Annual Report • Jun 9, 2009
Annual Report
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| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 2008 09 | 2007 08 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in t¤ | in t¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 2.026.328 | 1.892.275 | +7,1 |
| EBITDA | 119.177 | 184.532 | –35,4 |
| Operatives Ergebnis | 37.832 | 111.411 | –66,0 |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | –3.190 | –9.901 | –67,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 34.642 | 101.510 | –65,9 |
| ROCE | 2,8 % | 8,2 % | –65,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 73.813 | 207.734 | –64,5 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 1.672 | 3.443 | –51,4 |
| Mitarbeiter | 8.244 | 8.140 | +1,3 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008|09 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernabschluss deckt das AGRANA-Geschäftsjahr (März 2008 bis Februar 2009) ab und vergleicht es mit dem Vorjahr.
Mit Beginn des zweiten Quartals 2008|09 erfolgte die Erstkonsolidierung des chinesischen Fruchtsaftkonzentratherstellers Yongji Andre Juice Co., Ltd. Das 50%-Joint Venture wird mittels Quotenkonsolidierung in den AGRANA-Konzern einbezogen.
Der Zusammenschluss der AGRANA mit den Studen-Vertriebsgesellschaften Agragold wurde von der Wettbewerbsbehörde in Österreich im September 2008 genehmigt und der dabei eingebrachte Teilbetrieb ab dem vierten Quartal 2008|09 quotenkonsolidiert.
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 7,1 % auf 2.026,3 m€, was ausschließlich auf die Zuwächse im Segment Stärke zurückzuführen war. Nicht nur organisches Wachstum, sondern auch die Inbetriebnahme der neuen Bioethanolkapazitäten in Österreich und Ungarn trugen zu diesem Anstieg bei. Allerdings mussten auch Umsatzrückgänge aufgrund der schwachen Währungsentwicklungen hingenommen werden, die durch Mengensteigerungen bei Zucker und Stärkeprodukten nicht kompensiert werden konnten. Im Segment Frucht wurden insbesondere auf den europäischen Absatzmärkten Verkaufsrückgänge verzeichnet. Bei Apfelsaftkonzentrat kam es zu einem dramatischen Preisverfall aufgrund der guten Erwartungen für die Apfelernte 2008.
Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2008|09 von den Nachwirkungen der Rohstoff preishausse des vorangegangenen Geschäftsjahres belastet. Das operative Ergebnis lag mit 37,8 m€ deutlich unter dem Vorjahreswert von 111,4 m€, wofür mehrere Ursachen ausschlaggebend waren:
AGRANA musste die hochpreisigen Apfelsaftkonzentrate aus der Produktion 2007 im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008|09 zu deutlich niedrigeren Marktpreisen verkaufen und die Lagerbestände im Ausmaß von 32,4 m€ auf den erwarteten Verkaufspreis abwerten.
Auch in den anderen Bereichen wurden die sinkenden Rohstoff preise bereits vom Markt vorweggenommen, sodass aus der Verarbeitung hochpreisiger Roh stoff bestände aus dem Vorjahr deutlich reduzierte Margen erwirtschaftet wurden.
Einmalaufwendungen für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf in Höhe von 2,3 m€ für die Zeit vor Inbetriebnahme so wie Restrukturierungskosten für die Fusion der S.C. Romana Prod s.r.l. mit der S.C. AGRANA Romania S.A. im Ausmaß von 0,9 m€ sind im Sonder ergebnis von minus 3,2 (Vorjahr minus 9,9) m€ ausgewiesen. Somit betrug das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2008|09 34,6 (Vorjahr 101,5) m€.
Der Verfall der Währungen, vor allem in einigen osteuropäischen Ländern im vier ten Quartal 2008|09, führte zu nicht cash-wirksamen Buchverlusten von 38,8 (Vor jahr 6,2) m€. Deshalb verschlechterte sich das Finanzergebnis auf minus 67,1 m€ (gegenüber minus 28,4 m€ im Vorjahr).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich folglich auf minus 32,4 m€ nach plus 73,1 m€ im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008|09 ergab sich ein Steuerertrag von 16,6 (Vorjahr minus 9,2) m€, aufgrund einer Steuergutschrift in Ungarn für die Geltendmachung der Kosten für die Kapazitätser weitung. Die Verrechnung der Ver luste im Zuge der österreichischen Gruppenbesteuerung hatte zusätzlich posi tiven Einfl uss auf die theoretische Ertragsteuergutschrift . Das den AGRANA-Aktio nären zurechenbare Konzernjahres ergebnis belief sich auf minus 11,6 (Vorjahr plus 64,3) m€, das Ergebnis je Aktie betrug somit minus 0,82 (Vorjahr plus 4,53) €.
Das Investitionsvolumen (ohne Finanzanlagen) im Geschäftsjahr 2008|09 lag mit 73,8 m€ deutlich unter dem vorjährigen Rekordniveau von 207,7 m€. Der Großteil der Inves titionen wurde für Anlagenoptimierungen und Steigerungen der Energie effi zienz verwendet. Im Segment Frucht lag der Schwerpunkt auf Kapazitäts erweiterungen in Brasilien und China sowie auf Rationalisierungsmaßnahmen.
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2009 reduzierte sich um 207,7 m€ auf 1.996,2 m€. Auf der Aktivseite sank das Sachanlagevermögen infolge des geringeren Investitions volumens auf 609,9 m€.
Der Vorratsabbau resultierte aus mengenmäßig geringeren Mais vorräten im Segment Stärke sowie reduzierten Bewertungen in allen Segmenten infolge der ge sun kenen Rohstoff preise. Das Eigenkapital sank von 922,1 m€ auf 825,9 m€, was neben dem negativen Konzernjahres ergebnis aus den Währungskursverlusten infolge der Um rechnung der Abschlüsse der verbundenen Unter nehmen sowie den Dividen denausschüttungen resultierte. Die Eigen kapitalquote konnte im Geschäfts jahr 2008|09 mit 41,4 % nahezu auf Vorjahres niveau von 41,8 % gehalten werden. Dem Anstieg der kurzfristigen Finanz verbindlich keiten um 35,6 m€ stand das Auslaufen der langfristigen Kredite entgegen. Die Netto fi nanz schulden betrugen 470,1 m€ und lagen damit um 97,6 m€ unter dem Vor jahres wert.
Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2008|09 115,0 (Vorjahr minus 4,2) m€ und setzte sich aus einem Cashfl ow aus dem Ergebnis von 97,2 (Vorjahr 140,8) m€, einer Veränderung des Working Capitals von 23,2 (Vorjahr minus 144,8) m€ und Gewinnen aus Anlagenabgängen von 5,4 (Vorjahr 0,3) m€ zusammen. Stabilisierend für das Working Capital wirkten sich der Vorratsabbau und die Reduktion der Forderungen sowie Lieferantenverbindlichkeiten aus. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit war mit 72,1 (Vorjahr 169,5) m€ geprägt durch die gesunkenen Investitionen in Sachanlagen sowie die Ausgaben für die Akquisition des zweiten chinesischen Joint Ventures in Yongji. Der Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt den deutlichen Abbau der Finanzverbind lichkeiten wider.
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 751.086 | 772.028 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –48.583 | –20.332 |
| Umsatzerlöse | 702.503 | 751.696 |
| Operatives Ergebnis | 15.810 | 32.578 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinfl üssen) | 14.897 | 34.017 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 19.402 | 41.948 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 862 | 3.310 |
| Mitarbeiter | 2.464 | 2.597 |
Im Geschäftsjahr 2008|09 lag der Umsatz im Segment Zucker mit 702,5 m€ um 6,5 % unter dem Vorjahr. Mengensteige rungen im Absatz von Quotenzucker konnten die Preissenkungen teilweise kompensieren. Die Abwertung einiger osteuropäischer Währungen löste dagegen Preiserhöhun gen in nationaler Währung aus, die in einigen Bereichen regionale Nachfragerückgänge be wirkten. Der Umsatzanteil von Zucker am Konzernumsatz betrug 34,7 % (Vorjahr 39,7 %).
Im operativen Ergebnis von 15,8 (Vorjahr 32,6) m€ schlugen sich neben den sinkenden Preisen insbesondere die durch die erhöhte Restrukturierungsabgabe hohen Herstellkosten der Vorjahresproduktion nieder. Die Produktionskosten der Kampagne 2008 waren von deutlich höheren Energie kosten belastet. Positiv hingegen wirkte sich der Restrukturierungs-
erlös für die Quotenrückgabe in der Slowakei in Höhe von 1,9 m€ aus. Die Inbetriebnahme der Rohzucker raffi nerie in Brčko|Bosnien-Herzegowina belastete das Segmentergebnis infolge der Anlaufphase und der geringen Kapazitätsaus lastung. Für die Umstrukturierung der rumänischen Tochter gesellschaft S.C. Romana Prod s.r.l. wurden Vorsorgen in Höhe von 0,9 m€ getroff en, die im Ergebnis aus Sondereinfl üssen enthalten sind.
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 551.979 | 339.988 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –32.540 | –51.885 |
| Umsatzerlöse | 519.439 | 288.103 |
| Operatives Ergebnis | 27.523 | 35.333 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinfl üssen) | 25.246 | 28.570 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 23.798 | 122.861 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 254 | 0 |
| Mitarbeiter | 853 | 847 |
Der Segmentumsatz im Geschäftsjahr 2008|09 lag mit 519,4 m€ deutlich über dem Vorjahreswert von 288,1 m€. Das Umsatzwachstum von 80,3 % beruhte vorwiegend auf höheren Bioethanolumsätzen infolge des Vollbetriebes in Österreich sowie der gestiegenen Stärke- und Ethanolkapazität in Ungarn. Die Handelsumsätze und Neben produkt verkäufe entwickelten sich erfreulich und trugen neben dem höheren Absatz von traditionellen Stärkeprodukten sowie Kindernahrungsmitteln zur Umsatzsteigerung bei. Der Umsatzanteil des Stärkesegmentes am Konzernumsatz erreichte 25,6 % nach 15,2 % im Vorjahr.
Das operative Ergebnis im Segment Stärke lag mit 27,5 m€ erwartungsgemäß unter jenem des Vorjahres von 35,3 m€. Im ersten Halbjahr 2008|09 wurde noch die hochpreisige Vorjahresernte verarbeitet. Die stark gestiegenen Rohstoff und Energiekosten konnten nicht vollständig durch Verkaufspreisanpassungen kompensiert werden. Höhere Fixkosten im Rahmen der Hochfahrphase der neuen Kapazitäten belasteten ebenfalls das operative Segmentergebnis. Mit Beginn der neuen Ernte im Herbst 2008 sanken die Rohstoff preise deutlich unter Vorjahresniveau und ermöglichten eine Verbesserung der Ertragslage ab dem zweiten Halbjahr 2008|09. Die bis zur Inbetriebnahme des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf angefallenen Verluste im Ausmaß von 2,3 m€ sind im Ergebnis aus Sondereinfl üssen berücksichtigt.
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | 804.476 | 852.520 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –90 | –44 |
| Umsatzerlöse | 804.386 | 852.476 |
| Operatives Ergebnis | –5.501 | 43.500 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinfl üssen) | –5.501 | 38.923 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 30.613 | 42.925 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 556 | 133 |
| Mitarbeiter | 4.927 | 4.696 |
Der Umsatzrückgang im Segment Frucht von 852,5 m€ im Vorjahr auf 804,4 m€ war im Bereich Fruchtsaftkonzentrate auf geringere Verkäufe in Kombination mit einem im zweiten Quartal 2008|09 einsetzenden dramatischen Preisverfall bei Apfelsaftkonzentrat zurückzuführen. Bedingt durch das nach der knappen Ernte im Jahr 2007 hohe Preisniveau änderte sich das Kontrahierungsverhalten der Kunden hin zu vermehrten Spotkäufen. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten die Preise gegenüber dem Vorjahr leicht angehoben werden. Strukturelle Verschiebungen von Markenartikeln hin zu Handelsmarken mit geringerer Fruchtdosierung sowie eine Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes führten zu rückläufi gen Absatzmengen. Der Umsatzanteil von Frucht am Konzernumsatz betrug 39,7 % (Vorjahr 45,1 %).
Infolge guter Ernteerwartungen kam es im Frühsommer 2008 zu einem drastischen Verfall der Apfelsaftkonzentratpreise. Somit musste AGRANA im zweiten Quartal 2008|09 die vorrätigen Mengen aus der infolge der geringen Ernte 2007 mit hohen Rohstoff kosten erzeugten Vorjahresproduktion mit 32,4 m€ auf das erwartete, deutlich niedrigere Marktpreisniveau abwerten. Diese Korrektur der Bestandswerte war maßgeblich dafür ausschlaggebend, dass im Geschäftsjahr 2008|09 ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von 5,5 m€ auszuweisen war. Ab dem zweiten Halbjahr stabilisierte sich die Ertragslage durch die Ausweitung der Absatzmärkte und Kundensegmente.
Das Preisniveau bei Früchten schwächte sich 2008|09 im Vorjahresvergleich deutlich ab. Die Apfelpreise aus der Ernte 2008 betrugen lediglich rund ein Viertel der Durchschnitts preise des Vorjahres. Dies bewirkte bereits sehr niedrige Apfelsaftkonzentratpreise in Europa.
Im Fruchtzubereitungsbereich wurde durch die Schließung der Produktion in Kaplice|Tschechien im August 2008 ein wichtiger Reorganisationsschritt gesetzt.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG beträgt 103,2 m€ und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stück aktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär 75,5 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100%-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim|Deutschland und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) mit Sitz in Wien je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG sind die Raiff eisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, beteiligt. Aufgrund eines zwischen der Südzucker AG und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen unter anderem Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nomi nie rungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA nominiert. Beide erhalten für die Ausübung dieser Vorstandsfunktionen keine Bezüge.
Keine Inhaber von Aktien verfügen über besondere Kontrollrechte. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus. Hinsichtlich der Möglichkeit des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, bestehen keine Befugnisse des Vorstandes im Sinne des § 243a Z. 7 UGB.
Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesell schaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsver einbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öff entlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
Nach Ende des Bilanzstichtages am 28. Februar 2009 sind keine wesentlichen berichtspfl ichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.
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| 24 |
|---|
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2008 09 | 2007 08 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m¤ | in m¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 702,5 | 751,7 | –6,5 |
| Operatives Ergebnis | 15,8 | 32,6 | –51,5 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 19,4 | 41,9 | –53,7 |
| Mitarbeiter | 2.464 | 2.597 | –5,1 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
führender Zuckerproduzent in den Kernmärkten Zentral- und Osteuropas hervorragend positioniert.
Die AGRANA Zucker GmbH ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina.
Im Segment Zucker ist weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. in Österreich angesiedelt. Deren ungarische Produktion wurde im Zuge der Schließung der ungarischen Zuckerproduktion in Petöháza nach Dürnkrut|Österreich verlagert. Die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. ressortiert ebenfalls zum Segment Zucker.
Der Zuckervertrieb durch die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. (AMV) wurde mit dem Geschäftsjahr 2008|09 organisatorisch und rechtlich in die AGRANA Zucker GmbH integriert. Der Vertrieb der Gastronomie-Produkte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden HELLMA Lebensmittel-Verpackungs Ges.m.b.H. erfolgt ebenso durch die AGRANA Zucker.
Das in Deutschland ansässige Analyseunternehmen F. O. Licht geht in seiner Prognose vom 25. März 2009 von einer globalen Zuckerproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2008|09 (Oktober 2008 bis September 2009) von 157,4 Mio. Tonnen aus. Der weltweite Zuckerkonsum werde hingegen im ZWJ 2008|09 – ungeachtet der globalen Wirtschaftskrise – gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um knapp 2 % auf 160,9 Mio. Tonnen steigen. Das bedeutet ein globales Zuckerdefi zit für das ZWJ 2008|09 von 3,5 Mio. Tonnen. F. O. Licht erwartet trotz eines Rekordwachstums des weltgrößten Produzenten Brasilien für das ZWJ 2008|09 einen Rückgang des weltweiten Zuckeran gebotes aufgrund von Produktionsrückgängen in der Europäischen Union, in Indien und in China.
Die Rohzuckernotierung in New York erreichte am 4. Juni 2008 mit 209,9 USD pro Tonne ihr Jahrestief, der Jahreshöchstwert betrug am 6. August 2008 312,8 USD pro Tonne. Die Notierung am 27. Februar 2009 lag mit 297 USD pro Tonne um 5,7 % unter dem Vorjahreswert (315 USD pro Tonne). Der Höchststand der Weißzuckernotierung an der Londoner Börse betrug am 27. August 2008 414,5 USD pro Tonne. Am 5. Dezember 2008 erreichte die Notierung von Weißzucker mit 294,8 USD pro Tonne den Tiefststand. Gegenüber dem Vorjahr war die Weißzuckernotierung am 27. Februar 2009 mit 401 USD pro Tonne um 3,6 % höher.
Die Reform der EU-Zuckermarktordnung hat eine Reduktion der EU-Quotenzuckerproduktion von ursprünglich 18 Mio. Tonnen um rund 6 Mio. Tonnen auf 12 Mio. Tonnen zum Ziel. Dies erfolgt bei stabilem Binnenmarktverbrauch aufgrund weggefallener Exportmöglichkeiten und von der EU eingegangener Importverpfl ichtungen. In den ersten beiden Zuckerwirtschaftsjahren 2006|07 und 2007|08 des Reformzeitraumes wurden nur rund 2,2 Mio. Tonnen Quoten freiwillig an den Restrukt urierungsfonds zurückgegeben. Daraufhin erhöhte der Agrarministerrat auf Vorschlag der
784,7
EU-Kommission am 26. Sep tember 2007 den Anreiz für Rüben anbauer und Zuckerproduzenten, Quoten für das Zuckerwirt schaftsjahr 2008|09 (1. Oktober 2008 bis 30. Sep tember 2009) in den Restrukturierungs fonds zu geben.
AGRANA hat sich im Ausmaß von rund 117.000 Tonnen am Quotenrückgabe programm für das ZWJ 2008|09 beteiligt, um eine entschädigungslose, fi nale Quotenkürzung im ZWJ 2010|11 weitestgehend zu vermeiden. Der Restruk tu rie rungsfonds ist seit dem 1. Februar 2009 geschlossen; insge samt wurden rund 5,8 Mio. Tonnen in den Fonds zurückgegeben und somit nur rund 0,2 Mio. Ton nen weniger als von der EU-Kommission angestrebt. Die EU-Kommission hat angekündigt, im Februar 2010 die Lage des EU-Zuckermarktes er neut zu überprüfen, um festzustellen, ob eine fi nale Quotenkürzung erforderlich ist. Die Restrukturie rungsprämien für diese Quotenrückgaben sollten ursprünglich zu 40 % im Juni 2009 und zu weiteren 60 % im Februar 2010 von der EU an die Produktionsunter nehmen ausgezahlt werden. Angesichts der Finanz- und Wirt schaftskrise hat die EU-Kommission mit Beschluss vom 13. Februar 2009 eine Vorziehung der Auszahlung von 100 % der Prämien auf Juni 2009 ermöglicht.
Die EU-Kommission hat für die ZWJ 2008|09 und 2009|10 ein zollfreies Importkontingent von 400.000 Tonnen Nicht quotenzucker für die chemische Industrie gewährt. Damit kam die EU-Kommission den Forderungen von Industriezuckerverwendern in Regionen mit ertragsbedingt schwachem Zuckerrüben anbau entgegen. Als Kompensation des Importkontingentes ermöglichte sie der Zuckerindustrie den ungestützten Export von 650.000 Tonnen Nichtquoten zucker sowie 50.000 Tonnen Isoglukose auf den Weltmarkt. Damit eröff nete sich effi zienten Anbau regionen zusätzliches Marktpotenzial.
Die Kommission setzte mit Wirkung vom 1. Oktober 2008 (Beginn ZWJ 2008|09) die Ausfuhrerstattungen für Quoten zucker aus. Für Exporteure von zuckerhaltigen Verarbeitungs produkten – die aufgrund von Übergangsfristen noch bis zum Frühjahr 2009 die Erstattungen erhalten – werden derzeit Lösungen gesucht, ihre Produkte weiterhin wettbewerbsfähig am Weltmarkt anbieten zu können. Sollten sich diese Kunden zukünftig für diese Produkte mit Zucker aus Importen oder Nichtquotenzucker versorgen müssen, würde sich der Absatz von Quotenzucker deutlicher redu zieren als im Rahmen der Zuckermarkt ordnungsreform vorgesehen.
Die WTO-Verhandlungen wurden Ende Juli 2008 ergebnislos abgebrochen. USA, China und Indien konnten sich nicht über den Importschutz für Agrarprodukte aus Entwicklungs- und Schwellenländern verständigen. Wesentliche Themen, die ebenfalls noch nicht geklärt werden konnten, betreff en den Marktzugang für Industrieprodukte zu den Schwellen ländern sowie die Förderungen für Baumwolle in den USA. Weitere Initiativen im Herbst 2008 scheiterten ebenso. Auch für das Frühjahr 2009 gilt eine Einigung als unwahr scheinlich. Bei einem möglichen Ab schluss würden die EU-Agrarzölle stufenweise ab Herbst 2011 bis 2020 deutlich sinken.
Die Europäische Union öff net schrittweise, sowohl für die am wenigsten entwickelten Länder der Welt (LDC) durch das "Alles-außer-Waff en"-Abkommen (EBA) als auch für die AKP-(Afrika-Karibik-Pazifi k-)Staaten durch die Wirtschaftspartner schaftsabkommen (EPA), ihre Märkte für den un beschränkten Import. Ab 1. Oktober 2009 wird es für diese Entwicklungs länder einen zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt geben. Für 2009|10 ist eine höhere Ver füg barkeit von Rohzucker aus diesen Ländern zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings fraglich.
2006|07
Unter Berücksichtigung der geänderten Marktbedingungen konnte AGRANA mit dem Dachverband der österreichischen Zuckerrübenanbauer "Die Rübenbauern" sowie mit den bäuerlichen Interessensgemeinschaften in den anderen Ländern neue Vereinbarungen über den Rübenanbau 2009 treff en.
Auf einer Gesamtfl äche von rund 71.750 (Vorjahr 87.800) Hektar wurden für den AGRANA-Konzern rund 4,71 (Vorjahr 4,62) Mio. Tonnen Rüben geerntet und anschließend verarbeitet. Gute Witterungsbedingungen während der Vegeta tionsperiode und Ernte führten zu überdurchschnittlichen Ernteergebnissen bei Ertrag und Zuckergehalt. Die rund 8.650 (Vorjahr 9.100) Rübenbauern erzielten Rübenerträge von durchschnittlich rund 65,5 (Vorjahr 52,7) Tonnen je Hektar und einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,1 % (Vorjahr 16,1 %).
Die Zuckerrüben wurden in den 7 (Vorjahr 8) Zucker fabriken mit einer Tagesverarbeitungsmenge von rund 46.500 (Vorjahr 51.100) Tonnen in durchschnittlich 105 (Vor jahr 93) Tagen zu rund 720.000 (Vorjahr 671.000) Tonnen Zucker verarbeitet. Die Zuckerproduktion lag deutlich über der AGRANA-Rübenzucker quote für das ZWJ 2008|09 von 618.500 Tonnen. Die Übermengen werden als Industrie zucker vermarktet. In Rumänien und Bosnien-Herzegowina wurden rund 183.000 Tonnen Weißzucker aus Rohzucker raffi niert.
In den meisten Ländern begann die Rübenverarbeitung um den 20. September 2008. Die beiden Werke in Österreich haben die Zuckerkampagne aufgrund der großen Rübenmenge erst am 22. Jänner 2009 beendet. Erstmals wurden 15.100 Tonnen Zuckerrüben aus kontrolliert biologischem Anbau in Österreich geerntet und daraus 1.800 Tonnen Bio-Rübenzucker produziert.
In Österreich konnten Absatzsteigerungen in der Industrie erzielt werden. Der Marktanteil in der Industrie beträgt nunmehr 88 %, im Lebensmittelhandel liegt dieser bei über 96 %. Die erfolgreiche Positionierung von AGRANA-Zucker mit der Marke "Wiener Zucker" als österreichisches Qualitäts produkt wurde durch gemeinsame Aktivitäten mit Industriekunden forciert. In Kombination mit einem erhöhten Exportvolumen stieg der Quotenzuckerabsatz von 374.000 Tonnen im Vor jahr auf 454.000 Tonnen im Ge schäftsjahr 2008|09. Die Zuckerpreise lagen wettbewerbsund marktordnungsbedingt unter jenen des Vorjahres. Ein
Überangebot von Zucker zu Beginn der neuen Kampagne 2008 führte zu Preisreduktio nen, Einbußen gab es beim Absatz von Nichtquotenzucker. AGRANA verzeichnete in Österreich mit einem Umsatz von 364,2 (Vorjahr 398,6) m€ trotz gestiegener Zuckerabsätze infolge der Umgliederung des Futtermittelgeschäftes in das Segment Stärke einen Rückgang. Der enorme Anstieg der Energiekosten in Kombination mit geringeren Verkaufspreisen drückte die Margen. Der Absatz der höher bewerteten Vorjahres produktion belastete in den ersten Monaten 2008|09 das Ergebnis.
Neben Ersatzinvestitionen lag der Investitionsschwerpunkt in Österreich bei der Neuorganisation der Schnitzelpressstation in Tulln. Durch die nunmehrige konstante Abpressung konnte der Energieeinsatz für die Schnitzeltrocknung um rund 7,0 % verringert werden.
Der Zuckerumsatz in Ungarn verzeichnete mit 122,2 (Vorjahr 117,4) m€ einen Zuwachs um rund 4 %. Dies resultierte ausschließlich aus dem gestiegenen Absatz im Indus trie bereich. Der Marktanteil von 40 % wurde erfolgreich verteidigt. Import druck aus Kroatien und Serbien hatte negativen Einfl uss auf die Verkaufsmengen an den Lebens mittelhandel. Bedingt durch geringere Produktionsmengen infolge der Quotenrückgabe und Schließung eines ungari schen Zuckerwerkes waren auch geringere Absatzmengen für den Export verfügbar. Die Abwertung der ungarischen Währung beeinfl usste zusätzlich die Verkaufserlöse und Margen negativ.
Für Ersatzinvestitionen und Verbesserungen bei der Schnitzel aufbereitung für die Biogasanlage in Kaposvár wurden im Geschäftsjahr 2008|09 3,3 (Vorjahr 9,6) m€ aufgewendet. In der abgelaufenen Kampagne wurde rund 45 % des Primärenergiebedarfes durch eigenes Biogas substituiert. Für die Be- und Entladung von losem Zucker wurden neue Anlagen errichtet.
Bei einem Umsatzanstieg um rund 17 % auf 82,0 (Vorjahr 70,3) m€ konnten deutliche Absatzsteigerungen im Inland erreicht werden. Neben dem stabilen Verkauf an den Lebensmittelhandel konnte durch Zuwächse im Industriebereich ein Marktanteil von 25 % erzielt werden. Auch in Tschechien waren Preiskorrekturen infolge der Referenzpreissenkung zu verzeichnen. Der Absatz von Nichtquotenzucker war rückläufi g.
Investitionen in Höhe von 4,1 (Vorjahr 5,2) m€ betrafen unter anderem die Erneuerung des Leitsystems in der Fabrik Hrušovany. Mit der Aufstellung von drei Schnitzelpressen wurde der erste Teil der Sanierung der Pressstation durchgeführt. Am Standort Opava wurde die Schnitzeltrocknung in das Prozessleitsystem inte griert sowie eine Biogasleitung von der anaeroben Abwasser reinigung in die Trocknung verlegt.
Deutliche Absatzsteigerungen, allerdings mit Preisanpassungen, wurden im slowakischen Inlandsabsatz sowohl im Industrie- als auch im Handelsbereich erreicht. Folglich konnte der Marktanteil auf über 40 % gesteigert werden. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2008|09 belief sich auf 44,3 (Vorjahr 49,6) m€, da die Verkaufspreise unter dem Vorjahresniveau lagen.
Die Investitionssumme in Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2008|09 1,5 (Vorjahr 3,0) m€. Neben notwendigen Erneuerungsinvestitionen im Bereich der Automatisierungstechnik wurde in Verbesserungen der Wärmewirtschaft und in Umweltmaßnahmen investiert. Bei einer weiteren Steigerung der Verarbeitungsleistung auf mehr als 3.500 Tagestonnen wurde der spezifi sche Energieverbrauch, bezogen auf den Weißwert, um fast 15 % und der spezifi sche Kalkverbrauch, bezogen auf Rübenverarbeitung, um mehr als 22 % reduziert.
AGRANA konnte den Umsatz um 15 % auf 155,1 (Vorjahr 134,9) m€ verbessern. Dafür waren deutliche Absatzsteigerungen im Lebensmittelhandel und im Industriebereich verantwortlich. Durch eine enge und intensive Zusammenarbeit mit den internationalen Industrieunternehmen hält AGRANA mittlerweile einen Anteil von knapp 50 % am rumänischen Markt. Die Preise lagen, wie auch in den anderen Ländern, unter dem Vorjahresniveau.
Im Zuge der Restrukturierung der rumänischen Tochtergesell schaft S.C. Romana Prod s.r.l. wurden die zum Zuckergeschäft passenden Geschäftsbereiche in die S.C. AGRANA Romania S.A. integriert und Randbereiche wie das Schokolade geschäft aufgelassen. Die dafür notwendigen Einmalkosten in Höhe von 0,9 m€ (Anlagen- und Vorratsabschreibungen, Kosten für Sozialplan) sind im Ergebnis aus Sondereinfl üssen ausgewiesen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr schlug sich die starke Ab wertung der rumänischen Währung deutlich negativ auf das Finanzergebnis nieder. Damit verteuerte sich die Refi nanzierung der Eurokredite in Landeswährung entsprechend.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wurden insgesamt 1,8 (Vorjahr 4,1) m€ in Automatisierungsprojekte im Bereich Produktion und Verpackung sowie in Verbesserungsmaßnahmen der Wärme wirtschaft investiert. Der spezifi sche Energie verbrauch konnte dadurch während der Rohzuckerverarbeitung sowie der Rübenkampagne deutlich reduziert werden.
Die gemeinsam mit dem Unternehmen SCO Studen & CO Holding betrie bene Rohzuckerraffi nerie in Brčko|Bosnien-Herzegowina wurde im Geschäftsjahr 2008|09 in Betrieb genommen. Während des Hochfahrbetriebes wurden weitere Adaptierungsarbeiten vorgenommen, sodass die volle Jahreskapazität noch nicht erreicht wurde. Insgesamt lag die Produktions menge im Geschäftsjahr 2008|09 bei rund 50.000 Tonnen Weißzucker.
Der Rohzuckereinkauf erfolgte vorwiegend aus Brasilien. Die Verkaufspreise orientieren sich am vom Weltmarkt vorgegebenen Preisniveau. Infolge des Anfahrbetriebes verursachte das 50%-Joint Venture im Geschäftsjahr 2008|09 noch Anlaufverluste von 3,4 m€ (entspricht dem 50%-Anteil).
Die auf AGRANA entsprechend dem 50%-Anteil entfallenden Investitionen im Geschäftsjahr 2008|09 betrugen 2,9 (Vorjahr 15,5) m€. Damit wurden vor allem notwendige Adaptierungsmaßnahmen am Kohlekessel fi nanziert.
Der Gesamtmarkt ist infolge der Wirtschaftskrise leicht rückläufi g. Das im Geschäftsjahr 2007|08 gegründete Verpackungs- und Vertriebs-Joint Venture der AGRANA mit dem bulgarischen Zuckerunternehmen Zaharni Zavodi AD in Sofi a|Bulgarien verzeichnete deutliche Absatzzuwächse. Im Industrie- und Handelsbereich konnte die Verkaufsmenge auf rund 50.000 Tonnen gesteigert werden. Bereits im zweiten Jahr der Geschäftstätigkeit lag der Marktanteil bei 20 %. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2008|09 auf 36,2 (Vorjahr 24,6) m€. Die Verpackungsanlagen in Gorna Oryahovitsa wurden ausgebaut und modernisiert, um zukünftig über höhere Flexibilität zu verfügen und Wert schöpfung zu generieren.
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2008 09 | 2007 08 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m¤ | in m¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 519,4 | 288,1 | +80,3 |
| Operatives Ergebnis | 27,5 | 35,3 | –22,1 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 23,8 | 122,9 | –80,6 |
| Mitarbeiter | 853 | 847 | +0,7 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
der Anbieter von umwelt freund lichem Bioethanol in Öster reich und Ungarn. Das Segment Stärke umfasst die AGRANA Stärke GmbH mit dem österreichischen Stärkegeschäft der Kartoff elstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach. Die AGRANA Stärke GmbH koordiniert und führt die internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien. Das Geschäftsfeld Bioethanol ist ebenfalls organisatorisch dem Segment Stärke unterstellt. Das umfangreiche Futtermittelsortiment mit den Nebenprodukten aus der Zucker- und Stärkegewinnung sowie sämtliche Handelsaktivitäten mit Futtermitteln wurden ab dem Geschäftsjahr 2008|09 dem Segment Stärke zugeordnet. Zuvor wurde der Verkauf dieser Produkte im Segment Zucker abgewickelt.
Gute Witterungsbedingungen führten im Kalenderjahr 2008 zu einem Anstieg der weltweiten Getreideproduktion um rund 6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,78 Mrd. Tonnen. Mais ist mit einem Anteil von 782 Mio. Tonnen die weltweit wichtigste Getreideart. Infolge der guten Ernte kam es zu einem Aufbau der globalen Lagerbestände.
Nach witterungsbedingten Missernten im Jahr 2007 stieg die Maisernte in der EU-27 auch wegen des Wegfalles der Flächenstilllegung im Wirtschaftsjahr 2008|09 auf rund 62 Mio. Tonnen (nach zuletzt rund 48 Mio. Tonnen). Für interventionsfähigen Mais gab es eine Obergrenze von 700.000 Tonnen für das Getreidewirtschaftsjahr 2008|09. Der Großteil der bis Ende Februar der Intervention angebotenen Mengen von rund 540.000 Tonnen stammte aus Ungarn und der Slowakei. Die europäische Weizenproduktion erreichte rund 140 Mio. Tonnen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 30 Mio. Tonnen entspricht.
Im November 2008 einigten sich die EU-Agrarminister im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ("Health Check") auf eine reformierte Kartoff elstärke-Marktordnung. Die bestehende Marktordnung wird für drei Wirtschaftsjahre (2009|10, 2010|11 und 2011|12) nahezu unverändert verlängert. Mit dem Ende des Wirtschaftsjahres 2011|12 laufen die bisherigen Marktordnungs instrumente wie Produktionsquote, gekoppelte Beihilfen sowie Mindestpreis aus. Die bisher an die Produktion gekoppelten Beihilfen an die Landwirte und Industrie werden ab diesem Zeitpunkt entkoppelt und in die einheitliche Betriebsprämie für die Landwirte integriert. Zeitgleich wurde die Flächenstilllegung endgültig abgeschaff t.
Die Isoglukosequote in der EU-27 beträgt im Wirtschaftsjahr 2009|10 rund 690.000 Tonnen. HUNGRANA hält mit 220.000 Tonnen die größte euro päische Isoglukose-Quote.
In Österreich konnte die Getreideernte für das Kalenderjahr 2008 um mehr als 1 Mio. Tonnen auf rund 5,4 Mio. Tonnen gesteigert werden. Die Maisanbaufl äche erhöhte sich von 170.000 Hektar im Jahr 2007 auf 194.000 Hektar im Jahr 2008. Insgesamt wurden rund 2,1 Mio. Tonnen Mais geerntet. Durch die gute Maisernte in Österreich, aber auch EU-weit, sind die Rohstoff preise nach vorangegangenen Höchstständen seit dem Herbst 2008 signifi kant gesunken. Die Weizenerzeugung betrug rund 1,6 (Vorjahr 1,3) Mio. Tonnen.
Bei Stärkeindustriekartoff eln wurde auf einer Anbaufl äche von 5.500 (Vorjahr 5.800) Hektar eine Menge von 204.100 (Vorjahr 209.300) Tonnen kontrahiert. Zuzüglich Bio-Stärkekartoff eln betrug die gesamte Kontraktmenge 210.000 Tonnen. Die Kampagne 2008 dauerte 116 (Vorjahr 114) Tage. Es wurden 198.500 (Vorjahr 195.400) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoff eln zu 42.400 (Vorjahr 39.900) Tonnen Kartoff elstärke verarbeitet. Der Stärke gehalt lag mit 18,4 % über jenem des Vorjahres von 17,4 %. Für das Anbau jahr 2009 steht eine uneingeschränkte Quoten höhe von 47.691 Tonnen Kartoff elstärke zur Ver fügung.
In der Kampagne 2008 lag die Produktion von Kartoff el dauerprodukten mit rund 13.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoff eln auf Vorjahresniveau. Darüber hinaus wurden noch rund 12.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoff eln für die Frühjahrsverarbeitung zugekauft.
In der Maisstärkefabrik Aschach wurden im Geschäftsjahr 2008|09 335.000 (Vorjahr 364.000) Tonnen Mais verarbeitet. Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais wurde auf 107.000 Tonnen gesteigert. Der Rohstoff preis für Mais aus der neuen Ernte 2008 ist im Vergleich zur Ernte 2007 stark gesunken.
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 116,3 m€ auf 344,4 (Vorjahr 228,1) m€, was zum Großteil auf die Ein be ziehung der Futtermittelumsätze zurückzuführen war. Der Mengenabsatz verzeichnete infolge starker Zuwächse bei Nebenprodukten einen rasanten Anstieg von 462.900 Tonnen im Vorjahr auf 948.900 Tonnen. Der gesamte Nebenproduktabsatz lag bei rund 423.000 (Vor jahr 112.300) Tonnen, was neben der Über nahme der AMV-Aktivitäten aus höheren Nebenprodukt verkäufen aus der Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn resultierte. Die zu Geschäfts jahresbeginn sehr guten Preise haben sich allerdings entsprechend der Ent wicklung der Getreidepreise wieder stark reduziert.
Der Verkauf von eigenproduzierten Stärkeprodukten war mit 278.600 (Vorjahr 284.800) Tonnen leicht rückläufi g. Steige run gen wurden beim Absatz von nativer Stärke (Kartoff el- und Maisstärke) sowie Kindernahrungsmitteln verzeichnet. Im Bereich der technischen Stärken wurden davon rund 110.400 (Vorjahr 98.400) Tonnen an die Papier-, Wellpappe-, Textil- und Bauindustrie abgesetzt. Zunächst rohstoff bedingt steigende Stärkepreise zu Beginn des Jahres 2008 führten zu Anpassungen bei den Vertragslaufzeiten. Infolge der wirt schaftlichen Abschwächung kam es im weiteren Jahresverlauf zu Kapazitätsanpas sun gen und fallenden
Stärkepreisen. Die Verlang samung der Konjunktur war auch in der Bau industrie ab Jahresmitte 2008 zu spüren. Im Bereich Lebensmittelstärke betrug das Absatzvolumen 82.200 (Vor jahr 102.600) Tonnen. Hier führten die stark gestiegenen Rohstoff preise zu Jahres beginn 2008 zu einem Rückgang der Verkaufs mengen. Mitte des Jahres konnten diese Mengen verluste teilweise wieder kompensiert werden. Ab September 2008 führten die ungünstigen Konjunktur erwar tungen zu einem drastischen Preisverfall bei Stärke und zu stagnie renden Abnahmen.
Die Investitionen in Österreich betrugen im Geschäftsjahr 2008|09 13,1 (Vorjahr 9,1) m€. Im Werk Gmünd erfolgte im zweiten Halbjahr 2008|09 die Inbetriebnahme der neuen Walzentrocknungsanlage. Weitere Investitionen betrafen Produktionsoptimierungen, die Erhöhung der Energie effi zienz sowie diverse Ersatzinvestitionen.
Ausreichende Niederschläge führten im Jahr 2008 mit 8,9 (Vorjahr 3,9) Mio. Tonnen zu einer ungarischen Maisernte auf Normalniveau.
Die ungarische Isoglukosequote betrug für das Wirtschaftsjahr 2008|09 rund 220.000 Tonnen. Diese ist zur Gänze der HUNGRANA zuzurechnen, an der AGRANA und Tate & Lyle/ADM je 50 % der Anteile halten. Für das Wirtschaftsjahr 2009|10 wird diese Quote unverändert beibehalten.
Nach Abschluss umfangreicher Kapazitätserweiterungen auf eine Verarbeitungsleistung von 3.000 Tagestonnen erhöhte HUNGRANA im Geschäftsjahr 2008|09 die Verarbeitungsmenge auf rund 840.000 (Vorjahr 540.000) Tonnen Mais. Die guten Maiserträge bewirkten eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Verarbeitung an erntefrischem Nassmais in Höhe von 186.000 (Vorjahr 21.100) Tonnen.
Der Ausbau der Bioethanolverarbeitung sowie der Verzuckerungsanlage führten zu einer entsprechenden Absatzsteigerung auf 390.600 (Vorjahr 280.000) Tonnen. Der daraus resultierende Umsatz entsprechend dem 50%-Anteil der AGRANA betrug 134,2 (Vorjahr 91,8) m€. Davon entfi el knapp ein Drittel auf Ethanolverkäufe. Die gesunkenen Maispreise aus der neuen Ernte 2008 verbesserten das Ertragsniveau im zweiten Halbjahr.
In der ungarischen Stärkefabrik wurden im Geschäftsjahr 2008|09 5,4 (Vorjahr 39,8) m€ entsprechend dem 50%-Anteil investiert. Der Ausbau wurde im Laufe des ersten Quartals abgeschlossen, sodass nunmehr die Bioethanol- und Isoglukose-Produktionskapazitäten eine Tagesverarbeitung von 3.000 Tonnen Mais erreichen.
In Rumänien konnte der Inlandsbedarf mit einer normalen Maisproduktion von 7,4 (Vorjahr 3,7) Mio. Tonnen im Jahr 2008 gedeckt werden.
In der rumänischen Maisstärkefabrik lag die Maisverarbeitung im Geschäftsjahr 2008|09 mit rund 16.500 (Vorjahr 23.400) Tonnen unter dem Vorjahr, da aufgrund des hohen Preisniveaus im ersten Halbjahr Absatzrückgänge zu verzeichnen waren. An erntefrischem Mais wurden rund 7.000 Tonnen verarbeitet.
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr von 8,9 m€ um rund 7 % auf 9,5 m€ gesteigert werden. Ein Mehrabsatz von Verzuckerungsprodukten sowie höhere Verkaufspreise führten zu einer Kompensation der rückläufi gen Verkaufs mengen im ersten Halbjahr 2008|09. Mit Beginn der neuen Ernte 2008 wirkten sich die gefallenen Rohstoff kosten positiv auf den Geschäftsverlauf aus.
Für Sachanlagen wurden in Rumänien 0,1 (Vorjahr 0,8) m€ schwerpunktmäßig zur Reduktion der Energiekosten investiert. Ziel ist die zukünftige Versorgung des Werkes mit Erdgas.
Die EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien wurde im Dezember 2008 auf europäischer Ebene verabschiedet. Der verbindlich festgelegte Mindestanteil von 10 % erneuerbaren Energien am Energieverbrauch im europäischen Verkehrssektor wurde beibehalten. Umfangreiche Nachhaltigkeitskriterien werden sicherstellen, dass künftig nur nachhaltig produzierte Biokraftstoff e im Verkehrssektor eingesetzt werden. Hinsichtlich der erforderlichen Treibhausgaseinsparung muss von bestehenden Anlagen im Jahr 2013 ein Wert von 35 % und im Jahr 2017 von 50 % erreicht werden.
Eine Lebenszyklusanalyse der Joanneum Research Forschungs gesellschaft in Graz hat bestätigt, dass die AGRANA-Anlage in Pischelsdorf|Österreich mit rund 50 % Treibhausgaseinsparung bereits heute die Anforderungen für das Jahr 2017 erfüllt und weit über der festgelegten Mindestanforderung von 35 % liegt. Die gleiche Analyse wurde für das von HUNGRANA in Ungarn produzierte Bioethanol durchgeführt, wo die Einsparung von Treibhaus gasen ebenfalls die 50%-Grenze überschreitet.
Die gesamte Bioethanolproduktionskapazität der AGRANA beträgt in Österreich und Ungarn mehr als 400.000 m3.
In Österreich gilt seit 1. Oktober 2008 eine Substitutionsverpfl ichtung von Biokraftstoff en in Höhe von 5,75 Energieprozent. Damit verbunden ist eine Steuerbegünstigung für die Beimischung von Bioethanol zu Benzin sowie für Treibstoff e mit hohem Bioethanolanteil (SuperEthanol E85) seit 1. Oktober 2007.
AGRANA betreibt am Standort Pischelsdorf die einzige groß industrielle Bioethanolproduktion in Österreich mit einer Kapazität von bis zu 240.000 m3 pro Jahr. Bei der Bioethanol erzeugung werden zusätzlich bis zu 190.000 Tonnen hochwertiges Eiweißfuttermittel hergestellt, das maßgeblich zur Reduktion von Futtermittelimporten auf Sojabasis aus Übersee beiträgt.
Ende Mai 2008 wurde, nach ersten Probeläufen im Vorjahr, der Regelbetrieb aufgenommen, nachdem aufgrund der dramatischen Rohstoff preisentwicklung bis zum Frühjahr 2008 die Wirtschaftlichkeit der Anlage nicht gegeben war. Die globale Situation der Rohstoff - und Ethanolmärkte und der Ausblick auf die Ernte 2008 sprachen für eine Wiederinbe trieb nahme der Anlage. Als Rohstoff e dienen Weizen, Trockenmais und Triticale. Die Rohstoff versorgung wird über Anbauverträge sowie am Markt zugekaufte Mengen sichergestellt.
