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AEGON LTD. — Annual Report 2017
Mar 29, 2018
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Annual Report
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JAHRESFINANZBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017
INHALT
3 KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT
- 4 Konzernlagebericht
- 38 Konzernabschluss
- 188 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
204 GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB
- 205 Lagebericht
- 241 Einzelabschluss
- 294 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2017
4 KONZERNLAGEBERICHT
- 5 Wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen
- 7 Ergebnis- und Bilanzanalyse
- 11 Geschäftssegmente
- 31 Risikomanagement
- 31 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
- 33 Personalentwicklung
- 35 Corporate Social Responsibility
- 35 Forschung und Entwicklung
- 36 Ausblick
38 KONZERNRECHNUNGSLEGUNG
- 39 Konzernrechnung
- 49 Anhang (Notes)
- 151 Risikobericht
- 188 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
- 189 Organe der BAWAG P.S.K. AG
193 BESTÄTIGUNGSVERMERK
200 DEFINITIONEN
203 GLOSSAR
Disclaimer:
Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.
Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.
Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.
Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.
Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.
Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Konzernlagebericht
WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN
Makroökonomische Trends
In Österreich verbesserten sich im Laufe des Jahres 2017 die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Wachstum des österreichischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) beschleunigte sich auf ca. 3%, das höchste Wachstum seit zehn Jahren. Der Anstieg im Wirtschaftswachstum gegenüber 1,5% im Jahr 2016 erfolgte auf einer breiten Basis und wurde von einer zunehmenden Investitionstätigkeit, solidem Wachstum im privaten Konsum sowie einer Erholung der Auslandsnachfrage getragen. Der private Konsum wurde durch Bevölkerungswachstum, sinkende Arbeitslosigkeit, höheres Konsumentenvertrauen und eine stabile Sparquote begünstigt. Sowohl die Unternehmen als auch die privaten Haushalte zeigten sich weiterhin finanziell solide. Vor dem Hintergrund steigender Einnahmen konsolidierte sich die Staatsverschuldung auf ein Niveau von knapp über 80% des BIP und dürfte weiter sinken.
Die Diskussionen um die künftige wirtschaftspolitische Agenda der neu gewählten österreichischen Bundesregierung drehen sich um Bürokratieabbau, Deregulierung, erhöhte Flexibilität des Arbeitsmarktes, Steuer- und Abgabensenkungen für Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie um Investitionsanreize beispielsweise durch steuerliche Begünstigung von thesaurierten Gewinnen.
2018 werden in der DACH-Region mehr als 100 Millionen Menschen leben. Die Wachstumsdynamik in dieser Region mit einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von mehr als einem Drittel der gesamten Eurozone ist nach wie vor sehr positiv. Mit 2,7% verzeichnete das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2017 das stärkste Wachstum seit 2011. Der private Konsum lieferte neben Industrieproduktion und Außenhandel den größten Wachstumsbeitrag. Die niedrige Inflation und ein Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung unterstützen die finanzielle Situation der deutschen privaten Haushalte.
Das wirtschaftliche und finanzielle Umfeld verbesserte sich 2017 auf dem gesamten europäischen Kontinent, was durch einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes von 2,4% in der Europäischen Union unterstrichen wird.
Marktentwicklung
Das dynamische wirtschaftliche Umfeld führte 2017 zu einer soliden Kreditnachfrage österreichischer privater Haushalte.
Das aushaftende Volumen an Krediten zur Finanzierung von Wohnungseigentum erhöhte sich parallel zur inländischen Immobilienpreisentwicklung, während das Volumen an Krediten mit anderem Finanzierungszweck langsamer – ähnlich wie der Verbraucherpreisindex – anstieg. Die Immobilienpreise entwickelten sich weniger dynamisch als im Vorjahr, wobei sich der Preisanstieg weiterhin von Wohnungen in Wien zu Einfamilienhäusern im übrigen Österreich verlagerte. Trotz des Niedrigzinsumfeldes erhöhten sich die Einlagen österreichischer Haushalte. Mit der zunehmenden Investitionstätigkeit ging eine steigende Kreditnachfrage österreichischer Unternehmen einher. Das Verhältnis von Inlandskrediten des Finanzsektors zum BIP liegt nach wie vor unter dem OECD-Durchschnitt, und Wohnungseigentum ist in Österreich weit weniger verbreitet als im europäischen Durchschnitt.
Die Anzahl der Filialen österreichischer Banken reduzierte sich 2017 das fünfte Jahr in Folge, allerdings mit einer höheren Dynamik. Die aggregierte Bilanzsumme des Bankensektors ging zurück, während Kundenfinanzierungen und Kundeneinlagen anstiegen, was den allgemeinen Trend zu einem kundenorientierteren Geschäftsmodell widerspiegelt.
Ausblick
Sowohl strukturelle als auch zyklische Faktoren stützen weiterhin die positiven Aussichten für die österreichische und die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018. Das Kreditwachstum ist nachhaltig und wird durch die zugrunde liegenden makroökonomischen Entwicklungen gut unterstützt. Es ist davon auszugehen, dass die österreichische Bevölkerung aufgrund des Wachstums in städtischen Gebieten, insbesondere im Großraum Wien, über dem europäischen Durchschnitt ansteigen wird.
Automatisierung und Digitalisierung werden die etablierten Trends zu höherer operativer Effizienz und einem verbesserten Kundenerlebnis im Bankensektor weiter vorantreiben.
Politische Risiken bleiben auf globaler Ebene erhöht, werden jedoch für Europa voraussichtlich weniger ausgeprägt sein. Es wird erwartet, dass die Normalisierung der Geldpolitik durch die EZB voraussichtlich zu einer Reduktion der Krisenmaßnahmen und zu einer Diskussion über die Beendigung der Negativzinsen führen wird, während die US-amerikanische Notenbank den Leitzins weiter anheben dürfte.
Aufgrund der soliden Finanzlage der privaten Haushalte und Unternehmen wird mit einer weiterhin moderaten Ausfallsquote gerechnet. Mit ihrem Fokus auf das österreichische Retailgeschäft und auf die Geschäftstätigkeit in
Deutschland sowie ausgewählte westliche entwickelte Märkte ist die BAWAG P.S.K. gut positioniert, um vom günstigen konjunkturellen Umfeld zu profitieren.
REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
Die direkte Aufsicht über die bedeutendsten Finanzinstitute der Eurozone wird gemäß dem Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) weiterhin durch die EZB ausgeübt. Die wichtigsten Prioritäten im Jahr 2017 waren die Themen Geschäftsmodelle und Profitabilitätstreiber, Kreditrisiko (mit Fokus auf NPLs und Konzentrationsrisiken) sowie Risikomanagement.
Im Dezember 2017 finalisierte der Basler Ausschuss sein als Basel IV bekanntes Reformpaket. Die wichtigsten Bestandteile sind die Überarbeitung der Standardansätze (hauptsächlich Kredit- und operationelles Risiko) sowie die Einführung einer Kapitaluntergrenze basierend auf 72,5% der mittels der überarbeiteten Standardansätze berechneten risikogewichteten Aktiva. Das Inkrafttreten ist für 2022 geplant, wobei die Kapitaluntergrenze, mit Übergangsregeln bis 2027 schrittweise eingeführt werden soll. Obwohl die Details der Umsetzung von Basel IV nach EU-Recht noch offen sind, erwarten wir aufgrund unserer konservativen RWA Density nur eine geringe Auswirkung.
Die Einführung von IFRS 9 als neuer Rechnungslegungsstandard für Finanzinstrumente ist eine relevante Entwicklung für die Finanzdienstleistungsbranche. Die Erstanwendung des neuen Standards erfolgt am 1. Jänner 2018 und die BAWAG P.S.K. ist darauf gut vorbereitet. Es wird per 1. Jänner 2018 nahezu keinen negativen Gesamteffekt auf die CET1 Quote (unter Vollanwendung der CRR) geben.
Für 2018 erwarten wir für europäische Finanzinstitute ein sich weiterhin sehr rasch änderndes regulatorisches Umfeld. Der wichtigste Schwerpunkt wird dabei die Fertigstellung der im November 2016 erstmals veröffentlichten umfassenden Reformen der CRR, der CRD IV sowie der BRRD sein. Als weitere Maßnahmen werden die Einführung der Leverage Ratio sowie der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR) als verpflichtend einzuhaltende Anforderungen erwartet.
Wir werden die regulatorischen Entwicklungen weiterhin proaktiv beobachten, sich daraus ergebende Änderungen zeitnah implementieren und in unseren Geschäftsaktivitäten entsprechend berücksichtigen. Auf Basis ihrer starken Kapitalausstattung und ihres profitablen Geschäftsmodells sieht sich die BAWAG P.S.K. für zukünftige Anforderungen gut gerüstet.
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | Veränderung | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 1.083,3 | 1.026,2 | 57,1 | 5,6 |
| Zinsaufwendungen | -299,8 | -297,2 | -2,6 | 0,9 |
| Dividendenerträge | 8,0 | 3,3 | 4,7 | >100 |
| Nettozinsertrag | 791,5 | 732,3 | 59,2 | 8,1 |
| Provisionserträge | 303,6 | 276,3 | 27,3 | 9,9 |
| Provisionsaufwendungen | -86,7 | -83,4 | -3,3 | 4,0 |
| Provisionsüberschuss | 216,9 | 192,9 | 24,0 | 12,4 |
| Operative Kernerträge | 1.008,4 | 925,2 | 83,2 | 9,0 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumentenund sonstige betriebliche Erträge undAufwendungen1) | 129,4 | 55,8 | 73,6 | >100 |
| Operative Erträge | 1.137,8 | 981,0 | 156,8 | 16,0 |
| Operative Aufwendungen1) | -470,4 | -435,7 | -34,7 | 8,0 |
| Regulatorische Aufwendungen | -33,8 | -46,1 | 12,3 | -26,7 |
| Operatives Ergebnis | 633,6 | 499,2 | 134,4 | 26,9 |
| Risikokosten | -125,4 | -42,7 | -82,7 | >100 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 4,1 | 8,0 | -3,9 | -48,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 512,3 | 464,5 | 47,8 | 10,3 |
| Steuern vom Einkommen | -36,2 | -83,8 | 47,6 | -56,8 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 476,1 | 380,7 | 95,4 | 25,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | -0,1 | -0,3 | 0,2 | 66,7 |
| Nettogewinn | 476,0 | 380,4 | 95,6 | 25,1 |
- Gemäß IFRS umfasst die Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 30,6 Mio. EUR für das Jahr 2017. Die Position "Operative Aufwendungen" enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR für das Jahr 2017. Das Management der BAWAG P.S.K. betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg im Jahr 2017 um 47,8 Mio. EUR bzw. 10,3% auf 512,3 Mio. EUR. Die Steigerung ist auf höhere operative Erträge zurückzuführen, wodurch der Anstieg der operativen Aufwendungen und der Risikokosten kompensiert wurde.
Der Provisionsüberschuss stieg im Jahr 2017 im Wesentlichen aufgrund höherer Erträge aus Girokonten und der Übernahme von PayLife um 24,0 Mio. EUR bzw. 12,4% auf 216,9 Mio. EUR.
Der Nettozinsertrag konnte im Jahr 2017 um 59,2 Mio. EUR bzw. 8,1% auf 791,5 Mio. EUR gesteigert werden, bei einer Nettozinsmarge von 2,23%.
Die Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen stieg im Jahr 2017 im Wesentlichen aufgrund höherer Resultate aus Unternehmenszusammenschlüssen um 73,6 Mio. EUR bzw. 131,9% auf 129,4 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen stiegen im Jahr 2017 vor allem durch die Aufwendungen für ein langfristiges Incentivierungsprogramm (LTIP) und höhere Rückstellungen für Restrukturierung um 34,7 Mio. EUR bzw. 8,0% auf 470,4 Mio. EUR.
Die Risikokosten stiegen im Jahr 2017 um insgesamt 82,7 Mio. EUR bzw. 193,7% auf 125,4 Mio. EUR.
Aktiva
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | Veränderung | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 1.180 | 1.020 | 160 | 15,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 7.588 | 6.403 | 1.185 | 18,5 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 4.408 | 3.196 | 1.212 | 37,9 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 2.274 | 2.353 | -79 | -3,4 |
| Handelsbestand | 458 | 652 | -194 | -29,8 |
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 448 | 202 | 246 | >100 |
| Kredite und Forderungen | 35.763 | 30.829 | 4.934 | 16,0 |
| Kunden | 30.804 | 28.504 | 2.300 | 8,1 |
| Schuldtitel | 1.289 | 692 | 597 | 86,3 |
| Kreditinstitute | 3.670 | 1.633 | 2.037 | >100 |
| Sicherungsderivate | 517 | 677 | -160 | -23,6 |
| Sachanlagen | 223 | 56 | 167 | >100 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 221 | 159 | 62 | 39,0 |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 9 | 5 | 4 | 80,0 |
| Steueransprüche für latente Steuern | 89 | 150 | -61 | -40,7 |
| Sonstige Vermögenswerte | 190 | 176 | 14 | 8,0 |
| Summe Aktiva | 45.780 | 39.475 | 6.305 | 16,0 |
Die finanziellen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Jahresende 2016 um 1.185 Mio. EUR bzw. 18,5% und betrugen zum 31. Dezember 2017 7.588 Mio. EUR.
Kredite und Forderungen an Kunden wiesen zum 31. Dezember 2017 einen Anstieg um 2.300 Mio. EUR bzw. 8,1% auf 30.804 Mio. EUR auf, was primär auf die Übernahme der Südwestbank zurückzuführen ist.
Steueransprüche für latente Steuern gingen aufgrund des Verbrauchs aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge um netto 61 Mio. EUR bzw. 40,7% auf 89 Mio. EUR zurück.
Passiva
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | Veränderung | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 42.712 | 36.637 | 6.075 | 16,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 40.965 | 34.726 | 6.239 | 18,0 |
| Zum Zeitwert über die GuV geführt | 726 | 1.115 | -389 | -34,9 |
| Eigene Emissionen | 726 | 1.115 | -389 | -34,9 |
| Handelsbestand | 345 | 617 | -272 | -44,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 39.894 | 32.994 | 6.900 | 20,9 |
| Kunden | 30.947 | 26.030 | 4.917 | 18,9 |
| Eigene Emissionen | 4.938 | 4.900 | 38 | 0,8 |
| Kreditinstitute | 4.009 | 2.064 | 1.945 | 94,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | 300 | -300 | -100 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | 116 | 223 | -107 | -48,0 |
| Sicherungsderivate | 94 | 260 | -166 | -63,8 |
| Rückstellungen | 450 | 404 | 46 | 11,4 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 17 | 17 | 0 | – |
| Steuerschulden für latente Steuern | 31 | 23 | 8 | 34,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.039 | 684 | 355 | 51,9 |
| Gesamtkapital | 3.068 | 2.838 | 230 | 8,1 |
| Eigenkapital, das den Eigentümern desMutterunternehmens zurechenbar ist | 3.067 | 2.836 | 231 | 8,1 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 | 2 | -1 | -50,0 |
| Summe Passiva | 45.780 | 39.475 | 6.305 | 16,0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 um 4.917 Mio. EUR bzw. 18,9% auf 30.947 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Übernahme der Südwestbank zurückzuführen.
Die eigenen Emissionen zu fortgeführten Anschaffungskosten betrugen zum 31.Dezember 2017 4.938 Mio. EUR und blieben damit im Vergleich zu 2016 im Wesentlichen stabil.
Das Gesamtkapital wies zum 31. Dezember 2017 einen Anstieg um 230 Mio. EUR bzw. 8,1% auf 3.068 Mio. EUR auf. Die Veränderung ist hauptsächlich auf den im Jahr 2017 erzielten Nettogewinn zurückzuführen.
KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSAUSSTATTUNG
Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar. Zum 31. Dezember 2017 lagen die Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) bei 12,7% (CET1) bzw. 15,1% (Gesamtkapital).
Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 per 1. Jänner 2018 wird nahezu keine negative Auswirkung auf unsere CET1 Quote haben.
Unsere Refinanzierungsstrategie basiert weiterhin auf unseren stabilen Kundeneinlagen, welche zwei Drittel unserer gesamten Refinanzierung ausmachen. Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen wurde im ersten Quartal 2017 eine fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR begeben. Im März 2017 nahmen wir außerdem am gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäft (GLRG II) der EZB teil, das eine Finanzierung mit vierjähriger Laufzeit zu attraktiven Konditionen bietet.
Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei. Die BAWAG P.S.K. übertrifft die regulatorischen LCR-Anforderungen für 2017 (80%) und 2018 (100%). Im Rahmen des SREP für 2017 und 2018 wurden für die BAWAG P.S.K. keine zusätzlichen LCR-Anforderungen festgelegt.
WESENTLICHE QUARTALSKENNZAHLEN
| in Mio. EUR | Q42017 | Q32017 | Q22017 | Q12017 | Q42016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 198,0 | 197,9 | 198,8 | 196,8 | 179,8 |
| Provisionsüberschuss | 66,1 | 44,8 | 56,3 | 49,8 | 46,9 |
| Operative Kernerträge | 264,1 | 242,7 | 255,1 | 246,6 | 226,6 |
| Operative Erträge | 364,4 | 269,0 | 239,3 | 265,1 | 237,8 |
| Operative Aufwendungen | -157,8 | -99,7 | -108,5 | -104,5 | -124,8 |
| Risikokosten | -81,8 | -17,0 | -15,6 | -11,2 | -17,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 122,0 | 151,9 | 113,0 | 125,4 | 90,9 |
| Steuern vom Einkommen | 46,3 | -35,5 | -18,9 | -28,2 | 3,4 |
| Nettogewinn | 168,3 | 116,3 | 94,1 | 97,2 | 94,1 |
(Werte auf Jahresbasis)
| Return on Equity | 21,1% | 15,2% | 12,6% | 13,5% | 13,5% |
|---|---|---|---|---|---|
| Return on Equity (@12% CET1) | 24,4% | 19,4% | 15,1% | 15,2% | 15,7% |
| Return on Tangible Equity | 22,5% | 16,1% | 13,4% | 14,3% | 14,2% |
| Return on Tangible Equity (@12% CET1) | 26,3% | 20,9% | 16,2% | 16,3% | 16,6% |
| Nettozinsmarge | 2,19% | 2,29% | 2,23% | 2,23% | 2,23% |
| Cost/Income Ratio1) | 43,3% | 37,1% | 45,3% | 39,4% | 52,5% |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,98% | 0,22% | 0,19% | 0,14% | 0,25% |
| Steuerquote | -38,0% | 23,4% | 16,7% | 22,5% | -3,7% |
- Exklusive der im Jahr 2017 bilanziell erfassten Teile des langfristigen Incentivierungsprogramms (LTIP).
Anmerkung: Definitionen und Details zur angewandten Berechnungsmethodik siehe Kapitel "Definitionen" auf den Seiten 200–202.
GESCHÄFTSSEGMENTE
Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftssegmente der BAWAG Group. Weitere Details dazu finden sich im Kapitel "Segmentberichterstattung" im Anhang (Notes).
BAWAG P.S.K. RETAIL
Überblick und Strategie
Das Segment BAWAG P.S.K. betreut 1,7 Millionen Privatkunden und KMUs über ein zentral gesteuertes Filialnetz sowie über unsere Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die von unserem Customer Care Center unterstützt werden. Auf Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken in Österreich über unsere physischen und digitalen Vertriebswege leicht verständliche, faire und transparente Produkte und Beratungsdienstleistungen an. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf den Massenmarkt in Österreich und bieten unseren Kunden gezielt Spar-, Anlageund Versicherungsprodukte zur Erreichung und Absicherung ihrer finanziellen Ziele an.
Im Jahre 2017 haben wir in mehreren Bereichen die Stärken und Fortschritte unseres Retailgeschäfts unter Beweis gestellt. Die Neuausrichtung unseres Vertriebs wurde fortgesetzt und der Jahresüberschuss vor Steuern um 33% auf 225 Mio. EUR gesteigert. Wir konnten bei unseren wichtigsten Produkten wachsen und das Neugeschäftsvolumen im Kernkreditgeschäft um 4% ausweiten. Kunden, die der BAWAG P.S.K. traditionell ihre Spareinlagen anvertrauen, steht nun auch ein marktführender Vertrieb für Kreditgewährungen zur Erreichung ihrer finanziellen Ziele zur Verfügung.
Durch zunehmende Nutzung von Datenanalytik konnten wir Ertragssteigerungen verzeichnen, indem wir unseren Kunden zielgerichtet und zum richtigen Zeitpunkt Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ihren Lebensumständen und ihren finanziellen Bedürfnissen entsprechen. Dieser Ansatz basiert auf der langjährigen Geschäftsbeziehung zur Mehrzahl unserer Kunden in Kombination mit Prognosen der Kaufwahrscheinlichkeiten und triggerbasierten Modellen, die zur Ermittlung der Kundenbedürfnisse eingesetzt werden.
Parallel dazu haben wir die erfolgreiche Neuausrichtung unseres Filialnetzes weiter vorangetrieben, die Kosten weiter reduziert und gleichzeitig die Beratungsexpertise für unsere Kunden durch produktivere und größere Beraterteams sowie eine stärkere Spezialisierung in den Filialen verbessert. Nach der Kündigung der Kooperationsvereinbarung Ende 2017 haben wir mit der Österreichischen Post im Februar 2018 eine einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019 vereinbart und damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer von uns bevorzugten eigenständigen Filialstrategie mit optimierter Kostenbasis und verbessertem Servicemodell gesetzt.
Wir haben weiter in die Verbesserung des digitalen Kundenerlebnisses investiert. Dazu gehören die Weiterentwicklung unserer Omni-Channel-Plattform für die Interaktion mit Kunden sowie die laufende Einführung neuer digitaler Funktionalitäten, darunter eine Sicherheitsfunktion gegen Cyberkriminalität und eine Peer-to-Peer-Zahlungsfunktion, die Direktzahlungen für unsere Kunden einfacher macht.
Geschäftsverlauf 2017
Die Ergebnisse dieses Segments spiegeln unseren Erfolg bei der Fokussierung auf die folgenden Werttreiber wider:
- Wachstum im Kundenkreditgeschäft
- Optimierung und Ausweitung des Produktmix
- Produktivitätssteigerung in der gesamten Organisation
- Verbesserung des Kundenerlebnisses durch Digitalisierung
- Nutzung von Wachstumschancen durch Akquisitionen
Wachstum im Kundenkreditgeschäft
Im Jahr 2017 konnten wir unser Konsumfinanzierungsgeschäft mit einem Neugeschäft in Höhe von 476 Mio. EUR weiter ausbauen. Dies bedeutete eine Erhöhung des Nettobestands um 6% im Jahr 2017 und eine durchschnittliche Wachstumsrate (CAGR) von 8% in den letzten drei Jahren. Unser Marktanteil bei Konsumkrediten erhöhte sich damit 2017 um 0,6 Prozentpunkte und in den letzten drei Jahren um insgesamt 3,3 Prozentpunkte auf 12,1%. Diese Ergebnisse wurden unter Einhaltung disziplinierter Kreditvergabekriterien und trotz eines rückläufigen Marktes erzielt.
Wir unterscheiden uns von unseren Mitbewerbern durch sofortige Kreditentscheidungen in der Filiale, automatisierte Bearbeitungsabläufe sowie durch die Qualität unserer Beratungs- und Vertriebsprozesse. Dank kontinuierlicher Innovationen in den Bereich Datenanalytik können wir unseren Vertriebsmitarbeitern laufend relevante und gezielte Informationen zur Unterstützung des Cross-Selling bei Bestandskunden bereitstellen, sodass wir Risiken besser abschätzen und unseren Kunden gezielte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote machen können. Daraus resultiert im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung des durchschnittlichen Konsumkreditbetrags um mehr als 5%, wobei mehr als 80% der Konsumkredite an Bestandskunden vergeben wurden.
Das Kundeninteresse an Wohnbaufinanzierungen ist anhaltend hoch und wir investieren daher in unser diesbezügliches Produktangebot. Mit einem Anteil von ca. 55% an Wohnungseigentum liegt Österreich im europäischen Vergleich seit Jahrzehnten am unteren Ende der Skala. Dies ist unter anderem durch das nach wie vor bestehende Angebot an leistbaren Sozialwohnungen durch den halböffentlichen und öffentlichen Sektor bedingt. Seit der Finanzkrise beobachten wir jedoch eine deutlich steigende Nachfrage nach Immobilien (im Eigentum), die durch eine Präferenz für reale Vermögenswerte und niedrige Zinsen getragen ist. Dies hat 2017 zu einer regen Nachfrage nach Hypothekarkrediten und einem Marktwachstum von 3% geführt. Wir haben im Jahr 2017 neue Wohnbaukredite in Höhe von 691 Mio. EUR vergeben. Die Übernahme der start:bausparkasse im vierten Quartal 2016 hat unsere Präsenz auf diesem Markt zusätzlich gestärkt. Wir bleiben jedoch bei unserer disziplinierten Preisgestaltung und achten auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen risikoadäquaten Kreditmargen in Relation zum Volumen, um ein verantwortungsvolles und profitables Wachstum zu gewährleisten.
Zum Jahresende 2017 betrugen die Aktiva des Segments BAWAG P.S.K. Retail insgesamt 11,4 Mrd. EUR, und das Neugeschäftsvolumen lag bei 1,4 Mrd. EUR. Der Fokus lag dabei auf dem Wachstum unserer Kernkreditprodukte (Konsumfinanzierungen +6%, Wohnbaukredite (in EUR) +3%). Diesem Wachstum standen ein proaktiver Abbau der Fremdwährungskredite um ca. 0,3 Mrd. EUR (Reduktion um 18%) sowie ein Rückgang der Position Sonstiges um ca. 0,3 Mrd. EUR (Reduktion um 21%) gegenüber.


Optimierung und Erweiterung des Produktmix
Auf der Einlagenseite konnten wir durch weitere Umschichtungen von fest verzinslichen Einlagen zu Girokonten und täglich fälligen Sparkonten die Refinanzierungskosten senken, Beratungskapazitäten im Vertrieb freispielen und unseren Kunden Produkte mit erweiterten Funktionalitäten anbieten. Die durchschnittliche Verzinsung der Retaileinlagen lag zum Jahresende 2017 bei 0,19%. Der Einlagenbestand reduzierte sich um 1,3%. Dies war durch den aktiven Abbau von höherverzinsten fixen Spareinlagen um 1,2 Mrd. EUR bedingt, dem eine Zunahme an Einlagen auf täglich fällige Sparkarten, Girokonten sowie Bauspareinlagen um insgesamt ca. 1,0 Mrd. EUR gegenüberstand.

Wir konnten weiterhin von einer bereits im Jahr 2016 gesetzten Initiative für das Provisionsgeschäft profitieren. Einen Teil trug dazu die Einführung der neuen KontoBoxen (Girokonten) bei, die von unseren Kunden sehr gut angenommen wurden. Über 64% unserer neuen Girokontokunden haben sich im Jahr 2017 für unsere Premium-Modelle entschieden. Darüber hinaus erfolgte die Einführung unseres neuen Versicherungsprodukts "KONZEPT:SCHUTZ", das unseren Kunden eine Absicherung ihres Einkommens bietet, indem es sie gegen Risiken wie Invalidität, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder schwere Erkrankungen versichert. Diese Produkte bieten einen höheren Servicelevel und fördern die Kundenbindung.
Unsere vor kurzem angekündigte Partnerschaft mit Spotcap, die Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) einen volldigitalen und hoch automatisierten Zugang zu taggleichen Finanzierungen ermöglicht, ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement bei Innovationen in Bezug auf digitale Kanäle und erstklassige Produkte. Durch unser Spotcap-Angebot bringen wir ein neues Produkt für KMUs auf den österreichischen Markt, adressieren einen bisher noch nicht gedeckten Bedarf und erweitern gleichzeitig unser digitales und analytisches "Ökosystem".
Partnerschaften sind für uns ein Weg, durch Zusammenarbeit mit jungen, dynamischen Unternehmen und durch Einsatz neuer Technologien unsere Produktpalette zu erweitern und die Kundenzufriedenheit weiter zu verbessern. Bei der Entwicklung unserer Produktlinien sichern wir uns
Partner höchster Qualität, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.
Produktivitätssteigerung in der gesamten Organisation
Bereits in der ersten Phase der Anfang 2016 gestarteten Neuausrichtung unseres Vertriebsnetzes haben wir eine differenzierte Filialstruktur geschaffen, um unsere Beratungsleistungen an Kernstandorten mit der höchsten Kundenfrequenz zu bündeln und gleichzeitig die Servicereichweite über ein Netz von Selbstbedienungsgeräten und Transaktionspunkten aufrechtzuerhalten. Diese Filialdifferenzierung führt zu höherer Kosteneffizienz durch besseres Ressourcenmanagement und höhere Verkaufsproduktivität. Gleichzeitig wurde unseren Kundenberatern mehr lokale Verantwortung übertragen und in deren Aus- und Weiterbildung investiert. All diese Maßnahmen führten im Vergleich zu 2016 zu einer Verbesserung der Cost/Income Ratio des Segments BAWAG P.S.K. Retail um 6,6 Prozentpunkte auf 48,6%.
Im Jahr 2017 gab es weiterhin eine signifikante Verschiebung der Transaktionen vom Schalter (Rückgang um 15% gegenüber 2016) zu Online- und Selbstbedienungsgeräten, da unsere Kunden erwarten, einfache Transaktionen jederzeit und überall per Knopfdruck durchführen zu können. Zum Jahresende 2017 betrug der Anteil der Schaltertransaktionen nur 14%, während 86% der Transaktionen über eBanking, mobile Endgeräte und Selbstbedienungsgeräte erfolgten. Seit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit der Österreichischen Post im Jahr 2010 sind die Schaltertransaktionen um über 60% zurückgegangen. Die Notwendigkeit der physischen Nähe zum Kunden durch eine teure Filialabdeckung verliert zunehmend an Bedeutung, da die Kunden primär mittels mobiler oder anderer Onlinelösungen über ihre Konten disponieren, was sich in einem Anstieg der elektronischen und mobilen Nutzung um 8% zeigt.
Wir haben daher im Sinne der Neuausrichtung unseres Filialnetzes und unserer Vertriebsstrategie mit der Österreichischen Post im Februar 2018 – rückwirkend ab 1. Jänner 2018 – eine einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation vereinbart, wobei diese Entflechtung im Wesentlichen bis Ende 2019 angestrebt wird – zwölf Monate früher als erwartet. Diese Vereinbarung ermöglicht uns die weitere Anpassung unseres Filialnetzes an die Bedürfnisse unserer Kunden. Sie führt zu einer Redimensionierung unserer Filialinfrastruktur und wird das Kundenerlebnis deutlich verbessern, indem in den verbliebenen Standorten ein höherer Fokus auf Beratung gelegt
wird. Dies wiederum verbessert die Kundenzufriedenheit, generiert Neugeschäft und führt zu höherer Kundenbindung und höheren Erträgen pro Kunde. Zudem sieht die Vereinbarung eine Anpassung der Preisgestaltung für durch die Österreichische Post erbrachte Services an marktübliche Konditionen und eine leistungsabhängige Vergütung für Transaktionsdienstleistungen und Beratertätigkeit vor. Weiters können wir sofort unproduktive Ausgaben eliminieren und mehr als 200 Filialen schließen, in denen derzeit keine Beratungsleistungen angeboten werden bzw. keinerlei Neugeschäft generiert wird. Der gesamte Prozess zur Optimierung unseres Filialnetzes hat bereits im Jahr 2016 begonnen, und bis Jahresende 2018 gehen wir von einem Stand von 150 Filialen aus, in denen alle kundenserviceorientierten Aktivitäten zusammengezogen wurden. Nach Abschluss dieses Prozesses werden wir mit ungefähr 100 Standorten über das aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sowie aus Sicht der Kundenbetreuung und Marktabdeckung optimale Filialnetz verfügen.
Verbesserung des Kundenerlebnisses durch Digitalisierung
Im Zuge der Neuausrichtung unseres Filialnetzes arbeiten wir parallel daran, das Kundenerlebnis über Online- und Mobile-Schienen mit Services zu verbessern, die einen führenden Zugang zu Finanzprodukten und Informationen bieten. Unser Ziel ist es, dass unsere Plattform als "Drehscheibe des Finanzlebens" für unsere Kunden fungiert, indem wir verschiedene Optionen für erstklassige Beratungsdienstleistungen anbieten, die sich nahtlos in ein intuitives und sicheres digitales "Ökosystem" einfügen. Dadurch werden die Kunden mit Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten versorgt und bei der Durchführung ihrer alltäglichen Finanztransaktionen bestmöglich unterstützt.
Als einer der Marktführer im digitalen Bereich können wir unser gesamtes Produktangebot im Retailbereich innerhalb weniger Minuten online auf jedem Endgerät bereitstellen. Wir haben als Erste neueste Technologien wie etwa die Videolegitimierung (d.h. Kundenidentifikation über Videochat) oder die digitale Signatur implementiert, um zukünftigen Kunden den "Einstieg" bei uns so einfach wie möglich zu machen. Außerdem haben wir eine Big-Data-Infrastruktur aufgesetzt, die aus einem analytischen "Data Lake" auf einer Hadoop-Infrastruktur besteht, die uns verbesserte Möglichkeiten zur Datenverwaltung ohne Kapazitätsengpässe bietet, um die Zielgruppenansprache und Personalisierung unserer Angebote zu optimieren. Letztendlich sollen dadurch bestehende und neue Kunden
gleichermaßen jene Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt bekommen, die sie benötigen und wertschätzen, und zwar zum richtigen Zeitpunkt und über jenen Kanal, den sie bevorzugen.
Wir arbeiten auch kontinuierlich an der Optimierung des täglichen Kundenerlebnisses durch die Integration von Vertriebs- und Produktfunktionalitäten in die Online- "Customer Journey". Eine lückenlose Sicherheitsarchitektur ist für Bankkunden weltweit zu einem immer wichtigeren Faktor und einer wesentlichen Voraussetzung für die Nutzung mobiler Services geworden. Zusätzlich zum secTAN-Verfahren, dem durch ein Höchstmaß an Sicherheit gekennzeichneten Zeichnungsverfahren für Transaktionen, haben wir als neues Service den "Geldwächter" eingeführt, der unsere Kunden vor Verlusten in Zusammenhang mit digitalen Betrugsaktivitäten schützt und damit das Online-Engagement und Vertrauen fördert. Ein weiteres Beispiel ist die im Dezember 2016 für unsere mobile Banking-App eingeführte Login-Möglichkeit mittels Touch-ID (Fingerabdruck), die von unseren Kunden sehr gut angenommen wurde. 2017 verzeichneten wir 4 Mio. Logins, davon 1,3 Mio. allein im vierten Quartal 2017. Insgesamt führten diese Maßnahmen zu 100 Mio. eBanking-Logins (+15% im Vergleich zu 2016), wobei 68% von mobilen Endgeräten stammten (+8 Prozentpunkte gegenüber Dezember 2016).
Während wir an der Entwicklung des Retail-Vertriebs der Zukunft arbeiten, konzentrieren wir uns darauf, eine wertschöpfende On- und Offline-Plattform mit einem erweiterten "Ökosystem" (über die API-Schnittstelle, unser offenes Application Programming Interface) für Kooperationspartner bereit zu stellen, um das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten und unsere Time-to-Market wesentlich zu verkürzen. So ermöglicht uns die jüngste Partnerschaft mit finAPI, einem sicheren Anbieter von Kundenkontoinformationen, die Finanzberatung für Kunden durch Kontenaggregation, Ausgabenkategorisierung und individuelle Vorschläge für das persönliche Finanzmanagement weiter zu verbessern und gleichzeitig die Digitalisierung von Underwriting-Prozessen zu unterstützen. Unsere Partnerschaft mit Spotcap ist ein weiteres Beispiel für unser Bestreben, marktführende Produkte anzubieten – sei es durch Eigenentwicklungen oder durch strategische Partnerschaften – wobei wir uns auf skalierbare und transformative Technologien konzentrieren. Den Anforderungen unserer Kunden entsprechend, streben wir weiterhin nach einer ganzheitlichen "Customer Journey", die einen nahtlosen Wechsel zwischen den verschiedenen Vertriebs- und Servicekanälen ermöglicht, aber auch umfassende Möglichkeiten zur Personalisierung bietet, einschließlich individueller Angebote und Finanzberatung auf Basis unserer Big-Data-Infrastruktur.
Nutzung von Wachstumschancen durch Akquisitionen
Wir evaluieren laufend verschiedene Möglichkeiten zum Wachstum durch Akquisitionen. Im Jahr 2017 konzentrierten wir uns auf die Integration der start:bausparkasse und der IMMO-BANK. Der Fokus bei anorganischen Wachstumschancen liegt auf heimischen Plattformen und/oder Portfolios, die aus geschäftspolitischer Sicht einen Mehrwert bieten, auf Kernprodukte und -dienstleistungen fokussiert sind, Zugang zu neuen Kundengruppen eröffnen und in unsere technologische Infrastruktur integriert werden können.
Ausblick
In den nächsten Quartalen werden wir weiter an der Umsetzung unserer langfristigen Strategie und der Neuausrichtung unseres Geschäfts arbeiten. Wir haben viele Möglichkeiten, zu wachsen und unseren Kunden Kredite, Anlage- und Sparprodukte anzubieten sowie sie bei der Absicherung ihrer Finanzen zu unterstützen. Die Beschleunigung unseres Wachstumskurses wird auf dreifacher Grundlage erfolgen:
Datenanalytik: Wir haben eine neue Kundensegmentierung entwickelt, die auf Erkenntnissen zum Kundenverhalten beruht und diese mit dem Ertragspotenzial der Kunden verbindet, wodurch wir aktive Kunden gezielter ansprechen und Produkte zur richtigen Zeit und am richtigen Ort anbieten können. Außerdem investieren wir weiter im Bereich Datenanalytik und Big Data, um so unsere Prognosemodelle anzupassen und zu erweitern.
- Kundenerlebnis: In einer Zeit hohen Wettbewerbs und neuer Möglichkeiten ist das Kundenerlebnis der entscheidende Faktor. Die gesamte Kundenbeziehung, die vom Vertrauen, das in der Filiale aufgebaut wird, über die Benutzerfreundlichkeit digitaler Services bis zum Erkennen individueller Kundenbedürfnisse reicht, ist tagtäglich für eine aus Kundensicht zufriedenstellende "Customer Journey" auschlaggebend. Dies wird für uns ein wesentliches Differenzierungsmerkmal sein.
- Neugestaltung der Plattform: Durch die Trennung von der Österreichischen Post und durch unsere neue eBanking- und Mobile-Plattform haben wir die Chance, ein vollständig kundenorientiertes Netzwerk zu schaffen. Durch diese Investitionen in unser Filialnetz, unsere Mitarbeiter und Systeme werden wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen und können dadurch reibungslose Prozesse und Effizienz im Filialnetz entlang der Wertschöpfungskette sicherstellen. Weiters bemühen wir uns aktiv um Partnerschaften, um so – abgestimmt auf unser Vertriebsnetz – neue Kunden zu gewinnen. Wir gehen davon aus, dass dies die Produktivität in der gesamten Organisation weiter steigern wird, da wir unser Filialnetz entsprechend dimensionieren und die Beziehung zu unseren Kunden durch Analytik sowie die Bereitstellung einer digitalen Drehscheibe für ihr Finanzleben weiter ausbauen werden. Unser mittelfristiges Ziel ist es, durch die verschiedenen bereits initiierten produktivitätssteigernden Maßnahmen eine Cost/Income Ratio von unter 42% zu erreichen.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 398,3 | 352,3 | 13,1 | 100,2 | 93,7 | 6,9 |
| Provisionsüberschuss | 158,1 | 141,1 | 12,0 | 40,8 | 34,8 | 17,2 |
| Operative Kernerträge | 556,4 | 493,4 | 12,8 | 141,0 | 128,5 | 9,7 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,8 | 0,8 | – | -2,3 | 0,0 | -100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 3,9 | 1,5 | >100 | 2,2 | 0,5 | >100 |
| Operative Erträge | 561,1 | 495,7 | 13,2 | 140,9 | 129,0 | 9,2 |
| Operative Aufwendungen | -272,6 | -273,5 | -0,3 | -72,2 | -71,7 | 0,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -14,9 | -12,3 | 21,1 | -0,6 | 0,0 | 100 |
| Risikokosten | -49,0 | -40,8 | 20,1 | -18,3 | -14,2 | 28,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 224,6 | 169,1 | 32,8 | 49,8 | 43,1 | 15,5 |
| 2017 | 2016 | Vdg. | Q4 | Q4 | Vdg. | |
| Kennzahlen | (%Pkt.) | 2017 | 2016 | (%Pkt.) | ||
| Return on Tangible Equity (vor Steuern)Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) | 26,5%29,8% | 21,1%22,6% | 5,47,2 | 22,3%27,5% | 21,1%24,7% | 1,22,8 |
| Nettozinsmarge | 3,44% | 3,72% | -0,28 | 3,51% | 3,71% | -0,20 |
| Cost/Income Ratio | 48,6% | 55,2% | -6,6 | 51,2% | 55,6% | -4,4 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,43% | 0,39% | 0,04 | 0,64% | 0,54% | 0,10 |
| NPL Ratio | 2,3% | 2,0% | 0,3 | 2,3% | 2,0% | 0,3 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | |||
| Aktiva | 11.351 | 11.659 | -2,6 |
Die operativen Erträge stiegen um 13,2% auf 561,1 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf den vollen Jahreseffekt der 2016 getätigten Akquisitionen, höhere Volumina bei Konsum- und Wohnbaukrediten sowie Optimierungsmaßnahmen auf der Passivseite zurückzuführen. Der Provisionsüberschuss konnte durch höhere Kontoführungsgebühren für die neuen "Kontobox"-Girokonten, höhere Erträge bei Wertpapierprodukten und niedrigeren Provisionsaufwand gesteigert werden.
Kundeneinlagen und eigene Emissionen 20.682 21.049 -1,7
Die operativen Aufwendungen blieben trotz der Integration der start:bausparkasse und der IMMO-BANK mit 272,6 Mio. EUR stabil.
Die regulatorischen Aufwendungen umfassen die Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und stiegen aufgrund der Integration der start:bausparkasse und der IMMO-BANK und der daraus resultierenden höheren Spareinlagen.
Die Risikokosten betrugen 49,0 Mio. EUR, was einer Risikokostenquote von 43 Basispunkten und einem Anstieg um 4 Basispunkte gegenüber 2016 aufgrund eines höheren Anteils der Konsumkredite am Gesamtvolumen entspricht.
Das Segment trug 224,6 Mio. EUR zum Jahresüberschuss vor Steuern bei und erzielte einen Return on Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 29,8%.
Die Aktiva verringerten sich um 0,3 Mrd. EUR bzw. 2,6%, da der Abbau unserer Nicht-Kernprodukte (CHF-Kredite, Immobilienleasing) etwas stärker ausfiel als das Wachstum unserer Hauptprodukte (Konsumfinanzierungen und Wohnbaukredite in EUR).
Die Passiva verringerten sich durch den Rückgang der fix verzinslichen Einlagen ("Kapitalsparbücher") um 0,4 Mrd. EUR bzw. 1,7%.
EASYGROUP
Überblick und Strategie
Mit ca. einer Million Kunden und 1,4 Millionen Kundenkonten ist easygroup Österreichs erste und größte Direktbankgruppe mit dem Leistungsangebot einer Vollbank – von Girokonten und Sparprodukten über Kreditkarten bis zu Konsum- und Wohnbaukrediten sowie KFZ-Leasing und Anlageprodukten.
Im Gegensatz zu traditionellen Banken mit physischem Vertriebsnetz arbeitet die easygroup mit einer schlanken Struktur und vertreibt ihre Produkte auf digitalem Weg sowie über die Distributionsnetze ihrer Partner. Wir sind Innovationsführer und können uns rasch an neue Markt-, Technologie- und Kundentrends anpassen. Wir verfolgen laufend die Entwicklung neuer Technologien im Bankbereich und integrieren die besten Funktionalitäten in unsere Produktangebote. Unser Ziel ist es, unseren Kunden benutzerfreundliche und innovative Finanzdienstleistungen aus einer Hand anzubieten.
Mit zunehmendem technologischem Fortschritt können Kunden heute schneller als je zuvor auf Finanzdienstleistungen zugreifen. Die easygroup verfügt über eine flexible Struktur, mit der sie rasch auf neue Entwicklungen reagieren kann, sowie über ein langjähriges Know-how im Bankgeschäft, auf dessen Basis wir notwendige Anpassungen sicher und zuverlässig umsetzen können. Durch laufende Investitionen in Technologie und unseren Fokus auf die Kundenbetreuung bieten wir unseren Kunden seit über 20 Jahren eine erstklassige Direktbank-Erfahrung. Belegt wird dies durch die Tatsache, dass wir in den letzten sieben Jahren den höchsten Net Promoter Score aller Banken und Finanzinstitutionen in Österreich verzeichnen konnten und laufend diverse Branchenauszeichnungen erhalten, durch die die easybank, ein Mitglied der easygroup, als die führende Direktbank Österreichs ausgezeichnet wird.
Da wir über keine traditionellen Filialen verfügen, haben wir wesentliche komparative Kostenvorteile in der Kundenbetreuung. Dies ermöglichst uns im Vergleich zu herkömmlichen Banken eine wettbewerbsfähigere Preisgestaltung. Kosteneffizienz ist Teil unserer DNA, und easygroup ist kontinuierlich bestrebt, eine noch bessere Kundenbetreuung sicherzustellen. Indem wir effizienter werden, können wir mehr in Kundenbetreuung und Kundenzufriedenheit
investieren, während wir gleichzeitig eines der preisgünstigsten Finanzinstitute Österreichs bleiben.
Die easygroup erreicht ihre Kunden über verschiedene Vertriebsschienen, die vom Direktbanking bis zu KFZ-Händlern und Brokern bis zu starken Partnerschaften mit führenden österreichischen Unternehmen reichen. Die easygroup umfasst
- die easybank als eine der führenden Direktbanken in Österreich;
- den drittgrößten KFZ-Leasing-Anbieter in Österreich, easyleasing;
- einen führenden Herausgeber von Kreditkarten in Österreich, easypay; und
- unser internationales Retailgeschäft, das qualitativ hochwertige Wohnbaukredite in Westeuropa umfasst.
Die easygroup stellt einen Eckpfeiler der gesamten Wachstumsstrategie der BAWAG Group dar und setzt weiterhin auf Wachstum über digitale Vertriebskanäle. Unser Ziel ist es, unsere Position als führende Direktbank Österreichs zu festigen und mit unserem Erfolgsmodell gleichzeitig in größere westeuropäische Märkte zu expandieren.
Geschäftsverlauf 2017
Das Segment verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 eine Erhöhung der Kundenbasis auf ca. eine Million Kunden mit über 1,4 Millionen Kundenkonten. Die Kundeneinlagen blieben gegenüber 2016 stabil. Der Jahresüberschuss vor Steuern erreichte mit 126 Mio. EUR ein Rekordniveau, was einer Steigerung um 46% entspricht und auf ein starkes organisches Wachstum in Verbindung mit Akquisitionen zurückzuführen ist.
Diese starken Ergebnisse beruhen auf vier Kernelementen:
- Festigung der Position der easybank als führende Direktbank Österreichs
- Ausbau bestehender Kundenbeziehungen zur Steigerung des Produktabsatzes
- Nutzung unserer Finanzkraft für offensives Wachstum durch Akquisitionen und strategische Partnerschaften
- Internationale Expansion in westeuropäische Märkte
Festigung der Position der easybank als führende Direktbank Österreichs
Den Kern der easygroup bildet die easybank – Österreichs führende digitale Bank. Im Jahr 1997 als Telefon- und Onlinebank ohne Filialen gegründet, war die easybank stets innovativ und ihrer Zeit voraus. In den letzten Jahren haben wir uns mit einem umfassenden Angebot an einfachen Produkten und Dienstleistungen, ergänzt durch ein erstklassiges Kundenservice, fest am österreichischen Bankenmarkt etabliert. Innovation, Digitalisierung und schnelle Markteinführungen sind Kernelemente der easybank-Kultur. Mit mehr als 900.000 Kunden verzeichnet die easybank weiterhin ein Kundenwachstum, das zu einem großen Teil auf Empfehlungen bestehender, loyaler, treuer und zufriedener Kunden beruht. Im Jahr 2017 haben wir unsere Kundenzahl um mehr als 150% gesteigert, was vor allem auf die Akquisition von PayLife zurückzuführen ist. Aber auch ohne diese Akquisition verzeichneten wir ein solides, organisches Kundenwachstum. Im Gegensatz zu vielen anderen Direktbanken und Fintechs, die auf den Bankenmarkt drängen, stellen wir fest, dass die Mehrzahl der easybank-Kunden langfristig bei uns bleibt. Fast 50% unserer Kunden nutzen die easybank als ihre Hauptbank, und 17% haben außer der easybank keine andere Bankverbindung (im Vergleich zu 8% bzw. 5% bei unserem wichtigsten Direktbank-Mitbewerber).
Diese Loyalität unserer Kunden verdanken wir unserem Bemühen, ihnen ein herausragendes Kundenerlebnis zu bieten. Wir ruhen uns nicht auf unseren Erfolgen aus, sondern arbeiten stetig daran, die Betreuung unserer Kunden weiter zu verbessern und ihre Bedürfnisse möglichst frühzeitig zu erkennen. Dieser Ansatz hat uns im Laufe der Jahre diverse Anerkennungen verschafft. 2017 erhielt die easybank mehrere Auszeichnungen, die unser Engagement für eine hohe Kundenzufriedenheit widerspiegeln: So wurden wir vom Finanz-Marketing Verband Österreich zum siebten Mal in Folge als führende Direktbank ausgezeichnet. Außerdem hat uns DerBörsianer den Preis als "Beste Direktbank in Österreich 2017" verliehen; auch in einem Test der Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) erreichten wir unter den Direktbanken den ersten Platz.
Ausbau bestehender Kundenbeziehungen zur Steigerung des Produktabsatzes
Das wertvollste Asset der easygroup ist unsere treue und kontinuierlich wachsende Kundenbasis. Mit ihren Geschäftseinheiten und über verschiedene Partnerschaften agiert die easygroup in einem über drei Millionen Menschen umfassenden Kunden-"Ökosystem". Wie bei den meisten Direktbanken lag unser Schwerpunkt in der Vergangenheit auf der Schaffung einer auf Einlagen fokussierten Bank, die den Kunden kostengünstige Banklösungen mit exzellentem Kundenservice bietet. Dank der in den letzten Jahren getätigten Investitionen konnte die easygroup ihren Kunden nach und nach eine vollständige Palette an Retail-Produkten in einfacher und bequemer Weise anbieten. Heute wollen wir nicht nur unsere Kundenbasis vergrößern und ein einziges Produkt anbieten, sondern allen unseren Kunden die besten Finanzprodukte anbieten, die ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechen.
Eine der größten Chancen für Cross-Selling sehen wir bei Konsumfinanzierungen. Im Jahr 2017 waren wir durch die Verbesserung und Vereinfachung des Kundenerlebnisses beim Kreditantrag sowie durch Analysen auf Basis von Kundendaten in der Lage, verstärkt auf jene Kunden abzuzielen, bei denen die Abschlusswahrscheinlichkeit für eine Konsumfinanzierung am höchsten war. Damit verzeichneten wir 2017 eine Steigerung des Neugeschäftsvolumens im Jahresvergleich um 32%. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2017 erhöhte sich das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 82%. Durch zielgerichtete Kampagnen wurden jene Bestandskunden identifiziert, für die aufgrund ihres Kundenprofils und ihrer aktuellen Bedürfnisse ein Konsumkredit geeignet wäre. Dies hat 2017 bei Konsumfinanzierungen zu einer Erhöhung des Nettobestandes um 15% geführt. Dieses Wachstum geht zwar von einer niedrigen Basis aus, der Trend und die Wachstumsraten bestätigen jedoch die Offline-zu-Online-Migration im Kundenverhalten, was in der gesamten BAWAG Group festzustellen ist. Insgesamt sind wir damit gut aufgestellt, um vom geänderten Kundenverhalten und der zukünftigen Entwicklung der Bankenlandschaft zu profitieren.
Neben unserem erfolgreichen Konsumkreditgeschäft haben wir im vierten Quartal 2017 eine neue Gold-Kreditkarte eingeführt. Durch die Analyse der vorhandenen Kundendaten und genaue Beobachtung des Kundenverhaltens an verschiedenen Interaktionspunkten haben wir die Gold-Karte so gestaltet, dass sie speziell auf die täglichen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten ist. Auf Datenanalytik basierende zielgerichtete Kampagnen führten zu einer Upselling-Rate von über 6%, während der Branchendurchschnitt im niedrigen einstelligen Bereich liegt.

Nutzung unserer Finanzkraft für offensives Wachstum durch Akquisitionen und strategische Partnerschaften
Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzinstituten einschließlich Fintechs konzentrieren wir uns gleich am Beginn darauf, eine profitable Beziehung zu unseren Kunden aufzubauen. Unser Ziel ist ein ertragreiches Wachstum, und zwar auf Basis einer strikten Preispolitik und durch Schaffung von Produkten, die für unsere Kunden sinnvoll sind. Durch diese Rentabilität verfügen wir über genügend Kapital, um größere organische und anorganische Wachstumsprojekte zu finanzieren. Wir verfügen über ein engagiertes Expertenteam, das Wachstumschancen identifiziert, analysiert, überprüft und sicherstellt, dass wir nur in wertsteigernde Transaktionen investieren.
In den letzten Jahren haben wir bewiesen, nicht nur organisch wachsen zu können, sondern auch Akquisitionen zu tätigen, die einen hohen Ergebnisbeitrag liefern. Für uns sind diese Akquisitionen nicht mit dem Abschluss der jeweiligen Transaktion beendet, sondern wir stellen sicher, dass diese Transaktionen effektiv in unser Kerngeschäft integriert werden und erhebliche Synergieeffekte innerhalb der BAWAG Group entfalten:
- 2015 haben wir die Übernahme der Volksbank Leasing abgeschlossen, die mittlerweile einen integralen Bestandteil des Geschäfts von easyleasing darstellt.
- Im Oktober 2017 haben wir PayLife, einen der führenden Herausgeber von Kreditkarten in Österreich, übernommen. Die Transaktion wird nicht nur eine starke
Ergebnissteigerung mit sich bringen, sondern hat bereits innerhalb der BAWAG Group durch Skaleneffekte in der Zahlungsverkehrsabwicklung zu Einsparungen von über 5 Mio. EUR geführt. Außerdem hat die easygroup durch die Transaktion fast 600.000 potentielle Neukunden für das Bankgeschäft erhalten.
Abgesehen vom Einsatz unseres Kapitals für transformative und strategische Akquisitionen wurden im Jahr 2017 zahlreiche wichtige Investitionen getätigt, die sowohl kurz- als auch mittelfristig positive Effekte erzielen werden. Eine dieser Investitionen betraf eine strukturelle Änderung und die Verlagerung des Fokus auf Datenanalytik. 2017 wurde ein neues Team ausschließlich damit betraut, ein ganzheitliches Verständnis für unsere Kunden und ihre finanziellen Bedürfnisse zu entwickeln. Durch den Einsatz verbesserter Datenanalytik konnten wir unsere Marketingkampagnen zielgerichteter gestalten und damit vermehrt Neukunden gewinnen. Die 2017 getätigten Investitionen führten zu einer unmittelbaren Ergebnissteigerung auf allen Ebenen, aber der größte Effekt wird sich erst in den kommenden Jahren materialisieren, da wir nun die Grundlage für wirksamere Kundenakquisition, zielgerichtete Kampagnen und die Vertiefung unserer Kundenbeziehungen geschaffen haben. Wir gehen daher von einer Vergrößerung des "Share of Wallet" je Kunde aus.
Internationale Expansion in westeuropäische Märkte
2017 war das erste volle Geschäftsjahr, in dem sich die positive Wirkung der Übernahme von zwei Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa zeigte. Die Portfolios entwickelten sich im Rahmen unserer Erwartungen und reifen planmäßig weiter ab. Die Assets betrugen zum Jahresende 2017 2,6 Mrd. EUR, ein Rückgang von 21% gegenüber dem Vorjahr. Wir prüfen weiterhin Portfoliokäufe in Westeuropa und sind der Ansicht, dass diese hochwertigen Wohnbaukredite bessere risikoadäquate Erträge bringen als Investitionen in Wertpapierportfolios. Darüber hinaus liefern uns diese Portfolios wichtige Daten zum Kundenverhalten, die sich als äußert wertvoll erweisen könnten, falls wir in diesen entwickelten Märkten einen Markteintritt beabsichtigen sollten.
