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AEGON LTD. Interim / Quarterly Report 2024

Aug 2, 2024

30489_ir_2024-08-02_f5e09a5c-12fd-4f29-a0f0-ca4fcd37b96a.pdf

Interim / Quarterly Report

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30.06.2024 HALBJAHRESFINANZBERICHT PER

INHALT

3 KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT

  • 4 Wirtschaftliche und Regulatorische Entwicklungen
  • 6 Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • 11 Geschäftssegmente
  • 16 Risikomanagement
  • 17 Ausblick und Ziele

19 KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS

  • 20 Konzernrechnung
  • 27 Anhang (Notes)
  • 68 Risikobericht
  • 92 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

93 DEFINITIONEN

Disclaimer:

Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.

Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.

Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.

Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.

Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.

Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN

MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN

Das makroökonomische Umfeld war in den ersten sechs Monaten von einem gemischten Bild geprägt. Die Verbraucherpreisinflation in Europa und den Vereinigten Staaten (USA) ging zwar zurück, blieb aber mit Niveaus von 2,6% im Euroraum, 3,3% in Österreich, 2,8% in Deutschland, 2,7% in den Niederlanden und 3,3% in den USA (Daten per Mai 2024 oder aktueller) auf einem hohen Niveau. Die Auswirkungen der Lohn-Preis-Spirale sorgen neben anderen Entwicklungen in einigen Märkten für einen dauerhafteren Inflationsdruck.

Nach zehn Leitzinserhöhungen beendete die EZB den Zinserhöhungszyklus im Juni 2024 mit einer Senkung um 25 Basispunkte auf einen Einlagensatz von 3,75%. Weitere Zinssenkungen sind abhängig von makroökonomischen Daten und werden von der Dynamik der Verbraucherpreise und Löhne abhängen. Die US-Notenbank verfolgt einen ähnlichen Ansatz, hält den Leitzins aber noch in einer Spanne von 5,25% bis 5,50% (keine Zinsänderungen seit Juli 2023). Das Umfeld steigender Zinsen hat die private Investitionstätigkeit in Sachanlagen sowie die Bautätigkeit gedämpft. Der Welthandel ist ebenfalls zurückgegangen, was zu einer gedämpften Exportnachfrage führte, während der private Verbrauch relativ solide blieb. Im ersten Quartal 2024 wuchs das BIP in Österreich um +0,2%, in Deutschland um +0,2%, in den Niederlanden um +0,3%, in der Eurozone um +0,3% und in den USA um +1,3%. 1)

Marktentwicklungen in Österreich2)

Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten in Österreich stagnierte aufgrund hoher Zinsen (Wachstumsraten von rund 0,2% gegenüber dem Vorjahr per Q1 2024). Die Kredite an private Haushalte entwickelten sich weniger dynamisch, das Volumen der aushaftenden Kredite sank in Q1 2024 um rund 2,2% gegenüber dem Vorjahr. Das hohe Zinsniveau sowie die sich verschlechternde Konsumentenstimmung sind die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung.

Die Hauspreise in Österreich sind seit Q3 2022 rückläufig, der nationale Index für Wohnimmobilien ist seit Jahresende 2022 um rund 3% gesunken. Eine wachsende Bevölkerung und steigende Löhne stützen weiterhin die Nachfrage nach Wohnraum. Die Einlagendynamik der österreichischen Haushalte blieb hinter der Entwicklung des VPI zurück, was einen Rückgang von Vermögen und Kaufkraft durch die Inflation verdeutlicht. Die Einlagen der österreichischen Haushalte stiegen im Zeitraum Q1 2023 bis Q1 2024 (2,9% gegenüber dem Vorjahr).

Ausblick

Die Aussichten bleiben angesichts der verschiedenen Wahlen in großen westlichen Ländern, geopolitischer Konflikte und ungewisser wirtschaftlicher Entwicklungen unklar. Geldpolitische Fehler in beide Richtungen bleiben ein Risiko, d.h. zu niedrige Zinsen, die zu einer übermäßigen Inflation führen, oder zu hohe Zinssätze, die wiederum die wirtschaftliche Erholung bremsen. Dieses Risiko kann jedoch durch einen datengestützten und aufmerksamen Entscheidungsprozess, den die Zentralbanken in ihrer öffentlichen Kommunikation immer wieder betonen, gesteuert werden. Sowohl die Federal Reserve als auch die EZB könnten die Zinsen im zweiten Halbjahr 2024 (weiter) senken. Ein ausgewogener Ansatz, der zu einer weichen Landung führt, d.h. zu einem Rückgang der Inflation ohne ausgeprägte Rezession, bleibt ein immer wahrscheinlicheres Szenario.

Für 2024 wird ein BIP-Wachstum von +0,3% in Österreich, +0,1% in Deutschland, +0,8% in den Niederlanden, +0,8% in der Eurozone und +2,0% in den USA erwartet. 1)

Ausblick 2024 Österreich Deutschland Niederlande Eurozone USA
BIP (% im Jahresvergleich) 0,3 0,1 0,8 0,8 2,0
Inflation (HVPI, %) 3,6 2,4 2,5 2,5 2,6

Quelle: EU Kommission und Conference Board, Mai 2024 Core PCE inflation for US, Juni 2024

1) Quelle: EU Kommission and Conference Board for US

2) Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB)

REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre direkte Aufsicht über die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone, einschließlich der BAWAG Group, im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) fort. Die Aufsichtsprioritäten des SSM für die Jahre 2024-2026 spiegeln die mittelfristige Strategie der EZB-Bankenaufsicht wieder und setzen sich aus der Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen unmittelbare makrofinanzielle und geopolitische Schocks, der Beschleunigung der effektiven Beseitigung von Mängeln in der Governance und beim Management von Klima- und Umweltrisiken sowie weiteren Fortschritten bei der digitalen Transformation und Erstellung robuster Rahmen für die operative Widerstandsfähigkeit zusammen.

Am 27. Oktober 2021 verabschiedete die Europäische Kommission eine Überarbeitung der CRR und CRD. Mit diesem Paket wird die Umsetzung der internationalen Basel-III-Vereinbarung (auch als Basel IV bekannt) in der EU abgeschlossen, wobei die Besonderheiten des EU-Bankensektors berücksichtigt wurden. Obwohl der Zeitplan des Basler Ausschusses vorsieht, dass die Reformen am 1. Jänner 2023 umgesetzt werden sollen (wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie bereits um ein Jahr verschoben), wird in der EU der 1. Jänner 2025 als Umsetzungstermin genannt, wobei die Übergangsregeln über einen weiteren Zeitraum von fünf Jahren gelten sollen. Am 19. Juni wurden die finalen Basel IV Texte im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht.

Die wichtigsten Punkte des Bankenpakets bestehen vor allem aus bedeutenden Anpassungen der Messmethoden für das Kredit-, Markt- und operationelle Risiko. Die wichtigsten Elemente sind:

  • Einführung eines Output-Floors, der die Kapitalvorteile von Risikomodellen begrenzt
  • Aktualisierung des Standardansatzes für das Kreditrisiko
  • Änderungen des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRB) für das Kreditrisiko
  • Ein neuer Rahmen für das operationelle Risiko
  • Änderungen des Marktrisikorahmens und der Berechnung von Kreditbewertungsanpassungen (CVA)

Die BAWAG bereitet sich auch auf die kommenden ESG-Anforderungen vor und arbeitet an der Umsetzung der EU-Verordnung 2019/2088 zu nachhaltigkeitsbezogenen Angaben im Finanzdienstleistungssektor, welche zuletzt durch die delegierte Verordnung 2022/1288 ergänzt wurde, sowie an erweiterten Säule-III-Offenlegungsanforderungen. Ein weiterer Meilenstein für die Nachhaltigkeitstransformation wird in diesem Jahr erfolgen: die Bestimmungen der EU-Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive; CSRD) werden erstmals im Geschäftsjahr 2024 für die im Jahr 2025 veröffentlichten Berichte angewandt. Um den kommenden Anforderungen gerecht zu werden, wurden bereits in den vergangenen Jahren neben den bereits ernannten ESG-Beauftragten auch Arbeitsgruppen innerhalb der BAWAG Group eingerichtet.

Wir werden die anstehenden regulatorischen Änderungen weiterhin proaktiv und regelmäßig beobachten und in unseren Geschäftsplänen entsprechend berücksichtigen. Die BAWAG Group sieht sich aufgrund ihrer starken Kapitalposition und ihres profitablen Geschäftsmodells gut auf die kommenden Anforderungen vorbereitet.

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € Jan-Jun2024 Jan-Jun2023 Veränderung Veränderung(%)
Nettozinsertrag 607,1 599,9 7,2 1,2
Provisionsüberschuss 162,3 153,0 9,3 6,1
Operative Kernerträge 769,4 752,9 16,5 2,2
Sonstige Erträge1) -3,7 -3,1 -0,6 -19,4
Operative Erträge 765,7 749,9 15,8 2,1
Operative Aufwendungen2) -239,9 -232,2 -7,7 3,3
Ergebnis vor Risikokosten 525,8 517,7 8,1 1,6
Regulatorische Aufwendungen -7,6 -38,2 30,6 -80,1
Operatives Ergebnis 518,2 479,4 38,8 8,1
Risikokosten -57,8 -41,0 -16,8 41,0
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen 1,5 0,9 0,6 66,7
Periodengewinn vor Steuern 461,9 439,3 22,6 5,1
Steuern vom Einkommen -114,7 -113,9 -0,8 0,7
Periodengewinn nach Steuern 347,2 325,5 21,7 6,7
Nicht beherrschende Anteile 0,0
Nettogewinn 347,2 325,5 21,7 6,7
  1. Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.

2)Gemäß IFRS umfassen die "Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 5,3 Mio. € für das erste Halbjahr 2024. Die "Operativen Aufwendungen" enthalten ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € für das erste Halbjahr 2024. Das Management der BAWAG Group betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im konsolidierten Zwischenlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.

Der Periodengewinn nach Steuern stieg im ersten Halbjahr 2024 um 6,7% auf 347,2 Mio. €. Die zugrunde liegende Entwicklung des operativen Geschäfts blieb im ersten Halbjahr 2024 stark, mit operativen Kernerträgen von 769,4 Mio. € und einem Ergebnis vor Risikokosten in Höhe von 525,8 Mio. €.

Der Nettozinsertrag stieg um 1,2% auf 607,1 Mio. €, was auf eine höhere Nettozinsmarge zurückzuführen ist.

Der Provisionsüberschuss stieg um 6,1% auf 162,3 Mio. €, was vor allem auf eine Erholung im Zahlungsverkehr und dem Beratungsgeschäft zurückzuführen ist.

Die sonstigen Erträge betrugen im ersten Halbjahr 2024 -3,7 Mio. €, verglichen zu -3,1 Mio. € im ersten Halbjahr 2023.

Die operativen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Halbjahr 2024 um 3,3% auf 239,9 Mio. € resultierend aus dem Abschluss des neuen Bankenkollektivvertrags (ab April). Andere Initiativen, die über die letzten Jahre hinweg umgesetzt wurden, kompensierten einen weiteren inflationsbedingten Anstieg.

Die regulatorischen Aufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2024 7,6 Mio. €, was einem Rückgang von 80% zum Vorjahr entspricht, da sowohl der Einlagensicherungsfond als auch der europäische Abwicklungsfond komplett finanziert ist.

Die Risikokosten erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 auf 57,8 Mio. €. Die Qualität unseres Kreditportfolios blieb mit einer NPL Quote von 1,1% während der ersten sechs Monate 2024 weiterhin stark. Der ECL Management Overlay, der dazu gebildet wurde, um wirtschaftliche Unsicherheiten zu adressieren, wurde bei 80 Mio. € belassen.

Aktiva

in Mio. € Jun2024 Dez2023 Veränderung(%) Jun2023 Veränderung(%)
Barreserve 977 686 42,4 646 51,2
Finanzielle Vermögenswerte
Handelsbestand 61 103 -40,8 123 -50,4
Zum Zeitwert über die GuV geführt 659 593 11,1 597 10,4
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte 2.749 2.802 -1,9 2.759 -0,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 47.352 49.074 -3,5 48.293 -1,9
Kunden 32.366 32.871 -1,5 34.295 -5,6
Schuldtitel 3.555 3.660 -2,9 3.293 8,0
Kreditinstitute 11.431 12.543 -8,9 10.705 6,8
Bewertungsanpassungen für gegenZinsrisiken abgesicherte Portfolien -451 -310 -45,5 -600 24,8
Sicherungsderivate 80 247 -67,6 172 -53,5
Sachanlagen 307 326 -5,8 342 -10,2
Immaterielle Vermögenswerte 253 255 -0,8 259 -2,3
Steueransprüche für laufende Steuern 9 22 -59,1 16 -43,8
Steueransprüche für latente Steuern 28 14 100 36 -22,2
Sonstige Vermögenswerte 222 246 -9,8 233 -4,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristigeVermögenswerte 495 538 -8,0 5 >100
Bilanzsumme 52.741 54.596 -3,4 52.881 -0,3

Die Barreserve stieg auf 1,0 Mrd. € per Ende Juni 2024 verglichen zu 0,7 Mrd. € per Jahresende 2023.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten sanken um 1,7 Mrd. € bzw. 3,5% im Vergleich zum Jahresende 2023 und betrugen per Ende Juni 2024 47,4 Mrd. €. Das Kundenvolumen sank um 1,5% im selben Vergleichszeitraum aufgrund der allgemein reduzierten Kreditnachfrage.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte inkludieren die Umgliederung der start:bausparkasse AG, Deutschland, die am 1.Juli 2024 verkauft wurde.

Passiva

in Mio. € Jun2024 Dez2023 Veränderung(%) Jun2023 Veränderung(%)
Verbindlichkeiten 49.260 50.767 -3,0 49.389 -0,3
Finanzielle Verbindlichkeiten - -
Zum Zeitwert über die GuV geführt 102 136 -25,0 165 -38,2
Handelsbestand 435 463 -6,0 615 -29,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 47.335 48.264 -1,9 47.444 -0,2
Kunden 32.297 32.886 -1,8 33.002 -2,1
Eigene Emissionen 14.196 13.595 4,4 12.841 10,6
Kreditinstitute 842 1.783 -52,8 1.601 -47,4
Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen 0 402 -100 398 -100
Bewertungsanpassungen für gegenZinsrisiken abgesicherte Portfolien -479 -415 -15,4 -780 38,6
Sicherungsderivate 231 214 7,9 313 -26,2
Rückstellungen 249 231 7,8 282 -11,7
Steuerschulden für laufende Steuern 9 16 -43,8 21 -57,1
Steuerschulden für latente Steuern 95 75 26,7 55 72,7
Sonstige Verbindlichkeiten 847 899 -5,8 876 -3,3
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen,die zur Veräußerung gehalten werden 436 482 -9,5 0 >100
Gesamtkapital 3.481 3.829 -9,1 3.492 -0,3
Eigenkapital, das den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist 3.010 3.358 -10,4 3.021 -0,4
AT1-Kapital 471 471 - 471 -
Nicht beherrschende Anteile 0 0 - 0 -
Summe Passiva 52.741 54.596 -3,4 52.881 -0,3

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sanken zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 um 0,9 Mrd. € bzw. 1,9% auf 47,3 Mrd. €.

Das Gesamtkapital inklusive des Additional-Tier-1-Kapitals betrug zum 30. Juni 2024 3,5 Mrd. €.

KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSPOSITION

Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar. Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Zum 30. Juni 2024 lagen die Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) auf Ebene der BAWAG Group bei 16,5% (CET1), 18,8% (Tier 1) bzw. 22,1% (Gesamtkapital).

Verwendung von Kapital

Im Februar unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb von 100% der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.) zu einem Preis von 510 Mio. €, zahlbar beim Closing. Die Akquisition wird die Präsenz der BAWAG im niederländischen Retail- & SME-Geschäft erweitern und sie für zukünftiges Wachstum in einem der Kernmärkte der Bank positionieren. Per Dezember 2023 verfügte Knab über eine Bilanzsumme von 17,8 Mrd. €, die sich hauptsächlich aus niederländischen Hypotheken zusammensetzt, sowie über 12,2 Mrd. € Kundeneinlagen und 2,5 Mrd. € an covered bonds. Neben der Übernahme von Knab wurde vereinbart, die Verwaltung von Hypotheken in der Knab-Bilanz zeitnah nach Abschluss der Transaktion von der a.s.r. auf die BAWAG zu übertragen, wofür der a.s.r. eine zusätzliche Gegenleistung in Höhe von 80 Mio. € gezahlt wird. Die Transaktion wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.

Am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC. Mit dieser Übernahme erweitert die BAWAG Group ihre Präsenz in der DACH/NL-Region und positioniert sich für zukünftiges Wachstum in einem der Kernmärkte der Bank. Zum 31. März 2024 verfügte die Barclays Consumer Bank Europe über ein Bruttovermögen von 4,7 Mrd. €, das hauptsächlich aus Karten- und Kreditforderungen bestand, von denen rund 2 Mrd. € auf Kreditkartenforderungen entfielen. Die Akquisition schafft langfristigen Wert für das BAWAG-Geschäft, mit einem erwarteten Beitrag zum Ergebnis vor Steuern von mehr als 100 Mio. € im Jahr 2027, sobald die Transaktion vollständig integriert ist. Die Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, voraussichtlich in Q4 2024 / Q1 2025 stattfinden.

Es wird erwartet, dass beide Transaktionen zusammen bis 2027 einen Gewinn vor Steuern von mehr als 250 Mio. € beitragen werden. Die beiden Transaktionen werden ca. 250-300 Basispunkte von CET1 auf Ebene der BAWAG Group verbrauchen und müssen von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Entwicklungen in anderen Arten der Finanzierung

Eine zentrale Rolle im Rahmen unserer Tätigkeit spielt die Transformation von Einlagen und anderen Formen der Refinanzierung in Darlehen. Kundeneinlagen bilden nach wie vor einen Grundpfeiler unserer Refinanzierungsstrategie. Per 30. Juni 2024 wurden ca. 60% unserer Aktiva über Kundeneinlagen refinanziert. Dies wird ergänzt durch verschiedene Formen der Refinanzierung über den Kapitalmarkt.

Die BAWAG P.S.K war ein aktiver Emittent im Bereich der Pfandbriefe mit einer erfolgreichen Benchmark-Platzierung in Höhe von 750 Mio. € in der ersten Hälfte des Jahres 2024.

Die BAWAG P.S.K. hat ihre Refinanzierung im Rahmen des TLTRO III Programms der EZB vollständig zurückgezahlt.

Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL)

Im ersten Quartal 2024 erhielt die BAWAG P.S.K. die neue MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board ("SRB"). Die Entscheidung basiert auf einer Single-Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Die MREL-Anforderung (inkl. Combined-Buffer-Erfordernis) 1) wurde darin auf 27,1% der RWA auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt und ist per 1. Jänner 2024 zu erfüllen. Die derzeitige MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis. Zusätzlich zur MREL-Anforderung als Prozentsatz von RWA beinhaltet die SRB-Entscheidung auch eine Anforderung als Prozentsatz der LRE (Leverage Ratio Exposure). Dieses wurde auf 5,9% auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt, anwendbar per 1. Jänner 2022.

Per 30. Juni 2024 verfügte die BAWAG P.S.K. Gruppe über MREL-fähige Instrumente von 31,3%2) der RWA und 10,3% der LRE. Damit erfüllte die BAWAG die finalen Anforderungen auf Basis der RWA und der LRE.

Liquiditätsmanagement

Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei und übertrifft damit deutlich die regulatorischen LCR-Anforderung von 100%.

Credit Rating

Am 29. Juni 2024 bestätigte Moody's Ratings (Moody's) das langfristige Einlagen-, Emittenten- und Senior Unsecured Rating der BAWAG P.S.K. AG von A1 und änderte den Ausblick von positiv auf stabil.

1) Basierend auf Juni 2024 Werten 2) Zahl auf BAWAG P.S.K.-Ebene

GESCHÄFTSSEGMENTE

Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftssegmente der BAWAG Group. Weitere Details dazu finden sich im Kapitel "Segmentberichterstattung" im Anhang (Notes).

RETAIL & SME

Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete das Segment Retail & SME einen Jahresüberschuss vor Steuern von 358,3 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 35,7%; die Cost/Income Ratio lag bei 30,6%. Das Wachstum an Kundenkrediten blieb aufgrund des höheren Zinsumfelds und des insgesamt vorsichtigen Kundenverhaltens gedämpft. Das Zahlungsverkehr- und Beratungsgeschäft erholte sich in den ersten sechs Monaten 2024 von einem niedrigeren Niveau in 2023. Wir behielten unseren Fokus auf risikoadjustierte Erträge bei, da wir uns auf verantwortungsvolles und profitables Wachstum fokussieren. Die Qualität unserer Aktiva blieb mit einer NPL-Quote von 1,9% solide. Die Kundenrefinanzierungen, die sich aus Kundeneinlagen sowie in Österreich hypothekarisch, besicherten AAA-Anleihen zusammensetzen, betrugen 37,4 Mrd. €, was einem Anstieg von 1% im Vergleich zu den ersten sechs Monaten in 2023 entspricht. Gleichzeitig setzten wir unsere strategischen Initiativen fort, um unseren Kunden einfache, transparente und leistbare Finanzprodukte und -dienstleistungen anzubieten, die sie benötigen und die ihre finanzielle Gesundheit fördern.