Die AGRANA Bioethanol GmbH ist zu 74,9 % eine Beteiligung der AGRANA Stärke GmbH, 25,1 % der Anteile werden von der Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH gehalten.
Im Geschäftsjahr 2008|09 konnte eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden. Das in Pischelsdorf produzierte Bioethanol wurde vorwiegend in Österreich abgesetzt. Mit dem neuen hochwertigen Neben produkt "ActiProt" bietet AGRANA seit Juni 2008 ein zertifi ziertes Eiweißfutter zur Herstellung gentechnikfreier Lebensmittel in Österreich und in den Nachbarländern an. Mit "ActiProt" können rund ein Viertel der österreichi schen Eiweißfuttermittelimporte aus Übersee gentechnikfrei substituiert werden.
Die Verarbeitung von hochpreisigen Rohstoff en aus der Ernte 2007 wirkte sich im ersten Halbjahr negativ auf den Ge schäftsbereich Bioethanol aus. Zusätzlich erfolgten technische Optimierungsphasen bis zur Erreichung der Voll auslastung gegen Jahresende 2008, wodurch sich insgesamt eine operative Ergebnisbelastung ergab. Die Aufwendungen in Höhe von 2,3 (Vorjahr 6,8) m€, die vor dem Produktions beginn anfi elen, sind im Sonderergebnis dargestellt. Für die Fertigstellung der Bioethanolanlage wurden im Geschäfts jahr 2008|09 5,2 (Vorjahr 73,2) m€ investiert.
Mit 1. Jänner 2008 wurde in Ungarn neben einer Biodiesel-Beimischung von 4,4 Volumsprozent zu fossilen Treibstoff en auch eine verpfl ichtende Beimischung von Ethanol in selber Höhe in Kraft gesetzt. Bei Unterschreiten dieses Niveaus wird eine zusätzliche Steuer von 5 % eingehoben.
Die erhöhte Ethanolkapazität der HUNGRANA liegt nun bei bis zu 520 m3 Tagesproduktion. Damit beträgt die maximale Produktionskapazität 187.000 m3 pro Jahr. Die Auslastung variiert mit der Isoglukoseverarbeitung. Die Ethanolproduktion erfolgte im Geschäftsjahr 2008|09 ausschließlich auf Basis von lokal zugekauftem Mais. Bis zum Beginn der Nassmaiskampagne im September 2008 wurde noch hochpreisiger Mais aus der Ernte 2007 verarbeitet. Seither läuft die Ethanolproduktion mit dem wesentlich preisgünstigeren Mais aus der neuen Ernte 2008.
In Ungarn vermarktet HUNGRANA unter der Marke "E85 Green Power" den umweltfreundlichen Treibstoff E85 mit bis zu 85 % Bioethanolanteil über unabhängige Mineralölunter nehmen.
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2008 09 | 2007 08 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m¤ | in m¤ | in % | |
| Umsatzerlöse | 804,4 | 852,5 | –5,6 |
| Operatives Ergebnis | –5,5 | 43,5 | > –100 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 30,6 | 42,9 | –28,7 |
| Mitarbeiter | 4.927 | 4.696 | +4,9 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
marktführer bei Fruchtzubereitungen sowie führender Qualitätsanbieter von Fruchtsaftkonzentraten.
Sämtliche nationale und internationale Tochtergesellschaften im Segment Frucht werden mittelbar von der AGRANA J&F Holding GmbH gehalten. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A. mit Sitz in Paris|Frankreich und für den Bereich Fruchtsaftkonzentrate durch AGRANA Juice Holding GmbH mit Sitz in Gleisdorf|Österreich.
Das wirtschaftliche Umfeld im Segment Frucht war im Geschäftsjahr 2008|09 von den Nachwirkungen der Rohstoff preisturbulenzen im vorangegangenen Geschäftsjahr sowie von einer konjunkturbedingten Abschwächung der Nachfrage bei Markenartikeln im Molkereibereich geprägt.
Aktuelle Marktdaten von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut zeigen eine deutliche Wachs tumsverlangsamung im zweiten Halbjahr 2008 infolge der Abwärtsentwicklung der Kon junktur. Ebenso waren strukturelle Verschiebungen im Konsumentenverhalten hin zu preislich günstigeren Eigenmarken der Handelsketten und zu Lasten höherpreisiger Markenartikel erkennbar, da die gestiegenen Lebensmittelpreise zu einer erhöhten Preissensibilität der Konsumenten führten. Infolge der ebenfalls stark verteuerten Milchproduktpreise im ersten Halbjahr 2008|09 kam es zu einer weltweiten Abschwächung beim Absatz von Fruchtjoghurts und gekühlten Frischedesserts.
Bei Apfelsaftkonzentrat geht AGRANA von einer stabilen Weltmarktentwicklung aus, da das aktuelle tiefe Preisniveau für Apfelsaft Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Fruchtsäften bringt.
In den letzten Jahren hat sich ein Markt für "Smoothies" (püreeartige Fruchtgetränke mit einem hohen Fruchtanteil) im hochqualitativen Convenience-Bereich etabliert. Dadurch ist eine verstärkte Nachfrage nach Fruchtpürees, insbesondere bei exotischen Früchten wie Banane, Mango, Guave, Papaya, Maracuja und Granatapfel, spürbar.
AGRANA ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Back- sowie Eiscremeindustrie. Insgesamt betreibt AGRANA 25 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 19 Ländern.
In China ist AGRANA bereits seit 1999 mit einem Frucht zubereitungswerk nördlich von Peking vertreten. Seit 1994 wird in Polen produziert, Mitte 2005 wurde im russischen Serpuchov (Nähe Moskau) ein Fruchtzubereitungswerk eröff net, dessen Kapazität mehrmals erhöht wurde. Infolge der währungs- und wirtschaftspolitischen Unsicherheit wurde ein geplanter weiterer Werksausbau in Russland jedoch verschoben. Sowohl Russland als auch die Ukraine zählen mittel- und lang-
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fristig zu den Wachstumsmärkten, weshalb AGRANA in diesen Ländern ihre Marktposition festigen und durch Erschließung neuer Kundensegmente ausbauen möchte.
Auch der südamerikanische Markt besitzt unverändert Wachstumspotenzial. Neben dem Fruchtzubereitungswerk in Argentinien produziert AGRANA seit Mai 2007 im brasilia nischen Cabreúva (Nähe São Paulo) Fruchtzubereitungen.
Im Fruchtzubereitungswerk Kaplice|Tschechien wurde plangemäß die Produktion im August 2008 eingestellt. Durch die Verlagerung der Produktionsmengen in bestehende größere Fabriken in Österreich und Deutschland konnten dort entsprechende Skalenerträge realisiert und deren Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.
Mit zehn europäischen Produktionsstandorten ist AGRANA einer der führenden Hersteller von Apfel- und Beerensaft konzentraten in Europa und als einziger europäischer Produzent mit zwei 50%-Joint Ventures in China vertreten. Durch die im Jahr 2006 begonnene strategische Zusammen arbeit mit dem chinesischen Partner Yantai North Andre ist AGRANA operativ in der größten Apfelanbauregion der Welt tätig. Mit dem Erwerb von 50 % an einem weiteren chine sischen Apfelsaftkonzentratwerk in Yongji im März 2008 kann AGRANA dieses Rohstoff potenzial in einem noch höheren Ausmaß als bisher ausschöpfen. Die beiden Pro duktionsstätten in Xianyang (Provinz Shaanxi) und Yongji (Provinz Shanxi) zeichneten sich durch lange Apfelkampag nen infolge der guten Rohstoff versorgung im Geschäftsjahr 2008|09 aus. Das dort produzierte "süße" Apfelsaftkonzentrat ist durch einen niedrigen Säuregrad gekennzeichnet. Eine verstärkte Nachfrage nach süßem Konzentrat war am amerikanischen und russischen Markt festzustellen. Es dient auch als Basis für andere Fruchtsaftgetränke und wird in unzähligen Rezepturen und Mischungen verwendet.
In Österreich, Polen, Ungarn, Rumänien und in der Ukraine wird hauptsächlich saures Apfelsaftkonzentrat mit hohem Säuregrad hergestellt. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA in diesen Ländern auch rote Beeren für den europäischen Konzentratmarkt.
Die Volatilitäten auf den Rohstoff märkten bedeuteten im Geschäftsjahr 2008|09 eine erhebliche Herausforderung für die Rohwarenbeschaff ung. Infolge der abnehmenden Nachfrage im letzten Quartal des Kalenderjahres 2008 kam es zu starken Preiseinbrüchen bei vielen Früchten. Die globale Einkaufsgesellschaft der AGRANA Fruit bewährte sich in der zentralen Koordination und Abwicklung des Früchte zukaufs. Seit dem Geschäftsjahr 2008|09 wird zusätzlich der Einkauf von Süßungsmitteln für die amerikanischen Produktionsstätten zentral organisiert. In China wurde eine lokale Sourcing-Einheit erfolgreich etabliert.
Die Hauptfrucht in AGRANA-Fruchtzubereitungen ist die Erdbeere mit einem Anteil von rund 40 % am Gesamt frucht bedarf. Die Erdbeersaison startete in Mexiko, Marokko sowie Polen auf dem hohen Preisniveau des Vorjahres. Der Nachfragerückgang und die hohen Lagerbestände führten bis Ende des Wirt schaftsjahres zu deutlichen Preisrück gängen.
1 Durch die Anpassung des Geschäfts jahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
38 Bei Himbeeren kam es in Nordamerika zu großen Ernteausfällen. Der Markt wurde daher vor allem aus Chile, dem wichtigsten überregionalen Anbaugebiet für den amerika nischen und europäischen Markt, bedient. Diese zusätzliche Nachfrage führte gemeinsam mit frostbedingten Aus fällen zu einem Ausverkauf von Himbeeren und einer Preis ver doppelung. In Europa bedingte diese Marktentwicklung ein ähnlich hohes Preisniveau für die serbische und polnische Ernte.
Wildheidelbeeren verzeichneten deutliche Preisrückgänge, nachdem die Marktteilnehmer das außergewöhnlich hohe Preisniveau der Vorjahre nicht angenommen hatten, was zu Nach fragerückgängen führte.
Nach relativ hohen Preisen während der Ernte bei Steinund Kernobst kam es im Jahresverlauf infolge der rückläufi gen Nachfrage ebenfalls zu Preiseinbrüchen für Tiefkühl ware hauptsächlich auf den osteuropäischen Märkten. Das hohe europäische Preisniveau während der Ernte konnte durch verstärkte Einkaufsaktivitäten im günstigeren asia ti schen Raum ausgeglichen werden. Bei Kirschen entspannten sich die Preise, bei Äpfeln führte ein normalisiertes Ernte volumen zu deutlichen Preisrückgängen gegenüber dem Vorjahr.
Tropische Früchte zeigten generell ein ansteigendes Preisniveau. Gründe dafür waren Ernteausfälle sowie eine anhaltend hohe Nachfrage in den ersten drei Quartalen.
Für das kommende Geschäftsjahr 2009|10 erwartet AGRANA bei Früchten sowohl auf dem Frisch- als auch auf dem Industriemarkt generell sinkende Preise aufgrund der konjunkturbedingt rückläufi gen Nachfrage.
Die gestiegenen Lebensmittelpreise führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer erhöhten Preissensibilität der Kon sumenten. In Westeuropa behauptete sich AGRANA dank einer ausgezeichneten Kunden- und Serviceorientierung in diesem schwierigen Marktumfeld. In Deutschland, am meist umkämpften Markt für Fruchtzubereitungen, gelang es AGRANA, den Marktanteil aufgrund ihrer Positionierung, Präsenz und Innovationskraft zu halten. Der Fruchtzubereitungsmarkt in Russland reagierte mit einer Verlangsamung des Mengenwachstums und ersten Rückgängen zu Ende des Kalenderjahres infolge der Wirtschaftskrise. Vergleichbare Entwicklungen waren in der Ukraine erkennbar, deren gesamtwirtschaftliche Entwicklung ähnlich kritisch verlief. In den USA konnten neue Marktchancen außerhalb der Molkereiindustrie wahrgenommen werden, wodurch die
Produktionsauslastung trotz Markteintritt eines neuen Mitbewerbers sichergestellt wurde. Dank ausgezeichneter Qualität der neuen Produktionsstätte in Brasilien konnten die Marktanteile erhöht werden. Die chinesische Lebensmittel industrie war temporär von der Melaminkrise betroff en, was zwischendurch auch bei AGRANA zu Absatzrückgängen führte. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in Südafrika führte zu niedrigeren Umsätzen bei steigenden Energie kosten.
Die Verkaufspreise von Fruchtzubereitungen lagen leicht über dem Vorjahr. Die Absatzmengen waren infolge der strukturellen Verschiebungen von Markenartikeln hin zu Handelsmarken mit niedrigerer Fruchtdosierung rückläufi g. Neben den höheren Preisen für Milchprodukte waren dafür zum Teil auch Einzelereignisse wie zum Beispiel Milchliefer boykotte seitens der Landwirte ausschlaggebend.
Ziel für eine nachhaltige Ergebnissteigerung sind laufende Verbesserungen und besondere Qualitätsorientierung im Rohstoff - und Energieeinsatz, um Fruchtverluste oder energieineffi ziente Anwendungen zu reduzieren bzw. zu vermeiden.
Die Schließung des Produktionsstandortes Kaplice| Tschechien im August 2008 führte zu einer Verlagerung des Produk tionsvolumens in bestehende, größere Fabriken in Österreich und Deutschland.
Das im Geschäftsjahr 2007|08 neu eröff nete Fruchtzubereitungswerk im brasilianischen Cabreúva (Nähe São Paulo) wurde im Herbst 2008 mit einer zweiten Produktionslinie erweitert. Die Marktdurchdringung kann mit der erweiterten Kapazität von mehr als 10.000 Tonnen pro Jahr nun optimal fortgeführt werden. Am Standort Mitry|Frankreich wurde eine Produktionslinie ersetzt und konnte mit Jahresende die Produktion aufnehmen. Der polnische Produktionsstandort wurde um eine neue Abwasserreinigungsanlage erweitert. Ein Investitionsschwerpunkt war der vollständige SAP-Roll-Out an den Standorten Kröllendorf|Österreich und Konstanz|Deutschland. Die ersten Schritte für den weiteren SAP-Roll-Out wurden in Belgien und Mexiko gesetzt.
Die Erweiterung des russischen Standortes in Serpuchov wurde technisch bereits geplant und mit den Behörden verhandelt. Aufgrund der temporären wirtschaftlichen Unsicher heiten wird die Realisierung des Ausbaus jedoch verschoben. Russland bleibt ein wichtiger Wachstumsmarkt für AGRANA. Es ist davon auszugehen, dass mittelfristig weitere Expansionsschritte gesetzt werden können.
AGRANA konnte dank einer guten europäischen Apfelund Beerenernte sowie einer ausgezeichneten chinesischen Apfelernte die insgesamt zwölf Fabriken in hohem Maße auslasten. In den Anbaugebieten gab es keine Fröste oder negativen Wetterbedingungen.
Die europäische Apfelkampagne lief von Mitte August bis Dezember 2008, wobei in Ungarn und Polen lieferboykottbedingt die Produktion um einige Wochen verzögert gestartet wurde. In China erfolgte auch noch in den Monaten Jänner und Februar 2009 die Produktion von süßem Apfelsaftkonzentrat.
Insgesamt wurden die Verarbeitungsmengen für Verarbeitungsobst (Äpfel und Beeren) gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Gründe dafür waren eine europäische Normalernte, eine chinesische Rekordernte bei Äpfeln und eine geringfügige Mengensteigerung bei Beeren. Die Einkaufspreise für Verarbeitungsäpfel sanken signifi kant auf rund ein Viertel gegenüber dem Geschäftsjahr 2007|08. Auch bei Verarbeitungsbeeren sanken die durchschnittlichen Einkaufspreise gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die Rohstoff basis für Verarbeitungsobst bei AGRANA Juice wurde durch die Integration der zweiten Joint Venture-Gesellschaft in China weiter ausgebaut.
Bei roten Beeren, die hauptsächlich in Polen, Dänemark, Ungarn und in der Ukraine eingekauft wurden, verlief der Rohstoff einkauf insgesamt zufriedenstellend. Die Vorjahresmengen wurden bei guten Einkaufskonditionen leicht übertroff en. Aufgrund günstiger Vegetationsbedingungen waren die Qualitäten überdurchschnittlich gut.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2008|09 lösten extreme rohstoff bedingte Verteuerungen bei Fruchtsäften ein geändertes Markt- und Konsumverhalten aus. Anstelle von Jahreskontrakten wurden seitens der großen Handelsunternehmen Kontrakte mit kürzerer Laufzeit geschlossen. Generell war ein Trend zu Spotkäufen infolge des hohen Preisniveaus aus der Ernte 2007 zu verzeichnen. Dies führte bei AGRANA zu hohen Lagerständen von Apfelsaftkonzentrat aus der Kampagne 2007. In Erwartung einer normalen Apfelernte in Europa für die neue Kampagne 2008 und sehr hohen Importen aus China im Jahr 2007, die zu Überlagern führten, kam es im Frühsommer 2008 zu einem drastischen Verfall
der Konzentratpreise. Aufgrund dieser Marktent wicklung sah sich AGRANA gezwungen, diese Lagerbestände um 32,4 m€ im zweiten Quartal 2008|09 abzuwerten.
Der mengenmäßige Absatz von Fruchtsaftkonzentraten lag aufgrund der Preissituation im Geschäftsjahr 2008|09 unter der Vorjahresmenge. Im Geschäftsjahr 2009|10 wird infolge der abgeschlossenen Kontrakte jedenfalls mit einer wesentlichen Absatzmengenausweitung bei einer normalen Ernte für Verarbeitungsobst gerechnet. Der Durchschnitts preis für Apfelsaftkonzentrat lag im Geschäftsjahr 2008|09 aufgrund der höheren Preise im ersten Halbjahr über dem derzeit aktuellen Niveau.
Zur Vermeidung künftiger Abwertungsnotwendigkeiten wurde die Produktion aus den Kampagnen 2007 und 2008 durch Vertriebsverträge für "saures" Apfelsaftkonzentrat weitgehend im Herbst 2008 preislich fi xiert. AGRANA hat nunmehr ihre Kontraktpolitik geändert, ihre Kunden breiter gestreut und das Kundenportfolio auch im mittleren und kleineren Tonnagen bereich ausgebaut. Zusätzlich werden neue Absatz regionen erschlossen, um die Abhängigkeit von wenigen Absatz märkten und deren Schwankungen zu mildern.
Im Frühjahr 2008 wurden Reorganisationsmaßnahmen an den polnischen Produktionsstandorten eingeleitet und umgesetzt. Auch an den anderen Konzentratstandorten werden Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur und zur Erhöhung der Flexibilität in Hinblick auf künftige Marktschwankungen umgesetzt.
Da der Großteil der AGRANA-Juice-Produktionsstätten in den osteuropäischen Rohstoff gebieten (Ungarn, Polen, Ukraine, Rumänien) angesiedelt ist, kam es infolge der volatilen Währungen im Geschäftsjahr 2008|09 zu Fremdwährungs verlusten. Dabei handelt es sich um nicht realisierte Währungseff ekte infolge der Umrechnung der Euro-Finan zie rungen in Landeswährung.
An den europäischen Konzentratstandorten standen Rationalisierungsprojekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Produktqualität, Produktsicherheit und Anhebung des Hygienestandards im Fokus. In Winniza|Ukraine investierte AGRANA in eine moderne Lüftungsanlage im Produktionsbereich. Im chinesischen Werk in Xianyang wurde die Investition in den Ausbau der Tagesverarbeitungs kapazität mit 1.800 Tonnen Äpfeln abgeschlossen und rechtzeitig zum Kampagnestart erfolgreich in Betrieb genommen.
42 Die Qualitätsführerschaft in der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoff e zu Zucker- und Stärke produkten sowie in der Verarbeitung von Früchten zu Fruchtzubereitungen und Frucht saftkon zentraten ist eines der wichtigsten strategischen Ziele von AGRANA. Die Erreichung dieses Zieles setzt die sorgfältige Auswahl von agrarischen Rohstoff en und die Anwendung modernster Techno logien bei deren Veredelung voraus. AGRANA sichert die Rohstoff e in der geforderten hohen Qualität durch nachhaltiges Wirtschaften und einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur. Nachhaltigkeit ist für AGRANA somit ein integrierter Bestandteil der Unternehmensphilosophie und ein wichtiger Grundsatz für die Abwicklung des operativen Geschäftsalltages.
AGRANA ist in der Industrie Vorreiter im nachhaltigen und umweltbewussten Handeln. Der Energie- und Rohstoff einsatz sowie die Produktionsverfahren werden laufend optimiert. Seit 1990 hat AGRANA Millionenbeträge in den Bereichen Transport, Energieversorgung, Produktion und Ver packung investiert und damit bereits vor Jahren das Kyoto-Ziel zum Abbau von CO2-Emissionen bis 2010 erreicht.
Nahrungsmittelsicherheit, Qualitätssteuerung, Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld – Behandlung der Rohstoff e von der Aussaat bis zur Ernte – sowie Zertifi zierungen (ISO 9001:2000, ISO 22000, International Food Standard, GMP+1, Qualität & Sicherheit) tragen zur Nachhaltigkeit der AGRANA-Produkte und zur nachhaltigen Umweltorientierung bei.
AGRANA stellt nunmehr in allen Segmenten Bio-Produkte her. In der Zuckerkampagne 2008|09 produzierte AGRANA erstmals Bio-Rübenzucker nach den Vorgaben der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau. Die erforderliche Trennung zwischen konventionellem und Bio-Zucker so wie die eingeschränkte Liste der Verarbeitungshilfsstoff e stellt für die Verarbeitung der Bio-Rüben eine große technologische Herausforderung dar. Die Einhaltung der EU-Bio-Verordnung wird in allen Produktionsstufen vom Feld bis zum Handel durch anerkannte Bio-Kontrollstellen überwacht. Bio-Zucker wird unter der Marke "Wiener Zucker" als Bio-Rübenzucker im Einzelhandel vertrieben sowie an Unternehmen der Lebensmittelindustrie für deren Bio-Produktion verkauft.
Nachhaltige Produktion bedeutet auch eine möglichst vollständige Verwertung anfallender Neben produkte. Von den Zucker- und Stärkewerken werden die Nebenprodukte Carbokalk und Kartoff el restfruchtwasser als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel angeboten. Rübenschnitzel, Kartoff el eiweiß und DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) werden an die Landwirtschaft als hochwertige Futtermittel abgegeben. Im Segment Frucht werden anfallende Trester an die Pektinindustrie oder als Futter mittel verkauft oder einer thermischen Nutzung zugeführt.
Nachhaltigkeit bedeutet für AGRANA nicht nur das Bemühen um einen Einklang zwischen Ökonomie und Ökologie, sondern beinhaltet als dritte Säule auch soziale Verantwortung. Gemäß den Grundsätzen moderner Corporate Social Responsibility (CSR) ist AGRANA als bedeutendes Industrieunternehmen in Zentraleuropa mit globaler Präsenz bestrebt, ihre gesellschaftliche Verantwortung überall bestmöglich wahrzunehmen. AGRANA engagiert sich neben dem seit vielen Jahren praktizierten Kultursponsoring auch in der Unterstützung zahlreicher kleinerer Projekte
Verankerung der Nachhaltigkeit und des ressourcenschonenden Umganges mit der Natur in unserer Unternehmens kultur.
im Sozialbereich. Als Beispiele seien hier der Ver trieb von fair gehandeltem (Fair Trade) Rohrzucker unter der Marke "Wiener Zucker" oder die Unterstützung der Caritas-Aktion "coff ee to help" erwähnt.
Die Sozialpartner der europäischen Zuckerindustrie sind seit vielen Jahren einem gemeinsamen Verhaltenskodex hinsichtlich sozialer Entwicklung und Einhaltung der Grundrechte verpfl ichtet. Auch die europäische Stärkeindustrie hat sich zum effi zienten Einsatz natürlicher und erneuerbarer Ressourcen und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung bekannt.
Im Segment Frucht werden unterschiedliche Kodices angewendet. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrat wird der SGF/IRMA Code of Conduct als wichtiger Schritt verstanden, nachhaltige und ethische Standards in der internationalen Frucht saftindustrie durchzusetzen. In Ermangelung eines allgemeinen Branchenkodex hat AGRANA für den Bereich Fruchtzu bereitung den AGRANA Code of Conduct erarbeitet, der sich an den Standards der International Labour Organisation orien tiert. Dieser Kodex hat Themen wie die Vermeidung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, alle Arten von Diskriminierung und den Erhalt der Gesundheit und Arbeitsplatzsicherheit zum Inhalt.
Im Hinblick auf die umfassende Verantwortung gegenüber den Stakeholdern wurden die im Folgenden beschriebenen vier Projekte aus den einzelnen Geschäftsbereichen als Beispiele für die gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen ausgewählt.
In der Zuckerkampagne 2007 wurde erstmalig eine neu installierte Biogasanlage im Werk Kaposvár|Ungarn in Betrieb genommen. Aus den Rübenblättern und den nach der Extraktion anfallenden Zuckerrübenschnitzeln wird Biogas gewonnen, das einen Teil des für die Energie erzeugung notwendigen Erdgases ersetzt.
Für die Energieversor gung in der Zuckerrübenkampagne 2008 wurde eine Gesamtbiogasmenge von rund 9,0 Mio. m3 erzeugt, die einer Einsparung von rund 4,8 Mio. m3 Erdgas entspricht. In der Kampagne 2008 wurden in Kaposvár bereits 45 % des Energiebedarfs durch eigenes Biogas abgedeckt. Die pro du zierte Menge an erneuerbarer Energie verbesserte die jährliche CO2-Bilanz um 9.000 Tonnen CO2.
Die Anlage wurde nach der Zuckerrübenkampagne mit reduzierter Leistung weiterbetrieben, um in der Heizperiode die komplette Wärmeenergieerzeugung zur Versorgung der gesamten Werksanlagen und des Zuckersilos abzusichern. Die tägliche Biogasproduktion in dieser Heizperiode betrug durchschnittlich 12.000 m3. Damit wurde die gesamte Erdgasmenge für die Heizperiode von 100 Tagen einge spart. Dies führte zu einer weiteren Einsparung an Energie kosten und einer zusätzlichen Verbesserung der CO2-Bilanz um 1.200 Tonnen.
Bioenergie ist ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Energieszenarios. Im Verkehrssektor mangelt es an kurzfristig umsetzbaren Alternativen zu Biotreibstoff en. So haben sich beispielsweise in Österreich seit dem Jahr 1990 die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr nahezu verdoppelt und verursachen rund 26 % der österreichischen Gesamtemissionen. Kraftstoff e aus regenerativen Rohstoff en, die weitgehend CO2-neutral in der Aufbringung und Herstellung sind und nachhaltig erzeugt werden können, tragen wesentlich zur Problemlösung bei. Zusätzlich wird die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Die Euro päische Union schreibt daher bis zum Jahr 2020 einen Anteil von Biokraftstoff en von 10 % der verwendeten Treib stoff e als Ziel vor. Österreich will dieses Ziel schon 2010 erreichen. Seit 1. Oktober 2008 müssen 5,75 % der in Österreich in Verkehr gebrachten Kraftstoff e biogene Treibstoff e, also Bio ethanol oder Biodiesel, sein. Zusätzlich wird mit Super Ethanol E85 ein neuartiger Treibstoff angeboten, der zu bis zu 85 % aus Bioethanol besteht.
AGRANA betreibt im niederösterreichischen Pischelsdorf Österreichs einzige großindustrielle Anlage zur Herstellung von Bioethanol. Mit der Verarbeitung von bis zu 620.000 Tonnen Getreide, hauptsächlich Weizen und Mais aus Österreich, können bis zu 240.000 m³ (bzw. 190.000 Tonnen) Bioethanol pro Jahr produziert werden. Damit wird der österreichische Bioethanolbedarf komplett abgedeckt. Aus den Produktionsreststoff en werden bis zu 190.000 Tonnen DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) erzeugt. Dieses Eiweißfuttermittel wird unter dem Markennamen "ActiProt" erfolgreich vertrieben. Das hochwertige, zur Herstellung gentechnikfreier Lebensmittel geeignete Futtermittel leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit der Bioethanolerzeugung, sondern auch zur ökologischen und ökonomischen Gesamtbilanz des Werkes. Es substituiert rund ein Viertel der österreichischen Soja-Futtermittelimporte aus Übersee, deren Gentechnikfreiheit in Zukunft nur schwer gewährleistet werden kann.
44 Eine von der Grazer Joanneum Research Forschungsgesellschaft erarbeitete Lebens zyklusanalyse untersuchte nach der von der EU geforderten Energie-Allokationsmethode die Treibhausgasbilanz von Bioethanol aus Pischelsdorf im gesamten Produktlebens zyklus vom Anbau der Rohstoff e und deren Düngung, Ernte, Transport und Verarbeitung bis zur Verbrennung im Motor. Dabei wurden CO2, Methan und Lachgas berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerech net. Über den gesamten Produktlebenszyklus berechnet, er gaben sich dabei für die Verbrennung eines Liters Bioethanol gegenüber einem Liter Benzin CO2-Einsparungen von 47 % bis 51 % in Abhängig keit der verwen de ten Rohstoff e Mais oder Weizen. Insgesamt können somit im österreichischen Transportsektor bis zu 380.000 Tonnen CO2-Äquivalent und 100.000 Tonnen Rohöläquivalent pro Jahr eingespart werden. Die AGRANA-Bioethanolanlage übererfüllt zudem das bis 2012 geforderte EU-Ziel von 35 % CO2-Einsparung für biogene Treibstoff e und erreicht schon heute das ab 2017 geltende Ziel von 50 % CO2-Ein sparung.
Bioethanol aus dem AGRANA-Werk Pischelsdorf leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der österreichischen Treib hausgasemissionen, trägt durch die Substitution von Öl- bzw. Futtermittelimporten zur Verbesserung der österreichischen Handelsbilanz sowie zur Schaff ung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum bei und fördert die Energieunab hängigkeit.
Das von AGRANA Fruit México durchgeführte Projekt im Erdbeeranbau stellt ein erfolgreiches Modell für gelebte Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im landwirtschaftlichen Bereich durch effi zientes Management der Zusammen arbeit von bäuerlichen Produzenten, industriellen Abnehmern, Finanz-, Regierungs- und NGO-Institutionen dar.
AGRANA Fruit México ist mitten im größten Erdbeeranbaugebiet Mexikos gelegen. Im Jahr 1995 wurden erste Schritte gesetzt, um Teile des bis dahin langwierigen Qualitäts-
kontroll prozesses näher an die Anbau felder heranzuführen. Bauern wurden beim Pfl anzenschutz, der Produktionstechnik und der Einhaltung hygienischer Produktionsmethoden aktiv beraten. Neben der Zusicherung von Abnahmemengen erhalten die Bauern auch Finan zie rungsunterstützung und Zugang zu strategischen Allianzen mit Zuliefer- und Abnehmer unternehmen.
Im Bereich der Rückverfolgbarkeit entwickelte AGRANA eine eigene Software, um die Produktivität und den Pestizideinsatz, Wasser- und Bodenqualität (hinsichtlich Pestiziden, Nähr- und Schadstoff en) sowie Kreuzkontaminationen mit anderen Früchten aus der Feldnachbarschaft direkt vor Ort zu messen. Das Unternehmen baute ein Netzwerk von Feldinspektoren auf, die täglich über mobile Datenübertragungs geräte relevante Informationen an einen zentralen Datenspeicher liefern. Auf diese Art kann heute die volle Rückverfolgbarkeit der Produktionskette sichergestellt werden.
AGRANA Fruit México startete weiters ein Projekt zur Finanzierung einer Feldtechnisierung. Damit konnte AGRANA hochtechnologische Einrichtungen wie Makro-Tunnel, Mulch technik, computerkontrollierte Tropf-Bewässerung und Düngung auf 241 Hektar Erdbeerfeldern bei 56 Vertragsbauern implementieren. Die Produktivität der Felder verdoppelte sich dadurch von rund 40 Tonnen auf rund 80 Tonnen Ertrag pro Hektar. Das Projekt leistet auch im sozialen Bereich einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Kinderarbeit auf den Feldern.
Aufgrund des großen Erfolges des Erdbeerprojektes wurde auch ein Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsprojekt für Mangos aufgenommen. Daneben soll das Projekt in der nächsten Saison auf andere Beerenfrüchte ausgedehnt und auch in den AGRANA-Organisationen in Argentinien und Brasilien gestartet werden.
Die zentralukrainische Region um Winniza ist eine der wichtigsten Obstanbauregionen der Ukraine, wo rund 10 % der ukrainischen Fruchtproduktion auf zehntausenden Hektar Obstplantagen produziert werden. Viele Plantagen sind überaltert, die Produktivität und die Qualität der Produkte sind unzureichend.
Um diese Wachstumsbarrieren zu überwinden, wurde 2007 eine Partnerschaft zwischen der International Finance Cooperation (IFC), einer Tochtergesellschaft der Weltbank, dem österreichischen Bundesministerium für Finanzen und AGRANA Fruit Ukraine, dem größten Fruchtverarbeiter der Region, geschlossen. Ziel der Kooperation ist die Sicherung der künftigen Rohstoff basis durch die Kultivierung neuer, resistenter Apfelsorten sowie die Ausweitung des Beerenanbaus. Zur Kultivierung der Apfelsorten, für die das Unternehmen den Bauern eine Ankaufsgarantie gibt, stellt AGRANA Pfl anzmaterial und Beratung zur Verfügung. Der Projektplan sieht einen kontinuierlichen Ausbau der Anbaufl äche bis zum Jahr 2011 vor.
Zur Entwicklung einer stabilen Lieferantenplattform im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit unterstützt AGRANA die Plantagen in folgenden Bereichen:
Neben den wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren ist die Implementierung der Good Agricultural Practice (GAP) wesentlich. Diese umfasst vor allem die Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit durch die Rückverfolgbarkeit der Früchte sowie die Verringerung etwaiger negativer Umwelt aus wirkungen des Obstanbaus in der Ukraine.
F OLG
In einem hoch kompetitiven Marktumfeld ist es das strategische Ziel von AGRANA, sich durch Produktinnovationen vom Mitbewerb zu diff erenzieren. In enger Partner schaft mit ihren Kunden entwickelt AGRANA neue Rezepturen, Spezial produkte und neue Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte. Dies trägt wesentlich zum langfristigen Erfolg von AGRANA bei und wird auch in Zukunft Bestandteil einer auf nachhaltigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie bleiben.
Konsequenter Ausbau der Innovationsaktivitäten: Forschungsund Entwicklungs aufwand um 19 % gestiegen. Zur Umsetzung dieser Strategie und zum Ausbau des umfassenden Entwicklungs-Know-hows unterhält AGRANA mehrere Forschungs- und Entwicklungseinrich tungen. Diese sind für Zucker und Stärke schwerpunktmäßig bei der Zucker forschung Tulln Gesellschaft m.b.H. (ZFT) in Österreich gebündelt. Das Leistungs angebot reicht hier von der Landwirtschaft über die Lebensmittel-, Zucker-, Stärke- und Bioethanoltechnologie bis hin zur Mikrobiologie und Biotechnologie. Im Frucht zubereitungsbereich ist die zentrale Forschung und Entwicklung im Innovations- und Kompetenzzentrum Gleisdorf|Österreich und im Innovations zentrum Brecks ville|USA organisiert. Aufgabe der beiden Forschungszentren sind die Entwicklung von innovativen Produkten und neuen Produktionsverfahren sowie die Durch führung längerfristiger Forschungs- und Entwicklungs projekte, um den international tätigen Kunden der AGRANA marktnahe Lösungen zu präsentieren. Dabei konzentriert sich das Innovationszentrum Brecksville vornehmlich auf die speziellen Markt bedürfnisse des US-amerikanischen Raumes. Unterstützt werden die beiden Innovationszentren von einer zentralen Marktentwicklungs abteilung in Mitry|Frankreich.
Im Geschäftsjahr 2008|09 betrugen die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund 12,5 (Vorjahr 10,5) m€. Insgesamt beschäftigte AGRANA im Geschäftsjahr 2008|09 für Forschung und Entwicklung 195 (Vorjahr 187) Mitarbeite.
Im Geschäftsjahr 2008|09 gewann der Einsatz der in den letzten Jahren entwickel ten Verfahren zur Einsparung von Hilfsstoff en wie Schaumdämpfungsmittel, Kalkstein und Koks bzw. Alkali sie rungs mittel in den Zuckerwerken weiter an Bedeutung. Parallel dazu arbeitete AGRANA am optimalen Einsatz von natürlichen Biostabilisatoren in der Zuckerextraktion.
Ein Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten während der letzten Kampagne betraf das System zur optimalen Dosierung von Alkalisierungsmitteln (bei der Klärung des Rohsaftes durch Zusatz von Kalkmilch). Erfolgreich verliefen auch Versuche, natürliche Biostabilisatoren als Silierhilfsmittel (zur Unterdrückung von Fehlgärun gen) einzusetzen. Nach anfänglichen Erfolgen bei der Silierung von Pressschnitzeln konnten Möglichkeiten gefunden werden, die Produkte auch im Bereich von Grassilagen einzusetzen.
AGRANA positioniert sich durch konsequente Produktentwicklung im Spezialitäten bereich erfolgreich am Markt. Grundlage dafür ist die intensive und enge Zusammenarbeit mit den Kunden.
Die Forschungsschwerpunkte im Nonfood-Bereich betrafen im Geschäftsjahr 2008|09 insbesondere Aktivitäten im Bau-, Klebstoff - und Kosmetikbereich sowie für biologisch abbaubare Werkstoff e. Als wichtiger strategischer Forschungsbereich hat sich der Baustoff sektor etabliert. Mit der Ent wicklung von neuen hoch derivatisierten Stärkeprodukten (Fliesenkleber und Putze) konnte den steigenden Ansprüchen des Marktes voll entsprochen werden. Neben neuen Anwendungsbereichen für Stärkeether entwickelte AGRANA hoch modifi zierte Stärke produkte für den Einsatz als Stabili sa toren im Beton bereich. Neue spezielle Verdicker können nicht nur in Dispersions farben, sondern auch in Kunstharzputzen eingesetzt werden. Für die Märkte Papiersack verklebung und Etikettier klebstoff e ist es gelungen, maß geschneiderte Sackkleberprodukte zu entwickeln. Die Entwicklung von neuen Stärkepro dukten für die Kosmetikindustrie wurde durch Produktinnovationen von AGRANA vorangetrieben. Im Bereich der biologisch abbaubaren Werkstoff e entwickelte AGRANA eine modifi zierte, thermoplastische Stärke, die in Kombination mit Polyestern/Polymilchsäure im Spritzguss vielversprechende Eigen schaften aufweist.
Die Entwicklung von Stärkeprodukten für den Lebensmittel sektor konzentrierte sich zuletzt auf die Umsetzung von speziell modifi zierten Wachsmaisstärken für Frucht zubereitungen. Beim Einsatz von neuen Stabilisatorsystemen stand der Bereich der Bio-Stärken im Vordergrund.
Die AGRANA-Bioethanolproduktion war insbesondere in der Anlaufphase intensiv analytisch zu betreuen. Von ZFT durchgeführte Fütterungsversuche bei Nutztieren und im Pet Food-Bereich bestätigten die positiven Auswirkungen des von AGRANA produzierten, eiweißreichen Futtermittels "ActiProt". Im Jahr 2008 konnte die Erweiterung der Akkredi tierung der ZFT auf die Untersuchung von qualitätsrelevan ten Para metern von Ethanol realisiert werden.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wurden die Forschungsaktivitäten bei Fruchtzubereitun gen mit dem Ziel der Markterweiterung forciert. Dies beinhaltete die Weiter ent wicklung von Smoothies sowohl in Bio- als auch in konventioneller Qualität. Neben dem bekannt hohen Fruchtanteil stand die Zugabe von funktionellen Substanzen im Mittelpunkt. Auch im Food Service-Bereich entwickelte AGRANA spezielle Frucht saucen, womit der Markteintritt am australischen Markt gelang. In den USA und in Mexiko wurden backstabile Fruchtzubereitungen und deren Produk tionstechnologie weiterentwickelt.
"Superfrüchte" mit einem besonders hohen Gehalt an gesunden Inhaltsstoff en sind weiter im Trend. AGRANA entwickelte dafür Vermarktungskonzepte, mit denen die positiven Eigenschaften dieser Superfrüchte hervorgehoben werden. Neue Rezep turen mit optimierten Geschmacks profi len wurden entwickelt und inter essierten Kunden präsentiert. Weiters wurden fruchtbasierte Produkte mit funktionellen Inhaltsstoff en wie Kalzium und Eisen sowie Antioxidantien oder Vitaminen entwickelt. Speziell die Anreicherung mit geschmacksintensiven Substanzen stellt Frucht zu be reitungs her steller und Molkereien vor große Herausforderungen. Durch die Aus wahl gezielter Wirkstoff quellen und eine technologische Adaptierung des Pro duk tionsprozesses konnten sehr hohe Anreicherungsraten ohne sensorische Beein trächtigungen erreicht werden.
Im Fruchtsaftkonzentratbereich ist die Optimierung der Farbausbeute und der Farbstabilität von roten Saftkonzen traten ein wichtiges Ziel. Schrittweise wurde die Auswirkung aller kritischen Produktionsprozesse auf diese Produkt eigenschaften überprüft und Verbesserungen evaluiert. Durch umfangreiche Maßnahmen wurde die Qualität der Fruchtaromen in allen Fruchtsaftkonzentrat werken verbessert, was zu einer deutlichen Wertsteigerung der Produkte führte.
1 Durch die Anpassung des Geschäfts jahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
2 F&E-Aufwendungen gemessen am Umsatz.
50 Im Geschäftsjahr 2008|09 beschäftigte die AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.244 (Vorjahr 8.140) Mitarbeiter. Davon waren 1.730 (Vorjahr 1.643) Mitarbeiter in Österreich und 6.514 (Vorjahr 6.497) Mitarbeiter in den internationalen Beteiligungen tätig.
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl folgendermaßen:
Trotz der erstmalig längeren Zuckerkampagne in Österreich (Produktion bis 22. Jänner 2009) verringerte sich der durchschnittliche Personalstand im Segment Zucker aufgrund von Restrukturierungen in Ungarn, der Slowakei und Rumänien um 133 Mitarbeiter. Im Rahmen der Fusion der S.C. Romana Prod s.r.l. mit der AGRANA Romania S.A. wurde mit den 30 betroff enen Mit arbeitern ein Sozialplan ausverhandelt. Im Zuge der ungarischen Standortoptimierung wurde auch der Transfer der Produktionsstätte der INSTANTINA Hungaria Kft., die auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Petöháza|Ungarn angesiedelt war, nach Dürnkrut|Österreich beschlossen. Am Standort Dürnkrut|Österreich wurden dadurch 16 zusätzliche Arbeitsplätze geschaff en.
Im Segment Stärke stand dem Personalaufbau im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich ein Personalrückgang in Rumänien gegenüber.
Bei Frucht war der Mitarbeiteranstieg um 231 Beschäftigte auf die Einbeziehung der zweiten Joint Venture-Gesellschaft in Yongji|China und auf den vermehrten Einsatz von Erntehelfern in Marokko zurückzuführen. Für die von der Schließung des tschechischen Fruchtzubereitungswerkes in Kaplice betroff enen 77 Mit arbeiter wurde ein umfangreicher Sozialplan umgesetzt.
Im Vordergrund der Personalstrategie standen im Geschäftsjahr 2008|09 gezielte Qualifi zierungsund Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeiter. Damit stellt AGRANA mit der kontinuierlichen, segmentübergreifenden Mitarbeiterförderung einen wichtigen Erfolgsfaktor sicher.
Einen Schwerpunkt bildete die Implementierung eines konzernweiten "Talent Development"- Prozesses. Gerade in einem international tätigen Konzern sind Schlüsselkräfte mit hoher Mobilität und Flexibilität von großer Bedeutung. Ziel dieses Prozesses ist es, Mitarbeiter mit hohem Potenzial und Leistungsfähigkeit weltweit zu identifi zieren und ihre berufl iche Entwicklung zu fördern.
Die ständige Weiterentwicklung aller Mitarbeiter hat bei AGRANA hohen Stellen wert. Es wurden daher "Basic Management Skills" defi niert, über die alle Führungskräfte verfügen sollen. Diese Fähigkeiten umfassen Grundlagen der Mitarbeiterführung, Kommunikation, Zeitmanagement, Präsentationstechnik, Grundlagen des Projektmanagements und wirtschaftliches Grundwissen. Darüber hinaus wurden segmentübergreifend auch Fachschulungen angeboten. Um der internatio nalen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung zu tragen, wurden an vielen Standorten Englisch kurse veranstaltet.
Auch segmentintern wurden wichtige Ausbildungsschwer punkte gesetzt: Im Segment Zucker waren diese Sicherheit, Berufstrainings sowie Schulungen für das mittlere Manage ment. Innerhalb des Fruchtzubereitungsbereiches wurde ein "Peers Training" installiert, das zu einem individuellen Erfahrungsaustausch unter Senior Managern aus verschiedenen Ländern genutzt wird. Darüber hinaus wurden Programme zur Qualitätsverbesserung umgesetzt. Der Ausbildungsschwerpunkt im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lag in einem verstärkten Angebot von Englischkursen und Weiterbildungsmaßnahmen in der Arbeitssicherheit.
