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AEGON LTD. — Interim / Quarterly Report 2024
Aug 2, 2024
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Interim / Quarterly Report
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30.06.2024 HALBJAHRESFINANZBERICHT PER
INHALT
3 KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT
- 4 Wirtschaftliche und Regulatorische Entwicklungen
- 6 Ergebnis- und Bilanzanalyse
- 11 Geschäftssegmente
- 16 Risikomanagement
- 17 Ausblick und Ziele
19 KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS
- 20 Konzernrechnung
- 27 Anhang (Notes)
- 68 Risikobericht
- 92 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
93 DEFINITIONEN
Disclaimer:
Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.
Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.
Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.
Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.
Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.
Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
KONZERN-HALBJAHRESLAGEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN
MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN
Das makroökonomische Umfeld war in den ersten sechs Monaten von einem gemischten Bild geprägt. Die Verbraucherpreisinflation in Europa und den Vereinigten Staaten (USA) ging zwar zurück, blieb aber mit Niveaus von 2,6% im Euroraum, 3,3% in Österreich, 2,8% in Deutschland, 2,7% in den Niederlanden und 3,3% in den USA (Daten per Mai 2024 oder aktueller) auf einem hohen Niveau. Die Auswirkungen der Lohn-Preis-Spirale sorgen neben anderen Entwicklungen in einigen Märkten für einen dauerhafteren Inflationsdruck.
Nach zehn Leitzinserhöhungen beendete die EZB den Zinserhöhungszyklus im Juni 2024 mit einer Senkung um 25 Basispunkte auf einen Einlagensatz von 3,75%. Weitere Zinssenkungen sind abhängig von makroökonomischen Daten und werden von der Dynamik der Verbraucherpreise und Löhne abhängen. Die US-Notenbank verfolgt einen ähnlichen Ansatz, hält den Leitzins aber noch in einer Spanne von 5,25% bis 5,50% (keine Zinsänderungen seit Juli 2023). Das Umfeld steigender Zinsen hat die private Investitionstätigkeit in Sachanlagen sowie die Bautätigkeit gedämpft. Der Welthandel ist ebenfalls zurückgegangen, was zu einer gedämpften Exportnachfrage führte, während der private Verbrauch relativ solide blieb. Im ersten Quartal 2024 wuchs das BIP in Österreich um +0,2%, in Deutschland um +0,2%, in den Niederlanden um +0,3%, in der Eurozone um +0,3% und in den USA um +1,3%. 1)
Marktentwicklungen in Österreich2)
Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten in Österreich stagnierte aufgrund hoher Zinsen (Wachstumsraten von rund 0,2% gegenüber dem Vorjahr per Q1 2024). Die Kredite an private Haushalte entwickelten sich weniger dynamisch, das Volumen der aushaftenden Kredite sank in Q1 2024 um rund 2,2% gegenüber dem Vorjahr. Das hohe Zinsniveau sowie die sich verschlechternde Konsumentenstimmung sind die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung.
Die Hauspreise in Österreich sind seit Q3 2022 rückläufig, der nationale Index für Wohnimmobilien ist seit Jahresende 2022 um rund 3% gesunken. Eine wachsende Bevölkerung und steigende Löhne stützen weiterhin die Nachfrage nach Wohnraum. Die Einlagendynamik der österreichischen Haushalte blieb hinter der Entwicklung des VPI zurück, was einen Rückgang von Vermögen und Kaufkraft durch die Inflation verdeutlicht. Die Einlagen der österreichischen Haushalte stiegen im Zeitraum Q1 2023 bis Q1 2024 (2,9% gegenüber dem Vorjahr).
Ausblick
Die Aussichten bleiben angesichts der verschiedenen Wahlen in großen westlichen Ländern, geopolitischer Konflikte und ungewisser wirtschaftlicher Entwicklungen unklar. Geldpolitische Fehler in beide Richtungen bleiben ein Risiko, d.h. zu niedrige Zinsen, die zu einer übermäßigen Inflation führen, oder zu hohe Zinssätze, die wiederum die wirtschaftliche Erholung bremsen. Dieses Risiko kann jedoch durch einen datengestützten und aufmerksamen Entscheidungsprozess, den die Zentralbanken in ihrer öffentlichen Kommunikation immer wieder betonen, gesteuert werden. Sowohl die Federal Reserve als auch die EZB könnten die Zinsen im zweiten Halbjahr 2024 (weiter) senken. Ein ausgewogener Ansatz, der zu einer weichen Landung führt, d.h. zu einem Rückgang der Inflation ohne ausgeprägte Rezession, bleibt ein immer wahrscheinlicheres Szenario.
Für 2024 wird ein BIP-Wachstum von +0,3% in Österreich, +0,1% in Deutschland, +0,8% in den Niederlanden, +0,8% in der Eurozone und +2,0% in den USA erwartet. 1)
| Ausblick 2024 | Österreich Deutschland | Niederlande | Eurozone | USA | |
|---|---|---|---|---|---|
| BIP (% im Jahresvergleich) | 0,3 | 0,1 | 0,8 | 0,8 | 2,0 |
| Inflation (HVPI, %) | 3,6 | 2,4 | 2,5 | 2,5 | 2,6 |
Quelle: EU Kommission und Conference Board, Mai 2024 Core PCE inflation for US, Juni 2024
1) Quelle: EU Kommission and Conference Board for US
2) Quelle: Österreichische Nationalbank (OeNB)
REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre direkte Aufsicht über die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone, einschließlich der BAWAG Group, im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) fort. Die Aufsichtsprioritäten des SSM für die Jahre 2024-2026 spiegeln die mittelfristige Strategie der EZB-Bankenaufsicht wieder und setzen sich aus der Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen unmittelbare makrofinanzielle und geopolitische Schocks, der Beschleunigung der effektiven Beseitigung von Mängeln in der Governance und beim Management von Klima- und Umweltrisiken sowie weiteren Fortschritten bei der digitalen Transformation und Erstellung robuster Rahmen für die operative Widerstandsfähigkeit zusammen.
Am 27. Oktober 2021 verabschiedete die Europäische Kommission eine Überarbeitung der CRR und CRD. Mit diesem Paket wird die Umsetzung der internationalen Basel-III-Vereinbarung (auch als Basel IV bekannt) in der EU abgeschlossen, wobei die Besonderheiten des EU-Bankensektors berücksichtigt wurden. Obwohl der Zeitplan des Basler Ausschusses vorsieht, dass die Reformen am 1. Jänner 2023 umgesetzt werden sollen (wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie bereits um ein Jahr verschoben), wird in der EU der 1. Jänner 2025 als Umsetzungstermin genannt, wobei die Übergangsregeln über einen weiteren Zeitraum von fünf Jahren gelten sollen. Am 19. Juni wurden die finalen Basel IV Texte im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht.
Die wichtigsten Punkte des Bankenpakets bestehen vor allem aus bedeutenden Anpassungen der Messmethoden für das Kredit-, Markt- und operationelle Risiko. Die wichtigsten Elemente sind:
- Einführung eines Output-Floors, der die Kapitalvorteile von Risikomodellen begrenzt
- Aktualisierung des Standardansatzes für das Kreditrisiko
- Änderungen des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRB) für das Kreditrisiko
- Ein neuer Rahmen für das operationelle Risiko
- Änderungen des Marktrisikorahmens und der Berechnung von Kreditbewertungsanpassungen (CVA)
Die BAWAG bereitet sich auch auf die kommenden ESG-Anforderungen vor und arbeitet an der Umsetzung der EU-Verordnung 2019/2088 zu nachhaltigkeitsbezogenen Angaben im Finanzdienstleistungssektor, welche zuletzt durch die delegierte Verordnung 2022/1288 ergänzt wurde, sowie an erweiterten Säule-III-Offenlegungsanforderungen. Ein weiterer Meilenstein für die Nachhaltigkeitstransformation wird in diesem Jahr erfolgen: die Bestimmungen der EU-Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive; CSRD) werden erstmals im Geschäftsjahr 2024 für die im Jahr 2025 veröffentlichten Berichte angewandt. Um den kommenden Anforderungen gerecht zu werden, wurden bereits in den vergangenen Jahren neben den bereits ernannten ESG-Beauftragten auch Arbeitsgruppen innerhalb der BAWAG Group eingerichtet.
Wir werden die anstehenden regulatorischen Änderungen weiterhin proaktiv und regelmäßig beobachten und in unseren Geschäftsplänen entsprechend berücksichtigen. Die BAWAG Group sieht sich aufgrund ihrer starken Kapitalposition und ihres profitablen Geschäftsmodells gut auf die kommenden Anforderungen vorbereitet.
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | Jan-Jun2024 | Jan-Jun2023 | Veränderung | Veränderung(%) |
|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 607,1 | 599,9 | 7,2 | 1,2 |
| Provisionsüberschuss | 162,3 | 153,0 | 9,3 | 6,1 |
| Operative Kernerträge | 769,4 | 752,9 | 16,5 | 2,2 |
| Sonstige Erträge1) | -3,7 | -3,1 | -0,6 | -19,4 |
| Operative Erträge | 765,7 | 749,9 | 15,8 | 2,1 |
| Operative Aufwendungen2) | -239,9 | -232,2 | -7,7 | 3,3 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 525,8 | 517,7 | 8,1 | 1,6 |
| Regulatorische Aufwendungen | -7,6 | -38,2 | 30,6 | -80,1 |
| Operatives Ergebnis | 518,2 | 479,4 | 38,8 | 8,1 |
| Risikokosten | -57,8 | -41,0 | -16,8 | 41,0 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 1,5 | 0,9 | 0,6 | 66,7 |
| Periodengewinn vor Steuern | 461,9 | 439,3 | 22,6 | 5,1 |
| Steuern vom Einkommen | -114,7 | -113,9 | -0,8 | 0,7 |
| Periodengewinn nach Steuern | 347,2 | 325,5 | 21,7 | 6,7 |
| Nicht beherrschende Anteile | – | 0,0 | – | – |
| Nettogewinn | 347,2 | 325,5 | 21,7 | 6,7 |
- Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
2)Gemäß IFRS umfassen die "Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 5,3 Mio. € für das erste Halbjahr 2024. Die "Operativen Aufwendungen" enthalten ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € für das erste Halbjahr 2024. Das Management der BAWAG Group betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im konsolidierten Zwischenlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
Der Periodengewinn nach Steuern stieg im ersten Halbjahr 2024 um 6,7% auf 347,2 Mio. €. Die zugrunde liegende Entwicklung des operativen Geschäfts blieb im ersten Halbjahr 2024 stark, mit operativen Kernerträgen von 769,4 Mio. € und einem Ergebnis vor Risikokosten in Höhe von 525,8 Mio. €.
Der Nettozinsertrag stieg um 1,2% auf 607,1 Mio. €, was auf eine höhere Nettozinsmarge zurückzuführen ist.
Der Provisionsüberschuss stieg um 6,1% auf 162,3 Mio. €, was vor allem auf eine Erholung im Zahlungsverkehr und dem Beratungsgeschäft zurückzuführen ist.
Die sonstigen Erträge betrugen im ersten Halbjahr 2024 -3,7 Mio. €, verglichen zu -3,1 Mio. € im ersten Halbjahr 2023.
Die operativen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Halbjahr 2024 um 3,3% auf 239,9 Mio. € resultierend aus dem Abschluss des neuen Bankenkollektivvertrags (ab April). Andere Initiativen, die über die letzten Jahre hinweg umgesetzt wurden, kompensierten einen weiteren inflationsbedingten Anstieg.
Die regulatorischen Aufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2024 7,6 Mio. €, was einem Rückgang von 80% zum Vorjahr entspricht, da sowohl der Einlagensicherungsfond als auch der europäische Abwicklungsfond komplett finanziert ist.
Die Risikokosten erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 auf 57,8 Mio. €. Die Qualität unseres Kreditportfolios blieb mit einer NPL Quote von 1,1% während der ersten sechs Monate 2024 weiterhin stark. Der ECL Management Overlay, der dazu gebildet wurde, um wirtschaftliche Unsicherheiten zu adressieren, wurde bei 80 Mio. € belassen.
Aktiva
| in Mio. € | Jun2024 | Dez2023 | Veränderung(%) | Jun2023 | Veränderung(%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 977 | 686 | 42,4 | 646 | 51,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Handelsbestand | 61 | 103 | -40,8 | 123 | -50,4 |
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 659 | 593 | 11,1 | 597 | 10,4 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 2.749 | 2.802 | -1,9 | 2.759 | -0,4 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 47.352 | 49.074 | -3,5 | 48.293 | -1,9 |
| Kunden | 32.366 | 32.871 | -1,5 | 34.295 | -5,6 |
| Schuldtitel | 3.555 | 3.660 | -2,9 | 3.293 | 8,0 |
| Kreditinstitute | 11.431 | 12.543 | -8,9 | 10.705 | 6,8 |
| Bewertungsanpassungen für gegenZinsrisiken abgesicherte Portfolien | -451 | -310 | -45,5 | -600 | 24,8 |
| Sicherungsderivate | 80 | 247 | -67,6 | 172 | -53,5 |
| Sachanlagen | 307 | 326 | -5,8 | 342 | -10,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 253 | 255 | -0,8 | 259 | -2,3 |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 9 | 22 | -59,1 | 16 | -43,8 |
| Steueransprüche für latente Steuern | 28 | 14 | 100 | 36 | -22,2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 222 | 246 | -9,8 | 233 | -4,7 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristigeVermögenswerte | 495 | 538 | -8,0 | 5 | >100 |
| Bilanzsumme | 52.741 | 54.596 | -3,4 | 52.881 | -0,3 |
Die Barreserve stieg auf 1,0 Mrd. € per Ende Juni 2024 verglichen zu 0,7 Mrd. € per Jahresende 2023.
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten sanken um 1,7 Mrd. € bzw. 3,5% im Vergleich zum Jahresende 2023 und betrugen per Ende Juni 2024 47,4 Mrd. €. Das Kundenvolumen sank um 1,5% im selben Vergleichszeitraum aufgrund der allgemein reduzierten Kreditnachfrage.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte inkludieren die Umgliederung der start:bausparkasse AG, Deutschland, die am 1.Juli 2024 verkauft wurde.
Passiva
| in Mio. € | Jun2024 | Dez2023 | Veränderung(%) | Jun2023 | Veränderung(%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 49.260 | 50.767 | -3,0 | 49.389 | -0,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | |||
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 102 | 136 | -25,0 | 165 | -38,2 |
| Handelsbestand | 435 | 463 | -6,0 | 615 | -29,3 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 47.335 | 48.264 | -1,9 | 47.444 | -0,2 |
| Kunden | 32.297 | 32.886 | -1,8 | 33.002 | -2,1 |
| Eigene Emissionen | 14.196 | 13.595 | 4,4 | 12.841 | 10,6 |
| Kreditinstitute | 842 | 1.783 | -52,8 | 1.601 | -47,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | 0 | 402 | -100 | 398 | -100 |
| Bewertungsanpassungen für gegenZinsrisiken abgesicherte Portfolien | -479 | -415 | -15,4 | -780 | 38,6 |
| Sicherungsderivate | 231 | 214 | 7,9 | 313 | -26,2 |
| Rückstellungen | 249 | 231 | 7,8 | 282 | -11,7 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 9 | 16 | -43,8 | 21 | -57,1 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 95 | 75 | 26,7 | 55 | 72,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 847 | 899 | -5,8 | 876 | -3,3 |
| Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen,die zur Veräußerung gehalten werden | 436 | 482 | -9,5 | 0 | >100 |
| Gesamtkapital | 3.481 | 3.829 | -9,1 | 3.492 | -0,3 |
| Eigenkapital, das den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist | 3.010 | 3.358 | -10,4 | 3.021 | -0,4 |
| AT1-Kapital | 471 | 471 | - | 471 | - |
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | - | 0 | - |
| Summe Passiva | 52.741 | 54.596 | -3,4 | 52.881 | -0,3 |
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sanken zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 um 0,9 Mrd. € bzw. 1,9% auf 47,3 Mrd. €.
Das Gesamtkapital inklusive des Additional-Tier-1-Kapitals betrug zum 30. Juni 2024 3,5 Mrd. €.
KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSPOSITION
Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar. Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Zum 30. Juni 2024 lagen die Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) auf Ebene der BAWAG Group bei 16,5% (CET1), 18,8% (Tier 1) bzw. 22,1% (Gesamtkapital).
Verwendung von Kapital
Im Februar unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb von 100% der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.) zu einem Preis von 510 Mio. €, zahlbar beim Closing. Die Akquisition wird die Präsenz der BAWAG im niederländischen Retail- & SME-Geschäft erweitern und sie für zukünftiges Wachstum in einem der Kernmärkte der Bank positionieren. Per Dezember 2023 verfügte Knab über eine Bilanzsumme von 17,8 Mrd. €, die sich hauptsächlich aus niederländischen Hypotheken zusammensetzt, sowie über 12,2 Mrd. € Kundeneinlagen und 2,5 Mrd. € an covered bonds. Neben der Übernahme von Knab wurde vereinbart, die Verwaltung von Hypotheken in der Knab-Bilanz zeitnah nach Abschluss der Transaktion von der a.s.r. auf die BAWAG zu übertragen, wofür der a.s.r. eine zusätzliche Gegenleistung in Höhe von 80 Mio. € gezahlt wird. Die Transaktion wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.
Am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC. Mit dieser Übernahme erweitert die BAWAG Group ihre Präsenz in der DACH/NL-Region und positioniert sich für zukünftiges Wachstum in einem der Kernmärkte der Bank. Zum 31. März 2024 verfügte die Barclays Consumer Bank Europe über ein Bruttovermögen von 4,7 Mrd. €, das hauptsächlich aus Karten- und Kreditforderungen bestand, von denen rund 2 Mrd. € auf Kreditkartenforderungen entfielen. Die Akquisition schafft langfristigen Wert für das BAWAG-Geschäft, mit einem erwarteten Beitrag zum Ergebnis vor Steuern von mehr als 100 Mio. € im Jahr 2027, sobald die Transaktion vollständig integriert ist. Die Transaktion wird vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, voraussichtlich in Q4 2024 / Q1 2025 stattfinden.
Es wird erwartet, dass beide Transaktionen zusammen bis 2027 einen Gewinn vor Steuern von mehr als 250 Mio. € beitragen werden. Die beiden Transaktionen werden ca. 250-300 Basispunkte von CET1 auf Ebene der BAWAG Group verbrauchen und müssen von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.
Entwicklungen in anderen Arten der Finanzierung
Eine zentrale Rolle im Rahmen unserer Tätigkeit spielt die Transformation von Einlagen und anderen Formen der Refinanzierung in Darlehen. Kundeneinlagen bilden nach wie vor einen Grundpfeiler unserer Refinanzierungsstrategie. Per 30. Juni 2024 wurden ca. 60% unserer Aktiva über Kundeneinlagen refinanziert. Dies wird ergänzt durch verschiedene Formen der Refinanzierung über den Kapitalmarkt.
Die BAWAG P.S.K war ein aktiver Emittent im Bereich der Pfandbriefe mit einer erfolgreichen Benchmark-Platzierung in Höhe von 750 Mio. € in der ersten Hälfte des Jahres 2024.
Die BAWAG P.S.K. hat ihre Refinanzierung im Rahmen des TLTRO III Programms der EZB vollständig zurückgezahlt.
Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL)
Im ersten Quartal 2024 erhielt die BAWAG P.S.K. die neue MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board ("SRB"). Die Entscheidung basiert auf einer Single-Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Die MREL-Anforderung (inkl. Combined-Buffer-Erfordernis) 1) wurde darin auf 27,1% der RWA auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt und ist per 1. Jänner 2024 zu erfüllen. Die derzeitige MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis. Zusätzlich zur MREL-Anforderung als Prozentsatz von RWA beinhaltet die SRB-Entscheidung auch eine Anforderung als Prozentsatz der LRE (Leverage Ratio Exposure). Dieses wurde auf 5,9% auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt, anwendbar per 1. Jänner 2022.
Per 30. Juni 2024 verfügte die BAWAG P.S.K. Gruppe über MREL-fähige Instrumente von 31,3%2) der RWA und 10,3% der LRE. Damit erfüllte die BAWAG die finalen Anforderungen auf Basis der RWA und der LRE.
Liquiditätsmanagement
Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei und übertrifft damit deutlich die regulatorischen LCR-Anforderung von 100%.
Credit Rating
Am 29. Juni 2024 bestätigte Moody's Ratings (Moody's) das langfristige Einlagen-, Emittenten- und Senior Unsecured Rating der BAWAG P.S.K. AG von A1 und änderte den Ausblick von positiv auf stabil.
1) Basierend auf Juni 2024 Werten 2) Zahl auf BAWAG P.S.K.-Ebene
GESCHÄFTSSEGMENTE
Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftssegmente der BAWAG Group. Weitere Details dazu finden sich im Kapitel "Segmentberichterstattung" im Anhang (Notes).
RETAIL & SME
Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete das Segment Retail & SME einen Jahresüberschuss vor Steuern von 358,3 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 35,7%; die Cost/Income Ratio lag bei 30,6%. Das Wachstum an Kundenkrediten blieb aufgrund des höheren Zinsumfelds und des insgesamt vorsichtigen Kundenverhaltens gedämpft. Das Zahlungsverkehr- und Beratungsgeschäft erholte sich in den ersten sechs Monaten 2024 von einem niedrigeren Niveau in 2023. Wir behielten unseren Fokus auf risikoadjustierte Erträge bei, da wir uns auf verantwortungsvolles und profitables Wachstum fokussieren. Die Qualität unserer Aktiva blieb mit einer NPL-Quote von 1,9% solide. Die Kundenrefinanzierungen, die sich aus Kundeneinlagen sowie in Österreich hypothekarisch, besicherten AAA-Anleihen zusammensetzen, betrugen 37,4 Mrd. €, was einem Anstieg von 1% im Vergleich zu den ersten sechs Monaten in 2023 entspricht. Gleichzeitig setzten wir unsere strategischen Initiativen fort, um unseren Kunden einfache, transparente und leistbare Finanzprodukte und -dienstleistungen anzubieten, die sie benötigen und die ihre finanzielle Gesundheit fördern.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. €) | Jan-Jun2024 | Jan-Jun2023 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 447,1 | 423,9 | 5,5 |
| Provisionsüberschuss | 147,0 | 135,1 | 8,8 |
| Operative Kernerträge | 594,1 | 559,0 | 6,3 |
| Sonstige Erträge 1) | 1,5 | 2,3 | -34,8 |
| Operative Erträge | 595,6 | 561,3 | 6,1 |
| Operative Aufwendungen | -182,2 | -173,1 | 5,3 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 413,4 | 388,2 | 6,5 |
| Regulatorische Aufwendungen | -4,3 | -12,7 | -66,1 |
| Risikokosten | -50,8 | -39,4 | 28,9 |
| Periodengewinn vor Steuern | 358,3 | 336,1 | 6,6 |
| Steuern vom Einkommen | -89,6 | -84,0 | 6,7 |
| Nettogewinn | 268,7 | 252,1 | 6,6 |
| Kennzahlen | Jan-Jun2024 | Jan-Jun2023 | Vdg.(%Pkte.) |
| Return on Tangible Common Equity 2) | 35,7% | 37,2% | -1,5 |
| Nettozinsmarge | 4,08% | 3,82% | 0,26 |
| Cost/Income Ratio | 30,6% | 30,8% | -0,2 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,46% | 0,36% | 0,10 |
| NPL Ratio | 1,9% | 1,7% | 0,2 |
-
Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
-
Exkl. AT1-Kapital und erwartender Dividende. Juni 2023 abzgl. dem im 2. Halbjahr 2023 durchgeführten Aktienrückkaufes iHv. 175 Mio. €.
| Geschäftsvolumina(in Mio. €) | Jun 2024 | Dez 2023 | Vdg.(%) | Jun 2023 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinstragende Aktiva | 21.836 | 22.021 | -0,8 | 22.033 | -0,9 |
| Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) 3) | 21.892 | 22.064 | -0,8 | 22.166 | -1,2 |
| Risikogewichtete Aktiva | 9.510 | 9.354 | 1,7 | 9.295 | 2,3 |
| Eigene Emissionen | 9.812 | 10.003 | -1,9 | 9.651 | 1,7 |
| Kundeneinlagen | 27.399 | 27.301 | 0,4 | 27.327 | 0,3 |
| Kundeneinlagen (Durchschnitt) 3) | 26.585 | 26.458 | 0,5 | 26.686 | -0,4 |
| Kundenrefinanzierung | 37.356 | 37.456 | -0,3 | 36.978 | 1,0 |
| Kundenrefinanzierung(Durchschnitt) 3) | 37.484 | 37.009 | 1,3 | 36.799 | 1,9 |
- Dez 2023: Durchschnitt bezogen auf Gesamtjahr.
