Annual Report • May 21, 2008
Annual Report
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JAHRESBERICHT
03|04 04|05 05|06 06|07 07|08 120 100 80 60 in m€
OPERATIVES ERGEBNIS
| 21. Mai 2008 |
|---|
| Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2007 08 |
| 4. Juli 2008 |
| Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2007 08 |
| 9. Juli 2008 |
| Dividenden-Ex-Tag und Dividendenzahltag |
| 10. Juli 2008 |
| Ergebnis für das erste Quartal 2008 09 |
| 15. Oktober 2008 |
| Ergebnis für das erste Halbjahr 2008 09 |
| 14. Jänner 2009 |
| Ergebnis der ersten drei Quartale 2008 09 |
nach IFRS
| 2007 08 | 2006 071 | 2005 06 | 2004 05 | 2003 04 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| UNTERNEHMENS | ||||||
| KENNZAHLEN | ||||||
| Umsatz | m€ | 1.892,3 | 1.915,8 | 1.499,6 | 981,0 | 866,4 |
| EBITDA | m€ | 184,5 | 187,5 | 164,6 | 138,6 | 116,8 |
| EBITDA-Marge | % | 9,8 | 9,8 | 11,0 | 14,1 | 13,5 |
| Operatives Ergebnis | m€ | 111,4 | 107,0 | 99,5 | 90,8 | 76,8 |
| Operative Marge | % | 5,9 | 5,6 | 6,6 | 9,3 | 8,9 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit2 | m€ | 101,5 | 105,8 | 75,0 | 90,8 | 76,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | m€ | 73,1 | 93,5 | 71,7 | 93,2 | 70,7 |
| Konzernjahresüberschuss | m€ | 63,8 | 71,1 | 64,7 | 84,3 | 57,5 |
| davon Aktionäre der | ||||||
| AGRANA Beteiligungs-AG | m€ | 64,3 | 68,9 | 62,7 | 79,9 | 56,5 |
| davon Minderheitenanteile | m€ | –0,5 | 2,2 | 2,0 | 4,4 | 1,0 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | m€ | 140,8 | 150,5 | 145,3 | 116,5 | 101,2 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||||||
| und immaterielle Vermögenswerte3 | m€ | 207,7 | 157,4 | 91,2 | 52,1 | 28,5 |
| Investitionen in Finanzanlagen | m€ | 3,4 | 5,6 | 7,5 | 100,9 | 61,3 |
| Mitarbeiter4 | 8.140 | 8.223 | 8.130 | 4.958 | 3.841 | |
| ROS | % | 3,9 | 4,9 | 4,8 | 9,5 | 8,2 |
| ROCE | % | 8,2 | 8,6 | 8,6 | 10,7 | 14,7 |
| BÖRSEKENNZAHLEN | ||||||
| ZUM 28./29.2. | ||||||
| Schlusskurs | € | 72,09 | 76,00 | 78,00 | 79,85 | 61,50 |
| Gewinn pro Aktie | € | 4,53 | 4,85 | 4,42 | 7,18 5,625 | 5,08 |
| Dividende pro Aktie | € | 1,956 | 1,95 | 1,95 | 1,95 | 1,80 |
| Dividendenrendite | % | 2,7 | 2,6 | 2,5 | 2,4 | 2,9 |
| Ausschüttungsquote | % | 43,1 | 40,2 | 44,1 | 27,2 34,7 | 35,4 |
| KGV | 15,9 | 15,7 | 17,6 | 11,1 | 12,1 | |
| Marktkapitalisierung | m€ | 1.023,8 | 1.079,4 | 1.107,8 | 1.134,0 | 678,2 |
| BILANZ | ||||||
| KENNZAHLEN | ||||||
| Bilanzsumme | m€ | 2.203,9 | 1.931,7 | 1.850,5 | 1.500,4 | 935,2 |
| Grundkapital | m€ | 103,2 | 103,2 | 103,2 | 103,2 | 80,1 |
| Anlagevermögen | m€ | 1.018,4 | 933,3 | 900,4 | 642,3 | 415,5 |
| Eigenkapital | m€ | 922,1 | 895,5 | 885,8 | 835,9 | 515,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 41,8 | 46,4 | 47,9 | 55,7 | 55,2 |
| Gearing | % | 61,6 | 37,9 | 31,8 | 11,5 | 0,3 |
| Nettofinanzschulden | m€ | 567,7 | 339,4 | 281,9 | 96,4 | 1,7 |
1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
2 Nach Restrukturierung und Sondereinflüssen.
3 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
4 Die im gesamten Geschäftsbericht verwendeten Bezeichnungen für Mitarbeiter umfassen gleichermaßen die weiblichen wie die männlichen Beschäftigten.
5 Gewinn pro Aktie bezogen auf die Aktienanzahl am 28. Februar 2005.
6 Vorschlag an die Hauptversammlung.
für das Geschäftsjahr vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008 der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
AGRANA eröffnet das erste Fruchtzubereitungswerk in Cabreúva|Brasilien für den dynamisch wachsenden brasilianischen Fruchtjoghurtmarkt.
10 Jahre AGRANA Fruit Ukraine – Als erstes österreichisches Unternehmen der Nahrungsmittelbranche betrat AGRANA bereits 1997 mit der Produktion in Vinnitsa den ukrainischen Markt und versorgt seit damals die Wachstumsmärkte Ukraine und Russland mit hochwertigen AGRANA-Fruchtprodukten.
AGRANA-Hauptversammlung beschließt die Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von 1,95 € je Aktie.
Fertigstellung des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf|Österreich sowie Start eines sechswöchigen Testbetriebes. Verschiebung des Regelbetriebes auf Frühjahr 2008 als Reaktion auf die internationale Rohstoffpreishausse bei Weizen und Mais.
Beschleunigung der Reform der EU-Zuckermarktordnung aufgrund des Vorschlages der Europäischen Kommission, den Entschädigungsbetrag bei Quotenrückgabe für Bauern zu fixieren sowie einen Entfall der Restrukturierungsabgabe für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 vorzusehen (unter der Bedingung der Quotenrückgabe in Höhe der präventiven Marktrücknahme).
Inbetriebnahme der ersten großtechnischen Biogasanlage für Zuckerrübenschnitzel am ungarischen Standort Kaposvár zur substantiellen Reduktion des Energiebedarfs und zur Verminderung von CO2-Emissionen durch die Zuckerproduktion.
Entscheidung zur Konzentration der ungarischen Zuckerproduktion auf den Standort Kaposvár und Schließung der Zuckerfabrik Petöháza als Folge der Rückgabe von 50 % der Zuckerquote in Ungarn an den Restrukturierungsfonds.
AGRANA Fruit eröffnet ein Innovationsund Produktentwicklungszentrum in Brecksville|USA zur Entwicklung von speziell auf den amerikanischen Markt ausgerichteten Produkten.
Beschleunigung der EU-Zuckermarktordnungsreform durch die im September 2007 adjustierten Anreize und Rückgabe von rund 2,6 Mio Tonnen Zuckerquoten in den Restrukturierungsfonds für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 (erste Welle). In der zweiten Welle bis 31. März 2008 wurden weitere 800.000 Tonnen zurückgegeben.
AGRANA ist ein internationales Unternehmen mit Sitz in Österreich. AGRANA ist in den Segmenten Zucker und Stärke in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig. In diesen Märkten wollen wir eine führende Position in der industriellen Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe einnehmen.
Mit Wachstum und Effizienz sorgen wir für die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens. In unseren Kerngeschäften Zucker, Stärke und der Verarbeitung von Früchten wollen wir für unsere Kunden proaktive und verlässliche Partner sein.
Wir veredeln agrarische Rohstoffe zu hochwertigen Nahrungsmitteln sowie zu technischen Produkten zur industriellen Nutzung. Unsere Leistungen reichen von der Herstellung industrieller Vorprodukte bis zu Beratungsdienstleistungen. Wir beliefern Industrie und Handel.
Wir bieten unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen, die sich an deren Bedürfnissen orientieren. Von unseren Mitbewerbern wollen wir uns durch hohe Qualität und besonderen Service differenzieren. Wir sind kreativ, flexibel, engagiert und ständig auf der Suche nach neuen Märkten für unsere Produkte. Mit unserer Innovationskraft, Forschung und Entwicklung sowie durch unsere an Kundenbedürfnisse angepassten Produkteinführungen setzen wir Markttrends.
Unsere Organisation ist dezentral, entscheidungsschnell und marktnahe. Sie wird getragen von ergebnisverantwortlichen operativen Gesellschaften in den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht. Daneben stützt sich unsere Organisation auf ein starkes Kommunikationsnetzwerk, das regelmäßigen und konsequenten Informations- und Wissensaustausch sicherstellt und Synergiebildungen unterstützt.
Gewinn ist die Grundlage für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit unserer Unternehmensaktivitäten. Die Wertsteigerung und Dividendenfähigkeit von AGRANA sichern wir durch Wachstum und Produktivitätssteigerung im Wege optimaler Wertschöpfungsströme und durch "Profitizing" – das heißt durch fortwährendes Bemühen um Gewinnsteigerung und Optimierung aller unserer Gesellschaften. Wir suchen den Risikoausgleich durch ausgewogene globale Portfolios. Die Optimierung unserer Wertschöpfung ist ein Eckpfeiler in unserem Bemühen um ständige Wertsteigerung von AGRANA.
Wir verstehen uns als internationale Unternehmensgruppe. Integrität, Leistungsbereitschaft und soziales Bewusstsein verbinden uns. Wir fördern Informationsaustausch und Kommunikation, Ausbildung und Mitarbeiterentwicklung. Wir ermutigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verantwortungsvoll und mit unternehmerischem Geist zu denken und zu handeln. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter übernimmt Verantwortung für ihre eigene Weiterentwicklung. Unsere Führungskräfte bieten dafür allen Mitarbeitern Möglichkeiten und Hilfestellungen. Die Förderung der Mitarbeiter erfolgt im Einklang mit den Geschäftszielen. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat eine bedeutsame Rolle in unserem Unternehmen, die ihren vollen Einsatz, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen täglich neu fordert. Unser Arbeits- und Führungsstil ist von Kooperationen und Vertrauen getragen. Flexibilität und Teamorientierung prägen unsere internen Umgangsformen und Strukturen. Unsere Führungskräfte werden erfolgsabhängig entlohnt.
Respekt vor Natur und Umwelt prägen unser Handeln und unsere Entscheidungen. Unsere Produkte sind natürlichen Ursprungs, nach modernen ökologischen Erkenntnissen entwickelt und produziert, biologisch abbaubar und umweltfreundlich. Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns ein besonderes Anliegen.
Hohe zertifizierte Produktionsstandards garantieren die Sicherheit unserer Produkte. Auf die stetige Anhebung der Hygiene- und Qualitätsstandards der von uns hergestellten Lebensmittel legen wir besonderen Wert. Wir verpflichten uns, die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte bis hin zu ihrem natürlichen Ursprung für unsere Kunden sicherzustellen.
Über unsere Ziele, Aktivitäten und Ergebnisse informieren wir Aktionäre, Mitarbeiter, Marktpartner, Medien und die Öffentlichkeit regelmäßig. Wir bemühen uns um hohe Transparenz bei allen wesentlichen Neuerungen und Entwicklungen.
Vorstandsvorsitzender seit 1992
Jahrgang 1950. Studium der Technischen Chemie an der Technischen Universität in Wien, Fachrichtung Biotechnologie. Nach dem Start in einem Pharmaunternehmen Beginn der AGRANA-Laufbahn in der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf und in der Stärkefabrik Gmünd (Leiter der Forschung und Entwicklung sowie Werksleiter und Geschäftsführer im Stärkebereich), seit 1988 Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG. 1992 Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der AGRANA Beteiligungs-AG mit Verantwortung für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Rohstoff, Produktion, Qualitätsmanagement, Personal, Kommunikation sowie Forschung und Entwicklung. Weitere Funktionen unter anderem Präsident des CEFS (Comité Européen des Fabricants de Sucre).
Vorstandsmitglied seit 1995
Jahrgang 1954. Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Tätigkeiten in einer Steuerberatung (Berufsanwärter für Steuerberater) und in einem Nahrungsmittelkonzern im Controlling sowie ab 1987 als Mitglied der Geschäftsführung. Von 1989 bis 1994 leitende Positionen in einem österreichischen Medienkonzern. Mit 1995 Bestellung zum Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG mit Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Controlling, Treasury, Marketing und Verkauf, Datenverarbeitung/Organisation und Beteiligungen.
Vorstandsmitglied seit 2005
Jahrgang 1962. Berufsausbildung zum Industriekaufmann und anschließend Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Mannheim. Seit 1990 Tätigkeiten in der Südzucker-Gruppe. Vor seiner Bestellung zum Vorstand der Südzucker AG als Direktor für die Bereiche strategische Unternehmensplanung, Konzernentwicklung und Beteiligungen zuständig. In seiner Funktion als Vorstandsmitglied der AGRANA verantwortlich für Interne Revision.
das abgelaufene Geschäftsjahr 2007|08 brachte in vielerlei Hinsicht enorme Herausforderungen für unser Unternehmen, die wir trotz dramatisch veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gut gemeistert haben. Zum einen war das Geschäftsjahr 2007|08 von einer in dieser Form in den vergangenen 20 Jahren nie dagewesenen globalen Rohstoffhausse geprägt. Für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft die Veredelung von agrarischen Rohstoffen ist und das damit relativ weit vorne in der Wertschöpfungskette steht, veränderte sich dadurch das Geschäft. Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielfältiger Natur.
Zunächst waren fundamentale Gründe dafür ausschlaggebend: Die rasante Wohlstandsentwicklung in den bevölkerungsreichen Emerging Markets führte zu einer substantiellen Änderung der Ernährungsweisen. Insbesondere steigender Fleischkonsum ließ den Eigenverbrauch an Rohstoffen, aber auch die Nahrungsmittelimporte in diese Länder überproportional ansteigen. Während in den Industrieländern der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch rund 88 Kilogramm pro Jahr beträgt, liegt er in den Entwicklungsländern noch bei 26 Kilogramm. Mit überwiegend vegetarischer Ernährung genügen 800 m2 , um einen Menschen ein Jahr zu ernähren, bei einem den Industrieländern entsprechenden Fleischkonsum sind es zirka 4.000 m2 . Um ein Kilogramm Schweinefleisch zu produzieren, werden rund 4 kg Futtermittel benötigt.
Weiters war die verstärkte Bioethanolproduktion in den USA ein zusätzlicher Nachfragefaktor, wodurch rund 80 Mio Tonnen Mais als Exportmenge im Jahr 2007 wegfiel. Und schließlich wurde auch aufgrund der stürmischen Konjunktur mehr Baumwolle in den Emerging Markets ausgepflanzt, wodurch sich die für Nahrungsmittel verfügbaren Flächen verringerten. Diese überdurchschnittliche Nachfragesteigerung fand vor dem Hintergrund regional ungünstiger klimatischer Bedingungen statt, wodurch sich eine Mangelsituation bei vielen Rohstoffen abzeichnete. Auch bei anderen agrarischen Produkten wie Obst und Gemüse war oftmals eine ähnliche Tendenz zu verzeichnen.
Diese Situation wäre noch überschaubar und kalkulierbar gewesen, hätte da nicht eine gewaltige Finanzspekulation auf agrarische Rohstoffe eingesetzt. Kapital, das bislang im Aktienbereich sowie in Industrie-Rohstoffen und Rohöl veranlagt war, entdeckte in zunehmendem Ausmaß die Welt der agrarischen Rohstoffe und löste damit einen nicht geahnten Verstärkereffekt aus. Auch in Österreich wurde in ganzseitigen Inseraten für Geldanlagen in Agrar-Rohstoffzertifikate geworben. Diese Mittelzuflüsse führten zu neuen täglichen Höchstständen für Soft-Commodities und bremsten naturgemäß auch die Verkaufsbereitschaft, stattdessen wurde Rohstoff gehortet.
Die Folgen waren Preisanstiege bei vielen Soft-Commodities von 80 % bis 100 % sowie ebenfalls Preisverdoppelungen bei agrarischen Nicht-Commodity-Rohstoffen, aber auch erratische Kursschwankungen an den Warenterminbörsen, die nur mit Spekulation erklärbar sind.
Faktum ist, dass durch die grundlegende Veränderung der Nachfragestruktur der agrarische Rohstoffmarkt von jahrzehntelang steigender Produktivität und dadurch gegebener Überschusssituation in eine Verknappungssituation geraten ist. Die Agrarwirtschaft braucht aber Zeit, um diesen neuen Herausforderungen zu entsprechen. Die gestiegenen Preise sind ein wichtiger Anreiz dafür.
In Europa hat die EU-Kommission mit der Aufhebung der 10 %-Flächenstilllegung richtig reagiert, zudem werden rund eine Million Hektar Anbauflächen durch die Reform der Zuckermarktordnung für andere Agrarprodukte frei. Ein weiterer Ansatz zur Effizienzsteigerung ist der verstärkte Anbau von speziellen Sorten für die Energiegewinnung unter Wahrung strenger ökologischer Grundsätze. Meiner Meinung nach ist im 21. Jahrhundert das Problem des Hungers in einzelnen Weltregionen nicht eine Frage der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, sondern ein politisches Problem und ein Verteilungsthema. Die hohe Nachfrage nach agrarischen Rohstoffen ist für viele arme Länder und Schwellenländer aber auch eine beachtliche Chance, ihre natürlichen Ressourcen optimal nutzen zu können.
Die zweite substantielle Änderung der Rahmenbedingungen betraf die Änderung der europäischen Zuckermarktordnung. Nach der unzureichenden Umsetzung der ersten Reformstufe wurden seitens der EU erfolgreich Schritte in Richtung höherer Ausstiegsanreize gesetzt. Die freiwilligen Quotenrückgaben haben rund 93 % des 6-Mio-Tonnen-Ziels der EU erreicht. AGRANA agiert nach dieser Reform als Nummer 1 in mittel- und osteuropäischen Defizitmärkten.
Unsere Strategie der drei Standbeine Zucker, Stärke und Frucht hat sich gerade in diesem schwierigen Umfeld optimal bewährt und ermöglichte AGRANA sogar eine Verbesserung
des operativen Ergebnisses von 107,0 m€ auf 111,4 m€. Der Konzernumsatz lag erwartungsgemäß mit 1.892,3 m€ leicht unter dem Vorjahreswert, der allerdings 14 Umsatzmonate des Segments Frucht enthalten hatte.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2007|08 die Entscheidung getroffen, im Rahmen der neuen EU-Zuckermarktordnung an der Neuordnung der Quoten aktiv teilzunehmen. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass wir durch konsequentes Kostenmanagement, unsere erfolgreiche Markenstrategie und aufgrund der ausgezeichneten Positionierung als führender Zuckerproduzent in Zentraleuropa langfristig gute Ergebnisse mit Zucker erzielen werden. Selbst in einem so schwierigen Jahr wie 2007|08 konnten wir ein vergleichsweise zufriedenstellendes operatives Segmentergebnis von 32,6 m€ erreichen.
Ebenso haben wir im Geschäftsjahr 2007|08 mit dem Bau der Rohzuckerraffinerie in Brcko und mit der Expansion nach Bulgarien wichtige Arrondierungsschritte gesetzt.
Stärke untermauerte im Geschäftsjahr 2007|08 neuerlich ihre Position als margenstärkstes Segment der AGRANA. Dafür war einerseits die gute Nachfrage, andererseits aber auch unsere erfolgreiche Strategie der konsequenten Hinwendung auf Spezialitäten verantwortlich. Durch rechtzeitig eingeleitete Kapazitätserweiterungen gelang es uns, diesen Trend optimal zu nutzen.
Im Geschäftsfeld Bioethanol wurde das Werk Pischelsdorf (Niederösterreich) fertig gestellt und im Herbst 2007 probeweise angefahren. Die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten bei unverändertem Ethanol-Verkaufspreis ließ allerdings einen wirtschaftlichen Regelbetrieb vorerst nicht zu und die endgültige Inbetriebnahme musste ins späte Frühjahr 2008 verschoben werden. Die mittlerweile wieder rückläufigen Getreidepreise zeigen, dass die damalige Entscheidung richtig war.
Zu Unrecht wurde in den vergangenen Monaten in einer teilweise unsachlich-emotionalen Diskussion die Umweltfreundlichkeit von Bioethanol in Frage gestellt. Tatsache ist, dass Bioethanol aus europäischer Produktion auf Basis strikter Umweltvorgaben einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen darstellt. Bioethanol ist aufgrund seines geringen Anteils am Rohstoffverbrauch in Europa auch in keinster Weise für den Preisanstieg bei Lebensmitteln verantwortlich. Niemand hat zudem Bioethanol als alleinige Lösung der Klimaproblematik verstanden, wohl aber als einen wichtigen Baustein innerhalb einer Reihe von Maßnahmen. Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, dann werden wir jeden verfügbaren Baustein benötigen, um unsere ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. AGRANA hat auf Basis der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Basis dafür in Österreich und Ungarn geschaffen.
Der Wachstumskurs der vergangenen Jahre konnte trotz der Verwerfungen auf der Rohstoffseite erfolgreich fortgesetzt werden. Dies schlug sich in einem Umsatz auf Basis von 12 Monaten in Höhe von 852,5 m€ (nach 914,6 m€ auf Basis von 14 Monaten) nieder. Neue Produktionseinheiten in Brasilien und China wurden in den AGRANA-Konzern integriert, wichtige strategische Weichenstellungen in Richtung Kapazitätserweiterungen an bestehenden Standorten getroffen.
Die neue Organisationsstruktur im Segment Frucht, insbesondere unsere globale Sourcing-Strategie, hat in einem schwierigen Umfeld ihre Feuertaufe erfolgreich bestanden, obwohl die enormen Rohstoffpreisanstiege noch nicht zur Gänze an den Markt weitergegeben werden konnten.
AUSBLICK
Die Nachfrage nach agrarischen Rohstoffen wird grundsätzlich anhalten, eine Rückkehr zu den Tiefstpreisen des vergangenen Jahrzehntes ist infolge des wachsenden Wohlstandes in den Emerging Markets nicht zu erwarten. Allerdings hat
die EU-Agrarpolitik auf die neue Situation bereits reagiert. Die Aufhebung der verpflichtenden Stilllegung von 10 % der EU-Agrarflächen im Anbaujahr 2008 wird zu einer Entspannung auf der Angebotsseite und, wie wir glauben, zu einer Wiederherstellung eines realistischen Preisgefüges führen.
Für AGRANA wird das angelaufene Geschäftsjahr 2008|09 bei Zucker im Zeichen von Konsolidierungs- und Optimierungsmaßnahmen stehen. Die derzeit in Umsetzung befindliche neue EU-Zuckermarktordnung lässt für das laufende Geschäftsjahr eine Marktstabilisierung erhoffen. Bei Stärke werden wir unsere erfolgreiche Strategie der Hinwendung zu attraktiven Spezialprodukten konsequent weiterführen und mit dem Start der Bioethanolanlage Pischelsdorf auch einen deutlichen Umsatzzuwachs erwirtschaften können. Im Segment Frucht werden wir im Bereich Fruchtzubereitungen trotz zunehmenden Wettbewerbs die Wachstumsstrategie auf globaler Basis vor allem durch organisches Wachstum fortsetzen, zumal wir nachfrageseitig auch in den kommenden Jahren attraktive Zuwachsraten erwarten.
Insgesamt ist somit ein Überschreiten der Zwei-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze im laufenden Geschäftsjahr geplant.
Abschließend möchte ich an dieser Stelle noch meinen Dank an unsere Kunden für das erwiesene Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen aussprechen. Mein Dank gilt auch unseren Aktionären und vor allem unseren Mitarbeitern, die im Geschäftsjahr 2007|08 mit einem durchwegs schwierigen Umfeld konfrontiert waren.
Mit freundlichen Grüßen,
Johann Marihart Vorsitzender des Vorstandes
Kernkompetenz der AGRANA ist die Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu Produkten für die weiterverarbeitende Industrie. In den drei Kerngeschäftsfeldern Zucker, Stärke und Frucht sichert AGRANA ihre Marktposition ab oder baut sie kontinuierlich aus. Dieser Wachstumskurs ist Grundlage für die Ertragskraft des Unternehmens. Die Umsetzung der Unternehmensstrategie erfolgt durch Konzentration auf Wachstum und Effizienz, Wert schaffende Investitionen und Akquisitionen, laufendes und konsequentes Kostenmanagement sowie eine nachhaltige Unternehmensführung.
AGRANA hat sich in drei Kerngeschäftsfeldern strategisch positioniert:
Bei Zucker und Isoglukose hat sich AGRANA seit 1990 zum führenden Anbieter in Zentral-, Ost- und Südosteuropa entwickelt. Markt-, Kosten- und Technologieführerschaft bei der Verarbeitung von Zuckerrüben und Rohzucker sind die Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg in diesem Segment. Unter Beachtung dieser Grundsätze ist AGRANA überzeugt, auch unter den sich laufend verändernden Rahmenbedingungen der EU-Zuckermarktordnung die Ertragskraft des Segmentes optimieren zu können.
Zucker ist das einzige Geschäftsfeld, in dem AGRANA neben dem kundenspezifisch ausgerichteten Industriegeschäft auch am Endkonsumenten-Markt tätig ist. Dies geschieht durch die erfolgreiche Forcierung regionaler Zuckermarken.
Im Stärkebereich setzt AGRANA seit Jahren mit Erfolg auf eine wachstumsorientierte Nischenstrategie. Durch den Ausbau der Produktion von Spezialstärken mit höherer Veredelungstiefe differenziert sich AGRANA von den europäischen Mitbewerbern. Die Konzentration auf innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufenden Produktentwicklungen sowie Kostenoptimierungen sind Basis für das Umsatz- und Ergebniswachstum im Stärkebereich.
AGRANA hat sich in Europa sowohl als führender Anbieter von Bio-Stärken und GVO1 -freien Stärken in der Lebensmittelindustrie als auch als Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik- und Pharmaindustrie etabliert. Durch spezifische Produktentwicklungen ist AGRANA auch ein wichtiger Lieferant für die Bauindustrie geworden.
Die AGRANA-Kernkompetenz – die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen zu industriellen Produkten – bildet die Basis für das Bioethanol-Geschäft. AGRANA wird in Zentraleuropa ein führender Anbieter dieses umweltfreundlichen Treibstoffes sein.
Im Segment Frucht konzentriert sich AGRANA auf die Bereiche:
AGRANA strebt im Segment Frucht kontinuierliches Wachstum an. Dies erfolgt sowohl durch Akquisitions- und Beteiligungsprojekte und geografische Expansion in Gebiete mit attraktivem Rohstoff- und Marktpotenzial als auch durch organisches Wachstum mit einer Stärkung der Marktposition in Ländern mit etablierten Geschäftsaktivitäten.
Ziel von AGRANA ist es, den global agierenden Kunden bei Fruchtzubereitungen, insbesondere der international tätigen Lebensmittelindustrie, unter der Marke "AGRANA" weltweit ausgezeichnete Produktqualität und optimalen Service und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
Strategisches Ziel von AGRANA bei Fruchtsaftkonzentraten ist es, durch die Erschließung neuer Rohstoffmärkte und mittels Akquisitionen die Marktposition über Europa hinaus zu verbreitern und im Industriegeschäft die Marke "AGRANA" als führenden Qualitätsanbieter von Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten zu positionieren.
Eine solide Eigenkapitalausstattung ist für AGRANA als wachstumsorientiertes und anlagenintensives Produktionsunternehmen eine wichtige Grundlage. AGRANA sieht ihre Aktionäre als Partner in der Realisierung der Unternehmensziele und bietet ihren Aktionären eine langfristig attraktive Anlagerendite bei ausgewogener Risikolage selbst in volatilen Kapitalmarktsituationen. Mit einer offenen und transparenten Informationspolitik verfolgt AGRANA das Ziel, das Vertrauen der Aktionäre in das Unternehmen weiter zu steigern und die geschäftliche Entwicklung sowie die unternehmerischen Entscheidungen einschätzbar und nachvollziehbar zu machen.
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USA
Umsatz 2006 |07: 1.915,8 m € (inklusive 14 Umsatzmonate im Segment Frucht aufgrund
Geschäftsjahresumstellung)
Führendes Zuckerunternehmen in Zentral- und Osteuropa.
Strategische Richtung: Absicherung der Marktanteile durch Markenpolitik und Vertriebsoptimierung.
Spezialist für maßgeschneiderte Stärkeprodukte im B2B-Bereich sowie Anbieter von Bioethanol und Isoglukose.
Strategische Richtung: Laufende Optimierung des Produktmix durch innovative Produkte.
Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie sowie führender Anbieter von Fruchtsaftkonzentraten für die Lebensmittelindustrie in Europa.
Strategische Richtung: Dynamisches Wachstum auf globaler Basis.
Umsatz 2007 |08: 1.892,3 m €
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UCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER T ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKERSTÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄ TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT Tropische Fruchtzubereitungen für den pazifischen Raum.
T ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄ TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT UCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER T ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄ TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT Südafrika Am weitesten entwickelter Markt in Afrika für AGRANA-Fruchtzubereitungen.
T ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄ TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT UCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER T ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄ TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT UCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER AGRANA im Zentrum der wirtschaftlichen und multikulturellen Kernzone Sydney-Ostküste.
TÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT ZUCKER STÄRKE FRUCHT
Südkorea
Hochentwickelter Markt für AGRANA-Fruchtzubereitungen.
UMSATZ 2007|08: 1.892,3 m€
21.5.2008 Bilanzpressekonferenz
4.7.2008 Hauptversammlung
9.7.2008 Dividenden-Ex-Tag und Dividendenzahltag
10.7.2008 Ergebnis erstes Quartal
15.10.2008 Ergebnis erstes Halbjahr
14.1.2009 Ergebnis erste drei Quartale
Die internationalen Finanzmärkte waren im abgelaufenen Geschäftsjahr von der US-Subprime-Krise, dem Kursrückgang des US-Dollars sowie steigenden Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Die dadurch ausgelöste Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten schlug auch auf den Leitindex der Wiener Börse ATX (Austrian Traded Index) durch, der nach seinem Höchststand bei 4.981,87 Basispunkten im Juli 2007 deutlich an Wert verlor. Anfang März 2008 war der Jahrestiefststand von 3.685,58 erreicht. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2007|08 wies der ATX mit 3.871,51 Punkten zum 29. Februar 2008 ein Minus von 10,7 % gegenüber dem 1. März 2007 aus.
Die AGRANA-Aktie entwickelte sich besser als der Gesamtmarkt und schloss das Geschäftsjahr 2007|08 mit einem Kurs von 72,09 €, was einem Rückgang um 4,4 % von 75,40 € zu Beginn des Geschäftsjahres entspricht. Der Höchstkurs lag am 31. Mai 2007 bei 84,99 €, der Tiefstkurs wurde mit 63,42 € am 26. November 2007 verzeichnet. Die Marktkapitalisierung errechnet sich zum Schlusskurs des Geschäftsjahres 2007|08 mit 1.023,83 m€. Das Handelsvolumen in AGRANA-Aktien im Geschäftsjahr 2007|08 lag mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von etwa 8.100 Stück (Einfachzählung) unter dem Niveau der Vorjahre. Das Umsatzvolumen mit AGRANA-Aktien an der Wiener Börse im Zeitraum März 2007 bis Februar 2008 entsprach einem Anteil von 0,20 % des Gesamtumsatzes an der Wiener Börse.
Die AGRANA-Aktie (ISIN-Code AT0000603709) notiert neben dem Prime Market der Wiener Börse auch im Präsenzhandel der Frankfurter Börse sowie an den Börsen Stuttgart und Berlin-Bremen. AGRANA ist mit einem Anteil von 1,42 % auch im VÖNIX-Index (österreichischer Nachhaltigkeitsindex) vertreten, der jene 29 börsennotierten österreichischen Unternehmen umfasst, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind.
Umfassende Information, hohe Transparenz und laufende Kommunikation mit Investoren und Analysten sind die Grundsätze für die Investor Relations- und Public Relations-Arbeit der AGRANA. Wirtschafts- und Fachmedien wurden mittels Bilanzpressekonferenz mit ausführlichen Informationen zum Geschäftsverlauf versorgt. Darüber hinaus hat der Vorstand die Öffentlichkeit im Berichtsjahr über eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Wirtschafts- und Agrarjournalisten sowie Presseaussendungen über aktuelle Themen informiert. Im Berichtsjahr wurden zwei Pressereisen veranstaltet, eine in die Ukraine zum Standort Vinnitsa sowie eine nach Ungarn anlässlich der Eröffnung der neuen Biogasanlage am Standort Kaposvár.
Im Rahmen mehrerer internationaler Roadshows und Investorenkonferenzen informierte der AGRANA-Vorstand institutionelle Investoren und Analysten über die Unternehmensentwicklung und die Perspektiven der AGRANA-Gruppe. Ergänzt wurde dieser direkte Dialog mit dem Management durch zahlreiche Einzelgespräche sowie Conference Calls mit Analysten und interessierten Investoren zu den Quartals- und Jahresergebnissen. Privataktionäre konnten sich im Rahmen der GEWINN-Messe in Wien über den laufenden Geschäftsgang der AGRANA informieren.
ISIN Code: AT0000603709 Börsesegment: Prime Market Art der Aktien: Stammaktien Anzahl der Aktien: 14.202.040 Grundkapital: 103,2 m€ Marktkapitalisierung (29. 2. 2008): 1.023,8 m€ Reuters-Code: AGRV.VI Bloomberg-Code: AGR AV Börsekürzel: AGR
Ein wichtiger Bestandteil der Investor Relations-Arbeit ist die aktuelle Kommunikation in Form von laufenden Updates der AGRANA-Website (www.agrana.com), wo alle Finanzberichte, Finanznachrichten, Ad-hoc-Mitteilungen sowie die Investorenpräsentationen zeitgleich ab Veröffentlichung abgerufen werden können. Damit kann AGRANA alle Finanzteilnehmer gleichwertig über den Unternehmensfortschritt informieren.
AGRANA erfreut sich zunehmenden Interesses seitens in- und ausländischer Anleger, was sich auch in einer steigenden Research Coverage niederschlägt. Im Juni 2007 publizierte Sal. Oppenheim die erste Analyse über AGRANA, einen Monat später folgte die Erstanalyse von Goldman Sachs. Im September 2007 veröffentlichte die Berenberg Bank erstmals eine Analyse. Somit wird AGRANA laufend von sechs Investmenthäusern analysiert: Raiffeisen Centrobank, UniCredit Markets & Investment Banking, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Berenberg Bank sowie Sal. Oppenheim. Eine Übersicht über die aktuellen Empfehlungen findet sich im Internet unter www.agrana.com > Investor Relations > Die Aktie > Analysen.
Für das Geschäftsjahr 2007|08 wird der Vorstand der Hauptversammlung am 4. Juli 2008 die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 1,95 € pro Aktie für die 14,2 Mio Aktien vorschlagen, was einem Ausschüttungsbetrag von rund 27,7 m€ entspricht. Damit untermauert AGRANA ihre konstante und nachhaltige Dividendenpolitik. Die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2007|08 beläuft sich somit auf 43,1 % (Vorjahr 40,2 %). Auf Basis eines Aktienkurses von 72,09 € per Ende Februar 2008 entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,7 %. Die Dividendenauszahlung an die dividendenberechtigten Aktionäre wird am 9. Juli 2008 über die entsprechende Depotbank erfolgen. Mit der Dividende partizipieren die Aktionäre an der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens.
