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AEGON LTD. — Interim / Quarterly Report 2025
Aug 1, 2025
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Interim / Quarterly Report
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BAWAG P.S.K. HALBJAHRESFINANZBERICHT PER 30.06.2025

INHALT
| KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT | 3 |
|---|---|
| WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNG | 4 |
| ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE | 7 |
| GESCHÄFTSSEGMENTE | 11 |
| AUSBLICK UND ZIELE | 17 |
| RISIKOMANAGEMENT | 18 |
| KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS | 20 |
| KONZERNRECHNUNG | 21 |
| ANHANG (NOTES) | 27 |
| RISIKOBERICHT | 62 |
| ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER | 82 |
| DEFINITIONEN | 83 |
| GLOSSAR | 86 |
Disclaimer:
Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.
Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.
Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.
Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.
Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.
Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNG
MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN
Verfasst von Prof. Dr. Ewald Nowotny, ehemaliger Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der BAWAG und aktueller Berater des Aufsichtsrats der BAWAG Group
Markttrends
Internationale Perspektiven
Die Wachstumserwartungen für 2025 sind für die zwei wichtigsten Staaten der Weltwirtschaft gedämpft (USA: 1,6%, China 4,7%). Die Inflationsrate in den USA wird mit 3,9% erwartet, für China sind bereits Tendenzen einer Deflation, also einem sinkenden Preisniveau, zu beobachten. Vor allem aber ist die internationale Wirtschaftsentwicklung derzeit von einem hohen Grad an Unsicherheit geprägt. Die derzeitige US-Regierung implementiert protektionistische Maßnahmen, wie dem Aufbau hoher Zölle, die das internationale Handelsumfeld beeinflussen.
Neben der wirtschaftlichen Unsicherheit bestehen auch eine Vielzahl politischer Krisenherde, insbesondere in Bezug auf die Ukraine und den Nahen Osten.
Auch bei Weiterbestehen der wirtschaftlichen Dominanz der USA hat sich als Folge der jüngsten politischen Maßnahmen der Regierung in den vergangenen Monaten eine allmähliche Abschwächung des US-Dollars ergeben. So hat seit Jahresbeginn der US-Dollar gegenüber dem Euro um rund 10 % verloren. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die Erwartung, das derzeit schon gewaltige Budgetdefizit der USA (2024: 6%) werde durch neue Budgetbeschlüsse noch weiter zunehmen, zum anderen die Bedenken, der US-Dollar werde verstärkt in internationalen politischen Zusammenhängen herangezogen. Infolgedessen haben einige ausländische Zentralbanken ihre Bestände an US-Staatsanleihen an ihren Währungsreserven reduziert. Mangels überzeugender Alternativen wird der US-Dollar auf absehbare Zeit weiterhin als "sicherer Hafen" die wichtigste Veranlagungswährung bleiben. Die relative Bedeutung ist aber zurückgegangen, während Veranlagungen in Gold und bestimmten anderen
Währungen zugenommen haben. Kryptowährungen werden von Notenbanken aus ökonomischer Sicht nicht als Anlagemöglichkeit betrachtet.
Die zweitwichtigste Veranlagungswährung für Währungsreserven ist der Euro (20%), und es ist zu bemerken, dass etwa 40% des Welthandels in Euro abgewickelt wird, ein Spiegelbild der Offenheit und Integration der europäischen Wirtschaft.
EU und Euro-Raum
Für den Euro-Raum wird für 2025 ein Wirtschaftswachstum von 0,9% erwartet, für 2026 von 1,2%. Die Inflation soll deutlich zurückgehen, wobei das Inflationsziel der EZB von 2% Ende 2025 erreicht werden sollte. Während EU-Staaten im Süden und Norden Europas bereits für 2025 deutliche Wachstumsdynamiken zeigen (z.B. Spanien, ebenso wie Dänemark jeweils 2,6%), bleiben wichtige Märkte wie Deutschland und Österreich in Bezug auf Wirtschaftswachstum noch zurück (siehe Tabelle). Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, hat kürzlich die Verschuldungsbegrenzung weitgehend aufgehoben und einen Sonderhaushalt von 500 Mrd. € zur Finanzierung von Ausgaben im Bereich der Infrastruktur und der Klimapolitik geschaffen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, zur allmählichen Verbesserung der Wirtschaft in Deutschland als auch den Nachbarstaaten, wie Österreich, beizutragen.
Der Rückgang der Inflation im Euroraum ermöglichte der EZB im Juni eine weitere - nunmehr achte - Zinssenkungsrunde. Der Einlagenzinssatz wurde auf 2% festgelegt. Die weitere Entwicklung der Zinssätze wird von der wirtschaftlichen Dynamik abhängen, wobei aktuelle Signale lediglich auf limitierte weitere Zinssenkungen bis Jahresende hindeuten.
Ausblick
Inmitten anhaltender globaler wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten bleiben die Vereinigten Staaten die führende Macht, doch Europa konzentriert sich zunehmend darauf, seine eigene Resilienz zu stärken – insbesondere durch eine vertiefte Integration und einen robusten gemeinsamen Markt.
Im militärischen Bereich wird es in Europa zu einer Erhöhung der Militärausgaben kommen, die zu erhöhten budgetären und innenpolitischen Belastungen führen könnten. Eine koordinierte Investitionsstrategie könnte jedoch sowohl der Sicherheit als auch der Zivilindustrie zugutekommen. Im wirtschaftspolitischen Bereich wird es darum gehen, den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt auszubauen und Initiativen wie die Europäische Kapitalmarktunion voranzutreiben.
Es ist den Notenbanken in den USA und im Euro-Raum bislang gelungen, nach Zeiten hoher Inflationsraten eine Stagflation zu verhindern. Sie müssen jedoch auch langfristig die Stabilität sichern. Die Zeiten extrem niedriger Zinsen sind vorbei; es wird erwartet, dass sich die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren.
Für Europa ist für die nächsten Jahre ein langsamer und relativ schwacher Wirtschaftsaufschwung zu erwarten – wobei erhebliche Unsicherheiten bestehen. Politische Veränderungen in Deutschland könnten diese Erholung unterstützen, während Wahlen in anderen Ländern, wie etwa in Frankreich, die allgemeine Stabilität beeinflussen könnten.
In Österreich erholt sich die Wirtschaft nach Jahren der Rezession allmählich. Um diesen Aufschwung zu sichern, muss das Land die Inflation an den Durchschnitt der Länder in der Eurozone angleichen und das Haushaltsdefizit verringern, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen. Der österreichische Bankensektor, der durch seine Stabilität geprägt ist, wird eine zentrale Rolle bei der Unterstützung des wirtschaftlichen Fortschritts spielen.
Makroökonomische Daten in unseren Kernmärkten 2025
| in % | Österreich | Deutschland | Niederlande | Euro-Raum | USA |
|---|---|---|---|---|---|
| BIP-Wachstumsrate | — | 0,2 | 0,9 | 0,9 | 1,6 |
| Inflationsrate | 2,9 | 2,3 | 3,6 | 2,0 | 3,9 |
| Arbeitslosenquote | 5,4 | 3,6 | 3,9 | 6,3 | 4,1 |
| Ausblick für 2026 | |||||
| BIP-Wachstumsrate | 1,2 | 1,2 | 1,1 | 1,2 | 1,5 |
| Inflation | 2,2 | 2,1 | 2,5 | 1,8 | 2,8 |
Datenquellen: OECD, Wifo
REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre direkte Aufsicht über die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone, einschließlich der BAWAG Group, im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) fort. Die Aufsichtsprioritäten des SSM für die Jahre 2025–2027 spiegeln die mittelfristige Strategie der EZB-Bankenaufsicht wider und setzen sich aus der Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen unmittelbare makroökonomische Bedrohungen und geopolitische Schocks, der effektiven und zeitnahen Behebung von anhaltenden wesentlichen Mängeln und der Stärkung von Digitalisierungsstrategien und neu auftretenden Herausforderungen, die sich aus dem Einsatz neuer Technologien ergeben, zusammen.
Ein bedeutender regulatorischer Meilenstein wurde mit der vollständigen Umsetzung der finalen Basel III Reformen – allgemein als Basel IV bezeichnet – in EU Recht erreicht. Die Kapitaladäquanzverordnung (CRR III) und die Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD VI), die am 19. Juni 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, tragen am 1. Jänner 2025 in Kraft. Übergangsregeln erstrecken sich über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Der überarbeitete Rahmen bringt Änderungen bei der Berechnung der risikogewichteten Aktiva und der Kapitalanforderungen mit sich, darunter:
- à Einführung eines Output-Floors, der die Kapitalvorteile von Risikomodellen begrenzt
- à Aktualisierung des Standardansatzes für das Kreditrisiko
- à Änderungen des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRB) für das Kreditrisiko
- à Ein neuer Rahmen für das operationelle Risiko
- à Änderungen des Marktrisikorahmens und der Berechnung von Kreditbewertungsanpassungen (CVA)
BAWAG hat 90% des Geschäfts im Standardansatz, wodurch es keinen RWA-Auftrieb durch den Basel IV-Output-Floor (20Pkt. Puffer) gibt.
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) wird weiterhin eine zentrale Rolle bei der Entwicklung technischer Standards und Leitlinien spielen, um eine einheitliche Umsetzung in der gesamten Europäischen Union zu gewährleisten.
Wir werden die anstehenden regulatorischen Änderungen weiterhin proaktiv und regelmäßig beobachten und in unseren Geschäftsplänen entsprechend berücksichtigen. Die BAWAG Group sieht sich aufgrund ihrer starken Kapitalposition und ihres profitablen Geschäftsmodells gut auf die kommenden Anforderungen vorbereitet.
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 876,6 | 618,2 | 258,4 | 41,8 |
| Provisionsüberschuss | 178,8 | 151,2 | 27,6 | 18,2 |
| Operative Kernerträge | 1.055,4 | 769,4 | 286,0 | 37,2 |
| Sonstige Erträge1 | 3,5 | -3,7 | 7,2 | — |
| Operative Erträge | 1.058,9 | 765,7 | 293,2 | 38,3 |
| Operative Aufwendungen2 | -385,7 | -239,9 | -145,8 | -60,8 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 673,2 | 525,8 | 147,4 | 28,0 |
| Regulatorische Aufwendungen | -19,5 | -7,6 | -11,9 | <-100 |
| Operatives Ergebnis | 653,7 | 518,2 | 135,5 | 26,2 |
| Risikokosten | -110,0 | -57,8 | -52,2 | -90,4 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 1,7 | 1,5 | 0,2 | 13,5 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 545,4 | 461,9 | 83,5 | 18,1 |
| Steuern vom Einkommen | -138,8 | -114,7 | -24,1 | -21,0 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 406,6 | 347,2 | 59,4 | 17,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | — | — | — | — |
| Nettogewinn | 406,6 | 347,2 | 59,4 | 17,1 |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
2 Gemäß IFRS umfasst die Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 15,8 Mio. € für das Halbjahr 2025 (Halbjahr 2024: 5,3 Mio. €). Die Position "Operative Aufwendungen" enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 3,6 Mio. € für das Halbjahr 2025 (Halbjahr 2024: 2,3 Mio. €). Das Management der BAWAG betrachtet
regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im konsolidierten Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
BAWAG hat seit 2024 zwei strategische Akquisitionen abgeschlossen: Knab in den Niederlanden, abgeschlossen im November 2024, und Barclays Consumer Bank Europe, abgeschlossen am 1. Februar 2025. Infolge dessen beinhalten die Finanzzahlen für 2025 den vollständigen Beitrag von Knab und fünf Monate von Barclays Consumer Bank Europe.
Der Nettogewinn erhöhte sich im ersten Halbjahr 2025 um 17,1% bzw. 59,4 Mio. € auf 406,6 Mio. €. Die zugrunde liegende Entwicklung des operativen Geschäfts blieb im ersten Halbjahr 2025 anhaltend stark mit einem Ergebnis vor Risikokosten in Höhe von 673,2 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 28,0% im Vergleich zum Vorjahr.
Der Nettozinsertrag stieg im ersten Halbjahr 2025, getrieben durch unsere Akquisitionen, um 258,4 Mio. € bzw. 41,8% auf 876,6 Mio. €.
Der Provisionsüberschuss stieg aufgrund der Zukäufe und dem anhaltend positiven Trend über die Bereiche im Retailsegment hinweg um 18,2% auf 178,8 Mio. € im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 an.
Die sonstigen Erträge bestehend aus Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten und sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen betrugen 3,5 Mio. € im Vergleich zu -3,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2024.
Die operativen Aufwendungen stiegen um 60,8% auf 385,7 Mio. € an und spiegeln die Erweiterung der BAWAG als Gesamtgruppe wider.
Die regulatorischen Aufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2025 19,5 Mio. € im Vergleich zu 7,6 Mio. € im ersten Halbjahr 2024. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die erhöhte Bankenabgabe in Österreich zurückzuführen.
Die gesamten Risikokosten betrugen im ersten Halbjahr 2025 110,0 Mio. €, was einem Anstieg von 52,2 Mio. € oder 90,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies steht im Zusammenhang mit den Akquisitionen, während die zugrunde liegende Vermögensqualität des Geschäfts stark blieb, mit einer NPL-Quote von 0,7%. Zum Halbjahr verfügte die BAWAG über Vorsorgen für erwartete Kreditverluste (ECL) in Höhe von insgesamt 160 Mio. € für das performing Kreditportfolio und 326 Mio. € für das non-performing Kreditportfolio was 54% der Wertberichtigungsdeckungsquote entspricht (nähere Details siehe Note 22, Impairments im Risikobericht).
Aktiva
| in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 14.633 | 17.358 | -15,7 | 11.748 | 24,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Handelsbestand | 370 | 317 | 16,7 | 61 | >100 |
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 573 | 624 | -8,2 | 659 | -13,1 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | 1.608 | 1.895 | -15,1 | 2.749 | -41,5 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 53.180 | 48.894 | 8,8 | 36.582 | 45,4 |
| Kunden | 48.766 | 44.984 | 8,4 | 32.366 | 50,7 |
| Schuldtitel | 4.034 | 3.081 | 30,9 | 3.555 | 13,5 |
| Kreditinstitute | 380 | 829 | -54,2 | 661 | -42,5 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -371 | -218 | 70,2 | -451 | -17,7 |
| Sicherungsderivate | 367 | 331 | 10,9 | 80 | >100 |
| Sachanlagen | 452 | 295 | 53,2 | 306 | 47,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 264 | 259 | 1,9 | 253 | 4,3 |
| Steueransprüche | 127 | 135 | -5,9 | 37 | >100 |
| Sonstige Vermögenswerte | 388 | 374 | 3,7 | 222 | 74,8 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 5 | 5 | — | 495 | -99,0 |
| Bilanzsumme | 71.596 | 70.269 | 1,9 | 52.741 | 35,8 |
Die Barreserve sank 2025 im Vergleich zum Jahresende 2024 um 15,7% auf 14,6 Mrd. € und spiegelt 20% der Gesamtbilanz wider.
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte verringerten sich um 15,1%.
Die Position zu fortgeführten Anschaffungskosten verzeichnete durch den Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe im Vergleich zum Jahresende 2024 einen Anstieg von 4,3 Mrd. € bzw. 8,8% und betrug zum 30. Juni 2025 53,2 Mrd. €.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sanken im Vergleich zu Juni 2024 aufgrund des Verkaufs der start:bausparkasse AG, Deutschland, im Juli 2024.
Passiva
| in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 67.558 | 66.143 | 2,1 | 49.260 | 37,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 54 | 100 | -46,0 | 102 | -47,1 |
| Handelsbestand | 659 | 454 | 45,2 | 435 | 51,5 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 65.620 | 64.155 | 2,3 | 47.335 | 38,6 |
| Kunden | 46.942 | 45.731 | 2,6 | 32.297 | 45,3 |
| Eigene Emissionen | 17.700 | 17.176 | 3,1 | 14.196 | 24,7 |
| Kreditinstitute | 978 | 1.248 | -21,6 | 842 | 16,2 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -204 | -220 | -7,3 | -479 | -57,4 |
| Sicherungsderivate | 93 | 291 | -68,0 | 231 | -59,7 |
| Rückstellungen | 279 | 285 | -2,1 | 249 | 12,0 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 100 | 51 | 96,1 | 9 | >100 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 99 | 75 | 32,0 | 95 | 4,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 858 | 952 | -9,9 | 847 | 1,3 |
| Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerunggehalten werden | — | — | — | 436 | -100,0 |
| Gesamtkapital | 4.038 | 4.126 | -2,1 | 3.481 | 16,0 |
| Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmenszurechenbar ist | 3.362 | 3.411 | -1,4 | 3.010 | 11,7 |
| AT1-Kapital | 670 | 715 | -6,3 | 471 | 42,3 |
| Nicht beherrschende Anteile | 6 | — | — | — | — |
| Passiva | 71.596 | 70.269 | 1,9 | 52.741 | 35,8 |
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten stiegen zum 30. Juni 2025 im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 1,5 Mrd. € bzw. 2,3% auf 65,6 Mrd. €. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 1,2 Mrd. € bzw. 2,6% auf 46,9 Mrd. € im Juni 2025. Die emittierten Wertpapiere stiegen um 0,5 Mrd. € bzw. 3,1% an.
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden, enthielten im Juni 2024 die Verbindlichkeiten der start:bausparkasse AG, Deutschland.
Das Gesamtkapital inklusive des Additional-Tier-1-Kapitals betrug zum 30. Juni 2025 4,0 Mrd. €. Im April 2025 wurde die Dividende für 2024 in Höhe von 500 Mio. € an die BAWAG Group ausbezahlt.
KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSPOSITION
Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar. Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Zum 30. Juni 2025 lagen die Kapitalquoten (inklusive Zwischengewinn, Dividenden und Aktienrückkauf) auf Ebene der BAWAG Group bei 13,5% (CET1), 16,2% (Tier 1) bzw. 19,9% (Gesamtkapital).
Verwendung von Kapital
BAWAG hat mit 1. Februar 2025 die Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg übernommen und somit die zweite strategische Akquisitionen abgeschlossen. Mit dieser Übernahme erweitert die BAWAG Group ihre Präsenz in der DACH/NL-Region und positioniert sich für zukünftiges Wachstum in einem der Kernmärkte der Bank.
Es wird erwartet, dass diese Transaktion gemeinsam mit der im November 2024 erworbenen Knab bis 2027 einen Gewinn vor Steuern von mehr als 350 Mio. € beitragen werden.
Entwicklungen in anderen Arten der Finanzierung
Eine zentrale Rolle im Rahmen unserer Tätigkeit spielt die Transformation von Einlagen und anderen Formen der Refinanzierung in Darlehen. Kundeneinlagen bilden nach wie vor einen Grundpfeiler unserer Refinanzierungsstrategie. Per 30. Juni 2025 wurden ca. 96% unserer Kundenforderungen über Kundeneinlagen refinanziert. Dies wird ergänzt durch verschiedene Formen der Refinanzierung über den Kapitalmarkt.
Die BAWAG P.S.K war ein aktiver Emittent am Kapitalmarkt. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden eine Senior-Preferred-Anleihe in Höhe von 500 Mio. € erfolgreich platziert. Darüber hinaus emittierte die BAWAG Group eine Tier 2 Anleihe in Höhe von 250 Mio. € die auf BAWAG P.S.K. Ebene anrechenbar ist.
Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten
Im Februar 2025 erhielt die BAWAG P.S.K. die neue MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board ("SRB"). Die Entscheidung basiert auf einer Single-Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Die MREL-Anforderung (inkl. Combined-Buffer-Erfordernis) wurde darin auf 27,1% der RWA auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt und ist seit Februar 2025 zu erfüllen. Die derzeitige MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis. Zusätzlich zur MREL-Anforderung als Prozentsatz von RWA beinhaltet die SRB-Entscheidung auch eine Anforderung als Prozentsatz der LRE (Leverage Ratio Exposure). Dieses wurde auf 5,9% auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt, anwendbar seit 1. Jänner 2022.
Per 30. Juni 2025 verfügte die BAWAG P.S.K. Gruppe über MREL-fähige Instrumente von 32,1% der RWA und 10,0% der LRE. Damit erfüllte die BAWAG die finalen Anforderungen auf Basis der RWA und der LRE.
Liquiditätsmanagement
Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei und übertrifft damit deutlich die regulatorischen LCR-Anforderung von 100%.
Credit Rating
Am 21. Mai 2025 bestätigte Moody's Ratings (Moody's) das langfristige Einlagen-, Emittenten- und Senior Unsecured Rating der BAWAG P.S.K. AG von A1 und änderte den Ausblick von stabil auf positiv.
GESCHÄFTSSEGMENTE
Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftssegmente der BAWAG Group. Weitere Details dazu finden Sie im Kapitel "Segmentberichterstattung" im Angang (Notes).
RETAIL & SME
Geschäftsverlauf
Ausblick
Im ersten Halbjahr 2025 erwirtschaftete das Segment Retail & SME einen Jahresüberschuss vor Steuern von 442 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 34,2%; die Cost/ Income Ratio lag bei 38,6%. Die starke Entwicklung spiegelt primär die Akquisitionen wider: Knab, die am 1. November 2024 abgeschlossen wurde, sowie die Barclays Consumer Bank Europe, abgeschlossen am 1. Februar 2025. Die Qualität unserer Vermögenswerte blieb stark, wobei die NPL-Quote auf 1,1% zurückgegangen ist.
Unsere Teams setzten unsere Strategie der Vereinfachung unseres Geschäfts weiter um, um sich an verändertes Kundenverhalten anzupassen und unsere Betriebsabläufe effizienter zu gestalten. Wir konzentrierten uns auf die Beibehaltung disziplinierter Preisgestaltung und risikoadjustierter Renditen und erfüllten gleichzeitig weiterhin unser Versprechen, einfache, transparente und zuverlässige Finanzprodukte anzubieten.
