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AEGON LTD. Annual Report 2019

Apr 3, 2020

30489_10-k_2020-04-03_10a734e8-94d1-4757-b776-8efa816aa567.pdf

Annual Report

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BAWAG
PSK

JAHRESFINANZBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

2019


BAWAG P.S.K. JAHRESFINANZBERICHT 2019

INHALT

3 KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT

  • 4 Konzernlagebericht
  • 31 Konzernabschluss
  • 205 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

221 GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB

  • 222 Lagebericht
  • 259 Einzelabschluss
  • 321 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

4 KONZERNLAGEBERICHT

5 Wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen
7 Ergebnis- und Bilanzanalyse
12 Geschäftssegmente
21 Risikomanagement
21 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
24 Personalentwicklung
27 Corporate Social Responsibility
28 Forschung und Entwicklung
29 Ausblick und Ziele

31 KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

34 Konzernrechnung
44 Anhang (Notes)
164 Risikobericht
205 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
206 Organe der BAWAG P.S.K.

210 BESTÄTIGUNGSVERMERK

217 DEFINITIONEN

220 GLOSSAR

Disclaimer:

Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.

Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.

Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter halten in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.

Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.

Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.

Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

3


Konzernlagebericht


KONZERNLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN

Makro-Trends

Trotz nachlassender Wachstumsdynamik blieb die wirtschaftliche Lage in Österreich auch im Jahr 2019 solide. Das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Österreich erreichte eine Rate von rund 1,6% und lag damit deutlich über dem Wachstum des gesamten Euroraums. Das relativ solide Wachstum wurde durch ein solides Wachstum des privaten Verbrauchs und starke Dienstleistungsexporte angetrieben, während die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im zweiten Halbjahr 2019 zurückging. Der private Konsum wurde durch das Bevölkerungswachstum, den Rückgang der Arbeitslosenquote, das Wachstum der Reallöhne und eine stabile Sparquote unterstützt. Sowohl Unternehmen als auch private Haushalte erwiesen sich weiterhin als finanziell gesund. Auf der Grundlage steigender Einnahmen schlossen die Staatsfinanzen das Jahr 2019 mit einem relativ ausgeglichenen Haushalt ab. Die Verschuldung im Verhältnis zum BIP ist auf unter 70% gesunken und wird voraussichtlich weiter sinken. Die DACH-Region umfasst einen Markt mit mehr als 100 Millionen Einwohnern, einem BIP von mehr als 4 Billionen € und stellt einen gemeinsamen Kultur- und Sprachraum dar, dessen Pro-Kopf-BIP deutlich über dem des Euroraums liegt, mit einem gesunden Arbeitsmarkt und gesunden Staatsfinanzen. Das BIP-Wachstum in Deutschland erreichte 2019 0,6%, was auf den schwächeren internationalen Handel und die Unsicherheiten im Automobilsektor zurückzuführen ist. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht Vollbeschäftigung. Die Staatsfinanzen in Deutschland und Österreich sind ausgeglichen und weisen ausreichend Kapazitäten zur Erhöhung der Ausgaben im Jahr 2020 und darüber hin aus durch Infrastrukturinvestitionen, Steuersenkungen und andere Formen von staatlicher Unterstützung darstellt.

Entwicklungen auf dem Markt

Das stabile wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2019 führte zu einer soliden Kreditnachfrage der privaten Haushalte auf dem österreichischen Kreditmarkt. Das ausstehende Volumen von Darlehen für Wohnungsbauzwecke stieg entsprechend den Immobilienpreisen, während das Darlehensvolumen für Nicht-Wohnungsbauzwecke

langsamer zunahm, und zwar mit ähnlichen Raten wie die Verbraucherpreisinflation. Die Immobilienpreise stiegen weiter an, wobei die Preise in Wien stärker als in Österreich insgesamt wuchsen. Die Einlagen der österreichischen Haushalte stiegen trotz des Niedrigzinsumfelds. Wachsende Investitionen gingen mit einer steigenden Kreditnachfrage österreichischer Unternehmen einher. Sowohl der Wohneigentumsbestand als auch das Verhältnis von Wohnungsbaukrediten zum BIP sind in Österreich im Vergleich zum europäischen Durchschnitt nach wie vor gering. Die Zahl der Filialen österreichischer Banken ist 2019 weiter zurückgegangen, jede fünfte Filiale wurde seit 2012 geschlossen. Die Gesamtbilanz des österreichischen Bankensektors erhöhte sich aufgrund des Wachstums der Kundenaktiva. Die globalen Liquiditätsbedingungen blieben reichlich vorhanden, und die Zinssätze blieben auch 2019 niedrig. Politische Risiken und Anzeichen einer nachlassenden globalen Wachstumsdynamik auf der einen Seite und geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken einschließlich der US-Notenbank und der EZB auf der anderen Seite dominierten die Marktstimmung im Jahr 2019. Insgesamt gingen die Risikoprämien auf den Finanzmärkten im Laufe des Jahres 2019 zurück.

Ausblick

Die globalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ansteckung mit dem Coronavirus (COVID-19) haben in verschiedenen Regionen der Welt zu einer Dämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten geführt, das sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken wird. Darüber hinaus hat die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Situation zu einer erheblichen Verschlechterung des Marktvertrauens geführt. Das Ausmaß der Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte ist noch nicht absehbar. Die Zentralbanken einschließlich der EZB, der US-Notenbank und der Bank of England haben expansive Maßnahmen der Geldpolitik wie Zinssenkungen, dem Kauf von Vermögenswerten und großzügigen Liquiditätsfazilitäten für Geschäftsbanken getroffen. Von den Regierungen wird erwartet, dass sie Konjunkturmaßnahmen durchführen und die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige unterstützen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

Die EZB setzte ihre direkte Aufsicht über die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism - SSM) fort. Die wichtigsten aufsichtsrechtlichen Prioritäten im Jahr 2019 waren die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen sowie die Tragfähigkeit der Verschuldung im Euroraum, die Nachhaltigkeit des Geschäftmodells, die Cyberkriminalität und die IT-Mängel.

Aufgrund des Rückzugs Großbritanniens (UK) aus der Europäischen Union (EU) bestehen nicht nur auf den Finanzmärkten Unsicherheiten über den zukünftigen Status Großbritanniens, sondern auch innerhalb des regulatorischen Umfelds. Um die Auswirkungen von Brexit auf die Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich zu bewerten und potenzielle Risiken zu reflektieren, hat die BAWAG P.S.K. ein Brexit-Team eingerichtet, das von externen Beratern in Österreich und im Vereinigten Königreich unterstützt wird. Jüngsten Informationen zufolge wird es in den ersten 2 Jahren nach dem Brexit ein befristetes Genehmigungssystem (TPR) für Kreditinstitute geben. Die BAWAG P.S.K. beantragte die TPR und die zuständigen Behörden im Vereinigten Königreich - PRA und FCA - bestätigten die TPR für die BAWAG Group. Aufgrund der Größe der britischen Niederlassung der BAWAG P.S.K. und der Tatsache, dass die Geschäftsaktivitäten in Großbritannien von der Niederlassung als Agent für die BAWAG P.S.K. durchgeführt werden, werden auch die Effekte ohne die TPR nur geringe organisatorische Auswirkungen haben.

Im Juni 2019 leitete die EBA eine Konsultation zu den Richtlinien für die Kreditvergabe und -überwachung in der EU ein. Der Richtlinienentwurf spezifiziert die internen Governance-Regelungen für die Gewährung und Überwachung von Kreditfazilitäten während ihres gesamten Lebenszyklus. Diese Richtlinien gelten für die Risikomanagementpraktiken, -richtlinien, -prozesse und -verfahren für die Kreditvergabe und die Überwachung von Kreditengagements sowie für deren Integration in das allgemeine Management- und Risikomanagement-System. Die Richtlinien gelten ab dem 30. Juni 2020.

Darüber hinaus setzten die Aufsichtsbehörden, im Einzelnen die EBA, die EZB und die Europäische Kommission, im Jahr 2019 den Aktionsplan zur Reduzierung der Non

Performing Exposures (NPE) in der EU weiter durch. Zu den Schlüsselbereichen gehören eine ausreichende Verlustabdeckung durch die Banken für künftige NPE, die Entwicklung eines Sekundärmarktes für NPLs und die Erleichterung der außergerichtlichen Durchsetzung von Sicherheiten, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen an die aufsichtsrechtliche Bereitstellung von NPEs und die Verwaltung von NPE durch Banken mit hohen NPL-Raten.

Am 1. Juli 2019 legte die BaFin den entsprechenden nationalen antizyklischen Kapitalpuffer von 0,00% auf 0,25% fest, der ab dem 1. Juli 2020 gilt. Da dies nur Engagements in Deutschland umfasst, wird das Deutschlandgeschäft der BAWAG Group betroffen sein.

Im November 2016 veröffentlichte die Europäische Kommission ein sogenanntes Banking Package mit Änderungen der CRR (sogenannte CRR II oder Verordnung (EU) 2019/876), CRD IV (sogenannte CRD V oder Richtlinie (EU) 2019/878) und BRRD (sogenannte BRRD II oder Richtlinie (EU) 2019/879). Die Verhandlungen über die Vorschläge zwischen dem Europäischen Rat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission begannen im Juli 2018 und wurden bis Mitte 2019 abgeschlossen. Das Bankenpaket wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht und ist teilweise seit Juni 2019 anwendbar.

Zu den Änderungen der CRR und der CRD gehören die Einführung der Leverage Ratio, der stabilen Nettofondsquote, eines überarbeiteten KMU-Förderfaktors und Änderungen des Pufferregimes. Während Teile der CRR II bereits anwendbar sind, gelten andere Kapitel ab dem 28. Juni 2021. Die CRD V hingegen muss von allen EU-Mitgliedsstaaten bis zum 28. Dezember 2020 umgesetzt werden. Während die bereits geltenden Teile von der BAWAG P.S.K. realisiert wurden, haben wir eine Gap-Analyse abgeschlossen und erwarten von den weiteren Änderungen nur noch eine geringfügige Auswirkung.

Wir werden die bevorstehenden regulatorischen Änderungen weiterhin regelmäßig proaktiv überwachen und umsetzen und sie in unseren Geschäftsplänen entsprechend berücksichtigen. Die BAWAG P.S.K. sieht sich aufgrund ihrer starken Kapitalposition und ihres profitablen Geschäftsmodells gut auf die kommenden Anforderungen vorbereitet.


KONZERNLAGEBERICHT

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2019 2018 Veränderung Veränderung (%)
Zinserträge 1.154,1 1.141,6 12,5 1,1
Zinsaufwendungen -279,3 -309,8 30,5 -9,8
Dividendenerträge 3,6 8,6 -5,0 -58,1
Nettozinsertrag 878,4 840,4 38,0 4,5
Provisionserträge 374,7 372,9 1,8 0,5
Provisionsaufwendungen -91,1 -90,1 -1,0 1,1
Provisionsüberschuss 283,6 282,8 0,8 0,3
Operative Kernerträge 1.162,0 1.123,2 38,8 3,5
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen¹) 78,0 47,3 30,7 64,9
Operative Erträge 1.240,0 1.170,5 69,5 5,9
Operative Aufwendungen¹) -517,4 -497,0 -20,4 4,1
Regulatorische Aufwendungen -42,4 -40,1 -2,3 5,7
Operatives Ergebnis 680,2 633,4 46,8 7,4
Risikokosten -69,3 -45,1 -24,2 53,7
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen 5,2 5,1 0,1 2,0
Jahresüberschuss vor Steuern 616,1 593,4 22,7 3,8
Steuern vom Einkommen -162,7 -162,3 -0,4 0,2
Jahresüberschuss nach Steuern 453,4 431,1 22,3 5,2
Nicht beherrschende Anteile -0,2 0,0 -0,2 >-100
Nettogewinn 453,2 431,1 22,1 5,1

¹) Gemäß IFRS umfasst die Position „Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen“ auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 38,2 Mio. € für das Jahr 2019. Die Position „Operative Aufwendungen“ enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 4,1 Mio. € für das Jahr 2019. Das Management der BAWAG Group betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.

Der Nettogewinn stieg in 2019 um 22,1 Mio. € bzw. 5,1% auf 453,2 Mio. €. Diese Entwicklung erklärt sich hauptsächlich durch einen höheren Nettozinsertrag und einer Verbesserung in der Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstigen betriebliche Erträge und Aufwendungen.

Der Nettozinsertrag stieg 2019 aufgrund der Zukäufe der start:bausparkasse Deutschland im dritten Quartal 2018, der Zahnärztekasse AG im ersten Quartal 2019 sowie der Health Coevo AG und der BFL Leasing GmbH im zweiten Quartal 2019 um 38,0 Mio. € bzw. 4,5% auf 878,4 Mio. €.

Der Provisionsüberschuss blieb im Vergleich zu 2018 stabil.

Der Posten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen stieg 2019 um 30,7 Mio. € auf 78,0 Mio. €.

Die operativen Aufwendungen stiegen 2019 um 4,1% auf 517,4 Mio. €. Dies ist hauptsächlich auf die Übernahmen der start:bausparkasse Deutschland im dritten Quartal 2018, der Zahnärztekasse AG im ersten Quartal 2019 sowie der Health Coevo AG und der BFL Leasing GmbH im zweiten Quartal 2019 zurückzuführen.

Die Risikokosten stiegen vom niedrigen Niveau des Jahres 2018 in 2019 um 24,2 Mio. € auf 69,3 Mio. €. Dies ist teilweise auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit Altbeständen von non-performing loans zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen betrugen 2019 162,7 Mio. €.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Aktiva

in Mio. € 2019 2018 Veränderung Veränderung (%)
Barreserve 1.424 1.069 355 33,2
Finanzielle Vermögenswerte 0
Handelsbestand 353 351 2 0,6
Zum Zeitwert über die GuV geführt 740 504 236 46,8
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 3.631 3.039 592 19,5
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 37.556 38.331 -775 -2,0
Kunden 30.467 30.482 -15 -0,0
Schuldtitel 1.369 3.512 -2.143 -61,0
Kreditinstitute 5.720 4.337 1.383 31,9
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 5 1 4 >100
Sicherungsderivate 397 401 -4 -1,0
Sachanlagen 707 234 473 >100
Immaterielle Vermögenswerte 294 224 70 31,3
Steueransprüche für laufende Steuern 13 13 0 0,0
Steueransprüche für latente Steuern 23 52 -29 -55,8
Sonstige Vermögenswerte 293 169 124 73,4
Bilanzsumme 45.436 44.388 1.048 2,4

Die Position zu fortgeführten Anschaffungskosten verzeichnete im Vergleich zum Jahresende 2018 einen Rückgang von 775 Mio. € bzw. 2,0% und betrug zum 31. Dezember 2019 37.556 Mio. €. Die Kundenforderungen blieben stabil, während die Position der Schuldtitel aufgrund von Anleihenverkäufen um 2,1 Mrd. € sank.

Die Position Sachanlagen erhöhte sich um 473 Mio. € auf 707 Mio. € zum 31. Dezember 2019. Dies resultierte überwiegend aus der erstmaligen Anwendung der IFRS 16 Vorschriften sowie aus Bewertungseffekten von Investment Properties.

Die Steueransprüche für latente Steuern gingen um 29 Mio. € bzw. 55,8% auf 23 Mio. € zum 31. Dezember 2019 zurück.


KONZERNLAGEBERICHT

Passiva

in Mio. € 2019 2018 Veränderung Veränderung (%)
Verbindlichkeiten 41.959 40.827 1.132 2,8
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 0,0
Zum Zeitwert über die GuV geführt 369 576 -207 -35,9
Handelsbestand 334 301 33 11,0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 38.709 38.452 257 0,7
Kunden 30.951 30.195 756 2,5
Eigene Emissionen 4.673 3.849 824 21,4
Kreditinstitute 3.085 4.408 -1.323 -30,0
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen 729 150 579 >100
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 337 156 181 >100
Sicherungsderivate 116 104 12 11,5
Rückstellungen 480 465 15 3,2
Steuerschulden für laufende Steuern 13 8 5 62,5
Steuerschulden für latente Steuern 46 30 16 53,3
Sonstige Verbindlichkeiten 826 585 241 41,2
Gesamtkapital 3.477 3.561 -84 -2,4
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist 3.176 3.262 -86 -2,6
AT1-Kapital 297 298 -1 -0,3
Nicht beherrschende Anteile 4 1 3 >100
Summe Passiva 45.436 44.388 1.048 2,4

Die Position finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten stiegen zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 257 Mio. € bzw. 0,7% auf 38.709 Mio. €. Diese Entwicklung reflektiert die Teilrückzahlung des TLTRO II in der Höhe von 1,75 Mrd. € (in der Position Kreditinstitute) sowie die Neuemission einer Senior-preferred Emission in der Höhe von 500 Mio. € sowie zweier covered Emissionen in der Höhe von jeweils 500 Mio. € (Position Eigene Emissionen).

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS 16 Vorschriften erhöhte sich die Position sonstige Verbindlichkeiten um 241 Mio. €.

Das Gesamtkapital inklusive des Additional-Tier1-Kapitals betrug zum 31. Dezember 2019 3.477 Mio. €.

9


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSPOSITION

Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar.

Zum 31. Dezember 2019 lagen die Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) bei 12,2% (CET1), 12,5% (Tier 1) bzw. 14,9% (Gesamtkapital).

Im zweiten Quartal 2019 erhielt die BAWAG die erste formelle MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board („SRB“). Die MREL-Anforderung wurde darin mit 11,94% der gesamten Verbindlichkeiten und Eigenmittel („TLOF“) festgelegt und ist auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG anzuwenden. Die Entscheidung basiert auf einer Single Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Diese MREL-Anforderung wurde so kalibriert, dass sie ca. 25,6% der RWA¹) entspricht. Die MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis.

Per 31. Dezember 2019 verfügte die BAWAG über MREL-fähige Instrumente von 13,7% der TLOF (oder 30,2% der RWA), und erfüllte damit die MREL-Anforderung auf Basis der zu diesem Zeitpunkt gültigen MREL-Entscheidung.

Im Februar 2020 erhielt die BAWAG eine neue MREL-Entscheidung von den Aufsichtsbehörden. Die neue MREL-Entscheidung gibt eine MREL-Anforderung in Höhe von 11,93% von TLOF vor, was ca. 25,7% der RWA entspricht². Wie von uns erwartet, beinhaltet die neue Entscheidung ein Nachrangigkeitserfordernis in Höhe von 8,19% von TLOF oder ca. 17,6% der RWA, und wendet den sogenannten „Hybrid Approach“ an. Der „Hybrid Approach“ beschränkt die MREL Anrechenbarkeit auf direkt von der BAWAG P.S.K. AG (d.h. der Abwicklungseinheit) emittierte

Instrumente³. Die neue MREL-Entscheidung tritt anstelle der bisherigen MREL-Entscheidung vom zweiten Quartal 2019. Die MREL-Anforderungen müssen ab dem 30. Juni 2023 erfüllt werden. Es wurden keine verbindlichen Zwischenziele während der Übergangsperiode vorgegeben.

Basierend auf den Finanzergebnissen per 31.12.2019 und unter Anwendung des „Hybrid Approach“ wären zusätzliche MREL-Instrumente in Höhe von 0,8 Mrd. € erforderlich um die MREL Anforderung von 11,93% zu erfüllen (diese Anforderung ist erst ab dem 30. Juni 2023 verbindlich).

Gemäß unseres proaktiven Kapitalmanagementansatzes haben wir uns das Ziel gesetzt Maßnahmen zu ergreifen, um die MREL-Anforderung auf beschleunigter Basis zu erfüllen.

Unsere Refinanzierungsstrategie basiert weiterhin auf unseren stabilen Kundeneinlagen, welche zwei Drittel unserer gesamten Refinanzierung ausmachen. Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen, waren wir am internationalen Kapitalmarkt im Geschäftsjahr 2019 mit einer Reihe von erfolgreichen Transaktionen quer durch die Kapitalstruktur präsent. Neben 400 Mio. € an Tier 2 Anleihen (Emission auf BAWAG Group Ebene), sowie zwei Covered Bond Emissionen von jeweils 500 Mio. € wurden erstmalig auch 500 Mio. € Senior Non-Preferred Anleihen erfolgreich platziert.

Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei und übertrifft die regulatorischen LCR Anforderungen von 100%. Im Rahmen des SREP für 2019 und 2020 wurden für die BAWAG P.S.K. keine zusätzlichen LCR-Anforderungen festgelegt.

1) Basierend auf den Finanzergebnissen per 31. Dezember 2017
2) Basierend auf Finanzergebnissen per 31. Dezember 2018
3) Eigentmittel-Instrumente (zB CET1 Instrumente, Additional Tier1 & Tier2) bleiben auf einer konsolidierten Basis anrechenbar


KONZERNLAGEBERICHT

WESENTLICHE QUARTALSKENNZAHLEN

in Mio. € Q4 2019 Q3 2019 Q2 2019 Q1 2019 Q4 2018
Nettozinsertrag 223,9 219,8 220,4 214,4 216,3
Provisionsüberschuss 70,0 70,9 70,0 72,5 70,2
Operative Kernträge 293,9 290,7 290,4 286,9 286,5
Operative Erträge 314,3 314,8 312,8 298,2 289,9
Operative Aufwendungen -128,0 -128,1 -138,5 -122,7 -132,5
Risikokosten -25,0 -17,1 -15,5 -11,9 -13,2
Jahresüberschuss vor Steuern 159,7 168,7 157,1 130,6 146,8
Steuern vom Einkommen -39,8 -44,2 -42,8 -35,9 -40,9
Nettogewinn 119,7 124,5 114,3 94,7 105,9

Werte auf Jahresbasis)

Return on Common Equity¹⁾ 15,4% 16,6% 14,5% 11,4% 13,1%
Return on Tangible Common Equity¹⁾ 17,0% 18,4% 15,9% 12,3% 14,1%
Nettozinsmarge 2,38% 2,28% 2,30% 2,26% 2,25%
Cost/Income Ratio 40,7% 40,7% 44,3% 41,1% 45,7%
Risikokosten / zinstragende Aktiva 0,27% 0,18% 0,16% 0,13% 0,14%
Steuerquote 24,9% 26,2% 27,2% 27,5% 27,9%

¹⁾ Exkl. AT1-Kapital.
Anmerkung: Definitionen und Details zur angewandten Berechnungsmethodik siehe Kapitel „Definitionen" auf den Seiten 217-219.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

GESCHÄFTSSEGMENTE

Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftssegmente der BAWAG Group.

Weitere Details dazu finden Sie im Kapitel „Segmentberichterstattung“ im Angang (Notes).

RETAIL & SME

Strategie

Das Ziel der BAWAG Group ist es, mit einem regional angepassten Geschäftsmodell zur führenden Retail- und KMU-Bank in der DACH-Region zu werden. Dabei setzt sie auf verständliche und effiziente Prozesse, digitale Innovation, Datenanalytik und Partnerschaften, um allen ihren Kunden überall und jederzeit die bestmöglichen Bankdienstleistungen anzubieten. Durch zentralisiertes Management auf Gruppenebene bündeln wir unsere Stärken in der gesamten DACH-Region im Rahmen unserer Strategie zur Steigerung der operativen Exzellenz, zur Schaffung von Kosteneffizienz und zur Vermittlung eines noch besseren Kundenerlebnisses.

> Das Ziel der BAWAG Group ist es, zur führenden Retail- und SME-Bank in der DACH-Region zu werden.

Das österreichische Retail & SME-Geschäft betreut 2,4 Millionen Privatkunden und KMUs über ein zentral gesteuertes Filialnetz sowie über Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die von unserem Customer Care Center unterstützt und durch langfristige strategische Partnerschaften mit dem Einzelhandel ergänzt werden. Auf der Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken

Österreichs über unser Vertriebsnetz leicht verständliche und sichere Produkte und erstklassige Beratungsleistungen an.

Unsere Hauptmarken beruhen auf einander ergänzenden Servicemodellen und Kundengruppen. In marktführender Position in Österreich bieten wir unseren Kunden ein „High-Touch“-Beratungserlebnis, kombiniert mit modernster Analytik und digitalen Angeboten. easybank ist die führende Direktbank Österreichs mit dem landesweit höchsten Net Promoter Score. Unsere Stärke beruht auf unserem Anteil an Primärbankbeziehungen, die es uns ermöglichen, die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen und für sie Bankprodukte und Services für das tägliche Leben über verschiedene Schienen bereitzustellen. Wir nützen unsere Kompetenz in diesem Bereich zentral und agieren durch Vereinheitlichung unserer Ressourcen und Prozesse in großem Maßstab.

Unser Hauptaugenmerk gilt der effizienten und einfachen Bereitstellung von Kernprodukten im Bereich Kredit und Sparen sowohl über unser Filialnetz als auch über Partnerschaften mit führenden Einzelhändlern. Über Partner und mit Hilfe der entsprechenden Technologie bieten wir den Konsumenten Finanzprodukte dort an, wo der Bedarf entsteht, zum Beispiel durch unsere Einzelhandelspartnerschaften mit MediaMarkt Saturn und dem jö-Bonusprogramm der REWE Group AT. Finanzdienstleistungen unterliegen einem ständigen Transformationsprozess und spielen eine immer wichtigere Rolle im Kundenerlebnis; dies gibt uns die Chance, unseren Kunden durch Mobile Banking, Onlineberatung und Partnerschaften ihr finanzielles Leben zu erleichtern und den nahtlosen Zugriff zu unseren Produkten anzubieten.

Unser österreichisches Retail- und KMU-Geschäft ist nach wie vor darauf ausgerichtet, unseren Kunden Produkte und Services in der von ihnen erwarteten Qualität anzubieten, wobei wir die differenzierten Wertansprüche unserer verschiedenen Marken bewahren und gleichzeitig als Gruppe gegenüber unseren 2,4 Millionen Kunden auf dem österreichischen Markt auftreten. Dies bedeutet eine verstärkte Fokussierung auf Beratung, modernste Datenanalytik, zusätzliche


KONZERNLAGEBERICHT

Einzelhandelspartnerschaften, Investitionen in Plattformen für das Kreditgeschäft und den Einsatz von Technologie in allen unseren Prozessen, um die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser zu erfüllen.

Im internationalen Retail- und KMU-Geschäft, das hauptsächlich in Deutschland verankert ist, bauen wir unter Einsatz unserer digitalen Möglichkeiten und durch gruppenweite Partnerschaften mit einer Handvoll von Produkten eine Retail- und KMU-Präsenz auf. Unser Ziel ist es, eine hocheffiziente Plattform zu schaffen, digitale Angebote auszurollen, durch Partnerschaften zu wachsen und mit unserer Übernahmekompetenz Marktnischen zu erobern. Wachstum im Kerngeschäft wird vorrangig über digitale Schienen, durch Sonderfinanzierungen und auf dem Wege von Partnerschaften und Plattformen erfolgen.

Wir sind eben erst dabei, den vollen Nutzen aus unserer deutsch/schweizerischen Plattform zu ziehen, die das gesamte Spektrum von Filialen über Makler und Partner bis zu digitalen Produkten umfasst. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgen wir die Chancen, die sich für unser Retail- und KMU-Geschäft aus dem Einsatz unserer Marken über verschiedene Kanäle gruppenweit ergeben.

Geschäftsvorlauf 2019

Österreichisches Retail- und KMU-Geschäft

2019 konnten wir unser Wachstum im Kerngeschäft der Kreditvergabe mit einer Nettobestandsveränderung von 3,5% in Österreich fortsetzen. Diese Ergebnisse bestätigten den Erfolg unserer Strategie der Einzelhandelspartnerschaften und des neuen Modells zur Kundengewinnung, der durch langfristige Exklusivpartnerschaften mit führenden Einzelhändlern, wie MediaMarktSaturn Österreich, beschleunigt wurde. Unser Angebot zur Konsumfinanzierung am Verkaufspunkt und online generiert Wachstum durch nahtlose Finanzierungslösungen für den Kunden am Einkaufsort. 2019 konnten wir über diese Schiene 56.000 Neukunden für die BAWAG-Familie gewinnen. Dank unserer langjährigen Primärbankbeziehungen und unserer Analytik sind wir in der Lage, unseren Kunden Vorteile wie zeitgerechte Produkt- und Serviceangebote, intelligente Analysen und Sicherheitsmeldungen anzubieten.

Wiederum konnten wir im Jahr 2019 sicherstellen, dass unsere Kundenbeziehungen durch unser Verständnis ihrer Bedürfnisse und das Angebot einfacher und effizienter Produkte weiter vertieft wurden. Hier sehen wir die Chance, unseren Anteil an Wohnbaukrediten bei unseren Kunden zu vergrößern. Im Berichtsjahr haben wir bereits große Fortschritte erzielt und bei den Neuvergaben in dieser kritischen Produktfamilie eine Steigerung erreicht.

2019 machten wir signifikante Fortschritte bei der Transformation unseres Filialnetzes unter dem Titel Concept 21, wodurch die Gesamtzahl der Filialen in Österreich auf 88 reduziert wurde. Dies wurde von einer wesentlichen Verbesserung des Kundenerlebnisses begleitet. Seit Jahresende 2019 verfügen wir über ein völlig unabhängiges, von der Österreichischen Post getrenntes Filialnetz. Wir haben die Verlagerung aller Kunden an die Kernstandorte unseres Filialnetzes abgeschlossen. Dies konnte dank unserer flächendeckenden Präsenz und unserer Maßnahmen zur Kundenbindung mit minimaler Störung des Geschäftsvorlaufs erfolgen. Außerdem haben wir fast 200 neue Kundenbetreuer eingestellt und 27 neue Filialen mit völlig umgestaltetem Design eröffnet. Im Jahresvergleich ist es uns bereits gelungen, die Produktivität pro Mitarbeiter um 5% zu steigern. Dank des erzielten Effizienzgewinns sind wir in der Lage, weiter in unser Filialnetz zu investieren und durch attraktivere Filialen, digitale Angebote und wesentliche Partnerschaften neue Kunden zu gewinnen.

2019 haben wir unsere neue Mobile-Banking App „klar“ eingeführt, die seitdem durch zusätzliche Features und Services kontinuierlich verbessert wurde. Weitere Verbesserungen werden laufend vorgenommen, wobei wir sowohl das Feedback unserer Kunden als auch gegenwärtige Markttrends berücksichtigen. Unsere Kunden schätzen die benutzerfreundlichen Features der neuen App, wie sich anhand des signifikanten Anstiegs der digitalen Zugriffe im vierten Quartal 2019 zeigt. Der durchschnittliche Nutzer von „klar“ hat sich um 10% häufiger eingeloggt wie zuvor.

Als einziger Bankpartner des neu gegründeten und größten österreichischen Kundentreueclubs jö, dem bereits 3,7 Millionen Kunden angehören, schaffen wir mit jeder von unseren Kunden getätigten Transaktion mit einem jö-Partner finanziellen Mehrwert. Außerdem haben wir im vierten Quartal 2019 mit der Einführung unserer neuen Rail&Drive KontoBox die Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf den Weg gebracht. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, kostengünstig und umweltbewusst mittels einer Kombination aus klimafreundlicher Bahn und Car-Sharing zu reisen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

In 2019 lag das Hauptaugenmerk unserer Direktbank easybank weiterhin auf Digitalisierungsmaßnahmen, Effizienzsteigerung und Kundenzufriedenheit. Zum neunten Mal in Folge wurde die easybank vom FMVÖ mit dem Recommender Award ausgezeichnet, ein Beleg für die Stärke der digitalen Marke und das hohe Maß an Kundentreue. Diese Auszeichnung ergeht an die Bank mit dem höchsten Net Promoter Score. easybank konnte ihre führende Position nicht nur als die am häufigsten empfohlene Direktbank Österreichs, sondern auch als die Bank mit dem höchsten Net Promoter Score aller Finanzdienstleister in Österreich halten. Mit ihrem Direktbankmodell und ihrer rein digitalen Nutzerbasis stellt die easybank eine ideale Ergänzung der auf qualitätsvolle Beratung ausgerichteten Tätigkeit der BAWAG P.S.K. dar, indem sie andere Kundengruppen bedient und deren Erwartungen über ihre eigenen Vertriebsschienen und unter einer anderen Marke erfüllt. Die Skalierbarkeit dieser Beziehung ist dadurch gewährleistet, dass die Leistungen des Middle und Back Office sowie die den Kernprodukten zugrunde liegenden Technologien angeglichen und auf maximale Effizienz ausgerichtet sind. Wir werden weiterhin zusätzliche Chancen evaluieren, die uns unser österreichischer Marken-mix bietet.

Internationales Retail- und KMU-Geschäft

Wir sind dabei, die Präsenz unserer in Deutschland verankerten, internationalen Retail- und KMU-Plattform durch Wachstum in strategischen Bereichen auszuweiten. Neben den laufenden Initiativen zur Transformation der Südwestbank und der start:bausparkasse Deutschland haben wir in der ersten Jahreshälfte 2019 drei ergänzende Übernahmen mit Konzentration auf Spezialprodukte in den Bereichen Factoring und Leasing getätigt. Durch die Übernahme der BFL Leasing GmbH hat die BAWAG Group die Grundlage für den Aufbau des Leasinggeschäfts in Deutschland geschaffen, das gemeinsam mit strategischen Partnern und über verschiedene Vertriebsschienen betrieben werden soll. Die Übernahme der Health Coevo AG (Deutschland) und der Zahnärztekasse AG (Schweiz) bietet der BAWAG Group die Chance, sich im Bereich Factoring zu etablieren. Beide Factoring-Übernahmen sind auf den Nischenmarkt der Finanzdienstleistungen im Bereich (Zahn)Medizin ausgerichtet, wobei über strategische Partnerschaften die Vertriebsmöglichkeiten ausgebaut werden sollen. Wir heißen unsere neuen Kolleginnen und Kollegen in der BAWAG Group willkommen und sind überzeugt, dass sie sich als großartige Partner bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in der DACH-Region erweisen werden.

Wir sind nun dabei, den vollen Nutzen aus unserer deutsch/schweizerischen Plattform zu ziehen, die das gesamte Spektrum von Filialen über Makler und Partner bis zu digitalen Produkten umfasst. Dieser Nutzen erwächst uns aus einer Kombination folgender Aspekte:

  • der Bankplattform und dem Filialnetz der Südwestbank als Wachstumstreiber im Bereich Retail, KMU und Private Banking
  • der Expertise der start:bausparkasse Deutschland im Hypothekarkreditgeschäft
  • der Qlick-Technologie zur Entwicklung des Direktbankgeschäfts und der Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern in ganz Deutschland
  • der von BFL Leasing GmbH und Health Coevo AG angebotenen Nischenprodukte Leasing und Factoring für eine größere Kundenbasis in ganz Deutschland
  • Dem gruppenweiten Einsatz von digitalen Produkten und der Zentralisierung spezifischer zentraler Funktionen sowie von Middle- und Back-Office-Aktivitäten im Sinne einer hocheffizienten Präsenz

Ausblick

In Österreich werden wir weiterhin an der Umsetzung unserer langfristigen Strategie arbeiten, indem wir die Stärke unserer verschiedenen Marken und Vertriebsschienen ebenso wie unsere Kundenbeziehungen und unsere datenbasierte Kundenanalytik einsetzen, um Mehrwert zu schaffen und unsere Kunden in ihrem finanziellen Leben bedarfsgerecht zu unterstützen. Wir werden unsere herausragende Expertise für alle Marken nützen und über die verschiedenen Servicemodelle unseren Marktanteil in Österreich weiter steigern, während wir im Sinne einer erhöhten Kosteneffizienz Synergien technologischer und operativer Art heben.

Wir beabsichtigen, uns vermehrt komplexeren Produktkategorien zuzuwenden, wie z.B. Hypotheken und Wertpapieren, da wir hier angesichts steigender Nachfrage die Möglichkeit sehen, vertiefte Geschäftsbeziehungen zu unserer bestehenden Kundenbasis zu entwickeln. Dies bedeutet nicht nur eine wesentliche Wachstumschance, sondern auch eine Möglichkeit, die hohe Qualität unserer Vertriebsmitarbeiter voll und ganz zum Wohl unserer Kunden und deren Finanzen einzusetzen


KONZERNLAGEBERICHT

Indem wir unser Hauptaugenmerk darauf richten, auf allen Vertriebsschienen ein herausragendes Kundenerlebnis zu bieten, entwickeln wir uns zu einer konsolidierten, digital integrierten Plattform, die alle Kundenbedürfnisse erfüllt. Bei der Neukundengewinnung setzen wir insbesondere auf die Auswirkungen unserer Partnerschaften mit führenden österreichischen Einzelhändlern. Diese Partnerschaften sind auf unsere Wachstumsbereiche im Konsumkreditsegment und im Geschäft mit KMUs ausgerichtet. Wir

beabsichtigen, auch im kommenden Jahr weitere Kooperationen einzugehen. In Deutschland werden wir weiterhin vielfältige Integrationsinitiativen vorantreiben, um eine konzentrierte Retail- und KMU-Plattform zu schaffen, mittels derer wir spezifische Produkte bereitstellen, unsere Marktpräsenz und unsere Stärken gruppenweit ausbauen, durch Partnerschaften wachsen und weiterhin strategische Übernahmemöglichkeiten prüfen werden.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg.
(%) | Q4 2019 | Q4 2018 | Vdg.
(%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 626,0 | 575,4 | 8,8 | 163,6 | 146,5 | 11,7 |
| Provisionsüberschuss | 242,2 | 236,1 | 2,6 | 59,9 | 58,2 | 2,9 |
| Operative Kernerträge | 868,3 | 811,5 | 7,0 | 223,4 | 204,7 | 9,1 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,1 | 16,7 | -99,4 | -0,7 | 8,2 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 2,4 | 1,9 | 26,3 | 1,5 | 0,5 | >100 |
| Operative Erträge | 870,8 | 830,0 | 4,9 | 224,2 | 213,4 | 5,1 |
| Operative Aufwendungen | -372,9 | -350,9 | 6,3 | -90,3 | -90,5 | -0,2 |
| Regulatorische Aufwendungen | -27,0 | -26,0 | 3,8 | -1,7 | 3,1 | - |
| Risikokosten | -76,3 | -62,3 | 22,5 | -25,9 | -19,2 | 34,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 394,6 | 390,9 | 0,9 | 106,4 | 106,8 | -0,4 |
| Steuern vom Einkommen | -98,6 | -97,7 | 0,9 | -26,6 | -26,7 | -0,4 |
| Nettogewinn | 295,9 | 293,2 | 0,9 | 79,8 | 80,1 | -0,4 |
| Kennzahlen | 2019 | 2018 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2019 | Q4 2018 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Tangible Common Equity | 23,5% | 22,7% | 0,8 | 24,6% | 25,0% | -0,4 |
| Nettozinsmarge | 3,60% | 3,43% | 0,17 | 3,62% | 3,47% | 0,15 |
| Cost/Income Ratio | 42,8% | 42,3% | 0,5 | 40,3% | 42,4% | -2,1 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,44% | 0,37% | 0,07 | 0,57% | 0,45% | 0,12 |
| NPL Ratio | 1,9% | 1,9% | 0,0 | 1,9% | 1,9% | 0,0 |
| NPE Ratio | 2,2% | 2,2% | 0,0 | 2,2% | 2,2% | 0,0 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg.
(%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 18.155 | 16.905 | 7,4 |
| Risikogewichtete Aktiva | 8.623 | 7.617 | 13,2 |
| Kundeneinlagen | 24.848 | 24.251 | 2,5 |
| Eigene Emissionen | 3.249 | 2.807 | 15,7 |

Die operativen Erträge stiegen im Vergleich zu 2018 um 4,9% auf 870,8 Mio. €. Dies resultiert aus einem verbesserten Nettozinsertrag, der durch die kürzlich abgeschlossenen Akquisitionen startbausparkasse Deutschland im September 2018, die Zahnärztekasse AG im März 2019 sowie die Health Coevo AG und die BFL Leasing im Mai 2019 positiv beeinflusst wurde.

Die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten beinhalten 2018 den Ertrag aus dem Verkauf von non-performing Krediten im Jänner und Dezember 2018.

Die operativen Aufwendungen stiegen aufgrund der oben genannten Akquisitionen um 6,3% auf 372,9 Mio. €.

Die Risikokosten betrugen 76,3 Mio. €. Dies entspricht einer Risikokostenquote von 44 Basispunkten bei einer stabilen NPL Ratio von 1,9%.

Das Segment erzielte einen Nettogewinn von 295,9 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity (nach Steuern) von 23,5% in 2019.

Die Aktiva stiegen im Vergleich zum Jahresende 2018 aufgrund der jüngsten Akquisitionen und einem Wachstum unserer Konsumfinanzierungen um 7,4%.

Die Kundeneinlagen stiegen im Vergleich zum Jahresende 2018 aufgrund höherer Sichteinlagen um 2,5%.


KONZERNLAGEBERICHT

CORPORATES & PUBLIC

Überblick und Strategie

Das Segment Corporates & Public konzentriert sich auf nationale und internationale Kredite, Einlagen und Zahlungsdienstleistungen. Das Firmenkundengeschäft umfasst die DACH-Region sowie das internationale Kreditgeschäft, das sich auf entwickelte und reife Märkte in Westeuropa und den Vereinigten Staaten fokussiert. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf vorrangig besicherte Kredite an starke Sponsoren, auf Cashflow-erzeugende Unternehmen und Vermögenswerte. Im Geschäft mit dem öffentlichen Sektor ist es unser Ziel, unsere Marktposition in Österreich zu halten und die Gebühren für das Cash Management zu behalten. Dies erreichen wir, indem wir uns auf den Zahlungsverkehr mit bestehenden Top-Kunden konzentrieren, neue Kunden für unser Zahlungsverkehrsgeschäft gewinnen, uns auf spezifische Ausschreibungen fokussieren und Cross-Selling an bestehende Kreditnehmer betreiben. Darüber hinaus haben wir eine Originate-to-Selling-Plattform im öffentlichen Sektor mit Schwerpunkt auf Versicherungsgesellschaften eingerichtet, um zusätzliche Gebühreinnahmen zu erzielen.

Geschäftsvorlauf 2019

Das Segment Corporates & Public erzielte einen Nettogewinn von 142,4 Mio. € im Jahr 2019. Wir konzentrierten uns weiterhin auf unsere Möglichkeiten zur Kreditvergabe, vor allem in ausgewählten entwickelten Märkten. Die Erträge blieben insgesamt stabil, wobei der Schwerpunkt auf risikobereinigten Erträgen lag. Wir sehen gute Möglichkeiten bei Asset-Backed-Lending-Transaktionen, allerdings hält der Preisdruck im gesamten Bereich der Unternehmenskredite weiter an.

Ausblick

Wir gehen weiterhin von einer soliden Pipeline mit diversifizierten Möglichkeiten für 2020 aus. Der Wettbewerb um defensive, qualitativ hochwertige Transaktionen wird jedoch hoch bleiben. Unser Schwerpunkt wird weiterhin auf risikoadäquaten Renditen, diszipliniertem Underwriting und Geduld liegen und nicht auf reines Volumenswachstum.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg. (%) | Q4 2019 | Q4 2018 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 249,1 | 250,4 | -0,5 | 61,4 | 63,8 | -3,8 |
| Provisionsüberschuss | 43,0 | 48,6 | -11,5 | 10,5 | 12,4 | -15,3 |
| Operative Kernerträge | 292,1 | 299,0 | -2,3 | 71,9 | 76,2 | -5,6 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,2 | 10,7 | -98,1 | 1,3 | 7,2 | -81,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Operative Erträge | 292,3 | 309,8 | -5,6 | 73,3 | 83,4 | -12,1 |
| Operative Aufwendungen | -100,1 | -120,0 | -16,6 | -22,3 | -29,2 | -23,6 |
| Regulatorische Aufwendungen | -10,0 | -8,9 | -12,4 | -0,9 | -1,0 | 10,0 |
| Risikokosten | 7,6 | 17,8 | 57,3 | -0,6 | 7,1 | - |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 189,8 | 198,7 | -4,5 | 49,4 | 60,2 | -17,9 |
| Steuern vom Einkommen | -47,5 | -49,7 | -4,4 | -12,4 | -15,1 | -17,9 |
| Nettogewinn | 142,4 | 149,0 | -4,4 | 37,1 | 45,1 | -17,7 |
| Kennzahlen | 2019 | 2018 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2019 | Q4 2018 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Tangible Common Equity | 14,4% | 13,4% | 1,0 | 15,6% | 16,1% | -0,5 |
| Nettozinsmarge | 1,75% | 1,72% | 0,03 | 1,77% | 1,75% | 0,02 |
| Cost/Income Ratio | 34,2% | 38,7% | -4,5 | 30,4% | 35,0% | -4,6 |
| Risikokosten / zinstragende Aktiva | -0,05% | -0,12% | 0,07 | 0,02% | -0,20% | - |
| NPL Ratio | 1,0% | 1,2% | -0,2 | 1,0% | 1,2% | -0,2 |
| NPE Ratio | 1,6% | 1,2% | 0,4 | 1,6% | 1,2% | 0,4 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 13.141 | 14.167 | -7,2 |
| Risikogewichtete Aktiva | 7.932 | 9.429 | -15,9 |
| Kundeneinlagen (inkl. sonstiger Refinanzierung) und
eigene Emissionen | 7.118 | 9.438 | -24,6 |

Die operativen Erträge sanken 2019 aufgrund eines niedrigeren Provisionsüberschusses und geringeren Erträgen aus Finanzinstrumenten im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,6% auf 292,3 Mio. €.

Die operativen Aufwendungen verbesserten sich um 16,6% auf 100,1 Mio. €, was auf eine optimierte Kostenbasis zurückzuführen ist.

Die Nettoauflösung der Risikokosten reduzierte sich um 10,2 Mio. € auf 7,6 Mio. € in 2019.

Das Segment erzielte einen Nettogewinn von 142,4 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity (nach Steuern) von 14,4%.

Die Aktiva sanken im Vergleich zum Jahresende 2018 um 7,2% auf 13,1 Mrd. €. Diese Entwicklung reflektiert die Änderung unserer Strategie im Hinblick auf unseren Fokus auf risikoadäquate Erträge, im Speziellen in der DACH Region.

Die Verbindlichkeiten sanken um 24,6% auf 7,1 Mrd. €. Der deutliche Rückgang des Volumens im Vergleich zum Jahresende 2018 kommt hauptsächlich aus der Reduktion von kurzfristigen Einlagen von Kunden der öffentlichen Hand sowie von institutionellen Kunden, sowie aus der Teilrückführung des TLTRO II in der Höhe von 1,75 Mrd. €.


KONZERNLAGEBERICHT

CORPORATE CENTER UND TREASURY

Überblick und Strategie

Das Corporate Center enthält zentrale Funktionen für die BAWAG Group. Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst daher das Ergebnis des Fund Transfer Pricing (FTP) als Ergebnis der Asset & Liability Management Funktion, einmalige und projektbezogene Betriebsausgaben und andere einmalige Posten. Die Bilanz enthält hauptsächlich unverzinsliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eigenkapital.

Das Treasury verfolgte weiterhin die Strategie, das Anlageportfolio zwischen langfristigen Investitionen in qualitativ hochwertige Wertpapiere auszugleichen und gleichzeitig unser Portfolio weiterhin zu konsolidieren und zu verkaufen, um die Flexibilität der Umschichtung in Kundenkredite oder andere Aktivitäten der Bilanzverwaltung zu erhalten. Maßnahmen zur Portfoliooptimierung im Anlagebuch führten zu einem verringerten Anlageportfolio und einer soliden Liquiditätsreserve von Ende 2019. Die Gesamtzusammenstellung des Portfolios spiegelt unsere Strategie wider, eine hohe Kreditqualität, eine kürzere Duration und eine starke Liquidität im Wertpapierportfolio aufrechtzuerhalten, um die Erzielung eines zusätzlichen Nettozinsertrags auszugleichen und gleichzeitig die Volatilität des Fair Value zu minimieren.

Geschäftsverlauf 2019

Im Jahr 2019 haben wir unsere Strategie weiterverfolgt. Zum Jahresende 2019 belief sich das Portfolio auf 4,7 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 5,9 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug vier Jahre und umfasste 96% der Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 77% in der Kategorie A oder höher geratet waren, ohne dass sie in Mittel- und Osteuropa investiert waren. Zum 31. Dezember 2019 hatte das Portfolio kein direktes Engagement in China, Russland, Mittel- und Osteuropa oder Südosteuropa. Das direkte Engagement in Großbritannien ist moderat und konzentriert sich auf international diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Engagement in Südeuropa ist nach wie vor moderat und umfasst kürzer laufende, liquide Anleihen bekannter Emittenten.

Ausblick

Treasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Die Liquiditätsversorgung und das Tapering der EZB sowie erhöhte politische Risiken bleiben wichtige Faktoren an den Finanzmärkten. Wir sind jedoch bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg. (%) | Q4 2019 | Q4 2018 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 3,8 | 14,9 | -74,5 | -1,1 | 5,9 | - |
| Provisionsüberschuss | -1,7 | -1,9 | 10,5 | -0,4 | -0,4 | 0,0 |
| Operative Kernerträge | 2,1 | 12,8 | -83,6 | -1,4 | 5,5 | - |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 70,4 | -7,9 | - | -1,0 | -15,1 | 93,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 4,9 | 26,0 | -81,2 | 19,2 | 2,6 | >100 |
| Operative Erträge | 77,4 | 30,9 | >100 | 16,8 | -7,0 | - |
| Operative Aufwendungen | -56,6 | -46,9 | 20,7 | -21,3 | -16,5 | 29,1 |
| Regulatorische Aufwendungen | -5,3 | -5,2 | -1,9 | -0,6 | -0,6 | 0,0 |
| Risikokosten | -0,6 | -0,7 | -14,3 | 1,5 | -1,2 | - |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 19,9 | -16,8 | - | -2,0 | -24,1 | 91,7 |
| Steuern vom Einkommen | 1,1 | 11,2 | 90,2 | 1,5 | 7,3 | 79,5 |
| Nettogewinn | 20,8 | -5,5 | - | -0,7 | -16,9 | 95,9 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. €) | 2019 | 2018 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 14.366 | 13.626 | 5,4 |
| Risikogewichtete Aktiva | 3.829 | 3.419 | 12,0 |
| Eigenkapital | 3.594 | 3.789 | -5,1 |
| Eigene Emissionen und sonstige Verbindlichkeiten | 6.853 | 4.413 | 55,3 |

Das Betriebsergebnis stieg auf 77,4 Mio. €, was auf höhere realisierte Gewinne aus dem Verkauf von Anleihen zurückzuführen ist.

Die Betriebsausgaben beliefen sich 2019 auf 56,6 Mio. €, das sind 20,7% mehr als 2018, was auf Einmaleffekte zurückzuführen ist.

Die Aktiva (einschließlich der Liquiditätsreserve) stiegen im Vergleich zum Jahresende 2018 um 5,4%, was hauptsächlich auf höhere kurzfristige Einlagen bei den Zentralbanken zurückzuführen ist.


KONZERNLAGEBERICHT

RISIKOMANAGEMENT

Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG P.S.K. sowie der Ziele und Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes). Die

Richtlinien zu unseren Anlagestandards im Lichte der ESG werden auf der Ebene BAWAG Group veröffentlicht und sind zu finden auf der Website https://www.bawaggroup.com/BAWAGGROUP/IR/DE/ESG.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

EINLEITUNG

Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung vorgegebenen und in der BAWAG P.S.K. ausgeführten Prozesse verstanden, durch die

  • die Wirksamkeit und Effizienz der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
  • die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
  • die Einhaltung der für die BAWAG P.S.K. maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften

überwacht und kontrolliert werden.

Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.

Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen und den EBA-Leitlinien zur internen Governance (EBA/GL/2017/11) ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.

Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung der BAWAG P.S.K..

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Kontrollumfeld

Der Code of Conduct des Konzerns beinhaltet die Unternehmenswerte, welche für alle Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. gelten. Der Code of Conduct basiert auf den Leitlinien Respekt und Teamwork, Kundenfokus und Reputation sowie Integrität und Compliance.

Der bewusste Umgang mit Compliance-Themen sowie eine nachhaltige Risikokultur ermöglichen eine schnelle Identifikation der Risiken und eine gut durchdachte

Entscheidungsfindung im Umgang mit vorhandenen Regelungen. Der Kern unserer Risikokultur sind interne Regelungen und vor allem eine offene Kommunikation, um ein möglichst breites Bewusstsein aller Mitarbeiter für sämtliche Risiken, mit denen die BAWAG P.S.K. konfrontiert ist, zu schaffen.

Zusätzlich werden in der Richtlinie für das interne Kontrollsystem klare Vorgaben für alle Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. gesetzt und das IKS wird als die Gesamtheit aller systematisch gestalteten prozessualen, technischen,


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

baulichen oder organisatorischen Grundsätze, Verfahren und (Überwachungs)maßnahmen im Unternehmen definiert.

Darin enthalten sind die jeweiligen organisatorischen Richtlinien des gesamten operativen Managements sowie die festgelegten Kontrollmechanismen und Überwachungsaufgaben des unmittelbar Prozessverantwortlichen.

Der Bereich Bilanzen/Beteiligungen ist für das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen teilweise über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen/Beteiligungen arbeiten. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen/Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse aller inländischen Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzernverrechnung, Steuern sowie teilweise das aufsichtsrechtliche Meldewesen der inländischen Bankentöchter.

Dem Bereich Bilanzen/Beteiligungen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens sowie die fachliche Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung konzerneinheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der BAWAG P.S.K. beinhaltet Arbeitsanweisungen und Prozesse

  • zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
  • zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
  • zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.

Der Bereich Bilanzen/Beteiligungen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der BAWAG P.S.K. eingebunden. So

erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der BAWAG P.S.K. übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen/Beteiligungen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschlusserstellung notwendigen Tätigkeiten durch.

Das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesen- sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.

Information und Kommunikation

Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von ESG wird der Vorstand regelmäßig über Risiken, die sich aus diesen Faktoren ergeben, informiert.

Überwachung

Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Maßnahmen zur Risikominimierung werden hinsichtlich der Umsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv überwacht. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und regelmäßig berichtet. Events und Verluste werden auch zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Prozesse, Systeme und Kontrollen genutzt.


KONZERNLAGEBERICHT

Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen der Prozesse, des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

PERSONALENTWICKLUNG

Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zur Umsetzung unserer Strategie. Technologie hat nicht nur das Kundenverhalten verändert, sondern auch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Neben dem traditionellen Bankwissen wurden und werden die Kenntnisse und Erfahrungen der Mitarbeiter von Finanzinstituten laufend weiterentwickelt, um mit diesen Veränderungen umgehen zu können. Hervorragende Mitarbeiter zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten ist wichtig, weshalb wir dafür verantwortlich sind, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem den Menschen der Raum für ihre Entwicklung gegeben wird.

Unsere Kultur unterscheidet uns von anderen:

Was unsere Bank auszeichnet, ist die besondere Leidenschaft, das Engagement, die Arbeitsmoral und das Vertrauen, das wir in uns gegenseitig setzen, sowie unsere kollektive Fähigkeit, als Team zu arbeiten und Ergebnisse zu liefern.

"Das macht unsere Kultur aus und ist die treibende Kraft hinter unserem Erfolg der letzten Jahre".
Anas Abuzaakouk, CEO

Um unsere Mitarbeiter bei der Entwicklung ihrer Talente und Fähigkeiten in den verschiedenen Stadien ihrer Karriere zu unterstützen, haben wir "Durch das Jahr mit HR" geschaffen. Dieser Rahmen steuert alle Initiativen im Zusammenhang mit der Rekrutierung, dem Talentmanagement und der Entwicklung von Führungskräften. Wir bieten nicht nur spezifische Programme an, sondern auch eine breite Palette von Schulungsmöglichkeiten, um die Entwicklung der persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu unterstützen, z.B. durch E-Learning. Für ausgewählte Bereiche wie z.B. Risiko, Retail und Digital wurde eine vertiefende BAWAG-Fachakademie eingerichtet.

Projektarbeit in multidisziplinären Teams sowie die Integration von neuen Töchtern wird in unseren Mitarbeitern-Entwicklungsplänen aufgenommen. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, ihr Bankwissen zu erweitern und gibt ihnen die Aussicht auf einen breiteren Karriereweg, der auf die Talente der Mitarbeiter abgestimmt ist und damit auch zu unseren Zielen beiträgt.

Vielfalt und Integration

Wir machen bei Rekrutierungen, Entwicklungsmaßnahmen, Beförderungen und Vergütungen keinen Unterschied nach Geschlecht, ethnischem Hintergrund, Religion oder sexueller Orientierung. Die Gleichbehandlung unserer Mitarbeiter ist nicht nur Teil unseres Verhaltenskodizes, sondern in unserer Kultur verankert. Während der Großteil unserer Mitarbeiter in Österreich tätig ist, kommen unsere Mitarbeiter aus 40 Nationen.

Frauenförderung in der BAWAG P.S.K.

Die richtige Zusammensetzung von Mitarbeitern zu finden ist eine Herausforderung. Wir haben in den letzten Jahren große Fortschritte bei den gesetzten Initiativen gemacht. Ende 2019 beträgt der Anteil an Frauen auf Managementebene in der BAWAG P.S.K. Gruppe 34%.


KONZERNLAGEBERICHT

Gleichberechtigte Entlohnung ist ein Grundsatz. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle wird durch Transparenz thematisiert und Hierarchien-übergreifend überwacht. Mit diesen Instrumenten konnten wir die Lücke in den letzten Jahren verringern. Unser Ziel ist es, Initiativen zu setzen, um diese Lücken zu schließen.

Das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter

Neben einem fördernden Arbeitsumfeld möchten wir unsere Mitarbeiter in den verschiedenen Lebensphasen unterstützen: durch flexible Arbeitszeiten, Möglichkeiten der Heimarbeit, Unterstützung von Frauen nach der Karenz, Förderung der Vaterkarenz, zwei Betriebskindergärten, Sabbatical-Optionen, Führung für Teilzeitkräfte. Außerdem bieten wir unseren Mitarbeitern ein Gesundheitsförderungsprogramm an, das von Schulungen zu bestimmten Themen, Gesundheitschecks, Betriebsarzt bis zu Präventivmaßnahmen zu reduzierten Kosten reicht.

Der Vorstand hat in den letzten Jahren einen guten Dialog mit den Arbeitnehmervertretern aufgebaut, der ein breites Spektrum von Themen wie Vergütung, Reorganisationen und Umstrukturierungen, Akquisitionen und Wohlbefinden umfasst. Dazu gehören zusätzliche Leistungen für unsere Mitarbeiter bei Sportprogrammen sowie Urlaubs- und Finanzleistungen für verschiedene Lebensphasen, z.B. die Geburt von Kindern.

Zertifizierung

Im Jänner 2020 wurde die BAWAG als "Leitbetrieb Austria" ausgezeichnet. Mit dieser Zertifizierung klassifiziert sich die BAWAG nach einem breiten Spektrum von Kriterien von der Rekrutierung bis zur Nachhaltigkeit.

ENTWICKLUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

Führung ist ein ständiger Entwicklungsprozess und ein Eckpfeiler beim Umgang mit geschäftlichen Herausforderungen. Dementsprechend umfasst das Programm zur Entwicklung von Führungskräften eine breite Palette von Angeboten. Der Schwerpunkt des Programms liegt besonders auf praxisorientiertem Lernen, der gezielten Entwicklung von Führungsfähigkeiten, der Schärfung der Selbstreflexionsfähigkeiten von Führungskräften sowie der Anleitung und Entwicklung von Mitarbeitern.

Im Vertrieb beispielsweise basieren die Aktivitäten zur Entwicklung von Führungskräften auf einer Potenzialanalyse, die von externen Experten betreut wird und darauf abzielt, die persönlichen Stärken und Entwicklungsbereiche einer Person zu identifizieren. Auf dieser Grundlage bieten wir ein Schulungsprogramm an, das genau die Fähigkeiten anspricht, die für die Führung benötigt werden.

Erfahrene Führungskräfte und Management-Teams wurden erneut durch individuelles (Management-)Coaching und gezielte Change-Management-Maßnahmen unterstützt, um den spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Der Schwerpunkt lag dabei auf individuellem Coaching und optimaler Unterstützung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.

Das "After Work Führungskräfte Forum" wurde 2019 erfolgreich fortgesetzt. Diese Initiative ist eine Vernetzungsplattform innerhalb des Konzerns, auf der sich unsere Führungskräfte über neue Entwicklungen im Bereich Management und Führung informieren und auch fachliches Wissen und Erfahrungen austauschen können.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

TALENTFÖRDERUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG

Die Entwicklung und Bindung von talentierten und qualifizierten Mitarbeitern, die Engagement und Einsatz zeigen, ist für die BAWAG P.S.K. von zentraler Bedeutung. Die Bankenlandschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen und daher ist es unser oberstes Ziel, ein leistungsfähiges Arbeitsumfeld zu fördern, indem wir gemeinsam als Team nach langfristigem Erfolg streben können. Während wir sowohl die berufliche als auch die persönliche Entwicklung fördern, arbeiten wir gleichzeitig daran, das Nachfolgerisiko durch eine Nachfolge- und Karriereplanung zu mindern. Mit dem von uns eingeführten Talentidentifikations- und Entwicklungsprozess beurteilen wir Potentialträger und entwickeln sie in maßgeschneiderten Programmen zu potenziellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen. Am Ende eines

jeden Jahres diskutieren die Vorstandsmitglieder potenzielle Nachfolger im so genannten "Talent Review".

Für die Filialen gibt es das Talentprogramm "Leader's Basics" zur internen Rekrutierung von Filialleitern für das Privat- und Firmenkundengeschäft. Bei den Teilnehmern handelt es sich um talentierte, junge Mitarbeiter mit Führungspotenzial, die im Rahmen der Nachfolgeplanung nominiert wurden. Sie durchlaufen ein anspruchsvolles Programm zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung, um sich auf die Leitung einer Filiale vorzubereiten. Für erfahrene Filialleiter bieten wir das "Leader's Premium"-Programm mit dem Schwerpunkt auf Erfahrungsaustausch und persönlicher Entwicklung an.

MBO-PROZESS (FÜHREN NACH ZIELEN)

Die Vergütungspolitik der BAWAG P.S.K. ist darauf ausgerichtet, Leistung, Kompetenz und Verantwortungsniveau der Mitarbeiter zu entlohnen. Unser "Management by Objectives"-Ansatz (MbO) bleibt dabei ein zentrales Instrument zur Unterstützung unserer Geschäftsstrategie. Die Festlegung von Zielen im Rahmen des jährlichen MbO-Prozesses ist wichtig für die Entwicklung der Bank und die Leistung der Mitarbeiter. Die Leistungsbewertung spiegelt die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter und die Leistungen des Einzelnen sowie die Gruppenziele wider.

Die MbO-Dialoge werden auf einer Top-Down-Basis geführt, um zu gewährleisten, dass die Gesamtziele der Bank auf jeder Ebene verteilt sind. Zwei Dialoge sind Teil des jährlichen MbO-Prozesses, wobei auf der Grundlage einer flachen Hierarchie innerhalb der Bank der regelmäßige Dialog zwischen den Mitarbeitern und dem jeweiligen Vorgesetzten gegeben ist.


KONZERNLAGEBERICHT

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden.

CSR-BERICHTERSTATTUNG

Mit dem NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) wird in Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU ab dem Geschäftsjahr 2017 die Berichtspflicht über nichtfinanzielle Informationen (Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption) im Konzernlagebericht ausgeweitet und konkretisiert. Zweck der verpflichtenden Berichterstattung ist eine stärkere Transparenz und Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Angaben.

Die BAWAG P.S.K. ist nach §267a Abs. 7 UGB von der Erstellung eines nichtfinanziellen Berichts befreit, da sie in den konsolidierten nichtfinanziellen Bericht der BAWAG Group AG einbezogen wird. Dieser wird gemeinsam mit dem Konzern-Lagebericht der BAWAG Group publiziert und kann auf der Website der BAWAG Group unter https://www.bawaggroup.com/CSR abgerufen werden.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach § 243 UGB durchgeführt.

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KONZERNLAGEBERICHT

AUSBLICK UND ZIELE

Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit mehreren Herausforderungen wie dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, anhaltendem Preisdruck, erhöhten regulatorischen Anforderungen, neuen Marktteilnehmern in Form von Fintechs und einem raschen technologischen Wandel konfrontiert.

Wir sind zuversichtlich, die BAWAG P.S.K. so positioniert zu haben, dass sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern kann, um ihr Geschäft weiter auszubauen – unter gleichzeitiger Beibehaltung eines niedrigen Risikoprofils und einer soliden Eigenkapitalausstattung.

Abgesehen von diesen Industrie-spezifischen Herausforderungen, wird der Ausbruch des Corona-Virus COVID-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auswirkung auf die Wirtschaft

in jenen Ländern haben, in denen wir tätig sind. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des Ausmasses als auch der Dauer sowie der laufenden Entwicklungen können wir aktuell keine genauen und verlässlichen Schätzungen hinsichtlich möglicher quantitativer Auswirkungen geben. Dies kann in einem allgemein herausfordernden und volatilen Marktumfeld resultieren. Wir werden die Entwicklungen sorgfältig verfolgen und werden daran arbeiten dies im Rahmen unserer Möglichkeiten im Laufe des Jahres zu adressieren.

Aufgrund unserer starken operativen Performance im Jahr 2018 haben wir unsere ursprünglichen 3-jährigen Konzernziele für die Jahre 2018 bis 2020 auf Ebene der BAWAG Group angepasst. Im Wesentlichen haben wir unsere Ziele um ein Jahr nach vorne gezogen:

Unsere Ziele für 2020 (BAWAG Group; konsolidiert) lauten wie folgt:

Ziele 2020
Ergebnis vor Steuern >640 Mio. €
Nettogewinn >480 Mio. €
Cost/Income Ratio <40%
Return on Tangible Common Equity 15% - 20%
Common Equity Tier 1 Quote (fully loaded) 13%
Nettogewinn je Aktie^{1)} >5,40 €

1) Vor Abzug des AT1-Kupons; basierend auf 89,1 Mio. Aktien.

Unsere anhaltend starken operativen Ergebnisse im Jahr 2019 bestätigen erneut, dass der Konzern gut aufgestellt ist, in einem wettbewerbsintensiven europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir werden unsere

auf die DACH-Region ausgerichtete Strategie, die sich durch ihr geringes Risiko auszeichnet, beibehalten und unseren Kunden weiterhin einfach verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen anbieten.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk

CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic

Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth

Mitglied des Vorstands

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David O'Leary

Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise

Mitglied des Vorstands

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Sat Shah

Mitglied des Vorstands


Konzernrechnungslegung


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

INHALT

Konzernrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019
Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2019
Kapitalflussrechnung

Anhang (Notes)

Erläuterungen zum Jahresabschluss

1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Details zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2 | Nettozinsertrag
3 | Provisionsüberschuss
4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
6 | Verwaltungsaufwand
7 | Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
8 | Risikokosten
9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
10 | Steuern vom Einkommen

Details zur Konzernbilanz

11 | Barreserve
12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
13 | Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
14 | Handelsaktiva
15 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten
16 | Restlaufzeiten Vermögenswerte
17 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude
18 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Kundenstücke, Software und andere immaterielle Vermögenswerte
19 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
20 | Sonstige Vermögenswerte
21 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
22 | Handelspassiva
23 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
24 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital
25 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
26 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten
27 | Rückstellungen
28 | Sonstige Verbindlichkeiten
29 | Sicherungsderivate
30 | Eigenkapital

Segmentberichterstattung

Kapitalmanagement


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Weitere Informationen nach IFRS

31 | Fair Value
32 | Behandlung eines Day 1 gain
33 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
34 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
35 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
36 | Erwerb der LSREF3-Tiger-Gesellschaften und der Promontoria Holding 136 B.V.
37 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
38 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden
39 | Echte Pensionsgeschäfte
40 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte
41 | Nachrangige Vermögensgegenstände
42 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
43 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
44 | Fremdwährungsvolumina
45 | Geographische Gebiete – Langfristige Vermögenswerte
46 | Leasinggeschäfte
47 | Derivative Finanztransaktionen
48 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen
49 | Liste wegen Unwesentlich nicht konsolidierter Tochter- und assoziierten Unternehmen
50 | Assoziierte Unternehmen, die aufgrund von Unwesentlich nicht at-equity bewertet werden
51 | Anteile an assoziierten Unternehmen
52 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Risikobericht

53 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing
54 | Kreditrisiko
55 | Marktrisiko
56 | Liquiditätsrisiko
57 | Non-Financial Risk
58 | Sonstige Risiken

Zusätzliche Angaben nach österreichischem Recht

59 | Treuhandvermögen
60 | Wertpapieraufgliederung nach BWG
61 | Erhaltene Sicherheiten
62 | Personalstand
63 | Niederlassungen
64 | Handelsbuch
65 | Geografische Märkte
66 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB samt Vergütungspolitik
67 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)
68 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
69 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Organe der BAWAG P.S.K. AG


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

KONZERNRECHNUNG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Mio. € [Notes] 2019 2018
Zinserträge 1.154,1 1.141,6
davon mittels Effektivzinsmethode ermittelt 893,3 870,6
Zinsaufwendungen -279,3 -309,8
Dividendenerträge 3,6 8,6
Nettozinsertrag [2] 878,4 840,4
Provisionserträge 374,7 372,9
Provisionsaufwendungen -91,1 -90,1
Provisionsüberschuss [3] 283,6 282,8
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden [4] 70,7 19,5
davon Gewinne aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 101,4 24,1
davon Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -0,9 -0,7
Sonstige betriebliche Erträge [5] 111,0 64,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5] -142,0 -72,3
Operative Aufwendungen -521,5 -501,0
davon Verwaltungsaufwand [6] -453,7 -461,7
davon planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [7] -67,8 -39,3
Risikokosten [8] -69,3 -45,1
davon gemäß IFRS 9 -65,5 -42,4
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden [9] 5,2 5,1
Jahresüberschuss vor Steuern 616,1 593,4
Steuern vom Einkommen [10] -162,7 -162,3
Jahresüberschuss nach Steuern 453,4 431,1
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,2 0,0
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 453,2 431,1

Die Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ umfasst nach IFRS auch regulatorische Aufwendungen (Bankenabgabe und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Einheitlichen Abwicklungsfonds (Single Resolution Fund)). Weitere Details hierzu finden sich in Note 5. Die Position „Verwaltungsaufwand“ enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen (FMA- und EZB-Aufsichtsgbühren) in Höhe von 4,1 Mio. € (2018: 4,0 Mio. €). Das Management der BAWAG P.S.K. betrachtet regulatorische

Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.

Die Gewinne bzw. Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, resultieren aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten an Dritte.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

SONSTIGES ERGEBNIS

in Mio. € 2019 2018
Jahresüberschuss nach Steuern 453,4 431,1
Sonstiges Ergebnis
Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen -29,4 -6,8
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien und anderen Eigenkapitalinstrumenten 7,6 -9,2
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten -2,1 8,3
Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werden können 6,3 1,7
Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist -17,6 -6,0
Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist
Währungsumrechnung -2,4 -0,1
Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe 2,0 -
Cashflow-Hedge-Rücklage -12,8 -13,9
Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert¹) 3,4 -5,5
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten 54,1 -78,5
Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert -3,0 -29,3
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 2,3 -0,9
Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden können -11,0 23,6
Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist 32,2 -69,8
Sonstiges Ergebnis 14,6 -75,8
Gesamtergebnis nach Steuern 468,0 355,3
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,2 0,0
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 467,8 355,3

¹) In den Nettozinsertrag.

Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 30 Eigenkapital.


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BILANZ

Aktiva

in Mio. € [Notes] 31.12.2019 31.12.2018
Barreserve [11] 1.424 1.069
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte [12] 740 504
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte [13] 3.631 3.039
Handelsaktiva [14] 353 351
Zu fortgeführten Anschaffungskosten [15] 37.556 38.331
Kunden 30.467 30.482
Kreditinstitute 5.720 4.337
Wertpapiere 1.369 3.512
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 5 1
Sicherungsderivate [29] 397 401
Sachanlagen [17] 396 116
Vermietete Grundstücke und Gebäude [17] 311 118
Geschäfts- und Firmenwerte [18] 37 2
Markenname und Kundenstock [18] 56 40
Software und andere immaterielle Vermögenswerte [18] 201 182
Steueransprüche für laufende Steuern 13 13
Steueransprüche für latente Steuern [19] 23 52
At-equity bewertete Beteiligungen [51] 47 43
Sonstige Vermögenswerte [20] 246 126
Summe Aktiva 45.436 44.388

Die Posten „Geschäfts- und Firmenwerte“, „Markenname und Kundenstock“ und „Software und andere immaterielle Vermögenswerte“ werden in Note 31 in dem Posten „Immaterialie Vermögenswerte“ zusammengefasst.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Passiva

in Mio. € [Notes] 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten 41.959 40.827
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten [21] 369 576
Handelspassiva [22] 334 301
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten [23] 38.709 38.452
Kunden 30.951 30.195
Begebene Schuldschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 4.673 3.849
Kreditinstitute 3.085 4.408
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen [39] 729 150
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 337 156
Sicherungsderivate [29] 116 104
Rückstellungen [27] 480 465
Steuerschulden für laufende Steuern 13 8
Steuerschulden für latente Steuern [19] 46 30
Sonstige Verbindlichkeiten [28] 826 585
Gesamtkapital [30] 3.477 3.561
Eigenkapital, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) 3.176 3.262
AT1-Kapital 297 298
Nicht beherrschende Anteile 4 1
Summe Passiva 45.436 44.388

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklagen Andere begebene Eigenkapitalins trumente Gewinnrück-lagen¹⁾ Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste nach Steuern Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern ohne at equity Gesellschaften
in Mio. €
Stand 01.01.2018 250,0 1.662,5 1.296,4 2,8 -77,0 47,4
Transaktionen mit Eigentümern 1,8 -230,0
Anteilsbasierte Vergütungen 1,8
Dividenden -230,0
AT1-Kapital 297,6
AT1-Kupon -6,4
Gesamtergebnis 431,1 -10,5²⁾ -5,1 -58,3³⁾
Stand 31.12.2018 250,0 1.664,3 297,6 1.491,1 -7,7 -82,1 -10,9
Stand 01.01.2019 250,0 1.664,3 297,6 1.491,1 -7,7 -82,1 -10,9
Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis 1,3
Transaktionen mit Eigentümern -9,4 -536,0
Anteilsbasierte Vergütungen -9,4
Dividenden -536,0
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 0,4
AT1-Kapital 0,0
Änderungen Konsolidierungskreis
Verschmelzungen 4,4
AT1-Kupon -15,2
Gesamtergebnis 453,2 -9,6²⁾ -21,7 39,9³⁾
Stand 31.12.2019 250,0 1.654,9 297,5 1.399,2 -17,3 -103,8 29,0

1) Retained earnings reserve.
2) Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: +2,5 Mio. € (2018: -4,1 Mio. €).
3) Davon in den Gewinn oder Verlust umgegliedert: -2,4 Mio. € (2018: -22,1 Mio. €).

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern aus at equity Gesellschaften Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente nach Steuern Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten nach Steuern Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe nach Steuern Währungs-umrechnung Eigenkapital, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
2,3 16,0 -58,6 3.141,7 1,5 3.143,2
-228,2 -0,4 -228,6
1,8 1,8
-230,0 -0,4 -230,4
297,6 297,6
-6,4 -6,4
-0,9 -7,1 6,2 -0,1 355,3 0,0 355,3
1,4 8,9 -52,4 -0,1 3.560,1 1,1 3.561,1
1,4 8,9 -52,4 -0,1 3.560,1 1,1 3.561,1
1,3 1,3
545,4 -0,9 -546,3
-9,4 -9,4
-536,0 -0,9 -536,9
0,4 0,4
0,0 0,0
3,6 3,6
4,4 4,4
-15,2 -15,2
2,3 5,7 -1,6 2,0 -2,4 467,8 0,2 468,0
3,7 14,6 -54,0 2,0 -2,5 3.473,4 4,0 3.477,4

Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 30 Eigenkapital.


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KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio. €€ [Notes] 2019 2018
I. Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nicht beherrschenden Anteilen) Gewinn- und Verlustrechnung 453 431
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen [7], [8] 78 52
Veränderungen von Rückstellungen [27] 14 26
Veränderungen anderer zahlungsunwirksamer Posten -110 281
Veräußerungsergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Tochterunternehmen [4], [5] 17 6
Gewinn- oder Verlustanteil an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern Gewinn- und Verlustrechnung -5 -5
Sonstige Anpassungen (i.W. erhaltene Zinsen abzüglich gezahlter Zinsen) -770 -854
Zwischensumme -323 -63
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten -742 -253
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (exklusive Investitionstätigkeit) -193 406
Sonstige Vermögenswerte -194 15
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -776 -649
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (exklusive Finanzierungstätigkeit) 855 -842
Sonstige Verbindlichkeiten -78 -319
Erhaltene Zinsen 1.151 1.151
Erhaltene Dividenden Gewinn- und Verlustrechnung 4 9
Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 4 1
Gezahlte Zinsen -277 -349
Ertragsteuerzahlungen -23 -35
II. Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit -592 -929
Einzahlungen aus der Veräußerung von Finanzanlagen 3.906 3.145
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 32 2
Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen -2.229 -1.923
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten [17], [18] -66 -61
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen Cashflow aus dem Verkauf von Tochterunternehmen - 1
Einzahlungen aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen 9 -
Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) [35] -120 -

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

III. Cashflow aus Investitionstätigkeit 1.532 1.164
Dividendenzahlungen Entwicklung des Eigenkapitals -537 -230
Einzahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an einem Tochterunternehmen, die nicht in einem Verlust der Beherrschung resultieren 5
Einzahlungen aus der Emission von AT1-Kapital Entwicklung des Eigenkapitals 298
AT1-Kupon Entwicklung des Eigenkapitals -15 -9
Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten -23
Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Verbindlichkeiten) -15 -405
IV. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -585 -346
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 1.069 1.180
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit -592 -929
Cashflow aus Investitionstätigkeit 1.532 1.164
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -585 -346
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 1.424 1.069

Die Kapitalflussrechnung gibt über Stand und Entwicklung der Zahlungsmittel des Konzerns Auskunft. Sie zeigt den Mittelzufluss und -abfluss, aufgeteilt in operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Zentralnotenbanken.