Finanzergebnisse

Ertragszahlen(in Mio. €) Jan-Jun2024 Jan-Jun2023 Vdg.(%)
Nettozinsertrag 447,1 423,9 5,5
Provisionsüberschuss 147,0 135,1 8,8
Operative Kernerträge 594,1 559,0 6,3
Sonstige Erträge 1) 1,5 2,3 -34,8
Operative Erträge 595,6 561,3 6,1
Operative Aufwendungen -182,2 -173,1 5,3
Ergebnis vor Risikokosten 413,4 388,2 6,5
Regulatorische Aufwendungen -4,3 -12,7 -66,1
Risikokosten -50,8 -39,4 28,9
Periodengewinn vor Steuern 358,3 336,1 6,6
Steuern vom Einkommen -89,6 -84,0 6,7
Nettogewinn 268,7 252,1 6,6
Kennzahlen Jan-Jun2024 Jan-Jun2023 Vdg.(%Pkte.)
Return on Tangible Common Equity 2) 35,7% 37,2% -1,5
Nettozinsmarge 4,08% 3,82% 0,26
Cost/Income Ratio 30,6% 30,8% -0,2
Risikokosten / zinstragende Aktiva 0,46% 0,36% 0,10
NPL Ratio 1,9% 1,7% 0,2
  1. Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.

  2. Exkl. AT1-Kapital und erwartender Dividende. Juni 2023 abzgl. dem im 2. Halbjahr 2023 durchgeführten Aktienrückkaufes iHv. 175 Mio. €.

Geschäftsvolumina(in Mio. €) Jun 2024 Dez 2023 Vdg.(%) Jun 2023 Vdg.(%)
Zinstragende Aktiva 21.836 22.021 -0,8 22.033 -0,9
Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) 3) 21.892 22.064 -0,8 22.166 -1,2
Risikogewichtete Aktiva 9.510 9.354 1,7 9.295 2,3
Eigene Emissionen 9.812 10.003 -1,9 9.651 1,7
Kundeneinlagen 27.399 27.301 0,4 27.327 0,3
Kundeneinlagen (Durchschnitt) 3) 26.585 26.458 0,5 26.686 -0,4
Kundenrefinanzierung 37.356 37.456 -0,3 36.978 1,0
Kundenrefinanzierung(Durchschnitt) 3) 37.484 37.009 1,3 36.799 1,9
  1. Dez 2023: Durchschnitt bezogen auf Gesamtjahr.

Ausblick

Wir werden weiterhin unsere langfristige, auf unsere 2,1 Millionen Kunden ausgerichtete Strategie umsetzen, die sicherstellt, dass die besten Produkte und Dienstleistungen effizient und reibungslos angeboten werden. Wir unterzeichneten zwei einzigartige Zukäufe, die unsere Kundenbasis und unser Retail & SME Geschäft in der DACH/NL-Region erweitern werden. Während wir durch ein aufgrund von höheren Zinssätzen und einer allgemein zurückhaltenden Kreditnachfrage herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds navigieren mussten, bleibt unser Versprechen gegenüber unseren Kunden gleich: Wir bieten unseren Kunden einfache, transparente und unkomplizierte Produkte, wann immer sie diese brauchen.

Am 1. Februar 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. einen Kaufvertrag über den Erwerb von 100 % der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.). Mit dieser Akquisition erweitert die BAWAG Group ihre Präsenz im niederländischen Retail & SME-Geschäft und positioniert sich für zukünftiges Wachstum in einem unserer Kernmärkte.

Am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC. Der Zukauf wird BAWAG Group's Fußabdruck im deutschen Privatkundengeschäft erweitern und uns für zukünftiges Wachstum in einem unserer Kernmärkte positionieren.

Die Transaktionen werden vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, voraussichtlich in Q4 2024 / Q1 2025 abgeschlossen werden. Zusammen sollen sie bis 2027 einen Gewinn vor Steuern von über 250 Mio. € einbringen.

CORPORATES, REAL ESTATE & PUBLIC SECTOR

Das Segment Corporates, Real Estate & Public Sector erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Jahresüberschuss vor Steuern von 107,4 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 23,2% bei einer Cost/Income-Ratio von 24,8%. Die Kernerträge gingen im Jahr 2024 um 4,3% zurück, da unser Fokus nicht auf Volumenwachstum sondern auf risikoadjustierte Renditen liegt. Die Qualität unserer Aktiva blieb anhaltend stark mit einer NPL Quote von 0,8% und einer Risikokostenquote von 10 Basispunkten im ersten Halbjahr 2024. Die Kundenrefinanzierungen, die sich aus Einlagen des öffentlichen Sektors und Kommerzkunden sowie AAA besicherten Anleihen von österreichischen Körperschaften zusammensetzen, lagen bei 8,1 Mrd. € und somit um 3,3% unter dem Vorjahr.

Finanzergebnisse

Jan-Jun Jan-Jun Vdg.
(%)
139,2 144,0 -3,3
16,4 18,6 -11,8
155,6 162,6 -4,3
-0,9 -1,6 -43,8
154,7 161,0 -3,9
2,7
116,3 123,6 -5,9
-1,8 -8,2 -78,0
-7,1 0,0 n. a.
107,4 115,4 -6,9
-7,3
80,6 86,5 -6,8
2024-38,4-26,8 2023-37,4-28,9
Kennzahlen Jan-Jun2024 Jan-Jun2023 Vdg.(%Pkte.)
Return on Tangible Common Equity 2) 23,2% 23,3% -0,1
Nettozinsmarge 2,04% 2,01% 0,03
Cost/Income Ratio 24,8% 23,2% 1,6
Risikokosten / zinstragende Aktiva 0,10% 0,00% 0,10
NPL Ratio 0,8% 0,7% 0,1
Geschäftsvolumina(in Mio. €) Jun 2024 Dez 2023 Vdg.(%) Jun 2023 Vdg.(%)
Zinstragende Aktiva 13.234 13.328 -0,7 13.742 -3,7
Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) 3) 13.656 13.946 -2,1 14.349 -4,8
Risikogewichtete Aktiva 5.054 6.352 -20,4 6.988 -27,7
Eigene Emissionen 1.289 557 >100 524 >100
Kundeneinlagen 5.979 6.875 -13,0 5.540 7,9
Kundeneinlagen (Durchschnitt) 3) 6.444 5.661 13,8 5.197 24,0
Kundenrefinanzierung 8.053 8.325 -3,3 7.158 12,5
Kundenrefinanzierung(Durchschnitt) 3) 8.330 7.240 15,1 6.864 21,4

1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. 2) Exkl. AT1-Kapital und erwartender Dividende. Juni 2023 abzgl. dem im 2. Halbjahr 2023 durchgeführten Aktienrückkaufes iHv. 175 Mio. €.

3)Dez 2023: Durchschnitt bezogen auf Gesamtjahr.

Ausblick

Nachdem wir in den ersten sechs Monaten 2024 geduldig geblieben sind, sehen wir für das restliche Jahr eine solide Pipeline vielfältiger Möglichkeiten. Der Wettbewerb um defensive Transaktionen von hoher Qualität bleibt jedoch unverändert hoch. Wir werden weiterhin diszipliniert und konservativ bei der Kreditvergabe bleiben und auf risikoadäquate Erträge achten, anstatt Geschäft für das Volumenwachstum zu machen.

CORPORATE CENTER AND TREASURY

Per 30. Juni 2024 belief sich das Investmentportfolio auf 4,8 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 11,3 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug 3,6 Jahre und umfasste zu 98% Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 69% in der Kategorie A oder höher geratet waren. Mit 30. Juni 2024 das Portfolio hat kein direktes Engagement in China und Russland, Ukraine oder Mittleren Osten. Das Engagement in Osteuropa ist nach wie vor moderat.

Finanzergebnisse

Ertragszahlen Jan-Jun Jan-Jun Vdg.
(in Mio. €) 2024 2023 (%)
Nettozinsertrag 35,2 32,3 9,0
Provisionsüberschuss -0,7 -0,8 12,5
Operative Kernerträge 34,5 31,5 9,5
Sonstige Erträge 1) -10,9 -3,9 >-100
Operative Erträge 23,6 27,7 -14,8
Operative Aufwendungen -32,7 -29,6 10,5
Ergebnis vor Risikokosten -9,1 -2,0 >-100
Regulatorische Aufwendungen -1,9 -17,4 89,1
Risikokosten 0,1 -1,6 -
Periodengewinn vor Steuern -9,4 -20,0 53,0
Steuern vom Einkommen 2,2 1,7 29,4
Nettogewinn -7,2 -18,3 60,7

1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.

vGeschäftsvolumina(in Mio. €) Jun 2024 Dez 2023 Vdg.(%) Jun 2023 Vdg.(%)
Aktiva 18.563 20.099 -7,6 17.352 7,0
Risikogewichtete Aktiva 3.431 3.611 -5,0 3.340 2,7
Eigenkapital 3.918 3.777 3,7 3.814 2,7
Eigene Emissionen und sonstigeVerbindlichkeiten 4.306 5.297 -18,7 4.596 -6,3

Ausblick

Treasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Wichtige Themen und Treiber der Finanzmärkte werden im verbleibenden Jahr die Geschwindigkeit der Lockerung der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, wichtige Wahlen und damit verbundene Veränderungen in der (Wirtschafts-)Politik und ganz allgemein die Wirtschaftsleistung der Kernländer Europas sein. Wir sind jedoch bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.

RISIKOMANAGEMENT

Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG Group sowie der Ziele und Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes). Die Richtlinien zu unseren Anlagestandards im Lichte der ESG finden Sie auf unserer Website

https://www.bawaggroup.com/BAWAGGROUP/IR/DE/ESG.

AUSBLICK UND ZIELE

Trotz unserer Erfolgsbilanz in den letzten zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Kapitalrendite von ~16% liegen unsere besten Jahre noch vor uns. Wir haben die Möglichkeit, in den kommenden Jahren in einem normalisierten Zinsumfeld normalere Renditen zu erzielen. Wir sollten jedoch niemals den Rückenwind durch eine Normalisierung der Zinssätze mit der täglichen Umsetzung unserer Strategie verwechseln. Unser Schwerpunkt auf dem Kostenmanagement und der Beibehaltung einer konservativen und disziplinierten Risikobereitschaft ist wichtiger denn je. Die Chance liegt darin, unsere Kostendisziplin beizubehalten und uns auf risikobereinigte Erträge zu konzentrieren, während wir die Vorteile eines normalisierten Zinsumfelds nutzen. Die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts liegt in unserer Fähigkeit, über alle Zyklen hinweg Ergebnisse zu erzielen, denn wir sind für alle Jahreszeiten Zeiten gerüstet. Unser Ansatz ist einheitlich: Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir kontrollieren können, sind ein disziplinierter kommerzieller Kreditgeber, behalten eine konservative Risikobereitschaft bei und verfolgen nur nachhaltiges und profitables Wachstum.

Unser Ausblick und unsere Ziele auf Ebene der BAWAG Group für 2024 bleiben unverändert (ohne M&A)

Ausblick 2024 2023
Nettozinsertrag +1% 1.230 Mio. €
Operative Kernerträge +1% 1.537 Mio. €
Operative Aufwendungen ~3% 485 Mio. €
Risikokosten/zinstragende Aktiva 25–30 Basispunkte 22 Basispunkte
Finanzziele
Ergebnis vor Steuern >920 Mio. € 910 Mio. €
Ertragsziele 2024 & darauf folgend 2023
Return on Tangible Common Equity >20% 25,0%
Cost / Income Ratio <34% 31,8%

Wir bekräftigen auch unsere ESG-Ziele auf Ebene der BAWAG Group für 2025.

Das Überschusskapital per Juni 2024 investieren wir in zwei strategische Akquisitionen. Wir haben bewusst Kapital für die beiden unterzeichneten Transaktionen vorgehalten und werden die zusätzliche Kapitalausschüttung auf Ebene der BAWAG Group im Rahmen unserer jährlichen Überprüfung mit den Jahresergebnissen neu bewerten.

Wir werden weiterhin an unserer risikoarmen Strategie festhalten, die sich auf die DACH/NL-Region, Westeuropa und die Vereinigten Staaten konzentriert, und unseren Kunden einfache, unkomplizierte und verlässliche Finanzprodukte und -dienstleistungen anbieten, die deren Bedürfnissen entsprechen

  1. August 2024

Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands

Sat Shah Mitglied des Vorstands

Andrew Wise Mitglied des Vorstands

Enver Sirucic Mitglied des Vorstands

David O'Leary Mitglied des Vorstands

Guido Jestädt Mitglied des Vorstands

KONZERN-HALBJAHRES-ABSCHLUSS

KONZERNRECHNUNG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[Notes] Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
in Mio. € angepasst
Zinserträge 1.897,1 1.468,5
davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt 1.157,6 984,5
Zinsaufwendungen -1.293,8 -871,0
davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt -359,4 -212,5
Dividendenerträge 3,8 2,4
Nettozinsertrag [1] 607,1 599,9
Provisionserträge 204,1 193,1
Provisionsaufwendungen -41,8 -40,1
Provisionsüberschuss [2] 162,3 153,0
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten undSchulden [3] -12,8 -4,6
davon Gewinne aus der Ausbuchung von finanziellenVermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertet werden 1,1 0,0
davon Verluste aus der Ausbuchung von finanziellenVermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertet werden 0,0 -1,4
Sonstige betriebliche Erträge 42,4 32,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -38,6 -66,6
Operative Aufwendungen [4] -242,2 -234,5
davon Verwaltungsaufwand -212,8 -205,0
davon planmäßige Abschreibungen auf immaterielleVermögenswerte und Sachanlagen -29,4 -29,5
Risikokosten [5] -57,8 -41,0
davon gemäß IFRS 9 -48,6 -35,9
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach derEquity-Methode bilanziert werden 1,5 0,9
Periodengewinn vor Steuern 461,9 439,3
Steuern vom Einkommen -114,7 -113,9
Periodengewinn nach Steuern 347,2 325,5
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,0
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 347,2 325,5

SONSTIGES ERGEBNIS

in Mio. € [Notes] Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Periodengewinn nach Steuern 347,2 325,5
Sonstiges Ergebnis
Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust
möglich ist
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus 3,6 -3,5
leistungsorientierten Plänen
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien und anderen -1,1 -33,7
Eigenkapitalinstrumenten
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten -1,8 -1,0
Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werdenkönnen -0,1 7,4
Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den
Gewinn/Verlust möglich ist 0,6 -30,8
Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust
möglich ist
Währungsumrechnung 0,6 -2,1
Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische
Geschäftsbetriebe -3,3 1,6
Cashflow-Hedge-Rücklage -19,8 5,4
davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert1) 5,8 4,0
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum 15,9 14,6
beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten
davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert 8,3 10,0
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und
Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der 7,6
Equity-Methode bilanziert werden
Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden 0,9 -5,2
können
Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in denGewinn/Verlust möglich ist -5,7 21,9
Sonstiges Ergebnis -5,1 -8,9
Gesamtergebnis nach Steuern 342,1 316,6
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,0
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 342,1 316,6
  1. In den Nettozinsertrag.

BILANZ

Aktiva

in Mio. € [Notes] 30.06.2024 31.12.2023
Barreserve 977 686
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte [6] 659 593
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte [7] 2.749 2.802
Handelsaktiva [8] 61 103
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetefinanzielle Vermögenswerte [9] 47.352 49.074
Kunden 32.366 32.871
Kreditinstitute 11.431 12.543
Wertpapiere 3.555 3.660
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -451 -310
Sicherungsderivate 80 247
Sachanlagen 247 251
Vermietete Grundstücke und Gebäude 60 75
Geschäfts- und Firmenwerte 41 42
Markennamen und Kundenstöcke 34 36
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 178 177
Steueransprüche für laufende Steuern 9 22
Steueransprüche für latente Steuern [10] 28 14
At-equity bewertete Beteiligungen 12 13
Sonstige Vermögenswerte 210 233
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerteund Veräußerungsgruppen [11] 495 538
Summe Aktiva 52.741 54.596

Passiva

in Mio. € [Notes] 30.06.2024 31.12.2023
Verbindlichkeiten 49.260 50.767
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Verbindlichkeiten [12] 102 136
Handelspassiva [13] 435 463
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten [14] 47.335 48.264
Kunden 32.297 32.886
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- undErgänzungskapital 14.196 13.595
Kreditinstitute 842 1.783
Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen 402
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -479 -415
Sicherungsderivate 231 214
Rückstellungen [15] 249 231
Steuerschulden für laufende Steuern 9 16
Steuerschulden für latente Steuern [10] 95 75
Sonstige Verbindlichkeiten 847 899
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zurVeräußerung gehalten werden [11] 436 482
Gesamtkapital 3.481 3.829
Eigenkapital, den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar 3.010 3.358
AT1-Kapital 471 471
Nicht beherrschende Anteile 0
Summe Passiva 52.741 54.596

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

GezeichnetesKapital Kapitalrücklagen AnderebegebeneEigenkapitalinstrumente Gewinnrücklagen Cashflow-HedgeRücklage nachSteuern VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste nachSteuern Im sonstigenErgebnis zumbeizulegendenZeitwertausgewieseneSchuldinstrumente nachSteuern
in Mio. €
Stand 01.01.2023 250 1.666 471 1.335 -19 -68 -20
Transaktionen mitEigentümern 0 2 -400
AnteilsbasierteVergütungen 0 2
Dividenden -400
Transaktionen mit nichtbeherrschendenAnteilen 0
AT1-Kupon -12
Gesamtergebnis 326 31) -3 192)
Stand 30.06.2023 250 1.668 471 1.249 -16 -71 0
Stand 01.01.2024 250 1.670 471 1.584 -24 -78 14
Transaktionen mitEigentümern 1 -678
AnteilsbasierteVergütungen 1
Dividenden -678
AT1-Kupon -12
Gesamtergebnis 347 -151) 3 122)
Stand 30.06.2024 250 1.671 471 1.241 -39 -75 26
  1. Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +4,5 Mio. € (H1 2023: +2,9 Mio. €).

  2. Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +6,4 Mio. € (H1 2023: +7,8 Mio. €).

Im sonstigenErgebnisausgewiesenezumbeizulegendenZeitwertbewerteteEigenkapitalinstrumentenach Steuern Änderung desCredit Spreadsvon finanziellenVerbindlichkeiten nachSteuern AbsicherungeinerNettoinvestitionin ausländischeGeschäftsbetriebe nachSteuern Währungsumrechnung Eigenkapital,denEigentümern desMutterunternehmenszurechenbar NichtbeherrschendeAnteile Eigenkapital inkl.nicht beherrschender Anteile
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ --------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------ ------------------------ ---------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------- --------------------------------------------------------
21 -49 -2 1 3.586 0 3.586
-398 -398
2 2
-400 -400
0 0
-12 -12
-26 -2 2 -2 317 0 317
-5 -52 0 -1 3.492 0 3.492
-5 -52 -1 0 3.829 3.829
-677 -677
1 1
-678 -678
-12 -12
-1 -1 -3 0 342 342
-6 -53 -4 0 3.481 3.481

VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023angepasst
Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nicht beherrschenden Anteilen) 347 325
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung aufden Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit -375 32
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativerGeschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile 507 -148
Erhaltene Zinsen 1.895 1.343
Gezahlte Zinsen -1.355 -811
Erhaltene Dividenden 9 5
Ertragsteuerzahlungen -99 -37
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 929 709
Einzahlungen aus der Veräußerung und Tilgung von
Finanzanlagen 960 390
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 0 16
Auszahlungen für den Erwerb von
Finanzanlagen -768 -516
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -21 -16
Cashflow aus Investitionstätigkeit 171 -126
Dividendenzahlungen -678 -400
AT1-Kupon -12 -12
Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten -15 -15
Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwert bewerteter Verbindlichkeiten) -104 -30
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -809 -457
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 686 520
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 929 709
Cashflow aus Investitionstätigkeit 171 -126
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -809 -457
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 977 646

ANHANG (NOTES)

Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss der BAWAG P.S.K. per 30. Juni 2024 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt, soweit diese von der EU übernommen wurden.

Der vorliegende Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2024 steht im Einklang mit IAS 34 ("Zwischenberichte").

Die bei der Erstellung des Konzern-Halbjahresabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzern-Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 überein, mit Ausnahme der Änderungen bei der Darstellung der Zinserträge und -aufwendungen für Derivate und des Ausweises der Ergänzungskapitaleinlage. Details zu diesen Änderungen sind in Note 1 bzw. Note 14 dargestellt.

Der Halbjahresfinanzbericht per 30. Juni 2024 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Millionen Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bezüglich Details zu den Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage verweisen wir auf Note 20 im Risikobericht.

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Der Konzern-Halbjahressabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. In Bezug auf die aktuelle geopolitische Lage verweisen wir auf den Aufzählungspunkt zu IFRS 9.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.

Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind (Level 3), werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in Note 17 Fair Value.

Die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten beruht auf Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft. Im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Lage sind Einschätzungen hinsichtlich der Bewertung einzelner finanzieller Vermögenswerte, der Festlegung der Transferlogik von Finanzinstrumenten von Stage 1 zu Stage 2, makroökonomischer Annahmen zur Festlegung der zukunftsgerichteten Informationen im Zuge der Kalkulation der erwarteten Kreditverluste sowie der Annahmen über die erwarteten Cashflows für ausfallsgefährdete Kredite basierend auf den aktuellsten uns

vorliegenden Beobachtungen. Die langfristigen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung des Arbeitsmarktes und anderer branchenspezifischer Märkte können sich im Nachhinein als überoder unterschätzt erweisen. Bezüglich Details zu quantitativen Effekten der aktuellen geopolitischen Lage zum 30. Juni 2024 verweisen wir auf die Angaben im Risikobericht.