Ausblick
Wir werden weiterhin unsere langfristige, auf unsere 2,1 Millionen Kunden ausgerichtete Strategie umsetzen, die sicherstellt, dass die besten Produkte und Dienstleistungen effizient und reibungslos angeboten werden. Wir unterzeichneten zwei einzigartige Zukäufe, die unsere Kundenbasis und unser Retail & SME Geschäft in der DACH/NL-Region erweitern werden. Während wir durch ein aufgrund von höheren Zinssätzen und einer allgemein zurückhaltenden Kreditnachfrage herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds navigieren mussten, bleibt unser Versprechen gegenüber unseren Kunden gleich: Wir bieten unseren Kunden einfache, transparente und unkomplizierte Produkte, wann immer sie diese brauchen.
Am 1. Februar 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. einen Kaufvertrag über den Erwerb von 100 % der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.). Mit dieser Akquisition erweitert die BAWAG Group ihre Präsenz im niederländischen Retail & SME-Geschäft und positioniert sich für zukünftiges Wachstum in einem unserer Kernmärkte.
Am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG P.S.K. eine Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC. Der Zukauf wird BAWAG Group's Fußabdruck im deutschen Privatkundengeschäft erweitern und uns für zukünftiges Wachstum in einem unserer Kernmärkte positionieren.
Die Transaktionen werden vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, voraussichtlich in Q4 2024 / Q1 2025 abgeschlossen werden. Zusammen sollen sie bis 2027 einen Gewinn vor Steuern von über 250 Mio. € einbringen.
CORPORATES, REAL ESTATE & PUBLIC SECTOR
Das Segment Corporates, Real Estate & Public Sector erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Jahresüberschuss vor Steuern von 107,4 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 23,2% bei einer Cost/Income-Ratio von 24,8%. Die Kernerträge gingen im Jahr 2024 um 4,3% zurück, da unser Fokus nicht auf Volumenwachstum sondern auf risikoadjustierte Renditen liegt. Die Qualität unserer Aktiva blieb anhaltend stark mit einer NPL Quote von 0,8% und einer Risikokostenquote von 10 Basispunkten im ersten Halbjahr 2024. Die Kundenrefinanzierungen, die sich aus Einlagen des öffentlichen Sektors und Kommerzkunden sowie AAA besicherten Anleihen von österreichischen Körperschaften zusammensetzen, lagen bei 8,1 Mrd. € und somit um 3,3% unter dem Vorjahr.
Finanzergebnisse
| Jan-Jun | Jan-Jun | Vdg. |
|---|---|---|
| (%) | ||
| 139,2 | 144,0 | -3,3 |
| 16,4 | 18,6 | -11,8 |
| 155,6 | 162,6 | -4,3 |
| -0,9 | -1,6 | -43,8 |
| 154,7 | 161,0 | -3,9 |
| 2,7 | ||
| 116,3 | 123,6 | -5,9 |
| -1,8 | -8,2 | -78,0 |
| -7,1 | 0,0 | n. a. |
| 107,4 | 115,4 | -6,9 |
| -7,3 | ||
| 80,6 | 86,5 | -6,8 |
| 2024-38,4-26,8 | 2023-37,4-28,9 |
| Kennzahlen | Jan-Jun2024 | Jan-Jun2023 | Vdg.(%Pkte.) |
|---|---|---|---|
| Return on Tangible Common Equity 2) | 23,2% | 23,3% | -0,1 |
| Nettozinsmarge | 2,04% | 2,01% | 0,03 |
| Cost/Income Ratio | 24,8% | 23,2% | 1,6 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,10% | 0,00% | 0,10 |
| NPL Ratio | 0,8% | 0,7% | 0,1 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. €) | Jun 2024 | Dez 2023 | Vdg.(%) | Jun 2023 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinstragende Aktiva | 13.234 | 13.328 | -0,7 | 13.742 | -3,7 |
| Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) 3) | 13.656 | 13.946 | -2,1 | 14.349 | -4,8 |
| Risikogewichtete Aktiva | 5.054 | 6.352 | -20,4 | 6.988 | -27,7 |
| Eigene Emissionen | 1.289 | 557 | >100 | 524 | >100 |
| Kundeneinlagen | 5.979 | 6.875 | -13,0 | 5.540 | 7,9 |
| Kundeneinlagen (Durchschnitt) 3) | 6.444 | 5.661 | 13,8 | 5.197 | 24,0 |
| Kundenrefinanzierung | 8.053 | 8.325 | -3,3 | 7.158 | 12,5 |
| Kundenrefinanzierung(Durchschnitt) 3) | 8.330 | 7.240 | 15,1 | 6.864 | 21,4 |
1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. 2) Exkl. AT1-Kapital und erwartender Dividende. Juni 2023 abzgl. dem im 2. Halbjahr 2023 durchgeführten Aktienrückkaufes iHv. 175 Mio. €.
3)Dez 2023: Durchschnitt bezogen auf Gesamtjahr.
Ausblick
Nachdem wir in den ersten sechs Monaten 2024 geduldig geblieben sind, sehen wir für das restliche Jahr eine solide Pipeline vielfältiger Möglichkeiten. Der Wettbewerb um defensive Transaktionen von hoher Qualität bleibt jedoch unverändert hoch. Wir werden weiterhin diszipliniert und konservativ bei der Kreditvergabe bleiben und auf risikoadäquate Erträge achten, anstatt Geschäft für das Volumenwachstum zu machen.
CORPORATE CENTER AND TREASURY
Per 30. Juni 2024 belief sich das Investmentportfolio auf 4,8 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 11,3 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug 3,6 Jahre und umfasste zu 98% Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 69% in der Kategorie A oder höher geratet waren. Mit 30. Juni 2024 das Portfolio hat kein direktes Engagement in China und Russland, Ukraine oder Mittleren Osten. Das Engagement in Osteuropa ist nach wie vor moderat.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen | Jan-Jun | Jan-Jun | Vdg. |
|---|---|---|---|
| (in Mio. €) | 2024 | 2023 | (%) |
| Nettozinsertrag | 35,2 | 32,3 | 9,0 |
| Provisionsüberschuss | -0,7 | -0,8 | 12,5 |
| Operative Kernerträge | 34,5 | 31,5 | 9,5 |
| Sonstige Erträge 1) | -10,9 | -3,9 | >-100 |
| Operative Erträge | 23,6 | 27,7 | -14,8 |
| Operative Aufwendungen | -32,7 | -29,6 | 10,5 |
| Ergebnis vor Risikokosten | -9,1 | -2,0 | >-100 |
| Regulatorische Aufwendungen | -1,9 | -17,4 | 89,1 |
| Risikokosten | 0,1 | -1,6 | - |
| Periodengewinn vor Steuern | -9,4 | -20,0 | 53,0 |
| Steuern vom Einkommen | 2,2 | 1,7 | 29,4 |
| Nettogewinn | -7,2 | -18,3 | 60,7 |
1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
| vGeschäftsvolumina(in Mio. €) | Jun 2024 | Dez 2023 | Vdg.(%) | Jun 2023 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 18.563 | 20.099 | -7,6 | 17.352 | 7,0 |
| Risikogewichtete Aktiva | 3.431 | 3.611 | -5,0 | 3.340 | 2,7 |
| Eigenkapital | 3.918 | 3.777 | 3,7 | 3.814 | 2,7 |
| Eigene Emissionen und sonstigeVerbindlichkeiten | 4.306 | 5.297 | -18,7 | 4.596 | -6,3 |
Ausblick
Treasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Wichtige Themen und Treiber der Finanzmärkte werden im verbleibenden Jahr die Geschwindigkeit der Lockerung der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, wichtige Wahlen und damit verbundene Veränderungen in der (Wirtschafts-)Politik und ganz allgemein die Wirtschaftsleistung der Kernländer Europas sein. Wir sind jedoch bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.
RISIKOMANAGEMENT
Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG Group sowie der Ziele und Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes). Die Richtlinien zu unseren Anlagestandards im Lichte der ESG finden Sie auf unserer Website
https://www.bawaggroup.com/BAWAGGROUP/IR/DE/ESG.
AUSBLICK UND ZIELE
Trotz unserer Erfolgsbilanz in den letzten zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Kapitalrendite von ~16% liegen unsere besten Jahre noch vor uns. Wir haben die Möglichkeit, in den kommenden Jahren in einem normalisierten Zinsumfeld normalere Renditen zu erzielen. Wir sollten jedoch niemals den Rückenwind durch eine Normalisierung der Zinssätze mit der täglichen Umsetzung unserer Strategie verwechseln. Unser Schwerpunkt auf dem Kostenmanagement und der Beibehaltung einer konservativen und disziplinierten Risikobereitschaft ist wichtiger denn je. Die Chance liegt darin, unsere Kostendisziplin beizubehalten und uns auf risikobereinigte Erträge zu konzentrieren, während wir die Vorteile eines normalisierten Zinsumfelds nutzen. Die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts liegt in unserer Fähigkeit, über alle Zyklen hinweg Ergebnisse zu erzielen, denn wir sind für alle Jahreszeiten Zeiten gerüstet. Unser Ansatz ist einheitlich: Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir kontrollieren können, sind ein disziplinierter kommerzieller Kreditgeber, behalten eine konservative Risikobereitschaft bei und verfolgen nur nachhaltiges und profitables Wachstum.
Unser Ausblick und unsere Ziele auf Ebene der BAWAG Group für 2024 bleiben unverändert (ohne M&A)
| Ausblick | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Nettozinsertrag | +1% | 1.230 Mio. € |
| Operative Kernerträge | +1% | 1.537 Mio. € |
| Operative Aufwendungen | ~3% | 485 Mio. € |
| Risikokosten/zinstragende Aktiva | 25–30 Basispunkte | 22 Basispunkte |
| Finanzziele | ||
| Ergebnis vor Steuern | >920 Mio. € | 910 Mio. € |
| Ertragsziele | 2024 & darauf folgend | 2023 |
| Return on Tangible Common Equity | >20% | 25,0% |
| Cost / Income Ratio | <34% | 31,8% |
Wir bekräftigen auch unsere ESG-Ziele auf Ebene der BAWAG Group für 2025.
Das Überschusskapital per Juni 2024 investieren wir in zwei strategische Akquisitionen. Wir haben bewusst Kapital für die beiden unterzeichneten Transaktionen vorgehalten und werden die zusätzliche Kapitalausschüttung auf Ebene der BAWAG Group im Rahmen unserer jährlichen Überprüfung mit den Jahresergebnissen neu bewerten.
Wir werden weiterhin an unserer risikoarmen Strategie festhalten, die sich auf die DACH/NL-Region, Westeuropa und die Vereinigten Staaten konzentriert, und unseren Kunden einfache, unkomplizierte und verlässliche Finanzprodukte und -dienstleistungen anbieten, die deren Bedürfnissen entsprechen
- August 2024
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Guido Jestädt Mitglied des Vorstands
KONZERN-HALBJAHRES-ABSCHLUSS
KONZERNRECHNUNG
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| [Notes] | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | angepasst | ||
| Zinserträge | 1.897,1 | 1.468,5 | |
| davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt | 1.157,6 | 984,5 | |
| Zinsaufwendungen | -1.293,8 | -871,0 | |
| davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt | -359,4 | -212,5 | |
| Dividendenerträge | 3,8 | 2,4 | |
| Nettozinsertrag | [1] | 607,1 | 599,9 |
| Provisionserträge | 204,1 | 193,1 | |
| Provisionsaufwendungen | -41,8 | -40,1 | |
| Provisionsüberschuss | [2] | 162,3 | 153,0 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten undSchulden | [3] | -12,8 | -4,6 |
| davon Gewinne aus der Ausbuchung von finanziellenVermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertet werden | 1,1 | 0,0 | |
| davon Verluste aus der Ausbuchung von finanziellenVermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertet werden | 0,0 | -1,4 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 42,4 | 32,3 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -38,6 | -66,6 | |
| Operative Aufwendungen | [4] | -242,2 | -234,5 |
| davon Verwaltungsaufwand | -212,8 | -205,0 | |
| davon planmäßige Abschreibungen auf immaterielleVermögenswerte und Sachanlagen | -29,4 | -29,5 | |
| Risikokosten | [5] | -57,8 | -41,0 |
| davon gemäß IFRS 9 | -48,6 | -35,9 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach derEquity-Methode bilanziert werden | 1,5 | 0,9 | |
| Periodengewinn vor Steuern | 461,9 | 439,3 | |
| Steuern vom Einkommen | -114,7 | -113,9 | |
| Periodengewinn nach Steuern | 347,2 | 325,5 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | – | 0,0 | |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 347,2 | 325,5 |
SONSTIGES ERGEBNIS
| in Mio. € | [Notes] | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|---|
| Periodengewinn nach Steuern | 347,2 | 325,5 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust | |||
| möglich ist | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus | 3,6 | -3,5 | |
| leistungsorientierten Plänen | |||
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum | |||
| beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien und anderen | -1,1 | -33,7 | |
| Eigenkapitalinstrumenten | |||
| Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten | -1,8 | -1,0 | |
| Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werdenkönnen | -0,1 | 7,4 | |
| Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den | |||
| Gewinn/Verlust möglich ist | 0,6 | -30,8 | |
| Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust | |||
| möglich ist | |||
| Währungsumrechnung | 0,6 | -2,1 | |
| Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische | |||
| Geschäftsbetriebe | -3,3 | 1,6 | |
| Cashflow-Hedge-Rücklage | -19,8 | 5,4 | |
| davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert1) | 5,8 | 4,0 | |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum | 15,9 | 14,6 | |
| beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten | |||
| davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert | 8,3 | 10,0 | |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und | |||
| Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der | – | 7,6 | |
| Equity-Methode bilanziert werden | |||
| Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden | 0,9 | -5,2 | |
| können | |||
| Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in denGewinn/Verlust möglich ist | -5,7 | 21,9 | |
| Sonstiges Ergebnis | -5,1 | -8,9 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 342,1 | 316,6 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | – | 0,0 | |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 342,1 | 316,6 |
- In den Nettozinsertrag.
BILANZ
Aktiva
| in Mio. € | [Notes] | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| Barreserve | 977 | 686 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | [6] | 659 | 593 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | [7] | 2.749 | 2.802 |
| Handelsaktiva | [8] | 61 | 103 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetefinanzielle Vermögenswerte | [9] | 47.352 | 49.074 |
| Kunden | 32.366 | 32.871 | |
| Kreditinstitute | 11.431 | 12.543 | |
| Wertpapiere | 3.555 | 3.660 | |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -451 | -310 | |
| Sicherungsderivate | 80 | 247 | |
| Sachanlagen | 247 | 251 | |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | 60 | 75 | |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 41 | 42 | |
| Markennamen und Kundenstöcke | 34 | 36 | |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | 178 | 177 | |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 9 | 22 | |
| Steueransprüche für latente Steuern | [10] | 28 | 14 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 12 | 13 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 210 | 233 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerteund Veräußerungsgruppen | [11] | 495 | 538 |
| Summe Aktiva | 52.741 | 54.596 |
Passiva
| in Mio. € | [Notes] | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 49.260 | 50.767 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Verbindlichkeiten | [12] | 102 | 136 |
| Handelspassiva | [13] | 435 | 463 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | [14] | 47.335 | 48.264 |
| Kunden | 32.297 | 32.886 | |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- undErgänzungskapital | 14.196 | 13.595 | |
| Kreditinstitute | 842 | 1.783 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | 402 | |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -479 | -415 | |
| Sicherungsderivate | 231 | 214 | |
| Rückstellungen | [15] | 249 | 231 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 9 | 16 | |
| Steuerschulden für latente Steuern | [10] | 95 | 75 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 847 | 899 | |
| Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zurVeräußerung gehalten werden | [11] | 436 | 482 |
| Gesamtkapital | 3.481 | 3.829 | |
| Eigenkapital, den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar | 3.010 | 3.358 | |
| AT1-Kapital | 471 | 471 | |
| Nicht beherrschende Anteile | – | 0 | |
| Summe Passiva | 52.741 | 54.596 |
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
| GezeichnetesKapital | Kapitalrücklagen | AnderebegebeneEigenkapitalinstrumente | Gewinnrücklagen | Cashflow-HedgeRücklage nachSteuern | VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste nachSteuern | Im sonstigenErgebnis zumbeizulegendenZeitwertausgewieseneSchuldinstrumente nachSteuern | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ||||||||
| Stand 01.01.2023 | 250 | 1.666 | 471 | 1.335 | -19 | -68 | -20 | |
| Transaktionen mitEigentümern | 0 | 2 | – | -400 | – | – | – | |
| AnteilsbasierteVergütungen | 0 | 2 | – | – | – | – | – | |
| Dividenden | – | – | – | -400 | – | – | – | |
| Transaktionen mit nichtbeherrschendenAnteilen | – | – | – | 0 | – | – | – | |
| AT1-Kupon | – | – | – | -12 | – | – | – | |
| Gesamtergebnis | – | – | – | 326 | 31) | -3 | 192) | |
| Stand 30.06.2023 | 250 | 1.668 | 471 | 1.249 | -16 | -71 | 0 | |
| Stand 01.01.2024 | 250 | 1.670 | 471 | 1.584 | -24 | -78 | 14 | |
| Transaktionen mitEigentümern | – | 1 | – | -678 | – | – | – | |
| AnteilsbasierteVergütungen | – | 1 | – | – | – | – | – | |
| Dividenden | – | – | – | -678 | – | – | – | |
| AT1-Kupon | – | – | – | -12 | – | – | – | |
| Gesamtergebnis | – | – | – | 347 | -151) | 3 | 122) | |
| Stand 30.06.2024 | 250 | 1.671 | 471 | 1.241 | -39 | -75 | 26 |
-
Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +4,5 Mio. € (H1 2023: +2,9 Mio. €).
-
Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +6,4 Mio. € (H1 2023: +7,8 Mio. €).
| Im sonstigenErgebnisausgewiesenezumbeizulegendenZeitwertbewerteteEigenkapitalinstrumentenach Steuern | Änderung desCredit Spreadsvon finanziellenVerbindlichkeiten nachSteuern | AbsicherungeinerNettoinvestitionin ausländischeGeschäftsbetriebe nachSteuern | Währungsumrechnung | Eigenkapital,denEigentümern desMutterunternehmenszurechenbar | NichtbeherrschendeAnteile | Eigenkapital inkl.nicht beherrschender Anteile |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ | --------------------------------------------------------------------------------------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------ | ------------------------ | ---------------------------------------------------------------------------------- | ----------------------------------- | -------------------------------------------------------- |
| 21 | -49 | -2 | 1 | 3.586 | 0 | 3.586 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| – | – | – | – | -398 | – | -398 |
| – | – | – | – | 2 | – | 2 |
| – | – | – | – | -400 | – | -400 |
| – | – | – | – | 0 | – | 0 |
| – | – | – | – | -12 | – | -12 |
| -26 | -2 | 2 | -2 | 317 | 0 | 317 |
| -5 | -52 | 0 | -1 | 3.492 | 0 | 3.492 |
| -5 | -52 | -1 | 0 | 3.829 | – | 3.829 |
| – | – | – | – | -677 | – | -677 |
| – | – | – | – | 1 | – | 1 |
| – | – | – | – | -678 | – | -678 |
| – | – | – | – | -12 | – | -12 |
| -1 | -1 | -3 | 0 | 342 | – | 342 |
| -6 | -53 | -4 | 0 | 3.481 | – | 3.481 |
VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023angepasst |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nicht beherrschenden Anteilen) | 347 | 325 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung aufden Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -375 | 32 |
| Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativerGeschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | 507 | -148 |
| Erhaltene Zinsen | 1.895 | 1.343 |
| Gezahlte Zinsen | -1.355 | -811 |
| Erhaltene Dividenden | 9 | 5 |
| Ertragsteuerzahlungen | -99 | -37 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 929 | 709 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung und Tilgung von | ||
| Finanzanlagen | 960 | 390 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0 | 16 |
| Auszahlungen für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | -768 | -516 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -21 | -16 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 171 | -126 |
| Dividendenzahlungen | -678 | -400 |
| AT1-Kupon | -12 | -12 |
| Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten | -15 | -15 |
| Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwert bewerteter Verbindlichkeiten) | -104 | -30 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -809 | -457 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 686 | 520 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 929 | 709 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 171 | -126 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -809 | -457 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 977 | 646 |
ANHANG (NOTES)
Der verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss der BAWAG P.S.K. per 30. Juni 2024 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt, soweit diese von der EU übernommen wurden.
Der vorliegende Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2024 steht im Einklang mit IAS 34 ("Zwischenberichte").
Die bei der Erstellung des Konzern-Halbjahresabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzern-Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 überein, mit Ausnahme der Änderungen bei der Darstellung der Zinserträge und -aufwendungen für Derivate und des Ausweises der Ergänzungskapitaleinlage. Details zu diesen Änderungen sind in Note 1 bzw. Note 14 dargestellt.
Der Halbjahresfinanzbericht per 30. Juni 2024 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Millionen Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Bezüglich Details zu den Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage verweisen wir auf Note 20 im Risikobericht.
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten
Der Konzern-Halbjahressabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. In Bezug auf die aktuelle geopolitische Lage verweisen wir auf den Aufzählungspunkt zu IFRS 9.
Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.
Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind (Level 3), werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in Note 17 Fair Value.
Die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten beruht auf Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft. Im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Lage sind Einschätzungen hinsichtlich der Bewertung einzelner finanzieller Vermögenswerte, der Festlegung der Transferlogik von Finanzinstrumenten von Stage 1 zu Stage 2, makroökonomischer Annahmen zur Festlegung der zukunftsgerichteten Informationen im Zuge der Kalkulation der erwarteten Kreditverluste sowie der Annahmen über die erwarteten Cashflows für ausfallsgefährdete Kredite basierend auf den aktuellsten uns
vorliegenden Beobachtungen. Die langfristigen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung des Arbeitsmarktes und anderer branchenspezifischer Märkte können sich im Nachhinein als überoder unterschätzt erweisen. Bezüglich Details zu quantitativen Effekten der aktuellen geopolitischen Lage zum 30. Juni 2024 verweisen wir auf die Angaben im Risikobericht.