Für die BAWAG P.S.K. ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für die Gruppe weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten, einschließlich Veränderungen durch Cashflow und nicht zahlungswirksame Veränderungen gemäß IAS 7.44A

Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten sind Verbindlichkeiten, bei denen Cashflows in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten eingestuft werden. In der BAWAG P.S.K. werden Cashflows aus dem Ergänzungs- und Nachrangkapital als Cashflows aus

Finanzierungstätigkeiten eingestuft (für Details zum Ergänzungs- und Nachrangkapital verweisen wir auf Note 24). Die folgende Tabelle zeigt die Veränderungen des Ergänzungs- und Nachrangkapitals in der Reportingperiode:


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

01.01.2019 Änderung Konsolidierung skreis Zeitwertanpassung des Grundgeschäfts aus Fair-Value-Hedges Bewertungseffekte von zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten Zugänge Rückkauf, Tilgung bzw. zahlungswirksame Veränderung Sonstige 31.12.2019
in Mio. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Nachrang- und Ergänzungskapital 131 -1 130
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Nachrang- und Ergänzungskapital 102 6 -15 93
Sonstige Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeit 261 23 -23 -8 253
01.01.2018 Änderung Konsolidierung skreis Zeitwertanpassung des Grundgeschäfts aus Fair-Value-Hedges Bewertungseffekte von zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten Rückkauf, Tilgung bzw. zahlungswirksame Veränderung Sonstige 31.12.2018
--- --- --- --- --- --- --- ---
in Mio. €
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Nachrang- und Ergänzungskapital 528 -18 -379 131
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Nachrang- und Ergänzungskapital 128 -26 102

Bezüglich der Veränderungen im Eigenkapital aus Dividendenzahlungen siehe die Angabe zur Entwicklung des Eigenkapitals.

Cashflow aus dem Verkauf von Tochterunternehmen

Im Geschäftsjahr 2018 hat die BAWAG P.S.K. Leasing Holding GmbH ihre Anteile an der RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH verkauft. Der Gewinn aus dem Verkauf wurde in der Zeile „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Tochterunternehmen verkauft.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. € 2019 2018
Verkaufserlös 1
Veräußerte Vermögenswerte 16
Finanzielle Vermögensgegenstände 16
Sonstige Vermögensgegenstände
Veräußerte Schulden 15
Finanzielle Verbindlichkeiten 15
Sonstige Verbindlichkeiten
Veräußertes Reinvermögen 1
Gewinn/Verlust aus dem Verkauf
Verkaufserlös 1
In den veräußerten Vermögenswerten enthaltene Zahlungsmittel
Erlöse aus dem Verkauf 1

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

ANHANG (NOTES)

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft (BAWAG P.S.K. AG) ist eine österreichische Bank, deren operatives Geschäft sich auf Österreich konzentriert, wobei die Bank auch in ausgewählten internationalen Märkten tätig ist. Der Sitz der Bank befindet sich in 1100 Wien, Wiedner Gürtel 11.

Der Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 59a BWG und in Einklang mit der EG-Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 nach den Regeln der Standards (IFRS/IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Alle vom IASB in den International Financial Reporting Standards für den Jahresabschluss zum 31.12.2019 anwendbaren und veröffentlichten Standards, die von der EU übernommen wurden, wurden angewendet.

Grundlage des vorliegenden Konzernabschlusses der BAWAG P.S.K. nach IFRS bilden konzerninheitlich nach IFRS aufgestellte Einzelabschlüsse zum 31. Dezember 2019 aller vollkonsolidierten Unternehmen. Assoziierte Unternehmen werden – soweit wesentlich – at-equity einbezogen.

Die Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß IFRS erfordert Annahmen und Schätzungen über wesentliche Einflussfaktoren auf den Geschäftsbetrieb. Diese Annahmen werden laufend überprüft und angepasst. Anpassungen werden jeweils in der aktuellen Periode bzw. bei längerfristigen Auswirkungen auch in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.

Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden durchgängig bis auf die Bestimmungen des IFRS 16 Leasing, die Klarstellungen zu IAS 12 Ertragsteuern (beide ab 1. Jänner 2019; Vorjahr nicht angepasst) und die Änderung der Bewertungsmethode bei vermieteten Grundstücken und Gebäuden (IAS 40) auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Geschäftsjahre angewendet.

Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 beibehalten, mit den im oberen Absatz erwähnten Ausnahmen.

Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Millionen Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K.

Insgesamt umfasst der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 61 (2018: 45) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (2018: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden, im In- und Ausland. Im ersten Quartal 2019 wurde die Zahnärztekasse AG erworben, die Gesellschaften Tiger Retail UK RE 1 S.à r.l. und Tiger Retail UK RE 2 S.à r.l. gegründet, die BAWAG Group Germany GmbH wegen Wesentlichkeit in den Konsolidierungskreis aufgenommen und die START Immobilienleasing GmbH wegen Unwesentlichkeit endkonsolidiert. Im zweiten Quartal wurden EOS Health Honorarmanagement AG (mit 1. Juli 2019 in Health Coevo AG umbenannt), BFL Leasing GmbH und Morgenstern Miet + Leasing GmbH erworben und die Romax Immobilien GmbH sowie fünf Immobiliengesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im dritten Quartal 2019 wurden BAWAG Education Trust Corp. und PFH Properties Funds Holding GmbH wegen Wesentlichkeit in den Konsolidierungskreis aufgenommen und BVV Cayman Ltd. gegründet. Im vierten Quartal 2019 wurde Bonnie RE UK 1 B.V. gegründet und Promontoria Holding 136 B.V. erworben.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Dezember 2019 haben die easybank AG und die BAWAG P.S.K. vereinbart, dass die übertragende easybank AG ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt. Da die übernehmende Gesellschaft Alleingesellschafterin der übertragenden Gesellschaft ist, unterbleibt die Gewährung von Aktien. Ebenso wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Dezember 2019 zwischen Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH und BAWAG P.S.K. vereinbart, dass die übertragende Pa


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt.

Die Eigentümer der easybank AG, der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH und der BAWAG P.S.K. haben die Verschmelzungsverträge mit Beschluss vom 12. Dezember 2019 genehmigt und die Verschmelzungen beschlossen.

Kriterien für die Einbeziehung waren im Sinne der Wesentlichkeit sowohl die Bilanzsumme als auch der Anteil am Gesamtergebnis des Konzerns. Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochterunternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war von untergeordneter Bedeutung. Unter Note 48 „Liste konsolidierter Tochterunternehmen“ befindet sich eine Aufstellung aller vollkonsolidierten bzw. at-equity bewerteten Unternehmen.

Der Buchwert der assoziierten, nicht at-equity bewerteten Beteiligungen betrug am 31. Dezember 2019 13 Mio. € (2018: 16 Mio. €). Beherrschte Unternehmen mit einem Buchwert in Höhe von 11 Mio. € (2018: 18 Mio. €) werden nicht konsolidiert, da der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich ist.

Details zum Konsolidierungskreis und zu wesentlichen Änderungen im Beteiligungsportfolio werden in den Notes 48 und 49 dargestellt.

Für Unternehmenszusammenschlüsse wird nach IFRS 3 die Erwerbsmethode herangezogen. Dabei werden die Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen dem Wert des übernommenen Reinvermögens im Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Aktivierte Firmenwerte in Höhe von 37 Mio. € (2018: 2 Mio. €) werden in der Bilanz unter der Position „Geschäfts- und Firmenwerte“ ausgewiesen. Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs, cash generating units) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt.

Der Firmenwert-Impairmenttest wird unter Anwendung des Values in Use für die betreffenden Einheiten durchgeführt.

Aktuell besteht ein Goodwill bei easybank Franchise (2 Mio. €), Zahnärztekasse AG (20 Mio. €), Health Coevo AG (15 Mio. €), BAWAG P.S.K. Versicherung AG (11 Mio. €) und PSA Payment Services Austria GmbH (6 Mio. €) – die beiden letzten Gesellschaften werden at-equity einbezogen –, wobei diese die kleinsten CGUs darstellen, denen ein Goodwill zugeordnet werden kann. Weitere Details zu den at-equity einbezogenen Gesellschaften werden in Note 34 und Note 51 dargestellt.

Das Kundengeschäft der easybank Franchise ist Teil des Segments Retail & SME, der Rest ist Teil des Segments Corporate Center. Die BAWAG P.S.K. Versicherung AG und die PSA Payment Services Austria GmbH sind beide Teil des Segments Corporate Center.

Weiters wurden alle Beteiligungen untersucht, ob Indikatoren für eine dauerhafte oder wesentliche Wertminderung vorliegen. Sofern aufgrund der Indikatoren erforderlich, wurden Werthaltigkeitstests durchgeführt.

Jene Eigenkapitalinstrumente, die nicht konsolidiert wurden, werden gemäß IFRS 9 bewertet und der Kategorie „Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ oder „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet. Weitere Details werden in Note 49 dargestellt.

Die nicht konsolidierte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligung an der Hamburg Commercial Bank AG in Höhe von 2,5% wurde per 31.12.2018, aufgrund eines redaktionellen Fehlers, unter den im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung und das Sonstige Ergebnis sind nicht betroffen.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

IFRS 9 Finanzinstrumente

Die Vorschriften des IFRS 9 sind für die BAWAG P.S.K. seit dem 1. Jänner 2018 verpflichtend anzuwenden. IFRS 9 legt drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte fest: Fortgeführte Anschaffungskosten (amortized cost), Beizulegender Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung (fair value through profit or loss) und Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (fair value through other comprehensive income).

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag.

Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte nach drei Kategorien klassifiziert: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost, AC), Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVOCI) oder Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung (Fair Value through Profit or Loss, FVTPL).

In welche Kategorie ein Finanzinstrument eingeordnet wird, ist einerseits abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens und andererseits von den vertraglich vereinbarten Zahlungsflüssen des finanziellen Vermögenswertes.

Ein finanzieller Vermögenswert wird nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (simple loan feature). Ein finanzieller Vermögenswert wird dann zum beizulegenden Zeitwert über das Sonstige Ergebnis bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte sowohl zu halten als auch zu verkaufen, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weiters gibt es keine Trennungspflicht für eingebettete Derivate, sondern es wird

das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Agios und Disagios werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Finanzinstrumenten verrechnet.

Bearbeitungsgebühren werden unter Berücksichtigung der damit direkt zusammenhängenden Kosten auf die Laufzeit der Kredite im Zinsergebnis verteilt.

Hinsichtlich der Erfassung von Vorsorgen wird auf das Kapitel Wertminderung verwiesen.

Beurteilung des Geschäftsmodells für finanzielle Vermögenswerte

Die BAWAG P.S.K. hat die folgenden Geschäftsmodelle identifiziert:

  • Geschäftsmodell „Halten“ (Hold to Collect)
    Finanzielle Vermögenswerte in dieser Kategorie werden in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten, um vertragliche Zahlungsströme aus Tilgungen und Zinsen über die Laufzeit zu vereinnahmen. Nicht alle Finanzinstrumente in diesem Geschäftsmodell müssen bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Unter bestimmten Umständen stehen Verkäufe in Einklang mit dem Geschäftsmodell, unabhängig von ihrem Volumen und der Häufigkeit. Zum Beispiel wenn ein Finanzinstrument kurz vor Fälligkeit verkauft wird und die Einnahmen im Wesentlichen den ausstehenden Zahlungsströmen entsprechen, wenn das Finanzinstrument aufgrund einer Bonitätsverschlechterung verkauft wird, Verkäufe aufgrund von Änderungen im Steuer- oder Aufsichtsrecht, aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen oder Reorganisationen oder im Stressszenario. Außerdem werden Verkäufe, deren Buchwerte und Erträge 5% des durchschnittlichen Buchwertes des Portfolios in einem Jahr nicht übersteigen, als unwesentlich angesehen.

  • Geschäftsmodell „Halten und Verkaufen“ (Hold to Collect and Sell)
    Finanzielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsmodell werden sowohl gehalten, um Zahlungsströme zu vereinnahmen, als auch, um sie zu verkaufen. In diesem Geschäftsmodell werden vorwiegend liquide Bonds gehalten, welche verkauft, für besicherte Refinanzierungen mit der Notenbank hinterlegt oder in ein Repo gegeben werden können.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

  • Sonstige Finanzielle Vermögenswerte
    Finanzielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsmodell werden zur Veräußerung gehalten. Die BAWAG P.S.K. hat ein kleines Kreditportfolio der öffentlichen Hand diesem Geschäftsmodell gewidmet. Diese Kredite werden mit der Absicht vergeben, sie in der nahen Zukunft weiterzuverkaufen.

  • Handelsbestand
    Zu dieser Kategorie zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten (Fair Values) angesetzt. Sämtliche Derivate des Handels- und Bankbuches, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden dieser Kategorie zugeordnet. Die Handelspassiva umfassen Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften, Leerverkäufe und Repo-Geschäfte.

Bestimmte finanzielle Vermögenswerte, die nicht die Definition von Handelsaktiva erfüllen, werden nach der Fair-Value-Option als zum Fair Value bewertet klassifiziert. Die BAWAG P.S.K. hat die Fair-Value-Option in folgenden Fällen angewendet:

  • Vermeidung eines Accounting Mismatch
  • Fest verzinste Wertpapiere und Darlehen, deren Fair Value zum Erwerbszeitpunkt durch Zinsderivate gesichert wurde;
  • Anlageprodukte, deren Wertänderungsrisiko durch Derivate abgesichert wurde.

Beurteilung, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (Solely Payments of Principal and Interest, SPPI)

Um festzustellen, ob ein Finanzinstrument die SPPI-Kriterien erfüllt, analysiert die BAWAG P.S.K. ihr Portfolio in drei Stufen:

  1. Identifizierung aller Finanzinstrumente, die klar die SPPI-Kriterien erfüllen;
  2. Qualitativer Benchmarktest;
  3. Quantitativer Benchmarktest.

Ein qualitativer oder quantitativer Benchmarktest muss dann durchgeführt werden, wenn mögliche schädliche Konditionen vorliegen. Ein qualitativer Benchmarktest ist ausreichend, wenn die möglicherweise schädliche

Kondition bei Vergleich der Zahlungsströme klarerweise unwesentlich ist, z.B. bestimmte Zinsanpassungsklauseln. In diesem Fall ist kein quantitativer Benchmarktest erforderlich und das Finanzinstrument erfüllt die SPPI-Kriterien. In allen anderen Fällen ist ein quantitativer Test erforderlich, der die Zahlungsströme des Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines theoretischen Finanzinstruments mit den gleichen Eigenschaften außer der schädlichen Kondition vergleicht. Wenn die Zahlungsströme wesentlich voneinander abweichen, erfüllt das Finanzinstrument die SPPI-Kriterien nicht und wird zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert.

Zur Bestimmung der Wesentlichkeit einer schädlichen Kondition hat die Bank eine Abweichung von mehr als 5% der kumulativen Zahlungsströme und 1% der jährlichen Zahlungsströme als schädlich definiert. Eine Gruppe von Krediten und Wertpapieren besteht aktuell den Benchmarktest nicht, vorwiegend aufgrund des jeweiligen Zinsindikators.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Verpflichtungen, die nicht

  • zu Handelszwecken bestimmt sind oder
  • der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ zugeordnet werden,

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Fair-Value-Änderungen bei Verbindlichkeiten der Fair-Value-Option werden folgendermaßen ausgewiesen:

  • der Betrag der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Ausfallsrisiko der Verbindlichkeit resultiert, wird im sonstigen Ergebnis dargestellt; und
  • die restliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Bestimmte finanzielle Verpflichtungen, die nicht die Definition von Handelspassiva erfüllen, werden nach der Fair-Value-Option als zum Fair Value bewertet klassifiziert. Die BAWAG P.S.K. hat die Fair-Value-Option in folgenden Fällen angewendet:

  • Vermeidung eines Accounting Mismatch

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

  • Fest verzinste Eigene Emissionen, deren Fair Value zum Erwerbszeitpunkt durch Zinsderivate gesichert wurde;
  • Vorliegen eingebetteter Derivate
  • Eigene Emissionen mit eingebetteten Derivaten

Reklassifizierungen

Finanzielle Vermögenswerte werden nach erstmaligem Ansatz nicht reklassifiziert, außer in der Periode, in welcher der Konzern das Geschäftsmodell der Finanzinstrumente ändert.

Vertragliche Modifikationen

Werden im Rahmen von Neuverhandlungen von Krediten die vertraglichen Zahlungsströme geändert, so ist eine Beurteilung hinsichtlich der Signifikanz der Änderung erforderlich. Im Falle einer nicht signifikanten Änderung der vertraglichen Zahlungsströme erfolgt eine Anpassung des Bruttobuchwerts des Instruments auf Basis einer Barwertbetrachtung der neuen vertraglichen Zahlungsströme, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Die Differenz zwischen dem alten Bruttobuchwert und dem neuen Bruttobuchwert wird erfolgswirksam als Modifizierungsgewinn oder -verlust erfasst.

Wenn sich die Zahlungsströme signifikant unterscheiden (die BAWAG P.S.K. hat hier eine Signifikanzgrenze der Barwertänderung von 10% gewählt), gelten die vertraglichen Rechte der Zahlungsströme aus den ursprünglichen Instrumenten als verfallen. In diesem Fall wird das ursprüngliche Instrument ausgebucht, und ein neues finanzielles Instrument wird zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich etwaiger anrechenbarer Transaktionskosten erfasst.

Weiters erfolgt eine Ausbuchung des ursprünglichen Vermögenswertes, wenn es sich um eine qualitative Modifikation des Vertrags handelt. Eine solche liegt vor bei einer Änderung der Vertragspartei oder der Vertragswährung (es sei denn, dies wurde bereits im ursprünglichen Vertrag vereinbart) sowie bei Einführung oder Entfernung einer nicht SPPI-konformen Vertragsklausel.

Im Fall von Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung führen, beurteilt die BAWAG P.S.K. eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos anhand der Kriterien für den Stufentransfer und bestimmt, ob ein 12-Monats-ECL oder ein Lifetime-ECL zu berücksichtigen ist. Ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos wird beurteilt durch einen Vergleich

  • der kumulativen Ausfallswahrscheinlichkeit zum Berichtszeitpunkt auf der Grundlage der modifizierten Bedingungen; und
  • der kumulativen Ausfallswahrscheinlichkeit mit den ursprünglichen Vertragsbedingungen, die bei Erstansatz des Vermögenswerts geschätzt wurde.

Wenn die Vertragsänderungen bei einem Kredit, der nicht wertgemindert ist, zu einer Ausbuchung führt, wird ein neuer Kredit angesetzt und der Stufe 1 zugeordnet.

Eigenkapitalinstrumente

IFRS 9 besagt, dass alle Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werden müssen, außer das Unternehmen hat beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich die Wahl getroffen, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Dieses Wahlrecht wird pro Instrument ausgeübt und gilt nicht für zu Handelszwecken gehaltene Aktien. Bei Anwendung des Wahlrechts werden alle Bewertungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Es kommt zu keiner Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung, nur Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das Wahlrecht kann nur bei der erstmaligen Erfassung ausgeübt und nachträglich nicht geändert werden.

Der Großteil der von der BAWAG P.S.K. gehaltenen Eigenkapitalinstrumente wird für langfristige Zwecke gehalten, und es besteht nicht die Absicht, kurzfristige Veräußerungsgewinne zu erzielen. Aus diesem Grund wurde für die meisten Eigenkapitalinstrumente das Wahlrecht der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis ausgeübt, um die Profitabilität des Konzerns klarer darzustellen. Im Wesentlichen sind davon Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften sowie Investitionen in AT1-Instrumente („zusätzliches Kernkapital“) betroffen. Für den Fall, dass die BAWAG P.S.K. plant, Eigenkapitalinstrumente in absehbarer Zeit zu verkaufen, wird über das Wahlrecht eine individuelle Entscheidung je Investition getroffen.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

IFRS 9 enthält auch ein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Dieses Modell richtet Hedge Accounting stärker am betrieblichen Risikomanagement aus und erlaubt Hedging-Strategien, welche im Rahmen des Risikomanagements angewandt werden. Der Effektivitätstest als Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting wurde überarbeitet: Anstelle des


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

quantitativen Kriteriums (80 bis 125% Bandbreite) wurden qualitative und quantitative Kriterien für eine prospektive Effektivitätsmessung eingeführt. Außerdem ist die freiwillige Beendigung von Sicherungsbeziehungen nicht mehr allgemein zulässig, sondern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen.

Für Sicherungsbeziehungen, bei denen das gesicherte Risiko und das durch die Sicherungsinstrumente gedeckte Risiko nicht identisch sind, wurden Regelungen zum Re-Balancing eingeführt. Diese sehen vor, dass bei Änderungen der Korrelation die Sicherungsquote entsprechend angepasst wird, ohne dass die Sicherungsbeziehung beendet werden muss.

Das Macro-Hedge-Accounting-Projekt wurde noch nicht abgeschlossen, daher dürfen IFRS-9-Anwender als Wahlmöglichkeit weiterhin das Macro Fair Value Hedge Accounting Model für Zinsrisiken nach IAS 39 anwenden.

Die BAWAG P.S.K. erwartet zurzeit keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss aufgrund von IFRS 9 Hedge Accounting und hat beschlossen weiterhin die Bestimmungen des IAS 39 anzuwenden.

Wertminderung

Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected Credit Loss, ECL) anhand wahrscheinlichkeitsgerichteter zukünftiger Cashflows und Verluste bestimmen. Der ECL ist im Wesentlichen als Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus den Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und den erwarteten Zahlungsströmen (unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und erwarteten Verlustraten) definiert.

Die Hauptfaktoren bei der ECL-Berechnung sind die laufzeitbasierte Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default – PD), die laufzeitbasierte Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default – LGD) und das Exposure bei Ausfall. Ausgangsbasis für die IFRS-9-Parameterschätzung bilden die bestehenden internen Ratingmodelle (IRB). Es wurden Anpassungen zur Erweiterung des Prognosehorizontes und zur Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen (forward-looking information) vorgenommen.

Die Lifetime-PD wird anhand einer Through-the-Cycle- und einer Point-in-Time-Komponente bestimmt. Während erstere das idiosynkratische Risiko eines Kreditnehmers beschreibt, berücksichtigt die Point-in-Time-Komponente die

Konjunktureffekte. Die Through-the-Cycle-Komponente wird anhand eines homogenen und eines inhomogenen kontinuierlichen Markov-Prozesses geschätzt. Das Point-in-Time-Modell prognostiziert mithilfe makroökonomischer Variablen die kurzfristige zukünftige Ausfallsrate und verschiebt über einen Shift-Faktor die Through-the-Cycle-PD. Die langfristige Ausfallrate nähert sich der jeweiligen Zentraltendenz an. Für jedes relevante Geschäftssegment wurden separate Modelle entwickelt. Im Zuge der Erstvalidierung (Backtesting) wurde die Performance der Schätzer bestätigt.

Die LGD-Modelle bestehen ebenfalls aus einer Through-the-Cycle- und einer Point-in-Time-Komponente, wobei der LGD in eine Sicherheitenerlösquote und eine Verlustrate für die unbesicherte Forderung aufgeteilt wird. Ähnlich zur Lifetime-PD wird über makroökonomische Variablen die zukünftige Verlustquote bestimmt. Für Staaten und Institute wurde ein Gesamt-LGD-Modell mithilfe einer externen Verlustdatenbank geschätzt.

Für offene Kreditlinien wurde ein Credit-Conversion-Faktor (CCF) für ausgefallene und für nicht ausgefallene Szenarien bestimmt, wobei die verwendeten Methoden jener der PD- und LGD-Schätzung ähnlich sind.

Die BAWAG P.S.K. wendet für alle Forderungsklassen und Risikomodelle einheitlich und konsistent die Ausfallsdefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) an. Diese basiert auf dem 90-Tage-Verzug bzw. einer wahrscheinlichen Uneinbringlichkeit einer Forderung. Somit kommt für alle IFRS-9-Modellschätzungen und -kalibrierungen die Ausfalldefinition gemäß CRR zur Anwendung.

Stufentransferkriterien und signifikanter Anstieg des Kreditrisikos als Teil des Wertminderungskonzeptes

In der BAWAG P.S.K. gilt das Wertminderungsmodell für folgenden Anwendungsbereich:

  • Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;
  • Leasingforderungen;
  • unwiderrufliche Kreditzusagen und Finanzgarantien, sofern diese nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;
  • Contract Assets gemäß IFRS 15.

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Bevorsorgung des erwarteten Verlustes aus Kreditrisiko im Stufenkonzept:

Stufe 1: 12-Monats-ECLs

Alle finanziellen Instrumente bei Erstansatz (mit der Ausnahme von finanziellen Vermögenswerten mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung beeinträchtigter Bonität, „POCI“) und diejenigen, deren Kreditrisiko sich seit dem Erstansatz nicht signifikant erhöht hat, bemessen die Risikovorsorge nach dem Modell der innerhalb von 12 Monaten erwarteten Kreditrisikoverluste (bei POCI wird die kumulierte Änderung der seit dem erstmaligen Ansatz über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertberichtigung erfasst).

Stufe 2 und 3: Lifetime-ECLs

Die Bemessung der Risikovorsorge erfolgt für alle den Stufen 2 und 3 zugeordneten Positionen nach den erwarteten Zahlungsausfällen der gesamten Restlaufzeit (lifetime expected credit loss), sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos im Vergleich zum Zugangszeitpunkt vorliegt. Es ist anzumerken, dass in der BAWAG P.S.K. die Finanzinstrumente der Stufe 3 der Ausfallsdefinition laut CRR entsprechen und demzufolge zugeordnet werden.

Das Gesamteinstufungskonzept der BAWAG P.S.K. basiert auf drei Kriterien:

  • quantitatives Kriterium,
  • qualitatives Kriterium und
  • Backstop-Kriterium.

Sobald zumindest eines der genannten Kriterien zutrifft, erfolgt eine Einstufung des Finanzinstrumentes in die 2. Stufe. Das quantitative Kriterium misst die Änderungen der kumulativen Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) seit dem Erstansatz, das qualitative Kriterium steuert zusätzliche verfügbare Information über einen möglichen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos bei. Außerdem berücksichtigt die BAWAG P.S.K. die Verzugstage (30 Tage im Verzug) als zusätzliches Backstop-Kriterium.

Das quantitative Kriterium des Kreditrisikoanstieges stellt auf zwei Schwellenwerte ab:

  • die relative Änderung der kumulativen PD und
  • die absolute Änderung der kumulativen PD.

Nur wenn beide Schwellenwerte überschritten werden, ist dies als signifikanter Anstieg des Kreditrisikos zu werten und dementsprechend als Stufentransfer zu erfassen. Die BAWAG P.S.K. wendet die Methode der Quantilregression an, um die kritischen Werte der relativen PD-Änderung zu ermitteln, d.h. die Signifikanzschwellenwerte sind aufgrund der empirischen Quantile (z.B. 95%-Quantil) der angenommenen Variablen definiert (relative Änderung in Lifetime-PD seit Erstansatz). Diese quantitative Methode wurde letztendlich auf Basis der ökonomischen Plausibilität, der statistischen Bedeutung der Variablen, der geeigneten Anpassungstests (goodness of fit) und der akzeptablen Stufenverteilung ausgewählt. Die folgenden Variablen beeinflussen die Quantile der Lifetime-PD-Änderungen und führen zu einer Variierung der Schwellenwerte:

  • Kundensegment,
  • Rating bei Erstansatz,
  • Restlaufzeit (Vergleich zwischen Berichtsstichtag und Laufzeitende) und
  • Alter des Finanzinstrumentes (Vergleich zwischen Erstanschaffungsstichtag und Berichtsstichtag).

Als qualitative Stufentransferkriterien wurden folgende Kriterien festgelegt:

  • Aufnahme in die Watch-Liste (Non-Retail-Kunden),
  • Eintrag in die Warning List (Retail-Kunden) und
  • Setzung des Forbearance-Kennzeichens.

Sobald zumindest einer der oben angeführten Faktoren aktiv ist, wird die Position der Stufe 2 zugeordnet.

Alle Positionen, deren offene Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind, werden der Stufe 2 zugeordnet, soweit sie nicht als ausgefallen zu werten sind und damit der Stufe 3 zugeordnet werden.

Ein Finanzinstrument ist der Stufe 2 zugeordnet, solange zumindest eines der oben beschriebenen Transferkriterien zutrifft. Die Gesundungsperiode von der Stufe 3 zugeordneten Positionen entspricht der in der Defaultkennung angesetzten Frist von 30 Tagen.

Stufe 3: Lifetime-ECLs

An jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte gelten als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:

  • objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des Finanzinstruments und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist („Verlustereignis“),
  • das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und
  • eine verlässliche Schätzung des Betrags vorgenommen werden kann.

Die Wertberichtigungen umfassen die Risikovorsorgen für Ausfälle im Kreditgeschäft oder aus Gegenparteirisiken durch Einzel- und pauschalierte Individualvorsorgen auf Basis von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft werden in der Bilanz mit den entsprechenden Forderungen saldiert. Vorsorgen für außerbilanzielle Kreditgeschäfte werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Damit das Management beurteilen kann, ob auf individueller Ebene ein Verlustereignis eingetreten ist, werden alle bedeutsamen Kreditbeziehungen in regelmäßigen Zeitabständen überprüft. Dabei werden aktuelle Informationen und kontrahentenbezogene Ereignisse wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbrüche, die sich beispielsweise im Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen äußern, berücksichtigt.

Die Risikovorsorge für individuell bedeutsame Bonitätsrisiken wird unter Abschätzung der erwarteten zukünftigen Rückflüsse nach den Einschätzungen der Kreditrisikomanager vorgenommen. Für individuell nicht bedeutsame Bonitätsrisiken werden in Abhängigkeit von Überfälligkeiten und auf Basis von Erfahrungswerten Vorsorgen mit pauschalen Prozentsätzen gebildet.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Die BAWAG P.S.K. hat sich entschieden weiterhin Hedge Accounting gemäß IAS 39 anzuwenden.

Die BAWAG P.S.K. verwendet Fair-Value-Hedge Accounting, um Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken bei festverzinslichen Finanzinstrumenten darzustellen. Als Sicherungsgeschäfte werden überwiegend Zinsswaps verwendet. Die Grundgeschäfte umfassen Wertpapiere der Kategorie „Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ sowie Eigene Emissionen, Sparbücher und Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die BAWAG P.S.K. wendet die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge“) nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an. Als Sicherungsgeschäfte werden Fremdwährungs-Swaps sowie Devisentermingeschäfte verwendet.

Nach den allgemeinen Regelungen werden Derivate als Handelsaktiva oder Handelspassiva klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Das Bewertungsergebnis wird in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ als Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand ausgewiesen. Werden Derivate zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften eingesetzt, wendet die BAWAG P.S.K. bei Erfüllung der Voraussetzungen gemäß IAS 39 Hedge Accounting (Bilanzierung von Sicherungsgeschäften) an.

Zu Beginn des Hedge Accountings werden die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die Ziele des Risikomanagements und die Methode zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung dokumentiert. Die BAWAG P.S.K. überprüft am Beginn der Sicherungsbeziehung sowie an jedem Bilanzstichtag, ob

In der Kompetenz- und Pouvoirordnung ist der Genehmigungsvorgang für die Abschreibung und den Verzicht geregelt. Ausbuchwerte aus Grund- und Sicherungsgeschäften in Bezug auf gen erfolgen in Abstimmung mit den jeweiligen Fachbereichen, das abgesicherte Risiko in hohem Maße effektiv ist. Wenn die Betreibung der Forderung ergebnislos verlaufen ist oder wenn keine Absicht besteht, die Betreibung aktiv fortzusetzen.

Das Zinsrisiko, für das der Konzern Hedge Accounting anwendet, ergibt sich aus festverzinslichen Emissionen, Darlehen und festverzinslichen Anleihen, deren beizulegender Zeitwert bei Änderung der Referenzzinssätze schwankt. Der Konzern sichert Zinsänderungsrisiken nur im Rahmen von Referenzzinssätzen ab, da die Marktwertänderungen

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

eines festverzinslichen Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit wesentlich durch Änderungen des Referenzzinssatzes beeinflusst werden. Hedge Accounting wird angewendet, wenn wirtschaftliche Sicherungsbeziehungen die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen.

Die BAWAG P.S.K. verfolgt einen konservativen Ansatz bei der Steuerung ihrer Markt- und Zinsrisiken. Die Zinsrisikoposition wird strategisch auf IFRS-Konzernebene gesteuert und auf Basis der ökonomischen Sichtweise sowie nach der IFRS-Bewertungskategorie (FVTPL, FVTOCI) gemessen, limitiert und gesteuert. Der Zinsrisikomanagementansatz konzentriert sich auf die Reduktion von Marktrisiken und nutzt dabei natürliche Absicherungsmöglichkeiten der Bilanz sowie Derivate zur Steuerung der Risikoposition.

Das Fremdwährungsrisiko, für das der Konzern Cashflow Hedge Accounting anwendet, ergibt sich aus zukünftigen Zahlungsströmen von Fremdwährungsportfolien, deren beizulegender Zeitwert bei Änderung des FX-Kurses schwankt. Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos kommen im Konzern sowohl FX-Outrights als auch Cross-Currency-Swaps zur Anwendung, da deren Marktwertveränderung im Wesentlichen von der Änderung des FX-Kurses beeinflusst wird.

Währungsrisiken werden als gering eingestuft, da die BAWAG P.S.K. eine Strategie zur Absicherung von Währungsrisiken resultierend aus Kapital- und Zinszahlungen verfolgt. Die Risikoposition wird täglich überwacht und innerhalb enger Limite gesteuert. Darüber hinaus wendet der Konzern Cashflow-Hedge-Accounting an, um das Fremdwährungsrisiko aus zukünftig erwarteten Spread-Einnahmen sowie Basisrisiken zu minimieren.

Durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken setzt sich der Konzern auch dem Kreditrisiko der derivativen Gegenpartei aus, das nicht durch das abgesicherte Grundgeschäft ausgeglichen wird. Die Gruppe minimiert das Kontrahentenausfallsrisiko bei derivativen Instrumenten, indem sie Geschäfte mit qualitativ hochwertigen Gegenparteien abschließt und von den Gegenparteien verlangt, Sicherheiten zu stellen und über CCPs zu clearen.

Bei Vorliegen von effektiven Sicherungsbeziehungen, die zur Verringerung des Marktwertrisikos eingesetzt werden, wendet die BAWAG P.S.K. Fair-Value-Hedge-Accounting an.

Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Brexit

Per 31. Dezember 2019 hatte die BAWAG P.S.K. Sicherungsderivate, die über das London Clearing House abgeschlossen wurden, mit einem Nominale von 579 Mio. € (2018: 511 Mio. €) und einem Netto-Marktwert von 4 Mio. € (2018: 3 Mio. €) in Sicherungsbeziehungen. Da das London Clearing House gemäß der Europäischen Kommission bis Ende des Jahres 2019 weiterhin den Status eines zentralen Kontrahenten (CCP) behalten hat, gab es im Geschäftsjahr 2019 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. Die BAWAG P.S.K. wird die weiteren Ereignisse beobachten und entsprechende Maßnahmen setzen.

Mikro-Fair-Value-Hedge

Beim Mikro-Fair-Value-Hedge werden ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit oder eine Gruppe von gleichartigen finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Marktwertänderungen abgesichert. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und „Schulden“ erfasst. Dabei wird das Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum Fair Value angesetzt und das Grundgeschäft um jene Fair-Value-Änderungen erfolgswirksam fortgeschrieben, die sich in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergeben.

Sobald das Sicherungsgeschäft veräußert, ausgeübt oder fällig wird oder wenn die Voraussetzungen für die Qualifikation zum Hedge Accounting nicht mehr erfüllt sind, wird die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung beendet.

Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte Bewertungsanpassungen des Grundgeschäfts werden über die Restlaufzeit verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für andere Arten von Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise bei Veräußerung oder anderweitiger Ausbuchung der durch eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden die Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts bei der Ermittlung des bei Ausbuchung realisierten Gewinns oder Verlusts berücksichtigt.

Da die wesentlichen Bewertungsparameter der Swaps und der entsprechenden Grundgeschäfte gleich sind, führt die


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

BAWAG P.S.K. eine qualitative prospektive Effektivitätsbeurteilung durch. Es wird erwartet, dass sich der Wert der Swaps und der Wert der entsprechenden Grundgeschäfte in Abhängigkeit von der Zinsveränderung in entgegengesetzter Richtung ändern werden. Die Hauptursache für die Ineffektivität von Sicherungsgeschäften ist, dass zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften und gesicherten Grundgeschäften unterschiedliche Diskontierungskurven verwendet werden (OIS vs. IBOR-Discounting).

Portfolio-Fair-Value-Hedge

Die BAWAG P.S.K. wendet die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken an. Im Rahmen der Bilanzierung hat der Konzern Sichteinlagen in Euro wie auch Kundenforderungen mit Zinsober- und Zinsuntergrenzen als Portfolien identifiziert, die gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden sollen. Diese werden entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder eingeteilt. Als Grundgeschäft für den Portfolio-Fair-Value-Hedge bestimmt die BAWAG P.S.K. aus dem identifizierten Portfolio einen Betrag von Verbindlichkeiten respektive Forderungen, der abgesichert werden soll. Die Zu- und Abgänge werden unter Anwendung der Bodensatzmethode („Bottom-Layer-Approach“) zunächst dem nicht designierten Teil der identifizierten Portfolien zugeordnet. Die BAWAG P.S.K. wendet hierbei den EU-Carve-out zu IAS 39 an, der es ermöglicht, Sichteinlagen und ähnliche Instrumente auf Basis der erwarteten Abhebungs- und Fälligkeitstermine als Bestandteil einer Sicherungsbeziehung zu designieren. Der EU-Carve-out zu IAS 39 ermöglicht auch die Anwendung der Bodensatzmethode.

Für die bilanzielle Abbildung werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen sind, als separater Bilanzposten unter Bewertungsanpassungen für gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Portfolien in der Bilanz erfasst. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ erfasst.

Neben dem oben im Mikro-Fair-Value-Hedge-Abschnitt genannten Grund (OIS / IBOR-Basisspread) treten Ineffizienzen im Portfolio Fair Value Hedge Accounting auf, wenn die erwarteten Cashflows die tatsächlichen Cashflows der gesicherten Positionen übersteigen.

Cashflow Hedge

Die BAWAG P.S.K. wendet die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge“) nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an.

Die BAWAG P.S.K. hat zukünftige Margeneinkünfte aus GBP- und USD-Vermögenswerten als Grundgeschäfte identifiziert, welche gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus der Veränderung von Fremdwährungskursen abzusichern sind.

IAS 39 erlaubt Teile von hochwahrscheinlichen Zahlungsströmen als Grundgeschäft zu designieren. Die BAWAG P.S.K. widmet jeweils die ersten Zahlungsströme für eine definierte Zeitperiode als Grundgeschäft.

Die Veränderungen aus dem beizulegenden Zeitwert der Sicherungsinstrumente werden in der Gesamtergebnisrechnung unter „Cashflow-Hedge-Rücklage“ gezeigt. Hätte die BAWAG P.S.K. 2019 die Bestimmungen des Cashflow Hedge nicht angewandt, wäre ein Verlust von 12,8 Mio. € (2018: Verlust von 13,9 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ ausgewiesen worden.

Neben dem oben im Mikro-Fair-Value-Hedge-Abschnitt genannten Grund (OIS / IBOR-Basisspread) treten Ineffizienzen im Cashflow Hedge Accounting auf, wenn die erwarteten Cashflows die tatsächlichen Cashflows der gesicherten Positionen übersteigen.

Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Die BAWAG P.S.K. wendet das Net Investment Hedge Accounting gemäß IAS 39 für Nettoinvestitionen in Tochtergesellschaften an, deren funktionale Währung nicht der Euro ist.

Aus den Investitionen in Tochtergesellschaften mit unterschiedlichen funktionalen Währungen ergeben sich für die BAWAG P.S.K. Währungsrisiken, die durch Devisenswaps weitgehend eliminiert werden.

Die Absicherung einer Nettoinvestition nach IAS 39 wird zur Minderung der Auswirkungen in der Gewinn- und Verlustrechnung aus Instrumenten zur Absicherung des


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Fremdwährungsrisikos angewendet. Das abgesicherte Risiko ist definiert als das Fremdwährungsrisiko, das sich aus der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbetriebs (derzeit CHF und USD) und der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, dem Euro, ergibt.

Das Sicherungsinstrument wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei der effektive Teil seiner Veränderungen im sonstigen Gesamtergebnis in einer separaten Komponente des Eigenkapitals erfasst wird. Jeder ineffektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Marktwertänderung des Sicherungsinstruments die Marktwertänderung des gesicherten Grundgeschäfts übersteigt.

Im sonstigen Gesamtergebnis werden die Wertänderungen der Sicherungsinstrumente unter Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe ausgewiesen. Im Jahr 2019 waren Fair-Value-Gewinne in Höhe von 2,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) in der Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen worden, wenn die BAWAG P.S.K. kein Net Investment Hedge Accounting angewendet hatte.

Ineffizienzen aus der Absicherung einer Nettoinvestition ergeben sich aus dem Sicherungsinstrument (Terminkontrakt), das einen Fremdwährungsbasisspread enthält, der nicht im Grundgeschäft (der Nettoinvestition) enthalten ist. Darüber hinaus kann es zu einer Ineffektivität kommen, wenn der Buchwert der Nettoinvestition unter den ursprünglich gewidmeten Betrag fällt oder wenn das abgesicherte Grundgeschäft und das Sicherungsinstrument unterschiedlichen Kontrahentenrisiken unterliegen (z.B. OIS-Diskontierung des Sicherungsinstruments).

IBOR-Reform

Die BAWAG P.S.K. verfolgt die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Reform der Referenzzinssätze und der Verwendung risikofreier Zinssätze (IBOR-Reform) genau. Da wesentliche Teile der Bilanz der Bank an den Euribor/Libor-Zinssatz gebunden sind (Zinsbindungen an EONIA oder andere Tagesgeldsätze sind unwesentlich), hat die Bank bereits eine intensive Analyse der potenziellen Auswirkungen durchgeführt, um rechtzeitig Vorbereitungen für die Anpassung der Referenzzinssätze einzuleiten. Diese bankweiten Analysen umfassten unter anderem die Auswirkungen auf die Kunden (Preisgestaltung und Verträge), das Hedging, die Systeme und die finanziellen Ergebnisse. Auf der Grundlage dieser Bewertung wurden klare Aufgaben und

Verantwortlichkeiten (Finanzen, Risiko, Recht, Operations, Markt, Tech) zugewiesen, um die notwendigen Anpassungen durchzuführen. Gegenwärtig erwartet die Bank eine schrittweise Einführung der reformierten IBOR-Sätze, beginnend mit Schweizer Franken, Britischem Pfund und US-Dollar im Jahr 2022, danach gefolgt vom Euribor.

Es wird erwartet, dass sich die Reform der IBOR-Sätze auch auf die Steuerung und das Management des Zinsrisikos der Bank auswirkt. In Übereinstimmung mit den Risikomanagement-Zielen wird die Bank derzeit gegen den 3M-Euribor/Libor gesteuert und abgesichert, einschließlich entsprechender Hedge-Accounting-Beziehungen. Die BAWAG P.S.K. verwendet Fair Value Hedge Accounting (Mikro Fair Value und Portfolio Fair Value Hedges), Cash Flow Hedge Accounting und Net Investment Hedges, um Marktrisiken abzusichern. Die Sicherungsgeschäfte und Grundgeschäfte lauten vorwiegend auf Euro, US-Dollar, Britische Pfund und in geringerem Ausmaß auf Schweizer Franken. Zum 31.12.2019 waren ca. 17 Mrd. € an Sicherungsinstrumenten einer Hedge-Accounting-Beziehung zugeordnet (ca. 7 Mrd. € abgesicherte Vermögenswerte und ca. 10 Mrd. € abgesicherte Verbindlichkeiten).

Finanzgarantien

Finanzgarantien sind vertragliche Vereinbarungen, die den Garantiegeber dazu verpflichten, bestimmte Zahlungen zu leisten, um den Garantienehmer für einen Verlust zu entschädigen, der dadurch entsteht, dass ein bestimmter Schuldner unter den Bedingungen eines Schuldtitels fällige Zahlungen nicht leistet.

Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit begibt die BAWAG P.S.K. Finanzgarantien. Die Erstbewertung der Finanzgarantie erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Im Rahmen der Folgebewertung wird überprüft, ob eine Rückstellung gemäß IAS 37 erforderlich ist.

Ist die BAWAG P.S.K. Garantienehmer, wird die Finanzgarantie nicht in der Bilanz erfasst, jedoch als Sicherheit berücksichtigt, wenn eine Wertminderung der garantierten Vermögenswerte beurteilt wird. Für Details siehe Note 27.

Methoden der Fair-Value-Ermittlung von Finanzinstrumenten

Die BAWAG P.S.K. zieht zur Beurteilung eines „aktiven Marktes“ eines Wertpapiers neben Minimumanforderungen (z.B. Emissionsgröße, Börsenotiz) Informationen aus


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Handelsystemen (quotierte Volumina, Häufigkeit der Preisstellung) zur Ermittlung der Markttiefe und Liquidität heran.

Derivate

Für die Bewertung von börsengehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futureoptionen, werden Börsenkurse herangezogen. Details werden im Anhang unter Note 31 dargestellt. Einige grundsätzliche Angaben seien vorangestellt:

Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain-Vanilla-OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.

Für Positionen des Handelsbuches werden die Schließkosten der Position (Bid/Ask Spreads) auf Nettobasis regelmäßig berechnet und verbucht.

Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Bar-
werten der fixen und der variablen Seite des Swaps. Bei
Cross Currency Swaps (CCS) wird ebenso pro Leg der Bar-
wert in der jeweiligen Transaktionswährung ermittelt, der
dann in die funktionale Währung der Konzerngesellschaft
umgerechnet und summiert wird.

Bei Devisentermingeschäften wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und darauf der Wert errechnet.

Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffie-Singleton-
Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread
Curve die Default Probability Curve (Hazard Rate) ermittelt,
mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der
Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung des
Protection und des Premium Legs.

Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-
Derivaten ein Credit (CVA) bzw. ein Debt Value Adjustment
(DVA). Grundsätzlich werden interne Ausfallswahrscheinlich-
keiten (PD) zur Berechnung herangezogen, als Verwer-
tungsquote (REC) wird standardmäßig 0,4 angesetzt.

Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE
(Expected Positive/Negative Exposure) ein „Marktwert +
Add-on“-Modell verwendet. Die Add-on-Berechnung erfolgt

für jede Geschäftsart und Währung getrennt und wird
grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern
abgeleitet.

Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Netting-
effekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst
Type und selbst Währung berücksichtigt.

Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten-PD und
-Verlustquote (1-REC) sowie dem EPE bestimmt sich der
CVA, bzw. aus der BAWAG P.S.K.-PD und -Verlustquote so-
wie dem ENE der DVA.

Sofern die Risikoabschlagsrate nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird diese vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Non-Payment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.

Zur Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, deren Parameter nicht von Markttransaktionen abgeleitet werden können, wird der erwartete Cashflow (samt Verzugszinsen, sofern vertraglich vereinbart) wahrscheinlichkeitsgewichtet und auf den Tag der Wertermittlung abgezinst. Sind die rechtliche Entstehung der Forderung oder ihr Fortbestand im Hinblick auf eventuelle Nichtigkeitsgründe oder eine Anfechtung streitig, werden diese rechtlichen Bedenken somit im Rahmen der Bewertung berücksichtigt.

Im Falle einer Auflösung (Close-out) eines derivativen Geschäfts mit einem Kunden verändert sich die Art der Forderung der BAWAG P.S.K. Vor der Vertragsauflösung handelte es sich bei dem Vermögenswert um ein Derivat, nach dem Close-out um eine vertragliche Forderung, deren Höhe sich nicht mehr in Abhängigkeit von Marktparametern ändert. Die Forderung erfüllt daher nicht mehr die Definition eines Derivats gemäß IFRS 9.

Durch die vorzeitige Beendigung eines Derivatgeschäfts wird die Variabilität der Zahlungsströme in Bezug auf Höhe und Eintrittszeitpunkt wesentlich verändert und das ursprüngliche Derivat durch einen neuen Vermögenswert ersetzt. Dessen erstmaliger Ansatz erfolgt nach IFRS 9.5.1.1 zum Fair Value. Der Fair Value entspricht dem Buchwert des Derivats zum Zeitpunkt der Vertragsauflösung, welcher


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

dabei auch sämtliche bis zum Zeitpunkt der Auflösung (Close-out) vorgenommene Bewertungsanpassungen umfasst. Eine aus der Vertragsauflösung entstandene Forderung erfüllt die Voraussetzungen nach IFRS 9.4.1.2 zur Einordnung in die Kategorie „Kredite und Forderungen“.

Diese Vorgehensweise wurde in Anlehnung an IFRS 9.3.3.2 und IFRS 9.3.2.7 gewählt, da in IFRS 9 keine expliziten Regelungen bestehen, wie vorzugehen ist, wenn ein Finanzinstrument zunächst die Merkmale eines Derivats erfüllt und in späterer Folge diese Merkmale nicht mehr erfüllt werden. Solche Regelungslücken sind gemäß IAS 8.10 bis 8.12 durch Anwendung einer ähnlichen Regelung in den IFRS und unter Berücksichtigung der Framework zu schließen.

Die oben beschriebene Vorgehensweise wurde bei der Transaktion mit der Stadt Linz im Jahr 2011 angewendet.

Credit Linked Notes

Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Schuldverschreibungen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) auch das Ausfallsrisiko einer oder mehrerer weiterer Referenzanleihen tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bond-bzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon sowie der Restlaufzeit.

Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.

Bewertung der Asset Backed Investments

Jede Position des Collateralized-Loan-Obligation (CLO)-Portfolios der BAWAG P.S.K. unterliegt den monatlichen Bewertungen, die auf Basis des Bewertungstools von Moody's Analytics durchgeführt werden. Der Bewertungsprozess wird innerhalb der CDOnet-Funktionalität von Moody's Structured Finance Solutions auf Basis der Barwertmethodik durchgeführt. Das Modell verwendet die bereits in Moody's Structured Finance verfügbaren Inputs (z. B. Cashflows, originäre Spreads für jede Tranche, Weighted Average Maturity usw.) sowie zusätzliche Parameter (hauptsächlich die Spreads für die Diskontierung am relevanten Bewertungstag), die unabhängig vom Marktrisiko aus vergleichbaren CLO-Tranchen (in Bezug auf Bonität, CLO-Art, durchschnittliche Subordination usw.) abgeleitet werden. Als Quelle für aktuelle Diskontierungsspreads werden einerseits das Moody's Structured Finance Portal, andererseits weitere externe Datenquellen (z. B. Wells Fargo Securities) herangezogen.

Fair Value von Beteiligungen

Zur Ermittlung des Fair Value der Beteiligungen wurden die geplanten möglichen Ausschüttungen mit dem jeweils der Beteiligung zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Zum Behufe der Ermittlung des impliziten Diskontierungssatzes vor Steuern wird zu den möglichen Dividenden die mit nominellen Steuersätzen ermittelte Körperschaftsteuer addiert und anschließend jener Abzinsungssatz gesucht, bei dem sich exakt dasselbe Ergebnis wie aus der oben erläuterten Bewertung ergibt.

Zur Bewertung des Beteiligungsunternehmens wurden die geplanten möglichen Dividenden herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst.

Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%. Soweit erforderlich, wurden entsprechende unternehmensspezifische Gewinnthesaurierungen im Rahmen der Ermittlung des Continuing Values berücksichtigt.

Der Diskontierungssatz nach Steuern setzt sich aus den Komponenten risikoloser Basiszinssatz, länderspezifische Marktrisikoprämie sowie Betafaktor zusammen. Zum 31. Dezember 2019 werden folgende Werte herangezogen:

  • Als risikoloser Basiszinssatz (0,34%) wird die gemäß der Svensson-Methode aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Parametern errechnete 30-jährige Spotrate herangezogen.
  • Als Quelle für die länderspezifische Marktrisikoprämie dient die Damodaran-Homepage in Verbindung mit der Empfehlung der Kammer der Wirtschaftstreuhandberater, in der die Arbeitsgruppe „Unternehmensbewertung“ eine Bandbreite von 5,5 bis 7% vorgibt. Es wurde angesichts

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

des niedrigen risikolosen Basiszinssatzes eine Marktrisikoprämie von 7,91% gewählt.

  • Bei der Ermittlung des Betafaktors für Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen (1,04) wird der Mittelwert des wöchentlichen Zweijahresdurchschnitts von elf an europäischen Börsen notierenden Banken mit Schwerpunkt Retail-Geschäft herangezogen. Als Quelle dient hierfür Bloomberg. Für die Peer Group qualifizieren sich nur Banken mit einem R² (Determinationskoeffizient) von zumindest 0,15 und / oder einem Wert für den t-Test (Hypothesentest) von zumindest 1,98. Der Betafaktor für Nichtbanken beträgt 1,0 (ausgenommen für Börsen mit einem Betafaktor von 0,81), welcher eine spezifische Größe für Nichtbanken und kein allgemeines Marktrisiko darstellt.

Unter Zugrundelegung der oben angeführten Prämissen wurde im Berichtsjahr für die Beteiligungen ein Fair Value gemäß IFRS 13 errechnet.

Übertragung von Finanzinstrumenten

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, sobald die wirtschaftlichen Ergebnisse aus dem Finanzinstrument dem Konzern nicht mehr zustehen, d.h. regelmäßig dann, wenn die Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument auf einen Dritten durch Ausübung, Veräußerung oder Abtretung übergehen bzw. der Konzern die Verfügungsmacht verloren hat oder wenn die Rechte verfallen.

Bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen die BAWAG P.S.K. maßgebliche Rechte und Verpflichtungen zurückbehalten hat, erfolgt weiterhin ein Ausweis in der Konzernbilanz.

Eine Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung beglichen oder aufgehoben wird.

Pensionsgeschäfte sind Verträge, durch die finanzielle Vermögenswerte gegen Zahlung eines Betrages übertragen werden und in denen gleichzeitig vereinbart wird, dass die finanziellen Vermögenswerte später gegen Entrichtung eines im Voraus vereinbarten Betrages an den Pensionsgeber zurückübertragen werden müssen. Die finanziellen Vermögenswerte verbleiben weiterhin in der Bilanz der BAWAG P.S.K. und werden nach den für den jeweiligen Bilanzposten geltenden Regeln bewertet. Die aus den Liquiditätszuflüssen aus den Pensionsgeschäften resultierenden Verpflichtungen werden, je nach Zweck des Geschäfts, in

den Handelspassiva oder in der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen“ ausgewiesen.

Bei Reverse-Repo-Geschäften werden finanzielle Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs gegen Entgelt erworben.

Als Wertpapierleihe werden Geschäfte bezeichnet, bei denen vom Verleiher Wertpapiere an den Entleiher übereignet werden mit der Verpflichtung, dass der Entleiher nach Ablauf der vereinbarten Zeit Papiere gleicher Art, Güte und Menge zurücküberträgt und für die Dauer der Leihe ein Entgelt entrichtet. Die Bilanzierung der verliehenen Wertpapiere erfolgt analog zu Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehenen Wertpapiere im Wertpapierbestand des Konzerns und werden nach den Regeln des IFRS 9 bewertet. Bei Wertpapierleihegeschäften sind regelmäßig Sicherheiten zu stellen. Vom Entleiher gestellte Wertpapiersicherheiten werden von diesem weiterhin bilanziert.

Immaterielles Anlagevermögen, Sachanlagen

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden insbesondere erworbene Geschäfts- und Firmenwerte und damit verbundene immaterielle Vermögenswerte wie Markennamen und Kundenbeziehungen sowie sonstige erworbene sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (vor allem Software) sowie aktivierte Projekte gemäß IAS 38 ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mit den Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt. Marken werden als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nicht abgeschrieben. Ein immaterieller Vermögenswert hat eine unbestimmte Nutzungsdauer, wenn keine rechtlichen, vertraglichen, regulatorischen oder weitere die Nutzungsdauer limitierende Faktoren bestehen. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibung und Wertminderungen. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 2,0% bis 4,4%, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung reichen sie von 5,0% bis 100,0%. Die erworbene und selbst erstellte Software, andere immaterielle Vermögenswerte und Rechte (mit Ausnahme der Firmenwerte und des Markennamens) werden mit 3,5% bis 100,0% abgeschrieben. Die hohen Abschreibungssätze sind auf die Südwestbank zurückzuführen, da auf die Restnutzungsdauer des


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Anlagevermögens ab Closing-Zeitpunkt abgeschrieben wird. Kundenbeziehungen werden linear über durchschnittlich 8–30 Jahre (2018: durchschnittlich 8–33 Jahre) abgeschrieben. Abschreibungsmethode und -dauer werden jährlich gemäß IAS 38 überprüft. Für Details siehe Note 18.

Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst.

Entwicklungskosten für selbst erstellte Software werden aktiviert, wenn die technische Umsetzbarkeit gegeben ist, die Absicht zur Fertigstellung der Software besteht, zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt werden kann und die angefallenen Kosten verlässlich ermittelt werden können. Aufwendungen für Vorstudien (Forschungskosten) werden nicht aktiviert.

Vermietete Grundstücke und Gebäude

Unter „Vermietete Grundstücke und Gebäude“ werden jene Liegenschaften ausgewiesen, die gemäß IAS 40.5 die Kriterien einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (Investment Properties) erfüllen. Das sind jene Liegenschaften, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. Einige Liegenschaften werden auch in geringem Maße selbst genutzt. Da diese Teile jedoch nicht gesondert verkauft werden können und gemäß IAS 40.10 unbedeutend sind, werden diese als Gesamtes unter der Position „Vermietete Grundstücke und Gebäude“ ausgewiesen.

Änderung der Bewertungsmethode bei vermieteten Grundstücken und Gebäuden

Grundstücke und Gebäude, die als Finanzinvestitionen gehalten werden (Investment Properties), wurden bisher zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten („cost model“) abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung für das Gebäude und abzüglich Wertminderungen (IAS 40) bewertet. Entsprechend der Wahlmöglichkeit des IAS 40 für vermietete Immobilien erfolgte im Geschäftsjahr 2019 die Umstellung auf das Modell des beizulegenden Zeitwertes („fair value model“). Die Änderung der Bewertung von vermieteten Grundstücken und Gebäuden wurde vorgenommen, da eine Bewertung zum Fair Value den wirtschaftlichen Zweck dieser Immobilien, nämlich die Erzielung von Mieteinkünften, deren Höhe den Fair Value der zugrundeliegenden Immobilien beeinflusst, besser darstellt als eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Daher führt die Änderung dieser Bewertungsmethode zu einer sachgerechteren Darstellung der Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Im Rahmen der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert werden vermietete Grundstücke und Gebäude zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem Marktwert angesetzt. Die jährliche Neubewertung wird je nach Auf- bzw. Abwertung erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Durch die Änderung der Bewertungsmethode ergeben sich im Geschäftsjahr 2019 die folgenden Anpassungsbeträge für die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und das Ergebnis je Aktie.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Aktiva

in Mio. € 31.12.2019
Vermietete Grundstücke und Gebäude 22
Steueransprüche für latente Steuern 0
Summe Aktiva 22

Passiva

in Mio. € 31.12.2019
Steuerschulden für latente Steuern 5
Eigenkapital, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) 17
Summe Passiva 22

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2019
Sonstige betriebliche Erträge 16,2
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5,5
Jahresüberschuss vor Steuern 21,7
Steuern vom Einkommen -4,7
Jahresüberschuss nach Steuern 17,0

Die Änderung der Bewertungsmethode hat nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vorjahresvergleichszahlen. Daher erfolgte keine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen.

Für Details siehe Note 17.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Wertminderungstests

Der beizulegende Zeitwert der Marken wird anhand einer modifizierten Lizenzpreisanalogiemethode (der Brand-Equity-Methode) ermittelt. Bei der Ableitung des mit dem Ertrag vor Steuern der jeweiligen Profitcenters assoziierten Anteils der Marke werden sowohl die Relevanz als auch die Stärke der Marke berücksichtigt. Nach Ermittlung des markenbezogenen Ertrags werden die Zahlungsströme mit dem entsprechenden Diskontierungssatz abgezinst. Der beizulegende Zeitwert des Markennamens entspricht dem Barwert aller marktbezogenen Zahlungsströme.

Die Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Geschäftsführung des Unternehmens geplanten Jahresgewinnen der nächsten fünf Jahre und einer ewigen Wachstumsrate (1,0%) danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Der Abzinsungssatz, der auf Grundlage von branchendurchschnittlichen Eigenkapitalrenditen geschätzt wurde, beträgt 8,57%.

Des Weiteren wird bei immateriellen Vermögenswerten und bei Sachanlagen jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern diese vorliegen, wird hierbei der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert und Nettoveräußerungspreis. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, wird gemäß IAS 36 eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrags vorgenommen. Details zu Wertminderungen und Aufwertungen finden sich unter Note 8.

Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Impairmenttest nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Die BAWAG P.S.K. hat den Standard IFRS 16, der den bisherigen Standard IAS 17 Leasingverhältnisse ersetzt, erstmalig zum 1. Jänner 2019 angewendet. Im Gegensatz zum bisherigen Standard IAS 17 entfällt die Unterscheidung zwischen operativem und Finanzierungsleasing für Zwecke der Leasingnehmerbilanzierung. Stattdessen wird ein einziges On-Balance-Bilanzierungsmodell angewendet, das ähnlich dem Finanzierungsleasingmodell gemäß IAS 17 ist.

Unter den Anwendungsbereich von IFRS 16 fallen sowohl klassische Leasing- als auch Mietverhältnisse. Im Folgenden wird Leasing daher mit Miete gleichgesetzt.

Eine wesentliche Auswirkung für die BAWAG P.S.K. ergibt sich durch den Ausweis von operativen Leasingverhältnissen in der Bilanz, was zu einer höheren Bilanzsumme führt. Zusätzlich wird der bisher linear erfasste Leasingaufwand durch eine Abschreibung des Nutzungsrechts und durch einen Zinsaufwand der Leasingverbindlichkeit ersetzt. In der Kapitalflussrechnung wird der Zinsanteil als Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeit als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Leasingverhältnisse aus Sicht des Leasinggebers werden auch unter IFRS 16 wie bisher nach IAS 17 erfasst – also weiterhin in operatives und Finanzierungsleasing unterschieden. Daher ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen in der Bilanzierung als Leasinggeber.

Definition von Leasingverhältnissen

Zu Beginn des Leasingverhältnisses wird beurteilt, ob ein Vertrag in den Anwendungsbereich von IFRS 16 fällt. Das ist der Fall, wenn es sich beim Leasinggegenstand um einen identifizierten Vermögenswert handelt, dem Leasingnehmer alle wirtschaftlichen Vorteile aus der Nutzung zufliessen und der Leasingnehmer das Recht hat, über den Verwendungszweck zu bestimmen.

Die Leasinglaufzeit beginnt an dem Bereitstellungsdatum, das ist jener Tag, an dem der Leasinggeber das Objekt dem Leasingnehmer zur Nutzung überlässt. Sie umfasst die unkündbare Grundmietzeit sowie Zeiträume, in denen hinreichend sicher ist, dass der Leasingnehmer Verlängerungsoptionen ausübt bzw. Kündigungsoptionen nicht ausübt. Zusätzlich berücksichtigt die BAWAG P.S.K. alle relevanten Tatsachen, welche einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung solcher Optionen geben. Beispiele sind:

  • Bedeutung des Leasingobjekts für die Geschäftstätigkeit
  • Umfang und Kosten von Mietinbauten
  • Kosten in Bezug auf die Kündigung des Leasingvertrags

Für die Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind alle fixen Zahlungen, quasifixe (= variabel, aber unvermeidbar) sowie variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gebunden sind, zu berücksichtigen. Andere, variable Zahlungen, wie umsatz- oder nutzungsabhängige Zahlungen


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

und Betriebskosten, werden nicht inkludiert, sondern erfolgswirksam erfasst.

BAWAG P.S.K. als Leasinggeber

Ein Leasinggeschäft wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Operating-Leasing-Verhältnis solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt.

Im Falle von Finanzierungsleasing (Finance Lease) werden die Forderungen gegenüber den Leasingnehmern in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung etwaiger Restwerte ausgewiesen.

Hingegen erfolgt im Falle von operativem Leasing (Operating Lease), bei dem die BAWAG P.S.K. als Eigentümer alle Rechte und Pflichten an dem Leasinggegenstand behält, der Ausweis unter den Sachanlagen. Für den jeweiligen Leasinggegenstand wird eine entsprechende Abschreibung geltend gemacht. Die Leasingzahlungen für Operating Lease und die Zinszahlungen für Finance Lease werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Für die BAWAG P.S.K. stellt Operating Leasing ein unwesentliches Geschäftsfeld dar.

BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer

Am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses werden sowohl ein Nutzungsrecht als auch eine Leasingverbindlichkeit bilanziell erfasst. Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der Leasingzahlungen bewertet. Für die Diskontierung für den Großteil der Leasingverträge verwendet die BAWAG P.S.K. den Grenzfremdkapitalzinssatz, da der der implizite Zinssatz nicht ermittelt werden kann. Der Grenzfremdkapitalzinssatz entspricht jenem Zinssatz, mit dem sich die BAWAG P.S.K. am Markt refinanzieren kann. Dabei wird angenommen, dass die Refinanzierung eine mit dem Leasingvertrag vergleichbare Laufzeit und Sicherheit aufweist. Da der Anteil der Leasingverträge, die nicht auf Euro lauten, unwesentlich ist, wird auf eine Refinanzierung in Euro abgestellt.

Im Zuge der Folgebewertung wird die Leasingverbindlichkeit um den Zinsaufwand auf den ausstehenden Betrag erhöht und um Leasingzahlungen reduziert. Das Nutzungsrecht wird linear um die kumulierte Abschreibung reduziert.

Die BAWAG P.S.K. wendet zwei Arten von Bilanzierungswahlrechten für Leasingnehmer an, die der Standard für folgende Leasingverhältnisse vorsieht:

  • Kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Leasinglaufzeit von 12 Monaten oder weniger
  • Leasingverhältnisse von geringwertigem Leasingvermögen

Durch die Anwendung dieser Ausnahmeregelungen werden die Leasingzahlungen nicht als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit bilanziert, sondern wie bisher linear über die Laufzeit als Mietaufwand erfolgswirksam erfasst.

Bestehende Leasingverträge unterliegen einer laufenden Beurteilung, um signifikante Ereignisse zu berücksichtigen, die sich auf die Höhe der Leasingzahlungen oder auf die Laufzeit auswirken, beispielsweise eine Anpassung der Leasingrate an den aktuellen Index. In solchen Fällen wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet, um die Änderungen zu reflektieren. Der neue Barwert wird entsprechend entweder als Erhöhung oder Reduktion der ursprünglichen Verbindlichkeit verbucht. Das Nutzungsrecht wird in der Regel um denselben Betrag angepasst.

Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Jänner 2019

Zum Erstanwendungszeitpunkt beurteilte die BAWAG P.S.K. gemäß IFRS 16.C3 für bereits bestehende Verträge nicht erneut, ob ein Leasingverhältnis besteht. Dementsprechend wurde IFRS 16 auf alle Verträge angewendet, die vor dem 1. Jänner 2019 abgeschlossen und zuvor unter IAS 17 als Leasingverhältnis eingestuft wurden.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der künftigen Mindestmietzahlungen für operative Leasingverhältnisse unter IAS 17, die im Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht wurden, auf die Leasingverbindlichkeit unter IFRS 16 zum 1. Jänner 2019. Die ausstehenden Leasingzahlungen zum 31. Dezember 2018 werden mit dem durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatz von $1,12\%$ diskontiert.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

in Mio. €
01.01.2019

Brutto-Mindestmietzahlungen für operatives Leasing unter IAS 17 233,5
Kurzfristige Leasingverhältnisse als Aufwand erfasst -0,4
Leasingverhältnisse von geringwertigem Leasingvermögen als Aufwand erfasst -0,2
Zahlungen für Leasingverhältnisse, die noch nicht bereit gestellt wurden -1,3
Nicht identifizierte Vermögenswerte nach IFRS 16 -2,5
Brutto-Mindestmietzahlungen für operatives Leasing unter IFRS 16 229,1
Effekt aus hinreichend sicheren Verlängerungs- und Kündigungsoptionen 59,1
Brutto-Leasingverbindlichkeit zum 1. Jänner 2019 288,2
Effekt aus der Abzinsung -27,1
Netto-Leasingverbindlichkeit zum 1. Jänner 2019 261,1

Die CET1-Quote (fully loaded) ist von 14,51% nach IAS 17 auf 14,33% nach IFRS 16 gesunken. Dieser Effekt resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg der risikogewichteten Aktiva aufgrund der Aktivierung des Nutzungsrechts.

Für den Übergang wendet die BAWAG P.S.K. den modifizierten retrospektiven Ansatz nach IFRS 16 an und bilanziert den kumulierten Effekt der Erstanwendung per 1. Jänner 2019. Vergleichsinformationen wurden daher nicht rückwirkend angepasst, sondern nach IAS 17 veröffentlicht. Zum Erstanwendungszeitpunkt wurde die Leasingverbindlichkeit als Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen berechnet und ein Nutzungsrecht in derselben Höhe verbucht.

Im Erstanwendungszeitpunkt zum 1.1.2019 übt die BAWAG P.S.K. gemäß IFRS 16.C10 folgende Vereinfachungsmöglichkeiten für bisherige operative Leasingverhältnisse aus:

  • Anwendung eines einheitlichen Zinssatzes für ähnliche Leasingverträge
  • Keine Bilanzierung von kurzfristigen Leasingverträgen (d.h. die Restlaufzeit endet innerhalb von 12 Monaten nach der Erstanwendung)
  • Keine Berücksichtigung von anfänglichen, direkten Kosten bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Erstanwendungszeitpunkt
  • Widerspiegelung der Vertragslaufzeit bei Verträgen, die Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen beinhalten, aus der heutigen Perspektive

Leasing nach IAS 17 (bis 31. Dezember 2018)

Ein Leasinggeschäft wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Operating-Leasing-Verhältnis solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Die Details hierzu finden sich unter Note 46.

BAWAG P.S.K. als Leasinggeber

Im Falle von Finanzierungsleasing (Finance Lease) werden die Forderungen gegenüber den Leasingnehmern in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung etwaiger Restwerte ausgewiesen.

Hingegen erfolgt im Falle von operativem Leasing (Operating Lease), bei dem die BAWAG P.S.K. als Eigentümer alle Rechte und Pflichten an dem Leasinggegenstand behält, der Ausweis unter den Sachanlagen. Für den jeweiligen Leasinggegenstand wird eine entsprechende Abschreibung geltend gemacht.

Die Leasingzahlungen für Operating Lease und die Zinszahlungen für Finance Lease werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Für die BAWAG P.S.K. stellt Operating Leasing ein unwesentliches Geschäftsfeld dar.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen die BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses rechtlich verbindlich sind.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus steuerlich und bilanziell unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.

Dem Ergebnis zuzurechnende Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns in der Position „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ ausgewiesen und in den Erläuterungen in laufende und latente Ertragsteuern unterteilt. Sonstige, nicht ertragsabhängige Steuern werden in der Position „Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen“ ausgewiesen.

Gemäß IAS 12.34 ist auf steuerliche Verlustvorträge, die durch Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen voraussichtlich steuerlich genutzt werden können, ein latenter Steueranspruch abzugrenzen. Zum 31. Dezember 2019 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. AG steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0 Mio. € (2018: 5 Mio. €), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 31 Mio. € (2018: 37 Mio. €) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 0 Mio. € (2018: 0 Mio. €), somit insgesamt 31 Mio. € (2018: 42 Mio. €). Die BAWAG Group AG ist Gruppenträger der Steuergruppe, aber nicht Teil des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der Gegenstand dieses Konzernberichts ist.

Die Überprüfung der Verwertungsmöglichkeit der steuerlichen Verlustvorträge und der aktivierten latenten Steuerforderungen erfolgte auf Basis der Langfristplanung des Konzerns unter Berücksichtigung eines Planungszeitraums von fünf Jahren. Der erwartete Verbrauch an Verlustvorträgen auf Ebene des BAWAG P.S.K.-Konzerns beträgt 31 Mio. € (2018: 42 Mio. €). Es werden daher im BAWAG Group-Konzern latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge von rund 8 Mio. € (2018: 10 Mio. €) ausgewiesen. Würden die prognostizierten steuerlichen Ergebnisse um 10% von den Schätzungen des Managements abweichen, würden sich, wenn sich die Ergebnisse verbessern, die aktivierten latenten Steuerforderungen nicht verändern (2018: nicht verändern). Würden sich die prognostizierten Ergebnisse verschlechtern, würden sich die aktivierten latenten Steuerforderungen ebenfalls nicht verändern (2018: nicht verändern).

Es gab zum 31. Dezember 2019 in einem Tochterunternehmen in Deutschland steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 99 Mio. €, die voraussichtlich steuerlich nicht genutzt werden können.

Es besteht eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Group AG als Gruppenträger. Zum 31. Dezember 2019 beinhaltete die Steuergruppe zusätzlich zum Gruppenträger 25 in diesem Abschluss konsolidierte und nicht konsolidierte Gruppenmitglieder (2018: 24 Gruppenmitglieder). Ursprünglich wurde eine Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen, die für die Ermittlung der Steuerumlagen die Verteilungsmethode vorsah. Bei dieser Methode wird vom Steuerergebnis der ganzen Gruppe ausgegangen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit Wirkung 1.1.2018 zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine neue Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Belastungsmethode gewählt. Diese Methode fingiert die steuerliche Selbstständigkeit des einzelnen Gruppenmitglieds. Das Gruppenmitglied wird verpflichtet, unabhängig vom gesamten Gruppenergebnis eine Steuerumlage in Höhe des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes vom steuerlichen Gewinn zu entrichten. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt bzw. evident gehalten. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu tragen hat, wird dafür keine Steuerumlage verrechnet. Ein Schlussausgleich

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitglieds für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen.

Weiters wurde in der neuen Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung festgelegt, dass der Gruppenträger auf die Nachverrechnung von Steuerumlagen für Zeiträume vor dem 1.1.2018 verzichtet. Interne Verlustvorträge aus Zeiträumen vor dem 1.1.2018 werden fortgeführt.

Ein Austritt der BAWAG P.S.K. AG aus der Steuergruppe bzw. sämtlicher anderer Gruppenmitglieder – mit Ausnahme der Neuzugänge 2018 und 2019 – würde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31. Dezember 2019 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist. Bei den in den Jahren 2018 und 2019 der Gruppe neu beigetretenen Gruppenmitgliedern würde sich eine Körperschaftsteuer-Nachzahlung von rund 0 Mio. € (2018: 4 Mio. €) ergeben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH sowie das Gruppenmitglied easybank AG nach den Grundsätzen des Umgründungssteuergesetzes auf die BAWAG P.S.K. AG verschmolzen.

Im Rahmen des IFRS-Sammel-Änderungsstandard „Annual Improvements to IFRSs (2015 - 2017)“ gab es

Klarstellungen zu IAS 12 Ertragsteuern. Es wird klargestellt, dass die Erfassung ertragsteuerlicher Konsequenzen aus Finanzinstrumenten, die als Eigenkapital ausgewiesen werden, dort zu erfolgen hat, wo der ausschüttbare Gewinn erwirtschaftet wurde – entweder in der GuV, im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital. Daher hat die BAWAG P.S.K. den Ausweis der Steuer der auf die AT1-Emissionen entfallenden Dividende in der Höhe von 3,8 Mio. € in 2019 prospektiv geändert und zeigt diese nun in der GuV statt wie bisher im Eigenkapital.

Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Der Barwert der zum Bewertungsstichtag bestehenden Ansprüche wird aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung eines angemessenen Abzinsungssatzes und zu erwartender Steigerungsraten der Gehälter und Pensionen berechnet und als Rückstellung in der Konzernbilanz ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden im selben Geschäftsjahr zur Gänze im „Sonstigen Ergebnis“ erfasst.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die wesentlichsten der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Parameter sind:

Parameter für Pensionsverpflichtungen

2019 2018
Rechnungszinssatz EUR 1,00% p.a. 1,70% p.a.
Rechnungszinssatz CHF 0,25% p.a. -
Rentendynamik 1,0%–2,0% p.a. 1,60%–2,0% p.a.
Fluktuationsabschlag 0%–8,30% p.a.¹) 0%–3,74% p.a.

Parameter für Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder

2019 2018
Rechnungszinssatz 1,00% p.a. 1,70% p.a.
Gehaltsdynamik Abfertigungen 3,10% p.a. 3,10% p.a.
Gehaltsdynamik Jubiläumsgelder 1,20%–2,80% p.a. 1,60%–2,80% p.a.
Fluktuationsabschlag Abfertigungen 0%–0,34% p.a. 0%–0,34% p.a.
Fluktuationsabschlag Jubiläumsgelder 0%–9,75% p.a.¹) 0%–9,75% p.a.²)
Pensionsalter 59–65 Jahre³) 60–65 Jahre³)

1) Südwestbank: 0%–25% p.a. in 2019
2) Südwestbank: 0%–100% p.a. in 2018
3) Angenommen wurde jeweils individuell das frühestmögliche Pensionsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen (exkl. Korridorpensionen).

Der im Jahr 2019 verwendete Rechnungszinssatz wurde im Vergleich zum Vorjahr von 1,70% auf 1,00% angepasst.

Die Aktuarsvereinigung Österreich hat im Jahr 2018 die für die Ermittlung von Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen heranzuziehenden Sterbetafeln überprüft und als „Pensionstafeln AVÖ 2018-P“ neu veröffentlicht. Die BAWAG P.S.K. hat für die Berechnung der Personalrückstellungen die neuen Sterbetafeln herangezogen und den sich daraus ergeben Effekt (Erhöhung der Rückstellungen) im Dezember 2018 erfasst.

Seit 1. Jänner 2018 haben keine aktiven Angestellten eine Pensionszusage. Die pensionierten Angestellten, die über eine Pensionszusage verfügen, haben Ansprüche aufgrund der Pensionsreform 1961 oder eine individuelle Zusage. Für alle Mitarbeiter besteht gemäß Pensionskassen-Kollektivvertrag eine Anwartschaft auf eine Pensionskassen-Pension (Anwartschaftsbarwertverfahren).

Die in der BAWAG P.S.K. bestehenden Altersversorgungspläne werden aufgrund von leistungsorientierten Zusagen vollständig über Rückstellungen finanziert. Die von der Pensionskasse bekannt gegebenen zugeordneten Vermögensteile, welche für bestimmte

Begünstigte eingerichtet wurden, werden auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.

Durch die Altersversorgungspläne ist die BAWAG P.S.K. versicherungstechnischen Risiken wie dem Zinsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko ausgesetzt.

Die Pensionsansprüche eines Großteils der Mitarbeiter sind beitragsorientierte Ansprüche. Die Zahlungen an die Pensionskasse werden in der laufenden Periode als Aufwand erfasst, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Beiträge an Pensionskassen für beitragsorientierte Pläne betrugen im Jahr 2019 8 Mio. € (2018: 8 Mio. €).

Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Für Details siehe Note 27.

