 | 13.880.000,00 |
| Summe | 13.927.964,07 | 0,00 | 13.927.964,07 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die Abfertigungsrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | Stand am | |
|---|---|---|---|---|---|
| 29.02.2012 | 28.02.2013 | ||||
| in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | in EUR | |
| Abfertigung | 2.572.090,03 | 0,00 | 154.779,58 | 2.726.869,61 | |
| Pensionsansprüche | 212.062,02 | 0,00 | 246.502,25 | 458.564,27 | |
| Jubiläumsgelder | 228.672,50 | 105.480,83 | 334.153,33 | ||
| Altersteilzeit | 104.880,39 | 67.131,58 | 0,00 | 37.748,81 | |
| Nicht konsumierte Urlaube | 1.425.691,18 | 182.086,17 | 1.607.777,35 | ||
| Sonderzahlungen | 685.828,23 | 330.545,83 | 24.004,17 | 152.594,82 | 483.873,05 |
| Prüfungsaufwand | 213.900,00 | 175.000,00 | 38.900,00 | 205.000,00 | 205.000,00 |
| Veröffentlichungsaufwand | 176.000,00 | 166.760,34 | 9.239,66 | 186.500,00 | 186.500,00 |
| Kosten der Hauptversammlung |
38.000,00 | 34.747,47 | 3.252,53 | 40.000,00 | 40.000,00 |
| Kosten Bilanzpresse konferenz |
3.800,00 | 2.868,81 | 931,19 | 4.000,00 | 4.000,00 |
| Konzernkommunikation | 16.050,00 | 14.548,02 | 1.501,98 | 88.130,00 | 88.130,00 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 200.000,00 | 200.000,00 | 200.000,00 | 200.000,00 | |
| Pensionskasse | 0,00 | 59.662,83 | 59.662,83 | ||
| Ausstehende Eingangsrechnungen |
524.775,00 | 490.434,98 | 34.340,02 | 582.309,54 | 582.309,54 |
| Sonstiges | 350.000,00 | 50.000,00 | 300.000,00 | ||
| Summe | 6.751.749,35 1.532.037,03 112.169,55 2.207.046,02 7.314.588,79 |
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110.000.197,42 | 0 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (197,42) | (0) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (45.000.000,00) | (0) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (65.000.000,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.572.027,39 | 1.046 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (1.572.027,39) | (1.022) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (0,00) | (15) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (0,00) | (9) |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| verbundenen Unternehmen | 10.052.684,36 | 7.445 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (10.052.684,36) | (7.445) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.454.478,11 | 4.062 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (12.454.478,11) | (4.062) |
| Summe | 134.079.387,28 | 12.553 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (24.079.387,28) | (12.530) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (45.000.000,00) | (15) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (65.000.000,00) | (9) |
RLZ = Restlaufzeit
Aufgrund der weiterhin andauernden, weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, hat sich die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft entschieden, das günstige Umfeld zu nutzen und erstmalig am Kapitalmarkt ein Schuldscheindarlehen über EUR 110.000.000,00 aufgenommen.
Mit dieser Transaktion wurden die Helaba Landesbank Hessen/Thüringen sowie die Raiffeisenbank International AG mandatiert.
Das Schuldscheindarlehen wurde in Tranchen von 5, 7 und 10 Jahren begeben und leistet somit einen wesentlichen Beitrag für die langfristige finanzielle Absicherung des Konzerns. Als weiteres strategisches Ziel wurde die Verbreiterung der Investorenbasis angestrebt. Insgesamt haben 31 Banken bzw. Pensionsfonds gezeichnet.
Der gesamte Gegenwert des Schuldscheindarlehens wurde konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht und wird dort für allgemeine Refinanzierungszwecke, insbesondere für den Bau der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf verwendet.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von EUR 2.822.009,43 (im Vorjahr 2.549 TEUR), Verbindlichkeiten von Abgaben in Höhe von EUR 7.979.870,41 (im Vorjahr 1.425 TEUR) enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind wesentliche Aufwendungen, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, in folgender Höhe enthalten: erfolgsabhängige Personalprämien EUR 2.822.009,43 (im Vorjahr 2.549 TEUR) sowie Verbindlichkeiten von Abgaben in Höhe von EUR 573.225,71 (im Vorjahr 578 TEUR).
In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.052.684,36 (im Vorjahr 7.445 TEUR) enthalten.
Das Mietverhältnis im Strabaghaus endet per 30.04.2013. Für den Zeitraum 01.03.2013 bis 30.04.2013 beträgt die Miete EUR 173.535,50.
Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt EUR 1.024.278,14. Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt EUR 5.784.158,88.
Die Miete für die Telefonanlage Alcatel beträgt für das Geschäftsjahr 2013/14 EUR 76.786,26 (im Vorjahr 185 TEUR). Der Mietvertrag endet am 31.07.2013. Die Telefonanlage geht in das Eigentum von AGRANA durch Bezahlung des Restwerts in Höhe von EUR 116.240,00 netto über.
| 28.02.2013 | 29.02.2012 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 37.800.000,00 | 37.800 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 282.411.155,00 | 428.021 |
| Summe | 320.211.155,00 | 465.821 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 242.286.399,00 | 364.702 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 01. März 2012 bis 28. Februar 2013, im Vorjahr jenen vom 01. März 2011 bis 29. Februar 2012.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 71.355,67 (im Vorjahr 69 TEUR) beinhalten nur Inlandsumsätze.
(10) Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf EUR 72.988,93 (im Vorjahr 0 TEUR).
(11) Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 112.169,55 (im Vorjahr 517 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 49.265,00, im Vorjahr 500 TEUR).
(12) Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von Euro 37.292.630,10 (im Vorjahr 33.728 TEUR) enthalten Erträge aus Konzernverrechnungen für die Nutzung der Markenrechte in Höhe von EUR 13.813.800,00 (im Vorjahr 12.860 TEUR), für IT-Leistungen und Personal in Höhe von EUR 21.975.504,28 (im Vorjahr 19.711 TEUR), die Auflösung der Einzelwertberichtigung der Yongji Andre Juice Co., Ltd. in Höhe von EUR 1.136.412,71, Durchlaufposten in Höhe von EUR 182.074,87 (im Vorjahr 884 TEUR) sowie andere Erträge in Höhe von EUR 184.838,24 (im Vorjahr 272 TEUR).
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Gehälter | 14.965.917,31 | 13.823 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 403.502,61 | 220 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorge kassen (MVK) |
108.630,69 | 95 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.005.385,62 | 1.201 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 2.874.464,39 | 2.592 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 153.391,17 | 133 |
| Summe | 19.511.291,79 | 18.065 |
| Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbei tervorsorgekassen |
Pensionen (Rückstellungen) | |||
|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | |
| EUR TEUR |
EUR | TEUR | ||
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | -5.875,73 | 94 | 987.476,25 | 1.185 |
| andere Arbeitnehmer | 518.009,03 | 221 | 17.909,37 | 16 |
| Summe | 512.133,30 | 316 | 1.005.385,62 | 1.201 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 153 Angestellte (im Vorjahr 145 Angestellte).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr EUR 2.983.257,00 (im Vorjahr 2.584 TEUR). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen EUR 740.974,00 (im Vorjahr 748 TEUR) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von EUR 246.502,25 (im Vorjahr 82 TEUR Zuführung) zugewiesen und eine Rückstellung für Nachschussverpflichtung in Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr 355 TEUR) gebildet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/13 eine Vergütung von EUR 200.000,00 (im Vorjahr 200 TEUR).
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 24.095.641,59 (im Vorjahr 23.295 TEUR) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von EUR 7.088.478,44 (im Vorjahr 7.382 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von EUR 6.659.368,70 (im Vorjahr 5.544 TEUR), Leasing, Mieten und Pachten von EUR 1.387.416,13 (im Vorjahr 1.270 TEUR), die Zuweisung zur Einzelwertberichtigung Forderung von EUR 68.514,00 (im Vorjahr 1.088.731,50 TEUR), Werbeaufwendungen von EUR 1.246.925,86 (im Vorjahr 1.042 TEUR) sowie andere Aufwendungen in Höhe von EUR 7.644.938,46 (im Vorjahr 6.563 TEUR).
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 53.820.266,00 | 53.820 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 5.000,00 | 5 |
| Summe | 53.825.266,00 | 53.825 |
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat die Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H., Wien von der AGRANA Zucker GmbH, Wien um EUR 1,00 gekauft. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat der AGRANA Group-Services GmbH, Wien in ihrer Eigenschaft als indirekte Gesellschafterin einen unwiderruflichen Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR 8.000.000,00 gewährt. Aufgrund einer dauerhaften Wertminderung der AGRANA Group-Services GmbH, Wien wurde die Beteiligung per 28.02.2013 um EUR 1.660.724,48 abgewertet.
