Annual Report (ESEF) • May 27, 2021
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Download Source FileKonzernabschluss und Konzernlagebericht 2020|21 der AGRANA-Gruppe (nach IFRS)
Konzernlagebericht 2020|21
Unternehmensstruktur
Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Segment Frucht
Segment Stärke
Segment Zucker
Forschung und Entwicklung
Personal- und Sozialbericht
Risikomanagement
Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte
Prognosebericht
Konzernabschluss 2020|21
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Geldflussrechnung
Konzern-Bilanz
Konzern-Eigenkapital-Entwicklung
Konzernanhang
Organe der Gesellschaft (Kurzdarstellung)
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk
Jahresabschluss und Lagebericht 2020|21 der AGRANA Beteiligungs-AG (nach UGB)
Jahresabschluss 2020|21
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss
Lagebericht 2020|21
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk
Vorschlag ür die Gewinnverwendung
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten ür die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie ür technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Rund 8.800 Mitarbeiter (FTEs) an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2020|21 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
Das Segment Frucht umfasst ür Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitun- gen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit ührende Hersteller von Fruchtzubereitungen ür die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen ver- arbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und ür die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v. a. an europäi- schen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Frucht- weine sowie Getränkegrundstoe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nach- haltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaft- konzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
| AGRANA Beteiligungs-AG | 56 Standorte | 8.847 Mitarbeiter |
| AGRANA Stärke GmbH | 5 Standorte | 1.149 Mitarbeiter |
| AGRANA Sales & Marketing GmbH | 10 Standorte | 2.003 Mitarbeiter |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH | 41 Standorte | 5.695 Mitarbeiter |
Die nachhaltige AGRANA-Wertschöpfungskette
AGRANAs Nachhaltigkeitsverständnis
Wesentliche nicht-finanzielle bzw. Nachhaltigkeitsbelange
Organisatorische Einbindung von Nachhaltigkeit bei AGRANA und Grenzen dieses Berichtes
Managementansätze wesentlicher nicht-finanzieller Belange
Änderungen im Konsolidierungskreis
Umsatz- und Ertragslage
Investitionen
Cashflow
Vermögens- und Finanzlage
Geschäftsentwicklung der einzelnen Segmente
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Geschäftsentwicklung
Marktumfeld
Rohsto und Produktion
Investitionen
Geschäftsentwicklung
Marktumfeld
Rohsto und Produktion
Investitionen
Geschäftsentwicklung
Marktumfeld
Rohsto und Produktion
Investitionen
Segment Frucht
Segment Stärke
Segment Zucker
Personalmanagement
Personalentwicklung und Weiterbildung
Arbeitssicherheit und Gesundheit
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Risikopolitik
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Operative Risiken
Regulatorische Risiken
Rechtliche Risiken
Finanzielle Risiken
Coronavirus (COVID-19)
Nicht-finanzielle Risiken
Gesamtrisiko
Internes Kontroll- und Risiko- managementsystem
Nachhaltigkeitsausblick 2021|22
Financial Data (converted from raw text)
FY 2020-03-01 to 2021-02-28 (EUR)
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FY 2019-03-01 to 2020-02-29 (EUR)
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| agranabeteiligungsag:AtEquityMember | |# € Umsatz Segment ZuckerSegment StärkeSegment Frucht
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z. B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten.
Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Informationen zu Corporate Governance befinden sich im Corporate Governance-Bericht der AGRANA sowie auf der Website des Unternehmens unter www.agrana.com/ir/corporate-governance.
AGRANA-Veredelung
Frucht- zubereitungs- werke
Fruchtsaft- konzentrat- werke
1. Verarbeitungs- stufe
Nachhaltigkeitsbewertung des Segmentes Stärke (EcoVadis) bestätigt Silber-Status (Seite 69)
Bewertung nach Sozialkriterien (SEDEX) inklusive externer Audits an 77,8 % der Standorte² (Seite 48)
Fruchtsaftkonzentrate:
Stärkefabriken
Zuckerfabriken, Raffinerien
Fruchtzubereitungen:
Wasserverbrauch³: 0,66 m³/t
Gesamtenergieeinsatz³: 4,44 GJ/t
Energiemanagementsystem an 75 % der Standorte¹ nach ISO 50001 zertifiziert
Direkter Energieeinsatz³: 2,49 GJ/t
¹ Bienenschutzprojekt an allen österreichischen Standorten (Seite 44)
Beschaffung agrarischer Rohstoffe
1. Verarbeitungs- stufe
1. Verarbeitungs- stufe
Kartoffel- bauern
Anbauer von Früchten
Getreide- bauern
Zuckerrüben- bauern
Zuckerrohr- bauern
Getreide- bauern
Anbauer von Früchten
Getreide-handel
Rohzucker- handel
SEGMENT FRUCHT
SEGMENT STÄRKE
SEGMENT ZUCKER
²
70,7 % der Rohstoffmenge nach Sozial- und Umweltkriterien (SAI FSA oder FSA-Benchmarking System) bewertet (Seiten 43f, 67f)
³ % der Rohstoffmenge nach Sozial- und Umweltkriterien (SAI FSA) bewertet (Seiten 72f, 83f)
Nicht-finanzielle Erklärung – 12
¹ In den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 42
² Pro Tonne Produkt-Output
³ Das Ziel gilt für die Fruchtzubereitungswerke in den GRI-Berichtsgrenzen von 2018|19 (exklusive Erstverarbeitungsanlagen).
Die Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB wurde erstellt in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk der Global Reporting Initiative (GRI), konkret deren Version GRI-Standards „In accordance – Core“. Weitere Informationen zur AGRANA-Wertschöpfungskette unter wsk-mini.agrana.com
CO₂-Neutralität (Scope 1+2+3) der gesamten AGRANA-Gruppe
Datensammlung relevanter Emissionsdaten aus der vorgelagerten Lieferkette (Scope 3)
Ökoeffizienz unserer Produktion
CO₂-Neutralität (Scope 1+2) der Produktion der AGRANA-Gruppe
Reduktion der Emissionen (Scope 1+2) um –25 % von der Basis 2019|20
Alle direkt durch das FSA-Verifizierungssystem abgedeckten Rohstoffe erzielen mindestens FSA-Nachhaltigkeitsniveau Silber
Die im Rahmen der Geschäftsverbindungen gezeigte Strichstärke symbolisiert Mengenströme innerhalb des jeweiligen Geschäftssegmentes.
Kunden und Konsumenten
1 t Hauptprodukt = rund 700 kg hochwertige gentechnikfreie Futter- und Düngemittel
AGRANA berichtet im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit (Beschreibung des Geschäftsmodelles, siehe Seite 36f) wesentliche nicht-finanzielle Belange – mit einem grünen Fußabdruck gekennzeichnet – in den Konzernlagebericht integriert. Diese Nicht-finanzielle Erklärung bietet einen Überblick über AGRANAs Nachhaltigkeitsverständnis, Governance-Strukturen zum Thema Nachhaltigkeit, die AGRANA-Wesentlichkeitsanalyse, Managementansätze der wichtigsten nicht-finanziellen Belange und deren organisatorische und inhaltliche Berichtsgrenzen sowie relevante Leistungsindikatoren auf Gruppen-Ebene. Details zu Maßnahmen und Leistungsindikatoren sowie Ziele in den einzelnen Bereichen werden in den Segmentberichten, im Kapitel Personal- und Sozialbericht sowie im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
AGRANA – als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe – versteht im Rahmen ihrer Geschäfts-tätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die dem Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst:
Wir bei AGRANA …
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
| Wesentliche Stakeholder-Gruppen | Formate des Dialogs # Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB
AGRANA veredelte im Geschäftsjahr 2020|21 in den Geschäftssegmenten Frucht, Stärke und Zucker weltweit rund 8,6 Mio. Tonnen (Vorjahr: 8,4 Mio. Tonnen) agrarische Rohstoffe und verkaufte rund 5,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen) daraus gewonnene hochwertige Produkte. Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Im Berichtsjahr 2020|21 führte AGRANAs Nachhaltigkeitskernteam wieder eine Wesentlichkeitsanalyse zur Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unter Einbindung ausgewählter repräsentativer Stakeholder¹ durch. Einerseits wurden die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen einzelner Nachhaltigkeitsaspekte der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt eingeschätzt und andererseits der Einfluss dieser Nachhaltigkeitsaspekte auf die Entscheidungen von Stakeholdern hinterfragt.
Die bedeutendste gesellschaftliche Auswirkung hat die AGRANA-Gruppe v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch ihre energieintensive Veredelung agrarischer Rohstoffe im Bereich Energieeinsatz und Emissionen. Der Aspekt Energieeinsatz und Emissionen hat aufgrund verstärkter medialer Berichterstattung über die Herausforderungen des Klimawandels und daraus resultierender gesetzlicher Vorgaben, z. B. im Rahmen des EU Green Deals, im Vergleich zur Befragung 2017|18 für die befragten Stakeholder deutlich an Gewicht gewonnen. Diese zunehmende Bedeutung spiegelt sich auch in zunehmenden Anfragen von Kunden zu AGRANAs Klimawandelanpassungs- und Dekarbonisierungsstrategie wider.
Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten werden aber
| Umwelt-, Sozial- und wirtschaftliche Auswirkungen der AGRANA-Geschäftstätigkeit | ||
|---|---|---|
| Ökoeffizienz unserer Produktion | Energieeinsatz und Emissionen | Wasser und Abwasser |
| Transport von Rohstoffen und Produkten | Abfall | |
| Compliance | Beschwerdeverfahren bzgl. ökologischer Aspekte | Einhaltung gesetzlicher Vorschriften |
| Rohstoffbeschaffung | Wirtschaftlicher Erfolg | Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen |
| Einhaltung freiwilliger Selbstverpflichtungen | Datenschutz / Stakeholder-Einbindung | |
| Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit | Existenzsichernde Löhne | |
| Wasser und Abwasser | Vereinigungs- und Gewerkschaftsfreiheit | |
| Produktverantwortung | Energieeinsatz und Emissionen | Abfall |
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | Biodiversität | |
| Produktkennzeichnung | Kunden-zufriedenheit | |
| Produkt Carbon Footprint | CO₂-neutrale Produkte | |
| Produkt-sicherheit | Arbeitssicherheit und Gesundheit | |
| Unsere Mitarbeiter | Gleichbehandlung (inkl. gleicher Lohn) / Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit | Diversität |
| Aus- und Weiterbildung | Vereinigungs- und Gewerkschaftsfreiheit | |
| Beschwerdeverfahren bzgl. Arbeitsbedingungen und Menschenrechte | Existenzsichernde Löhne |
| Bedeutung für die Stakeholder-Bewertung und Entscheidungsfindung | |||
|---|---|---|---|
| niedrig | hoch | niedrig |
v. a. auch durch den regulatorischen Rahmen, in dem Unternehmen tätig sind, wesentlich mitbestimmt. Für die befragten Stakeholder hat daher der Aspekt Compliance, speziell die Einhaltung gesetzlicher Regelungen, die höchste Bedeutung. Produktsicherheit gehört für die Teilnehmer an der Befragung ebenfalls zu den Top-Prioritäten. In den Augen der Stakeholder sollte der Fokus in der Rohstoffbeschaffung v. a. auf der Einhaltung von Sozialstandards liegen. Dies gilt speziell im Segment Frucht, das weltweit Rohstoffe einkauft. Diese Ansicht bestätigt damit auch das Ergebnis einer im Geschäftsjahr 2019|20 im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen unter ausgewählten Kunden und Lieferanten durchgeführten Umfrage (siehe Wesentlichkeitsanalyse, www.agrana.com/nachhaltigkeit/wesentlichkeitsanalyse).
In diesen Bericht wurden alle Belange aufgenommen, die wesentliche gesellschaftliche Auswirkungen haben oder von hoher Bedeutung für AGRANAs Stakeholder sind (siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 2020|21, Seite 196¹).
¹ Repräsentanten der folgenden Stakeholder-Gruppen: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Aktionäre, Anrainer
Nachhaltigkeitsaufgaben sind integraler Bestandteil vieler bzw. aller Unternehmensfunktionen, die Darstellung gibt daher nur die für das Thema bedeutendsten Konzernfunktionen wieder. Diese funktionale Integration von Nachhaltigkeitsbelangen spiegelt sich auch in der Steuerungsverantwortung im Vorstand und Aufsichtsrat wider, die durch alle Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder gemeinschaftlich wahrgenommen wird.
Die organisatorischen Berichtsgrenzen für die in diesen Geschäftsbericht 2020|21 integrierten nicht-finanziellen bzw. Nachhaltigkeitsbelange umfassen alle AGRANA-Konzernunternehmen weltweit und entsprechen dem finanziellen Konsolidierungskreis. Daher sind in den nicht-finanziellen Daten die Joint Venture-Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die HUNGRANA-Gruppe (Segment Stärke) sowie die AGRANA-STUDEN-Gruppe und die Beta Pura GmbH (Segment Zucker) nicht enthalten (außer wo explizit anders gekennzeichnet). In Summe deckt die GRI- bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung damit 54 von insgesamt 56 Produktionsstandorten weltweit ab.
| Wertschöpfungskette | |
|---|---|
| Rohstoff | Vorgaben für Lieferanten agr. Rohstoffe; Umsetzungs-monitoring von Verifizierungs-systemen (z. B. SAI FSA) |
| Beschaffung | siehe wsk.agrana.com |
| Einkauf | Energieeinkauf; Umsetzungs-monitoring gemäß Energieeffizienzgesetz |
| Human Resources | Mitarbeiterentwicklung und Diversität; Vorgaben und Monitoring von Arbeitssicherheit |
| Compliance | Richtlinien bzgl. Geschäftsgebahrung und Korruptionsbekämpfung; Führung des Compliance Management-systems |
| Risiko-management | Identifikation und Bewertung von Risiken |
| Kommunikation | Prozess-koordination und Begleitung nachhaltigkeitsrelevanter Aspekte sowie Reporting |
| ARIC | Landwirtsch. und produkt-bezogene Forschung sowie Innovation |
| Vorstand | Geschäftsführungen der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche |
| Lokale Managementteams | mit themenspezifischer Verantwortung v.a. für Produktion (Energieeffizienz, Emissionen) sowie Arbeitssicherheit |
| Aufsichtsrat und dessen Ausschüsse | Konzernfunktionen mit Nachhaltigkeits-Schwerpunktbereichen |
| Konzernlagebericht | 19 |
In diesem Abschnitt werden einerseits die auf AGRANA wirkenden Risiken im Sinne der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und andererseits die von AGRANA potenziell ausgelösten wesentlichen Risiken, die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Belange laut § 267a UGB haben, dargestellt. Er deckt auch die Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) ab. Daneben bietet er eine inhaltliche Abgrenzung und allgemeine konzernweite Übersicht zu Belangen, die für AGRANAs Stakeholder besondere Bedeutung haben.
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit, der Veredelung agrarischer Rohstoffe und der damit verbundenen wesentlichen Beschaffungsvolumina und -kosten, aber auch der potenziellen negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen der Herstellung landwirtschaftlicher Rohwaren konzentriert AGRANA ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Lieferkette auf Lieferanten agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte (z. B. tiefgefrorene Fruchtstücke) und beschränkt ihre nicht-finanzielle Berichterstattung auf diesen Bereich der Beschaffung.
AGRANA ist im Bereich der Beschaffung agrarischer Rohstoffe von physischen Risiken durch den Klimawandel z. B. in Form einer zunehmenden Anzahl von Extremwetterereignissen, verstärktem Schädlingsdruck und daraus resultierenden Herausforderungen im Bereich Rohstoffverfügbarkeit und Preisvolatilität direkt betroffen (Details zum Umgang mit diesen Risiken siehe Kapitel Risikomanagement / Operative Risiken / Beschaffungsrisiken, Seite 89). Andererseits trägt AGRANA im Rahmen ihrer Rohstoffbeschaffung indirekt zu potenziell negativen Auswirkungen des Rohstoffanbaus bei bzw. steht durch ihre Lieferantenauswahl damit in Verbindung. Dies betrifft negative ökologische Auswirkungen, wie z. B.# Flächenverbrauch oder -konkurrenz, Pestizideinsatz, Bodenerosion, Wasser- mangel oder schlechte Wasserqualität sowie Reduktion der Biodiversität. Daneben könnten auch negative soziale Auswirkungen, wie z. B. Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit sowie schlechte Arbeitsbedingungen, durch AGRANAs Lieferbetriebe verursacht werden. Wenngleich AGRANA keinen direkten Einfluss auf die Betriebsührung ihrer Lieferanten hat, strebt sie im Rahmen des Vorsorge- prinzips durch ihre Lieferantenauswahl eine Vermeidung bzw. Minimierung dieser Umwelt- und Sozialrisiken an. AGRANA hat die Erwartungen an ihre landwirtschaftlichen Lieferanten in ihren Grundsätzen ür die Beschaung agrarischer Rohstoe und Vorprodukte, die ür den Bereich der Sozialkriterien eine Referenz auf AGRANAs Verhal- tenskodex enthalten, niedergeschrieben. Die Grundsätze ür die Beschaung agrarischer Rohstoe und Vorprodukte wurden im Berichtsjahr 2020|21 überarbeitet und sind Bestandteil von Lieferverträgen.
Um Umwelt- und Sozialaspekte in der agrarischen Lieferkette unabhängig vom Beschaungsmodell struk- turiert bearbeiten und v. a. dokumentieren zu können, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei der SAI Platform, einer im Jahr 2002 gegründeten Brancheninitiative der Lebensmittel- industrie, und nimmt mit ihren Segmenten Frucht, Stärke und Zucker an den ür ihre Rohstoe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.
Die SAI Platform bietet industriellen Veredlern land- wirtschaftlicher Rohstoe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v. a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertig- keit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an. Das Basisinstrument stellt dabei immer das von der SAI Platform erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mithilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen ür die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsührung, Arbeits- bedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangs- arbeit), Boden- und Nährstomanagement oder Pflanzen- schutz besteht, durchgeührt. Je nach Erüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status Gold, Silber oder Bronze. AGRANA hat sich zum Ziel gesetzt, dass jene Kontraktlandwirte, welche die FSA-Systematik anwenden, zumindest FSA Silber-Status erreichen.
Die externe Verifizierung des FSA-Nachhaltigkeits- levels der AGRANA-Kontraktlandwirte unterliegt einem dreijährigen Zyklus, der mit dem Jahr 2017 begann. Im Geschäftsjahr 2020|21 waren in allen AGRANA-Segmenten Re-Verifizierungsaudits vorgesehen, die allerdings aufgrund der COVID-19-Restriktionen zum Teil nicht vollständig abgeschlossen werden konnten. Alle Landwirte-Gruppen, deren externe Verifizierungen vollständig abgeschlossen wurden, erreichten FSA Silber- Status oder höher. Bei den Audits wurden keine substanziellen Abweichungen gefunden. Empfehlungen zur Verbesserung der Erste Hilfe- und Notfall-Einrich- tungen (z. B. regelmäßige Erneuerung des Inhalts des Erste Hilfe-Kastens) sowie im Bereich des Abfallmanage- ments werden im Rahmen von Bewusstseinsbildungs- und Schulungsmaßnahmen von AGRANA im Geschäftsjahr 2021|22 aufgenommen.
Im Geschäftsjahr 2020|21 leisteten AGRANA-Experten im Bereich landwirtschaftliche Produktion einen wertvollen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Vorgaben und zur Vorbereitung der Version 3.0 des Farm Sustainability Assessment, die im April 2021 veröent- licht wird und spätestens nach einer Übergangszeit von 18 Monaten nach Publikation umzusetzen ist.
Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB
Zusätzlich zur direkten Anwendung des FSA stellt die SAI Platform ein umfassendes Benchmarking-System zur Verügung, das gewährleistet, dass landwirtschaftliche Betriebe, die schon über einschlägige Zertifizierungen (z. B. Global GAP oder Rainforest Alliance) verügen oder an unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitspro- grammen teilnehmen, eine FSA-Äquivalenz erhalten, was den Kontrollaufwand maßgeblich reduziert. Die geprüfte Einhaltung nationaler gesetzlicher Vorgaben oder die Zertifizierung nach internationalen bzw. unternehmens- spezifischen Standards sowie die externe Verifizierung der betrieblichen Selbstauskünfte im Rahmen des FSA unter Einhaltung der Regeln des SAI Implementation Frame- work ermöglicht landwirtschaftlichen Produzenten und der verarbeitenden Industrie die Auslobung des jeweiligen FSA-Nachhaltigkeitsstatus im B2B-Bereich. Im Geschäftsjahr 2020|21 waren rund 85 % der von AGRANA verarbeiteten Rohstomenge im SAI FSA-System direkt oder indirekt erfasst.
Biodiversität ist ür AGRANA v. a. in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette, d. h. der agrarischen Produktion, von Bedeutung. AGRANA berichtet Biodiversitätsaspekte so- weit möglich im Rahmen des Bezuges von Rohstoen über Vertragsanbauer im jeweiligen Segmentbericht. AGRANA setzt auch an ihren Unternehmensstandorten einzelne Projekte zum Erhalt oder zur Erhöhung der Artenvielfalt um. So unterhält AGRANA seit 2016 ein Projekt zum Schutz von Bienen, in dessen Rahmen an allen österreichischen Standorten jeweils zehn Bienenstöcke aufgestellt wurden, die teilweise auch ür Workshops zur Wissensvermittlung über die Zusammenhänge in der Natur ür Volksschulen genutzt wurden.
Auf AGRANA indirekt wirkende wasserbedingte Risiken in ihrer Lieferkette, der landwirtschaftlichen Produk- tion, werden implizit im Rahmen der operativen Beschaf- fungsrisiken vom Risikomanagement erfasst (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 89). Die von AGRANA in der EU beschaten und verarbeiteten Ackerkulturen werden größtenteils nicht bewässert. Kennzahlen zur Wassernutzung in der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoe werden daher v. a. aufgrund eingeschränkter Relevanz und auch aufgrund eingeschränkter Daten- verügbarkeit sowie -verlässlichkeit im internationalen Beschaungsbereich nicht berichtet.
Basis ür AGRANAs Management von Energie- und Umweltbelangen stellt ihre Umweltpolitik dar, welche unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips die Grund- lage zur Vermeidung bzw. Reduktion negativer ökono- mischer, ökologischer und sozialer Auswirkungen im Rahmen von AGRANAs Produktion bildet und auch einen Beschwerdeprozess enthält. Sie wurde im Berichts- jahr 2020|21 überarbeitet, um AGRANAs strategischem Ziel der Dekarbonisierung ihrer Produktion bis 2040 Rechnung zu tragen.
Im Bereich der Energieversorgung wirken transitorische Risiken auf AGRANA, wie z. B. im Rahmen des Kampfes gegen den Klimawandel angedachte nationale gesetz- liche Verbote (bestimmter) fossiler Brennstoe oder eine CO-Besteuerung. Ein System der branchenumfassenden CO-Besteuerung ist aus AGRANAs Sicht gesellschaftlich zur Herstellung von Kostenwahrheit und als Investitions-
Energiemix in der AGRANA-Gruppe 2020|21
| Energiemix | Anteil |
|---|---|
| Biomasse | 1 % |
| Biogas | 1 % |
| Strom erneuerbar | 2 % |
| Erdgas (inkl. LNG) | 11 % |
| Kohle, Koks | 55 % |
| Strom Dampf | 9 % |
| Andere | 18 % |
14,1 Mio. GJ Energieeinsatz (Scope 1+2)
| Spez. Energieeinsatz GJ pro Tonne Produkt-Output | Segment Zucker | Segment Stärke | Segment Frucht |
|---|---|---|---|
| 2014 | 15 | 3,52 | 2,0 |
| 2015 | 16 | 3,37 | 5,4 |
| 2016 | 17 | 3,27 | 8,6 |
| 2017 | 18 | 3,19 | 7,1 |
| 2018 | 19 | 3,46 | 7,4 |
| 2019 | 20 | 3,41 | 6,8 |
| 2020 | 21 | 3,36 | 5,6 |
Energieeinsatz (Scope 1+2) in der AGRANA-Gruppe Absolutwerte in Mio. Gigajoule (GJ)
| 2014|15 | 2015|16 | 2016|17 | 2017|18 | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 |
|-----|---|---|---|---|---|---|---|
| 16,0 | 14,8 | 15,6 | 14,9 | 14,4 | 14,2 | 14,1 |
Konzernlagebericht Korrektur aufgrund eines Erfassungsfehlers
anreiz in erneuerbare Technologien notwendig. Wird es nur national oder in der EU und ohne entsprechende Exportentlastungen bzw. Importbelastungen ür CO-Frachten eingeührt, würde es die internationale Wettbewerbsähigkeit des Unternehmens einschränken (Details zum Umgang mit diesen Risiken siehe Kapitel Risikomanagement / Nicht-finanzielle Risiken, Seite 88).
Die v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker energie- intensive AGRANA-Veredelung von landwirtschaftlichen Rohstoen, die auch dem EU-Emissionshandelssystem unterliegt, hat durch die entstehenden Treibhausgas- emissionen negative Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt. Diese Auswirkungen liegen in AGRANAs direktem Einflussbereich. AGRANA nimmt ihre Verant- wortung wahr und wird schädliche Emissionen immer weiter reduzieren, um bis 2040 netto CO-neutral zu produzieren (Scope 1+2). Basis und Unterstützung im Monitoring ür die Dekarbo- nisierung bilden die Energiemanagementsysteme der AGRANA-Produktionsstandorte. Die Energiemanagement- systeme von rund 37 % (Vorjahr: 47,3 %) aller AGRANA- Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42) waren im Berichtsjahr nach ISO 50001 zertifiziert. Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist v. a. auf den geplanten Umstieg des Bereiches Fruchtsaftkonzentrate auf die hinsichtlich weiterer Umweltaspekte umfassendere Zertifizierung nach ISO 14001 zurückzuühren.
AGRANA beschränkte ihre Berichterstattung von Energie- einsatz und Emissionen bisher auf Scope 1 (direkter Energieeinsatz bzw. direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekter Energieeinsatz bzw. indirekte Emissionen). Grundsätzlich sind absolute Energieeinsatz- und Emissionswerte aufgrund jährlich teilweise stark schwankender Rohsto- verarbeitungsmengen (v. a. im Segment Zucker und im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate) und dem damit verbundenen schwankenden absoluten Energieeinsatz bezüglich Ezienzverbesserungen wenig aussagekräftig. Daten zu sogenannten Scope 3-Emissionen, z. B. aus der agrarischen Lieferkette, Transporten, Energiebereit- stellung, Geschäftsreisen oder Mitarbeitermobilität wurden bisher nicht strukturiert erfasst, da sie inter- national schwierig zu messen bzw. ermitteln sind und teilweise (z. B.# Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB
Mit dem Berichtsjahr 2020|21 endete die erste Zielsetzungsperiode aller AGRANA-Geschäftsbereiche von für ihre Geschäftstätigkeit relevanten Energiezielen. Die Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht (siehe Seiten 61f, 68f, 73f) dargestellt. Da die AGRANA-Energieziele für die Periode 2014|15 bis 2020|21 den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens noch nicht Rechnung trugen, arbeitete AGRANA im Berichtsjahr intensiv an der Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie in Übereinstimmung mit den bisher bekannten Vorgaben des europäischen Green Deal und des österreichischen Energie- und Klimaplans, welche beide die bilanzielle CO₂-Neutralität bis 2050 bzw. schon 2040 vorsehen.
AGRANA bekennt sich zum Ziel der Dekarbonisierung ihrer Produktionsaktivitäten (Scope 1+2) bis 2040. Bis 2050 sollen auch Treibhausgasemissionen aus der vorgelagerten Lieferkette (Scope 3) vermieden werden, um über die gesamte Wertschöpfungskette netto CO₂-neutral zu wirtschaften. Die Entwicklung von sogenannten Science Based Targets – das sind Ziele, die dem Pariser Klimaabkommen Rechnung tragen – stellt einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt auf dem Weg zur Klimaneutralität dar.
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, hat AGRANA im Berichtsjahr einen Etappenplan entwickelt und für die erste Etappe bis 2025|26 bereits ein quantitatives Ziel formuliert. Bis 2025|26 beabsichtigt AGRANA rund 10 Mio. € jährlich zu investieren, um 25 % der durch ihre Produktion verursachten Treibhausgasemissionen (Scope 1+2) einzusparen (Basisjahr 2019|20).
Geplante Maßnahmen dieser ersten Dekarbonisierungsetappe umfassen:
AGRANA verfolgt ein Prinzip der vollständigen Rohstoffverwertung zu Haupt- und Nebenprodukten (v. a. Futter- und Düngemittel). In der Phase ab 2026|27 könnte neben die stoffliche Verwertung auch die energetische Nutzung eiweißarmer Rohstoffreste treten, um alle Rohstoffbestandteile weiterhin vollständig, aber auch im Sinne des Klimaschutzes optimal zu nutzen. In der ungarischen AGRANA-Zuckerfabrik in Kaposvár werden Rübenschnitzel und sonstige Rübenreststoffe bereits seit einigen Jahren zur Biogasproduktion verwendet (siehe Segment Zucker, Seite 75). Da die energetische Verwertung der Biomasse allerdings zu Lasten der Futtermittelerlöse erfolgt, bedarf es geeigneter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, um sie rentabel umsetzen zu können.
Ein umfassendes Emissionshandelssystem, das den CO₂-Rucksack jeder Konsumentscheidung im Bereich Ernährung, Wohnen, Mobilität und Freizeitverhalten transparent offenlegt und CO₂-intensive Lebensweisen durch ihre höheren Kosten erkennbar macht, ist dringend notwendig, um die Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft zu schaffen und Unternehmen Investitionsentscheidungen zu erleichtern.
In Summe müsste AGRANA nach heutigen Annahmen bis 2040 rund 400 Mio. € investieren, um die in ihrer Produktion bei der Verarbeitung der eingesetzten Rohstoffe entstehenden Treibhausgasemissionen (Scope 1+2) zu vermeiden. Ab 2025 wird AGRANA auch strukturiert Maßnahmen zur Senkung der in ihrer Lieferkette entstehenden Treibhausgasemissionen (Scope 3-Emissionen), die nicht direkt von ihr beeinflussbar sind, in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und Partnern umzusetzen versuchen.
Wasser, die weltweit gesellschaftlich wichtigste Ressource, ist einer von vielen Inputfaktoren in den Produktionsprozessen der AGRANA-Gruppe. Wassermangel bzw. der Entzug von Wasser in wasserarmen Regionen sowie schlechte Wasserqualität oder -temperatur bei Einleitung von Abwasser stellen ein ökologisches und soziales Risiko dar. AGRANA hat 2019|20 unter Nutzung des WWF Water Risk Filters und des Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute, die die genannten und zahlreiche weitere Risiken abdecken, das Wasserrisiko für alle ihre Produktionsstandorte evaluiert. Im Berichtsjahr 2020|21 lagen 13 bzw. 24,1 % der AGRANA-Standorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42), der Großteil davon im weltweit tätigen Segment Frucht, laut den Analysen der beiden Institute aus unterschiedlichen Gründen in Gebieten mit hohem oder sehr hohem Wasserrisiko.
Wenngleich keiner der AGRANA-Produktionsstandorte bisher operativ tatsächlich von quantitativer oder qualitativer Wasserknappheit betroffen oder Auslöser wesentlicher Probleme für die umliegenden Wasserrisiken war, stellt die nachhaltige, verantwortungsbewusste und allen gesetzlichen Standards entsprechende Nutzung und Ableitung von Wasser einen bedeutenden Aspekt der AGRANA-Umweltpolitik dar. Weitere Details zum Umgang mit Wasser an den Produktionsstandorten siehe Segmentberichte (Seiten 63f, 69, 75f).
Im Rahmen ihrer Effizienzbemühungen nutzt AGRANA das in den agrarischen Rohstoffen gebundene Wasser in ihren Prozessen. Zuckerrüben- und Apfelsaftkonzentratfabriken nehmen rund 75 % bzw. 85 % des von ihnen genutzten Wassers über die verarbeiteten Rohstoffe auf und stellen dieses nach Nutzung und allen gesetzlichen Auflagen entsprechender Aufbereitung anderen Wassernutzern wieder zur Verfügung. In Summe gibt die AGRANA-Gruppe mehr Wasser ab, als sie aufnimmt und weist daher einen negativen Wasserverbrauchs-saldo aus (siehe Grafik Seite 46).
AGRANA berichtet Wasser- und Abwasserkennzahlen ausschließlich für ihr Kerngeschäft, die Verarbeitung agrarischer Rohstoffe in ihren Produktionswerken. Absolutwerte zu Wasserentnahme und -abgabe haben aufgrund schwankender jährlicher Rohstoffverarbeitungsmengen nur sehr eingeschränkte Aussagekraft bezüglich effizienter Wassernutzung. Einige AGRANA-Segmente verfolgten für ihre Geschäftstätigkeit relevante Wasserentnahmeziele mit der derzeitigen Zielsetzungsperiode bis zum Geschäftsjahr 2020|21. Die Zielerreichung wird im jeweiligen Segmentbericht (siehe Seiten 63f, 75f ) dargestellt.
| | 2014|15 | 2015|16 | 2016|17 | 2017|18 | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 |
| :------------------------------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Wasserentnahme Mio. m³ | 13,7 | 12,5 | 13,3 | 15,2 | 15,0 | 15,3 | 15,6 |
| Wasserabgabe Mio. m³ | 16,9 | 14,9 | 16,5 | 17,0 | 16,5 | 16,2 | 16,9 |
| Wasserverbrauch Mio. m³ | –3,2 | –2,4 | –3,2 | –1,8 | –1,5 | –0,9 | –1,3 |
| Wasserverbrauch in der AGRANA-Gruppe | | | | | | | |
Ökonomische, ökologische und soziale Risiken bzw. Auswirkungen aus dem Bereich der Abfallentstehung und -entsorgung im Rahmen von AGRANAs Geschäftstätigkeit sind dank ihrer Unternehmensphilosophie begrenzt. Für AGRANA, als Verarbeiter agrarischer Rohstoffe, sind die von ihr eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren viel zu wertvoll, um nicht vollständig genutzt zu werden. Diesem in ihrer Umweltpolitik verankerten konzernweiten Prinzip der vollständigen Verwertung trägt AGRANA neben der Erzeugung einer breiten Palette hochqualitativer Lebensmittel bzw. Vorprodukte für weiterverarbeitende Industrien v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker durch die Herstellung eines sehr großen Portfolios an Nebenprodukten, v. a. Futter- und Düngemitteln, Rechnung. Diese leisten einerseits einen bedeutenden Beitrag zum ökonomischen Erfolg des Unternehmens, andererseits gelangen dadurch wichtige Mineral- und Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf zurück.
| | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 |
| :------------------------------------- | :------ | :------ | :------ |
| Abfallmenge gesamt . t | 105,1 t | 104,8 t | 107,3 t |
| davon gefährliche Abfälle t | 33 kg | 307 kg | 368 kg |
| Abfall pro Tonne Produkt-Output , kg | 20,5 kg | 20,3 kg | 22,6 kg |
| davon gefährliche Abfälle g | 101 g | 103 g | 104 g |
Bezogen auf den gesamten Produktausstoß fielen im Geschäftsjahr 2020|21 rund 22,6 Kilogramm Abfall pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) an, wovon 104 Gramm auf gefährliche Abfälle entfielen. Diese wurden gesetzlichen Auflagen entsprechend gesammelt und qualifizierten Entsorgern zur sachgemäßen Behandlung übergeben (Details siehe Segmentberichte, Seiten 64, 69, 76).
Wenngleich der Transport von Rohstoffen und Produkten je nach Berechnungsmethode und Land nur einen vergleichsweise geringen Einfluss von meist unter 10 % auf den Carbon Footprint von AGRANA-Produkten hat, versucht das Unternehmen trotzdem, auch Transporte soweit sie in ihrem eigenen Einflussbereich liegen und dies infrastrukturell und wirtschaftlich möglich ist, nachhaltig zu gestalten. So lag der Modalsplit 2020|21 für die In- & Outbound-Logistik in der AGRANA-Gruppe bei rund 75,8 % Straße, 18,3 % Schiene und 5,9 % Wasser.
Die interne normative Grundlage für AGRANAs Umgang mit ihren Mitarbeitern stellt der AGRANA-Verhaltenskodex dar, der zuletzt 2018|19 überarbeitet wurde. Er enthält u. a. ein Verbot von Diskriminierung und Belästigung, von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Aspekte zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.# Nicht-finanzielle Erklärung nach § 267a UGB
Daneben werden auch Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen festgeschrieben. Seine Einhaltung soll ökonomische Risiken, wie schwierige Mitarbeiterfindung, ineffiziente Betriebsabläufe, Streiks und Reputationsverlust für AGRANA sowie soziale Risiken, wie ein unsicheres, gesundheitsgefährdendes, diskriminierendes, unfaires Arbeitsumfeld für die Arbeitnehmer vermeiden bzw. minimieren. Im Geschäftsjahr 2019|20 wurde er um eine Konzern-Richtlinie zu Diversität und Inklusion ergänzt.
Die Arbeitsverhältnisse von rund 70,5 % der AGRANA-Mitarbeiter weltweit unterlagen 2020|21 einem Kollektivvertrag. Die Interessen von etwa 80,5 % der Mitarbeiter wurden durch einen lokalen Betriebsrat oder Gewerkschaftsvertreter repräsentiert. An jenen Standorten, wo keine dieser Varianten der Vertretung besteht, hat AGRANA formale Beschwerdestellen bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechte eingerichtet, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein dahinterliegender Prozess soll eine zeitnahe und faire Bearbeitung der Beschwerden sicherstellen. Daneben steht Mitarbeitern das AGRANA-Whistleblowing System zur Verfügung.
Das Berichtsjahr 2020|21 war für AGRANA, ihre Mitarbeiter sowie die Gesellschaften, in denen das Unternehmen tätig ist, durch die COVID-19-Pandemie gekennzeichnet. Durch adaptierte Arbeitsabläufe mit verstärkten Abstands- und Hygieneregeln im Produktionsbereich, weitestgehender Telearbeit (Home-Office) für Verwaltungsmitarbeiter sowie dem Angebot von unternehmensinternen COVID-19-Tests an vielen Standorten in der zweiten Jahreshälfte konnte die AGRANA-Gruppe die Infektionszahlen unter Mitarbeitern auf niedrigem Niveau halten und den Betrieb an allen Standorten (bis auf allgemeine, behördlich angeordnete, regionale Schließungen von jeweils sechs Werktagen im März 2020 am indischen und im Juni 2020 am ägyptischen Produktionsstandort) aufrechterhalten sowie die uneingeschränkte Kundenversorgung sicherstellen.
Die AGRANA Beteiligungs-AG ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor. Zum Bilanzstichtag 2021 verfügten rund 48,1 % (Vorjahr: 45,5 %) bzw. 26 der AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen über gültige SMETA- oder vergleichbare Sozialaudits. Es wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt. Die SMETA-Auditberichte der AGRANA-Werke stehen SEDEX-Mitgliedern auf der Online-Plattform der Organisation zur Verfügung.
Die im Geschäftsjahr 2020|21 aktuellen Schwerpunkte zum Thema Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in Bezug auf AGRANA-Mitarbeiter werden im Personalbericht (siehe Seite 81) kommentiert.
Die Risiken und Managementansätze sowie Aktivitäten im Geschäftsjahr 2020|21 zu den Themen Gesetzes- und Regelkonformität sowie Geschäftsgebarung bzw. Bekämpfung von Korruption und Bestechung werden im Bereich Compliance (siehe Seite 25f) im Corporate Governance-Bericht dargestellt.
Oberstes Ziel der AGRANA-Qualitätspolitik ist es, den Kundenbedürfnissen entsprechende für den Verzehr sichere Lebens- und Futtermittel zu erzeugen. Die Einhaltung der zahlreichen geltenden nationalen und internationalen Anforderungen an die Produktsicherheit an allen Produktionsstätten weltweit stellt für AGRANA oberste Priorität dar. Zusätzlich zu den lokalen gesetzlichen Vorschriften für Lebens- und Futtermittel orientiert sich AGRANA an den internationalen Standards im Bereich Lebensmittelsicherheit, wie dem Codex Alimentarius (Lebensmittelkodex der Food and Agriculture Organization und der World Health Organization).
Im Codex Alimentarius wird mit den General Principles of Food Hygiene das sogenannte HACCP-System eingeführt. Hazard Analysis and Critical Control Point bedeutet, dass mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit, die von chemischer, physikalischer oder mikrobiologischer Natur sein können, analysiert werden. AGRANA hat bereits vor vielen Jahren HACCP-Systeme, die dem jeweiligen Produktionsprozess angepasst sind, in ihren Werken eingeführt. Die Einführung und v.a. regelmäßige Überprüfung eines HACCP-Systems garantiert, dass nur sichere Produkte den Standort verlassen.
In ihrem Bestreben nach Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit geht AGRANA über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat international anerkannte Standards für Produktsicherheit im Zuge von externen Zertifizierungen eingeführt. Das AGRANA-Qualitätsmanagementsystem hat sich zum Ziel gesetzt, die Ansprüche und Anforderungen von Kunden und anderen Interessenpartnern zu erkennen und bestmöglich zu erfüllen. Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten.
Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP+- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2020|21 100 % der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. der jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die kontinuierliche Anhebung der Hygiene- und Qualitätsstandards der von AGRANA hergestellten Lebens- und Futtermittel erfolgt durch externe Zertifizierungen, Kunden- und Lieferantenaudits sowie durch ein internes Auditsystem. Im Geschäftsjahr 2020|21 musste kein den Endverbraucher betreffender Produktrückruf durchgeführt werden.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2019|20 versucht, auf Basis der bis dahin verfügbaren Informationen zum einheitlichen Klassifikationssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (EU-Taxonomie), ihr Produktportfolio zu bewerten. Auf dieser Basis wurden folgende AGRANA-Produktkategorien als potenziell nachhaltig definiert:
Im Sommer 2020 hat die EU mit der EU-Taxonomie ein Regelwerk verabschiedet, das Kriterien für den Ausweis nachhaltiger „grüner“ Umsätze, Investitionen und Betriebsausgaben definiert. Nachhaltige Wirtschafts-tätigkeiten haben einem der sechs Umweltziele, Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen, Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung von Umweltverschmutzung sowie Schutz von Ökosystemen und Biodiversität zu dienen, ohne dabei eines der anderen fünf Umweltziele erheblich zu beeinträchtigen. Zusätzlich sollen nachhaltige Geschäftstätigkeiten technische Evaluierungskriterien erfüllen, die derzeit im Rahmen von delegierten Rechtsakten erarbeitet werden. Trotz geplanter Berichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2021|22 ist noch offen, welche AGRANA-Produkte mit welchen Regelungen bedacht werden und ob die von AGRANA als potenziell nachhaltig eingestuften Produktkategorien tatsächlich die dann geltenden Voraussetzungen erfüllen können (siehe Kapitel Risikomanagement / Nicht-finanzielle Risiken, Seite 93f).
Im Berichtsjahr 2020|21 lag der Fokus der medialen Berichterstattung im Bereich Gesundheit ganz auf COVID-19. Das Thema Ernährung bzw. auch Zucker in der Ernährung trat über weite Strecken des Berichtsjahres in den Hintergrund. Auch AGRANAs Engagement zur Wissensvermittlung in den Bereichen Ernährung im Allgemeinen, Lebensstil, Energiebilanzen sowie Eigenschaften von Zucker im Speziellen war pandemiebedingt eingeschränkt bzw. auf Initiativen, wie jene des „Forum Ernährung heute“ oder der „Österreichische Gesellschaft für Ernährung“ (ÖGE) sowie der Plattform „Land schafft Leben“ begrenzt.
Neben der möglichst umwelt- und sozialverträglichen Gestaltung ihrer Kerngeschäftsaktivitäten ist AGRANA auch als verantwortungsbewusster Corporate Citizen, d.h. als Teil der Gesellschaft, an den Orten, an denen sie tätig ist, engagiert. Im Rahmen dieses Engagements bringt sich AGRANA auch bei verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Initiativen sowie Branchen- und Interessenvertretungen ein (siehe Seite 50). Soziales Bewusstsein bildet einen wichtigen Teil der Unternehmenskultur von AGRANA. Unter anderem wurde AGRANA Fruit México im Berichtsjahr erneut für ihr hohes soziales Engagement mit dem ESR®-Label ausgezeichnet, auch weil Mitarbeiter von AGRANA Fruit México im Geschäftsjahr 2020|21 an der Initiative „Volunteer Day“ teilgenommen haben, um Spenden für bedürftige Menschen zu sammeln. Zudem wurde von der AUSTRIA JUICE-Gruppe im Rahmen eines Sponsorprogrammes „Team Rynkeby“ – ein Benefiz-Fahrradrennen zur Unterstützung schwer kranker Kinder und ihrer Familien – unterstützt.# AGRANA's Beitrag zu den UN Sustainable Development Goals
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bzw. ihrer Nachhaltigkeitsschwerpunkte in den Bereichen Klimaschutz, vollständiger Rohstoffverwertung und Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien bei der Beschaffung und Geschäftsethik unterstützt AGRANA v. a. die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs) 8, 13, 15 und 16, die im September 2015 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurden und erstmals auch die Privatwirtschaft in die Erreichung von Entwicklungszielen einbinden. Daneben trägt AGRANA aber auch zum Erreichen der Ziele 2 bis 7 sowie 12 und 14 bei.
| Initiative | Mitgliedsunternehmen | Seit | Ziel der Initiative und Mitglieder |
|---|---|---|---|
| Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) | AGRANA Beteiligungs-AG | 2014 | Ziel: Entwicklung von Richtlinien und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; Mitglieder: aus der Wertschöpfungskette der Lebensmittelerzeugung |
| The Sustainable Juice Covenant | AUSTRIA JUICE GmbH | 2018 | Ziel: globale Initiative zur nachhaltigen Produktion von frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Saftkonzentraten; Mitglieder: Getränkeindustrie, v.a. Mitglieder der European Fruit Juice Association (AIJN) |
| Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) | AGRANA Beteiligungs-AG | 2009 | Ziel: Förderung nachhaltiger Sozial- und Umweltpraktiken entlang der Wertschöpfungskette; Mitglieder: rund 60.000 Unternehmen weltweit |
| EcoVadis | AUSTRIA JUICE GmbH und einige Standorte des Segmentes Frucht, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Zucker GmbH | 2013 | Ziel: Lieferantenbewertung nach Umwelt- sowie Sozialkriterien entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette; Mitglieder: rund 60.000 Unternehmen verschiedenster Industrien |
| ARGE Gentechnik-frei | AGRANA Beteiligungs-AG | 2010 | Ziel: Förderung/Sicherstellung der österreichischen GVO-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion; Mitglieder: gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungskette inklusive vieler Einzelhändler |
| Branchen- und Interessenvertretung | Mitgliedsunternehmen | Wirkungsbereich |
|---|---|---|
| Industriellenvereinigung (IV) | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie | AGRANA Beteiligungs-AG | Österreich |
| AÖL – Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller | AGRANA Stärke GmbH | Deutschland |
| CEFS – Comité Européen des Fabricants de Sucre | AGRANA Zucker GmbH | EU |
| Starch Europe | AGRANA Stärke GmbH | EU |
| SGF International E.V. | AUSTRIA JUICE GmbH | weltweit |
| ePURE – European Renewable Ethanol | AGRANA Stärke GmbH | EU |
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020|21 (1. März 2020 bis 28. Februar 2021) wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Eine detaillierte Übersicht der Zu- und Abgänge im Konsolidierungskreis ist im Konzernanhang (Seite 115) zu finden. Insgesamt wurden 58 Unternehmen (29. Februar 2020: 61 Unternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (29. Februar 2020: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| 2020 | 21 | 2019 | 20 | Veränd. % / pp | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.547,0 | 2.408,8 | 5,7 % | ||
| EBITDA | 403,5 | 421,7 | -4,3 % | ||
| Operatives Ergebnis | 74,3 | 74,0 | 0,4 % | ||
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 17,4 | 15,4 | 13,0 % | ||
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | -15,5 | -11,8 | -31,4 % | ||
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 76,2 | 77,6 | -1,8 % | ||
| EBIT-Marge | 3,0 % | 3,2 % | -0,2 pp | ||
| Finanzergebnis | -18,5 | -17,2 | -7,6 % | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 57,7 | 60,4 | -4,5 % | ||
| Ertragsteuern | -5,2 | -17,7 | 70,6 % | ||
| Konzernergebnis | 52,5 | 42,7 | 23,0 % | ||
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 56,5 | 39,4 | 43,4 % | ||
| Ergebnis je Aktie | 0,96 | 0,68 | 41,2 % |
Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2020|21 mit 2.547,0 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Während der Fruchtumsatz (1.166,6 Mio. €; –1,6 %) leicht rückläufig war, stiegen die Umsätze im Segment Stärke (821,9 Mio. €; +1,8 %) leicht und im Segment Zucker (558,5 Mio. €; +14,4 %) deutlich.
| Segment | Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen |
|---|---|
| Frucht | 45,8 % |
| Stärke | 32,3 % |
| Zucker | 21,9 % |
| Segment | |
|---|---|
| Frucht | 47,8 % |
| Stärke | 32,5 % |
| Zucker | 19,7 % |
63,5 % (Vorjahr: 56,7 %) des Konzernumsatzes wurden von Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich erwirtschaftet. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 2020|21 78,7 Mio. € und lag damit um 17,6 % über dem Vorjahr. Das Vorjahres-EBIT wurde durch die Abschreibung des Firmenwertes im Segment Zucker (Wertminderung im Ergebnis aus Sondereinflüssen) von 87,1 Mio. € auf 66,9 Mio. € korrigiert (Details siehe Konzernanhang, Seite 114).
Im Segment Frucht ging das EBIT v. a. aufgrund einer sehr deutlich schwächeren Performance im Fruchtsaftkonzentratgeschäft um 26,3 % auf 41,2 Mio. € zurück. Das EBIT im Segment Stärke sank aufgrund eines herausfordernden Marktumfeldes, v. a. im vierten Quartal 2020|21, um 13,8 % auf 64,8 Mio. €. Im Segment Zucker führten im Vergleich zum Vorjahr höhere Zuckerverkaufspreise und -mengen zu einer deutlichen operativen Ergebnisverbesserung, wenngleich das EBIT mit –27,3 Mio. € noch immer deutlich negativ war. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.
Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2020|21 –18,5 Mio. € (Vorjahr: –17,2 Mio. €). Einer Verbesserung beim Zinsergebnis (+0,4 Mio. € vs. Vorjahr) stand ein etwas schwächeres Währungsergebnis (–0,3 Mio. € vs. Vorjahr) gegenüber. Die moderate Verschlechterung insgesamt war daher auf die Veränderung beim sonstigen Finanzergebnis (–1,4 Mio. €) zurückzuführen, bedingt durch höhere Bereitstellungsgebühren für zugesagte, aber nicht gezogene Kreditlinien sowie annualisierte Gebühren für die Verlängerungen der Syndicated Loans und weiterer bilateraler Darlehen.
| | 2020|21 | 2019|20 | Veränd. % |
| :-------------- | :------ | :------ | :-- | :-------- |
| Zinsergebnis | –3,775 | –9,730 | 61,1 % |
| Währungsergebnis | –4,063 | –4,014 | -1,2 % |
| Beteiligungsergebnis | 1,12 | 1,02 | 9,8 % |
| Sonstiges Finanzergebnis | –11,770 | –4,502 | -161,5 % |
| Summe | –18,486 | –17,214 | -7,4 % |
Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von 49,7 Mio. € im Vorjahr auf 60,2 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 5,2 Mio. €, dem eine Steuerquote von 8,7 % (Vorjahr: 37,3 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis 55,0 Mio. € (Vorjahr: 31,2 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei 59,8 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 0,96 € (Vorjahr: 0,45 €).
| 63,5 % | |
|---|---|
| Österreich | |
| davon Exporte: 72,2 % | |
| davon Inland: 27,8 % | |
| Sonstiges Europa | 3,8 % |
| Restliche Welt | 21,0 % |
| EU (ohne Österreich) | 11,7 % |
Im Geschäftsjahr 2020|21 investierte AGRANA in Summe 72,3 Mio. € und damit um 77,4 Mio. € weniger als im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen damit deutlich unter den operativen Abschreibungen und verteilten sich wie folgt auf die Segmente:
| Investitionen | 2020 | 21 | 2019 | 20 | Veränd. % / pp |
|---|---|---|---|---|---|
| Segment Frucht | 34,2 | 60,9 | -43,8 % | ||
| Segment Stärke | 11,2 | 25,4 | -55,9 % | ||
| Segment Zucker | 16,0 | 10,7 | 49,5 % | ||
| Konzern | 72,3 | 149,7 | -51,7 % | ||
| Operative Abschreibungen | 121,4 | 128,7 | -5,7 % | ||
| Investitionsdeckung | 59,6 % | 116,4 % | -56,8 pp |
In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
| Segment | |
|---|---|
| Frucht | 47,3 % |
| Stärke | 30,7 % |
| Zucker | 22,0 % |
Die Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Frucht in den Bereichen Kapazitätsausweitungen und Anlagenmodernisierung und in den Segmenten Stärke und Zucker v. a. in der Verbesserung der Produktqualität und Energieeffizienz. Die wichtigsten Projekte der einzelnen Geschäftsbereiche sind im Detail in den Segmentberichten beschrieben.
| 2020 | 21 | 2019 | 20 | Veränd. % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 198,8 | 187,8 | 5,9 % | ||
| Veränderungen des Working Capital | -14,6 | 53,0 | -127,5 % | ||
| Saldo erhaltene/gezahlte Zinsen und gezahlte Ertragsteuern | -28,2 | -29,4 | 4,1 % | ||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 163,6 | 110,1 | 48,6 % | ||
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -70,4 | -169,7 | -58,5 % | ||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -89,9 | 62,4 | -243,4 % | ||
| Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 3,3 | 2,8 | 17,9 % | ||
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | -0,7 | -0,1 | -600,0 % | ||
| Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand | -0,1 | -0,1 | 0,0 % | ||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 71,5 | 82,6 | -13,4 % | ||
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 73,6 | 71,5 | 2,9 % | ||
| Free Cashflow | 41,3 | -83,9 | 149,3 % |
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,0 Mio. € und lag bei 198,8 Mio. €. Nach einem v. a. vorratsbedingt deutlich schwächeren Aufbau des Working Capital um 14,6 Mio. € (Vorjahr: 53,0 Mio. €) konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 163,6 Mio. € (Vorjahr: 110,1 Mio. €) erhöht werden.Der Cash-Abfluss aus Investitionstätigkeit war mit 79,6 Mio. € aufgrund deutlich niedrigerer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wesentlich geringer als in der Vergleichsperiode (Cash-Abfluss: 155,6 Mio. €). Darin enthalten ist auch die Kaufpreiszahlung für den Erwerb des in Santa Cruz|USA angesiedelten Unternehmens Marroquin Organic International, Inc. durch die AGRANA Stärke GmbH. Vor allem die Dividendenauszahlung führte zu einem Cash-Abfluss aus Finanzierungstätigkeit von 59,5 Mio. € (Vorjahr: Cash-Zufluss von 57,3 Mio. €; primär bestimmt durch die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens). Der Free Cash-Flow drehte wieder in den positiven Bereich und betrug 84,0 Mio. € (Vorjahr: –45,5 Mio. €).
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | Veränd. % / pp | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte t€ | 1.232,0 | 1.311,8 | –6,0 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte t€ | 1.240,7 | 1.217,5 | 1,9 % |
| Summe Aktiva t€ | 2.472,7 | 2.529,3 | –2,2 % |
| Eigenkapital t€ | 1.329,1 | 1.362,5 | –2,5 % |
| Langfristige Schulden t€ | 597,4 | 565,3 | 5,7 % |
| Kurzfristige Schulden t€ | 546,2 | 601,5 | –9,2 % |
| Summe Passiva t€ | 2.472,7 | 2.529,3 | –2,2 % |
| Nettofinanzschulden t€ | 443,5 | 464,0 | –4,4 % |
| Gearing % | 33,4 | 33,9 | –0,5 pp |
| Eigenkapitalquote % | 53,8 | 54,0 | –0,2 pp |
Die Bilanzsumme zum 28. Februar 2021 lag mit 2.472,7 Mio. € um 56,6 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.
Konzernlagebericht 20
¹ Summe aus Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit
² Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich im Konzernanhang auf Seite 114.
³ Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
Der Wert der langfristigen Vermögenswerte ging v. a. abschreibungsbedingt (Investitionen deutlich unter dem Abschreibungsniveau) moderat zurück (–79,8 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen leicht (+23,2 Mio. €); einem geringfügigen Abbau der Vorräte stand dabei ein leichter Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Die AGRANA-Eigenkapitalquote lag mit 53,8 % um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Auf der Passivseite erhöhten sich die langfristigen Schulden (+32,1 Mio. €) v. a. aufgrund des Aufbaus von Finanzverbindlichkeiten moderat. Die kurzfristigen Schulden sanken (–50,8 Mio. €) aufgrund reduzierter kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2021 lagen mit 443,5 Mio. € um 20,5 Mio. € unter dem Wert des Bilanzstichtages 2019|20. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 33,4 % (29. Februar 2020: 33,9 %).
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 22
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich im Konzernanhang auf Seite 114.
| | 2017|18 | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 |
| :---------------------------- | :---- | :---- | :---- | :---- |
| Nettofinanzschulden (Mio. €) | 232,5 | 322,2 | 464,0 | 443,5 |
| Gearing (%) | 16,0 | 17,0 | 22,9 | 23,4 |
Bilanzstruktur zum 28. Februar 2021
| Mio. € | |
|---|---|
| Aktiva | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.240,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.232,0 |
| Passiva | |
| Kurzfristige Schulden | 546,2 |
| Langfristige Schulden | 597,4 |
| Eigenkapital | 1.329,1 |
Zur Refinanzierung des Working Capital-Bedarfs hat AGRANA im Geschäftsjahr 2020|21 erstmalig eine „grüne“ Revolving Credit Facility¹ über 250 Mio. € mit einer Basislaufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Die Finanzierung ist mit einer Zinskomponente ausgestattet, die an ein ESG-Rating² gebunden ist, und beinhaltet eine Verlängerungsoption auf zwei weitere Jahre. Ebenso wurden zwei zinsgünstige Darlehen über 50 Mio. € und 26 Mio. € aus dem Refinanzierungsprogramm TLTRO³ der Europäischen Zentralbank mit Laufzeiten von jeweils drei Jahren abgeschlossen.
Die Umsatzerlöse im Segment Frucht lagen 2020|21 mit 1.166,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen war absatzbedingt leicht rückläufig. AGRANA Fruit verzeichnete Umsatzsteigerungen in den Regionen Europa und Nordamerika, während es in den restlichen Regionen eine leicht rückläufige Entwicklung gab. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate blieben die Umsatzerlöse stabil. Höheren Apfelsaftkonzentratpreisen aus der Ernte 2019 und 2020 standen dabei gesunkene Absatzmengen gegenüber. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 45,8 % (Vorjahr: 47,8 %). Das EBIT betrug 41,2 Mio. € und lag damit um 26,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Verschlechterung resultierte aus dem Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate. Geringere Auslieferungsmengen in Kombination mit geringeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentrat aus den Ernten 2019 und 2020 sowie Leerkosten waren hierfür maßgeblich. Bei Fruchtzubereitungen wurde das operative Ergebnis der Vorjahresperiode trotz vieler Herausforderungen deutlich übertroffen. Dafür sorgten u. a. Einsparungen in der Verwaltung und verbesserte Ergebnisse in Mexiko sowie Nordamerika. Auf EBIT-Ebene wies der Bereich Fruchtzubereitungen aufgrund eines Ergebnisses aus Sondereinflüssen von –10,9 Mio. € nur einen moderaten Anstieg aus. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Frucht sind im Segmentbericht (Seite 59f ) angeführt.
Konzernlagebericht 24
¹ Revolvierender Kredit
² Das ESG-Rating gibt Auskunft darüber, wie nachhaltig ein Unternehmen oder Finanzprodukt ist bzw. inwiefern die ESG-Kriterien innerhalb eines Unternehmens umgesetzt werden (ESG = Environment, Social, Governance).