AGRANA kann auf eine stabile Kernaktionärsstruktur vertrauen. Der Anteil der Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien betrug im Geschäftsjahr 2007|08 unverändert 75,5 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. 24,5 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Z&S als Mehrheitsaktionär ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim/ Ochsenfurt|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG sind die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, beteiligt. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrags bestehen unter anderem bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA nominiert. Beide erhalten für die Ausübung dieser Vorstandsfunktionen keine Bezüge.
Im Jänner 2007 hat Prudential plc, London, mit einigen ihrer Tochtergesellschaften den Besitz von mehr als 5 % der AGRANA-Aktien gemeldet.
| in € | |
|---|---|
| 07 08 | 4,53 |
| 06 07 | 4,85 |
| 05 06 | 4,42 |
1 Vorschlag an die Hauptversammlung.
AGRANA sieht in der Einhaltung der im Österreichischen Corporate Governance Kodex festgelegten Verhaltensregeln einen wesentlichen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. Die Einhaltung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz fördern das Vertrauen nationaler und internationaler Investoren in die nachhaltige Wertschöpfungskraft eines Unternehmens.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex, der auf dem Prinzip einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Unternehmen basiert, wurde im Oktober 2002 in Kraft gesetzt und zuletzt 2007 an die EU-Transparenz-Richtlinie angepasst (Download unter www.corporate-governance.at). Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechts, die Empfehlungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrates und der Vergütung von Direktoren sowie die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex ist ein Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens und basiert auf den wesentlichen Grundsätzen der Gleichbehandlung aller Aktionäre, Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, offenen Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, Transparenz, Vermeidung von Interessenkonflikten von Organen sowie einer effizienten Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer.
Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Die Unternehmenskultur in der AGRANA-Gruppe fußt seit jeher auf der offenen und konstruktiven Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, die gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Vorgaben des Kodex erfüllt werden.
Der Aufsichtsrat übt seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Der entsprechende Auszug aus der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates ist auf der AGRANA-Website (www.agrana.com > Über die AGRANA-Gruppe > Management > Aufsichtsrat/Ausschüsse) veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat beschlossen, die Leitlinien für die Definition der Unabhängigkeit von Mitgliedern des Aufsichtsrates in der Form des Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex zur Anwendung zu bringen.
Offenheit und Transparenz in der Kommunikation mit Aktionären und der interessierten Öffentlichkeit ist AGRANA ein besonderes Anliegen. Informationen, die Investoren in Conference Calls und Roadshows gegeben werden, werden daher zeitgleich auch allen übrigen Aktionären durch Veröffentlichung auf der Website (www.agrana.com) zur Verfügung gestellt.
Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat in seiner Sitzung vom 24. Februar 2005 einstimmig der Verpflichtung des Unternehmens zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex zugestimmt und die Erklärung über die Einhaltung des Kodex im Geschäftsjahr 2007|08 in seiner Sitzung vom 27. Februar 2008 erneuert.
Das freiwillige Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass neben den verpflichtenden L-Regeln, die auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhen, auch die C-Regeln ("Comply or Explain") einzuhalten sind. AGRANA strebt eine weitestgehende Einhaltung dieser Bestimmungen an. In wenigen Punkten wird von den "Comply or Explain"-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex abgewichen. Diese Punkte sowie die Begründung ihrer Nicht-Einhaltung sind auf der Website offengelegt und nachfolgend angeführt.
Die in Regel 38 bzw. 57 geforderte Altersgrenze für die Nominierung von Vorstandsmitgliedern bzw. für die Wahl zum Aufsichtsratsmitglied ist in der Satzung der AGRANA derzeit nicht vorgesehen. Eine gesonderte Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsrates statutarisch vorzusehen, wird von AGRANA als nicht notwendig bzw. als nicht sinnvoll und zweckmäßig angesehen.
Gemäß § 95 Abs. 5 Z12 AktG bedürfen Verträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen zu einer Leistung gegen ein nicht geringfügiges Entgelt verpflichten, der Zustimmung des Aufsichtsrates. Dies gilt auch für Verträge mit Unternehmen, an denen ein Mitglied des Aufsichtsrates ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Gegenstand und Bedingungen solcher Verträge werden aus geschäftspolitischen Gründen und aus Wettbewerbsgründen, wie in Regel 49 gefordert, nicht im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Die AGRANA Beteiligungs-AG weist einen Streubesitz von mehr als 20 % auf. Regel 54 des Österreichischen Corporate Governance Kodex verlangt ab dieser Grenze die Bestellung eines unabhängigen Mitgliedes des Aufsichtsrates, das nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % ist oder dessen Interessen vertritt. Ein solcher Streubesitzvertreter gehört dem Aufsichtsrat der AGRANA nicht an.
Alle übrigen C-Regeln des Corporate Governance Kodex werden eingehalten.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2007|08 eine freiwillige Evaluierung der Einhaltung der Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex durch die Univ.-Prof. DDr. Waldemar Jud Unternehmensforschung GmbH vornehmen lassen. Diese Evaluierung erfolgte unter Anwendung des Fragebogens zur Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance.
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 2007 08 | 2006 071 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.892.275 | 1.915.819 | –1,2 |
| EBITDA | 184.532 | 187.493 | –1,6 |
| Operatives Ergebnis | 111.411 | 106.988 | +4,1 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –9.901 | –1.207 | +820,3 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 101.510 | 105.781 | –4,0 |
| ROCE | 8,2 % | 8,6 % | –15,1 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 207.734 | 157.357 | +32,0 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 3.443 | 5.555 | –38,0 |
| Mitarbeiter | 8.140 | 8.223 | –1,0 |
1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007|08 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernabschluss deckt das AGRANA-Geschäftsjahr (März 2007 bis Februar 2008) ab und vergleicht es mit dem Vorjahr.
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2007|08 wurde die Vertriebsgesellschaft AGRANA Bulgaria AD, Sofia|Bulgarien, erstmals vollkonsolidiert und die STUDEN-AGRANA Rafinerija secera d.o.o., Brcko|Bosnien-Herzegowina, erstmals quotenkonsolidiert. Bei der STUDEN-AGRANA Rafinerija secera d.o.o. handelt es sich um ein Joint Venture zur Errichtung und zum Betrieb einer Rohzuckerraffination in Bosnien-Herzegowina. Die Gesellschaften des Segments Frucht wurden im Geschäftsjahr 2006|07 aufgrund der Umstellung ihres Geschäftsjahres auf das Geschäftsjahr der AGRANA Beteiligungs-AG mit insgesamt 14 Monaten in den Konzernabschluss einbezogen. Die Berücksichtigung der beiden zusätzlichen Monate erfolgte im vierten Quartal 2006|07.
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2007|08 lag mit 1.892,3 m€ erwartungsgemäß leicht unter dem des Vorjahreswertes mit 1.915,8 m€. Ausschlaggebend dafür war die Anpassung des Geschäftsjahres des Segments Frucht im Vorjahr an das AGRANA-Geschäftsjahr mit der Einbeziehung von zwei zusätzlichen Monaten. Auf Basis eines 12-Monats-Vergleiches konnte der Konzernumsatz um 6,2 % gesteigert werden.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wie der EU-Zuckerquotenreduktion und erheblich gestiegener Rohstoffkosten konnte das Operative Ergebnis um 4,1 % von 107,0 m€ auf 111,4 m€ gesteigert werden.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2007|08 101,5 (Vorjahr 105,8) m€. Darin ist ein kumuliertes Sonderergebnis des Geschäftsjahres 2007|08 von –9,9 (Vorjahr –1,2) m€ enthalten. Dieses setzt sich aus Anlaufkosten für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf von 6,8 (Vorjahr 1,2) m€, dem aus der Restrukturierung des Zuckerbereiches resultierenden positiven Sondereffekt in Höhe von 1,4 m€ sowie Restrukturierungsaufwendungen unter anderem für die Werksschließung in Kaplice|Tschechien im Segment Frucht in Höhe von 4,6 m€ zusammen.
Im Finanzergebnis von –28,4 (Vorjahr –12,3) m€ widerspiegeln sich deutlich höhere Finanzaufwendungen infolge der Finanzierung des Working Capitals und der intensiven Investitionstätigkeit in das Wachstum des Konzerns. Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug somit 73,1 (Vorjahr 93,5) m€, der Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten 63,8 (Vorjahr 71,1) m€. Der den AGRANA-Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss erreichte 64,3 m€ nach 68,9 m€ im Vorjahr, das Ergebnis je Aktie 4,53 (Vorjahr 4,85) €.
Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2007|08 beliefen sich auf 207,7 (Vorjahr 157,4) m€ und untermauern mit einer Steigerung um 50,4 m€ (+32 %) den AGRANA-Wachstumskurs.
Die Sachanlageninvestitionen im Segment Zucker in Höhe von 41,9 (Vorjahr 30,3) m€ betrafen neben Anlagenoptimierungen sowie Effizienzsteigerungen beim Energieeinsatz vor allem den Bau der Rohzuckerraffinerie in Brcko|Bosnien-Herzegowina.
Im Segment Stärke wurden die bereits im Vorjahr verdoppelten Investitionen in Sachanlagen nochmals von 79,2 m€ auf 122,9 m€ erheblich gesteigert. Sie betrafen mit einem Anteil von 73,2 (Vorjahr 45,0) m€ vor allem den Bau der Bioethanolanlage Pischelsdorf (Niederösterreich). Weitere Investitionsschwerpunkte waren vor allem Kapazitätserweiterungen an den anderen Standorten.
Im Geschäftsjahr 2007|08 beliefen sich die Investitionen im Segment Frucht auf insgesamt 42,9 (Vorjahr 47,8) m€. Investitionsschwerpunkte waren die Fertigstellung des neuen Fruchtzubereitungswerkes in Brasilien sowie Anlagenoptimierungen.
Die Bilanzsumme zum 29. Februar 2008 betrug 2.203,9 (Vorjahr 1.931,7) m€. Als Folge der Investitionstätigkeit erhöhte sich das Sachanlagevermögen um 108,3 m€ auf 653,3 m€ nach 545,0 m€ im Vorjahr. Aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung stiegen die Vorräte um 33,4 % von 510,0 m€ auf 680,3 m€.
Das Eigenkapital stieg um 3 % von 895,5 m€ auf 922,1 m€, was einer Eigenkapitalquote von 41,8 % entspricht. Einem deutlichen Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 24,4 m€ von 331,7 m€ auf 307,3 m€ standen die Ausweitung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 194,4 m€ auf 370,1 m€ gegenüber. Ursache dafür war die Finanzierung des Working Capitals infolge von Lageraufbau sowie der gestiegenen Rohstoffkosten.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2007|08 –4,2 (Vorjahr 136,9) m€ und setzt sich aus einem Cashflow aus dem Ergebnis von 140,8 (Vorjahr 150,5) m€, einer Veränderung des Working Capitals von –144,8 (Vorjahr –11,7) m€ und Gewinnen aus Anlagenabgängen von 0,3 (Vorjahr 1,9) m€ zusammen. Die negative Entwicklung des Working Capitals ist vorrangig auf den Vorratsaufbau infolge der gestiegenen Rohstoffkosten zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich um 2,4 m€ auf –169,5 m€. Dies resultierte vor allem aus den gestiegenen Investitionen in Sachanlagen, einem geringeren Erwerb von Finanzanlagen sowie den Erlösen aus dem Verkauf von Wertpapieren. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Cashflow von 127,4 m€ im Vergleich zu 83,2 m€ im Geschäftsjahr 2006|07. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Kreditaufnahme für die Finanzierung des Working Capitals zurückzuführen.
Am Ende des Geschäftsjahres 2007|08 standen die Finanzmittel bei 86,8 (Vorjahr 132,2) m€.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Umsatzerlöse | 772.028 | 804.574 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –20.332 | –19.908 |
| Außenumsatz | 751.696 | 784.666 |
| Operatives Ergebnis | 32.578 | 32.915 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinflüssen) | 34.017 | 32.915 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 41.948 | 30.337 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 3.310 | 2.784 |
| Mitarbeiter | 2.597 | 2.723 |
Im Segment Zucker musste im Geschäftsjahr 2007|08 ein Umsatzrückgang um rund 4 % von 804,6 m€ auf 772,0 m€ verzeichnet werden. Einem Wachstum in Bulgarien und Bosnien standen aufgrund der EU-Quotenreduktion stagnierende oder rückläufige Absatzmengen in den angestammten Märkten gegenüber. Die Preise mussten mit der Ernte 2007 den Marktgegebenheiten angepasst werden. Der Absatz
von "Out of Quota"-Zucker (über die Quote hinaus produzierter Zucker) an die chemische Industrie konnte die früheren Exportmengen an C-Zucker nicht vollständig kompensieren. Der Umsatzanteil von Zucker am Konzernumsatz beträgt nunmehr rund 39,7 %.
Dennoch konnte das Operative Segmentergebnis durch Rationalisierungen im Personalbereich, weitere Reduktion der Fixkosten infolge der gesetzten Strukturmaßnahmen sowie höhere sonstige Erträge mit 32,6 m€ auf Vorjahresniveau gehalten werden. Unter Berücksichtigung der Restrukturierung in Ungarn und der damit verbundenen Schließung des Standorts Petöháza wird insgesamt ein positives Restrukturierungsergebnis in Höhe von 1,4 m€ ausgewiesen.
| 2007 08 in t€ |
2006 07 in t€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 339.988 | 253.429 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –51.885 | –36.891 |
| Außenumsatz | 288.103 | 216.538 |
| Operatives Ergebnis | 35.333 | 28.511 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinflüssen) | 28.570 | 27.304 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 122.861 | 79.232 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 142 |
| Mitarbeiter | 847 | 776 |
Mit einer zweistelligen Umsatz- und Ergebnissteigerung trug das Segment Stärke deutlich zum Erfolg der AGRANA im Geschäftsjahr 2007|08 bei. Die Umsatzsteigerung auf 340,0 (Vorjahr 253,4) m€ war in höheren Absatzmengen und Preisen begründet. Trotz gestiegener Rohstoffkosten konnte das Operative Ergebnis auf 35,3 (Vorjahr 28,5) m€ verbessert werden. Die nicht aktivierbaren Aufwendungen für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf belasteten das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2007|08 mit 6,8 m€.
| 2007 08 in t€ |
2006 071 in t€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 852.520 | 914.619 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –44 | –4 |
| Außenumsatz | 852.476 | 914.615 |
| Operatives Ergebnis | 43.500 | 45.562 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | ||
| (nach Sondereinflüssen) | 38.923 | 45.562 |
| Investitionen in Sachanlagen | ||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 42.925 | 47.788 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 133 | 2.629 |
| Mitarbeiter | 4.696 | 4.724 |
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht trugen mit 852,5 m€ nach 914,6 m€ im Vorjahr (mit 14 Umsatzmonaten) zum Gesamtumsatz der AGRANA bei. Mit einem Anteil von 45,1 % ist Frucht das umsatzstärkste Segment der AGRANA. Bereinigt um die zwei Monate der Geschäftsjahresanpassung im Vorjahr wurde ein organisches Wachstum von 9 % erreicht. Gegen Ende des Geschäftsjahres konnten großteils Preisanpassungen erzielt werden, um die Rohstoffkostensteigerungen auszugleichen. Das Operative Ergebnis liegt mit 43,5 m€ aufgrund des Wegfalls von zwei Monaten wegen der vorjährigen Anpassung des Geschäftsjahres unter dem Vorjahresniveau (45,6 m€). Die Operative Ergebnismarge erreichte 5,1 %. Restrukturierungsmaßnahmen von rund 4,6 m€ wurden unter anderem für die geplante Schließung des Fruchtzubereitungswerkes in Kaplice|Tschechien berücksichtigt.
Die Möglichkeit, bis Ende März 2008 zu gleichen Konditionen freiwillig Quoten an den Restrukturierungsfonds zurückgeben zu können, hat AGRANA in der Slowakei genutzt. Die ursprüngliche slowakische Länderquote wurde um 50 %
verringert und damit den slowakischen Bauern der Bezug von EU-Rübenzuzahlungen ermöglicht. Diese Maßnahme dient der Sicherstellung der Rohstoffversorgung und der wirtschaftlichen Weiterführung unserer slowakischen Zuckerproduktion in Sered.
Im Zuge der ungarischen Standortoptimierung wurde auch der Transfer der Produktionsstätte der INSTANTINA Hungaria Kft., die auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Petöháza| Ungarn angesiedelt ist, nach Dürnkrut|Österreich beschlossen. Für die 50 Mitarbeiter wurde ein Sozialplan ausverhandelt. Am Standort Dürnkrut|Österreich werden 16 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
AGRANA unterzeichnete eine Vereinbarung mit Yantai North Andre Juice Company Ltd. zum Erwerb von 50 % an einem weiteren chinesischen Apfelsaftkonzentratwerk in Yongji. Gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner wird in der Provinz Shanxi mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Tonnen "süßes" Apfelsaftkonzentrat produziert. Chinesisches Apfelsaftkonzentrat wird qualitativ als "süß" bezeichnet, da ihm die für europäisches Konzentrat typische Säure fehlt.
Die Transaktion wurde vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden abgeschlossen. Bereits im Juli 2007 ging die Produktionsanlage in Yongji mit einer Verarbeitungskapazität von 140.000 Tonnen Äpfeln pro Jahr in Betrieb. AGRANA und ihr Joint Venture-Partner planen die Produktionskapazität bis 2009 zu verdoppeln. Durch dieses zweite Joint Venture setzt AGRANA einen weiteren Schritt in das weltweit größte Apfelanbaugebiet und kann ihre Marktposition weiter ausbauen.
27
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Wer Bestleistungen erzielen möchte, braucht beste Unterstützung – zum Beispiel durch Zucker von AGRANA. Zucker ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil unserer Nahrung und ein schneller Energielieferant. Als führender Zuckerproduzent in Zentral- und Osteuropa setzt AGRANA seit zwei Jahrzehnten Maßstäbe. Eine klare Markenpolitik, gepaart mit einem effizienten Vertriebsnetz und modernster, ressourcenschonender Produktionstechnologie sichert AGRANA auch in Zukunft die Poleposition in dieser Region.
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2007 08 | 2006 07 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m€ | in m€ | in % | |
| Umsatzerlöse | 772,0 | 804,6 | –4,1 |
| Operatives Ergebnis | 32,6 | 32,9 | –0,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 41,9 | 30,3 | +38,3 |
| Mitarbeiter | 2.597 | 2.723 | –4,6 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Die AGRANA Zucker GmbH ist operativ im österreichischen Zuckergeschäft tätig und fungiert als Holding im Segment Zucker für die Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina.
Neben dem klassischen Zuckergeschäft umfasst das Segment Zucker das Geschäft der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. in Österreich inklusive deren ungarischer Tochtergesellschaft. Die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. ressortiert ebenfalls zum Segment Zucker.
Der Vertrieb von Zucker und Lebensmittelstärkeprodukten wurde bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007|08 über die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H. (AMV), eine Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, abgewickelt. Der Vertrieb der Gastronomieprodukte der zur PortionPack Europe-Gruppe gehörenden Hellma Lebensmittel-Verpackungs-Ges.m.b.H. erfolgte ebenfalls durch die AMV. Das umfangreiche Futtermittelsortiment (Nebenprodukte aus der Zucker- und Stärkegewinnung inklusive Handelsaktivitäten mit Futtermitteln) wurde im Geschäftsjahr 2007|08 ebenfalls über die AMV abgesetzt. Ab dem Geschäftsjahr 2008|09 ist der Zuckervertrieb in die AGRANA Zucker GmbH integriert und der Futtermittelverkauf aus der Stärkeproduktion dem Segment Stärke zugeordnet.
Die Schätzungen des unabhängigen Marktbeobachters F.O. Licht für die weltweite Zuckerproduktion beziffern sich auf rund 169 (Vorjahr rund 167) Mio Tonnen für das Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 (Oktober 2007 bis September 2008). Während die europäische Rübenzuckerproduktion gedrosselt wird, ist für die Rohrzuckerproduktion ein Anstieg um 2,6 % auf rund 134 Mio Tonnen prognostiziert. Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 rechnen die Experten allerdings mit einem Abbau der weltweiten Zuckerbestände aufgrund der niedrigen Vorjahrespreise, des steigenden Bedarfs Brasiliens für die Ethanolproduktion sowie der Reduktion der indischen Zuckerrohrproduktion.
13,4
MITARBEITER
05|06
Die Rohzuckernotierung in New York erreichte im Mai und Juni 2007 mit Notierungen unter 200 USD pro Tonne den Jahrestiefstpunkt. Nach einem Zwischenhoch von 331 USD pro Tonne Anfang März 2008 lag die Notierung zum 14. März 2008 mit 299 USD pro Tonne um 30 % über dem Vorjahr (230 USD pro Tonne). Parallel dazu hat der Weltmarktpreis für Weißzucker (Notierung London) Anfang März 2008 mit 397 USD pro Tonne den zwischenzeitlichen Höchststand erreicht. Im Jahresvergleich zum 14. März 2008 stieg Weißzucker von 347 USD pro Tonne um rund 4 % auf 360 USD pro Tonne.
Im Rahmen der EU-Zuckermarktordnungsreform ist eine Reduzierung der früheren EU-Quotenzuckerproduktion von rund 18 Mio Tonnen um rund 6 Mio Tonnen erforderlich. Seit Umsetzung der Reform wurden in den ersten beiden Zuckerwirtschaftsjahren 2006|07 und 2007|08 jedoch erst 2,2 Mio Tonnen Quoten auf freiwilliger Basis an den Restrukturierungsfonds zurückgegeben, sodass sich der Restrukturierungsprozess aufgrund der fehlenden 3,8 Mio Tonnen verzögerte.
Um dem sich aus dem verzögerten Restrukturierungsprozess resultierenden Zuckerquotenüberhang im Zuckerwirtschaftsjahr 2007|08 entgegenzuwirken, hat die EU-Kommission im Februar 2007 eine präventive Marktrücknahme von bis zu 13,5 % der Quote verordnet. In Ländern, in denen bereits Quoten an den Restrukturierungsfonds zurückgegeben wurden, fiel dieser Anteil geringer aus. Für die AGRANA-Gruppe lag die Kürzung bei durchschnittlich 10,5 %.
Daher verabschiedete der Agrarministerrat auf Vorschlag der EU-Kommission am 26. September 2007 Änderungen, die den Restrukturierungsprozess im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 beschleunigen sollen. Durch diese Änderungen wurde der Anreiz für Rübenanbauer und Zuckerfabriken deutlich erhöht, Quoten im Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 in den Restrukturierungsfonds zu geben.
Die wesentlichen Änderungen der beschlossenen Verordnung sind:
❚ Befreiung von der Umstrukturierungsabgabe auf die präventive Quotenrücknahmemenge in Höhe von 173,8 € pro Tonne für Zuckerunternehmen, falls die Quotenrückgabe mindestens die Höhe der präventiven Marktrücknahme des Zuckerwirtschaftsjahres 2007|08 erreicht.
❚ Erhalt einer einmaligen, zusätzlichen Beihilfe ("Top-Up-Prämie") für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 in Höhe von 237,5 € pro Tonne für die Landwirte. Zusammen mit dem fixen 10 %-Anteil aus der Umstrukturierungsbeihilfe entspricht dies insgesamt maximal 300 € pro Tonne zurückgegebener Quote.
In Hinblick auf die geänderten Rahmenbedingungen kam es bis zum 31. Jänner 2008 zu einer Quotenrückgabe von 2,6 Mio Tonnen für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09. Seitens der EU wurde für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 keine präventive Marktrücknahme im Frühjahr 2008 vorge-
| Österreich | Ungarn | Tschechien | Slowakei | Rumänien1 | Gesamt | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Rübenbauern | 8.571 | 182 | 149 | 101 | 96 | 9.099 | 9.517 |
| Erntefläche (ha) | 42.363 | 17.619 | 13.281 | 7.719 | 6.815 | 87.797 | 88.085 |
| Kampagnedauer (Tage) | 103 | 70 | 83 | 117 | 61 | 93 | 89 |
| Tagesverarbeitung (t) | 24.451 | 12.452 | 8.315 | 3.204 | 2.654 | 51.076 | 54.724 |
| Gesamtrüben | |||||||
| verarbeitung (t)2 | 2.518.412 | 870.524 | 690.181 | 374.862 | 161.920 | 4.615.899 | 4,741.089 |
| Rübenertrag (t/ha) | 62,90 | 44,40 | 51,90 | 41,80 | 24,00 | 52,653 | 53,693 |
| Zuckergehalt | 16,57 % | 15,39 % | 16,36 % | 15,00 % | 15,20 % | 16,14 %3 | 17,42 %3 |
| Rübenzucker | |||||||
| produktion (t)4 | 383.324 | 149.063 | 100.889 | 56.837 | 20.968 | 711.080 | 749.490 |
| AGRANA-Quote (t) | |||||||
| im ZWJ 2007 085 | 351.027 | 142.689 | 87.123 | 56.837 | 20.968 | 658.644 | 621.566 |
| im ZWJ 2008 09 | 351.027 | 105.420 | 93.973 | 43.842 | 24.240 | 618.502 | 658.644 |
1 Rübenzuckerkampagne.
2 Inklusive grenzüberschreitender Rohstoffswaps.
3 Gewichtete Durchschnittswerte.
4 Inklusive Übertrag aus ZWJ 2006|07 und grenzüberschreitender Rohstoffswaps.
5 Nach präventiver Marktrücknahme im Februar 2007.
sehen. Im Rahmen der zweiten Welle bis Ende März 2008 wurden weitere rund 0,8 Mio Tonnen Zuckerquoten zurückgegeben. AGRANA hat sich im Rahmen dieser beiden Wellen mit einer Rückgabe von rund 117.000 Tonnen Zuckerquoten für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 beteiligt. Um dem Reformziel nachzukommen, sind somit noch Quotenrückgaben im Ausmaß von zirka 0,4 Mio Tonnen notwendig. Falls das Rückgabeziel von 6 Mio Tonnen am Ende der Reform nicht erreicht ist (eine Rückgabe mit 520 € pro Tonne Umstrukturierungsbeihilfe ist auch noch per 31. Jänner 2009 möglich), erfolgt im Februar 2010 eine zwangsweise, entschädigungslose Quotenkürzung über alle Mitgliedsstaaten. Sollten keine weiteren Quoten mehr zurückgegeben werden, würde für den AGRANA-Konzern dieser Final Cut nach heutigem Stand rund 2,8 % der Quote betragen.
Mit Auslaufen des Cotonou-Abkommens Ende 2007, das die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) regelte, wurde mit bestimmten AKP-Staaten eine Übergangsregelung zum künftigen zoll- und quotenfreien Marktzugang ab dem 1. Jänner 2008 vereinbart. Diese Übergangsregelung wurde notwendig, da die Verhandlungen zum "Wirtschaftlichen Partnerschaftsabkommen" (EPA), das dem Cotonou-Abkommen nachfolgen soll, noch nicht abgeschlossen sind. Für Zucker und Reis ist eine Übergangsperiode vorgesehen.
Die WTO-Verhandlungen wurden im Juni 2007 zunächst ohne Ergebnis abgebrochen. Für April 2008 war ein Ministertreffen in Genf geplant, dessen Verhandlungsergebnis entscheidend sein wird, um weiterhin einen ausreichenden EU-Außenschutz für Zucker sicherzustellen. Zuletzt hatte der WTO-Agrarausschussvorsitzende Falconer eine Zollkürzung für gut geschützte Produkte zwischen 66 % und 73 % vorgeschlagen, wobei 4 % bis 6 % der Erzeugnisse als "sensible Produkte" eingestuft und somit einem geringeren Zollabbau, allerdings mit weiteren zollfreien Importquoten, unterworfen sein könnten.
Unter Berücksichtigung der geänderten Marktbedingungen konnte AGRANA mit dem Dachverband der österreichischen Zuckerrübenanbauer "Die Rübenbauern" sowie mit den bäuerlichen Interessengemeinschaften in den Beteiligungsländern neue Vereinbarungen treffen.
Für das Geschäftsjahr 2007|08 stand AGRANA nach der präventiven Marktrücknahme im Februar 2007 eine Zuckerquote von 351.027 Tonnen zur Verfügung. Im Rahmen der ersten Rückgabewelle bis 31. Jänner 2008 gab AGRANA in Österreich rund 55.000 Tonnen Quote für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 zurück. Darüber hinaus ist eine weitere freiwillige Quotenrückgabe an den Restrukturierungsfonds in der zweiten Welle nicht erfolgt. Die durch die präventive Marktrücknahme frei gewordenen Rübenflächen wurden mit dem Anbau von Industrierüben kompensiert. AGRANA wird aus der Zuckerproduktion 2007|08 14.036 Tonnen in das nächste Zuckerwirtschaftsjahr vortragen.
Der stark steigende Wettbewerb aus den benachbarten osteuropäischen Ländern sowie aus den Balkanstaaten prägte den Absatzmarkt in Österreich auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Trotz des Importdrucks aus diesen Ländern konnten die Absatzmengen im Industriebereich gesteigert und folglich der Marktanteil ausgebaut werden. Die erfolgreiche Positionierung von AGRANA Zucker mit der Marke "Wiener Zucker" als österreichisches Qualitätsprodukt trug den Absatz im Einzelhandel. Erhöhter Marktdruck machte jedoch Preiskorrekturen erforderlich. Das Exportvolumen wurde infolge des Wettbewerbs am europäischen Markt und aufgrund des Mehrabsatzes in Österreich reduziert.
Die AGRANA Zucker GmbH verzeichnete mit einem Umsatz von 272,5 (Vorjahr 306,5) m€ einen Rückgang von 11,1 %. Bedingt durch die geringeren Produktionsmengen infolge der Zuckermarktordnungsreform waren auch geringere Absatzmengen verfügbar. Infolge der WTO-Panelentscheidung wurde die im Jahr 2006 letztmalige Exportmöglichkeit von C-Zucker stark beschränkt. Insgesamt konnten mit 427.000 Tonnen Zucker um 129.000 Tonnen weniger als im Vorjahr abgesetzt werden. Der Quotenzuckerverkauf betrug 374.000 (Vorjahr 403.000) Tonnen, wobei die Exportmengen von Quotenzucker in Drittländer mit über 7.000 Tonnen über dem Vorjahresniveau lagen. Auch beim Absatz von Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie mussten Einbußen aufgrund der neuen Rahmenbedingungen verzeichnet werden.
Bei den Nebenprodukten (Melasse, Schnitzel) kam es aufgrund der geringeren verfügbaren Menge infolge des Rückgangs bei der Zuckerproduktion sowie der gestiegenen Preise bei Futtermitteln zu deutlichen Preissteigerungen. Vor allem bei Trockenschnitzeln hatte der weltweite Anstieg der Getreidepreise einen positiven Effekt auf die Preisentwicklung.
Der durch eine gezielte Einkaufspolitik gegenüber dem Vorjahr etwas niedrigere Gaspreis brachte eine Verringerung der Energiekosten je produzierter Tonne Weißwert um 4,1 %.
Durch eine Vielzahl von Maßnahmen (Optimierung der Verdampferstufe, Verbesserung der Rohsafterwärmung) in den beiden österreichischen Zuckerfabriken konnte der Energieverbrauch in der Zuckerproduktion um durchschnittlich 3,1 % reduziert werden. Weitere Investitionen im Geschäftsjahr 2007|08 in Höhe von 2,2 m€ betrafen die Optimierung der Anlagen in Tulln und Leopoldsdorf sowie entsprechende Ersatzinvestitionen. Weiters wurden der Vertrieb und die Rohstoffabteilung der AGRANA Zucker von Wien an den Zuckerstandort Tulln konzentriert, wofür das Verwaltungsgebäude erweitert wurde.
Der Magyar Cukor Zrt. wurde beim EU-Beitritt Ungarns ursprünglich eine Produktionsquote von 152.137 Tonnen zugesprochen. Durch die präventive Quotenkürzung im Februar 2007 stand für das Anbaujahr 2007 eine Produktionsquote von 142.689 Tonnen zur Verfügung. Die Zuckerindustrie einigte sich mit den ungarischen Rübenbauern im November 2007 darauf, die ursprüngliche ungarische Zuckerquote zu halbieren, um den Landwirten eine fünfjährige gekoppelte EU-Ausgleichszahlung in Höhe von 6,6 € pro Tonne Rübe zu ermöglichen. Für AGRANA bedeutet diese Entscheidung die Rückgabe von 30 % der ungarischen Produktionsquote und eine damit verbundene Schließung eines ungarischen Standortes in Petöháza. Somit beträgt die ungarische Quote für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09 105.420 Tonnen. Nach dem Ausstieg aller Mitbewerber ist AGRANA nunmehr mit dem Werk Kaposvár der einzige Rübenzuckerproduzent in Ungarn. Nach insgesamt 75 % Quotenrückgabe ist Ungarns Zuckermarkt nun defizitär. Die höhere Isoglukosequote der HUNGRANA wird dadurch besseren lokalen Absatz finden können. Es wird damit gerechnet, dass sich die Zuckerrübenanbauflächen im kommenden Anbaujahr aufgrund der Konkurrenzsituation zu Getreide- und Ölsaaten stark reduzieren werden.
Mit einem Umsatz von 117,4 (Vorjahr 135,4) m€ war das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2007|08 zwar von einem Umsatzrückgang, aber von deutlichen Absatzsteigerungen sowohl im Industrie- als auch im Handelsbereich geprägt. Die inländischen Absatzmengen konnten um 22.000 Tonnen auf 117.000 Tonnen gesteigert werden. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den Marktaustritt eines ungarischen Mitbewerbers, aber auch auf intensive Verkaufsanstrengungen, die mit entsprechenden Preiskorrekturen im Handelssektor einhergingen. Dadurch konnte die Marktposition in Ungarn deutlich gefestigt und der Marktanteil entsprechend ausgebaut werden. Der Importdruck aus Kroatien und Serbien hatte negativen Einfluss auf die Preisbildung am ungarischen Zuckermarkt. Die Exporte vor allem in Länder außerhalb der EU konnten deutlich erhöht werden.
Witterungsbedingt kam es an beiden ungarischen Standorten zu Engpässen bei der Rübenversorgung, wodurch die Rübenverarbeitung zeitweise gedrosselt werden musste. Am Standort Petöháza wurde die letzte Zuckerkampagne im Jahr 2007 erfolgreich beendet.
Das Investitionsvolumen in Ungarn betrug im Geschäftsjahr 2007|08 9,6 m€. Neben Ersatzinvestitionen und Instandhaltungen lag der Investitionsschwerpunkt auf der Errichtung der Biogasanlage in Kaposvár, welche nach nur sechs Monaten Bauzeit in der Kampagne 2007 bereits mehr als 40 % des Primärenergiebedarfs der Zuckerfabrik aus Zuckerrübenschnitzeln abdecken konnte. Seit Kampagneende wird der Heizenergiebedarf zur Gänze mit Biogas gedeckt.
Durch einen Quotenzukauf von 3.819 Tonnen kann die Produktionsquote von AGRANA für das Anbaujahr 2008 auf 93.973 Tonnen Weißzucker aufgestockt werden. Eine Quotenrückgabe an den Restrukturierungsfonds ist nicht erfolgt.
Der Umsatz der Moravskoslezské Cukrovary a.s. belief sich im Geschäftsjahr 2007|08 auf 70,3 (Vorjahr 79,8) m€. Deutliche Absatzsteigerungen, allerdings mit Preisanpassungen, wurden im Inlandsabsatz überwiegend im Industriebereich, aber auch im Haushaltssektor erreicht. Somit konnten Marktanteile dazugewonnen werden. Mit der Kampagne 2007 und dem Importdruck aus Polen kam es im Jahresverlauf zu Preisreduktionen. Die Gesamtabsatzmenge war mit 110.000
(Vorjahr 131.000) Tonnen rückläufig, was vor allem mit dem im Vorjahr erfolgten Verkauf von 19.000 Tonnen in die Intervention begründet war.