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Körperschaftsteuer | 14.170.000,00 | 17.392 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | 3.132.583,44 | -62 |
| Steuerumlagen | -17.452.186,54 | -18.170 |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | 68.703,71 | 32 |
| Summe | -80.899,39 | -808 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., AGRANA Bioethanol GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA J & F Holding GmbH, AGRANA Juice Holding GmbH, Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., die AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH und die AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
AGRANA AGRO SRL, Roman, Rumänien AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich AGRANA BiH Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA Bioethanol GmbH, Wien, Österreich AGRANA Bulgaria AD, Sofia, Bulgarien AGRANA BUZAU SRL, Buzau, Rumänien AGRANA d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien AGRANA Fruit Australia Pty Ltd, Central Mangrove, Australien AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importacao e Exportacao Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China AGRANA Fruit Fiji Pty. Ltd, Sigatoka, Fidschi AGRANA Fruit France S.A., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S., Zincirlikuyu, Türkei AGRANA Fruit Korea Co. Ltd, Seoul, Südkorea AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Luka TOV, Winniza, Ukraine AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacán, Mexico AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostrołęka, Polen AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Fruit Services Inc., Brecksville, USA AGRANA Fruit Services S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Kapstadt, Südafrika AGRANA Fruit Ukraine TOV, Winniza, Ukraine
AGRANA Fruit US, Inc , Brecksville, USA AGRANA Group-Services GmbH, Wien, Österreich AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, Österreich AGRANA J & F Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA Juice Denmark A/S, Køge, Dänemark AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Juice Magyarorzág Kft., Vásásarosnamény, Ungarn AGRANA Juice Poland Sp z.o.o., Białobrzegi, Polen AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l., Vaslui, Rumänien AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH, Gleisdorf, Österreich AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA Juice Service & Logistik GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA Juice Ukraine TOV, Winniza, Ukraine AGRANA JUICE (XIANYANG) CO.,LTD, Xianyang City, China AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich AGRANA Nile Fruits Processing (SAE), Qalyoubia, Ägypten AGRANA Skrob s.r.o., Hrusšvany, Tschechien AGRANA Stärke GmbH, Wien, Österreich AGRANA TANDAREI SRL, Țăndărei, Rumänien AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien AGRANA Zucker GmbH, Wien, Österreich Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich Biogáz Fejlesztő Kft., Kaposvár, Ungarn Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. Beograd, Beograd , Serbien Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad, Belgien Dirafrost Maroc SARL, Laouamra, Marokko Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H., Hamburg, Deutschland Financière Atys S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich Frefrost SARL, Laouamra, Marokko INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn
Moravskoslezské Cukrovary A.S., Hrušovany, Tschechien o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich PERCA s.r.o., Hrušovany, Tschechien S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Țăndărei, Rumänien S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered', Slowakei Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Allhartsberg, Österreich Ybbstaler Fruit Polska Sp.z.o.o., Chelm, Polen Hungaro Ybbstal Kft, Vesprém, Ungarn SC Ybbstal Frucht Romania s.r.l., Oradea, Rumänien Ybbstal Getränkegrundst. VertriebsgmbH, München, Deutschland "Tremaldi" Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien, Österreich AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich Yube d.o.o., Požega, Serbien Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
AGRAGOLD Holding GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich AGRANA-STUDEN Sugar Trading GmbH, Wien, Österreich GreenPower E85 Kft, Szabadegyháza, Ungarn HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn HungranaTrans Kft., Szabadegyháza, Ungarn STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brčko, Bosnien-Herzegowina
| 2012/13 | 2011/12 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahres abschluss |
Andere | Gesamt | Jahres abschluss |
Andere | Gesamt | |
| Bestätigungs leistungen |
Bestätigungs leistungen |
|||||
| EUR | EUR | EUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| KPMG Austria AG | ||||||
| Wirtschaftsprüfungs | ||||||
| und Steuerberatungs- | 25.581,34 | 286.460,66 | 312.042,00 | 25 | 323 | 348 |
| gesellschaft | ||||||
| Summe | 25.581,34 | 286.460,66 | 312.042,00 | 25 | 323 | 348 |
Dr. Christian KONRAD, Wien Vorsitzender Dr. Wolfgang HEER, Mannheim Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Dipl.Ing. Josef PRÖLL, Wien Dipl. Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Thomas KIRCHBERG, Ochsenfurt Dr. Jochen FENNER, Gelchsheim
Vom Betriebsrat delegiert: Dipl.Ing. Stephan SAVIC, Wien Ing. Peter VYMYSLICKY, Leopoldsdorf Thomas BUDER, Katzelsdorf Gerhard GLATZ, Hohenberg
Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg Vorsitzender Mag. Walter GRAUSAM, Wien Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER, Klosterneuburg Dkfm. Thomas KÖLBL, Speyer
Wien, am 29. April 2013
Der Vorstand:
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h.