Anteilsbasierte Vergütungen

Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten die Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine anteilsbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten (Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente als auch Barausgleich). Die Bilanzierung erfolgt nach IFRS 2.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Die Kosten von Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zu dem Zeitpunkt bewertet, zu dem die Gewährung erfolgt.

Diese Kosten werden, zusammen mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals (andere Kapitalrücklage), über den Zeitraum, in dem die DT- und gegebenenfalls die Leistungsbedingungen (beim aktuellen Programm nicht relevant) erfüllt werden (Erdienungszeitraum), in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst.

Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung des Konzerns in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, beurteilt. Marktabhängige Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt. Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen – aber ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung – werden als Nichtausübungsbedingungen angesehen. Nicht-Ausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung einer Vergütungsvereinbarung, sofern nicht auch Dienst- und/oder Leistungsbedingungen bestehen.

Wenn Vergütungsvereinbarungen eine Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung beinhalten, werden die Transaktionen unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung erfüllt ist, als zugeteilt betrachtet,

vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.

Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe des beizulegenden Zeitwerts der nicht geänderten Vergütungsvereinbarung zum Gewährungsdatum erfasst, sofern die ursprünglichen Bedingungen der Vergütungsvereinbarung erfüllt werden. Der Konzern erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen (bewertet zum Zeitpunkt der Änderung), die den gesamten beizulegenden Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind. Wird eine Vergütungsvereinbarung vom Unternehmen oder der Gegenpartei annulliert, dann wird jedes verbleibende Element des beizulegenden Zeitwerts der Vergütungsvereinbarung sofort ergebniswirksam erfasst.

Vergütung mit Barausgleich

Für Vergütungen mit Barausgleich definiert IFRS 2, dass der beizulegende Zeitwert der erhaltenen Dienstleistungen auf dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit basiert. Im Gegensatz zum Modell des Gewährungsdatums für aktienbasierte Vergütungen wird der beizulegende Zeitwert der Vergütung zu jedem Bilanzstichtag und bei der Erfüllung neu bewertet. Die endgültigen Kosten einer anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich sind die an den Begünstigten gezahlten Barmittel, d.h. der beizulegende Zeitwert zum Erfüllungstag. Bis zur Begleichung wird der Anspruch aus der Vergütung als Verbindlichkeit und nicht innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Änderungen in der Bewertung der Verbindlichkeit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die Auswirkungen einer Marktbedingung oder einer Nichtausübungsbedingung spiegeln sich in der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich sowohl zum Zeitpunkt der Gewährung als auch in der Folge wider. Ausübungsbedingungen (mit Ausnahme von Marktbedingungen) werden bei der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich nicht berücksichtigt. Stattdessen werden Ausübungsbedingungen (mit Ausnahme von Marktbedingungen) bei der Bewertung der Verbindlichkeit berücksichtigt, die durch die Anpassung der Anzahl der Rechte entsteht, die voraussichtlich ausübbar werden. Diese Schätzung wird bei der Bewertung der Verbindlichkeit zu jedem Berichtsstichtag bis zum Tag der


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Unverfallbarkeit neu bewertet. Auf kumulierter Basis wird kein Aufwand erfasst, wenn die gewährten Prämien nicht ausübbar werden, weil eine Ausübungsbedingung oder eine Nichtausübungsbedingung nicht erfüllt ist.

Wenn ein Mitarbeiter nicht zur Erbringung einer Dienstleistung verpflichtet ist, werden Aufwand und Verbindlichkeit sofort nach dem Zuteilungsdatum erfasst. Wenn der Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichtet ist, werden Aufwand und Verbindlichkeit über den Erdienungszeitraum verteilt, wobei die Wahrscheinlichkeit, Ausübungsbedingungen zu erreichen, überprüft und der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit am Ende jeder Berichtsperiode neu bewertet wird.

Änderungen von Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in Barausgleich

Im Falle einer Änderung eines Programms von „Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente“ in „Barausgleich“ wird zum Zeitpunkt der Änderung eine Verbindlichkeit zum Barausgleich erfasst, basierend auf dem beizulegenden Zeitwert der Aktien zum Zeitpunkt der Modifizierung und in dem Umfang, in dem die Leistungen bereits erbracht wurden.

Wenn die Höhe der zum Änderungszeitpunkt erfassten Verbindlichkeit geringer ist als der zuvor als Erhöhung des Eigenkapitals erfasste Betrag, wird kein Gewinn für die Differenz zwischen dem bisher im Eigenkapital erfassten Betrag und dem beizulegenden Zeitwert des in die Verbindlichkeiten umgegliederten Betrags erfasst; diese Differenz verbleibt im Eigenkapital. Nach der Modifizierung erfasst der Konzern weiterhin den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand für die aktienbasierte Vergütung. Eine spätere Neubewertung der Verbindlichkeit (vom Zeitpunkt der Änderung bis zum Erfüllungstag) wird erfolgswirksam erfasst.

Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie nicht ausgenützte Kreditrahmen. Als Bürgschaften werden Sachverhalte ausgewiesen, bei denen Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K. als Bürgen gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einstehen.

Als nicht ausgenutzte Kreditrahmen sind Verpflichtungen ausgewiesen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenutzte Kreditrahmen wird in der „Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften“ gezeigt. Für Details siehe Note 43.

Eigenkapital

Das Eigenkapital umfasst das von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen), AT1-Kapital sowie das erwirtschaftete Kapital (Gewinnrücklagen, Rücklagen aus der Währungsumrechnung, FVOCI-Rücklage, Cashflow-Hedge-Rücklage, Net-Investment-Hedge-Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Gewinnvortrag und Jahresergebnis). Für Details siehe Note 30.

Erfassung von Erträgen

Erträge werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufliessen wird und die Erträge verlässlich bewertet werden können.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 legt die Grundsätze fest, ob, wann und in welcher Höhe Erlöse aus Verträgen mit Kunden erfasst werden.

IFRS 15 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen. Demnach werden Erträge aus Gebühren und Provisionen dann bilanziell erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Waren und Dienstleistungen übertragen und somit die vertraglichen Leistungsverpflichtungen gegenüber dem Kunden erbracht wurden.

BAWAG P.S.K. erhält Gebühren- und Provisionserträge aus verschiedenen Dienstleistungen, die für Kunden erbracht werden. Diese werden im Provisionsüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Vereinnahmung von Gebühren und Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt über die Periode der Leistungserbringung. Darin enthalten sind Provisionen aus dem Kredit- und Girogeschäft, Haftungsprovisionen und sonstige Verwaltungs- und Depotgebühren. In den Fällen, in denen ein zugehöriges Finanzinstrument existiert, werden Provisionen, die integraler


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Bestandteil des Effektivzinssatzes dieses Finanzinstruments sind, als Teil des Zinsertrages ausgewiesen.

Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung oder einem signifikanten Ereignis (transaktionsbezogenen Leistungen) verbunden sind, werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde oder das signifikante Ereignis eingetreten ist. Provisionen aus der Durchführung von transaktionsbezogenen Leistungen umfassen unter anderem das Wertpapiergeschäft, die Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen und das Devisen- und Valutengeschäft.

Aufwendungen, die im direkten und inkrementellen Zusammenhang mit der Generierung von Provisionseinnahmen stehen, werden im Provisionsaufwand gezeigt.

Gebühren- und Provisionserträge werden auf der Grundlage der in einem rechtskräftigen Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet, mit Ausnahme von Beträgen wie z.B. Steuern, die im Auftrag Dritter erhoben werden. Die erhaltenen Gegenleistungen werden den separat identifizierbaren Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag zugeordnet. Die Berücksichtigung kann sowohl fixe als auch variable Beträge umfassen. Die variable Vergütung umfasst Erstattungen, Rabatte, Leistungsprämien und andere Beträge, die vom Eintreten oder Nichteintreten eines zukünftigen Ereignisses abhängig sind. Eine variable Gegenleistung, die von einem ungewissen Ereignis abhängig ist, wird nur in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass eine wesentliche Umkehrung der kumulierten Umsatzerlöse eines Auftrags nicht eintritt.

In Note 3 wird eine Aufteilung der Provisionserträge und Aufwendungen auf die Geschäftsfelder dargestellt.

Beschreibung der GuV-Zeilen

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge umfassen vor allem Zinserträge aus Krediten und Forderungen, festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren und den Handelsaktiva. Des Weiteren werden hier laufende Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten, Aktien sowie Gebühren und Provisionen mit zinsähnlichem Charakter ausgewiesen. In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen werden auch die effektivzinsmäßige Verteilung der Agios und Disagios der Wertpapiere und Kredite und die Amortisierung des Day 1 profits ausgewiesen. Ebenso wird der Zinsanteil von zinstragenden Derivaten getrennt nach

Aufwand und Ertrag erfasst. Negativzinsen aus Passivposten werden ebenfalls hier erfasst.

Die Zinsaufwendungen beinhalten vor allem Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie für begebene Schuldverschreibungen, Nachrangkapital und Ergänzungskapital. Negativzinsen aus Aktivposten werden ebenfalls hier erfasst.

Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Details zum Nettozinsertrag sind in Note 2 enthalten.

Provisionserträge und -aufwendungen

Im Provisionsüberschuss werden vor allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs, aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft, aus dem Kreditgeschäft und die Postvergütung im Zusammenhang mit der Nutzung des Vertriebsnetzes der Österreichischen Post ausgewiesen. Die Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Für Details siehe Note 3.

Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Diese Position umfasst vor allem die Bewertung und Verkaufsgewinne bzw. Verkaufsverluste der Veranlagungen und Eigenen Emissionen, Verkaufsgewinne bzw. Verluste aus Non-performing Loans sowie das Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren und Derivaten. Des Weiteren werden hier Ineffizienzen aus Sicherungsgeschäften und der Erfolgsbeitrag aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Für Details siehe Note 4.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Im Sonstigen betrieblichen Erfolg sind all jene Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht unmittelbar der laufenden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, wie beispielsweise Ergebnisse aus dem Verkauf von Immobilien. Darüber hinaus beinhaltet der Sonstige betriebliche Erfolg Aufwendungen aus sonstigen Steuern, regulatorische Aufwendungen (Bankenabgabe und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, Weiterverrechnungen von Aufwendungen an Kunden und Konsolidierungsergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen mit den dazu gehörigen Aufwendungen. Die jährliche IAS-40-Neubewertung wird je


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

nach Auf- bzw. Abwertung erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Für Details siehe Note 5.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand sind auf die Berichtsperiode abgegrenzte Personalaufwendungen und Sachaufwendungen erfasst. Details werden in Note 6 erläutert.

Risikokosten

In diesem Posten wird die Bildung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Portfoliowertberichtigungen für Kredite, Forderungen, für kreditrisikobehaftete Eventualverbindlichkeiten sowie Veränderungen der erwarteten Kreditverluste ausgewiesen. Weiters werden unter diesem Posten Direktabschreibungen von Krediten und Forderungen sowie Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen gezeigt, die ausgebucht wurden. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten alle Aufwendungen aus operationellem Risiko.

Ebenso werden hier Wertminderungen und Aufholungen von Wertminderungen von Sachanlagen, Immobilien und immateriellen Vermögenswerten gezeigt sowie Abschreibungen von Firmenwerten und nicht konsolidierten Beteiligungen. Für Details siehe Note 8.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen Ergebnisse aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, Wertminderungen, Veräußerungsgewinne und Wertaufholungen von Finanzinstrumenten und werden nach den IFRS-9-Kategorien gegliedert. Die entsprechenden Komponenten werden in den Erläuterungen zum Nettozinsertrag, zu den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden und zu Risikokosten für jede einzelne IFRS-9-Kategorie dargestellt.

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und

Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.

Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 31 Fair Value.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzunsicherheit unterworfen ist. Details zum Wertminderungstest sowie zur Analyse der Schätzungsunsicherheit bei der Bestimmung des Firmenwertes befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 18 Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Kundenstücke, Software und andere immaterielle Vermögenswerte.

Der Konzern verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 19 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet (siehe Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:

  • die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft,
  • die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen,
  • die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen, höchsterichtlichen Entscheidungen und aufsichtsbehördlichen Überprüfungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen,
  • die Beurteilung der Laufzeit bei der Anwendung des Standards IFRS 16 Leasingverhältnisse,
  • IFRS 9: Die Festlegung der Transferlogik von Finanzinstrumenten von Stage 1 zu Stage 2, makroökonomische Annahmen zur Festlegung der zukunftsgerichteten Informationen im Zuge der Kalkulation der erwarteten Kreditverluste sowie der Annahmen über die erwarteten Cashflows für ausfallsgefährdete Kredite,
  • die Ermittlung der Fair Values von nicht börsenotierten Finanzinstrumenten, bei denen einige für das Bewertungsmodell benötigte Paramater nicht am Markt beobachtbar sind (Level 3).

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz

Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 eine Swap-Vereinbarung abgeschlossen. Diese Transaktion sollte bei der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Anleihe dienen (es ist zu beachten, dass die an dieser Transaktion und in weiterer Folge an der Klage beteiligte Partei die BAWAG P.S.K., ein Tochterunternehmen der BAWAG Group, ist).

Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Frankens seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen mehr im Zusammenhang mit der Swap-Vereinbarung zu leisten. In weiterer Folge hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Geschäft zu schließen.

Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (zum damaligen Kurs umgerechnet 24,2 Mio. €) eingebracht. Dies entspricht den Netto-Barzahlungen, die die Stadt Linz im Rahmen der Swap-Vereinbarung geleistet hat. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. € ein, die hauptsächlich die der BAWAG P.S.K. entstandenen Schließungskosten umfassen. Das Gericht verband beide Verfahren. Die ersten mündlichen Verhandlungen fanden im Frühjahr 2013 statt und ein vom Gericht beauftragtes Gutachten sowie ein Ergänzungsgutachten wurden im August 2016 bzw. im Dezember 2017 übermittelt. Im ersten Halbjahr 2019 fanden mehrere Verhandlungstermine statt, bei denen Zeugen einvernommen wurden und die vom Gericht bestellten Sachverständigen Fragen zu ihrem Sachverständigengutachten beantwortet haben. Am 8. April 2019 hat die Stadt Linz einen Antrag auf ein Zwischenurteil in Bezug auf die von der Stadt Linz geltend gemachte Forderung von 30,6 Mio. CHF eingebracht, um festzustellen, ob die Swap-Vereinbarung gültig ist. Das Gericht, das zuvor mitgeteilt hatte, die Gültigkeit der Swap-Vereinbarung klären zu wollen und erst danach über die Höhe des Anspruchs der Stadt Linz und der Gegenansprüche der BAWAG P.S.K. zu entscheiden, reagierte auf den Antrag mit Trennung der beiden vorher verbundenen Verfahren und hat die (Wider)Klage der BAWAG P.S.K. bis zum Ergebnis eines möglichen Zwischenurteils ruhend gestellt. BAWAG P.S.K. hat auf den Antrag der Stadt Linz mit Schriftsatz vom 4. Juni 2019 reagiert. Am 7. Jänner 2020 erließ das Gericht ein Zwischenurteil, in dem es die Swap-Vereinbarung für nichtig erklärte. Die BAWAG P.S.K. meldete Berufung gegen diese Entscheidung an. Das Zwischenurteil ist keine Entscheidung über die gegenseitigen Zahlungsansprüche der BAWAG P.S.K. und der Stadt Linz. Darüber hinaus wird der Fall, ungeachtet des Zwischenurteils des erstinstanzlichen Gerichts, letztlich vom Berufungsgericht und vom Obersten Gerichtshof entschieden. Die BAWAG P.S.K. ist daher der Ansicht, dass ihre starke Rechtsposition unverändert bleibt, und ist auf das weitere Gerichtsverfahren gut vorbereitet. Es ist schwer abschätzbar, wie lange das Verfahren noch dauern wird.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Basierend auf Erfahrungswerten wird jedoch die weitere Verfahrensdauer, bis ein abschließendes, vollstreckbares Urteil vorliegt, mit mehreren Jahren angenommen.

Zukünftige Gerichtsentscheidungen über die Gültigkeit der Swap-Vereinbarung können den bilanziellen Ansatz für die geltend gemachte Forderung beeinflussen. Sollte die Swap-Vereinbarung in den weiteren Gerichtsinstanzen für ungültig erklärt werden, müsste die BAWAG P.S.K. die Forderung gegenüber der Stadt Linz ausbuchen. Ein daraus resultierender möglicher Schadenersatz wäre nur zu berücksichtigen, nachdem ein endgültiges Urteil der BAWAG P.S.K. den entsprechenden Betrag zusprechen würde. Selbst wenn die Gerichte die Swap-Vereinbarung letztlich für gültig erklären sollten, kann es sein, dass der BAWAG P.S.K. die eingeklagte Forderung ganz oder teilweise nicht zugesprochen wird, und sie wäre in diesem Fall auch zu einer weiteren Abschreibung ihrer Forderung verpflichtet.

Die BAWAG P.S.K. hat im Zeitraum des aufrechten Geschäfts dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet

(siehe dazu Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) und die in der Swap-Vereinbarung enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Non-Payment-, Rechts-, Prozess- und sonstige operationelle Risiken, schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.

Bei Beendigung des Geschäfts wurde der Swap ausgebucht und eine Forderung in die Position Forderungen an Kunden (in der Kategorie Zu fortgeführten Anschaffungskosten) eingestellt. 2011, als der Swap ausgebucht wurde, wurde ein Credit Value Adjustment in Höhe von 164 Mio. € (entspricht ca. 40% von 417,7 Mio. €) mit der Bruttoförderung aufgerechnet und eine neue Forderung in Höhe von ca. 254 Mio. € eingebucht.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Auswirkung der Anwendung geänderter bzw. neuer Standards

Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind erstmals für den Konzernabschluss 2019 verpflichtend anzuwenden:

Standards/Geänderte Standards/Auslegung Erstmalige Anwendung von der EU übernommen Auswirkungen auf die BAWAG P.S.K.
IFRS 16 Leasing
(veröffentlicht am 13. Januar 2016) 1. Jänner 2019 31. Oktober 2017 Details siehe oberhalb
Änderungen zu IFRS 9: Vorfälligkeitszahlungen mit negativer Vergütung (veröffentlicht am 12. Oktober 2017) 1. Jänner 2019 22. März 2018 keine
IFRIC 23 Unsicherheit über die Behandlung von Einkommensteuer
(veröffentlicht am 7. Juni 2017) 1. Jänner 2019 23. Oktober 2018 keine
Änderungen zu IAS 28: Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
(veröffentlicht am 12. Oktober 2017) 1. Jänner 2019 8. Februar 2019 keine
Änderungen zu IAS 19: Planänderungen, Plankürzungen oder Settlement
(veröffentlicht am 7. Februar 2018) 1. Jänner 2019 13. März 2019 unwesentlich
Jährliche Verbesserungen der IFRS-Standards – Zyklus 2015–2017
(veröffentlicht am 12. Dezember 2017) 1. Jänner 2019 14. März 2019 Details siehe oberhalb

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossen und von der EU übernommen worden, jedoch für die Erstellung des vorliegenden IFRS-Abschlusses zum 31. Dezember 2019 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die BAWAG P.S.K. plant keine vorzeitige Anwendung von Standards, die bereits von der EU übernommen, jedoch nicht verpflichtend anzuwenden sind:

Standards/Geänderte Standards/Auslegung Erstmalige Anwendung von der EU übernommen Erwartete Auswirkungen auf BAWAG P.S.K.
Überarbeitung des IFRS-Rahmenkonzeptes (veröffentlicht am 29. März 2018) 1. Jänner 2020 29. November 2019 unwesentlich
Änderung zu IAS 1 und IAS 8: Definition von wesentlich (veröffentlicht am 31. Oktober 2018) 1. Jänner 2020 29. November 2019 unwesentlich
Änderung zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7: Interest Rate Benchmark Reform (veröffentlicht am 26. September 2019) 1. Jänner 2020 15. Jänner 2020 unwesentlich

Die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossenen Standards und Änderungen wurden von der EU noch nicht übernommen. Die BAWAG P.S.K. plant keine vorzeitige Anwendung:

Standard/Auslegung/Anpassung Erwartete Auswirkungen auf BAWAG P.S.K.
IFRS 17 Versicherungsverträge (veröffentlicht am 18. Mai 2017) keine
Änderungen zu IFRS 3: Definition eines Geschäftsbetriebs (veröffentlicht am 22. Oktober 2018) unwesentlich
Änderung zu IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (veröffentlicht am 23. Jänner 2020) unwesentlich

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2 | Nettozinsertrag

in Mio. € 2019 2018
Zinserträge 1.154,1 1.141,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 17,7 12,7
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 36,8 35,4
Handelsaktiva 90,6 86,7
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 856,5 835,2
Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) 138,6 153,4
Zinsertrag aus finanziellen Verbindlichkeiten 14,0 17,9
Andere Vermögensgegenstände -0,1 0,3
Zinsaufwendungen -279,3 -309,8
Einlagen bei Zentralbanken -12,6 -10,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -16,7 -30,0
Handelspassiva -45,9 -55,8
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -97,6 -117,7
Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) -91,3 -80,8
Sozialkapitalrückstellungen -6,3 -5,6
Zinsaufwand aus IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten -2,5
Zinsaufwand aus finanziellen Vermögensgegenständen -6,4 -9,7
Dividendenerträge 3,6 8,6
Finanzielle Vermögensgegenstände, designiert als zum Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt 0,8 4,3
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2,8 4,3
Nettozinsertrag 878,4 840,4

Die Zinsen und zinsähnlichen Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. In den Zinserträgen wird unter anderem auch die periodengerechte Verteilung des Agios und Disagios der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens und des Agios und Disagios von erworbenen Kreditportfolien ausgewiesen. Die Zinsen auf wertberichtigte Forderungen beliefen sich in der Berichtsperiode 2019 auf 5,5 Mio. € (2018: 4,5 Mio. €). Die in den Zinserträgen enthaltenen Erträge aus negativen Zinsen betragen 14,0 Mio. € (2018: 17,9 Mio. €) Ertrag. Die in den Zinsaufwendungen

enthaltenen Aufwendungen aus negativen Zinsen betragen 19,0 Mio. € (2018: 19,9 Mio. €) Aufwand. Zinserträge aus im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Effektivzinsmethode ermittelt. Die Dividendenerträge aus im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten kommen aus Finanzinvestitionen, die am Abschlussstichtag gehalten wurden.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

3 | Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Segmente der BAWAG P.S.K. Mit Jänner 2019 wurde die Segmentberichterstattung angepasst, um die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftssegmente besser darstellen zu können. Die Zahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst:

| Jan-Dez 2019
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG P.S.K. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Provisionserträge | 329,3 | 45,2 | 0,6 | -0,4 | 374,7 |
| Zahlungsverkehr | 220,2 | 31,1 | – | – | 251,3 |
| Kreditgeschäft | 29,6 | 4,2 | – | – | 33,8 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | 47,3 | 4,7 | 0,3 | -0,3 | 52,0 |
| Factoring | 12,7 | – | – | – | 12,7 |
| Sonstige Dienstleistungen | 19,5 | 5,2 | 0,3 | -0,1 | 24,9 |
| Provisionsaufwendungen | -87,1 | -2,2 | -0,2 | -1,7 | -91,1 |
| Zahlungsverkehr | -69,9 | -0,2 | – | – | -70,1 |
| Kreditgeschäft | -7,0 | -0,9 | – | – | -7,9 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | -2,8 | -0,7 | -0,1 | -1,6 | -5,2 |
| Factoring | – | – | – | – | – |
| Sonstige | -7,4 | -0,4 | -0,1 | – | -7,9 |
| Provisionsüberschuss | 242,2 | 43,0 | 0,4 | -2,0 | 283,6 |
| Jan-Dez 2018
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG P.S.K. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Provisionserträge | 322,6 | 49,6 | 0,6 | 0,1 | 372,9 |
| Zahlungsverkehr | 221,1 | 30,8 | – | – | 251,9 |
| Kreditgeschäft | 29,3 | 4,7 | – | – | 34,0 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | 55,1 | 3,2 | 0,6 | – | 58,9 |
| Factoring | – | – | – | – | – |
| Sonstige Dienstleistungen | 17,1 | 10,9 | – | 0,1 | 28,1 |
| Provisionsaufwendungen | -86,5 | -1,0 | – | -2,6 | -90,1 |
| Zahlungsverkehr | -64,8 | -0,1 | – | – | -64,9 |
| Kreditgeschäft | -4,7 | -0,8 | – | – | -5,5 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | -3,4 | – | – | -2,5 | -5,9 |
| Factoring | – | – | – | – | – |
| Sonstige | -13,6 | -0,1 | – | -0,1 | -13,8 |
| Provisionsüberschuss | 236,1 | 48,6 | 0,6 | -2,5 | 282,8 |

Im Provisionsüberschuss ist ein Betrag aus Treuhandgeschäften in Höhe von 2,6 Mio. € (2018: 3,7 Mio. €) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus dem Zahlungsverkehr und aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft werden hauptsächlich zeitpunktbezogen erfasst. Erträge und

Aufwendungen aus dem Kreditgeschäft werden hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst. Sonstige Erträge und Aufwendungen werden unter Verwendung einer Mischung aus zeitpunktbezogen und zeitraumbezogen erfasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

in Mio. €
| | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- |
| Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) | 107,3 | 46,9 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 10,3 | 28,3 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 99,3 | 23,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -2,5 | -0,7 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und Beteiligungen | 0,4 | 0,1 |
| Netto-Gewinn / -Verlust aus der Vertragsanpassung | -0,2 | -2,1 |
| Sonstiges Ergebnis | – | -2,1 |
| Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand (netto) | -53,8 | -37,6 |
| Gewinne (Verluste) aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) | 7,7 | 12,2 |
| Gewinne (Verluste) aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges | 7,4 | -0,4 |
| Zeitwertanpassung des Grundgeschäfts | -189,8 | -41,9 |
| Zeitwertanpassung des Sicherungsinstruments | 197,2 | 41,5 |
| Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) | 2,1 | -1,6 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 70,7 | 19,5 |

Die Position Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen der Veranlagungen, der Bewertung von eigenen Emissionen, Verkaufsgewinnen bzw. -verlusten aus Non-performing Loans und mit Kunden getätigten Derivatgeschäften beeinflusst.

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

in Mio. € 2019 2018
Sonstige betriebliche Erträge 111,0 64,0
Erträge aus Investment Properties 34,2 8,4
Errechneter passiver Unterschiedsbetrag aus Unternehmenszusammenschlüssen 0,7 37,4
Weiterverrechnung Leasing-Wartungskosten 55,8 3,8
Sonstige Erträge 20,3 14,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -142,0 -72,3
Aufwendungen aus Investment Properties -6,1 -2,6
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen -16,1 -5,7
Restrukturierungsaufwendungen aus Unternehmenszusammenschlüssen -3,7 -10,0
Regulatorische Aufwendungen -38,2 -36,1
Einmalige Aufwendungen für die Auflösung der Kooperationsvereinbarung mit der Österreichische Post AG -6,5
Leasing-Wartungskosten -56,1 -3,5
Sonstige Aufwendungen -21,8 -7,9
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -31,0 -8,3

Weitere Details zum errechneten passiven Unterschiedsbetrag aus Unternehmenszusammenschlüssen befinden sich in Note 35. Der Posten Regulatorische Aufwendungen beinhaltet die Bankenabgabe und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds. Die in dieser Position enthaltene Bankenabgabe beträgt 2019 4,8 Mio. € (2018: 5,0 Mio. €). Die Bewertung der unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung an den Abwicklungsfonds in Höhe von 0,0 Mio. € (2018: 2,1 Mio. €) wird in den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen.

Die Erhöhung in den Zeilen Weiterverrechnung Leasing-Wartungskosten und Leasing Wartungskosten ist im

Wesentlichen auf die in 2019 erworbenen Unternehmen BFL Leasing GmbH und Morgenstern Miet + Leasing GmbH zurückzuführen.

Erträge aus Investment Properties enthalten positive Bewertungsergebnisse von 14,1 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) und Mieterträge von 20,1 Mio. € (2018: 8,4 Mio. €).

Aufwendungen aus Investment Properties enthalten Betriebskosten von 6,1 Mio. € (2018: 2,6 Mio. €).

77


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

6 | Verwaltungsaufwand

in Mio. € 2019 2018
Personalaufwand -302,7 -279,5
Löhne und Gehälter -225,0 -206,8
Gesetzlich vorgeschriebener Sozialaufwand -58,0 -57,7
Sonstige Personalkosten 0,1 -0,4
Dotierung/Auflösung Pensionsrückstellung und Pensionszahlungen -10,5 -3,8
Dotierung/Auflösung Abfertigungsrückstellung -4,1 -4,6
Dotierung/Auflösung Jubiläumsgeldrückstellung -3,2 -4,3
Aufwand betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse -2,0 -1,9
Sonstiger Verwaltungsaufwand -151,0 -182,2
IT und Kommunikation -58,7 -59,5
Immobilien und Instandhaltungsaufwendungen -16,6 -41,3
Werbung -20,7 -21,3
Rechts- und Beratungskosten, Outsourcing -14,3 -16,6
Postgebühren und Logistik -16,5 -17,7
Aufsichtsgebühren und Prüfungsaufwendungen -11,9 -11,6
Sonstige allgemeine Aufwendungen -12,3 -14,2
Verwaltungsaufwand -453,7 -461,7

Mietzahlungen in Höhe von 18,8 Mio. € sind in der Zeile Immobilien- und Instandhaltungsaufwendungen im Sonstigen Verwaltungsaufwand in 2019 nicht enthalten, da diese Beträge nun im Zinsaufwand und in der Abschreibung der Nutzungsrechte ausgewiesen werden.

78


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

7 | Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

in Mio. € 2019 2018
Planmäßige Abschreibungen
Kundenstock -3,7 -3,4
Software und andere immaterielle Vermögenswerte -33,5 -25,1
Sachanlagen -30,6 -10,8
davon Abschreibung der Nutzungsrechte -17,9 -
Planmäßige Abschreibungen -67,8 -39,3

8 | Risikokosten

in Mio. € 2019 2018
Veränderungen von Risikovorsorgen für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind -59,2 -29,2
Stage 1 8,9 23,0
Stage 2 14,8 17,3
Stage 3 -82,9 -69,5
Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken -7,6 -15,5
Stage 1 2,4 -7,9
Stage 2 -0,4 -0,5
Stage 3 -9,6 -7,1
Veränderungen von Risikovorsorgen für finanzielle Vermögenswerte, die im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 1,3 2,3
Stage 1 1,3 2,3
Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko -4,3 -2,2
Rückstellungen – sonstige 0,5 -0,5
Risikokosten -69,3 -45,1

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

Der im Geschäftsjahr 2019 ausgewiesene Gewinn in Höhe von 5,2 Mio. € (2018: 5,1 Mio. €) beinhaltet das anteilige Ergebnis der BAWAG P.S.K. Versicherung AG und der PSA Payment Services Austria GmbH.

Der gemäß IFRS 12.22 (c) nicht erfasste anteilige Verlust von at-equity bewerteten Unternehmen beträgt 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €).

Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten betreffend assoziierte, at-equity bewertete Unternehmen:

At-equity bewertete Unternehmen

in Mio. € 2019 2018
Kumulierte Bilanzsumme 2.425 2.379
Kumulierte Schulden 2.282 2.243
Kumuliertes Eigenkapital 144 136
Verdiente Prämien (brutto) 210 211
Provisionserträge 206 198
Kumuliertes Jahresergebnis 16 17

Bei den at-equity bewerteten Unternehmen handelt es sich um die BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft (25,00%iger Anteil) und die PSA Payment Services Austria GmbH (20,82%iger Anteil). Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 34 „Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen“.

80


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

10 I Steuern vom Einkommen

in Mio. € 2019 2018
Laufender Steueraufwand/-ertrag -125,0 -37,7
Latenter Steueraufwand -37,7 -124,6
Steuern vom Einkommen -162,7 -162,3

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung zwischen dem errechneten und dem ausgewiesenen Steueraufwand:

in Mio. € 2019 2018
Jahresüberschuss vor Steuern 616,1 593,3
Steuersatz 25% 25%
Errechneter Steueraufwand -154,0 -148,3
Steuerminderungen
aus steuerfreien Beteiligungssträgen 0,4 1,2
aus Beteiligungsbewertungen 1,0
aus Erstkonsolidierungen 1,5 10,4
aus steuerfreien Erträgen 4,2
aus der Verwertung von steuerlichen Verlusten des Gruppenträgers 2,5
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 2,0 1,8
Steuerrmehungen
aus Beteiligungsbewertungen -1,9 -2,8
aus nicht angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge -3,4 -3,4
aus der Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge -4,5
aufgrund nicht abzugsfähigen Aufwands -9,2 -14,8
aufgrund abweichender ausländischer Steuersätze -0,2 -3,3
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen -1,3 -2,5
Ertragsteuern der Periode -163,9 -160,7
Aperiodische Ertragsteuern 1,2 -1,6
Ausgewiesene Ertragsteuern (Steueraufwand) -162,7 -162,3

In den Aktiva sind latente Steuern aufgrund von Vorteilen aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 8 Mio. € (2018: 11 Mio. €) berücksichtigt. Der versteuerte Teil der Haftrücklage beträgt 373 Mio. € (2018: 373 Mio. €). Die gesamte Haftrücklage beträgt zum 31. Dezember 2019 614 Mio. € (2018: 614 Mio. €).

Zum 31. Dezember 2019 bestanden auf Ebene der Bawag P.S.K. AG steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0 Mio. € (2018: 5 Mio. €), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 31 Mio. € (2018: 37 Mio. €) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 0 Mio. € (2018: 0 Mio. €), somit insgesamt 31 Mio. € (2018: 42 Mio. €).

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

DETAILS ZUR KONZERNBILANZ

11 | Barreserve

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Kassenbestand 564 477
Guthaben bei Zentralnotenbanken 860 592
Barreserve 1.424 1.069

12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 100 114
Forderungen an Kunden 100 114
Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 640 390
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 325 169
Forderungen an Kunden 239 176
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 76 45
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 740 504

In der Kategorie „Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Weitere Erläuterungen zur Fair-Value-Option finden sich in Note 1. Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen an Kunden entspricht dem Buchwert.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

13 | Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Schuldtitel 3.425 2.804
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 3.425 2.804
Schuldverschreibungen anderer Emittenten 3.263 2.704
Schuldtitel öffentlicher Stellen 162 100
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 206 235
AT1-Kapital 126 145
Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen 8 14
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 11 16
Sonstige Anteile 61 60
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 3.631 3.039

Im Jahr 2019 wurden für im sonstigen Ergebnis ausgewiesene, zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 12-Monats-ECLs Stage 1 in Höhe von 1,7 Mio. € aufgelöst (2018: 3,8 Mio. € erfasst) und Gesamtlaufzeit-ECLs Stage 2 in Höhe von 0,4 Mio. € erfasst (2018: 0,0 Mio €).

Reklassifizierung von Schuldtiteln

Die BAWAG P.S.K. stellte fest, dass für das laufende Management des NIB-Buchs (das NIB-Buch soll das aus der unverzinslichen Nettoposition, d.h. unverzinslichen Aktiva wie Beteiligungen und unverzinslichen Verbindlichkeiten und Eigenkapital, resultierende Zinsrisiko absichern) angesichts der Absicht, dem Zinsrisikomanagement zu dienen, ein angemessenerer Aufbau die Festlegung der Geschäftsstrategien auf der Grundlage von Laufzeitbändern wäre.

Die BAWAG P.S.K. strukturierte daher das NIB-Buch um, indem bestehende und zukünftige Neuinvestitionen den neuen laufzeitbasierten Geschäftsstrategien zugeordnet wurden.

Im Rahmen dieser Umstrukturierung wollte die BAWAG-P.S.K. selektiv Positionen veräußern, die dem NIB-Buch auf der Grundlage einer Kreditbetrachtung/Zinsrisikomanagement-Perspektive zugeordnet wurden.

Angesichts des unerwarteten und beispiellosen Rückgangs der Zinssätze im dritten Quartal 2019 beschloss die BAWAG P.S.K., das Zinsrisiko zu reduzieren. Diese Entscheidungen beinhalteten weitere Veräußerungen aus dem NIB-Buch sowie beispielsweise die vorübergehende Aussetzung der Absicherung von replizierten Sichteinlagen.

Darüber hinaus wollte die BAWAG P.S.K. die Qualität des LCR-Puffers weiter verbessern, indem sie von gedeckten Schuldverschreibungen in Zentralbankreserven umgeschichtet hat.

Die BAWAG P.S.K. betrachtet das historische Zinstief als außergewöhnlichen, einmaligen Umstand und betrachtet das NIB-Buch weiterhin als eine „Hold-to-collect“-Geschäftsstrategie.

Die Änderung im Management der Wertpapiere des NIB-Buchs ist für die Geschäftstätigkeit der BAWAG P.S.K. von großer Bedeutung. Änderungen in der internen Verwaltung großer Teile der Wertpapiere im NIB-Buch und vorsichtigere externe Anforderungen an die Liquiditätsreserven haben zu einer wesentlichen Änderung des Geschäftsmodells bestimmter Portfolios der Bank geführt.

Die BAWAG P.S.K. hat alle Wertpapierportfolios analysiert und festgestellt, dass sich das Geschäftsmodell für Portfolios mit signifikanten Verkäufen im Jahr 2019 geändert hat. Das Management beabsichtigt, weitere Wertpapiere der betreffenden Portfolios zu verkaufen, und hat daher nicht mehr die Absicht, die Vermögenswerte zur Vereinnahmung von Tilgungen und Zinsen zu halten.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Daher wurden die betroffenen Wertpapiere im Dezember 2019 von „Hold-to-collect“ (zu fortgeführten Anschaffungskosten) in „Hold-to-collect and sell“ (im sonstigen Ergebnis ausgewiesen zum beizulegenden Zeitwert bewertet) umklassifiziert. Portfolios, bei denen keine Verkäufe stattgefunden haben und bei denen sich die Absicht, die Vermögenswerte bis zur Fälligkeit zu halten, nicht geändert hat, verbleiben in „Hold-to-collect“.

in Mio. €
Zu „im sonstigen Ergebnis ausgewiesen zum beizulegenden Zeitwert bewertet“
Von „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ 722

14 | Handelsaktiva

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Derivate des Handelsbuchs 118
Währungsbezogene Derivate
Zinsbezogene Derivate 118
Derivate des Bankbuchs 353 233
Währungsbezogene Derivate 11 11
Zinsbezogene Derivate 342 222
Handelsaktiva 353 351

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

15 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ des Konzerns.

| 31.12.2019
in Mio. € | Buchwert vor Abzug der Wertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto
(Buchwert nach Abzug der Wertberichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 30.690 | -30 | -16 | -177 | 30.467 |
| Wertpapiere | 1.371 | -2 | 0 | 0 | 1.369 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 38 | 0 | – | – | 38 |
| Schuldtitel anderer Emittenten | 1.333 | -2 | 0 | – | 1.331 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 5.720 | 0 | 0 | – | 5.720 |
| Summe | 37.781 | -32 | -16 | -177 | 37.556 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Buchwert vor Abzug der Wertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto
(Buchwert nach Abzug der Wertberichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 30.747 | -38 | -32 | -195 | 30.482 |
| Wertpapiere | 3.515 | -1 | -2 | 0 | 3.512 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 487 | – | – | – | 487 |
| Schuldtitel anderer Emittenten | 3.028 | -1 | -2 | – | 3.025 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 4.337 | 0 | 0 | – | 4.337 |
| Summe | 38.599 | -39 | -34 | -195 | 38.331 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen an Kunden nach Kreditarten dargestellt:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Kredite 26.954 27.500
Girobereich 1.466 1.454
Finanzierungsleasing 1.744 1.173
Barvorlagen 160 268
Geldmarktgeschäfte 143 87
Forderungen an Kunden 30.467 30.482

Finanzielle Vermögenswerte, welche während der Berichtsperiode modifiziert, aber nicht ausgebucht wurden und die zum Zeitpunkt der Vertragsanpassung der Stufe 2 oder Stufe 3 zugeordnet waren:

| 31.12.2019
in Mio. € | Gesamtlaufzeit-ECL – nicht wertgemindert | Gesamtlaufzeit-ECL – wertgemindert | Erworbene oder ausgereichte wertgeminderte Finanz-instrumente |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten vor Vertragsmodifikation im laufenden Geschäftsjahr | 153 | 3 | – |
| Netto-Gewinn / -Verlust aus der Vertragsanpassung | 0 | – | – |
| 31.12.2018
in Mio. € | Gesamtlaufzeit-ECL – nicht wertgemindert | Gesamtlaufzeit-ECL – wertgemindert | Erworbene oder ausgereichte wertgeminderte Finanz-instrumente |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten vor Vertragsmodifikation im laufenden Geschäftsjahr | 207 | – | – |
| Netto-Gewinn / -Verlust aus der Vertragsanpassung | 0 | – | – |

Modifizierte finanzielle Vermögenswerte, deren Risikovorsorge zum Zeitpunkt der Modifikation der Stufe 2 oder 3 zugeordnet war und welche innerhalb der Berichtsperiode in Stufe 1 zurücktransferiert wurden, hatten zum 31.12.2019 einen Bruttobuchwert von 88 Mio. € (2018: 84 Mio. €).

86


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ nach den Segmenten des Konzerns. Mit Jänner 2019 wurde die Segmentberichterstattung angepasst, um die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftssegmente besser darstellen zu können. Die Zahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst:

| 31.12.2019
in Mio. € | Buchwert vor Abzug der Wertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto
(Buchwert nach Abzug der Wertberichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Retail & SME | 17.903 | -15 | -9 | -135 | 17.744 |
| Corporates & Public | 12.737 | -15 | -7 | -42 | 12.673 |
| Treasury | 5.985 | -2 | 0 | 0 | 5.983 |
| Corporate Center | 1.156 | 0 | 0 | 0 | 1.156 |
| Summe | 37.781 | -32 | -16 | -177 | 37.556 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Buchwert vor Abzug der Wertberichtigungen | Wertberichtigungen Stage 1 | Wertberichtigungen Stage 2 | Wertberichtigungen Stage 3 | Gesamtnetto
(Buchwert nach Abzug der Wertberichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Retail & SME | 16.779 | -15 | -11 | -129 | 16.624 |
| Corporates & Public | 13.914 | -23 | -20 | -58 | 13.813 |
| Treasury | 7.178 | -1 | -2 | 0 | 7.175 |
| Corporate Center | 728 | 0 | -1 | -8 | 719 |
| Summe | 38.599 | -39 | -34 | -195 | 38.331 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

16 | Restlaufzeiten Vermögenswerte

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der finanziellen Vermögenswerte (exkl. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, anderer Eigenkapitalinstrumente und Derivaten) nach deren Restlaufzeit.

Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2019

| 31.12.2019
in Mio. € | täglich fällig | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | – | 4 | 8 | 37 | 51 | 100 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 0 | 5 | 13 | 111 | 110 | 239 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 4 | 0 | 289 | 32 | 325 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | – | 190 | 2.140 | 1.095 | 3.425 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 1.553 | 1.285 | 2.002 | 11.709 | 13.918 | 30.467 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.501 | 4.095 | 10 | 7 | 107 | 5.720 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 0 | 51 | 34 | 80 | 1.204 | 1.369 |
| Summe | 3.054 | 5.444 | 2.257 | 14.373 | 16.517 | 41.645 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2018

| 31.12.2018
in Mio. € | täglich fällig | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | – | 4 | 11 | 41 | 58 | 114 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 4 | 5 | 13 | 59 | 95 | 176 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 10 | 11 | 73 | 75 | 169 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 118 | 132 | 1.702 | 852 | 2.804 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 1.699 | 1.243 | 1.941 | 10.839 | 14.760 | 30.482 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 609 | 3.596 | 11 | 6 | 115 | 4.337 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 145 | 129 | 994 | 2.244 | 3.512 |
| Summe | 2.312 | 5.121 | 2.248 | 13.714 | 18.199 | 41.594 |

17 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude

Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2019

in Mio. € Buchwert 31.12.2018 Anschaffungskosten 01.01.2019 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten Veränderung Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umglied-e-rungen Abschreibungen kumuliert Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nach IAS 40 Buchwert 31.12.2019 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
Sachanlagen 116 506 10 66 -35 14 -165 396 -36
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 64 77 0 0 0 -4 14 -29 58 -1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 35 155 2 0 47 -21 16 -113 86 -12
Anlagen in Bau 17 17 3 0 -16 4
Nutzungsrechte nach IFRS 16 257 8 0 16 -10 -23 248 -23
Vermietete Grundstücke und Gebäude 118 142 181 5 1 -18 -14 14 311

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2018

in Mio. € Buchwert 31.12. 2017 Anschaffungs-kosten 01.01. 2018 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungs-kosten Veränderung Währungs-umrechnung Zugänge Abgänge Umglied-erungen Abschreibungen kumuliert Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nach IAS 40 Buchwert 31.12.20 18 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäfts-jahr
Sachanlagen 103 233 24 -8 -133 116 -9
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 65 76 1 -13 64 -1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 38 157 6 -8 -120 35 -8
Anlagen in Bau 17 17
Vermietete Grundstücke und Gebäude 120 142 -24 118 -3

18 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Kundenstücke, Software und andere immaterielle Vermögenswerte

Firmenwerte mit einem Buchwert von 37 Mio. € (2018: 2 Mio. €), Markennamen mit einem Buchwert von 12 Mio. € (2018: 4 Mio. €), die Kundenbeziehungen von Konzernunternehmen mit einem Buchwert von 44 Mio. € (2018: 36 Mio. €) und Software und andere immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von 201 Mio. € (2018: 182 Mio. €) gehören zu den immateriellen Vermögenswerten des Konzerns. Der Marktwert eines Großteils der Kundenbeziehungen wird anhand der errechneten Abwanderungsrate der Kunden abgeschrieben. Vom Gesamtbuchwert sonstiger immaterieller Vermögenswerte entfällt ein substantieller Teil auf Allegro (Kernbankensystem der BAWAG P.S.K.).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2019

Buchwert 31.12.2018 Anschaffungskosten 01.01.2019 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Buchwert 31.12.2019 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
in Mio. €
Geschäfts- und Firmenwerte 2 2 35 0 37
Markenname und Kundenstock 40 46 19 -9 56 -4
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 182 533 6 60 -20 -378 201 -34
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 157 493 2 55 -19 24 -363 192 -34
davon erworben 111 445 2 37 -18 16 -352 130 -24
davon selbst erstellt 46 48 0 18 -1 8 -11 62 -10
Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 25 25 4 5 -1 -24 9
davon erworben 17 17 3 -1 -16 3
davon selbst erstellt 8 8 4 2 -8 6
Rechte und Ablösezahlungen 15 -15

Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2018

Buchwert 31.12.2017 Anschaffungskosten 01.01.2018 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Buchwert 31.12.2018 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
in Mio. €
Geschäfts- und Firmenwerte 2 2 2
Markenname und Kundenstock 44 46 -6 40 -3
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 157 485 55 -7 -351 182 -25
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 126 439 35 -3 22 -336 157 -25
davon erworben 103 410 24 -3 14 -334 111 -18
davon selbst erstellt 23 29 11 8 -2 46 -7
Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 31 31 20 -4 -22 25
davon erworben 20 20 13 -2 -14 17
davon selbst erstellt 11 11 7 -2 -8 8
Rechte und Ablösezahlungen 15 -15

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen Buchwert und ihrer Restnutzungsdauer:

Immaterielle Vermögenswerte Buchwert per 31.12.2019 in Mio. € Restnutzungs-dauer Buchwert per 31.12.2018 in Mio. €
Summe Firmenwerte 37 2
davon: Firmenwert easybank Franchise 2 unbegrenzt 2
davon: Firmenwert Zahnärztekasse AG 20 unbegrenzt
davon: Firmenwert Health Coevo AG 15 unbegrenzt
Summe Markenrechte 12 4
davon: Markenrecht Südwestbank AG 3 unbegrenzt 3
davon: Markenrecht Zahnärztekasse AG 6 unbegrenzt
davon: Markenrecht Health Coevo AG 2 unbegrenzt
Summe Kundenbeziehungen 44 36
davon: Kundenbeziehungen Südwestbank AG. 8 18–28 Jahre 8
davon: Kundenbeziehungen start:bausparkasse Österreich 15 17 Jahre 16
davon: Kundenbeziehungen PayLife 8 6 Jahre 9
davon: Kundenbeziehungen IMMO-BANK 3 17 Jahre 3
davon: Kundenbeziehungen Zahnärztekasse AG 5 8 Jahre
davon: Kundenbeziehungen Health Coevo AG 2 7 Jahre
davon: Kundenbeziehungen BFL GmbH 3 9 Jahre
Summe sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 201 182
davon: Kernbankensystem für das Geschäft in Österreich (Allegro) 44 14 Jahre 44

Markenrechte haben eine unbegrenzte Nutzungsdauer und werden daher am Ende jedes Jahres, basierend auf dem aktuellen Businessplan, auf einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf untersucht.

Wenn der Buchwert des Markenrechts höher ist als der erzielbare Betrag (die BAWAG P.S.K. verwendet den Nutzungswert der Marke als erzielbaren Betrag), wird eine außerplanmäßige Abschreibung erfasst. Der erzielbare Betrag wird mittels einer modifizierten Methode der Lizenzpreisanalogie ermittelt.

Wertaufholungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wobei die BAWAG P.S.K. einen zweistufigen Ansatz anwendet:

  • Zuerst beurteilt die BAWAG P.S.K. Wertaufholungen auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes und
  • vergleicht dann den angepassten Buchwert der relevanten CGUs, inklusive der Erhöhung aus der im ersten Schritt ermittelten Wertaufholung, mit dem erzielbaren Betrag.

Eine Wertaufholung wird erst dann erfasst, wenn der Impairmenttest der gesamten CGUs einen Wert zeigt, der höher ist als das Nettovermögen der CGUs, und der Impairmenttest der Markenrechte einen erzielbaren Betrag zeigt, der höher ist als der Buchwert der Markenrechte.

Zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 ergaben die Impairmenttests der Marken keinen Wertberichtigungsbedarf.

Cashflow-Prognosen basieren auf einem 5-Jahres-Geschäftsplan und einer ewigen Wachstumsrate von 1,0% nach dieser Periode. Der Abzinsungssatz beträgt 8,57% (2018: 8,03%).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Überprüfung von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) mit einem Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderung

Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist folgenden CGUs des Konzerns ein Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt zugeordnet worden:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
easybank Franchise, Wien 2 2
Zahnärzteasse AG, Wädenswil 20
Health Coevo AG, Hamburg 15
Firmenwert 37 2

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Werten von externen und internen Quellen.

in % 2019 2018
Abzinsungssatz vor Steuern easybank Franchise, Wien 11,2% 10,5%
Abzinsungssatz vor Steuern Zahnärzteasse AG, Wädenswil 10,7%
Abzinsungssatz vor Steuern Health Coevo AG, Hamburg 10,8%
Geplante Gewinnwachstumsrate (Durchschnitt der nächsten 5 Jahre) easybank Franchise, Wien -2,7% 1,0%
Geplante Gewinnwachstumsrate (Durchschnitt der nächsten 5 Jahre) Zahnärzteasse AG, Wädenswil 0,1%
Geplante Gewinnwachstumsrate (Durchschnitt der nächsten 5 Jahre) Health Coevo AG, Hamburg 5,6%
Nachhaltige Wachstumsrate easybank Franchise, Wien 1,0% 1,0%
Nachhaltige Wachstumsrate Zahnärzteasse AG, Wädenswil 0,5%
Nachhaltige Wachstumsrate Health Coevo AG, Hamburg 1,0%

Der Abzinsungssatz stellt eine Vor-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage von branchendurchschnittlichen Eigenkapitalrenditen geschätzt wurde. Als risikoloser Zinssatz dient hierfür der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz für Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 30 Jahren. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das erhöhte allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der einzelnen CGU widerspiegelt.

Die Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Geschäftsführung des Unternehmens geplanten Jahresgewinnen der nächsten 5 Jahre und einer ewigen Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt. Um das Wachstum angemessen mit Eigenkapital zu unterlegen, wurden bei der Bewertung sowohl in der Planperiode als auch bei der Berechnung des Fortführungswertes Gewinnthesaurierungen berücksichtigt.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Sensitivitätsanalyse per 31.12.2019

Um die Stabilität der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte zu testen, wurde basierend auf den oben angeführten Prämissen eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Dabei wurden für diese Analyse die Veränderung des Diskontierungssatzes und die Verminderung des Wachstums der Ergebnisse als relevante Parameter ausgewählt. Die

nachstehend angeführte Übersicht veranschaulicht, um welches Ausmaß sich der Diskontierungssatz erhöhen bzw. das Wachstum nach 2020 verringern könnte, ohne dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter den jeweiligen Buchwert (Eigenkapital zuzüglich Firmenwert) absinkt.

Veränderung Diskontierungssatz (in %Pkt.) Veränderung Wachstum nach 2020 (in %)
easybank Franchise, Wien 5,84 -3,98%
Zahnärztekasse AG, Wädenswil 5,66 -14,30%
Health Coevo AG, Hamburg 7,09 -15,79%

Sensitivitätsanalyse per 31.12.2018

Veränderung Diskontierungssatz (in %Pkt.) Veränderung Wachstum nach 2019 (in %)
easybank Franchise, Wien 6,81 -4,66%

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

19 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 30 35
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 168 117
Rückstellungen 57 56
Verlustvorträge 8 10
Sonstige 4 3
Latente Steueransprüche 267 221
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 10 12
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 25 7
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 53 58
Handelsaktiva 33 19
Sicherungsderivate 129 79
Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter 16 3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 14 19
Sachanlagen 10 3
Latente Steuerverpflichtungen 290 200
Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern -23 21
Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen¹⁾ 23 52
Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen²⁾ 46 31

¹⁾ 2019: Entspricht den aktiven latenten Steuern von drei Unternehmen, die per 31. Dezember 2019 nicht Teil der Steuergruppe waren.
²⁾ 2018: Entspricht den passiven latenten Steuern von vier neu akquirierten Unternehmen, die per 31. Dezember 2018 nicht Teil der Steuergruppe waren.

Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuer-latenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die temporären Differenzen, für die gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet wurden, betrugen 293 Mio. € (2018: 266 Mio. €). IAS 12.39 besagt, dass bei temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an

Tochterunternehmen, wenn das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden, keine passiven latenten Steuern gebildet werden müssen.

Sowohl latente Steueransprüche als auch latente Steuerverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

20 | Sonstige Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Rechnungsabgrenzungsposten 37 23
Sonstige Aktiva 209 103
Sonstige Vermögensgegenstände 246 126

Die sonstigen Aktiva betreffen Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr und andere sonstige Aktiva. Per 31. Dezember 2019 haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 46 Mio. € (31. Dezember 2018: 27 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

21 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 363 570
Begebene Schuldverschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten 26 57
Nachrangkapital 130 131
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 207 382
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6 6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 369 576

Die begebenen Schuldverschreibungen betreffen börsenotierte Emissionen. Die Verminderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Tilgung von eigenen Emissionen zurückzuführen.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten P.S.K.-Emissionen, die von der Republik Österreich garantiert sind.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenen Emissionen per 31. Dezember 2019 liegt um 30 Mio. € über deren Rückzahlungsbetrag (2018: 38 Mio. € über dem Rückzahlungsbetrag).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

22 | Handelspassiva

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Derivate des Handelsbuchs 51
Währungsbezogene Derivate
Zinsbezogene Derivate 51
Derivate des Bankbuchs 334 250
Währungsbezogene Derivate 99 88
Zinsbezogene Derivate 235 162
Handelspassiva 334 301

23 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.085 4.408
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 30.951 30.195
Spareinlagen – fix verzinst 713 882
Spareinlagen – variabel verzinst 6.488 6.988
Anlagekonten 5.905 5.758
Giroeinlagen – Retailkunden 10.212 9.375
Giroeinlagen – Firmenkunden 4.020 3.993
Sonstige Einlagen^{1)} 3.613 3.199
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 4.673 3.849
Begebene Schuldverschreibungen 4.220 3.381
Nachrangkapital 87 87
Ergänzungskapital 6 15
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 360 366
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 38.709 38.452

1) Primär Termineinlagen.

Bei den begebenen Schuldverschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um börsennotierte Emissionen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

24 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital

Begebene Schuldverschreibungen sowie Nachrang- und Ergänzungskapital werden in der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ bzw. in der Kategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten“ ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich das folgende Gesamtvolumen (IFRS-Buchwerte):

in Mio. € Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
2019 2018 2019 2018 2019 2018
Begebene Schuldverschreibungen 26 57 4.220 3.381 4.246 3.438
Nachrangkapital 130 131 87 87 217 218
Ergänzungskapital 6 15 6 15
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 207 382 360 366 567 748
Summe 363 570 4.673 3.849 5.036 4.419

In der folgenden Tabelle werden die wesentlichen Konditionen der begebenen Schuldverschreibungen angeführt, deren Nominale 200 Mio. € übersteigt:

ISIN Typ Währung Nominale in Mio. EUR Art der Verzinsung Kupon Laufzeitende
XS1514988689 RMBS GBP 787 Variabel 3M LIBOR + 0,7% 15.09.2045
XS1298418184 Covered EUR 500 Fix 0,375% 01.10.2020
XS1369268534 Covered EUR 500 Fix 0,375% 23.02.2022
XS1551294926 Covered EUR 500 Fix 0,750% 18.01.2027
XS2013520023 Covered EUR 500 Fix 0,625% 19.06.2034
XS2049584084 Senior unsecured EUR 500 Fix 0,375% 03.09.2027
XS2058855441 Covered EUR 500 Fix 0,010% 02.10.2029
XS0987169637 Lower Tier II EUR 300¹⁾ Fix 8,125% 30.10.2023

¹⁾ Davon 268 Mio. € zurückgekauft.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

25 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In der folgenden Tabelle wird die Verteilung nach Produktgruppen und Segmenten der zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – Gliederung nach Produktgruppen und Segmenten

in Mio. € Zu fortgeführten Anschaffungskosten
31.12.2019 31.12.2018
Spareinlagen 7.202 7.870
Retail & SME 7.197 7.864
Corporates & Public 3 4
Corporate Center 2 2
Sonstige Einlagen 23.749 22.325
Retail & SME 16.518 16.340
Corporates & Public 5.243 5.921
Treasury 911 23
Corporate Center 1.077 41
Verbindlichkeiten Kunden 30.951 30.195

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

26 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten

Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten (exkl. Derivaten) nach deren vertraglicher Restlaufzeit:

Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2019

| 31.12.2019
in Mio. € | täglich fällig | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | – | – | – | 6 | 6 |
| Schuldverschreibungen | – | – | 7 | 9 | 10 | 26 |
| Nachrangkapital | – | – | 16 | 96 | 18 | 130 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements | – | 1 | 2 | 179 | 25 | 207 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 25.652 | 247 | 2.437 | 1.632 | 983 | 30.951 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 462 | 458 | 263 | 652 | 1.250 | 3.085 |
| Schuldverschreibungen | – | – | 500 | 673 | 2.272 | 3.445 |
| Nachrangkapital | – | – | 25 | 62 | – | 87 |
| Ergänzungskapital | – | – | – | – | 6 | 6 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements | – | 100 | 74 | 323 | 638 | 1.135 |
| Summe | 26.114 | 806 | 3.224 | 3.626 | 5.208 | 39.078 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2018

| 31.12.2018
in Mio. € | täglich fällig | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | – | – | – | 6 | 6 |
| Schuldverschreibungen | – | 15 | 15 | 12 | 15 | 57 |
| Nachrangkapital | – | – | – | 98 | 33 | 131 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements | – | 27 | 141 | 168 | 46 | 382 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 24.161 | 693 | 2.511 | 1.811 | 1.019 | 30.195 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 452 | 507 | 256 | 1.835 | 1.358 | 4.408 |
| Schuldverschreibungen | – | 20 | 516 | 1.164 | 840 | 2.540 |
| Nachrangkapital | – | – | – | 87 | – | 87 |
| Ergänzungskapital | – | 5 | 10 | – | – | 15 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements | – | 11 | 56 | 407 | 733 | 1.207 |
| Summe | 24.613 | 1.278 | 3.505 | 5.582 | 4.050 | 39.028 |

27 | Rückstellungen

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Sozialkapitalrückstellungen 396 382
hievon für Abfertigungen 95 93
hievon für Pensionen 268 257
hievon für Jubiläumsgeld 33 32
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 37 33
Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien 37 33
Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken 47 50
Rückstellungen 480 465

Bei den Sozialkapitalrückstellungen handelt es sich zur Gänze um langfristige Rückstellungen. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 37 Mio. € und andere Risiken inklusive Rechtsrisiken in Höhe von 24 Mio. € werden voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten verwendet.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Entwicklung des Sozialkapitals

in Mio. € Pensions-rückstellung Abfertigungs-rückstellung Jubiläumsgeld-rückstellung Summe Sozialkapital-rückstellung
Barwert der erworbenen Ansprüche per 01.01.2019 263 93 32 388
Dienstzeitaufwand 1 4 1 6
Zinsaufwand 4 1 1 6
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
Aus demografischen Annahmen
Aus finanziellen Annahmen 23 7 2 32
Aus sonstigen Gründen, insbesondere experience results 1 -1
Gewinn aus Abgeltungen -2 -2
Sonstige
Zahlungen -16 -9 -3 -28
Zahlungen aus Abgeltungen -4 -4
Änderung Konsolidierungskreis 12 12
Barwert der erworbenen Ansprüche per 31.12.2019 282 95 33 410
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -14 -14
Rückstellung per 31.12.2019 268 95 33 396
in Mio. € Pensions-rückstellung Abfertigungs-rückstellung Jubiläumsgeld-rückstellung Summe Sozialkapital-rückstellung
--- --- --- --- ---
Barwert der erworbenen Ansprüche per 01.01.2018 256 96 29 381
Dienstzeitaufwand 1 5 2 8
Zinsaufwand 4 2 6
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
Aus demografischen Annahmen 8 -1 4 11
Aus finanziellen Annahmen -1 -1 -2
Aus sonstigen Gründen, insbesondere experience results 3 -2 1
Gewinn aus Abgeltungen -9 -9
Sonstige
Zahlungen -42 -9 -3 -54
Änderung Konsolidierungskreis 42 3 1 46
Barwert der erworbenen Ansprüche per 31.12.2018 263 93 32 388
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -6 -6
Rückstellung per 31.12.2018 257 93 32 382

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen (ohne Südwestbank, start:bausparkasse Deutschland, BFL Leasing, Health Coevo und Zahnärzte-kasse) zum 31. Dezember 2019 beträgt 12,24 Jahre (2018: 11,88 Jahre), jene für Abfertigungsrückstellungen beträgt 11,88 Jahre (2018: 11,47 Jahre).

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen der start:bausparkasse Deutschland zum 31. Dezember 2019 beträgt 16,26 Jahre (2018: 15,81 Jahre).

102


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen der Südwestbank zum 31. Dezember 2019 beträgt 8,60 Jahre (2018: 9,16 Jahre).

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen der BFL Leasing zum 31. Dezember 2019 beträgt 7,50 Jahre (2018: n/a).

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen der Health Coevo zum 31. Dezember 2019 beträgt 18,40 Jahre (2018: n/a).

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen der Zahnärztekasse zum 31. Dezember 2019 beträgt 16,00 Jahre (2018: n/a).

Entwicklung des fondsgebundenen anrechenbaren Pensionsvermögens

in Mio. € 2019 2018
Pensionskassenvermögen 01.01.2019 = 31.12.2018 6 6
Zugänge 0 0
Zahlungen 0 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 8 0
Pensionskassenvermögen 31.12.2019 14 6

Die Wertänderungen umfassen erwartete Erträge aus Planvermögen, versicherungsmathematische Gewinne und

Derivate, Beiträge des Arbeitgebers, Beiträge der Teilnehmer des Plans und gezahlte Versorgungsleistungen.

Das Pensionskassenvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

in % 2019 2018
Qualifizierte Versicherungspolizzen 59%
Schuldverschreibungen 27% 73%
Eigenkapitalinstrumente 7% 16%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1% 1%
Sonstige 6% 10%

Schuldverschreibungen, welche von der BAWAG P.S.K. emittiert wurden, betragen 0,00% des Planvermögens.

Für alle Eigenkapitaltitel und fix verzinste Schuldverschreibungen bestehen Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten. Die fix verzinsten Investments stammen im Wesentlichen von europäischen Emittenten und haben ein durchschnittliches Rating von A.

Die strategische Investmentpolitik der Pensionsfonds kann wie folgt zusammengefasst werden:

  • Ein strategischer Asset-Mix, der 59% Qualifizierte Versicherungspolizzen, 16% Staatsanleihen, 11% Unternehmensanleihen, 7% Eigenkapitalinstrumente und 7% sonstige Investitionen umfasst;
  • die Gewichtung der Investitionen kann innerhalb der langfristigen strategischen Veranlagungsklassen in einer definierten Bandbreite schwanken: Anleihen: 25%–100%, Eigenkapitaltitel: 10%–18%, sonstige Investitionen: 0%–33%;
  • das Zinsrisiko wird anhand eines aktiven Risikomanagements der Duration aller fixverzinsten Vermögenswerte überwacht und gesteuert;
  • das Währungsrisiko wird mit dem Ziel gesteuert, es auf maximal 30% zu reduzieren.

Die BAWAG P.S.K. erwartet, dass im Jahr 2020 Beiträge in Höhe von 0,5 Mio. € an die Pensionskasse für den Erwerb von Vermögenswerten zu leisten sein werden (2019: 0,2 Mio. €).

103


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Sensitivitätsanalysen

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen zu folgenden leistungsorientierten Verpflichtungen für

Pensionen und Abfertigungen geführt; der Ausgangswert für die Berechnung ist der zum 31. Dezember 2019 bestehende Barwert der leistungsorientierten Zusagen in Höhe von 377 Mio. € (2018: 356 Mio. €):

Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2019

in Mio. € Pensions- und Abfertigungsrückstellungen
Erhöhung der Variablen Verringerung der Variablen
Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt 326 419
Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt 413 329
Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt 356 370
Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) 273 273

Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2018

in Mio. € Pensions- und Abfertigungsrückstellungen
Erhöhung der Variablen Verringerung der Variablen
Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt 317 401
Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt 398 318
Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt 344 356
Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) 262 263

Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen

in Mio. € Stand 01.01.2019 Änderung Konsolidierungskreis Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2019
Sonstige Rückstellungen 83 4 19 -11 -11 84
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 33 19 -5 -10 37
Rechtsrisiken 50 0 -6 0 44
Übrige Rückstellungen 4 -1 3
in Mio. € Stand 01.01.2018 Änderung Konsolidierungskreis Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2018
--- --- --- --- --- --- ---
Sonstige Rückstellungen 75 4 21 -9 -8 83
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 20 4 20 -7 -4 33
Rechtsrisiken 55 1 -2 -4 50

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

28 | Sonstige Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr 207 237
Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 253
Verbindlichkeiten aus Restrukturierung 96 129
Sonstige Passiva 240 202
Rechnungsabgrenzungsposten 31 17
Sonstige Verbindlichkeiten 826 597

Gemäß IFRS 16 wird am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses eine Leasingverbindlichkeit bilanziell erfasst. Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der Leasingzahlungen bewertet. Per 31. Dezember 2019 haben sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 389 Mio. € (31. Dezember 2018: 189 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

29 | Sicherungsderivate

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Sicherungsderivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen
Positiver Marktwert 380 383
Negativer Marktwert 48 45
Sicherungsderivate in Cashflow-Hedge-Beziehungen
Positiver Marktwert 15 18
Negativer Marktwert 68 59
Sicherungsderivate in Net-Investment-Hedge-Beziehungen
Positiver Marktwert 2
Negativer Marktwert

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Fair Value Hedge

in Mio. € Nominale der gesicherten Grundgeschäfte Netto-Buchwerte der Sicherungsgeschäfte Im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasstes Ergebnis von Grund- und Sicherungsgeschäft
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.770 1.967 -11 -6 -0 -0
Wertpapiere 2.770 1.967 -11 -6 -0 -0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente 15.242 15.186 337 334 7 -
Wertpapiere 22 - 0 - 0 -
Eigene Emissionen 2.603 2.635 99 107 4 -2
Spareinlagen von Kunden 92 1.914 1 3 1 -1
Forderungen an Kunden 721 467 -18 -21 -0 -0
Verbindlichkeiten an Kunden 11.804 10.170 255 245 2 3
Summe 18.012 17.153 326 328 7 -0

Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ (Note 4) erfasst.

Cashflow Hedge

Die Perioden, in denen die abgesicherten Cashflows voraussichtlich eintreten und die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen werden, sind wie folgt:

| 31.12.2019
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 564 | 2.303 | 608 | 3.475 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| | 669 | 1.945 | 969 | 3.583 |

Zeitliches Profil für die Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente:

| 31.12.2019
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 542 | 2.222 | 588 | 3.352 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| | 9 | 22 | - | 31 |


KONZERNRECHNUNGSELGUNG

Angabe gemäß IFRS 7.24B a)

Mikro-Absicherung Sicherungsbedingte Anpassungen bei Mikro-Absicherung Makro-Absicherung
Buchwert Im Buchwert der Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten enthaltene sicherungs- bedingte Anpassungen Übrige Anpassungen für beendete Mikro- Absicherungen, einschließlich Absicherungen von Nettopositionen Gesicherte Grundgeschäfte im Rahmen der Absicherung eines Portfolios gegen Zinsänderungs- risiken
31.12.2019 in Mio. €
Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden
Zinssatzbezogen 2.848 32 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zinssatzbezogen 823 42 164
Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zinssatzbezogen 3.420 116 22 6.131
Mikro-Absicherung Sicherungsbedingte Anpassungen bei Mikro-Absicherung Makro-Absicherung
--- --- --- --- ---
Buchwert Im Buchwert der Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten enthaltene sicherungs- bedingte Anpassungen Übrige Anpassungen für beendete Mikro- Absicherungen, einschließlich Absicherungen von Netto- positionen Gesicherte Grundgeschäfte im Rahmen der Absicherung eines Portfolios gegen Zinsänderungs- risiken
31.12.2018 in Mio. €
Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden
Zinssatzbezogen 2.164 -3 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zinssatzbezogen 543 37 0 329
Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zinssatzbezogen 5.240 114 -4 9.202

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Gesicherte Grundgeschäfte von Cashflow Hedges

| 31.12.2019
in Mio. € | Fair-Value-Änderung, für Messung der Ineffektivität verwendet (Periode) | Cashflow-Hedge-Rücklage bestehender Sicherungs-beziehungen | Cashflow-Hedge-Rücklage beendeter Sicherungs-beziehungen |
| --- | --- | --- | --- |
| Währungsrisiko | 10 | 17 | - |
| 31.12.2018
in Mio. € | Fair-Value-Änderung, für Messung der Ineffektivität verwendet (Periode) | Cashflow-Hedge-Rücklage bestehender Sicherungs-beziehungen | Cashflow-Hedge-Rücklage beendeter Sicherungs-beziehungen |
| Währungsrisiko | 7 | 7 | - |

Gesicherte Grundgeschäfte von Net Investment Hedges

| 31.12.2019
in Mio. € | Fair-Value-Änderung, für Messung der Ineffektivität verwendet (Periode) | Net Investment Hedge Rücklage bestehender Sicherungs-beziehungen | Net Investment Hedge Rücklage beendeter Sicherungs-beziehungen |
| --- | --- | --- | --- |
| Währungsrisiko | 2 | 2 | - |
| 31.12.2018
in Mio. € | Fair-Value-Änderung, für Messung der Ineffektivität verwendet (Periode) | Net Investment Hedge Rücklage bestehender Sicherungs-beziehungen | Net Investment Hedge Rücklage beendeter Sicherungs-beziehungen |
| Währungsrisiko | - | - | - |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

30 | Eigenkapital

Grundkapital

Die BAWAG P.S.K. verfügt unverändert zum Vorjahr über ein Grundkapital von 250 Mio. €, welches zur Gänze einbezahlt wurde. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.

Kapital- und Gewinnrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten Einlagen der Gesellschafter, die kein Stammkapital darstellen. In den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen werden thesaurierte Gewinne sowie im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

AT1-Kapital

Im April 2018 begab die BAWAG Group AG eine AT1-Emission (zusätzliches Kernkapital, „Additional Tier 1“) mit einem Volumen von 300 Mio. €, welche an die BAWAG P.S.K. als Kredit weitergereicht wurde. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung wird die Emission gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert. Direkt mit der Emission verbundene Kosten und Steuereffekte wurden erfolgsneutral als Abzug vom Eigenkapital erfasst. Ebenso werden

Kuponzahlungen sowie damit verbundene Ertragssteuereffekte als Dividenden direkt im Eigenkapital dargestellt.

Dividenden

Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividendenausschüttung von rund 280,0 Mio. € vorzuschlagen (2018: 536,0 Mio. €).

Nicht beherrschende Anteile

Der 97,51%-Anteil an der BFL Leasing GmbH, der 92,64%-Anteil an der Morgenstern Miet + Leasing GmbH und der 75%-Anteil an der ACP-IT Finanzierungs GmbH führten zu nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von 4 Mio. € (2018: 1 Mio. €; 75%-Anteil an der ACP-IT Finanzierungs GmbH).

Haftrücklage

Kreditinstitute haben gemäß § 57 Abs. 5 BWG eine Haftrücklage zu bilden. Eine Auflösung der Haftrücklage darf nur insoweit erfolgen, als dies zur Erfüllung von Verpflichtungen gemäß § 93 BWG oder zur Deckung sonst im Jahresabschluss auszuweisender Verluste erforderlich ist.

109


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Entwicklung des Sonstigen Ergebnisses

Gewinn-rück-lagen Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste nach Steuern Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuld-instrumente nach Steuern ohne at-equity-Gesellschaften Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente nach Steuern Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten nach Steuern Absicherung einer Netto-investition in ausländische Geschäftstibetriebe nach Steuern Währungsumrechnung Eigenkapital, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
in Mio. €
Gesamtergebnis 2019 453,2 -9,6 -21,7 39,9 2,3 5,7 -1,6 2,0 -2,4 467,8 0,2
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 453,2 - - - - - - - - 453,2 0,2
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - -9,6 -21,7 39,9 2,3 5,7 -1,6 2,0 -2,4 14,6 -
Veränderung der Cashflow-Hedge-Rücklage - -12,8 - - - - - - - -12,8 -
Veränderung der im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Schuldinstrumente - - - 54,1 - - - - - 54,1 -
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden - - - - 2,3 - - - - 2,3 -
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen - - -29,4 - - - - - - -29,4 -
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien und anderen Eigenkapitalinstrumenten - - - - - 7,6 - - - 7,6 -
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten - - - - - - -2,1 - - -2,1 -
Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe - - - - - - - 2,0 - 2,0 -
Währungsumrechnung - - - - - - - - -2,4 -2,4 -
Ertragssteuern - 3,2 7,7 -14,2 - -1,9 0,5 - - -4,7 -

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. € Gewinnrücklagen Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste nach Steuern Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern aus at-equity-Gesellschaften Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert gewerbte Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente nach Steuern Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten nach Steuern Währungsunrechnung Eigenkapital, den Eigentümer in des Mutterunternehmens zurechenbar (ex AT1-Kapital) Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
Gesamtergebnis 2018 431,1 -10,5 -5,1 -58,3 -0,9 -7,1 6,2 -0,1 355,3 -
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 431,1 - - - - - - - 431,1 -
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - -10,5 -5,1 -58,3 -0,9 -7,1 6,2 -0,1 -75,8 -
Veränderung der Cashflow-Hedge-Rücklage - -13,9 - - - - - - -13,9 -
Veränderung der im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Schuldinstrumente - - - -78,5 - - - - -78,5 -
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden - - - - -0,9 - - - -0,9 -
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen - - -6,8 - - - - - -6,8 -
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Wertänderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien und anderen Eigenkapitalinstrumenten - - - - - -9,2 - - -9,2 -
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten - - - - - - 8,3 - 8,3 8,3
Währungsumrechnung - - - - - - - -0,1 -0,1 -0,1
Ertragssteuern - 3,4 1,7 20,2 - 2,1 -2,1 - 25,3 -

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Im Sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern vom Einkommen

Vor Steuern Steuern vom Einkommen Nach Steuern
in Mio. € 01.01.–31.12.2019
Cashflow-Hedge-Rücklage -12,8 3,2 -9,6
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen -29,4 7,7 -21,7
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern ohne at-equity-Gesellschaften 54,1 -14,2 39,9
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern aus at-equity-Gesellschaften 2,3 2,3
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente nach Steuern 7,6 -1,9 5,7
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten nach Steuern -2,1 0,5 -1,6
Absicherung einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe nach Steuern 2,0 2,0
Währungsumrechnung -2,4 -2,4
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 19,3 -4,7 14,6
Vor Steuern Steuern vom Einkommen Nach Steuern
--- --- --- ---
in Mio. € 01.01.–31.12.2018
Cashflow-Hedge-Rücklage -13,9 3,4 -10,5
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen -6,8 1,7 -5,1
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern ohne at-equity-Gesellschaften -78,5 20,2 -58,3
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Schuldinstrumente nach Steuern aus at-equity-Gesellschaften -0,9 -0,9
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente nach Steuern -9,2 2,1 -7,1
Änderung des Credit Spreads von finanziellen Verbindlichkeiten nach Steuern 8,3 -2,1 6,2
Währungsumrechnung -0,1 -0,1
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -101,1 25,3 -75,8

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Grundlage für die Segmentierung ist die am 31. Dezember 2019 gültige Konzernstruktur. Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG Group eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segment-informationen dient IFRS 8 „Operating Segments“, der dem „Management-Ansatz“ folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.

Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und -prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt, dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruente Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/ Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden mittels Verteilungsschlüssel auf die einzelnen Segmente verteilt. Regulatorische Aufwendungen werden ebenso auf Basis verschiedener Inputparameter auf die Segmente verteilt.

Mit Jänner 2019 wurde die interne Berichterstattung angepasst, um die zukünftige Entwicklung der einzelnen Geschäftssegmente besser darstellen zu können. Daher wurde auch die Segmentberichterstattung angepasst. Die Zahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst. Folgende Änderungen wurden vorgenommen:

Alte Segmentierung Neue Segmentierung Änderungen
BAWAG P.S.K. Retail Retail & SME Das neue Segment Retail & SME fasst unser Geschäft mit Retail und SME-Kunden aus den vorherigen Segmenten BAWAG P.S.K. Retail und easygroup zusammen. Das Segment Südwestbank wurde in zwei Teile geteilt, wovon der Retail & SME-Teil nun in diesem Segment zu finden ist.
easygroup
Südwestbank
DACH Corporates & Public Sector Corporates & Public Das neue Segment Corporates & Public fasst das Geschäft mit Kommerzkunden aus den früheren Segmenten DACH Corporates & Public Sector (inklusive MidCaps) und International Business zusammen. Das Segment Südwestbank wurde in zwei Teile geteilt, wovon der Corporates-Teil nun in diesem Segment zu finden ist.
International Business
Südwestbank
Treasury Services & Markets Treasury unverändert
Corporate Center Corporate Center unverändert

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Neben der neuen Segmentstruktur werden die gesamten regulatorischen Aufwendungen in die Geschäftssegmente übertragen und eine Steuerquote von 25% angenommen. Die Differenz zur tatsächlichen Steuerquote wird im Corporate Center verbucht.