³ Targeted longer-term refinancing operations (gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte)
| | 2019|20 | 2020|21 |
| :------------------------ | :---- | :---- |
| Umsatzerlöse im Segment Frucht Mio. € | 1.185,4 | 1.166,6 |
| EBIT im Segment Frucht Mio. € | 55,9 | 41,2 |
Der Umsatz des Segmentes Stärke im Geschäftsjahr 2020|21 stieg leicht (+1,8 %) auf 821,9 Mio. €. Mengen- und Umsatzzuwächse wurden mit Weizenstärke aufgrund des Kapazitätsausbaus in Pischelsdorf|Österreich erzielt. Gleichzeitig ging die Marktnachfrage bei fast allen Hauptprodukten zurück und führte zu erhöhtem Preisdruck. Als eine Auswirkung der COVID-19-Pandemie zeigten sich die Notierungen für Ethanol hochvolatil. Die Umsatzerlöse der Nebenprodukte stiegen aufgrund höherer Weizenglutenverkäufe leicht an. Der Anteil des Segmentes Stärke am Konzernumsatz betrug 32,3 % (Vorjahr: 32,5 %). Mit einem EBIT in Höhe von 64,8 Mio. € lag das Segment Stärke um 13,8 % unter dem Vorjahreswert. Während die Margen bei den Hauptprodukten aufgrund einer reduzierten Marktnachfrage rückläufig waren, lagen die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie auf Vorjahresniveau. Durch die größeren Investitionen in den letzten Geschäftsjahren stiegen auch die Abschreibungs- und Personalkosten. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gruppe stieg von 16,3 Mio. € auf 19,4 Mio. €. Das ungarische Joint Venture verzeichnete zwar auch Preisrückgänge bei Verzuckerungsprodukten und Alkoholen, Währungseffekte aus den in Euro abgewickelten Exporten wirkten sich aber positiv auf das Ergebnis aus. Insgesamt sank die Profitabilität (EBIT-Marge) des Segmentes 2020|21 auf 7,9 % nach 9,3 % im Vorjahr. Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Stärke sind im Segmentbericht (Seite 65f ) angeführt.
| | 2019|20 | 2020|21 |
| :------------------------ | :---- | :---- |
| Umsatzerlöse im Segment Stärke Mio. € | 807,0 | 821,9 |
| EBIT im Segment Stärke Mio. € | 75,2 | 64,8 |
Im Segment Zucker stiegen die Umsatzerlöse 2020|21 um 14,4 % deutlich auf 558,5 Mio. €. Zu dieser positiven Entwicklung führten sowohl höhere Zuckerverkaufspreise als auch gestiegene Zuckerkaufsmengen. Die Umsatzerlöse der Nebenprodukte übertrafen das Vorjahr. Der Anteil des Segmentes Zucker am Konzernumsatz betrug 21,9 % (Vorjahr: 19,7 %).
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 23
¹ Der Vorjahreswert wurde gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich im Konzernanhang auf Seite 114.
| | 2019|20 | 2020|21 |
| :------------------------ | :---- | :---- |
| Umsatzerlöse im Segment Zucker Mio. € | 488,3 | 558,5 |
| EBIT im Segment Zucker Mio. € | –64,2 | –27,3 |
Das EBIT 2020|21 war mit –27,3 Mio. € zwar noch immer negativ, konnte aber aufgrund eines freundlicheren Verkaufspreisumfeldes und höherer Verkaufsmengen gegenüber dem Vorjahr markant verbessert werden. Auch in der Kampagne 2020 sind wieder hohe Leerkosten angefallen, da die Rübenernte u. a. aufgrund von Trockenheit und Schädlingsbefall in Österreich erneut schwach ausfiel. Der Ergebnisanteil der nach der Equity-Methode einbezogenen AGRANA-STUDEN-Gruppe lag bei 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €), jener der Beta Pura GmbH bei –2,1 Mio. € (Vorjahr: –0,2 Mio. €). Das Zucker-EBIT enthält 2020|21 auch ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –0,2 Mio. €. Dieses betrug im Vorjahr primär aufgrund einer rückwirkenden Goodwill-Abschreibung –20,9 Mio. € (Details siehe Konzernanhang, Seite 114). Weitere Details zur Geschäftsentwicklung Zucker sind im Segmentbericht (Seite 70f ) angeführt.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Konzernlagebericht 26
| Basis | Ebene der Geschäftsbeziehung | Produkte | Verarbeitete Rohstoffe | Hauptmärkte | Abnehmer | Besondere Stärken |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fruchtzubereitungen | B2B | Fruchtzubereitungen, Fruchtsaftkonzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe | Früchte (Hauptrohstoff für Fruchtzubereitungen: Erdbeeren; Rohstoffe für Fruchtsaftkonzentrate: Äpfel und Beeren) | Weltweit tätig | Molkerei-, Eiscreme-, Backwaren-, Food Service- und Getränkeindustrie | Maßgeschneiderte, innovative Produkte |
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding.# Konzernlagebericht
Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte in 19 Ländern ür Fruchtzubereitungen und 15 Werke in sieben Ländern ür die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen.
| Veränd. % / pp | 2020|21 | 2019|20 |
| :------------- | :------ | :------ | :---------- |
| Umsatzerlöse (brutto) t€ | 1.172.678 | 1.190.278 | –1,5 % |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ | –8.096 | –6.539 | –24,1 % |
| Umsatzerlöse t€ | 1.164.582 | 1.183.739 | –1,6 % |
| EBITDA¹ t€ | 96.851 | 105.278 | –8,0 % |
| Operatives Ergebnis t€ | 62.802 | 61.092 | 2,8 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen t€ | –10.946 | –2.077 | –427,1 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ | 51.856 | 59.015 | –12,1 % |
| EBIT-Marge % | 4,5 | 5,0 | –0,5 pp |
| Investitionen² t€ | 35.987 | 51.777 | –30,5 % |
| Mitarbeiter (FTEs)³ | 6.079 | 6.178 | –1,6 % |
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen sank um knapp 2 %, was v. a. auf insgesamt leicht niedrigere Absatzmengen zurückzuführen war. AGRANA Fruit verzeichnete Umsatzsteigerungen in Europa und Nordamerika, während es in den restlichen Regionen, primär pandemiebedingt, einen Umsatzrückgang gab. Signifikant fiel die Verminderung gegenüber dem Vorjahr in Südamerika, in Russland sowie beim Dirafrost- Geschäft aus. Eine Analyse der Absatzentwicklung nach Produktkategorien zeigte rückläufige Mengen bei den Non-Dairy-Fruchtzubereitungen und im Bereich Handel mit Früchten sowie bei Tiefkühl- früchten. Im Molkerei-Bereich blieben die Mengen stabil.
Ergebnismäßig wies der Bereich Fruchtzubereitungen einen moderaten Anstieg aus. Einerseits wirkten sich Einsparungen in der Verwaltung positiv auf das Ergebnis aus. Andererseits führten eine gute Geschäftsentwicklung in Mexiko (höhere Margen im First Transformation-Bereich) und Nordamerika (positive Mengenentwicklung) zu einer verbesserten operativen Performance. Negativ auf das EBIT im Bereich Fruchtzubereitungen wirkte sich ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –10,9 Mio. € (Vorjahr: –2,1 Mio. €) aus. Diese Einmaleffekte setzten sich aus Ausgaben in Zusammenhang mit einem Kosteneinsparungsprogramm, einer Sachanlagen- abwertung in Ägypten und Rückstellungen für einen Reklamationsfall in Europa zusammen.
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
* Eiscreme- und Backwarengeschäft, Food Service
Der Verkauf des bereits im Geschäftsjahr 2018|19 still- gelegten argentinischen Werkes in Coronda wurde im August 2020 endgültig erfolgreich abgeschlossen. Ebenso wurde das ehemalige Dirafrost-Werk in Yube|Serbien im September 2020 verkauft.
Die Umsatzerlösentwicklung im Geschäftsbereich Frucht- saftkonzentrate war im Geschäftsjahr 2020|21 stabil (+0,5 % gegenüber dem Vorjahr). Höhere Apfelsaftkonzen-tratpreise aus den Ernten 2019 und 2020 standen dabei niedrigeren Absatzmengen gegenüber. Geringere Erntemengen während der Apfelkampagne 2020 führten zu einer stark eingeschränkten Rohstoff- verfügbarkeit für AUSTRIA JUICE bei hohen Preisen in den europäischen Hauptanbauländern Polen und Ungarn. Das deutlich unter dem Vorjahr liegende EBIT im Frucht- saftkonzentratgeschäft war auf eine verschlechterte Margen- und Absatzsituation sowie eine deutlich gesunkene Kapazitätsauslastung der Werke in der Verarbeitungs- saison 2020 zurückzuführen. Weiters beinhaltet es auch ein Ergebnis aus Sondereinflüssen (–0,8 Mio. €) für die anstehende Schließung eines von fünf Werken in Ungarn.
Die Marktentwicklung für den Hauptabsatzmarkt von AGRANA Fruit wird durch die COVID-19-Pandemie leicht negativ beein- flusst. Aktuelle Prognosen von Euromonitor zeigen für den globalen Markt für löffelbares Fruchtjoghurt (Hauptabsatzmarkt für den Geschäftsbereich Fruchtzu- bereitungen) ein durchschnittliches jährliches Mengen-wachstum bis 2024 von knapp 1 %. Die Regionen West-europa und Nordamerika stagnieren. Positive Absatz- tendenzen verzeichnen der asiatisch-pazifische Raum mit einem Plus von knapp 2 % sowie der Mittlere Osten und Afrika mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachs- tumsrate von 4,5 %. Die Kategorie der Trinkjoghurts weist global mit 5,3 % für denselben Zeitraum ein deutlich höheres durchschnittliches jährliches Wachstum auf.
Neben Joghurt als Absatzmarkt sind für die Diversifizie-rung des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen die Produktkategorien Eiscreme und Backwaren von Bedeu-tung. Der Eiscreme-Markt weist eine globale Wachstums- rate von rund 2 % p. a. bis 2024 auf. In Australien und Neuseeland wächst dieser Markt sogar überdurchschnitt-lich mit rund 4 % p. a. Im Bereich Backwaren ist v. a. die Produktgruppe von Keksen, Snackriegeln und Frucht-snacks relevant. Diese zeigt global eine jährliche Wachstumsrate von rund 2 % bis 2024.
Das Marktumfeld für Fruchtzubereitungen wird durch die Konsumtrends an den globalen Absatzmärkten v. a. für Molkereiprodukte, Eiscreme und Backwaren bestimmt. Die Haupttrends drehen sich weiterhin um die Themen Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Genuss und Convenience. Die COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf viele dieser Konsumtrends. So steigt z. B. die Nachfrage nach „Comfort Food“, also nach Lebens-mitteln, die das Gefühl von Genuss, Sicherheit und Nostalgie vermitteln. Außerdem fokussieren Konsumenten stärker auf das Thema Gesundheit. Ungeachtet dessen führt die globale Rezession zu einer Tendenz zu günstigeren und simpleren Produkten.
Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft ist weiterhin vom Trend zu niedrigeren Fruchtsaftanteilen in Getränken einerseits und direkt gepressten 100 %-Säften andererseits geprägt. Somit steigt der Bedarf an Getränkegrundstoffen mit reduzierten Fruchtsaftgehalten. Diesem Trend folgt AUSTRIA JUICE mit der strategischen Ausrichtung auf die verstärkte Produktion von Getränkegrundstoffen und Aromen.
Die Nachfrage des europäischen Lebensmitteleinzel-handels nach Apfelsaftkonzentrat stieg in Folge des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 zunächst deutlich an, ging dann aber in den Sommermonaten kontinuierlich zurück. Bedingt durch erneute europaweite Lockdowns im Herbst 2020 erfolgte die Kontrahierung im Zuge der Kampagne 2020 seitens der Abnehmer nur zögerlich. Im Bereich Gastronomie kam es generell im Geschäfts-jahr 2020|21 zu starken Nachfrageeinbrüchen. Hier gab es in den Sommermonaten zwar eine leichte Erholung, die neuerlichen Lockdowns im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise führten aber auch in diesem Bereich zu einem zögerlichen Abschlussverhalten der Abnehmer. Die verfügbaren Apfelmengen für die Kampagne 2020 lagen deutlich unter den Erwartungen und dadurch höhere Rohstoffpreise konnten nur teilweise an den Markt weitergegeben werden. Auch die im Berichtszeitraum durchgeführte Buntsaft-kampagne war von Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung auf Seiten der Kunden geprägt. Insbesondere bei Kirsche und Himbeere war das Marktumfeld herausfordernd, was zu unter dem Vorjahr liegenden Margen führte. Die Mengenentwicklung im Bereich Getränkegrundstoffen lag COVID-19-bedingt unter den Erwartungen. Die positive Absatzentwicklung im Bereich Naturaromen konnte auch 2020|21 fortgesetzt werden. Mit der Herstellung von Desinfektionsmitteln im Werk Kröllendorf|Österreich leistete AGRANA zu Beginn der COVID-19-Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Bedienung der lokal gestiegenen Nachfrage nach diesen Produkten, der sich auch positiv im Ergebnis niederschlug.
Im Geschäftsjahr 2020|21 wurden im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rund 384.000 Tonnen Rohstoffe eingekauft. Die durchschnittlichen Rohstoffpreise für Früchte und Ingredienzien lagen insgesamt leicht über dem Vorjahr. Preiserhöhungen gab es im Wesentlichen bei Beerenfrüchten (Himbeere, Brombeere) und tropischen Früchten (Mango, Ananas). Mit rund 70.000 Tonnen stellte Erdbeere die Hauptfrucht für die Fruchtzubereitungen dar. Trotz geringerer Rohstoffmengen aufgrund eingeschränkter Verarbeitungskapazitäten in Zusammenhang mit der COVID-19-Krise in den Regionen mit mediterranem Klima konnte, über alle Beschaffungs-regionen gerechnet, zu einem Durchschnittspreis auf Vorjahresniveau eingekauft werden. Die zweithöchste Verarbeitungsmenge bei der Erzeugung von Fruchtzubereitungen entfiel auf Pfirsich mit rund 23.000 Tonnen. Hauptbeschaffungsmärkte für die AGRANA-Fruchtstandorte weltweit waren die südeuropäischen Anbauregionen Griechenland und Spanien, gefolgt von China. Die durchschnittlichen Preise lagen leicht unter dem Vorjahreswert. Mengenmäßig an dritter Stelle liegt die Heidelbeere mit einer Verarbeitungsmenge von knapp 14.000 Tonnen. Zu einer signifikanten Preiserhöhung kam es bei kanadischen Heidelbeeren aufgrund anhaltender Trockenheit in den Sommermonaten und einer hohen Nachfrage seitens des Frisch-marktes. Unter anderem durch Substituierung mit europäischen Sorten konnte der Durchschnitts-preis auf Vorjahresniveau gehalten werden. Bei tropischen Früchten kam es COVID-19-bedingt zu einer deutlichen Angebotsreduktion bei Mangopüree aus Indien mit in der Folge bis zu 12 % höheren Preisen gegenüber dem Vorjahr.
Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die verfügbaren Apfelmengen in den Haupt- verarbeitungsregionen Europas (Polen und Ungarn) signifikant unter den langjährigen durch-schnittlichen Erntemengen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Die chinesische Apfelernte fiel zufriedenstellend aus. Die Beerenverarbeitungssaison für die Konzentratproduktion war in Summe von einer verhaltenen Mengenverfügbarkeit bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Frucht- kategorien (Erdbeere, Sauerkirsche und Schwarze Johannisbeere) lagen über dem Vorjahresniveau.# Nachhaltigkeit im Segment Frucht
Im Rahmen der Erarbeitung einer neuen Geschäftsstrategie bis 2025 für den Bereich Fruchtzubereitungen wurde auch der Bereich der Beschaffung von Frucht- und anderen Rohwaren analysiert und die Datenbasis neu definiert. Im Berichtsjahr 2020|21 verfügten 17,9 % (Vorjahr: 16,7 %) der von der Einkaufsorganisation AGRANA Fruit Services GmbH (AFS) für den Bereich Fruchtzubereitungen beschafften Rohstoffe (Früchte und andere Ingredienzien) über einen gültigen Nachhaltigkeitsnachweis laut Definition der AGRANA-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte.
Von den weltweit verarbeiteten Früchten hielten 9,0 % (Vorjahr: 5,6 %) einen Nachhaltigkeitsnachweis, der Großteil davon entfiel wie auch in den Vorjahren auf Bio-Zertifikate. Ziel im Rahmen der Strategie 2025 des Geschäftsbereiches Fruchtzubereitungen ist es, den Anteil verarbeiteter Früchte mit Nachhaltigkeitsnachweis auf 20 % zu steigern.
Für Rohstoffe aus konventionellem Anbau werden im Fruchtzubereitungsbereich das Farm Sustainability Assessment (FSA) bzw. Programme, die im Rahmen des Benchmarking-Systems der Sustainable Agriculture Initiative Platform FSA-äquivalent sind (Details siehe Seite 43f), zur Dokumentation der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien herangezogen.
Um ihre Lieferanten bezüglich der Einhaltung sozialer Aspekte zu bewerten, lädt die AGRANA-Fruchtbeschaffungsgesellschaft neue Lieferanten zur Teilnahme an der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX) ein (Details zu SEDEX siehe Seite 48). Im Geschäftsjahr 2020|21 wurden die Basis für die Risikobewertung von Lieferanten sowie der Fragebogen von SEDEX geändert. Am Ende des Berichtsjahres lagen dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen SEDEX-Daten und gegebenenfalls Audit-Dokumente vor. Bis 2025|26 plant der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen mindestens für 90 % des jeweils jährlich verarbeiteten Fruchtvolumens valide SEDEX-Daten zur Lieferantenbewertung zu erhalten.
Im Berichtsjahr 2020|21 startete der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein Projekt zur regenerativen Landwirtschaft in der Kultivierung von Früchten, für die es bisher kaum verbindliche Vorgaben für regenerativen Anbau gibt. Regenerative Landwirtschaft dient u. a. der CO₂-Fixierung im Boden durch Humusaufbau und damit der Bodengesundheit sowie der Steigerung der Artenvielfalt. AGRANA hat mit Unterstützung von externen Experten Leitfäden zur Umsetzung von regenerativer Landwirtschaft für Bodenfrüchte (z. B. Erdbeeren), Buschfrüchte (z. B. Heidelbeeren und Himbeeren) sowie Baumfrüchte (z. B. Pfirsiche) entwickelt. In diesen Leitfäden wurden jeweils 14 Praktiken festgelegt, die regenerative Agrarpraxis im Fruchtanbau darstellen. Die daraus resultierenden, größtenteils positiven Effekte auf Bodengesundheit, Biodiversität und Wassereinsatz wurden ausgearbeitet sowie Kennzahlen entwickelt, um diese Effekte zu messen. Daneben wurden Implementierungspläne und Messbarkeitszeitpläne für die unterschiedlichen Maßnahmen bei den drei Fruchtkategorien erarbeitet sowie Aspekte der Übertragbarkeit in unterschiedliche Regionen bzw. Länder thematisiert. Erste Pilotprojekte zur Umsetzung dieser Vorgaben sind für das Geschäftsjahr 2021|22 geplant.
Der Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate steht aufgrund seiner Beschaffungsstrukturen vor einer besonders großen Herausforderung im Lieferketten-Management, wird doch ein Großteil der verarbeiteten Rohstoffe über Sammelstellen von Händlern bezogen. Dies ist die Folge historisch gewachsener regionaler Strukturen, welche überwiegend auf den Frischmarkt bzw. den Einzelhandel und den Export von Obst ausgerichtet sind. Grundsätzlich besteht das Bestreben, Rohstoffe künftig vermehrt direkt von den Landwirten zu kaufen, auch um Nachhaltigkeitsaspekte gemeinsam mit den Anbauern verbessern zu können.
Seit dem Geschäftsjahr 2018|19 ist AUSTRIA JUICE Mitglied des Sustainable Juice Covenant, einer globalen Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Beschaffung, Produktion und den Handel mit frucht- und gemüsebasierten Säften, Pürees und Konzentraten bis zum Jahr 2030 100 % nachhaltig zu gestalten.
Derzeit unterhält AUSTRIA JUICE zwei Projekte direkter Abnahme von Anbauern. In Ungarn unterstützt AUSTRIA JUICE seit dem Jahr 2000 lokale Landwirte beim Anbau resistenter Apfelsorten (Re-Sorten), für deren Kultivierung rund 60 % weniger Pestizide notwendig sind als beim Anbau konventioneller Sorten. Neben finanzieller Unterstützung für die Neupflanzung der Bäume sowie laufender Beratung über die Vegetationsperiode erhalten die Bauern auch Abnahmegarantien. 2007 wurde ein weiteres Projekt mit Vertragsanbau in Polen gestartet. Aus diesen beiden Projekten stammten im Berichtsjahr rund 14 % (Vorjahr: 8 %) der weltweit von AUSTRIA JUICE verarbeiteten Äpfel für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat.
Im Bereich des Vertragsanbaus bedient sich AUSTRIA JUICE des von der SAI Platform angebotenen FSA-Fragebogens (Details siehe Seite 43f) zur Dokumentation nachhaltiger Umwelt- und Sozialkriterien auf ihren Lieferbetrieben. Im Geschäftsjahr 2020|21 unterzogen sich nach Vorgaben der SAI Platform ausgewählte ungarische Re-Sorten Vertragslieferanten von Äpfeln wieder der verpflichtenden Beantwortung des FSA-Fragebogens und den externen Audits. 2020|21 beantworteten erstmals auch ungarische Vertragslieferanten von Sauerkirschen, Holunder und Karotten den FSA-Fragebogen und wurden auf dessen Basis auch externen Audits unterzogen. Damit darf AUSTRIA JUICE nach SAI-Vorgaben für alle genannten Rohstoffkategorien von ungarischen Vertragslieferanten für drei Jahre mindestens FSA Silber-Status ausloben, für einige sogar Gold-Status.
Im Geschäftsjahr 2018|19 wurde der FSA-Fragebogen inklusive externer Verifizierung auch bei den Vertragsanbauern von Re-Sorten-Äpfeln in Polen zum Einsatz gebracht. Auf Basis der Ergebnisse darf AUSTRIA JUICE für alle polnischen Re-Sorten-Vertragslieferanten mindestens FSA Silber-Status ausloben. Im Rahmen des dreijährigen FSA-Verifizierungszyklus werden die polnischen Anbauer von Re-Sorten-Äpfeln sowie auch andere Direktlieferanten von Äpfeln und diversen Beeren 2021 an Re-Verifizierungsaudits teilnehmen. Daneben darf im Rahmen des Benchmarkings der FSA-Anforderungen gegenüber den nationalen Gesetzgebungen von z. B. Polen, Spanien und Ungarn in Kombination mit einer Zertifizierung nach dem Global GAP-Standard FSA Silber-Status Äquivalenz ausgelobt werden.
In Summe kann AUSTRIA JUICE damit nach der BerechnungsMethodik des Sustainable Juice Covenant, basierend auf der jeweiligen Saftstärke nach der European Fruit Juice Association (AIJN), für rund 27 % (Vorjahr: 15,5 %) ihrer verarbeiteten Rohstoffmenge mindestens FSA Silber-Status ausloben.
Der durchschnittliche spezifische Gesamtenergieeinsatz (Scope 1+2) pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) verringerte sich im Segment Frucht im Berichtsjahr um rund 2,5 % gegenüber 2019|20 (siehe Grafik auf Seite 62). Während der spezifische Gesamtenergieeinsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen konstant blieb, konnte der Bereich Fruchtsaftkonzentrate seinen Gesamtenergieeinsatz pro Tonne Produktoutput um 5,3 % senken.
Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen (Scope 1+2) pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Frucht sanken in Summe um rund 1,7 % gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik auf Seite 62). Eine leichte Steigerung im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen konnte im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate durch Energieeffizienzmaßnahmen mehr als kompensiert werden. Als Beitrag zur gruppenweiten AGRANA-Klimastrategie zur Dekarbonisierung der Produktionsaktivitäten bis 2040 (Details siehe Seite 45f) plant der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 gegenüber 2019|20 um rund 4 % zu senken.
| Durchschnittlicher spezifischer indirekter Energieeinsatz (Scope 2) | Durchschnittlicher spezifischer direkter Energieeinsatz (Scope 1) | Durchschnittlicher Energieeinsatz (Scope 1+2) bei der Veredelung in Fruchtwerken |
|---|---|---|
| Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte |
| 3,0 | 2,25 | 1,5 |
| 0,75 | ||
| 0 | ||
| 2018 | 19 | 2019 |
| 2,67 | 2,57 | 2,51 |
| –3,6 % | –2,5 % |
| Durchschnittliche Emissionen (Scope 1+2) durch die Veredelung in Fruchtwerken |
|---|
| kg CO₂ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte |
| 200 |
| 150 |
| 100 |
| 50 |
| 0 |
| 2019 |
| 2018 |
| 2020 |
| 174 |
| 171 |
| 182 |
| –4,5 % |
| –1,7 % |
Wasserverbrauch in der Veredelung in AGRANA-Fruchtwerken (in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 42)
Segment Frucht
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :----------------------------- | :------ | :------ | :------ |
| Wasserentnahme | , | , | , |
| Wasserabgabe | , | , | , |
| Wasserverbrauch | , | , | , |
Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 42
| Kommunale Abwasserleitung |
| Oberflächenwasser (v. a. Flüsse, Seen) |
| Naturnahe Abwasser- behandlung |
| Grundwasser |
| Kommunales Wasser |
Im Geschäftssegment Frucht blieben die absolute und die spezifische Abfallmenge pro Tonne Produktoutput annähernd konstant. Die spezifischen geährlichen Abälle pro Tonne Produkt sanken im Segment Frucht um rund 2 % gegenüber dem Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2020|21 nahm die AUSTRIA JUICE GmbH eine Aktualisierung ihrer nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Rahmen der internationalen Lieferanten- bewertungsplattform EcoVadis vor. Sie wurde wiederum mit Gold-Status bewertet.
Die Investitionen 2020|21 im Segment Frucht betrugen 34,2 Mio. € (Vorjahr: 56,5 Mio. €). Es gab diverse Projekte über alle 41 Produktionsstandorte hinweg, wobei es sich v. a. um neue Produktionslinien und kontinuierliche Verbesserungen, aber auch Ersatz- und Erhaltungs- investitionen handelte. Unter anderem wurden folgende Einzelinvestitionen umgesetzt:
Der durchschnittliche spezifische Wasserverbrauch lag im Segment Frucht im Berichtsjahr bei 0,33 m³ bzw. 330 Litern Wasser pro Tonne Produktausstoß. Die im Geschäftsjahr 2019|20 ür die AGRANA-Standorte durch- geührte Risikoanalyse zu Wasserentnahme und -abgabe mithilfe des WWF Water Risk Filters und des Aqueduct Water Risk Atlas (Details siehe Seite 47) zeigte ein poten- ziell hohes Wasserrisiko an acht Standorten des Bereiches Fruchtzubereitungen und drei Standorten des Geschäfts- bereiches Fruchtsaftkonzentrate.
Im Bereich Fruchtsaft- konzentrate bestehen derzeit keine tatsächlichen operativen AUSTRIA JUICE betreenden bzw. von ihr aus- gelösten Risiken, da die Produktion von Apfelsaftkonzen- traten das in den Früchten gebundene Wasser freisetzt und damit die lokale Wasserverügbarkeit verbessert. Wenngleich auch hier zunehmende Kundenanforderungen zu mehr Flexibilität und kleineren Produktions- und Abüllchargen den Wassereinsatz aufgrund von vermehrter Reinigungsnotwendigkeit ungünstig beeinflussen und die ür 2020|21 gesetzten Wasserentnahmeziele damit nicht zu erreichen waren, sind Fruchtsaftkonzentratwerke durch ihre Wasserabgabe in allen Kommunen geschätzte Anrainer.
Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen zeigt sich auf- grund der internationalen Tätigkeit und dem im Vergleich zu Europa weniger strengen regulatorischen Umfeld ein dierenziertes Bild. Wenngleich keiner der nach den internationalen Risikobewertungskriterien als Hochrisiko- standort eingeschätzten AGRANA-Fruchtzubereitungs- standorte derzeit tatsächlich von Wasserrisiken betroen ist oder diese ür die übrigen lokalen Wasseranrainer auslöst, wurde 2019|20 ein Wassermanagementprogramm ür alle AGRANA-Fruchtzubereitungsstandorte gestartet, um an jedem Standort Bewusstsein zu schaen und eine aussagekräftige Datenbasis und gegebenenfalls Wasser- verbrauchsziele festzulegen.
Abfall aus der Veredelung in AGRANA-Fruchtwerken (in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 42)
Segment Frucht
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :---------------------------- | :-------- | :-------- | :-------- |
| Entsorgte Abälle | . t | . t | . t |
| davon geährliche Abälle | t | t | t |
| Abfall pro Tonne Produkt | , kg | , kg | , kg |
| Geährliche Abälle pro Tonne Produkt | g | g | g |
Anteil am Konzern- Investitionsvolumen 2020|21
Segment Frucht
47,3 %
Korrekturen aufgrund von Erfassungsfehlern in den Vorjahren
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoel- stärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem ührt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH, gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| | 2020|21 | 2019|20 | Veränd. % / pp |
| :----------------------------------------------------------------- | :--- | :--- | :------------- |
| Umsatzerlöse (brutto) | . t€ | . t€ | , % |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –. t€ | –. t€ | –, % |
| Umsatzerlöse | . t€ | . t€ | , % |
| EBITDA | . t€ | . t€ | –, % |
| Operatives Ergebnis | . t€ | . t€ | –, % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschafts- unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | . t€ | . t€ | , % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | . t€ | . t€ | –, % |
| EBIT-Marge | , % | , % | –, pp |
| Investitionen | . t€ | . t€ | –, % |
| Mitarbeiter (FTEs) | . | . | , % |
Die COVID-19-Pandemie beeinflusste auch das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke maßgeblich. Ein vorrangiges Ziel war es, Lieferketten und Produktion durch- gängig aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Kunden sicherzustellen. In einem hochvolatilen Geschäftsumfeld stieg der Umsatz leicht auf 821,9 Mio. €. Bei den Haupt- produkten konnte eine moderate Steigerung der Absatzmengen erzielt werden, bei gleichzeitig hohem Preisdruck aufgrund einer schwächeren Nachfrage. Vor allem bei den Stärken, aber auch bei den Verzuckerungsprodukten ging die Marktnachfrage COVID-19-bedingt zurück. Bei Bioethanol lagen die Platts-Notierungen mit 585 € pro m im Jahresdurchschnitt um rund 35 € pro m unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze der eigengefertigten Nebenprodukte stiegen v. a. aufgrund höherer Absatzmengen von Weizengluten. Die Umsatzerlöse im Futtermittelhandel sanken mengenbedingt. Der Rohstoaufwand stieg v. a. aufgrund einer höheren Weizenverarbeitungsmenge in Pischels- dorf|Österreich. Rohstoe aus der Ernte 2019 konnten zu Preisen auf Höhe des langjährigen Durchschnittes bezogen werden. Für Getreide aus der Ernte 2020 lagen die Preise bis in den Spätherbst 2020 auf dem erwarteten Vorjahresniveau, stiegen aber seither deutlich an. Moderat
| Ebene der Geschäftsbeziehung | B2B |
|---|---|
| Produkte | Unterscheidung in Food-, Non-Food- und Feed-Bereich; native und modifizierte Stärken, Verzuckerungs- produkte, Alkohol/ Bioethanol, Neben- produkte (Futter- und Düngemittel) |
| Verarbeitete Rohstoe | Mais, Weizen, Kartoeln |
| Hauptmärkte | Zentral- und Ost-europa, schwerpunkt- mäßig Österreich und Deutschland, auch Spezialmärkte wie z. B. USA und VAE |
| Abnehmer | Food: Nahrungsmittel- industrie; Non-Food: Papier-, Textil- und bau- chemische Industrie, pharmazeutische und Kosmetikindustrie, Mineralölindustrie; Feed: Futtermittel- industrie |
| Besondere Stärken | Gentechnikfrei und starker Bio-Fokus |
| Native und modiizierte Stärke | 31 % | ||||
| Verzuckerungsprodukte | 14 % | ||||
| Alkohol und Ethanol | 22 % | ||||
| Sonstige Hauptprodukte | 8 % | ||||
| (u. a. Milch- und Instantprodukte, Dauerkartoelprodukte) | |||||
| Nebenprodukte | 19 % | ||||
| (u. a. Eiweiß-produkte, DDGS, Gluten) | |||||
| Sonstige | 6 % | ||||
| (u. a. Soja, getrocknete Rübenschnitzel) |
Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
höhere Personalkosten und deutlich höhere Abschreibun- gen sind vorrangig auf den Kapazitätsausbau in Pischels- dorf zurückzuühren. Insgesamt konnte im Berichtsjahr ein EBITDA von 92,1 Mio. € erzielt werden, das leicht unter jenem des Vorjahres lag. Das operative Ergebnis betrug 45,4 Mio. € und lag um 22,8 % unter dem Vorjahreswert.
Im Geschäftsjahr 2020|21 stagnierte der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe mit 287,2 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Bei Verzuckerungsprodukten blieb das Marktumfeld schwierig und ührte zu deutlichen Preis- und Absatzrückgängen. Im Bioethanolgeschäft gingen die Ethanolnotierungen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Positive Ergebniseekte konnten durch Kursgewinne der auf Euro-Basis ixierten Exporte erzielt werden. Insge- samt wies die HUNGRANA-Gruppe ein EBIT von 45,4 Mio. € (Vorjahr: 39,7 Mio. €) aus. Das PAT betrug 38,8 Mio. € (Vorjahr: 32,6 Mio. €), womit der Ergebnisbeitrag ür das Segment Stärke auf 19,4 Mio. € (Vorjahr: 16,3 Mio. €) anstieg.
Mit Beginn des Geschäftsjahres erwarb die AGRANA Stärke GmbH das in Santa Cruz|USA angesiedelte Unternehmen Marroquin Organic International, Inc. Dieses ist ein auf Bio-Produkte spezialisiertes Handelshaus, das B2B-Kunden bedient und einen Großteil seines Produktportfolios von AGRANA bezieht. Diese Gesellschaft wird seit 1. März 2020 nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die COVID-19-Pandemie beeinlusste nahezu alle Absatz- märkte ür Stärkeprodukte. Die Planbarkeit des Geschäftes, Neuproduktentwicklungen bis hin zu Approbierungen bei Neukunden sowie abgesagte Verkaufsmessen waren davon betroen. Im Lebensmittelbereich war eine deutliche Verschiebung von Food Service- und Tourismus-Orientierung hin zur klassischen B2C-/Retail-Nachfrage festzustellen. Der Mengen- und Preisdruck bei Verzuckerungsprodukten im Berichtszeitraum war weiterhin hoch. Neue Markt- impulse blieben aufgrund der unsicheren Situation weit- gehend aus.# Konzernlagebericht
Die Preise bei Kartoffelstärke sind aufgrund einer überdurchschnittlichen europäischen Kartoffelernte und der damit einhergehenden hohen Verfügbarkeit unter Druck. Im Bereich Säuglingsmilchnahrung konnten neben dem Bestandsgeschäft einige neue Kunden akquiriert werden. Erfolgreich verlief diesbezüglich eine Produkteinführung am US-Markt, Verkäufe in Asien gestalteten sich schwierig. Im Geschäftsbereich der technischen Stärken entwickelten sich die Absätze an die Verpackungspapierindustrie positiv. Insbesondere im vierten Quartal des Geschäftsjahres konnte infolge von Zuwächsen im Online-Handel eine gesteigerte Nachfrage festgestellt werden. Grafische Papiersorten hingegen waren deutlich weniger nachgefragt. Erfreulich zeigte sich die Geschäftsentwicklung bei Futtermitteln. Insbesondere ActiProt ® verzeichnete aufgrund der reduzierten Verfügbarkeit von Raps- und Sonnenblumenschrot steigende Preise. Bei vitalem Weizenkleber und Maiskleber konnten ebenfalls höhere Preise erzielt werden.
Am europäischen Treibstoffalkoholmarkt kam es während des ersten Lockdowns (ab März 2020) zu Verbrauchsrückgängen von über 40 %. In der Folge gerieten die Notierungen für Ethanol stark unter Druck und ein Allzeittief von 350 € pro m³ (FOB Rotterdam) war die Folge. Trotz zahlreicher Stornierungen und Verschiebungen von Ethanolbezügen durch bestehende Kunden konnten im ersten Quartal 2020|21 Mengenverluste durch das frühzeitige Forcieren von Verkäufen in den Desinfektionsbereich kompensiert werden. Nach den COVID-19-Lockerungsmaßnahmen und der Wiederbelebung des Individualverkehrs ab den Sommermonaten stieg auch der Ethanolbedarf wieder deutlich. Die Kombination aus erhöhten Beimischverpflichtungen in der EU im Zuge der Erneuerbare-Energie-Richtlinie und verzögerten Ethanolimporten verstärkte die Knappheit in Europa und führte zu einem historischen Höchststand der Notierungen von über 800 € pro m³ im August. Seit dem Herbst 2020 mit erneuten Mobilitätsrestriktionen sind die Ethanolnotierungen wieder deutlich zurückgegangen und pendelten sich ab Dezember 2020 bei rund 500 € pro m³ ein. Die weitere Entwicklung ist kurzfristig sehr stark in Verbindung mit Umfang und Zeitpunkt von Lockerungen zu sehen. Mittelfristig wird die jüngst angekündigte Einführung von E10 in Großbritannien im Herbst 2021 für zusätzliche Nachfrageimpulse sorgen.
Der Internationale Getreiderat (IGC) ¹ sieht die weltweite Getreideerzeugung ² im Getreidewirtschaftsjahr ³ 2020|21 bei 2,22 Mrd. Tonnen und damit über dem Vorjahresniveau, jedoch leicht unter dem erwarteten Verbrauch. Die weltweite Weizenproduktion wird auf 773 Mio. Tonnen (Vorjahr: 762 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 756 Mio. Tonnen) geschätzt, die globale Maiserzeugung auf 1.134 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1.125 Mio. Tonnen; erwarteter Verbrauch: 1.163 Mio. Tonnen). Die gesamten Getreidelagerbestände zum Ende des Wirtschaftsjahres werden mit 611 Mio. Tonnen um rund 6 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr erwartet.
¹ International Grains Council
² Schätzung vom 25. Februar 2021
³ Getreidewirtschaftsjahr: 1. Juli bis 30. Juni
Der Verlauf der Terminnotierungen für Getreide in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020|21 entwickelte sich seitwärts. Seit Mitte August bis zum Geschäftsjahresende stiegen die Notierungen stark an. Am Bilanzstichtag 2020|21 notierte Weizen an der Pariser Warenterminbörse (NYSE Euronext Liffe) bei 245 € pro Tonne (Vorjahr: 188 € pro Tonne), Mais bei 226 € pro Tonne (Vorjahr: 166 € pro Tonne).
| Mär 20 | Apr 20 | Mai 20 | Jun 20 | Jul 20 | Aug 20 | Sep 20 | Okt 20 | Nov 20 | Dez 20 | Jän 21 | Feb 21 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Weizen | ||||||||||||
| Mais |
€ pro Tonne (Warenterminbörse Paris, NYSE Euronext Liffe)
Grafik: Mais- und Weizennotierungen im AGRANA-Geschäftsjahr 2020|21
In der Kampagne 2020|21 hat die Kartoffelstärkefabrik am Standort Gmünd|Österreich in 189 Tagen (Vorjahr: 161 Tage) rund 322.300 Tonnen Stärkeindustriekartoffeln und damit die bisher höchste Menge in ihrer Geschichte verarbeitet. Die Verarbeitung von Speiseindustriekartoffeln für die Produktion von Kartoffeldauerprodukten lag mit rund 25.000 Tonnen etwas über dem Vorjahresniveau.
AGRANA Stärke GmbH hat in Österreich an den Standorten in Aschach und Pischelsdorf im Geschäftsjahr 2020|21 rund 666.000 Tonnen Mais (Vorjahr: 759.000 Tonnen verarbeitet. Der Anteil an Spezialmais (v. a. Wachsmais und biologisch produzierter Mais) betrug dabei rund 23 %. Die Weizenvermahlung am Standort Pischelsdorf für die Produktion von Weizenstärke und Bioethanol konnte im Geschäftsjahr 2020|21 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 38 % auf rund 804.000 Tonnen erhöht werden. Aus der Ernte 2020 kontrahierte AGRANA über Vorverträge mit Landwirten rund 97.000 Tonnen Ethanolweizen und -triticale. Für die Ernte 2021 wurden wieder Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten. In Ungarn (HUNGRANA-Werk, nach der Equity-Methode einbezogen) lag die gesamte Maisverarbeitungsmenge 2020|21 (100 %) konstant bei rund 1 Mio. Tonnen. Im rumänischen Werk wurden mit rund 72.000 Tonnen Mais um rund 5 % weniger als im Vorjahr verarbeitet.
AGRANA Stärke hat ihre österreichischen Vertragslieferbetriebe für Kartoffeln und Spezialmais in zwei sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance dieser Gruppen erstmals nach Beantwortung des Farm Sustainability Assessment (FSA) einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen (Details siehe Seite 43f ). Im Geschäftsjahr 2020|21 fanden die Re-Verifizierungsaudits statt. 100 % der Betriebe in den FMG der AGRANA Stärke erreichten zumindest FSA Silber-Status. Bei der Beschaffung von konventionellen Rohstoffen für die Weizenstärke- und Bioethanolproduktion vertraut AGRANA seit Jahren auf von der EU-Kommission anerkannte Systeme der Zertifizierung nach dem International Sustainability and Carbon Certificate (ISCC) und dem Austrian Agricultural Certification Scheme (AACS). Sowohl ISCC-EU als auch AACS werden im FSA-System mit Silber-Äquivalenz bewertet.
Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 42. Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher Energieeinsatz (Scope 1+2) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte. Darstellung %-Veränderung auf Basis durchschnittlicher Emissionen (Scope 1+2) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte.
Durch die pandemiebedingte Absage der BETAEXPO, AGRANAs traditioneller Veranstaltung zur Bewusstseinsbildung zu guter agrarischer Praxis, waren Aktivitäten in diesem Bereich im Berichtsjahr auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogrammes „AGRANA4You“ für Vertragsanbauer begrenzt. So wurden zehn Feldtage für spezielle Zielgruppen wie Bioanbauer, Stärkekartoffel- bzw. Stärkemais- sowie Ethanolgetreideanbauer abgehalten, die für jeweils etwa 30 Teilnehmer maßgeschneidert wurden. Das AGRANA-eigene Magazin für Kontraktlandwirte „Agrozucker/Agrostärke“ ging u. a. auf die Themenbereiche Optimierung der Bodenbearbeitung und Nährstoffversorgung sowie auf die Handhabung von Kartoffelpflanzgut ein.
Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz (Scope 1) pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke sank in der Berichtsperiode 2020|21 um rund 13,0 % gegenüber dem Vorjahr. Mit 14,6 % stieg der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz (Scope 2) etwa im gleichen Ausmaß. Dies war dem vermehrten externen Strombezug, v. a. durch den Betrieb der zweiten Weizenstärkeanlage am Standort Pischelsdorf|Österreich, geschuldet. Der durchschnittliche spezifische Gesamtenergieeinsatz (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sank in Summe um rund 1 % auf 4,44 GJ gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1+2) pro Tonne Produkt sanken um rund 42,7 % gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür war die strategische Entscheidung zur Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Quellen an allen österreichischen Produktionsstandorten im Rahmen der AGRANA-Klimastrategie als erster Schritt zur Dekarbonisierung der Produktionsaktivitäten bis 2040 (Details siehe Seite 45f ). Mit diesem Umstieg auf Grünstrom konnten im Vergleich zum Vorjahr allein im Segment Stärke rund 149.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. In Summe wird das Segment Stärke seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen bis 2025|26 um rund 42 % gegenüber 2019|20 reduzieren. Im Berichtsjahr verfügten die drei österreichischen Stärkeproduktionsstandorte über eine gültige Zertifizierung nach ISO 50001.
| | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 | %-Veränderung (2020|21 ggü. 2019|20) |
| :--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :----------------------------------- |
| Durchschnittlicher Energieeinsatz (Scope 1+2) bei der Veredelung in Stärkefabriken: Gigajoule (GJ) pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | 4,48 | 4,48 | 4,44 | –1,0 % |
| Durchschnittlicher spezifischer direkter Energieeinsatz (Scope 1) | | | | |
| Durchschnittlicher spezifischer indirekter Energieeinsatz (Scope 2) | | | | |
| | 2018|19 | 2019|20 | 2020|21 | %-Veränderung (2020|21 ggü. 2019|20) |
| :------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :----------------------------------- |
| Durchschnittliche Emissionen (Scope 1+2) durch die Veredelung in Stärkefabriken: kg CO₂ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | 302 | 173 | 287 | –42,7 % |
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :-------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :------ | :------ | :------ |
| Segment Stärke Wasserverbrauch in der Veredelung in AGRANA-Stärkefabriken (in den GRI-Berichtsgrenzen, siehe Seite 42) | | | |
| Wasserentnahme m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | 0,56 | 0,56 | 0,51 |
| Wasserabgabe m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | 0,28 | 0,27 | 0,22 |
| Wasserverbrauch m³ pro Tonne Haupt- und Nebenprodukte | 0,28 | 0,29 | 0,29 |
Auch im Stärkebereich wird Wasser in Kreisläufen mit Wiederaufbereitung geführt. Der durchschnittliche spezifische Wasserverbrauch pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Stärke lag im Berichtjahr bei rund 0,48 m³ bzw. 480 Litern und sank gegenüber dem Vorjahr um rund 18,6 %. Die AGRANA-Stärkefabriken gaben im Geschäftsjahr 2020|21 100 % ihrer Abwassermenge an Oberflächengewässer (d. h. konkret Flüsse) ab.
| Segment Stärke | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :------------------- | :------------ | :------------ | :------------ |
| Entsorgte Abfälle | 1.282 t | 1.542 t | 1.855 t |
| davon gefährliche Abfälle | 35 t | 66 t | 67 t |
| Abfall pro Tonne Produkt | 19,8 kg | 20,2 kg | 22,5 kg |
| Gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt | 28 g | 40 g | 40 g |
Die spezifische Abfallmenge aus der Veredelung lag im Segment Stärke auch im Geschäftsjahr 2020|21 mit rund 19,8 Kilogramm Gesamtabfall auf dem Niveau der Vorjahre. Die darin enthaltenen gefährlichen Abfälle konnten gegenüber dem Vorjahr um 28,2 % auf 28 Gramm pro Tonne Produktausstoß reduziert werden.
Im Geschäftsjahr 2020|21 nahm die AGRANA Stärke GmbH eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis jährlich gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. AGRANA Stärke GmbH erzielte Silber-Status.
Die Investitionen im Segment Stärke betrugen im Geschäftsjahr 2020|21 22,2 Mio. € (Vorjahr: 73,6 Mio. €). Unter anderem wurden folgende Projekte umgesetzt:
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2020|21 in den nach der Equity-Methode einbezogenen HUNGRANA-Gesellschaften (100 %) Investitionen im Ausmaß von 14,3 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) getätigt.
¹ Siehe GRI-Berichtsgrenzen auf Seite 42
| Segment Stärke | 30,7 % |
|---|---|
| Quelle | Anteil |
|---|---|
| Grundwasser | 75 % |
| Oberflächenwasser (v. a. Flüsse) | 25 % |
| Ebene der Geschäftsbeziehung | B2B und B2C |
| Produkte | Zucker und Zuckerspezialprodukte, Nebenprodukte (Futter- und Düngemittel) |
| Verarbeitete Rohstoffe | Rübe und Rohzucker (aus Rohrzucker) |
| Hauptmärkte | Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Bosnien und Herzegowina (Region Westbalkan), Bulgarien |
| Abnehmer | Weiterverarbeitende Industrien (v. a. Süßwaren-, Getränke- und Fermentationsindustrie), Lebensmittelhandel (für Endverbraucher) |
| Besondere Stärken | Hoher Qualitätsstandard der Produkte; auf die Kundenbedürfnisse angepasstes Sortiment |
Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina. Die AGRANA Zucker GmbH fungiert als Produktionsunternehmen der beiden österreichischen Zuckerfabriken. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-AG, Wien, als Gruppen-Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe und der Beta Pura GmbH werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| | 2020|21 | 2019|20 | Veränd. % / pp |
| :------------------------------------------------------------------ | :--- | :------ | :---- | :------------ |
| Umsatzerlöse (brutto) | 666.654 t€ | 640.455 | 4,1 % |
| Umsätze zwischen den Segmenten | –50.821 t€ | –31.569 | 59,4 % |
| Umsatzerlöse | 615.833 t€ | 608.886 | 1,1 % |
| EBITDA¹ | 9.104 t€ | –55.728 | 116,3 % |
| Operatives Ergebnis | –27.572 t€ | –58.415 | –52,8 % |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –0.241 | 0.610 | –140,3 % |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –0.210 | –20.985 | 99,0 % |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT)² | –27.923 t€ | –58.558 | –52,3 % |
| EBIT-Marge | –4,5 % | –9,6 % | 5,1 pp |
| Investitionen³ | 16.359 t€ | 14.653 | –11,3 % |
| Mitarbeiter (FTEs)⁴ | 2.388 | 2.437 | –2,0 % |
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2020|21 lag deutlich über dem Vorjahresniveau, wobei sich die AGRANA-Zuckermärkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retail- und Industriekunden in Ungarn, Tschechien und der Slowakei gegenüber dem Vorjahr stabil blieben, gingen die Absätze in Österreich, insbesondere im Industriebereich, deutlich zurück. Die Absätze in Rumänien und Bulgarien stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2020|21 erholten sich die Zuckerverkaufspreise weiter. Im Retailgeschäft waren die Preise im Geschäftsjahr 2020|21 moderat höher als im Vorjahr, im Bereich Industrie lagen die Verkaufspreise aufgrund neuer Verträge mit den Kunden ebenfalls über dem Durchschnittswert des Vorjahres. Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf gestiegene Zuckerverkaufspreise und konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen. Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe wirkte sich auch 2020|21 positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Der Ergebnisbeitrag reduzierte sich jedoch von 0,6 Mio. € auf 0,2 Mio. €. Das zweite Zucker-Joint Venture, die Beta Pura GmbH, wirkte sich aufgrund eines späteren Produktionsstarts und eines COVID-19-bedingt herausfordernden Marktumfeldes mit –2,1 Mio. € (Vorjahr: –0,2 Mio. €) auf das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen aus.
| Produktgruppe | Anteil |
|---|---|
| Zucker – Retail | 41 % |
| Zucker – Industrie | 39 % |
| Nebenprodukte (u. a. Melasse, Rübenschnitzel) | 12 % |
| Sonstige (u. a. INSTANTINA- Produkte, Saatgut, Services) | 8 % |
³ In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
⁴ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Das Ergebnis aus Sondereinflüssen betrug –0,2 Mio. € nach –20,9 Mio. € im Vorjahr, wobei dieses im Vorjahr durch eine Abschreibung des Firmenwertes nachträglich korrigiert worden war (Details siehe Konzernanhang, Seite 114).
Das Analyseunternehmen IHS Markit (vormals F. O. Licht) rechnet in seiner Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 6. Jänner 2021 für das Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ) 2020|21 mit einem Produktionsdefizit. Danach käme es bei einer erwarteten Produktion von 180,0 Mio. Tonnen (ZWJ 2019|20: 180,6 Mio. Tonnen) und einem wachsenden Verbrauch von 183,1 Mio. Tonnen (ZWJ 2019|20: 181,6 Mio. Tonnen) zu einem Abbau der Bestände auf 70,2 Mio. Tonnen (ZWJ 2019|20: 73,9 Mio. Tonnen) und einem Defizit in Höhe von 3,7 Mio. Tonnen.
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :----------- | :--- | :---- | :---- | :---- | :---- |
| Anfangsbestand | 70,6 | 73,9 | 71,4 |
| Erzeugung | 180,0 | 180,6 | 180,9 |
| Verbrauch | –183,1 | –181,6 | –181,2 |
| Saldo Exporte/Importe | –0,4 | –0,9 | –0,6 |
| Endbestand | 77,1 | 71,9 | 73,9 |
| in % des Verbrauches | 42,1 | 39,6 | 40,8 |
Aufgrund der Verunsicherung durch die COVID-19-Pandemie (unsicherer Konsumausblick) und nach dem historischen Ölpreisverfall schwächten sich die Weltmarktzuckernotierungen deutlich ab und bewegten sich in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres bei erhöhter Volatilität auf niedrigem Niveau. So wurde im April 2020 ein neuer 12-Jahrestiefststand für Rohzucker erreicht (203,1 US$ pro Tonne). Die ungünstigen Preise auf dem Weltenergiemarkt in Verbindung mit einem sich abschwächenden Brasilianischen Real veranlassten die Produzenten in Brasilien, die Zuckerproduktion im Verhältnis zur Ethanolherstellung zu maximieren. Diese gesteigerte Zuckerproduktion hat dazu beigetragen, schlechte Zuckerrohrernten, insbesondere in Indien und Thailand, auszugleichen und das globale Weltzuckerdefizit im ZWJ 2019|20 zu verringern. Gegen Ende des Berichtszeitraumes sind die Preise trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie und der Erwartung einer großen indischen Zuckerproduktion im ZWJ 2020|21 deutlich angestiegen. Das geringer als erwartete Rohzuckerangebot am Weltmarkt während der brasilianischen Zwischenerntesaison hat sich in Verbindung mit institutionellen Investoren, die von einer steigenden Preiskurve ausgehen, positiv auf die Zuckernotierungen ausgewirkt. Die „Stock-to-use“-Kennzahl⁵, auf Basis der Weltmarktzuckerbilanz vom Jänner 2021 wird voraussichtlich auf 38,3 % und damit unter die kritische Marke von 40 % fallen. Damit würde das Lagerstandsverhältnis auf einen Wert wie zuletzt im ZWJ 2016|17 sinken. Am Ende des Berichtszeitraumes notierte Weißzucker bei 455,1 US$ pro Tonne und Rohzucker bei 362,7 US$ pro Tonne.⁶ Betreffend Rohzucker war dies ein 3,5-Jahres-Hoch.
Die Produktionserwartungen für das noch laufende ZWJ 2020|21 sind aufgrund der trockenheitsbedingt schlechteren Erträge in den großen europäischen Anbauregionen gering. Die EU-Kommission geht in ihrer Schätzung vom April 2021 von einer Erzeugung von 15,3 Mio. Tonnen⁷ (ZWJ 2019|20: 17,5 Mio. Tonnen) aus. Die letzten drei Zuckerwirtschaftsjahre liegen damit deutlich unter der Rekordproduktion des ZWJ 2017|18 (21,3 Mio. Tonnen).
⁵ Zuckerlagerendbestand in % des Verbrauches
⁶ ICE Connect
⁷ Inklusive Großbritannien (900.000 Tonnen)
| US$ pro Tonne | |
|---|---|
| Weißzucker (London #5) | 500 |
| Rohzucker (ICE/NY #11) | 200 |
⁸ IHS Markit (vormals F. O. Licht), Schätzung der Weltzuckerbilanz vom 6. Jänner 2021
Aufgrund der geringen Produktionsmengen im ZWJ 2019|20 lagen die Exportmengen wieder unter den Importmengen und die EU war abermals Nettoimporteur.# 3.2.1 Segment Zucker
Eine ähnliche Entwicklung wird auch für das ZWJ 2020|21 erwartet, womit die EU damit im dritten ZWJ in Folge Nettoimporteur von Zucker bliebe. Seit dem Ende der Zuckerquoten (Ende September 2017) gingen die Durchschnittspreise laut EU-Preisreporting deutlich zurück. Im Jänner 2019 lag der Zuckerpreis pro Tonne nur noch bei 312 €. Im Kalenderjahr 2019 erholte sich der Zuckerpreis in der EU kontinuierlich und dieser Trend setzte sich 2020 fort. Im Dezember 2020 wurde ein Preis von 379 € pro Tonne gemeldet. Industrie, Großhandel und Einzelhandel bzw. Retail 2020|21 brachte im AGRANA-Zuckerverkauf insgesamt einen Mengen- und Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Speziell im Bereich Retail, und hier v. a. in den Sommermonaten, herrschte in den CEE-Absatzmärkten eine sehr gute Nachfragesituation – ein Hauptgrund für die Mengensteigerung im Segment Zucker. Für das Geschäftsjahr 2021|22 wird erwartet, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt. Im schwierigen Geschäftsjahr 2020|21 konnte AGRANA die Versorgung all ihrer Kunden zu jeder Zeit sicherstellen. Dies hat zu einer weiteren Festigung der Kundenbeziehungen geführt, was die positiven Aussichten auf die Verkaufsmengen für das Geschäftsjahr 2021|22 verstärkt.
Mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2017/1185 und (EU) 2019/1746 wurden neue Regulierungsmaßnahmen in Form von verschiedenen Meldepflichten beschlossen. Damit soll die Transparenz in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor verbessert werden, um die Wirtschafts- beteiligten und die Behörden zu befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen und um das Verständnis der Marktteilnehmer für Marktentwicklungen zu verbessern. Dadurch entsteht 2021 erstmals die Notwendigkeit, Preise auf Stufen der Wertschöpfungskette, die zwischen den Erzeugern der Rohstoffe und den Endverbrauchern liegen, zu erheben. Dies betrifft sowohl den Lebensmitteleinzel- handel als auch die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe.
Das neu verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko soll im Frühjahr 2021 in Kraft treten. Des Weiteren plant die Europäische Kommission, die Freihandelsabkommen mit Australien, Neuseeland und Indonesien 2021 zu finalisieren. Was das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) betrifft, wird derzeit von einer partiellen Umsetzung Ende 2021 bis Anfang 2022 ausgegangen. Der Ratifizierungsprozess in manchen Mitgliedstaaten, u. a. auch in Österreich, ist noch nicht abgeschlossen.
Am 24. Dezember 2020 haben die BREXIT-Verhandlungsführer der EU und Großbritanniens ein grundsätzliches Abkommen über Handel und Zusammenarbeit geschlossen. Trotz weitergehender Beibehaltung von Nullzöllen im bilateralen Handel mit Großbritannien kann das vorliegende Handels- und Kooperationsabkommen die Einschränkungen und Zusatzkosten durch das Ausscheiden aus dem Binnenmarkt und der Zollunion nicht zur Gänze wettmachen. Es ist zu befürchten, dass mit der Umsetzung dieses Abkommens viele neue nicht-tarifäre Handelshemmnisse sowie zeit- und kostenintensive administrative Mehrbelastungen auf die Wirtschaft in der EU und Großbritannien zukommen werden. Erstmals im Warenverkehr zwischen der EU und Großbritannien sind Ursprungsregeln zu beachten. Nur Waren mit Ursprung EU bzw. Großbritannien sind zollfrei.
Die Zuckerrübenanbaufläche der rund 5.600 AGRANA-Kontraktbauern (Vorjahr: rund 5.500 AGRANA-Kontraktbauern) betrug im ZWJ 2020|21 rund 86.000 Hektar (Vorjahr: rund 82.000 Hektar). Der Anbauzeitraum lag mit Anfang März bis Anfang April 2020 im langjährigen Durchschnitt. Die bis Ende Mai anhaltende extreme Trockenheit erschwerte den Rübenaufgang und verursachte v. a. in Österreich einen enormen Schädlingsdruck durch Rübenderbrüssler und Erdflöhe. Folglich mussten in Österreich rund 12.000 Hektar Rüben (Vorjahr: rund 4.000 Hektar) umgebrochen werden; davon wurden 7.900 Hektar (Vorjahr: rund 2.600 Hektar) nicht mehr mit Rüben nachgebaut. In den anderen Rübenanbauregionen außerhalb Österreichs gingen weitere Flächen in geringerem Ausmaß durch Trockenheit, Winderosion und tierische Schädlinge verloren. Erst die flächendeckenden Niederschläge ab Ende Mai 2020 sorgten für eine gewisse Entspannung. Die Witterung von Anfang Juni bis Anfang November war von überdurchschnittlich hohen Regenmengen gekennzeichnet. Die Niederschläge waren zwar für das Wachstum durchaus förderlich, erfolgten aber verspätet, wodurch lediglich eine unterdurchschnittliche Pflanzenanzahl pro Hektar erreicht werden konnte. Die Temperaturen lagen in den Sommermonaten auf durchschnittlichem Niveau, aus-schließlich in Rumänien waren die Spätsommer-Monate im Segment Zucker wiederum von starker Trockenheit mit folglich hohem Blattverlust geprägt. Hohe Niederschlags-mengen im Oktober und November führten zu erschwerten Bedingungen und Verzögerungen bei der Rübenernte, was beträchtliche Ernteverluste zur Folge hatte. Ein verspäteter Vegetationsstart, überdurchschnittlich hohe Regenmengen in der zweiten Jahreshälfte, eine unterdurchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden sowie Cercospora-Blattbefall, insbesondere in Österreich, waren letztlich für einen unterdurchschnittlichen Zuckergehalt von 15,1 % (Vorjahr: 16,1 %) ausschlaggebend. Es wurden auf einer Gesamtfläche von rund 76.300 Hektar (Vorjahr: rund 76.200 Hektar) rund 4,8 Mio. Tonnen Zuckerrüben (Vorjahr: 4,6 Mio. Tonnen) geerntet, was einem Durchschnittsertrag von 63,3 Tonnen je Hektar (Vorjahr: 60,5 Tonnen je Hektar) entspricht.