Die Bank kann mit Auswirkungen konfrontiert werden, die sich aus veränderten Klimabedingungen ergeben und sich auf das Kreditportfolio oder etwaige Sicherheiten auswirken können (z.B. durch Überschwemmungen). Weitere ESG-Risiken betreffen unter anderem Änderungen im Kundenverhalten, Änderungen in der einschlägigen Gesetzgebung usw. ESG-Risiken können Auswirkungen auf Planungsannahmen für Werthaltigkeitstests und die Bewertung von Sicherheiten und Finanzinstrumenten haben. Die Analyse und Überwachung dieser Risiken ist ein laufender Prozess. Für weitere Informationen zu ESG-Risiken verweisen wir auf den Risikobericht.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzunsicherheit unterworfen ist.

Der Konzern verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 10 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet.

Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:

  • Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten
  • die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen,
  • die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen, höchstgerichtlichen Entscheidungen und aufsichtsbehördlichen Überprüfungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen,
  • die Beurteilung der Laufzeit bei der Anwendung des IFRS-16-Leasing-Standards,
  • die Beurteilung, bei welchen Unternehmen es sich um strukturierte Unternehmen handelt und welches Engagement bei solchen Unternehmen auch tatsächlich einen Anteil darstellt
  • IFRS 9: Die Beurteilung des SPPI-Kriteriums kann Ermessensentscheidungen erfordern, um sicherzustellen, dass finanzielle Vermögenswerte in die entsprechende Bewertungskategorie eingeordnet werden.
  • die Ermittlung der Fair Values von nicht börsenotierten Finanzinstrumenten, bei denen einige für das Bewertungsmodell benötigte Paramater nicht am Markt beobachtbar sind (Level 3). Bezüglich Details zu Effekten der aktuellen geopolitischen Lage zum 30. Juni 2024 verweisen wir auf die Angaben in Note 17 Fair Value.

Sonstiges

Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K..

Der Konzern umfasst zum 30. Juni 2024 insgesamt 37 (31. Dezember 2023: 37) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (31. Dezember 2023: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden, im In- und Ausland.

Im ersten Quartal 2024 wurden fünf neu erworbene, nicht regulierte Leasinggesellschaften, die zuvor im Besitz der Dexia Crédit Local waren, in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im zweiten Quartal 2024 wurde ein Unternehmen entkonsolidiert, da die Voraussetzungen für eine Konsolidierung nach IFRS 10 nicht mehr erfüllt waren. Außerdem wurden zwei Unternehmen wegen Unwesentlichkeit entkonsolidiert. Ein Unternehmen wurde innerhalb des Konsolidierungskreises verschmolzen. Ein Unternehmen wurde aus dem Firmenbuch gelöscht.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Verkauf der start:bausparkasse AG in Deutschland

Am 15. Dezember 2023 gab die BAWAG P.S.K. den Verkauf der start:bausparkasse AG in Deutschland an die Wüstenrot Bausparkasse AG in Deutschland bekannt. Nach Zustimmung der Kartell- und Aufsichtsbehörden wurde die Transaktion am 1. Juli 2024 vollzogen.

Verkauf der Beteiligung an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG

Die Beteiligung an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG wurde am 31.07.2024 verkauft.

Erwerb Barclays Consumer Bank Europe

Die BAWAG P.S.K. gab am 4. Juli 2024 die Unterzeichnung einer Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC bekannt. Der Vollzug der Transaktion, die den üblichen Bedingungen, einschließlich regulatorischen Genehmigungen, unterliegt, wird voraussichtlich in Q4 2024/Q1 2025 abgeschlossen sein.

DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 | Nettozinsertrag

Die BAWAG P.S.K. hat bisher im Rahmen der Darstellung des Zinsergebnisses von Derivaten die Zahlungsströme aus der Zahler- und Empfängerseite eines Zinsderivats (payer and receiver leg) innerhalb einer Steuerungsgruppe saldiert. Der über eine Gruppe von Derivaten hinweg saldierte Zinssaldo wurde in der Folge unter Zinsertrag oder Zinsaufwand dargestellt.

Aufgrund der verbesserten technischen Möglichkeiten hat die BAWAG P.S.K. diesen Ausweis umgestellt und weist nunmehr den in der Literatur vorgeschlagenen Dealsaldo je Derivat als Zinsertrag oder Zinsaufwand aus. Durch den Wegfall der Saldierung von Zahlungsströmen aus Gruppen von Derivaten ergibt sich eine Erhöhung des Zinsertrags und Zinsaufwands bei gleichbleibendem Nettozinsertrag. Um die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre zu gewährleisten, wurden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Es ergeben sich daraus folgende Effekte:

Nettozinsertrag 599,9 - 599,9
Dividendenerträge 2,4 - 2,4
Zinsaufwendungen -616,1 -254,9 -871,0
Zinserträge 1.213,6 254,9 1.468,5
in Mio. € Jan–Jun 2023veröffentlicht Anpassung Jan–Jun 2023angepasst

2 | Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Segmente:

Jan–Jun 2024in Mio. € Retail & SME Corporates, RealEstate & PublicSector Treasury Corporate Center AnpassungKonsolidierungskreis BAWAG P.S.K.
Provisionserträge 185,9 18,3 0,1 0,4 -0,6 204,1
Zahlungsverkehr 99,4 18,3 - - -0,4 117,3
Beratungsdienstleistungen 58,1 - - 0,4 - 58,5
Wertpapier- undDepotgeschäft 49,6 - - 0,4 - 50,0
Versicherung 8,5 - - - - 8,5
Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen 28,4 - 0,1 - -0,2 28,3
Kreditgeschäft 16,7 - - - - 16,7
Factoring 9,5 - - - - 9,5
Sonstige 2,2 - 0,1 - -0,2 2,1
Provisionsaufwendungen -38,9 -1,9 -0,3 -0,9 0,2 -41,8
Zahlungsverkehr -32,0 -1,9 - - - -33,9
Beratungsdienstleistungen -5,9 - - -0,1 - -6,0
Wertpapier- undDepotgeschäft -5,9 - - -0,1 - -6,0
Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen -1,0 - -0,3 -0,8 0,2 -1,9
Kreditgeschäft -0,1 - - - 0,2 0,1
Factoring -0,8 - - - - -0,8
Sonstige -0,1 - -0,3 -0,8 - -1,2
Provisionsüberschuss 147,0 16,4 -0,2 -0,5 -0,4 162,3
Corporates, Real Anpassung
Jan–Jun 2023in Mio. € Retail & SME Estate & PublicSector Treasury Corporate Center Konsolidierungs-kreis BAWAG P.S.K.
Provisionserträge 172,3 20,7 - 0,1 - 193,1
Zahlungsverkehr 95,4 20,7 - - - 116,1
Beratungsdienstleistungen 50,1 - - 0,5 - 50,6
Wertpapier- undDepotgeschäft 43,1 - - 0,5 - 43,6
Versicherung 7,0 - - - - 7,0
Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen 26,8 - - -0,4 - 26,4
Kreditgeschäft 16,1 - - - - 16,1
Factoring 9,6 - - - - 9,6
Sonstige 1,1 - - -0,4 - 0,7
Provisionsaufwendungen -37,2 -2,1 -0,3 -0,6 0,1 -40,1
Zahlungsverkehr -30,3 -2,1 - - - -32,4
Beratungsdienstleistungen -5,4 - - -0,1 - -5,5
Wertpapier- undDepotgeschäft -5,4 - - -0,1 - -5,5
Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen -1,5 - -0,3 -0,5 0,1 -2,3
Kreditgeschäft -0,2 - - - - -0,2
Factoring -1,3 - - - - -1,3
Sonstige - - -0,3 -0,5 0,1 -0,8
Provisionsüberschuss 135,1 18,6 -0,3 -0,5 0,1 153,0

Im Provisionsüberschuss ist ein Betrag aus Treuhandgeschäften in Höhe von 1,0 Mio. € (H1 2023: 3,7 Mio. €) enthalten. Erträge aus dem Zahlungsverkehr und aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft werden hauptsächlich zeitpunktbezogen erfasst. Erträge aus dem Kreditgeschäft werden hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst. Sonstige Erträge werden unter Verwendung einer Mischung aus zeitpunktbezogen und zeitraumbezogen erfasst.

3 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren -28,9 -30,5
Gewinne/Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 41,9 62,7
Gewinne/Verluste aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges -36,3 -30,5
Sonstige 10,5 -6,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden -12,8 -4,6

Der Posten Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen der Veranlagungen, der Bewertung von eigenen Emissionen und Derivaten beeinflusst.

4 | Operative Aufwendungen

in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Personalaufwand -154,2 -148,9
Sonstiger Verwaltungsaufwand -58,6 -56,0
Verwaltungsaufwand -212,8 -205,0
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -29,4 -29,5
Operative Aufwendungen -242,2 -234,5

5 | Risikokosten

in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Wertberichtigungen und Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken -48,6 -35,9
Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko -2,0 -0,5
Wertberichtigungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten
Verbriefungskosten und ähnliche Aufwendungen -7,2 -4,6
Risikokosten -57,8 -41,0

DETAILS ZUR KONZERNBILANZ

6 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte 47 52
Forderungen an Kunden 47 52
Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte 612 541
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 359 284
Forderungen an Kunden 169 173
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 84 84
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 659 593

In der Kategorie "Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen an Kunden entspricht dem Buchwert.

7 | Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Schuldtitel 2.609 2.664
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 2.609 2.664
Schuldverschreibungen anderer Emittenten 2.563 2.641
Schuldtitel öffentlicher Stellen 46 23
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 140 138
AT1-Kapital 26 24
Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen 7 10
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0
Sonstige Anteile 107 104
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte 2.749 2.802

8 | Handelsaktiva

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Derivate des Bankbuchs 61 103
Währungsbezogene Derivate 5 30
Zinsbezogene Derivate 56 73
Handelsaktiva 61 103

9 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" des Konzerns.

WertpapiereSchuldtitel öffentlicherStellen 3.556138 -10 0– 0– 3.555138
Schuldtitel andererEmittenten 3.418 -1 3.417
Forderungen anKreditinstitute 11.431 0 0 11.431
Summe 47.761 -35 -122 -252 47.352
Summe 49.453 -31 -116 -232 49.074
Forderungen anKreditinstitute 12.543 0 0 12.543
Schuldtitel andererEmittenten 3.539 -1 3.538
Schuldtitel öffentlicherStellen 122 0 122
Wertpapiere 3.661 -1 3.660
Forderungen an Kunden 33.249 -30 -116 -232 32.871
31.12.2023in Mio. € Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen Wertberichtigungen Stage 1 Wertberichtigungen Stage 2 Wertberichtigungen Stage 3 Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen)

In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen an Kunden nach Kreditarten dargestellt:

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Kredite 29.027 29.988
Girobereich 964 987
Finanzierungsleasing 2.107 1.494
Barvorlagen 156 170
Geldmarktgeschäfte 112 232
Forderungen an Kunden 32.366 32.871

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" nach den Segmenten des Konzerns:

Summe 47.761 -35 -122 -252 47.352
(IFRS 5)
Veräußerung gehalten
Deutschland in zur -408 0 0 0 -407
Umgliederungstart:bausparkasse
Corporate Center 85 0 0 0 85
Treasury 13.865 0 13.864
Corporates, Real Estate &Public Sector 13.044 -11 -50 -23 12.960
Retail & SME 21.175 -24 -72 -229 20.850
30.06.2024in Mio. € Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen Wertberichtigungen Stage 1 Wertberichtigungen Stage 2 Wertberichtigungen Stage 3 Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen)
Summe 49.453 -31 -116 -232 49.074
(IFRS 5)
Veräußerung gehalten
Deutschland in zur -447 0 0 0 -447
Umgliederungstart:bausparkasse
Corporate Center -12 0 0 0 -12
Treasury 15.389 0 0 15.389
Corporates, Real Estate &Public Sector 13.125 -11 -44 -25 13.045
Retail & SME 21.398 -20 -72 -207 21.099
31.12.2023in Mio. € Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen Wertberichtigungen Stage 1 Wertberichtigungen Stage 2 Wertberichtigungen Stage 3 Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen)

10 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 40 146
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte 17 20
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 266 217
Handelspassiva 90 77
Sicherungsderivate 12 11
Rückstellungen 5
Verlustvorträge 7 2
Sonstige 4 5
Latente Steueransprüche 436 483
Latente Steueransprüche saldiert mit latenten Steuerverplichtungen -408 -469
Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen1) 28 14
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 11 4
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 462 513
Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter 24 23
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4 4
Rückstellungen 2
Latente Steuerverpflichtungen 503 544
Latente Steuerverpflichtungen saldiert mit latenten Steueransprüchen -408 -469
Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen 95 75
  1. Entspricht den aktiven latenten Steuern von Unternehmen, die nicht Teil der Steuergruppe waren.

Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuerlatenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.

Sowohl latente Steueransprüche als auch latente Steuerverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Per 30. Juni 2024 belaufen sich latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge der BAWAG P.S.K. auf 7 Mio. € (31. Dezember 2023: 2 Mio.). Das Risiko, dass die aktuelle geopolitische Lage Auswirkungen auf die Verwertbarkeit von noch nicht verbrauchten Verlustvorträgen hat, ist daher als gering anzusehen. Wie in obiger Tabelle ersichtlich, zeigt die Bilanz eine Nettoverbindlichkeit für latente Steuern in Höhe von 67 Mio. € (31. Dezember 2023: 61 Mio. €). Ein erhöhtes Risiko, dass zukünftige steuerliche Gewinne nicht ausreichen, um latente Steuerforderungen zu verwerten, ist daher nicht gegeben.

11 | Angaben gemäß IFRS 5 – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen

An der grundsätzlichen Zusammensetzung dieser Bilanzposten hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 nichts verändert.

12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 97 131
Begebene Schuldverschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten 61 63
Nachrangkapital 14 29
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 22 39
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5 5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 102 136

13 | Handelspassiva

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Derivate des Handelsbuchs 0 2
Zinsbezogene Derivate 0 2
Derivate des Bankbuchs 435 461
Währungsbezogene Derivate 11 15
Zinsbezogene Derivate 422 444
Kreditderivate 2 2
Handelspassiva 435 463

14 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 842 1.783
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 32.297 32.886
Girobereich 15.104 15.502
Retail & SME 12.430 12.762
Corporates, Real Estate & Public Sector 2.663 2.726
Treasury 0 0
Corporate Center 11 14
Einlagen 17.193 17.384
Täglich fällige Einlagen 10.267 10.002
Retail & SME 9.529 9.588
Corporates, Real Estate & Public Sector 268 257
Treasury
Corporate Center 470 157
Termineinlagen 6.926 7.382
Retail & SME 4.420 3.904
Corporates, Real Estate & Public Sector 2.864 3.860
Treasury 74
Corporate Center 691)
Umgliederung start:bausparkasse Deutschland Termineinlagen in zurVeräußerung gehalten (IFRS 5) -432 -451
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 14.196 13.595
Begebene Schuldverschreibungen 12.461 11.906
Nachrangkapital
Ergänzungskapital 607 6951)
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 1.128 994
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 47.335 48.264
  1. Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.

Zum 30. Juni 2024 gab es keinen ausstehenden Betrag aus der TLTRO-III-Fazilität der EZB mehr (31. Dezember 2023: 0,6 Mrd. €). Im März 2024 erreichte ein Volumen von 0,6 Mrd. € das vertragliche Laufzeitende.

Der Zinsaufwand aus dem TLTRO-III-Programm in Höhe von 5,8 Mio. € (H1 2023: Zinsaufwand in Höhe von 48,3 Mio. €).

15 | Rückstellungen

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Sozialkapitalrückstellungen 237 217
hievon für Abfertigungen 65 65
hievon für Pensionen 170 150
hievon für Jubiläumsgeld 2 2
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 12 14
Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien 12 14
Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken 0 0
Rückstellungen 249 231

Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.

Es wurde ein Rechenzinssatz von 3,6% für Pensionsverpflichtungen in Euro verwendet (31. Dezember 2023: 3,4%). Für Pensionsverpflichtungen in Schweizer Franken wurde ein Rechenzinssatz von 1,5% verwendet (31. Dezember 2023: 1,5%). Darüber hinaus wurden auch die Bezugserhöhungen angepasst: Rentendynamik von 1,0%–2,2% p.a., Gehaltsdynamik Abfertigungen von 2,75% p.a. und Gehaltsdynamik Jubiläumsgeld von 2,5% p.a. (31. Dezember 2023: Rentendynamik von 1,0%–2,5% p.a., Gehaltsdynamik Abfertigungen von 3,25% p.a. und Gehaltsdynamik Jubiläumsgeld von 3,0% p.a.).

Versicherungsmathematische Anpassungen führten zu einem Nettoertrag in Höhe von 2,8 Mio. € im sonstigen Ergebnis und einem Nettoertrag von 0,1 Mio. € im Periodengewinn (H1 2023: Nettoaufwand in Höhe von 2,7 Mio. € im sonstigen Ergebnis und Nettoertrag von 0,0 Mio. € im Periodengewinn).

16 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen

Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt:

Mutterunternehmen Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen AssoziierteUnternehmen Joint Ventures SonstigeBeteiligungen
47 0 14
12 16 4 29
25
6 2
1.039 11 58 20
471
135 0
3
0,6 1,1 0,7 0,8
16,2 0,1 0,6
0,0 0,0 7,0 0,0
  1. Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
31.12.2023in Mio. € Mutterunternehmen Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen AssoziierteUnternehmen Joint Ventures SonstigeBeteiligungen
Forderungen an Kunden 53 0 36
Nicht ausgenützte Kreditrahmen 12 16 4 8
Wertpapiere 25
Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) 3 3
Verbindlichkeiten gegenüberKunden 790 11 66 1
AT1-Kapital 471
Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) 137 0
Gegebene Garantien 3
Zinserträge1) 0,3 2,0 1,8 1,2
Zinsaufwendungen 16,2 0,5 1,2 0,0
Provisionsüberschuss 0,0 0,0 12,0 0,0
  1. Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
30.06.2023in Mio. € Mutterunternehmen Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen AssoziierteUnternehmen Joint Ventures SonstigeBeteiligungen
Forderungen an Kunden 0 56 0 83
Nicht ausgenützte Kreditrahmen 10 16 4 8
Wertpapiere 24
Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) 4 3
Verbindlichkeiten gegenüberKunden 949 11 60
AT1-Kapital 471
Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) 61 0
Gegebene Garantien 3
Zinserträge1) 0,7 0,5 0,4
Zinsaufwendungen 6,9 0,0 0,5 0,0
Provisionsüberschuss 0,0 0,0 6,1 0,0
  1. Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.

Angaben zu natürlichen Personen

Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchen- und konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.

Key Managementdes Unternehmensoder dessenMutterunternehmens SonstigenahestehendePersonen1) Key Managementdes Unternehmensoder dessenMutterunternehmens SonstigenahestehendePersonen1)
in Mio. € 30.06.2024 30.06.2024 31.12.2023 31.12.2023
Einlagen 5 0 4 0
Ausleihungen 22 0 30 0
Zinserträge 0,3 0,0 0,8 0,0
Zinsaufwendungen 0,1 0,0 0,2 0,0
  1. Bezogen auf das Key Management.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Grundlage für die Segmentierung ist die am 30. Juni 2024 gültige Konzernstruktur. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG Group eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem "Management-Ansatz" folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.

Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt, dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruenter Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden mittels Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Segmente verteilt. Regulatorische Aufwendungen werden ebenso auf Basis verschiedener Inputparameter auf die Segmente verteilt.

Die BAWAG Group wird im Rahmen der folgenden vier Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:

  • Retail & SME hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere Privatkunden, KMU-Finanzierungen, das Factoring- & Leasinggeschäft sowie unserer Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus sowie Wohnbaubankanleihen und eigene Emissionen, die mit Retailkrediten besichert sind. Das Segment bedient inländische und internationale Privat- und KMU Kunden über ein zentral organisiertes Filialnetz, welches hohe qualitative Beratung und persönliche Betreuung bietet. Das Filialnetz wird durch Online-, Mobile- und Plattform- (Broker, Dealer) Kanäle und strategische Partnerschaften ergänzt. Die ausgebauten Kanäle fördern Neugeschäft und bietet unseren KundInnen gleichzeitig rund-um-die-Uhr Zugang zu unseren Dienstleistungen. Unsere online Produktpalette bietet unter anderem Sparen, Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs während unser Plattformgeschäft KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasing sowie Konsum- und Hypothekarkredite anbietet. Weiters fällt darunter das Kreditgeschäft mit internationalen privaten Kreditnehmern in Westeuropa und den USA. Wir verfolgen unsere grenzüberschreitenden Aktivitäten mit einem Multikanal- und Mehrmarkenansatz und stets auf der Basis einer konservativen und sicheren Kreditvergabepolitik, was durch unser Plattformgeschäft in der DACH/NL Region, das primär auf die Vergabe besicherter Hypothekarkredite ausgerichtet ist, unterstützt wird.
  • Corporates, Real Estate & Public Sector beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden, internationalen Kunden des öffentlichen Sektors sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft. Weiters umfasst das Segment die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen sind diesem Segment ebenso zugeordnet.
  • Treasury umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse des Wertpapierportfolios der BAWAG Group.

Corporate Center – stellt zentrale Funktionen für die gesamte Gruppe sicher wie Rechtsberatung, Risikomanagement und Aktiv-Passiv-Management sowie alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit diesen Konzern-Support-Funktionen, Bilanzposten wie z.B. Marktwerte der Derivate, das Eigenkapital der Bank, Immobilien und Sachanlagen, nicht-zinstragende Aktiva und Passiva sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen, Beteiligungen und Überleitungspositionen.

Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.

Corporates, BAWAG Anpassung
Retail & Real Estate Treasury Corporate Group Konsolidie BAWAG
Jan-Jun 2024 SME & Public Center rungskreis P.S.K 2)
in Mio. € Sector
Nettozinsertrag 447,1 139,2 31,1 4,1 621,5 -14,4 607,1
Provisionsüberschuss 147,0 16,4 -0,2 -0,5 162,7 -0,4 162,3
Operative Kernerträge 594,1 155,6 30,9 3,6 784,2 -14,8 769,4
Sonstige Erträge1) 1,5 -0,9 11,5 -22,4 -10,3 6,6 -3,7
Operative Erträge 595,6 154,7 42,4 -18,8 773,9 -8,2 765,7
Operative Aufwendungen -182,2 -38,4 -22,0 -10,7 -253,3 13,4 -239,9
Ergebnis vor Risikokosten 413,4 116,3 20,4 -29,5 520,6 5,2 525,8
Regulatorische Aufwendungen -4,3 -1,8 -1,6 -0,3 -8,0 0,4 -7,6
Risikokosten -50,8 -7,1 0,5 -0,4 -57,8 0,0 -57,8
Ergebnis von at-equity bewerteten 1,5 0,0
Beteiligungen 1,5 1,5
Periodengewinn vor Steuern 358,3 107,4 19,3 -28,7 456,3 5,6 461,9
Steuern vom Einkommen -89,6 -26,8 -4,8 7,0 -114,2 -0,5 -114,7
Periodengewinn nach Steuern 268,7 80,6 14,5 -21,7 342,1 5,1 347,2
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0 0,0 0,0
Nettogewinn 268,7 80,6 14,5 -21,7 342,1 5,1 347,2
Geschäftsvolumina
Aktiva 21.836 13.234 17.505 1.058 53.633 -892 52.741
Verbindlichkeiten 37.356 8.053 3.003 5.221 53.633 -892 52.741
Risikogewichtete Aktiva 9.510 5.054 1.687 1.744 17.995 -363 17.632

Darstellung der Segmente:

1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.

  1. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der Bawag Group gesteuert.
Jan-Jun 2023in Mio. € Retail &SME Corporates, RealEstate &PublicSector Treasury CorporateCenter BAWAGGroup AnpassungKonsolidierungskreis BAWAGP.S.K 2)
Nettozinsertrag 423,9 144,0 26,3 6,0 600,2 -0,3 599,9
Provisionsüberschuss 135,1 18,6 -0,3 -0,5 152,9 0,1 153,0
Operative Kernerträge 559,0 162,6 26,0 5,5 753,1 -0,2 752,9
Sonstige Erträge1) 2,3 -1,6 -0,3 -3,6 -3,1 0,0 -3,1
Operative Erträge 561,3 161,0 25,7 2,0 750,0 -0,1 749,9
Operative Aufwendungen -173,1 -37,4 -20,0 -9,6 -240,1 7,9 -232,2
Ergebnis vor Risikokosten 388,2 123,6 5,7 -7,7 509,9 7,8 517,7
Regulatorische Aufwendungen -12,7 -8,2 -5,8 -11,6 -38,3 0,1 -38,2
Risikokosten -39,4 0,0 -1,8 0,2 -41,0 0,0 -41,0
Ergebnis von at-equity bewertetenBeteiligungen 0,9 0,9 0,0 0,9
Periodengewinn vor Steuern 336,1 115,4 -1,9 -18,1 431,5 7,8 439,3
Steuern vom Einkommen -84,0 -28,9 0,5 1,2 -111,2 -2,7 -113,9
Periodengewinn nach Steuern 252,1 86,5 -1,4 -16,9 320,3 5,2 325,5
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0 0,0 0,0
Nettogewinn 252,1 86,5 -1,4 -16,9 320,3 5,2 325,5
Geschäftsvolumina
Aktiva 22.033 13.742 16.664 688 53.127 -246 52.881
Verbindlichkeiten 36.978 7.739 3.472 4.938 53.127 -246 52.881
Risikogewichtete Aktiva 9.295 6.988 1.828 1.511 19.622 -3 19.619
  1. Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. 2) Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der Bawag Group gesteuert.

Da die interne Berichterstattung und Steuerung auf Ebene der BAWAG Group erfolgt, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente nicht den Gewinn oder Verlust der BAWAG P.S.K. Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmenttabelle eine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.

Geographische Verteilung

Die unten angeführten Tabellen stellen die Geschäftssegmente in einer geografischen Verteilung, basierend auf der risikomäßigen Zuordnung der Einzelkunden zu einem Land, dar. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet (z.B. dem Land der Muttergesellschaft), sondern auf Einzelgesellschaftsebene den jeweiligen Ländern zugeteilt.

Die folgenden Tabellen zeigen die operativen Kernerträge pro Segment und Geografie:

Summe 594,1 155,6 30,9 3,6 784,2 -14,8 769,4
Westeuropa/USA 40,8 87,9 20,8 6,0 155,5 -11,1 144,4
davon Deutschland 66,1 10,7 3,7 1,3 81,8 0,0 81,8
davon Österreich 462,4 55,6 4,6 -3,7 518,9 -3,6 515,3
DACH / NL 553,3 67,7 10,1 -2,4 628,7 -3,7 625,0
Jan-Jun 2024in Mio.€ Retail & SME Corporates,Real Estate &Public Sector Treasury CorporateCenter BAWAGGroup AnpassungKonsolidierungskreis BAWAGP.S.K 1)
  1. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert
Summe 499,9 144,8 20,6 -14,6 650,7 0,4 651,1
Westeuropa/USA 26,2 92,0 16,8 13,6 148,6 0,0 148,6
davon Deutschland 57,3 13,9 2,2 -3,7 69,7 0,0 69,7
davon Österreich 395,5 37,5 -0,2 -24,6 408,2 0,4 408,6
DACH / NL 473,7 52,8 3,8 -28,2 502,1 0,4 502,5
Jan-Jun 2023in Mio. € Retail & SME Corporates,Real Estate &Public Sector Treasury CorporateCenter BAWAGGroup AnpassungKonsolidierungskreis BAWAGP.S.K 1)
  1. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert

Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden:

in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Segmentbericht 9,1 1,6
Regulatorische Aufwendungen -5,3 -36,0
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- undVerlustrechnung 3,8 -34,4
in Mio. € Jan–Jun 2024 Jan–Jun 2023
Operative Aufwendungen gemäß Segmentbericht -239,9 -232,2
Regulatorische Aufwendungen -2,3 -2,4
Operative Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -242,2 -234,6

KAPITALMANAGEMENT

Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.

BAWAG Group
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) 3.456 3.468
Abzug immaterielle Vermögenswerte -434 -431
Sonstiges Ergebnis -157 -154
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -26 -6
Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierteGewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die ausVeränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve 32 15
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommendiejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren -2 -1
Verbriefungspositionen, denen alternativ ein Risikogewicht von 1.250 % zugeordnetwerden kann -20 -3
Unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen -7 -5
Zusätzliche, aufgrund von Artikel 3 CRR vorzunehmende Abzüge vom hartenKernkapital -51 -38
Hartes Kernkapital 2.792 2.845
Als zusätzliches Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 475 475
Abzug wesentliche Beteiligungen -70 -68
Zusätzliches Kernkapital 405 407
Tier I 3.197 3.252
Ergänzungskapital 598 599
Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen 9 10
Überschuss IRB-Risikovorsorge 15 20
Abzug wesentliche Beteiligungen -25 -24
Ergänzungskapital – Tier II 597 605
Anrechenbare Eigenmittel (Gesamtkapital) 3.793 3.857

Anrechenbare Eigenmittel ohne Übergangsbestimmungen

BAWAG Group
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Hartes Kernkapital 2.974 2.841
Tier I 3.379 3.248
Anrechenbare Eigenmittel (Gesamtkapital) 3.984 3.842

Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen

in Mio. € BAWAG Group
30.06.2024 31.12.2023
Kreditrisiko 15.782 17.203
Operationelles Risiko 2.300 2.114
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 18.082 19.317

Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) ohne Übergangsbestimmungen

BAWAG Group
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Kreditrisiko 15.695 17.203
Operationelles Risiko 2.300 2.114
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 17.995 19.317

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

BAWAG Group
30.06.2024 31.12.2023
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 15,4% 14,7%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 21,0% 20,0%

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

BAWAG Group
30.06.2024 31.12.2023
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 16,5% 14,7%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 22,1% 19,9%

17 | Fair Value

Die folgenden Tabellen zeigen einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values (beizulegende Zeitwerte) der einzelnen Bilanzposten:

Buchwert Fair Value Delta FairValue/Buchwert Buchwert Fair Value Delta FairValue/Buchwert
in Mio. € 30.06.2024 30.06.2024 30.06.2024 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023
Aktiva
Barreserve 977 977 686 686
Erfolgswirksam freiwillig zum
beizulegenden Zeitwert bewertete 47 47 52 52
finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden 47 47 52 52
Erfolgswirksam verpflichtend zum
beizulegenden Zeitwert bewertete 612 612 541 541
finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere 359 359 284 284
Forderungen an Kunden 169 169 173 173
Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis und 84 84 84 84
andere Eigenkapitalinstrumente
Im sonstigen Ergebnis
ausgewiesene zum beizulegenden 2.749 2.749 2.802 2.802
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Schuldtitel 2.609 2.609 2.664 2.664
Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis und 140 140 138 138
andere Eigenkapitalinstrumente
Handelsaktiva 61 61 103 103
Zu fortgeführten 47.352 46.434 -918 49.074 48.222 -852
Anschaffungskosten
Kunden 32.366 31.482 -884 32.871 32.057 -814
Kreditinstitute 11.431 11.425 -6 12.543 12.537 -6
Wertpapiere 3.555 3.527 -28 3.660 3.628 -32
Bewertungsanpassungen für
gegen Zinsrisiken abgesicherte -451 -451 -310 -310
Portfolien
Sicherungsderivate 80 80 247 247
Sachanlagen 247 n/a n/a 251 n/a n/a
Vermietete Grundstücke und 60 60 75 75
Gebäude
Immaterielle Vermögenswerte 253 n/a n/a 255 n/a n/a
Sonstige Vermögenswerte 259 n/a n/a 282 n/a n/a
Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte und 495 n/a n/a 538 n/a n/a
Veräußerungsgruppen
Summe Aktiva 52.741 54.596

Delta Fair

Buchwert Fair Value Value/Buchwert Buchwert Fair Value Value/Buchwert
in Mio. € 30.06.2024 30.06.2024 30.06.2024 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023
Passiva
Erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVerbindlichkeiten 102 102 136 136
BegebeneSchuldverschreibungenund andere verbriefteVerbindlichkeiten 83 83 102 102
Nachrang- undErgänzungskapital 14 14 29 29
Verbindlichkeitengegenüber Kunden 5 5 5 5
Handelspassiva 435 435 463 463
Finanzielle Verbindlichkeitenzu fortgeführtenAnschaffungskosten 47.335 47.048 -287 48.264 48.024 -240
VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten 842 843 1 1.783 1.785 2
Verbindlichkeitengegenüber Kunden 32.297 32.253 -44 32.8861) 32.8771) -9
BegebeneSchuldverschreibungen,Nachrang- undErgänzungskapital 14.196 13.952 -244 13.5951) 13.3621) -233
Finanzielle VerbindlichkeitenausVermögensübertragungen 402 402
Bewertungsanpassungen fürgegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -479 -479 -415 -415
Sicherungsderivate 231 231 214 214
Rückstellungen 249 n/a n/a 231 n/a n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 951 n/a n/a 990 n/a n/a
Verbindlichkeiten inVeräußerungsgruppen 436 n/a n/a 482 n/a n/a
Eigenkapital 3.481 n/a n/a 3.829 n/a n/a
Nicht beherrschende AnteileSumme Passiva –52.741 n/a n/a 054.596 n/a n/a
  1. Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.

Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.

Delta Fair

Zur Bestimmung des Fair Value von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden marktübliche Bewertungsmethoden verwendet. In Bezug auf Level-3-Aktiva und -Passiva, für die nicht beobachtbare Bewertungsparameter zur Bewertung verwendet werden, führt das aktuelle makroökonomische Umfeld zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Messung des Fair Value dieser Positionen.

Buchwertanpassungen von Grundgeschäften in einem Portfolio-Fair-Value-Hedge werden gemäß IFRS 9 in einem eigenen Bilanzposten (Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien) dargestellt. Um einen direkten Vergleich mit den Bilanzposten zu ermöglichen, werden Fair-Value-Änderungen, die sich auf das hier abgesicherte Zinsrisiko beziehen, ebenfalls in einer eigenen Zeile dargestellt.

In der nachfolgenden ökonomischen Darstellung wird der beizulegende Zeitwert von Kundeneinlagen durch Anwendung der Barwertmethode auf der Grundlage der in den verschiedenen Verträgen festgelegten und anschließend abgezinsten erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Dabei wird ein internes Modell zur Schätzung der Laufzeiten von Girokonten und anderen Sichteinlagen verwendet, das auf Basis der verfügbaren internen historischen Informationen kalibriert wird. Dieses Modell berücksichtigt die Sensitivität der Vergütung zu Marktsätzen und die Dauerhaftigkeit der Kontosalden.

Buchwert Fair Value Delta Fair Buchwert Fair Value Delta Fair
in Mio. € 30.06.2024 30.06.2024 Value/Buchwert30.06.2024 31.12.2023 31.12.2023 Value/Buchwert31.12.2023
Aktiva
Barreserve 977 977 686 686
Erfolgswirksam freiwilligzum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte 47 47 52 52
Forderungen an Kunden 47 47 52 52
Erfolgswirksamverpflichtend zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte 612 612 541 541
Wertpapiere 359 359 284 284
Forderungen an Kunden 169 169 173 173
Unternehmen mitBeteiligungsverhältnisund andereEigenkapitalinstrumente 84 84 84 84
Im sonstigen Ergebnisausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte 2.749 2.749 2.802 2.802
Schuldtitel 2.609 2.609 2.664 2.664
Unternehmen mitBeteiligungsverhältnisund andereEigenkapitalinstrumente 140 140 138 138
Handelsaktiva 61 61 103 103
Zu fortgeführtenAnschaffungskosten 47.352 46.434 -918 49.074 48.222 -852
Kunden 32.366 31.482 -884 32.871 32.057 -814
Kreditinstitute 11.431 11.425 -6 12.543 12.537 -6
Wertpapiere 3.555 3.527 -28 3.660 3.628 -32
Bewertungsanpassungenfür gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -451 -451 -310 -310
Sicherungsderivate 80 80 247 247
Sachanlagen 247 n/a n/a 251 n/a n/a
Vermietete Grundstückeund Gebäude 60 60 75 75
ImmaterielleVermögenswerte 253 n/a n/a 255 n/a n/a
Sonstige Vermögenswerte 259 n/a n/a 282 n/a n/a
Zur Veräußerung gehaltenelangfristige Vermögenswerteund Veräußerungsgruppen 495 n/a n/a 538 n/a n/a
Summe Aktiva 52.741 54.596
Delta Fair Delta Fair
Buchwert Fair Value Value/Buchwert Buchwert Fair Value Value/Buchwert
in Mio. € 30.06.2024 30.06.2024 30.06.2024 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023
Passiva
Erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVerbindlichkeiten 102 102 136 136
BegebeneSchuldverschreibungenund andere verbriefteVerbindlichkeiten 83 83 102 102
Nachrang- undErgänzungskapital 14 14 29 29
Verbindlichkeitengegenüber Kunden 5 5 5 5
Handelspassiva 435 435 463 463
Finanzielle Verbindlichkeitenzu fortgeführtenAnschaffungskosten 47.335 46.317 -1.018 48.264 47.129 -1.135
VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten 842 843 1 1.783 1.785 2
Verbindlichkeitengegenüber Kunden 32.297 31.522 -775 32.8861) 31.9821) -904
BegebeneSchuldverschreibungen,Nachrang- undErgänzungskapital 14.196 13.952 -244 13.5951) 13.3621) -233
Finanzielle VerbindlichkeitenausVermögensübertragungen 402 402
Bewertungsanpassungen fürgegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -479 -479 -415 -415
Sicherungsderivate 231 231 214 214
Rückstellungen 249 n/a n/a 231 n/a n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 951 n/a n/a 990 n/a n/a
Verbindlichkeiten inVeräußerungsgruppen 436 n/a n/a 482 n/a n/a
Eigenkapital 3.481 n/a n/a 3.829 n/a n/a
Nicht beherrschende Anteile n/a n/a 0 n/a n/a
Summe Passiva 52.741 54.596
  1. Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.

Fair-Value-Hierarchie

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente und der vermieteten Grundstücke und Gebäude auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:

  • Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Schuldverschreibungen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
  • Level 2: Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche "State of the Art"-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie "Verbriefte Verbindlichkeiten (eigene Emissionen)" und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei "Plain Vanilla"-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads. Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen.

Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Schuldverschreibungen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.

  • Zur Bewertung von zum Fair Value bewerteten Kundenforderungen kommen marktübliche Bewertungsmodelle zum Einsatz, z.B. Discounted-Cashflow- und Standardoptionspreismodelle. Marktparameter wie Zinssätze, Wechselkurse oder Volatilitäten werden als Input für das Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten des zugrunde liegenden Schuldners widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten, unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), oder Benchmark-Zinskurven (z.B. Indizes) abgeleitet.
  • Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest-Rate-Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die entsprechende RFR-Swapkurve (Risk Free Rate wie z.B. €STR) Basis der Diskontierung ist).
  • Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Caps, Floors), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden.
  • Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.

Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.

Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Bloomberg und Markit herangezogen. Auf Basis der Termstructure der A-Europe-Financial-Sektorkurve sowie der Quotes der internationalen BAWAG P.S.K.-Emissionen werden eine Senior-unsecured- sowie eine LT2-Spreadkurve ermittelt. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve direkt aus den Quotes mehrerer BAWAG P.S.K.-Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K.-Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.

Zum 30. Juni 2024 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der eigenen Emissionen des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -1,8 Mio. € (31. Dezember 2023: -2,0 Mio. €). Diese ist definiert als das Produkt des Creditspreadbasispunktwertes mit der jeweiligen Spreadveränderung, ergänzt um den Pull-to-Par-Effekt. Zum 30. Juni 2024 betrug die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, +1,0 Mio. € (31. Dezember 2023: +2,9 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,02 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,03 Mio. €) ergeben.

Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, betrug zum 30. Juni 2024 0,2 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,2 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads zwischen AT-Bund-Kurve und €-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,03 Mio. € ergeben (31. Dezember 2023: +0,02 Mio. €).

Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide Fonds sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cashflow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet. Außerdem betrifft dies auch die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die entweder erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert oder im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen.

Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.

30.06.2024 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
in Mio. €
Aktiva
Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden 47 47
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam verpflichtend zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle 2 26 584 612
Vermögenswerte
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle 2.367 268 114 2.749
Vermögenswerte
Schuldtitel 2.358 251 2.609
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis undandere Eigenkapitalinstrumente 9 17 114 140
Handelsaktiva 61 61
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -451 -451
Sicherungsderivate 80 80
Vermietete Grundstücke und Gebäude 60 60
Summe Aktiva 2.369 31 758 3.158
Passiva
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten 99 3 102
Begebene Schuldverschreibungen undandere verbriefte Verbindlichkeiten 80 3 83
Nachrang- und Ergänzungskapital 14 14
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5 0 5
Handelspassiva 435 435
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien -479 -479
Sicherungsderivate 231 231
Verbindlichkeiten 286 3 289
31.12.2023 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
in Mio. €
Aktiva
Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 52 52
Erfolgswirksam verpflichtend zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle 2 25 514 541
Vermögenswerte
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle 2.510 178 114 2.802
Vermögenswerte
Schuldtitel 2.501 163 2.664
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und 9 15 114 138
andere Eigenkapitalinstrumente
Handelsaktiva 103 103
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken -310 -310
abgesicherte Portfolien
Sicherungsderivate 247 247
Vermietete Grundstücke und Gebäude 75 75
Summe Aktiva 2.512 295 703 3.510
Passiva
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 112 24 136
Begebene Schuldverschreibungen und
andere verbriefte Verbindlichkeiten 78 24 102
Nachrang- und Ergänzungskapital 29 29
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5 5
Handelspassiva 463 463
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken
abgesicherte Portfolien -415 -415
Sicherungsderivate 214 214
Verbindlichkeiten 374 24 398

Die BAWAG P.S.K. erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.

Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2

Im ersten Halbjahr 2024 wurden aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 0 Mio. € (31. Dezember 2023: 15 Mio. €) von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 130 Mio. € (31. Dezember 2023: 32 Mio. €) wurden aufgrund eines liquideren Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.