Um die Umsetzung der strategischen Ziele zu unterstützen, existiert seit vielen Jahren ein erfolgsabhängiges Entloh nungssystem für Führungskräfte, das mittlerweile weltweit implementiert wurde. Die Kriterien für die variable Ver gütung umfassen neben Finanz- und Ertragszielen (wie zum Beispiel Ergebnis der Betriebstätigkeit) auch individuelle Zielvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2008|09 nahmen rund 6 % aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Ent lohnungssystem teil.
Die Personalstrategie für das Geschäftsjahr 2009|10 wird auch weiterhin auf die Qualifi zierung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter ausgerichtet sein. Dies betriff t insbesondere auch die Lehrlinge: In Österreich standen 2008|09 insgesamt 62 Lehrlinge, vor allem als Maschinenbau tech niker, Elektro betriebstechniker, Chemielabortechniker und erstmalig auch als Lebensmitteltechniker in Ausbildung.
Im Rahmen des Gesundheitsförderungsprogrammes "AGRANA-Fit" wurden in zahlreichen Niederlassungen weltweit unterschiedliche Maßnahmen gesetzt: So bestehen in einzelnen Ländern Kooperationen mit lokalen Fitness einrichtungen. In den USA wurde beispielsweise ein um fassen des Programm weitergeführt, das vor allem aus Gesundheitsscreenings sowie verschiedenen Wellness-Aktivitäten besteht. Am jährlichen Wien Energie Business Run haben im August 2008 insgesamt 26 AGRANA-Teams (zu je drei Teilnehmern) aus allen Geschäfts bereichen teilgenommen.
| 2008 09 | 4.927 |
|---|---|
| 2007 08 | 4.696 |
| 2006 07 | 4.724 |
52 Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag zu wahren, setzt AGRANA ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken ein. Das Risikomanagement verfolgt das Ziel, Risiken vorzeitig zu erkennen und geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu treff en, sodass die Zielabweichungen auf ein Minimum beschränkt werden. Im Mittelpunkt dieser Risikosteuerungsaktivitäten steht dabei der möglichst effi ziente Einsatz des verfügbaren Eigenkapitals unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele und Wachstumsaussichten.
als maßgebliches Instrument der Konzernführung.
Im Rahmen des internen Risikomanagementprozesses der AGRANA werden konzernweit Risiken identifi ziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Als integrierter Bestandteil des Planungsprozesses wird der vordefi nierte Risikokatalog jährlich aktualisiert und evaluiert. Anhand der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeiten werden jene identifi zierten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen, die einen wesentlichen Einfl uss auf die Zielerreichung der Segmente bzw. des Konzerns haben.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf einem Risikocontrolling auf operativer Ebene und einem strategischen Beteiligungscontrolling, welche durch effi ziente Berichts- und Kontrollsysteme unterstützt werden. Die Konzernrevision durchleuchtet und überprüft regelmäßig und systematisch die Geschäftsprozesse, -abläufe und -systeme.
Im Rahmen des im gesamten Konzern implementierten revolvierenden jährlichen Planungsprozesses werden bekannte und erwartete Veränderungen der Rahmenbedingungen sowohl in der kurzfristigen, als auch in der mittelfristigen Planung bereits berücksichtigt. Bei Erkennen unerwarteter Entwicklungstendenzen werden die Auswirkungen auf die Planung aufgezeigt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.
Da AGRANA im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt ist, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind, werden vom Vorstand risikopolitische Grundsätze vorgegeben, die vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie in den Segmenten erfolgt unter zentraler Koordination.
Grundsätzlich ist AGRANA bereit Risiken zu tragen, die im Zusammenhang mit der Kernkompetenz des Unternehmens stehen. Jene Risiken, die nicht auf ein vertretbares Maß gemindert oder auf Dritte übertragen werden können, werden vermieden. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden grundsätzlich nicht eingegangen.
Um die risikopolitischen Grundsätze einzuhalten, setzt AGRANA auf risikobewusstes Verhalten, klar geregelte Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling und den Einsatz effi zienter Kontroll- und Berichtssysteme.
Werden zur Risikominimierung derivative Instrumentarien eingesetzt, so geschieht dies zur Absicherung eines Grundgeschäftes. Zu Spekulationszwecken werden keine derivativen Instrumentarien verwendet. Durch Richtlinien, Limits und laufende Kontrolle wird die Einhaltung dieses Grundsatzes abgesichert.
Die Genehmigung der Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Grenzen für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken obliegen dem Vorstand. Als zentrale, unabhängige Kontrolleinheit ist das in der Abteilung Corporate Controlling organisatorisch verankerte Risikocontrolling für das strategische Beteiligungs controlling und operative Risiko controlling verantwortlich, das den Vorstand bei der Entscheidung über die Risikopolitik unterstützt. Die Abteilung berichtet in regelmäßigen Abständen an den Vorstand, der die aktuelle Risikosituation unter Berück sichtigung der Risikotragfähigkeit und der entsprechenden Risikolimits beurteilt. Des Weiteren ist sie für die konzernweite Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risiko- und Ertragsmessung, die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente und die Entwicklung und Wartung der grundsätzlichen Richtlinien zuständig. Diese Richtlinien sind Teil des internen Kontroll systems und stellen unter anderem die ordnungsgemäße interne und externe Finanzberichterstattung sicher.
Ein effi zientes Instrument des operativen Risikocontrollings ist das in allen Unternehmen des AGRANA-Konzerns implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem, das neben einer detaillierten Absatzplanung, Planbilanzen und Plangewinn- und -verlustrechnungen auch alle wesentlichen Kennzahlen wie zum Beispiel Working Capital, Capital Employed und Nettofi nanzschulden erfasst. Der Planungshorizont umfasst außer dem aktuellen Geschäftsjahr die darauff olgenden vier Geschäftsjahre.
Im Zuge des monatlichen Berichtswesens (Einzelunternehmen – Segment – Konzern) wird auf Basis des Monatsabschlusses ein Plan-/Ist-Vergleich durchgeführt sowie eventuelle Abweichungen analysiert und dem Vorstand berichtet. Ebenso sind Informationen über die Markt entwicklung sowie über die relevanten Risikofelder der Seg mente (Beschaff ung, Finanz- und Währungsrisiken) Teil der monatlichen Berichterstattung. Standardisiert sind quartalsweise Vorschaurechnungen in der gleichen Planungs tiefe für das laufende Geschäftsjahr, in denen die aktuellen Entwick lungen berücksichtigt werden. Ergänzt wird das Berichts wesen durch gegebenenfalls notwendige Ad hoc-Auswer tungen.
Die interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Holding und in den Tochtergesellschaften, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Die Abteilung ist direkt dem Vorstand unterstellt.
Als produzierendes Unternehmen der Agrarwirtschaft ist AGRANA operativen Einzelrisiken ausgesetzt, die ihre Ursachen in der spezifi schen Geschäftstätigkeit der AGRANA haben und die Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinträchtigen können.
Mögliche Auswirkungen internationaler und nationaler Handelsabkommen bzw. Marktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Von besonderer Bedeutung für AGRANA ist diesbezüglich die EU-Zuckermarktordnung, die am 1. Juli 2006 in Kraft trat und bis zum 30. September 2015 gilt. Über die neue Zuckermarktordnung und ihre Auswirkungen wird ab Seite 24ff im Segment Zucker im Detail berichtet.
Zur konsequenten Umsetzung ihrer klima-, energie- und agrarpolitischen Ziele hat die EU-Kommission die seit 2003 geltende Biokraftstoff richtlinie im Klimaschutzund Energiepaket neu gefasst und die Bedeutung der Beimischung von Bioethanol zum Benzin bestätigt.
Infolge des zuletzt in den Industriestaaten gesunkenen Benzinverbrauches, des sinkenden Ölpreises sowie der zunehmend wettbewerbsfähigen Importe vor allem aus Brasilien könnte die Wettbewerbssituation und die Nachfrage nach Bioethanol negativ beeinfl usst werden. Ein eventuell in Europa entstehendes Überangebot an Bioethanol könnte zu sinkenden Preisen führen und entsprechende Ergebnisbelastungen nach sich ziehen.
AGRANA ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse witterungsbedingten Beschaff ungsrisiken ausgesetzt, was einerseits dazu führt, dass landwirtschaftliche Rohstoff e unter Umständen in zu geringer Menge verfügbar sind. Andererseits können diese Rohstoff e Preisschwankungen unterliegen, die nicht vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.
Für die Bioethanolproduktion werden die entsprechenden Rohstoff bedarfsmengen mittels physischer Lieferverträge abgeschlossen. Die Einkaufsstrategie zielt auf die Absicherung der benötigten Rohstoff menge für die vertraglich eingegangenen langfristigen Lieferverpfl ichtungen ab. Bei einer geringen Anzahl an Vertragspartnern für diese Mengen werden Future-Kontrakte eingegangen, die der Absicherung zukünftig benötigter Mengen an Getreide zu fi xierten Preisen dienen. Das Verhältnis zwischen dem gesicherten und ungesicherten Mengenbedarf (sogenannte Hedge Ratio) wird durch die Geschäftsleitung des Segmentes vorgeschla gen und durch den Vorstand der AGRANA genehmigt. Der Anstieg der Rohstoff tangente kann teilweise durch höhere Verkaufspreise für das eiweißhaltige Nebenprodukt im Rahmen der Bioethanolproduktion kompensiert werden.
Die Rohstoff kosten sind auch in der Maisstärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. AGRANA versucht diese Preiserhöhungen möglichst kurzfristig an die Kunden weiterzugeben.
Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis aller Beschaff ungsmärkte ermöglichen es, Engpässe in der Rohstoff versorgung sowie Preisvolatilitäten zu vermeiden bzw. diesen entgegenwirken zu können. AGRANA hat im Segment Frucht eine zentrale Einkaufsorganisation aufgebaut, die die Rohstoff märkte global analysiert und somit gezielt auf Rohstoff engpässe und Qualitätsunterschiede reagieren kann. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden auch langfristige Verträge abgeschlossen. Dadurch können gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden. Durch ungünstige Witterung und Pfl anzenkrankheit kann es zu gravierenden Ernteausfällen kommen, was einen deutlichen Anstieg der Rohstoff kosten zur Folge hätte.
Den Beschaff ungsrisiken im Zuckersegment kommt aufgrund der Zuckermarktordnung eine geringere Bedeutung zu, da die relative Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerrübenproduktion im Normalfall andere Feldfrüchte übertriff t. Ausgenommen davon sind die Länder Rumänien und Bosnien-Herzegowina, die Rohzucker raffi nieren. Die benötigten Rohzuckermengen werden mengen- und preismäßig über die Commodity Exchance (CBOT) in Chicago|USA gesichert. Diese Sicherungsgeschäfte dienen dazu, die benötigten Mengen abzusichern, und werden durch den Rohstoff einkauf zentral koordiniert und gesteuert.
Bei Energiepreisrisiken versucht AGRANA, mit einer entsprechenden Ausrichtung der Produktionsanlagen verschiedene Energieträger kostenoptimal einzusetzen. Darüber hinaus wird eine steigende Energieeffi zienz der Anlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Die Nutzung von alternativen Energiequellen wird dabei im verstärkten Maße berücksichtigt. Der Bedarf an Energieträgern wird durch kurz- und mittelfristige physische Lieferverträge sowohl mengen- als auch preismäßig gesichert.
AGRANA agiert auf unterschiedlichen Märkten und versucht, mögliche Änderungen des Konsumverhaltens rechtzeitig zu erfassen. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und fi nden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifi kationen der Unternehmensstrategie. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet AGRANA durch die fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft.
Das anhaltende Wachstum und die Erfordernisse der neuen Märkte in den CEE-Ländern, Russland, Asien und Südamerika bedürfen stetiger Marktbeobachtung. Nur durch eine genaue und vor allem kontinuierliche Marktanalyse bzw. Bearbeitung können bestehende sowie zukünftige Wachstumsmärkte rechtzeitig erkannt und für das weitere Wachstum der AGRANA-Gruppe genutzt werden.
Der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der globalen Rezession wurde im Geschäftsjahr 2008|09 damit Rechnung getragen, dass in der Planung sehr vorsichtige Annahmen für die mittelfristigen Marktentwicklungen getroff en wurden. Die aktuelle Situation wird permanent sorgfältig beobachtet und analysiert.
Höchste Produktqualität im Interesse der Kunden und Konsumenten gehört zu den Ansprüchen von AGRANA an sich selbst. Die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards ist für AGRANA daher eine Selbstverständlichkeit. Risiken durch Qualitätsmängel, etwa infolge verunreinigter Rohstoff e oder von Verarbeitungsfehlern, tritt AGRANA durch strengste interne, zertifi zierte Qualitäts manage mentsysteme entgegen, deren Einhal tung konzernweit regelmäßig kontrolliert wird. Durch die bestehenden Produkthaftpfl ichtversicherungen besteht eine ausreichende Deckung für diese Schäden.
Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Pro duktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von Informationstechnologie entstehen, kommen im Vergleich dazu geringe Bedeutung zu. AGRANA begegnet diesen Risiken durch ständige Überwachung, klare Doku mentation sowie kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe.
Klageverfahren gegen AGRANA oder ihre Konzerngesellschaften, die wesentliche Auswirkungen auf die fi nanzielle Lage des Konzerns haben könnten, bestehen nicht.
AGRANA ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittelund Umwelt recht, ausgesetzt, weshalb derartige Risiken bereits in der Frühphase erfasst, ihr Einfl uss auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe evaluiert und daraus gegebenenfalls Anpassungs maßnahmen abgeleitet werden.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Zur Ab sicherung dieser Risiken aus der operativen Geschäftsund Finanzierungstätigkeit werden in begrenztem Umfang derivative Instrumente eingesetzt. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
56 Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. Bei Vertragsabschluss in Ländern mit volatilen Währungen wird verstärkt auf eine Verkürzung von Zahlungsfristen, auf Indexierung von Fremdwährungen zum Euro oder US-Dollar zum Zahlungszeitpunkt, höhere Vorauszahlungen und analoge Sicherungsmechanismen geachtet. Eine detaillierte Darstellung dieser fi nanziellen Risiken erfolgt auf Seite 105ff im Konzernanhang.
Zusammenfassend hat sich die Gesamtrisikoposition des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Marktsituation bei Zucker hat sich infolge der Quotenrückgabe und einer entsprechenden Angebotsreduk tion verbessert, andererseits waren die Weltmarktpreise bei agrarischen Rohstoff en von dramatischen Volatilitäten geprägt. Die überdurchschnittliche Volatilität der Währungen vor allem in Osteuropa hat sich im Geschäftsjahr 2008|09 negativ auf das Finanzergebnis niedergeschlagen.
Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie bietet sich AGRANA eine Vielzahl von Chancen.
Die Neuregelung der Zuckermarktordnung bringt – neben den oben beschriebenen Risiken – auch Chancen zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsposition im Segment Zucker. Die durch die Preissenkungen verursachten strukturellen Veränderungen der europäischen Zuckerwirtschaft haben bereits zum Ausscheiden von Mitbewerbern geführt. AGRANA verfügt über eine gute Wettbewerbsposition und strebt den weiteren Ausbau ihrer Marktposition an.
Besondere Bedeutung kommt auch der Möglichkeit zu, Bio ethanol als Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoff en zu gewinnen, wodurch einerseits die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und andererseits die Emission von Kohlen dioxid reduziert werden kann. Die EU hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls, des Aktionsplans Biomasse und der EU-Strategie für Biokraftstoff e zu einer Nutzung regenera tiver Energiequellen verpfl ichtet. Die österreichische Bundes regierung hat eine Verpfl ichtung zur Substitution fossiler durch biogene Kraftstoff e beschlossen. Durch den Ausbau der ungarischen Alkoholkapazität und den Werks neubau in Österreich hat AGRANA die Grundlage geschaff en, um auch künftig eine signifi kante Rolle als Anbieter auf dem Markt für biogene Treibstoff e einzunehmen.
Im Segment Stärke hat AGRANA bereits eine wichtige Marktstellung als anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie eingenommen. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Diff erenzierung vom Wettbewerb und eröff net – unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur – weiteres Wachstumspotenzial. Ein weiterer Fokus liegt auf Bio-Stärken und GVO1-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie.
Im Segment Frucht ist die AGRANA-Gruppe schon heute Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie. Zusätzlich ist AGRANA der größte Anbieter von Apfelsaftkonzentraten auf dem europäischen Markt. Durch Innovationen und Entwicklung werden neue Marktpotenziale erschlossen und die Kundenstruktur erweitert. Durch Investitionen in kundennahe Produktionsstandorte wird AGRANA auch zukünftig die Wettbewerbsposition stärken.
Insgesamt sieht der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG für das angelaufene Geschäftsjahr 2009|10 keine bestandsgefährdenden Risiken.
Dem gesamten wirtschaftlichen Umfeld kann sich auch AGRANA nicht komplett entziehen. Die Absatzmärkte in der Lebensmittelindustrie sind zwar nicht mit den Zyklusschwankungen in anderen Industrien vergleichbar, jedoch werden die konjunkturellen Entwicklungen auch in der Lebensmittelbranche Auswirkungen auf das Konsumverhalten haben.
Auf Basis unserer Einschätzungen für die Entwicklungen auf den Absatzmärkten geht AGRANA davon aus, im Geschäftsjahr 2009|10 einen Konzernumsatz auf etwa der Höhe des Vorjahres zu erreichen. Dabei stehen rückläufi ge Umsätze im Segment Zucker den leicht steigenden Umsätzen im Fruchtsegment gegenüber. Niedrigere Rohstoff - und Energiepreise sowie interne Kosteneinsparungen sollten dem aktuellen Preisdruck erfolgreich entgegenwirken. Aus heutiger Sicht erwartet AGRANA somit eine deutliche Erholung des operativen Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2009|10.
Konzernumsatz auf Vorjahresniveau, deutliche Erholung des Konzernergebnisses, Investitionen von rund 50 m€, Reduktion der Nettoverschuldung.
In diesem Zusammenhang wurde in den vergangenen Monaten ein Optimierungsprogramm zur Nutzung von konzernübergreifenden Synergien initiiert. Ziel ist es, die internen Prozessabläufe innerhalb der AGRANA-Gruppe zu analysieren und Einsparungsmöglichkeiten zu identifi zieren. So sollen übergreifende Synergien auch in den dezentralen Organisationseinheiten bestmöglich genutzt werden.
Im Rahmen der Zuckermarktordnung werden für die zurückgegebenen Quoten Restrukturierungserlöse zur Gänze vorzeitig im Juni 2009 ausbezahlt, was einen positiven Eff ekt auf die Nettofi nanzverschuldung haben wird. Diese soll im Geschäftsjahr 2009|10 deutlich reduziert werden. Der Refi nanzierungsbedarf von AGRANA für das Geschäftsjahr 2009|10 ist durch entsprechende Kredit linien abgesichert.
Der AGRANA-Vorstand erwartet, dass die Volatilitäten der Währungen mittelfristig ab nehmen, die Wechselkurse in die normalen Bandbreiten zurückkehren und die nun abgewerteten Finanzpositionen zum Teil wieder aufgewertet werden können.
Die geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2009|10 wird AGRANA auf rund 50 m€ beschrän ken. Neben Ersatzinvestitionen in Österreich liegt der Schwerpunkt der geplanten Ausgaben im Segment Zucker in Höhe von insgesamt rund 11 m€ in der Errichtung einer biologischen Abwasser reinigung in Roman|Rumänien sowie einer neuen Verpackungsanlage für 1 Kilogramm-Packungen in Buzau|Rumänien. Weitere Maßnahmen sollen im Umwelt- und Energiebereich umgesetzt werden. Das Investitionsprogramm im Segment Stärke wird mit geplanten 12 m€ im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgenommen und auf notwendige Ersatzinvestitionen beschränkt. Das Investitionsbudget im Segment Frucht beträgt rund 27 m€ für das Geschäftsjahr 2009|10. Neben produktivitätssteigernden Maßnahmen in Valence|Frankreich soll in eine neue Produktionslinie für neue Produktbereiche in Centerville|USA investiert werden. Damit wird dem Ziel der weiteren Diversifi kation der Kundenstruktur Rechnung getragen. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate beschränkt sich AGRANA auf notwendige Ersatzinvestitionen, die zur Aufrechterhaltung der Produktion sowie zur Erfüllung der gesetzlichen Aufl agen notwendig sind.
AGRANA baute in den letzten Jahren ihre Marktstellung insbesondere in den osteuropäischen Ländern aus. Diese Region wurde durch die Zuckermarktordnungsreform zu einem Defi zitmarkt (Nachfrage übersteigt lokale Produktion). Zudem entfällt mit Ende September 2009 die Import-Quotenregelung für Rohzucker in Rumänien und Bulgarien. Zurzeit scheint eine ausreichende Rohzuckerversorgung dieser beiden Länder unsicher. Die Zuckerpreissenkung und die geringere Pro duktion werden auf das Marktumfeld großen Einfl uss haben. Für das Geschäftsjahr 2009|10 wird daher mit etwas rückläufi gen Umsätzen aufgrund von Preisreduktionen infolge der Zucker markt ordnungsreform gerechnet. Der Wegfall der Restruk turie rungsabgabe sowie die Normalisie rung der Energiepreise sollten sich jedoch positiv auf das Ergebnis im Zucker segment auswirken.
Für die nach Rückgabe von rund 117.000 Tonnen AGRANA zugerechnete Zuckerquote von 618.500 Tonnen Zucker für das Zuckerwirtschaftsjahr 2009|10 wird für den Anbau 2009 eine Gesamt fl äche von rund 85.500 Hektar Zuckerrüben geplant.
Für das Geschäftsjahr 2009|10 erwartet AGRANA im Segment Stärke eine Umsatzentwicklung auf Vorjahres niveau. Dabei liegen die Verkaufspreise deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2008|09. Der Umsatz rückgang wird zwar teilweise durch die Vollauslastung der Bioethanolkapazitäten und höhere zur Verfügung stehende Isoglukosemengen kompensiert, allerdings ist die Nachfrage nach technischen Stärkepro dukten konjunkturbedingt geringer. Das Ausmaß dieser Wirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009|10 ist aus heutiger Sicht nicht verlässlich vorhersehbar.
Für das Anbaujahr 2009 wird bei Stärkekartoff eln eine Menge von rund 200.000 Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoff eln unter Vertrag genommen. Im Bereich Stärkemais für Aschach sowie Weizen, Mais und Triticale für Pischelsdorf ist der Großteil der benötigten Rohstoff menge bis zur neuen Ernte 2009 bereits vertraglich fi xiert.
HUNGRANA wird im Jahr 2009 rund 970.000 Tonnen Mais verarbeiten. Der Rohstoff einkauf für Mais bis zur neuen Ernte 2009 ist zum Großteil abgeschlossen.
Der Markt für Fruchtzubereitungen wird weiterhin vom Konsumverhalten bei Fruchtjoghurts geprägt sein. AGRANA rechnet mit Zuwächsen bei Handelsmarken zu Lasten der Markenartikel. Innovationen und Produkteinführungen werden neben Kostenoptimierungen forciert. Aufgrund der globalen Präsenz wird für AGRANA eine leicht rückläufi ge Mengen entwicklung erwartet, wobei die hohe Qualitätsorientierung und Lebensmittelsicherheit, verbunden mit kundennahen und innovativen Produktentwicklungen, die Position unterstützen soll.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate rechnet AGRANA mit steigendem Absatz im Geschäftsjahr 2009|10. Regionale Marktvolumensreduktionen (insbeson dere in Russland und in der Ukraine) sollten durch zusätzliche Verkäufe in anderen Regionen kompensiert werden können. Für die Pro duk tionsmengen aus der Kampagne 2008 sind großteils Verkaufskontrakte geschlossen. Aufgrund der globalen Überschuss situation und der niedrigen Apfelkosten für die Ernte 2008 werden die Marktpreise weiterhin auf tiefem Niveau erwartet.
DER AGRANA-GRUPPE NACH IFRS
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.026.328 | 1.892.275 |
| Bestandsveränderungen | –73.264 | 118.845 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.764 | 4.530 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 39.202 | 62.617 |
| Materialaufwand | –1.376.118 | –1.331.016 |
| Personalaufwand | –210.337 | –212.953 |
| Abschreibungen | –81.986 | –89.153 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –292.947 | –343.635 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 34.642 | 101.510 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 5 | 24 |
| Finanzerträge | 14.881 | 16.546 |
| Finanzaufwendungen | –81.942 | –44.994 |
| Finanzergebnis | –67.061 | –28.448 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –32.414 | 73.086 |
| Ertragsteuern | 16.555 | –9.246 |
| Konzernjahresergebnis | –15.859 | 63.840 |
| – davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | –11.578 | 64.322 |
| – davon Minderheitenanteile | –4.281 | –482 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | –0,82 € | 4,53 € |
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | –15.859 | 63.840 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 82.426 | 90.142 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –85 | –834 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | –2.201 | –12.288 |
| Ergebnis aus der Einbeziehung assoziierter Unternehmen | –5 | –24 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 32.952 | 0 |
| Cashfl ow aus dem Ergebnis | 97.228 | 140.836 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –5.406 | –298 |
| Veränderungen Vorräte | 105.487 | –170.234 |
| Veränderungen der Forderungen, aktiven latenten Steuern | ||
| und kurzfristigen Vermögenswerte | 62.659 | –79.911 |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | –18.584 | 23.084 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten | ||
| (ohne Finanzverbindlichkeiten) | –84.912 | 81.044 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen | ||
| von Nicht-Fondspositionen | –41.467 | 1.235 |
| Veränderung des Working Capital | 23.183 | –144.782 |
| Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | 115.005 | –4.244 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 14.637 | 16.116 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und | ||
| immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –73.172 | –204.656 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0 | 24.829 |
| Auszahlungen für den Kauf von Wertpapieren | ||
| des lang- und kurzfristigen Vermögens | –2.168 | –3.443 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | –11.377 | –2.301 |
| Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | –72.080 | –169.455 |
| Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft durch Minderheiten | 0 | 5.395 |
| Veränderungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten | –57.109 | –24.414 |
| Veränderungen kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 35.602 | 175.669 |
| Gezahlte Dividenden | –28.548 | –29.298 |
| Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit | –50.055 | 127.352 |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –7.130 | –46.347 |
| Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –4.172 | 889 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 86.760 | 132.218 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 75.458 | 86.760 |
(17) (18) (19) (20) (20) (21) (22) (23) (21) (24) (25) (26a) (26b) (27) (28) (29) (26b) (27) (28) in t¤ Stand am Stand am 28. 2. 2009 29. 2. 2008 AKTIVA A. Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 260.498 252.939 Sachanlagen 609.866 653.316 Anteile an assoziierten Unternehmen 605 600 Wertpapiere 104.492 18.657 Beteiligungen und Ausleihungen 2.499 92.852 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.525 42.101 Aktive latente Steuern 35.711 16.710 1.019.196 1.077.175 B. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 562.113 680.271 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 326.629 346.050 Laufende Ertragsteuerforderungen 6.980 9.370 Wertpapiere 5.830 4.314 Flüssige Mittel 75.458 86.760 977.010 1.126.765 Summe Aktiva 1.996.206 2.203.940 PASSIVA A. Eigenkapital Grundkapital 103.210 103.210 Kapitalrücklagen 411.362 411.362 Gewinnrücklagen 289.583 379.187 Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 804.155 893.759 Minderheitenanteile am Kapital 21.758 28.306 825.913 922.065 B. Langfristige Schulden Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 45.241 46.233 Übrige Rückstellungen 17.575 18.784 Finanzverbindlichkeiten 250.177 307.286 Sonstige Verbindlichkeiten 1.958 2.033 Passive latente Steuern 31.259 38.549 346.210 412.885 C. Kurzfristige Schulden Übrige Rückstellungen 23.513 42.097 Finanzverbindlichkeiten 405.718 370.116 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 390.863 452.616 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3.989 4.161 824.083 868.990
Summe Passiva 1.996.206 2.203.940
| Gewinnrücklagen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t¤ | Grund- | Kapital- | Neube- | Sonstige | Unter- | Jahres- | Minder- | Summe |
| kapital | rücklagen | wertungs- | Gewinn- | schieds- | ergebnis | heiten- | ||
| rücklage | rücklagen | betrag | anteile | |||||
| Währungs- | ||||||||
| umrechng. | ||||||||
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | ||||||||
| Stand am 1. 3. 2008 | 103.210 | 411.362 | 8.549 | 322.054 | –15.738 | 64.322 | 28.306 | 922.065 |
| Verlust aus zur Ver- | ||||||||
| äußerung verfügbaren | ||||||||
| Finanzinstrumenten | 0 | 0 | –3.343 | 0 | 0 | 0 | 0 | –3.343 |
| Cashfl ow-Hedge | 0 | 0 | –9.901 | 0 | 0 | 0 | 0 | –9.901 |
| Steuereff ekt | 0 | 0 | 3.269 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.269 |
| Verlust aus Währungs- | ||||||||
| umrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | –40.435 | 0 | –1.548 | –41.983 |
| Nicht in der GuV | ||||||||
| berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –9.975 | 0 | –40.435 | 0 | –1.548 | –51.958 |
| Konzernjahresergebis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –11.578 | –4.281 | –15.859 |
| Summe berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –9.975 | 0 | –40.435 | –11.578 | –5.829 | –67.817 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –27.694 | –855 | –28.549 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 36.628 | 0 | –36.628 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 78 | 0 | 0 | 136 | 214 |
| Stand am 28. 2. 2009 | 103.210 | 411.362 | –1.426 | 358.760 | –56.173 | –11.578 | 21.758 | 825.913 |
| 289.583 | ||||||||
| GESCHÄFTSJAHR 2007 08 | ||||||||
| Stand am 1. 3. 2007 | 103.210 | 411.362 | 15.753 | 281.681 | –9.717 | 68.865 | 24.345 | 895.499 |
| Verlust aus zur Ver- | ||||||||
| äußerung verfügbaren | ||||||||
| Finanzinstrumenten | 0 | 0 | –12.111 | 0 | 0 | 0 | 0 | –12.111 |
| Cashfl ow-Hedge | 0 | 0 | 2.279 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.279 |
| Steuereff ekt | 0 | 0 | 2.628 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.628 |
| Verlust aus Währungs- | ||||||||
| umrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | –6.021 | 0 | –376 | –6.397 |
| Nicht in der GuV | ||||||||
| berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –7.204 | 0 | –6.021 | 0 | –376 | –13.601 |
| Konzernjahresergebis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 64.322 | –482 | 63.840 |
| Summe berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –7.204 | 0 | –6.021 | 64.322 | –858 | 50.239 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –28.526 | –772 | –29.298 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 40.339 | 0 | –40.339 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 34 | 0 | 0 | 5.591 | 5.625 |
| Stand am 29. 2. 2008 | 103.210 | 411.362 | 8.549 | 322.054 | –15.738 | 64.322 | 28.306 | 922.065 |
| 379.187 |
Die Segmentberichterstattung entsprechend IAS 14 folgt mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe. Das Segment Zucker umfasst die Zuckergewinnung in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und Bosnien-Herze gowina sowie zuckernahe Bereiche. Dem Segment Stärke sind Produktionsstätten in Österreich, Ungarn und Rumänien zugehörig. Das Segment Frucht umfasst die Bereiche Juice (Konzentrat herstellung in Österreich, Dänemark, Polen, Rumänien, Ungarn, China) und Frucht (weltweite Fruchtzubereitung).
| in t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | Konsoli- | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| dierung | Segmente | ||||
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 751.086 | 551.979 | 804.476 | –81.213 | 2.026.328 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –48.583 | –32.540 | –90 | 81.213 | 0 |
| Umsatzerlöse | 702.503 | 519.439 | 804.386 | 0 | 2.026.328 |
| EBITDA | 37.828 | 48.854 | 32.495 | 0 | 119.177 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | –22.018 | –21.331 | –37.996 | 0 | –81.345 |
| Operatives Ergebnis | 15.810 | 27.523 | –5.501 | 0 | 37.832 |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | –913 | –2.277 | 0 | 0 | –3.190 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 14.897 | 25.246 | –5.501 | 0 | 34.642 |
| Ergebnis aus | |||||
| assoziierten Unternehmen | 5 | 0 | 0 | 0 | 5 |
| Buchwert von | |||||
| assoziierten Unternehmen | 605 | 0 | 0 | 0 | 605 |
| Segmentvermögen | 601.865 | 368.268 | 784.237 | 0 | 1.754.370 |
| Segmentschulden | 297.873 | 58.946 | 122.331 | 0 | 479.150 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 19.402 | 23.798 | 30.613 | 0 | 73.813 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 862 | 254 | 556 | 0 | 1.672 |
| Investitionen gesamt | 20.264 | 24.052 | 31.169 | 0 | 75.485 |
| Mitarbeiter | 2.464 | 853 | 4.927 | 0 | 8.244 |
| GESCHÄFTSJAHR 2007 08 | |||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 772.028 | 339.988 | 852.520 | –72.261 | 1.892.275 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –20.332 | –51.885 | –44 | 72.261 | 0 |
| Umsatzerlöse | 751.696 | 288.103 | 852.476 | 0 | 1.892.275 |
| EBITDA | 54.900 | 48.988 | 80.644 | 0 | 184.532 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen |
und immaterielle Vermögenswerte1 –22.322 –13.655 –37.144 0 –73.121 Operatives Ergebnis 32.578 35.333 43.500 0 111.411
| in t¤ | Zucker | Stärke | Frucht | Konsoli- | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| dierung | Segmente | ||||
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | 1.439 | -6.763 | -4.577 | 0 | -9.901 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 34.017 | 28.570 | 38.923 | 0 | 101.510 |
| Ergebnis aus | |||||
| assoziierten Unternehmen | 24 | 0 | 0 | 0 | 24 |
| Buchwert von | |||||
| assoziierten Unternehmen | 600 | 0 | 0 | 0 | 600 |
| Segmentvermögen | 701.829 | 390.061 | 871.434 | 0 | 1.963.324 |
| Segmentschulden | 358.877 | 68.374 | 134.512 | 0 | 561.763 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 41.948 | 122.861 | 42.925 | 0 | 207.734 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 3.310 | 0 | 133 | 0 | 3.443 |
| Investitionen gesamt | 45.258 | 122.861 | 43.058 | 0 | 211.177 |
| Mitarbeiter | 2.597 | 847 | 4.696 | 0 | 8.140 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Das Ergebnis aus Sondereinfl üssen resultiert aus den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung der Schokoladenproduktion im Rahmen der Restrukturierung der rumänischen S.C. Romana Prod s.r.l. und aus den während der im ersten Quartal beendeten Errichtungsphase angefallenen Kosten für die österreichische Bioethanolanlage.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden werden aus dem Gesamtvermögen bzw. den Gesamtschulden abgeleitet ohne Berücksichtigung der Finanzforderungen bzw. -schulden. Des Weiteren werden in den Segmenten nicht zuordenbare Anteile an assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen, Wertpapieren und Ausleihungen sowie laufende und latente Steuerforderungen/-schulden bereinigt.
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme Aktiva | 1.996.206 | 2.203.940 |
| abzüglich Finanzanlagen | –107.596 | –112.109 |
| abzüglich Wertpapiere und fl üssige Mittel | –81.288 | –91.074 |
| abzüglich Steuerforderungen und sonstige Aktiva | –52.952 | –37.433 |
| Segmentvermögen | 1.754.370 | 1.963.324 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.170.293 | 1.281.875 |
| abzüglich Finanzschulden | –655.896 | –677.402 |
| abzüglich Passive latente Steuern | ||
| und Schulden aus Ertragsteuern | –35.247 | –42.710 |
| Segmentschulden | 479.150 | 561.763 |
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Umsatz | ||
| Österreich | 810.530 | 688.503 |
| Restliche EU | 872.351 | 842.287 |
| EU-27 | 1.682.881 | 1.530.790 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 102.850 | 91.337 |
| Übriges Ausland | 240.597 | 270.148 |
| Summe | 2.026.328 | 1.892.275 |
Der von osteuropäischen Gesellschaften erwirtschaftete Umsatz betrug 811.382 (Vorjahr 734.483) t€. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei, Serbien und Bosnien-Herzegowina defi niert.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | ||
| Österreich | 610.214 | 628.237 |
| Restliche EU | 858.441 | 1.055.407 |
| EU-27 | 1.468.655 | 1.683.644 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 92.333 | 115.678 |
| Übriges Ausland | 193.382 | 164.002 |
| Summe | 1.754.370 | 1.963.324 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 | ||
| Österreich | 26.905 | 89.458 |
| Restliche EU | 29.464 | 82.334 |
| EU-27 | 56.369 | 171.792 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 5.857 | 20.320 |
| Übriges Ausland | 11.587 | 15.622 |
| Summe | 73.813 | 207.734 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG mit Sitz Donau-City-Straße 9, 1220 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoff e tätig ist.
Der Konzernabschluss 2008|09 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Ab schlussstichtag verpfl ichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdiff erenzen auftreten.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalfl ussrechnung sowie der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungen gezeigt. Die Anhangangaben enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung.
Vom IASB verabschiedete neue Standards werden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet.
Die erstmalig im Geschäftsjahr 2008|09 verpfl ichtend anzuwendenden Änderungen von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung), IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) und IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen) haben zu keinen Auswirkungen in der Bilanzierung geführt.
Nachstehende geänderte Standards und neue Interpretationen, die von der EU in europäisches Recht übernommen wurden, kommen ab dem Geschäftsjahr 2009|10 erstmalig verpfl ichtend zur Anwendung:
■ Die neue Fassung des IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) sieht unter anderem künftig eine Gesamterfolgsrechnung unter Einschluss der bisherigen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen vor. Für jede Komponente ist der auf sie entfallende Betrag an Ertragsteuern anzugeben. Die Anwendung des überarbeiteten IAS 1 wird im AGRANA-Konzernabschluss insbesondere zu Änderungen in der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung führen.
■ Die Überarbeitung von IAS 10 (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) stellt klar, dass nach dem Bilanzstichtag beschlossene Dividenden nicht am Bilanzstichtag bereits als Verbindlichkeit ausgewiesen werden dürfen, da zu diesem Zeitpunkt keine Verpfl ichtung vorliegt.
■ IAS 16 (Sachanlagen) und IAS 7 (Kapitalfl ussrechnungen) wurden bezüglich des Ausweises von Sachanlagen sowie der Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen geändert, die nach Ende einer Vermietungsperiode an Dritte regelmäßig veräußert werden.
■ Im Rahmen einer weiteren Überarbeitung von IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) wurden die Kriterien für die Abgrenzung eines negativen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands von Plankürzungen sowie die Abgrenzung kurzfristiger fälliger von langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer präzisiert.
■ Die Anpassung von IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öff entlichen Hand) legt fest, dass Zinsvorteile aus Darlehen der öff entlichen Hand gegenüber dem Marktzinssatz als Vorteil gemäß IAS 20 zu behandeln sind.
■ IAS 23 (Fremdkapitalkosten) wurde dahingehend überarbeitet, dass Fremdkapitalzinsen, die der Anschaff ung oder Herstellung sogenannter qualifi zierter Vermögenswerte zugerechnet werden können, verpfl ichtend bis zum Abschluss der Investitionsmaßnahme als Anschaff ungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren sind. Das bisherige Wahlrecht der sofortigen aufwandswirksamen Erfassung von Fremdkapitalzinsen – wie von AGRANA bis dahin in Anspruch genommen – wird damit abgeschaff t. Ein qualifi zierter Vermögenswert (Bau neuer Produktionsstätten, wesentliche Ergänzungsinvestitionen) liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn ein beträchtlcher Zeitraum erforderlich ist, um den Vermögens wert in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Unternehmen müssen demnach zukünftig solche Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaff ungs kosten der qualifi zierten Vermögenswerte aktivieren. Der Standard ist erstmals auf Fremdkapital kosten für qualifi zierte Vermögenswerte anzuwenden, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. Jänner 2009 liegt. AGRANA prüft derzeit die Auswirkungen der Änderung des IAS 23 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Umsetzung der erstmaligen Anwendung zum 1. März 2009.
■ Die Anpassungen von IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse) regeln die Umstrukturierung von Konzernen unter der Bildung einer neuen Konzernmuttergesellschaft. Mit der Überarbeitung von IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) wird außerdem klargestellt, dass nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente auch für den Fall, dass diese nach IFRS 5 als "zum Verkauf stehend" zu klassifi zieren sind, weiterhin zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.
■ Durch Änderung des IAS 28 (Gemeinschaftsunternehmen) sowie korrespondierend IAS 32 und IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) wurde klargestellt, dass für Zwecke des Impairment-Tests die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen als einheitlicher Vermögenswert anzusehen ist und Wertaufholungen vorzunehmen sind.
■ Der geänderte IAS 31 (Anteile an Joint Venture) regelt, dass bestimmte Gemeinschaftsunternehmen, die zum Marktwert bilanziert werden, den Vorschrift en von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) unterliegen.
■ Die überarbeitete Fassung von IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) und IAS 1 betreff en die Änderungen der Klassifi zierung von kündbaren Finanzinstrumenten und von Verpfl ichtungen, die lediglich im Liquidationsfall entstehen. Damit werden einige Finanzinstrumente, die derzeit die Defi nition einer fi nanziellen Verbindlichkeit erfüllen, als Eigenkapital klassifi ziert. IAS 32 enthält detaillierte Kriterien zur Identifi kation solcher Instrumente.
■ Die Überarbeitung von IAS 34 (Zwischenberichterstattung) stellt klar, dass im Rahmen der Zwischenberichterstattung ein unverwässertes sowie ein verwässertes Ergebnis je Aktie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugeben ist.
■ Die Ergänzungen von IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) erweitern die Angaben im Anhang zum Goodwill-Impairment-Test.
■ Die Überarbeitung von IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) regelt, dass Ausgaben für Werbekampagnen und Maßnahmen der Verkaufsförderung nicht aktivierbar sind; die AGRANA-Gruppe ist von der Regelung nicht betroff en.
■ Die Ergänzungen von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) in Verbindung mit IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) betreff en Regelungen für die Umgliederung von Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie zu Änderungen des Zinssatzes im Rahmen der Anwendung der Eff ektivzinsmethode.
■ Die Anpassungen von IAS 40 (Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) betreff en Immobilien in Bau bzw. deren Entwicklung, die zukünftig als Finanzinvestitionen gehalten werden sollen; die Anwendung des Standards ist für AGRANA irrelevant.
■ Die Überarbeitung von IAS 41 (Landwirtschaft) konkretisiert, wie die Cashfl ows bei der Bewer tung der Transformation biologischer Vermögenswerte in landwirtschaftliche Erzeugnisse zu ermitteln sind.
■ Die Anpassungen von IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) in Verbindung mit IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) regeln die Bewertung von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen und assoziierten Unternehmen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS.
■ Die Änderungen von IFRS 2 (Aktienbasierte Vergütung) sind für die AGRANA-Gruppe unerheblich, da keine aktienbasierten Vergütungen erfolgen.
■ Der IFRS 8 (Operative Segmente) regelt, dass die Segmentberichterstattung strukturell und inhaltlich auf der Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die internen Entscheidungs träger erfolgt.
■ IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme) und IFRIC 14 (IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfi nanzierungsvorschrift en und ihre Wechselwirkung) regeln Sachverhalte, die für die AGRANA-Gruppe nicht relevant sind.
Sämtliche bisher aufgeführten geänderten Standards sind erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Sofern die Änderungen dieser Standards für die AGRANA-Gruppe von Relevanz sind, werden deren künftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geprüft.
Die Änderungen von IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) stellen klar, dass auch bei einer teilweisen Veräußerung, sofern diese zum Verlust der Beherrschungsmöglichkeit über ein konsolidiertes Unternehmen führt, sämtliche Vermögenswerte und Schulden des konsolidierten Unternehmens in die Position "zum Verkauf stehend" umzugliedern sind. Der überarbeitete Standard ist erstmalig verpfl ichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der geänderte Standard ist somit in der AGRANA-Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2010|11 anzuwenden; abhängig von Art und Umfang künftiger Transaktionen werden sich aus den Änderungen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Im Jänner 2008 wurden die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) sowie IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) veröff entlicht. Der neue IFRS 3 umfasst Regelungen zum Anwendungsbereich, zu Kaufpreisbestandteilen, zur Behandlung von Minderheitsanteilen und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie zum Umfang der anzusetzenden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Außerdem enthält der Standard Regeln zur Bilanzierung von Verlustvorträgen und zur Klassifi zierung von Verträgen des erworbenen Unternehmens. Der neue IAS 27 verlangt für die Behandlung von Anteilserwerben bzw. -verkäufen nach Erlangung und unter Beibehaltung der Beherrschungsmöglichkeit die verpfl ichtende Anwendung des "economic entity approach". Danach sind Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben, die zur Beherrschung eines Unternehmens führen, bzw. im Fall der Veräußerung von Anteilen mit Verlust der Beherrschung schreibt der Standard die erfolgswirksame Neubewertung der bereits gehaltenen bzw. der verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert vor.
Die überarbeiteten Versionen des IFRS 3 und des IAS 27, die von der EU noch nicht in europäisches Recht übernommen wurden, sind im Wesentlichen prospektiv anzuwenden für am oder nach dem 1. Jänner 2010 beginnende Geschäftsjahre. Abhängig von Art und Umfang künftiger Transaktionen werden sich aus den Änderungen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AGRANA-Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2010|11 ergeben.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Prinzipien der Klarheit, Übersichtlichkeit und Wesentlichkeit beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
69
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem be herrschenden Einfl uss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Voll konsolidierung einbezogen, sofern deren Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einfl usses und endet mit dessen Wegfall.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (Gemeinschaftsunternehmen), werden entsprechend der Beteiligungsquote nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Unternehmen, auf die die AGRANA Beteiligungs-AG direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfl uss ausübt (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 63 (Vorjahr 62) Unternehmen in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 7 (Vorjahr 5) Unternehmen nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung einbezogen.