Ab März 2019 inkludiert Retail & SME die Zahnärztekasse AG. Die Akquisition wurde im März 2019 abgeschlossen.

Ab Juni 2019 inkludiert Retail & SME die Health Coevo AG sowie die BFL Leasing GmbH. Die Akquisitionen wurde im Mai 2019 abgeschlossen.

Die BAWAG Group wird im Rahmen der folgenden vier Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:

  • Retail & SME – hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere inländischen Privatkunden, KMU-Finanzierungen einschließlich unserer Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus sowie Wohnbaubankanleihen und eigene Emissionen, die mit Retailkrediten besichert sind. Weiters umfasst das Segment unsere Direktbanktochter easybank mit einer vollständigen Online-Produktpalette, z.B. Sparen, Zahlungsverkehr, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs. Privat- und KMU-Kunden der SWB (inkl. Qlick) sowie das Factoring-Geschäft in Deutschland und der Schweiz sind ebenso in diesem Segment berücksichtigt. Weiters fallen unser KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasinggeschäft, Bauspardarlehen und -einlagen sowie das Kreditgeschäft mit internationalen privaten Kreditnehmern und eigene Emissionen, die mit einem internationalen Portfolio an Wohnbaukrediten gedeckt sind, darunter.

  • Corporates & Public – beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft. Weiters umfasst das Segment die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen sind diesem Segment ebenso zugeordnet.

  • Treasury – umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse des Wertpapierportfolios der BAWAG Group.

  • Corporate Center – alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Support-Funktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen, Beteiligungen und Überleitungspositionen.

Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.


KONZERNRECHNUNGSELGUNG

Darstellung der Segmente:

| 2019
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG Group | Anpassung Konsolidierungskreis | BAWAG P.S.K.11 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 626,0 | 249,1 | 43,7 | -39,8 | 879,0 | -0,6 | 878,4 |
| Provisionsüberschuss | 242,2 | 43,0 | 0,4 | -2,1 | 283,5 | 0,1 | 283,6 |
| Operative Kernträge | 868,3 | 292,1 | 44,1 | -42,0 | 1.162,5 | -0,5 | 1.162,0 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,1 | 0,2 | 100,7 | -30,3 | 70,7 | 0,0 | 70,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 2,4 | 0,0 | 0,0 | 4,9 | 7,3 | 0,0 | 7,3 |
| Operative Erträge | 870,8 | 292,3 | 144,8 | -67,4 | 1.240,5 | -0,5 | 1.240,0 |
| Operative Aufwendungen | -372,9 | -100,1 | -32,0 | -24,7 | -529,7 | 12,3 | -517,4 |
| Regulatorische Aufwendungen | -27,0 | -10,0 | -5,4 | 0,0 | -42,4 | 0,0 | -42,4 |
| Risikokosten | -76,3 | 7,6 | 1,7 | -2,3 | -69,3 | 0,0 | -69,3 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | – | – | – | 5,2 | 5,2 | 0,0 | 5,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 394,6 | 189,8 | 109,3 | -89,4 | 604,3 | 11,8 | 616,1 |
| Steuern vom Einkommen | -98,6 | -47,5 | -27,3 | 28,4 | -145,0 | -17,7 | -162,7 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 295,9 | 142,4 | 82,1 | -61,1 | 459,3 | -5,9 | 453,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | – | – | – | -0,2 | -0,2 | 0,0 | -0,2 |
| Nettogewinn | 295,9 | 142,4 | 82,1 | -61,3 | 459,1 | -5,9 | 453,2 |
| Geschäftsvolumina | | | | | | | |
| Aktiva | 18.155 | 13.141 | 10.074 | 4.292 | 45.662 | -226 | 45.436 |
| Verbindlichkeiten | 28.097 | 7.118 | 4.483 | 5.964 | 45.662 | -226 | 45.436 |
| Risikogewichtete Aktiva | 8.623 | 7.932 | 1.616 | 2.214 | 20.385 | -68 | 20.317 |

1) Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

| 2018
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG Group | Anpassung Konsolidierungskreis | BAWAG P.S.K.1) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 575,4 | 250,4 | 48,1 | -33,4 | 840,5 | -0,1 | 840,4 |
| Provisionsüberschuss | 236,1 | 48,6 | 0,6 | -2,5 | 282,8 | 0,0 | 282,8 |
| Operative Kernträge | 811,5 | 299,0 | 48,7 | -35,9 | 1.123,3 | -0,1 | 1.123,2 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 16,7 | 10,7 | 27,6 | -35,5 | 19,5 | -0,1 | 19,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 1,9 | 0,0 | 0,0 | 26,0 | 27,9 | 0,0 | 27,9 |
| Operative Erträge | 830,0 | 309,8 | 76,3 | -45,4 | 1.170,7 | -0,2 | 1.170,5 |
| Operative Aufwendungen | -350,9 | -120,0 | -31,5 | -15,5 | -517,9 | 20,9 | -497,0 |
| Regulatorische Aufwendungen | -26,0 | -8,9 | -5,2 | 0,0 | -40,1 | 0,0 | -40,1 |
| Risikokosten | -62,3 | 17,8 | 0,2 | -0,8 | -45,1 | 0,0 | -45,1 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | - | - | - | 5,1 | 5,1 | 0,0 | 5,1 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 390,9 | 198,7 | 39,8 | -56,7 | 572,7 | 20,7 | 593,4 |
| Steuern vom Einkommen | -97,7 | -49,7 | -10,0 | 21,2 | -136,2 | -26,1 | -162,3 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 293,2 | 149,0 | 29,8 | -35,5 | 436,5 | -5,4 | 431,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | - | - | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Nettogewinn | 293,2 | 149,0 | 29,8 | -35,5 | 436,5 | -5,4 | 431,1 |
| Geschäftsvolumina | | | | | | | |
| Aktiva | 16.905 | 14.167 | 10.192 | 3.434 | 44.698 | -310 | 44.388 |
| Verbindlichkeiten | 27.058 | 9.438 | 2.460 | 5.742 | 44.698 | -310 | 44.388 |
| Risikogewichtete Aktiva | 7.617 | 9.429 | 1.703 | 1.716 | 20.465 | -134 | 20.331 |

1) Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.

Da die interne Berichterstattung und Steuerung auf Ebene der BAWAG Group erfolgt, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente nicht den Gewinn oder Verlust der BAWAG P.S.K. Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmentabelle eine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.

Geografische Verteilung

Die unten angeführten Tabellen stellen die operativen Kernträge der Geschäftsssegmente in einer geografischen

Verteilung, basierend auf der risikomäßigen Zuordnung der Einzelkunden zu einem Land, dar. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet (z.B. dem Land der Muttergesellschaft), sondern auf Einzelgesellschaftsebene den jeweiligen Ländern zugeteilt.

Als österreichische Bank erwirtschaftet die BAWAG P.S.K. 66% ihrer operativen Kernträge in Österreich. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt – unterstützt durch die deutschen und schweizer Tochtergesellschaften und dem Kommerzkundengeschäft – in der DACH-Region.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 2019
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG Group | Anpassung Konsoli-dierungskreis | BAWAG P.S.K. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DACH | 821,4 | 128,4 | 18,2 | -43,1 | 924,9 | -0,5 | 924,4 |
| davon Österreich | 713,9 | 80,7 | 15,1 | -45,5 | 764,2 | -0,5 | 763,7 |
| davon Deutschland/Schweiz | 107,5 | 47,7 | 3,2 | 2,4 | 160,8 | | 160,8 |
| Westeuropa/USA | 46,9 | 163,7 | 25,9 | 1,1 | 237,6 | | 237,6 |
| Summe | 868,3 | 292,1 | 44,1 | -42,0 | 1.162,5 | -0,5 | 1.162,0 |
| 2018
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | BAWAG Group | Anpassung Konsoli-dierungskreis | BAWAG P.S.K. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DACH | 761,3 | 159,3 | 22,9 | -35,9 | 907,6 | -0,1 | 907,5 |
| davon Österreich | 706,1 | 86,7 | 22,5 | -37,3 | 778,0 | -0,1 | 777,9 |
| davon Deutschland/Schweiz | 55,2 | 72,6 | 0,4 | 1,4 | 129,6 | | 129,6 |
| Westeuropa/USA | 50,2 | 139,7 | 25,8 | 0,0 | 215,7 | | 215,7 |
| Summe | 811,5 | 299,0 | 48,7 | -35,9 | 1.123,3 | -0,1 | 1.123,2 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden:

in Mio. € 2019 2018
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Segmentbericht 7,3 27,8
Regulatorische Aufwendungen -38,2 -36,1
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -31,0 -8,3
in Mio. € 2019 2018
--- --- ---
Operative Aufwendungen gemäß Segmentbericht -517,4 -497,0
Regulatorische Aufwendungen -4,1 -4,0
Operative Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -521,5 -501,0

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

KAPITALMANAGEMENT

Das Kapitalmanagement der BAWAG Group erfolgt auf Basis der CRR (Capital Requirements Regulation) sowie der entsprechenden nationalen Begleitverordnungen (Basel 3 Säule 1) und im Sinne des ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes (Basel 3 Säule 2) des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).

Das Kapitalmanagement wird zentral gesteuert. Kernaufgaben sind die laufende Beobachtung der Geschäftsentwicklung der Gruppe, die Analyse der Veränderungen der risikogewichteten Aktiva sowie deren Abgleich mit dem zur Verfügung stehenden regulatorischen Eigenkapital bzw. ICAAP-Limit und Auslastungen je Segment.

Die BAWAG Group steuert ihre Kapitalposition unter Vollanwendung der CRR-Bestimmungen ohne Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen für Kapitalbestandteile und der Berechnung der risikogewichteten Aktiva. Die Kapitalplanung ist voll in den Business-Planungs-Prozess integriert, um sicherzustellen, dass sowohl die regulatorischen Kapitalanforderungen als auch die Zielkapitalquote über den gesamten Planungshorizont eingehalten werden. Neben der regulatorischen Kapitalplanung werden den Geschäftssegmenten im Rahmen des ICAAP-Prozesses im Einklang mit der Planung stehende Kapitallinite zugewiesen.

Das Capital Management Team spricht gegebenenfalls Empfehlungen zur Stärkung und Optimierung der Eigenkapitaldecke an den Gesamtvorstand der BAWAG Group aus und berichtet monatlich an das Enterprise Risk Meeting der Bank.

Der ICAAP ist gleichermaßen nach Risikotragfähigkeit und Geschäfts- und Risikoprofil der Gruppe gestaltet und bildet einen integralen Bestandteil des Planungs- und Kontrollsystems. Im Rahmen des ICAAP werden die

Risikotragfähigkeit sichergestellt sowie der effiziente Einsatz der Risikodeckungsmasse verfolgt. Stresstests runden den Steuerungsprozess zusätzlich ab.

Im Rahmen des SREP werden für die BAWAG Group Mindestkapitalquoten festgesetzt sowie eine Säule-2-Empfehlung abgegeben. Zusätzlich zu diesen extern von der Bankenaufsicht vorgegebenen Mindestkapitalquoten werden in dem im Rahmen des BaSAG (Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken) erstellten Sanierungsplan der BAWAG Group Schwellenwerte für das Erreichen einer Frühwarnphase sowie der Sanierungsphase und die damit zusammenhängenden Prozesse definiert. Die Schwellenwerte beziehen sich dabei sowohl auf Liquiditäts- als auch auf regulatorische und ökonomische Kapitalgrößen.

Die BAWAG Group überwacht kontinuierlich die Einhaltung der Schwellenwerte und damit auch gleichzeitig der vorgeschriebenen Eigenmittelquoten. Basis sind dabei die Meldungen an die Oesterreichische Nationalbank sowie die regelmäßige Beobachtung der Geschäftsentwicklung.

Zusätzlich achtet das Capital Management Team auf alle zukünftigen regulatorischen Änderungen in seinem Verantwortungsbereich wie z.B. MREL oder Basel IV/V. Die regulatorischen Entwicklungen werden kontinuierlich verfolgt und die Auswirkungen auf die Kapitalposition der Bank eingeschätzt. Die erwarteten Auswirkungen der regulatorischen Änderungen werden regelmäßig an die zuständigen Bereichsleiter und Vorstände kommuniziert. Erwartete zukünftige regulatorische Anforderungen (z.B. MREL-Anforderung oder eine verbindliche Verschuldungsquote) werden proaktiv in den Kapitalmanagementprozess integriert. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bank ihr Kapitalmanagement rechtzeitig an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen kann.

119


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die konsolidierten regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group als EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe.

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG Group inklusive

Übergangsregelungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises. Details zum in 2019 durchgeführten Aktienrückkauf finden sich im Anhang unter Note 30 Eigenkapital.

in Mio. € BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken)(1) 3.382 3.636
Abzug immaterielle Vermögenswerte -491 -427
Sonstiges Ergebnis -123 -153
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -71 -34
Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierte Gewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die aus Veränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve 12 0
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen diejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren -4 -49
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten - -
Hartes Kernkapital 2.705 2.974
Als zusätzliches Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 300 300
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge - -
Abzug immaterielle Vermögenswerte - -
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten - -
Zusätzliches Kernkapital 300 300
Tier I 3.005 3.274
Ergänzungs- und Nachrangkapital 484 96
Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen 3 6
Überschuss IRB-Risikovorsorge 0 4
Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -24 -33
Ergänzungskapital – Tier II 463 73
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.468 3.347

1) In dieser Position wurde eine Dividende in Höhe von 229,5 Mio. €, entsprechend der Dividenden-Policy der BAWAG Group, abgezogen. (2018: Dividenden in Höhe von 215,2 Mio. €)

Im März 2019 hat die BAWAG Group eine Schuldverschreibung mit einem Nominalbetrag von 400 Mio. € begeben, welche die Kriterien für die Berücksichtigung als T2-Kapital erfüllt (XS1968814332). Das T2-Kapital verminderte sich im Jahr 2018 aufgrund des Rückkaufs einer als T2-Kapital qualifizierten Emission mit einem Nominalbetrag von 300 Mio. € (XS0987169637), von welcher 268,3 Mio. €

zurückgekauft wurden. Für den nicht rückgekauften Teil wurde ein Antrag auf Wiederanrechnung bei der EZB gestellt, welcher mit Datum 3. April 2019 von der Aufsicht genehmigt wurde.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen

in Mio. € BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Kreditrisiko 18.258 18.601
Marktrisiko 0 51
Operationelles Risiko 1.983 1.821
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 20.241 20.473

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

BAWAG Group BAWAG P.S.K.1)
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 13,3% 14,5% 12,3% 12,2%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 17,0% 16,3% 16,3% 14,2%

1) Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

BAWAG Group BAWAG P.S.K.1)
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 13,4% 14,5% 12,4% 12,2%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 17,1% 16,4% 16,4% 14,2%

1) Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.

Während des Geschäftsjahres 2019 hat die BAWAG Group die sich aus dem SREP ergebenden

Mindestkapitalanforderungen von 10,44 % bzw. 11,44 % inkl. Säule-2-Empfehlung durchgehend erfüllt.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

WEITERE INFORMATIONEN NACH IFRS

31 | Fair Value

Die folgenden Tabellen zeigen einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values (beizulegende Zeitwerte) der einzelnen Bilanzposten:

in Mio. € Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
Aktiva
Barreserve 1.424 1.424 1.069 1.069
Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 100 100 114 114
Forderungen an Kunden 100 100 114 114
Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 640 640 390 390
Forderungen an Kunden 325 325 176 176
Wertpapiere 239 239 169 169
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 76 76 45 45
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 3.631 3.631 3.039 3.039
Schuldtitel 3.425 3.425 2.804 2.804
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente 206 206 235 235
Handelsaktiva 353 353 351 351
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 37.556 37.834 38.331 38.593
Kunden 30.467 30.736 30.482 30.704
Kreditinstitute 5.720 5.722 4.337 4.335
Wertpapiere 1.369 1.376 3.512 3.554
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 5 5 1 1
Sicherungsderivate 397 397 401 401
Sachanlagen 396 n/a 116 n/a
Vermietete Grundstücke und Gebäude 311 311 118 121
Immaterielle Vermögenswerte 294 n/a 224 n/a
Sonstige Vermögenswerte 329 n/a 223 n/a
Summe Aktiva 45.436 44.388

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. € Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
Passiva
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 369 369 576 576
Begebene Schuldschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten 233 233 439 439
Nachrang- und Ergänzungskapital 130 130 131 131
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6 6 6 6
Handelspassiva 334 334 301 301
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 38.709 38.772 38.452 38.463
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.085 3.104 4.408 4.427
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 30.951 30.992 30.195 30.172
Begebene Schuldschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 4.673 4.676 3.849 3.864
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen 729 729 150 150
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 337 337 156 156
Sicherungsderivate 116 116 104 104
Rückstellungen 480 n/a 465 n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 885 n/a 623 n/a
Eigenkapital 3.473 n/a 3.560 n/a
Nicht beherrschende Anteile 4 n/a 1 n/a
Summe Passiva 45.436 44.388

Der beizulegende Zeitwert von Investment Properties wurde von externen, unabhängigen Immobiliengutachtern bestimmt, die über eine einschlägige berufliche Qualifikation und aktuelle Erfahrung mit der Lage und der Art der zu bewertenden Immobilien verfügen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.

Es ist nicht geplant, wesentliche Anteile von den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Investitionen in Eigenkapitalinstrumente in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.

123


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Fair-Value-Hierarchie

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente und der vermieteten Grundstücke und Gebäude auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:

  • Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Anleihen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
  • Level 2: Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche „State of the Art“-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie „Verbriefte Verbindlichkeiten (eigene Emissionen)“ und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei „Plain Vanilla“-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads. Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen.

Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Anleihen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.

Zur Bewertung von zum Fair Value bewerteten Kundenforderungen kommen marktübliche Bewertungsmodelle zum Einsatz, z. B. Discounted-Cashflow- und Standardoptionspreismodelle. Marktparameter wie Zinssätze, Wechselkurse oder Volatilitäten werden als Input für das Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet. Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten des zugrundeliegenden Schuldners widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten,

unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), oder Benchmark-Zinskurven (z. B. Indizes) abgeleitet.

Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z. B. Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die OIS/EONIA-Swapkurve Basis der Diskontierung ist).

Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Caps, Floors), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden.

Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.

Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.

Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Bloomberg und Markit herangezogen. Auf Basis der Termstructure der österreichischen Bankensektorkurve sowie der Quotes der internationalen BAWAG P.S.K.-Emissionen werden eine Senior unsecured sowie eine LT2-Spreadkurve ermittelt. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve direkt aus den Quotes mehrerer BAWAG P.S.K.-Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K.-Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Im Jahr 2019 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der eigenen Emissionen des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -1,1 Mio. € (2018: +8,9 Mio. €). Diese ist definiert als das Produkt des Creditspreadbasispunktwertes mit der jeweiligen Spreadveränderung, ergänzt um den Pull-to-Par-Effekt. Zum 31. Dezember 2019 betrug die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, -1,6 Mio. € (2018: 0,5 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,1 Mio. € (2018: -0,1 Mio. €) ergeben.

Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, betrug zum 31. Dezember 2019 -0,0 Mio. € (2018: -0,5 Mio. €) und wird als Änderung vom Spread zwischen AT-Bund-Kurve und €-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt -2,9 Mio. € (zum 31. Dezember 2018: -4,3 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,06 Mio. € ergeben (2018: +0,07 Mio. €).

  • Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide Fonds der Südwestbank sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank, IMMO-BANK und Südwestbank. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cash-flow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet. Außerdem betrifft dies auch die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen, die entweder erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert oder im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst Typ und selbst Währung berücksichtigt.

125


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

| 31.12.2019
in Mio. € | | | | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| Aktiva | | | | |
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | – | 100 | – | 100 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 29 | 100 | 511 | 640 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3.492 | 58 | 81 | 3.631 |
| Schuldtitel | 3.366 | 58 | 1 | 3.425 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente | 126 | – | 80 | 206 |
| Handelsaktiva | 0 | 353 | – | 353 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 180 | 5.606 | 32.048 | 37.834 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | – | 5 | – | 5 |
| Sicherungsderivate | – | 397 | – | 397 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 311 | 311 |
| Summe Aktiva | 3.701 | 6.619 | 32.951 | 43.271 |
| Passiva | | | | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 174 | 195 | 369 |
| Begebene Schuldschreibungen und andere verbriefte Verbindlichkeiten | – | 38 | 195 | 233 |
| Nachrang- und Ergänzungskapital | – | 130 | – | 130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 6 | – | 6 |
| Handelspassiva | – | 334 | – | 334 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | – | 6.215 | 32.557 | 38.772 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen | – | 729 | – | 729 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | – | 337 | – | 337 |
| Sicherungsderivate | – | 116 | – | 116 |
| Summe Passiva | – | 7.905 | 32.752 | 40.657 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 31.12.2018
in Mio. € | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | | | | |
| Erfolgswirksam freiwillig zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | – | 114 | – | 114 |
| Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 54 | 110 | 226 | 390 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte | 2.819 | 129 | 91 | 3.039 |
| Schuldtitel | 2.674 | 129 | 1 | 2.804 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und
andere Eigenkapitalinstrumente | 145 | – | 90 | 235 |
| Handelsaktiva | – | 351 | – | 351 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 2.246 | 5.174 | 31.173 | 38.593 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken
abgesicherte Portfolien | – | 1 | – | 1 |
| Sicherungsderivate | – | 401 | – | 401 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 121 | 121 |
| Summe Aktiva | 5.119 | 6.280 | 31.611 | 43.010 |
| Passiva | | | | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 316 | 260 | 576 |
| Begebene Schuldschreibungen und
andere verbriefte Verbindlichkeiten | – | 179 | 260 | 439 |
| Nachrang- und Ergänzungskapital | – | 131 | – | 131 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 6 | – | 6 |
| Handelspassiva | – | 301 | – | 301 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | – | 6.138 | 32.325 | 38.463 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | – | 150 | – | 150 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken
abgesicherte Portfolien | – | 156 | – | 156 |
| Sicherungsderivate | – | 104 | – | 104 |
| Summe Passiva | – | 7.165 | 32.585 | 39.750 |

Die BAWAG P.S.K. erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.

Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2

Im Jahr 2019 wurden aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 0 Mio. € (2018: 69 Mio. €) von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Im sonstigen Ergebnis

ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere mit einem Buchwert von 68 Mio. € (2018: 0 Mio. €) wurden aufgrund eines liquiden Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Bewegungen nach und aus Level 3

Die dem Level 3 zugeordneten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
Schuldtitel Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente
Stand 01.01.2019 226 1 90 260
Bewertungsgewinne (Verluste) im Konzernüberschuss
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden -4 0 0 -6
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden 2 0
Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden 0 0 2
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden
Käufe/Zugänge 569 0 31
Tilgungen -273 0 -61
Verkäufe -42 -9
Währungsumrechnung 0 -1
Änderung Konsolidierungskreis 2
Korrektur redaktioneller Fehler 33 -33
Übertragungen zu/aus anderen Levels
Stand 31.12.2019 511 1 80 195

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. € Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
Schuldtitel Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und andere Eigenkapitalinstrumente
Stand 01.01.2018 295 1 54 363
Bewertungsgewinne (Verluste) im Konzernüberschuss
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden 6 0 -10
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden 2 0
Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden 0 0 3
Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden
Käufe/Zugänge 33 0 36 0
Tilgungen -72 0 -96
Verkäufe -38 0
Währungsumrechnung 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Übertragungen zu/aus anderen Levels
Stand 31.12.2018 226 1 90 260

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoresorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.

Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten

Der wesentliche, nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der IMMO-BANK ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-Adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-Adjusted Discount Curve. Der Brutto-Spread-Aufschlag für Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank beträgt aktuell für alle Laufzeiten 100 Basispunkte (Mid) (31. Dezember 2018: 100 Basispunkte). Für Emissionen der IMMO-BANK hängen die Spreads vom Rang und der Fälligkeit ab.

Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.

Fair-Value-Kredite werden grundsätzlich über die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) bewertet. Sind Ober- oder Untergrenzen oder einfache Kündigungsoptionen vorhanden, werden diese mittels Bachelier-Modell abgebildet. Der Discountfaktor, welcher in der DCF verwendet wird, setzt sich aus mehreren Parametern zusammen: der Funding-Kurve (abgeleitet aus einer Peergroup europäischer Banken mit demselben Rating wie die BAWAG P.S.K.) und einer kundenspezifischen Credit-Spread-Kurve (abgeleitet je nach Verfügbarkeit aus CDS- oder CDS-Markit-Sektor-Kurve; bei Retail und KMU aus intern abgeleiteter Ausfallswahrscheinlichkeit), welche um den jeweiligen Besicherungsgrad angepasst wird.

Bei den Fonds der Südwestbank, die nicht zeitnah zu den veröffentlichten Net Asset Values veräußert werden konnten, kommt als nicht direkt beobachtbarer Inputfaktor ein Abschlag zur Anwendung, der dem zu erwartenden Verkaufskurs Rechnung trägt. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge als Differenz des Net Asset Values und dieses Liquiditätsabschlags. Der Ausweis erfolgt unter

Erfolgswirksam verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.

Der beizulegende Zeitwert von zwei nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen.

Bei Immobilienfonds werden die zugrundeliegenden Investitionen mindestens jährlich von einem unabhängigen, vom Fondsmanager beauftragten Gutachter bewertet, der Net Asset Value (NAV) wird mindestens vierteljährlich ermittelt. Der Net Asset Value des Investmentfonds entspricht dem Überschuss des Wertes der Vermögenswerte des Investmentfonds über den Wert seiner Verbindlichkeiten.

Fonds, die in Kreditportfolios investieren, werden von einem unabhängigen externen Experten auf der Grundlage einer DCF-Methode bewertet, die eigene Ausfall- und Vorauszahlungsmodelle verwendet, um die erwarteten Cashflows abzuleiten, die zu einem Marktzinssatz diskontiert werden. Das Modell verwendet Kredit- und Leistungsindikatoren sowie makroökonomische Indikatoren, um die Cashflows für jeden Kreditpool, segmentiert nach Herkunft, Alter, Unterklasse und Laufzeit, zu prognostizieren. Der Fondswert wird auf monatlicher Basis berechnet.

Die Jahresabschlüsse des Fonds werden nach lokalen Vorschriften erstellt. Es erfolgt eine jährliche Prüfung der Fonds durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, um die Richtigkeit der oben genannten Angaben zu gewährleisten.

Für die Bewertung eines signifikanten Teils der Eigenkapitalinstrumente werden die Dividend-Discount-Methode sowie die Discounted-Earnings-Methode verwendet. Ein kleinerer Teil wird auf Basis externer Preisangaben oder des anteiligen Eigenkapitals bewertet.

Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter

Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der IMMO-BANK. Die BAWAG P.S.K. hatte zum 31. Dezember 2019 zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3 in Höhe von 592 Mio. € im Bestand (31. Dezember 2018: 317 Mio. €).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Eigenen Emissionen um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 0,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,8 Mio. €) verbessert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der eigenen Emissionen um 20 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 0,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,8 Mio. €) verschlechtert.

Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 31. Dezember 2019 +1,6 Mio. € (2018: +1,2 Mio. €) und wird als Änderung vom Spread zwischen AT-Bund-Kurve und €-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt +0,4 Mio. € (zum 31. Dezember 2018: +1,3 Mio. €).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,07 Mio. € ergeben (2018: +0,09 Mio. €).

Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 7,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 7,5 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Kredite um 100 Basispunkte vermindert, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 8,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 8,2 Mio. €) verbessert.

Wenn man den Liquiditätsabschlag der Fonds der Südwestbank um 10 Prozentpunkte erhöht, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 1,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 2,0 Mio. €) verschlechtert. Wenn man den Liquiditätsabschlag der Fonds der Südwestbank um 10 Prozentpunkte vermindert, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2019 um 1,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 2,0 Mio. €) verbessert.

Für die Bewertung eines Teils der Eigenkapitalinstrumente sind die wesentlichen Inputparameter der Diskontierungsfaktor, Dividendenerträge bzw. Erträge und auch (möglicherweise) notwendige Kapitalmaßnahmen. Wenn der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte sinkt, würde der beizulegende Zeitwert um 7,0 Mio. € steigen (davon 5,0 Mio. € FVTOCI und 2,0 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 7,0 Mio. €; davon 4,7 Mio. € FVTOCI und 2,3 Mio. € FVTPL); steigt der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte, würde der beizulegende Zeitwert um 5,2 Mio. € sinken (davon 3,7 Mio. € FVTOCI und 1,5 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 5,2 Mio. €; davon 3,5 Mio. € FVTOCI und 1,7 Mio. € FVTPL). Wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% steigt, würde der beizulegende Zeitwert dieses Finanzvermögens um 1,3 Mio. € steigen (davon 1,0 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 1,6 Mio. €; davon 1,3 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL); wenn die Veränderung der Dividendenerträge bzw. Nettogewinne dort wo anwendbar um 20% fällt, würde der beizulegende Zeitwert um 1,2 Mio. € fallen (davon 0,9 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 1,5 Mio. €; davon 1,2 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL).

Ein Teil der Eigenkapitalinstrumente wird auf Basis externer Preisangaben bewertet. Wenn diese Indikationen um 10% niedriger wären, würde der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 9,7 Mio. € fallen (davon 5,1 Mio. € FVTOCI und 4,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 6,7 Mio. €; davon 5,4 Mio. € FVTOCI und 1,3 Mio. € FVTPL). Wären diese Indikationen um 10% höher, würde sich der beizulegende Zeitwert dieses Teils um 9,7 Mio. € erhöhen (davon 5,1 Mio. € FVTOCI und 4,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 6,7 Mio. €; davon 5,4 Mio. € FVTOCI und 1,3 Mio. € FVTPL).

Der kleinste Teil wird auf Basis des anteiligen Eigenkapitals bewertet. Wäre das Eigenkapital um 10% niedriger, würde dies zu einem Rückgang um 0,9 Mio. € (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 1,1 Mio. €; davon 0,8 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL) bzw. bei einem um 10% höheren Eigenkapital zu einem Anstieg um 0,9 Mio. € führen (davon 0,3 Mio. € FVTOCI und 0,6 Mio. € FVTPL) (31. Dezember 2018: um 1,1 Mio. €; davon 0,8 Mio. € FVTOCI und 0,3 Mio. € FVTPL).

Der beizulegende Zeitwert von zwei nicht gehandelten Investmentfonds basiert auf den vom Fondsmanager bereitgestellten Marktpreisnotierungen. Der eine Fonds hat, basierend auf der aktuellen Portfolioallokation, eine erwartete Zinssensitivität von etwa -1,2 Mio. € bei einem Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte und eine Credit-Spread-Sensitivität von -1,4 Mio. € bei einer Ausweitung der Credit Spreads um 100 Basispunkte (und umgekehrt).

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Für den anderen Fonds gilt: wenn der angegebene Marktwert um 10% steigen würde, würde der Konzern einen Gewinn von 10 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen. Wenn der angegebene Marktwert um 10% sinken würde, würde der Konzern einen Verlust von 10 Mio. € in der Gewinn- und Verlustrechnung verbuchen.

32 | Behandlung eines Day 1 gain

IFRS 9.B5.1.2A besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.

Im Fall des Kaufes von drei Kreditportfolien waren die Marktzinssätze zum Transaktionsdatum niedriger als zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen. In allen drei Fällen wollte sich der Verkäufer aus dem entsprechenden Geschäftsfeld zurückziehen. Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegende Zeitwert und daher auch der Day 1 gain weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IFRS 9 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.

Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 profits. Da der Day 1 profit systematisch verteilt wird, ist die BAWAG P.S.K. der Ansicht, dass die regelmäßige Amortisation im Ertrag einem Zinsertrag ähnelt. Aus ökonomischer Sicht erzielt die BAWAG P.S.K. höhere Margen auf die erworbenen Kredite. Demzufolge weist die BAWAG P.S.K. die systematische Amortisation der Day 1 profits unter dem Posten Zinserträge aus.

Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Stand zu Beginn der Periode 55 70
Neue Transaktionen 7
Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden -19 -22
Währungseffekte 0 0
Stand am Ende der Periode 36 55

33 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Forderungen und Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich in nachfolgend dargestellter Höhe. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen erfolgen zu banküblichen Konditionen.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen gegenüber Kunden 28 32
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 28 32
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 69 135
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69 135

Im Jahr 2019 beliefen sich die Zinserträge aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen auf 3 Mio. € (2018: 1 Mio. €), die Zinsaufwendungen auf 3 Mio. € (2018: 1 Mio. €).

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen gegenüber Kunden 37 77
Wertpapiere 24 22
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61 99
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20 21
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20 21

34 I Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Eigentümer der BAWAG P.S.K.

99,6% BAWAG Group AG

0,4% Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH

Die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH steht zu 100% im Eigentum der BAWAG Group AG.

Die Aktien der BAWAG Group AG sind seit dem 25.10.2017 (erster Handelstag) zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Gemäß den der BAWAG Group AG zugegangenen Beteiligungsmeldungen waren per 31.12.2019 an der BAWAG Group AG (i) zu 21,8% Fonds und Accounts, die oder deren Anteile an der BAWAG Group AG Gegenstand eines Vermögensverwaltungsvertrags mit GoldenTree Asset Management LP sind, (ii) zu 5,6% Fonds und Accounts, die Gegenstand eines Vermögensverwaltungsvertrags mit T.Rowe Price Group, Inc. und deren Tochtergesellschaften sind, und (iii) zu 4,9% Fonds und Accounts, die Gegenstand eines Vermögensverwaltungsvertrags mit Wellington Management Group LLP und deren Tochtergesellschaften sind, beteiligt.

Wesentliche nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungen der BAWAG P.S.K.

BAWAG P.S.K. Versicherung AG

Die BAWAG P.S.K. hält indirekt 25% plus 1 Aktie an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien. Die Mehrheit steht im Eigentum des Generali-Konzerns. Die BAWAG P.S.K. Versicherung AG wird in der BAWAG P.S.K. at-equity konsolidiert. Die Geschäftsbeziehungen der BAWAG P.S.K. mit der BAWAG P.S.K. Versicherung AG umfassen Versicherungsprodukte, wobei die Konditionengestaltung marktüblich ist. Zur Absicherung und Regelung der Zusammenarbeit der BAWAG P.S.K. mit der Generali bestehen drittübliche Verträge, z.B. Kooperationsvertrag, Lizenzvertrag, Provisionsvereinbarung usw.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

PSA Payment Services Austria GmbH

Die BAWAG P.S.K. hält 20,82% an der PSA Payment Services Austria GmbH. Die PSA Payment Services Austria steht im Eigentum mehrerer österreichischer Banken und Bankengruppen. Die PSA ist im Service und der Organisation des Bankomatkartenbetriebes tätig und wird in der BAWAG P.S.K. at-equity konsolidiert.

Sonstige Unternehmen

Eine Liste aller nicht konsolidierten Gesellschaften wird unter Note 49 dargestellt.

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen

Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt (Bilanzzahlen per 31. Dezember 2019; Ganzjahres-GuV-Zahlen 2019, daher inklusive mit früheren Eigentümern bis zu ihrer Desinvestition aus der BAWAG Group assoziierte Unternehmen). Seit dem 1. Dezember 2019 gibt es keine Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht (daher auch keinen Beitrag zur Gewinn- und Verlustrechnung aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen):

| 31.12.2019
in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht | Verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | Assoziierte Unternehmen | Joint Ventures | Sonstige Beteiligungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 0 | – | 38 | 1 | 73 | – |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 10 | – | 4 | 22 | 33 | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | – | – | 24 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 39 | – | 6 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 592 | – | 5 | 90 | 1 | 0 |
| AT1-Kapital | 297 | – | – | – | – | – |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 15 | – | – | 0 | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | – | – | 1 | – |
| Zinserträge¹) | – | 32,7 | 0,9 | 0,3 | 0,2 | – |
| Zinsaufwendungen | 7,9 | 5,1 | 0,0 | 1,5 | 0,0 | 0,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 8,2 | 0,0 | 0,0 |

¹) Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 31.12.2018
in Mio. € | Mutterunternehmen | Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht | Verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | Assoziierte Unternehmen | Joint Ventures | Sonstige Beteiligungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 0 | 957 | 35 | 1 | 77 | – |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | – | 294 | 4 | 1 | 33 | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | 35 | – | 22 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 7 | – | 5 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 127 | 0 | 9 | 99 | 1 | 0 |
| AT1-Kapital | 298 | – | – | – | – | – |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | 0 | – | – | 1 | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | 0 | – | 1 | – |
| Zinserträge¹) | 0,1 | 25,8 | 0,7 | 0,3 | 0,3 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,2 | 6,8 | 0,1 | 1,5 | 0,0 | 0,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 9,6 | 0,0 | 0,0 |

¹) Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.

Der Beratungsaufwand gegenüber Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht, betrug im Geschäftsjahr 2019 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €).

Bei einem Kredit aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen wurde in 2019 eine Wertberichtigung in Höhe von 4 Mio. € erfasst.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Angaben zu natürlichen Personen

Key Management

Unter Key Management sind in der BAWAG P.S.K. die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der BAWAG P.S.K. AG zu verstehen. Die gesamten Personalaufwendungen für das Key Management betragen 19,4 Mio. € (2018: 26,6 Mio. €).

Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands der BAWAG P.S.K. AG (inklusive abgegrenzten und noch nicht ausbezahlten Bonus und Einzahlungen in die Pensionskasse) betrug im abgelaufenen Jahr 18,1 Mio. € (2018: 25,4 Mio. €). Davon entfielen 14,9 Mio. € auf kurzfristige Vergütungen, 0,0 Mio. € auf langfristige Bonusvergütungen und 3,2 Mio. € auf Einzahlungen in die Pensionskasse. (2018: 15,6 Mio. € kurzfristige Vergütungen, 6,6 Mio. € langfristige Bonusvergütungen und 3,2 Mio. € Einzahlungen in die Pensionskasse). Der Aufwand für die Bezüge von ehemaligen Vorstandsmitgliedern betrug im abgelaufenen Jahr 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €).

Zum 31. Dezember 2019 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionskasse vorsehen.

Für das Jahr 2019 wurden keine Bonuszahlungen für den Vorstand vorgesehen und erfasst (2018: 6,6 Mio. €). Der Vorstand hat auf Bonuszahlungen für 2019 verzichtet, um dem aktuellen makroökonomischen Umfeld Rechnung zu tragen und die laufende Transformation der Gruppe zu beschleunigen. Unter Beachtung der regulatorischen Rahmenbedingungen wurde in 2017 unter anderem für den Vorstand ein langfristiges Incentivierungsprogramm, das zu 50% in Aktien und zu 50% in Phantomaktien oder optional zu 100% in Aktien der BAWAG Group AG erfüllt wird und an den langfristigen Unternehmenserfolg geknüpft ist, implementiert.

Zum Bilanzstichtag haftet ein Kredit in Höhe von 2,0 Mio. € an ein Mitglied des Vorstands aus (2018: 0,1 Mio. €). Zusätzlich bestehen mit 1,0 Mio. € ausgenützte Kreditrahmen in Höhe von 3,4 Mio. € (2018: ein mit 0,2 Mio. € ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 0,8 Mio. €). Die Summe der Kredite, Bauspardarlehen bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.

Zusätzlich besteht zum Bilanzstichtag kein ausgenütztes Limit auf den Girokonten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (2018: 0,0 Mio. €). Die Summe der Dezemberumsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierter Kreditkarten, die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, beträgt 2019 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats beträgt 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €).

Die Aufsichtsratsvergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates der BAWAG P.S.K. AG beliefen sich im Jahr 2019 auf 1,2 Mio. € (2018: 1,2 Mio. €). Die vom Betriebsrat delegierten Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine weitere Vergütung.

In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 gab es keine Aufwendungen für Beratungsleistungen.

An Pensionen wurden an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 1,5 Mio. € (2018: 1,5 Mio. €) ausbezahlt.

Aufwendungen für Abfertigungen beliefen sich für ehemalige Vorstandsmitglieder auf 0,0 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €).

Langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP)

Die BAWAG P.S.K. hat ein langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP) für Mitarbeiter der obersten Führungsebene eingeführt. Durch LTIP sollen die Interessen der Begünstigten eng mit jenen der Eigentümer verbunden werden. Dies soll erreicht werden, indem der Bonus und Teile der Beratungsentgelte in Form von Aktien der BAWAG Group AG gewährt wird. Die Übertragung der Aktien an die Begünstigten hängt dabei von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ab. LTIP stellte zu Beginn eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich nur in Eigenkapitalinstrumenten dar und wird in Übereinstimmung mit IFRS 2 bilanziert.

Die Anzahl der Aktien wurde Anfang 2018 von der BAWAG Group AG festgelegt und basiert auf der Einschätzung der individuellen Leistungen im Jahr 2017 (und den Vorjahren).

Der Rechtsanspruch der einzelnen Begünstigten hängt für 75% der Aktien von der Erreichung eines Leistungsziels ab, welches auf dem durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie (pre-tax EPS) im Zeitraum 2018 bis 2020 basiert.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die Beurteilung erfolgt zu Beginn des Jahres 2021. Abhängig vom erreichten durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie der BAWAG Group AG werden zwischen 0% und 100% dieser Aktien tatsächlich zugeteilt („Teil 1“). Der Rechtsanspruch für Teil 1 hängt nur vom erreichten Ergebnis vor Steuern je Aktie ab, zusätzliche Dienstbedingungen bestehen nicht.

25% der Aktien jedes Begünstigten sind an eine Dienstzeitbedingung gebunden („Teil 2“): der Rechtsanspruch auf diese Aktien kann in 2022 und 2023 nur entstehen, wenn der Begünstigte bis zum 31. März 2021 durchgehend im Konzern beschäftigt ist. Die Ansprüche verfallen, wenn der Begünstigte sein Beschäftigungsverhältnis vor dem 31. März 2021 beendet oder dieses vor einem Zuteilungsstichtag beendet wird. Basierend auf den Anforderungen des österreichischen Arbeitsrechts, erhält ein Begünstiger eine anteilige Zuteilung der nicht zugeteilten Teile des LTIP, sofern der Begünstigte ohne seinem Verschulden ausscheidet.

Nach Ablauf des regulatorischen Aufschubs (dies umfasst auch Beschränkungen bei Dividendenzahlungen) ist eine Sperrfrist von einem Jahr vorgesehen. Für Mitglieder des Vorstands besteht für 50% der Aktien eine Sperrfrist bis zum Ende ihres Mandats.

Nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen erhalten die Begünstigten des LTIP die Aktien der BAWAG Group AG, ohne hierfür eine weitere Zahlung leisten zu müssen.

Der Aufsichtsrat der BAWAG Group hat am 29. April 2019 beschlossen, das LTIP-Programm zu modifizieren. Die

bisherige Regelung sah eine gänzliche Erfüllung der Ansprüche in Aktien vor. Gemäß der neuen Regelung werden 50% der Bonuszuteilung weiterhin in Aktien gewährt, während die Begünstigten bei 50% der Bonuszuteilung zwischen der Auszahlung der Vergütung in bar oder der Zuteilung von Aktien wählen können. Die Barzahlung richtet sich nach dem Marktwert der Aktien der BAWAG Group (Phantomaktien). Die Ausübungs- und Marktbedingungen bleiben unverändert.

Da 50% der Zuteilungen nun eine alternative Barzahlung enthalten, qualifizieren sich diese 50% als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich. Dementsprechend hat die BAWAG Group zum Zeitpunkt der Änderung eine Verbindlichkeit zur Begleichung in bar ausgewiesen. Deren Wert entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Aktien zum Zeitpunkt der Modifikation für bereits erbrachte Leistungen. Der erstmalige Ansatz dieser Verbindlichkeit erfolgte erfolgsneutral, was zu einer Reduzierung der Kapitalrücklage in Höhe von 10,0 Mio. € führte.

Das Programm umfasst auch die Möglichkeit einer Netto-Abrechnung, welche die BAWAG P.S.K. berechtigt, jene Anzahl an Aktien zurückzubehalten, die erforderlich ist, um eine entstehende Steuerschuld zu begleichen. Das Recht besteht nicht, wenn der Begünstigte den erforderlichen Betrag an den Arbeitgeber zahlt. Die folgenden Aktien wurden 2018 zugeteilt. In 2019 erfolgten keine weiteren Zuteilungen:

Anzahl der Aktien Beizulegender Zeitwert in Millionen € Beizulegender Zeitwert je Aktie per 31.12.2019
Gewährt zum Stichtag 31.12.2019 425.810 17,3 40,60
Davon im Rahmen von Teil 1 des LTIP-Programms zugeteilt 319.357 13,0 40,60

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der zugeteilten Aktien je Gruppe von Begünstigten:

Begünstigte Anzahl der Aktien, die im Rahmen von Teil 1 des LTIP-Programms gewährt wurden Anzahl der Aktien, die im Rahmen von Teil 2 des LTIP-Programms gewährt wurden Maximale Anzahl an Aktien, die tatsächlich zugeteilt werden Minimale Anzahl an Aktien, die tatsächlich zugeteilt werden Anzahl der Aktien, die zum Zeitpunkt der Gewährung tatsächlich zugeteilt werden
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften 319.357 106.453 425.810
Summe 319.357 106.453 425.810

Bewertung

Die BAWAG P.S.K. verwendet den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, um den Wert der von den Mitarbeitern erhaltenen Leistungen zu bestimmen.

Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt basiert auf beobachtbaren Marktpreisen der BAWAG Group AG-Aktie. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden keine Anpassungen für erwartete Dividenden und Dividendenbeschränkungen vorgenommen.

Für Teil 1 des LTIP-Programms wurden Markt- und Nichtausübungsbedingungen durch die Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass die geplanten Ergebnisse je Aktie erreicht werden, berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit 100% angenommen.

Dienstbedingungen, wie sie in Teil 2 des LTIP-Programms vereinbart wurden, werden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Gewährungszeitpunkt nicht berücksichtigt. Diese werden durch Anpassung der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die in die Bewertung der Transaktion einfließen, berücksichtigt. Die BAWAG erwartet, dass alle Begünstigten die Dienstbedingungen erfüllen werden.

Bilanzierung von Annulierungen

Wird ein durch Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllender Anspruch während des Erdienungszeitraums annuliert oder abgerechnet, wird die Annulierung oder Abrechnung als vorgezogene Ausübungsmöglichkeit bilanziert. Der Betrag, der andernfalls für den verbleibenden Erdienungszeitraum erfasst worden wäre, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Jede Zahlung, die an den Mitarbeiter bei der Annullierung oder Abrechnung der Ansprüche geleistet wird, wird als Abzug vom Eigenkapital verbucht.

Übersteigt die Zahlung den zum Beendigungszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, wird der übersteigende Betrag als Aufwand erfasst.

Werden Teile des modifizierten Teils des LTIP (anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich) während der Vesting-Periode annuliert oder abgerechnet, wird die Stornierung oder Erfüllung ebenfalls als vorgezogene Ausübungsmöglichkeit bilanziert und der Betrag, der andernfalls über den verbleibenden Erdienungszeitraum erfasst worden wäre, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die Verbindlichkeit wird in weiterer Folge zum aktuellen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aller Effekte aus Annulierungen und Abrechnungen neu über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet.

Im Jahresabschluss erfasste Beträge

Die Leistungen, die für eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erbracht werden, werden im Zeitraum der Leistungserbringung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zeitgleich kommt es zu einer Erhöhung im Eigenkapital.

Für den modifizierten Teil des LTIP-Programms (der nun eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich darstellt) wird der beizulegende Zeitwert der gewährten Aktien weiterhin als aktienbasierter Vergütungsaufwand erfasst, als ob keine Änderung stattgefunden hätte. Der Aufwand wird teilweise der Verbindlichkeit und teilweise dem Eigenkapital zugeordnet. Der der Verbindlichkeit zugeordnete Betrag entspricht dem jährlichen Anteil des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeit zum Zeitpunkt der Änderung, ohne Berücksichtigung späterer Wertänderungen der Verbindlichkeit. Der übersteigende Betrag wird dem Eigenkapital gutgeschrieben. In einem zweiten Schritt wird die Verbindlichkeit auf der Grundlage des aktuellen


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Aktienkurses der gewährten Instrumente neu bewertet, wobei alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden.

Mit der Gewährung von Teil 1 des LTIP-Programms ist keine weitere Leistungsbedingung verbunden und die Aufwendungen werden dementsprechend sofort erfasst.

Für Teil 2 werden die Aufwendungen linear verteilt während des Erdienungszeitraums unter Anwendung der

modifizierten Grant-Date-Methode erfasst. Diese Methode sieht eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt vor, wobei eine fortlaufende Anpassung für Instrumente, die nicht tatsächlich zugeteilt werden, erfolgt. Im Jahresabschluss wurden anteilige Aufwendungen für Teil 2 des LTIP-Programms erfasst, da dieser Teil den Leistungsperioden 2018 bis 2021 zuzuordnen ist.

Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Periode erfasst:

in Mio. € 2019 2018
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 1,4 1,4
Davon betreffend
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften 1,4 1,4
in Mio. € 2019 2018
--- --- ---
Aufwendungen/Erträge aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich -2,0 -
Davon betreffend
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften -2,0 -

Annual Bonus Program

Annual Bonus Awards werden ausgewählten Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands gewährt. Der Bonus dieser Gruppe orientiert sich am jährlichen Ergebnis und an definierten externen Zielgrößen. Sofern der individuelle Bonus eine bestimmte Grenze überschreitet, werden 50% (Vorjahr: 50%) des Bonus in bar ausbezahlt und 50% (Vorjahr: 50%) in Form von Aktien der BAWAG Group AG (bis 2018) bzw. Phantomaktien (ab 2019) vergütet. Aktien, die den Begünstigten tatsächlich zugeteilt werden, stellen eine aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (bis 2018) bzw. mit Ausgleich in bar (ab 2019) dar. Die Aktien der BAWAG Group AG wurden dazu von der BAWAG Group AG an der Wiener Börse erworben. Im Jahr 2019 wurden für die 2018 erbrachten Leistungen keine Aktien der BAWAG Group AG an Mitarbeiter im Konzern gewährt (2018: 55.025 Aktien für die 2017 erbrachten Leistungen). Von den in 2018 gewährten Aktien wurden bereits in 2018 22.600 Aktien mit einem Ankaufswert von 0,9 Mio.

€ an den Treuhänder der Mitarbeiter übertragen. In 2019 wurden keine Aktien an den Treuhänder übertragen.

Der Aktienbonus für Leistungen des Jahres 2019 wurde formal nicht an die ausgewählten Mitarbeiter kommuniziert. Alle erwarteten Bonuszuteilungen für diese Mitarbeiter, die für im Jahr 2019 erbrachte Leistungen gewährt werden, wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 durch Erfassung einer Rückstellung berücksichtigt.

Mitarbeiterbeteiligung

Im Jahr 2018 wurde ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beschlossen. Im Rahmen dieses Programms erhielten alle Mitarbeiter der BAWAG Gruppe in Österreich, die nicht am LTIP teilnahmen, 23 Aktien der BAWAG Group AG. Insgesamt wurden 57.270 Aktien mit einem Ankaufswert von 2,2 Mio. € an die Mitarbeiter der BAWAG Group übertragen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen

Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen

dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchen- und konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.

Key Management des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens Sonstige nahestehende Personen Key Management des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens Sonstige nahestehende Personen
in Mio. € 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
Giroeinlagen 4 4 6 4
Spareinlagen 0 3 0 5
Ausleihungen 3 6 0 6
Bauspareinlagen 0
Leasing 0 0
Wertpapiere 0 0 0 0
Zinserträge 0,0 0,1 0,0 0,1
Zinsaufwendungen 0,0 0,0 0,0 0,0

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

35 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio

Erwerb der Zahnärztekasse AG

Am 1. März 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. 99,632% der Aktien der Zahnärztekasse AG.

Die Zahnärztekasse AG, die ihren Sitz in Wädenswil, Schweiz, hat, ist auf Factoring-Dienstleistungen exklusiv für Zahnärzte fokussiert. Die solide Marktposition und die Expertise machen die Zahnärztekasse AG zu einem attraktiven Partner, um das Standbein und den Kundenstock der BAWAG P.S.K. in der Schweiz zu erweitern.

Die Zahnärztekasse AG ist ein Finanzdienstleister im Gesundheitswesen und hat sich mit ca. 900 Zahnarztpraxen als Kunden zum Marktführer im Schweizer Dental-Factoring-Segment entwickelt. Die maßgeschneiderten und modular aufgebauten Services in Kombination mit einer effizienten IT-Infrastruktur entlasten die Ärzteams von administrativen Aufgaben und sichern deren Liquidität. Gemeinsam mit der ebenfalls neu erworbenen Health Coevo AG ergänzen die Gesellschaften das Geschäftsmodell der BAWAG P.S.K. und bieten dabei gleichzeitig die Möglichkeit, im Retail- und KMU-Geschäft in Deutschland zu wachsen sowie in die Schweiz zu expandieren.

Der anfängliche Kaufpreis für die Zahnärztekasse AG lautete auf einen festen Betrag von 49,3 Mio. €. Die BAWAG P.S.K. war in der Lage, einige Minderheitsanteile zu erwerben, und hält nun 99,99% am ausstehenden Aktenkapital.

Zusammen mit dem Erwerb der EOS Health Honorarmanagement AG (mit 1. Juli 2019 umbenannt in Health Coevo AG) sind im Konzern mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 0,6 Mio. € für Beratungskosten entstanden. Diese Kosten sind im Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.

Der zum Erwerbszeitpunkt angesetzte Betrag des nicht beherrschenden Anteils beträgt 0,1 Mio. €.

Der Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb ist vorwiegend dem Unternehmen und seiner Stellung als Marktführer im Dentalfactoring in der Schweiz zurechenbar sowie der Möglichkeit, in die Schweiz zu expandieren.

In der nachstehenden Tabelle sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:

in Mio. € 2019
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 50
Kunden 41
Kreditinstitute 9
Sachanlagen 5
Software und andere immaterielle Vermögensgegenstände 12
Sonstige Vermögenswerte 1
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 26
Kunden 26
Rückstellungen 3
Steuerschulden für laufende Steuern 1
Steuerschulden für latente Steuern 2
Sonstige Verbindlichkeiten 7
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 30
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 50
Firmenwert 20

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Folgende Bewertungsmethoden wurden für die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes der wesentlichen Vermögenswerte verwendet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die BAWAG P.S.K. hat Kundenstöcke und Marke als separat identifizierbare immaterielle Vermögenswerte angesetzt.

Die Bewertung wurde mit Unterstützung eines externen Beraters unter Verwendung marktüblicher Modelle durchgeführt. Kundenstöcke wurden mittels einer Multi Period Excess Earnings Method (MPEEM) bewertet. Die Bewertung der Marke Zahnärztekasse AG basiert auf einem Brand Equity Approach. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Annahmen dar:

Kundenstock Marke
Bewertungsmethode MPEEM Brand equity approach
Erträge/Aufwendungen Abgeleitet aus den Schätzungen der Unternehmensplanung der BAWAG P.S.K.unter Berücksichtigung von am Markt beobachtbaren Parametern
Laufzeit 9 Jahre unendlich
Kapitalkosten 9,02% 10,29%
Beizulegender Zeitwert 5,4 Mio. € 5,9 Mio. €

Finanzielle Vermögenswerte

Für Finanzinstrumente werden gruppenweit etablierte Bewertungsmethoden und Standards angewendet. In Abhängigkeit von den für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zur Verfügung stehenden Informationen werden unterschiedliche Ansätze gewählt.

Bei Finanzinstrumenten, bei denen der beizulegende Zeitwert nicht direkt anhand beobachtbarer Informationen (Level 3) ermittelt werden kann, wird ein Discounted-Cashflow-Modell verwendet. Die Bewertung basiert auf erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung dieser erwarteten Cashflows werden unterschiedliche Parameter verwendet, die entweder aus Marktdaten oder aus internen Informationen des erworbenen Unternehmens abgeleitet werden können (z. B. erwartete Ausfallsraten im Kreditportfolio). Die Diskontierungszinssätze, die für die Bewertungen zur Anwendung kommen, setzen sich aus einer risikolosen Zinskurve, Refinanzierungskosten, kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlagen und Kapitalkosten zusammen. Zusätzlich wird eine residuale Komponente ermittelt, um die angewandten Diskontierungszinssätze auf aktuelle, am Markt beobachtete Transaktionen zu kalibrieren (z. B. Neugeschäftsmargen, die die aktuellen Fair-Value-Spreads widerspiegeln).

Da die Factoring-Forderungen kurzfristiger Natur sind (durchschnittliche Laufzeit beträgt 45 Tage), haben Zins- oder Kreditrisikoaufschläge keine wesentlichen Auswirkungen auf den Fair Value im Vergleich zu den Anschaffungskosten ergeben. Daher entsprechen die erworbenen finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kunden in Höhe von 41 Mio. € den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Zusätzlich wurden finanzielle Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 9 Mio. € erworben. Die Bruttobeträge der vertraglichen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich auf 51 Mio. €, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows auf 1 Mio. €.

Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 30. Dezember 2019 trug die Zahnärztekasse AG mit operativen Kernerträgen (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 10,5 Mio. € und einem Gewinn von 2,5 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden, hätte der erworbene Unternehmensteil nach Schätzung des Managements 12,6 Mio. € zu den operativen Kernerträgen und 3,1 Mio. € zum Konzerngewinn beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der Annahme, dass die vorläufig bewerteten Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen wären, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden hätte.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Erwerb der EOS Health Honorarmanagement AG

Am 1. Mai 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. 100% der Aktien der EOS Health Honorarmanagement AG. Mit 1. Juli 2019 wurde die EOS Health Honorarmanagement AG in Health Coevo AG umbenannt.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Hamburg mit einer Niederlassung in Berlin. Die Health Coevo AG ist Anbieter von Finanz- und IT-Dienstleistungen für den Gesundheitsmarkt. Mit mehr als 2.000 Kunden zählt das Unternehmen zu den Marktführern im deutschen Zahnarzt-Factoring. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich das Unternehmen von einem Factoring-Startup zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt, das Finanz- und Technologiedienstleistungen anbietet. Gemeinsam mit der Zahnärztekasse

AG ergänzen die Gesellschaften das Geschäftsmodell der BAWAG P.S.K. und bieten dabei gleichzeitig die Möglichkeit, im Retail- und KMU-Geschäft in Deutschland zu wachsen sowie in die Schweiz zu expandieren.

Der Kaufpreis für die Health Coevo AG betrug 24,8 Mio. €.

Der Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb ist vorwiegend dem Unternehmen und seiner Stellung als Marktführer im Dentalfactoring zurechenbar sowie der Möglichkeit, im Retail- und KMU-Geschäft in Deutschland zu wachsen.

In der nachstehenden Tabelle sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:

in Mio. € 2019
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 114
Kunden 107
Kreditinstitute 7
Sachanlagen 5
Software und andere immaterielle Vermögensgegenstände 8
Sonstige Vermögenswerte 2
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 108
Kunden 13
Sonstige 95
Rückstellungen 1
Steuerschulden für latente Steuern 2
Sonstige Verbindlichkeiten 9
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 10
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 25
Firmenwert 15

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Folgende Bewertungsmethoden wurden für die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes der wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die BAWAG P.S.K. hat Kundenstöcke und Marke als separat identifizierbare immaterielle Vermögenswerte angesetzt.

Die Bewertung wurde mit Unterstützung eines externen Beraters unter Verwendung marktüblicher Modelle durchgeführt. Kundenstöcke wurden mittels einer Multi Period Excess Earnings Method (MPEEM) bewertet. Die Bewertung der Marke Health Coevo AG basiert auf einem Brand Equity Approach. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Annahmen dar:

Kundenstock Marke
Bewertungsmethode MPEEM Brand equity approach
Erträge/Aufwendungen Abgeleitet aus den Schätzungen der Unternehmensplanung der BAWAG P.S.K. unter Berücksichtigung von am Markt beobachtbaren Parametern
Laufzeit 8 Jahre unendlich
Kapitalkosten 9,16% 10,44%
Beizulegender Zeitwert 2,1 Mio. € 2,3 Mio. €

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Für Finanzinstrumente werden gruppenweit etablierte Bewertungsmethoden und Standards angewendet. In Abhängigkeit von den für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zur Verfügung stehenden Informationen werden unterschiedliche Ansätze gewählt.

Bei Finanzinstrumenten, bei denen der beizulegende Zeitwert nicht direkt anhand beobachtbarer Informationen (Level 3) ermittelt werden kann, wird ein Discounted-Cashflow-Modell verwendet. Die Bewertung basiert auf erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung dieser erwarteten Cashflows werden unterschiedliche Parameter verwendet, die entweder aus Marktdaten oder aus internen Informationen des erworbenen Unternehmens abgeleitet werden können (z. B. erwartete Ausfallsraten im Kreditportfolio). Die Diskontierungszinssätze, die für die Bewertungen zur Anwendung kommen, setzen sich aus einer risikolosen Zinskurve, Refinanzierungskosten, kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlagen und Kapitalkosten zusammen. Zusätzlich wird eine residuale Komponente ermittelt, um die angewandten Diskontierungszinssätze auf aktuelle, am Markt beobachtete Transaktionen zu kalibrieren (z. B. Neugeschäftsmargen, die die aktuellen Fair-Value-Spreads widerspiegeln).

Da die Factoring-Forderungen kurzfristiger Natur sind (durchschnittliche Laufzeit beträgt 38 Tage), haben Zins- oder Kreditrisikoaufschläge keine wesentlichen Auswirkungen auf den Fair Value im Vergleich zu den Anschaffungskosten ergeben. Daher entsprechen die erworbenen finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kunden in Höhe von 107 Mio. € den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Zusätzlich wurden finanzielle Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7 Mio. € erworben. Die Bruttobeträge der vertraglichen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich auf 116 Mio. €, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows auf 2 Mio. €.

Verbindlichkeiten zur Refinanzierung der Gesellschaft gegenüber ihrem ehemaligen Eigentümer wurden kurz nach dem Closing vorzeitig getilgt und daher mit dem Rückzahlungspreis bewertet.

Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2019 trug die Health Coevo AG mit operativen Kernerträgen (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 15,9 Mio. € und einem Verlust von 2,3 Mio. € (aufgrund von Einmaleffekten aus der Integration in die Gruppe) zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden, hätte der erworbene Unternehmensteil nach Schätzung des Managements 23,9 Mio. € zu den operativen Kernerträgen und einen Verlust von 1,9 Mio. € zum Konzernergebnis beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Annahme, dass die vorläufig bewerteten Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen waren, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden hätte.

Erwerb der BFL Leasing GmbH

Am 2. Mai 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. 100% der Anteile der BFL Leasing GmbH.

Die BFL Leasing GmbH mit Hauptsitz in Eschborn bei Frankfurt ist ein spezialisierter Finanzierungsanbieter, der Leasing-Dienstleistungen und -Produkte für Technologie und Equipment anbietet. Mit ihren Vertriebspartnern bietet die BFL Leasing GmbH Finanzierungslösungen für Hard- und Software, Projekte inklusive Software, Lizenzen und Dienstleistungen im IT-Bereich, Bürotechnik und Informations- und Kommunikationstechnologie an. Das Unternehmen ergänzt das Geschäftsmodell der BAWAG P.S.K. durch ein einzigartiges Vertriebsmodell und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, im Leasinggeschäft in Deutschland zu wachsen.

Der Kaufpreis für die BFL Leasing GmbH betrug 44,8 Mio. € in Form von Zahlungsmitteln. Mit dem Erwerb der BFL Leasing GmbH sind im Konzern mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 1,6 Mio. € für Beratungs- und sonstige Kosten entstanden. Diese Kosten sind im Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ erfasst.

Der Erwerb ergibt aufgrund der Bestimmungen des IFRS 3 einen errechneten passiven Unterschiedsbetrag, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ erfasst wurde. Der passive Unterschiedsbetrag beinhaltet im Wesentlichen Gewinne, welche die BFL Leasing GmbH seit Jänner 2019 erwirtschaftet hat, da der Kaufpreis auf Basis der Finanzdaten aus 2018 vereinbart wurde.

In der nachstehenden Tabelle sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:

in Mio. € 2019
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 521
Kunden 520
Kreditinstitute 1
Software und andere immaterielle Vermögensgegenstände 3
Gesetzliche Steueransprüche 1
Latente Steueransprüche 3
Sonstige Vermögenswerte 11
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 472
Kunden 1
Kreditinstitute 471
Rückstellungen 1
Sonstige Verbindlichkeiten 20
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 46
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 45
Errechneter passiver Unterschiedsbetrag^{1)} 1

1) Erfasst in den Sonstigen betrieblichen Erträgen.

Folgende Bewertungsmethoden wurden für die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes der wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verwendet:


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die BAWAG P.S.K. hat Vertriebspartnerbeziehungen und Marke als separat identifizierbare immaterielle Vermögenswerte angesetzt. Die Bewertung wurde mit Unterstützung eines externen Beraters unter Verwendung marktüblicher Modelle durchgeführt. Vertriebspartnerbeziehungen wurden mittels einer Multi Period Excess Earnings Method (MPEEM) bewertet. Die Bewertung der Marke BFL Leasing GmbH basiert auf einem Brand Equity Approach. Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Annahmen dar:

Vertriebspartner Marke
Bewertungsmethode MPEEM Brand equity approach
Erträge/Aufwendungen Abgeleitet aus den Schätzungen der Unternehmensplanung der BAWAG P.S.K. unter Berücksichtigung von am Markt beobachtbaren Parametern
Laufzeit 10 Jahre unendlich
Kapitalkosten 9,41% 10,45%
Beizulegender Zeitwert 3,2 Mio. € 0,2 Mio. €

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Für Finanzinstrumente werden gruppenweit etablierte Bewertungsmethoden und Standards angewendet. In Abhängigkeit von den für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zur Verfügung stehenden Informationen werden unterschiedliche Ansätze gewählt.

Bei Finanzinstrumenten, bei denen der beizulegende Zeitwert nicht direkt anhand beobachtbarer Informationen (Level 3) ermittelt werden kann, wird ein Discounted-Cashflow-Modell verwendet. Die Bewertung basiert auf erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung dieser erwarteten Cashflows werden unterschiedliche Parameter verwendet, die entweder aus Marktdaten oder aus internen Informationen des erworbenen Unternehmens abgeleitet werden können (z. B. erwartete Ausfallsraten im Kreditportfolio). Die Diskontierungszinssätze, die für die Bewertungen zur Anwendung kommen, setzen sich aus einer risikolosen Zinskurve, Refinanzierungskosten, kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlägen und Kapitalkosten zusammen. Zusätzlich wird eine residuale Komponente ermittelt, um die angewandten Diskontierungszinssätze auf aktuelle, am Markt beobachtete Transaktionen zu kalibrieren (z. B. Neugeschäftsmargen, die die aktuellen Fair-Value-Spreads widerspiegeln).

Die erworbenen finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kunden in Höhe von 520 Mio. € entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Zusätzlich wurden

finanzielle Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 Mio. € erworben. Die Bruttobeträge der vertraglichen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich auf 525 Mio. €, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows auf 4 Mio. €. Aufgrund der Art des Geschäfts haben Zins- und Kreditrisikoaufschläge nur unwesentliche Auswirkungen auf den Fair Value im Vergleich zu den Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten zur Refinanzierung der Gesellschaft gegenüber ihrem ehemaligen Eigentümer wurden kurz nach dem Closing vorzeitig getilgt und daher mit dem Rückzahlungspreis bewertet.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Vorsorgen für erwartete Leistungen aus dem im Jahr 2018 abgeschlossenen Sozialplan in Höhe von 6 Mio. € ausgewiesen.

Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2019 trug die BFL Leasing GmbH mit operativen Kernerträgen (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 14,9 Mio. € und einem Gewinn von 0,5 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden, hätte der erworbene Unternehmensteil nach Schätzung des Managements 22,4 Mio. € zu den operativen Kernerträgen und 2,9 Mio. € zum Konzerngewinn beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der Annahme, dass die vorläufig bewerteten Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

wurden, die gleichen gewesen waren, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2019 stattgefunden hatte.

36 | Erwerb der LSREF3-Tiger-Gesellschaften und der Promontoria Holding 136 B.V.

Im zweiten Quartal 2019 erwarb die BAWAG im Rahmen eines Share Deals LSREF3 Tiger Aberdeen S.à r.l., LSREF3 Tiger Falkirk I S.à r.l., LSREF3 Tiger Gloucester S.à r.l., LSREF3 Tiger Romford S.à r.l. und LSREF3 Tiger Southampton S.à r.l. Die LSREF3-Tiger-Gesellschaften sind Immobiliengesellschaften mit Sitz in Luxemburg und besitzen jeweils eine Immobilie in Großbritannien. Vor dem Erwerb war die BAWAG P.S.K. Mezzanine Kapitalgeber.

Im vierten Quartal 2019 erwarb die BAWAG im Rahmen eines Share Deals die Promontoria Holding 136 B.V. Die Gesellschaft mit Sitz in Amsterdam besitzt eine Immobilie in Großbritannien.

Da es sich bei den erworbenen Gesellschaften nicht um einen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 handelt, kommen die Vorschriften zu Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 nicht zur Anwendung. Die Anschaffungskosten der BAWAG Group werden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden auf Grundlage ihrer beizulegenden Zeitwerte zugeordnet. Die Transaktionen führen zu keinem aktiven als auch passiven Unterschiedsbetrag.

37 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 206 303
Sicherstellung zugunsten der Europäischen Investitionsbank 91 121
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 21 23
Deckungsstock für fundierte Anleihen 5.623 2.594
Sicherheiten für RMBS 346 403
Sicherheiten für Tenderfazilitäten 1.034 3.018
Barsicherheiten für Derivatgeschäfte 68 34
Sonstige Sicherstellungen 212 73
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 7.601 6.569

Der Konzern verpfändet Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften. Diese Geschäfte werden in der Regel zu handelsüblichen, in Standardverträgen für durch Wertpapiere unterlegte Leihegeschäfte festgelegten Bedingungen ausgeführt. Zusätzlich verpfändet der Konzern Vermögenswerte als Sicherheitsleistungen für Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften. Weiters werden im Rahmen von Exportfinanzierungen Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG abgetreten.

Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben (§ 68 BWG).

Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Für Refinanzierungen bei der Europäischen Investitionsbank wurden ebenfalls entsprechende Sicherheiten gestellt.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

38 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden

Den in der Vorabelle angeführten Sicherheiten stehen folgende Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Durch abgetretene Forderungen besicherte Verbindlichkeiten zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 180 247
Verbindlichkeiten Refinanzierung Europäische Investitionsbank 53 61
Mündelgeldspareinlagen 18 19
Durch Deckungsstock für fundierte Anleihen besicherte Verbindlichkeiten 2.747 2.251
RMBS 260 324
Tenderfazilitäten 792 2.336
Negative Marktwerte von Derivaten 60 37
Sonstige Sicherstellungen 133 51
Gesamtbetrag besicherter Schulden 4.243 5.326

39 | Echte Pensionsgeschäfte

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Pensionsnehmer – Forderungen Kreditinstitute - -
Pensionsgeber – Verbindlichkeiten Kreditinstitute 729 150
Pensionsgeschäfte 729 150

40 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Buchwert der übertragenen Vermögenswerte^{1)} 782 153
Buchwert der dazugehörigen Verbindlichkeiten 729 150

1) Bei den übertragenen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um Schuldschreibungen.

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte betreffen echte Pensionsgeschäfte. Durch die weitere Eigentümerschaft ist die BAWAG P.S.K. hinsichtlich der übertragenen Wertpapiere weiterhin dem Kurs-,

Zins-, Währungs- und Kreditrisiko ausgesetzt. Die übertragenen Vermögenswerte sind für den Verkauf gesperrt und werden bei der Liquiditätsberechnung nicht berücksichtigt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

41 | Nachrangige Vermögensgegenstände

In den Aktivposten der Bilanz sind folgende nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 60 74
Im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet 126 145
Nachrangige Vermögensgegenstände 186 219

42 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die BAWAG P.S.K. schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Derivategeschäfte ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel wenn ein Kreditereignis wie ein Verzug eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung wird ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.

Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass die BAWAG P.S.K. zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei

Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist.

Repo- und Reverse-Repo-Transaktionen unterliegen Globalnettingvereinbarungen, deren Saldierungsbedingungen ähnlich denen in ISDA Master Netting Agreements sind.

Die nachfolgenden Tabellen beinhalten finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die

  • in der Bilanz der BAWAG P.S.K. saldiert werden oder
  • durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, unabhängig davon, ob sie in der Bilanz saldiert werden.

149


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Finanzielle Vermögenswerte

| 31.12.2019
in Mio. € | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der
Bilanz, die
saldiert wurden | Nettobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanz-instrumente | Erhaltene
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 353 | – | 353 | 12 | 244 | 97 |
| Sicherungsderivate | 397 | – | 397 | 78 | 313 | 6 |
| Kredite und Forderungen an
Kunden | 380 | 316 | 64 | – | – | 64 |
| Summe | 1.130 | 316 | 814 | 90 | 557 | 167 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der
Bilanz, die
saldiert wurden | Nettobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanz-instrumente | Erhaltene
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 351 | – | 351 | 92 | 175 | 84 |
| Sicherungsderivate | 401 | – | 401 | 197 | 200 | 4 |
| Kredite und Forderungen an
Kunden | 489 | 408 | 81 | – | – | 81 |
| Summe | 1.241 | 408 | 833 | 289 | 375 | 169 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Finanzielle Verbindlichkeiten

| 31.12.2019
in Mio. € | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögenswerten in der Bilanz, die saldiert wurden | Nettobeträge von
finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanzinstrumente | Geleistete
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 334 | – | 334 | 268 | 36 | 30 |
| Sicherungsderivate | 116 | – | 116 | 93 | 22 | 1 |
| Repo-Transaktionen | 729 | – | 729 | 729 | – | – |
| Kundeneinlagen | 316 | 316 | – | | | – |
| Summe | 1.495 | 316 | 1.179 | 1.090 | 58 | 31 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögenswerten in der Bilanz, die saldiert wurden | Nettobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanzinstrumente | Geleistete
Barsicherheiten | Nettobetrag |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 301 | – | 301 | 253 | 18 | 30 |
| Sicherungsderivate | 104 | – | 104 | 86 | 15 | 3 |
| Repo-Transaktionen | 150 | – | 150 | 150 | – | – |
| Kundeneinlagen | 408 | 408 | – | – | – | – |
| Summe | 963 | 408 | 555 | 489 | 33 | 33 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die nachfolgenden Tabellen leiten die Nettobeträge von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz auf die jeweilige Bilanzposition über:

Finanzielle Vermögenswerte

| 31.12.2019
in Mio. € | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 353 | – | 353 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 397 | – | 397 |
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungen
an Kunden | 30.467 | 30.403 | 64 |
| Summe | | 31.217 | 30.403 | 814 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 351 | – | 351 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 401 | – | 401 |
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungen
an Kunden | 30.482 | 30.401 | 81 |
| Summe | | 31.234 | 30.401 | 833 |

Finanzielle Verbindlichkeiten

| 31.12.2019
in Mio. € | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 334 | – | 334 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 116 | – | 116 |
| Repo-Transaktionen | Finanzielle
Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | 729 | – | 729 |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden | 30.951 | 30.951 | – |
| Summe | | 32.130 | 30.951 | 1.179 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 301 | – | 301 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 104 | – | 104 |
| Repo-Transaktionen | Finanzielle
Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | 150 | – | 150 |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden | 30.195 | 30.195 | – |
| Summe | | 30.750 | 30.195 | 555 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

43 I Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Eventualforderungen
Eventualverbindlichkeiten 372 291
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 280 291
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 92
Von Kunden nicht ausgenützte Kreditrahmen 7.485 8.157
hievon jederzeit fristlos kündbar 5.769 6.270
hievon nicht fristlos kündbar 1.716 1.887

Aufgrund des Erwerbs der Südwestbank hat sich die BAWAG P.S.K. gemäß § 5 Absatz 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von im

Mehrheitsbesitz der BAWAG P.S.K. stehenden oder von durch sie beherrschten Kreditinstituten anfallen. Die Gruppe erwartet aus heutiger Sicht keine Zahlungen aus diesem Titel.

44 I Fremdwährungsvolumina

In der BAWAG P.S.K. wurden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in folgenden Fremdwährungen gehalten:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
USD 2.410 2.264
CHF 1.380 1.411
GBP 2.131 2.230
Sonstige 330 244
Fremdwährung 6.251 6.149
EUR 39.205 38.239
Summe Aktiva 45.436 44.388
USD 338 297
CHF 214 163
GBP 475 462
Sonstige 146 147
Fremdwährung 1.173 1.069
EUR 44.263 43.319
Summe Passiva 45.436 44.388

Die Tabelle enthält ausschließlich Bilanzpositionen und gibt keine Hinweise auf offene Devisenpositionen aufgrund außerbilanzieller Sicherungsgeschäfte.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

45 | Geographische Gebiete – Langfristige Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Österreich 638 334
Westeuropa 456 194
Summe 1.094 528

Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus den Bilanzpositionen Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude, Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte, at-equity bewertete Beteiligungen und Sonstige Vermögenswerte mit einer Restlauzeit von über einem Jahr zusammen.

46 | Leasinggeschäfte

Finanzierungsleasing aus Sicht der BAWAG P.S.K. als Leasinggeber

Forderungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in der Bilanz als „Forderungen an Kunden“ ausgewiesen.

Die BAWAG P.S.K. verleast im Rahmen von Finanzierungsleasing sowohl Mobilien als auch Immobilien.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Bruttoinvestitionswertes auf den Barwert, gegliedert nach Restlaufzeiten für alle laufenden Leasingverträge (ohne offene Posten):

| 31.12.2019
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) | 391 | 1.318 | 107 | 1.816 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 29 | 61 | 6 | 96 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (Nettoinvestitionswert) | 362 | 1.257 | 101 | 1.720 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) | 421 | 707 | 60 | 1.188 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 23 | 33 | 2 | 58 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (Nettoinvestitionswert) | 398 | 674 | 58 | 1.130 |

Am 31. Dezember 2019 betragen die nicht garantierten Restwerte 25 Mio. € (2018: 30 Mio. €).

Es waren keine Wertberichtigungen für uneinbringliche Mindestleasingzahlungen zu buchen € (2018: 0,0 Mio. €).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer (Mieter)

Die BAWAG P.S.K. least Bürogebäude, Filialen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge über verschiedene Mietverträge. Die vom Konzern abgeschlossenen Leasingverhältnisse wurden zu geschäftsüblichen Konditionen getätigt und enthalten in der Regel Preisanpassungsklauseln, welche den Marktkonditionen für Geschäftsliegenschaften entsprechen. Aus diesen Leasingverhältnissen ergeben sich keine Restriktionen für zukünftige Dividendenzahlungen oder für Fremdkapitalaufnahmen durch den Konzern.