Die Bank kann mit Auswirkungen konfrontiert werden, die sich aus veränderten Klimabedingungen ergeben und sich auf das Kreditportfolio oder etwaige Sicherheiten auswirken können (z.B. durch Überschwemmungen). Weitere ESG-Risiken betreffen unter anderem Änderungen im Kundenverhalten, Änderungen in der einschlägigen Gesetzgebung usw. ESG-Risiken können Auswirkungen auf Planungsannahmen für Werthaltigkeitstests und die Bewertung von Sicherheiten und Finanzinstrumenten haben. Die Analyse und Überwachung dieser Risiken ist ein laufender Prozess. Für weitere Informationen zu ESG-Risiken verweisen wir auf den Risikobericht.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzunsicherheit unterworfen ist.
Der Konzern verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 10 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet.
Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:
- Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten
- die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen,
- die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen, höchstgerichtlichen Entscheidungen und aufsichtsbehördlichen Überprüfungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen,
- die Beurteilung der Laufzeit bei der Anwendung des IFRS-16-Leasing-Standards,
- die Beurteilung, bei welchen Unternehmen es sich um strukturierte Unternehmen handelt und welches Engagement bei solchen Unternehmen auch tatsächlich einen Anteil darstellt
- IFRS 9: Die Beurteilung des SPPI-Kriteriums kann Ermessensentscheidungen erfordern, um sicherzustellen, dass finanzielle Vermögenswerte in die entsprechende Bewertungskategorie eingeordnet werden.
- die Ermittlung der Fair Values von nicht börsenotierten Finanzinstrumenten, bei denen einige für das Bewertungsmodell benötigte Paramater nicht am Markt beobachtbar sind (Level 3). Bezüglich Details zu Effekten der aktuellen geopolitischen Lage zum 30. Juni 2024 verweisen wir auf die Angaben in Note 17 Fair Value.
Sonstiges
Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K..
Der Konzern umfasst zum 30. Juni 2024 insgesamt 37 (31. Dezember 2023: 37) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (31. Dezember 2023: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden, im In- und Ausland.
Im ersten Quartal 2024 wurden fünf neu erworbene, nicht regulierte Leasinggesellschaften, die zuvor im Besitz der Dexia Crédit Local waren, in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Im zweiten Quartal 2024 wurde ein Unternehmen entkonsolidiert, da die Voraussetzungen für eine Konsolidierung nach IFRS 10 nicht mehr erfüllt waren. Außerdem wurden zwei Unternehmen wegen Unwesentlichkeit entkonsolidiert. Ein Unternehmen wurde innerhalb des Konsolidierungskreises verschmolzen. Ein Unternehmen wurde aus dem Firmenbuch gelöscht.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Verkauf der start:bausparkasse AG in Deutschland
Am 15. Dezember 2023 gab die BAWAG P.S.K. den Verkauf der start:bausparkasse AG in Deutschland an die Wüstenrot Bausparkasse AG in Deutschland bekannt. Nach Zustimmung der Kartell- und Aufsichtsbehörden wurde die Transaktion am 1. Juli 2024 vollzogen.
Verkauf der Beteiligung an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG
Die Beteiligung an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG wurde am 31.07.2024 verkauft.
Erwerb Barclays Consumer Bank Europe
Die BAWAG P.S.K. gab am 4. Juli 2024 die Unterzeichnung einer Transaktion zum Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe mit Sitz in Hamburg von der Barclays Bank Ireland PLC bekannt. Der Vollzug der Transaktion, die den üblichen Bedingungen, einschließlich regulatorischen Genehmigungen, unterliegt, wird voraussichtlich in Q4 2024/Q1 2025 abgeschlossen sein.
DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 | Nettozinsertrag
Die BAWAG P.S.K. hat bisher im Rahmen der Darstellung des Zinsergebnisses von Derivaten die Zahlungsströme aus der Zahler- und Empfängerseite eines Zinsderivats (payer and receiver leg) innerhalb einer Steuerungsgruppe saldiert. Der über eine Gruppe von Derivaten hinweg saldierte Zinssaldo wurde in der Folge unter Zinsertrag oder Zinsaufwand dargestellt.
Aufgrund der verbesserten technischen Möglichkeiten hat die BAWAG P.S.K. diesen Ausweis umgestellt und weist nunmehr den in der Literatur vorgeschlagenen Dealsaldo je Derivat als Zinsertrag oder Zinsaufwand aus. Durch den Wegfall der Saldierung von Zahlungsströmen aus Gruppen von Derivaten ergibt sich eine Erhöhung des Zinsertrags und Zinsaufwands bei gleichbleibendem Nettozinsertrag. Um die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre zu gewährleisten, wurden die Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Es ergeben sich daraus folgende Effekte:
| Nettozinsertrag | 599,9 | - | 599,9 |
|---|---|---|---|
| Dividendenerträge | 2,4 | - | 2,4 |
| Zinsaufwendungen | -616,1 | -254,9 | -871,0 |
| Zinserträge | 1.213,6 | 254,9 | 1.468,5 |
| in Mio. € | Jan–Jun 2023veröffentlicht | Anpassung | Jan–Jun 2023angepasst |
2 | Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Segmente:
| Jan–Jun 2024in Mio. € | Retail & SME | Corporates, RealEstate & PublicSector | Treasury | Corporate Center | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAG P.S.K. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Provisionserträge | 185,9 | 18,3 | 0,1 | 0,4 | -0,6 | 204,1 |
| Zahlungsverkehr | 99,4 | 18,3 | - | - | -0,4 | 117,3 |
| Beratungsdienstleistungen | 58,1 | - | - | 0,4 | - | 58,5 |
| Wertpapier- undDepotgeschäft | 49,6 | - | - | 0,4 | - | 50,0 |
| Versicherung | 8,5 | - | - | - | - | 8,5 |
| Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen | 28,4 | - | 0,1 | - | -0,2 | 28,3 |
| Kreditgeschäft | 16,7 | - | - | - | - | 16,7 |
| Factoring | 9,5 | - | - | - | - | 9,5 |
| Sonstige | 2,2 | - | 0,1 | - | -0,2 | 2,1 |
| Provisionsaufwendungen | -38,9 | -1,9 | -0,3 | -0,9 | 0,2 | -41,8 |
| Zahlungsverkehr | -32,0 | -1,9 | - | - | - | -33,9 |
| Beratungsdienstleistungen | -5,9 | - | - | -0,1 | - | -6,0 |
| Wertpapier- undDepotgeschäft | -5,9 | - | - | -0,1 | - | -6,0 |
| Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen | -1,0 | - | -0,3 | -0,8 | 0,2 | -1,9 |
| Kreditgeschäft | -0,1 | - | - | - | 0,2 | 0,1 |
| Factoring | -0,8 | - | - | - | - | -0,8 |
| Sonstige | -0,1 | - | -0,3 | -0,8 | - | -1,2 |
| Provisionsüberschuss | 147,0 | 16,4 | -0,2 | -0,5 | -0,4 | 162,3 |
| Corporates, Real | Anpassung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan–Jun 2023in Mio. € | Retail & SME | Estate & PublicSector | Treasury | Corporate Center | Konsolidierungs-kreis | BAWAG P.S.K. |
| Provisionserträge | 172,3 | 20,7 | - | 0,1 | - | 193,1 |
| Zahlungsverkehr | 95,4 | 20,7 | - | - | - | 116,1 |
| Beratungsdienstleistungen | 50,1 | - | - | 0,5 | - | 50,6 |
| Wertpapier- undDepotgeschäft | 43,1 | - | - | 0,5 | - | 43,6 |
| Versicherung | 7,0 | - | - | - | - | 7,0 |
| Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen | 26,8 | - | - | -0,4 | - | 26,4 |
| Kreditgeschäft | 16,1 | - | - | - | - | 16,1 |
| Factoring | 9,6 | - | - | - | - | 9,6 |
| Sonstige | 1,1 | - | - | -0,4 | - | 0,7 |
| Provisionsaufwendungen | -37,2 | -2,1 | -0,3 | -0,6 | 0,1 | -40,1 |
| Zahlungsverkehr | -30,3 | -2,1 | - | - | - | -32,4 |
| Beratungsdienstleistungen | -5,4 | - | - | -0,1 | - | -5,5 |
| Wertpapier- undDepotgeschäft | -5,4 | - | - | -0,1 | - | -5,5 |
| Kreditgeschäft undsonstigeDienstleistungen | -1,5 | - | -0,3 | -0,5 | 0,1 | -2,3 |
| Kreditgeschäft | -0,2 | - | - | - | - | -0,2 |
| Factoring | -1,3 | - | - | - | - | -1,3 |
| Sonstige | - | - | -0,3 | -0,5 | 0,1 | -0,8 |
| Provisionsüberschuss | 135,1 | 18,6 | -0,3 | -0,5 | 0,1 | 153,0 |
Im Provisionsüberschuss ist ein Betrag aus Treuhandgeschäften in Höhe von 1,0 Mio. € (H1 2023: 3,7 Mio. €) enthalten. Erträge aus dem Zahlungsverkehr und aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft werden hauptsächlich zeitpunktbezogen erfasst. Erträge aus dem Kreditgeschäft werden hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst. Sonstige Erträge werden unter Verwendung einer Mischung aus zeitpunktbezogen und zeitraumbezogen erfasst.
3 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|
| Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren | -28,9 | -30,5 |
| Gewinne/Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 41,9 | 62,7 |
| Gewinne/Verluste aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges | -36,3 | -30,5 |
| Sonstige | 10,5 | -6,3 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | -12,8 | -4,6 |
Der Posten Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen der Veranlagungen, der Bewertung von eigenen Emissionen und Derivaten beeinflusst.
4 | Operative Aufwendungen
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | -154,2 | -148,9 |
| Sonstiger Verwaltungsaufwand | -58,6 | -56,0 |
| Verwaltungsaufwand | -212,8 | -205,0 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -29,4 | -29,5 |
| Operative Aufwendungen | -242,2 | -234,5 |
5 | Risikokosten
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen und Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken | -48,6 | -35,9 |
| Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko | -2,0 | -0,5 |
| Wertberichtigungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten | – | – |
| Verbriefungskosten und ähnliche Aufwendungen | -7,2 | -4,6 |
| Risikokosten | -57,8 | -41,0 |
DETAILS ZUR KONZERNBILANZ
6 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 47 | 52 |
| Forderungen an Kunden | 47 | 52 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | 612 | 541 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 359 | 284 |
| Forderungen an Kunden | 169 | 173 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 84 | 84 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 659 | 593 |
In der Kategorie "Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.
Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen an Kunden entspricht dem Buchwert.
7 | Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Schuldtitel | 2.609 | 2.664 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 2.609 | 2.664 |
| Schuldverschreibungen anderer Emittenten | 2.563 | 2.641 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 46 | 23 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 140 | 138 |
| AT1-Kapital | 26 | 24 |
| Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen | 7 | 10 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | 0 |
| Sonstige Anteile | 107 | 104 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | 2.749 | 2.802 |
8 | Handelsaktiva
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Derivate des Bankbuchs | 61 | 103 |
| Währungsbezogene Derivate | 5 | 30 |
| Zinsbezogene Derivate | 56 | 73 |
| Handelsaktiva | 61 | 103 |
9 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" des Konzerns.
| WertpapiereSchuldtitel öffentlicherStellen | 3.556138 | -10 | 0– | 0– | 3.555138 |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel andererEmittenten | 3.418 | -1 | – | – | 3.417 |
| Forderungen anKreditinstitute | 11.431 | 0 | 0 | – | 11.431 |
| Summe | 47.761 | -35 | -122 | -252 | 47.352 |
| Summe | 49.453 | -31 | -116 | -232 | 49.074 |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen anKreditinstitute | 12.543 | 0 | 0 | – | 12.543 |
| Schuldtitel andererEmittenten | 3.539 | -1 | – | – | 3.538 |
| Schuldtitel öffentlicherStellen | 122 | 0 | – | – | 122 |
| Wertpapiere | 3.661 | -1 | – | – | 3.660 |
| Forderungen an Kunden | 33.249 | -30 | -116 | -232 | 32.871 |
| 31.12.2023in Mio. € | Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen) |
In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen an Kunden nach Kreditarten dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Kredite | 29.027 | 29.988 |
| Girobereich | 964 | 987 |
| Finanzierungsleasing | 2.107 | 1.494 |
| Barvorlagen | 156 | 170 |
| Geldmarktgeschäfte | 112 | 232 |
| Forderungen an Kunden | 32.366 | 32.871 |
Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" nach den Segmenten des Konzerns:
| Summe | 47.761 | -35 | -122 | -252 | 47.352 |
|---|---|---|---|---|---|
| (IFRS 5) | |||||
| Veräußerung gehalten | |||||
| Deutschland in zur | -408 | 0 | 0 | 0 | -407 |
| Umgliederungstart:bausparkasse | |||||
| Corporate Center | 85 | 0 | 0 | 0 | 85 |
| Treasury | 13.865 | 0 | – | – | 13.864 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 13.044 | -11 | -50 | -23 | 12.960 |
| Retail & SME | 21.175 | -24 | -72 | -229 | 20.850 |
| 30.06.2024in Mio. € | Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen) |
| Summe | 49.453 | -31 | -116 | -232 | 49.074 |
|---|---|---|---|---|---|
| (IFRS 5) | |||||
| Veräußerung gehalten | |||||
| Deutschland in zur | -447 | 0 | 0 | 0 | -447 |
| Umgliederungstart:bausparkasse | |||||
| Corporate Center | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Treasury | 15.389 | 0 | 0 | – | 15.389 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 13.125 | -11 | -44 | -25 | 13.045 |
| Retail & SME | 21.398 | -20 | -72 | -207 | 21.099 |
| 31.12.2023in Mio. € | Buchwert vorAbzug derWertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug derWertberichtigungen) |
10 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 40 | 146 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | 17 | 20 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 266 | 217 |
| Handelspassiva | 90 | 77 |
| Sicherungsderivate | 12 | 11 |
| Rückstellungen | – | 5 |
| Verlustvorträge | 7 | 2 |
| Sonstige | 4 | 5 |
| Latente Steueransprüche | 436 | 483 |
| Latente Steueransprüche saldiert mit latenten Steuerverplichtungen | -408 | -469 |
| Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen1) | 28 | 14 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11 | 4 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 462 | 513 |
| Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter | 24 | 23 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4 | 4 |
| Rückstellungen | 2 | – |
| Latente Steuerverpflichtungen | 503 | 544 |
| Latente Steuerverpflichtungen saldiert mit latenten Steueransprüchen | -408 | -469 |
| Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen | 95 | 75 |
- Entspricht den aktiven latenten Steuern von Unternehmen, die nicht Teil der Steuergruppe waren.
Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuerlatenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.
Sowohl latente Steueransprüche als auch latente Steuerverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Per 30. Juni 2024 belaufen sich latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge der BAWAG P.S.K. auf 7 Mio. € (31. Dezember 2023: 2 Mio.). Das Risiko, dass die aktuelle geopolitische Lage Auswirkungen auf die Verwertbarkeit von noch nicht verbrauchten Verlustvorträgen hat, ist daher als gering anzusehen. Wie in obiger Tabelle ersichtlich, zeigt die Bilanz eine Nettoverbindlichkeit für latente Steuern in Höhe von 67 Mio. € (31. Dezember 2023: 61 Mio. €). Ein erhöhtes Risiko, dass zukünftige steuerliche Gewinne nicht ausreichen, um latente Steuerforderungen zu verwerten, ist daher nicht gegeben.
11 | Angaben gemäß IFRS 5 – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen
An der grundsätzlichen Zusammensetzung dieser Bilanzposten hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 nichts verändert.
12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 97 | 131 |
| Begebene Schuldverschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten | 61 | 63 |
| Nachrangkapital | 14 | 29 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements | 22 | 39 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5 | 5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten | 102 | 136 |
13 | Handelspassiva
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Derivate des Handelsbuchs | 0 | 2 |
| Zinsbezogene Derivate | 0 | 2 |
| Derivate des Bankbuchs | 435 | 461 |
| Währungsbezogene Derivate | 11 | 15 |
| Zinsbezogene Derivate | 422 | 444 |
| Kreditderivate | 2 | 2 |
| Handelspassiva | 435 | 463 |
14 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 842 | 1.783 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 32.297 | 32.886 |
| Girobereich | 15.104 | 15.502 |
| Retail & SME | 12.430 | 12.762 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 2.663 | 2.726 |
| Treasury | 0 | 0 |
| Corporate Center | 11 | 14 |
| Einlagen | 17.193 | 17.384 |
| Täglich fällige Einlagen | 10.267 | 10.002 |
| Retail & SME | 9.529 | 9.588 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 268 | 257 |
| Treasury | – | – |
| Corporate Center | 470 | 157 |
| Termineinlagen | 6.926 | 7.382 |
| Retail & SME | 4.420 | 3.904 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 2.864 | 3.860 |
| Treasury | 74 | – |
| Corporate Center | – | 691) |
| Umgliederung start:bausparkasse Deutschland Termineinlagen in zurVeräußerung gehalten (IFRS 5) | -432 | -451 |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 14.196 | 13.595 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 12.461 | 11.906 |
| Nachrangkapital | – | – |
| Ergänzungskapital | 607 | 6951) |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 1.128 | 994 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 47.335 | 48.264 |
- Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.
Zum 30. Juni 2024 gab es keinen ausstehenden Betrag aus der TLTRO-III-Fazilität der EZB mehr (31. Dezember 2023: 0,6 Mrd. €). Im März 2024 erreichte ein Volumen von 0,6 Mrd. € das vertragliche Laufzeitende.
Der Zinsaufwand aus dem TLTRO-III-Programm in Höhe von 5,8 Mio. € (H1 2023: Zinsaufwand in Höhe von 48,3 Mio. €).
15 | Rückstellungen
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Sozialkapitalrückstellungen | 237 | 217 |
| hievon für Abfertigungen | 65 | 65 |
| hievon für Pensionen | 170 | 150 |
| hievon für Jubiläumsgeld | 2 | 2 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 12 | 14 |
| Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien | 12 | 14 |
| Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 249 | 231 |
Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.
Es wurde ein Rechenzinssatz von 3,6% für Pensionsverpflichtungen in Euro verwendet (31. Dezember 2023: 3,4%). Für Pensionsverpflichtungen in Schweizer Franken wurde ein Rechenzinssatz von 1,5% verwendet (31. Dezember 2023: 1,5%). Darüber hinaus wurden auch die Bezugserhöhungen angepasst: Rentendynamik von 1,0%–2,2% p.a., Gehaltsdynamik Abfertigungen von 2,75% p.a. und Gehaltsdynamik Jubiläumsgeld von 2,5% p.a. (31. Dezember 2023: Rentendynamik von 1,0%–2,5% p.a., Gehaltsdynamik Abfertigungen von 3,25% p.a. und Gehaltsdynamik Jubiläumsgeld von 3,0% p.a.).
Versicherungsmathematische Anpassungen führten zu einem Nettoertrag in Höhe von 2,8 Mio. € im sonstigen Ergebnis und einem Nettoertrag von 0,1 Mio. € im Periodengewinn (H1 2023: Nettoaufwand in Höhe von 2,7 Mio. € im sonstigen Ergebnis und Nettoertrag von 0,0 Mio. € im Periodengewinn).
16 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen
Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt:
| Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|
| – | – | 47 | 0 | 14 | – |
| 12 | – | 16 | 4 | 29 | – |
| – | – | – | 25 | – | – |
| 6 | – | 2 | – | – | – |
| 1.039 | – | 11 | 58 | 20 | – |
| 471 | – | – | – | – | – |
| 135 | – | 0 | – | – | – |
| – | – | 3 | – | – | – |
| 0,6 | – | 1,1 | 0,7 | 0,8 | – |
| 16,2 | – | 0,1 | 0,6 | – | – |
| 0,0 | – | 0,0 | 7,0 | 0,0 | – |
- Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
| 31.12.2023in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | – | – | 53 | 0 | 36 | – |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 12 | – | 16 | 4 | 8 | – |
| Wertpapiere | – | – | – | 25 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 3 | – | 3 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | 790 | – | 11 | 66 | 1 | – |
| AT1-Kapital | 471 | – | – | – | – | – |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 137 | – | 0 | – | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | 3 | – | – | – |
| Zinserträge1) | 0,3 | – | 2,0 | 1,8 | 1,2 | – |
| Zinsaufwendungen | 16,2 | – | 0,5 | 1,2 | 0,0 | – |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 12,0 | 0,0 | – |
- Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
| 30.06.2023in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicher FührungodermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene,nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 0 | – | 56 | 0 | 83 | – |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 10 | – | 16 | 4 | 8 | – |
| Wertpapiere | – | – | – | 24 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 4 | – | 3 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | 949 | – | 11 | 60 | – | – |
| AT1-Kapital | 471 | – | – | – | – | – |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 61 | – | 0 | – | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | 3 | – | – | – |
| Zinserträge1) | – | – | 0,7 | 0,5 | 0,4 | – |
| Zinsaufwendungen | 6,9 | – | 0,0 | 0,5 | 0,0 | – |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 6,1 | 0,0 | – |
- Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
Angaben zu natürlichen Personen
Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchen- und konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.
| Key Managementdes Unternehmensoder dessenMutterunternehmens | SonstigenahestehendePersonen1) | Key Managementdes Unternehmensoder dessenMutterunternehmens | SonstigenahestehendePersonen1) | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
| Einlagen | 5 | 0 | 4 | 0 |
| Ausleihungen | 22 | 0 | 30 | 0 |
| Zinserträge | 0,3 | 0,0 | 0,8 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,1 | 0,0 | 0,2 | 0,0 |
- Bezogen auf das Key Management.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Grundlage für die Segmentierung ist die am 30. Juni 2024 gültige Konzernstruktur. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG Group eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem "Management-Ansatz" folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt, dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruenter Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden mittels Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Segmente verteilt. Regulatorische Aufwendungen werden ebenso auf Basis verschiedener Inputparameter auf die Segmente verteilt.
Die BAWAG Group wird im Rahmen der folgenden vier Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:
- Retail & SME hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere Privatkunden, KMU-Finanzierungen, das Factoring- & Leasinggeschäft sowie unserer Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus sowie Wohnbaubankanleihen und eigene Emissionen, die mit Retailkrediten besichert sind. Das Segment bedient inländische und internationale Privat- und KMU Kunden über ein zentral organisiertes Filialnetz, welches hohe qualitative Beratung und persönliche Betreuung bietet. Das Filialnetz wird durch Online-, Mobile- und Plattform- (Broker, Dealer) Kanäle und strategische Partnerschaften ergänzt. Die ausgebauten Kanäle fördern Neugeschäft und bietet unseren KundInnen gleichzeitig rund-um-die-Uhr Zugang zu unseren Dienstleistungen. Unsere online Produktpalette bietet unter anderem Sparen, Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs während unser Plattformgeschäft KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasing sowie Konsum- und Hypothekarkredite anbietet. Weiters fällt darunter das Kreditgeschäft mit internationalen privaten Kreditnehmern in Westeuropa und den USA. Wir verfolgen unsere grenzüberschreitenden Aktivitäten mit einem Multikanal- und Mehrmarkenansatz und stets auf der Basis einer konservativen und sicheren Kreditvergabepolitik, was durch unser Plattformgeschäft in der DACH/NL Region, das primär auf die Vergabe besicherter Hypothekarkredite ausgerichtet ist, unterstützt wird.
- Corporates, Real Estate & Public Sector beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden, internationalen Kunden des öffentlichen Sektors sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft. Weiters umfasst das Segment die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen sind diesem Segment ebenso zugeordnet.
- Treasury umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse des Wertpapierportfolios der BAWAG Group.