Unsere Übernahmen von Barclays Consumer Bank Europe und Knab sind ein wichtiger Schritt in unserer strategischen Expansion. Diese Übernahmen stärken unsere Position in wichtigen europäischen Märkten und erweitern unser Produktangebot und unseren Kundenstamm. Barclays Consumer Bank Europe erweitert das Angebot der BAWAG im deutschen Retail- und KMU-Banking-Bereich mit einer starken Verbraucherkreditplattform, die sich auf Kreditkarten, Privatkredite und Sparprodukte für einen großen und vielfältigen Kundenstamm konzentriert, während Knab unseren digitalen Retail- und KMU-Kundenstamm und unsere Präsenz mit einem starken Angebot im Segment der Selbstständigen in den Niederlanden erweitert.
Mit Blick auf die Zukunft konzentrieren wir uns weiterhin auf die Umsetzung unserer langfristigen Strategie und bieten unseren über 4 Mio. Kunden die besten Produkte und Dienstleistungen auf die effizienteste und einfachste Weise an. Wir werden unsere Position durch erweiterte Kooperationen und M&A-Aktivitäten stärken, sowohl innerhalb als auch außerhalb der DACH/NL-Region. Während wir in unseren Kernmärkten weiter expandieren, werden wir den Schwerpunkt auf lokale Vertriebskanäle legen, während wir die Größe der Gruppe für die Skalierung von TechOps und der zentralen Funktionen nutzen.
Unser vereinfachtes Betriebsmodell und unser Fokus auf Effizienz verschaffen uns einen wettbewerbsfähigen Kostenvorteil, der es uns ermöglicht, in Märkten mit niedrigem Risiko, aber starker Konkurrenz erfolgreich zu sein. Trotz der Herausforderungen im breiteren Marktumfeld bleiben wir der Bereitstellung zuverlässiger Finanzlösungen für unsere Kunden verpflichtet.
Finanzergebnisse
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 733,5 | 457,7 | 60,3 |
| Provisionsüberschuss | 164,9 | 136,5 | 20,8 |
| Operative Kernerträge | 898,4 | 594,1 | 51,2 |
| Sonstige Erträge1 | 2,1 | 1,5 | 40,0 |
| Operative Erträge | 900,5 | 595,6 | 51,2 |
| Operative Aufwendungen | -347,4 | -190,9 | -82,0 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 553,1 | 404,7 | 36,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -10,2 | -4,3 | <-100 |
| Risikokosten | -100,9 | -50,8 | -98,6 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 442,0 | 349,6 | 26,4 |
| Steuern vom Einkommen | -110,5 | -87,5 | -26,3 |
| Nettogewinn | 331,5 | 262,2 | 26,4 |
Kennzahlen
| Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | |
|---|---|---|---|
| Return on Tangible Common Equity2 | 34,2% | 34,8% | -0,6 |
| Nettozinsmarge | 3,95% | 4,18% | -0,23 |
| Cost/Income Ratio | 38,6% | 32,1% | 6,5 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,54% | 0,46% | 0,08 |
| NPL Ratio | 1,1% | 1,9% | -0,8 |
Geschäftsvolumina
| in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinstragende Aktiva | 38.032 | 34.106 | 11,5 | 21.836 | 74,2 |
| Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) | 37.127 | 23.848 | 55,7 | 21.892 | 69,6 |
| Risikogewichtete Aktiva | 15.448 | 12.424 | 24,3 | 9.510 | 62,4 |
| Eigene Emissionen | 11.974 | 12.096 | -1,0 | 9.812 | 22,0 |
| Kundeneinlagen | 43.672 | 40.222 | 8,6 | 27.399 | 59,4 |
| Kundeneinlagen (Durchschnitt) | 42.492 | 28.629 | 48,4 | 26.585 | 59,8 |
| Kundenrefinanzierung | 55.756 | 52.448 | 6,3 | 37.356 | 49,3 |
| Kundenrefinanzierung (Durchschnitt) | 55.500 | 39.885 | 39,2 | 37.484 | 48,1 |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen.
2 Alle Angaben zu Eigenkapital, Kapital, Quoten und aktienrelevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2025 reflektieren den Abzug der Dividende und des Aktienrückkaufs.
CORPORATES, REAL ESTATE AND PUBLIC SECTOR.
Geschäftsverlauf
Das Segment Corporates, Real Estate & Public Sector erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2025 einen Jahresüberschuss vor Steuern von 98 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 28,2% bei einer Cost/Income-Ratio von 24,0%. Die Kernerträge sanken um 7,5% im ersten Halbjahr 2025, wobei der Schwerpunkt auf risikoadäquaten Erträgen lag. Die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva lagen bei 13,7 Mrd. €, was einem Wachstum von 1,8% im Vergleich zum Gesamtjahr 2024 entspricht.
Das überhitzte Kreditumfeld besteht weiterhin, und wir haben auch in der ersten Hälfte des Jahres 2025 Geduld und Disziplin bewahrt.
Ausblick
Wir sind im ersten Halbjahr 2025 geduldig geblieben und legten den Fokus nicht auf bloßes Volumenswachstum. Für die zweite Jahreshälfte sehen wir eine solide Pipeline vielfältiger Möglichkeiten. Der Wettbewerb um defensive Transaktionen von hoher Qualität bleibt jedoch unverändert hoch. Wir werden weiterhin diszipliniert und konservativ bei der Kreditvergabe bleiben und auf risikoadäquate Erträge achten, anstatt Geschäft für das Volumenwachstum zu machen.
Finanzergebnisse
Ertragszahlen
| in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 129,5 | 139,5 | -7,2 |
| Provisionsüberschuss | 14,5 | 16,1 | -9,9 |
| Operative Kernerträge | 144,0 | 155,6 | -7,5 |
| Sonstige Erträge1 | 1,6 | -0,9 | — |
| Operative Erträge | 145,6 | 154,7 | -5,9 |
| Operative Aufwendungen | -34,9 | -39,4 | 11,4 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 110,7 | 115,2 | -3,9 |
| Regulatorische Aufwendungen | -4,6 | -1,8 | <-100 |
| Risikokosten | -8,2 | -7,1 | -15,5 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 97,9 | 106,3 | -7,9 |
| Steuern vom Einkommen | -24,5 | -26,5 | 7,5 |
| Nettogewinn | 73,4 | 79,8 | -8,0 |
Kennzahlen
| Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | |
|---|---|---|---|
| Return on Tangible Common Equity2 | 28,2% | 23,0% | 5,2 |
| Nettozinsmarge | 1,89% | 2,04% | -0,15 |
| Cost/Income Ratio | 24,0% | 25,5% | -1,5 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,12% | 0,10% | 0,02 |
| NPL Ratio | 0,1% | 0,8% | -0,7 |
Geschäftsvolumina
| in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinstragende Aktiva | 13.331 | 13.339 | -0,1 | 13.234 | 0,7 |
| Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) | 13.702 | 13.464 | 1,8 | 13.656 | 0,3 |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.881 | 4.935 | -1,1 | 5.054 | -3,4 |
| Eigene Emissionen | 1.321 | 1.331 | -0,8 | 1.289 | 2,5 |
| Kundeneinlagen | 4.082 | 6.557 | -37,7 | 5.979 | -31,7 |
| Kundeneinlagen (Durchschnitt) | 5.414 | 6.397 | -15,4 | 6.444 | -16,0 |
| Kundenrefinanzierung | 6.139 | 8.669 | -29,2 | 8.053 | -23,8 |
| Kundenrefinanzierung (Durchschnitt) | 7.459 | 8.369 | -10,9 | 8.330 | -10,5 |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
2 Alle Angaben zu Eigenkapital, Kapital, Quoten und aktienrelevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2025 reflektieren den Abzug der Dividende und des Aktienrückkaufs.
CORPORATE CENTER AND TREASURY
Geschäftsverlauf
Mit 30. Juni 2025 belief sich das Investmentportfolio auf 3,9 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 14,2 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug 2,8 Jahre und umfasste rund 100% Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 83% in der Kategorie A oder höher geratet waren. Zum Juni 2025 hatte das Portfolio kein direktes Engagement in China, Russland, der Ukraine oder dem Nahen Osten und ein begrenztes Engagement in den Ländern Mittel und Osteuropas.
Ausblick
Treasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Der Weg der Zentralbanken wird im Hinblick auf die Lockerung der Geldpolitik und die wirtschaftliche und fiskalische Entwicklung in den europäischen Kernländern ein Kernthema der Finanzmärkte sein. Wir sind bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.
Finanzergebnisse
Ertragszahlen
| in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 40,4 | 35,4 | 14,1 |
| Provisionsüberschuss | -0,1 | -1,0 | -90,0 |
| Operative Kernerträge | 40,3 | 34,5 | 16,8 |
| Sonstige Erträge1 | -0,7 | -10,9 | -93,6 |
| Operative Erträge | 39,6 | 23,6 | 67,8 |
| Operative Aufwendungen | -22,0 | -23,3 | 5,6 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 17,6 | 0,4 | >100 |
| Regulatorische Aufwendungen | -5,2 | -1,9 | <-100 |
| Risikokosten | -2,1 | 0,1 | — |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 12,0 | 0,0 | — |
| Steuern vom Einkommen | -5,7 | -0,3 | >100 |
| Nettogewinn | 6,3 | -0,1 | — |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
Geschäftsvolumina
| in Mio € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 21.397 | 23.896 | -10,5 | 18.563 | 15,3 |
| Risikogewichtete Aktiva | 3.022 | 3.269 | -7,6 | 3.431 | -11,9 |
| Eigenkapital | 3.812 | 4.302 | -11,4 | 3.447 | -2,7 |
| Eigene Emissionen und sonstige Verbindlichkeiten | 4.693 | 5.921 | -20,7 | 4.777 | 9,0 |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
AUSBLICK UND ZIELE
Die erste Hälfe 2025 war von stagnierender Wirtschaft, nachlassender aber nicht beendeter Inflation, einer lockeren Geldpolitik der EZB, internationalen Handelskonflikten und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen geprägt, deren Wirkung aber noch aussteht.
Unser Schwerpunkt auf dem Kostenmanagement und der Beibehaltung einer konservativen und disziplinierten Risikobereitschaft ist wichtiger denn je. Die Chance liegt darin, unsere Kostendisziplin beizubehalten und uns auf risikobereinigte Erträge zu konzentrieren, während wir die Vorteile eines normalisierten Zinsumfelds nutzen. Die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts liegt in unserer Fähigkeit, über alle Zyklen hinweg Ergebnisse zu erzielen, denn wir sind für alle Zyklen gerüstet. Unser Ansatz ist einheitlich: Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir kontrollieren können, sind ein disziplinierter kommerzieller Kreditgeber, behalten eine konservative Risikobereitschaft bei und verfolgen nur nachhaltiges und profitables Wachstum.
Unser Ausblick bzw. unsere Ziele auf Ebene der BAWAG Group bleiben unverändert und sind wie folgt:
| Ausblick | 0 | ||
|---|---|---|---|
| Finanzziele | 220275 | 2025 | 2024 |
| Ergebnis nachSteuern | >1 Mrd. € | >800 Mio. € | |
| Ertrag pro Aktie | >13,0 € | >10,0 € | 9,6 € |
| Ertragsziele | 2025 & darauf folgend | 2024 | |
| Return onTangible CommonEquity | >20% | 26,0% |
Wir werden weiterhin an unserer risikoarmen Strategie festhalten, die sich auf die DACH/NL-Region, Westeuropa und die Vereinigten Staaten konzentriert, und unseren Kunden einfache, unkomplizierte und verlässliche Finanzprodukte und -dienstleistungen anbieten, die deren Bedürfnissen entsprechen.
RISIKOMANAGEMENT
Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG sowie der Ziele und Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes). Die Richtlinien zu unseren Anlagestandards im Lichte der ESG finden Sie auf unserer Website h t tp s: / /www.bawagg roup.com /BAWAGGROUP /IR /DE /ESG.
- Juli 2025
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Enver Siručić Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Guido Jestädt Mitglied des Vorstands
KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS
KONZERNRECHNUNG
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in Mio. € | [Notes] | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024angepasst |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | 1.874,2 | 1.470,2 | |
| davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt | 1.441,2 | 1.168,5 | |
| Zinsaufwendungen | -1.001,5 | -855,8 | |
| davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt | -449,4 | -359,4 | |
| Dividendenerträge | 3,9 | 3,8 | |
| Nettozinsertrag | 876,6 | 618,2 | |
| Provisionserträge | 264,2 | 204,1 | |
| Provisionsaufwendungen | -85,4 | -52,9 | |
| Provisionsüberschuss | [1] | 178,8 | 151,2 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | [2] | 0,7 | -12,8 |
| davon Gewinne aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführtenAnschaffungskosten bewertet werden | 0,1 | 1,1 | |
| davon Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführtenAnschaffungskosten bewertet werden | -0,2 | — | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 43,7 | 42,4 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -56,8 | -38,6 | |
| Operative Aufwendungen | [3] | -389,3 | -242,2 |
| davon Verwaltungsaufwand | -357,0 | -212,8 | |
| davon planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -32,3 | -29,4 | |
| Risikokosten | [4] | -110,0 | -57,8 |
| davon gemäß IFRS 9 | -101,3 | -48,6 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1,7 | 1,5 | |
| Periodengewinn vor Steuern | 545,4 | 461,9 | |
| Steuern vom Einkommen | -138,8 | -114,7 | |
| Periodengewinn nach Steuern | 406,6 | 347,2 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | — | — | |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 406,6 | 347,2 |
SONSTIGES ERGEBNIS
| [Notes]in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024restated |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 406,6 | 347,2 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen | 4,4 | 3,6 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewertetenAktien und anderen Eigenkapitalinstrumenten | 0,3 | -1,1 |
| Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten | — | -1,8 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen,die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 3,4 | — |
| Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werden können | -1,6 | -0,1 |
| Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | 6,5 | 0,6 |
| Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | ||
| Währungsumrechnung | -13,0 | 0,6 |
| Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe | 22,9 | -3,3 |
| Cashflow-Hedge-Rücklage | 69,1 | -19,8 |
| davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert1 | 2,0 | 5,8 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewertetenSchuldinstrumenten | -11,4 | 15,9 |
| davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert | -8,9 | 8,3 |
| Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden können | -13,1 | 0,9 |
| Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | 54,5 | -5,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 61,0 | -5,1 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 467,6 | 342,1 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | -0,2 | — |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 467,8 | 342,1 |
1 In den Nettozinsertrag.
BAWAG P.S.K. HALBJAHRESFINANZBERICHT PER 30.06.2025 – KONZERN -HALBJAHRESABSCHLUSS
BILANZ
| Aktiva | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | [Notes] | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Barreserve | 14.633 | 17.358 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | [5] | 573 | 624 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | [6] | 1.608 | 1.895 |
| Handelsaktiva | [7] | 370 | 317 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | [8] | 53.180 | 48.894 |
| Kunden | 48.766 | 44.984 | |
| Kreditinstitute | 380 | 829 | |
| Wertpapiere | 4.034 | 3.081 | |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -371 | -218 | |
| Sicherungsderivate | 367 | 331 | |
| Sachanlagen | 259 | 245 | |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | 193 | 50 | |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 42 | 42 | |
| Markennamen und Kundenstöcke | 35 | 37 | |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | 187 | 180 | |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 17 | 16 | |
| Steueransprüche für latente Steuern | [9] | 110 | 119 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 94 | 101 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 294 | 273 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | [10] | 5 | 5 |
| Summe Aktiva | 71.596 | 70.269 | |
Passiva
| in Mio. € | [Notes] | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 67.558 | 66.143 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | [11] | 54 | 100 |
| Handelspassiva | [12] | 659 | 454 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | [13] | 65.620 | 64.155 |
| Kunden | 46.942 | 45.731 | |
| Begebene Schuldverschreibungen und Ergänzungskapital | 17.700 | 17.176 | |
| Kreditinstitute | 978 | 1.248 | |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -204 | -220 | |
| Sicherungsderivate | 93 | 291 | |
| Rückstellungen | [14] | 279 | 285 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 100 | 51 | |
| Steuerschulden für latente Steuern | [9] | 99 | 75 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 858 | 952 | |
| Gesamtkapital | 4.038 | 4.126 | |
| Eigenkapital, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) | 3.362 | 3.411 | |
| AT1-Kapital | 670 | 715 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 6 | — | |
| Summe Passiva | 71.596 | 70.269 |
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
| Stand 01.01.20242501.6704711.584-24-78Transaktionen mit Eigentümern—1—-678——Anteilsbasierte Vergütungen—1————Dividenden———-678—— | Im sonst. Erg.zum beizul.Zeitwertausgew.Schuldinstr.nach Steuern |
|---|---|
| 14 | |
| — | |
| — | |
| — | |
| AT1-Kupon———-12—— | — |
| -15 1Gesamtergebnis———3473 | 12 2 |
| Stand 30.06.20242501.6714711.241-39-75 | 26 |
| Stand 01.01.20252501.6727151.658-68-78 | 39 |
| Umgl. aus dem sonst. Ergebnis———1—— | — |
| Transaktionen mit Eigentümern—7—-500—— | — |
| Anteilsbasierte Vergütungen—7———— | — |
| Dividenden———-500—— | — |
| AT1-Kapital——-45——— | — |
| AT1-Rückkauf——-45——— | — |
| AT1-Kupon———-24—— | — |
| Änderungen Konsolidierungskreis—————— | — |
| 53 1Gesamtergebnis———4074 | -9 2 |
| Stand 30.06.20252501.6796701.541-14-74 | 30 |
1 Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +2 Mio. € (H1 2024: +5 Mio. €).
2 Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: -7 Mio. € (H1 2024: +6 Mio. €).
| in Mio. € | Im sonst. Erg.ausgew. zumbeizul.ZeitwertbewerteteEigenkapitalinstr. nachSteuern | Änderungdes CreditSpreads vonfinanziellenVerbindl.nach Steuern | AbsicherungeinerNettoinv. inausländ.Geschäftsbetriebenach Steuern | Währungsumrechnung | Eigenkapital,denEigentümerndesMutterunternehmenszurechenbar | Nicht beherrschendeAnteile | Eigenkapitalinkl. nichtbeherrschenderAnteile |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 | -5 | -52 | -1 | — | 3.829 | — | 3.829 |
| Transaktionen mit Eigentümern | — | — | — | — | -677 | — | -677 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | — | — | — | — | 1 | — | 1 |
| Dividenden | — | — | — | — | -678 | — | -678 |
| AT1-Kupon | — | — | — | — | -12 | — | -12 |
| Gesamtergebnis | -1 | -1 | -3 | — | 342 | — | 342 |
| Stand 30.06.2024 | -6 | -53 | -4 | — | 3.481 | — | 3.481 |
| Stand 01.01.2025 | -3 | -53 | -10 | 4 | 4.126 | — | 4.126 |
| Umgl. aus dem sonst. Ergebnis | -1 | — | — | — | — | — | — |
| Transaktionen mit Eigentümern | — | — | — | — | -493 | — | -493 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | — | — | — | — | 7 | — | 7 |
| Dividenden | — | — | — | — | -500 | — | -500 |
| AT1-Kapital | — | — | — | — | -45 | — | -45 |
| AT1-Rückkauf | — | — | — | — | -45 | — | -45 |
| AT1-Kupon | — | — | — | — | -24 | — | -24 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | — | — | — | — | — | 6 | 6 |
| Gesamtergebnis | 3 | — | 23 | -13 | 468 | — | 468 |
| Stand 30.06.2025 | -1 | -53 | 13 | -9 | 4.032 | 6 | 4.038 |
VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024angepasst |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nicht beherrschenden Anteilen) | 407 | 347 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativerGeschäftstätigkeit | -348 | -386 |
| Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur umzahlungsunwirksame Bestandteile | -2.929 | -766 |
| Erhaltene Zinsen | 1.791 | 1.895 |
| Gezahlte Zinsen | -1.178 | -1.344 |
| Erhaltene Dividenden | 6 | 9 |
| Ertragsteuerzahlungen | -238 | -99 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -2.489 | -344 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung und Tilgung von | ||
| Finanzanlagen | 834 | 960 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 5 | — |
| Auszahlungen für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | -608 | -768 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -18 | -21 |
| Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) | ||
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 92 | 171 |
| Dividendenzahlungen | -500 | -678 |
| Einzahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteterVerbindlichkeiten) | 250 | — |
| Änderungen der Eigentumsanteile an einem Tochterunternehmen, die nicht in einem Verlust der Beherrschungresultieren | 6 | — |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf von AT1-Kapital | -45 | — |
| AT1-Kupon | -24 | -12 |
| Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten | -15 | -15 |
| Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteterVerbindlichkeiten) | — | -104 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -328 | -809 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 17.358 | 12.729 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -2.489 | -344 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 92 | 171 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -328 | -809 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 14.633 | 11.747 |
ANHANG (NOTES)
Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss der BAWAG per 30. Juni 2025 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt, soweit diese von der EU übernommen wurden.
Der vorliegende Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2025 steht im Einklang mit IAS 34 ("Zwischenberichte").
Die bei der Erstellung des Konzern-Halbjahresabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzern-Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 überein.
Der Halbjahresfinanzbericht per 30. Juni 2025 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Mio. Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten
Der Konzern-Halbjahresabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. In Bezug auf die aktuelle geopolitische Lage verweisen wir auf den Aufzählungspunkt zu IFRS 9.
Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.
Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind (Level 3), werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in in Note 16 Fair Value.
Die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten beruht auf Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft. Im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Lage (anhaltende geopolitische Spannungen, einseitige Einführung von Zöllen durch die USA und anschließende Verhandlungen, potenziell anhaltende Inflation, verstärkte Konjunkturabschwächung sowie auch generell hinsichtlich der künftigen Dynamik der internationalen Klimapolitik) sind Einschätzungen hinsichtlich der Bewertung einzelner finanzieller Vermögenswerte, der Festlegung der Transferlogik von Finanzinstrumenten von Stage 1 zu Stage 2, makroökonomischer Annahmen zur Festlegung der zukunftsgerichteten Informationen im Zuge der Kalkulation der erwarteten Kreditverluste sowie der Annahmen über die erwarteten Cashflows für ausfallgefährdete Kredite basierend auf den aktuellsten uns vorliegenden Beobachtungen. Die langfristigen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und anderer branchenspezifischer Märkte können sich im Nachhinein als über- oder unterschätzt erweisen.
Die Bank kann mit Auswirkungen konfrontiert werden, die sich aus veränderten Klimabedingungen ergeben und sich auf das Kreditportfolio oder etwaige Sicherheiten auswirken können (z.B. durch Überschwemmungen). Weitere ESG-Risiken betreffen unter anderem Änderungen im Kundenverhalten, Änderungen in der einschlägigen Gesetzgebung usw. ESG-Risiken können Auswirkungen auf Planungsannahmen für Werthaltigkeitstests und die Bewertung von Sicherheiten und Finanzinstrumenten haben. Die Analyse und Überwachung dieser Risiken ist ein laufender Prozess. Für weitere Informationen zu ESG-Risiken verweisen wir auf das dafür vorgesehene Kapitel des Corporate Sustainability Reports 2024.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzunsicherheit unterworfen ist.
Der Konzern verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 9 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet.
Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:
- à Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten,
- à die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen,
- à die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen, höchstgerichtlichen Entscheidungen und aufsichtsbehördlichen Überprüfungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen,
- à die Beurteilung der Laufzeit bei der Anwendung des IFRS-16-Leasing-Standards,
- à die Beurteilung, bei welchen Unternehmen es sich um strukturierte Unternehmen handelt und welches Engagement bei solchen Unternehmen auch tatsächlich einen Anteil darstellt.
- à IFRS 9: Die Beurteilung des SPPI-Kriteriums kann Ermessensentscheidungen erfordern, um sicherzustellen, dass finanzielle Vermögenswerte in die entsprechende Bewertungskategorie eingeordnet werden.
- à die Ermittlung der Fair Values von nicht börsenotierten Finanzinstrumenten, bei denen einige für das Bewertungsmodell benötigte Paramater nicht am Markt beobachtbar sind (Level 3).
Fehlerkorrekturen gemäß IAS 8.41 Korrektur der Darstellung des Zinsergebnisses von Derivaten
Die BAWAG hat bisher im Rahmen der Darstellung des Zinsergebnisses von Derivaten die Zahlungsströme aus der Zahler- und Empfängerseite eines Zinsderivats (payer and receiver leg) innerhalb einer Steuerungsgruppe saldiert. Der über eine Gruppe von Derivaten hinweg saldierte Zinssaldo wurde in der Folge unter Zinsertrag oder Zinsaufwand dargestellt. Aufgrund der verbesserten technischen Möglichkeiten hat die BAWAG diesen Ausweis umgestellt und weist nunmehr für das Handelsbuch den in der Literatur vorgeschlagenen Dealsaldo je Derivat als Zinsertrag oder Zinsaufwand aus.
Im Rahmen der Umstellung wurde festgestellt, dass Zinserträge und -aufwendungen von Derivaten, die zur Absicherung von Zinsrisiken eingesetzt werden und Teil einer Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 sind, nicht korrekt ausgewiesen wurden. Der Ausweis von Zinserträgen und -aufwendungen aus Sicherungsderivaten wurde daher korrigiert und erfolgt nun in jener Zeile, in der die Zinserträge und -aufwendungen der gesicherten Grundgeschäfte dargestellt werden. In Fällen, in welchen das Grundgeschäft Zinserträge (Zinsaufwendungen) generiert, wird der Zinsbeitrag der Sicherungsderivate unter den Zinserträgen (Zinsaufwendungen) ausgewiesen, selbst wenn es sich um einen negativen Betrag (positiven Betrag) handelt.
Durch den Wegfall der Saldierung von Zahlungsströmen aus Gruppen von Handelsbuchderivaten und durch den Ausweis der Zinserträge und -aufwendungen je Sicherungsderivat beim gesicherten Grundgeschäft ergibt sich bei gleichbleibendem Nettozinsertrag eine Verringerung des Gesamtzinsertrags und -zinsaufwands um 438,0 Mio. €.
Die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden korrigiert und werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Korrektur der Darstellung von Gebühren und Provisionen für Dienstleister im Bereich Darlehensabwicklung
Die BAWAG hat bisher angefallene Gebühren und Provisionen für Dienstleister im Bereich Darlehensabwicklung in den Zinserträgen aus finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. in den Zinserträgen aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dieser Ausweis wurde im Geschäftsjahr 2024 korrigiert, da die laufend anfallenden Gebühren und Provisionen für Dienstleister keinen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen.
Die Bilanzierung von Gebühren und Provisionen, die keinen integralen Bestandteil von Finanzinstrumenten darstellen, wird in IFRS 15 behandelt. Banktypische Erträge, die nach IFRS 15 bilanziert werden, weist die BAWAG unter den Provisionserträgen aus. Provisionsaufwendungen umfassen jene Aufwendungen, die an Dritte bezahlt werden und inhaltlich den Provisionserträgen gleichen. Da Erlöse aus der Abwicklung von Darlehen für Dritte unter den Provisionserträgen dargestellt werden, weist die BAWAG Gebühren und Provisionen für die Darlehensabwicklung rückwirkend mit 2024 unter den Provisionsaufwendungen aus. Dieser Ausweis entspricht den Erläuterungen der EBA, welche die BAWAG im Rahmen der regulatorischen FinRep-Meldung berücksichtigt.
Die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden korrigiert und werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Die Korrektur führt zu einer Erhöhung des Zinsertrags um 11,1 Mio. € und einer Erhöhung der Provisionsaufwendungen in gleicher Höhe.
Die Auswirkungen der oben beschriebenen Anpassungen in der Gesamtergebnisrechnung werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
Gesamtergebnisrechnung
| Korrektur der | Korrektur derDarstellungvonGebührenundProvisionen | |||
|---|---|---|---|---|
| Darstellung | für | |||
| des | Dienstleister | |||
| Jan-Jun 2024 | Zinsergebnisses von | im BereichDarlehens | Jan-Jun 2024 | |
| in Mio. € | veröffentlicht | Derivaten | bedienung | angepasst |
| Zinserträge | 1.897,1 | -438,0 | 11,1 | 1.470,2 |
| davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt | 1.157,6 | — | 10,9 | 1.168,5 |
| Zinsaufwendungen | -1.293,8 | 438,0 | — | -855,8 |
| Nettozinsertrag | 607,1 | — | 11,1 | 618,2 |
| Provisionsaufwendungen | -41,8 | — | -11,1 | -52,9 |
| Provisionsüberschuss | 162,3 | — | -11,1 | 151,2 |
| Periodengewinn vor Steuern | 461,9 | — | — | 461,9 |
| Steuern vom Einkommen | -114,7 | — | — | -114,7 |
| Periodengewinn nach Steuern | 347,2 | — | — | 347,2 |
| Sonstiges Ergebnis | -5,1 | — | — | -5,1 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 342,1 | — | — | 342,1 |
Finalisierung Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 für den Erwerb der Knab N.V.
Der Erwerb der Knab N.V. wurde im November 2024 abgeschlossen. Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses wurde in unserem Konzernabschluss zum 31.12.2024 als vorläufig angesehen.
Nach dem Datum der Unterzeichnung des Konzerngeschäftsberichts der BAWAG wurden keine neuen Informationen über Tatsachen und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, gewonnen. Eine Anpassung der zum Jahresende 2024 angesetzten vorläufigen Beträge war daher nicht erforderlich. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Halbjahresfinanzberichts werden keine weiteren Informationen mehr erwartet und der Bewertungszeitraum ist daher beendet.
Sonstiges
Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG.
Der Konzern umfasst zum 30. Juni 2025 insgesamt 47 (31. Dezember 2024: 40) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (31. Dezember 2024: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden, im In- und Ausland.
Im zweiten Quartal 2025 wurden sieben neu gegründete Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Zwei Gesellschaften fungieren als Holdinggesellschaften und fünf darunter liegende Gesellschaften halten Kommerzimmobilien in den Vereinigten Staaten. Die BAWAG wurde mittels Debt/ Equity Conversion Eigentümerin dieser Immobilien.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 | Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Segmente der BAWAG:
| Jan-Jun 2025 | |
|---|---|
| Corporates,Real Estate & | Corporate | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Retail & SME | Public Sector | Treasury | Center | BAWAG |
| Provisionserträge | 247,3 | 16,7 | 0,1 | 0,1 | 264,2 |
| Zahlungsverkehr | 145,4 | 16,7 | — | -0,5 | 161,6 |
| Beratungsdienstleistungen | 67,5 | — | — | 0,3 | 67,8 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | 57,4 | — | — | 0,3 | 57,7 |
| Versicherung | 10,1 | — | — | — | 10,1 |
| Kreditgeschäft und sonstige Dienstleistungen | 34,4 | — | 0,1 | 0,3 | 34,8 |
| Kreditgeschäft | 19,7 | — | — | — | 19,7 |
| Factoring | 9,6 | — | — | — | 9,6 |
| Sonstige | 5,1 | — | 0,1 | 0,3 | 5,5 |
| Provisionsaufwendungen | -82,4 | -2,2 | -0,3 | -0,5 | -85,4 |
| Zahlungsverkehr | -52,9 | -2,2 | — | — | -55,1 |
| Beratungsdienstleistungen | -6,6 | — | — | -0,1 | -6,7 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | -6,6 | — | — | -0,1 | -6,7 |
| Versicherung | — | — | — | — | — |
| Kreditgeschäft und sonstige Dienstleistungen | -22,9 | — | -0,3 | -0,4 | -23,6 |
| Kreditgeschäft | -21,7 | — | — | 0,2 | -21,5 |
| Factoring | -0,6 | — | — | — | -0,6 |
| Sonstige | -0,6 | — | -0,3 | -0,6 | -1,5 |
| Provisionsüberschuss | 164,9 | 14,5 | -0,2 | -0,4 | 178,8 |
Jan-Jun 2024
| Corporates, | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Retail & SME | Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | BAWAG |
| Provisionserträge | 185,9 | 18,3 | 0,1 | -0,2 | 204,1 |
| Zahlungsverkehr | 99,5 | 18,3 | — | -0,4 | 117,4 |
| Beratungsdienstleistungen | 58,1 | — | — | 0,4 | 58,5 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | 49,6 | — | — | 0,4 | 50,0 |
| Versicherung | 8,5 | — | — | — | 8,5 |
| Kreditgeschäft und sonstige Dienstleistungen | 28,3 | — | 0,1 | -0,2 | 28,2 |
| Kreditgeschäft | 16,7 | — | — | — | 16,7 |
| Factoring | 9,5 | — | — | — | 9,5 |
| Sonstige | 2,1 | — | 0,1 | -0,2 | 2,0 |
| Provisionsaufwendungen | -49,4 | -2,2 | -0,3 | -1,0 | -52,9 |
| Zahlungsverkehr | -31,9 | -2,2 | — | — | -34,1 |
| Beratungsdienstleistungen | -5,9 | — | — | -0,1 | -6,0 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | -5,9 | — | — | -0,1 | -6,0 |
| Versicherung | — | — | — | — | — |
| Kreditgeschäft und sonstige Dienstleistungen | -11,6 | — | -0,3 | -0,9 | -12,8 |
| Kreditgeschäft | -10,7 | — | — | 0,2 | -10,5 |
| Factoring | -0,8 | — | — | — | -0,8 |
| Sonstige | -0,1 | — | -0,3 | -1,1 | -1,5 |
| Provisionsüberschuss | 136,5 | 16,1 | -0,2 | -1,2 | 151,2 |
Im Provisionsüberschuss ist ein Betrag aus Treuhandgeschäften in Höhe von 0,2 Mio. € (H1 2024: 1,0 Mio. €) enthalten. Erträge aus dem Zahlungsverkehr und aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft werden hauptsächlich zeitpunktbezogen erfasst. Erträge aus dem Kreditgeschäft werden hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst. Sonstige Erträge werden unter Verwendung einer Mischung aus zeitpunktbezogen und zeitraumbezogen erfasst.
2 |Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
| in Mio. € | Jan–Jun2025 | Jan–Jun2024 |
|---|---|---|
| Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten undVerbindlichkeiten (netto) | 10,7 | 0,5 |
| Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand (netto) | -16,3 | 16,8 |
| Gewinne (Verluste) aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten(netto) | 14,4 | 3,4 |
| Gewinne (Verluste) aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges | -5,9 | -36,3 |
| Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) | -2,2 | 2,8 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 0,7 | -12,8 |
Der Posten Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen der Veranlagungen und der Bewertung von eigenen Emissionen und Derivaten beeinflusst.
3 |Operative Aufwendungen
| in Mio. € | Jan–Jun2025 | Jan–Jun2024 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | -217,5 | -154,2 |
| Sonstiger Verwaltungsaufwand | -139,5 | -58,6 |
| Verwaltungsaufwand | -357,0 | -212,8 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -32,3 | -29,4 |
| Operative Aufwendungen | -389,3 | -242,2 |
4 | Risikokosten
| in Mio. € | Jan–Jun2025 | Jan–Jun2024 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen und Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken | -101,3 | -48,6 |
| Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko | -2,6 | -2,0 |
| Verbriefungskosten und ähnliche Aufwendungen | -6,1 | -7,2 |
| Risikokosten | -110,0 | -57,8 |
DETAILS ZUR KONZERNBILANZ
5 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 41 | 45 |
| Forderungen an Kunden | 41 | 45 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 532 | 579 |
| Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere | 281 | 335 |
| Forderungen an Kunden | 159 | 162 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 92 | 82 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 573 | 624 |
In der Kategorie "Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.
6 | Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Schuldtitel | 1.499 | 1.751 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 1.499 | 1.751 |
| Schuldverschreibungen anderer Emittenten | 1.224 | 1.507 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 275 | 244 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 109 | 144 |
| AT1-Kapital | — | 28 |
| Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen | 7 | 7 |
| Sonstige Anteile | 102 | 109 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 1.608 | 1.895 |
7 | Handelsaktiva
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Derivate des Bankbuchs | 370 | 317 |
| Währungsbezogene Derivate | 40 | 13 |
| Zinsbezogene Derivate | 330 | 304 |
| Handelsaktiva | 370 | 317 |
8 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" des Konzerns.
| 30.06.2025in Mio. € | Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 49.191 | -85 | -54 | -286 | 48.766 |
| Wertpapiere | 4.035 | -1 | — | — | 4.034 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 226 | — | — | — | 226 |
| Schuldtitel anderer Emittenten | 3.809 | -1 | — | — | 3.808 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 380 | — | — | — | 380 |
| Summe | 53.606 | -86 | -54 | -286 | 53.180 |
| 31.12.2024in Mio. € | Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 45.333 | -48 | -59 | -242 | 44.984 |
| Wertpapiere | 3.082 | -1 | — | — | 3.081 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 135 | — | — | — | 135 |
| Schuldtitel anderer Emittenten | 2.947 | -1 | — | — | 2.946 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 829 | — | — | — | 829 |
| Summe | 49.244 | -49 | -59 | -242 | 48.894 |
In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen an Kunden nach Kreditarten dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Kredite | 42.310 | 41.679 |
| Girobereich | 4.132 | 981 |
| Finanzierungsleasing | 2.045 | 2.084 |
| Barvorlagen | 201 | 163 |
| Geldmarktgeschäfte | 78 | 77 |
| Forderungen an Kunden | 48.766 | 44.984 |
9 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten41Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten389Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte3Rückstellungen11Handelspassiva62 | 4139741257 |
|---|---|
| Sicherungsderivate— | 22 |
| Verlustvorträge6 | 6 |
| Sonstige9 | 9 |
| Latente Steueransprüche521 | 548 |
| Latente Steueransprüche saldiert mit latenten Steuerverplichtungen-411 | -429 |
| Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen1110 | 119 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte16 | 13 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten443 | 465 |
| Sicherungsderivate23 | — |
| Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter25 | 23 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte3 | 3 |
| Latente Steuerverpflichtungen510 | 504 |
| Latente Steuerverpflichtungen saldiert mit latenten Steueransprüchen-411 | -429 |
| Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen99 | 75 |
- Entspricht den aktiven latenten Steuern von Unternehmen, die nicht Teil der Steuergruppe waren.
Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuerlatenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.
Sowohl latente Steueransprüche als auch latente Steuerverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Per 30. Juni 2025 belaufen sich latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge der BAWAG auf 6 Mio. € (31. Dezember 2024: 6 Mio. €). Das Risiko, dass die aktuelle geopolitische Lage Auswirkungen auf die Verwertbarkeit von noch nicht verbrauchten Verlustvorträgen hat, ist daher als gering anzusehen. Wie in obiger Tabelle ersichtlich, zeigt die Bilanz eine Nettoforderung für latente Steuern in Höhe von 11 Mio. € (31. Dezember 2024: Nettoforderung von 44 Mio. €). Ein erhöhtes Risiko, dass zukünftige steuerliche Gewinne nicht ausreichen, um latente Steuerforderungen zu verwerten, ist nicht gegeben.
10 | Angaben gemäß IFRS 5 – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen
An der grundsätzlichen Zusammensetzung dieser Bilanzposten hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2024 nichts verändert.
11 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen,Nachrang- und Ergänzungskapital | 54 | 100 |
| Begebene Schuldverschreibungen undandere verbriefte Verbindlichkeiten | 22 | 63 |
| Nachrangkapital | 15 | 14 |
| Kassenobligationen und nichtbörsenotierte Private Placements | 17 | 23 |
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete Verbindlichkeiten | 54 | 100 |
12 | Handelspassiva
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Derivate des Bankbuchs | 659 | 454 |
| Währungsbezogene Derivate | 14 | 44 |
| Zinsbezogene Derivate | 640 | 405 |
| Kreditderivate | 5 | 5 |
| Handelspassiva | 659 | 454 |
13 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 978 | 1.248 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 46.942 | 45.731 |
| Girobereich | 18.921 | 19.221 |
| Retail & SME | 15.945 | 15.926 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 2.970 | 3.278 |
| Treasury | — | 4 |
| Corporate Center | 6 | 13 |
| Einlagen | 28.021 | 26.510 |
| Täglich fällige Einlagen | 20.937 | 16.884 |
| Retail & SME | 19.174 | 15.343 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 281 | 281 |
| Treasury | — | 5 |
| Corporate Center | 1.482 | 1.255 |
| Termineinlagen | 7.084 | 9.626 |
| Retail & SME | 6.285 | 6.753 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 643 | 2.808 |
| Treasury | 156 | 65 |
| Corporate Center | — | — |
| Begebene Schuldverschreibungen und Ergänzungskapital | 17.700 | 17.176 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 15.701 | 15.280 |
| Ergänzungskapital | 877 | 632 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 1.122 | 1.264 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 65.620 | 64.155 |
Bei den begebenen Schuldverschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um börsennotierte Emissionen.
Zum 30 Juni 2025 und zum 31. Dezember 2024 gab es keinen ausstehenden Betrag aus der TLTRO-III-Fazilität der EZB mehr. Dementsprechend gab es keinen Zinsaufwand aus dem TLTRO-III-Programm im ersten Halbjahr 2025 (H1 2024: Zinsaufwand in Höhe von 5,8 Mio. € wird im Posten Zinsaufwand ausgewiesen).
14 | Rückstellungen
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Sozialkapitalrückstellungen | 225 | 234 |
| hievon für Abfertigungen | 62 | 64 |
| hievon für Pensionen | 162 | 169 |
| hievon für Jubiläumsgeld | 1 | 1 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 25 | 16 |
| Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien | 25 | 16 |
| Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken | 29 | 35 |
| Rückstellungen | 279 | 285 |
Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.
Es wurde ein Rechenzinssatz von 3,7% für Pensionsverpflichtungen in Euro verwendet (31. Dezember 2024: 3,4%). Für Pensionsverpflichtungen in Schweizer Franken wurde ein Rechenzinssatz von 0,95% verwendet (31. Dezember 2024: 0,95%). Die Bezugserhöhungen wurden im Vergleich zum 31. Dezember 2024 nicht angepasst: Rentendynamik von 1,0%–2,0% p.a., Gehaltsdynamik Abfertigungen von 2,75% p.a. und Gehaltsdynamik Jubiläumsgeld von 2,50% p.a..
Versicherungsmathematische Anpassungen führten zu einem Nettoertrag in Höhe von 3,3 Mio. € im sonstigen Ergebnis und einem Nettoaufwand von -0,1 Mio. € im Periodengewinn (H1 2024: Nettoaufwand in Höhe von 2,8 Mio. € im sonstigen Ergebnis und Nettoertrag von 0,1 Mio. € im Periodengewinn).