Zum 31. Dezember 2019 betragen die Nutzungsrechte 251,3 Mio. € und werden unter der Position Sachanlagen (248,2 Mio. €) und der Position Forderungen an Kunden zu fortgeführten Anschaffungskosten (3,1 Mio. €) ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt die Unterteilung des Nutzungsrechts in folgende Anlageklassen:

in Mio. € 31.12.2019 01.01.2019
Grundstücke und Gebäude 250,1 261,1
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,2 -
Nutzungsrecht gesamt 251,3 261,1

Seit dem Erstanwendungszeitpunkt des IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 wurde ein Zugang zum Nutzungsrecht in Höhe von 23,7 Mio. € erfasst. Dieser resultiert einerseits aus dem Erwerb der BFL Leasing GmbH, der Zahnärztekasse AG und der Health Coevo AG und der damit verbundenen Erfassung von zusätzlichen Nutzungsrechten und andererseits aus der

Ausweitung des Filialnetzes der BAWAG P.S.K. im Rahmen von Concept 21.

Zum 31. Dezember 2019 beträgt die Leasingverbindlichkeit 252,8 Mio. € und wird unter der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeit:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Bis 1 Jahr 0,3 -
1-5 Jahre 10,5 -
Über 5 Jahre 242,0 -
Leasingverbindlichkeit gesamt 252,8 -

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen des IFRS 16 auf den Gewinn oder Verlust:

in Mio. € 2019 2018
Abschreibung Nutzungsrechte 24,0 -
Grundstücke und Gebäude 23,7 -
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,3 -
Zinsaufwand Leasingverbindlichkeiten 2,5 -
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 0,5 -
Aufwendungen für Leasingverhältnisse von geringwertigem Leasingvermögen 0,1 -
Aufwendungen für variable Zahlungen unabhängig von einem Index oder Zinssatz 0,0 -
Summe 27,1 -
Gesamte, geleistete Zahlungen aus Mietverhältnissen -25 -26
Erhaltene Zahlungen aus Unterleasing von Nutzungsrechten 1 1

Im Jahr 2019 entstanden durch die Anwendung von IFRS 16 ein zusätzlicher Zinsaufwand in Höhe von 2,5 Mio. € und Abschreibungen in Höhe von 24,0 Mio. €. Mietaufwendungen für Operating Leasing in Höhe von 25,5 Mio. € entfallen aus

dem sonstigen betrieblichen Aufwand und dem sonstigen Verwaltungsaufwand, was zu einem Rückgang des Gewinns vor Steuern in Höhe von 1,0 Mio. € führt.

156


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

47 | Derivative Finanztransaktionen

Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2019

31.12.2019 in Mio. € Nominalbeträge/Restlaufzeit¹⁾ Marktwerte¹⁾
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Summe Positiv Negativ
Zinsderivate 7.256 22.799 17.574 47.629 725 -279
davon Zinsswaps Bankbuch 6.906 22.182 16.864 45.952 698 -237
Zinssatzoptionen Bankbuch 350 617 710 1.677 27 -42
Zinsswaps Handelsbuch
Zinssatzoptionen Handelsbuch
Wechselkursverträge 2.462 3.054 749 6.265 23 -165
davon Währungsswaps Bankbuch 597 2.918 749 4.264 10 -148
Devisentermine und Optionen Bankbuch 1.862 136 1.998 13 -17
Währungsswaps Handelsbuch
Devisentermine und Optionen Handelsbuch 3 3 0
Wertpapierbezogene Geschäfte und sonstige Derivate 1 40 27 68 3 -6
davon wertpapierbezogene und sonstige Derivate Bankbuch 1 40 27 68 3 -6
Summe 9.719 25.893 18.350 53.962 751 -450
davon Bankbuchgeschäfte 9.716 25.893 18.350 53.959 751 -450
Handelsbuchgeschäfte 3 3 0

¹⁾ In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen, Cashflow-Hedge-Beziehungen und Net-Investment-Hedge-Beziehungen enthalten.

Die obere Tabelle enthält folgende Beträge für Fair-Value-Hedges, Cashflow-Hedges und Net Investment Hedges:

31.12.2019 in Mio. € Nominalbeträge/Restlaufzeit Marktwerte
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Summe Positiv Negativ
Zinsderivate Fair-Value-Hedge - Zinsrisiko 901 6.859 10.450 18.210 380 -47
Wechselkursverträge Cashflow-Hedge-FX-Risiko 565 2.211 588 3.364 15 -68
Wechselkursverträge Net-Investment-Hedge-FX-Risiko 235 235 2 0
Summe 1.701 9.070 11.038 21.809 397 -115

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2018

| 31.12.2018
in Mio. € | Nominalbeträge/Restlaufzeit^{1)} | | | | Marktwerte^{1)} | | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe | Positiv | Negativ |
| Zinsderivate | | 6.483 | 17.683 | 15.350 | 39.516 | 722 | -256 |
| davon | Zinsswaps Bankbuch | 5.264 | 15.819 | 13.469 | 34.552 | 593 | -176 |
| | Zinssatzoptionen Bankbuch | 155 | 400 | 509 | 1.064 | 11 | -29 |
| | | | | | | | |
| | Zinsswaps Handelsbuch | 768 | 1.127 | 1.151 | 3.046 | 101 | -44 |
| | Zinssatzoptionen Handelsbuch | 296 | 337 | 221 | 854 | 17 | -7 |
| | | | | | | | |
| Wechselkursverträge | | 2.859 | 2.493 | 1.310 | 6.662 | 27 | -145 |
| davon | Währungsswaps Bankbuch | 675 | 2.341 | 1.310 | 4.326 | 15 | -133 |
| | Devisentermine und Optionen Bankbuch | 2.172 | 151 | – | 2.323 | 12 | -12 |
| | | | | | | | |
| | Währungsswaps Handelsbuch | – | – | – | – | – | – |
| | Devisentermine und Optionen Handelsbuch | 12 | 1 | – | 13 | – | – |
| | | | | | | | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte und sonstige Derivate | | 16 | 37 | 32 | 85 | 3 | -4 |
| davon | wertpapierbezogene und sonstige Derivate Bankbuch | 16 | 37 | 32 | 85 | 3 | -4 |
| | | | | | | | |
| Summe | | 9.358 | 20.213 | 16.692 | 46.263 | 752 | -405 |
| davon | Bankbuchgeschäfte | 8.282 | 18.748 | 15.320 | 42.350 | 634 | -354 |
| | Handelsbuchgeschäfte | 1.076 | 1.465 | 1.372 | 3.913 | 118 | -51 |

1) In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen und Cashflow-Hedge-Beziehungen enthalten.

Die obere Tabelle enthält folgende Beträge für Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges:

| 31.12.2018
in Mio. € | Nominalbeträge/Restlaufzeit | | | | Marktwerte | | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe | Positiv | Negativ |
| Zinsderivate | Fair-Value-Hedge – Zinsrisiko | 1.651 | 7.082 | 8.436 | 17.169 | 383 | -45 |
| Wechselkursverträge | Cashflow-Hedge – FX Risiko | 623 | 1.806 | 933 | 3.362 | 18 | -59 |
| Summe | | 2.274 | 8.888 | 9.369 | 20.531 | 401 | -104 |


KONZERNRECHNUNGSELGUNG

48 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen

31.12.2019 31.12.2018
Banken
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien V 100,00% V 100,00%
easybank AG, Wien - - V 100,00%
IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien V 100,00% V 100,00%
start:bausparkasse AG, Hamburg (vormals: DEUTSCHER RING Bausparkasse AG) V 100,00% V 100,00%
start:bausparkasse AG, Wien V 100,00% V 100,00%
Südwestbank Aktiengesellschaft, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
Real Estate
LSREF3 Tiger Aberdeen S.à r.l., Luxemburg V 100,00% - -
LSREF3 Tiger Falkirk I S.à r.l., Luxemburg V 100,00% - -
LSREF3 Tiger Gloucester S.à r.l., Luxemburg V 100,00% - -
LSREF3 Tiger Romford S.à r.l., Luxemburg V 100,00% - -
LSREF3 Tiger Southampton S.à r.l., Luxemburg V 100,00% - -
Promontoria Holding 136 B.V., Amsterdam V 100,00% - -
R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
RVG Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
SWBI Darmstadt 1 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
SWBI Mainz 1 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
SWBI München 1 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
SWBI Stuttgart 1 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
SWBI Stuttgart 2 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
SWBI Stuttgart 3 GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
Leasing
ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien V 75,00% V 75,00%
BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BFL Leasing GmbH, Eschborn V 97,51% - -
BPI Holding GmbH & Co KG., Wien V 100,00% V 100,00%
CVG Immobilien GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
easyleasing GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
KLB Baulandentwicklung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
Leasing-west GmbH, Kiefersfelden V 100,00% V 100,00%
Morgenstern Miet + Leasing GmbH, Eschborn V 92,64% - -
P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Sonstige Nichtbanken 31.12.2019 31.12.2018
AUSTWEST ANSTALT GmbH, Triesen V 100,00% V 100,00%
BAWAG Education Trust Corp., Wilmington V 100,00%
BAWAG Group Germany GmbH, Eschborn (vormals: BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH, Stuttgart) V 100,00%
BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien E 25,00% E 25,00%
Bonnie RE UK 1 B.V., Amsterdam V 100,00%
BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BVV Cayman Ltd., George Town V 100,00%
E2E Kreditmanagement GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
E2E Service Center Holding GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
FCT Pearl, Pantin V 100,00% V 100,00%
Feldspar 2016-1 Mortgage Holding Limited, London^{1)} V 0,00% V 0,00%
Feldspar 2016-1 PLC, London^{1)} V 0,00% V 0,00%
Health Coevo AG, Hamburg V 100,00%
M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
MF BAWAG Blocker LLC, Wilmington V 100,00% V 100,00%
PFH Properties Funds Holding GmbH, Wien (vormals: START Immobilienleasing GmbH, Wien) V 100,00% V 100,00%
PSA Payment Services Austria GmbH, Wien E 20,82% E 20,82%
P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
ROMAX Immobilien GmbH, Wien V 100,00%
SWB Immowert GmbH, Stuttgart V 100,00% V 100,00%
Tiger Retail UK RE 1 S.à r.l., Luxemburg V 100,00%
Tiger Retail UK RE 2 S.à r.l., Luxemburg V 100,00%
Zahnärztekasse AG, Wädenswil V 99,99%

V ... Vollkonsolidierung, E ... Equity-Methode
1) Da der Zweck dieser Gesellschaften die Bereitstellung von liquiden Mitteln und die Refinanzierung der BAWAG P.S.K. ist und die BAWAG P.S.K. alle Verträge gestaltet und bestimmt, sind diese Gesellschaften gemäß IFRS 10 zu konsolidieren.

Wesentliche Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 voll konsolidiert, während wesentliche assoziierte Unternehmen nach IAS 28 at-equity konsolidiert werden.

Tochterunternehmen sind Unternehmen, für welche die BAWAG P.S.K. Beherrschung gemäß IFRS 10 ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die BAWAG P.S.K. variablen Rückflüssen aus ihrer Beziehung zu einem Tochterunternehmen ausgesetzt ist und sie gleichzeitig über die Fähigkeit verfügt, diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsmacht über das Tochterunternehmen zu beeinflussen.

Assoziierte Unternehmen nach IAS 28 sind alle Unternehmen, auf die die BAWAG P.S.K. maßgeblichen Einfluss ausübt, diese aber nicht beherrscht oder gemeinschaftlich führt. Dies ist grundsätzlich der Fall, wenn die BAWAG P.S.K. zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält.

Die Klassifizierung, ob ein Tochterunternehmen/assoziiertes Unternehmen wesentlich ist, wird einmal jährlich überprüft.


KONZERNRECHNUNGSELGUNG

49 | Liste wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierter Tochter- und assoziierten Unternehmen

31.12.2019 31.12.2018
Real Estate
N & M Immobilienentwicklungs GmbH, Wien 100,00% 100,00%
ROMAX Immobilien GmbH, Wien 100,00%
LSREF3 Tiger Falkirk II S.à r.l., Luxemburg 100,00%
Leasing
BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag 100,00% 100,00%
BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava 100,00% 100,00%
Fides Leasing GmbH, Wien 50,00% 50,00%
Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 100,00%
HFE alpha Handels-GmbH, Wien 50,00% 50,00%
Kommunalleasing GmbH, Wien 50,00% 50,00%
PT Immobilien leasing GmbH, Wien 100,00% 100,00%
RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien 100,00% 100,00%
Sonstige Nichtbanken
Athena Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt 38,30% 38,30%
Athena Wien Beteiligungen GmbH in Liqu., Wien 50,00%
AUSTOST ANSTALT, Balzers 100,00% 100,00%
BAWAG Education Trust Corp., Wilmington 100,00%
BAWAG Finance Malta Ltd. in Liqu, Sliema 100,00% 100,00%
BAWAG Group Germany GmbH, Eschborn (vormals: BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH, Stuttgart) 100,00%
BAWAG P.S.K. Equity Finance Limited, St. Helier 100,00% 100,00%
BFL Vertriebspartner BeteiligungsgesmbH, Eschborn 68,92%
easy green energy GmbH, Wien 49,00% 49,00%
easy green energy GmbH & Co KG, Wien 49,00% 49,00%
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien 35,92% 35,92%
ESG Entwicklungsgesellschaft mbH. i.L., Stuttgart 100,00% 100,00%
Finventum GmbH, München 49,00%
Finventum IT GmbH, Wien 49,00%
FlexSi Finanz Vermittlungsgesellschaft m.b.H., Hamburg 100,00% 100,00%
GemeloLux S.A., Luxemburg 100,00%
GTA Global Transformation Advisors GmbH, Eschborn 49,00%
Omnicas Management AG, Wädenswil 99,99%
OMNITEC Informationstechnologie-Systemservice GmbH, Wien 50,00%
Savity Vermögensverwaltungs GmbH, Wien 49,00%
SPG Software Solutions Limited, Minsk 25,03%
SPGR Financial Solutions GmbH, Wien 25,03%
SWB Treuhand Gesellschaft mit beschränkter Haftung i.L., Stuttgart 100,00% 100,00%
TwinLux Value Invest S.A., Luxemburg 100,00%
Vertiva Family Office GmbH, Stuttgart 100,00% 100,00%

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

50 | Assoziierte Unternehmen, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht at-equity bewertet werden

Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten von nicht konsolidierten, assoziierten Unternehmen:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Kumulierte Bilanzsumme 232 246
Kumuliertes Eigenkapital 0 9
Kumuliertes Jahresergebnis -1 2

Die in obiger Tabelle dargestellten Beträge basieren auf den letzten verfügbaren Abschlüssen der entsprechenden Gesellschaften, welche nach den jeweils anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses der BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2019 lagen für einen Großteil der betroffenen Gesellschaften Abschlüsse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 vor (Vorjahr: 31. Dezember 2017).

Wir möchten darauf hinweisen, dass die obige Tabelle nicht den ökonomischen Anteil an den assoziierten Unternehmen widerspiegelt. Der durchschnittliche ökonomische Anteil beträgt 45% (2018: 47%).

Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 34 „Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen“.

51 | Anteile an assoziierten Unternehmen

Die in dieser Angabe enthaltenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die BAWAG P.S.K. beinhaltet zwei Unternehmen, die at-equity einbezogen werden: BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien, und PSA Payment Services Austria GmbH,

Wien. In untenstehender Tabelle ist eine zusammengefasste Finanzinformation zu den Anteilen des Konzerns an assoziierten Unternehmen enthalten, die im Vergleich zur Bilanzsumme und zum Gewinn oder Verlust als unwesentlich gesehen werden:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Summe der Beteiligungsbuchwerte an assoziierten Unternehmen 48 45
Summe der Anteile am Gewinn oder Verlust 5,2 5,1
Summe der Anteile am sonstigen Ergebnis 2,3 -0,9
Summe der Anteile am Gesamtergebnis 7,5 4,2

52 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Strukturierte Unternehmen sind derart ausgestaltet, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor für die Bestimmung der Beherrschung der Einheit sind. Dies ist etwa der Fall, wenn sich Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich oftmals durch einige oder alle der folgenden Merkmale aus:

  • Beschränkte Tätigkeiten
  • Eng und genau definierter Zweck
  • Unzureichendes Eigenkapital
  • Finanzierung in Form zahlreicher vertraglich verknüpfter Instrumente für Investoren, um Kredit- oder andere Risiken (Tranchen) zu bündeln

Die Einheiten, die Gegenstand dieser Anhangangabe sind, werden nicht konsolidiert, da der Konzern keine Beherrschung über Stimmrechte, Verträge,


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Finanzierungsvereinbarungen oder andere Mittel hat. Das Exposure der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Einheiten umfasst Leasingunternehmen, welche Spezialleasing betreiben und von der BAWAG P.S.K. finanziert werden.

Die Art der Geschäftsaktivitäten einer strukturierten Einheit bestimmt deren Größe. Bei den sonstigen strukturierten Beteiligungen bestimmt die Bilanzsumme der Einheiten in Höhe von 87 Mio. € (2018: 92 Mio. €) die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei den Angaben zu den Verbriefungen ist dies der Nennwert der ausgegebenen Wertpapiere in Höhe von 935 Mio. € (2018: 957 Mio. €).

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betreffen, sowie die Erträge aus diesen strukturierten Einheiten. Die Höchstexponierung in Bezug auf Verluste entspricht den mit den strukturierten Einheiten verbundenen Vermögenswerten.

in Mio. € 2019 2018
Buchwert der Vermögenswerte in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen 980 1.002
in der Bilanz ausgewiesen unter Zu fortgeführten Anschaffungskosten 980 1.002
Buchwert der Verbindlichkeiten in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen 0 0
Erträge 8,2 7,0
Zinserträge 8,2 7,0
Während der Berichtsperiode erlittener Verlust 0 0
Maximal möglicher Verlust 980 1.002

Die BAWAG P.S.K. hat weder im abgelaufenen Geschäftsjahr ein nicht konsolidiertes strukturiertes Unternehmen finanziell oder anderweitig unterstützt noch hat sie gegenwärtig die Absicht dazu.

163


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

RISIKOBERICHT

Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung jener Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist. Auf allen organisatorischen Ebenen besteht eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.

Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie Non-Financial- und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungsgremien des Aufsichtsrats übermittelt.

Die risikopolitischen Vorgaben werden fortwährend im Hinblick auf Anpassungen in der Geschäftsstrategie, geänderte regulatorische Anforderungen wie auch sich verändernde Marktbedingungen überprüft. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf möglichen Anpassungsbedarf im Rahmen der Expansionsstrategie der BAWAG P.S.K. gelegt. Darüber hinaus hat die BAWAG P.S.K. die ICAAP-Anforderungen gemäß den EZB-Vorgaben bereits seit 2019 implementiert, die sowohl eine normative als auch eine ökonomische Perspektive beinhalten.

Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:

  • Chief Data & Risk Control Office
  • Strategisches Risikomanagement
  • Market & Liquidity Risk Management
  • Risk Management Services & Integration
  • Data Office
  • Data Solution Services
  • Commercial Risk Management

  • Retail Risk Management

  • Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance

Auf jährlicher Basis wird im Rahmen eines Risk Self Assessment (RSA) die Risikosituation der BAWAG P.S.K. quantitativ und qualitativ bewertet, d.h. dass alle im Zusammenhang mit der Umsetzung der Geschäftsstrategie stehenden Risiken im Rahmen des RSAs hinsichtlich ihres Ausmaßes sowie ihrer Materialität und ihres Einflusses auf die BAWAG P.S.K. evaluiert werden. Während im Rahmen der ökonomischen Perspektive alle materiellen und immateriellen Risikoarten berücksichtigt werden, umfasst die normative Perspektive Risiken der Säule I (Kreditrisiko, Marktrisiko und Operationelles Risiko) sowie alle als materiell klassifizierten Risikoarten.

Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. berücksichtigt:

  • Kreditrisiko
  • Marktrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Non-Financial Risk
  • Sonstige Risiken

Die Risiken der BAWAG P.S.K. werden im Folgenden hinsichtlich ihrer Berücksichtigung im Rahmen der normativen und der ökonomischen Perspektive beschrieben.

Der Ausbruch des Coronavirus COVID-19 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf jene Länder haben, in denen wir tätig sind. Dies kann zu einem allgemein herausfordernden und volatilen Marktumfeld führen. Wir haben dieses Event aus Bilanzierungssicht als ein wertbegründendes Ereignis klassifiziert. Wir haben aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Ausmaß und Dauer sowie der angehenden Entwicklungen weder unsere Ziele noch unsere Pläne adjustiert. Daher können wir keine genauen und verlässlichen Schätzungen möglicher quantitativer Auswirkungen geben.

53 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing

Die ökonomische Perspektive der BAWAG P.S.K. stellt die quantifizierten Risiken der verfügbaren Deckungsmasse gegenüber. Die Risikoquantifizierung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,9%, welches die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der potenzielle Verluste das Ausmaß der Risikoquantifizierung nicht überschreiten werden. Für alle


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

definierten Limitkategorien und Portfolien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite entsprechend den Budgetzahlen (dynamische Anpassung) festgelegt, deren Einhaltung bzw. die tatsächliche Auslastung monatlich im Portfolio Steering Committee (PSC) überwacht wird. Bei Erreichen definierter „Warnschwellen“ bzw. der Überschreitung von Limiten werden Eskalationsprozesse angestoßen.

In Zusammenhang mit der Beurteilung der Risikotragfähigkeit werden zunächst die einzelnen Risikoarten quantifiziert, zum Gesamtbankrisiko aggregiert und in einem weiteren Schritt der Deckungsmasse des Konzerns gegenübergestellt. Dabei werden folgende Risikoarten berücksichtigt und quantifiziert:

  • Kreditrisiko: Die Quantifizierung erfolgt durch Anwendung des IRB-Ansatzes für alle Portfolio-Segmente. Zusätzliche Kapitalpositionen werden für Kreditrisikokonzentrationen im Zusammenhang mit Krediten an große Kunden bzw. an Gruppen verbundener Kunden, für das fremdwährungsinduzierte Kreditrisiko sowie das Risiko aus regulatorisch nicht unterlegungspflichtigen Kreditlinien vorgehalten.

  • Marktrisiko: Als relevante Marktrisiken des Konzerns wurden das Zinsrisiko im Bankbuch sowie das Credit-Spread-Risiko identifiziert. Beide Risiken werden mit Value-at-Risk-Modellen gemessen. Darüber hinaus kommen Stresstests zur Anwendung. Die Aggregation des Zinsrisikos im Bankbuch und des Credit-Spread-Risikos erfolgt unter Berücksichtigung von konservativen Korrelationsannahmen. Vereinfachte Bewertungsmodelle werden für andere Marktrisiken, wie Fremdwährungsrisiko im Bankbuch, verwendet.

  • Liquiditätsrisiko: Strukturelle Liquiditätsrisiken werden auf der Grundlage aktueller Liquiditätslücken über Anwendung angenommener potenzieller Spreadverschlechterungen im Zusammenhang mit einer fiktiven Spreadausweitung am Markt quantifiziert. Vereinfachte Bewertungsmodelle werden für das Marktliquiditätsrisiko im Bankbuch und das Basis-Spread-Risiko verwendet. Sämtliche Liquiditätsrisiken werden im Market & Liquidity Risk Management quantifiziert und operativ in Treasury gesteuert.

  • Non-Financial Risk: Diese Risikokategorie inkludiert das operationelle Risiko (einschließlich des Compliance-Risikos), welches aktuell über ein Value-at-Risk-Modell und zukünftig gemäß Standardansatz – wie im Basel-IV-

Regelwerk definiert – quantifiziert wird, wie auch das Reputationsrisiko, berechnet mittels eines vereinfachten Bewertungsmodells.

  • Sonstige Risiken: Dazu zählen das Beteiligungsrisiko, makroökonomische Risiko, strategische Risiko sowie das Eigenkapitalrisiko. Während für die Quantifizierung des Beteiligungsrisikos ein PD/LGD-Ansatz, basierend auf IFRS-Buchwerten, zur Anwendung gelangt, wird für das makroökonomische Risiko Kapital in Höhe eines auf Expertenbasis quantifizierten Wertes gehalten. Für alle anderen erwähnten sonstigen Risiken wird das erforderliche ökonomische Kapital mittels vereinfachter Bewertungsmodelle quantifiziert.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird dem Vorstand im Enterprise Risk Meeting (ERM) auf monatlicher Basis vorgelegt.

Die normative Perspektive ist ebenso vollständig im gruppenweiten strategischen Risikomanagement, Kapitalmanagement und in die Planungsprozesse der BAWAG P.S.K. integriert.

Im Rahmen der normativen Perspektive werden sowohl die Risiken der Säule I als auch die als materiell klassifizierten Risiken quantifiziert und diese entsprechend kapitalseitig (RWA) oder im Rahmen der GuV berücksichtigt:

  • Kreditrisiko: Die Quantifizierung des Kreditrisikos erfolgt unter Anwendung der regulatorischen Vorgaben (Säule-I-Perspektive) und wird entsprechend kapitalseitig (RWA) berücksichtigt. Kreditrisikoverluste werden aber auch in Form von erwarteten Kreditverlusten in der GuV-Sicht berücksichtigt.

  • Marktrisiko: Die Quantifizierung des Marktrisikos für das Handelsbuch erfolgt unter Anwendung der regulatorischen Vorgaben (Säule-I-Perspektive) und wird entsprechend kapitalseitig (RWA) berücksichtigt. Die BAWAG P.S.K. hat Zinsänderungsrisiken im Bankbuch sowie Credit-Spread-Risiken als materielle Marktrisiken klassifiziert. Diese finden entsprechend in der GuV-Sicht (Nettozinsertrag, sonstige Erträge) Berücksichtigung.

  • Operationelles Risiko: Die Quantifizierung des operationellen Risikos erfolgt unter Anwendung der regulatorischen Vorgaben (Säule-I-Sichtweise) und wird entsprechend kapitalseitig (RWA) berücksichtigt.

165


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Operationale Risikoverluste werden in GuV-Sicht berücksichtigt.

Stresstests (inklusive der Berücksichtigung beider ICAAP-Perspektiven) sind vollständig im gruppenweiten strategischen Risikomanagement, im Kapitalmanagement und in die Planungsprozesse der BAWAG P.S.K. integriert.

Die Methodik und die Resultate der beiden ICAAP-Perspektiven sowie der Stresstests werden quartalsweise im Stress Testing Committee (STC) besprochen und in weiterer Folge an das ERM berichtet. Das ERM ist für die Beurteilung der Ergebnisse verantwortlich, um, falls notwendig, Korrekturmaßnahmen bezüglich des Risikoappetits oder der Geschäftsstrategie zu definieren.

Die Abhängigkeiten zwischen den beiden ICAAP-Perspektiven, der Stresstests und den Kapitalsteuerung sind formal im Rahmen der internen Risiko- und Kapital-Governance definiert.

Die im Rahmen der Eigenkapitalplanung festgelegten und vom Capital Management Meeting monatlich überwachten Kapitalquoten dienen als Vergleichsgröße für die normative Perspektive sowie für Stresstests. Der Kapitalnotfallplan wurde ausgearbeitet, um extreme Stressszenarien zu berücksichtigen. Im Rahmen der normativen Perspektive sowie der Stresstests bewertet das Senior Management, ob die Kapitalquoten unter Stress über den Recovery Levels bleiben. Im Falle einer Verletzung der Recovery Levels sind Maßnahmen zur adäquaten Verbesserung der Kapitalausstattung zu treffen, um die Kapitalquoten auch in einem Stressszenario über den Recovery Levels zu halten.

54 | Kreditrisiko

Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente Kommerz- und Institutionelle Kunden (Commercial Risk Management) sowie Privat- und Geschäftskunden (Retail Risk Management). Das Credit Approval Committee (CAC), ein spezielles Gremium auf Vorstandsebene, ist für die Bewilligung von Kreditanträgen im Rahmen der Befugnisse, die in der Kompetenz- und Pouvoirordnung festgelegt sind, verantwortlich. Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Strategisches Risikomanagement.

Neben klar definierten Kreditvergaberichtlinien für Privat- und Geschäftskunden erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht, sowie einem Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.

Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust bei Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit Conversion Factor, CCF) für Privat- und Geschäftskunden geschätzt. Die Schätzung, welche auf historischen Daten des beobachteten Kundenverhaltens basiert, wird anhand qualifizierter statistischer Methoden und Modelle berechnet.

Vor Übernahme neuer kommerzieller Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensegment entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem Kunden als individuell geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet.

Um Risikokonzentrationen auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, werden Limite für die Forderungs-höhen definiert, überwacht und monatlich regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bankengruppe hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert. Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung der


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Risikoquantifizierungsmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Basierend auf der zentralen Struktur und Ausrichtung der BAWAG P.S.K. können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den

Risikomanagementstrategien kurzfristig abgebildet werden. Die nachfolgenden Kapitel geben einen Überblick über die Struktur und die Portfolioqualität in den einzelnen Segmenten.

167


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Kreditportfolio und Wertpapiere je Geschäftsegment

| 31.12.2019
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditportfolio | 17.862 | 12.718 | 4.821 | 1.156 | 36.557 |
| Wertpapiere | 134 | 358 | 4.734 | 0 | 5.226 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 3.676 | 1.688 | 31 | 2.006 | 7.401 |
| Summe | 21.672 | 14.764 | 9.586 | 3.162 | 49.184 |
| davon besichert^{1)} | 12.737 | 4.810 | 12 | 568 | 18.127 |
| davon NPE (Bruttosicht) | 467 | 239 | – | 257 | 962 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 422 | 154 | – | 257 | 833 |

1) Ökonomische Sicht – alle Sicherheitenarten werden angewendet.

| 31.12.2018
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditportfolio | 16.712 | 13.827 | 3.854 | 720 | 35.113 |
| Wertpapiere | 38 | 238 | 6.335 | 29 | 6.640 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 4.221 | 2.244 | 469 | 654 | 7.589 |
| Summe | 20.971 | 16.309 | 10.658 | 1.403 | 49.342 |
| davon besichert^{1)} | 12.826 | 5.061 | 47 | 321 | 18.255 |
| davon NPE (Bruttosicht) | 467 | 197 | – | 255 | 919 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 392 | 188 | – | 255 | 835 |

1) Ökonomische Sicht – alle Sicherheitenarten werden angewendet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die unterstehende Tabelle stellt die Überleitung von den Buchwerten aus Krediten und Forderungen zum Risikobericht und zum Segmentbericht dar.

| 31.12.2019
in Mio. € | Note 15 | Note 12, 13 | Risikosicht | | Segmentbericht |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | Kredite & Wertpapiere FVPL & FVOCI | Summe Kredite und Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| Retail & SME | 17.744 | 252 | 17.996 | 159 | 18.155 |
| Corporates & Public | 12.673 | 403 | 13.076 | 65 | 13.141 |
| Treasury | 5.983 | 3.572 | 9.555 | 519 | 10.074 |
| Corporate Center | 1.156 | 0 | 1.156 | 2.910 | 4.066 |
| Summe | 37.556 | 4.227 | 41.783 | 3.653 | 45.436 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Note 15 | Note 12, 13 | Risikosicht | | Segmentbericht |
| | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | Kredite & Wertpapiere FVPL & FVOCI | Summe Kredite und Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| Retail & SME | 16.624 | 126 | 16.750 | 155 | 16.905 |
| Corporates & Public | 13.813 | 252 | 14.065 | 102 | 14.167 |
| Treasury | 7.175 | 3.014 | 10.189 | 2 | 10.191 |
| Corporate Center | 719 | 30 | 749 | 2.376 | 3.125 |
| Summe | 38.331 | 3.422 | 41.753 | 2.635 | 44.388 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Geografische Verteilung des Kredit- und des Wertpapierportfolios

Gemäß der Strategie der BAWAG P.S.K., sich auf stabile Regionen und Währungen zu konzentrieren, verteilen sich 96% (2018: 96%) des Kreditportfolios¹) und 88% (2018: 86%) des Wertpapierportfolios²) auf Westeuropa und Nordamerika.

img-0.jpeg
Geografische Verteilung des Kreditportfolios

img-1.jpeg
Geografische Verteilung der Wertpapiere

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img-3.jpeg

1) Der Hauptanteil des Kreditportfolios verteilt sich auf Österreich mit 60% (Dez 2018: 58%), Deutschland mit 17% (Dez 2018: 16%), Großbritannien mit 6% (Dez 2018: 7%), die Vereinigten Staaten mit 5% (Dez 2018: 5%) und Frankreich mit 2% (Dez 2018: 3%).

2) Der Hauptanteil des Wertpapierportfolios verteilt sich auf Großbritannien mit 12% (Dez 2018: 10%), die Vereinigten Staaten mit 10% (Dez 2018: 7%), Österreich mit 8% (Dez 2018: 11%), Frankreich mit 8% (Dez 2018: 10%) und Deutschland mit 6% (Dez 2018: 6%).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Kreditportfolio und Wertpapiere nach Währungen

Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in EUR. Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere.

in Mio. € Buchwert in %
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
EUR 35.963 35.744 86,1% 85,5%
USD 2.366 2.238 5,7% 5,4%
GBP 1.809 2.120 4,3% 5,1%
CHF 1.338 1.407 3,2% 3,4%
Sonstige 307 244 0,7% 0,6%
Summe 41.783 41.753 100,0% 100,0%

Übersicht der Kreditqualität: Kredite, Wertberichtigungen, überfällige Forderungen und Sicherheiten

Die folgende Tabelle zeigt Verzugstage, NPE Ratio, NPL Ratios und die Besicherung des Kreditportfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der niedrigen NPE Ratio, NPL Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der guten Wertberichtigungs- und Besicherungsquote über das gesamte Portfolio wider. Mehr als 84% (2018: 81%) des Exposures können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen AAA und BBB.

in Mio. € Buchwert^{1)} in %
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (brutto) 37.781 38.598 100,0% 100,0%
Wertberichtigungen 225 267 0,6% 0,7%
davon ECL 48 72 0,1% 0,2%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (netto) 37.556 38.331 99,4% 99,3%
NPE Ratio^{2)} 2,0% 1,9%
NPL Ratio^{2)} 1,7% 1,7%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 32,6% 31,8%
NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 75,1% 79,2%

Zusätzliche Informationen:

Gesamte überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen 337 317 0,9% 0,8%
1–30 Tage 203 198 0,5% 0,5%
31–60 Tage 32 23 0,1% 0,1%
61–90 Tage 18 15 0,1% 0,0%
91–180 Tage 11 11 0,0% 0,0%
mehr als 180 Tage 73 70 0,2% 0,2%

1) Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
2) Enthält die Stadt Linz.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die folgende Tabelle zeigt die Verzugstage, die NPE Ratio und die NPL Ratio aufgegliedert in die Segmente Retail & SME und Corporates & Public.

in Mio. € Retail & SME Corporates & Public
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Summe 17.996 16.750 13.076 14.065
1–30 Tage 0,5% 0,3% 0,2% 0,2%
31–60 Tage 0,2% 0,1% 0,0% 0,0%
61–90 Tage 0,1% 0,1% 0,0% 0,3%
NPE Ratio 2,2% 2,2% 1,6% 1,2%
NPL Ratio 1,9% 1,9% 1,0% 1,2%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 33,1% 31,8% 31,3% 31,7%
NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 78,9% 83,1% 65,0% 71,0%

In der folgenden Tabelle findet sich die Verteilung der Ratings für das Portfolio, welches weder in Verzug noch wertberichtigt ist. Das Risikoprofil ist stabil.

in % Gesamtportfolio Retail & SME Corporates & Public
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Ratingklasse 1 22,3% 19,9% 0,6% 0,5% 17,6% 13,9%
Ratingklasse 2 6,1% 7,4% 3,7% 3,8% 9,9% 9,1%
Ratingklasse 3 11,3% 13,2% 18,9% 19,3% 4,7% 7,8%
Ratingklasse 4 31,8% 32,2% 37,7% 39,7% 41,3% 42,5%
Ratingklasse 5 21,3% 20,1% 31,3% 28,7% 22,7% 23,8%
Ratingklasse 6 3,0% 2,8% 4,9% 4,7% 2,6% 2,4%
Ratingklasse 7 4,2% 4,4% 2,9% 3,3% 1,1% 0,5%

Die Ratingklassen entsprechen einem externen Moody's-Rating wie folgt: Ratingklasse 1 entspricht Moody's-Rating Aaa – Aa2, Ratingklasse 2 wie Aa3 – A1, Ratingklasse 3

wie A2 – A3, Ratingklasse 4 wie Baa1 – Baa3, Ratingklasse 5 wie Ba1 – B1, Ratingklasse 6 wie B2 – Caa2, Ratingklasse 7 wie Caa3.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Sicherheiten

Die Geschäftsstrategie der BAWAG P.S.K. ist es, Sicherheiten zur Absicherung eines Kredits hereinzunehmen, wann immer dies möglich ist. Sicherheiten dienen als wesentliche Unterstützung für die Kreditvergabe und verlustmindernd beim Ausfall des Schuldners, wobei beim Entscheidungsprozess die Leistbarkeit für den Kreditnehmer jedenfalls im Vordergrund steht.

Alle angenommenen Sicherheiten sind im Konzern-Sicherheitenkatalog festgehalten, wo auch die Grundlagen für die Bewertung und Neubewertung von Sicherheiten definiert sind. Hier wird neben allen grundsätzlich akzeptierten Kombinationen von Gütern (Eigenschaften des Wirtschaftsguts) und Sicherheiten (Rechtstitel der Bank) auch definiert, welcher Wert (Marktwert, Nominalwert etc.) heranzuziehen ist. Das Enterprise-Risk-Management-Komitee entscheidet, welche Sicherheiten – unter Berücksichtigung der entsprechenden Haircuts – kreditrisikomindernd herangezogen werden dürfen.

Folgende Sicherheiten werden akzeptiert:

  • Wohnimmobilien und gewerblich genutzte Immobilien
  • Sonstige Kreditsicherheiten: Fahrzeuge und sonstige physische Sicherheiten (derzeit keine Verwendung zur Kreditrisikominimierung), Verpfändung oder Abtretung von Lebensversicherungen
  • Finanzgarantien: finanzielle Sicherheiten, Wertpapiere und Bareinlagen beim eigenen Institut
  • Kreditverbesserungen: Garantien und Mitverpflichtungen

Um kreditrisikomindernd angerechnet werden zu dürfen, müssen Sicherheiten alle gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen erfüllen. Ebenfalls sind Anforderungen aus gruppenweiten, internen Policies zu berücksichtigen. Anlassbezogen, jedoch zumindest jährlich, erfolgt eine Überarbeitung und Abnahme der entsprechenden Dokumente durch das Enterprise Risk Management Komitee. Allfällige Ausnahmen zu den internen Regelungen müssen begründet, gesondert beantragt und explizit genehmigt werden.

Um eine einheitliche Immobilienbewertung im Gesamtkonzern zu gewährleisten, erfolgen alle Immobilienbewertungen möglichst zentral. Immobilienbewertungen werden nur von fachkundigen Gutachtern vorgenommen, die nicht in den Kreditentscheidungsprozess involviert sind. IT-unterstützte automatische Bewertungen von Wohnimmobilien werden von unabhängigen, internen Gutachtern bestätigt. Gewerbliche Immobilien werden von einem vom Kreditgenehmigungsprozess unabhängigen Sachverständigen bewertet.

Für die Daten der Sicherheitentabelle wurde der Verkehrs-/Marktwert aller verfügbaren Sicherheiten herangezogen und um die internen Haircuts reduziert. Bei Immobilien werden anschließend die Vorlasten abgezogen und der Wert wird durch den Hypothekenbetrag gedeckelt.

Die folgende Tabelle enthält die Aufteilung der Sicherheiten nach Kategorien. Hier zeigt sich ein starker Fokus auf Immobilien.

173


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

in % Gesamtportfolio Retail & SME Corporates & Public
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Immobilien 78,3% 78,7% 78,4% 80,3% 77,8% 75,2%
davon private Immobilien 70,6% 71,8% 94,6% 93,7% 13,9% 21,0%
davon gewerbliche Immobilien 29,4% 28,2% 5,4% 6,3% 86,1% 79,0%
Garantien 11,4% 11,7% 7,8% 7,9% 19,9% 19,9%
Sonstige Kreditsicherheiten 7,6% 6,5% 10,2% 7,7% 1,7% 4,0%
Finanzielle Sicherheiten 2,7% 3,1% 3,6% 4,1% 0,6% 0,9%

Erhaltene Sicherheiten für das NPL-Portfolio

| 31.12.2019
in Mio. € | NPL-Exposure | Pfandrechtliche
Kreditsicherheiten | Sonstige
Kreditsicherheiten | Finanzgarantien | Bonitäts-
verbesserungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditportfolio | 822 | 380 | 83 | 8 | 39 |
| Wertpapiere | – | – | 1 | 2 | 3 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 11 | 8 | 23 | 0 | 1 |
| Summe | 833 | 388 | 107 | 10 | 43 |
| 31.12.2018
in Mio. € | NPL-Exposure | Pfandrechtliche
Kreditsicherheiten | Sonstige
Kreditsicherheiten | Finanzgarantien | Bonitäts-
verbesserungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditportfolio | 814 | 339 | 86 | 12 | 107 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 21 | 10 | 22 | 0 | 9 |
| Summe | 835 | 349 | 108 | 12 | 116 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Erwarteter Kreditverlust

Seit dem 1. Jänner 2018 berechnet die BAWAG P.S.K. Wertberichtigungen für nicht wertgeminderte Kredite gemäß IFRS 9. Der ECL (Expected Credit Loss) bestimmt in Form 12-monatiger erwarteter Kreditverluste oder im Falle einer signifikanten Kreditverschlechterung als lebenslanger ECL den Wertberichtigungsbetrag der finanziellen Vermögenswerte. Eine signifikante Kreditverschlechterung von Vermögenswerten wird anhand mehrerer Kriterien ermittelt. Vor allem quantitative Kriterien messen die Verschlechterung der Risikoparameter seit der erstmaligen Erfassung der Vermögenswerte. Die anderen Kriterien umfassen qualitative Informationen, die die Kreditrisikoqualität der Vermögenswerte bewerten.

Auf der Grundlage historischer Beobachtungen werden Parameter geschätzt, die die Basis für die Bestimmung des ECL bilden. Anschließend werden die Parameter mit den zukunftsorientierten Informationen, die durch Prognosen wichtiger makroökonomischer Variablen, wie BIP-Wachstum oder Arbeitslosenquote, dargestellt werden, weiter angepasst.

Zum 31. Dezember 2019 weisen in der BAWAG P.S.K. 18,5% (31.12.2018: 15,1%) des gesamten Exposures aufgrund vollständiger Besicherung keine ECLs auf. Davon sind 18,4% (31.12.2018: 14,9%) dem Lending und 0,1% (31.12.2018: 0,2%) dem Off-Balance zuzurechnen.

Überleitungsrechnung der Buchwerte je Stufe

| 31.12.2019
in Mio. € | Eröffnungsbilanz | Erhöhungen aufgrund von Originierung und Erwerb | Rückgänge aufgrund von Ausbuchung | Änderungen aufgrund eines veränderten Ausfallrisikos (netto) | Schlussbilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | | |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 1 (ohne POCI) | 39.244 | 12.127 | -13.711 | 2.287 | 39.947 |
| Kreditportfolio | 32.885 | 12.127 | -9.994 | -239 | 34.779 |
| Wertpapiere | 6.359 | – | -3.717 | 2.526 | 5.168 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 2 (ohne POCI) | 1.884 | 142 | -407 | -431 | 1.188 |
| Kreditportfolio | 1.599 | 142 | -407 | -204 | 1.130 |
| Wertpapiere | 285 | – | – | -227 | 58 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 3 (ohne POCI) | 614 | 15 | -62 | 77 | 644 |
| Kreditportfolio | 614 | 15 | -62 | 77 | 644 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – |
| POCI Summe | 14 | – | – | -10 | 4 |
| Kreditportfolio | 14 | – | – | -10 | 4 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Überleitungsrechnung der Wertberichtigungen je Stufe

Der Grund für die Reduktion der Wertberichtigungen im Jahr 2019 liegt in der Verbesserung der zugrunde liegenden ECL-Modelle, wie auch in der Erhöhung der Qualität des Kreditrisiko-Portfolios.

| 31.12.2019
in Mio. € | Eröffnungs-bilanz | Erhöhungen aufgrund von Originierung und Erwerb | Rückgänge aufgrund von Ausbuchung | Änderungen an existierenden Buchwerten | Schlussbilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigungen Stufe 1 (ohne POCI) | 50 | 4 | -5 | -10 | 39 |
| Kreditportfolio | 37 | 4 | -2 | -4 | 35 |
| Wertpapiere | 5 | - | -0 | -2 | 3 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 8 | 0 | -3 | -4 | 1 |
| Wertberichtigungen Stufe 2 (ohne POCI) | 34 | 1 | -2 | -16 | 17 |
| Kreditportfolio | 32 | 1 | -2 | -16 | 15 |
| Wertpapiere | 2 | - | -0 | 0 | 2 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 0 | 0 | -0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigungen Stufe 3 (ohne POCI) | 213 | 21 | -59 | 30 | 205 |
| Kreditportfolio | 192 | 4 | -54 | 32 | 174 |
| Wertpapiere | - | - | - | - | - |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 21 | 17 | -5 | -2 | 31 |
| POCI Summe | 4 | - | - | -1 | 3 |
| Kreditportfolio | 4 | - | - | -1 | 3 |
| Wertpapiere | - | - | - | - | - |
| Außerbilanzielle Geschäfte | - | - | - | - | - |

Veränderung der Wertberichtigungen nach Finanzinstrumenten

| 31.12.2019
in Mio. € | Von Stufe 1 auf Stufe 2 | Von Stufe 1 auf Stufe 3 | Von Stufe 2 auf Stufe 1 | Von Stufe 2 auf Stufe 3 | Von Stufe 3 auf Stufe 1 | Von Stufe 3 auf Stufe 2 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditportfolio | 9 | 21 | 1 | 22 | 0 | 0 |
| Wertpapiere | 0 | - | - | - | - | - |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 0 | - | 0 | - | 0 | 0 |
| Total | 9 | 21 | 1 | 22 | 0 | 0 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Verteilung der Buchwerte je Wertberichtigungsstufe und Rating

| 31.12.2019
in Mio. € | Rating-klasse 1 | Rating-klasse 2 | Rating-klasse 3 | Rating-klasse 4 | Rating-klasse 5 | Rating-klasse 6 | Rating-klasse 7 | Rating-klasse 8 | Gesamt-portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 1 (ohne POCI) | 9.824 | 2.441 | 4.577 | 12.652 | 8.149 | 921 | 1.383 | – | 39.947 |
| Kreditportfolio | 7.671 | 1.855 | 3.916 | 11.876 | 8.131 | 916 | 415 | – | 34.779 |
| Wertpapiere | 2.153 | 586 | 661 | 776 | 18 | 5 | 968 | – | 5.168 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 2 (ohne POCI) | 1 | 36 | 15 | 167 | 431 | 310 | 227 | – | 1.188 |
| Kreditportfolio | 1 | 36 | 15 | 167 | 373 | 310 | 227 | – | 1.130 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | 58 | – | – | – | 58 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 3 (ohne POCI) | – | – | – | – | – | – | – | 644 | 644 |
| Kreditportfolio | – | – | – | – | – | – | – | 644 | 644 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| POCI Summe | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 4 |
| Kreditportfolio | – | – | – | – | – | – | – | 4 | 4 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 9.825 | 2.477 | 4.592 | 12.819 | 8.581 | 1.231 | 1.610 | 648 | 41.783 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

| 31.12.2018
in Mio. € | Rating-klasse 1 | Rating-klasse 2 | Rating-klasse 3 | Rating-klasse 4 | Rating-klasse 5 | Rating-klasse 6 | Rating-klasse 7 | Rating-klasse 8 | Gesamt-portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 1 (ohne POCI) | 8.573 | 3.067 | 5.435 | 12.779 | 7.473 | 857 | 1.060 | – | 39.244 |
| Kreditportfolio | 5.818 | 1.881 | 4.461 | 12.192 | 7.368 | 857 | 305 | – | 32.885 |
| Wertpapiere | 2.755 | 1.186 | 974 | 587 | 105 | 0 | 755 | – | 6.359 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 2 (ohne POCI) | 13 | 8 | 13 | 319 | 755 | 275 | 501 | – | 1.884 |
| Kreditportfolio | 13 | 8 | 13 | 319 | 755 | 275 | 216 | – | 1.599 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | 285 | – | 285 |
| Buchwerte für Wertberichtigungen der Stufe 3 (ohne POCI) | – | – | – | – | – | – | – | 614 | 614 |
| Kreditportfolio | – | – | – | – | – | – | – | 614 | 614 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| POCI Summe | – | – | – | – | – | – | – | 14 | 14 |
| Kreditportfolio | – | – | – | – | – | – | – | 14 | 14 |
| Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 8.585 | 3.075 | 5.448 | 13.098 | 8.228 | 1.133 | 1.561 | 628 | 41.756 |

Sensitivitätsanalyse

BAWAG P.S.K. hat einen szenariogewichteten Ansatz basierend auf vielfältigen makroökonomischen Parametern für die Bewertung der ECLs entwickelt, wie:

  • Bruttoinlandsprodukt
  • Inflationsrate
  • Immobilienpreise

die alle Portfoliotypen beeinflussen. Die Arbeitslosenrate sowie langfristige Renditen für Bundesanleihen sind in unsere IFRS-9-Modelle und Szenarien eingearbeitet.

Die Gewichtverteilung zwischen Szenarien (Baseline 32,5%, Pessimistic 37,5% und Optimistic 30%) ermöglicht ein stabiles Niveau von ECLs zu halten. Die Szenarien wurden so ausgewählt, um das BAWAG Modell zu repräsentieren.

Die folgende Tabelle illustriert die gewichtete Wertberichtigung sowie die 100%-Gewichtung des jeweiligen Szenarios mit einer relativ kleinen Bandbreite von 6 Mio. € zwischen Optimistic-Szenario und Pessimistic-Szenario.

| 31.12.2019
in Mio. € | Gewichtetes Szenario
(30%/32,5%/37,5%) | 100% Optimistic | 100% Baseline | 100% Pessimistic |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 & Stufe 2
Wertberichtigungen | 57 | 54 | 56 | 60 |

Die komplette Allokation der Wertberichtigungen auf Stage 1 impliziert ein niedriges Risikoprofil des Gesamtportfolios.

178


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 31.12.2019
in Mio. € | Gewichtetes Szenario
(30%/32,5%/37,5%) | 100% Stufe 1 Zuordnung | 100% Stufe 2 Zuordnung |
| --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 & Stufe 2
Wertberichtigungen | 57 | 49 | 153 |

Wertberichtigte Kredite

In der BAWAG P.S.K. werden seit 1. Jänner 2018 für Kredite, bei welchen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, gemäß dem IFRS-9-Standard Vorsorgen für Wertminderungsverluste gebildet. Die Hauptkomponenten im Rahmen der Wertberichtigung werden im Folgenden dargestellt. Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen an als ausgefallen klassifizierte Kunden bzw. an solche Kunden, für die spezifische Risikovorsorgen gebildet wurden.

Automatische Einzelwertberichtigungen

Wertberichtigungen werden automatisch im Kernbanken-system für standardisierte Produkte im Fall unbezahlter Salden gebildet. Dies tritt bei fortdauerndem Girokonto- oder Kreditratenzahlungsverzug von 90 Tagen sowie bei Klagseröffnung ein.

Manuelle Einzelwertberichtigungen

Für ausfallgeführte Forderungen, die nicht der automatischen Einzelwertberichtigung unterliegen, ist immer ein sogenannter Impairmenttest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Über eine Wertminderung wird nach eingehender Analyse auf individueller Basis entschieden und Wertberichtigungen werden manuell gebildet.

Ausgefallene Exposures (NPEs)

Die Ausfallmarkierung wird gemäß Artikel 178 CRR (interne Risikoklasse 8) für alle ausgefallenen Kundenkreditrisikopositionen und für alle Forborne-Konten, die mehr als 30 Tage auf Kontoebene überfällig sind, gesetzt.

Ausgefallene Forderungen (NPLs)

Als notleidende Forderungen (non-performing loans – NPLs) sind in Übereinstimmung mit Artikel 178 CRR sämtliche ausgefallene Kundenkreditexposures definiert (interne Risikoklasse 8).

„Forbearance“-Maßnahmen

Forbearance-Maßnahmen können zur Anwendung kommen, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Die BAWAG P.S.K. verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden können. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapitalfazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.

Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgeführten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern.

Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die BAWAG P.S.K. Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als ausgefallen klassifiziert.

Für Reportingzwecke sowie für die interne Risikosteuierung verfügt die BAWAG P.S.K. über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards¹) zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstige Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als „Forborne“ gekennzeichnet.

Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Im Konzern-Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind angemessene Haircuts definiert.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Die Wertermittlung für inländische Wohnimmobilien erfolgt zentral durch Experten für die Bewertung von Immobilien unter Anwendung standardisierter Methoden und unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die Schätzung von Immobilien in anderen Ländern erfolgt ebenfalls von unabhängigen Fachleuten nach internationalen Standards. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindex des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische Objekte, auf der Basis des Halifax-House-Price-Index für Wohnimmobilien in Großbritannien sowie durch MAC (MeilleursAgents.com) für die französischen Wohnimmobilien. Die Überprüfung für Wohnimmobilien in den Niederlanden basiert auf dem CBS-Index (Centraal Bureau voor de Statistik).

Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen für die Bewertung von Gewerbeimmobilien oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag des Konzerns bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.

Sondergestion und Betreibung

Die Organisationseinheiten für Sondergestion und Betreibung (Retail/Non-Retail) verantworten die umfassende Gestion und Restrukturierung oder Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.

Früherkennung

Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen (z.B. durch Bonitätsverschlechterung, signifikanten Rückgang des Aktienkurses, Anstieg des CDS-Spreads, negative Pressemeldungen/Ad-hoc-Publizität, unübliche Risikokonzentration etc.) definierte Frühwarnsignale auslösen, werden auf die Watch List genommen und in weiterer Folge im Watch Loan Committee, welches durch Mitglieder der relevanten Markt- und Marktfolgeorganisation besetzt ist, besprochen. Dieses Gremium arbeitet Maßnahmen zur Risikominderung auf Einzelfallebene aus und sorgt für eine konsequente Überwachung aller Exposures mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit.

1) Commission Implementing Regulation (EU) 2015/227, Annex V. Art. 145-183.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Retail & SME

Das Portfolio im Segment Retail & SME setzt sich aus 66% Hypothekarkrediten (2018: 71%), 19% Konsumfinanzierungen (2018: 16%), 9% Leasing (2018: 7%) und 6% Small-Business (KMU)-Finanzierungen (2018: 6%) zusammen. Das Segment beinhaltet sowohl die österreichischen als auch die internationalen Portfolien der Gruppe.

Die Portfolien-Hypothekarkredite weisen aufgrund des hohen Sicherheitsanteils sehr niedrige LTVs auf. Wie in der Retailstrategie vorgegeben wurde Neugeschäft vorwiegend im Konsumfinanzierungs- und Hypothekarkreditgeschäft erzielt.

Hierbei sichern detaillierte Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Portfolios. Darüber hinaus wird besonderer Wert auf die Betrugserkennung durch ausgefeilte Techniken und solide Prozesse gelegt, um den Zufluss von betrügerischem Neugeschäft proaktiv zu verhindern.

Das Neukundengeschäft wird im Rahmen des Risikoappetits der Bank durch klare Kreditrichtlinien gesteuert. Entscheidungen am Point of Sale werden auf Basis automatisierter Scoring-Systeme, in spezifischen Fällen durch die Risikoabteilung getroffen. Der Fokus in diesem Portfolio liegt auf Einhaltung der Richtlinien und der Sicherstellung einer hohen Datenqualität zum Zeitpunkt des Antrags. Ein zentrales Monitoring dient der laufenden Qualitätssicherung und Aufrechterhaltung der Kreditvergabedisziplin.

Für das Bestandskundengeschäft ist die umfassende Portfoliosteuerung (z.B. Monitoring von Portfoliotrends, Berichterstattung krimineller Aktivitäten, Default-type-Analysen, NPL-Sanierung, Anpassung der Vergaberichtlinien) ein Schlüsselfaktor zur proaktiven Steuerung des Risikos im Retailgeschäft der BAWAG P.S.K..

Demzufolge sind gut definierte Richtlinien, Prozesse und analytische Tools in diesem dynamischen Geschäft wesentlich. Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen laufend überwacht:

  • Performance der Scorekarten: Bewilligungsrate und manuelle Entscheidungen
  • Entwicklung der Kreditwürdigkeit und Besicherung
  • Performance der Erkennung von Betrugsfällen
  • Entwicklung der Risikoklassenverteilung und Risikokonzentration
  • Entwicklung von Rückständen und Überfälligkeiten (z.B. Vintage- und Flow-Rate-Analysen)
  • Entwicklung ausgefallener Kredite
  • Entwicklung der Verlustraten und Risikokosten

Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und ermöglicht der BAWAG P.S.K. andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.

181


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Kreditportfolio und Wertpapiere nach Produktgruppen

Buchwert NPE Ratio NPL Ratio NPL-Besicherungsquote
Retail & SME in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019
Konsumfinanzierungen 3.346 2.734 2,0% 1,9% 50,9%
davon Portfolio 518 332 0,1% 0,1% 41,3%
Hypothekarfinanzierungen 11.859 11.955 2,1% 1,8% 93,0%
davon Portfolio 2.805 3.229 6,1% 5,0% 94,2%
Leasing 1.726 1.132 1,6% 1,3% 80,2%
davon Portfolio 172 173 0,1% 0,1% 100,0%
KMU-Finanzierungen 1.065 929 4,1% 3,9% 85,1%
davon Portfolio 220 - 0,7% 0,7% 72,4%
Summe 17.996 16.750 2,2% 1,9% 78,9%

Die NPL Ratio des Retail & SME-Portfolios beträgt 1,9% (2018: 1,9%). Die NPL-Besicherungsquote von 78,9% (2018: 83,1%) untermauert das Risikoprofil dieses Portfolios.

Das Hypothekarportfolio im Segment Retail & SME zeichnet sich durch übliche LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit beträgt weniger als 19 Jahre (2018: 19 Jahre) und umfasst Forderungen in EUR und CHF. Die auf CHF lautenden Hypothekenforderungen betragen zum Stichtag 31. Dezember 2019 1,0 Mrd. € (31.12.2018: 1,1 Mrd. €). Seit dem Auslaufen des Produktangebotes im Jahr 2008 verringerte sich das Volumen um mehr als 1,4 Mrd. CHF bzw. mehr als 50%. Dieser Teil des Portfolios wird laufend reduziert und/oder in EUR-Darlehen gewandelt. Der LTV des CHF-Portfolios zu Jahresende 2019 betrug 70% (2018: 70%).

Das Konsumfinanzierungsgeschäft besteht aus nicht besicherten Privatkrediten, Kreditlinien und Kreditkarten, generiert durch die nationalen und internationalen Vertriebskanäle der Gruppe. Zusätzlich wurde eine langfristige, exklusive Partnerschaft mit MediaMarktSaturn in all deren österreichischen Filialen und ihrem Online-Webshop ausgerollt, um das Portfolio mittels Warenkrediten zu ergänzen. Das Risikomanagement unterstützt das Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von robusten Scorekarten und Kreditprozessen.

Leasing umfasst das kleinvolumige Leasinggeschäft (KFZ-Leasing, Immobilien- und Anlagenleasing).

182


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die Forderungen an Small-Business-Kunden (KMU) werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die NPL Ratios und NPL-Besicherungsquoten im Segment Retail & SME deuten auf ein stabiles und risikoarmes

Portfolio hin. Es wurde die Strategie weiterverfolgt, notleidende Kreditportfolien konsequent zu bearbeiten, um niedrige NPL-Stände sicherzustellen und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite aus abwicklungstechnischer und Risikosicht weiter verbessert.

Verteilung Retail-Aktiva nach Regionen

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Geografische Verteilung des Kreditportfolios

img-1.jpeg

Gestundete Forderungen nach Produkten

Konsum-finanzierungen Hypothekar-finanzierungen Leasing KMU-Finanzierungen Summe
Retail & SME in Mio. € 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018
Gestundete Forderungen 67 90 183 193 13 0 9 14 272 297
davon non-performing 22 16 53 41 0 0 5 5 80 62
Wertberichtigung 7 8 5 5 0 - 3 2 15 14
Sicherheiten 3 3 274 247 4 0 13 19 294 269

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Verzugstage

Eine Überwachung des Portfolios in Bezug auf Verzugstage erfolgt laufend. Ziel ist es, eine ehestmögliche Kontaktaufnahme mit dem Kunden sicherzustellen, um etwaige nachteilige Folgen für das Portfolio vorzeitig abwenden und dem Kunden gegebenenfalls Finanzierungsalternativen aufzeigen zu können.

Im Segment Retail & SME weisen über 98,0% (2018: 99,1%) der Forderungen keine Verzugstage auf. Insgesamt belegen das geringe Verzugstagevolumen, die stabilen Vintages und die produktspezifischen Scorecard-Ergebnisse die hohe Kreditqualität des Portfolios.

Konsum-finanzierungen Hypothekar-finanzierungen Leasing KMU-Finanzierungen
Retail & SME 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12.
in Mio. € 2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Summe 3.346 2.734 11.859 11.955 1.726 1.132 1.065 929
1–30 Tage 1,3% 1,2% 0,1% 0,2% 1,2% 0,3% 1,5% 1,1%
31–60 Tage 0,5% 0,3% 0,1% 0,1% 0,3% 0,2% 0,2% 0,2%
61–90 Tage 0,3% 0,2% 0,1% 0,0% 0,1% 0,2% 0,1% 0,1%

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Corporates & Public

in Mio. € Buchwert NPE Ratio NPL Ratio NPL-Besicherungsquote Investment Grade
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2019
Firmenkundengeschäft 5.129 6.767 2,7% 2,5% 67,2% 62,2%
Immobilien 4.596 4.191 1,8% 0,2% 85,1% 64,6%
Öffentlicher Sektor 3.351 3.107 100,0%
Summe 13.076 14.065 1,6% 1,0% 65,0% 73,5%

Die Portfolien Firmenkundengeschäft wie auch Immobilien umfassen internationales Geschäft sowie Unternehmen in der DACH-Region. Die Portfolien zeichnen sich durch proaktives Risikomanagement, diszipliniertes Wachstum in stabilen westlichen Wirtschaftsräumen und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing aus. 62,2% der Forderungen im Portfolio Firmenkundengeschäft und 64,6% im Portfolio Immobilien befinden sich in sehr guten Bonitätsbereichen (Investment Grade). Der Anteil an notleidenden Krediten verbesserte sich von 1,2% auf 1,0%. Von den notleidenden Krediten sind 65,0% des Volumens besichert und wertberichtigt (2018: 71,0%). Das Portfolio Öffentlicher Sektor umfasst sowohl Unternehmen in Österreich als auch in Deutschland und zeichnet sich durch eine Erhöhung des Buchwertes auf rd. 3,3 Mrd. € und eine NPL Ratio von 0% aus.

Das Firmenkundengeschäft ist zumeist durch ein moderates (Net) Debt/EBITDA-Verhältnis von <4,0x sowie ein gutes Risiko/Ertrags-Profil gekennzeichnet. Das Immobilienkreditportfolio verfügt über einen durchschnittlichen LTV von unter 60% und eine sehr gute Diversifizierung nach Ländern und Assetklassen.

Wesentliche Kreditentscheidungen werden vom Credit Approval Committee (CAC), einem speziellen Gremium auf Vorstandsebene, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien der BAWAG P.S.K. streng geprüft, diskutiert und in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im DACH- als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern getroffen.

Gestundete Forderungen

in Mio. € Corporates & Public
31.12.2019 31.12.2018
Gestundete Forderungen 72 116
davon non-performing 53 38
Wertberichtigung 16 20
Sicherheiten 45 54

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Risikokonzentrationen im Kreditportfolio

Im Segment Corporates & Public ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen

ergeben sich aus hohen Exposures in einzelnen Kundenengagements oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.

Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen

| Corporates & Public
in Mio. € | Buchwert | | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| EUR | 9.980 | 10.729 | 76,3% | 76,3% |
| USD | 1.944 | 2.029 | 14,9% | 14,4% |
| GBP | 713 | 910 | 5,4% | 6,5% |
| SEK | 257 | 105 | 2,0% | 0,7% |
| CHF | 172 | 191 | 1,3% | 1,4% |
| Sonstige | 10 | 101 | 0,1% | 0,7% |
| Summe | 13.076 | 14.065 | 100,0% | 100,0% |

Verteilung Corporates & Public-Aktiva nach Regionen

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Geografische Verteilung des Kreditportfolios

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Risikokonzentrationen nach Branchen

| 31.12.2019
in Mio. € | Immobilien-finanzierung | Öffentlicher Sektor | Firmenkunden-geschäft | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | 4.507 | 131 | 580 | 5.218 |
| Nationalstaaten | 0 | 2.063 | – | 2.063 |
| Dienstleistungen | 23 | 171 | 1.439 | 1.633 |
| Öffentlicher Sektor | 44 | 871 | 176 | 1.091 |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | – | – | 388 | 388 |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 15 | 2 | 344 | 361 |
| Engineering & B–2–B | – | – | 326 | 326 |
| Versorgungsunternehmen | – | 37 | 195 | 232 |
| Freizeiteinrichtungen | – | 3 | 222 | 225 |
| Telekommunikation | – | – | 218 | 218 |
| Automobilindustrie | – | – | 185 | 185 |
| Chemische Industrie | – | – | 177 | 177 |
| B–2–C-Produkte | – | – | 138 | 138 |
| Einzelhandel – Lebensmittel | – | – | 136 | 136 |
| Leasing | – | – | 132 | 132 |
| Exportfinanzierungen | – | – | 119 | 119 |
| Holz & Papier | – | – | 82 | 82 |
| Transport | – | 4 | 59 | 63 |
| Versicherungen | – | 45 | – | 45 |
| Rohstoffe | – | – | 42 | 42 |
| Bergbau & Metall | – | – | 40 | 40 |
| Bauwirtschaft & Materialien | – | – | 34 | 34 |
| Hotels | – | – | 29 | 29 |
| Investmentfonds | – | – | 29 | 29 |
| Social Housing | – | 23 | – | 23 |
| Medien | – | – | 19 | 19 |
| Kasinos | – | – | 16 | 16 |
| Nichtregierungsorganisationen | – | 3 | 8 | 11 |
| Summe | 4.595 | 3.353 | 5.128 | 13.076 |

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

| 31.12.2018
in Mio. € | Immobilien-finanzierung | Öffentlicher Sektor | Firmenkunden-geschäft | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | 4.123 | 125 | 817 | 5.065 |
| Dienstleistungen | 31 | 184 | 2.118 | 2.333 |
| Nationalstaaten | 0 | 1.814 | 27 | 1.841 |
| Öffentlicher Sektor | 8 | 853 | 46 | 907 |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | 2 | – | 531 | 532 |
| Engineering & B–2–B | – | – | 430 | 430 |
| Telekommunikation | – | – | 426 | 426 |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 15 | 2 | 404 | 421 |
| Freizeiteinrichtungen | – | 4 | 318 | 322 |
| Versorgungsunternehmen | – | 58 | 233 | 291 |
| Chemische Industrie | – | – | 213 | 213 |
| Automobilindustrie | 3 | – | 184 | 187 |
| Leasing | – | – | 168 | 168 |
| B–2–C-Produkte | 0 | – | 166 | 166 |
| Exportfinanzierungen | – | – | 165 | 165 |
| Holz & Papier | – | – | 102 | 102 |
| Social Housing | – | 60 | – | 60 |
| Medien | – | 0 | 54 | 54 |
| Transport | – | – | 54 | 54 |
| Bergbau & Metall | – | – | 53 | 53 |
| Rohstoffe | – | – | 51 | 51 |
| Hotels | – | – | 46 | 46 |
| Versicherungen | – | 0 | 43 | 43 |
| Bauwirtschaft & Materialien | – | 0 | 40 | 40 |
| Investmentfonds | 3 | – | 35 | 39 |
| Einzelhandel – Lebensmittel | – | – | 26 | 26 |
| Kasinos | – | – | 17 | 17 |
| Nichtregierungsorganisationen | – | 3 | 10 | 13 |
| Summe | 4.197 | 3.103 | 6.765 | 14.065 |

188


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Treasury

in Mio. € Buchwert Investment Grade
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Banken 3.684 4.389 96,3% 95,2%
Staaten 4.655 4.358 100,0% 100,0%
CLOs 935 957 100,0% 100,0%
Sonstige 281 485 81,8% 82,3%
Summe 9.555 10.189 98,9% 98,7%

Treasury ist als Servicecenter für die Kunden, Tochterunternehmen und Partner des Konzerns für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten zuständig. Der Fokus der Veranlagungsstrategie liegt weiterhin auf besicherten und unbesicherten Anleihen von Banken in Westeuropa und den Vereinigten Staaten mit Investment-Grade-Rating und auf ausgewählten Staatsanleihen. Ergänzend investiert die Bank auch selektiv in strukturierte Kreditprodukte (CLOs) der Bonitäten AAA und AA, welche einen hohen Grad an Diversifikation in Bezug auf Länder und Industrien aufweisen.

Das Investmentportfolio im Segment Treasury beträgt 50% des Gesamtbuchwertes und enthält 96,1% Investment-Grade-Wertpapiere (2018: 95,6%), 74% davon sind in der Ratingkategorie A oder höher eingestuft (2018: 82%). Zum 31. Dezember 2019 hat Treasury im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn und Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten. Die Zusammenstellung des Investmentportfolios reflektiert unsere Strategie, hohe Kreditqualität, kurze Laufzeiten und starke Liquidität beizubehalten, um bei Minimierung der Fair-Value-Volatilität ein steigendes Zinsergebnis zu generieren.

Geografische Verteilung des Wertpapierportfolios¹)

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Geografische Verteilung der Wertpapiere

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1) Nur Investmentbuch. Dies beinhaltet Großbritannien mit 13% (Dez 2018: 10%), Frankreich mit 8% (Dez 2018: 10%), Österreich mit 7% (Dez 2018: 8%), die Vereinigten Staaten mit 6% (Dez 2018: 7%) und Deutschland mit 6% (Dez 2018: 6%).
189


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen

in Mio. € Buchwert in %
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
EUR 9.215 9.960 96,4% 97,8%
USD 264 201 2,8% 2,0%
Sonstige 76 28 0,8% 0,2%
Summe 9.555 10.189 100,0% 100,0%

Corporate Center

Im Corporate Center sind in erster Linie positive Marktwerte aus Derivaten und Nicht-Kernbeteiligungen enthalten. Das Corporate Center umfasst alle andernorts nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für den gesamten Konzern, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Regulatorische Aufwendungen (mit Ausnahme der Beiträge zur Einlagensicherung) und Unternehmenssteuern sind ebenfalls dem Corporate Center zugeordnet. Das Corporate Center ist auf Nicht-Business-Positionen fokussiert.

55 | Marktrisiko

Das Marktrisiko ist definiert als Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.

Die Hauptkomponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. sind Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko. Beide Risikoarten werden auf Basis eines Sensitivitäts- und eines Value-at-Risk-Ansatzes (VaR) sowie von Szenarienrechnungen gemessen und überwacht. Die bilanzielle Behandlung der Positionen wird zusätzlich in den Risikoreports berücksichtigt.

Marktrisiko im Handelsbuch

Seit dem Vorstandsbeschluss vom September 2012 fand im Handelsbuch kein aktiver Eigenhandel mehr statt und alle neuen Transaktionen dienten nur noch der Glattstellung von Positionen oder der Risikoreduktion. Im Juli 2019 beschloss der Vorstand, die verbleibenden derivativen Positionen aus dem Handelsbuch in das Bankbuch zu übertragen, um der strategischen Ausrichtung des Derivategeschäfts auf Nichthandelsaktivitäten Rechnung zu tragen. Die Genehmigung umfasste alle Derivate der BAWAG P.S.K. Die verbleibenden Positionen der Südwestbank AG fallen unter die Unwesentlichkeitsgrenze und laufen im Mai 2020 aus.

Derzeit sind keine Handelsaktivitäten innerhalb der gesamten Gruppe geplant.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Marktrisiko im Bankbuch

Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. resultieren aus Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko.

Zinsrisiko im Bankbuch

Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklungen ergibt.

Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Bereich Treasury & Markets Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk/Return-Verhältnisses auf Konzernebene zu steuern. Der Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko-Management berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das SALCO über die Limitausnutzung und die Verteilung der Risiken.

Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets implementiert. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur:

  • Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite
  • Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
  • Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung

Die BAWAG P.S.K. wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-Hedge-Accounting-Methoden zur Absicherung von Marktrisiken angewendet:

Micro Fair Value Hedge

Absicherung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts. Die Entscheidung, welches Instrument in das Mikro-Hedge-Accounting aufgenommen wird, wird im Kontext der Gesamtzinsrisikoposition getroffen.

Portfolio Fair Value Hedge („EU-Carve-out“)

Die BAWAG P.S.K. hat Sichteinlagen in Euro als ein Portfolio identifiziert, das gegen Zinsrisiken abgesichert werden soll. Diese Einlagen sind entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder unterteilt. Die BAWAG P.S.K. bestimmt aus dem identifizierten Portfolio einen Betrag an Verbindlichkeiten, der dem Betrag entspricht, der als Basis für den Portfolio Fair Value Hedge abgesichert werden soll, wobei ein Bottom-Layer-Ansatz verwendet wird. Per 31.12.2019 waren fast 25% des Gesamtvolumens der Sichteinlagen dem Portfolio-Fair-Value-Hedge gewidmet.

Darüber hinaus werden vertraglich vereinbarte Zinsober- und/oder -untergrenzen, die in finanzielle Vermögenswerte (z.B. Darlehensforderungen oder Wertpapiere) und/oder Verbindlichkeiten (z.B. Spareinlagen) eingebettet sind, in eine Portfolio Fair Value Hedge Beziehung gewidmet, um diese Instrumente gegen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von Zinsänderungen abzusichern. Die Entscheidung über den Betrag, der in die Bilanzierung der Fair-Value-Hedge-Beziehung einbezogen werden soll, wird unter Anwendung eines Bottom-Layer Ansatzes und im Kontext der Steuerung der Zinsrisikoposition unter Einhaltung der definierten Limite getroffen.

Zinsderivate, die nicht im Rahmen einer Hedge-Accounting-Beziehung gewidmet sind, werden zum Fair Value bilanziert.

Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinstragender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwerts infolge einer parallelen Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt nach oben (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten des Konzerns zum 31. Dezember 2019 anhand des PVBP-Konzepts dar:


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Zinssensitivität

| 31.12.2019
in Tsd. € | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 87 | 444 | -150 | -96 | 317 | 50 | 651 |
| USD | 0 | -4 | -5 | 0 | -5 | -5 | -20 |
| CHF | 3 | -8 | 13 | -13 | -8 | -11 | -24 |
| GBP | 14 | 5 | -6 | 15 | 1 | 2 | 31 |
| Sonstige
Währungen | 2 | -10 | -8 | -1 | 0 | 0 | -16 |
| Summe | 106 | 427 | -157 | -94 | 304 | 36 | 622 |
| 31.12.2018
in Tsd. € | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | -243 | -351 | -239 | -204 | -32 | -242 | -1.311 |
| USD | 20 | 17 | 2 | -16 | -5 | -1 | 17 |
| CHF | 4 | -8 | 0 | 4 | -5 | -9 | -15 |
| GBP | 20 | 14 | 1 | 0 | 1 | 4 | 39 |
| Sonstige
Währungen | -1 | -5 | -14 | -1 | 0 | 0 | -21 |
| Summe | -200 | -332 | -251 | -217 | -42 | -250 | -1.291 |

Die durch Zinsänderungen bedingten Auswirkungen von Marktwertänderungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf das Eigenkapital werden separat berechnet, limitiert und beobachtet. Die Sensitivität der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2019 +235 Tsd. € (vgl. Jahresdurchschnitt 2019: +219 Tsd. € bzw. per 31. Dezember 2018: +242 Tsd. €). Für im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanziellen Vermögenswerte beträgt die Sensitivität -222 Tsd. € (31. Dezember 2018: -311 Tsd. €).

Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.

Credit-Spread-Risiko im Bankbuch

Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit Spread PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer parallelen Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) nach oben an. Die folgende Tabelle zeigt die gesamte Credit-Spread-Sensitivität der BAWAG P.S.K. sowie die Aufteilung nach den für die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Gesamtergebnis relevanten Bilanzkategorien:


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Credit-Spread-Sensitivität

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Gesamtportfolio -2.136 -3.023
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -162 -184
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -1.341 -1.075
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -633 -1.764

Darüber hinaus werden monatlich die Risikokenngroßen Value-at-Risk und Expected Shortfall berechnet sowie Szenariorechnungen durchgeführt.

Das Credit-Spread-Risiko wird auf Gesamtkonzernebene auch im Rahmen des ICAAP berücksichtigt bzw. limitiert und ist Bestandteil der bankweiten Stresstests.

Alle eingesetzten Modelle werden laufend kalibriert und zumindest jährlich durch Überprüfung der Annahmen und Backtestingverfahren validiert.

Fremdwährungsrisiko im Bankbuch

Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch des Konzerns wird durch konservative Limite beschränkt, wodurch ein geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht.

Folgende Tabelle stellt Sensitivitäten aus Fremdwährungen auf Basis der offenen Devisenposition dar. Aus Fremdwährungen resultiert für das Bewertungsergebnis keine signifikante Risikoposition.

in Tsd. € USD GBP CHF Sonstige Fremdwährungen
FX-Veränderung (in %) -10 10 -10 10 -10 10 -10 10
Einfluss -460 460 943 -943 -84 84 -723 723

Zur Steuerung von Fremdwährungsrisiken wendet die BAWAG P.S.K. ebenfalls Hedge Accounting gemäß IAS 39 an.