Corporate Center – stellt zentrale Funktionen für die gesamte Gruppe sicher wie Rechtsberatung, Risikomanagement und Aktiv-Passiv-Management sowie alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit diesen Konzern-Support-Funktionen, Bilanzposten wie z.B. Marktwerte der Derivate, das Eigenkapital der Bank, Immobilien und Sachanlagen, nicht-zinstragende Aktiva und Passiva sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen, Beteiligungen und Überleitungspositionen.
Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.
| Corporates, | BAWAG | Anpassung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Retail & | Real Estate | Treasury | Corporate | Group | Konsolidie | BAWAG | |
| Jan-Jun 2024 | SME | & Public | Center | rungskreis | P.S.K 2) | ||
| in Mio. € | Sector | ||||||
| Nettozinsertrag | 447,1 | 139,2 | 31,1 | 4,1 | 621,5 | -14,4 | 607,1 |
| Provisionsüberschuss | 147,0 | 16,4 | -0,2 | -0,5 | 162,7 | -0,4 | 162,3 |
| Operative Kernerträge | 594,1 | 155,6 | 30,9 | 3,6 | 784,2 | -14,8 | 769,4 |
| Sonstige Erträge1) | 1,5 | -0,9 | 11,5 | -22,4 | -10,3 | 6,6 | -3,7 |
| Operative Erträge | 595,6 | 154,7 | 42,4 | -18,8 | 773,9 | -8,2 | 765,7 |
| Operative Aufwendungen | -182,2 | -38,4 | -22,0 | -10,7 | -253,3 | 13,4 | -239,9 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 413,4 | 116,3 | 20,4 | -29,5 | 520,6 | 5,2 | 525,8 |
| Regulatorische Aufwendungen | -4,3 | -1,8 | -1,6 | -0,3 | -8,0 | 0,4 | -7,6 |
| Risikokosten | -50,8 | -7,1 | 0,5 | -0,4 | -57,8 | 0,0 | -57,8 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten | 1,5 | 0,0 | |||||
| Beteiligungen | – | – | – | 1,5 | 1,5 | ||
| Periodengewinn vor Steuern | 358,3 | 107,4 | 19,3 | -28,7 | 456,3 | 5,6 | 461,9 |
| Steuern vom Einkommen | -89,6 | -26,8 | -4,8 | 7,0 | -114,2 | -0,5 | -114,7 |
| Periodengewinn nach Steuern | 268,7 | 80,6 | 14,5 | -21,7 | 342,1 | 5,1 | 347,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | – | – | – | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Nettogewinn | 268,7 | 80,6 | 14,5 | -21,7 | 342,1 | 5,1 | 347,2 |
| Geschäftsvolumina | |||||||
| Aktiva | 21.836 | 13.234 | 17.505 | 1.058 | 53.633 | -892 | 52.741 |
| Verbindlichkeiten | 37.356 | 8.053 | 3.003 | 5.221 | 53.633 | -892 | 52.741 |
| Risikogewichtete Aktiva | 9.510 | 5.054 | 1.687 | 1.744 | 17.995 | -363 | 17.632 |
Darstellung der Segmente:
1)Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
- Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der Bawag Group gesteuert.
| Jan-Jun 2023in Mio. € | Retail &SME | Corporates, RealEstate &PublicSector | Treasury | CorporateCenter | BAWAGGroup | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K 2) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 423,9 | 144,0 | 26,3 | 6,0 | 600,2 | -0,3 | 599,9 |
| Provisionsüberschuss | 135,1 | 18,6 | -0,3 | -0,5 | 152,9 | 0,1 | 153,0 |
| Operative Kernerträge | 559,0 | 162,6 | 26,0 | 5,5 | 753,1 | -0,2 | 752,9 |
| Sonstige Erträge1) | 2,3 | -1,6 | -0,3 | -3,6 | -3,1 | 0,0 | -3,1 |
| Operative Erträge | 561,3 | 161,0 | 25,7 | 2,0 | 750,0 | -0,1 | 749,9 |
| Operative Aufwendungen | -173,1 | -37,4 | -20,0 | -9,6 | -240,1 | 7,9 | -232,2 |
| Ergebnis vor Risikokosten | 388,2 | 123,6 | 5,7 | -7,7 | 509,9 | 7,8 | 517,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -12,7 | -8,2 | -5,8 | -11,6 | -38,3 | 0,1 | -38,2 |
| Risikokosten | -39,4 | 0,0 | -1,8 | 0,2 | -41,0 | 0,0 | -41,0 |
| Ergebnis von at-equity bewertetenBeteiligungen | – | – | – | 0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| Periodengewinn vor Steuern | 336,1 | 115,4 | -1,9 | -18,1 | 431,5 | 7,8 | 439,3 |
| Steuern vom Einkommen | -84,0 | -28,9 | 0,5 | 1,2 | -111,2 | -2,7 | -113,9 |
| Periodengewinn nach Steuern | 252,1 | 86,5 | -1,4 | -16,9 | 320,3 | 5,2 | 325,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | – | – | – | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Nettogewinn | 252,1 | 86,5 | -1,4 | -16,9 | 320,3 | 5,2 | 325,5 |
| Geschäftsvolumina | |||||||
| Aktiva | 22.033 | 13.742 | 16.664 | 688 | 53.127 | -246 | 52.881 |
| Verbindlichkeiten | 36.978 | 7.739 | 3.472 | 4.938 | 53.127 | -246 | 52.881 |
| Risikogewichtete Aktiva | 9.295 | 6.988 | 1.828 | 1.511 | 19.622 | -3 | 19.619 |
- Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. 2) Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der Bawag Group gesteuert.
Da die interne Berichterstattung und Steuerung auf Ebene der BAWAG Group erfolgt, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente nicht den Gewinn oder Verlust der BAWAG P.S.K. Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmenttabelle eine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.
Geographische Verteilung
Die unten angeführten Tabellen stellen die Geschäftssegmente in einer geografischen Verteilung, basierend auf der risikomäßigen Zuordnung der Einzelkunden zu einem Land, dar. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet (z.B. dem Land der Muttergesellschaft), sondern auf Einzelgesellschaftsebene den jeweiligen Ländern zugeteilt.
Die folgenden Tabellen zeigen die operativen Kernerträge pro Segment und Geografie:
| Summe | 594,1 | 155,6 | 30,9 | 3,6 | 784,2 | -14,8 | 769,4 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Westeuropa/USA | 40,8 | 87,9 | 20,8 | 6,0 | 155,5 | -11,1 | 144,4 |
| davon Deutschland | 66,1 | 10,7 | 3,7 | 1,3 | 81,8 | 0,0 | 81,8 |
| davon Österreich | 462,4 | 55,6 | 4,6 | -3,7 | 518,9 | -3,6 | 515,3 |
| DACH / NL | 553,3 | 67,7 | 10,1 | -2,4 | 628,7 | -3,7 | 625,0 |
| Jan-Jun 2024in Mio.€ | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | BAWAGGroup | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K 1) |
- Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert
| Summe | 499,9 | 144,8 | 20,6 | -14,6 | 650,7 | 0,4 | 651,1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Westeuropa/USA | 26,2 | 92,0 | 16,8 | 13,6 | 148,6 | 0,0 | 148,6 |
| davon Deutschland | 57,3 | 13,9 | 2,2 | -3,7 | 69,7 | 0,0 | 69,7 |
| davon Österreich | 395,5 | 37,5 | -0,2 | -24,6 | 408,2 | 0,4 | 408,6 |
| DACH / NL | 473,7 | 52,8 | 3,8 | -28,2 | 502,1 | 0,4 | 502,5 |
| Jan-Jun 2023in Mio. € | Retail & SME | Corporates,Real Estate &Public Sector | Treasury | CorporateCenter | BAWAGGroup | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K 1) |
- Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert
Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden:
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Segmentbericht | 9,1 | 1,6 |
| Regulatorische Aufwendungen | -5,3 | -36,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- undVerlustrechnung | 3,8 | -34,4 |
| in Mio. € | Jan–Jun 2024 | Jan–Jun 2023 |
|---|---|---|
| Operative Aufwendungen gemäß Segmentbericht | -239,9 | -232,2 |
| Regulatorische Aufwendungen | -2,3 | -2,4 |
| Operative Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | -242,2 | -234,6 |
KAPITALMANAGEMENT
Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen zum 30. Juni 2024 und zum 31. Dezember 2023 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) | 3.456 | 3.468 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -434 | -431 |
| Sonstiges Ergebnis | -157 | -154 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -26 | -6 |
| Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierteGewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die ausVeränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve | 32 | 15 |
| Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommendiejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren | -2 | -1 |
| Verbriefungspositionen, denen alternativ ein Risikogewicht von 1.250 % zugeordnetwerden kann | -20 | -3 |
| Unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen | -7 | -5 |
| Zusätzliche, aufgrund von Artikel 3 CRR vorzunehmende Abzüge vom hartenKernkapital | -51 | -38 |
| Hartes Kernkapital | 2.792 | 2.845 |
| Als zusätzliches Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente | 475 | 475 |
| Abzug wesentliche Beteiligungen | -70 | -68 |
| Zusätzliches Kernkapital | 405 | 407 |
| Tier I | 3.197 | 3.252 |
| Ergänzungskapital | 598 | 599 |
| Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen | 9 | 10 |
| Überschuss IRB-Risikovorsorge | 15 | 20 |
| Abzug wesentliche Beteiligungen | -25 | -24 |
| Ergänzungskapital – Tier II | 597 | 605 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Gesamtkapital) | 3.793 | 3.857 |
Anrechenbare Eigenmittel ohne Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Hartes Kernkapital | 2.974 | 2.841 | |
| Tier I | 3.379 | 3.248 | |
| Anrechenbare Eigenmittel (Gesamtkapital) | 3.984 | 3.842 |
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen
| in Mio. € | BAWAG Group | ||
|---|---|---|---|
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||
| Kreditrisiko | 15.782 | 17.203 | |
| Operationelles Risiko | 2.300 | 2.114 | |
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 18.082 | 19.317 |
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) ohne Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Kreditrisiko | 15.695 | 17.203 | |
| Operationelles Risiko | 2.300 | 2.114 | |
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 17.995 | 19.317 |
Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 15,4% | 14,7% |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 21,0% | 20,0% |
Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR
| BAWAG Group | |||
|---|---|---|---|
| 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||
| Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 16,5% | 14,7% | |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko | 22,1% | 19,9% |
17 | Fair Value
Die folgenden Tabellen zeigen einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values (beizulegende Zeitwerte) der einzelnen Bilanzposten:
| Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | Buchwert | Fair Value | Delta FairValue/Buchwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
| Aktiva | ||||||
| Barreserve | 977 | 977 | – | 686 | 686 | – |
| Erfolgswirksam freiwillig zum | ||||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete | 47 | 47 | – | 52 | 52 | – |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen an Kunden | 47 | 47 | – | 52 | 52 | – |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum | ||||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete | 612 | 612 | – | 541 | 541 | – |
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere | 359 | 359 | – | 284 | 284 | – |
| Forderungen an Kunden | 169 | 169 | – | 173 | 173 | – |
| Unternehmen mit | ||||||
| Beteiligungsverhältnis und | 84 | 84 | – | 84 | 84 | – |
| andere Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Im sonstigen Ergebnis | ||||||
| ausgewiesene zum beizulegenden | 2.749 | 2.749 | – | 2.802 | 2.802 | – |
| Zeitwert bewertete finanzielle | ||||||
| Vermögenswerte | ||||||
| Schuldtitel | 2.609 | 2.609 | – | 2.664 | 2.664 | – |
| Unternehmen mit | ||||||
| Beteiligungsverhältnis und | 140 | 140 | – | 138 | 138 | – |
| andere Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Handelsaktiva | 61 | 61 | – | 103 | 103 | – |
| Zu fortgeführten | 47.352 | 46.434 | -918 | 49.074 | 48.222 | -852 |
| Anschaffungskosten | ||||||
| Kunden | 32.366 | 31.482 | -884 | 32.871 | 32.057 | -814 |
| Kreditinstitute | 11.431 | 11.425 | -6 | 12.543 | 12.537 | -6 |
| Wertpapiere | 3.555 | 3.527 | -28 | 3.660 | 3.628 | -32 |
| Bewertungsanpassungen für | ||||||
| gegen Zinsrisiken abgesicherte | -451 | -451 | – | -310 | -310 | – |
| Portfolien | ||||||
| Sicherungsderivate | 80 | 80 | – | 247 | 247 | – |
| Sachanlagen | 247 | n/a | n/a | 251 | n/a | n/a |
| Vermietete Grundstücke und | 60 | 60 | – | 75 | 75 | – |
| Gebäude | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 253 | n/a | n/a | 255 | n/a | n/a |
| Sonstige Vermögenswerte | 259 | n/a | n/a | 282 | n/a | n/a |
| Zur Veräußerung gehaltene | ||||||
| langfristige Vermögenswerte und | 495 | n/a | n/a | 538 | n/a | n/a |
| Veräußerungsgruppen | ||||||
| Summe Aktiva | 52.741 | 54.596 |
Delta Fair
| Buchwert | Fair Value | Value/Buchwert | Buchwert | Fair Value | Value/Buchwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
| Passiva | ||||||
| Erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVerbindlichkeiten | 102 | 102 | – | 136 | 136 | – |
| BegebeneSchuldverschreibungenund andere verbriefteVerbindlichkeiten | 83 | 83 | – | 102 | 102 | – |
| Nachrang- undErgänzungskapital | 14 | 14 | – | 29 | 29 | – |
| Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 5 | 5 | – | 5 | 5 | – |
| Handelspassiva | 435 | 435 | – | 463 | 463 | – |
| Finanzielle Verbindlichkeitenzu fortgeführtenAnschaffungskosten | 47.335 | 47.048 | -287 | 48.264 | 48.024 | -240 |
| VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten | 842 | 843 | 1 | 1.783 | 1.785 | 2 |
| Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 32.297 | 32.253 | -44 | 32.8861) | 32.8771) | -9 |
| BegebeneSchuldverschreibungen,Nachrang- undErgänzungskapital | 14.196 | 13.952 | -244 | 13.5951) | 13.3621) | -233 |
| Finanzielle VerbindlichkeitenausVermögensübertragungen | – | – | – | 402 | 402 | – |
| Bewertungsanpassungen fürgegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -479 | -479 | – | -415 | -415 | – |
| Sicherungsderivate | 231 | 231 | – | 214 | 214 | – |
| Rückstellungen | 249 | n/a | n/a | 231 | n/a | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 951 | n/a | n/a | 990 | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten inVeräußerungsgruppen | 436 | n/a | n/a | 482 | n/a | n/a |
| Eigenkapital | 3.481 | n/a | n/a | 3.829 | n/a | n/a |
| Nicht beherrschende AnteileSumme Passiva | –52.741 | n/a | n/a | 054.596 | n/a | n/a |
- Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.
Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.
Delta Fair
Zur Bestimmung des Fair Value von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden marktübliche Bewertungsmethoden verwendet. In Bezug auf Level-3-Aktiva und -Passiva, für die nicht beobachtbare Bewertungsparameter zur Bewertung verwendet werden, führt das aktuelle makroökonomische Umfeld zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Messung des Fair Value dieser Positionen.
Buchwertanpassungen von Grundgeschäften in einem Portfolio-Fair-Value-Hedge werden gemäß IFRS 9 in einem eigenen Bilanzposten (Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien) dargestellt. Um einen direkten Vergleich mit den Bilanzposten zu ermöglichen, werden Fair-Value-Änderungen, die sich auf das hier abgesicherte Zinsrisiko beziehen, ebenfalls in einer eigenen Zeile dargestellt.
In der nachfolgenden ökonomischen Darstellung wird der beizulegende Zeitwert von Kundeneinlagen durch Anwendung der Barwertmethode auf der Grundlage der in den verschiedenen Verträgen festgelegten und anschließend abgezinsten erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Dabei wird ein internes Modell zur Schätzung der Laufzeiten von Girokonten und anderen Sichteinlagen verwendet, das auf Basis der verfügbaren internen historischen Informationen kalibriert wird. Dieses Modell berücksichtigt die Sensitivität der Vergütung zu Marktsätzen und die Dauerhaftigkeit der Kontosalden.
| Buchwert | Fair Value | Delta Fair | Buchwert | Fair Value | Delta Fair | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2024 | Value/Buchwert30.06.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | Value/Buchwert31.12.2023 |
| Aktiva | ||||||
| Barreserve | 977 | 977 | – | 686 | 686 | – |
| Erfolgswirksam freiwilligzum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte | 47 | 47 | – | 52 | 52 | – |
| Forderungen an Kunden | 47 | 47 | – | 52 | 52 | – |
| Erfolgswirksamverpflichtend zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte | 612 | 612 | – | 541 | 541 | – |
| Wertpapiere | 359 | 359 | – | 284 | 284 | – |
| Forderungen an Kunden | 169 | 169 | – | 173 | 173 | – |
| Unternehmen mitBeteiligungsverhältnisund andereEigenkapitalinstrumente | 84 | 84 | – | 84 | 84 | – |
| Im sonstigen Ergebnisausgewiesene zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte | 2.749 | 2.749 | – | 2.802 | 2.802 | – |
| Schuldtitel | 2.609 | 2.609 | – | 2.664 | 2.664 | – |
| Unternehmen mitBeteiligungsverhältnisund andereEigenkapitalinstrumente | 140 | 140 | – | 138 | 138 | – |
| Handelsaktiva | 61 | 61 | – | 103 | 103 | – |
| Zu fortgeführtenAnschaffungskosten | 47.352 | 46.434 | -918 | 49.074 | 48.222 | -852 |
| Kunden | 32.366 | 31.482 | -884 | 32.871 | 32.057 | -814 |
| Kreditinstitute | 11.431 | 11.425 | -6 | 12.543 | 12.537 | -6 |
| Wertpapiere | 3.555 | 3.527 | -28 | 3.660 | 3.628 | -32 |
| Bewertungsanpassungenfür gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -451 | -451 | – | -310 | -310 | – |
| Sicherungsderivate | 80 | 80 | – | 247 | 247 | – |
| Sachanlagen | 247 | n/a | n/a | 251 | n/a | n/a |
| Vermietete Grundstückeund Gebäude | 60 | 60 | – | 75 | 75 | – |
| ImmaterielleVermögenswerte | 253 | n/a | n/a | 255 | n/a | n/a |
| Sonstige Vermögenswerte | 259 | n/a | n/a | 282 | n/a | n/a |
| Zur Veräußerung gehaltenelangfristige Vermögenswerteund Veräußerungsgruppen | 495 | n/a | n/a | 538 | n/a | n/a |
| Summe Aktiva | 52.741 | 54.596 |
| Delta Fair | Delta Fair | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Fair Value | Value/Buchwert | Buchwert | Fair Value | Value/Buchwert | |
| in Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2023 |
| Passiva | ||||||
| Erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVerbindlichkeiten | 102 | 102 | – | 136 | 136 | – |
| BegebeneSchuldverschreibungenund andere verbriefteVerbindlichkeiten | 83 | 83 | – | 102 | 102 | – |
| Nachrang- undErgänzungskapital | 14 | 14 | – | 29 | 29 | – |
| Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 5 | 5 | – | 5 | 5 | – |
| Handelspassiva | 435 | 435 | – | 463 | 463 | – |
| Finanzielle Verbindlichkeitenzu fortgeführtenAnschaffungskosten | 47.335 | 46.317 | -1.018 | 48.264 | 47.129 | -1.135 |
| VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten | 842 | 843 | 1 | 1.783 | 1.785 | 2 |
| Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 32.297 | 31.522 | -775 | 32.8861) | 31.9821) | -904 |
| BegebeneSchuldverschreibungen,Nachrang- undErgänzungskapital | 14.196 | 13.952 | -244 | 13.5951) | 13.3621) | -233 |
| Finanzielle VerbindlichkeitenausVermögensübertragungen | – | – | – | 402 | 402 | – |
| Bewertungsanpassungen fürgegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | -479 | -479 | – | -415 | -415 | – |
| Sicherungsderivate | 231 | 231 | – | 214 | 214 | – |
| Rückstellungen | 249 | n/a | n/a | 231 | n/a | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 951 | n/a | n/a | 990 | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten inVeräußerungsgruppen | 436 | n/a | n/a | 482 | n/a | n/a |
| Eigenkapital | 3.481 | n/a | n/a | 3.829 | n/a | n/a |
| Nicht beherrschende Anteile | – | n/a | n/a | 0 | n/a | n/a |
| Summe Passiva | 52.741 | 54.596 |
- Die Ergänzungskapitaleinlage der BAWAG Group AG wurde in 2024 von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zu den Begebenen Schuldverschreibungen, Nachrang und Ergänzungskapital verschoben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst.
Fair-Value-Hierarchie
Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente und der vermieteten Grundstücke und Gebäude auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:
- Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Schuldverschreibungen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
- Level 2: Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche "State of the Art"-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie "Verbriefte Verbindlichkeiten (eigene Emissionen)" und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei "Plain Vanilla"-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads. Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen.
Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Schuldverschreibungen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.
- Zur Bewertung von zum Fair Value bewerteten Kundenforderungen kommen marktübliche Bewertungsmodelle zum Einsatz, z.B. Discounted-Cashflow- und Standardoptionspreismodelle. Marktparameter wie Zinssätze, Wechselkurse oder Volatilitäten werden als Input für das Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten des zugrunde liegenden Schuldners widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten, unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), oder Benchmark-Zinskurven (z.B. Indizes) abgeleitet.
- Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest-Rate-Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die entsprechende RFR-Swapkurve (Risk Free Rate wie z.B. €STR) Basis der Diskontierung ist).
- Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Caps, Floors), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden.
- Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.
Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.
Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Bloomberg und Markit herangezogen. Auf Basis der Termstructure der A-Europe-Financial-Sektorkurve sowie der Quotes der internationalen BAWAG P.S.K.-Emissionen werden eine Senior-unsecured- sowie eine LT2-Spreadkurve ermittelt. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve direkt aus den Quotes mehrerer BAWAG P.S.K.-Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K.-Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.
Zum 30. Juni 2024 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der eigenen Emissionen des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -1,8 Mio. € (31. Dezember 2023: -2,0 Mio. €). Diese ist definiert als das Produkt des Creditspreadbasispunktwertes mit der jeweiligen Spreadveränderung, ergänzt um den Pull-to-Par-Effekt. Zum 30. Juni 2024 betrug die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, +1,0 Mio. € (31. Dezember 2023: +2,9 Mio. €).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,02 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,03 Mio. €) ergeben.
Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, betrug zum 30. Juni 2024 0,2 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,2 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads zwischen AT-Bund-Kurve und €-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,03 Mio. € ergeben (31. Dezember 2023: +0,02 Mio. €).
Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide Fonds sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cashflow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet. Außerdem betrifft dies auch die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die entweder erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert oder im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der beizulegende Zeitwert von wesentlichen vermieteten Grundstücken und Gebäuden basiert auf externen und internen Bewertungen.
Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.
| 30.06.2024 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ||||
| Aktiva | ||||
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden | – | 47 | – | 47 |
| Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam verpflichtend zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | 2 | 26 | 584 | 612 |
| Vermögenswerte | ||||
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | 2.367 | 268 | 114 | 2.749 |
| Vermögenswerte | ||||
| Schuldtitel | 2.358 | 251 | – | 2.609 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis undandere Eigenkapitalinstrumente | 9 | 17 | 114 | 140 |
| Handelsaktiva | – | 61 | – | 61 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | – | -451 | – | -451 |
| Sicherungsderivate | – | 80 | – | 80 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 60 | 60 |
| Summe Aktiva | 2.369 | 31 | 758 | 3.158 |
| Passiva | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 99 | 3 | 102 |
| Begebene Schuldverschreibungen undandere verbriefte Verbindlichkeiten | – | 80 | 3 | 83 |
| Nachrang- und Ergänzungskapital | – | 14 | – | 14 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 5 | 0 | 5 |
| Handelspassiva | – | 435 | – | 435 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | – | -479 | – | -479 |
| Sicherungsderivate | – | 231 | – | 231 |
| Verbindlichkeiten | – | 286 | 3 | 289 |
| 31.12.2023 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ||||
| Aktiva | ||||
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden | ||||
| Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | – | 52 | – | 52 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | 2 | 25 | 514 | 541 |
| Vermögenswerte | ||||
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum | ||||
| beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle | 2.510 | 178 | 114 | 2.802 |
| Vermögenswerte | ||||
| Schuldtitel | 2.501 | 163 | – | 2.664 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und | 9 | 15 | 114 | 138 |
| andere Eigenkapitalinstrumente | ||||
| Handelsaktiva | – | 103 | – | 103 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken | – | -310 | – | -310 |
| abgesicherte Portfolien | ||||
| Sicherungsderivate | – | 247 | – | 247 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 75 | 75 |
| Summe Aktiva | 2.512 | 295 | 703 | 3.510 |
| Passiva | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 112 | 24 | 136 |
| Begebene Schuldverschreibungen und | ||||
| andere verbriefte Verbindlichkeiten | – | 78 | 24 | 102 |
| Nachrang- und Ergänzungskapital | – | 29 | – | 29 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 5 | – | 5 |
| Handelspassiva | – | 463 | – | 463 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken | ||||
| abgesicherte Portfolien | – | -415 | – | -415 |
| Sicherungsderivate | – | 214 | – | 214 |
| Verbindlichkeiten | – | 374 | 24 | 398 |
Die BAWAG P.S.K. erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.
Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2
Im ersten Halbjahr 2024 wurden aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 0 Mio. € (31. Dezember 2023: 15 Mio. €) von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 130 Mio. € (31. Dezember 2023: 32 Mio. €) wurden aufgrund eines liquideren Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.
Bewegungen nach und aus Level 3
Die dem Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:
| Im sonstigen Ergebnisausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ErfolgswirksamErfolgswirksamverpflichtendzumzumbeizulegendenbeizulegendenZeitwertZeitwertbewertetebewertetefinanziellefinanzielleVermögenswerteVermögenswerte | Schuldtitel | Unternehmen mitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente | FinanzielleVerbindlichkeiten | ||
| Stand 01.01.2024 | 514 | – | – | 114 | 24 | |
| Bewertungsgewinne(Verluste) imKonzernüberschuss | ||||||
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden | 7 | – | – | – | 0 | |
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden | 0 | – | – | – | – | |
| Bewertungsgewinne/-verlusteim Sonstigen Ergebnis | ||||||
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden | – | – | – | -2 | 0 | |
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden | – | – | – | – | – | |
| Käufe/Zugänge | 73 | – | – | 1 | – | |
| Tilgungen | -13 | – | – | 0 | -21 | |
| Verkäufe | -1 | – | – | -1 | – | |
| Währungsumrechnung | 5 | – | – | 2 | – | |
| ÄnderungKonsolidierungskreis | -1 | – | – | 0 | – | |
| Stand 30.06.2024 | 584 | – | – | 114 | 3 |
Im sonstigen Ergebnis
| ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ErfolgswirksamverpflichtendzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | ErfolgswirksamzumbeizulegendenZeitwertbewertetefinanzielleVermögenswerte | Schuldtitel | Unternehmen mitBeteiligungsverhältnis undandereEigenkapitalinstrumente | FinanzielleVerbindlichkeiten |
| Stand 01.01.2023 | 473 | – | – | 149 | 32 |
| Bewertungsgewinne(Verluste) imKonzernüberschuss | |||||
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden | 1 | – | – | 1 | -1 |
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden | 0 | – | – | – | – |
| Bewertungsgewinne/-verlusteim Sonstigen Ergebnis | |||||
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodegehalten werden | – | – | – | -35 | – |
| Von Vermögenswerten, diezum Ende der Periodenicht mehr gehaltenwerden | – | – | – | – | – |
| Käufe/Zugänge | 111 | – | – | 2 | – |
| Tilgungen | -58 | – | – | – | -7 |
| Verkäufe | -5 | – | – | 0 | – |
| Währungsumrechnung | -5 | – | – | -3 | – |
| ÄnderungKonsolidierungskreis | -3 | – | – | 0 | – |
| Stand 31.12.2023 | 514 | – | – | 114 | 24 |
Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoressorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.
Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten
Der wesentliche, nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-Adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-Adjusted Discount Curve. Der Brutto-Spread-Aufschlag für Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank ist
laufzeitabhängig und beträgt aktuell für 5 Jahre 73 Basispunkte (Mid) (31. Dezember 2023: 104 Basispunkte). Für Emissionen der ehemaligen IMMO-BANK hängen die Spreads vom Rang und von der Fälligkeit ab.
Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.
Fair-Value-Kredite werden grundsätzlich über die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) bewertet. Sind Ober- oder Untergrenzen oder einfache Kündigungsoptionen vorhanden, werden diese mittels Bachelier-Modell abgebildet. Der Discountfaktor, welcher in der DCF verwendet wird, setzt sich aus mehreren Parametern zusammen: der Funding-Kurve (abgeleitet aus einer Peergroup europäischer Banken mit demselben Rating wie die BAWAG P.S.K.) und einer kundenspezifischen Credit-Spread-Kurve (abgeleitet je nach Verfügbarkeit aus CDS- oder CDS-Markit-Sektor-Kurve; bei Retail und KMU aus intern abgeleiteter Ausfallswahrscheinlichkeit), welche um den jeweiligen Besicherungsgrad angepasst wird.
Bei den illiquiden Fonds, die nicht zeitnah zu den veröffentlichten Net Asset Values veräußert werden konnten, kommt als nicht direkt beobachtbarer Inputfaktor ein Abschlag zur Anwendung, der dem zu erwartenden Verkaufskurs Rechnung trägt. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge als Differenz des Net Asset Values und dieses Liquiditätsabschlags. Der Ausweis erfolgt unter Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.
Der beizulegende Zeitwert von zwei nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen.
Bei Immobilienfonds werden die zugrunde liegenden Investitionen mindestens jährlich von einem unabhängigen, vom Fondsmanager beauftragten Gutachter bewertet, der Net Asset Value (NAV) wird mindestens vierteljährlich ermittelt. Der Net Asset Value des Investmentfonds entspricht dem Überschuss des Wertes der Vermögenswerte des Investmentfonds über den Wert seiner Verbindlichkeiten.
Fonds, die in Kreditportfolios investieren, werden von einem unabhängigen externen Experten auf der Grundlage einer DCF-Methode bewertet, die eigene Ausfall- und Vorauszahlungsmodelle verwendet, um die erwarteten Cashflows abzuleiten, die zu einem Marktzinssatz diskontiert werden. Das Modell verwendet Kredit- und Leistungsindikatoren sowie makroökonomische Indikatoren, um die Cashflows für jeden Kreditpool, segmentiert nach Herkunft, Alter, Unterklasse und Laufzeit, zu prognostizieren. Der Fondswert wird auf monatlicher Basis berechnet.
Die Jahresabschlüsse des Fonds werden nach lokalen Vorschriften erstellt. Es erfolgt eine jährliche Prüfung der Fonds durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, um die Richtigkeit der oben genannten Angaben zu gewährleisten.
Für die Bewertung eines signifikanten Teils der Eigenkapitalinstrumente werden die Dividend-Discount-Methode sowie die Discounted-Earnings-Methode verwendet. Ein kleinerer Teil wird auf Basis externer Preisangaben oder des anteiligen Eigenkapitals bewertet.
Erwartete Dividenden und Erträge sowie externe Preisindikationen berücksichtigen die aktuellsten Forecasts, einschließlich der beobachteten und erwarteten Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die Rentabilität der betreffenden Unternehmen.
Die Ermittlung der Fair Values von Kundenverbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt analog zu den Forderungen nach der Discounted-Cashflow-Methode und dem Bachelier-Modell.
Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter
Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Die aktuelle geopolitische Lage führt zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf nicht beobachtbare Parameter und die Messung des Fair Value dieser Positionen. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der ehemaligen IMMO-BANK und Kundenverbindlichkeiten der start:bausparkasse Österreich.
Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Eigenen Emissionen um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €) verbessert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der eigenen Emissionen um 20 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2023 um 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,0 Mio. €) verschlechtert.
Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 30. Juni 2024 +3,0 Mio. € (31. Dezember 2023: +2,1 Mio. €) und wird als Änderung des Spreads über der Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt +0,9 Mio. € (zum 31. Dezember 2023: +0,3 Mio. €).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,06 Mio. € ergeben (31. Dezember 2023: +0,07 Mio. €).
Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 6,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 6,6 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 6,6 Mio. € (31. Dezember 2023: 7,2 Mio. €) verbessert.
Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte erhöht, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,3 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Liquiditätsabschlag der illiquiden Fonds um 10 Prozentpunkte vermindert, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 30. Juni 2024 um 0,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,3 Mio. €) verbessert.
Für die Bewertung eines Teils der Eigenkapitalinstrumente sind die wesentlichen Inputparameter der Diskontierungsfaktor, Dividendenerträge bzw. Erträge und auch (möglicherweise) notwendige Kapitalmaßnahmen. Wenn der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte sinkt, würde der beizulegende Zeitwert um 3,2 Mio. € steigen (davon 1,5 Mio. € FVTOCI und 1,7 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 3,2 Mio. €; davon 1,5 Mio. € FVTOCI und 1,7 Mio. € FVTPL); steigt der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte, würde der beizulegende Zeitwert um 2,5 Mio. € sinken (davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 1,4 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 2,4 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 1,3 Mio. € FVTPL). Wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% steigt, würde der beizulegende Zeitwert dieses Finanzvermögens um 0,7 Mio. € steigen (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 0,6 Mio. €; davon 02,2 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL); wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% fällt, würde der beizulegende Zeitwert um 0,6 Mio. € fallen (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 0,6 Mio. €; davon 0,2 Mio. € FVTOCI und 0,4 Mio. € FVTPL).
Ein Teil der Eigenkapitalinstrumente wird auf Basis externer Preisangaben bewertet. Wenn diese Indikationen um 10% niedriger wären, würde der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,5 Mio. € fallen (9,2 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 15,2 Mio. €; davon 9,0 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL). Wären diese Indikationen um 10% höher, würde sich der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 15,5 Mio. € erhöhen (davon 9,2 Mio. € FVTOCI und 6,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 15,2 Mio. €; davon 9,0 Mio. € FVTOCI und 6,2 Mio. € FVTPL).
Der kleinste Teil wird auf Basis des anteiligen Eigenkapitals bewertet. Wäre das Eigenkapital um 10% niedriger, würde dies zu einem Rückgang um 1,6 Mio. € (davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 1,7 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) bzw. bei einem um 10% höheren Eigenkapital zu einem Anstieg um 1,6 Mio. € führen (davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2023: um 1,7 Mio. €; davon 1,1 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL).
Der beizulegende Zeitwert eines nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen. Der eine Fonds hat, basierend auf der aktuellen Portfolioallokation, eine erwartete Zinssensitivität von etwa -0,1 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,1 Mio. €) bei einem Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte und eine Credit-Spread-Sensitivität von -0,1 Mio. € (31. Dezember 2023: -0,1 Mio. €) bei einer Ausweitung der Credit Spreads um 100 Basispunkte (und umgekehrt).
Für die anderen Fonds gilt: wenn der angegebene Marktwert um 10% steigen würde, würde der Konzern einen Gewinn von 25,0 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen (31. Dezember 2023: 17,6 Mio. €; ein Fond). Wenn der angegebene Marktwert um 10% sinken würde, würde der Konzern einen Verlust von 25,0 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung verbuchen (31. Dezember 2023: 17,6 Mio. €; ein Fond).
Fair-Value-Veränderungen von Level-3-Aktiva bei alternativer Parametrisierung
Für Schuldverschreibungen, Ertragsfonds mit dem Risikofaktor Credit Spreads sowie Kredite werden zur Ermittlung der potenziellen Auswirkungen Credit Spreads herangezogen. Für diese wird in der Sensitivitätsanalyse der Wertebereich zwischen +100 bp und -50 bp verwendet. Eine Erhöhung (eine Verringerung) der Spreads führt zu einer Verringerung (einer Erhöhung) des jeweiligen Fair Value.
| 30.06.2024in Mio. € | -50 bp | +50 bp | +100 bp |
|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | 3,3 | -3,1 | -6,1 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen an Kunden | 3,2 | -3,0 | -6,0 |
| Income Fonds | 0,1 | -0,1 | -0,1 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 31.12.2023in Mio. € | -50 bp | +50 bp | +100 bp |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | 3,5 | -3,4 | -6,7 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen an Kunden | 3,5 | -3,4 | -6,6 |
| Income Fonds | 0,0 | 0,0 | -0,1 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
18 | Behandlung eines Day 1 gain
IFRS 9.B5.1.2A besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.
Im Fall des Kaufes von einigen Kreditportfolien wichen die Marktzinssätze zum Transaktionsdatum von den Marktzinssätzen zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen ab. In den meisten Fällen wollte sich der Verkäufer aus dem entsprechenden Geschäftsfeld zurückziehen, weshalb der Transaktionspreis nicht dem beizulegenden Zeitwert der Kredite entsprach. Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegende Zeitwert und daher auch der
Day 1 gain oder loss weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain oder loss nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IFRS 9 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.
Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 gains oder losses. Die BAWAG P.S.K. weist die systematische Amortisation der Day 1 gains oder losses von nicht notleidenden Krediten unter dem Posten Zinserträge und jene von POCI-Krediten unter dem Posten Risikokosten aus. Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn der Periode | 38 | 67 |
| Neue Transaktionen | – | -5 |
| Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden | -8 | -24 |
| Währungseffekte | 0 | 0 |
| Stand am Ende der Periode | 30 | 38 |
19 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Eventualverbindlichkeiten | 118 | 125 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 118 | 125 |
| Von Kunden nicht ausgenützte Kreditrahmen | 8.849 | 9.042 |
| hievon jederzeit fristlos kündbar | 7.329 | 7.336 |
| hievon nicht fristlos kündbar | 1.520 | 1.706 |
RISIKOBERICHT
Die BAWAG P.S.K. ist eine Geschäftsbank, die auf ein risikoarmes, einfaches und transparentes Geschäftsmodell fokussiert ist. Wir konzentrieren uns auf entwickelte Märkte mit starkem makroökonomischem Hintergrund sowie stabilen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der DACH/NL-Region sowie in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Wir sind auf das Geschäft mit Privat- und KMU-Kunden spezialisiert und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot von Spar-, Kredit-, Anlage- und Versicherungsprodukten. Unsere Liquidität wird hauptsächlich durch stabile Einlagen von Privatkunden gewährleistet. Eine transparente und einfache Gestaltung unserer Produkte sowie operative Effizienz sind die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit, bei der wir Prozesse durchgehend optimieren, um unseren Kunden einfache, klare und werthaltige Produkte zu bieten.
Neben unserem risikoarmen Geschäftsmodell sind das Risikomanagement und die aktive Steuerung von Risiken ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie des Konzerns. Die Aufrechterhaltung eines sicheren und soliden Risikoprofils ist ein zentraler Pfeiler unserer Strategie und es besteht die starke Verpflichtung in der gesamten Organisation, die Bank mit einem niedrigen Risikoprofil zu führen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Risikomanagement-Ansatz ein Unterscheidungsmerkmal in unserem Markt darstellt und der Schlüssel zum Erreichen unserer strategischen und finanziellen Ziele sowie zur Schaffung von Mehrwert für unsere Aktionäre wie auch zum Schutz unserer Kunden ist.
Die Aufrechterhaltung eines sicheren und soliden Risikoprofils ist ein zentraler Pfeiler unserer Konzernstrategie und unserer Risikopolitik. Sie basiert auf den folgenden Grundsätzen:
- Beibehaltung einer starken Kapitalposition, stabiler Privatkundeneinlagen und eines niedrigen Risikoprofils
- Fokus auf etablierte, entwickelte und zukunftsfähige Märkte
- Anwendung einer konservativen und disziplinierten Kreditvergabe in Märkten, die wir verstehen, mit dem Fokus auf besichertes Geschäft
- Aufrechterhaltung einer sicheren und soliden Bilanz
- Proaktives Management und Reduzierung von nichtfinanziellen Risiken
Zusammenfassung und wesentliche Entwicklungen im 1. Halbjahr 2024
- Das makroökonomische Umfeld war im ersten Halbjahr 2024 von anhaltender Unsicherheit geprägt, die auf die beispiellosen Ereignisse der vergangenen Jahre und deren wirtschaftlichen Auswirkungen zurückzuführen ist. Die Inflation und Verbraucherpreissteigerungen haben nachgelassen, doch die Zentralbanken bleiben wachsam, um sicherzustellen, dass der Trend anhält. Die Zentralbanken sind von der lange verfolgten lockeren Geldpolitik abgegangen und haben die Zinssätze zur Eindämmung der Inflation stark erhöht. Obwohl sich die Inflation abgeschwächt hat, sind die Erwartungen an Zinssenkungen angesichts der anhaltenden preistreibenden Kräfte, insbesondere der starken Verbrauchernachfrage und der weiterhin niedrigen Arbeitslosigkeit, gedämpft. Die EZB hat den ersten Schritt unternommen, indem sie die Zinsen im Juni 2024 um 25 Basispunkte gesenkt hat, während die Federal Reserve ihr Zielband unverändert gelassen hat und die Märkte mit einer oder zwei Zinssenkungen im Jahr 2024 rechnen können. Da die Zinsen weiterhin hoch sind, wirken sich die Verzögerungseffekte weiterhin auf die Kunden aus, insbesondere im Einzelhandels- und KMU-Segment, basierend auf einer geringeren Erschwinglichkeit von Krediten sowie erhöhten Kreditkosten und beeinflussten Bewertungen bestimmter Vermögensarten.
- Unsere Hauptmärkte in Österreich, Westeuropa und den USA werden durch ein stabiles Beschäftigungsniveau und eine starke finanzielle Position unserer Kunden gestützt. Dennoch sind die Abwärtsrisiken nach wie vor beträchtlich, da eine anhaltende Inflation oder eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen wirtschaftliche Schwachstellen aufdecken könnten, insbesondere bei Unternehmen oder Kunden mit hoher Verschuldung. Wir sind der Ansicht, dass unsere Risikoposition und unsere bisherigen Kreditvergabegrundsätze unsere Bank gut positioniert haben, um ungünstigen Entwicklungen standzuhalten. Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Ungewissheit bleiben wir vorsichtig und
gewappnet durch Management-Overlays, ein hohes Kapital- und Liquiditätsniveau, das weit über den Anforderungen liegt, und hervorragende, stabile Finanzierungsquellen.
- Die ECL-Vorsorgen sind um 6% auf 167 Mio. € gestiegen (31.12.2023: 158 Mio. €), basierend auf den derzeitigen wirtschaftlichen Aussichten und unterstützt durch den substanziellen Management-Overlay.
- Der über die modellbasierten ECL-Vorsorgen hinausgehende Management-Overlay blieb substanziell und beträgt 80 Mio. € (31.12.2023: 80 Mio. €). Die BAWAG P.S.K. wird die potenzielle wirtschaftliche Entwicklung weiterhin beobachten und die Annahmen und den Bedarf des Management-Overlays regelmäßig überprüfen.
- Die hohe Qualität der Aktiva zeigt sich in der weiterhin stabilen Verteilung der Aktiva: 92% der Kundenforderungen sind in Stufe 1 (Performing) (31.12.2023: 92%), 6% in Stufe 2 (Performing, aber erhöhtes Kreditrisiko) (31.12.2023: 6%). Der weiterhin geringe Anteil der Stufe-2-Aktiva am Gesamtbestand spiegelt unsere disziplinierten Kreditvergabestandards und die Kreditqualität wider.
- Starkes Kreditrisikoprofil mit 1.1% NPL-Quote (31.12.2023: 1,0%), NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote von 45% (31.12.2023: 45%) und einer NPL-Deckungsquote von 76% (31.12.2023: 76%).
- Die Risikokosten des 1. Halbjahres 2024 von 58 Mio. € (30.06.2023: 41 Mio. €) entsprechen 27 Basispunkten im 1. Halbjahr 2024 (30.06.2023: 19 Basispunkte); die Risikokosten im Retail & SME Segment gehen auf das Niveau vor Corona.
- De-minimis-Exposures mit hohen Klima- und Umweltrisiken im Einklang mit der langfristigen Strategie der Vermeidung von stark zyklischen Industrien. De-minimis sind auch die Exposures in Bezug auf die Öl- und Gasindustrie. ESG-Risiken werden in den Risikosteuerungsrahmen, die Risikostrategie und die interne Kapitalallokation über alle Risikoarten und Risikomanagementrichtlinien hinweg einbezogen. Dekarbonisierungsstrategien werden aktuell für die materiellsten Portfolios entwickelt.
- Im Februar unterzeichnete die BAWAG Group eine Transaktion zum Erwerb von 100 % der Anteile an Knab von ASR Nederland N.V. (a.s.r.) und am 4. Juli 2024 unterzeichnete die BAWAG Group eine Transaktion zum Erwerb der in Hamburg ansässigen Barclays Consumer Bank Europe von der Barclays Bank Irland PLC. Die Akquisitionen werden die Präsenz der BAWAG Group in der DACH/NL-Region erweitern und stehen voll und ganz im Einklang mit der Risikostrategie und dem Risikoappetit der BAWAG Group. Beide Portfolios werden in die konzernweiten Risikomanagementprozesse der BAWAG integriert, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ab dem ersten Tag nach Abschluss der Transaktionen sicherzustellen.