Notwendige Ersatzinvestitionen sowie energiesparende Maßnahmen wurden mit Investitionen in Höhe von 5,2 m€ durchgeführt. Der Energieverbrauch bei der Rübenverarbeitung konnte um 1,8 % gesenkt werden.
Die Quote von Slovenské Cukrovary s.r.o. betrug für das Jahr 2007|08 ursprünglich 59.403 Tonnen Weißzucker, die infolge der präventiven Marktrücknahme auf 56.837 Tonnen gekürzt wurde. Durch Teilnahme an der ersten Welle der Restrukturierung im Jänner 2008 reduzierte sich die Quote um 10 % auf 53.462 Tonnen für das Zuckerwirtschaftsjahr 2008|09. Im Rahmen der zweiten Frist bis Ende März 2008 hat AGRANA die Rückgaben insofern erweitert, als die ursprüngliche slowakische Länderquote um 50 % verringert wird. Damit profitieren auch die slowakischen Bauern analog zu Ungarn von den EU-Förderungen. Die dadurch verbleibende Quote für AGRANA von 43.842 Tonnen reicht für die wirtschaftliche Auslastung der slowakischen Fabrik in Sered. Der Anbau von Rüben steht 2008 in starker Konkurrenz zu Getreide und Ölsaaten.
Die Slovenské Cukrovary s.r.o. erzielte im Geschäftsjahr 2007|08 einen Umsatz von 49,6 (Vorjahr 52,1) m€. Der slowakische Absatzmarkt war durch den Marktaustritt eines Mitbewerbers, den damit verbundenen Zuckerabverkauf sowie den starken Wettbewerb aus Polen gekennzeichnet. Steigerungen im Industriegeschäft konnten die Rückgänge im Handel nicht zur Gänze kompensieren. Die Preise kamen unter Druck und konnten nicht auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt wurden mit 66.000 Tonnen um 13.000 Tonnen weniger Zucker verkauft.
Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 3,0 m€ betrafen vor allem Verbesserungen bei der Rübenübernahme sowie im Bereich der Saftreinigung. Die durchschnittliche Tagesverarbeitungsmenge an Rüben im Werk Sered wurde um rund 10 % auf 3.200 Tonnen gesteigert.
Im Zuge des EU-Beitritts von Rumänien mit 1. Jänner 2007 erhielt AGRANA Romania S.A. eine Rübenzuckerquote von 24.240 Tonnen und eine Rohzuckerraffinationsquote von 130.668 Tonnen. AGRANA führt im Rahmen der Restrukturierung keine Rübenzuckerquotenrückgabe durch.
Der Zuckerabsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht gesteigert werden. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2007|08 bezifferte sich auf 134,9 (Vorjahr 176,0) m€. Mit Hilfe konsequenter Verkaufsmaßnahmen in Kombination mit einer erfolgreichen Markenpolitik sowie einer Sortimentserweiterung wurden Preissteigerungen realisiert. Insgesamt konnte AGRANA eine um 45.000 Tonnen über der Zuckerquote liegende Menge absetzen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Ergebnis von erheblichen Wechselkursschwankungen des rumänischen Leu geprägt. Während zu Beginn des Jahres noch Aufwertungsgewinne zu verzeichnen waren, belasteten die Abwertungen der letzten Monate das Operative Ergebnis.
Zwischen den beiden Rübenverarbeitungsperioden, in denen insgesamt rund 21.000 Tonnen Weißzucker aus Zuckerrüben erzeugt wurden, hat AGRANA Romania S.A. eine Rohzuckerkampagne mit einem Weißzucker-Output von etwa 152.000
Tonnen gefahren. Für Ersatzinvestitionen, die Modernisierung von Messgeräten und Produktionsanlagen, Umweltmaßnahmen sowie die Fertigstellung des Distributionslagers in Bukarest wurden im Geschäftsjahr 2007|08 insgesamt 4,1 m€ investiert.
Im Rahmen eines 50 %-Joint Venture-Projektes errichtete AGRANA gemeinsam mit dem Unternehmen SCO Studen eine Rohzuckerraffinerie in Brcko|Bosnien. Zu Geschäftsjahresende waren die Anlagen fertig gestellt, die Genehmigungsverfahren eingeleitet sowie Rohzucker eingekauft und eingelagert. Die auf AGRANA entsprechend dem 50 %-Anteil entfallenden Investitionen im Geschäftsjahr 2007|08 betrugen 15,5 m€. Die anteiligen Anlaufverluste beliefen sich auf 0,4 m€. Die gesamten Investitionskosten werden mit rund 40 m€ beziffert. Für das Geschäftsjahr 2008|09 ist mit einer Produktion von 136.000 Tonnen Weißzucker aus Rohzucker zu rechnen.
Das im April 2007 gegründete Verpackungs- und Vertriebs-Joint Venture der AGRANA mit dem bulgarischen Zuckerunternehmen Zaharni Zavodi AD in Sofia|Bulgarien hat seine Vertriebsaktivitäten für den bulgarischen Markt erfolgreich aufgenommen. Im Handelsbereich wurden die ersten Verträge hauptsächlich mit internationalen Kunden abgeschlossen. Mit einem Absatzvolumen von 23.000 Tonnen Zucker konnte bereits ein Marktanteil von 15 % erreicht werden. Auch beim Zuckerverkauf an die Industrie zählen erste internationale Konzerne zu den Abnehmern. Zur Verbesserung der Wertschöpfung wurde neben dem Vertrieb auch in die Abpackung und Logistik investiert. Ab dem Geschäftsjahr 2008|09 wird ein positiver Ergebnisbeitrag erwartet.
Immer mehr Menschen wachsen mit AGRANA auf. Denn AGRANA ist einer der führenden Anbieter kundenspezifischer Stärkeprodukte in Europa und verfeinert viele Produkte mit Stärke aus nicht gentechnisch veränderten Rohstoffen und biologischem Anbau. Ein AGRANA-Produkt ist heute beispielsweise fester Bestandteil von Kindernahrung. Wir wünschen also guten Appetit!
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2007 08 | 2006 07 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m€ | in m€ | in % | |
| Umsatzerlöse | 340,0 | 253,4 | +34,2 |
| Operatives Ergebnis | 35,3 | 28,5 | +23,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte1 | 122,9 | 79,2 | +55,2 |
| Mitarbeiter | 847 | 776 | +9,1 |
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Das Segment Stärke umfasst die AGRANA Stärke GmbH mit dem österreichischen Stärkegeschäft der Kartoffelstärkefabrik in Gmünd und der Maisstärkefabrik in Aschach. Weiters enthalten sind die Koordination und operative Führung der internationalen Beteiligungen in Ungarn und Rumänien.
Das Bioethanolgeschäft ist organisatorisch ebenfalls dem Segment Stärke zugeordnet. Ab dem Geschäftsjahr 2008|09 wird der Verkauf von Nebenprodukten aus der Stärkeproduktion (Futtermittel) im Rahmen des Stärkegeschäftes abgewickelt, der zuvor von der AMV durchgeführt wurde.
Die weltweite Getreideproduktion wird im Jahr 2007 mit einem Plus von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,66 Mrd Tonnen geschätzt. Mit einem Anteil von rund 766 Mio Tonnen des weltweit produzierten Getreides ist Mais die global wichtigste Getreideart. Infolge des gestiegenen weltweiten Getreideverbrauchs werden die globalen Lagerbestände um 18 % gegenüber dem Vorjahr abnehmen. Das Marktwachstum bei Stärke und Stärkeprodukten in der EU-27 für Mais-, Weizen- und Kartoffelstärke lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich rund 4 % p.a.
Die Maisernte in der EU-27 reduzierte sich im Wirtschaftsjahr 2007|08 von rund 53 Mio Tonnen im Vorjahr auf rund 48 Mio Tonnen vor allem aufgrund der Missernten in Ungarn und Rumänien. Die EU-Kommission hat zum Ausgleich der angespannten Märkte neben der Aufhebung der 10 %-Flächenstilllegung für das Jahr 2008 auch die Aussetzung der Getreide-Importzölle für das Wirtschaftsjahr 2007|08 beschlossen.
Die gemäß Stärkemarktordnung festgelegte Kartoffelstärkequote konnte EU-weit im Jahr 2007 zu 95 % bis 100 % erfüllt werden. AGRANA erreichte in Österreich aufgrund witterungsbedingter Ernteeinbußen rund 84 % der Quote. Im Juni 2007 wurde die bestehende KartoffelstärkeQuotenregelung um zwei Jahre (2007|08 und 2008|09) verlängert. Die zukünftige Regelung wird im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ("Health Check") vereinbart, die voraussichtlich im Herbst 2008 beschlossen werden soll. Eine unveränderte Fortsetzung der Kartoffelstärke-Marktordnung für weitere zwei Jahre wurde von der Europäischen Kommission in Aussicht gestellt.
Österreich produzierte im Jahr 2007 rund 4,4 Mio Tonnen Getreide, die Ernte lag damit im Bereich des langjährigen Durchschnitts. Die Maisanbaufläche erhöhte sich von 158.000 Hektar im Jahr 2006 auf 170.000 Hektar im Jahr 2007. Insgesamt wurden rund 1,7 Mio Tonnen Mais geerntet, wobei aufgrund der gestiegenen Nachfrage sowie der EU-weit geringeren Erntemenge signifikante Preissteigerungen festzustellen waren.
Auf einer Anbaufläche von 5.836 Hektar wurde 2007 eine Menge von 209.301 (Vorjahr 202.638) Tonnen Stärkeindustriekartoffeln kontrahiert. Zusammen mit Bio-Stärkekartoffeln betrug die gesamte Kontraktmenge 213.363 Tonnen. Durch die massive Trockenheit in Teilen des Einzugsgebietes konnte die Kontraktmenge nicht zur Gänze erfüllt werden und der Stärkegehalt wurde negativ beeinflusst. Insgesamt wurden in der Kampagne 2007 in 114 (Vorjahr 116) Tagen 195.371 (Vorjahr 187.373) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln zu 39.883 (Vorjahr 41.123) Tonnen Kartoffelstärke verarbeitet. Der Stärkegehalt lag mit rund 17 % unter jenem des Vorjahres von 19 %. Die durchschnittliche Verarbeitungsleistung pro Tag betrug 1.709 (Vorjahr 1.621) Tonnen. Für das Anbaujahr 2008 steht eine uneingeschränkte Quotenhöhe von 47.691 Tonnen Kartoffelstärke zur Verfügung.
In der Kampagne 2007 wurden für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten weiters insgesamt 13.016 (Vorjahr 12.252) Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln übernommen.
Die Maisstärkefabrik Aschach hat im Geschäftsjahr 2007|08 364.000 (Vorjahr 352.000) Tonnen Mais verarbeitet. Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais betrug 103.000 Tonnen und lag über jener des Vorjahres von 84.000 Tonnen.
Der stetige Wachstumskurs konnte auch im Geschäftsjahr 2007|08 erfolgreich fortgesetzt werden. Die Absatzmengensteigerung um 5 % auf 462.900 (Vorjahr 441.000) Tonnen ist schwerpunktmäßig auf den Mehrabsatz von Verzuckerungsprodukten zurückzuführen, während aufgrund der unterdurchschnittlichen Kartoffelernte die Verkaufsvolumina bei nativer Stärke zurückgingen. Die Verkaufspreise wurden den erhöhten Rohstoffkosten angepasst, sodass der Umsatz überproportional um rund 23 % auf 228,1 (Vorjahr 185,2) m€ anstieg. Ein optimierter Produkt- und Kundenmix trugen neben der Anpassung der Verkaufspreise aufgrund der höheren Einstandspreise zur Ergebnisverbesserung bei.
Im Bereich der technischen Stärken (Nonfood) wurden im Geschäftsjahr 2007|08 rund 98.400 (Vorjahr 100.000) Tonnen an die Papier-, Wellpappe-, Textil- und Bauindustrie abgesetzt. USA-Exporte waren in der zweiten Jahreshälfte von dem stark steigenden Eurokurs belastet. Die rasant ansteigenden Rohstoffpreise bei Weizen und Mais führten dazu, dass einige Kunden in der Papierindustrie verstärkt auf Alternativprodukte wie zum Beispiel Tapiocastärke setzten, um die Preissteigerungen nicht im gleichen Ausmaß mittragen zu müssen. Im Baubereich ermöglichte der milde Winter die Fortsetzung der Bautätigkeiten auf hohem Niveau und damit eine Absatzsteigerung um rund 9 %. Im Textilbereich gelang es, den Rückgang des letzten Jahres einzubremsen und das Preisniveau wieder anzuheben.
Im Bereich Lebensmittelstärken (Food) betrug das Absatzvolumen 102.600 (Vorjahr 117.800) Tonnen. Aufgrund fehlender Rohstoffe sanken die Absatzmengen bei Kartoffeldauerprodukten unter das Vorjahresniveau. Bis Juni lagen die Preise auf stabilem Niveau, die Preissteigerungen im Rohstoffeinkauf führten im letzten Quartal zu entsprechenden Preisanpassungen. Mit Jahresbeginn 2008 entspannte sich die Lage etwas und es kam zu stabilisierten Preisniveaus.
Eine entsprechende Spezialisierung und gute Kundenorientierung tragen laufend zur Optimierung des Produktmixes bei. AGRANA nimmt im Biobereich bereits seit Jahren mit ihrer
Produktion von Bio-Stärkeprodukten und GVO1 -freien Stärkeprodukten in den österreichischen Werken Aschach und Gmünd eine wichtige Marktstellung ein. Eine deutliche Absatzsteigerung um 16 % im Vergleich zum Vorjahr bestätigt diese Position. Aufgrund des vermehrten Anbaues von gentechnisch verändertem Mais in der EU stieg die Nachfrage nach garantiert gentechnikfreien und biologischen Stärkeund Stärkeverzuckerungsprodukten an. Exportiert wird hauptsächlich in den EU-Raum, den nordamerikanischen Raum sowie Südostasien.
Beim Vertrieb von Verzuckerungsprodukten aus Ungarn (Isoglukose und Flüssigdextrose) kam es zu einem Absatzplus von 40.000 Tonnen. Auch aus österreichischer Produktion konnten die Verkaufsmengen im Lebensmittelbereich gesteigert werden.
Der Absatz von Nebenprodukten lag mit zirka 112.000 Tonnen auf Vorjahresniveau, die Verkaufspreise konnten um 24 % gesteigert werden.
Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2007|08 betrugen 9,1 (Vorjahr 11,5) m€. Mit einem Investitionsvolumen von rund 5 m€ wurde im Werk Gmünd gegen Ende des Geschäftsjahres die neue Stärkeextrusionsanlage in Betrieb genommen. Mit dem Bau einer weiteren Walzentrocknungsanlage zur Veredelung von Stärke wurde begonnen, die Inbetriebnahme soll gegen Ende des neuen Geschäftsjahres 2008|09 erfolgen.
Die ungarische Maisernte betrug im Jahr 2007 aufgrund der hohen Temperaturen während der Sommermonate und der fehlenden Niederschläge nur 3,9 (Vorjahr 8,4) Mio Tonnen. Der Verbrauch in Höhe von 4,5 Mio Tonnen konnte nur durch Lagerbestände aus den Vorjahren gedeckt werden. Diese
Situation führte zu massiv ansteigenden Rohstoffpreisen, welche zeitweise über dem westeuropäischen Niveau lagen.
Im Wirtschaftsjahr 2007|08 betrug die ungarische Isoglukosequote rund 180.000 Tonnen. Dies ergab sich durch eine zweimalige Aufstockung der Quote aufgrund der Zuckermarktordnung von ursprünglich 137.627 Tonnen sowie einer einjährigen Quotenkürzung im Frühjahr 2007. Für das Wirtschaftsjahr 2008|09 wird die Quote rund 220.000 Tonnen betragen.
Die ungarische Isoglukosequote ist zur Gänze der HUNGRANA, an der AGRANA eine 50 %-Beteiligung hält, zuzurechnen. Die verbleibenden 50 % an dem Unternehmen werden von der Szabadegyházai Szolgáltató es Vagyonkezelö Kft, einem Tochterunternehmen von Tate & Lyle und ADM, gehalten.
Rund 540.000 (Vorjahr 451.000) Tonnen Mais wurden im Geschäftsjahr 2007|08 in der ungarischen Stärkefabrik der HUNGRANA zu Isoglukose, Stärkeverzuckerungsprodukten und Bioethanol verarbeitet. Das Rohstoffpreisniveau lag über dem Vorjahr. Die unter dem Vorjahr liegenden Maiserträge führten zu einer kürzeren Dauer der Nassmais-Kampagne und zu einer geringeren Nassmaismenge in Höhe von rund 21.100 (Vorjahr 72.000) Tonnen. Durch die knappe Verfügbarkeit von erntefrischem Nassmais wurde generell Trockenmais beigemischt.
Die Verarbeitungskapazität von HUNGRANA wurde von 1.400 Tonnen pro Tag im März 2007 auf 2.800 Tonnen pro Tag im Februar 2008 verdoppelt.
Die Inbetriebnahme der erweiterten Bioethanolanlage und der Ausbau der Verzuckerungsanlage führten zu einer entsprechenden Steigerung des Absatzes auf 280.000 (Vorjahr 228.000) Tonnen (entspricht dem 50 %-Anteil der AGRANA). Aufgrund der Zuckermarktreform und des daraus resultierenden Preisdrucks auf Zucker konnte das Preisniveau für Isoglukose nur leicht angehoben und die stark gestiegenen
Rohstoffkosten nicht vollständig weiterverrechnet werden. Ein ähnlicher Effekt war bei den Verkaufspreisen für Ethanol zu verzeichnen. Der 50 %-Anteil der AGRANA am Umsatz von HUNGRANA erhöhte sich auf 91,8 (Vorjahr 66,9) m€, wobei der AGRANA zuzurechnende Ethanol-Umsatzanteil auf 19,4 (Vorjahr 13,5) m€ stieg. Aufgrund der beschränkten Möglichkeit der Weitergabe der gestiegenen Rohstoffkosten konnte das Operative Ergebnis nicht auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Im Geschäftsjahr 2007|08 wurden 39,8 (Vorjahr 21,3) m€ entsprechend dem 50 %-Anteil der AGRANA investiert. Die Inbetriebnahme des Fabrikausbaus auf 3.000 Tonnen Tagesvermahlung erfolgte schrittweise im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007|08. Das Projekt umfasste die Erhöhung der Vermahlungskapazität, die Kapazitätserhöhung der Isoglukoseproduktionsanlage sowie eine zusätzliche Produktionsanlage für Bioethanol. Bei einem schrittweisen Anheben der täglichen Verarbeitungsleistung wird die geplante Vollauslastung von 3.000 Tonnen Maisverarbeitung pro Tag gegen Ende des ersten Quartals 2008|09 erwartet.
In Rumänien wird die Maisproduktion für 2007 auf 3,7 (Vorjahr 8,5) Mio Tonnen geschätzt und reicht daher nicht für die Deckung des Inlandsbedarfs von rund 6,5 Mio Tonnen. Infolgedessen wurde die benötigte Maismenge zum Großteil durch Importware aus Brasilien, Ungarn und Serbien gedeckt.
Die Maisverarbeitung in der rumänischen Maisstärkefabrik S.C. A.G.F.D. Tandarei betrug im Geschäftsjahr 2007|08 rund 23.400 Tonnen und lag damit über dem Vorjahr. Aufgrund der hohen Preise aus der Ernte 2007 wurde auch keine Nassmaiskampagne durchgeführt. Während mehrerer Produktionskampagnen wurde eine stabile Tagesverarbeitungsleistung von etwa 100 Tonnen Mais erzielt.
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 9,0 m€ gesteigert werden. Die Ernteausfälle und die damit einhergehenden Erhöhungen der Rohstoffpreise machten eine Preisanhebung der Stärkeprodukte notwendig. In Reaktion auf das erhöhte Preisniveau wurden verstärkt Importe aus dem EU-Raum forciert.
Insgesamt wurden in Rumänien 0,8 (Vorjahr 1,3) m€ für Sachanlagen aufgewendet. Investitionen zur Reduktion von Energiekosten sowie zur entsprechenden Verbesserung der Kostenstruktur wurden vorangetrieben. Durch den Umbau eines Dampfkessels zur Verfeuerung des Nebenproduktes Maiskraftfutter soll der Heizölverbrauch deutlich reduziert werden.
Das Klimapaket der Europäischen Kommission gibt klare Ziele in Sachen Energieeffizienz, Emissionsreduktion, erneuerbare Energiequellen und Biokraftstoffe vor. Im Verkehrssektor wird ein 10 %-Anteil an Biokraftstoffen bis zum Jahr 2020 für alle Mitgliedsstaaten vorgeschrieben, insgesamt sollen die Treibhausgasemissionen um 20 % reduziert werden. Der verstärkte Einsatz von Bioethanol wird zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Verringerung der Abhängigkeit von Energie- und Sojafuttermittelimporten beitragen.
Die Umsetzung dieser EU-Direktive bedeutet in der EU auf Basis einer Beimischung von 5,75 % zum Fahrbenzin einen Bedarf von rund 10 Mio m3 Bioethanol. Im Vergleich dazu sind im Jahr 2007 lediglich rund 1,8 Mio m3 der europäischen Ethanolproduktion auf Anwendungen im Kraftstoffbereich entfallen (Quelle: F.O. Licht).
Ende Jänner 2008 veröffentlichte die EU-Kommission einen Vorschlag für die Richtlinie "zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen". Die darin enthaltenen Eckpunkte sind verbindliche Ziele von mindestens 20 % Energie aus erneuerbaren Quellen am Gesamtenergiemarkt und die verbindliche 10 %-Beimischung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich. Ebenso wurde als Qualitätskriterium für Biokraftstoffe eine Mindest-CO2-Einsparung bei Biokraftstoffen von 35 % gegenüber fossilen Kraftstoffen – gerechnet über den gesamten Zyklus (von der Produktion bis zum Verbrauch) – festgelegt und Nachhaltigkeitskriterien für Rohstoffe zur Herstellung von Biokraftstoffen gefordert. Konkret belegt eine Studie für das Werk Pischelsdorf die Einsparung von rund 50 % an CO2-Emissionen für jeden Liter Bioethanol anstelle eines Liters Benzin und führt damit zur Verlangsamung des Treibhauseffektes (Quelle: Joanneum Research).
Das Ziel von 20 % erneuerbarer Energie wird auf nationale Ziele umgelegt, wobei die unterschiedlichen Ausgangslagen und das Bruttoinlandsprodukt der einzelnen Mitgliedsstaaten in die Berechnung ihrer nationalen Ziele Eingang finden. Für Österreich bedeutet dies ein Ziel von 34 % Einsatz erneuerbarer Energie für das Jahr 2020.
In Österreich wurde in Entsprechung der EU-Biokraftstoffrichtlinie eine Beimischungsverpflichtung ab 1. Oktober 2005 von 2,5 Energieprozent, ab 1. Oktober 2007 von 4,3 Energieprozent und ab 1. Oktober 2008 von 5,75 Energieprozent festgelegt. Damit verbunden ist eine Steuerbegünstigung für die Beimischung von Bioethanol zu Benzin ab 1. Oktober 2007 bei einem Ethanolanteil von mindestens 4,4 Volumsprozent. Damit hat Österreich beim Einsatz von Biokraftstoffen in der EU eine Vorreiterrolle, weil die EU-Richtlinie bereits zwei Jahre früher als vorgegeben umgesetzt wird. Im österreichischen Regierungsprogramm wurde als ambitioniertes Ziel die Substitution fossiler Kraftstoffe durch Biokraftstoffe von 10 % bereits für 2010 festgelegt.
Daneben trat auch per 1. Oktober 2007 die Bioethanolgemischverordnung in Kraft, welche auch Treibstoffe mit hohem Bioethanolanteil (SuperEthanol E-85) steuerlich begünstigt.
Unter diesen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen errichtete AGRANA in Pischelsdorf (Niederösterreich) mit einem Investitionsvolumen von rund 125 m€ die erste großindustrielle Bioethanolproduktion in Österreich mit einer Kapazität von bis zu 240.000 m3 pro Jahr. Bei der Bioethanolerzeugung werden zusätzlich bis zu 170.000 Tonnen hochwertiges Eiweißfuttermittel hergestellt, das maßgeblich zur Reduktion von Futtermittelimporten auf Sojabasis aus Übersee beiträgt.
Die Bioethanol GmbH ist zu 74,9 % eine Beteiligung der AGRANA Stärke GmbH, 25,1% der Anteile werden durch die Rübenproduzenten Beteiligungs GmbH gehalten.
Per Ende August 2007 wurde mit der ersten Rohstoffübernahme und der Einlagerung von Trockenmais für den vorgesehenen mehrwöchigen Probebetrieb der Bioethanolanlage begonnen. Die Fertigstellung des Bioethanolwerkes erfolgte innerhalb des geplanten Zeit- und Budgetrahmens Ende September 2007. Am 21. September 2007 wurde im Rahmen des Testbetriebes das erste Bioethanol produziert. Im Rahmen eines sechswöchigen Probebetriebes wurden rund 15.000 m3 Bioethanol sowie 10.000 Tonnen Futtermittel (ActiProt) aus Weizen, Trockenmais und Zuckerrübendicksaft erzeugt. Das Produktionsverfahren des Bioethanolwerkes ermöglicht die Verarbeitung verschiedenster stärkehältiger Rohstoffe und somit eine flexible Gestaltung der Einsatzstoffe. Nach sechswöchiger Testphase wurden die Anlagen abgestellt und der Regelbetrieb in Reaktion auf den drastischen Rohstoffpreisanstieg bei Weizen und Mais auf den internationalen Rohstoffmärkten auf das späte Frühjahr 2008 verschoben.
Zur Erfüllung bestehender Ethanol-Lieferverpflichtungen stellte AGRANA die entsprechenden Mengen von anderen Konzernunternehmen bereit.
Die derzeitigen Preisnotierungen für Getreide aus neuer Ernte 2008 lassen ein Niveau erwarten, das den wirtschaftlichen Betrieb von Pischelsdorf erlaubt. Die österreichische
Bioethanolproduktion wird daher Ende Mai 2008 anfahren. Anfang Juni ist der Vollbetrieb der Anlage vorgesehen. Durch die Aufhebung der 10 %-Flächenstilllegung innerhalb der EU-15 für das Jahr 2008 sowie als Folge der rückläufigen Zuckerrübenproduktion im Zuge der Neuordnung der Europäischen Zuckermarktordnung werden im Anbaujahr 2008 zusätzliche Getreide- und Maisanbauflächen zur Verfügung stehen.
Die Investitionskosten im Geschäftsjahr 2007|08 für den Bau der Bioethanolanlage beliefen sich auf 73,2 (Vorjahr 45,0) m€. Die Anlaufkosten in Höhe von 6,8 (Vorjahr 1,2) m€ sind im Sonderergebnis ausgewiesen.
Mit 1. Jänner 2008 wurde in Ungarn neben einer Biodiesel-Beimischung von 4,4 Volumsprozent zu fossilen Treibstoffen auch eine verpflichtende Beimischung von Ethanol in selber Höhe in Kraft gesetzt. Bei Unterschreiten dieses Niveaus wird eine zusätzliche Steuer von 5 % eingehoben.
Die Ethanol-Kapazität der HUNGRANA wurde von ursprünglich 150 m3 pro Tag im März 2007 auf 520 m3 Tagesproduktion im Februar 2008 erhöht. Damit beträgt die Produktionskapazität maximal 187.000 m3 pro Jahr. Die Auslastung variiert mit der Isoglukosesaison.
Im Geschäftsjahr 2007|08 wurden bei einem Umsatz von 19,4 (Vorjahr 13,5) m€ rund 33.400 (Vorjahr 25.000) m3 Ethanol abgesetzt.
HUNGRANA vermarktet das umweltfreundliche Produkt E85, mit einem 85 %-Anteil von Bioethanol, unter der Marke "E85 Green Power" in Ungarn an unabhängige Mineralölunternehmen. HUNGRANA ist der einzige Produzent von Bioethanol auf Getreidebasis in Ungarn.
Die Früchte von AGRANA sind auf der ganzen Welt zu Hause. Global betrachtet enthält heute schon jedes dritte Fruchtjoghurt Fruchtmischungen "made by AGRANA", was AGRANA zum Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie macht. Durch innovative Fruchtrezepturen und Produktionsstandorte auf allen Kontinenten ist auch die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Das schmeckt nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden.
| SEGMENT-KENNZAHLEN | 2007 08 | 2006 071 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| in m€ | in m€ | in % | |
| Umsatzerlöse | 852,5 | 914,6 | –6,8 |
| Operatives Ergebnis | 43,5 | 45,6 | –4,6 |
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und immaterielle Vermögenswerte2 | 42,9 | 47,8 | –10,3 |
| Mitarbeiter | 4.696 | 4.724 | –0,6 |
1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
2 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Sämtliche nationale und internationale Tochtergesellschaften im Segment Frucht werden mittelbar von der AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH gehalten. Die Koordination und operative Führung erfolgt durch die beiden Holdinggesellschaften AGRANA Fruit S.A. mit Sitz in Paris| Frankreich für den Bereich Fruchtzubereitungen und AGRANA Juice GmbH mit Sitz in Gleisdorf| Österreich für den Bereich Fruchtsaftkonzentrate.
Im Geschäftsjahr 2007|08 setzte AGRANA die Wachstumsstrategie der letzten Jahre im Segment Frucht fort und konnte den Umsatz periodenbereinigt (um den 13. und 14. Monat des Vorjahres) um über 9 % steigern.
Mit der Eröffnung des neu errichteten Fruchtzubereitungswerkes im brasilianischen Cabreúva (Nähe São Paulo) konnte AGRANA zudem einen weiteren Expansionsschritt in Richtung eines strategisch wichtigen Marktes realisieren.
Neben dem bestehenden Entwicklungszentrum am österreichischen Standort Gleisdorf wurde Anfang Dezember 2007 ein neues Innovations- und Produktentwicklungszentrum in Brecksville|USA eröffnet, wo innovative Fruchtzubereitungen für die wachsenden Märkte in Nord- und Südamerika entwickelt werden.
AGRANA ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backsowie Eiscremeindustrie. Durch das stetige organische Wachstum konnte die Führungsposition am Weltmarkt ausgebaut werden.
Weltweit werden bis 2010 jährliche Absatzsteigerungen für Joghurtprodukte von über 5 % vorausgesagt, wobei in Osteuropa (+6 %) und vor allem in Asien (+17 %) deutliche jährliche Zuwachsraten erwartet werden (Quelle: Global Food Markets, Leatherhead Food International, März 2007). Als Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie ist AGRANA
mit ihren Fruchtzubereitungswerken auch in diesen Zukunftsmärkten vertreten. Insgesamt werden 26 Produktionsstandorte für Fruchtzubereitungen in 20 Ländern betrieben.
In einem wichtigen Wachstumsmarkt, in China, ist AGRANA bereits seit 1999 vertreten. Seit 1994 wird in Polen produziert, Mitte 2005 wurde in Serpuchov (Nähe Moskau) ein Fruchtzubereitungswerk eröffnet, dessen Kapazität mehrmals erhöht wurde, um die stark steigende Nachfrage zu befriedigen. Der russische Lebensmittelmarkt wird von der deutschen Außenhandelsagentur BFAI auf ein Volumen von insgesamt 9,1 Mrd € geschätzt. Derzeit konsumiert die russische Bevölkerung jährlich 2,3 Kilogramm Joghurt pro Kopf, in Mittel- und Osteuropa wird bereits doppelt so viel verzehrt. In Westeuropa liegt der jährliche Konsum bei 16 Kilogramm pro Kopf.
Der südamerikanische Markt stellt aufgrund seines Bevölkerungswachstums, des steigenden Wohlstandes und des zunehmenden Ernährungsbewusstseins sowie der starken Nachfrage nach Fruchtzubereitungen seitens der brasilianischen und multinationalen Molkereiindustrie einen wichtigen Zukunftsmarkt dar. Seit 1994 besteht das Fruchtzubereitungswerk in Argentinien. Im September 2006 wurde im brasilianischen Cabreúva (Nähe São Paulo) auf dem Firmenareal von Ricaeli, einem lokalen Tiefkühlunternehmen und Produzenten von Tiefkühlfrüchten und Tiefkühlpürees für Einzelhandel und industrielle Abnehmer, der Bau eines neuen Fruchtzubereitungswerkes begonnen. Insgesamt wurden rund 7 m€ in die hochmoderne Produktionsstätte investiert, die Bauzeit betrug dabei lediglich sieben Monate. Ricaeli hält einen Anteil von unter 5 % an diesem Joint Venture. AGRANA nutzt das lokale Know-how des Partners insbesondere im Rohwareneinkauf sowie in der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur. Die im Mai 2007 erfolgreich in Betrieb genommene erste Produktionslinie befriedigt den steigenden Bedarf an Fruchtzubereitungen der durch internationale Konzerne geprägten brasilianischen Molkereiindustrie.
AGRANA ist führender Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa.
Bis zum Jahr 2010 werden weltweit jährliche Zuwachsraten von über 6 % für Fruchtsäfte und Fruchtgetränke erwartet, wobei Osteuropa (+6 %) und vor allem Asien (+21%) wichtige Wachstumsregionen darstellen (Quelle: Global Food Markets, Leatherhead Food International, März 2007). AGRANA hat als Europas führender Apfel- und Beerensaftkonzentrathersteller dem Potenzial dieser Märkte entsprochen und ist mit insgesamt elf (exklusive des zweiten chinesischen Joint Venture in Yongji) Produktionsstandorten vertreten.
| 4.696 | 07 08 |
|---|---|
| 4.724 | 06 07 |
| 4.487 | 05 06 |
1 Durch die Anpassung des Geschäftsjahres innerhalb des Segments Frucht sind im Geschäftsjahr 2006|07 14 Monate enthalten.
Die Wachstumsraten in Westeuropa und Nordamerika werden positiv eingeschätzt, was in Anbetracht des ohnehin schon hohen Niveaus an Fruchtsaftkonsum weiterhin gute Absatzchancen eröffnet. In Hinblick auf das Konsumverhalten werden vermehrt "Smoothies" (püreeartige Fruchtgetränke mit einem hohen Fruchtanteil) sowie Direktsäfte nachgefragt, bei deren Entwicklung AGRANA in direkter Zusammenarbeit mit den Kunden steht. Weitere Konsumententrends stellen höherwertige Fruchtsäfte und die Verwendung von sogenannten Superfrüchten (zum Beispiel Früchte mit hoher Antioxidationskraft) dar.
In Österreich, Polen, Ungarn, Rumänien und in der Ukraine verarbeitet AGRANA sowohl Äpfel als auch rote Beeren für den europäischen Konzentratmarkt. An diesen AGRANA-Produktionsstandorten wird hauptsächlich saures Apfelsaftkonzentrat mit hohem Säuregrad hergestellt.