Cash Flow Hedge

Das Fremdwährungsrisiko aus den zukünftigen Margeneinnahmen der Fremdwährungsportfolios der BAWAG P.S.K. wird durch die Implementierung des Cashflow-Hedges für FX-Margen mitigiert. Die BAWAG P.S.K. wendet einen Bottom-Layer-Ansatz an, bei dem definierte Beträge von Cashflows für einen bestimmten Zeitraum als abgesicherte Position ausgewiesen werden. Derzeit werden Cashflows resultierend aus Margeneinnahmen denominiert in GBP-, USD- und CHF- über FX Termingeschäfte abgesichert. Es gelten die folgenden Zielabsicherungsquoten für zukünftige FX-Margen-Einnahmen:

  • USD: 70% der Erträge aus USD-Credit Spreads der nächsten 12 Monate
  • GBP: 70% der Erträge aus GBP Credit Spreads der nächsten 36 Monate

  • CHF: 70% der Erträge aus CHF-Credit Spreads der nächsten 36 Monate

Die BAWAG P.S.K. wendet das Cash Flow Hedge auch für die Cross Currency Basisrisiken an. Das abgesicherte Risiko ist das Fremdwährungsrisiko zukünftiger Cashflows von kapital- und indikatorbasierten Zahlungen ("Referenzzinssatz" - z.B. Cashflows auf Basis des LIBOR-Satzes) einschließlich der Fremdwährungs-Basis-Spreads des Fremdwährungsportfolios der BAWAG P.S.K.. Die BAWAG P.S.K. hat hier einen Bottom-Layer-Ansatz in Bezug auf den Nominal-/Tenorwert des Grundgeschäfts implementiert. Daher müssen die Beträge der abgesicherten Risiko- und Absicherungsinstrumente (Cross Currency Swaps) laufend angepasst und in Bezug auf Neugeschäft bis zu den dedizierten Bottom Layers verlängert werden, um die Absicherungsanforderungen der Bank zu erfüllen. Per 31.12.2019 waren etwa 65% des USD-Portfolios bzw. 60% des GBP-Portfolios in das Cash Flow Hedge Accounting gewidmet.

193


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Net Investment Hedge

Ein Fremdwährungsrisiko ergibt sich auch aus der Nettoinvestition des Konzerns in eine Tochtergesellschaft mit der funktionalen Währung CHF und in eine Tochtergesellschaft mit der funktionalen Währung USD. Das Risiko ergibt sich aus der Schwankung der Kassakurse zwischen dem CHF und dem EUR sowie zwischen dem USD und dem EUR, wodurch die Höhe der Nettoinvestition variiert.

Das abgesicherte Risiko bei der Absicherung der Nettoinvestition ist das Risiko einer Schwächung des CHF gegenüber dem EUR bzw. des USD gegenüber dem EUR, die zu einer Verringerung des Buchwerts der Nettoinvestition der Gruppe in die Tochtergesellschaft in der funktionalen Währung CHF bzw. USD führt.

Der volle Betrag bzw. ein Teil der Nettoinvestition der Gruppe in ihre Tochtergesellschaft in der funktionalen Währung CHF bzw. USD wird durch einen Devisen-Swap zwischen EUR und CHF bzw. EUR und USD abgesichert bzw. gemindert (Nominalwert: 55 Mio. CHF (2018: 0 CHF)) bzw. 150 Mio. USD (2018: 0 USD)). Die Devisen-Swaps werden als Sicherungsinstrumente für die Wertveränderungen der Nettoinvestition bestimmt, die auf Änderungen der

56 | Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen (dispositives Liquiditätsrisiko) oder diese Verpflichtungen nur mit höheren Refinanzierungskosten (strukturelles Liquiditätsrisiko) erfüllen zu können. Zum Liquiditätsrisiko gehört ferner das Risiko, dass Transaktionen nicht geschlossen oder verkauft werden können oder dies aufgrund unzureichender Marktfiefe oder aufgrund von Marktunterbrechungen (Marktliquiditätsrisiko) nur mit Verlust möglich ist. Das Ziel des Liquiditätsrisikomanagements der BAWAG P.S.K. besteht darin, sicherzustellen, dass der Konzern seinen Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann, und das Liquiditätsrisiko innerhalb des Risikoappetits zu steuern.

Liquiditätsrisikomanagement

Im Einklang mit dem Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) der EZB hat die BAWAG P.S.K. einen jährlichen Prozess zur Beurteilung der internen Liquiditätsadäquanz (ILAAP) implementiert, der die Grundlage für die konzernweite Messung, Steuerung und Überwachung von Liquiditätsrisiken bildet.

EUR/CHF- und EUR/USD-Kassakurse zurückzuführen sind.

Die Strategie der Gruppe besteht darin, die Nettoinvestition bis zu 100% des Nettoinvestitionsbetrags abzusichern

Konzentrationsrisiken

Alle wesentlichen Risikofaktoren werden über VaR-Modelle/Szenarioanalysen und Stresstests abgedeckt, die auf alle Handels- und Bankbuchpositionen angewendet werden. Instabilitäten der Korrelationen, die zu einer Überschätzung der Diversifikationseffekte führen können, werden dadurch berücksichtigt, dass nur Korrelationen innerhalb ausgewählter Risikofaktoren (Zinsen, Wechselkurse, Volatilitäten) sowie (nach umfassender empirischer Analyse) auch zwischen Zinsrisiko im Bankbuch und Credit-Spread-Risiko berücksichtigt werden, darüber hinaus aber keine Diversifikation angenommen wird. Stresstest-Ergebnisse werden ebenso in verschiedene Risikofaktoren unterteilt, errechnet, berichtet und limitiert, um Korrelationen innerhalb eines Risikofaktors identifizieren zu können.

Der Vorstand legt die Liquiditätsrisikostrategie sowie den allgemeinen Liquiditätsrisikoappetit fest und überprüft und genehmigt mindestens einmal jährlich den ILAAP sowie die konzernweiten Limite und die Fundingspläne.

Das wichtigste Entscheidungsgremium im Zusammenhang mit Liquiditätsrisiken ist das Strategic Asset Liability Committee (SALCO), in dem alle Vorstandsmitglieder vertreten sind. Das SALCO wird mindestens einmal im Monat über die Leistung im Vergleich zu den Risikokennzahlen informiert.

Treasury & Markets ist beauftragt, die Liquiditäts- und Finanzierungsposition zu steuern. Der Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko-Management fungiert als unabhängige Risikokontrollfunktion und ist für die Überprüfung des ILAAP-Rahmens verantwortlich.

Liquiditätsstrategie

Einlagen von Retail- und Firmenkunden bilden seit Jahren den Kern der Refinanzierungsstrategie der BAWAG P.S.K.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

und werden auch in Zukunft die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bilanz darstellen. Ergänzt wird die Einlagenbasis durch diversifizierte Kapitalmarktrefinanzierungen. Die BAWAG P.S.K. hat dabei unbesicherte Anleihen und fundierte Bankschuldverschreibungen, die mit Hypotheken besichert sind, emittiert.

Liquiditätssteuerung

Die Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt auf Konzernebene.

Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30-Tage-Liquiditätsvorschau, die ein genaues Monitoring und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition ermöglicht.

Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und an das SALCO berichtet. Im Rahmen des Prognoseprozesses, der Szenarioanalysen für geplante Maßnahmen und Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt, wird die Entwicklung aller wichtigen Liquiditätsrisikokennzahlen auf Grundlage der zugrunde liegenden Geschäftspläne prognostiziert, um die Einhaltung des allgemeinen Risikoappetits sicherzustellen.

Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.

Liquiditäts-Stresstests

Liquiditäts-Stresstests und Szenarioanalysen werden angewendet, um die Liquiditätsrisikoposition der BAWAG P.S.K. zu bewerten, die Risikolimite festzulegen und die Liquiditätspuffer zu kalibrieren. Sie ergänzen das operative Liquiditätsmanagement und die mittel- bis langfristige Liquiditätsstrategie.

Stresstests werden sowohl auf Konzern- als auch auf Tochterunternehmensebene durchgeführt und decken Szenarien ab, die sich in Länge und Schweregrad unterscheiden (systemischer Stress, idiosynkratischer Stress, kombinierter Stress). Die Ergebnisse der Stresstests werden monatlich an das SALCO berichtet.

Steuerung des Liquiditätspuffers

Die BAWAG P.S.K. hält einen Liquiditätspuffer, um unerwartete Liquiditätsabflüsse in einem Stressszenario abzudecken. Der Liquiditätspuffer stellt daher eine vorbeugende Maßnahme gegen das Liquiditätsrisiko dar. Der Liquiditätspuffer besteht aus einem Portfolio liquider Aktiva, mit dem in Stresssituationen liquide Mittel generiert werden können, um die Illiquidität der Bank zu verhindern. Der Liquiditätspuffer der BAWAG P.S.K. beinhaltet nur Vermögenswerte, die innerhalb von 30 Tagen mit niedrigem Ausführungsrisiko liquidiert werden können. Die Marktliquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig überprüft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen 5.801 4.363
Für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Wertpapiere 1.885 4.405
Sonstige für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Aktiva 1.544 209
Kurzfristiger Liquiditätspuffer 9.230 8.977
Sonstige marktfähige Wertpapiere 1.389 1.307
Summe 10.619 10.284

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

| 31.12.2019
in Mio. € | Vertragliche Zahlungs-ströme | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nichtderivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -3.362 | -1.014 | -375 | -625 | -618 | -730 |
| Einlagen von Kunden | -30.937 | -27.281 | -514 | -720 | -1.531 | -890 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -5.992 | -16 | -152 | -694 | -2.097 | -3.033 |
| Zwischensumme | -40.290 | -28.311 | -1.042 | -2.039 | -4.246 | -4.653 |
| Derivate Verbindlichkeiten | -665 | -144 | -48 | -33 | -70 | -371 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.996 | -1.996 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | -42.952 | -30.450 | -1.089 | -2.072 | -4.317 | -5.024 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Vertragliche Zahlungs-ströme | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nichtderivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -4.335 | -410 | -446 | -252 | -2.482 | -745 |
| Einlagen von Kunden | -30.708 | -25.914 | -390 | -542 | -1.781 | -2.081 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -5.051 | -69 | -30 | -702 | -2.483 | -1.767 |
| Zwischensumme | -40.094 | -26.393 | -867 | -1.496 | -6.746 | -4.592 |
| Derivate Verbindlichkeiten | -540 | -8 | -35 | -112 | -307 | -79 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -2.178 | -2.178 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | -42.812 | -28.579 | -901 | -1.608 | -7.053 | -4.670 |

Die obige Tabelle zeigt die konsolidierten nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzverbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.

Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 146% zum Ende 2019 widerspiegelt. Die BAWAG P.S.K. übertrifft damit signifikant die regulatorischen LCR-Anforderungen.

Das Jahr 2019 war durch eine solide Liquiditätsausstattung sowie stabile Kernrefinanzierungsquellen und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur geprägt. Die Funding-Strategie ist weiterhin auf Privatkundeneinlagen fokussiert.

Neben der starken Einlagenbasis hat die BAWAG P.S.K. im März 2019 Tier-2-Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von 400 Mio. € begeben. Darüber hinaus wurde im September 2019 eine Senior-Non-Preferred-Schuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. € emittiert. Außerdem hat die BAWAG P.S.K. im Laufe des Jahres 2019 zwei hypothekenbesicherte Pfandbriefe mit einem Nennwert von jeweils 500 Mio. € emittiert.

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

57 | Non-Financial Risk

Die BAWAG P.S.K. verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken auf Konzernebene den Standardansatz gemäß Artikel 317 CRR. Die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos sind jedoch signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel. Die RWAs des operationellen Risikos werden auf Basis der jeweiligen Erträge den Segmenten zugeordnet.

Für ICAAP-Zwecke wird mittels eines statistischen Modells, basierend auf den Verlusten und Risikopotentialen anhand der jährlich durchgeführten Risk Control Self Assessments (RCSAs) aus operationellen Risiken, der VaR berechnet.

Die Verluste aus operationellen Risiken werden in einer zentral verwalteten, webbasierten Datenbank innerhalb eindeutig definierter Regeln und Prozesse gesammelt.

Key-Risk-Indikatoren (KRI) sind als zusätzliches Steuerungsinstrument implementiert, um negative Entwicklungen bzw. Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen identifizieren und zeitgerecht prognostizieren zu können. Jeder KRI wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Definition und Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.

§ 39 Abs. 6 BWG verpflichtet Kreditinstitute im Hinblick auf Compliance-Prozesse zur schriftlichen Festlegung von angemessenen Grundsätzen und Verfahren, die darauf ausgelegt sind, Risiken einer etwaigen Missachtung von Vorschriften aufzudecken und auf ein Mindestmaß zu beschränken („BWG Compliance“).

58 | Sonstige Risiken

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von nicht konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der nicht konsolidierten Beteiligungsunternehmen. Nicht unter das Beteiligungsrisiko fallen konsolidierte operative Konzerntöchter, da deren Risiken differenziert nach den spezifischen Risikoarten ermittelt werden und daher

Mittels RCSA-Framework identifizieren und bewerten alle Bereiche und Tochterunternehmen innerhalb eines einheitlichen Rahmens jährlich ihre wesentlichen Prozesse, operationellen Risiken, die Risiken einer etwaigen Missachtung von regulatorischen Vorschriften und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von potentiellen Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotenzial ein definiertes Limit, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.

Die Identifikation und Bewertung der potentiellen Risiken und Maßnahmen bei Ad-hoc-Themen erfolgt durch klar definierte Prozesse insbesondere für Auslagerungen und Produkteinführungen.

Durch den Bereich Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance wird zudem eine gesamthafte und integrierte Steuerung aller nichtfinanziellen Risiken sichergestellt. Potenzielle neue oder erhöhte Risiken (wie z.B. Reputationsrisiko, Compliance-Risiko) können frühzeitig adressiert und mitigiert sowie Synergien bei der Vermeidung von Risiken optimal genutzt werden. Im eigens eingerichteten Non-Financial Risk und ESG Committee (NFR & ESGC) wird dem Vorstand regelmäßig über aktuelle Entwicklungen berichtet.

Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zum Management von operationellen Risiken. Zudem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem (einschließlich computergestützter Kontrollen) zur Steuerung des operationellen und nichtfinanziellen Risikos der BAWAG P.S.K. bei.

bereits unter diesen berücksichtigt sind. Das Beteiligungsrisiko wird als nicht wesentlich klassifiziert.

Der jährlich durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze im Portfolio der BAWAG P.S.K.. Die Wertminderungstests werden hauptsächlich auf der Basis der von den Geschäftsletern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden erstellt. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen abgezinst. Der anteilige Unternehmenswert, basierend auf dem Beteiligungsausmaß der BAWAG P.S.K., wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.

Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital oder durch sonstige Wertindikatoren, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist. Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Kreditrisikomanagement bestätigt.

Makroökonomisches Risiko

Das makroökonomische Risiko bezieht sich auf potentielle Verluste, welche durch Schwankungen in der makro-ökonomischen Entwicklung verursacht werden, wie etwa durch eine signifikante Verschlechterung des tatsächlichen BIP-Wachstums, einen Anstieg der Arbeitslosenrate oder eine starke Änderung der Inflationsrate.

Die Quantifizierung dieses Risikos basiert auf den Effekten eines adversen Stresstest-Szenarios auf die G&V-Ergebnisse. Für das Jahr 2019 wurde das adverse Szenario aus dem ECB/SREP-Stresstest 2018 angewendet.

Strategisches Risiko

Unter dem strategischen Risiko versteht man das Risiko, dass sich die Geschäftsstrategie auf falsche Märkte konzentriert oder die Entwicklung der Märkte hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die BAWAG P.S.K. verfügt über eine klar definierte und gut positionierte Geschäftsstrategie, deren Kernelement das Privatkundengeschäft innerhalb der DACH-Region, unterstützt durch Firmenkundengeschäft und Exposures gegenüber der öffentlichen Hand, darstellt. Ebenso verfügt die Bank über aushaftende Forderungen in Westeuropa und Nordamerika. Im Zusammenhang mit den von der Bank erworbenen internationalen Hypothekarkreditportfolien sowie den neuen Tochtergesellschaften im Leasing- und Factoringgeschäftsfeld sieht die Bank kein strategisches Risiko, da detaillierte Due-Diligence-Prozesse zur Anpassung an die Geschäfts- und Risikostrategie der BAWAG P.S.K. durchgeführt wurden. Aufgrund enger Überwachungstätigkeiten und laufender Berichtserstattung sowie der Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen bei negativer Geschäftsentwicklung wird diese Risikoart als nicht wesentlich eingestuft.

Kapitalrisiko

Mit einer Gesamtkapitalquote von 17,01% per Dezember 2019 verfügt die BAWAG P.S.K. über eine solide Kapitalposition auch nach Berücksichtigung des Aktienrückkaufs in Höhe von 400 Mio. €. Diese Quote stellt einen komfortablen Puffer über den regulatorischen Mindestanforderungen sowie über den im Rahmen des Sanierungsplans definierten Schwellenwerte sicher. Basierend auf den aktuellen Kapitalquoten entsteht keine Unterdeckung beim Kapital, auch im Falle einer Kapitalverschlechterung und eines gleichzeitigen RWA-Anstiegs. Daher wird das Kapitalrisiko als nicht materiell eingestuft.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ÖSTERREICHISCHEM RECHT

59 | Treuhandvermögen

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Treuhandvermögen 91 135
Forderungen an Kunden 91 135
Treuhandverbindlichkeiten 91 157
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80 151
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11 6

60 | Wertpapieraufgliederung nach BWG

Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere gemäß

§ 64 Abs. 1 Z 10 und Z 11 BWG zum 31. Dezember 2019 (Werte nach IFRS).

in Mio. € Nicht börsenotiert Börsenotiert BAWAG P.S.K. Summe 2019
Gesamt Zu fortgeführten Anschaffungskosten Andere Bewertungen
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 1.332 3.550 507 3.043 4.882
Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 287 88 88 375
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und sonstige Anteile 133 133
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 11 11
Summe Wertpapiere 1.763 3.638 507 3.131 5.401

Die in der Tabelle ausgewiesenen Wertpapiere sind im Wesentlichen dem Anlagevermögen zuzurechnen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem niedrigeren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 2 BWG betrug 18 Mio. € (2018: 27 Mio. €). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem höheren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 3 BWG betrug 4 Mio. € (2018: 8 Mio. €).

Im Jahr 2020 werden 731 Mio. € an eigenen Emissionen und 312 Mio. € an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.

Ergänzungs- und Nachrangkapitalverbindlichkeiten werden großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische und deutsche Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.

Der durchschnittliche gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen der BAWAG P.S.K. AG per 31. Dezember 2019 beträgt $6,84\%$ (2018: $6,84\%$) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 3,6 Jahren (2018: 4,6 Jahre).

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

61 | Erhaltene Sicherheiten

Die BAWAG P.S.K. hat aus ihren Geschäftsbeziehungen verschiedene Arten von Sicherheiten erhalten. Zur Verringerung des Kreditrisikos aus derivativen Geschäften hat die Bank Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 565 Mio. € (2018: 398 Mio. €) erhalten sowie Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 68 Mio. € (2018: 34 Mio. €) geleistet.

in Mio. € Gesicherte bilanzierte Forderungen Gesicherte außerbilanzielle Forderungen Summe
Finanzielle Sicherheiten
Aktien 5 5
Bareinlagen 135 1.299 1.434
Schuldverschreibungen 4 4
Real Estate
Gewerbliche Immobilien 818 9 827
Private Immobilien 9.714 95 9.809
Persönliche Sicherheiten
Garantien 1.410 26 1.436
Andere Formen der Besicherung
Forderungsabtretung 5 5
Lebensversicherungen 9 1 10
Erhaltene Sicherheiten 12.100 1.430 13.530

62 | Personalstand

Kopfzahl – Angestellte

31.12.2019 31.12.2018
Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl 4.346 4.132
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 4.359 4.099

Vollzeitkräfte – Angestellte

31.12.2019 31.12.2018
Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl 3.689 3.465
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 3.686 3.430
Anzahl aktiver Mitarbeiter¹⁾ 3.242 2.990

¹⁾ Exklusive Mitarbeitern in jeglicher Form von Karenz und Mitarbeitern, die eine Vereinbarung im Rahmen eines Sozialplanes eingegangen sind.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

63 | Niederlassungen

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Name der Niederlassung BAWAG P.S.K. International Corporates & Public BAWAG P.S.K. International Corporates & Public
Geschäftsbereich
Sitzstaat Großbritannien Großbritannien
Nettozinsertrag 0,0 0,0
Betriebserträge¹⁾ 55,3 59,3
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis 33,0 30,0
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Steuern¹⁾ 22,1 29,7
Abgegrenzte Steuern vom Einkommen 4,2 5,8
Erhaltene öffentliche Beihilfen 0,0 0,0

¹⁾ BAWAG P.S.K. International: die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.

Aufgrund der Größe der britischen Filiale der BAWAG P.S.K. und der Tatsache, dass die Geschäftsaktivitäten in Großbritannien von der Filiale als Bevollmächtigte (Agent) der BAWAG P.S.K. durchgeführt werden, werden sich die Effekte des Brexit nur geringfügig auf die Organisation auswirken.

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Name der Niederlassung - easybank Filiale Deutschland
Geschäftsbereich - Retail & SME Deutschland
Sitzstaat - Deutschland
Nettozinsertrag - 0,0
Betriebserträge - 0,0
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis - 5
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Steuern - -2,7
Abgegrenzte Steuern vom Einkommen - 0,0
Erhaltene öffentliche Beihilfen - 0

Die easybank-Filiale Deutschland hat ihre Geschäftstätigkeit zum 31. Dezember 2018 eingestellt.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

64 | Handelsbuch

Die BAWAG P.S.K. führt ein Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Derivate im Handelsbuch (Nominale) 3 3.913
Handelsbuch Volumen 3 3.913

65 | Geografische Märkte

Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung nach IFRS 8:

in Mio. € Österreich Westeuropa¹⁾ Nordamerika Übrige Welt Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 592,0 389,3 104,1 68,7 1.154,1
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 2,7 0,9 0,0 0,0 3,6
Provisionserträge 322,1 50,8 0,2 1,6 374,7
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögens-werten und Schulden 75,5 -4,6 0,0 -0,2 70,7
Sonstige betriebliche Erträge 19,5 91,5 0,0 0,0 111,0

¹⁾ Inklusive Deutschland.

66 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB

Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude beinhaltet einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von 39 Mio. € (2018: 174 Mio. €). Die Verminderung zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Umklassifizierung dieser Grundstücke in die Position Vermietete Grundstücke und Gebäude zurückzuführen.

In der Bilanz zum 31. Dezember 2019 werden abgegrenzte Zinsen für Ergänzungskapitalanleihen in Höhe von 0 Mio. € (2018: 0 Mio. €) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betragen 20 Mio. € (2018: 32 Mio. €).

Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs. 1 Z 19 BWG beträgt zum 31. Dezember 2019 1,00% (2018: 0,97%).

Die BAWAG P.S.K. hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 65 BWG und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der BAWAG P.S.K. unter folgendem Link abrufbar https://www.bawagpsk.com/BAWAGPSK/Ueber_uns/Weitere%20Informationen/Finanzberichte/401438/jahresfinanzberichte.html


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

67 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (UGB) unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen zum 31. Dezember 2019 und 2018 gemäß CRR.

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital 250 250
Rücklagen inkl. Jahresgewinn 2.258 2.276
Abzug immaterielle Vermögenswerte -126 -122
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -71 -30
Hartes Kernkapital 2.311 2.374
Zusätzliches Kernkapital 300 300
Ergänzungs- und Nachrangkapital 516 111
Abzugsposten Beteiligungen -24 -22
Überschuss IRB-Risikovorsorge - 4
Ergänzungskapital – Tier II 492 93
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.103 2.767

68 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 13. März 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

69 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

easybank AG/Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH

Mit Bescheid vom 20. Februar 2020 wurde die Verschmelzung der easybank AG und der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH mit der BAWAG P.S.K. AG von der EZB genehmigt. Die Eintragung der Verschmelzung in das österreichische Firmenbuch wird mit Ende März 2020 erwartet.

Coronavirus COVID-19

Der Ausbruch des Corona-Virus COVID-19 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auswirkung auf die Wirtschaft in jenen Ländern haben, in denen wir Geschäftstätigkeiten haben. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des Ausmasses als auch der Dauer sowie der laufenden Entwicklungen können wir aktuell keine genauen und verlässlichen Schätzungen hinsichtlich möglicher quantitativer Auswirkungen geben. Dies kann in einem allgemein herausfordernden und volatilen Marktumfeld resultieren. Wir werden die Entwicklungen sorgfältig verfolgen und werden daran arbeiten dies im Rahmen unserer Möglichkeiten im Laufe des Jahres zu adressieren.

203


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

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David O'Leary
Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das

Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.“

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

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David O'Leary
Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

ORGANE DER BAWAG P.S.K. AG

VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Anas ABUZAAKOUK
Vorsitzender des Vorstands (seit 3.5.2017)
Vorstandsmitglied (seit 1.1.2014)

Stefan BARTH
(seit 1.2.2015)

David O'LEARY
(seit 1.4.2017)

Sat SHAH
(seit 4.3.2015)

Enver SIRUCIC
(seit 3.5.2017)

Andrew WISE
(seit 1.4.2017)


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Vorsitzender

Egbert FLEISCHER

(seit 12.12.2019,

Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 15.9.2017 bis 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Vorsitzender-Stellvertreter

Kim FENNEBRESQUE

(seit 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Mitglieder

Frederick HADDAD

(von 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Adam ROSMARIN

(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Weitere Mitglieder 2019

Pieter KORTEWEG

(Vorsitzender des Aufsichtsrats von 15.9.2017 bis 12.12.2019,

Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 15.12.2009 bis 15.9.2017,

Aufsichtsratsmitglied von 27.8.2007 bis 12.12.2019)

Christopher BRODY

(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 15.9.2017 bis 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis 12.12.2019)

Vom Betriebsrat delegiert

Ingrid STREIBEL-ZARFL

(seit 1.10.2005)

Verena SPITZ

(seit 3.3.2016)

Weitere vom Betriebsrat delegierte Mitglieder

Beatrix PRÖLL

(von 1.10.2005 bis 12.12.2019)


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Staatskommissärin

Beate SCHAFFER

(seit 1.8.2009,

Stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)

Stellvertretender Staatskommissär

Markus CHMELIK

(seit 1.3.2010)


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Risiko- und Kreditausschuss
Frederick HADDAD
Vorsitzender

Kim FENNEBRESQUE

Adam ROSMARIN

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena SPITZ
vom Betriebsrat delegiert

Prüfungs- und Complianceausschuss

Adam ROSMARIN
Vorsitzender

Egbert FLEISCHER

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena SPITZ
vom Betriebsrat delegiert

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Egbert FLEISCHER
Vorsitzender

Kim FENNEBRESQUE

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena SPITZ
vom Betriebsrat delegiert

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postparkasse Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnis-rechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen Unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Rahmen der Prüfung wurden folgende dieser Sachverhalte identifiziert:

  • Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden
  • Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtsstreit mit der Stadt Linz
  • Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses

Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden

Die Aufgliederung der Kredite und Forderungen sowie der Risikovorsorgen ist in Note 15 "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" dargestellt.

Das Risiko für den Abschluss

Die Kredite und Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 30,5 Mrd EUR ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente "Retail & SME" sowie "Corporates & Public".

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die ver-traglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.

Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten szenariogewichteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatische Be-rechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung durch. Diese automatische Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechenden pauschaler


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.

Bei allen anderen Forderungen wird für erwartete Kreditverluste ("expected credit losses" – "ECL") eine Wertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich der 12-Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos (Stufe 2) wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit berechnet.

Bei der Ermittlung der ECL sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen.

Für den Konzernabschluss ergibt sich daraus das Risiko, dass dem Stufentransfer und der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessenspielräume und Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

  • Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Überwachung und Risikovor-sorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüssel-kontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

  • Wir haben auf Basis einer Stichprobe an Krediten aus unterschiedlichen Portfolien untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoworientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko sowie nach statistischen Verfahren. Bei Ausfällen – bezogen auf aushaftende Blankoobligie – von individuell signifikanten Krediten wurden in Stichproben die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht.

  • Bei allen anderen Forderungen, deren Wertberichtigung auf Basis des ECL berechnet wurde, haben wir die Methodendokumentationen der Bank auf Konsistenz mit den Vorgaben des IFRS 9 analysiert. Weiters haben wir auf Basis bankinterner Validierungen die Modelle und die darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben die Angemessenheit der Ausfallswahrscheinlichkeiten auf Basis von zwölf Monaten und der Gesamtlaufzeit und Verlustquoten beurteilt. Dabei wurden insbesondere die Angemessenheit der verwendeten statistischen Modelle und Parameter sowie die mathematischen Funktionsweisen beurteilt. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Berücksichtigung in Stufenzuordnung und Parameterschätzung überprüft. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben überprüft. Bei diesen Prüfungshandlungen haben wir unsere Finanzmathematiker sowie Financial Risk Management Experten als Spezialisten eingebunden. Weiters wurden einzelne automatische Kontrollen der dem Berechnungsmodell zugrunde liegenden IT-Systeme auf ihre Wirksamkeit beurteilt. Hierzu wurden interne IT-Spezialisten herangezogen.

  • Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang zum Konzernabschluss angemessen sind.

Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtsstreit mit der Stadt Linz

Im Konzernanhang unter Note 1 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtsstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und die damit verbundenen Schätzunsicherheiten.

Das Risiko für den Abschluss

Seit November 2011 befindet sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtsstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 30,6 Mio CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 417,7 Mio EUR ein.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden, sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und dem Zeitpunkt von aus dem Verfahren zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Das erstinstanzliche Verfahren ist bereits seit mehreren Jahren anhängig. Im Januar 2020 erging ein bislang nicht rechtskräftiges Zwischenurteil, in welchem das Erstgericht die Unwirksamkeit des gegenständlichen Swap-Geschäfts festgestellt hat. Es liegt noch keine Entscheidung zur Höhe der wechselseitigen Ansprüche vor. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtsstreit mit der Stadt Linz.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

  • Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtsstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.
  • Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Experten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtsstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.
  • Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind.

Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses

Die Bank erwarb am 2. Mai 2019 (Erwerbszeitpunkt) 100 % der Anteile an der BFL Leasing GmbH, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 44,8 Mio EUR, am 1. März 2019 (Erwerbszeitpunkt) 99,632 % und in Folge 0,358 % der Anteile an der Zahnärztekasse AG, Schweiz, zu einem Gesamtkaufpreis von 49,5 Mio EUR und am 1. Mai 2019 (Erwerbszeitpunkt) 100 % der Anteile an der Health Coevo AG, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 24,8 Mio EUR. Die Bank beschreibt diese Transaktionen im Konzernanhang unter Note 36 "Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio". Darüberhinaus wird unter Note 1 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Abschnitt "Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten" die Vorgangsweise bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte beschrieben.

Das Risiko für den Konzernabschluss

Im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierte erworbene Vermögensgegenstände und über-nommene Schulden sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt anzusetzen. Die Wertansätze basieren auf den vom Management getroffenen Planungen und Annahmen sowie den eingesetzten Bewertungsmodellen. Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen des Managements umfassen insbesondere die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus dem Ansatz und der Bewertung der identifizierten erworbenen Vermögensgegenstände und übernommenen Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation, welche im hohen Maße auf Schätzungen und Ermessenspielräumen beruhen.


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

  • Wir haben durch Analyse des Erwerbsvertrages beurteilt, ob die Kriterien für eine Beherrschung der erworbenen Gesellschaften zum Erwerbszeitpunkt erfüllt sind und damit ein Unternehmenserwerb vorliegt.
  • Wir haben die von der Bank getroffenen Annahmen und Planungen sowie Bewertungsmodelle zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Posten unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Hierbei haben wir analysiert, ob die Planwerte und zugrunde liegenden Annahmen widerspruchsfrei und schlüssig sind und die verwendeten Diskontierungssätze in einer angemessenen Bandbreite zu öffentlich verfügbaren Informationen und Marktdaten stehen. Weiters haben wir die mathematische Funktionsweise der Modelle und damit einhergehend in Stichproben die rechnerische Richtigkeit der beizulegenden Zeitwerte nachvollzogen.
  • Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang zu diesen Akquisitionen angemessen sind.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmensstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die

Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 8. Mai 2018 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Am 29. April 2019 wurden wir für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 7. Juni 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 Abschluss-Prüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Wien, am 13. März 2020

KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Bernhard Mechtler
Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

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DEFINITIONEN

DEFINITIONEN

Key Performance Indicator Definition / Berechnung Erläuterung
Außerbilanzielle Geschäfte CCF-gewichtete außerbilanzielle Geschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte im Risikobericht sind CCF-gewichtet.
Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG Group), exkl. in den Übergangsphasen anrechenbarer Kapitalbestandteile (fully loaded) Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitals erfolgt gemäß CRR. Es weist die höchste Kapitalqualität auf und umfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die der Bank uneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung von Risiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1 Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegen Risiken und Verluste.
Common Equity Tier 1 (CET1) Quote Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital / risikogewichtete Aktiva Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischen Kennzahlen und zeigt die Kapitalstärke einer Bank, als Maßstab, finanziellem Stress standzuhalten. Die Kennzahl wird vom Management laufend überwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor der Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten wird deren Auswirkung auf die CET1 Quote bemessen.
Cost/Income Ratio (CIR) Operative Aufwendungen / operative Erträge Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen im Verhältnis zu den operativen Erträgen und vermittelt ein klares Bild über die operative Effizienz der Bank. Die BAWAG P.S.K. verwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung der Bank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderen Finanzinstituten.
Durchschnittliche zinstragende Aktiva Zinstragende Aktiva per Monatsende / Anzahl der Monate Durchschnitt der zinstragenden Aktiva per Monatsende innerhalb eines Quartals bzw. am Jahresende; wird verwendet zur Berechnung von Nettozinsmarge und Risikokostenquote (siehe Kennzahlen)
Eigenkapital Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt
Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte Eigenkapital, vermindert um den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte Das Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist ein weiterer Indikator für die Tragfähigkeit von Banken und ermöglicht die Vergleichbarkeit der Banken in Bezug auf das Eigenkapital ohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei der Berechnung des Return on Tangible Common Equity im Nenner verwendet (siehe Kennzahl).
Gesamtkapital Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG Group), exkl. in den Übergangsphasen anrechenbarer Kapitalbestandteile (fully loaded) Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorische Kennzahlen, welche auf dem CET1 Kapital, erweitert um weitere Instrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier 2), die nicht unter die enge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. Die Gesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Allerdings ist das CET1 Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sich die BAWAG P.S.K. stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote.
Gesamtkapitalquote Gesamtkapital / risikogewichtete Aktiva
Gewinn je Aktie vor Steuern (Jahresüberschuss vor Steuern abzgl. AT1-Kupon nach Steuern) / gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf Der Jahresüberschuss vor Steuern (abzgl. AT1-Kupon nach Steuern) je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie am Periodengewinn vor Steuern (abzgl. AT1-Kupon nach Steuern)

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

Kundenkredite Kundenkredite zu fortgeführten Anschaffungskosten Der Buchwert der Kundenkredite, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
Leverage Ratio Tier 1 Kapital / Gesamtexposure (Berechnung nach CRR) Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße und drückt das Verhältnis zwischen dem Tier 1 Kapital und dem Gesamtexposure aus. Das Gesamtexposure beinhaltet sowohl bilanzielle als auch bestimmte außerbilanzielle Posten; hierbei erfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt den Verschuldungsgrad der Bank. Je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad und desto höher die Wahrscheinlichkeit für der Bank, negativen Schocks standhalten zu können.
Liquidity Coverage Ratio (LCR) Liquide Aktiva / Netto-Liquiditätsabflüsse (Berechnung nach CRR) Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die vorsieht, dass Banken angemessene Liquiditätspuffer im Sinne von ausreichend hochliquiden Aktiva halten, um kurzfristige Schwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können. Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen während 30 Tagen standhalten können. Die Kennzahl wird vom Management der Bank laufend überwacht, um die aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigen Liquiditätsanforderungen zu erfüllen.
Nettogewinn Periodengewinn nach Steuern, der den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nach Steuern in absoluten Zahlen für die jeweilige Periode gemäß dem Konzernabschluss, der zur Gewinnverteilung an die Eigentümer verfügbar ist.
Nettogewinn je Aktie Nettogewinn / gewichtete durchschnittliche verwässerte Anzahl der Aktien im Umlauf Der Nettogewinn je Aktie ist der Anteil jeder einzelnen Aktie (verwässert) am Nettogewinn nach Steuern.
Nettozinsmarge Nettozinsertrag / durchschnittliche zinstragende Aktiva Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher der Zinsertrag aus Krediten und anderen Aktiva in einer Periode abzgl. des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstige Verbindlichkeiten durch die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva dividiert wird. Die Kennzahl wird zum externen Vergleich mit anderen Banken sowie als internes Maß zur Rentabilität von Produkten und Segmenten verwendet.
NPL Ratio Non-Performing Loans (NPLs) / Exposure Die NPL Ratio ist eine ökonomische Kennzahl zur Darstellung des als notleidend klassifizierten Kreditrisikoexposures im Verhältnis zum Gesamtkreditrisikoexposure. Die Kennzahl spiegelt die Qualität des Kreditportfolios und des Kreditrisikomanagements der Gruppe wider.
NPE Ratio Non-Performing loans (NPEs) / Exposure Die NPE Ratio ist eine ökonomische Kennzahl zur Darstellung des als notleidend klassifizierten Kreditrisikoexposures (NPEs) im Verhältnis zum Gesamtkreditrisikoexposure
NPL-Besicherungsquote Risikovorsorgen, Reserven und Sicherheiten / notleidende Kredite; Gesamtdeckungsquote Die NPL-Besicherungsquote zeigt das Verhältnis der Wertberichtigungen, Reserven und Sicherheiten zu den notleidenden Krediten.
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote Risikovorsorgen und Reserven / notleidende Kredite; Deckungsquote Die NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote zeigt die Relation der Wertberichtigungen und Reserven zu den notleidenden Krediten.
Operatives Ergebnis Operative Erträge, vermindert um operative Aufwendungen und die regulatorischen Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt
Operative Erträge Summe aus operativen Kernerträgen, Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten und den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt

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DEFINITIONEN

Operative Kernerträge Summe aus Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss Die operativen Kernerträge setzen sich aus den Einzelposten Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss zusammen und zeigen den Erfolg der Bank in ihren Kernaktivitäten.
Return on Common Equity (RoCE) Nettogewinn / durchschnittliches Eigenkapital abzgl. AT1-Kapital Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bank für das Management und Investoren dar. Es wird der Nettogewinn aus der Gewinn- und Verlustrechnung entweder zu Eigenkapital oder zu Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Common Equity bzw. Return on Tangible Common Equity zeigt die Effizienz der Bank in Bezug auf das von den Eigentümern investierte Kapital und dementsprechend den Erfolg ihres Investments. Die „Return on...“- Kennzahlen vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilität zwischen Banken. Die Zuteilung des Eigenkapitals auf die Segmente basiert auf einem internen Modell unter Berücksichtigung der risikogewichteten Aktiva und der Bilanzsumme.
Return on Tangible Common Equity (RoTCE) Nettogewinn / durchschnittliches Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte und abzgl. AT1- Kapital (auf BAWAG Group Ebene abzgl. Dividende)
Risikogewichtete Aktiva Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG Group, fully loaded) Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert. Der Wert beschreibt den absoluten Betrag des Risikos einer Bank und beinhaltet sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen. Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B. Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtliche Risikogewichtung für jede Position in Abhängigkeit vom (externen) Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen. Risikogewichtete Aktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1 Quote (siehe oben). „Fully Loaded“ bedeutet die Vollanwendung der CRR ohne Übergangsbestimmungen.
Risikokosten / Zinstragende Aktiva; (Risikokostenquote) Risikokosten (Rückstellungen und Kreditrisikovorsorgen, außerplanmäßige Abschreibungen sowie operationelles Risiko) / durchschnittliche zinstragende Aktiva) Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisiko- managements und des Kreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten in einer Periode im Verhältnis zu den durchschnittlichen zinstragenden Aktiva und ermöglicht ein Benchmarking mit anderen Banken. Gründe für geringe Risikokosten können hohe Sicherheiten und/oder eine laufende Überwachung der Ratings der Kunden sein. Daraus ergibt sich, dass es nur zu geringen Kreditausfällen kommt und nur ein geringer Bedarf für Wertberichtigungen besteht.
RWA Density Risikogewichtete Aktiva / Bilanzsumme Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche „Risikogewichtung“ der Bilanz einer Bank, also die gesamten risikogewichteten Aktiva (siehe oben) im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittliche Risikogewichtung der Aktiva basierend auf den aufsichts- rechtlichen Risikogewichtungen, welche durch die Qualität der Aktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methoden zur Einschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden.
Zinstragende Aktiva Finanzielle Vermögenswerte + Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten – Vermögenswerte bei Zentralbanken Die zinstragenden Aktiva ergeben sich aus der Summe der finanziellen Vermögenswerte und der Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten vermindert um Vermögenswerte bei Zentralbanken.

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2019

GLOSSAR

Assoziierte Unternehmen Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Backtesting Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlich eingetretenen Ergebnissen.
Bankbuch Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.
Branchenklassifizierung Zuteilung auf einzelne Branchen gemäß interner Branchenkennzeichnung
Cash Flow Hedge Ein Cash Flow Hedge ist die Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme, das ein bestimmtes mit einem bilanzierten Vermögenswert bzw. einer bilanzierten Verbindlichkeit oder dem mit einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte.
CDS Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehen oder Wertpapieren verbrieft.
CLO Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind.
Cross Selling Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden.
CRR Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR.
Derivate Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien, Anleihen, etc.). Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps.
Erwarteter Kreditverlust Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected Credit Loss, ECL) anhand wahrscheinlichkeitsgewichteter zukünftiger Cash-flows und Verluste bestimmen. Der ECL ist im Wesentlichen als Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus den Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und den erwarteten Zahlungsströmen (unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und erwarteten Verlustraten) definiert.
Fair Value Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde.
Fair Value Hedge Vornehmlich festverzinsste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivaten gegen Änderungen des Fair Values abgesichert.
Futures Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Handelsobjekt zu einem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss.
Hedge Accounting Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen eines Sicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren.
Hedging Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen
ICAAP Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung einer adäquaten Eigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten.
Investment Properties Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen.
Monte-Carlo-Simulation Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme durch Modellierung von Zufallsgrößen.
Option Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einer festgelegten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
OTC Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eine Börse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird.
Swap Finanzinstrument, welches dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Vertragspartnern dient.
Wertberichtigung Stufe 1 Erwarteter Kreditverlust auf Vermögenswerte ohne Erhöhung des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung
Wertberichtigung Stufe 2 Erwarteter Kreditverlust seit Ersterfassung, aber nicht bonitätsinduziert
Wertberichtigung Stufe 3 Wertberichtigung und Rückstellungen für notleidende Finanzinstrumente

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GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB 2019

222 LAGEBERICHT

  • 223 Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen
  • 225 Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • 231 Geschäftssegmente
  • 237 Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
  • 239 Risikobericht
  • 251 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
  • 253 Personalentwicklung
  • 256 Corporate Social Responsibility
  • 256 Forschung und Entwicklung
  • 257 Ausblick und Ziele

259 EINZELABSCHLUSS

  • 260 Bilanz
  • 263 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 265 Anhang
  • 321 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

322 BESTÄTIGUNGSVERMERK

Disclaimer:

Es kann keine Gewährleistung oder Garantie, weder ausdrücklich noch implizit, auf die Fairness, Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der enthaltenen Inhalte oder Meinungen gegeben, noch sollte darauf vertraut werden.

Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.

Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter halten in irgendeiner Art

und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die im Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig im Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.

Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.

Die in diesem Bericht enthaltenen Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.


Lagebericht


LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN

Makro-Trends

Trotz nachlassender Wachstumsdynamik blieb die wirtschaftliche Lage in Österreich auch im Jahr 2019 solide. Das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Österreich erreichte eine Rate von rund 1,6% und lag damit deutlich über dem Wachstum des gesamten Euroraums. Das relativ solide Wachstum wurde durch ein solides Wachstum des privaten Verbrauchs und starke Dienstleistungsexporte angetrieben, während die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im zweiten Halbjahr 2019 zurückging. Der private Konsum wurde durch das Bevölkerungswachstum, den Rückgang der Arbeitslosenquote, das Wachstum der Reallöhne und eine stabile Sparquote unterstützt. Sowohl Unternehmen als auch private Haushalte erwiesen sich weiterhin als finanziell gesund. Auf der Grundlage steigender Einnahmen schlossen die Staatsfinanzen das Jahr 2019 mit einem relativ ausgeglichenen Haushalt ab. Die Verschuldung im Verhältnis zum BIP ist auf unter 70% gesunken und wird voraussichtlich weiter sinken. Die DACH-Region umfasst einen Markt mit mehr als 100 Millionen Einwohnern, einem BIP von mehr als 4 Billionen € und stellt einen gemeinsamen Kultur- und Sprachraum dar, dessen Pro-Kopf-BIP deutlich über dem des Euroraums liegt, mit einem gesunden Arbeitsmarkt und gesunden Staatsfinanzen. Das BIP-Wachstum in Deutschland erreichte 2019 0,6%, was auf den schwächeren internationalen Handel und die Unsicherheiten im Automobilsektor zurückzuführen ist. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht Vollbeschäftigung. Die Staatsfinanzen weisen einen Überschuss auf, der ausreichend Kapazitäten zur Unterstützung des Wachstums im Jahr 2020 und darüber hinaus durch Infrastrukturinvestitionen und andere Formen von Staatsausgaben darstellt.

Entwicklungen auf dem Markt

Das stabile wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2019 führte zu einer soliden Kreditnachfrage der privaten Haushalte auf dem österreichischen Kreditmarkt. Das ausstehende Volumen von Darlehen für Wohnungsbauzwecke stieg entsprechend den Immobilienpreisen, während das Darlehensvolumen für Nicht-Wohnungsbauzwecke

langsamer zunahm, und zwar mit ähnlichen Raten wie die Verbraucherpreisinflation. Die Immobilienpreise stiegen weiter an, wobei die Preise in Wien stärker als in Österreich insgesamt wuchsen. Die Einlagen der österreichischen Haushalte stiegen trotz des Niedrigzinsumfelds. Wachsende Investitionen gingen mit einer steigenden Kreditnachfrage österreichischer Unternehmen einher. Sowohl der Wohneigentumsbestand als auch das Verhältnis von Wohnungsbaukrediten zum BIP sind in Österreich im Vergleich zum europäischen Durchschnitt nach wie vor gering. Die Zahl der Filialen österreichischer Banken ist 2019 weiter zurückgegangen, jede fünfte Filiale wurde seit 2012 geschlossen. Die Gesamtbilanz des österreichischen Bankensektors erhöhte sich aufgrund des Wachstums der Kundenaktiva. Die globalen Liquiditätsbedingungen blieben reichlich vorhanden, und die Zinssätze blieben auch 2019 niedrig. Politische Risiken und Anzeichen einer nachlassenden globalen Wachstumsdynamik auf der einen Seite und geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken einschließlich der US-Notenbank und der EZB auf der anderen Seite dominierten die Marktstimmung im Jahr 2019. Insgesamt gingen die Risikoprämien auf den Finanzmärkten im Laufe des Jahres 2019 zurück.

Ausblick

Die globalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ansteckung mit dem Coronavirus (COVID-19) haben in verschiedenen Regionen der Welt zu einer Dämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten geführt, das sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken wird. Darüber hinaus hat die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Situation zu einer erheblichen Verschlechterung des Marktvertrauens geführt. Das Ausmaß der Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte ist noch nicht absehbar. Die Zentralbanken einschließlich der EZB, der US-Notenbank und der Bank of England haben expansive Maßnahmen der Geldpolitik wie Zinssenkungen, dem Kauf von Vermögenswerten und großzügigen Liquiditätsfazilitäten für Geschäftsbanken getroffen. Von den Regierungen wird erwartet, dass sie Konjunkturmaßnahmen durchführen und die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige unterstützen.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar.

Die zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) von 12,9% (CET1), 14,6% (Tier 1) bzw. 15,1% (Gesamtkapital) übertreffen sowohl die Zielkapitalquote als auch die regulatorischen Mindestanforderungen in beträchtlichem Ausmaß. Diese Kapitalquoten berücksichtigen bereits die Dividende in Höhe von 536 Mio. €, die der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 vorgeschlagen wird.

Die ausschüttungsfähigen Posten gem. Art. 4.1 (128) CRR auf Ebene der BAWAG P.S.K. AG betragen zum 31. Dezember 2018 554 Mio. €.

Die starke Kapitalausstattung schafft die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum sowie unsere Kapitalausschüttungsstrategie.

Die BAWAG P.S.K. erwartet die erstmalige Vorschreibung einer formalen MREL-Anforderung durch das Single Resolution Board („SRB“) für das zweite Quartal 2019. Erwartungsgemäß wird diese MREL-Anforderung auf einer „single point of entry“-Abwicklungsstrategie mit BAWAG P.S.K. AG als zentraler Abwicklungseinheit basieren. Die MREL-Anforderung für 2019 wird auf Basis der vom SRB im November 2018 veröffentlichten „2018 SRB Policy for the first wave of resolution plans“ festgesetzt werden.

Vor dem Hintergrund des laufenden legislativen Prozesses auf EU-Ebene (CRR2, CRDV, BRRD2) und der Veröffentlichungen des SRB bezüglich geplanter Veränderungen der MREL-Policy, gehen wir davon aus, dass zukünftige MREL-Entscheidungen zusätzliche Anforderungen stellen werden (z.B. Nachrangigkeitsanforderung sowie Beschränkungen der Anrechenbarkeit von MREL-Instrumenten, die nicht von der Abwicklungseinheit emittiert wurden).

Gemäß unserem proaktiven Kapitalmanagementansatz haben wir uns das Ziel gesetzt, die MREL-Anforderung zeitnah zu erfüllen.

Unsere Refinanzierungsstrategie basiert weiterhin auf unseren stabilen Kundeneinlagen, welche zwei Drittel unserer gesamten Refinanzierung ausmachen. Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen wurde im zweiten Quartal 2018 unser erstes Additional-Tier-1-Instrument in Höhe von 300 Mio. € erfolgreich begeben.

Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 158% zum Jahresende 2018 widerspiegelt. Die BAWAG P.S.K. übertrifft damit die regulatorische LCR-Anforderung von 100%. Im Rahmen des SREP für 2018 und 2019 wurden für die BAWAG P.S.K. keine zusätzlichen LCR-Anforderungen festgelegt.


LAGEBERICHT

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2019

Mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Dezember 2019 haben die easybank AG und die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG (BAWAG P.S.K.) vereinbart, dass die übertragende easybank AG ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt. Mit gleichem Datum wurde die Verschmelzung zwischen Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH und BAWAG P.S.K. vereinbart. Indem die übertragende Pa

Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt.

Die Verschmelzung der easybank AG mit der BAWAG P.S.K. beeinträchtigt die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge. Details zu den Auswirkungen der Verschmelzung auf den Jahresabschluss der BAWAG P.S.K. werden im Anhang erläutert. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge wurde nicht vorgenommen.

Aktiva

Bilanzstand Anteil Bilanzsumme Bilanzstand Anteil Bilanzsumme Veränderung Veränderung (%)
in Mio. € 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
Forderungen an Kunden 26.396 69% 23.798 67% 2.598 10,9%
Wertpapiere 3.860 10% 4.986 14% -1.126 -22,6%
Forderungen an Kreditinstitute 4.458 12% 3.920 11% 538 13,7%
Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen 1.251 3% 1.155 3% 96 8,3%
Sonstige Aktiva 2.057 5% 1.743 5% 314 18,0%
Bilanzsumme 38.022 100% 35.602 100% 2.420 6,8%

Die Bilanzsumme der BAWAG P.S.K. liegt mit 38.022 Mio. € zum 31. Dezember 2019 um 6,8% über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist fast zur Gänze auf die Verschmelzung mit der easybank zurück zu führen.

Die Forderungen an Kunden stiegen um 2.598 Mio. € oder 10,9% auf 26.396 Mio. €. Dies ist mit 1.745 Mio. € auf die Verschmelzung mit der easybank AG zurückzuführen.

Das Wertpapierportefeuille der BAWAG P.S.K. verringerte sich um 1.126 Mio. € oder 23%. Die Veränderung ist Großteils auf den Verkauf von Wertpapieren und planmäßige Tilgungen bei unserem Portfolio qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa zurückzuführen.

Verkäufe von Wertpapieren des Anlagevermögens erfolgten aufgrund von Umstrukturierungen im Wertpapierportfolio der Bank, um eine neue laufzeitbasierte Geschäftsstrategie abbilden zu können. Im Rahmen dieser Umstrukturierung veräußerte die BAWAG P.S.K. selektiv Positionen, auf der Grundlage einer Kreditbetrachtung/Zinsrisikomanagement-Perspektive.

Angesichts des unerwarteten und beispiellosen Rückgangs der Zinssätze im dritten Quartal 2019 beschloss die BAWAG P.S.K., das Zinsrisiko zu reduzieren. Diese Entscheidung beinhaltete weitere Veräußerungen aus dem Anlagevermögen sowie beispielsweise die vorübergehende Aussetzung der Absicherung von Sichteinlagen.

Darüber hinaus wollte die BAWAG P.S.K. die Qualität des LCR-Puffers weiter verbessern, indem sie von gedeckten Schuldverschreibungen in Zentralbankreserven umgeschichtet hat.

Die BAWAG P.S.K. betrachtet das historische Zinstief als außergewöhnlichen, einmaligen Umstand und hat eine Halteabsicht für die im Bestand verbleibenden Wertpapiere des Anlagevermögens.

Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 538 Mio. € auf 4.458 Mio. € an.

Die Erhöhung des Bilanzpostens Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen um 96 Mio. € ist vor allem auf den Erwerb der Zahnärztekasse AG, der BFL Leasing GmbH und der Health Coevo AG zurück zu führen.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Die sonstigen Aktiva betragen 2.057 Mio. € und sind damit um 314 Mio. € höher als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf eine höhere Barreserve zurückzuführen.

Passiva

Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Veränderung Veränderung (%)
in Mio. € 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
Spareinlagen 5.182 14% 5.523 16% -341 -6,2%
Sonstige Kundeneinlagen 20.510 54% 14.662 41% 5.848 39,9%
Eigene Emissionen 4.646 12% 3.396 10% 1.250 36,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.638 10% 7.784 22% -4.146 -53,3%
Sonstige Passiva 1.204 3% 1.174 3% 30 2,6%
Eigenkapital (inkl. Bilanzgewinn) 2.842 7% 3.063 9% -221 -7,2%
Bilanzsumme 38.022 100% 35.602 100% 2.420 6,8%

LAGEBERICHT

Bei den Spareinlagen kam es zu einem, der Strategie der Bank entsprechenden Rückgang bei vor allem fixverzinsten Einlagen um 341 Mio. € (6,2%). Bei den Kundeneinlagen spiegelt sich die Verschmelzung der easybank AG mit 4.276 Mio. € wider.

Die eigenen Emissionen der BAWAG P.S.K. stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1.250 Mio. € auf 4.646 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Neuemission einer Tier 2 Emission in der Höhe von 400 Mio. €, einer Senior-non-preferred Emission in der Höhe von 500 Mio. € sowie zweier covered Bond Emissionen in der Höhe von jeweils 500 Mio. € zurück zu führen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 4.146 Mio. € auf 3.638 Mio. €. Dies ist mit 2.466 Mio. € auf die Verschmelzung der easybank und mit 1.750 Mio. € auf den teilweisen Ausstieg aus dem EZB-Tender-Programm zurück zu führen.

Das Eigenkapital ging um 221 Mio. € auf 2.846 Mio. € zurück. Die Veränderung ergibt sich aus dem in 2019 erzielten Nettogewinn von 310 Mio. € und der Erhöhung der Rücklagen. Demgegenüber steht die Zahlung der Dividende auf den Bilanzgewinn 2018 in Höhe von 536,0 Mio. €, welche im Mai 2019 an die BAWAG Group AG ausgeschüttet wurde.

Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2019 2018 Veränderung Veränderung (%)
Nettozinsertrag inkl. Wertpapiere träge 664 619 45 7,3
Beteiligungserträge 64 266 -202 -75,9
Provisionsüberschuss 203 185 18 9,7
Finanzergebnis 3 -1 4
Sonstige betriebliche Erträge 35 34 1 2,9
Betriebserträge 969 1103 -134 -12,1
Verwaltungsaufwand -406 -411 5 -1,2
Planmäßige Abschreibungen -35 -23 -12 52,2
Laufende Betriebsaufwendungen -441 -434 -7 1,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -41 -12 -29 >100
Restrukturierung und sonstige Einmalaufwendungen -16 -17 1 -5,9
Betriebsergebnis 471 640 -169 -26,4
Dotierung Kreditrisikovorsorge -74 -80 6 -7,5
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Wertpapiere UV -93 -27 -66 >100
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Finanzanlagen 90 40 50 >-100
Ergebnis vor Sondereffekten 394 573 -179 -31,2
Return on equity 13,3% 19,7% 0
Regulatorische Aufwendungen -23 -22 -1 4,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 371 551 -180 -32,7
Außerordentliches Ergebnis 24 0 24 -100
Steuern -90 -15 -75 >100
Ergebnis vor Rücklagenbewegung 305 536 -231 -43,1
Rücklagenbewegung, Gewinnvortrag, Abschlagszahlung 548 543 5
Bilanzgewinn 853 1079 -226 -20,9

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Der Nettogewinn ging im Jahr 2019 auf 305 Mio. € zurück.

Der Nettozinsertrag stieg um 45 Mio. € oder 7,3% auf 664 Mio. €. Im Gegenzug verringerten sich die Erträge aus Beteiligungen um 202 Mio. € auf 64 Mio. € aufgrund einer Sonderausschüttung von verbundenen Unternehmen im Jahr 2018 und der Verschmelzung der easybank AG.

Der Provisionsüberschuss stieg um 18 Mio € auf 203 Mio. €.

Das Finanzergebnis betrug 3 Mio. € und wurde durch die Bewertung unserer Derivativgeschäfte und das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen innerhalb des Konzerns.

Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 5 Mio. € oder 1,2% auf 405 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang bei laufenden Personalaufwendungen.

Restrukturierung und sonstige Einmalaufwendungen betreffen das langfristige Incentivierungsprogramm, Restrukturierungskosten und sonstige Einmalaufwendungen.

Die Kreditrisikovorsorge 2019 beläuft sich auf 74 Mio. € im Vergleich zu 80 Mio. € im Vorjahr.

Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Wertpapiere UV zeigt im Jahr 2019 einem Verlust von 93 Mio. €. Dieser ist auf die vorzeitige Schließung von Derivaten zurückzuführen welche teilweise in Verbindung mit der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens steht.

Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Finanzanlagen des laufenden Jahres belief sich auf 90 Mio. € und beinhaltet vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens und Bewertungen von Tochterunternehmen und Beteiligungen.

Der Steueraufwand von 90 Mio. € betrifft im Wesentlichen die Gruppenumlage für die Körperschaftsteuer.


LAGEBERICHT

KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSAUSSTATTUNG

Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar.

Zum 31. Dezember 2019 lagen die Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) bei 12,1% (CET1) bzw. 16,3% (Gesamtkapital).

Im zweiten Quartal 2019 erhielt die BAWAG die erste formelle MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board („SRB“). Die MREL-Anforderung wurde darin mit 11,94% der gesamten Verbindlichkeiten und Eigenmittel („TLOF“) festgelegt und ist auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG anzuwenden. Die Entscheidung basiert auf einer Single Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Diese MREL-Anforderung wurde so kalibriert, dass sie ca. 25,6% der RWA entspricht. Die MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis.

Per 31. Dezember 2019 verfügte die BAWAG über MREL-fähige Instrumente von 13,7% der TLOF (oder 30,2% der RWA), und erfüllte damit die MREL-Anforderung auf Basis der zu diesem Zeitpunkt gültigen MREL-Entscheidung.

Im Februar 2020 erhielt die BAWAG eine neue MREL-Entscheidung von den Aufsichtsbehörden. Die neue MREL-Entscheidung gibt eine MREL-Anforderung in Höhe von 11,93% von TLOF vor, was ca. 25,7% der RWA entspricht. Wie von uns erwartet, beinhaltet die neue Entscheidung ein Nachrangigkeitserfordernis in Höhe von 8,19% von TLOF oder ca. 17,6% der RWA, und wendet den sogenannten „Hybrid Approach“ an. Der „Hybrid Approach“ beschränkt die MREL Anrechenbarkeit auf direkt von der BAWAG P.S.K. AG (d.h. der Abwicklungseinheit) emittierte

Instrumente. Die neue MREL-Entscheidung tritt anstelle der bisherigen MREL-Entscheidung vom zweiten Quartal 2019. Die MREL-Anforderungen müssen ab dem 30. Juni 2023 erfüllt werden. Es wurden keine verbindlichen Zwischenziele während der Übergangsperiode vorgegeben.

Basierend auf den Finanzergebnissen per 31.12.2019 und unter Anwendung des „Hybrid Approach“ wären zusätzliche MREL-Instrumente in Höhe von 0,8 Mrd. € erforderlich um die MREL Anforderung von 11,93% zu erfüllen (diese Anforderung ist erst ab dem 30. Juni 2023 verbindlich).

Gemäß unseres proaktiven Kapitalmanagementansatzes haben wir uns das Ziel gesetzt Maßnahmen zu ergreifen, um die MREL-Anforderung auf beschleunigter Basis zu erfüllen.

Unsere Refinanzierungsstrategie basiert weiterhin auf unseren stabilen Kundeneinlagen, welche zwei Drittel unserer gesamten Refinanzierung ausmachen. Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen, waren wir am internationalen Kapitalmarkt im Geschäftsjahr 2019 mit einer Reihe von erfolgreichen Transaktionen quer durch die Kapitalstruktur präsent. Neben 400 Mio. € an Tier 2 Anleihen (Emission auf BAWAG Group Ebene), sowie zwei Covered Bond Emissionen von jeweils 500 Mio. € wurden erstmalig auch 500 Mio. € Senior Non-Preferred Anleihen erfolgreich platziert.

Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei und übertrifft die regulatorischen LCR Anforderungen von 100%. Im Rahmen des SREP für 2019 und 2020 wurden für die BAWAG P.S.K. keine zusätzlichen LCR-Anforderungen festgelegt.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Eigenmittel (unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen)

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital 250.000 250.000
Rücklagen 2.241.565 2.276.579
Abzug immaterielle Vermögenswerte -120.141 -122.272
Abzugsposten Beteiligungen
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -64.634 -30.198
Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) 2.306.790 2.374.109
Zusätzliches Kernkapital 300.000 300.000
Ergänzungs- und Nachrangkapital 516.305 110.918
Abzugsposten Beteiligungen -24.036 -22.113
Überhang IRB Risikovorsorge 4.117
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge
Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) 492.269 92.922
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.099.059 2.767.031
Eigenmittelquote 16,7% 15,1%

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LAGEBERICHT

GESCHÄFTSSEGMENTE

RETAIL & SME

Strategie

Das Ziel der BAWAG Group ist es, mit einem regional angepassten Geschäftsmodell zur führenden Retail- und KMU-Bank in der DACH-Region zu werden. Dabei setzt sie auf verständliche und effiziente Prozesse, digitale Innovation, Datenanalytik und Partnerschaften, um allen ihren Kunden überall und jederzeit die bestmöglichen Bankdienstleistungen anzubieten. Durch zentralisiertes Management auf Gruppenebene bündeln wir unsere Stärken in der gesamten DACH-Region im Rahmen unserer Strategie zur Steigerung der operativen Exzellenz, zur Schaffung von Kosteneffizienz und zur Vermittlung eines noch besseren Kundenerlebnisses.

> Das Ziel der BAWAG Group ist es, zur führenden Retail- und SME-Bank in der DACH-Region zu werden.

Das österreichische Retail & SME Geschäft betreut 2,4 Millionen Privatkunden und KMUs über ein zentral gesteuertes Filialnetz sowie über Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die von unserem Customer Care Center unterstützt und durch langfristige strategische Partnerschaften mit dem Einzelhandel ergänzt werden. Auf der Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken Österreichs über unser Vertriebsnetz leicht verständliche und sichere Produkte und erstklassige Beratungsleistungen an.

Unsere Hauptmarken beruhen auf einander ergänzenden Servicemodellen und Kundengruppen. In marktführender Position in Österreich bieten wir unseren Kunden ein „High-Touch“-Beratungserlebnis, kombiniert mit modernster Analytik und digitalen Angeboten. easybank ist die führende Direktbank Österreichs mit dem landesweit höchsten Net Promoter Score. Unsere Stärke beruht auf unserem Anteil an Primärbankbeziehungen, die es uns ermöglichen, die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen und für sie Bankprodukte und Services für das tägliche Leben über verschiedene Schienen bereitzustellen. Wir nützen unsere Kompetenz in diesem Bereich zentral und agieren durch Vereinheitlichung unserer Ressourcen und Prozesse in großem Maßstab.

Unser Hauptaugenmerk gilt der effizienten und einfachen Bereitstellung von Kernprodukten im Bereich Kredit und Sparen sowohl über unser Filialnetz als auch über Partnerschaften mit führenden Einzelhändlern. Über Partner und mit Hilfe der entsprechenden Technologie bieten wir den Konsumenten Finanzprodukte dort an, wo der Bedarf entsteht, zum Beispiel durch unsere Einzelhandelspartnerschaften mit MediaMarkt Saturn und dem jö-Bonusprogramm der REWE Group AT. Finanzdienstleistungen unterliegen einem ständigen Transformationsprozess und spielen eine immer wichtigere Rolle im Kundenerlebnis; dies gibt uns die Chance, unseren Kunden durch Mobile Banking, Online-Beratung und Partnerschaften ihr finanzielles Leben zu erleichtern und den nahtlosen Zugriff zu unseren Produkten anzubieten.

Unser österreichisches Retail- und KMU-Geschäft ist nach wie vor darauf ausgerichtet, unseren Kunden Produkte und Services in der von ihnen erwarteten Qualität anzubieten, wobei wir die differenzierten Wertansprüche unserer verschiedenen Marken bewahren und gleichzeitig als Gruppe gegenüber unseren 2,4 Millionen Kunden auf dem österreichischen Markt auftreten. Dies bedeutet eine verstärkte Fokussierung auf Beratung, modernste Datenanalytik, zusätzliche Einzelhandelspartnerschaften, Investitionen in Plattformen für das Kreditgeschäft und den Einsatz von Technologie in allen unseren Prozessen, um die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser zu erfüllen.

Im internationalen Retail- und KMU-Geschäft, das hauptsächlich in Deutschland verankert ist, bauen wir unter Einsatz unserer digitalen Möglichkeiten und durch gruppenweite Partnerschaften mit einer Handvoll von Produkten eine Retail- und KMU-Präsenz auf. Unser Ziel ist es, eine hocheffiziente Plattform zu schaffen, digitale Angebote auszurollen,


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

durch Partnerschaften zu wachsen und mit unserer Übernahmekompetenz Marktnischen zu erobern. Wachstum im Kerngeschäft wird vorrangig über digitale Schienen, durch Sonderfinanzierungen und auf dem Wege von Partnerschaften und Plattformen erfolgen.

Wir sind eben erst dabei, den vollen Nutzen aus unserer deutsch/schweizerischen Plattform zu ziehen, die das gesamte Spektrum von Filialen über Makler und Partner bis zu digitalen Produkten umfasst. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgen wir die Chancen, die sich für unser Retail- und KMU-Geschäft aus dem Einsatz unserer Marken über verschiedene Kanäle gruppenweit ergeben.

Geschäftsvorlauf 2019

Österreichisches Retail- und KMU-Geschäft

2019 konnten wir unser Wachstum im Kerngeschäft der Kreditvergabe mit einer Nettobestandsveränderung von 3,5% in Österreich fortsetzen. Diese Ergebnisse bestätigten den Erfolg unserer Strategie der Einzelhandelspartnerschaften und des neuen Modells zur Kundengewinnung, der durch langfristige Exklusivpartnerschaften mit führenden Einzelhändlern, wie MediaMarktSaturn Österreich, beschleunigt wurde. Unser Angebot zur Konsumfinanzierung am Verkaufspunkt und online generiert Wachstum durch nahtlose Finanzierungslösungen für den Kunden am Einkaufsort. 2019 konnten wir über diese Schiene 56.000 Neukunden für die BAWAG-Familie gewinnen. Dank unserer langjährigen Primärbankbeziehungen und unserer Analytik sind wir in der Lage, unseren Kunden Vorteile wie zeitgerechte Produkt- und Serviceangebote, intelligente Analysen und Sicherheitsmeldungen anzubieten.

Wiederum konnten wir im Jahr 2019 sicherstellen, dass unsere Kundenbeziehungen durch unser Verständnis ihrer Bedürfnisse und das Angebot einfacher und effizienter Produkte weiter vertieft wurden. Hier sehen wir die Chance, unseren Anteil an Wohnbaukrediten bei unseren Kunden zu vergrößern. Im Berichtsjahr haben wir bereits große Fortschritte erzielt und bei den Neuvergaben in dieser kritischen Produktfamilie eine Steigerung erreicht.

2019 machten wir signifikante Fortschritte bei der Transformation unseres Filialnetzes unter dem Titel Concept 21, wodurch die Gesamtzahl der Filialen in Österreich auf 88 reduziert wurde. Dies wurde von einer wesentlichen Verbesserung des Kundenerlebnisses begleitet. Seit

Jahresende 2019 verfügen wir über ein völlig unabhängiges, von der Österreichischen Post getrenntes Filialnetz. Wir haben die Verlagerung aller Kunden an die Kernstandorte unseres Filialnetzes abgeschlossen. Dies konnte dank unserer flächendeckenden Präsenz und unserer Maßnahmen zur Kundenbindung mit minimaler Störung des Geschäftsvorlaufs erfolgen. Außerdem haben wir fast 200 neue Kundenbetreuer eingestellt und 27 neue Filialen mit völlig umgestaltetem Design eröffnet. Im Jahresvergleich ist es uns bereits gelungen, die Produktivität pro Mitarbeiter um 5% zu steigern. Dank des erzielten Effizienzgewinns sind wir in der Lage, weiter in unser Filialnetz zu investieren und durch attraktivere Filialen, digitale Angebote und wesentliche Partnerschaften neue Kunden zu gewinnen.

2019 haben wir unsere neue Mobile-Banking App „klar“ eingeführt, die seitdem durch zusätzliche Features und Services kontinuierlich verbessert wurde. Weitere Verbesserungen werden laufend vorgenommen, wobei wir sowohl das Feedback unserer Kunden als auch gegenwärtige Markttrends berücksichtigen. Unsere Kunden schätzen die benutzerfreundlichen Features der neuen App, wie sich anhand des signifikanten Anstiegs der digitalen Zugriffe im vierten Quartal 2019 zeigt. Der durchschnittliche Nutzer von „klar“ hat sich um 10% häufiger eingeloggt wie zuvor.

Als einziger Bankpartner des neu gegründeten und größten österreichischen Kundentreueclubs ist, dem bereits 3,7 Millionen Kunden angehören, schaffen wir mit jeder von unseren Kunden getätigten Transaktion mit einem jö-Partner finanziellen Mehrwert. Außerdem haben wir im vierten Quartal 2019 mit der Einführung unserer neuen Rail&Drive KontoBox die Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) auf den Weg gebracht. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, kostengünstig und umweltbewusst mittels einer Kombination aus klimafreundlicher Bahn und Car-Sharing zu reisen.

In 2019 lag das Hauptaugenmerk unserer Direktbank easybank weiterhin auf Digitalisierungsmaßnahmen, Effizienzsteigerung und Kundenzufriedenheit. Zum neunten Mal in Folge wurde die easybank vom FMVÖ mit dem Recommender Award ausgezeichnet, ein Beleg für die Stärke der digitalen Marke und das hohe Maß an Kundentreue. Diese Auszeichnung ergeht an die Bank mit dem höchsten Net Promoter Score. easybank konnte ihre führende Position nicht nur als die am häufigsten empfohlene Direktbank Österreichs, sondern auch als die Bank mit dem höchsten Net Promoter Score aller Finanzdienstleister in Österreich halten. Mit ihrem Direktbankmodell und ihrer rein digitalen Nutzerbasis stellt


LAGEBERICHT

die easybank eine ideale Ergänzung der auf qualitätsvolle Beratung ausgerichteten Tätigkeit der BAWAG P.S.K. dar, indem sie andere Kundengruppen bedient und deren Erwartungen über ihre eigenen Vertriebsschienen und unter einer anderen Marke erfüllt. Die Skalierbarkeit dieser Beziehung ist dadurch gewährleistet, dass die Leistungen des Middle und Back Office sowie die den Kernprodukten zugrunde liegenden Technologien angeglichen und auf maximale Effizienz ausgerichtet sind. Wir werden weiterhin zusätzliche Chancen evaluieren, die uns unser österreichischer Marken-mix bietet.

Internationales Retail- und KMU-Geschäft

Wir sind dabei, die Präsenz unserer in Deutschland verankerten, internationalen Retail- und KMU-Plattform durch Wachstum in strategischen Bereichen auszuweiten. Neben den laufenden Initiativen zur Transformation der Südwestbank und der start:bausparkasse Deutschland haben wir in der ersten Jahreshälfte 2019 drei ergänzende Übernahmen mit Konzentration auf Spezialprodukte in den Bereichen Factoring und Leasing getätigt. Durch die Übernahme der BFL Leasing GmbH hat die BAWAG Group die Grundlage für den Aufbau des Leasinggeschäfts in Deutschland geschaffen, das gemeinsam mit strategischen Partnern und über verschiedene Vertriebsschienen betrieben werden soll. Die Übernahme der Health Coevo AG (Deutschland) und der Zahnärztekasse AG (Schweiz) bietet der BAWAG Group die Chance, sich im Bereich Factoring zu etablieren. Beide Factoring-Übernahmen sind auf den Nischenmarkt der Finanzdienstleistungen im Bereich (Zahn)Medizin ausgerichtet, wobei über strategische Partnerschaften die Vertriebsmöglichkeiten ausgebaut werden sollen. Wir heißen unsere neuen Kolleginnen und Kollegen in der BAWAG Group willkommen und sind überzeugt, dass sie sich als großartige Partner bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in der DACH-Region erweisen werden.

Wir sind nun dabei, den vollen Nutzen aus unserer deutsch/schweizerischen Plattform zu ziehen, die das gesamte Spektrum von Filialen über Makler und Partner bis zu digitalen Produkten umfasst. Dieser Nutzen erwächst uns aus einer Kombination folgender Aspekte:

  • Die Bankplattform und das Filialnetz der Südwestbank als Wachstumstreiber im Bereich Retail, KMU und Private Banking
  • Die Expertise der start:bausparkasse Deutschland im Hypothekarkreditgeschäft

  • Die Qlick-Technologie zur Entwicklung des Direktbankgeschäfts und die Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern in ganz Deutschland

  • Die von BFL Leasing GmbH und Health Coevo AG angebotenen Nischenprodukte Leasing und Factoring für eine größere Kundenbasis in ganz Deutschland
  • Der gruppenweite Einsatz von digitalen Produkten und die Zentralisierung spezifischer zentraler Funktionen sowie von Middle- und Back-Office-Aktivitäten im Sinne einer hocheffizienten Präsenz

Ausblick

In Österreich werden wir weiterhin an der Umsetzung unserer langfristigen Strategie arbeiten, indem wir die Stärke unserer verschiedenen Marken und Vertriebsschienen ebenso wie unsere Kundenbeziehungen und unsere datenbasierte Kundenanalytik einsetzen, um Mehrwert zu schaffen und unsere Kunden in ihrem finanziellen Leben bedarfsgerecht zu unterstützen. Wir werden unsere herausragende Expertise für alle Marken nutzen und über die verschiedenen Servicemodelle unseren Marktanteil in Österreich weiter steigern, während wir im Sinne einer erhöhten Kosteneffizienz Synergien technologischer und operativer Art heben.

Wir beabsichtigen, uns vermehrt komplexeren Produktkategorien zuzuwenden, wie z.B. Hypotheken und Wertpapieren, da wir hier angesichts steigender Nachfrage die Möglichkeit sehen, vertiefte Geschäftsbeziehungen zu unserer bestehenden Kundenbasis zu entwickeln. Dies bedeutet nicht nur eine wesentliche Wachstumschance, sondern auch eine Möglichkeit, die hohe Qualität unserer Vertriebsmitarbeiter voll und ganz zum Wohl unserer Kunden und deren Finanzen einzusetzen.

Indem wir unser Hauptaugenmerk darauf richten, auf allen Vertriebsschienen ein herausragendes Kundenerlebnis zu bieten, entwickeln wir uns zu einer konsolidierten, digital integrierten Plattform, die alle Kundenbedürfnisse erfüllt. Bei der Neukundengewinnung setzen wir insbesondere auf die Auswirkungen unserer Partnerschaften mit führenden österreichischen Einzelhändlern. Diese Partnerschaften sind auf unsere Wachstumsbereiche im Konsumkreditsegment und im Geschäft mit KMUs ausgerichtet. Wir beabsichtigen, auch im kommenden Jahr weitere Kooperationen einzugehen. In Deutschland werden wir weiterhin vielfältige Integrationsinitiativen vorantreiben, um eine konzentrierte Retail- und KMU-Plattform zu schaffen, mittels derer wir

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

spezifische Produkte bereitstellen, unsere Marktpräsenz und unsere Stärken gruppenweit ausbauen, durch

Partnerschaften wachsen und weiterhin strategische Über- nahmemöglichkeiten prüfen werden.

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LAGEBERICHT

CORPORATES & PUBLIC

Überblick und Strategie

Das Segment Corporates & Public konzentriert sich auf nationale und internationale Kredite, Einlagen und Zahlungsdienstleistungen. Das Firmenkundengeschäft umfasst die DACH-Region sowie das internationale Kreditgeschäft, das sich auf entwickelte und reife Märkte in Westeuropa und den Vereinigten Staaten fokussiert. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf vorrangig besicherte Kredite an starke Sponsoren, auf Cashflow-erzeugende Unternehmen und Vermögenswerte. Im Geschäft mit dem öffentlichen Sektor ist es unser Ziel, unsere Marktposition in Österreich zu halten und die Gebühren für das Cash Management zu behalten. Dies erreichen wir, indem wir uns auf den Zahlungsverkehr mit bestehenden Top-Kunden konzentrieren, neue Kunden für unser Zahlungsverkehrsgeschäft gewinnen, uns auf spezifische Ausschreibungen fokussieren und Cross-Selling an bestehende Kreditnehmer betreiben. Darüber hinaus haben wir eine Originate-to-Selling-Plattform im öffentlichen Sektor mit Schwerpunkt auf Versicherungsgesellschaften eingerichtet, um zusätzliche Gebühreinnahmen zu erzielen.

Geschäftsvorlauf 2019

Das Segment Corporates & Public erzielte einen Nettogewinn von 142 Mio. € im Jahr 2019. Wir konzentrierten uns weiterhin auf unsere Möglichkeiten zur Kreditvergabe, vor allem in ausgewählten entwickelten Märkten. Die Erträge blieben insgesamt stabil, wobei der Schwerpunkt auf risikobereinigten Erträgen lag. Wir sehen gute Möglichkeiten bei Asset-Backed-Lending-Transaktionen, allerdings hält der Preisdruck im gesamten Bereich der Unternehmenskredite weiter an.