Bewegungen nach und aus Level 3

Die dem Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:

Im sonstigen Ergebnisausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte
in Mio. € ErfolgswirksamErfolgswirksamverpflichtendzumzumbeizulegendenbeizulegendenZeitwertZeitwertbewertetebewertetefinanziellefinanzielleVermögenswerteVermögenswerte Schuldtitel Unternehmen mitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente FinanzielleVerbindlichkeiten
Stand 01.01.2024 514 114 24
Bewertungsgewinne(Verluste) imKonzernüberschuss
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden 7 0
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden 0
Bewertungsgewinne/-verlusteim Sonstigen Ergebnis
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden -2 0
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden
Käufe/Zugänge 73 1
Tilgungen -13 0 -21
Verkäufe -1 -1
Währungsumrechnung 5 2
ÄnderungKonsolidierungskreis -1 0
Stand 30.06.2024 584 114 3

Im sonstigen Ergebnis

ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte
in Mio. € ErfolgswirksamverpflichtendzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte ErfolgswirksamzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte Schuldtitel Unternehmen mitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente FinanzielleVerbindlichkeiten
Stand 01.01.2023 473 149 32
Bewertungsgewinne(Verluste) imKonzernüberschuss
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden 1 1 -1
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden 0
Bewertungsgewinne/-verlusteim Sonstigen Ergebnis
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden -35
Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden
Käufe/Zugänge 111 2
Tilgungen -58 -7
Verkäufe -5 0
Währungsumrechnung -5 -3
ÄnderungKonsolidierungskreis -3 0
Stand 31.12.2023 514 114 24

Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoressorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.

Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten

Der wesentliche, nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-Adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-Adjusted Discount Curve. Der Brutto-Spread-Aufschlag für Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank ist

laufzeitabhängig und beträgt aktuell für 5 Jahre 73 Basispunkte (Mid) (31. Dezember 2023: 104 Basispunkte). Für Emissionen der ehemaligen IMMO-BANK hängen die Spreads vom Rang und von der Fälligkeit ab.

Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.

Fair-Value-Kredite werden grundsätzlich über die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) bewertet. Sind Ober- oder Untergrenzen oder einfache Kündigungsoptionen vorhanden, werden diese mittels Bachelier-Modell abgebildet. Der Discountfaktor, welcher in der DCF verwendet wird, setzt sich aus mehreren Parametern zusammen: der Funding-Kurve (abgeleitet aus einer Peergroup europäischer Banken mit demselben Rating wie die BAWAG P.S.K.) und einer kundenspezifischen Credit-Spread-Kurve (abgeleitet je nach Verfügbarkeit aus CDS- oder CDS-Markit-Sektor-Kurve; bei Retail und KMU aus intern abgeleiteter Ausfallswahrscheinlichkeit), welche um den jeweiligen Besicherungsgrad angepasst wird.

Bei den illiquiden Fonds, die nicht zeitnah zu den veröffentlichten Net Asset Values veräußert werden konnten, kommt als nicht direkt beobachtbarer Inputfaktor ein Abschlag zur Anwendung, der dem zu erwartenden Verkaufskurs Rechnung trägt. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge als Differenz des Net Asset Values und dieses Liquiditätsabschlags. Der Ausweis erfolgt unter Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.

Der beizulegende Zeitwert von zwei nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen.

Bei Immobilienfonds werden die zugrunde liegenden Investitionen mindestens jährlich von einem unabhängigen, vom Fondsmanager beauftragten Gutachter bewertet, der Net Asset Value (NAV) wird mindestens vierteljährlich ermittelt. Der Net Asset Value des Investmentfonds entspricht dem Überschuss des Wertes der Vermögenswerte des Investmentfonds über den Wert seiner Verbindlichkeiten.

Fonds, die in Kreditportfolios investieren, werden von einem unabhängigen externen Experten auf der Grundlage einer DCF-Methode bewertet, die eigene Ausfall- und Vorauszahlungsmodelle verwendet, um die erwarteten Cashflows abzuleiten, die zu einem Marktzinssatz diskontiert werden. Das Modell verwendet Kredit- und Leistungsindikatoren sowie makroökonomische Indikatoren, um die Cashflows für jeden Kreditpool, segmentiert nach Herkunft, Alter, Unterklasse und Laufzeit, zu prognostizieren. Der Fondswert wird auf monatlicher Basis berechnet.

Die Jahresabschlüsse des Fonds werden nach lokalen Vorschriften erstellt. Es erfolgt eine jährliche Prüfung der Fonds durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, um die Richtigkeit der oben genannten Angaben zu gewährleisten.

Für die Bewertung eines signifikanten Teils der Eigenkapitalinstrumente werden die Dividend-Discount-Methode sowie die Discounted-Earnings-Methode verwendet. Ein kleinerer Teil wird auf Basis externer Preisangaben oder des anteiligen Eigenkapitals bewertet.

Erwartete Dividenden und Erträge sowie externe Preisindikationen berücksichtigen die aktuellsten Forecasts, einschließlich der beobachteten und erwarteten Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die Rentabilität der betreffenden Unternehmen.

Die Ermittlung der Fair Values von Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt analog zu den Forderungen nach der Discounted-Cashflow-Methode und dem Bachelier-Modell.

Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter

Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Die aktuelle geopolitische Lage führt zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf nicht beobachtbare Parameter und die Messung des Fair Value dieser Positionen. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK und Kundenverbindlichkeiten der start:bausparkasse Österreich.

Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Eigenen Emissionen um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €) verbessert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der eigenen Emissionen um 20 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2023 um 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €) verschlechtert.

Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 30. Juni 2024 +3,0 Mio. € (31. Dezember 2023: +2,1 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads über der Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt +0,9 Mio. € (zum 31. Dezember 2023: +0,3 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,06 Mio. € ergeben (31. Dezember 2023: +0,07 Mio. €).

Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 6,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 6,6 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 6,6 Mio. € (31. Dezember 2023: 7,2 Mio. €) verbessert.

Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte erhöht, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,3 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte vermindert, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,3 Mio. €) verbessert.

Für die Bewertung eines Teils der Eigenkapitalinstrumente sind die wesentlichen Inputparameter der Diskontierungsfaktor, Dividendenerträge bzw. Erträge und auch (möglicherweise) notwendige Kapitalmaßnahmen. Wenn der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte sinkt, würde der beizulegende Zeitwert um 3,2 Mio. € steigen (davon 1,5 Mio. € FVTOCI und 1,7 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 3,2 Mio. €; davon 1,5 Mio. € FVTOCI und 1,7 Mio. € FVTPL); steigt der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte, würde der beizulegende Zeitwert um 2,5 Mio. € sinken (davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 1,4 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 2,4 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 1,3 Mio. € FVTPL). Wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% steigt, würde der beizulegende Zeitwert dieses Finanzvermögens um 0,7 Mio. € steigen (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 0,6 Mio. €; davon 02,2 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL); wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% fällt, würde der beizulegende Zeitwert um 0,6 Mio. € fallen (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 0,6 Mio. €; davon 0,2 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL).

Ein Teil der Eigenkapitalinstrumente wird auf Basis externer Preisangaben bewertet. Wenn diese Indikationen um 10% niedriger wären, würde der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,5 Mio. € fallen (9,2 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 15,2 Mio. €; davon 9,0 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL). Wären diese Indikationen um 10% höher, würde sich der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,5 Mio. € erhöhen (davon 9,2 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 15,2 Mio. €; davon 9,0 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL).

Der kleinste Teil wird auf Basis des anteiligen Eigenkapitals bewertet. Wäre das Eigenkapital um 10% niedriger, würde dies zu einem Rückgang um 1,6 Mio. € (davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 1,7 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) bzw. bei einem um 10% höheren Eigenkapital zu einem Anstieg um 1,6 Mio. € führen (davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 1,7 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL).

Der beizulegende Zeitwert eines nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen. Der eine Fonds hat, basierend auf der aktuellen Portfolioallokation, eine erwartete Zinssensitivität von etwa -0,1 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,1 Mio. €) bei einem Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte und eine Credit-Spread-Sensitivität von -0,1 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,1 Mio. €) bei einer Ausweitung der Credit Spreads um 100 Basispunkte (und umgekehrt).

Für die anderen Fonds gilt: wenn der angegebene Marktwert um 10% steigen würde, würde der Konzern einen Gewinn von 25,0 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen (31. Dezember 2023: 17,6 Mio. €; ein Fond). Wenn der angegebene Marktwert um 10% sinken würde, würde der Konzern einen Verlust von 25,0 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung verbuchen (31. Dezember 2023: 17,6 Mio. €; ein Fond).

Fair-Value-Veränderungen von Level-3-Aktiva bei alternativer Parametrisierung

Für Schuldverschreibungen, Ertragsfonds mit dem Risikofaktor Credit Spreads sowie Kredite werden zur Ermittlung der potenziellen Auswirkungen Credit Spreads herangezogen. Für diese wird in der Sensitivitätsanalyse der Wertebereich zwischen +100 bp und -50 bp verwendet. Eine Erhöhung (eine Verringerung) der Spreads führt zu einer Verringerung (einer Erhöhung) des jeweiligen Fair Value.

30.06.2024in Mio. € -50 bp +50 bp +100 bp
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte 3,3 -3,1 -6,1
Schuldverschreibungen 0,0 0,0 0,0
Forderungen an Kunden 3,2 -3,0 -6,0
Income Fonds 0,1 -0,1 -0,1
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0 0,0
Schuldverschreibungen 0,0 0,0 0,0
31.12.2023in Mio. € -50 bp +50 bp +100 bp
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte 3,5 -3,4 -6,7
Schuldverschreibungen 0,0 0,0 0,0
Forderungen an Kunden 3,5 -3,4 -6,6
Income Fonds 0,0 0,0 -0,1
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,0 0,0
Schuldverschreibungen 0,0 0,0 0,0

18 | Behandlung eines Day 1 gain

IFRS 9.B5.1.2A besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.

Im Fall des Kaufes von einigen Kreditportfolien wichen die Marktzinssätze zum Transaktionsdatum von den Marktzinssätzen zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen ab. In den meisten Fällen wollte sich der Verkäufer aus dem entsprechenden Geschäftsfeld zurückziehen, weshalb der Transaktionspreis nicht dem beizulegenden Zeitwert der Kredite entsprach. Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegende Zeitwert und daher auch der

Day 1 gain oder loss weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain oder loss nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IFRS 9 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.

Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 gains oder losses. Die BAWAG P.S.K. weist die systematische Amortisation der Day 1 gains oder losses von nicht notleidenden Krediten unter dem Posten Zinserträge und jene von POCI-Krediten unter dem Posten Risikokosten aus. Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Stand zu Beginn der Periode 38 67
Neue Transaktionen -5
Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden -8 -24
Währungseffekte 0 0
Stand am Ende der Periode 30 38

19 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Eventualverbindlichkeiten 118 125
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 118 125
Von Kunden nicht ausgenützte Kreditrahmen 8.849 9.042
hievon jederzeit fristlos kündbar 7.329 7.336
hievon nicht fristlos kündbar 1.520 1.706

RISIKOBERICHT

Die BAWAG P.S.K. ist eine Geschäftsbank, die auf ein risikoarmes, einfaches und transparentes Geschäftsmodell fokussiert ist. Wir konzentrieren uns auf entwickelte Märkte mit starkem makroökonomischem Hintergrund sowie stabilen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der DACH/NL-Region sowie in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Wir sind auf das Geschäft mit Privat- und KMU-Kunden spezialisiert und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot von Spar-, Kredit-, Anlage- und Versicherungsprodukten. Unsere Liquidität wird hauptsächlich durch stabile Einlagen von Privatkunden gewährleistet. Eine transparente und einfache Gestaltung unserer Produkte sowie operative Effizienz sind die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit, bei der wir Prozesse durchgehend optimieren, um unseren Kunden einfache, klare und werthaltige Produkte zu bieten.

Neben unserem risikoarmen Geschäftsmodell sind das Risikomanagement und die aktive Steuerung von Risiken ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie des Konzerns. Die Aufrechterhaltung eines sicheren und soliden Risikoprofils ist ein zentraler Pfeiler unserer Strategie und es besteht die starke Verpflichtung in der gesamten Organisation, die Bank mit einem niedrigen Risikoprofil zu führen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Risikomanagement-Ansatz ein Unterscheidungsmerkmal in unserem Markt darstellt und der Schlüssel zum Erreichen unserer strategischen und finanziellen Ziele sowie zur Schaffung von Mehrwert für unsere Aktionäre wie auch zum Schutz unserer Kunden ist.

Die Aufrechterhaltung eines sicheren und soliden Risikoprofils ist ein zentraler Pfeiler unserer Konzernstrategie und unserer Risikopolitik. Sie basiert auf den folgenden Grundsätzen:

  • Beibehaltung einer starken Kapitalposition, stabiler Privatkundeneinlagen und eines niedrigen Risikoprofils
  • Fokus auf etablierte, entwickelte und zukunftsfähige Märkte
  • Anwendung einer konservativen und disziplinierten Kreditvergabe in Märkten, die wir verstehen, mit dem Fokus auf besichertes Geschäft
  • Aufrechterhaltung einer sicheren und soliden Bilanz
  • Proaktives Management und Reduzierung von nichtfinanziellen Risiken

Zusammenfassung und wesentliche Entwicklungen im 1. Halbjahr 2024

  • Das makroökonomische Umfeld war im ersten Halbjahr 2024 von anhaltender Unsicherheit geprägt, die auf die beispiellosen Ereignisse der vergangenen Jahre und deren wirtschaftlichen Auswirkungen zurückzuführen ist. Die Inflation und Verbraucherpreissteigerungen haben nachgelassen, doch die Zentralbanken bleiben wachsam, um sicherzustellen, dass der Trend anhält. Die Zentralbanken sind von der lange verfolgten lockeren Geldpolitik abgegangen und haben die Zinssätze zur Eindämmung der Inflation stark erhöht. Obwohl sich die Inflation abgeschwächt hat, sind die Erwartungen an Zinssenkungen angesichts der anhaltenden preistreibenden Kräfte, insbesondere der starken Verbrauchernachfrage und der weiterhin niedrigen Arbeitslosigkeit, gedämpft. Die EZB hat den ersten Schritt unternommen, indem sie die Zinsen im Juni 2024 um 25 Basispunkte gesenkt hat, während die Federal Reserve ihr Zielband unverändert gelassen hat und die Märkte mit einer oder zwei Zinssenkungen im Jahr 2024 rechnen können. Da die Zinsen weiterhin hoch sind, wirken sich die Verzögerungseffekte weiterhin auf die Kunden aus, insbesondere im Einzelhandels- und KMU-Segment, basierend auf einer geringeren Erschwinglichkeit von Krediten sowie erhöhten Kreditkosten und beeinflussten Bewertungen bestimmter Vermögensarten.
  • Unsere Hauptmärkte in Österreich, Westeuropa und den USA werden durch ein stabiles Beschäftigungsniveau und eine starke finanzielle Position unserer Kunden gestützt. Dennoch sind die Abwärtsrisiken nach wie vor beträchtlich, da eine anhaltende Inflation oder eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen wirtschaftliche Schwachstellen aufdecken könnten, insbesondere bei Unternehmen oder Kunden mit hoher Verschuldung. Wir sind der Ansicht, dass unsere Risikoposition und unsere bisherigen Kreditvergabegrundsätze unsere Bank gut positioniert haben, um ungünstigen Entwicklungen standzuhalten. Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Ungewissheit bleiben wir vorsichtig und

gewappnet durch Management-Overlays, ein hohes Kapital- und Liquiditätsniveau, das weit über den Anforderungen liegt, und hervorragende, stabile Finanzierungsquellen.

  • Die ECL-Vorsorgen sind um 6% auf 167 Mio. € gestiegen (31.12.2023: 158 Mio. €), basierend auf den derzeitigen wirtschaftlichen Aussichten und unterstützt durch den substanziellen Management-Overlay.
  • Der über die modellbasierten ECL-Vorsorgen hinausgehende Management-Overlay blieb substanziell und beträgt 80 Mio. € (31.12.2023: 80 Mio. €). Die BAWAG P.S.K. wird die potenzielle wirtschaftliche Entwicklung weiterhin beobachten und die Annahmen und den Bedarf des Management-Overlays regelmäßig überprüfen.
  • Die hohe Qualität der Aktiva zeigt sich in der weiterhin stabilen Verteilung der Aktiva: 92% der Kundenforderungen sind in Stufe 1 (Performing) (31.12.2023: 92%), 6% in Stufe 2 (Performing, aber erhöhtes Kreditrisiko) (31.12.2023: 6%). Der weiterhin geringe Anteil der Stufe-2-Aktiva am Gesamtbestand spiegelt unsere disziplinierten Kreditvergabestandards und die Kreditqualität wider.
  • Starkes Kreditrisikoprofil mit 1.1% NPL-Quote (31.12.2023: 1,0%), NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote von 45% (31.12.2023: 45%) und einer NPL-Deckungsquote von 76% (31.12.2023: 76%).
  • Die Risikokosten des 1. Halbjahres 2024 von 58 Mio. € (30.06.2023: 41 Mio. €) entsprechen 27 Basispunkten im 1. Halbjahr 2024 (30.06.2023: 19 Basispunkte); die Risikokosten im Retail & SME Segment gehen auf das Niveau vor Corona.
  • De-minimis-Exposures mit hohen Klima- und Umweltrisiken im Einklang mit der langfristigen Strategie der Vermeidung von stark zyklischen Industrien. De-minimis sind auch die Exposures in Bezug auf die Öl- und Gasindustrie. ESG-Risiken werden in den Risikosteuerungsrahmen, die Risikostrategie und die interne Kapitalallokation über alle Risikoarten und Risikomanagementrichtlinien hinweg einbezogen. Dekarbonisierungsstrategien werden aktuell für die materiellsten Portfolios entwickelt.
  • Im Februar unterzeichnete die BAWAG Group eine Transaktion zum Erwerb von 100 % der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.) und am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG Group eine Transaktion zum Erwerb der in Hamburg ansässigen Barclays Consumer Bank Europe von der Barclays Bank Irland PLC. Die Akquisitionen werden die Präsenz der BAWAG Group in der DACH/NL-Region erweitern und stehen voll und ganz im Einklang mit der Risikostrategie und dem Risikoappetit der BAWAG Group. Beide Portfolios werden in die konzernweiten Risikomanagementprozesse der BAWAG integriert, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ab dem ersten Tag nach Abschluss der Transaktionen sicherzustellen.

Entwicklung der wichtigsten Risikokennzahlen

Gesamtportfolio
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 Veränderung(pts)
NPL Ratio 1,1% 1,0% 0,2
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 45,4% 44,6% 1
NPL-Besicherungsquote 76,3% 75,7% 1
Wertberichtigungen Stufe 1 und 2 167 158 9
Wertberichtigungen Stufe 3 257 236 21

20 | Aktuelle geopolitische Situation – Auswirkungen auf das Risikomanagement

Die übereinstimmenden Prognosen, dass die Zinssätze auf allen Märkten ab 2024 sinken werden, haben sich aufgrund eines verhaltenen Rückgangs der Inflation, bisher noch nicht als richtig herausgestellt. Nur die EZB hat im Juni 2024 den ersten Schritt mit einer 25 Basispunkte-Reduktion gesetzt. Die Stärke der bisherigen Zinserhöhungen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft lassen jedoch nichtsdestotrotz das Potenzial für verzögerte Auswirkungen auf Märkte und Kunden offen. In den vergangenen Jahren wurde der Bankensektor mehrfach durch neue Krisen und unerwartete wirtschaftliche Entwicklungen auf die Probe gestellt, und die Banken mussten sich mit einzigartigen Risiken und volatilen Marktbedingungen auseinandersetzen. Die Pandemie, der Ausbruch des Krieges in Europa und Bankenturbulenzen in den USA und in der Schweiz eröffneten neue Fronten mit noch nie dagewesenen Ereignissen, die zu Spannungen auf den Kapitalmärkten und erheblichen wirtschaftlichen Veränderungen führten. Diese wirkten sich auf unsere Kunden aus, und führten zu ungewissen wirtschaftlichen Folgen. Die laufende Evaluierung des überschüssigen Kapitals und der Liquidität sowie die Anpassung unseres umsichtigen und äußerst proaktiven Risikomanagements gehören zu Grundlage unserer Geschäftsstrategie. Das aktuelle Umfeld ist von folgenden Merkmalen gekennzeichnet:

  • Weiterer Rückgang der Inflation von einem 40-Jahres-Hoch aber weiterhin über den Zielwerten mit Auswirkungen auf das Realeinkommen durch gestiegene Lebenshaltungskosten und erhöhte Betriebsaufwendungen für Unternehmen und Privatpersonen
  • Anhaltender Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten mit dem Risiko einer Eskalation
  • Gegenwind im Industriesektor und Normalisierung von Angebot und Nachfrage
  • Ende der Leitzinserhöhung der EZB und US-Notenbank und die Möglichkeit von weiteren Zinssenkungen der EZB und des ersten Schrittes der FED im zweiten Halbjahr 2024
  • Anhaltende Reduktion der Geldmenge, da die Zentralbanken und ihre Bilanzen reduzieren
  • Erhöhte Kreditkosten auf allen Märkten, die sich auf die Zahlungsfähigkeit und die Bewertung der Vermögenswerte auswirken
  • Negative Auswirkungen auf die gewerblichen Immobilienmärkte aufgrund der gestiegenen Kreditkosten und Nachfrageproblemen, insbesondere bei Büroimmobilien

Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, proaktiv Maßnahmen zur Bewältigung der anhaltenden Belastungen der Wirtschaft und unserer Kunden zu identifizieren und zu treffen, als auch aufsichtsrechtliche Maßnahmen zu integrieren. Die Risikomanagementprozesse sind durchgängig darauf ausgelegt Transparenz und strenge Überwachung sicherzustellen, die zugrunde liegende Entwicklung der Risiken zu messen, und bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen in allen Unternehmensprozessen zu ergreifen, um Risiken in Echtzeit zu steuern. Dieser hochgradig proaktive Risikomanagementansatz und der detaillierte Fokus auf die Steuerung des Geschäftsbetriebs wurden in die Geschäftsprozesse vollständig institutionalisiert und sind die Grundlage für ein erfolgreiches Navigieren durch das derzeitig unsichere Umfeld. Disziplinierte kontinuierliche Auswertung strukturierter Informationen über Marktentwicklungen zur Durchführung granularer Risikoanpassungen im Zusammenhang mit der Kreditvergabe von Neugeschäften, und kontinuierlicher Datenaktualisierung zur Auswertung von Risikoentwicklung in unseren Portfolios dienen als Managementzyklus für alle risikorelevanten Entscheidungen.