Die sieben AGRANA-Rübenzuckerfabriken verarbeiteten während der Kampagne täglich etwas über 48.500 Tonnen Rüben (Vorjahr: 51.000 Tonnen). Aufgrund der geringen Rübenmenge produzierten die Werke in durchschnittlich 100 Tagen (Vorjahr: 91 Tage) insgesamt 653.500 Tonnen (Vorjahr: 655.000 Tonnen) Zucker. Im Werk Tulln|Österreich wurden in der Bio-Kampagne rund 5.000 Tonnen Bio-Zucker gewonnen. Die verarbeitete Rübenmenge führte zu einer durchschnittlichen Auslastung der Zuckerfabriken von 83 % (Vorjahr: 76 %). Die Melasseentzuckerungsanlage in Tulln|Österreich produzierte im Berichtszeitraum planmäßig flüssiges Betain, welches seit August 2020 in der Betainkristallisationsanlage als Rohstoff eine zusätzliche Verwendung findet. Weiters betreibt die AGRANA zwei Rohzuckerraffinerien, in denen im Geschäftsjahr 2020|21 in Summe 128.500 Tonnen Weißzucker (Vorjahr: 220.000 Tonnen) gewonnen wurden.
AGRANA folgt für den Rübeneinkauf einer Rübenpreisregelung mit einer variablen Preistabelle in Abhängigkeit vom Zuckerverkaufspreis. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerrübe wurde jedoch ein Mindestpreis eingezogen. Seit 2020 laufen in allen AGRANA Zucker-Ländern Mehrjahreskontrakte mit den Rübenbauern. In Österreich wurden Dreijahresverträge, in allen übrigen Ländern Zweijahresverträge abgeschlossen. Zusätzlich wird den Landwirten auch die Möglichkeit eines Einjahresvertrages angeboten.
Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-AG hat am 27. November 2020 einer Fortführung der Zuckerfabrik am Standort Leopoldsdorf|Österreich 2021 zugestimmt, da bis Mitte November 2020 die Kontrahierung einer Anbaufläche in Österreich von zumindest 38.000 Hektar für die Kampagne 2021 gegeben war.
Das Segment Zucker hat die Umsetzung des Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI) zur Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens für Zuckerrübenvertragsanbauer gewählt (Details zu SAI und FSA siehe Seite 43f). AGRANA Zucker hat ihre Rübenvertragslieferanten in allen fünf Anbauländer in sogenannten Farm Management Gruppen (FMG) gebündelt. 2017 wurde die Nachhaltigkeitsperformance der Gruppen erstmals einem externen Audit nach FSA-Vorgaben unterzogen, 2020 fanden die Re-Verifizierungsaudits statt.
In den Gruppen in Österreich und der Tschechischen Republik erreichten 100 % der Betriebe mindestens FSA Silber-Status. In Rumänien, der Slowakei und Ungarn konnten die Audits aufgrund der Reise- und Kontaktbeschränkungen verursacht durch die COVID-19-Pandemie nicht abgeschlossen werden, sodass die seit 2017 gültigen Bescheinigungen um ein Jahr verlängert wurden. Schon beim Erstaudit erreichten alle slowakischen Betriebe mindestens FSA Silber-Status, in Ungarn waren es 96 %, in Rumänien 31 %.
| Status in der Lieferkette |
|---|
| FSA-Nutzung in allen Rübenvertrags-anbaugebieten; Details zu Ergebnissen siehe Seite 73f |
| Umweltziele 2020|21 | |
|---|---|
| Direkter Energie-einsatz von 2,49 GJ pro Tonne Produkt | |
| Wasserentnahme von 1,92 m³ pro Tonne Produkt | |
wsk.agrana.com/zucker
37 Konzernlagebericht
Pandemiebedingt musste nicht nur die BETAEXPO, AGRANAs traditionelle Veranstaltung zur Bewusstseins-bildung zu guter agrarischer Praxis, absagt werden. Aktivitäten in diesem Bereich mussten im Berichtsjahr prinzipiell auf Veranstaltungen in Kleingruppen oder virtuelle Programme im Rahmen des Beratungsprogrammes „AGRANA4You“ begrenzt werden. So wurden zum Beispiel 33 Webinare für Rübenanbauer mit den Schwerpunktthemen Anbau, Saatgut und Pflanzenschutz für den Anbau 2021 angeboten. Der virtuelle Austausch zu pflanzenbaulichen Themen und Versuchsergebnissen anstatt der üblichen physischen Feldbegehungen stellte sowohl für die AGRANA-Kulturberater als auch für die Teilnehmer an den 24 digitalen Feldbegehungen eine neue Erfahrung dar. Aufgrund der physischen Kontaktbeschränkungen wurden erstmals auch online Kontrahierungen angeboten. Selbstverständlich war es im Rahmen von 196 Abgabe-veranstaltungen unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln auch möglich, die Kontrahierung persönlich durchzuführen.# Segment Zucker
Im Geschäftsjahr 2020|21 konnten im Segment Zucker trotz eines durch Trockenheit und Schädlingsbefall v. a. in Ostösterreich schwierigen Starts in die Vegetationsperiode durch niederschlagsreiche Witterungsverhältnisse bis zur Ernte Flächenverluste durch sehr gute Hektarerträge kompensiert werden. Letztendlich wurden rund 3,7 % mehr Rüben verarbeitet als im Vorjahr. Dies trug wesentlich zur notwendigen Auslastung der beiden Zuckerfabriken in Österreich bei. Die Rohzuckerraffination an den Raffinationsstandorten in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42) lag um rund 61,6 % unter dem Vorjahr.
Der durchschnittliche spezifische direkte Energieeinsatz (Scope 1) pro Tonne Produkt (Haupt- und Nebenprodukte) im Segment Zucker konnte um rund 5,7 % gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Der durchschnittliche spezifische indirekte Energieeinsatz (Scope 2) pro Tonne Produkt konnte ebenfalls um rund 2,4 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Der durchschnittliche spezifische Gesamtenergieeinsatz (Scope 1+2) lag mit rund 2,84 GJ pro Tonne Produktausstoß um rund 5,3 % unter dem Vorjahreswert (siehe Grafik auf Seite 74). Diese Reduktionen spiegelten sich auch in den durchschnittlichen spezifischen Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz (Scope 1+2) pro Tonne Produkt wider, die um rund 5,1 % gegenüber dem Vorjahr sanken (siehe Grafik auf Seite 74).
Die ungarische Zuckerfabrik Kaposvár erzeugte im Geschäftsjahr 2020|21 rund 19,3 Mio. m³ Biogas aus Rübenschnitzeln. Mit dieser Menge hätte der Standort rund 69 % des Primärenergiebedarfs in der Rübenkampagne 2020|21 decken können. Diese Art der vollständigen Rohstoffverwertung von eiweißarmen Rohstoffbestandteilen zur Energiegewinnung stellt auch ein Pilotprojekt für AGRANAs zukünftige Dekarbonisierungsmöglichkeiten im Rahmen ihrer Klimastrategie bis 2040 dar (Details siehe Seite 45f).
Im Geschäftsjahr 2020|21 wurden rund 10,3 Mio. m³ des in der Fabrik erzeugten Biogases verkauft und größtenteils über die im Herbst 2015 installierte Biogasaufbereitungsanlage zu Biomethan zur Einspeisung in das lokale Erdgasnetz aufbereitet. Die ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethanmenge entsprach dem Jahresheizbedarf von etwa 2.070 Einfamilienhäusern. Eine vollständige Eignutzung des erzeugten Biogases wäre zukünftig denkbar.
Bis 2025|26 plant das Segment Zucker als Beitrag zur AGRANA-Klimastrategie (Details siehe Seite 45f) seine Emissionen (Scope 1+2) in absoluten Zahlen um rund 12 % gegenüber 2019|20 zu senken. Im Geschäftsjahr 2020|21 verfügten die Energiemanagementsysteme aller Zucker-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42) über eine aktuelle Zertifizierung nach ISO 50001.
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :----------------------------------- | :------ | :----- | :----- |
| Wasserentnahme | 0,46 m³ | 0,46 m³ | 0,45 m³ |
| Wasserabgabe | 1,73 m³ | 1,73 m³ | 1,41 m³ |
| Wasserverbrauch | -1,27 m³ | -1,27 m³ | -0,96 m³ |
Das Wasser, das eine Zuckerfabrik benötigt, wird zum Teil mit der zur Verarbeitung angelieferten Zuckerrübe in die Fabrik eingebracht und sohin auch eingesetzt. Die Rübe besteht zu rund 75 % aus Wasser, das während des Produktionsprozesses vom Zucker abgetrennt werden muss. Dieses Wasser wird sowohl für die Auslaugung des Zuckers aus den Rübenschnitzeln, den notwendigen Prozessdampf in der Zuckergewinnung, als auch für den Transport und die Reinigung der Rüben verwendet. Das Wasser wird immer wieder gereinigt und im Kreislauf geführt. Werkseigene oder kommunale Kläranlagen an allen Standorten sorgen für eine umweltgerechte und lokalen behördlichen Grenzwerten entsprechende Aufbereitung der entstehenden Abwässer. Es werden somit nur gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wässer in die Vorfluter abgegeben. Das Geschäftssegment Zucker setzte im Berichtsjahr 2020|21 pro Tonne Produktausstoß rund 1,28 m³ bzw. 1.280 Liter vorher in den Rüben gebundenes Wasser frei und weist daher einen negativen Wasserverbrauchs- saldo aus.
| | 2020|21 | 2019|20 | 2018|19 |
| :----------------------------------- | :---------- | :---------- | :---------- |
| Entsorgte Abfälle | 45.642 t | 48.748 t | 45.517 t |
| davon gefährliche Abfälle | 355 t | 287 t | 276 t |
| Abfall pro Tonne Produkt | 15,6 kg | 16,1 kg | 15,3 kg |
| Gefährliche Abfälle pro Tonne Produkt | 121 g | 97 g | 91 g |
Die absolute Abfallmenge sowie die spezifische Abfallmenge sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 10,1 % bzw. 7,2 %.
Im Geschäftsjahr 2020|21 nahm die AGRANA Zucker GmbH wieder eine Aktualisierung ihrer im Rahmen der internationalen Lieferantenbewertungsplattform EcoVadis seit 2014 jährlich gemeldeten nachhaltigkeitsrelevanten Daten vor. Trotz einer Verbesserung der absoluten Punktanzahl führte eine Änderung der Bewertungsgrundlage zur Silber-Bewertung von AGRANA Zucker GmbH (Vorjahr: Gold-Status).
Im Segment Zucker gab AGRANA im Geschäftsjahr 2020|21 15,9 Mio. € (Vorjahr: 19,6 Mio. €) u. a. für Investitionen in Produktqualität und Energieeffizienz aus. Unter anderem wurde die Umrüstung der Energieversorgung des Standortes Sereď|Slowakei auf Erdgas umgesetzt. Zusätzlich wurden 2020|21 in den nach der Equity-Methode einbezogenen Joint Venture-Unternehmen (AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie Beta Pura GmbH; jeweils 100 %) Investitionen von 15,1 Mio. € (Vorjahr: 26,4 Mio. €) getätigt. Die Hauptinvestition stellte das Projekt Betain-Kristallisation der Beta Pura GmbH dar. Gemeinsam mit The Amalgamated Sugar Company LLC, Boise|USA, wurden am Standort Tulln|Österreich in den letzten beiden Geschäftsjahren insgesamt rund 37 Mio. € in die Veredelung von Nebenprodukten aus der Zuckerproduktion investiert. Aufgrund der COVID-19-Pandemie startete die Produktion mit geringfügiger Verzögerung im August 2020. Die Anlage wurde in den vergangenen Monaten hochgefahren und die Prozesse werden laufend optimiert.
| Segment Zucker | 22,0 % |
|---|---|
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen NPD-Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100 %-Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und -Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig.# Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert v. a. den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen und Disziplinen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten, z. B. bei Technologien, Verdickungs- und Süßungslösungen sowie Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkten.
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :------------------------------------------- | :-- | :-- |
| F&E-Aufwendungen (intern und extern) Mio. € | 6,8 | 6,7 |
| F&E-Quote % | 2,3 | 2,3 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 123 | 124 |
Zur Inaktivierung von manchen Mikroorganismen ist die Hitzepasteurisation bei Fruchtzubereitungen nicht ausreichend. Konzepte zur Unterdrückung des Wachstums von z. B. hitzeresistenten Schimmelarten wurden entwickelt und in verschiedenen Simulationen überprüft. Der Markt wünscht sich Produkte mit einer immer längeren Mindesthaltbarkeitsdauer sowie eine Lagerung bei Umgebungstemperatur, um dadurch Aufwand und Kosten einer Kühllogistik zu vermeiden. Um diesem Trend gerecht zu werden, führte AGRANA eine umfassende Studie über den Einfl uss von Zeit und Temperatur auf Qualitätsparameter wie Mikrobiologie, Farbe, Geschmack und Mikronährstoffe von Fruchtzubereitungen durch. Diese Studie stellt die Informationsbasis für die Entwicklung einer erweiterten Produktreihe, die auf eine Kühllogistik verzichten kann, dar. Die Entwicklung innovativer Produkte ist auch im Lebensmittelbereich von Bedeutung. Diesem Trend wird u. a. mit der Entwicklung von Fruchtzubereitungen nachgekommen, welche sich für den Einsatz in 3D-Druckern eignen. Die Beimischung von Schokoladestücken ist in einer Reihe von Produkten gewünscht. Jedoch dürfen nicht alle Länder, in denen AGRANA tätig ist, Schokolade importieren. Zur Sicherstellung der Produktion von Schokoladestücken wurde ein einfaches Verfahren entwickelt, welches es jedem Land erlaubt, diese selbst herzustellen.
Die Verwendung sogenannter „Brown Sauces“ kommt in der Backwaren- und Eiscremeindustrie eine wichtige Rolle zu. Schokolade, Karamell, aber auch Kaffee sind hier die beliebtesten Geschmacksrichtungen. Entwicklungen im Bereich der Viskosität und Rheologie sind dabei entscheidend für den erfolgreichen Einsatz in den besagten Bereichen. Ein wesentlicher Bestandteil bei der Entwicklung neuer Produkte ist die sensorische Bewertung. Dazu gehört die Beurteilung von Geruch, Aussehen, Geschmack und die Bewertung des Mundgefühls. Die Durchführung von Verkostungen und die Sensitivierung der Verkoster für einzelne Geschmacksrichtungen sind die Anforderungen, denen das hauseigene Sensorikpanel gerecht werden muss.
Es wurden für die Bereiche Getränkegrundstoffe, Aromen und Produktion von Fruchtsaft- und Gemüsesaftkonzentraten strategische Investitionen, sowohl in die Infrastruktur als auch in das Personal, durchgeführt. Die eigene Produktion von Kompositionsaromen zur Stärkung des Wachstumssegmentes der Getränkegrundstoffe und des Aromengeschäftes wurde erfolgreich weiterentwickelt und konsequent ausgebaut. Neue verfeinerte Herstellungsverfahren im Aromenbereich ermöglichen die Herstellung von pflanzlichen Extrakten und getränkegeeigneten Zitrusaromen. Für die Aromaentwicklungen wurden Voraussetzungen geschaffen, andere Applikationen abseits des Getränkebereiches zu realisieren. Im Bereich der Analytik wurden neue Methoden mittels statistischer Verfahren etabliert, um die Qualitätskontrolle effizienter und zielgerichteter zu gestalten.
Durch den stetig wachsenden Anteil von Spezialstärken an der Gesamt-Stärkeproduktion stellen neue Mais- und Weizensorten sowie innovative Stärkerohstoffe einen eigenen Forschungsbereich dar. Aufgrund des wachsenden Marktes für Wachsmaisstärke kommen jedes Jahr neue Wachsmaissorten auf den Markt, die vor einer Verarbeitung in der Produktion auf ihre Verarbeitbarkeit untersucht werden. Damit sollen eine problemlose Gewinnung und weitere Veredelung der Stärke garantiert werden. Forschungsaktivitäten mit Weizensorten mit hohem Amylopektingehalt führten zu einer erfolgreichen erstmaligen Produktion in der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf|Österreich. Umfangreiche Untersuchungen in Lebensmittelapplikationen stellen diesen Rohstoff als vielversprechende und interessante Stärkeinnovation dar.
Entwicklungen von neuen Anwendungskonzepten und Rezepturen für Lebensmittelstärken ermöglichen es, auf aktuelle Trends in der Lebensmittelindustrie und am Markt rasch reagieren zu können. Zu diesen Trends zählen die gesteigerte Nachfrage nach fleischlosen oder veganen Lebensmitteln, Clean Label-Produkten sowie Produkten mit hohem Ballaststoffgehalt oder reduziertem Fett- und Zuckergehalt. Um entsprechende Konzepte anbieten zu können, wurde intensiv an innovativen Produktlösungen, basierend auf neuen Technologien oder Rohstoffen, geforscht. Auch an innovativen Verpackungskonzepten wurde gearbeitet. Durch den Einsatz einer neuen Verpackungstechnologie konnten sensitive Lebensmittelprodukte, z. B. im Kindernährmittelbereich, über einen deutlich längeren Zeitraum ohne Qualitätsabweichung lagerfähig gemacht werden. Dadurch sollen neue Märkte erschlossen werden, welche zuvor aufgrund langer Transportwege und unzureichender Haltbarkeit nicht beliefert werden konnten.
In Zusammenarbeit mit der Produktion wurde durch prozesstechnische Adaptierungen ein alternatives, nachhaltiges Aufreinigungsverfahren speziell für biologische Stärkeabbauprodukte im Vergleich zum bisherigen Produktionsprozess entwickelt. Zusätzlich werden auch neue Technologien auf deren Eignung als biologisch zertifizierbares Herstellungsverfahren evaluiert. Diese Prozessentwicklungen sorgen dafür, dass auch in Zukunft den immer strikter werdenden Bio-Qualitätsanforderungen in der EU entsprochen werden kann. Einen weiteren Beitrag zur Qualitätssicherung liefert die Entwicklung einer Methode zur Einhaltung der Qualität von Bio-Kartoffelfasern, um den hohen Qualitätsanforderungen am (Bio-)Lebensmittelmarkt gerecht zu werden. Richtungsweisende Vorstudien für die Erschließung neuer Proteinquellen runden das Portfolio der biotechnologischen Arbeitsschwerpunkte ab. Die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen und pflanzenbasierten Lebensmittelprodukten für den vegetarischen und veganen Markt führen zur Intensivierung in diesem Forschungsbereich. Proteine aus Nebenprodukten der Stärkegewinnung werden hierbei auf ihr Potenzial in Futter- und Lebensmittelanwendungen geprüft sowie ein ressourcenschonender Herstellungs- prozess verfolgt.
Die Entwicklung ressourcenschonender und effizienter Prozesse sowie die Erforschung innovativer, nachhaltiger Stärkeprodukte steht im Vordergrund für den breiten Bereich der technischen Applikationen. Durch Änderung des Herstellprozesses ist es gelungen, stark abgebaute Quellstärken mit deutlich reduziertem Carbon Footprint verfügbar zu machen, wodurch das Verfahren nicht nur ökonomischer, sondern auch markant ökologischer wurde. Die Stärkeprodukte zeichnen sich insbesondere durch sehr gute Löslichkeit und hervorragende Stabilität aus. Parallel dazu gibt es einen vermehrten Trend zu Eco-Labels, die eine deutliche Reduktion der VOC-Emissionen verlangen. Diesem Trend geschuldet gibt es neue Entwicklungen im Bereich der hochmodifizierten Stärkederivate, die diesen spezifischen Markt bestens bedienen können. Bedingt durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den dadurch entstandenen Kostendruck war es notwendig geworden, dem Markt Alternativprodukte durch effizientere Prozessführung und durch Reduktion der Rohstoffkosten anzubieten. So konnten durch Entwicklungen mit dem Rohstoff Weizenstärke neue Produktgruppen geschaffen werden, die in den verschiedenen technischen Anwendungen erfolgreich Platz gefunden haben. Der Trend zu heimkompostierbaren Biokunststoffen steigt stetig an und bildet auch weiterhin einen Schwerpunkt in der Forschung und Entwicklung von auf Stärke basierenden Produktlösungen. Deshalb wurde der F&E-Gerätepark mit einem Compounder erweitert, um rascher maßgeschneiderte Lösungen entwickeln zu können. Das Produktportfolio an Compounds wurde einerseits durch Erhöhung des Stärkegehalts und dadurch des sogenannten „Biobased Carbon Content“ erweitert, andererseits wurde dadurch die Prozessführung kosten- günstiger und somit wirtschaftlicher. Die TÜV-Zertifizierung bezüglich Heimkompostierbarkeit der entwickelten Produkte wurde erfolgreich abgeschlossen.
Umfangreiche Arbeiten galten weiterhin der Populationskontrolle des Rübenderbrüsslers, welche mechanische, biologische und nicht zuletzt insektizide Maßnahmen auf Zuckerrübenflächen umfassten. Die Erarbeitung von Möglichkeiten zur Substitution der in mehreren Anbaugebieten nicht zur Verfügung stehenden Neonicotinoide ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Schutz der Zuckerrübe vor Rübenerdfloh, Rübenderbrüssler sowie Schwarzer Bohnen- als auch Grüner Pfirsichblattlaus. Letztere gelten als Überträger verschiedener Vergilbungsviren, welche bedeutende Ertragsminderungen verursachen können. Umfassende Monitorings zum Auftreten dieser Schädlinge waren Basis des Aufbaus und der Erweiterung von Warn- Diensten, welche rechtzeitige Maßnahmen zur Regulierung dieser Schadorganismen erlauben. Eine sichere Kontrolle der Blattfleckenkrankheit (Cercospora) der Zuckerrübe mittels verfügbarer systemisch wirkender Fungizide und Kontaktfungizide stößt weiterhin an Grenzen. Der Fokus lag daher zunehmend auf der Prüfung von in der Praxis einsetzbarer Saatgut-Genetik mit erhöhter Toleranz bzw. Resistenz gegenüber diesem pilzlichen Schaderreger.# Forschung und Entwicklung
Mangelnde Verfügbarkeit von Wasser verlangt nach einem Überdenken der Konzepte der Bodenbearbeitung. Diesbezügliche Prüfungen erfolgten in Wechselwirkung mit den Faktoren Bodenbedeckung, Düngung, Sortenwahl und Bewässerung, um einen sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser zu gewährleisten. Spezielle Aufmerksamkeit wurde wiederum der Frage Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit gewidmet. Neben der gezielten Bemessung der Nährstoffbereitstellung – unter besonderer Berücksichtigung der Versorgung der Zuckerrübe mit Phosphor – widmeten sich Forschungsprojekte der Erfassung niedermolekularer organischer Verbindungen durch Bodenuntersuchung nach dem Elektro-Ultrafiltrationsverfahren.
Die aufgrund von klimatischen Einflüssen wie Trockenheit und Hitze, aber auch Rübenkrankheiten beeinträchtigte Qualität von Zuckerrüben, die zur Verarbeitung in die Werke der AGRANA kommen, erfordert eine beständige Optimierung des Verarbeitungsprozesses und des Hilfsstoffeinsatzes. Um in diesem Zusammenhang dem wachsenden Bedarf einer kosteneffizienten Prozessüberwachung und -steuerung im Bereich Saftreinigung zu entsprechen, wurden im ARIC entwickelte Geräte, die sich einzeln im Werkseinsatz bereits bewährt haben, komplett neu als kompakte und mobile Online-Messsysteme konstruiert. Diese vereinen nun mehrere Funktionen in sich und sind rasch und einfach segmentweit einsetzbar. Ein Schwerpunkt der Prozessoptimierung in den Zuckerfabriken wird neben dem Bereich Saftreinigung verstärkt auf Optimierungen im Zuckerhaus gelegt, um eine höhere Zuckerausbeute bei geringerer Melassereinheit und damit auch geringerem Energieeinsatz zu realisieren.
Eine gleichbleibend hohe Zuckerqualität ist zudem ein wichtiger Erfolgsfaktor am Markt. Die Absicherung der in den Werken produzierten Zuckerqualität, sowohl in Bezug auf physiko-chemische als auch mikrobiologische Parameter, erfolgt über verschiedene Methoden, wie z. B. Monitoring-Programme. Die Sicherstellung der Analytik wird darüber hinaus über Cross-Checks und die jährliche Durchführung von Ringversuchen zwischen dem ARIC und den Betriebslabors der Zuckerfabriken sichergestellt. Eine wichtige Aufgabe des ARIC besteht im Knowledge Management im Bereich Zuckertechnologie. Dieses Fachwissen wird intern in Form von Schulungen, Technologiegesprächen und Best Practice Meetings vermittelt.
Um dem hohen Qualitätsanspruch bei AGRANA-Zuckerprodukten gerecht zu werden, erfolgen laufend Adaptierungen im Bereich verwendeter Vorprodukte und folglich Rezepturoptimierungen, um Produktqualität und Konsumentenzufriedenheit sicherzustellen. So wurden z. B. bei Gelierzuckerprodukten Anpassungen für eine kostengünstigere Herstellung vorgenommen.
Aufgrund der in der EU geführten Diskussion zu Richtwerten für Nitrat und Nitrit in Futtermittelausgangserzeugnissen der Zuckerindustrie wurde eine geförderte Forschungskooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien eingegangen. Im Rahmen dieses Projektes werden werksindividuell ausgearbeitete Strategien etabliert, um die Produktion von Melasse mit geringem Nitrat- und Nitritgehalt sicherzustellen.
Im Rahmen der Diversifizierungsstrategie zur Gewinnung und Vermarktung von kristallinem Betain bei AGRANA wird eng mit der Beta Pura GmbH zusammengearbeitet. Dies betrifft sowohl den Bereich der analytischen Prozesskontrolle als auch Produktentwicklungsmaterien für kristallines Betain und die Verwertung von Nebenprodukten, die im Zuge der Kristallisation von Betain anfallen.
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2020|21 durchschnittlich 8.920 Mitarbeiter (Köpfe) (Vorjahr: 9.300 Mitarbeiter), davon 2.519 (Vorjahr: 2.456) in Österreich und 6.401 (Vorjahr: 6.844) international. Auf die einzelnen Segmente verteilte sich die Beschäftigtenzahl wie folgt:
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (Köpfe) | Durchschnittliche Anzahl an FTEs¹ | Mitarbeiter (Köpfe) zum Bilanzstichtag |
|---|---|---|
| Segment | **2020 | 21** |
| Frucht | 5.748 | 4.987 |
| Stärke | 1.721 | 1.712 |
| Zucker | 1.451 | 1.601 |
| Konzern | 8.920 | 8.300 |
Im Geschäftsjahr 2020|21 waren in der AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.847 FTEs (Vorjahr: 9.342 FTEs) beschäftigt. Die Reduktion im Segment Frucht war hauptsächlich auf einen geringeren Bedarf an temporären Mitarbeitern aufgrund von niedrigeren Erntevolumina bzw. Verschiebungen der saisonalen Produktion zurückzuführen. Im Segment Stärke stieg die Personalanzahl primär wegen einem Mitarbeiteraufbau durch die Weizenstärkeanlage sowie der Akquisition der US-Gesellschaft Marroquin Organic International, Inc. Im Segment Zucker gab es einen kostenbedingten Personalrückgang. Das Durchschnittsalter der Stammbelegschaft² betrug per 28. Februar 2021 42 Jahre (Details zur Altersstruktur siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 2020|21, Seite 196³ ). 29,5 % (Vorjahr: 30,0 %) der Beschäftigten waren Frauen, die Akademikerquote lag im Angestelltenbereich bei 66,2 % (Vorjahr: 58,1 %). Die Fluktuation³ im Bereich der Stammbelegschaft betrug im Geschäftsjahr 2020|21 14,9 % (Vorjahr: 14,2 %). Der Anteil der Beschäftigten mit einem Teilzeitvertrag⁴ lag bei 3,7 %. Der Anteil der Leiharbeitskräfte⁵ lag bei 5,2 %.
Die Personalstrategie von AGRANA folgt den Grundsätzen der Nachhaltigkeit sowie des unternehmerischen Denkens und Handelns. Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und soziales Bewusstsein stellen gerade in einem global agierenden Unternehmen wie AGRANA einen unverzichtbaren Teil der AGRANA-Human Resources-Team mehrfach ausgezeichnet.
Die AGRANA Beteiligungs-AG hat im Geschäftsjahr 2020|21 im Rahmen der BEST RECRUITERS-Studie zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz im österreichischen Branchenranking der Nahrungsmittel- bzw. Konsumgüterherstellung erreicht und wurde somit erneut mit dem GOLDENEN BEST RECRUITERS-Gütesiegel 2020|21 ausgezeichnet. BEST RECRUITERS ist die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum und untersucht jährlich die Qualität der Recruiting-Maßnahmen der Top-Arbeitgeber in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Die Studie umfasst dabei über 200 wissenschaftliche Kriterien aus den Bereichen Recruiting-Präsenz, Stellenanzeigen und Umgang mit Bewerberinnen und Bewerbern. Die erneute Verleihung des GOLDENEN BEST RECRUITERS-Gütesiegels bekräftigt, dass ein wertschätzender und freundlicher Umgang mit potenziellen neuen Mitarbeitern für AGRANA ein großes Anliegen ist. AGRANA sieht die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Bestrebungen, die Qualitätsmaßstäbe bei der Suche nach neuen Talenten kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie auch als Motivation, neuen Recruiting-Trends zu folgen. Die Tochtergesellschaft Moravskoslezské Cukrovary A.S. in Tschechien wurde im Geschäftsjahr 2020|21 mit dem dritten Platz als „Employer of the Year 2020“ in der Region Südmähren ausgezeichnet.
Für AGRANA ist die Weiterentwicklung und Förderung der Potenziale der Mitarbeiter ein wichtiges Anliegen. Mit einer Vielzahl an fachlichen Schulungen, Sprachkursen, Trainings im Bereich der Persönlichkeitsbildung und gezielten konzernübergreifenden Programmen fördert AGRANA den stetigen Ausbau und Transfer von Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter. Diese Personalentwicklungsmaßnahmen verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sie tragen auch zur Motivation und zum Engagement der Mitarbeiter bei. AGRANA bietet weiters laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben.
| AGRANA-Mitarbeiter im Rahmen der GRI-Berichtsgrenzen⁶ zum Bilanzstichtag 28. Februar 2021⁷ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Frauen | Arbeiter | Frauen Ange- stellte | Frauen Gesamt | Frauen | ||
| Segment | |||||||
| Frucht | 5.748 | 2.746 (47,8 %) | 3.622 | 1.124 (30,7 %) | 2.122 | 1.622 (76,4 %) | |
| Stärke | 1.721 | 830 (48,2 %) | 1.110 | 440 (39,6 %) | 591 | 390 (66,0 %) | |
| Zucker¹⁰ | 1.451 | 621 (42,8 %) | 758 | 241 (31,8 %) | 672 | 380 (56,6 %) | |
| Konzern | 8.920 | 4.197 (47,0 %) | 5.490 | 1.805 (32,9 %) | 3.385 | 2.392 (70,7 %) | |
| Befristete Dienst- verhältnisse⁸ | Unbefristete Dienstverhältnisse² | Angestellte im Management⁹ | Davon Executive Leadership¹¹ | ||||
| Segment | |||||||
| Frucht | 1.634 | 4.114 | 242 | 4 (0,8 %) | |||
| Stärke | 131 | 1.590 | 22 | 1 (4,5 %) | |||
| Zucker¹⁰ | 1.040 | 411 | 166 | 12 (7,2 %) | |||
| Konzern | 2.805 | 6.115 | 430 | 17 (4,0 %) |
¹ Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
² Mitarbeiter in unbefristeten Dienstverhältnissen in AGRANA-Konzerngesellschaften
³ Fluktuation = Summe im Geschäftsjahr gemeldeter Austritte von unbefristeten AGRANA-Mitarbeitern ÷ durchschnittliche Anzahl (Köpfe) unbefristeter AGRANA-Mitarbeiter
⁴ Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen per 28. Februar 2021
⁵ Anteil an der Gesamtbelegschaft nach Köpfen im Geschäftsjahresdurchschnitt
⁶ Siehe GRI-Berichtsgrenzen, Seite 42
⁷ Vorjahr siehe GRI-Index, Geschäftsbericht 20|21, Seite 196
⁸ Bei den befristeten Dienstverhältnissen handelt es sich fast ausschließlich um saisonale, lokale Mitarbeiter im Rahmen der Verarbeitungskampagnen.
⁹ Managementfunktionen der 2. und 3. Berichtsebene
¹⁰ Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt.
¹¹ 1. Berichtsebene (d. h. Berichtsebene direkt unter dem Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG und regionale Geschäftsführer)# Personal- und Sozialbericht
Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2020|21 in der Entwicklung von Nachwuchsführungskräften und Fachexperten einzelner ausgewählter Funktionsbereiche sowie dem Ausbau des digitalen Weiterbildungsangebotes.
Die Unternehmenskultur dar, der aufgrund des internationalen und von kultureller Diversität geprägten Umfeldes eine große Bedeutung beigemessen wird. Mit mehr als 13 Zeitzonen, 20 verschiedenen Sprachen, einer Generationen-umfassenden Belegschaft und den unterschiedlichsten Nationalitäten und Sichtweisen ist Diversität im Arbeitsleben von AGRANA nicht wegzudenken. Da AGRANA den Erhalt und die Förderung dieser Vielfalt ihrer mittlerweile rund 9.000 Mitarbeiter sowie deren gleichberechtigte Teilnahme im Unternehmen ausbauen und weiter verstärken will, ist Diversität und Inklusion als fester Bestandteil ihrer Grundprinzipien verankert. Mit der Diversity- & Inclusion-Initiative setzt sich AGRANA für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur für ihre Mitarbeiter weltweit ein und trägt täglich dazu bei, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Einschränkung und Diskriminierung ist.
Leistungsbereitschaft, Integrität und Kooperation runden den Wertekatalog der AGRANA-Personalstrategie ab. AGRANA strebt die Entwicklung der Potenziale ihrer Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Verbesserung des Wissens an. Denn mit der langfristigen Entwicklung aller Mitarbeiter kann die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gewährleistet werden.
Im Geschäftsjahr 2020|21 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut, was dazu führte, dass nun der Großteil der Module erfolgreich implementiert wurde. Das Personalmanagementsystem soll die Effizienz der Personalprozesse verbessern, die Qualitätssicherung unterstützen, Transparenz schaffen sowie die Datensicherheit erhöhen. In den nächsten Jahren liegt der Fokus darauf, die Funktionalitäten dieses Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2020|21 unterlagen 10,8 % (Vorjahr: 8,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2020|21 durchschnittlich 101 Lehrlinge (davon weiblich: 23 bzw. 22,7 %) ausgebildet. In Österreich waren durchschnittlich 72 Lehrlinge (davon weiblich: acht bzw. 11,1 %) beschäftigt, in Deutschland, Frankreich, Algerien und Brasilien, welche ein mit Österreich vergleichbares duales System haben, waren es durchschnittlich 21 Lehrlinge (davon weiblich: zehn bzw. 47,6 %). In sonstigen Systemen wurden in Mexiko und Marokko acht Lehrlinge (davon weiblich: fünf bzw. 62,5 %) ausgebildet.
Die Ausbildung erfolgte u. a. in den Bereichen Elektrotechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre sowie Marktkommunikation und Werbung. Um die Attraktivität von Lehrberufen zu steigern und um Schülern Berufschancen in technischen Berufen aufzuzeigen, wurden an einzelnen Standorten Informationsbroschüren für Lehrlinge aufgelegt. Daneben nahmen Standorte an spezifischen (2020|21 vorwiegend virtuellen) Veranstaltungen zur Vorstellung von Lehrberufen teil. Zudem wurden Lehrlingen Workshops und Trainings zu verschiedenen Themenbereichen angeboten. Weiters wurde die Online-Präsenz in den sozialen Medien verstärkt.
Im Geschäftsjahr 2020|21 haben 14 Mitarbeiter und Führungskräfte (davon weiblich: vier bzw. 28,6 %) aus dem Konzern am „Advance@AGRANA – das Operations Nachwuchsführungskräfteprogramm“ teilgenommen und dieses im Februar 2021 erfolgreich abgeschlossen. Das Advance@AGRANA-Programm richtet sich an Mitarbeiter, denen hohes Potenzial, ausgezeichnete Leistungen und überdurchschnittlicher Leistungswille attestiert werden. Neben Inhalten im Bereich von Führung, Kommunikation, Finanzwesen, Projektmanagement und KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) sowie Präsentation und Argumentation und Konflikt- und Stakeholder-Management arbeiteten die Teilnehmer intensiv an praxisorientierten AGRANA-Projekten, welche von Projektsponsoren aus dem Unternehmen betreut wurden. Zugleich wurden die Teilnehmer von internen Mentoren begleitet, um somit auch die Möglichkeit zu nutzen, sich im Unternehmen noch stärker zu vernetzen und sich regelmäßig auszutauschen. Flexibilität wurde in diesem Programm großgeschrieben. Nach einem erfolgreichen Präsenzstart in das Programm wurde das Format aufgrund von COVID-19 digitalisiert, was auch dazu führte, dass Kommunikation und Abstimmung noch viel wichtiger wurden. Bei der Kick-off-Veranstaltung noch unvorstellbar, haben die Teilnehmer schlussendlich 90 % der Module in einem virtuellen Format absolviert. Die Abschlusspräsentation konnte nach erfolgreicher negativer COVID-19-Testung sicher in einer hybriden Veranstaltung abgehalten werden. Das jeweilige Projektteam sowie das Management-Team befanden sich vor Ort im Meetingraum und rund 35 weitere Stakeholder waren virtuell dazugeschaltet.
Der Anteil der verpflichtenden Trainingsstunden (inklusive Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Compliance-Schulungen etc.) betrug im Geschäftsjahr 2020|21 59,5 %. Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2020|21 auf rund 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 1,1 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
| Segment | 2020|21 Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) | 2020|21 Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten | 2019|20 Trainingsstunden pro Mitarbeiter (Durchschnitt) | 2019|20 Anteil der Mitarbeiter, die ein Training absolvierten |
|---|---|---|---|---|
| Frucht | 8,7 | 54,1 % | 18,1 | 48,7 % |
| Arbeiter | 17,5 | 51,1 % | 20,7 | 41,9 % |
| Angestellte | 12,8 | 55,7 % | 17,4 | 51,1 % |
| Stärke | 11,2 | 58,1 % | 12,9 | 59,1 % |
| Arbeiter | 8,2 | 49,5 % | 17,8 | 62,5 % |
| Angestellte | 15,1 | 71,3 % | 10,4 | 57,4 % |
| Zucker | 10,4 | 68,8 % | 10,4 | 48,3 % |
| Arbeiter | 12,4 | 64,3 % | 12,9 | 42,3 % |
| Angestellte | 11,6 | 73,3 % | 8,2 | 54,3 % |
| Konzern | 10,6 | 59,5 % | 14,4 | 51,8 % |
| Arbeiter | 13,4 | 54,3 % | 14,4 | 40,9 % |
| Angestellte | 12,4 | 64,5 % | 15,9 | 61,8 % |
¹ Mitarbeiter in einem unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42)
² Im Segment Zucker werden auch die Mitarbeiter der AGRANA Beteiligungs-AG gezählt
Ein weiteres Augenmerk lag im Geschäftsjahr 2020|21 auf der Digitalisierung von Personalentwicklungsmaßnahmen. Es wurden die schon bestehenden Infrastrukturen genutzt, um den Mitarbeitern ein selbstorganisiertes Lernen von Inhalten zu ermöglichen. Zudem wurden Schulungen und Fragerunden angeboten, damit Gelerntes erneut mit einem Fachexperten diskutiert werden konnte. Dies hatte zum Ziel, den Mitarbeitern die virtuelle Zusammenarbeit und Organisation im Team so einfach wie möglich zu machen. Ganz unter dem Motto „Es geht auch online“ war ein von Human Resources organisierter Hackathon einer der Höhepunkte in der digitalen Zusammenarbeit. Mit mehr als 60 Teilnehmern aus dem gesamten AGRANA-Konzern war auch Diversität ein entscheidender Faktor – je diverser die Gruppen, desto besser das Ergebnis. „Was benötigt AGRANA im Moment und noch wichtiger, wie kann Learning & Development jetzt und in Zukunft zum Wachstum der Profitabilität von AGRANA beitragen?“ war die Frage, mit der sich die Teilnehmer beschäftigten und erste Prototypen dazu entwickelten.
Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäfts-
Im Geschäftsjahr 2020|21 ereignete sich kein tödlicher Arbeitsunfall (Vorjahr: 0 Todesfälle). Im Berichtsjahr 2020|21 ereigneten sich 146 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 148) in der AGRANA-Gruppe. Weiters ereigneten sich fünf Unfälle von Kontraktoren (Vorjahr: 15 Unfälle), die aus organisatorischen Gründen nicht in den Arbeitssicherheitskennzahlen enthalten sind.
¹ Mitarbeiter im befristeten und unbefristeten Dienstverhältnis in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42)
² Verletzungsrate = (Gesamtanzahl zu dokumentierender Unfälle) ÷ Gesamtarbeitszeit) × 200.000
³ Rate schwerer Verletzungen = (Gesamtanzahl schwerer Verletzungsfälle) ÷ Gesamtarbeitszeit) × 200.000
⁴ Eine Verletzung ist als schwer zu betrachten, wenn keine vollständige Erholung bzw. Genesung innerhalb von sechs Monaten nach dem Unfall erfolgt.
⁵ In den AGRANA-Arbeitssicherheitskennzahlen zählen Vorfälle ab dem ersten geplanten Arbeitstag, an dem der Mitarbeiter aufgrund des Vorfalles dem Arbeitsplatz fernbleibt, als Unfall (ohne Wegeunfälle).
⁶ Als Gesamtarbeitszeit versteht AGRANA die Vertragsarbeitszeit in Stunden plus die bezahlten Überstunden.# Personal- und Sozialbericht
Der Faktor 200.000: Der Faktor 200.000 soll der Vergleichbarkeit unternehmensinterner Arbeitssicherheitsdaten über Unternehmensgrenzen hinweg dienen. Dieser entstand unter der Annahme von 40 Arbeitsstunden pro Woche, 50 Arbeitswochen pro Jahr für 100 Mitarbeiter (40 × 50 × 100). Damit versucht man die durchschnittliche unternehmensspezifische Anzahl von Unfällen, Ausfallstagen bzw. Abwesenheitsstunden (aufgrund von Unfall und Krankheit) pro im Unternehmen geleisteter Arbeitsstunde auf einen jährlichen Wert pro 100 Mitarbeiter umzurechnen.
| Verletzungsrate | Rate schwerer Verletzungen | Rate der Todesfälle aufgrund schwerer Verletzungen |
|---|---|---|
| Segment | Gesamt | Männer |
| **2020 | 21** | |
| Frucht | 1,0 | 1,1 |
| Stärke | 1,9 | 1,9 |
| Zucker | 1,4 | 1,8 |
| Konzern | 1,3 | 1,7 |
| **2019 | 20** | |
| Frucht | 1,0 | 1,0 |
| Stärke | 1,9 | 1,9 |
| Zucker | 1,4 | 1,7 |
| Konzern | 1,3 | 1,7 |
| **2018 | 19** | |
| Frucht | 1,1 | 1,1 |
| Stärke | 1,7 | 1,9 |
| Zucker | 1,7 | 1,8 |
| Konzern | 1,4 | 1,7 |
| Segment | Arbeitssicherheitsziele 2020|21 | Zielerreichung 2020|21 | Arbeitssicherheitsziele 2021|22 |
|---|---|---|---|
| Frucht | Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen
Verletzungsrate²: 0,8
Ausfallstagequote¹: 10,5
Sorgfältige Dokumentation und Analyse aller Arbeitsunfälle; Ableitung von Präventivmaßnahmen und bereichsweite Kommunikation dieser Maßnahmen | Verletzungsrate²: 1,0
Ausfallstagequote¹: 10,9
Die Ziele wurden trotz gesunkener Anzahl an Arbeitsunfällen aufgrund reduzierter Gesamt- arbeitszeit nicht erreicht | Unfallanzahl 2018|19: 20
Unfallanzahl 2019|20: 17
Unfallanzahl 2020|21: 12
Verletzungsrate²: 2,4
Ausfallstagequote¹: 20,6
Tragepflicht für persönliche Schutzausrüstung um- gesetzt; Interne Schulungen COVID-19-bedingt zeitlich leicht verzögert |
| | Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate
Verletzungsrate²: 2,0
Ausfallstagequote¹: 20,0
Ausweitung der Arbeitssicherheits- offensive sowie werksweite Tragepflicht für persönliche Schutz- ausrüstung und Handlauf- benutzungspflicht; Bewusstseinsbildung durch mehrteiliges, internes Sicherheitsschulungs- programm auf Basis der „goldenen Arbeitsregeln – gemeinsam sicher gesund“ | Verletzungsrate²: 2,7
Ausfallstagequote¹: 37,1
Steigerung der Anzahl der Arbeitsunfälle um 23,8 % gegenüber dem Vorjahr bei gleichzeitig höheren unfallbedingten Ausfallszeiten | Weitere Reduktion der Unfallanzahl; Bewusstseins- bildung durch laufenden Informationsaustausch und Training der Mitarbeiter sowie regelmäßige Risiko- und Gefahren- analyse zur Vermeidung von Unfallquellen |
| Stärke | Verletzungsrate²: 2,4
Ausfallstagequote¹: 25,5
Weitere Umsetzung standortspezifischer Maß- nahmen und Verbesserung der Kennzahlen; Senkung der Verletzungs- rate² (IR) und der Ausfalls- tagequote¹ (LDR) um jeweils 7 % gegenüber dem Vorjahr | | Verletzungsrate²: 2,0
Ausfallstagequote¹: 20,0
Weiterführung des 2020|21 gestarteten internen Schulungsprogrammes; Zur Bewusstseinsbildung werden zukünftig „Near misses“ und ge- fährliche Handlungen im Rahmen des monatlichen Berichtswesens in jedem operativen Bereich erfasst |
| Zucker | Verletzungsrate²: 0,9
Ausfallstagequote¹: 10,5
Laufende Umsetzung von Arbeitssicherheits- maßnahmen und zur Ein- dämmung von COVID-19 | | Verletzungsrate²: 2,5
Ausfallstagequote¹: 31,1
Weiterführung der 2020|21 einge- führten quartalsweisen „Work Safety Meetings“ mit den Werksleitern und Sicherheitsfachkräften; Berichtsverpflichtung im wöchentlichen Jour Fixe der Landesgeschäfts- führer |
Mitarbeiter in den GRI-Berichtsgrenzen (siehe Seite 42)
¹ Begriffsdefinition siehe Seite 84
¹ Ausfallstagequote = (Gesamtanzahl der Ausfallstage ÷ Gesamtarbeitszeit) × 200.000
² Der Arbeitstag wird mit acht Stunden angenommen.
Die Arbeitssicherheitsbeauftragten bzw. Sicherheitsfachkräfte tragen die Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen bzw. vom Unternehmen veranlassten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Dies sind z. B. die regelmäßige und anlass- bezogene Gefahrenidentifikation und Risikobewertung, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen, die Organisation von Arbeitssicherheitsschulungen sowie die Analyse, Dokumentation (gemeinsam mit Human Resources) und Kommunikation von tatsächlichen Arbeitsunfällen.
In allen 24 Ländern, in denen AGRANA über Produktions- standorte verfügt, besteht eine – wenn auch unter- schiedlich ausgestaltete – gesetzliche Verpflichtung der Arbeitsplatzevaluierung durch den Arbeitgeber. Diese wird durch die Sicherheitsfachkräfte, teilweise in Zusam- menarbeit mit externen Beratern, durchgeführt und ist arbeitsplatzbezogen für die Mitarbeiter zugänglich zu dokumentieren. Sie ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen bzw. anlassbezogen bei Anlagen- oder Ver- fahrensänderungen oder nach Unfällen zu überarbeiten.
Mitarbeiter sind verpflichtet, festgestellte Gefahren- quellen z. B. über die Dokumentation im Schichtbuch, im betrieblichen Vorschlagswesen oder im Rahmen von periodischen Sicherheitsrundgängen zu melden. Im global tätigen Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist diese Meldeverpflichtung aus kulturellen Gründen an manchen Standorten auch anonym möglich.
Die AGRANA-Gruppe erhebt neben den gesetzlich vor- geschriebenen lokalen Arbeitssicherheitsmaßnahmen und Berichtspflichten (z. B. an Versicherungsträger) seit vielen Jahren monatlich, weltweit einheitlich definierte Kenn- zahlen zur Arbeitssicherheit und Gesundheit. Damit wird eine bessere konzernweite Vergleichbarkeit und Analyse von Arbeitsunfällen gewährleistet und die Basis für die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen und Zielen im Rahmen der Programme in den Geschäftssegmenten bzw. -bereichen geschaffen.
Der jährlich einberufene zentrale Arbeitsschutzausschuss dient den Arbeitssicherheitsbeauftragten der europäischen Standorte, den verantwortlichen Geschäftsführern, Personalverantwortlichen und Mitarbeitervertretern zum überregionalen und funktionsübergreifenden Aus- tausch zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen, wie z. B. der Analyse ausgewählter Unfälle bzw. Unfallarten (auch an außereuropäischen Standorten) und der Diskussion weiterer Maßnahmen zur Unfallvermeidung.
Im international tätigen Geschäftsbereich Fruchtzuberei- tungen bestehen ebenfalls funktional divers zusammen- gesetzte Arbeitsgruppen und Beratungsgremien, die das Arbeitssicherheitsprogramm „Safety First“ des Bereiches zum Vorreiterprogramm in Sachen Arbeits- sicherheit in der AGRANA-Gruppe gemacht haben.
Die COVID-19-Pandemie prägte auch in der AGRANA- Gruppe das Geschäftsjahr 2020|21. Stark steigende COVID-19-Infektionszahlen in vielen Ländern und damit verbundene massive Einschränkungen des öf- fentlichen Lebens wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen oder Restriktionen bei Veranstaltungen haben das Jahr gekennzeichnet. Mit den gesetzten Maßnahmen gelang es in der AGRANA-Gruppe, die COVID-19-Fälle auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau zu halten. Die strikte Einhaltung der Verhaltensregeln zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen ist auch unerlässlich für das geord- nete Arbeiten und Produzieren in den AGRANA-Betrieben. Insbesondere im Lebensmittelbereich ist AGRANA ein wichtiges Glied der Versorgungskette und in vielen Ländern als Teil der kritischen Infrastruktur eingestuft. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist AGRANA in der Lage, die Versorgung ihrer Kunden mit ihren Produkten trotz der zusätzlichen Herausforderungen zu gewährleisten. Alle Werke weltweit produzieren und arbeiten sorgfältig am Erhalt der Geschäftskontinuität. Alle AGRANA-Produktionsstandorte laufen mit ent- sprechenden Sicherheitsmaßnahmen wie z. B. kontakt- loser Schichtübergabe, Abstandsregeln, persönlicher Schutzausrüstung und verschärften Hygieneregeln. Weitere Präventivmaßnahmen umfassen u. a. an vielen Standorten regelmäßige kostenlose COVID-19-Antigen- Schnelltests. Mitarbeiter der Verwaltung arbeiteten in den Akut- phasen, wo es möglich war, aus dem Home-Office. Durch virtuelle Meetings und Abstimmungen konnte der regelmäßige Austausch gewährleistet werden. AGRANA hat für ihre Mitarbeiter in Österreich seit Ausbruch der Pandemie keine staatlich geförderten Kurzarbeits- modelle in Anspruch genommen.
Im Rahmen der laufenden arbeitsmedizinischen Betreu- ung bietet AGRANA unter dem Begriff „AGRANA Fit“ an vielen Standorten Gesundenuntersuchungen und/oder Impfungen (Grippeschutz, FSME, Titer-Bestimmungen etc.) an. Diese sollen zum Ziel der Erhaltung bzw. Verbesserung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Mitarbeiter beitragen. Zusätzlich bestehen an einigen Standorten individuelle Kooperationen mit lokalen Gesundheits- organisationen und Fitnesseinrichtungen.
AGRANA bietet ihren Mitarbeitern zahlreiche sportliche Angebote, wie z. B. Laufgruppen, Rücken-Fit-Kurse, Ruderkurse, Deep Work, Zumba Toning, High-Intensity- Intervall-Training (HIIT), Afterwork Bodyweight sowie Vinyasa Flow Yoga-, Pilates- und Bootcamp-Kurse an. Die Kurse wurden im Laufe des Geschäftsjahres in ein digitales Format transferiert, um den Mitarbeitern auch eine Teilnahme aus dem Home-Office zu ermöglichen. Neben der großen Vielfalt an Gesundheits- und Sport- angeboten wurden auch zahlreiche Workshops zur Information, Sensibilisierung und Weiterbildung in den Bereichen Work-Life-Balance-Management, Ernährung, Stress- und Burnout-Prävention sowie Workshops für richtige Ergonomie am Arbeitsplatz angeboten. Die Resilienz war in diesem Geschäftsjahr auch ein wichtiger Aspekt.Mit Impulsen wurden Führungskräfte auf Themen wie Resilienz und Achtsamkeit sensibilisiert. Der „Wien Energie Business Run“ konnte 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden. Laureudigen Mitarbeitern wurde jedoch die Teilnahme an virtuellen Laufwettbewerben angeboten, bei denen sie sich mit Teil- nehmern aus ganz Europa messen konnten. Da gesunde Ernährung ein wichtiger Bestandteil ür das persönliche Wohlbefinden ist, macht AGRANA die Mitarbeiter mit Workshops und lokalen Aktionen, wie z. B. frischem Obst zur freien Entnahme, auf die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung aufmerk- sam.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im Hinblick auf das soziale Bewusstsein ein bedeutender Bestand- teil der Personalstrategie von AGRANA. Aus diesem Grund ist AGRANA bereits im Frühjahr 2016 dem vom Bundes- ministerium ür Arbeit, Familie und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk „Unternehmen ür Familien“ beigetreten (siehe auch Corporate Governance-Bericht, Geschäftsbericht 2020|21, Seite 27). Dies spiegelt sich konzernweit in zahlreichen Initiativen und Angeboten ür die Mitarbeiter wider. Dazu gehören Telearbeit (Home-Oce), Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung an einzelnen Standorten, variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven und funktionsähigen Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen. Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen. Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungs- sinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen. Die Funktionsähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grund- lage ür eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensührung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, eine Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchührung interner Kontrollen vor. Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Aus- nahmen verboten. Die AGRANA Beteiligungs-AG ist ür die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge- Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weiter- gegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber ür Verügbarkeit, Qualität und Preis sind wetter- bedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten (siehe dazu auch Nicht-finanzielle Erklärung, Seite 43f ), die Wett bewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
Im Segment Frucht können sich durch nachteilige Witterungsverhältnisse sowie durch Pflanzenkrankheiten verursachte Ernteausälle negativ auf Verügbarkeit und Einstandspreis der Rohstoe auswirken. AGRANA ist es durch ihre weltweite Präsenz und die Kenntnis der Beschaungsmärkte möglich, im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen regionale Versorgungsengpässe und Preisvolatilitäten frühzeitig zu erkennen und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Wo möglich werden zudem sowohl beschaungs- als auch absatzseitig Jahres- verträge abgeschlossen.
Im Bereich der Fruchtsaftkonzentrate werden Rohsto-, Produktions- und Vertriebsrisiken zentral gesteuert. Sowohl Rohstoeinkäufe als auch Verkaufskontrakte in Fremdwährung werden über Derivatgeschäfte abge- sichert. In diesem Zusammenhang werden keine Short- bzw. Long-Positionen über den Zweck der Absicherung des Kerngeschäftes hinaus eingegangen.
Im Segment Stärke gestalten sich die Veränderungen der Rohstopreise im Vergleich zum Verkaufspreis der Endprodukte aufgrund des breiten Produktportfolios unterschiedlich. Bei Stärken und Nebenprodukten ühren Preisveränderungen beim Rohsto zu einer gleichgerich- teten Preisanpassung im Markt, wodurch Rohstopreis- risiken teilweise kompensiert werden („Natural Hedge“). Bei Bioethanol leiten sich in Europa die Verkaufspreise im Wesentlichen von den Notierungen der Informations- plattform „Platts“ ab, die nicht von Rohstopreisen, sondern von Marktschwankungen beeinflusst werden. Entsprechend ist eine hohe Volatilität bei den Bioethanol- preisen feststellbar. Bei Verzuckerungsprodukten orientiert sich der Preis am europäischen Zuckerpreis- niveau und ist zu einem großen Teil unbeeinflusst von Rohstopreisschwankungen. Die Versorgung mit Rohstoen kann durch Beschaung auf nationalen und internationalen Beschaungsmärkten weitgehend als gesichert betrachtet werden. Die Ver- sorgung mit Spezialrohstoen wird durch Kontraktanbau und Lieferverträge in adäquatem Ausmaß sichergestellt. Wenn wirtschaftlich sinnvoll, kann die Absicherung auch durch intern genehmigungspflichtige Termingeschäfte (Future-Kontrakte und OTC-Derivate) erfolgen. Umfang und Ergebnisse dieser Sicherungsgeschäfte sind Bestandteil des regelmäßigen Reporting und werden an den AGRANA-Vorstand berichtet.
Im Segment Zucker werden Zuckerrüben und Rohr- Rohzucker als Rohstoe verwendet. Neben witterungs- bedingten Einflussfaktoren spielt ür die Verügbarkeit des Rohstoes Zuckerrübe auch die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus – im Vergleich mit der Kultivierung anderer Feldfrüchte – ür die zuliefernden Bauern eine wichtige Rolle. Die Verügbarkeit von Zuckerrüben gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die finalen Rüben- preise teilweise vom Zuckerverkaufspreis abhängen. AGRANA intensivierte zur Aufrechterhaltung beider Zuckerfabriken in Österreich ihre Bemühungen in Koope- ration mit den Rübenbauern bzw. Rübenbauernverbänden zur Kontrahierung der daür erforderlichen Rübenmenge. Hierzu werden ausverhandelte Mindestpreise ür Zucker- rüben gezahlt, sodass die Landwirte mit planbaren und damit stabileren Rahmenbedingungen kalkulieren können. Geplante zukünftige Streichungen von nationalen gekoppelten Prämien ür den Anbau von Rüben an Land- wirte in den Anbauregionen von Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei werden sich negativ auf das Einkommen der lokalen Landwirte auswirken und können ein Preis- und/oder Mengenrisiko ür AGRANA darstellen.# Risikomanagement
Die Ranationsstandorte in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien stellen die Möglichkeit der Wertschöpfung aus der Verarbeitung des bezogenen Rohzuckers unter Berücksichtigung der erzielbaren Marktpreise ür Weiß- zucker den grundlegenden Rentabilitätsfaktor dar. Neben dem Risiko aus den Einstandspreisen ür Rohzucker stellen auch die Bestimmungen ür den Import von Weiß- und Rohzucker in die EU und die CEFTA-Länder ein Beschaf- fungsrisiko dar. Der Rohzuckerbedarf wird nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeit durch Warentermingeschäfte abgesichert. Darüber hinaus werden auch im Falle von Exporten von Weißzucker diese bzw. Industriekontrakte mittels Warentermingeschäften abgesichert. Die Absicherungsgeschäfte werden gemäß den internen Richt- linien ausgeührt und unterliegen der Berichtspflicht gegenüber dem Vorstand.
Die Produktionsvorgänge, v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker, sind energieintensiv. Daher investiert AGRANA fortlaufend in die Steigerung der Energieezienz ihrer Produktionsanlagen und richtet sie auf den kosten- optimierenden Einsatz von unterschiedlichen Energie- trägern aus. Für die eingesetzten Energieträger werden zudem teilweise kurz- und mittelfristige Mengen- und Preissicherungen vorgenommen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung ür langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohsto- beschaung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitäts- standards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch über- regionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbs- intensität in Zukunft verstärken. Die Veränderungen auf dem europäischen Zuckermarkt (u. a. das Quotenende per Ende September 2017) sowie Überschüsse auf dem Weltmarkt haben zu starken Rückgängen der Zuckerabsatzpreise geührt. Die weitere Entwicklung der Zuckerpreise auf den europäischen Märkten sowie Märkten außerhalb der EU werden auch in der Zukunft die Ergebnissituation im Segment Zucker wesentlich beeinflussen. Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammen- hang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe ühren können. AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehen- der Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverügbarkeit, Datenverlust oder -manipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angrie auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Experten sowie durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet. Über die aktuellen Entwick- lungen und ihre Konsequenzen wird auch auf Seite 71f im Segment Zucker berichtet.