Mag. Walter Grausam e.h.
Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h.
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien ANLAGE 1
Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2012/2013
| A N L A G E V E R M Ö G E N | Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugang | Abgang | Stand | Stand | Jahres- | Zuschreibung | Abgang | Stand | Stand | Stand | |
| 01.03.2012 | 28.02.2013 | 01.03.2012 | abschreibung | 28.02.2013 | 28.02.2013 | 29.02.2012 | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||||||
| 1. Markenrechte | 611.300,93 | 0,00 | 0,00 | 611.300,93 | 319.314,93 | 61.060,00 | 0,00 | 380.374,93 | 230.926,00 | 291.986,00 | |
| 2. EDV-Software | 6.089.606,37 | 789.777,10 | 63.092,07 | 6.816.291,40 | 4.740.403,37 | 785.074,10 | 62.185,07 | 5.463.292,40 | 1.352.999,00 | 1.349.203,00 | |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 101.990,53 | 101.990,53 | 0,00 | 0,00 | 101.990,53 | 101.990,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 6.700.907,30 | 891.767,63 | 165.082,60 | 7.427.592,33 | 5.059.718,30 | 948.124,63 | 164.175,60 | 5.843.667,33 | 1.583.925,00 | 1.641.189,00 | ||
| II. Sachanlagen | |||||||||||
| 1. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund |
146.090,57 | 0,00 | 146.090,57 | 0,00 | 55.281,48 | 1.418,00 | 56.699,48 | 0,00 | 0,00 | 90.809,09 | |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.046.471,43 | 1.094.664,16 | 293.079,27 | 3.848.056,32 | 2.089.899,25 | 459.609,15 | 288.738,27 | 2.260.770,13 | 1.587.286,19 | 956.572,18 | |
| 3. Geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 9.310,69 | 9.310,69 | 0,00 | 0,00 | 9.310,69 | 9.310,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 3.192.562,00 | 1.103.974,85 | 448.480,53 | 3.848.056,32 | 2.145.180,73 | 470.337,84 | 354.748,44 | 2.260.770,13 | 1.587.286,19 | 1.047.381,27 | ||
| III. Finanzanlagen | |||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 404.889.765,83 | 19.255.724,48 | 0,00 424.145.490,31 | 1.211.456,15 | 1.660.724,48 1.211.456,15 | 1.660.724,48 422.484.765,83 403.678.309,68 | |||||
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 0,00 110.000.000,00 | 0,00 110.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 110.000.000,00 | 0,00 | ||||
| 3. Beteiligungen | 258.620,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 | 258.620,00 | |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens |
85.206.800,00 | 0,00 | 0,00 | 85.206.800,00 | 9.204,00 | 0,00 | 0,00 | 9.204,00 | 85.197.596,00 | 85.197.596,00 | |
| 490.355.185,83 129.255.724,48 | 0,00 619.610.910,31 | 1.220.660,15 | 1.660.724,48 1.211.456,15 | 0,00 | 1.669.928,48 617.940.981,83 489.134.525,68 | ||||||
| Gesamtsumme | 500.248.655,13 131.251.466,96 | 613.563,13 630.886.558,96 | 8.425.559,18 | 3.079.186,95 1.211.456,15 | 518.924,04 | 9.774.365,94 621.112.193,02 491.823.095,95 | |||||
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
für das Geschäftsjahr vom 1. März 2012 bis zum 28. Februar 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 28. Februar 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 28. Februar 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. März 2012 bis zum 28. Februar 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 29. April 2013
KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler e.h. ppa Mag. Nikolaus Urschler e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
| Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation (inklusive Investor Relations) sowie Forschung und Entwicklung; Segmentverantwortung Stärke |
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h. Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf; Segmentverantwortung Zucker |
|---|---|
| Mag. Walter Grausam e.h. Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/Organisation, Mergers & Acquisitions sowie Recht; Segmentverantwortung Frucht |
Dkfm. Thomas Kölbl e.h. Vorstandsmitglied mit Verantwortung für Interne Revision |
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
| 152 | ||
|---|---|---|
| 2012 13 | ||
| in € | ||
| Das Geschäftsjahr vom 1.März 2012 bis 28. Februar 2013 | ||
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 56.304.834 | |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | ||
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | ||
| Auf 14.202.040 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | ||
| Zahlung einer Dividende von 3,60 € pro Stammaktie | ||
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 51.127.344 | |
| Vortrag auf neue Rechnung | 5.177.490 | |
| 56.304.834 | ||
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