Im Hinblick auf das weitere Abreifen dieser Portfolios planen wir, diese Assets durch unsere organische Expansion nach Deutschland sowie durch strategische Partnerschaften und ergänzende Akquisitionen zu ersetzen. 2017 haben wir umfassende Investitionen in die Entwicklung einer Online-Plattform für die Direktvergabe von Krediten in
Deutschland mit dem Namen Qlick getätigt. Der wesentliche Mehrwert der Qlick-Investitionen liegt vor allem in der Schaffung einer Technologieplattform, die durch keine veraltete Infrastruktur belastet ist, wie sie heute in der Bankenbranche nach wie vor zu finden ist. Bei der Entwicklung dieser Technologie haben wir uns Zeit genommen, um sicherzustellen, dass diese Lösung auch für andere strategische Initiativen der BAWAG Group in Deutschland, insbesondere für die Südwestbank, geeignet ist, aber auch den Vorteil einer effizienteren und leichteren Integration bei zukünftigen Akquisitionen und Partnerschaften bietet.
Ausblick
Die easygroup wird auch im Jahr 2018 infolge der umfangreichen 2017 getätigten Investitionen organisch wachsen, aber gleichzeitig Möglichkeiten für wertsteigernde ergänzende Akquisitionen verfolgen.
Unsere neue Website, deren Go-live für die erste Jahreshälfte 2018 geplant ist, wird hinsichtlich Technologie und Funktionalität einen wesentlichen Schritt nach vorne darstellen. Nach Freischaltung können unsere Kunden alle von uns angebotenen Produkte jederzeit und von jedem Ort aus rasch und bequem abschließen. Für uns als Direktbankgruppe ist die Website sozusagen unser "Gesicht" zum Kunden. Eine der wichtigsten Investitionen, die wir neben der kompletten Neugestaltung von Design und Inhalt getätigt haben, besteht darin, das Kundenerlebnis nachvollziehbar zu machen und rasch Änderungen zur Optimierung der Benutzerfreundlichkeit vorzunehmen.
Im Laufe des Jahres 2018 werden wir die ersten Erfolge unserer Anstrengungen und Investitionen, die wir in unsere Online-Kreditplattform Qlick in Deutschland getätigt haben, einfahren können. Der Eintritt in den deutschen Online-Konsumkreditmarkt, der auf ein Volumen von ca. 10 Mrd. EUR geschätzt wird und jährlich um 25% wächst, ist für uns ein spannendes Unterfangen. Unser mittelfristiges Ziel ist es, einen Marktanteil von 2% zu erreichen.
Darüber hinaus werden wir einen großen Schwerpunkt auf die operative Integration von PayLife, insbesondere die Nutzung des hochkarätigen Kreditkartenteams und die Erzielung zusätzlicher Synergien innerhalb der BAWAG Group, setzen. Die Übernahme von PayLife wird einen unmittelbaren Beitrag zu unserem Geschäftsergebnis leisten und wir werden – mit der Erwartung auf weiteres, nachhaltiges Wachstum in den Folgejahren –bereits im Jahr 2018 unser mittelfristiges Ziel eines Ergebnisses vor Steuern von 12 Mio. EUR übertreffen.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 150,4 | 115,8 | 29,9 | 34,6 | 26,0 | 33,1 |
| Provisionsüberschuss | 21,0 | 10,1 | >100 | 12,7 | 3,2 | >100 |
| Operative Kernerträge | 171,4 | 125,9 | 36,1 | 47,3 | 29,2 | 62,0 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,0 | 0,0 | – | 2,3 | 0,0 | 100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,3 | -1,4 | – | 1,4 | -1,3 | – |
| Operative Erträge | 171,7 | 124,5 | 37,9 | 51,0 | 27,9 | 82,8 |
| Operative Aufwendungen | -40,8 | -30,6 | 33,3 | -17,1 | -7,3 | >100 |
| Regulatorische Aufwendungen | -2,7 | -2,4 | 12,5 | -0,3 | 0,1 | – |
| Risikokosten | -2,0 | -4,8 | -58,3 | -3,8 | -3,0 | 26,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 126,2 | 86,7 | 45,6 | 29,8 | 17,7 | 68,4 |
| Kennzahlen | 2017 | 2016 | Vdg.(%Pkt.) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%Pkt.) |
| Return on Tangible Equity (vor Steuern) | 28,6% | 20,6% | 8,0 | 27,7% | 15,5% | 12,2 |
| Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) | 32,2% | 22,2% | 10,0 | 34,2% | 18,2% | 16,0 |
| Nettozinsmarge | 3,61% | 3,46% | 0,15 | 3,34% | 2,98% | 0,36 |
| Cost/Income Ratio | 23,8% | 24,6% | -0,8 | 33,5% | 26,2% | 7,3 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,05% | 0,12% | -0,07 | 0,37% | 0,32% | 0,05 |
| NPL Ratio | 1,9% | 2,0% | -0,1 | 1,9% | 2,0% | -0,1 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | |||
| Aktiva | 4.173 | 4.458 | -6,4 | |||
| Risikogewichtete Aktiva | 3.381 | 4.249 | -20,4 | |||
| Kundeneinlagen und eigene Emissionen | 4.253 | 4.478 | -5,0 |
Die operativen Erträge stiegen um 37,9% auf 171,7 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Akquisition eines Portfolios von Hypothekarkrediten in Frankreich im Dezember 2016 sowie die Reduktion des Zinsaufwands zurückzuführen. Die höheren Provisionserträge stammen aus der Integration des Card Issuing Business von PayLife Anfang des vierten Quartals 2017.
Die operativen Aufwendungen stiegen aufgrund der erfolgten Akquisitionen um 33,3% auf 40,8 Mio. EUR.
Die Risikokosten betrugen 2,0 Mio. EUR, was einer Risikokostenquote von 5 Basispunkten entspricht.
Das Segment erzielte einen Jahresüberschuss vor Steuern von 126,2 Mio. EUR und einen Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 32,2%.
Die Aktiva sanken um 0,3 Mrd. EUR, was auf die Tilgungen im internationalen Hypothekarkreditportfolio in Höhe von 0,7 Mrd. EUR zurückzuführen ist. Dieser Rückgang konnte durch das Volumenswachstum im Leasing- und Kreditgeschäft (0,1 Mrd. EUR) sowie durch die PayLife-Akquisition (EUR 0,3 Mrd. EUR) nur teilweise kompensiert werden.
Die Kundeneinlagen blieben trotz geringerer Kundenzinssätze weitgehend stabil bei 3,8 Mrd. EUR.
SÜDWESTBANK
Überblick und Strategie
Die 1922 gegründete Südwestbank ist eine Universalbank mit Sitz in Stuttgart und einer langjährigen Tradition in der Kundenbetreuung in Baden-Württemberg, einer wirtschaftlich prosperierenden Region im Südwesten Deutschlands.
Die Südwestbank betreut über 90.000 Privat- und Firmenkunden und verfügt über eine breite Palette an Kredit- und Einlageprodukten und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Neben dem Kredit- und Einlagengeschäft bietet die Südwestbank auch weitere Produkte wie Versicherungen, Bausparverträge und Broker-Leistungen an. Die Südwestbank betreibt außerdem ein eigenes Geschäftsfeld für Asset Management mit fachspezifischer Beratung für Kunden. Außerdem ist sie im in- und ausländischen Zahlungsverkehr tätig und bietet zudem die Vermittlung von Immobilien an. Als Ergänzung zu ihrer eigenen Produktpalette nutzt die Südwestbank verschiedene strategische Partnerschaften mit anderen deutschen Banken und Versicherungen. Die Kundenbetreuung erfolgt über ein eigenes Filialnetz sowie Online-Vertriebsschienen.
Die Strategie der Südwestbank beruht auf vier Grundprinzipien:
Operative Effizienz: Rationalisierung und Digitalisierung der wesentlichen Geschäftsprozesse, um Kunden besser und effizienter servicieren zu können, inklusive digitaler Archivierung, digitaler Kreditakten und automatisierter Workflows bei Kreditvergabe und -betreuung.
Kapitaleffizienz: Evaluierung aller Geschäftssegmente und Produktlinien hinsichtlich Kapitaleffizienz und Eigenkapitalrendite. Auf Grundlage von Rentabilitäts- und Ertragseinschätzungen auf Produkt-, Kunden- und Geschäftsfeldebene werden Wachstumspläne für erfolgversprechende Produkte und Segmente definiert und gleichzeitig Produkte und Segmente mit schwacher Performance entweder einem Repricing unterzogen oder eingestellt.
Vergrößerung des "Share of Wallet": Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu bestehenden, hochwertigen Firmenkunden mit Fokus auf höhere Transaktionsgrößen und ein
breiteres Produktangebot. Forcierung digitaler Initiativen sowie Nutzung der digitalen Infrastruktur der BAWAG Group zur Belebung des Retailgeschäfts.
Neukundengewinnung und ergänzende Akquisitionen:
Entwicklung von Strategien zur Neukundengewinnung mit dem Ziel der Neupositionierung der Südwestbank mit einem breiter aufgestellten Retailgeschäft und einem umfassenderen Angebot an Produkten im Bereich Konsumfinanzierung und Potential für Cross-Selling. Die BAWAG Group evaluiert mehrere Akquisitionsziele, die das Produktangebot und das Geschäftsmodell der Südwestbank ergänzen, die bestehende Infrastruktur nutzen und zusätzliche Skaleneffekte für Wachstum am deutschen Markt schaffen könnten.
Geschäftsentwicklung 2017
Die Übernahme der Südwestbank wurde am 7. Dezember 2017 erfolgreich abgeschossen. Die Ergebnisse der Südwestbank vom Zeitpunkt des Closings bis zum 31. Dezember 2017 sind in den Ergebnissen der BAWAG Group enthalten.
Ausblick
Im Jahr 2018 wird der Integrations- und Transformationsprozess der Südwestbank in vollem Umfang anlaufen. Wir werden unser Grundprinzip der operativen Effizienz umsetzen, um unseren Kunden das Finanzleben zu erleichtern und die Prozesse so einfach und kostengünstig wie möglich zu gestalten. Ein Schwerpunkt wird dabei auf Kapitaleffizienz liegen, um Kapital mit geringer Rendite freizuspielen, die Bilanz zu entlasten sowie organisches und anorganisches Wachstum zu unterstützen. Dies wird unsere Reichweite aus Kunden- und geografischer Sicht erhöhen und zum Ausbau unseres Retailgeschäfts in Deutschland beitragen. Diese Strategie zielt darauf ab, die operative Performance des gesamten Segments mit Fokus auf Profitabilität, Effizienz und Kapital zu steigern. Ziel ist es, Ergebnisse im Einklang mit den Zielen der BAWAG Group zu erwirtschaften.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 5,6 | – | – | 5,6 | – | – |
| Provisionsüberschuss | 3,0 | – | – | 3,0 | – | – |
| Operative Kernerträge | 8,6 | – | – | 8,6 | – | – |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,0 | – | – | 0,0 | – | – |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | – | – | 0,0 | – | – |
| Operative Erträge | 8,6 | – | – | 8,6 | – | – |
| Operative Aufwendungen | -7,8 | – | – | -7,8 | – | – |
| Regulatorische Aufwendungen | -0,1 | – | – | -0,1 | – | – |
| Risikokosten | -0,2 | – | – | -0,2 | – | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 0,5 | – | – | 0,5 | – | – |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|
| Aktiva | 4.183 | – | – |
| Risikogewichtete Aktiva | 3.349 | – | – |
| Kundeneinlagen und eigene Emissionen | 6.146 | – | – |
Die Finanzergebnisse 2017 zeigen das Ergebnis des Segments vom Closing am 7. Dezember 2017 bis zum 31. Dezember 2017.
Die operativen Erträge betrugen 8,6 Mio. EUR. Der größte Teil des Nettozinsertrags resultiert aus Kundenkrediten. Der Provisionsüberschuss stammt überwiegend aus dem Vertrieb von Wertpapieren, Krediten und Dienstleistungen im Zahlungsverkehr.
Die operativen Aufwendungen betrugen 7,8 Mio. EUR.
Das Segment steuerte 0,5 Mio. EUR zum Jahresüberschuss vor Steuern bei.
Die Aktiva betrugen Ende Dezember 2017 4,2 Mrd. EU.
Die Passiva betrugen 6,1 Mrd. EUR und umfassten 4,3 Mrd. EUR an Spareinlagen von Kommerz- bzw. institutionellen Kunden, 1,2 Mrd. EUR an Spareinlagen von Privatkunden und KMUs und 0,6 Mrd. EUR an Spareinlagen von Kunden im Private Banking.
DACH CORPORATES & PUBLIC SECTOR
Überblick und Strategie
Die Strategie des Segments DACH Corporates & Public Sector konzentriert sich auf die Neugewinnung und den Erhalt von nachhaltigen und profitablen Kundenbeziehungen unter Einhaltung einer strikten Preispolitik, wenngleich das Marktumfeld durch starken Wettbewerb gekennzeichnet ist. Wir sind gut aufgestellt, das Know-how und die Kundenbeziehungen aus dem österreichischen Markt zu nützen, um weitere Kunden in Deutschland und der Schweiz anzusprechen. Die Expansion in die DACH-Region stellt unsere Geschäftsmöglichkeiten auf eine breitere Basis und ergänzt das Wachstum der easygroup in Deutschland.
Im Firmenkundengeschäft konzentrieren wir uns auf ein vereinfachtes Angebot mit wenigen, dafür relativ profitablen Produkten, ohne konkrete Marktanteilsziele zu verfolgen. Bestehende Kunden sprechen wir mit einer klaren Strategie und klarem Ziel an, nämlich jene mit Investment-Grade-Rating oder voller bzw. hoher Besicherung zu halten bzw. die Geschäftsbeziehung zu ihnen auszubauen, um bei geringem Risiko unseren Kapitaleinsatz zu optimieren. Im Gegensatz dazu liegt der Fokus bei Kunden mit kleinem Engagement und/oder einem Non-Investment-Grade-Rating auf einem günstigen Risiko-/Ertrags-Profil. Im Neugeschäft zielen wir produktunabhängig auf Refinanzierungen, Syndizierungen, Restrukturierungen und gewerbliches Immobiliengeschäft mit Fokus auf unsere top 200 Kunden in der DACH-Region ab.
Im Geschäft mit der öffentlichen Hand liegt unser Fokus auf der Beibehaltung unserer Marktposition und der Erträge aus dem Zahlungsverkehr, insbesondere mit bestehenden Top-Kunden, aber auch durch Cross Selling von Zahlungsverkehrsprodukten an bestehende Kreditkunden und Neukundengewinnung im Zuge von Ausschreibungen. Weiters haben wir eine Originate-to-Sell-Plattform geschaffen, um an die öffentliche Hand vergebene Kredite an Investoren wie etwa Versicherungsunternehmen zu verkaufen. Dies ermöglicht die Generierung zusätzlicher Provisionserträge.
Im Jahr 2017 lag der Schwerpunkt auf der Bündelung unserer Aktivitäten im nationalen und internationalen Kreditgeschäft zur Nutzung von Ertragssynergien und Erschließung neuer Märkte. Dabei stand der Ausbau einer Plattform für Unternehmensfinanzierungen in der DACH-Region im Fokus. Um sicherzustellen, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden jederzeit erfüllen können und bereits bestehende Lösungen weiter verbessern, wurde eine neue Abteilung geschaffen, die das operative Tagesgeschäft durchführt sowie die Produktentwicklung vorantreibt.
Geschäftsverlauf 2017
Das Segment DACH Corporates & Public Sector verzeichnete 2017 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 980 Mio. EUR, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Weiters haben wir unsere Originate-to-Sell-Plattform im Geschäft mit der öffentlichen Hand gestartet. Unsere Kundenbetreuer waren bei der Stärkung unserer Kundenbeziehungen in den Bereichen Finanzierung, Zahlungsverkehr und Cash-Management und der Beibehaltung bzw. Verbesserung des Risiko-/Ertrags-Profils weiterhin erfolgreich.

Die Aktiva des Segments sanken durch den Rückgang kurzfristiger Ausleihungen an die öffentliche Hand und Sozialversicherungen sowie durch vorzeitige Rückführungen im Vergleich zum Jahresende 2016 um 1,1 Mrd. EUR auf 6,7 Mrd. EUR. Im Vergleich dazu konnten die durchschnittlichen Volumina im Jahresvergleich stabil gehalten werden (7,7 Mrd. EUR im Jahr 2017 gegenüber 7,6 Mrd. EUR im Jahr 2016).
Der Provisionsüberschuss, der zum überwiegenden Teil aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs für unsere Kunden resultiert, konnte im Vergleich zu 2016 weitgehend stabil gehalten werden.
Ausblick
Wir gehen von einem wachsenden, aber weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt aus. Wir verfügen jedoch über ausreichend Flexibilität und Dynamik, die bei strategischen Transaktionen unserer Kunden notwendig sind. Dennoch erwarten wir für 2018 ein niedrigeres Neugeschäftsvolumen als im Jahr 2017.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 70,6 | 79,5 | -11,2 | 17,9 | 20,6 | -13,1 |
| Provisionsüberschuss | 39,1 | 39,7 | -1,5 | 10,1 | 10,0 | 1,0 |
| Operative Kernerträge | 109,7 | 119,2 | -8,0 | 28,0 | 30,6 | -8,5 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | -10,9 | 1,0 | – | -11,4 | -0,1 | >-100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Erträge | 98,8 | 120,2 | -17,8 | 16,6 | 30,5 | -45,6 |
| Operative Aufwendungen | -48,8 | -53,6 | -9,0 | -13,4 | -14,9 | -10,1 |
| Risikokosten | -8,0 | 4,4 | – | -15,0 | 1,7 | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 42,0 | 71,0 | -40,8 | -11,8 | 17,3 | – |
| Vdg. | Q4 | Q4 | Vdg. | |||
| Kennzahlen | 2017 | 2016 | (%Pkt.) | 2017 | 2016 | (%Pkt.) |
| Return on Tangible Equity (vor Steuern) | 10,0% | 15,5% | -5,5 | -10,4% | 15,4% | -25,8 |
| Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) | 11,3% | 16,5% | -5,2 | -12,8% | 18,1% | -30,9 |
| Nettozinsmarge | 0,92% | 1,05% | -0,13 | 0,99% | 1,10% | -0,11 |
| Cost/Income Ratio | 49,4% | 44,6% | 4,8 | 80,7% | 48,9% | 31,8 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,11% | -0,06% | 0,17 | 0,86% | -0,09% | 0,95 |
| NPL Ratio | 1,4% | 0,9% | 0,5 | 1,4% | 0,9% | 0,5 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | |||
| Aktiva | 6.725 | 7.812 | -13,9 | |||
| Risikogewichtete Aktiva | 2.410 | 2.916 | -17,4 | |||
| Kundeneinlagen (inkl. sonstiger Refinanzierung) undeigene Emissionen | 6.762 | 5.487 | 23,2 |
Die operativen Kernerträge sanken um 8,0% auf 109,7 Mio. EUR. Während der Nettozinsertrag, die Nettozinsmarge und der Provisionsüberschuss aus dem regulären Geschäft stabil blieben, wurden die operativen Erträge durch einen Einmaleffekt in Zusammenhang mit einer vorzeitigen Rückzahlung negativ beeinflusst.
Die operativen Aufwendungen reduzierten sich um 9,0% auf 48,8 Mio. EUR, was auf die Reorganisation des Vertriebsteams und Effizienzsteigerungen im Back Office zurückzuführen ist.
Die Risikokosten betrugen im Jahr 2017 8,0 Mio. EUR, was einer Risikokostenquote von 11 Basispunkten entspricht. Im Vorjahr wies diese Position durch die Auflösung von Rückstellungen einen positiven Betrag von 4,4 Mio. EUR auf.
Die Geschäftsentwicklung wurde durch Verluste aus Maßnahmen zur Risikoverminderung bei einem großen internationalen Handelsunternehmen und der Bildung einer
Rückstellung für einen Kredit an einen deutschen Großhändler beeinträchtigt. Beide Ereignisse stellen unseres Erachtens nicht wiederkehrende Effekte dar.
Das Segment trug 42,0 Mio. EUR zum Jahresüberschuss vor Steuern bei und es konnte ein Return on Tangible Equity (@ 12% CET1, vor Steuern) von 11,3% erzielt werden.
Die Aktiva sanken um 1,1 Mrd. EUR oder 13,9% auf 6,7 Mrd. EUR. 0,8 Mrd. EUR davon sind auf die Reduktion von kurzfristigen Money-Market-Linien und geringere Finanzierungsvolumina mit der öffentlichen Hand zurückzuführen.
Die Passiva stiegen im Jahresvergleich um 23,2% auf 6,8 Mrd. EUR aufgrund höherer Einlagen auf Girokonten (+0,5 Mrd. EUR), neuer Eigenemissionen und der Erhöhung des TLTRO. Die Termineinlagen sanken im Jahresvergleich um 1,0 Mrd. EUR aufgrund der Pricing-Strategie im Lichte der aktuellen Liquiditätssituation.
INTERNATIONAL BUSINESS
Überblick und Strategie
Das Segment International Business ergänzt die Geschäftsstrategie der BAWAG Group durch zusätzliches Ertragswachstum und Diversifizierung in Ländern mit stabilen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen. Der Schwerpunkt liegt auf Krediten für Kommerzund Immobilienkunden bzw. im Portfoliofinanzierungsbereich – besichert und unbesichert bei Investment-Grade, besichert bei Non-Investment-Grade. Unbesicherte Finanzierungen werden typischerweise an Kommerzkunden mit Investment-Grade-Rating vergeben. Wir vergeben nur Kredite mit für uns attraktivem Risiko-/Ertragsprofil im Seniorbereich der Kapitalstrukturen mit Schwerpunkt auf Cashflow generierenden Unternehmen in konservativen Wirtschaftszweigen.
Unsere Geschäftstätigkeit im Bereich der internationalen Kommerzkundenfinanzierung setzt hauptsächlich auf Kredite an Firmen in Europa und Nordamerika, die einen frei verfügbaren Cashflow generieren, eine angemessene Kapitalstruktur aufweisen, ein defensives Geschäftsmodell verfolgen und über eine starke Marktposition verfügen.
Internationale Immobilienfinanzierungen werden hauptsächlich an Projekte von etablierten Sponsoren (Private Equity Funds) mit Schwerpunkt auf vorrangigen Kredite für Cashflow generierende Immobilien vergeben. Das Portfolio enthält nur einen geringen Anteil an Finanzierungen von Grundstücken, Entwicklungs- oder Bauprojekten.
Geschäftsverlauf 2017
Wir haben uns weiterhin auf die Kreditvergabe vorwiegend in ausgewählten entwickelten Märkten konzentriert und verzeichneten 2017 ein Neugeschäftsvolumen von 2,1 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2016 sind die Wechselkursschwankungen für 0,3 Mrd. EUR Portfolioreduktion verantwortlich. Die durchschnittlichen Volumina blieben im Jahresvergleich stabil (5,2 Mrd. EUR im Jahr 2017 versus 5,3 Mrd. EUR im Jahr 2016).

Das internationale Firmenkundengeschäft war aufgrund des wettbewerbsintensiven Niedrigzinsumfelds weiterhin mit vorzeitigen Rückzahlungen konfrontiert. Dies führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Finanzierungsvolumens um 15% auf 2,4 Mrd. EUR per Ende 2017, wovon 0,2 Mrd. EUR auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen sind. Das Neugeschäftsvolumen besteht überwiegend aus Krediten im Investment-Grade-Bereich mit Fokus auf konservative Branchen. Der Net Leverage über alle Firmen in unserem Portfolio liegt unter 4,0x1) und in den Tranchen, in welchen die BAWAG Group investiert ist, bei 3,0x1).
Unser internationales Immobilienfinanzierungsgeschäft mit einem Volumen von 2,8 Mrd. EUR verzeichnete ebenso, allerdings in einem geringeren Ausmaß, ein erhöhtes Volumen an vorzeitigen Rückzahlungen und wurde durch Wechselkursänderungen von 0,1 Mrd. EUR beeinträchtigt. Diese Effekte konnten im Jahresvergleich jedoch durch eine erfolgreiche Realisierung von Neugeschäft kompensiert werden. Wir setzen weiterhin auf eine breite Streuung der Transaktionen in Bezug auf Länder, finanzierte Objekte und Branchen. Der Fokus liegt primär auf Immobilienfinanzierungen mit attraktiven LTVs, starken Cashflows, kürzeren gewichteten erwarteten Laufzeiten und soliden Covenants. Die Geschäftsentwicklung war solide, wobei die Rückführungen leicht über unseren ursprünglichen Erwartungen lagen, was die durchschnittlichen Laufzeiten etwas verkürzt. Wir sind auch im Bereich Portfoliofinanzierungen aktiv, wo wir in Positionen mit niedrigem Loan-to-Value(LTV)- und Loan-to-Cost(LTC)- Verhältnis investiert haben, hinter denen ein diversifizierteres Portfolio von Cash generierenden Immobilienfinanzierungen steht. Die Finanzierungen haben sehr gute Besicherungen (durchschnittlicher LTV unter 60%), generieren starke Cashflows, haben kürzere Laufzeiten und sind so strukturiert, dass sie unter Stressbedingungen am Markt erfolgreich bleiben.
Ausblick
Wir gehen für 2018 von einer soliden Pipeline mit breit gestreuten Möglichkeiten insbesondere für unser Immobilienfinanzierungsportfolio aus. Dennoch wird der Wettbewerb um konservative, hochqualitative Transaktionen hoch bleiben.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 129,1 | 134,0 | -3,7 | 30,1 | 32,2 | -6,5 |
| Provisionsüberschuss | 0,4 | -0,1 | – | 0,2 | 0,0 | 100 |
| Operative Kernerträge | 129,5 | 133,9 | -3,3 | 30,3 | 32,2 | -5,9 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | -0,4 | -2,8 | 85,7 | 0,0 | -0,5 | 100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Erträge | 129,1 | 131,1 | -1,5 | 30,3 | 31,7 | -4,4 |
| Operative Aufwendungen | -27,6 | -29,9 | -7,7 | -6,6 | -9,9 | -33,3 |
| Risikokosten | -16,3 | 1,2 | – | -0,5 | -1,9 | 73,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 85,2 | 102,4 | -16,8 | 23,2 | 19,9 | 16,6 |
| Kennzahlen | 2017 | 2016 | Vdg.(%Pkt.) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%Pkt.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Return on Tangible Equity (vor Steuern) | 20,0% | 22,2% | -2,2 | 19,9% | 18,2% | 1,7 |
| Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) | 22,5% | 23,6% | -1,1 | 24,5% | 21,4% | 3,1 |
| Nettozinsmarge | 2,48% | 2,55% | -0,07 | 2,36% | 2,43% | -0,07 |
| Cost/Income Ratio | 21,4% | 22,8% | -1,4 | 21,8% | 31,2% | -9,4 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,31% | -0,02% | 0,33 | 0,04% | 0,15% | -0,11 |
| NPL Ratio | 0,9% | 0,0% | 0,9 | 0,9% | 0,0% | 0,9 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 5.174 | 5.634 | -8,2 | |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.318 | 4.169 | 3,6 |
Die operativen Erträge sanken aufgrund etwas niedrigerer Margen und eines gleichzeitig stabilen Durchschnittsvolumens leicht um 1,5% auf 129,1 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen konnten aufgrund niedrigerer Personalkosten um 7,7% auf 27,6 Mio. EUR gesenkt werden.
Die Risikokosten betrugen im Jahr 2017 16,3 Mio. EUR, nach einem positiven Beitrag durch Auflösung von Wertberichtigungen im Vorjahr in Höhe von 1,2 Mio. EUR, was einer Risikokostenquote von 31 Basispunkten entspricht.
Diese Erhöhung resultiert aus im zweiten Quartal 2017 gebildeten Wertberichtigungen für Exposures im Öl- und Gassektor.
Das Segment trug im Jahr 2017 85,2 Mio. EUR zum Jahresüberschuss vor Steuern bei und erzielte einen Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) von 22,5%.
Die Aktiva sanken 2017 auf 5,2 Mrd. EUR, wobei die durchschnittlichen Volumina im Jahresvergleich weitgehend stabil blieben.
TREASURY SERVICES & MARKETS
Überblick und Strategie
Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Durchführung von Treasury-Aufgaben wie ALM, Funding, Marktexekution sowie für selektive Investmentaktivitäten der BAWAG Group zuständig.
Zu den Hauptaufgaben zählt die Verwaltung der Liquidität aus dem Kerngeschäft der BAWAG Group in Available-for-Sale- und Held-to-Maturity-Portfolios inklusive der Liquiditätsreserve sowie bestimmter Hedging-Positionen. Der Fokus der Veranlagungsstrategie liegt weiterhin auf besicherten und unbesicherten Anleihen von Banken in Westeuropa und den USA mit Investment-Grade-Rating sowie auf ausgewählten Staatsanleihen und hochqualitativen CLOs zu Diversifikationszwecken.
Geschäftsverlauf 2017
Im Geschäftsjahr 2017 setzten wir unsere Portfoliostrategie dahingehend fort, sowohl langfristig in Positionen hoher Qualität zu veranlagen als auch unsere Available-for-Sale-Portfolios weiterzuführen, um für Umschichtungen in Kundenkredite oder für andere Bilanzstrategien flexibel zu sein. Mit dem Closing der Übernahme der Südwestbank wurde ein Anleiheportfolio mit ähnlichen Aktiva in Bezug auf Kreditqualität, geographisches Exposure, Laufzeit, Liquidität und Rang integriert, welches in Zukunft im Einklang mit unserer Veranlagungsstrategie verwaltet wird. Zusätzlich wurden weitere Wertpapiere übertragen, die Investmentfonds bekannter Asset Manager enthalten.
Zum 31. Dezember 2017 belief sich das Investmentportfolio auf 7,3 Mrd. EUR, die Liquiditätsreserve betrug 3,4 Mrd. EUR und andere Wertpapiere 0,4 Mrd. EUR. Die durchschnittliche Laufzeit des Investmentportfolios betrug fünf Jahre; es enthielt zu 97% Investment-Grade-Wertpapiere, von denen wiederum 87% in der Ratingkategorie A oder höher eingestuft waren. Das CEE-Exposure machte weniger als 2% des Portfolios aus. Zum 31. Dezember 2017 hatte Treasury Services & Markets im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn oder Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien ist gering und konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten. Die Zusammensetzung des Gesamtportfolios reflektiert unsere Strategie, bei hoher Qualität der Veranlagung mit kurzer Laufzeit und hoher Liquidität der Wertpapiere zusätzlichen Nettozinsertrag zu erzielen und dabei die Fair-Value-Volatilität gering zu halten.
Ausblick
Treasury Services & Markets wird sich weiterhin auf einfache Prozesse und Produkte konzentrieren, die das Kerngeschäft der BAWAG Group unterstützen und die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Die Entwicklung des Liquiditätsangebots und die Drosselung der Wertpapierkäufe der EZB sowie erhöhte politische Risiken werden an den Finanzmärkten wichtige Faktoren bleiben. Wir werden daher im Wertpapierportfolio weiterhin auf hohe Kreditqualität und äußerst liquide Investments mit einer soliden Diversifizierung setzen.
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 49,4 | 54,3 | -9,0 | 12,1 | 12,9 | -6,2 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Kernerträge | 49,4 | 54,3 | -9,0 | 12,1 | 12,9 | -6,2 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 21,6 | 11,9 | 81,5 | -2,2 | 0,8 | – |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Erträge | 71,0 | 66,2 | 7,3 | 9,9 | 13,7 | -27,7 |
| Operative Aufwendungen | -16,3 | -16,3 | – | -4,3 | -4,3 | – |
| Risikokosten | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 54,7 | 49,9 | 9,6 | 5,6 | 9,4 | -40,4 |
| Kennzahlen | 2017 | 2016 | Vdg.(%Pkt.) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%Pkt.) |
| Return on Tangible Equity (vor Steuern) | 15,9% | 16,2% | -0,3 | 6,4% | 12,1% | -5,7 |
| Return on Tangible Equity (@12% CET1, vor Steuern) | 18,0% | 17,3% | 0,7 | 7,8% | 14,2% | -6,4 |
| Nettozinsmarge | 0,80% | 0,96% | -0,16 | 0,72% | 0,93% | -0,21 |
| Cost/Income Ratio | 23,0% | 24,6% | -1,6 | 43,4% | 31,4% | 12,0 |
| Geschäftsvolumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | |||
| Aktiva und Liquiditätsreserve | 11.137 | 6.691 | 66,4 | |||
| Risikogewichtete Aktiva | 2.124 | 2.031 | 4,6 | |||
| Eigene Emissionen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.477 | 2.847 | -13,0 |
Die operativen Erträge stiegen um 7,3% auf 71,0 Mio. EUR. Der Nettozinsertrag sank aufgrund des anhaltend hohen Drucks auf die Renditen von hochqualitativen Wertpapieren, da die Reinvestition von abgelaufenen Volumina nur zu niedrigeren Margen möglich war. Dies konnte aufgrund unseres proaktiven Portfoliomanagements durch höhere Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten aus Verkäufen von Anleihen mehr als kompensiert werden.
Die operativen Aufwendungen blieben stabil bei 16,3 Mio. EUR.
Das Segment trug 54,7 Mio. EUR zum Jahresüberschuss vor Steuern bei und erzielte einen Return on Tangible Equity (@ 12% CET1, vor Steuern) von 18,0%.
Die Aktiva in Höhe von 11,1 Mrd. EUR umfassen das Investmentportfolio (7,3 Mrd. EUR), die Liquiditätsreserve (3,4 Mrd. EUR) und sonstige Wertpapiere (0,4 Mrd. EUR). 3,0 Mrd. EUR des Anstiegs im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus der Konsolidierung der Südwestbank (die eingebrachten Aktiva setzen sich aus 1,3 Mrd. EUR Anleihen im Investmentportfolio, 1,3 Mrd. EUR Liquiditätsreserve und 0,4 Mrd. EUR sonstigen Wertpapieren zusammen).
Die Passiva sanken um 13,0% auf 2,5 Mrd. EUR, wobei von der Südwestbank Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. EUR enthalten sind.
CORPORATE CENTER
Entwicklung 2017
Das Corporate Center beinhaltet alle zentral für die BAWAG Group durchgeführten Funktionen. Marktwerte von Derivaten stellen den größten Teil der Aktiva und Passiva dar. Das Eigenkapital der BAWAG Group wird ebenfalls hier ausgewiesen, ebenso wie Restrukturierungskosten, Beiträge zum einheitlichen Bankenabwicklungsfonds, die Bankenabgabe, Unternehmenssteuern sowie andere Einmaleffekte.
Die wesentlichen Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2017 waren folgende:
Effekte aus der Erstkonsolidierung der Südwestbank und des Card Issuing Business von PayLife (Badwill, Erstbewertung von Kundenstock und Marke, sonstige Bewertungseffekte gemäß der Anwendung von IFRS 3, Restrukturierung)
- Restrukturierungskosten im Rahmen der Beendigung der Kooperationsvereinbarung mit der Österreichischen Post (mit Einfluss auf sonstige betriebliche Aufwendungen, operative Aufwendungen und außerplanmäßige Abschreibungen)
- Einführung eines langfristigen Incentivierungsprogramms für den Vorstand und das Senior Leadership Team
- Beeinflussung der Risikokosten durch die Aufwertung der Marke als Ergebnis des Impairmenttests sowie Vorsorgen für Rechtskosten und operationelle Risiken
- Beeinflussung der Steuern vom Einkommen durch die getätigten Akquisitionen (Buchung des steuerfreien Badwills, Erstbewertung auf steuerlicher Nettobasis).
Finanzergebnisse
| Ertragszahlen(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) | Q42017 | Q42016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | -12,1 | -3,7 | >-100 | -2,7 | -5,5 | 50,9 |
| Provisionsüberschuss | -4,7 | 2,1 | – | -0,8 | -1,2 | 33,3 |
| Operative Kernerträge | -16,8 | -1,6 | >-100 | -3,5 | -6,7 | 47,8 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,6 | 8,2 | -92,7 | -18,2 | -23,6 | 22,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 113,5 | 36,6 | >100 | 128,5 | 35,4 | >100 |
| Operative Erträge | 97,3 | 43,2 | >100 | 106,8 | 5,1 | >100 |
| Operative Aufwendungen | -114,9 | -35,5 | >100 | -87,0 | -13,3 | >100 |
| Regulatorische Aufwendungen | -16,1 | -31,4 | -48,7 | -2,9 | -6,3 | -54,0 |
| Risikokosten | 13,7 | -2,7 | – | 19,7 | -0,4 | – |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 4,1 | 8,0 | -48,8 | 1,1 | 1,8 | -38,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | -15,9 | -18,4 | 13,6 | 37,7 | -13,1 | – |
| Steuern vom Einkommen | -50,6 | 12,9 | – | 27,7 | -0,6 | – |
| Nicht beherrschende Anteile | -0,1 | -0,2 | 50,0 | 0,0 | 0,0 | – |
| Nettogewinn/-verlust | -66,6 | -5,7 | >-100 | 65,4 | -13,7 | – |
| Volumina(in Mio. EUR) | 2017 | 2016 | Vdg.(%) |
|---|---|---|---|
| Sonstige Aktiva | 3.328 | 3.507 | -5,1 |
| Risikogewichtete Aktiva | 1.417 | 1.247 | 13,6 |
| Eigenkapital | 3.610 | 3.123 | 15,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.142 | 2.776 | -22,8 |
RISIKOMANAGEMENT
Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG P.S.K. sowie der Ziele und
Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes).
INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM
EINLEITUNG
Unter dem "Internen Kontrollsystem" (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung entworfenen und in der BAWAG P.S.K. ausgeführten Prozesse verstanden, durch die
- die Wirksamkeit und Effizienz der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
- die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
- die Einhaltung der für die BAWAG P.S.K. maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.
Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.
Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung der BAWAG P.S.K.
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Kontrollumfeld
Der von der BAWAG P.S.K. festgelegte Code of Conduct und die darin festgelegten fundamentalen Wertvorstellungen gelten für die Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Code of Conduct schafft ein Klima, das auf Kundenfokus, Leistung, gegenseitigem Respekt, Teamwork und Vertrauen basiert.
Der Bereich Bilanzen ist für das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen arbeiten. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen umfassen im Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und
Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse einiger Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzernverrechnung, Steuern sowie das aufsichtsrechtliche Meldewesen.
Dem Bereich Bilanzen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens sowie die fachliche Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung konzerneinheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Arbeitsanweisungen und Prozesse
- zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
- zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
- zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.
Der Bereich Bilanzen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der BAWAG P.S.K. eingebunden. So erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der BAWAG P.S.K. übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschlusserstellung notwendigen Tätigkeiten durch.
Das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. AG und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesen- sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Information und Kommunikation
Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden.
Überwachung
Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Sofern im Zuge dieser Risikoevaluierung Maßnahmen zur Risikominimierung vereinbart werden, werden diese hinsichtlich der Maßnahmenumsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv getrackt. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und ebenfalls zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Systeme und Kontrollen genutzt.
Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.
PERSONALENTWICKLUNG
AUS- UND WEITERBILDUNG
Um die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend einzusetzen und ihnen strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, lag der Fokus 2017 weiterhin auf Ausund Weiterbildung, wobei ein besonderes Augenmerk auf Fortbildungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen gelegt wurde – zusätzlich unterstützt durch Selbstlernprogramme und entsprechende "Quick Checks".
Das Thema Personalentwicklung war wieder ein wesentlicher Baustein und bietet den entsprechenden Rahmen für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie etwa im Rahmen der "Sales Academy" auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten. Die "Sales Academy" baut auf drei wesentlichen Säulen auf: vertiefende Wissensvermittlung über alle Produkte und Prozesse, inspirierende Trainings zur Erlernung der besten Wordings für Kundengespräche sowie Leadership als wichtiges Steuerungsinstrument und Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg. Diese Ausbildungsaktivitäten werden überwiegend in den dafür geschaffenen drei Trainingsfilialen (1:1-Nachbau einer Filiale ohne Kunden) in Wien, Graz und Salzburg durchgeführt. Dieses Umfeld gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, im praxisnahen Umfeld die Rolle des Kundenberaters zu üben. Sie werden dabei durch moderne Selbstlernprogramme unterstützt.
Jugendlichen Ziele und Perspektiven für die Zukunft zu geben ist eine Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen. Wir bilden daher seit vielen Jahren erfolgreich Lehrlinge aus und haben dafür zahlreiche Auszeichnungen als "Bester Lehrbetrieb" erhalten. Die Lehrlinge sind Teil eines Teams, das gemeinsam an den Unternehmenszielen arbeitet. Zusätzlich zur umfangreichen Ausbildung unterstützen und fördern wir "Lehre mit Matura". Viele Lehrlinge haben in den letzten Jahren diese Chance ergriffen, um parallel zur Lehre auch die Matura abzuschließen.
Es ist uns auch ein großes Anliegen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen des Alltags fit zu machen. Zu diesem Zweck können sie aus einem vielfältigen Angebot an Kursen und Workshops wählen. Das Spektrum reicht von EDV-Trainings über Projektmanagement, persönlichkeitsbildende Seminare und Führungskräftetrainings bis zu Workshops in den Bereichen Selbst-, Stress- und Zeitmanagement. Alle Workshops und Trainings haben das gemeinsame Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer täglichen Arbeit und bei beruflichen Herausforderungen zu unterstützen.
FÜHRUNGSKRÄFTEENTWICKLUNG
Die Führungsrolle ist ein permanenter Entwicklungsprozess. Dementsprechend umfasst die Ausbildung der Führungskräfte ein vielfältiges Angebot. Dabei stehen hoher Praxisbezug, gezielte Entwicklung der Führungskompetenzen, Schärfung der Selbstreflexion und die Mitarbeiterbegleitung und -entwicklung im Vordergrund.
So basiert beispielsweise die Entwicklung der Führungskräfte im Retail-Vertrieb auf einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung und einem extern begleiteten Potentialcheck zur Identifikation der persönlichen Stärken und Entwicklungsfelder. Abgestimmt darauf bieten wir ein Ausbildungsangebot, das punktgenau jene Kompetenzen stärkt, die im Führungsalltag benötigt werden.
In den zentralen Bereichen der Bank fand 2017 wieder das Führungskräfte-Curriculum "LEAD neue Führungskräfte" statt. Das Programm unterstützt und begleitet neue Führungskräfte im ersten Jahr bei der Ausübung ihrer
neuen Aufgabe und dient als Plattform zum Austausch über Herausforderungen im Führungsalltag. Im September 2017 startete die 19. Gruppe das Programm.
Erfahrene Führungskräfte und Führungsteams wurden auch 2017 wieder in Form von individuellen (Management-) Coachings unterstützt und durch gezielte Changemanagement-Maßnahmen begleitet. Der Fokus lag hier klar auf der individuellen Beratung und der optimalen Begleitung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.
2017 wurde das "After Work Führungskräfte Forum" erfolgreich fortgesetzt – eine Reihe von Netzwerkveranstaltungen für alle unsere Führungskräfte, um sie mit neuen Tendenzen der Führungsarbeit vertraut zu machen und eine Plattform zum Austausch zu bieten. Das große Interesse an dieser Veranstaltung spricht für ihren Erfolg.
TALENTEENTWICKLUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG
Der im Jahr 2014 erfolgreich gestartete Prozess zur Identifikation und Entwicklung von potentiellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen hat sich 2017 als Standardprozess etabliert und wurde mit dem "Talent Review" im dritten Quartal erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge eines Vorstandsmeetings wurden Potentialträger auf allen Ebenen strukturiert diskutiert und der Umgang mit potentiellen Nachfolgerisiken abgestimmt.
Im September 2017 startete der siebente Durchgang des Graduate-Programms "Start & Move". Das einjährige Programm unterstützt die Trainees bei ihrem beruflichen Einstieg in der BAWAG P.S.K. Sie bekommen dabei einen umfassenden Blick auf das Unternehmen und können ihr erstes Netzwerk aufbauen.
Im Oktober 2017 startete für zentrale Einheiten die sechste Runde des Talente-Programms "forTalents". Wie bereits bei den ersten Durchgängen dieses NachwuchskräfteProgramms werden die Teilnehmer in ihrer Entwicklung unterstützt und für neue Führungs- bzw. Expertenfunktionen aufgebaut.
"TOP-TEAM Vertrieb", das Talente-Programm für potentielle Filialleiter im Privat- und Geschäftskundenvertrieb (aus den eigenen Reihen), wurde 2017 zum achten Mal durchgeführt. Die Teilnehmer sind Talente mit Führungspotenzial, die im Rahmen des Nachfolgeplanungsprozesses nominiert wurden. Sie erhalten eine anspruchsvolle fachliche und persönlichkeitsbildende Ausbildung, die auf die Übernahme einer Filialleitung vorbereitet.
Wir haben bereits im Jahr 2012 im Frauenförderplan festgelegt, kontinuierlich an der Gleichstellung von Frauen und Männern zu arbeiten. Seitdem wurde laufend auf die entsprechende Frauenförderung in den Programmen geachtet; so sind beispielsweise die Hälfte der "forTalents"- Teilnehmer weiblich.
MBO-PROZESS (MANAGEMENT BY OBJECTIVES)
Der "Führen durch Ziele"(Management by Objectives, "MbO")-Prozess ist weiterhin ein wichtiges Management-Tool zur Unterstützung der Geschäftsstrategie. Mit dem Start des neuen Durchgangs Ende 2017 unterstützt die Software "HR ONE" als Performance-Management- und Learning-Plattform erneut diesen Prozess. Auf dieser Plattform fasst Human Resources die Prozesse "MbO" und Tracking Tool, ein virtuelles Lernportal mit Wissenschecks und Selbstlernprogrammen, sowie seit Herbst 2017 den
Sales-Talent-Managementprozess für den Retail-Vertrieb zusammen. Methodisch erweitert wurde in diesem Zusammenhang das Angebot der Selbstlernprogramme um das "Blended Learning", bei dem gemischte Veranstaltungen – online und mit Präsenz – angeboten werden sowie ein Wissenscheck als Voraussetzung zur Seminarteilnahme absolviert werden muss, und außerdem das "Social Learning", das Lernen mit- und voneinander.
AUDIT "BERUFUNDFAMILIE"
2013 wurden wir vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft als "familienfreundliches Unternehmen" ausgezeichnet. Wir bekennen uns zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nach Ablauf des dreijährigen Grundzertifikats wurde der Re-Auditierungsprozess Ende 2016 erfolgreich abgeschlossen. Seit Anfang 2017 werden bis Ende 2019 mehrere neu definierte Maßnahmen umgesetzt.
Zusätzlich zum Audit "berufundfamilie" sind wir weiterhin Mitglied im "Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen".
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden.
CSR-REPORTING
Mit dem NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) wird in Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU ab dem Geschäftsjahr 2017 die Berichtspflicht über nichtfinanzielle Informationen (Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption) im Konzernlagebericht ausgeweitet und konkretisiert. Zweck der verpflichtenden
Berichterstattung ist eine stärkere Transparenz und Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Angaben.
Die nichtfinanziellen Angaben gemäß § 267a UGB für die BAWAG P.S.K. sind im konsolidierten nichtfinanziellen Bericht der BAWAG Group enthalten, der gemäß § 267a Abs. 6 UGB gesondert erstellt wurde und unter https://www.bawaggroup.com/CSR abrufbar ist.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach § 243 UGB durchgeführt.
AUSBLICK
Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit mehreren Herausforderungen wie dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, anhaltendem Preisdruck, erhöhten regulatorischen Anforderungen, neuen Marktteilnehmern in Form von Fintechs und einem raschen technologischen Wandel konfrontiert.
Wir sind zuversichtlich, die BAWAG P.S.K. so positioniert zu haben, dass sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern kann, um ihr Geschäft weiter auszubauen – unter gleichzeitiger Beibehaltung eines niedrigen Risikoprofils und einer soliden Eigenkapitalausstattung. Dies wird durch günstige makroökonomische Wachstumsperspektiven für die DACH-Region unterstützt, zumal für die Periode 2018– 2019 ein BIP-Wachstum von rund 2% prognostiziert wird.
Unsere Konzern-Ziele für 2018 (BAWAG Group) lauten wie folgt:
- Steigerung des Konzern-Jahresüberschusses vor Steuern
- um mehr als 5%
- Erzielung einer Cost/Income Ratio (Konzern) unter 46%
- Erzielung eines Return on Tangible Equity (Konzern, @12% CET1) über 15%
- Beibehaltung einer CET1 Quote (Konzern, unter Vollanwendung der CRR) von mindestens 12%
Zusätzlich zu den Zielen für 2018 haben wir uns folgende 3-Jahres-Konzernziele von 2018 bis 2020 (BAWAG Group) gesetzt:
- Durchschnittliche jährliche Steigerung des Jahresüberschusses vor Steuern von 5% sowie einen Gewinn vor Steuern von mehr als 600 Mio. EUR im Jahr 2020
- Erzielung eines durchschnittlichen Jahresüberschusses vor Steuern je Aktie von mehr als 5,70 EUR
- Erzielung einer Cost/Income Ratio unter 40%
- Beibehaltung eines RoTE (@12% CET1) von 15 bis 20%
- Beibehaltung einer CET1 Quote (unter Vollanwendung der CRR) von mindestens 12%
- Generierung von Überschusskapital (>12% CET1) von mehr als 2 Mrd. EUR bis Ende 2020
In Bezug auf Kapitalaufbau und Ausschüttungen an die Aktionäre streben wir auf Ebene der BAWAG Group eine jährliche Dividendenzahlung in Höhe von 50% des Nettogewinns an und werden zusätzliches Überschusskapital (über 12% CET1) bis 2020 für Investitionen in organisches Wachstum sowie die Um-setzung ergebnissteigernder Akquisitionen in Überein-stimmung mit unserem RoTE-Ziel (@12% CET1) verwenden. Soweit das Überschusskapital nicht für organisches Wachstum und M&A zum Einsatz kommt, werden wir es auf Basis einer jährlichen Prüfung an die Aktionäre in Form von Aktienrückkäufen und/oder Sonderdividenden ausschütten.
Unsere anhaltend starken operativen Ergebnisse im Jahr 2017 bestätigen erneut, dass die BAWAG P.S.K. gut aufgestellt ist, in einem wettbewerbsintensiven europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir werden unsere auf die DACH-Region ausgerichtete Strategie mit Österreich als unserem Heimmarkt, die sich durch ihr geringes Risiko auszeichnet, beibehalten und unseren Kunden weiterhin einfach verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen anbieten.
- März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Konzernrechnungslegung
KONZERNRECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)
INHALT
Konzernrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2017 Bilanz zum 31. Dezember 2017 Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2017 Kapitalflussrechnung
Anhang (Notes)
Erläuterungen zum Jahresabschluss
1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Details zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 2 | Nettozinsertrag
- 3 | Provisionsüberschuss
- 4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
- 5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
- 6 | Verwaltungsaufwand
- 7 | Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
- 8 | Risikokosten
- 9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
- 10 | Steuern vom Einkommen
Details zur Konzernbilanz
11 | Barreserve
- 12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
- 13 | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
- 14 | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
- 15 | Handelsaktiva
- 16 | Kredite und Forderungen
- 17 | Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
- 18 | Restlaufzeiten Vermögenswerte
- 19 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude
- 20 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte
- 21 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
- 22 | Sonstige Vermögenswerte
- 23 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
- 24 | Handelspassiva
- 25 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
- 26 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital
- 27 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
- 28 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten
- 29 | Rückstellungen
- 30 | Sonstige Verbindlichkeiten
- 31 | Sicherungsderivate
- 32 | Eigenkapital
Segmentberichterstattung
Kapitalmanagement
Weitere Informationen nach IFRS
- 33 | Fair Value
- 34 | Behandlung eines Day 1 gain
- 35 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
- 36 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
- 37 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
- 38 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
- 39 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden
- 40 | Echte Pensionsgeschäfte
- 41 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte
- 42 | Nachrangige Vermögensgegenstände
- 43 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
- 44 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
- 45 | Fremdwährungsvolumina
- 46 | Geographische Gebiete Langfristige Vermögenswerte
- 47 | Leasinggeschäfte
- 48 | Derivative Finanztransaktionen
- 49 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen
- 50 | Liste wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierter Tochter- und assoziierter Unternehmen
- 51 | Anteile an assoziierten Unternehmen
- 52 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
Risikobericht
- 53 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing
- 54 | Kreditrisiko
- 55 | Marktrisiko
- 56 | Liquiditätsrisiko
- 57 | Operationelles Risiko/Non-Financial Risk
Zusätzliche Angaben nach österreichischem Recht
- 58 | Treuhandvermögen
- 59 | Wertpapieraufgliederung nach BWG
- 60 | Erhaltene Sicherheiten
- 61 | Personalstand
- 62 | Niederlassungen
- 63 | Handelsbuch
- 64 | Geografische Märkte
- 65 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB samt Vergütungspolitik
- 66 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)
- 67 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
- 68 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Organe der BAWAG P.S.K. AG
KONZERNRECHNUNG
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in Mio. EUR | [Notes] | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | 1.083,3 | 1.026,2 | |
| Zinsaufwendungen | -299,8 | -297,2 | |
| Dividendenerträge | 8,0 | 3,3 | |
| Nettozinsertrag | [2] | 791,5 | 732,3 |
| Provisionserträge | 303,6 | 276,3 | |
| Provisionsaufwendungen | -86,7 | -83,4 | |
| Provisionsüberschuss | [3] | 216,9 | 192,9 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten undSchulden | [4] | 11,7 | 19,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | [5] | 87,1 | -7,1 |
| Verwaltungsaufwand | [6] | -438,7 | -407,1 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte undSachanlagen | [7] | -34,9 | -30,9 |
| Risikokosten | [8] | -125,4 | -42,7 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach derEquity-Methode bilanziert werden | [9] | 4,1 | 8,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 512,3 | 464,5 | |
| Steuern vom Einkommen | [10] | -36,2 | -83,8 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 476,1 | 380,7 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | 0,1 | 0,3 | |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 476,0 | 380,4 |
Die Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" umfasst nach IFRS auch regulatorische Aufwendungen. Weitere Details hierzu finden sich in Note 5. Die Position "Verwaltungsaufwand" enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen (FMA- und EZB-Aufsichtsgebühren) in Höhe von 3,2 Mio. EUR (2016: 2,3 Mio. EUR). Das Management der BAWAG P.S.K. betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten.
Dementsprechend werden diese im Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
SONSTIGES ERGEBNIS
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 476,1 | 380,7 |
| Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen | -5,0 | -1,9 |
| Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werden können | 1,3 | 0,5 |
| Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | -3,7 | -1,4 |
| Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | ||
| Cashflow-Hedge-Rücklage | -4,7 | 8,4 |
| Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert | -7,2 | -4,1 |
| Available-for-Sale-Rücklage | 37,8 | 2,9 |
| Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert | -14,2 | -15,9 |
| Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen vonassoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -0,2 | -2,3 |
| Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden können | -7,5 | -4,5 |
| Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist | 25,4 | 4,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 21,7 | 3,1 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 497,8 | 383,8 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar | 0,1 | 0,2 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | 497,7 | 383,6 |
Die Erhöhung der Available-for-Sale-Rücklage ist im Wesentlichen auf die Bewertung von Wertpapieren und nicht konsolidierten Beteiligungen zurückzuführen, welche teilweise durch Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Verkäufen kompensiert wurde.
Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 32 Eigenkapital.
BILANZ
Aktiva
| in Mio. EUR | [Notes] | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Barreserve | [11] | 1.180 | 1.020 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | [12] | 448 | 202 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | [13] | 4.408 | 3.196 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | [14] | 2.274 | 2.353 |
| Handelsaktiva | [15] | 458 | 652 |
| Kredite und Forderungen | [16] | 35.763 | 30.829 |
| Kunden | 30.804 | 28.504 | |
| Wertpapiere | 1.289 | 692 | |
| Kreditinstitute | 3.670 | 1.633 | |
| Sicherungsderivate | [31] | 517 | 677 |
| Sachanlagen | [19] | 103 | 53 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | [19] | 120 | 3 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | [20] | 1 | 1 |
| Markenname und Kundenstock | [20] | 63 | 30 |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | [20] | 157 | 128 |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 9 | 5 | |
| Steueransprüche für latente Steuern | [21] | 89 | 150 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | [50] | 42 | 44 |
| Sonstige Vermögenswerte | [22] | 148 | 132 |
| Summe Aktiva | 45.780 | 39.475 |
Die Posten "Geschäfts- und Firmenwerte", "Markenname und Kundenstock" und "Software und andere immaterielle Vermögenswerte" werden in Note 33 in dem Posten "Immaterielle Vermögenswerte" zusammengefasst.
Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
Passiva
| in Mio. EUR | [Notes] | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielleVerbindlichkeiten | [23] | 726 | 1.115 |
| Handelspassiva | [24] | 345 | 617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | [25] | 39.894 | 32.994 |
| Kunden | 30.947 | 26.030 | |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- undErgänzungskapital | 4.938 | 4.900 | |
| Kreditinstitute | 4.009 | 2.064 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen | [40] | – | 300 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesichertePortfolien | 116 | 223 | |
| Sicherungsderivate | [31] | 94 | 260 |
| Rückstellungen | [29] | 450 | 404 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 17 | 17 | |
| Steuerschulden für latente Steuern | [21] | 31 | 23 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [30] | 1.039 | 684 |
| Gesamtkapital | [32] | 3.068 | 2.838 |
| Eigenkapital den Eigentümern des Mutterunter-nehmenszurechenbar | 3.067 | 2.836 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 | 2 | |
| Summe Passiva | 45.780 | 39.475 |
Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im
Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
| in Mio. EUR | GezeichnetesKapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen1) | AFSRücklagenach Steuernohne atequityGesellschaften | AFSRücklagenach Steuernaus at equityGesellschaften | CashflowHedgeRücklagenach Steuern | VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste nachSteuern | EigenkapitaldenEigentümerndesMutterunternehmenszurechenbar | NichtbeherrschendeAnteile | Eigenkapitalinkl. nichtbeherrschenderAnteile |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 250,0 | 1.644,3 | 895,4 | 36,3 | 4,8 | – | -71,9 | 2.758,9 | 1,4 | 2.760,3 |
| Transaktionen mitEigentümern | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Eigentümerzuschuss | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Dividenden | – | – | -306,0 | – | – | – | – | -306,0 | – | -306,0 |
| ÄnderungenKonsolidierungskreis | – | – | – | -0,3 | – | – | – | -0,3 | – | -0,3 |
| Gesamtergebnis | – | – | 380,4 | 0,5 | -2,3 | 6,3 | -1,4 | 383,5 | 0,3 | 383,8 |
| Stand 31.12.2016 =01.01.2017 | 250,0 | 1.644,3 | 969,8 | 36,5 | 2,5 | 6,3 | -73,3 | 2.836,1 | 1,7 | 2.837,8 |
| Transaktionen mitEigentümern | – | 18,1 | – | – | – | – | – | 18,1 | – | 18,1 |
| Eigentümerzuschuss | – | 18,1 | – | – | – | – | – | 18,1 | – | 18,1 |
| Dividenden | – | – | -285,2 | – | – | – | – | -285,2 | -0,3 | -285,5 |
| ÄnderungenKonsolidierungskreis | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Gesamtergebnis | – | – | 476,0 | 29,1 | -0,2 | -3,5 | -3,7 | 497,7 | 0,1 | 497,8 |
| Stand 31.12.2017 | 250,0 | 1.662,4 | 1.160,6 | 65,6 | 2,3 | 2,8 | -77,0 | 3.066,7 | 1,5 | 3.068,2 |
- Retained earnings reserve.
Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 32 Eigenkapital. Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach
IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Mio. EUR | [Notes] | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| I. Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nichtbeherrschenden Anteilen) | Gewinn- und Verlustrechnung | 476 | 381 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksamePosten und Überleitung auf den Cashflow aus operativerGeschäftstätigkeit | |||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen undZuschreibungen | [7], [8] | 139 | 44 |
| Veränderungen von Rückstellungen | [29] | 4 | 20 |
| Veränderungen anderer zahlungsunwirksamer Posten | -244 | -106 | |
| Veräußerungsergebnis aus dem Abgang vonFinanzanlagen, Sachanlagen und immateriellenVermögenswerten sowie Tochterunternehmen | [4], [5] | -15 | -33 |
| Gewinn- oder Verlustanteil an Unternehmen, die nachder Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern | Gewinn- und Verlustrechnung | -4 | -8 |
| Sonstige Anpassungen (i.W. erhaltene Zinsen abzüglichgezahlter Zinsen) | -791 | -733 | |
| Zwischensumme | -435 | -435 | |
| Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeitenaus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur umzahlungsunwirksame Bestandteile | |||
| Kredite und Forderungen gegenüber Kunden undKreditinstituten | -52 | 217 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (exklusiveInvestitionstätigkeit) | 590 | 189 | |
| Sonstige Vermögenswerte | -53 | -16 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden undKreditinstituten | 321 | -331 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (exklusiveFinanzierungstätigkeit) | -991 | 724 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 291 | 7 | |
| Erhaltene Zinsen | 1.075 | 1.066 | |
| Erhaltene Dividenden | Gewinn- und Verlustrechnung | 8 | 3 |
| Dividenden von Unternehmen, die nach der EquityMethode bilanziert werden | 6 | 3 | |
| Gezahlte Zinsen | -282 | -298 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -7 | -3 | |
| II. Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 471 | 1.126 | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von | |||
| Finanzanlagen | 1.742 | 1.158 | |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | – | 2 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von | |||
| Finanzanlagen | -1.215 | -1.694 | |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | [19], [20] | -66 | -54 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung vonTochterunternehmen | Cashflow aus dem Verkaufvon Tochterunternehmen | – | 91 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von assoziiertenUnternehmen | 11 | 5 | |
| Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbenerZahlungsmittel) | [37] | -493 | -83 |
| Sonstige Veränderungen | – | – |
| III.Cashflow aus Investitionstätigkeit | -21 | -575 | |
|---|---|---|---|
| Einzahlungen aus der Kapitalzufuhr | Entwicklung des Eigenkapitals | – | – |
| Einziehung Partizipationskapital | Entwicklung des Eigenkapitals | – | – |
| Dividendenzahlungen | Entwicklung des Eigenkapitals | -285 | -306 |
| Einzahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusiveerfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteterVerbindlichkeiten) | – | – | |
| Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten(inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewerteter Verbindlichkeiten) | -5 | -34 | |
| IV. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -290 | -340 | |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 1.020 | 809 | |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 471 | 1.126 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -21 | -575 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -290 | -340 | |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 1.180 | 1.020 | |
Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Finalisierung der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.45 aus dem Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 angepasst. Für Details verweisen wir auf Note 37.
Die Kapitalflussrechnung gibt über Stand und Entwicklung der Zahlungsmittel des Konzerns Auskunft. Sie zeigt den Mittelzufluss und -abfluss, aufgeteilt in operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Zentralnotenbanken.
Für die BAWAG P.S.K. ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten, einschließlich Veränderungen durch Cashflow und nicht zahlungswirksame Veränderungen gemäß IAS 7.44A
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten sind Verbindlichkeiten, bei denen Cashflows in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten eingestuft werden. In der BAWAG P.S.K. werden Cashflows aus dem Ergänzungs- und Nachrangkapital als Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten eingestuft (für Details zum Ergänzungsund Nachrangkapital verweisen wir auf Note 26). Die folgende Tabelle zeigt die Veränderungen des Ergänzungsund Nachrangkapitals in der Reportingperiode:
| in Mio. EUR | 01.01.2017 | ÄnderungKonsolidierungskreis | Zeitwertanpassung desGrundgeschäfts ausFair-ValueHedges | Bewertungseffekte vonzum ZeitwertbilanziertenfinanziellenVerbindlichkeiten | Tilgung bzw.zahlungswirksameVeränderung | Sonstige | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVerbindlichkeiten | |||||||
| Nachrang- und Ergänzungskapital | 109 | – | – | 5 | – | – | 114 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zufortgeführten Anschaffungskosten | |||||||
| Nachrang- und Ergänzungskapital | 464 | 12 | -11 | – | -5 | -1 | 459 |
Bezüglich der Veränderungen im Eigenkapital aus Dividendenzahlungen siehe die Angabe zur Entwicklung des Eigenkapitals.
Cashflow aus dem Verkauf von Tochterunternehmen
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Tochterunternehmen verkauft. Im Geschäftsjahr 2016 hat die BAWAG P.S.K. nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Genehmigungen ihre Anteile an der BAWAG Malta Bank Ltd. verkauft. Der Gewinn aus dem Verkauf wurde in der Zeile "Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" ausgewiesen.
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Verkaufserlös | – | 91 |
| Veräußerte Vermögenswerte | – | 87 |
| Finanzielle Vermögensgegenstände | – | 9 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | – | 78 |
| Veräußerte Schulden | – | – |
| Veräußertes Reinvermögen | – | 87 |
| Gewinn/Verlust aus dem Verkauf | – | 4 |
| Verkaufserlös | – | 91 |
| In den veräußerten Vermögenswerten enthaltene Zahlungsmittel | – | – |
| Erlöse aus dem Verkauf | – | 91 |
ANHANG (NOTES)
ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS
1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft (BAWAG P.S.K. AG) ist eine österreichische Bank, deren operatives Geschäft sich auf Österreich konzentriert, wobei die Bank auch in ausgewählten internationalen Märkten tätig ist. Der Sitz der Bank befindet sich in 1018 Wien, Georg-Coch-Platz 2.
Der Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 59a BWG und in Einklang mit der EG-Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 nach den Regeln der Standards (IFRS/IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Alle vom IASB in den International Financial Reporting Standards für den Jahresabschluss zum 31.12.2017 anwendbaren und veröffentlichten Standards, die von der EU übernommen wurden, wurden angewendet.
Grundlage des vorliegenden Konzernabschlusses der BAWAG P.S.K. nach IFRS bilden konzerneinheitlich nach IFRS aufgestellte Einzelabschlüsse zum 31. Dezember 2017 aller vollkonsolidierten Unternehmen. Assoziierte Unternehmen werden – soweit wesentlich – at-equity einbezogen.
Die Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß IFRS erfordert Annahmen und Schätzungen über wesentliche Einflussfaktoren auf den Geschäftsbetrieb. Diese Annahmen werden laufend überprüft und angepasst. Anpassungen werden jeweils in der aktuellen Periode bzw. bei längerfristigen Auswirkungen auch in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.
Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden durchgängig auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Geschäftsjahre angewendet, mit der Ausnahme, dass im Zuge des IFRS 9- Einführungsprojektes erstmalig Fair Values von nicht notierten AFS-Eigenkapitalinstrumenten gerechnet wurden. Diese wurden zum 31.12.2017 berücksichtigt.
Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 beibehalten, mit der im oberen Absatz erwähnten Ausnahme.
Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Millionen Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Konsolidierungskreis und -methoden
Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K.
Insgesamt umfasst der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 42 (2016: 34) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (2016: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden, im In- und Ausland. Im zweiten Quartal 2017 wurde die BV Vermögensverwaltung GmbH wegen Wesentlichkeit in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im dritten Quartal 2017 wurde die BAWAG P.S.K. Leasing GmbH ("BPL") als übertragende Gesellschaft auf die easyleasing GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Aufgrund der Verschmelzung ist die BPL per 30. September 2017 nicht mehr Teil des Konsolidierungskreises. Im Dezember 2017 wurden die Südwestbank AG, die SWB Immowert GmbH, die SWBI Darmstadt 1 GmbH, die SWBI Mainz 1 GmbH, die SWBI München 1 GmbH, die SWBI Stuttgart 1 GmbH, die SWBI Stuttgart 2 GmbH und die SWBI Stuttgart 3 GmbH erstkonsolidiert. Kriterien für die Einbeziehung waren im Sinne der Wesentlichkeit sowohl die Bilanzsumme als auch der Anteil am Gesamtergebnis des Konzerns. Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochterunternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war von untergeordneter Bedeutung. Unter Note 49 "Liste konsolidierter Tochterunternehmen" befindet sich eine Aufstellung aller vollkonsolidierten bzw. at-equity bewerteten Unternehmen.
Der Buchwert der assoziierten, nicht at-equity bewerteten Beteiligungen betrug am 31. Dezember 2017 16 Mio. EUR (2016: 19 Mio. EUR). Beherrschte Unternehmen mit einem Buchwert in Höhe von 27 Mio. EUR (2016: 22 Mio. EUR) werden nicht konsolidiert, da der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich ist.
Details zum Konsolidierungskreis und zu wesentlichen Änderungen im Beteiligungsportfolio werden in den Notes 49 und 50 dargestellt.
Für Unternehmenszusammenschlüsse wird nach IFRS 3 die Erwerbsmethode herangezogen. Dabei werden die Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen dem Wert des übernommenen Reinvermögens im Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Aktivierte Firmenwerte in Höhe von 1 Mio. EUR (2016: 1 Mio. EUR) werden in der Bilanz unter der Position "Geschäfts- und Firmenwerte" ausgewiesen. Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs, cash generating units) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt.
Der Firmenwert-Impairmenttest wird unter Anwendung des Value in Use für die betreffenden Einheiten durchgeführt.
Aktuell besteht ein Goodwill bei den juristischen Personen easybank AG (1 Mio. EUR), BAWAG P.S.K. Versicherung AG (9 Mio. EUR) und PSA Payment Services Austria GmbH (6 Mio. EUR) – die beiden letzten Gesellschaften werden at-equity einbezogen –, wobei diese die kleinsten CGUs darstellen, denen ein Goodwill zugeordnet werden kann.
Die easybank AG ist Teil des Segments easygroup, die BAWAG P.S.K. Versicherung AG und die PSA Payment Services Austria GmbH sind beide Teil des Segments Corporate Center.
Weiters wurden alle Beteiligungen untersucht, ob Indikatoren für eine dauerhafte oder wesentliche Wertminderung vorliegen. Sofern aufgrund der Indikatoren erforderlich, wurden Werthaltigkeitstests durchgeführt.
Jene Eigenkapitalinstrumente, die nicht konsolidiert wurden, werden gemäß IAS 39 bewertet und der Kategorie "Zur
Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.
Finanzinstrumente
Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag. Die BAWAG P.S.K. zieht zur Beurteilung eines "aktiven Marktes" eines Wertpapieres neben Minimumanforderungen (z.B. Emissionsgröße, Börsenotiz) Informationen aus Handelssystemen (quotierte Volumina, Häufigkeit der Preisstellung) zur Ermittlung der Markttiefe und Liquidität heran.
a) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Die Kategorie umfasst alle mit einer festen Laufzeit bzw. bestimmbaren Zahlungen ausgestatteten Finanzinstrumente, die dazu bestimmt sind, bis zum Ende der Laufzeit gehalten zu werden. Sofern Wertpapiere dieser Kategorie zugeordnet werden, hat die BAWAG P.S.K. sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit, diese Instrumente bis zur Endfälligkeit zu halten.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Falls am Ende der Berichtsperiode ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung vorliegt, wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ermittelt und, sofern dieser unter dem jeweiligen letzten Buchwert liegt, eine Abwertung vorgenommen. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrages werden die erwarteten zukünftigen Zahlungsüberschüsse mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz der Finanzanlage diskontiert. Verringert sich diese Wertminderung in Folgeperioden, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
Agios und Disagios von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Papieren verrechnet.
b) Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
Handelsbestand
Zu dieser Kategorie zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten (Fair Values) angesetzt. Sämtliche Derivate des Handels- und Bankbuches, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden dieser Kategorie zugeordnet. Die Handelspassiva umfassen Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften, Leerverkäufe und Repo-Geschäfte.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen, die nicht die Definition von Handelsaktiva und -passiva erfüllen, werden nach der Fair-Value-Option als zum Fair Value bewertet klassifiziert. Die BAWAG P.S.K. hat die Fair-Value-Option in folgenden Fällen angewendet:
- Vermeidung eines Accounting Mismatch
- Fest verzinste Eigene Emissionen, Wertpapiere und Darlehen, deren Fair Value zum Erwerbszeitpunkt durch Zinsderivate gesichert wurde;
- Anlageprodukte, deren Wertänderungsrisiko durch Derivate abgesichert wurde.
- Management auf Fair-Value-Basis
- Die Steuerung bestimmter festverzinslicher Wertpapiere und Darlehen erfolgt auf Basis ihres Fair Value durch das Strategische Asset Liability Committee, in dem auch Entscheidungen über die Höhe der offenen Zinsrisikoposition vorbereitet werden. Über die angeführten Positionen wird dem Vorstand regelmäßig berichtet.
- Vorliegen eingebetteter Derivate - Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten
c) Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten inklusive abgegrenzter Zinsen nach Abzug von Wertberichtigungen ausgewiesen.
Agios und Disagios werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Forderungen verrechnet.
Bearbeitungsgebühren werden unter Berücksichtigung der damit direkt zusammenhängenden Kosten auf die Laufzeit der Kredite im Zinsergebnis verteilt.
Hinsichtlich der Erfassung von Vorsorgen wird auf das Kapitel Risikovorsorge verwiesen.
d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Das sind jene finanziellen Vermögenswerte, die nicht als
- "Kredite und Forderungen",
- "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" oder
- "Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden", kategorisiert sind.
Neben den Wertpapieren, welche von der BAWAG P.S.K. der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet wurden, sind in diesem Bilanzposten die Anteilsrechte an nicht konsolidierten Gesellschaften ausgewiesen.
Die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus der Bewertung ergeben, werden so lange erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis (AFS-Rücklage) ausgewiesen, bis der Vermögenswert veräußert oder getilgt wird oder eine Wertminderung vorliegt. Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten" berücksichtigt. Die BAWAG P.S.K. vergleicht regelmäßig den Rückzahlungsbetrag der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente mit deren Buchwert, um mögliche Wertminderungen zu erkennen. Potentielle Wertminderungen werden vom verantwortlichen Bereich Risiko überprüft und – bei Wesentlichkeit – genehmigt. Zuschreibungen erfolgen bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung bei Schuldinstrumenten erfolgswirksam bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, bei zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten erfolgt die Zuschreibung erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis.
Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn objektive Hinweise (zum Beispiel Zahlungsverzögerungen) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstruments ist.
Agios und Disagios werden mittels Effektivzinssatzmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit
den Zinserträgen aus den entsprechenden Papieren verrechnet.
e) Finanzielle Verbindlichkeiten
Gemäß IAS 39 werden finanzielle Verpflichtungen, die nicht zu Handelszwecken bestimmt sind oder
- der Position "Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden" zugeordnet werden,
- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Umklassifizierungen
Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "Kredite und Forderungen"
Finanzielle Vermögenswerte können aus der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" in die Kategorie "Kredite und Forderungen" umgegliedert werden, wenn
- der finanzielle Vermögenswert am Umgliederungsstichtag und am Tag des erstmaligen Ansatzes die Definition für die Kategorie "Kredite und Forderungen" gemäß IAS 39 erfüllt und
- am Umwidmungsstichtag die Möglichkeit und die Absicht des Managements bestehen, die umgewidmeten Vermögenswerte auf absehbare Zeit zu halten.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Umgliederungsstichtag umgebucht. Der beizulegende Zeitwert des Finanzinstruments am Umwidmungsstichtag repräsentiert danach die neuen fortgeführten Anschaffungskosten des Instruments. Die erwarteten Cashflows des Finanzinstruments werden am Umbuchungsstichtag geschätzt und diese Schätzungen werden zur Berechnung der neuen Effektivverzinsung der Instrumente verwendet. Erhöhen sich zu einem späteren Zeitpunkt die erwarteten zukünftigen Cashflows der umgegliederten Vermögenswerte aufgrund einer Werterholung, wird der Effekt dieser Erhöhung als Anpassung der Effektivverzinsung und nicht als Anpassung des Buchwerts zum Zeitpunkt der Änderung der Schätzung berücksichtigt. Bei einem anschließenden Rückgang der erwarteten zukünftigen Cashflows wird der Vermögenswert auf Vorliegen einer Wertminderung analysiert und im Rahmen der Bewertungsregeln für die Kategorie "Kredite und Forderungen" bewertet.
Bei Instrumenten, die aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "Kredite und Forderungen" umgegliedert wurden, wird der im "Sonstigen Ergebnis" erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust anschließend über die verbleibende Laufzeit des Instruments verteilt und als Zinsertrag oder Zinsaufwand erfasst. Wenn später eine Wertminderung des Instruments vorliegt, wird der an diesem Stichtag im "Sonstigen Ergebnis" ausgewiesene unrealisierte Verlust des Instruments sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten" erfasst.
Details zu den von der BAWAG P.S.K. umgegliederten Vermögenswerten werden in Note 16 dargestellt.
Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen"
Finanzielle Vermögenswerte können aus der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umgegliedert werden, wenn am Umwidmungsstichtag die Möglichkeit und die Absicht des Managements bestehen, die umgewidmeten Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit zu halten.
Weiters besteht die Möglichkeit, "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" nach Ablauf der zweijährigen Sperrfrist, welche besteht, wenn mehr als ein geringfügiger Anteil der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen verkauft oder umgegliedert wurde, in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umzugliedern.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Umgliederungsstichtag umgebucht. Der beizulegende Zeitwert des Finanzinstruments am Umwidmungsstichtag repräsentiert danach die neuen fortgeführten Anschaffungskosten des Instruments. Die erwarteten Cashflows des Finanzinstruments werden am Umbuchungsstichtag geschätzt und diese Schätzungen werden zur Berechnung der neuen Effektivverzinsung der Instrumente verwendet. Erhöhen sich zu einem späteren Zeitpunkt die erwarteten zukünftigen Cashflows der umgegliederten Vermögenswerte aufgrund einer Werterholung, wird der Effekt dieser Erhöhung als Anpassung der Effektivverzinsung und nicht als Anpassung des Buchwerts zum Zeitpunkt der Änderung der Schätzung berücksichtigt. Bei einem anschließenden Rückgang der erwarteten zukünftigen Cashflows wird der Vermögenswert auf Vorliegen einer Wertminderung analysiert und im Rahmen der Bewertungsregeln für die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" bewertet.
Bei Instrumenten, die aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umgegliedert wurden, wird der im "Sonstigen Ergebnis" erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust anschließend über die verbleibende Laufzeit des Instruments verteilt und als Zinsertrag oder Zinsaufwand erfasst. Wenn später eine Wertminderung des Instruments vorliegt, wird der an diesem Stichtag im "Sonstigen Ergebnis" ausgewiesene unrealisierte Verlust des Instruments sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten" erfasst.
Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar"
IAS 39 bzw. seine Interpretationen sehen vor, dass Finanzinstrumente der Kategorie "Kredite und Forderungen" in die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" gegliedert werden können, wenn diese Finanzinstrumente nach der erstmaligen Erfassung an einem aktiven Markt gehandelt werden und somit die Voraussetzung für eine Klassifizierung als "Kredite und Forderungen" nicht mehr zutrifft.
Im Falle einer Umklassifizierung in "Zur Veräußerung verfügbar" wird eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen, wobei eine Differenz zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im "Sonstigen Ergebnis" (AFS-Rücklage) erfasst wird.
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
Nach den allgemeinen Regelungen werden Derivate als Handelsaktiva oder Handelspassiva klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Das Bewertungsergebnis wird in der Position "Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" als Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand ausgewiesen. Werden Derivate zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften eingesetzt, wendet die BAWAG P.S.K. bei Erfüllung der Voraussetzungen gemäß IAS 39 Hedge Accounting (Bilanzierung von Sicherungsgeschäften) an.
Zu Beginn des Hedge Accountings werden die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die Ziele des Risikomanagements und die Methode zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung dokumentiert. Die BAWAG P.S.K. überprüft am Beginn der Sicherungsbeziehung sowie an jedem Bilanzstichtag, ob die Kompensation der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte aus Grund- und Sicherungsgeschäften in Bezug auf das abgesicherte Risiko in hohem Maße effektiv ist.
Bei Vorliegen von effektiven Sicherungsbeziehungen, die zur Verringerung des Marktwertrisikos eingesetzt werden, wendet die BAWAG P.S.K. Fair-Value-Hedge-Accounting an.
Mikro-Fair-Value-Hedge
Beim Mikro-Fair-Value-Hedge wird ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit oder eine Gruppe von gleichartigen finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Marktwertänderungen abgesichert. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" erfasst. Dabei wird das Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum Fair Value angesetzt und das Grundgeschäft um jene Fair-Value-Änderungen erfolgswirksam fortgeschrieben, die sich in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergeben.
Sobald das Sicherungsgeschäft veräußert, ausgeübt oder fällig wird oder wenn die Voraussetzungen für die Qualifikation zum Hedge Accounting nicht mehr erfüllt sind, wird die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung beendet.
Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte Bewertungsanpassungen des Grundgeschäfts werden über die Restlaufzeit verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für andere Arten von Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise bei Veräußerung oder anderweitiger Ausbuchung der durch eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden die Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts bei der Ermittlung des bei Ausbuchung realisierten Gewinnes oder Verlustes berücksichtigt.
Portfolio-Fair-Value-Hedge
Die BAWAG P.S.K. wendet die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken an. Im Rahmen der Bilanzierung hat der Konzern die Sichteinlagen in Euro als Portfolio identifiziert, das gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden soll. Diese werden entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder eingeteilt. Als Grundgeschäft für den Portfolio-Fair-Value-Hedge bestimmt die BAWAG P.S.K. aus dem identifizierten Portfolio einen Betrag von Verbindlichkeiten, der dem abzusichernden Betrag entspricht. Die Zu- und Abgänge werden unter Anwendung der Bodensatzmethode ("Bottom-Layer-Approach") zunächst dem nicht designierten Teil des identifizierten Portfolios zugeordnet. Die BAWAG P.S.K. wendet hierbei den EU-Carve-out zu IAS 39 an, der es ermöglicht, Sichteinlagen und ähnliche Instrumente auf Basis der erwarteten Abhebungs- und Fälligkeitstermine als Bestandteil einer Sicherungsbeziehung zu designieren. Der EU-Carve-out zu IAS 39 ermöglicht auch die Anwendung der Bodensatzmethode.
Für die bilanzielle Abbildung werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen sind, als separater Bilanzposten unter Bewertungsanpassungen für gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Portfolien in der Bilanz erfasst. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" erfasst.
Cashflow Hedge
Seit Jänner 2016 wendet die BAWAG P.S.K. die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an.
Die BAWAG P.S.K. hat zukünftige Margeneinkünfte aus GBPund USD-Vermögenswerten als Grundgeschäfte identifiziert, welche gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus der Veränderung von Fremdwährungskursen abzusichern sind.
IAS 39 erlaubt Teile von hochwahrscheinlichen Zahlungsströmen als Grundgeschäft zu designieren. Die BAWAG
P.S.K. widmet jeweils die ersten Zahlungsströme für eine definierte Zeitperiode als Grundgeschäft.
Die Veränderungen aus dem beizulegenden Zeitwert der Sicherungsinstrumente werden in der Gesamtergebnisrechnung unter "Cashflow-Hedge-Rücklage" gezeigt. Hätte die BAWAG P.S.K. 2017 die Bestimmungen des Cashflow Hedge nicht angewandt, wäre ein Verlust von 4,7 Mio. EUR (2016: Gewinn von 8,4 Mio. EUR) in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" ausgewiesen worden.
Risikovorsorge
An jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte gilt als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:
- objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des Finanzinstruments und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist ("Verlustereignis"),
- das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und
- eine verlässliche Schätzung des Betrags vorgenommen werden kann.
Die Wertberichtigungen umfassen die Risikovorsorgen für Ausfälle im Kreditgeschäft oder aus Gegenparteirisiken durch Einzel- und pauschalierte Individualvorsorgen auf Basis von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft werden in der Bilanz mit den entsprechenden Forderungen saldiert. Vorsorgen für außerbilanzielle Kreditgeschäfte werden als Rückstellungen ausgewiesen.
Damit das Management beurteilen kann, ob auf individueller Ebene ein Verlustereignis eingetreten ist, werden alle bedeutsamen Kreditbeziehungen in regelmäßigen Zeitabständen überprüft. Dabei werden aktuelle Informationen und kontrahentenbezogene Ereignisse wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbrüche, die sich beispielsweise im Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen äußern, berücksichtigt.
Die Risikovorsorge für individuell bedeutsame Bonitätsrisiken wird unter Abschätzung der erwarteten zukünftigen Rückflüsse nach den Einschätzungen der Kreditrisikomanager vorgenommen. Für individuell nicht bedeutsame Bonitätsrisiken werden in Abhängigkeit von Überfälligkeiten und auf Basis von Erfahrungswerten Vorsorgen mit pauschalen Prozentsätzen gebildet.
In der Kompetenz- und Pouvoirordnung ist der Genehmigungsvorgang für die Abschreibung und den Verzicht geregelt. Ausbuchungen erfolgen in Abstimmung mit den jeweiligen Fachbereichen, wenn die Betreibung der Forderung ergebnislos verlaufen ist oder wenn keine Absicht besteht, die Betreibung aktiv fortzusetzen.
Für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste wird eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis ermittelt (IAS 39 AG 89). Die IBNR-Portfoliowertberichtigung wird für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen des Konzernkreditportfolios inklusive Wertpapieren gebildet. Ausgenommen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete Positionen. Für Kredite mit Tilgungsträgern, bei denen es sich hauptsächlich um Fremdwährungskredite handelt, wird eine Vorsorge auf Basis der Deckungslücke gebildet. Die Berechnung der IBNR orientiert sich am regulatorischen Expected-Loss-Modell. Der tatsächlich eingetretene Verlust wird aus dem erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer vom Eintritt bis zum Bekanntwerden des Verlustes ("Loss Identification Period" – LIP) abgeleitet. Dazu werden homogene Gruppen mit vergleichbaren Ausfallsrisikomerkmalen gebildet (IAS 39 AG 87). Diese Gruppenbildung basiert auf den Forderungsklassen Banken, Unternehmen, Öffentlicher Sektor und Retail. Der LIP-Faktor wird für jedes Segment ermittelt. Basis ist die durchschnittliche Zeitdauer bis zum Erkennen des 90-Tage-Zahlungsverzugs aufgrund der (gemäß den Tilgungsplänen) erwarteten Zahlungseingänge, berechnet als exposuregewichteter Durchschnitt in Monaten. In Abhängigkeit von den Risikoüberwachungsprozessen wird eine geringere LIP-Dauer als die auf Basis der erwarteten Cashflows errechnete angenommen. Für Details siehe Note 8, 16 und 54.
Finanzgarantien
Finanzgarantien sind vertragliche Vereinbarungen, die den Garantiegeber dazu verpflichten, bestimmte Zahlungen zu leisten, um den Garantienehmer für einen Verlust zu entschädigen, der dadurch entsteht, dass ein bestimmter
Schuldner unter den Bedingungen eines Schuldtitels fällige Zahlungen nicht leistet.
Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit begibt die BAWAG P.S.K. Finanzgarantien. Die Erstbewertung der Finanzgarantie erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Im Rahmen der Folgebewertung wird überprüft, ob eine Rückstellung gemäß IAS 37 erforderlich ist.
Ist die BAWAG P.S.K. Garantienehmer, wird die Finanzgarantie nicht in der Bilanz erfasst, jedoch als Sicherheit berücksichtigt, wenn eine Wertminderung der garantierten Vermögenswerte beurteilt wird. Für Details siehe Note 29.
Methoden der Fair-Value-Ermittlung von Finanzinstrumenten
Derivate
Für die Bewertung von börsengehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futureoptionen, werden Börsenkurse herangezogen. Details werden im Anhang unter Note 33 dargestellt. Einige grundsätzliche Angaben seien vorangestellt:
Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain-Vanilla-OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.
Für Positionen des Handelsbuches werden die Schließkosten der Position (Bid/Ask Spreads) auf Nettobasis regelmäßig berechnet und verbucht.
Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Barwerten der fixen und der variablen Seite des Swaps. Bei Cross Currency Swaps (CCS) wird ebenso pro Leg der Barwert in der jeweiligen Transaktionswährung ermittelt, der dann in die funktionale Währung der Konzerngesellschaft umgerechnet und summiert wird.
Bei Devisentermingeschäften wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und daraus der Wert errechnet.
Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffie-Singleton-Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread Curve die Default Probability Curve (Hazard Rate) ermittelt, mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung des Protection und des Premium Legs.
Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten ein Credit (CVA) bzw. ein Debt Value Adjustment (DVA). Grundsätzlich werden, falls verfügbar, liquide Credit-Default-Swap(CDS)-Spreads zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verwertungsquote (REC) herangezogen. Ist dies nicht möglich, werden äquivalente Segmente des CDS-Marktes verwendet.
Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE (Expected Positive/Negative Exposure) ein "Marktwert + Add-on"-Modell verwendet. Die Add-on-Berechnung erfolgt für jede Geschäftsart und Währung getrennt und wird grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern abgeleitet.
Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.
Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten-PD und -Verlustquote (1-REC) sowie dem EPE bestimmt sich der CVA, bzw. aus der BAWAG P.S.K.-PD und -Verlustquote sowie dem ENE der DVA.
Sofern die Risikoabschlagsrate nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird diese vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Non-Payment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.
Zur Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, deren Parameter nicht von Markttransaktionen abgeleitet werden können, wird der erwartete Cashflow (samt Verzugszinsen, sofern vertraglich vereinbart) wahrscheinlichkeitsgewichtet und auf den Tag der Wertermittlung abgezinst. Sind die rechtliche Entstehung der Forderung oder ihr Fortbestand im Hinblick auf eventuelle Nichtigkeitsgründe oder eine
Anfechtung streitig, werden diese rechtlichen Bedenken somit im Rahmen der Bewertung berücksichtigt.
Im Falle einer Auflösung (Close-out) eines derivativen Geschäfts mit einem Kunden verändert sich die Art der Forderung der BAWAG P.S.K. Vor der Vertragsauflösung handelte es sich bei dem Vermögenswert um ein Derivat, nach dem Close-out um eine vertragliche Forderung, deren Höhe sich nicht mehr in Abhängigkeit von Marktparametern ändert. Die Forderung erfüllt daher nicht mehr die Definition eines Derivats gemäß IAS 39.9.
Durch die vorzeitige Beendigung eines Derivatgeschäfts wird die Variabilität der Zahlungsströme in Bezug auf Höhe und Eintrittszeitpunkt wesentlich verändert und das ursprüngliche Derivat durch einen neuen Vermögenswert ersetzt. Dessen erstmaliger Ansatz erfolgt nach IAS 39.43 zum Fair Value. Der Fair Value entspricht dem Buchwert des Derivats zum Zeitpunkt der Vertragsauflösung, welcher dabei auch sämtliche bis zum Zeitpunkt der Auflösung (Close-out) vorgenommene Bewertungsanpassungen umfasst. Eine aus der Vertragsauflösung entstandene Forderung erfüllt die Voraussetzungen nach IAS 39.9 zur Einordnung in die Kategorie "Kredite und Forderungen".
Diese Vorgehensweise wurde in Anlehnung an IAS 39.40 und IAS 39.21 gewählt, da in IAS 39 keine expliziten Regelungen bestehen, wie vorzugehen ist, wenn ein Finanzinstrument zunächst die Merkmale eines Derivats erfüllt und in späterer Folge diese Merkmale nicht mehr erfüllt werden. Solche Regelungslücken sind gemäß IAS 8.10 bis 8.12 durch Anwendung einer ähnlichen Regelung in den IFRS und unter Bedachtnahme auf das Framework zu schließen.
Die oben beschriebene Vorgehensweise wurde bei der Transaktion mit der Stadt Linz im Jahr 2011 angewendet.
Credit Linked Notes
Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Schuldverschreibungen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) auch das Ausfallsrisiko einer oder mehrerer weiterer Referenzanleihen tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bondbzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon sowie der Restlaufzeit.
Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.
Bewertung der Asset Backed Investments
Jede Position des Collateralized-Loan-Obligation (CLO)- Portfolios der BAWAG P.S.K. unterliegt den monatlichen Bewertungen, die auf Basis des Bewertungstools von Moody's Analytics durchgeführt werden. Der Bewertungsprozess wird innerhalb der CDOnet-Funktionalität von Moody's Structured Finance Solutions auf Basis der Barwertmethodik durchgeführt. Das Modell verwendet die bereits in Moody's Structured Finance verfügbaren Inputs (z. B. Cashflows, originäre Spreads für jede Tranche, Weighted Average Maturity usw.) sowie zusätzliche Parameter (hauptsächlich die Spreads für die Diskontierung am relevanten Bewertungstag), die unabhängig vom Marktrisiko aus vergleichbaren CLO-Tranchen (in Bezug auf Bonität, CLO-Art, durchschnittliche Subordination usw.) abgeleitet werden. Als Quelle für aktuelle Diskontierungsspreads werden einerseits das Moody's Structured Finance Portal, andrerseits weitere externe Datenquellen (z.B. Wells Fargo Securities) herangezogen.
Fair Value von Beteiligungen
Zur Ermittlung des Fair Value der Beteiligungen wurden die geplanten Vorsteuerergebnisse um den nominellen Steuersatz vermindert und anschließend für die Barwertermittlung mit dem jeweils der Beteiligung zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Der implizite Diskontierungssatz vor Steuern wird anschließend aus den geplanten Vorsteuerergebnissen und dem oben erläuterten Bewertungsergebnis als Zielgröße abgeleitet.
Zur Bewertung des Beteiligungsunternehmens wurden die geplanten Nachsteuerergebnisse herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst.
Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%.
Der Diskontierungssatz vor Steuern wird aus den Komponenten risikoloser Basiszinssatz, länderspezifische Marktrisikoprämie sowie Betafaktor ermittelt. Zum 31. Dezember 2017 werden folgende Werte herangezogen:
- Als risikoloser Basiszinssatz (1,33%) wird die gemäß der Svensson-Methode aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Parametern errechnete 30 jährige Spotrate herangezogen.
- Als Quelle für die länderspezifische Marktrisikoprämie (6,92% für Österreich) dient die Damodaran-Homepage in Verbindung mit der Empfehlung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, in der die Arbeitsgruppe "Unternehmensbewertung" eine Bandbreite von 5,5 bis 7% vorgibt. Für Österreich wurde eine Marktrisikoprämie von 6,92% gewählt.
- Bei der Ermittlung des Betafaktors für Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen (0,98) wird der Mittelwert des wöchentlichen Zweijahresdurchschnitts von zehn auf europäischen Börsen notierenden Banken mit Schwerpunkt Retail-Geschäft herangezogen. Als Quelle dient hierfür Bloomberg. Für die Peer Group qualifizieren sich nur Banken mit einem R² (Determinationskoeffizient) von zumindest 0,15. Der Betafaktor für Nichtbanken beträgt 1,0 (ausgenommen für Börsen mit einem Betafaktor von 0,86), welcher eine spezifische Größe für Nichtbanken und kein allgemeines Marktrisiko darstellt.
Unter Zugrundelegung der oben angeführten Prämissen wurde im Berichtsjahr für die Beteiligungen ein Fair Value gemäß IFRS 13 errechnet.
Bei der Beurteilung unseres Anteils an der BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft haben wir auf Embedded Value und eine Schätzung des Future Values abgestellt.
Übertragung von Finanzinstrumenten
Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, sobald die wirtschaftlichen Ergebnisse aus dem Finanzinstrument dem Konzern nicht mehr zustehen, d.h. regelmäßig dann, wenn die Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument auf einen Dritten durch Ausübung, Veräußerung oder Abtretung übergehen bzw. der Konzern die Verfügungsmacht verloren hat oder wenn die Rechte verfallen.
Bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen die BAWAG P.S.K. maßgebliche Rechte und Verpflichtungen zurückbehalten hat, erfolgt weiterhin ein Ausweis in der Konzernbilanz.
Eine Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung beglichen oder aufgehoben wird.
Pensionsgeschäfte sind Verträge, durch die finanzielle Vermögenswerte gegen Zahlung eines Betrages übertragen werden und in denen gleichzeitig vereinbart wird, dass die finanziellen Vermögenswerte später gegen Entrichtung eines im Voraus vereinbarten Betrages an den Pensionsgeber zurückübertragen werden müssen. Die finanziellen Vermögenswerte verbleiben weiterhin in der Bilanz der BAWAG P.S.K. und werden nach den für den jeweiligen Bilanzposten geltenden Regeln bewertet. Die aus den Liquiditätszuflüssen aus den Pensionsgeschäften resultierenden Verpflichtungen werden, je nach Zweck des Geschäftes, in den Handelspassiva oder in der Position "Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen" ausgewiesen.
Bei Reverse-Repo-Geschäften werden finanzielle Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs gegen Entgelt erworben.
Als Wertpapierleihe werden Geschäfte bezeichnet, bei denen vom Verleiher Wertpapiere an den Entleiher übereignet werden mit der Verpflichtung, dass der Entleiher nach Ablauf der vereinbarten Zeit Papiere gleicher Art, Güte und Menge zurücküberträgt und für die Dauer der Leihe ein Entgelt entrichtet. Die Bilanzierung der verliehenen Wertpapiere erfolgt analog zu Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere im Wertpapierbestand des Konzerns und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Bei Wertpapierleihegeschäften sind regelmäßig Sicherheiten zu stellen. Vom Entleiher gestellte Wertpapiersicherheiten werden von diesem weiterhin bilanziert.
Immaterielles Anlagevermögen, Sachanlagen
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden insbesondere erworbene Geschäfts- und Firmenwerte und damit verbundene immaterielle Vermögenswerte wie Markennamen und Kundenbeziehungen sowie sonstige erworbene sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (vor allem Software) sowie aktivierte Projekte gemäß IAS 38 ausgewiesen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mit den Anschaffungskosten abzüglich
Wertminderungen angesetzt. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibung und Wertminderungen. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 1,3% bis 4,0%, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung reichen sie von 5% bis 84,2%. Die erworbene und selbst erstellte Software, andere immaterielle Vermögenswerte und Rechte (mit Ausnahme der Firmenwerte und des Markennamens) werden mit 4,63% bis 100,0% abgeschrieben. Die hohen Abschreibungssätze sind auf die erstmalige Konsolidierung der Südwestbank zurückzuführen, da auf die Restnutzungsdauer des Anlagevermögens ab Closing-Zeitpunkt abgeschrieben wird. Kundenbeziehungen werden linear über durchschnittlich 8–30 Jahre (2016: 33 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode und -dauer werden jährlich gemäß IAS 38 überprüft. Für Details siehe Note 20.
Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst.
Entwicklungskosten für selbst erstellte Software werden aktiviert, wenn die technische Umsetzbarkeit gegeben ist, die Absicht zur Fertigstellung der Software besteht, zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt werden kann und die angefallenen Kosten verlässlich ermittelt werden können. Aufwendungen für Vorstudien (Forschungskosten) werden nicht aktiviert.
Vermietete Grundstücke und Gebäude
Unter "Vermietete Grundstücke und Gebäude" werden jene Liegenschaften ausgewiesen, die gemäß IAS 40.5 die Kriterien einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (Investment Properties) erfüllen. Das sind jene Liegenschaften, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. Einige Liegenschaften werden auch in geringem Maße selbst genutzt. Da diese Teile jedoch nicht gesondert verkauft werden können und gemäß IAS 40.10 unbedeutend sind, werden diese als Gesamtes unter der Position "Vermietete Grundstücke und Gebäude" ausgewiesen.
Die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden, die als Investment gehalten werden (Investment Properties), erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung für das Gebäude und
abzüglich Wertminderungen (IAS 40). Die Abschreibungssätze liegen bei 2% bis 3%. Für Details siehe Note 19.
Wertminderungstests
Bei immateriellen Vermögenswerten und bei Sachanlagen wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern diese vorliegen, wird hierbei der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert und Nettoveräußerungspreis. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, wird gemäß IAS 36 eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages vorgenommen. Details zu Wertminderungen und Aufwertungen finden sich unter Note 8.
Bei Immobiliengesellschaften und eigenen Immobilien wird auf den aktuell geschätzten Marktwert der Immobilien abgestellt. Externe Gutachten werden üblicherweise alle 3 Jahre erneuert.
Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGU) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Impairmenttest nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt.
Leasing
Ein Leasinggeschäft wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Operating-Leasing-Verhältnis solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Die Details hierzu finden sich unter Note 47.
BAWAG P.S.K. als Leasinggeber
Im Falle von Finanzierungsleasing (Finance Lease) werden die Forderungen gegenüber den Leasingnehmern in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung etwaiger Restwerte ausgewiesen.
Hingegen erfolgt im Falle von operativem Leasing (Operating Lease), bei dem die BAWAG P.S.K. als Eigentümer alle Rechte und Pflichten an dem Leasinggegenstand behält, der Ausweis unter den Sachanlagen. Für den jeweiligen Leasinggegenstand wird eine entsprechende Abschreibung geltend gemacht.
Die Leasingzahlungen für Operating Lease und die Zinszahlungen für Finance Lease werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Für die BAWAG P.S.K. stellt Operating Leasing ein unwesentliches Geschäftsfeld dar.
BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer
Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.
Finanzierungsleasingverträge, bei denen die BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.
Ertragsteuern und latente Steuern
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses rechtlich verbindlich sind.
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen und deren jeweiligen steuerlichen Wertansätzen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.
Dem Ergebnis zuzurechnende Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns in der Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" ausgewiesen und in den Erläuterungen in laufende und latente Ertragsteuern unterteilt. Sonstige, nicht ertragsabhängige Steuern werden in der Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" ausgewiesen.
Gemäß IAS 12.34 ist auf steuerliche Verlustvorträge, die durch Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen voraussichtlich steuerlich genutzt werden können, ein latenter Steueranspruch abzugrenzen. Zum 31. Dezember 2017 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 338 Mio. EUR (2016: 594 Mio.
EUR), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 44 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 0 Mio. EUR (2016: 5 Mio. EUR), somit insgesamt 382 Mio. EUR (2016: 599 Mio. EUR). Die BAWAG Group AG ist Gruppenträger der Steuergruppe, aber nicht Teil des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der Gegenstand dieses Konzernberichts ist.
Die Überprüfung der Verwertungsmöglichkeit der steuerlichen Verlustvorträge und der aktivierten latenten Steuerforderungen erfolgte auf Basis der Langfristplanung des Konzerns unter Berücksichtigung eines Planungszeitraumes von 5 Jahren. Der erwartete Verbrauch an Verlustvorträgen auf Ebene der BAWAG P.S.K. beträgt 382 Mio. EUR (2016: 599 Mio. EUR). Es werden daher im BAWAG P.S.K. Konzern latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge von rund 96 Mio. EUR (2016:150 Mio. EUR) ausgewiesen. Würden die prognostizierten steuerlichen Ergebnisse um 10% von den Schätzungen des Managements abweichen, würden sich, wenn sich die Ergebnisse verbessern, die aktivierten latenten Steuerforderungen nicht verändern (2016: nicht verändern). Würden sich die prognostizierten Ergebnisse verschlechtern, würden sich die aktivierten latenten Steuerforderungen ebenfalls nicht verändern (2016: nicht verändern).
Es besteht eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Group AG (vormals BAWAG Holding GmbH) als Gruppenträger. Zum 31. Dezember 2017 beinhaltete die Steuergruppe zusätzlich zum Gruppenträger 24 inländische, in diesem Abschluss konsolidierte und nicht konsolidierte Gruppenmitglieder (2016: 21 Gruppenmitglieder). Eine Steuerumlagevereinbarung wurde abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Verteilungsmethode gewählt. Bei dieser Methode wird vom Steuerergebnis der ganzen Gruppe ausgegangen. Die Steuer wird über Steuerumlagen im Verhältnis der steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder auf die Mitglieder mit positivem steuerlichen Ergebnis verteilt. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird berücksichtigt. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten hat, ist der Gruppenträger berechtigt, die Gruppenmitglieder verursachungsgemäß mit der anteilig auf sie entfallenden Mindestkörperschaftsteuer zu belasten.
Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit Wirkung 1.1.2018 zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine neue Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Belastungsmethode gewählt. Diese Methode fingiert die steuerliche Selbstständigkeit des einzelnen Gruppenmitglieds. Das Gruppenmitglied wird verpflichtet, unabhängig vom gesamten Gruppenergebnis eine Steuerumlage in Höhe des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes vom steuerlichen Gewinn zu entrichten. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt bzw. evident gehalten. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu tragen hat, wird dafür keine Steuerumlage verrechnet. Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitglieds für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen.
Weiters wurde in der neuen Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung festgelegt, dass der Gruppenträger auf die Nachverrechnung von Steuerumlagen für Zeiträume vor dem 1.1.2018 verzichtet. Interne Verlustvorträge aus Zeiträumen vor dem 1.1.2018 werden fortgeführt.
In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden aufgrund des negativen steuerlichen Gruppenergebnisses keine Steuerumlagen auf die in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitglieder verteilt.
Ein Austritt der BAWAG P.S.K. aus der Steuergruppe bzw. sämtlicher anderer Gruppenmitglieder – mit Ausnahme der Neuzugänge 2016 und 2017 – würde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31. Dezember 2017 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist. Bei den in den Jahren 2016 und 2017 der Gruppe neu beigetretenen Gruppenmitgliedern würde sich eine Körperschaftsteuer-Nachzahlung von rund 8 Mio. EUR (2016: 5 Mio. EUR) ergeben.
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.
Der Barwert der zum Bewertungsstichtag bestehenden Ansprüche wird aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung eines angemessenen Abzinsungssatzes und zu erwartender Steigerungsraten der Gehälter und Pensionen berechnet und als Rückstellung in der Konzernbilanz ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden im selben Geschäftsjahr zur Gänze im "Sonstigen Ergebnis" erfasst
Die wesentlichsten der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Parameter sind:
Parameter für Pensionsverpflichtungen
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 1,60% p.a. | 1,75% p.a. |
| Rentendynamik | 1,50% p.a. | 1,50% p.a. |
| Fluktuationsabschlag | 0%−3,74% p.a. | 0%−3,74% p.a. |
Parameter für Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 1,60% p.a. | 1,75% p.a. |
| Gehaltsdynamik Abfertigungen | 3,10% p.a. | 3,10% p.a. |
| Gehaltsdynamik Jubiläumsgelder | 2,80% p.a. | 2,80% p.a. |
| Fluktuationsabschlag Abfertigungen | 0%−0,34% p.a. | 0%−2,14% p.a. |
| Fluktuationsabschlag Jubiläumsgelder | 0%−9,75% p.a. | 0%−9,75% p.a. |
| Pensionsalter | 60–65 Jahre1) | 57–65 Jahre1) |
- Angenommen wurde jeweils individuell das frühestmögliche Pensionsalter gemäß ASVG/APG-Bestimmungen (exkl. Korridorpensionen).
Der im Jahr 2017 verwendete Rechnungszinssatz wurde im Vergleich zum Vorjahr von 1,75% auf 1,60% angepasst.
Bei der Berechnung der Sozialkapitalrückstellungen wurden die Generationensterbetafeln "AVÖ 2008-P-Angestellte" berücksichtigt.
Nicht alle leitenden Angestellten haben eine Pensionszusage. Die leitenden Angestellten, die über eine Pensionszusage verfügen, haben Ansprüche aufgrund der Pensionsreform 1961 oder eine individuelle Zusage. Für alle Mitarbeiter besteht gemäß Pensionskassen-Kollektivvertrag eine Anwartschaft auf eine Pensionskassen-Pension (Anwartschaftsbarwertverfahren).
Die in der BAWAG P.S.K. bestehenden Altersversorgungspläne, die aufgrund von leistungsorientierten Zusagen vollständig über Rückstellungen finanziert sind, entfallen zum überwiegenden Teil auf Pensionsansprüche und Pensionsanwartschaften von Mitarbeitern der BAWAG P.S.K. AG. Die von der Pensionskasse bekannt gegebenen zugeordneten Vermögensteile, welche für bestimmte Begünstigte eingerichtet wurden, werden auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.
Durch die Altersversorgungspläne ist die BAWAG P.S.K. versicherungstechnischen Risiken wie dem Zinsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko ausgesetzt.
Die Pensionsansprüche eines Großteils der Mitarbeiter werden von der BONUS Pensionskassen AG bzw. der Bundespensionskasse AG abgedeckt (beitragsorientierte Ansprüche). Die Zahlungen an die Pensionskasse werden in der laufenden Periode als Aufwand erfasst, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht. Beiträge an Pensionskassen für beitragsorientierte Pläne betrugen in 2017 16,0 Mio. EUR (2016: 6,6 Mio. EUR).
Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Für Details siehe Note 29.
Anteilsbasierte Vergütungen
Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten die Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine anteilsbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten der BAWAG Group AG (sog. Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente). Die Bilanzierung erfolgt nach IFRS 2.
Die Kosten von Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zu dem Zeitpunkt bewertet, zu dem die Gewährung erfolgt.
Diese Kosten werden, zusammen mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals (andere Kapitalrücklage), über den Zeitraum, in dem die DT- und gegebenenfalls die Leistungsbedingungen (beim aktuellen Programm nicht relevant) erfüllt werden (Erdienungszeitraum), in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtzeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung des Konzerns in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, beurteilt. Marktabhängige Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt. Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen – aber ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung – werden als Nicht-Ausübungsbedingungen angesehen. Nicht-Ausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung einer Vergütungsvereinbarung, sofern nicht auch Dienstund/oder Leistungsbedingungen bestehen.
Für Vergütungsvereinbarungen, die nicht mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, da marktunabhängige Leistungs- und/oder Dienstzeitbedingungen nicht erfüllt wurden (in unserem Fall sind nur Dienstzeitbedingungen relevant), wird kein Aufwand erfasst. Wenn Vergütungsvereinbarungen eine Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung beinhalten, werden die Transaktionen unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung erfüllt ist, als zugeteilt betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.
Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe des beizulegenden Zeitwerts der nicht geänderten Vergütungsvereinbarung zum Gewährungsdatum erfasst, sofern die ursprünglichen Bedingungen der Vergütungsvereinbarung erfüllt werden. Der Konzern erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen (bewertet zum Zeitpunkt der Änderung), die den gesamten beizulegenden Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind. Wird eine Vergütungsvereinbarung vom Unternehmen oder der Gegenpartei annulliert, dann wird jedes verbleibende Element des beizulegenden Zeitwerts der Vergütungsvereinbarung sofort ergebniswirksam erfasst.
Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie nicht ausgenützte Kreditrahmen. Als Bürgschaften werden Sachverhalte ausgewiesen, bei denen Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K. als Bürgen gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einstehen. Als nicht ausgenutzte Kreditrahmen sind Verpflichtungen ausgewiesen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenutzte Kreditrahmen wird in der "Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften" gezeigt. Für Details siehe Note 44.
Eigenkapital
Das Eigenkapital umfasst das von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen) sowie das erwirtschaftete Kapital (Gewinnrücklagen, Rücklagen aus der Währungsumrechnung, AFS-Rücklage, Cashflow-Hedge-Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Gewinnvortrag und Jahresergebnis). Für Details siehe Note 32.
Erfassung von Erträgen
Erträge werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Erträge verlässlich bewertet werden können.
Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die Zinserträge umfassen vor allem Zinserträge aus Krediten und Forderungen, festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren und den Handelsaktiva. Des Weiteren werden hier laufende Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten, Aktien sowie Gebühren und Provisionen mit zinsähnlichem Charakter ausgewiesen. In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird auch die effektivzinsmäßige Verteilung der Agios und Disagios der Wertpapiere und Kredite und die Amortisierung des Day 1 profits ausgewiesen. Ebenso wird der Zinsanteil von zinstragenden Derivaten getrennt nach Aufwand und Ertrag erfasst.
Die Zinsaufwendungen beinhalten vor allem Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie für begebene Schuldverschreibungen, Nachrangkapital und Ergänzungskapital. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.
Details zum Nettozinsertrag sind in Note 2 enthalten.
Provisionserträge und -aufwendungen
Im Provisionsüberschuss werden vor allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs, aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft, aus dem Kreditgeschäft und die Postvergütung im Zusammenhang mit der Nutzung des Vertriebsnetzes der Österreichischen Post ausgewiesen. Die Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Für Details siehe Note 3.
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
Diese Position umfasst vor allem die Bewertung und Verkaufsgewinne bzw. Verkaufsverluste unserer Veranlagungen und Eigenen Emissionen, Verkaufsgewinne bzw. Verluste aus Non-performing Loans sowie das Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren und Derivaten. Des Weiteren werden hier Ineffizienzen aus Sicherungsgeschäften und der Erfolgsbeitrag aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Für Details siehe Note 4.
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Im Sonstigen betrieblichen Erfolg sind all jene Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht unmittelbar der laufenden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, wie beispielsweise Ergebnisse aus dem Verkauf von Immobilien. Darüber hinaus beinhaltet der Sonstige betriebliche Erfolg Aufwendungen aus sonstigen Steuern, regulatorische Aufwendungen (Bankenabgabe und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, Weiterverrechnungen von Aufwendungen an Kunden und Konsolidierungsergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen mit den dazu gehörigen Aufwendungen. Für Details siehe Note 5.
Verwaltungsaufwand
Im Verwaltungsaufwand sind auf die Berichtsperiode abgegrenzte Personalaufwendungen und Sachaufwendungen erfasst. Details werden in Note 6 |erläutert.
Risikokosten
In diesem Posten wird die Bildung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Portfoliowertberichtigungen für Kredite, Forderungen und für kreditrisikobehaftete Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Weiters werden unter diesem Posten Direktabschreibungen von Krediten und Forderungen sowie Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen gezeigt, die ausgebucht wurden. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten alle Aufwendungen aus operationellem Risiko.
Ebenso werden hier Wertminderungen und Aufholungen von Wertminderungen von Sachanlagen, Immobilien und immateriellen Vermögenswerten gezeigt sowie Abschreibungen von Firmenwerten und nicht konsolidierten Beteiligungen. Für Details siehe Note 8.
Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten
Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen Ergebnisse aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, Wertminderungen, Veräußerungsgewinne und Wertaufholungen von Finanzinstrumenten und werden nach den IAS-39-Kategorien gegliedert. Die entsprechenden Komponenten werden in den Erläuterungen zum Nettozinsertrag, zu den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden und zu Risikokosten für jede einzelne IAS-39-Kategorie dargestellt.
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten
Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen.
Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.
Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 33 Fair Value.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzunsicherheit unterworfen ist. Details zum Wertminderungstest sowie zur Analyse der Schätzungsunsicherheit bei der Bestimmung des Firmenwertes befinden sich in Note 1 Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und in Note 20 Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte.
Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 21 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet (siehe Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).
Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:
- die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft
- die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen
- die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen, höchstgerichtlichen Entscheidungen und behördlichen Überprüfungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz
Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 ein Finanztermingeschäft abgeschlossen. Dieses diente seitens der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Fremdfinanzierung.
Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Frankens seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen mehr im Zusammenhang mit dem Derivatgeschäft zu leisten. In weiterer Folge
hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Derivatgeschäft zu schließen.
Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (zum damaligen Kurs umgerechnet 24,2 Mio. EUR) eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. EUR ein. Das Gericht verband beide Verfahren. Die ersten mündlichen Verhandlungen fanden im Frühjahr 2013 statt und ein Gutachten wurde beauftragt. Das Ergänzungsgutachten wurde anschließend beauftragt und am 29. Dezember 2017 von den Sachverständigen vorgelegt. Ein Termin für die nächste mündliche Verhandlung wurde seitens des Gerichts noch nicht anberaumt. Die BAWAG P.S.K. basiert ihre Einschätzung des Buchwerts der Forderung auf entsprechenden rechtlichen und sonstigen Gutachten, die die Höhe der Forderung stützen, hat eine unverändert starke Rechtsposition und ist auf die anstehenden Gerichtsverhandlungen gut vorbereitet. Es ist schwer abschätzbar, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Basierend auf
Erfahrungswerten wird jedoch die weitere Verfahrensdauer, bis ein abschließendes, vollstreckbares Urteil vorliegt, mit mehreren Jahren angenommen.
Die BAWAG P.S.K. hat im Zeitraum des aufrechten Derivatgeschäfts dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet (siehe dazu Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) und die enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Non-payment-, Rechts-, Prozess- und sonstige operationelle Risiken, schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.
Bei Beendigung des Geschäfts wurde das Derivat ausgebucht und eine Forderung in die Position Forderungen an Kunden (in der Kategorie Kredite und Forderungen) eingestellt. 2011, als der Swap ausgebucht wurde, wurde das Credit Value Adjustment mit der Bruttoforderung aufgerechnet und eine neue Forderung in Höhe von ca. 254 Mio. EUR eingebucht.
Auswirkung der Anwendung geänderter bzw. neuer Standards
Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind erstmals für den Konzernabschluss 2017 verpflichtend anzuwenden:
| Geänderte Standards | Erstmalige Anwendung | von der EU-Kommissionübernommen | Auswirkungen auf dieBAWAG P.S.K. |
|---|---|---|---|
| Änderungen zu IAS 7:Offenlegungsinitiative(veröffentlicht am 29. Jänner2016) | 1. Jänner 2017 | 6. November 2017 | Geänderter Ausweis vonVeränderungen vonVerbindlichkeiten ausFinanzierungstätigkeit in derKapitalflussrechnung. FürDetails verweisen wir auf dieKapitalflussrechnung. |
| Änderungen zu IAS 12:Ansatz latenter Steueransprüche aus nichtrealisierten Verlusten(veröffentlicht am 19. Jänner2016) | 1. Jänner2017 | 6. November 2017 | Keine |
| Jährliche Verbesserungen anden IFRS – Zyklus 2014-2016 (veröffentlicht am 8.Dezember 2016) | 1. Jänner 2017 /1. Jänner 2018 | 7. Februar 2018 | Keine |
Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossen und von der EU übernommen worden, jedoch für die Erstellung des vorliegenden IFRS-Abschlusses zum 31. Dezember 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die BAWAG P.S.K. plant keine vorzeitige Anwendung von Standards, die bereits von der EU übernommen, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden sind:
| Standard/Auslegung | ErstmaligeAnwendung | von der EUKommissionübernommen | ErwarteteAuswirkungen aufBAWAG P.S.K. |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 Finanzinstrumente(veröffentlicht am 24. Juli 2014) | 1. Jänner 2018 | 22. November 2016 | Details siehenachfolgend |
| IFRS 16 Leasing(veröffentlicht am 13. Januar 2016) | 1.Jänner 2019 | 31. Oktober 2017 | Details siehenachfolgend |
| Erläuterungen zu IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mitKunden (veröffentlicht am 12. April 2016) | 1. Jänner 2018 | 31. Oktober 2017 | Details siehenachfolgend |
| Änderungen in IFRS 4: Anwendung von IFRS 9-Finanzinstrumenten mit IFRS-4-Versicherungsverträgen(veröffentlicht am 12. September 2016) | 1. Jänner 2018 | 3. November 2017 | Keine |
| IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (veröffentlichtam 28. Mai 2014) inklusive Änderungen zu IFRS 15:Inkrafttreten von IFRS 15 (veröffentlicht am 11. September2015) | 1. Jänner 2018 | 7. Februar 2018 | Keine |
IFRS 9 Finanzinstrumente
Bereits im Juli 2014 hat das IASB die endgültige Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente herausgegeben. IFRS 9 legt drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte fest: Fortgeführte Anschaffungskosten (amortized cost), Beizulegender Zeitwert (fair value) und Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (fair value through other comprehensive income).
Die Vorschriften des IFRS 9 sind für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Jänner 2018 verpflichtend anzuwenden. Die Anforderungen des IFRS 9 stellen eine wesentliche Veränderung zu IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung dar. Der neue Standard bringt grundlegende Änderungen zur Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und zu einem gewissen Grad auch zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten mit sich.
Gemäß IFRS 7 werden die Anhangsangaben der BAWAG P.S.K. 2018 Tabellen enthalten, die die finanziellen Vermögenswerte und die Risikovorsorge von IAS 39 auf IFRS 9 überleiten. Es ist nicht geplant, Vorjahreszahlen basierend auf IFRS 9 zu veröffentlichen.
Die für die BAWAG P.S.K. wesentlichen Veränderungen, die aufgrund der Anwendung des IFRS 9 entstehen, sind hier zusammengefasst.
Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte
Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte nach drei Kategorien klassifiziert: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost, AC), Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVOCI) oder Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinnund Verlustrechnung (Fair Value through Profit or Loss, FVTPL).
In welche Kategorie ein Finanzinstrument eingeordnet wird, ist einerseits abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens und andererseits von den vertraglich vereinbarten Zahlungsflüssen des finanziellen Vermögenswertes.
Ein finanzieller Vermögenswert wird nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (simple loan feature). Ein finanzieller Vermögenswert wird dann zum beizulegenden Zeitwert über das Sonstige Ergebnis bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte sowohl zu halten als auch zu verkaufen, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weiters wird es keine Trennungspflicht für eingebettete Derivate geben, sondern es wird das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Beurteilung des Geschäftsmodells für finanzielle Vermögenswerte
Die BAWAG P.S.K. führte eine Beurteilung ihrer Geschäftsmodelle durch und hat dabei die folgenden identifiziert:
- Geschäftsmodell "Halten" (Hold to Collect)
- Finanzielle Vermögenswerte in dieser Kategorie werden in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten, um vertragliche Zahlungsströme aus Tilgungen und Zinsen über die Laufzeit zu vereinnahmen. Nicht alle Finanzinstrumente in diesem Geschäftsmodell müssen bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Unter bestimmten Umständen stehen Verkäufe in Einklang mit dem Geschäftsmodell, unabhängig von ihrem Volumen und der Häufigkeit. Zum Beispiel wenn ein Finanzinstrument kurz vor Fälligkeit verkauft wird und die Einnahmen im Wesentlichen den ausstehenden Zahlungsströmen entsprechen, wenn das Finanzinstrument auf Grund einer Bonitätsverschlechterung verkauft wird, Verkäufe auf Grund von Änderungen im Steuer- oder Aufsichtsrecht, auf Grund von Unternehmenszusammenschlüssen oder Reorganisationen oder im Stressszenario. Außerdem werden Verkäufe, deren Buchwerte und Erträge 5% des durchschnittlichen Buchwertes des Portfolios in einem Jahr nicht übersteigen, als unwesentlich angesehen.
Alle Kredite und Forderungen – mit Ausnahme eines kleinen Portfolios im öffentlichen Sektor – sowie ca. 45% des Portfolios an Schuldverschreibungen werden in diesem Geschäftsmodell gehalten.
Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" (Hold to Collect and Sell)
Finanzielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsmodell werden sowohl gehalten, um Zahlungsströme zu vereinnahmen, als auch, um sie zu verkaufen. In diesem Geschäftsmodell werden vorwiegend liquide Bonds gehalten, welche verkauft, für besicherte Refinanzierungen mit der Notenbank hinterlegt oder in ein Repo gegeben werden können.
Sonstige
Finanzielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsmodell werden zur Veräußerung gehalten. Die BAWAG P.S.K. hat ein kleines Kreditportfolio der öffentlichen Hand diesem Geschäftsmodell gewidmet. Diese Kredite werden mit der Absicht vergeben, sie in der nahen Zukunft weiterzuverkaufen.
Beurteilung, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (Solely Payments of Principal and Interest, SPPI)
Um festzustellen, ob ein Finanzinstrument die SPPI-Kriterien erfüllt, hat die Bank ihr Portfolio in drei Stufen analysiert:
- Identifizierung aller Finanzinstrumente, die klar die SPPI-Kriterien erfüllen;
-
- Qualitativer Benchmarktest;
-
- Quantitativer Benchmarktest.
Ein qualitativer oder quantitativer Benchmarktest muss dann durchgeführt werden, wenn mögliche schädliche Konditionen vorliegen. Ein qualitativer Benchmarktest ist ausreichend, wenn die möglicherweise schädliche Kondition bei Vergleich der Zahlungsströme klarerweise unwesentlich ist, z.B. bestimmte Zinsanpassungsklauseln. In diesem Fall ist kein quantitativer Benchmarktest erforderlich und das Finanzinstrument erfüllt die SPPI-Kriterien. In allen anderen Fällen ist ein quantitativer Test erforderlich, der die Zahlungsströme des Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines theoretischen Finanzinstruments mit den gleichen Eigenschaften außer der schädlichen Kondition vergleicht. Wenn die Zahlungsströme wesentlich voneinander abweichen, erfüllt das Finanzinstrument die SPPI-Kriterien nicht und wird zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert.
Die BAWAG P.S.K. hat ihr bestehendes Kreditportfolio analysiert. Zur Bestimmung der Wesentlichkeit einer schädlichen Kondition hat die Bank eine Abweichung von mehr als 5% der kumulativen Zahlungsströme und 1% der jährlichen Zahlungsströme als schädlich definiert. Eine Gruppe von Krediten und Wertpapieren hat den Benchmarktest nicht bestanden, vorwiegend auf Grund des jeweiligen Zinsindikators.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die Klassifizierung und die Bewertungsmethoden für Finanzverbindlichkeiten wurden im Vergleich zu IAS 39 nur leicht geändert. Allerdings werden gemäß IFRS 9 Fair-Value-Änderungen bei Verbindlichkeiten der Fair-Value-Option folgendermaßen ausgewiesen:
- der Betrag der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Ausfallsrisiko der Verbindlichkeit resultiert, wird im sonstigen Ergebnis dargestellt; und
- die restliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Reklassifizierungen
Finanzielle Vermögenswerte werden nach erstmaligem Ansatz nicht reklassifiziert, außer in der Periode, in welcher der Konzern das Geschäftsmodell der Finanzinstrumente ändert.
Eigenkapitalinstrumente
IFRS 9 besagt, dass alle Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert werden müssen, außer das Unternehmen hat beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich die Wahl getroffen, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Dieses Wahlrecht wird pro Instrument ausgeübt und gilt nicht für zu Handelszwecken gehaltene Aktien. Bei Anwendung des Wahlrechtes werden alle Bewertungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Es kommt zu keiner Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung, nur Dividenden werden immer in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen. Das Wahlrecht kann nur bei der erstmaligen Erfassung ausgeübt und nachträglich nicht geändert werden.
Der Großteil der von der BAWAG P.S.K. gehaltenen Eigenkapitalinstrumente wird für langfristige Zwecke gehalten, und es besteht nicht die Absicht, kurzfristige Veräußerungsgewinne zu erzielen. Aus diesem Grund wurde für die meisten Eigenkapitalinstrumente das Wahlrecht der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnisausgeübt, um die Profitabilität des Konzerns klarer darzustellen. Für den Fall, dass die BAWAG P.S.K. plant, Eigenkapitalinstrumente in absehbarer Zeit zu verkaufen, wird über das Wahlrecht eine individuelle Entscheidung je Investition getroffen.
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
IFRS 9 enthält auch ein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Dieses Modell richtet Hedge Accounting stärker am betrieblichen Risikomanagement aus und erlaubt Hedging-Strategien, welche im Rahmen des Risikomanagements angewandt werden. Der Effektivitätstest als Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting wurde überarbeitet: Anstelle des quantitativen Kriteriums (80 bis 125 Prozent Bandbreite) wurden qualitative und quantitative Kriterien für eine prospektive Effektivitätsmessung eingeführt. Außerdem ist die freiwillige Beendigung von Sicherungsbeziehungen nicht mehr allgemein zulässig, sondern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen. Für Sicherungsbeziehungen, bei denen das gesicherte Risiko und das durch die Sicherungsinstrumente gedeckte Risiko nicht identisch sind, wurden Regelungen zum Re-Balancing eingeführt. Diese sehen vor, dass bei Änderungen der Korrelation die Sicherungsquote entsprechend angepasst wird, ohne dass die Sicherungsbeziehung beendet werden muss.
Das Macro-Hedge-Accounting-Projekt wurde noch nicht abgeschlossen, daher dürfen IFRS 9-Anwender als Wahlmöglichkeit weiterhin das Macro Fair Value Hedge Accounting Model für Zinsrisiken nach IAS 39 anwenden.
Der Konzern erwartet zurzeit keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss aufgrund von IFRS 9 Hedge Accounting und hat beschlossen weiterhin die Bestimmungen des IAS 39 anzuwenden.
Wertminderung
Entsprechend den Vorgaben von IFRS 9 muss eine Bank den erwarteten Kreditverlust (Expected Credit Loss, ECL) anhand wahrscheinlichkeitsgewichteter zukünftiger Cashflows und Verluste bestimmen. Der ECL ist im Wesentlichen als Differenz zwischen den Zahlungsströmen, die der Bank aus den Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments zustehen, und den erwarteten Zahlungsströmen (unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und
erwarteten Verlustraten) definiert. Die Impairment-Bestimmung basiert auf dem Standarddokument "IFRS 9 Financial Instruments (Juli 2014)".
Die Hauptfaktoren bei der ECL-Berechnung sind die laufzeitbasierte Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default - PD), die laufzeitbasierte Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default - LGD) und das Exposure bei Ausfall. Ausgangsbasis für die IRFS 9-Parameterschätzung bilden die bestehenden internen Ratingmodelle (IRB). Es wurden Anpassungen zur Erweiterung des Prognosehorizontes und zur Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen (forward-looking information) vorgenommen.
Die PD wird anhand einer Through-The-Cycle- und Point-In-Time-Komponente bestimmt. Während erstere das idiosynkratische Risiko eines Kreditnehmers beschreibt, berücksichtigt die Point-In-Time-Komponente die Konjunktureffekte. Die Through-The-Cycle-Komponente wird anhand eines homogenen und eines inhomogenen kontinuierlichen Markov-Prozesses geschätzt. Das Point-In-Time-Modell prognostiziert mithilfe makroökonomischer Variablen die kurzfristige zukünftige Ausfallsrate und verschiebt über einen Shift-Faktor die Through-The-Cycle-PD. Die langfristige Ausfallrate nähert sich der jeweiligen Zentralentendenz an. Für jedes relevante Geschäftssegment wurden separate Modelle entwickelt. Im Zuge der Erstvalidierung (Backtesting) wurde die Performance der Schätzer bestätigt.
Die LGD-Modelle bestehen ebenfalls aus einer Through-The-Cycle- und einer Point-In-Time-Komponente, wobei der LGD in eine Sicherheitenerlösquote und eine Verlustrate für die unbesicherte Forderung aufgeteilt wird. Ähnlich zur Lifetime-PD wird über makroökonomische Variablen die zukünftige Verlustquote bestimmt. Für Staaten und Institute wurde ein Gesamt-LGD-Modell mithilfe einer externen Verlustdatenbank geschätzt.
Für offene Kreditlinien wurde ein Credit-Conversion-Faktor (CCF) für ausgefallene und für nicht ausgefallene Szenarien bestimmt, wobei die verwendeten Methoden jener der PD- und LGD-Schätzung ähnlich sind.
Die BAWAG P.S.K. wendet für alle Forderungsklassen und Risikomodelle einheitlich und konsistent die Ausfallsdefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) an. Diese basiert auf dem 90-Tage-Verzug bzw. einer wahrscheinlichen Uneinbringlichkeit einer Forderung. Somit kommt für alle IFRS 9-Modellschätzungen und -
kalibrierungen die Ausfalldefinition gemäß CRR zur Anwendung.
Stufentransferkriterien und signifikanter Anstieg des Kreditrisikos als Teil des Wertminderungskonzeptes
In der BAWAG P.S.K. gilt das Wertminderungsmodell für folgenden Anwendungsbereich:
- finanzielle Vermögenswerte und Schuldinstrumente (Kredite, Schuldtitel, Forderungen aus Warengeschäften etc.), die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
- Leasingforderungen,
- unwiderrufliche Kreditzusagen und Finanzgarantien, sofern diese nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Bevorsorgung des erwarteten Verlustes aus Kreditrisiko im Stufenkonzept:
Stufe 1: 12-Monats-ECLs
Alle finanziellen Instrumente bei Erstansatz (mit der Ausnahme von "purchased or originated credit impaired", POCI) und diejenigen, deren Kreditrisiko sich seit dem Erstansatz nicht signifikant erhöht hat, bemessen die Risikovorsorge nach dem Modell der innerhalb von 12 Monaten erwarteten Kreditrisikoverluste.
Stufe 2 und 3: Lifetime-ECLs
Die Bemessung der Risikovorsorge für alle den Stufen 2 und 3 zugeordneten Positionen erfolgt in voller Höhe nach den erwarteten Zahlungsausfällen der gesamten Restlaufzeit. Es ist anzumerken, dass in der BAWAG P.S.K. die Finanzinstrumente in Stufe 3 der Ausfallsdefinition laut CRR entsprechen und demzufolge zugeordnet werden.
Das Gesamteinstufungskonzept der BAWAG P.S.K. basiert auf drei Kriterien:
- quantitatives Kriterium,
- qualitatives Kriterium und
- Backstop-Kriterium.
Sobald zumindest eines der genannten Kriterien zutrifft, erfolgt eine Einstufung des Finanzinstrumentes in die 2. Stufe. Das quantitative Kriterium misst die Änderungen der kumulativen Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) seit dem Erstansatz, das qualitative Kriterium steuert zusätzliche verfügbare Information über einen möglichen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos bei. Außerdem berücksichtigt die BAWAG P.S.K. die Verzugstage (30 Tage im Verzug) als zusätzliches Backstop-Kriterium.
Das quantitative Kriterium des Kreditrisikoanstieges stellt auf zwei Schwellenwerte ab:
- die relative Änderung der kumulativen PD und
- die absolute Änderung der kumulativen PD.
Nur wenn beide Schwellenwerte überschritten werden, ist dies als signifikanter Anstieg des Kreditrisikos zu werten und dementsprechend als Stufentransfer zu erfassen. Die BAWAG P.S.K. wendet die Methode der Quantilregression an, um die kritischen Werte der relativen PD-Änderung zu ermitteln, d.h. die Signifikanzschwellenwerte sind aufgrund der empirischen Quantile (z.B. 95%-Quantil) der angenommenen Variablen definiert (relative Änderung in Lifetime-PD seit Erstansatz). Diese quantitative Methode wurde letztendlich auf Basis der ökonomischen Plausibilität, der statistischen Bedeutung der Variablen, der geeigneten Anpassungstests (goodness of fit) und der akzeptablen Stufenverteilung ausgewählt. Die folgenden Variablen beeinflussen die Quantile der Lifetime-PD-Änderungen und führen zu einer Variierung der Schwellenwerte:
- Kundensegment,
- Rating bei Erstansatz,
- Restlaufzeit (Vergleich zwischen Berichtsstichtag und Laufzeitende) und
- Alter des Finanzinstrumentes (Vergleich zwischen Erstanschaffungsstichtag und Berichtsstichtag).
Als qualitative Stufentransferkriterien wurden folgende Kriterien festgelegt:
- Aufnahme in die Watch-Liste (Non-Retail-Kunden),
- Eintrag in die Warning List (Retail-Kunden) und
- Setzung des Forbearance-Kennzeichens.
Sobald zumindest einer der oben angeführten Faktoren aktiv ist, wird die Position der Stufe 2 zugeordnet.
Alle Positionen, deren offene Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind, werden der Stufe 2 zugeordnet, soweit sie nicht als ausgefallen zu werten sind und damit der Stufe 3 zugeordnet werden.
Sobald keine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos mehr vorliegt und damit keine Transferkriterien zutreffen, findet der Transfer in die Stufe 1 statt. Die Gesundungsperiode von der Stufe 3 zugeordneten Positionen entspricht der in der Defaultkennung gemäß CRR angesetzten Frist von 30 Tagen.
Die Erstanwendung des IFRS 9 zum 1. Jänner 2018 hat die folgenden Auswirkungen auf die BAWAG P.S.K.:
Klassifizierung und Bewertung
Geschäftsmodell: Die BAWAG P.S.K. hält ein kleines Portfolio an Krediten des öffentlichen Sektors mit einem Buchwert in der Höhe von 5,3 Mio. EUR als zum Verkauf gehalten (Geschäftsmodell "sonstige"). Alle anderen Kredite sind dem Geschäftsmodell Halten zugeordnet, daher ergibt sich aus der Klassifizierung nach IFRS 9 keine Auswirkung, da bereits alle Kredite (mit Ausnahme jener in der FV-Option) unter IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wurden.
Ein Wertpapierportfolio mit einem Buchwert von 117,1 Mio. EUR, welches unter IAS 39 als zur Veräußerung gehalten kategorisiert ist, ist nach IFRS 9 dem Geschäftsmodell Halten zugeordnet. Die Klassifizierung führt zu einer Auswirkung von -4,3 Mio. EUR vor Steuern auf das Kapital, da diese Wertpapiere nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.
Die Bilanzierung nach dem Geschäftsmodell des restlichen Portfolios der Schuldverschreibungen bleibt unverändert. Das bedeutet, dass alle anderen Schuldverschreibungen, die nach IAS 39 als zur Veräußerung gehalten kategorisiert waren, nach IFRS 9 dem Geschäftsmodell Halten und Verkaufen zugeordnet sind und alle Schuldverschreibungen, die nach IAS 39 als bis zur Endfälligkeit gehalten klassifiziert waren, nach IFRS 9 dem Geschäftsmodell Halten zugeordnet sind. Daher beläuft sich der gesamte Umstellungseffekt aus der Zuordnung zu Geschäftsmodellen auf -4,3. Mio. EUR.
SPPI-Test: Kredite mit einem Volumen von 189,9 Mio. EUR haben den SPPI-Test auf Grund des angewandten Zinsindikators nicht bestanden. Diese Kredite weisen eine stille Reserve in Höhe von 0,8 Mio. EUR auf. Bei den Schuldverschreibungen hat ein Portfolio mit einem Buchwert von 90,5 Mio. EUR den SPPI-Test nicht bestanden, welche nach IAS 39 als zur Veräußerung gehalten kategorisiert waren.
Zusätzlich werden eingebettete Floors, die nach IAS 39 von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten abgespalten wurden, ausgebucht, da die Bestimmungen zur Abspaltung eingebetteter Derivate nach IFRS 9 nicht mehr bestehen und die Kredite nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden können. Der Effekt beträgt -8,8 Mio. EUR. Daher beläuft sich die gesamte Auswirkung aus dem SPPI-Test auf das Kapital auf -8,0 Mio. EUR.
- Änderungen in der Anwendung der Fair-Value-Option: Die Fair-Value-Option wird auf eine eigene Emission (Tier II; XS0987169637) mit einem Nominale von 300 Mio. EUR neu angewendet. Dies führt zu einer kapitalwirksamen Bewertung in Höhe von -82,4 Mio. EUR, die auf die Änderung des Credit Spread zurückzuführen ist. Die Restlaufzeit der Emission läuft bis zum vierten Quartal 2023.
- Eigenkapitalinstrumente: Die BAWAG P.S.K. hat für alle Eigenkapitalinstrumente bis auf ein Portfolio mit einem Buchwert von EUR 28,0 Mio. die Wahl getroffen, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Das führte zu einer Umbuchung der im sonstigen Ergebnis erfassten Rücklage zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 0,7 Mio. EUR.
Bei der Erstanwendung von IFRS 9 beläuft sich die gesamte Auswirkung aus Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf das Eigenkapital auf EUR -94,7 Mio. vor Steuern (davon -82,4 Mio. EUR aufgrund der Neuanwendung der Fair-Value-Option auf die zuvor erwähnte Tier-II-Emission).
Wertminderung
Der erwartete Kreditverlust beträgt zum 31. Dezember 2017 -94,2 Mio. EUR für Stufe 1 und Stufe 2. Davon gehören 4,0 Mio. EUR zu Schuldverschreibungen, die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bilanziert werden. Diese Wertberichtigung wird kapitalneutral erfasst, daher beläuft sich die Gesamtauswirkung auf -90,2 Mio. EUR. Demgegenüber wird im Rahmen der Umstellung die IBNR in Höhe von 43,7 Mio. EUR aufgelöst, was zu einem Gesamtergebnis von -46,4 Mio. EUR führt. Wertberichtigungen für Stufe 3 führen zu keiner wesentlichen Auswirkung.
| in Mio. EUR | on balance | off balance | on+off balance |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 56 | 7 | 63 |
| Stufe 2 | 32 | 0 | 32 |
| Summe | 88 | 7 | 95 |
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die BAWAG P.S.K. wird die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften inklusive der Bilanzierung des Portfolio-Hedge-Accounting-Modells für Zinsrisiko weiterhin nach IAS 39 fortführen. Daher gibt es hier keinen Umstellungseffekt.
Umstellungseffekt auf Kapital und Eigenmittel
Die Umstellung auf IFRS 9 führt zusammen mit den daraus resultierenden latenten Steuern in Höhe von 35,5 Mio. EUR zu einem Effekt von -105,6 Mio. EUR auf das Kapital. Die Umstellung auf IFRS 9 und die daraus resultierenden Effekte unterliegen einer laufenden Validierung:
| in Mio. EUR | |
|---|---|
| Eigenkapital nach IAS 39 | 3.067 |
| Änderungen in der Bilanzierung für Wertminderung | -46 |
| Änderungen in der Bilanzierung aus Klassifizierung und Bewertung | -95 |
| Latente Steuern | 35 |
| Gesamtauswirkung | -106 |
| Eigenkapital nach IFRS 9 | 2.961 |
Die CET1 Quote (fully loaded) beträgt 13,4% nach IFRS 9, verglichen mit 13,5% nach IAS 39. Das Kernkapital geht nur leicht zurück, da die Auswirkung der Wertberichtigungen ausgeglichen wird durch den reduzierten Shortfall, welcher vom Kernkapital abgezogen wird. Die risikogewichteten Aktiva erhöhten sich leicht. Dies ist im Wesentlichen auf höhere latente Steuerforderungen zurückzuführen.
IFRS 16 Leasing
Der Standard IFRS 16 wird mit 1. Jänner 2019 wirksam, ersetzt den bisherigen Standard IAS 17 Leasing und die damit verbundenen Interpretationen und ist für den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. anwendbar. Die BAWAG P.S.K. beurteilt derzeit die potenziellen Auswirkungen von IFRS 16 auf den Konzernabschluss. Bisher wurde als wesentliche Auswirkung identifiziert, dass Vermögenswerte für Nutzungsrechte und Schulden für die operativen Leasingverhältnisse zu Beginn des Leasingverhältnisses zu erfassen sein werden. Darüber hinaus wird der bisher linear erfasste Leasingaufwand durch eine Abschreibung des Nutzungsrechts und des Zinsaufwands der Leasingverbindlichkeit ersetzt. Die größte Auswirkung aus der Erstanwendung des IFRS 16 wird in Zusammenhang mit der Miete von Immobilien erwartet – die Geschäftsräumlichkeiten und Filialen des Konzerns. Derzeit wird keine große Änderung in der Bilanzierung aus dem Leasinggeschäft erwartet, in dem die Bank
als Leasinggeber fungiert. Die BAWAG P.S.K. wird IFRS 16 erstmalig zum Erstanwendungszeitpunkt anwenden.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
IFRS 15 legt die Grundsätze fest, ob, wann und in welcher Höhe Erlöse aus Verträgen mit Kunden erfasst werden. Er ersetzt bestehende Standards, unter anderem IAS 18 "Umsatzerlöse".
IFRS 15 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen.
Die BAWAG P.S.K. hat eine Analyse der Auswirkungen des neuen Standards auf den Konzernabschluss durchgeführt. Diese fokussierte auf Provisionserträge, und somit auf jene Erträge die nicht bereits integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes unter IAS 39 respektive IFRS 9 sind.
IFRS 15 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die BAWAG P.S.K., da sich weder der Zeitpunkt der Erfassung der identifizierten Erträge noch deren Ausweis ändern wird, mit der Ausnahme der folgenden Beträge:
Vermittlung von Versicherungsverträgen und Bausparverträgen: Die BAWAG P.S.K. vermittelt Versicherungsverträge und Bausparverträge und vereinnahmt Provisionen für die Vertragsvermittlung. Für erwartete
Stornos wird eine Verbindlichkeit erfasst. Die Verbindlichkeit beträgt zum 31.12.2017 9,6 Mio. EUR und wird ab 1.1.2018 gemäß IFRS 15.55 von den korrespondierenden Forderungen abgesetzt als Rückzahlungsverbindlichkeit ausgewiesen.
Flugbonusprogramm Kreditkarten: Bei Erreichen einer Umsatzgrenze können Kunden bestimmter Kreditkarten von der BAWAG P.S.K. bezahlte Bonusflüge nutzen. Gem. IFRS 15.B39 ff. handelt es sich hier um zwei getrennte Leistungsbeziehungen, die als solche auszuweisen sind. Daher werden die Erträge aus den Flügen ab dem 1.1.2018 vom Provisionsergebnis ins sonstige betriebliche Ergebnis umgegliedert. Für das Geschäftsjahr 2018 werden Erträge in der Höhe von rund 1 Mio. EUR erwartet.
Die erstmalige Anwendung des Standards erfolgt gem. IFRS 15.C3b) kumulativ zum Erstanwendungszeitpunkt.
Die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossenen Standards und Änderungen wurden von der EU noch nicht übernommen. Die BAWAG P.S.K. plant keine vorzeitige Anwendung :
| Standard/Auslegung/Anpassung | Erwartete Auswirkungen auf BAWAG P.S.K. |
|---|---|
| IFRS 17 Versicherungsverträge(veröffentlicht am 18. Mai 2017) | keine |
| IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorleistungen(veröffentlicht am 8. Dezember 2016) | keine |
| IFRIC 23 Unsicherheit über die Behandlung vonEinkommensteuer(veröffentlicht am 7. Juni 2017) | keine |
| Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertunganteilsbasierter Vergütungen(veröffentlicht am 20. Juni 2016) | aus heutiger Sicht nicht auf den Konzernabschlussder BAWAG P.S.K. anwendbar |
| Änderungen zu IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestitiongehaltenen Immobilien(veröffentlicht am 8. Dezember 2016) | unwesentlich |
| Änderungen zu IFRS 9: Vorfälligkeitszahlungen mit negativerVergütung (veröffentlicht am 12. Oktober 2017) | keine Auswirkungen aus heutiger Sicht |
| Änderungen zu IAS 28: Langfristige Anteile an assoziiertenUnternehmen und Joint Ventures(veröffentlicht am 12. Oktober 2017) | keine |
| Jährliche Verbesserungen der IFRS-Standards, Zyklus 2015-2017(veröffentlicht am 12. Dezember 2017) | unwesentlich |
| Änderungen zu IAS 19: Planänderungen, Plankürzungen oderSettlement(veröffentlicht am 7. Februar 2018) | unwesentlich |
DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2 | Nettozinsertrag
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 1.083,3 | 1.026,2 |
| Handelsaktiva | 81,9 | 78,8 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 9,4 | 3,8 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 57,1 | 67,6 |
| Kredite und Forderungen | 741,8 | 700,9 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere | 34,9 | 38,2 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) | 148,1 | 134,7 |
| Andere Vermögensgegenstände | 10,1 | 2,2 |
| Zinsaufwendungen | -299,8 | -297,2 |
| Einlagen von Zentralbanken | -5,9 | -3,0 |
| Handelspassiva | -41,0 | -56,5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -26,0 | -29,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -148,5 | -150,3 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) | -69,4 | -48,6 |
| Sozialkapitalrückstellungen | -6,4 | -8,0 |
| Sonstige Passiva | -2,6 | -1,5 |
| Dividendenerträge | 8,0 | 3,3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 8,0 | 3,3 |
| Nettozinsertrag | 791,5 | 732,3 |
Die Zinsen und zinsähnlichen Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. In den Zinserträgen wird unter anderem auch die periodengerechte Verteilung des Agios und Disagios der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens und des Agios und Disagios von erworbenen Kreditportfolien ausgewiesen. Die Zinsen auf wertberichtigte Forderungen
beliefen sich in der Berichtsperiode 2017 auf 1,1 Mio. EUR (2016: 1,3 Mio. EUR). Die in den Zinserträgen enthaltenen negativen Zinsen betragen 10,0 Mio. EUR (2016: 2,2 Mio. EUR) Ertrag und die in den Zinsaufwendungen enthaltenen negativen Zinsen betragen 8,5 Mio. EUR (2016: 4,6 Mio. EUR) Aufwand.
3 | Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche der BAWAG P.S.K.:
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Provisionserträge | 303,6 | 276,3 |
| Zahlungsverkehr | 189,1 | 170,0 |
| Kreditgeschäft | 29,7 | 30,1 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | 41,0 | 36,9 |
| Sonstige Dienstleistungen | 43,8 | 39,3 |
| Provisionsaufwendungen | -86,7 | -83,4 |
| Zahlungsverkehr | -46,3 | -39,6 |
| Kreditgeschäft | -1,8 | -1,6 |
| Wertpapier- und Depotgeschäft | -2,9 | -3,0 |
| Sonstige | -35,7 | -39,2 |
| Provisionsüberschuss | 216,9 | 192,9 |
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziertenfinanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) | 48,6 | 9,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 14,2 | 15,7 |
| Kredite und Forderungen | 25,1 | -10,5 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere | 5,7 | 9,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -1,6 | -5,7 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und Beteiligungen | 4,5 | 11,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,7 | -10,0 |
| Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand (netto) | -79,1 | 2,3 |
| Gewinne (Verluste) aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellenVermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) | 40,3 | 9,7 |
| Gewinne (Verluste) aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges | 3,4 | 0,1 |
| Zeitwertanpassung des Grundgeschäfts | 146,1 | -74,0 |
| Zeitwertanpassung des Sicherungsinstruments | -142,7 | 74,1 |
| Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) | -1,5 | -2,5 |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 11,7 | 19,1 |
4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
Die Position Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen unserer Veranlagungen, dem Verkauf von assoziierten Unternehmen, der Bewertung von Eigenen Emissionen, Verkaufsgewinnen bzw. -verlusten aus Non-performing Loans und für Kunden getätigten Derivatgeschäften beeinflusst. Sowohl 2017 als auch 2016 gab es keine den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten.
5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 305,1 | 124,5 |
| Erträge aus Investment Properties | 1,3 | 0,6 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,0 | 0,2 |
| Errechneter passiver Unterschiedsbetrag aus Unternehmenszusammenschlüssen | 279,4 | 114,2 |
| Sonstige Erträge | 24,4 | 9,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -218,0 | -131,6 |
| Aufwendungen aus Investment Properties | -1,3 | -0,7 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | -0,3 | -3,5 |
| Restrukturierungsaufwendungen aus Unternehmenszusammenschlüssen | -46,5 | -36,0 |
| Regulatorische Aufwendungen | -30,6 | -84,9 |
| Entgelt für Auflösung der Kooperationsvereinbarung mit der Österreichische Post AG | -95,2 | – |
| Sonstige Aufwendungen | -44,1 | -6,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 87,1 | -7,1 |
Der Posten Regulatorische Aufwendungen beinhaltet die Bankenabgabe (2016: inkl. der zusätzlichen Einmalzahlung) und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds. Die in dieser Position enthaltene Bankenabgabe beträgt 2017 4,6 Mio. EUR. 2016 belief sich diese gemäß dem alten Bankenabgabesystem auf 62,8 Mio. EUR. Die Bewertung der unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung an den Abwicklungsfonds im Betrag von 1,2 Mio. EUR (2016: 1,3 Mio. EUR) wird in den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen. Die Mieterträge aus fremdvermieteten Grundstücken und Gebäuden betrugen im Geschäftsjahr 2017 1,3 Mio. EUR (2016: 0,6 Mio. EUR); die Aufwendungen beliefen sich auf 1,3 Mio. EUR (2016: 0,7 Mio. EUR). Die Leerstehungskosten betrugen 2017 0,1 Mio. EUR (2016: 0,1 Mio. EUR). Nach der Beendigung des Kooperationsvertrags im November 2017 wurde im Februar 2018 eine Entflechtungsvereinbarung mit der Österreichischen Post AG abgeschlossen, die den vorherigen Kooperationsvertrag ersetzt. Diese Vereinbarung wandelt eine im Dezember 2017 abgeschlossene Absichtserklärung in einen verbindlichen Vertrag mit Rückwirkung zum 1. Jänner 2018 um. Die Positionen Sonstige Erträge und Sonstige Aufwendungen beinhalten Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Börsengang der BAWAG Group AG sowie Erträge aus der Weiterverrechnung dieser Aufwendungen an die Altaktionäre.
6 | Verwaltungsaufwand
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | -280,8 | -267,4 |
| Löhne und Gehälter | -223,9 | -210,0 |
| davon einmalige Aufwendungen | -39,5 | -24,6 |
| Gesetzlich vorgeschriebener Sozialaufwand | -54,3 | -53,6 |
| Sonstige Personalkosten | -11,4 | -10,8 |
| Dotierung/Auflösung Pensionsrückstellung | 3,2 | -0,4 |
| davon einmalige Erträge | 4,1 | – |
| Auflösung Abfertigungsrückstellung | 5,5 | 7,6 |
| Auflösung Jubiläumsgeldrückstellung | 2,1 | 1,5 |
| Aufwand betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse | -2,0 | -1,7 |
| Sonstiger Verwaltungsaufwand | -157,9 | -139,7 |
| IT und Kommunikation | -42,4 | -37,8 |
| davon einmalige Aufwendungen | -2,4 | – |
| Immobilien und Instandhaltungsaufwendungen | -45,0 | -43,8 |
| Werbung | -16,4 | -16,8 |
| Rechts- und Beratungskosten, Outsourcing | -12,1 | -12,4 |
| davon einmalige Aufwendungen | -0,1 | – |
| Postgebühren und Logistik | -17,2 | -13,3 |
| Aufsichtsgebühren und Prüfungsaufwendungen | -6,8 | -5,9 |
| Sonstige allgemeine Aufwendungen | -18,0 | -9,7 |
| Verwaltungsaufwand | -438,7 | -407,1 |
| Verwaltungsaufwand exklusive einmalige Aufwendungen | -400,8 | -382,5 |
Die einmaligen Aufwendungen betragen 2017 in Summe -37,9 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für ein langfristiges Incentivierungsprogramm (LTIP) und Restrukturierungsaufwendungen. (2016: Die
einmaligen Aufwendungen betrugen in Summe -24,6 Mio. EUR und beinhalteten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen, die teilweise durch die Auflösung einer Urlaubsgeldrückstellung kompensiert wurden.)
7 | Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | ||
| Markenname und Kundenstock | -1,8 | -0,2 |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | -23,9 | -21,0 |
| Sachanlagen | -9,2 | -9,7 |
| Planmäßige Abschreibungen | -34,9 | -30,9 |
8 | Risikokosten
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Risikovorsorge für Kredite und Forderungen | -89,6 | -35,4 |
| Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken | 2,2 | 5,7 |
| Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten | -1,5 | – |
| Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko | -26,0 | -12,6 |
| Wertberichtigungen von nicht finanziellen Vermögenswerten | -10,5 | -0,4 |
| Risikokosten | -125,4 | -42,7 |
Zu- und Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | -10,8 | – |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1,5 | – |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | -1,2 | – |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – Eigenkapitalinstrumente | -1,5 | -0,4 |
| Zu- und Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten | -12,0 | -0,4 |
Die Position Sachanlagen beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 8,6 Mio. EUR in Filialen, die zusammen mit der Österreichischen Post betrieben werden. Im Segmentbericht werden diese außerplanmäßigen Abschreibungen im Corporate Center gezeigt. Im Zuge des IFRS 9- Einführungsprojektes wurden erstmalig Fair Values von
nicht notierten AFS-Eigenkapitalinstrumenten gerechnet. Diese wurden zum 31.12.2017 berücksichtigt. Daraus resultierend hat die BAWAG P.S.K. eine Wertberichtigung in Höhe von 1,5 Mio. EUR für ihren Anteil an Oesterreichische Kontrollbank AG gebucht. Im Segmentbericht wird diese Wertberichtigung im Corporate Center gezeigt.
9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Der im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesene Gewinn in Höhe von 4,1 Mio. EUR (2016: 8,0 Mio. EUR) beinhaltet das anteilige Ergebnis der BAWAG P.S.K. Versicherung AG und der PSA Payment Services Austria GmbH.
Der gemäß IFRS 12.22 (c) nicht erfasste anteilige Verlust von at-equity bewerteten Unternehmen beträgt 0,0 Mio. EUR (2016: 0,0 Mio. EUR).
Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten betreffend assoziierte, at-equity bewertete Unternehmen:
At-equity bewertete Unternehmen
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Kumulierte Bilanzsumme | 2.499 | 2.472 |
| Kumulierte Schulden | 2.362 | 2.326 |
| Kumuliertes Eigenkapital | 137 | 146 |
| Verdiente Prämien (brutto) | 217 | 231 |
| Provisionserträge | 186 | 172 |
| Kumuliertes Jahresergebnis | 18 | 34 |
Bei den at-equity bewerteten Unternehmen handelt es sich um die BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft (25,00%iger Anteil) und die PSA Payment Services Austria
GmbH (20,82%iger Anteil). Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 36 "Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen".
10 | Steuern vom Einkommen
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand/-ertrag | 11,3 | -3,4 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | -47,5 | -80,4 |
| Steuern vom Einkommen | -36,2 | -83,8 |
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss vor Steuern | 512,3 | 464,5 |
| Steuersatz | 25% | 25% |
| Errechneter Steueraufwand | -128,1 | -116,1 |
| Steuerminderungen | ||
| aus steuerfreien Beteiligungserträgen | 4,1 | 3,0 |
| aus Beteiligungsbewertungen | 16,8 | 4,1 |
| aus Beteiligungsverkäufen | – | – |
| aus Erstkonsolidierungen | 69,9 | 29,4 |
| aus steuerfreien Erträgen | – | 0,6 |
| aufgrund abweichender ausländischer Steuersätze | 2,4 | 0,0 |
| aus der Verwertung von steuerlichen Verlusten des Gruppenträgers | 21,5 | 12,0 |
| aus der Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge | -1,0 | – |
| aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | 5,1 | 1,2 |
| Steuermehrungen | ||
| aus Beteiligungsverkäufen | – | – |
| aus Beteiligungsbewertungen | -2,6 | -0,4 |
| aus Beteiligungsverkäufen | – | – |
| aus nicht angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge | – | – |
| aufgrund nicht abzugsfähigen Aufwands | -14,4 | -8,3 |
| aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | -8,9 | -5,5 |
| Ertragsteuern der Periode | -35,4 | -79,8 |
| Aperiodische Ertragsteuern | -0,8 | -4,0 |
| Ausgewiesene Ertragsteuern (Steueraufwand) | -36,2 | -83,8 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung zwischen dem errechneten und dem ausgewiesenen Steueraufwand:
In den Aktiva sind latente Steuern aufgrund von Vorteilen aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 96 Mio. EUR (2016: 150 Mio. EUR) berücksichtigt. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Der versteuerte Teil der Haftrücklage beträgt 372,9 Mio. EUR (2016: 372,9 Mio. EUR). Die gesamte Haftrücklage beträgt zum 31. Dezember 2017 613,7 Mio. EUR (2016: 613,7 Mio. EUR).
Zum 31. Dezember 2017 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 338 Mio. EUR (2016: 594 Mio. EUR), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 44 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 0 Mio. EUR (2016: 5 Mio. EUR), somit insgesamt 382 Mio. EUR (2016: 599 Mio. EUR).
DETAILS ZUR KONZERNBILANZ
11 | Barreserve
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 572 | 422 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 608 | 598 |
| Barreserve | 1.180 | 1.020 |
12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 128 | 145 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 52 | 54 |
| Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere | 268 | 3 |
| Investmentzertifikate | 267 | 2 |
| Sonstige | 1 | 1 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 448 | 202 |
In der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.
Weitere Erläuterungen zur Fair-Value-Option finden sich in Note 1. Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen an Kunden entspricht dem Buchwert.
Die Erhöhung der Position Investmentzertifikate ist auf den Kauf der Südwestbank zurückzuführen (Fonds).
13 | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Schuldtitel | 4.308 | 3.129 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 4.294 | 3.129 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 313 | 510 |
| Schuldverschreibungen anderer Emittenten | 3.981 | 2.619 |
| Sonstige nicht festverzinste Wertpapiere | ||
| Investmentzertifikate | 14 | – |
| Eigenkapitalinstrumente | 100 | 67 |
| Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen | 27 | 22 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 16 | 19 |
| Sonstige Anteile | 38 | 26 |
| Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente | 19 | – |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 4.408 | 3.196 |
Die BAWAG P.S.K. hat im vierten Quartal 2017 ein bisher in der Kategorie "Kredite und Forderungen" ausgewiesenes Wertpapier (Buchwert: 8 Mio. EUR) aufgrund eines liquideren Marktes in die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte" umgegliedert. Die Erhöhung der Positionen Investmentzertifikate und Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente ist auf den Kauf der Südwestbank zurückzuführen (Fonds).
Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten von nicht konsolidierten, assoziierten Unternehmen:
Assoziierte Unternehmen, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht at-equity bewertet werden
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kumulierte Bilanzsumme | 261 | 499 |
| Kumuliertes Eigenkapital | 9 | 83 |
| Kumuliertes Jahresergebnis | 2 | 7 |
Die in obiger Tabelle dargestellten Beträge basieren auf den letzten verfügbaren Abschlüssen der entsprechenden Gesellschaften, welche nach den jeweils anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses der BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2017 lagen für einen Großteil der betroffenen Gesellschaften Abschlüsse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 vor (Vorjahr: 31. Dezember 2015).
Wir möchten darauf hinweisen, dass die obige Tabelle nicht den ökonomischen Anteil an den assoziierten Unternehmen widerspiegelt. Der durchschnittliche ökonomische Anteil beträgt 47% (2016: 39%).
Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 36 "Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen".
14 | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Schuldtitel | 2.274 | 2.353 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 2.274 | 2.353 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 425 | 498 |
| Schuldverschreibungen anderer Emittenten | 1.849 | 1.855 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 2.274 | 2.353 |
15 | Handelsaktiva
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Derivate des Handelsbuchs | 143 | 230 |
| Währungsbezogene Derivate | 2 | 20 |
| Zinsbezogene Derivate | 141 | 210 |
| Derivate des Bankbuchs | 315 | 422 |
| Währungsbezogene Derivate | 26 | 20 |
| Zinsbezogene Derivate | 289 | 402 |
| Handelsaktiva | 458 | 652 |
16 | Kredite und Forderungen
Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie "Kredite und Forderungen". Die finanziellen
Vermögenswerte dieser Kategorie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
| 31.12.2017in Mio. EUR | NichtwertberichtigteAktiva | WertberichtigteAktiva (Buchwertvor Abzug derWertberichtigungen) | Einzelwertberichtigungen | PauschaleEinzelwertberichtigungen | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug der Wertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | 1.289 | – | – | – | 1.289 |
| Schuldtitel öffentlicherStellen | 37 | – | – | – | 37 |
| Schuldtitel andererEmittenten | 1.252 | – | – | – | 1.252 |
| Forderungen anKreditinstitute | 3.670 | – | – | – | 3.670 |
| Forderungen an Kunden | 30.365 | 715 | -195 | -81 | 30.804 |
| Unternehmen und sonstigeKunden | 16.154 | 357 | -50 | – | 16.461 |
| Retailkunden | 14.147 | 358 | -145 | -36 | 14.324 |
| Zentralstaaten | 64 | – | – | – | 64 |
| IBNRPortfoliowertberichtigung1) | – | – | – | -45 | -45 |
| Summe | 35.324 | 715 | -195 | -81 | 35.763 |
- Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste.
| 31.12.2016in Mio. EUR | NichtwertberichtigteAktiva | WertberichtigteAktiva (Buchwertvor Abzug derWertberichtigungen) | Einzelwertberichtigungen | PauschaleEinzelwertberichtigungen | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug der Wertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | 692 | – | – | – | 692 |
| Schuldtitel öffentlicherStellen | 91 | – | – | – | 91 |
| Schuldtitel andererEmittenten | 601 | – | – | – | 601 |
| Forderungen anKreditinstitute | 1.633 | – | – | – | 1.633 |
| Forderungen an Kunden | 28.162 | 547 | -129 | -76 | 28.504 |
| Unternehmen und sonstigeKunden | 13.361 | 294 | -15 | – | 13.640 |
| Retailkunden | 14.736 | 253 | -114 | -22 | 14.853 |
| Zentralstaaten | 65 | – | – | – | 65 |
| IBNRPortfoliowertberichtigung1) | – | – | – | -54 | -54 |
| Summe | 30.487 | 547 | -129 | -76 | 30.829 |
- Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste.
Die Untergliederung der "Forderungen an Kunden" erfolgt nach folgenden Klassen:
Die Kategorie "Zentralstaaten" umfasst Forderungen an Zentralregierungen, im Falle der BAWAG P.S.K. vor allem gegenüber der Republik Österreich.
Die Kategorie "Unternehmen" beinhaltet größere Unternehmen mit einem Exposure über 1 Mio. EUR oder einem Umsatz von mehr als 50 Mio. EUR und Spezialfinanzierungen (Projektfinanzierungen). Unter sonstige Kunden fallen Public Sector Entities, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien, Vereine und Wertpapierhäuser ohne Banklizenz.
Die Kategorie "Retailkunden" umfasst Forderungen aus dem Retail Banking. Das Segment beinhaltet unselbständig Erwerbstätige sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Exposure unter 1 Mio. EUR und einem Umsatz von weniger als 50 Mio. EUR.
Unter "IBNR-Portfoliowertberichtigung" werden Vorsorgen für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste dargestellt, die für alle Portfolios berechnet werden.
Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie Kredite und Forderungen nach den Segmenten des Konzerns:
| 31.12.2017in Mio. EUR | NichtwertberichtigteAktiva | WertberichtigteAktiva (Buchwertvor Abzug derWertberichtigungen) | Einzelwertberichtigungen | PauschaleEinzelwertberichtigungen | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug der Wertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.124 | 224 | -126 | -29 | 11.193 |
| easygroup | 4.090 | 82 | -21 | -7 | 4.144 |
| DACH Corporates & PublicSector | 6.521 | 42 | -27 | 0 | 6.536 |
| International Business | 4.934 | 50 | -21 | – | 4.964 |
| Treasury Services & Markets | 4.488 | – | – | – | 4.488 |
| Südwestbank | 4.124 | – | – | – | 4.124 |
| Corporate Center | 42 | 317 | 0 | -45 | 314 |
| Summe | 35.324 | 715 | -195 | -81 | 35.763 |
Aufgrund der Bewertungsvorschriften für Unternehmenszusammenschlüsse werden jegliche vor dem Closing erfasste Einzelwertberichtigungen im beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt der einzelnen Vermögenswerte berücksichtigt.
| 31.12.2016in Mio. EUR | NichtwertberichtigteAktiva | WertberichtigteAktiva (Buchwertvor Abzug derWertberichtigungen) | Einzelwertberichtigungen | PauschaleEinzelwertberichtigungen | Gesamtnetto(Buchwert nachAbzug der Wertberichtigungen) |
|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.499 | 160 | -84 | -19 | 11.556 |
| easygroup | 4.426 | 32 | -20 | -3 | 4.436 |
| DACH Corporates & PublicSector | 7.568 | 34 | -21 | 0 | 7.580 |
| International Business | 5.392 | – | – | – | 5.392 |
| Treasury Services & Markets | 1.496 | – | – | – | 1.496 |
| Südwestbank | – | – | – | – | – |
| Corporate Center | 107 | 321 | -5 | -54 | 369 |
| Summe | 30.487 | 547 | -129 | -76 | 30.829 |
Umgliederungen
Die BAWAG P.S.K. hat Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" mit ihrem Fair Value von 1.897 Mio. EUR zum 1. Juni 2010 in die Bilanzposition "Kredite und Forderungen" umgegliedert.
Bei den umgegliederten Vermögenswerten handelt es sich um Private Placements und Kreditsurrogate ohne derivative Komponenten. Die BAWAG P.S.K. ist der Ansicht, dass die fortgeführten Anschaffungskosten der umgegliederten Vermögenswerte für den Bilanzleser relevante Informationen bieten.
Folgende Informationen sind gemäß IFRS 7.12A verpflichtend anzugeben:
Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Buchwert der umgegliederten finanziellen Vermögenswerte 37 Mio. EUR (2016: 40 Mio. EUR). Der Fair Value dieser Vermögenswerte beträgt 37 Mio. EUR (2016: 39 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Tilgungen.
Zum 31. Dezember 2017 wurde für umklassifizierte finanzielle Vermögenswerte eine AFS-Rücklage in Höhe von 1 Mio. EUR ausgewiesen (2016: 1 Mio. EUR). Wäre die Umgliederung nicht vorgenommen worden, wären zusätzlich kumulierte unrealisierte Fair-Value-Veränderungen in Höhe von 0 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten im "Sonstigen Ergebnis" in der AFS-Rücklage ausgewiesen worden.
Die umklassifizierten finanziellen Vermögenswerte haben zum Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr wie folgt beigetragen:
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 0,8 | 0,7 |
| Erträge aus Abgängen | – | – |
Entwicklung der Risikovorsorge
| Einzel- und PauschalwertPortfoliowertberichtigungberichtigung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Forderungen anKreditinstitute | Forderungen anKunden | Forderungen anKreditinstitute | Forderungen anKunden | Summe |
| Stand 01.01.2017 | – | 151 | – | 54 | 205 |
| Zugänge | |||||
| ÄnderungKonsolidierungskreis | – | 5 | – | 6 | 11 |
| Über die GuV gebildeteVorsorgen | – | 121 | – | – | 121 |
| Abgänge | |||||
| ÄnderungKonsolidierungskreis | – | – | – | – | – |
| BestimmungsgemäßeVerwendung | – | -18 | – | – | -18 |
| Über die GuV aufgelösteVorsorgen | – | -27 | – | -15 | -42 |
| Unwinding-Effekte gemäßIAS 39 | – | -1 | – | – | -1 |
| Umgliederungen | – | – | – | – | – |
| Stand 31.12.2017 | – | 231 | – | 45 | 276 |
| Einzel- und Pauschalwertberichtigung | Portfoliowertberichtigung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Forderungen anKreditinstitute | Forderungen anKunden | Forderungen anKreditinstitute | Forderungen anKunden | Summe |
| Stand 01.01.2016 | – | 189 | – | 46 | 235 |
| Zugänge | |||||
| ÄnderungKonsolidierungskreis | – | 11 | – | 7 | 18 |
| Über die GuV gebildeteVorsorgen | – | 48 | – | 1 | 49 |
| Abgänge | |||||
| ÄnderungKonsolidierungskreis | – | -1 | – | – | -1 |
| BestimmungsgemäßeVerwendung | – | -60 | – | – | -60 |
| Über die GuV aufgelösteVorsorgen | – | -35 | – | – | -35 |
| Unwinding-Effekte gemäßIAS 39 | – | -1 | – | – | -1 |
| Umgliederungen | – | – | – | – | – |
| Stand 31.12.2016 =01.01.2017 | – | 151 | – | 54 | 205 |
Die Risikovorsorge gliedert sich wie folgt auf die geografischen Regionen auf:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Österreich | 195 | 190 |
| Ausland | 81 | 15 |
| Westeuropa | 72 | 12 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 3 |
| Übrige Welt | 6 | – |
| Risikovorsorge | 276 | 205 |
17 | Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und Kreditinstituten nach Kreditarten dargestellt.