Zuckermarktordnung: Seit dem 1. Oktober 2017 gelten ür die europäische Zuckerindustrie neue Rahmen- bedingungen. Teil dieser neuen Rahmenbedingung ist die Verbesserung der Markttransparenz in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette. Die EU-Kommission hat mit den Durchührungsverordnungen (EU) 2017/1185 und (EU) 2019/1746 neue Regulierungsmaßnahmen in Form von verschiedenen Meldepflichten beschlossen. Damit soll die Transparenz in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor verbessert werden, um die Wirtschafts - beteiligten und die Behörden zu beähigen, fundierte Entscheidungen zu treen und um das Verständnis der Marktteilnehmer ür Marktentwicklungen zu verbessern. Dadurch entsteht erstmals die Notwendigkeit, Preise auf Stufen der Wertschöpfungskette, die zwischen den Erzeugern der Rohstoe und den Endverbrauchern liegen, zu erheben. Dies betrit sowohl den Lebensmitteleinzel- handel als auch die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe.
Freihandelsabkommen: Zukünftige Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse. Die EU und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) haben im Juni 2019 eine politische Einigung über ein umfassendes Handelsabkommen erzielt. Der Antrag geht nun in jedem Mitgliedsland in einen Ratifizierungsprozess.
Die EU-Kommission verhandelt derzeit mit Australien und Neuseeland über die Ausgestaltung eines Freihandels- abkommens. Des Weiteren können nationale Steuer- und Zollvorschrif- ten sowie deren Auslegung durch die lokalen Behörden zu weiteren Risiken im regulatorischen Umfeld ühren.
BREXIT: Die direkten Geschäftsbeziehungen von AGRANA mit Kunden und Lieferanten aus Großbritannien sind nicht von wesentlicher Bedeutung. Es ist daher ür die Gruppe von keinen signifikanten Auswirkungen aus dem britischen Beschaungs- und Absatzmarkt auszugehen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es durch den Wegfall von Importbeschränkungen ür Zucker in Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu Marktverwerfungen und einem erhöhten Preisdruck kommen kann.
EU-Richtlinie ür erneuerbare Energien
Am 21. Dezember 2018 wurde die Erneuerbare Energie Richtlinie der EU (RED II) verabschiedet. Aktuell wird an der nationalen Umsetzung dieser Richtlinie gearbeitet, welche bis zum 30. Juni 2021 in Kraft treten soll. Diese Richtlinie sieht eine Untergrenze von 14 % erneuer- bare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der Anteil der getreidebasierten Biotreibstoe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7 %, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel ür sogenannte fortschrittliche Biokraftstoe („2. Generation“) in Höhe von mindestens 3,5 % bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoiste ür die fortschrittlichen Biokraftstoe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden. In Österreich beträgt das Substitutionsziel von Biotreib- stoen gemäß derzeit gültiger Kraftstoverordnung 5,75 % (basierend auf RED I) und davon 3,4 % aus Bioethanol (jeweils bezogen auf den Energiegehalt). Die Einührung von E10 würde den Biotreibstoanteil unmittelbar mit den vorhandenen Produktionskapazitäten auf das 7 %-Ziel anheben. Auf nationaler Ebene würde damit nicht nur der RED II-Richtlinie entsprochen, sondern auch die nach- weisbare Verringerung von Partikel-Emissionen könnte erreicht werden.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmen- bedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreen und allenfalls zu einer Risikositua- tion ühren könnten, kontinuierlich und trit gegebenen- falls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat ür die Bereiche Compliance, Personal- recht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroenen Mitarbeiter regelmäßig fort. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichts- hof erhoben. Die BWB begründet dies vor allem damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer „Zusatzstrafe“ in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unter- brochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes „ne bis in idem“ bei EU-Wett- bewerbsverfahren gebeten. Dieses Zwischenverfahren ist noch anhängig.# Mit der Entscheidung des EuGH ist im ersten Kalenderquartal 2022 zu rechnen.
AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet. Weiters ist die AGRANA Stärke GmbH in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien beklagte Partei. Die klagende Partei behauptet, einen Schaden aus einer Nichtlieferung von zugesagten Produktmengen erlitten zu haben. Das Verfahren befindet sich in der ersten Instanz, im Stadium der gerichtlichen Beweisaufnahme. Mit einem erstinstanzlichen Urteil ist möglicherweise im Geschäftsjahr 2021|22 zu rechnen. AGRANA hält die Ansprüche der klagenden Partei mangels wirksamer Vereinbarung der Abnahmemengen für unbegründet. Darüber hinaus bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der zur Verfügung stehenden Kreditrahmen, die Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet. Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Aufgrund des seit einigen Jahren, insbesondere im Euro-Raum, bestehenden negativen Zinsumfeldes im Geldmarktbereich kommt es auch bei variabel verzinsten Finanzanlagen und Finanzierungen für die AGRANA-Gruppe zu nachteiligen Auswirkungen. Bei Bankguthaben besteht das Risiko von weiterverrechneten Negativzinsen, wohingegen bei einigen Finanzierungen der negative Zinssatz nicht an AGRANA weitergegeben wird. Durch die Schwankung des Marktzinsslevels ergibt sich außerdem ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des „Cash Flow at Risk“ bzw. der „Modified Duration“ ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v. a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Złoty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz. Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto- Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert. Das Währungsrisiko wird durch den „Value at Risk“-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Aufgrund der internationalen Aufstellung der AGRANA-Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen global verteilt bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA-Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt (siehe dazu auch nächstes Unterkapitel Coronavirus (COVID-19)). Die finanziellen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Seite 157) im Detail erläutert.
Die globale Verbreitung des Coronavirus hat in vielen Ländern der Welt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens geführt. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen. Nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeiter sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Des Weiteren bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen und temporäre Heimarbeit wurde ermöglicht. Die gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, in weltweit 56 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus konnte das Funktionieren der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam. AGRANA gehört als Teil der kritischen Infrastruktur und Nahrungsmittelproduzent zu den weniger wirtschaftlich betroffenen Branchen. Dennoch wird COVID-19 v. a. in der unmittelbaren Zukunft einen nachhaltigen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Es ist möglich, dass das gewohnte Wachstum auf Vorkrisenniveau erst wieder nach einigen Jahren erreicht werden kann. Ein wesentlicher Beschleuniger in der Überwindung der Pandemie liegt in einer möglichst hohen globalen Durchimpfungsrate. Bis dahin kann es zu Beeinträchtigungen in der Beschaffung, Produktion und auf den Absatzmärkten kommen. Auf den Finanz- und Kapitalmärkten sowie im Interbankenhandel ist es nach Ausbruch der Pandemie temporär zu massiven Verwerfungen gekommen. Ebenso ist die weitere ökonomische Entwicklung nach wie vor von gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit, auch beeinflusst durch Lockdown-Phasen, geprägt. Trotz staatlicher Unterstützungsmaßnahmen ist auch mit einer steigenden Insolvenzquote zu rechnen. Schon im Geschäftsjahr 2020|21 war eine Reduzierung der Versicherungsdeckung aus Warenkreditversicherungen, in Einzelfällen auch eine gesamte Aufhebung des Deckungsumfangs bzw. eine erschwerte Erstversicherung von Neukunden, zu beobachten. Diese Entwicklungen führten zu einem engmaschigeren Monitoring der Kundenforderungen und Zahlungsziele sowie alternativen Risikoevaluierungsmaßnahmen und -sicherstellungen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sind derzeit keine zusätzlichen nennenswerten Forderungsausfälle zu beobachten. AGRANA steht in engem Austausch mit ihren Hausbanken und überprüft laufend die Verfügbarkeit der vorhandenen Kreditrahmen. Aus diesem Grund stand Ende des Kalenderjahres 2020 die erfolgreiche Verlängerung einer syndizierten Kreditlinie im Mittelpunkt der Aktivitäten der Konzern-Treasuryabteilung. Ebenso wird die Liquidität auf den weltweit unterhaltenen Bankkonten und das Rating der Bankpartner laufend kritisch überprüft und bei Bedarf werden notwendige Umschichtungen vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2020|21 hat sich AGRANA weiter mit der Analyse der nicht-finanziellen bzw. nicht primär finanziellen Risiken beschäftigt. Für die Betrachtungen wurden einerseits die Vorgaben des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsgesetzes bzw. des § 267a UGB und der Global Reporting Initiative (GRI) sowie andererseits auch die Reporting-Empfehlungen zu klima- bezogenen Risiken und Chancen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) herangezogen. Während die gesetzlichen und GRI-Anforderungen ihren Fokus auf die von Unternehmen ausgelösten nicht- finanziellen Risiken bzw.# Tatsächlichen Auswirkungen richten, empfiehlt die TCFD die verstärkte Darstellung der durch den Klimawandel auf Unternehmen wirkenden Risiken.
Das AGRANA-Risikomanagement beschäftigt sich mit den auf AGRANA wirkenden Risiken und deckt die im Rahmen der AGRANA-Geschäftstätigkeit auf die Gruppe wirkenden physischen Risiken (v. a. Rohstoffbeschaffungsrisiken) ab. Der Betrachtungszeitraum für die genannten Risiken entspricht im Rahmen des AGRANA-Risikomanagementsystems und dem konzernweit einheitlich implementierten Planungs- und Berichtssystems fünf Jahren (Beschreibung siehe Kapitel Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 95).
Die Abteilung Landwirtschaftliche Forschung im AGRANA Research & Innovation Center hat im Berichtsjahr 2020|21 ihre laufenden Projekte in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien weitergeführt. Diese dienen der Datensammlung, aber v. a. auch der Zusammenführung und Weiterentwicklung bestehender längerfristiger Betrachtungen bezüglich der physischen Verfügbarkeit ausgewählter Rohstoffe, um zukünftig langfristige, szenariobasierte Voraussagen zur Rohstoffverfügbarkeit unter veränderten klimatischen Bedingungen treffen zu können.
Als energieintensiver industrieller Veredler, v. a. in den Segmenten Stärke und Zucker, unterliegt AGRANA mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segmente dem EU-Emissionshandelssystem (ETS). Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potenziellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel werden durch das Pariser Klimaabkommen 2015 und dem darauf basierenden EU Green Deal in den nächsten Jahren vermehrte regulatorische Risiken im Rahmen der Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft für AGRANA begründen.
Im Dezember 2019 hat die EU-Kommission ihren Fahrplan zur Dekarbonisierung, den Green Deal, vorgelegt. Um die klima- und umweltbedingten Herausforderungen zu bewältigen, sollen innerhalb der nächsten 30 Jahre
– Bis auf allgemeine, behördlich angeordnete, regionale Schließungen im März 2020 am indischen und im Juni 2020 am ägyptischen Produktionsstandort von jeweils sechs Werktagen
Emission Trading System (ETS) die Industriesektoren und alle Wertschöpfungsketten umgestaltet werden. Maßgebend ist das Ziel innerhalb der EU, bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen (THG) mehr freizusetzen. Ein im Dezember 2020 beschlossenes EU-Zwischenziel ist die Reduktion von THG-Emissionen um –55 % bis 2030 im Vergleich zu 1990.
Abgesehen von den Klimaambitionen werden unter dem Green Deal alle legislativen Bereiche auf ihren Einklang mit dem Ziel der Klimaneutralität überprüft. Dadurch können sich Änderungen ergeben, wie z. B. in der Industrieemissions-Richtlinie oder der Emissionshandels-Richtlinie. Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch die Diskussionen rund um ein CO2-Grenzausgleichssystem sowie die Einführung eines CO2-Preises.
Weitere für AGRANA vor allem im Bereich ihrer Lieferkette wichtige Arbeitspakete des Green Deals sind unter anderem die „Vom Hof auf den Tisch“-Initiative, die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft sowie die Biodiversitätsstrategie.
Ein weiteres wichtiges Kernelement des Green Deal zur Transformation in Richtung emissionsarmer Gesellschaft ist die Umlenkung von Finanzströmen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, die einen Beitrag zum Erreichen der sechs EU-Umweltziele, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen, Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung von Umweltverschmutzung sowie Schutz von Ökosystemen und Biodiversität, leisten. Im Sommer 2020 hat die EU mit der EU-Taxonomie ein Regelwerk verabschiedet, das Kriterien für den Ausweis nachhaltiger „grüner“ Umsätze, Investitionen und Betriebsausgaben definiert, die insbesondere einem der vorgenannten Umweltziele dienen, ohne dabei eines der anderen fünf Umweltziele erheblich zu beeinträchtigen.
Diese Angaben sind seitens AGRANA ab dem Geschäftsjahr 2021|22 zu machen. Derzeit läuft die Ausarbeitung technischer Evaluierungskriterien zur Weiterentwicklung der Taxonomie im Rahmen von delegierten Rechtsakten. Es ist noch offen, welche Produkte bzw. Segmente von AGRANA mit welchen Regelungen bedacht werden. Es ist davon auszugehen, dass im Geschäftsjahr 2021|22 nicht für alle AGRANA-Produkte (und damit Segmente) Vorgaben für die Angabe „grüner“ Umsätze, Investitionen oder Betriebsausgaben bestehen werden. Ob und wie das in folgenden Geschäftsjahren ausgeweitet werden kann, ist nach aktuellem Kenntnisstand unklar. Generell wird davon ausgegangen, dass sich mit steigendem Anteil „grüner“ Umsätze, Investitionen oder Betriebsausgaben Vorteile bei der Finanzierung und staatlichen Förderungen ergeben könnten.
In Würdigung des angestrebten Vorhabens seitens des EU Green Deal hat sich AGRANA im Geschäftsjahr 2020|21 dazu entschlossen, erstmals einen Kreditrahmen (Revolving Credit Facility) über 250 Mio. € mit der Verknüpfung an ein ESG-Rating aufzunehmen. Dabei führt eine positive Veränderung des ESG-Ratings zu einer leichten Verbesserung und eine negative Veränderung des ESG-Rating zu einer leichten Verschlechterung der Kreditmarge. AGRANA trägt diesen potenziellen Risiken und Chancen im Rahmen ihrer im Geschäftsjahr 2020|21 weiter entwickelten Dekarbonisierungsstrategie Rechnung (Details siehe Seite 45f).
Sowohl die in diesem Risikobericht beschriebenen auf AGRANA wirkenden als auch die durch AGRANAs Geschäftstätigkeit ausgelösten Risiken und tatsächlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie die ergriffenen Maßnahmen werden im Kapitel Nicht-finanzielle Erklärung (ab Seite 38) genauer beschrieben. AGRANA hat sowohl im Bereich der auf sie wirkenden als auch im Bereich der von ihr ausgelösten Risiken angemessene Maßnahmen gesetzt, um nachteiligen Effekten aus nicht-finanziellen Risiken aus der strategischen und operativen Geschäftsgebarung entgegenzuwirken. Die Maßnahmen betreffen Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange und stehen im Einklang mit nationalen und internationalen Standards zur Wahrung der Qualitäts- und Reputationsansprüche im Interesse der AGRANA-Gruppe.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Im Segment Zucker ist der Einfluss der Weltmarktpreise auf das europäische Preisniveau von gestiegener Bedeutung. Im Bereich Bioethanol ist der wirtschaftliche Erfolg wesentlich durch die zukünftige Entwicklung der Absatzpreise bestimmt. Da sich die Preise für die verwendeten Rohstoffe Mais und Weizen unabhängig von den Ethanolpreisen entwickeln können, wird die Einschätzung der Ergebnisentwicklung bei Bioethanol zusätzlich erschwert. Aufgrund der sich nur langsam nach oben bewegenden EU-Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose, der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der schwankenden Kosten durch die hohe Rohstoffpreisvolatilität sowie aufgrund der nach wie vor gegebenen Unsicherheiten in Bezug auf Ausmaß und Dauer aus der Coronavirus-Krise liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Sie ist jedoch durch eine hohe bilanzielle Eigenkapitalausstattung gedeckt und die AGRANA-Gruppe kann durch die Diversifikation in drei Geschäftsbereiche risikoausgleichend agieren. Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw. sind solche auch gegenwärtig nicht erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften. Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der dort publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP-System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt.
Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften.# Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufs- daten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl ür jedes Segment als auch ür die gesamte AGRANA-Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial ür das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird. Ein konzernweites Risikomanagementsystem (siehe Kapitel Risikomanagement, Seite 88), sowohl auf opera- tiver als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle ür das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstobeschaung, Wettbewerbs- und Marktrisiken sowie Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risiko- managements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeührt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsaus- schuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft. Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das Interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet. Enterprise-Resource-Planning
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-AG zum Stichtag 28. Februar 2021 betrug 113,5 Mio. € (29. Februar 2020: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (29. Februar 2020: 62.488.976) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht. Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG (AZSF) mit Sitz in Wien hält als Mehrheits- aktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG. An der AZSF sind die Zucker- Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs-AG, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt. An der ZBG halten die „ALMARA“ Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der AZSF gebündelt und es bestehen u. a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikats- partner ür die Organe der AGRANA Beteiligungs-AG und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs-AG nominiert und bestellt. Der Vorstand war bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsicht- srates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchührung der Kapital- erhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand verügt damit seither über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien aus- zugeben oder zurückzukaufen. Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus. In den Verträgen betreend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien („Syndicated Loans“) sind Change of Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungs- recht einräumen. Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädi- gungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanz- struktur ür die Zukunft gut aufgestellt.
| AGRANA-Gruppe | 2020|21 IST | 2021|22 Prognose |
|-------------------|----------------|-----------------|
| Umsatzerlöse Mio. € | ., | moderater Anstieg i |
| EBIT Mio. € | , | deutlicher Anstieg ii |
| Investitionen Mio. € | , | |
Trotz der weiterhin großen Herausforderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie wird ür das Geschäftsjahr 2021|22 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 91 Mio. € zwar über dem Wert von 2020|21, jedoch deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 121 Mio. € liegen.
| Frucht | 2020|21 IST | 2021|22 Prognose |
|--------------------|----------------|-----------------|
| Umsatzerlöse Mio. € | ., | moderater Anstieg i |
| EBIT Mio. € | , | deutlicher Anstieg ii |
| Investitionen Mio. € | , | |
Im Segment Frucht prognostiziert AGRANA ür das Geschäftsjahr 2021|22 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen rechnet mit einer positiven Umsatzent- wicklung. Durch die Auslastung der geschaenen Kapazitäten und das Vorantreiben der Diversifikation im Non-Dairy-Geschäft soll auch das EBIT weiter gesteigert werden. Im Geschäftsbereich Frucht- saftkonzentrate wird 2021|22 von einem stabilen Umsatz bei einer deutlich verbesserten Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Im Segment Frucht ist ein Investitionsvolumen von rund 47 Mio. € geplant, das um rund 8 % über dem erwarteten Abschreibungsniveau liegt. Schwerpunktmäßig sind Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen sowie Produktionsoptimierungen vorgesehen.
| Stärke | 2020|21 IST | 2021|22 Prognose |
|--------------------|----------------|-----------------|
| Umsatzerlöse Mio. € | , | stabile Entwicklung p |
| EBIT Mio. € | , | deutlicher Rückgang ss |
| Investitionen Mio. € | , | |
Das Segment Stärke prognostiziert ür das Geschäftsjahr 2021|22 eine stabile Umsatzentwicklung und ein EBIT deutlich unter dem Vorjahreswert. Solange die Wirtschaftsleistung nicht wieder das Niveau vor der COVID-19-Krise erreicht, wird nicht erwartet, dass die Nachfrage steigt und Preis- erhöhungen durchsetzbar werden. Kostenseitig ist mit deutlich höheren Getreidepreisen aus der Ernte 2020 und steigenden Energiepreisen zu rechnen. Das geplante Investitionsvolumen im Segment Stärke beträgt rund 24 Mio. € und wird damit nach den Großprojekten der vergangenen Jahre deutlich unter dem Abschreibungsniveau liegen. Die größte Teilsumme entällt auf Maßnahmen zur Erhöhung der Spezialmaisverarbeitung.
In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
Eiscreme- und Backwarengeschäft, Food Service
| Zucker | 2020|21 IST | 2021|22 Prognose |
|--------------------|----------------|-----------------|
| Umsatzerlöse Mio. € | , | deutlicher Anstieg ii |
| EBIT Mio. € | –, | sehr deutliche Verbesserung iii |
| Investitionen Mio. € | , | |
Im Segment Zucker rechnet AGRANA 2021|22 mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Rahmen- bedingungen am EU-Zuckermarkt. AGRANA geht davon aus, dass die Auslastung speziell der beiden österreichischen Zuckerrübenfabriken wieder deutlich erhöht werden kann, weil sie verschiedene Maßnahmen initiiert hat, um eine deutlich höhere Rübenversorgung sicherstellen zu können. Vertriebsseitig wird mit steigenden Zuckerverkaufsmengen und stabilen bzw. steigenden Zuckerpreisen in der EU gerechnet. Dieses sich positiv entwickelnde EU-Zuckermarktumfeld in Kombination mit einem konsequenten Kostenmanagement lässt ein sehr deutlich verbessertes Ergebnis erwarten. Die im Segment Zucker geplanten Investitionsausgaben belaufen sich auf rund 20 Mio. €. Es werden v. a. Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen getätigt.
Aufgrund der andauernden COVID-19-Krise und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten ist die Prognose ür das Gesamtjahr von sehr hoher Unsicherheit geprägt. Betreend Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | p | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich | ii oder ss | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | iii oder sss | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
Im Geschäftsjahr 2020|21 hat AGRANA intensiv an ihrer Klimastrategie, die im Einklang mit den Pariser Klimazielen sowie den regulatorischen Vorgaben auf nationaler Ebene und EU-Ebene steht, gearbeitet. Alle AGRANA-Geschäftssegmente entwickelten einen Etappenplan mit konkreten Dekarbonisierungszielen und -maßnahmen ür ihre Produktionsaktivitäten (Scope 1+2), um bis 2040 bilanziell CO-neutral zu sein.# KONZERN-ABSCHLUSS
für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021
| Note | t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|---|
| (1) | Umsatzerlöse | 2.546.984 | 2.480.732 |
| (2) | Bestandsveränderungen | –14.529 | 64.764 |
| (3) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.820 | –1.898 |
| (4) | Sonstige betriebliche Erträge | 42.964 | 37.671 |
| (5) | Materialaufwand | –1.759.232 | –1.759.277 |
| (6) | Personalaufwand | –345.294 | –341.660 |
| (7) | Abschreibungen | –120.148 | –130.444 |
| (8) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –292.387 | –303.472 |
| (9) | Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 17.513 | 16.727 |
| | Ergebnis der Betriebstätigkeit | 78.691 | 66.939 |
| (10) | Finanzerträge | 24.896 | 22.851 |
| (11) | Finanzaufwendungen | –43.392 | –40.042 |
| | Finanzergebnis | –18.496 | –17.191 |
| | Ergebnis vor Ertragsteuern | 60.195 | 49.748 |
| (12) | Ertragsteuern | –5.210 | –18.567 |
| | Konzernergebnis | 54.985 | 31.181 |
| | davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs- AG | 59.787 | 28.051 |
| | davon nicht beherrschende Anteile | –4.802 | 3.130 |
| (13) | Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | €0,96 | €0,45 |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 114.
für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021
| Note | t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|---|
| (1) | Umsatzerlöse | 2.546.984 | 2.480.732 |
| (2) | Bestandsveränderungen | –14.529 | 64.764 |
| (3) | Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.820 | –1.898 |
| (4) | Sonstige betriebliche Erträge | 42.964 | 37.671 |
| (5) | Materialaufwand | –1.759.232 | –1.759.277 |
| (6) | Personalaufwand | –345.294 | –341.660 |
| (7) | Abschreibungen | –120.148 | –130.444 |
| (8) | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –292.387 | –303.472 |
| (9) | Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 17.513 | 16.727 |
| | Ergebnis der Betriebstätigkeit | 78.691 | 66.939 |
| (10) | Finanzerträge | 24.896 | 22.851 |
| (11) | Finanzaufwendungen | –43.392 | –40.042 |
| | Finanzergebnis | –18.496 | –17.191 |
| | Ergebnis vor Ertragsteuern | 60.195 | 49.748 |
| (12) | Ertragsteuern | –5.210 | –18.567 |
| | Konzernergebnis | 54.985 | 31.181 |
| | davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs- AG | 59.787 | 28.051 |
| | davon nicht beherrschende Anteile | –4.802 | 3.130 |
| (13) | Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | €0,96 | €0,45 |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 114.
für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 54.985 | 31.181 |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung | –43.031 | –2.030 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern | 356 | –288 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –3.391 | –3.742 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –46.066 | –6.060 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern | 502 | –5.069 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten nach latenten Steuern | 367 | 0 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –10 | 0 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 506 | –4.712 |
| Sonstiges Ergebnis | –45.560 | –10.772 |
| Gesamtergebnis | 9.425 | 20.409 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs- AG | 17.666 | 17.643 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –8.241 | 2.766 |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 54.985 | 31.181 |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung | –43.031 | –2.030 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) nach latenten Steuern | 356 | –288 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –3.391 | –3.742 |
| Zukünftig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen | –46.066 | –6.060 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen nach latenten Steuern | 502 | –5.069 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten nach latenten Steuern | 367 | 0 |
| Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –10 | 0 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 506 | –4.712 |
| Sonstiges Ergebnis | –45.560 | –10.772 |
| Gesamtergebnis | 9.425 | 20.409 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs- AG | 17.666 | 17.643 |
| davon nicht beherrschende Anteile | –8.241 | 2.766 |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021
| Note | t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|---|
| | Konzernergebnis | 54.985 | 31.181 |
| | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 120.453 | 130.473 |
| | Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –199 | –28 |
| | Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | –339 | –1 |
| | Veränderungen langfristiger Rückstellungen | 3.619 | 2.303 |
| | Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –17.513 | –16.727 |
| | Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 21.000 | 14.000 |
| | Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | –823 | –912 |
| | Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 23.234 | 25.718 |
| | Cashflow aus dem Ergebnis | 198.825 | 187.831 |
| | Veränderungen der Vorräte | –13.503 | –102.588 |
| | Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte | 37.477 | –296 |
| | Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | –7.434 | –16.548 |
| | Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 43.794 | 66.450 |
| | Veränderungen des Working Capital | –14.620 | –52.982 |
| | Erhaltene Zinsen | 802 | 2.001 |
| | Gezahlte Zinsen | –7.930 | –8.814 |
| | Gezahlte Ertragsteuern | –13.454 | –17.940 |
| (14) | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 163.623 | 110.096 |
| | Erhaltene Dividenden | 22 | 17 |
| | Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 2.829 | 1.971 |
| | Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –70.509 | –150.030 |
| | Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 468 | 6 |
| | Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel | 582 | 0 |
| | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –3.345 | –8.124 |
| | Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel | –9.111 | 0 |
| (15) | Cashflow aus Investitionstätigkeit | –79.646 | –155.578 |
| | Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 0 | –85.000 |
| | Rückführung/Aufnahme von Schuldscheindarlehen | –26.000 | 164.500 |
| | Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | –7.266 | –6.437 |
| | Rückführung Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank | –4.882 | –4.882 |
| | Rückführung/Aufnahme von syndizierten Krediten | –70.000 | 10.000 |
| | Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | 97.520 | 42.344 |
| | Gezahlte Dividenden | –48.826 | –63.203 |
| (16) | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –59.454 | 57.322 |
| | Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 24.523 | 11.840 |
| | Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –5.437 | –511 |
| | Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand | –1.530 | –496 |
| | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 93.415 | 82.582 |
| | Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 110.971 | 93.415 |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Angaben finden sich auf Seite 114.```markdown
Note t€ | 2020|21 | 2019|20
------- | -------- | --------
Konzernergebnis | 60.775 | 94.398
Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 105.459 | 103.609
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | –777 | –820
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | –997 | –109
Veränderungen langfristiger Rückstellungen | –9.847 | 4.919
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | –10.750 | –18.732
Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 14.111 | 16.111
Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 809 | 704
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen | 15.796 | 15.980
Cashflow aus dem Ergebnis | 153.764 | 170.897
Veränderungen der Vorräte | –10.951 | –10.788
Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte | –9.272 | –17.188
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | –2.769 | –18.568
Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) | 6.976 | 88.615
Veränderungen des Working Capital | –5.946 | –60.377
Erhaltene Zinsen | 810 | 1.110
Gezahlte Zinsen | –9.791 | –8.806
Gezahlte Ertragsteuern | –10.656 | –19.761
(V15) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 137.600 | 171.077
Erhaltene Dividenden | 22 | 10
Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 1.507 | 1.720
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse | –10.517 | –15.191
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 68 | 8
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel | 1 | 580
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –9.365 | –8.406
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel | –7.100 | –1
(V16) Cashflow aus Investitionstätigkeit | -19.695 | -10.706
Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | –8.555 | –
Rückführung/Aufnahme von Schuldscheindarlehen | –10.333 | 10.867
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | –2.148 | –8.619
Rückführung Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank | –6.888 | –6.888
Rückführung/Aufnahme von syndizierten Krediten | –10.111 | 11.111
Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen | 7.251 | 6.966
Gezahlte Dividenden | –16.808 | –18.909
(V17) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –37.597 | 11.527
Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 80.308 | 171.898
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | –5.692 | –5.100
Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand | –1.591 | –6.278
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 79.615 | 80.514
Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 152.540 | 79.615
```markdown
# Konzern-Bilanz zum 28. Februar 2021
Note t€ | Stand 28.02.2021 | Stand 29.02.2020
------- | -------- | --------
**A. KTI VA** | |
**A. Langfristige Vermögenswerte** | |
(V15) Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 254.599 | 254.997
(V16) Sachanlagen | 859.659 | 932.795
(V17) Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen | 72.118 | 76.919
(V17) Wertpapiere | 19.416 | 19.599
(V17) Beteiligungen | 1.683 | 919
(V17) Sonstige Vermögenswerte | 8.106 | 12.410
(V20) Aktive latente Steuern | 16.440 | 14.175
| **1.232.021** | **1.311.814**
**B. Kurzfristige Vermögenswerte** | |
(V19) Vorräte | 700.613 | 710.500
(V18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 323.055 | 319.457
(V18) Sonstige Vermögenswerte | 96.069 | 89.334
Laufende Ertragsteuerforderungen | 10.005 | 4.813
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 110.971 | 93.415
| **1.240.713** | **1.217.519**
**Summe Aktiva** | **2.472.734** | **2.529.333**
**PASSIVA** | |
**(V23) A. Eigenkapital** | |
Grundkapital | 113.531 | 113.531
Kapitalrücklagen | 540.760 | 540.760
Gewinnrücklagen | 619.493 | 649.295
**Anteil der Aktionäre am Eigenkapital** | **1.273.784** | **1.303.586**
Nicht beherrschende Anteile | 55.313 | 63.435
| **1.329.097** | **1.367.021**
**B. Langfristige Schulden** | |
(V21a) Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 67.786 | 73.401
(V21b) Übrige Rückstellungen | 29.396 | 29.756
(V22) Finanzverbindlichkeiten | 493.637 | 450.212
(V22) Sonstige Verbindlichkeiten | 1.094 | 6.418
(V20) Passive latente Steuern | 5.502 | 5.504
| **597.415** | **565.291**
**C. Kurzfristige Schulden** | |
(V21b) Übrige Rückstellungen | 17.478 | 20.789
(V22) Finanzverbindlichkeiten | 80.274 | 126.814
(V22) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 311.524 | 311.771
(V22) Sonstige Verbindlichkeiten | 130.800 | 131.553
Steuerschulden | 6.146 | 6.094
| **546.222** | **597.021**
**Summe Passiva** | **2.472.734** | **2.529.333**
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
```markdown
| t€ | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Rücklage für Eigenkapitalinstrumente | Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow- Hedges) | Rücklage für versicherungsmathem. Gewinne/Verluste | Anteile am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | -619 | 38.988 | 30.413 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 0 | 0 | 0 | 501 | 0 | 562 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.857 | 4 |
| Steuereffekte | 0 | 0 | 0 | -145 | -1.420 | -141 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -3.950 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | -3.525 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 356 | 437 | -3.525 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 28.02.2021 | 113.531 | 540.760 | 3.110 | -263 | 38.551 | 33.938 |
| t€ | Gewinnrücklagen | Gesamt |
|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | 619.493 | 1.303.586 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 0 | 1.063 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 1.861 |
| Steuereffekte | -141 | -281 |
| Verlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | -3.950 | -3.950 |
| Sonstiges Ergebnis | -3.525 | -2.732 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -3.525 | -2.732 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Stand 28.02.2021 | 619.493 | 1.329.097 |
1 Nach der Equity-Methode bilanziert
```# Konzern-Eigenkapital-Entwicklun g für das Geschäftsjahr 2020|21 vom 1. März 202 0 bis 2 8 . Februar 2021
1 Nach der Equity-Methode bilanziert
| Konzern-Eigenkapital-Entwicklung 105 | Beteiligungs-AG zurechenbar | Übriges kumuliertes Eigenkapital | Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | Jahresergebnis | Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre | Nicht beherrschende Anteile | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | .786.447 | –.98.293 | .28.051 | ..1.303.586 | .63.435 | ..1.367.021 | |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 0 | 0 | 0 | .1.063 | 187 | .1.250 | |
| V eränderung versicherungs- mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | –.1.706 | –69 | –.1.775 | |
| Steuereffekte | 0 | –.39.389 | 0 | –.43.339 | –.3.645 | –.46.984 | |
| V erlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | 0 | –.39.389 | 0 | –.42.121 | –.3.439 | –.45.560 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | .59.787 | .59.787 | –.4.802 | .54.985 | |
| Konzernergebnis | 0 | –.39.389 | .59.787 | .17.666 | –.8.241 | .9.425 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | –.48.117 | –.48.117 | –710 | –.48.827 | |
| Dividendenausschüttung | –.20.066 | 0 | .20.066 | 0 | 0 | 0 | |
| Zuweisung Rücklagen | 649 | 0 | 649 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 829 | .1.478 | .767.030 | –.137.682 | .59.787 | ..1.273.784 | |
| Stand 28.02.2021 | . 786.447 | . 98.293 | . 28.051 | – 137.682 | –. 54.985 | –. 1.273.784 |
| t€ | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Rücklage für Eigenkapitalinstrumente | Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow- Hedges) | Rücklage für versicherung mathemat. Gewinne/ Verluste | Anteile am sonstigen Ergebnis von Gemeinschafts- unternehmen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | |||||
| Stand 01.03.2019 | .113.531 | .540.760 | .2.743 | –331 | –.33.988 | –.26.545 |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | 0 | 489 | 0 | 0 | 0 |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 0 | 0 | 0 | –394 | 0 | 471 |
| V eränderung versicherungs- mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | –.6.073 | –10 |
| Steuereffekte | 0 | 0 | –122 | 106 | .1.073 | –116 |
| V erlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –.4.213 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 367 | –288 | –.5.000 | –.3.868 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 367 | –288 | –.5.000 | –.3.868 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anteils- und Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 29.02.2020 | .113.531 | .540.760 | .3.110 | –619 | –.38.988 | –.30.413 |
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
2 Nach der Equity-Methode bilanziert
| Konzern-Eigenkapital-Entwicklung | Beteiligungs-AG zurechenbar | Übriges kumuliertes Eigenkapital | Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | Jahresergebnis | Eigenkapital der AGRANA-Aktionäre | Nicht beherrschende Anteile | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | .823.840 | –.96.674 | .25.406 | ..1.348.742 | .61.186 | ..1.409.928 | |
| Marktwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | 0 | 0 | 489 | 0 | 489 | |
| Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten (Cashflow-Hedges) | 0 | 0 | 0 | 77 | 157 | 234 | |
| V eränderung versicherungs- mathematischer Gewinne/Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | –.6.083 | –94 | –.6.177 | |
| Steuereffekte | 0 | 0 | 0 | 941 | –16 | 925 | |
| V erlust aus Währungsumrechnung und Hochinflationsanpassung | 0 | –.1.619 | 0 | –.5.832 | –411 | –.6.243 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | –.1.619 | 0 | –.10.408 | –364 | –.10.772 | |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | .28.051 | .28.051 | .3.130 | .31.181 | |
| Gesamtergebnis | 0 | –.1.619 | .28.051 | .17.643 | .2.766 | .20.409 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | –.62.489 | –.62.489 | –714 | –.63.203 | |
| Zuweisung Rücklagen | 0 | 0 | –105 | 0 | 0 | –105 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | –8 | –113 | –205 | 0 | |
| Stand 28.02.2021 | .786.447 | –.98.293 | .28.051 | ..1.303.586 | .63.435 | ..1.367.021 |
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: AGRANA Beteiligungs-AG) als Muttergesellschaft mit Sitz am Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien|Österreich, bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften einen internationalen Konzern, der weltweit in der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig ist. Der Konzernabschluss 2020|21 der AGRANA-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag verpflichtenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Bestimmungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB erstellt.
Die Informationen zu den Geschäftssegmenten entsprechend IFRS 8 folgen mit den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker der internen Berichterstattung der AGRANA-Gruppe. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Frucht, Stärke und Zucker. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-AG als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet. Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt. AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl „Operatives Ergebnis“. Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen.
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | .. | . | . | –. | .. |
| Umsätze zwischen Segmenten | –. | –. | –. | . | |
| Umsatzerlöse | .. | . | . | | .. |
| EBITDA | . | . | . | | . |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1 | –. | –. | –. | | –. |
| Operatives Ergebnis | . | . | –. | | . |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –. | | – | | –. |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | | . | –. | | . |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | . | . | –. | | . |
| Segmentvermögen | .. | . | .. | –.. | .. |
| Segmenteigenkapital | . | . | . | –. | .. |
| Segmentschulden | . | . | . | –. | .. |
| Konzernanhang der AGRANA-Gruppe | |||||
| 1 Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte |
Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend der strategischen Ausrichtung die drei berichtspflichtigen Segmente Frucht, Stärke und Zucker. Die Segmente unterscheiden sich in Hinblick auf Produktportfolios, Produktionstechnologien, Rohstoffbeschaffung sowie Absatzstrategien und werden getrennt geführt. Die AGRANA Beteiligungs-AG als Holding ist dem Segment Zucker zugeordnet. Die interne Berichterstattung für jedes Segment erfolgt monatlich an den CODM (Chief Operating Decisionmaker). CODM ist der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG. Informationen zu den Ergebnissen der berichtspflichtigen Segmente finden sich in den nachstehenden Übersichten. Die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente erfolgt v. a. auf Basis des operativen Ergebnisses, welches eine wesentliche Kennzahl in jedem internen Managementbericht darstellt. AGRANA verwendet in der Berichterstattung der berichtspflichtigen Segmente an den CODM die Kennzahl „Operatives Ergebnis“. Das operative Ergebnis unterscheidet sich vom Ergebnis der Betriebstätigkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Ergebnisanteile von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und dem Ergebnis aus Sondereinflüssen. Sondereinflüsse stellen außergewöhnliche bzw. einmalige Sachverhalte dar, die einen definierten Wert übersteigen und nicht im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit anfallen.
| t€ | Frucht | Stärke | Zucker | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||||
| Umsatzerlöse (brutto) | 2.779.817 | 2.949.805 | 1.917.944 | –50.785 | 7.541.817 |
| Umsätze zwischen Segmenten | –4.812 | –1.657 | –2.849 | 9.318 | – |
| Umsatzerlöse | 2.774.905 | 2.948.148 | 1.915.095 | –41.467 | 7.541.817 |
| EBITDA | 305.921 | 307.548 | 5.769 | – | 619.238 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ | –55.976 | –56.779 | –10.940 | – | –123.695 |
| Operatives Ergebnis | 250.045 | 251.369 | –5.171 | – | 495.543 |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen | –11.723 | – | –212 | – | –11.935 |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | – | 16.092 | –1.881 | – | 14.211 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 238.322 | 267.461 | –7.053 | – | 509.754 |
| Segmentvermögen | 1.566.797 | 1.722.676 | 1.617.379 | –1.578.779 | 3.327.873 |
| Segmenteigenkapital | 956.681 | 752.026 | 1.104.937 | –1.455.906 | 1.357.740 |
| Segmentschulden | 1.018.118 | 1.186.978 | 1.036.089 | –1.314.288 | 1.269.179 |
Konzernanhang der AGRANA-Gruppe | | | | |
¹ Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte | | | | |
Konzernanhang der AGRANA-Gruppe | | | | |
109 | | | | |
t€ | Frucht | Stärke | Zucker | Konsolidierung | Konzern
---|---|---|---|---|---
Geschäftsjahr 2020|21 | | | |
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ | 49.811 | 119.955 | 12.734 | – | 182.500
Investitionen in Finanzanlagen | – | 17.260 | – | – | 3.129
Investitionen gesamt | 49.811 | 137.215 | 12.734 | – | 185.629
Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | – | 90.811 | – | – | 65.771
Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 2.040 | 1.130 | 1.434 | – | 4.604
Geschäftsjahr 2019|20 | | | |
² Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. | | | | |
Umsatzerlöse (brutto) | 2.277.140 | 1.938.797 | 2.221.548 | –21.417 | 6.356.068
Umsätze zwischen Segmenten | –117 | –10.147 | –12.140 | 21.417 | –
Umsatzerlöse | 2.277.023 | 1.928.650 | 2.209.408 | – | 6.356.068
EBITDA | 289.167 | 213.832 | –110.770 | – | 392.229
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ | –14.187 | –12.827 | –10.762 | – | –37.776
Operatives Ergebnis | 274.980 | 201.005 | –121.532 | – | 354.453
Ergebnis aus Sondereinflüssen | –339 | – | –11.935 | – | –12.274
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | – | 10.122 | – | – | 10.122
Ergebnis der Betriebstätigkeit | 271.754 | 211.127 | –133.467 | – | 342.201
Segmentvermögen | 1.074.892 | 1.692.893 | 797.519 | –1.122.647 | 2.442.657
Segmenteigenkapital | 841.007 | 1.172.605 | 498.210 | –1.023.615 | 1.088.207
Segmentschulden | 632.527 | 1.059.300 | 550.921 | –1.015.248 | 705.800
Konzernanhang der AGRANA-Gruppe | | | | |
¹ Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte | | | | |
Konzernanhang der AGRANA-Gruppe | | | | |
109 | | | | |
t€ | Frucht | Stärke | Zucker | Konsolidierung | Konzern
---|---|---|---|---|---
Geschäftsjahr 2019|20 | | | |
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ | 12.080 | 10.770 | 7.759 | – | 30.609
Investitionen in Finanzanlagen | 1.212 | 1.707 | 2.761 | – | 2.937
Investitionen gesamt | 13.292 | 12.477 | 10.520 | – | 33.546
Buchwert von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | – | 12.165 | – | – | 10.050
Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) | 1.070 | 1.164 | 1.379 | – | 3.613
Bei Umsätzen und Vermögen werden die konsolidierten Werte angegeben. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt auf Basis vergleichbarer marktüblicher Bedingungen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von –11.723 t€ (Vorjahr: –2.070 t€) im Segment Frucht steht im Zusammenhang mit einem Kosteneinsparungsprogramm, einer Sachanlagenabwertung in Ägypten, zwei Werksschließungen in Polen und Ungarn sowie Aufwendungen für einen Reklamationsfall in Europa (Vorjahr: regionale Umstrukturierungen und außerplanmäßige Personalkosteneffekte). Im Segment Zucker beträgt das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2020|21 –212 t€. Das Vorjahresergebnis aus Sondereinflüssen wurde um –20.111 t€ aufgrund einer Fehlerkorrektur gemäß IAS 8 durch Wertminderungen auf Geschäfts-/Firmenwerte auf –20.854 t€ korrigiert. Die Positionen Segmentvermögen und -schulden entsprechen der im internen Berichtswesen verwendeten Aufteilung. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten betrifft die Schulden- und Dividendenkonsolidierung mit –722.682 t€ (Vorjahr: –733.603 t€) und die Kapitalkonsolidierung mit –351.642 t€ (Vorjahr: –351.642 t€).
¹ Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
² Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
| 110 | ||||
|---|---|---|---|---|
Die Aufteilung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaft.
Umsatz t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---
Österreich | 5.404.174 | 4.902.434
Ungarn | 15.719 | 11.261
Rumänien | 26.544 | 15.178
Restliche EU | 21.141 | 123.181
EU-27 | 5.467.578 | 5.152.054
Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 15.879 | 223.785
Übriges Ausland | 18.205 | 220.292
Summe | 5.501.662 | 5.696.131
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 173.616 t€ (Vorjahr: 339.338 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 6,8 % (Vorjahr: 13,7 %) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei und Serbien definiert.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---
Österreich | 80.092 | 13.171
Ungarn | 1.847 | 1.540
Rumänien | 2.471 | 1.828
Restliche EU | 11.795 | 22.759
EU-27 | 96.205 | 39.300
Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 1.098 | 1.753
Übriges Ausland | 10.376 | 21.910
Summe | 119.000 | 64.963
Buchwerte der Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ¹ t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---
Österreich | 117.172 | 115.273
Ungarn | 11.497 | 11.512
Rumänien | 10.940 | 10.967
Restliche EU | 11.587 | 10.771
EU-27 | 151.196 | 148.523
Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 12.982 | 12.794
Übriges Ausland | 12.759 | 10.936
Summe | 219.737 | 221.043
¹ Ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
110 | | | | |
| | | | | |# Umsatz und Investitionen
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------------- | :---------- | :---------- |
| Österreich | 5.408.577 | 6.991.054 |
| Ungarn | 7.090.132 | 2.200.068 |
| Rumänien | 26.083.362 | 15.184.419 |
| Restliche EU | 24.733.711 | 18.386.082 |
| EU-27 | 53.215.782 | 42.761.623 |
| Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 10.882.261 | 22.306.046 |
| Übriges Ausland | 18.152.194 | 18.442.671 |
| Summe | 82.250.237 | 83.510.340 |
Der Umsatz der osteuropäischen Gesellschaften betrug 173.616 t€ (Vorjahr: 339.338 t€), was einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 6,8 % (Vorjahr: 13,7 %) darstellt. Als osteuropäische Länder sind Ungarn, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Russland, Ukraine, Türkei und Serbien definiert.
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------------- | :-------- | :-------- |
| Österreich | 8.80.268 | 12.151.960 |
| Ungarn | 2.289 | 9.133.785 |
| Rumänien | 2.785 | 1.782.208 |
| Restliche EU | 22.880 | 26.936.449 |
| EU-27 | 91.750 | 248.671.519 |
| Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 2.347 | 7.165.649 |
| Übriges Ausland | 10.797 | 28.927.200 |
| Summe | 107.294 | 500.597.270 |
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------------- | :----------- | :----------- |
| Österreich | 781.954.255 | 790.346.182 |
| Ungarn | 14.782.134 | 26.452.619 |
| Rumänien | 21.074.761 | 21.720.153 |
| Restliche EU | 21.625.385 | 22.021.144 |
| EU-27 | 705.226.491 | 701.750.417 |
| Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 16.485.895 | 16.431.180 |
| Übriges Ausland | 17.206.319 | 12.858.367 |
| Summe | 872.291.865 | 877.780.062 |
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (t€) aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen, vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Im Geschäftsjahr 2020|21 waren die nachstehenden Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard | Verabschiedung durch IASB | Übernommen durch EU |
|---|---|---|
| IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) | 26.09.2014 | 17.03.2015 |
| IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern (Änderung) | 26.09.2014 | 17.03.2015 |
| IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Änderung) | 25.07.2014 | 23.12.2014 |
| IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Änderung) | 25.07.2014 | 23.12.2014 |
| IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Änderung) | 25.07.2014 | 23.12.2014 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderung) | 25.07.2014 | 23.12.2014 |
| Diverse Änderung der Verweise auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung | 17.04.2014 | 17.03.2015 |
Die Änderungen der oben dargestellten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von AGRANA. Nachfolgend ist eine Übersicht über die Standards dargestellt, die ab dem Geschäftsjahr 2021|22 oder später anzuwenden sind. Bei den noch nicht von der EU übernommenen Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. AGRANA hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für AGRANA von Relevanz sind. Sofern künftig geltende Vorschriften für AGRANA nicht zutreffend sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.
| Standard | Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf AGRANA # 3. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden alle in- und ausländischen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der AGRANA Beteiligungs-AG stehen (Tochterunternehmen), durch Vollkonsolidierung einbezogen, sofern deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschender Einfluss ist gegeben, wenn die AGRANA Beteiligungs-AG die Verfügungsgewalt hat, an positiven und negativen schwankenden Rückflüssen eines Unternehmens partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Dies ist in der Regel gegeben, wenn die AGRANA Beteiligungs-AG mehr als die Hälfte der Stimmrechte innehat. Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden, über die die Beherrschung gemeinsam ausgeübt wird und an denen die Unternehmen die Rechte am Nettovermögen gemeinsam besitzen (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Zum Bilanzstichtag wurden neben der Muttergesellschaft 58 Unternehmen (Vorjahr: 61 Unternehmen) in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und 13 Unternehmen (Vorjahr: 13 Unternehmen) nach der Equity-Methode einbezogen. Nachfolgend findet sich eine Übersicht über die voll einbezogenen Unternehmen, nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, nicht einbezogene Tochterunternehmen und nicht einbezogene Gemeinschaftsunternehmen.
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft (Muttergesellschaft) | Wien | Österreich | – | – | – | – |
| I. Verbundene Unternehmen | ||||||
| Beteiligungen des Vollkonsolidierungskreises | ||||||
| AGRANA AGRO S.r.l. | Roman | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA BIH Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 77,00 % | – | 77,00 % |
| AGRANA BUZAU S.r.l. | Buzău | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA d.o.o. | Brčko | Bosnien und Herzegowina | – | – | 77,00 % | 77,00 % |
| AGRANA Fruit Algeria Holding GmbH | Wien | Österreich | – | 77,00 % | – | 77,00 % |
| AGRANA Fruit Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Austria GmbH | Gleisdorf | Österreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Brasil Indústria, Comércio, Importação e Exportação Ltda. | São Paulo | Brasilien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Dachang Co., Ltd. | Dachang | China | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit France S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Germany GmbH | Konstanz | Deutschland | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA FRUIT INDIA PRIVATE LIMITED | Pune | Indien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Istanbul Gida Sanayi ve Ticaret A.S. | Istanbul | Türkei | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit (Jiangsu) Company Limited | Changzhou | China | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Korea Co. Ltd. | Seoul | Südkorea | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Latinoamerica S. de R.L. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Luka TOV | Winniza | Ukraine | – | 88,75 % | – | 88,75 % |
| AGRANA Fruit Management Australia Pty Ltd. | Sydney | Australien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit México, S.A. de C.V. | Michoacán | Mexiko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Polska SP z.o.o. | Ostrołęka | Polen | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AGRANA Fruit Services GmbH | Wien | Österreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Services S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit South Africa (Proprietary) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Fruit Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 88,75 % | – | 88,75 % |
| AGRANA Fruit US, Inc. | Brecksville | USA | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Group-Services GmbH | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH | Wien | Österreich | 78,81 % | 12,19 % | 78,81 % | 12,19 % |
| AGRANA JUICE (XIANYANG) CO., LTD | Xianyang City | China | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AGRANA Magyarország Értékesitési Kft. | Budapest | Ungarn | – | 79,89 % | – | 79,89 % |
| agrana Nile Fruits Processing SAE | Qalyoubia | Ägypten | – | 94,00 % | – | 94,00 % |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| AGRANA Romania S.R.L. | Bukarest | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA Sales & Marketing GmbH | Wien | Österreich | 100,00 % | – | 100,00 % | – |
| AGRANA Stärke GmbH | Wien | Österreich | 78,81 % | 12,19 % | 78,81 % | 12,19 % |
| AGRANA TANDAREI S.r.l. | Tăndărei | Rumänien | – | – | 100,00 % | 100,00 % |
| AGRANA Trading EOOD | Sofia | Bulgarien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH | Wien | Österreich | – | – | 100,00 % | 100,00 % |
| AGRANA Zucker GmbH | Wien | Österreich | 78,81 % | 12,19 % | 78,81 % | 12,19 % |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH (vormals AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH) | Bingen | Deutschland | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE Germany GmbH | Bingen | Deutschland | – | – | 90,79 % | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE GmbH | Kröllendorf/ Allhartsberg | Österreich | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE Hungary Kft. | Vásárosnamény | Ungarn | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE Poland Sp. z.o.o | Chełm | Polen | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE Romania S.r.l. | Vaslui | Rumänien | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| AUSTRIA JUICE Ukraine TOV | Winniza | Ukraine | – | 90,79 % | – | 90,79 % |
| Biogáz Fejleszto Kft. | Kaposvár | Ungarn | – | 79,89 % | – | 79,89 % |
| Dirafrost FFI N. V. | Lummen | Belgien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Dirafrost Maroc SARL | Larach | Marokko | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Financière Atys S.A.S. | Mitry-Mory | Frankreich | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | 77,00 % | – | 77,00 % | – |
| Koronás Irodaház Szolgáltató Korlátolt Felelösségü Társaság | Budapest | Ungarn | – | 79,78 % | – | 79,78 % |
| Magyar Cukorgyártó és Forgalmazó Zrt. | Budapest | Ungarn | – | 79,78 % | – | 79,78 % |
| Moravskoslezské Cukrovary s.r.o. | Hrušovany | Tschechien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Marroquin Organic International, Inc. | Santa Cruz | USA | – | 100,00 % | – | – |
| Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. | Wien | Österreich | – | 75,00 % | – | 75,00 % |
| o.o.o. AGRANA Fruit Moscow Region | Serpuchov | Russland | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l. | Tăndărei | Rumänien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Slovenské Cukrovary s.r.o. | Sereď | Slowakei | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| SPA AGRANA Fruit Algeria | Akbou | Algerien | – | 79,17 % | – | 79,17 % |
| „YUBE” doo – u likvidaciji | Požega | Serbien | – | 100,00 % | – | 100,00 % |
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ | Anteil am Kapital Unmittelbar | Anteil am Kapital Mittelbar¹ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||||
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | – | 666,66 % | – | 666,66 % |
| Abschlusstichtag: 28.02.2021 | Eigenkapital: 15,2 t€ | Jahresüberschuss: 0,0 t€ | ||||
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | – | 666,66 % | 666,66 % |
| *liquidiert in 2014 | 2015* | |||||
| AGRANA Fruit Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | – | 666,66 % | – | – |
| Abschlusstichtag: 28.02.2021 | Eigenkapital: 127,2 t€ | Jahresüberschuss: 681,4 t€ | ||||
| II. Gemeinschaftsunternehmen | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert wurden | ||||||
| Beta Pura GmbH | Wien | Österreich | – | 70,00 % | – | 70,00 % |
| AGRANA- STUDEN-Gruppe : „AGRAGOLD" d.o.o. | Brčko | Bosnien und Herzegowina | – | 70,00 % | – | 70,00 % |
| AGRAGOLD d.o.o. |
Insbesondere sei bei der Planung der Absatzpreise das größere Gewicht nicht auf externe Hinweise gelegt worden, wie das in IAS 36.33 (a) letzter Satz gefordert wird. Die Werthaltigkeit des der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugewiesenen Firmenwertes in Höhe von 20,1 Mio. € konnte daher nicht nachgewiesen werden. Daher waren das Ergebnis im Geschäftsjahr 2019|20 und das Eigenkapital zum 29. Februar 2020 zu hoch ausgewiesen. AGRANA hat im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 29. Februar 2020 selbst Sensitivitätsanalysen hinsichtlich niedrigerer Absatzpreise berechnet, um die Werthaltigkeit nachzuweisen. Dabei wurde angenommen, dass Rübenbauern nach Ablauf der aktuellen Verträge ohne Beibehaltung der derzeit vereinbarten Prämie für den Rübenanbau dieselbe bzw. höhere Mengen an Zuckerrüben anbauen. Angesichts der Tatsache, dass ohne die aktuell bestehenden Vereinbarungen in der Vergangenheit nicht genügend Flächen kontrahiert hätten werden können, sei die Annahme steigender bzw. konstanter Anbauflächen bei sinkenden Rübenpreisen weder vernünftig noch vertretbar und könne mit den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit nicht belegt werden. Die Werthaltigkeit bei konstanten Absatzpreisen konnte daher nicht nachgewiesen werden. Der Fehler wurde gemäß IAS 8.42 rückwirkend durch Anpassung der betroffenen Posten des Vorjahresabschlusses korrigiert. Hieraus ergeben sich auch Berichtigungen der im Geschäftsjahr 2020|21 veröffentlichten Konzernzwischenabschlüsse.
In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der rückwirkenden Anpassungen gemäß IAS 8.42 auf die Konzern-Bilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:
| t€ | Stand veröffentlicht 29.02.2020 | IAS 8- Anpassungen | Stand nach Anpassungen |
|---|---|---|---|
| A K T I V A | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte | 201,00 | – 20,100 | 180,900 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8,975,098 | 8,975,098 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 8,112,057 | – 20,100 | 8,091,957 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9,482,680 | 9,482,680 | |
| Summe Aktiva | 17,594,737 | – 20,100 | 17,574,637 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 8,196,215 | – 20,100 | 8,176,115 |
| Langfristige Schulden | 7,055,582 | 7,055,582 | |
| Kurzfristige Schulden | 2,342,940 | 2,342,940 | |
| Summe Passiva | 17,594,737 | – 20,100 | 17,574,637 |
| Abschreibungen | – 221,777 | – 20,100 | – 241,877 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 64,959 | – 20,100 | 44,859 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 68,468 | – 20,100 | 48,368 |
| Konzernergebnis | 40,121 | – 16,000 | 24,121 |
| davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG | 29,705 | – 16,000 | 13,705 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | 1,06 € | – 0,45 € | 0,61 € |
11
| Name der Gesellschaft | Sitz | Land | Anteil am Kapital Unmittelbar (%) | Anteil am Kapital Mittelbar (%)¹ | Anteil am Kapital Unmittelbar (%) | Anteil am Kapital Mittelbar¹ (%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht einbezogene Tochterunternehmen | ||||||
| AGRANA Amidi srl | Sterzing | Italien | 100,00 % | 100,00 % | – | – |
| AGRANA Croatia d.o.o. | Zagreb | Kroatien | – | – | 100,00 % | liquidiert in 2020 |
| AGRANA Fruit Japan Co., Ltd. | Tokio | Japan | 100,00 % | – | – | – |
| II. Gemeinschaftsunternehmen | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert wurden | ||||||
| Beta Pura GmbH | Wien | Österreich | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN- Gruppe: | ||||||
| „AGRAGOLD" d.o.o. | Brčko | Bosnien und Herzegowina | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRAGOLD d.o.o. | Zagreb | Kroatien | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRAGOLD dooel Skopje | Skopje | Nordmazedonien | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRAGOLD trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Albania sh.p.k. | Tirana | Albanien | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Beteiligungs GmbH | Wien | Österreich | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRANA-STUDEN Kosovo L.L.C. | Pristina | Kosovo | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| AGRANA Studen Sugar Trading GmbH | Wien | Österreich | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| Company for trade and services AGRANA-STUDEN Serbia d.o.o. | Beograd | Serbien | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| STUDEN- AGRANA Rafinerija Secera d.o.o. | Brčko | Bosnien und Herzegowina | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| HUNGRANA-Gruppe: | ||||||
| GreenPower Services Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
| HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. | Szabadegyháza | Ungarn | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % | 50,00 % |
Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2020|21 wie folgt verändert:
| Vollkonsolidierung | Equity-Methode | |
|---|---|---|
| Stand 01.03.2020 | 74 | 16 |
| Erstmalige Einbeziehung | 6 | 0 |
| Abgang | 8 | 0 |
| Stand 28.02.2021 | 72 | 16 |
Im 1. Quartal 2020|21 wurden die vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA TANDAREI S.r.l., Ţăndărei|Rumänien, und AGRANA d.o.o., Brčko|Bosnien und Herzegowina, liquidiert. Der Abgang des Nettovermögens der beiden Gesellschaften hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzern-Bilanz und auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die vollkonsolidierte Gesellschaft AGRANA ZHG Zucker Handels GmbH, Wien|Österreich, wurde mit AGRANA Sales & Marketing GmbH, Wien|Österreich, sowie die ebenfalls vollkonsolidierte Gesellschaft AUSTRIA JUICE Germany GmbH, Bingen|Deutschland mit AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH, Bingen|Deutschland, im 1. Halbjahr 2020|21 verschmolzen. Die AGRANA Juice Sales & Marketing GmbH als aufnehmende Gesellschaft wurde in AUSTRIA JUICE Germany GmbH umbenannt.
¹ Durchgerechnete Anteile (Konzernquote)
² Liquidation in 2020|21
³ Verschmelzung in 2020|21
⁴ Angabe gemäß § 265 (2) UGB: Stimmrechtsmehrheit aufgrund Managementverträgen
118 | Konzernanhang
Am 1. März 2020 wurden 100 % der Anteile von Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA, von AGRANA Stärke GmbH, Wien, erworben und im zweiten Quartal 2020|21 mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Das US-amerikanische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 20 Mio. € vertreibt Bio- und gentechnikfreie Lebensmittelzutaten und passt ideal zur Umsetzung der Spezialitätenstrategie von AGRANA im Segment Stärke.