Entwicklung der wichtigsten Risikokennzahlen
| Gesamtportfolio | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | Veränderung(pts) | |
| NPL Ratio | 1,1% | 1,0% | 0,2 | |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 45,4% | 44,6% | 1 | |
| NPL-Besicherungsquote | 76,3% | 75,7% | 1 | |
| Wertberichtigungen Stufe 1 und 2 | 167 | 158 | 9 | |
| Wertberichtigungen Stufe 3 | 257 | 236 | 21 |
20 | Aktuelle geopolitische Situation – Auswirkungen auf das Risikomanagement
Die übereinstimmenden Prognosen, dass die Zinssätze auf allen Märkten ab 2024 sinken werden, haben sich aufgrund eines verhaltenen Rückgangs der Inflation, bisher noch nicht als richtig herausgestellt. Nur die EZB hat im Juni 2024 den ersten Schritt mit einer 25 Basispunkte-Reduktion gesetzt. Die Stärke der bisherigen Zinserhöhungen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft lassen jedoch nichtsdestotrotz das Potenzial für verzögerte Auswirkungen auf Märkte und Kunden offen. In den vergangenen Jahren wurde der Bankensektor mehrfach durch neue Krisen und unerwartete wirtschaftliche Entwicklungen auf die Probe gestellt, und die Banken mussten sich mit einzigartigen Risiken und volatilen Marktbedingungen auseinandersetzen. Die Pandemie, der Ausbruch des Krieges in Europa und Bankenturbulenzen in den USA und in der Schweiz eröffneten neue Fronten mit noch nie dagewesenen Ereignissen, die zu Spannungen auf den Kapitalmärkten und erheblichen wirtschaftlichen Veränderungen führten. Diese wirkten sich auf unsere Kunden aus, und führten zu ungewissen wirtschaftlichen Folgen. Die laufende Evaluierung des überschüssigen Kapitals und der Liquidität sowie die Anpassung unseres umsichtigen und äußerst proaktiven Risikomanagements gehören zu Grundlage unserer Geschäftsstrategie. Das aktuelle Umfeld ist von folgenden Merkmalen gekennzeichnet:
- Weiterer Rückgang der Inflation von einem 40-Jahres-Hoch aber weiterhin über den Zielwerten mit Auswirkungen auf das Realeinkommen durch gestiegene Lebenshaltungskosten und erhöhte Betriebsaufwendungen für Unternehmen und Privatpersonen
- Anhaltender Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten mit dem Risiko einer Eskalation
- Gegenwind im Industriesektor und Normalisierung von Angebot und Nachfrage
- Ende der Leitzinserhöhung der EZB und US-Notenbank und die Möglichkeit von weiteren Zinssenkungen der EZB und des ersten Schrittes der FED im zweiten Halbjahr 2024
- Anhaltende Reduktion der Geldmenge, da die Zentralbanken und ihre Bilanzen reduzieren
- Erhöhte Kreditkosten auf allen Märkten, die sich auf die Zahlungsfähigkeit und die Bewertung der Vermögenswerte auswirken
- Negative Auswirkungen auf die gewerblichen Immobilienmärkte aufgrund der gestiegenen Kreditkosten und Nachfrageproblemen, insbesondere bei Büroimmobilien
Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, proaktiv Maßnahmen zur Bewältigung der anhaltenden Belastungen der Wirtschaft und unserer Kunden zu identifizieren und zu treffen, als auch aufsichtsrechtliche Maßnahmen zu integrieren. Die Risikomanagementprozesse sind durchgängig darauf ausgelegt Transparenz und strenge Überwachung sicherzustellen, die zugrunde liegende Entwicklung der Risiken zu messen, und bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen in allen Unternehmensprozessen zu ergreifen, um Risiken in Echtzeit zu steuern. Dieser hochgradig proaktive Risikomanagementansatz und der detaillierte Fokus auf die Steuerung des Geschäftsbetriebs wurden in die Geschäftsprozesse vollständig institutionalisiert und sind die Grundlage für ein erfolgreiches Navigieren durch das derzeitig unsichere Umfeld. Disziplinierte kontinuierliche Auswertung strukturierter Informationen über Marktentwicklungen zur Durchführung granularer Risikoanpassungen im Zusammenhang mit der Kreditvergabe von Neugeschäften, und kontinuierlicher Datenaktualisierung zur Auswertung von Risikoentwicklung in unseren Portfolios dienen als Managementzyklus für alle risikorelevanten Entscheidungen.
Im nächsten Abschnitt werden die Entwicklungen und getroffenen Maßnahmen unserer proaktiven Kreditrisikomanagementprozesse beschrieben:
- Governance
- Kreditvergabe
- Gewerbliche Immobilien
Governance
Das Risikomanagement der BAWAG P.S.K. hat bewiesen, sich bei der Evaluierung, der Messung und dem Reporting von Risiken schnell und effektiv auf die neuen und sich ständig ändernden Rahmenbedingungen einstellen zu können, was einen Nachweis unserer robusten Risikomanagementinfrastruktur (IT, Reporting, Analytik) und Governance darstellt.
Das Management stützt sich auf einen äußerst proaktiven und zentralisierten Ansatz für das Risikomanagement mit einem detaillierten Fokus auf die operative Steuerung des Betriebs. Detaillierte Governance-Schritte und regelmäßige Abläufe sind eingeführt, um die schnelle Umsetzung in den Stressbereichen, koordinierte Reaktionen in allen Geschäftsbereichen und datengesteuerte Entscheidungen zu gewährleisten. Dieser Aufbau ist einzigartig und entscheidend für den effektiven Umgang mit den Risiken auf allen unseren Märkten und Kanälen. Dazu wurden folgende Maßnahmen und Initiativen eingeführt oder fortgesetzt:
- Wiederkehrende Steuerungsmeetings zum Kreditrisiko, zur Liquidität und zu Investitionen unter Einbeziehung des Vorstands und der relevanten Bereiche und Märkte, um eine gezielte operationelle Risikoanalyse, zeitnahe Entscheidungsfindung und Priorisierung für eine umgehende operative Umsetzung von Maßnahmen sicherzustellen
- Regelmäßige Monitoring-Reports, welche die Überwachung des Kundenverhaltens und -trends und damit verbundener Risikokennzahlen, die den gesamten Kreditrisikolebenszyklus abdecken (Neugeschäftsanträge, Auslastung von revolvierenden Linien und Betreibung von ausgefallenen Engagements und makroökonomische Entwicklung, ermöglichen
- Gezieltes Kreditrisikoreporting und dementsprechende Preisgestaltung mit Überprüfungen bestimmter Subportfolios und regelmäßiger Kontakt mit den finanziellen Sponsoren oder dem Management, um Kreditengagements zu steuern
- Erweitertes Risikoreporting, um die Entwicklung bestimmter Portfolios, Kundengruppen und Produkte, die von der aktuellen Krise betroffen sind, Marktpreisänderungen (Finanzierung und Preisgestaltung) und Verlusterwartungen, gezielt zu überwachen
- Laufende Überprüfung der IFRS-9-Risikovorsorgen unter Berücksichtigung verschiedener makroökonomischer Szenarien
- Tägliche Liquiditätsüberwachung und Stresstestpuffer
Kreditvergabe
Die BAWAG P.S.K. verfolgt bei der Kreditvergabe einen konservativen Ansatz mit klar definierten Vergaberichtlinien, die sich auf ein hohes Maß an verfügbaren Kreditsicherheiten, ein angemessenes Verhältnis von laufendem Schuldendienst zum Einkommen mit einem Puffer, um potenzielle Belastungen aufzufangen, sowie auf Einkommen, Cashflow und Kapitalkennzahlen konzentrieren, um risikoadjustierte Renditen zu erzielen. Die Kreditvergabeentscheidungen werden durch robuste Risikoanalysefähigkeiten und Genauigkeit unterstützt. Dies gewährleistet die Einhaltung des Risikoappetits und die Durchführung von Kreditentscheidungen, welche das makroökonomische Umfeld widerspiegeln. Die Kreditvergabe-Parameter werden regelmäßig gestresst, um die Nachhaltigkeit des Polsters in unseren Kreditrisikokennzahlen sicherzustellen.
Unsere Strategie besteht darin, unser Retail & SME-Neugeschäft weiter auf asset-based Produkte (vor allem Wohnimmobilien und Leasing) zu verlagern, welche im 1. Halbjahr 2024 77% (31.12.2023: 81%) des Portfolios umfassten. Die restlichen 23% (31.12.2023: 19%) unseres Portfolios bestehen aus unbesicherten Retail & SME-Krediten.
Im Hinblick auf unser unbesichertes Retail & SME-Kreditgeschäft sehen wir trotz der in allen Portfolios ergriffenen Risikominderungsmaßnahmen eine Normalisierung der Ausfallquoten auf das Niveau vor der Pandemie, was auf das derzeitige Zins-/Inflationsumfeld in allen Regionen mit erhöhten 12-Monats-Rückstandsquoten im Verbraucherkreditportfolio zurückzuführen ist.
Gewerbliche Immobilien (CRE)
Die Transaktionen von Gewerbeimmobilien haben sich im Jahr 2023 materiell reduziert, was vor allem auf eine Erhöhung der Kreditkosten als auch eine Abschwächung der Anlegerstimmung als Reaktion auf das derzeitige wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen ist – und im Jahr 2024 hat sich die Entwicklung noch nicht verbessert. Höhere Zinssätze haben zu höheren Renditeerwartungen (niedrigere Bewertungen) und einer geringeren Zinszahlungsfähigkeit geführt. Die Inflation hat die Betriebs- und Lebenshaltungskosten in die Höhe getrieben, was die Gewerbeimmobilienmärkte in den Vereinigten Staaten und Europa zusätzlich belastet. Büroimmobilien sind nach wie vor die am stärksten belastete Anlageklasse, da die Nachfrage aufgrund der Umstellung auf Homeoffice zurückgeht. Dies hat sich auf Gebäude geringerer Qualität ausgewirkt (B-
und C-Klasse, definiert durch veraltete Bauweise und mangelnde Ausstattung), während hochwertige Gebäude der A-Klasse weniger betroffen sind, aber dennoch recht anfällig für Marktanpassungen bleiben. Die BAWAG P.S.K. hat von erstklassigen Standorten und einem starken Engagement der Sponsoren (erhebliche anfängliche Eigenkapitalinvestitionen und unterstützende Maßnahmen zur Werterhaltung) profitiert und so die Kreditqualität in einem schwierigen Umfeld weiterhin unterstützt. Industrie- und Logistikimmobilien, Wohn- und Hotelimmobilien, die den Großteil des CRE-Portfolios ausmachen, entwickeln sich entsprechend den Erwartungen, da die Angebots- und Nachfragedynamik in diesen Anlageklassen weiterhin stark ist.
Die BAWAG P.S.K. konzentriert sich auf vorrangig besicherte Kredite an hochwertige Kunden und macht weder Mezzaninnoch reine Grundstücksfinanzierungen. Wir vermeiden das Risiko der Finanzierung von einzelnen Immobilien, indem wir in erster Linie diversifizierte Portfolien mit zahlreichen Immobilien finanzieren, die oft mehrere Arten von Sicherheiten enthalten. Die Diversifikation der Immobilienarten stellt eine zusätzliche Absicherung dar.
Während das Portfolio in erster Linie variabel verzinst ist, umfasst unser Kreditentscheidungsansatz mehrere risikomindernde Maßnahmen wie Hedginganforderungen, Zinsreserven und Sponsorengarantien – Absicherungsinstrumente, die sich im aktuellen Umfeld als sehr hilfreich bewiesen haben. Der geografische Schwerpunkt liegt nach wie vor in Westeuropa und den Vereinigten Staaten.
Das gesamte CRE-Portfolio ging im 1. Halbjahr 2024 um 2% von 5,1 Mrd. € auf 5,0 Mrd. € zurück. Das Neugeschäft verlagerte sich seit 2020 vor allem auf Industrie-/Logistik- und Wohnimmobilien. Diese Anlageklassen weisen positive Eckdaten auf und machen 66% des gesamten Gewerbeimmobilienportfolios im 1. HJ 2024 (31.12.2023: 65%) aus, gegenüber 48% in 2020. Umgekehrt wurde das Exposure der Kredite im Einzelhandel von 12% im Jahr 2020 auf 5% im 1. Halbjahr 2024 (31.12.2023: 5%) und bei Büroimmobilien von 29% im Jahr 2020 auf 19% im 1. HJ 2024 (31.12.2023: 21%) erheblich reduziert. Angesichts der Trends zum Online-Shopping und zur Heimarbeit verschlechterten sich die Fundamentaldaten in diesen Anlageklassen, und Neugeschäfte wurden vermieden. Diese Veränderung der Risikoappetits wurde bereits vor einigen Jahren vorgenommen, was uns heute mit einem eingeschränkten Exposure in Einzelhandel und Büroimmobilien zugutekommt. Das Neugeschäft war in 1. Halbjahr 2024 gedämpft und konzentrierte sich auf Wohnimmobilien- und Multi-Asset-Loan-on-Loan-Geschäfte mit niedrigem Loan to Value (LTV) und starker Querbesicherung. Bürofinanzierungen werden weiterhin eng überwacht und regelmäßig mit dem Vorstand diskutiert. Alle wahrscheinlichen Downsides sind durch die bestehenden ECL-Overlays gut abgedeckt.
Unser Immobilien-Exposure in den Vereinigten Staaten, das 51% (€2,6 Mrd. €) des gesamten Gewerbeimmobilienportfolios (31.12.2023: 48% ausmacht, ist in den Bereichen Wohnen, Industrie und Logistik gewachsen, in denen das zugrunde liegende Angebot und die Nachfrage weiterhin stark sind und sich die Cashflows weiterhin wie erwartet entwickeln. Diese Anlageklassen machen 77% (31.12.2023: 74%) unseres US-Gewerbeimmobilienvermögens aus.
Auf Büroimmobilien in den Vereinigten Staaten entfallen nur noch 15% (31.12.2023: 19%) des gewerblichen Immobilienvermögens in Höhe von 0,4 Mrd. €, aufgrund von Refinanzierung im ersten Halbjahr 2024, welche die Qualität der Vermögenswerte des Portfolios unterstützt. Die verbleibenden Performing-Vermögenswerte von0,3 Mrd. €, welche weniger als 1% unseres Kundenkreditportfolios ausmachen, verfügen über ein erhebliches Sicherheitspolster (LTV von 73%) und zugrunde liegende Cashflows. Stresstests auf Portfolio- und Einzelgeschäftsebene werden regelmäßig durchgeführt. Der Management-Overlay in Höhe von 80 Mio. € deckt negative Auswirkungen auf unser Commercial-Real-Estate-Portfolio ab, wobei sich die Auswirkungen vor allem auf Bürosicherheiten konzentrieren.
21 | Kreditrisiko
Die Definitionen von Risiko-Governance, ICAAP und Stresstest, Kreditrisiko (einschließlich Kreditrisiko-Governance, Bewertung der Kreditwürdigkeit, Bewertung von Sicherheiten, Definition von Ausfall, Forbereance und Impairments blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 unverändert.
Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über die Struktur und die Portfolioqualität in den einzelnen Segmenten.
| Corporates, Real | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2024in Mio. € | Retail & SME | Estate & PublicSector | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| Zu fortgeführtenAnschaffungskosten | 21.175 | 13.044 | 13.865 | -733 | 47.352 |
| Forderungen an Kunden | 21.174 | 11.642 | 159 | -609 | 32.366 |
| Forderungen an Banken | 1 | 64 | 11.466 | -101 | 11.431 |
| Wertpapiere | – | 1.338 | 2.240 | -22 | 3.555 |
| Vermögenswerte FVPL/FVOCI | 158 | 190 | 2.558 | 307 | 3.212 |
| Sonstige Aktiva | – | – | 977 | 476 | 1.453 |
| Bilanzielle Geschäfte | 21.333 | 13.234 | 17.400 | 50 | 52.017 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 6.656 | 2.296 | 23 | 698 | 9.673 |
| Summe | 27.989 | 15.530 | 17.423 | 748 | 61.690 |
| davon besichert | 17.607 | 5.743 | 161 | 70 | 23.581 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 547 | 131 | – | – | 679 |
| Wertberichtigungen Stufe 1 | 29 | 12 | 1 | 0 | 42 |
| Wertberichtigungen Stufe 2 | 74 | 51 | – | 0 | 125 |
| Wertberichtigungen Stufe 3 | 231 | 26 | – | 0 | 257 |
| Summe derWertberichtigungen | 334 | 89 | 1 | 0 | 424 |
| Prudential Filter | 35 | 15 | – | – | 51 |
Zu den sonstigen Vermögenswerten zählen die zum 31.12.2023 in den Bestand "Zur Veräußerung gehalten" umgestellte start:bauspa rkasse Deutschland sowie Barbestände.
| Corporates, Real | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023in Mio. € | Retail & SME | Estate & PublicSector | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| Zu fortgeführten | 21.398 | 13.125 | 15.389 | -838 | 49.074 |
| Anschaffungskosten | |||||
| Forderungen an Kunden | 21.398 | 11.941 | 178 | -646 | 32.871 |
| Forderungen an Banken | – | 75 | 12.636 | -167 | 12.543 |
| Wertpapiere | – | 1.110 | 2.575 | -25 | 3.660 |
| Vermögenswerte FVPL/FVOCI | 160 | 203 | 2.605 | 232 | 3.200 |
| Sonstige Aktiva | – | 0 | 686 | 516 | 1.202 |
| Bilanzielle Geschäfte | 21.558 | 13.328 | 18.679 | -90 | 53.475 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 6.700 | 2.436 | 532 | 323 | 9.991 |
| Summe | 28.258 | 15.764 | 19.211 | 233 | 63.466 |
| davon besichert | 18.241 | 5.429 | 621 | 105 | 24.396 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 477 | 132 | – | – | 609 |
| Wertberichtigungen Stufe 1 | 24 | 13 | 2 | – | 39 |
| Wertberichtigungen Stufe 2 | 75 | 44 | – | – | 119 |
| Wertberichtigungen Stufe 3 | 208 | 27 | – | 0 | 236 |
| Summe der | |||||
| Wertberichtigungen | 307 | 85 | 2 | 0 | 394 |
| Prudential Filter | 22 | 14 | – | – | 36 |
Zu den sonstigen Vermögenswerten zählen die zum 31.12.2023 in den Bestand "Zur Veräußerung gehalten" umgestellte start:bauspa rkasse Deutschland sowie Barbestände.
Überblick über die Struktur des Kreditportfolios-Rating, Geografie, Währungen und Sicherheiten
Ratingverteilung des Kreditportfolios
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Ratings für das Performing-Portfolio. Das Risikoprofil ist stabil. Mehr als 86% (31.12.2023: 85%) des Exposures können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen Aaa und Baa3.
| 30.06.2024in % | Moody's RatingÄquivalent | Retail & SME | Corporates, RealEstate & PublicSector | Treasury | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | Aaa–Aa2 | 0,2% | 20,3% | 80,9% | 32,6% |
| Ratingklasse 2 | Aa3–A1 | 9,1% | 18,3% | 6,5% | 10,7% |
| Ratingklasse 3 | A2–A3 | 11,1% | 9,7% | 4,8% | 8,8% |
| Ratingklasse 4 | Baa1–Baa3 | 53,2% | 37,4% | 7,2% | 34,0% |
| Ratingklasse 5 | Ba1–B1 | 21,1% | 12,6% | 0,5% | 11,3% |
| Ratingklasse 6 | B2–Caa2 | 3,2% | 1,5% | 0,0% | 1,7% |
| Ratingklasse 7 | Caa3 | 2,1% | 0,2% | 0,1% | 0,9% |
| 31.12.2023in % | Moody's RatingÄquivalent | Retail & SME | Corporates, RealEstate & PublicSector | Treasury | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | Aaa–Aa2 | 0,2% | 19,0% | 83,9% | 33,9% |
| Ratingklasse 2 | Aa3–A1 | 10,0% | 16,7% | 6,0% | 10,2% |
| Ratingklasse 3 | A2–A3 | 11,2% | 9,6% | 4,8% | 8,5% |
| Ratingklasse 4 | Baa1–Baa3 | 54,1% | 37,4% | 4,6% | 32,3% |
| Ratingklasse 5 | Ba1–B1 | 19,2% | 15,9% | 0,6% | 12,4% |
| Ratingklasse 6 | B2–Caa2 | 3,3% | 1,4% | 0,0% | 1,7% |
| Ratingklasse 7 | Caa3 | 2,1% | 0,0% | 0,2% | 1,0% |
Geografische Verteilung des Kreditportfolios
Die geografische Verteilung des Kreditportfolios steht im Einklang mit der Strategie der BAWAG P.S.K., die sich auf stabile Volkswirtschaften und Währungen konzentriert. Insgesamt 97% (31.12.2023: 97%) des Portfolios befinden sich in Westeuropa und Nordamerika.

Währungsverteilung des Kreditportfolios
Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. blieb der Großteil der Finanzierungen in EUR stabil. Die folgende Tabelle zeigt die Währungsverteilung des gesamten Kreditportfolios.
| Buchwert | in % | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| EUR | 44.109 | 45.619 | 84,8% | 85,3% | |
| USD | 5.775 | 5.619 | 11,1% | 10,5% | |
| GBP | 911 | 951 | 1,8% | 1,8% | |
| CHF | 737 | 836 | 1,4% | 1,6% | |
| Sonstige | 485 | 450 | 0,9% | 0,8% | |
| Summe | 52.017 | 53.475 | 100,0% | 100,0% |
Sicherheiten in dem Gesamtkreditportfolio und Bewertung von Sicherheiten
Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Sicherheitenarten, wobei der Anteil der Immobiliensicherheiten am gesamten Kreditportfolio mit 75% (31.12.2023: 76%) stabil ist.
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Immobilien | 18.846 | 18.903 | 74,9% | 75,8% |
| davon private Immobilien | 14.321 | 14.437 | 76,0% | 76,4% |
| davon gewerblicheImmobilien | 4.525 | 4.466 | 24,0% | 23,6% |
| Garantien | 4.283 | 4.407 | 17,0% | 17,7% |
| Sonstige Kreditsicherheiten | 1.654 | 1.204 | 6,6% | 4,8% |
| Finanzielle Sicherheiten | 375 | 418 | 1,5% | 1,7% |
| Summe | 25.158 | 24.932 | 100,0% | 100,0% |
Forborne-Forderungen, Forbearance-Maßnahmen und Unlikeliness to pay
Forbearance-Maßnahmen können zur Anwendung kommen, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Die BAWAG P.S.K. verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse in der gesamten Gruppe, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden können. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapitalfazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.
Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgefährdeten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern.
Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die BAWAG P.S.K. Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als ausgefallen klassifiziert.
Für Reportingzwecke sowie für die interne Risikosteuerung verfügt die BAWAG P.S.K. über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstige Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als "Forborne" gekennzeichnet.
| Summe | 729 | 192 | 1,4% | 63% | 68% |
|---|---|---|---|---|---|
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 365 | 118 | 2,8% | 66% | 71% |
| Retail & SME | 364 | 74 | 1,7% | 61% | 65% |
| 30.06.2024 | GestundeteForderungen | davonausgefallen | % dergestundetenForderungen | Besicherungsquote dergestundetenForderungen | Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen |
| Summe | 604 | 162 | 1,1% | 62% | 67% |
|---|---|---|---|---|---|
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 269 | 109 | 2,0% | 66% | 68% |
| Retail & SME | 335 | 53 | 1,6% | 60% | 63% |
| 31.12.2023 | GestundeteForderungen | davonausgefallen | % dergestundetenForderungen | Besicherungsquote dergestundetenForderungen | Besicherungsquote derausgefallenengestundetenForderungen |
Non-performing loans-Portfolio
Die Ausfalldefinition reflektiert die aktuellen EBA-Anforderungen (EBA/GL/2016/07) und ist vollständig in der BAWAG P.S.K. implementiert.
Darüber hinaus erfüllt die BAWAG P.S.K. in vollem Umfang die Anforderungen der "Guidance to banks on non-performing loans supervisory expectations for prudential provisioning of non-performing exposures" der EZB sowie die Verordnung (EU) 2019/630 zur Änderung der CRR-Verordnung (EU) Nr. 575/2013.