Seit dem Jahr 2006 ist AGRANA als Apfelsaftkonzentratproduzent auch in China tätig. Gemeinsam mit dem chinesischen Joint Venture-Partner betreibt AGRANA eine Produktionsstätte in Xianyang (Provinz Shaanxi), einem der größten Apfelanbaugebiete weltweit. Das chinesische Werk war in der Kampagne 2007|08 voll ausgelastet und produzierte "süßes" Apfelsaftkonzentrat für den weltweiten Export, welches durch einen niedrigen Säuregrad gekennzeichnet ist. Verstärkte Nachfrage nach süßem Konzentrat ist neben dem amerikanischen Markt auch in Russland gegeben. Es dient hauptsächlich als Basis für andere Fruchtsaftgetränke und wird in unzähligen Rezepturen und Mischungen verwendet.
Im Geschäftsjahr 2007|08 beliefen sich die Investitionen im Segment Frucht auf insgesamt 42,9 m€.
Die Schwerpunkte im Geschäftsbereich Fruit lagen in der Fertigstellung des neuen Fruchtzubereitungswerkes in Brasilien, in der Anschaffung neuer Transportcontainer sowie in verschiedenen Verbesserungsmaßnahmen. Die Arbeiten zur Errichtung des Fertigwarenlagers in Australien konnten weitgehend abgeschlossen werden. Weiters wurde mit der Planung an der Erweiterung des russischen Standortes in Serpuchov begonnen. Bis zum Jahr 2012|13 soll dort eine Verdopplung der derzeitigen Jahreskapazität von 40.000 Tonnen erreicht werden. Erste Arbeiten an den Abwasseranlagen in den USA (Standort Tennessee) zur Verbesserung der Umweltstandards wurden begonnen.
Neben Ersatzinvestitionen im Geschäftsbereich Juice wurde in Polen in die Erweiterung des Steriltanklagers investiert und damit die Möglichkeit zur Produktion und Lagerung von qualitativ hochwertigem, vom Markt verstärkt nachgefragtem Apfeldirektsaft erweitert. In Anarcs|Ungarn wurde mit der Adaption des Tanklagers zu einem Kühllager eine weitere qualitätsverbessernde Maßnahme erfolgreich umgesetzt. Im Joint Venture-Werk in China wurde in die Kapazitätserweiterung (von 1.200 auf 1.800 Tonnen Tagesverarbeitung) und Ausbeutesteigerung der Anlagen investiert. Mit Ende November nahm die neue Abwasservorkläranlage in Vaslui| Rumänien ihren Betrieb auf. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate wurde am Standort Lipnik|Polen mit der Installation eines Verdampfers und der Umrüstung von bestehenden Aromarückgewinnungsanlagen auf eine von AGRANA selbst entwickelte und verbesserte Technologie gesetzt.
Vor dem Hintergrund knapp verfügbarer Rohwaren und eines immer schneller und globaler werdenden Marktes konnte AGRANA aufgrund der weltweiten Rohwarenbeschaffung, der genauen Marktbeobachtung und Marktanalyse und des sehr engen Kontaktes mit Herstellern und Lieferanten den Bedarf an Rohwaren für Fruchtzubereitungen zur Gänze decken und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Rohwarenbeschaffung verstärken.
Bei Erdbeeren war der Ernteausfall in Polen maßgebend und preisbestimmend für die nachfolgenden Ernten in den wesentlichen Regionen in China sowie Chile und Argentinien in der Herbst- und Wintersaison. Die kalifornische Erdbeerernte verlief im Verhältnis dazu normal. Zusätzliche Preissteigerungen waren durch höhere Löhne, Energie- und Transportkosten bedingt.
Einer durchschnittlichen Pfirsichernte in Griechenland und Spanien stand eine deutliche Bedarfssteigerung speziell aus den osteuropäischen Ländern gegenüber, sodass es bei europäischen Pfirsichen zu empfindlichen Preissteigerungen kam. Tendenziell waren die Anbauflächen in Europa sowie Amerika rückläufig. Das Preisniveau in Europa und Amerika war darüber hinaus ausschlaggebend für das gestiegene Preisniveau am chinesischen Markt.
Die europäische Marillenernte im Hauptaufkommensland Spanien war durch Spätfröste und von Ernteausfällen bis zu 40 % gekennzeichnet. In den restlichen Märkten mussten Teuerungen hingenommen werden, die sich infolge ebenfalls auf den chinesischen Beschaffungsmarkt auswirkten.
Die europäische Kirschenernte, vor allem im Hauptanbaugebiet in Polen, wurde durch Spätfröste im abgelaufenen Kalenderjahr in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Effekt wurde durch Vorräte aus den vorangegangenen Jahren sowie durch die hohe Preiselastizität gemildert. Das Kirschenaufkommen in Nordamerika entsprach einer Normalernte, wodurch nur geringe Preisanpassungen infolge von Lohnsteigerungen sowie höheren Energie- und Transportkosten nötig waren.
Die enormen Preisanstiege für europäische Wildheidelbeeren im Erntejahr 2006 führten zu einer deutlichen Nachfragereduktion. Ein ähnlicher Effekt zeigte sich auch in den USA bei Kulturheidelbeeren.
Die ersten Himbeeren der Saison werden in Serbien, dem Hauptanbaugebiet in Europa, geerntet. Dieser Beschaffungsmarkt dient in der Regel als Indikator für Polen, ein weiteres europäisches Anbaugebiet. Da das Ernteaufkommen und
die Qualität der Ernte 2007 in Serbien deutlich unter den Erwartungen lagen, stieg das Preisniveau vor Beginn der polnischen Ernte nahezu um das Doppelte des Vorjahreswertes an. Trotz eines zufriedenstellenden Aufkommens in Polen konnte die Nachfrage bei weitem nicht befriedigt werden. Diese Entwicklung spiegelte sich in den Erntepreisen in Chile von Dezember 2007 bis Februar 2008 mit Preisen von weit über zwei Euro pro Kilogramm wider. Die Himbeerernte in den USA blieb hinter den Erwartungen zurück. Kombiniert mit einer Rücknahme der Flächen führte dies zu unerwartet hohen Preisanstiegen. Der nordamerikanische Markt ist folglich nahezu ausverkauft.
Deutlicher Nachfrageüberhang bei Ananas kennzeichnete das gesamte Geschäftsjahr 2007|08 aufgrund von Ernteausfällen auf den Philippinen und einer substanziell belebten Nachfrage nach Ananas. Mangos verzeichneten eine Normalernte mit weltweit relativ stabilen Preisen. Infolge einer hohen Frischmarktnachfrage waren geringere Mengen an Bananen für die Tiefkühlindustrie und die Produktion aseptischer Ware verfügbar. Folglich waren auch in diesem Bereich Preisanstiege zu verzeichnen.
Neben den strategisch wichtigen Wachstumsmärkten in Zentral- und Osteuropa, Asien und Südamerika ist AGRANA weiterhin erfolgreich in den hoch entwickelten und absatzstarken Molkereimärkten in Westeuropa und Nordamerika sowie in Südafrika und Australien/Ozeanien in wegweisender Position vertreten. Insbesondere diese Märkte verlangen stetige Innovations- und Technologieführerschaft, um die Marktposition weiter ausbauen zu können. AGRANA hat im vierten Quartal 2007|08 in Brecksville (Ohio) ein Innovationsund Produktentwicklungszentrum eröffnet. Dieser neue Standort ist neben Gleisdorf|Österreich das zweite Entwicklungszentrum für Fruchtzubereitungen und wird künftig speziell auf den amerikanischen Markt ausgerichtete Produkte entwickeln.
Der Einkauf wurde für alle Früchte, Ingredienzien und Zusatzstoffe neu organisiert und in der AGRANA Fruit Services (AFS) zusammengefasst, die nun für die Versorgung aller Werke im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen verantwortlich ist. Der Kapazitätsausbau an den eigenen Produktionsstandorten, wo auch frische Früchte in Gefriertunneln schockgefroren und dadurch haltbar gemacht werden, unterstreicht die kundenorientierte Ausrichtung dieser Serviceeinrichtung. Dadurch wird nicht nur die Verfügbarkeit der Rohware sichergestellt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mitbewerbern erhöht.
Die Einkaufsorganisation wurde im Bereich der Qualitätskontrolle ausgebaut, um das nun zentralisierte und erhöhte Volumen entsprechend überwachen und auditieren zu können.
AGRANA legt großen Wert auf die Kundenzufriedenheit und überprüft sorgfältig die Qualität der verarbeiteten Früchte. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden das interne Qualitätsmanagement und die Lieferantenzertifizierung weiter verbessert. Da die Qualität des Endproduktes den Erfolg des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit den Kunden bestimmt, wurden nachhaltige Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt, um dem Anspruch der Führungsposition am Weltmarkt auch weiterhin gerecht bleiben zu können.
Durch die erfolgreiche Eingliederung aller Fruchtzubereitungsstandorte in einen Geschäftsbereich konnten Effizienzsteigerungen erzielt werden. Die Einführung einheitlicher Produktionsstandards und die gezielte Weiterentwicklung des bestehenden Qualitätsmanagements spiegeln das hohe Verantwortungsbewusstsein in Hinblick auf hochwertige und sichere Produkte wider. Die Implementierung unterschiedlicher Produktionsverfahren und der dadurch resultierende Wissenstransfer innerhalb der Unternehmensgruppe ermöglichen dazu noch effizientere, marktnähere Lösungen. Aufgrund der weltweiten Präsenz und der guten Zusammenarbeit innerhalb des Fruchtsegments können produktionstechnische Probleme gemeinsam schneller gelöst werden,
was eine höhere Versorgungssicherheit für den Kunden bedeutet. Die Innovationskraft und das frühzeitige Erkennen von neuen Ernährungstrends werden durch die Zusammenarbeit zahlreicher Experten auf internationalem Niveau weiter verstärkt.
Im Zuge einer Studie zur Kapazitätsauslastung der europäischen Fruchtzubereitungswerke wurden Strategien zur Optimierung der vorhandenen Produktionsanlagen in den einzelnen Standorten entwickelt. Um die vorhandenen Kapazitäten in den volumensstarken Werken besser ausnutzen und damit Kostenvorteile umsetzen zu können, wurde der Transfer der Erzeugungsvolumina vom Werk Kaplice| Tschechien in andere Konzernstandorte und somit die Schließung des tschechischen Standortes im Geschäftsjahr 2007|08 beschlossen.
Trotz gestiegener Rohstoffkosten sowie eines generellen Anstieges der Milchpreise konnte eine steigende Nachfrage von Fruchtzubereitungen bei bestehenden Kunden in wichtigen Märkten verzeichnet werden. Der Preis für Fruchtzubereitungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007|08 vorwiegend durch die schrittweise Weitergabe von Rohstoffpreissteigerungen an Kunden. Die Steigerungen der Rohstoffpreise und deren nur schrittweise Weitergabe an den Markt im Geschäftsjahr 2007|08 hatten entsprechende Auswirkungen auf das Operative Ergebnis.
Im Vergleich zu den letzten Jahren fiel im Geschäftsjahr 2007|08 die europäische Apfel- und Beerenernte verhältnismäßig niedrig aus. Während angebotsseitig Rohware für die Produktion von Konzentraten in den europäischen Hauptanbaugebieten aufgrund des Frostes im Frühjahr 2007 beschränkt war, wurde die Nachfrage am Weltmarkt durch zunehmenden Konsum von Früchten (sowohl Frisch- als auch Tiefkühlware) sowie das rasante Wachstum in Osteuropa
verstärkt. Dadurch ergaben sich im Geschäftsjahr 2007|08 zum Teil erhebliche Rohstoffpreissteigerungen.
AGRANA betreibt zehn europäische Fruchtsaftkonzentratwerke in den Hauptanbaugebieten für Äpfel und rote Früchte. In den Ländern Polen, Ungarn, Rumänien, der Ukraine, Dänemark und Österreich werden neben Äpfeln auch Erdbeeren, Himbeeren, Schwarze und Rote Johannisbeeren, Sauerkirschen, Aronia und Holunder eingekauft und lokal verarbeitet. Neben der Herstellung von Fruchtsaftkonzentraten werden auch Direktsäfte und Pürees erzeugt, die nicht nur an die hoch spezialisierte westeuropäische Fruchtsaftindustrie geliefert werden, sondern auch die wachsende Nachfrage nach Apfel- und Beerensaftkonzentraten in den zentral- und osteuropäischen Märkten abdecken.
Die europäische Apfelernte wurde durch strenge Fröste zur Blütezeit Ende April bzw. Anfang Mai entscheidend gemindert. Während sich die Erntemengen in Polen halbierten, konnten in Ungarn gar nur rund 30 % der Apfelmenge eines Normaljahres geerntet werden. Um dennoch eine hohe Auslastung der Konzentratwerke zu gewährleisten, wurden die Strategien im Rohstoffeinkauf angepasst und auf Regionen mit besseren Rohstoffverfügbarkeiten ausgedehnt.
Die Apfelverarbeitung in den ostungarischen Werken konnte trotzdem zufriedenstellend abgewickelt werden, da Äpfel auch im benachbarten Ausland (Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowakei und Ukraine) eingekauft wurden. Aus Kostengründen blieb das ungarische Werk in Anarcs während der letzten Kampagne geschlossen, wodurch Apfelsaftkonzentrat ausschließlich in Vasarosnameny und Hajdusamson produziert wurde.
In der Ukraine hingegen waren die Vegetationsbedingungen im abgelaufenen Erntejahr optimal. Gegenüber dem Jahr 2006 konnten die Verarbeitungsmengen um mehr als 50 % gesteigert werden. Die Ernte begann bereits Mitte Juli, bis Ende Oktober wurde beinahe durchgehend auf höchster Kapazitätsstufe Apfelsaftkonzentrat produziert.
Auch in Rumänien konnten die Verarbeitungsmengen des Jahres 2006 übertroffen werden. Durch verbesserte Einkaufsstrategien war es in der Saison 2007 möglich, mehr Äpfel aus Rumänien zu kaufen und somit die Menge an aus Moldawien importierten Äpfeln zu reduzieren. Diese Maßnahme hatte aufgrund geringerer Transportentfernungen zusätzlich positive Auswirkungen auf den Einkaufspreis der Rohware.
Im österreichischen Werk in Gleisdorf wurde mit der Produktion von Apfelsaftkonzentrat bereits Mitte August und somit etwa drei Wochen früher als in den Vorjahren begonnen. Aufgrund der guten Erntemenge an steirischen Äpfeln sowie zusätzlicher Importe aus Westungarn, Italien und Slowenien konnte die Verarbeitungskampagne auf knapp 100 Tage verlängert werden. Infolge sehr guter Witterungsbedingungen war es zusätzlich möglich, hochqualitative Rohware zu kaufen und die Ausbeute zu erhöhen.
In der chinesischen Produktion in Xianyang wurden bis Anfang Mai Winteräpfel aus der Rekordernte 2006 verarbeitet. Obwohl die gesamte chinesische Apfelernte der Kampagne 2007|08 mit zirka 23 Mio Tonnen Äpfel um etwa 10 % geringer als im Jahr davor ausfiel, wurden die geplanten Rohstoffeinkaufsmengen realisiert.
Bei roten Beeren, die hauptsächlich in Polen und Dänemark, aber auch in Ungarn und der Ukraine eingekauft wurden, verlief der Rohstoffeinkauf äußerst zufriedenstellend. Obwohl auch hier frostbedingte Ernteausfälle zu beklagen waren, konnten die Planmengen weitestgehend realisiert werden. Neben der Produktion von Beerensaftkonzentraten wurden vor allem in Dänemark und in der Ukraine auch Direktsäfte und verschiedene Püreevariationen produziert.
Das Fruchtaufkommen im Geschäftsjahr 2007|08 war auf den internationalen Beschaffungsmärkten von deutlichen Nachfrageüberhängen gekennzeichnet, wodurch es je nach Frucht und Region zu massiven Preissteigerungen des Rohstoffes kam. Ein weiterer Grund für die deutlichen Verteuerungen lag in der spürbar gestiegenen Nachfrage nach Obst in den sich schnell entwickelnden Volkswirtschaften China, Indien und Russland. Während die Preissteigerungen bei Apfelsäften vorwiegend auf die unterdurchschnittliche Erntesituation in Europa zurückzuführen waren, waren die Steigerungsraten bei roten Säften eher nachfragegetrieben.
Die neuen Trends im Fruchtsaftbereich umfassen Themen wie Gesundheit, Convenience und Geschmack. Apfelsaftkonzentrat findet zum Beispiel auch seine Verwendung als Basis für die Erzeugung von Fruchtwein, in dessen Marktsegment sich in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung abzeichnete. Ein Wachstumspotenzial haben unter anderem Gemüsesäfte und sogenannte Schorle-Produkte (Mix aus Apfelsaft, Buntsaft und Mineralwasser).
Das aufgrund der drastisch gestiegenen Rohstoffpreise angehobene Preisniveau für Apfelsaft- und Beerensaftkonzentrate im Vergleich zum Vorjahr führte absatzseitig zu deutlich verzögerten Abrufen der Kunden in der Fruchtsaftindustrie insbesondere im Bereich Apfelsaftkonzentrate und einer im langjährigen Vergleich schwierigen Marktsituation. Die Rohstoffpreissteigerungen im Bereich der Beerensaftkonzentrate konnten großteils an die Kunden weitergegeben werden. Der Umsatz von rotem Beerenkonzentrat blieb konstant, konnte aber ertragsseitig den Rückgang durch die verminderten Apfelsaftkonzentratverkäufe nicht kompensieren.
Die im Geschäftsjahr 2006|07 abgeschlossene Umstrukturierung trägt zur Leistungssteigerung im Geschäftsfeld Fruchtsaftkonzentrate bei. Ein zentrales Verkaufsteam sorgt für einen schnellen Warenverkehr der Produkte zum Kunden. Neu eingeführte, standardisierte Prozesse und ein einheitliches IT-System verbessern die interne Zusammenarbeit und vereinfachen die Interaktion der einzelnen Produktionsstandorte.
Die Absicherung höchster Qualität mit allen Produkten und in allen Weltregionen ist für AGRANA ein zentrales Unternehmensziel und Basis für das hohe Vertrauen der Kunden in das Unternehmen. Dies lässt sich nur durch Verwendung ausgesuchter agrarischer Rohstoffe und Anwendung modernster Technologien erzielen. Dadurch werden Raubbau an der Natur und die Verschwendung von Ressourcen innerhalb der AGRANA-Wertschöpfungskette ausgeschlossen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und Rohstoffen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ist AGRANA nicht nur ein besonderes Anliegen, sondern eine Verpflichtung – jetzt und für künftige Generationen.
Nachfolgende Beispiele spiegeln die Umsetzung dieser Prinzipien durch AGRANA in der Praxis wider.
AGRANA ist Vorreiter im nachhaltigen und umweltbewussten Handeln. Rohstoffeinsatz und Produktionsverfahren wurden und werden laufend optimiert, um die jeweils bestmögliche Energieeffizienz und Emissionsreduktion zu erzielen.
So hat AGRANA beispielsweise seit 1990 erhebliche Mittel in die Optimierung der Transportsysteme, die Energieversorgung sowie in eine umweltgerechte Produktion und Verpackung investiert. AGRANA hat durch die Reduktion der Emissionen in ihren Produktionsprozessen ihren Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Ziels zum Abbau von CO2-Emissionen bis 2010 heute bereits erfüllt.
Zuckerrüben produzieren unter österreichischen Bedingungen pro Hektar etwa 21 Tonnen Trockenmasse. Das ist etwa das Doppelte der Produktionsleistung von Getreide. Durch den Anbau von 40.000 Hektar Zuckerrüben in Österreich werden gegenüber einer Bestellung dieser Flächen mit Getreide um 420.000 Tonnen mehr Trockenmasse gebildet, wofür die Zuckerrübe der Atmosphäre etwa 770.000 Tonnen CO2 zusätzlich entzieht: Dies bedeutet eine erhebliche Entlastung für die Umwelt.
Durch den Einsatz der Elektro-Ultrafiltrationsmethode (EUF) zur Bodenuntersuchung wurde der Stickstoffdüngereinsatz in den letzten 25 Jahren um bis zu zwei Drittel reduziert.
Der Transport von Rüben und Kartoffeln erfolgt großteils umweltschonend mit der Bahn.
In den österreichischen Zucker- und Stärkefabriken wird die zur Verarbeitung notwendige Prozesswärme durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gewonnen. Durch die hohe Ausnutzung der eingesetzten Energie wird der Verbrauch an fossilen Energieträgern optimiert und spezifische Emissionen werden minimiert.
Die in den Zucker- und Stärkewerken anfallenden Nebenprodukte Carbokalk und Kartoffel-Restfruchtwasser werden als Dünge- und Bodenverbesserungsmittel weiterverwendet.
Der Ersatz von Durchlaufkühlsystemen durch geschlossene Kreislaufsysteme führte zu einer starken Verminderung des Frischwasserbedarfs.
Durch den Einsatz des Computerprogramms "LIMOS" (Lime Optimization System), welches den optimalen Bedarf an Kalkmilch in der Rübensaftreinigung ermittelt, wurde der Kalksteineinsatz im Zuckerbereich nachhaltig reduziert. Dies führte in weiterer Folge zu einer Einsparung von Kalkstein und Koks.
Die Bioethanolanlage in Pischelsdorf wird ab dem Juni 2008 nicht nur sauberes Treibstoffethanol aus nachwachsenden Rohstoffen liefern, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz Österreichs leisten.
Nahrungsmittelsicherheit, Qualitätssteuerung, Rückverfolgbarkeit aller industriellen Prozesse bis auf das Feld – Behandlung der Rohstoffe von der Aussaat bis zur Ernte – sowie Zertifizierungen tragen zur Nachhaltigkeit der AGRANA-Produkte und zur nachhaltigen Umweltorientierung bei.
AGRANA berät ihre landwirtschaftlichen Zulieferbetriebe laufend über optimale Produktionstechniken. Diese Partnerschaft mit den Produzenten sichert eine nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Böden, optimale Erträge und beste Qualität.
Die Errichtung und weitere Planung von Rübenlagerplätzen mit Bahnanschluss tragen zu einer weiteren Verlagerung des Rübentransportes auf die Bahn bei. Der Anteil der in der österreichischen Zuckerfabrik in Leopoldsdorf per Bahn
angelieferten Rüben konnte dadurch bereits auf zirka 50 % angehoben werden.
Durch den Einsatz des "LISA+"-(Lime Salt Analyzing)-Systems kam es zu einer Optimierung der Alkalisierung, wodurch der Einsatz von Prozesschemikalien reduziert werden konnte.
Investitionen in die technische Verbesserung der Schnitzelpressen ermöglichten erhebliche Einsparungen von Trocknungsenergie. Zusätzlich konnte durch Investitionen im Bereich der Messtechnik eine weitere Verringerung der Trocknungsenergie erreicht werden.
Durch neue Vermarktungsstrategien werden Rübenbruchstücke zur Produktion von Biogas verwendet. Die neu errichtete Biogasanlage in Kaposvár|Ungarn wurde während der Rübenkampagne 2007 hochgefahren. In dieser Anlage wird Biogas aus Zuckerrübenpressschnitzeln gewonnen. Die Zufuhr an Pressschnitzeln in die beiden Biogasreaktoren wurde bereits so weit gesteigert, dass zu Kampagneende aus insgesamt zirka 1.000 Tonnen Pressschnitzeln pro Tag in Summe eine tägliche Biogasmenge von zirka 125.000 m3 gewonnen wurde. Damit konnten mehr als 40 % des Primärenergiebedarfes abgedeckt werden. Darüber hinaus wird seit Kampagneende der Heizenergiebedarf von der neuen Anlage mit alternativem Brennstoff zur Gänze gedeckt.
AGRANA ist ein führender Anbieter von biologischen und garantiert gentechnikfreien Stärkeprodukten und unterscheidet sich dadurch wesentlich von den Mitbewerbern. Bei den Produktionsprozessen wird besonderer Wert auf hohe energetische Wirkungsgrade gelegt und durch Abwärmenutzung der Primärenergieeinsatz niedrig gehalten. Die Energiegewinnung aus Nebenprodukten wird an allen Standorten über bestehende Einrichtungen oder über Versuchsprojekte verbessert.
In Rumänien werden seit der Kampagne 2007 die bei der Maisstärkeproduktion anfallenden Fasern als Energiequelle genutzt. Diese Fasern werden in einem dafür adaptierten
Kessel anstelle von Heizöl thermisch verwertet. Die dabei gewonnene Wärmeenergie wird für die Erzeugung von Prozessdampf verwendet.
Der Ausbau des ungarischen Stärkewerkes erfolgt auch unter dem Gesichtspunkt der Erzielung hoher energetischer Wirkungsgrade und einer Reduktion des Primärenergieeinsatzes durch Nutzung von Abwärme.
In Österreich wird derzeit intensiv an innovativen Projekten zur Energiegewinnung aus Nebenprodukten der Kartoffelund Maisstärkeproduktion gearbeitet. So wird beispielsweise versucht, Nebenprodukte der Kartoffelverarbeitung zur Biogasgewinnung einzusetzen, was bereits seit Ende 2007 mit Kartoffelschälbrei aus der Püreeproduktion erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stehen viele Verbesserungsmaßnahmen im Dienste der Einhaltung der Umweltstandards. Bei Planung und Auslegung einer Abwasservorreinigungsanlage in Centerville|USA wurde bereits darauf Rücksicht genommen, dass auch zukünftige Umweltauflagen erfüllt werden können. Generell werden in allen Werken Prozesse dahingehend optimiert, Abfall und Abwasser zu reduzieren. Darüber hinaus läuft eine Initiative zur Gewinnung von Biogas aus den Abwasseranlagen. Am österreichischen Fruchtzubereitungsstandort in Gleisdorf ist eine derartige Anlage seit mehreren Jahren im Einsatz. Ein erheblicher Anteil des Gasbedarfes zur Dampferzeugung kann dort aus Biogas abgedeckt werden.
Die AGRANA Sourcingabteilung legt beim Rohstoffeinkauf größtes Augenmerk auf Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards. AGRANA kauft Rohware bei zertifizierten Rohstofflieferanten. Dabei wird auf eine nachhaltige Agrarbewirtschaftung in der Herstellung von Früchten für AGRANA-Fruchtzubereitungen und die Absicherung der hohen Qualitätsstandards Wert gelegt.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate sind im laufenden Betrieb sowie bei allen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen die effiziente Nutzung der Ressourcen Energie und Wasser und die Reinigung der Produktionsabwässer ein zentrales Thema.
Durch die Inbetriebnahme der Abwasservorreinigungsanlage in Vaslui|Rumänien im November 2007 können auch in diesem Werk die anspruchsvollen europäischen Umweltstandards eingehalten werden. Das Produktionsnebenprodukt Trester wird entweder getrocknet und zur Pektingewinnung beziehungsweise als Futtermittel verkauft oder einer thermischen Nutzung zugeführt. Der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm wird kompostiert und als Düngemittel verwendet.
In Ungarn betreibt AGRANA zusätzlich zu ihren Produktionsstandorten einen Betrieb zur Vermehrung resistenter Apfelsorten. In enger Kooperation mit einer Baumschule in der Nähe von Debrecen werden Apfelsorten, die aus dem Züchtungssortiment der Sächsischen Landesanstalt Dresden/ Pillnitz stammen, vertrieben. Diese speziellen Sorten, sogenannte Re-Sorten ("Re" = resistent), ermöglichen eine integrierte Apfelproduktion ohne den Einsatz von Fungiziden (Pflanzenschutzmittel gegen Pilzkrankheiten). Mit dem Anbau und Vertrieb dieser resistenten Apfelsorten leistet AGRANA einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Apfel- und Apfelsaftkonzentratproduktion. Bereits 2.500 Hektar resistenter Apfelanlagen wurden während der letzten acht Jahre in Ungarn in Kooperation mit mehr als 600 Landwirten ausgepflanzt. Das Projekt soll nicht nur die Rohstoffversorgung der Konzentratwerke fördern, sondern auch den Marktanforderungen nach Apfelsaftkonzentrat aus kontrollierter Produktion nachkommen. Ein eigenes Beratungsteam sorgt für die Einhaltung der Produktionsauflagen. Gemeinsam mit den Landwirten wird an der kontinuierlichen Verbesserung der Produktionstechnik gearbeitet. Aufgrund der positiven Entwicklung des Re-Sorten-Projektes in Ungarn wurden auch in Polen, Rumänien und der Ukraine erste Flächen in Kooperation mit Vertragslandwirten bepflanzt.
Corporate Social Responsibility (CSR) ist für AGRANA nicht nur ein modernes Schlagwort, sondern wird in den Unternehmen unserer Gruppe auch gelebt. Für AGRANA bedeutet CSR, einen Einklang zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialem Umfeld herzustellen.
Auf europäischer Ebene haben am 7. Februar 2003 die Sozialpartner der europäischen Zuckerindustrie, CEFS und EFFAT, einen gemeinsamen Verhaltenskodex unterzeichnet, der Mindestnormen für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR) in acht Bereichen festlegt. Die europäische Zuckerindustrie hat somit als erster Sektor der Nahrungsund Genussmittelindustrie freiwillig und auf breiter Ebene CSR-Mindeststandards vereinbart.
Die europäische Stärkeindustrie hat sich im Oktober 2002 in einem gemeinsamen Statement (AAC ENVIRONMENTAL POLICY) zum effizienten Einsatz natürlicher und erneuerbarer Ressourcen und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung bekannt.
Im Segment Frucht werden unterschiedliche Codices angewendet. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrat ist dies der SGF/IRMA Code of Conduct, der als erster Schritt verstanden werden soll, nachhaltige und ethische Standards in der internationalen Fruchtsaftindustrie durchzusetzen. Seit 2006 werden in diesem Geschäftsbereich zwei Projekte der Caritas in Rumänien und der Ukraine unterstützt.
Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitung bekennt sich zur Transparenz in der Führung der Geschäfte und im ethisch verantwortungsbewussten Umgang mit den Mitarbeitern. AGRANA hält sich an geltende Richtlinien und ist sich ihrer sozialen Verantwortlichkeit bewusst. Mangels eines Branchenkodex hat AGRANA im Bereich Fruchtzubereitung einen "AGRANA Code of Conduct" erarbeitet, der sich an den Standards der International Labour Organisation orientiert. Dieser Code of Conduct hat Themen wie die Vermeidung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, aller Arten von Diskriminierung oder auch die Förderung von Gesundheit und Arbeitsplatzsicherheit zum Inhalt. Im Zuge der Umsetzung dieses Codes werden internationale Arbeitsstandards respektiert sowie der faire Umgang mit Mitarbeitern gewahrt und Gleichberechtigung ernst genommen. Die Richtlinie fördert weiters den proaktiven Umgang mit dem Thema Arbeitssicherheit sowie der Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Audits stellen sicher, dass diese Richtlinien sowohl intern als auch extern von Zulieferern eingehalten werden.
Laufende Produktinnovationen in allen Segmenten sind wesentliche Bausteine der Unternehmensstrategie der AGRANA. Grundlage der Innovationskraft der AGRANA ist einerseits die intensive und enge Zusammenarbeit mit den Kunden, um die Bedürfnisse entsprechend zu definieren und erfolgreich umsetzen zu können. Andererseits unterhält AGRANA mit ihrem umfassenden Entwicklungs-Know-how und ihren Entwicklungskapazitäten bedeutende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, die die Grundlagen für die Produktinnovationen bilden.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der AGRANA sind schwerpunktmäßig bei der Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H. (ZFT) in Österreich gebündelt. Die Leistungsbandbreite reicht von der Landwirtschaft über die Lebensmittel-, Zucker-, Stärke- und Bioethanoltechnologie bis hin zur Mikrobiologie und Biotechnologie.
Forschung und Entwicklung im Bereich Stärke gewinnt zunehmend an Bedeutung als Bindeglied zwischen den Ansprüchen des Marktes und den Bedürfnissen der Verbraucher. Laufende Anpassungen und Optimierungen der verschiedenen anwendungsspezifischen Stärkeprodukte sind Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg dieser Produkte am Markt. Innovation und marktorientiertes Handeln sind wesentliche Eckpfeiler, um neue Anwendungsfelder zu erschließen und im Stärkemarkt erfolgreich zu sein.
Im Dezember 2007 wurde neben Gleisdorf|Österreich ein zweites Innovationsund Kompetenzzentrum für den Fruchtzubereitungsbereich in den USA (Brecksville, Ohio) errichtet. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden sowie mit dem Innovations- und Kompetenzzentrum in Gleisdorf werden nicht nur neue Produkte entwickelt, sondern auch Themen wie Prozess- und Verfahrensoptimierung sowie Produkt- und Qualitätssicherheit bearbeitet.
Im Geschäftsjahr 2007|08 betrugen die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) rund 10,5 m€. Insgesamt beschäftigte AGRANA für F&E 187 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2007|08.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im Bereich Zucker lag im Geschäftsjahr 2007|08 in der weiteren Kostenreduktion der Produktionsprozesse durch Optimierung des Hilfsstoffeinsatzes. Parallel dazu wurde in der Erschließung von neuen Anwendungen für natürliche Biostabilisatoren sowie zur Entwicklung und Durchführung von Spezialanalysen geforscht.
Mit Hilfe von LIMOS, dem Programm zur optimalen Dosierung von Kalkmilch, konnte in den letzten Jahren der Kalksteinverbrauch in Österreich um mehr als die Hälfte reduziert werden.
Eine Weiterentwicklung der in den letzten Kampagnen erfolgreich eingeführten automatisierten Härtebestimmung ermöglicht nun auch einen größeren Einsatzbereich von LISA+ und stellt die Grundlage eines Systems zur optimalen Dosierung von Alkalisierungsmitteln dar. Dies führt zu einer Vergleichmäßigung der Zuckerproduktion, vor allem im Bereich Enthärtungsanlagen und Zuckerhaus.
Das System zur ereignisgesteuerten Dosierung von natürlichen Biostabilisatoren, basierend auf einer wartungsarmen pH-Messung im Turmsaft, konnte in der vergangenen Kampagne weiter optimiert werden. Die erforderlichen Maßnahmen, um das System in der nächsten Kampagne auch außerhalb der österreichischen AGRANA-Werke einzusetzen, werden nun vorbereitet. Weitere Anwendungsgebiete von Biostabilisatoren außerhalb des Extraktionsbereichs umfassen den Einsatz im Kühlwasserkreislauf in den Zuckerfabriken als erfolgreiche Alternative zu chlorhaltigen Produkten sowie im Silagebereich (Unterdrückung von Fehlgärungen). Nach umfangreichen Laborversuchsserien wurden erste Erfahrungen mit der Akzeptanz bei Fütterungsversuchen gemacht. Nach positiver Resonanz können die notwendigen Schritte für die Etablierung eines Handelsproduktes eingeleitet werden.
Zunehmende Bedeutung erlangten in den letzten Jahren Maßnahmen zur Absicherung der Qualität der Endprodukte. Neben der Durchführung von Spezialanalysen zählen hierzu auch die Teilnahme an bzw. die Organisation von konzernweiten Ringanalysen und Cross Checks.
Im Rahmen des konzernweit etablierten Kompetenzzentrums für Zuckertechnologie wurde bei der Erstellung von Richtlinien für den Betrieb und die Instandhaltung von Kalköfen sowie die Dicksaftlagerung mitgearbeitet sowie an neuen Einsatzgebieten für Flockungshilfsmittel geforscht.
Neue Verwertungsmöglichkeiten könnten sich für die Nebenprodukte aus der Zuckergewinnung ergeben. Aktuelle Untersuchungen dokumentieren zum Beispiel für Carbokalk eine solide Nährstoffwirkung sowie eine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit des Bodens und sprechen somit im Sinne der Kreislaufwirtschaft für einen Einsatz als Düngemittel.