Die erstmalige Einbeziehung hatte folgende Auswirkungen auf den AGRANA-Konzern:
| t€ | Buchwerte zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 5.876 |
| Vorräte | 9.955 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 7.782 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.980 |
| Summe Vermögen | 24.593 |
| Abzüglich langfristige Schulden | – 7.200 |
| Abzüglich kurzfristige Schulden | – 2.931 |
| Nettovermögen (Eigenkapital) | 14.462 |
| Passiver Unterschiedsbetrag | – 7.900 |
| Anschaffungskosten zahlungswirksam | 6.562 |
Die nachfolgenden Angaben stellen die zusammengefasste Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen dar. Die Gemeinschaftsunternehmen sind auf Seite 117 aufgelistet.
| t€ | AGRANA-STUDEN- Gruppe | HUNGRANA- Gruppe | Beta Pura GmbH | Summe 28.02.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 15.931 | 307.788 | 13.776 | 337.496 |
| Vorräte | 7.589 | 15.575 | 2.367 | 25.531 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 18.659 | 17.683 | 7.078 | 43.420 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.377 | 10.670 | 700 | 15.747 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 19.380 | 34.055 | 2.826 | 56.261 |
| Summe Aktiva | 65.936 | 495.771 | 23.671 | 578.455 |
| Eigenkapital | 15.069 | 150.318 | 7.275 | 172.662 |
| Externe Finanzschulden | 6.290 | 11.770 | 3.456 | 21.516 |
| Sonstige Schulden | 1.560 | 3.845 | 770 | 6.175 |
| Langfristige Schulden | 9.760 | 7.095 | 12.011 | 28.866 |
| Externe Finanzschulden | 15.566 | 19.070 | 2.395 | 36.931 |
| Sonstige Schulden | 10.070 | 13.795 | 1.025 | 24.890 |
| Kurzfristige Schulden | 6.575 | 34.155 | 2.740 | 43.470 |
| Summe Passiva | 65.936 | 495.771 | 23.671 | 578.455 |
| Umsatzerlöse | 15.696 | 173.777 | 1.959 | 191.432 |
| Abschreibungen | – 2.899 | – 15.035 | – 3.685 | – 21.619 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | – 18.173 | – 11.333 | – 2.053 | – 31.559 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | – 4.376 | 147.409 | – 3.779 | 139.254 |
| Zinsertrag | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsaufwand | – 807 | – 161 | – 103 | – 1.071 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | – 857 | – 611 | – 66 | – 1.534 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 5.030 | 146.637 | – 3.882 | 136.632 |
| Ertragsteuern | – 220 | – 8.450 | 9.121 | – 1.549 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | – 5.250 | 138.187 | 5.239 | 135.083 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.314 | – 2.227 | 1 | 1.088 |
| Gesamtergebnis | – 1.936 | 135.960 | 5.240 | 136.171 |
| t€ | AGRANA-STUDEN- Gruppe | HUNGRANA- Gruppe | Beta Pura GmbH | Summe 29.02.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 18.427 | 113.446 | 10.551 | 142.424 |
| Vorräte | 11.782 | 12.716 | 0 | 24.498 |
| Forderungen und andere Vermögenswerte | 11.471 | 15.170 | 5.316 | 31.957 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.545 | 9.699 | 1.080 | 16.324 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 17.093 | 24.043 | 1.433 | 42.569 |
| Summe Aktiva | 64.318 | 175.074 | 17.980 | 257.772 |
| Eigenkapital | 11.703 | 112.775 | 10.415 | 134.893 |
| Externe Finanzschulden | 10.720 | 112.000 | 3.511 | 126.231 |
| Sonstige Schulden | 7.080 | 1.970 | 0 | 9.050 |
| Langfristige Schulden | 1.376 | 3.542 | 11.011 | 15.929 |
| Externe Finanzschulden | 11.470 | 15.700 | 800 | 27.970 |
| Sonstige Schulden | 10.930 | 6.750 | 104 | 17.784 |
| Kurzfristige Schulden | 10.739 | 25.043 | 103 | 35.885 |
| Summe Passiva | 64.318 | 175.074 | 17.980 | 257.772 |
| Umsatzerlöse | 12.463 | 152.410 | 0 | 164.873 |
| Abschreibungen | – 5.659 | – 36.403 | – 0 | – 42.062 |
| Sonstige Aufwendungen/Erträge | – 14.529 | – 66.222 | – 271 | – 80.022 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | – 7.725 | 49.785 | – 271 | 40.789 |
| Zinsertrag | 565 | 0 | 0 | 565 |
| Zinsaufwand | – 124 | – 110 | – 20 | – 254 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | 724 | – 1.511 | – 945 | – 732 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 6.430 | 48.174 | – 1.236 | 40.538 |
| Ertragsteuern | – 436 | – 7.010 | 612 | – 6.834 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | – 6.866 | 41.164 | – 624 | 33.704 |
| Sonstiges Ergebnis | 914 | – 2.431 | 0 | – 1.517 |
| Gesamtergebnis | – 5.952 | 38.733 | – 624 | 32.187 |
119 | Konzernanhang
| t€ | AGRANA-STUDEN- Gruppe | HUNGRANA- Gruppe | Beta Pura GmbH | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2021 | ||||
| Eigenkapital | 15.069 | 150.318 | 7.275 | 172.662 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 7.535 | 75.159 | 3.638 | 86.332 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | – 481 | 1.080 | 0 | 600 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 7.054 | 76.239 | 3.638 | 86.932 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 70.000 | 0 | 70.000 |
| t€ | AGRANA-STUDEN- Gruppe | HUNGRANA- Gruppe | Beta Pura GmbH | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 29.02.2020 | ||||
| Eigenkapital | 11.703 | 112.775 | 10.415 | 134.893 |
| Davon Anteil von AGRANA am Eigenkapital | 5.852 | 56.388 | 5.208 | 67.448 |
| Wertänderung zum Zeitpunkt des Überganges von Quotenkonsolidierung auf Equity-Methode | – 481 | 1.080 | 0 | 600 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (Buchwert) | 5.371 | 57.468 | 5.208 | 68.047 |
| AGRANA zuzuordnende Dividende | 0 | 50.000 | 0 | 50.000 |
120 | Konzernanhang
Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 55.313 t€(Vorjahr: 63.435 t€) betreffen im Wesentlichen mit 38.987 t€ (Vorjahr: 45.419 t€) die Miteigentümer der AUSTRIA JUICE-Gruppe. Der durchgerechnete Konzernanteil der AGRANA an der AUSTRIA JUICE-Gruppe beträgt 50,01 %. Somit ist in Höhe von 49,99 % das Eigenkapital der AUSTRIA JUICE-Gruppe als nicht beherrschender Anteil im AGRANA-Konzernabschluss auszuweisen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AUSTRIA JUICE-Gruppe:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe (t€) | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 466.898 | 411.728 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 435.076 | 484.141 |
| Summe Vermögenswerte | 901.974 | 895.869 |
| Langfristige Schulden | 6.281 | 6.647 |
| Kurzfristige Schulden | 540.483 | 554.755 |
| Summe Schulden | 546.764 | 561.402 |
| Nettovermögen | 355.210 | 334.467 |
| Umsatzerlöse | 549.557 | 549.579 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | –9.120 | 45.281 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –8.409 | –7.770 |
| Ertragsteuern | 604 | –4.168 |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | –6.140 | 1.469 |
| Sonstiges Ergebnis | –9.415 | –854 |
| Gesamtergebnis | –4.561 | 2.510 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 12.899 | 58.881 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –6.949 | –44.898 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –7.417 | –54.470 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –1.467 | –40.487 |
In der folgenden Tabelle werden die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der AUSTRIA JUICE-Gruppe dargestellt:
| AUSTRIA JUICE-Gruppe (t€) | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Anteiliger Jahresfehlbetrag/-überschuss | –9.516 | 10.785 |
| Anteiliges Nettovermögen | 195.351 | 198.126 |
| Bewertungseffekt aus Unternehmenszusammenschluss | –10.308 | –10.308 |
| Nicht beherrschende Anteile am Nettovermögen | 20.559 | 19.945 |
Stichtag des Konzernabschlusses ist der letzte Tag des Monats Februar. Tochtergesellschaften mit abweichenden Bilanzstichtagen stellen zum Konzernbilanzstichtag Zwischenabschlüsse auf.
Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Werden bei einem Unternehmenszusammenschluss auch immaterielle Vermögenswerte angesetzt, die bisher nicht im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens erfasst wurden, wie beispielsweise Kundenbeziehungen, so werden diese nur dann angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IFRS 3 für eine Aktivierung vorliegen. Für Unternehmenserwerbe, bei denen die mehrheitlichen Anteile jedoch nicht 100 % erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht für die Erfassung der entstehenden nicht beherrschenden Anteile vor. Diese können wahlweise mit dem anteiligen Zeitwert des Nettovermögens (Purchased-Goodwill-Methode) oder mit dem Anteil des Geschäfts- /Firmenwertes, der auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt, berücksichtigt werden (Full-Goodwill-Methode). Dieses Wahlrecht ist je Unternehmenserwerb frei auszuüben. Die Full-Goodwill-Methode ist im AGRANA-Konzern bisher nicht zur Anwendung gekommen.
Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit der AGRANA-Konzern Transaktionen mit einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitig bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit Ausnahme wesentlicher stichtagsnaher Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung zum Jahresdurchschnittskurs (Mittelwert der tagesaktuellen Kurse von EZB bzw. Nationalbanken) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge von Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Differenzen, die sich aus der Umrechnung der Bilanzposten zu aktuellen Stichtagskursen im Vergleich zu jenen des Vorjahres bzw. aus der Anwendung von Durchschnittskursen auf Aufwendungen und Erträge im Verhältnis zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des sonstigen Ergebnisses als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.
Für die Umrechnung der Abschlüsse der Gesellschaften wurden folgende Kurse verwendet:
| Währungs- Einheit | Stichtagskurs 28.02.2021 | Stichtagskurs 29.02.2020 | Durchschnittskurs 2020|21 | Durchschnittskurs 2019|20 |
| :---------------- | :--------------------- | :--------------------- | :-------------------- | :-------------------- |
| Ägypten (EGP) | 19.24 | 19.67 | 18.42 | 18.49 |
| Albanien (ALL) | 121.45 | 121.85 | 121.56 | 121.94 |
| Algerien (DZD) | 172.55 | 142.73 | 153.55 | 142.56 |
| Argentinien (ARS) | 108.75 | 98.54 | 108.75 | 98.54 |
| Australien (AUD) | 1.59 | 1.63 | 1.61 | 1.62 |
| Bosnien und Herzegowina (BAM) | 1.95 | 1.95 | 1.95 | 1.95 |
| Brasilien (BRL) | 6.99 | 5.38 | 6.46 | 5.58 |
| Bulgarien (BGN) | 1.95 | 1.95 | 1.95 | 1.95 |
| China (CNY) | 9.85 | 9.95 | 9.36 | 9.54 |
| Fidschi (FJD) | 2.57 | 2.55 | 2.58 | 2.55 |
| Indien (INR) | 83.78 | 73.43 | 89.45 | 78.55 |
| Kroatien (HRK) | 7.58 | 7.55 | 7.59 | 7.55 |
| Marokko (MAD) | 10.64 | 10.68 | 10.61 | 10.94 |
| Mexiko (MXN) | 20.78 | 20.60 | 20.74 | 20.49 |
| Nordmazedonien (MKD) | 61.78 | 61.79 | 61.78 | 61.30 |
| Polen (PLN) | 4.25 | 4.20 | 4.03 | 4.28 |
| Rumänien (RON) | 4.85 | 4.84 | 4.83 | 4.99 |
| Russland (RUB) | 91.79 | 91.79 | 71.40 | 71.40 |
| Serbien (CSD) | 117.93 | 117.93 | 117.93 | 117.99 |
| Südafrika (ZAR) | 17.46 | 17.69 | 17.86 | 18.92 |
| Südkorea (KRW) | 1,419.59 | 1,420.82 | 1,432.11 | 1,465.39 |
| Tschechien (CZK) | 25.79 | 25.78 | 25.76 | 25.73 |
| Türkei (TRY) | 8.65 | 9.31 | 7.26 | 9.24 |
| Ukraine (UAH) | 30.74 | 25.74 | 30.96 | 25.76 |
| Ungarn (HUF) | 370.24 | 359.79 | 326.59 | 356.70 |
| USA (USD) | 1.18 | 1.11 | 1.17 | 1.11 |
Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern – derzeit ein Tochterunternehmen mit Sitz in Argentinien – werden gemäß IAS 29 angepasst. Nicht monetäre Posten der Bilanz, die zu Anschaffungs- bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden vor der Umrechnung in die Konzernwährung Euro anhand eines geeigneten Preisindizes zur Messung der Kaufkraft an die im Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen angepasst. Monetäre Posten der Bilanz werden nicht angepasst. Alle Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie alle Bestandteile des Eigenkapitals werden ebenfalls anhand geeigneter Preisindizes angepasst. Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition monetärer Posten werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten ausgewiesen.
Der Jahresabschluss des argentinischen Tochterunternehmens wurde auf Basis des Konzeptes historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018|19 muss dieser aufgrund von Änderungen der allgemeinen Kaufkraft der funktionalen Währung (argentinischer Peso) angepasst werden und ist daher in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit angegeben. Die vom argentinischen „Instituto Nacional de Estadística y Censos“, dem nationalen Institut für Statistik und Zensus, veröffentlichten Verbraucherpreise werden herangezogen. Der Preisindex zum 28. Februar 2021 lag bei 416,36 (29. Februar 2020: 295,34). Die Veränderung des Indexes kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
| Indexveränderung | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------- | :-- | :-- |
| März | 2.9 % | 2.9 % |
| April | 3.4 % | 2.4 % |
| Mai | 3.4 % | 2.3 % |
| Juni | 5.5 % | 5.9 % |
| Juli | 3.8 % | 5.5 % |
| August | 5.9 % | 2.6 % |
| September | 5.3 % | 3.8 % |
| Oktober | 2.1 % | 2.1 % |
| November | 2.5 % | 2.1 % |
| Dezember | 2.6 % | 2.9 % |
| Jänner | 2.6 % | 5.1 % |
| Februar | 2.9 % | 3.8 % |
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben.
Geschäfts-/Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Die Überprüfung findet regelmäßig zum 31. August und zusätzlich bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung (Triggering Events) statt. Einzelheiten zu dieser Werthaltigkeitsprüfung sind in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.
Erworbene Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten, welche der Finanzierung der Herstellung eines Vermögenswertes direkt zurechenbar sind und während des Herstellungszeitraumes anfallen, werden gemäß IAS 23 aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.
Gemäß IFRS 16 setzt der Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Barwert in Form eines Nutzungsrechtes am geleasten Vermögenswert und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz an.# Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Barwert wird auf Basis des aktuellen laufzeitadäquaten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermittelt, es sei denn, der den Leasingzahlungen zugrunde liegende Zinssatz ist verfügbar. Das Nutzungsrecht wird regelmäßig über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird nach der Effektivzinsmethode aufgezinst und durch Leasingzahlungen getilgt; die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das Nutzungsrecht unterliegt dem Wertminderungstest gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten). Auf immaterielle Vermögenswerte wird der Standard von AGRANA nicht angewendet. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse nimmt AGRANA das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch und die Aufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Diese Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zuschuss hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Investitionsförderung werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswertes linear ergebniswirksam aufgelöst. Details dazu finden sich auf Seite 146.
125 Konzernanhang Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die AGRANA-Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:
Finanzielle Vermögenswerte
* Wertpapiere und Beteiligungen
* Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
* Sonstige finanzielle Vermögenswerte
* Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Finanzielle Schulden
* Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
* Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen
* Leasingverbindlichkeiten
* Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
* Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
* Zinsderivate
* Währungsderivate
* Rohstoffderivate
Anteile an Investmentfonds sowie Wertrechte (Genossenschaftsanteile) in der Bilanzposition Wertpapiere sind der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung“ zugeordnet und werden bei Ersterfassung zum Zeitwert angesetzt. Eigenkapitalinstrumente mit der Absicht diese langfristig zu halten, sind der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ zugeordnet. Die Ersterfassung erfolgt zum Zeitwert inklusive allfälliger Transaktionskosten. Bewertungsänderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten unter Berücksichtigung von Ertragsteuern erfolgsneutral in eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital eingestellt. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Zugangs erfasst und der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ zugeordnet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für sonstige Beteiligungen wurde mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows vorgenommen. Für Beteiligungen an nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurde die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes aufgrund des für den AGRANA-Konzern unwesentlichen Betrages nicht vorgenommen.
Die Erfassung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Zeitpunkt der Veranlagung eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag mit den Stichtagskursen bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risiken aus der Veränderung von Zinsen, Wechselkursen und Güterpreisen eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und – unabhängig von ihrem Zweck – mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen (Rohstoffderivate und Währungsderivate in Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufstransaktionen) oder im Finanzergebnis (Zinsderivate, Währungsderivate bei Finanzierungen) erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft (Cashflow-Hedges) und erfüllen die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9. In diesen Fällen werden die noch nicht realisierten und effektiven Bewertungsunterschiede erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Führt die abgesicherte erwartete Transaktion zum späteren Ansatz eines nicht-finanziellen Postens (z. B. Vorräte), wird der kumulierte Betrag in der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) direkt in die Anschaffungskosten des nicht-finanziellen Postens zum Zeitpunkt dessen Bilanzierung einbezogen. In allen anderen Fällen wird der kumulierte Betrag in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Ineffektive Teile der Bewertungsunterschiede von Cashflow-Hedges werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente sind der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung“ zugeordnet, es sei denn es handelt sich um Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft. Diese werden der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente)“ zugeordnet. Weitere Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten finden sich auf Seite 158ff.
Die ausgewiesenen Forderungen werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode mit ihrem Barwert bilanziert. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen oder portfoliobasierte Wertberichtigungen gebildet. Die portfoliobasierten Wertberichtigungen werden anhand des in IFRS 9 vorgesehenen vereinfachten Modelles ermittelt. Hierfür werden mittels Analyse historischer Ausfallraten in Abhängigkeit von der Überfälligkeit der Forderung erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Die Wertberichtigungen werden auf separaten Wertminderungskonten erfasst. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine besonderen Risikokonzentrationen gegeben und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit geringfügigen Ausnahmen täglich fällig, daher wurde auf die Ermittlung eines erwarteten Wertminderungsbedarfs gemäß IFRS 9 verzichtet.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zugang in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoverkaufswerten bewertet. Dabei kommt das Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen unter Annahme einer Normalauslastung sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Sofern sich Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird ein Bewertungsabschlag vorgenommen.
Die Bilanzierung der CO 2 -Emissionsrechte umfasst die im EU-Handelssystem ausgegebenen Emissionsrechte (EU Allowances – kurz EUA) und erfolgt nach den Vorschriften in IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen).
126 Konzernanhang Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze# Konzernanhang
| CGU Frucht | Gewichtung | CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020/2021) | EBIT-Marge in 2021/2022 |
|---|---|---|---|
| Base Case | 65 % | 4,9 % | 5,5 % |
| Downside Case | 30 % | 4,5 % | 5,5 % |
| Downside Case | 5 % | 4,6 % | 5,6 % |
| CGU Stärke | Gewichtung | CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020/2021) | EBIT-Marge in 2021/2022 |
|---|---|---|---|
| Base Case | 75 % | 4,0 % | 6,6 % |
| Downside Case | 25 % | –1,9 % | 6,8 % |
In keiner CGU würde sich in den Planungsszenarien eine Wertminderung des Buchwertes der Geschäfts-/Firmenwerte ergeben. Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen Marktumfeld und liegt zwischen 6,80 % und 7,56 % (Vorjahr: 4,65 % und 6,81 %). Ein Anstieg des WACC um 0,5 Prozentpunkte würde keinen Wertberichtigungsbedarf zur Folge haben.
* Als relevante Werttreiber für den Wertminderungstest der Sachanlagen in der CGU Zucker Verkauf & Produktion wurden neben den Anbauflächen auch die Zuckerverkaufspreise identifiziert und darauf Sensitivitäten gerechnet. Bei einem Rückgang um –10 % der in der Fünf-Jahres-Planung unterstellten Anbaufläche würde es zu keiner Überdeckung des Buchwertes über den erzielbaren Wert kommen. Bei einer Reduktion um –3,4 % der in der Fünf-Jahres-Planung verwendeten Verkaufspreise würde ebenso keine Überdeckung mehr erreichbar sein.
¹ Weighted Average Cost of Capital: gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz# Konzernanhang
Im April 2021 wurden keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe identifiziert, beschränken sich die wesentlichen Effekte der Coronavirus-Krise auf das erste Planjahr der Nutzungswertermittlung. In Abhängigkeit der tatsächlichen Auswirkungen bzw. weiteren Entwicklungen durch die Coronavirus-Krise können sich negative Einflüsse auf das Geschäftsjahr 2021|22 oder folgende Geschäftsjahre, beispielsweise im Bereich der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten sowie Sachanlagen, ergeben. Den Prognoseunsicherheiten, die aufgrund der Volatilität der Märkte verursacht sind, wurde durch Berücksichtigung alternativer Planungsszenarien begegnet.
Die Planungsszenarien unterscheiden sich im Wesentlichen in den Annahmen zum Umsatzwachstum und zur Entwicklung der EBIT-Marge bis zur Rentenphase:
| Gewichtung | CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020|21) | EBIT-Marge in % |
|---|---|---|
| Base Case | 6,9 % | 7,5 % |
| Downside Case gemäßigt | 4,5 % | 6,5 % |
| Downside Case progressiv | 2,9 % | 6,6 % |
| Gewichtung | CAGR Umsatz p.a. (Basis 2020|21) | EBIT-Marge in % |
|---|---|---|
| Base Case | 6,5 % | 7,6 % |
| Downside Case | 5,5 % | 6,8 % |
In keiner CGU würde sich in den Planungsszenarien eine Wertminderung des Buchwertes der Geschäfts-/Firmenwerte ergeben. Der Abzinsungssatz vor Steuer orientiert sich an der Branche, am Unternehmensrisiko sowie am jeweiligen Marktumfeld und liegt zwischen 6,80 % und 7,56 % (Vorjahr: 4,65 % und 6,81 %). Ein Anstieg des WACC um 0,5 Prozentpunkte würde keinen Wertberichtigungsbedarf zur Folge haben.
1 Weighted Average Cost of Capital: gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz
| Pensionen | Abfertigungen | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| V eränderung versicherungs- mathematischer Annahmen | ||
| Rechnungszinssatz +0,5 Prozentpunkte | –6.372 | –6.423 |
| Rechnungszinssatz –0,5 Prozentpunkte | 6.251 | 6.474 |
| Lohn-/Gehaltssteigerung +0,25 Prozentpunkte | 75 | 32 |
| Lohn-/Gehaltssteigerung –0,25 Prozentpunkte | –71 | –33 |
| Rentensteigerung +0,25 Prozentpunkte | 4.032 | 4.064 |
| Rentensteigerung –0,25 Prozentpunkte | –4.049 | –4.018 |
| Lebenserwartung Zunahme um 1 Jahr | 5.365 | 5.486 |
| Lebenserwartung Abnahme um 1 Jahr | –5.283 | –5.126 |
Bei der Ermittlung der übrigen Rückstellungen (Buchwert 28.02.2021: 46.874 t€; Buchwert 29.02.2020: 50.545 t€) beurteilt das Management, ob eine Inanspruchnahme der AGRANA wahrscheinlich ist und ob die voraussichtliche Höhe der Rückstellung zuverlässig geschätzt werden kann.
Die HUNGRANA-Gruppe, die AGRANA-STUDEN-Gruppe und die Beta Pura GmbH wurden gemäß IFRS 11 und den derzeit bestehenden Vereinbarungen als Gemeinschaftsunternehmen qualifiziert. Der Konzern hält 50 % der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen.
AGRANA ist ein weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen in den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker. Umsatzerlöse des Segmentes Frucht umfassen Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme-, und Food- Service-Industrie und Fruchtsaftkonzentrate, wie Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen. Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA primär Mais, Weizen und Kartoffeln zu hochwertigen Stärkeprodukten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige. Weiters werden im Rahmen der Stärkegewinnung Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke. Das Segment Zucker verarbeitet Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z. B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem wird auch eine breite Palette an Zucker- und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmitteleinzelhandel an Endkonsumenten vertrieben. Daneben produziert das Segment Zucker – zur optimalen Verwertung der agrarischen Rohstoffe – eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt in allen drei Segmenten nach Übergang der Kontrolle am jeweiligen Produkt auf den Kunden und erfolgt nahezu ausschließlich zeitpunktbezogen. Sämtliche Lieferverträge enthalten Incoterms, wie DDP, DAP und EXW, die den Übergang der Kontrolle auf den Kunden regeln und somit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung begründen. Das Zahlungsziel beträgt in der Regel bis zu 90 Tage. AGRANA erzielt mit 94,87 % (Vorjahr: 95,10 %) hauptsächlich Umsatzerlöse aus Eigenerzeugnissen. AGRANA erbringt Dienstleistungen von 0,22 % (Vorjahr: 0,22 %) sowie Handelswarenerlöse von 4,91 % (Vorjahr: 4,68 %) der Gesamtumsatzerlöse von untergeordneter Bedeutung. Die Aufteilung nach geografischen Gebieten je Segment erfolgt auf Basis des Sitzes der Gesellschaft.
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :-------------- | :------------ | :------------ |
| Segment Frucht | | |
| EU-27 | 422.556 | 428.926 |
| Europa nicht EU | 91.545 | 666.555 |
| Nordamerika | 16.894 | 168.842 |
| Südamerika | 85.690 | 16.866 |
| Asien | 665.586 | 684.278 |
| Afrika | 85.714 | 85.155 |
| Australien & Ozeanien | 19.828 | 19.595 |
| Summe | 1.471.814 | 1.470.217 |
| | | |
| Segment Stärke | | |
| EU-27 | 588.949 | 587.949 |
| Nordamerika | 64.714 | 0 |
| | | |
| Segment Zucker | | |
| EU-27 | 425.426 | 555.835 |
| | | |
| Summe | 1.079.089 | 1.143.784 |
30,1 % (Vorjahr: 31,1 %) des Konzernumsatzes wurden mit den Top-10-Kunden der Gruppe erzielt. Ein AGRANA-Kunde trug mit 12,4 % (Vorjahr: 13,4 %) zum Konzernumsatz bei. Kein weiterer Kunde erreicht einen Umsatzbeitrag von mehr als 10 %.
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | –14.529 | 64.764 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.506 | 1.516 |
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von –14.529 t€ (Vorjahr: 64.764 t€) resultierte aus dem Segment Zucker mit –17.985 t€ (Vorjahr: 27.462 t€), aus dem Segment Frucht mit –8.130 t€ (Vorjahr: 25.467 t€) und dem Segment Stärke mit 11.586 t€ (Vorjahr: 11.835 t€). In den Bestandsveränderungen ist ein Ergebnis aus Sondereinflüssen im Segment Frucht in Höhe von 859 t€ aus einem Reklamationsfall in Europa enthalten.
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :---------------------------------------------------------------- | :--------- | :--------- |
| Erträge aus Kursgewinnen | 11.263 | 0.641 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 1.101 | 1.373 |
| Versicherungs- und Schadensersatzleistungen | 0.173 | 0.102 |
| Derivaten | 0.513 | 0.301 |
| Sondereinflüssen | 0.213 | 0.009 |
| Forschungsprämien | 0.366 | 0.162 |
| der Auflösung von Forderungswertberichtigungen | 0.008 | 0.010 |
| dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen | 1.011 | 0.960 |
| Miet- und Pachtverträgen | 1.016 | 1.015 |
| Rüben-/Schnitzelreinigung, -transport, -manipulation | 6.234 | 0.153 |
| der erfolgswirksamen Erfassung eines passiven Unterschiedsbetrages aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0.106 | 0.009 |
| Leistungen an Dritte | 0.620 | 0.120 |
| Veräußerungsergebnis AGRANA Fruit Fiji Pty Ltd. | 0 | 0.125 |
| Übrige | 11.616 | 13.426 |
| Summe | 25.457 | 17.414 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. Erträge aus der Weiterverrechnung von Betriebsstoffen und Rohmaterial sowie Dienstleistungen.# Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Aufwendungen für Rohstoffe | 1.125.315 | 1.121.677
Hilfs-/Betriebsstoffe und bezogene Waren | 251.726 | 212.713
bezogene Leistungen | 10.337 | 35.221
Summe | 1.387.378 | 1.369.611
t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Löhne und Gehälter | 118.900 | 118.659
Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und sonstiger Personalaufwand | 36.970 | 35.703
Summe | 155.870 | 154.362
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren neu erworbenen Ansprüche aus Pensionen und Abfertigungen abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil ist mit 641 t€ (Vorjahr: 1.081 t€) im Finanzergebnis enthalten. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sowie nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten. Im Geschäftsjahr 2020|21 wurden 19.591 t€ (Vorjahr: 19.027 t€) als Aufwand für den Beitrag zur staatlichen Altersvorsorge erfasst. Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse betreffend beitragsorientierte Abfertigungsverpflichtungen wurden aufwandswirksam in Höhe von 1.501 t€ (Vorjahr: 1.386 t€) im Geschäftsjahr 2020|21 erfasst. Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Sondereinflüssen enthalten, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit regionalen Umstrukturierungen im Segment Frucht stehen. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen belief sich auf 4.602 t€ (Vorjahr: 1.110 t€).
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente):
Aufgliederung nach Personengruppen
| | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Arbeiter | 7.611 | 8.970
Angestellte | 1.136 | 1.167
Lehrlinge | 60 | 61
Summe | 8.807 | 10.298
Aufgliederung nach Regionen
| | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Österreich | 1.450 | 1.470
Ungarn | 919 | 927
Rumänien | 751 | 740
Restliche EU | 4.710 | 4.755
EU-27 | 1.067 | 1.097
Sonstiges Europa (Russland, Serbien, Türkei, Ukraine) | 5.478 | 5.160
Übriges Ausland | 1.167 | 7.657
Summe | 8.807 | 10.298
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (durchschnittliche Vollzeitäquivalente) von Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar (100 %):
Aufgliederung nach Personengruppen
| | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Arbeiter | 740 | 710
Angestellte | 117 | 561
Summe | 857 | 1.271
| t€ | Gesamt Abschreibungen | Wertminderungen | Wertaufholungen |
|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.303 | 5.303 | – |
| Sachanlagen – erworben | 18.105 | 18.105 | 630 |
| Sachanlagen – geleast | 7.010 | 7.010 | – |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 108.850 | 108.750 | 100 |
| Sondereinfluss | 8.260 | – | 8.260 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 139.528 | 139.168 | 8.360 |
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.049 | 5.040 | 9 |
| Sachanlagen – erworben | 18.225 | 17.807 | 418 |
| Sachanlagen – geleast | 7.597 | 7.597 | – |
| Zu-/Abschreibungen im operativen Ergebnis | 105.919 | 105.465 | 454 |
| Sondereinfluss | 80.734 | – | 80.734 |
| Zu-/Abschreibungen im Ergebnis der Betriebstätigkeit | 217.524 | 131.042 | 81.615 |
Die Wertberichtigungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t€ | Wertminderungen | Wertaufholungen |
|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | |
| Segment Frucht | 8.260 | – |
| Segment Stärke | – | – |
| Segment Zucker | 630 | – |
| Konzern | 8.890 | – |
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | |
| Segment Frucht | 40.260 | – |
| Segment Stärke | 50 | – |
| Segment Zucker | 80.740 | – |
| Konzern | 121.050 | – |
Wertminderungen im operativen Ergebnis betrafen die Stillegung einer Produktionslinie in Rumänien im aktuellen Geschäftsjahr und im Vorjahr die Redimensionierung eines Lager- und Verpackungsstandortes in Ungarn im Segment Zucker. Sondereinflüsse bei Wertminderungen betrafen die Wertminderungen von Anlagen im Compound-Geschäft in Ägypten im Segment Frucht. Im Vorjahr waren die Sondereinflüsse im Bereich der Wertminderungen auf die Umstrukturierung in Serbien im Segment Frucht und eine Fehlerkorrektur gemäß IAS 8 durch Wertminderungen auf Geschäfts-/Firmenwerte im Segment Zucker zurückzuführen.
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|
Vertriebs- und Frachtaufwendungen | 106.909 | 105.111
Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung | 99.527 | 126.409
Kursverluste | 11.111 | 1.419
Werbeaufwendungen | 1.479 | 12.857
Sonstige Steuern | 0.449 | 0.418
Sondereinflüsse | 0.159 | 1.910
Miete, Leasing- und Pachtaufwand | 0.172 | 6.987
Derivate | 7.919 | 6.253
Schadensfälle | 1.001 | 2.456
Forschung und Entwicklung (extern) | 949 | 909
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 107 | 613
Übrige | 5.739 | 12.189
Summe | 235.801 | 277.131
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich insgesamt auf 18.416 t€ (Vorjahr: 18.901 t€). In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren beispielsweise Risikovorsorgen sowie sonstige bezogene Dienstleistungen enthalten. Sondereinflüsse im sonstigen betrieblichen Aufwand betrafen im Wesentlichen Werksschließungen in Polen und Ungarn sowie einen Reklamationsfall in Europa im Segment Frucht (Vorjahr: Regionale Umstrukturierungen im Segment Frucht sowie Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten im Segment Zucker). Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Wirtschaftsprüfung GmbH betrugen 467 t€ (Vorjahr: 425 t€). Die Aufwendungen betrafen die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich der Prüfung von Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) in Höhe von 465 t€ (Vorjahr: 420 t€), sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 2 t€ (Vorjahr: 5 t€) sowie sonstige Leistungen von 0 t€ (Vorjahr: 0 t€).## 8.8. Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Der Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, von 17.513 t€ (Vorjahr: 16.727 t€) beinhaltet das anteilige Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe, der AGRANA-STUDEN-Gruppe sowie der Beta Pura GmbH.
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------- | :-------- | :-------- |
| Zinserträge | 8.80 | 7.10 |
| Währungsgewinne | 0.72 | 10.30 |
| Erträge aus Beteiligungen | 10.39 | 1.00 |
| Gewinn aus Derivaten | 12.790 | 3.207 |
| Übrige finanzielle Erträge | 0.110 | 0.420 |
| Summe | 23.962 | 22.967 |
Note (7) Note (8) Note (9)
Die Zinserträge nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :----- | :--- | :--- |
| Segment Frucht | 8.89 | 1.71 |
| Segment Stärke | 1.10 | 1.20 |
| Segment Zucker | 1.10 | 1.10 |
| Summe | 11.09 | 4.01 |
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------- | :-------- | :-------- |
| Zinsaufwendungen | 17.647 | 17.937 |
| Nettozinsaufwand aus Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 1.326 | 1.446 |
| Währung sverluste | 1.111 | 1.119 |
| Verlust aus Derivaten | 1.102 | 1.902 |
| Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 0.74 | 2.150 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | 0.347 | 1.515 |
| Summe | 21.548 | 23.937 |
Die Zinsaufwendungen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :----- | :--- | :--- |
| Segment Frucht | 2.652 | 2.147 |
| Segment Stärke | 1.101 | 1.823 |
| Segment Zucker | 2.499 | 1.480 |
| Konzern | 6.252 | 5.450 |
Der Posten Zinsaufwendungen enthält Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.025 t€ (Vorjahr: 1.029 t€) sowie den Zinsanteil aus der Abzinsung der langfristigen Verpflichtung für Jubiläumsgelder von 84 t€ (Vorjahr: 144 t€). Das Währungsergebnis aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Nettoverlust in Höhe von –10.034 t€ (Vorjahr: Nettoverlust –1.851 t€). Dieser setzte sich aus einem realisierten Verlust von –7.840 t€ (Vorjahr: realisierter Verlust – 5.627 t€) und einem nicht realisierten Verlust in Höhe von –2.194 t€ (Vorjahr: nicht realisierter Gewinn 3.776 t€) zusammen. Der Verlust ist v. a. auf Fremdwährungsfinanzierungen in Mexiko, Rumänien, Ungarn und der Ukraine zurückzuführen.
Note (10)
Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Ertragsteuern und setzen sich wie folgt zusammen:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :----- | :-------- | :-------- |
| Effektive Steuern | 2.839 | 10.180 |
| davon Inland | 1.122 | 2.321 |
| davon Ausland | 1.717 | 7.859 |
| Latente Steuern | 3.449 | 4.981 |
| davon Inland | 1.200 | 1.190 |
| davon Ausland | 2.249 | 3.791 |
| Steueraufwand | 6.288 | 15.161 |
| davon Inland | 1.122 | 2.321 |
| davon Ausland | 1.717 | 7.859 |
Die Überleitung der latenten Steuerpositionen in der Bilanz zu den latenten Steuern im Gesamtergebnis stellt sich wie folgt dar:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :---------------------------------------------------------------- | :-------- | :-------- |
| Erhöhung (+)/Verminderung (–) aktiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | 1.111 | 1.111 |
| Erhöhung (–)/Verminderung (+) passiver latenter Steuern gemäß Konzern-Bilanz | 2.100 | 1.788 |
| Gesamte Veränderung aus latenter Steuer | 3.211 | 2.899 |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | 1.111 | 4.981 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 1.111 | 1.587 |
| davon aus Währungsumrechnung/Hochinflationsanpassung/Sonstige | 1.211 | 1.111 |
| davon Konsolidierungskreisänderung, erfolgsneutral | 1.10 | 1.00 |
Um den Betrag im sonstigen Ergebnis auf den Wert der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung überleiten zu können, müssen die Steuereffekte von Anteilen am sonstigen Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen sowie derer anteiliger nicht beherrschender Anteile von in Summe –188 t€ vom sonstigen Ergebnis von 1.587 t€ gemäß obiger Tabelle abgezogen werden.
Überleitung vom Ergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :-------------------------------------------------------------------------------------------- | :-------- | :-------- |
| 1 Ergebnis vor Ertragsteuern | 14.124 | 18.315 |
| Österreichischer Steuersatz in % | 25 % | 25 % |
| Theoretischer Steueraufwand | 3.531 | 4.579 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwandes aufgrund abweichender Steuersätze | 1.120 | 1.200 |
| Änderung Vorjahreswert gemäß IAS 8 | 0 | 2.005 |
| Steuerminderung durch steuerfreie Erträge und steuerliche Abzugsposten inklusive Ergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1.108 | 1.110 |
| nicht temporärer Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen | 1.111 | 1.111 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht absetzfähiger Aufwendungen und steuerlicher Zurechnungen | 1.101 | 1.190 |
| Effekten aus sonstigen Steuern | 1.110 | 1.110 |
| Effekten aus Verlustvorträgen | 1.102 | 1.125 |
| aperiodischer Steuererträge/-aufwendungen | 1.115 | 1.102 |
| Ertragsteuern | 6.288 | 15.161 |
| Effektive Steuerquote | 44,5 % | 82,8 % |
Note (11)
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25 %. Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungs- mittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet. Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 13.820 t€ (Vorjahr: 18.274 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 50.059 t€ (Vorjahr: 82.336 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 44.732 t€ (Vorjahr: 48.932 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 1.069 t€ (Vorjahr: 20.242 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 4.258 t€ (Vorjahr: 13.162 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7.011 t€ (Vorjahr: 8.785 t€). Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 191.933 t€ (Vorjahr: 199.259 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :--------------------------------------------------------------------------------- | :---------- | :---------- |
| 1 Konzernjahresergebnis, das den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist | 63.424 | 55.742 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war | 49.090.000 | 49.090.000 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | € 1,29 | € 1,14 |
| Dividende je Aktie | € 1,05 | € 0,97 |
Note (12)
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
2 Vorschlag an die Hauptversammlung
Der theoretische Steueraufwand ergibt sich bei Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes in Höhe von 25 %.
Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung die vorgeschlagene Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2020|21 beschließt, werden von der AGRANA Beteiligungs-AG 53.116 t€ (Vorjahr: 48.117 t€) ausgeschüttet.Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend diesen Bestimmungen eine Unternehmensgruppe aus AGRANA Beteiligungs-AG als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungs- mittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. und AUSTRIA JUICE GmbH als Gruppenmitglieder gebildet. Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf Unterschieden zwischen der Bewertung im Konzernabschluss und in den der individuellen Besteuerung der einzelnen Länder zugrunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund vorsichtiger Planung sind Verlustvorträge in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten fünf Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Latente Steueransprüche wurden in Höhe von 13.820 t€ (Vorjahr: 18.274 t€) nicht aktiviert, diese betreffen noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 50.059 t€ (Vorjahr: 82.336 t€). Von den noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen sind 44.732 t€ (Vorjahr: 48.932 t€) unbegrenzt vortragsfähig, 1.069 t€ (Vorjahr: 20.242 t€) verfallen zwischen zwei und vier Jahren und 4.258 t€ (Vorjahr: 13.162 t€) verfallen zwischen fünf und sieben Jahren. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 7.011 t€ (Vorjahr: 8.785 t€). Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden latente Steuerschulden in Höhe von 191.933 t€ (Vorjahr: 199.259 t€) nicht angesetzt, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen und somit eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar ist.
| | 2020|21 | 2019|20 |
| :---------------------------------------------------------------------------------- | :---- | :---- |
| 1 Konzernjahresergebnis, das den Aktionären der AGRANA Beteiligungs-AG zuzurechnen ist | t€ | 248.965 | 257.832 |
| Aktienanzahl, die durchschnittlich im Umlauf war | Stück | 89.055.349 | 89.055.349 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (unverwässert und verwässert) | € | 2,79 | 2,89 |
| Dividende je Aktie | € | 1,10 | 1,30 |
Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes der AGRANA-Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds enthält Kassa und Bankguthaben. Es bestanden aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen Einschränkungen im Zugriff auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Tochterunternehmen in Argentinien. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristig gehaltene Wertpapiere zählen nicht zum Fonds. Die Währungsanpassungen, mit Ausnahme jener auf den Finanzmittelstand, werden bereits bei den jeweiligen Bilanzpositionen eliminiert.
Der Cashflow aus dem Ergebnis beträgt 198.825 t€ (Vorjahr: 187.831 t€), das entspricht 7,81 % (Vorjahr: 7,57 %) des Umsatzes. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge umfassen im Wesentlichen die nicht realisierten Währungsverluste des Finanzergebnisses von 2.194 t€ (Vorjahr: nicht realisierte Währungsgewinne 3.776 t€), die zahlungsunwirksame Veränderung der Wertberichtigungen zu Forderungen 675 t€ (Vorjahr: 542 t€), die Veränderung der Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen von 5.951 t€ (Vorjahr: 4.878) sowie zahlungsunwirksame Wertberichtigungen von Vorräten von 5.519 t€ (Vorjahr: 8.472 t€). Sonstige Anpassungen betreffen im Wesentlichen Korrekturen des im Konzernergebnis enthaltenen Steueraufwandes und Zinsergebnisses aufgrund der separaten Darstellung der zahlungswirksamen Zinsen und Ertragsteuern. Die Berücksichtigung der Veränderungen des Working Capital sowie zahlungswirksame Zinsen und Steuern führten zu einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 163.623 t€ (Vorjahr: 110.096 t€).
Der Rückgang um 75.932 t€ von –155.578 t€ auf –79.646 t€ war im Wesentlichen bedingt durch geringere Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die sich um 79.521 t€ (Vorjahr: 11.160 t€) von –150.030 t€ auf –70.509 t€ reduzierten. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch den Abschluss von Großprojekten der vergangenen Jahre (z. B. Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf|Österreich im Segment Stärke) und das dadurch geringere Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020|21 sowie die erstmalige Anwendung von IFRS 16 Leasing im Geschäftsjahr 2019|20. Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von –9.111 t€ betreffen Auszahlungen für 100 % der Anteile der Marroquin Organic International, Inc., Santa Cruz|USA, sowie deren übernommene Zahlungsmittel durch AGRANA Stärke GmbH, Wien. Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 2.829 t€ (Vorjahr: 1.971 t€).
Gezahlte Dividenden von –48.826 t€ (Vorjahr: –63.203 t€), die überwiegend die auf die Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG entfallende Dividende betreffen, sowie die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Mittelzu-/abflüsse der Finanzverbindlichkeiten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020|21 zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –59.454 t€ (Vorjahr: positiver Cashflow 57.322 t€).
Note (13)
Note (14)
Note (15)
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit:
Geschäftsjahr 2020|21
| Buchwert 01.03.2020 | Fristigkeiten | Mittelzufluss (+)/ Mittelabfluss (–) | Währungsdifferenzen und sonstige unbare Veränderungen | Buchwert 28.02.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Schuldscheindarlehen | 109.000 | –15.000 | 40.000 | 10.000 | 144.000 |
| Kredit Europäische Investitionsbank | 35.305 | –4.773 | 15.084 | 45.616 | |
| Darlehen | 96.704 | –34.193 | 108.403 | 170.914 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 15.197 | –5.679 | 4.459 | 13.977 | |
| Summe Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 256.206 | –25.452 | 6.770 | 137.946 | 434.507 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Kredit Europäische Investitionsbank | 4.773 | 4.773 | –4.773 | 4.773 | |
| Syndizierte Kredite | 35.000 | –80.000 | 55.000 | ||
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 25.740 | 41.000 | –77 | 66.663 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 4.642 | 5.679 | –1.399 | 9.050 | 17.972 |
| Summe Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 69.377 | 10.452 | –44.172 | 9.973 | 144.408 |
| Gesamt Finanzverbindlichkeiten | 325.583 | –15.000 | –37.402 | 147.919 | 578.915 |
Geschäftsjahr 2019|20
| Buchwert 01.03.2019 | Fristigkeiten | Mittelzufluss (+)/ Mittelabfluss (–) | Währungsdifferenzen und sonstige unbare Veränderungen | Buchwert 29.02.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| t€ | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Schuldscheindarlehen | 3.000 | 100.000 | 103.000 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 35.000 | –35.000 | 0 | ||
| Kredit Europäische Investitionsbank | 15.084 | –4.773 | 10.311 | ||
| Darlehen | 251.365 | 36.309 | –5.640 | 282.034 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 15.197 | 15.197 | |||
| Summe Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 304.449 | –4.773 | 116.506 | 9.557 | 395.542 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Schuldscheindarlehen | 5.500 | –5.500 | 0 | ||
| Kredit Europäische Investitionsbank | 4.773 | 4.773 | –4.773 | 4.773 | |
| Syndizierte Kredite | 5.000 | 10.000 | 15.000 | ||
| Kontokorrentkredite und Barvorlagen | 6.841 | 1.600 | –214 | 8.227 | |
| Leasingverbindlichkeiten | –1.400 | 4.000 | 2.600 | ||
| Summe Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 21.377 | 4.773 | –5.073 | 3.786 | 30.599 |
| Gesamt Finanzverbindlichkeiten | 325.826 | 0 | 111.433 | 13.343 | 426.141 |
Note (16)
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
| Geschäfts-/Firmenwerte | Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | Summe | |
|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2020 | 791.998 | 209.079 | 1.001.077 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –0.305 | –0.305 | –0.610 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0.007 | 0.007 | 0.014 |
| Zugänge | 1.808 | 1.808 | 3.616 |
| Umbuchungen | 110 | 110 | 220 |
| Abgänge | –87 | –87 | –174 |
| Stand 28.02.2021 | 802.721 | 210.602 | 1.013.323 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2020 | 15.111 | 10.088 | 25.199 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –0.217 | –0.217 | –0.434 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | -1 | -1 | -2 |
| Laufende Abschreibungen | 0.791 | 0.791 | 1.582 |
| Umbuchungen | 7 | 7 | 14 |
| Abgänge | –87 | –87 | –174 |
| Stand 28.02.2021 | 15.614 | 11.085 | 26.699 |
| Buchwert 28.02.2021 | 787.107 | 199.517 | 986.624 |
| Geschäfts-/Firmenwerte | Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | Summe | |
|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | ||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2019 | 791.998 | 209.079 | 1.001.077 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –0.159 | –0.159 | –0.318 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 0.026 | 0.026 | 0.052 |
| Zugänge | 0.500 | 0.500 | 1.000 |
| Umbuchungen | 0.537 | 0.537 | 1.074 |
| Abgänge | –0.137 | –0.137 | –0.274 |
| Stand 29.02.2020 | 792.765 | 209.845 | 1.002.615 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2019 | 0 | 10.088 | 10.088 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 0.009 | 0.009 | 0.018 |
| Laufende Abschreibungen | 0.799 | 0.799 | 1.598 |
| Wertminderungen | 15.111 | 15.111 | |
| Abgänge | –0.137 | –0.137 | –0.274 |
| Stand 29.02.2020 | 15.791 | 10.757 | 26.548 |
| Buchwert 29.02.2020 | 776.974 | 199.088 | 976.067 |
| t€ | Geschäfts-/ Firmenwerte | Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | Summe |
|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.03.2020 | 8.242 | 2.400.298 | 2.408.540 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | – 0,42 | – 0,42 | |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 2,27 | 2,27 | |
| Zugänge | 1.083 | 1.083 | |
| Umbuchungen | 108 | 108 | |
| Abgänge | – 460 | – 460 | |
| Stand 28.02.2021 | 9.003 | 2.400.924 | 2.409.927 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.03.2020 | 1.100 | 1.019.878 | 1.020.978 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | – 0,17 | – 0,17 | |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | -1 | -1 | |
| Laufende Abschreibungen | 619 | 619 | |
| Umbuchungen | 7 | 7 | |
| Abgänge | – 460 | – 460 | |
| Stand 28.02.2021 | 1.245 | 1.020.943 | 1.022.188 |
| Buchwert 28.02.2021 | 7.758 | 1.379.981 | 1.387.739 |
Geschäftsjahr 2019|20 | | |
Anschaffungskosten | | |
Stand 01.03.2019 | 8.242 | 2.401.277 | 2.409.519
Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | – 0,59 | – 0,59
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 26 | 26
Zugänge | 2.022 | 2.022
Umbuchungen | 604 | 604
Abgänge | – 1.542 | – 1.542
Stand 29.02.2020 | 9.003 | 2.401.863 | 2.410.866
Abschreibungen | | |
Stand 01.03.2019 | 746 | 746
Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | 11 | 11
Laufende Abschreibungen | 551 | 551
Wertminderungen | 1.100 | 1.100
Abgänge | – 1.542 | – 1.542
Stand 29.02.2020 | 1.019 | 1.019.771 | 1.020.790
Buchwert 29.02.2020 | 7.984 | 1.382.092 | 1.390.076
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte.
Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 1.083 t€ (Vorjahr: 2.022 t€) betrafen im Wesentlichen Software.
Note (16)
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Frucht 240.175 t€ (Vorjahr: 240.175 t€) und auf das Segment Stärke 1.606 t€ (Vorjahr: 1.606 t€).
Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, definiert AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units; kurz: CGUs) als die jeweils kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind. Für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung von Geschäfts-/Firmenwerten aggregiert AGRANA die CGUs auf die nächst höhere Ebene, auf der die Geschäfts-/Firmenwerte gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess gesteuert werden. Im AGRANA-Konzern sind zum 28. Februar 2021 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten das Segment Frucht und das Segment Stärke definiert. Sämtliche Geschäfts-/Firmenwerte konnten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der erzielbare Betrag (Nutzungswert) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist.
AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen von den Gremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleichbleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 1,5 % p.a. (Vorjahr: 1,5 % p.a.) angenommen. Die Kapitalkosten (WACC¹) sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten je CGU berechnet.
Die Eigenkapitalkosten basieren auf einem risikolosen Basiszinssatz, einem Renditezuschlag für das Geschäftsrisiko sowie einem Länderrisiko- als auch Inflationsdifferenzzuschlag. Als risikoloser Zinssatz wurde die Rendite einer 30-jährigen Spot-Rate-Nullkuponanleihe auf Basis der Daten der Deutschen Bundesbank herangezogen. Das Geschäftsrisiko ergibt sich aus dem Produkt der allgemeinen Marktrisikoprämie von 8,0 % (Vorjahr: 8,5 %) und einem Beta-Faktor, der sich aus einer segmentspezifischen Peer-Group ableitet, die jeweils acht Unternehmen (Vorjahr: neun Unternehmen) umfasst. Sowohl das Länderrisiko als auch die Inflationsdifferenz wird einem Volatilitätsfaktor von 1,10 (Vorjahr: 1,22) unterworfen.
Die Fremdkapitalkosten werden mit dem Basiszinssatz, Inflationsdifferenzzuschlag und dem aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Bonitätszuschlag (Credit Spread) angesetzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Geschäfts-/Firmenwerte und den jeweiligen Abzinsungssatz (WACC):
| Geschäfts-/Firmenwert | WACC vor Steuer | ||
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | % | |
| CGU Frucht | 240.175 | 240.175 | 7,89 |
| CGU Stärke | 1.606 | 1.606 | 7,96 |
| Konzern | 241.781 | 241.781 | – |
Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplanes berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzungswert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzungswertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
¹ Weighted Average Cost of Capital: gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz
² Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.# Erläuterungen zur Bilanz
| t€ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts- ausstattung | Anlagen in Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||||
| Sachanlagen – erworben | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2020 | 27.978 | 4.836.836 | 226.770 | 431.021 | 5.722.605 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –21.740 | –2.213 | –3.476 | –1.312 | –28.741 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | 20 | –23 | 243 | 22 | 262 |
| Zugänge | 3.507 | 20.171 | 5.310 | 46.796 | 75.784 |
| Umbuchungen | 23.015 | 240.175 | 4.657 | –211.220 | –78.098 |
| Abgänge | –2.273 | –7.861 | –3.271 | –4.075 | –17.480 |
| Zuschüsse | –177 | –4.077 | –20 | –4.745 | –9.019 |
| Stand 28.02.2021 | 71.130 | 5.023.785 | 229.993 | 272.797 | 5.547.905 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2020 | 3.317.435 | 602.151 | 451.733 | 2.110 | 4.373.429 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –6.112 | –20.221 | –1.717 | –5 | –28.055 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | –27 | –62 | – | –146 | –235 |
| Laufende Abschreibungen | 14.215 | 13.613 | 14.030 | – | 41.858 |
| Wertminderungen | – | 2.796 | 2.470 | – | 5.266 |
| Umbuchungen | – | –70 | – | – | –70 |
| Abgänge | –4.557 | –10.767 | –1.540 | – | –16.864 |
| Zuschreibungen | –178 | –32 | – | – | –210 |
| Stand 28.02.2021 | 3.313.786 | 572.630 | 464.486 | 1.959 | 4.352.861 |
| Buchwert 28.02.2021 | 4.334 | 4.451.155 | –234.493 | 270.838 | 1.195.044 |
| t€ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts- ausstattung | Anlagen in Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||||
| Sachanlagen – geleas t | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2020 | 71.407 | 5.005.090 | 226.770 | 431.021 | 5.734.288 |
| Währungsdifferenzen | –708 | –407 | –108 | –474 | –1.697 |
| Zugänge | 1.085 | 1.976 | 108 | 40 | 3.209 |
| Abgänge | –710 | –410 | –108 | –710 | –1.938 |
| Stand 28.02.2021 | 70.974 | 5.001.251 | 226.662 | 430.377 | 5.729.164 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2020 | 9.074 | 4.407 | 600 | 200 | 14.281 |
| Währungsdifferenzen | –71 | –20 | –6 | – | –97 |
| Laufende Abschreibungen | 1.895 | 1.457 | 120 | – | 3.472 |
| Abgänge | –105 | –910 | –108 | – | –1.123 |
| Stand 28.02.2021 | 10.733 | 4.734 | 504 | 200 | 16.171 |
| Buchwert 28.02.2021 | 60.241 | 4.996.517 | 226.158 | 430.177 | 5.712.993 |
| Buchwert Sachanlagen 28.02.2021 | 71.130 | 5.023.785 | 229.993 | 272.797 | 5.740.905 |
| t€ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts- ausstattung | Anlagen in Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | ||||
| Sachanlagen – erworben | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2019 | 77.557 | 4.747.434 | 112.979 | 404.445 | 5.272.415 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –9.779 | –9.240 | –917 | –4.175 | –24.111 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | –41 | –7.470 | –114 | – | –7.625 |
| Zugänge | 4.771 | 40.124 | 7.010 | 11.440 | 63.345 |
| Umbuchungen | 10.800 | 110.779 | –10.767 | –11.121 | 98.891 |
| Abgänge | –1.081 | –9.215 | –3.160 | –1.402 | –14.858 |
| Stand 29.02.2020 | 71.327 | 5.072.312 | 74.131 | 389.737 | 5.607.507 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2019 | 2.295.040 | 590.819 | 410.734 | 109.790 | 3.406.383 |
| Währungsdifferenzen und Hochinflationsanpassungen | –7.715 | –190 | –715 | – | –8.620 |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | –119 | –7.420 | –114 | – | –7.653 |
| Laufende Abschreibungen | 4.104 | 11.008 | 4.040 | – | 19.152 |
| Wertminderungen | 1.717 | 1.767 | 127 | – | 3.611 |
| Umbuchungen | –107 | –1.740 | –107 | –1.111 | –3.065 |
| Abgänge | –102 | –1.172 | –172 | –1.040 | –2.486 |
| Zuschreibungen | – | – | – | –150 | –150 |
| Stand 29.02.2020 | 2.280.708 | 582.412 | 412.805 | 107.379 | 3.383.304 |
| Buchwert 29.02.2020 | 48.519 | 4.489.899 | –338.674 | 282.358 | 2.224.203 |
| t€ | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts- ausstattung | Anlagen in Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | ||||
| Sachanlagen – geleas t | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.03.2019 – Erstanwendungszeitpunkt IFRS 16 | 7.024 | 4.556 | 606 | 100 | 12.286 |
| Währungsdifferenzen | –8 | –6 | – | – | –14 |
| Zugänge | 655 | 888 | 188 | 742 | 2.473 |
| Umbuchungen | 307 | 7 | 7 | 7 | 328 |
| Abgänge | –77 | –118 | –7 | –666 | –868 |
| Stand 29.02.2020 | 6.891 | 5.337 | 794 | 83 | 13.105 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.03.2019 – Erstanwendungszeitpunkt IFRS 16 | – | – | – | – | – |
| Währungsdifferenzen | –60 | –0 | –6 | – | –66 |
| Laufende Abschreibungen | 1.182 | 1.273 | 177 | – | 2.632 |
| Umbuchungen | 868 | – | – | – | 868 |
| Abgänge | – | –616 | –7 | – | –623 |
| Stand 29.02.2020 | 1.989 | 657 | 164 | – | 2.811 |
| Buchwert 29.02.2020 | 4.902 | 4.680 | 630 | 83 | 10.294 |
| Buchwert Sachanlagen 29.02.2020 | 53.421 | 4.494.579 | –338.044 | 665.115 | 2.234.497 |
t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|---
Segment Frucht | 30.400 | 3.327
Segment Stärke | 47.607 | 80.734
Segment Zucker | 6.433 | 6.550
Konzern | 84.440 | 90.611
t€ | 2020|21 | 2019|20
---|---|---|---
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse | 0,023 | 0,027
Aufwendungen für Leasingverhältnisse von geringem Wert | 0,172 | 0,178
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten | 0,092 | 0,093
| t€ | Nach der Equity- Methode bilanzierte Gemeinschafts- unternehmen | Wertpapiere (langfristige Vermögens- werte) | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | |||
| Stand 01.03.2020 | 17.844 | 14.777 | 527 | 33.148 |
| Währungsdifferenzen | –7.842 | –195 | –7.842 | |
| Kapitalerhöhung bei Gemeinschaftsunternehmen/Zugänge | 0.970 | 1.721 | 2.691 | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 15.961 | 15.961 | ||
| Wertminderungen | –198 | –193 | –391 | |
| Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen/Abgänge | –10.555 | –34 | –491 | –11.080 |
| Sonstiges Ergebnis | 333 | 333 | ||
| Stand 28.02.2021 | 13.711 | 14.350 | 357 | 28.418 |
| t€ | Nach der Equity- Methode bilanzierte Gemeinschafts- unternehmen | Wertpapiere (langfristige Vermögens- werte) | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | |||
| Stand 01.03.2019 | 18.842 | 17.741 | 15 | 36.600 |
| Währungsdifferenzen | –4.125 | 4 | –4.121 | |
| Kapitalerhöhung bei Gemeinschaftsunternehmen/Zugänge | 7.957 | 553 | 8.510 | |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen | 15.721 | 15.721 | ||
| Wertminderungen | 123 | 123 | ||
| Dividenden von Gemeinschaftsunternehmen/Abgänge | –15.999 | –3 | –15.999 | |
| Sonstiges Ergebnis | 435 | 718 | 1.153 | |
| Stand 29.02.2020 | 17.820 | 18.586 | 565 | 36.971 |
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.311.800 | 1.165.407 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 46.910 | 49.317 |
| Positiver Marktwert Derivate | 5.627 | 1.015 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen der Südzucker-Gruppe | 909 | 1.291 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 10.124 | 903 |
| Forderungen gegenüber sonstigen Beteiligungen | 71 | 41 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 28.123 | 18.608 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 1.393.564 | 1.236.582 |
| Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 54.070 | 19.211 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.272 | 5.146 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.314 | 2.408 |
| Summe | 1.459.220 | 1.263.347 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 1.719 | 1.247 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen, mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen.