15 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen
Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt.
| 30.06.2025in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 8 | — | 38 | — | 13 | — |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 1 | — | 20 | 4 | 2 | — |
| Wertpapiere und Beteiligungen | — | — | — | — | — | — |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 41 | — | 3 | — | — | — |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.381 | — | 10 | — | — | — |
| AT1-Kapital | 670 | — | — | — | — | — |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 32 | — | — | — | — | — |
| Gegebene Garantien | — | — | 3 | — | — | — |
| Zinserträge1 | -0,1 | — | 0,6 | — | 0,3 | — |
| Zinsaufwendungen | 20,0 | — | 0,2 | — | — | — |
| Provisionsüberschuss | — | — | — | — | — | — |
1 Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
| 31.12.2024in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | — | — | 41 | — | 14 | — |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 2 | — | 18 | 4 | 2 | — |
| Wertpapiere und Beteiligungen | — | — | — | — | — | — |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 5 | — | 3 | — | — | — |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 881 | — | 13 | — | 1 | — |
| AT1-Kapital | 715 | — | — | — | — | — |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 178 | — | — | — | — | — |
| Gegebene Garantien | — | — | 3 | — | — | — |
| Zinserträge1 | 0,2 | — | 2,8 | 0,4 | 1,1 | — |
| Zinsaufwendungen | 31,9 | — | 0,5 | — | — | — |
| Provisionsüberschuss | — | — | — | — | — | — |
1 Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
| 30.06.2024in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | — | — | 47 | — | 14 | — |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 12 | — | 16 | 4 | 2 | — |
| Wertpapiere und Beteiligungen | — | — | — | 25 | — | — |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 6 | — | 2 | — | — | — |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.039 | — | 1 | 58 | 20 | — |
| AT1-Kapital | 471 | — | — | — | — | — |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 135 | — | — | — | — | — |
| Gegebene Garantien | — | — | 3 | — | — | — |
| Zinserträge1 | 0,6 | — | 1,1 | 0,7 | 0,8 | — |
| Zinsaufwendungen | 16,2 | — | 0,1 | 0,6 | — | — |
| Provisionsüberschuss | — | — | — | 7,0 | — | — |
1 Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
Angaben zu natürlichen Personen
Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchen und konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.
| Key Management desUnternehmens oderdessenMutterunternehmens | SonstigenahestehendePersonen1 | Key Management desUnternehmens oderdessenMutterunternehmens | SonstigenahestehendePersonen1 | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2024 |
| Einlagen | 17 | 1 | 5 | 1 |
| Ausleihungen | 21 | — | 21 | — |
| Jan–Jun 2025 | Jan–Jun 2025 | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2024 | |
| Zinserträge | 0,3 | — | 0,3 | — |
| Zinsaufwendungen | 0,1 | — | 0,1 | — |
1 Bezogen auf das Key Management.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Grundlage für die Segmentierung ist die am 30. Juni 2025 gültige Konzernstruktur.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG Group eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem "Management-Ansatz" folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und -prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt, dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruenter Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden mittels Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Segmente verteilt. Regulatorische Aufwendungen werden ebenso auf Basis verschiedener Inputparameter auf die Segmente verteilt.
Die BAWAG Group wird im Rahmen der folgenden vier Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:
à Retail & SME – hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere Privatkunden, KMU-Finanzierungen, das Factoring- & Leasinggeschäft sowie unsere Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus, Wohnbaubankanleihen und eigene Emissionen, die mit Retailkrediten besichert sind. Das Segment bedient inländische und internationale Privat- und KMU-Kunden über ein zentral organisiertes Filialnetz, welches Beratung von hoher Qualität und persönliche Betreuung bietet. Das Filialnetz wird durch Online-, Mobile- und Partner-Kanäle (Broker, Dealer) ergänzt. Die ausgebauten Kanäle fördern Neugeschäft und bieten unseren Kunden gleichzeitig rund um die Uhr Zugang zu unseren Dienstleistungen. Unsere Online-Produktpalette bietet unter anderem Sparen, Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs, während unser Plattformgeschäft KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasing sowie Konsum- und Hypothekarkredite anbietet. Weiters fällt darunter das Kredit- und Plattformgeschäft mit internationalen privaten Kreditnehmern in Westeuropa und den USA. Wir verfolgen unsere grenzüberschreitenden Aktivitäten mit einem Multikanal- und Mehrmarkenansatz und stets auf der Basis einer konservativen und sicheren Kreditvergabepolitik, was durch unser Plattformgeschäft in der DACH/NL-Region ergänzt wird.
- à Corporates, Real Estate & Public Sector – beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft. Weiters umfasst das Segment die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich und Deutschland, mit einer Ausweitung nach Westeuropa. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen sind diesem Segment ebenso zugeordnet.
- à Treasury – umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse des Wertpapierportfolios der BAWAG Group.
- à Corporate Center – stellt zentrale Funktionen für die gesamte Gruppe sicher wie Rechtsberatung, Risikomanagement und Aktiv-Passiv-Management sowie alle nicht anderswo zugehörigen Posten im Zusammenhang mit diesen Konzern-Supportfunktionen, Bilanzposten wie z.B. Marktwerte der Derivate, das Eigenkapital der Bank, Immobilien und Sachanlagen, nicht zinstragende Aktiva und Passiva sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen, Beteiligungen und Überleitungspositionen.
Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.
Darstellung der Segmente:
| Jan-Jun 2025in Mio. € | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | Total | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K.2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 733,5 | 129,5 | 17,7 | 22,7 | 903,4 | -26,8 | 876,6 |
| Provisionsüberschuss | 164,9 | 14,5 | -0,2 | 0,1 | 179,3 | -0,5 | 178,8 |
| Operative Kernerträge | 898,4 | 144,0 | 17,5 | 22,8 | 1.082,7 | -27,3 | 1.055,4 |
| Sonstige Erträge1 | 2,1 | 1,6 | 8,2 | -8,9 | 3,0 | 0,5 | 3,5 |
| Operative Erträge | 900,5 | 145,6 | 25,7 | 13,9 | 1.085,7 | -26,8 | 1.058,9 |
| Operative Aufwendungen | -347,4 | -34,9 | -9,1 | -12,9 | -404,3 | 18,6 | -385,7 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 553,1 | 110,7 | 16,6 | 1,0 | 681,4 | -8,2 | 673,2 |
| Regulatorische Aufwendungen | -10,2 | -4,6 | -4,7 | -0,5 | -20,0 | 0,5 | -19,5 |
| Risikokosten | -100,9 | -8,2 | -0,2 | -1,9 | -111,2 | 1,2 | -110,0 |
| Ergebnis von at-equity bewertetenBeteiligungen | — | — | — | 1,7 | 1,7 | — | 1,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 442,0 | 97,9 | 11,7 | 0,3 | 551,9 | -6,5 | 545,4 |
| Steuern vom Einkommen | -110,5 | -24,5 | -2,9 | -2,8 | -140,7 | 1,9 | -138,8 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 331,5 | 73,4 | 8,8 | -2,5 | 411,2 | -4,6 | 406,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | — | — | — | — | — | — | — |
| Nettogewinn | 331,5 | 73,4 | 8,8 | -2,5 | 411,2 | -4,6 | 406,6 |
| Geschäftsvolumina | |||||||
| Aktiva | 38.032 | 13.331 | 19.456 | 1.941 | 72.760 | -1.164 | 71.596 |
| Verbindlichkeiten | 55.756 | 6.139 | 4.693 | 6.172 | 72.760 | -1.164 | 71.596 |
| Risikogewichtete Aktiva | 15.448 | 4.881 | 939 | 2.083 | 23.351 | -364 | 22.987 |
| 1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. |
2 Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
Darstellung der Segmente:
| Nettozinsertrag457,7139,531,14,3632,6-14,4Provisionsüberschuss136,516,1-0,2-0,8151,6-0,4 | 618,2151,2 |
|---|---|
| Operative Kernerträge594,1155,630,93,6784,2-14,8 | 769,4 |
| Sonstige Erträge11,5-0,911,5-22,4-10,3 | 6,6-3,7 |
| Operative Erträge595,6154,742,4-18,8773,9-8,2 | 765,7 |
| Operative Aufwendungen-190,9-39,4-12,3-11,0-253,513,6 | -239,9 |
| Ergebnis vor Risikokosten404,7115,230,1-29,7520,3 | 5,5525,8 |
| Regulatorische Aufwendungen-4,3-1,8-1,6-0,3-8,0 | 0,4-7,6 |
| Risikokosten-50,8-7,10,5-0,4-57,8 | 0,0-57,8 |
| Ergebnis von at-equity bewertetenBeteiligungen———1,51,5 | —1,5 |
| Jahresüberschuss vor Steuern349,6106,328,9-28,9456,1 | 5,8461,9 |
| Steuern vom Einkommen-87,5-26,5-7,37,0-114,1-0,6 | -114,7 |
| Jahresüberschuss nach Steuern262,279,821,8-21,9341,9 | 5,3347,2 |
| Nicht beherrschende Anteile————— | —— |
| Nettogewinn262,279,821,8-21,9341,9 | 5,3347,2 |
| Geschäftsvolumina | |
| Aktiva21.83613.23417.5051.05853.633-892 | 52.741 |
| Verbindlichkeiten37.3568.0533.0035.22153.633-892 | 52.741 |
| Risikogewichtete Aktiva9.5105.0541.6871.74417.995-363 | 17.632 |
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
2 Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
Da die interne Berichterstattung und Steuerung auf Ebene der BAWAG Group erfolgt, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente nicht den Gewinn oder Verlust der BAWAG P.S.K. Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmenttabelle eine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.
Im Jahr 2025 wurde die Methodik zur Kostensegmentierung unter Verwendung überarbeiteter Eingabeparameter angepasst, um eine präzisere Kostenverteilung zu ermöglichen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Segmentierung auch rückwirkend für das Jahr 2024 geändert. Infolgedessen stiegen die Kosten im Segment Retail & SME für das erste Halbjahr 2024 um 8,7 Mio. € auf -190,9 Mio. €. Die Kosten im Segment Corporate, Real Estate & Public Sector erhöhten sich um 1,0 Mio. € auf -39,4 Mio. €, während die Kosten im Segment Treasury um 9,7 Mio. € auf -12,3 Mio. € sanken. Auf Konzernebene hatten diese Anpassungen keinen Einfluss auf die Gesamtkosten.
Geographische Verteilung
Die unten angeführten Tabellen stellen die Geschäftssegmente in einer geografischen Verteilung, basierend auf der risikomäßigen Zuordnung der Einzelkunden zu einem Land, dar. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet (z.B. dem Land der Muttergesellschaft), sondern auf Einzelgesellschaftsebene den jeweiligen Ländern zugeteilt.
Die folgenden Tabellen zeigen die operativen Kernerträge pro Segment und Geografie:
| Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | Total | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K.1 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 843,2 | 63,3 | 10,8 | 12,7 | 929,9 | -14,6 | 912,3 |
| 456,1 | 49,1 | 7,9 | 13,9 | 527,0 | -17,6 | 509,4 |
| 201,3 | 12,7 | 2,3 | -0,3 | 216,0 | — | 216,0 |
| 55,2 | 80,7 | 6,7 | 10,1 | 152,7 | -9,6 | 143,1 |
| 898,4 | 144,0 | 17,5 | 22,8 | 1.082,7 | -24,3 | 1.055,4 |
1 Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
| Jan-Jun 2024in Mio. € | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | Total | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K.1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DACH / NL | 553,3 | 67,5 | 10,1 | -2,4 | 628,5 | -3,7 | 624,8 |
| davon Österreich | 462,5 | 55,4 | 4,6 | -3,7 | 518,8 | -3,6 | 515,2 |
| davon Deutschland | 66,1 | 10,7 | 3,7 | 1,3 | 81,8 | — | 81,8 |
| Westeuropa / USA | 40,8 | 88,1 | 20,8 | 6,0 | 155,7 | -11,1 | 144,6 |
| Summe | 594,1 | 155,6 | 30,9 | 3,6 | 784,2 | -14,8 | 769,4 |
1 Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung übergeleitet werden:
| in Mio. € | Jan–Jun2025 | Jan–Jun2024 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge undAufwendungen gemäßSegmentbericht1 | 2,7 | 9,1 |
| Regulatorische Aufwendungen1 | -15,8 | -5,3 |
| Sonstige betriebliche Erträgeund Aufwendungen gemäßKonzern-Gewinn- undVerlustrechnung | -13,1 | 3,8 |
| in Mio. € | Jan–Jun2025 | Jan–Jun2024 |
|---|---|---|
| Operative Aufwendungen gemäßSegmentbericht1 | -385,7 | -239,9 |
| Regulatorische Aufwendungen1 | -3,6 | -2,3 |
| Operative Aufwendungengemäß Konzern-Gewinn- undVerlustrechnung | -389,3 | -242,2 |
1 Gemäß IFRS umfasst die Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 15,8 Mio. € für das erste Halbjahr 2025 (H1 2024: 5,3 Mio. €). Die Position "Operative Aufwendungen" enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 3,6 Mio. € für das erste Halbjahr 2025 (H1 2024: 2,3 Mio. €). Das Management der BAWAG betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im konsolidierten Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
KAPITALMANAGEMENT
Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen zum 30. Juni 2025 und zum 31. Dezember 2024 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.
| BAWAG Group | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024angepasst | |
| Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken)1 | 3.555 | 3.578 | |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -416 | -415 | |
| Sonstiges Ergebnis | -116 | -164 | |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -10 | -21 | |
| Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierte Gewinne, Gewinne aus zum Zeitwertbilanzierten Verbindlichkeiten, die aus Veränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve | 9 | 62 | |
| Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen diejenigen, die aus temporärenDifferenzen resultieren | -1 | -1 | |
| Verbriefungspositionen, denen alternativ ein Risikogewicht von 1.250% zugeordnet werden kann | -31 | -29 | |
| Unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen | -13 | -10 | |
| Zusätzliche, aufgrund von Artikel 3 CRR vorzunehmende Abzüge vom harten Kernkapital | -27 | -27 | |
| Hartes Kernkapital – CET I | 2.950 | 2.972 | |
| Als zusätzliches Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente | 675 | 675 | |
| Abzug wesentliche Beteiligungen | -50 | -72 | |
| Zusätzliches Kernkapital | 625 | 603 | |
| Kernkapital – Tier I | 3.575 | 3.575 | |
| Ergänzungskapital | 874 | 631 | |
| Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen | — | 8 | |
| Überschuss IRB-Risikovorsorge | 2 | — | |
| Ergänzungskapital – Tier II | 875 | 638 | |
| Anrechenbare Eigenmittel (Gesamtkapital) | 4.450 | 4.213 |
1 In dieser Position wurde ein Betrag von 175,0 Mio. € für einen Aktienrückkauf abgezogen (31.12.2024: 175,0 Mio. €).
Eigenmittelanforderungen (risikogewichtete Aktiva)
| BAWAG Group | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| Kreditrisiko | 19.235 | 18.132 | |
| Operationelles Risiko | 4.271 | 2.495 | |
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 23.505 | 20.627 |
Kennzahlen inklusive (Zwischen)ergebnis und Dividende
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 13,5% | 15,2% |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 19,9% | 21,2% |
Kennzahlen mit Übergangsbestimmungen1
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| 31.12.2024 | ||
| 30.06.2025 | angepasst | |
| Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 12,6% | 14,4% |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 18,9% | 20,4% |
1 Die Kennzahlen für 2024 berücksichtigen bereits den Aktienrückkauf iHv. 175,0 Mio. €.
16 | Fair Value
Die folgenden Tabellen zeigen einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values (beizulegende Zeitwerte) der einzelnen Bilanzposten:
| Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.06.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2024 | 31.12.2024 |
| Aktiva | ||||||
| Barreserve | 14.633 | 14.633 | — | 17.358 | 17.358 | — |
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | 41 | 41 | — | 45 | 45 | — |
| Forderungen an Kunden | 41 | 41 | — | 45 | 45 | — |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 532 | 532 | — | 579 | 579 | — |
| Wertpapiere | 281 | 281 | — | 335 | 335 | — |
| Forderungen an Kunden | 159 | 159 | — | 162 | 162 | — |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andereEigenkapitalinstrumente | 92 | 92 | — | 82 | 82 | — |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 1.608 | 1.608 | — | 1.895 | 1.895 | — |
| Schuldtitel | 1.499 | 1.499 | — | 1.751 | 1.751 | — |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andereEigenkapitalinstrumente | 109 | 109 | — | 144 | 144 | — |
| Handelsaktiva | 370 | 370 | — | 317 | 317 | — |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 53.180 | 52.816 | -364 | 48.894 | 48.308 | -586 |
| Kunden | 48.766 | 48.427 | -339 | 44.984 | 44.434 | -550 |
| Kreditinstitute | 380 | 377 | -3 | 829 | 825 | -4 |
| Wertpapiere | 4.034 | 4.012 | -22 | 3.081 | 3.049 | -32 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -371 | -371 | — | -218 | -218 | — |
| Sicherungsderivate | 367 | 367 | — | 331 | 331 | — |
| Sachanlagen | 259 | n/a | n/a | 245 | n/a | n/a |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | 193 | 193 | — | 50 | 50 | — |
| Immaterielle Vermögenswerte | 264 | n/a | n/a | 259 | n/a | n/a |
| Sonstige Vermögenswerte | 515 | n/a | n/a | 509 | n/a | n/a |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristigeVermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 5 | 5 | — | 5 | 5 | — |
| Summe Aktiva | 71.596 | 70.269 |
| Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 30.06.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2024 | 31.12.2024 |
| Passiva | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Verbindlichkeiten | 54 | 54 | — | 100 | 100 | — |
| Begebene Schuldverschreibungen und andereverbriefte Verbindlichkeiten | 39 | 39 | — | 86 | 86 | — |
| Nachrangkapital | 15 | 15 | — | 14 | 14 | — |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | — | — | — | — | — | — |
| Handelspassiva | 659 | 659 | — | 454 | 454 | — |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | 65.620 | 65.375 | -245 | 64.155 | 63.869 | -286 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 978 | 984 | 6 | 1.248 | 1.253 | 5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 46.942 | 46.940 | -2 | 45.731 | 45.713 | -18 |
| Begebene Schuldverschreibungen undErgänzungskapital | 17.700 | 17.451 | -249 | 17.176 | 16.903 | -273 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -204 | -204 | — | -220 | -220 | — |
| Sicherungsderivate | 93 | 93 | — | 291 | 291 | — |
| Rückstellungen | 279 | n/a | n/a | 285 | n/a | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.057 | n/a | n/a | 1.078 | n/a | n/a |
| Eigenkapital | 4.032 | n/a | n/a | 4.126 | n/a | n/a |
| Nicht beherrschende Anteile | 6 | n/a | n/a | — | n/a | n/a |
| Summe Passiva | 71.596 | 70.269 |
Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.
Zur Bestimmung des Fair Value von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden marktübliche Bewertungsmethoden verwendet. In Bezug auf Level-3-Aktiva und -Passiva, für die nicht beobachtbare Bewertungsparameter zur Bewertung verwendet werden, führt das aktuelle makroökonomische Umfeld zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Messung des Fair Value dieser Positionen.
Buchwertanpassungen von Grundgeschäften in einem Portfolio-Fair-Value-Hedge werden gemäß IFRS 9 in einem eigenen Bilanzposten (Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien) dargestellt. Um einen direkten Vergleich mit den Bilanzposten zu ermöglichen, werden Fair-Value-Änderungen, die sich auf das hier abgesicherte Zinsrisiko beziehen, ebenfalls in einer eigenen Zeile dargestellt.
Fair-Value-Hierarchie
Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente und der vermieteten Grundstücke und Gebäude auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:
- à Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Schuldverschreibungen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
- à Level 2: Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche "State of the Art"-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie "Verbriefte Verbindlichkeiten (eigene Emissionen)" und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei "Plain Vanilla"-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads. Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen.
Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Schuldverschreibungen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.
Zur Bewertung von zum Fair Value bewerteten Kundenforderungen kommen marktübliche Bewertungsmodelle zum Einsatz, z.B. Discounted-Cashflow und Standardoptionspreismodelle. Marktparameter wie Zinssätze, Wechselkurse oder Volatilitäten werden als Input für das Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten des zugrunde liegenden Schuldners widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten, unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), oder Benchmark-Zinskurven (z.B. Indizes) abgeleitet.
Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest-Rate-Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die entsprechende RFR-Swapkurve [Risk Free Rate wie z.B. €STR] Basis der Diskontierung ist).
Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Caps, Floors), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden.
Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.
Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.
Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Bloomberg und Markit herangezogen. Auf Basis der Termstructure der A-Europe-Financial-Sektorkurve sowie der Quotes der internationalen BAWAG-P.S.K.-Emissionen werden eine Senior-unsecured sowie eine LT2-Spreadkurve ermittelt. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve direkt aus den Quotes mehrerer BAWAG-P.S.K.-Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG-P.S.K.-Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.
Zum 30. Juni 2025 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der eigenen Emissionen des BAWAG-Konzerns, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -0,3 Mio. € (31. Dezember 2024: -1,8 Mio. €). Diese ist definiert als das Produkt des Creditspreadbasispunktwertes mit der jeweiligen Spreadveränderung, ergänzt um den Pull-to-Par-Effekt. Zum 31. Dezember 2024 betrug die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, +0,7 Mio. € (31. Dezember 2024: +1,1 Mio. €).
Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, betrug zum 30. Juni 2025 0,2 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,2 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads zwischen AT-Bund-Kurve und €- Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt 0,0 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,0 Mio. €).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,02 Mio. € ergeben (31. Dezember 2024: +0,02 Mio. €).
à Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide Fonds sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cashflow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet. Außerdem betrifft dies auch die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die entweder erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert oder im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen.
Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.
| 30.06.2025in Mio. € | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Total |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | — | 41 | — | 41 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 2 | — | 530 | 532 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 1.339 | 160 | 109 | 1.608 |
| Schuldtitel | 1.339 | 160 | — | 1.499 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | — | — | 109 | 109 |
| Handelsaktiva | — | 370 | — | 370 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | — | -371 | — | -371 |
| Sicherungsderivate | — | 367 | — | 367 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | — | — | 193 | 193 |
| Summe Aktiva | 1.341 | 567 | 832 | 2.740 |
| Passiva | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | — | 54 | — | 54 |
| Begebene Schuldverschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten | — | 39 | — | 39 |
| Nachrangkapital | — | 15 | — | 15 |
| Handelspassiva | — | 659 | — | 659 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | — | -204 | — | -204 |
| Sicherungsderivate | — | 93 | — | 93 |
| Summe Verbindlichkeiten | — | 602 | — | 602 |
| 31.12.2024in Mio. € | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Total |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | — | 45 | — | 45 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 2 | — | 577 | 579 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 1.381 | 398 | 116 | 1.895 |
| Schuldtitel | 1.372 | 379 | — | 1.751 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 9 | 19 | 116 | 144 |
| Handelsaktiva | — | 317 | — | 317 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | — | -218 | — | -218 |
| Sicherungsderivate | — | 331 | — | 331 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | — | — | 50 | 50 |
| Summe Aktiva | 1.383 | 873 | 743 | 2.999 |
| Passiva | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | — | 96 | 4 | 100 |
| Begebene Schuldverschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten | — | 82 | 4 | 86 |
| Nachrangkapital | — | 14 | — | 14 |
| Handelspassiva | — | 454 | — | 454 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | — | -220 | — | -220 |
| Sicherungsderivate | — | 291 | — | 291 |
| Summe Verbindlichkeiten | — | 621 | 4 | 625 |
Die BAWAG erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.
Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2
Im ersten Halbjahr 2025 wurden aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 26 Mio. € (31. Dezember 2024: 10 Mio. €) von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 0 Mio. € (31. Dezember 2024: 0 Mio. €) wurden aufgrund eines liquideren Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.
Bewegungen nach und aus Level 3
Die dem Level 3 zugeordneten, zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. € | ErfolgswirksamverpflichtendzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | ErfolgswirksamzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | Schuldtitel | UnternehmenmitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente | FinanzielleVerbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2025 | 577 | — | — | 116 | 4 |
| Bewertungsgewinne (Verluste) im Konzernüberschuss | |||||
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehaltenwerden | 19 | — | — | — | — |
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nichtmehr gehalten werden | -1 | — | — | — | — |
| Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis | |||||
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehaltenwerden | — | — | — | 1 | — |
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nichtmehr gehalten werden | — | — | — | -1 | — |
| Käufe/Zugänge | 12 | — | — | 1 | — |
| Tilgungen | -33 | — | — | — | -4 |
| Verkäufe | -19 | — | — | — | — |
| Währungsumrechnung | -25 | — | — | -8 | — |
| Änderung Konsolidierungskreis | — | — | — | — | — |
| Stand 30.06.2025 | 530 | — | — | 109 | — |
| Im sonstigen Ergebnisausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ErfolgswirksamverpflichtendzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | ErfolgswirksamzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | Schuldtitel | UnternehmenmitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente | FinanzielleVerbindlichkeiten |
| Stand 01.01.2024 | 514 | — | — | 114 | 24 |
| Bewertungsgewinne (Verluste) im Konzernüberschuss | |||||
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehaltenwerden | 9 | — | — | — | — |
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nichtmehr gehalten werden | — | — | — | — | — |
| Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis | |||||
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehaltenwerden | — | — | — | -2 | — |
| von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nichtmehr gehalten werden | — | — | — | — | — |
| Käufe/Zugänge | 73 | — | — | 4 | — |
| Tilgungen | -26 | — | — | -1 | -20 |
| Verkäufe | -1 | — | — | -1 | — |
| Währungsumrechnung | 8 | — | — | 4 | — |
| Änderung Konsolidierungskreis | — | — | — | -3 | — |
| Stand 31.12.2024 | 577 | — | — | 116 | 4 |
Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoressorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.
Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten
Der wesentliche, nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-Adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-Adjusted Discount Curve. Der Brutto-Spread-Aufschlag für Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank ist laufzeitabhängig und beträgt aktuell für 5 Jahre 81 Basispunkte (Mid) (31. Dezember 2024: 83 Basispunkte). Für Emissionen der ehemaligen IMMO-BANK hängen die Spreads vom Rang und von der Fälligkeit ab.
Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.
Fair-Value-Kredite werden grundsätzlich über die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) bewertet. Sind Ober- oder Untergrenzen oder einfache Kündigungsoptionen vorhanden, werden diese mittels Bachelier-Modell abgebildet. Der Discountfaktor, welcher in der DCF verwendet wird, setzt sich aus mehreren Parametern zusammen: der Funding-Kurve (abgeleitet aus einer Peergroup europäischer Banken mit demselben Rating wie die BAWAG P.S.K.) und einer kundenspezifischen Credit-Spread-Kurve (abgeleitet je nach Verfügbarkeit aus CDS- oder CDS-Markit-Sektor-Kurve; bei Retail und KMU aus intern abgeleiteter Ausfallswahrscheinlichkeit), welche um den jeweiligen Besicherungsgrad angepasst wird.
Bei den illiquiden Fonds, die nicht zeitnah zu den veröffentlichten Net Asset Values veräußert werden konnten, kommt als nicht direkt beobachtbarer Inputfaktor ein Abschlag zur Anwendung, der dem zu erwartenden Verkaufskurs Rechnung trägt. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge als Differenz des Net Asset Values und dieses Liquiditätsabschlags. Der Ausweis erfolgt unter Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.
Der beizulegende Zeitwert von zwei nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen.
Bei Immobilienfonds werden die zugrunde liegenden Investitionen mindestens jährlich von einem unabhängigen, vom Fondsmanager beauftragten Gutachter bewertet, der Net Asset Value (NAV) wird mindestens vierteljährlich ermittelt. Der Net Asset Value des Investmentfonds entspricht dem Überschuss des Wertes der Vermögenswerte des Investmentfonds über den Wert seiner Verbindlichkeiten.
Fonds, die in Kreditportfolios investieren, werden von einem unabhängigen externen Experten auf der Grundlage einer DCF-Methode bewertet, die eigene Ausfall- und Vorauszahlungsmodelle verwendet, um die erwarteten Cashflows abzuleiten, die zu einem Marktzinssatz diskontiert werden. Das Modell verwendet Kredit- und Leistungsindikatoren sowie makroökonomische Indikatoren, um die Cashflows für jeden Kreditpool, segmentiert nach Herkunft, Alter, Unterklasse und Laufzeit, zu prognostizieren. Der Fondswert wird auf monatlicher Basis berechnet.
Die Jahresabschlüsse des Fonds werden nach lokalen Vorschriften erstellt. Es erfolgt eine jährliche Prüfung der Fonds durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, um die Richtigkeit der oben genannten Angaben zu gewährleisten.
Für die Bewertung eines signifikanten Teils der Eigenkapitalinstrumente werden die Dividend-Discount-Methode sowie die Discounted-Earnings-Methode verwendet. Ein kleinerer Teil wird auf Basis externer Preisangaben oder des anteiligen Eigenkapitals bewertet.
Erwartete Dividenden und Erträge sowie externe Preisindikationen berücksichtigen die aktuellsten Forecasts, einschließlich der beobachteten und erwarteten Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die Rentabilität der betreffenden Unternehmen.
Die Ermittlung der Fair Values von Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt analog zu den Forderungen nach der Discounted-Cashflow-Methode und dem Bachelier-Modell.
Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter
Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Die aktuelle geopolitische Lage führt zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf nicht beobachtbare Parameter und die Messung des Fair Value dieser Positionen. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK und Kundenverbindlichkeiten der start:bausparkasse Österreich.
Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Eigenen Emissionen um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um Y
0,0 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,0 Mio. €) verbessert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der eigenen Emissionen um 20 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um 0,0 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,0 Mio. €) verschlechtert.
Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 30. Juni 2025 +6,1 Mio. € (31. Dezember 2024: +4,2 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads über der Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt +1,9 Mio. € (zum 31. Dezember 2024: +2,1 Mio. €).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,05 Mio. € ergeben (31. Dezember 2024: +0,06 Mio. €).
Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um -5,0 Mio. € (31. Dezember 2024: -5,6 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um +5,5 Mio. € (31. Dezember 2024: +6,2 Mio. €) verbessert.
Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte erhöht, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um 0,1 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,3 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte vermindert, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2025 um 0,1 Mio. € (31. Dezember 2024: 0,3 Mio. €) verbessert.
Für die Bewertung eines Teils der Eigenkapitalinstrumente sind die wesentlichen Inputparameter der Diskontierungsfaktor, Dividendenerträge bzw. Erträge und auch (möglicherweise) notwendige Kapitalmaßnahmen. Wenn der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte sinkt, würde der beizulegende Zeitwert um 5,3 Mio. € steigen (davon 1,8 Mio. € FVTOCI und 3,5 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 3,3 Mio. €; davon 1,5 Mio. € FVTOCI und 1,8 Mio. € FVTPL); steigt der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte, würde der beizulegende Zeitwert um 4,0 Mio. € sinken (davon 1,3 Mio. € FVTOCI und 2,7 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 2,5 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 1,4 Mio. € FVTPL). Wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% steigt, würde der beizulegende Zeitwert dieses Finanzvermögens um 1,2 Mio. € steigen (davon 0,5 Mio. € FVTOCI und 0,7 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 0,7 Mio. €; davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL); wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% fällt, würde der beizulegende Zeitwert um 1,1 Mio. € fallen (davon 0,4 Mio. € FVTOCI und 0,7 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 0,7 Mio. €; davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL).
Ein Teil der Eigenkapitalinstrumente wird auf Basis externer Preisangaben bewertet. Wenn diese Indikationen um 10% niedriger wären, würde der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,1 Mio. € fallen (8,9 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 15,8 Mio. €; davon 9,5 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL). Wären diese Indikationen um 10% höher, würde sich der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,1 Mio. € erhöhen (davon 8,9 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 15,8 Mio. €; davon 9,5 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL).
Der kleinste Teil wird auf Basis des anteiligen Eigenkapitals bewertet. Wäre das Eigenkapital um 10% niedriger, würde dies zu einem Rückgang um 1,2 Mio. € (davon 0,9 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 1,3 Mio. €; davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) bzw. bei einem um 10% höheren Eigenkapital zu einem Anstieg um 1,2 Mio. € führen (davon 0,9 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2024: um 1,3 Mio. €; davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL).
Der beizulegende Zeitwert eines nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen. Der eine Fonds hat, basierend auf der aktuellen Portfolioallokation, eine erwartete Zinssensitivität von etwa -0,1 Mio. € (31. Dezember 2024: -0,1 Mio. €) bei einem Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte und eine Credit-Spread-Sensitivität von -0,1 Mio. € (31. Dezember 2024: -0,1 Mio. €) bei einer Ausweitung der Credit Spreads um 100 Basispunkte (und umgekehrt).
Für den anderen Fonds gilt: wenn der angegebene Marktwert um 10% steigen würde, würde der Konzern einen Gewinn von 16,7 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen (31. Dezember 2024: 17,6 Mio. €). Wenn der angegebene Marktwert um 10% sinken würde, würde der Konzern einen Verlust von 16,7 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung verbuchen (31. Dezember 2024: 17,6 Mio. €).
Fair-Value-Veränderungen von Level-3-Aktiva bei alternativer Parametrisierung
Zur Ermittlung der potenziellen Auswirkungen werden für Schuldverschreibungen, Ertragsfonds mit dem Risikofaktor Credit Spreads sowie Kredite, Credit Spreads herangezogen. Für diese wird in der Sensitivitätsanalyse der Wertebereich zwischen +100 bp und -50 bp verwendet. Eine Erhöhung (eine Verringerung) der Spreads führt zu einer Verringerung (einer Erhöhung) des jeweiligen Fair Value.
| 30.06.2025in Mio. € | -50 bp | +50 bp | +100 bp |
|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2,7 | -2,6 | -5,0 |
| Schuldverschreibungen | — | — | — |
| Forderungen an Kunden | 2,7 | -2,6 | -5,0 |
| Income-Fonds | — | — | — |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | — | — | — |
| Schuldverschreibungen | — | — | — |
| 31.12.2024in Mio. € | -50 bp | +50 bp | +100 bp |
|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3,0 | -2,9 | -5,7 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen an Kunden | 3,0 | -2,9 | -5,6 |
| Income-Fonds | 0,0 | 0,0 | -0,1 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
17 | Behandlung eines Day 1 gain
IFRS 9.B5.1.2A besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.
Im Fall des Kaufes einiger Kreditportfolien wichen die Marktzinssätze zum Transaktionsdatum von den Marktzinssätzen zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen ab. In den meisten Fällen wollte sich der Verkäufer aus dem entsprechenden Geschäftsfeld zurückziehen, weshalb der Transaktionspreis nicht dem beizulegenden Zeitwert der Kredite entsprach. Der Erstansatz der übernommenen Kredite
und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegende Zeitwert und daher auch der Day 1 gain oder loss weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain oder loss nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IFRS 9 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.
Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 gains oder losses. Die BAWAG weist die systematische Amortisation der Day 1 gains oder losses von nicht notleidenden Krediten unter dem Posten Zinserträge und jene von POCI-Krediten unter dem Posten Risikokosten aus. Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn der Periode | 22 | 38 |
| Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden | -5 | -16 |
| Stand am Ende der Periode | 17 | 22 |
18 | Änderungen im Beteiligungsportfolio
Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe
Nach Erhalt aller regulatorischen Genehmigungen am 9. Januar 2025 vollzog die BAWAG am 3. Februar 2025 die Übernahme der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC.
Barclays Consumer Bank Europe ist seit mehr als 30 Jahren erfolgreich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern von Kreditkarten mit echter Kreditfunktion. Zu den weiteren Geschäftsfeldern des Unternehmens gehören Ratenkredite, Ratenkauf-Finanzierungen über den Online-Händler Amazon sowie Tagesgeld. Die Übernahme ermöglicht es der BAWAG, ihr Retailgeschäft in Deutschland sowie in der DACH/NL-Region weiter auszubauen und sich für künftiges Wachstum in diesen Kernmärkten der Bank besser zu positionieren.
Der vorläufige Kaufpreis beträgt 154 Mio. € (inklusive Steuern und Abgaben von 2 Mio. €) und wird in Zahlungsmitteln geleistet. Davon wurden per 30. Juni 2025 121 Mio. € bezahlt (siehe Kapitalflussrechnung). Im Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 8,7 Mio. € für Rechts- und Beratungskosten entstanden, die sich auf mehrere Perioden verteilen. Diese Kosten sind im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Der Erwerb ergibt aufgrund der Bestimmungen des IFRS 3 einen errechneten passiven Unterschiedsbetrag, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst wurde.
Gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 erfolgte aufgrund des errechneten passiven Unterschiedsbetrages (der beizulegende Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden überstieg den Kaufpreis) eine nochmalige Überprüfung der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte. Diese hat gezeigt, dass die Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden nicht signifikant von den bisherigen Buchwerten abweichen. Insbesondere bestehen keine bisher nicht berücksichtigten Ausfallrisiken, die Marktteilnehmer in die Bemessung der beizulegenden Zeitwerte einbeziehen würden, oder andere bisher nicht bevorsorgte Risiken.
Das Konsolidierungsergebnis ist hauptsächlich auf die im Vergleich zum Kreditkartenmarkt vorteilhaften Zinssätze für die Kreditkartenforderungen der Barclays Consumer Bank Europe zurückzuführen. Bei den Krediten und Einlagen gab es keine wesentlichen Bewertungseffekte.
Der für die Berechnung des Konsolidierungsergebnisses herangezogene Kaufpreis von 154 Mio. € ist ein vorläufiger Preis und wird erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 vollständig beglichen. Positive oder negative Abweichungen können daher zu einem anderen Erstkonsolidierungsergebnis führen.
In der nachstehenden Tabelle sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:
| in Mio. € | 2025 |
|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete | |
| finanzielle Vermögenswerte | 4.331 |
| Wertpapiere | 1.010 |
| Forderungen an Kunden | 3.322 |
| Sachanlagen | 27 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten | |
| Anschaffungskosten | 4.128 |
| Kundeneinlagen | 4.128 |
| Rückstellungen | 7 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 58 |
| Gesamtes identifizierbares erworbenesNettovermögen | 170 |
| Vorläufiger Gesamtbetrag der übertragenenGegenleistung | 154 |
| Konsolidierungsergebnis (Badwill) | 16 |
| Restrukturierungs- und sonstige Aufwendungen iZm | |
| dem Erwerb von Barclays Consumer Bank Europe | -14 |
| Nettoergebnis | 2 |
Folgende Bewertungsmethoden wurden für die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes der wesentlichen Vermögenswerte verwendet:
Finanzielle Vermögenswerte
Für Finanzinstrumente werden gruppenweit etablierte Bewertungsmethoden und Standards angewendet. In Abhängigkeit von den für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zur Verfügung stehenden Informationen werden unterschiedliche Ansätze gewählt.
Bei Finanzinstrumenten, bei denen der beizulegende Zeitwert nicht direkt anhand beobachtbarer Informationen (Level 3) ermittelt werden kann, wird ein Discounted-Cashflow-Modell verwendet. Die Bewertung basiert auf erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung dieser erwarteten Cashflows werden unterschiedliche Parameter verwendet, die entweder aus Marktdaten oder aus internen Informationen des erworbenen Unternehmens abgeleitet werden können (z.B. erwartete Ausfallsraten im Kreditportfolio). Die Diskontierungszinssätze, die für die Bewertungen zur Anwendung kommen, setzen sich aus einer risikolosen Zinskurve, Refinanzierungskosten und kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlägen zusammen. Zusätzlich wird eine residuale Komponente ermittelt, um die angewandten Diskontierungszinssätze auf aktuelle, am Markt beobachtete Transaktionen zu kalibrieren (z.B. Neugeschäftsmargen, die die aktuellen Fair-Value-Spreads widerspiegeln).
Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten, unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), Benchmark-Zinskurven (z.B. Anleiheindizes) oder Refinanzierungskosten des kürzlich kontrahierten Neugeschäfts, abgeleitet. Für die Zuordnung des kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlags zu einem Vermögenswert werden die von internen ratingbasierten Ausfallwahrscheinlichkeiten abgeleitet werden. Bei der Anwendung der Kreditrisikoaufschläge wird zusätzlich eine allfällige Besicherung berücksichtigt, d.h., nur der unbesicherte Anteil fließt in die Bewertung mit ein.
Bei den erworbenen Wertpapieren handelt es sich um verbriefte Kreditforderungen in Höhe von 1.010 Mio. €.
Die erworbenen finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kunden in Höhe von 3.322 Mio. € umfassen festverzinsliche, vollständig amortisierende Konsumentenkredite, Vollzahler und Revolving-Kreditkarten und entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag.
Die Bruttobeträge der vertraglichen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich auf 4.515 Mio. €, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows auf 183 Mio. € (jeweils zum Erwerbsstichtag).
Finanzielle Verbindlichkeiten
Auf der Passivseite hat Barclays Consumer Bank Europe Kundeneinlagen mit einem Volumen von rund 4.128 Mio. €. Dabei handelt es sich überwiegend um täglich fällige Einlagen, die daher zum Nominalwert bewertet werden (siehe IFRS 13.47).
Die folgenden Angaben basieren auf den zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen und den daraus resultierenden Ergebnissen der Bilanzierung des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses. Der Abschluss des Erwerbs fand im 1. Halbjahr 2025 statt. Im Falle, dass wir neue Informationen über Fakten und Umstände erhalten, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die – falls sie bekannt gewesen wären – in den Ansatz zusätzlicher Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten geführt hätten, würde die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs gemäß IFRS 3.45 angepasst werden.
Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 30. Juni 2025 trug die Barclays Consumer Bank Europe mit operativen Kernerträgen (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 154 Mio. € und einem Gewinn von 29 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2025 stattgefunden, hätte Barclays Consumer Bank Europe nach Schätzung des Managements 185 Mio. € zu den operativen Kernerträgen und 37 Mio. € zum Konzerngewinn beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der Annahme, dass die Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen wären, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2025 stattgefunden hätte.
19 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten | 101 | 102 |
| Verbindlichkeiten ausBürgschaften | 101 | 102 |
| Von Kunden nicht ausgenützteKreditrahmen | 17.255 | 9.023 |
| hievon jederzeit fristlos kündbar | 15.721 | 7.487 |
| hievon nicht fristlos kündbar | 1.534 | 1.536 |
RISIKOBERICHT
Die BAWAG ist eine Bank, die auf ein risikoarmes und transparentes Geschäftsmodell fokussiert ist. Wir konzentrieren uns auf entwickelte Märkte mit robustem makroökonomischem Hintergrund sowie stabilen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der DACH/NL-Region sowie in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Wir sind auf das Geschäft mit Privat- und KMU-Kunden spezialisiert und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot von Spar-, Kredit-, Anlage- und Versicherungsprodukten. Unsere Liquidität wird hauptsächlich durch stabile Einlagen von Privatkunden gewährleistet. Eine transparente und einfache Gestaltung unserer Produkte sowie operative Effizienz sind die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit, bei der wir Prozesse durchgehend optimieren, um unseren Kunden einfache, klare und werthaltige Produkte zu bieten.