AGRANA hat durch konsequente Produktinnovationen sowie Flexibilität den Spezialitätenbereich im Segment Stärke weiterentwickelt. Dabei ist es AGRANA gelungen, in bekannten wie auch neuen Marktsegmenten erfolgreich Stärkeprodukte zu platzieren und Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Aktuelle Forschungsschwerpunkte im Nonfood-Bereich betreffen insbesondere die Anwendung modifizierter Stärken im Baubereich, in der Papierindustrie, im Klebstoffsektor, in der Textilindustrie sowie im Bereich Kosmetik. Der Bedarf der Industrie an Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen wird dabei immer größer.
Zu einem bedeutenden Marktsegment der AGRANA zählt der Baubereich, wo eine erhebliche Nachfrage nach hochentwickelten Stärkeethern mit speziellen Anforderungen besteht. Produktentwicklungen im Bereich der klassischen Bauchemie, wie beispielsweise Fliesenkleber oder Putze, konnten erfolgreich am Markt eingeführt werden. Die neue Stärke dient dabei nicht nur als Verdicker, sondern trägt wesentlich dazu bei, dass die Verarbeitung mörtelbasierender Systeme den neuen Anforderungen des Marktes, wie längere Verarbeitungszeit bei geringerer Abbindezeit, gerecht wird. Dieser technologische Durchbruch wurde zum Patent angemeldet. Darüber hinaus bestehen für Stärkeether neue Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel im Tunnelbau. Auch im Bereich der Dispersionsfarben konnte eine neue Generation von wirkungsvollen und effizienten Stärkeverdickern entwickelt werden.
In der Papierindustrie werden die Kunden der AGRANA auf dem neuesten Stand der Wissenschaft mit Serviceleistungen betreut. In Kooperation mit wichtigen Branchenpartnern konnte in übergreifenden Projekten ein neuer Zugang für die Verwendung von Stärke als Co-Binder in Papierstreichfarben erzielt werden. Nach aufwendigen Versuchen konnten Stärkeprodukte entwickelt werden, die bei gleich guter Laufeigenschaft wie marktübliche Dextrine eine verbesserte Bindekraft aufweisen. Die Marktreife dieser Produkte steht kurz bevor.
Als strategisch wichtiger Forschungsbereich hat sich der Klebstoffsektor etabliert. Im Bereich Sackkleber oder Etikettierkleber konnten Stärkeprodukte mit einem deutlich verbesserten Eigenschaftsspektrum entwickelt werden. Weitere Ausprägungen sind derzeit in der Entwicklungsphase und stehen vor Umsetzung.
Auch im Bereich der Lebensmittelstärken besteht hoher Bedarf an innovativen Produkten. AGRANA nutzt hier Synergien mit dem Segment Frucht, wo Stärke als Verdickungsmittel Verwendung findet. Bioprodukte und damit Biostärken haben in Österreich und auch in der EU eine immer größere Bedeutung. In diesem speziellen Marktsegment hat AGRANA eine führende Rolle eingenommen. Neuentwicklungen von Biostärken mit verbesserter Textur und besonderen fließtechnischen Eigenschaften stehen dabei im Vordergrund.
Im Rahmen der Bioethanolproduktion werden hohe Ansprüche an die Rohstoffbasis gestellt, um eine entsprechende Ausbeute an Alkohol sowie die Eignung als hochwertiges Futtermittel sicherzustellen. In Versuchen konnte eindeutig gezeigt werden, dass Kartoffelrestfruchtwasserkonzentrat zu erheblich beschleunigter Gärleistung in der Bioethanolproduktion führt. Diese Ergebnisse konnten sowohl bei Winterweizen als auch bei Wintertritikale bestätigt werden.
Durch die Errichtung des zweiten Innovations- und Kompetenzzentrums für den Fruchtzubereitungsbereich in Brecksville|USA wurde ein weiterer strategisch wichtiger Schritt
am anspruchsvollen nordamerikanischen Markt gesetzt. Durch die geografische Nähe zum mexikanischen Absatzmarkt und den sich rasch entwickelnden südamerikanischen Märkten können zusätzliche Akzente zur besseren Marktbearbeitung gesetzt werden.
In Zusammenarbeit mit dem Entwicklungszentrum in Gleisdorf|Österreich werden innovative Produkte für die weltweit tätigen Kunden der AGRANA entwickelt und marktnahe Lösungen realisiert. So konnte AGRANA als einer der ersten Fruchtzubereitungshersteller knusprige Cerealien in einer speziellen hydrophoben Form anbieten, die im Joghurt weiterhin knackig bleiben und den Genuss des Kunden steigern.
Der große Trend zu "Functional Ingredients", das sind Zutaten mit speziellem gesundheitlichem Nutzen, wurde gezielt weiterverfolgt. So werden zum Beispiel Fruchtzubereitungen auf Wunsch der Kunden mit natürlichen Antioxidantien veredelt. Antioxidantien sind in vielen Früchten von Natur aus enthalten und fangen freie Radikale im Organismus ab, die eine Zellalterung bewirken.
AGRANA meldete im Geschäftsjahr 2007|08 mehrere Patente an, um neue Kundensegmente anzusprechen. So ist es nun möglich, "Magic Drops" ins Joghurt einzumischen, die unterschiedliche funktionelle Substanzen enthalten und zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bringen. Diese Granulate sind vor allem für den Bereich der Kinderjoghurts interessant, da sie wohlschmeckende und farblich ansprechende Ergänzungen bieten. Unter dem Begriff "Clean Label" werden Kunden spezielle Fruchtzubereitungen angeboten, die keine Lebensmittelzusatzstoffe, Aromen und Farbstoffe enthalten und den natürlichen Charakter des Fruchtjoghurts unterstreichen.
Im Fruchtsaftkonzentratbereich wurde eine optimierte Nutzung von im Verarbeitungsprozess anfallenden Fruchtaromen angestrebt. Daneben wurde an der Verbesserung der Farbausbeute und Farbstabilität von roten Konzentraten gearbeitet. Mit der Entwicklung von Produktionsverfahren für Karotten und rote Rüben wurde die Basis für den Markteinstieg bei Gemüsesaftkonzentraten geschaffen.
Im Geschäftsjahr 2007|08 beschäftigte die AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.140 (Vorjahr 8.223) Mitarbeiter, was einer Reduktion um 83 Beschäftigte entspricht. Davon waren 1.643 (Vorjahr 1.650) Mitarbeiter in Österreich und 6.497 (Vorjahr 6.573) Mitarbeiter in den internationalen Beteiligungen im Zucker-, Stärke- und Fruchtbereich tätig.
Als internationales Unternehmen beschäftigte AGRANA im Geschäftsjahr 2007|08 rund 80 % aller Mitarbeiter außerhalb von Österreich. Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl folgendermaßen:
Im Segment Zucker verringerte sich im Geschäftsjahr 2007|08 der durchschnittliche Personalstand durch die weitere Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen um 126 Mitarbeiter. Infolge der marktordnungsmäßigen Mengenbeschränkungen mussten in Rumänien rund 100 Mitarbeiter abgebaut werden. Mit der Entscheidung der Werksschließung des ungarischen Zuckerwerkes in Petöháza wurden mit den betroffenen Mitarbeitern in Abstimmung mit der Belegschaftsvertretung die Sozialpläne ausverhandelt. Die 140 Mitarbeiter erhalten im Rahmen eines dreistufigen Sozialplanes eine entsprechende Kompensation sowie Unterstützung bei der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten.
Der Mitarbeiterstand im Stärkesegment erhöhte sich um durchschnittlich 71 Mitarbeiter, was vor allem auf die Anstellung von Beschäftigten für das neu errichtete Bioethanolwerk in Pischelsdorf zurückzuführen war.
Im Segment Frucht wurde im Geschäftsjahr 2007|08 vermehrt Saisonpersonal für die sehr ertragreiche Erdbeerernte in Marokko benötigt. Darüber hinaus erforderten die Inbetriebnahme des brasilianischen Fruchtzubereitungswerkes in Cabreúva sowie die Produktionsausweitungen in Russland und Südafrika Personalaufstockungen. Für die im Zuge der Standortoptimierung beschlossene Schließung des tschechischen Standortes AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. in Kaplice wurde ein Sozialplan ausgearbeitet, der eine schrittweise Freisetzung der 77 betroffenen Mitarbeiter umfasst. Das umfangreiche Unterstützungsprogramm beinhaltet unter anderem die Unterstützung bei Bewerbungen. AGRANA geht davon aus, dass die Mitarbeiter in der aufstrebenden Region im Raum Kaplice eine entsprechend gleichwertige Beschäftigung finden.
Im November 2005 startete AGRANA ein umfassendes Unternehmenskulturprojekt. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, nach zahlreichen Akquisitionen und einem enormen Wachstum in den vergangenen Jahren die unterschiedlichen Kulturen einander anzunähern und für die Zukunft einheitliche Grundsätze für ein gemeinsames Handeln sowie ein Verständnis für die Umsetzung der Unternehmensstrategie konzernweit zu haben.
Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht die Schaffung einer intensiveren Verbindung mit dem Unternehmen AGRANA als gemeinsame Basis für die 76 Gesellschaften mit unterschiedlicher Geschichte innerhalb der AGRANA-Gruppe. Werte und Einstellungen werden als wesentlicher Bestandteil für die Integration sowie für die Identifikation mit dem AGRANA-Konzern gesehen. Das Projekt dient aber auch dazu, allen Mitarbeitern die AGRANA-Strategie näherzubringen. Durch eine stärkere Einbindung in den Strategieprozess soll den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, diese Entwicklung auch aktiv mitzugestalten.
Schwerpunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007|08 war die Durchführung einer konzernweiten Mitarbeiterumfrage, um standortspezifische Verbesserungspotenziale zu ermitteln und mit den entsprechenden Maßnahmen in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wird der Fokus auf die Umsetzung der einheitlichen Unternehmensstrategie in den internationalen Fruchtstandorten gelegt. Die breite Diversifikation durch weltweite Standorte und somit auch die Vielfalt an Kulturen soll in eine gemeinsame AGRANA-Kultur integriert werden.
Im Geschäftsjahr 2007|08 wurde das einheitliche Erfolgsbeteiligungssystem weltweit umgesetzt. Rund 6 % aller Beschäftigten nehmen an diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem teil.
AGRANA fördert die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter sowohl segmentintern als auch segmentübergreifend. Innerhalb der einzelnen Segmente unterstützt AGRANA zum Beispiel individuelle Weiterbildungsmaßnahmen, es werden aber auch divisionsübergreifende Ausbildungsschwerpunkte gesetzt, in denen die Soft Skills der Mitarbeiter in internationalen Seminaren gefördert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Fokus im Bereich Teamleadership. In
| 2.597 | 07 08 |
|---|---|
| 2.723 | 06 07 |
| 2.881 | 05 06 |
Österreich wurde das Augenmerk auf den Finanzbereich gelegt. Zielsetzung des Seminars "Financial Management in the AGRANA Business" war die Förderung von wirtschaftlichem Denken und die Vernetzung von betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen. Dabei fanden nicht nur die theoretischen Aspekte Berücksichtigung, sondern die Teilnehmer konnten auch anhand eines Unternehmensplanspiels das erlernte Wissen gleich praxisnahe einsetzen.
Die globale Präsenz der AGRANA verlangt von allen Teilnehmern, sich in diesem internationalen Umfeld auch bewegen und verständigen zu können. Daher wurden sowohl in der Zentrale in Wien als auch in den einzelnen Produktionsstandorten über einen längeren Zeitraum Englischkurse angeboten. Diese Weiterbildungsmaßnahme wird AGRANA auch im nächsten Geschäftsjahr beibehalten.
Aufgrund der Internationalität der Führungsmannschaft und der damit verbundenen kulturellen, organisatorischen und strukturellen Unterschiede in den verschiedenen Ländern hat AGRANA unter anderem internationale Meetings als Weiterbildungsmaßnahme für die Entscheidungsträger organisiert. Im Zuge der Internationalisierung wurden außerdem Seminare zur Schulung von interkulturellen Kompetenzen angeboten.
Um die Qualität der Bewerberadministration zu erhöhen, wurde ein Online-Bewerbungstool auf der neu gestalteten AGRANA-Website implementiert. Die Rückmeldungen von Bewerbern sind durchwegs positiv. Besonders die leichte Handhabung und die Möglichkeit, sich direkt am jeweiligen Standort bewerben zu können, wurden positiv erwähnt.
Ein hoher Stellenwert wird der laufenden Weiterbildung auch im Rahmen der Lehrlingsausbildung beigemessen. Eine federführende Position nimmt in diesem Bereich die AGRANA Stärke bei der Schaffung des neuen Lehrberufs "LebensmitteltechnikerIn" ein.
Im Rahmen des "AGRANA-Fit"-Programms erfolgte im Geschäftsjahr 2007|08 erstmals die Teilnahme am Wien Energie Business Run. Die Förderung des Gesundheitsgedankens wurde auch in den zahlreichen AGRANA-Niederlassungen weltweit forciert, angefangen von laufenden Impfaktionen bis hin zur Wirbelsäulengymnastik.
Eine langfristige Stärkung der Gesundheit hat ein neues Wellness-Programm in den USA zum Ziel, in dessen Rahmen die Mitarbeiter motiviert werden sollen, Initiativen für die eigene Gesundheit zu ergreifen. Die Schwerpunkte dieses Programms werden monatlich gesetzt, wie zum Beispiel zum Thema Herz oder gesunde Ernährung. Ein "Wellness-Committee" identifiziert laufend Verbesserungspotenziale, die zur Steigerung der Mitarbeiter-Gesundheit beitragen, zum Beispiel Gesundheitsscreenings oder Nichtraucherkampagnen.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag zu erreichen. Im Mittelpunkt dieser Risikosteuerungsaktivitäten steht dabei der möglichst effiziente Einsatz des verfügbaren Eigenkapitals unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele und Wachstumsaussichten.
Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klar geregelte Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollsysteme.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf einem Risikocontrolling auf operativer Ebene und einem strategischen Beteiligungscontrolling, welche durch Berichts- und Kontrollsysteme unterstützt werden, sowie auf der Konzernrevision, die durch regelmäßige und systematische Überprüfung die Geschäftsprozesse, -abläufe und -systeme durchleuchtet.
Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für den Geschäftsverlauf negative Auswirkungen haben könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Als zentrale, unabhängige Kontrolleinheit unterstützt das in der Abteilung Controlling organisatorisch verankerte Risikocontrolling den Vorstand bei der Entscheidung über die Risikopolitik. Die Genehmigung der Grundsätze des Risikomanagements, die Festlegung von Grenzen für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung der Risiken obliegt ebenfalls dem Vorstand. Die Abteilung berichtet in regelmäßigen Abständen an den Vorstand, der die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und der entsprechenden Risikolimits beurteilt.
Die Abteilung ist zuständig für die konzernweite Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risiko- und Ertragsmessung, die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente und die Entwicklung und Wartung der grundsätzlichen Richtlinien. Diese Richtlinien sind Teil des internen Kontrollsystems und stellen unter anderem die ordnungsgemäße interne und externe Finanzberichterstattung sicher.
Die interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Holding und in den Tochtergesellschaften, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Als produzierendes Unternehmen der Agrarwirtschaft ist AGRANA operativen Einzelrisiken ausgesetzt, die ihre Ursachen in der spezifischen Geschäftstätigkeit der AGRANA haben und die Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinträchtigen können. Im Folgenden werden die relevanten Risiken im Detail beschrieben.
Mögliche Auswirkungen internationaler und nationaler Handelsabkommen bzw. Marktordnungen werden bereits im Vorfeld frühzeitig analysiert und im Rahmen des Risikomanagements bewertet.
Von besonderer Bedeutung für die AGRANA ist diesbezüglich die neue EU-Zuckermarktordnung, die am 1. Juli 2006 in Kraft trat und bis zum 30. September 2015 gilt. Über die neue Zuckermarktordnung und ihre Auswirkungen wird ab Seite 32 im Segment Zucker im Detail berichtet.
Neue Marktchancen bietet die Erzeugung von Industriezucker, der außerhalb der Quote produziert und an Bioethanolhersteller, die chemische, pharmazeutische und die Fermentationsindustrie verkauft werden kann. Dieser wachsende Markt, der nicht durch Zuckerreferenzpreise und Rübenmindestpreise reglementiert ist, wird allerdings nur besonders wettbewerbsfähigen Erzeugern vorbehalten sein.
Zur konsequenten Umsetzung ihrer klima-, energie- und agrarpolitischen Ziele arbeitet die EU-Kommission an der Neuauflage der seit 2003 geltenden Biokraftstoffrichtlinie. Aufgrund der steigenden Beimischungsmengen in Österreich (siehe Details im Segment Stärke) wird in Zukunft Bioethanol vermehrt direkt dem Benzin beigemischt.
In Brasilien haben sich seit Beginn der Zuckerrohrernte die Preise für Ethanol weitgehend stabil entwickelt. In Europa ist ebenfalls eine stabile Preisentwicklung zu verzeichnen, wobei nur geringe Mengen an Ethanol gehandelt wurden. Derzeit ist jedoch noch nicht abzusehen, wie sich das europäische Preisniveau für das Jahr 2008 vor dem Hintergrund der gestiegenen Getreidepreise entwickeln wird. Die Aufhebung der Flächenstilllegung von derzeit 10 % für das Jahr 2008 soll durch ein zusätzliches Produktionspotenzial von 10 bis 17 Mio Tonnen Getreide zu einer deutlichen Entspannung der Märkte beitragen.
AGRANA ist als Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache in Witterungseinflüssen haben können. Hierdurch können landwirtschaftliche Rohstoffe aufgrund von klimatischen Ereignissen unter Umständen in zu geringer Menge verfügbar sein. Zum anderen können diese Rohstoffe Preisschwankungen unterliegen, die nicht vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.
Diese Risiken betreffen hauptsächlich die Segmente Stärke und Frucht. Speziell für die Bioethanolproduktion gilt es, die für die bereits eingegangenen Lieferverpflichtungen notwendigen Getreidemengen durch Kontrahierung physischer Lieferungen zeitgerecht abzudecken. Der Anstieg der Rohstofftangente kann teilweise durch höhere Verkaufspreise für das eiweißhältige Nebenprodukt im Rahmen der Bioethanolproduktion kompensiert werden.
Die weltweite Präsenz im Segment Frucht und die Kenntnis aller Beschaffungsmärkte ermöglicht es AGRANA, Engpässe in der Versorgung und Preisvolatilitäten zu vermeiden bzw. entgegenwirken zu können. AGRANA hat im Segment Frucht eine zentrale Einkaufsorganisation aufgebaut, die die Rohstoffmärkte global analysiert und somit gezielt auf Rohstoffengpässe und Qualitätsunterschiede reagieren
kann. Im Hinblick auf die ganzjährige Versorgungssicherheit und die unterschiedlichen Erntezyklen in den Hauptanbauregionen wurden mit Lieferanten und Kunden auch langfristige Verträge abgeschlossen. Dadurch kann gleichbleibend gute Qualität bei verlässlicher Lieferung und eine gesicherte Produktion gewährleistet werden.
Den Beschaffungsrisiken im Zuckersegment kommt infolge der Zuckermarktordnung eine geringere Bedeutung zu, weil die Planung der Rübenbauern darauf ausgerichtet ist, die Lieferrechte möglichst zu erfüllen. Bei Energiepreisrisiken versucht AGRANA, mit einer entsprechenden Ausrichtung der Produktionsanlagen verschiedene Energieträger kostenoptimal einzusetzen. Darüber hinaus wird eine steigende Energieeffizienz der Anlagen konzernweit kontinuierlich forciert.
AGRANA agiert auf unterschiedlichen Märkten und versucht, mögliche Änderungen des Konsumverhaltens rechtzeitig zu erfassen. Auswirkungen auf die Marktposition werden bewertet und finden gegebenenfalls ihren Niederschlag in Modifikationen der Unternehmensstrategie. Schwankungen der Absatzpreise, die sich im Rahmen des Wettbewerbs ergeben, begegnet AGRANA durch fortlaufende Optimierung der Kostenstrukturen mit dem Ziel der Kostenführerschaft.
Das anhaltende Wachstum und die Erfordernisse der neuen Märkte in den CEE-Ländern, Russland und Asien mit der sich dort rasch entwickelnden Fruchtsaft- und Molkereiindustrie bedürfen stetiger Marktbeobachtung. Nur durch genaue und vor allem kontinuierliche Marktanalyse bzw. Bearbeitung können bestehende sowie zukünftige Wachstumsmärkte rechtzeitig erkannt und für das weitere Wachstum der AGRANA-Gruppe genutzt werden.
Höchste Qualität unserer Produkte im Interesse unserer Kunden und Konsumenten gehört zu den Ansprüchen der AGRANA an sich selbst. Die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards ist für AGRANA daher eine Selbstverständlichkeit. Risiken durch Qualitätsmängel, etwa infolge verunreinigter Rohstoffe oder von Verarbeitungsfehlern, tritt AGRANA durch strengste interne, zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme entgegen, deren Einhaltung konzernweit regelmäßig kontrolliert wird.
Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von Informationstechnologie entstehen, kommen im Vergleich dazu geringe Bedeutung zu. AGRANA begegnet diesen Risiken durch ständige Überwachung, klare Dokumentation sowie kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe.
Klageverfahren gegen AGRANA oder ihre Konzerngesellschaften, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns besitzen könnten, bestehen nicht.
AGRANA ist möglichen Änderungen des rechtlichen Umfeldes insbesondere in den Bereichen Lebensmittel- und Umweltrecht ausgesetzt. AGRANA erfasst derartige Risiken bereits in der Frühphase, evaluiert ihren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe und leitet daraus gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen ab.
AGRANA ist Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt und setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftsund Finanzierungstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein.
Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung fakturierten Forderungen gegen Kursschwankungen abgesichert werden. Eine detaillierte Darstellung dieser finanziellen Risiken erfolgt ab Seite 129 im Konzernanhang.
Zusammenfassend hat sich die Gesamtrisikoposition des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau gehalten, da sich zwar die Situation der Quotenrückgabe infolge der Zuckermarktordnungsreform verbessert hat, jedoch die Weltmarktpreissituation bei agrarischen Rohstoffen von dramatischen Volatilitäten geprägt war.
Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf wertorientiertes Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie bieten sich AGRANA zugleich eine Vielzahl von Chancen.
Die Neuregelung der Zuckermarktordnung bringt – neben den oben beschriebenen Risiken – auch Chancen zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsposition im Segment Zucker. Die durch die Preissenkungen verursachten strukturellen Veränderungen der europäischen Zuckerwirtschaft werden zum Ausscheiden von Mitbewerbern – insbesondere in klimatisch weniger günstigen Regionen Europas – führen. AGRANA verfügt über eine hervorragende Wettbewerbsposition und strebt den weiteren Ausbau ihrer Marktposition an.
Besondere Bedeutung kommt auch der Möglichkeit zu, Bioethanol als Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen, wodurch einerseits die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, andererseits die Emission von Kohlendioxid reduziert werden kann. Die EU hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls, des Aktionsplans Biomasse und der EU-Strategie für Biokraftstoffe zu einer Nutzung regenerativer Energiequellen verpflichtet. An der Konkretisierung und Implementierung der Verpflichtungen wird derzeit gearbeitet. Die österreichische Bundesregierung hat eine Verpflichtung zur Substitution fossiler durch biogene Kraftstoffe beschlossen. Durch den Ausbau der ungarischen Alkoholkapazität und den Werksneubau in Österreich hat AGRANA
bereits heute die Grundlage gelegt, um auch künftig eine signifikante Rolle als Anbieter auf dem Markt für biogene Treibstoffe einzunehmen.
Im Segment Stärke hat AGRANA bereits eine wichtige Marktstellung als anerkannter Produzent von Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Bauindustrie eingenommen. Der Fokus liegt auf Biostärken und GVO1 freien Stärken für die Lebensmittelindustrie. Diese Nischenstrategie erlaubt eine Differenzierung vom Wettbewerb und eröffnet – unter Nutzung der konzerninternen Forschungsinfrastruktur – weiteres Wachstumspotenzial.
Das in den vergangenen Geschäftsjahren durch Akquisitionen neu geformte Segment Frucht verzeichnet erfreuliches Wachstum. Dies bedeutet einen Risikoausgleich zu den Veränderungen am EU-Zuckermarkt. Die AGRANA-Gruppe ist schon heute Weltmarktführer für Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie. Zusätzlich ist AGRANA der größte Anbieter von Apfelsaftkonzentraten auf dem europäischen Markt. Große Bedeutung kommt zukünftig insbesondere Regionen mit relativ geringer Marktsättigung, wie zum Beispiel den USA, bzw. steigendem Einkommensniveau (wie etwa Russland, China, Brasilien) zu. Durch Investitionen in kundennahe Produktionsstandorte wird AGRANA auch zukünftig die Wettbewerbsposition stärken.
Insgesamt sieht der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG für das angelaufene Geschäftsjahr 2008|09 keine bestandsgefährdenden Risken.
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG beträgt 103,2 m€ und ist in 14.202.040 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht.
Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär 75,5 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. Die Z&S ist eine 100 %-Tochter der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG mit Sitz in Wien, an welcher die Südzucker AG mit Sitz in Mannheim| Deutschland und die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) mit Sitz in Wien je zur Hälfte beteiligt sind. An der ZBG sind die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Estezet Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, beteiligt. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der Z&S gebündelt und es bestehen unter anderem Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Mitglied des Vorstandes der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA nominiert. Beide erhalten für die Ausübung dieser Vorstandsfunktionen keine Bezüge.
Keine Inhaber von Aktien verfügen über besondere Kontrollrechte. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus.
Hinsichtlich der Möglichkeit des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, bestehen keine Befugnisse des Vorstandes im Sinne des § 243a Z 7 UGB.
Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots bestehen nicht.
AGRANA hat sich im Geschäftsjahr 2007|08 in einem schwierigen Umfeld bewegt und gut behauptet. Für das Geschäftsjahr 2008|09 erwartet AGRANA ein weiteres Wachstum auf über 2 Mrd € Umsatz. Vor allem ein weiteres organisches Wachstum im Segment Stärke soll wesentlich dazu beitragen.
Im Segment Zucker wird durch die weitere Umsetzung der neuen EU-Zuckermarktordnung eine Marktstabilisierung erwartet. Der Stärkebereich verfolgt weiterhin konsequent die Strategie der Spezialitätenproduktion. Mit dem Ausbau der Bioethanolkapazitäten in Ungarn und dem Start der Bioethanolproduktion in Österreich wird ein deutlicher Umsatzzuwachs erwartet. Im Segment Frucht wird AGRANA den Wachstumskurs insbesondere durch organisches Wachstum fortsetzen.
Die Auswirkungen der Reform der EU-Zuckermarktordnung werden auch in den kommenden Jahren den Geschäftsverlauf im Segment Zucker prägen. Das Geschäftsjahr 2008|09 ist ein Übergangsjahr, in dem letztmalig die Restrukturierungsabgabe an den Restrukturierungsfonds zu leisten ist. Es wird erwartet, dass der Marktdruck aufgrund der Bestände infolge der Überproduktion der vergangenen Jahre mit einer niedrigeren Herbstproduktion aufgrund reduzierter Quotenmengen abnehmen wird. AGRANA wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen, die Marktposition mit optimalem Service und Qualität zu verteidigen. Die Wettbewerbsposition soll durch anhaltende Effizienzsteigerungen und Optimierungen weiter verbessert werden. Die bereits eingeleiteten sowie in Umsetzung befindlichen Maßnahmen werden einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung der schwierigen Rahmenbedingungen leisten.
In den beiden österreichischen Werken sind im Geschäftsjahr 2008|09 Investitionen von rund 4 m€ geplant. Investitionsschwerpunkte sind die Erweiterung der Rübenübernahme in Leopoldsdorf und in Tulln, der Ersatz von alten Schnitzelpressen und weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung sowie zur Erhöhung der Betriebssicherheit und im Verpackungsbereich.
Für die Werke in den ost- und südosteuropäischen Länden sind in Summe Investitionen von rund 13 m€ geplant. In Kaposvár wird der Ausbau der Verladekapazitäten für Weißzucker forciert. In Tschechien und der Slowakei werden Ersatzinvestitionen sowie Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz vorgenommen und Umweltauflagen erfüllt. In Rumänien ist der Ersatz von Weißzuckerzentrifugen durch Maschinen aus dem geschlossenen Standort Hohenau sowie die Automatisierung der Verpackungsstation in Buzau geplant.
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Neben Optimierungsmaßnahmen in der Produktion ist in Brcko|Bosnien-Herzegowina der Kauf eines Grundstückes für die spätere Errichtung eines Zuckersilos vorgesehen. Durch den Ankauf einer Lagerhalle in Bulgarien wird eine bessere Versorgung des Marktes durch das Distributionscenter in Sofia sichergestellt.
Die neuen Verarbeitungskapazitäten bei HUNGRANA sowie die geplante Inbetriebnahme des Bioethanolwerkes Pischelsdorf werden ein starkes Umsatzwachstum im Segment Stärke ermöglichen.
Für das Anbaujahr 2008 wird eine Menge von rund 210.000 Tonnen Stärkeund Bio-Stärkeindustriekartoffeln unter Vertrag genommen, wobei die Kontraktmenge an Bio-Stärkekartoffeln aufgrund der gestiegenen Nachfrage um 50 % erhöht wurde. Im Bereich Stärkemais für Aschach ist der Großteil der benötigten Rohstoffmenge bis zur neuen Ernte 2008 bereits vertraglich fixiert. Aufgrund der aufgehobenen Flächenstilllegung und der hohen Rohstoffpreise wird in Österreich mit einer Ausdehnung der Anbaufläche bei Weizen und Mais von 5 % bis 10 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
HUNGRANA wird im Jahr 2008 aufgrund der fertig gestellten Kapazitätserweiterung ihre Maiskontrahierung um rund 70 % erhöhen. Der Rohstoffeinkauf von Mais bis zur neuen Ernte 2008 ist zum Großteil abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2008|09 sind im Segment Stärke Investitionen in Sachanlagen in Höhe von rund 18 m€ geplant.
Mit dem Bau einer weiteren Walzentrocknungsanlage zur Veredelung von Stärke wird der strategischen Ausrichtung hin zu Produkten mit höherer Wertschöpfung Rechnung getragen. Die zusätzliche Anlage soll gegen Ende des neuen Geschäftsjahres im Werk Gmünd|Österreich in Betrieb gehen und weitere Produkte für die Bau-, Papier- und Textilindustrie produzieren. Neben kleineren Ersatzinvestitionen ist für dieses Projekt ein Investitionsvolumen von 8 m€ vorgesehen. Für Bioethanol sind Investitionen in Höhe von 2,5 m€ geplant.
Im Geschäftsjahr 2008|09 wird die Erhöhung der Marktdurchdringung bestehender Märkte sowie die Erschließung neuer Märkte im Mittelpunkt stehen. In Hinblick auf das dynamische Marktwachstum in den großen Volkswirtschaften Asiens werden sowohl weitere Fruchtsaft- als auch Fruchtzubereitungsabsatzmöglichkeiten forciert. Die sich rasch entwickelnden mittel- und osteuropäischen Länder sowie der südamerikanische Kontinent werden ebenso gezielt bearbeitet. In den absatzstarken Ländern in Europa, Nordund Mittelamerika gilt es, mit neuen Produktideen und Konzepten die Marktposition abzusichern bzw. auszubauen. Der Trend zu Wellnessgetränken mit höherem Fruchtgehalt wird aktiv mitgestaltet.
AGRANA hat ihre Sourcing-Strategie den sich schnell ändernden Erfordernissen des Weltmarktes für agrarische Rohstoffe und der momentan hohen Nachfrage angepasst und kann durch gute Vorbereitung und genaue Marktkenntnis rasch auf Verfügbarkeitsschwankungen und Preissteigerungen reagieren. Durch die weltweite Vernetzung des Einkaufes können benötigte Rohstoffmengen in unterschiedlichen Märkten eingekauft und so die Rohstoffbasis erweitert werden. Die im Verhältnis zur Nachfrage knappe Verfügbarkeit von Früchten wird sich auch im kommenden Wirtschaftsjahr fortsetzen. Daher ist es für AGRANA ein besonderes Ziel, die Verfügbarkeit der Rohstoffe abzusichern. Wetteranomalien wie in den letzten Jahren haben sowohl die Erntemengen, aber noch mehr die Preise extrem volatil gestaltet. Die Entwicklung im Bereich Juice wird im Geschäftsjahr 2008|09 noch deutlich von den hohen Apfelsaftkonzentratskosten des Erntejahres 2007 beeinflusst sein. Die Nachfrageentwicklung der Kunden ist weiterhin sehr verhalten, da die Konsumenten auf das deutlich gestiegene Produktpreisniveau mit Nachfrageeinschränkungen reagiert haben.