Die folgende Tabelle zeigt die Non performing loans (NPL) Ratio, Wertberichtigungen, NPL-Wertberichtigungsquote und NPL-Deckungsquote des Kreditportfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der niedrigen NPL-Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der guten Wertberichtigungs- und Besicherungsdeckung über das gesamte Portfolio wider.
| Buchwert1) | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (brutto) | 47.762 | 49.453 | 100,0% | 100,0% |
| Wertberichtigungen | 409 | 379 | 0,9% | 0,8% |
| davon Stufe 1 | 35 | 31 | 0,1% | 0,1% |
| davon Stufe 2 | 122 | 116 | 0,3% | 0,2% |
| davon Stufe 3 | 252 | 232 | 0,5% | 0,5% |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (netto) | 47.352 | 49.074 | 99,1% | 99,2% |
| NPL Ratio | 1,1% | 1,0% | ||
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 45,4% | 44,6% | ||
| NPL-Besicherungsquote | 76,3% | 75,7% |
- Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
Die folgende Tabelle zeigt die NPL-Ratio und NPL-Wertberichtungdeckungsquote und NPL-Deckungsquote aufgegliedert in die Segmente Retail & SME und Corporates, Real Estate & Public Sector.
| Retail & SME | Corporates, Real Estate & PublicSector | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Summe | 21.333 | 21.558 | 13.234 | 13.328 |
| NPL Ratio | 2,0% | 1,7% | 0,8% | 0,8% |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 48,7% | 48,3% | 31,3% | 31,3% |
| NPL-Besicherungsquote | 76,4% | 75,8% | 75,6% | 75,1% |
Erhaltene Sicherheiten für das NPL-Portfolio
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf das Brutto-NPL-Exposure (Stufe 3).
| Gesamtportfolio | 680 | 241 | 27 | 23 | 8 |
|---|---|---|---|---|---|
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 131 | 83 | 5 | 16 | 3 |
| Retail & SME | 548 | 159 | 22 | 7 | 5 |
| 30.06.2024in Mio. € | NPL Exposure | PfandrechtlicheKreditsicherheiten | SonstigeKreditsicherheiten | Finanzgarantien Kreditverbesserungen |
Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.
| 31.12.2023in Mio. € | NPL Exposure | PfandrechtlicheKreditsicherheiten | SonstigeKreditsicherheiten | Finanzgarantien Kreditverbesserungen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 477 | 142 | 21 | 5 | 4 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 132 | 82 | 3 | 16 | 3 |
| Gesamtportfolio | 609 | 224 | 25 | 21 | 8 |
Die dargestellten Sicherheiten sind Marktwerte.
Impairment
Zukunftsgerichtete Informationen für Point-in-Time-Anpassung
Die Parameter für den erwarteten Kreditverlust sind von zukunftsgerichteten Informationen abhängig. Daher werden diese Parameter auf der Grundlage der vorherrschenden makroökonomischen Bedingungen und ihrer Prognosen zu jedem Zeitpunkt angepasst. So hängen beispielsweise die Prognosen für Immobiliensicherheiten von der Vorhersage des Immobilienpreisindexes ab, und die Beziehung zwischen der Ausfallwahrscheinlichkeit und makroökonomischen Faktoren, wie dem Bruttoinlandsprodukt, wird bewertet und prognostiziert.
Die BAWAG P.S.K. verwendet für ihre makroökonomischen Prognosen ein Set von drei Szenarien: 30% pessimistisch, 40% Baseline und 30% optimistisch. Im Mittelpunkt steht dabei das Basisszenario, das vom internen makroökonomischen Szenario-Komitee festgelegt wird, das die makroökonomische Prognose unter Einbeziehung von Expertenmeinungen, Szenarioanalysen und Wirtschaftsprognosen analysiert und genehmigt. Von allen makroökonomischen Variablen verwendet die BAWAG P.S.K. das BIP-Wachstum als Hauptquelle für zukunftsgerichtete Informationen, die in den ECL- und LLP-Schätzungen berücksichtigt werden, wobei zusätzliche Variablen wie Inflation, Arbeitslosenquote oder Immobilienpreise eine ergänzende Rolle spielen. Das pessimistische Szenario geht von einer raschen Rezession Ende 2024 und 2025 aufgrund der Auswirkungen der Energiekrise in Verbindung mit einer schnellen Verschärfung der Geldpolitik aus, gefolgt von einer sukzessiven Erholung in den nächsten Jahren.
Makroökonomische Prognose für die Eurozone, angewendet für ECL- und LLP-Berechnung:
| BIP-Wachstum 30.06.2024in % | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 |
|---|---|---|---|---|
| Optimistisch (30% Gewichtung) | 1,4 | 3,2 | 1,5 | 1,4 |
| Basislinie (40% Gewichtung) | 0,8 | 1,6 | 1,7 | 1,5 |
| Pessimistisch (30% Gewichtung) | -0,3 | -3,5 | 2,4 | 2,7 |
| BIP-Wachstum 31.12.2023in % | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
| Optimistisch (30% Gewichtung) | 0,4 | 3,5 | 1,5 | 1,6 |
| Basislinie (40% Gewichtung) | 0,4 | 1,2 | 1,7 | 1,8 |
| Pessimistisch (30% Gewichtung) | 0,4 | -5,1 | 2,3 | 3,1 |
Die Definitionen von Wertminderung, ECL-Parametern (Exposure at Default, Probability of Default, Loss Given Default), SICR-Kriterien (signifikanter Anstieg des Kreditrisikos) und Stufe 1 bis 3 blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 unverändert.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick für die Entwicklung der IFRS-Buchwerte (netto, abzüglich Wertberichtigungen) über die jeweiligen Stufen
Entwicklung von Buchwerten nach Stufe
| Erhöhungenaufgrund | Rückgänge | Änderungen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Eröffnungsbilanz | von | aufgrund von | an | Schlussbilanz | |
| 30.06.2024in Mio. € | Originierungund Erwerb | Ausbuchung | existierendenBuchwerten | ||
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) | 48.474 | 3.225 | -1.304 | -2.868 | 47.527 |
| Retail & SME | 19.621 | 1.608 | -658 | -1.216 | 19.355 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 12.594 | 1.306 | -639 | -702 | 12.559 |
| Treasury | 16.239 | 309 | - | -954 | 15.594 |
| Corporate Center | 20 | 1 | -6 | 4 | 19 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der | |||||
| Stufe 2(ohne POCI) | 1.775 | 44 | -54 | -92 | 1.673 |
| Retail & SME | 1.242 | 37 | -54 | -7 | 1.218 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 532 | 8 | – | -85 | 455 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Buchwerte für Wertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) | 584 | 4 | -6 | 70 | 652 |
| Retail & SME | 457 | 4 | -6 | 70 | 525 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 127 | – | – | – | 127 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Summe POCI | 52 | – | -1 | -3 | 48 |
| Retail & SME | 48 | – | -1 | -2 | 45 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 4 | – | – | -1 | 3 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Summe | 50.885 | 3.273 | -1.365 | -2.893 | 49.900 |
Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.
Entwickung von Wertminderungen nach Stufe
| 30.06.2024in Mio. € | Eröffnungsbilanz | Erhöhungenaufgrund vonOriginierungund Erwerb | Rückgängeaufgrund vonAusbuchung | ÄnderungenanexistierendenBuchwerten | Schlussbilanz |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigungen Stufe 1 (ohne POCI) | 39 | 4 | -1 | – | 42 |
| Retail & SME | 24 | 2 | -1 | 3 | 28 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 13 | 2 | -1 | -2 | 12 |
| Treasury | 2 | – | – | -1 | 1 |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Wertberichtigungen Stufe 2 (ohne POCI) | 119 | 3 | -3 | 6 | 125 |
| Retail & SME | 75 | 3 | -3 | -1 | 74 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 44 | – | – | 7 | 51 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Wertberichtigungen Stufe 3 (ohne POCI) | 226 | 4 | -2 | 20 | 248 |
| Retail & SME | 203 | 3 | -2 | 22 | 226 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 23 | 1 | – | -2 | 22 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | 1 | – | -1 | – |
| Summe POCI | 9 | – | – | – | 9 |
| Retail & SME | 5 | – | – | – | 5 |
| Corporates, Real Estate & Public Sector | 4 | – | – | -1 | 3 |
| Treasury | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – |
| Summe | 393 | 11 | -6 | 26 | 424 |
Transfer von Wertminderungen zwischen Stufen
| 30.06.2024in Mio. € | Von Stufe 1auf Stufe 2 | Von Stufe 1auf Stufe 3 | Von Stufe 2auf Stufe 1 | Von Stufe 2auf Stufe 3 | Von Stufe 3auf Stufe 1 | Von Stufe 3auf Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 20 | 17 | -8 | 18 | -1 | -5 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | – | – | – |
| Treasury | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 20 | 17 | -8 | 18 | -1 | -5 |
| 31.12.2023in Mio. € | Von Stufe 1auf Stufe 2 | Von Stufe 1auf Stufe 3 | Von Stufe 2auf Stufe 1 | Von Stufe 2auf Stufe 3 | Von Stufe 3auf Stufe 1 | Von Stufe 3auf Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Retail & SME | 27 | 35 | -13 | 17 | -2 | -11 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 27 | – | -0 | 1 | 0 | 0 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | 0 | – | 0 | – |
| Summe | 54 | 35 | -13 | 19 | -2 | -11 |
Ratingverteilung von Buchwerten nach Stufen
Die folgenden Zahlen beziehen sich auf IFRS-Buchwerte (abzüglich der Vorsorgen für die Stufen 1 bis 3).
| 30.06.2024in Mio. € | Ratingklasse 1 | Ratingklasse 2 | Ratingklasse 3 | Ratingklasse 4 | Ratingklasse 5 | Ratingklasse 6 | Ratingklasse 7 | Ratingklasse 8 | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte für | |||||||||
| Wertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) | 15.444 | 5.369 | 4.179 | 17.002 | 5.171 | 298 | 64 | – | 47.527 |
| Retail & SME | 39 | 1.885 | 2.263 | 11.104 | 3.704 | 297 | 63 | – | 19.355 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 2.608 | 2.378 | 1.261 | 4.925 | 1.385 | 1 | 1 | – | 12.559 |
| Treasury | 12.795 | 1.096 | 646 | 974 | 83 | – | – | – | 15.594 |
| Corporate Center | 1 | 10 | 8 | – | – | – | – | – | 19 |
| Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 2(ohne POCI) | – | 8 | 5 | 96 | 584 | 544 | 436 | – | 1.673 |
| Retail & SME | – | 8 | 5 | 95 | 325 | 353 | 432 | – | 1.218 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | 1 | 260 | 191 | 3 | – | 455 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) | – | – | – | – | – | – | – | 652 | 652 |
| Retail & SME | – | – | – | – | – | – | – | 525 | 525 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | – | – | – | – | 127 | 127 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe POCI | – | 20 | – | – | 1 | 8 | 1 | 18 | 48 |
| Retail & SME | – | 21 | – | – | 1 | 8 | 1 | 14 | 45 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | – | – | – | – | 3 | 3 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 15.444 | 5.397 | 4.184 | 17.098 | 5.756 | 850 | 501 | 670 | 49.900 |
Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.
| 31.12.2023 | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Ratingkla | Gesamtp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | sse 1 | sse 2 | sse 3 | sse 4 | sse 5 | sse 6 | sse 7 | sse 8 | ortfolio |
| Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 1(ohne POCI) | 16.201 | 5.372 | 4.205 | 16.791 | 5.515 | 321 | 69 | – | 48.474 |
| Retail & SME | 34 | 2.054 | 2.271 | 11.215 | 3.658 | 320 | 69 | – | 19.621 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | 2.439 | 2.201 | 1.270 | 4.932 | 1.751 | 1 | – | – | 12.594 |
| Treasury | 13.729 | 1.105 | 656 | 643 | 106 | – | – | – | 16.239 |
| Corporate Center | – | 12 | 8 | 1 | – | – | – | – | 21 |
| Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 2(ohne POCI) | – | 6 | 7 | 99 | 678 | 549 | 436 | – | 1.775 |
| Retail & SME | – | 6 | 7 | 98 | 335 | 363 | 433 | – | 1.242 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | 1 | 343 | 185 | 3 | – | 532 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Buchwerte fürWertberichtigungen derStufe 3(ohne POCI) | – | – | – | – | – | – | – | 584 | 584 |
| Retail & SME | – | – | – | – | – | – | – | 457 | 457 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | – | – | – | – | 127 | 127 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe POCI | – | 22 | – | – | 1 | 10 | 2 | 17 | 52 |
| Retail & SME | – | 22 | – | – | 1 | 10 | 2 | 13 | 48 |
| Corporates, Real Estate &Public Sector | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 4 |
| Treasury | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 16.201 | 5.402 | 4.212 | 16.889 | 6.194 | 880 | 506 | 601 | 50.885 |
Nur IFRS-9-relevante Buchwerte werden gezeigt.
Sensitivitätsanalyse
Die folgende Tabelle veranschaulicht den gewichteten erwarteten Kreditverlust sowie die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse, bei der die ECLs unter jedem Szenario mit einer Gewichtung von 100% gemessen werden. Die Sensitivitätsanalyse basiert auf dem kalkulierten ECL von 88 Mio. € ohne Anwendung des Management-Overlays.
Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse variieren von einem ECL-Rückgang von 9 Mio. €, wenn das optimistische Szenario zu 100% gewichtet wird, bis zu einer ECL Erhöhung von 16 Mio. €, wenn das pessimistische Szenario zu 100% gewichtet wird.
| 30.06.2024 | ECL-Szenario-Änderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ECL inkl.ManagementOverlay | ECL exkl.ManagementOverlay | 100%Optimistisch | 100% Baseline | 100%Pessimistisch |
| Stufe 1 & Stufe 2Wertberichtigungen | 167 | 87 | 78 | 83 | 102 |
| 31.12.2023 | ECL-Szenario-Änderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | ECL inkl.ManagementOverlay | ECL exkl.ManagementOverlay | 100%Optimistisch | 100% Baseline | 100%Pessimistisch |
| Stufe 1 & Stufe 2Wertberichtigungen | 159 | 79 | -6 | -3 | 11 |
Für Post-Model-Anpassungen – Management-Overlay zum ECL verwendet die BAWAG P.S.K. den ECL unter anderem anhand historischer Daten und Beziehungen, um Urteile über zukünftige Entwicklungen zu fällen. Die Bank stellte fest, dass historische Beziehungen zwischen Schlüsselvariablen im aktuellen makroökonomischen Umfeld nicht unbedingt zutreffen, da vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen in der Vergangenheit nicht gegeben waren. Insbesondere globale politische Unsicherheiten, hohe Inflationsraten und deutlich höhere Zinsen sind hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf makroökonomische Treiber und letztendlich auf die Ausfallsraten noch nicht erkennbar. Dies zeigt sich anschließend in der Sensitivität der jeweiligen Risikoparameter. Daher überprüft die BAWAG P.S.K. derzeit ihre IFRS 9-Methoden und verwendet in der Zwischenzeit Post-Model-Anpassungen (Management Overlay) im Einklang mit Best Practices und regulatorischen Erwartungen, wenn Risiken und Unsicherheiten in bestehenden Modellen nicht angemessen berücksichtigt werden können. Zum Halbjahr 2024 wird ein zusätzlicher ECL-Management-Overlay in Höhe von 80 Mio. € (31.12.2023: 80 Mio. €) gehalten, um diese Unsicherheiten zu adressieren.
22 | Marktrisiko
Die Definitionen des Marktrisikos (einschließlich der Instrumente und Verfahren für das Zins- und Credit-Spread-Risiko) und des Zinsrisikos im Bankbuch blieben im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Jahresende 2023 unverändert.
Die durch das S-ALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets implementiert. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur:
- Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das S-ALCO definierten Vorgaben und Limite
- Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
- Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung
Die BAWAG P.S.K. wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-Hedge-Accounting-Methoden zur Absicherung von Marktrisiken angewendet:
Micro-Fair-Value-Hedge
Absicherung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts.
Portfolio-Fair-Value-Hedge ("EU-Carve-out")
Die BAWAG P.S.K. hat Sichteinlagen in Euro als ein Portfolio identifiziert, das gegen Zinsrisiken abgesichert werden soll. Diese Einlagen sind entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder unterteilt. Per 30.06.2024 waren ungefähr 43% (31.12.2023: 43%) des Gesamtvolumens der Sichteinlagen dem Portfolio-Fair-Value-Hedge gewidmet.
Darüber hinaus werden vertraglich vereinbarte Zinsober- und/oder -untergrenzen, die in finanzielle Vermögenswerte (z.B. Darlehensforderungen oder Wertpapiere) und/oder Verbindlichkeiten (z.B. Spareinlagen) eingebettet sind, in eine Portfolio-Fair-Value-Hedge-Beziehung gewidmet, um diese Instrumente gegen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von Zinsänderungen abzusichern. Die Entscheidung über den Betrag, der in die Bilanzierung der Fair-Value-Hedge-Beziehung einbezogen werden soll, wird unter Anwendung eines Bottom-Layer-Ansatzes und im Kontext der Steuerung der Zinsrisikoposition unter Einhaltung der definierten Limite getroffen.
Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinstragender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwerts infolge einer parallelen Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt nach oben (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten des Konzerns zum 30. Juni 2024 anhand des PVBP-Konzepts dar:
Zinssensitivität
Sonstige
| 30.06.2024in Tsd. € | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | -283 | 88 | 158 | 36 | 66 | -265 | -201 |
| USD | -17 | 6 | 25 | -14 | -7 | -2 | -9 |
| CHF | -21 | 6 | 4 | -2 | -2 | -2 | -17 |
| GBP | -9 | 1 | – | 1 | 1 | – | -7 |
| SonstigeWährungen | – | -21 | 6 | -1 | -2 | – | -17 |
| Summe | -331 | 80 | 193 | 20 | 56 | -268 | -251 |
| 31.12.2023in Tsd. € | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
| EUR | -351 | 244 | 183 | 315 | -31 | -229 | 131 |
| USD | -13 | 1 | 7 | -8 | -4 | -10 | -27 |
| CHF | -31 | 6 | 5 | -1 | -4 | -2 | -27 |
| GBP | -5 | 2 | -1 | 1 | 1 | – | -2 |
Zinssensitivität – Szenarioanalysen
Die Darstellung unten illustriert die Zinssensitivität der gesamtökonomischen Risikoposition aus der Bewertungsperspektive unter Anwendung paralleler Zinsänderungen von bis zu +/- 200 Basispunkten.
Währungen 2 -11 -21 – -2 – -32 Summe -398 242 173 307 -40 -241 43
| 30.06.2024in Mio. € | -200bp | -100bp | -50bp | -25bp | +25bp | +50bp | +100bp | +200bp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 27 | 25 | 12 | 6 | -6 | -12 | -24 | -47 |
| USD | -4 | -1 | -1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| CHF | 12 | 3 | 1 | 0 | 0 | -1 | -1 | -2 |
| GBP | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 | -1 |
| Sonstige | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 |
| Summe | 38 | 28 | 13 | 7 | -6 | -13 | -26 | -51 |
| 31.12.2023in Mio. € | -200bp | -100bp | -50bp | -25bp | +25bp | +50bp | +100bp | +200bp |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | -43 | -11 | -4 | -2 | 2 | 3 | 5 | 7 |
| USD | 5 | 2 | 1 | 0 | 0 | -1 | -2 | -3 |
| CHF | 14 | 4 | 2 | 1 | -1 | -1 | -2 | -4 |
| GBP | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 4 | 2 | 1 | 0 | 0 | -1 | -2 | -4 |
| Summe | -19 | -3 | 0 | -1 | 1 | 0 | -1 | -4 |
Aus der Ertragsperspektive würde eine sofortige parallele Zinsänderung von +/- 200 Basispunkten eine Auswirkung von +7 Mio. € (31.12.2023: +36 Mio. €) bzw.-102 Mio. € (31.12.2023: -132 Mio. €) haben. Die wichtigsten Annahmen, auf denen diese Berechnung beruht, sind die Verwendung einer konstanten Bilanzprojektion, von Handelsspannen auf der Grundlage der jüngsten Transaktionen und von Terminsätzen zur Neubewertung des Cashflows als Basisszenario.
Credit-Spread-Risiko im Bankbuch
Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit-Spread-PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer parallelen Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) nach oben an. Die folgende Tabelle zeigt die gesamte Credit-Spread-Sensitivität der BAWAG P.S.K. sowie die Aufteilung nach den für die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Gesamtergebnis relevanten Bilanzkategorien:
Credit-Spread-Sensitivität
| in Tsd. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Gesamtportfolio | -2.556 | -2.439 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | -90 | -65 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte | -784 | -663 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | -1.682 | -1.711 |
Marktrisiko im Handelsbuch
Die BAWAG P.S.K. führt kein aktives Handelsbuch. Derzeit sind keine Handelsaktivitäten für die gesamte Gruppe geplant.
23 | Liquiditätsrisiko
Die Definition des Liquiditätsrisikos und der Rahmen, die Instrumente und die Prozesse für das Liquiditätsrisikomanagement blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 unverändert.
Die Gesamtstrategie der BAWAG P.S.K. sieht eine ausdrückliche Verpflichtung zu einer einlagenbasierten Finanzierungsstrategie vor. Einlagen von Retail- und Firmenkunden bilden seit Jahren den Kern der Refinanzierungsstrategie der BAWAG P.S.K. und werden auch in Zukunft die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bilanz darstellen. Ergänzt wird die Einlagenbasis durch diversifizierte Kapitalmarktrefinanzierungen. Die BAWAG P.S.K. hat dabei unbesicherte Anleihen und fundierte Bankschuldverschreibungen, die mit Hypotheken besichert sind, emittiert.
Die BAWAG P.S.K. hält einen Liquiditätspuffer, um unerwartete Liquiditätsabflüsse in einem Stressszenario abzudecken. Der Liquiditätspuffer stellt daher eine vorbeugende Maßnahme gegen das Liquiditätsrisiko dar. Der Liquiditätspuffer besteht aus einem Portfolio liquider Aktiva, mit dem in Stresssituationen liquide Mittel generiert werden können, um die Illiquidität der Bank zu verhindern. Der Liquiditätspuffer der BAWAG P.S.K. beinhaltet nur Vermögenswerte, die innerhalb von 30 Tagen mit niedrigem Ausführungsrisiko liquidiert werden können. Die Marktliquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig überprüft.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.
Zusammensetzung des Liquiditätspuffers
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen | 11.234 | 12.166 |
| Für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Wertpapiere | 1.760 | 1.937 |
| Sonstige für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Aktiva | 1.497 | 1.499 |
| Kurzfristiger Liquiditätspuffer | 14.490 | 15.602 |
| Sonstige marktfähige Wertpapiere | 2.170 | 2.375 |
| Summe | 16.660 | 17.977 |
Das erste Halbjahr 2024 war geprägt von einer soliden Liquiditätsposition mit weitgehend stabilen Kernfinanzierungsquellen und einer ausgewogenen Laufzeitfinanzierungsstruktur, wobei Privatkunden den Großteil der Finanzierung bereitstellten. Nach zwei Jahren des starken Zinsanstiegs und der damit verbundenen Preisanpassung von Kundeneinlagen und Vermögenswerten verlief das erste Halbjahr 2024 relativ stabil mit moderaten Zinsänderungen, sinkender Inflationsrate und einer Stabilisierung der Geldmenge. Die Liquiditätslage der BAWAG P.S.K. bleibt stark und Privatkundeneinlagen, die sich in diesem herausfordernden Umfeld wiederholt als stabile Finanzierungsquelle erwiesen haben, bilden weiterhin den Schwerpunkt unserer Refinanzierungsstrategie.
Mit ihrem konservativen Risikoprofil und den diversifizierten Finanzierungsquellen ist die Bank gut aufgestellt, um im aktuellen Umfeld struktureller Veränderungen (steigende Zinsen, Abbau von Überschussliquidität durch Zentralbanken, veränderter Einlagenmix, hohe Inflation) ihre solide Liquiditätsposition aufrechtzuerhalten.
Zum 30. Juni 2024 verfügt die BAWAG P.S.K. über keine Refinanzierung im Rahmen der TLTRO III-Fazilität der EZB (nach der letzten Rückzahlung in Höhe von 0,6 Mrd. € im März 2024). Zusätzlich zur stabilen Einlagenbasis platzierte die Bank im Februar und März 2024 erfolgreich öffentliche Pfandbriefe in Höhe von 0,77 Milliarden Euro und senior-preferred
Anleihe in Höhe von 150 Millionen Euro, was erneut den guten Kapitalmarktzugang der BAWAG P.S.K. und die positive Wahrnehmung bei den Anlegern unter Beweis stellte.