Unser Geschäftsmodell stimmt mit unserem konservativen Risikoappetit überein. Risikomanagement und die aktive Steuerung von Risiken sind integrale Bestandteile der Geschäftsstrategie des Konzerns. Wir sind davon überzeugt, dass unser Risikomanagementansatz ein Unterscheidungsmerkmal in unserem Markt darstellt und der Schlüssel zum Erreichen unserer strategischen und finanziellen Ziele sowie zur Schaffung von Mehrwert für unsere Aktionäre wie auch zum Schutz unserer Kunden ist.
Die Aufrechterhaltung eines sicheren und soliden Risikoprofils, als zentraler Pfeiler unserer Konzernstrategie und Risikopolitik, basiert auf den folgenden Grundsätzen:
- à Umfassendes und vorausschauendes Risikomanagement-Framework
- à Beibehaltung einer starken Kapitalposition, stabiler Privatkundeneinlagen und eines niedrigen Risikoprofils
- à Fokus auf etablierte, entwickelte und zukunftsfähige Märkte
- à Anwendung einer konservativen und disziplinierten Kreditvergabe, mit dem Fokus auf besichertes Geschäft
- à Disziplinierter Fokus auf risikoadjustierte Rendite
- à Aufrechterhaltung einer sicheren und soliden Bilanz
- à Proaktives Management und Reduzierung von nichtfinanziellen Risiken inklusive ESG- und klimarelevanten Risiken
Zusammenfassung und wesentliche Entwicklungen im 1. Halbjahr 2025
- à Unsere Hauptmärkte in Österreich, Westeuropa und den USA werden durch ein stabiles Beschäftigungsniveau und eine starke finanzielle Position unserer Kunden gestützt. Dennoch bestehen Abwärtsrisiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf anhaltende geopolitische Spannungen, die einseitige Einführung von Zöllen durch die USA und anschließende Verhandlungen, das Potenzial für eine anhaltende Inflation und eine sich verstärkende Konjunkturabschwächung. Solche Risiken würden insbesondere für Unternehmen oder Kunden mit hoher Verschuldung wirtschaftliche Schwachstellen aufzeigen, zu großer Unsicherheit führen und sich negativ auf die Investitionen der Unternehmen auswirken. Wir sind der Ansicht, dass die BAWAG dank ihres umsichtigen Risikomanagements und ihrer langjährigen konservativen Kreditvergabegrundsätze gut positioniert ist, um ungünstigen Entwicklungen standzuhalten. Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Ungewissheit bleiben wir vorsichtig und gewappnet durch die Aufrechterhaltung angemessener Rücklagen, ein hohes Kapital- und Liquiditätsniveau, das weit über den regulatorischen Anforderungen liegt, und stabile Finanzierungsquellen.
- à in Q1 2025 hat BAWAG den Kauf der Barclays Consumer Bank Europe abgeschlossen, womit der Anteil des Retail & SME-Geschäft weiter gestiegen ist. Der Zukauf erfolgt in kompletter Übereinstimmung mit der Risikostrategie und dem Risikoappetit der BAWAG und wird gemeinsam mit Knab (Kauf wurde im 4. Quartal 2024 abgeschlossen) unsere Marktpräsenz in der DACH/NL Region stärken. Beide Portfolios wurden in den BAWAG-weiten Risikomanagementprozess, von Tag eins des Abschlusses der Transaktionen an integriert, um eine Übereinstimmung mit den regulatorischen Anforderungen sicherzustellen. Wir erwarten, dass innerhalb des 2. Halbjahres 2025 die Implementation der BAWAG Konzernrichtlinien, Modellen und Prozessen in beiden Akquisitionen abgeschlossen sein wird.
- à Die hohe Qualität der Aktiva zeigt sich durch einen hohen Anteil der Kundenforderungen in Stufe 1 von 94% (Performing) (2024: 95%), 5% in Stufe 2 (Performing, aber erhöhtes Kreditrisiko) (2024: 4%). Der weiterhin geringe Anteil der Stufe-2-Aktiva am Gesamtbestand spiegelt unsere disziplinierten Kreditvergabestandards und die Kreditqualität wider. Dieser Trend bleibt auch nach dem Erwerb von Knab sowie Barclays Consumer Bank Europe beständig und bestätigt die Übereinstimmung dieser mit unserem Risikoappetit.
- à Starkes Kreditrisikoprofil mit einer niedrigen NPL-Quote von 0,7% (2024: 0,8%) mit einer erhöhten NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote von 54% (2024: 47%) und einer NPL-Deckungsquote von 72% (2024: 74%).
à Die Risikokosten des 1. Halbjahres 2025 von 110 Mio. € (1HY 2024: 58 Mio. €) entsprechen einer Erhöhung auf 40 Basispunkte 2025 (H1 2024: 28 Basispunkte) und zeigen die erwartete Erhöhung folgend der Integration von den neuen Akquisitionen.
Entwicklung der wichtigsten Risikokennzahlen
| Gesamtportfolio | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | Veränderung(pkt) | |
| NPL Ratio | 0,7% | 0,8% | -0,1 | |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 54,0% | 47,3% | 6,7 | |
| NPL-Besicherungsquote | 72,0% | 74,2% | -2,2 | |
| Wertberichtigungen | 450 | 368 | 82,6 | |
| Stage 2 Assets Ratio | 4,6% | 4,2% | 0,4 |
20 | Risk Governance
Risiko-Stellungnahme
Die Geschäftstätigkeit der BAWAG konzentriert sich vorwiegend auf das Privatkundengeschäft in unseren Kernmärkten sowie auf risikoarme öffentliche Finanzierungen, selektives Firmenkundengeschäft und Gewerbeimmobilien-Finanzierungen in etablierten Märkten, die ein angemessenes Risiko-Ertrags-Profil aufweisen. Dabei geht die Gruppe die branchenspezifischen Risiken sowie jene der Wirtschaft im Allgemeinen ein. Die BAWAG überwacht diese Risiken und steuert sie innerhalb eines strikten und umfassenden Risikomanagementregelwerks, mit der Absicht, solche Risiken zu vermindern und für deren Abdeckung angemessene Kapital und Liquiditätsausstattung sicherzustellen.
Die BAWAG hat ein umfassendes und vorausschauendes Risikomanagementsystem entwickelt, das die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäftsaktivitäten des Konzerns und die daraus resultierenden Risiken berücksichtigt. Die Risikomanagement-Governance und -Überwachung der BAWAG beinhaltet das Verständnis von Risikotreibern, Risikoarten und Auswirkungen von Risiken. Risikoansatz, Risikoappetit und Governance-Rahmenwerk der BAWAG bleiben unverändert.
Grundsätze des Risikomanagements
Das Risikomanagement der BAWAG basiert auf den folgenden Grundsätzen:
-
à Risikobewusste Kultur: Risikomanagement ist eine gemeinsame Anstrengung aller Geschäftseinheiten und Risikomanagementbereiche. Wir haben in der gesamten Gruppe eine risikobewusste Kultur etabliert, die eine risikobasierte Entscheidungsfindung gewährleistet.
-
à Umsichtiger Umgang mit Risiken und Kreditvergabe: Unser strategisches Bekenntnis zu einem niedrigen Risikoprofil spiegelt sich in unserem Fokus auf entwickelte Märkte, unseren konservativen Kreditvergaberichtlinien mit Schwerpunkt auf besichertem Geschäft und risikoadjustierten Renditen, einer starken Kapitalposition, einem stabilen, auf dem Privatkundengeschäft basierenden Finanzierungsmodell und der proaktiven Steuerung nichtfinanzieller Risiken wider.
-
à Integriertes Risikomanagement: Wir steuern alle relevanten Risikoarten auf einer konzernweiten Basis und stellen so einen konsistenten und kohärenten Ansatz für unsere Risikomanagementaktivitäten in der gesamten Gruppe sicher.
-
à Gut etablierte Risiko-Governance: Das Governance-Rahmenwerk gewährleistet eine strikte Trennung von Geschäfts- und Risikofunktionen auf allen Organisationsebenen und trägt zur effektiven Umsetzung und Kontrolle des Risikoappetites sowie der Risikostrategie des Konzerns bei.
-
à Effektive Risikoanalyse und -steuerung sowie effektives Risikoreporting: Ein umfassendes Risikoreporting in Verbindung mit ausgereiften Risikomess- und Validierungsverfahren, die alle wesentlichen Risikoarten abdecken, gewährleistet eine enge Überwachung und frühzeitige Erkennung entstehender Risiken. Die Risikoanalyse wird durch solide und umfangreiche Stresstests ergänzt, die eine gezielte Identifizierung von Risikoschwachstellen des Konzerns ermöglichen.
Das implementierte Risikomanagement-Rahmenwerk gewährleistet eine effektive Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken in der gesamten BAWAG und bildet die Grundlage für fundierte risikobasierte Geschäftsentscheidungen. Dies ermöglicht uns, rasch und proaktiv auf Markttrends oder andere, sich verschlechternde Entwicklungen zu reagieren, und unterstützt die organische und anorganische Wachstumsstrategie der Gruppe innerhalb des Gesamtrisikoappetits.
21 | ICAAP und Stresstest
Die allgemeine Zusammensetzung und das Konzept von Risiko Governance, Risikostrategie und ICAAP & Stress Test blieben im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 unverändert, mit Ausnahme der folgenden Verbesserungen:
- à Internes Kapital: die Qualität des Kapitals weiter gestärkt.
- à Kreditrisiko: Methoden wurde verbessert, um die Konservativität in den Risikoparametern und in der Quantifizierung einzelner Kreditrisikokomponenten zu steigern.
- à Marktrisiko: Verbesserung der Quantifizierung von Credit Spread Risk in the Banking Book Value at Risk.
- à Sonstige Risiken: weitere Verbesserungen hinsichtlich der Quantifizierung der sonstigen Risiken sowie Optimierungen im Zusammenhang mit Überschneidungen zwischen Risikoarten und dem Risikoumfang (Immobilienrisiko, Pensionsrisiko, Beteiligungsrisiko und Geschäftsrisiko)
- à ESG-Indikatoren: die Gruppe hat ihren Risikoappetit erweitert und neue ESG-Indikatoren (spezifisch für das physische Risiko und das Übergangsrisiko) etabliert.
22 | Kreditrisiko
Die Definitionen von Kreditrisiko (einschließlich Kreditrisiko-Governance, Bewertung der Kreditwürdigkeit, Bewertung von Sicherheiten, Definition von Ausfall, Forbearance und Impairments) blieben im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 unverändert.
Übersicht über das gesamte Kreditportfolio
Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über die Struktur und die Portfolioqualität des gesamten Kreditrisikoportfolios und in den einzelnen Segmenten.
| 30.06.2025in Mio. € | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 37.417 | 13.184 | 3.022 | -443 | 53.180 |
| Forderungen an Kunden | 37.417 | 11.585 | 201 | -437 | 48.766 |
| Forderungen an Banken | — | 53 | 333 | -6 | 379 |
| Wertpapiere | — | 1.546 | 2.488 | — | 4.034 |
| Vermögenswerte FVPL/FVOCI | 139 | 147 | 1.415 | 282 | 1.983 |
| Sonstige Aktiva | 2 | — | 14.631 | -17 | 14.616 |
| Bilanzielle Geschäfte | 37.558 | 13.331 | 19.068 | -178 | 69.779 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 15.266 | 2.111 | 24 | 806 | 18.207 |
| Summe | 52.824 | 15.442 | 19.092 | 628 | 87.986 |
| davon besichert | 29.666 | 5.084 | 333 | 172 | 35.255 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 588 | 16 | — | — | 604 |
| Wertberichtigungen Stufe 1 | 85 | 16 | 1 | — | 101 |
| Wertberichtigungen Stufe 2 | 54 | 5 | — | — | 59 |
| Wertberichtigungen Stufe 3 | 279 | 11 | — | — | 290 |
| Summe der Wertberichtigungen | 418 | 31 | 1 | — | 450 |
| Prudential Filter | 36 | — | — | — | 36 |
| 31.12.2024in Mio. € | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 33.441 | 13.251 | 2.553 | -352 | 48.893 |
| Forderungen an Kunden | 33.441 | 11.735 | 160 | -354 | 44.983 |
| Forderungen an Banken | — | 58 | 770 | 1 | 829 |
| Wertpapiere | — | 1.457 | 1.623 | 1 | 3.081 |
| Vermögenswerte FVPL/FVOCI | 151 | 88 | 1.750 | 335 | 2.324 |
| Sonstige Aktiva | 7 | — | 17.316 | 36 | 17.359 |
| Bilanzielle Geschäfte | 33.599 | 13.339 | 21.619 | 20 | 68.576 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 6.766 | 2.295 | 30 | 746 | 9.837 |
| Summe | 40.364 | 15.634 | 21.649 | 766 | 78.413 |
| davon besichert | 29.462 | 5.595 | 438 | 136 | 35.631 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 494 | 107 | — | — | 601 |
| Wertberichtigungen Stufe 1 | 44 | 9 | 1 | — | 54 |
| Wertberichtigungen Stufe 2 | 60 | 2 | — | — | 62 |
| Wertberichtigungen Stufe 3 | 225 | 25 | — | 1 | 251 |
| Summe der Wertberichtigungen | 329 | 37 | 1 | 1 | 368 |
| Prudential Filter | 33 | — | — | — | 33 |
Überblick über die Struktur des Kreditportfolios-Rating, Geografie, Währungen und Sicherheiten
Ratingverteilung des Kreditportfolios
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Ratings für das Performing-Portfolio. Das Risikoprofil hat sich im 1. Halbjahr 2025 verbessert vorallem in Corporate, Real estate & Public Segment.
| 30.06.2025in % | Moody'sRatingÄquivalent | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | Aaa–Aa2 | 0,1% | 28,0% | 89,2% | 29,9% |
| Ratingklasse 2 | Aa3–A1 | 11,6% | 23,1% | 4,6% | 11,9% |
| Ratingklasse 3 | A2–A3 | 18,4% | 9,3% | 1,6% | 12,0% |
| Ratingklasse 4 | Baa1–Baa3 | 47,0% | 26,5% | 4,2% | 31,3% |
| Ratingklasse 5 | Ba1–B1 | 16,3% | 12,8% | 0,1% | 11,2% |
| Ratingklasse 6 | B2–Caa2 | 2,4% | 0,2% | —% | 1,3% |
| Ratingklasse 7 | Caa3 | 4,2% | —% | 0,3% | 2,3% |
| 31.12.2024in % | Moody'sRatingÄquivalent | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | Aaa–Aa2 | 0,1% | 24,6% | 87,8% | 32,8% |
| Ratingklasse 2 | Aa3–A1 | 11,4% | 16,3% | 4,2% | 10,0% |
| Ratingklasse 3 | A2–A3 | 19,2% | 9,0% | 2,5% | 11,9% |
| Ratingklasse 4 | Baa1–Baa3 | 50,1% | 37,8% | 4,8% | 33,3% |
| Ratingklasse 5 | Ba1–B1 | 12,7% | 11,8% | 0,4% | 8,7% |
| Ratingklasse 6 | B2–Caa2 | 2,3% | 0,4% | —% | 1,2% |
| Ratingklasse 7 | Caa3 | 4,1% | —% | 0,3% | 2,1% |
Geografische Verteilung des Kreditportfolios
Die geografische Verteilung des Kreditportfolios steht im Einklang mit der Strategie der BAWAG, die sich auf stabile Volkswirtschaften und Währungen, mit einem stabilen Anteil in DACH/NL von 81 % (2024: 80 %) durch die Integration von Barclays Consumer Bank Europe in Q1 2025, konzentriert. Insgesamt 98 % (2024: 98 %) des Portfolios befinden sich in Westeuropa und Nordamerika.
Geografische Verteilung des Kreditportfolios
| Book value | in % | ||
|---|---|---|---|
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| 56.476 | 55.198 | 81% | 80% |
| 6.492 | 6.483 | 9% | 9% |
| 2.305 | 2.320 | 3% | 3% |
| 1.890 | 1.562 | 3% | 2% |
| 894 | 1.111 | 1% | 2% |
| 583 | 561 | 1% | 1% |
| 1.138 | 1.341 | 2% | 2% |
| 69.779 | 68.576 | 100% | 100% |
Währungsverteilung des Kreditportfolios
Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG blieb der Großteil der Finanzierungen in EUR stabil. Die folgende Tabelle zeigt die Währungsverteilung des gesamten Kreditportfolios.
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | |
| 61.992 | 60.360 | 89% | 88% | |
| 6.410 | 6.476 | 9% | 9% | |
| 657 | 697 | 1% | 1% | |
| 350 | 538 | 1% | 1% | |
| 370 | 506 | 1% | 1% | |
| 69.779 | 68.576 | 100% | 100% | |
Sicherheiten in dem Gesamtkreditportfolio und Bewertung von Sicherheiten
Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Sicherheitenarten, wobei der Anteil der privaten Immobiliensicherheiten am gesamten Kreditportfolio auf 86% (2024: 84%) angestiegen ist und damit weiterhin die wichtigste Sicherheitenart im Portfolio des Konzerns darstellt.
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|---|
| Immobilien | 29.544 | 29.422 | 69,6% | 69,5% |
| davon private Immobilien | 25.426 | 24.708 | 86,1% | 84,0% |
| davon gewerbliche Immobilien | 4.118 | 4.714 | 13,9% | 16,0% |
| Garantien | 9.631 | 9.682 | 22,7% | 22,9% |
| Sonstige | 1.661 | 1.492 | 3,9% | 3,5% |
| Finanzielle Sicherheiten | 1.638 | 1.763 | 3,9% | 4,2% |
| Summe | 42.474 | 42.359 | 100,0% | 100,0% |
Forborne-Forderungen, Forbearance-Maßnahmen und Unlikeliness to pay
| 30.06.2025in Mio. € | GestundeteForderungen | davonausgefallen | % dergestundetenForderungen | Besicherungsquote dergestundetenForderungen | Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 376 | 84 | 1,0% | 62% | 65% |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 463 | 6 | 3,5% | 73% | 100% |
| Summe | 839 | 90 | 1,2% | 68% | 67% |
| 31.12.2024in Mio. € | GestundeteForderungen | davonausgefallen | % dergestundetenForderungen | Besicherungsquote dergestundetenForderungen | Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 368 | 74 | 1,1% | 61% | 66% |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 395 | 95 | 3,0% | 72% | 68% |
| Summe | 763 | 169 | 1,1% | 67% | 67% |
Non-performing-Loans-Portfolio
Die folgende Tabelle zeigt die Non performing loans (NPL) Ratio, Wertberichtigungen, NPL-Wertberichtigungsquote und NPL-Deckungsquote des Kreditportfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der historisch niedrigen NPL-Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der erhöhten Wertberichtigungs- und Besicherungsdeckung über das gesamte Portfolio wider. Mehr als 85 % (2024: 87 %%) des Exposures können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen AAA und BBB.
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Bilanzielle Geschäfte (brutto) | 69.779 | 68.576 | 100,0% | 100,0% |
| Wertberichtigungen | 450 | 368 | 0,6% | 0,5% |
| davon Stufe 1 | 101 | 54 | 0,1% | 0,1% |
| davon Stufe 2 | 59 | 62 | 0,1% | 0,1% |
| davon Stufe 3 | 290 | 251 | 0,4% | 0,4% |
| Bilanzielle Geschäfte (netto) | 69.329 | 68.209 | 99,4% | 99,5% |
| NPL Ratio | 0,7% | 0,8% | ||
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 54,0% | 47,3% | ||
| NPL-Besicherungsquote | 72,0% | 74,2% |
| Retail & SME | Corporates, Real Estate &Public Sector | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Summe | 37.558 | 33.599 | 13.331 | 13.339 |
| NPL Ratio | 1,1% | 1,2% | 0,1% | 0,7% |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 53,5% | 52,1% | 71,4% | 24,0% |
| NPL-Besicherungsquote | 71,1% | 74,4% | 100,0% | 72,8% |
Erhaltene Sicherheiten für das NPL-Portfolio
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf das Brutto-NPL-Exposure (Stufe 3).
| 30.06.2025in Mio. € | NPL Exposure | PfandrechtlicheKreditsicherheiten | SonstigeKreditsicherheiten | Finanzgarantien | Kreditverbesserungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 588 | 115 | 23 | 6 | 4 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 16 | 6 | 4 | — | — |
| Gesamtportfolio | 604 | 121 | 26 | 6 | 5 |
Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.
| 31.12.2024in Mio. € | NPL Exposure | PfandrechtlicheKreditsicherheiten | SonstigeKreditsicherheiten | Finanzgarantien | Kreditverbesserungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 494 | 116 | 21 | 7 | 5 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 107 | 94 | 4 | — | 2 |
| Gesamtportfolio | 601 | 210 | 25 | 7 | 7 |
Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.
Impairment
Zukunftsgerichtete Informationen für Point-in-Time-Anpassung
Die Parameter für den erwarteten Kreditverlust sind von zukunftsgerichteten Informationen abhängig. Daher werden diese Parameter auf der Grundlage der vorherrschenden makroökonomischen Bedingungen und ihrer Prognosen zu jedem Zeitpunkt angepasst. So hängen beispielsweise die Prognosen für Immobiliensicherheiten von der Vorhersage des Immobilienpreisindexes ab, und die Beziehung zwischen der Ausfallwahrscheinlichkeit und makroökonomischen Faktoren, wie dem Bruttoinlandsprodukt, wird bewertet und prognostiziert.
Die BAWAG verwendet für ihre makroökonomischen Prognosen ein Set von drei Szenarien: 26% pessimistisch, 45% Baseline und 29% optimistisch. Die Gewichtung wird mithilfe eines statistischen Ansatzes abgeleitet, der Wahrscheinlichkeitsgewichtungen aus dem Schweregrad der gegebenen Szenarien ermittelt und als Anteil der möglichen zukünftigen Ergebnisse zu verstehen ist, den das jeweilige Szenario darstellt.