Für das Geschäftsjahr 2008|09 sind im Segment Frucht rund 43 m€ an Investitionen vorgesehen. Schwerpunkte sind die Erweiterungen der Produktionskapazitäten. Größtes Investitionsprojekt ist der Standortausbau in Serpuchov|Russland. Mit dem Bau einer zusätzlichen Produktionsstätte für Kunden der Region um Johannesburg schafft AGRANA die Voraussetzung zur Stärkung der Marktposition in Südafrika. Das im Geschäftsjahr 2007|08 in Betrieb gegangene brasilianische Fruchtzubereitungswerk wird im angelaufenen Geschäftsjahr die Kapazität verdoppeln. Mit der Errichtung einer Abwasservorreinigungsanlage in den USA am Standort Tennessee werden die Umweltstandards weiter verbessert.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht die Kapazitätserweiterung des Werkes Xianyang|China im Vordergrund. An den europäischen Standorten sind Investitionen zur Ausbeutesteigerung, Verbesserungen der Fruchtsortierung und Fruchtreinigung, Maßnahmen zur Erreichung des International Food Standards und zur effizienten Nutzung von Energie und Wasser geplant.
der AGRANA-Gruppe nach IFRS
vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008
| 2007 08 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |||
| (1) | Umsatzerlöse | 1.892.275 | 1.915.819 | |
| (2) | Bestandsveränderungen | 118.845 | –29.851 | |
| (2) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 4.530 | 4.301 | |
| (3) | Sonstige betriebliche Erträge | 62.617 | 31.620 | |
| (4) | Materialaufwand | –1.331.016 | –1.181.424 | |
| (5) | Personalaufwand | –212.953 | –213.979 | |
| (6) | Abschreibungen | –89.153 | –80.600 | |
| (7) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –343.635 | –340.105 | |
| (8) | Ergebnis der Betriebstätigkeit | 101.510 | 105.781 | |
| (9) | Finanzerträge | 16.546 | 15.227 | |
| (10) | Finanzaufwendungen | –44.994 | –27.600 | |
| (11) | Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 24 | 51 | |
| Finanzergebnis | –28.424 | –12.322 | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 73.086 | 93.459 | ||
| (12) | Ertragsteuern | –9.246 | –22.362 | |
| Konzernjahresüberschuss | 63.840 | 71.097 | ||
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | (64.322) | (68.865) | ||
| davon Minderheitenanteile | (–482) | (2.232) | ||
| (13) | Ergebnis je Aktie nach IFRS | |||
| (unverwässert und verwässert) | 4,53 € | 4,85 € |
vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008
(14)
(15)
(16)
| 2007 08 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | ||
| Konzernjahresüberschuss | 63.840 | 71.097 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 90.142 | 81.338 | |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –834 | –477 | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | –12.288 | –1.279 | |
| Ergebnis aus der Einbeziehung assoziierter Unternehmen | –24 | –51 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0 | –104 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 140.836 | 150.524 | |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | –298 | –1.850 | |
| Veränderungen der Vorräte | –170.234 | 20.621 | |
| Veränderungen der Forderungen, aktiven latenten | |||
| Steuern und kurzfristigen Vermögenswerte | –79.911 | –1.811 | |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | 23.084 | –17.553 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten | |||
| (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 81.044 | –14.660 | |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen | |||
| von Nicht-Fondspositionen | 1.235 | 1.656 | |
| Veränderung des Working Capital | –144.782 | –11.747 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –4.244 | 136.927 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 16.116 | 7.744 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und | |||
| Immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –204.656 | –145.882 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von | |||
| Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens | 24.829 | 5.262 | |
| Auszahlungen für Investitionen | |||
| in das Finanzanlagevermögen | –3.443 | –5.181 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | –2.301 | –28.965 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –169.455 | –167.022 | |
| Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft | |||
| durch Minderheiten | 5.395 | 10.040 | |
| Veränderungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten | –24.414 | 78.028 | |
| Veränderungen kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 175.669 | 25.327 | |
| Gezahlte Dividenden | –29.298 | –30.166 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 127.352 | 83.229 | |
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | –46.347 | 53.134 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | |||
| auf den Finanzmittelbestand | 889 | –1.728 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 132.218 | 80.812 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 86.760 | 132.218 |
| Stand am | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 29.2.2008 | Vorjahr | ||||
| in t€ | in t€ | ||||
| AKTIVA | A. Langfristige Vermögenswerte | ||||
| (17) | Immaterielle Vermögenswerte | 252.939 | 254.516 | ||
| (18) | Sachanlagen | 653.316 | 545.005 | ||
| (19) | Anteile an assoziierten Unternehmen | 600 | 576 | ||
| (20) | Wertpapiere | 18.657 | 27.434 | ||
| (20) | Beteiligungen und Ausleihungen | 92.852 | 105.802 | ||
| (21) | Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 42.101 | 5.705 | ||
| (22) | Aktive latente Steuern | 16.710 | 9.230 | ||
| 1.077.175 | 948.268 | ||||
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| (23) | Vorräte | 680.271 | 510.037 | ||
| (21) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | 346.050 | 305.488 | |||
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 9.370 | 8.615 | |||
| (24) | Wertpapiere | 4.314 | 27.060 | ||
| Flüssige Mittel | 86.760 | 132.218 | |||
| 1.126.765 | 983.418 | ||||
| Summe Aktiva | 2.203.940 | 1.931.686 | |||
| PASSIVA | (25) | A. Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 103.210 | 103.210 | |||
| Kapitalrücklagen | 411.362 | 411.362 | |||
| Gewinnrücklagen | 379.187 | 356.582 | |||
| Anteil der Aktionäre am Eigenkapital | 893.759 | 871.154 | |||
| Minderheitenanteile am Kapital | 28.306 | 24.345 | |||
| 922.065 | 895.499 | ||||
| B. Langfristige Schulden | |||||
| (26a) | Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 46.233 | 49.011 | ||
| (26b) | Übrige Rückstellungen | 18.784 | 28.294 | ||
| (27) | Finanzverbindlichkeiten | 307.286 | 331.700 | ||
| (28) | Sonstige Verbindlichkeiten | 2.033 | 2.078 | ||
| (29) | Passive latente Steuern | 38.549 | 40.226 | ||
| 412.885 | 451.309 | ||||
| C. Kurzfristige Schulden | |||||
| (26b) | Übrige Rückstellungen Finanzverbindlichkeiten |
42.097 370.116 |
19.013 194.447 |
||
| (27) | |||||
| (28) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
452.616 | 367.342 | ||
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4.161 | 4.076 | |||
| 868.990 | 584.878 | ||||
| Summe Passiva | 2.203.940 | 1.931.686 | |||
| Gewinnrücklagen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Unter schieds |
||||||||
| Grund- | Kapital- | Neube- | Sonstige | betrag | Jahres- | Minder- | Summe | |
| kapital | rücklagen | wertungs- | Gewinn- | Währungs- | über- | heiten | ||
| rücklage | rücklagen | umrechng. | schuss | anteile | ||||
| 2007 08 | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Stand am 1.3.2007 | 103.210 | 411.362 | 15.753 | 281.681 | –9.717 | 68.865 | 24.345 | 895.499 |
| Verlust aus zur Ver | ||||||||
| äußerung verfügbaren | ||||||||
| Finanzinstrumenten | 0 | 0 | –12.111 | 0 | 0 | 0 | 0 | –12.111 |
| Cashflow-Hedge | 0 | 0 | 2.279 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.279 |
| Steuereffekt | 0 | 0 | 2.628 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.628 |
| Verlust aus Währungs | ||||||||
| umrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | –6.021 | 0 | –376 | –6.397 |
| Nicht in der GuV berücksichtigte |
||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –7.204 | 0 | –6.021 | 0 | –376 | –13.601 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 64.322 | –482 | 63.840 | |
| Summe berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –7.204 | 0 | –6.021 | 64.322 | –858 | 50.239 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –28.526 | –772 | –29.298 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 40.339 | 0 | –40.339 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 34 | 0 | 0 | 5.591 | 5.625 |
| Stand 29.2.2008 | 103.210 | 411.362 | 8.549 | 322.054 | –15.738 | 64.322 | 28.306 | 922.065 |
| 379.187 | ||||||||
| Vorjahr | ||||||||
| Stand am 1.3.2006 | 103.210 | 411.362 | 46.727 | 249.481 | –1.331 | 62.745 | 13.611 | 885.805 |
| Verlust aus zur Ver | ||||||||
| äußerung verfügbaren | ||||||||
| Finanzinstrumenten | 0 | 0 | –30.221 | 0 | 0 | 0 | 0 | –30.221 |
| Cashflow-Hedge | 0 | 0 | –753 | 0 | 0 | 0 | 0 | –753 |
| Verlust aus Währungs | ||||||||
| umrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | –8.386 | 0 | –94 | –8.480 |
| Nicht in der GuV | ||||||||
| berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –30.974 | 0 | –8.386 | 0 | –94 | –39.454 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 68.865 | 2.232 | 71.097 |
| Summe berücksichtigte | ||||||||
| Gewinne/Verluste | 0 | 0 | –30.974 | 0 | –8.386 | 68.865 | 2.138 | 31.643 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –29.695 | –471 | –30.166 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 33.050 | 0 | –33.050 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | –850 | 0 | 0 | 9.067 | 8.217 |
| Stand 28.2.2007 | 103.210 | 411.362 | 15.753 | 281.681 | –9.717 | 68.865 | 24.345 | 895.499 |
| 356.582 |
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Die Segmentberichterstattung entsprechend IAS 14 folgt mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe. Das Segment Zucker umfasst die Zuckergewinnung in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien sowie zuckernahe Bereiche. Dem Segment Stärke sind Produktionsstätten in Österreich, Ungarn und Rumänien zugehörig. Das Segment Frucht umfasst die Bereiche Juice (Konzentratherstellung in Österreich, Dänemark, Polen, Rumänien, Ungarn, China) und Frucht (weltweite Fruchtzubereitung).
| Konsoli- | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Segmente | |
| Geschäftsjahr 2007 08 | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Umsatzerlöse | 772.028 | 339.988 | 852.520 | –72.261 | 1.892.275 |
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | –20.332 | –51.885 | –44 | 72.261 | 0 |
| Außenumsatzerlöse | 751.696 | 288.103 | 852.476 | 0 | 1.892.275 |
| EBITDA | 54.900 | 48.988 | 80.644 | 0 | 184.532 |
| Abschreibungen | |||||
| auf Sachanlagen und | |||||
| immat. Vermögenswerte1 | –22.322 | –13.655 | –37.144 | 0 | –73.121 |
| Operatives Ergebnis | 32.578 | 35.333 | 43.500 | 0 | 111.411 |
| Ergebnis aus | |||||
| Sondereinflüssen | 1.439 | –6.763 | –4.577 | 0 | –9.901 |
| Ergebnis der | |||||
| Betriebstätigkeit | 34.017 | 28.570 | 38.923 | 0 | 101.510 |
| Ergebnis aus | |||||
| assoziierten Unternehmen | 24 | 0 | 0 | 0 | 24 |
| Buchwert von | |||||
| assoziierten Unternehmen | 600 | 0 | 0 | 0 | 600 |
| Segmentvermögen | 701.829 | 390.061 | 871.434 | 0 | 1.963.324 |
| Segmentschulden | 358.877 | 68.374 | 134.512 | 0 | 561.763 |
| Investitionen in | |||||
| Sachanlagen und | |||||
| immat. Vermögenswerte1 | 41.948 | 122.861 | 42.925 | 0 | 207.734 |
| Finanzanlagen | 3.310 | 0 | 133 | 0 | 3.443 |
| Investitionen gesamt | 45.258 | 122.861 | 43.058 | 0 | 211.177 |
| Mitarbeiter | 2.597 | 847 | 4.696 | 0 | 8.140 |
78
| Konsoli- | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zucker | Stärke | Frucht | dierung | Segmente | |
| Vorjahr | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Umsatzerlöse | 804.574 | 253.429 | 914.619 | –56.803 | 1.915.819 |
| Umsätze zwischen | |||||
| den Segmenten | –19.908 | –36.891 | –4 | 56.803 | 0 |
| Außenumsatzerlöse | 784.666 | 216.538 | 914.615 | 0 | 1.915.819 |
| EBITDA | 57.658 | 41.336 | 88.499 | 0 | 187.493 |
| Abschreibungen | |||||
| auf Sachanlagen und | |||||
| immat. Vermögenswerte1 | –24.743 | –12.825 | –42.937 | 0 | –80.505 |
| Operatives Ergebnis | 32.915 | 28.511 | 45.562 | 0 | 106.988 |
| Ergebnis aus | |||||
| Sondereinflüssen | 0 | –1.207 | 0 | 0 | –1.207 |
| Ergebnis der | |||||
| Betriebstätigkeit | 32.915 | 27.304 | 45.562 | 0 | 105.781 |
| Ergebnis aus | |||||
| assoziierten Unternehmen | 51 | 0 | 0 | 0 | 51 |
| Buchwert von | |||||
| assoziierten Unternehmen | 576 | 0 | 0 | 0 | 576 |
| Segmentvermögen | 559.124 | 250.609 | 796.522 | 0 | 1.606.255 |
| Segmentschulden | 305.205 | 48.851 | 111.681 | 0 | 465.737 |
| Investitionen in | |||||
| Sachanlagen und | |||||
| immat. Vermögenswerte1 | 30.337 | 79.232 | 47.788 | 0 | 157.357 |
| Finanzanlagen | 2.784 | 142 | 2.629 | 0 | 5.555 |
| Investitionen gesamt | 33.121 | 79.374 | 50.417 | 0 | 162.912 |
| Mitarbeiter | 2.723 | 776 | 4.724 | 0 | 8.223 |
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen.
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen resultiert aus den Erträgen aus der freiwilligen Rückgabe von Zuckerquoten im Rahmen der Reform der Zuckermarktordnung, aus den während der Errichtungsphase angefallenen Kosten für die österreichische Bioethanolanlage sowie aus den mit der Schließung eines Fruchtzubereitungswerkes verbundenen Kosten.
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Die Positionen Segmentvermögen und -schulden werden aus dem Gesamtvermögen bzw. den Gesamtschulden abgeleitet ohne Berücksichtigung der Finanzforderungen bzw. -schulden. Des Weiteren werden in den Segmenten nicht zuordenbare Anteile an assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen, Wertpapieren und Ausleihungen sowie laufende und latente Steuerforderungen/-schulden bereinigt.
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Bilanzsumme Aktiva | 2.203.940 | 1.931.686 |
| abzüglich Finanzanlagen | –112.109 | –133.812 |
| abzüglich Wertpapiere und flüssige Mittel | –91.074 | –159.278 |
| abzüglich Steuerforderungen und sonstige Aktiva | –37.433 | –32.341 |
| Segmentvermögen | 1.963.324 | 1.606.255 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.281.875 | 1.036.187 |
| abzüglich Finanzschulden | –677.402 | –526.148 |
| abzüglich passiver latenter Steuern | ||
| und Schulden aus Ertragsteuern | –42.710 | –44.302 |
| Segmentschulden | 561.763 | 465.737 |
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Umsatz | ||
| Österreich | 688.503 | 642.475 |
| Restliche EU | 842.287 | 890.408 |
| EU-27 | 1.530.790 | 1.532.883 |
| Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 91.337 | 85.208 |
| Übriges Ausland | 270.148 | 297.728 |
| Summe | 1.892.275 | 1.915.819 |
| Segmentvermögen | ||
| Österreich | 628.237 | 725.186 |
| Restliche EU | 1.055.407 | 649.260 |
| EU-27 | 1.683.644 | 1.374.446 |
| Sonstiges Europa | ||
| (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine, Bosnien) | 115.678 | 86.132 |
| Übriges Ausland | 164.002 | 145.677 |
| Summe | 1.963.324 | 1.606.255 |
| 2007 08 | 2006 07 | ||
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | ||
| Investitionen in Sachanlagen | |||
| und Immaterielle Vermögenswerte1 | |||
| Österreich | 89.458 | 70.000 | |
| Restliche EU | 82.334 | 63.044 | |
| EU-27 | 171.792 | 133.044 | |
| Sonstiges Europa | |||
| (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine, Bosnien) | 20.320 | 4.561 | |
| Übriges Ausland | 15.622 | 19.752 | |
| Summe | 207.734 | 157.357 |
Die AGRANA Beteiligungs-AG mit Sitz Donau-City-Straße 9, 1220 Wien, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist.
Der Konzernabschluss 2007|08 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie dem International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Vom IASB verabschiedete neue Standards werden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Die seit diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Regelungen von IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) sowie des überarbeiteten IAS 1 (Darstellung des Abschlusses: Angaben zum Eigenkapital) haben zu erweiterten Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bzw. zu Eigenkapitalbestandteilen geführt. Die erstmalige Anwendung von IFRS 8 (Operative Segmente) ab dem Geschäftsjahr 2009|10 führt zu keinen wesentlichen Änderungen in der Segmentberichterstattung. Die ab diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden IFRIC 7 (Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern), IFRIC 8 (Anwendungsbereich von IFRS 2) und IFRIC 11 (Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2) beziehen sich auf Sachverhalte, die die AGRANA-Gruppe nicht betreffen. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRIC 9 (Neubeurteilung eingebetteter Derivate) haben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung ergeben. Die Vorschriften des ab dem Geschäftsjahr 2008|09 geltenden IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen) sowie des ab dem Geschäftsjahr 2009|10 geltenden IFRIC 13 (Kundentreueprogramme) beziehen sich auf Sachverhalte, die die AGRANA-Gruppe nicht betreffen.
1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Prinzipien der Klarheit, Übersichtlichkeit und Wesentlichkeit beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall.
Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (Gemeinschaftsunternehmen), werden entsprechend der Beteiligungsquote nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Unternehmen, auf die die AGRANA Beteiligungs-AG direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 62 (Vorjahr 63) Unternehmen in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 5 (Vorjahr 4) Unternehmen nach den Grundsätzen der Quotenkonsolidierung einbezogen.
Eine Übersicht der vollkonsolidierten, quotenkonsolidierten, at-equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen befindet sich auf den Seiten 139 ff.
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2007|08 wie folgt verändert:
| Stand 29.2.2008 | 62 | 5 | 1 |
|---|---|---|---|
| Abgang | 0 | 0 | 0 |
| Umgründungen | –2 | 0 | 0 |
| Erstmalige Einbeziehung | 1 | 1 | 0 |
| Stand 1.3.2007 | 63 | 4 | 1 |
| konsolidierung | konsolidierung | Bewertung | |
| Voll- | Quoten- | Equity |
Zu Beginn des Berichtsjahres wurden die polnischen Juice-Werke zu einer Rechtseinheit zusammengefasst. Daraus resultierte der Abgang von zwei Gesellschaften.
Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises und des Erwerbs von Minderheitenanteilen auf den Konzernabschluss stellen sich (vor Konsolidierungsmaßnahmen) wie folgt dar:
| 2007 08 | |
|---|---|
| in t€ | |
| Langfristiges Vermögen | 3.587 |
| Vorräte | 0 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 376 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 1.089 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.465 |
| Langfristige Schulden | 0 |
| Kurzfristige Schulden | –2.593 |
| Reinvermögen | 2.459 |
| Minderheitenanteile | 17 |
| Geschäfts-/Firmenwert | 50 |
| Mittelabfluss aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | 2.526 |
| Zahlungsmittel erworbener Unternehmen | –1.089 |
| Nettomittelabfluss aus dem Erwerb von Geschäftseinheiten | 1.437 |
| Umsatzerlöse | 22.642 |
| Jahresüberschuss | –876 |
Die nachfolgenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben. Diese umfassen die gemeinschaftlich geführte HUNGRANA Kft. sowie deren Tochtergesellschaft Hungranatrans Kft., Szabadegyhaza|Ungarn, an der die AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit 50 % beteiligt ist, die AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH, Wien, die Xianyang Andre Juice Co. Ltd, China, und seit diesem Geschäftsjahr auch die STUDEN-AGRANA Rafinerija secera d.o.o., Brcko|Bosnien-Herzegowina.
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Langfristiges Vermögen | 113.248 | 47.414 |
| Vorräte | 33.414 | 17.498 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 22.022 | 16.586 |
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 979 | 867 |
| Kurzfristiges Vermögen | 56.415 | 34.951 |
| Summe Aktiva | 169.663 | 82.365 |
| Eigenkapital | 60.076 | 42.346 |
| Langfristige Schulden | 21.139 | 1.005 |
| Kurzfristige Schulden | 88.448 | 39.014 |
| Summe Passiva | 169.663 | 82.365 |
| Umsatzerlöse | 107.595 | 72.823 |
| Jahresüberschuss | 7.566 | 16.290 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
In der Vergleichsperiode 2006|07 wurde der Stichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- bzw. Zwischenabschlüsse des Segments Frucht von Ultimo Dezember auf den Konzernbilanzstichtag Ultimo Februar umgestellt. Dies hat zur Folge, dass die Jahresergebnisse des Segments Frucht für eine Periode von 14 Monaten – das heißt von Jänner 2006 bis Februar 2007 – in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Vergleichsperiode enthalten sind. Dieser Umstand ist beim Vergleich des vorliegenden Konzernabschlusses 2007|08 mit den Vorjahreswerten zu berücksichtigen.
Die Vereinheitlichung des Bilanzstichtages hatte 2006|07 folgende Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis nach Steuern:
| 12 Monate | 14 Monate | Differenz | |
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | |
| Umsatz | 780.615 | 914.619 | 134.004 |
| Ergebnis nach Steuern | 14.621 | 13.483 | –1.138 |
❚ Die Kapitalkonsolidierung bei voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten zu den identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden (einschließlich Eventualschulden) zum Zeitpunkt des Erwerbs. Übersteigen die Anschaffungskosten die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts-/Firmenwert unter den Immateriellen Vermögenswerten erfasst. Aus der Erstkonsolidierung resultierende passivische Unterschiedsbeträge werden in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst.
❚ Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts-/Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und nur im Fall einer Wertminderung abgeschrieben (Impairment-Only-Approach).
❚ Anteile an assoziierten Unternehmen werden at-equity (Buchwertmethode) bewertet, wobei als Basis die jeweils letzt verfügbaren Jahresabschlüsse dienen. Gemäß IFRS 3 wird der die Anschaffungskosten übersteigende Betrag des anteiligen Eigenkapitals im Jahr des Erwerbs im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen erfasst. Ein sich aus der erstmaligen Bewertung ergebender Geschäfts-/Firmenwert wird im Buchwert der Anteile erfasst und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
❚ Alle Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen aus Transaktionen zwischen voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen werden eliminiert.
❚ In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen wurden um die Zwischenergebnisse bereinigt, sofern diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
❚ Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und die Schulden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden direkt im Eigenkapital erfasst.
❚ Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst werden.
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währungs- | 1.3.2007 – | 1.3.2006 – | |||
| Land | einheit | 29.2.2008 | 28.2.2007 | 29.2.2008 | 28.2.2007 |
| in € | in € | in € | in € | ||
| Rumänien | RON | 3,73 | 3,40 | 3,39 | 3,49 |
| Slowakei | SKK | 32,53 | 34,44 | 33,56 | 36,74 |
| Tschechien | CZK | 25,23 | 28,30 | 27,37 | 28,25 |
| Ungarn | HUF | 264,15 | 254,70 | 252,24 | 264,55 |
❚ Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
❚ Die Abschlüsse der Gesellschaften des Segments Frucht, die im Vorjahr das Geschäftsjahresende von Ende Dezember auf Ende Februar umgestellt haben, wurden zu folgenden Kursen umgerechnet:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währungs- | 1.3.2007 – | 1.1.2006 – | |||
| Land | einheit | 29.2.2008 | 28.2.2007 | 29.2.2008 | 28.2.2007 |
| in € | in € | in € | in € | ||
| Argentinien | ARS | 4,79 | 4,10 | 4,37 | 3,89 |
| Australien | AUD | 1,62 | 1,68 | 1,63 | 1,67 |
| Brasilien | BRL | 2,55 | 2,81 | 2,63 | 2,73 |
| Bulgarien | BGN | 1,96 | 1,96 | 1,96 | 1,96 |
| China | CNY | 10,79 | 10,23 | 10,50 | 10,03 |
| Dänemark | DKK | 7,45 | 7,45 | 7,45 | 7,46 |
| Fiji | FJD | 2,25 | 2,21 | 2,21 | 2,18 |
| Südkorea | KRW | 1.425,07 | 1.244,15 | 1.301,43 | 1.201,49 |
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währungs- | 1.3.2007 – | 1.1.2006 – | |||
| Land | einheit | 29.2.2008 | 28.2.2007 | 29.2.2008 | 28.2.2007 |
| in € | in € | in € | in € | ||
| Marokko | MAD | 11,42 | 11,15 | 11,26 | 11,05 |
| Mexiko | MXN | 16,24 | 14,75 | 15,25 | 13,78 |
| Polen | PLN | 3,53 | 3,92 | 3,73 | 3,90 |
| Rumänien | RON | 3,73 | 3,40 | 3,39 | 3,50 |
| Russland | RUB | 36,45 | 34,53 | 35,30 | 34,15 |
| Serbien | CSD | 83,70 | 80,00 | 80,35 | 83,50 |
| Südafrika | ZAR | 11,73 | 9,58 | 9,90 | 8,64 |
| Tschechien | CZK | 25,23 | 28,30 | 27,37 | 28,29 |
| Türkei | TRY | 1,82 | 1,87 | 1,77 | 1,81 |
| USA | USD | 1,52 | 1,32 | 1,40 | 1,26 |
| Ukraine | UAH | 7,66 | 6,67 | 7,06 | 6,37 |
| Ungarn | HUF | 264,15 | 254,70 | 252,24 | 262,64 |
❚ Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Alle Immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte, haben eine bestimmbare Nutzungsdauer.
❚ Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf hin geprüft. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
❚ Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäfts-/Firmenwert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann.
❚ Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.
❚ Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Für die Bioethanolanlage in Österreich wurde im Geschäftsjahr eine leistungsabhängige Abschreibungsmethode angewendet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen; sie umfassen keine Finanzierungskosten. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Wirtschaftsguts führen.
❚ Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Chancen und Risiken auf die AGRANA-Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Dieser Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit bilanziert.
❚ Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 30 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 10 bis 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 Jahre |
❚ Wertminderungen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Barwert der erwarteten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert ermittelt.
❚ Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
❚ Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen abgesetzt.
❚ Die Anteile an assoziierten Unternehmen, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung, werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital ausgewiesen.
❚ Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
Wertpapiere und sonstige Beteiligungen Ausleihungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen Flüssige Mittel
Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Restrukturierungsabgaben Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Zuckerquoten Sonstige Verbindlichkeiten
Zinsderivate Währungsderivate Rohstoffderivate
❚ Beteiligungen werden grundsätzlich gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet; sofern dieser nicht verlässlich bestimmbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei Anzeichen auf nachhaltige Wertminderung wird eine Abschreibung durchgeführt.
❚ Die Ausleihungen werden zum Nennbetrag bewertet, zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen wurden mit dem Barwert angesetzt.
❚ Soweit die tatsächliche Absicht vorliegt und die Fähigkeit der Gruppe besteht, Wertpapiere mit einer Endfälligkeit bis zur Abreifung zu halten, erfolgt deren Wertansatz zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten. Dabei wird ein bestehender Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag nach der Effektivzinsmethode über die Gesamtlaufzeit des Wertpapiers verteilt (held to maturity). Bei Wertpapieren, die für Handelszwecke gehalten werden (held for trading), erfolgt die Bewertung zu Marktwerten, dabei werden Stichtagsgewinne bzw. -verluste erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Wertpapiere werden zu Marktwerten angesetzt, wobei Bewertungsänderungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden (available for sale).
❚ Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
❚ Wenn substantielle Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und der voraussichtlich erzielbare Betrag von Gegenständen des Finanzanlagevermögens niedriger als der Buchwert ist, werden Wertminderungen im Periodenergebnis erfasst.
❚ Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.
❚ Derivative Instrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt, die nachfolgende Bewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Marktwert. Bewertungsunterschiede werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sind die Voraussetzungen für "Cashflow Hedge Accounting" gemäß IAS 39 erfüllt, werden die noch nicht realisierten Bewertungsunterschiede direkt im Eigenkapital erfasst.
❚ Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öffentliche Notierung, Angabe von Banken oder mit Hilfe finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kontraktkurs und dem aktuellen Terminkurs.
❚ Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert, wobei für erkennbare Risiken Wertberichtigungen gebildet werden. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem Barwert bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
❚ Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
❚ Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
❚ Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
❚ Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
❚ Die Bilanzierung von Emissionsrechten erfolgt nach den Vorschriften IAS 38 (Intangible Assets), IAS 20 (Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance) und IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets). Die für das jeweilige Kalenderjahr zugeteilten Emissionszertifikate sind Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38, die dem kurzfristigen Vermögen zuzuordnen sind. Sie werden mit einem Anschaffungswert von Null angesetzt. Ab dem Überschreiten der zugeteilten Zertifikate ist für die weiteren tatsächlichen Emissionen erfolgswirksam eine Rückstellung von CO2-Emissionen zu bilden. Die Bemessung der Rückstellung orientiert sich am Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
❚ Bei Vermögenswerten (außer Vorräten und aktiven latenten Steuern) wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Geschäfts-/ Firmenwerten und Immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt eine solche Überprüfung auch ohne Anhaltspunkt kurz vor jedem Bilanzstichtag.
❚ Bei dieser Überprüfung wird der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
❚ Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cashflow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cashflow ermittelt werden kann (cash generating unit).
❚ Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.
❚ Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – außer bei Geschäfts-/Firmenwerten – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.
❚ Im AGRANA-Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen trifft AGRANA nach Zahlung der vereinbarten Prämie keine Verpflichtung mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.
❚ Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt und dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt. Bei Unterdeckung erfolgt der Ansatz einer Rückstellung, bei Überdeckung wird ein Guthaben (sonstige Forderung) bilanziert. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren wiederkehrender Einmalprämien. Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben.
❚ Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert (aktuarischer Gewinn/Verlust) wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10 %-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter (Korridormethode).
❚ Der Berechnung liegen Trendableitungen für die Gehalts- und Rentenentwicklung, für die Fluktuation sowie ein Abzinsungssatz von 5,5 % (Vorjahr 4,5 %) zugrunde.
❚ Pensionszusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse übertragen. Die zu entrichtenden Pensionsbeiträge werden so bemessen, dass die vereinbarte Alterspension bei Pensionsantritt ausfinanziert ist. Bei Auftreten von kapitalmäßigen Deckungslücken besteht eine Verpflichtung zum Nachschuss der erforderlichen Beträge. Das individuell in der Pensionskasse zugeordnete Vermögen wird mit der Pensionsrückstellung saldiert.
❚ Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die AGRANA-Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
❚ Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
❚ Die Risiken aus Haftungsverbindlichkeiten sind durch angemessene Rückstellungen gedeckt.
❚ Steuerabgrenzungen werden auf temporäre Unterschiede der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz bestanden bei den Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen. Aktive latente Steuern wurden für Verlustvorträge angesetzt, sofern eine Nutzung innerhalb von fünf Jahren möglich ist.
❚ Die Berechnung der latenten Steuern wurde nach der Liability Method (IAS 12) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen. Dies bedeutet, dass mit Ausnahme der Geschäfts-/Firmenwerte aus der Konsolidierung für sämtliche zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet wurden.
❚ Für die Abgrenzung werden die bei der Auflösung der Unterschiede erwarteten künftigen Steuersätze angewendet. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn die Steuersatzänderung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurde.
❚ Aktive Steuerabgrenzungen sind unter den langfristigen Vermögenswerten angeführt, passive Steuerabgrenzungen sind als langfristige Schulden ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
❚ Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
❚ Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
❚ Der Finanzierungsaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen sowie mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften.
❚ Die Erträge aus Finanzinvestitionen beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungserträge.
❚ Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
❚ Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
❚ Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
❚ Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts-/Firmenwerte erfolgt auf Basis einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes.
❚ Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
❚ Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.
❚ Für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Bioethanolanlage in Österreich wurden für Weizen und Mais rückläufige Rohstoffkosten zugrunde gelegt, die aufgrund der jüngsten Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten gewissen Unsicherheiten unterliegen.
❚ Im Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen der Bilanzierungsmethode. Entsprechend IAS 1 wurde der Ausweis bei den Verbindlichkeiten und Rückstellungen angepasst.
| Summe | 1.892.275 | 1.915.819 |
|---|---|---|
| Leistungserlöse | 7.396 | 9.373 |
| Handelswarenerlöse | 150.166 | 136.897 |
| Eigenerzeugnisse | 1.734.713 | 1.769.549 |
| Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen | ||
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Die Aufteilung nach Regionen ist im Rahmen der Segmentberichterstattung (siehe Seite 78 ff) ausgewiesen.
Die Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 118.845 t€ resultierte vor allem aus dem Segment Zucker mit 45.399 t€ und dem Segment Frucht (insbesondere im Bereich Juice) mit 63.286 t€.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| Erträge aus | in t€ | in t€ |
| dem Abgang von Anlagevermögen | ||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 832 | 2.961 |
| Leistungen an Dritte | 2.357 | 8.237 |
| Versicherungs- und Schadenersatzleistungen | 2.182 | 1.427 |
| Miet- und Pachtverträgen | 1.620 | 1.752 |
| Marketingleistungen | 2.165 | 2.840 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 1.316 | 623 |
| Quotenrückgabe | 38.193 | 0 |
| Rohstoffbeschaffung | 1.057 | 1.255 |
| Übrige Erträge | 12.895 | 12.525 |
| Summe | 62.617 | 31.620 |
| Summe | 1.331.016 | 1.181.424 |
|---|---|---|
| bezogene Leistungen | 46.536 | 43.450 |
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 154.361 | 148.594 |
| Handelswaren | 305.240 | 229.344 |
| Rohstoffe | 824.879 | 760.036 |
| Aufwendungen für | in t€ | in t€ |
| 2007 08 | 2006 07 |
| Summe | 212.953 | 213.979 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Abfertigungen | 3.742 | 4.738 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 2.009 | 2.864 |
| Soziale Abgaben | 41.197 | 41.630 |
| Löhne und Gehälter | 166.005 | 164.747 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder sind im Personalaufwand ohne Zinsanteil ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 3.244 (Vorjahr 3.190) t€ im Finanzergebnis enthalten.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Personengruppen | ||
| Arbeiter | 5.886 | 6.137 |
| Angestellte | 2.181 | 2.013 |
| Lehrlinge | 73 | 73 |
| Summe | 8.140 | 8.223 |
| Aufgliederung nach Regionen | ||
| Österreich | 1.643 | 1.650 |
| Restliche EU | 3.305 | 3.539 |
| EU-27 | 4.948 | 5.189 |
| Sonstiges Europa | ||
| (Bosnien, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.237 | 889 |
| Übriges Ausland | 1.955 | 2.145 |
| Summe | 8.140 | 8.223 |
| Summe | 89.307 | 74.683 | 14.624 | 80.863 | 77.644 | 3.219 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen im Finanzergebnis | 154 | 0 | 154 | 263 | 0 | 263 |
| Finanzanlagen | 154 | 0 | 154 | 263 | 0 | 263 |
| der Betriebstätigkeit | 89.153 | 74.683 | 14.470 | 80.600 | 77.644 | 2.956 |
| Abschreibungen im Ergebnis | ||||||
| Sondereinfluss | 16.032 | 728 | 15.304 | 95 | 95 | 0 |
| Operativen Ergebnis | 73.121 | 73.955 | –834 | 80.505 | 77.549 | 2.956 |
| Abschreibungen im | ||||||
| Zuschreibungen im Operativen Ergebnis |
–834 | 0 | –834 | –476 | 0 | –476 |
| Sachanlagen | 66.051 | 66.051 | 0 | 73.280 | 69.848 | 3.432 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.904 | 7.904 | 0 | 7.701 | 7.701 | 0 |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Gesamt schreibungen | minderungen | Gesamt schreibungen | minderungen | |||
| Ab- | Wert- | Ab- | Wert | |||
| 2007 08 | 2006 07 |
Die im Ergebnis aus Sondereinflüssen enthaltenen Wertminderungen betreffen einerseits die Abschreibung der Zuckerquoten und andererseits die anstehenden Schließungen des Fruchtzubereitungswerks in Tschechien (Kaplice) und der Zuckerproduktion in Ungarn (Petöháza). Die Wertminderungen des Vorjahres resultieren aus dem Segment Zucker und betrafen vor allem die geschlossene Fabrik in Österreich (Hohenau).
| Summe | 343.635 | 340.105 |
|---|---|---|
| Übrige | 18.792 | 26.866 |
| Miete und Pachtaufwand | 6.053 | 5.791 |
| Kursverluste | 1.635 | 2.910 |
| Sicherungsgeschäfte | 0 | 6.865 |
| Fremdleistungen für Betrieb | 2.688 | 3.684 |
| Forschung und Entwicklung (extern) | 1.753 | 4.361 |
| des Anlagevermögens | 3.921 | 1.118 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen | ||
| Sonstige Steuern | 7.543 | 7.831 |
| Produktions- und Ergänzungsabgabe | 9.534 | 2.175 |
| Restrukturierungsabgabe | 116.137 | 88.453 |
| Werbeaufwendungen | 11.641 | 10.971 |
| Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 81.489 | 88.962 |
| Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 82.449 | 90.118 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Zucker produzierende Unternehmen, denen eine Quote zugeteilt worden ist, zahlen je Tonne der Quote einen befristeten Restrukturierungsbeitrag. Dieser betrug im Geschäftsjahr 173,80 (Vorjahr: 126,40) € pro Tonne.
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belaufen sich insgesamt auf 10.543 (Vorjahr 12.158) t€.
| Summe | 101.510 | 105.781 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –9.901 | –1.207 |
| Operatives Ergebnis | 111.411 | 106.988 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
99
Folgende Gewinn- und Verlustrechnungspositionen sind durch das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2007|08 betroffen:
| Zucker | Stärke | Frucht | |
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | |
| Umsatzerlöse | 0 | 29.386 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 351 | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 659 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 25.814 | 387 | 0 |
| Materialaufwand | 0 | –31.283 | 0 |
| Personalaufwand | –5.049 | –2.719 | 0 |
| Abschreibungen | 0 | –728 | 0 |
| Wertminderungen | –14.305 | 0 | –999 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –5.021 | –2.816 | –3.578 |
| Summe | 1.439 | –6.763 | –4.577 |
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen ist im Segment Zucker auf die Auswirkungen der Reform der Zuckermarktordnung zurückzuführen, die einerseits die Wertminderung der aktivierten Zuckerquote in Österreich, Ungarn und der Slowakei und andererseits die Schließung der Zuckerproduktion in einem Werk in Ungarn zur Folge hatte.