Forderungen an Kunden – Gliederung nach Kreditarten
| Erfolgswirksam zumbeizulegenden Zeitwertbewertet | Zu fortgeführtenAnschaffungskosten | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Girobereich | – | – | 2.078 | 1.331 | 2.078 | 1.331 |
| Barvorlagen | – | – | 372 | 667 | 372 | 667 |
| Kredite | 128 | 145 | 27.178 | 25.304 | 27.306 | 25.449 |
| Einmalkredite | 128 | 145 | 26.617 | 25.291 | 26.745 | 25.436 |
| Kontokorrentkredite | – | – | – | 12 | – | 12 |
| Sonstige | – | – | 561 | 1 | 561 | 1 |
| Finanzierungsleasing | – | – | 1.176 | 1.202 | 1.176 | 1.202 |
| Forderungen an Kunden | 128 | 145 | 30.804 | 28.504 | 30.932 | 28.649 |
Forderungen an Kreditinstitute – Gliederung nach Kreditarten
| Erfolgswirksam zumZu fortgeführtenbeizulegenden ZeitwertAnschaffungskostenbewertet | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Täglich fällige Guthaben | – | – | 1.313 | 219 | 1.313 | 219 |
| Termingelder | – | – | 2.232 | 1.268 | 2.232 | 1.268 |
| Ausleihungen | – | – | 124 | 145 | 124 | 145 |
| Sonstiges | – | – | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Forderungen an Kreditinstitute | – | – | 3.670 | 1.633 | 3.670 | 1.633 |
18 | Restlaufzeiten Vermögenswerte
Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der finanziellen Vermögenswerte (exkl. Eigenkapitalinstrumenten und Derivaten) nach deren Restlaufzeit.
| 31.12.2017in Mio. EUR | täglich fällig | Bis3 Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | ||||||
| Forderungen an Kunden | – | 3 | 52 | 33 | 40 | 128 |
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | – | – | 30 | 22 | 52 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | ||||||
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | 138 | 343 | 2.250 | 1.563 | 4.294 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalteneFinanzinvestitionen | ||||||
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | 136 | 210 | 1.094 | 834 | 2.274 |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| Forderungen an Kunden | 1.329 | 2.056 | 1.978 | 10.303 | 15.138 | 30.804 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.314 | 2.233 | 2 | 1 | 120 | 3.670 |
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | 53 | 240 | 21 | 975 | 1.289 |
| Summe | 2.643 | 4.619 | 2.825 | 13.732 | 18.692 | 42.511 |
Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2017
Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2016
| 31.12.2016in Mio. EUR | täglich fällig | Bis3 Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | ||||||
| Forderungen an Kunden | – | 4 | 57 | 37 | 47 | 145 |
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | – | – | 34 | 20 | 54 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | ||||||
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | 345 | 259 | 1.229 | 1.296 | 3.129 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalteneFinanzinvestitionen | ||||||
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | 53 | 147 | 1.234 | 919 | 2.353 |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| Forderungen an Kunden | 1.224 | 447 | 2.600 | 9.914 | 14.319 | 28.504 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 219 | 1.271 | – | 9 | 134 | 1.633 |
| Schuldverschreibungen und anderefestverzinste Wertpapiere | – | – | 50 | 420 | 222 | 692 |
| Summe | 1.443 | 2.120 | 3.113 | 12.877 | 16.957 | 36.510 |
19 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude
Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2017
| in Mio. EUR | Buchwert31.12.2016 | Anschaffungskosten01.01.2017 | VeränderungKonsolidierungskreisAnschaffungskosten | VeränderungKonsolidierungskreisAbschreibungenkumuliert | VeränderungWährungsumrechnung | Zugänge | Abgänge | Umgliederungen | Abschreibungenkumuliert | Buchwert31.12.2017 | Zuschreibungen (+)undAbschreibungen (-)Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 53 | 195 | 66 | – | – | 3 | -31 | – | -130 | 103 | -19 |
| Betrieblich genutzteGrundstücke und Gebäude | 7 | 18 | 58 | – | – | – | – | – | -11 | 65 | -1 |
| Betriebs- undGeschäftsausstattung | 46 | 177 | 8 | – | – | 3 | -31 | – | -119 | 38 | -18 |
| Vermietete Grundstücke undGebäude | 3 | 26 | 116 | – | – | – | – | – | -22 | 120 | 1 |
Die Position Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) von Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 8,6 Mio. EUR in Filialen, die gemeinsam mit der Österreichischen Post betrieben werden. Im Segmentbericht werden diese außerplanmäßigen Abschreibungen im Corporate Center gezeigt.
Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2016
| in Mio. EUR | Buchwert31.12.2015 | Anschaffungskosten01.01.2016 | VeränderungKonsolidierungskreisAnschaffungskosten | VeränderungKonsolidierungskreisAbschreibungenkumuliert | VeränderungWährungsumrechnung | Zugänge | Abgänge | Umgliederungen | Abschreibungenkumuliert | Buchwert31.12.2016 | Zuschreibungen (+)undAbschreibungen (-)Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 59 | 202 | – | – | – | 4 | -11 | – | -142 | 53 | -9 |
| Betrieblich genutzteGrundstücke und Gebäude | 7 | 20 | – | – | – | – | -2 | – | -11 | 7 | – |
| Betriebs- undGeschäftsausstattung | 52 | 182 | – | – | – | 4 | -9 | – | -131 | 46 | -9 |
| Vermietete Grundstücke undGebäude | 4 | 26 | – | – | – | – | – | – | -23 | 3 | – |
20 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte
Vom Gesamtbuchwert sonstiger immaterieller Vermögenswerte entfällt ein wesentlicher Teil auf Allegro (Kernbankensystem der BAWAG P.S.K.) und Kontextprojekte.
| in Mio. EUR | Buchwert31.12.2016 | Anschaffungskosten01.01.2017 | VeränderungKonsolidierungskreisAnschaffungskosten | Zugänge | Abgänge | Umgliederungen | Abschreibungenkumuliert | Buchwert31.12.2017 | Zuschreibungen (+)undAbschreibungen (-)Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwerte | 1 | 1 | – | – | – | – | – | 1 | – |
| Markenname undKundenstock | 30 | 30 | 35 | – | – | – | -2 | 63 | -2 |
| Software und andereimmaterielleVermögenswerte | 128 | 554 | 3 | 64 | -136 | – | -328 | 157 | -28 |
| Software und andereimmaterielle Vermögenswerte | 112 | 517 | 3 | 34 | -119 | 4 | -313 | 126 | -26 |
| davon erworben | 95 | 498 | 3 | 25 | -118 | 2 | -307 | 103 | -22 |
| davon selbsterstellt | 17 | 19 | – | 9 | -1 | 2 | -6 | 23 | -4 |
| Immaterielle Vermögenswertein Entwicklung | 6 | 6 | – | 30 | -1 | -4 | – | 31 | – |
| davon erworben | 2 | 2 | – | 21 | -1 | -2 | – | 20 | – |
| davon selbsterstellt | 4 | 4 | – | 9 | – | -2 | – | 11 | – |
| Rechte und Ablösezahlungen | 10 | 31 | – | – | -16 | – | -15 | – | -2 |
Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2017
Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2016
| in Mio. EUR | Geschäftsjahr |
|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwerte11–––––1 | – |
| Markenname und––30––––30Kundenstock | 0 |
| Software und andereimmaterielle103511–50-7–-426128Vermögenswerte | -21 |
| Software und andere90480–42-61-405112immaterielle Vermögenswerte | -19 |
| davon erworben84472–30-51-40395 | -17 |
| davon selbsterstellt68–12-1–-217 | -2 |
| Immaterielle Vermögenswerte22–6-1-1–6in Entwicklung | – |
| davon erworben22–2-1-1–2 | – |
| davon selbsterstellt–––4–––4 | – |
| Rechte und Ablösezahlungen1129–2––-2110 | -2 |
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen Buchwert und ihrer Restnutzungsdauer:
| Immaterieller Vermögenswert | Buchwert per31.12.2017in Mio. EUR | Restnutzungsdauer | Buchwert per31.12.2016in Mio. EUR |
|---|---|---|---|
| Summe Firmenwerte | 1 | 1 | |
| davon: Firmenwert easybank | 1 | unbegrenzt | 1 |
| Summe Markenrechte | 4 | 0 | |
| davon: Markenrecht Südwestbank AG | 3 | unbegrenzt | – |
| Summe Kundenbeziehungen | 59 | 30 | |
| davon: Kundenbeziehungen Südwestbank AG | 20 | 20–30 Jahre | – |
| davon: Kundenbeziehungen start:bausparkasse | 20 | 19 Jahre | 22 |
| davon: Kundenbeziehungen PayLife | 11 | 8 Jahre | – |
| davon: Kundenbeziehungen IMMO-BANK | 8 | 19 Jahre | 8 |
| Summe sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 157 | 128 | |
| davon: Kernbankensystem für das Geschäft in Österreich(Allegro) | 43 | 16 Jahre | 37 |
Im Geschäftsjahr 2017 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR erfolgswirksam erfasst (2016: 0 Mio. EUR).
aktuellen Businessplan, auf einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf untersucht.
Markenrechte haben eine unbegrenzte Nutzungsdauer und werden daher am Ende jedes Jahres, basierend auf dem
Überprüfung von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs) mit einem Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderung
Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist folgenden CGUs des Konzerns ein Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt zugeordnet worden:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| easybank AG, Wien | 1 | 1 |
| Firmenwert | 1 | 1 |
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags der easybank AG verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen
Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Werten von externen und internen Quellen.
| in % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 11,8% | 10,2% |
| Nachhaltige Wachstumsrate | 1,0% | 1,0% |
| Geplante Gewinnwachstumsrate (Durchschnitt der nächsten 5 Jahre) | 6,1% | 16,7% |
Der Rückgang der geplanten Gewinnwachstumsrate ist überwiegend auf den nicht linearen Gewinnanstieg 2017 nach der Übernahme von PayLife zurückzuführen. Der Abzinsungssatz stellt eine Vor-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage von branchendurchschnittlichen Eigenkapitalrenditen geschätzt wurde. Dieser Abzinsungssatz wurde auf Basis des in IAS 36 vorgeschriebenen Vorsteuerzinssatzes unter Berücksichtigung der substanziellen Verlustvorträge der BAWAG P.S.K. ermittelt. Als risikoloser Zinssatz dient hierfür der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz für Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 30 Jahren. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen
Risikozuschlag, der das erhöhte allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der einzelnen CGU widerspiegelt.
Die Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Geschäftsführung des Unternehmens geplanten Jahresgewinnen der nächsten 5 Jahre und einer ewigen Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt.
Sensitivitätsanalyse per 31.12.2017
Um die Stabilität der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte zu testen, wurde basierend auf den oben angeführten Prämissen eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Dabei wurden für diese Analyse die Veränderung des Diskontierungssatzes und die Verminderung des Wachstums der Ergebnisse als relevante Parameter ausgewählt. Die
nachstehend angeführte Übersicht veranschaulicht, um welches Ausmaß sich der Diskontierungssatz erhöhen bzw. das Wachstum nach 2018 verringern könnte, ohne dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter den jeweiligen Buchwert (Eigenkapital zuzüglich Firmenwert) absinkt.
| Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|
| Diskontierungssatz | Wachstum nach 2018 | |
| (in %Pkt.) | (in %) | |
| easybank AG, Wien | 20,41 | -5,16% |
Sensitivitätsanalyse per 31.12.2016
| Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|
| Diskontierungssatz | Wachstum nach 2017 | |
| (in %Pkt.) | (in %) | |
| easybank AG, Wien | 32,35 | -17,04% |
21 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von
temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 22 | 35 |
| Kredite und Forderungen | 49 | 80 |
| Rückstellungen | 69 | 68 |
| Verlustvorträge | 95 | 150 |
| Sonstige | 9 | 6 |
| Latente Steueransprüche | 244 | 339 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 12 | 13 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 28 | 23 |
| Handelsaktiva | 41 | 50 |
| Sicherungsderivate | 82 | 112 |
| Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter | 6 | 6 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 14 | 7 |
| Sachanlagen | 3 | 1 |
| Sonstige | – | – |
| Latente Steuerverpflichtungen | 186 | 212 |
| Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen | 89 | 150 |
| Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen1) | 31 | 23 |
- Entspricht den passiven latenten Steuern von vier neu akquirierten Unternehmens, die per 31. Dezember 2017 nicht Teil der Steuergruppe waren. (2016: Entspricht den passiven latenten Steuern von einem neu akquirierten Unternehmen, das per 31. Dezember 2016 nicht Teil der Steuergruppe war.)
Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuerlatenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die temporären Differenzen, für die gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet wurden, betrugen 433 Mio. EUR (2016: 302 Mio. EUR). IAS 12.39 besagt, dass bei temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, wenn das Mutterunternehmen in der
Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden, keine passiven latenten Steuern gebildet werden müssen.
Sowohl latente Steueransprüche als auch latente Steuerverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
22 | Sonstige Vermögenswerte
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungsposten | 28 | 18 |
| Noch nicht in Betrieb befindliche Leasingobjekte | 1 | 2 |
| Sonstige Aktiva | 118 | 112 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 147 | 132 |
Die sonstigen Aktiva betreffen Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr und andere sonstige Aktiva. Per 31. Dezember 2017 haben sonstige Vermögensgegenstände in
Höhe von 20 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 18 Mio. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
23 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 726 | 1.115 |
| Begebene Schuldverschreibungen (Eigene Emissionen) | 93 | 190 |
| Nachrangkapital | 114 | 109 |
| Kassenobligationen und nicht börsennotierte Private Placements | 519 | 816 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten | 726 | 1.115 |
Die begebenen Schuldverschreibungen betreffen börsennotierte Emissionen. Die Verminderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Tilgung von eigenen Emissionen zurückzuführen.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten P.S.K.-Emissionen, die von der Republik Österreich garantiert sind.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenen Emissionen per 31. Dezember 2017 liegt um 34 Mio. EUR über deren Rückzahlungsbetrag (2016: 79 Mio. EUR über dem Rückzahlungsbetrag).
24 | Handelspassiva
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Derivate des Handelsbuchs | 64 | 143 |
| Währungsbezogene Derivate | 2 | 46 |
| Zinsbezogene Derivate | 62 | 97 |
| Derivate des Bankbuchs | 281 | 474 |
| Währungsbezogene Derivate | 50 | 193 |
| Zinsbezogene Derivate | 231 | 281 |
| Handelspassiva | 345 | 617 |
25 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.009 | 2.064 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 30.947 | 26.030 |
| Spareinlagen – fix verzinst | 968 | 1.928 |
| Spareinlagen – variabel verzinst | 6.945 | 6.404 |
| Anlagekonten | 5.649 | 6.074 |
| Giroeinlagen – Retailkunden | 9.909 | 7.341 |
| Giroeinlagen – Firmenkunden | 5.288 | 2.505 |
| Sonstige Einlagen1) | 2.188 | 1.778 |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 4.938 | 4.900 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 3.732 | 3.042 |
| Nachrangkapital | 429 | 428 |
| Ergänzungskapital | 30 | 36 |
| Kassenobligationen und nicht börsennotierte Private Placements | 747 | 1.394 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 39.894 | 32.994 |
- Primär Termineinlagen.
Bei den begebenen Schuldverschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um börsennotierte Emissionen.
26 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital
Begebene Schuldverschreibungen sowie Nachrang- und Ergänzungskapital werden in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" bzw. in der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich das folgende Gesamtvolumen (IFRS-Buchwerte):
| Bewertung zumbeizulegenden Zeitwert | Bewertung zu fortgeführtenAnschaffungskosten | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| BegebeneSchuldverschreibungen | 93 | 190 | 2.776 | 3.042 | 2.869 | 3.232 |
| Nachrangkapital | 114 | 109 | 429 | 428 | 543 | 537 |
| Ergänzungskapital | – | – | 30 | 36 | 30 | 36 |
| Kassenobligationen und nichtbörsennotierte Private Placements | 519 | 816 | 1.703 | 1.394 | 2.222 | 2.210 |
| Summe | 726 | 1.115 | 4.938 | 4.900 | 5.664 | 6.015 |
In der folgenden Tabelle werden die wesentlichen Konditionen der begebenen Schuldverschreibungen angeführt, deren Nominale 200 Mio. EUR übersteigt:
| ISIN | Typ | Währung | Nominalein Mio. EUR | Art derVerzinsung | Kupon | Laufzeitende |
|---|---|---|---|---|---|---|
| XS1514988689 | RMBS | GBP | 755 | Variabel | 3M LIBOR + 0,7% | 15.09.2045 |
| XS0830444039 | Covered | EUR | 500 | Fix | 1,875% | 18.09.2019 |
| XS1298418184 | Covered | EUR | 500 | Fix | 0,375% | 01.10.2020 |
| XS1369268534 | Covered | EUR | 500 | Fix | 0,375% | 23.02.2022 |
| XS1551294926 | Covered | EUR | 500 | Fix | 0,750% | 18.01.2027 |
| XS0987169637 | Lower Tier II | EUR | 300 | Fix | 8,125% | 30.10.2023 |
27 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
In der folgenden Tabelle wird die Verteilung nach Produktgruppen und Kundensektoren der zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dargestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – Gliederung nach Produktgruppen und Kundensektoren
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Spareinlagen | 7.913 | 8.332 | |
| Sparbücher | 5.219 | 4.565 | |
| Bauspareinlagen | 1.717 | 1.818 | |
| Kapitalsparbücher | 976 | 1.941 | |
| Sparvereine | 1 | 8 | |
| Sonstige Einlagen | 23.034 | 17.698 | |
| Retailkunden | 13.168 | 11.834 | |
| Unternehmen | 6.117 | 5.006 | |
| Nichtbanken | 3.129 | 669 | |
| Zentralstaaten | 620 | 189 | |
| Verbindlichkeiten Kunden | 30.947 | 26.030 |
28 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten
Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten (exkl. Derivaten) nach deren vertraglicher Restlaufzeit:
Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2017
| 31.12.2017in Mio. EUR | täglich fällig | Bis3 Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVerbindlichkeiten | ||||||
| Schuldverschreibungen | – | 34 | – | 38 | 21 | 93 |
| Nachrangkapital | – | – | – | 24 | 90 | 114 |
| Kassenobligationen und nichtbörsennotierte Private Placements | – | 96 | 8 | 347 | 68 | 519 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | 24.493 | 836 | 3.751 | 1.565 | 302 | 30.947 |
| Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | 514 | 477 | 36 | 2.197 | 785 | 4.009 |
| Schuldverschreibungen | – | 19 | 131 | 1.684 | 942 | 2.776 |
| Nachrangkapital | – | – | 10 | 33 | 386 | 429 |
| Ergänzungskapital | – | 5 | 10 | 15 | – | 30 |
| Kassenobligationen und nichtbörsennotierte Private Placements | – | 99 | 81 | 317 | 1.206 | 1.703 |
| Summe | 25.007 | 1.566 | 4.027 | 6.220 | 3.800 | 40.620 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | täglich fällig | Bis3 Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVerbindlichkeiten | ||||||
| Schuldverschreibungen | – | 9 | 40 | 74 | 67 | 190 |
| Nachrangkapital | – | – | – | 24 | 85 | 109 |
| Kassenobligationen und nichtbörsennotierte Private Placements | – | 15 | 64 | 482 | 255 | 816 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | 19.079 | 1.296 | 3.432 | 2.044 | 179 | 26.030 |
| Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | 181 | 1.199 | 71 | 312 | 301 | 2.064 |
| Schuldverschreibungen | – | 75 | 151 | 1.552 | 1.264 | 3.042 |
| Nachrangkapital | – | 1 | – | 43 | 384 | 428 |
| Ergänzungskapital | – | 5 | 10 | 21 | – | 36 |
| Kassenobligationen und nichtbörsennotierte Private Placements | – | 36 | 1 | 252 | 1.105 | 1.394 |
| Summe | 19.260 | 2.636 | 3.769 | 4.804 | 3.640 | 34.109 |
Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2016
29 | Rückstellungen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Sozialkapitalrückstellungen | 375 | 386 |
| hievon für Abfertigungen | 96 | 97 |
| hievon für Pensionen | 250 | 260 |
| hievon für Jubiläumsgeld | 29 | 29 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 20 | 8 |
| Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien | 20 | 8 |
| Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken | 55 | 10 |
| Rückstellungen | 450 | 404 |
Bei den Sozialkapitalrückstellungen handelt es sich zur Gänze um langfristige Rückstellungen. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2,8 Mio. EUR und andere Risiken inklusive Rechtsrisiken in Höhe von 3 Mio. EUR werden voraussichtlich nach
mehr als 12 Monaten verwendet. Aufgrund des momentan niedrigen Zinsumfeldes und der unwesentlichen Auswirkung verzichtet die BAWAG P.S.K. auf eine Abzinsung der Rückstellungen.
Entwicklung des Sozialkapitals
| in Mio. EUR | Pensionsrückstellung | Abfertigungsrückstellung | Jubiläumsgeldrückstellung | SummeSozialkapitalrückstellung |
|---|---|---|---|---|
| Barwert der erworbenen Ansprüche per01.01.2017 | 270 | 97 | 29 | 397 |
| Dienstzeitaufwand | 1 | 4 | 2 | 7 |
| Zinsaufwand | 4 | 2 | – | 6 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | ||||
| Aus demografischen Annahmen | – | – | – | – |
| Aus finanziellen Annahmen | 4 | 2 | – | 6 |
| Aus sonstigen Gründen, insbesondereexperience results | – | -1 | -1 | -2 |
| Gewinn aus Abgeltungen | -4 | – | – | -4 |
| Ertrag aus dem Planvermögen ohne die in derGewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinsen | – | – | – | – |
| Sonstige | ||||
| Zahlungen | -52 | -10 | -3 | -65 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 33 | 2 | 2 | 37 |
| Sonstige | 0 | – | – | 0 |
| Barwert der erworbenen Ansprüche per31.12.2017 | 256 | 96 | 29 | 381 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -6 | – | – | -6 |
| Rückstellung per 31.12.2017 | 250 | 96 | 29 | 375 |
| in Mio. EUR | Pensionsrückstellung | Abfertigungsrückstellung | Jubiläumsgeldrückstellung | SummeSozialkapitalrückstellung |
|---|---|---|---|---|
| Barwert der erworbenen Ansprüche per01.01.2016 | 276 | 96 | 29 | 401 |
| Dienstzeitaufwand | 1 | 5 | 2 | 7 |
| Zinsaufwand | 6 | 2 | 1 | 8 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | ||||
| Aus demografischen Annahmen | – | – | – | – |
| Aus finanziellen Annahmen | 2 | 3 | 3 | 8 |
| Aus sonstigen Gründen, insbesondereexperience results | -2 | -2 | -4 | -7 |
| Gewinn aus Abgeltungen | – | -1 | – | -1 |
| Ertrag aus dem Planvermögen ohne die in derGewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinsen | – | – | – | – |
| Sonstige | ||||
| Zahlungen | -14 | -9 | -3 | -25 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 1 | 6 | 1 | 8 |
| Sonstige | – | -3 | – | -3 |
| Barwert der erworbenen Ansprüche per31.12.2016 | 270 | 97 | 29 | 397 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -10 | – | – | -10 |
| Rückstellung per 31.12.2016 | 260 | 97 | 29 | 387 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016 beträgt 13,97 Jahre (2016: 14,60 Jahre), jene für Abfertigungsrückstellungen beträgt 10,77 Jahre (2016: 11,07 Jahre).
Entwicklung des fondsgebundenen anrechenbaren Pensionsvermögens
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Pensionskassenvermögen 01.01.2017 = 31.12.2016 | 10 | 11 |
| Zugänge | – | – |
| Zahlungen | -4 | -1 |
| Pensionskassenvermögen 31.12.2017 | 6 | 10 |
Die Wertänderungen umfassen erwartete Erträge aus Planvermögen, versicherungsmathematische Gewinne und
Verluste, Beiträge des Arbeitgebers, Beiträge der Teilnehmer des Plans und gezahlte Versorgungsleistungen.
Das Pensionskassenvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| in % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen | 75% | 67% |
| Eigenkapitalinstrumente | 16% | 16% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0% | 1% |
| Sonstige | 8% | 17% |
Schuldverschreibungen, welche von der BAWAG P.S.K. emittiert wurden, betragen 0,03% des Planvermögens.
Für alle Eigenkapitaltitel und fix verzinste Schuldverschreibungen bestehen Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten. Die fix verzinsten Investments stammen im Wesentlichen von europäischen Emittenten und haben ein durchschnittliches Rating von A.
Die strategische Investmentpolitik des Pensionsfonds kann wie folgt zusammengefasst werden:
Ein strategischer Asset-Mix, der 62% Staatsanleihen, 10% Unternehmensanleihen, 14% Eigenkapitalinstrumente und 14% sonstige Investitionen umfasst;
Sensitivitätsanalysen
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen zu folgenden leistungsorientierten Verpflichtungen für Pensio-
- Die Gewichtung der Investitionen kann innerhalb der langfristigen strategischen Veranlagungsklassen in einer definierten Bandbreite schwanken: Anleihen: 50%–100%, Eigenkapitaltitel: 5%–20%, sonstige Investitionen: 0%–20%;
- das Zinsrisiko wird anhand eines aktiven Risikomanagements der Duration aller fixverzinsten Vermögenswerte überwacht und gesteuert;
- das Währungsrisiko wird mit dem Ziel gesteuert, es auf maximal 30% zu reduzieren.
Die BAWAG P.S.K. erwartet, dass im Jahr 2018 Beiträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR an die Pensionskasse zu leisten sein werden (2017: 0,2 Mio. EUR).
nen und Abfertigungen geführt; der Ausgangswert für die Berechnung ist der zum 31. Dezember 2017 bestehende Barwert der leistungsorientierten Zusagen in Höhe von 352 Mio. EUR (2016: 367 Mio. EUR):
Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2017
| Pensions- undAbfertigungsrückstellungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Erhöhung derVariablen | Verringerung derVariablen | ||
| Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 311 | 401 | ||
| Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 400 | 311 | ||
| Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 343 | 349 | ||
| Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) | 256 | 257 |
Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2016
| Pensions- undAbfertigungsrückstellungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Erhöhung derVariablen | Verringerung derVariablen | ||
| Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 323 | 422 | ||
| Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 421 | 323 | ||
| Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt | 352 | 370 | ||
| Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) | 270 | 272 |
Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen
| in Mio. EUR | Stand01.01.2017 | ÄnderungKonsolidierungskreis | Zuführung1) | Verbrauch | Auflösung | Stand31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 18 | 14 | 55 | -2 | -10 | 75 |
| Drohende Verluste ausschwebenden Geschäften | 8 | 14 | 1 | 0 | -3 | 20 |
| Übrige Rückstellungen | 10 | – | 54 | -2 | -7 | 55 |
- Inklusive Umgliederungen.
| in Mio. EUR | Stand01.01.2016 | ÄnderungKonsolidierungskreis | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 29 | 10 | 10 | -27 | -4 | 18 |
| Drohende Verluste ausschwebenden Geschäften | 24 | – | 5 | -18 | -3 | 8 |
| Übrige Rückstellungen | 5 | 10 | 5 | -9 | -1 | 10 |
30 | Sonstige Verbindlichkeiten
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr | 301 | 283 |
| Verbindlichkeiten aus Restrukturierung | 170 | 150 |
| Sonstige Passiva | 563 | 247 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.039 | 684 |
Per 31. Dezember 2017 haben sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 172 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 210 Mio. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
31 | Sicherungsderivate
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Sicherungsderivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen | ||
| Positiver Marktwert | 456 | 595 |
| Negativer Marktwert | 50 | 95 |
| Sicherungsderivate in Cashflow-Hedge-Beziehungen | ||
| Positiver Marktwert | 61 | 82 |
| Negativer Marktwert | 44 | 165 |
Die BAWAG P.S.K. verwendet Fair-Value-Hedge Accounting, um Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken bei festverzinslichen Finanzinstrumenten darzustellen. Als Sicherungsgeschäfte werden überwiegend Zinsswaps verwendet. Die Grundgeschäfte umfassen Wertpapiere der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sowie Eigene Emissionen, Sparbücher und Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Seit Jänner 2016 wendet die BAWAG P.S.K. die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an. Als Sicherungsgeschäfte werden Fremdwährungs-Swaps sowie Devisentermingeschäfte verwendet.
Fair Value Hedge
| Nominale der gesichertenGrundgeschäfte | Netto-Buchwerte derSicherungsgeschäfte | Im Geschäftsjahrerfolgswirksam erfasstesErgebnis von Grund- undSicherungsgeschäft | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Zur Veräußerung verfügbarefinanzielle Vermögenswerte | 2.835 | 1.562 | -10 | -34 | – | 1 |
| Wertpapiere | 2.835 | 1.562 | -10 | -34 | – | 1 |
| Zu fortgeführtenAnschaffungskosten bewerteteFinanzinstrumente | 15.303 | 12.602 | 415 | 534 | 3 | – |
| Wertpapiere | 79 | 90 | – | -1 | – | – |
| Eigene Emissionen | 3.503 | 3.209 | 171 | 235 | 1 | -2 |
| Spareinlagen von Kunden | 2.372 | 1.153 | 8 | 16 | – | – |
| Forderungen an Kunden | 380 | 305 | -27 | -50 | – | – |
| Verbindlichkeiten an Kunden | 8.969 | 7.845 | 263 | 334 | 2 | 2 |
| Summe | 18.138 | 14.164 | 405 | 500 | 3 | 1 |
Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position
"Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden" (Note 4) erfasst.
Cashflow Hedge
Die Perioden, in denen die abgesicherten Cashflows voraussichtlich eintreten und die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen werden, sind wie folgt:
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 382 | 2.092 | 1.015 | 3.489 |
32 | Eigenkapital
Grundkapital
Die BAWAG P.S.K. verfügt unverändert zum Vorjahr über ein Grundkapital von 250 Mio. EUR, welches zur Gänze einbezahlt wurde. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.
Kapital- und Gewinnrücklagen
Die Kapitalrücklagen enthalten Einlagen der Gesellschafter, die kein Stammkapital darstellen. In den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen werden thesaurierte Gewinne sowie im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.
Dividenden
Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividendenausschüttung von 230,0 Mio. EUR vorzuschlagen.
Nicht beherrschende Anteile
Der 75%-Anteil an der ACP-IT Finanzierungs GmbH führte zu nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von 1 Mio. EUR (2016: 2 Mio. EUR).
Haftrücklage
Kreditinstitute haben gemäß § 57 Abs. 5 BWG eine Haftrücklage zu bilden. Eine Auflösung der Haftrücklage darf nur insoweit erfolgen, als dies zur Erfüllung von Verpflichtungen gemäß § 93 BWG oder zur Deckung sonst im Jahresabschluss auszuweisender Verluste erforderlich ist.
Entwicklung des Sonstigen Ergebnisses
| in Mio. EUR | Gewinnrücklagen AFS-Rücklage | Cashflow-HedgeRücklage nachSteuern | VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste | Eigenkapitalohne nichtbeherrschendeAnteile | NichtbeherrschendeAnteile | Eigenkapital inkl.nicht beherrschender Anteile | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtergebnis 2017 | 476,0 | 28,9 | -3,5 | -3,7 | 497,7 | 0,1 | 497,8 |
| Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag | 476,0 | – | – | – | 476,0 | 0,1 | 476,1 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträgeund Aufwendungen | – | 28,9 | -3,5 | -3,7 | 21,7 | – | 21,7 |
| Veränderung der Cashflow-HedgeRücklage | – | – | -4,7 | – | -4,7 | – | -4,7 |
| Veränderung der AFS-Rücklage | – | 37,8 | – | – | 37,8 | – | 37,8 |
| Direkt im Eigenkapital erfassteErträge und Aufwendungen (vorSteuern) | – | 37,8 | – | – | 37,8 | – | 37,8 |
| Anteil der direkt im Eigenkapitalerfassten Erträge und Aufwendungenvon assoziierten Unternehmen, dienach der Equity-Methode bilanziertwerden | – | -0,2 | – | – | -0,2 | – | -0,2 |
| VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste ausleistungsorientierten Plänen | – | – | – | -5,0 | -5,0 | – | -5,0 |
| Ertragssteuern | – | -8,7 | 1,2 | 1,3 | -6,2 | – | -6,2 |
| in Mio. EUR | Gewinnrücklagen AFS-Rücklage | Cashflow-HedgeRücklage nachSteuern | VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste | Eigenkapitalohne nichtbeherrschendeAnteile | NichtbeherrschendeAnteile | Eigenkapital inkl.nicht beherrschender Anteile | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtergebnis 2016 | 380,4 | -1,8 | 6,3 | -1,4 | 383,5 | 0,3 | 383,8 |
| Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag | 380,4 | – | – | – | 380,4 | 0,3 | 380,7 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträgeund Aufwendungen | – | -1,8 | 6,3 | -1,4 | 3,1 | – | 3,1 |
| Veränderung der Cashflow-HedgeRücklage | – | – | 8,4 | – | 8,4 | – | 8,4 |
| Veränderung der AFS-Rücklage | – | 2,9 | – | – | 2,9 | – | 2,9 |
| Direkt im Eigenkapital erfassteErträge und Aufwendungen (vorSteuern) | – | 2,9 | – | – | 2,9 | – | 2,9 |
| Anteil der direkt im Eigenkapitalerfassten Erträge und Aufwendungenvon assoziierten Unternehmen, dienach der Equity-Methode bilanziertwerden | – | -2,3 | – | – | -2,3 | – | -2,3 |
| VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste ausleistungsorientierten Plänen | – | – | – | -1,9 | -1,9 | – | -1,9 |
| Ertragssteuern | – | -2,4 | -2,1 | 0,5 | -4,0 | – | -4,0 |
Im Sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern vom Einkommen
| vorSteuern | Steuern vomEinkommen | nachSteuern | vorSteuern | Steuern vomEinkommen | nachSteuern | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 01.01.–31.12.2017 | 01.01.–31.12.2016 | ||||
| Cashflow-Hedge-Rücklage | -4,7 | 1,2 | -3,5 | 8,4 | -2,1 | 6,3 |
| AFS-Rücklage | 37,6 | -8,7 | 28,9 | 0,6 | -2,4 | -1,8 |
| VersicherungsmathematischeGewinne/Verluste ausleistungsorientierten Plänen | -5,0 | 1,3 | -3,7 | -1,9 | 0,5 | -1,4 |
| Direkt im Eigenkapital erfassteErträge und Aufwendungen | 27,9 | -6,2 | 21,7 | 7,1 | -4,0 | 3,1 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Grundlage für die Segmentierung ist die am 31. Dezember 2017 gültige Konzernstruktur.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG P.S.K. eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem "Management-Ansatz" folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und -prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt, dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruente Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/ Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden einem Verteilungsschlüssel entsprechend auf die einzelnen Segmente verteilt.
Mit Dezember 2017 wurde die Segmentberichterstattung gemäß der Akquisitionen von Südwestbank und dem Kreditkartenportfolio von PayLife angepasst:
- BAWAG P.S.K. führte ein neues Segment Südwestbank ein, welches das Kundengeschäft der Südwestbank AG und ihrer Töchter sowie deren Refinanzierungsaktivitäten abbildet.
- Das Investmentbuch der Südwestbank AG und ihrer Töchter wurde in das bestehende Segment Treasury Services & Markets, welches das Wertpapierportfolio der BAWAG Group beinhaltet, inkludiert.
- Das Kreditkartenportfolio von PayLife wurde gänzlich in das Segment easygroup integriert, welches schon das bestehende Kreditkartengeschäft der easybank inkludiert.
Die BAWAG P.S.K. wird im Rahmen der folgenden sieben Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:
BAWAG P.S.K. Retail – hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere inländischen Privatkunden, KMU-Finanzierungen einschließlich unserer Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus, Bausparens sowie des Immobilienleasings.
- easygroup: umfasst unsere Direktbanktochter easybank mit einer vollständigen Online-Produktpalette, z.B. Sparen, Zahlungsverkehr, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs. Weiters fallen unser KFZund Mobilienleasinggeschäft sowie das Kreditgeschäft mit internationalen privaten Kreditnehmern sowie eigenen Emissionen, die mit einem internationalen Portfolio an Wohnbaukrediten gedeckt sind, darunter.
- Südwestbank – umfasst das Kundengeschäft (Retail, KMU, Kommerz) der Südwestbank AG und ihrer Töchter inklusive Refinanzierung.
- DACH Corporates & Public Sector – dazu gehören die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich. Da wir unsere Kunden auch grenzüberschreitend unterstützen, sind in diesem Segment auch ausgewählte Kundenbeziehungen in Nachbarländern enthalten. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen sind ebenso zugeordnet.
- International Business beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft außerhalb der DACH-Region und wird von unserer Filiale in London betreut.
- Treasury Services & Markets – umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse des Wertpapierportfolios der BAWAG Group.
- Corporate Center – alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Regulatorische Aufwendungen (mit Ausnahme der Beiträge zur Einlagensicherung) und Unternehmenssteuern sind dem Corporate Center zugeordnet.
Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.
Darstellung der Segmente:
| 2017in Mio. EUR | BAWAGP.S.K.Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates& PublicSector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | BAWAGGroup | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K.1) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 398,3 | 150,4 | 5,6 | 70,6 | 129,1 | 49,4 | -12,1 | 791,3 | 0,2 | 791,5 |
| Provisionsüberschuss | 158,1 | 21,0 | 3,0 | 39,1 | 0,4 | 0,0 | -4,7 | 216,9 | 0,0 | 216,9 |
| Operative Kernerträge | 556,4 | 171,4 | 8,6 | 109,7 | 129,5 | 49,4 | -16,8 | 1.008,2 | 0,2 | 1.008,4 |
| Gewinne und Verluste ausFinanzinstrumenten | 0,8 | 0,0 | 0,0 | -10,9 | -0,4 | 21,6 | 0,6 | 11,7 | 0,0 | 11,7 |
| Sonstige betrieblicheErträge undAufwendungen | 3,9 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 113,5 | 117,7 | 0,0 | 117,7 |
| Operative Erträge | 561,1 | 171,7 | 8,6 | 98,8 | 129,1 | 71,0 | 97,3 | 1.137,6 | 0,2 | 1.137,8 |
| Operative Aufwendungen | -272,6 | -40,8 | -7,8 | -48,8 | -27,6 | -16,3 | -114,9 | -528,8 | 58,4 | -470,4 |
| RegulatorischeAufwendungen | -14,9 | -2,7 | -0,1 | – | – | – | -16,1 | -33,8 | 0,0 | -33,8 |
| Risikokosten | -49,0 | -2,0 | -0,2 | -8,0 | -16,3 | 0,0 | 13,7 | -61,8 | -63,6 | -125,4 |
| Ergebnis von at-equitybewerteten Beteiligungen | – | – | – | – | – | – | 4,1 | 4,1 | 0,0 | 4,1 |
| Jahresüberschuss vorSteuern | 224,6 | 126,2 | 0,5 | 42,0 | 85,2 | 54,7 | -15,9 | 517,3 | -5,0 | 512,3 |
| Steuern vom Einkommen | – | – | – | – | – | – | -50,6 | -50,6 | 14,4 | -36,2 |
| Jahresüberschuss nachSteuern | 224,6 | 126,2 | 0,5 | 42,0 | 85,2 | 54,7 | -66,5 | 466,7 | 9,4 | 476,1 |
| Nicht beherrschendeAnteile | – | – | – | – | – | – | -0,1 | -0,1 | 0,0 | -0,1 |
| Nettogewinn | 224,6 | 126,2 | 0,5 | 42,0 | 85,2 | 54,7 | -66,6 | 466,6 | 9,4 | 476,0 |
| Geschäftsvolumina | ||||||||||
| Aktiva | 11.351 | 4.173 | 4.183 | 6.725 | 5.174 | 11.137 | 3.328 | 46.071 | -291 | 45.780 |
| Verbindlichkeiten | 20.682 | 4.253 | 6.146 | 6.762 | 2.477 | 5.751 | 46.071 | -291 | 45.780 | |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.492 | 3.381 | 3.349 | 2.410 | 4.318 | 2.124 | 1.417 | 21.491 | -66 | 21.425 |
- Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
| DACH | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016in Mio. EUR | BAWAGP.S.K.Retail | easygroup | Südwestbank | Corporates& PublicSector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | BAWAGGroup | AnpassungKonsolidierungskreis | BAWAGP.S.K.1) |
| Nettozinsertrag | 352,3 | 115,8 | – | 79,5 | 134,0 | 54,3 | -3,7 | 732,2 | 0,1 | 732,3 |
| Provisionsüberschuss | 141,1 | 10,1 | – | 39,7 | -0,1 | 0,0 | 2,1 | 192,9 | 0,0 | 192,9 |
| Operative Kernerträge | 493,4 | 125,9 | – | 119,2 | 133,9 | 54,3 | -1,6 | 925,1 | 0,1 | 925,2 |
| Gewinne und Verluste ausFinanzinstrumenten | 0,8 | 0,0 | – | 1,0 | -2,8 | 11,9 | 8,2 | 19,1 | 0,0 | 19,1 |
| Sonstige betrieblicheErträge undAufwendungen | 1,5 | -1,4 | – | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 36,6 | 36,7 | 0,0 | 36,7 |
| Operative Erträge | 495,7 | 124,5 | – | 120,2 | 131,1 | 66,2 | 43,2 | 980,9 | 0,1 | 981,0 |
| Operative Aufwendungen | -273,5 | -30,6 | – | -53,6 | -29,9 | -16,3 | -35,5 | -439,4 | 3,7 | -435,7 |
| RegulatorischeAufwendungen | -12,3 | -2,4 | – | – | – | – | -31,4 | -46,1 | 0,0 | -46,1 |
| Risikokosten | -40,8 | -4,8 | – | 4,4 | 1,2 | 0,0 | -2,7 | -42,7 | 0,0 | -42,7 |
| Ergebnis von at-equitybewerteten Beteiligungen | – | – | – | – | – | – | 8,0 | 8,0 | 0,0 | 8,0 |
| Jahresüberschuss vorSteuern | 169,1 | 86,7 | – | 71,0 | 102,4 | 49,9 | -18,4 | 460,7 | 3,8 | 464,5 |
| Steuern vom Einkommen | – | – | – | – | – | – | 12,9 | 12,9 | -96,7 | -83,8 |
| Jahresüberschuss nachSteuern | 169,1 | 86,7 | 71,0 | 102,4 | 49,9 | -5,5 | 473,6 | -92,9 | 380,7 | |
| Nicht beherrschendeAnteile | – | – | – | – | – | – | -0,2 | -0,2 | -0,1 | -0,3 |
| Nettogewinn | 169,1 | 86,7 | 71,0 | 102,4 | 49,9 | -5,7 | 473,4 | -93,0 | 380,4 | |
| Geschäftsvolumina | ||||||||||
| Aktiva | 11.659 | 4.458 | – | 7.812 | 5.634 | 6.691 | 3.507 | 39.761 | -286 | 39.475 |
| Verbindlichkeiten | 21.049 | 4.478 | – | 5.487 | 2.847 | 5.900 | 39.761 | -286 | 39.475 | |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.432 | 4.249 | – | 2.916 | 4.169 | 2.031 | 1.247 | 19.044 | -66 | 18.978 |
- Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Group gesteuert.
Da die interne und externe Berichterstattung der BAWAG P.S.K. vollständig harmonisiert ist, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente
den Gewinn oder Verlust der Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmenttabelle keine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.
Geografische Verteilung
Die unten angeführten Tabellen stellen die Geschäftssegmente in einer geografischen Verteilung, basierend auf der risikomäßigen Zuordnung der Einzelkunden zu einem Land, dar. Kundengruppen werden nicht aggregiert und einem einzelnen Land zugeordnet (z.B. dem Land der Muttergesellschaft), sondern auf Einzelgesellschaftsebene den jeweiligen Ländern zugeteilt.
Als österreichische Bank erwirtschaftet die BAWAG Group 73% ihrer operativen Kernerträge in Österreich. Der
Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt – unterstützt durch die Südwestbank, das Kommerzkundengeschäft sowie die Expansion der easygroup nach Deutschland – in der DACH-Region. Der Fokus des Segments International Business liegt auf Westeuropa sowie Nordamerika.
Die folgenden Tabellen zeigen die operativen Kernerträge nach Segment und geografischer Verteilung:
| P.S.K. | easygroup | Südwest | Corporates | International | Services & | Corporate | BAWAG | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017in Mio. EUR | Retail | bank | & PublicSector | Business | Markets | Center | Group | |
| DACH | 553,0 | 103,6 | 8,5 | 106,7 | 0,0 | 21,3 | -16,5 | 776,6 |
| davon Österreich | 551,0 | 103,5 | 0,0 | 89,0 | 0,0 | 19,6 | -23,4 | 739,7 |
| davon Deutschland | 1,6 | 0,0 | 8,4 | 17,3 | 0,0 | 0,5 | 6,9 | 34,7 |
| Westeuropa | 0,4 | 67,8 | 0,1 | 0,1 | 81,0 | 15,2 | -0,2 | 164,4 |
| davon UK | 0,1 | 27,3 | 0,0 | 0,1 | 36,3 | 6,4 | 0,0 | 70,2 |
| davon Frankreich | 0,1 | 40,5 | 0,0 | 0,0 | 3,1 | 0,8 | 0,0 | 44,5 |
| davon Irland | 0,0 | – | 0,0 | – | 25,9 | 2,1 | – | 28,0 |
| Nordamerika | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 39,8 | 2,8 | 0,0 | 43,1 |
| davon USA | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 37,2 | 2,8 | 0,0 | 40,5 |
| Südeuropa | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 6,1 | 9,0 | 0,0 | 15,6 |
| Sonstige | 2,4 | 0,0 | 0,0 | 2,5 | 2,6 | 1,1 | -0,1 | 8,5 |
| Summe | 556,4 | 171,4 | 8,6 | 109,7 | 129,5 | 49,4 | -16,8 | 1.008,2 |
| 2016in Mio. EUR | BAWAGP.S.K.Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates& PublicSector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | BAWAGGroup |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DACH | 490,4 | 85,9 | – | 114,4 | 0,0 | 23,7 | -1,3 | 713,0 |
| davon Österreich | 488,3 | 85,8 | – | 93,9 | 0,0 | 20,8 | -1,3 | 687,4 |
| davon Deutschland | 1,6 | 0,0 | – | 20,0 | 0,0 | 1,1 | 0,0 | 22,7 |
| Westeuropa | 0,4 | 40,0 | – | 0,1 | 81,9 | 15,5 | -2,3 | 135,7 |
| davon UK | 0,1 | 37,5 | – | 0,0 | 31,2 | 7,0 | 0,0 | 75,8 |
| davon Frankreich | 0,0 | 2,5 | – | 0,0 | 11,6 | 1,1 | 0,0 | 15,2 |
| davon Irland | 0,0 | – | – | – | 20,8 | 0,7 | – | 21,5 |
| Nordamerika | 0,1 | 0,0 | – | 0,5 | 41,3 | 2,9 | 0,0 | 44,8 |
| davon USA | 0,1 | 0,0 | – | 0,5 | 39,4 | 2,9 | 0,0 | 42,9 |
| Südeuropa | 0,4 | 0,0 | – | 0,2 | 9,3 | 10,7 | 0,0 | 20,6 |
| Sonstige | 2,1 | 0,0 | – | 4,0 | 1,4 | 1,5 | 2,1 | 11,1 |
| Summe | 493,4 | 125,9 | – | 119,2 | 133,9 | 54,3 | -1,5 | 925,2 |
Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden:
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten gemäß Segmentbericht | 11,7 | 19,1 |
| Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Gewinne und Verluste ausfinanziellen Vermögenswerten | – | – |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden gemäßKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 11,7 | 19,1 |
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Segmentbericht | 117,7 | 36,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -30,6 | -43,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- undVerlustrechnung | 87,1 | -7,1 |
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
| Jahresüberschuss vor Steuern gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 512,3 | 464,5 |
|---|---|---|
| Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Gewinne und Verluste ausfinanziellen Vermögenswerten | – | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern gemäß Segmentbericht | 512,3 | 464,5 |
KAPITALMANAGEMENT
Das Kapitalmanagement der BAWAG Group erfolgt auf Basis der CRR (Capital Requirements Regulation) sowie der entsprechenden nationalen Begleitverordnungen (Basel 3 Säule 1) und im Sinne des ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes (Basel 3 Säule 2) des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).
Das Kapitalmanagement wird zentral gesteuert. Kernaufgaben sind die laufende Beobachtung der Geschäftsentwicklung der Gruppe, die Analyse der Veränderungen der risikogewichteten Aktiva sowie deren Abgleich mit dem zur Verfügung stehenden regulatorischen Eigenkapital bzw. ICAAP-Limit und Auslastungen je Segment.
Die BAWAG Group steuert ihre Kapitalposition unter Vollanwendung der CRR-Bestimmungen ohne Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen für Kapitalbestandteile und der Berechnung der risikogewichteten Aktiva. Die Kapitalplanung ist voll in den Business-Planning-Prozess integriert, um sicherzustellen, dass sowohl die regulatorischen Kapitalanforderungen als auch die Zielkapitalquote über den gesamten Planungshorizont eingehalten wird. Neben der regulatorischen Kapitalplanung werden den Geschäftssegmenten im Rahmen des ICAAP-Prozesses im Einklang mit der Planung stehende Kapitallimite zugewiesen.
Das Capital Management Team spricht gegebenenfalls Empfehlungen zur Stärkung der Eigenkapitaldecke an den Gesamtvorstand der BAWAG Group aus und berichtet monatlich an das Enterprise Risk Meeting der Bank.
Der ICAAP ist gleichermaßen nach Risikotragfähigkeit und Geschäfts- und Risikoprofil der Gruppe gestaltet und bildet einen integralen Bestandteil des Planungs- und Kontrollsystems. Im Rahmen des ICAAP wird die Risikotragfähigkeit sichergestellt sowie der effiziente Einsatz der Risikodeckungsmasse verfolgt. Stresstests runden den Steuerungsprozess zusätzlich ab.
Im Rahmen des SREP werden für die BAWAG Group Mindestkapitalquoten festgesetzt sowie eine Säule-2Empfehlung abgegeben. Zusätzlich zu diesen extern von der Bankaufsicht vorgegebenen Mindestkapitalquoten werden in dem im Rahmen des BaSAG (Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken) erstellten Sanierungsplan der BAWAG Group Schwellenwerte für das Erreichen einer Frühwarnphase sowie der Sanierungsphase und die damit zusammenhängenden Prozesse definiert. Die Schwellenwerte beziehen sich dabei sowohl auf Liquiditäts- als auch auf regulatorische und ökonomische Kapitalgrößen.
Die BAWAG Group überwacht kontinuierlich die Einhaltung der Schwellwerte und damit auch gleichzeitig der vorgeschriebenen Eigenmittelquoten. Basis sind dabei die Meldungen an die Oesterreichische Nationalbank sowie die regelmäßige Beobachtung der Geschäftsentwicklung.
Zusätzlich achtet das Capital Management Team auf alle zukünftigen regulatorischen Änderungen wie z.B. MREL, IFRS 9 und Basel IV. Die regulatorischen Entwicklungen werden kontinuierlich verfolgt und die Auswirkungen auf die Kapitalposition der Bank eingeschätzt. Die erwarteten Auswirkungen der regulatorischen Änderungen werden regelmäßig an die zuständigen Bereichsleiter und Vorstände kommuniziert. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bank ihr Kapitalmanagement rechtzeitig an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen kann.
Die konsolidierten regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group als EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises. In den vergangenen Perioden wurden auch die Kapitalzahlen der Promontoria Sacher Holding B.V. präsentiert. Seit dem vierten Quartal 2017 ist die Promontoria Sacher Holding B.V. nicht mehr die EU-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe.
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.20172) | 31.12.2016 |
| Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken)1) | 3.492 | 3.158 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -343 | -190 |
| Sonstiges Ergebnis | 9 | -30 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -38 | -19 |
| Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierteGewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die ausVeränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve | -33 | -47 |
| Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommendiejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren | -91 | -100 |
| Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten | -90 | -133 |
| Hartes Kernkapital | 2.906 | 2.639 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -5 | -6 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -85 | -127 |
| Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten | 90 | 133 |
| Zusätzliches Kernkapital | 0 | 0 |
| Tier I | 2.906 | 2.639 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital 3) | 347 | 484 |
| Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen | 15 | 0 |
| Überschuss IRB-Risikovorsorge | 35 | 24 |
| Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -27 | -26 |
| Ergänzungskapital – Tier II | 370 | 482 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) | 3.276 | 3.121 |
-
In dieser Position wurden Dividenden in Höhe von 109,9 Mio. EUR (bestehend aus einer Zwischendividende in Höhe von 51,6 Mio. EUR und einer Dividende zum Jahresende in der Höhe von 58,3 Mio. EUR) und ein freiwilliger aufsichtsrechtlicher Filter in Höhe von 44 Mio. EUR auf das ausschüttungsfähige Ergebnis abgezogen.
-
Die Kapitalzahlen per 31. Dezember 2017 weichen von jenen per 31. Dezember 2016 u.a. aufgrund von unterschiedlichen CRR-Übergangsregelungen für 2017 und 2016 für die Anrechenbarkeit von Kapitalien (im Wesentlichen AFS-Rücklage) bzw. für diverse Abzugsposten (im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte und Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge) ab.
-
Am 3. November 2017 veröffentlichte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ihre Auslegung bestimmter Kapitalvorschriften, die eine Auswirkung auf die Gesamtkapitalquote der BAWAG Group haben. Die CET1 Quote sowie die Leverage Ratio bleiben unverändert. Die EBA-Auslegung betrifft vor allem Finanzholdinggesellschaften, die wie die BAWAG Group über eine starke Gesamtkapitalausstattung verfügen. Die EBA-Auslegung impliziert, dass jener Teil der von der BAWAG P.S.K. begebenen Ergänzungskapitalinstrumente, der die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen übersteigt, für die konsolidierten Kapitalquoten der BAWAG Group nicht mehr voll anrechenbar ist.
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
| Kreditrisiko | 19.716 | 17.329 | ||
| Marktrisiko | 52 | 59 | ||
| Operationelles Risiko | 1.705 | 1.633 | ||
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 21.473 | 19.021 |
Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR
| BAWAG Group | BAWAG P.S.K.2) | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 1) | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf dasGesamtrisiko | 13,5% | 13,6% | 12,7% | 13,5% |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf dasGesamtrisiko | 15,2% | 16,2% | 15,1% | 16,1% |
-
Wäre die Kaufpreisallokation der start:bausparkasse und der IMMO-BANK zum 31. Dezember 2016 bereits final gewesen, hätte die CET1 Quote 13,5% und die Gesamtkapitalquote 16,0% betragen.
-
Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.
Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group | BAWAG P.S.K.1) | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.20162) | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf dasGesamtrisiko | 13,5% | 13,9% | 12,7% | 13,7% |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf dasGesamtrisiko | 15,3% | 16,4% | 15,2% | 16,3% |
- Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.
Während des Geschäftsjahres 2017 hat die BAWAG Group durchgehend die sich aus dem SREP ergebenden Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Unsere Ziel-CET1-Quote betrug 2017 12% bei Vollanwendung der CRR-
Vorschriften; wir haben jedoch eine wesentlich höhere Quote von 13,5% erreicht. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote von über 12% bei Vollanwendung der CRR beibehalten.
Anpassung der Vorjahresgleichswerte gemäß IAS 8
Die Europäische Zentralbank führte eine Vorort-Prüfung mit Fokus auf das Kreditrisiko in Bezug auf das internationale Geschäft der BAWAG P.S.K. durch. Als Ergebnis dieser Vor-Ort-Prüfung wurde die inkorrekte Anwendung bestimmte Anforderungen der CRR, insbesondere im Zusammenhang mit der Anwendung begünstigter regulatorischer Risikogewichte für internationale hypothekarisch besicherte Wohnbaukredite, festgestellt. Infolgedessen mussten die betreffenden Exposures in die korrekte Risikoklasse gegliedert werden, was zu einer Erhöhung der risikogewichteten Aktiva im Konzern geführt hat. Die folgende Tabelle stellt die Anpassungen der betroffenen Angaben dar.
Angaben zum Kapital der BAWAG P.S.K.
| 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | angepasst | veröffentlicht | ||
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 13,5% | 15,0% | ||
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 16,1% | 17,8% | ||
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (exkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | n/a | n/a | ||
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (exkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | n/a | n/a | ||
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 13,7% | 15,2% | ||
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 16,3% | 18,1% |
Angaben zu den Segmenten
| 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | angepasst | veröffentlicht | ||
| Risikogewichtete Aktiva easygroup | 4.249 | 2.346 | ||
| Gesamte risikogewichtete Aktiva BAWAG P.S.K. | 18.978 | 17.075 |
WEITERE INFORMATIONEN NACH IFRS
33 | Fair Value
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Values der Bilanzpositionen. Dabei handelt es sich um jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese angesetzt.
Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche "State of the Art"-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie "Verbriefte Verbindlichkeiten (Eigene Emissionen)" und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei "Plain Vanilla"-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads.
Die Fair-Value-Bewertung der Kundengeschäftspositionen berücksichtigt pauschale Credit Spreads für einzelne Kundenkategorien. Die pauschalen Credit Spreads wurden auf Basis einer Kundensegmentierung angesetzt: Kreditinstitute, Kommerzkunden, öffentlicher Sektor und Privatkunden, bei denen zusätzlich eine Differenzierung zwischen Hypothekarkrediten und sonstigen Krediten vorgenommen wird. Methodisch werden die Credit Spreads für das Kundengeschäft aufgrund von Analysen sowohl externer Daten (Markt, Statistiken der OeNB) als auch interner Ausfallsstatistiken abgeleitet.
Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die OIS/EONIA-Swapkurve Basis der Diskontierung ist).
Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Cap, Floor), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden. Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.
Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.
Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten Eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Reuters herangezogen, wobei aus einem definierten Pool an Bankanleihen unter zusätzlicher Berücksichtigung eines Liquiditäts- und Ratingaufschlags eine BAWAG P.S.K. Senior-unsecured-Spreadkurve ermittelt wird. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve aus den Quotes der BAWAG P.S.K. Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K. Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.
Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der Eigenen Emissionen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -12,4 Mio. EUR (2016: -5,9 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2017 beträgt die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, 7,3 Mio. EUR (2016: 17,7 Mio. EUR).
Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,1 Mio. EUR (2016: -0,2 Mio. EUR) ergeben.
Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 31. Dezember 2017 -0,1 Mio. EUR (2016: +0,7 Mio. EUR) und wird als Änderung des Spreads zwischen AT-Bund-Kurve und EUR-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt -0,9 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2016: -1,3 Mio. EUR). Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,08 Mio. EUR ergeben (2016: +0,10 Mio. EUR).
Fair Value von ausgewählten Bilanzpositionen
Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values der einzelnen Bilanzposten.
| Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2016 |
| Aktiva | ||||
| Barreserve | 1.180 | 1.180 | 1.020 | 1.020 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielleVermögenswerte | 448 | 448 | 202 | 202 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 4.408 | 4.408 | 3.129 | 3.129 |
| Zu Anschaffungskosten bewertet | – | n.a. | 67 | n.a. |
| Bis zur Endfälligkeit gehalteneFinanzinvestitionen | 2.274 | 2.347 | 2.353 | 2.448 |
| Handelsaktiva | 458 | 458 | 652 | 652 |
| Kredite und Forderungen | 35.763 | 35.939 | 30.829 | 31.0551) |
| Sicherungsderivate | 517 | 517 | 677 | 677 |
| Sachanlagen | 103 | n.a. | 53 | n.a. |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | 120 | 121 | 3 | 5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 221 | n.a. | 159 | n.a. |
| Sonstige Vermögenswerte | 288 | n.a. | 331 | n.a. |
| Summe Aktiva | 45.780 | 39.475 | ||
| Passiva | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 726 | 726 | 1.115 | 1.115 |
| Handelsbestand | 345 | 345 | 617 | 617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | 39.894 | 40.176 | 32.994 | 33.2461) |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | – | 300 | 300 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | 116 | 116 | 223 | 223 |
| Sicherungsderivate | 94 | 94 | 260 | 260 |
| Rückstellungen | 450 | n.a. | 404 | n.a. |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.087 | n.a. | 724 | n.a. |
| Eigenkapital | 3.067 | n.a. | 2.836 | n.a. |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 | n.a. | 2 | n.a. |
| Summe Passiva | 45.780 | 39.475 |
- Aufgrund eines redaktionellen Fehlers wurden Vorjahresbeträge angepasst. Die betragsmäßigen Korrekturen betragen -247 Mio. EUR für den Posten Kredite und Forderungen und -15 Mio. EUR für den Posten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der beizulegende Zeitwert von Investment Properties (Vermietete Grundstücke und Gebäude) wurde von externen, unabhängigen Immobiliengutachtern bestimmt, die über eine einschlägige berufliche Qualifikation und aktuelle Erfahrung mit der Lage und der Art der zu bewertenden
Immobilien verfügen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.
Es ist nicht geplant, von den zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Investitionen in Eigenkapitalinstrumente wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.
Wertpapiere der Kategorien Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zum 31. Dezember 2017 sind die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere in
Fair-Value-Hierarchie
Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente und der vermieteten Grundstücke und Gebäude auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:
- Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Anleihen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
- Level 2: Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen. Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Anleihen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.
den Kategorien Bis zur Endfälligkeit gehalten und der Wertpapiere in der Kategorie Kredite und Forderungen in Summe um 94 Mio. EUR höher als deren Buchwert (2016: 130 Mio. EUR höher). Der beizulegende Zeitwert der eigenen Emissionen aus der Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist per 31. Dezember 2017 254 Mio. EUR höher als deren Buchwert (2016: 270 Mio. EUR höher).
- Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide Fonds der Südwestbank sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank, IMMO-BANK und Südwestbank. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cashflow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet. 2017 werden hier auch die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen der Kategorie "Available for Sale" ausgewiesen, da im Zuge des IFRS 9-Einführungsprojektes erstmalig Fair Values von nicht notierten AFS-Eigenkapitalinstrumenten gerechnet wurden.
- Sonstige: Hier wurden 2016 die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen der Kategorie "Available for Sale" ausgewiesen.
Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.
| 31.12.2017in Mio. EUR | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | – | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | 267 | 180 | 1 | – | 448 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | 4.077 | 210 | 121 | – | 4.408 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalteneFinanzinvestitionen | 2.340 | 7 | – | – | 2.347 |
| Handelsaktiva | – | 458 | – | – | 458 |
| Kredite und Forderungen | – | 4.058 | 31.881 | – | 35.939 |
| Sicherungsderivate | – | 517 | – | – | 517 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 121 | – | 121 |
| Summe Aktiva | 6.684 | 5.430 | 32.124 | – | 44.238 |
| Passiva | |||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 363 | 363 | – | 726 |
| Handelsbestand | – | 345 | – | – | 345 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | – | 6.935 | 33.241 | – | 40.176 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | – | – | – | – |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | – | 116 | – | – | 116 |
| Sicherungsderivate | – | 94 | – | – | 94 |
| Summe Passiva | – | 7.853 | 33.604 | – | 41.457 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Sonstige1) | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Vermögenswerte | 2 | 199 | 1 | – | 202 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | 2.949 | 179 | 1 | 67 | 3.196 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalteneFinanzinvestitionen | 2.436 | 12 | – | – | 2.448 |
| Handelsaktiva | – | 652 | – | – | 652 |
| Kredite und Forderungen | – | 2.436 | 28.6192) | – | 31.0552) |
| Sicherungsderivate | – | 677 | – | – | 677 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | – | – | 5 | – | 5 |
| Summe Aktiva | 5.387 | 4.155 | 28.626 | 67 | 38.235 |
| Passiva | |||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 638 | 477 | – | 1.115 |
| Handelsbestand | – | 617 | – | – | 617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführtenAnschaffungskosten | – | 6.654 | 26.5922) | – | 33.2462) |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | 300 | – | – | 300 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisikenabgesicherte Portfolien | – | 223 | – | – | 223 |
| Sicherungsderivate | – | 260 | – | – | 260 |
| Verbindlichkeiten | – | 8.692 | 27.069 | – | 35.761 |
-
Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Preis verfügen und in Einklang mit IAS 39.A80-81 zu Anschaffungskosten bewertet werden.
-
Aufgrund eines redaktionellen Fehlers wurden Vorjahresbeträge angepasst. Die betragsmäßigen Korrekturen betragen -247 Mio. EUR für den Posten Kredite und Forderungen und -15 Mio. EUR für den Posten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die BAWAG P.S.K. erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.
Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2
Im Jahr 2017 wurde aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen ein als zur Veräußerung verfügbar klassifiziertes Wertpapier von Level 1 in Level 2 umgegliedert (2016: sieben). Fünf als zur Veräußerung verfügbar
klassifizierte Wertpapiere (2016: fünf) wurden aufgrund eines liquideren Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.
Bewegungen nach und aus Level 3
Die dem Level 3 zugeordneten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. EUR | Erfolgswirksam zumbeizulegendenZeitwert bewertetefinanzielleVermögenswerte | Zur VeräußerungverfügbarefinanzielleVermögenswerte | FinanzielleVerbindlichkeiten |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 1 | 1 | 477 |
| Bewertungsgewinne/-verluste in der Zeile Gewinne und Verlusteaus finanziellen Vermögenswerten und Schulden imKonzernüberschuss | |||
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden | – | – | -13 |
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehrgehalten werden | – | – | – |
| Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis | – | – | – |
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden | – | – | – |
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehrgehalten werden | – | – | – |
| Käufe | – | – | – |
| Tilgungen | – | – | -101 |
| Verkäufe | – | – | – |
| Währungsumrechnung | – | – | – |
| Änderung Konsolidierungskreis | – | 39 | – |
| Übertragungen zu/aus anderen Levels | – | 81 | – |
| Stand 31.12.2017 | 1 | 121 | 363 |
| in Mio. EUR | Erfolgswirksam zumbeizulegendenZeitwert bewertetefinanzielleVermögenswerte | Zur VeräußerungverfügbarefinanzielleVermögenswerte | FinanzielleVerbindlichkeiten |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 2 | 4 | 468 |
| Bewertungsgewinne/-verluste in der Zeile Gewinne und Verlusteaus finanziellen Vermögenswerten und Schulden imKonzernüberschuss | |||
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden | – | – | -12 |
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehrgehalten werden | – | – | – |
| Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis | |||
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden | – | – | – |
| Von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehrgehalten werden | – | – | – |
| Käufe | – | 1 | – |
| Tilgungen | -1 | -4 | -40 |
| Verkäufe | – | – | – |
| Währungsumrechnung | – | – | – |
| Änderung Konsolidierungskreis | – | – | 61 |
| Übertragungen zu/aus anderen Levels | – | – | – |
| Stand 31.12.2016 | 1 | 1 | 477 |
Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoressorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.
Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 120 Mio. EUR. 39 Mio. EUR davon sind auf den Kauf der Südwestbank zurückzuführen (im Wesentlichen Fonds) und 81 Mio. EUR auf die erstmalige Berechnung von Fair Values von nicht notierten AFS-Eigenkapitalinstrumenten im Zuge des IFRS 9-Einführungsprojektes.
Von den im Jahr 2016 unter Level 3 ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2017 101 Mio. EUR getilgt.
Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten
Der wesentliche, nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank, IMMO-BANK und Südwestbank ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-Adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-Adjusted Discount Curve. Der Brutto-Spread-Aufschlag für Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank beträgt aktuell für alle Laufzeiten 100 Basispunkte (Mid) (31. Dezember 2016: 100 Basispunkte). Für Emissionen der IMMO-BANK und der Südwestbank hängen die Spreads vom Rang und der Fälligkeit ab.
Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.
Bei den Fonds der Südwestbank, die nicht zeitnah zu den veröffentlichten Net Asset Values veräußert werden konnten, kommt als nicht direkt beobachtbarer Inputfaktor ein Abschlag zur Anwendung, der dem zu erwartenden Verkaufskurs Rechnung trägt. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge als Differenz des Net Asset Values und dieses Liquiditätsabschlags.
Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter
Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der IMMO-BANK; zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3 hatte die BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 122 Mio. EUR im Bestand (31. Dezember 2016: 2 Mio. EUR).
Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der Eigenen Emissionen um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2017 um 1,3 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 2,0 Mio. EUR) verbessert.
Wenn man den Liquiditätsabschlag der Fonds der Südwestbank um 10 Prozentpunkte erhöht, hätte sich das Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2017 um 4,2 Mio. EUR verschlechtert.
Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden die Dividend-Discount-Methode sowie die Discounted Earnings Method verwendet. Die wesentlichen Inputparameter sind der Diskontierungsfaktor und das Dividendeneinkommen bzw. das Einkommen. Wenn der Diskontierungsfaktor um - 100 Basispunkte sinkt, würde der beizulegende Zeitwert um 6,5 Mio. EUR steigen; steigt der Diskontierungsfaktor um 100 Basispunkte, würde der beizulegende Zeitwert um -4,8 Mio. EUR sinken. Wenn das Dividendeneinkommen bzw. das Einkommen um 20% steigt, würde der beizulegende Zeitwert dieses Finanzvermögens um 2,2 Mio. EUR steigen; wenn das Dividendeneinkommen bzw. das Einkommen um 20% fällt, würde der beizulegende Zeitwert um 2,1 Mio. EUR fallen.
Bei einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Vermögenswerte, bei denen es sich nicht um Fonds der Südwestbank oder um Eigenkapitalinstrumente handelt, um 30% hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2017 um -0,6 Mio. EUR (31. Dezember 2016: -0,6 Mio. EUR) verschlechtert.
34 | Behandlung eines Day 1 gain
IAS 39.AG76 besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.
Im Fall des Kaufes von zwei Kreditportfolien waren die Marktzinssätze zum Transaktionsdatum niedriger als zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen. In beiden Fällen wollte sich der Verkäufer aus dem entsprechenden Geschäftsfeld zurück ziehen. Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegende Zeitwert und daher auch der Day 1 gain weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IAS 39 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.
Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 profits. Da der Day 1 profit systematisch verteilt wird, ist die BAWAG P.S.K. der Ansicht, dass die regelmäßige Amortisation im Ertrag einem Zinsertrag ähnelt. Aus ökonomischer Sicht erzielt die BAWAG P.S.K. höhere Margen auf die erworbenen Kredite. Demzufolge weist die BAWAG P.S.K. die systematische Amortisation der Day 1 profits unter dem Posten Zinserträge aus.
Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn der Periode | 104 | 45 |
| Neue Transaktionen1) | – | 76 |
| Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden | -33 | -11 |
| Währungseffekte | -1 | -6 |
| Stand am Ende der Periode | 70 | 104 |
- Im vierten Quartal 2016 übernahm die BAWAG P.S.K. ein Portfolio qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa in Höhe von 1,4 Mrd. EUR.
35 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen und Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, ergeben sich in nachfolgend dargestellter Höhe. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen erfolgen zu banküblichen Konditionen.
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Kunden | 37 | 54 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 37 | 54 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 15 | 11 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 15 | 11 |
Im Jahr 2017 beliefen sich die Zinserträge aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen auf 4 Mio. EUR (2016:
3 Mio. EUR), die Zinsaufwendungen auf 1 Mio. EUR (2016: 1 Mio. EUR).
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Kunden | 86 | 136 |
| Wertpapiere | 22 | 20 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 108 | 156 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 80 | 44 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht | 80 | 44 |
36 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Eigentümer der BAWAG P.S.K.
99,6% BAWAG Group AG
0,4% Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH
Die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH steht zu 100% im Eigentum der BAWAG Group AG. Sämtliche Anteile der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH werden von einem Treuhänder für die BAWAG Group AG gehalten.
Die Aktien der BAWAG Group AG sind seit dem 25.10.2017 (erster Handelstag) zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Gemäß den der BAWAG Group AG zugegangenen Beteiligungsmeldungen waren per 31.12.2017 an der BAWAG Group AG (i) zu 35,1% Fonds und Accounts unter dem Management von Cerberus Capital Management, L.P. und deren Tochtergesellschaften, (ii) zu 25,7 % Fonds und Accounts, die oder deren Anteile an der BAWAG Group AG Gegenstand eines Vermögensverwaltungsvertrags mit GoldenTree Asset Management LP sind und (iii) zu 4,2% Harbor International Fund beteiligt.
Wesentliche nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungen der BAWAG P.S.K.
BAWAG P.S.K. Versicherung AG
Die BAWAG P.S.K. hält indirekt 25% plus 1 Aktie an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien. Die Mehrheit steht im Eigentum des Generali-Konzerns. Die BAWAG P.S.K. Versicherung AG wird im BAWAG P.S.K. Konzern at-equity konsolidiert. Die Geschäftsbeziehungen der BAWAG P.S.K. mit der BAWAG P.S.K. Versicherung AG umfassen Versicherungsprodukte, wobei die Konditionengestaltung marktüblich ist. Zur Absicherung und Regelung der Zusammenarbeit der BAWAG P.S.K. mit der Generali bestehen drittübliche Verträge, z.B. Kooperationsvertrag, Lizenzvertrag, Provisionsvereinbarung usw.
PSA Payment Services Austria GmbH
Die BAWAG P.S.K. hält 20,82% an der PSA Payment Services Austria GmbH. Die PSA Payment Services Austria steht im Eigentum mehrerer österreichischer Banken und Bankengruppen. Die PSA ist im Service und der Organisation
des Bankomatkartenbetriebes tätig und wird im BAWAG P.S.K. Konzern at-equity konsolidiert.
Sonstige Unternehmen
Eine Liste aller nicht konsolidierten Gesellschaften wird unter Note 50 dargestellt.
Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen
Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt:
| 31.12.2017in Mio. EUR | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicherFührung odermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene, nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 12 | 413 | 37 | 1 | 86 | – |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 3 | 240 | 7 | 1 | 28 | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | 34 | – | 22 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 1 | – | 5 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | – | 0 | 17 | 160 | 1 | 0 |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | – | 0 | – | 1 | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | 0 | – | 1 | – |
| Zinserträge1) | 2,2 | 23,3 | 0,9 | 2,4 | 0,3 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 9,0 | 0,1 | 2,1 | 0,0 | 0,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 15,5 | 0,0 | 0,0 |
- Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
| 31.12.2016in Mio. EUR | Mutterunternehmen | Unternehmen,unter derengemeinschaftlicherFührung odermaßgeblichemEinfluss dasUnternehmensteht | Verbundene, nichtkonsolidierteUnternehmen | AssoziierteUnternehmen | Joint Ventures | SonstigeBeteiligungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 6 | 808 | 48 | 44 | 93 | 1 |
| Nicht ausgenützte Kreditrahmen | 2 | 108 | 12 | 14 | 25 | – |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | 43 | – | 20 | – | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivaten) | 29 | 0 | 6 | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüberKunden | – | 0 | 11 | 122 | 0 | – |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivaten) | – | 0 | – | 1 | – | – |
| Gegebene Garantien | – | – | – | 0 | 1 | – |
| Zinserträge1) | 0,1 | 31,6 | 1,7 | 2,6 | 0,3 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,8 | 0,0 | 1,5 | 0,0 | 0,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 18,5 | 0,0 | 0,1 |
- Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.
Der Beratungsaufwand gegenüber Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht, betrug im Geschäftsjahr 0,0 Mio. EUR (2016: 0,0 Mio. EUR).
Betreffend Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen waren keine Abschreibungen bzw. Bildung von Wertberichtigungen notwendig.
Angaben zu natürlichen Personen
Key Management
Unter Key Management sind in der BAWAG P.S.K. die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der BAWAG P.S.K. AG zu verstehen. Die gesamten Personalaufwendungen für das Key Management betragen 24,7 Mio. EUR (2016: 26,0 Mio. EUR).
Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands der BAWAG P.S.K. AG (inklusive abgegrenzten und noch nicht ausbezahlten Bonus und Einzahlungen in die Pensionskasse) betrug im abgelaufenen Jahr 18,3 Mio. EUR (2016: 25,6 Mio. EUR). Der Aufwand für die Bezüge von ehemaligen Vorstandsmitgliedern betrug im abgelaufenen Jahr 2,1 Mio. EUR. Vom 2017 aufgewendeten Betrag wurden 4,5 Mio. EUR vom ehemaligen Anteilseigner Promontoria Sacher Holding N.V. rückerstattet (2016: 4,5 Mio. EUR).
Zum 31. Dezember 2017 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionskasse vorsehen.
Für das Jahr 2017 erhält der Vorstand keine Bonuszahlungen. Unter Beachtung der regulatorischen Rahmenbedingungen wurde unter anderem für den Vorstand ein Long Term Incentive Program, das zu 100% in Aktien der BAWAG Group AG und an den langfristigen Unternehmenserfolg geknüpft ist, implementiert.
Zum Bilanzstichtag haftet ein Kredit in Höhe von 0,2 Mio. EUR an ein Mitglied des Vorstands aus (2016: 0,6 Mio. EUR aus drei Krediten an Mitglieder des Vorstands). Zusätzlich besteht ein mit 0,2 Mio. EUR ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (2016: ein nicht ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 0,7 Mio. EUR). Die Summe der Kredite, Bauspardarlehen bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 0,0 Mio. EUR (2016: 0,0 Mio. EUR). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.
Zusätzlich besteht zum Bilanzstichtag kein ausgenütztes Limit auf den Girokonten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (2016: 0 Mio. EUR). Die Summe der Dezemberumsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierter Kreditkarten, die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, beträgt 2017 0 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats beträgt 0 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR).
Die Aufsichtsratsvergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates der BAWAG P.S.K. AG beliefen sich im Jahr 2017 auf 0,5 Mio. EUR (2016: 0,4 Mio. EUR). Die vom Betriebsrat delegierten Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine weitere Vergütung.
An Pensionen wurden an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 25,1 Mio. EUR (2016: 2,0 Mio. EUR) ausbezahlt.
Aufwendungen für Abfertigungen beliefen sich für ehemalige Vorstandsmitglieder auf 3,8 Mio. EUR (2016: 0,0 Mio. EUR).
Langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP)
Die BAWAG P.S.K. hat ein langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP) für Mitarbeiter der obersten Führungsebene eingeführt. Durch LTIP sollen die Interessen der Begünstigten eng mit jenen der Eigentümer verbunden werden. Dies soll erreicht werden, indem der Bonus und Teile der Beratungsentgelte in Form von Stammaktien der BAWAG Group AG gewährt werden. Die Übertragung der Aktien an die Begünstigten hängt dabei von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ab. LTIP stellt eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten dar und wird in Übereinstimmung mit IFRS 2 bilanziert.
Die Anzahl der Aktien wurde Anfang 2018 von der BAWAG Group festgelegt und basiert auf der Einschätzung der individuellen Leistungen im Jahr 2017 (und den Vorjahren).
Der Rechtsanspruch der einzelnen Begünstigten hängt für 75% der Aktien von der Erreichung eines Leistungsziels ab, welches auf dem durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie (pre-tax EPS) im Zeitraum 2018 bis 2020 basiert. Die Beurteilung erfolgt zu Beginn des Jahres 2021. Abhängig vom erreichten durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern
je Aktie der BAWAG Group AG werden zwischen 0% und 100% dieser Aktien tatsächlich zugeteilt ("Teil 1"). Der Rechtsanspruch für Teil 1 hängt nur vom erreichten Ergebnis vor Steuern je Aktie ab, zusätzliche Dienstbedingungen bestehen nicht.
25% der Aktien jedes Begünstigten sind an eine Leistungsbedingung gebunden ("Teil 2"): der Rechtsanspruch auf diese Aktien entsteht nur, wenn der Begünstigte bis März 2022 und 2023 durchgehend im Konzern beschäftigt ist. Die Ansprüche verfallen, wenn der Begünstigte sein Beschäftigungsverhältnis beendet oder entlassen wird. Sofern der Begünstigte aus einem Good-Leaver-Grund ausscheidet und nach österreichischem Arbeitsrecht kein Mitglied des Vorstands ist, erfolgt eine anteilige Zuteilung.
Nach Ablauf des regulatorischen Aufschubs (dies umfasst auch Beschränkungen bei Dividendenzahlungen) ist eine Sperrfrist von einem Jahr vorgesehen. Für Mitglieder des Vorstands besteht für 50% der Aktien eine Sperrfrist bis zum Ende ihres Mandats.
Nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen erhalten die Begünstigten des LTIP die Aktien der BAWAG Group AG, ohne hierfür eine weitere Zahlung leisten zu müssen.
Das Programm umfasst auch die Möglichkeit einer Netto-Abrechnung, welche die BAWAG P.S.K. berechtigt, jene Anzahl an Aktien zurückzubehalten, die erforderlich ist, um eine entstehende Steuerschuld zu begleichen. Das Recht besteht nicht, wenn der Begünstigte den erforderlichen Betrag an den Arbeitgeber zahlt. Die folgenden Aktien wurden im Jänner 2018 zugeteilt:
| Anzahl der Aktien | BeizulegenderZeitwert inMillionen EUR | BeizulegenderZeitwert je Aktie | |
|---|---|---|---|
| Gewährt am 18.1.2018 | 508.820 | 24,1 | 47,44 |
| Davon im Rahmen von Teil 1 des LTIP Programms zugeteilt | 381.615 | 18,1 | 47,44 |
Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der zugeteilten Aktien je Gruppe von Begünstigten:
| Begünstigte | Anzahl der Aktien,die im Rahmen vonTeil 1 des LTIPProgramms gewährtwurden | Anzahl der Aktien,die im Rahmen vonTeil 2 des LTIPProgramms gewährtwurden | Maximale Anzahlan Aktien, dietatsächlich zugeteiltwerden | Minimale Anzahlan Aktien, dietatsächlich zugeteiltwerden | Anzahl der Aktien,die zum Zeitpunktder Gewährungtatsächlich zugeteiltwerden |
|---|---|---|---|---|---|
| Leitende Angestellte desUnternehmens und seinerTochtergesellschaften | 381.615 | 127.205 | 508.820 | 0 | 0 |
| Summe | 381.615 | 127.205 | 508.820 | 0 | 0 |
Bewertung
Die BAWAG P.S.K. verwendet den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, um den Wert der von den Mitarbeitern erhaltenen Leistungen zu bestimmen.
Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt basiert auf beobachtbaren Marktpreisen der BAWAG Group AG Aktie. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden keine Anpassungen für erwartete Dividenden und Dividendenbeschränkungen vorgenommen.
Für Teil 1 des LTIP-Programms wurden Markt- und Nichtausübungsbedingungen durch die Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass die geplanten Ergebnisse je Aktie erreicht werden, berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit 100% angenommen.
Dienstbedingungen, wie sie in Teil 2 des LTIP-Programms vereinbart wurden, werden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Gewährungszeitpunkt nicht berücksichtigt. Diese werden durch Anpassung der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die in die Bewertung der Transaktion einfließen, berücksichtigt. Die BAWAG erwartet, dass alle Begünstigten die Dienstbedingungen erfüllen werden.
Im Jahresabschluss erfasste Beträge
Die Leistungen, die für eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erbracht werden, werden im Zeitraum der Leistungserbringung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zeitgleich kommt es zu einer Erhöhung im Eigenkapital.
Mit der Gewährung von Teil 1 des LTIP-Programms ist keine weitere Leistungsbedingung verbunden und die Aufwendungen werden dementsprechend sofort erfasst.
Wenngleich der Zeitpunkt der Gewährung des LTIP-Programms Anfang 2018 war, stellt die aktienbasierte Vergütung einen Bonus für 2017 erbrachte Leistungen dar.
Die Begünstigten wurden im Dezember 2017 über das Programm und ihre Einbeziehung darin informiert.
Dementsprechend werden Aufwendungen und die Erhöhung im Eigenkapital im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 basierend auf dem beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt erfasst.
Für Teil 2 werden die Aufwendungen linear verteilt während des Erdienungszeitraums unter Anwendung der modifizierten Grant-Date-Methode erfasst. Diese Methode sieht eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt vor, wobei eine fortlaufende Anpassungen für Instrumente, die nicht tatsächlich zugeteilt werden, erfolgt. Im Jahresabschluss wurden keine Aufwendungen für Teil 2 des LTIP-Programms erfasst, da dieser Teil den Leistungsperioden 2018 bis 2022 zuzuordnen ist.
Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Periode erfasst:
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich inEigenkapitalinstrumenten | 18,1 | 0 |
| Davon betreffend | ||
| Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften | 18,1 | 0 |
Annual Bonus Program
Annual Bonus Awards werden an ausgewählte Mitarbeiter gewährt, die nicht am LTIP teilnehmen. Der Zielbonus dieser Gruppe orientiert sich am jährlichen Ergebnis und an definierten externen Zielgrößen. Sofern der individuelle Bonus eine bestimmte Grenze überschreitet, werden 20% des Bonus in bar ausbezahlt und 80% in Form von Aktien der BAWAG Group AG vergütet. Aktien, die den Begünstigten tatsächlich zugeteilt werden, stellen eine aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten dar. Da dieses Bonusprogramm nicht formal an die ausgewählten Mitarbeiter kommuniziert wurde, wird die aktienbasierte Vergütung im Jahresabschluss 2018 erfasst. Alle erwarteten Bonuszuteilungen für diese Mitarbeiter, die für im Jahr 2017 erbrachte Leistungen gewährt werden, wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 durch Erfassung einer Verbindlichkeit berücksichtigt.
Geschäftsbeziehung mit nahestehenden Personen
Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchenund konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.
| Key Management desUnternehmens oderdessenMutterunternehmens | Sonstigenahe stehendePersonen | Key Management desUnternehmens oderdessenMutterunternehmens | Sonstigenahe stehendePersonen | |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2016 |
| Giroeinlagen | 2 | 2 | 10 | 3 |
| Spareinlagen | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Ausleihungen | 0 | 3 | 1 | 3 |
| Bauspareinlagen | – | 0 | – | – |
| Leasing | – | 0 | – | 0 |
| Wertpapiere | – | 0 | – | 0 |
| Zinserträge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
37 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
Erwerb der Südwestbank Aktiengesellschaft, Deutschland
Am 7. Dezember 2017, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG P.S.K. 100% der Aktien der SÜDWESTBANK Aktiengesellschaft ("Südwestbank"). Für Details zu ihren Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Beteiligungen verweisen wir auf Note 49 und Note 50. Unter Berücksichtigung des IFRS 10 wurden die folgenden Konzernunternehmen in den Konzernabschluss 2017 aufgenommen:
- SWB Immowert GmbH
- SWB Stuttgart 1 GmbH
- SWB Stuttgart 2 GmbH
- SWB Stuttgart 3 GmbH
- SWB Mainz 1 GmbH
- SWB München 1 GmbH
- SWB Darmstadt 1 GmbH
Die Südwestbank hat ihre Geschäftstätigkeit im Land Baden-Württemberg, Deutschland, mit Schwerpunkt auf die Hauptstadt Stuttgart und Umgebung. Die wichtigsten Geschäftszweige sind das Kreditgeschäft, das Einlagengeschäft und Brokerage für Privat- und Geschäftskunden. Mit dem Fokus auf den wirtschaftlich starken Südwesten Deutschlands machen die Expertise, der Ruf und die guten Kundenbeziehungen mit dem Mittelstand die Südwestbank zu einem attraktiven Partner, um das Standbein und den Kundenstock der BAWAG P.S.K. in Deutschland zu erweitern.
Die Geschäftstätigkeit der Immobilientochterunternehmen liegt in der Vermietung von Immobilien (Investment properties nach IAS 40).
Der Kaufpreis lautete auf einen festen Betrag von 641 Mio. EUR und wurde in bar geleistet.
Der Erwerb ergibt aufgrund der Bestimmungen des IFRS 3 einen errechneten passiven Unterschiedsbetrag, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" erfasst wurde.
Im Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 1,2 Mio. EUR für Beratungskosten angefallen. Diese Kosten sind im Posten "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" erfasst.
BAWAG P.S.K. konnte die Südwestbank aufgrund der zu niedrigen Rentabilität, von Umbrüchen im Bankenumfeld, der hohen regulatorischen Anforderungen und schnellen technischen Entwicklungen im Bankensektor zu einem günstigen Preis erwerben.
Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:
| in Mio. EUR | 2017 |
|---|---|
| Barreserve | 190 |
| Handelsaktiva | 57 |
| Kredite und Forderungen | 4.744 |
| Kunden | 4.280 |
| Kreditinstitute | 464 |
| Sicherungsderivate | 36 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 265 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.693 |
| Sachanlagen | 67 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | 116 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 27 |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 8 |
| Steueransprüche für latente Steuern | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 10 |
| Handelspassiva | 55 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 6.139 |
| Kunden | 5.018 |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 62 |
| Kreditinstitute | 1.059 |
| Sicherungsderivate | 5 |
| Rückstellungen | 46 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 25 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 3 |
| Sonstige Passiva | 27 |
| Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen | 912 |
| Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung | 641 |
| Errechneter passiver Unterschiedsbetrag1) | 271 |
- Erfasst in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.
Folgende Bewertungsmethoden wurden für die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes der wesentlichen Vermögenswerte verwendet:
Immobilien (Finanzinvestitionen und selbstgenutzte Immobilien)
Der beizulegende Zeitwert der Immobilien basiert auf einem von einer unabhängigen dritten Partei erstellten Gutachten und wurde mit dem Ertragswertverfahren basierend auf dem erwarteten Mieteinkommen der jeweiligen Immobilie berechnet.
Basis für das Ertragswertverfahren ist das nachhaltige, jährliche Nettoeinkommen der Immobilien, das sich nach Abzug der nicht zu ersetzenden Aufwendungen, welche üblicherweise vom Vermieter geleistet werden müssen, vom Bruttoeinkommen ergibt. Das Bruttojahreseinkommen beinhaltet das durch die Immobilie erzielte nachhaltige Einkommen, im Besonderen Miete und Leasing. Das Nettoeinkommen der Immobilie wird, abhängig von der jeweiligen Restlaufzeit, mit einem angemessenen Zinssatz diskontiert.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die BAWAG P.S.K. hat Kundenstöcke und Marke als separat identifizierbare immaterielle Vermögenswerte identifiziert. Die Bewertung wurde mit Unterstützung eines externen Beraters unter Verwendung marktüblicher Modelle durchgeführt. Kundenstöcke wurden mittels einer Multi-Period Excess Earnings Method (MPEEM) bewertet. Die Bewertung der Marke "Südwestbank" basiert auf einem Brand Equity Approach (Methode der Lizenzpreisanalogie). Die folgende Übersicht stellt die wesentlichen Annahmen dar:
| KundenstockPrivat/KMU | KundenstockPrivate Banking | KundenstockFirmenkunden | Markenname"Südwestbank" | |
|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmethode | MPEEM | MPEEM | MPEEM | Brand EquityApproach |
| Kundensegment | Privatkunden undKMUs | Private-BankingKunden | Firmenkunden | alle |
| Erträge/Aufwendungen | Abgeleitet aus den Schätzungen der Unternehmensplanung der BAWAG P.S.K. | |||
| Laufzeit | 20 Jahre | 30 Jahre | 20 Jahre | unbegrenzt |
| Kapitalkosten | 7,72% | 8,04% | 7,70% | 8,64% |
Finanzielle Vermögenswerte
Für Finanzinstrumente werden gruppenweit etablierte Bewertungsmethoden und Standards angewendet. In Abhängigkeit von den für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zur Verfügung stehenden Informationen werden unterschiedliche Ansätze gewählt. Für Level-2-Instrumente (OTC-Derivate) werden die bestehenden Treasury-Front-Office-Systeme für Bewertungen herangezogen. Zur Bewertung kommen marktübliche Bewertungsmodelle zum Einsatz, z. B. Discounted-Cashflow und Standardoptionspreismodelle. Marktparameter wie Zinssätze, Wechselkurse oder Volatilitäten werden als Input für das Bewertungsmodell zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet.
Bei Finanzinstrumenten, bei denen der beizulegende Zeitwert nicht direkt anhand beobachtbarer Informationen (Level 3) ermittelt werden kann, wird ein Discounted-Cashflow-Modell verwendet. Die Bewertung basiert auf erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung dieser erwarteten Cashflows werden unterschiedliche Parameter verwendet, die entweder aus Marktdaten oder aus internen Informationen des erworbenen Unternehmens abgeleitet werden können (z. B. erwartete Ausfallsraten im Kreditportfolio). Die Diskontierungszinssätze, die für die Bewertungen zur Anwendung kommen, setzen sich aus einer risikolosen Zinskurve, Refinanzierungskosten, kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlägen und Kapitalkosten zusammen. Zusätzlich wird eine residuale Komponente ermittelt, um die angewandten Diskontierungszinssätze auf aktuelle, am Markt beobachtete Transaktionen zu kalibrieren (z.B. Neugeschäftsmargen, die die aktuellen Fair-Value-Spreads widerspiegeln).
Die zur Bestimmung des reinen Zeitwerts verwendeten Diskontierungskurven enthalten nur Instrumente, die kein oder nur ein geringes Ausfallrisiko, wie zum Beispiel Swapsätze, aufweisen. Spread-Kurven, die die Refinanzierungskosten des erworbenen Unternehmens widerspiegeln, werden entweder von ausstehenden Refinanzierungsinstrumenten, unterschieden nach Seniorität (besicherte, unbesicherte oder nachrangige Refinanzierungen), Benchmark-Zinskurven (z. B. Anleiheindizes) oder Refinanzierungskosten des kürzlich kontrahierten Neugeschäfts (abgeschlossen durch das Unternehmen selbst oder vergleichbare Produkte von Wettbewerbern), abgeleitet. Die Zuordnung des kundenspezifischen Kreditrisikoaufschlags zu einem Vermögenswert hängt von der Branche des zugrunde liegenden Kontrahenten und der Liquidität des betreffenden Instruments ab. Wenn verfügbar, werden CDS-Spreads (Single Name Credit Default Swaps) für Bewertungszwecke verwendet. Wenn ein CDS-Spread eines bestimmten oder vergleichbaren Kontrahenten nicht ausreichend liquide ist, erfolgt die Bewertung auf Basis von Markt-Sektorkurven. Falls keine verlässlichen Marktdaten zur Verfügung stehen, kommen Spread-Kurven, die von internen ratingbasierten Ausfallwahrscheinlichkeiten abgeleitet werden, zur Anwendung. Bei der Anwendung der Kreditrisikoaufschläge wird zusätzlich eine allfällige Besicherung berücksichtigt, d.h., nur der unbesicherte Anteil fließt in die Bewertung mit ein. Kapitalkosten werden ebenfalls als Spread-Komponente der Abzinsungsfaktoren berücksichtigt.
Die erworbenen Kredite und Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 4.280 Mio. EUR entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Zusätzlich wurden Kredite und Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 464 Mio. EUR erworben. Die Bruttobeträge der vertraglichen Kredite und Forderungen belaufen sich auf 4.846 Mio. EUR, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows auf 102 Mio. EUR.
Die folgenden Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen der Bilanzierung des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses. Die vorläufigen Teile betreffen im Wesentlichen die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte sowie der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bei denen eine finale Bewertung aussteht. Im Falle, dass wir neue Informationen über Fakten und Umstände erhalten, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die – falls sie bekannt gewesen wären – in den Ansatz zusätzlicher Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten geführt hätten, würde die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs gemäß IFRS 3.45 angepasst werden. Derzeit erwartet die BAWAG P.S.K. aber keine wesentlichen Effekte.
Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2017 trug die Südwestbank operative Kernerträge (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 10 Mio. EUR und einen Gewinn von 1 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2017 stattgefunden, hätte der erworbene Unternehmensteil nach Schätzung des Managements 118 Mio. EUR zu den operativen Kernerträgen und 18 Mio. EUR zum Konzerngewinn beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der Annahme, dass die vorläufig bewerteten Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen wären, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2017 stattgefunden hätte.
Erwerb des Issuing-Business von SIX Payment Services GmbH (PayLife)
Der Erwerb des Kreditkartenportfolios betreffend das Issuing-Geschäft der PayLife (SIX) erfolgte, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen und Erfüllung aller vertraglichen Voraussetzungen, mit 6. Oktober 2017. Durch die Übernahme des Kreditkartenportfolios von PayLife (SIX), welches organisatorisch in der easybank AG eingegliedert wird, kann die BAWAG P.S.K. ihre Präsenz im Bereich Ausgabe und Verwaltung von Kreditkarten deutlich stärken und ihre Marktposition ausbauen. Die Refinanzierung, welche durch die Übernahme der Kartenforderungen erforderlich wird, wird durch die easybank AG sichergestellt, welche über langjährige Erfahrung im Kreditkartenbereich verfügt und auch selbst Kreditkarten mit Kooperationspartner ausgibt und verwaltet.
Der Erwerb ergibt aufgrund der Bestimmungen des IFRS 3 einen errechneten passiven Unterschiedsbetrag, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" erfasst wurde.
Die BAWAG P.S.K. konnte das Geschäft günstig erwerben, da die bisherigen Eigentümer den Geschäftszweig aufgeben wollten und aus Sicht des Erwerbers ein gewisser Restrukturierungsbedarf vorlag. Die gesamte übertragene Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt erfolgt in Form von Zahlungsmitteln und beträgt 40 Mio. EUR. Die Zahlung erfolgte auf Gesellschafter-Ebene von der BAWAG PSK AG an die SIX Holding GmbH. Der finale Kaufpreis basiert auf einem Closing-Accounts-Mechanismus. Wir erwarten, dass die finalen Closing Accounts im zweiten Quartal 2018 zur Verfügung stehen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 dargestellten Werte beinhalten den erwarteten zusätzlichen Kaufpreis in Höhe von 4 Mio. EUR an den Verkäufer.
Es wurden keine wesentlichen Nebenkosten in Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb erfasst.
Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:
| in Mio. EUR | 2017 |
|---|---|
| Kredite und Forderungen | 204 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 152 |
| Kunden | 18 |
| Kreditinstitute | 134 |
| Rückstellungen | 4 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 2 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3 |
| Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen | 53 |
| Gesamtbetrag der erwarteten Gegenleistung | 45 |
| Errechneter passiver Unterschiedsbetrag1) | 8 |
- Erfasst in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.
Die erworbenen Kredite und Forderungen in Höhe von 204 Mio. EUR entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Die Bruttobeträge der vertraglichen Kredite und Forderungen betragen 209 Mio. EUR, die voraussichtlich uneinbringlichen Cashflows 5 Mio. EUR.
Die folgenden Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen der Bilanzierung des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses. Die vorläufigen Teile betreffen neben dem bereits erwähnten Kaufpreis im Wesentlichen die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte, die von einem externen Berater durchgeführt wird. Im Falle, dass wir neue Informationen über Fakten und Umstände erhalten, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die – falls sie bekannt gewesen wären – in den Ansatz zusätzlicher Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten geführt hätten, müsste die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs gemäß IFRS 3.45 angepasst werden. Derzeit erwartet die BAWAG P.S.K. AG aber keine wesentlichen Effekte.
Der aktivierte Kundenstock wurden anhand der Multi-Period Excess Earnings Method berechnet. Betreffend den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Beschreibung in Zusammenhang mit dem Erwerb der Südwestbank.
Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2017 trug der erworbene Unternehmensteil operative Kernerträge (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 11 Mio. EUR und einen Gewinn von 6 Mio. EUR bei. Hätte der Erwerb
am 1. Jänner 2017 stattgefunden, hätte der erworbene Unternehmensteil nach Schätzung des Managements 40 Mio. EUR zu den operativen Kernerträgen und 11 Mio. EUR zum Konzerngewinn beigetragen. Die Berechnung dieser Werte basiert auf der Annahme, dass die vorläufig bewerteten Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert, welche zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen wären, wenn der Erwerb am 1. Jänner 2017 stattgefunden hätte.
Anpassung von vorläufigen Beträgen des Unternehmenserwerbes der start:bausparkasse AG und der IMMO-BANK gemäß IFRS 3
Die BAWAG P.S.K. hat am 1. Dezember 2016 100% der start:gruppe (bestehend aus start:bausparkasse AG und IMMO-BANK AG) erworben. Die erstmalige Kaufpreisallokation wurde im Geschäftsjahr 2016 per 1.12.2016 vorgenommen. Diese basierte auf vorläufigen Werten, da aufgrund der Zeitnähe des Closings zum Bilanzstichtag und der Komplexität der Transaktion die Bewertung von Kundenstock und Marke sowie auch die vollständige Bewertung von wesentlichen Teilen der Finanzinstrumente wie Kredite, Bauspardarlehen, Bauspareinlagen und eigene Emissionen nur vorläufig vorgenommen wurden.
Die Kaufpreisallokation wurde im November 2017 finalisiert. Daher wurden nach den Bestimmungen des IFRS 3 die Vergleichsinformationen so angepasst, als ob von Anfang an mit den finalen Werten gerechnet worden wäre. Dies umfasst die Anpassung bestehender Vermögenswerte und Schulden, der übertragenen Gegenleistung und des passiven Unterschiedsbetrages. Der finale Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung wurde mittels eines Closing-Account-Mechanismus bestimmt und betrug 193 Mio. EUR. Die Anpassung der Vermögenswerte und Schulden führt auch zu einer Anpassung der daraus resultierenden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Effekte in den Geschäftsjahren 2016 und 2017.
Nachstehend dargestellt sind die finalen beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und von der finalen übertragenen Gegenleistung, deren Bilanzierung teilweise innerhalb des Bewertungszeitraums gemäß IFRS 3.45 aufgrund neuer Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, aber nicht bekannt gewesen waren, angepasst wurde.
| in Mio. EUR | 2016 (vorläufig) | 2016 (final) |
|---|---|---|
| Barreserve | 93 | 93 |
| Kredite und Forderungen | 3.664 | 3.667 |
| Kunden | 2.813 | 2.816 |
| Kreditinstitute | 851 | 851 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 3 | 3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12 | 30 |
| Steueransprüche für laufende Steuern | 1 | 1 |
| Steueransprüche für latente Steuern | 3 | – |
| Sonstige Vermögenswerte | 3 | 3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 89 | 89 |
| Handelspassiva | 2 | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.283 | 3.316 |
| Kunden | 2.106 | 2.139 |
| Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital | 496 | 496 |
| Kreditinstitute | 681 | 681 |
| Rückstellungen | 18 | 18 |
| Steuerschulden für laufende Steuern | 14 | 14 |
| Steuerschulden für latente Steuern | 32 | 25 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26 | 26 |
| Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen | 316 | 307 |
| Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung | 190 | 193 |
| Errechneter passiver Unterschiedsbetrag1) | 126 | 114 |
- Erfasst in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.
In der folgenden Tabelle sind die aus der Anpassung der Buchwerte resultierenden Korrekturen der GuV im Geschäftsjahr 2017 sowie in der Vergleichsperiode 2016 ersichtlich.
| in Mio. EUR | Bilanzposition | Ergebnis aus derAnpassung dervorläufigen Kaufpreisallokation 2016 | Position in derGewinn- undVerlustrechnung | Ergebnis aus derAnpassung derAmortisation 2017 | Ergebnis aus derAnpassung derAmortisation 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| IMMO-BANK/start:bausparkasse | Kredite undForderungen – Kunden | 2,5 | Zinserträge | -10,2 | 1,7 |
| start:bausparkasse | FinanzielleVerbindlichkeitenzu fortgeführtenAnschaffungskosten –Kunden | -32,9 | Zinsaufwendungen | 9,7 | 0,5 |
| IMMO-BANK/start:bausparkasse | Markenname undKundenstock | 17,7 | PlanmäßigeAbschreibungenauf immaterielleVermögenswerteund Sachanlagen | -0,8 | -0,1 |
| IMMO-BANK/start:bausparkasse | LatenteSteuerforderungen/Latente Steuerverbindlichkeiten | 3,2 | Steuern vomEinkommen | 0,3 | -0,5 |
| IMMO-BANK/start:bausparkasse | -9,5 | -1,0 | 1,6 |
Der Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Nettozinsertrag aus den Bilanzposten Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ergibt sich aus einer unterschiedlichen Amortisation als Resultat der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte.
Der Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände ergibt sich aus einer unterschiedlichen planmäßigen Abschreibung auf Grund der Anpassung der beizulegenden Zeitwerte.
Details zur Kapitalflussrechnung
Die BAWAG P.S.K. hat für den Erwerb der Südwestbank 641 Mio. EUR bezahlt und eine Barreserve in Höhe von 190 Mio. EUR übernommen, für das Issuing-Business der SIX Payment Services GmbH (PayLife) wurden 40 Mio. EUR bezahlt sowie keine Barreserve übernommen. Die verbleibende Differenz zur Zeile "Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel)" in der Kapitalflussrechnung ergibt sich aus der nachträglichen Kaufpreiszahlung aus dem Erwerb der start:bausparkasse und der IMMO-BANK.
Sonstige wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
Die P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, eine 100%- Tochter der BAWAG P.S.K., verkaufte ihren 24%-Anteil an der WBG Wohnen und Bauen Gesellschaft mbH, eine Wiener Wohnbaugenossenschaft, mit Wirkung vom 30. Mai 2017 an den Miteigentümer.
Die BAWAG P.S.K. LEASING GmbH wurde mit 11. Juli 2017 auf die easyleasing GmbH verschmolzen und nachfolgend aus dem Firmenbuchregister gelöscht.
Mit Closing am 18. Juli 2017 verkaufte die BAWAG P.S.K. ihren Anteil von 26,3% an der media.at GmbH zusammen mit den anderen Eigentümern. Die Tochtergesellschaften der media.at GmbH, die MediaSelect GmbH, mediastrategen GmbH, OmniMedia GmbH und die frühere [email protected] GmbH wurden mitverkauft.
Mit Eintragung in das Handelsregister vom 22. Dezember 2017 wurde die Einlagensicherung Austria Ges. m.b.H. gegründet, wobei jede Tochterbank der BAWAG P.S.K. einen Kleinanteil erworben hat. Die Gesellschaft wurde im Zusammenhang mit dem neuen Einlagensicherungssystem in Österreich errichtet und wird ab 2019 operativ tätig sein.
Mit Wirksamkeit 30. November 2017 wurde die slowakische BAWAG Leasing & Fleet s.r.o. auf die tschechische BAWAG Leasing & fleet s.r.o. verschmolzen.
Die AI ALTERNATIVE INVESTMENTS LTD, Jersey, wurde liquidiert und am 21. November 2017 aus dem Firmenbuch gelöscht.
Weitere Details werden unter Note 49 und 50 dargestellt.
Erwerb der Deutscher Ring Bausparkasse
Im Dezember 2017 hat die BAWAG P.S.K. eine verbindliche Vereinbarung zum vollständigen Erwerb der Deutscher Ring Bausparkasse AG mit Sitz in Hamburg von den Basler Versicherungen und der Signal Iduna Gruppe abgeschlossen. Weiters wurde ein Memorandum of Understanding mit den Basler Versicherungen Deutschland, Tochtergesellschaften der Baloise Group, für eine langfristige strategische Kooperation unterzeichnet. Das Closing der Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und aufsichtsbehördlichen Bewilligungen.
38 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zugunsten der OesterreichischenKontrollbank AG | 285 | 409 |
| Sicherstellung zugunsten der Europäischen Investitionsbank | 148 | 376 |
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 25 | 22 |
| Deckungsstock für fundierte Anleihen | 3.378 | 3.077 |
| Sicherheiten für Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) | 683 | 878 |
| Sicherheiten für Tenderfazilitäten | 2.851 | 871 |
| Sonstige Sicherstellungen | 208 | 20 |
| Barsicherheiten für Derivatgeschäfte | 59 | 163 |
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 7.637 | 5.816 |
Der Konzern verpfändet Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften. Diese Geschäfte werden in der Regel zu handelsüblichen, in Standardverträgen für durch Wertpapiere unterlegte Leihegeschäfte festgelegten Bedingungen ausgeführt. Zusätzlich verpfändet der Konzern Vermögenswerte als Sicherheitsleistungen für Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften.
Weiters werden im Rahmen von Exportfinanzierungen Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG abgetreten.
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben (§ 68 BWG).
Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG).
Für Refinanzierungen bei der Europäischen Investitionsbank wurden ebenfalls entsprechende Sicherheiten gestellt.
39 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden
Den in der Vortabelle angeführten Sicherheiten stehen folgende Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Durch abgetretene Forderungen besicherte Verbindlichkeiten zugunsten derOesterreichischen Kontrollbank AG | 286 | 371 |
| Verbindlichkeiten Refinanzierung Europäische Investitionsbank | 91 | 370 |
| Mündelgeldspareinlagen | 19 | 19 |
| Durch Deckungsstock für fundierte Anleihen besicherte Verbindlichkeiten | 2.229 | 2.078 |
| RMBS | 431 | 584 |
| Tenderfazilitäten | 2.344 | 700 |
| Negative Marktwerte von Derivaten | 53 | 105 |
| Sonstige Sicherstellungen | 23 | – |
| Gesamtbetrag besicherter Schulden | 5.476 | 4.227 |
40 | Echte Pensionsgeschäfte
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Pensionsnehmer – Forderungen Kreditinstitute | – | – |
| Pensionsgeber – Verbindlichkeiten Kreditinstitute | – | 300 |
| Pensionsgeschäfte | – | 300 |
41 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte
| Erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewertete finanzielleVermögenswerte | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Buchwert der übertragenen Vermögenswerte1) | – | 340 |
| Buchwert der dazugehörigen Verbindlichkeiten | – | 300 |
- Bei den übertragenen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um Schuldverschreibungen.
Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte betreffen echte Pensionsgeschäfte. Durch die weitere Eigentümerschaft ist die BAWAG P.S.K. hinsichtlich der übertragenen Wertpapiere weiterhin dem
Kurs-, Zins-, Währungs- und Kreditrisiko ausgesetzt. Die übertragenen Vermögenswerte sind für den Verkauf gesperrt und werden bei der Liquiditätsberechnung nicht berücksichtigt.
42 | Nachrangige Vermögensgegenstände
In den Aktivposten der Bilanz sind folgende nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | – | 8 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände – erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 7 | 6 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände – zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte | 192 | 153 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 199 | 167 |
43 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Die BAWAG P.S.K. schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Derivategeschäfte ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel wenn ein Kreditereignis wie ein Verzug eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung wird ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.
Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass die BAWAG P.S.K. zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei
Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist.
Repo- und Reverse-Repo-Transaktionen unterliegen Globalnettingvereinbarungen, deren Saldierungsbedingungen ähnlich denen in ISDA Master Netting Agreements sind.
Die nachfolgenden Tabellen beinhalten finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die
- in der Bilanz der BAWAG P.S.K. saldiert werden oder
- durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, unabhängig davon, ob sie in der Bilanz saldiert werden.
Finanzielle Vermögenswerte
| Beträge, die in der Bilanz nichtsaldiert wurden | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bruttobeträgevon finanziellenVermögenswerten in derBilanz | Bruttobeträgevon finanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz, diesaldiert wurden | Nettobeträgevon finanziellenVermögenswerten in derBilanz | Finanzinstrumente | ErhalteneBarsicherheiten | Nettobetrag | |
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | 458 | – | 458 | 155 | 204 | 99 | |
| Sicherungsderivate | 517 | – | 517 | 245 | 264 | 8 | |
| Kredite und Forderungen anKunden | 1.059 | 447 | 612 | – | – | 612 | |
| Summe | 2.034 | 447 | 1.587 | 400 | 468 | 719 |
| Beträge, die in der Bilanz nichtsaldiert wurden | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bruttobeträgevon finanziellenVermögenswerten in derBilanz | Bruttobeträgevon finanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz, diesaldiert wurden | Nettobeträge vonfinanziellenVermögenswerten in derBilanz | Finanzinstrumente | ErhalteneBarsicherheiten | Nettobetrag |
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | 652 | – | 652 | 278 | 254 | 120 |
| Sicherungsderivate | 677 | – | 677 | 446 | 207 | 24 |
| Kredite und Forderungen anKunden | 243 | 127 | 116 | – | – | 116 |
Summe 1.572 127 1.445 724 461 260
Finanzielle Verbindlichkeiten
| Beträge, die in der Bilanz nichtsaldiert wurden | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bruttobeträgevon finanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz | Bruttobeträgevon finanziellenVermögenswerten in derBilanz, diesaldiert wurden | Nettobeträge vonfinanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz | Finanzinstrumente | GeleisteteBarsicherheiten | Nettobetrag |
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | 345 | – | 345 | 292 | 21 | 32 |
| Sicherungsderivate | 94 | – | 94 | 62 | 32 | – |
| Repo-Transaktionen | – | – | – | – | – | – |
| Kundeneinlagen | 447 | 447 | – | – | – | – |
| Summe | 886 | 447 | 439 | 354 | 53 | 32 |
Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert wurden
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bruttobeträgevon finanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz | Bruttobeträgevon finanziellenVermögenswerten in derBilanz, diesaldiert wurden | Nettobeträge vonfinanziellenVerbindlichkeiten in derBilanz | Finanzinstrumente | GeleisteteBarsicherheiten | Nettobetrag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | 617 | – | 617 | 548 | 50 | 19 |
| Sicherungsderivate | 260 | – | 260 | 209 | 50 | 1 |
| Repo-Transaktionen | 300 | – | 300 | 300 | – | – |
| Kundeneinlagen | 127 | 127 | – | – | – | – |
| Summe | 1.304 | 127 | 1.177 | 1.057 | 100 | 20 |
Die nachfolgenden Tabellen leiten die Nettobeträge von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz auf die jeweilige Bilanzposition über:
Finanzielle Vermögenswerte
| Summe | 31.779 | 30.192 | 1.587 | |
|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungenan Kunden | 30.804 | 30.192 | 612 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 517 | – | 517 |
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 458 | – | 458 |
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert derBilanzposition | davon ohneSaldierungsvereinbarung | davon mitSaldierungsvereinbarung |
| Summe | 29.833 | 28.388 | 1.445 | |
|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungenan Kunden | 28.504 | 28.388 | 116 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 677 | – | 677 |
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 652 | – | 652 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert derBilanzposition | davon ohneSaldierungsvereinbarung | davon mitSaldierungsvereinbarung |
Finanzielle Verbindlichkeiten
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert derBilanzposition | davon ohneSaldierungsvereinbarung | davon mitSaldierungsvereinbarung |
|---|---|---|---|---|
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 345 | – | 345 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 94 | – | 94 |
| Repo-Transaktionen | FinanzielleVerbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | – | – | – |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 30.947 | 30.947 | – |
| Summe | 31.386 | 30.947 | 439 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert derBilanzposition | davon ohneSaldierungsvereinbarung | davon mitSaldierungsvereinbarung |
|---|---|---|---|---|
| Derivate(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 617 | – | 617 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 260 | – | 260 |
| Repo-Transaktionen | FinanzielleVerbindlichkeiten ausVermögensübertragungen | 300 | – | 300 |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeitengegenüber Kunden | 26.030 | 26.030 | – |
| Summe | 27.207 | 26.030 | 1.177 |
44 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Eventualforderungen | – | – |
| Eventualverbindlichkeiten | 307 | 193 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 307 | 193 |
| Von Kunden nicht ausgenützte Kreditrahmen | 7.691 | 4.567 |
| hievon jederzeit fristlos kündbar | 6.484 | 3.174 |
| hievon nicht fristlos kündbar | 1.207 | 1.393 |
Im Rahmen des Erwerbs der Südwestbank hat sich die BAWAG P.S.K. gemäß § 5 Absatz 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von im
Mehrheitsbesitz der BAWAG P.S.K. stehenden oder von durch sie beherrschten Kreditinstituten anfallen. Die Gruppe erwartet aus heutiger Sicht keine Zahlungen aus diesem Titel.