Eine Übersicht der vollkonsolidierten, quotenkonsolidierten, at-equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befi ndet sich auf Seite 114f.
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2008|09 wie folgt verändert:
| Voll- | Quoten- | Equity- | |
|---|---|---|---|
| konsolidierung | konsolidierung | Bewertung | |
| Stand 1. 3. 2008 | 62 | 5 | 1 |
| Erstmalige Einbeziehung | 3 | 2 | 0 |
| Abgang | –2 | 0 | 0 |
| Stand 28. 2. 2009 | 63 | 7 | 1 |
Die Abgänge betreff en die Liquidation der Dirafrost France S.A., St. Genis Laval|Frankreich, und der Elsö Hazai Cukorgyártó és Forgalmazó Kft., Budapest|Ungarn. Die Auswirkungen aus der Entkon solidierung waren unwesentlich.
Die Auswirkungen der Zugänge zum Konsolidierungskreis und des Erwerbs von Minderheitenanteilen auf den Konzernabschluss stellen sich (vor Konsolidierungsmaßnahmen) wie folgt dar:
| in t€ | 2008 09 |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 5.350 |
| Vorräte | 4.698 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 8.878 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 1.216 |
| Kurzfristiges Vermögen | 14.792 |
| Langfristige Schulden | 0 |
| Kurzfristige Schulden | –15.632 |
| Reinvermögen | 4.510 |
| Minderheitenanteile | 59 |
| Geschäfts-/Firmenwert | 8.025 |
| Mittelabfl uss aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | 12.594 |
| Zahlungsmittel erworbener Unternehmen | –1.216 |
| Nettomittelabfl uss aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | 11.378 |
| Umsatzerlöse | 5.973 |
| Jahresüberschuss | 767 |
Die nachfolgenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben. Diese umfassen die gemeinschaftlich geführte HUNGRANA Kft. sowie deren Tochtergesellschaft Hungranatrans Kft., Szabadegyháza|Ungarn, an der die AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit 50 % beteiligt ist, die AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, die Xianyang Andre Juice Co., Ltd., China, die STUDEN-AGRANA Rafi nerija secera d.o.o., Brčko|Bosnien-Herzegowina, und seit diesem Geschäftsjahr auch die AGRANA Studen Sugar Trading GmbH, Wien, und die Yongji Andre Juice Co., Ltd., China.
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 125.053 | 113.248 |
| Vorräte | 26.601 | 33.414 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 39.460 | 22.022 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 6.349 | 979 |
| Kurzfristiges Vermögen | 72.410 | 56.415 |
| Summe Aktiva | 197.463 | 169.663 |
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 70.786 | 60.076 |
| Langfristige Schulden | 16.001 | 21.139 |
| Kurzfristige Schulden | 110.676 | 88.448 |
| Summe Passiva | 197.463 | 169.663 |
| Umsatzerlöse | 151.754 | 107.595 |
| Jahresüberschuss | 11.419 | 7.566 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
■ Die Kapitalkonsolidierung bei voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaff ungskosten zu den identifi zierbaren Vermögenswerten und Schulden (einschließlich Eventualschulden) zum Zeitpunkt des Erwerbs. Übersteigen die Anschaff ungskosten die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts-/Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Aus der Erstkonsolidierung resultierende passivische Unterschiedsbeträge werden in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst.
■ Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts-/Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und nur im Fall einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach).
■ Anteile an assoziierten Unternehmen werden at-equity (Buchwertmethode) bewertet, wobei als Basis die jeweils letzt verfügbaren Jahresabschlüsse dienen. Gemäß IFRS 3 wird der die Anschaff ungs kosten übersteigende Betrag des anteiligen Eigenkapitals im Jahr des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen erfasst. Ein sich aus der erstmaligen Bewertung ergebender Geschäfts-/Firmenwert wird im Buchwert der Anteile erfasst und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
■ Alle Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen aus Transaktionen zwischen voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen werden eliminiert.
■ In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen wurden um die Zwischenergebnisse bereinigt, sofern diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
■ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden mit Ausnahme der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen
der Konzernfi nanzierung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Im Konzernabschluss zum 28. Februar 2009 wurden – abweichend zum Vorjahresabschluss – in Fremdwährung angefallene Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsbewertung von Finanzierungsverbindlichkeiten unter Anwendung von Stichtagskursen zum 28. Februar 2009 in Euro umgerechnet, da der Durchschnittskurs aufgrund der Wechselkursschwankungen im vierten Quartal des Berichtsjahres als nicht angemessen beurteilt wurde.
■ Diff erenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwen dungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden direkt im Eigenkapital erfasst.
■ Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst werden.
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in € | Währungs- | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | 1. 3. 2008– | 1. 3. 2007– |
| einheit | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | |||
| Argentinien | ARS | 4,52 | 4,79 | 4,63 | 4,37 |
| Australien | AUD | 1,99 | 1,62 | 1,80 | 1,63 |
| Brasilien | BRL | 3,01 | 2,55 | 2,75 | 2,63 |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 |
| China | CNY | 8,65 | 10,79 | 9,94 | 10,50 |
| Dänemark | DKK | 7,45 | 7,45 | 7,46 | 7,45 |
| Fiji | FJD | 2,38 | 2,25 | 2,35 | 2,21 |
| Südkorea | KRW | 1.950,91 | 1.425,07 | 1.678,04 | 1.301,43 |
| Marokko | MAD | 11,05 | 11,42 | 11,31 | 11,26 |
| Mexiko | MXN | 19,14 | 16,24 | 16,73 | 15,25 |
| Polen | PLN | 4,66 | 3,53 | 3,66 | 3,73 |
| Rumänien | RON | 4,30 | 3,73 | 3,78 | 3,39 |
| Russland | RUB | 45,50 | 36,45 | 37,75 | 35,30 |
| Serbien | CSD | 93,80 | 83,70 | 83,94 | 80,35 |
| Slowakei | SKK | 30,126 | 32,53 | 30,126 | 33,56 |
| Südafrika | ZAR | 12,81 | 11,73 | 12,43 | 9,90 |
| Tschechien | CZK | 28,09 | 25,23 | 25,31 | 27,37 |
| Türkei | TRY | 2,16 | 1,82 | 1,97 | 1,77 |
| USA | USD | 1,26 | 1,52 | 1,44 | 1,40 |
| Ukraine | UAH | 9,84 | 7,66 | 8,11 | 7,06 |
| Ungarn | HUF | 300,46 | 264,15 | 256,74 | 252,24 |
■ Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
■ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaff ungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte, haben eine bestimmbare Nutzungsdauer.
■ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf hin geprüft. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
■ Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäfts-/Firmenwert erfasst, wenn sie gemäß der Defi nition in IAS 38 separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann.
■ Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzufl üssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.
■ Die Sachanlagen werden zu Anschaff ungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Für die Bioethanolanlage in Österreich wurde im Geschäftsjahr eine leistungsabhängige Abschreibungmethode angewendet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen; sie umfassen keine Finanzierungskosten. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Wirtschaftsguts führen.
■ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
■ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 30 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
■ Wertminderungen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Barwert der erwarteten Mittelzufl üsse aus dem Vermögenswert ermittelt.
■ Zuschüsse der öff entlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
■ Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen abgesetzt.
■ Die Anteile an assoziierten Unternehmen, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung, werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital ausgewiesen.
■ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
■ Beteiligungen werden grundsätzlich gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet; sofern dieser nicht verlässlich bestimmbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaff ungskosten. Bei Anzeichen auf nachhaltige Wertminderung wird eine Abschreibung durchgeführt.
■ Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet, zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen wurden mit dem Barwert angesetzt.
■ Soweit die tatsächliche Absicht vorliegt und die Fähigkeit der Gruppe besteht, Wertpapiere mit einer Endfälligkeit bis zur Abreifung zu halten, erfolgt deren Wertansatz zu fortgeschriebenen Anschaff ungskosten. Dabei wird ein bestehender Unterschied zwischen Anschaff ungskosten und Tilgungsbetrag nach der Eff ektivzinsmethode über die Gesamtlaufzeit des Wertpapiers verteilt (held to maturity). Bei Wertpapieren, die für Handelszwecke gehalten werden (held for trading), erfolgt die Bewertung zu Marktwerten, dabei werden Stichtagsgewinne bzw. -verluste erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Wertpapiere werden zu Marktwerten angesetzt, wobei Bewertungsänderungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers in der Gewinnund Verlust rechnung ausgewiesen werden (available for sale).
■ Die Erfassung von fi nanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
■ Wenn substantielle Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und der voraussichtlich erzielbare Betrag von Gegenständen des Finanzanlagevermögens niedriger als der Buchwert ist, werden Wertminderungen im Periodenergebnis erfasst.
■ Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.
■ Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaff ungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashfl ow Hedge Accoun ting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
■ Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öff entliche Notierung, Angaben von Banken oder mit Hilfe fi nanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus der Diff erenz zwischen dem Kontraktkurs und dem aktuellen Terminkurs.
■ Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert, wobei für erkennbare Risiken Wertbe rich tigungen gebildet werden. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem Barwert bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum jeweiligen Devisen mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
■ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugefl ossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der eff ektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaff ungskosten).
■ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
■ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
■ Die Vorräte werden zu Anschaff ungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufs werten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungs kosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemein kosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalaus lastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
■ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschrift en IAS 38 (Intangible Assets), IAS 20 (Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance) und IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifi kate sind immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaff ungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifi kate ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung von CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung orientiert sich am Marktwert von Emissionszertifi katen zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
■ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Geschäfts-/Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt eine solche Überprüfung auch ohne Anhaltspunkt kurz vor jedem Bilanzstichtag.
■ Bei dieser Überprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
■ Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashfl ows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifi schen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cashfl ow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cashfl ow ermittelt werden kann (cash generating unit).
■ Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroff enen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.
■ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten und Wertpapieren der Kategorie available for sale – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaff ungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.
■ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen triff t AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpfl ichtung mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
■ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected Unit Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpfl ichtung (Defi ned Benefi t Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung, bei Überdeckung wird ein Guthaben (sonstige Forderung) bilanziert. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender
Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
■ Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert (aktuarischer Gewinn/ Verlust) wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter (Korridormethode).
■ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von 5,5 % (Vorjahr 5,5 %) zugrunde.
■ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfi nanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpfl ichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit der Pensionsrückstellung saldiert.
■ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpfl ichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpfl ichtung zu einem Abfl uss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpfl ichtung möglich ist.
■ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpfl ichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpfl ichtung angesetzt.
■ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
■ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuer bilanz bestanden bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern wurden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren möglich ist.
■ Die Berechnung der latenten Steuern wurde nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet wurden.
■ Für die Abgrenzung werden die bei der Aufl ösung der Unterschiede erwarteten künftigen Steuer sätze angewendet. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn die Steuersatz änderung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurde.
■ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpfl ichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertrag steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
■ Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
■ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
■ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfi nanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
■ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungs aufwendungen und Wertaufholungserträge.
■ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Eff ektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
■ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpfl ichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinfl ussen können.
■ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
■ Im Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen der Bilanzierungsmethode.
Note (1)
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| Eigenerzeugnisse | 1.891.252 | 1.734.713 |
| Handelswarenerlöse | 127.110 | 150.166 |
| Leistungserlöse | 7.966 | 7.396 |
| Summe | 2.026.328 | 1.892.275 |
Die Aufteilung nach Regionen ist im Rahmen der Segmentberichterstattung (siehe Seite 64ff ) ausgewiesen.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Veränderungen des Bestandes | ||
| an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | –73.264 | 118.845 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.764 | 4.530 |
Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von –73.264 t€ resultierte vor allem aus dem Segment Zucker mit –40.859 (Vorjahr: 45.399) t€ und dem Segment Frucht (insbesondere den Juiceaktivitäten) mit –32.086 (Vorjahr: 63.286) t€.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 6.422 | 832 |
| Leistungen an Dritte | 1.956 | 2.357 |
| Kursgewinnen | 3.785 | 0 |
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 1.165 | 2.182 |
| Miet- und Pachtverträgen | 1.445 | 1.620 |
| Marketingleistungen | 373 | 2.165 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 4.759 | 1.316 |
| Quotenrückgabe | 3.921 | 38.193 |
| Rohstoff beschaff ung | 141 | 1.057 |
| Übrige | 15.235 | 12.895 |
| Summe | 39.202 | 62.617 |
Note (4)
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für | ||
| Rohstoff e | 778.930 | 824.879 |
| Handelswaren | 345.518 | 305.240 |
| Hilfs- und Betriebsstoff e | 195.629 | 154.361 |
| bezogene Leistungen | 56.041 | 46.536 |
| Summe | 1.376.118 | 1.331.016 |
Note (5)
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 161.629 | 166.005 |
| Soziale Abgaben | 41.656 | 41.197 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3.188 | 2.009 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 3.864 | 3.742 |
| Summe | 210.337 | 212.953 |
Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind im Personalauf wand ohne Zinsanteil ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 2.810 (Vorjahr 2.952) t€ im Finanzergebnis enthalten.
| 2008 09 | 2007 08 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 5.975 | 5.886 |
| Angestellte | 2.207 | 2.181 |
| Lehrlinge | 62 | 73 |
| Summe | 8.244 | 8.140 |
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 1.730 | 1.643 |
| Restliche EU | 3.094 | 3.305 |
| EU-27 | 4.824 | 4.948 |
| Sonstiges Europa (Bosnien-Herzegowina, | ||
| Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.211 | 1.237 |
| Übriges Ausland | 2.209 | 1.955 |
| Summe | 8.244 | 8.140 |
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Abschrei- | Wertminde- | Gesamt | Abschrei- | Wertminde- | |
| bungen | rungen | bungen | rungen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.823 | 7.823 | 0 | 7.904 | 7.904 | 0 |
| Sachanlagen | 73.607 | 73.607 | 0 | 66.051 | 66.051 | 0 |
| Zuschreibungen | –85 | 0 | –85 | –834 | 0 | –834 |
| Abschreibungen im operativen Ergebnis | 81.345 | 81.430 | –85 | 73.121 | 73.955 | –834 |
| Sondereinfl uss | 641 | 39 | 602 | 16.032 | 728 | 15.304 |
| Abschreibungen im Ergebnis | ||||||
| der Betriebstätigkeit | 81.986 | 81.469 | 518 | 89.153 | 74.683 | 14.470 |
| Finanzanlagen | 398 | 407 | –9 | 154 | 0 | 154 |
| Abschreibungen im Finanzergebnis | 398 | 407 | –9 | 154 | 0 | 154 |
| Summe | 82.384 | 81.876 | 508 | 89.307 | 74.683 | 14.624 |
Note (7)
Die Wertminderungen des Vorjahres betrafen einerseits die Abschreibung der Zuckerquoten und andererseits die Schließungen des Fruchtzubereitungswerks in Kaplice|Tschechien und der Zuckerproduktion in Petöháza|Ungarn.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 81.486 | 82.449 |
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 90.878 | 81.489 |
| Werbeaufwendungen | 10.091 | 11.641 |
| Restrukturierungsabgabe | 72.680 | 116.137 |
| Produktions- und Ergänzungsabgabe | 11.690 | 9.534 |
| Sonstige Steuern | 9.006 | 7.543 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 2.014 | 3.921 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 4.766 | 1.753 |
| Fremdleistungen für Betrieb | 2.344 | 2.688 |
| Kursverluste | 0 | 1.635 |
| Miete und Pachtaufwand | 7.227 | 6.053 |
| Übrige | 765 | 18.792 |
| Summe | 292.947 | 343.635 |
Zucker produzierende Unternehmen, denen eine Quote zugeteilt worden ist, zahlen je Tonne der Quote einen befristeten Restrukturierungsbeitrag. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2008|09 113,30 (Vorjahr 173,80) € pro Tonne.
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belaufen sich insgesamt auf 12.499 (Vorjahr 10.543) t€.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | 37.832 | 111.411 |
| Ergebnis aus Sondereinfl üssen | –3.190 | –9.901 |
| Summe | 34.642 | 101.510 |
Folgende Gewinn- und Verlustrechnungspositionen sind durch das Ergebnis aus Sondereinfl üssen im Geschäftsjahr 2008|09 betroff en:
| in t€ | Zucker | Stärke |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0 | 17.313 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 102 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 356 |
| Materialaufwand | –138 | –17.947 |
| Personalaufwand | –141 | –944 |
| Abschreibungen | 0 | –39 |
| Wertminderungen | –602 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –32 | –1.118 |
| Summe | –913 | –2.277 |
Im Segment Zucker wurde die Beendigung der Schokoladenproduktion in der rumänischen S.C. Romana Prod s.r.l. beschlossen und im Zuge der Restrukturierung die zum Zuckergeschäft passenden Geschäftsbereiche in die S.C. AGRANA Romania S.A. integriert. Im Segment Stärke resultiert das Ergebnis aus Sondereinfl üssen wie im Vorjahr aus den Aufwen dungen, die während der Errichtungsphase des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf angefallen sind. Die Errichtungsphase wurde Ende Mai 2008 beendet, somit entfallen die Eff ekte auf das erste Quartal 2008|09.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Anteil am Gewinn | 5 | 24 |
Der Anteil am Gewinn resultiert ebenso wie im Vorjahr aus der Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 9.159 | 6.688 |
| Sonstige Finanzerträge | 5.722 | 9.858 |
| – davon aus sonstigen Beteiligungen | 3.411 | 3.211 |
| – davon aus verbundenen Unternehmen | 1.000 | 1.000 |
| – davon Gewinn aus Abgang von Wertpapieren | 109 | 5.098 |
| Summe | 14.881 | 16.546 |
Note (11)
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 41.509 | 33.706 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | 40.433 | 11.288 |
| – davon Währungsverluste | 39.493 | 8.485 |
| – davon Verluste aus Derivaten | 533 | 2.525 |
| – davon Wertminderung kurzfristig gehaltener Wertpapiere | 462 | 135 |
| Summe | 81.942 | 44.994 |
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | ||
| Zinsergebnis | –32.350 | –27.018 |
| Währungsdiff erenzen | –39.493 | –8.485 |
| Beteiligungsergebnis | 4.411 | 4.211 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 371 | 2.844 |
| Summe | –67.061 | –28.448 |
Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer höheren Durchschnittsverschuldung und aufgrund von Währungsverlusten bei den osteuropäischen Währungen. Die Währungsverluste sind im Geschäftsjahr allerdings nur in geringem Umfang (rund 1,7 %) realisiert. Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus den Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen von 2.810 (Vorjahr 2.952) t€.
Note (12)
Die eff ektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreff en in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Eff ektive Steuern | 8.918 | 15.489 |
| – davon Inland | 382 | 1.122 |
| – davon Ausland | 8.536 | 14.367 |
| Latente Steuern | –25.473 | –6.243 |
| – davon Inland | –8.190 | 325 |
| – davon Ausland | –17.283 | –6.568 |
| Steuerertrag (–)/-aufwand (+) | –16.555 | 9.246 |
| – davon Inland | –7.808 | 1.447 |
| – davon Ausland | –8.747 | 7.799 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Verminderung (–)/Erhöhung (+) aktiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 19.001 | 7.480 |
| Verminderung (+)/Erhöhung (–) passiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 7.290 | 1.677 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | 26.291 | 9.157 |
| – davon Zugang Konsolidierungskreis, erfolgsneutral | 0 | 0 |
| – davon übrige erfolgsneutrale Veränderungen | ||
| (Neubewertung, Währungsumrechnungsdiff erenz) | 818 | 2.914 |
| – davon erfolgswirksame Veränderungen | 25.473 | 6.243 |
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –32.414 | 73.086 |
| Österreichischer Steuersatz | 25 % | 25 % |
| Theoretischer Steuerertrag (–)/-aufwand (+) | –8.104 | 18.272 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund | ||
| abweichender Steuersätze | 5.485 | 837 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge | ||
| und steuerliche Abzugsposten | –13.214 | –6.171 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen | ||
| und steuerlicher Zurechnungen | 6.942 | 710 |
| aperiodische Steueraufwendungen | –712 | –336 |
| nicht temporäre Diff erenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | –6.952 | –4.066 |
| Ertragsteuern | –16.555 | 9.246 |
| Eff ektive Steuerquote | 51,1 % | 12,7 % |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuer satzes in Höhe von 25 %.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmens gruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unter nehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Bioethanol GmbH, Agrofrucht GmbH, AGRANA Fruit & Juice Holding GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Juice GmbH, Brüder Hernfeld GmbH und INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH als Gruppenmitglieder gebildet.
In den Steuerminderungen durch steuerfreie Erträge ist vor allem die Steuerbegünstigung der ungarischen Stärkegesellschaft für den Kapazitätsausbau enthalten. Die Begünstigung hat eine ausnutzbare Laufzeit von maximal zehn Jahren und wurde im Geschäftsjahr zur Gänze berücksichtigt.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpfl ichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht.
| 2008 09 | 2007 08 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis, das den Aktionären | |||
| der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist | in t€ | –11.578 | 64.322 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war | in Stück | 14.202.040 | 14.202.040 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS | |||
| (unverwässert und verwässert) | in € | –0,82 | 4,53 |
| Dividende je Aktie | in € | 1,951 | 1,95 |
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2008|09 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 27.694 (Vorjahr 27.694) t€ ausgeschüttet.
Die Geldfl ussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschrift en des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds.
Die Auswirkungen von Akquisitionen sind eliminiert und werden in der Position "Auszahlungen aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten" dargestellt.
Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelbestand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Note (14)
Der Cashfl ow aus dem Ergebnis beträgt 97.228 (Vorjahr 140.836) t€, das entspricht 4,8 % (Vorjahr 7,4 %) des Umsatzes. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen die Wertminderungen der Vorräte (17.369 t€), die unrealisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses (38.840 t€), die Auswirkungen der latenten Steuern (–25.473 t€) als auch zahlungsunwirksame eff ektive Steuern (2.218 t€). Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital führt zu einem Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit von 115.005 (Vorjahr –4.244) t€.
Im Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zins-, Steuer- und Dividendenzahlungen enthalten:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Zinseinzahlungen | 9.312 | 6.244 |
| Zinsauszahlungen | 37.551 | 27.583 |
| Steuerauszahlungen | 6.701 | 16.159 |
| Dividendeneinzahlungen | 4.411 | 4.211 |
■ Zur Finanzierung der Investitionstätigkeit wurden 72.080 (Vorjahr 169.455) t€ benötigt.
■ Die Auszahlungen für Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüssen sanken auf 73.172 (Vorjahr 204.656) t€.
■ Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 14.637 (Vorjahr 16.116) t€.
■ Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren des lang- und kurzfristigen Vermögens wurden mit 2.168 t€ zahlungswirksam.
■ Im Geschäftsjahr wurden Auszahlungen für den Erwerb von Geschäftseinheiten ausgewiesen, die den Erwerb einer neuen chinesischen Frucht-Gesellschaft (Joint Venture) und den Erwerb einer Zuckervertriebsgesellschaft für den Balkan (ebenfalls Joint Venture) betreff en. Den Auszahlungen von 12.593 t€ stehen Zahlungsmittelzufl üsse von 1.216 t€ entgegen.
6.3. CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT Note (16)
■ Im Geschäftsjahr 2008|09 sanken die Finanzverbindlichkeiten um 21.507 (Vorjahr Anstieg um 151.255) t€.
■ Im Vorjahr gab es eine Kapitalerhöhung an der AGRANA Bioethanol GmbH und AGRANA BIH Holding GmbH durch den jeweils weiteren Gesellschafter, die zu einem Zahlungsmitteleingang von insgesamt 5.395 t€ führte.
■ Die gezahlten Dividenden betrafen überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Bardividende.
87
Note (17)
| in t€ | Geschäfts-/ Konzessionen, | Summe | |
|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Lizenzen, | ||
| Zuckerquote, | |||
| ähnliche Rechte | |||
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | |||
| Anschaff ungskosten | |||
| Stand 1. 3. 2008 | 214.607 | 91.850 | 306.457 |
| Währungsdiff erenzen | 0 | –528 | –528 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 8.131 | 954 | 9.085 |
| Zugänge | 0 | 7.945 | 7.945 |
| Umbuchungen | 0 | 600 | 600 |
| Abgänge | –23 | –4.037 | –4.060 |
| Stand 28. 2. 2009 | 222.715 | 96.784 | 319.499 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 1. 3. 2008 | 0 | 53.518 | 53.518 |
| Währungsdiff erenzen | 0 | –289 | –289 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 23 | 23 |
| Zugänge | 0 | 7.826 | 7.826 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | –2.077 | –2.077 |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 |
| Stand 28. 2. 2009 | 0 | 59.001 | 59.001 |
| Buchwert 28. 2. 2009 | 222.715 | 37.783 | 260.498 |
| GESCHÄFTSJAHR 2007 08 | |||
| Anschaff ungskosten | |||
| Stand 1. 3. 2007 | 213.495 | 78.201 | 291.696 |
| Währungsdiff erenzen | 0 | –253 | –253 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 50 | 0 | 50 |
| Zugänge | 1.062 | 14.315 | 15.377 |
| Umbuchungen | 0 | 1.637 | 1.637 |
| Abgänge | 0 | –2.050 | –2.050 |
| Stand 29. 2. 2008 | 214.607 | 91.850 | 306.457 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 1. 3. 2007 | 0 | 37.180 | 37.180 |
| Währungsdiff erenzen | 0 | –353 | –353 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 17.161 | 17.161 |
| Umbuchungen | 0 | 1.545 | 1.545 |
| Abgänge | 0 | –2.015 | –2.015 |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 |
Stand 29. 2. 2008 0 53.518 53.518
Buchwert 29. 2. 2008 214.607 38.332 252.939
■ Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die gemäß IFRS 3 aktivierten Geschäfts-/Firmenwerte, die sich aus dem Erwerb von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 1995|96 ergeben haben. Außerdem sind hierunter erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie langfristige Anzahlungen ausgewiesen.
■ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Zucker 21.283 (Vorjahr 19.574) t€, auf das Segment Stärke 2.090 (Vorjahr 2.090) t€ und auf das Segment Frucht 199.342 (Vorjahr 192.943) t€. Der Zugang im Segment Zucker betriff t die Akquisition der AGRANA Studen Sugar Trading GmbH, Wien, für das Vertriebsnetz, das Mitarbeiter-Know-how als auch die Bezugsquellen. Die Erhöhung im Segment Frucht ist vor allem auf die Akquisition der Yongji Andre Juice Co., Ltd., Yongji City|China, für die Sicherung von günstigen Rohstoff quellen und Produktionskosten zurückzuführen.
■ Um die Vorschrift en des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wert minderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht defi niert.
■ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Wert des erwarteten Mittelzufl usses aus dem Vermögenswert ermittelt.
■ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (discounted cashfl ow) auf den erwarteten Mittelzufl uss der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashfl ows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen validierte und von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungs horizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleich bleibende, infl ationsbedingte Wachstumsrate von 0,75 % p. a. (Vorjahr 0,75 % p. a.) angenommen. Der aus den Kapitalkosten des AGRANA-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz (WACC) beträgt zwischen 8,0 % und 9,6 % (Vorjahr 8,4 % bis 9,7 %) vor Steuern.
■ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahres plans berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
■ Die Werthaltigkeit aller in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäfts-/Firmenwerte wurde nachgewiesen. Wertminderungen waren im Geschäftsjahr 2008|09 nicht erforderlich.
■ Am Bilanzstichtag waren keine anderen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auszuweisen.
| Grundstücke, | Technische | Andere | Anlagen | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| grundstücks- | Anlagen und | Anlagen, | im Bau | ||
| gleiche Rechte | Maschinen Betriebs- und | ||||
| und Bauten | Geschäfts- | ||||
| ausstattung | |||||
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | |||||
| Anschaff ungs- und | |||||
| Herstellungskosten | |||||
| Stand 1. 3. 2008 | 462.248 | 991.346 | 167.452 | 46.702 | 1.667.749 |
| Währungsdiff erenzen | –24.234 | –32.454 | –5.672 | –2.452 | –64.812 |
| Konsolidierungskreisänd. | 1.966 | –2.066 | –583 | 148 | –535 |
| Zugänge | 8.062 | 29.218 | 7.467 | 21.121 | 65.868 |
| Umbuchungen | 18.237 | 22.961 | 2.395 | –44.193 | –600 |
| Abgänge | –24.082 | –63.536 | –9.277 | –40 | –96.935 |
| Zuschüsse | –606 | –30 | –4 | 0 | –640 |
| 441.591 | 945.439 | 161.778 | 21.286 | 1.570.095 | |
| Stand 28. 2. 2009 | |||||
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. 3. 2008 | 234.995 | 657.676 | 121.341 | 420 | 1.014.433 |
| Währungsdiff erenzen Konsolidierungskreisänd. |
–8.717 76 |
–19.884 –5.624 |
–3.633 –396 |
–18 0 |
–32.252 –5.944 |
| Zugänge | 14.785 | 48.024 | 11.341 | 93 | 74.243 |
| Umbuchungen | 47 | –52 | 5 | 0 | 0 |
| Abgänge | –18.715 | –62.477 | –8.974 | 0 | –90.166 |
| Zuschreibung | –27 | –58 | 0 | 0 | –85 |
| Stand 28. 2. 2009 | 222.444 | 617.605 | 119.684 | 495 | 960.229 |
| Buchwert 29. 2. 2008 | 227.253 | 333.670 | 46.110 | 46.282 | 653.316 |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 29. 2. 2008 | 234.995 | 657.676 | 121.341 | 420 | 1.014.433 |
| Zuschreibung | 0 | –834 | 0 | 0 | –834 |
| Abgänge | –2.029 | –10.446 | –6.855 | –45 | –19.375 |
| Umbuchungen | –495 | 1.446 | –948 | 0 | 3 |
| Zugänge | 16.611 | 44.719 | 11.496 | 0 | 72.826 |
| Konsolidierungskreisänd. | 42 | 1.726 | 265 | –1 | 2.033 |
| Währungsdiff erenzen | –2.798 | –3.484 | –1.014 | –6 | –7.302 |
| Stand 1. 3. 2007 | 223.664 | 624.549 | 118.397 | 472 | 967.082 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 29. 2. 2008 | 462.248 | 991.346 | 167.452 | 46.702 | 1.667.749 |
| Zuschüsse | –1.739 | –1.339 | 0 | 0 | –3.078 |
| Abgänge | –2.360 | –12.048 | –7.872 | –2.096 | –24.376 |
| Umbuchungen | 5.247 | 48.617 | –1.232 | –52.721 | –89 |
| Zugänge | 29.648 | 122.606 | 20.237 | 20.928 | 193.419 |
| Konsolidierungskreisänd. | 101 | 1.982 | 729 | 3.020 | 5.832 |
| Währungsdiff erenzen | –5.267 | –8.672 | –1.690 | –417 | –16.046 |
| Stand 1. 3. 2007 | 436.618 | 840.201 | 157.280 | 77.988 | 1.512.087 |
| Herstellungskosten | |||||
■ Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (ausgenommen Geschäfts-/ Firmenwerte):
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 19.402 | 41.948 |
| Segment Stärke | 23.798 | 122.861 |
| Segment Frucht | 30.613 | 42.925 |
| Summe | 73.813 | 207.734 |
■ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
■ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Folgend die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Anschaff ungskosten | 297 | 1.657 |
| abzüglich Abschreibungen (kumuliert) | –140 | –521 |
| Buchwert | 157 | 1.136 |
■ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpfl ichtungen in folgendem Umfang:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 5.536 | 4.296 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 5.593 | 7.607 |
| Über 5 Jahre | 5.190 | 3.165 |
■ Aufwendungen aus operativen Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen betrugen 9.221 (Vorjahr 7.953) t€.
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Stand 1. 3. | 600 | 576 |
| Zugänge | 0 | 0 |
| Anteil am Gewinn | 5 | 24 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 |
| Stand 28./29. 2. | 605 | 600 |
| in t€ | Beteiligungen und Ausleihungen |
Wertpapiere (langfristige Vermögens- werte) |
Summe |
|---|---|---|---|
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | |||
| Stand 1. 3. 2008 | 92.852 | 18.657 | 111.509 |
| Währungsdiff erenz | –53 | 15 | –38 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 8 | 0 | 8 |
| Zugänge | 288 | 1.384 | 1.672 |
| Abschreibungen | 9 | –407 | –398 |
| Umbuchungen | –85.000 | 85.000 | 0 |
| Abgänge | –1.105 | –81 | –1.186 |
| Neubewertung (IAS 39) | –4.500 | –76 | –4.576 |
| Stand 28. 2. 2009 | 2.499 | 104.492 | 106.991 |
| Stand 1. 3. 2007 | 105.802 | 27.434 | 133.236 |
|---|---|---|---|
| Währungsdiff erenz | –53 | 15 | -38 |
| Zugänge | 207 | 3.236 | 3.443 |
| Abschreibungen | –26 | –127 | –153 |
| Umbuchungen | –2 | 2 | 0 |
| Abgänge | –3.576 | –7.207 | –10.783 |
| Neubewertung (IAS 39) | –9.500 | –4.696 | –14.196 |
| Stand 29. 2. 2008 | 92.852 | 18.657 | 111.509 |
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.785 | 248.747 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 14 | 108 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.831 | 3.142 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 11 | 3.758 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 556 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 36.926 | 46.844 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 399 | 7 |
| Forderungen aus Erstattung der Zuckermarktordnung | 5.053 | 6.071 |
| Forderungen aus Quotenverkauf | 37.916 | 35.723 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 0 | 35.723 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 4.000 | 8.007 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.354 | 3.869 |
| Positiver Marktwert Rohstoff derivate (Cashfl ow Hedge) | 718 | 2.279 |
| Forderungen aus Altlastsanierung | 1.895 | 2.127 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 1.697 | 1.942 |
| Versicherung und Schadensvergütung | 962 | 1.128 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 960 | 0 |
| Kautionen | 154 | 1.182 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27.549 | 24.718 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 2.455 | 4.321 |
| Summe | 332.154 | 388.151 |
| – davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 5.525 | 42.101 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen sowie mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen.
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermitteln sich wie folgt:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Buchwert (brutto) | 216.581 | 261.853 |
| Wertberichtigungen | –9.796 | –13.106 |
| Buchwert (netto) | 206.785 | 248.747 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen 1. 3. | 13.106 | 10.204 |
| Währungsänderung/Sonstige Veränderung | –919 | –182 |
| Zuführungen | 973 | 6.745 |
| Verbrauch | –1.038 | –847 |
| Aufl ösungen | –2.326 | –2.814 |
| Wertberichtigungen 28./29. 2. | 9.796 | 13.106 |
Aus der Aufl ösung der Wertberichtigungen resultieren Zinserträge von 46 t€.
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 160.712 | 172.363 |
| Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind | ||
| bis 30 Tage | 22.659 | 53.848 |
| 31 bis 90 Tage | 7.224 | 4.976 |
| 91 Tage und älter | 6.394 | 4.454 |
| Zwischensumme | 196.989 | 235.641 |
| Wertberichtigungen | 9.796 | 13.106 |
| Buchwert | 206.785 | 248.747 |
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 1.652 | 1.782 |
| Finanzanlagen | 10.784 | 6.803 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 3.257 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 6.170 | 5.731 |
| Verlustvorträge | 11.692 | 11.419 |
| Summe Aktive latente Steuern | 33.555 | 25.735 |
| Saldierung von Aktiven und Passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | 2.156 | –9.025 |
| Saldierte Aktive Steuerabgrenzung | 35.711 | 16.710 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Punkt 7.13. erläutert.
Note (23)
7.7. VORRÄTE
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff e | 115.370 | 146.216 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 382.653 | 484.552 |
| Waren | 64.090 | 49.503 |
| Summe | 562.113 | 680.271 |
Bei den Vorräten wurden Wertberichtigungen in Höhe von 17.369 (Vorjahr 9.117) t€ vorgenommen. Teilmengen der Zuckerbestände zum 28. Februar 2009 können nicht profi tabel verwertet werden und mussten um 3.506 (Vorjahr 6.971) t€ auf den Nettoveräußerungswert wertgemindert werden.
Im Fruchtsegment war bereits unterjährig eine Abwertung der Apfelsaftkonzentratbestände aus der vorjährigen Ernte von 32.400 t€ auf den Nettoverkaufserlös vorzunehmen; diese Bestände waren zum Ende des Geschäftsjahres in größerem Umfang abverkauft und die Wertberichtigung noch mit 13.863 (Vorjahr 2.146) t€ zum 28. Februar 2009 ausgewiesen.
Die kurzfristig gehaltenen Wertpapiere und Anteile sind mit einem Betrag von 5.830 (Vorjahr 4.314) t€ ausgewiesen und umfassen überwiegend variabel verzinsliche Papiere, die der Liquiditätsreserve dienen.
■ Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag 103.210.250 € und ist in 14.202.040 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt.
■ Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist auf Seite 63 dargestellt.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine konti nu ier liche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 825.913 | 922.065 |
| Bilanzsumme | 1.996.206 | 2.203.940 |
| Eigenkapitalquote | 41,4 % | 41,8 % |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofi nanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird vor allem auch die Kennzahl "Gearing" (Nettofi nanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für | ||
| Pensionen | 29.164 | 30.176 |
| Abfertigungen | 16.077 | 16.057 |
| Sonstige | 41.088 | 60.881 |
| Summe | 86.329 | 107.114 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind nach dem Anwartschaftsbarwert verfahren (Projected Unit Credit-Methode) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defi ned Benefi t Plan.
Für die inländischen Gesellschaften sind folgende Annahmen der zu erwartenden Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen zugrunde gelegt:
| in % | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | |
|---|---|---|---|
| Lohn-/Gehaltstrend | 2,50 | 2,50 | |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 | |
| Zinssatz | 5,50 | 5,50 | |
| Erwarteter Ertrag des Planvermögens | Europa: | 5,50 | 5,50 |
| Mexiko/USA: | 9,20 | 9,20 |
Im Ausland sind die Annahmen entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten modifi ziert.
Die zeitliche Entwicklung der Barwerte der Verpfl ichtung der letzten fünf Jahre stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | 28. 2. 2007 | 28. 2. 2006 | 28. 2. 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionen | 35.780 | 35.090 | 44.378 | 47.491 | 41.004 |
| Abfertigungen | 19.147 | 17.564 | 18.906 | 17.403 | 18.777 |
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | 28. 2. 2007 | 28. 2. 2006 | 28. 2. 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Verpfl ichtung | 35.780 | 35.090 | 44.378 | 47.491 | 41.004 |
| Planvermögen | 3.587 | 3.550 | 7.156 | 6.327 | 1.946 |
| Nicht durch Planvermögen | |||||
| gedeckte Verpfl ichtung | 32.193 | 31.540 | 37.222 | 41.164 | 39.058 |
Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| in t€ | Pensionen | Abfertigungen |
|---|---|---|
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | ||
| Bilanzierte Rückstellung 1. 3. 2008 | 30.176 | 16.057 |
| Dienstzeitaufwand | 272 | 885 |
| Zinsaufwand | 1.849 | 961 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –208 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.090 | 196 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 3.003 | 2.042 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.749 | –1.972 |
| Dotierung Planvermögen | –356 | 0 |
| Währungsdiff erenz | 90 | –50 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Bilanzierte Rückstellung 28. 2. 2009 | 29.164 | 16.077 |
| Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | 3.029 | 3.070 |
| Marktwert Planvermögen | 3.587 | 0 |
| Barwert der Verpfl ichtung 28. 2. 2009 | 35.780 | 19.147 |
| Barwert der Verpfl ichtung 29. 2. 2008 | 35.090 | 17.564 |
|---|---|---|
| Marktwert Planvermögen | 3.550 | 0 |
| Nicht erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | 1.364 | 1.507 |
| Bilanzierte Rückstellung 29. 2. 2008 | 30.176 | 16.057 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Währungsdiff erenz | –169 | –19 |
| Dotierung Planvermögen | –2.003 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –4.096 | –2.123 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 64 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 3.698 | 1.870 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.595 | 44 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –507 | 0 |
| Zinsaufwand | 2.103 | 849 |
| Dienstzeitaufwand | 507 | 977 |
| Bilanzierte Rückstellung 1. 3. 2007 | 32.746 | 16.265 |
Der Anwartschaftsbarwert zeigt die nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Darin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die sich aus den Unterschieden zwischen erwarteten und individuell eingetretenen Risiken ergeben. Die Rückstellung für direkte Versorgungsverpfl ichtungen lässt die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste innerhalb der von IAS 19 bestimmten Grenzen (±10 % des Anwartschaftsbarwerts) unberücksichtigt.
Ähnliche Verpfl ichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzerngesellschaften. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.
Erfahrungsbedingte Anpassungen infolge des Unterschieds zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Verlauf betragen –3.272 (Vorjahr –1.239) t€.
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Planvermögen (Zeitwert) 1. 3. | 3.550 | 7.156 |
| Währungsdiff erenz | –14 | –524 |
| Tatsächliche Aufwendungen aus Planvermögen | –304 | –225 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 355 | 2.003 |
| Ausgaben des Planvermögens | 0 | –4.860 |
| Planvermögen (Zeitwert) 28./29. 2. | 3.587 | 3.550 |
Das Planvermögen betriff t insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskassa.
Note (26b)
| in t€ | Rekultivierung | Personal- aufwendungen inklusive Jubiläumsgeld |
Ungewisse Verbindlich- keiten |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | ||||
| Stand 1. 3. 2008 | 11.634 | 19.380 | 29.867 | 60.881 |
| Währungsänderungen | –310 | –143 | –15 | –468 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 35 | 208 | 243 |
| Verbrauch | –861 | –7.836 | –11.090 | –19.787 |
| Aufl ösung | –198 | –881 | –11.896 | –12.975 |
| Zuführung | 194 | 2.761 | 10.239 | 13.194 |
| Stand 28. 2. 2009 | 10.459 | 13.316 | 17.313 | 41.088 |
| – davon innerhalb 1 Jahres | 2.488 | 6.101 | 14.924 | 23.513 |
| Stand 28. 2. 2007 | 12.125 | 25.141 | 29.261 | 66.527 |
|---|---|---|---|---|
| Umgliederung zu Verbindlichkeiten | 0 | –9.118 | –10.102 | –19.220 |
| Stand 1. 3. 2007 | 12.125 | 16.023 | 19.159 | 47.307 |
| Währungsänderungen | –173 | –57 | 63 | –167 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | –69 | 16 | –53 |
| Aufl ösung | –3.486 | –672 | –5.183 | –9.341 |
| Verbrauch | –334 | –4.317 | –7.648 | –12.299 |
| Zuführung | 3.502 | 8.472 | 23.460 | 35.434 |
| Stand 29. 2. 2008 | 11.634 | 19.380 | 29.867 | 60.881 |
| – davon innerhalb 1 Jahres | 3.830 | 11.160 | 27.107 | 42.097 |
Die sonstigen Rückstellungen sind mit 17.575 (Vorjahr 18.784) t€ den langfristigen Schulden zuzuordnen, die kurzfristigen Rückstellungen sind mit 23.513 (Vorjahr 42.097) t€ ausgewiesen.
Die Rückstellung für Rekultivierung umfasst neben den Rekultivierungsverpfl ichtungen auch die Entleerung von Deponien und Abraumbeseitigung. In den Rückstellungen für Personalaufwen dungen sind auch die Rückstellungen für Jubiläumsgelder enthalten. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Rückstellungen für Demontage und Ent sorgung, Ausfallgarantien, Produkthaftungen und andere Risikovorsorgen.
| in t¤ | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 28. 2. 2009 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | 29. 2. 2008 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | ||||||
| Anleihen | 20.000 | 20.000 | 0 | 0 | 20.000 | 0 | 20.000 | 0 | |
| Verbindlichkeiten | |||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 635.741 | 385.691 | 247.878 | 2.172 | 657.182 | 369.963 | 283.167 | 4.052 | |
| Leasing | |||||||||
| verbindlichkeiten | 154 | 27 | 127 | 0 | 220 | 154 | 66 | 0 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 655.895 | 405.718 | 248.005 | 2.172 | 677.402 | 370.117 | 303.233 | 4.052 | |
| Wertpapiere | |||||||||
| (langfristige Vermögenswerte) | –104.492 | –18.657 | |||||||
| Wertpapiere | |||||||||
| (kurzfristige Vermögenswerte) | –5.830 | –4.314 | |||||||
| Flüssige Mittel | –75.458 | –86.760 | |||||||
| Nettofi nanzschulden | 470.115 | 567.671 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Punkte 8.1. bis 8.3. Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt besichert:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Grundpfandrechte | 2.968 | 4.521 |
| Pfandrecht an Vorratsvermögen | 0 | 18.653 |
| Sonstige Pfandrechte | 21.202 | 26.741 |
| Summe | 24.170 | 49.915 |
| in t¤ | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 28. 2. 2009 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | 29. 2. 2008 | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | ||
| Verbindlichkeiten aus | |||||||
| Lieferungen und Leistungen | 225.963 | 225.963 | 0 | 204.465 | 204.465 | 0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||||
| verbundenen Unternehmen | 8.193 | 8.193 | 0 | 59.054 | 59.054 | 0 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.950 | 4.950 | 0 | 4.462 | 4.462 | 0 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 153.715 | 151.757 | 1.958 | 186.668 | 184.635 | 2.033 | |
| – davon Restrukturierungsabgabe | 69.652 | 69.652 | 0 | 105.358 | 105.358 | 0 | |
| – davon Erwerb der Zusatzquote | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| – davon Produktionsabgabe | 5.692 | 5.692 | 0 | 6.573 | 6.573 | 0 | |
| – davon sonstige Steuern | 11.532 | 11.532 | 0 | 19.132 | 19.132 | 0 | |
| – davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.869 | 5.869 | 0 | 5.653 | 5.653 | 0 | |
| Summe | 392.821 | 390.863 | 1.958 | 454.649 | 452.616 | 2.033 |
97
den Rübenbauern von 76.187 (Vorjahr 62.422) t€ ausgewiesen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten
gegenüber Versorgungseinrichtungen sowie aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 18.273 | 18.659 |
| Vorräte und Forderungen | 10.830 | 18.849 |
| Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen | 0 | 9.185 |
| Sonstige Schulden und Rückstellungen | 0 | 881 |
| Summe Passive latente Steuern | 29.103 | 47.574 |
| Saldierung von Aktiven und Passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | 2.156 | –9.025 |
| Saldierte Passive Steuerabgrenzung | 31.259 | 38.549 |
Die aktiven latenten Steuern sind unter Punkt 7.6. erläutert.