Im Segment Stärke resultiert das Ergebnis aus Sondereinflüssen wie im Vorjahr aus den Aufwendungen, die während der Errichtungsphase des Bioethanolwerkes in Pischelsdorf angefallen sind. Nach erfolgreichem Probebetrieb im Geschäftsjahr, bei dem rund 15.000 m3 Bioethanol produziert wurden, und der danach erfolgten Einwinterung ist die neuerliche Inbetriebnahme für Mai 2008 vorgesehen.
Im Segment Frucht wurden Vorsorgen für die Schließung des tschechischen Fruchtzubereitungswerks und für die Beendigung von amerikanischen Pensionsplänen getroffen.
| Summe | 16.546 | 15.227 |
|---|---|---|
| davon Auflösung passivischer Unterschiedsbetrag | (0) | (104) |
| davon Gewinn aus Abgang von Wertpapieren | (5.098) | (295) |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (1.000) | (1.699) |
| davon aus sonstigen Beteiligungen | (3.211) | (3.374) |
| davon Währungsgewinne | (0) | (1.266) |
| Sonstige Finanzerträge | 9.858 | 7.054 |
| Zinserträge | 6.688 | 8.173 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
| Summe | 44.994 | 27.600 |
|---|---|---|
| gehaltener Wertpapiere | (135) | (286) |
| davon Wertminderung kurzfristig | ||
| davon Verluste aus Derivaten | (2.525) | (307) |
| davon Währungsverluste | (8.485) | (0) |
| Sonstige Finanzaufwendungen | 11.288 | 1.263 |
| Zinsaufwendungen | 33.706 | 26.337 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält den Zinsanteil aus den Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder von 3.244 (Vorjahr 3.190) t€.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Anteil am Gewinn | 24 | 51 |
Der Anteil am Gewinn resultiert ebenso wie im Vorjahr aus der Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien.
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Effektive Steuern | 15.489 | 17.896 |
| davon Inland | (1.122) | (3.474) |
| davon Ausland | (14.367) | (14.422) |
| Latente Steuern | –6.243 | 4.466 |
| davon Inland | (325) | (–113) |
| davon Ausland | (–6.568) | (4.579) |
| Summe | 9.246 | 22.362 |
| davon Inland | (1.447) | (3.361) |
| davon Ausland | (7.799) | (19.001) |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Verminderung (–)/Erhöhung (+) aktiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 7.480 | –5.260 |
| Verminderung (+)/Erhöhung (–) passiver latenter Steuer | ||
| gemäß Konzernbilanz | 1.677 | 10.047 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | 9.157 | 4.787 |
| davon Zugang Konsolidierungskreis, erfolgsneutral | (0) | (–176) |
| davon übrige erfolgsneutrale Veränderungen | ||
| (Neubewertung, Währungsumrechnungsdifferenz) | (2.914) | (9.429) |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | (6.243) | (–4.466) |
| Theoretischer Steueraufwand | 18.272 | 23.365 |
|---|---|---|
| Österreichischer Steuersatz | 25 % | 25 % |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 73.086 | 93.459 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
aufgrund
| Effektive Steuerquote | 12,7 % | 23,9 % |
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 9.246 | 22.362 |
| aus Konsolidierungsmaßnahmen | –4.066 | 0 |
| nicht temporäre Differenzen | ||
| aperiodische Steueraufwendungen | –336 | 2.029 |
| Aufwendungen und steuerlicher Zurechnungen | 710 | 4.447 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger | ||
| und steuerliche Abzugsposten | –6.171 | –4.159 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge | ||
| abweichender Steuersätze | 837 | –3.320 |
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25 %.
In den Steuerminderungen durch steuerfreie Erträge und steuerliche Abzugsposten ist eine Steuerbegünstigung der Biogasanlage in Ungarn in Höhe von 3.322 t€ enthalten.
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Marketing- und Vertriebsservice Gesellschaft mbH, AGRANA Bioethanol GmbH, Agrofrucht GmbH, AGRANA Fruit & Juice Holding GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Juice GmbH, Brüder Hernfeld GmbH und INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft mbH als Gruppenmitglieder gebildet.
Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen.
Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht.
(13) Ergebnis je Aktie
1 Vorschlag an die Hauptversammlung.
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2007|08 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 27.694 (Vorjahr 27.694) t€ ausgeschüttet.
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds. Die Auswirkungen von Akquisitionen sind eliminiert und werden in der Position "Auszahlungen aus dem Erwerb von Geschäftsanteilen" dargestellt. Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelbestand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 140.836 (Vorjahr 150.524) t€, das entspricht 7,4 % (Vorjahr 7,9 %) des Umsatzes. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital führt zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von –4.244 (Vorjahr 136.927) t€.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zins-, Steuer- und Dividendenzahlungen enthalten:
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Zinseinzahlungen | 6.244 | 8.154 |
| Zinsauszahlungen | 27.583 | 17.040 |
| Steuerauszahlungen | 16.159 | 25.903 |
| Dividendeneinzahlungen | 4.211 | 5.073 |
| Buchwert 29.2.2008 | 214.607 | 3.899 | 34.433 | 252.939 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 29.2.2008 | 0 | 13.665 | 39.853 | 53.518 | |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Abgänge | 0 | 0 | –2.015 | –2.015 | |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 1.545 | 1.545 | |
| Zugänge | 0 | 11.757 | 5.404 | 17.161 | |
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | 0 | 61 | –414 | –353 | |
| Stand 1.3.2007 | 0 | 1.847 | 35.333 | 37.180 | |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 29.2.2008 | 214.607 | 17.564 | 74.286 | 306.457 | |
| Abgänge | 0 | 0 | –2.050 | –2.050 | |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 1.637 | 1.637 | |
| Zugänge | 1.062 | 2.870 | 11.445 | 15.377 | |
| kreisänderungen | 50 | 0 | 0 | 50 | |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | 0 | 167 | –420 | –253 | |
| Stand 1.3.2007 | 213.495 | 14.527 | 63.674 | 291.696 | |
| Anschaffungskosten | |||||
| Geschäftsjahr 2007 08 | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Firmenwerte | quote | Rechte | Summe | ||
| Geschäfts-/ | Zucker- | und ähnliche | |||
| Lizenzen | |||||
| (17) Immaterielle Vermögenswerte | Konzessionen, |
| Buchwert 28.2.2007 | 213.495 | 12.680 | 28.341 | 254.516 |
|---|---|---|---|---|
| Stand 28.2.2007 | 0 | 1.847 | 35.333 | 37.180 |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | –389 | –389 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | –247 | –247 |
| Zugänge | 0 | 1.847 | 5.854 | 7.701 |
| kreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konsolidierungs | ||||
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | –337 | –337 |
| Stand 1.3.2006 | 0 | 0 | 30.452 | 30.452 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 28.2.2007 | 213.495 | 14.527 | 63.674 | 291.696 |
| Abgänge | 0 | 0 | –389 | –389 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 425 | 425 |
| Zugänge | 8.317 | 14.527 | 2.503 | 25.347 |
| kreisänderungen | 5.673 | 0 | 0 | 5.673 |
| Konsolidierungs | ||||
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | –664 | –664 |
| Stand 1.3.2006 | 199.505 | 0 | 61.799 | 261.304 |
| Anschaffungskosten | ||||
| Vorjahr | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| Firmenwerte | quote | Rechte | Summe | |
| Geschäfts-/ | Zucker- | und ähnliche | ||
| Lizenzen | ||||
| Konzessionen, |
❚ Die Immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die gemäß IFRS 3 aktivierten Geschäfts-/Firmenwerte, die sich aus dem Erwerb von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 1995|96 ergeben haben. Außerdem sind hierunter erworbene Kundenbeziehungen der ehemaligen Atys-Gruppe, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie langfristige Anzahlungen ausgewiesen. Die im Vorjahr erworbenen Zusatzquoten wurden aufgrund der geänderten Zuckermarktordnung in diesem Geschäftsjahr (ausgenommen Tschechien) außerordentlich abgeschrieben.
❚ Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Zucker 19.574 (Vorjahr 19.501) t€, auf das Segment Stärke 2.090 (Vorjahr 2.090) t€ und auf das Segment Frucht 192.943 (Vorjahr 191.904) t€. Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf nachträgliche Anschaffungskosten zurückzuführen.
❚ Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht definiert.
❚ Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und Immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.
❚ AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (discounted-cash-flow) auf den erwarteten Mittelzufluss der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen validierte und von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 0,75 % p.a. (Vorjahr 1,0 % p.a.) angenommen. Der aus den Kapitalkosten des AGRANA-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz (WACC) beträgt zwischen 8,4 % und 9,7 % (Vorjahr 7,8 % bis 9,1 %) vor Steuern.
❚ Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
❚ Die Werthaltigkeit aller in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäfts-/Firmenwerte wurde nachgewiesen. Wertminderungen waren im Geschäftsjahr 2007|08 nicht erforderlich.
❚ Am Bilanzstichtag waren keine anderen Immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auszuweisen.
| Buchwert 29.2.2008 | 227.253 | 333.670 | 46.110 | 46.282 | 653.316 |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 29.2.2008 | 234.995 | 657.676 | 121.341 | 420 | 1.014.433 |
| Zuschreibung | 0 | –834 | 0 | 0 | –834 |
| Abgänge | –2.029 | –10.446 | –6.855 | –45 | –19.375 |
| Umbuchungen | –495 | 1.446 | –948 | 0 | 3 |
| Zugänge | 16.611 | 44.719 | 11.496 | 0 | 72.826 |
| kreisänderungen | 42 | 1.726 | 265 | –1 | 2.033 |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | –2.798 | –3.484 | –1.014 | –6 | –7.302 |
| Stand 1.3.2007 | 223.664 | 624.549 | 118.397 | 472 | 967.082 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 29.2.2008 | 462.248 | 991.346 | 167.452 | 46.702 | 1.667.749 |
| Zuschüsse | –1.739 | –1.339 | 0 | 0 | –3.078 |
| Abgänge | –2.360 | –12.048 | –7.872 | –2.096 | –24.376 |
| Umbuchungen | 5.247 | 48.617 | –1.232 | –52.721 | –89 |
| Zugänge | 29.648 | 122.606 | 20.237 | 20.928 | 193.419 |
| kreisänderungen | 101 | 1.982 | 729 | 3.020 | 5.832 |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | –5.267 | –8.672 | –1.690 | –417 | –16.046 |
| Stand 1.3.2007 | 436.618 | 840.201 | 157.280 | 77.988 | 1.512.087 |
| Herstellungskosten | |||||
| Anschaffungs- und | |||||
| Geschäftsjahr 2007 08 | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| und Bauten | Maschinen | ausstattung | im Bau | Summe | |
| gleiche Rechte | und | Geschäfts- | Anlagen | ||
| Grundstücke, grundstücks- |
Technische Anlagen |
Betriebs und |
|||
| Anlagen, | |||||
| (18) Sachanlagen | Andere | ||||
108
| Buchwert 28.2.2007 | 212.954 | 215.652 | 38.883 | 77.516 | 545.005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 28.2.2007 | 223.664 | 624.549 | 118.397 | 472 | 967.082 |
| Zuschreibung | –146 | –303 | –27 | 0 | –476 |
| Abgänge | –3.140 | –27.222 | –7.677 | 87 | –37.952 |
| Umbuchungen | 249 | 1.815 | –1.829 | 12 | 247 |
| Zugänge | 17.241 | 44.128 | 12.017 | –12 | 73.374 |
| kreisänderungen | 49 | 211 | 24 | 0 | 284 |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | –45 | –3.589 | –1.179 | 9 | –4.804 |
| Stand 1.3.2006 | 209.456 | 609.509 | 117.068 | 376 | 936.409 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 28.2.2007 | 436.618 | 840.201 | 157.280 | 77.988 | 1.512.087 |
| Zuschüsse | –962 | –1.579 | –50 | –9.900 | –12.491 |
| Abgänge | –3.723 | –30.103 | –8.266 | –642 | –42.734 |
| Umbuchungen | 6.996 | 17.165 | –1.592 | –22.994 | –425 |
| Zugänge | 11.689 | 38.129 | 12.031 | 78.477 | 140.326 |
| kreisänderungen | 1.219 | 2.742 | 147 | 725 | 4.833 |
| Konsolidierungs | |||||
| Währungsdifferenzen | –2.344 | –8.517 | –1.803 | –450 | –13.114 |
| Stand 1.3.2006 | 423.743 | 822.364 | 156.813 | 32.772 | 1.435.692 |
| Herstellungskosten | |||||
| Anschaffungs- und | |||||
| Vorjahr | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| und Bauten | Maschinen | ausstattung | im Bau | Summe | |
| gleiche Rechte | und | Geschäfts- | Anlagen | ||
| grundstücks- | Anlagen | und | |||
| Grundstücke, | Technische | Betriebs | |||
| Anlagen, | |||||
| Andere |
❚ Zugänge von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte):
| Summe | 207.734 | 157.357 |
|---|---|---|
| Segment Frucht | 42.925 | 47.788 |
| Segment Stärke | 122.861 | 79.232 |
| Segment Zucker | 41.948 | 30.337 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
❚ Der Anstieg im Segment Zucker ist vor allem auf ein Joint Venture zur Errichtung und zum Betrieb einer Rohzuckerraffination in Bosnien-Herzegowina zurückzuführen. Der Anstieg im Segment Stärke betrifft im Wesentlichen Investitionen in die Bioethanolanlagen in Pischelsdorf|Österreich und Szabadegyháza|Ungarn.
❚ Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
❚ Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Folgend die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen:
| Buchwert | 1.136 | 4.844 |
|---|---|---|
| Abschreibungen (kumuliert) | 521 | 3.170 |
| Anschaffungskosten | 1.657 | 8.014 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
❚ Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Im folgenden Jahr | 4.296 | 6.568 |
| In den folgenden 2 bis 5 Jahren | 7.607 | 9.780 |
| Über 5 Jahre | 3.165 | 3.532 |
❚ Aufwendungen aus operativen Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen betrugen 7.953 (Vorjahr 8.044) t€.
| Stand 29./28.2. | 600 | 576 |
|---|---|---|
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 |
| Anteil am Gewinn | 24 | 51 |
| Zugänge | 0 | 0 |
| Stand 1.3. | 576 | 525 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
| Beteiligungen | Wertpapiere | ||
|---|---|---|---|
| und | (langfristige | ||
| Ausleihungen | Vermögenswerte) | Summe | |
| Geschäftsjahr 2007 08 | in t€ | in t€ | in t€ |
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 1.3.2007 | 106.265 | 29.408 | 135.673 |
| Währungsdifferenz | –20 | 18 | –2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 207 | 3.236 | 3.443 |
| Umbuchungen | –2 | 2 | 0 |
| Abgänge | –3.576 | –7.293 | –10.869 |
| Neubewertung (IAS 39) | –9.500 | –4.696 | –14.196 |
| Stand 29.2.2008 | 93.374 | 20.675 | 114.049 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 1.3.2007 | 463 | 1.974 | 2.437 |
| Währungsdifferenz | 33 | 3 | 36 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 26 | 127 | 153 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | –86 | –86 |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 |
| Stand 29.2.2008 | 522 | 2.018 | 2.540 |
| Buchwert 29.2.2008 | 92.852 | 18.657 | 111.509 |
| Vorjahr | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 1.3.2006 | 144.749 | 27.439 | 172.188 |
| Währungsdifferenz | –29 | –12 | –41 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 6 | 6 |
| Zugänge | 3.635 | 1.920 | 5.555 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | –90 | –1.289 | –1.379 |
| Neubewertung (IAS 39) | –42.000 | 1.344 | –40.656 |
| Stand 28.2.2007 | 106.265 | 29.408 | 135.673 |
| Buchwert 28.2.2007 | 105.802 | 27.434 | 133.236 |
|---|---|---|---|
| Stand 28.2.2007 | 463 | 1.974 | 2.437 |
| Zuschreibung | 0 | –2 | –2 |
| Abgänge | –44 | –224 | –268 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1 | 262 | 263 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 6 | 6 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | 0 |
| Stand 1.3.2006 | 506 | 1.932 | 2.438 |
| Abschreibungen | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | |
| Ausleihungen | Vermögenswerte) | Summe | |
| und | (langfristige | ||
| Beteiligungen | Wertpapiere |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 248.747 | 211.555 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (108) | (71) |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.142 | 8.114 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 3.758 | 1.205 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 556 | 1.785 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 46.844 | 37.728 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (7) | (0) |
| Forderungen aus Erstattung der Zuckermarktordnung | 6.071 | 6.463 |
| Forderungen aus Quotenverkauf | 35.723 | 0 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (35.723) | (0) |
| Forderungen gegenüber Rübenbauern für Quotenerwerb | 0 | 7.835 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 8.007 | 10.450 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.869 | 3.392 |
| Positiver Marktwert Rohstoffderivate | ||
| (Cashflow Hedge) | 2.279 | 0 |
| Forderungen aus Altlastsanierung | 2.127 | 2.589 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (1.942) | (2.589) |
| Übertrag | 361.123 | 291.116 |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Übertrag | 361.123 | 291.116 |
| Versicherung und Schadensvergütung | 1.128 | 0 |
| Kautionen | 1.182 | 1.044 |
| Sonstige Vermögenswerte | 24.718 | 19.033 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (4.321) | (3.045) |
| Summe | 388.151 | 311.193 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | (42.101) | (5.705) |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen sowie mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen.
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermitteln sich wie folgt:
| Buchwert (netto) | 248.747 | 211.555 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen | –13.106 | –10.204 |
| Buchwert (brutto) | 261.853 | 221.759 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | in t€ | in t€ |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| Wertberichtigungen 29./28.2. | 13.106 | 10.204 |
|---|---|---|
| Auflösungen | –2.814 | –356 |
| Verbrauch | –847 | –61 |
| Zuführungen | 6.745 | 230 |
| Währungsänderung/sonstige Veränderung | –182 | 0 |
| Wertberichtigungen 1.3. | 10.204 | 10.391 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Aus der Auflösung der Wertberichtigungen resultieren Zinserträge von 56 t€.
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 248.747 (Vorjahr 211.555) t€. Die Fälligkeitsstruktur dieser Forderungen stellt sich wie folgt dar:
| Buchwert | 248.747 | 211.555 |
|---|---|---|
| Wertberichtigte Forderungen | 13.106 | 10.204 |
| Zwischensumme | 235.641 | 201.351 |
| 91 Tage und älter | 4.454 | 3.271 |
| 31 bis 90 Tage | 4.976 | 29.580 |
| bis 30 Tage | 53.848 | 27.713 |
| Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind | ||
| Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 172.363 | 140.787 |
| in t€ | in t€ | |
| 2007 08 | 2006 07 |
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Aktive latente Steuern | ||
| Rückstellungen für Pensionen, | ||
| Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 1.782 | 2.552 |
| Finanzanlagen | 6.803 | 0 |
| Vorräte und Forderungen | 0 | 210 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 5.731 | 3.364 |
| Verlustvorträge | 11.419 | 8.152 |
| Summe Aktive latente Steuern | 25.735 | 14.278 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen | ||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –9.025 | –5.048 |
| Saldierte Aktive Steuerabgrenzung | 16.710 | 9.230 |
Die Passiven latenten Steuern sind unter Punkt (29) erläutert.
| (23) Vorräte | 29.2.2008 | 28.2.2007 |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 146.216 | 107.881 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 484.552 | 354.856 |
| Waren | 49.503 | 45.196 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 2.104 |
| Summe | 680.271 | 510.037 |
Bei den Vorräten wurden Wertberichtigungen in Höhe von 9.117 (Vorjahr –249) t€ vorgenommen.
Die kurzfristig gehaltenen Wertpapiere und Anteile sind mit einem Betrag von 4.314 (Vorjahr 27.060) t€ ausgewiesen und umfassen überwiegend variabel verzinsliche Papiere, die der Liquiditätsreserve dienen.
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, um sowohl die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| Eigenkapitalquote | 41,8 % | 46,4 % |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 2.203.940 | 1.931.686 |
| Eigenkapital | 922.065 | 895.499 |
| in t€ | in t€ | |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird vor allem auch die Kennzahl "Gearing" (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.
| Summe | 107.114 | 96.318 |
|---|---|---|
| Sonstige | 60.881 | 47.307 |
| Abfertigungen | 16.057 | 16.265 |
| Pensionen | 30.176 | 32.746 |
| Rückstellungen für | ||
| in t€ | in t€ | |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.
Für die inländischen Gesellschaften sind folgende Annahmen der zu erwartenden Lohnund Gehalts- sowie Rentensteigerungen zugrunde gelegt:
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Lohn-/Gehaltstrend | 2,50 | 2,50 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Zinssatz | 5,50 | 4,50 |
| Erwarteter Ertrag des Planvermögens | Europa: 5,50 | Europa: 4,50 |
| Amerika: 9,20 | Amerika: 8,50 |
Im Ausland sind die Annahmen entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten modifiziert.
Die zeitliche Entwicklung der Barwerte der Verpflichtung der letzten fünf Jahre stellt sich wie folgt dar:
| 29.2.2008 28.2.2007 |
28.2.2006 | 28.2.2005 | 29.2.2004 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Pensionen | 35.090 | 44.378 | 47.491 | 41.004 | 38.201 |
| Abfertigungen | 17.564 | 18.906 | 17.403 | 18.777 | 15.005 |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | 28.2.2006 | 28.2.2005 | 29.2.2004 | |
|---|---|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Barwert der | |||||
| Verpflichtung | 35.090 | 44.378 | 47.491 | 41.004 | 38.201 |
| Planvermögen | 3.550 | 7.156 | 6.327 | 1.946 | 1.578 |
| Nicht durch Plan | |||||
| vermögen gedeckte | |||||
| Verpflichtung | 31.540 | 37.222 | 41.164 | 39.058 | 36.623 |
116
Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| Pensionen | Abfertigungen | |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2007 08 | in t€ | in t€ |
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.3.2007 | 32.746 | 16.265 |
| Dienstzeitaufwand | 507 | 977 |
| Zinsaufwand | 2.103 | 849 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –507 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.595 | 44 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 3.698 | 1.870 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 64 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –4.096 | –2.123 |
| Dotierung Planvermögen | –2.003 | 0 |
| Währungsdifferenz | –169 | –19 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 29.2.2008 | 30.176 | 16.057 |
| Nicht erfasster versicherungs | ||
| mathematischer Gewinn/Verlust | 1.364 | 1.507 |
| Marktwert Planvermögen | 3.550 | 0 |
| Barwert der Verpflichtung zum 29.2.2008 | 35.090 | 17.564 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.3.2006 | 36.394 | 15.531 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 740 | 966 |
| Zinsaufwand | 2.210 | 799 |
| Erwartete Erträge Planvermögen | –477 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 828 | 189 |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag | 3.301 | 1.954 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | –33 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –3.683 | –1.756 |
| Dotierung Planvermögen | –851 | 0 |
| Währungsdifferenz | –97 | 0 |
| Umgliederungen | –1.323 | 587 |
| Sonstige Veränderungen | –995 | –18 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 28.2.2007 | 32.746 | 16.265 |
| Nicht erfasster versicherungs | ||
| mathematischer Gewinn/Verlust | 4.476 | 2.641 |
| Marktwert Planvermögen | 7.156 | 0 |
| Barwert der Verpflichtung zum 28.2.2007 | 44.378 | 18.906 |
2007|08
Der Anwartschaftsbarwert zeigt die nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Darin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die sich aus den Unterschieden zwischen erwarteten und individuell eingetretenen Risiken ergeben. Die Rückstellung für direkte Versorgungsverpflichtungen lässt die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste innerhalb der von IAS 19 bestimmten Grenzen (±10 % des Anwartschaftsbarwerts) unberücksichtigt.
Ähnliche Verpflichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzerngesellschaften. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| in t€ | |
|---|---|
| Planvermögen (Zeitwert) 1.3. | 7.156 |
| Währungsdifferenz | –524 |
| Tatsächliche Aufwendungen aus Planvermögen | –225 |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | 2.003 |
| Ausgaben des Planvermögens | –4.860 |
| Planvermögen (Zeitwert) 29.2. | 3.550 |
Die Ausgaben des Planvermögens beziehen sich auf die Kündigung des Plans in den USA und die Auszahlung des Planvermögens an die Mitarbeiter.
| b) Sonstige Rückstellungen | Personal | |||
|---|---|---|---|---|
| aufwendungen | Ungewisse | |||
| inklusive Jubi- | Verbindlich | |||
| Rekultivierung | läumsgeld | keiten | Summe | |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Stand 28.2.2007 | 12.125 | 25.141 | 29.261 | 66.527 |
| Umgliederung | ||||
| zu Verbindlichkeiten | 0 | –9.118 | –10.102 | –19.220 |
| Stand 1.3.2007 | 12.125 | 16.023 | 19.159 | 47.307 |
| Währungsänderungen | –173 | –57 | 63 | –167 |
| Konsolidierungs | ||||
| kreisänderungen | 0 | –69 | 16 | –53 |
| Auflösung | –3.486 | –672 | –5.183 | –9.341 |
| Verbrauch | –334 | –4.317 | –7.648 | –12.299 |
| Zuführung | 3.502 | 8.472 | 23.460 | 35.434 |
| Stand 29.2.2008 | 11.634 | 19.380 | 29.867 | 60.881 |
Die sonstigen Rückstellungen sind mit 18.784 (Vorjahr 28.295) t€ den langfristigen Schulden zuzuordnen, die kurzfristigen Rückstellungen sind mit 42.097 (Vorjahr 19.012) t€ ausgewiesen.
Die Rückstellung für Rekultivierung umfasst neben den Rekultivierungsverpflichtungen auch die Entleerung von Deponien und Abraumbeseitigung. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen sind nun auch die Rückstellungen für Jubiläumsgelder enthalten. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Rückstellungen für Demontage und Entsorgung, Ausfallgarantien, Produkthaftungen und andere Risikovorsorgen.
| Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 29.2.2008 | bis | 1 bis | über | 28.2.2007 | bis | 1 bis | über | |
| 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Anleihen | 20.000 | 0 | 20.000 | 0 | 20.000 | 0 | 20.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 657.182 | 369.963 | 283.167 | 4.052 | 505.235 | 193.796 | 306.583 | 4.856 |
| Leasingverbindlichkeiten | 220 | 154 | 66 | 0 | 912 | 651 | 261 | 0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 677.402 | 370.117 | 303.233 | 4.052 | 526.147 | 194.447 | 326.844 | 4.856 |
| Wertpapiere langfristige | ||||||||
| Vermögenswerte | –18.657 | –27.434 | ||||||
| Wertpapiere kurzfristige | ||||||||
| Vermögenswerte | –4.314 | –27.060 | ||||||
| Flüssige Mittel | –86.760 | –132.218 | ||||||
| Nettofinanzschulden | 567.671 | 339.435 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel (31) bis (33).
Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt besichert:
| Summe | 49.915 | 24.097 |
|---|---|---|
| Sonstige Pfandrechte | 26.741 | 10.184 |
| Pfandrecht an Vorratsvermögen | 18.653 | 0 |
| Grundpfandrechte | 4.521 | 13.913 |
| in t€ | in t€ | |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
| Stand | davon Restlaufzeit | Stand | davon Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 29.2.2008 | bis | 1 bis | über | 28.2.2007 | bis | 1 bis | über | |
| 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 204.465 | 204.465 | 0 | 0 | 191.875 | 191.873 | 2 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||
| gegenüber verbundenen | ||||||||
| Unternehmen | 59.054 | 59.054 | 0 | 0 | 6.250 | 6.250 | 0 | 0 |
| Rechnungs | ||||||||
| abgrenzungsposten | 4.462 | 4.462 | 0 | 0 | 6.825 | 6.825 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 186.668 | 184.635 | 2.033 | 0 | 164.470 | 162.394 | 1.424 | 652 |
| davon | ||||||||
| aus Restrukturierungs | ||||||||
| abgabe | (105.358) | (105.358) | (0) | (0) | (89.248) | (89.248) | (0) | (0) |
| aus Erwerb der Zusatzquote | (0) | (0) | (0) | (0) | (17.268) | (17.268) | (0) | (0) |
| aus Produktionsabgabe | (6.573) | (6.573) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| aus sonstigen Steuern | (19.132) | (19.132) | (0) | (0) | (5.339) | (5.326) | (13) | (0) |
| im Rahmen der | ||||||||
| sozialen Sicherheit | (5.653) | (5.653) | (0) | (0) | (4.844) | (4.844) | (0) | (0) |
| Summe | 454.649 | 452.616 | 2.033 | 0 | 369.420 | 367.342 | 1.426 | 652 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 62.422 (Vorjahr 75.581) t€ ausgewiesen.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen sowie aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern Anlagevermögen Vorräte und Forderungen Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen Sonstige Schulden und Rückstellungen |
in t€ | in t€ |
| 18.659 | 22.477 | |
| 18.849 | 15.055 | |
| 9.185 | 7.656 | |
| 881 | 86 | |
| Summe Passive latente Steuern | 47.574 | 45.274 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuer | ||
| abgrenzungen gegenüber derselben Steuerbehörde | –9.025 | –5.048 |
| Saldierte Passive Steuerabgrenzung | 38.549 | 40.226 |
Die Aktiven latenten Steuern sind unter Punkt (22) erläutert.
| Summe | 29.102 | 98.281 |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 21.115 | 89.623 |
| in Sachanlagen | 9.212 | 73.275 |
| Bestellobligo für Investitionen | ||
| fälligen Leasingraten | 11.903 | 16.348 |
| Barwert der innerhalb von 5 Jahren | ||
| Eventualschulden | 7.987 | 8.658 |
| Patronatserklärungen | 148 | 460 |
| Genossenschaftliche Haftungen | 2.475 | 2.139 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, | ||
| Bürgschaften | 5.364 | 6.059 |
| in t€ | in t€ | |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs im AGRANA-Konzern stehen neben der Innenfinanzierungskraft Anleihen, syndizierte Kreditlinien und bilaterale Bankkreditlinien zur Verfügung.
Die Finanzinstrumente werden in der Regel zentral beschafft und konzernweit verteilt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherung der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie der Liquidität sind die wichtigsten Ziele der Finanzierung.
In der AGRANA-Gruppe werden zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme im Rahmen des täglichen Finanzmanagements sowohl marktübliche Anlagegeschäfte (Tages- und Termingeld sowie Wertpapierveranlagungen) getätigt als auch Finanzierungen durch Tages- und Termingeldaufnahmen sowie Festzinsdarlehen durchgeführt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 657.182 (Vorjahr 505.235) t€ und waren durchschnittlich mit 4,32 % (Vorjahr 3,72 %) verzinst. Sie werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Bei Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden die Nominalwerte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet, sodass sich – entsprechend der Wechselkursentwicklung – positiv oder negativ abweichende Marktwerte ergeben können.
Festverzinslich waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Volumen von 229.585 (Vorjahr 229.119) t€. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen die Marktwerte den Buchwerten. Am Bilanzstichtag waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.521 (Vorjahr 13.913) t€ durch Grundpfandrechte bzw. in Höhe von 45.394 (Vorjahr 10.184) t€ durch sonstige Pfandrechte gesichert.
Im Rahmen des täglichen Finanzmanagements werden Anlagegeschäfte (marktübliche Tages-, Termingelder) getätigt. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die flüssigen Mittel einen Rückgang von 132.218 t€ auf 86.760 t€. Daneben werden Wertpapiere von insgesamt 4.314 (Vorjahr 27.060) t€ kurzfristig gehalten, die jederzeit veräußerbar sind.
122
| Durchschnittlicher | Stand | davon Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Effektivzinssatz | 29.2.2008 | bis | 1 bis | über | |||
| 2007 08 | 2006 07 | 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |||
| in % | in % | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Fixer Zinssatz | |||||||
| EUR | 2,43 | 2,49 | 229.295 | 2.711 | 222.532 | 4.052 | |
| PLN | 0,00 | 4,00 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| CSD | 6,88 | 0,00 | 290 | 105 | 185 | 0 | |
| 2,44 | 2,49 | 229.585 | 2.816 | 222.717 | 4.052 | ||
| Variabler Zinssatz | |||||||
| EUR | 4,70 | 4,32 | 265.378 | 205.626 | 59.752 | 0 | |
| CZK | 4,06 | 0,00 | 5.531 | 5.531 | 0 | 0 | |
| DKK | 5,25 | 4,29 | 4.159 | 4.159 | 0 | 0 | |
| GBP | 0,00 | 7,49 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| HUF | 7,51 | 8,11 | 60.913 | 60.913 | 0 | 0 | |
| CNY | 6,72 | 0,00 | 6.953 | 6.953 | 0 | 0 | |
| PLN | 5,88 | 3,71 | 66.150 | 66.150 | 0 | 0 | |
| RON | 0,00 | 9,40 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| SKK | 4,14 | 4,96 | 4.270 | 4.270 | 0 | 0 | |
| USD | 5,38 | 5,88 | 14.233 | 13.539 | 695 | 0 | |
| Sonstige | 0,00 | 0,00 | 9 | 6 | 3 | 0 | |
| 5,33 | 4,75 | 427.597 | 367.147 | 60.450 | 0 | ||
| Summe | 4,32 | 3,72 | 657.182 | 369.963 | 283.167 | 4.052 |
Die AGRANA-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus operativer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit (Änderung von Zinssätzen, Wechselkursen und Rohstoffpreisen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei sichert sich AGRANA im Wesentlichen gegen folgende Risiken ab:
❚ Zinsänderungsrisiken bei Geldmarktzinsen, die sich im Wesentlichen aus kampagnetypischen Liquiditätsschwankungen oder bestehenden bzw. geplanten variabel verzinslichen Kreditaufnahmen ergeben.
❚ Währungsrisiken, die sich im Wesentlichen aus Warenkäufen und -verkäufen in US-Dollar und osteuropäischen Währungen sowie Finanzierungen in Fremdwährungen ergeben können.
123
| 2.353 | 2.353 | 0 | 0 |
|---|---|---|---|
| 435 | 435 | 0 | 0 |
| 34.412 | 34.412 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 |
| 17.002 | 17.002 | 0 | 0 |
| 313 | 313 | 0 | 0 |
| 4.161 | 0 | 4.161 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 |
| 172.563 | 110.692 | 61.581 | 290 |
| 229.119 | 8.026 | 216.527 | 4.566 |
| 0 | 0 | 0 | 0 |
| 169 | 85 | 84 | 0 |
| 228.950 | 7.941 | 216.443 | 4.566 |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| 1 Jahr | 5 Jahre | 5 Jahre | |
| 28.2.2007 | bis | 1 bis | über |
| Stand | davon Restlaufzeit |
❚ Rohstoffpreisrisiken ergeben sich insbesondere aus Änderungen des Zuckerweltmarktpreises, der Energie- und Getreidepreise.
Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität wie Zinsswaps, Zinsoptionen, Caps, Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limite zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren, Kreditrisiken minimieren, das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch eine interne neutrale Stelle unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Die Referenz- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente innerhalb der AGRANA-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
| Referenzwert | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | 29.2.2008 | 28.2.2007 | |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Kauf USD | 20.501 | 6.360 | –534 | –40 |
| Verkauf USD | 28.083 | 0 | 293 | 0 |
| Kauf AUD | 4.675 | 3.335 | 48 | –4 |
| Kauf CZK | 5.493 | 5.675 | 86 | –7 |
| Kauf HUF | 27.000 | 0 | –666 | 0 |
| Verkauf HUF | 0 | 22.132 | 0 | –245 |
| Sonstige | 0 | 571 | –37 | 0 |
| Währungsderivate | 85.752 | 38.073 | –810 | –296 |
| Zinsderivate | 61.000 | 31.000 | –1.513 | –353 |
| Rohstoffderivate | ||||
| (Hedge Accounting) | 14.923 | 0 | 2.279 | 0 |
| Summe | 161.675 | 69.073 | –44 | –649 |
Die Währungs- und Rohstoffderivate sichern Zahlungsströme bis zu einem Jahr und die Zinsderivate von einem bis zu fünf Jahren.
Als Referenzwert der derivativen Sicherungsgeschäfte bezeichnet man die rechnerische Höhe aller Hedges umgerechnet in die Konzernwährung Euro.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die AGRANA-Gruppe zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Da es sich bei den Sicherungsgeschäften nur um marktübliche, handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ohne Verrechnung mit etwaigen gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften ermittelt.
Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam zu erfassen. Ihr Marktwert zum 29. Februar 2008 beträgt 2.279 (Vorjahr –753) t€.
Zum Teil wurde für die angeführten Geschäfte Hedge Accounting nach IAS 39 angewendet. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertänderungen der Geschäfte, für die kein Cashflow Hedge Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Beizulegender | Beizulegender | |||
| nach IAS 39 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 18.657 | 18.657 | 27.434 | 27.434 |
| (langfristig gehalten) | finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 90.816 | 90.816 | 101.321 | 101.321 |
| finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare | 1.618 | 1.618 | 4.150 | 4.150 |
| finanzielle Vermögenswerte | |||||
| (zu Anschaffungskosten) | |||||
| Langfristige Ausleihungen | Kredite und Forderungen | 418 | 418 | 331 | 331 |
| Beteiligungen und | 92.852 | 92.852 | 105.802 | 105.802 | |
| Ausleihungen | |||||
| (langfristig gehalten) | |||||
| Forderungen aus | Kredite und Forderungen | 248.707 | 248.707 | 211.555 | 211.555 |
| Lieferungen und Leistungen | |||||
| Sonstige Forderungen1 | Kredite und Forderungen | 87.651 | 87.651 | 66.687 | 66.687 |
| Derivative finanzielle | Derivate erfolgsneutral | 2.278 | 2.278 | 71 | 71 |
| Vermögenswerte | zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivative finanzielle | Derivate erfolgswirksam | 190 | 190 | 87 | 87 |
| Vermögenswerte | zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Forderungen aus | 338.826 | 338.826 | 278.400 | 278.400 | |
| Lieferungen und Leistungen |
und sonstige Vermögenswerte
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Beizulegender | Beizulegender | ||||
| nach IAS 39 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | ||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare | 0 | 0 | 27.060 | 27.060 | |
| (kurzfristig gehalten) | finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Wertpapiere | Erfolgswirksam zum beizu- | 4.314 | 4.314 | 0 | 0 | |
| (kurzfristig gehalten) | legenden Zeitwert bilanzierte | |||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||||
| Wertpapiere | 4.314 | 4.314 | 27.060 | 27.060 | ||
| (kurzfristig gehalten) | ||||||
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | 86.760 | 86.760 | 132.218 | 132.218 | |
| Summe | 541.409 | 541.409 | 570.914 | 570.914 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen |
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten |
20.000 | 20.000 | 20.000 | 20.000 | |
| gehaltene Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten | Zu (fortgeführten) | 657.182 | 657.182 | 505.235 | 505.235 | |
| gegenüber Kreditinstituten | Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten |
|||||
| Finanzierungsleasing | – | 220 | 220 | 912 | 912 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 677.402 | 677.402 | 526.147 | 526.147 | ||
| Verbindlichkeiten aus | Zu (fortgeführten) | 204.465 | 204.465 | 191.875 | 191.875 | |
| Lieferungen und Leistungen | Anschaffungskosten | |||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus der | Zu (fortgeführten) | 105.358 | 105.358 | 89.248 | 89.248 | |
| Restrukturierungsabgabe | Anschaffungskosten | |||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus dem | Zu (fortgeführten) | 0 | 0 | 17.268 | 17.268 | |
| Erwerb der Zusatzquote | Anschaffungskosten | |||||
| gehaltene Verbindlichkeiten |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie | Beizulegender | Beizulegender | ||||
| nach IAS 39 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | ||
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten1 | Zu (fortgeführten) | 113.009 | 113.009 | 53.484 | 53.484 | |
| Anschaffungskosten | 400 | |||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | 2.424 | 2.424 | ||||
| Verbindlichkeiten | Derivate erfolgswirksam | 400 | ||||
| aus derivativen | mit beizulegendem Zeitwert | |||||
| Finanzinstrumenten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus | 425.256 | 425.256 | 352.275 | 352.275 | ||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| Summe | 1.102.658 | 1.102.658 | 878.422 | 878.422 | ||
| 29.2.2008 | 28.2.2007 | |||
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender | Beizulegender | |||
| Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Summe je Bewertungs | ||||
| kategorie nach IAS 39 | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 109.473 | 109.473 | 155.815 | 155.815 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare | 1.618 | 1.618 | 4.150 | 4.150 |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Anschaffungskosten) | ||||
| Erfolgswirksam zum beizu- | 4.314 | 4.314 | 0 | 0 |
| legenden Zeitwert bilanzierte | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| (zu Handelszwecken gehalten) | ||||
| Kredite und Forderungen | 423.536 | 423.536 | 410.791 | 410.791 |
| Zu (fortgeführten) | –1.100.014 | –1.100.014 | –877.110 | –877.110 |
| Anschaffungskosten | ||||
| gehaltene Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate erfolgsneutral | 2.279 | 2.279 | 71 | 71 |
| mit beizulegendem Zeitwert | ||||
| Derivate erfolgswirksam | –2.234 | –2.234 | –313 | –313 |
| mit beizulegendem Zeitwert |
1 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, negative Marktwerte von Derivaten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt.
Die Beteiligungen des langfristigen Vermögens und die Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens enthalten zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (available for sale). Diese werden zu Marktwerten bewertet, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen.
Bei Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, die für Handelszwecke gehalten werden (at Fair Value through Profit and Loss), erfolgt die Bewertung ebenfalls zu Marktwerten, die den Börsenkursen zum Bilanzstichtag entsprechen.
Sonstige Beteiligungen und die Wertpapiere, für die keine beizulegenden Zeitwerte bestimmt werden konnten, da Markt- oder Börsenwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren, wurden zu Anschaffungskosten (at cost) bewertet. Hierbei handelt es sich vor allem um nicht börsennotierte Gesellschaften, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Cashflows auf eine Anteilsbewertung durch Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet wurde. Bei diesen Anteilen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Da die langfristigen Ausleihungen variabel verzinst sind, entspricht der Buchwert im Wesentlichen dem Marktwert.
Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die positiven und negativen Marktwerte aus Zins-, Währungs- und Rohstoffderivaten betreffen sowohl Fair Value- als auch Cashflow Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminauf- bzw. -abschlägen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus der Restrukturierungsabgabe, dem Erwerb der Zusatzquote sowie den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass aufgrund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten werden generell mit ihren Barwerten bilanziert. Entsprechend wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
| 2007 08 | 2006 07 | |
|---|---|---|
| in t€ | in t€ | |
| Zinsergebnis | ||
| Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten | ||
| gehaltene Verbindlichkeiten | –24.250 | –15.296 |
| Kredite und Forderungen | 705 | 647 |
| Nettogewinne/-verluste | ||
| Zur Veräußerung verfügbare | ||
| finanzielle Vemögenswerte | 8.947 | 4.812 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||
| bilanzierte finanzielle Vermögenswerte | ||
| (zu Handelszwecken gehalten) | 216 | 7 |
| Kredite und Forderungen | –717 | –626 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| gehaltene Verbindlichkeiten | –10.120 | –2.038 |
| Derivate erfolgswirksam mit beizulegendem Zeitwert | –2.519 | –7.510 |
Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen je Bewertungskategorie erfasst:
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 umfasst Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten.
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Aktienkursen. Auf der Beschaffungsseite bestehen Commodity-Preis-Risiken im Wesentlichen in Form von Energiekosten im Rahmen der Zuckererzeugung und von Weizen- und Maiskosten im Rahmen der Bioethanolproduktion. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungsund Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird.
Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisikos.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften zum Einsatz.
Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Position (21) des Anhangs angegeben.
Das maximale Kreditrisiko der Beteiligungen, Ausleihungen und sonstigen Forderungen entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung durch AGRANA von untergeordneter Bedeutung.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann. Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten.
Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt.
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 29. Februar 2008 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.
| bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Summe | 1 Jahr | 2 Jahre | 3 Jahre | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ |
| 20.000 | 21.476 | 988 | 20.488 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 657.182 | 697.330 | 392.143 | 86.504 | 174.222 | 22.050 | 18.319 | 4.092 |
| 220 | 220 | 154 | 66 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 677.402 | 719.026 | 393.285 | 107.058 | 174.222 | 22.050 | 18.319 | 4.092 |
| 204.465 | 204.465 | 204.465 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 105.358 | 105.358 | 105.358 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 112.980 | 112.980 | 110.976 | 2.004 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| und sonstige Verbindlichkeiten | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse |
1 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit, negative Marktwerte von Derivaten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
| Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bis | 1 bis | 2 bis | 3 bis | 4 bis | über | |||
| Buchwert | Summe | 1 Jahr | 2 Jahre | 3 Jahre | 4 Jahre | 5 Jahre | 5 Jahre | |
| in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | in t€ | |
| Vorjahr | ||||||||
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||||
| Schuldverschreibungen | 20.000 | 22.437 | 961 | 988 | 20.488 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 505.235 | 522.529 | 199.350 | 82.399 | 99.345 | 108.074 | 20.840 | 12.521 |
| Verbindlichkeiten | ||||||||
| aus Finanzierungsleasing | 912 | 912 | 651 | 261 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 526.147 | 545.878 | 200.962 | 83.648 | 119.833 | 108.074 | 20.840 | 12.521 | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | ||||||||
| und sonstige Verbindlichkeiten | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| Lieferungen und Leistungen | 191.875 | 191.875 | 191.875 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus der | ||||||||
| Restrukturierungsabgabe | 89.248 | 89.248 | 89.248 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||||||
| dem Erwerb der Zuckerquote | 17.268 | 17.268 | 17.268 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten1 | 53.484 | 53.484 | 51.406 | 2.078 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon Zinsderivate | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| davon Währungsderivate | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| davon Rohstoffderivate | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| 351.875 | 351.875 | 349.797 | 2.078 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Infolge der weltweiten Ausrichtung des AGRANA-Konzerns sind sowohl das operative Geschäft als auch das Finanzergebnis und die Zahlungsströme mit Risiken aus Wechselkursschwankungen behaftet. Die wesentlichen Fremdwährungsrelationen sind im Verhältnis zum Euro der US-Dollar, ungarischer Forint, polnischer Zloty, rumänischer Leu, russischer Rubel sowie ukrainischer Hrivna.
1 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit, negative Marktwerte von Derivaten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen.
Der AGRANA-Konzern hat finanzielle Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremden Währungen, die bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung unterliegen.
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen.
Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko aus der Zuckermarktordnung zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne EU-weit in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Bosnien unterliegen eigenen Währungsrisiken durch den Rohzuckereinkauf in US-Dollar.
Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden.
Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf Landeswährung lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Zur Absicherung der Risiken setzt der AGRANA-Konzern als aktives Sicherungsinstrument hauptsächlich Devisentermingeschäfte ein. Mit diesen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse, Einkaufsverpflichtungen sowie Fremdwährungsfinanzierungen in Höhe von brutto 119.880 t€ gegen Kursschwankungen gesichert. Im Wesentlichen bestanden Sicherungen für den ungarischen Forint in Höhe von 20.448 t€ (5.069.560 tHUF), für den US-Dollar von 47.806 t€ (67.885 tUSD), für die tschechische Krone von 3.586 t€ (101.399 tCZK) und den rumänischen Leu in Höhe von 48.040 t€ (156.243 tRON).
Der Bestand an externen Finanzanlagen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist in der AGRANA-Gruppe insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse werden die Änderungen von Währungsparitäten auf Konzernergebnis und Eigenkapital simuliert. Dabei werden die maßgeblichen Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand und Fremdwährungsfinanzierungen herangezogen und unter Anwendung eines Stresstests bewertet. In der gewählten Methode wurde von einer Aufwertung des Euro ausgegangen, um das latent vorhandene Risiko darzustellen. Wenn demzufolge der Euro gegenüber nachstehenden Währungen während des Geschäftsjahres 2007|08 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis bzw. das Eigenkapital um 6.585 (Vorjahr 2.728) t€ niedriger. Die möglichen Auswirkungen der übrigen im AGRANA-Konzern vorhandenen Währungsrelationen sind sowohl einzeln als auch in Summe von untergeordneter Bedeutung.
| Summe | –6.585 | –2.728 |
|---|---|---|
| EUR/RUB | –745 | –343 |
| EUR/UAH | –1.114 | –406 |
| EUR/PLN | 2.079 | 731 |
| EUR/HUF | –2.984 | 489 |
| EUR/RON | –3.821 | –3.199 |
| Bei +10 % | in t€ | in t€ |
| 29.2.2008 | 28.2.2007 |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen lagen die folgenden Prämissen zugrunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Zinsergebnis aus, wenn diese mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Wenn das Marktzinsniveau zum 29. Februar 2008 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 4.276 t€ geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus originären, variabel verzinslichen Finanzschulden von 427.596 t€.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen ausgesetzt. Gerade im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Rohstoffpreise wird ein stärkeres Absichern der Einkaufspreise zur aktiven Begrenzung der Risiken notwendig.
Nachfolgend erfasste Ereignisse nach dem Bilanzstichtag hatten keinen Einfluss auf den vorliegenden Konzernabschluss.
Im Rahmen der zweiten Möglichkeit, bis Ende März 2008 zu gleichen Konditionen Zuckerquoten an den Restrukturierungsfonds abzutreten, hat AGRANA weitere Zuckerquoten in der Slowakei zurückgegeben. Die ursprüngliche slowakische Länderquote wurde um 50 % verringert und damit den slowakischen Bauern der Erhalt von zusätzlichen EU-Förderungen ermöglicht. Diese Maßnahme dient der Sicherstellung der Rohstoffversorgung und der wirtschaftlichen Weiterführung unserer slowakischen Zuckerproduktion in Sered.
Im Zuge der ungarischen Standortoptimierung wurde auch der Transfer der Produktionsstätte der Instantina Hungaria Kft., die auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Petöháza|Ungarn angesiedelt ist, nach Dürnkrut|Österreich beschlossen. Für die 50 Mitarbeiter ist ein Sozialplan in Verhandlung. Am Standort Dürnkrut|Österreich werden 16 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
AGRANA unterzeichnete eine Vereinbarung mit Yantai North Andre Juice Company Ltd. zum Erwerb von 50 % an einem weiteren chinesischen Apfelsaftkonzentratwerk in Yongji. Gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner wird in der Provinz Shanxi mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Tonnen "süßes" Apfelsaftkonzentrat produziert. Chinesisches Apfelsaftkonzentrat wird qualitativ als "süß" bezeichnet, da ihm die für europäisches Konzentrat typische Säure fehlt.
Die Transaktion wurde vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden abgeschlossen. Bereits im Juli 2007 ging die Produktionsanlage in Yongji mit einer Verarbeitungskapazität von 140.000 Tonnen Äpfeln pro Jahr in Betrieb. AGRANA und ihr Joint Venture-Partner planen die Produktionskapazität bis 2009 zu verdoppeln. Durch dieses zweite Joint Venture setzt AGRANA einen weiteren Schritt in das weltweit größte Apfelanbaugebiet und kann ihre Marktposition weiter ausbauen.
ANGABEN ÜBER GESCHÄFTS-BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG hält 100 % der Stammaktien der Z&S Zucker und Stärke Holding AG, die 75,5 % der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG hält. Beide Holdinggesellschaften sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese Gesellschaften in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, einbezogen sind.
Nahe stehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt|Deutschland, und die Zucker-Beteiligungsges.m.b.H., Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, einbezogen. Neben der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, und deren Tochtergesellschaften zählen die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. GmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften zu den nahe stehenden Unternehmen.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber den oben angeführten nahe stehenden Unternehmen kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 98.812 (Vorjahr 48.361) t€ ausgewiesen, denen marktübliche Konditionen zugrunde lagen. Aus Warenlieferungen bestanden kurzfristige Forderungen von 312 (Vorjahr 3.671) t€. Gegenüber Joint Venture-Partnern bestehen sonstige Schulden von 3.018 (Vorjahr 1.543) t€ und Finanzforderungen in Höhe von 1.419 (Vorjahr 2.512) t€.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betragen 1.520 (Vorjahr 1.472) t€ und bestehen aus einem fixen Anteil von 1.019 (Vorjahr 975) t€ sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 501 (Vorjahr 497) t€. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der ausgeschütteten Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG) nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhält für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 5. Juli 2007 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 165 (Vorjahr 165) t€ beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für den Vorstand Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. Der die Ansparung übersteigende Betrag von 1.332 (Vorjahr 1.322) t€ wird in den Rückstellungen ausgewiesen. Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion sind Abfertigungszahlungen in Anlehnung an die Regelungen des Angestelltengesetzes vereinbart. Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 137.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 2. Mai 2008 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 2. Mai 2008
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart e.h. Mag. Walter Grausam e.h. Dkfm. Thomas Kölbl e.h.
Präsident Generalanwalt Ökonomierat Dr. Christian Konrad, Wien, unabhängig, bestellt seit 19.12.1990 bis zur 25. o.HV (2012)
Dr. Rudolf Müller, Ochsenfurt, unabhängig, bestellt seit 30.3.1995 bis zur 25. o.HV (2012)
❚ Mitglied des Aufsichtsrates der K+S Aktiengesellschaft, Kassel
Generaldirektor Mag. Erwin Hameseder, Mühldorf,
bestellt seit 23.3.1994 bis zur 25. o.HV (2012)
Ludwig Eidmann, Groß-Umstadt, unabhängig, bestellt seit 2.7.2004 bis zur 25. o.HV (2012)
❚ Mitglied des Aufsichtsrates der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim
Dr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen, unabhängig, bestellt seit 9.7.1997 bis zur 25. o.HV (2012)
Dr. Theo Spettmann, Ludwigshafen, unabhängig,
bestellt seit 14.7.2006 bis zur 25. o.HV (2012)
❚ Mitglied des Aufsichtsrates der Mannheimer AG Holding, Mannheim
Baumgarten/March, unabhängig, bestellt seit 14.7.2006 bis zur 25. o.HV (2012)
bestellt seit 10.7.2003 bis zur 25. o.HV (2012)
❚ Mitglied des Aufsichtsrates der VK Mühlen AG, Hamburg
Thomas Buder, Tulln Dipl.-Ing. Franz Ennser, Wien Ing. Peter Vymyslicky, Leopoldsdorf Erich Weissenböck, Gmünd
Dr. Christian Konrad Dr. Rudolf Müller Mag. Erwin Hameseder
Dr. Christian Konrad Dr. Rudolf Müller Mag. Erwin Hameseder Dr. Hans-Jörg Gebhard Thomas Buder Erich Weissenböck
Mag. Erwin Hameseder Dr. Theo Spettmann Dipl.-Ing. Franz Ennser
Dipl.-Ing. Johann Marihart Limberg
Mag. Walter Grausam Wien
Dkfm. Thomas Kölbl Mannheim
(mindestens 20 % Kapitalanteilsbesitz)
| Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | unmittelbar | mittelbar |
| in % | in % | |||
| I. Verbundene Unternehmen | ||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | ||||
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 75,00 % |
| AGRANA Bioethanol GmbH | Wien | Österreich | – | 74,90 % |
| AGRANA Bulgaria AD | Sofia | Bulgarien | – | 51,00 % |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 99,99 % |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Central Mangrove | Australien | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. | Kaplice | Tschechien | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, | ||||
| Importacao e Exportacao Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 98,02 % |
| AGRANA Fruit Brasil Participacoes Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 99,99 % |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | Sigatoka | Fidschi | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit France S.A. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Investments South Africa | ||||
| (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida | ||||
| Sanayl Ve Ticaret A.S. | Zincirlikuyu | Türkei | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacan | Mexiko | – | 99,99 % |
| AGRANA Fruit Luka TOF | Winniza | Ukraine | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacan | Mexiko | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostroleka | Polen | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit S.A. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Services Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Ukraine TOF | Winniza | Ukraine | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und | ||||
| Asset-Management GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Denmark A/S | Køge | Dänemark | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice & Fruit Holding GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % |
| AGRANA Juice GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % |
139
| Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | unmittelbar | mittelbar |
| in % | in % | |||
| AGRANA Juice Magyarorzság Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Poland SP z.o.o. | Bialobrzegi | Polen | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Romania Carei SRL | Carei | Rumänien | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Romania Vaslui s.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH | Bingen | Deutschland | – | 100,00 % |
| AGRANA Juice Service & Logistik GmbH | Bingen | Deutschland | – | 100,00 % |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 100,00 % |
| AGRANA Marketing- und Vertriebsservice | ||||
| Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00 % | – |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % |
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | – | 100,00 % |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 98,91 % | 1,09 % |
| Agrofrucht, Handel mit landwirtschaftlichen | ||||
| Produkten Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 100,00 % |
| Brüder Hernfeld Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 100,00 % |
| Dirafrost Deutschland GmbH | Hof | Deutschland | – | 100,00 % |
| Dirafrost FFI | Herk-de-Stad | Belgien | – | 100,00 % |
| Dirafrost France S.A. | St. Genis Laval | Frankreich | – | 100,00 % |
| Diramar SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00 % |
| Elsö Hazai Cukorgyárto és Forgalmazó Kft. | Budapest | Ungarn | – | 99,19 % |
| Financière Atys S.A.S. | Paris | Frankreich | – | 100,00 % |
| Flavors from Florida, Inc. | Bartow | USA | – | 100,00 % |
| Frefrost SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00 % |
| Fruimark (Proprietary) Ltd. | Kapstadt | Südafrika | – | 100,00 % |
| INSTANTINA Hungária Élelmiszergyartó | ||||
| és Kereskedelmi Kft. | Petöháza | Ungarn | – | 100,00 % |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs | ||||
| und Produktionsgesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 66,67 % | – |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 87,56 % |
| Moravskoslezské Cukrovary A.S. | Hrusovany | Tschechien | – | 97,66 % |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00 % |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Tandarei | Rumänien | – | 99,99 % |
| S.C. AGRANA Romania S.A. | Bukarest | Rumänien | – | 91,33 % |
| S.C. Romana Prod s.r.l. | Roman | Rumänien | – | 100,00 % |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sered | Slowakei | – | 100,00 % |
| Yube d.o.o. | Grdovici | Serbien | – | 100,00 % |
| Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | unmittelbar | mittelbar |
| in % | in % | |||
| Unternehmen, die nach der Equity-Methode | ||||
| bewertet wurden | ||||
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 86,00 % |
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||
| AGRANA Skrob s.r.o. | Hrusovany | Tschechien | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: 8,4 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 15,2 t€ | ||||
| Diragri SARL | Laouamra | Marokko | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: 7,7 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –0,4 t€ | ||||
| DIVA 2 GmbH | Hamburg | Deutschland | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2006 Eigenkapital: 22,2 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –1,2 t€ | ||||
| Dr. Hauser Gesellschaft m.b.H. Garmisch-Partenkirchen |
Deutschland | – | 100,00 % | |
| Abschlussstichtag: 28.2.2006 Eigenkapital: 33,5 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: –25,7 t€ | ||||
| Hottlet Sugar Trading N.V. | Berchem/Antwerpen | Belgien | 25,10 % | – |
| Abschlussstichtag: 28.2.2007 Eigenkapital: 3.832,4 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 2.350,9 t€ | ||||
| PERCA s.r.o. | Brno | Tschechien | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: 203,3 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 39,8 t€ | ||||
| PFD-Processed Fruit Distribution Ltd. | Nicosia | Zypern | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: 144,7 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 131,6 t€ | ||||
| S.C. Caracrimex S.A. | Carei | Rumänien | – | 99,26 % |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: –3,9 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 0,0 t€ | ||||
| Schoko-Schwind Kft. | Kecskemét | Ungarn | – | 100,00 % |
| Abschlussstichtag: 1.12.2007 Eigenkapital: 611,6 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 49,6 t€ | ||||
| Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H. | Wien | Österreich | 100,00 % | – |
| Abschlussstichtag: 31.12.2007 Eigenkapital: 2.348,6 t€ Jahresüberschuss/-fehlbetrag: 748,7 t€ |
| bewertet wurden | ||||
|---|---|---|---|---|
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | – | 50,00 % |
| HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó | ||||
| és Forgalmazó Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00 % |
| Hungranatrans Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | – | 50,00 % |
| STUDEN-AGRANA Rafinerija secera d.o.o. | Brcko | Bosnien- | – | 50,00 % |
| Herzegowina | ||||
| Xianyang Andre Juice Co., Ltd. | Xianyang City | China | – | 50,00 % |
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 29. Februar 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 29. Februar 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. März 2007 bis zum 29. Februar 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Wien, am 2. Mai 2008
KPMG Austria GmbH LOGOS Wirtschaftsprüfungs- und Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Steuerberatungsges.m.b.H.
Mag. Wilhelm Kovsca ppa. Dkfm. Reiner Kaps Mag. Alexandra Wurm Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Abkürzung | Kennzahlen Definitionen |
2007 08 in t€ |
Vorjahr in t€ |
|---|---|---|---|
| BFS | Brutto-Finanzschulden + Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + Verbindlichkeiten aus Anleihen + Leasingverbindlichkeiten |
677.402 | 526.147 |
| CE | Capital employed (SAV + IAV) + WC |
1.366.092 | 1.246.087 |
| Dividendenrendite | Dividende pro Aktie / Schlusskurs | 2,7 % | 2,6 % |
| EBITDA | Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization (GuV: Z8 + Z6) Operatives Ergebnis + AFA |
184.532 | 187.493 |
| EBITDA-Marge | EBITDA x 100 / Umsatz | 9,8 % | 9,8 % |
| EKQ | Eigenkapital-Quote Eigenkapital / Gesamtkapital |
41,8 % | 46,4 % |
| EPS | Earnings per Share Konzernjahresüberschuss / Aktienanzahl |
4,53 € | 4,85 € |
| EVS | Equity value per Share Anteil der Aktionäre am Eigenkapital / Aktienanzahl |
62,9 € | 61,3 € |
| FCF | Free Cashflow Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + Cashflow aus Investitionstätigkeit |
–173.699 | –30.095 |
| Gearing | NFS / Eigenkapital inkl. Minderheitenanteil x 100 | 61,6 % | 37,9 % |
| IAV | Immaterielles Vermögen mit Geschäfts-/Firmenwert | 252.939 | 254.516 |
| KGV (Ultimo) | Kurs-Gewinn-Verhältnis Schlusskurs / EPS |
15,9 | 15,7 |
| NFS | Nettofinanzschulden BFS – (Kassa + Scheck + Sonstige Bankguthaben + kurzfristige Wertpapiere + langfristige Wertpapiere) |
567.671 | 339.435 |
| Operatives Ergebnis | Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen | 111.411 | 106.988 |
| Operative Marge | Operatives Ergebnis x 100 / Umsatz | 5,9 % | 5,6 % |
| ROCE | Return on Capital employed Operatives Ergebnis / CE |
8,2 % | 8,6 % |
| ROS | Return on Sales Ergebnis vor Steuern x 100 / Umsatz |
3,9 % | 4,9 % |
| SAV | Sachanlagevermögen | 653.316 | 545.005 |
| WC | Working Capital Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Sonstige Vermögenswerte – kurzfristige Rückstellungen – kurzfristig erhaltene Anzahlungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – Sonstige Verbindlichkeiten |
571.125 | 446.566 |
der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
BILANZ ZUM 29. FEBRUAR 2008
| Stand am | ||||
|---|---|---|---|---|
| 29.2.2008 | Vorjahr | |||
| in t€ | in t€ | |||
| AKTIVA | A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
795 | 929 | ||
| II. Sachanlagen | 1.074 | 1.229 | ||
| III. Finanzanlagen | 441.492 | 434.002 | ||
| 443.361 | 436.160 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und |
||||
| sonstige Vermögensgegenstände | 135.441 | 125.641 | ||
| II. Wertpapiere | 0 | 10.156 | ||
| III. Kassenbestand, | ||||
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7 | 3 | ||
| 135.448 | 135.800 | |||
| Summe Aktiva | 578.809 | 571.960 | ||
| PASSIVA | A. Eigenkapital | |||
| I. Grundkapital |
103.210 | 103.210 | ||
| II. Kapitalrücklagen | 418.990 | 418.990 | ||
| III. Gewinnrücklagen | 13.928 | 13.928 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 27.783 | 27.765 | ||
| davon Gewinnvortrag 71 (Vorjahr 40) t€ | ||||
| 563.911 | 563.893 | |||
| B. Unversteuerte Rücklagen | 0 | 0 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| I. Rückstellung für Pensionen, |
||||
| Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 1.689 | 1.607 | ||
| II. Rückstellung für Steuern und Sonstige | 3.433 | 2.529 | ||
| 5.122 | 4.136 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| I. Finanzverbindlichkeiten |
0 | 0 | ||
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 9.776 | 3.931 | ||
| 9.776 | 3.931 | |||
| Summe Passiva | 578.809 | 571.960 | ||
| Haftungsverhältnisse | 567.128 | 437.680 | ||
vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008
| 2007 08 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| in t€ | in t€ | ||
| 1. Umsatzerlöse | 151 | 191 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 19.823 | 20.723 | |
| 3. Aufwendungen für Material und | |||
| sonstige bezogene Leistungen | 0 | –21 | |
| 4. Personalaufwand | –13.267 | –11.382 | |
| 5. Abschreibungen auf Immaterielle Gegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | –1.221 | –736 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –15.153 | –12.246 | |
| 7. Operatives Ergebnis (Z 1 bis 6) | –9.667 | –3.471 | |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 31.661 | 26.610 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen | |||
| 28.450 (Vorjahr 23.236) t€ | |||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren | |||
| des Finanzanlagevermögens | 102 | 192 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.034 | 6.300 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen | |||
| 3.814 (Vorjahr 5.172) t€ | |||
| 11. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen | 3.993 | 0 | |
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und | |||
| aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | –2 | –157 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –2.386 | –83 | |
| 14. Finanzerfolg (Z 8 bis 13) | 38.402 | 32.862 | |
| 15. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 28.735 | 29.391 | |
| (Z 1 bis 13) | |||
| 16. Steuern vom Einkommen | –1.023 | –1.666 | |
| 17. Jahresüberschuss | 27.712 | 27.725 | |
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 0 | 0 | |
| 19. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 0 | 0 | |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 71 | 40 | |
| 21. Bilanzgewinn | 27.783 | 27.765 | |
147
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 29. April 2008
KPMG Austria GmbH LOGOS Wirtschaftsprüfungs- und Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Steuerberatungsges.m.b.H.
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Mag. Wilhelm Kovsca ppa. Dkfm. Reiner Kaps Mag. Alexandra Wurm
149
| 2007 08 | ||
|---|---|---|
| in € | ||
| Das Geschäftsjahr vom 1. März 2007 bis 29. Februar 2008 | ||
| 27.783.288 | schließt mit einem Bilanzgewinn von | |
| Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, | ||
| diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: | ||
| Auf 14.202.040 Stück dividendenberechtigte Stammaktien | ||
| Zahlung einer Dividende von 1,95 € pro Stammaktie | ||
| 27.693.978 | (nennbetragslose Stückaktie), das sind | |
| 89.310 | Vortrag auf neue Rechnung | |
| 27.783.288 | ||
Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2007|08 in insgesamt fünf Sitzungen sowie anhand regelmäßiger Berichte des Vorstandes und ausführlicher schriftlicher Unterlagen über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens, über den Geschäftsgang und die Geschäftsentwicklung, über die Finanzlage, Investitionsvorhaben und besondere Geschäftsvorfälle sowie über die Unternehmenspolitik unterrichtet und hierüber mit dem Vorstand beraten. Im Mittelpunkt der intensiven Beratungen in den Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse standen insbesondere die Unternehmensstrategien, zukünftige Wachstumsmöglichkeiten und Beteiligungsaktivitäten und -finanzierung. Der Personalausschuss beriet die dienstrechtlichen Angelegenheiten der Vorstandsmitglieder.
Mit Ende der Hauptversammlung am 5. Juli 2007 ist die Funktionsperiode sämtlicher von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates abgelaufen. Ludwig Eidmann, Dr. Hans-Jörg Gebhard, Mag. Erwin Hameseder, Dipl.-Ing. Ernst Karpfinger, Dr. Christian Konrad, Dr. Rudolf Müller, Dr. Theo Spettmann und Mag. Christian Teufl wurden von der Hauptversammlung bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011|12 beschließt, gewählt.
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Lagebericht/ Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007|08 sind unter Einbeziehung der Buchführung von den durch die Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfern, der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, und der LOGOS Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsges.m.b.H., Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis dieser Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsratsausschuss zur Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses hat den Jahresabschluss geprüft und dem Aufsichtsrat im Beisein der Abschlussprüfer berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht/Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007|08 sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverteilung geprüft.
Alle diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007|08 gebilligt. Diese sind damit gemäß § 125 Abs.2 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat nimmt den Lagebericht und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007|08 zustimmend zur Kenntnis und schließt sich dem Vorschlag für die Gewinnverteilung an.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AGRANA für die geleistete Arbeit Anerkennung und Dank aus.
Wien, im Mai 2008
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
Dr. Christian Konrad
A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Telefon: +43-1-211 37-0, Fax: -12998 E-Mail: [email protected]
Investor Relations Mag. Maria Fally Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected] www.agrana.com
Public Relations Mag. Ulrike Pichler Telefon: +43-1-211 37-12084, Fax: -12045 E-Mail: [email protected] www.agrana.com
Sitz: A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Telefon: +43-1-211 37-0, Fax: -12998 Verwaltung: A-3430 Tulln, Josef-Reither-Straße 21–23 Telefon: +43-2272-602-0, Fax: -11225 E-Mail: [email protected]
Sitz: A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Telefon: +43-1-211 37-0, Fax: -12998 Verwaltung: A-3950 Gmünd, Conrathstraße 7 Telefon: +43-2852-503-0, Fax: -19420 E-Mail: [email protected]
Sitz: A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Telefon: +43-1-211 37-0, Fax: -12998 E-Mail: [email protected] Verwaltung: A-3435 Pischelsdorf, Industriegelände Telefon: +43-2277-90303-0, Fax: -13133 E-Mail: [email protected]
A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Telefon: +43-1-211 37-0, Fax: -12853 E-Mail: [email protected]
Der Jahresbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Marktordnungsveränderungen, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Jahresbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: AGRANA Beteiligungs-AG A-1220 Wien, Donau-City-Straße 9 Konzernkommunikation/Investor Relations Mag. Maria Fally Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12045 E-Mail: [email protected]
Design: Kreativstudio Marchesani Fotokonzept: Martrix Fotos: Michael Winkelmann
Dieser Geschäftsbericht ist in deutscher und englischer Version erhältlich.
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