24 | Operationelles Risiko
Definitionen des operationellen Risikos, die Governance, die Risikoidentifikation, -bewertung und -reduzierung sowie die Risikoquantifizierung blieben im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 unverändert.
25 | ESG-Risiko
Das Zusammenspiel von ESG-Risiken und anderen wesentlichen Risikoarten wird im Rahmen des bereichsübergreifenden Risk Self Assessment (RSA) bewertet. Innerhalb des Portfoliosteuerungsrahmens der BAWAG P.S.K. werden Sektoren und Länder mit hohem ESG-Risiko entsprechend begrenzt, da die Risikobereitschaft für Branchen mit hohem Transitionsrisiko z.B. Öl- und Gasindustrie, für die es ein geringes Risiko in den Büchern gibt und für die geringe politische oder soziale Risiken bestehen). Aufgrund des derzeit geringen Exposures gegenüber hohen ESG-Risiken sind die Auswirkungen auf die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2024 nicht signifikant.
Insbesondere das Management eingeschränkter und unzulässiger Branchen als Teil des Kreditvergabeprozesses ist in dieser Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Als Teil unseres stabilen Governance-Rahmens ist das ESG-Risikomanagement in unseren wichtigsten Richtlinien und Prozessen verankert und gewährleistet eine angemessene Berücksichtigung von ESG-Risiken im Rahmen des Outsourcing-Managements, bei Produkteinführungen usw. Verschiedene Initiativen wie Lernprogramme, Newsletter etc. unterstützen die Umsetzung des Themas in der Organisation.
Das regulatorische Umfeld im Zusammenhang mit ESG ist umfangreich und entwickelt sich schnell. Die BAWAG P.S.K. geht davon aus, die sich ändernden regulatorischen Anforderungen innerhalb vorgegebener Zeitvorgaben und unter Einhaltung verfügbarer Methoden und Standards, die in der gesamten Branche angewendet werden, zu erfüllen.
Die BAWAG P.S.K. ist bestrebt, negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten abzumildern und den Übergang zu einer grüneren Wirtschaft zu unterstützen. ESG untermauert die Strategie der BAWAG P.S.K. und treibt verantwortungsvolles, nachhaltiges und profitables Wachstum voran.
Es gibt wichtige Schlüsselelemente in Bezug auf das Rahmenwerk, und die größte Herausforderung bleibt weiterhin die Verfügbarkeit von Kundendaten, die weitreichende Auswirkungen auf die Bankenbranche hat. Die aktuelle ESG-Position lässt sich wie folgt beschreiben:
-
ESG-Integration in der Organisation: Eine definierte Organisationseinheit, die für ESG-Risiken verantwortlich ist, wird von nominierten ESG-SPoCs in relevanten Bereichen und allen Tochtergesellschaften unterstützt. Ausschussstrukturen auf Aufsichtsrats- und Vorstandsebene sowie auf der operativen Arbeitsebene wurden implementiert und bilden eine umfassende Basis für das Management von ESG-Risiken. Das ESG-Risikomanagement ist in unseren wichtigsten Richtlinien und Prozessen verankert und gewährleistet eine angemessene Berücksichtigung von ESG-Risiken im Rahmen des Outsourcing-Managements, bei Produkteinführungen usw. Die BAWAG P.S.K. stellt sicher, dass die erforderlichen Fähigkeiten und eine gute Unternehmensführung vorhanden sind.
-
Sensibilisierung und Schulung: Zahlreiche Aufklärungsmaßnahmen wie Großveranstaltungen, Newsletter, Selbstlernprogramme und vieles mehr stellen sicher, dass die Strategie für das ESG-Risikomanagement in der gesamten Organisation anerkannt und praktiziert wird.
-
Definition einer allgemeinen ESG-Strategie mit konkreten Zielen für 2025: ESG-Ziele wurden in die Geschäfts- und Risikostrategie integriert. Ein separates ESG-Rahmenwerk und eine separate Richtlinie wurden beschlossen, und ESGbezogene Überlegungen waren Teil der Geschäftsplanung. Eine weiter verbesserte ESG-Strategie wurde mit Jahresende 2023 definiert. Unsere Ziele sind die Reduktion unserer CO2-Emissionen (Scope 1&2) um mehr als 50%, Steigerung des Frauenanteils im Senior Leadership Team und im Aufsichtsrat sowie die Ausweitung unseres Green-Lending-Portfolios. Ziele für die Dekarbonisierung der wesentlichsten Portfolios werden aktuell entwickelt und im Rahmen des anstehenden Strategie- und Planungsprozesses festgelegt.
-
Internes Reporting: Funktion und Infrastruktur zur Datenerfassung werden kontinuierlich verbessert und die Einführung einer automatisierten Schnittstelle für die Erfassung von Energieausweisen weiterentwickelt. Spezielle ESG-Berichte wurden regelmäßiger Bestandteil des Non-Financial Risk & ESG-Committee, ESG-Steering Committee, Enterprise Risk Meeting, Aufsichtsrat wie auch Management Board. Die Reports beinhalten ESG-KPIs, aktuelle wie auch geplante Projekte und ihren Status wie auch die letzten Resultate von finanzierten Emissionen.
-
Externes Reporting: Die steigernden Anforderungen im Rahmen der ESG-Berichterstattung beziehen sich auch auf das externe Reporting. Per Jahresende 2023 wurde erstmals die Green Asset Ratio der Bank veröffentlicht sowie die finanzierten Emissionen, die gem. Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) ermittelt werden. Zusätzliche Erweiterungen im Rahmen des externen Reportings werden im Laufe des Jahres berücksichtigt und entsprechend berichtet.
-
Risikomessung: Das Zusammenspiel von ESG-Risiken und anderen wesentlichen Risikoarten wird im Rahmen des übergreifenden Risk Self Assessment (RSA) bewertet. Internes Kapital wird dem ESG-Risiko in der ICAAP-Bewertung und im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung zugewiesen. Im Rahmen der internen Stresstests wurde ein spezielles ESG-Szenario definiert. Innerhalb des Portfoliosteuerungsrahmens der BAWAG P.S.K. werden Sektoren und Länder mit hohem ESG-Risiko entsprechend begrenzt, wobei ein sehr geringes Engagement in ESG-Branchen mit hohem Risiko und ein geringes Engagement in der Öl- und Gasindustrie aufrechterhalten wird.
Corporates, Real Estate & Public Sector: Branchenbezogenes ESG-Risiko getrieben hauptsächlich durch Übergangsrisiken, z.B. Branchen, die vor Herausforderungen stehen, sich an die Null-Emissions-Ziele anzupassen. Insgesamt ist das ESG-Branchenrisiko gering bis moderat, mit geringen risikoreichen Engagements. Die Engagements in eingeschränkten (E) und unzulässigen (U) Branchen sind sehr gering. Insbesondere das Management eingeschränkter und unzulässiger Branchen als Teil des Kreditvergabeprozesses ist in dieser Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Unser Risikoappetit für Branchen mit hohem Übergangsrisiko ist gering, was zu konstant niedrigen Engagements im Laufe der Jahre geführt hat (einschließlich des geringen Engagements im Energiekomplex). Im ersten Quartal 2024 haben wir eine zusätzliche Kontrollmaßnahme implementiert als auch ein Limit von 5% um ein niedriges Exposure beizubehalten.
| Untersagt/Eingeschränkt | Exposure | in % | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in € million | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Glücksspiel | U | 203 | 177 | <0,4% | <0,4% |
| Abbau von Öl/Teersand | U | 2 | – | <0,1% | <0,1% |
| Tierversuche (nichtmedizinisch) | U | – | 2 | – | – |
| Summe | 205 | 179 | <0,4% | <0,3% |
- Retail & SME: Die BAWAG P.S.K. ist in entwickelten Märkten mit hohen gesetzlichen und ökologischen Standards tätig. Im Retail & SME Segment liegt der besondere Fokus vor allem auf dem Mortgage Portfolio. Insbesondere ESG-relevante Daten werden in einem fortlaufenden Prozess mit neuen, intern entwickelten Tools erhoben. Darüber hinaus wurde die obligatorische Bereitstellung von Energieausweisen in die Verträge ab 2024 aufgenommen, um die Gesamtabdeckung der EPCs zu verbessern und eine differenziertere Steuerung der Übergangsrisiken für dieses Portfolio zu ermöglichen.
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Halbjahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, und dass der Konzern-Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Halbjahresabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."
- August 2024
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Guido Jestädt Mitglied des Vorstands
DEFINITIONEN
| Key PerformanceIndicator | Definition / Berechnung | Erläuterung |
|---|---|---|
| AußerbilanzielleGeschäfte | CCF-gewichtete außerbilanzielleGeschäfte | Die außerbilanziellen Geschäfte beziehen sich auf Aktiva oderPassiva, die nicht in der Bilanz des Konzerns enthalten sind, wiez.B Kreditzusagen, Garantien. Das außerbilanzielle Geschäft wirdim Risikobericht mit einem Credit Conversion Faktor (CCF)gewichtet. |
| Buchwert je Aktie | Eigenkapital (exkl. AT1-Kapitalund Dividende) / im Umlaufbefindliche Aktien | Der Buchwert je Aktie entspricht der Summe des den Eigentümerndes Mutterunternehmens zurechenbaren Eigenkapitals (exkl. AT1-Kapital und Dividende) dividiert durch die Anzahl der im Umlaufbefindlichen Aktien am Ende der Periode |
| Common EquityTier 1 (CET1)Kapital | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded) | Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitalserfolgt gemäß CRR. Es weist die höchste Kapitalqualität auf undumfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die der Bankuneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung vonRisiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegenRisiken und Verluste. |
| Common EquityTier 1 (CET1)Quote | Common Equity Tier 1 (CET1)Kapital / risikogewichtete Aktiva | Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischen Kennzahlenund zeigt die Kapitalstärke einer Bank, als Maßstab, finanziellemStress standzuhalten. Die Kennzahl wird vom Management laufendüberwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichenMindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor der Nutzung neuerGeschäftsmöglichkeiten wird deren Auswirkung auf die CET1 Quotebemessen. |
| Cost/Income Ratio(CIR) | Operative Aufwendungen /operative Erträge | Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen imVerhältnis zu den operativen Erträgen und vermittelt ein klares Bildüber die operative Effizienz der Bank. Die BAWAG Groupverwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung derBank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderenFinanzinstituten. |
| Dividende je Aktie | Ausschüttung / im Umlaufbefindliche Aktien inkl. LTIPTranchen | Die Dividende je Aktie zeigt den auszuschüttenden Gewinn prodividendenberechtigter Aktie. Als Basis für diedividendenberechtigten Aktien wurden die im Umlauf befindlichenAktien plus der im darauffolgenden Jahr zugeteilten LTIP-Trancheals Basis herangezogen. |
| Durchschnittlichezinstragende Aktiva | Zinstragende Aktiva perMonatsende / Anzahl der Monate | Durchschnitt der zinstragenden Aktiva per Monatsende innerhalbeines Quartals bzw. am Jahresende; wird verwendet zurBerechnung von Nettozinsmarge und Risikokostenquote (sieheKennzahlen) |
| Eigenkapital | Eigenkapital, das den Eigentümerndes Mutterunternehmenszurechenbar ist | Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt |
| Eigenkapital abzgl.immateriellerVermögenswerte | Eigenkapital, vermindert um denBuchwert der immateriellenVermögenswerte | Das Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist einweiterer Indikator für die Tragfähigkeit von Banken und ermöglichtdie Vergleichbarkeit der Banken in Bezug auf das Eigenkapitalohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei der Berechnungdes Return on Tangible Common Equity im Nenner verwendet(siehe Kennzahl). |
| Ergebnis vorRisikokosten | Operative Erträge, vermindert umoperative Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt |
| GesamtkapitalGesamtkapitalquote | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR(BAWAG Group), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded)Gesamtkapital / risikogewichteteAktiva | Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorischeKennzahlen, welche auf dem CET1 Kapital, erweitert um weitereInstrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier 2), die nicht unter dieenge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. DieGesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht,um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernissezu gewährleisten. Allerdings ist das CET1 Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sich |
|---|---|---|
| die BAWAG Group stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote. | ||
| Kundeneinlagen(Segmentsicht) | Kundeneinlagen, ausgewählteeigene Anleihen und zurVeräußerung gehalteneKundeneinlagenstart:bausparkasse, Deutschland | Kundeneinlagen inkl. eigene Anleihen die über das Filialnetzwerkund Privatplatzierungen verkauft wurden inkl. zur Veräußerunggehaltene Einlagen der start:bausparkasse, Deutschland. |
| Kundenkredite | Kundenkredite zu fortgeführtenAnschaffungskosten und zurVeräußerung gehaltenenstart:bausparkasse, Deutschland | Der Buchwert der Kundenkredite, die zu fortgeführtenAnschaffungskosten bilanziert werden und die Kundenkredite derstart:Deutschland, die seit Ende 2023 als zur Veräußerunggehalten bilanziert werden. |
| Kundenrefinanzierung(Segmentsicht) | Kundeneinlagen, eigene Anleihenund zur Veräußerung gehalteneKundeneinlagen start:bausparkasse, Deutschland | Kundeneinlagen inkl. gedeckter Schuldverschreibungen undvorrangiger Anleihen die über das Filalnetzwerk undPrivatplatzierungen verkauft wurden inkl. zur Veräußerunggehaltene Einlagen der start: bausparkasse, Deutschland. |
| Kundenrefinanzierung(durchschnittlich) /Kundeneinlagen(durchschnittlich) | Täglicher Durchschnitt | Der Durchschnitt ist auf täglicher Basis berechnet. |
| Leverage Ratio | Tier 1 Kapital / Gesamtexposure(Berechnung nach CRR) | Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße unddrückt das Verhältnis zwischen dem Tier 1 Kapital und demGesamtexposure aus. Das Gesamtexposure beinhaltet sowohlbilanzielle als auch bestimmte außerbilanzielle Posten; hierbeierfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt den Verschuldungsgradder Bank. Je höher die Kennzahl, desto geringer derVerschuldungsgrad und desto höher die Wahrscheinlichkeit fürder Bank, negativen Schocks standhalten zu können. |
| Liquidity CoverageRatio (LCR) | Liquide Aktiva / Netto-Liquiditätsabflüsse (Berechnung nach CRR) | Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl,die vorsieht, dass Banken angemessene Liquiditätspuffer im Sinnevon ausreichend hochliquiden Aktiva halten, um kurzfristigeSchwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können.Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischenLiquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungenwährend 30 Tagen standhalten können. Die Kennzahl wird vomManagement der Bank laufend überwacht, um dieaufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigenLiquiditätsanforderungen zu erfüllen. |
| Nettogewinn | Periodengewinn nach Steuern,der den Eigentümern desMutterunternehmenszurechenbar ist | Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nachSteuern in absoluten Zahlen für die jeweilige Periode gemäß demKonzernabschluss, der den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist. |
| Nettogewinn jeAktie | Nettogewinn / gewichtetedurchschnittliche verwässerteAnzahl der Aktien im Umlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(verwässert) am Nettogewinn nach Steuern. |
| Nettozinsmarge | Nettozinsertrag / durchschnittlichezinstragende Aktiva | Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher derZinsertrag aus Krediten und anderen Aktiva in einer Periodeabzgl. des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstigeVerbindlichkeiten durch die durchschnittlichen zinstragendenAktiva dividiert wird. Die Kennzahl wird zum externen Vergleichmit anderen Banken sowie als internes Maß zur Rentabilität vonProdukten und Segmenten verwendet. |
|---|---|---|
| Non-performingloans (NPL)-Quote | Non-Performing Loans (NPLs) /Exposure | Die NPL-Quote ist eine Kennzahl zur Darstellung des als notleidendklassifizierten Kreditengagements im Verhältnis zumGesamtkreditrisikoexposure (bilanzielle und außerbilanzielleForderungen). Die Kennzahl spiegelt die Qualität des Kreditportfoliosund des Kreditrisikomanagements der Gruppe wider. |
| Non-performingloans (NPL)-Deckungsquote | Wertberichtigungen Stufe 3 inkl.Prudential Filter und Sicherheiten /ökonomisches NPL Exposure | Die NPL-Deckungsquote zeigt die Relation der Wertberichtigungender Stufe 3 inkl. Prudential Filter und Sicherheiten zumökonomischen NPL Exposure. |
| Non-performingloans (NPL)-Wertberichtigungsdeckungssquote | Wertberichtigungen Stufe 3 inkl.Prudential Filter / ökonomischesNPL Exposure | Die NPL-Wertberichtigungsdeckungsquote zeigt die Relation derWertberichtigungen der Stufe 3 inkl. Prudential Filter zumökonomischen NPL Exposure. |
| OperativesErgebnis | Operative Erträge, vermindert umoperative Aufwendungen und dieregulatorischen Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt |
| Operative Erträge | Summe aus operativenKernerträgen, Gewinnen undVerlusten ausFinanzinstrumenten und densonstigen betrieblichen Erträgenund Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt |
| OperativeKernerträge | Summe aus Nettozinsertrag undProvisionsüberschuss | Die operativen Kernerträge setzen sich aus den EinzelpostenNettozinsertrag und Provisionsüberschuss zusammen und zeigenden Erfolg der Bank in ihren Kernaktivitäten. |
| Return on CommonEquity (RoCE) | Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. AT1-Kapitalund abzgl. Dividende | Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bankfür das Management und Investoren dar. Es wird der Nettogewinnaus der Gewinn- und Verlustrechnung entweder zu Eigenkapital oder |
| Return on TangibleCommon Equity(RoTCE) | Nettogewinn / durchschnittlichesEigenkapital abzgl. immateriellerVermögenswerte, abzgl. AT1-Kapital und abzgl. Dividende | zu Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Common Equity bzw.Return on Tangible Common Equity zeigt die Effizienz der Bank inBezug auf das von den Eigentümern investierte Kapital unddementsprechend den Erfolg ihres Investments. Die "Return on…"-Kennzahlen vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilitätzwischen Banken. Die Zuteilung des Eigenkapitals auf dieSegmente basiert auf einem internen Modell unterBerücksichtigung der risikogewichteten Aktiva und derBilanzsumme. |
| RisikogewichteteAktiva | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup, fully loaded) | Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert.Der Wert beschreibt den absoluten Betrag des Risikos einer Bankund beinhaltet sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen.Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B.Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtlicheRisikogewichtung für jede Position in Abhängigkeit vom (externen)Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen. RisikogewichteteAktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1Quote (siehe oben). "Fully Loaded" bedeutet die Vollanwendung derCRR ohne Übergangsbestimmungen. |
| Risikokosten /ZinstragendeAktiva;(Risikokostenquote) | Risikokosten (Rückstellungenund Kreditrisikovorsorgen,außerplanmäßigeAbschreibungen sowieoperationelles Risiko) /durchschnittliche zinstragendeAktiva) | Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisikomanagements und des Kreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten ineiner Periode im Verhältnis zu den durchschnittlichenzinstragenden Aktiva und ermöglicht ein Benchmarking mitanderen Banken. Gründe für geringe Risikokosten können hoheSicherheiten und/oder eine laufende Überwachung der Ratings derKunden sein. Daraus ergibt sich, dass es nur zu geringenKreditausfällen kommt und nur ein geringer Bedarf fürWertberichtigungen besteht. |
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| RWA Density | Risikogewichtete Aktiva /Bilanzsumme | Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche"Risikogewichtung" der Bilanz einer Bank, also die gesamtenrisikogewichteten Aktiva (siehe oben) im Verhältnis zurBilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittlicheRisikogewichtung der Aktiva basierend auf den aufsichtsrechtlichen Risikogewichtungen, welche durch die Qualität derAktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methodenzur Einschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden. |
| Sonstige Erträge | Summe aus Gewinne undVerluste aus Finanzinstrumenteninkl. sonstige betriebliche Erträgeund Aufwendungen | Die sonstigen Erträge setzen sich aus den Einzelposten Gewinneund Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betrieblicheErträge und Aufwendungen zusammen. |
| UnverwässertesErgebnis je Aktie | Nettogewinn abzüglich AT1-Kupon / gewichtetedurchschnittliche Anzahl derAktien im Umlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(unverwässert) am Nettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1-Kupon). |
| VerwässertesErgebnis je Aktie | Nettogewinn abzüglich AT1-Kupon / gewichtetedurchschnittliche undverwässerte Anzahl der Aktien imUmlauf | Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie(verwässert) am Nettogewinn nach Steuern (abzüglich AT1-Kupon). |
| Zinstragende Aktiva Finanzielle Vermögenswerte +Vermögenswerte zu fortgeführtenAnschaffungskosten –Vermögenswerte beiZentralbanken | Die zinstragenden Aktiva ergeben sich aus der Summe derfinanziellen Vermögenswerte und der Vermögenswerte zufortgeführten Anschaffungskosten vermindert um Vermögenswertebei Zentralbanken. |
GLOSSAR
| Assoziierte | Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und | ||
|---|---|---|---|
| Unternehmen | die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. | ||
| Backtesting | Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlicheingetretenen Ergebnissen. | ||
| Bankbuch | Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht demHandelsbuch zugeordnet werden. | ||
| Branchenklassifizierung | Zuteilung auf einzelne Branchen gemäß interner Branchenkennzeichnung | ||
| Cash Flow Hedge | Ein Cash Flow Hedge ist die Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme, das einbestimmtes mit einem bilanzierten Vermögenswert bzw. einer bilanzierten Verbindlichkeit oder demmit einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionverbundenes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte. | ||
| CDS | Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehenoder Wertpapieren verbrieft. | ||
| CLO | Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind. | ||
| Cross Selling | Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden. | ||
| CRR | Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments unddes Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmenund zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR; in dergeltenden Fassung. | ||
| Derivate | Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien,Anleihen, etc.). Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps. | ||
| ErwarteterKreditverlust | Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected CreditLoss, ECL) anhand wahrscheinlichkeitsgewichteter zukünftiger Cash-flows und Verluste bestimmen.Der ECL ist im Wesentlichen als Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus denVertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und den erwarteten Zahlungsströmen (unterBerücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und erwarteten Verlustraten) definiert. | ||
| Fair Value | Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag fürden Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahltwurde. | ||
| Fair Value Hedge | Vornehmlich festverzinste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivatengegen Änderungen des Fair Values abgesichert. | ||
| Futures | Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt einHandelsobjekt zu einem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss. | ||
| Hedge Accounting Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen einesSicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren. | |||
| Hedging | Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen | ||
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung eineradäquaten Eigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten. | ||
| ILLAP | Internal Liquidity Adequacy Assessment Process; ein interner Prozess, um sicher zu stellen, dass dieBank robuste Strategien, Verfahren, Prozesse und Systeme zwecks Identifikation, Messen, Verwaltenund Überwachung des Liquiditäsrisikos hat. | ||
| InvestmentProperties | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmendienen. | ||
| Monte-CarloSimulation | Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme durch Modellierung von Zufallsgrößen. | ||
| Option | Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einerfestgelegten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). | ||
| OTC | Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eineBörse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird. |
| Swap | Finanzinstrument, welches dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Vertragspartnerndient. |
|---|---|
| WertberichtigungStufe 1 | Erwarteter Kreditverlust auf Vermögenswerte ohne Erhöhung des Kreditrisikos seit der erstmaligenErfassung |
| WertberichtigungStufe 2 | Erwarteter Kreditverlust seit Ersterfassung, aber nicht bonitätsinduziert |
| WertberichtigungStufe 3 | Wertberichtigung und Rückstellungen für notleidende Finanzinstrumente |
IMPRESSUM
BAWAG P.S.K. AG Wiedner Gürtel 11, 1100 Wien FN: 205340x UID: ATU51286308 Telefon: +43 (0)5 99 05-0 Internet: www.bawag.at
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