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| A ktive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 9.371 | 1.249 |
| Finanzanlagen (v.a. „Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) | 1.435 | 1.141 |
| Vorräte | 1.479 | 4.138 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.741 | 945 |
| Verlustvorträge | 1.238 | 1.086 |
| Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 1.743 | 1.231 |
| Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden | 11.287 | 10.448 |
| Summe aktive latente Steuern | 15.344 | 14.238 |
| Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen gegenüber derselben Steuerbehörde | -1.125 | -1.137 |
| Saldierte aktive Steuerabgrenzung | 14.219 | 13.101 |
Die passiven latenten Steuern sind unter Note (26) erläutert.
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 111.389 | 101.577 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 45.272 | 42.017 |
| Waren | 12.966 | 10.214 |
| Summe | 169.627 | 153.808 |
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 5.518 t€ (Vorjahr: 8.472 t€) vorgenommen, welche im Wesentlichen aus den Segmenten Frucht mit 4.041 t€ (Vorjahr: 2.579 t€) und Zucker mit 1.335 t€ (Vorjahr: 3.906 t€) resultierten. Die Wertminderungen waren auf gesunkene Nettoveräußerungswerte zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
Angaben zum Kapitalmanagement
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten.
Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| 1 Eigenkapital | 1.382.494 | 1.375.673 |
| Bilanzsumme | 3.825.728 | 3.934.223 |
| Eigenkapitalquote | 36,1 % | 35,0 % |
| Nettofinanzschulden | 882.732 | 857.491 |
| Gearing | 63,9 % | 62,3 % |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht. Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung. Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 22.579 | 21.573 |
| A bfertigungen | 22.773 | 21.726 |
| Übrige | 28.706 | 29.589 |
| Summe | 74.058 | 72.888 |
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
Auf die Vorratsbestände wurden Wertminderungen in Höhe von 5.518 t€ (Vorjahr: 8.472 t€) vorgenommen, welche im Wesentlichen aus den Segmenten Frucht mit 4.041 t€ (Vorjahr: 2.579 t€) und Zucker mit 1.335 t€ (Vorjahr: 3.906 t€) resultierten. Die Wertminderungen waren auf gesunkene Nettoveräußerungswerte zum Bilanzstichtag zurückzuführen.
Angaben zum Kapitalmanagement
Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten.
Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| 1 Eigenkapital | 1.382.494 | 1.375.673 |
| Bilanzsumme | 3.825.728 | 3.934.223 |
| Eigenkapitalquote | 36,1 % | 35,0 % |
| Nettofinanzschulden | 882.732 | 857.491 |
| Gearing | 63,9 % | 62,3 % |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht. Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung. Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 22.579 | 21.573 |
| A bfertigungen | 22.773 | 21.726 |
| Übrige | 28.706 | 29.589 |
| Summe | 74.058 | 72.888 |
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.# 10.8. Kapitalmanagement
Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:
| t€ | t€ | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| 1 Eigenkapital | 1.234.567 | 1.276.543 |
| Bilanzsumme | 3.876.543 | 3.934.222 |
| Eigenkapitalquote | 31,8 % | 32,4 % |
| Nettofinanzschulden | 882.938 | 878.513 |
| Gearing | 71,3 % | 71,4 % |
Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird v. a. auch die Kennzahl Gearing (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht. Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum und ist auch Ausdruck finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit des Konzerns. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfs stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft ausreichende, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung. Es gab keine Veränderungen im Kapitalmanagementansatz im Vergleich zum Vorjahr.
| t€ | t€ | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 25.138 | 21.543 |
| Abfertigungen | 26.773 | 23.266 |
| Übrige | 87.168 | 95.989 |
| Summe | 139.079 | 140.798 |
1 Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst. Weitere Informationen finden sich auf Seite 114.
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan. Für die Ermittlung der Barwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt:
| % | % | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| Lohn-/Gehaltstrend Inland/Europa | 3,45 | 3,55 |
| Mexiko/Südkorea | 4,8 / 4,8 | 4,8 / 4,8 |
| Rententrend Inland/Europa | 2,9 | 3,1 |
| Mexiko | 3,8 | 3,8 |
| Zinssatz Inland/Europa | 0,75 | 0,80 |
| Mexiko/Südkorea | 3,75 / 3,65 | 3,65 / 3,55 |
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen wurde ein Zinssatz von überwiegend 0,75 % (Vorjahr: 0,80 %) zugrunde gelegt. Der Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtungen entspricht. Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln – im Inland die Richttafeln „AVÖ 2018- P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte – verwendet.
Vorsorgepläne für Pensionen im AGRANA-Konzern beruhen im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Zusagen. Die Höhe der Pensionen bemisst sich in der Regel an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und an den versorgungsrelevanten Bezügen. Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen hauptsächlich aufgrund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Verpflichtungen und stellen Einmalzahlungen dar. Die Höhe der Abfertigungen ist in den meisten Fällen letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen und Abfertigungen (Nettoschuld) in der AGRANA-Gruppe setzt sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| t€ | t€ | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| Pensionspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 74.748 | 73.737 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –17.129 | –17.118 |
| Rückstellung für Pensionen (Nettoschuld) | 57.619 | 56.619 |
| Abfertigungspläne | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 15.777 | 14.978 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –1.944 | –1.305 |
| Rückstellung für Abfertigungen (Nettoschuld) | 13.833 | 13.673 |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionszusagen im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne:
In der AGRANA Beteiligungs-AG bestehen für Mitglieder des Vorstandes direkte Leistungszusagen auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines fixen Prozentsatzes einer Pensionsbemessungsgrundlage. Die Pensionsansprüche sind zur Gänze in eine überbetriebliche Pensionskasse ausgegliedert. Dem Barwert der Verpflichtung von 28.207 t€ (Vorjahr: 27.560 t€) steht ein Planvermögen von 15.918 t€ (Vorjahr: 16.069 t€) gegenüber. Für weitere Details wird auf den Abschnitt Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen dieses Anhangs verwiesen. Des Weiteren bestehen direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter bei der AGRANA Zucker GmbH in Höhe von 14.392 t€ (Vorjahr: 15.449 t€), Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. in Höhe von 697 t€ (Vorjahr: 734 t€), AGRANA Stärke GmbH in Höhe von 1.679 t€ (Vorjahr: 2.170 t€) und AUSTRIA JUICE GmbH in Höhe von 212 t€ (Vorjahr: 221 t€). Dem Barwert der Verpflichtung der AUSTRIA JUICE GmbH steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 143 t€ (Vorjahr: 147 t€) gegenüber. Bei der AGRANA Fruit Austria GmbH bestehen Pensionszusagen für aktive Mitarbeiter mit direkter Leistungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenvorsorge mit einer vertraglich vereinbarten – teilweise dienstzeitabhängigen – Fixpensionshöhe und direkte Leistungszusagen mit Hinterbliebenenvorsorge für ehemalige, bereits im Ruhestand befindliche Mitarbeiter. Dem Barwert der Verpflichtung von 503 t€ (Vorjahr: 546 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 142 t€ (Vorjahr: 254 t€) gegenüber. In Mexiko besteht eine vertragliche Verpflichtung, einem definierten Empfängerkreis im Falle des Übertrittes in den Ruhestand bzw. vorzeitigen Ruhestandes einen fixen Prozentsatz einer festgelegten Bemessungsgrundlage in monatlichen Raten auf einen Zeitraum von zehn Jahren auszuzahlen. Eine Einmalprämie kann optional gewählt werden. Dem Barwert der Verpflichtung von 715 t€ (Vorjahr: 894 t€) steht ein Planvermögen in Form einer Rückdeckungsversicherung von 79 t€ (Vorjahr: 80 t€) gegenüber.
Die Rückstellung für Pensionen entwickelte sich wie folgt:
| t€ | Barwert der Ver- pflichtung | Marktwert Plan- vermögen | Rückstellung für Pensionen |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2020 | 21 | ||
| Stand 01.03.2020 | 74.542 | –87.659 | 16.742 |
| Dienstzeitaufwand | 85.160 | 85.160 | |
| Zinsaufwand/-ertrag | 10.590 | –7.450 | 590 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | ||
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Pensionsaufwand netto) | 95.830 | –7.450 | 85.750 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | 5.424 | 5.424 | |
| der Änderung demographischer Annahmen | –10.500 | –10.500 | |
| der Änderung finanzieller Annahmen | –5.100 | –5.100 | |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 9.100 | 9.100 | |
| Währungsdifferenzen | –7.600 | –7.600 | |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | –8.100 | 5.424 | –8.100 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –10.690 | –10.690 | |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | –9.280 | –9.280 | |
| Sonstige Veränderungen | –3.100 | –3.100 | |
| Stand 28.02.2021 | 76.704 | –91.415 | 17.684 |
| t€ | Barwert der Ver- pflichtung | Marktwert Plan- vermögen | Rückstellung für Pensionen |
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2019 | 20 | ||
| Stand 01.03.2019 | 71.578 | –61.111 | 10.467 |
| Dienstzeitaufwand | 7.100 | 7.100 | |
| Zinsaufwand/-ertrag | –3.000 | 10.000 | 7.000 |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | 0 | ||
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Pensionsaufwand netto) | 4.100 | 10.000 | 14.100 |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | –10.450 | –10.450 | |
| der Änderung finanzieller Annahmen | 10.100 | 10.100 | |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | 5.110 | 5.110 | |
| Währungsdifferenzen | –6 | –6 | |
| Gesamter Neubewertungsgewinn / - v erlus t ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | 10.204 | –10.450 | 4.754 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –17.700 | –17.700 | |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | –6.900 | –6.900 | |
| Sonstige Veränderungen | –1.400 | –1.400 | |
| Stand 29.02.2020 | 70.804 | –58.261 | 10.800 |
Im AGRANA-Konzern bestehen im Wesentlichen folgende Vorsorgepläne für Abfertigungen: Die betragsmäßig größten Vorsorgepläne für Abfertigungen bestehen in Österreich und Frankreich. Sie stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf Einmalzahlung im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst), im Falle des Pensionsantrittes und im Todesfall dar. Die Höhe der Abfertigung ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Abfertigungsvorsorgen in Österreich und Frankreich sind ausschließlich rückstellungsfinanziert in Höhe von 36.440 t€ (Vorjahr: 41.197 t€). In Russland und der Ukraine bestehen gesetzliche bzw. auf Betriebsvereinbarungen beruhende Versorgungszusagen von betragsmäßig untergeordneter Bedeutung. Diese werden als Einmalzahlung bei Auflösung des Dienstverhältnisses (außer durch den Dienstnehmer selbst) bzw. im Falle des Pensionsantrittes fällig. Die Höhe ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Die Versorgungszusagen sind in Höhe von 200 t€ (Vorjahr: 238 t€) ausschließlich rückstellungsfinanziert. In Rumänien bestehen Abfertigungsverpflichtungen im Falle des Pensionsantrittes in Höhe von drei Monatsbezügen. Der Rückstellungswert beläuft sich auf 233 t€ (Vorjahr: 223 t€). In Mexiko bestehen gesetzliche Verpflichtungen für alle Vollzeitangestellten. Die Abfertigung gelangt in Mexiko im Falle der Auflösung des Dienstverhältnisses (nach mindestens fünfzehnjähriger Beschäftigung), im Falle des Pensionsantrittes, Berufsunfähigkeit und im Todesfall in Form einer Einmalzahlung zur Auszahlung und ist letztbezugs- und dienstzeitabhängig. Planvermögen in Höhe von 3 t€ (Vorjahr: 3 t€) kürzt in Mexiko den Barwert der Verpflichtung von 211 t€ (Vorjahr: 223 t€).# Konzernanhang
Der Abfertigungsplan von Südkorea weist einen Barwert der Verpflichtung von 2.522 t€ (Vorjahr: 2.279 t€) bei einem Planvermögen von 1.941 t€ (Vorjahr: 1.780 t€) aus.
Die Rückstellung für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:
| t€ | Geschäftsjahr 2020|21 Stand 01.03.2020 | Dienstzeitaufwand | Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand/-ertrag | Steuern und Verwaltungsaufwand | Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Abfertigungsaufwand netto) | Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | der Änderung demographischer Annahmen | der Änderung finanzieller Annahmen | erfahrungsbedingten Anpassungen | Währungsdifferenzen | Gesamter Neubewertungsgewinn / -verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | Gezahlte Versorgungsleistungen | Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | Sonstige Veränderungen | Stand 28.02.2021 |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Barwert der Verpflichtung | 2.522 | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Marktwert Planvermögen | 1.941 | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Rückstellung für Abfertigungen | 581 | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Geschäftsjahr 2020|21 | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Stand 01.03.2020 | 2.279 | –2.279 | – | – | – | – | | | | | | | | | | | |
| Dienstzeitaufwand | | 1.627 | 1.627 | – | – | – | 1.627 | | | | | | | | | | |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | | –129 | –129 | – | – | – | –129 | | | | | | | | | | |
| Zinsaufwand/-ertrag | | 134 | – | 134 | – | – | 4 | | | | | | | | | | |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | | –7 | – | – | –7 | – | –7 | | | | | | | | | | |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Abfertigungsaufwand netto) | | | 1.500 | 1.500 | 127 | –7 | 1.465 | | | | | | | | | | |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | | | | | | | | 6 | | | | | | | | | |
| der Änderung demographischer Annahmen | | | | | | | | | 115 | | | | | | | | |
| der Änderung finanzieller Annahmen | | | | | | | | | | –197 | | | | | | | |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | | | | | | | | | | | –566 | | | | | | |
| Währungsdifferenzen | | | | | | | | | | | | –26 | | | | | |
| Gesamter Neubewertungsgewinn / -verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | | | | | | | | 6 | 115 | –197 | –566 | –26 | –563 | | | | |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | | | | | | | | | | | | | | –5.296 | | | |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | | | | | | | | | | | | | | | –5.270 | | |
| Sonstige Veränderungen | | | | | | | | | | | | | | | | –302 | |
| Stand 28.02.2021 | 2.827 | 2.827 | – | – | – | – | | | | | | | | | | | 2.827 |
| t€ | Geschäftsjahr 2019|20 Stand 01.03.2019 | Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand/-ertrag | Steuern und Verwaltungsaufwand | Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Abfertigungsaufwand netto) | Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | der Änderung finanzieller Annahmen | erfahrungsbedingten Anpassungen | Währungsdifferenzen | Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | Gezahlte Versorgungsleistungen | Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | Sonstige Veränderungen | Stand 29.02.2020 |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Barwert der Verpflichtung | 2.279 | | | | | | | | | | | | | | |
| Marktwert Planvermögen | 1.780 | | | | | | | | | | | | | | |
| Rückstellung für Abfertigungen | 499 | | | | | | | | | | | | | | |
| Geschäftsjahr 2019|20 | | | | | | | | | | | | | | |
| Stand 01.03.2019 | 2.446 | –2.446 | – | – | – | | | | | | | | | | |
| Dienstzeitaufwand | | 1.333 | – | – | – | 1.333 | | | | | | | | | |
| Zinsaufwand/-ertrag | | 224 | –20 | – | – | 204 | | | | | | | | | |
| Steuern und Verwaltungsaufwand | | –19 | – | –19 | – | – | | | | | | | | | |
| Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag (Abfertigungsaufwand netto) | | | 1.500 | –20 | –19 | 1.461 | | | | | | | | | |
| Gewinne (–) und Verluste (+) aus tatsächlicher Rendite des Planvermögens | | | | | | | 59 | | | | | | | | |
| der Änderung finanzieller Annahmen | | | | | | | | 546 | | | | | | | |
| erfahrungsbedingten Anpassungen | | | | | | | | | 64 | | | | | | |
| Währungsdifferenzen | | | | | | | | | | –27 | | | | | |
| Gesamter Neubewertungsgewinn/-verlust ausgewiesen im sonstigen Ergebnis | | | | | | | 59 | 546 | 64 | –27 | 592 | | | | |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | | | | | | | | | | | | –4.237 | | | |
| Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen | | | | | | | | | | | | | –5.620 | | |
| Sonstige Veränderungen | | | | | | | | | | | | | | –1.287 | |
| Stand 29.02.2020 | 2.279 | 2.279 | – | – | – | | | | | | | | | | 2.279 |
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche abzüglich der Verzinsung des Planvermögens sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne der Pensions- und Abfertigungsrückstellungen belief sich auf 1.949 t€ (Vorjahr: Verluste –6.177 t€).
Die Veränderung resultierte v. a. aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes, erfahrungsbedingter Berichtigungen, Veränderungen der Steigerungsannahmen für Pensionsbemessungsgrundlage und künftige Gehälter, Veränderung des kalkulatorischen Pensionsalters und Fluktuationsannahmen.
Bis zum 28. Februar 2021 wurden kumulierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – ohne Berücksichtigung von latenten Steuern – in Höhe von –47.404 t€ (Vorjahr: –49.353 t€) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahres unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen insbesondere die Entwicklung der Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- oder Todesfälle.
Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskasse sowie Rückdeckungsversicherungen. Das prinzipielle Ziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Vorsorgezusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien.
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert:
| % | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 23.2 % | 33.4 % |
| Eigenkapitaltitel | 26.3 % | 27.5 % |
| Immobilien | 9.3 % | 8.9 % |
| Sonstige | 41.2 % | 30.2 % |
| Gesamt | 100 % | 100 % |
Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die AGRANA-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation (vorzeitige Austritte). Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Fremdwährungsschwankungen und Änderungen von Inflationsraten.
Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungszinssatzes liegt, erhöht sich die jeweilige Nettoverpflichtung. Die Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungszinssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein weiterer Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch die positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann.
Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.
Die durchschnittlich gewichtete Duration des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 28. Februar 2021 10,50 Jahre (Vorjahr: 10,81 Jahre), jene der Abfertigungsverpflichtungen 8,76 Jahre (Vorjahr: 9,09 Jahre).
Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 1.022 t€ (Vorjahr: 855 t€) betragen.
In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:
| t€ | Pension | Abfertigung |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2021 | 22 | 0.344 |
| Geschäftsjahr 2022 | 23 | 0.864 |
| Geschäftsjahr 2023 | 24 | 0.146 |
| Geschäftsjahr 2024 | 25 | 0.105 |
| Geschäftsjahr 2025 | 26 | 0.231 |
| Geschäftsjahr 2026 | 27 bis 2030 | 31 |
| Summe | 8.300 | 9.527 |
| t€ | Geschäftsjahr 2020|21 Stand 01.03.2020 | Währungsdifferenzen | Verbrauch | Auflösungen | Umbuchungen | Zuführungen | Stand 28.02.2021 |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Rekultivierung | 50.409 | –34 | –806 | –408 | –644 | 1.112 | 11.345 |
| Personalaufwendungen inklusive Jubiläumsgeld | 58.381 | –510 | –24.343 | –382 | 0 | 4.945 | 5.075 |
| Ungewisse Verbindlichkeiten | 58.334 | –500 | –56.108 | –20.510 | –8.051 | 0 | 5.415 |
| Summe | 171.124 | –1.048 | –81.257 | –21.320 | –8.695 | 6.057 | 21.835 |
| davon innerhalb von 1 Jahr | 54.218 | 0 | –0 | –0 | –0 | 0 | 5.415 |
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten beispielsweise Rückstellungen für Drohverluste mit 3.631 t€ (Vorjahr: 3.800 t€), Prozessrisiken mit 2.156 t€ (Vorjahr: 7.976 t€) und Stationskosten für Zuckerrübenübernahme, -verladung und -lagerung mit 776 t€ (Vorjahr: 1.400 t€).
Einen großen Teil der langfristigen übrigen Rückstellungen in Höhe von 29.396 t€ (Vorjahr: 29.756 t€) stellen Rückstellungen für Jubiläumsgelder von 13.014 t€ (Vorjahr: 13.721 t€) dar. Diese sind gemäß Betriebsvereinbarungen oder kollektivvertraglichen Bestimmungen in Abhängigkeit zur Dauer der Betriebszugehörigkeit zahlungswirksam. Für Rückstellungen für Altersteilzeit von 353 t€ (Vorjahr: 714 t€) wird innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre mit einem Mittelabfluss gerechnet. Für langfristige Rückstellungen für Rekultivierung in Höhe von 11.345 t€ (Vorjahr:12.543 t€) ist mit einem Mittelabfluss in einem Zeitraum von über fünf Jahren für den überwiegenden Teil der Rückstellungen zu rechnen.
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 420.190 | 446.080 |
| Leasingverbindlichkeiten | 8.514 | 8.820 |
| Finanzverbindlichkeiten | 745.181 | 744.970 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 739.172 | 740.650 |
Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Kapitel 11.1 bis 11.4.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Leasingverbindlichkeiten haben folgende Fristigkeit:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten langfristig | 7.701 | 7.015 |
| Leasingverbindlichkeiten kurzfristig | 0.813 | 1.805 |
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Pfandrechten besichert. Die Pfandrechte betreffen die Besicherung eines Exportförderungskredites mit Exportforderungen in Österreich und Darlehen in Algerien mit Betriebsvermögen (z. B. Maschinen). Die zugrunde liegenden Buchwerte belaufen sich auf 8.893 t€ (Vorjahr: 9.813 t€).
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127.710 | 127.729 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe und Gemeinschaftsunternehmen | 20.315 | 12.110 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Tochterunternehmen | 0.520 | 10.420 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0.070 | 0.140 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 20.100 | 20.320 |
| Zwischensumme Finanzinstrumente | 168.715 | 170.719 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0.070 | 0.070 |
| Erhaltene Vorauszahlungen | 202 | 191 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 14.240 | 14.540 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0.000 | 0.000 |
| Summe | 183.227 | 185.520 |
| davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 1.140 | 1.805 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 32.112 t€ (Vorjahr: 38.113 t€) ausgewiesen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten u.# 10-K Filing - AGRANA
The deferred taxes are attributable to the following balance sheet items:
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
|---|---|---|
| Deferred tax liabilities | ||
| Property, plant and equipment | 2,970.907 | 3,081.715 |
| Inventories | 1,168.266 | 1,197.388 |
| Receivables and other assets | 339.850 | 303.090 |
| Provisions and other liabilities | 1,240.404 | 1,170.448 |
| Total deferred tax liabilities | 5,719.427 | 5,752.641 |
| Set-off of active and passive tax deferrals vis-à-vis the same tax authority | -20.739 | -10.729 |
| Net deferred tax liabilities | 5,698.688 | 5,741.912 |
The deferred tax assets are explained in Note (20).
In addition to internal financing capacity, syndicated credit lines and bilateral bank credit lines are available to cover the AGRANA Group's total financing needs. Financial instruments are generally procured centrally and distributed group-wide. The most important objectives of financing are a sustainable increase in enterprise value, ensuring the Group's creditworthiness and liquidity.
In the AGRANA Group, standard market investment transactions (call and term deposits as well as securities investments) are carried out to manage seasonally fluctuating cash flows within the scope of daily financial management, as are financing through call and term deposits and fixed-interest loans.
| Average Effective Interest Rate | As of Balance Sheet Date | Maturity Date | |||
|---|---|---|---|---|---|
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | |
| 28.02.2021 | |||||
| Fixed interest rate | |||||
| CNY | 5.77 | 8.878 | 8.878 | 8 | |
| DZD | 5.39 | 4.370 | 905 | 905 | 8 |
| EUR | 4.43 | 140.047 | 88.957 | 202.595 | 382.035 |
| Subtotal | 4.72 | 153.295 | 98.735 | 203.500 | 390.918 |
| Variable interest rate | |||||
| CNY | 5.88 | 1.110 | 1.110 | 8 | |
| EGP | 9.22 | 107 | 107 | 8 | |
| EUR | 8.10 | 442.719 | 3.690 | 34.111 | 82.415 |
| HUF | 10.88 | 97 | 97 | 8 | |
| KRW | 10.43 | 4.607 | 4.607 | 8 | |
| TRY | 7.22 | 111 | 111 | 8 | |
| USD | 10.08 | 37 | 37 | 8 | |
| ZAR | 13.22 | 145 | 145 | 8 | |
| Subtotal | 8.14 | 447.816 | 4.997 | 34.111 | 82.415 |
| Total | 6.21 | 601.111 | 103.732 | 237.611 | 473.333 |
| Average Effective Interest Rate | As of Balance Sheet Date | Maturity Date | |||
|---|---|---|---|---|---|
| % | t€ | t€ | t€ | t€ | |
| 29.02.2020 | |||||
| Fixed interest rate | |||||
| CNY | 9.00 | 6.540 | 5.413 | 1.127 | 10 |
| DZD | 8.30 | 8.054 | 5.081 | 409 | 134 |
| EUR | 5.43 | 459.188 | 5.417 | 51.415 | 402.356 |
| Subtotal | 5.47 | 473.782 | 10.511 | 52.951 | 536.840 |
| Variable interest rate | |||||
| CNY | 11.41 | 1.373 | 1.373 | 10 | |
| EGP | 10.00 | 115 | 115 | 10 | |
| EUR | 10.61 | 124.765 | 4.465 | 6.000 | 54.700 |
| HUF | 11.00 | 55 | 55 | 10 | |
| KRW | 12.51 | 1.575 | 1.575 | 10 | |
| USD | 12.07 | 517 | 517 | 10 | |
| Subtotal | 10.67 | 128.399 | 6.007 | 6.000 | 54.700 |
| Total | 6.48 | 602.181 | 16.518 | 58.951 | 591.540 |
Financial liabilities excluding leasing liabilities relate to liabilities to credit institutions amounting to t€ 545,736 (previous year: t€ 550,202). The average weighted interest rate is 1.13% (previous year: 1.25%) with an average remaining term of 3.4 years (previous year: 4.0 years). The refinancing of the AGRANA Group essentially consists of two syndicated credit lines totaling t€ 400,000 (previous year: t€ 450,000) and a Schuldschein loan of t€ 181,000 (previous year: t€ 207,000). The remaining refinancings relate to bilateral credit lines. Liabilities to credit institutions with a volume of t€ 417,930 (previous year: t€ 325,285) were fixed-interest bearing. For variable-interest liabilities to credit institutions, market values correspond to book values. As of the balance sheet date, liabilities to credit institutions amounting to t€ 8,893 (previous year: t€ 9,813) were secured by other pledges, see Note (24).
Compared to the previous year, cash and cash equivalents increased by t€ 17,556 to t€ 110,971.
The AGRANA Group uses derivative financial instruments to a limited extent to hedge risks arising from operating and financing activities (changes in interest rates, exchange rates, and commodity prices). AGRANA essentially hedges against the following risks:
Only standard market instruments with sufficient market liquidity such as interest rate swaps, foreign exchange forward transactions, foreign currency options, or commodity futures are used. The use of these instruments is regulated within the framework of the risk management system by Group policies, which exclude speculative use of derivative financial instruments, assign basic business-oriented limits, define approval procedures, minimize credit risks, and regulate internal reporting and the segregation of duties. Compliance with these policies and the proper execution and valuation of transactions are regularly reviewed by an internal neutral body, maintaining the segregation of duties.
The notional and market values of the AGRANA Group's derivative financial instruments are as follows:
| Purchase | Sale | Notional | Positive Market Values | Negative Market Values | Net Market Values | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | t€ | t€ | t€ | t€ | t€ | t€ |
| 28.02.2021 | ||||||
| AUD EUR | 1.124 | – | 1.122 | – | 1.122 | – |
| CZK EUR | 15.611 | 15 | – | 11 | 11 | – |
| EUR AUD | 1.305 | 15 | – | 1.305 | 1.305 | – |
| EUR CZK | 70.851 | 25 | – | 109 | 16 | – |
| EUR GBP | 763 | 14 | – | 17 | 7 | – |
| EUR HUF | 75.571 | 121 | – | 219 | 119 | – |
| EUR INR | 1.105 | 15 | – | 7 | 7 | – |
| EUR JPY | 250 | 8 | 15 | 8 | ||
| EUR MXN | 18.488 | 1218 | 15 | 1218 | 1218 | |
| EUR PLN | 8.799 | 60 | – | 7 | 8 | 8 |
| EUR RON | 101.276 | 15 | – | 10.221 | 10.221 | – |
| EUR USD | 61.196 | 1.015 | – | 405 | 1.148 | 148 |
| EUR ZAR | 1.701 | 15 | – | 28 | 28 | – |
| HUF EUR | 70.151 | 111 | – | 112 | 107 | – |
| MXN EUR | 8.102 | 15 | – | 12 | 12 | – |
| PLN EUR | 11.112 | 121 | – | 117 | 112 | – |
| RON EUR | 12.156 | 1711 | 15 | 1711 | 1711 | |
| USD EUR | 97.072 | 2060 | – | 261 | 1 | 1 |
| Subtotal FX Forward Transactions | 408.680 | 4.509 | – | 4.257 | 12.820 | 2.968 |
| Interest Rate Swaps | 10.555 | 714 | – | 145 | 145 | – |
| Sugar Futures | 6.543 | 121 | – | 126 | 165 | – |
| Wheat and Corn Futures | 151.555 | 1.719 | – | 112 | 1.204 | 104 |
| Ethanol Futures | 17.270 | 15 | – | 177 | 177 | – |
| Total | 588.097 | 7.077 | – | 4.705 | 14.516 | 3.072 |
| Purchase | Sale | Notional | Positive Market Values | Negative Market Values | Net Market Values | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| t€ | t€ | t€ | t€ | t€ | t€ | t€ |
| 29.02.2020 | ||||||
| AUD EUR | 0.017 | 9 | – | 169 | 169 | – |
| CZK EUR | 1.968 | 12 | – | 10 | 1 | – |
| EUR AUD | 6.764 | 720 | 1027 | 1027 | 1027 | |
| EUR CZK | 12.418 | 113 | – | 116 | 11 | – |
| EUR GBP | 6.218 | 12 | – | 12 | 1 | – |
| EUR HUF | 16.701 | 714 | – | 14 | 12 | – |
| EUR INR | 1.645 | 15 | – | 15 | 15 | – |
| EUR MXN | 11.112 | 40 | – | 141 | 11 | – |
| EUR PLN | 15.112 | 157 | – | 112 | 102 | – |
| EUR RON | 4.046 | 164 | – | 162 | 104 | – |
| EUR RUB | 1.472 | 116 | – | 18 | 15 | – |
| EUR USD | 12.161 | 105 | – | 10.501 | 10.567 | -66 |
| EUR ZAR | 1.361 | 315 | – | 15 | 15 | – |
| GBP EUR | 9 | 1 | – | 1 | ||
| HUF EUR | 6.190 | 15 | – | 9 | 9 | – |
| INR EUR | 40 | 15 | – | 15 | 15 | – |
| PLN EUR | 12.118 | 111 | – | 117 | 102 | – |
| USD AUD | 111 | 12 | – | 12 | ||
| USD EUR | 65.774 | 416 | – | 10.571 | 808 | 508 |
| USD RUB | 112 | 7 | – | 7 | ||
| Subtotal FX Forward Transactions | 185.989 | 2.045 | 1027 | 12.170 | 11.753 | 369 |
| Interest Rate Swap | 10.000 | 15 | – | 10.504 | 10.504 | – |
| Interest Rate Cap | 10.000 | 15 | – | – | ||
| Sugar Futures | 16.107 | 1580 | – | 15 | 13 | – |
| Wheat and Corn Futures | 254.155 | 1559 | – | 1559 | 1559 | |
| Ethanol Futures | 1.377 | 1180 | – | 1180 | 1180 | |
| Total | 477.528 | 6.394 | 1027 | 11.773 | 12.279 | 3.108 |
The currency and commodity derivatives hedge payment flows up to one year, and interest rate derivatives hedge payment flows from one to five years. The notional value of derivative hedging transactions refers to the calculated base of all hedges converted into the Group currency, the Euro. The market value corresponds to the amount that the AGRANA Group would have to pay or receive as of the balance sheet date, assuming the hedging transaction were to be terminated. Since the hedging transactions are only standard, tradable financial instruments, the market value is determined based on market quotes.
Changes in value of derivative transactions that were carried out to hedge future payment flows and are in a hedging relationship with an underlying transaction (cash flow hedges) are initially recognized in equity on a neutral basis and only become effective upon realization of the payment flow in revenue (sales transactions) or cost of materials (purchase transactions) as well as in financial result (interest rate swaps).
The book values correspond to the market values. The derivatives recognized within a hedging relationship with an underlying transaction are shown in the following table:
| 27.09.2021 | 27.09.2021 | 27.09.2020 | 27.09.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Market Value | Market Value | Market Value | Market Value | |
| Positive | Negative | Positive | Negative | |
| t€ | t€ | t€ | t€ | |
| FX Forward Transactions | 5.36 | –2.32 | 1.27 | –1.31 |
| Interest Rate Swaps | 5.10 | –1.06 | 1.00 | –1.00 |
| Sugar Futures | 1.08 | –0.14 | 0.09 | –0.02 |
| Wheat and Corn Futures | 0.481 | –0.112 | 0.106 | –0.065 |
| Ethanol Futures | –0.34 | 0.308 | –0.176 | 0.147 |
| Total | 7.077 | –4.942 | 1.578 | –2.520 |
The hedging relationships concern the hedging of the price risk for raw sugar purchases, sugar sales, wheat and corn purchases, sales of corn relating to sweet corn derivatives, and sales of ethanol. As part of the risk management strategy, hedging is to be carried out by entering into futures in such a way that a certain percentage of the planned quantities is hedged. The objective of the risk management strategy is to fix the price of future purchases or sales early by entering into corresponding future contracts.
In the course of hedging price risks, transactions in US dollars are hedged against exchange rate fluctuations using FX forward transactions. Interest rate swaps, which are in a hedging relationship with the underlying transaction, exist to hedge interest rate risk. Future payment flows of financial liabilities that are interest-bearing at a variable rate based on the 3-month EURIBOR are considered underlying transactions.# Die Absicherung der variablen künftigen Zinszahlungen aus der Finanzverbindlichkeit führt zur Reduktion volatiler Bewertungsbestandteile in der Gewinn- und Verlustrechnung und steigert die Planungs- und Prognosequalität. Risikomanagementziel ist daher die Absicherung gegen das Risiko von Schwankungen von variablen Zahlungsströmen. Für das Geschäftsjahr 2020|21 wurden –322 t€ (Vorjahr: –824 t€) vor Steuern und 61 t€ (Vorjahr: 205 t€) Steuern für Wertänderungen von Derivaten mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft im sonstigen Ergebnis erfasst. Es waren sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Ineffektivitäten zu erfassen. Derivatergebnisse bereits realisierter Grundgeschäfte von 275 t€ wurden von der Rücklage für Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Marktwerte der Derivate verblieben in der Bilanz bis zu deren Realisierung.
In der folgenden Tabelle sind die Derivate mit einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft mit dem Nominalvolumen und den durchschnittlichen Preisen und Zinssätzen gemäß ihrer Fälligkeit dargestellt.
| Fälligkeit | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2021 | 28.02.2021 | 28.02.2021 | 29.02.2020 | 29.02.2020 | 29.02.2020 | |
| Devisentermingeschäfte (USD) | ||||||
| Nominalbetrag t€ | 3.429 | – | – | 7.200 | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis USD | 0,752 | – | – | 0,909 | – | – |
| Devisentermingeschäfte (HUF) | ||||||
| Nominalbetrag t€ | 5.552 | – | – | – | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis HUF | 357,57 | – | – | – | – | – |
| Devisentermingeschäfte (CZK) | ||||||
| Nominalbetrag t€ | 8.797 | – | – | – | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis CZK | 25,737 | – | – | – | – | – |
| Zinsswaps | ||||||
| Nominalbetrag t€ | 15.000 | 15.000 | – | 20.000 | 20.000 | – |
| Durchschnittlicher Zinssatz % | 0,008 | 0,008 | – | 0,782 | 0,782 | – |
| Zuckerfutures | ||||||
| Volumen Tonnen | 10.289 | – | – | 8.870 | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis € je Tonne | 12,578 | – | – | 18,979 | – | – |
| Weizen- und Maistermingeschäfte | ||||||
| Volumen Tonnen | 4.920 | – | – | 52.000 | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis € je Tonne | 27,287 | – | – | 273,8 | – | – |
| Ethanol-Termingeschäfte | ||||||
| Volumen Tonnen | 77.500 | – | – | 9.500 | – | – |
| Durchschnittlich abgesicherter Preis € je Tonne | 279,900 | – | – | 537,995 | – | – |
Die Wertänderungen jener derivativen Finanzinstrumente, die in keiner Sicherungsbeziehung zu einem Grundgeschäft stehen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Absicherungen erfolgten sowohl zur Sicherung von Verkaufserlösen als auch Materialaufwendungen. Die folgende Tabelle stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsabflüsse voraussichtlich eintreten werden, sowie die Buchwerte der zugehörigen Sicherungsinstrumente:
| Buchwert Summe | 0 bis 3 M | 4 bis 6 M | 7 bis 12 M | 1 bis 2 J | 2 bis 3 J | 3 bis 4 J | 4 bis 5 J | Über 5 J | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 28.02.2021 | |||||||||
| Devisentermingeschäfte | |||||||||
| Positive Marktwerte | 8,865 | 8,865 | 0,345 | 40 | 45 | – | – | – | – |
| Negative Marktwerte | –7,397 | –7,397 | –0,565 | –1820 | –520 | – | – | – | – |
| Zinsderivate | |||||||||
| Positive Marktwerte | 10 | 10 | 10 | 15 | 20 | 20 | 18 | – | – |
| Negative Marktwerte | –465 | –695 | –965 | –940 | –2920 | –1065 | – | – | – |
| Rohstoffderivate | |||||||||
| Positive Marktwerte | 5.140 | 5.140 | 0,125 | – | 125 | – | – | – | – |
| Negative Marktwerte | –5.285 | –5.285 | –420 | –140 | –525 | – | – | – | – |
| Summe | 6,710 | 6,710 | 0,405 | –1.710 | –4.930 | –1.065 | –18 | 0 | 0 |
| 29.02.2020 | |||||||||
| Devisentermingeschäfte | |||||||||
| Positive Marktwerte | 5,578 | 5,578 | 0,090 | 1380 | 250 | – | – | – | – |
| Negative Marktwerte | –7,027 | –7.027 | –0,527 | –2410 | –210 | – | – | – | – |
| Zinsderivate | |||||||||
| Positive Marktwerte | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Negative Marktwerte | –5.289 | –745 | –315 | –28 | –28 | –5290 | –1825 | – | – |
| Rohstoffderivate | |||||||||
| Positive Marktwerte | 1288 | 1288 | 210 | 45 | 18 | – | – | – | – |
| Negative Marktwerte | –6 | –6 | –6 | – | – | – | – | – | – |
| Summe | –4,196 | –7,685 | –753 | –1.043 | -10 | -5.290 | -1.825 | 0 | 0 |
Der Marktwert der am 28. Februar 2021 bestehenden Derivate würde sich bei einer Reduzierung bzw. Erhöhung des Marktzinssatzes um einen halben Prozentpunkt sowie einer Auf- bzw. Abwertung der betrachteten Währungen gegenüber dem Euro um 10 %, und einer Reduzierung bzw. Erhöhung der Weizen-, Mais- bzw. Zuckerpreise um jeweils 10 % wie folgt entwickeln (Sensitivität):
| Nominale Sensitivität (+) | Sensitivität (–) | |
|---|---|---|
| 28.02.2021 | 29.02.2020 | |
| Devisentermingeschäfte | 998.355 | 1690.888 |
| Zinsderivate | 65.000 | 1120.000 |
| Rohstoffderivate | 152.150 | 1963.750 |
Die positiven bzw. negativen Veränderungen der Nettomarktwerte hätten das Eigenkapital inklusive Steuereffekt um –861 t€ (Vorjahr: 608 t€) bzw. um 153 t€ (Vorjahr: –1.419 t€) verändert und das Ergebnis vor Ertragsteuern um 13.537 t€ (Vorjahr: 9.979 t€) bzw. um –16.244 t€ (Vorjahr: –12.229 t€) verändert.
Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einzeln und je Bewertungskategorie dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird. Die nachfolgende Aufstellung zeigt des Weiteren, wie die beizulegenden Zeitwerte (je Klasse von Finanzinstrumenten) ermittelt wurden. Dabei wurde eine Klassifizierung in drei Hierarchien vorgenommen, die die Marktnähe der in der Ermittlung eingehenden Daten widerspiegelt. Die verschiedenen Levels wurden wie folgt bestimmt:
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten Level 2 erfolgt auf Basis des Währungskurses zum Stichtag sowie der für die Restlaufzeit relevanten Zinsdifferenz der zugrunde liegenden Währungen. Es wird der Mark-to-Market-Kurs ermittelt und mit dem Kurs des Grundgeschäftes verglichen. Die Inputfaktoren hierfür sind einerseits das Fixing der Europäischen Zentralbank (im Folgenden kurz: EZB) bzw. ausgewählter Nationalbanken und andererseits die täglich veröffentlichten EURIBOR- und (L)IBOR-Zinssätze. Bei Zinsderivaten Level 2 wird zur Bemessung des Zeitwertes der fixe Zinssatz mit den zum Stichtag gültigen Swap-Sätzen bzw. der laufzeitrelevanten Zinsstrukturkurve verglichen. Der Zeitwert wird einer gesonderten Berechnung von Bankinstituten entnommen. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Level 2 werden die in den bestehenden Finanzierungsverträgen vereinbarten Konditionen, wie Restlaufzeit und Zinssatz, mit den am Bilanzstichtag verfügbaren aktuellen Marktkonditionen für neue Finanzierungen bei gleicher Restlaufzeit verglichen. Die Zinsdifferenz aus dem Vergleich führt zu dem Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert.
Die nachfolgende Tabelle enthält keine Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Dies trifft insbesondere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aufgrund der kurzen Laufzeit zu.
| Buchwert t€ | Beizulegender Zeitwert t€ | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling) | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Sicherungsinstrumente) | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Summe | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | 16.051 | 14.351 | – | – | 10.076 | 12.414 | 12.414 | – | 2.191 | 10.076 |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | – | 1.496 | – | – | – | 1.765 | 1.765 | – | 1.496 | 1.765 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 6.072 | – | 1.423 | – | 1.577 | 11.028 | 11.028 | 6.072 | 1.423 | 1.577 |
| Summe | 22,123 | 15,847 | 1,423 | – | 1,577 | 23,707 | 24,197 | 6,072 | 5,040 | 13,118 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | – | – | 476.445 | 476.445 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen ¹ | 7 | – | – | – | – | 21.644 | 21.644 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – | – | – | – | – | 177.831 | 177.831 | |||
| Summe | 7 | – | – | – | – | 675,920 | 675,920 | – | – | – |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 4.826 | – | 1.423 | – | 1.577 | 1.454 | 1.454 | – | 1.423 | 1.577 |
| Summe | 4,826 | – | 1,423 | – | 1,577 | 1,454 | 1,454 | – | 1,423 | 1,577 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | – | – | – | – | 425.741 | 425.741 | |||
| Leasingverbindlichkeiten ² | – | – | – | – | – | 49.075 | 49.075 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | – | – | 177.572 | 177.572 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ³ | – | – | – | – | – | 177.831 | 177.831 | |||
| Summe | – | – | – | – | – | 830,219 | 830,219 | – | – | – |
¹ Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen
² Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d
³ Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene# Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Erfolgs- wirksam zum beizulegen- den Zeit- wert über die Gewinn- und Verlust- rechnung | Erfolgs- neutral zum beizulegen- den Zeit- wert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling) | Erfolgs- neutral zum beizulegen- den Zeit- wert im sonstigen Ergebnis (Sicherungs- instrumente) | Zu fortge- führten An- schaffungs- kosten bewertet | Summe | Level | Level | Level | Summe .. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | . | . | – | – | . | . | – | . | . | |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | – | . | – | – | . | – | – | . | . | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | . | – | . | – | . | . | . | . | . | . |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | . | . | |||||
| Sonstige finanzielle Forderungen | | – | – | – | . | . | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – | – | – | . | . | – | – | – | . | . |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | . | – | . | – | . | . | . | – | . | . |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | – | – | . | . | – | . | – | . | |
| Leasingverbindlichkeiten | | – | – | – | . | . | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | . | . | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | – | – | – | . | . | – | – | – | . |
| | ||||||||||
| 1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen | ||||||||||
| 2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d | ||||||||||
| 3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen | ||||||||||
| | ||||||||||
| Konzernanhang | 166 |
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Erfolgs- wirksam zum beizulegen- den Zeit- wert über die Gewinn- und Verlust- rechnung | Erfolgs- neutral zum beizulegen- den Zeit- wert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling) | Erfolgs- neutral zum beizulegen- den Zeit- wert im sonstigen Ergebnis (Sicherungs- instrumente) | Zu fortge- führten An- schaffungs- kosten bewertet | Summe | Level | Level | Level | Summe .. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Wertpapiere (langfristig gehalten) | . | . | – | – | . | . | – | . | . | |
| Beteiligungen (langfristig gehalten) | – | | – | – | | – | – | | | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | . | – | | – | . | | . | – | . | . |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | . | . | |||||
| Sonstige finanzielle Forderungen | | – | – | – | . | . | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | – | – | – | . | . | – | – | – | . | . |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | . | – | . | – | . | . | – | . | . | – |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | – | – | . | . | – | . | – | . | |
| Leasingverbindlichkeiten | | – | – | – | . | . | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | – | – | – | . | . | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | – | – | – | . | . | – | – | – | . |
| | ||||||||||
| Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt. | ||||||||||
| 1 Ohne sonstige Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Abgrenzungen, die zu keinem Zahlungsfluss führen | ||||||||||
| 2 Die Angabe des beizulegenden Zeitwertes entfällt gemäß IFRS 7.29d | ||||||||||
| 3 Ohne Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern, im Rahmen der sozialen Sicherheit, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Abgrenzungen | ||||||||||
| | ||||||||||
| Konzernanhang | |
Wertpapiere Level 1 der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung“ enthalten Investmentfondsanteile in Höhe von 12.266 t€ (Vorjahr: 12.449 t€) und werden zu aktuellen Börsenwerten gemäß Depotauszug bewertet. Wertpapiere Level 3 der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ stellen zum überwiegenden Teil Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 5.991 t€ (Vorjahr: 5.991 t€) dar, für die der Marktwert anhand eines Unternehmenswertgutachtens des Emittenten ermittelt wird. Für sonstige Wertpapiere des Level 3 der Kategorien „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung“ (Wertrechte) in Höhe von 891 t€ (Vorjahr: 891 t€) entspricht deren Nominale dem beizulegenden Zeitwert. Bei „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ klassifizierten Aktien von nicht börsennotierten Gesellschaften in Höhe von 268 t€ (Vorjahr: 268 t€) und Beteiligungen (nicht konsolidierte Tochterunternehmen) in Höhe von 1.283 t€ (Vorjahr: 13 t€) wurde auf eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows verzichtet, da diese Position von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen Beteiligungen in Höhe von 400 t€ (Vorjahr: 906 t€) wurde mittels Abzinsung künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Wertpapiere, Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen, die als „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ klassifiziert wurden, werden aufgrund strategischer Überlegungen langfristig gehalten. Die folgende Tabelle zeigt deren beizulegende Zeitwerte und die Dividendenausschüttungen.
| Beizulegender Zeitwert | Dividende | Beizulegender Zeitwert | Dividende | |
|---|---|---|---|---|
| t€ | 28.02.2021 | 2020 | 21 | 29.02.2020 |
| RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN regGenmbH | . | | . | |
| Übrige | . | | . | |
| Summe | . | | . | |
Änderungen im beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren Level 3 wurden mit 0 t€ (Vorjahr: 489 t€) vor Steuern und 0 t€ (Vorjahr: –122 t€) Steuern erfolgsneutral in der Rücklage für Eigenkapitalinstrumente im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2020|21 gab es in der Kategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (ohne Recycling)“ Level 3 Zugänge von einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.273 t€ und einen Abgang einer sonstigen Beteiligung in Höhe von 506 t€. Es gab keine weiteren Veränderungen von Level 3 Finanzinstrumenten. Die positiven und negativen Marktwerte aus Rohstoffderivaten betreffen zum Teil Cashflow-Hedges. Im Fall der Zinssicherungsgeschäfte wurden die Marktwerte auf Basis diskontierter, künftig erwarteter Cashflows ermittelt. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Termin- auf- bzw. -abschlägen. Die Marktwerte für Zinsderivate werden den zum Bilanzstichtag eingeholten Bankbestätigungen entnommen. Diese entsprechen den Barwerten der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis der unterlegten Zinsstrukturkurven. Bei Rohstoffderivaten basiert der Marktwert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Marktwerte von Währungsderivaten basieren auf den von AGRANA zum Bilanzstichtag ermittelten Forward-Rates und den gesicherten Wechselkursen. Den zur Ermittlung der Forward-Rate herangezogenen Zinssätzen und Wechselkursen liegen die Notierungen der EZB bzw. der Nationalbanken zugrunde. Die konzernintern ermittelten Marktwerte können aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen in Einzelfällen unwesentlich von den Bankberechnungen abweichen.# Erläuterungen zu Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse. Bei variabel verzinsten Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle je Bewertungskategorie dargestellt:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert – | | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert – Derivate | . | . |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Vermögenswerte | – | –. |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten – finanzielle Verbindlichkeiten | –. | . |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente in der Gewinn- und Verlustrechnung | – | . |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne Recycling) | | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert – Sicherungsinstrumente | | – |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente im sonstigen Ergebnis | | |
| Nettoergebnis Finanzinstrumente gesamt | – | . |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | | . |
| Gesamtzinsaufwendungen | –. | –. |
| Nettozinsergebnis | –. | –. |
Die AGRANA-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Wertpapierkursen. Auf der Beschaffungsseite resultieren Preisrisiken im Wesentlichen aus Energiekosten, dem Einkauf von Weltmarktzucker sowie von Weizen und Mais im Rahmen der Bioethanolproduktion und auf der Verkaufsseite aus den auf Ethanol und Weltmarktzucker basierenden Verkaufspreisen. Darüber hinaus unterliegt der Konzern Kreditrisiken, die insbesondere aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren.
AGRANA setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. AGRANA begreift einen verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement ist daher integrales Element der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Die Mutter- und alle Tochtergesellschaften setzen Risikomanagementsysteme ein, die auf das jeweils spezifische operative Geschäft zugeschnitten sind. Sie zielen auf die systematische Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.
Das Risikomanagement der AGRANA-Gruppe basiert auf dem Risikocontrolling auf operativer Ebene, auf einem strategischen Beteiligungscontrolling und einem internen Überwachungssystem, das durch die Konzernrevision wahrgenommen wird. Ergänzend hierzu werden Entwicklungstendenzen, die für die AGRANA-Gruppe bestandsgefährdenden Charakter entfalten könnten, bereits frühzeitig identifiziert, analysiert und im Rahmen des Risikomanagements fortlaufend neu bewertet.
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der AGRANA-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie dem Groß- und Einzelhandel. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien gesteuert. Folgende Grundsätze des Kreditrisikomanagements werden in der AGRANA-Gruppe verfolgt:
Jede operative Einheit ist verantwortlich für die Umsetzung und Überwachung der entsprechenden Prozesse. Daneben wird von den operativen Einheiten monatlich ein Kreditrisikobericht erstellt und auf Konzernebene verdichtet. Dabei wird die Entwicklung einheitlicher Kennzahlen wie Day Sales Outstanding (DSO), Altersstruktur der Forderungen oder Art und Umfang der Kreditbesicherung im Rahmen des Kreditrisikomonitorings verfolgt.
Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs wird gemäß internen Richtlinien und IFRS 9 bei 90 Tage überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von einer Uneinbringlichkeit ausgegangen, es sei denn, die operative Einheit verfügt über angemessene und belastbare Informationen, dass eine längere Überfälligkeit gerechtfertigt ist. Sollte jedoch ein Wertberichtigungsbedarf im Rahmen des Kreditrisikomonitorings festgestellt werden, so wird mit einer Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Dies trifft auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu, welche weniger als 90 Tage überfällig sind.
AGRANA wendet zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste den vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 an. Über die Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen hinaus wurden die Ausfälle der letzten sechs Jahre evaluiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Loss Rates gemäß Überfälligkeiten und den Zahlungsprofilen der zugrunde liegenden Umsatzerlöse festgelegt. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Projektionen für notleidende Kredite (Non-Performing-Loans) wurden für das Geschäftsjahr 2020|21 als relevantester Faktor für die Anpassung der historischen Verlustquoten herangezogen, da z. B. Credit Spreads bedingt durch die Coronavirus-Krise und Überliquidität derzeit keine geeigneten Anpassungsfaktoren darstellen. Der ermittelte Faktor wurde basierend auf Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte, veröffentlicht von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), und einer Managementeinschätzung gewichtet.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Loss Rates und die gebildeten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | Loss Rate % | Brutto- buchwert | Wert- berichti- gung | Netto- buchwert |
|---|---|---|---|---|
| 28.02.2021 | ||||
| Noch nicht fällige Forderungen | , | . | – | . |
| Überfällige Forderungen | ||||
| Bis 30 Tage | , | . | – | . |
| 31 bis 90 Tage | , | . | – | . |
| 91 Tage und älter | . | | . | |
| Einzelwertberichtigungen | . | –. | | |
| Summe | . | –. | . | |
| 29.02.2020 | ||||
| Noch nicht fällige Forderungen | , | . | – | . |
| Überfällige Forderungen | ||||
| Bis 30 Tage | , | . | – | . |
| 31 bis 90 Tage | , | . | – | . |
| 91 Tage und älter | . | | . | |
| Einzelwertberichtigungen | . | –. | | |
| Summe | . | –. | . |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zum 01.03. | . | . |
| Währungsänderungen/Sonstige Veränderungen | – | – |
| Zuführungen | . | . |
| V erbrauch | – | – |
| Auflösungen | – | – |
| Wertberichtigungen zum 28./29.02. | . | . |
Die Auflösung der Wertberichtigungen enthält Zinserträge von 10 t€ (Vorjahr: 12 t€).
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß bedienen kann. Die AGRANA-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie durch externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Working Capital, Investitionen und Akquisitionen. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gruppe sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, in Form von Barmitteln vorgehalten. Zur Steuerung der saisonal schwankenden Liquiditätsströme werden sowohl kurz- als auch langfristige Finanzierungen im Rahmen des täglichen Finanzmanagements durchgeführt. Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditrahmen in Höhe von 999.910 t€ (Vorjahr: 1.003.201 t€). Die gewichtete Restlaufzeit der Kreditrahmen zum Bilanzstichtag beträgt 2,8 Jahre (Vorjahr: 3,0 Jahre).
Die nachstehende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 28. Februar 2021 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.```markdown
Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist. Die Ermittlung von Zinsauszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der zuletzt gültigen Zinssätze.
Der AGRANA-Konzern ist aufgrund seines internationalen Geschäftsumfanges von Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen und Geldveranlagungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Einkaufs- und Liefertransaktionen sowie aus zukünftigen Fremdwährungs-Cashflows aus Ein- und Verkaufskontrakten betroffen. Zur Messung und Steuerung dieser Risiken ermittelt der AGRANA-Konzern den Value at Risk nach dem Varianz-Kovarianz-Ansatz mit einem Konfidenzintervall von 95 %. Dabei werden alle Positionen der verschiedenen Währungspaare mit den vorhandenen Volatilitäten bewertet und der untereinander bestehenden Korrelation unterzogen. Das hieraus resultierende Ergebnis wird als diversifizierter Value at Risk angegeben:
| Value at Risk | t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|---|
| Summe | 128.809 | 140.281 | |
| Nettopositionen (absolut) der Währungspaare | 3.675.837 | 3.475.440 | |
| Value at Risk diversifiziert | 6.680 | 3.835 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fremdwährungsposition je Währungspaar der Value at Risk-Berechnung. Die einzelnen Werte beinhalten sowohl den Finanzierungsbereich als auch den operativen Bereich. Die kombinierte Darstellung ermöglicht somit die wechselseitigen Beziehungen aus beiden Bereichen je Währungspaar zu quantifizieren („Natural Hedge“).
| Fremdwährungspositionen | t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|---|
| EUR/AUD | 1.422 | ||
| EUR/CNY | 6.456 | 7.642 | |
| EUR/CZK | 4.206 | 2.473 | |
| EUR/HUF | 15.343 | 10.534 | |
| EUR/INR | 16.20 | 13.74 | |
| EUR/MAD | 6.354 | 6.474 | |
| EUR/PLN | 1.436 | 15.02 | |
| EUR/RON | 27.367 | 16.432 | |
| EUR/RUB | 6.336 | 7.564 | |
| EUR/UAH | 6.536 | 14.73 | |
| EUR/USD | 4.253 | 10.442 | |
| USD/ARS | 13.724 | 4.22 | |
| USD/AUD | 6.436 | 1.422 | |
| USD/BRL | 1.323 | 13.777 | |
| USD/CNY | 14.573 | 16.236 | |
| USD/MXN | 12.566 | 15.05 | |
| Übrige | 6.735 | 12.313 | |
| Summe | 128.809 | 140.281 |
Das wesentliche Wechselkursrisiko entsteht im operativen Geschäft, wenn Umsatzerlöse und Einkaufsaktivitäten in einer von den zugehörigen Kosten abweichenden Währung anfallen. Das Währungsrisiko aus Finanzierungen besteht im AGRANA-Konzern aus Finanzierungen und Geldanlagen, die nicht in der Landeswährung der Gesellschaft bestehen.
Die Fremdwährungspositionen von gesamt 128.809 t€ (Vorjahr: 140.281 t€) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Rumänien, China, Tschechien, Ungarn, USA und Mexiko auf und daraus resultiert ein Value at Risk von 6.680 t€ (Vorjahr: 3.835 t€). Dem Segment Zucker zugehörige Konzerngesellschaften mit Sitz in Mitgliedsländern der Europäischen Union, deren Landeswährung nicht der Euro ist, unterliegen einem Wechselkursrisiko zwischen dem Euro und ihrer jeweiligen Landeswährung, da die Rübenpreise für die jeweilige Kampagne zum Teil in Euro festgelegt werden. Die Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn unterliegen Währungsrisiken durch Rohzuckereinkauf in US-Dollar, dem Zukauf von Weißzucker in Euro und einzelne Gesellschaften unterliegen einem Währungsrisiko aus Exporten von Zucker in US-Dollar. Im Segment Stärke ergeben sich derzeit Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen, die nicht in der Landeswährung durchgeführt werden. Im Segment Frucht ergeben sich Risiken aus Wechselkursen, wenn Umsatzerlöse und Materialeinkauf auf Fremdwährungen und nicht auf die jeweiligen Landeswährungen lauten. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus Finanzierungen, die nicht der Landeswährung entsprechen.
Der AGRANA-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone. Die Risiken aus möglichen Zinsänderungen werden als „at Risk-Ansatz“ ausgewiesen. Die AGRANA unterscheidet hierbei zwischen dem Cashflow at Risk (kurz: CfaR) für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten und dem Value at Risk (kurz: VaR) aus Marktzinsänderungen bei fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten.
CfaR: Die Erhöhung des Zinsniveaus würde zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten bei variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten führen. Der CfaR-Betrachtung liegen die Volatilitäten der einzelnen Finanzierungswährungen und deren Korrelation untereinander zugrunde.
VaR: Hier wird das implizierte Risiko aus einer Senkung des Zinsniveaus betrachtet, da bestehende fix verzinste Finanzverbindlichkeiten konstant bleiben und nicht dem Markt folgen würden. Die unterschiedlichen Laufzeiten fix verzinster Finanzverbindlichkeiten werden durch gewichtete Barwerte und eine potenzielle Veränderung der variablen Zinsen nach dem „Modified-Duration-Ansatz“ berücksichtigt.
Der CfaR und VaR aus Finanzierungen stellen sich wie folgt dar:
| t€ | 28.02.2021 | 29.02.2020 |
|---|---|---|
| Nettoposition variabel verzinst | 234.567 | 332.842 |
| Cashflow at Risk diversifiziert | 1.050 | 880 |
| Nettoposition fix verzinst | 1.984.274 | 1.842.376 |
| Value at Risk bei Zinssatzänderung | 10.563 | 11.900 |
Demzufolge unterliegen die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten dem Risiko von Zinsänderungen. Zur Absicherung hiergegen wurden für einen Teil der Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen und eine fixe Verzinsung erreicht.
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist AGRANA einem Marktpreisrisiko aus dem Bezug von Rohstoffen sowie dem Verkauf von Fertigerzeugnissen (Ethanol) ausgesetzt. Im Rahmen der Herstellung von Bioethanol sind die bei weitem größten Kostenfaktoren die benötigten Rohstoffe Mais und Weizen, im Segment Zucker wird der Bezug von Rohzucker schlagend.