45 | Fremdwährungsvolumina
In der BAWAG P.S.K. wurden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in folgenden Fremdwährungen gehalten:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| USD | 2.169 | 2.754 |
| CHF | 1.538 | 1.954 |
| GBP | 2.666 | 3.176 |
| Sonstige | 193 | 269 |
| Fremdwährung | 6.566 | 8.153 |
| EUR | 39.214 | 31.322 |
| Summe Aktiva | 45.780 | 39.475 |
| USD | 477 | 423 |
| CHF | 245 | 330 |
| GBP | 610 | 917 |
| Sonstige | 168 | 196 |
| Fremdwährung | 1.500 | 1.866 |
| EUR | 44.280 | 37.609 |
| Summe Passiva | 45.780 | 39.475 |
Die Tabelle enthält ausschließlich Bilanzpositionen und gibt keine Hinweise auf offene Devisenpositionen aufgrund außerbilanzieller Sicherungsgeschäfte.
46 | Geographische Gebiete - Langfristige Vermögenswerte
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Österreich | 300 | 277 |
| Westeuropa | 206 | 0 |
| Summe | 506 | 277 |
Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus den Bilanzpositionen Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude, Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte, at-equity bewertete Beteiligungen und Sonstige Vermögenswerte mit einer Restlauzeit von über einem Jahr zusammen.
47 | Leasinggeschäfte
Finanzierungsleasing aus Sicht der BAWAG P.S.K. als Leasinggeber
Forderungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in der Bilanz als "Forderungen an Kunden" ausgewiesen.
Die BAWAG P.S.K. verleast im Rahmen von Finanzierungsleasing sowohl Mobilien als auch Immobilien.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Bruttoinvestitionswertes auf den Barwert, gegliedert nach Restlaufzeiten für alle laufenden Leasingverträge (ohne offene Posten):
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten(Bruttoinvestitionswert) | 833 | 390 | 2 | 1.225 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 35 | 29 | – | 64 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing(Nettoinvestitionswert) | 798 | 361 | 2 | 1.161 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten(Bruttoinvestitionswert) | 434 | 758 | 79 | 1.271 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 27 | 38 | 4 | 69 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing(Nettoinvestitionswert) | 407 | 720 | 75 | 1.202 |
Am 31. Dezember 2017 betragen die nicht garantierten Restwerte 31 Mio. EUR (2016: 42 Mio. EUR).
Es waren keine Wertberichtigungen für uneinbringliche Mindestleasingzahlungen zu buchen EUR (2016: 0,0 Mio. EUR).
Operating Leases aus Sicht der BAWAG P.S.K. als Mieter
Der Konzern mietet den größten Teil seiner Büros und Filialen über verschiedene Mietverträge. Die vom Konzern abgeschlossenen Operating-Lease-Verhältnisse wurden zu geschäftsüblichen Konditionen getätigt und enthalten in der Regel Preisanpassungsklauseln, welche den Marktkonditionen für Geschäftsliegenschaften entsprechen. Aus diesen Operating-Lease-Verhältnissen ergeben sich keine Restriktionen für zukünftige Dividendenzahlungen oder für Fremdkapitalaufnahmen durch den Konzern.
Künftige Mindestmietzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Künftige Mindestmietzahlungen | ||
| bis 1 Jahr | 20 | 23 |
| 1 bis 5 Jahre | 45 | 41 |
| länger als 5 Jahre | 136 | 136 |
| Künftige Mindestmietzahlungen insgesamt1) | 201 | 200 |
| abzüglich Mieteinnahmen aus Weitervermietung (Mindestbetrag) | 1 | 1 |
| Nettomindestmietzahlungen | 200 | 199 |
| Geleistete Zahlungen aus Mietverhältnissen | -23 | -23 |
| Erhaltene Zahlungen aus Untermietverhältnissen | 1 | 2 |
- Künftige Brutto-Mindestmietzahlungen betragen 242 Mio. EUR.
48 | Derivative Finanztransaktionen
Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2017
| Nominalbeträge/Restlaufzeit1) | Marktwerte1) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über5 Jahre | Summe | Negativ | ||
| Zinsderivate | 7.207 | 17.392 | 15.971 | 40.570 | 888 | -346 | |
| davon | Zinsswaps Bankbuch | 5.989 | 14.402 | 14.422 | 34.813 | 712 | -254 |
| Zinssatzoptionen Bankbuch | 115 | 543 | 204 | 862 | 35 | -30 | |
| Zinstermingeschäft Bankbuch | – | – | – | – | – | – | |
| Zinsswaps Handelsbuch | 672 | 1.808 | 1.120 | 3.601 | 124 | -46 | |
| Zinssatzoptionen Handelsbuch | 431 | 639 | 225 | 1.294 | 17 | -16 | |
| ZinstermingeschäftHandelsbuch | – | – | – | – | – | – | |
| Wechselkursverträge | 3.321 | 2.764 | 1.342 | 7.427 | 82 | -88 | |
| davon | Währungsswaps Bankbuch | 323 | 2.611 | 1.342 | 4.276 | 50 | -81 |
| Bankbuch | Devisentermine und Optionen | 2.599 | 143 | – | 2.742 | 30 | -5 |
| Währungsswaps Handelsbuch | – | – | – | – | – | – | |
| Devisentermine und OptionenHandelsbuch | 399 | 10 | – | 409 | 2 | -2 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte undsonstige Derivate | 8 | 48 | 37 | 92 | 5 | -5 | |
| davon | wertpapierbezogene undsonstige Derivate Bankbuch | 8 | 48 | 37 | 92 | 5 | -5 |
| Summe | 10.536 | 20.204 | 17.350 | 48.089 | 975 | -439 | |
| davon | Bankbuchgeschäfte | 9.034 | 17.747 | 16.005 | 42.785 | 832 | -375 |
| Handelsbuchgeschäfte | 1.502 | 2.457 | 1.345 | 5.304 | 143 | -64 |
- In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen enthalten.
Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2016
| Nominalbeträge/Restlaufzeit1) | Marktwerte1) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | Über1–5 Jahre5 Jahre | Positiv | Negativ | |||
| Zinsderivate | 3.785 | 16.084 | 13.044 | 32.913 | 1.166 | -472 | |
| davon | Zinsswaps Bankbuch | 2.369 | 12.550 | 10.963 | 25.882 | 909 | -343 |
| Zinssatzoptionen Bankbuch | 20 | 212 | 454 | 686 | 47 | -32 | |
| Zinstermingeschäft Bankbuch | 100 | – | – | 100 | – | – | |
| Zinsswaps Handelsbuch | 765 | 2.180 | 1.422 | 4.367 | 168 | -74 | |
| Zinssatzoptionen Handelsbuch | 531 | 1.142 | 205 | 1.878 | 42 | -23 | |
| ZinstermingeschäftHandelsbuch | – | – | – | – | – | – | |
| Wechselkursverträge | 4.477 | 2.512 | 1.513 | 8.502 | 157 | -400 | |
| davon | Währungsswaps Bankbuch | 471 | 2.427 | 1.360 | 4.258 | 71 | -299 |
| Devisentermine und OptionenBankbuch | 2.892 | 84 | 153 | 3.129 | 66 | -55 | |
| Währungsswaps Handelsbuch | – | – | – | – | – | – | |
| Devisentermine und OptionenHandelsbuch | 1.114 | 1 | – | 1.115 | 20 | -46 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte undsonstige Derivate | 22 | 60 | 38 | 120 | 6 | -5 | |
| davon | wertpapierbezogene undsonstige Derivate Bankbuch | 22 | 60 | 38 | 120 | 6 | -5 |
| Summe | 8.284 | 18.656 | 14.595 | 41.535 | 1.329 | -877 | |
| davon | Bankbuchgeschäfte | 5.874 | 15.333 | 12.968 | 34.175 | 1.099 | -734 |
| Handelsbuchgeschäfte | 2.410 | 3.323 | 1.627 | 7.360 | 230 | -143 |
- In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen enthalten.
49 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Banken | ||||
| BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| easybank AG, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| start:bausparkasse AG, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| Südwestbank Aktiengesellschaft, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| Real Estate | ||||
| BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| BPI Holding GmbH & Co KG., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| RVG Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| SWBI Darmstadt 1 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| SWBI Mainz 1 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| SWBI München 1 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| SWBI Stuttgart 1 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| SWBI Stuttgart 2 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| SWBI Stuttgart 3 GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| Leasing | ||||
| ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien | V | 75,00% | V | 75,00% |
| BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. LEASING GmbH, Wien (vormals: BAWAG P.S.K.Autoleasing GmbH) | – | – | V | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien (vormals: BAWAG P.S.K.LEASING GmbH) | V | 100,00% | V | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| CVG Immobilien GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| easyleasing GmbH, Wien (vormals: VB Leasing Finanzierungsgesellschaftm.b.H.) | V | 100,00% | V | 100,00% |
| HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| KLB Baulandentwicklung GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| Leasing-west GmbH, Kiefersfelden | V | 100,00% | V | 100,00% |
| M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| START Immobilienleasing GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Nichtbanken | ||||
| BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien | E | 25,00% | E | 25,00% |
| BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien | V | 100,00% | – | – |
| E2E Kreditmanagement GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| E2E Service Center Holding GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| FCT Pearl, Pantin | V | 100,00% | V | 100,00% |
| Feldspar 2016-1 Mortgage Holding Limited, London1) | V | 0,00% | V | 0,00% |
| Feldspar 2016-1 PLC, London1) | V | 0,00% | V | 0,00% |
| PSA Payment Services Austria GmbH, Wien | E | 20,82% | E | 20,82% |
| P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | V | 100,00% | V | 100,00% |
| SWB Immowert GmbH, Stuttgart | V | 100,00% | – | – |
| V … Vollkonsolidierung, E … Equity-Methode |
- Da der Zweck dieser Gesellschaften die Bereitstellung von liquiden Mitteln und die Refinanzierung der BAWAG P.S.K. ist und die BAWAG P.S.K. alle Verträge gestaltet und bestimmt, sind diese Gesellschaften gemäß IFRS 10 zu konsolidieren.
Wesentliche Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 voll konsolidiert, während wesentliche assoziierte Unternehmen nach IAS 28 at-equity konsolidiert werden.
men, auf die die BAWAG P.S.K. maßgeblichen Einfluss ausübt, diese aber nicht beherrscht oder gemeinschaftlich führt. Dies ist grundsätzlich der Fall, wenn die BAWAG P.S.K. zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält.
Tochterunternehmen sind Unternehmen, für welche die BAWAG P.S.K. Beherrschung gemäß IFRS 10 ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die BAWAG P.S.K. variablen Rückflüssen aus ihrer Beziehung zu einem Tochterunternehmen ausgesetzt ist und sie gleichzeitig über die Fähigkeit verfügt, diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsmacht über das Tochterunternehmen zu beeinflussen.
Die Klassifizierung, ob ein Tochterunternehmen/assoziiertes Unternehmen wesentlich ist, wird einmal jährlich überprüft.
Assoziierte Unternehmen nach IAS 28 sind alle Unterneh-
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Real Estate | ||
| ROMAX Immobilien GmbH, Wien | 100,00% | 100,00% |
| Leasing | ||
| BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Bratislava | – | 100,00% |
| BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag | 100,00% | 100,00% |
| BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00% | 100,00% |
| Fides Leasing GmbH, Wien | 50,00% | 50,00% |
| Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% | 100,00% |
| HFE alpha Handels-GmbH, Vienna | 50,00% | 50,00% |
| Kommunalleasing GmbH, Wien | 50,00% | 50,00% |
| PT Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% | 100,00% |
| Realplan Beta Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Wien | 50,00% | 50,00% |
| RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien | 100,00% | 100,00% |
| Sonstige Nichtbanken | ||
| AI-ALTERNATIVE INVESTMENTS LTD., St. Helier | – | 100,00% |
| Athena Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt | 38,30% | 38,30% |
| Athena Wien Beteiligungen AG, Wien | 50,00% | 50,00% |
| AUSTOST ANSTALT, Balzers | 100,00% | 100,00% |
| AUSTWEST ANSTALT, Triesen | 100,00% | 100,00% |
| BAWAG Finance Malta Ltd., Sliema | 100,00% | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% | 100,00% |
| BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH, Stuttgart | 100,00% | – |
| BAWAG P.S.K. Equity Finance Limited, St. Helier | 100,00% | 100,00% |
| BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien | – | 100,00% |
| easy green energy GmbH, Wien | 49,00% | 49,00% |
| easy green energy GmbH & Co KG, Wien | 49,00% | 49,00% |
| Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien | 36,03% | 36,03% |
| ESG Entwicklungsgesellschaft mbH., Stuttgart | 100,00% | – |
| GemeloLux S.A., Luxemburg | 100,00% | – |
| media.at GmbH, Wien | – | 26,30% |
| MediaSelect GmbH, Wien | – | 26,30% |
| mediastrategen GmbH, Wien | – | 26,30% |
| MF BAWAG Blocker LLC, Wilmington | 100,00% | 100,00% |
| OmniMedia GmbH, Wien | – | 26,30% |
| OMNITEC Informationstechnologie-Systemservice GmbH, Wien | 50,00% | 50,00% |
| Dentsu Aegis Network Central Services GmbH, Wien (vormals: [email protected] GmbH) | – | 26,30% |
| SWB Treuhand GmbH, Stuttgart | 100,00% | – |
| Tresides Asset Management GmbH, Stuttgart | 51,00% | – |
| TwinLux Value Invest S.A., Luxemburg | 100,00% | – |
| Vertiva Family Office GmbH, Stuttgart | 52,50% | – |
| WBG Wohnen und Bauen Gesellschaft mbH, Wien | – | 24,00% |
50 | Liste wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierter Tochter- und assoziierter Unternehmen
51 | Anteile an assoziierten Unternehmen
Die in dieser Angabe enthaltenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die BAWAG P.S.K. beinhaltet zwei Unternehmen, die at-equity einbezogen werden: BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien, und PSA Payment Services Austria GmbH,
Wien. In untenstehender Tabelle ist eine zusammengefasste Finanzinformation zu den Anteilen des Konzerns an assoziierten Unternehmen enthalten, die im Vergleich zur Bilanzsumme und zum Gewinn oder Verlust als unwesentlich gesehen werden:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Summe der Beteiligungsbuchwerte an assoziierten Unternehmen | 42 | 44 |
| Summe der Anteile am Gewinn oder Verlust | 4,1 | 8,0 |
| Summe der Anteile am sonstigen Ergebnis | -0,2 | -2,3 |
| Summe der Anteile am Gesamtergebnis | 3,9 | 5,7 |
52 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
Strukturierte Unternehmen sind derart ausgestaltet, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor für die Bestimmung der Beherrschung der Einheit sind. Dies ist etwa der Fall, wenn sich Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich oftmals durch einige oder alle der folgenden Merkmale aus:
- Beschränkte Tätigkeiten
- Eng und genau definierter Zweck
- Unzureichendes Eigenkapital
- Finanzierung in Form zahlreicher vertraglich verknüpfter Instrumente für Investoren, um Kredit- oder andere Risiken (Tranchen) zu bündeln
Die Einheiten, die Gegenstand dieser Anhangangabe sind, werden nicht konsolidiert, da der Konzern keine Beherrschung über Stimmrechte, Verträge, Finanzierungsvereinbarungen oder andere Mittel hat. Das Exposure der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Einheiten umfasst Leasingunternehmen, welche Spezialleasing betreiben und von der BAWAG P.S.K. finanziert werden.
Die Art der Geschäftsaktivitäten einer strukturierten Einheit bestimmt deren Größe. Bei den sonstigen strukturierten Beteiligungen bestimmt die Bilanzsumme der Einheiten in Höhe von 98 Mio. EUR (2016: 103 Mio. EUR) die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei den Angaben zu den Verbriefungen ist dies der Nennwert der ausgegebenen Wertpapiere in Höhe von 713 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR).
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betreffen, sowie die Erträge aus diesen strukturierten Einheiten. Die Höchstexponierung in Bezug auf Verluste entspricht den mit den strukturierten Einheiten verbundenen Vermögenswerten. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf Investments in CLOs zurückzuführen.
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Buchwert der Vermögenswerte in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen | 761 | 51 |
| in der Bilanz ausgewiesen unter Kredite und Forderungen | 761 | 51 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen | 0 | 0 |
| Erträge | 6,9 | 0,3 |
| Zinserträge | 6,9 | 0,3 |
| Während der Berichtsperiode erlittener Verlust | 0 | 0 |
| Maximal möglicher Verlust | 761 | 51 |
Die BAWAG P.S.K. hat weder im abgelaufenen Geschäftsjahr ein nicht konsolidiertes strukturiertes Unternehmen
finanziell oder anderweitig unterstützt, noch hat sie gegenwärtig die Absicht dazu.
RISIKOBERICHT
Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung jener Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist. Hierbei besteht auf allen organisatorischen Ebenen eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.
Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie operationelle und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungsgremien des Aufsichtsrats übermittelt.
Die risikopolitischen Vorgaben werden fortwährend im Hinblick auf Anpassungen in der Geschäftsstrategie, geänderte regulatorische Anforderungen wie auch sich verändernde Marktbedingungen überprüft. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf möglichen Anpassungsbedarf im Rahmen der Expansionsstrategie des Konzerns gelegt.
Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:
- Strategisches Risiko
- Markt- & Liquiditätsrisiko-Controlling
- Enterprise Risk Management
- Kreditrisikomanagement
- European Retail Risk Management
- Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance
Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. als wesentlich eingestuft:
- Kreditrisiko
- Marktrisiko
- Liquiditätsrisiko
- Operationelles Risiko/Non-Financial Risk
Darüber hinaus werden auf jährlicher Basis im Rahmen eines Risk Self Assessment (RSA) die Risikosituation des Konzerns sowie das Risikomanagement der einzelnen Risikokategorien quantitativ und qualitativ bewertet, d.h. dass alle in Zusammenhang mit der Umsetzung der Geschäftsstrategie stehenden Risiken im Rahmen des RSAs hinsichtlich ihres Ausmaßes und Einflusses auf den Konzern sowie der Abdeckung durch bestehende Risikomanagementverfahren evaluiert werden. Die Quantifizierung dieser Risiken fließt in die ökonomische Risikotragfähigkeitsrechnung ein.
Die wesentlichen Risiken der BAWAG P.S.K. werden im Folgenden beschrieben.
53 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing
Die ökonomische Risikotragfähigkeit der BAWAG P.S.K., welche die quantifizierten Risiken der verfügbaren Deckungsmasse gegenüberstellt, wird monatlich beurteilt. Die Risikoquantifizierung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,9%, welches die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der potenzielle Verluste das Ausmaß der Risikoquantifizierung nicht überschreiten werden. Für alle definierten Limitkategorien und Steuerungsportfolios werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt, deren Einhaltung monatlich gemäß den etablierten Monitoringprozessen überwacht wird. Bei Erreichen definierter "Warnschwellen" bzw. der Überschreitung von Limiten werden unverzüglich Eskalationsprozesse angestoßen.
In Zusammenhang mit der Beurteilung der Risikotragfähigkeit werden zunächst alle materiellen Risikoarten quantifiziert, zum Gesamtbankrisiko aggregiert und in einem weiteren Schritt der Deckungsmasse des Konzerns gegenübergestellt. Dabei werden folgende Risikoarten berücksichtigt:
Kreditrisiko: die Quantifizierung erfolgt durch Anwendung des IRB-Ansatzes für alle Portfolio-Segmente. Zusätzliche Kapitalpositionen werden für Kreditrisikokonzentrationen im Zusammenhang mit Krediten an große Kunden bzw. an Gruppen verbundener Kunden, für das fremdwährungsinduzierte Kreditrisiko sowie das Risiko aus regulatorisch nicht unterlegungspflichtigen Kreditlinien vorgehalten.
- Marktrisiko: als relevante Marktrisiken des Konzerns wurden das Zinsrisiko im Bankbuch sowie das Credit-Spread-Risiko identifiziert. Die Zinsänderungsrisiken werden mit Value-at-Risk-Modellen gemessen. Für Credit-Spread-Risiken kommt ein szenariobasierter Ansatz zur Anwendung. Die Aggregation des Zinsrisikos im Bankbuch und des Credit-Spread-Risikos erfolgt unter Berücksichtigung von konservativen Korrelationsannahmen.
- Liquiditätsrisiko: strukturelle Liquiditätsrisiken werden auf der Grundlage aktueller Liquiditätslücken über Anwendung angenommener potenzieller Spreadverschlechterungen im Zusammenhang mit einer fiktiven Spreadausweitung am Markt quantifiziert. Dispositive Liquiditätsrisiken werden genauso wie das Markt- und Liquiditätsrisiko im Bereich im Markt & Liquidity Risiko Controlling quantifiziert und operativ in der Abteilung Liquidity & Funding Management gesteuert.
- Operationelles Risiko/Non-Financial Risk: das operationelle Risiko (inkludiert das Compliance-Risiko) wird über ein Value-at-Risk-Modell quantifiziert.
- Sonstige Risiken: dazu zählen das Beteiligungsrisiko, makroökonomische Risiko, strategische Risiko, Reputationsrisiko sowie das Eigenkapitalrisiko. Während für die Quantifizierung des Beteiligungsrisikos ein PD/LGD-Ansatz, basierend auf IFRS-Buchwerten, zur Anwendung gelangt, wird für das makroökonomische Risiko Kapital in Höhe eines auf Expertenbasis quantifizierten Wertes gehalten. Für alle anderen sonstigen Risiken wird das erfor-
54 | Kreditrisiko
Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente Kommerz – und Institutionelle Kunden (Non-Retail) sowie Privat- und Geschäftskunden (Retail). Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das laufende monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Enterprise Risk Management.
derliche ökonomische Kapital mittels vereinfachter Bewertungsmodelle quantifiziert.
Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird dem Vorstand im Enterprise Risk Meeting (ERM) auf monatlicher Basis zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Der ICAAP-Stresstest ist vollständig im gruppenweiten strategischen Risikomanagement, Kapitalmanagement und in die Planungsprozesse der BAWAG P.S.K. integriert.
Die Abhängigkeiten zwischen den internen Stresstests und der Kapitalsteuerung sind formal im Rahmen der internen Risiko- und Kapital-Governance definiert.
Die im Rahmen der Eigenkapitalplanung festgelegten und vom Capital Management Meeting überwachten Kapitalquoten dienen als Vergleichsgröße für die Stresstests. Der Kapitalnotfallplan wird in extremen Stressszenarien zur Ableitung von Maßnahmen herangezogen. Im Rahmen der internen Stresstests bewertet das Senior Management, ob die Kapitalquoten unter Stress über den Recovery Levels bleiben. Ein Verstoß gegen die Einhaltung der Recovery Levels muss entweder fundiert begründet werden oder es sind Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalausstattung zu treffen, um die Kapitalquoten auch in einem Stressszenario über den Recovery Levels zu halten.
Darüber hinaus werden die Ergebnisse des ICAAP-Stresstests direkt an das ERM berichtet. Das ERM ist für die Bewertung der Ergebnisse zuständig, um, falls notwendig, Korrekturmaßnahmen bezüglich des Risikoappetits oder der Geschäftsstrategie zu definieren.
Neben klar definierten Kreditvergaberichtlinien für Privatund Geschäftskunden erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht, sowie einem Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.
Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust bei Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit
Conversion Factor, CCF) für Privat- und Geschäftskunden geschätzt. Die Schätzung, welche auf historischen Daten des beobachteten Kundenverhaltens basiert, wird anhand qualifizierter statistischer Methoden und Modelle berechnet.
Vor Übernahme neuer kommerzieller Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensegment entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem Kunden als individuell geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet.
Um Risikokonzentrationen auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, werden Limite für die Forderungshöhen definiert, überwacht und regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bankengruppe hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert. Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung und Überarbeitung der Risikomessmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Basierend auf der zentralen Struktur und Ausrichtung des Konzerns können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den Risikomanagementstrategien kurzfristig abgebildet werden. Die nachfolgenden Kapitel geben einen Überblick über die Struktur und die Portfolioqualität in den einzelnen Segmenten.
| 31.12.2017in Mio. EUR | BAWAGP.S.K. Retail easygroup | Südwestbank | DACHCorporates& PublicSector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | Gesamtportfolio | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 11.193 | 4.144 | 4.124 | 6.536 | 4.831 | 3.456 | 314 | 34.598 |
| Wertpapiere | 3 | – | 59 | 162 | 323 | 7.641 | 7 | 8.195 |
| AußerbilanzielleGeschäfte | 1.134 | 3.083 | 1.381 | 463 | 205 | 255 | 1.107 | 7.628 |
| Summe | 12.332 | 7.227 | 5.564 | 7.159 | 5.359 | 11.352 | 1.428 | 50.421 |
| davonbesichert1) | 7.991 | 3.577 | 3.722 | 1.009 | 2.390 | 57 | 404 | 19.150 |
| davon NPLs(Bruttosicht)2) | 283 | 140 | 91 | 97 | 50 | – | 255 | 917 |
Kreditportfolio und Wertpapiere je Kundensegment
-
Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc.
-
Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Die NPLs zum 31.12.2017 ohne IFRS-3-Effekt wären für Südwestbank wie folgt: NPL 187 Mio. EUR und Summe 1.013 Mio. EUR.
| 31.12.2016in Mio. EUR | BAWAGP.S.K. Retail easygroup | Südwestbank | DACHCorporates& PublicSector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | Gesamtportfolio | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 11.558 | 4.436 | n.a. | 7.344 | 5.242 | 1.326 | 377 | 30.282 |
| Wertpapiere | – | – | n.a. | 446 | 392 | 5.366 | 23 | 6.227 |
| AußerbilanzielleGeschäfte | 1.108 | 498 | n.a. | 1.123 | 303 | 314 | 714 | 4.060 |
| Summe | 12.666 | 4.934 | n.a. | 8.913 | 5.937 | 7.006 | 1.114 | 40.570 |
| davonbesichert1) | 6.016 | 3.897 | n.a. | 2.403 | 2.167 | 193 | 1 | 14.677 |
| davon NPLs(Bruttosicht) | 252 | 105 | n.a. | 81 | – | – | 255 | 692 |
- Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc.
Die untenstehende Tabelle stellt die Überleitung von den Buchwerten aus Krediten und Forderungen zum Risikobericht und zum Segmentbericht dar.
| Note 16 | Note 12, 13, 14 | Risikosicht | Segmentbericht | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017in Mio. EUR | Kredite undForderungen(K&F) | Kredite,Wertpapiere,Investmentfonds(nicht Teil derK&F) | Summe Krediteund Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.193 | 3 | 11.197 | 154 | 11.351 |
| easygroup | 4.144 | – | 4.144 | 29 | 4.173 |
| Südwestbank | 4.124 | 59 | 4.183 | – | 4.183 |
| DACH Corporates & PublicSector | 6.536 | 162 | 6.698 | 27 | 6.725 |
| International Business | 4.964 | 190 | 5.154 | 21 | 5.174 |
| Treasury Services & Markets | 4.488 | 6.608 | 11.096 | 41 | 11.137 |
| Corporate Center | 314 | 7 | 321 | 2.716 | 3.037 |
| Summe | 35.763 | 7.030 | 42.793 | 2.988 | 45.780 |
| Note 16 | Note 12, 13, 141) | Risikosicht | Segmentbericht | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016in Mio. EUR | Kredite undForderungen(K&F) | Kredite,Wertpapiere,Investmentfonds(nicht Teil derK&F) | Summe Krediteund Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.558 | – | 11.558 | 101 | 11.659 |
| easygroup | 4.436 | – | 4.436 | 22 | 4.458 |
| Südwestbank | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. |
| DACH Corporates & PublicSector | 7.580 | 210 | 7.790 | 22 | 7.812 |
| International Business | 5.392 | 242 | 5.634 | – | 5.634 |
| Treasury Services & Markets | 1.496 | 5.195 | 6.691 | – | 6.691 |
| Corporate Center | 367 | 32 | 400 | 2.821 | 3.221 |
| Summe | 30.829 | 5.680 | 36.509 | 2.966 | 39.475 |
- Ohne Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 4 Mio. EUR.
Geografische Verteilung des Kredit- und Wertpapierportfolios
Gemäß der Strategie, sich auf stabile Regionen und Währungen zu konzentrieren, verteilen sich 98% (2016: 98%) des Kreditportfolios2) und 86% (2016: 84%) des Wertpapierportfolios3) auf Westeuropa und Nordamerika.
154 2) Dies beinhaltet u.a. Österreich mit 42% (Dez 2016: 67%), Deutschland mit 35% (Dez 2016: 3%), Großbritannien mit 8% (Dez 2016: 10%), die Vereinigten Staaten mit 5% (Dez 2016: 8%) und Frankreich mit 4% (Dez 2016: 6%).
- Dies beinhaltet u.a. Deutschland mit 13% (Dez 2016: 3%), Großbritannien mit 13% (Dez 2016: 14%), die Vereinigten Staaten mit 10% (Dez 2016: 13%), Frankreich mit 7% (Dez 2016: 8%) und Österreich mit 6% (Dez 2016: 11%).

Geografische Verteilung des Kreditportfolios

Geografische Verteilung der Wertpapiere


Kreditportfolio und Wertpapiere nach Währungen
Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in EUR, der im Jahr 2017 weiter anstieg. Die folgende
Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere.
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 36.306 | 28.702 | 84,9% | 78,6% |
| GBP | 2.545 | 2.970 | 5,9% | 8,1% |
| USD | 2.215 | 2.705 | 5,2% | 7,4% |
| CHF | 1.525 | 1.863 | 3,6% | 5,1% |
| Sonstige | 192 | 265 | 0,4% | 0,7% |
| Summe | 42.783 | 36.505 | 100,0% | 100,0% |
Übersicht der Kreditqualität: Kredite, Wertberichtigungen, überfällige Forderungen und Sicherheiten
Die folgende Tabelle zeigt Verzugstage, NPL-Quoten und die Besicherung des Kreditportfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der niedrigen NPL Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der guten Wertberichtigungs- und Besicherungsquote über das gesamte Portfolio wider.
Mehr als 81% (2016: 82%) des Gesamtportfolios können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen AAA und BBB.
| Buchwert1) | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Kredite und Forderungen (brutto) | 36.039 | 31.034 | 100,0% | 100,0% |
| Einzelwertberichtigung | 276 | 205 | 0,8% | 0,7% |
| davon IBNR | 45 | 54 | 0,1% | 0,2% |
| Kredite und Forderungen (netto) | 35.763 | 30.829 | 99,2% | 99,3% |
| NPL Ratio2)4) | – | – | 1,8% | 1,7% |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote3)4) | – | – | 33,9% | 37,5% |
| NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten +Wertberichtigungen)3)4) | – | – | 77,7% | 87,5% |
| Gesamte überfällige, nicht wertberichtigteForderungen5) | 229 | 217 | 0,6% | 0,7% |
|---|---|---|---|---|
| 1–30 Tage | 86 | 58 | 0,2% | 0,2% |
| 30–60 Tage | 23 | 17 | 0,1% | 0,1% |
| 60–90 Tage | 17 | 14 | 0,0% | 0,0% |
| 90–180 Tage | 8 | 10 | 0,0% | 0,0% |
| mehr als 180 Tage | 95 | 117 | 0,3% | 0,4% |
-
Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
-
In den NPLs ist die Stadt Linz enthalten. Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
-
Die NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote und die NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) enthalten die Stadt Linz nicht. 4) Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Ohne IFRS-3-Effekt wären die Kennzahlen zum 31.12.2017 wie folgt: NPL Ratio 2,0%, NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 42,4%, NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertbesichtigungen) 84,1%.
- Südwestbank aufgrund des IFRS-3-Effekts nicht inkludiert.
Die folgende Tabelle zeigt die Verzugstage und die NPL Ratio aufgegliedert in die Segmente BAWAG P.S.K. Retail, easygroup, Südwestbank sowie DACH Corporates & Public Sector und International Business.
| 31.12.2017in Mio. EUR | BAWAG P.S.K.Retail | easygroup | Südwestbank | DACH Corporates& Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | 11.197 | 4.144 | 4.183 | 6.698 | 5.154 |
| 1–30 Tage | 0,4% | 0,4% | 0,5% | 0,3% | 1,0% |
| 30–60 Tage | 0,1% | 0,1% | 0,1% | – | – |
| 60–90 Tage | 0,1% | 0,1% | 0,1% | – | – |
| NPL Ratio1)2) | 2,3% | 1,9% | 1,6% | 1,4% | 0,9% |
| NPL-WertberichtigungBesicherungsquote2) | 50,4% | 19,8% | – | 38,6% | 34,1% |
| NPL-Besicherungsquote(Sicherheiten +Wertberichtigungen)2) | 82,3% | 92,7% | 58,1% | 78,6% | 44,7% |
-
Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
-
Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Die NPL Ratio und die Besicherungsquoten der Südwestbank zum 31.12.2017 ohne IFRS-3-Effekt wären wie folgt: NPL Ratio 3,3%, NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 51,2%, NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 93,6%.
| 31.12.2016in Mio. EUR | BAWAG P.S.K.Retail | easygroup | Südwestbank | DACH Corporates& Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | 11.558 | 4.436 | n.a. | 7.790 | 5.634 |
| 1–30 Tage | 0,3% | 0,2% | n.a. | 0,2% | – |
| 30–60 Tage | 0,1% | 0,2% | n.a. | – | – |
| 60–90 Tage | 0,1% | 0,1% | n.a. | – | – |
| NPL Ratio1) | 2,0% | 2,0% | n.a. | 0,9% | – |
| NPL-WertberichtigungBesicherungsquote | 42,6% | 20,4% | n.a. | 46,3% | – |
| NPL-Besicherungsquote(Sicherheiten +Wertberichtigungen) | 85,0% | 88,4% | n.a. | 97,0% | – |
- Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
In der folgenden Tabelle findet sich die Verteilung der Ratings für das Portfolio, welches weder in Verzug noch wertberichtigt ist. Das Risikoprofil ist stabil auf niedrigem Niveau.
| 31.12.2017in % | Gesamtportfolio | BAWAGP.S.K. Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | 14,4% | 0,4% | 0,3% | – | 35,7% | – |
| Ratingklasse 2 | 4,5% | 1,7% | 0,8% | 0,1% | 19,4% | – |
| Ratingklasse 3 | 13,4% | 20,9% | 16,9% | 10,6% | 13,0% | 1,8% |
| Ratingklasse 4 | 32,5% | 26,8% | 34,2% | 49,4% | 16,5% | 66,3% |
| Ratingklasse 5 | 28,7% | 39,8% | 36,8% | 36,0% | 11,2% | 29,9% |
| Ratingklasse 6 | 4,3% | 7,2% | 5,3% | 3,4% | 3,7% | 1,3% |
| Ratingklasse 7 | 2,2% | 3,2% | 5,7% | 0,5% | 0,5% | 0,7% |
| 31.12.2016in % | Gesamtportfolio | BAWAGP.S.K. Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ratingklasse 1 | 12,9% | 0,6% | 0,4% | n.a. | 45,5% | – |
| Ratingklasse 2 | 6,0% | 4,6% | 0,1% | n.a. | 15,8% | 0,1% |
| Ratingklasse 3 | 11,1% | 14,7% | 19,2% | n.a. | 5,5% | 6,2% |
| Ratingklasse 4 | 46,6% | 41,5% | 51,7% | n.a. | 21,4% | 83,4% |
| Ratingklasse 5 | 18,4% | 30,0% | 20,1% | n.a. | 10,6% | 8,5% |
| Ratingklasse 6 | 3,7% | 6,2% | 5,2% | n.a. | 1,1% | 1,8% |
| Ratingklasse 7 | 1,3% | 2,3% | 3,2% | n.a. | 0,1% | – |
Die Ratingklassen entsprechen einem externen Moody's-Rating wie folgt: Ratingklasse 1 entspricht Moody's-Rating Aaa – Aa2, Ratingklasse 2 wie Aa3 – A1, Ratingklasse 3
wie A2 – A3, Ratingklasse 4 wie Baa1 – Baa3, Ratingklasse 5 wie Ba1 – B1, Ratingklasse 6 wie B2 – Caa2, Ratingklasse 7 wie Caa3.
Sicherheiten
Die folgende Tabelle enthält die Aufteilung der Sicherheiten nach Kategorien. Hier zeigt sich ein starker Fokus auf Immobilien.
| 31.12.2017in % | Gesamtportfolio | BAWAGP.S.K. Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immobilien | 77,5% | 91,0% | 53,5% | 83,2% | 39,9% | 99,8% |
| davon private Immobilien | 73,8% | 97,8% | 99,6% | 56,0% | 43,2% | – |
| davon gewerbliche Immobilien | 26,2% | 2,2% | 0,4% | 44,0% | 56,8% | 100,0% |
| Garantien | 10,4% | 0,3% | 15,4% | 1,6% | 58,3% | – |
| Sonstige Sicherheiten | 9,1% | 3,0% | 30,9% | 12,6% | 0,5% | 0,2% |
| Finanzielle Sicherheiten | 3,0% | 5,7% | 0,2% | 2,6% | 1,3% | – |
| 31.12.2016in % | Gesamtportfolio | BAWAGP.S.K. Retail | easygroup | Südwestbank | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immobilien | 79,0% | 88,1% | 82,4% | n.a. | 30,1% | 100,0% |
| davon private Immobilien | 78,3% | 95,8% | 99,8% | n.a. | 21,4% | – |
| davon gewerbliche Immobilien | 21,7% | 4,2% | 0,2% | n.a. | 78,6% | 100,0% |
| Garantien | 10,0% | 0,6% | – | n.a. | 68,1% | – |
| Sonstige Sicherheiten | 8,2% | 3,8% | 17,5% | n.a. | 0,4% | – |
| Finanzielle Sicherheiten | 2,8% | 7,5% | 0,1% | n.a. | 1,3% | – |
Wertberichtigte Kredite
Für Kredite, bei denen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, werden Vorsorgen für Wertminderungsverluste gebildet. Die Hauptkomponenten im Rahmen der Wertberichtigung werden im Folgenden dargestellt. Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen gegenüber als ausgefallen klassifizierten Kunden bzw. gegenüber solchen Kunden, für die spezifische Risikovorsorgen1) gebildet wurden.
Automatische Einzelwertberichtigungen
Wertberichtigungen werden automatisch im Kernbankensystem für standardisierte Produkte im Fall unbezahlter Salden gebildet. Dies tritt bei fortdauerndem Girokontooder Kreditratenzahlungsverzug von 90 Tagen sowie bei Klagseröffnung ein.
Manuelle Einzelwertberichtigungen
Für ausfallgefährdete Forderungen, die nicht der automatischen Einzelwertberichtigung unterliegen, ist immer ein sogenannter Impairmenttest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Über eine Wertminderung wird nach eingehender Analyse auf individueller Basis entschieden und Wertberichtigungen werden manuell gebildet.
Portfoliowertberichtigung
Für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste wurde eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis ermittelt ("incurred but not reported losses"). Die Portfoliowertberichtigung wird für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen gebildet. Zum 31. Dezember 2017 betrug die Portfoliowertberichtigung 54,4 Mio. EUR, davon außerbilanziell 9,5 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 59,0 Mio. EUR, davon außerbilanziell 5,5 Mio. EUR).
Ausgefallene Forderungen (NPLs)
Als notleidende Forderungen (non-performing loans – NPLs) sind in Übereinstimmung mit Artikel 178 CRR sämtliche ausgefallene Kundenexposures definiert (interne Risikoklasse 8).
"Forbearance"-Maßnahmen
Forbearance-Maßnahmen kommen zur Anwendung, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Der Konzern verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapitalfazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.
Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgefährdeten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern. Eine adäquate und rechtzeitige Wertberichtigung ist bei Bedarf durch stringente Prozesse sichergestellt.
Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die BAWAG P.S.K. Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichtsund bilanzrechtlichen Standards als notleidend klassifiziert. Für Kunden bzw. für eine Gruppe verbundener Kunden, für die ein Ausfall identifiziert wird, werden entsprechend den internen Prozessen Wertberichtigungen gebucht.
Für Reportingzwecke sowie für die interne Risikosteuerung verfügt der Konzern über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards1) zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstige Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als "Forborne" gekennzeichnet.
Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien
Im Konzern-Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind passende Belehnwertfaktoren definiert.
Die Wertermittlung für Wohnimmobilien im Inland erfolgt ausschließlich durch die zentrale Fachgruppe Bewertung Immobilien nach einer standardisierten Methode unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindexes des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische Objekte, auf der Basis des Halifax-House-Price-Indexes für Wohnimmobilien in Großbritannien sowie auf Basis des INSEE-Index (L'Institut national de la statistique et des études économiques) für die französischen Wohnimmobilien.
Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen in der zentralen Fachgruppe Bewertung Gewerbeimmobilien oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag des Konzerns bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.
Sondergestion
Die Organisationseinheit Sondergestion verantwortet die umfassende Gestion und Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.
Früherkennung
Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen (z.B. durch Bonitätsverschlechterung, signifikanter Rückgang des Aktienkurses, Anstieg des CDS-Spreads, negative Pressemeldungen/Ad-hoc-Publizität, besondere Risikokonzentration, etc.) definierte Frühwarnsignale auslösen, werden auf die Watch List genommen und in weiterer Folge im Watch Loan Committee, welches durch Mitglieder der relevanten Marktund Marktfolgeorganisation besetzt ist, besprochen. Dieses Gremium arbeitet Maßnahmen zur Risikominderung auf Einzelfallebene aus und sorgt für eine konsequente Überwachung aller Exposures mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit.
BAWAG P.S.K. Retail und easygroup
Das Portfolio im Segment BAWAG P.S.K. Retail setzt sich aus 60% Hypothekarkrediten (2016: 58%), 24% Konsumfinanzierungen (2016: 29%), 11% Social-Housing-Finanzierungen (2016: 8%) und 5% Small-Business-Finanzierungen (2016: 5%) zusammen. Die Portfolien Hypothekarkredite (71%; 2016: 65%), Small Business (40%; 2016: 55%) und Social Housing (43%; 2016: 47%) weisen aufgrund des hohen Sicherheitenanteils sehr niedrige LTVs auf. Wie in der Retailstrategie vorgegeben wurde Neugeschäft vorwiegend im Konsumfinanzierungs- und Hypothekarkreditgeschäft erzielt.
Das Portfolio im Segment easygroup setzt sich aus 52% Hypothekarkrediten (2016: 74%), 47% Konsumfinanzierungen (2016: 29%) und 1% Small-Business-Finanzierungen (2016: 1%) zusammen. Neugeschäft wurde ebenfalls vorwiegend bei Konsumkreditfinanzierungen erzielt.
Hierbei sichern detaillierte Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Portfolios. Zusätzlich überwacht ein aktives Portfoliomanagement (z.B. Berichte über Verzugstage, Trendanalysen, Analysen regionaler Konzentrationen, Sanierung von Ausfällen) kontinuierlich die Entwicklung aller Portfolien.
Das Neukundengeschäft wird durch klare und strikte Kreditrichtlinien gesteuert. Entscheidungen am Point of Sale werden auf Basis automatisierter Scoring-Systeme, in spezifischen Fällen durch die Risikoabteilung getroffen. Der Fokus in diesem Portfolio liegt auf Einhaltung der Richtlinien und der Sicherstellung einer hohen Datenqualität zum Zeitpunkt des Antrags. Ein zentrales Monitoring dient der laufenden Qualitätssicherung und Aufrechterhaltung der Kreditvergabedisziplin.
Für das Bestandskundengeschäft ist die umfassende Portfoliosteuerung (z.B. Monitoring von Portfoliotrends, Berichterstattung krimineller Aktivitäten, Default-type-Analysen, NPL-Sanierung, Anpassung der Vergaberichtlinien) ein Schlüsselfaktor zur proaktiven Steuerung des Risikos im Retailgeschäft des Konzerns.
Demzufolge sind gut definierte Richtlinien, Prozesse und analytische Tools in diesem dynamischen Geschäft wesentlich. Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen laufend überwacht:
- Entwicklung von Rückständen und Überfälligkeiten (z.B. Vintage- und Flow-Rate-Analysen)
- Entwicklung der Risikoklassenverteilung und Risikokonzentration
- Entwicklung der Kreditleistbarkeit und Besicherung
- Entwicklung ausgefallener Kredite
- Entwicklung der Verlustraten und Risikokosten
- Performance der Scorekarten: Bewilligungsrate und manuelles Scoring für Entscheidungsabbrüche
- Performance der Erkennung von Betrugsfällen
Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und ermöglicht andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.
Kreditportfolio und Wertpapiere nach Produktgruppen
| Buchwert | NPLRatio1) | NPLBesicherungsquote | LTV2) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retailin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| Hypothekarkredite | 6.746 | 6.675 | 1,4% | 90,6% | 70,5% |
| Konsumfinanzierungen3) | 2.702 | 3.346 | 3,4% | 77,8% | n.a. |
| Social-HousingFinanzierungen | 1.153 | 985 | – | n.a. | 42,7% |
| Small-BusinessFinanzierungen | 596 | 552 | 5,5% | 87,2% | 40,2% |
| Summe | 11.197 | 11.558 | 2,3% | 82,3% | 67,7% |
| Buchwert | NPLRatio1) | NPLBesicherungsquote | LTV2) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| easygroupin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| Hypothekarkredite4) | 2.163 | 3.267 | 4,0% | 95,0% | 25,0% |
| Konsumfinanzerungen4) | 1.944 | 1.137 | 1,0% | 89,6% | n.a. |
| Social-HousingFinanzierungen | – | – | – | n.a. | n.a. |
| Small-BusinessFinanzierungen | 37 | 31 | 13,3% | 83,6% | 70,0% |
| Summe | 4.144 | 4.436 | 1,9% | 92,7% | 47,2% |
-
Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
-
Der LTV für die gesamten überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen ist jenem in der oben angeführten Tabelle ähnlich.
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Änderungen aufgrund aktualisierter Produktaufteilung von IMMO-BANK und start:bausparkasse.
-
Änderungen aufgrund aktualisierter Produktaufteilung des französischen Hypothekarportfolios.
Die NPL Ratio des BAWAG P.S.K. Retail-Portfolios änderte sich im Vergleich zum Vorjahr von 2,0% auf 2,3%. Die NPL-Besicherungsquote von 82,3% (2016: 85,0%) und der LTV von 67,7% (2016: 58,9%) untermauern das Risikoprofil dieses Portfolios.
Das Hypothekarkreditportfolio im Segment BAWAG P.S.K. Retail zeichnet sich durch durchschnittliche LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt weniger als 19 Jahre (2016: 17 Jahre) und umfasst hauptsächlich Forderungen in EUR und CHF. Die auf CHF lautenden Hypothekenforderungen betragen zum Stichtag 31. Dezember 2017 1,2 Mrd. EUR (31.12.2016: 1,5 Mrd. EUR). Dieser Teil des Portfolios wird laufend reduziert und / oder in EUR-
Darlehen gewandelt. Seit dem Auslaufen des Produktangebotes im Jahr 2008 verringerte sich das Volumen um mehr als 1,3 Mrd. CHF bzw. fast 50%. Spezielle Initiativen der Marktbereiche und des Risikomanagements wurden in den letzten Jahren durchgeführt, um CHF-Forderungen in EUR-Kredite zu konvertieren. Der LTV des CHF-Portfolios zu Jahresende 2017 betrug 69% (2016: 77%).
Das Konsumfinanzierungsgeschäft besteht aus nicht besicherten "Superschnell-Krediten" und Online-Krediten, Kreditlinien sowie kleinvolumigem Leasinggeschäft (KFZ, Immobilien und Anlagen). Das Risikomanagement unterstützt das nachhaltige Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Scorekarten und Kreditprozessen. Die durchschnittliche Laufzeit dieses Portfolios beträgt knapp über acht Jahre.
Die Forderungen an Small-Business-Kunden werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die NPL Ratio des Segments easygroup beträgt 1,9% (2016: 2,0%). Die NPL-Besicherungsquote beträgt 88,4% (2016: 100%) und der LTV 47,2% (2016: 38,3%).
Die durchschnittliche Laufzeit im akquirierten britischen, hypothekarisch besicherten Retailportfolio liegt bei 14 Jahren, der LTV bei 49%. Die durchschnittliche Laufzeit im 2016 akquirierten französischen Retailportfolio beträgt 11 Jahre bei einem LTV von 24%.
Die NPL Ratios und NPL-Besicherungsquoten in beiden Segmenten deuten auf ein stabiles und risikoarmes Portfolio hin. Im vergangenen Jahr wurde die Strategie weiterverfolgt, notleidende Kreditportfolien konsequent zu bearbeiten, um somit niedrige NPL-Stände sicherzustellen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite aus abwicklungstechnischer und Risikosicht weiter verbessert.
Gestundete Forderungen nach Produkten
| Konsumfinanzierungen | Hypothekarkredite | Small-BusinessFinanzierungen | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retailin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| GestundeteForderungen | 123 | 117 | 68 | 84 | 15 | 18 | 206 | 218 |
| davon nonperforming | 35 | 15 | 10 | 16 | 4 | 4 | 49 | 34 |
| Wertberichtigung | 24 | 8 | 3 | 4 | 1 | 1 | 28 | 13 |
| Sicherheiten | 4 | 7 | 56 | 69 | 11 | 12 | 71 | 88 |
| Konsumfinanzierungen | Hypothekarkredite | Small-BusinessFinanzierungen | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| easygroupin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| GestundeteForderungen | 12 | 6 | 80 | 143 | 1 | 1 | 93 | 149 |
| davon nonperforming | 4 | – | 26 | 27 | – | – | 30 | 28 |
| Wertberichtigung | 1 | 1 | 2 | – | – | – | 3 | 2 |
| Sicherheiten | 6 | – | 72 | 134 | 1 | – | 78 | 134 |
Verzugstage
Eine Überwachung des Portfolios in Bezug auf Verzugstage erfolgt laufend. Ziel ist es, eine ehestmögliche Kontaktaufnahme mit dem Kunden sicherzustellen, um etwaige nachteilige Folgen für das Portfolio vorzeitig abwenden und dem Kunden gegebenenfalls Finanzierungsalternativen aufzeigen zu können.
Im Segment BAWAG P.S.K. Retail weisen über 94,4% (2016: 97,8%) der Forderungen keine Verzugstage auf. Im Segment easygroup weisen 98,3% (2016: 97,4%) keine Verzugstage auf. Insgesamt belegen das geringe Verzugstagevolumen, die stabilen Vintages und die produktspezifischen Scorecard-Ergebnisse die hohe Kreditqualität des Portfolios.
| Konsumfinanzierungen | Hypothekarkredite | Small-BusinessFinanzierungen | Social-HousingFinanzierungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retailin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Summe | 2.702 | 3.346 | 6.746 | 6.675 | 596 | 552 | 1.153 | 985 |
| 1–30 Tage | 1,1% | 1,0% | 0,1% | 0,1% | 0,7% | 0,9% | – | – |
| 30–60 Tage | 0,5% | 0,3% | – | – | 0,5% | 0,2% | – | – |
| 60–90 Tage | 0,3% | 0,2% | – | – | 0,1% | – | – | – |
| Konsumfinanzierungen | Hypothekarkredite | Small-BusinessFinanzierungen | Social-HousingFinanzierungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| easygroupin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Summe | 1.944 | 1.137 | 2.163 | 3.267 | 37 | 31 | – | – |
| 1–30 Tage | 0,4% | 0,4% | 0,3% | 0,1% | 3,7% | – | – | – |
| 30–60 Tage | 0,2% | 0,4% | 0,1% | 0,1% | 0,7% | – | – | – |
| 60–90 Tage | 0,1% | 0,4% | 0,1% | – | – | – | – | – |
Verteilung Retail-Aktiva nach Regionen in Österreich
| Buchwert | in % | NPLRatio1) | NPLBesicherungsquote | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| BAWAG P.S.K. Retailin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| Wien2) | 2.986 | 4.911 | 26,7% | 42,5% | 2,7% | 81,9% |
| Niederösterreich | 2.619 | 1.818 | 23,4% | 15,7% | 2,0% | 82,1% |
| Steiermark | 1.942 | 1.821 | 17,3% | 15,8% | 1,5% | 84,1% |
| Oberösterreich | 1.024 | 784 | 9,1% | 6,8% | 2,6% | 83,2% |
| Tirol/Vorarlberg | 895 | 706 | 8,0% | 6,1% | 3,4% | 81,6% |
| Kärnten | 736 | 659 | 6,6% | 5,7% | 2,1% | 80,8% |
| Salzburg | 557 | 452 | 5,0% | 3,9% | 2,2% | 82,5% |
| Burgenland | 438 | 407 | 3,9% | 3,5% | 1,6% | 87,9% |
| Gesamtportfolio | 11.197 | 11.558 | 100,0% | 100,0% | 2,3% | 82,3% |
-
Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
-
Die Volumina der IMMO-BANK und start:bausparkasse für Dezember 2016 sind im Volumen von Wien enthalten.
| Buchwert | NPLRatio1) | NPLBesicherungsquote | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| 453 | 317 | 10,9% | 7,1% | 0,8% | 83,3% |
| 340 | 144 | 8,3% | 3,2% | 0,5% | 84,0% |
| 197 | 127 | 4,7% | 2,9% | 0,7% | 81,1% |
| 166 | 283 | 4,0% | 6,4% | 0,6% | 82,0% |
| 169 | 136 | 4,1% | 3,1% | 0,7% | 77,0% |
| 146 | 118 | 3,5% | 2,7% | 0,6% | 85,0% |
| 86 | 68 | 2,1% | 1,5% | 0,6% | 83,6% |
| 34 | 29 | 0,8% | 0,7% | 3,7% | 92,1% |
| 1.590 | 1.222 | 38,4% | 27,6% | 0,7% | 82,0% |
| 1.427 | 1.777 | 34,4% | 40,1% | 3,7% | 92,1% |
| 1.127 | 1.435 | 27,2% | 32,4% | 5,1% | 99,2% |
| 4.144 | 4.436 | 100,0% | 100,0% | 1,9% | 92,7% |
| in % |
-
Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
-
Die Volumina der IMMO-BANK und start:bausparkasse für Dezember 2016 sind im Volumen von Wien enthalten.
Das Portfolio BAWAG P.S.K. Retail zeichnet sich durch gute regionale Streuung über ganz Österreich aus, wobei ähnlich zu 2016 zwei Drittel des gesamten Volumens auf wirtschaftlich starke Regionen entfallen (Wien, Niederösterreich und Steiermark). Das Volumen des Portfolios
easygroup in Österreich entfällt hauptsächlich auf die Regionen Wien, Tirol/Vorarlberg und Oberösterreich. Das internationale Hypothekarportfolio enthält Portfolios in Großbritannien und Frankreich.