Die Szenarien basieren auf dem Basisszenario, das vom internen makroökonomischen Szenario-Komitee festgelegt wird, das die makroökonomische Prognose unter Einbeziehung von Expertenmeinungen, Szenarioanalysen und Wirtschaftsprognosen analysiert und genehmigt. Von allen makroökonomischen Variablen verwendet die BAWAG das BIP-Wachstum als Hauptquelle für zukunftsgerichtete Informationen, die in den ECL-Schätzungen berücksichtigt werden, wobei zusätzliche Variablen wie Inflation, Arbeitslosenquote oder Immobilienpreise eine ergänzende Rolle spielen. Das pessimistische Szenario geht von einer raschen Rezession im Jahr 2025 aus, die auf die Auswirkungen eines eskalierenden Handelskriegs in Verbindung mit zunehmenden innenpolitischen Risiken in Europa und Druck auf die Staaten zurückzuführen ist, gefolgt durch eine stufenweise Erholung in den nächsten Jahren.
Makroökonomische Prognose für die Eurozone, angewendet für ECL-Berechnung:
| BIP-Wachstum 30.06.2025in % | 2025 | 2026 | 2027 | 2028 |
|---|---|---|---|---|
| Optimistisch (29% Gewichtung) | 1,1 | 2,1 | 2,1 | 1,8 |
| Basislinie (45% Gewichtung) | 1,1 | 0,5 | 1,5 | 2,0 |
| Pessimistisch (26% Gewichtung) | 1,1 | -3,0 | -0,5 | 3,4 |
BAWAG P.S.K. HALBJAHRESFINANZBERICHT PER 30.06.2025 – KONZERN -HALBJAHRESABSCHLUSS
| BIP-Wachstum 31.12.2024in % | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 |
|---|---|---|---|---|
| Optimistisch (29% Gewichtung) | 0,8 | 3,0 | 2,3 | 1,5 |
| Basislinie (45% Gewichtung) | 0,8 | 1,4 | 1,7 | 1,6 |
| Pessimistisch (26% Gewichtung) | 0,8 | -2,2 | -0,5 | 3,1 |
Entwicklung von Buchwerten, Wertminderungen und Stufen
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick für die Entwicklung der IFRS-Buchwerte (netto, abzüglich Wertberichtigungen) über die jeweiligen Stufen:
Entwicklung von Buchwerten nach Stufe
| 30.06.2025in Mio. € | Eröffnungsbilanz | Erhöhungenaufgrund vonOriginierungund Erwerb | Rückgängeaufgrund vonAusbuchung | ÄnderungenanexistierendenBuchwerten | Schlussbilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 1 | |||||
| (ohne POCI) | 62.565 | 12.160 | -3.861 | -5.574 | 65.290 |
| Retail & SME | 31.458 | 5.808 | -828 | -1.362 | 35.075 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 12.686 | 1.673 | -597 | -1.059 | 12.703 |
| Treasury | 18.403 | 4.673 | -2.434 | -3.145 | 17.498 |
| Corporate Center | 17 | 5 | -1 | -8 | 14 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 2(ohne POCI) | 1.901 | 135 | -86 | 58 | 2.009 |
| Retail & SME | 1.432 | 135 | -45 | -57 | 1.464 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 469 | — | -41 | 116 | 545 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 3(ohne POCI) | 571 | 16 | -111 | 63 | 538 |
| Retail & SME | 468 | 16 | -24 | 66 | 525 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 103 | — | -88 | -3 | 13 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Summe POCI | 54 | 287 | -2 | -3 | 336 |
| Retail & SME | 50 | 287 | -2 | -2 | 333 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 3 | — | — | — | 3 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Summe | 65.091 | 12.597 | -4.060 | -5.456 | 68.173 |
Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt
Entwicklung von Wertminderungen nach Stufe
| 30.06.2025in Mio. € | Eröffnungsbilanz | Erhöhungenaufgrund vonOriginierungund Erwerb | Rückgängeaufgrund vonAusbuchung | ÄnderungenanexistierendenBuchwerten | Schlussbilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen Stufe 1 (ohne POCI) | 54 | 51 | -2 | -1 | 101 |
| Retail & SME | 44 | 47 | -2 | -5 | 85 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 9 | 3 | — | 4 | 16 |
| Treasury | 1 | — | — | — | 1 |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Wertberichtigungen Stufe 2 (ohne POCI) | 62 | 18 | -2 | 10 | 88 |
| Retail & SME | 60 | 18 | -2 | 7 | 83 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 2 | — | — | 3 | 5 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Wertberichtigungen Stufe 3 (ohne POCI) | 242 | 9 | -21 | 34 | 264 |
| Retail & SME | 219 | 9 | -9 | 37 | 255 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 22 | — | -12 | -2 | 8 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | 1 | — | — | -1 | — |
| Summe POCI | 9 | -13 | — | 1 | -3 |
| Retail & SME | 6 | -13 | — | 1 | -6 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 3 | — | — | — | 3 |
| Treasury | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — |
| Summe | 368 | 64 | -26 | 44 | 450 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Transfer von Wertminderung zwischen Stufen im Laufe des Jahres:
| Transfer von Wertminderungen zwischen Stufen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2025in Mio. € | Von Stufe 1auf Stufe 2 | Von Stufe 1auf Stufe 3 | Von Stufe 2auf Stufe 1 | Von Stufe 2auf Stufe 3 | Von Stufe 3auf Stufe 1 | Von Stufe 3auf Stufe 2 |
| Retail & SME | 20 | 19 | -6 | 16 | — | -4 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 2 | — | — | — | — | — |
| Treasury | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — |
| Summe | 22 | 19 | -6 | 16 | — | -4 |
| Transfer von Wertminderungen zwischen Stufen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2024in Mio. € | Von Stufe 1auf Stufe 2 | Von Stufe 1auf Stufe 3 | Von Stufe 2auf Stufe 1 | Von Stufe 2auf Stufe 3 | Von Stufe 3auf Stufe 1 | Von Stufe 3auf Stufe 2 |
| Retail & SME | 20 | 37 | -11 | 21 | -2 | -6 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | -11 | — | — |
| Treasury | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — |
| Summe | 20 | 37 | -12 | 9 | -2 | -6 |
Ratingverteilung von Buchwerten nach Stufen
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf IFRS-Buchwerte (abzüglich derer Vorsorgen für die Stufen 1 bis 3).
| 30.06.2025in Mio. € | Ratingklasse 1 | Ratingklasse 2 | Ratingklasse 3 | Ratingklasse 4 | Ratingklasse 5 | Ratingklasse 6 | Ratingklasse 7 | Ratingklasse 8 | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 1 | |||||||||
| (ohne POCI) | 20.234 | 8.159 | 8.258 | 21.201 | 6.851 | 396 | 192 | — | 65.290 |
| Retail & SME | 981 | 4.246 | 6.716 | 17.007 | 5.541 | 396 | 189 | — | 35.075 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 3.676 | 3.072 | 1.239 | 3.415 | 1.299 | — | 3 | — | 12.703 |
| Treasury | 15.577 | 835 | 296 | 779 | 11 | — | — | — | 17.498 |
| Corporate Center | — | 6 | 7 | — | — | — | — | — | 14 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 2 | |||||||||
| (ohne POCI) | — | 16 | 25 | 408 | 769 | 379 | 412 | — | 2.009 |
| Retail & SME | — | 16 | 25 | 298 | 366 | 349 | 410 | — | 1.464 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | 109 | 403 | 30 | 2 | — | 545 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 3 | |||||||||
| (ohne POCI) | — | — | — | — | — | — | — | 538 | 538 |
| Retail & SME | — | — | — | — | — | — | — | 525 | 525 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | — | — | — | — | 13 | 13 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Summe POCI | — | 16 | 1 | 2 | 76 | 137 | 49 | 56 | 336 |
| Retail & SME | — | 16 | 1 | 2 | 76 | 137 | 49 | 53 | 333 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | — | — | — | — | 3 | 3 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Summe | 20.234 | 8.190 | 8.284 | 21.610 | 7.696 | 912 | 653 | 594 | 68.173 |
Nur IFRS-9-ECL-relevante Buchwerte werden gezeigt
| 31.12.2024in Mio. € | Ratingklasse 1 | Ratingklasse 2 | Ratingklasse 3 | Ratingklasse 4 | Ratingklasse 5 | Ratingklasse 6 | Ratingklasse 7 | Ratingklasse 8 | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 1 | |||||||||
| (ohne POCI) | 20.694 | 6.697 | 7.864 | 21.605 | 5.251 | 361 | 93 | — | 62.565 |
| Retail & SME | 970 | 3.705 | 6.275 | 16.215 | 3.841 | 359 | 93 | — | 31.458 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 3.207 | 2.155 | 1.170 | 4.837 | 1.316 | 1 | — | — | 12.686 |
| Treasury | 16.517 | 827 | 412 | 552 | 94 | — | — | — | 18.403 |
| Corporate Center | — | 9 | 8 | — | — | — | — | — | 17 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 2 | |||||||||
| (ohne POCI) | — | 16 | 16 | 452 | 576 | 454 | 387 | — | 1.901 |
| Retail & SME | — | 16 | 16 | 286 | 333 | 396 | 385 | — | 1.432 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | 167 | 243 | 58 | 2 | — | 469 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) | — | — | — | — | — | — | — | 571 | 571 |
| Retail & SME | — | — | — | — | — | — | — | 468 | 468 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | — | — | — | — | 103 | 103 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Summe POCI | — | 18 | — | — | 1 | 7 | 6 | 22 | 54 |
| Retail & SME | — | 18 | — | — | 1 | 7 | 6 | 19 | 50 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | — | — | — | — | — | — | — | 3 | 3 |
| Treasury | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Corporate Center | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| Summe | 20.694 | 6.731 | 7.881 | 22.057 | 5.828 | 822 | 485 | 593 | 65.091 |
Nur IFRS-9-ECL-relevante Buchwerte werden gezeigt
Neuartige Risiken und (Post-)Modell-Anpassungen
BAWAG's ECL-Berechnungen basieren auf historischen Daten und beobachteten Zusammenhängen, um die künftige Entwicklung des Kreditrisikos vorherzusehen. Allerdings kann die vollständige Erfassung von bestimmten Risiken in historischen Datensätzen prekär sein, sodass diese möglicherweise außerhalb des Umfangs der Modelle liegen. Dies betrifft vor allem neuartige Risiken wie geopolitische Unsicherheiten, klimarelevante Herausforderungen, Lieferkettenunterbrechungen, Pandemien sowie abrupte Inflations- und Zinssatz-Schwankungen. Daher wendet der Konzern ein Framework an, das proaktiv solche Risiken erfasst. Dazu werden Modelle regelmäßig und zügig aktualisiert, um die neuesten Entwicklungen und Daten zu integrieren. Darüber hinaus werden ergänzende Maßnahmen ergriffen, wenn potenzielle Risiken erkannt werden, selbst wenn sie sich noch nicht materialisiert haben.
Die Modelle wurden im Jahr 2024 für mehrere große Portfolios auf die ECL-Rückstellungsmodelle aktualisiert und bleiben im Vergleich zum Jahresende 2024 unverändert. Sie wurden mit den neuesten Daten und Erkenntnissen aktualisiert und stellen sicher, dass die Modelle die Herausforderungen und Komplexitäten der letzten Jahre angemessen widerspiegeln. Hohe Inflation, Zinserhöhungen, die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie und anhaltende geopolitische Krisen wurden in diesen Updates berücksichtigt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Einbeziehung neuer und wachsender Portfolios, die sich noch in der Anfangsphase ihres Wachstums befinden. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von historischen Daten für diese Portfolios hat die BAWAG proaktiv eine vorsichtige Bewertung vorgenommen, um sicherzustellen, dass die Höhe der Risikovorsorge angemessen ist. Dieser vorausschauende Ansatz stellt sicher, dass die ECL-Ergebnisse mit dem Portfoliowachstum in Einklang stehen und ein starkes und widerstandsfähiges Risikomanagement aufrechterhalten wird.
Die BAWAG ist bestrebt, ihre ECL-Modelle stetig weiterzuentwickeln, um sicherzustellen, dass sie die sich stetig ändernden Wirtschafts- und Marktbedingungen weiterhin angemessen und präzise widerspiegeln.
Darüber hinaus hat BAWAG ein systematisches Verfahren zur Identifizierung der besagten neuartigen Risiken, und zur Bewertung ihrer möglichen Auswirkungen auf verschiedene Portfolios, etabliert. Dieser Prozess wird kontinuierlich angewendet, um festzustellen, ob Maßnahmen wie Post-Modell-Anpassungen oder kollektive Stufenänderung notwendig sind. Beruhend auf dieser Analyse ist die BAWAG zuversichtlich, dass derzeit keine zusätzlichen Anpassungen erforderlich sind und die Höhe der Risikovorsorge für bestehende und vorhersehbare Risiken angemessen ist.
Insgesamt haben diese Verbesserungen die Präzision und Verlässlichkeit der ECL-Modelle, sowie generell des Rahmenwerks der BAWAG erhöht, wodurch die Bank in der Lage ist, Unsicherheiten effektiv zu begegnen.
Sensitivitätsanalyse
Die folgende Tabelle veranschaulicht den gewichteten erwarteten Kreditverlust sowie die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse, bei der die ECLs unter jedem Szenario mit einer Gewichtung von 100% gemessen werden. Die Sensitivitätsanalyse basiert auf dem kalkulierten ECL von 162 Mio. €.
Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse variieren von einem ECL-Rückgang von 44 Mio. €, wenn das optimistische Szenario mit 100% gewichtet wird, bis zu einer ECL-Erhöhung von 75 Mio. €, wenn das pessimistische Szenario mit 100% gewichtet wird.
| 30.06.2025 | ECL-Szenario-Änderungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ECL Total | 100%Optimistisch | 100%Baseline | 100%Pessimistisch |
| Stufe 1 & Stufe 2 Wertberichtigungen | 160 | -44 | -15 | 75 |
| 31.12.2024 | ECL-Szenario-Änderungen | |||
| in Mio. € | ECL Total | 100%Optimistisch | 100%Baseline | 100%Pessimistisch |
| Stufe 1 & Stufe 2 Wertberichtigungen | 117 | -15 | -6 | 27 |
23 | Marktrisiko
Die Definitionen des Marktrisikos (einschließlich der Instrumente und Verfahren für das Zins- und Credit-Spread-Risiko) und des Zinsrisikos im Bankbuch blieben im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Jahresende 2024 unverändert.
Die durch das S-ALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets implementiert. Die BAWAG verwendet Zinssteuerungsderivate zur:
- à Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das S-ALCO definierten Vorgaben und Limite
- à Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
- à Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung
Die BAWAG wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-Hedge-Accounting-Methoden zur Absicherung von Marktrisiken angewendet:
Micro-Fair-Value-Hedge
Absicherung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts. Die Entscheidung, welches Instrument in das Mikro-Hedge-Accounting aufgenommen wird, wird im Kontext der Gesamtzinsrisikoposition getroffen.
Portfolio-Fair-Value-Hedge ("EU-Carve-out")
Die BAWAG hat Sichteinlagen in Euro als ein Portfolio identifiziert, das gegen Zinsrisiken abgesichert werden soll. Diese Einlagen sind entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder unterteilt. Die BAWAG bestimmt aus dem identifizierten Portfolio einen Betrag an Verbindlichkeiten, der dem Betrag entspricht, der als Basis für den Portfolio-Fair-Value-Hedge abgesichert werden soll, wobei ein Bottom-Layer-Ansatz verwendet wird. Per 30. Juni 2025 waren 39% (2024: 39%) des Gesamtvolumens der Sichteinlagen dem Portfolio-Fair-Value-Hedge gewidmet.
Darüber hinaus werden vertraglich vereinbarte Zinsober- und/ oder Untergrenzen, die in finanzielle Vermögenswerte (z.B. Darlehensforderungen oder Wertpapiere) und/oder Verbindlichkeiten (z.B. Spareinlagen) eingebettet sind, in eine Portfolio-Fair-Value-Hedge-Beziehung gewidmet, um diese Instrumente gegen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von Zinsänderungen abzusichern. Die Entscheidung über den Betrag, der in die Bilanzierung der Fair-Value-Hedge-Beziehung einbezogen werden soll, wird unter Anwendung eines Bottom-Layer-Ansatzes und im Kontext der Steuerung der Zinsrisikoposition unter Einhaltung der definierten Limite getroffen.
zinstragender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwerts infolge einer parallelen Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt nach oben (0,01%) an. Die folgenden Tabellen stellen die Zinsrisikosensitivitäten des Konzerns 2024 und 30. Juni 2025 des PVBP-Konzepts dar:
Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration
Zinssensitivität – gesamtökonomische Risikoposition
| 30.06.2025in Tsd. € | <1J | 1J–3J | 3J–5J | 5J–7J | 7J–10J | >10J | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | -379 | 114 | 257 | -372 | 188 | -372 | -564 |
| USD | 20 | -15 | 12 | -11 | -23 | -13 | -30 |
| CHF | -27 | 5 | 4 | -6 | -5 | -2 | -31 |
| GBP | -11 | -3 | — | — | — | — | -14 |
| Sonstige | 9 | -10 | 8 | — | — | — | 7 |
| Summe | -388 | 91 | 281 | -389 | 160 | -387 | -632 |
Zinssensitivität – gesamtökonomische Risikoposition
| Summe | -480 | -10 | 232 | -190 | 278 | -280 | -450 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige | 3 | -22 | 8 | -2 | -1 | — | -14 |
| GBP | -9 | -3 | -1 | — | — | — | -13 |
| CHF | -26 | 6 | -1 | -7 | -10 | -2 | -40 |
| USD | 11 | -14 | 2 | -4 | -16 | -6 | -27 |
| EUR | -459 | 23 | 224 | -177 | 305 | -272 | -356 |
| 31.12.2024in Tsd. € | <1J | 1J–3J | 3J–5J | 5J–7J | 7J–10J | >10J | Summe |
Zinssensitivität – Szenarioanalysen
Bewertungsperspektive
Die Darstellung unten illustriert die Zinssensitivität der gesamtökonomischen Risikoposition unter Anwendung paralleler Zinsänderungen von +/- 200 Basispunkten.
| Summe | 141 | 65 | 33 | 16 | -16 | -31 | -57 | -123 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige | -1 | -1 | — | — | — | — | 1 | 1 |
| GBP | 3 | 1 | 1 | — | — | -1 | -1 | -3 |
| CHF | 20 | 5 | 2 | 1 | -1 | -1 | -2 | -4 |
| USD | 4 | 1 | 1 | — | — | — | 3 | -2 |
| EUR | 115 | 59 | 29 | 15 | -15 | -29 | -58 | -115 |
| 30.06.2025in Mio. € | -200bp | -100bp | -50bp | -25bp | +25bp | +50bp | +100bp | +200bp |
| 31.12.2024in Mio. € | -200bp | -100bp | -50bp | -25bp | +25bp | +50bp | +100bp | +200bp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 54 | 36 | 19 | 10 | -10 | -20 | -41 | -85 |
| USD | -4 | -2 | -1 | -1 | 1 | 1 | 2 | 4 |
| CHF | 22 | 7 | 3 | 1 | -1 | -2 | -3 | -5 |
| GBP | 3 | 1 | 1 | — | — | -1 | -1 | -2 |
| Sonstige | 1 | — | — | — | — | — | — | -1 |
| Summe | 76 | 42 | 22 | 10 | -10 | -22 | -43 | -89 |
Ertragsperspektive
Unter der Annahme einer konstanten Bilanz, Geschäftsmargen auf Basis aktueller Transaktionen, statischer Margen für Einlagen (vor anwendbaren 0%-Kundenzinsuntergrenzen) und Forward-Sätzen zur Berechnung des Referenzzinssatzes der zugrunde liegenden Cashflows als Basisszenario würde 2025 der Nettozinsertrag im Zeithorizont von einem Jahr bei einer sofortigen Zinsverschiebung von +/- 200 Basispunkten eine Auswirkung von -2 Mio. € bzw. -136 Mio. € haben (2024: -11 Mio. € bzw. -106 Mio. € ).
Credit-Spread-Risiko im Bankbuch
Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit-Spread-PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer parallelen Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) nach oben an. Die folgende Tabelle zeigt die gesamte Credit-Spread-Sensitivität der BAWAG sowie die Aufteilung nach den für die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Gesamtergebnis relevanten Bilanzkategorien:
| Credit-Spread-Sensitivität | ||
|---|---|---|
| in Tsd. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Gesamtportfolio | -1.011,0 | -948,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle | ||
| Vermögenswerte | 123,0 | 155,0 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete | ||
| finanzielle Vermögenswerte | -377,0 | -446,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertete finanzielle Vermögenswerte | -757,0 | -657,0 |
Marktrisiko im Handelsbuch
Die BAWAG führt kein aktives Handelsbuch. Derzeit sind keine Handelsaktivitäten für die gesamte BAWAG Gruppe geplant.
24 | Liquiditätsrisiko
Die Definition des Liquiditätsrisikos und der Rahmen, die Instrumente und die Prozesse für das Liquiditätsrisikomanagement blieben im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Jahresende 2024 unverändert.
Einlagen von Retail- und Firmenkunden bilden seit Jahren den Kern der Refinanzierungsstrategie der BAWAG und werden auch in Zukunft die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bilanz darstellen. Die kontinuierliche Verlagerung der BAWAG-Aktiva auf besicherte Produkte erhöht auch die Flexibilität der Gruppe auf den Märkten für besicherte Finanzierungen. Folglich gewinnt die Refinanzierung über Pfandbriefe im gesamten Refinanzierungsmix an Bedeutung.