Ausblick

Wir gehen weiterhin von einer soliden Pipeline mit diversifizierten Möglichkeiten für 2020 aus. Der Wettbewerb um defensive, qualitativ hochwertige Transaktionen wird jedoch hoch bleiben. Unser Schwerpunkt wird weiterhin auf risikoadäquaten Renditen, diszipliniertem Underwriting und Geduld liegen und nicht auf reines Volumenswachstum.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

CORPORATE CENTER UND TREASURY

Überblick und Strategie

Das Corporate Center enthält zentrale Funktionen für die BAWAG Group. Die Gewinn- und Verlustrechnung umfasst daher das Ergebnis des Fund Transfer Pricing (FTP) als Ergebnis der Asset & Liability Management Funktion, einmalige und projektbezogene Betriebsausgaben und andere einmalige Posten. Die Bilanz enthält hauptsächlich unverzinsliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eigenkapital.

Das Treasury verfolgte weiterhin die Strategie, das Anlageportfolio zwischen langfristigen Investitionen in qualitativ hochwertige Wertpapiere auszugleichen und gleichzeitig unser Portfolio weiterhin zu konsolidieren und zu verkaufen, um die Flexibilität der Umschichtung in Kundenkredite oder andere Aktivitäten der Bilanzverwaltung zu erhalten. Maßnahmen zur Portfoliooptimierung im Anlagebuch führten zu einem verringerten Anlageportfolio und einer soliden Liquiditätsreserve von Ende 2019. Die Gesamtzusammensetzung des Portfolios spiegelt unsere Strategie wider, eine hohe Kreditqualität, eine kürzere Duration und eine starke Liquidität im Wertpapierportfolio aufrechtzuerhalten, um die Erzielung eines zusätzlichen Nettozinsertrags auszugleichen und gleichzeitig die Volatilität des Fair Value zu minimieren.

Geschäftsverlauf 2019

Im Jahr 2019 haben wir unsere Strategie weiterverfolgt. Zum Jahresende 2019 belief sich das Portfolio auf 4,7 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 5,9 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug vier Jahre und umfasste 96% der Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 77% in der Kategorie A oder höher geratet waren, ohne dass sie in Mittel- und Osteuropa investiert waren. Zum 31. Dezember 2019 hatte das Portfolio kein direktes Engagement in China, Russland, Mittel- und Osteuropa oder Südosteuropa. Das direkte Engagement in Großbritannien ist moderat und konzentriert sich auf international diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Engagement in Südeuropa ist nach wie vor moderat und umfasst kürzer laufende, liquide Anleihen bekannter Emittenten.

Ausblick

Treasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Die Liquiditätsversorgung und das Tapering der EZB sowie erhöhte politische Risiken bleiben wichtige Faktoren an den Finanzmärkten. Wir sind jedoch bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.


LAGEBERICHT

WESENTLICHE ÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSPORTFOLIO

Erwerb der Zahnärztekasse AG

Am 1. März 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. die Zahnärztekasse AG.

Die Zahnärztekasse AG, die ihren Sitz in Wädenswil, Schweiz, hat, ist auf Factoring-Dienstleistungen exklusiv für Zahnärzte fokussiert. Die solide Marktposition und die Expertise machen die Zahnärztekasse AG zu einem attraktiven Partner, um das Standbein und den Kundenstock der BAWAG Group in der Schweiz zu erweitern.

Die Zahnärztekasse AG ist ein Finanzdienstleister im Gesundheitswesen und hat sich mit ca. 900 Zahnarztpraxen als Kunden zum Marktführer im Schweizer Dental-Factoring-Segment entwickelt. Die maßgeschneiderten und modular aufgebauten Services in Kombination mit einer effizienten IT-Infrastruktur entlasten die Ärzteams von administrativen Aufgaben und sichern die Liquidität ihrer Kunden. Gemeinsam mit der ebenfalls neu erworbenen Health Coevo AG ergänzen die Gesellschaften das Geschäftsmodell der BAWAG Group und bieten dabei gleichzeitig die Möglichkeit, im Retail- und KMU-Geschäft in Deutschland zu wachsen sowie in die Schweiz zu expandieren.

Erwerb der EOS Health Honorarmanagement AG

Am 1. Mai 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. indirekt über ihre Tochtergesellschaft BAWAG Group Germany GmbH die EOS Health Honorarmanagement AG. Mit 1. Juli 2019 wurde die EOS Health Honorarmanagement AG in Health Coevo AG umbenannt.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Hamburg mit einer Niederlassung in Berlin. Die Health Coevo AG ist Anbieter von Finanz- und IT-Dienstleistungen für den Gesundheitsmarkt. Mit mehr als 2.000 Kunden zählt das Unternehmen zu den Marktführern im deutschen Zahnarzt-Factoring. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich das Unternehmen von einem Factoring-Startup zu einem unabhängigen Unternehmen entwickelt, das Finanz- und Technologiedienstleistungen anbietet. Gemeinsam mit der Zahnärztekasse AG ergänzen die Gesellschaften das Geschäftsmodell der BAWAG Group und bieten dabei gleichzeitig die Möglichkeit, im Retail- und KMU-Geschäft in Deutschland zu wachsen sowie in die Schweiz zu expandieren.

Erwerb der BFL Leasing GmbH

Am 2. Mai 2019, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. indirekt über ihre Tochtergesellschaft BAWAG Group Germany GmbH die BFL Leasing GmbH.

Die BFL Leasing GmbH mit Hauptsitz in Eschborn bei Frankfurt ist ein spezialisierter Finanzierungsanbieter, der Leasing-Dienstleistungen und -Produkte für Technologie und Equipment anbietet. Mit ihren Vertriebspartnern bietet die BFL Leasing GmbH Finanzierungslösungen für Hard- und Software, Projekte inklusive Software, Lizenzen und Dienstleistungen im IT-Bereich, Bürotechnik und Informations- und Kommunikationstechnologie an. Das Unternehmen ergänzt das Geschäftsmodell der BAWAG Group durch ein einzigartiges Vertriebsmodell und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, im Leasinggeschäft in Deutschland zu wachsen.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die BAWAG P.S.K. unterhält seit November 2014 eine Zweigniederlassung in London, welche Kredite an internationale Kunden für die BAWAG P.S.K. vermittelt und strukturiert.

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LAGEBERICHT

RISIKOBERICHT

Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung jener Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist. Auf allen organisatorischen Ebenen besteht eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.

Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie Non-Financial- und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungsgremien des Aufsichtsrats übermittelt.

Die risikopolitischen Vorgaben werden fortwährend im Hinblick auf Anpassungen in der Geschäftsstrategie, geänderte regulatorische Anforderungen wie auch sich verändernde Marktbedingungen überprüft. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf möglichen Anpassungsbedarf im Rahmen der Expansionsstrategie der BAWAG P.S.K. gelegt. Darüber hinaus hat die BAWAG P.S.K. die ICAAP-Anforderungen gemäß der EZB-Vorgaben bereits seit 2019 implementiert, die sowohl eine normative als auch eine ökonomische Perspektive beinhalten.

Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:

  • Chief Data & Risk Control Office
  • Strategisches Risiko Management
  • Market & Liquidity Risk Management
  • Risk Management Services & Integration
  • Data Office
  • Data Solution Services
  • Commercial Risk Management
  • Retail Risk Management
  • Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance

Auf jährlicher Basis werden im Rahmen eines Risk Self Assessment (RSA) die Risikosituation der BAWAG P.S.K. quantitativ und qualitativ bewertet, d.h. dass alle im Zusammenhang mit der Umsetzung der Geschäftsstrategie stehenden Risiken im Rahmen des RSAs hinsichtlich ihres Ausmaßes, Materialität und Einflusses auf die BAWAG P.S.K. evaluiert werden. Während im Rahmen der ökonomischen Perspektive alle materiellen und immateriellen Risikoarten berücksichtigt werden, umfasst die normative Perspektive Risiken der Säule I (Kreditrisiko, Marktrisiko und Operationelles Risiko) sowie alle als materiell klassifizierten Risikoarten.

Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. als wesentlich eingestuft:

  • Kreditrisiko
  • Marktrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Non-Financial Risk
  • Sonstige Risiken

Die wesentlichen Risiken der BAWAG P.S.K. werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.

KREDITRISIKO

Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente Kommerz- und Institutionelle Kunden (Commercial Risk Management) sowie Privat- und Geschäftskunden (Retail Risk Management). Das Credit Approval Committee (CAC), ein spezielles Gremium auf Vorstandsebene, ist für die

Bewilligung von Kreditanträgen im Rahmen der Befugnisse, die in der Kompetenz- und Pouvoirordnung festgelegt sind, verantwortlich. Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Strategisches Risikomanagement.

Neben klar definierten Kreditvergaberichtlinien für Privat- und Geschäftskunden erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht, sowie einem Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.

Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust bei Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit Conversion Factor, CCF) für Privat- und Geschäftskunden geschätzt. Die Schätzung, welche auf historischen Daten des beobachteten Kundenverhaltens basiert, wird anhand unterschiedlicher statistischer Methoden und Modelle berechnet.

Vor Übernahme neuer kommerzieller Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensement entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem Kunden als individuell geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet.

Um Risikokonzentrationen auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, werden Limite für die Forderungs-höhen definiert, überwacht und regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bank hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert. Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung der Risikoquantifizierungsmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Durch die zentrale Struktur und Ausrichtung der Bank können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den Risikomanagementstrategien kurzfristig abgebildet werden.

Kreditportfolio und Wertpapiere je Geschäftssegment (ohne nicht festverzinsliche Wertpapiere)

| 31.12.2019
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | 11.112 | 11.406 | 4.974 | 483 | 27.975 |
| Wertpapiere | 88 | 254 | 3.706 | 6 | 4.054 |
| Außerbilanzielle
Geschäfte | 307 | 269 | 478 | 138 | 1.192 |
| Summe | 11.507 | 11.929 | 9.158 | 627 | 33.221 |
| davon besichert¹⁾ | 7.682 | 4.291 | 0 | 0 | 11.973 |
| davon NPE (Bruttosicht) | 303 | 90 | – | 256 | 650 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 273 | 90 | – | 256 | 619 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Retail & SME | Corporates & Public | Treasury | Corporate Center | Gesamtportfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | 10.592 | 11.703 | 4.001 | 472 | 26.768 |
| Wertpapiere | 110 | 239 | 4.650 | 12 | 5.010 |
| Außerbilanzielle
Geschäfte | 858 | 1.748 | 147 | 740 | 3.494 |
| Summe | 11.560 | 13.690 | 8.797 | 1.225 | 35.271 |
| davon besichert¹⁾ | 7.397 | 4.501 | 47 | 292 | 12.237 |
| davon NPE (Bruttosicht) | 303 | 125 | – | 254 | 682 |
| davon NPL (Bruttosicht) | 247 | 124 | – | 254 | 626 |

¹⁾ Ökonomische Sicht – alle Sicherheitenarten werden angewendet.


LAGEBERICHT

Geografische Verteilung des Kredit- und Wertpapierportfolios

Gemäß der Strategie der BAWAG P.S.K., sich auf stabile Regionen und Währungen zu konzentrieren, verteilen sich 95% (2018: 95%) des Kreditportfolios und 91% (2018: 88%) des Wertpapierportfolios auf Westeuropa und Nordamerika.

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Geografische Verteilung des Kreditportfolios

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Geografische Verteilung der Wertpapiere

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Kreditportfolio und Wertpapiere nach Währungen

Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in

EUR. Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere der Bank.

Buchwert Buchwert Prozentwert Prozentwert
in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
EUR 26.248 25.715 82,0% 80,9%
USD 2.268 2.172 7,1% 6,8%
GBP 1.926 2.241 6,0% 7,1%
CHF 1.287 1.413 4,0% 4,5%
Sonstige 300 237 0,9% 0,7%
Summe 32.029 31.778 100,0% 100,0%

Wertberichtigte Kredite

In der BAWAG P.S.K. werden seit 1. Jänner 2018 für Kredite, bei welchen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, gemäß dem IFRS-9-Standard Vorsorgen für Wertminderungsverluste gebildet. Die Hauptkomponenten im Rahmen der Wertberichtigung werden im Folgenden dargestellt. Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen an als ausgefallen klassifizierte Kunden bzw. an solche Kunden, für die spezifische Risikovorsorgen gebildet wurden.

Automatische Einzelwertberichtigungen

Wertberichtigungen werden automatisch im Kernbanken-system für standardisierte Produkte im Fall unbezahlter Salden gebildet. Dies tritt bei fortdauerndem Girokonto- oder Kreditratenzahlungsverzug von 90 Tagen sowie bei Klagseröffnung ein.

Manuelle Einzelwertberichtigungen

Für ausfallgeführte Forderungen, die nicht der automatischen Einzelwertberichtigung unterliegen, ist immer ein sogenannter Impairmenttest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Über eine Wertminderung wird nach eingehender Analyse auf individueller Basis entschieden und Wertberichtigungen werden manuell gebildet.

Ausgefallene Exposures (NPEs)

Die Ausfallmarkierung wird gemäß Artikel 178 CRR (interne Risikoklasse 8) für alle ausgefallenen Kundenkreditrisikopositionen und für alle forborne Konten, die mehr als 30 Tage auf Kontoebene überfällig sind, gesetzt.

Ausgefallene Forderungen (NPL)

Als notleidende Forderungen (non-performing loans – NPLs) sind in Übereinstimmung mit Artikel 178 CRR sämtliche ausgefallene Kundenexposures definiert (interne Risikoklasse 8).

„Forbearance“-Maßnahmen

Forbearance-Maßnahmen können zur Anwendung kommen, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Die Bank verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden können. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapital-fazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.

Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgefährdeten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern.

Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die Bank Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden


LAGEBERICHT

Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als ausgefallen klassifiziert.

Für Reportingzwecke sowie für die interne Risikosteuerung verfügt die Bank über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards¹) zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstigen Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als „Forborne“ gekennzeichnet.

Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Im Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind angemessene Haircuts definiert.

Die Wertermittlung für inländische Wohnimmobilien erfolgt zentral durch Experten für die Bewertung von Immobilien unter Anwendung standardisierter Methoden und unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die Schätzung von Immobilien in anderen Ländern erfolgt ebenfalls von unabhängigen Fachleuten nach internationalen Standards. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindex des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische Objekte, auf der Basis des Halifax-House-Price-Index für Wohnimmobilien in Großbritannien. Die Überprüfung für Wohnimmobilien in den Niederlanden basiert auf dem CBS-Index (Centraal Bureau voor de Statistik).

Retail & SME

Bei den Kernprodukten sichern detaillierte Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Segments. Zusätzlich überwacht ein aktives Portfoliomanagement (z. B. Berichte über Verzugstage, Trendanalysen, Analysen regionaler Konzentrationen, Sanierung von Ausfällen) kontinuierlich die Entwicklung aller Portfolien.

Gut definierte Richtlinien, Prozesse und analytische Tools sind in diesem dynamischen Geschäft wesentlich, um Risiken zu managen.

Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen für die Bewertung von Gewerbeimmobilien oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag des Konzerns bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.

Sondergestion und Betreibung

Die Organisationseinheiten für Sondergestion und Betreibung (Retail/Non-Retail) verantworten die umfassende Gestion und Restrukturierung oder Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.

Früherkennung

Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen (z. B. durch Bonitätsverschlechterung, signifikanter Rückgang des Aktienkurses, Anstieg des CDS-Spreads, negative Pressemeldungen/Ad-hoc-Publizität, unübliche Risikokonzentration etc.) definierte Frühwarnsignale auslösen, werden auf die Watch List genommen und in weiterer Folge im Watch Loan Committee, welches durch Mitglieder der relevanten Markt- und Marktfolgeorganisation besetzt ist, besprochen. Dieses Gremium arbeitet Maßnahmen zur Risikominderung auf Einzelfallebene aus und sorgt für eine konsequente Überwachung aller Exposures mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit.

Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen laufend überwacht:

  • Performance der Scorekarten: Bewilligungsrate und manuelle Entscheidungen
  • Entwicklung der Kreditwürdigkeit und Besicherung
  • Performance der Erkennung von Betrugsfällen
  • Entwicklung der Risikoklassenverteilung und Risikokonzentration
  • Entwicklung von Rückständen und Überfälligkeiten (z. B. Vintage- und Flow-Rate-Analysen)
  • Entwicklung ausgefallener Kredite
  • Entwicklung der Verlustraten und Risikokosten

1) Commission Implementing Regulation (EU) 2015/227, Annex V. Art. 145-183.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert der Bank einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und ermöglicht andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.

Das Neukundengeschäft wird im Rahmen des Risikoappetits der Bank durch klare Kreditrichtlinien gesteuert. Entscheidungen am Point of Sale werden auf Basis automatisierter Scoring-Systeme, in spezifischen Fällen durch die Risikoabteilung getroffen. Der Fokus in diesem Portfolio liegt auf Einhaltung der Richtlinien und der Sicherstellung einer hohen Datenqualität zum Zeitpunkt des Antrags. Ein zentrales Monitoring dient der laufenden Qualitätssicherung und Aufrechterhaltung der Kreditvergabedisziplin.

Das Hypothekarkreditportfolio zeichnet sich durch übliche LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen, sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Es umfasst Forderungen in EUR und CHF..

Das Konsumfinanzierungsgeschäft besteht aus nicht besicherten Privatkrediten, Kreditlinien und Kreditkarten. Das Risikomanagement unterstützt das nachhaltige Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von robusten Scorekarten und Kreditprozessen.

Die Forderungen an Small-Business-Kunden (KMU) werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Das britische Hypothekarportfolio, welches im vierten Quartal 2015 zugekauft wurde, zeichnet sich durch niedrige LTVs aus.

Die NPL Ratios und NPL-Besicherungsquoten im Segment Retail & SME deuten auf ein stabiles und risikoarmes Portfolio hin. Es wurde die Strategie weiterverfolgt, notleidende Kreditportfolien konsequent zu bearbeiten, um niedrige NPL-Stände sicherzustellen und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite aus abwicklungstechnischer und Risikosicht weiter verbessert.

Corporates & Public

Das Segment Corporates & Public umfasst die Portfolien Firmenkundengeschäft und Immobilien, mit internationalem Geschäft und Unternehmen in der DACH-Region, sowie die öffentliche Hand und zeichnet sich durch proaktives Risikomanagement, diszipliniertes Wachstum in stabilen westlichen Wirtschaftsräumen und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing aus.

Wesentliche Kreditentscheidungen werden vom Credit Approval Committee (CAC), einem speziellen Gremium auf Vorstandsebene, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien der Bank streng geprüft, diskutiert und in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im DACH als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern getroffen.

Das Firmenkundengeschäft ist zumeist durch ein moderates (Net) Debt/EBITDA-Verhältnis sowie ein gutes Risiko/Ertrags-Profil gekennzeichnet. Das Immobilienkreditportfolio verfügt über einen durchschnittlichen LTV und eine sehr gute Diversifizierung nach Ländern und Assetklassen.

Risikokonzentrationen im Kreditportfolio

Im Segment Corporates & Public ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen ergeben sich aus hohen Exposures in einzelnen Kundenengagements oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.


LAGEBERICHT

Treasury

Treasury ist als Service Center für die Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.

Das Investmentportfolio im Segment Treasury besteht hauptsächlich aus Investments in Westeuropa und Nordamerika.

Corporate Center

Das Corporate Center umfasst alle andernorts nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der

Derivate sowie Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

MARKTRISIKO

Das Marktrisiko ist definiert als Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.

Die Hauptkomponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. sind Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko. Beide Risikoarten werden auf Basis eines Sensitivitäts- und eines Value-at-Risk-Ansatzes (VaR) sowie von Szenarienrechnungen gemessen und überwacht. Die bilanzielle Behandlung der Positionen wird zusätzlich in den Risikoreports berücksichtigt.

Marktrisiko im Handelsbuch

Seit dem Vorstandsbeschluss vom September 2012 fand im Handelsbuch kein aktiver Eigenhandel mehr statt und alle neuen Transaktionen dienten nur noch der Glattstellung von Positionen oder der Risikoreduktion. Im Juli 2019 beschloss der Vorstand, die verbleibenden derivativen Positionen aus dem Handelsbuch in das Bankbuch zu übertragen, um der strategischen Ausrichtung des Derivategeschäfts auf Nichthandelsaktivitäten Rechnung zu tragen. Die Genehmigung umfasste alle Derivate der BAWAG P.S.K..

Derzeit sind keine Handelsaktivitäten geplant.

Marktrisiko im Bankbuch

Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der Bank resultieren aus Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko.

Zinsrisiko im Bankbuch

Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklungen ergibt.

Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Bereich Treasury & Markets Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk/Return-Verhältnisses auf Konzernebene zu steuern. Der Bereich Risk Controlling, Abteilung Marktrisiko-Management berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das SALCO über die Limitausnutzung und die Verteilung der Risiken.

Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets implementiert. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur:

  • Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite
  • Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
  • Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung

Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinstragender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwerts infolge einer parallelen Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt nach oben (0,01%) an.

Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten der Bawag P.S.K. zum 31. Dezember 2019 anhand des PVBP-Konzepts dar:


LAGEBERICHT

Zinssensitivität

in Tsd. € <1J 1J-3J 3J-5J 5J-7J 7J-10J >10J Bilanz-summe
EUR 70 421 -166 -37 252 -115 425
USD 0 -4 -5 7 -5 -5 -12
CHF 4 -8 13 -13 -8 -11 -23
GBP 14 5 -6 15 1 2 31
Sonstige Währungen 2 -10 -8 -1 0 0 -16
Gesamt 31.12.2019 90 405 -173 -28 239 -129 404
Gesamt 31.12.2018 -186 -377 -248 -213 -190 -129 -1.343

Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.

Fremdwährungsrisiko im Bankbuch

Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch wird durch konservative Limite beschränkt, wodurch ein geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Liquiditätsrisiko ist das Risiko Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können (dispositives Liquiditätsrisiko), oder diese Verpflichtungen nur mit höheren Refinanzierungskosten (strukturelles Liquiditätsrisiko) erfüllen zu können. Zum Liquiditätsrisiko gehört ferner das Risiko, dass Transaktionen nicht geschlossen oder verkauft werden können oder dies aufgrund unzureichender Markttiefe oder aufgrund von Marktunterbrechungen (Marktliquiditätsrisiko) nur mit Verlust möglich ist. Das Ziel des Liquiditätsrisikomanagements der Gruppe besteht darin, sicherzustellen, dass die Gruppe ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann, und das Liquiditätsrisiko innerhalb des Risikoappetits zu steuern.

Liquiditätsrisikomanagement

Im Einklang mit dem Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) der EZB hat die BAWAG-Group einen jährlichen Prozess zur Beurteilung der internen Liquiditätsadäquanz (ILAAP) implementiert, der die Grundlage für die konzernweite Messung, Steuerung und Überwachung von Liquiditätsrisiken bildet. Die darin formulierten Grundsätze und Methoden zur Steuerung der Liquiditätsrisiken kommen in der BAWAG P.S.K. zur Anwendung.

Das wichtigste Entscheidungsgremium im Zusammenhang mit Liquiditätsrisiken ist das Strategic Asset Liability Committee (SALCO), in dem alle Vorstandsmitglieder vertreten sind. Die aktuelle Liquiditätsposition sowie die Einhaltung der Liquiditätsrisikolimite werden monatlich im SALCO berichtet.

Treasury & Markets ist beauftragt, die Liquiditäts- und Finanzierungsposition zu steuern. Der Bereich Markt- & Liquiditätsrisiko-Management fungiert als unabhängige Risikokontrollfunktion und ist für die Überprüfung des ILAAP-Rahmens verantwortlich.

Liquiditätssteuerung

Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30-Tage-Liquiditätsvorschau, die ein genaues Monitoring und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition ermöglicht.

Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und im SALCO berichtet. Im Rahmen des Prognoseprozesses, der Szenarioanalysen für geplante Maßnahmen und Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt, wird die Ent


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

wicklung aller wichtigen Liquiditätsrisikokennzahlen auf der Grundlage der zugrunde liegenden Geschäftspläne prognostiziert, um die Einhaltung des allgemeinen Risikoappetits sicherzustellen. Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.

Liquiditäts-Stresstests

Liquiditäts-Stresstests und Szenarioanalysen werden angewendet, um die Liquiditätsrisikoposition der BAWAG P.S.K. zu bewerten, die Risikolimite festzulegen und die Liquiditätspuffer zu kalibrieren. Sie ergänzen das operative Liquiditätsmanagement und die mittel- bis langfristige Liquiditätsstrategie.

Steuerung des Liquiditätspuffers

Die BAWAG P.S.K. hält einen Liquiditätspuffer, um unerwartete Liquiditätsabflüsse in einem Stressszenario abzudecken. Das Halten des Liquiditätspuffers stellt daher eine vorbeugende Maßnahme gegen Liquiditätsrisiken dar. Der Liquiditätspuffer besteht aus einem Portfolio liquider Aktiva, mit dem in Stresssituationen liquide Mittel generiert werden können, um die Iliquidität der Bank zu verhindern. Der Liquiditätspuffer der BAWAG P.S.K. beinhaltet nur Vermögenswerte, die innerhalb von 30 Tagen liquidiert werden können. Die Marktliquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig überprüft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

in Mio. € 31.12.2019 31.12.2018
Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen 4.298 3.844
Für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Wertpapiere 1.638 3.623
Sonstige für Kreditgeschäfte des Eurosystems zugelassene Aktiva 1.544 209
Kurzfristiger Liquiditätspuffer 7.480 7.676
Sonstige marktfähige Wertpapiere 1.192 974
Summe 8.672 8.650

LAGEBERICHT

Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

| 31.12.2019
in Mio. € | Vertragliche Zahlungs-ströme | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -6.586 | -1.440 | -439 | -785 | -1.975 | -1.948 |
| Einlagen von Kunden | -20.954 | -20.050 | -386 | -439 | -51 | -27 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -4.626 | -5 | -90 | -625 | -1.599 | -2.306 |
| Zwischensumme | -32.166 | -21.495 | -914 | -1.849 | -3.626 | -4.282 |
| Derivative | -640 | -144 | -46 | -31 | -65 | -354 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.686 | -1.686 | - | - | - | - |
| Bilanzsumme | -34.492 | -23.325 | -960 | -1.880 | -3.690 | -4.636 |
| 31.12.2018
in Mio. € | Vertragliche Zahlungs-ströme | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -7.940 | -1.283 | -406 | -623 | -4.074 | -1.553 |
| Einlagen von Kunden | -19.633 | -18.548 | -261 | -196 | -212 | -416 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -3.929 | -27 | -24 | -637 | -2.268 | -973 |
| Zwischensumme | -31.502 | -19.858 | -691 | -1.457 | -6.555 | -2.942 |
| Derivative | -546 | -9 | -35 | -117 | -314 | -71 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.837 | -1.837 | - | - | - | - |
| Summe | -33.885 | -21.704 | -726 | -1.573 | -6.868 | -3.013 |

Die obige Tabelle zeigt die nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzvermögen und -verbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen

Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen und -ausleihungen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

NON-FINANCIAL RISK

Die Bank verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken weiterhin den Standardansatz gemäß Artikel 317 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos sind jedoch signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel. Die RWAs des operationellen Risikos werden auf Basis der jeweiligen Erträge den Segmenten zugeordnet.

Für die Zwecke der internen ökonomischen Kapitalsteuerung (ICAAP) wird mittels eines statistischen Modells, basierend auf den Verlusten und Risikopotentialen anhand der durchgeführten Risk Control Self Assessments (RCSAs) aus operationellen Risiken, der VaR berechnet.

Die Verluste aus operationellen Risiken werden in einer zentral verwalteten, webbasierten Datenbank innerhalb eindeutig definierter Regeln und Prozesse gesammelt.

Key-Risk-Indikatoren (KRI) sind als zusätzliches Steuerungsinstrument implementiert, um negative Entwicklungen bzw. Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen identifizieren und zeitgerecht prognostizieren zu können. Jeder KRI wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.

Die RSCAs stellen neben einem empfängerorientierten Berichtswesen ein weiteres Instrument für das Management operationeller Risiken dar. Innerhalb eines einheitlichen Rahmens identifizieren und bewerten alle Bereiche und

Tochterunternehmen jährlich ihre wesentlichen operationellen Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotenzial ein definiertes Limit, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.

Die Identifikation und Bewertung der potentiellen Risiken und Maßnahmen bei Ad-hoc-Themen erfolgt durch klar definierte Prozesse insbesondere für Auslagerungen und Produkteinführungen.

Durch den Bereich Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance wird zudem eine gesamthafte und integrierte Steuerung aller nicht-finanziellen Risiken sichergestellt. Potenzielle neue oder erhöhte Risiken (wie z.B. Cyberrisiko, Integrationsrisiko, Reputationsrisiko, Compliance-Risiko, Auslagerungsrisiko) können frühzeitig adressiert und mitigiert sowie Synergien bei der Vermeidung von Risiken optimal genutzt werden. Im eigens eingerichteten Non-Financial Risk und ESG Committee (NFR & ESGC) wird dem Vorstand monatlich über aktuelle Entwicklungen berichtet.

Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zur Verringerung von operationellen Risiken. Zudem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem (einschließlich computer-gestützter Kontrollen) zur Steuerung des operationellen und nichtfinanziellen Risikos der Bank bei.

SONSTIGE RISIKEN

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der Beteiligungsunternehmen.

Der jährlich zum Bilanzstichtag durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze. Basis des Wertminderungstests ist die von den Geschäftsleitern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen

abgezinst. Der anteilige Unternehmenswert, basierend auf dem Beteiligungsausmaß der Bank, wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.

Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital oder durch sonstige Wertindikatoren, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist.

Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Beteiligungsrisikomanagement bestätigt.


LAGEBERICHT

INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

EINLEITUNG

Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung vorgegebenen und im Unternehmen ausgeführten Prozesse verstanden, durch die

  • die Wirksamkeit und Effizienz der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
  • die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
  • die Einhaltung der für die BAWAG P.S.K. maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften

überwacht und kontrolliert werden.

Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.

Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen und den EBA-Leitlinien zur internen Governance (EBA/GL/2017/11) ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.

Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung der BAWAG P.S.K.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEMS

Kontrollumfeld

Der Code of Conduct der Bank beinhaltet die Unternehmenswerte, welche für alle Mitarbeiter der BAWAG Gruppe gelten. Der Code of Conduct basiert auf den Leitlinien Respekt und Teamwork, Kundenfokus und Reputation sowie Integrität und Compliance.

Der bewusste Umgang mit Compliance-Themen sowie eine nachhaltige Risikokultur ermöglichen eine schnelle Identifikation der Risiken und eine gut durchdachte Entscheidungsfindung im Umgang mit vorhandenen Regelungen. Der Kern unserer Risikokultur sind interne Regelungen und vor allem eine offene Kommunikation untereinander, um ein möglichst breites Bewusstsein aller Mitarbeiter für sämtliche Risiken, mit denen die Bank konfrontiert ist, zu schaffen.

Zusätzlich werden in der Richtlinie für das interne Kontrollsystem klare Vorgaben für alle Mitarbeiter gesetzt und das IKS wird als die Gesamtheit aller systematisch gestalteten prozessualen, technischen, baulichen oder

organisatorischen Grundsätze, Verfahren und (Überwachungs)maßnahmen im Unternehmen definiert.

Darin enthalten sind die jeweiligen organisatorischen Richtlinien des gesamten operativen Managements sowie die festgelegten Kontrollmechanismen und Überwachungsaufgaben des unmittelbaren Prozessverantwortlichen.

Der Bereich Bilanzen/Beteiligungen ist für das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen teilweise über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen arbeiten. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen umfassen im Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse aller inländischen Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzern-verrechnung, Steuern sowie das aufsichtsrechtliche Meldewesen der inländischen Banken töchter.

Dem Bereich Bilanzen/Beteiligungen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

sowie die fachliche Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung konzerninheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der BAWAG P.S.K. beinhaltet Arbeitsanweisungen und Prozesse

  • zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
  • zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
  • zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.

Der Bereich Bilanzen/Beteiligungen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der BAWAG P.S.K. eingebunden. So erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der BAWAG P.S.K. übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen/Beteiligungen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschlusserstellung notwendigen Tätigkeiten durch.

Das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS

erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesen- sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.

Information und Kommunikation

Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von ESG erhält der Vorstand regelmäßig Informationen über Risiken, die sich aus diesen Faktoren ergeben.

Überwachung

Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Maßnahmen zur Risikominimierung werden hinsichtlich der Umsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv überwacht. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und regelmäßig berichtet. Events und Schadensfälle werden auch zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Systeme und Kontrollen genutzt.

Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.


LAGEBERICHT

PERSONALENTWICKLUNG

Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zur Umsetzung unserer Strategie und zum Aufbau der „BAWAG Group von morgen“. Technologie hat nicht nur das Kundenverhalten verändert, sondern auch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Neben dem traditionellen Bankwissen wurden und werden die Kenntnisse und Erfahrungen der Mitarbeiter von Finanzinstituten laufend weiterentwickelt, um mit diesen Veränderungen umgehen zu können. Hervorragende Mitarbeiter zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten ist wichtig, weshalb wir dafür verantwortlich sind, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem den Menschen der Raum für ihre Entwicklung gegeben wird.

Unsere Kultur unterscheidet uns von anderen:

Was unsere Bank auszeichnet ist die besondere Leidenschaft, das Engagement, die Arbeitsmoral und das Vertrauen, das wir in uns gegenseitig setzen, sowie unsere kollektive Fähigkeit, als Team zu arbeiten und Ergebnisse zu liefern.

Um unsere Mitarbeiter bei der Entwicklung ihrer Talente und Fähigkeiten in den verschiedenen Stadien ihrer Karriere zu unterstützen, haben wir "Durch das Jahr mit HR" geschaffen. Dieser Rahmen steuert alle Initiativen im Zusammenhang mit der Rekrutierung, dem Talentmanagement und der Entwicklung von Führungskräften. Wir bieten nicht nur spezifische Programme an, sondern auch eine breite Palette von Schulungsmöglichkeiten, um die Entwicklung der persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu unterstützen, z.B. durch E-Learning. Für ausgewählte Bereiche wie z.B. Risiko, Retail und Digital wurde eine vertiefende BAWAG-Fachakademie eingerichtet.

Projektarbeit in multidisziplinären Teams sowie die Integration von neuen Töchtern wird in unseren Mitarbeiter-Entwicklungsplänen aufgenommen. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, ihr Bankwissen zu erweitern und gibt ihnen die Aussicht auf einen breiteren Karriereweg, der auf die Talente der Mitarbeiter abgestimmt ist und damit auch zu unseren Zielen beiträgt.

Vielfalt und Integration

Wir machen bei Rekrutierungen, Entwicklungsmaßnahmen, Beförderungen und Vergütungen keinen Unterschied nach Geschlecht, ethnischem Hintergrund, Religion oder sexueller Orientierung. Die Gleichbehandlung unserer Mitarbeiter ist nicht nur Teil unseres Verhaltenskodizes, sondern in unserer Kultur verankert: Während der Großteil unserer Mitarbeiter in Österreich tätig sind, kommen unsere Mitarbeiter aus 40 Nationen.

Frauenförderung in der BAWAG P.S.K.

Die richtige Zusammensetzung von Mitarbeitern zu finden, ist eine Herausforderung. Wir haben in den letzten Jahren große Fortschritte bei den gesetzten Initiativen gemacht. Ende 2019 beträgt der Anteil an Frauen auf Managementebene in der BAWAG P.S.K. Gruppe 34%.

"Das macht unsere Kultur aus und ist die treibende Kraft hinter unserem Erfolg der letzten Jahre".
Anas Abuzaakouk, CEO


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Gleichberechtigte Entlohnung ist ein Grundsatz. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle wird durch Transparenz thematisiert und Hierarchien-übergreifend überwacht. Mit diesen Instrumenten konnten wir die Lücke in den letzten Jahren verringern. Unser Ziel ist es, Initiativen zu setzen, um diese Lücken zu schließen.

Das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter

Neben einem fördernden Arbeitsumfeld möchten wir unsere Mitarbeiter in den verschiedenen Lebensphasen unterstützen: durch flexible Arbeitszeiten, Möglichkeiten der Heimarbeit, Unterstützung von Frauen nach der Karenz, Förderung der Vaterkarenz, zwei Betriebskindergärten, Sabbatical-Optionen, Führung für Teilzeitkräfte.

Außerdem bieten wir unseren Mitarbeitern ein Gesundheitsförderungsprogramm an, das von Schulungen zu bestimmten Themen, Gesundheitschecks, Betriebsarzt bis zu Präventivmaßnahmen zu reduzierten Kosten reicht.

Der Vorstand hat in den letzten Jahren einen guten Dialog mit den Arbeitnehmervertretern aufgebaut, der ein breites Spektrum von Themen wie Vergütung, Reorganisationen und Umstrukturierungen, Akquisitionen und Wohlbefinden umfasst. Dazu gehören zusätzliche Leistungen für unsere Mitarbeiter bei Sportprogrammen sowie Urlaubs- und Finanzleistungen für verschiedene Lebensphasen, z.B. die Geburt von Kindern.

Zertifizierung

Im Jänner 2020 wurde die BAWAG als "Leitbetrieb Austria" ausgezeichnet. Mit dieser Zertifizierung klassifiziert sich die BAWAG nach einem breiten Spektrum von Kriterien von der Rekrutierung bis zur Nachhaltigkeit.

ENTWICKLUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

Führung ist ein ständiger Entwicklungsprozess und ein Eckpfeiler beim Umgang mit geschäftlichen Herausforderungen. Dementsprechend umfasst das Programm zur Entwicklung von Führungskräften eine breite Palette von Angeboten. Der Schwerpunkt des Programms liegt besonders auf praxisorientiertem Lernen, der gezielten Entwicklung von Führungsfähigkeiten, der Schärfung der Selbstreflexionsfähigkeiten von Führungskräften sowie der Anleitung und Entwicklung von Mitarbeitern.

Im Vertrieb beispielsweise basieren die Aktivitäten zur Entwicklung von Führungskräften auf einer Potenzialanalyse, die von externen Experten betreut wird und darauf abzielt, die persönlichen Stärken und Entwicklungsbereiche einer Person zu identifizieren. Auf dieser Grundlage bieten wir ein Schulungsprogramm an, das genau die Fähigkeiten anspricht, die für die Führung benötigt werden.

Erfahrene Führungskräfte und Management-Teams wurden erneut durch individuelles (Management-)Coaching und gezielte Change-Management-Maßnahmen unterstützt, um den spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Der Schwerpunkt lag dabei auf individuellem Coaching und optimaler Unterstützung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.

Das "After Work Führungskräfte Forum" wurde 2019 erfolgreich fortgesetzt. Diese Initiative ist eine Vernetzungsplattform innerhalb des Konzerns, auf der sich unsere Führungskräfte über neue Entwicklungen im Bereich Management und Führung informieren und auch fachliches Wissen und Erfahrungen austauschen können.


LAGEBERICHT

TALENTFÖRDERUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG

Die Entwicklung und Bindung von talentierten und qualifizierten Mitarbeitern, die Engagement und Einsatz zeigen, ist für die BAWAG P.S.K. von zentraler Bedeutung. Die Bankenlandschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen und daher ist es unser oberstes Ziel, ein leistungsfähiges Arbeitsumfeld zu fördern, indem wir gemeinsam als Team nach langfristigem Erfolg streben können. Während wir sowohl die berufliche als auch die persönliche Entwicklung fördern, arbeiten wir gleichzeitig daran, das Nachfolgerssiko durch eine Nachfolge- und Karriereplanung zu mindern. Mit dem von uns eingeführten Talentidentifikations- und Entwicklungsprozess beurteilen wir Potentialträger und entwickeln sie in maßgeschneiderten Programmen zu potenziellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen. Am Ende eines jeden Jahres diskutieren die Vorstandsmitglieder potenzielle Nachfolger im so genannten "Talent Review".

In den Risikobereichen unterstützt das neue "Risk Center of Excellence"-Programm junge Potenziale in ihrer

Entwicklung unter Anleitung von Mentoren aus dem Risikorresort und bereitet sie auf zukünftige breitere Aufgaben in der BAWAG Group vor. Das Programm umfasst Job-Rotationen, eine interne Akademie, regelmäßige Treffen mit dem Senior Management und die Leitung eines Risikoprojekts.

Für die Filialen gibt es das Talentprogramm "Leader's Basics" zur internen Rekrutierung von Filialleitern für das Privat- und Firmenkundengeschäft. Bei den Teilnehmern handelt es sich um talentierte, junge Mitarbeiter mit Führungspotenzial, die im Rahmen der Nachfolgeplanung nominiert wurden. Sie durchlaufen ein anspruchsvolles Programm zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung, um sich auf die Leitung einer Filiale vorzubereiten. Für erfahrene Filialleiter bieten wir das "Leader's Premium"-Programm mit dem Schwerpunkt auf Erfahrungsaustausch und persönlicher Entwicklung an.

MBO-PROZESS (FÜHREN NACH ZIELEN)

Die Vergütungspolitik der BAWAG P.S.K. ist darauf ausgerichtet, Leistung, Kompetenz und Verantwortungsniveau der Mitarbeiter zu entlohnen. Unser "Management by Objectives"-Ansatz (MbO) bleibt dabei ein zentrales Instrument zur Unterstützung unserer Geschäftsstrategie. Die Festlegung von Zielen im Rahmen des jährlichen MbO-Prozesses ist wichtig für die Entwicklung der Bank und die Leistung der Mitarbeiter. Die Leistungsbewertung spiegelt die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter und

die Leistungen des Einzelnen sowie die Gruppenziele wider. Die MbO-Dialoge werden auf einer Top-Down-Basis geführt, um zu gewährleisten, dass die Gesamtziele der Bank auf jeder Ebene verteilt sind. Zwei Dialoge sind Teil des jährlichen MbO-Prozesses, wobei auf der Grundlage einer flachen Hierarchie innerhalb der Bank der regelmäßige Dialog zwischen den Mitarbeitern und dem jeweiligen Vorgesetzten gegeben ist.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. und der BAWAG Group ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es

notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden.

CSR-REPORTING

Mit dem NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) wird in Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU ab dem Geschäftsjahr 2017 die Berichtspflicht über nichtfinanzielle Informationen (Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption) im Konzernlagebericht ausgeweitet und konkretisiert. Zweck der verpflichtenden Berichterstattung ist eine stärkere Transparenz und Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Angaben.

Die BAWAG P.S.K. ist nach §243b Abs. 7 UGB von der Erstellung eines nichtfinanziellen Berichts befreit, da sie in den konsolidierten nichtfinanziellen Bericht der BAWAG Group einbezogen wird. Dieser Bericht kann auf der Website der BAWAG Group unter https://www.bawaggroup.com/CSR abgerufen werden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach §243 UGB durchgeführt


LAGEBERICHT

AUSBLICK UND ZIELE

Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit mehreren Herausforderungen wie dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, anhaltendem Preisdruck, erhöhten regulatorischen Anforderungen, neuen Marktteilnehmern in Form von Fintechs und einem raschen technologischen Wandel konfrontiert. Wir sind zuversichtlich, die BAWAG P.S.K. so positioniert zu haben, dass sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern kann, um ihr Geschäft weiter auszubauen – unter gleichzeitiger Beibehaltung eines niedrigen Risikoprofils und einer soliden Eigenkapitalausstattung.

Abgesehen von diesen Industrie-spezifischen Herausforderungen, wird der Ausbruch des Corona-Virus COVID-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auswirkung auf die Wirtschaft

in jenen Ländern haben, in denen wir tätig sind. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des Ausmasses als auch der Dauer sowie der laufenden Entwicklungen können wir aktuell keine genauen und verlässlichen Schätzungen hinsichtlich möglicher quantitativer Auswirkungen geben. Dies kann in einem allgemein herausfordernden und volatilen Marktumfeld resultieren. Wir werden die Entwicklungen sorgfältig verfolgen und werden daran arbeiten dies im Rahmen unserer Möglichkeiten im Laufe des Jahres zu adressieren.

Aufgrund unserer starken operativen Performance im Jahr 2018 haben wir unsere ursprünglichen 3-jährigen Konzernziele für die Jahre 2018 bis 2020 angepasst. Im Wesentlichen haben wir unsere Ziele um ein Jahr nach vorne gezogen:

Unsere Ziele für 2019 und 2020 (BAWAG Group konsolidiert) lauten wie folgt:

Ziele 2020
Ergebnis vor Steuern >640 Mio. €
Nettogewinn >480 Mio. €
Cost/Income Ratio <40%
Return on Tangible Common Equity 15% - 20%
Common Equity Tier 1 Quote (fully loaded) 13%
Nettogewinn je Aktie^{1)} >5,40 €

1) Vor Abzug des AT1-Kupons; basierend auf 89,1 Mio. Aktien..

Unsere anhaltend starken operativen Ergebnisse im Jahr 2019 bestätigen erneut, dass der Konzern gut aufgestellt ist, in einem wettbewerbsintensiven europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir werden unsere auf die DACH-Region ausgerichtete Strategie, die sich durch

ihr geringes Risiko auszeichnet, beibehalten und unseren Kunden weiterhin einfach verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen anbieten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

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David O'Leary
Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands


Einzelabschluss


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

BILANZ

Aktiva

in € in Tsd. €
31.12.2019 31.12.2018
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken 1.226.713.926,15 821.906
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind 37.984.338,52 451.156
3. Forderungen an Kreditinstitute 4.457.628.223,29 3.919.736
a) täglich fällig 88.237.014,42 107.154
b) sonstige Forderungen 4.369.391.208,87 3.812.582
4. Forderungen an Kunden 26.396.026.055,62 23.798.270
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.813.538.553,74 3.313.813
a) von öffentlichen Emittenten - -
b) von anderen Emittenten 2.813.538.553,74 3.313.813
darunter eigene Schuldverschreibungen - 775
6. Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 1.008.862.636,60 1.220.678
7. Beteiligungen 108.703.457,52 80.408
darunter: an Kreditinstituten 50.784.277,83 51.763
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.141.849.890,53 1.074.469
darunter: an Kreditinstituten 855.867.650,48 905.951
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 125.909.193,81 122.272
10. Sachanlagen 83.220.005,43 45.526
darunter Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 3.080.152,81 3.199
11. Sonstige Vermögensgegenstände 509.385.285,91 658.311
12. Rechnungsabgrenzungsposten 63.118.365,43 51.039
13. Aktive latente Steuern 48.633.688,78 44.353
Summe der Aktiva 38.021.573.621,33 35.601.936
Außerbilanzielle Geschäfte
1. Auslandsaktiva 14.280.647.878,78 15.181.059

EINZELABSCHLUSS

in € in Tsd. €
31.12.2019 31.12.2018
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.638.305.997,15 7.784.313
a) täglich fällig 321.506.061,04 776.666
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.316.799.936,11 7.007.647
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25.691.501.764,75 20.184.489
a) Spareinlagen - darunter: 5.181.689.121,32 5.523.303
aa) täglich fällig 3.295.830.195,67 3.441.468
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.885.858.925,65 2.081.835
b) sonstige Verbindlichkeiten - darunter: 20.509.812.643,43 14.661.186
aa) täglich fällig 18.493.208.605,86 13.482.659
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.016.604.037,57 1.178.527
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3.478.598.239,62 2.632.542
a) begebene Schuldsverschreibungen 3.177.413.903,96 2.202.650
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 301.184.335,66 429.892
4. Sonstige Verbindlichkeiten 572.727.505,27 537.651
5. Rechnungsabgrenzungsposten 76.491.013,86 53.600
6. Rückstellungen 554.946.305,21 583.328
a) Rückstellungen für Abfertigungen 68.471.328,00 68.786
b) Rückstellungen für Pensionen 166.871.317,00 167.157
c) Steuerrückstellungen 1.800.103,95 4.150
d) sonstige Rückstellungen 317.803.556,26 343.235
6A. Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.500.000,00
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 864.758.851,75 461.476
8. Zusätzliches Kernkapital 301.958.333,33 301.958
9. Gezeichnetes Kapital 250.000.000,00 250.000
10. Kapitalrücklagen 628.172.763,08 638.885
a) gebundene 301.069.989,55 301.070
b) nicht gebundene 327.102.773,53 337.815
11. Gewinnrücklagen 482.066.420,72 480.602
a) gesetzliche Rücklage 425.101.614,14 425.102
b) andere Rücklagen 56.964.806,58 55.500
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 620.444.463,10 613.754
13. Bilanzgewinn 853.101.963,49 1.079.338
Summe der Passiva 38.021.573.621,33 35.601.936

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

in € in Tsd. €
31.12.2019 31.12.2018
Außerbilanzielle Geschäfte
1. Eventualverbindlichkeiten 144.662.030,11 154.905
darunter Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten 144.662.030,11 154.905
2. Kreditrisiken 4.218.054.589,00 4.219.709
darunter Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften - -
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 130.786.553,91 134.865
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 3.103.694.998,52 2.767.031
darunter Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 492.269.193,24 92.922
5. Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 18.948.101.722,47 18.364.199
darunter Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen
Harte Kernkapitalquote 12,2% 12,9%
Kernkapitalquote 13,8% 14,6%
Gesamtkapitalquote 16,4% 15,1%
6. Auslandspassiva 6.382.725.769,62 4.838.124

EINZELABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in € in Tsd. €
2019 2018
1. Zinsen und ähnliche Erträge 723.831.919,42 699.858
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 20.561.537,16 43.293
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -71.700.873,94 -96.443
I. NETTOZINSERTRAG 652.131.045,48 603.415
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 75.858.678,20 281.686
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 11.783.626,14 15.636
b) Erträge aus Beteiligungen 2.822.411,14 2.937
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 61.252.640,92 263.113
4. Provisionserträge 281.469.716,49 243.120
5. Provisionsaufwendungen -78.055.035,00 -58.518
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 2.560.583,69 -653
7. Sonstige betriebliche Erträge 35.619.568,24 34.154
II. BETRIEBSERTRÄGE 969.584.557,10 1.103.203
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -438.457.998,15 -443.432
a) Personalaufwand -239.475.557,03 -242.411
darunter:
aa) Löhne und Gehälter -165.881.490,34 -158.256
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -42.605.486,20 -41.540
cc) sonstiger Sozialaufwand -3.006.897,40 -3.187
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -17.536.552,37 -17.552
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung -982.962,00 -13.152
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -9.462.168,72 -8.726
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -198.982.441,12 -201.020
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände -35.343.731,02 -22.886
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.751.958,16 -19.113
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -522.553.687,33 -485.431
IV. BETRIEBSERGEBNIS 447.030.869,77 617.773

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

in € in Tsd. €
2019 2018
IV. BETRIEBSERGEBNIS 447.030.869,77 617.773
11./12. Aufwands-/Ertragssaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken -166.590.782,86 -106.659
13./14. Aufwands-/Ertragssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind sowie auf Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen 90.414.341,89 39.749
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 370.854.428,80 550.863
15. Außerordentliche Erträge 24.554.596,23 0
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
17. Außerordentliches Ergebnis (Zwischensumme aus Posten 15 und 16) 24.554.596,23 0
18. Steuern vom Einkommen -84.415.376,95 -441
19. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 18 auszuweisen -5.572.169,03 -14.323
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 305.421.479,05 536.099
20. Rücklagenbewegung 4.342.012,11 0
darunter: Dotierung der Haftrücklage - -
darunter: Auflösung der Haftrücklage - -
VII. JAHRESGEWINN 309.763.491,16 536.099
21. Gewinnvortrag 543.338.472,33 543.239
VIII. BILANZGEWINN 853.101.963,49 1.079.338

BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Abuzaakouk e.h. Barth e.h. O'Leary e.h. Shah e.h. Sirucic e.h. Wise e.h.


EINZELABSCHLUSS

ANHANG

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der relevanten Bestimmungen des Bankwesengesetzes (BWG) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den

Formblättern der Anlage 2 zu § 43 BWG. Alle Angaben zum BWG beziehen sich auf die am 31. Dezember 2019 gültige Fassung. Die Form der Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNABSCHLUSS

Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wird im Internet

veröffentlicht (www.bawaggroup.com/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien auf.

Die BAWAG P.S.K. erstellt aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser Konzernabschluss liegt am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien auf.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäfts Rechnung getragen.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich mit dem Nennwert der Forderungen aktiviert. Für erkennbare Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen vorgesorgt, die für einzelne Risikopositionen, vor allem im Privatkundengeschäft, nach gemeinsamen Kriterien ermittelt werden.

Risikovorsorgen werden für alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste, die in diesem Geschäftsjahr oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, berücksichtigt. Da nach § 201 Abs. 2 Z 7 UGB statistisch ermittelbare Erfahrungswerte aus gleich gelagerten Sachverhalten zu berücksichtigen sind, ist die Erfassung einer pauschalen Wertberichtigung, die auf Basis statistischer Erfahrungswerte erwartet werden, nach UGB erforderlich. In der BAWAG P.S.K. wurde dies in Anlehnung an IFRS wie folgt umgesetzt: bis 2017 durch die Erfassung einer Vorsorge für bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste

erfasst und ab 2018 durch die Erfassung des erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss, ECL) gemäß IFRS 9.

Die bis 2017 gebildete Wertberichtigung auf Portfoliobasis für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste wurde für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen im Kreditportfolio inklusive Wertpapieren gebildet. Die Berechnung orientiert sich am regulatorischen Expected-Loss-Modell.

Die Berechnung des seit 2018 berücksichtigten erwarteten Kreditverlustes (ECL) erfolgt auf Portfoliobasis und leitet sich von ähnlichen Parametern wie der aufsichtsrechtliche Expected Loss ab. Im Gegensatz zum aufsichtsrechtlichen Expected Loss, der auf through-the-cycle Parametern basiert, ist der ECL nach IFRS 9 ein Point-in-time Wert. Der ECL wird für alle Forderungen und Schuldtitel sowie für nicht ausgenützte Kreditrahmen ermittelt.

Bei Erwerb werden alle Geschäfte der Stufe 1 zugeordnet und es wird für diese Geschäfte ein 1-Jahres ECL erfasst. Bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditqualität wird das Exposure in Stufe 2 gegliedert und es wird hierfür der ECL für die Gesamtlaufzeit erfasst.

Wertpapiere des Bankbuches, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, werden dem Finanzanlagevermögen gewidmet und dementsprechend bilanziert. Agio- und


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Disagiobeträge werden gemäß § 56 (2) bzw. (3) BWG mittels der Effektivzinsmethode erfasst. Zum Finanzanlagevermögen gehörende Wertpapiere werden aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips nur bei dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren Zeitwert abgewertet.

Wertpapiere und Derivate des Handelsbuches werden zu Marktpreisen, Wertpapiere und Derivate des sonstigen Umlaufvermögens nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn sich eine Wertminderung in Folgeperioden verringert.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern eine dauerhafte Wertminderung eingetreten ist, wurde eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung wird eine Zuschreibung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Zur Bewertung der Beteiligungsunternehmen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden die geplanten Nachsteuerergebnisse herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%.

Für Leasinggesellschaften ohne Neugeschäft wurde eine Bewertung unter Berücksichtigung der Substanzwerte vorgenommen.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, linearen Abschreibung. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 2% bis 3,3%, beim sonstigen Sachanlagevermögen reichen sie von 5% bis 33,3%, bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 3,5% bis 33,3%. Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der Neueinschätzung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst. Bei Zugängen in der ersten Jahreshälfte wird die volle Jahresabschreibung, bei jenen in der zweiten Jahreshälfte die halbe Jahresabschreibung vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis 400,00 € Einzelanschaffungswert werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zuschreibungen wurden 2019 nicht vorgenommen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 198 Abs. 9 UGB nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses rechtlich verbindlich sind.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen nach UGB und deren jeweiligen steuerlichen Wertansätzen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Berücksichtigung der Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Agio und Disagio eigener Emissionen werden gemäß der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt aufgelöst.

Die Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2019 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,95% (2018: 2,32%) Bezugssteigerung 3,10%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2019 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,95% (2018: 2,32%), Bezugssteigerung 1,60%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.

Pensionsansprüche und Pensionsanwartschaften aus leistungsorientierten Zusagen wurden teilweise an eine


EINZELABSCHLUSS

Pensionskasse ausgelagert. Das verfügbare Pensionskassenvermögen wurde auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden zum 31. Dezember 2019 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,95% (2018: 2,32%), Bezugssteigerung 2,80%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgelder wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.

Die Aktuarsvereinigung Österreich hat im Jahr 2018 die für die Ermittlung von Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläums geldverpflichtungen heranzuziehenden Sterbetafeln überprüft und als „Pensionstafeln AVÖ 2018-P“ neu veröffentlicht. Die BAWAG P.S.K. hat für die Berechnung der Personalrückstellungen die neuen Sterbetafeln herangezogen und den sich daraus ergeben Effekt (Erhöhung der Rückstellungen) im Jahr 2018 zur Gänze aufwandswirksam erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine anteilsbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten (sog. Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente als auch Barausgleich). Bei der Bilanzierung orientiert sich die BAWAG P.S.K. an der AFRAC-Stellungnahme 3 „Die Behandlung anteilsbasierter Vergütungen in UGB-Abschlüssen“.

Die Kosten von Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zu dem Zeitpunkt bewertet, zu dem die Gewährung erfolgt.

Diese Kosten werden, zusammen mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals (andere Kapitalrücklage), über den Zeitraum, in dem die Dienst- und gegebenenfalls die Leistungsbedingungen (letztere beim aktuellen Programm nicht relevant) erfüllt werden (Erdienungszeitraum), in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der

Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtzeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung des Konzerns in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, beurteilt. Marktabhängige Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt.

Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen – aber ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung – werden als Nicht-Ausübungsbedingungen angesehen. Nicht-Ausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung einer Vergütungsvereinbarung, sofern nicht auch Dienst- und/oder Leistungsbedingungen bestehen.

Wenn Vergütungsvereinbarungen eine Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung beinhalten, werden die Transaktionen unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung erfüllt ist, als zugeteilt betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.

Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe des beizulegenden Zeitwerts der nicht geänderten Vergütungsvereinbarung zum Gewährungsdatum erfasst, sofern die ursprünglichen Bedingungen der Vergütungsvereinbarung erfüllt werden. Der Konzern erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen (bewertet zum Zeitpunkt der Änderung), die den gesamten beizulegenden Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind. Wird eine Vergütungsvereinbarung vom Unternehmen oder der Gegenpartei annulliert, dann wird jedes verbleibende

267


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Element des beizulegenden Zeitwerts der Vergütungsvereinbarung sofort ergebniswirksam erfasst.

Für Vergütungen mit Barausgleich definiert AFRAC, dass der beizulegende Zeitwert der erhaltenen Dienstleistungen auf dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit basiert. Im Gegensatz zum Modell des Gewährungsdatums für aktienbasierte Vergütungen wird der beizulegende Zeitwert der Vergütung zu jedem Bilanzstichtag und bei der Erfüllung neu bewertet. Die endgültigen Kosten einer anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich sind die an den Begünstigten gezahlten Barmittel, d.h. der beizulegende Zeitwert zum Erfüllungstag. Bis zur Begleichung wird der Anspruch aus der Vergütung als Verbindlichkeit und nicht innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Änderungen in der Bewertung der Verbindlichkeit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die Auswirkungen einer Marktbedingung oder einer Nichtausübungsbedingung spiegeln sich in der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich sowohl zum Zeitpunkt der Gewährung als auch in der Folge wider. Ausübungsbedingungen (mit Ausnahme von Marktbedingungen) werden bei der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich nicht berücksichtigt. Stattdessen werden Ausübungsbedingungen (mit Ausnahme von Marktbedingungen) bei der Bewertung der Verbindlichkeit berücksichtigt, die durch die Anpassung der Anzahl der Rechte entsteht, die voraussichtlich ausübbar werden. Diese Schätzung wird bei der Bewertung der Verbindlichkeit zu jedem Berichtsstichtag bis zum Tag der Unverfallbarkeit neu bewertet. Auf kumulierter Basis wird kein Aufwand erfasst, wenn die gewährten Prämien nicht ausübbar werden, weil eine Ausübungsbedingung oder eine Nichtausübungsbedingung nicht erfüllt ist.

Wenn ein Mitarbeiter nicht zur Erbringung einer Dienstleistung verpflichtet ist, werden Aufwand und Verbindlichkeit sofort nach dem Zuteilungsdatum erfasst. Wenn der Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichtet ist, werden Aufwand und Verbindlichkeit über den Erdienungszeitraum verteilt, wobei die Wahrscheinlichkeit, Ausübungsbedingungen zu erreichen, überprüft und der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit am Ende jeder Berichtsperiode neu bewertet wird.

Im Falle einer Änderung eines Programms von „Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente“ in „Barausgleich“ wird

zum Zeitpunkt der Änderung eine Verbindlichkeit zum Barausgleich erfasst, basierend auf dem beizulegenden Zeitwert der Aktien zum Zeitpunkt der Modifizierung und in dem Umfang, in dem die Leistungen bereits erbracht wurden.

Wenn die Höhe der zum Änderungszeitpunkt erfassten Verbindlichkeit geringer ist als der zuvor als Erhöhung des Eigenkapitals erfasste Betrag, wird kein Gewinn für die Differenz zwischen dem bisher im Eigenkapital erfassten Betrag und dem beizulegenden Zeitwert der in die Verbindlichkeiten umgegliederten Betrag erfasst; diese Differenz verbleibt im Eigenkapital. Nach der Modifizierung erfasst die BAWAG P.S.K. den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente zum Bilanzstichtag als Aufwand für die aktienbasierte Vergütung. Eine Neubewertung der Verbindlichkeit wird erfolgswirksam erfasst.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden prinzipiell mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden mit dem Terminkurs umgerechnet.

Sofern keine effektive Sicherungsbeziehung vorliegt, werden Derivate des Bankbuchs nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für negative Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten wird eine Drohverlustrückstellung erfasst, positive Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten werden nicht bilanziert. Der Großteil der von der Bank abgeschlossenen Derivate im Bankbuch befindet sich in effektiven Sicherungsbeziehungen. In diesem Fall erfolgt eine kompensatorische Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft.

Bezüglich weitergehender Erläuterungen zu den von der BAWAG P.S.K. gehaltenen Derivaten wird auf den Anhangabschnitt Angaben zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen verwiesen.

Aussonderungsfähiges Treuhandvermögen wurde gemäß § 48 (1) BWG unter der Bilanz ausgewiesen.

Die Berichtswährung bzw. funktionale Währung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Tausend Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.


EINZELABSCHLUSS

Ermittlung des Marktwertes von Finanzderivaten

Für die Bewertung von börsengehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futuresoptionen, werden Börsenkurse herangezogen.

Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain-Vanilla OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell (adaptiertes Black-Scholes-Modell) und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.

Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Bar-
werten der fixen und der variablen Seite des Swaps.
Ebenso ergibt sich der Gesamtwert eines Währungsswaps
aus den Barwerten der beiden Zahlungsströme, ausge-
drückt in der funktionalen Währung der Bank.

Bei Devisentermingeschäften, einer Vereinbarung über den Austausch von Währungsbeträgen zu einem zukünftigen Zeitpunkt, wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und darauf der Wert errechnet.

Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffie-Singleton Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread Curve die Default Probability Curve (Hazard Rate) ermittelt, mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung von Protection und Premium Leg.

Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten ein Credit Value Adjustment (CVA). Grundsätzlich werden, falls verfügbar, liquide Credit Default Swap (CDS) Spreads zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verwertungsquote (REC) herangezogen. Ist dies nicht möglich, werden äquivalente Segmente des CDS-Marktes verwendet.

Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE (Expected Positive/Negative Exposure) ein „Marktwert + Add-On“ Modell verwendet. Die Add-On Berechnung erfolgt für jede Geschäftssart und Währung getrennt und wird grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern abgeleitet.

Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Netting-effekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst in Typs und selbst Währung berücksichtigt.

Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten PD und Verlustquote (1-REC) sowie dem EPE bestimmt sich der CVA.

Sofern der Risikoabschlag nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird dieser vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Nonpayment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.

Ermittlung des Marktwertes von Wertpapieren

Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese verwendet.

Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche „State of the Art“-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für vereinzelte Wertpapiere im Finanzumlaufvermögen; bei „Plain Vanilla“-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads.

Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten auch synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) das Ausfallsrisiko einer weiteren Referenzanleihe tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bond- bzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon sowie der Restlaufzeit.

Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Verschmelzung mit der easybank AG und der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH

Mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Dezember 2019 haben die easybank AG und die BAWAG P.S.K. vereinbart, dass die übertragende easybank AG ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt. Da die übernehmende Gesellschaft Alleingesellschafterin der übertragenden Gesellschaft ist, unterbleibt die Gewährung von Aktien. Ebenso wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 12. Dezember 2019 zwischen Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH und BAWAG P.S.K. vereinbart, dass die übertragende Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge sowie unter Verzicht auf die Liquidation zum Verschmelzungsstichtag 30. Juni 2019 auf die übernehmende Gesellschaft BAWAG P.S.K. überträgt.

Die Eigentümer der easybank AG, der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH und der BAWAG P.S.K. haben die Verschmelzungsverträge mit Beschluss vom 12. Dezember 2019 genehmigt und die Verschmelzungen beschlossen. Die Verschmelzungen wurde im März 2020 beim Firmenbuch angemeldet.

KFS RL 25 „Rechnungslegung bei Umgründungen“ erläutert die Bilanzierung im Rahmen von Jahresabschlüssen, deren Abschlussstichtage, vor der Eintragung der Umgründung liegen. Demnach ist nach den allgemeinen unternehmensrechtlichen Grundsätzen für die Vermögenszuordnung nicht auf das zivilrechtliche Eigentum, das erst mit der Eintragung der Umgründung übergeht, sondern auf das wirtschaftliche Eigentum zum Abschlussstichtag abzustellen. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist gemäß KFS RL 25 anzunehmen, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ vorliegen:

  • Der Umgründungsvertrag wurde bis zum Abschlussstichtag formwirksam abgeschlossen und die erforderlichen Gesellschafterbeschlüsse liegen vor;
  • Die Umgründung ist bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist zur Aufstellung des Jahresabschlusses im Firmenbuch einzutragen, oder es ist mit an

Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass die Eintragung der Umgründung erfolgen wird;

  • Es ist sichergestellt sein, dass die übertragende Gesellschaft bis zum zivilrechtlichen Vermögensübergang nur im Rahmen eines ordnungsmäßigen Geschäftsgangs oder mit Einwilligung der übernehmenden Gesellschaft über das zu übertragende Vermögen verfügen kann.

Da die genannten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind, wird die Verschmelzung der easybank AG und der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH im vorliegenden Jahresabschluss der BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2019 berücksichtigt.

Die Verschmelzungen erfolgen unter Anwendung des Um-grStG. Untermehmerechtlich erfolgen die Verschmelzungen unter Fortführung der Buchwerte, stillen Reserven werden daher nicht aufgedeckt.

Das im Rahmen der Verschmelzung der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH erworbene Reinvermögen von 4.342 Tausend € stellt eine Einlage dar und erhöhte somit die ungebundenen Kapitalrücklagen. Aus der Verschmelzung der easybank ergab sich ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der untergehenden Anteile und dem Saldo des zu Buchwerten bewerteten übernommenen Vermögens in Höhe von 24.555 Tausend €. Dieser Verschmelzungsgewinn wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten außerordentliche Erträge ausgewiesen.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH im Vergleich zur BAWAG P.S.K. ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge durch diese Verschmelzung nicht beeinträchtigt.

Die Verschmelzung der easybank AG mit der BAWAG P.S.K. beeinträchtigt die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Verschmelzung auf den Jahresabschluss der BAWAG P.S.K. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge wurde nicht vorgenommen.


EINZELABSCHLUSS

Aktiva in Tsd. € in Tsd. € Veränderung in Tsd €
31.12.2019 31.12.2018 2019 zu 2018 davon easybank AG
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken 1.226.714 821.906 404.808 293.840
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur 37.984 451.156 -413.172 16
3. Forderungen an Kreditinstitute 4.457.628 3.919.736 537.892 -32.504
a) täglich fällig 88.237 107.154 -18.917 -27.300
b) sonstige Forderungen 4.369.391 3.812.582 556.809 -5.204
4. Forderungen an Kunden 26.396.026 23.798.270 2.597.756 1.744.886
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.813.539 3.313.813 -500.274 -
a) von öffentlichen Emittenten - - - -
b) von anderen Emittenten 2.813.539 3.313.813 -500.274 -
darunter eigene Schuldverschreibungen - 775 -775 -
6. Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 1.008.863 1.220.678 -211.815 -7.027
7. Beteiligungen 108.703 80.408 28.296 146
darunter: an Kreditinstituten 50.784 51.763 -979 -
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.141.850 1.074.469 67.381 -53.058
darunter: an Kreditinstituten 855.868 905.951 -50.083 -101.494
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des 125.909 122.272 3.637 5.768
10. Sachanlagen 83.220 45.526 37.694 1.795
darunter Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 3.080 3.199 -119 -
11. Sonstige Vermögensgegenstände 509.385 658.311 -148.926 -50.829
12. Rechnungsabgrenzungsposten 63.118 51.039 12.079 919
13. Aktive latente Steuern 48.634 44.353 4.281 1.354
Summe der Aktiva 38.021.574 35.601.936 2.419.638 1.905.306
Passiva in Tsd. € in Tsd. € Veränderung in Tsd €
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 31.12.2018 2019 zu 2018 davon easybank AG
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.638.306 7.784.313 -4.146.007 -2.465.876
a) täglich fällig 321.506 776.666 -455.160 -312.839
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.316.800 7.007.647 -3.690.847 -2.153.037
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25.691.502 20.184.489 5.507.013 4.276.131
a) Spareinlagen - darunter: 5.181.689 5.523.303 -341.613 -
aa) täglich fällig 3.295.830 3.441.468 -145.637 -
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.885.859 2.081.835 -195.976 -
b) sonstige Verbindlichkeiten - darunter: 20.509.813 14.661.186 5.848.627 -
aa) täglich fällig 18.493.209 13.482.659 5.010.549 4.153.553
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.016.604 1.178.527 838.077 122.578
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3.478.598 2.632.542 846.056 -
a) begebene Schuldverschreibungen 3.177.414 2.202.650 974.764 -
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 301.184 429.892 -128.707 -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 572.728 537.651 35.077 30.139
5. Rechnungsabgrenzungsposten 76.491 53.600 22.891 14.502
6. Rückstellungen 554.946 583.328 -28.381 5.763
a) Rückstellungen für Abfertigungen 68.471 68.786 -314 639
b) Rückstellungen für Pensionen 166.871 167.157 -285 -
c) Steuerrückstellungen 1.800 4.150 -2.350 -
d) sonstige Rückstellungen 317.804 343.235 -25.432 5.124
6A. Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.500 0 8.500 8.500
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I 864.759 461.476 403.283 -
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
8. Zusätzliches Kernkapital 301.958 301.958 0 -
9. Gezeichnetes Kapital 250.000 250.000 - -
10. Kapitalrücklagen 628.173 638.885 -10.712 -
a) gebundene 301.070 301.070 0 -
b) nicht gebundene 327.103 337.815 -10.712 -
11. Gewinnrücklagen 482.066 480.602 1.465 -
a) gesetzliche Rücklage 425.102 425.102 0 -
b) andere Rücklagen 56.965 55.500 1.465 -
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 620.444 613.754 6.690 6.690
13. Bilanzgewinn 853.102 1.079.338 -226.237 29.458
Summe der Passiva 38.021.574 35.601.936 2.419.638 1.905.306

271


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Gewinn- und Verlustrechnung in €2019 in Tsd €2018 Veränderung in Tsd €
2019 zu 2018 davon easybank
1. Zinsen und ähnliche Erträge 723.832 699.858 23.974 9.010
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 20.562 43.293 -22.731
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -71.701 -96.443 24.742 20.498
I. NETTOZINSERTRAG 652.131 603.415 48.716 29.508
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 75.859 281.686 -205.827 -54.000
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 11.784 15.636 -3.852 -
b) Erträge aus Beteiligungen 2.822 2.937 -114 -
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen 61.253 263.113 -201.860 -54.000
4. Provisionserträge 281.470 243.120 38.350 43.966
5. Provisionsaufwendungen -78.055 -58.518 -19.537 -16.879
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 2.561 -653 3.214 60
7. Sonstige betriebliche Erträge 35.620 34.154 1.466 -3.528
II. BETRIEBSERTRÄGE 969.585 1.103.203 -133.619 -873
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -438.458 -443.432 4.974 -745
a) Personalaufwand -239.476 -242.411 2.936 -2.649
darunter:
aa) Löhne und Gehälter -165.881 -158.256 -7.626 -1.543
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige -42.605 -41.540 -1.066 -768
cc) sonstiger Sozialaufwand -3.007 -3.187 180 -70
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und -17.537 -17.552 15 -64
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung -983 -13.152 12.170 -19
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche -9.462 -8.726 -737 -186
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen -198.982 -201.020 2.038 -8.877
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten
9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände -35.344 -22.886 -12.458 -1.427
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.752 -19.113 -29.639 -625
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -522.554 -485.431 -37.123 -2.797
IV. BETRIEBSERGEBNIS 447.031 617.773 -170.742 -3.670
11./12. Aufwands-/Ertragsaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken -166.591 -106.659 -59.932 1.575
13./14. Aufwands-/Ertragsaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind sowie auf Beteiligungen und Anteilen an verbundenen 90.414 39.749 50.665 -
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 370.854 550.863 -180.009 -2.095
15. Außerordentliche Erträge 24.555 - 24.555 24.555
16. Außerordentliche Aufwendungen - - - -
17. Außerordentliches Ergebnis (Zwischensumme aus Posten 15 und 16) 24.555 - 24.555 24.555
18. Steuern vom Einkommen -84.415 -441 -83.975 -10.439
19. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 18 -5.572 -14.323 8.751 -52
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 305.421 536.099 -230.678 11.969
20. Rücklagenbewegung 4.342 0 4.342
VII. JAHRESGEWINN 309.763 536.099 -226.336 11.969

EINZELABSCHLUSS

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.

Für die Ermittlung von Marktwerten für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken.

Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:

  • die Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft
  • die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen
  • rechtliche Risiken und der Ausgang von Gerichtsverhandlungen und behördlichen Überprüfungen, höchsterichtlichen Entscheidungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen.
  • Erwartete Kreditverluste: die Einschätzung, wann ein Finanzinstrument von Stufe 1 in Stufe 2 transferiert wird, makroökonomische Annahmen die bei der Berechnung erwarteter Verluste berücksichtigt werden (zukunftsgerichtete Information) und Annahmen über erwartete Cash Flows aus Krediten.

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz

Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 eine Swap-Vereinbarung abgeschlossen. Diese Transaktion sollte bei der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Anleihe dienen.

Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Frankens seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen mehr im Zusammenhang mit der Swap-Vereinbarung zu leisten. In weiterer Folge hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Geschäft zu schließen.

Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (zum damaligen Kurs umgerechnet 24,2 Mio. €) eingebracht. Dies entspricht den Netto-Barzahlungen, die die Stadt Linz im Rahmen der Swap-Vereinbarung geleistet hat. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. € ein, die hauptsächlich die der BAWAG P.S.K. entstandenen Schließungskosten umfassen. Das Gericht verband beide Verfahren. Die ersten mündlichen Verhandlungen fanden im Frühjahr 2013 statt und ein vom Gericht beauftragtes Gutachten sowie ein Ergänzungsgutachten wurden im August 2016 bzw. im Dezember 2017 übermittelt. Im ersten Halbjahr 2019 fanden mehrere Verhandlungstermine statt, bei denen Zeugen einvernommen wurden und die vom Gericht bestellten Sachverständigen Fragen zu ihrem Sachverständigengutachten beantwortet haben. Am 8. April 2019 hat die Stadt Linz einen Antrag auf ein Zwischenurteil in Bezug auf die von der Stadt Linz geltend gemachte Forderung von 30,6 Mio. CHF eingebracht, um festzustellen, ob das Swap-Geschäft gültig ist. Das Gericht, das zuvor mitgeteilt hatte, die Gültigkeit der Swap-Vereinbarung klären zu wollen und erst danach über die Höhe des Anspruchs der Stadt Linz und der Gegenansprüche der BAWAG P.S.K. zu entscheiden, reagierte auf den Antrag mit Trennung der beiden vorher verbundenen Verfahren und hat die (Wider)Klage der BAWAG P.S.K. bis zum Ergebnis eines möglichen Zwischenurteils ruhend gestellt. BAWAG P.S.K. hat auf den Antrag der Stadt Linz mit Schriftsatz vom 4. Juni 2019 reagiert. Am 7. Jänner 2020 erließ das Gericht ein Zwischenurteil, in dem es die Swap-Vereinbarung für nichtig erklärte. Die BAWAG P.S.K. meldete Berufung gegen diese Entscheidung an. Das Zwischenurteil ist keine Entscheidung über die gegenseitigen Zahlungsansprüche der BAWAG P.S.K. und der Stadt Linz. Darüber hinaus wird der Fall, ungeachtet des Zwischenurteils des erstinstanzlichen Gerichts, letztlich vom Berufungsgericht und vom Obersten Gerichtshof entschieden.

273


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Die BAWAG P.S.K. ist daher der Ansicht, dass ihre starke Rechtsposition unverändert bleibt und ist auf das weitere Gerichtsverfahren gut vorbereitet. Es ist schwer abschätzbar, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Basierend auf Erfahrungswerten wird jedoch die weitere Verfahrensdauer, bis ein abschließendes, vollstreckbares Urteil vorliegt, mit mehreren Jahren angenommen.

Zukünftige Gerichtsentscheidungen über die Gültigkeit der Swap-Vereinbarung können den bilanziellen Ansatz für die geltend gemachte Forderung beeinflussen. Sollte die Swap-Vereinbarung in den weiteren Gerichtsinstanzen für ungültig erklärt werden, müsste die BAWAG P.S.K. die Forderung gegenüber der Stadt Linz ausbuchen. Ein daraus resultierender möglicher Schadenersatz wäre nur zu berücksichtigen, nachdem ein endgültiges Urteil der BAWAG P.S.K. den entsprechenden Betrag zusprechen würde. Selbst wenn die Gerichte die Swap-Vereinbarung letztlich für gültig erklären sollten, kann es sein, dass der BAWAG P.S.K. die eingeklagte Forderung ganz oder teilweise nicht zugesprochen wird und sie wäre in diesem Fall auch zu einer weiteren Abschreibung ihrer Forderung verpflichtet.

Die Bank hat im Zeitraum des aufrechten Derivatgeschäfts dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet (siehe

dazu Angabe zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen) und die enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Non-payment-, Rechts-, Prozess- und sonstige operationelle Risiken schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.