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 44.500 | 5.364 |
| Gewährleistungsverpfl ichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 1.697 | 2.475 |
| Patronatserklärungen | 0 | 148 |
| Eventualschulden | 46.197 | 7.987 |
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten | 11.129 | 11.903 |
| Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen | 54 | 9.212 |
| Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen | 11.183 | 21.115 |
| Summe | 57.380 | 29.102 |
Zur Deckung des Gesamtfi nanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfi nanzierungskraft Anleihen, syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschaff t und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
| Durchschnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eff ektivzinssatz | 28. 2. 2009 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | 29. 2. 2008 | bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | ||||||
| 2008 09 | 2007 08 | |||||||||
| in % | in % | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Fixer Zinssatz | ||||||||||
| EUR | 2,85 | 2,43 | 246.874 | 64.211 | 180.491 | 2.172 | 229.295 | 2.711 | 222.532 | 4.052 |
| CSD | 0,00 | 6,88 | 0 | 0 | 0 | 0 | 290 | 105 | 185 | 0 |
| 2,85 | 2,44 | 246.874 | 64.211 | 180.491 | 2.172 | 229.585 | 2.816 | 222.717 | 4.052 | |
| Variabler Zinssatz | ||||||||||
| EUR | 2,66 | 4,70 | 283.205 | 217.035 | 66.170 | 0 | 265.378 | 205.626 | 59.752 | 0 |
| CZK | 0,00 | 4,06 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.531 | 5.531 | 0 | 0 |
| DKK | 0,00 | 5,25 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.159 | 4.159 | 0 | 0 |
| HUF | 9,89 | 7,51 | 42.059 | 41.394 | 665 | 0 | 60.913 | 60.913 | 0 | 0 |
| CNY | 5,49 | 6,72 | 17.923 | 17.923 | 0 | 0 | 6.953 | 6.953 | 0 | 0 |
| PLN | 5,12 | 5,88 | 3.446 | 3.446 | 0 | 0 | 66.150 | 66.150 | 0 | 0 |
| SKK | 0,00 | 4,14 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.270 | 4.270 | 0 | 0 |
| USD | 1,65 | 5,38 | 42.228 | 42.228 | 0 | 0 | 14.234 | 13.539 | 695 | 0 |
| Sonstige | 0,00 | 0,00 | 6 | 6 | 0 | 0 | 9 | 6 | 3 | 0 |
| 3,48 | 5,33 | 388.867 | 322.032 | 66.835 | 0 | 427.597 | 367.147 | 60.450 | 0 | |
| Summe | 3,24 | 4,32 | 635.741 | 386.243 | 247.326 | 2.172 | 657.182 | 369.963 | 283.167 | 4.052 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 635.741 (Vorjahr 657.182) t€ und waren durchschnittlich mit 3,24 % (Vorjahr 4,32 %) verzinst. Sie werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Bei Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden die Nominalwerte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet, so dass sich – entsprechend der Wechselkursentwicklung – positiv oder negativ abweichende Marktwerte ergeben können.
Festverzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Volumen von 246.874 (Vorjahr 229.585) t€, diese entsprachen einem Marktwert von 246.614 t€. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Markt werte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.968 (Vorjahr 4.521) t€ durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 21.202 (Vorjahr 45.394) t€ durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Im Rahmen des täglichen Finanzmanagements werden Anlagegeschäfte (marktübliche Tages-, Termin gelder) getätigt. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die fl üssigen Mittel einen Rückgang um 11.302 t€ auf 75.458 t€. Daneben werden Wertpapiere von insgesamt 5.830 (Vorjahr 4.314) t€ kurzfristig gehalten, die jederzeit veräußerbar sind.
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoff preisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
■ Zinsänderungsrisiken bei Geldmarktzinsen, die sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen ergeben.
100
■ Währungsrisiken, die sich im Wesentlichen aus Warenkäufen und -verkäufen in US-Dollar und osteuropäischen Währungen sowie Finanzierungen in Fremdwährungen ergeben können.
■ Rohstoff preisrisiken ergeben sich insbesondere aus Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie- und Getreidepreise.
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Zinsoptionen, Caps, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Rohstoff -Futures verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limite zuweisen, Genehmigungsverfahren defi nieren, Kreditrisiken minimieren, das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Referenz- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente innerhalb der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Referenzwert | Marktwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | |
| Kauf USD | 8.178 | 20.501 | 1.241 | –534 | |
| Verkauf USD | 1.849 | 28.083 | 16 | 293 | |
| Kauf AUD | 1.240 | 4.675 | –14 | 48 | |
| Kauf CZK | 11.627 | 5.493 | –953 | 86 | |
| Kauf HUF | 71.011 | 27.000 | –6.716 | –666 | |
| Verkauf HUF | 8.284 | 0 | 637 | 0 | |
| Kauf PLN | 29.466 | 0 | –6.551 | 0 | |
| Verkauf GBP | 1.146 | 0 | –28 | 0 | |
| Verkauf RON | 1.000 | 0 | –8 | 0 | |
| Sonstige | 355 | 0 | 51 | –37 | |
| Währungsderivate | 134.156 | 85.752 | –12.325 | –810 | |
| Zinsderivate | 70.000 | 61.000 | –364 | –1.513 | |
| Rohstoff derivate (Hedge Accounting) | 2.210 | 14.923 | 718 | 2.279 | |
| Summe | 206.366 | 161.675 | –11.971 | –44 |
Die Währungs- und Rohstoff derivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu fünf Jahren.
Als Referenzwert der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Höhe aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Aufl ösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufi gen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashfl ow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2009 beträgt –7.622 (Vorjahr 2.279) t€.
Die Wertänderungen der Geschäfte, für die kein Cashfl ow Hedge Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ab siche rungen erfolgten sowohl zur Absicherung von Verkaufserlösen und Materialbeschaff ung im Rahmen der Juiceaktivitäten als auch zur Absicherung von Verkaufskontrakten im Zuckersegment. Zum Teil wurde für die angeführten Geschäfte fair value Hedge Accounting nach IAS 39 angewendet. Die Wertschwan kungen dieser Sicherungs geschäfte werden durch die Wertschwankungen der ge sicher ten Geschäfte ausgeglichen.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der fi nanziellen Vermögens werte und Verbindlichkeiten dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäfts partnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | |
| nach IAS 39 | Zeitwert | Zeitwert | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 85.000 | 85.000 | 0 | 0 |
| (langfristig gehalten) | fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Anschaff ungskosten) | |||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 19.492 | 19.492 | 18.657 | 18.657 |
| (langfristig gehalten) | fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere | 104.492 | 104.492 | 18.657 | 18.657 | |
| (langfristig gehalten) | |||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 343 | 343 | 90.816 | 90.816 |
| fi nanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 1.523 | 1.523 | 1.618 | 1.618 |
| fi nanzielle Vermögenswerte | |||||
| (zu Anschaff ungskosten) | |||||
| Langfristige Ausleihungen | Kredite und Forderungen | 633 | 633 | 418 | 418 |
| Beteiligungen und | 2.499 | 2.499 | 92.852 | 92.852 | |
| Ausleihungen | |||||
| (langfristig gehalten) | |||||
| Forderungen aus | Kredite und Forderungen | 206.785 | 206.785 | 248.707 | 248.707 |
| Lieferungen und Leistungen | |||||
| Sonstige Forderungen1 | Kredite und Forderungen | 72.085 | 72.085 | 87.651 | 87.651 |
| Derivative fi nanzielle | Derivate erfolgsneutral | 718 | 718 | 2.278 | 2.278 |
| Vermögenswerte | zum beizulegendem Zeitwert | ||||
| Derivative fi nanzielle | Derivate erfolgswirksam | 1.890 | 1.890 | 190 | 190 |
| Vermögenswerte | zum beizulegendem Zeitwert | ||||
| Forderungen aus | 281.478 | 281.478 | 338.826 | 338.826 | |
| Lieferungen und Leistungen | |||||
| und sonstige Vermögenswerte |
| 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | |
| nach IAS 39 | Zeitwert | Zeitwert | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (kurzfristig gehalten) | fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere | Erfolgswirksam zum beizu- | 5.830 | 5.830 | 4.314 | 4.314 |
| (kurzfristig gehalten) | legenden Zeitwert bilanzierte | ||||
| fi nanzielle Vermögenswerte | |||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | |||||
| Wertpapiere | 5.830 | 5.830 | 4.314 | 4.314 | |
| (kurzfristig gehalten) | |||||
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | 75.458 | 75.458 | 86.760 | 86.760 |
| Summe | 469.757 | 469.757 | 541.409 | 541.409 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Anleihen | Zu (fortgeführten) | 20.000 | 20.000 | 20.000 | 20.000 |
| Anschaff ungskosten | |||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten | Zu (fortgeführten) | 635.742 | 635.482 | 657.182 | 657.182 |
| gegenüber Kreditinstituten | Anschaff ungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzierungsleasing | – | 154 | 154 | 220 | 220 |
| Finanzverbindlichkeiten | 655.896 | 655.636 | 677.402 | 677.402 | |
| Verbindlichkeiten aus | Zu (fortgeführten) | 225.963 | 225.963 | 204.465 | 204.465 |
| Lieferungen und Leistungen | Anschaff ungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus der | Zu (fortgeführten) | 69.652 | 69.652 | 105.358 | 105.358 |
| Restrukturierungsabgabe | Anschaff ungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten | Zu (fortgeführten) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| aus dem Erwerb | Anschaff ungskosten | ||||
| der Zusatzquote | gehaltene Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige | Zu (fortgeführten) | 59.056 | 59.056 | 113.009 | 113.009 |
| Verbindlichkeiten1 | Anschaff ungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten | Derivate erfolgswirksam | 14.580 | 14.580 | 2.424 | 2.424 |
| aus derivativen | mit beizulegendem Zeitwert | ||||
| Finanzinstrumenten Verbindlichkeiten aus |
369.251 | 369.251 | 425.256 | 425.256 | |
| Lieferungen und Leistungen | |||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| Summe | 1.025.147 | 1.024.887 | 1.102.658 | 1.102.658 |
| 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | |
| Zeitwert | Zeitwert | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Summe je Bewertungs | ||||
| kategorie nach IAS 39 | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 19.835 | 19.835 | 109.473 | 109.473 |
| fi nanzielle Vemögenswerte | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 86.523 | 86.523 | 1.618 | 1.618 |
| fi nanzielle Vemögenswerte | ||||
| (zu Anschaff ungskosten) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizu- | 5.830 | 5.830 | 4.314 | 4.314 |
| legenden Zeitwert bilanzierte | ||||
| fi nanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Kredite und Forderungen | 354.961 | 354.961 | 423.536 | 423.536 |
| Zu (fortgeführten) | –1.010.413 | –1.010.153 | –1.100.014 | –1.100.014 |
| Anschaff ungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate erfolgsneutral | 718 | 718 | 2.279 | 2.279 |
| mit beizulegendem Zeitwert | ||||
| Derivate erfolgswirksam | –12.690 | –12.690 | –2.234 | –2.234 |
| mit beizulegendem Zeitwert |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Die Beteiligungen des langfristigen Vermögens und die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (available for sale). Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen.
Bei Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, die für Handelszwecke gehalten werden (trading), erfolgt die Bewertung ebenfalls zu Marktwerten, die den Börsen kursen zum Bilanzstichtag entsprechen.
Sonstige Beteiligungen und die Wertpapiere, für die keine beizulegenden Zeitwerte bestimmt werden konnten, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren, wurden zu Anschaff ungskosten (at cost) bewertet. Hierbei handelt es sich vor allem um nicht börsennotierte Gesellschaften, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Cashfl ows auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashfl ows verzichtet wurde. Bei diesen Anteilen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Da die langfristigen Ausleihungen variabel verzinst sind, entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem Marktwert.
Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Zins-, Währungs- und Rohstoff derivaten betreff en sowohl fair value- als auch Cashfl ow Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashfl ows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus der Restrukturierungsabgabe, dem Erwerb der Zusatzquote sowie den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten werden generell mit ihren Barwerten bilanziert. Entsprechend wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen je Bewertungskategorie erfasst:
| Aktiva | Passiva | Überleitung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Available | Held to | Loans | Cash Financial Financial | Keine | Summe | Kein | Finanz- | ||
| for sale maturity | and | liabilities liabilities | Zuord- | Finanz- ergebnis | ||||||
| receivables | held for | at cost | nung | instru- | ||||||
| trading | ment | |||||||||
| GESCHÄFTSJAHR 2008 09 | ||||||||||
| Nettogewinne/-verlust | ||||||||||
| im Finanzergebnis | ||||||||||
| Zinsergebnis | 0 | 0 | 1.249 | 0 | 0 | –31.614 | 0 | –30.365 | 0 | –30.365 |
| Zinsen für Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 826 | 826 | 0 | 826 |
| Zinsanteil Personalrückstellung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.810 | –2.810 |
| Summe Zinsergebnis | 0 | 0 | 1.249 | 0 | 0 | –31.614 | 826 | –29.539 | –2.810 | –32.349 |
| Beteiligungsergebnis | 4.416 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.416 | 0 | 4.416 |
| Negativer Unterschiedsbetrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 4.416 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.416 | 2 | 4.418 |
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –39.493 | 0 | –39.493 | 0 | –39.493 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –448 | 95 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –353 | 331 | –22 |
| Finanzergebnis aus Derivaten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 385 | 385 | 0 | 385 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | –448 | 95 | 0 | 0 | 0 | –39.493 | 385 | –39.461 | 331 | –39.130 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||||
| im Finanzergebnis | 3.968 | 95 | 1.249 | 0 | 0 | –71.107 | 1.211 | –64.584 | –2.477 | –67.061 |
| Nettogewinne/-verluste | ||||||||||
| im operativen Ergebnis | ||||||||||
| Gewinne aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.785 | 3.785 | 0 | 3.785 |
| Aufwand aus Wert- | ||||||||||
| berichtigung von Forderungen | 0 | 0 | –835 | 0 | 0 | 0 | 0 | –835 | 0 | –835 |
| Summe Nettogewinne/-verluste | ||||||||||
| im operativen Ergebnis | 0 | 0 | –835 | 0 | 0 | 0 | 3.785 | 2.950 | 0 | 2.950 |
| Aktiva | Passiva | Überleitung | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Available | Held to for sale maturity |
Loans and receivables |
held for | Cash Financial Financial liabilities liabilities at cost |
Keine Zuord- nung |
Summe | Kein instru- |
Finanz- Finanz- ergebnis |
||
| GESCHÄFTSJAHR 2007 08 | trading | ment | |||||||||
| Nettogewinne/-verluste | |||||||||||
| im Finanzergebnis | |||||||||||
| Zinsergebnis | 0 | 0 | 639 | 0 | 0 | –24.543 | 0 | –23.904 | 0 | –23.904 | |
| Zinsen für Derivate | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –163 | –163 | 0 | –163 | |
| Zinsanteil Personalrückstellung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.952 | –2.952 | |
| Summe Zinsergebnis | 0 | 0 | 639 | 0 | 0 | –24.543 | –163 | –24.067 | –2.952 | –27.019 | |
| Beteiligungsergebnis | 4.199 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.199 | 0 | 4.199 | |
| Negativer Unterschiedsbetrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Beteiligungsergebnis | 4.199 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.199 | 0 | 4.199 | |
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | –8.485 | 0 | 0 | 0 | 0 | –8.485 | 0 | –8.485 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | 4.749 | 216 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.965 | 250 | 5.215 | |
| Finanzergebnis aus Derivaten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.357 | –2.357 | 0 | –2.357 | |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | 4.749 | 216 | –8.485 | 0 | 0 | 0 | –2.357 | –5.877 | 250 | –5.627 | |
| Summe Nettogewinne/-verluste | |||||||||||
| im Finanzergebnis | 8.948 | 216 | –7.846 | 0 | 0 | –24.543 | –2.520 | –25.745 | –2.702 | –28.447 | |
| Nettogewinne/-verluste | |||||||||||
| im operativen Ergebnis | |||||||||||
| Verluste aus Währungsumrechung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –1.635 | –1.635 | 0 | –1.635 | |
| Aufwand aus Wert- | |||||||||||
| berichtigung von Forderungen | 0 | 0 | –717 | 0 | 0 | 0 | 0 | –717 | 0 | –717 | |
| Summe Nettogewinne/-verluste | |||||||||||
| im operativen Ergebnis | 0 | 0 | –717 | 0 | 0 | 0 | –1.635 | –2.352 | 0 | –2.352 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Aktienkursen. Auf der Beschaff ungsseite bestehen Commodity-Preis-Risiken im Wesentlichen in Form von Energiekosten im Rahmen der Zuckererzeugung und von Weizen- und Maiskosten im Rahmen der Bioethanolproduktion. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifi schen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Bericht erstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle
Tochter gesell schaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifi sche operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifi kation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird.
Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifi ziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpfl ichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften zum Einsatz.
Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Punkt 7.5. des Anhangs angegeben.
Das maximale Kreditrisiko der Beteiligungen, Ausleihungen und sonstigen Forderungen entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung durch AGRANA von untergeordneter Bedeutung.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine fi nanziellen Verpfl ichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann.
Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die fi nanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashfl ows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2009 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinfl ussen. Sämtliche Zahlungsabfl üsse sind undiskontiert.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabfl üsse | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | Buchwert | Summe | bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über |
| 1 Jahr | 2 Jahre | 3 Jahre | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| 28. 2. 2009 | ||||||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||
| Schuldverschreibungen | 20.000 | 20.168 | 20.168 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 635.742 | 655.252 | 396.912 | 139.034 | 94.401 | 19.213 | 3.498 | 2.194 |
| gegenüber Kreditinstituten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | 154 | 154 | 27 | 127 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | ||||||||
| 655.896 | 675.574 | 417.107 | 139.161 | 94.401 | 19.213 | 3.498 | 2.194 | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | 225.963 | 225.963 | 225.963 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus der | 69.652 | 69.652 | 69.652 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restrukturierungsabgabe | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus dem | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb der Zuckerquote | ||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten1 | 73.617 | 73.617 | 71.662 | 1.955 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Zinsderivate | 1.772 | 1.772 | 1.772 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Währungsderivate | 12.857 | 12.857 | 12.857 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Rohstoff derivate | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 369.232 | 369.232 | 367.277 | 1.955 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 29. 2. 2008 | ||||||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||
| Schuldverschreibungen | 20.000 | 21.476 | 988 | 20.488 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 657.182 | 697.330 | 392.143 | 86.504 | 174.222 | 22.050 | 18.319 | 4.092 |
| gegenüber Kreditinstituten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | 220 | 220 | 154 | 66 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | ||||||||
| 677.402 | 719.026 | 393.285 | 107.058 | 174.222 | 22.050 | 18.319 | 4.092 | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | 204.465 | 204.465 | 204.465 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus der | 105.358 | 105.358 | 105.358 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restrukturierungsabgabe | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus dem | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb der Zuckerquote | ||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten1 | 115.404 | 115.404 | 113.400 | 2.004 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Zinsderivate | 1.547 | 1.547 | 1.547 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Währungsderivate | 877 | 877 | 877 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – davon Rohstoff derivate | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 425.227 | 425.227 | 423.223 | 2.004 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabfl üsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Infolge der weltweiten Ausrichtung des AGRANA-Konzerns sind sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet. Die wesentlichen Fremdwährungsrelationen sind im Verhältnis zum Euro der US-Dollar, ungarischer Forint, polnischer Zloty, rumänischer Leu, russischer Rubel sowie ukrainischer Hrivna.
Der AGRANA-Konzern hat fi nanzielle Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremden Währungen, die bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung unterliegen.
Finanzverbindlichkeiten, die einem Währungsrisiko ausgesetzt sind, da deren lokale Währung von der Vertragswährung abweicht, betragen 152.175 t€.
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen.
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäi schen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko aus der Zuckermarktordnung zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rüben preise für die jeweilige Kampagne EU-weit in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Bosnien unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf Landeswährung lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Zur Absicherung der Risiken setzt der AGRANA-Konzern als aktives Sicherungsinstrument hauptsächlich Devisentermingeschäfte ein. Mit diesen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatz erlöse, Einkaufsverpfl ichtungen sowie Fremdwährungsfi nanzierungen in Höhe von brutto 423.035 t€ gegen Kursschwankungen gesichert. Im Wesentlichen bestanden Sicherungen für den ungarischen Forint in Höhe von 95.377 (Vorjahr 20.448) t€ [24.186.638 (Vorjahr 5.069.560) tHUF], für den US-Dollar von 74.210 (Vorjahr 47.806) t€ [109.887 (Vorjahr 67.885) tUSD], für die tschechische Krone von 12.207 (Vorjahr 3.586) t€ [304.275 (Vorjahr 101.399) tCZK], den rumänischen Leu in Höhe von 126.928 (Vorjahr 48.040) t€ [311.658 (Vorjahr 156.243) tRON].
Der Bestand an externen Finanzanlagen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist in der AGRANA-Gruppe insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse werden die Änderungen von Währungsparitäten auf Konzernergebnis und Eigenkapital simuliert. Dabei werden die maßgeblichen Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand und Fremdwährungsfi nanzierungen herangezogen und unter Anwendung eines Stresstests bewertet. In der gewählten Methode wurde von einer Aufwertung des Euro ausgegangen, um das latent vorhandene Risiko darzustellen. Wenn demzufolge der Euro gegenüber nachstehenden Währungen während des Geschäftsjahres 2008|09 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis bzw. das Eigenkapital um 13.699 (Vorjahr 6.585) t€ niedriger. Die möglichen Auswirkungen der übrigen im AGRANA-Konzern vorhandenen Währungsrelationen sind sowohl einzeln als auch in Summe von untergeordneter Bedeutung.
| in t€ | 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 |
|---|---|---|
| bei +10 % | ||
| EUR/RON | –14.606 | –3.821 |
| EUR/HUF | +3.598 | –2.984 |
| EUR/PLN | –5.905 | +2.079 |
| EUR/UAH | +2.415 | –1.114 |
| EUR/RUB | +799 | –745 |
| Summe | –13.699 | –6.585 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwen dungen sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen lagen die folgenden Prämissen zugrunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Zinsergebnis aus, wenn diese mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewerteten Finanzinstrumente keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsände run gen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fi xe Verzinsung erreicht. Für die verbleibenden Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung wäre bei einer Erhöhung (Verminderung) des Marktzinsniveaus zum 28. Februar 2009 um 100 Basispunkte das Ergebnis um 3.589 (Vorjahr 4.276) t€ ge ringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus originären, variabel verzinslichen Finanzschulden von 388.867 (Vorjahr 427.596) t€.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoff en ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoff e Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoff derivate für den Einkauf von Rohzucker für Osteuropa über 12.193 Tonnen sowie für den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 19.550 Tonnen. Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 4.989 t€ und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen positiven Marktwert von 803 t€. Eine Veränderung der Rohstoff preise von +10 % (–10 %) würde eine Wertveränderung der bestehenden Rohstoff derivate von 412 (–713) t€ ergeben.
Nach Ende des Bilanzstichtages am 28. Februar 2009 waren keine Ereignisse erkennbar, die einen Einfl uss auf den vorliegenden Konzernabschluss hatten.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG hält 100 % der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, die 75,5 % der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holding gesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, einbezogen sind.
Nahe stehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim/ Ochsenfurt|Deutsch land, und die Zucker-Beteiligungsges.m.b.H, Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, einbezogen.
Neben der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, und deren Tochtergesellschaften zählen die Raiff eisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, und deren Tochtergesell schaften zu den nahe stehenden Unternehmen.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber den oben angeführten nahe stehenden Unternehmen kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 83.635 (Vorjahr 98.812) t€ ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Im Geschäftsjahr wurden dafür 5.659 (Vorjahr 3.774) t€ Zinsen aufgewandt. Aus Warenlieferungen bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten von 287 (Vorjahr –312) t€. Umsätze mit nahe stehenden Unternehmen betrugen 64.465 (Vorjahr 46.688) t€. Gegenüber Joint Venture-Partnern bestehen sonstige Schulden von 3.296 (Vorjahr 3.018) t€ und Finanzforderungen in Höhe von 0 (Vorjahr 1.419) t€.
Die AGRANA Beteiligungs-AG hat im Jänner 2009 Partizipationskapital der Raiff eisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, im Ausmaß von 85,0 m€ gezeichnet. Die Zeichnung erfolgte im Rahmen einer Privatplatzierung zu marktüblichen Konditionen. Im Gegenzug wurde an eine Tochtergesellschaft der Raiff eisen-Holding, die RASKIA Beteiligungs GmbH, eine Beteiligung zu einem Preis von 85,9 m€ verkauft.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betragen 1.745 (Vorjahr 1.520) t€ und bestehen aus einem fi xen Anteil von 1.075 (Vorjahr 1.019) t€ sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 670 (Vorjahr 501) t€. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der ausgeschütteten Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, und Zucker-Beteiligungsges.m.b.H, Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhält für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 4. Juli 2008 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 165 (Vorjahr 165) t€ beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für den Vorstand Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Die Pensionsverpfl ichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. Der die Ansparung übersteigende Betrag von 1.259 (Vorjahr 1.322) t€ wird in den Rückstellungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion sind Abfertigungszahlungen in Anlehnung an die Regelungen des Angestelltengesetzes vereinbart.
Die Angaben zu den Organen befi nden sich auf Seite 13ff .
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 30. April 2009 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröff entlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 30. April 2009
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.
AGRANA BETEILIGUNGS-AG 2008 | 09
112
Gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
■ dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte (Konzern-)Abschluss zum 28. Februar 2009 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der AGRANA Beteiligungs-AG und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt;
■ dass der (Konzern-)Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008|09 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.
Wien, am 30. April 2009
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart e. h. Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e. h. Mag. Walter Grausam e. h. Dkfm. Thomas Kölbl e. h.
Nähere Angaben zum Vorstand, Aufsichtsrat sowie seinen Ausschüssen fi nden Sie im Corporate Governance-Bericht auf Seite 13ff .
Dipl.-Ing. Johann Marihart Vorstandsvorsitzender
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Mitglied des Vorstandes
Mag. Walter Grausam Mitglied des Vorstandes
Dkfm. Thomas Kölbl Mitglied des Vorstandes
Präsident Generalanwalt Ökonomierat Dr. Christian Konrad Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Rudolf Müller 1. Vorsitzender-Stellvertreter
Generaldirektor Mag. Erwin Hameseder 2. Vorsitzender-Stellvertreter
Ludwig Eidmann Mitglied des Aufsichtsrates
Dr. Hans-Jörg Gebhard Mitglied des Aufsichtsrates
Dr. Theo Spettmann Mitglied des Aufsichtsrates
Dipl.-Ing. Ernst Karpfi nger Mitglied des Aufsichtsrates
Mag. Christian Teufl Mitglied des Aufsichtsrates
Thomas Buder Konzernbetriebsratsvorsitzender
Dipl.-Ing. Franz Ennser Betriebsratsvorsitzender
Ing. Peter Vymyslicky Betriebsratsvorsitzender
Erich Weissenböck Betriebsratsvorsitzender
(ANGABEN GEMÄSS § 265 ABS. 2 UND ABS. 4 UGB)
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital | ||
|---|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | ||||
| I. Verbundene Unternehmen | |||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | |||||
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00 % | |
| AGRANA Bioethanol GmbH | Wien | Österreich | – | 74,90 % | |
| AGRANA Bulgaria AD | Sofi a | Bulgarien | – | 51,00 % | |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 99,99 % | |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Central Mangrove | Australien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. v likvidaci | Kaplice | Tschechien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | São Paulo | Brasilien | – | 95,88 % | |
| Importacao e Exportacao Ltda. | |||||
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit France S.A. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Investments South Africa (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayl Ve Ticaret A.S. | Zincirlikuyu | Türkei | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacan | Mexiko | – | 99,99 % | |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacan | Mexiko | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostroleka | Polen | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit S.A. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Services Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 100,00 % | |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % | |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- | Wien | Österreich | – | 100,00 % | |
| und Asset-Management GmbH | |||||
| AGRANA Juice Denmark A/S | Køge | Dänemark | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | |
| AGRANA Juice Holding GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Magyarorzság Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Poland SP z.o.o. | Bialobrzegi | Polen | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Romania Carei SRL | Carei | Rumänien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | Bingen | Deutschland | – | 100,00 % | |
| AGRANA Juice Service & Logistik GmbH | Bingen | Deutschland | – | 100,00 % | |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 100,00 % | |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00 % | – | |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | |
| AGRANA Trading EOOD | Sofi a | Bulgarien | – | 100,00 % | |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % | |
| Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen | Wien | Österreich | – | 100,00 % | |
| Produkten Gesellschaft m.b.H. | |||||
| Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 100,00 % | |
| Dirafrost Deutschland GmbH (in Liquidation) | Hof | Deutschland | – | 100,00 % | |
| Dirafrost FFI N. V. | Herk-de-Stad | Belgien | – | 100,00 % | |
| Dirafrost Maroc SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00 % |
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital | |
|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | |||
| Financière Atys S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % |
| Flavors from Florida, Inc. | Bartow | USA | – | 100,00 % |
| Frefrost SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00 % |
| Fruimark (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % |
| INSTANTINA Hungária Élelmiszergyartó | Petöháza | Ungarn | – | 100,00 % |
| és Kereskedelmi Kft. v. a. | ||||
| INSTANTINA Nahrungsmittel | Wien | Österreich | 66,67 % | – |
| Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | ||||
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság | Budapest | Ungarn | – | 100,00 % |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,56 % |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | Hrusovany | Tschechien | – | 97,66 % |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00 % |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Tandarei | Rumänien | – | 99,99 % |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | Bukarest | Rumänien | – | 91,33 % |
| S.C. Romana Prod s.r.l. | Roman | Rumänien | – | 100,00 % |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sered | Slowakei | – | 100,00 % |
| Yube d.o.o. | Pozega | Serbien | – | 100,00 % |
| Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet wurden Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. |
Wien | Österreich | – | 86,00 % |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | Hrosovany | Tschechien | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2008 Eigenkapital: –3,7 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –11,0 t€ | ||||
| DIVA 2 GmbH (in Liquidation) | Hamburg | Deutschland | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2007 Eigenkapital: 20,7 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –1,6 t€ | ||||
| Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. | Hamburg | Deutschland | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 28. 2. 2007 Eigenkapital: 240,8 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 207,3 t€ | ||||
| Hottlet Sugar Trading N. V. | Berchem/Antwerpen | Belgien | 25,10 % | – |
| Abschlussstichtag: 29. 2. 2008 Eigenkapital: 2.217,1 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 2.284,7 t€ | ||||
| PERCA s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2008 Eigenkapital: 222,4 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 44,2 t€ | ||||
| PFD-Processed Fruit Distribution Ltd. (in Liquidation) | Nicosia | Zypern | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2008 Eigenkapital: 13,9 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –130,8 t€ | ||||
| S.C. Caracrimex S.A. | Carei | Rumänien | – | 99,26 % |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2008 Eigenkapital: –1,0 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 0,0 t€ | ||||
| Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00 % | – |
| Abschlussstichtag: 31. 12. 2008 Eigenkapital: 2.355,9 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 1.007,1 t€ | ||||
| Unternehmen, die nach der Quoten-Methode bewertet wurden | ||||
|---|---|---|---|---|
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00 % |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00 % |
| HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00 % |
| és Forgalmazó Kft. | ||||
| Hungranatrans Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00 % |
| STUDEN-AGRANA Rafi nerija Secera d.o.o. | Brčko | Bosnien- | – | 50,00 % |
| Herzegowina | ||||
| Xianyang Andre Juice Co., Ltd. | Xianyang City | China | – | 50,00 % |
| Yongji Andre Juice Co., Ltd. | Yongji City | China | – | 50,00 % |
| Nicht einbezogene gemeinschaftlich geführte Unternehmen | ||||
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, für das Ge schäftsjahr vom 1. März 2008 bis 28. Februar 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 28. Februar 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Geld fl ussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 28. Februar 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrecht erhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschrift en und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pfl ichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingun gen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auff assung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschrift en und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Ge schäftsjahr vom 1. März 2008 bis zum 28. Februar 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschrift en darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Wien, am 30. April 2009
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca e. h. ppa. Mag. Claudia Draxler-Eisert e. h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
MULTICONT Revisions- und Treuhand Ges.m.b.H. Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs gesellschaft
Mag. Franz Rauchbauer e. h. Wirtschaftsprüfer
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| Abkürzung | Kennzahl | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|---|
| Defi nition | |||
| BFS | Brutto-Finanzschulden | 655.896 t€ | 677.402 t€ |
| = Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten | |||
| + Verbindlichkeiten aus Anleihen + Leasingverbindlichkeiten | |||
| CE | Capital employed | 1.351.921 t€ | 1.366.092 t€ |
| = (SAV + IAV) + WC | |||
| Dividendenrendite | = Dividende pro Aktie ÷ Schlusskurs | 4,1 % | 2,7 % |
| EBITDA | Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortication | 119.177 t€ | 184.532 t€ |
| = Operatives Ergebnis + AFA (vor Sondereinfl üssen) | |||
| EBITDA-Marge | = EBITDA × 100 ÷ Umsatz | 5,9 % | 9,8 % |
| EKQ | Eigenkapital-Quote | 41,4 % | 41,8 % |
| = Eigenkapital ÷ Gesamtkapital | |||
| EPS | Earnings per share | –0,82 € | 4,53 € |
| = Konzernjahresergebnis ÷ Aktienanzahl | |||
| EVS | Equity value per share | 56,6 € | 62,9 € |
| = Anteil der Aktionäre am Eigenkapital ÷ Aktienanzahl | |||
| FCF | Free Cashfl ow | 42.925 t€ | –173.699 t€ |
| = Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| + Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | |||
| Gearing | = NFS ÷ Eigenkapital inklusive Minderheitenanteil × 100 | 56,9 % | 61,6 % |
| IAV | Immaterielle Vermögenswerte mit Geschäfts-/Firmenwert | 260.498 t€ | 252.939 t€ |
| KGV (Ultimo) | Kurs-Gewinn-Verhältnis | neg. | 15,9 |
| = Schlusskurs ÷ EPS | |||
| NFS | Nettofi nanzschulden | 470.116 t€ | 567.671 t€ |
| = BFS – (Kassa + Scheck + sonstige Bankguthaben | |||
| + kurzfristige Wertpapiere + langfristige Wertpapiere) | |||
| Operatives Ergebnis | Earnings before Interest and Tax | 37.832 t€ | 111.411 t€ |
| (vor Ergebnis aus Sondereinfl üssen) | |||
| Operative Marge | = Operatives Ergebnis × 100 ÷ Umsatz | 1,9 % | 5,9 % |
| ROCE | Return on Capital employed | 2,8 % | 8,2 % |
| = Operatives Ergebnis ÷ Capital employed | |||
| ROS | Return on Sales | –1,6 % | 3,9 % |
| = Ergebnis vor Steuern × 100 ÷ Umsatz | |||
| SAV | Sachanlagevermögen | 609.866 t€ | 653.316 t€ |
| WC | Working Capital | 481.558 t€ | 571.125 t€ |
| = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| + Sonstige Vermögensgegenstände – kurzfristige Rückstellungen | |||
| – kurzfristige erhaltene Anzahlungen – Verbindlichkeiten aus |
Lieferungen und Leistungen – Sonstige Verbindlichkeiten
120 Gewinn- und Verlustrechnung 121 Bilanz
122 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)
123 Vorschlag für die Gewinnverteilung
| 120 | |||
|---|---|---|---|
| in t¤ | 2008 09 | 2007 08 | |
| 1. Umsatzerlöse | 72 | 151 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 20.453 | 19.823 | |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | 0 | 0 | |
| 4. Personalaufwand | –12.711 | –13.267 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –1.432 | –1.221 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –13.917 | –15.153 | |
| 7. Operatives Ergebnis (Z 1 bis 6) | –7.535 | –9.667 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 29.873 | 31.661 | |
| – davon aus verbundenen Unternehmen 27.622 (Vorjahr 28.450) t€ | |||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 9 | 102 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.933 | 5.034 | |
| – davon aus verbundenen Unternehmen 3.661 (Vorjahr 3.814) t€ | |||
| 11. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen | 0 | 3.993 | |
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und | |||
| aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | 0 | –2 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –3.017 | –2.386 | |
| 14. Finanzerfolg (Z 8 bis 13) | 33.798 | 38.402 | |
| 15. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Z 1 bis 14) | 26.263 | 28.735 | |
| 16. Steuern vom Einkommen | 2.077 | –1.023 | |
| 17. Jahresüberschuss | 28.340 | 27.712 | |
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 0 | 0 | |
| 19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 0 | 0 | |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 89 | 71 | |
| 21. Bilanzgewinn | 28.429 | 27.783 | |
| in t¤ | Stand am | Stand am |
|---|---|---|
| 28. 2. 2009 | 29. 2. 2008 | |
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.615 | 795 |
| II. Sachanlagen | 1.016 | 1.074 |
| III. Finanzanlagen | 440.544 | 441.492 |
| 444.175 | 443.361 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 140.817 | 135.441 |
| II. Wertpapiere | 0 | 0 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 7 | 7 |
| 140.824 | 135.448 | |
| Summe Aktiva | 584.999 | 578.809 |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 103.210 | 103.210 |
| II. Kapitalrücklagen | 418.990 | 418.990 |
| III. Gewinnrücklagen | 13.928 | 13.928 |
| IV. Bilanzgewinn | 28.429 | 27.783 |
| – davon Gewinnvortrag 89 (Vorjahr 71) t€ | ||
| 564.557 | 563.911 | |
| B. Unversteuerte Rücklagen | 0 | 0 |
| C. Rückstellungen I. Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder |
2.054 | 1.689 |
| II. Rückstellung für Steuern und Sonstige | 6.107 | 3.433 |
| 8.161 | 5.122 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 12.281 | 9.776 |
| 12.281 | 9.776 | |
| Summe Passiva | 584.999 | 578.809 |
| Haftungsverhältnisse | 615.641 | 567.128 |
121
122 Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2008 bis 28. Februar 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschrift en liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschrift en und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroff en werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auff assung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschrift en und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 27. April 2009
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Mag. Wilhelm Kovsca e. h. ppa. Mag. Claudia Draxler-Eisert e. h.
MULTICONT Revisions- und Treuhand Ges.m.b.H. Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs gesellschaft
Mag. Franz Rauchbauer e. h. Wirtschaftsprüfer
| 2008 09 | |
|---|---|
| in € | |
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2008 bis 28. Februar 2009 | |
| schließt mit einem Bilanzgewinn von | 28.429.413 |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | |
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | |
| Auf 14.202.040 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | |
| Zahlung einer Dividende von 1,95 € pro Stammaktie | |
| (nennbetragslose Stückaktie), das sind | 27.693.978 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 735.435 |
| 28.429.413 | |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien | Beilage I/1 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bilanz | zum 28. Februar 2009 | |||
| Aktiva | ||||
| 28.2.2009 | 29.2.2008 | |||
| EUR | TEUR | |||
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.615.484,00 | 794 | ||
| II. Sachanlagen | 1.016.303,27 | 1.074 | ||
| III. Finanzanlagen | 440.543.936,45 | 441.492 | ||
| 444.175.723,72 | 443.360 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen | ||||
| 1. | Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
139.759.772,37 | 133.187 | |
| 2. | Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 | 556 | |
| 3. | Sonstige Forderungen | 1.056.926,54 | 1.698 | |
| 140.816.698,91 | 135.441 | |||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 7.165,26 | 7 | ||
| 140.823.864,17 | 135.448 | |||
| 584.999.587,89 | 578.808 |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien | Beilage I/2 | ||
|---|---|---|---|
| Passiva | |||
| 28.2.2009 | 29.2.2008 | ||
| EUR | TEUR | ||
| A. Eigenkapital | |||
| I. Grundkapital | 103.210.249,78 | 103.210 | |
| II. Kapitalrücklagen | |||
| 1. Gebundene |
373.422.710,55 | 373.423 | |
| 2. Nicht gebundene |
45.566.884,45 | 45.567 | |
| 418.989.595,00 | 418.990 | ||
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage |
47.964,07 | 48 | |
| 2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) |
13.880.000,00 | 13.880 | |
| 13.927.964,07 | 13.928 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 28.429.413,04 | 27.783 | |
| davon Gewinnvortrag: EUR 89.309,73; | |||
| Vorjahr: TEUR 71 | |||
| 564.557.221,89 | 563.911 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 2.054.494,74 | 1.689 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 779.500,00 | 0 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5.327.389,43 | 3.433 | |
| 8.161.384,17 | 5.122 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | 170,88 | 0 | |
| Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
2.173.593,20 | 492 | |
| Unternehmen 4. Sonstige Verbindlichkeiten |
8.582.785,55 | 6.649 | |
| 1.524.432,20 | 2.634 | ||
| davon aus Steuern: EUR 694.116,25; | |||
| Vorjahr: TEUR 502 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | |||
| EUR 168.817,50; Vorjahr: TEUR 168 | |||
| 12.280.981,83 | 9.775 | ||
| 584.999.587,89 | 578.808 | ||
| Haftungsverhältnisse | |||
| 615.640.714,00 | 567.128 |
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien | Beilage II | |||
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008/09 | ||||
| 2008/09 | 2007/08 | |||
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 72.089,10 | 151 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagever | ||||
| mögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 27.513,00 | 8 | ||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen |
0,00 | 140 | ||
| c) Übrige | 20.425.814,64 | 20.453.327,64 | 19.675 | 19.823 |
| 3. Personalaufwand | ||||
| a) Gehälter | ||||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und | 9.098.308,72 | 10.227 | ||
| Leistungen an betriebliche Mitarbeiter | ||||
| vorsorgekassen | 430.462,98 | 483 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschrie bene Sozialabgaben sowie vom Entgelt |
1.019.531,76 | 449 | ||
| abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 2.045.604,95 | 1.988 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände |
116.798,64 | -12.710.707,05 | 120 | -13.267 |
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -1.432.523,11 | -1.221 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| Übrige | -13.916.788,23 | -15.153 | ||
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 | ||||
| (Betriebsergebnis) | -7.534.601,65 | -9.667 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 29.872.968,02 | 31.660 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: | ||||
| EUR 27.621.728,02; Vorjahr: TEUR 28.450 8. Erträge aus anderen Wertpapieren des |
||||
| Finanzanlagevermögens | 9.074,72 | 102 | ||
| 9. Sonstige Zinsenerträge | 6.933.500,29 | 5.034 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: | ||||
| EUR 3.660.586,77; Vorjahr: TEUR 3.814 | ||||
| 10. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen | ||||
| und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 0,00 | 3.993 | ||
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und | ||||
| aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | -0,02 | -2 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.017.429,05 | -2.385 | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: | ||||
| EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 91 | ||||
| 13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) | 33.798.113,96 | 38.402 | ||
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 26.263.512,31 | 28.735 | ||
| 15. Steuern vom Einkommen | 2.076.591,00 | -1.023 | ||
| davon Steuerumlagen: EUR 2.198.775,89; | ||||
| Vorjahr: TEUR -989 | ||||
| 16. Jahresüberschuss | ||||
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 28.340.103,31 | 27.712 | ||
| 18. Bilanzgewinn | 89.309,73 | 71 | ||
| 28.429.413,04 | 27.783 |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien Geschäftsbericht 2008/09 Beilage III
zum 28. Februar 2009
der
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung.
Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert.
Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR), die Vorjahresbeträge in Tausend EURO (TEUR).
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht.
Der Teil-Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10 |
| EDV-Software | 3 - 4 | 33 - 25 |
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.
Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern für Neuzugänge werden der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 40 - 50 | 2,5 - 2 |
| Geschäftsausstattung | 5-10 | 20 - 10 |
| EDV-Ausstattung | 4 | 25 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 1 - 5 | 100 - 20 |
| (siehe Erläuterungen zur Bilanz C. (1) |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrundegelegt.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet.
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.
Der Gesamtwert der unterlassenen Zuschreibung (gemäß § 208 Abs. 3 UGB) beläuft sich bei Wertpapieren auf EUR 0,00 (im Vorjahr 0 TEUR).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
werden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.
Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von EUR 431.142,35 (im Vorjahr 223 TEUR) wurde in die Bilanz nicht aufgenommen.
Konzerneinheitlich wird der Rechnungszinssatz von 4 % (im Vorjahr 4 %) verwendet. Die Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf der genannten Basis ermittelt und an das vorgeschriebene Ausmaß gemäß § 211 (2) UGB angepasst. Ein Fluktuationsabschlag je nach Dienstangehörigkeit von 0-12,5 % (im Vorjahr 0-12,5 %) wurde berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen sind an eine Pensionskasse ausgegliedert. Es wurde somit der Gesamtbetrag der bisher rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen.
Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert. Die Jubiläumsgelder wurden nach finanzmathematischen Grundsätzen ermittelt und konzerneinheitlich der Rechnungszinssatz von 4 % (im Vorjahr 4 %) verwendet, wobei je nach Dienstangehörigkeit von 0-12,5 % (im Vorjahr 0-12,5 %) Fluktuationsabschlag in der Berechnung berücksichtigt wurden.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Unter der Position Wertpapiere des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr Partizipationsscheine an der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien über EUR 85.000.000,00 zu marktüblichen Konditionen gezeichnet.
Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Z 2 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Höhe des | Eigenkapital gem. | Ge | Jahresüber | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | Anteils | § 229 UGB | schäfts | schuss/fehlbetrag |
| % | EUR | jahr | EUR | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Marketing- und | ||||
| Vertriebsservice Ges.m.b.H, Wien | 100,00 | 6.685.796,22 | 2008/09 | 467.233,85 |
| AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH, | 98,91 | 211.682.858,75 | 2008/09 | -694.691,90 |
| Wien*) | ||||
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 98,91 | 182.181.805,54 | 2008/09 | 40.820.789,73 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 98,91 | 127.162.001,51 | 2008/09 | 16.449.636,51 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel | ||||
| Entwicklungs- und Produktions GesmbH, | ||||
| Wien | 66,67 | 6.001.988,74 | 2008/09 | 46.136,33 |
| Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H., Wien | 100,00 | 2.355.904,19 | 2008 | 1.007.111,79 |
| Hottlet Sugar Trading N.V., Berchem | 25,10 | 2.217.083,26 | 2007/08 | 2.284.701,13 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten.
Die sonstige Beteiligung (32,68%) an der Zucker Invest GmbH wurde per 15.01.2009 an die RASKIA Beteiligungs GmbH um EUR 85.948.087,00 verkauft.
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | Bilanzwert | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in TEUR) | bis 1 Jahr | von mehr | |
| als 1 Jahr | |||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 139.759.772,37 | 0,00 | 139.759.772,37 |
| (29.02.2008) | (133.187) | (0) | (133.187) |
| Sonstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 1.053.376,54 | 3.550,00 | 1.056.926,54 |
| (29.02.2008) | (1.672) | (26) | (1.698) |
| Forderungen gegen Unternehmen mit | |||
| Beteiligungsverhältnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| (29.2.2008) | (556) | (0) | (556) |
| Summe | 140.813.148,91 | 3.550,00 | 140.816.698,91 |
| (29.2.2008) | (135.415) | (26) | (135.441) |
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen im Betrag von EUR 139.759.772,37 (im Vorjahr 133.188 TEUR) enthalten.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Abgrenzungen von Zinsen aus Zinsswaps EUR 381.980,55 (im Vorjahr 562 TEUR), sowie Abgrenzungen aus Wertpapierzinsen von EUR 8.215,43 (im Vorjahr 8 TEUR), Forderungen an das Finanzamt Wien 1/23 in Höhe von EUR 36.214,40 (im Vorjahr 1.052 TEUR), Gewinnanteil 2007/2008, 2.Tranche der Zucker Invest GmbH von EUR 588.240,00 (im Vorjahr 0) sowie kurzfristige Forderungen von EUR 38.726,31 (im Vorjahr 48 TEUR).
In den sonstigen Forderungen sind wesentliche Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, in der Höhe von EUR 978.435,98 (im Vorjahr 570 TEUR) enthalten.
Das Grundkapital in Höhe von EUR 103.210.249,78 setzt sich wie folgt zusammen: 14.202.040 Stück nennbetragslose Stückaktien - Stammaktien
| Kapitalrücklagen | Stand 1.3.2008 | Veränderung | Stand 28.2.2009 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Gebundene | 373.422.710,55 | 0,00 | 373.422.710,55 |
| Nicht gebundene | 45.566.884,45 | 0,00 | 45.566.884,45 |
| Summe | 418.989.595,00 | 0,00 | 418.989.595,00 |
| Stand 1.3.2008 | Dotierung | Stand 28.2.2009 | |
|---|---|---|---|
| in EUR | in EUR | in EUR | |
| Gesetzliche Rücklage | 47.964,07 | 0,00 | 47.964,07 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 13.880.000,00 | 0,00 | 13.880.000,00 |
| Summe | 13.927.964,07 | 0,00 | 13.927.964,07 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert.
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand | (V) Verbrauch | Zuweisung | Überstellung | Stand am | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.03.2008 | (A) Auflösung | Mitarbeiter | 28.02.2009 | |||
| in EUR | in EUR | in EUR | In EUR | in EUR | ||
| Nicht konsumierte Ur | ||||||
| laube | 1.054.504,74 | 0,00 | 78.499,33 | -6.413,70 | 1.126.590,37 | |
| Aufsichtsratsvergütun | ||||||
| gen | 165.000,00 | (V) | 165.000,00 | 165.000,00 | 0,00 | 165.000,00 |
| Sonderzahlungen | 241.698,85 | 0,00 | 13.096,92 | 0,00 | 254.795,77 | |
| Jubiläumsgelder | 201.982,88 | 0,00 | 1.724,07 | 41.486,04 | 245.192,99 | |
| Prüfungsaufwand | 133.900,00 | (V) | 95.000,00 | 164.000,00 | 0,00 | 202.900,00 |
| Nachschussverpflich | ||||||
| tung an die Pensions | ||||||
| kasse | 104.517,00 | 0,00 | 653.183,25 | 0,00 | 757.700,25 | |
| Veröffentlichungsauf | ||||||
| wand | 171.000,00 | (V) | 171.000,00 | 192.000,00 | 0,00 | 192.000,00 |
| Ausstehende Eingangs | ||||||
| rechnungen | 0,00 | 0,00 | 897.000,00 | 0,00 | 897.000,00 | |
| Altersteilzeit | 67.545,69 | (V) | 27.713,46 | 0,00 | 0,00 | 39.832,23 |
| Kosten der Hauptver |
||||||
| sammlung | 31.000,00 | (V) | 31.000,00 | 33.000,00 | 0,00 | 33.000,00 |
| Kosten Bilanzpresse |
||||||
| konferenz | 5.500,00 | (V) | 5.500,00 | 9.000,00 | 0,00 | 9.000,00 |
| Sonstiges | 30.000,00 | (V) | 30.000,00 | 12.000,00 | 0,00 | 12.000,00 |
| Verluste aus Zinsswaps | 1.226.673,09 | (A) | 1.226.673,09 | 1.392.377,82 | 0,00 | 1.392.377,82 |
| (V) 525.213,46 | ||||||
| Summe | 3.433.322,25 | (A) 1.226.673,09 | 3.610.881,39 | 35.072,34 | 5.327.389,43 | |
| 28.2.2009 | 29.2.2008 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 170,88 | 0 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (170,88) | (0) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (0,00) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.173.593,20 | 492 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (2.139.995,42) | (454) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (14.114,48) | (12) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (19.483,30) | (26) |
| Verbindlichkeiten gegen | ||
| verbundene Unternehmen | 8.582.785,55 | 6.649 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (8.582.785,55) | (6.649) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.524.432,20 | 2.634 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (1.524.432,20) | (2.634) |
| Summe | 12.280.981,83 | 9.775 |
| davon mit RLZ von bis 1 Jahr | (12.247.384,05) | (9.737) |
| davon mit RLZ von 1 bis 5 Jahren | (14.114,48) | (12) |
| davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren | (19.483,30) | (26) |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen von Zinsen für Zinsswaps in Höhe von EUR 381.980,55 (im Vorjahr 510 TEUR), die EES-Prämie in Höhe von EUR 183.023,08 (im Vorjahr 1.230 TEUR), Verbindlichkeiten von Abgaben in Höhe von EUR 864.312,65 (im Vorjahr 671 TEUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 95.115,92 (im Vorjahr 224 TEUR), enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind wesentliche Aufwendungen, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, in folgender Höhe enthalten: erfolgsabhängige Personalprämien EUR 183.023,08 (im Vorjahr 1.230 TEUR), Zinsen für Zinsswaps EUR 381.980,55 (im Vorjahr 510 TEUR) sowie Verbindlichkeiten von Abgaben in Höhe von EUR 542.428,56 (im Vorjahr 488 TEUR).
In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.582.785,55 (im Vorjahr 6.649 TEUR) enthalten.
Der Mietzins für 2009/10 beträgt EUR 984.105,24. Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt EUR 4.920.526,20 (im Vorjahr 4.804 TEUR).
Die Miete für PKW-Leasing für 2009/10 beträgt EUR 3.025,60 (im Vorjahr 5 TEUR), für die Telefonanlage Alcatel EUR 200.648,48 (im Vorjahr 0). Für fünf Jahre beträgt die Miete für die Telefonanlage aus heutiger Sicht EUR 4.920,526,20 (im Vorjahr 0). Der Mietvertrag endet für den PKW am 31.10.2009, für die Telefonanlage am 31.07.2013.
| 28.2.2009 | 29.2.2008 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Haftungen aus Wechselobligo | 45.810.833,00 | 45.811 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 569.829.881,00 | 521.317 |
| Summe | 615.640.714,00 | 567.128 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 539.628.210,00 | 532.830 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 1. März 2008 bis 28. Februar 2009, im Vorjahr vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008.
Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 72.089,10 (im Vorjahr 151 TEUR) beinhalten Inlandsumsätze von EUR 72.089,10 (im Vorjahr 151 TEUR).
| 2008/09 in EUR |
2007/08 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Gehälter | 9.098.308,72 | 10.227 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 369.182,42 | 424 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorge kassen (MVK) |
61.280,56 | 60 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.019.531,76 | 449 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 2.045.604,95 | 1.988 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 116.798,64 | 119 |
| Summe | 12.710.707,05 | 13.267 |
| Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbei |
Pensionen (Rückstellungen) | |||
|---|---|---|---|---|
| tervorsorgekassen | ||||
| 2008/09 | 2007/08 | 2008/09 | 2007/08 | |
| EUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 224.197,35 | 72 | 1.008.984,21 | 441 |
| andere Arbeitnehmer | 206.265,63 | 411 | 10.547,55 | 8 |
| Summe | 430.462,98 | 483 | 1.019.531,76 | 449 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 125 Angestellte (im Vorjahr 124 Angestellte).
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr EUR 1.745.342,89 (im Vorjahr 1.520 TEUR). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen EUR 355.800,96 (im Vorjahr 388 TEUR) bezahlt sowie eine Dotierung in Höhe von EUR 653.183,25 (im Vorjahr 53 TEUR) unter sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/09 eine Vergütung von EUR 165.000,00 (im Vorjahr 165 TEUR).
| 2008/09 | 2007/2008 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 27.621.728,02 | 28.450 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 2.251.240,00 | 3.211 |
| Summe | 29.872.968,02 | 31.661 |
| 2008/09 | 2007/2008 | |
|---|---|---|
| in EUR | in TEUR | |
| Körperschaftsteuer | 776.000,00 | 11 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | -653.815,11 | 0 |
| Ausländische Quellensteuer | 0,00 | 23 |
| Steuerumlagen | -2.198.775,89 | 989 |
| Summe | -2.076.591,00 | 1.023 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing und Vertriebs-GmbH , AGRANA Bioethanol GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH, AGRANA Juice GmbH, Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten GmbH , Brüder Hernfeld GmbH, und die Instantina GmbH als Gruppenmitgliedern gebildet. Im Berichtsjahr wurde die Gruppe um die AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH als Gruppenmitglied erweitert. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
Per 28.02.2009 bestanden bei der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Zinsswaps im Nominale von EUR 40.000.000,00 (im Vorjahr 50.000 TEUR). Diese teilen sich wie folgt auf:
| Kreditinstitut | Nominale EUR | Laufzeit | Zinsaufwand fix (Zinsertrag fix) |
Zinsertrag (Zinsauf wand) variabel 3 Monats-Euribor, (aktuell 28.02.09 ) |
|---|---|---|---|---|
| RZB AG | 20.000.000,00 | 06.09.2007-06.09.2012 | 4,42 % | 3,669 % |
| BA-CA | 20.000.000,00 | 30.05.2008-06.09.2012 | (4,42 %) | (3,669 %) |
Bei Zinsswaps wird der Barwert der zu zahlenden Zinsen denen der zu empfangenden Zinsen gegenübergestellt und daraus der Marktwert berechnet.
Die negativen Marktwerte zum 28.02.2009 betragen gesamt EUR 1.392.377,82 und sind unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.
AGRANA BiH Holding GmbH, Wien
AGRANA Bioethanol GmbH, Wien
AGRANA Bulgaria AD, Sofia, Bulgarien
AGRANA Fruit Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien
AGRANA Fruit Australia Pty Limited, Central Mangrove, Australien
AGRANA Fruit Austria GmbH, Gleisdorf
AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. , Kaplice, Tschechien, v likvidaci
AGRANA Fruit Brasil Indústria Comércio Importacao e Exportacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien
AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda., Sao Paulo, Brasilien
AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd, Dachang, China
AGRANA Fruit Fiji Pty. Ltd, Sigatoka, Fiji
AGRANA Fruit France S.A., Paris, Frankreich
AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, Deutschland
AGRANA Fruit Investments South Africa (Proprietary) Ltd, Kapstadt, Südafrika
AGRANA Fruit Istanbul Gida San Ve Tic A.S., Zincirlikuyu, Türkei
AGRANA Fruit Korea Co., Ltd , Seoul, Südkorea
AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L de C.V, Michoacan, Mexico
AGRANA Fruit Luka TOF, Winniza, Ukraine
AGRANA Fruit México, S.A. de C.V., Michoacan, Mexico
AGRANA Fruit Polska SP z.o.o., Ostroleka, Polen
AGRANA Fruit S.A., Paris, Frankreich
AGRANA Fruit Services GmbH, Wien
AGRANA Fruit Services Inc., Brecksville, Ohio, USA
AGRANA Fruit Services S.A.S., Paris, Frankreich
AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd, Kapstadt, Südafrika
AGRANA Fruit Ukraine TOF, Winniza, Ukraine
AGRANA Fruit US, Inc , Brecksville, Ohio, USA AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH, Wien AGRANA Juice Denmark A/S, Køge, Dänemark AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf AGRANA Juice Magyarorzág Kft., Vásásarosnamény, Ungarn AGRANA Juice Poland Sp z.o.o., Bialobrzegi, Polen AGRANA Juice Romania Carei S.R.L, Carei, Rumänien AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l., Vaslui, Rumänien AGRANA Juice Sales & Customer Service GmbH, Gleisdorf AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA Juice Service & Logistik GmbH, Bingen, Deutschland AGRANA Magyarorzág Értékesitési Kft., Budapest, Ungarn AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H., Wien AGRANA Skrob s.r.o., Hrusovany, Tschechien AGRANA Stärke GmbH, Wien AGRANA Trading EOOD, Sofia, Bulgarien AGRANA Zucker GmbH, Wien Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten Gesellschaft m.b.H., Wien Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H., Wien Dirafrost Deutschland GmbH, Hof, Deutschland, (in Liquidation) Dirafrost FFI N.V., Herk-de-Stad, Belgien Dirafrost Maroc SARL, Laouamra, Marokko DIVA2 GmbH, Hamburg, Deutschland, (in Liquidation) Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H., Hamburg, Deutschland Financière Atys S.A.S., Paris, Frankreich Flavors from Florida, Inc, Bartow, USA Frefrost SARL, Laouamra, Marokko Fruimark (Proprietary) Ltd, Kapstadt, Südafrika INSTANTINA Hungária Élelmiszergyártó és Kereskedelmi Kft. v.a., Petöháza, Ungarn INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. , Wien Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest, Ungarn
Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt., Budapest, Ungarn
Moravskoslezské Cukrovary a.s., Hrusovany , Tschechien o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region, Serpuchov, Russland Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien PERCA s.r.o., Hrusovany, Tschechien PFD-Processed Fruit Distribution Ltd., Nicosia, Zypern S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Tandarei, Rumänien S.C. AGRANA Romania S.A., Bukarest, Rumänien S.C. Caracrimex S.A., Carei, Rumänien S.C. Romana Prod s.r.l., Roman, Rumänien Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered, Slowakei Yube d.o.o., Pozega, Serbien Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H., Wien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim mit ihren Tochtergesellschaften
AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien AGRANA Studen Sugar Trading GmbH, Wien HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft., Szabadegyháza, Ungarn Hungranatrans Kft., Szabadegyháza, Ungarn STUDEN-AGRANA Rafinerija Secera d.o.o., Brcko, Bosnien-Herzegowina Xianyang Andre Juice Co., Ltd., Xianyang City, China Yongji Andre Juice Co., Ltd., Yongji City, China
Dr. Christian KONRAD, Wien Vorsitzender Dr. Rudolf MÜLLER, Ochsenfurt Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Erwin HAMESEDER, Mühldorf Stellvertreter des Vorsitzenden Ludwig EIDMANN, Groß-Umstadt Dr. Hans-Jörg GEBHARD, Eppingen Mag. Christian TEUFL, Wien Dipl. Ing. Ernst KARPFINGER, Oberweiden Dr. Theo SPETTMANN, Mannheim
Vom Betriebsrat delegiert: Dipl.Ing. Franz ENNSER, Wien Ing. Peter VYMYSLICKY, Leopoldsdorf Erich WEISSENBÖCK, Gmünd Thomas BUDER, Katzelsdorf
Dipl.-Ing. Johann MARIHART, Limberg Vorsitzender Mag. Walter GRAUSAM, Wien Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER (ab 01.01.09) Dkfm. Thomas KÖLBL, Mannheim-Lindenhof
Wien, am 27. April 2009
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Walter Grausam e.h.
Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer e.h.
| Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2008/2009 AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft |
ANLAGE 1 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A N L A G E V E R M Ö G E N | Anschaffun | gskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
| Stand | Zugang | Abgang | Stand | Stand | Jahres- | Abgang | Stand | Stand | Stand | |
| 3/1/08 | 2/28/09 | 3/1/08 | abschreibung | 2/28/09 | 2/28/09 | 2/29/08 | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | 474.910,24 | 63.412,85 | 0,00 | 538.323,09 | 84.557,24 | 53.789,85 | 0,00 | 138.347,09 | 399.976,00 | 390.353,00 |
| 2. EDV-Software | 963.149,89 | 2.618.811,36 | 0,00 | 3.581.961,25 | 559.004,89 | 807.448,36 | 0,00 | 1.366.453,25 | 2.215.508,00 | 404.145,00 |
| gwertige Vermögensgegenstände 3. Gerin |
0,00 | 1.094,12 | 1.094,12 | 0,00 | 0,00 | 1.094,12 | 1.094,12 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.438.060,13 | 2.683.318,33 | 1.094,12 | 4.120.284,34 | 643.562,13 | 862.332,33 | 1.094,12 | 1.504.800,34 | 2.615.484,00 | 794.498,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Bauten, einschließlich der Bauten | ||||||||||
| auf fremdem Grund | 146.090,57 | 0,00 | 0,00 | 146.090,57 | 43.941,48 | 2.835,00 | 0,00 | 46.776,48 | 99.314,09 | 102.149,09 |
| g 2. Betriebs- und Geschäftsausstattun |
2.800.990,02 | 540.032,62 | 397.352,53 | 2.943.670,11 | 1.829.005,84 | 556.398,62 | 358.723,53 | 2.026.680,93 | 916.989,18 | 971.984,18 |
| gwertige Vermögensgegenstände 3. Gerin |
0,00 | 10.957,16 | 10.957,16 | 0,00 | 0,00 | 10.957,16 | 10.957,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.947.080,59 | 550.989,78 | 408.309,69 | 3.089.760,68 | 1.872.947,32 | 570.190,78 | 369.680,69 | 2.073.457,41 | 1.016.303,27 | 1.074.133,27 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 356.299.176,60 | 0,00 | 0,00 | 356.299.176,60 | 1.211.456,15 | 0,00 | 0,00 | 1.211.456,15 | 355.087.720,45 | 355.087.720,45 |
| 2. Beteiligungen | 86.206.707,02 | 0,00 | 85.948.087,02 | 258.620,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 258.620,00 | 86.206.707,02 |
| ) des 3. Wertpapiere (Wertrechte |
||||||||||
| Anlagevermögens | 206.800,00 | 85.000.000,00 | 0,00 | 85.206.800,00 | 9.204,00 | 0,00 | 0,00 | 9.204,00 | 85.197.596,00 | 197.596,00 |
| 442.712.683,62 | 85.000.000,00 | 85.948.087,02 | 441.764.596,60 | 1.220.660,15 | 0,00 | 0,00 | 1.220.660,15 | 440.543.936,45 | 441.492.023,47 | |
| Gesamtsumme | 447.097.824,34 | 88.234.308,11 | 86.357.490,83 | 448.974.641,62 | 3.737.169,60 | 1.432.523,11 | 370.774,81 | 4.798.917,90 | 444.175.723,72 | 443.360.654,74 |
Beilage VI
A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9
www.agrana.com [email protected]
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Angaben gemäß § 243a UGB
Nachtragsbericht
Segment ZUCKER
Umwelt und Nachhaltigkeit
Prognosebericht
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsentwicklung | 2008 09 | 2007 08 | in % | |
| Umsatzerlöse | t | 2.026.328 | 1.892.275 | +7,1 |
| EBITDA | t | 119.177 | 184.532 | -35,4 |
| Operatives Ergebnis | t | 37.832 | 111.411 | -66,0 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | t | -3.190 | -9.901 | -67,8 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | t | 34.642 | 101.510 | -65,9 |
| ROCE % |
2,8 | 8,2 | -65,9 | |
| Investitionen in Sachanlagen und | t | |||
| immaterielle Vermögenswerte 1 | 73.813 | 207.734 | -64,5 | |
| Investitionen in Finanzanlagen | t | 1.672 | 3.443 | -51,4 |
| Mitarbeiter | 8.244 | 8.140 | +1,3 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008|09 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernabschluss deckt das AGRANA Geschäftsjahr (März 2008 bis Februar 2009) ab und vergleicht es mit dem Vorjahr.
Mit Beginn des zweiten Quartals 2008|09 erfolgte die Erstkonsolidierung des chinesischen Fruchtsaftkonzentratherstellers Yongji Andre Juice Co. Ltd. Das 50 %-Joint Venture wird mittels Quotenkonsolidierung in den AGRANA-Konzern einbezogen.
Der Zusammenschluss der AGRANA mit den Studen-Vertriebsgesellschaften Agragold wurde von der Wettbewerbsbehörde in Österreich im September 2008 genehmigt und der dabei eingebrachte Teilbetrieb ab dem vierten Quartal 2008|09 quotenkonsolidiert.
| Umsatz nach Regionen (in m) | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Österreich | 810,5 | 688,5 |
| Osteuropa | 811,4 | 734,5 |
| Sonstiges Europa | 163,8 | 199,1 |
| Restliche Welt | 240,6 | 270,2 |
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 7,1 % auf 2.026,3 m, was ausschließlich auf die Zuwächse im Segment Stärke zurückzuführen war. Nicht nur organisches Wachstum, sondern auch die Inbetriebnahme der neuen Bioethanolkapazitäten in Österreich und Ungarn trugen zu diesem Anstieg bei. Allerdings mussten auch Umsatzrückgänge aufgrund der schwachen Währungsentwicklungen hingenommen werden, die durch Mengensteigerungen bei Zucker und Stärkeprodukten nicht kompensiert werden konnten. Im Segment Frucht wurden insbesondere auf den europäischen Absatzmärkten Verkaufsrückgänge verzeichnet. Bei Apfelsaftkonzentrat kam es zu einem dramatischen Preisverfall aufgrund der guten Erwartungen für die Apfelernte 2008.
Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2008|09 von den Nachwirkungen der Rohstoffpreishausse des vorangegangenen Geschäftsjahres belastet. Das Operative Ergebnis lag mit 37,8 m
deutlich unter dem Vorjahreswert von 111,4 m, wofür mehrere Ursachen ausschlaggebend waren:
AGRANA musste die hochpreisigen Apfelsaftkonzentrate aus der Produktion 2007 im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008|09 zu deutlich niedrigeren Marktpreisen verkaufen und die Lagerbestände im Ausmaß von 32,4 m auf den erwarteten Verkaufspreis abwerten.
Auch in den anderen Bereichen wurden die sinkenden Rohstoffpreise bereits vom Markt vorweggenommen, sodass aus der Verarbeitung hochpreisiger Rohstoffbestände aus dem Vorjahr deutlich reduzierte Margen erwirtschaftet wurden.
Einmalaufwendungen für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf in Höhe von 2,3 m für die Zeit vor Inbetriebnahme sowie Restrukturierungskosten für die Fusion der S.C. Romana Prod s.r.l. mit der S.C. AGRANA Romania S.A. im Ausmaß von 0,9 m sind im Sonderergebnis von minus 3,2 (Vorjahr minus 9,9) m ausgewiesen. Somit betrug das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2008|09 34,6 (Vorjahr 101,5) m.
Der Verfall der Währungen, vor allem in einigen osteuropäischen Ländern im vierten Quartal 2008|09, führte zu nicht cash-wirksamen Buchverlusten von 38,8 (Vorjahr 6,2) m. Deshalb verschlechterte sich das Finanzergebnis auf minus 67,1 m (gegenüber minus 28,4 m im Vorjahr).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich folglich auf minus 32,4 m nach plus 73,1 m im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008|09 ergab sich ein Steuerertrag von 16,6 (Vorjahr minus 9,2) m, aufgrund einer Steuergutschrift in Ungarn für die Geltendmachung der Kosten für die Kapazitätserweitung. Die Verrechnung der Verluste im Zuge der österreichischen Gruppenbesteuerung hatte zusätzlich positiven Einfluss auf die theoretische Ertragsteuergutschrift. Das den AGRANA-Aktionären zurechenbare Konzernjahresergebnis belief sich auf minus 11,6 (Vorjahr plus 64,3) m, das Ergebnis je Aktie betrug somit minus 0,82 (Vorjahr plus 4,53) .
Das Investitionsvolumen (ohne Finanzanlagen) im Geschäftsjahr 2008|09 lag mit 73,8 m deutlich unter dem vorjährigen Rekordniveau von 207,7 m. Der Großteil der Investitionen wurde für Anlagenoptimierungen und Steigerungen der Energieeffizienz verwendet. Im Segment Frucht lag der Schwerpunkt auf Kapazitätserweiterungen in Brasilien und China sowie auf Rationalisierungsmaßnahmen.
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2009 reduzierte sich um 207,7 m auf 1.996,2 m. Auf der Aktivseite sank das Sachanlagevermögen infolge des geringeren Investitionsvolumens auf 609,9 m.
Der Vorratsabbau resultierte aus mengenmäßig geringeren Maisvorräten im Segment Stärke sowie reduzierten Bewertungen in allen Segmenten infolge der gesunkenen Rohstoffpreise. Das Eigenkapital sank von 922,1 m auf 825,9 m, was neben dem negativen Konzernjahresergebnis aus den Währungskursverlusten infolge der Umrechnung der Abschlüsse der verbundenen Unternehmen sowie den Dividendenausschüttungen resultierte. Die Eigenkapitalquote konnte im Geschäftsjahr 2008|09 mit 41,4 % nahezu auf Vorjahresniveau von 41,8 % gehalten werden. Dem Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 35,6 m stand das Auslaufen der langfristigen Kredite entgegen. Die Nettofinanzschulden betrugen 470,1 m und lagen damit um 97,6 m unter dem Vorjahreswert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2008|09 115,0 (Vorjahr minus 4,2) m und setzte sich aus einem Cashflow aus dem Ergebnis von 97,2 (Vorjahr 140,8) m, einer Veränderung des Working Capitals von 23,2 (Vorjahr minus 144,8) m und Gewinnen aus Anlagenabgängen von 5,4 (Vorjahr 0,3) m zusammen. Stabilisierend für das Working Capital wirkten sich der Vorratsabbau und die Reduktion der Forderungen sowie Lieferantenverbindlichkeiten aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit 72,1 (Vorjahr 169,5) m geprägt durch die gesunkenen Investitionen in Sachanlagen sowie die Ausgaben für die Akquisition des zweiten chinesischen Joint Ventures in Yongji. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt den deutlichen Abbau der Finanzverbindlichkeiten wider.
| Umsatz nach Segmenten (in %) | 2008 09 | 2007 08 |
|---|---|---|
| Segment Zucker | 34,7 | 39,7 |
| Segment Stärke | 25,6 | 15,2 |
| Segment Frucht | 39,7 | 45,1 |
| 2008 09 | 2007 08 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t | 751.086 | 772.028 |
| Umsätze zwischen den Segmenten |
t | -48.583 | -20.332 |
| Umsatzerlöse | t | 702.503 | 751.696 |
| Operatives Ergebnis |
t | 15.810 | 32.578 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (nach | t | 14.897 | 34.017 |
| Sondereinflüssen) | |||
| Investitionen in Sachanlagen und | t | ||
| 1 immaterielle Vermögenswerte |
19.402 | 41.948 | |
| Investitionen in Finanzanlagen |
t | 862 | 3.310 |
| Mitarbeiter | 2.464 | 2.597 | |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Im Geschäftsjahr 2008|09 lag der Umsatz im Segment Zucker mit 702,5 m um 6,5 % unter dem Vorjahr. Mengensteigerungen im Absatz von Quotenzucker konnten die Preissenkungen teilweise kompensieren. Die Abwertung einiger osteuropäischer Währungen löste dagegen Preiserhöhungen in nationaler Währung aus, die in einigen Bereichen regionale Nachfragerückgänge bewirkten. Der Umsatzanteil von Zucker am Konzernumsatz betrug 34,7 % (Vorjahr 39,7 %).
Im Operativen Ergebnis von 15,8 (Vorjahr 32,6) m schlugen sich neben den sinkenden Preisen insbesondere die durch die erhöhte Restrukturierungsabgabe hohen Herstellkosten der Vorjahresproduktion nieder. Die Produktionskosten der Kampagne 2008 waren von deutlich höheren Energiekosten belastet. Positiv hingegen wirkte sich der Restrukturierungserlös für die Quotenrückgabe in der Slowakei in Höhe von 1,9 m aus. Die Inbetriebnahme der Rohzuckerraffinerie in Brcko|Bosnien-Herzegowina belastete das Segmentergebnis infolge der Anlaufphase und der geringen Kapazitätsauslastung. Für die Umstrukturierung der rumänischen Tochtergesellschaft S.C. Romana Prod s.r.l. wurden Vorsorgen in Höhe von 0,9 m getroffen, die im Ergebnis aus Sondereinflüssen enthalten sind.
| 2008 09 | 2007 08 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t | 551.979 | 339.988 |
| Umsätze zwischen den Segmenten |
t | -32.540 | -51.885 |
| Umsatzerlöse | t | 519.439 | 288.103 |
| Operatives Ergebnis |
t | 27.523 | 35.333 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (nach | t | 25.246 | 28.570 |
| Sondereinflüssen) | |||
| Investitionen in Sachanlagen und | t | 23.798 | 122.861 |
| 1 immaterielle Vermögenswerte |
|||
| Investitionen in Finanzanlagen |
t | 254 | 0 |
| Mitarbeiter | 853 | 847 | |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Segmentumsatz im Geschäftsjahr 2008|09 lag mit 519,4 m deutlich über dem Vorjahreswert von 288,1 m. Das Umsatzwachstum von 80,3 % beruhte vorwiegend auf höheren Bioethanolumsätzen infolge des Vollbetriebes in Österreich sowie der gestiegenen Stärke- und Ethanolkapazität in Ungarn. Die Handelsumsätze und Nebenproduktverkäufe entwickelten sich erfreulich und trugen neben dem höheren Absatz von traditionellen Stärkeprodukten sowie Kindernahrungsmitteln zur Umsatzsteigerung bei. Der Umsatzanteil des Stärkesegmentes am Konzernumsatz erreichte 25,6 % nach 15,2 % im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis im Segment Stärke lag mit 27,5 m erwartungsgemäß unter jenem des Vorjahres von 35,3 m. Im ersten Halbjahr 2008|09 wurde noch die hochpreisige Vorjahresernte verarbeitet. Die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten konnten nicht vollständig durch Verkaufspreisanpassungen kompensiert werden. Höhere Fixkosten im Rahmen der Hochfahrphase der neuen Kapazitäten belasteten ebenfalls das operative Segmentergebnis. Mit Beginn der neuen Ernte im Herbst 2008 sanken die Rohstoffpreise deutlich unter Vorjahresniveau und ermöglichten eine Verbesserung der Ertragslage ab dem zweiten Halbjahr 2008|09. Die bis zur Inbetriebnahme des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf angefallenen Verluste im Ausmaß von 2,3 m sind im Ergebnis aus Sondereinflüssen berücksichtigt.
| 2008 09 | 2007 08 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) | t | 804.476 | 852.520 |
| Umsätze zwischen den Segmenten |
t | -90 | -44 |
| Umsatzerlöse | t | 804.386 | 852.476 |
| Operatives Ergebnis |
t | -5.501 | 43.500 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (nach | t | -5.501 | 38.923 |
| Sondereinflüssen) | |||
| Investitionen in Sachanlagen und | t | 30.613 | 42.925 |
| 1 immaterielle Vermögenswerte |
|||
| Investitionen in Finanzanlagen |
t | 556 | 133 |
| Mitarbeiter | 4.927 | 4.696 | |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Umsatzrückgang im Segment Frucht von 852,5 m im Vorjahr auf 804,4 m war im Bereich Fruchtsaftkonzentrate auf geringere Verkäufe in Kombination mit einem im zweiten Quartal 2008|09 einsetzenden dramatischen Preisverfall bei Apfelsaftkonzentrat zurückzuführen. Bedingt durch das nach der knappen Ernte im Jahr 2007 hohe Preisniveau änderte sich das Kontrahierungsverhalten der Kunden hin zu vermehrten Spotkäufen. Im Bereich Fruchtzubereitungen konnten die Preise gegenüber dem Vorjahr leicht angehoben werden. Strukturelle Verschiebungen von Markenartikeln hin zu Handelsmarken mit geringerer Fruchtdosierung sowie eine Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes führten zu rückläufigen Absatzmengen. Der Umsatzanteil von Frucht am Konzernumsatz betrug 39,7 (Vorjahr 45,1) %.
Infolge guter Ernteerwartungen kam es im Frühsommer 2008 zu einem drastischen Verfall der Apfelsaftkonzentratpreise. Somit musste AGRANA im zweiten Quartal 2008|09 die vorrätigen Mengen aus der infolge der geringen Ernte 2007 mit hohen Rohstoffkosten erzeugten Vorjahresproduktion mit 32,4 m auf das erwartete, deutlich niedrigere Marktpreisniveau abwerten. Diese Korrektur der Bestandswerte war maßgeblich dafür ausschlaggebend, dass im Geschäftsjahr 2008|09 ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von 5,5 m auszuweisen war. Ab dem zweiten Halbjahr stabilisierte sich die Ertragslage durch die Ausweitung der Absatzmärkte und Kundensegmente.
Das Preisniveau bei Früchten schwächte sich 2008|09 im Vorjahresvergleich deutlich ab. Die Apfelpreise aus der Ernte 2008 betrugen lediglich rund ein Viertel der Durchschnittspreise des Vorjahres. Dies bewirkte bereits sehr niedrige Apfelsaftkonzentratpreise in Europa.
Im Fruchtzubereitungsbereich wurde durch die Schließung der Produktion in Kaplice|Tschechien im August 2008 ein wichtiger Reorganisationsschritt gesetzt.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG beträgt 103,2 m und ist in 14.202.040 auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär 75,5 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 % Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim|Deutschland und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) mit Sitz in Wien je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG sind die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, beteiligt. Aufgrund eines zwischen der Südzucker AG und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen unter anderem Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA. So ist DI Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA nominiert. Beide erhalten für die Ausübung dieser Vorstandsfunktionen keine Bezüge.
Keine Inhaber von Aktien verfügen über besondere Kontrollrechte. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Hinsichtlich der Möglichkeit des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, bestehen keine Befugnisse des Vorstandes i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.
Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
Nach Ende des Bilanzstichtages am 28. Februar 2009 sind keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse für die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.
Grafik
| 2008 09 | 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (in m) | 702,5 | 751,7 | 784,7 |
| Operatives Ergebnis (in m) | 15,8 | 32,6 | 32,9 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle | 19,4 | 41,9 | 30,3 |
| Vermögenswerte (in m) | |||
| Mitarbeiter | 2.464 | 2.597 | 2.723 |
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2008 09 | 2007 08 | in % | |
| Umsatzerlöse | m | 702,5 | 751,7 | -6,5 |
| Operatives Ergebnis | m | 15,8 | 32,6 | -51,5 |
| Investitionen in Sachanlagen und | m | 19,4 | 41,9 | -53,7 |
| immaterielle Vermögenswerte1 | ||||
| Mitarbeiter | 2.464 | 2.597 | -5,1 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Die AGRANA Zucker GmbH ist als Dachgesellschaft für die Zuckeraktivitäten des Konzerns operativ in Österreich tätig und fungiert als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina.
Im Segment Zucker ist weiters die Instantina Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. in Österreich angesiedelt. Deren ungarische Produktion wurde im Zuge der Schließung der ungarischen Zuckerproduktion in Petöháza nach Dürnkrut|Österreich verlagert. Die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. ressortiert ebenfalls zum Segment Zucker.
Der Zuckervertrieb durch die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. (AMV) wurde mit dem Geschäftsjahr 2008|09 organisatorisch und rechtlich in die AGRANA Zucker GmbH integriert. Der Vertrieb der Gastronomie-Produkte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Ges.m.b.H. erfolgt ebenso durch die AGRANA Zucker.
Das in Deutschland ansässige Analyseunternehmen F.O.Licht geht in seiner Prognose vom 25. März 2009 von einer globalen Zuckerproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2008|09 (Oktober 2008 bis September 2009) von 157,4 Mio. Tonnen aus. Der weltweite Zuckerkonsum werde hingegen im ZWJ 2008|09 – ungeachtet der globalen Wirtschaftskrise – gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um knapp 2 % auf 160,9 Mio. Tonnen steigen. Das bedeutet ein globales Zuckerdefizit für das ZWJ 2008|09 von 3,5 Mio. Tonnen. F.O.Licht erwartet trotz eines Rekordwachstums des weltgrößten Produzenten Brasilien für das ZWJ 2008|09 einen Rückgang des weltweiten Zuckerangebotes aufgrund von Produktionsrückgängen in der Europäischen Union, in Indien und in China.
Die Rohzuckernotierung in New York erreichte am 4. Juni 2008 mit 209,9 USD pro Tonne ihr Jahrestief, der Jahreshöchstwert betrug am 6. August 2008 312,8 USD pro Tonne. Die Notierung am 27. Februar 2009 lag mit 297 USD pro Tonne um 5,7 % unter dem Vorjahreswert (315 USD pro Tonne). Der Höchststand der Weißzuckernotierung an der Londoner Börse betrug am 27. August 2008 414,5 USD pro Tonne. Am 5. Dezember 2008 erreichte die Notierung von Weißzucker mit 294,8 USD pro Tonne den Tiefststand. Gegenüber dem Vorjahr war die Weißzuckernotierung am 27. Februar 2009 mit 401 USD pro Tonne um 3,6 % höher.
Die Reform der EU-Zuckermarktordnung hat eine Reduktion der EU-Quotenzuckerproduktion von ursprünglich 18 Mio. Tonnen um rund 6 Mio. Tonnen auf 12 Mio. Tonnen zum Ziel. Dies erfolgt bei stabilem Binnenmarktverbrauch aufgrund weggefallener Exportmöglichkeiten und von der EU eingegangener Importverpflichtungen. In den ersten beiden Zuckerwirtschaftsjahren 2006|07 und 2007|08 des Reformzeitraumes wurden nur rund 2,2 Mio. Tonnen Quoten freiwillig an den Restrukturierungsfonds zurückgegeben. Daraufhin erhöhte der Agrarministerrat auf Vorschlag der EU-Kommission am 26. September 2007 den Anreiz für Rübenanbauer und Zuckerproduzenten, Quoten für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 (1. Oktober 2008 bis 30. September 2009) in den Restrukturierungsfonds zu geben.
AGRANA hat sich im Ausmaß von rund 117.000 Tonnen am Quotenrückgabeprogramm für das ZWJ 2008|09 beteiligt, um eine entschädigungslose, finale Quotenkürzung im ZWJ 2010|11 weitestgehend zu vermeiden. Der Restrukturierungsfonds ist seit dem 1. Februar 2009 geschlossen; insgesamt wurden rund 5,8 Mio. Tonnen in den Fonds zurückgegeben und somit nur rund 0,2 Mio. Tonnen weniger als von der EU-Kommission angestrebt. Die EU-Kommission hat angekündigt, im Februar 2010 die Lage des EU-Zuckermarktes erneut zu überprüfen, um festzustellen, ob eine finale Quotenkürzung erforderlich ist.
Die Restrukturierungsprämien für diese Quotenrückgaben sollten ursprünglich zu 40 % im Juni 2009 und zu weiteren 60 % im Februar 2010 von der EU an die Produktionsunternehmen ausgezahlt werden. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die EU-Kommission mit Beschluss vom 13. Februar 2009 eine Vorziehung der Auszahlung von 100 % der Prämien auf Juni 2009 ermöglicht.
Die EU-Kommission hat für die ZWJ 2008|09 und 2009|10 ein zollfreies Importkontingent von 400.000 Tonnen Nichtquotenzucker für die chemische Industrie gewährt. Damit kam die EU-Kommission den Forderungen von Industriezuckerverwendern in Regionen mit ertragsbedingt schwachem Zuckerrübenanbau entgegen. Als Kompensation des Importkontingentes ermöglichte sie der Zuckerindustrie den ungestützten Export von 650.000 Tonnen Nichtquotenzucker sowie 50.000 Tonnen Isoglukose auf den Weltmarkt. Damit eröffnete sich effizienten Anbauregionen zusätzliches Marktpotenzial.
Die Kommission setzte mit Wirkung vom 1. Oktober 2008 (Beginn ZWJ 2008|09) die Ausfuhrerstattungen für Quotenzucker aus. Für Exporteure von zuckerhaltigen Verarbeitungsprodukten – die aufgrund von Übergangsfristen noch bis zum Frühjahr 2009 die Erstattungen erhalten – werden derzeit Lösungen gesucht, ihre Produkte weiterhin wettbewerbsfähig am Weltmarkt anbieten zu können. Sollten sich diese Kunden zukünftig für diese Produkte mit Zucker aus Importen oder Nichtquotenzucker versorgen müssen, würde sich der Absatz von Quotenzucker deutlicher reduzieren als im Rahmen der Zuckermarktordnungsreform vorgesehen.
Die WTO-Verhandlungen wurden Ende Juli 2008 ergebnislos abgebrochen. USA, China und Indien konnten sich nicht über den Importschutz für Agrarprodukte aus Entwicklungs- und Schwellenländern verständigen. Wesentliche Themen, die ebenfalls noch nicht geklärt werden konnten, betreffen den Marktzugang für Industrieprodukte zu den Schwellenländern sowie die Förderungen für Baumwolle in den USA. Weitere Initiativen im Herbst 2008 scheiterten ebenso. Auch für das Frühjahr 2009 gilt eine Einigung als unwahrscheinlich. Bei einem möglichen Abschluss würden die EU-Agrarzölle stufenweise ab Herbst 2011 bis 2020 deutlich sinken.
Die Europäische Union öffnet schrittweise, sowohl für die am wenigsten entwickelten Länder der Welt (LDC) durch das Alles-außer-Waffen-Abkommen (EBA) als auch für die AKP-(Afrika-Karibik-Pazifik-)Staaten durch die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA), ihre Märkte für den unbeschränkten Import. Ab 1. Oktober 2009 wird es für diese Entwicklungsländer einen zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt geben. Für 2009|10 ist eine höhere Verfügbarkeit von Rohzucker aus diesen Ländern zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings fraglich.
Unter Berücksichtigung der geänderten Marktbedingungen konnte AGRANA mit dem Dachverband der österreichischen Zuckerrübenanbauer "Die Rübenbauern" sowie mit den bäuerlichen Interessensgemeinschaften in den anderen Ländern neue Vereinbarungen über den Rübenanbau 2009 treffen.
Auf einer Gesamtfläche von rund 71.750 (Vorjahr 87.800) Hektar wurden für den AGRANA-Konzern rund 4,71 (Vorjahr 4,62) Mio. Tonnen Rüben geerntet und anschließend verarbeitet. Gute Witterungsbedingungen während der Vegetationsperiode und Ernte führten zu überdurchschnittlichen Ernteergebnissen bei Ertrag und Zuckergehalt. Die rund 8.650 (Vorjahr 9.100) Rübenbauern erzielten Rübenerträge von durchschnittlich rund 65,5 (Vorjahr 52,7) Tonnen je Hektar und einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,1 % (Vorjahr 16,1 %).
Die Zuckerrüben wurden in den sieben (Vorjahr acht) Zuckerfabriken mit einer Tagesverarbeitungsmenge von rund 46.500 (Vorjahr 51.100) Tonnen in durchschnittlich 105 (Vorjahr 93) Tagen zu rund 720.000 (Vorjahr 671.000) Tonnen Zucker verarbeitet. Die Zuckerproduktion lag deutlich über der AGRANA-Rübenzuckerquote für das ZWJ 2008|09 von 618.500 Tonnen. Die Übermengen werden als Industriezucker vermarktet. In Rumänien und Bosnien wurden rund 183.000 Tonnen Weißzucker aus Rohzucker raffiniert.
In den meisten Ländern begann die Rübenverarbeitung um den 20. September 2008. Die beiden Werke in Österreich haben die Zuckerkampagne aufgrund der großen Rübenmenge erst am 22. Jänner 2009 beendet. Erstmals wurden 15.100 Tonnen Zuckerrüben aus kontrolliert biologischem Anbau in Österreich geerntet und daraus 1.800 Tonnen Biorübenzucker produziert.