Zum Bilanzstichtag bestanden Rohstoffderivate für den Erwerb von Rohzucker über 31.548 Tonnen (Vorjahr: Verkauf von 4.471 Tonnen), den Erwerb von Weizen für die österreichische Bioethanolproduktion über 8.950 Tonnen (Vorjahr: Verkauf von 63.100 Tonnen), für den Verkauf von Wachsmaisderivaten von 2.300 Tonnen (Vorjahr: Kauf von 4.000 Tonnen) sowie für den Verkauf von Ethanol von 22.600 Tonnen (Vorjahr: Verkauf von 9.600 Tonnen). Insgesamt entsprechen diese Positionen einem Kontraktvolumen von 3.474 t€ (Vorjahr: 16.782 t€) und hatten – basierend auf den zugrunde liegenden Abschlusspreisen – einen positiven Marktwert von 487 t€ (Vorjahr: positiven Marktwert 402 t€).
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig fort. Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichtshof erhoben. Die BWB begründet dies vor allem damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer „Zusatzstrafe" in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unterbrochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes „ne bis in idem“ bei EU-Wettbewerbsverfahren gebeten. Dieses Zwischenverfahren ist noch anhängig.
```# 11.5. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bürgschaften betreffen v. a. Bankkredite der Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Zucker.
| t€ 28.02.2021 | t€ 29.02.2020 | |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 7.259 | 6.972 |
| Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen | 3.845 | 3.845 |
Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen. Eine weitere Eventualschuld von 5.534 t€ (Vorjahr: 5.925 t€) besteht im Zusammenhang mit der Rückforderung einer EU-Förderung in Ungarn. Das Management der Gesellschaft schätzt die Rückerstattung als wenig wahrscheinlich ein. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 15.742 t€ (Vorjahr: 12.576 t€).
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien, hält 78,34 % der Stammaktien der AGRANA Beteiligungs-AG. Diese Holdinggesellschaft ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen ist. Im Sinne einer Vereinfachung der Konzernstruktur erfolgte im August 2020 rückwirkend mit 1. März 2020 die Verschmelzung der Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, die zuvor direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-AG hielt, auf die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart|Deutschland. Nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 sind die Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und die Zucker- Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, als Aktionäre der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien. Der AGRANA-Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, einbezogen. Neben der Südzucker AG, Mannheim|Deutschland, und deren Tochtergesellschaften („Südzucker-Gruppe“) zählen die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTEREICH-WIEN regGenmbH, Wien, und deren Tochtergesellschaften („Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss“) zu den nahestehenden Unternehmen. Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden und unter gemeinschaftlicher Kontrolle stehen, sowie nicht einbezogene Tochterunternehmen gelten ebenfalls als nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag sind gegenüber nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen ausgewiesen:
| t€ | Südzucker- Gruppe | Unter- nehmen mit maß- geblichem Einfluss | Gemein- schafts- unter- nehmen | Nicht konsolidierte verbundene Unter- nehmen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2020 | 21** | ||||
| Umsatz | 786.890 | 575.344 | 420.769 | 8 | 1.783.011 |
| Operative Aufwendungen | –155.410 | –178.888 | –40.499 | –105 | –374.902 |
| Kreditbeziehungen | –790 | –18.978 | –19.768 | ||
| Partizipationskapital | 6.775 | 6.775 | |||
| Bankguthaben und kurzfristige Forderungen | 928.754 | 659.554 | 1.588.308 | ||
| Langfristige Finanzforderungen | 1.716 | 1.716 | |||
| Forderungen/Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen | –58.710 | 817 | –1.987 | –40 | –59.834 |
| Zinsergebnis | – | –15.820 | 710 | –15.110 | |
| Garantien gegeben | 194.888 | 194.888 | |||
| Garantien ausgenutzt | 195.992 | 195.992 |
| t€ | Südzucker- Gruppe | Unter- nehmen mit maß- geblichem Einfluss | Gemein- schafts- unter- nehmen | Nich t konsolidierte verbundene Unter- nehmen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| **Geschäftsjahr 2019 | 20** | ||||
| Umsatz | 105.701 | 10.159 | 12.508 | 7 | 128.375 |
| Operative Aufwendungen | –95.178 | –80.779 | –12.477 | –105 | –188.539 |
| Kreditbeziehungen | –705 | –12.870 | –13.575 | ||
| Partizipationskapital | 7.331 | 7.331 | |||
| Bankguthaben und kurzfristige Forderungen | 126.170 | 3 | 126.173 | ||
| Langfristige Finanzforderungen | 1.810 | 1.810 | |||
| Forderungen/Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen | –123.703 | 1.103 | –1.498 | –90 | –123.188 |
| Zinsergebnis | –105 | –14.101 | 190 | –13.916 | |
| Garantien gegeben | 109.000 | 109.000 | |||
| Garantien ausgenutzt | 105.560 | 105.560 |
Zum Bilanzstichtag waren Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 43.383 t€ (Vorjahr: 54.230 t€) ausgewiesen. Für vollkonsolidierte Tochterunternehmen werden bei Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss Garantien in Höhe von 5.000 t€ (Vorjahr: 5.000 t€) gegeben, von denen keine (Vorjahr: keine) ausgenutzt waren.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG betrugen 3.935 t€ (Vorjahr: 3.936 t€) und bestanden aus einem fixen Anteil von 1.869 t€ (Vorjahr: 1.814 t€) sowie einem erfolgsabhängigen Anteil von 2.066 t€ (Vorjahr: 2.122 t€). Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind an die Höhe der für die letzten drei Geschäftsjahre auszuschüttenden Dividende geknüpft. Das aufgrund des Syndikatsvertrages zwischen Südzucker AG, Mannheim| Deutschland, und Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien, nominierte Mitglied des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG erhielt für die Ausübung dieser Vorstandsfunktion keine Bezüge.
Die Hauptversammlung hat am 3. Juli 2020 eine jährliche Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von 325 t€ (Vorjahr: 325 t€) beschlossen und die Verteilung dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates übertragen. Der den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vergütete Betrag orientiert sich der Höhe nach an der funktionalen Stellung im Aufsichtsrat. Sitzungsgelder wurden nicht gezahlt.
Zur betrieblichen Altersversorgung sind für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Johann Marihart, Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Mag. Walter Grausam Ruhebezüge, eine Berufsunfähigkeitsversorgung sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vereinbart. Der Ruhebezug fällt bei Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen für die Alterspension nach ASVG an. Die Pensionshöhe errechnet sich aus einem Prozentsatz einer vertraglich festgelegten Bemessungsgrundlage. Bei einem früheren Pensionsanfall entsprechend den im ASVG vorgesehenen Regelungen reduziert sich der Pensionsanspruch. Für Mag. Stephan Büttner und Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber beendet wurde, in Anspruch genommen werden kann.
Für das Geschäftsjahr 2020|21 erfolgten Vorschreibungen für Pensionskassenbeiträge von 440 t€ (Vorjahr: 383 t€). Es gab einen Nachschuss für den per 31. Dezember 2014 ausgeschiedenen Finanzvorstand Mag. Walter Grausam in Höhe von 78 t€ (Vorjahr: 125 t€). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand sind in eine externe Pensionskasse ausgegliedert. In der Bilanz zum 28. Februar 2021 wird für Pensionsverpflichtungen ein Wert von 12.289 t€ (Vorjahr: 11.491 t€) und für Abfertigungsverpflichtungen ein Wert von 1.551 t€ (Vorjahr: 2.565 t€) unter den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen ausgewiesen.
Für den Fall der Beendigung der Vorstandsfunktion bestehen Abfertigungsansprüche entsprechend den Regelungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsansprüche entsprechend den Bestimmungen des BMSVG. Die Angaben zu den Organen befinden sich auf Seite 178.
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG hat den Konzernabschluss am 6. Mai 2021 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Wien, am 6. Mai 2021
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Arbeitnehmervertreter
Gemäß § 124 Abs. 1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
* dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-AG zum 28. Februar 2021 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des AGRANA-Konzerns vermittelt;
* dass der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020|21 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des AGRANA-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, am 6. Mai 2021
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
| Dipl.-Ing. Johann Marihart | Mag. Stephan Büttner |
| Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung | Vorstandsmitglied mit Verantwortung |
| für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Mergers & Acquisitions, Forschung und Entwicklung | für die Bereiche Finanzen, Controlling, Treasury, Datenverarbeitung/ Qualitätsmanagement, Personal sowie Organisation, Compliance sowie Recht |
| Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer | Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer |
| Vorstandsmitglied mit Verantwortung | Vorstandsmitglied mit Verantwortung |
| für die Bereiche Verkauf, Rohstoff sowie Einkauf & Logistik | für den Bereich Produktionskoordination/Investitionen |
| Dkfm. Thomas Kölbl | |
| Vorstandsmitglied mit Verantwortung | |
| für den Bereich Interne Revision |
180 | Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung, der Konzernbilanz zum 28. Februar 2021 und der Konzern-Eigenkapital-Entwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Der Buchwert der Geschäfts-/Firmenwerte beträgt TEUR 241.781 (Buchwert zum 29. Februar 2020: TEUR 241.781 (angepasst)). Der Vorstand überprüft mindestens einmal jährlich, ob eine Wertminderung der Geschäfts-/Firmenwerte vorliegt. Diese Überprüfung erfolgt regelmäßig am 31. August sowie zusätzlich immer dann, wenn es Hinweise auf eine mögliche Wertminderung gibt (auslösendes Ereignis).
Am 13. Jänner 2021 stellte die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) einen Fehler in Bezug auf die Planannahmen für das Segment Zucker, welche zur Ermittlung künftiger Zahlungsströme herangezogen werden, fest. Diese Feststellung führte zu einem auslösenden Ereignis und einer rückwirkenden Korrektur des Wertminderungstests zum 29. Februar 2020 für die CGU Zucker. Zum 29. Februar 2020 wies AGRANA einen Buchwert der Geschäfts-/Firmenwerte in Höhe von TEUR 261.892 aus, davon entfielen TEUR 20.111 auf das Segment Zucker. Im Einklang mit IAS 8.42 wurde für die Geschäfts-/Firmenwerte der CGU Zucker rückwirkend ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 20.111 erfasst.
Bei den jährlichen Überprüfungen, ob eine Wertminderung der Geschäfts-/Firmenwerte vorliegt, bestimmt die Gesellschaft den Nutzungswert für die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („CGUs“): Frucht, Zucker und Stärke. Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Nutzungswerte die Discounted Cash Flow-Methode. Diese Bewertungsmethode beruht in erheblichem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der künftigen Zahlungsströme. Diese künftigen Zahlungsströme basieren auf von den entsprechenden Organen genehmigten Planzahlen, zu denen erforderlichenfalls Änderungen vorgenommen werden. Der bei der Discounted Cash Flow-Methode verwendete Diskontierungszinssatz kann darüber hinaus von zukünftig sich ändernden marktbezogenen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Änderungen von Schätzungen wurden gemäß IAS 36 im Rahmen des Wertminderungstests auf der Grundlage der zuletzt verfügbaren Informationen berücksichtigt. Wird eine Ermessensentscheidung in Bezug auf den Nutzungswert getroffen, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das wirtschaftliche Umfeld zu berücksichtigen.
Basierend auf den oben beschriebenen Tatsachen, dass die Festlegung des Nutzungswertes ermessensbehaftet und mit Schätzungsunsicherheiten verbunden ist, wurde im Zuge der Abschlussprüfung der Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts-/Firmenwerten besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Wir haben:
Zudem wurde auch der im Konzernabschluss beinhaltete Konzernanhang im Hinblick auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stehen in Einklang mit den IFRS. Wir erachten die Annahmen und Parameter als transparent und angemessen.
Vgl. Angabe 7.6. zu den vom Vorstand angewandten Verfahren bei der Durchführung von Wertminderungstests sowie Angabe 10.1. im Konzernanhang.
181 | Bestätigungsvermerk
Bericht über die unabhängige Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung
182 | Bestätigungsvermerk
Bericht über die unabhängige Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.# Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil. Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Juli 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. August 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2019|20 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.# Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 6. Mai 2021
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. (FH) Werner Stockreiter
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Juli 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. August 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2019|20 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 6. Mai 2021
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. (FH) Werner Stockreiter
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Lagebericht 2020/21
23 Überblick
24 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
26 Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
28 Umwelt und Nachhaltigkeit
33 Forschung und Entwicklung
34 Personal- und Sozialbericht
35 Risikomanagement und internes Kontrollsystem
37 Berichterstattung gemäß §243a Abs 2 UGB
43 Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte
44 Corporate Governance Bericht
45 Zweigniederlassungen
46 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
46 Prognosebericht
46
| t€ | 2020|21 | 2019|20 |
| :----------------------------------------------------------------- | :---------- | :----------- |
| 1. Umsatzerlöse | . | . |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | | |
| 3. Personalaufwand | –. | –. |
| 4. A bschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –. | –. |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | –. | –. |
| 6. Operatives Ergebnis (Z1 bis 5) | –. | –. |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | . | . |
| davon aus verbundenen Unternehmen | . | . |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | . | . |
| davon aus verbundenen Unternehmen | . | . |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | . | . |
| davon aus verbundenen Unternehmen | . | . |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –. | –. |
| davon aus verbundenen Unternehmen | –. | – |
| 11. Finanzerfolg (Z7 bis 10) | . | . |
| 12. Ergebnis vor Steuern (Z1 bis 11) | . | . |
| 13. Steuern vom Einkommen | . | |
| 14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | . | . |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | . | . |
| 16. Bilanzgewinn | . | . |
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Lagebericht 2020/21
23 Überblick
24 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
26 Beteiligungen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft
28 Umwelt und Nachhaltigkeit
33 Forschung und Entwicklung
34 Personal- und Sozialbericht
35 Risikomanagement und internes Kontrollsystem
37 Berichterstattung gemäß §243a Abs 2 UGB
43 Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechte
44 Corporate Governance Bericht
45 Zweigniederlassungen
46 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
46 Prognosebericht
46
| t€ | Stand 28.02.2021 | Stand 29.02.2020 |
|---|---|---|
| A K T I V A | ||
| A . A nlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | | |
| II. Sachanlagen | . | . |
| III. Finanzanlagen | . | . |
| B. Umlaufvermögen | . | . |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | . | . |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jah r | . | . |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | | |
| . | . | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | | |
| D. A ktive latente Steuern | . | |
| Summe Aktiva | .. | .. |
| P A S S I V A | ||
| A . Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | . | . |
| II. Kapitalrücklagen | . | . |
| III. Gewinnrücklagen | . | . |
| IV. Bilanzgewinn | . | . |
| davon Gewinnvortrag | . | . |
| . | . | |
| B. Rückstellungen | ||
| I. Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | . | . |
| II. Rückstellung für Steuern und sonstige Rückstellungen | . | . |
| . | . | |
| C. V erbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten | . | . |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jah r | | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jah r | . | . |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | . | . |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jah r | . | . |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jah r | . | . |
| . | . | |
| Summe Passiva | .. | .. |
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung. Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR) mit gerundeten Werten, jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR) mit gerundeten Werten. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt. Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, wurde dies bei Schätzungen berücksichtigt. Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt.# ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS
| Stand 28.02.2021 | Stand 29.02.2020 | |
|---|---|---|
| A KTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.007.706,31 | 1.215.919,46 |
| II. Sachanlagen | 6.518.849,16 | 6.815.575,00 |
| III. Finanzanlagen | 13.713.716,48 | 13.316.757,67 |
| Summe Aktiva | 21.239.271,95 | 21.348.252,13 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 10.824.106,59 | 10.982.977,40 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 613.908,86 | 653.015,93 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2.215.717,33 | 2.218.598,02 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.359,08 | 159,72 |
| D. Aktive latente Steuern | 8.451,03 | 3.158,76 |
| Summe Aktiva | 34.303.454,98 | 34.551.166,09 |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 11.400.000,00 | 11.400.000,00 |
| II. Kapitalrücklagen | 5.664.110,80 | 5.664.110,80 |
| III. Gewinnrücklagen | 1.125.378,86 | 1.125.378,86 |
| IV. Bilanzgewinn | 1.235.932,79 | 475.881,89 |
| davon Gewinnvortrag | 10.301,71 | 419.748,18 |
| Summe Eigenkapital | 19.425.422,45 | 18.665.371,55 |
| B. Rückstellungen | ||
| I. Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen | 1.526.013,30 | 1.476.968,51 |
| II. Rückstellung für Steuern und sonstige Rückstellungen | 126.608,83 | 85.860,24 |
| Summe Rückstellungen | 1.652.622,13 | 1.562.828,75 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| I. Finanzverbindlichkeiten | 9.871.676,77 | 9.668.496,53 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 0,00 | 0,00 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 9.871.676,77 | 9.668.496,53 |
| II. Übrige Verbindlichkeiten | 3.353.733,63 | 4.654.519,26 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr | 1.100.668,46 | 128.788,80 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 2.253.065,17 | 4.525.730,46 |
| Summe Verbindlichkeiten | 13.225.410,40 | 14.323.015,79 |
| Summe Passiva | 34.303.454,98 | 34.551.216,09 |
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (§ 189 ff UGB) in der geltenden Fassung. Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Die Gliederungsvorschriften der §§ 224 und 231 Abs 2 UGB wurden eingehalten, wobei für den Ausweis des Anlagevermögens das Wahlrecht gemäß § 223 Abs 6 UGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in Anspruch genommen wurde. Die zusammengefassten Posten sind im Anhang aufgegliedert. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in EURO (EUR) mit gerundeten Werten, jene der Vorjahresbeträge in tausend EURO (TEUR) mit gerundeten Werten. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt. Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, wurde dies bei Schätzungen berücksichtigt. Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien eingereicht. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim, Deutschland, aufgenommen und dieser beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim hinterlegt. Der Konzernabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird beim Handelsgericht Wien hinterlegt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10% |
| EDV -Software | 3 | 33,33% |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Gebäude | 25-75 | 4%-1,33% |
| Geschäftsausstattung | 8-10 | 12,5%-10% |
| EDV -Ausstattung | 3 | 33,33% |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 3-8 | 33,33%-12,5% |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet. Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht. Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, ergibt. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 800,00) werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird. Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft zu einer Steuerentlastung werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Für steuerliche Verlustvorträge wurde eine aktive latente Steuer gebildet. Latente Steuern werden auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von 2.437.690 € (im Vorjahr 618 Tsd. € ) wurde in die Bilanz aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläen wurden im Einklang mit der „AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (März 2018)“ nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz von 0,75 % (VJ 0,80 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen wurden mit 2,74 % (VJ 3,27 %) und Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-1,68% (im Vorjahr 0-1,65%) für Abfertigungen und von 0-12,76% (im Vorjahr 0-12,79%) für Jubiläen angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Als Fluktuation wurden neben Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Das Pensionseintrittsalter für Frauen und Männer wurde mit 65 Jahren gemäß Übergangsregel der Pensionsreform ermittelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent | |
|---|---|---|
| Markenrechte | 10 | 10% |
| EDV-Software | 3 | 33,33% |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.# Folgende Nutzungsdauern werden der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
| Jahre | Prozent |
| ------- | ------------- |
| Gebäude | 25-30 | 2.5-3.33 |
| Geschäftsausstattung | 3-10 | 10-33.33 |
| EDV-Ausstattung | 3 | 33.33 |
| Gebrauchte Geschäftsausstattung und EDV | 2-3 | 33.33-50 |
Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 ergibt sich eine steuerliche Abschreibungsdauer für Personenkraftfahrzeuge von 8 Jahren. Unternehmensrechtlich wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren Wert, der ihnen gemäß § 204 (2) UGB beizulegen ist, bewertet. Gemäß Strukturanpassungsgesetz 1996 werden Abschreibungen bzw. Verluste aus Beteiligungen steuerrechtlich auf 7 Jahre verteilt angesetzt. Unternehmensrechtlich wird dieser Aufwand im Entstehungsjahr zur Gänze geltend gemacht. Die Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wäre, ergibt.
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 800,00) werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird. Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung weggefallen sind.
Für Unterschiede zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wird in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung eine Rückstellung für passive latente Steuern gebildet. Führen diese Unterschiede in Zukunft zu einer Steuerentlastung werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Für steuerliche Verlustvorträge wurde eine aktive latente Steuer gebildet. Latente Steuern werden auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25 % gebildet. Der gemäß § 198 (10) UGB aktivierbare Betrag in der Höhe von 2.437.690 € (im Vorjahr 618 Tsd. € ) wurde in die Bilanz aufgenommen.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläen wurden im Einklang mit der „AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (März 2018)“ nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz von 0,75 % (VJ 0,80 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen wurden mit 2,74 % (VJ 3,27 %) und Fluktuationsabschläge je nach Dienstangehörigkeit von 0-1,68% (im Vorjahr 0-1,65%) für Abfertigungen und von 0-12,76% (im Vorjahr 0-12,79%) für Jubiläen angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Als Fluktuation wurden neben Invalidisierungs- und Sterberaten und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters jährliche dienstzeitabhängige Raten für vorzeitige Beendigungen des Dienstverhältnisses angesetzt. Das Pensionseintrittsalter für Frauen und Männer wurde mit 65 Jahren gemäß Übergangsregel der Pensionsreform ermittelt.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Einklang mit der „AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (März 2018)“ nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz 0,75 % (VJ 0,80 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen für Aktive wurden mit 1,78 % (VJ 1,88 %) angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die „AVÖ 2018- P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Über die Ausscheideursachen Tod und Invalidisierung und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden keine weiteren Ausscheideursachen wie Fluktuation berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 leistungsorientiert an eine Pensionskasse ausgelagert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen. Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen setzt sich aus dem Barwert abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| Pensionspläne | Stand 31.12.2021 EUR | Stand 31.12.2020 EUR |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 103.367.866 | 120.259.817 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –90.817.727 | –97.789.123 |
| Rückstellungen für Pensionen | 12.550.139 | 22.470.694 |
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde. Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Verpflichtungen betreffend kollektivvertragliche Verpflichtungen zur Zahlung von Jubiläumsgeldern. Diese Rückstellungen werden nach den für Abfertigungsrückstellungen angewandten Berechnungsmethoden (IAS19) ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Beilage zum Anhang) dargestellt. Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungsunternehmen | Höhe des Anteils % | Eigenkapital gem. § 221 UGB EUR | Geschäftsjahr | Jahresüberschuss/ fehlbetrag EUR |
|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Sales & Marketing GmbH, Wien | 100.00 | 57.431.950 | 2020/2021 | –10.721.901 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien *) | 33.33 | 151.279.270 | 2020/2021 | 13.308.710 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 33.33 | 107.740.791 | 2020/2021 | 126.315 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 33.33 | 221.180.267 | 2020/2021 | 90.141.370 |
| AGRANA Group-Service GmbH, Wien | 100.00 | 370.075 | 2020/2021 | –1.811.745 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions- Gesellschaft m.b.H, Wien | 25.26 | 1.362.901 | 2020/2021 | 606.718 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln | 100.00 | 2.156.118 | 2020/2021 | 1.420.619 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien. Davon haben 0 € eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr, 92.000.000 € eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und 129.000.000 € eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.
| Restlaufzeit bis 1 Jahr EUR | Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr EUR | Bilanzwert EUR (29.02.2020) | |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 190.837.926 | 12.011.170 | 120.936.126 |
| (29.02.2020) 178.715 | 19.179 | 120.730 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 11.077 | 7.129.195 | 7.941.759 |
| (29.02.2020) 11 | 16 | 120.730 | |
| Summe | 190.849.003 | 19.140.365 | 128.877.885 |
| (29.02.2020) 178.731 | 19.195 | 120.851 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 359.931.469 € (im Vorjahr 360.594 Tsd. €) sonstige Forderungen und in Höhe von 3.586.468 € (im Vorjahr 3.601 Tsd. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Salden der debitorischen Kreditoren 8.860 €; (Vorjahr 11 Tsd. €), Forderungen aus Kapitalertragsteuer in Höhe von 15.643 € (Vorjahr 19 Tsd. €) sowie Forderungen betreffend Verlustrücktrag für die Jahre 2019 und 2020 in Höhe von 5.866.205 € gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23, welche mit der Position Steuerrückstellungen saldiert sind und andere kurzfristige Forderungen. In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Einklang mit der „AFRAC-Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) (März 2018)“ nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Diese werden gemäß den International Accounting Standards IAS 19 mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der Stichtagszinssatz 0,75 % (VJ 0,80 %) herangezogen, die künftigen Gehaltssteigerungen für Aktive wurden mit 1,78 % (VJ 1,88 %) angesetzt.# Erläuterungen zur Bilanz
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert. Die Effekte aus Personalrückstellungsänderungen werden im Personalaufwand erfasst. Die Abfertigungs-, Pensions- und sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand 24.03.2020 EUR | Verbrauch EUR | Auflösung EUR | Zuweisung EUR | Stand 25.03.2021 EUR | |
|---|---|---|---|---|---|
| Abfertigung | 9.872.456 | 4.601.273 | 0 | 0 | 5.271.183 |
| Pensionsansprüche | 11.974.837 | 0 | 518.464 | 3.113.871 | 14.571.244 |
| Jubiläumsgelder | 1.131.019 | 11.885 | 0 | 1.881 | 1.110.015 |
| Altersteilzeit | 0 | 0 | 0 | 1.065 | 1.065 |
| Nicht konsumierte Urlaube | 4.912.948 | 0 | 0 | 5.920 | 4.918.868 |
| Sonderzahlungen | 6.837.989 | 8.790 | 0 | 0 | 6.829.199 |
| Prüfungsaufwand | 1.020.000 | 1.020.000 | 0 | 0 | 0 |
| Veröffentlichungsaufwand | 3.110.000 | 3.100.000 | 10.000 | 0 | 0 |
| Kosten der Hauptversammlung | 1.800.000 | 1.800.000 | 0 | 0 | 0 |
| Kosten Bilanzpressekonferenz | 100.000 | 100.000 | 0 | 0 | 0 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 6.030.000 | 6.030.000 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen | 9.625.017 | 9.270.521 | 3.427.421 | 6.700.140 | 9.628.065 |
| Summe | 54.319.216 | 21.942.470 | 3.945.885 | 11.702.977 | 43.460.772 |
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und Abrechnungen.
Als Rechnungsgrundlagen wurden die „AVÖ 2018- P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Über die Ausscheideursachen Tod und Invalidisierung und der Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem Erreichen des Pensionsalters wurden keine weiteren Ausscheideursachen wie Fluktuation berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen sind seit 2002 leistungsorientiert an eine Pensionskasse ausgelagert. Es wurde der Gesamtbetrag der rückgestellten Pensionsansprüche an die Kasse übertragen. Die bilanzierte Rückstellung für Pensionen setzt sich aus dem Barwert abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zusammen:
| Pensionspläne | Stand 24.03.2020 EUR | Stand 25.03.2021 EUR |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 14.312.790 | 12.088.831 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -10.907.714 | -10.739.117 |
| Rückstellungen für Pensionen | 3.405.076 | 1.349.714 |
In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde. Die Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube wurden in voller erforderlicher Höhe passiviert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Verpflichtungen betreffend kollektivvertragliche Verpflichtungen zur Zahlung von Jubiläumsgeldern. Diese Rückstellungen werden nach den für Abfertigungsrückstellungen angewandten Berechnungsmethoden (IAS19) ermittelt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
10
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Beilage zum Anhang) dargestellt. Der Anteilsbesitz gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB (mindestens 20 % Kapitalanteil) stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungsunternehmen | Höhe des Anteils % | Eigenkapital gem. § 223 UGB EUR | Geschäftsjahr | Jahresüberschuss/ fehlbetrag EUR |
|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen: | ||||
| AGRANA Sales & Marketing GmbH, Wien | 100,00 | 12.771.915 | 2020/2021 | -10.612.015 |
| AGRANA Int.Verw.u.Asset Managem. GmbH, Wien * ) | 37,31 | 113.178.527 | 2020/2021 | 11.196.707 |
| AGRANA Zucker GmbH., Wien *) | 37,31 | 107.743.736 | 2020/2021 | 161.184 |
| AGRANA Stärke GmbH., Wien *) | 37,31 | 111.105.107 | 2020/2021 | 9.613.013 |
| AGRANA Group -Service GmbH, Wien | 100,00 | 630.496 | 2020/2021 | -0.873.746 |
| INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions - Gesellschaft m.b.H, Wien | 25,00 | 1.251.819 | 2020/2021 | 606.718 |
| AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Tulln | 100,00 | 1.038.116 | 2020/2021 | 1.068.105 |
*) Die restlichen Anteile auf 100 % werden von Tochtergesellschaften gehalten. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die AGRANA Group-Services GmbH, Wien. Davon haben 0 € eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr, 92.000.000 € eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und 129.000.000 € eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | Bilanzwert EUR | |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 12.510.673.711 | 1.022.113.470 | 13.532.787.181 |
| (29.02.2020) | 12.781.518 | 1.591.315 | 14.372.833 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 11.017.815 | 9.127.197.956 | 9.138.215.771 |
| (29.02.2020) | 11.020 | 16.117.117 | 16.128.134 |
| Summe | 23.528.488.526 | 10.149.311.426 | 22.671.002.952 |
| (29.02.2020) | 23.792.833 | 17.708.432 | 30.500.967 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 359.931.469 € (im Vorjahr 360.594 Tsd. €) sonstige Forderungen und in Höhe von 3.586.468 € (im Vorjahr 3.601 Tsd. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Salden der debitorischen Kreditoren 8.860 €; (Vorjahr 11 Tsd. €), Forderungen aus Kapitalertragsteuer in Höhe von 15.643 € (Vorjahr 19 Tsd. €) sowie Forderungen betreffend Verlustrücktrag für die Jahre 2019 und 2020 in Höhe von 5.866.205 € gegenüber dem Finanzamt Wien 1/23, welche mit der Position Steuerrückstellungen saldiert sind und andere kurzfristige Forderungen. In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
11
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, am 6. Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24. Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.274,76 € blieb unverändert.
| Stand 24.03.2020 EUR | Veränderung EUR | Stand 25.03.2021 EUR | |
|---|---|---|---|
| Gebundene Kapitalrücklage | 101.312.790 | 0 | 101.312.790 |
| Nicht gebundene Kapitalrücklage | 9.300.000 | 0 | 9.300.000 |
| Summe | 110.612.790 | 0 | 110.612.790 |
| Stand 24.03.2020 EUR | Veränderung EUR | Stand 25.03.2021 EUR | |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Gewinnrücklage | 18.702.756 | 0 | 18.702.756 |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 16.117.117 | 0 | 16.117.117 |
| Summe | 34.819.873 | 0 | 34.819.873 |
12
| Stand 24.03.2020 EUR | Stand 25.03.2021 EUR | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110.111.111 | 120.111.111 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR | 1 | 1 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 21.111.111 | 22.111.111 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 21.111.111 | 21.111.111 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.055.889 | 2.058.889 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 2.055.889 | 2.058.889 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1 | 1 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 1 | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 21.717.171 | 21.817.171 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 3.720.790 | 3.802.910 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 17.996.381 | 18.014.261 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.063.115 | 10.174.365 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 7.111.111 | 7.301.111 |
| Summe | 141.947.286 | 154.161.536 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 12.887.890 | 13.162.910 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 29.107.492 | 40.125.382 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 21.111.111 | 21.111.111 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Schuldscheindarlehen über 221.000.000 €, welches zur Gänze konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von 5.771.106 € (im Vorjahr 3.308 Tsd. €) und Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1.062.602 € (im Vorjahr 1.031 Tsd. €) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 14.929.624 € (im Vorjahr 7.735 Tsd. €) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen. Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2020/21 beträgt 1.646.261 € (im Vorjahr 1.634 Tsd. €). Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt 8.231.306 €.
| Stand 24.03.2020 EUR | Stand 25.03.2021 EUR | |
|---|---|---|
| Haftungen aus Wechselobligo | 8.611.111 | 8.611.111 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 10.171.171 | 10.617.171 |
| Summe | 18.782.282 | 19.228.282 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.010.111 | 1.100.111 |
11
In der 31. ordentlichen Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, am 6. Juli 2018 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Dadurch stieg die Anzahl der Aktien mit Wirksamkeit am 24. Juli 2018 von bisher 15.622.244 auf 62.488.976 auf Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital von 113.531.274,76 € blieb unverändert.### 3.4. Kapitalrücklagen
| Stand 27.02.2021 | Veränderung 28.02.2020 | Stand 28.02.2020 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR |
| Gebundene Kapitalrücklage | 123.722.525 | |
| Nicht gebundene Kapitalrücklage | 28.022.885 | |
| Summe | 151.745.410 |
| Stand 27.02.2021 | Veränderung 28.02.2020 | Stand 28.02.2020 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR |
| Gesetzliche Gewinnrücklage | 18.405 | |
| Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 16.217.220 | |
| Summe | 16.235.625 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und der sonstigen Rückstellungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erläutert. Die Effekte aus Personalrückstellungsänderungen werden im Personalaufwand erfasst. Die Abfertigungs-, Pensions- und sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| Stand 27.02.2021 | Verbrauch | Auflösung | Zuweisung | Stand 28.02.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| Abfertigung | 9.472.166 | 3.501.257 | 6.900.855 | ||
| Pensionsansprüche | 22.574.174 | 618.462 | 3.331.578 | 20.217.090 | |
| Jubiläumsgelder | 113.015 | 400 | 1.221 | 113.836 | |
| Altersteilzeit | 10.756 | 10.756 | |||
| Nicht konsumierte Urlaube | 3.125.948 | 992.420 | 3.456.526 | ||
| Sonderzahlungen | 18.417.719 | 8.190 | 18.041.747 | ||
| Prüfungsaufwand | 10.000.000 | 10.000.000 | 10.000.000 | ||
| Veröffentlichungsaufwand | 310.747 | 310.000 | 100 | 310.000 | |
| Kosten der Hauptversammlung | 18.000 | 18.000 | 18.000 | ||
| Kosten Bilanzpressekonferenz | 1.000 | 1.000 | 1.000 | ||
| Aufsichtsratsvergütungen | 120.000 | 120.000 | 120.000 | ||
| Sonstige ausstehende Eingangsrechnungen | 10.520.744 | 10.270.020 | 1.271 | 10.520.744 | 10.520.744 |
| Summe | 84.337.333 | 22.500.777 | 618.562 | 15.193.719 | 83.735.537 |
Die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen betrifft im Wesentlichen offene Leistungen für IT-Projekte und Abrechnungen.
12
| 27.02.2021 | 28.02.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 120.111.111 | 128.111 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 1 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 21.333.333 | 121.333 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 21.444.333 | 21.444 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.099.999 | 2.468 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 1.099.888 | 1.497 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 1 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 21.737.857 | 7.735 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 3.024.906 | 8.020 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 18.051.747 | 7.030 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.076.571 | 8.473 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.721.156 | 7.121 |
| Summe | 149.923.538 | 146.787 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 12.145.944 | 17.638 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 40.185.080 | 13.588 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 21.444.333 | 21.444 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Schuldscheindarlehen über 221.000.000 €, welches zur Gänze konzernintern mit gleicher Kondition und Laufzeit an die für Finanzierungen zuständige AGRANA Group-Services GmbH weitergereicht wurde. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Abgrenzungen für erfolgsabhängige Personalprämien in Höhe von 5.771.106 € (im Vorjahr 3.308 Tsd. €) und Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1.062.602 € (im Vorjahr 1.031 Tsd. €) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 14.929.624 € (im Vorjahr 7.735 Tsd. €) enthalten, welche fast ausschließlich die Verrechnungen aus der Gruppenbesteuerung betreffen. Die Miete im Raiffeisenhaus für das Geschäftsjahr 2020/21 beträgt 1.646.261 € (im Vorjahr 1.634 Tsd. €). Für fünf Jahre beträgt die Miete aus heutiger Sicht insgesamt 8.231.306 €.
| 27.02.2021 | 28.02.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Haftungen aus Wechselobligo | 8.599.999 | 8.599 |
| Haftungen aus Zahlungsgarantien | 10.218.179.707 | 1.611.907 |
| Summe | 10.300.579.706 | 1.620.506 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 10.218.179.707 | 1.611.907 |
14
Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst im Berichtsjahr den Zeitraum vom 01. März 2020 bis 28. Februar 2021, im Vorjahr jenen vom 01. März 2019 bis 29. Februar 2020.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 36.665.505 € (im Vorjahr 35.137 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Konzernverrechnung und Erträge für die Nutzung der Lizenzen für Markenrechte (Royalties).
Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen belaufen sich auf 67.757 € (im Vorjahr 4 Tsd. €).
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 51.708 € (im Vorjahr 171 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffend IT-Leistungen, Pensionskasse und Konzernkommunikation.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge von 2.646 € (im Vorjahr 30 Tsd. €) enthalten Erträge aus realisierten Gewinnen aus Kursdifferenzen und Erträge aus Versicherungsansprüchen.
| 2020/2021 | 2019/2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Gehälter | 20.127.870 | 20.947 |
| Aufwendungen für Abfertigung | -30.074 | 31.911 |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) | 115.755 | 115 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.811.571 | 5.410 |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 8.107.374 | 8.159 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 516.071 | 521 |
| Summe | 20.478.521 | 20.716 |
davon entfallen Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
| 2020/2021 | 2019/2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | -13.171 | 173 |
| andere Arbeitnehmer | 10.778 | 60 |
| Summe | -2.393 | 233 |
Pensionen (Rückstellungen)
| 2020/2021 | 2019/2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | 1.813.056 | 6.070 |
| andere Arbeitnehmer | 6.307 | 1 |
| Summe | 1.819.363 | 6.071 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Headcount, ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 163 Angestellte, dies entspricht 151.7 FTE (im Vorjahr 161 Headcount entspricht 149.2 FTE). Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr 4.121.006 € (im Vorjahr 3.936 Tsd. €). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen 439.467 € (im Vorjahr 1.446 Tsd. €) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde bei der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von 317.030 € (im Vorjahr 1.304 Tsd. €) zugeführt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2020/21 eine Vergütung von EUR 325.000 € (im Vorjahr 325 Tsd. €).
In den Löhnen und Gehältern sind Dotierungen der Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von EUR –178 € (Vorjahr: 33 Tsd. €) enthalten. Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ sind Aufwendungen in Höhe von EUR 6.377.085 € (Vorjahr: 3.930 Tsd. €) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 24.659.889 € (im Vorjahr –25.091 Tsd. € ) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von 12.727.433 € (im Vorjahr 11.926 Tsd. €), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von 2.007.177 € (im Vorjahr 1.618 Tsd. €), Leasing, Mieten und Pachten von 2.366.947 € (im Vorjahr 2.349 Tsd. €), Werbeaufwendungen von 1.071.812 € (im Vorjahr 2.038 Tsd. €), Bankgebühren 106.215 € (im Vorjahr 104 Tsd. €) sowie andere Aufwendungen in Höhe von 6.380.306 € (im Vorjahr 7.055 Tsd. €).
| 2020/2021 | 2019/2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 20.128.470 | 18.097 |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 12.542 | 19 |
| Summe | 20.141.012 | 18.116 |
| 2020/2021 | 2019/2020 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | TEUR |
| Körperschaftsteuer | 1.061.945 | -4.020 |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | 311.173 | -130 |
| Steuerumlagen | -5.022.740 | 5.021 |
| Lat. Ertragsst. a. Bewertungsdiff. | 18 | |
| Lat. Ertragsst. auf Verlustvort. | 1.072.172 | |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | -222.353 | -131 |
| Summe | -2.799.750 | 80 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
13# 4.5. Personalaufwand
| 2021/22 | 2020/21 | EUR | TEUR | |
|---|---|---|---|---|
| Gehälter | 31.662.989 | 30.959 | 30.959 | |
| Aufwendungen für Abfertigung | – | 70.914 | 70.914 | |
| Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) | 151.681 | 149 | 149 | |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 5.300.538 | 5.120 | 5.120 | |
| Sozialabgaben und Personalnebenkosten | 7.376.594 | 7.535 | 7.535 | |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 606.758 | 602 | 602 | |
| Summe | 44.505.397 | 44.387 | 44.387 |
| davon entfallen | ||||
| Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | ||||
| Pensionen (Rückstellungen) | ||||
| 2021/22 | 2020/21 | 2021/22 | 2020/21 | |
| EUR | TEUR | EUR | TEUR | |
| Vorstand u. Personen lt. § 80 AktG | – | 13.857 | 1.370.028 | 5.743 |
| andere Arbeitnehmer | 120.897 | 618 | 5.401.182 | 6.078 |
| Summe | 120.897 | 737 | 6.771.210 | 11.821 |
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Headcount, ohne Vorstandsmitglieder) während des Geschäftsjahres betrug 163 Angestellte, dies entspricht 151.7 FTE (im Vorjahr 161 Headcount entspricht 149.2 FTE). Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr 4.121.006 € (im Vorjahr 3.936 Tsd. €). An die Pensionskasse wurden an laufenden Beiträgen 439.467 € (im Vorjahr 1.446 Tsd. €) für die Vorstandsmitglieder bezahlt. Weiters wurde bei der Vorsorge für künftige Pensionsansprüche ein Betrag in Höhe von 317.030 € (im Vorjahr 1.304 Tsd. €) zugeführt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2020/21 eine Vergütung von EUR 325.000 € (im Vorjahr 325 Tsd. €).
In den Löhnen und Gehältern sind Dotierungen der Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von EUR –178 € (Vorjahr: 33 Tsd. €) enthalten. Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ sind Aufwendungen in Höhe von EUR 6.377.085 € (Vorjahr: 3.930 Tsd. €) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die übrigen sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen 24.659.889 € (im Vorjahr –25.091 Tsd. € ) und umfassen im Wesentlichen EDV-Aufwand inkl. EDV Beratung von 12.727.433 € (im Vorjahr 11.926 Tsd. €), Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen von 2.007.177 € (im Vorjahr 1.618 Tsd. €), Leasing, Mieten und Pachten von 2.366.947 € (im Vorjahr 2.349 Tsd. €), Werbeaufwendungen von 1.071.812 € (im Vorjahr 2.038 Tsd. €), Bankgebühren 106.215 € (im Vorjahr 104 Tsd. €) sowie andere Aufwendungen in Höhe von 6.380.306 € (im Vorjahr 7.055 Tsd. €).
| 2021/22 | 2020/21 | EUR | TEUR | |
|---|---|---|---|---|
| Erträge von verbundenen Unternehmen | 21.627.761 | 18.737 | 18.737 | |
| Erträge von sonstigen Beteiligungen | 12.600 | 12 | 12 | |
| Summe | 21.640.361 | 18.749 | 18.749 |
| 2021/22 | 2020/21 | EUR | TEUR | |
|---|---|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 1.061.760 | -2.461 | -2.461 | |
| Körperschaftsteuer Vorperioden | 211.264 | -278 | -278 | |
| Steuerumlagen | – | 2.012.189 | 2.012.189 | |
| Lat. Ertragsst. a. Bewertungsdiff. | 0 | 21 | 21 | |
| Lat. Ertragsst. auf Verlustvort. | 1.937.594 | 0 | 0 | |
| nicht abzugsfähige Quellensteuer | -111.555 | -114 | -114 | |
| Summe | 3.099.063 | 1.187 | 1.187 |
Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde ein neues Konzept der Besteuerung von Unternehmensgruppen eingeführt. Die AGRANA-Gruppe hat entsprechend dieser Bestimmungen eine Unternehmensgruppe bestehend aus AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft als Gruppenträger und AGRANA Zucker GmbH, AGRANA Stärke GmbH, AGRANA Sales & Marketing GmbH, AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, AUSTRIA Juice GmbH, AGRANA Group-Services GmbH, INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktionsgesellschaft m.b.H. als Gruppenmitglieder gebildet. Zwischen den Gruppenmitgliedern und dem Gruppenträger erfolgt eine Steuerumlagenverrechnung.
15
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Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
S.C. A.G.F.D. Tandarei s.r.l., Tăndărei, Rumänien
Slovenské Cukrovary s.r.o., Sered, Slowakei
SPA AGRANA Fruit Algeria, Akbou, Algerien
Yube d.o.o. – u likvidaciji, Požega, Serbien
SÜDZUCKER Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, Deutschland mit ihren Tochtergesellschaften
Zu den angeführten Unternehmen bestehen fremdübliche Dienstleistungsbeziehungen.
| Jahresabschluss | Andere Bestätigungsleistungen | Gesamt | Jahresabschluss | Andere Bestätigungsleistungen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| PwC Wirtschaftsprüfung GmbH | 75.416 | 558.908 | 634.324 | 75.416 | 558.908 | 634.324 |
| Summe | 75.416 | 558.908 | 634.324 | 75.416 | 558.908 | 634.324 |
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 68.942.319 € eine Dividende von EUR 0,85 je Aktie, das sind in Summe EUR 53.115.630 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Organe und Arbeitnehmer
Aufsichtsrat:
Vom Betriebsrat delegiert:
Vorstand:
Wien, am 06. Mai 2021
Der Vorstand:
Dipl.-Ing. Johann MARIHART
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER
Mag. Stephan BÜTTNER
Dkfm. Thomas KÖLBL
Dipl.-Ing. Dr. Norbert HARRINGER
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab- | Abgang | Stand | Stand | Stand | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.03.2020 | 01.03.2020 | 01.03.2020 | 28.02.2021 | schreibung | 28.02.2021 | 28.02.2021 | 28.02.2021 | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||||
| 1. Markenrechte | 322.000 | 322.000 | 322.000 | 322.000 | 322.000 | |||||||
| 2. EDV-Software | 22.843.559 | 258.082 | 22.585.477 | 25.759.589 | 226.786 | 26.019.137 | 2.539.064 | 2.539.064 | 23.480.073 | |||
| II. Sachanlagen | ||||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.974.198 | 1.171.601 | 7.802.597 | 13.570.949 | 807.180 | 1.033.257 | 13.344.872 | 1.646.178 | 1.289.010 | 1.289.010 | 10.409.684 | |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | ||||||||||||
| III. Finanzanlagen | ||||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.027.844.037 | 27.027.844.037 | 6.489.647 | 6.489.647 | 6.489.647 | |||||||
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 805.878.000 | 805.878.000 | 820.000.000 | 820.000.000 | 820.000.000 | |||||||
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 519.860 | 519.860 | 519.860 | 519.860 | 519.860 | |||||||
| Gesamtsumme | 27.863.164.454 | 1.430.683 | 27.861.733.771 | 26.930.995.405 | 1.033.966 | 1.033.257 | 26.931.897.314 | 4.185.242 | 1.289.010 | 3.828.010 | 23.480.073 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21# Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien 21
ANLAGEVERMÖGEN
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien 21
ANLAGEVERMÖGEN
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien 21
ANLAGEVERMÖGEN
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien 21
ANLAGEVERMÖGEN
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien 21
ANLAGEVERMÖGEN
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | Stand | Zugang | Abgang | Stand | Jahresab-schreibung | Abgang | Stand | Stand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| 1. Markenrechte | . | | | . | . | | | . | | |
| 2. EDV-Software | .. | . | | .. | .. | . | | .. | . | . |
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| II. Sachanlagen | ||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | .. | . | . | .. | .. | . | . | .. | .. | .. |
| 2. Geringwertige Vermögensgegenstände | | . | . | | | . | . | | | |
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| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | .. | | | .. | .. | | | .. | .. | .. |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | .. | | .. | .. | | | | .. | .. | .. |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | . | | | . | | | | . | . | .. |
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| Gesamtsumme | .. | . | .. | .. | .. | .. | . | .. | .. | .. |
| ## Lagebericht 2020/21 |
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen in ihrer Konzerntätigkeit in den Segmenten Zucker und Stärke hauptsächlich in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und strebt in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von agrarischen Rohstoffen an. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft bildet die Holding-Gesellschaft der AGRANA-Gruppe („AGRANA“). Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen, respektvolles Verhalten gegenüber den Stakeholdern sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler, die an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie. Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit hohe Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten. Die strategischen Ziele der Konzernsegmente, die sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft in den Beteiligungsverhältnissen widerspiegeln, stehen in einer synergetischen Wechselwirkung: AGRANA kontrolliert und steuert die produktbezogene Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten. Das Unternehmen nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft v.a. die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segmentübergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und im Finanzbereich. Damit wird die Basis für eine solide Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die nötige Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit von AGRANA geschaffen.
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Rund 8.800 Mitarbeiter (FTEs)¹ an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2020/21 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
¹ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full time equivalents)
Das Segment Frucht umfasst für Kunden individuell konzipierte und produzierte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate. AGRANA ist der weltweit führende Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren-, Eiscreme- und Food Service-Industrie. Die in Zubereitungen verarbeiteten Früchte werden größtenteils in tiefgefrorener oder aseptischer Form von Erstverarbeitern bezogen. In einigen Ländern betreibt AGRANA auch eigene Anlagen der ersten Verarbeitungsstufe, in denen frische Früchte teilweise von Vertragsanbauern übernommen und für die Verarbeitung in Fruchtzubereitungen vorbereitet werden. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate werden v.a. an europäischen Produktionsstandorten Apfel- und Beerensaftkonzentrate ebenso wie Direktsäfte und Fruchtweine sowie Getränkegrundstoffe und Aromen hergestellt. AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt.
Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Dünge- und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke.
AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge- und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr- und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Rund 8.800 Mitarbeiter (FTEs)¹ an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2020/21 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
¹ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full time equivalents)# GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER AGRANA BETEILIGUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
AGRANA legt Wert auf eine möglichst nachhaltige, vollständige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe. Während in der Herstellung von Fruchtzubereitungen kaum Reststoffe anfallen, werden die bei der Produktion von Apfelsaftkonzentrat verbleibenden Presskuchen, sogenannte (Apfel-)Trester, von der Pektinindustrie und als Futtermittel genutzt. Im Segment Stärke verarbeitet und veredelt AGRANA sowohl aus Vertragslandwirtschaft stammende als auch über den Handel bezogene Rohstoffe (primär Mais, Weizen und Kartoffeln) zu hochwertigen Stärkeprodukten. Die erzeugten Produkte werden an die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und auch an die Papier, Textil, Kosmetik, Baustoffindustrie sowie andere technische Industriezweige geliefert. Im Rahmen der Stärkegewinnung werden auch Dünge und hochwertige Futtermittel erzeugt. Die Produktion von Bioethanol, das als klimaschonende Komponente Benzin beigemischt wird, ist ebenfalls Teil des Segmentes Stärke. AGRANA verarbeitet im Segment Zucker Zuckerrüben aus Vertragslandwirtschaft und raffiniert weltweit bezogenen Rohr-Rohzucker. Die Produkte werden an weiterverarbeitende Industrien z.B. für Süßwaren, alkoholfreie Getränke und Pharmaanwendungen geliefert. Zudem vertreibt AGRANA unter länderspezifischen Marken auch eine breite Palette an Kristallzucker und Zuckerspezialprodukten über den Lebensmittelhandel an Endkonsumenten. Daneben produziert AGRANA im Sinne einer möglichst vollständigen Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe eine Vielzahl an Dünge und Futtermitteln zum Einsatz in der Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Diese leisten nicht nur einen Beitrag zum ökonomischen Erfolg, sondern schließen durch die Rückführung von Nähr und Mineralstoffen in die Natur auch den ökologischen Kreislauf.
Rund 8.800 Mitarbeiter (FTEs)¹ an 56 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2020/21 einen Konzernumsatz von rund 2,5 Mrd. €. AGRANA wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse.
¹ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full time equivalents)
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 26.000 | 24.472 | 6,3% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 959 | 981 | -2,2% |
| Betriebsleistung | 26.959 | 25.453 | 5,9% |
| Operatives Ergebnis (Betriebserfolg) | -12.418 | -13.575 | 8,5% |
| Operative Marge¹ | -46,1% | -53,3% | |
| Beteiligungserträge | 50.025 | 74.601 | -32,9% |
| Finanzerfolg | 17.177 | 19.511 | -12,0% |
| Ergebnis vor Steuern | 20.626 | 26.015 | -20,7% |
| Jahresüberschuss | 20.767 | 25.770 | -19,4% |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 782 | 767 | 2,0% |
| Investitionen in Finanzanlagen | 0 | 1.901 | -100,0% |
¹ Operative Marge = Operatives Ergebnis / Betriebsleistung
Die Umsatzerlöse der AGRANA lagen im Geschäftsjahr 2020/21 mit 26.000 t€ insgesamt über dem Vorjahresniveau (+1.528 t€ bzw +6,3%). Eine positive Entwicklung zeigten die Erträge aus Konzernverrechnungen (+1.174 t€ bzw +5,9%). Bei den Erträgen aus Lizenzeinnahmen verzeichnete man ebenfalls einen Anstieg (+363 t€ bzw +2,4%). Der Anstieg der Konzernverrechnungen ist grundsätzlich durch die erhöhte projektbezogene Weiterverrechnung der IT-Aufwendungen bedingt.
Der Betriebserfolg (operatives Ergebnis) war zwar negativ, lag aber mit –12.418 t€ t€ um +1.157 t€ bzw +8,5 % über dem Ergebnis des Vorjahres. Diese Veränderung ist insbesondere auf einen Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen, während die Personalaufwendungen bei 23.357 t€ (VJ 22.524 t€) leicht anstiegen. Die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um -431 t€ bzw -1,7% reduziert. Der Rückgang ist auf verminderte Werbeaufwendungen zurückzuführen. Die Beteiligungserträge sanken im Geschäftsjahr 2020/21 um -24.576 t€ bzw -32,9%. Dies ist bedingt durch die AGRANA Sales & Marketing GmbH, die keine Dividenden im Geschäftsjahr ausgeschüttet hat.
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1.401.974 | 1.444.375 | -2,9% |
| Grundkapital | 110.250 | 110.250 | 0% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 1.270.710 | 1.721.704 | -26,2% |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 918.429 | 918.429 | 0% |
| Andere Finanzanlagen | 331.478 | 357.478 | -7,3% |
| Eigenkapital | 992.473 | 980.245 | 1,2% |
| Eigenkapitalquote¹ | 70,8% | 67,9% | 2,9% |
| Haftungsverhältnisse | 278.753 | 202.701 | 37,5% |
¹ Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr um -450 t€. Den Investitionen in Höhe von 782 t€ stehen Abschreibungen in Höhe von 1.189 t€ gegenüber. Die wesentliche Veränderung betrifft den Buchwertrückgang bei der EDV-Software. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Andere Finanzanlagen beinhalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen und reduzierten sich im Geschäftsjahr 2020/21 um -26.000 t€, dies spiegelt sich analog in den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wider. Die Eigenkapitalquote von 70,8 % ist im Vergleich zum Vorjahr (67,9 %) leicht gestiegen, und zeigt eine stabile und solide Eigenkapitalausstattung und Bilanzstruktur der Gesellschaft.
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 74.170 | 56.005 | 32,4% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 25.330 | -205.172 | 112,3% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -58.117 | -43.133 | -34,7% |
| Cashflow aus flüssigen Mitteln | 41.383 | -192.299 | 121,5% |
| Bestand an flüssigen Mitteln¹ | 174.741 | 133.358 | 31,0% |
¹ einschließlich Forderungen gegenüber dem Konzern-Cash-Pooling mit AGRANA Group-Services GmbH
28.02.2021: 290.480 t€; 29.02.2020: 249.068 t€
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit veränderte sich um 230.502 t€ auf 25.330 t€. Im Geschäftsjahr 2020/21 ist der positive Cashflow vor allem durch eine Reduktion der Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen bedingt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Dividendenauszahlung von rd. -48.117 t€ (VJ: -62.489 t€) und der Reduktion der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 26.000 t€.
Die Segmente der AGRANA-Gruppe spiegeln sich in der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft im Finanzanlagevermögen unter den Beteiligungen wider. Die weiteren Beteiligungen der AGRANA-Beteiligungs-Aktiengesellschaft werden bis auf die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs und Produktions Gesellschaft m.b.H. zu 100 % gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % (33,33 %) der INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs und Produktions Gesellschaft m.b.H werden von der KRÜGER Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Deutschland gehalten. Die restlichen Anteile auf 100 % der „Segment-Gesellschaften“ Stärke und Frucht werden von der Tochtergesellschaft AGRANA Sales & Marketing GmbH (ehem. AGRANA Marketing und Vertriebsservice Gesellschaft m.b.H.) gehalten.
Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina.# Die AGRANA Zucker GmbH
Die AGRANA Sales & Marketing GmbH ist die Dachgesellschaft für die Zuckerverkaufsaktivitäten des Konzerns und fungiert gleichzeitig als Holding für die Zucker-Beteiligungen in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina. Die AGRANA Zucker GmbH fungiert als Produktionsunternehmen der beiden österreichischen Zuckerfabriken. Dem Segment Zucker werden weiters die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H., Wien, die AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien, die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, als Gruppen- Holding zugerechnet. Die Gemeinschaftsunternehmen der AGRANA-STUDEN-Gruppe und der Beta Pura GmbH werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung %/pp | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) t€ | 704.119 | 627.060 | 12,3% |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ | -28.774 | -34.481 | 16,6% |
| Umsatzerlösen t€ | 675.345 | 592.579 | 14,0% |
| EBITDA 2 t€ | 41.740 | -27.308 | 252,5% |
| Operatives Ergebnis t€ | -13.090 | -17.270 | 24,2% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden t€ | -2.409 | 10.231 | -123,6% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen t€ | -206 | -20.947 | 99,0% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ | -15.705 | -8.016 | -95,9% |
| EBIT-Marge % | -2,3 | -1,4 | -0,9 pp |
| Investitionen 3 t€ | 21.487 | 23.719 | -9,4% |
| Mitarbeiter (FTEs) 4 | 6.680 | 6.870 | -2,8% |
¹ Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst.
² Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
³ In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
⁴ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Der Absatz der Zuckerprodukte im Geschäftsjahr 2020/21 lag deutlich über dem Vorjahresniveau, wobei sich die AGRANA-Zuckermärkte unterschiedlich entwickelten. Während die Verkäufe an die Retail- und Industriekunden in Ungarn, Tschechien und der Slowakei gegenüber dem Vorjahr stabil blieben, gingen die Absätze in Österreich, insbesondere im Industriebereich, deutlich zurück. Die Absätze in Rumänien und Bulgarien stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2020/21 erholten sich die Zuckerverkaufspreise weiter. Im Retailgeschäft waren die Preise im Geschäftsjahr 2020/21 moderat höher als im Vorjahr, im Bereich Industrie lagen die Verkaufspreise aufgrund neuer Verträge mit den Kunden ebenfalls über dem Durchschnittswert des Vorjahres. Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf gestiegene Zuckerverkaufspreise und konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen. Das Ergebnis der AGRANA-STUDEN-Gruppe wirkte sich auch 2020/21 positiv auf das EBIT des Segmentes Zucker aus. Der Ergebnisbeitrag reduzierte sich jedoch von 0,6 Mio. € auf 0,2 Mio. €. Das zweite Zucker-Joint Venture, die Beta Pura GmbH, wirkte sich aufgrund eines späteren Produktionsstarts und eines COVID-19-bedingt herausfordernden Marktumfeldes mit -2,1 Mio. € (Vorjahr: -0,2 Mio. €) auf das Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen aus. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen betrug -0,2 Mio. € nach -20,9 Mio. € im Vorjahr, wobei dieses im Vorjahr durch eine Abschreibung des Firmenwerts nachträglich korrigiert worden war.