Nach dem Schließen der Position erfolgte im Jahr 2011 eine Übertragung der Forderung vom Handelsbuch ins Bankbuch. Der Ansatz der Forderung erfolgte unverändert in Höhe des Buchwerts des Derivats bei Beendigung des Geschäfts.

Unsere Beurteilung des Forderungsbuchwertes stützen wir auf entsprechende Rechts- und andere Gutachten, die die Höhe der Forderung unterstützen.

Die Forderung der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz aus dem dargestellten Geschäft wird daher zum 31. Dezember 2019 unverändert zum Vorjahr unter der Position Forderungen an Kunden ausgewiesen. Der Buchwert beträgt 254 Mio. €.

274


EINZELABSCHLUSS

ERLÄUTERUNGEN UND ERGÄNZENDE ANGABEN

Angaben zu Aktivposten

3 | Forderungen an Kreditinstitute und
4 | Forderungen an Kunden

bzw. Passivposten

1 | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Fristigkeitsgliederung der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (ausgenommen täglich fällig)

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Bis 3 Monate 4.880.720 4.483.389
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.661.873 1.414.160
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 11.197.059 9.279.841
Mehr als 5 Jahre 11.677.774 11.616.778
Summe 29.417.426 26.794.168

Fristigkeitsgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden (ausgenommen täglich fällig)

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Bis 3 Monate 2.394.261 1.745.820
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 2.655.093 2.382.595
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.009.643 4.039.385
Mehr als 5 Jahre 1.160.265 2.100.209
Summe 7.219.262 10.268.009

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen 65.190 65.285
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 1.427
Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen 399.654 409.932
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36.972 83.259
in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.229.441 4.248.315
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 247.944
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
gegenüber verbundenen Unternehmen 289.124 206.694
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.272 21.001

In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen gegenüber indirekten Beteiligungen über 20% und alle direkt gehaltenen Beteiligungen unabhängig vom Anteil enthalten. Unter den Forderungen an Kreditinstitute sind verbriefte Forderungen in Höhe von 14.847 Tausend € (Vorjahr 22.002 Tausend €) enthalten. Die Forderungen an Kunden sind zur Gänze unverbrieft. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Kunden sind ebenfalls zur Gänze unverbrieft.

Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn von § 237 Z 8b UGB

Finanzierungen an verbundene Unternehmen erfolgen analog den internen Konditionen mit Weitergabe der Refinanzierungskosten. Beteiligungen werden zu marktüblichen Konditionen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses finanziert. Derivate und sonstige Geschäfte erfolgen ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen.

Nachrangige Forderungen

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Nachrangige Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen - 7.058
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
sonstige nachrangige Forderungen - -
Nachrangige Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen - -
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
sonstige nachrangige Forderungen - -

EINZELABSCHLUSS

In den Forderungen sind Beträge mit wechselmäßiger Verbriefung enthalten:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden

Angaben zu Aktivposten

5 | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie
6 | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Aufgliederung der Wertpapiere nach Anlage- und Umlaufvermögen

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Anlagevermögen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.813.539 3.313.038
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 656.118 853.623
Summe in Anlagevermögen 3.469.657 4.166.661
in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
--- --- ---
Umlaufvermögen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 775
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 359.950 367.054
Summe in Umlaufvermögen 359.950 367.829

Die Untergliederung der Wertpapiere in Wertpapiere des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgt nach den Kriterien der Absicht und der Fähigkeit des

Unternehmens, diese dauerhaft zu halten. Es erfolgten keine Umwidmungen zwischen diesen Kategorien.

Aufgliederung der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Börsefähige Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
börsenotiert 2.806.539 3.313.813
nicht börsenotiert 7.000
Summe 2.813.539 3.313.813
in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
--- --- ---
Börsefähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
börsenotiert 339.628 348.173
nicht börsenotiert
Summe 339.628 348.173

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Beträge, die voraussichtlich im nächsten Jahr fällig werden

in Tsd. € Fällig in 2020 Fällig in 2019
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 204.500 314.387
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 5.450 68
Summe 209.950 314.455

Wertpapiere von verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 675.272 871.310
Summe 675.272 871.310

Nachrangige Wertpapiere

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 265
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 348.561 355.751
Summe 348.561 356.016
darunter gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 339.628 7.361

Echte Pensionsgeschäfte

Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenen Vermögensgegenstände betrug zum Jahresende:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenen Vermögensgegenstände 782.273 156.551
Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übernommenen Vermögensgegenstände 728.358 149.695

Die Vermögensgegenstände werden weiterhin als Aktiva, die erhaltenen Gegenwerte als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Unterlassene Zuschreibung

Aufgrund der Änderungen des UGB ist das Unterlassen von Zuschreibungen ab dem Geschäftsjahr 2016 nicht mehr zulässig.

278


EINZELABSCHLUSS

Wertpapiere des Umlaufvermögens und des Anlagevermögens auf inaktiven Märkten

Die Annahme eines inaktiven Marktes wird von der BAWAG P.S.K. getroffen, wenn für das betreffende Wertpapier nur unregelmäßig handelbare Preise gestellt werden, nur geringe Volumina am Markt gehandelt werden oder keine aktuellen Kurse verfügbar sind.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Marktwert auf dem inaktiven Markt beträgt zum 31. Dezember 2019 761 Tausend € (Vorjahr: 2.428 Tausend €). Hierbei wurden nur Wertpapiere berücksichtigt, für die ein aktueller Marktwert verfügbar war.

Angaben zu Unterschiedsbeträgen bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren

§ 56 (2) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten höher sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der

in Tsd. €

Unterschiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode abgeschrieben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unterschiedsbetrag beträgt zum Jahresende:

31.12.2019 31.12.2018

17.982 26.513

§ 56 (3) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten niedriger sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der

Unterschiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode zugeschrieben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unterschiedsbetrag beträgt zum Jahresende:

in Tsd. €

31.12.2019 31.12.2018

3.951 7.626

§ 56 (4) BWG: Bestimmte Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden, wurden mit ihren

Anschaffungskosten bilanziert, obwohl ihr Marktwert höher war. Der Unterschiedsbetrag betrug:

in Tsd. €

31.12.2019 31.12.2018

– 1

§ 56 (5) BWG: Für die Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden und die mit dem höheren

Marktwert bilanziert wurden, betrug der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert zum Jahresende:

in Tsd. €

31.12.2019 31.12.2018

– –


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden (§ 237a (1) Z 2 – § 237 Z 8a UGB)

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Buchwert solcher Wertpapiere des Anlagevermögens 977.255 1.797.594
Beizulegender niedrigerer Zeitwert dieser Wertpapiere 971.030 1.783.329
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Eine Abwertung dieser Wertpapiere kann unterbleiben, da zum Tilgungszeitpunkt eine Rückzahlung des gesamten Wertpapiernominales vertraglich vereinbart ist und aufgrund der guten Bonitäten der Emittenten von der vollständigen Rückführung der Nominalbeträge ausgegangen wird.

Angaben zu Aktivposten

7 | Beteiligungen und
8 | Anteile an verbundenen Unternehmen

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Bilanzstand 1.250.553 1.154.876
davon börsenotiert

Die BAWAG P.S.K. wickelt direkt keine Leasinggeschäfte ab, sondern bietet solche Geschäfte nur durch ihre direkten bzw. indirekten Beteiligungen an. Eine Aufstellung jener Unternehmen, an denen die BAWAG P.S.K. gemäß § 238 Abs. 1 Z 12 UGB direkt oder indirekt Anteile im Ausmaß von 20% oder mehr hält, ist als Anlage 2 zu finden. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen. Zwischen verbundenen Unternehmen wurden keine Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen.

Die Erhöhung des Bilanzpostens Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen um 95.676 Tausend € ist unter anderem auf den Erwerb einer Beteiligung an der Zahnärztekasse AG zurückzuführen.

Angaben zu Aktivposten

9 | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
10 | Sachanlagen

Der Anlagenspiegel ist als gesonderte Anlage zum Anhang zu finden.

Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude enthält einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Buchwert der Grundstücke 1.107 1.107

Im laufenden Geschäftsjahr wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2.980 Tausend € (Vorjahr: 4.821 Tausend €) von verbundenen Unternehmen erworben.

Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen voraussichtlich:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Für das nächste Jahr 24.979 25.061
Für die kommenden 5 Jahre 91.408 92.035

Angaben zu Aktivposten


EINZELABSCHLUSS

11 | Sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Positive Marktwerte zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch 128.361
Positive Marktwerte fremdwährungsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch
Positive Marktwerte kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch
Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 145.796 28.956
Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 33.843 28.637
Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch
Zinsabgrenzungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 128.247 131.714
Zinsabgrenzungen währungsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 179 917
Zinsabgrenzungen kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch)
Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen 115.882 291.575
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 85.438 48.151
Summe 509.385 658.311

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 343.228 Tausend € (Vorjahr: 489.727 Tausend €) eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr und 166.157 Tausend € (Vorjahr: 168.584 Tausend €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge (Erträge) werden in Höhe von 325.752 Tausend € (Vorjahr: 470.751 Tausend €) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen im Wesentlichen

Angaben zu Passivposten

3 | Verbriefte Verbindlichkeiten

7 | Ergänzungskapital

Ergänzungskapitalverbindlichkeiten werden Großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.

Im Geschäftsjahr 2019 hat die BAWAG Group AG der BAWAG P.S.K. einen Kredit über 400 Mio. € gewährt, welcher die Kriterien für die Berücksichtigung als Ergänzungskapital (Tier 2-Kapital) erfüllt. Diese Verbindlichkeit wird im Passivposten 7 Ergänzungskapital ausgewiesen.

Die BAWAG Group erwarb im Geschäftsjahr 2019 268 Mio. € einer von der BAWAG P.S.K. begebenen Ergänzungskapitalanleihe (8,125%-Tier-2-Anleihe mit Fälligkeit 30. Oktober 2023, ISIN XS0987169637) am Kapitalmarkt.

Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen und Derivatgeschäfte.

Die Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen beinhalten auch die Forderungen aus phasengleichen Ausschüttungen in Höhe von 58.800 Tausend € (Vorjahr: 259.000 Tausend €).

Die BAWAG Group verkaufte die Anleihe in weiterer Folge an die BAWAG P.S.K. Der Aktivbestand wird dem Umlaufvermögen zugeordnet. Eine Anrechnung der Tier-2-Anleihe als regulatorisches Kapital erfolgt nicht.

Im kommenden Jahr werden verbriefte Verbindlichkeiten und verbriefte Ergänzungskapitalanleihen im Nominale von 913.963 Tausend € (Vorjahr: 1.181.009 Tausend €) aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.

Der durchschnittliche, gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen per 31. Dezember 2019 beträgt 6,84% (Vorjahr: 6,84%) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 3,6 Jahren (Vorjahr: 4,6 Jahren).

Der Begriff der Nachrangigkeit richtet sich nach § 45 Abs. 4 beziehungsweise § 51 Abs. 9 BWG.

281


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Verbriefte Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen 600 500
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Nachrangige Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es gab keine Kreditaufnahmen im Sinne des § 64 (1) Z 5 und 6 BWG.

Angaben zu Passivposten

8 | Zusätzliches Kernkapital

Im April 2018 hat die BAWAG Group AG der BAWAG P.S.K. einen Kredit über 300 Mio. € gewährt, welcher die Kriterien für die Berücksichtigung als zusätzliches Kernkapital (AT1-Kapital) erfüllt. Diese Verbindlichkeit wird im Passivposten 8 Zusätzliches Kernkapital gem. Teil 2 Titel 1 Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ausgewiesen.

Art 52 (1) lit n CRR sieht die Verlusttragung für Finanzinstrumente des zusätzlichen Kernkapitals vor (Herabschreibung oder Wandlung bei Eintritt eines Auslöseereignisses). Das zusätzliche Kernkapital der BAWAG P.S.K. sieht eine Herabschreibung des Kapitals vor, wenn die harte

Kernkapitalquote der BAWAG Group (konsolidiert) unter 5,125% sinkt.

Der Kupon der Additional-Tier-1-Verbindlichkeit wurde mit 5,00% festgesetzt. Die Laufzeit ist unbefristet, eine vorzeitige Kündigung ist erstmals im Mai 2025 möglich.

Da das zusätzliche Kernkapital nicht in vollem Umfang an den Verlusten der Gesellschaft teilnimmt, wird das Kapital nach UGB als Fremdkapital klassifiziert. Kuponzahlungen werden im Zinsaufwand ausgewiesen.


EINZELABSCHLUSS

Angaben zu Passivposten

4 | Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Negative Marktwerte zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch 70.904
Negative Marktwerte fremdwährungsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch
Negative Marktwerte kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch
Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 99.148 4.375
Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 145.185 132.334
Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch
Zinsabgrenzungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 24.678 40.991
Zinsabgrenzungen währungsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 5.646 3.561
Zinsabgrenzungen kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch)
Leerverkäufe von Wertpapieren
Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben 13.151 13.731
Abgegrenzte Zinsen der Ergänzungskapitalanleihen
Übrige Verbindlichkeiten 284.920 271.755
Summe 572.728 537.651

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 369.124 Tausend € (Vorjahr: 361.580 Tausend €) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 203.604 Tausend € (Vorjahr: 176.071 Tausend €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge (Aufwendungen) werden in Höhe von 320.181 Tausend € (Vorjahr: 329.784 Tausend €) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen im Wesentlichen Derivate und Konzernverrechnungen.

Zum 31. Dezember 2019 bestehen Verbindlichkeiten aus anteilsbasierten Vergütungen im Barausgleich in Höhe von 7.698 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €).

283


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Angaben zu Passivposten

6 I Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Pensionen ergab zum 31. Dezember 2018 folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Barwert der erworbenen Ansprüche 172.392 172.664
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 5.521 5.508
Rückstellungserfordernis für Pensionen 166.871 167.156

Die Zuführung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Pensionen betrug 964 Tausend € (Vorjahr: 13.152 Tausend €). Die Beiträge an Pensionskassen aus beitragsorientierten Plänen betragen 6.471 Tausend € (Vorjahr: 6.434 Tausend €).

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen zum 31. Dezember 2019 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Rückstellungserfordernis für Abfertigungen 68.471 68.556

Die Auflösung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellung für Abfertigungen betrug 1.500 Tausend € (Vorjahr: Auflösung 1.842 Tausend €).

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder zum 31. Dezember 2019 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Rückstellungserfordernis für Jubiläumsgelder 23.834 23.859

Die Auflösung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Jubiläumsgelder betrug 536 Tausend € (Vorjahr: Zuführung 2.829 Tausend €).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 293.970 Tausend € (Vorjahr: 319.376 Tausend €) beinhalten unter anderem:

Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Abwicklungsrisiken, für Kreditrisiken inkl. Tilgungsträger, für Rechtsrisiken sowie für den Personalbereich.

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Rückstellungen zu außerbilanzmäßigen Geschäften 7.374 8.286
Rückstellungen für Altersteilzeit / Restrukturierung 65.744 84.461
Sonstige Personalrückstellungen 46.904 50.627

In den sonstigen Rückstellungen sind Restrukturierungsrückstellungen enthalten, welche im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 9.098 Tausend € (Vorjahr: 9.760 Tausend €) dotiert wurden. Der Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung hat 29.735 Tausend € (Vorjahr: 34.518 Tausend €) betragen.


EINZELABSCHLUSS

ANGABEN ZU EIGENMITTELN

Grundkapital

Die Bank verfügt über ein Grundkapital in Höhe von 250 Mio. €. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.

Dividenden

Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividendenausschüttung von 280.000 Tausend € (Vorjahr: 536.000 Tausend €) vorzuschlagen.

Der ausschüttungsfähige Betrag, bestehend aus Jahresgewinn, Gewinnvortrag und freien Gewinnrücklagen abzüglich Ausschüttungssperren, und beläuft sich auf 861.598 Tausend € (Vorjahr: 1.090.485 Tausend €). Dieser Wert berücksichtigt keine Ausschüttungsbeschränkungen, die sich aufgrund von regulatorischen Vorschriften ergeben.

Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. aufgrund von Übergangsbestimmungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 gemäß CRR. Alle Angaben wurden auf Basis der Bilanzierungsvorschriften gemäß UGB und BWG ermittelt.

Eigenmittel (Einzelinstitut) vor Verschmelzung der easybank

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital 250.000 250.000
Rücklagen 2.241.565 2.276.579
Abzug immaterielle Vermögenswerte -120.141 -122.272
Abzugsposten Beteiligungen
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -64.634 -30.198
Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) 2.306.790 2.374.109
Zusätzliches Kernkapital 300.000 300.000
Ergänzungs- und Nachrangkapital 516.305 110.918
Abzugsposten Beteiligungen -24.036 -22.113
Überhang IRB Risikovorsorge 4.117
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge
Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) 492.269 92.922
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.099.059 2.767.031
Eigenmittelquote 16,7% 15,1%

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Eigenmittel (Einzelinstitut) nach Verschmelzung der easybank

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital 250.000 250.000
Rücklagen 2.257.944 2.276.579
Abzug immaterielle Vermögenswerte -125.909 -122.272
Abzugsposten Beteiligungen
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -70.609 -30.198
Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) 2.311.426 2.374.109
Zusätzliches Kernkapital 300.000 300.000
Ergänzungs- und Nachrangkapital 516.305 110.918
Abzugsposten Beteiligungen -24.036 -22.113
Überhang IRB Risikovorsorge 4.117
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge
Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) 492.269 92.922
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.103.695 2.767.031
Eigenmittelquote 16,4% 15,1%

286


EINZELABSCHLUSS

Diesen Eigenmitteln mit Übergangsbestimmungen steht folgende Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) gegenüber:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Kreditrisiko 17.326.085 16.851.675
Marktrisiko 51.250
Operationelles Risiko 1.622.017 1.461.263
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 18.948.102 18.364.188

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 12,1% 12,9%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 16,3% 15,1%

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 12,2% 12,9%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 16,4% 15,1%

Wertpapierhandelsbuch

Die BAWAG P.S.K. führt ein auf Abwicklung gestelltes großes Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Derivate im Handelsbuch (Nominale) 3.900.287
Wertpapiere im Handelsbuch (Buchwert) 11 12
Geldmarktgeschäfte (Buchwerte, ausgewiesen unter Forderungen an Kreditinstitute und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute)

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Konsolidierte Eigenmittel der BAWAG Group

Die konsolidierten regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group als EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen und deren

Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.

in Mio. € BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken)1) 3.382 3.636
Abzug immaterielle Vermögenswerte -491 -427
Sonstiges Ergebnis -123 -153
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -71 -34
Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierte Gewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die aus Veränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve 12 0
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen diejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren -4 -49
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten - -
Hartes Kernkapital 2.705 2.974
Als zusätzliches Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente 300 300
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge - -
Abzug immaterielle Vermögenswerte - -
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten - -
Zusätzliches Kernkapital 300 300
Tier I 3.005 3.274
Ergänzungs- und Nachrangkapital 484 96
Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen 3 6
Überschuss IRB-Risikovorsorge 0 4
Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -24 -33
Ergänzungskapital – Tier II 463 73
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.468 3.347

1) In dieser Position wurde eine Dividende in Höhe von 229,5 Mio. €, entsprechend der Dividenden-Policy der BAWAG Group, abgezogen. (2018: Dividenden in Höhe von 215,2 Mio. €)


EINZELABSCHLUSS

Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen

in Mio. € BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Kreditrisiko 18.258 18.601
Marktrisiko 0 51
Operationelles Risiko 1.983 1.821
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 20.241 20.473

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 13,3% 14,5%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 17,0% 16,3%

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

BAWAG Group
31.12.2019 31.12.2018
Common Equity Tier 1 Quote, bezogen auf das Gesamtrisiko 13,4% 14,5%
Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko 17,1% 16,4%

Während des Geschäftsjahres 2019 hat die BAWAG Group die sich aus dem SREP ergebenden Mindestkapitalanforderungen durchgehend erfüllt. Unsere Ziel-CET1-Quote betrug 2019 12% bis 13% bei Vollanwendung der CRR-Vorschriften. Wir haben jedoch, auch nach dem im

November 2019 durchgeführten Aktienrückkauf in Höhe von 400 Mio. €, eine höhere Quote von 13,3% erreicht.

289


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANGABEN ZU STEUERN

Aufgrund des RÄG 2014 wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals aktive latente Steuern unter Anwendung des Temporary-Konzepts aktiviert.

Aktive und passive latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen dem UGB-Ansatz und dem steuerrechtlichen Ansatz gebildet. Der aktive Überhang der latenten Steuern in Höhe von 48.634 Tausend € (Vorjahr: 44.353 Tausend €) ist gesondert ausgewiesen.

Für künftige steuerliche Ansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Es werden keine Wahlrechte gemäß § 906 (33) bzw. (34) UGB in Anspruch genommen.

Die Steuerlatenzen wurden unter Anwendung des geltenden Steuersatzes von 25% gebildet.

Mit Wirkung 1.1.2010 wurde eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Group AG (vormals BAWAG Holding GmbH) als Gruppenträger gebildet, an der unter anderen die BAWAG P.S.K. AG als Gruppenmitglied beteiligt ist. Eine Steuerumlagevereinbarung wurde abgeschlossen, die für die Ermittlung der Steuerumlagen die Verteilungsmethode vorsah.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit Wirkung 1. Jänner 2018 zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine geänderte Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Belastungsmethode gewählt. Diese Methode fingiert die steuerliche Selbständigkeit des einzelnen Gruppenmitglieds. Das Gruppenmitglied wird verpflichtet, unabhängig vom gesamten Gruppenergebnis eine Steuerumlage in Höhe des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes vom steuerlichen Gewinn an den Gruppenträger zu entrichten. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt bzw. evident gehalten. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu tragen hat, wird dafür keine Steuerumlage verrechnet. Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedes für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen.

Weiters wurde in der neuen Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung festgelegt, dass der Gruppenträger auf die Nachverrechnung von Steuerumlagen für Zeiträume vor dem 1. Jänner 2018 verzichtet. Interne Verlustvorträge aus Zeiträumen vor dem 1. Jänner 2018 werden fortgeführt.

Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedes für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen. Ein Austritt der BAWAG P.S.K. aus der Steuergruppe würde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31. Dezember 2019 für die Jahre 2010 bis 2019 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist.

Der Steueraufwand der BAWAG P.S.K. AG für das Geschäftsjahr 2019 beträgt 84.415 Tausend € (Vorjahr: 441 Tausend €) und betrifft mit 1.909 Tausend € den Steueraufwand für die Niederlassung in London (Vorjahr: 6.252 Tausend €), mit 85.062 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €) Steueraufwand aus der Steuerumlagenverrechnung und mit 2.554 Tausend € Ertrag die latenten Steuern 2019 (Vorjahr: 4.794 Tausend €). Der gesamte Steuerertrag betrifft zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Im Posten sonstige Steuern ist die Stabilitätsabgabe 2019 in Höhe von 4.578 Tausend € (Vorjahr: 4.763 Tausend €).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH sowie die easybank AG nach den Grundsätzen des Umgründungssteuergesetzes auf die BAWAG P.S.K. AG verschmolzen.


EINZELABSCHLUSS

Latente Steuern

Die latenten Steuern gliedern sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Steuerminderungen
aus Rückstellungen 75.945 81.857
aus Sozialkapital 101.148 110.333
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 38.326 6.041
Steuerrmehrungen
aus Liegenschaftsbewertungen -2.366 -2.427
aus Beteiligungsbewertungen -18.518 -18.394
Summe 194.535 177.410
Aktivierte latente Steuern 48.634 44.353

Die Veränderung der aktivierten latenten Steuern in Höhe von 2.554 Tausend € (Vorjahr: 4.795 Tausend €) wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Steuern vom Einkommen verrechnet.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

WEITERE ANGABEN ZUR BILANZ

Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände

Die als Sicherheit gestellten Vermögensgegenstände gemäß § 64 (1) Z 8 BWG setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Deckungsstock für fundierte Anleihen 5.378.907 3.848.466
Sicherheiten zu EZB Tender 639.539 4.666.945
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 20.923 23.010
Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zu Gunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 206.243 302.507
Sicherstellung zu Gunsten der Europäischen Investitionsbank 90.784 120.902
Sicherheit zu RMBS Feldspar 462.776 539.130
Sonstige Sicherstellungen 3.499 3.547
Summe 6.802.671 9.504.507

Besicherte Schulden

Dem stehen folgende Verbindlichkeiten gegenüber, die in den Bilanzpositionen Verbriefte Verbindlichkeiten, Spareinlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen sind:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Fundierte Anleihen 3.006.435 2.964.277
EZB Tender 447.203 1.985.733
Mündelgeldspareinlagen 17.771 18.738
Refinanzierung Oesterreichische Kontrollbank AG 179.673 246.871
Refinanzierung Europäische Investitionsbank 52.733 61.257
RMBS Feldspar 348.430 434.152
Summe 4.052.245 5.711.028

Bilanzpositionen in Fremdwährung

Die Aktiva und Passiva in fremder Währung erreichten folgende Bilanzstände:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Aktiva in fremder Währung 5.943.792 6.052.875
Passiva in fremder Währung 757.724 799.700

Treuhandgeschäfte ohne Aussonderungsrecht

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen an Kreditinstitute - -
Forderungen an Kunden - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - -

EINZELABSCHLUSS

Erhaltene Sicherheiten

Zu den Geschäftsbeziehungen wurden unterschiedliche Arten von Sicherheiten erhalten. Die unten angeführte Gliederung folgt dem Anrechnungsschema nach Basel II.

| 31.12.2019
in Tsd. € | Gesicherte bilanzierte
Forderungen | Gesicherte
außerbilanzielle
Forderungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Sicherheiten | | | |
| Aktien | 4.777 | 40 | 4.817 |
| Bareinlagen | 28.789 | 1.236.729 | 1.265.518 |
| Gold | - | - | - |
| Investmentfonds | 201 | 5 | 206 |
| Schuldverschreibungen | 3.283 | 82 | 3.365 |
| Immobilien Sicherheiten | | | |
| Gewerbliche Immobilien | 419.831 | 6.891 | 426.722 |
| Private Immobilien | 7.394.140 | 87.595 | 7.481.735 |
| Persönliche Sicherheiten | | | |
| Garantien | 1.385.921 | 26.161 | 1.412.082 |
| Kreditderivate | - | - | - |
| Andere Formen der Besicherung | | | |
| Lebensversicherungen | 8.716 | 700 | 9.416 |
| Sonstige | 5.262 | 107 | 5.369 |
| Summe | 9.250.920 | 1.358.310 | 10.609.230 |
| 31.12.2018
in Tsd. € | Gesicherte bilanzierte
Forderungen | Gesicherte
außerbilanzielle
Forderungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Sicherheiten | | | |
| Aktien | 6.349 | 17 | 6.366 |
| Bareinlagen | 30.645 | 502.347 | 532.992 |
| Gold | - | - | - |
| Investmentfonds | - | - | - |
| Schuldverschreibungen | 8.632 | 158 | 8.790 |
| Immobilien Sicherheiten | | | |
| Gewerbliche Immobilien | 310.417 | 2.838 | 313.255 |
| Private Immobilien | 7.725.991 | 54.157 | 7.780.148 |
| Persönliche Sicherheiten | | | |
| Garantien | 1.699.619 | 7.462 | 1.707.081 |
| Kreditderivate | - | - | - |
| Andere Formen der Besicherung | | | |
| Lebensversicherungen | 144.992 | 638 | 145.630 |
| Sonstige | 3.769 | 15 | 3.784 |
| Summe | 9.930.414 | 567.632 | 10.498.046 |


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Erhaltene und gegebene Sicherheiten im Rahmen von Derivatgeschäften

Bei den Finanzinstrumenten (Derivate) werden Geschäfte durch Collateral Deals (erhaltene bzw. bezahlte) gesichert:

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Erhaltene Sicherheiten 586.215 398.447
Gegebene Sicherheiten 199.698 119.768
Negativer Marktwertüberhang der besicherten Derivate -81.919 -37.283

Es werden Margins geleistet. Eine Verpfändung von Finanzinstrumenten als Sicherungsleistung erfolgt nicht.

Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

Die Eventualverbindlichkeiten, die im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien sowie Haftungen aus der Bestellung von Sicherheiten umfassen, beinhalten Garantien und Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €).

In den Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken sind keine (Vorjahr: 0 Tausend €) wesentlichen Einzelverpflichtungen enthalten, die für die Gesamttätigkeit des Kreditinstitutes von Bedeutung sind. Die Kreditrisiken bestehen hauptsächlich aus nicht ausgenutzten Kreditrahmen.

Es liegen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 238 (1) Z 10 UGB vor.

Im Rahmen des Erwerbs der Südwestbank hat sich die BAWAG P.S.K. gemäß § 5 Absatz 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von im Mehrheitsbesitz der BAWAG P.S.K. stehenden oder von durch sie beherrschten Kreditinstituten anfallen. Die Bank erwartet aus heutiger Sicht keine Zahlungen aus diesem Titel.

Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte

Das Volumen der zum 31. Dezember 2019 noch nicht abgewickelten Termingeschäfte ist in der Anlage 3 zum Anhang zu finden.

Beherrschungsvertrag

Die BAWAG P.S.K. hat mit 12.2.2019 einen Beherrschungsvertrag mit der BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH und der Südwestbank AG abgeschlossen. Dieser Vertrag umfasst auch eine Verpflichtung, die genannten Gesellschaften von etwaigen Verlusten freizustellen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Mit Bescheid vom 20. Februar 2020 wurde die Verschmelzung der BAWAG P.S.K. AG mit der easybank AG und der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltung GmbH von der EZB genehmigt. Die Eintragung der Verschmelzung in das österreichische Firmenbuch wird mit Ende März erwartet.

Abgesehen von den Industrie-spezifischen Herausforderungen, wird der Ausbruch des Corona-Virus COVID-19 mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auswirkung auf die Wirtschaft in jenen Ländern haben, in denen wir tätig sind. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des Ausmasses als auch der Dauer sowie der laufenden Entwicklungen können wir aktuell keine genauen und verlässlichen Schätzungen hinsichtlich möglicher quantitativer Auswirkungen geben. Dies kann in einem allgemein herausfordernden und volatilen Marktumfeld resultieren.


EINZELABSCHLUSS

Angaben zu Niederlassungen

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Name der Niederlassung BAWAG P.S.K. International BAWAG P.S.K. International
Geschäftsbereich Corporates & Public Corporates & Public
Sitzstaat der Niederlassung Großbritannien Großbritannien
Nettozinsertrag in Tsd. € 0 0
Betriebserträge in Tsd. €¹⁾ 55.263 59.269
Jahresergebnis vor Steuern in Tsd. €¹⁾ 22.125 29.730
Abgegrenzte Steuern vom Einkommen in Tsd. € 4.203 5.790
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis 33 30
Erhaltene öffentliche Beihilfen keine keine

¹⁾ Die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.

295


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Nettozinsertrag stieg 2019 um 48.716 Tausend €, während die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen um 205.827 Tausend € zurückgegangen sind. Die geringeren Beteiligungserträge resultieren im Wesentlichen aus gesunkenen phasengleichen Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen.

Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung, wobei die Trennung nach dem Sitz der Kunden erfolgt. Erträge aus Derivat- und Handelsgeschäften werden dem Inland zugeordnet, da der Handel zentral in Wien erfolgt und aufgrund der vorhandenen Sicherheiten keine wesentlichen Länderrisiken bestehen.

| 2019
in Tsd. € | Inland | West-europa | Nord-amerika | Übrige Welt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 338.730 | 216.412 | 102.530 | 66.160 | 723.832 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 34.777 | 41.082 | 0 | 0 | 75.859 |
| 4. Provisionserträge | 276.934 | 2.778 | 198 | 1.560 | 281.470 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 2.561 | 0 | 0 | 0 | 2.561 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 35.053 | 567 | 0 | 0 | 35.620 |
| 2018
in Tsd. € | Inland | West-europa | Nord-amerika | Übrige Welt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 316.752 | 241.178 | 98.521 | 43.407 | 699.858 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 94.194 | 187.492 | 0 | 0 | 281.686 |
| 4. Provisionserträge | 240.056 | 1.675 | 386 | 1.003 | 243.120 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | -653 | 0 | 0 | 0 | -653 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 34.154 | 0 | 0 | 0 | 34.154 |

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“) betragen 19.238 Tausend € (Vorjahr: 31.450 Tausend €). Die im Nettozinsertrag enthaltenen negativen Zinsen betragen 11.789 Tausend € (Vorjahr: 13.326 Tausend €) Ertrag und 16.699 Tausend € (Vorjahr: 12.806 Tausend €) Aufwand.

In den Beteiligungssträngen von 64.075 Tausend € (Vorjahr: 266.050 Tausend €) sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe 61.253 Tausend € (Vorjahr: 263.113 Tausend €) enthalten wovon 58.800 Tausend € (Vorjahr: 259.000 Tausend €) phasenkongruent übernommen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 35.620 Tausend € (Vorjahr: 34.154 Tausend €) beinhalten unter anderem:

in Tsd. € 2019 2018
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 3.392 2.501
Erträge aus verjährten Einlagen 5.489 5.548
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 3 281
Erträge aus sonstigen Vergütungen 26.736 25.824

Die Betriebsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 37.123 Tausend € gestiegen. Der Personalaufwand ist um 2.935 Tausend € auf 239.476 Tausend € gesunken. Im Personalaufwand ist eine Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 9.098 Tausend € (Vorjahr: 9.760 Tausend €) enthalten. In den Betriebsaufwendungen sind die Beiträge zu

Einlagensicherung und Abwicklungsfonds in Höhe von 23.444 Tausend € enthalten (Vorjahr: 22.112 Tausend €).

Aufwendungen für angefallene und noch erwartete anfallende Leistungen im Zusammenhang mit dem Prozess mit


EINZELABSCHLUSS

der Stadt Linz wurden entsprechend aufwandswirksam berücksichtigt.

Gemäß § 238 Abs. 1 Z 18 UGB verweisen wir hinsichtlich der im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf den Konzernabschluss.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 48.752 Tausend € (Vorjahr: 19.113 Tausend €) und beinhalten 14.591 Tausend € (Vorjahr: 1.443 Tausend €) für Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen sowie Aufwendungen von 19.420 Tausend € (Vorjahr: 7.740 Tausend €) aus der Dotierung von Drohverlustrückstellungen im Rahmen der Bilanzierung von Derivaten. Außerdem sind Einmalaufwendungen in Höhe von 7.121 Tausend € (Vorjahr: 7.400 Tausend €) enthalten, die teilweise im Zusammenhang mit der Auflösung der Kooperationsvereinbarung mit Österreichische Post AG stehen.

Der Aufwandssaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken beträgt für das laufende Geschäftsjahr -166.591 Tausend € (Vorjahr: -106.659 Tausend €). Darin enthalten sind Effekte aus der Umstellung der Berechnungsweise von Risikovorsorgen auf Portfoliobasis auf das Modell des erwarteten Verlustes

im Sinne von IFRS 9 in Höhe von 18.633 Tausend € (Vorjahr: 22.821 Tausend €).

Diese Position enthält wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Transaktion mit der Stadt Linz. Betreffend der Forderung gegenüber der Stadt Linz verweisen wir auf das Kapitel „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten“.

In der Position 13/14 sind Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 90.414 Tausend € (Vorjahr: 43.894 Tausend €) enthalten. Die Ergebnisse im Zusammenhang mit Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von -15.533 Tausend € (Vorjahr: -4.144 Tausend €) resultieren aus Bewertungen und Veräußerungen von Beteiligungen.

Die außerordentlichen Erträge betreffen den Verschmelzungsgewinn, der im Zuge der Verschmelzung mit der easybank AG entstanden ist.

Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs. 1 Z 19 BWG

Der Jahresüberschuss nach Steuern in Prozent der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag belief sich auf 0,80% (Vorjahr: 1,51%).

297


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ANGABEN ZU MITARBEITERN UND ORGANEN

Der Personalstand inklusive easybank (aktive Mitarbeiter, Mitarbeiter in Karenz und jene mit einer Vorruhestandsvereinbarung) betrug 2019 im Jahresdurchschnitt 2.955 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.686 Mitarbeiter), die alle in einem Angestelltenverhältnis bzw. Bundesdienstverhältnis stehen. Im Personalstand sind 77 Mitarbeiter (Vorjahr: 80) enthalten, die in der BAWAG P.S.K. angestellt, aber an Tochterunternehmen delegiert waren. Der Bestand an aktiven, auf Vollzeitkräfte umgerechneten Mitarbeiter beträgt per 31. Dezember 2019 2.096 (Vorjahr: 1.908).

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Abfertigungszahlungen in Höhe von 9.284 Tausend € (Vorjahr: 9.072 Tausend €) enthalten. Demgegenüber steht eine Auflösung der Abfertigungsrückstellung von 1.494 Tausend € (Vorjahr: 1.842 Tausend €).

Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands (inklusive abgegrenzten und noch nicht ausbezahlten Bonus und Pensionskassenbeiträge) betrug im abgelaufenen Jahr 15.341 Tausend € (Vorjahr: 24.406 Tausend €) und für frühere Mitglieder des Vorstandes 0 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €).

Jedes Konzernunternehmen trägt die anteilige Vergütung des jeweiligen Mitglieds des Vorstands.

Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf 1.241 Tausend € (Vorjahr: 1.241 Tausend €) und für frühere Mitglieder des Aufsichtsrates auf 0 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €).

Für das Jahr 2019 ist keine Bonuszahlung für den Vorstand vorgesehen und erfasst (2018: 6,6 Mio. €). Der Vorstand hat auf Bonuszahlungen für 2019 verzichtet, um dem aktuellen makorökonomischen Umfeld Rechnung zu tragen und die laufende Transformation der Gruppe zu beschleunigen. Unter Beachtung der regulatorischen Rahmenbedingungen wurde 2017 unter anderem für den Vorstand ein langfristiges Incentivierungsprogramm, das zu 50% in Aktien und zu 50% in Phantomaktien oder optional zu 100% an den Aktienkurs der BAWAG Group AG erfüllt wird und an den langfristigen Unternehmenserfolg geknüpft ist, implementiert.

Aufwendungen für Abfertigungen für leitende Angestellte (inklusive ehemalige) beliefen sich auf 3.797 Tausend € (Vorjahr: 8.207 Tausend €), für die anderen Arbeitnehmer auf 22.997 Tausend € (Vorjahr: 29.174 Tausend €).

Zum 31. Dezember 2019 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionsvorsorge vorsehen.

Zum Bilanzstichtag haften drei Kredite in Höhe von 2.008 Tausend € (Vorjahr: 135 Tausend €) bzw. keine Leasingfinanzierung an ein Mitglied des Vorstands aus. Zusätzlich besteht ein teilweise in Höhe von 990 Tausend € (Vorjahr: 210 Tausend €) ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 3.350 Tausend € (Vorjahr: 750 Tausend €). Die Summe der Kredite bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 0 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.

Zusätzlich ist zum Bilanzstichtag und im Vorjahr kein Limit auf einem Girokonto eines Mitglieds des Vorstands und Aufsichtsrates ausgenützt. Die Summe der Umsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierten Kreditkarten des Dezembers 2019, die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, betragen 15 Tausend € (Vorjahr: 16 Tausend €), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen zum Bilanzstichtag und im Vorjahr 0 Tsd. €.

Abfertigungszahlungen an frühere Mitglieder des Vorstandes betragen 85 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €). An Pensionen und Pensionsabfindungen wurde an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 986 Tausend € (Vorjahr: 3.594 Tausend €) ausbezahlt, der Ertrag aus der Rückstellungsbewegung beträgt 68 Tausend € (Vorjahr: 1.546 Tausend €).

Langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP)

Die BAWAG Group hat ein langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP) für die Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der obersten Führungsebene eingeführt. Durch LTIP sollen die Interessen der Begünstigten eng mit jenen der Eigentümer verbunden werden. Dies soll erreicht werden, indem der Bonus in Form von Aktien oder Phantom Shares der BAWAG Group AG gewährt wird. Die Übertragung der Aktien oder Zuteilung der Phantom Shares an die Begünstigten hängt dabei von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ab. LTIP stellte zu Beginn eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich nur in Eigenkapitalinstrumenten dar. In 2019 erfolgte eine teilweise Umwandlung in eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. LTIP wird in Übereinstimmung mit der AFRAC-STN 3 bilanziert.


EINZELABSCHLUSS

Die Anzahl der Aktien wurde Anfang 2018 von der BAWAG Group AG festgelegt und basiert auf der Einschätzung der individuellen Leistungen im Jahr 2017 (und den Vorjahren).

Der Rechtsanspruch der einzelnen Begünstigten hängt für 75% der Aktien von der Erreichung eines Leistungsziels ab, welches auf dem durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie (pre-tax EPS) im Zeitraum 2018 bis 2020 basiert. Die Beurteilung erfolgt zu Beginn des Jahres 2021. Abhängig vom erreichten durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie der BAWAG Group AG werden zwischen 0% und 100% dieser Aktien/Phantom Shares tatsächlich zugeteilt („Teil 1“). Der Rechtsanspruch für Teil 1 hängt nur vom erreichten Ergebnis vor Steuern je Aktie ab, zusätzliche Dienstbedingungen bestehen nicht.

25% der Aktien/Phantom Shares jedes Begünstigten sind an eine Leistungsbedingung gebunden („Teil 2“): der Rechtsanspruch auf diese Aktien kann in 2022 und 2023 nur entstehen, wenn der Begünstigte bis zum 31. März 2021 durchgehend im Konzern beschäftigt ist. Die Ansprüche verfallen, wenn der Begünstigte sein Beschäftigungsverhältnis vor dem 31. März beendet oder entlassen wird. Basierend auf den Anforderungen des österreichischen Arbeitsrechts, erhält ein Begünstiger eine anteilige Zuteilung der nicht zugeteilten Teile des LTIP, sofern der Begünstigte ohne sein Verschulden ausscheidet.

Nach Ablauf des regulatorischen Aufschubs (dies umfasst auch Beschränkungen bei Dividendenzahlungen) ist eine Sperrfrist von einem Jahr vorgesehen. Für Mitglieder des Vorstands besteht für 50% der Aktien eine Sperrfrist bis zum Ende ihres Mandats.

Nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen erhalten die Begünstigten des LTIP einen Anspruch auf Aktien der BAWAG Group AG bzw. Phantom Shares, ohne hierfür eine weitere Zahlung leisten zu müssen.

Der Aufsichtsrat der BAWAG Group hat am 29. April 2019 beschlossen, das LTIP-Programm zu modifizieren. Die bisherige Regelung sah eine gänzliche Erfüllung der Ansprüche in Aktien vor. Gemäß der neuen Regelung werden 50% der Bonuszuteilung weiterhin in Aktien gewährt, während die Begünstigten bei 50% der Bonuszuteilung zwischen der Auszahlung der Vergütung in bar oder der Zuteilung von Aktien wählen können. Die Barzahlung richtet sich nach dem Marktwert der Aktien der BAWAG Group. Die Ausübungs- und Marktbedingungen bleiben unverändert.

Da 50% der Zuteilungen nun eine alternative Barzahlung enthalten, qualifizieren sich diese 50% als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich. Dementsprechend hat die BAWAG Group zum Zeitpunkt der Änderung eine Verbindlichkeit zur Begleichung in bar ausgewiesen. Deren Wert entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Aktien zum Zeitpunkt der Modifikation für bereits erbrachte Leistungen. Der erstmalige Ansatz dieser Verbindlichkeit erfolgte erfolgsneutral, was zu einer Reduzierung der Kapitalrücklage in Höhe von 9,6 Mio. € führte.

Das Programm umfasst auch die Möglichkeit einer Netto-Abrechnung, welche die BAWAG Group berechtigt, jene Anzahl an Aktien zurückzubehalten, die erforderlich ist, um eine entstehende Steuerschuld zu begleichen. Das Recht besteht nicht, wenn der Begünstigte den erforderlichen Betrag an den Arbeitgeber zahlt.

Die folgenden Aktien wurden 2018 zugeteilt:

Beizulegender Zeitwert in Millionen € Beizulegender Zeitwert je Aktie 31.12.2019
Anzahl der Aktien 31.12.2019
Gewährt zum Stichtag 31.12.2019 407.723 16,6 40,60
Davon im Rahmen von Teil 1 des LTIP Programms zugeteilt 305.792 12,4 40,60

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der zugeteilten Aktien je Gruppe von Begünstigten:

Begünstigte Anzahl der Aktien, die im Rahmen von Teil 1 des LTIP Programms gewährt wurden Anzahl der Aktien, die im Rahmen von Teil 2 des LTIP Programms gewährt wurden Maximale Anzahl an Aktien die tatsächlich zugeteilt werden Minimale Anzahl an Aktien die tatsächlich zugeteilt werden Anzahl der Aktien, die zum Zeitpunkt der Gewährung tatsächlich zugeteilt wurden
Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
Anas Abuzaakouk 0 0 0 0 0
Stefan Barth 0 0 0 0 0
David O'Leary 0 0 0 0 0
Sat Shah 0 0 0 0 0
Enver Sirucic 0 0 0 0 0
Andrew Wise 0 0 0 0 0
Mitglieder des Vorstands von Tochterunternehmen 0 0 0 0 0
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften 305.792 101.931 407.723 0 0
Sonstige aktienbasierte Vergütungen 0 0 0 0 0
Summe 305.792 101.931 407.723 0 0

Für weiterführende Angaben verweisen wir auf den Konzernabschluss.

Bewertung

Die BAWAG Group verwendet den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, um den Wert der von den Mitarbeitern erhaltenen Leistungen zu bestimmen.

Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt basiert auf beobachtbaren Marktpreisen der BAWAG Group AG Aktie. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden keine Anpassungen für erwartete Dividenden und Dividendenbeschränkungen vorgenommen.

Für Teil 1 des LTIP-Programms wurden Markt- und Nichtausübungsbedingungen durch die Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass die geplanten Ergebnisse je Aktie erreicht werden, berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit 100% angenommen.

Dienstbedingungen, wie sie in Teil 2 des LTIP-Programms vereinbart wurden, werden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Gewährungszeitpunkt nicht berücksichtigt. Diese werden durch Anpassung der Anzahl der

Eigenkapitalinstrumente, die in die Bewertung der Transaktion einfließen, berücksichtigt. Die BAWAG Group erwartet, dass alle Begünstigten die Dienstbedingungen erfüllen werden.

Bilanzierung von Annullierungen

Wird ein durch Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten zu erfüllender Anspruch während des Erdienungszeitraums annulliert oder abgerechnet, wird die Annullierung oder Abrechnung als vorgezogene Ausübungsmöglichkeit bilanziert. Der Betrag, der andernfalls für den verbleibenden Erdienungszeitraum erfasst worden wäre, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Jede Zahlung, die an den Mitarbeiter bei der Annullierung oder Abrechnung der Ansprüche geleistet wird, wird als Abzug vom Eigenkapital verbucht. Übersteigt die Zahlung den zum Beendigungszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, wird der übersteigende Betrag als Aufwand erfasst.

Werden Teile des modifizierten Teils des LTIP (anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich) während der Vesting-Periode annulliert oder abgerechnet, wird die Stornierung oder Erfüllung ebenfalls als vorgezogene Ausübungsmöglichkeit bilanziert und der Betrag, der andernfalls über den


EINZELABSCHLUSS

verbleibenden Erdienungszeitraum erfasst worden wäre, wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die Verbindlichkeit wird in weiterer Folge zum aktuellen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aller Effekte aus Annullierungen und Abrechnungen neu über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet.

Im Jahresabschluss erfasste Beträge

Die Leistungen, die für eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erbracht werden, werden im Zeitraum der Leistungserbringung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zeitgleich kommt es zu einer Erhöhung im Eigenkapital.

Mit der Gewährung von Teil 1 des LTIP-Programms ist keine weitere Leistungsbedingung verbunden und der Aufwand wurde dementsprechend im Geschäftsjahr 2017 erfasst.

Wenngleich der Zeitpunkt der Gewährung des LTIP-Programms Anfang 2018 war, stellt die aktienbasierte Vergütung einen Bonus für in 2017 erbrachte Leistungen dar. Dementsprechend wurden Aufwendungen und die Erhöhung im Eigenkapital im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 basierend auf dem beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt erfasst. Die Begünstigten wurden im

Dezember 2017 über das Programm und ihre Einbeziehung darin informiert.

Für Teil 2 werden die Aufwendungen linear verteilt während des Erdienungszeitraums unter Anwendung der modifizierten Grant-Date-Methode erfasst. Diese Methode sieht eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt vor, wobei fortlaufende Anpassungen für Instrumente, die nicht tatsächlich zu geteilt werden, erfolgt. Im Jahresabschluss 2018 und 2019 wurden die anteiligen Aufwendungen für Teil 2 des LTIP-Programms erfasst, da dieser Teil den Leistungsperioden 2018 bis 2021 zuzuordnen ist.

Für den modifizierten Teil des LTIP-Programms (der nun eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich darstellt) wird der beizulegende Zeitwert der gewährten Aktien weiterhin als aktienbasierter Vergütungsaufwand erfasst. Der Aufwand wird teilweise der Verbindlichkeit und teilweise dem Eigenkapital zugeordnet. Der der Verbindlichkeit zugeordnete Betrag entspricht dem jährlichen Anteil des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeit wird auf der Grundlage des aktuellen Aktienkurses der gewährten Instrumente bewertet, wobei alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden.

Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Periode erfasst:

in Mio. € 2019 2018
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 1,4 1,4
davon betreffend
Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft 0,0 0,0
Mitglieder des Vorstands von Tochterunternehmen 0,0 0,0
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften 1,4 1,4
Sonstige anteilsbasierte Vergütungen 0,0 0,0
in Mio. € 2019 2018
--- --- ---
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich -2,0 0,0
davon betreffend
Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft 0,0 0,0
Mitglieder des Vorstands von Tochterunternehmen 0,0 0,0
Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften -2,0 0,0
Sonstige anteilsbasierte Vergütungen 0,0 0,0

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Annual Bonus Program

Annual Bonus Awards werden ausgewählten Mitarbeitern und den Mitgliedern des Vorstands gewährt. Der Bonus dieser Gruppe orientiert sich am jährlichen Ergebnis und definierten externen Zielgrößen. Sofern der individuelle Bonus eine bestimmte Grenze überschreitet, werden 50% (Vorjahr: 50%) des Bonus in bar ausbezahlt und 50% (Vorjahr: 50%) in Form von Aktien der BAWAG Group AG (bis 2018) bzw. Phantomaktien (ab 2019) vergütet. Aktien, die den Begünstigten tatsächlich zugeteilt werden, stellen eine aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (bis 2018) bzw. mit Ausgleich in bar (ab 2019) dar. Die Aktien der BAWAG Group AG wurden dazu von der BAWAG Group AG an der Wiener Börse erworben und die BAWAG P.S.K. ersetzt die Kosten des Rückkaufs. Im Jahr 2019 wurden für die in 2018 erbrachten Leistungen keine Aktien der BAWAG Group AG an Mitarbeiter gewährt (2018: 53.955 Aktien für die in 2017 erbrachten Leistungen). Von den in 2018 gewährten Aktien wurden 21.655 Aktien mit einem Ankaufswert von 856 Tausend € bereits 2018 an den Treuhänder übertragen. Es gab keine Übertragung von Aktien im Jahr 2019.

Der Aktienbonus für Leistungen des Jahres 2019 wurde formal nicht an die ausgewählten Mitarbeiter kommuniziert. Alle erwarteten Bonuszuteilungen für diese Mitarbeiter, die für im Jahr 2019 erbrachte Leistungen gewährt werden, wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 durch Erfassung einer Rückstellung berücksichtigt.

Mitarbeiterbeteiligung

Im Jahr 2018 wurde ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beschlossen. Im Rahmen dieses Programms erhielten alle Mitarbeiter der BAWAG P.S.K., die nicht am LTIP teilnahmen, 23 Stück Aktien der BAWAG Group AG. Insgesamt wurden 44.781 Stück Aktien an die Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. übertragen. Die BAWAG P.S.K. erwarb die erforderlichen Aktien von der BAWAG Group um 1.758 Tausend €.


EINZELABSCHLUSS

ANGABEN ZU FINANZDERIVATEN UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Sicherungsbeziehungen

Teile von Wertpapieren des Aktivbestandes (Sovereign, Financials und auch solche im Segment International Corporates), Kredite, Sparbücher und eigene Emissionen werden mit Derivaten gegen das Zinsänderungs- und Währungsrisiko abgesichert. Die Grundgeschäfte beinhalten grundsätzlich eine Fixzinsvereinbarung. Weiters werden Derivate des Bankbuchs mit gegenläufigen Derivaten abgesichert.

Zur Absicherung werden primär Interest Rate Swaps und Cross Currency Swaps sowie in Ausnahmefällen auch Zinsoptionen (Cap, Floor) verwendet. Die zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Grundgeschäften werden mit den zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Derivaten ausgeglichen. Die Absicherung findet auf Einzel- sowie auch auf Portfolioebene statt. Die retrospektive Effektivität wird mittels Dollar-Offset-Methode geprüft. Der Absicherungszeitraum erstreckt sich grundsätzlich von Beginn der Sicherungsbeziehung bis zur Endfälligkeit des jeweiligen Grundgeschäfts bzw. Portfolios.

Die beizulegenden Zeitwerte der eingesetzten Derivate betrugen zum Bilanzstichtag 57.928 Tausend € (Vorjahr: 142.024 Tausend €). Davon entfallen Marktwerte in der Höhe von 116.412 Tausend € (Vorjahr: 177.520 Tausend €) auf Sicherungsinstrumente für die oben angeführten Grundgeschäfte auf der Passivseite. Für die oben angeführten Grundgeschäfte auf der Aktivseite belaufen sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente auf -58.485 Tausend € (Vorjahr: -35.496 Tausend €).

Die BAWAG P.S.K. bilanziert einen Portfolio Cash Flow Hedge zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus vertraglich fixierten Zahlungsströmen aus Krediten in Fremdwährung. Zum Bilanzstichtag bestehen Sicherungsderivate mit einem negativen Marktwert von -9.906 Tausend €. Diesen negativen Marktwerten stehen stillen Reserven in zukünftigen Zahlungsströmen gegenüber, weshalb die Bildung einer Drohverlustrückstellung unterbleibt.

Die BAWAG P.S.K. verwendet weiters Zinsderivate, um Zinsrisiken des gesamten Bankbuches in einem Macro-Hedge abzusichern. Dieser umfasst zinstragende Geschäfte, welche keinem Micro- oder Portfolio-Hedge zugeordnet sind. Sofern diese Zinssteuerungsderivate einen negativen Marktwert aufweisen, werden diesen zinsbezogene Wertsteigerungen der Grundgeschäfte gegenübergestellt. Weist diese Gegenüberstellung einen negativen Überhang auf, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst; positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt.

Angaben zum Macro-Hedge

Die BAWAG P.S.K. bilanziert einen Macro-Hedge im Sinne des FMA-Rundschreibens „Zinssteuerungsderivate“, welches zum 31. Dezember 2013 in Kraft getreten ist.

Folgende Tabelle zeigt die Summe der negativen und positiven beizulegenden Werte der Zinssteuerungsderivate pro Währung in Tausend €:

Währung Pos. MW Neg. MW 2019 2018 Veränderung
EUR^{1)} 733.635 -426.276 307.359 13.026 294.333
CHF 519 -84.924 -84.405 -68.741 -15.664
USD 25.163 -38.134 -12.971 -48.826 35.855
GBP 4.192 -24.890 -20.698 11.001 -31.699
Summe 763.509 -574.224 189.285 -93.540 282.825

1) Sonstige Fremdwährungen werden wegen Unwesentlichkeit nicht separat, sondern unter EUR dargestellt.

Das Bewertungsergebnis aus Zinssteuerungsderivaten (inklusive Effekten aus der Fremdwährungsumrechnung) beträgt 282.825 Tausend € (Vorjahr: -28.032 Tausend €). Dem stehen Ausgleichszahlungen aus Derivaten gegenüber, die sich insbesondere aus der Fremdwährungsumrechnung ergeben, in Höhe von -127.660 Tausend € (Vorjahr: -30.242 Tausend €).

Die Ausgleichzahlungen der realisierten negativen Marktwerte aus Derivaten betragen -73.536 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €).


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Der in Summe gestiegene Marktwert von Zinssicherungsderivaten ist auf Derivate in EUR zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der gegenläufigen Bewertung der Grundgeschäfte zeigt sich ein um 266 Tausend € (Vorjahr: 186 Tausend €) gegenüber dem letzten Abschlussstichtag verbessertes Bewertungsergebnis. Zum 31. Dezember 2019 weist die BAWAG P.S.K. eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Macro-Hedge in Höhe von 157 Tausend € (Vorjahr: 423 Tausend €) aus.

Die Zinsrisikoposition wird im Wesentlichen durch das Europortfolio betont.

Die BAWAG P.S.K. hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Optimierung des Derivateportfolios eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt. Insbesondere im zweiten und dritten Quartal 2019 wurden Zinsderivate mit einem Nominale von rund 8 Mrd. € geschlossen und neue Zinsderivate mit einem Nominale von rund 8,2 Mrd. € abgeschlossen. Daraus entstandene negative Marktwertüberhänge wurden erfolgswirksam erfasst bzw. positive Marktwertüberhänge über die Restlaufzeit verteilt. In Summe ergeben sich daraus negative Marktwertüberhänge.

Zur Steuerung des Zins- und Bewertungsergebnisses wurden im Zuge der Veräußerung von Wertpapierbeständen

bzw. vorzeitigen Abdeckungen von Krediten durch Kunden gegenläufige Sicherungsgeschäfte vorzeitig beendet.

Die BAWAG P.S.K. verfolgt für die dem Macro-Hedge gewidmeten Portfolien das Ziel, Festzinslücken zu schließen und zinsinduzierte Marktwertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften (Zinssteuerungsderivate) zur Gänze zu neutralisieren. Damit soll ein Gleichlauf zwischen ökonomischer Risikoposition und buchhalterischer Abbildung gewährleistet werden.

Die BAWAG P.S.K. wendet folgende Instrumente als Sicherungsinstrumente für Grundgeschäfte an:

  • Interest Rate Swaps (Plain Vanilla)
  • Callable/Puttable Interest Rate Swaps
  • Devisenswaps
  • Geldmarktfutures
  • Forward Rate Agreements
  • Constant Maturity Swaps
  • Cross Currency Swaps
  • Kapitalmarkt Futures
  • Cap/Floor/Collar

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 beläuft sich das designierte Volumen an Zinssicherungsderivaten auf 39.734 Mio. € (Vorjahr: 28.532 Mio. €).

in Mio. € 2019 2018 Veränderung
Nominale der designierten Derivate im Macro Hedge 39.734 28.532 11.202

Dem Macro-Hedge liegen sämtliche zinstragenden Geschäfte zugrunde, sofern diese nicht bereits den Bestandteil einer (Micro-)Bewertungseinheit bilden bzw. als strategische Zinsrisikoposition des Asset Liability Committees geführt werden. Darüber hinaus ausgenommen von einer Macro-Hedge Widmung sind sämtliche nicht zinstragenden Geschäfte und allfällige dazugehörige Absicherungsgeschäfte.

Die Zinsrisikosteuerung und Hedgeanpassung erfolgt laufend durch Einzelkontrahierung großvolumigen Geschäfts sowie jedenfalls monatlich auf Basis des Zinsrisikoreportings, um die retrospektive und prospektive Effektivität der Zinssicherung zu gewährleisten.

Offene oder strategische Zinspositionen bedürfen eines Beschlusses durch das Asset Liability Committee (ALCO) der

Gesamtbank. Sofern diese Derivate einen negativen Marktwert ausweisen, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst, positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt.

Zusammensetzung des Derivatevolumens (Handelsbuch und Bankbuch)

Zinsswaps und Basisswaps sind im Volumen der Derivate nur einseitig berücksichtigt. Bei Futures und Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte fließen die Nominale aller gekauften und verkauften Derivate in die Darstellung ein. Währungs- und Zinsswaps mit mehreren Währungen (CRS) fließen nur einseitig in die Summe der Nominale ein. Bei Devisentermingeschäften wird das Nominale der Kauf- und der Verkaufsverträge in die Summe der Derivate aufgenommen. Gleiches gilt für die FX-Optionen. Bei CDS wird das


EINZELABSCHLUSS

Nominale der gekauften CDS als auch der verkauften CDS in die Berechnung des Derivatevolumens miteinbezogen. Der Rest der Derivate wird nur einseitig berücksichtigt.

Übertragung von Derivaten vom Handelsbuch ins Bankbuch

Bis Ende August 2019 wurden alle bestehenden Derivate vom Handelsbuch in das Bankbuch übertragen, um den

strategischen Fokus auf Derivatgeschäft ohne Handelsabsicht widerzuspiegeln und Prozesse zu vereinfachen.

Für weitere Erläuterungen zu den Angaben über die derivativen Finanzgeschäfte der BAWAG P.S.K. verweisen wir auf die Tabellen „Derivate im Bankbuch" und „Derivate im Handelsbuch" (Anlage 3).

305


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANGABEN ZUR OFFENLEGUNG GEM. ARTIKEL 431 CRR

Alle Informationen über die Organisationsstruktur, das Risikomanagement und die Risikokapitalsituation sind im

Internet unter https://www.bawaggroup.com/Finanzergebnisse offengelegt (deutsche und englische Version).

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

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David O'Leary
Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 1

ANLAGENSPIEGEL GEMÄSS § 226 ABS. 1 UGB

in Tsd. € Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2019 Zugänge 2019 Verschmelzung easybank 2019 Abgänge 2019 Stand 31.12.2019
Finanzanlagen
Schuldtitel öffentlicher Stellen 462.259 204.903 16 -626.668 40.510
Forderungen an Kreditinstitute 72.701 100.595 0 -62.809 110.487
Forderungen an Kunden 1.164.769 176.813 0 -249.902 1.091.679
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.326.909 1.477.243 0 -1.986.741 2.817.411
Aktien und sonstige Wertpapiere 853.623 17 0 -197.700 655.940
Beteiligungen 88.512 31.592 146 0 120.251
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.214.472 131.027 -53.058 0 2.292.441
Immaterielle Vermögensgegenstände 441.052 32.404 14.482 -20.697 467.241
Sachanlagen
Betrieblich genutzte Grundst. u. Gebäude 11.895 0 0 0 11.895
Sonstige Sachanlagen 156.246 48.472 5.921 -19.452 191.187
Gesamtsumme 8.792.438 2.203.067 -32.493 -3.163.969 7.799.044

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2019 Abschreibungen 2019 Zuschreibungen 2019 Verschmelzung easybank 2019 Abgänge 2019 FX 2019 Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
Finanzanlagen
Schuldtitel öffentlicher Stellen 14.998 2.260 -112 0 13.856 0 3.291 37.220 447.261
Forderungen an Kreditinstitute 1.016 491 -5 0 -4 16 1.522 108.965 71.684
Forderungen an Kunden 7.743 4.894 -505 0 2.033 -559 9.540 1.082.140 1.157.026
Schuldverschreibungen u. a. festverzinsliche Wertpapiere 37.868 8.269 -1.648 0 22.978 -29 21.481 2.795.930 3.289.041
Aktien und sonstige Wertpapiere 0 0 0 0 0 0 0 655.940 853.623
Beteiligungen 8.105 2.778 0 0 0 664 11.547 108.703 80.408
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.140.003 13.060 -298 0 0 -2.175 1.150.591 1.141.850 1.074.469
Immaterielle Vermögensgegenstände 318.780 24.116 0 8.640 10.205 0 341.332 125.909 122.272
Sachanlagen
Betriebliche genutzte Grundst. u. Gebäude 8.696 119 0 0 0 0 8.815 3.080 3.199
Sonstige Sachanlagen 113.918 9.681 0 4.201 16.753 0 111.048 80.140 42.327
Gesamtsumme 1.651.127 65.669 -2.568 12.841 65.820 -2.083 1.659.166 6.139.878 7.141.310

EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 2

UNTERNEHMEN, AN DENEN DIE BAWAG P.S.K. ZUMINDEST 20% DER ANTEILE BESITZT

in Tsd. € Durchger. Anteile in % Eigenkapital inkl. unverst. Rücklagen Jahres-überschuss/-fehlbetrag Kons. USt-Org. Zahlen per
Banken
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien 100,00% 17.178 498 K U 31.12.2018
IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien 100,00% 26.091 784 K U 31.12.2018
start:bausparkasse AG, Wien 100,00% 111.094 10.363 K U 31.12.2018
start:bausparkasse AG, Hamburg 100,00% 29.557 -14.228 K 31.12.2018
SÜDWESTBANK AG, Stuttgart
100,00% 781.217 77.374 K U 31.12.2018
Zahnärztekasse AG, Wädenswil 99,99% 23.403 3.541 K 28.02.2019
Nichtbanken
AUSTOST ANSTALT, Balzers 100,00% 439 -40 31.12.2018
AUSTWEST ANSTALT, Triesen 100,00% 11.182 -12 K 31.12.2018
BAWAG Education Trust, Wilmington 100,00% 0 0 K 31.12.2018
BAWAG Finance Malta Ltd., in Liqu., Sliema 100,00% 192 3 31.12.2018
BAWAG Group Germany GmbH, Eschborn 100,00% 103 -13 K U 31.12.2018
BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 704 0 K 31.12.2018
BAWAG P.S.K. Equity Finance Ltd., Jersey 100,00% 247 44 31.12.2018
BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien 100,00% 5.710 3 K 31.12.2018
BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien 100,00% 43.956 13.325 K U 31.12.2019
Bonnie RE UK 1 B.V., Amsterdam 100,00% Neu-gründung 2019
E2E Service Center Holding GmbH, Wien 100,00% 2.631 0 K U 31.12.2018
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien 32,71% 77 0 31.12.2018
Finventum GmbH, München 49,00% 134 -181 31.12.2018
Leasing-west GmbH, Rosenheim 100,00% 5.191 178 K 31.12.2018
PFH Properties Funds Holding GmbH, Wien 100,00% 186 150 K 31.12.2018
PSA Payment Services Austria GmbH, Wien 20,82% 33.308 6.204 at equity 31.12.2018
P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00% 107.528 5.610 K 31.12.2018
P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% 13.400 1.185 K 31.12.2018
RVG, Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 2.967 70 K 31.12.2018
SPGR Financial Solutions GmbH, Wien 25,03% Neu-gründung 2019

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANLAGE 2

SONSTIGE WESENTLICHE VERBUNDENE UND ASSOZIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS

Durchger. Anteile in % Eigenkapital inkl. unverst. Rücklagen Jahres-überschuss/-fehlbetrag Kons. USt-Org. Zahlen per
Konsolidierte Unternehmen
ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien 75,00% K
BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag 100,00% K
BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava 100,00% K
BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% K
BFL Leasing GmbH, Eschborn 97,51% K
BPI Holding GmbH & Co. KG., Wien 100,00% K
BVV Cayman Ltd., George Town 100,00% K
BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien 100,00% K
CVG Immobilien GmbH, Wien 100,00% K
easyleasing GmbH, Wien 100,00% K U
E2E Kreditmanagement GmbH, Wien 100,00% K U
E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien 100,00% K U
FTC Pearl, Pantin 100,00% K

EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 2

SONSTIGE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS

311


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Durchger. Anteile
in %

Konsolidierte Unternehmen
Fides Leasing GmbH, Wien 50,00%
Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00%
HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00%
Health Coevo AG, Hamburg 100,00%
HFE alpha Handels-GmbH, Wien 50,00%
KLB Baulandentwicklung GmbH., Wien 100,00%
Kommunalleasing GmbH, Wien 50,00%
MF BAWAG Blocker LLC, Wilmington 100,00%
Morgenstern Miet + Leasing GmbH, Eschborn 92,64%
M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH., Wien 100,00%
PT Immobilienleasing GmbH, Wien 100,00%
R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien 100,00%
RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00%
RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00%
ROMAX Immobilien GmbH, Wien 100,00%
SWB Immowert GmbH, Stuttgart 100,00%
Tiger Retail UK RE 1 S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
Tiger Retail UK RE 2 S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
Ausgewählte nicht konsolidierte Unternehmen
ATHENA Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt 38,30%
BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 25,00%
BFL Vertriebspartner Beteiligungsgesellschaft mbH, Eschborn 68,92%
easy green energy GmbH, Wien 49,00%
easy green energy GmbH & Co KG, Wien 49,00%
ESG Entwicklungsgesellschaft mbH, Stuttgart 100,00%
Finventum IT GmbH, Wien 49,00%
FlexSi Finanz Vermittlungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00%
GTA Global Transformation Advisors GmbH, Eschborn 49,00%
LSREF3 Tiger Aberdeen S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
LSREF3 Tiger Falkirk I S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
LSREF3 Tiger Falkirk II S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
LSREF3 Tiger Gloucester S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
LSREF3 Tiger Romford S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
LSREF3 Tiger Southampton S.à.r.l., Luxemburg 100,00%
N & M ImmobilienentwicklungsGmbH, Wien 100,00%
Omnicas Management AG, Wädenswil 99,99%
Promontoria Holding 136 B.V., Amsterdam 100,00%
RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien 100,00%
Savity Vermögensverwaltung GmH, Minsk 49,00%
SPG Software Solutions GmbH, Minsk 25,03%
SWBI Darmstadt 1 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWBI Mainz 1 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWBI München 1 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWBI Stuttgart 1 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWBI Stuttgart 2 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWBI Stuttgart 3 GmbH, Stuttgart 100,00%
SWB Treuhand GmbH in Liqu., Stuttgart 100,00%
Vertiva Family Office GmbH, Stuttgart 100,00%

312


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 3

DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2019

Derivate im Bankbuch

in Tsd. € Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswap (mit einer einzigen Währung) 6.988.111 22.556.002 16.715.301 46.259.414 1.028.076 -378.059
b) Basisswap 47.658 14.200 125.500 187.358 11.891 -10.909
c) Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 401.011 526.716 1.028.303 1.956.030 36.074 -42.411
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 597.368 2.917.737 748.913 4.264.018 10.173 -148.024
b) Devisentermingeschäft 1.728.507 135.212 1.863.719 12.273 -15.551
c) Währungsterminkontrakte und währungsbezogene Indexkontrakte
d) Währungsoptionen
Index- und Substanzverträge
a) Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierkursbezogene Index-Termingeschäfte 5.896 5.896 401
b) Index-Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierbezogene Index-Termingeschäfte 13.760 13.760 2.824
Warenverträge (ausgenommen Edelmetall-Verträge)
a) Gekaufte Waren Option
Kreditderivate
a) Single name credit event/default swaps 31.155 31.155
Andere Termingeschäfte, Optionen und vergleichbare Verträge, die nicht in obige Kategorien einordnenbar sind 1.500 3.000 12.909 17.409 240 -5.506
Gesamtnominale BB 54.598.759 1.101.952 -600.460

In der Position „Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte“ subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: Es wird das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

Derivate im Handelsbuch

in Tsd. € Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswap (mit einer einzigen Währung)
b) Basisswap
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen)
b) Devisentermingeschäft
c) Währungsoptionen
Gesamtnominale HB
Gesamtnominale 54.598.759 1.101.952 -600.460

In den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: Es wird das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.

314


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 3

DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2018

Derivate im Bankbuch

in Tsd. € Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswap (mit einer einzigen Währung) 5.057.865 14.982.670 12.242.434 32.282.969 594.486 -207.810
b) Basisswap 186.807 50.000 108.700 345.507 36.298 -9.002
c) Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 102.331 289.456 817.527 1.209.314 15.844 -30.144
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 675.295 2.340.653 1.309.893 4.325.841 15.033 -132.454
b) Devisentermingeschäft 2.280.172 139.856 2.420.028 12.098 -11.262
c) Währungsterminkontrakte und währungsbezogene Indexkontrakte
d) Währungsoptionen
Index- und Substanzverträge
a) Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierkursbezogene Index-Termingeschäfte 4.734 1.925 6.659 450
b) Index-Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierbezogene Index-Termingeschäfte 13.760 13.760 1.847
Warenverträge (ausgenommen Edelmetall-Verträge)
a) Gekaufte Waren Option
Kreditderivate
a) Single name credit event/default swaps 30.568 30.568
Andere Termingeschäfte, Optionen und vergleichbare Verträge, die nicht in obige Kategorien einordnenbar sind 15.989 1.500 16.409 33.898 832 -4.473
Gesamtnominale BB 40.668.544 676.888 -395.145

In der Position „Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte“ subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: es wird nur das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANLAGE 3

Derivate im Handelsbuch

in Tsd. € Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswap (mit einer einzigen Währung) 461.242 1.121.784 1.126.280 2.709.306 106.316 -43.708
b) Basisswap 307.000 5.000 25.000 337.000 108 -360
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 295.518 337.339 221.124 853.981 17.066 -6.839
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen)
b) Devisentermingeschäft
c) Währungsoptionen
Gesamtnominale HB 3.900.287 123.490 -50.907
Gesamtnominale 44.568.831 800.378 -446.052

Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden. In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.

316


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 4

VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Anas ABUZAAKOUK
Vorsitzender des Vorstands (seit 3.5.2017)
Vorstandsmitglied (seit 1.1.2014)

Stefan BARTH
(seit 1.2.2015)

David O'LEARY
(seit 1.4.2017)

Sat SHAH
(seit 4.3.2015)

Enver SIRUCIC
(seit 3.5.2017)

Andrew WISE
(seit 1.4.2017)

317


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANLAGE 4

AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Vorsitzender

Egbert FLEISCHER

(seit 12.12.2019,

Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 15.9.2017 bis 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Vorsitzender-Stellvertreter

Kim FENNEBRESQUE

(seit 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Mitglieder

Frederick HADDAD

(von 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Adam ROSMARIN

(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2022 Beschluss fasst)

Weitere Mitglieder 2019

Pieter KORTEWEG

(Vorsitzender des Aufsichtsrates von 15.9.2017 bis 12.12.2019

Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrates von 15.12.2009 bis 15.9.2017,

Aufsichtsratsmitglied von 27.8.2007 bis 12.12.2019)

Christopher BRODY

(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrates von 15.9.2017 bis 12.12.2019,

Aufsichtsratsmitglied 15.9.2017 bis 12.12.2019)


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 4

Vom Betriebsrat delegiert

Ingrid STREIBEL-ZARFL

(seit 1.10.2005)

Verena SPITZ

(seit 3.3.2016)

Weitere vom Betriebsrat delegiert Mitglieder

Beatrix PRÖLL

(vom 1.10.2005 bis 12.12.2019)

Staatskommissärin

Beate SCHAFFER

(seit 1.8.2009,

Stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)

Stellvertretender Staatskommissär

Markus CHMELIK

(seit 1.3.2010)

319


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

ANLAGE 4

AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2019

Risiko- und Kreditausschuss

Frederick HADDAD
Vorsitzender

Kim FENNEBRESQUE

Adam ROSMARIN

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena SPITZ
vom Betriebsrat delegiert

Prüfungs- und Complianceausschuss

Adam ROSMARIN
Vorsitzender

Egbert FLEISCHER

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena Spitz
vom Betriebsrat delegiert

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Egbert FLEISCHER
Vorsitzender

Kim FENNEBRESQUE

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Verena SPITZ
vom Betriebsrat delegiert


EINZELABSCHLUSS

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsvorlauf,

das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.“

  1. März 2020

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Anas Abuzaakouk
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Enver Sirucic
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

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David O'Leary
Mitglied des Vorstands

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Andrew Wise
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postparkasse Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Kreditforderungen an Kunden

Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie im Lagebericht im Abschnitt "Kreditrisiko".

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 26,4 Mrd. € ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente „Retail & SME" sowie „Corporates & Public Sector.

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.

Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatische Berechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung durch. Diese automatische Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechender pauschaler Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.

Bei der Ermittlung der ECL sind umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen.

Für den Abschluss ergibt sich daraus das Risiko, dass dem Stufentransfer und der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.


EINZELABSCHLUSS

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe, Überwachung und Risikovorsorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

Wir haben auf Basis einer Stichprobe an Krediten aus unterschiedlichen Portfolien untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko sowie nach statistischen Verfahren. Bei Ausfällen – bezogen auf aushaftende Blankoobligí – von individuell signifikanten Krediten wurden in Stichproben die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht.

Bei allen anderen Forderungen, deren Wertberichtigung auf Basis des ECL berechnet wurden, haben wir die Methodendokumentationen der Bank auf Konsistenz mit den Vorgaben des IFRS 9 analysiert. Weiters haben wir auf Basis bankinterner Validierungen die Modelle und die darin verwendeten Parameter dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind, Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Wir haben die Angemessenheit der Ausfallswahrscheinlichkeiten auf Basis von 12 Monaten und der Gesamtlaufzeit und Verlustquoten beurteilt. Dabei wurden insbesondere die Angemessenheit der verwendeten statistischen Modelle und Parameter sowie die mathematischen Funktionsweisen beurteilt. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Berücksichtigung in Stufenzuordnung und Parameterschätzung überprüft. Die rechnerische Richtigkeit der Vorsorgen haben wir in Stichproben überprüft. Bei diesen Prüfungshandlungen haben wir unsere Finanzmathematiker sowie Financial Risk Management Experten als Spezialisten eingebunden. Weiteres wurden einzelne automatische Kontrollen der dem Berechnungsmodell zugrunde liegenden IT-Systeme auf ihre Wirksamkeit beurteilt. Hierzu wurden interne IT-Spezialisten herangezogen.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang zum Jahresabschluss angemessen sind.

Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz

Im Anhang unter „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz“ beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und die damit verbundenen Schätzunsicherheiten.

Das Risiko für den Abschluss

Seit November 2011 befinden sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 417,7 Mio. € ein.

Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und dem Zeitpunkt von aus dem Verfahren zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Das

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

erstinstanzliche Verfahren ist bereits seit mehreren Jahren anhängig. Im Jänner 2020 erging ein bislang nicht rechtskräftiges Zwischenurteil, in welchem das Erstgericht die Unwirksamkeit des gegenständlichen Swap-Geschäfts festgestellt hat. Es liegt noch keine Entscheidung zur Höhe der wechselseitigen Ansprüche vor. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtsstreit mit der Stadt Linz.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.

Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Spezialisten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Anhang unter „Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz“ dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch

EINZELABSCHLUSS

und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungsachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw. Konzernabschluss, den Lage- bzw. Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 8. Mai 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Am 29. April 2019 wurden wir für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 20. Mai 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.


EINZELABSCHLUSS

Wien, 13. März 2020

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Bernhard Mechtler

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2019 NACH UGB

IMPRESSUM

BAWAG P.S.K.
Bank für Arbeit und Wirtschaft und
Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft
Wiedner Gürtel 11, 1100 Wien
FN: 205340x
DVR: 1075217
UID: ATU51286308

Telefon: +43 (0)5 99 05-0
E-Mail: [email protected]
Internet: www.bawagpsk.com

Satz:
Inhouse produziert mit firesys

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www.bawagpsk.com