Im nächsten Abschnitt werden die Entwicklungen und getroffenen Maßnahmen unserer proaktiven Kreditrisikomanagementprozesse beschrieben:

  • Governance
  • Kreditvergabe
  • Gewerbliche Immobilien

Governance

Das Risikomanagement der BAWAG P.S.K. hat bewiesen, sich bei der Evaluierung, der Messung und dem Reporting von Risiken schnell und effektiv auf die neuen und sich ständig ändernden Rahmenbedingungen einstellen zu können, was einen Nachweis unserer robusten Risikomanagementinfrastruktur (IT, Reporting, Analytik) und Governance darstellt.

Das Management stützt sich auf einen äußerst proaktiven und zentralisierten Ansatz für das Risikomanagement mit einem detaillierten Fokus auf die operative Steuerung des Betriebs. Detaillierte Governance-Schritte und regelmäßige Abläufe sind eingeführt, um die schnelle Umsetzung in den Stressbereichen, koordinierte Reaktionen in allen Geschäftsbereichen und datengesteuerte Entscheidungen zu gewährleisten. Dieser Aufbau ist einzigartig und entscheidend für den effektiven Umgang mit den Risiken auf allen unseren Märkten und Kanälen. Dazu wurden folgende Maßnahmen und Initiativen eingeführt oder fortgesetzt:

  • Wiederkehrende Steuerungsmeetings zum Kreditrisiko, zur Liquidität und zu Investitionen unter Einbeziehung des Vorstands und der relevanten Bereiche und Märkte, um eine gezielte operationelle Risikoanalyse, zeitnahe Entscheidungsfindung und Priorisierung für eine umgehende operative Umsetzung von Maßnahmen sicherzustellen
  • Regelmäßige Monitoring-Reports, welche die Überwachung des Kundenverhaltens und -trends und damit verbundener Risikokennzahlen, die den gesamten Kreditrisikolebenszyklus abdecken (Neugeschäftsanträge, Auslastung von revolvierenden Linien und Betreibung von ausgefallenen Engagements und makroökonomische Entwicklung, ermöglichen
  • Gezieltes Kreditrisikoreporting und dementsprechende Preisgestaltung mit Überprüfungen bestimmter Subportfolios und regelmäßiger Kontakt mit den finanziellen Sponsoren oder dem Management, um Kreditengagements zu steuern
  • Erweitertes Risikoreporting, um die Entwicklung bestimmter Portfolios, Kundengruppen und Produkte, die von der aktuellen Krise betroffen sind, Marktpreisänderungen (Finanzierung und Preisgestaltung) und Verlusterwartungen, gezielt zu überwachen
  • Laufende Überprüfung der IFRS-9-Risikovorsorgen unter Berücksichtigung verschiedener makroökonomischer Szenarien
  • Tägliche Liquiditätsüberwachung und Stresstestpuffer

Kreditvergabe

Die BAWAG P.S.K. verfolgt bei der Kreditvergabe einen konservativen Ansatz mit klar definierten Vergaberichtlinien, die sich auf ein hohes Maß an verfügbaren Kreditsicherheiten, ein angemessenes Verhältnis von laufendem Schuldendienst zum Einkommen mit einem Puffer, um potenzielle Belastungen aufzufangen, sowie auf Einkommen, Cashflow und Kapitalkennzahlen konzentrieren, um risikoadjustierte Renditen zu erzielen. Die Kreditvergabeentscheidungen werden durch robuste Risikoanalysefähigkeiten und Genauigkeit unterstützt. Dies gewährleistet die Einhaltung des Risikoappetits und die Durchführung von Kreditentscheidungen, welche das makroökonomische Umfeld widerspiegeln. Die Kreditvergabe-Parameter werden regelmäßig gestresst, um die Nachhaltigkeit des Polsters in unseren Kreditrisikokennzahlen sicherzustellen.

Unsere Strategie besteht darin, unser Retail & SME-Neugeschäft weiter auf asset-based Produkte (vor allem Wohnimmobilien und Leasing) zu verlagern, welche im 1. Halbjahr 2024 77% (31.12.2023: 81%) des Portfolios umfassten. Die restlichen 23% (31.12.2023: 19%) unseres Portfolios bestehen aus unbesicherten Retail & SME-Krediten.

Im Hinblick auf unser unbesichertes Retail & SME-Kreditgeschäft sehen wir trotz der in allen Portfolios ergriffenen Risikominderungsmaßnahmen eine Normalisierung der Ausfallquoten auf das Niveau vor der Pandemie, was auf das derzeitige Zins-/Inflationsumfeld in allen Regionen mit erhöhten 12-Monats-Rückstandsquoten im Verbraucherkreditportfolio zurückzuführen ist.

Gewerbliche Immobilien (CRE)

Die Transaktionen von Gewerbeimmobilien haben sich im Jahr 2023 materiell reduziert, was vor allem auf eine Erhöhung der Kreditkosten als auch eine Abschwächung der Anlegerstimmung als Reaktion auf das derzeitige wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen ist – und im Jahr 2024 hat sich die Entwicklung noch nicht verbessert. Höhere Zinssätze haben zu höheren Renditeerwartungen (niedrigere Bewertungen) und einer geringeren Zinszahlungsfähigkeit geführt. Die Inflation hat die Betriebs- und Lebenshaltungskosten in die Höhe getrieben, was die Gewerbeimmobilienmärkte in den Vereinigten Staaten und Europa zusätzlich belastet. Büroimmobilien sind nach wie vor die am stärksten belastete Anlageklasse, da die Nachfrage aufgrund der Umstellung auf Homeoffice zurückgeht. Dies hat sich auf Gebäude geringerer Qualität ausgewirkt (B-

und C-Klasse, definiert durch veraltete Bauweise und mangelnde Ausstattung), während hochwertige Gebäude der A-Klasse weniger betroffen sind, aber dennoch recht anfällig für Marktanpassungen bleiben. Die BAWAG P.S.K. hat von erstklassigen Standorten und einem starken Engagement der Sponsoren (erhebliche anfängliche Eigenkapitalinvestitionen und unterstützende Maßnahmen zur Werterhaltung) profitiert und so die Kreditqualität in einem schwierigen Umfeld weiterhin unterstützt. Industrie- und Logistikimmobilien, Wohn- und Hotelimmobilien, die den Großteil des CRE-Portfolios ausmachen, entwickeln sich entsprechend den Erwartungen, da die Angebots- und Nachfragedynamik in diesen Anlageklassen weiterhin stark ist.

Die BAWAG P.S.K. konzentriert sich auf vorrangig besicherte Kredite an hochwertige Kunden und macht weder Mezzaninnoch reine Grundstücksfinanzierungen. Wir vermeiden das Risiko der Finanzierung von einzelnen Immobilien, indem wir in erster Linie diversifizierte Portfolien mit zahlreichen Immobilien finanzieren, die oft mehrere Arten von Sicherheiten enthalten. Die Diversifikation der Immobilienarten stellt eine zusätzliche Absicherung dar.

Während das Portfolio in erster Linie variabel verzinst ist, umfasst unser Kreditentscheidungsansatz mehrere risikomindernde Maßnahmen wie Hedginganforderungen, Zinsreserven und Sponsorengarantien – Absicherungsinstrumente, die sich im aktuellen Umfeld als sehr hilfreich bewiesen haben. Der geografische Schwerpunkt liegt nach wie vor in Westeuropa und den Vereinigten Staaten.

Das gesamte CRE-Portfolio ging im 1. Halbjahr 2024 um 2% von 5,1 Mrd. € auf 5,0 Mrd. € zurück. Das Neugeschäft verlagerte sich seit 2020 vor allem auf Industrie-/Logistik- und Wohnimmobilien. Diese Anlageklassen weisen positive Eckdaten auf und machen 66% des gesamten Gewerbeimmobilienportfolios im 1. HJ 2024 (31.12.2023: 65%) aus, gegenüber 48% in 2020. Umgekehrt wurde das Exposure der Kredite im Einzelhandel von 12% im Jahr 2020 auf 5% im 1. Halbjahr 2024 (31.12.2023: 5%) und bei Büroimmobilien von 29% im Jahr 2020 auf 19% im 1. HJ 2024 (31.12.2023: 21%) erheblich reduziert. Angesichts der Trends zum Online-Shopping und zur Heimarbeit verschlechterten sich die Fundamentaldaten in diesen Anlageklassen, und Neugeschäfte wurden vermieden. Diese Veränderung der Risikoappetits wurde bereits vor einigen Jahren vorgenommen, was uns heute mit einem eingeschränkten Exposure in Einzelhandel und Büroimmobilien zugutekommt. Das Neugeschäft war in 1. Halbjahr 2024 gedämpft und konzentrierte sich auf Wohnimmobilien- und Multi-Asset-Loan-on-Loan-Geschäfte mit niedrigem Loan to Value (LTV) und starker Querbesicherung. Bürofinanzierungen werden weiterhin eng überwacht und regelmäßig mit dem Vorstand diskutiert. Alle wahrscheinlichen Downsides sind durch die bestehenden ECL-Overlays gut abgedeckt.

Unser Immobilien-Exposure in den Vereinigten Staaten, das 51% (€2,6 Mrd. €) des gesamten Gewerbeimmobilienportfolios (31.12.2023: 48% ausmacht, ist in den Bereichen Wohnen, Industrie und Logistik gewachsen, in denen das zugrunde liegende Angebot und die Nachfrage weiterhin stark sind und sich die Cashflows weiterhin wie erwartet entwickeln. Diese Anlageklassen machen 77% (31.12.2023: 74%) unseres US-Gewerbeimmobilienvermögens aus.

Auf Büroimmobilien in den Vereinigten Staaten entfallen nur noch 15% (31.12.2023: 19%) des gewerblichen Immobilienvermögens in Höhe von 0,4 Mrd. €, aufgrund von Refinanzierung im ersten Halbjahr 2024, welche die Qualität der Vermögenswerte des Portfolios unterstützt. Die verbleibenden Performing-Vermögenswerte von0,3 Mrd. €, welche weniger als 1% unseres Kundenkreditportfolios ausmachen, verfügen über ein erhebliches Sicherheitspolster (LTV von 73%) und zugrunde liegende Cashflows. Stresstests auf Portfolio- und Einzelgeschäftsebene werden regelmäßig durchgeführt. Der Management-Overlay in Höhe von 80 Mio. € deckt negative Auswirkungen auf unser Commercial-Real-Estate-Portfolio ab, wobei sich die Auswirkungen vor allem auf Bürosicherheiten konzentrieren.

21 | Kreditrisiko

Die Definitionen von Risiko-Governance, ICAAP und Stresstest, Kreditrisiko (einschließlich Kreditrisiko-Governance, Bewertung der Kreditwürdigkeit, Bewertung von Sicherheiten, Definition von Ausfall, Forbereance und Impairments blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 unverändert.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über die Struktur und die Portfolioqualität in den einzelnen Segmenten.

Corporates, Real
30.06.2024in Mio. € Retail & SME Estate & PublicSector Treasury Corporate Center Gesamtportfolio
Zu fortgeführtenAnschaffungskosten 21.175 13.044 13.865 -733 47.352
Forderungen an Kunden 21.174 11.642 159 -609 32.366
Forderungen an Banken 1 64 11.466 -101 11.431
Wertpapiere 1.338 2.240 -22 3.555
Vermögenswerte FVPL/FVOCI 158 190 2.558 307 3.212
Sonstige Aktiva 977 476 1.453
Bilanzielle Geschäfte 21.333 13.234 17.400 50 52.017
Außerbilanzielle Geschäfte 6.656 2.296 23 698 9.673
Summe 27.989 15.530 17.423 748 61.690
davon besichert 17.607 5.743 161 70 23.581
davon NPL (Bruttosicht) 547 131 679
Wertberichtigungen Stufe 1 29 12 1 0 42
Wertberichtigungen Stufe 2 74 51 0 125
Wertberichtigungen Stufe 3 231 26 0 257
Summe derWertberichtigungen 334 89 1 0 424
Prudential Filter 35 15 51

Zu den sonstigen Vermögenswerten zählen die zum 31.12.2023 in den Bestand "Zur Veräußerung gehalten" umgestellte start:bauspa rkasse Deutschland sowie Barbestände.

Corporates, Real
31.12.2023in Mio. € Retail & SME Estate & PublicSector Treasury Corporate Center Gesamtportfolio
Zu fortgeführten 21.398 13.125 15.389 -838 49.074
Anschaffungskosten
Forderungen an Kunden 21.398 11.941 178 -646 32.871
Forderungen an Banken 75 12.636 -167 12.543
Wertpapiere 1.110 2.575 -25 3.660
Vermögenswerte FVPL/FVOCI 160 203 2.605 232 3.200
Sonstige Aktiva 0 686 516 1.202
Bilanzielle Geschäfte 21.558 13.328 18.679 -90 53.475
Außerbilanzielle Geschäfte 6.700 2.436 532 323 9.991
Summe 28.258 15.764 19.211 233 63.466
davon besichert 18.241 5.429 621 105 24.396
davon NPL (Bruttosicht) 477 132 609
Wertberichtigungen Stufe 1 24 13 2 39
Wertberichtigungen Stufe 2 75 44 119
Wertberichtigungen Stufe 3 208 27 0 236
Summe der
Wertberichtigungen 307 85 2 0 394
Prudential Filter 22 14 36

Zu den sonstigen Vermögenswerten zählen die zum 31.12.2023 in den Bestand "Zur Veräußerung gehalten" umgestellte start:bauspa rkasse Deutschland sowie Barbestände.

Überblick über die Struktur des Kreditportfolios-Rating, Geografie, Währungen und Sicherheiten

Ratingverteilung des Kreditportfolios

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Ratings für das Performing-Portfolio. Das Risikoprofil ist stabil. Mehr als 86% (31.12.2023: 85%) des Exposures können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen Aaa und Baa3.

30.06.2024in % Moody's RatingÄquivalent Retail & SME Corporates, RealEstate & PublicSector Treasury Gesamtportfolio
Ratingklasse 1 Aaa–Aa2 0,2% 20,3% 80,9% 32,6%
Ratingklasse 2 Aa3–A1 9,1% 18,3% 6,5% 10,7%
Ratingklasse 3 A2–A3 11,1% 9,7% 4,8% 8,8%
Ratingklasse 4 Baa1–Baa3 53,2% 37,4% 7,2% 34,0%
Ratingklasse 5 Ba1–B1 21,1% 12,6% 0,5% 11,3%
Ratingklasse 6 B2–Caa2 3,2% 1,5% 0,0% 1,7%
Ratingklasse 7 Caa3 2,1% 0,2% 0,1% 0,9%
31.12.2023in % Moody's RatingÄquivalent Retail & SME Corporates, RealEstate & PublicSector Treasury Gesamtportfolio
Ratingklasse 1 Aaa–Aa2 0,2% 19,0% 83,9% 33,9%
Ratingklasse 2 Aa3–A1 10,0% 16,7% 6,0% 10,2%
Ratingklasse 3 A2–A3 11,2% 9,6% 4,8% 8,5%
Ratingklasse 4 Baa1–Baa3 54,1% 37,4% 4,6% 32,3%
Ratingklasse 5 Ba1–B1 19,2% 15,9% 0,6% 12,4%
Ratingklasse 6 B2–Caa2 3,3% 1,4% 0,0% 1,7%
Ratingklasse 7 Caa3 2,1% 0,0% 0,2% 1,0%

Geografische Verteilung des Kreditportfolios

Die geografische Verteilung des Kreditportfolios steht im Einklang mit der Strategie der BAWAG P.S.K., die sich auf stabile Volkswirtschaften und Währungen konzentriert. Insgesamt 97% (31.12.2023: 97%) des Portfolios befinden sich in Westeuropa und Nordamerika.

Währungsverteilung des Kreditportfolios

Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. blieb der Großteil der Finanzierungen in EUR stabil. Die folgende Tabelle zeigt die Währungsverteilung des gesamten Kreditportfolios.

Buchwert in %
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
EUR 44.109 45.619 84,8% 85,3%
USD 5.775 5.619 11,1% 10,5%
GBP 911 951 1,8% 1,8%
CHF 737 836 1,4% 1,6%
Sonstige 485 450 0,9% 0,8%
Summe 52.017 53.475 100,0% 100,0%

Sicherheiten in dem Gesamtkreditportfolio und Bewertung von Sicherheiten

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Sicherheitenarten, wobei der Anteil der Immobiliensicherheiten am gesamten Kreditportfolio mit 75% (31.12.2023: 76%) stabil ist.

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Immobilien 18.846 18.903 74,9% 75,8%
davon private Immobilien 14.321 14.437 76,0% 76,4%
davon gewerblicheImmobilien 4.525 4.466 24,0% 23,6%
Garantien 4.283 4.407 17,0% 17,7%
Sonstige Kreditsicherheiten 1.654 1.204 6,6% 4,8%
Finanzielle Sicherheiten 375 418 1,5% 1,7%
Summe 25.158 24.932 100,0% 100,0%

Forborne-Forderungen, Forbearance-Maßnahmen und Unlikeliness to pay

Forbearance-Maßnahmen können zur Anwendung kommen, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Die BAWAG P.S.K. verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse in der gesamten Gruppe, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden können. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapitalfazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.

Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgefährdeten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern.

Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die BAWAG P.S.K. Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als ausgefallen klassifiziert.

Für Reportingzwecke sowie für die interne Risikosteuerung verfügt die BAWAG P.S.K. über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstige Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als "Forborne" gekennzeichnet.

Summe 729 192 1,4% 63% 68%
Corporates, Real Estate &Public Sector 365 118 2,8% 66% 71%
Retail & SME 364 74 1,7% 61% 65%
30.06.2024 GestundeteForderungen davonausgefallen % dergestundetenForderungen Besicherungsquote dergestundetenForderungen Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen
Summe 604 162 1,1% 62% 67%
Corporates, Real Estate &Public Sector 269 109 2,0% 66% 68%
Retail & SME 335 53 1,6% 60% 63%
31.12.2023 GestundeteForderungen davonausgefallen % dergestundetenForderungen Besicherungsquote dergestundetenForderungen Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen

Non-performing loans-Portfolio

Die Ausfalldefinition reflektiert die aktuellen EBA-Anforderungen (EBA/GL/2016/07) und ist vollständig in der BAWAG P.S.K. implementiert.

Darüber hinaus erfüllt die BAWAG P.S.K. in vollem Umfang die Anforderungen der "Guidance to banks on non-performing loans supervisory expectations for prudential provisioning of non-performing exposures" der EZB sowie die Verordnung (EU) 2019/630 zur Änderung der CRR-Verordnung (EU) Nr. 575/2013.

Die folgende Tabelle zeigt die Non performing loans (NPL) Ratio, Wertberichtigungen, NPL-Wertberichtigungsquote und NPL-Deckungsquote des Kreditportfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der niedrigen NPL-Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der guten Wertberichtigungs- und Besicherungsdeckung über das gesamte Portfolio wider.

Buchwert1) in %
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (brutto) 47.762 49.453 100,0% 100,0%
Wertberichtigungen 409 379 0,9% 0,8%
davon Stufe 1 35 31 0,1% 0,1%
davon Stufe 2 122 116 0,3% 0,2%
davon Stufe 3 252 232 0,5% 0,5%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (netto) 47.352 49.074 99,1% 99,2%
NPL Ratio 1,1% 1,0%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 45,4% 44,6%
NPL-Besicherungsquote 76,3% 75,7%
  1. Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.

Die folgende Tabelle zeigt die NPL-Ratio und NPL-Wertberichtungdeckungsquote und NPL-Deckungsquote aufgegliedert in die Segmente Retail & SME und Corporates, Real Estate & Public Sector.

Retail & SME Corporates, Real Estate & PublicSector
in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Summe 21.333 21.558 13.234 13.328
NPL Ratio 2,0% 1,7% 0,8% 0,8%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 48,7% 48,3% 31,3% 31,3%
NPL-Besicherungsquote 76,4% 75,8% 75,6% 75,1%

Erhaltene Sicherheiten für das NPL-Portfolio

Die folgenden Zahlen beziehen sich auf das Brutto-NPL-Exposure (Stufe 3).

Gesamtportfolio 680 241 27 23 8
Corporates, Real Estate &Public Sector 131 83 5 16 3
Retail & SME 548 159 22 7 5
30.06.2024in Mio. € NPL Exposure PfandrechtlicheKreditsicherheiten SonstigeKreditsicherheiten Finanzgarantien Kreditverbesserungen

Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.

31.12.2023in Mio. € NPL Exposure PfandrechtlicheKreditsicherheiten SonstigeKreditsicherheiten Finanzgarantien Kreditverbesserungen
Retail & SME 477 142 21 5 4
Corporates, Real Estate &Public Sector 132 82 3 16 3
Gesamtportfolio 609 224 25 21 8

Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.