In Österreich konnten Absatzsteigerungen in der Industrie erzielt werden. Der Marktanteil in der Industrie beträgt nunmehr 88 %, im Lebensmittelhandel liegt dieser bei über 96 %. Die erfolgreiche Positionierung von AGRANA-Zucker mit der Marke "Wiener Zucker" als österreichisches Qualitätsprodukt wurde durch gemeinsame Aktivitäten mit Industriekunden forciert. In Kombination mit einem erhöhten Exportvolumen stieg der Quotenzuckerabsatz von 374.000 Tonnen im Vorjahr auf 454.000 Tonnen im Geschäftsjahr 2008|09. Die Zuckerpreise lagen wettbewerbs- und marktordnungsbedingt unter jenen des Vorjahres. Ein Überangebot von Zucker zu Beginn der neuen Kampagne 2008 führte zu Preisreduktionen, Einbußen gab es beim Absatz von Nichtquotenzucker. AGRANA verzeichnete in Österreich mit einem Umsatz von 364,2 (Vorjahr 398,6) m trotz gestiegener Zuckerabsätze infolge der Umgliederung des Futtermittelgeschäftes in das Segment Stärke einen Rückgang. Der enorme Anstieg der Energiekosten in Kombination mit geringeren Verkaufspreisen drückte die Margen. Der Absatz der höher bewerteten Vorjahresproduktion belastete in den ersten Monaten 2008|09 das Ergebnis.
Neben Ersatzinvestitionen lag der Investitionsschwerpunkt in Österreich bei der Neuorganisation der Schnitzelpressstation in Tulln. Durch die nunmehrige konstante Abpressung konnte der Energieeinsatz für die Schnitzeltrocknung um rund 7,0 % verringert werden.
Der Zuckerumsatz in Ungarn verzeichnete mit 122,2 (Vorjahr 117,4) m einen Zuwachs um rund 4 %. Dies resultierte ausschließlich aus dem gestiegenen Absatz im Industriebereich. Der Marktanteil von 40 % wurde erfolgreich verteidigt. Importdruck aus Kroatien und Serbien hatte negativen Einfluss auf die Verkaufsmengen an den Lebensmittelhandel. Bedingt durch geringere Produktionsmengen infolge der Quotenrückgabe und Schließung eines ungarischen Zuckerwerkes waren auch geringere Absatzmengen für den Export verfügbar. Die Abwertung der ungarischen Währung beeinflusste zusätzlich die Verkaufserlöse und Margen negativ.
Für Ersatzinvestitionen und Verbesserungen bei der Schnitzelaufbereitung für die Biogasanlage in Kaposvár wurden im Geschäftsjahr 2008|09 3,3 (Vorjahr 9,6) m aufgewendet. In der abgelaufenen Kampagne wurde ca. 45 % des Primärenergiebedarfes durch eigenes Biogas substituiert. Für die Be- und Entladung von losem Zucker wurden neue Anlagen errichtet.
Bei einem Umsatzanstieg um rund 17 % auf 82,0 (Vorjahr 70,3) m konnten deutliche Absatzsteigerungen im Inland erreicht werden. Neben dem stabilen Verkauf an den Lebensmittelhandel konnte durch Zuwächse im Industriebereich ein Marktanteil von 25 % erzielt werden. Auch in Tschechien waren Preiskorrekturen infolge der Referenzpreissenkung zu verzeichnen. Der Absatz von Nichtquotenzucker war rückläufig.
Investitionen in Höhe von 4,1 (Vorjahr 5,2) m betrafen unter anderem die Erneuerung des Leitsystems in der Fabrik Hruovany. Mit der Aufstellung von drei Schnitzelpressen wurde der erste Teil der Sanierung der Pressstation durchgeführt. Am Standort Opava wurde die Schnitzeltrocknung in das Prozessleitsystem integriert sowie eine Biogasleitung von der anaeroben Abwasserreinigung in die Trocknung verlegt.
Deutliche Absatzsteigerungen, allerdings mit Preisanpassungen, wurden im slowakischen Inlandsabsatz sowohl im Industrie- als auch im Handelsbereich erreicht. Folglich konnte der Marktanteil auf über 40 % gesteigert werden. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2008|09 belief sich auf 44,3 (Vorjahr 49,6) m, da die Verkaufspreise unter dem Vorjahresniveau lagen.
Die Investitionssumme in Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2008|09 1,5 (Vorjahr 3,0) m. Neben notwendigen Erneuerungsinvestitionen im Bereich der Automatisierungstechnik wurde in Verbesserungen der Wärmewirtschaft und in Umweltmaßnahmen investiert. Bei einer weiteren Steigerung der Verarbeitungsleistung auf mehr als 3.500 Tagestonnen wurde der spezifische Energieverbrauch, bezogen auf den Weißwert, um fast 15 % und der spezifische Kalkverbrauch, bezogen auf Rübenverarbeitung, um mehr als 22 % reduziert.
AGRANA konnte den Umsatz um 15 % auf 155,1 (Vorjahr 134,9) m verbessern. Dafür waren deutliche Absatzsteigerungen im Lebensmittelhandel und im Industriebereich verantwortlich. Durch eine enge und intensive Zusammenarbeit mit den internationalen Industrieunternehmen hält AGRANA mittlerweile einen Anteil von knapp 50 % am rumänischen Markt. Die Preise lagen, wie auch in den anderen Ländern, unter dem Vorjahresniveau.
Im Zuge der Restrukturierung der rumänischen Tochtergesellschaft S.C. Romana Prod s.r.l. wurden die zum Zuckergeschäft passenden Geschäftsbereiche in die S.C. AGRANA Romania S.A. integriert und Randbereiche wie das Schokoladegeschäft aufgelassen. Die dafür notwendigen Einmalkosten in Höhe von 0,9 m (Anlagen- und Vorratsabschreibungen, Kosten für Sozialplan) sind im Ergebnis aus Sondereinflüssen ausgewiesen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr schlug sich die starke Abwertung der rumänischen Währung deutlich negativ auf das Finanzergebnis nieder. Damit verteuerte sich die Refinanzierung der Eurokredite in Landeswährung entsprechend.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wurden insgesamt 1,8 (Vorjahr 4,1) m in Automatisierungsprojekte im Bereich Produktion und Verpackung sowie in Verbesserungsmaßnahmen der Wärmewirtschaft investiert. Der spezifische Energieverbrauch konnte dadurch während der Rohzuckerverarbeitung sowie der Rübenkampagne deutlich reduziert werden.
Die gemeinsam mit dem Unternehmen SCO Studen & CO Holding betriebene Rohzuckerraffinerie in Brcko|Bosnien-Herzegowina wurde im Geschäftsjahr 2008|09 in Betrieb genommen. Während des Hochfahrbetriebes wurden weitere Adaptierungsarbeiten vorgenommen, sodass die volle Jahreskapazität noch nicht erreicht wurde. Insgesamt lag die Produktionsmenge im Geschäftsjahr 2008|09 bei rund 50.000 Tonnen Weißzucker.
Der Rohzuckereinkauf erfolgte vorwiegend aus Brasilien. Die Verkaufspreise orientieren sich am vom Weltmarkt vorgegebenen Preisniveau. Infolge des Anfahrbetriebes verursachte das 50 %- Joint Venture im Geschäftsjahr 2008|09 noch Anlaufverluste von 3,4 m (entspricht dem 50 %- Anteil).
Die auf AGRANA entsprechend dem 50 %-Anteil entfallenden Investitionen im Geschäftsjahr 2008|09 betrugen 2,9 (Vorjahr 15,5) m. Damit wurden vor allem notwendige Adaptierungsmaßnahmen am Kohlekessel finanziert.
Der Gesamtmarkt ist infolge der Wirtschaftskrise leicht rückläufig. Das im Geschäftsjahr 2007|08 gegründete Verpackungs- und Vertriebs-Joint Venture der AGRANA mit dem bulgarischen Zuckerunternehmen Zaharni Zavodi AD in Sofia|Bulgarien verzeichnete deutliche Absatzzuwächse. Im Industrie- und Handelsbereich konnte die Verkaufsmenge auf rund 50.000 Tonnen gesteigert werden. Bereits im zweiten Jahr der Geschäftstätigkeit lag der Marktanteil bei 20 %. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2008|09 auf 36,2 (Vorjahr 24,6) m. Die Verpackungsanlagen in Gorna Oryahovitsa wurden ausgebaut und modernisiert, um zukünftig über höhere Flexibilität zu verfügen und Wertschöpfung zu generieren.
Grafik:
| 2008 09 | 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (in m) | 519,4 | 288,1 | 216,5 |
| Operatives Ergebnis (in m) | 27,5 | 35,3 | 28,5 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle | 23,8 | 122,9 | 79,2 |
| Vermögenswerte (in m) | |||
| Mitarbeiter | 853 | 847 | 776 |
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2008 09 | 2007 08 | in % |
| Umsatzerlöse m |
519,4 | 288,1 | +80,3 |
| Operatives Ergebnis m |
27,5 | 35,3 | -22,1 |
| Investitionen in Sachanlagen und m |
23,8 | 122,9 | -80,6 |
| immaterielle Vermögenswerte 1 | |||
| Mitarbeiter | 853 | 847 | +0,7 |
1 Ausgenommen Geschäfts-
/Firmenwerte.
Das Segment Stärke umfaßt die AGRANA Stärke GmbH mit dem österreichischen Stärkegeschäft der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach. Die AGRANA Stärke GmbH koordiniert und führt die internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien. Das Geschäftsfeld Bioethanol ist ebenfalls organisatorisch dem Segment Stärke unterstellt. Das umfangreiche Futtermittelsortiment mit den Nebenprodukten aus der Zucker- und Stärkegewinnung sowie sämtliche Handelsaktivitäten mit Futtermitteln wurden ab dem Geschäftsjahr 2008|09 dem Segment Stärke zugeordnet. Zuvor wurde der Verkauf dieser Produkte im Segment Zucker abgewickelt.
Gute Witterungsbedingungen führten im Kalenderjahr 2008 zu einem Anstieg der weltweiten Getreideproduktion um rund 6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,78 Mrd. Tonnen. Mais ist mit einem Anteil von 782 Mio. Tonnen die weltweit wichtigste Getreideart. Infolge der guten Ernte kam es zu einem Aufbau der globalen Lagerbestände.
Nach witterungsbedingten Missernten im Jahr 2007 stieg die Maisernte in der EU-27 auch wegen des Wegfalles der Flächenstilllegung im Wirtschaftsjahr 2008|09 auf rund 62 Mio. Tonnen (nach zuletzt rund 48 Mio. Tonnen). Für interventionsfähigen Mais gab es eine Obergrenze von 700.000 Tonnen für das Getreidewirtschaftsjahr 2008|09. Der Großteil der bis Ende Februar der Intervention angebotenen Mengen von rund 540.000 Tonnen stammte aus Ungarn und der Slowakei. Die europäische Weizenproduktion erreichte rund 140 Mio. Tonnen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 30 Mio. Tonnen entspricht.
Im November 2008 einigten sich die EU-Agrarminister im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ("Health Check") auf eine reformierte Kartoffelstärke-Marktordnung. Die bestehende Marktordnung wird für drei Wirtschaftsjahre (2009|10, 2010|11 und 2011|12) nahezu unverändert verlängert. Mit dem Ende des Wirtschaftsjahres 2011|12 laufen die bisherigen Marktordnungsinstrumente wie Produktionsquote, gekoppelte Beihilfen sowie Mindestpreis aus. Die bisher an die Produktion gekoppelten Beihilfen an die Landwirte und Industrie werden ab diesem Zeitpunkt entkoppelt und in die einheitliche Betriebsprämie für die Landwirte integriert. Zeitgleich wurde die Flächenstilllegung endgültig abgeschafft.
Die Isoglukosequote in der EU-27 beträgt im Wirtschaftsjahr 2009|10 rund 690.000 Tonnen. Hungrana hält mit 220.000 Tonnen die größte europäische Isoglukosequote.
In Österreich konnte die Getreideernte für das Kalenderjahr 2008 um mehr als 1 Mio. Tonnen auf rund 5,4 Mio. Tonnen gesteigert werden. Die Maisanbaufläche erhöhte sich von 170.000 Hektar im Jahr 2007 auf 194.000 Hektar im Jahr 2008. Insgesamt wurden rund 2,1 Mio. Tonnen Mais geerntet. Durch die gute Maisernte in Österreich, aber auch EU-weit, sind die Rohstoffpreise nach vorangegangenen Höchstständen seit dem Herbst 2008 signifikant gesunken. Die Weizenerzeugung betrug rund 1,6 (Vorjahr 1,3) Mio. Tonnen.
Bei Stärkeindustriekartoffeln wurde auf einer Anbaufläche von 5.500 (Vorjahr 5.800) Hektar eine Menge von 204.100 (Vorjahr 209.300) Tonnen kontrahiert. Zuzüglich Bio-Stärkekartoffeln betrug die gesamte Kontraktmenge 210.000 Tonnen. Die Kampagne 2008 dauerte 116 (Vorjahr 114) Tage. Es wurden 198.500 (Vorjahr 195.400) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln zu 42.400 (Vorjahr 39.900) Tonnen Kartoffelstärke verarbeitet. Der Stärkegehalt lag mit 18,4 % über jenem des Vorjahres von 17,4 %. Für das Anbaujahr 2009 steht eine uneingeschränkte Quotenhöhe von 47.691 Tonnen Kartoffelstärke zur Verfügung.
In der Kampagne 2008 lag die Produktion von Kartoffeldauerprodukten mit rund 13.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln auf Vorjahresniveau. Darüber hinaus wurden noch rund 12.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln für die Frühjahrsverarbeitung zugekauft.
In der Maisstärkefabrik Aschach wurden im Geschäftsjahr 2008|09 335.000 (Vorjahr 364.000) Tonnen Mais verarbeitet. Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais wurde auf 107.000 Tonnen gesteigert. Der Rohstoffpreis für Mais aus der neuen Ernte 2008 ist im Vergleich zur Ernte 2007 stark gesunken.
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 116,3 m auf 344,4 (Vorjahr 228,1) m, was zum Grossteil auf die Einbeziehung der Futtermittelumsätze zurückzuführen war. Der Mengenabsatz verzeichnete infolge starker Zuwächse bei Nebenprodukten einen rasanten Anstieg von 462.900 Tonnen im Vorjahr auf 948.900 Tonnen. Der gesamte Nebenproduktabsatz lag bei rund 423.000 (Vorjahr 112.300) Tonnen, was neben der Übernahme der AMV-Aktivitäten aus höheren Nebenproduktverkäufen aus der Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn resultierte. Die zu Geschäftsjahresbeginn sehr guten Preise haben sich allerdings entsprechend der Entwicklung der Getreidepreise wieder stark reduziert.
Der Verkauf von eigenproduzierten Stärkeprodukten war mit 278.600 (Vorjahr 284.800) Tonnen leicht rückläufig. Steigerungen wurden beim Absatz von nativer Stärke (Kartoffel- und Maisstärke) sowie Kindernahrungsmitteln verzeichnet. Im Bereich der technischen Stärken wurden davon rund 110.400 (Vorjahr 98.400) Tonnen an die Papier-, Wellpappe-, Textil- und Bauindustrie abgesetzt. Zunächst rohstoffbedingt steigende Stärkepreise zu Beginn des Jahres 2008 führten zu
Anpassungen bei den Vertragslaufzeiten. Infolge der wirtschaftlichen Abschwächung kam es im weiteren Jahresverlauf zu Kapazitätsanpassungen und fallenden Stärkepreisen. Die Verlangsamung der Konjunktur war auch in der Bauindustrie ab Jahresmitte 2008 zu spüren. Im Bereich Lebensmittelstärke betrug das Absatzvolumen 82.200 (Vorjahr 102.600) Tonnen. Hier führten die stark gestiegenen Rohstoffpreise zu Jahresbeginn 2008 zu einem Rückgang der Verkaufsmengen. Mitte des Jahres konnten diese Mengenverluste teilweise wieder kompensiert werden. Ab September 2008 führten die ungünstigen Konjunkturerwartungen zu einem drastischen Preisverfall bei Stärke und zu stagnierenden Abnahmen.
Die Investitionen in Österreich betrugen im Geschäftsjahr 2008|09 13,1 (Vorjahr 9,1) m. Im Werk Gmünd erfolgte im zweiten Halbjahr 2008|09 die Inbetriebnahme der neuen Walzentrocknungsanlage. Weitere Investitionen betrafen Produktionsoptimierungen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie diverse Ersatzinvestitionen.
Ausreichende Niederschläge führten im Jahr 2008 mit 8,9 (Vorjahr 3,9) Mio. Tonnen zu einer ungarischen Maisernte auf Normalniveau.
Die ungarische Isoglukosequote betrug für das Wirtschaftsjahr 2008|09 rund 220.000 Tonnen. Diese ist zur Gänze der Hungrana zuzurechnen, an der AGRANA und Tate & Lyle/ADM je 50 % der Anteile halten. Für das Wirtschaftsjahr 2009|10 wird diese Quote unverändert beibehalten.
Nach Abschluss umfangreicher Kapazitätserweiterungen auf eine Verarbeitungsleistung von 3.000 Tagestonnen erhöhte Hungrana im Geschäftsjahr 2008|09 die Verarbeitungsmenge auf rund 840.000 (Vorjahr 540.000) Tonnen Mais. Die guten Maiserträge bewirkten eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Verarbeitung an erntefrischem Nassmais in Höhe von 186.000 (Vorjahr 21.100) Tonnen.
Der Ausbau der Bioethanolverarbeitung sowie der Verzuckerungsanlage führten zu einer entsprechenden Absatzsteigerung auf 390.600 (Vorjahr 280.000) Tonnen. Der daraus resultierende Umsatz entsprechend dem 50 %-Anteil der AGRANA betrug 134,2 (Vorjahr 91,8) m. Davon entfiel knapp ein Drittel auf Ethanolverkäufe. Die gesunkenen Maispreise aus der neuen Ernte 2008 verbesserten das Ertragsniveau im zweiten Halbjahr.
In der ungarischen Stärkefabrik wurden im Geschäftsjahr 2008|09 5,4 (Vorjahr 39,8) m entsprechend dem 50 %-Anteil investiert. Der Ausbau wurde im Laufe des ersten Quartals abgeschlossen, sodass nunmehr die Bioethanol- und Isoglukose-Produktionskapazitäten eine Tagesverarbeitung von 3.000 Tonnen Mais erreichen.
In Rumänien konnte der Inlandsbedarf mit einer normalen Maisproduktion von 7,4 (Vorjahr 3,7) Mio. Tonnen im Jahr 2008 gedeckt werden.
In der rumänischen Maisstärkefabrik lag die Maisverarbeitung im Geschäftsjahr 2008|09 mit rund 16.500 (Vorjahr 23.400) Tonnen unter dem Vorjahr, da aufgrund des hohen Preisniveaus im ersten Halbjahr Absatzrückgänge zu verzeichnen waren. An erntefrischem Mais wurden rund 7.000 Tonnen verarbeitet.
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr von 8,9 m um rund 7 % auf 9,5 m gesteigert werden. Ein Mehrabsatz von Verzuckerungsprodukten sowie höhere Verkaufspreise führten zu einer Kompensation der rückläufigen Verkaufsmengen im ersten Halbjahr 2008|09. Mit Beginn der neuen Ernte 2008 wirkten sich die gefallenen Rohstoffkosten positiv auf den Geschäftsverlauf aus.
Für Sachanlagen wurden in Rumänien 0,1 (Vorjahr 0,8) m schwerpunktmäßig zur Reduktion der Energiekosten investiert. Ziel ist die zukünftige Versorgung des Werkes mit Erdgas.
Die EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien wurde im Dezember 2008 auf europäischer Ebene verabschiedet. Der verbindlich festgelegte Mindestanteil von 10 % erneuerbaren Energien am Energieverbrauch im europäischen Verkehrssektor wurde beibehalten. Umfangreiche Nachhaltigkeitskriterien werden sicherstellen, dass künftig nur nachhaltig produzierte Biokraftstoffe im Verkehrssektor eingesetzt werden. Hinsichtlich der erforderlichen Treibhausgaseinsparung muss von bestehenden Anlagen im Jahr 2013 ein Wert von 35 % und im Jahr 2017 von 50 % erreicht werden.
Eine Lebenszyklusanalyse der Joanneum Research Forschungsgesellschaft in Graz hat bestätigt, dass die AGRANA Anlage in Pischelsdorf|Österreich mit rund 50 % Treibhausgaseinsparung bereits heute die Anforderungen für das Jahr 2017 erfüllt und weit über der festgelegten Mindestanforderung von 35 % liegt. Die gleiche Analyse wurde für das von HUNGRANA in Ungarn produzierte Bioethanol durchgeführt, wo die Einsparung von Treibhausgasen ebenfalls die 50 %- Grenze überschreitet.
Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der AGRANA beträgt in Österreich und Ungarn mehr als 400.000 m3 .
In Österreich gilt seit 1. Oktober 2008 eine Substitutionsverpflichtung von Biokraftstoffen in Höhe von 5,75 Energieprozent. Damit verbunden ist eine Steuerbegünstigung für die Beimischung von Bioethanol zu Benzin sowie für Treibstoffe mit hohem Bioethanolanteil (SuperEthanol E85) seit 1. Oktober 2007.
AGRANA betreibt am Standort Pischelsdorf die einzige großindustrielle Bioethanolproduktion in Österreich mit einer Kapazität von bis zu 240.000 m3 pro Jahr. Bei der Bioethanolerzeugung werden zusätzlich bis zu 190.000 Tonnen hochwertiges Eiweißfuttermittel hergestellt, das maßgeblich zur Reduktion von Futtermittelimporten auf Sojabasis aus Übersee beiträgt.
Ende Mai 2008 wurde, nach ersten Probeläufen im Vorjahr, der Regelbetrieb aufgenommen, nachdem aufgrund der dramatischen Rohstoffpreisentwicklung bis zum Frühjahr 2008 die Wirtschaftlichkeit der Anlage nicht gegeben war. Die globale Situation der Rohstoff- und Ethanolmärkte und der Ausblick auf die Ernte 2008 sprachen für eine Wiederinbetriebnahme der Anlage. Als Rohstoffe dienen Weizen, Trockenmais und Triticale. Die Rohstoffversorgung wird über Anbauverträge sowie am Markt zugekaufte Mengen sichergestellt.
Die AGRANA Bioethanol GmbH ist zu 74,9 % eine Beteiligung der AGRANA Stärke GmbH, 25,1 % der Anteile werden von der Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH gehalten.
Im Geschäftsjahr 2008|09 konnte eine deutliche Umsatzsteigerung erzielt werden. Das in Pischelsdorf produzierte Bioethanol wurde vorwiegend in Österreich abgesetzt. Mit dem neuen hochwertigen Nebenprodukt "ActiProt" bietet AGRANA seit Juni 2008 ein zertifiziertes Eiweißfutter zur Herstellung gentechnikfreier Lebensmittel in Österreich und in den Nachbarländern an. Mit "ActiProt" können rund ein Viertel der österreichischen Eiweißfuttermittelimporte aus Übersee gentechnikfrei substituiert werden.
Die Verarbeitung von hochpreisigen Rohstoffen aus der Ernte 2007 wirkte sich im ersten Halbjahr negativ auf den Geschäftsbereich Bioethanol aus. Zusätzlich erfolgten technische Optimierungsphasen bis zur Erreichung der Vollauslastung gegen Jahresende 2008, wodurch sich insgesamt eine operative Ergebnisbelastung ergab. Die Aufwendungen in Höhe von 2,3 (Vorjahr 6,8) m, die vor dem Produktionsbeginn anfielen, sind im Sonderergebnis dargestellt. Für die Fertigstellung der Bioethanolanlage wurden im Geschäftsjahr 2008|09 5,2 (Vorjahr 73,2) m investiert.
Mit 1. Jänner 2008 wurde in Ungarn neben einer Biodiesel-Beimischung von 4,4 Volumsprozent zu fossilen Treibstoffen auch eine verpflichtende Beimischung von Ethanol in selber Höhe in Kraft gesetzt. Bei Unterschreiten dieses Niveaus wird eine zusätzliche Steuer von 5 % eingehoben.
Die erhöhte Ethanolkapazität der Hungrana liegt nun bei bis zu 520 m3 Tagesproduktion. Damit beträgt die maximale Produktionskapazität 187.000 m3 pro Jahr. Die Auslastung variiert mit der Isoglukoseverarbeitung. Die Ethanolproduktion erfolgte im Geschäftsjahr 2008|09 ausschließlich auf Basis von lokal zugekauftem Mais. Bis zum Beginn der Nassmaiskampagne im September 2008 wurde noch hochpreisiger Mais aus der Ernte 2007 verarbeitet. Seither läuft die Ethanolproduktion mit dem wesentlich preisgünstigeren Mais aus der neuen Ernte 2008.
In Ungarn vermarktet Hungrana unter der Marke "E85 Green Power" den umweltfreundlichen Treibstoff E85 mit bis zu 85 %-Bioethanolanteil über unabhängige Mineralölunternehmen.
Grafik
| 2008 09 | 2007 08 | 2006 07 1 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (in m) | 804,4 | 852,5 | 914,6 | ||
| Operatives Ergebnis (in m) | -5,5 | 43,5 | 45,6 | ||
| Investition in Sachanlagen und immaterielle | 30,6 | 42,9 | 47,8 | ||
| Vermögenswerte (in m) | |||||
| Mitarbeiter | 4.927 | 4.696 | 4.724 | ||
| 1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006 07 14 |
Monate enthalten.
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| 2008 09 | 2007 08 | in % | |
| m | 804,4 | 852,5 | -5,6 |
| m | -5,5 | 43,5 | > -100 |
| m | 30,6 | 42,9 | -28,7 |
| 4.927 | 4.696 | +4,9 | |
1 Ausgenommen Geschäfts-
/Firmenwerte.
Sämtliche nationale und internationale Tochtergesellschaften im Segment Frucht werden mittelbar von der AGRANA J&F Holding GmbH gehalten. Die Koordination und operative Führung für den Bereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A. mit Sitz in Paris|Frankreich und für den Bereich Fruchtsaftkonzentrate durch AGRANA Juice Holding GmbH mit Sitz in Gleisdorf|Österreich.
Das wirtschaftliche Umfeld im Segment Frucht war im Geschäftsjahr 2008|09 von den Nachwirkungen der Rohstoffpreisturbulenzen im vorangegangenen Geschäftsjahr sowie von einer konjunkturbedingten Abschwächung der Nachfrage bei Markenartikeln im Molkereibereich geprägt.
Aktuelle Marktdaten von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut zeigen eine deutliche Wachstumsverlangsamung im zweiten Halbjahr 2008 infolge der Abwärtsentwicklung der Konjunktur. Ebenso waren strukturelle Verschiebungen im Konsumentenverhalten hin zu preislich günstigeren Eigenmarken der Handelsketten und zu Lasten höherpreisiger Markenartikel erkennbar, da die gestiegenen Lebensmittelpreise zu einer erhöhten Preissensibilität der Konsumenten führten. Infolge der ebenfalls stark verteuerten Milchproduktpreise im ersten Halbjahr 2008|09 kam es zu einer weltweiten Abschwächung beim Absatz von Fruchtjoghurts und gekühlten Frischedesserts.
Bei Apfelsaftkonzentrat geht AGRANA von einer stabilen Weltmarktentwicklung aus, da das aktuelle tiefe Preisniveau für Apfelsaft Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Fruchtsäften bringt.
In den letzten Jahren hat sich ein Markt für "Smoothies" (püreeartige Fruchtgetränke mit einem hohen Fruchtanteil) im hochqualitativen Convenience-Bereich etabliert. Dadurch ist eine verstärkte Nachfrage nach Fruchtpürees, insbesondere bei exotischen Früchten wie Banane, Mango, Guave, Papaya, Maracuja und Granatapfel, spürbar.
AGRANA ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backsowie Eiscremeindustrie. Insgesamt betreibt AGRANA 25 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 19 Ländern.
In China ist AGRANA bereits seit 1999 mit einem Fruchtzubereitungswerk nördlich von Peking vertreten. Seit 1994 wird in Polen produziert, Mitte 2005 wurde im russischen Serpuchov (Nähe Moskau) ein Fruchtzubereitungswerk eröffnet, dessen Kapazität mehrmals erhöht wurde. Infolge der währungs- und wirtschaftspolitischen Unsicherheit wurde ein geplanter weiterer Werksausbau in Russland jedoch verschoben. Sowohl Russland als auch die Ukraine zählen mittel- und langfristig zu den Wachstumsmärkten, weshalb AGRANA in diesen Ländern ihre Marktposition festigen und durch Erschließung neuer Kundensegmente ausbauen möchte.
Auch der südamerikanische Markt besitzt unverändert Wachstumspotenzial. Neben dem Fruchtzubereitungswerk in Argentinien produziert AGRANA seit Mai 2007 im brasilianischen Cabreúva (Nähe São Paulo) Fruchtzubereitungen.
Im Fruchtzubereitungswerk Kaplice|Tschechien wurde plangemäß die Produktion im August 2008 eingestellt. Durch die Verlagerung der Produktionsmengen in bestehende größere Fabriken in Österreich und Deutschland konnten dort entsprechende Skalenerträge realisiert und deren Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.
Mit zehn europäischen Produktionsstandorten ist AGRANA einer der führenden Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa und als einziger europäischer Produzent mit zwei 50 %-Joint Ventures in China vertreten. Durch die im Jahr 2006 begonnene strategische Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Yantai North Andre ist AGRANA operativ in der größten Apfelanbauregion der Welt tätig. Mit dem Erwerb von 50 % an einem weiteren chinesischen Apfelsaftkonzentratwerk in Yongji im März 2008 kann AGRANA dieses Rohstoffpotenzial in einem noch höheren Ausmaß als bisher ausschöpfen. Die beiden Produktionsstätten in Xianyang (Provinz Shaanxi) und Yongji (Provinz Shanxi) zeichneten sich durch lange Apfelkampagnen infolge der guten Rohstoffversorgung im Geschäftsjahr 2008|09 aus. Das dort produzierte "süße" Apfelsaftkonzentrat ist durch einen niedrigen Säuregrad gekennzeichnet. Eine verstärkte Nachfrage nach süßem Konzentrat war am amerikanischen und russischen Markt festzustellen. Es dient auch als Basis für andere Fruchtsaftgetränke und wird in unzähligen Rezepturen und Mischungen verwendet.
In Österreich, Polen, Ungarn, Rumänien und in der Ukraine wird hauptsächlich saures Apfelsaftkonzentrat mit hohem Säuregrad hergestellt. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA in diesen Ländern auch rote Beeren für den europäischen Konzentratmarkt.
Die Volatilitäten auf den Rohstoffmärkten bedeuteten im Geschäftsjahr 2008|09 eine erhebliche Herausforderung für die Rohwarenbeschaffung. Infolge der abnehmenden Nachfrage im letzten Quartal des Kalenderjahres 2008 kam es zu starken Preiseinbrüchen bei vielen Früchten. Die globale Einkaufsgesellschaft der AGRANA Fruit bewährte sich in der zentralen Koordination und Abwicklung des Früchtezukaufs. Seit dem Geschäftsjahr 2008|09 wird zusätzlich der Einkauf von Süßungsmitteln für die amerikanischen Produktionsstätten zentral organisiert. In China wurde eine lokale Sourcing-Einheit erfolgreich etabliert.
Die Hauptfrucht in AGRANA-Fruchtzubereitungen ist die Erdbeere mit einem Anteil von rund 40 % am Gesamtfruchtbedarf. Die Erdbeersaison startete in Mexiko, Marokko sowie Polen auf dem hohen Preisniveau des Vorjahres. Der Nachfragerückgang und die hohen Lagerbestände führten bis Ende des Wirtschaftsjahres zu deutlichen Preisrückgängen.
Bei Himbeeren kam es in Nordamerika zu großen Ernteausfällen. Der Markt wurde daher vor allem aus Chile, dem wichtigsten überregionalen Anbaugebiet für den amerikanischen und europäischen Markt, bedient. Diese zusätzliche Nachfrage führte gemeinsam mit frostbedingten Ausfällen zu einem Ausverkauf von Himbeeren und einer Preisverdoppelung. In Europa bedingte diese Marktentwicklung ein ähnlich hohes Preisniveau für die serbische und polnische Ernte.
Wildheidelbeeren verzeichneten deutliche Preisrückgänge, nachdem die Marktteilnehmer das außergewöhnlich hohe Preisniveau der Vorjahre nicht angenommen hatten, was zu Nachfragerückgängen führte.
Nach relativ hohen Preisen während der Ernte bei Stein- und Kernobst kam es im Jahresverlauf infolge der rückläufigen Nachfrage ebenfalls zu Preiseinbrüchen für Tiefkühlware hauptsächlich auf den osteuropäischen Märkten. Das hohe europäische Preisniveau während der Ernte konnte durch verstärkte Einkaufsaktivitäten im günstigeren asiatischen Raum ausgeglichen werden. Bei Kirschen entspannten sich die Preise, bei Äpfeln führte ein normalisiertes Erntevolumen zu deutlichen Preisrückgängen gegenüber dem Vorjahr.
Tropische Früchte zeigten generell ein ansteigendes Preisniveau. Gründe dafür waren Ernteausfälle sowie eine anhaltend hohe Nachfrage in den ersten drei Quartalen.
Für das kommende Geschäftsjahr 2009|10 erwartet AGRANA bei Früchten sowohl auf dem Frischals auch auf dem Industriemarkt generell sinkende Preise aufgrund der konjunkturbedingt rückläufigen Nachfrage.
Die gestiegenen Lebensmittelpreise führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer erhöhten Preissensibilität der Konsumenten. In Westeuropa behauptete sich AGRANA dank einer ausgezeichneten Kunden- und Serviceorientierung in diesem schwierigen Marktumfeld. In Deutschland, am meist umkämpften Markt für Fruchtzubereitungen, gelang es AGRANA, den Marktanteil aufgrund ihrer Positionierung, Präsenz und Innovationskraft zu halten. Der Fruchtzubereitungsmarkt in Russland reagierte mit einer Verlangsamung des Mengenwachstums und ersten Rückgängen zu Ende des Kalenderjahres infolge der Wirtschaftskrise. Vergleichbare Entwicklungen waren in der Ukraine erkennbar, deren gesamtwirtschaftliche Entwicklung ähnlich kritisch verlief. In den USA konnten neue Marktchancen außerhalb der Molkereiindustrie wahrgenommen werden, wodurch die Produktionsauslastung trotz Markteintritt eines neuen Mitbewerbers sichergestellt wurde. Dank ausgezeichneter Qualität der neuen Produktionsstätte in Brasilien konnten die Marktanteile erhöht werden. Die chinesische Lebensmittelindustrie war temporär von der Melaminkrise betroffen, was zwischendurch auch bei AGRANA zu Absatzrückgängen führte. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in Südafrika führte zu niedrigeren Umsätzen bei steigenden Energiekosten.
Die Verkaufspreise von Fruchtzubereitungen lagen leicht über dem Vorjahr. Die Absatzmengen waren infolge der strukturellen Verschiebungen von Markenartikeln hin zu Handelsmarken mit niedrigerer Fruchtdosierung rückläufig. Neben den höheren Preisen für Milchprodukte waren dafür zum Teil auch Einzelereignisse wie zum Beispiel Milchlieferboykotte seitens der Landwirte ausschlaggebend.
Ziel für eine nachhaltige Ergebnissteigerung sind laufende Verbesserungen und besondere Qualitätsorientierung im Rohstoff- und Energieeinsatz, um Fruchtverluste oder energieineffiziente Anwendungen zu reduzieren bzw. zu vermeiden.
Die Schließung des Produktionsstandortes Kaplice|Tschechien im August 2008 führte zu einer Verlagerung des Produktionsvolumens in bestehende, größere Fabriken in Österreich und Deutschland.
Das im Geschäftsjahr 2007|08 neu eröffnete Fruchtzubereitungswerk im brasilianischen Cabreúva (Nähe Sao Paulo) wurde im Herbst 2008 mit einer zweiten Produktionslinie erweitert. Die Marktdurchdringung kann mit der erweiterten Kapazität von mehr als 10.000 Tonnen pro Jahr nun optimal fortgeführt werden. Am Standort Mitry|Frankreich wurde eine Produktionslinie ersetzt und konnte mit Jahresende die Produktion aufnehmen. Der polnische Produktionsstandort wurde um eine neue Abwasserreinigungsanlage erweitert. Ein Investitionsschwerpunkt war der vollständige SAP-Roll-Out an den Standorten Kröllendorf|Österreich und Konstanz|Deutschland. Die ersten Schritte für den weiteren SAP-Roll-Out wurden in Belgien und Mexiko gesetzt.
Die Erweiterung des russischen Standortes in Serpuchov wurde technisch bereits geplant und mit den Behörden verhandelt. Aufgrund der temporären wirtschaftlichen Unsicherheiten wird die Realisierung des Ausbaus jedoch verschoben. Russland bleibt ein wichtiger Wachstumsmarkt für AGRANA. Es ist davon auszugehen, dass mittelfristig weitere Expansionsschritte gesetzt werden können.
AGRANA konnte dank einer guten europäischen Apfel- und Beerenernte sowie einer ausgezeichneten chinesischen Apfelernte die insgesamt 12 Fabriken in hohem Maße auslasten. In den Anbaugebieten gab es keine Fröste oder negativen Wetterbedingungen.
Die europäische Apfelkampagne lief von Mitte August bis Dezember 2008, wobei in Ungarn und Polen lieferboykottbedingt die Produktion um einige Wochen verzögert gestartet wurde. In China erfolgte auch noch in den Monaten Jänner und Februar 2009 die Produktion von süßem Apfelsaftkonzentrat.
Insgesamt wurden die Verarbeitungsmengen für Verarbeitungsobst (Äpfel und Beeren) gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Gründe dafür waren eine europäische Normalernte, eine chinesische Rekordernte bei Äpfeln und eine geringfügige Mengensteigerung bei Beeren. Die Einkaufspreise für Verarbeitungsäpfel sanken signifikant auf rund ein Viertel gegenüber dem Geschäftsjahr 2007|08. Auch bei Verarbeitungsbeeren sanken die durchschnittlichen Einkaufspreise gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die Rohstoffbasis für Verarbeitungsobst bei AGRANA Juice wurde durch die Integration der zweiten Joint Venture-Gesellschaft in China weiter ausgebaut.
Bei roten Beeren, die hauptsächlich in Polen, Dänemark, Ungarn und in der Ukraine eingekauft wurden, verlief der Rohstoffeinkauf insgesamt zufriedenstellend. Die Vorjahresmengen wurden bei guten Einkaufskonditionen leicht übertroffen. Aufgrund günstiger Vegetationsbedingungen waren die Qualitäten überdurchschnittlich gut.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2008|09 lösten extreme rohstoffbedingte Verteuerungen bei Fruchtsäften ein geändertes Markt- und Konsumverhalten aus. Anstelle von Jahreskontrakten wurden seitens der großen Handelsunternehmen Kontrakte mit kürzerer Laufzeit geschlossen. Generell war ein Trend zu Spotkäufen infolge des hohen Preisniveaus aus der Ernte 2007 zu verzeichnen. Dies führte bei AGRANA zu hohen Lagerständen von Apfelsaftkonzentrat aus der Kampagne 2007. In Erwartung einer normalen Apfelernte in Europa für die neue Kampagne 2008 und sehr hohen Importen aus China im Jahr 2007, die zu Überlagern führten, kam es im Frühsommer 2008 zu einem drastischen Verfall der Konzentratpreise. Aufgrund dieser Marktentwicklung sah sich AGRANA gezwungen, diese Lagerbestände um 32,4 m im zweiten Quartal 2008|09 abzuwerten.
Der mengenmäßige Absatz von Fruchtsaftkonzentraten lag aufgrund der Preissituation im Geschäftsjahr 2008|09 unter der Vorjahresmenge. Im Geschäftsjahr 2009|10 wird infolge der abgeschlossenen Kontrakte jedenfalls mit einer wesentlichen Absatzmengenausweitung bei einer normalen Ernte für Verarbeitungsobst gerechnet. Der Durchschnittspreis für Apfelsaftkonzentrat lag im Geschäftsjahr 2008|09 aufgrund der höheren Preise im ersten Halbjahr über dem derzeit aktuellen Niveau.
Zur Vermeidung künftiger Abwertungsnotwendigkeiten wurde die Produktion aus den Kampagnen 2007 und 2008 durch Vertriebsverträge für "saures" Apfelsaftkonzentrat weitgehend im Herbst 2008 preislich fixiert. AGRANA hat nunmehr ihre Kontraktpolitik geändert, ihre Kunden breiter gestreut und das Kundenportfolio auch im mittleren und kleineren Tonnagenbereich ausgebaut. Zusätzlich werden neue Absatzregionen erschlossen, um die Abhängigkeit von wenigen Absatzmärkten und deren Schwankungen zu mildern.
Im Frühjahr 2008 wurden Reorganisationsmaßnahmen an den polnischen Produktionsstandorten eingeleitet und umgesetzt. Auch an den anderen Konzentratstandorten werden Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur und zur Erhöhung der Flexibilität in Hinblick auf künftige Marktschwankungen umgesetzt.
Da der Großteil der AGRANA-Juice Produktionsstätten in den osteuropäischen Rohstoffgebieten (Ungarn, Polen, Ukraine, Rumänien) angesiedelt ist, kam es infolge der volatilen Währungen im Geschäftsjahr 2008|09 zu Fremdwährungsverlusten. Dabei handelt es sich um nicht realisierte Währungseffekte infolge der Umrechnung der Euro-Finanzierungen in Landeswährung.
An den europäischen Konzentratstandorten standen Rationalisierungsprojekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Produktqualität, Produktsicherheit und Anhebung des Hygienestandards im Fokus. In Winniza|Ukraine investierte AGRANA in eine moderne Lüftungsanlage im Produktionsbereich. Im chinesischen Werk in Xianyang wurde die Investition in den Ausbau der Tagesverarbeitungskapazität mit 1.800 Tonnen Äpfeln abgeschlossen und rechtzeitig zum Kampagnestart erfolgreich in Betrieb genommen.
Die Qualitätsführerschaft in der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu Zucker- und Stärkeprodukten sowie in der Verarbeitung von Früchten zu Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten ist eines der wichtigsten strategischen Ziele von AGRANA. Die Erreichung dieses Zieles setzt die sorgfältige Auswahl von agrarischen Rohstoffen und die Anwendung modernster Technologien bei deren Veredelung voraus. AGRANA sichert die Rohstoffe in der geforderten hohen Qualität durch nachhaltiges Wirtschaften und einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur. Nachhaltigkeit ist für AGRANA somit ein integrierter Bestandteil der Unternehmensphilosophie und ein wichtiger Grundsatz für die Abwicklung des operativen Geschäftsalltages.
AGRANA ist in der Industrie Vorreiter im nachhaltigen und umweltbewussten Handeln. Der Energie- und Rohstoffeinsatz sowie die Produktionsverfahren werden laufend optimiert. Seit 1990 hat AGRANA Millionenbeträge in den Bereichen Transport, Energieversorgung, Produktion und Verpackung investiert und damit bereits vor Jahren das Kyoto-Ziel zum Abbau von CO2-Emissionen bis 2010 erreicht.
Nahrungsmittelsicherheit, Qualitätssteuerung, Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld – Behandlung der Rohstoffe von der Aussaat bis zur Ernte – sowie Zertifizierungen (ISO 9001:2000, ISO 22000, International Food Standard, GMP+1 , Qualität & Sicherheit) tragen zur Nachhaltigkeit der AGRANA-Produkte und zur nachhaltigen Umweltorientierung bei.
AGRANA stellt nunmehr in allen Segmenten Bio-Produkte her. In der Zuckerkampagne 2008|09 produzierte AGRANA erstmals Bio-Rübenzucker nach den Vorgaben der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau. Die erforderliche Trennung zwischen konventionellem und Bio-Zucker sowie die eingeschränkte Liste der Verarbeitungshilfsstoffe stellt für die Verarbeitung der Bio-Rüben eine große technologische Herausforderung dar. Die Einhaltung der EU-Bio-Verordnung wird in allen Produktionsstufen vom Feld bis zum Handel durch anerkannte Bio-Kontrollstellen überwacht. Bio-Zucker wird unter der Marke "Wiener Zucker" als Bio-Rübenzucker im Einzelhandel vertrieben sowie an Unternehmen der Lebensmittelindustrie für deren Bio-Produktion verkauft.
Nachhaltige Produktion bedeutet auch eine möglichst vollständige Verwertung anfallender Nebenprodukte. Von den Zucker- und Stärkewerken werden die Nebenprodukte Carbokalk und Kartoffelrestfruchtwasser als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel angeboten. Rübenschnitzel, Kartoffeleiweiß und DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) werden an die Landwirtschaft als hochwertige Futtermittel abgegeben. Im Segment Frucht werden anfallende Trester an die Pektinindustrie oder als Futtermittel verkauft oder einer thermischen Nutzung zugeführt.
Nachhaltigkeit bedeutet für AGRANA nicht nur das Bemühen um einen Einklang zwischen Ökonomie und Ökologie, sondern beinhaltet als dritte Säule auch soziale Verantwortung. Gemäß den Grundsätzen moderner Corporate Social Responsibility (CSR) ist AGRANA als bedeutendes
1 Good Manufacturing Practice.
Industrieunternehmen in Zentraleuropa mit globaler Präsenz bestrebt, ihre gesellschaftliche Verantwortung überall bestmöglich wahrzunehmen. AGRANA engagiert sich neben dem seit vielen Jahren praktizierten Kultursponsoring auch in der Unterstützung zahlreicher kleinerer Projekte im Sozialbereich. Als Beispiele seien hier der Vertrieb von fair gehandeltem (Fair Trade) Rohrzucker unter der Marke "Wiener Zucker" oder die Unterstützung der Caritas Aktion "coffee to help" erwähnt.
Die Sozialpartner der europäischen Zuckerindustrie sind seit vielen Jahren einem gemeinsamen Verhaltenskodex hinsichtlich sozialer Entwicklung und Einhaltung der Grundrechte verpflichtet. Auch die europäische Stärkeindustrie hat sich zum effizienten Einsatz natürlicher und erneuerbarer Ressourcen und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung bekannt.