Die BAWAG hält einen Liquiditätspuffer, um unerwartete Liquiditätsabflüsse in einem Stressszenario abzudecken. Der Liquiditätspuffer stellt daher eine vorbeugende Maßnahme gegen das Liquiditätsrisiko dar. Der Liquiditätspuffer besteht aus einem Portfolio liquider Aktiva, mit dem in Stresssituationen liquide Mittel generiert werden können, um die Illiquidität der Gruppe zu verhindern. Der Liquiditätspuffer der BAWAG beinhaltet nur Vermögenswerte, die innerhalb von 30 Tagen mit niedrigem Ausführungsrisiko liquidiert werden können. Die Marktliquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig überprüft.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.
Zusammensetzung des Liquiditätspuffers
| in Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen | 13.853 | 16.465 |
| Für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Wertpapiere | 3.730 | 3.676 |
| Sonstige für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Aktiva | 1.144 | 1.134 |
| Kurzfristiger Liquiditätspuffer | 18.727 | 21.275 |
| Sonstige marktfähige Wertpapiere | 1.097 | 1.186 |
| Summe | 19.824 | 22.461 |
Die BAWAG behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 237% zum Ende des 1. Halbjahres 2025 (2024: 249%) widerspiegelt. Die BAWAG übertrifft damit signifikant die regulatorischen LCR-Anforderungen.
Das erste Halbjahr 2025 war durch eine solide Liquiditätsausstattung sowie wachsende Kernrefinanzierungsquellen und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur, mit Privatkunden, welche den größten Anteil der Finanzierung bereitgestellt haben, geprägt. Retail-Einlagen bleiben eine tragende Säule unserer Finanzierungsstrategie, da sie sich in den jüngsten Phasen makroökonomischer und geopolitischer Unsicherheit sowie deutlich steigender Zinssätze als stabile und widerstandsfähige Finanzierungsquelle erwiesen haben. Im Einklang mit dieser Strategie stärkt die Übernahme der Knab den Fokus auf Privatkundeneinlagen als Eckpfeiler des Finanzierungsmodells weiter.
Zusätzlich zur stabilen Einlagenbasis platzierte die Bank im Januar und Februar 2025 erfolgreich 0,5 Mrd. Euro an grünen senior-preferred Anleihen sowie 250 Mio. Euro an nachrangigen Schuldverschreibungen, was erneut den guten Kapitalmarktzugang der BAWAG Group und die positive Wahrnehmung bei den Anlegern unter Beweis stellte.
25 | Operationelles Risiko
Definitionen des operationellen Risikos, die Governance, die Risikoidentifikation, -bewertung und -reduzierung sowie die Risikoquantifizierung blieben im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Jahresende 2024 unverändert.
26 | Nachhaltigkeitsbezogene Risiken
Das Zusammenspiel von nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und anderen wesentlichen Risikoarten wird im Rahmen des bereichsübergreifenden Risk Self Assessment (RSA) als auch dem jährlichen Risk Materiality Assessment bewertet. Innerhalb des Portfoliosteuerungsrahmens der BAWAG werden Sektoren und Länder mit hohem ESG-Risiko entsprechend begrenzt, da die Risikobereitschaft für Branchen mit hohem Transitionsrisiko z.B. Öl- und Gasindustrie, für die es ein geringes Risiko in den Büchern gibt und für die geringe politische oder soziale Risiken bestehen). Aufgrund des derzeit geringen Exposures gegenüber hohen ESG-Risiken sind die Auswirkungen auf die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025 nicht signifikant. BAWAG hat ein Governance Framework für die Überwachung und Verwaltung der jeweiligen Risiken entwickelt. Um diese Risiken zu adressieren hat BAWAG angemessene Risikoindikatoren sowie Due Diligence-Prozesse eingeführt. Dies inkludiert auch eingeschränkte und unzulässige Branchen, welche Teil des Due Diligence-Prozesses und Kreditvergabeprozesses sind. Die größte Herausforderung bleibt nach wie vor die Verfügbarkeit sowie Genauigkeit von zugehörigen Daten. Für die größten GHG emittieren Portfolios haben wir Dekarbonisierungspfade entwickelt. Als Teil unseres stabilen Governance-Rahmens ist das ESG-Risikomanagement in unseren wichtigsten Richtlinien und Prozessen verankert und gewährleistet eine angemessene Berücksichtigung von ESG-Risiken im Rahmen des Outsourcing-Managements, bei Produkteinführungen usw. Verschiedene Initiativen wie Lernprogramme, Newsletter etc. unterstützen die Umsetzung des Themas in der Organisation.
Das regulatorische Umfeld im Zusammenhang mit ESG ist umfangreich und entwickelt sich schnell. Die BAWAG geht davon aus, die sich ändernden regulatorischen Anforderungen innerhalb vorgegebener Zeitvorgaben und unter Einhaltung verfügbarer Methoden und Standards, die in der gesamten Branche angewendet werden, zu erfüllen. Das Management von nachhaltigkeitsbezogenen Risiken ist in dem dafür vorgesehenen Kapitel des Corporate Sustainability Reports 2024 erläutert.
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, und dass der Konzern-Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Halbjahresabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."
- Juli 2025
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Siručić Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Guido Jestädt Mitglied des Vorstands
DEFINITIONEN
| Key PerformanceIndicator | Definition / Berechnung | Erläuterung |
|---|---|---|
| AußerbilanzielleGeschäfte | CCF-gewichtete außerbilanzielle Geschäfte | Die außerbilanziellen Geschäfte beziehen sich auf Aktiva oder Passiva, die nicht in derBilanz des Konzerns enthalten sind, wie z.B Kreditzusagen, Garantien. Dasaußerbilanzielle Geschäft wird im Risikobericht mit einem Credit Conversion Faktor(CCF) gewichtet. |
| Buchwert jeAktie | Eigenkapital (exkl. AT1-Kapital, Dividendeund Aktienrückkauf) / im Umlauf befindlicheAktien | Der Buchwert je Aktie entspricht der Summe des den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbaren Eigenkapitals (exkl. AT1-Kapital und Dividende)dividiert durch die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am Ende der Periode |
| Common EquityTier 1 (CET1)Kapital | Basierend auf regulatorischen Werten nachCRR inklusive Zwischenergebnis undDividende (Bawag Group) | Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitals erfolgt gemäß CRR.Es weist die höchste Kapitalqualität auf und umfasst daher nur jeneKapitalinstrumente, die der Bank uneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigenDeckung von Risiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1 Kapitalder Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegen Risiken und Verluste. |
| Common EquityTier 1 (CET1)Kapitaltransitional | Basierend auf regulatorischen Werten nachCRR Übergangsregelungen (Bawag Group) | Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitals erfolgt gemäß CRR. Esweist die höchste Kapitalqualität auf und umfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die derBank uneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung von Risiken oder Verlustenzur Verfügung stehen. Je höher das CET1 Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeitder Bank gegen Risiken und Verluste. |
| Common EquityTier 1 (CET1)Quote | Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital /risikogewichtete Aktiva | Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischen Kennzahlen und zeigt dieKapitalstärke einer Bank, als Maßstab, finanziellem Stress standzuhalten. Die Kennzahl wirdvom Management laufend überwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichenMindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor der Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten wirdderen Auswirkung auf die CET1 Quote bemessen. Die CET1 Quote basiert auf denÜbergangsregelungen und beinhaltet Zwischenergebnis und abgegrenzte Dividende. |
| Cost/IncomeRatio (CIR) | Operative Aufwendungen / operative Erträge | Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen im Verhältnis zu denoperativen Erträgen und vermittelt ein klares Bild über die operative Effizienz der Bank.Die BAWAG Group verwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung derBank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderen Finanzinstituten. |
| Dividende jeAktie | Ausschüttung / im Umlauf befindliche Aktieninkl. LTIP-Tranchen | Die Dividende je Aktie zeigt den auszuschüttenden Gewinn pro dividendenberechtigterAktie. Als Basis für die dividendenberechtigten Aktien wurden die im Umlaufbefindlichen Aktien plus der im darauffolgenden Jahr zugeteilten LTIP-Tranche als Basisherangezogen. |
| DurchschnittlichezinstragendeAktiva | Zinstragende Aktiva per Monatsende /Anzahl der Monate | Durchschnitt der zinstragenden Aktiva per Monatsende innerhalb eines Quartals bzw.am Jahresende; wird verwendet zur Berechnung von Nettozinsmarge undRisikokostenquote (siehe Kennzahlen) |
| Eigenkapital | Eigenkapital, das den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist | Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt |
| Eigenkapitalabzgl.immateriellerVermögenswerte | Eigenkapital, vermindert um den Buchwertder immateriellen Vermögenswerte | Das Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist ein weiterer Indikator für dieTragfähigkeit von Banken und ermöglicht die Vergleichbarkeit der Banken in Bezug aufdas Eigenkapital ohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei der Berechnung desReturn on Tangible Common Equity im Nenner verwendet (siehe Kennzahl). |
| Ergebnis vorRisikokosten | Operative Erträge, vermindert um operativeAufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt |
| Gesamtkapital | Basierend auf regulatorischen Werten nachCRR inklusive Zwischenergebnis undDividende | Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorische Kennzahlen, welcheauf dem CET1 Kapital, erweitert um weitere Instrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier2), die nicht unter die enge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. DieGesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht, um die Einhaltung deraufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Allerdings ist das CET1Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche |
| Gesamtkapitalquote | Gesamtkapital / risikogewichtete Aktiva | Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sich dieBAWAG Group stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote. |
| Kundeneinlagen(Segmentsicht) | Kundeneinlagen, ausgewählte eigene Anleihenund zur Veräußerung gehalteneKundeneinlagen start:bausparkasse, | Kundeneinlagen inkl. eigene Anleihen die über das Filialnetzwerk und Privatplatzierungenverkauft wurden inkl. zur Veräußerung gehaltene Einlagen der start:bausparkasse,Deutschland. |
| Kundenkredite | Kundenkredite zu fortgeführtenAnschaffungskosten und zur Veräußerunggehaltenen start:bausparkasse, Deutschland | Der Buchwert der Kundenkredite, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziertwerden und die Kundenkredite der start:bausparkasse, Deutschland, die Ende 2023 alszur Veräußerung gehalten bilanziert werden. |
| Kundenrefinanzierung(Segmentsicht) | Kundeneinlagen, eigene Anleihen und zurVeräußerung gehaltene Kundeneinlagen start:bausparkasse, Deutschland | Kundeneinlagen inkl. gedeckter Schuldverschreibungen und vorrangiger Anleihen die über dasFilialnetzwerk und Privatplatzierungen verkauft wurden und die Kundenkredite derstart:bausparkasse, Deutschland, die Ende 2023 als zur Veräußerung gehalten bilanziert |
| Key PerformanceIndicator | Definition / Berechnung | Erläuterung |
|---|---|---|
| Kundenrefinanzierung(durchschnittlich) /Kundeneinlagen(durchschnittlich) | Täglicher Durchschnitt | Der Durchschnitt ist auf täglicher Basis berechnet. |
| Leverage Ratio | Tier 1 Kapital / Gesamtexposure(Berechnung nach CRR) | Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße und drückt das Verhältniszwischen dem Tier 1 Kapital und dem Gesamtexposure aus. Das Gesamtexposurebeinhaltet sowohl bilanzielle als auch bestimmte außerbilanzielle Posten; hierbeierfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt den Verschuldungsgrad der Bank. Je höher dieKennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad und desto höher dieWahrscheinlichkeit für der Bank, negativen Schocks standhalten zu können. |
| LiquidityCoverage Ratio(LCR) | Liquide Aktiva / Netto-Liquiditätsabflüsse(Berechnung nach CRR) | Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die vorsieht, dassBanken angemessene Liquiditätspuffer im Sinne von ausreichend hochliquiden Aktivahalten, um kurzfristige Schwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können.Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssenund -abflüssen unter Stressbedingungen während 30 Tagen standhalten können. DieKennzahl wird vom Management der Bank laufend überwacht, um dieaufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigen Liquiditätsanforderungen |
| Nettogewinn | Periodengewinn nach Steuern, der denEigentümern des Mutterunternehmenszurechenbar ist | Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nach Steuern in absolutenZahlen für die jeweilige Periode gemäß dem Konzernabschluss, der den Eigentümerndes Mutterunternehmens zurechenbar ist. |
| Nettogewinn jeAktie | Nettogewinn / gewichtete durchschnittlicheverwässerte Anzahl der Aktien im Umlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie (verwässert) amNettogewinn nach Steuern. |
| Nettozinsmarge | Nettozinsertrag / durchschnittliche zinstragendeAktiva | Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher der Zinsertrag aus Kreditenund anderen Aktiva in einer Periode abzgl. des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstigeVerbindlichkeiten durch die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva dividiert wird. DieKennzahl wird zum externen Vergleich mit anderen Banken sowie als internes Maß zurRentabilität von Produkten und Segmenten verwendet. |
| Non-performingloans (NPL)-Quote | Non-Performing Loans (NPLs) / Exposure | Die NPL-Quote ist eine Kennzahl zur Darstellung des als wirtschaftlich notleidend klassifiziertenKreditengagements im Verhältnis zum Gesamtkreditrisikoexposure (bilanzielle undaußerbilanzielle Forderungen). Die Kennzahl spiegelt die Qualität des Kreditportfolios und desKreditrisikomanagements der Gruppe wider. |
| Non-performingloans (NPL)-Deckungsquote | Wertberichtigungen Stufe 3 inkl. Prudential Filterund Sicherheiten / ökonomisches NPL Exposure | Die NPL-Deckungsquote zeigt die Relation der Wertberichtigungen der Stufe 3 inkl. PrudentialFilter und Sicherheiten zum ökonomischen NPL Exposure. |
| Non-performingloans (NPL)-Wertberichtigungsdeckungsquote | Wertberichtigungen Stufe 3 inkl. PrudentialFilter / ökonomisches NPL Exposure | Die NPL-Wertberichtigungsdeckungsquote zeigt die Relation der Wertberichtigungen der Stufe3 inkl. Prudential Filter zum ökonomischen NPL Exposure. |
| OperativesErgebnis | Operative Erträge, vermindert um operativeAufwendungen und die regulatorischenAufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. |
| OperativeErträge | Summe aus operativenKernerträgen, Gewinnen und Verlusten ausFinanzinstrumenten und den sonstigenbetrieblichen Erträgen und Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. |
| OperativeKernerträge | Summe aus Nettozinsertrag undProvisionsüberschuss | Die operativen Kernerträge setzen sich aus den Einzelposten Nettozinsertrag undProvisionsüberschuss zusammen und zeigen den Erfolg der Bank in ihrenKernaktivitäten. |
| Prudential Filter(PF) | Sonstige Abzüge von Eigenmitteln | Reduzierung der Eigenmittel um einen berechneten Teil des Non-Performing-Exposures (CRR),der nicht ausreichend durch Rückstellungen oder andere Anpassungen gedeckt ist. |
| Return onCommon Equity(RoCE) | Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. AT1-Kapital, Dividendeund Aktienrückkauf | Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bank für das Management undInvestoren dar. Es wird der Nettogewinn aus der Gewinn- und Verlustrechnung entweder zuEigenkapital oder zu Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Common Equity bzw. Returnon Tangible Common Equity zeigt die Effizienz der Bank in Bezug auf das von den Eigentümern |
| Return onTangibleCommon Equity(RoTCE) | Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. immateriellerVermögenswerte, abzgl. AT1-Kapital,Dividende und Aktienrückkauf | investierte Kapital und dementsprechend den Erfolg ihres Investments. Die "Return on…"-Kennzahlen vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilität zwischen Banken. Die Zuteilungdes Eigenkapitals auf die Segmente basiert auf einem internen Modell unter Berücksichtigungder risikogewichteten Aktiva und der Bilanzsumme. |
| Key PerformanceIndicator | Definition / Berechnung | Erläuterung |
|---|---|---|
| RisikogewichteteAktiva | Basierend auf regulatorischen Werten nachIFRS CRR (BAWAG Group) | Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert. Der Wert beschreibt denabsoluten Betrag des Risikos einer Bank und beinhaltet sowohl bilanzielle als auchaußerbilanzielle Positionen. Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B.Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtliche Risikogewichtung für jedePosition in Abhängigkeit vom (externen) Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen.Risikogewichtete Aktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1 Quote(siehe oben). Ab 2025 inklusive CRR III Phase-In. |
| Risikokosten /ZinstragendeAktiva;(Risikokostenquote) | Risikokosten (Rückstellungen undKreditrisikovorsorgen, außerplanmäßigeAbschreibungen, operationelles Risiko undVerbriefungskosten) / durchschnittlichezinstragende Aktiva) | Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisikomanagements und desKreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten in einer Periode im Verhältnis zu dendurchschnittlichen zinstragenden Aktiva und ermöglicht ein Benchmarking mit anderenBanken. Gründe für geringe Risikokosten können hohe Sicherheiten und/oder eine laufendeÜberwachung der Ratings der Kunden sein. Daraus ergibt sich, dass es nur zu geringenKreditausfällen kommt und nur ein geringer Bedarf für Wertberichtigungen besteht. |
| RWA Density | Risikogewichtete Aktiva / Bilanzsumme | Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche "Risikogewichtung" derBilanz einer Bank, also die gesamten risikogewichteten Aktiva (siehe oben) imVerhältnis zur Bilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittliche Risikogewichtungder Aktiva basierend auf den aufsichts-rechtlichen Risikogewichtungen, welche durchdie Qualität der Aktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methoden zurEinschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden. |
| Sonstige Erträge | Summe aus Gewinne und Verluste ausFinanzinstrumenten inkl. sonstigebetriebliche Erträge und Aufwendungen | Die sonstigen Erträge setzen sich aus den Einzelposten Gewinne und Verluste ausFinanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen zusammen. |
| UnverwässertesErgebnis je Aktie | Nettogewinn abzüglich AT1- Kupon /gewichtete durchschnittliche Anzahl derAktien im Umlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie (unverwässert) amNettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1- Kupon). |
| VerwässertesErgebnis je Aktie | Nettogewinn abzüglich AT1- Kupon /gewichtete durchschnittliche undverwässerte Anzahl der Aktien im Umlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie (verwässert) amNettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1- Kupon). |
| ZinstragendeAktiva | Finanzielle Vermögenswerte +Vermögenswerte zu fortgeführtenAnschaffungskosten | Die zinstragenden Aktiva ergeben sich aus der Summe der finanziellenVermögenswerte und der Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten inkl.dem Kundengeschäft relevanter Bilanzpositionen. |
GLOSSAR
| Assoziierte Unternehmen | Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und die nach derEquity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. |
|---|---|
| Backtesting | Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlich eingetretenenErgebnissen. |
| Bankbuch | Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuchzugeordnet werden. |
| Branchen-klassifizierung | Zuteilung auf einzelne Branchen gemäß interner Branchenkennzeichnung |
| Cash Flow Hedge | Ein Cash Flow Hedge ist die Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme, das ein bestimmtes miteinem bilanzierten Vermögenswert bzw. einer bilanzierten Verbindlichkeit oder dem mit einer erwarteten und mithoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenes Risiko zurückzuführen ist undAuswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte. |
| CDS | Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehen oder Wertpapierenverbrieft. |
| CLO | Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind. |
| Cross Selling | Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden. |
| CRR | Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung(EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR; in der geltenden Fassung. |
| Derivate | Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien, Anleihen, etc.).Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps. |
| Erwarteter Kreditverlust | Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected Credit Loss, ECL) anhandwahrscheinlichkeitsgewichteter zukünftiger Cash-flows und Verluste bestimmen. Der ECL ist im Wesentlichen als Differenzzwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus den Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und denerwarteten Zahlungsströmen (unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und erwarteten Verlustraten) definiert. |
| Fair Value | Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf einesVermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. |
| Fair Value Hedge | Vornehmlich festverzinste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivaten gegenÄnderungen des Fair Values abgesichert. |
| Futures | Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Handelsobjekt zueinem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss. |
| Hedge Accounting | Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen einesSicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren. |
| Hedging | Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen |
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung einer adäquatenEigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten. |
| ILAAP | Internal Liquidity Adequacy Assessment Process; ein interner Prozess, um sicher zu stellen, dass die Bank robusteStrategien, Verfahren, Prozesse und Systeme zwecks Identifikation, Messen, Verwalten und Überwachung desLiquiditäsrisikos hat. |
| Investment Properties | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. |
| Monte-Carlo-Simulation | Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme durch Modellierung von Zufallsgrößen. |
| Option | Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einer festgelegten Fristoder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). |
| OTC | Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eine Börse, sonderndirekt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird. |
| SALCO | Strategic Asset Liability Committee; ein Bankenkomitee, in dem der gesamte Vorstand vertreten ist, das über die wichtigstenFragen in Bezug auf Liquidität, Kapital und Zinsen entscheidet. |
| Stage 2 Asset Ratio | Stage 2 Assets der Kundenassets in % (Retail & SME, Corporates, Real Estate excl. Public) |
| Swap | Finanzinstrument, welches dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Vertragspartnern dient. |
| Wertberichtigung Stufe 1 | Erwarteter Kreditverlust auf Vermögenswerte ohne Erhöhung des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung |
| Wertberichtigung Stufe 2 | Erwarteter Kreditverlust seit Ersterfassung, aber nicht bonitätsinduziert |
| Wertberichtigung Stufe 3 | Wertberichtigung und Rückstellungen für notleidende Finanzinstrumente |
| Wirtschaftliche Sicherheitenwerteauf Exposure begrenzt | Marktwert aller wirtschaftlichen Sicherheiten nach Anwendung interner Abschläge. |
IMPRESSUM
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