Impairment

Zukunftsgerichtete Informationen für Point-in-Time-Anpassung

Die Parameter für den erwarteten Kreditverlust sind von zukunftsgerichteten Informationen abhängig. Daher werden diese Parameter auf der Grundlage der vorherrschenden makroökonomischen Bedingungen und ihrer Prognosen zu jedem Zeitpunkt angepasst. So hängen beispielsweise die Prognosen für Immobiliensicherheiten von der Vorhersage des Immobilienpreisindexes ab, und die Beziehung zwischen der Ausfallwahrscheinlichkeit und makroökonomischen Faktoren, wie dem Bruttoinlandsprodukt, wird bewertet und prognostiziert.

Die BAWAG P.S.K. verwendet für ihre makroökonomischen Prognosen ein Set von drei Szenarien: 30% pessimistisch, 40% Baseline und 30% optimistisch. Im Mittelpunkt steht dabei das Basisszenario, das vom internen makroökonomischen Szenario-Komitee festgelegt wird, das die makroökonomische Prognose unter Einbeziehung von Expertenmeinungen, Szenarioanalysen und Wirtschaftsprognosen analysiert und genehmigt. Von allen makroökonomischen Variablen verwendet die BAWAG P.S.K. das BIP-Wachstum als Hauptquelle für zukunftsgerichtete Informationen, die in den ECL- und LLP-Schätzungen berücksichtigt werden, wobei zusätzliche Variablen wie Inflation, Arbeitslosenquote oder Immobilienpreise eine ergänzende Rolle spielen. Das pessimistische Szenario geht von einer raschen Rezession Ende 2024 und 2025 aufgrund der Auswirkungen der Energiekrise in Verbindung mit einer schnellen Verschärfung der Geldpolitik aus, gefolgt von einer sukzessiven Erholung in den nächsten Jahren.

Makroökonomische Prognose für die Eurozone, angewendet für ECL- und LLP-Berechnung:

BIP-Wachstum 30.06.2024in % 2024 2025 2026 2027
Optimistisch (30% Gewichtung) 1,4 3,2 1,5 1,4
Basislinie (40% Gewichtung) 0,8 1,6 1,7 1,5
Pessimistisch (30% Gewichtung) -0,3 -3,5 2,4 2,7
BIP-Wachstum 31.12.2023in % 2023 2024 2025 2026
Optimistisch (30% Gewichtung) 0,4 3,5 1,5 1,6
Basislinie (40% Gewichtung) 0,4 1,2 1,7 1,8
Pessimistisch (30% Gewichtung) 0,4 -5,1 2,3 3,1

Die Definitionen von Wertminderung, ECL-Parametern (Exposure at Default, Probability of Default, Loss Given Default), SICR-Kriterien (signifikanter Anstieg des Kreditrisikos) und Stufe 1 bis 3 blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 unverändert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick für die Entwicklung der IFRS-Buchwerte (netto, abzüglich Wertberichtigungen) über die jeweiligen Stufen

Entwicklung von Buchwerten nach Stufe

Erhöhungenaufgrund Rückgänge Änderungen
Eröffnungsbilanz von aufgrund von an Schlussbilanz
30.06.2024in Mio. € Originierungund Erwerb Ausbuchung existierendenBuchwerten
Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) 48.474 3.225 -1.304 -2.868 47.527
Retail & SME 19.621 1.608 -658 -1.216 19.355
Corporates, Real Estate & Public Sector 12.594 1.306 -639 -702 12.559
Treasury 16.239 309 - -954 15.594
Corporate Center 20 1 -6 4 19
Buchwerte für Wertberichtigungen der
Stufe 2(ohne POCI) 1.775 44 -54 -92 1.673
Retail & SME 1.242 37 -54 -7 1.218
Corporates, Real Estate & Public Sector 532 8 -85 455
Treasury
Corporate Center
Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) 584 4 -6 70 652
Retail & SME 457 4 -6 70 525
Corporates, Real Estate & Public Sector 127 127
Treasury
Corporate Center
Summe POCI 52 -1 -3 48
Retail & SME 48 -1 -2 45
Corporates, Real Estate & Public Sector 4 -1 3
Treasury
Corporate Center
Summe 50.885 3.273 -1.365 -2.893 49.900

Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.

Entwickung von Wertminderungen nach Stufe

30.06.2024in Mio. € Eröffnungsbilanz Erhöhungenaufgrund vonOriginierungund Erwerb Rückgängeaufgrund vonAusbuchung ÄnderungenanexistierendenBuchwerten Schlussbilanz
Wertberichtigungen Stufe 1 (ohne POCI) 39 4 -1 42
Retail & SME 24 2 -1 3 28
Corporates, Real Estate & Public Sector 13 2 -1 -2 12
Treasury 2 -1 1
Corporate Center
Wertberichtigungen Stufe 2 (ohne POCI) 119 3 -3 6 125
Retail & SME 75 3 -3 -1 74
Corporates, Real Estate & Public Sector 44 7 51
Treasury
Corporate Center
Wertberichtigungen Stufe 3 (ohne POCI) 226 4 -2 20 248
Retail & SME 203 3 -2 22 226
Corporates, Real Estate & Public Sector 23 1 -2 22
Treasury
Corporate Center 1 -1
Summe POCI 9 9
Retail & SME 5 5
Corporates, Real Estate & Public Sector 4 -1 3
Treasury
Corporate Center
Summe 393 11 -6 26 424

Transfer von Wertminderungen zwischen Stufen

30.06.2024in Mio. € Von Stufe 1auf Stufe 2 Von Stufe 1auf Stufe 3 Von Stufe 2auf Stufe 1 Von Stufe 2auf Stufe 3 Von Stufe 3auf Stufe 1 Von Stufe 3auf Stufe 2
Retail & SME 20 17 -8 18 -1 -5
Corporates, Real Estate &Public Sector
Treasury
Corporate Center
Summe 20 17 -8 18 -1 -5
31.12.2023in Mio. € Von Stufe 1auf Stufe 2 Von Stufe 1auf Stufe 3 Von Stufe 2auf Stufe 1 Von Stufe 2auf Stufe 3 Von Stufe 3auf Stufe 1 Von Stufe 3auf Stufe 2
Retail & SME 27 35 -13 17 -2 -11
Corporates, Real Estate &Public Sector 27 -0 1 0 0
Treasury
Corporate Center 0 0
Summe 54 35 -13 19 -2 -11

Ratingverteilung von Buchwerten nach Stufen

Die folgenden Zahlen beziehen sich auf IFRS-Buchwerte (abzüglich der Vorsorgen für die Stufen 1 bis 3).

30.06.2024in Mio. € Ratingklasse 1 Ratingklasse 2 Ratingklasse 3 Ratingklasse 4 Ratingklasse 5 Ratingklasse 6 Ratingklasse 7 Ratingklasse 8 Gesamtportfolio
Buchwerte für
Wertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) 15.444 5.369 4.179 17.002 5.171 298 64 47.527
Retail & SME 39 1.885 2.263 11.104 3.704 297 63 19.355
Corporates, Real Estate &Public Sector 2.608 2.378 1.261 4.925 1.385 1 1 12.559
Treasury 12.795 1.096 646 974 83 15.594
Corporate Center 1 10 8 19
Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 2(ohne POCI) 8 5 96 584 544 436 1.673
Retail & SME 8 5 95 325 353 432 1.218
Corporates, Real Estate &Public Sector 1 260 191 3 455
Treasury
Corporate Center
Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) 652 652
Retail & SME 525 525
Corporates, Real Estate &Public Sector 127 127
Treasury
Corporate Center
Summe POCI 20 1 8 1 18 48
Retail & SME 21 1 8 1 14 45
Corporates, Real Estate &Public Sector 3 3
Treasury
Corporate Center
Summe 15.444 5.397 4.184 17.098 5.756 850 501 670 49.900

Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.

31.12.2023 Ratingkla Ratingkla Ratingkla Ratingkla Ratingkla Ratingkla Ratingkla Ratingkla Gesamtp
in Mio. € sse 1 sse 2 sse 3 sse 4 sse 5 sse 6 sse 7 sse 8 ortfolio
Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) 16.201 5.372 4.205 16.791 5.515 321 69 48.474
Retail & SME 34 2.054 2.271 11.215 3.658 320 69 19.621
Corporates, Real Estate &Public Sector 2.439 2.201 1.270 4.932 1.751 1 12.594
Treasury 13.729 1.105 656 643 106 16.239
Corporate Center 12 8 1 21
Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 2(ohne POCI) 6 7 99 678 549 436 1.775
Retail & SME 6 7 98 335 363 433 1.242
Corporates, Real Estate &Public Sector 1 343 185 3 532
Treasury
Corporate Center
Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) 584 584
Retail & SME 457 457
Corporates, Real Estate &Public Sector 127 127
Treasury
Corporate Center
Summe POCI 22 1 10 2 17 52
Retail & SME 22 1 10 2 13 48
Corporates, Real Estate &Public Sector 4 4
Treasury
Corporate Center
Summe 16.201 5.402 4.212 16.889 6.194 880 506 601 50.885

Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.

Sensitivitätsanalyse

Die folgende Tabelle veranschaulicht den gewichteten erwarteten Kreditverlust sowie die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse, bei der die ECLs unter jedem Szenario mit einer Gewichtung von 100% gemessen werden. Die Sensitivitätsanalyse basiert auf dem kalkulierten ECL von 88 Mio. € ohne Anwendung des Management-Overlays.

Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse variieren von einem ECL-Rückgang von 9 Mio. €, wenn das optimistische Szenario zu 100% gewichtet wird, bis zu einer ECL Erhöhung von 16 Mio. €, wenn das pessimistische Szenario zu 100% gewichtet wird.

30.06.2024 ECL-Szenario-Änderungen
in Mio. € ECL inkl.ManagementOverlay ECL exkl.ManagementOverlay 100%Optimistisch 100% Baseline 100%Pessimistisch
Stufe 1 & Stufe 2Wertberichtigungen 167 87 78 83 102
31.12.2023 ECL-Szenario-Änderungen
in Mio. € ECL inkl.ManagementOverlay ECL exkl.ManagementOverlay 100%Optimistisch 100% Baseline 100%Pessimistisch
Stufe 1 & Stufe 2Wertberichtigungen 159 79 -6 -3 11

Für Post-Model-Anpassungen – Management-Overlay zum ECL verwendet die BAWAG P.S.K. den ECL unter anderem anhand historischer Daten und Beziehungen, um Urteile über zukünftige Entwicklungen zu fällen. Die Bank stellte fest, dass historische Beziehungen zwischen Schlüsselvariablen im aktuellen makroökonomischen Umfeld nicht unbedingt zutreffen, da vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen in der Vergangenheit nicht gegeben waren. Insbesondere globale politische Unsicherheiten, hohe Inflationsraten und deutlich höhere Zinsen sind hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf makroökonomische Treiber und letztendlich auf die Ausfallsraten noch nicht erkennbar. Dies zeigt sich anschließend in der Sensitivität der jeweiligen Risikoparameter. Daher überprüft die BAWAG P.S.K. derzeit ihre IFRS 9-Methoden und verwendet in der Zwischenzeit Post-Model-Anpassungen (Management Overlay) im Einklang mit Best Practices und regulatorischen Erwartungen, wenn Risiken und Unsicherheiten in bestehenden Modellen nicht angemessen berücksichtigt werden können. Zum Halbjahr 2024 wird ein zusätzlicher ECL-Management-Overlay in Höhe von 80 Mio. € (31.12.2023: 80 Mio. €) gehalten, um diese Unsicherheiten zu adressieren.

22 | Marktrisiko

Die Definitionen des Marktrisikos (einschließlich der Instrumente und Verfahren für das Zins- und Credit-Spread-Risiko) und des Zinsrisikos im Bankbuch blieben im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Jahresende 2023 unverändert.

Die durch das S-ALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets implementiert. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur:

  • Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das S-ALCO definierten Vorgaben und Limite
  • Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
  • Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung

Die BAWAG P.S.K. wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-Hedge-Accounting-Methoden zur Absicherung von Marktrisiken angewendet:

Micro-Fair-Value-Hedge

Absicherung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts.

Portfolio-Fair-Value-Hedge ("EU-Carve-out")

Die BAWAG P.S.K. hat Sichteinlagen in Euro als ein Portfolio identifiziert, das gegen Zinsrisiken abgesichert werden soll. Diese Einlagen sind entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder unterteilt. Per 30.06.2024 waren ungefähr 43% (31.12.2023: 43%) des Gesamtvolumens der Sichteinlagen dem Portfolio-Fair-Value-Hedge gewidmet.

Darüber hinaus werden vertraglich vereinbarte Zinsober- und/oder -untergrenzen, die in finanzielle Vermögenswerte (z.B. Darlehensforderungen oder Wertpapiere) und/oder Verbindlichkeiten (z.B. Spareinlagen) eingebettet sind, in eine Portfolio-Fair-Value-Hedge-Beziehung gewidmet, um diese Instrumente gegen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von Zinsänderungen abzusichern. Die Entscheidung über den Betrag, der in die Bilanzierung der Fair-Value-Hedge-Beziehung einbezogen werden soll, wird unter Anwendung eines Bottom-Layer-Ansatzes und im Kontext der Steuerung der Zinsrisikoposition unter Einhaltung der definierten Limite getroffen.

Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinstragender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwerts infolge einer parallelen Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt nach oben (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten des Konzerns zum 30. Juni 2024 anhand des PVBP-Konzepts dar:

Zinssensitivität

Sonstige

30.06.2024in Tsd. € <1J 1J-3J 3J-5J 5J-7J 7J-10J >10J Summe
EUR -283 88 158 36 66 -265 -201
USD -17 6 25 -14 -7 -2 -9
CHF -21 6 4 -2 -2 -2 -17
GBP -9 1 1 1 -7
SonstigeWährungen -21 6 -1 -2 -17
Summe -331 80 193 20 56 -268 -251
31.12.2023in Tsd. € <1J 1J-3J 3J-5J 5J-7J 7J-10J >10J Summe
EUR -351 244 183 315 -31 -229 131
USD -13 1 7 -8 -4 -10 -27
CHF -31 6 5 -1 -4 -2 -27
GBP -5 2 -1 1 1 -2

Zinssensitivität – Szenarioanalysen

Die Darstellung unten illustriert die Zinssensitivität der gesamtökonomischen Risikoposition aus der Bewertungsperspektive unter Anwendung paralleler Zinsänderungen von bis zu +/- 200 Basispunkten.

Währungen 2 -11 -21 – -2 – -32 Summe -398 242 173 307 -40 -241 43

30.06.2024in Mio. € -200bp -100bp -50bp -25bp +25bp +50bp +100bp +200bp
EUR 27 25 12 6 -6 -12 -24 -47
USD -4 -1 -1 0 0 0 1 0
CHF 12 3 1 0 0 -1 -1 -2
GBP 1 1 0 0 0 0 -1 -1
Sonstige 1 0 0 0 0 0 0 -1
Summe 38 28 13 7 -6 -13 -26 -51
31.12.2023in Mio. € -200bp -100bp -50bp -25bp +25bp +50bp +100bp +200bp
EUR -43 -11 -4 -2 2 3 5 7
USD 5 2 1 0 0 -1 -2 -3
CHF 14 4 2 1 -1 -1 -2 -4
GBP 1 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige 4 2 1 0 0 -1 -2 -4
Summe -19 -3 0 -1 1 0 -1 -4

Aus der Ertragsperspektive würde eine sofortige parallele Zinsänderung von +/- 200 Basispunkten eine Auswirkung von +7 Mio. € (31.12.2023: +36 Mio. €) bzw.-102 Mio. € (31.12.2023: -132 Mio. €) haben. Die wichtigsten Annahmen, auf denen diese Berechnung beruht, sind die Verwendung einer konstanten Bilanzprojektion, von Handelsspannen auf der Grundlage der jüngsten Transaktionen und von Terminsätzen zur Neubewertung des Cashflows als Basisszenario.

Credit-Spread-Risiko im Bankbuch

Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit-Spread-PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer parallelen Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) nach oben an. Die folgende Tabelle zeigt die gesamte Credit-Spread-Sensitivität der BAWAG P.S.K. sowie die Aufteilung nach den für die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Gesamtergebnis relevanten Bilanzkategorien:

Credit-Spread-Sensitivität

in Tsd. € 30.06.2024 31.12.2023
Gesamtportfolio -2.556 -2.439
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -90 -65
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte -784 -663
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -1.682 -1.711

Marktrisiko im Handelsbuch

Die BAWAG P.S.K. führt kein aktives Handelsbuch. Derzeit sind keine Handelsaktivitäten für die gesamte Gruppe geplant.

23 | Liquiditätsrisiko

Die Definition des Liquiditätsrisikos und der Rahmen, die Instrumente und die Prozesse für das Liquiditätsrisikomanagement blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 unverändert.

Die Gesamtstrategie der BAWAG P.S.K. sieht eine ausdrückliche Verpflichtung zu einer einlagenbasierten Finanzierungsstrategie vor. Einlagen von Retail- und Firmenkunden bilden seit Jahren den Kern der Refinanzierungsstrategie der BAWAG P.S.K. und werden auch in Zukunft die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bilanz darstellen. Ergänzt wird die Einlagenbasis durch diversifizierte Kapitalmarktrefinanzierungen. Die BAWAG P.S.K. hat dabei unbesicherte Anleihen und fundierte Bankschuldverschreibungen, die mit Hypotheken besichert sind, emittiert.

Die BAWAG P.S.K. hält einen Liquiditätspuffer, um unerwartete Liquiditätsabflüsse in einem Stressszenario abzudecken. Der Liquiditätspuffer stellt daher eine vorbeugende Maßnahme gegen das Liquiditätsrisiko dar. Der Liquiditätspuffer besteht aus einem Portfolio liquider Aktiva, mit dem in Stresssituationen liquide Mittel generiert werden können, um die Illiquidität der Bank zu verhindern. Der Liquiditätspuffer der BAWAG P.S.K. beinhaltet nur Vermögenswerte, die innerhalb von 30 Tagen mit niedrigem Ausführungsrisiko liquidiert werden können. Die Marktliquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig überprüft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen 11.234 12.166
Für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Wertpapiere 1.760 1.937
Sonstige für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Aktiva 1.497 1.499
Kurzfristiger Liquiditätspuffer 14.490 15.602
Sonstige marktfähige Wertpapiere 2.170 2.375
Summe 16.660 17.977

Das erste Halbjahr 2024 war geprägt von einer soliden Liquiditätsposition mit weitgehend stabilen Kernfinanzierungsquellen und einer ausgewogenen Laufzeitfinanzierungsstruktur, wobei Privatkunden den Großteil der Finanzierung bereitstellten. Nach zwei Jahren des starken Zinsanstiegs und der damit verbundenen Preisanpassung von Kundeneinlagen und Vermögenswerten verlief das erste Halbjahr 2024 relativ stabil mit moderaten Zinsänderungen, sinkender Inflationsrate und einer Stabilisierung der Geldmenge. Die Liquiditätslage der BAWAG P.S.K. bleibt stark und Privatkundeneinlagen, die sich in diesem herausfordernden Umfeld wiederholt als stabile Finanzierungsquelle erwiesen haben, bilden weiterhin den Schwerpunkt unserer Refinanzierungsstrategie.

Mit ihrem konservativen Risikoprofil und den diversifizierten Finanzierungsquellen ist die Bank gut aufgestellt, um im aktuellen Umfeld struktureller Veränderungen (steigende Zinsen, Abbau von Überschussliquidität durch Zentralbanken, veränderter Einlagenmix, hohe Inflation) ihre solide Liquiditätsposition aufrechtzuerhalten.

Zum 30. Juni 2024 verfügt die BAWAG P.S.K. über keine Refinanzierung im Rahmen der TLTRO III-Fazilität der EZB (nach der letzten Rückzahlung in Höhe von 0,6 Mrd. € im März 2024). Zusätzlich zur stabilen Einlagenbasis platzierte die Bank im Februar und März 2024 erfolgreich öffentliche Pfandbriefe in Höhe von 0,77 Milliarden Euro und senior-preferred

Anleihe in Höhe von 150 Millionen Euro, was erneut den guten Kapitalmarktzugang der BAWAG P.S.K. und die positive Wahrnehmung bei den Anlegern unter Beweis stellte.

24 | Operationelles Risiko

Definitionen des operationellen Risikos, die Governance, die Risikoidentifikation, -bewertung und -reduzierung sowie die Risikoquantifizierung blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 unverändert.

25 | ESG-Risiko

Das Zusammenspiel von ESG-Risiken und anderen wesentlichen Risikoarten wird im Rahmen des bereichsübergreifenden Risk Self Assessment (RSA) bewertet. Innerhalb des Portfoliosteuerungsrahmens der BAWAG P.S.K. werden Sektoren und Länder mit hohem ESG-Risiko entsprechend begrenzt, da die Risikobereitschaft für Branchen mit hohem Transitionsrisiko z.B. Öl- und Gasindustrie, für die es ein geringes Risiko in den Büchern gibt und für die geringe politische oder soziale Risiken bestehen). Aufgrund des derzeit geringen Exposures gegenüber hohen ESG-Risiken sind die Auswirkungen auf die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2024 nicht signifikant.

Insbesondere das Management eingeschränkter und unzulässiger Branchen als Teil des Kreditvergabeprozesses ist in dieser Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Als Teil unseres stabilen Governance-Rahmens ist das ESG-Risikomanagement in unseren wichtigsten Richtlinien und Prozessen verankert und gewährleistet eine angemessene Berücksichtigung von ESG-Risiken im Rahmen des Outsourcing-Managements, bei Produkteinführungen usw. Verschiedene Initiativen wie Lernprogramme, Newsletter etc. unterstützen die Umsetzung des Themas in der Organisation.