Im Segment Frucht werden unterschiedliche Kodices angewendet. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrat wird der SGF/IRMA Code of Conduct als wichtiger Schritt verstanden, nachhaltige und ethische Standards in der internationalen Fruchtsaftindustrie durchzusetzen. In Ermangelung eines allgemeinen Branchenkodex hat AGRANA für den Bereich Fruchtzubereitung den AGRANA Code of Conduct erarbeitet, der sich an den Standards der International Labour Organisation orientiert. Dieser Kodex hat Themen wie die Vermeidung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, alle Arten von Diskriminierung und den Erhalt der Gesundheit und Arbeitsplatzsicherheit zum Inhalt.
Gelebte Nachhaltigkeit anhand von ausgewählten Projekten aus den AGRANA-Segmenten Im Hinblick auf die umfassende Verantwortung gegenüber den Stakeholdern wurden die im Folgenden beschriebenen vier Projekte aus den einzelnen Geschäftsbereichen als Beispiele für die gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen ausgewählt.
In der Zuckerkampagne 2007 wurde erstmalig eine neu installierte Biogasanlage im Werk Kaposvar|Ungarn in Betrieb genommen. Aus den Rübenblättern und den nach der Extraktion anfallenden Zuckerrübenschnitzeln wird Biogas gewonnen, das einen Teil des für die Energieerzeugung notwendigen Erdgases ersetzt. Für die Energieversorgung in der Zuckerrübenkampagne 2008 wurde eine Gesamtbiogasmenge von rund 9,0 Mio. m3 erzeugt, die einer Einsparung von rund 4,8 Mio. m3 Erdgas entspricht. In der Kampagne 2008 wurden in Kaposvar bereits 45 % des Energiebedarfs durch eigenes Biogas abgedeckt. Die produzierte Menge an erneuerbarer Energie verbesserte die jährliche CO2-Bilanz um 9.000 Tonnen CO2. Die Anlage wurde nach der Zuckerrübenkampagne mit reduzierter Leistung weiterbetrieben, um in der Heizperiode die komplette Wärmeenergieerzeugung zur Versorgung der gesamten Werksanlagen und des Zuckersilos abzusichern. Die tägliche Biogasproduktion in dieser Heizperiode betrug durchschnittlich 12.000 m3 . Damit wurde die gesamte Erdgasmenge für die Heizperiode von 100 Tagen eingespart. Dies führte zu einer weiteren Einsparung an Energiekosten und einer zusätzlichen Verbesserung der CO2-Bilanz um 1.200 Tonnen.
Bioenergie ist ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Energieszenarios. Im Verkehrssektor mangelt es an kurzfristig umsetzbaren Alternativen zu Biotreibstoffen. So haben sich beispielsweise in Österreich seit dem Jahr 1990 die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr nahezu verdoppelt und verursachen rund 26 % der österreichischen Gesamtemissionen. Kraftstoffe aus regenerativen Rohstoffen, die weitgehend CO2-neutral in der Aufbringung und Herstellung sind und nachhaltig erzeugt werden können, tragen wesentlich zur Problemlösung bei. Zusätzlich wird die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert. Die Europäische Union schreibt daher bis zum Jahr 2020 einen Anteil von Biokraftstoffen von 10 % der verwendeten Treibstoffe als Ziel vor. Österreich will dieses Ziel schon 2010 erreichen. Seit 1. Oktober 2008 müssen 5,75 % der in Österreich in Verkehr gebrachten Kraftstoffe biogene Treibstoffe, also Bioethanol oder Biodiesel, sein. Zusätzlich wird mit SuperEthanol E85 ein neuartiger Treibstoff angeboten, der zu bis zu 85 % aus Bioethanol besteht.
AGRANA betreibt im niederösterreichischen Pischelsdorf Österreichs einzige großindustrielle Anlage zur Herstellung von Bioethanol. Mit der Verarbeitung von bis zu 620.000 Tonnen Getreide, hauptsächlich Weizen und Mais aus Österreich, können bis zu 240.000 m (bzw. 190.000 Tonnen) Bioethanol pro Jahr produziert werden. Damit wird der österreichische Bioethanolbedarf komplett abgedeckt. Aus den Produktionsreststoffen werden bis zu 190.000 Tonnen DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) erzeugt. Dieses Eiweißfuttermittel wird unter dem Markennamen "ActiProt" erfolgreich vertrieben. Das hochwertige, zur Herstellung gentechnikfreier Lebensmittel geeignete Futtermittel leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit der Bioethanolerzeugung, sondern auch zur ökologischen und ökonomischen Gesamtbilanz des Werkes. Es substituiert rund ein Viertel der österreichischen Soja-Futtermittelimporte aus Übersee, deren Gentechnikfreiheit in Zukunft nur schwer gewährleistet werden kann.
Eine von der Grazer Joanneum Research Forschungsgesellschaft erarbeitete Lebenszyklusanalyse untersuchte nach der von der EU geforderten Energie-Allokationsmethode die Treibhausgasbilanz von Bioethanol aus Pischelsdorf im gesamten Produktlebenszyklus vom Anbau der Rohstoffe und deren Düngung, Ernte, Transport und Verarbeitung bis zur Verbrennung im Motor. Dabei wurden CO2, Methan und Lachgas berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Über den gesamten Produktlebenszyklus berechnet, ergaben sich dabei für die Verbrennung eines Liters Bioethanol gegenüber einem Liter Benzin CO2-Einsparungen von 47 % – 51 % in Abhängigkeit der verwendeten Rohstoffe Mais oder Weizen. Insgesamt können somit im österreichischen Transportsektor pro Jahr bis zu 380.000 Tonnen CO2-Äquivalent und 100.000 Tonnen Rohöläquivalent eingespart werden. Die AGRANA Bioethanolanlage übererfüllt zudem das bis 2012 geforderte EU-Ziel von 35 % CO2-Einsparung für biogene Treibstoffe und erreicht schon heute das ab 2017 geltende Ziel von 50 % CO2-Einsparung.
Bioethanol aus dem AGRANA Werk Pischelsdorf leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der österreichischen Treibhausgasemissionen, trägt durch die Substitution von Öl- bzw. Futtermittelimporten zur Verbesserung der österreichischen Handelsbilanz sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum bei und fördert die Energieunabhängigkeit.
Das von AGRANA Fruit México durchgeführte Projekt im Erdbeeranbau stellt ein erfolgreiches Modell für gelebte Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im landwirtschaftlichen Bereich durch effizientes Management der Zusammenarbeit von bäuerlichen Produzenten, industriellen Abnehmern, Finanz-, Regierungs- und NGO-Institutionen dar.
AGRANA Fruit México ist mitten im größten Erdbeeranbaugebiet Mexikos gelegen. Im Jahr 1995 wurden erste Schritte gesetzt, um Teile des bis dahin langwierigen Qualitätskontrollprozesses näher an die Anbaufelder heranzuführen. Bauern wurden beim Pflanzenschutz, der Produktionstechnik und der Einhaltung hygienischer Produktionsmethoden aktiv beraten. Neben der Zusicherung von Abnahmemengen erhalten die Bauern auch Finanzierungsunterstützung und Zugang zu strategischen Allianzen mit Zuliefer- und Abnehmerunternehmen.
Im Bereich der Rückverfolgbarkeit entwickelte AGRANA eine eigene Software, um die Produktivität und den Pestizideinsatz, Wasser- und Bodenqualität (hinsichtlich Pestiziden, Nähr- und Schadstoffen) sowie Kreuzkontaminationen mit anderen Früchten aus der Feldnachbarschaft direkt vor Ort zu messen. Das Unternehmen baute ein Netzwerk von Feldinspektoren auf, die täglich über mobile Datenübertragungsgeräte relevante Informationen an einen zentralen Datenspeicher liefern. Auf diese Art kann heute die volle Rückverfolgbarkeit der Produktionskette sichergestellt werden.
AGRANA Fruit México startete weiters ein Projekt zur Finanzierung einer Feldtechnisierung. Damit konnte AGRANA hochtechnologische Einrichtungen wie Makro-Tunnel, Mulchtechnik, computerkontrollierte Tropf-Bewässerung und Düngung auf 241 Hektar Erdbeerfeldern bei 56 Vertragsbauern implementieren. Die Produktivität der Felder verdoppelte sich dadurch von ca. 40 Tonnen auf rund 80 Tonnen Ertrag pro Hektar. Das Projekt leistet auch im sozialen Bereich einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Kinderarbeit auf den Feldern.
Aufgrund des großen Erfolges des Erdbeerprojektes wurde auch ein Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsprojekt für Mangos aufgenommen. Daneben soll das Projekt in der nächsten Saison auf andere Beerenfrüchte ausgedehnt und auch in den AGRANA Organisationen in Argentinien und Brasilien gestartet werden.
Die zentralukrainische Region um Winniza ist eine der wichtigsten Obstanbauregionen der Ukraine, wo rund 10 % der ukrainischen Fruchtproduktion auf zehntausenden Hektar Obstplantagen produziert werden. Viele Plantagen sind überaltert, die Produktivität und die Qualität der Produkte sind unzureichend.
Um diese Wachstumsbarrieren zu überwinden, wurde 2007 eine Partnerschaft zwischen der International Finance Cooperation (IFC), einer Tochtergesellschaft der Weltbank, dem österreichischen Bundesministerium für Finanzen und AGRANA Fruit Ukraine, dem größten Fruchtverarbeiter der Region, geschlossen. Ziel der Kooperation ist die Sicherung der künftigen Rohstoffbasis durch die Kultivierung neuer, resistenter Apfelsorten sowie die Ausweitung des Beerenanbaus. Zur Kultivierung der Apfelsorten, für die das Unternehmen den Bauern eine Ankaufsgarantie gibt, stellt AGRANA Pflanzmaterial und Beratung zur Verfügung. Der Projektplan sieht einen kontinuierlichen Ausbau der Anbaufläche bis zum Jahr 2011 vor.
Zur Entwicklung einer stabilen Lieferantenplattform im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit unterstützt AGRANA die Plantagen in folgenden Bereichen:
Neben den wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren ist die Implementierung der Good Agricultural Practice (GAP) wesentlich. Diese umfaßt vor allem die Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit durch die Rückverfolgbarkeit der Früchte sowie die Verringerung etwaiger negativer Umweltauswirkungen des Obstanbaus in der Ukraine.
In einem hoch kompetitiven Marktumfeld ist es das strategische Ziel von AGRANA, sich durch Produktinnovationen vom Mitbewerb zu differenzieren. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden entwickelt AGRANA neue Rezepturen, Spezialprodukte und neue Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte. Dies trägt wesentlich zum langfristigen Erfolg von AGRANA bei und wird auch in Zukunft Bestandteil einer auf nachhaltigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie bleiben.
Zur Umsetzung dieser Strategie und zum Ausbau des umfassenden Entwicklungs-Know-hows unterhält AGRANA mehrere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Diese sind für Zucker und Stärke schwerpunktmäßig bei der Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H. (ZFT) in Österreich gebündelt. Das Leistungsangebot reicht hier von der Landwirtschaft über die Lebensmittel-, Zucker-, Stärkeund Bioethanoltechnologie bis hin zur Mikrobiologie und Biotechnologie. Im Fruchtzubereitungsbereich ist die zentrale Forschung und Entwicklung im Innovations- und Kompetenzzentrum Gleisdorf|Österreich und im Innovationszentrum Brecksville|USA organisiert. Aufgabe der beiden Forschungszentren sind die Entwicklung von innovativen Produkten und neuen Produktionsverfahren sowie die Durchführung längerfristiger Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um den international tätigen Kunden der AGRANA marktnahe Lösungen zu präsentieren. Dabei konzentriert sich das Innovationszentrum Brecksville vornehmlich auf die speziellen Marktbedürfnisse des US-amerikanischen Raumes. Unterstützt werden die beiden Innovationszentren von einer zentralen Marktentwicklungsabteilung in Mitry|Franfreich.
Im Geschäftsjahr 2008|09 betrugen die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund 12,5 (Vorjahr 10,5) m. Insgesamt beschäftigte AGRANA im Geschäftsjahr 2008|09 für Forschung und Entwicklung 195 (Vorjahr 187) Mitarbeiter.
| 2008 09 | 2007 08 | 2006 07 1 | 2005 06 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E Aufwendungen - intern und extern (in m) | 12,5 | 10,5 | 12,2 | 10,0 |
| F&E-Quote: F&E-Aufwendungen gemessen am | 0,62 | 0,56 | 0,63 | 0,67 |
| Umsatz (in %) |
1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
Im Geschäftsjahr 2008|09 gewann der Einsatz der in den letzten Jahren entwickelten Verfahren zur Einsparung von Hilfsstoffen wie Schaumdämpfungsmittel, Kalkstein und Koks bzw. Alkalisierungsmittel in den Zuckerwerken weiter an Bedeutung. Parallel dazu arbeitete AGRANA am optimalen Einsatz von natürlichen Biostabilisatoren in der Zuckerextraktion.
Ein Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten während der letzten Kampagne betraf das System zur optimalen Dosierung von Alkalisierungsmitteln (bei der Klärung des Rohsaftes durch Zusatz von Kalkmilch). Erfolgreich verliefen auch Versuche, natürliche Biostabilisatoren als Silierhilfsmittel (zur Unterdrückung von Fehlgärungen) einzusetzen. Nach anfänglichen Erfolgen bei der Silierung von Pressschnitzeln konnten Möglichkeiten gefunden werden, die Produkte auch im Bereich von Grassilagen einzusetzen.
AGRANA positioniert sich durch konsequente Produktentwicklung im Spezialitätenbereich erfolgreich am Markt. Grundlage dafür ist die intensive und enge Zusammenarbeit mit den Kunden.
Die Forschungsschwerpunkte im Nonfood-Bereich betrafen im Geschäftsjahr 2008|09 insbesondere Aktivitäten im Bau-, Klebstoff- und Kosmetikbereich sowie für biologisch abbaubare Werkstoffe.
Als wichtiger strategischer Forschungsbereich hat sich der Baustoffsektor etabliert. Mit der Entwicklung von neuen hoch derivatisierten Stärkeprodukten (Fliesenkleber und Putze) konnte den steigenden Ansprüchen des Marktes voll entsprochen werden. Neben neuen Anwendungsbereichen für Stärkeether entwickelte AGRANA hoch modifizierte Stärkeprodukte für den Einsatz als Stabilisatoren im Betonbereich. Neue spezielle Verdicker können nicht nur in Dispersionsfarben, sondern auch in Kunstharzputzen eingesetzt werden.
Für die Märkte Papiersackverklebung und Etikettierklebstoffe ist es gelungen, maßgeschneiderte Sackkleberprodukte zu entwickeln.
Die Entwicklung von neuen Stärkeprodukten für die Kosmetikindustrie wurde durch Produktinnovationen von AGRANA vorangetrieben.
Im Bereich der biologisch abbaubaren Werkstoffe entwickelte AGRANA eine modifizierte, thermoplastische Stärke, die in Kombination mit Polyestern/Polymilchsäure im Spritzguss vielversprechende Eigenschaften aufweist.
Die Entwicklung von Stärkeprodukten für den Lebensmittelsektor konzentrierte sich zuletzt auf die Umsetzung von speziell modifizierten Wachsmaisstärken für Fruchtzubereitungen. Beim Einsatz von neuen Stabilisatorsystemen stand der Bereich der Bio-Stärken im Vordergrund.
Die AGRANA Bioethanolproduktion war insbesondere in der Anlaufphase intensiv analytisch zu betreuen. Von ZFT durchgeführte Fütterungsversuche bei Nutztieren und im Pet-Food Bereich bestätigten die positiven Auswirkungen des von AGRANA produzierten, eiweißreichen Futtermittels "ActiProt". Im Jahr 2008 konnte die Erweiterung der Akkreditierung der ZFT auf die Untersuchung von qualitätsrelevanten Parametern von Ethanol realisiert werden.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wurden die Forschungsaktivitäten bei Fruchtzubereitungen mit dem Ziel der Markterweiterung forciert. Dies beinhaltete die Weiterentwicklung von Smoothies sowohl in Bio- als auch in konventioneller Qualität. Neben dem bekannt hohen Fruchtanteil stand die Zugabe von funktionellen Substanzen im Mittelpunkt. Auch im Food Service Bereich entwickelte AGRANA spezielle Fruchtsaucen, womit der Markteintritt am australischen Markt gelang. In den USA und in Mexiko wurden backstabile Fruchtzubereitungen und deren Produktionstechnologie weiterentwickelt.
"Superfrüchte" mit einem besonders hohen Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen sind weiter im Trend. AGRANA entwickelte dafür Vermarktungskonzepte, mit denen die positiven Eigenschaften dieser Superfrüchte hervorgehoben werden. Neue Rezepturen mit optimierten Geschmacksprofilen wurden entwickelt und interessierten Kunden präsentiert. Weiters wurden fruchtbasierte Produkte mit funktionellen Inhaltsstoffen wie Kalzium und Eisen sowie Antioxidantien oder Vitaminen entwickelt. Speziell die Anreicherung mit geschmacksintensiven Substanzen stellt Fruchtzubereitungshersteller und Molkereien vor große Herausforderungen. Durch die Auswahl gezielter Wirkstoffquellen und eine technologische Adaptierung des Produktionsprozesses konnten sehr hohe Anreicherungsraten ohne sensorische Beeinträchtigungen erreicht werden.
Im Fruchtsaftkonzentratbereich ist die Optimierung der Farbausbeute und der Farbstabilität von roten Saftkonzentraten ein wichtiges Ziel. Schrittweise wurde die Auswirkung aller kritischen Produktionsprozesse auf diese Produkteigenschaften überprüft und Verbesserungen evaluiert. Durch umfangreiche Maßnahmen wurde die Qualität der Fruchtaromen in allen Fruchtsaftkonzentratwerken verbessert, was zu einer deutlichen Wertsteigerung der Produkte führte.
| 2008 09 | 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|---|
| 8.244 | 8.140 | 8.223 | |
| davon Segment Zucker | 2.464 | 2.597 | 2.723 |
| davon Segment Stärke | 853 | 847 | 776 |
| davon Segment Frucht | 4.927 | 4.696 | 4.724 |
Im Geschäftsjahr 2008|09 beschäftigte die AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.244 (Vorjahr 8.140) Mitarbeiter. Davon waren 1.730 (Vorjahr 1.643) Mitarbeiter in Österreich und 6.514 (Vorjahr 6.497) Mitarbeiter in den internationalen Beteiligungen tätig.
| Mitarbeiter pro Region | 2008 09 | In % | 2007 08 | In % |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Mitarbeiter | 8.244 | 100,0% | 8.140 | 100,0% |
| davon in Österreich | 1.730 | 21,0% | 1.643 | 20,2% |
| davon EU-27 (exkl. Österreich) | 3.094 | 37,5% | 3.305 | 40,6% |
| davon Sonstiges Europa | 1.211 | 14,7% | 1.237 | 15,2% |
| davon Restliche Welt | 2.209 | 26,8% | 1.955 | 24,0% |
Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl folgendermaßen:
Trotz der erstmalig längeren Zuckerkampagne in Österreich (Produktion bis 22. Jänner 2009) verringerte sich der durchschnittliche Personalstand im Segment Zucker aufgrund von Restrukturierungen in Ungarn, der Slowakei und Rumänien um 133 Mitarbeiter. Im Rahmen der Fusion der S.C. Romana Prod s.r.l. mit der AGRANA Romania S.A. wurde mit den 30 betroffenen Mitarbeitern ein Sozialplan ausverhandelt. Im Zuge der ungarischen Standortoptimierung wurde auch der Transfer der Produktionsstätte der Instantina Hungaria Kft., die auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Petöháza|Ungarn angesiedelt war, nach Dürnkrut|Österreich beschlossen. Am Standort Dürnkrut|Österreich wurden dadurch 16 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
Im Segment Stärke stand dem Personalaufbau im Bioethanolwerk Pischelsdorf|Österreich ein Personalrückgang in Rumänien gegenüber.
Bei Frucht war der Mitarbeiteranstieg um 231 Beschäftigte auf die Einbeziehung der zweiten Joint Venture Gesellschaft in Yongji|China und auf den vermehrten Einsatz von Erntehelfern in Marokko zurückzuführen. Für die von der Schließung des tschechischen Fruchtzubereitungswerkes in Kaplice betroffenen 77 Mitarbeiter wurde ein umfangreicher Sozialplan umgesetzt.
Im Vordergrund der Personalstrategie standen im Geschäftsjahr 2008|09 gezielte Qualifizierungsund Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeiter. Damit stellt AGRANA mit der kontinuierlichen, segmentübergreifenden Mitarbeiterförderung einen wichtigen Erfolgsfaktor sicher.
Einen Schwerpunkt bildete die Implementierung eines konzernweiten "Talent Development" Prozesses. Gerade in einem international tätigen Konzern sind Schlüsselkräfte mit hoher Mobilität und Flexibilität von großer Bedeutung. Ziel dieses Prozesses ist es, Mitarbeiter mit hohem Potenzial und Leistungsfähigkeit weltweit zu identifizieren und ihre berufliche Entwicklung zu fördern.
Die ständige Weiterentwicklung aller Mitarbeiter hat bei AGRANA hohen Stellenwert. Es wurden daher "Basic Management Skills" definiert, über die alle Führungskräfte verfügen sollen. Diese Fähigkeiten umfassen Grundlagen der Mitarbeiterführung, Kommunikation, Zeitmanagement, Präsentationstechnik, Grundlagen des Projektmanagements und wirtschaftliches Grundwissen. Darüber hinaus wurden segmentübergreifend auch Fachschulungen angeboten. Um der internationalen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung zu tragen, wurden an vielen Standorten Englischkurse veranstaltet.
Auch segmentintern wurden wichtige Ausbildungsschwerpunkte gesetzt: Im Segment Zucker waren diese Sicherheit, Berufstrainings sowie Schulungen für das mittlere Management. Innerhalb des Fruchtzubereitungsbereiches wurde ein "Peers Training" installiert, das zu einem individuellen Erfahrungsaustausch unter Senior Managern aus verschiedenen Ländern genutzt wird. Darüber hinaus wurden Programme zur Qualitätsverbesserung umgesetzt. Der Ausbildungsschwerpunkt im Bereich Fruchtsaftkonzentrate lag in einem verstärkten Angebot von Englischkursen und Weiterbildungsmaßnahmen in der Arbeitssicherheit.
Um die Umsetzung der strategischen Ziele zu unterstützen, existiert seit vielen Jahren ein erfolgsabhängiges Entlohnungssystem für Führungskräfte, das mittlerweile weltweit implementiert wurde. Die Kriterien für die variable Vergütung umfassen neben Finanz- und Ertragszielen (wie z. B. Ergebnis der Betriebstätigkeit) auch individuelle Zielvereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2008|09 nahmen rund 6 % aller Beschäftigten an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
Die Personalstrategie für das Geschäftsjahr 2009|10 wird auch weiterhin auf die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter ausgerichtet sein. Dies betrifft insbesondere auch die Lehrlinge: In Österreich standen 2008|09 insgesamt 62 Lehrlinge, vor allem als Maschinenbautechniker, Elektrobetriebstechniker, Chemielabortechniker und erstmalig auch als Lebensmitteltechniker in Ausbildung.
Im Rahmen des Gesundheitsförderungsprogramms "AGRANA-Fit" wurden in zahlreichen Niederlassungen weltweit unterschiedliche Maßnahmen gesetzt: So bestehen in einzelnen Ländern Kooperationen mit lokalen Fitnesseinrichtungen. In den USA wurde beispielsweise ein umfassendes Programm weitergeführt, das vor allem aus Gesundheitsscreenings sowie verschiedenen Wellness-Aktivitäten besteht. Am jährlichen Wien Energie Business Run haben im August 2008 insgesamt 26 AGRANA Teams (zu je drei Teilnehmern) aus allen Geschäftsbereichen teilgenommen.
Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag zu wahren, setzt AGRANA ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Das Risikomanagement verfolgt das Ziel, Risiken vorzeitig zu erkennen und geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen, sodass die Zielabweichungen auf ein Minimum beschränkt werden. Im Mittelpunkt dieser Risikosteuerungsaktivitäten steht dabei der möglichst effiziente Einsatz des verfügbaren Eigenkapitals unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele und Wachstumsaussichten.
Im Rahmen des internen Risikomanagementprozesses der AGRANA werden konzernweit Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Als integrierter Bestandteil des Planungsprozesses wird der vordefinierte Risikokatalog jährlich aktualisiert und evaluiert. Anhand der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeiten werden jene identifizierten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Zielerreichung der Segmente bzw. des Konzerns haben.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf einem Risikocontrolling auf operativer Ebene und einem strategischen Beteiligungscontrolling, welche durch effiziente Berichts- und Kontrollsysteme unterstützt werden. Die Konzernrevision durchleuchtet und überprüft regelmäßig und systematisch die Geschäftsprozesse, -abläufe und -systeme.
Im Rahmen des im gesamten Konzern implementierten revolvierenden jährlichen Planungsprozesses werden bekannte und erwartete Veränderungen der Rahmenbedingungen sowohl in der kurzfristigen, als auch in der mittelfristigen Planung bereits berücksichtigt. Bei Erkennen unerwarteter Entwicklungstendenzen werden die Auswirkungen auf die Planung aufgezeigt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.
Da AGRANA im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt ist, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind, werden vom Vorstand risikopolitische Grundsätze vorgegeben, die vom Aufsichtsrat überwacht werden. Die Umsetzung der Risikostrategie in den Segmenten erfolgt unter zentraler Koordination.
Grundsätzlich ist AGRANA bereit Risiken zu tragen, die im Zusammenhang mit der Kernkompetenz des Unternehmens stehen. Jene Risiken, die nicht auf ein vertretbares Maß gemindert oder auf Dritte übertragen werden können, werden vermieden. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden grundsätzlich nicht eingegangen.
Um die risikopolitischen Grundsätze einzuhalten, setzt AGRANA auf risikobewusstes Verhalten, klar geregelte Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling und den Einsatz effizienter Kontroll- und Berichtssysteme.
Werden zur Risikominimierung derivative Instrumentarien eingesetzt, so geschieht dies zur Absicherung eines Grundgeschäftes. Zu Spekulationszwecken werden keine derivativen Instrumentarien verwendet. Durch Richtlinien, Limits und laufende Kontrolle wird die Einhaltung dieses Grundsatzes abgesichert.
Die Genehmigung der Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Grenzen für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken obliegen dem Vorstand. Als zentrale, unabhängige Kontrolleinheit ist das in der Abteilung Corporate Controlling organisatorisch verankerte Risikocontrolling für das strategische Beteiligungscontrolling und operative Risikocontrolling verantwortlich, das den Vorstand bei der Entscheidung über die Risikopolitik unterstützt. Die Abteilung berichtet in regelmäßigen Abständen an den Vorstand, der die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und der entsprechenden Risikolimits beurteilt. Des Weiteren ist sie für die konzernweite Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risiko- und Ertragsmessung, die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente und die Entwicklung und Wartung der grundsätzlichen Richtlinien zuständig. Diese Richtlinien sind Teil des internen Kontrollsystems und stellen unter anderem die ordnungsgemäße interne und externe Finanzberichterstattung sicher.
Ein effizientes Instrument des operativen Risikocontrollings ist das in allen Unternehmen des AGRANA-Konzerns implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem, das neben einer detaillierten Absatzplanung, Planbilanzen und Plangewinn- und -verlustrechnungen auch alle wesentlichen Kennzahlen wie z. B. Working Capital, Capital Employed und Nettofinanzschulden erfasst. Der Planungshorizont umfaßt außer dem aktuellen Geschäftsjahr die darauffolgenden vier Geschäftsjahre.
Im Zuge des monatlichen Berichtswesens (Einzelunternehmen – Segment – Konzern) wird auf Basis des Monatsabschlusses ein Plan-/Ist-Vergleich durchgeführt sowie eventuelle Abweichungen analysiert und dem Vorstand berichtet. Ebenso sind Informationen über die Marktentwicklung sowie über die relevanten Risikofelder der Segmente (Beschaffung, Finanz- und Währungsrisiken) Teil der monatlichen Berichterstattung. Standardisiert sind quartalsweise Vorschaurechnungen in der gleichen Planungstiefe für das laufende Geschäftsjahr, in denen die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt werden. Ergänzt wird das Berichtswesen durch gegebenenfalls notwendige ad hoc Auswertungen.
Die interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Holding und in den Tochtergesellschaften, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Die Abteilung ist direkt dem Vorstand unterstellt.
Als produzierendes Unternehmen der Agrarwirtschaft ist AGRANA operativen Einzelrisiken ausgesetzt, die ihre Ursachen in der spezifischen Geschäftstätigkeit der AGRANA haben und die Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinträchtigen können.
Mögliche Auswirkungen internationaler und nationaler Handelsabkommen bzw. Marktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und im Rahmen des Risikomanagements bewertet. Von besonderer Bedeutung für AGRANA ist diesbezüglich die EU-Zuckermarktordnung, die am 1. Juli 2006 in Kraft trat und bis zum 30. September 2015 gilt. Über die neue Zuckermarktordnung und ihre Auswirkungen wird ab Seite xx im Segment Zucker im Detail berichtet.
Zur konsequenten Umsetzung ihrer klima-, energie- und agrarpolitischen Ziele hat die EU-Kommission die seit 2003 geltende Biokraftstoffrichtlinie im Klimaschutz- und Energiepaket neu gefasst und die Bedeutung der Beimischung von Bioethanol zum Benzin bestätigt.
Infolge des zuletzt in den Industriestaaten gesunkenen Benzinverbrauches, des sinkenden Ölpreises sowie der zunehmend wettbewerbsfähigen Importe vor allem aus Brasilien könnte die Wettbewerbssituation und die Nachfrage nach Bioethanol negativ beeinflusst werden. Ein eventuell in Europa entstehendes Überangebot an Bioethanol könnte zu sinkenden Preisen führen und entsprechende Ergebnisbelastungen nach sich ziehen.
AGRANA ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse witterungsbedingten Beschaffungsrisiken ausgesetzt, was einerseits dazu führt, dass landwirtschaftliche Rohstoffe unter Umständen in zu geringer Menge verfügbar sind. Andererseits können diese Rohstoffe Preisschwankungen unterliegen, die nicht vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.
Für die Bioethanolproduktion werden die entsprechenden Rohstoffbedarfsmengen mittels physischer Lieferverträge abgeschlossen. Die Einkaufsstrategie zielt auf die Absicherung der benötigten Rohstoffmenge für die vertraglich eingegangenen langfristigen Lieferverpflichtungen ab. Bei einer geringen Anzahl an Vertragspartnern für diese Mengen werden Futurekontrakte eingegangen, die der Absicherung zukünftig benötigter Mengen an Getreide zu fixierten Preisen dienen. Das Verhältnis zwischen dem gesicherten und ungesicherten Mengenbedarf (sogenannte Hedge – Ratio) wird durch die Geschäftsleitung des Segmentes vorgeschlagen und durch den Vorstand der AGRANA genehmigt. Der Anstieg der Rohstofftangente kann teilweise durch höhere Verkaufspreise für das eiweißhaltige Nebenprodukt im Rahmen der Bioethanolproduktion kompensiert werden.
Die Rohstoffkosten sind auch in der Maisstärkeproduktion von wesentlicher Bedeutung. AGRANA versucht diese Preiserhöhungen möglichst kurzfristig an die Kunden weiterzugeben.
Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis aller Beschaffungsmärkte ermöglichen es, Engpässe in der Rohstoffversorgung sowie Preisvolatilitäten zu vermeiden bzw. diesen entgegenwirken zu können. AGRANA hat im Segment Frucht eine zentrale Einkaufsorganisation aufgebaut, die die Rohstoffmärkte global analysiert und somit gezielt auf Rohstoffengpässe und Qualitätsunterschiede reagieren kann. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden auch langfristige Verträge abgeschlossen. Dadurch können gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden. Durch ungünstige Witterung und Pflanzenkrankheit kann es zu gravierenden Ernteausfällen kommen, was einen deutlichen Anstieg der Rohstoffkosten zur Folge hätte.
Den Beschaffungsrisiken im Zuckersegment kommt aufgrund der Zuckermarktordnung eine geringere Bedeutung zu, da die relative Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerrübenproduktion im Normalfall andere Feldfrüchte übertrifft. Ausgenommen davon sind die Länder Rumänien und Bosnien-Herzegowina, die Rohzucker raffinieren. Die benötigten Rohzuckermengen werden mengen- und preismäßig über die Commodity Exchance (CBOT) in Chicago|USA gesichert. Diese Sicherungsgeschäfte dienen dazu, die benötigten Mengen abzusichern, und werden durch den Rohstoffeinkauf zentral koordiniert und gesteuert.
Bei Energiepreisrisiken versucht AGRANA, mit einer entsprechenden Ausrichtung der Produktionsanlagen verschiedene Energieträger kostenoptimal einzusetzen. Darüber hinaus wird eine steigende Energieeffizienz der Anlagen konzernweit kontinuierlich forciert. Die Nutzung von alternativen Energiequellen wird dabei im verstärkten Maße berücksichtigt. Der Bedarf an Energieträgern wird durch kurz- und mittelfristige physische Lieferverträge sowohl mengen- als auch preismäßig gesichert.
AGRANA agiert auf unterschiedlichen Märkten und versucht, mögliche Änderungen des Konsumverhaltens rechtzeitig zu erfassen. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifikationen der Unternehmensstrategie. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet AGRANA durch die fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft.
Das anhaltende Wachstum und die Erfordernisse der neuen Märkte in den CEE-Ländern, Russland, Asien und Südamerika bedürfen stetiger Marktbeobachtung. Nur durch eine genaue und vor allem kontinuierliche Marktanalyse bzw. Bearbeitung können bestehende sowie zukünftige Wachstumsmärkte rechtzeitig erkannt und für das weitere Wachstum der AGRANA-Gruppe genutzt werden.
Der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der globalen Rezession wurde im Geschäftsjahr 2008|09 damit Rechnung getragen, dass in der Planung sehr vorsichtige Annahmen für die mittelfristigen Marktentwicklungen getroffen wurden. Die aktuelle Situation wird permanent sorgfältig beobachtet und analysiert.
Höchste Produktqualität im Interesse der Kunden und Konsumenten gehört zu den Ansprüchen von AGRANA an sich selbst. Die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards ist für AGRANA daher eine Selbstverständlichkeit. Risiken durch Qualitätsmängel, etwa infolge verunreinigter Rohstoffe oder von Verarbeitungsfehlern, tritt AGRANA durch strengste interne, zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme entgegen, deren Einhaltung konzernweit regelmäßig kontrolliert wird. Durch die bestehenden Produkthaftpflichtversicherungen besteht eine ausreichende Deckung für diese Schäden.
Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von Informationstechnologie entstehen, kommen im Vergleich dazu geringe Bedeutung zu. AGRANA begegnet diesen Risiken durch ständige Überwachung, klare Dokumentation sowie kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe.
Klageverfahren gegen AGRANA oder ihre Konzerngesellschaften, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, bestehen nicht.
AGRANA ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht, ausgesetzt, weshalb derartige Risiken bereits in der Frühphase erfasst, ihr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe evaluiert und daraus gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen abgeleitet werden.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken aus der operativen Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit werden in begrenztem Umfang derivative Instrumente eingesetzt. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
• Zinsänderungsrisiken sind durch Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes bestimmt (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Aufnahmen unterliegen dagegen keinem Kursrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Durch die Schwankung des kurzfristigen Zinssatzes ergibt sich aber ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlung (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 wurde eine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf Zinsänderungen durchgeführt, die im Konzernanhang im Detail dargestellt ist.
Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. Bei Vertragsabschluss in Ländern mit volatilen Währungen wird verstärkt auf eine Verkürzung von Zahlungsfristen, auf Indexierung von Fremdwährungen zum Euro oder USD zum Zahlungszeitpunkt, höhere Vorauszahlungen und analoge Sicherungsmechanismen geachtet. Eine detaillierte Darstellung dieser finanziellen Risiken erfolgt ab Seite X im Konzernanhang.
Zusammenfassend hat sich die Gesamtrisikoposition des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Marktsituation bei Zucker hat sich infolge der Quotenrückgabe und einer entsprechenden Angebotsreduktion verbessert, andererseits waren die Weltmarktpreise bei agrarischen Rohstoffen von dramatischen Volatilitäten geprägt. Die überdurchschnittliche Volatilität der Währungen vor allem in Osteuropa hat sich im Geschäftsjahr 2008|09 negativ auf das Finanzergebnis niedergeschlagen.
Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie bietet sich AGRANA eine Vielzahl von Chancen.
Die Neuregelung der Zuckermarktordnung bringt – neben den oben beschriebenen Risiken – auch Chancen zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsposition im Segment Zucker. Die durch die Preissenkungen verursachten strukturellen Veränderungen der europäischen Zuckerwirtschaft haben bereits zum Ausscheiden von Mitbewerbern geführt. AGRANA verfügt über eine gute Wettbewerbsposition und strebt den weiteren Ausbau ihrer Marktposition an.
Besondere Bedeutung kommt auch der Möglichkeit zu, Bioethanol als Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen, wodurch einerseits die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und andererseits die Emission von Kohlendioxid reduziert werden kann. Die EU hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls, des Aktionsplans Biomasse und der EU-Strategie für Biokraftstoffe zu einer Nutzung regenerativer Energiequellen verpflichtet. Die österreichische Bundesregierung hat eine Verpflichtung zur Substitution fossiler durch biogene Kraftstoffe beschlossen. Durch den Ausbau der ungarischen Alkoholkapazität und den Werksneubau in Österreich hat AGRANA die Grundlage geschaffen, um auch künftig eine signifikante Rolle als Anbieter auf dem Markt für biogene Treibstoffe einzunehmen.
Im Segment Stärke hat AGRANA bereits eine wichtige Marktstellung als anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie eingenommen. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Differenzierung vom Wettbewerb und eröffnet – unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur – weiteres Wachstumspotenzial. Ein weiterer Fokus liegt auf Biostärken und GVO2 -freien Stärken für die Lebensmittelindustrie.
Im Segment Frucht ist die AGRANA-Gruppe schon heute Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie. Zusätzlich ist AGRANA der größte Anbieter von Apfelsaftkonzentraten auf dem europäischen Markt. Durch Innovationen und Entwicklung werden neue Marktpotenziale erschlossen und die Kundenstruktur erweitert. Durch Investitionen in kundennahe Produktionsstandorte wird AGRANA auch zukünftig die Wettbewerbsposition stärken.
Insgesamt sieht der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG für das angelaufene Geschäftsjahr 2009|10 keine bestandsgefährdenden Risiken.
2 Gentechnisch veränderte Organismen.
Dem gesamten wirtschaftlichen Umfeld kann sich auch AGRANA nicht komplett entziehen. Die Absatzmärkte in der Lebensmittelindustrie sind zwar nicht mit den Zyklusschwankungen in anderen Industrien vergleichbar, jedoch werden die konjunkturellen Entwicklungen auch in der Lebensmittelbranche Auswirkungen auf das Konsumverhalten haben.
Auf Basis unserer Einschätzungen für die Entwicklungen auf den Absatzmärkten geht AGRANA davon aus, im Geschäftsjahr 2009|10 einen Konzernumsatz auf etwa der Höhe des Vorjahres zu erreichen. Dabei stehen rückläufige Umsätze im Segment Zucker den leicht steigenden Umsätzen im Fruchtsegment gegenüber. Niedrigere Rohstoff- und Energiepreise sowie interne Kosteneinsparungen sollten dem aktuellen Preisdruck erfolgreich entgegenwirken. Aus heutiger Sicht erwartet AGRANA somit eine deutliche Erholung des operativen Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2009|10.
In diesem Zusammenhang wurde in den vergangenen Monaten ein Optimierungsprogramm zur Nutzung von konzernübergreifenden Synergien initiiert. Ziel ist es, die internen Prozessabläufe innerhalb der AGRANA-Gruppe zu analysieren und Einsparungsmöglichkeiten zu identifizieren. So sollen übergreifende Synergien auch in den dezentralen Organisationseinheiten bestmöglich genutzt werden.
Im Rahmen der Zuckermarktordnung werden für die zurückgegebenen Quoten Restrukturierungserlöse zur Gänze vorzeitig im Juni 2009 ausbezahlt, was einen positiven Effekt auf die Nettofinanzverschuldung haben wird. Diese soll im Geschäftsjahr 2009|10 deutlich reduziert werden. Der Refinanzierungsbedarf von AGRANA für das Geschäftsjahr 2009|10 ist durch entsprechende Kreditlinien abgesichert.
Der AGRANA-Vorstand erwartet, dass die Volatilitäten der Währungen mittelfristig abnehmen, die Wechselkurse in die normalen Bandbreiten zurückkehren und die nun abgewerteten Finanzpositionen zum Teil wieder aufgewertet werden können.
Die geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2009|10 wird AGRANA auf rund 50 m beschränken. Neben Ersatzinvestitionen in Österreich liegt der Schwerpunkt der geplanten Ausgaben im Segment Zucker in Höhe von insgesamt rund 11 m in der Errichtung einer biologischen Abwasserreinigung in Roman|Rumänien sowie einer neuen Verpackungsanlage für 1kg Packungen in Buzau|Rumänien. Weitere Maßnahmen sollen im Umwelt- und Energiebereich umgesetzt werden. Das Investitionsprogramm im Segment Stärke wird mit geplanten 12 m im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgenommen und auf notwendige Ersatzinvestitionen beschränkt. Das Investitionsbudget im Segment Frucht beträgt rund 27 m für das Geschäftsjahr 2009|10. Neben produktivitätssteigernden Maßnahmen in Valence|Frankreich soll in eine neue Produktionslinie für neue Produktbereiche in Centerville|USA investiert werden. Damit wird dem Ziel der weiteren Diversifikation der Kundenstruktur Rechnung getragen. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate beschränkt sich AGRANA auf notwendige Ersatzinvestitionen, die zur Aufrechterhaltung der Produktion sowie zur Erfüllung der gesetzlichen Auflagen notwendig sind.
AGRANA baute in den letzten Jahren ihre Marktstellung insbesondere in den osteuropäischen Ländern aus. Diese Region wurde durch die Zuckermarktordnungsreform zu einem Defizitmarkt (Nachfrage übersteigt lokale Produktion). Zudem entfällt mit Ende September 2009 die Import-Quotenregelung für Rohzucker in Rumänien und Bulgarien. Zurzeit scheint eine ausreichende Rohzuckerversorgung dieser beiden Länder unsicher. Die Zuckerpreissenkung und die geringere Produktion werden auf das Marktumfeld großen Einfluss haben. Für das Geschäftsjahr 2009|10 wird daher mit etwas rückläufigen Umsätzen aufgrund von Preisreduktionen infolge der Zuckermarktordnungsreform gerechnet. Der Wegfall der Restrukturierungsabgabe sowie die Normalisierung der Energiepreise sollten sich jedoch positiv auf das Ergebnis im Zuckersegment auswirken.
Für die nach Rückgabe von rund 117.000 Tonnen AGRANA zugerechnete Zuckerquote von 618.500 Tonnen Zucker für das ZWJ 2009|10 wird für den Anbau 2009 eine Gesamtfläche von rund 85.500 Hektar Zuckerrüben geplant.
Für das Geschäftsjahr 2009|10 erwartet AGRANA im Segment Stärke eine Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau. Dabei liegen die Verkaufspreise deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2008|09. Der Umsatzrückgang wird zwar teilweise durch die Vollauslastung der Bioethanolkapazitäten und höhere zur Verfügung stehende Isoglukosemengen kompensiert, allerdings ist die Nachfrage nach technischen Stärkeprodukten konjunkturbedingt geringer. Das Ausmaß dieser Wirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009|10 ist aus heutiger Sicht nicht verlässlich vorhersehbar.
Für das Anbaujahr 2009 wird bei Stärkekartoffeln eine Menge von rund 200.000 Tonnen Stärkeund Bio-Stärkeindustriekartoffeln unter Vertrag genommen. Im Bereich Stärkemais für Aschach sowie Weizen, Mais und Triticale für Pischelsdorf ist der Großteil der benötigten Rohstoffmenge bis zur neuen Ernte 2009 bereits vertraglich fixiert.
Hungrana wird im Jahr 2009 rund 970.000 Tonnen Mais verarbeiten. Der Rohstoffeinkauf für Mais bis zur neuen Ernte 2009 ist zum Großteil abgeschlossen.
Der Markt für Fruchtzubereitungen wird weiterhin vom Konsumverhalten bei Fruchtjoghurts geprägt sein. AGRANA rechnet mit Zuwächsen bei Handelsmarken zu Lasten der Markenartikel. Innovationen und Produkteinführungen werden neben Kostenoptimierungen forciert. Aufgrund der globalen Präsenz wird für AGRANA eine leicht rückläufige Mengenentwicklung erwartet, wobei die hohe Qualitätsorientierung und Lebensmittelsicherheit, verbunden mit kundennahen und innovativen Produktentwicklungen, die Position unterstützen soll.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate rechnet AGRANA mit steigendem Absatz im Geschäftsjahr 2009|10. Regionale Marktvolumensreduktionen (insbesondere in Russland und in der Ukraine) sollten durch zusätzliche Verkäufe in anderen Regionen kompensiert werden können. Für die Produktionsmengen aus der Kampagne 2008 sind großteils Verkaufskontrakte geschlossen. Aufgrund der globalen Überschusssituation und der niedrigen Apfelkosten für die Ernte 2008 werden die Marktpreise weiterhin auf tiefem Niveau erwartet.
Wien, am 30. April 2009
Dipl.-Ing. Johann Marihart Mag. Walter Grausam
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer Dkfm. Thomas Kölbl
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