Das Segment Stärke umfasst die beiden vollkonsolidierten Gesellschaften AGRANA Stärke GmbH, Wien, mit den drei österreichischen Fabriken in Aschach (Maisstärke), Gmünd (Kartoffelstärke) und Pischelsdorf (integrierte Weizenstärke- und Bioethanolanlage) sowie die AGRANA TANDAREI S.r.l. mit einem Werk in Rumänien (Maisverarbeitung). Zudem führt und koordiniert die AGRANA Stärke GmbH gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner Archer Daniels Midland Company, Chicago|USA, die Gemeinschaftsunternehmen der HUNGRANA-Gruppe (ein Werk in Ungarn; Herstellung von Stärke-, Verzuckerungsprodukten und Bioethanol), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung %/pp | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) t€ | 831.929 | 812.695 | 2,4% |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ | -7.773 | -7.307 | -6,4% |
| Umsatzerlösen t€ | 824.156 | 805.388 | 2,3% |
| EBITDA 1 t€ | 92.117 | 96.573 | -4,6% |
| Operatives Ergebnis t€ | 45.379 | 58.791 | -22,8% |
| Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden t€ | 38.207 | 34.261 | 11,5% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ | 26.129 | 37.473 | -30,3% |
| EBIT-Marge % | 3,2 | 4,7 | -1,5 pp |
| Investitionen 2 t€ | 99.177 | 70.208 | 41,3% |
| Mitarbeiter (FTEs) 3 | 3.368 | 3.128 | 7,7% |
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Die COVID-19-Pandemie beeinflusste auch das Marktgeschehen auf den Produktmärkten des Segmentes Stärke maßgeblich. Ein vorrangiges Ziel war es, Lieferketten und Produktion durchgängig aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Kunden sicherzustellen. In einem hochvolatilen Geschäftsumfeld stieg der Umsatz leicht auf 831,9 Mio. €. Bei den Hauptprodukten konnte eine moderate Steigerung der Absatzmengen erzielt werden, bei gleichzeitig hohem Preisdruck aufgrund einer schwächeren Nachfrage. Vor allem bei den Stärken, aber auch bei den Verzuckerungsprodukten ging die Marktnachfrage COVID-19- bedingt zurück. Bei Bioethanol lagen die Platts-Notierungen mit 585 € pro m³ im Jahresdurchschnitt um rund 35 € pro m³ unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze der eigengefertigten Nebenprodukte stiegen v.a. aufgrund höherer Absatzmengen von Weizengluten. Die Umsatzerlöse im Futtermittelhandel sanken mengenbedingt. Der Rohstoffaufwand stieg v.a. aufgrund einer höheren Weizenverarbeitungsmenge in Pischelsdorf|Österreich. Rohstoffe aus der Ernte 2019 konnten zu Preisen auf Höhe des langjährigen Durchschnittes bezogen werden. Für Getreide aus der Ernte 2020 lagen die Preise bis in den Spätherbst 2020 auf dem erwarteten Vorjahresniveau, stiegen aber seither deutlich an. Moderat höhere Personalkosten und deutlich höhere Abschreibungen sind vorrangig auf den Kapazitätsausbau in Pischelsdorf zurückzuführen. Insgesamt konnte im Berichtsjahr ein EBITDA von 92,1 Mio. € erzielt werden, das leicht unter jenem des Vorjahres lag. Das operative Ergebnis betrug 45,4 Mio. € und lag um 22,8 % unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2020/21 stagnierte der Umsatz der ungarischen HUNGRANA-Gruppe mit 287,2 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Bei Verzuckerungsprodukten blieb das Marktumfeld schwierig und führte zu deutlichen Preis- und Absatzrückgängen. Im Bioethanolgeschäft gingen die Ethanolnotierungen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Positive Ergebniseffekte konnten durch Kursgewinne der auf Euro-Basis fixierten Exporte erzielt werden.# Beteiligungen
Mit Beginn des Geschäftsjahres erwarb die AGRANA Stärke GmbH das in Santa Cruz|USA angesiedelte Unternehmen Marroquin Organic International, Inc. Dieses ist ein auf Bio-Produkte spezialisiertes Handelshaus, das B2B-Kunden bedient und einen Großteil seines Produktportfolios von AGRANA bezieht. Diese Gesellschaft wird seit 1. März 2020 nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien, ist die Dachgesellschaft für das Segment Frucht. Die Koordination und operative Führung für den Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen erfolgt durch die Holdinggesellschaft AGRANA Fruit S.A.S. mit Firmensitz in Mitry-Mory|Frankreich. Im Bereich Fruchtsaftkonzentrate operiert die AUSTRIA JUICE GmbH mit Sitz in Kröllendorf/Allhartsberg|Österreich als operative Holding. Insgesamt sind dem Segment zum Bilanzstichtag 26 Produktionsstandorte in 19 Ländern für Fruchtzubereitungen und 15 Werke in sieben Ländern für die Herstellung von Apfel- und Beerensaftkonzentraten zuzurechnen.
| 2020/21 | 2019/20 | Veränderung %/pp | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (brutto) t€ | 1.739.404 | 1.760.961 | -1,2% |
| Umsätze zwischen den Segmenten t€ | -1.557 | -1.835 | -15,7% |
| Umsatzerlösen t€ | 1.737.847 | 1.759.126 | -1,2% |
| EBITDA ¹ t€ | 79.809 | 101.731 | -21,5% |
| Operatives Ergebnis t€ | 58.778 | 61.705 | -4,8% |
| Ergebnis aus Sondereinflüssen t€ | -11.960 | -2.125 | -464,0% |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) t€ | 46.818 | 59.580 | -21,4% |
| EBIT-Marge % | 2,7 | 3,4 | -0,7 pp |
| Investitionen ² t€ | 29.176 | 30.876 | -5,5% |
| Mitarbeiter (FTEs) ³ | 6.476 | 6.179 | -4,9% |
¹ Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
² In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts-/Firmenwerte
³ Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
Der Umsatz im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen sank um knapp 2 %, was v.a. auf insgesamt leicht niedrigere Absatzmengen zurückzuführen war. AGRANA Fruit verzeichnete Umsatzsteigerungen in Europa und Nordamerika, während es in den restlichen Regionen, primär pandemiebedingt, einen Umsatzrückgang gab. Signifikant fiel die Verminderung gegenüber dem Vorjahr in Südamerika, in Russland sowie beim Dirafrost-Geschäft aus. Eine Analyse der Absatzentwicklung nach Produktkategorien zeigte rückläufige Mengen bei den Non-Dairy- Fruchtzubereitungen ¹ und im Bereich Handel mit Früchten sowie bei Tiefkühlfrüchten. Im Molkerei-Bereich blieben die Mengen stabil.
Ergebnismäßig wies der Bereich Fruchtzubereitungen einen moderaten Anstieg aus. Einerseits wirkten sich Einsparungen in der Verwaltung positiv auf das Ergebnis aus. Andererseits führten eine gute Geschäftsentwicklung in Mexiko (höhere Margen im 1st Transformation-Bereich) und Nordamerika (positive Mengenentwicklung) zu einer verbesserten operativen Performance. Negativ auf das EBIT im Bereich Fruchtzubereitungen wirkte sich ein Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von -10,9 Mio. € (Vorjahr: -2,1 Mio. €) aus. Diese Einmaleffekte setzen sich aus Ausgaben in Zusammenhang mit einem Kosteneinsparungsprogramm, einer Sachanlagenabwertung in Ägypten und Rückstellungen für einen Reklamationsfall in Europa zusammen. Der Verkauf des bereits im Geschäftsjahr 2018/19 stillgelegten argentinischen Werkes in Coronda wurde im August 2020 endgültig erfolgreich abgeschlossen. Ebenso wurde das ehemalige Dirafrost-Werk in Yube|Serbien im September 2020 verkauft.
Die Umsatzerlösentwicklung im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate war im Geschäftsjahr 2020/21 stabil (+0,5 % gegenüber dem Vorjahr). Höhere Apfelsaftkonzentratpreise aus den Ernten 2019 und 2020 standen dabei niedrigeren Absatzmengen gegenüber. Geringere Erntemengen während der Apfelkampagne 2020 führten zu einer stark eingeschränkten Rohstoffverfügbarkeit für AUSTRIA JUICE bei hohen Preisen in den europäischen Hauptanbauländern Polen und Ungarn. Das deutlich unter dem Vorjahr liegende EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft war auf eine verschlechterte Margen- und Absatzsituation sowie eine deutlich gesunkene Kapazitätsauslastung der Werke in der Verarbeitungssaison 2020 zurückzuführen. Weiters beinhaltet es auch ein Ergebnis aus Sondereinflüssen (-0,8 Mio. €) für die anstehende Schließung eines von fünf Werken in Ungarn.
Die INSTANTINA Nahrungsmittel Entwicklungs- und Produktions Gesellschaft m.b.H. ist auf die Entwicklung und Produktion von Instantprodukten spezialisiert und ist dem Segment Zucker zugeordnet.
Bei der AGRANA Research & Innovation Center GmbH, Wien werden schwerpunktmäßig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Zucker und Stärke der AGRANA-Gruppe gebündelt.
Die AGRANA Group-Services GmbH erfüllt im Konzern die Finanzierungsfunktion und betreibt das Cash-Pooling. Sie ist, wie die Holding, dem Segment Zucker zugeordnet.
¹ Eiscreme- und Backwarengeschäft, Food Service# AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Lagebericht 2020/21
AGRANA, als industrieller Veredler agrarischer Rohstoffe, versteht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unter Nachhaltigkeit die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit ist im Rahmen von drei Leitsätzen, die dem Management und allen Mitarbeitern als praktische und leicht verständliche Anleitung zu täglich nachhaltigem Handeln dienen, zusammengefasst.
Wir bei AGRANA…
* verwerten annähernd 100 % der eingesetzten Rohstoffe und nutzen emissionsarme Technologien, um Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren,
* achten alle unsere Stakeholder und die Gesellschaften, in denen wir tätig sind,
* leben langfristige Partnerschaften mit Lieferanten und Kunden.
AGRANA entwickelte ihr Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis der regelmäßigen Interaktion mit ihren Stakeholder-Gruppen.
Auf Basis ihrer Geschäftstätigkeit hat AGRANA fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeit entlang ihrer Produktwertschöpfungskette identifiziert:
Die SAI-Plattform bietet industriellen Veredlern landwirtschaftlicher Rohstoffe wie AGRANA mehrere hilfreiche Instrumente v.a. zur Evaluierung und Dokumentation der Einhaltung guter Umwelt- und Sozialkriterien in der agrarischen Lieferkette bzw. zum Vergleich der Wertigkeit unterschiedlicher Nachweise bzw. internationaler Zertifizierungen an. Das Basisinstrument stellt dabei immer das von der SAI-Plattform erstellte Farm Sustainability Assessment (FSA) dar. Dieses wird mithilfe eines Fragebogens, welcher aus 112 Fragen zu allen für die Nachhaltigkeit relevanten Themenschwerpunkten wie Betriebsführung, Arbeitsbedingungen (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit), Boden- und Nährstoffmanagement oder Pflanzenschutz besteht, durchgeführt. Je nach Erfüllung der unterschiedlichen Kriterien erhält der Anbaubetrieb eine Nachhaltigkeitsbewertung mit dem Status Gold, Silber oder Bronze. AGRANA hat sich zum Ziel gesetzt, dass jene Kontraktlandwirte, welche die FSA-Systematik anwenden, zumindest FSA-Silber Status erreichen. Im Geschäftsjahr 2020/21 leisteten AGRANA-Experten im Bereich landwirtschaftliche Produktion einen wertvollen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Vorgaben und zur Vorbereitung der Version 3.0 des Farm Sustainability Assessment, die im April 2021 veröffentlicht wird und spätestens nach einer Übergangszeit von 18 Monaten nach Publikation umzusetzen ist.
Basis und Unterstützung im Monitoring für die Dekarbonisierung bilden die Energiemanagementsysteme der AGRANA-Produktionsstandorte. Die Energiemanagementsysteme von 37 % (Vorjahr: 47,3 %) aller AGRANA-Produktionsstandorte in den GRI-Berichtsgrenzen waren im Berichtsjahr nach ISO 50001 zertifiziert.
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA-Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten.
Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP+- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2020|21 100 % der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. der jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor.
Seit 2010 ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Mitglied des Vereins ARGE Gentechnik-frei, welcher das Ziel hat, verlässliche Rahmenbedingungen für Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle von Gentechnik-freien Lebensmitteln zu schaffen.
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen NPD¹-Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs- Aktiengesellschaft, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln.# FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In einem hochkompetitiven Marktumfeld ist es für AGRANA von zentraler Bedeutung, Markttrends frühzeitig zu erkennen, durch Produktinnovationen die Bedürfnisse der Märkte zu erfüllen und maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln. In enger Partnerschaft mit ihren Kunden arbeitet AGRANAs Forschung und Entwicklung (F&E) laufend an neuen Technologien, Spezialprodukten und innovativen Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte und unterstützt somit die auf langfristigen Erfolg ausgelegte Konzernstrategie.
Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln|Österreich ist neben 17 lokalen NPD¹-Centern der zentrale Forschungs- und Entwicklungs-Hub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, deren Ziel es ist, innovative Produkte aus den Rohstoffen Zuckerrübe, Kartoffel, Mais, Wachsmais, Weizen und aus Früchten zu entwickeln. Das ARIC ist national und international als Inhouse-F&E-Dienstleister und - Serviceanbieter in den Bereichen Zuckertechnologie, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Stärketechnologie, Mikrobiologie, Biotechnologie und Fruchtzubereitungsentwicklung tätig. Die Zusammenarbeit von F&E-Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen (Frucht, Stärke und Zucker) unter einem Dach ermöglicht nicht nur verwaltungstechnische Synergieeffekte, sondern fördert v.a. den Austausch unterschiedlicher Forschergruppen und Disziplinen, insbesondere zu bereichsübergreifenden Themen. Durch die sich ergänzenden Erfahrungen ergeben sich Vorteile bei segmentübergreifenden Forschungsschwerpunkten, z.B. bei Technologien, Verdickungs- und Süßungslösungen sowie Aromen, Mikrobiologie, Produktqualität und -sicherheit sowie Bio-Produkten.
| 2022/23 | 2021/22 | 2020/21 | |
|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen (Intern und extern) Mio. € | 24,7 | 24,8 | 24,7 |
| F&E-Quote * % | 2,05 | 2,08 | 2,07 |
| Mitarbeiter in F&E (Köpfe) | 307 | 306 | 305 |
¹ New Product Development
Die Prinzipien der internationalen Norm für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 bilden die Basis des AGRANA- Qualitätsmanagementsystems. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Zertifizierungen für Lebensmittelsicherheit und Produktschutz. Die weltweit wichtigsten Standards in diesem Bereich bei AGRANA sind FSSC 22000 (Food Safety System Certification), ISO 22000 und IFS (International Food Standard). Je nach Land oder Region sowie Kundennachfrage werden noch zusätzliche Zertifizierungen wie Bio, gentechnikfrei, Kosher (nach jüdischen Speisegesetzen) und Halal (nach islamischen Speisegesetzen) angeboten. Die wesentlichen Standards für Futtermittelsicherheit sind der GMP+- und der EFISC Feed-Standard. Insgesamt verfügten im Geschäftsjahr 2020|21 100 % der Produktionsstandorte über mindestens eine dieser bzw. der jeweils lokal relevanten internationalen Zertifizierungen.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist seit 2009 Mitglied bei der Supplier Ethical Data Exchange (SEDEX). Alle AGRANA-Produktionsstandorte nehmen jährlich ein SEDEX Self-Assessment, welches v.a. auf Arbeitsbedingungen, -sicherheit und Menschenrechte (inklusive Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit) abzielt, vor. Seit 2010 ist die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft Mitglied des Vereins ARGE Gentechnik-frei, welcher das Ziel hat, verlässliche Rahmenbedingungen für Produktion, Kennzeichnung und Kontrolle von Gentechnik-freien Lebensmitteln zu schaffen.
Die gesamte AGRANA-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2020/21 durchschnittlich 8.920 Mitarbeiter (Köpfe) (Vorjahr: 9.300 Mitarbeiter), davon 2.519 (Vorjahr: 2.456) in Österreich und 6.401 (Vorjahr: 6.844) international. Im Geschäftsjahr 2020/21 waren in der AGRANA-Gruppe durchschnittlich 8.847 FTEs (Vorjahr: 9.342 FTEs) beschäftigt.
Die Reduktion im Segment Frucht ist hauptsächlich mit einem geringeren Bedarf an temporären Mitarbeitern aufgrund von niedrigeren Erntevolumina bzw. teilweise mit Verschiebungen der saisonalen Produktion, COVID-19 bedingten Vorschriften zu physischer Distanz sowie Effizienzsteigerungen durch höhere Automatisierung zu begründen. Im Segment Stärke ist der Personalanstieg vor allem auf die Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage (WSA II) in Pischelsdorf sowie die Akquisition der Gesellschaft Marroquin Organic International Inc. zurückzuführen. Im Segment Zucker resultiert der Rückgang vor allem aus Einsparungen.
Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut, was dazu führt, dass nun der Großteil der Module erfolgreich implementiert wurde. Das Personalmanagementsystem soll die Effizienz der Personalprozesse verbessern, die Qualitätssicherheit unterstützen, Transparenz schaffen sowie die Datensicherheit erhöhen. In den nächsten Jahren liegt der Fokus darauf, die Funktionalitäten dieses Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen.
Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2020/21 unterliegen 10,8 % (Vorjahr: 8,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem.
Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2020/21 in der Entwicklung von Nachwuchsführungskräften und Fachexperten einzelner ausgewählter Funktionsbereiche sowie dem Ausbau des digitalen Weiterbildungsangebotes. AGRANA hat im Geschäftsjahr 2020/21 durchschnittlich 101 Lehrlinge (davon weiblich: 23 bzw. 22,7 %) ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre sowie Marktkommunikation und Werbung. Im Geschäftsjahr 2020/21 haben 14 Mitarbeiter und Führungskräfte (davon weiblich: vier bzw. 28,6 %) aus dem Konzern am „Advance@AGRANA - das Operations Nachwuchsführungskräfteprogramm“ teilgenommen und dieses im Februar 2021 erfolgreich abgeschlossen. AGRANA bietet weiters laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben. Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2020/21 auf rund 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 1,1 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt. Die Arbeitssicherheitsbeauftragten bzw. Sicherheitsfachkräfte tragen die Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen bzw. vom Unternehmen veranlassten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Dies sind z.B. die regelmäßige und anlassbezogene Gefahrenidentifikation und Risikobewertung, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen, die Organisation von Arbeitssicherheitsschulungen sowie die Analyse, Dokumentation (gemeinsam mit Human Resources) und Kommunikation von tatsächlichen Arbeitsunfällen.# Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden die Funktionalitäten des globalen Personalmanagementsystems weiter ausgebaut, was dazu führt, dass nun der Großteil der Module erfolgreich implementiert wurde. Das Personalmanagementsystem soll die Effizienz der Personalprozesse verbessern, die Qualitätssicherheit unterstützen, Transparenz schaffen sowie die Datensicherheit erhöhen. In den nächsten Jahren liegt der Fokus darauf, die Funktionalitäten dieses Systems sukzessive weiterzuentwickeln und an die sich laufend ändernden Anforderungen anzupassen. Die Förderung und Anerkennung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie und stellt einen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar. Um die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen, kommt bei AGRANA für das Management ein konzernweit implementiertes Performance-Management-System zum Einsatz. Neben Finanz- und Ertragszielen umfasst die variable Vergütung auch individuelle Zielvereinbarungen, um herausragende individuelle Leistungen zu honorieren und zu fördern. Im Geschäftsjahr 2020/21 unterliegen 10,8 % (Vorjahr: 8,8 %) aller Beschäftigten diesem erfolgsorientierten Entlohnungssystem.
Die Schwerpunkte im Aus- und Weiterbildungsbereich lagen im Geschäftsjahr 2020/21 in der Entwicklung von Nachwuchsführungskräften und Fachexperten einzelner ausgewählter Funktionsbereiche sowie dem Ausbau des digitalen Weiterbildungsangebotes. AGRANA hat im Geschäftsjahr 2020/21 durchschnittlich 101 Lehrlinge (davon weiblich: 23 bzw. 22,7 %) ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte u.a. in den Bereichen Elektrotechnik, Metalltechnik, Labortechnik (Chemie), Chemieverfahrenstechnik, Lebensmitteltechnik, Mechatronik, Industrielehre sowie Marktkommunikation und Werbung. Im Geschäftsjahr 2020/21 haben 14 Mitarbeiter und Führungskräfte (davon weiblich: vier bzw. 28,6 %) aus dem Konzern am „Advance@AGRANA - das Operations Nachwuchsführungskräfteprogramm“ teilgenommen und dieses im Februar 2021 erfolgreich abgeschlossen. AGRANA bietet weiters laufend konzernweite On-Boarding-Programme und Welcome Days an, um neuen Mitarbeitern einen Überblick über die gesamte AGRANA-Gruppe und auch über den eigenen Arbeitsbereich zu geben.
Die konzernweiten externen Aus- und Weiterbildungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2020/21 auf rund 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €), was 0,6 % (Vorjahr: 1,1 %) der Lohn- und Gehaltssumme entsprach.
Das Arbeitssicherheitsmanagement von AGRANA ist organisatorisch bei den für Produktion verantwortlichen Geschäftsführern der AGRANA-Segmente bzw. Geschäftsbereiche, den Werksleitern der AGRANA-Produktionsstandorte sowie den Arbeitssicherheitsbeauftragten der Standorte angesiedelt. Die Arbeitssicherheitsbeauftragten bzw. Sicherheitsfachkräfte tragen die Verantwortung für die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen bzw. vom Unternehmen veranlassten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Dies sind z.B. die regelmäßige und anlassbezogene Gefahrenidentifikation und Risikobewertung, die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen, die Organisation von Arbeitssicherheitsschulungen sowie die Analyse, Dokumentation (gemeinsam mit Human Resources) und Kommunikation von tatsächlichen Arbeitsunfällen.
In allen 24 Ländern, in denen AGRANA über Produktionsstandorte verfügt, besteht eine - wenn auch unterschiedlich ausgestaltete - gesetzliche Verpflichtung der Arbeitsplatzevaluierung durch den Arbeitgeber. Diese wird durch die Sicherheitsfachkräfte, teilweise in Zusammenarbeit mit externen Beratern durchgeführt und ist arbeitsplatzbezogen, für die Mitarbeiter zugänglich zu dokumentieren. Sie ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen bzw. anlassbezogen bei Anlagen- oder Verfahrensänderungen oder nach Unfällen zu überarbeiten.
Mitarbeiter sind verpflichtet, festgestellte Gefahrenquellen z.B. über die Dokumentation im Schichtbuch, im betrieblichen Vorschlagswesen oder im Rahmen von periodischen Sicherheitsrundgängen zu melden. Im global tätigen Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ist diese Meldeverpflichtung aus kulturellen Gründen an manchen Standorten auch anonym möglich.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für AGRANA im Rahmen ihres sozialen Bewusstseins ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie. Aus diesem Grund ist AGRANA bereits im Frühjahr 2016 dem vom Bundesministerium für Familien und Jugend initiierten österreichischen Netzwerk „Unternehmen für Familien“ beigetreten. Dies spiegelt sich konzernweit in zahlreichen Initiativen und Angeboten für die Mitarbeiter wider. Dazu gehören Telearbeit, Förderung bzw. auch das Angebot von Kinderbetreuung an einzelnen Standorten, variable Arbeitszeit und auch ein Eltern-Kind-Büro am Standort in Wien.
Der Vorstand der AGRANA-Gruppe ist sich der Bedeutung eines aktiven und funktionsfähigen Risikomanagements bewusst. Dieses verfolgt das grundsätzliche Ziel, Chancen- und Risikopotenziale ehestmöglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Ertragskraft sowie zur Sicherung des Fortbestandes der Unternehmensgruppe zu setzen. Die AGRANA-Gruppe bedient sich integrierter Kontroll- und Berichtssysteme, die eine regelmäßige, konzernweite Einschätzung der Risikosituation ermöglichen.
Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
Für die Segmente der AGRANA-Gruppe wurden Risikomanagement-Verantwortliche definiert, die in Abstimmung mit dem Vorstand im Bedarfsfall Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten sollen. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements gemäß Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) wird jährlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und als Ergebnis der Beurteilung ein abschließender Bericht über die Funktionsfähigkeit des unternehmensweiten Risikomanagements erstellt. Für die Überprüfung wurden die Empfehlungen des „Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission“ (COSO) als Referenzmodell herangezogen.
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, eine Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor. Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.# RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Im Rahmen der Früherkennung und Überwachung von konzernrelevanten Risiken wurden zwei einander ergänzende Steuerungsinstrumente implementiert:
AGRANA sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken eine wesentliche Grundlage für eine ziel- und wertorientierte sowie nachhaltige Unternehmensführung. Die Risikopolitik der Unternehmensgruppe zielt auf risikobewusstes Verhalten ab und sieht klare Verantwortlichkeiten, eine Unabhängigkeit im Risikomanagement und die Durchführung interner Kontrollen vor. Risiken dürfen konzernweit nur dann eingegangen werden, wenn sie sich aus dem Kerngeschäft der AGRANA-Gruppe ergeben und nicht ökonomisch sinnvoll vermieden oder abgesichert werden können. Sie sind möglichst zu minimieren, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Chance Bedacht zu nehmen ist. Das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäftes ist ohne Ausnahmen verboten. Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist für die konzernweite Koordinierung und Umsetzung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen zum Risikomanagement verantwortlich. Der Einsatz von Hedge-Instrumenten ist nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften und Finanzierungstätigkeiten, nicht jedoch zu Spekulationszwecken außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit der AGRANA-Gruppe, erlaubt. Über den Bestand und die Werthaltigkeit von Hedge-Kontrakten wird regelmäßig an den Vorstand berichtet.
Die Unternehmensgruppe ist Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem operativen Geschäft als auch von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen ableiten.
AGRANA ist auf ausreichende Verfügbarkeit agrarischer Rohmaterialien in der benötigten Qualität angewiesen. Neben einer möglichen Unterversorgung mit geeigneten Rohstoffen stellen deren Preisschwankungen, wenn sie nicht oder nicht ausreichend an die Abnehmer weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Wesentliche Treiber für Verfügbarkeit, Qualität und Preis sind wetterbedingte Gegebenheiten in den Anbaugebieten, die Wettbewerbssituation, regulatorische und gesetzliche Regelungen sowie die Veränderung der Wechselkurse relevanter Währungen.
AGRANA sieht in der Produktion und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten eine Grundvoraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen verfügt über ein streng ausgelegtes und laufend weiterentwickeltes Qualitätsmanagement, das den Anforderungen der relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und den kundenseitig festgelegten Kriterien entspricht und den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung der gefertigten Waren umfasst. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird regelmäßig durch interne und externe Audits verifiziert. Darüber hinaus sollen abgeschlossene Produkthaftpflichtversicherungen allfällige Restrisiken abdecken.
AGRANA steht im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit im intensiven Wettbewerb mit regionalen wie auch überregionalen Mitbewerbern. Der Eintritt neuer Mitbewerber bzw. die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bestehender Konkurrenten kann die Wettbewerbsintensität in Zukunft verstärken. Die eigene Marktposition wird laufend beobachtet, sodass etwaig notwendige korrigierende Maßnahmen schnell eingeleitet werden können. Entsprechend der Nachfrage und auch aufgrund anderer Einflussfaktoren werden die Kapazitäten und die Kostenstrukturen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Kernmärkten stetig angepasst. Das frühzeitige Erkennen von Änderungen des Nachfrage- und Konsumverhaltens basiert auf stetigen Analysen von Planabweichungen. In diesem Zusammenhang stehen auch neue technologische Entwicklungen und Produktionsprozesse am Markt unter Beobachtung, die in Zukunft zu einer teilweisen Rückwärtsintegration von Kunden in Kernbereiche einzelner Segmente der AGRANA-Gruppe führen können. AGRANA tätigt zur Stärkung bzw. zum Ausbau bestehender Marktpositionen umfangreiche Investitionen in allen Segmenten. Darüber hinaus werden Investitionen in neue Märkte evaluiert und vorgenommen.
AGRANA ist auf die Funktionstüchtigkeit einer komplexen IT-Technologie angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit, Datenverlust oder -manipulation und die Verletzung der Vertraulichkeit bei kritischen IT-Systemen können beträchtliche Auswirkungen auf betriebliche Teilbereiche haben. Die allgemeine Entwicklung in Bezug auf externe Angriffe auf IT-Systeme verdeutlicht das Risiko, dass die AGRANA-Gruppe in Zukunft auch zunehmend solchen Risiken ausgesetzt ist/sein kann. Die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit wird durch qualifizierte interne und externe Experten sowie durch entsprechende organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet. Dazu zählen redundant ausgelegte IT-Systeme und Security Tools, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zusammen mit externen Partnern wurden Vorkehrungen getroffen, um möglichen Bedrohungen zu begegnen und potenziellen Schaden abzuwenden.
Im Rahmen des Risikomanagements werden bereits im Vorfeld mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen analysiert und bewertet.
Seit dem 1. Oktober 2017 gelten für die europäische Zuckerindustrie neue Rahmenbedingungen. Teil dieser neuen Rahmenbedingung ist die Verbesserung der Markttransparenz in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette. Die EU-Kommission hat mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2017/1185 und (EU) 2019/1746 neue Regulierungsmaßnahmen in Form von verschiedenen Meldepflichten beschlossen. Damit soll die Transparenz in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor verbessert werden, um die Wirtschaftsbeteiligten und die Behörden zu befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen und das Verständnis der Marktteilnehmer für Marktentwicklungen zu verbessern. Dadurch entsteht erstmals die Notwendigkeit, Preise auf Stufen der Wertschöpfungskette, die zwischen den Erzeugern der Rohstoffe und den Endverbrauchern liegen, zu erheben. Dies betrifft sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe.
Zukünftige Freihandelsabkommen der EU könnten wirtschaftliche Auswirkungen auf AGRANA haben. AGRANA verfolgt die laufenden Verhandlungen und analysiert und bewertet die einzelnen Ergebnisse. Die EU und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) haben im Juni 2019 eine politische Einigung über ein umfassendes Handelsabkommen erzielt. Der Antrag geht nun in jedem Mitgliedsland in einen schwierigen Ratifizierungsprozess. Die EU-Kommission verhandelt derzeit mit Australien und Neuseeland über die Ausgestaltung eines Freihandelsabkommens. Des Weiteren können nationale Steuer- und Zollvorschriften sowie deren Auslegung durch die lokalen Behörden zu weiteren Risiken im regulatorischen Umfeld führen.
Die direkten Geschäftsbeziehungen von AGRANA mit Kunden und Lieferanten aus Großbritannien sind nicht von wesentlicher Bedeutung. Es ist daher für die Gruppe von keinen signifikanten Auswirkungen aus dem britischen Beschaffungs- und Absatzmarkt auszugehen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es durch den Wegfall von Importbeschränkungen für Zucker in Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu Marktverwerfungen und einem erhöhten Preisdruck kommen kann.
Am 21. Dezember 2018 wurde die Erneuerbare-Energie-Richtlinie der EU (RED II) verabschiedet. Aktuell wird an der nationalen Umsetzung dieser Richtlinie gearbeitet, welche bis zum 30. Juni 2021 in Kraft treten soll. Diese Richtlinie sieht eine Untergrenze von 14 % erneuerbare Energie im Transportbereich bis zum Jahr 2030 vor. Der Anteil der getreidebasierten Biotreibstoffe wurde mit dem nationalen Beitrag im Jahr 2020, maximal jedoch 7 %, begrenzt. Weiters wurde ein Unterziel für sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe („2. Generation“) in Höhe von mindestens 3,5 % bis zum Jahr 2030 festgelegt. Die Rohstoffliste für die fortschrittlichen Biokraftstoffe wird in Anhang IX der Richtlinie festgelegt und kann durch die EU-Kommission ergänzt werden. In Österreich beträgt das Substitutionsziel von Biotreibstoffen gemäß derzeit gültiger Kraftstoffverordnung 5,75 % (basierend auf RED I) und davon 3,4 % aus Bioethanol (jeweils bezogen auf den Energiegehalt). Die Einführung von E10 würde den Biotreibstoffanteil unmittelbar mit den vorhandenen Produktionskapazitäten auf das 7%-Ziel anheben. Auf nationaler Ebene würde damit nicht nur der RED II-Richtlinie entsprochen, sondern auch die nachweisbare Verringerung von Partikel-Emissionen könnte erreicht werden.
AGRANA verfolgt Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, die eines ihrer Geschäftsfelder oder deren Mitarbeiter betreffen und allenfalls zu einer Risikosituation führen könnten, kontinuierlich und trifft gegebenenfalls notwendige Maßnahmen. Die unter besonderer Aufmerksamkeit stehenden Rechtsbereiche sind Kartell-, Lebensmittel- und Umweltrecht, neben Datenschutz, Geldwäschebestimmungen und Terrorismusfinanzierung. AGRANA hat für den Bereich Compliance, Personalrecht und allgemeine Rechtsbereiche eigene Stabsstellen eingerichtet und bildet die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig fort.
Wie in den Vorjahresberichten dargestellt, beantragte die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Jahr 2010 ein Bußgeld im Rahmen eines Kartellverfahrens wegen des Verdachtes wettbewerbsbeschränkender Absprachen in Bezug auf Österreich gegen die AGRANA Zucker GmbH, Wien, und die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim| Deutschland. Das Oberlandesgericht Wien hat am 19. Mai 2019 den Bußgeldantrag der BWB abgewiesen; dagegen hat die BWB Revision an den Obersten Gerichtshof erhoben. Die BWB begründet dies vor allem damit, dass das Bundeskartellamt in seiner Entscheidung nur den Unwertgehalt des Verhaltens von Südzucker in Bezug auf Deutschland berücksichtigt habe, und dass die Verhängung einer "Zusatzstrafe" in Bezug auf Österreich sowohl zulässig als auch geboten sei. Mit Beschluss vom 27. März 2020 hat der OGH das Rekursverfahren unterbrochen und den EuGH um eine Vorabentscheidung zur Reichweite des Grundsatzes „ne bis in idem“ bei EU-Wettbewerbsverfahren gebeten. Dieses Zwischenverfahren ist noch anhängig. Mit der Entscheidung des EuGH ist im ersten Kalenderquartal 2022 zu rechnen. AGRANA hält die Beschuldigung sowie das beantragte Bußgeld weiterhin für unbegründet. Weiters ist die AGRANA Stärke GmbH in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien beklagte Partei. Die klagende Partei behauptet, einen Schaden aus einer Nichtlieferung von zugesagten Produktmengen erlitten zu haben. Das Verfahren befindet sich in der ersten Instanz, im Stadium der gerichtlichen Beweisaufnahme. Mit einem erstinstanzlichen Urteil ist möglicherweise im Geschäftsjahr 2021/22 zu rechnen. AGRANA hält die Ansprüche der klagenden Partei mangels wirksamer Vereinbarung der Abnahmemengen für unbegründet. Darüber hinaus bestehen keine gerichtsanhängigen oder angedrohten zivilrechtlichen Klagen gegen Unternehmen der AGRANA-Gruppe, die eine materielle Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten.
AGRANA ist Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen und Produktpreisen ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken, die für den Konzern notwendigen Refinanzierungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Finanzierungssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral durch die Treasury-Abteilung, die dem Vorstand laufend über die Entwicklung und Struktur der zur Verfügung stehenden Kreditrahmen, die Nettofinanzschulden des Konzerns, die finanziellen Risiken und über den Umfang und das Ergebnis der getätigten Sicherungsgeschäfte berichtet. Die AGRANA-Gruppe ist weltweit tätig und hat unterschiedliche Steuergesetzgebungen, Abgabenregularien sowie devisenrechtliche Bestimmungen zu beachten. Veränderungen von Bestimmungen unterschiedlicher Gesetzgeber und deren Auslegung durch lokale Behörden können einen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einzelner Konzerngesellschaften und in weiterer Folge auch auf den Konzern haben.
Zinsänderungsrisiken ergeben sich durch Wertschwankungen von fix verzinsten Finanzinstrumenten infolge einer Änderung des Marktzinssatzes (zinsbedingtes Kursrisiko). Variabel verzinsliche Anlagen oder Kreditaufnahmen unterliegen dagegen grundsätzlich keinem Wertrisiko, da der Zinssatz zeitnah der Marktzinslage angepasst wird. Aufgrund des seit einigen Jahren, insbesondere im EURO-Raum, bestehenden negativen Zinsumfeldes im Geldmarktbereich kommt es auch bei variabel verzinsten Finanzanlagen und Finanzierungen für die AGRANA-Gruppe zu nachteiligen Auswirkungen. Bei Bankguthaben besteht das Risiko von weiterverrechneten Negativzinsen, wohingegen bei einigen Finanzierungen der negative Zinssatz nicht an AGRANA weitergegeben wird.# Risikomanagement und Internes Kontrollsystem
Durch die Schwankung des Marktzinsniveaus ergibt sich außerdem ein Risiko hinsichtlich der künftigen Zinszahlungen (zinsbedingtes Zahlungsstromrisiko). Dabei versucht AGRANA, Zinssicherungsinstrumente dem Finanzierungsbedarf und der Fristigkeit entsprechend einzusetzen. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 7 werden die bestehenden Zinsrisiken durch Berechnung des „Cash Flow at Risk“ bzw. der „Modified Duration“ ermittelt und im Konzernanhang detailliert dargestellt.
Währungsrisiken können aus dem Einkauf von Waren und Verkauf von Produkten in Fremdwährungen sowie aufgrund von Finanzierungen, die nicht in der lokalen Währung erfolgen, entstehen. Für AGRANA sind v.a. die Kursrelationen von Euro zu US-Dollar, ungarischem Forint, polnischem Złoty, rumänischem Leu, ukrainischer Griwna, russischem Rubel, brasilianischem Real, mexikanischem Peso, argentinischem Peso und chinesischem Yuan von Relevanz.
Im Rahmen des Währungsmanagements ermittelt AGRANA monatlich pro Konzerngesellschaft das Netto- Fremdwährungsexposure, welches sich aus den Einkaufs-, Verkaufs- und Finanzmittelpositionen inklusive der im Bestand befindlichen Sicherungsgeschäfte ergibt. Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert. Das Währungsrisiko wird durch den „Value at Risk“-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Aufgrund der internationalen Aufstellung der AGRANA-Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen, global verteilt, bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA- Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Als energieintensiver industrieller Veredler, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, unterliegt AGRANA mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segmente dem EU-Emissionshandelssystem (ETS 1 ). Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potenziellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel werden durch das Pariser Klimaabkommen 2015 und dem darauf basierenden EU Green Deal in den nächsten Jahren vermehrte regulatorische Risiken im Rahmen der Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft für AGRANA begründen.
Die globale Verbreitung des Coronavirus hat in vielen Ländern der Welt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens geführt. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen. Nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeiter sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Des Weiteren bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen und temporäre Heimarbeit wurde ermöglicht. Die gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, an weltweit 56 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus konnte das Funktionieren der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam.
1 Emission Trading System (ETS)# Risikomanagement und Internes Kontrollsystem
Zudem werden bereits kontrahierte, jedoch noch nicht erfüllte Einkaufs- und Verkaufskontrakte in Fremdwährungen berücksichtigt. Als Sicherungsinstrument setzt AGRANA vorrangig Devisentermingeschäfte ein, mit denen die in Fremdwährung anfallenden Zahlungsströme gegen Kursschwankungen abgesichert werden. In Ländern mit volatilen Währungen werden diese Risiken zusätzlich durch eine Verkürzung von Zahlungsfristen, eine Indizierung der Verkaufspreise zum Euro oder US-Dollar und analoge Sicherungsmechanismen weiter reduziert. Das Währungsrisiko wird durch den „Value at Risk“-Ansatz ermittelt und im Konzernanhang dargestellt.
Das Bestreben der AGRANA-Gruppe ist darauf ausgerichtet, über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsrisiken auf Einzelgesellschafts- oder Länderebene werden durch das einheitliche Berichtswesen frühzeitig erkannt, wodurch Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Liquidität der AGRANA-Gruppe ist durch bilaterale und syndizierte Kreditlinien langfristig und ausreichend abgesichert.
Aufgrund der internationalen Aufstellung der AGRANA-Gruppe bestehen Bankguthaben und Finanzanlagen, global verteilt, bei verschiedenen Bankpartnern. Das hierbei bestehende Risiko von Zahlungsausfällen wird in der AGRANA-Gruppe genau und regelmäßig überwacht. Im Rahmen der internen Richtlinien dürfen nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken mit einem definierten Mindestrating eingegangen werden. In Fällen, in denen das Mindestrating nicht erfüllt werden kann, sind Obergrenzen für Guthaben vorgegeben und strikt einzuhalten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden durch die bestehenden Warenkreditversicherungen, durch strikte Kreditlimits und laufende Überprüfungen der Kundenbonität minimiert. Das verbleibende Risiko wird durch Vorsorgen in angemessener Höhe abgedeckt.
Als energieintensiver industrieller Veredler, v.a. in den Segmenten Stärke und Zucker, unterliegt AGRANA mit dem Großteil ihrer Produktionsstandorte dieser Segmente dem EU-Emissionshandelssystem (ETS 1 ). Daher beschäftigt sich das Unternehmen seit jeher auch intensiv mit potenziellen regulatorischen (transitorischen) Risiken im Bereich der Energiegesetzgebung. Politische Lenkungsmaßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel werden durch das Pariser Klimaabkommen 2015 und dem darauf basierenden EU Green Deal in den nächsten Jahren vermehrte regulatorische Risiken im Rahmen der Transformation zu einer emissionsarmen Gesellschaft für AGRANA begründen.
Die globale Verbreitung des Coronavirus hat in vielen Ländern der Welt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens geführt. AGRANA ist mit Produktions- und Vertriebsstandorten auf allen Kontinenten vertreten und daher in unterschiedlichen Regionen innerhalb und außerhalb Europas betroffen. Nach Ausrufung der Pandemie-Erklärung der WHO wurde zur Sicherheit der Mitarbeiter sowie für die Aufrechterhaltung der Produktion eine konzernweite Pandemie-Richtlinie erlassen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Krisenteams aktiviert, jeweils lokale Business Continuity-Pläne implementiert, verstärkte Kommunikationsmaßnahmen sowie erhöhte Hygienemaßnahmen ergriffen wurden und ein hohes Augenmerk auf die Einhaltung der behördlichen Empfehlungen und Anordnungen gelegt wird. Des Weiteren bestehen restriktive Maßnahmen in Bezug auf Dienstreisen und temporäre Heimarbeit wurde ermöglicht. Die gesetzten Maßnahmen haben in der Gruppe ihre positive Wirkung gezeigt und es ist gelungen, an weltweit 56 Produktionsstandorten den vollen Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus konnte das Funktionieren der Transportketten gesichert werden, sodass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen in der Belieferung der Kunden kam.
AGRANA gehört als Teil der kritischen Infrastruktur und Nahrungsmittelproduzent zu den weniger wirtschaftlich betroffenen Branchen. Dennoch wird COVID-19 v.a. in der unmittelbaren Zukunft einen nachhaltigen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Es ist möglich, dass das gewohnte Wachstum auf Vorkrisenniveau erst wieder nach einigen Jahren erreicht werden kann. Ein wesentlicher Beschleuniger in der Überwindung der Pandemie liegt in einer möglichst hohen globalen Durchimpfungsrate. Bis dahin kann es zu Beeinträchtigungen in der Beschaffung, Produktion und auf den Absatzmärkten kommen. Auf den Finanz- und Kapitalmärkten sowie im Interbankenhandel ist es nach Ausbruch der Pandemie temporär zu massiven Verwerfungen gekommen. Ebenso ist die weitere ökonomische Entwicklung nach wie vor von gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit, auch beeinflusst durch Lock-Down-Phasen, geprägt. Trotz staatlicher Unterstützungsmaßnahmen ist auch mit einer steigenden Insolvenzquote zu rechnen. Schon im Geschäftsjahr 2020|21 war eine Reduzierung der Versicherungsdeckung aus Warenkreditversicherungen, in Einzelfällen auch eine gesamte Aufhebung des Deckungsumfangs bzw. eine erschwerte Erstversicherung von Neukunden, zu beobachten. Diese Entwicklungen führten zu einem engmaschigeren Monitoring der Kundenforderungen und Zahlungsziele sowie alternativen Risikoevaluierungsmaßnahmen und -sicherstellungen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sind derzeit keine zusätzlichen nennenswerten Forderungsausfälle zu beobachten. AGRANA steht in engem Austausch mit ihren Hausbanken und überprüft laufend die Verfügbarkeit der vorhandenen Kreditrahmen. Aus diesem Grund stand Ende des Kalenderjahres 2020 die erfolgreiche Verlängerung einer syndizierten Kreditlinie im Mittelpunkt der Aktivitäten der Konzern-Treasuryabteilung. Ebenso wird die Liquidität auf den weltweit unterhaltenen Bankkonten und das Rating der Bankpartner laufend kritisch überprüft und bei Bedarf werden notwendige Umschichtungen vorgenommen.
Die derzeitige Gesamtrisikoposition des Konzerns ist durch hohe Volatilitäten von Verkaufs- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Im Segment Zucker ist der Einfluss der Weltmarktpreise auf das europäische Preisniveau von gestiegener Bedeutung. Im Bereich Bioethanol ist der wirtschaftliche Erfolg wesentlich durch die zukünftige Entwicklung der Absatzpreise bestimmt. Da sich die Preise für die verwendeten Rohstoffe Mais und Weizen unabhängig von den Ethanolpreisen entwickeln können, wird die Einschätzung der Ergebnisentwicklung bei Bioethanol zusätzlich erschwert. Aufgrund der sich nur langsam nach oben bewegenden EU-Verkaufspreise für Zucker und Isoglukose, der volatilen Preisentwicklung bei Bioethanol und der schwankenden Kosten durch die hohe Rohstoffpreisvolatilität sowie aufgrund der nach wie vor gegebenen Unsicherheiten in Bezug auf Ausmaß und Dauer aus der Coronavirus-Krise liegt die Gesamtrisikoposition des Konzerns deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Sie ist jedoch durch eine hohe bilanzielle Eigenkapitalausstattung gedeckt und die AGRANA-Gruppe kann durch die Diversifikation in drei Geschäftsbereiche risikoausgleichend agieren. Es bestehen nach wie vor keine bestandsgefährdenden Risiken für die AGRANA-Gruppe bzw. sind solche auch gegenwärtig nicht erkennbar.
Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften. Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der publizierten Abschlüsse.
Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP 1 -System. Sämtliche AGRANA-Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt.
Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt. Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen.# BERICHTERSTATTUNG GEMÄß § 243A ABS. 2 UGB
Lagebericht 2020/21
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Der Vorstand der AGRANA verantwortet die Einrichtung und Ausgestaltung eines Internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften. Das IKS, konzernweit geltende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie die Vorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sichern sowohl Einheitlichkeit der Rechnungslegung als auch die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Abschlüsse. Der überwiegende Anteil der Konzerngesellschaften verwendet SAP als führendes ERP ¹ -System. Sämtliche AGRANA- Gesellschaften übergeben die Werte der Einzelabschlüsse in das zentrale SAP-Konsolidierungsmodul. Es kann somit sichergestellt werden, dass das Berichtswesen auf einer einheitlichen Datenbasis beruht. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch das Konzernrechnungswesen. Es zeichnet für die Betreuung der Meldedatenübernahme der lokalen Gesellschaften, die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen und für die analytische Aufbereitung und Erstellung von Finanzberichten verantwortlich. Die Kontrolle und Abstimmung des internen und externen Berichtswesens werden monatlich durch das Controlling und Konzernrechnungswesen durchgeführt. Das wesentliche Steuerungsinstrument für das Management von AGRANA ist das konzernweit implementierte einheitliche Planungs- und Berichtssystem. Es umfasst eine Mittelfristplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren, eine Budgetplanung (für das folgende Geschäftsjahr), Monatsberichte inklusive eines eigenen Risikoberichtes sowie dreimal bis viermal jährlich eine Vorschaurechnung des laufenden Geschäftsjahres, in dem die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Im Falle von wesentlichen Änderungen der Planungsprämissen wird dieses System durch Ad-hoc-Planungen ergänzt. Die vom Controlling erstellte monatliche Finanzberichterstattung zeigt die Entwicklung aller Konzerngesellschaften. Der Inhalt dieses Berichtes ist konzernweit vereinheitlicht und umfasst neben detaillierten Verkaufsdaten, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung die daraus ableitbaren Kennzahlen und auch eine Analyse der wesentlichen Abweichungen. Teil dieses Monatsberichtes ist auch ein eigener Risikobericht, sowohl für jedes Segment als auch für die gesamte AGRANA- Gruppe, in dem unter Annahme von aktuellen Marktpreisen noch nicht fixierter Mengen bei wesentlichen Ergebnisfaktoren im Vergleich zu geplanten Preisen das Risikopotenzial für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr errechnet wird. Ein konzernweites Risikomanagementsystem, sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene, in dessen Rahmen alle für das Unternehmen relevanten Risikofelder wie regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen, Rohstoffbeschaffung, Wettbewerbs- und Marktrisiken und Finanzierung auf Chancen und Risiken analysiert werden, ermöglicht es dem Management, frühzeitig Veränderungen im Unternehmensumfeld zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Interne Revision überwacht sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe in der Gruppe im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien sowie auf Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollsysteme. Grundlage der Prüfungshandlungen ist ein vom Vorstand beschlossener jährlicher Revisionsplan auf Basis einer konzernweiten Risikobewertung. Auf Veranlassung des Managements werden Ad-hoc-Prüfungen durchgeführt, die auf aktuelle und zukünftige Risiken abzielen. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden regelmäßig an den AGRANA-Vorstand und an das verantwortliche Management sowie an den Aufsichtsrat (Prüfungsausschuss) berichtet. Die Umsetzung der von der Revision vorgeschlagenen Maßnahmen wird durch Folgekontrollen überprüft. Im Rahmen der Abschlussprüfung beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich das interne Kontrollsystem des Rechnungslegungsprozesses und der IT-Systeme. Die Ergebnisse der Prüfungshandlungen werden dem Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat berichtet.
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(Angaben gemäß § 243a Abs. 1 UGB)
Das Grundkapital der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft zum Stichtag 28. Februar 2021 betrug 113,5 Mio. € (29. Februar 2020: 113,5 Mio. €) und war in 62.488.976 (29. Februar 2020: 62.488.976) auf Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien mit Stimmrecht) geteilt. Weitere Aktiengattungen bestehen nicht. Die AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG (AZSF) mit Sitz in Wien hält als Mehrheitsaktionär direkt 78,34 % des Grundkapitals der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft. An der AZSF sind die Zucker-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (ZBG), Wien, mit 50 % abzüglich einer Aktie, die von der AGRANA Zucker GmbH, einer Tochter der AGRANA Beteiligungs- Aktiengesellschaft, gehalten wird, sowie die Südzucker AG (Südzucker), Mannheim|Deutschland, mit 50 % beteiligt. An der ZBG halten die „ALMARA“ Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH- WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die Marchfelder Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H., die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH und die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, jeweils Wien, Beteiligungen. Aufgrund eines zwischen der Südzucker und der ZBG abgeschlossenen Syndikatsvertrages sind die Stimmrechte der Syndikatspartner in der AZSF gebündelt und es bestehen u.a. Übertragungsbeschränkungen der Aktien und bestimmte Nominierungsrechte der Syndikatspartner für die Organe der AGRANA Beteiligungs- Aktiengesellschaft und der Südzucker. So ist Dipl.-Ing. Johann Marihart von der ZBG als Vorstandsmitglied der Südzucker AG und Dkfm. Thomas Kölbl seitens Südzucker als Vorstandsmitglied der AGRANA Beteiligungs- Aktiengesellschaft nominiert und bestellt. Der Vorstand war bis einschließlich 4. September 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 4.940.270,20 € durch Ausgabe von bis zu 679.796 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stammaktien der Gesellschaft gegen Bar- oder Sacheinlagen auch in mehreren Tranchen zu erhöhen und den Ausgabebetrag, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Vorstand verfügt damit seither über keine über die unmittelbaren gesetzlichen Regelungen hinausgehenden Befugnisse, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Es gibt keine Inhaber von Aktien, die über besondere Kontrollrechte verfügen. Mitarbeiter, die auch Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft sind, üben ihre Stimmrechte individuell aus. In den Verträgen betreffend Schuldscheindarlehen und Kreditlinien („Syndicated Loans“) sind Change of Control-Klauseln enthalten, die den Darlehensgebern ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen. Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich wesentlich ändern oder enden. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Organen oder Arbeitnehmern im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.
Lagebericht 2020/21
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AGRANA bekennt sich zu den Regelungen des ÖCGK. Im Geschäftsjahr 2020/21 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2020 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat sich in seinen Sitzungen am 27. November 2020 und 24. Februar 2021 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig der Erklärung über die Einhaltung des Kodex zugestimmt.# CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft bekennt sich zu den Regelungen des ÖCGK. Im Geschäftsjahr 2020/21 hat AGRANA den ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2020 zur Anwendung gebracht. Der Aufsichtsrat der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hat sich in seinen Sitzungen am 27. November 2020 und 24. Februar 2021 mit Fragen der Corporate Governance befasst und einstimmig der Erklärung über die Einhaltung des Kodex zugestimmt. Die Umsetzung und die Einhaltung der einzelnen Regeln des Kodex wurde im Geschäftsjahr 2020/21 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft evaluiert. Die Überprüfung erfolgte auf Basis des Fragebogens zur Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance (Fassung Jänner 2021 bzw. Jänner 2018). Der Bericht über die externe Evaluierung gemäß Regel 62 des ÖCGK ist unter www.agrana.com/ir/corporate-governance abrufbar.
Die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft hatte 2020/21 keine Zweigniederlassungen.
Nach dem Bilanzstichtag am 28. Februar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AGRANA hatten.
AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles und einer soliden Bilanzstruktur für die Zukunft gut aufgestellt. Trotz der weiterhin großen Herausforderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie wird für das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) gerechnet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten soll in Summe mit rund 91 Mio. € zwar über dem Wert von 2020/21, jedoch deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 121 Mio. € liegen. Aufgrund der andauernden COVID-19-Krise und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten ist die Prognose für das Gesamtjahr weiterhin von sehr hoher Unsicherheit geprägt.
Im Geschäftsjahr 2020/21 hat AGRANA intensiv an ihrer Klimastrategie, die im Einklang mit den Pariser Klimazielen sowie den regulatorischen Vorgaben auf nationaler Ebene und EU-Ebene steht, gearbeitet. Alle AGRANA-Geschäftssegmente entwickelten einen Etappenplan mit konkreten Dekarbonisierungszielen und -maßnahmen für ihre Produktionsaktivitäten (Scope 1+2), um bis 2040 bilanziell CO2-neutral zu sein. Im Geschäftsjahr 2021/22 wird ein Projekt zur Quantifizierung von indirekten Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) folgen, um auch für diesen Bereich relevante, ambitionierte Ziele setzen zu können. Über den Fortschritt in der Zielerreichung wird jährlich berichtet. Aus Sicht der Einzelgesellschaft, der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, wird für das kommende Geschäftsjahr 2021/22 mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem Ergebnis vor Steuern auf aktuellem Niveau gerechnet.
Wien, am 06. Mai 2021
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Johann Marihart
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Mag. Stephan Büttner
Dkfm. Thomas Kölbl
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer
Wien, am 06. Mai 2021
Der Vorstand:
Dipl.-Ing. Johann MARIHART
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz GATTERMAYER
Mag. Stephan BÜTTNER
Dkfm. Thomas KÖLBL
Dipl.-Ing. Dr. Norbert HARRINGER
Gemäß § 124 Abs. 1 Börsegesetz erklären die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder als gesetzliche Vertreter der AGRANA Beteiligungs-AG nach bestem Wissen,
Wien, am 6. Mai 2021
Der Vorstand der AGRANA Beteiligungs-AG
Dipl.-Ing. Johann Marihart
Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung
für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Kommunikation (inklusive Investor Relations), Datenverarbeitung/ Qualitätsmanagement, Compliance sowie Recht
Mag. Stephan Büttner
Vorstandsmitglied mit Verantwortung
für die Bereiche Finanzen, Controlling, Treasury, Personal sowie Organisation, Mergers & Acquisitions, Forschung und Entwicklung
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Fritz Gattermayer
Vorstandsmitglied mit Verantwortung
für die Bereiche Verkauf, Rohstoff- Einkauf & Logistik
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Harringer
Vorstandsmitglied mit Verantwortung
für den Bereich Produktionskoordination/Investitionen
Dkfm. Thomas Kölbl
Vorstandsmitglied mit Verantwortung
für den Bereich Interne Revision
Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 28. Februar 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.# PwC 1 Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 28. Februar 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- abschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 638.024.766 stellen einen wesentlichen Anteil an den Aktiva der Gesellschaft dar. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen kann in der Regel überwiegend, mangels Verfügbarkeit, nicht auf Basis von Marktpreisen erfolgen. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfordert somit Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen. Dazu zählen insbesondere geplante Zahlungsströme, zukünftige Marktgegebenheiten, Wachstumsraten und Kapitalkosten. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung haben. Aufgrund des beschriebenen Sachverhalts wurde die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an verbundene Unternehmen von uns als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt bei unserer Prüfung berücksichtigt.
Wir haben:
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind UGB-konform. Wir erachten die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen als vertretbar.
Vgl. Kapitel 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter 2.2. Anlagevermögen, Unterpunkt Finanzanlagen im Anhang zum Jahresabschluss.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben, keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.# Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss der [Company Name] [or appropriate identifier], der die Bilanz zum 29. Februar 2020, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die umfassenden Aufwendungen und Erträge, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und die Kapitalflussrechnung für das am 29. Februar 2020 endende Geschäftsjahr und einen zusammenfassenden Überblick über wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie sonstige erläuternde Angaben umfasst, geprüft.
Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 29. Februar 2020 und ihrer Ergebnisse für das am 29. Februar 2020 endende Geschäftsjahr. Er entspricht in allen wesentlichen Belangen den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung gemäß der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden „EU-VO“) und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA) erfordern, durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten im Rahmen dieser Vorschriften sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks näher erläutert.
Wir sind unabhängig von der Gesellschaft gemäß den europäischen und österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind davon überzeugt, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu bilden.
Wesentliche Prüfungssachverhalte sind die Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des laufenden Geschäftsjahres waren. Wir werden diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk nicht separat angeben, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen eine öffentliche Angabe aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Juli 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. August 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019/20, endend mit Stichtag 29. Februar 2020, Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 06. Mai 2021
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag.# Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
(FH) Werner Stockreiter Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Juli 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. August 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019/20, endend mit Stichtag 29. Februar 2020, Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Werner Stockreiter.
Wien, am 06. Mai 2021
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. (FH) Werner Stockreiter
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Mag. (FH) Werner Stockreiter
Wirtschaftsprüfer
190 | €
Das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis 28.# Vorschlag für die Gewinnverwendung der AGRANA Beteiligungs-AG nach UGB
Eigentümer, Herausgeber und Verleger
AGRANA Beteiligungs-AG
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
A-1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
Konzernkommunikation|Investor Relations
Mag. (FH) Hannes Haider
Telefon: +43-1-211 37-12905, Fax: -12926
E-Mail: [email protected]
Konzernkommunikation|Sustainability
Mag. Ulrike Middelhoff
Telefon: +43-1-211 37-12971, Fax: -12926
E-Mail: ulrike.middelhoff@agrana.com
Imagekonzept: The Gentlemen Creatives GmbH
Satz und Reinzeichnung: marchesani_kreativstudio GmbH
Der Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstandes der AGRANA Beteiligungs-AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der festen Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verhandlungen über Welthandelsabkommen, Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere die Entwicklung makroökonomischer Größen wie Wechselkurse, Inflation und Zinsen, EU-Zuckerpolitik, Konsumentenverhalten sowie staatliche Ernährungs- und Energiepolitik.
Die AGRANA Beteiligungs-AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung daür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Betreffend Aussagen im Prognosebericht gelten folgende schriliche und bildliche Wertaussagen:
| Wertaussage | Visualisierung | Wertmäßige Veränderung in Zahlen |
|---|---|---|
| Stabil | p | 0 % bis +1 % oder 0 % bis –1 % |
| Leicht | o oder a | Mehr als +1 % bis +5 % oder mehr als –1 % bis –5 % |
| Moderat | i oder s | Mehr als +5 % bis +10 % oder mehr als –5 % bis –10 % |
| Deutlich | ii oder ss | Mehr als +10 % bis +50 % oder mehr als –10 % bis –50 % |
| Sehr deutlich | iii oder sss | Mehr als +50 % oder mehr als –50 % |
B e zü gl ich De fi n i ti o ne n z u Fi n a n z k en n z a hl e n w i rd , s o f e r n d i e s e n i ch t i n ei n e r F u ß n o t e a n g e ü h r t s i n d , a u f d i e E r l ä u t e r u n g e n d e r S e i t e 2 0 4 i m G e s ch ä t sb e r i ch t 2 0 2 0 | 2 1 v e r w i e s e n .
P e r s o n e nb e z o g e n e B e gr i ff e w i e „ M i t a r be i t e r “ o d e r „ A r be i t n e hm e r “ w e rd e n a u s G r ü n d e n d e r L e sb a r k e i t g e s ch l e ch t s n e u t r a l v e r w e n d e t .
D u r ch d i e k a u fm ä n n i sch e R u n d u n g v o n E i n z e l p o s i ti o n e n u n d P r o z e n t a n g a be n i n d i e s e m B e r i ch t k a n n e s z u g e r i n g ü g i g e n R e ch e n d i f e r e n z e n k o mm e n .
D r u ck- u n d S a t z f e hl e r v o r b e h a lt e n .
D i e s e r G e s ch ä t sb e r i ch t i s t i n d e u t sc h e r u n d e n g l i sch e r V e r s i o n e r h ä lt l i ch .
Das Geschäftsjahr vom 1. März 2020 bis 28. Februar 2021 schließt mit einem Bilanzgewinn von 65.797.827 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Auf 62.488.976 Stück dividendenberechtigte Stammaktien Zahlung einer Dividende von 0,85 € pro Stammaktie (nennbetragslose Stückaktie), das sind 53.115.629,60 €.
Vortrag auf neue Rechnung 12.682.197,40 €.
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