Das regulatorische Umfeld im Zusammenhang mit ESG ist umfangreich und entwickelt sich schnell. Die BAWAG P.S.K. geht davon aus, die sich ändernden regulatorischen Anforderungen innerhalb vorgegebener Zeitvorgaben und unter Einhaltung verfügbarer Methoden und Standards, die in der gesamten Branche angewendet werden, zu erfüllen.

Die BAWAG P.S.K. ist bestrebt, negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten abzumildern und den Übergang zu einer grüneren Wirtschaft zu unterstützen. ESG untermauert die Strategie der BAWAG P.S.K. und treibt verantwortungsvolles, nachhaltiges und profitables Wachstum voran.

Es gibt wichtige Schlüsselelemente in Bezug auf das Rahmenwerk, und die größte Herausforderung bleibt weiterhin die Verfügbarkeit von Kundendaten, die weitreichende Auswirkungen auf die Bankenbranche hat. Die aktuelle ESG-Position lässt sich wie folgt beschreiben:

  • ESG-Integration in der Organisation: Eine definierte Organisationseinheit, die für ESG-Risiken verantwortlich ist, wird von nominierten ESG-SPoCs in relevanten Bereichen und allen Tochtergesellschaften unterstützt. Ausschussstrukturen auf Aufsichtsrats- und Vorstandsebene sowie auf der operativen Arbeitsebene wurden implementiert und bilden eine umfassende Basis für das Management von ESG-Risiken. Das ESG-Risikomanagement ist in unseren wichtigsten Richtlinien und Prozessen verankert und gewährleistet eine angemessene Berücksichtigung von ESG-Risiken im Rahmen des Outsourcing-Managements, bei Produkteinführungen usw. Die BAWAG P.S.K. stellt sicher, dass die erforderlichen Fähigkeiten und eine gute Unternehmensführung vorhanden sind.

  • Sensibilisierung und Schulung: Zahlreiche Aufklärungsmaßnahmen wie Großveranstaltungen, Newsletter, Selbstlernprogramme und vieles mehr stellen sicher, dass die Strategie für das ESG-Risikomanagement in der gesamten Organisation anerkannt und praktiziert wird.

  • Definition einer allgemeinen ESG-Strategie mit konkreten Zielen für 2025: ESG-Ziele wurden in die Geschäfts- und Risikostrategie integriert. Ein separates ESG-Rahmenwerk und eine separate Richtlinie wurden beschlossen, und ESGbezogene Überlegungen waren Teil der Geschäftsplanung. Eine weiter verbesserte ESG-Strategie wurde mit Jahresende 2023 definiert. Unsere Ziele sind die Reduktion unserer CO2-Emissionen (Scope 1&2) um mehr als 50%, Steigerung des Frauenanteils im Senior Leadership Team und im Aufsichtsrat sowie die Ausweitung unseres Green-Lending-Portfolios. Ziele für die Dekarbonisierung der wesentlichsten Portfolios werden aktuell entwickelt und im Rahmen des anstehenden Strategie- und Planungsprozesses festgelegt.

  • Internes Reporting: Funktion und Infrastruktur zur Datenerfassung werden kontinuierlich verbessert und die Einführung einer automatisierten Schnittstelle für die Erfassung von Energieausweisen weiterentwickelt. Spezielle ESG-Berichte wurden regelmäßiger Bestandteil des Non-Financial Risk & ESG-Committee, ESG-Steering Committee, Enterprise Risk Meeting, Aufsichtsrat wie auch Management Board. Die Reports beinhalten ESG-KPIs, aktuelle wie auch geplante Projekte und ihren Status wie auch die letzten Resultate von finanzierten Emissionen.

  • Externes Reporting: Die steigernden Anforderungen im Rahmen der ESG-Berichterstattung beziehen sich auch auf das externe Reporting. Per Jahresende 2023 wurde erstmals die Green Asset Ratio der Bank veröffentlicht sowie die finanzierten Emissionen, die gem. Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) ermittelt werden. Zusätzliche Erweiterungen im Rahmen des externen Reportings werden im Laufe des Jahres berücksichtigt und entsprechend berichtet.

  • Risikomessung: Das Zusammenspiel von ESG-Risiken und anderen wesentlichen Risikoarten wird im Rahmen des übergreifenden Risk Self Assessment (RSA) bewertet. Internes Kapital wird dem ESG-Risiko in der ICAAP-Bewertung und im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung zugewiesen. Im Rahmen der internen Stresstests wurde ein spezielles ESG-Szenario definiert. Innerhalb des Portfoliosteuerungsrahmens der BAWAG P.S.K. werden Sektoren und Länder mit hohem ESG-Risiko entsprechend begrenzt, wobei ein sehr geringes Engagement in ESG-Branchen mit hohem Risiko und ein geringes Engagement in der Öl- und Gasindustrie aufrechterhalten wird.

Corporates, Real Estate & Public Sector: Branchenbezogenes ESG-Risiko getrieben hauptsächlich durch Übergangsrisiken, z.B. Branchen, die vor Herausforderungen stehen, sich an die Null-Emissions-Ziele anzupassen. Insgesamt ist das ESG-Branchenrisiko gering bis moderat, mit geringen risikoreichen Engagements. Die Engagements in eingeschränkten (E) und unzulässigen (U) Branchen sind sehr gering. Insbesondere das Management eingeschränkter und unzulässiger Branchen als Teil des Kreditvergabeprozesses ist in dieser Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Unser Risikoappetit für Branchen mit hohem Übergangsrisiko ist gering, was zu konstant niedrigen Engagements im Laufe der Jahre geführt hat (einschließlich des geringen Engagements im Energiekomplex). Im ersten Quartal 2024 haben wir eine zusätzliche Kontrollmaßnahme implementiert als auch ein Limit von 5% um ein niedriges Exposure beizubehalten.

Untersagt/Eingeschränkt Exposure in %
in € million 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Glücksspiel U 203 177 <0,4% <0,4%
Abbau von Öl/Teersand U 2 <0,1% <0,1%
Tierversuche (nichtmedizinisch) U 2
Summe 205 179 <0,4% <0,3%
  • Retail & SME: Die BAWAG P.S.K. ist in entwickelten Märkten mit hohen gesetzlichen und ökologischen Standards tätig. Im Retail & SME Segment liegt der besondere Fokus vor allem auf dem Mortgage Portfolio. Insbesondere ESG-relevante Daten werden in einem fortlaufenden Prozess mit neuen, intern entwickelten Tools erhoben. Darüber hinaus wurde die obligatorische Bereitstellung von Energieausweisen in die Verträge ab 2024 aufgenommen, um die Gesamtabdeckung der EPCs zu verbessern und eine differenziertere Steuerung der Übergangsrisiken für dieses Portfolio zu ermöglichen.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, und dass der Konzern-Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Halbjahresabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

  1. August 2024

Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands

Sat Shah Mitglied des Vorstands

Andrew Wise Mitglied des Vorstands

Enver Sirucic Mitglied des Vorstands

David O'Leary Mitglied des Vorstands

Guido Jestädt Mitglied des Vorstands

DEFINITIONEN

Key PerformanceIndicator Definition / Berechnung Erläuterung
AußerbilanzielleGeschäfte CCF-gewichtete außerbilanzielleGeschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte beziehen sich auf Aktiva oderPassiva, die nicht in der Bilanz des Konzerns enthalten sind, wiez.B Kreditzusagen, Garantien. Das außerbilanzielle Geschäft wirdim Risikobericht mit einem Credit Conversion Faktor (CCF)gewichtet.
Buchwert je Aktie Eigenkapital (exkl. AT1-Kapitalund Dividende) / im Umlaufbefindliche Aktien Der Buchwert je Aktie entspricht der Summe des den Eigentümerndes Mutterunternehmens zurechenbaren Eigenkapitals (exkl. AT1-Kapital und Dividende) dividiert durch die Anzahl der im Umlaufbefindlichen Aktien am Ende der Periode
Common EquityTier 1 (CET1)Kapital Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded) Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitalserfolgt gemäß CRR. Es weist die höchste Kapitalqualität auf undumfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die der Bankuneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung vonRisiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegenRisiken und Verluste.
Common EquityTier 1 (CET1)Quote Common Equity Tier 1 (CET1)Kapital / risikogewichtete Aktiva Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischen Kennzahlenund zeigt die Kapitalstärke einer Bank, als Maßstab, finanziellemStress standzuhalten. Die Kennzahl wird vom Management laufendüberwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichenMindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor der Nutzung neuerGeschäftsmöglichkeiten wird deren Auswirkung auf die CET1 Quotebemessen.
Cost/Income Ratio(CIR) Operative Aufwendungen /operative Erträge Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen imVerhältnis zu den operativen Erträgen und vermittelt ein klares Bildüber die operative Effizienz der Bank. Die BAWAG Groupverwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung derBank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderenFinanzinstituten.
Dividende je Aktie Ausschüttung / im Umlaufbefindliche Aktien inkl. LTIPTranchen Die Dividende je Aktie zeigt den auszuschüttenden Gewinn prodividendenberechtigter Aktie. Als Basis für diedividendenberechtigten Aktien wurden die im Umlauf befindlichenAktien plus der im darauffolgenden Jahr zugeteilten LTIP-Trancheals Basis herangezogen.
Durchschnittlichezinstragende Aktiva Zinstragende Aktiva perMonatsende / Anzahl der Monate Durchschnitt der zinstragenden Aktiva per Monatsende innerhalbeines Quartals bzw. am Jahresende; wird verwendet zurBerechnung von Nettozinsmarge und Risikokostenquote (sieheKennzahlen)
Eigenkapital Eigenkapital, das den Eigentümerndes Mutterunternehmenszurechenbar ist Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt
Eigenkapital abzgl.immateriellerVermögenswerte Eigenkapital, vermindert um denBuchwert der immateriellenVermögenswerte Das Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist einweiterer Indikator für die Tragfähigkeit von Banken und ermöglichtdie Vergleichbarkeit der Banken in Bezug auf das Eigenkapitalohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei der Berechnungdes Return on Tangible Common Equity im Nenner verwendet(siehe Kennzahl).
Ergebnis vorRisikokosten Operative Erträge, vermindert umoperative Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt
GesamtkapitalGesamtkapitalquote Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR(BAWAG Group), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded)Gesamtkapital / risikogewichteteAktiva Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorischeKennzahlen, welche auf dem CET1 Kapital, erweitert um weitereInstrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier 2), die nicht unter dieenge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. DieGesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht,um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernissezu gewährleisten. Allerdings ist das CET1 Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sich
die BAWAG Group stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote.
Kundeneinlagen(Segmentsicht) Kundeneinlagen, ausgewählteeigene Anleihen und zurVeräußerung gehalteneKundeneinlagenstart:bausparkasse, Deutschland Kundeneinlagen inkl. eigene Anleihen die über das Filialnetzwerkund Privatplatzierungen verkauft wurden inkl. zur Veräußerunggehaltene Einlagen der start:bausparkasse, Deutschland.
Kundenkredite Kundenkredite zu fortgeführtenAnschaffungskosten und zurVeräußerung gehaltenenstart:bausparkasse, Deutschland Der Buchwert der Kundenkredite, die zu fortgeführtenAnschaffungskosten bilanziert werden und die Kundenkredite derstart:Deutschland, die seit Ende 2023 als zur Veräußerunggehalten bilanziert werden.
Kundenrefinanzierung(Segmentsicht) Kundeneinlagen, eigene Anleihenund zur Veräußerung gehalteneKundeneinlagen start:bausparkasse, Deutschland Kundeneinlagen inkl. gedeckter Schuldverschreibungen undvorrangiger Anleihen die über das Filalnetzwerk undPrivatplatzierungen verkauft wurden inkl. zur Veräußerunggehaltene Einlagen der start: bausparkasse, Deutschland.
Kundenrefinanzierung(durchschnittlich) /Kundeneinlagen(durchschnittlich) Täglicher Durchschnitt Der Durchschnitt ist auf täglicher Basis berechnet.
Leverage Ratio Tier 1 Kapital / Gesamtexposure(Berechnung nach CRR) Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße unddrückt das Verhältnis zwischen dem Tier 1 Kapital und demGesamtexposure aus. Das Gesamtexposure beinhaltet sowohlbilanzielle als auch bestimmte außerbilanzielle Posten; hierbeierfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt den Verschuldungsgradder Bank. Je höher die Kennzahl, desto geringer derVerschuldungsgrad und desto höher die Wahrscheinlichkeit fürder Bank, negativen Schocks standhalten zu können.
Liquidity CoverageRatio (LCR) Liquide Aktiva / Netto-Liquiditätsabflüsse (Berechnung nach CRR) Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl,die vorsieht, dass Banken angemessene Liquiditätspuffer im Sinnevon ausreichend hochliquiden Aktiva halten, um kurzfristigeSchwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können.Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischenLiquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungenwährend 30 Tagen standhalten können. Die Kennzahl wird vomManagement der Bank laufend überwacht, um dieaufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigenLiquiditätsanforderungen zu erfüllen.
Nettogewinn Periodengewinn nach Steuern,der den Eigentümern desMutterunternehmenszurechenbar ist Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nachSteuern in absoluten Zahlen für die jeweilige Periode gemäß demKonzernabschluss, der den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist.
Nettogewinn jeAktie Nettogewinn / gewichtetedurchschnittliche verwässerteAnzahl der Aktien im Umlauf Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(verwässert) am Nettogewinn nach Steuern.
Nettozinsmarge Nettozinsertrag / durchschnittlichezinstragende Aktiva Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher derZinsertrag aus Krediten und anderen Aktiva in einer Periodeabzgl. des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstigeVerbindlichkeiten durch die durchschnittlichen zinstragendenAktiva dividiert wird. Die Kennzahl wird zum externen Vergleichmit anderen Banken sowie als internes Maß zur Rentabilität vonProdukten und Segmenten verwendet.
Non-performingloans (NPL)-Quote Non-Performing Loans (NPLs) /Exposure Die NPL-Quote ist eine Kennzahl zur Darstellung des als notleidendklassifizierten Kreditengagements im Verhältnis zumGesamtkreditrisikoexposure (bilanzielle und außerbilanzielleForderungen). Die Kennzahl spiegelt die Qualität des Kreditportfoliosund des Kreditrisikomanagements der Gruppe wider.
Non-performingloans (NPL)-Deckungsquote Wertberichtigungen Stufe 3 inkl.Prudential Filter und Sicherheiten /ökonomisches NPL Exposure Die NPL-Deckungsquote zeigt die Relation der Wertberichtigungender Stufe 3 inkl. Prudential Filter und Sicherheiten zumökonomischen NPL Exposure.
Non-performingloans (NPL)-Wertberichtigungsdeckungssquote Wertberichtigungen Stufe 3 inkl.Prudential Filter / ökonomischesNPL Exposure Die NPL-Wertberichtigungsdeckungsquote zeigt die Relation derWertberichtigungen der Stufe 3 inkl. Prudential Filter zumökonomischen NPL Exposure.
OperativesErgebnis Operative Erträge, vermindert umoperative Aufwendungen und dieregulatorischen Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt
Operative Erträge Summe aus operativenKernerträgen, Gewinnen undVerlusten ausFinanzinstrumenten und densonstigen betrieblichen Erträgenund Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt
OperativeKernerträge Summe aus Nettozinsertrag undProvisionsüberschuss Die operativen Kernerträge setzen sich aus den EinzelpostenNettozinsertrag und Provisionsüberschuss zusammen und zeigenden Erfolg der Bank in ihren Kernaktivitäten.
Return on CommonEquity (RoCE) Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. AT1-Kapitalund abzgl. Dividende Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bankfür das Management und Investoren dar. Es wird der Nettogewinnaus der Gewinn- und Verlustrechnung entweder zu Eigenkapital oder
Return on TangibleCommon Equity(RoTCE) Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. immateriellerVermögenswerte, abzgl. AT1-Kapital und abzgl. Dividende zu Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Common Equity bzw.Return on Tangible Common Equity zeigt die Effizienz der Bank inBezug auf das von den Eigentümern investierte Kapital unddementsprechend den Erfolg ihres Investments. Die "Return on…"-Kennzahlen vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilitätzwischen Banken. Die Zuteilung des Eigenkapitals auf dieSegmente basiert auf einem internen Modell unterBerücksichtigung der risikogewichteten Aktiva und derBilanzsumme.
RisikogewichteteAktiva Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup, fully loaded) Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert.Der Wert beschreibt den absoluten Betrag des Risikos einer Bankund beinhaltet sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen.Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B.Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtlicheRisikogewichtung für jede Position in Abhängigkeit vom (externen)Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen. RisikogewichteteAktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1Quote (siehe oben). "Fully Loaded" bedeutet die Vollanwendung derCRR ohne Übergangsbestimmungen.
Risikokosten /ZinstragendeAktiva;(Risikokostenquote) Risikokosten (Rückstellungenund Kreditrisikovorsorgen,außerplanmäßigeAbschreibungen sowieoperationelles Risiko) /durchschnittliche zinstragendeAktiva) Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisikomanagements und des Kreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten ineiner Periode im Verhältnis zu den durchschnittlichenzinstragenden Aktiva und ermöglicht ein Benchmarking mitanderen Banken. Gründe für geringe Risikokosten können hoheSicherheiten und/oder eine laufende Überwachung der Ratings derKunden sein. Daraus ergibt sich, dass es nur zu geringenKreditausfällen kommt und nur ein geringer Bedarf fürWertberichtigungen besteht.
RWA Density Risikogewichtete Aktiva /Bilanzsumme Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche"Risikogewichtung" der Bilanz einer Bank, also die gesamtenrisikogewichteten Aktiva (siehe oben) im Verhältnis zurBilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittlicheRisikogewichtung der Aktiva basierend auf den aufsichtsrechtlichen Risikogewichtungen, welche durch die Qualität derAktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methodenzur Einschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden.
Sonstige Erträge Summe aus Gewinne undVerluste aus Finanzinstrumenteninkl. sonstige betriebliche Erträgeund Aufwendungen Die sonstigen Erträge setzen sich aus den Einzelposten Gewinneund Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betrieblicheErträge und Aufwendungen zusammen.
UnverwässertesErgebnis je Aktie Nettogewinn abzüglich AT1-Kupon / gewichtetedurchschnittliche Anzahl derAktien im Umlauf Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(unverwässert) am Nettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1-Kupon).
VerwässertesErgebnis je Aktie Nettogewinn abzüglich AT1-Kupon / gewichtetedurchschnittliche undverwässerte Anzahl der Aktien imUmlauf Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(verwässert) am Nettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1-Kupon).
Zinstragende Aktiva Finanzielle Vermögenswerte +Vermögenswerte zu fortgeführtenAnschaffungskosten –Vermögenswerte beiZentralbanken Die zinstragenden Aktiva ergeben sich aus der Summe derfinanziellen Vermögenswerte und der Vermögenswerte zufortgeführten Anschaffungskosten vermindert um Vermögenswertebei Zentralbanken.

GLOSSAR

Assoziierte Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und
Unternehmen die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Backtesting Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlicheingetretenen Ergebnissen.
Bankbuch Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht demHandelsbuch zugeordnet werden.
Branchenklassifizierung Zuteilung auf einzelne Branchen gemäß interner Branchenkennzeichnung
Cash Flow Hedge Ein Cash Flow Hedge ist die Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme, das einbestimmtes mit einem bilanzierten Vermögenswert bzw. einer bilanzierten Verbindlichkeit oder demmit einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionverbundenes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte.
CDS Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehenoder Wertpapieren verbrieft.
CLO Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind.
Cross Selling Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden.
CRR Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments unddes Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmenund zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR; in dergeltenden Fassung.
Derivate Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien,Anleihen, etc.). Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps.
ErwarteterKreditverlust Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected CreditLoss, ECL) anhand wahrscheinlichkeitsgewichteter zukünftiger Cash-flows und Verluste bestimmen.Der ECL ist im Wesentlichen als Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus denVertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und den erwarteten Zahlungsströmen (unterBerücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und erwarteten Verlustraten) definiert.
Fair Value Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag fürden Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahltwurde.
Fair Value Hedge Vornehmlich festverzinste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivatengegen Änderungen des Fair Values abgesichert.
Futures Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt einHandelsobjekt zu einem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss.
Hedge Accounting Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen einesSicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren.
Hedging Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen
ICAAP Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung eineradäquaten Eigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten.
ILLAP Internal Liquidity Adequacy Assessment Process; ein interner Prozess, um sicher zu stellen, dass dieBank robuste Strategien, Verfahren, Prozesse und Systeme zwecks Identifikation, Messen, Verwaltenund Überwachung des Liquiditäsrisikos hat.
InvestmentProperties Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmendienen.
Monte-CarloSimulation Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme durch Modellierung von Zufallsgrößen.
Option Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einerfestgelegten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
OTC Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eineBörse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird.
Swap Finanzinstrument, welches dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Vertragspartnerndient.
WertberichtigungStufe 1 Erwarteter Kreditverlust auf Vermögenswerte ohne Erhöhung des Kreditrisikos seit der erstmaligenErfassung
WertberichtigungStufe 2 Erwarteter Kreditverlust seit Ersterfassung, aber nicht bonitätsinduziert
WertberichtigungStufe 3 Wertberichtigung und Rückstellungen für notleidende Finanzinstrumente

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BAWAG P.S.K. AG Wiedner Gürtel 11, 1100 Wien FN: 205340x UID: ATU51286308 Telefon: +43 (0)5 99 05-0 Internet: www.bawag.at

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