Südwestbank
Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über die Struktur und die Qualität des Südwestbank-Portfolios in den einzelnen Segmenten.
| Retail & SME | Corporates &Institutional Clients | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Buchwert | 1.625 | n.a. | 2.499 | n.a. | 4.124 | n.a. |
| Wertpapiere1) | – | n.a. | 59 | n.a. | 59 | n.a. |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 377 | n.a. | 1.004 | n.a. | 1.381 | n.a. |
| Summe | 2.002 | n.a. | 3.562 | n.a. | 5.564 | n.a. |
| davon besichert2) | 1.630 | n.a. | 2.090 | n.a. | 3.720 | n.a. |
| davon NPLs (Bruttosicht)3) | 15 | n.a. | 76 | n.a. | 91 | n.a. |
-
Wertpapiere in Treasury Services & Markets-Portfolio enthalten
-
Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc.
-
Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Die NPLs zum 31.12.2017 ohne IFRS-3-Effect wären wie folgt: Retail & SME 26 Mio. EUR, Corporates & Institutional Clients 161 Mio. EUR, Total 187 Mio. EUR.
Übersicht der Kreditqualität
| Buchwert1) | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Kredite und Forderungen (brutto) | 4.124 | n.a. | 100,0% | n.a. |
| Einzelwertberichtigung | – | n.a. | – | n.a. |
| davon IBNR | – | n.a. | – | n.a. |
| Kredite und Forderungen (netto) | 4.124 | n.a. | 100,0% | n.a. |
| NPL Ratio2) | – | – | 1,6% | n.a. |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote2) | – | – | – | n.a. |
| NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten +Wertberichtigungen)2) | – | – | 58,1% | n.a. |
-
Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
-
Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung. Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Die NPL Ratio und die Besicherungsquoten zum 31.12.2017 ohne IFRS-3-Effekt wären wie folgt: NPL Ratio 3,3%, NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 51,2%, NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 93,6%.
| Buchwert1) | NPLRatio1)2) | NPLBesicherungsquote2) | LTV | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| Retail & SME | 1.625 | n.a. | 0,8% | 56,5% | 44,5% |
| Corporates & InstitutionalClients | 2.558 | n.a. | 2,1% | 58,4% | 41,6% |
| Summe | 4.183 | n.a. | 1,6% | 58,1% | 42,9% |
-
Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
-
Unter Berücksichtigung der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 3.
Die NPL Ratio und die Besicherungsquoten zum 31.12.2017 ohne IFRS-3-Effekt wären wie folgt:
Retail & SME: NPL Ratio 1,3%, NPL-Besicherungsquote 89,6%,
Corporates & Institutional Clients: NPL Ratio 4,4%, NPL-Besicherungsquote 94,3%,
Summe: NPL Ratio 3,3%, NPL-Besicherungsquote 93,6%.
Geografische Verteilung des Kredit- und Wertpapierportfolios1)
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Deutschland | 4.010 | n.a. | 95,9% | n.a. |
| Sonstige | 72 | n.a. | 1,7% | n.a. |
| Frankreich | 51 | n.a. | 1,2% | n.a. |
| Schweiz | 35 | n.a. | 0,8% | n.a. |
| Österreich | 15 | n.a. | 0,4% | n.a. |
| Summe | 4.183 | n.a. | 100,0% | n.a. |
Kredit- und Wertpapierportfolio1) nach Währungen
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 4.164 | n.a. | 99,5% | n.a. |
| USD | 2 | n.a. | – | n.a. |
| CHF | 17 | n.a. | 0,5% | n.a. |
| Sonstige | – | n.a. | – | n.a. |
| Summe | 4.183 | n.a. | 100,0% | n.a. |
Gestundete Forderungen
| Retail & SME | Corporates &Institutional Clients | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Gestundete Forderungen | 9 | n.a. | 51 | n.a. | 60 | n.a. |
| davon non-performing | 2 | n.a. | 23 | n.a. | 25 | n.a. |
| Wertberichtigung | – | n.a. | – | n.a. | – | n.a. |
| Sicherheiten | 9 | n.a. | 39 | n.a. | 48 | n.a. |
Risikokonzentrationen nach Branchen
Die Rahmenbedingungen für das Management von Konzentrationsrisiken basieren auf den Vorgaben des Senior Managements des Konzerns im Einklang mit den Regularien und Empfehlungen nationaler und internationaler Institutionen der Bankenregulierung. Konzentrationsrisiken werden gemanagt, limitiert, gesteuert und auf monatlicher Basis an den Gesamtvorstand berichtet.
Konzentrationsrisiken auf der Ebene von Einzelgeschäften bzw. Produkten sind in einer speziellen Sub-Risikostrategie geregelt. Prinzipien und methodische Rahmen für die Überwachung und Bewertung dieser Kreditrisikokonzentrationen sind in Risikohandbüchern und Richtlinien festgelegt. Für
Länder, Branchen, Währungen und Kundengruppen sind entsprechende Limite und Warnschwellen festgelegt, die einen integralen Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung darstellen.
Die Quantifizierung des Konzentrationsrisikos auf der Ebene einzelner Kreditnehmer bzw. Gruppen verbundener Kunden sowie im Zusammenhang mit Konzentrationen bezüglich Branchen, Ländern und Währungen erfolgt auf der Basis von alloziertem ökonomischen Kapital. Die methodische Grundlage bilden adaptierte risikogewichtete Aktiva gemäß IRB. Die Überwachung aller Limite erfolgt zeitnah und in Übereinstimmung mit dem geschätzten Risikopotenzial.
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Dienstleistungen | 528 | n.a. | 20,6% | n.a. |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | 378 | n.a. | 14,8% | n.a. |
| Leasing | 356 | n.a. | 13,9% | n.a. |
| Immobilien | 313 | n.a. | 12,2% | n.a. |
| Engineering und B-2-B | 298 | n.a. | 11,6% | n.a. |
| Versorgungsunternehmen | 216 | n.a. | 8,5% | n.a. |
| Chemische Industrie | 74 | n.a. | 2,9% | n.a. |
| Versicherungen | 62 | n.a. | 2,4% | n.a. |
| B-2-C-Produkte | 58 | n.a. | 2,3% | n.a. |
| Kasinos & Freizeiteinrichtungen | 49 | n.a. | 1,9% | n.a. |
| Automobilindustrie | 48 | n.a. | 1,9% | n.a. |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 38 | n.a. | 1,5% | n.a. |
| Bergbau & Metall | 37 | n.a. | 1,4% | n.a. |
| Holz & Papier | 30 | n.a. | 1,2% | n.a. |
| Hotels | 28 | n.a. | 1,1% | n.a. |
| Bauwirtschaft & Materialien | 24 | n.a. | 0,9% | n.a. |
| Transport | 6 | n.a. | 0,2% | n.a. |
| Rohstoffe | 5 | n.a. | 0,2% | n.a. |
| Medien | 5 | n.a. | 0,2% | n.a. |
| Einzelhandel Lebensmittel | 4 | n.a. | 0,2% | n.a. |
| Banken | 1 | n.a. | 0,0% | n.a. |
| Summe | 2.558 | n.a. | 100,0% | n.a. |
| Buchwert | NPLRatio1) | NPLBesicherungsquote | InvestmentGrade | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | |
| DACH Corporates & PublicSector | 6.698 | 7.790 | 1,4% | 78,6% | 83,3% | |
| International Business | 5.154 | 5.634 | 0,9% | 44,7% | 67,2% | |
| IB Corporates | 2.371 | 2.817 | 2,0% | 44,7% | 49,4% | |
| IB Real Estate | 2.783 | 2.817 | – | – | 83,2% | |
| Summe | 11.852 | 13.424 | 1,2% | 65,6% | 76,4% |
DACH Corporates & Public Sector und International Business
- Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
Die Segmente DACH Corporates & Public Sector und International Business umfassen Unternehmen in der DACH-Region und die öffentliche Hand sowie Veranlagungen im internationalen Geschäft und zeichnen sich durch proaktives Risikomanagement, diszipliniertes Wachstum in stabilen westlichen Wirtschaftsräumen und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing aus. 76,4% der Forderungen in diesen Portfolios befinden sich in sehr guten Bonitätsbereichen (Investment Grade, 2016: 88,8%). Der Anteil an notleidenden Krediten änderte sich von 0,4% auf 1,2%. Von den notleidenden Krediten sind 65,6% des Volumens besichert (2016: 95,1%).
Wesentliche Kreditentscheidungen werden von einem wöchentlich tagenden Kreditkomitee, in dem alle Vorstandsmitglieder vertreten sind, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien des Konzerns streng geprüft, diskutiert und in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im österreichischen als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern bzw. deren Vorgesetzten getroffen.
Corporate-Finanzierungen im internationalen Geschäft sind zumeist durch ein moderates (Net) Debt/EBITDA-Verhältnis von ≤4x sowie ein sehr gutes Risiko/Ertrags-Profil gekennzeichnet. Das internationale Immobilienkreditportfolio verfügt über einen durchschnittlichen LTV von weniger als 60% (2016: 47%) und eine sehr gute Diversifizierung nach Ländern und Assetklassen.
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| DACH Corporates & Public Sectorin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 6.339 | 7.352 | 94,6% | 94,4% |
| USD | 99 | 111 | 1,5% | 1,4% |
| GBP | 18 | 43 | 0,3% | 0,6% |
| CHF | 220 | 250 | 3,3% | 3,2% |
| Sonstige | 22 | 34 | 0,3% | 0,4% |
| Summe | 6.698 | 7.790 | 100,0% | 100,0% |
Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| International Businessin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 2.133 | 1.965 | 41,4% | 34,9% |
| USD | 1.853 | 2.418 | 36,0% | 42,9% |
| GBP | 1.038 | 1.069 | 20,1% | 19,0% |
| CHF | – | – | – | – |
| Sonstige | 130 | 182 | 2,5% | 3,2% |
| Summe | 5.154 | 5.634 | 100,0% | 100,0% |
Gestundete Forderungen
| DACH Corporates &Public Sector | International Business | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Gestundete Forderungen | 64 | 102 | 93 | 21 | 157 | 123 |
| davon non-performing | 34 | 34 | 52 | – | 86 | 34 |
| Wertberichtigung | 7 | 12 | 19 | – | 26 | 12 |
| Sicherheiten | 39 | 70 | 5 | – | 45 | 70 |
Risikokonzentrationen im Kreditportfolio
In den Geschäftssegmenten DACH Corporates & Public Sector und International Business ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen
ergeben sich aus hohen Exposures in einzelnen Kundenengagements oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.
Risikokonzentrationen nach Branchen
| Buchwert | in % | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| 2.182 | 2.711 | 32,6% | 34,8% |
| 1.127 | 1.498 | 16,8% | 19,2% |
| 963 | 1.208 | 14,4% | 15,5% |
| 537 | 509 | 8,0% | 6,5% |
| 226 | 300 | 3,4% | 3,9% |
| 209 | 189 | 3,1% | 2,4% |
| 202 | 0 | 3,0% | – |
| 172 | 131 | 2,6% | 1,7% |
| 157 | 163 | 2,3% | 2,1% |
| 155 | 157 | 2,3% | 2,0% |
| 145 | 85 | 2,2% | 1,1% |
| 121 | 154 | 1,8% | 2,0% |
| 116 | 131 | 1,7% | 1,7% |
| 85 | 134 | 1,3% | 1,7% |
| 82 | 54 | 1,2% | 0,7% |
| 46 | 75 | 0,7% | 1,0% |
| 33 | 35 | 0,5% | 0,4% |
| 31 | 83 | 0,5% | 1,1% |
| 29 | 44 | 0,4% | 0,6% |
| 22 | 30 | 0,3% | 0,4% |
| 18 | 22 | 0,3% | 0,3% |
| 17 | 25 | 0,3% | 0,3% |
| 15 | 26 | 0,2% | 0,3% |
| 4 | 21 | 0,1% | 0,3% |
| 2 | 0 | 0,0% | – |
| 2 | 2 | 0,0% | 0,0% |
| 6.698 | 7.790 | 100,0% | 100,0% |
| Buchwert | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| International Businessin Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Immobilien | 2.784 | 2.777 | 54,0% | 49,3% |
| Dienstleistungen | 1.273 | 876 | 24,7% | 15,6% |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 225 | 238 | 4,4% | 4,2% |
| Chemische Industrie | 200 | 375 | 3,9% | 6,7% |
| Casinos & Freizeiteinrichtungen | 143 | 234 | 2,8% | 4,2% |
| Investmentfonds | 155 | 210 | 3,0% | 3,7% |
| Engineering und B-2-B | 76 | 206 | 1,5% | 3,7% |
| B-2-C-Produkte | 73 | 213 | 1,4% | 3,8% |
| Rohstoffe | 71 | 91 | 1,4% | 1,6% |
| Einzelhandel Lebensmittel | 60 | 50 | 1,2% | 0,9% |
| Automobilindustrie | 35 | 28 | 0,7% | 0,5% |
| Transport | 28 | 135 | 0,5% | 2,4% |
| Telekommunikation | 17 | 181 | 0,3% | 3,2% |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | 9 | – | 0,2% | – |
| Leasing | 5 | 7 | 0,1% | 0,1% |
| Bauwirtschaft & Materialien | – | 9 | – | 0,2% |
| Banken | – | 4 | – | 0,1% |
| Summe | 5.154 | 5.634 | 100,0% | 100,0% |
Treasury Services & Markets
| Buchwert1) | Investment Grade | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Banken | 5.154 | 4.035 | 98,5% | 99,0% | |
| Staaten | 992 | 1.112 | 97,7% | 100,0% | |
| CLOs | 714 | – | 100,0% | – | |
| Sonstige | 781 | 218 | 86,6% | 100,0% | |
| Summe | 7.641 | 5.366 | 97,4% | 99,2% |
- Nur Investment-Buch. Portfolio enthält Wertpapiere und Investmentfonds der Südwestbank.
Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten des Konzerns zuständig.
Das Investmentportfolio enthielt 97,4% Investment-Grade-Wertpapiere (2016: 99,2%), 87% davon waren in der Ratingkategorie A oder höher eingestuft (2016: 83%). Das CEE-Exposure machte weniger als 2% des Gesamtportfolios aus. Zum 31. Dezember 2017 hatte Treasury Services & Markets im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber
China, Russland, Ungarn und Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten. Die Zusammenstellung des Portfolios reflektiert unsere Strategie, hohe Kreditqualität, kurze Laufzeiten und starke Liquidität beizubehalten, um bei Minimierung der Fair-Value-Volatilität ein steigendes Zinsergebnis zu generieren.
Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen
| Buchwert1) | in % | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 10.812 | 5.176 | 97,4% | 96,5% |
| USD | 242 | 162 | 2,2% | 3,0% |
| Sonstige | 42 | 28 | 0,4% | 0,5% |
| Summe | 11.096 | 5.366 | 100,0% | 100,0% |
- Enthält Wertpapiere der Südwestbank.
Geografische Verteilung des Wertpapierportfolios1)
Geografische Verteilung der Wertpapiere


Corporate Center
Das Corporate Center umfasst alle andernorts nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Regulatorische Aufwendungen (mit Ausnahme der Beiträge zur Einlagensicherung) und Unternehmenssteuern sind ebenfalls dem Corporate Center zugeordnet. Das Corporate Center ist auf Nicht-Business-Positionen fokussiert.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von nicht konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der nicht konsolidierten Beteiligungsunternehmen. Nicht unter das Beteiligungsrisiko fallen konsolidierte operative Konzerntöchter, da deren Risiken differenziert nach den spezifischen Risikoarten ermittelt werden und daher bereits unter diesen berücksichtigt sind. Im Dezember 2017 betrug das ökonomische Kapital 26 Mio. EUR (Dez. 2016: 26 Mio. EUR).
Der jährlich durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze im Portfolio. Die Wertminderungstests werden hauptsächlich auf der Basis der von den Geschäftsleitern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden erstellt. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen abgezinst. Der anteilige Unternehmenswert, basierend auf dem Beteiligungsausmaß des Konzerns, wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.
Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital, durch
55 | Marktrisiko
Das Marktrisiko ist definiert als Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.
Die Hauptkomponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. sind Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko. Beide Risikoarten werden auf Basis eines Sensitivitäts- und eines Value-at-Risk-Ansatzes (VaR) sowie von Szenarienrechnungen gemessen und überwacht. Die bilanzielle Behandlung der Positionen wird zusätzlich in den Reporting-Konzepten berücksichtigt.
Im Handelsbuch werden nur anlassbezogen risikomindernde Maßnahmen durchgeführt. Die Überwachung im Rahmen des ICAAP erfolgt mittels VaR auf Basis des parametrischen Ansatzes. Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung wird der Standardansatz herangezogen. Der regulatorische Kapitalbedarf des Handelsbuches für das spezifische Risiko wird nach dem gesetzlichen Standardverfahren berechnet.
Kapitalisierung der anteiligen durchschnittlichen EBTs (earnings before taxes) der letzten drei Jahre oder durch sonstige Wertindikatoren, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist. Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Beteiligungsrisikomanagement bestätigt.
Marktrisiko im Handelsbuch
Die Strategie, die Eigenhandelsaktivitäten einzustellen, führte auch im Jahr 2017 zu einer weiteren deutlichen Reduktion der Derivate-Volumina innerhalb des Handelsbuches. Im Jahr 2017 betrug der VaR des Handelsbuches durchschnittlich -0,45 Mio. EUR (2016: durchschnittlich -0,60 Mio. EUR) und der VaR zum 31. Dezember 2017 -0,45 Mio. EUR (31. Dezember 2016: -0,74 Mio. EUR) auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag.
Für die interne Risikoüberwachung und -steuerung wird der Value-at-Risk-Ansatz verwendet. Die VaR-Limite werden des Weiteren durch Sensitivitätslimite und Worst-Case-Limite ergänzt.
Die folgende Tabelle zeigt den VaR im Handelsbuch auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag.
VaR im Handelsbuch
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Durchschnittlicher VaR | -447 | -602 |
| VaR zum Stichtag | -450 | -739 |
Marktrisiko im Bankbuch
Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. resultieren aus Zinsrisiko, Credit-Spread-Risiko und Liquiditätsrisiko.
Zinsrisiko im Bankbuch
Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklungen ergibt.
Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Bereich Treasury & Markets Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk/Return-Verhältnisses auf Konzernebene zu steuern. Der Bereich Markt & Liquidity Risiko Controlling berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das SALCO über die Limitausnützung und die Verteilung der Risiken.
Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets hergestellt. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden zu diesem Zweck Zinsderivate eingesetzt. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur:
- Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite,
- Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
- sowie zur Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung.
Die BAWAG P.S.K. wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-HedgeAccounting-Methoden zur bilanziellen Abbildung der Absicherung des Zinsänderungsrisikos angewendet:
- Micro Fair Value Hedge: Absicherung des Zinsänderungssrisikos von festverzinslichen Finanzinstrumenten der Aktiv- und Passivseite
- Portfolio Fair Value Hedge ("EU-Carve-out"): Anwendung auf Teilportfolien an täglich fälligen Sichteinlagen, die nach Ableitung eines Bodensatzes langfristig zur Verfügung stehen
Zinsderivate, die nicht im Rahmen einer Hedge-Accounting-Beziehung gewidmet sind, werden zum Fair Value bilanziert.
Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinsbringender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten des Konzerns zum 31. Dezember 2017 anhand des PVBP-Konzepts dar:
| 31.12.2017in Tsd. EUR | <1J | 1J–3J | 3J–5J | 5J–7J | 7J–10J | >10J | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | -366 | -315 | 0 | -82 | 156 | -233 | -839 |
| USD | 19 | 28 | 10 | 1 | 9 | -1 | 66 |
| CHF | -11 | -6 | -4 | 23 | -12 | -22 | -31 |
| GBP | 25 | 15 | -11 | -10 | 2 | -2 | 19 |
| SonstigeWährungen | -5 | -7 | -5 | -1 | -1 | 0 | -18 |
| Summe | -337 | -284 | -10 | -68 | 154 | -259 | -804 |
| 31.12.2016in Tsd. EUR | <1J | 1J–3J | 3J–5J | 5J–7J | 7J–10J | >10J | Summe |
| EUR | -14 | -122 | -97 | -397 | -379 | -287 | -1.295 |
| USD | 7 | 17 | 19 | 6 | -8 | -1 | 40 |
| CHF | -12 | -13 | -10 | 54 | 11 | -38 | -7 |
| GBP | 24 | 9 | -1 | -7 | -5 | -9 | 12 |
| SonstigeWährungen | 4 | -21 | -3 | 0 | 1 | 2 | -17 |
| Summe | 9 | -129 | -91 | -344 | -380 | -332 | -1.267 |
Zinssensitivität
Der PVBP aller Positionen, deren Marktwertänderungen bedingt durch Zinsänderungen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Eigenkapital haben, wird getrennt berechnet, limitiert und beobachtet. Die Sensitivität der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2017 -156 Tsd. EUR (vgl. Jahresdurchschnitt 2017: 172 Tsd. EUR bzw. per 31. Dezember 2016: -150 Tsd. EUR). Für die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beträgt die Sensitivität -359 Tsd. EUR (31. Dezember 2016: -631 Tsd. EUR).
Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.
Credit-Spread-Risiko im Bankbuch
Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit Spread PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Credit-Spread-Sensitivitäten des Konzerns zum 31. Dezember 2017 anhand des PVBP-Konzepts dar:
Credit-Spread-Sensitivität
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Gesamtportfolio | -2.839 | -2.304 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 73 | 302 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | -1.743 | -1.251 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen & Kredite und Forderungen | -1.070 | -1.355 |
Darüber hinaus werden monatlich die Risikokenngrößen Value-at-Risk und Expected Shortfall berechnet sowie Szenariorechnungen durchgeführt.
Das Credit-Spread-Risiko wird auf Gesamtkonzernebene auch im Rahmen des ICAAP berücksichtigt bzw. limitiert und ist Bestandteil der bankweiten Stresstests.
Alle eingesetzten Modelle werden laufend kalibriert und zumindest jährlich durch Überprüfung der Annahmen und Backtestingverfahren validiert.
Fremdwährungsrisiko im Bankbuch
Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch des Konzerns wird durch niedrige Limite beschränkt, wodurch ein geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht. Fremdwährungsrisiken, die aus den zukünftigen Margen resultieren, werden durch die Anwendung des Cashflow-Hedge mitigiert. Aktuell wird dieser für die Margen-Cashflows in GBP und USD angewendet.
Folgende Tabelle stellt Sensitivitäten aus Fremdwährungen auf Basis der offenen Devisenposition dar. Aus Fremdwährungen resultiert für das Bewertungsergebnis keine signifikante Risikoposition.
| in Tsd. EUR | USD | GBP | CHF | SonstigeFremdwährungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FX-Veränderung (in %) | -10 | 10 | -10 | 10 | -10 | 10 | -10 | 10 |
| Einfluss | 424 | -424 | 61 | -61 | 368 | -368 | -802 | 802 |
Konzentrationsrisiken
Alle wesentlichen Risikofaktoren werden über VaR-Modelle/Szenarioanalysen und Stresstests abgedeckt, die auf alle Handels- und Bankbuchpositionen angewendet werden. Instabilitäten der Korrelationen, die zu einer Überschätzung der Diversifikationseffekte führen können, werden dadurch berücksichtigt, dass nur Korrelationen
innerhalb ausgewählter Risikofaktoren (Zinsen, Wechselkurse, Volatilitäten) sowie nach umfassender empirischer Analyse auch zwischen Zinsrisiko im Bankbuch und Credit-Spread-Risiko berücksichtigt werden, darüber hinaus aber keine Diversifikation angenommen wird. Stresstest-Ergebnisse werden ebenso in verschiedene Risikofaktoren unterteilt, errechnet, berichtet und limitiert, um Korrelationen innerhalb eines Risikofaktors identifizieren zu können.
56 | Liquiditätsrisiko
Neben dem Risiko, den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können (dispositives Liquiditätsrisiko), umfasst das Liquiditätsrisiko auch das Risiko erhöhter Refinanzierungskosten, welche die Ertragssituation des Konzerns beeinflussen können (strukturelles Liquiditätsrisiko). Ebenfalls unter das Liquiditätsrisiko fällt die Gefahr, infolge unzureichender Markttiefe oder infolge von Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur unter Verlusten auflösen bzw. glattstellen zu können (Marktliquiditätsrisiko). Die Steuerung von Liquiditätsrisiken wird im "Risikohandbuch Liquiditätsrisiken" ausführlich dargestellt. Die Risikomessung erfolgt durch die Abteilung Marktrisiko-Management im Bereich Markt- & Liquiditätsrisiko-Controlling.
Steuerung der Liquidität der Bank
Die Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt auf Konzernebene.
Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30-Tage-Liquiditätsvorschau, auf deren Basis die laufende Aussteuerung der Liquiditätsposition durch Treasury Services & Markets erfolgt. Dies erlaubt eine genaue Verfolgung und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition.
Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und im SALCO (Strategisches Asset Liability Committee) berichtet. Darin sind auch Szenariorechnungen hinsichtlich geplanter Maßnahmen und verschiedene Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt. Auch regulatorische und interne Liquiditätskennzahlen werden prognostiziert. Die für die Steuerung wichtigste Kennzahl stellt den FACE (Free Available Cash Equivalent) dar, eine Maßzahl zum kurzfristigen Liquiditätspotenzial.
Zusätzlich werden auch Liquiditätsstresstests berechnet, die unter verschiedenen Stressszenarien (systemischer Stress, idiosynkratischer Stress, gemischter Stress) den dadurch verursachten Liquiditätsabgang berechnen, um den Liquiditätspuffer zu kalibrieren.
Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.
Wesentliche Entscheidungen zum Thema Liquiditätsrisiko werden im SALCO gefällt, in welchem sämtliche Vorstandsmitglieder vertreten sind. Die bei der Liquiditätssteuerung zur Anwendung kommenden Limite werden durch den Bereich Markt- & Liquiditätsrisiko-Controlling überwacht.
Steuerung des Liquiditätspuffers
Das Liquidity & Funding Management im Bereich Treasury Services & Markets stellt sicher, dass der Konzern über ein ausreichend diversifiziertes Portfolio an hochwertigen liquiden Aktiva verfügt und dass der in Stresstests ermittelte Liquiditätspuffer für den zukünftigen Refinanzierungsbedarf des Konzerns sowie die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen ausreichend ist. Es werden auch Vorkehrungen zur Sicherstellung einer hinreichend diversifizierten Zusammensetzung und einer angemessenen Höhe des Liquiditätspuffers getroffen und zentral ein spezifisches Portfolio als Deckungsmasse für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) gesteuert. Die Liquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig getestet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.
Zusammensetzung des Liquiditätspuffers
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Geldmarktpositionen | 3.430 | 1.456 |
| Wertpapiere | 5.121 | 4.548 |
| Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen | 460 | 1.623 |
| Kurzfristiger Liquiditätspuffer | 9.011 | 7.627 |
| Wertpapiere | 1.487 | 915 |
| Freie Kreditforderungen im Deckungsstock | 242 | 285 |
| Mittelfristiger Liquiditätspuffer | 1.730 | 1.200 |
| Summe | 10.741 | 8.827 |
Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
| 31.12.2017in Tsd. EUR | NominalBruttozugang/-abgang | Weniger als 1Monat | 1 bis 3Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||||
| Ausleihungen an Kunden | 37.005 | 793 | 1.299 | 2.666 | 13.672 | 18.575 |
| Wertpapiere | 8.854 | 151 | 238 | 849 | 3.791 | 3.825 |
| Money Market | 3.670 | 3.670 | – | – | – | – |
| Zwischensumme | 49.529 | 4.614 | 1.537 | 3.515 | 17.463 | 22.400 |
| Nichtderivative Verbindlichkeiten | ||||||
| Einlagen von Banken | -4.150 | -631 | -53 | -91 | -2.794 | -581 |
| Einlagen von Kunden | -32.585 | -23.296 | -841 | -1.563 | -4.412 | -2.473 |
| AusgegebeneSchuldverschreibungen | -6.260 | -229 | -118 | -353 | -3.133 | -2.427 |
| Zwischensumme | -42.995 | -24.156 | -1.012 | -2.007 | -10.339 | -5.481 |
| Derivate | ||||||
| Zugang | 6.679 | 1.009 | 1.219 | 376 | 2.740 | 1.335 |
| Abgang | -6.687 | -1.006 | -1.207 | -351 | -2.782 | -1.341 |
| Sonstige außerbilanzielleVerbindlichkeiten | -1.514 | -1.514 | – | – | – | – |
| Summe | 5.012 | -21.053 | 537 | 1.533 | 7.082 | 16.913 |
| 31.12.2016in Mio. EUR | NominalBruttozugang/-abgang | Weniger als 1Monat | 1 bis 3Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||||
| Ausleihungen an Kunden | 34.920 | 2.454 | 943 | 2.452 | 12.835 | 16.235 |
| Wertpapiere | 6.681 | 230 | 223 | 471 | 3.169 | 2.588 |
| Money Market | 1.643 | 1.643 | – | – | – | – |
| Zwischensumme | 43.244 | 4.327 | 1.166 | 2.923 | 16.004 | 18.823 |
| Nichtderivative Verbindlichkeiten | ||||||
| Einlagen von Banken | -2.406 | -1.361 | -325 | -127 | -333 | -260 |
| Einlagen von Kunden | -25.895 | -21.361 | -602 | -1.480 | -1.996 | -457 |
| AusgegebeneSchuldverschreibungen | -6.335 | -70 | -150 | -374 | -2.990 | -2.749 |
| Zwischensumme | -34.636 | -22.792 | -1.078 | -1.981 | -5.319 | -3.466 |
| Derivate | ||||||
| Zugang | 6.868 | 1.238 | 1.177 | 2.258 | 898 | 1.297 |
| Abgang | -7.139 | -1.258 | -1.190 | -2.427 | -907 | -1.356 |
| Sonstige außerbilanzielleVerbindlichkeiten | -1.586 | -1.586 | – | – | – | – |
| Summe | 6.751 | -20.072 | 76 | 774 | 10.676 | 15.298 |
Die obige Tabelle zeigt die konsolidierten nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzvermögen und -verbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen und -ausleihungen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.
Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 150% zum Ende 2017 widerspiegelt. BAWAG P.S.K. übertrifft damit die regulatorischen LCR-Anforderungen für 2017 (80%) und 2018 (100%).
Das Jahr 2017 war durch eine solide Liquiditätsausstattung sowie stabile Kernrefinanzierungsquellen und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur geprägt. Die Funding-Strategie ist weiterhin vornehmlich auf Privatkundeneinlagen fokussiert. Dadurch wird die Abhängigkeit vom internationalen Kapitalmarkt sowie vom Interbankenmarkt reduziert, was sich in einer Wholesale-Funding-Quote1) von unter 25% widerspiegelt (2016: unter 25%).
Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen wurde im ersten Quartal 2017 eine fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR begeben. Im März 2017 nahm der Konzern außerdem am gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäft (GLRG II) der EZB teil, das eine Finanzierung mit 4-jähriger Laufzeit zu attraktiven Konditionen bietet.
57 | Operationelles Risiko/Non-Financial Risk
Die BAWAG P.S.K. verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken auf Konzernebene weiterhin den Standardansatz gemäß Artikel 317 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos sind jedoch signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel. Die RWAs des operationellen Risikos werden auf Basis der jeweiligen Erträge den Segmenten zugeordnet.
Für die Zwecke der internen ökonomischen Kapitalsteuerung (ICAAP) wird mittels eines statistischen Modells, basierend auf den Verlusten und Risikopotentialen anhand der durchgeführten Risk Control Self Assessments (RCSAs) aus operationellen Risiken, der VaR berechnet.
Die Verluste aus operationellen Risiken werden in einer zentral verwalteten, webbasierten Datenbank innerhalb eindeutig definierter Regeln und Prozesse gesammelt.
Key-Risk-Indikatoren (KRI) sind als zusätzliches Steuerungsinstrument implementiert, um negative Entwicklungen bzw. Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen identifizieren und zeitgerecht prognostizieren zu können. Jeder KRI wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.
Ein weiteres Instrument für das Management operationeller Risiken, neben einem empfängerorientierten Berichtswesen, stellt das RSCA dar. Innerhalb eines einheitlichen Rahmens identifizieren und bewerten alle Bereiche und Tochterunternehmen jährlich ihre wesentlichen operationellen Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotenzial ein definiertes Ausmaß, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.
Durch den neu eingeführten Bereich Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance wird zudem eine gesamthafte und integrierte Steuerung aller nichtfinanziellen Risiken sichergestellt. Potenzielle neue oder erhöhte Risiken (wie z.B. Cyber Risk, Integration Risk) können frühzeitig adressiert und mitigiert sowie Synergien bei der Vermeidung von Risiken optimal genutzt werden. Im eigens eingerichteten Non-Financial Risk Committee (NFRC) wird dem Vorstand monatlich über aktuelle Entwicklungen berichtet.
Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zur Verringerung von Risiken. Zudem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem einschließlich computergestützter Kontrollen zum Ziel einer kontrollierten Risikosituation des Konzerns bei.
ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ÖSTERREICHISCHEM RECHT
58 | Treuhandvermögen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Treuhandvermögen | 82 | 97 |
| Forderungen an Kunden | 82 | 97 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 83 | 97 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7 | 8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 76 | 89 |
59 | Wertpapieraufgliederung nach BWG
Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 10 und Z 11 BWG zum 31. Dezember 2017 (Werte nach IFRS).
| Börsennotiert | BAWAG | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Nichtbörsennotiert | Gesamt | Kredite undForderungen | AndereBewertungen | P.S.K.Summe 2017 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsteWertpapiere | 1.247 | 4.389 | 520 | 3.869 | 5.636 |
| Aktien und andere nicht festverzinsteWertpapiere | 299 | 2 | – | 2 | 301 |
| Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis undsonstige Anteile | 54 | – | – | – | 54 |
| Anteile an nicht konsolidierten verbundenenUnternehmen | 27 | – | – | – | 27 |
| Summe Wertpapiere | 1.627 | 4.391 | 520 | 3.871 | 6.018 |
Die in der Tabelle ausgewiesenen Wertpapiere sind im Wesentlichen dem Anlagevermögen zuzurechnen.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem niedrigeren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 2 BWG beträgt 50 Mio. EUR (2016: 65 Mio. EUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem höheren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 3 BWG beträgt 9 Mio. EUR (2016: 9 Mio. EUR).
Im Jahr 2018 werden 494 Mio. EUR an Eigenen Emissionen und 1.117 Mio. EUR an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.
Ergänzungs- und Nachrangkapitalverbindlichkeiten werden großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische und deutsche Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.
Der durchschnittliche gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen per 31. Dezember 2017 beträgt 6,76% (2016: 6,8%) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 5,6 Jahren (2016: 6,6 Jahre).
60 | Erhaltene Sicherheiten
Die BAWAG P.S.K. hat aus ihren Geschäftsbeziehungen verschiedene Arten von Sicherheiten erhalten. Zur Verringerung des Kreditrisikos aus derivativen Geschäften hat die Bank Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 495 Mio.
EUR (2016: 470 Mio. EUR) erhalten sowie Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 59 Mio. EUR (2016: 163 Mio. EUR) geleistet.
| in Mio. EURForderungenForderungenFinanzielle SicherheitenAktien15–15Bareinlagen42483525Schuldverschreibungen7–7Real EstateGewerbliche Immobilien94630976Private Immobilien8.870898.959Persönliche SicherheitenGarantien1.951171.968 |
|---|
| Andere Formen der Besicherung |
| Forderungsabtretung1–1 |
| Lebensversicherungen1601161 |
| Erhaltene Sicherheiten11.99362012.613 |
61 | Personalstand
Kopfzahl – Angestellte
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl | 4.068 | 3.525 |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 3.465 | 3.612 |
Vollzeitkräfte – Angestellte
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl | 3.431 | 2.949 |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 2.892 | 3.045 |
| Anzahl aktiver Mitarbeiter1) | 2.952 | 2.494 |
- Exklusive Mitarbeitern in jeglicher Form von Karenz und Mitarbeitern, die eine Vereinbarung im Rahmen eines Sozialplanes eingegangen sind.
62 | Niederlassungen
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Name der Niederlassung | BAWAG P.S.K.International | BAWAG P.S.K.International |
| Geschäftsbereich | InternationalBusiness | InternationalBusiness |
| Sitzstaat | Großbritannien | Großbritannien |
| Nettozinsertrag | 0,0 | 0,0 |
| Betriebserträge1) | 34,8 | 11,6 |
| Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis | 22 | 14 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Steuern1) | 15,7 | -3,5 |
| Abgegrenzte Steuern vom Einkommen | 3,0 | 2,9 |
| Erhaltene öffentliche Beihilfen | 0 | 0 |
- BAWAG P.S.K. International: die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Name der Niederlassung | easybank FilialeDeutschland | easybank FilialeDeutschland |
| Geschäftsbereich | easygroup | easygroup |
| Sitzstaat | Deutschland | Deutschland |
| Nettozinsertrag | 0,0 | 0,0 |
| Betriebserträge | 0,0 | 0,0 |
| Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis | 5 | 1 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Steuern | -1,7 | -0,2 |
| Abgegrenzte Steuern vom Einkommen | 0,0 | 0,0 |
| Erhaltene öffentliche Beihilfen | 0 | 0 |
Die easybank-Filiale Deutschland ist noch nicht voll operativ.
63 | Handelsbuch
Die BAWAG P.S.K. führt ein Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Derivate im Handelsbuch (Nominale) | 4.921 | 7.359 |
| Geldmarktgeschäfte (Buchwerte, ausgewiesen unter Forderungen an Kreditinstituteund Verbindlichkeiten an Kreditinstitute) | – | 31 |
| Handelsbuch Volumen | 4.921 | 7.390 |
64 | Geografische Märkte
Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung:
| in Mio. EUR | Inland | Westeuropa | Mittel- undOsteuropa | Nordamerika | Übrige Welt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 631,9 | 315,1 | 8,1 | 99,2 | 29,0 | 1.083,3 |
| Erträge aus Wertpapierenund Beteiligungen | 7,2 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,0 |
| Provisionserträge | 296,6 | 5,4 | 0,7 | 0,5 | 0,4 | 303,6 |
| Gewinne und Verluste ausfinanziellen Vermögenswerten und Schulden | 9,9 | 1,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 11,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 298,7 | 1,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 300,2 |
65 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB samt Vergütungspolitik
Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude beinhaltet einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von 177 Mio. EUR (2016: 2 Mio. EUR).
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das dem Jahr 2017 folgende Jahr voraussichtlich 26 Mio. EUR (2016: 25 Mio. EUR), für die kommenden fünf Jahre 98 Mio. EUR (2016: 93 Mio. EUR).
In der Bilanz zum 31. Dezember 2017 werden abgegrenzte Zinsen für Ergänzungskapitalanleihen in Höhe von 0 Mio. EUR (2016: 0 Mio. EUR) ausgewiesen.
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betragen 33 Mio. EUR (2016: 33 Mio. EUR).
Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs. 1 Z 19 BWG beträgt zum 31. Dezember 2017 1,04% (2016: 0,96%).
Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die BAWAG P.S.K. einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des §59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wird im Internet veröffentlicht (https://www.bawaggroup.com/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien auf.
Die BAWAG P.S.K. hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 65 BWG und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der BAWAG P.S.K. unter
https://www.bawagpsk.com/BAWAGPSK/Ueber\_uns/Weitere %20Informationen/Finanzberichte/401438/jahresfinanzberic hte.html dargestellt.
Vergütungspolitik
In der BAWAG P.S.K. AG besteht ein Nominierungs- und Vergütungsausschuss, der als Ausschuss des Aufsichtsrats eingerichtet ist. Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss legt die Vergütungspolitik fest, überprüft deren Umsetzung und berichtet in regelmäßigen Abständen über seine Tätigkeit an den gesamten Aufsichtsrat. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, der auch den Vorsitz im Ausschuss hat, sowie fünf weitere Aufsichtsratsmitglieder, davon zwei Mitglieder des Zentralbetriebsrats, an.
Für die BAWAG P.S.K. AG wurde im Nominierungs- und Vergütungsausschuss eine Vergütungsrichtlinie beschlossen, die die Mitglieder des Vorstands und die Beschäftigten des Konzerns betrifft und die Grundsätze der CRD-IV-EU-Richtlinie, der EBA-Leitlinie für eine solide Vergütungspolitik und der diesbezüglichen Bankwesengesetz-Novelle berücksichtigt.
Für jene Mitarbeiter, deren Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der Bank auswirkt (identified staff), wird in der Vergütungsrichtlinie eine Vergütungspolitik festgelegt, die
mit einem wirksamen Risikomanagement vereinbar ist. Sie ist darauf ausgerichtet, die Zielsetzungen der Mitarbeiter an die langfristigen Interessen der Bank anzupassen und ein angemessenes Verhältnis der fixen und variablen Gehaltsbestandteile zu gewährleisten. Dabei wurde die gesetzliche Regelung berücksichtigt, wonach neben der Geschäftsleitung auch Risikokäufer, Mitarbeiter mit Kontrollfunktion und Mitarbeiter, die derselben Vergütungsgruppe wie die Geschäftsleitung und Risikokäufer angehören und deren Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der Bank auswirkt, umfasst sind.
In Entsprechung der oben erwähnten rechtlichen Rahmenbedingungen werden für die identified staff bei einer entsprechenden Höhe der variablen Vergütung die Auszahlung über mindestens fünf Jahre verteilt und ein Anteil von zumindest 80% in Aktien der BAWAG Group AG gewährt. Für ausgewählte Personen aus der Gruppe der identified staff wurde unter Beachtung der regulatorischen Rahmenbedingungen ein Long Term Incentive Program implementiert, das zu 100% in Aktien der BAWAG Group AG, unter der Voraussetzung eines langfristigen Unternehmenserfolges, gewährt wird.
Das jährliche Budget für variable Gehaltsbestandteile richtet sich nach dem Erreichungsgrad des budgetierten Ergebnisses der Bank.
Die Genehmigung von allfälligen vom Vorstand vorgeschlagenen Bonusausschüttungen an Vorstände und Mitarbeiter wird im Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten unter Berücksichtigung der Marktsituation und -entwicklung, der Angemessenheit von Bonuszahlungen, der Risikoentwicklung sowie der Stärkung der Eigenkapitalbasis getroffen.
Die vorgegebenen Rahmenbedingungen wurden in der Vergütungsrichtlinie folgendermaßen berücksichtigt:
- Risikoadäquanz, indem die variable Vergütung nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten darf;
- Nachhaltigkeit; das bedeutet, dass der Erfolg einer längerfristigen Beurteilung unterliegt. Daher werden Teile des Bonus auf fünf Jahre verteilt ausgezahlt. Die Auszahlung der rückgestellten Teile unterliegt strengen Kriterien des Bankerfolges;
- Angemessenheit von Entgelten und deren Marktadäquanz, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung geachtet wird.
Für individuelle Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Arbeitsverfassungsgesetzes ein Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten eingerichtet.
Bei der variablen Vergütung werden sowohl der Erfolg des Einzelnen (in quantitativer und qualitativer Hinsicht) als auch der Erfolg der jeweiligen organisatorischen Einheit und der Bankerfolg berücksichtigt.
66 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen zum 31. Dezember 2017 und 2016 gemäß CRR.
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) | 250 | 250 |
| Rücklagen inkl. Jahresgewinn 2017 | 2.275 | 2.220 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -107 | -97 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -38 | -22 |
| Hartes Kernkapital | 2.380 | 2.351 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital | 448 | 460 |
| Abzugsposten Beteiligungen | -22 | -20 |
| Überschuss IRB-Risikovorsorge | 36 | 25 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -4 | -6 |
| Ergänzungskapital – Tier II | 458 | 459 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) | 2.838 | 2.810 |
67 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 16. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
68 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
HSH Nordbank
Die BAWAG P.S.K. hat sich an einem Konsortium zur Übernahme von 100% der Anteile an der HSH Nordbank AG, Hamburg mit einem Anteil von 2,5% beteiligt. Der Aktienkaufvertrag wurde am 28. Februar 2018 unterzeichnet. Das Closing wird im zweiten Halbjahr 2018 erwartet.
Entflechtungsvereinbarung mit der Österreichischen Post AG
Nach der Beendigung des Kooperationsvertrags im November 2017 wurde im Februar 2018 eine Entflechtungsvereinbarung mit der Österreichischen Post AG abgeschlossen, die den vorherigen Kooperationsvertrag ersetzt. Diese Vereinbarung wandelt eine im Dezember 2017 abgeschlossene Absichtserklärung in einen verbindlichen Vertrag mit Rückwirkung zum 1. Jänner 2018 um.
- März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth
Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist."
- März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
ORGANE DER BAWAG P.S.K. AG
VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Anas ABUZAAKOUK
Vorsitzender des Vorstands (seit 3.5.2017) Vorstandsmitglied (seit 1.1.2014)
Stefan BARTH (seit 1.2.2015)
David O'LEARY (seit 1.4.2017)
Sat SHAH (seit 4.3.2015)
Enver SIRUCIC (seit 3.5.2017)
Andrew WISE (seit 1.4.2017)
Weitere Mitglieder 2017
Byron HAYNES (von 1.8.2008 bis 7.6.2017)
Corey PINKSTON (von 1.1.2013 bis 21.3.2017)
AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Vorsitzender
Pieter KORTEWEG
(seit 15.9.2017, Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrate von 15.12.2009 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied seit 27.8.2007 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Vorsitzender-Stellvertreter
Christopher BRODY
(seit 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Egbert FLEISCHER
(seit 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Mitglieder
Kim FENNEBRESQUE
(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Frederick HADDAD
(von 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Adam ROSMARIN
(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Weitere Mitglieder 2017
Richard ALEXANDER
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 8.3.2017 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Manuel GONZALEZ CID
(Vorsitzender des Aufsichtsrats von 8.3.2017 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Franklin W. HOBBS
(Vorsitzender des Aufsichtsrats von 12.3.2013 bis 8.3.2017, Aufsichtsratsmitglied von 12.3.2013 bis 8.3.2017)
Chad A. LEAT
(von 5.12.2013 bis 8.3.2017)
Cees MAAS
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 12.3.2013 bis 15.9.2017, Vorsitzender des Aufsichtsrats von 15.10.2009 bis 12.3.2013, Aufsichtsratsmitglied von 27.7.2009 bis 15.9.2017)
Walter OBLIN
(von 15.3.2012 bis 15.9.2017)
Keith TIETJEN
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 4.3.2015 bis 8.3.2017, Aufsichtsratsmitglied von 5.10.2010 bis 8.3.2017)
André WEISS (von 12.3.2013 bis 8.3.2017)
Leland WILSON (von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Vom Betriebsrat delegiert
Ingrid STREIBEL-ZARFL
(seit 1.10.2005)
Beatrix PRÖLL (seit 1.10.2005)
Verena SPITZ (seit 3.3.2016)
Staatskommissärin
Beate SCHAFFER (seit 1.8.2009, Stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)
Stellvertretender Staatskommissär
Markus CHMELIK (seit 1.3.2010)
AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Risiko- und Kreditausschuss
Christopher BRODY Vorsitzender
Frederick HADDAD Vorsitzender-Stellvertreter
Egbert FLEISCHER
Adam ROSMARIN
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Prüfungs- und Complianceausschuss
Adam ROSMARIN Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter
Egbert FLEISCHER
Frederick HADDAD
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Verena Spitz vom Betriebsrat delegiert
Nominierungs- und Vergütungsausschuss
Pieter KORTEWEG Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter Christopher BRODY
Egbert FLEISCHER
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Related Parties Special Audit Committee
Christopher BRODY Vorsitzender
Adam ROSMARIN Vorsitzender-Stellvertreter
Kim FENNEBRESQUE
Egbert FLEISCHER
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Pieter KORTEWEG Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter
Christopher BRODY
Egbert FLEISCHER
Frederick HADDAD
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a sowie 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte (Kernprüfungssachverhalte) sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres
waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden folgende dieser Sachverhalte identifiziert:
- Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden
- Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtsstreit mit der Stadt Linz
- Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
- Ansatz aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen
Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Kredite und Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 31 Mrd. EUR ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente "BAWAG Group Retail", "DACH Corporates & Public Sector" sowie "International Business".
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang zum Konzernabschluss in Note 1 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Abschnitt "Risikovorsorge" sowie im Abschnitt "Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten". Die Aufgliederung der Kredite und Forderungen sowie der Risikovorsorgen ist in Note 16 "Kredite und Forderungen" dargestellt.
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst. Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatische Berechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung durch. Diese automatisch berechnete Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechender pauschaler Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.
Für alle nicht ausgefallenen Kredite und außerbilanziellen Kreditrisiken wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliovorsorge auf Basis des regulatorischen Expected Loss Model ermittelt. Der eingetretene Verlust wird vom erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer bis zur Entdeckung des Verlustereignisses abgeleitet. Die für die Ermittlung verwendeten Parameter umfassen individuelle, kundenspezifische Parameter sowie statistische Annahmen und Erfahrungswerte.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe, Überwachung und Risikovorsorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.
Im Bereich der individuellen Einzelrisikovorsorge haben wir auf Basis einer Stichprobe an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht. Für die Beurteilung von Höhe und Zeitpunkt von Rückflüssen, welche aus der Verwertung von Immobiliensicherheiten angenommen wurden, haben wir unsere Immobilien-Bewertungsspezialisten einbezogen, um vorgelegte Bewertungsgutachten oder bankinterne Berechnungen anhand von Benchmarktests, Marktvergleiche und Einbezug externer Informationsquellen zu überprüfen.
Bei den automatisch berechneten Einzelrisikovorsorgen und den Portfoliovorsorgen haben wir die Modelle und die darin enthaltenen Parameter analysiert. Hierbei haben wir auf Basis von bankinternen Backtestings von gebildeten Vorsorgen und Validierungen zu verwendeten Parametern beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf den Kunden bzw. das Kundenportfolio angemessen sind. In die Analyse der Modelle und Backtestingreports haben wir Bewertungsspezialisten in das Prüfteam eingebunden. Unsere IT-Spezialisten haben die systemseitig automatisierten Prozessabläufe bei der Berechnung der automatisch berechneten Vorsorgen, die programmierten Berechnungsschritte und die Verwendung der korrekten Bezugsfelder aus den Systemen der Bank analysiert. Die Berechnung der Vorsorgen haben wir durch stichprobenweise Kontrollrechnungen nachvollzogen.
Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kredite und Forderungen an Kunden in den Notes zum Konzernabschluss angemessen sind.
Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz
Das Risiko für den Abschluss
Im Konzernanhang unter Note 1 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und die damit verbundenen Schätzunsicherheiten.
Seit November 2011 befindet sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 31 Mio. CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine
(Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 418 Mio. EUR ein.
Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und dem Zeitpunkt von aus dem Verfahrensausgang zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Der bereits mehrjährige Prozess ist erstinstanzlich noch nicht entschieden worden. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.
Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Spezialisten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und
externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.
Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Konzernanhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind.
Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
Das Risiko für den Abschluss
Die Bank erwarb am 7. Dezember 2017 (Erwerbszeitpunkt) 100% der Anteile an der Südwestbank AG, Deutschland, zu einem Kaufpreis von 641 Mio. EUR sowie am 6. Oktober 2017 das "Issuing Business" von SIX Payment Services GmbH (PayLife) zu einem vorläufigen Kaufpreis von 40 Mio. EUR. Die Bank beschreibt diese Transaktionen im Konzernanhang unter Note 37 "Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio". Darüber hinaus wird unter Note 1 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Abschnitt "Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten" die Vorgansweise bei der Ermittlung von Fair Values beschrieben.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierte erworbene Vermögensgegenstände und übernommene Schulden sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt anzusetzen. Die Wertansätze basieren auf den vom Management getroffenen Planungen und Annahmen sowie den eingesetzten Bewertungsmodellen. Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen des Managements umfassen insbesondere die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten und die Wertermittlung für die im Rahmen des Erwerbs identifizierten immateriellen Vermögensgegenstände. Bei der Ermittlung der immateriellen Vermögensgegenstände stützt sich die Bank auf Berechnungen von externen Beratern.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus dem Ansatz und der Bewertung der identifizierten erworbenen Vermögensgegenstände und übernommenen Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation, welche im hohen Maße auf Schätzungen und Ermessenspielräumen beruhen.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben durch Analyse der Erwerbsverträge beurteilt, ob die Kriterien für eine Beherrschung der Südwestbank AG, Deutschland, sowie des Geschäftszweigs "Issuing Business" von SIX Payment Services GmbH zum Erwerbszeitpunkt erfüllt sind und damit ein Unternehmenserwerb vorliegt.
Wir haben die von der Bank getroffenen Annahmen und Planungen sowie Bewertungsmodelle zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Posten unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Hierbei haben wir analysiert, ob die Planwerte und zugrunde liegenden Annahmen widerspruchsfrei und schlüssig sind und die verwendeten Diskontierungssätze in einer angemessenen Bandbreite zu öffentlich verfügbaren Informationen und Marktdaten stehen. Weiters haben wir die rechnerische Richtigkeit der für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Modelle stichprobenweise nachvollzogen.
Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang zu diesen Akquisitionen angemessen sind.
Ansatz aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen
Das Risiko für den Abschluss
In der Konzernbilanz werden Ansprüche aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 89 Mio. EUR ausgewiesen, die wesentlich auf noch verwertbaren Verlustvorträgen beruhen. Der Vorstand beschreibt den Ansatz aktiver latenter Steuern im Konzernanhang unter Note 1 "Bilanzierungsund Bewertungsmethoden" Abschnitt "Ertragsteuern und latente Steuern" sowie unter Note 21 "Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern".
Ein latenter Steueranspruch auf Verlustvorträge ist in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass eine Verrechnung mit zukünftigen, zu versteuernden Unternehmensergebnissen erfolgen wird. Der Nachweis von ausreichend zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen basiert auf der Unternehmens- und Steuerplanungsrechnung. Der Ansatz von latenten Steueransprüchen auf verwertbare steuerliche Verlustvorträge ist somit im hohen Maße von den für die Steuerplanungsrechnung getroffenen Einschätzungen und Annahmen des Managements zur
Unternehmensentwicklung und der Erzielung ausreichender steuerlicher Ergebnisse abhängig.
Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus den dem Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen zugrunde liegenden Schätzunsicherheiten zu zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Annahmen und wesentlichen Parameter zur Prognose der zukünftigen zu versteuernden Unternehmensergebnisse daraufhin beurteilt, ob diese aus extern verfügbaren Daten, wie z.B. gesamtwirtschaftlichen Prognosen und den eigenen historischen Daten und Ergebnissen, ableitbar sind. Zusätzlich haben wir analysiert, ob die Unternehmensplanung mit der Unternehmens- und Risikostrategie der Bank in Einklang steht. Wir haben die vom Management gewählten Prämissen der Unternehmensplanung mit jener der Steuerplanungsrechnung auf Konsistenz untersucht sowie die Planungsqualität daraufhin beurteilt, ob eine Verlässlichkeit der Steuerplanungsrechnung durch Vergleich mit in Vorjahren beobachtbaren Bandbreiten der Soll-Ist-Abweichungen geschätzter Ergebnisse und geplanter Umkehreffekte aus latenten Steuern gegeben ist. Wir haben die Steuerplanungsrechnung, die zur Realisation der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge führen, rechnerisch nachvollzogen sowie die bestehenden Steuerausgleichsvereinbarungen und -umlageberechnungen anhand der vertraglich festgelegten Vorgaben rechnerisch nachvollzogen.
Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang betreffend die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Ansatz latenter Steueransprüche aus Verlustvorträgen angemessen sind.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
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Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
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Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
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Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
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Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
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Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
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Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
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Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
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Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
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Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO
Wir wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. August 2016 als Abschlussprüfer gewählt und mit
selbem Datum vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der BAWAG P.S.K. beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 Konzernabschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.
Wien, am 16. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Bernhard Mechtler Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
DEFINITIONEN
| Key PerformanceIndicator | Definition / Berechnung | Erläuterung |
|---|---|---|
| Common EquityTier 1 (CET1)Kapital | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded) | Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitalserfolgt gemäß CRR. Es weist die höchste Kapitalqualität auf undumfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die der Bankuneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung vonRisiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegenRisiken und Verluste. |
| Common EquityTier 1 (CET1)Quote | Common Equity Tier 1 (CET1)Kapital / risikogewichtete Aktiva | Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischenKennzahlen und zeigt die Kapitalstärke einer Bank, als Maßstab,finanziellem Stress standzuhalten. Die Kennzahl wird vomManagement laufend überwacht, um die Einhaltung deraufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor derNutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten wird deren Auswirkung aufdie CET1 Quote bemessen. |
| Cost/Income Ratio | Operative Aufwendungen /operative Erträge | Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen imVerhältnis zu den operativen Erträgen und vermittelt ein klares Bildüber die operative Effizienz der Bank. Die BAWAG Groupverwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung derBank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderenFinanzinstituten. |
| Gesamtkapital | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR(BAWAG Group), exkl. in denÜbergangsphasen anrechenbarerKapitalbestandteile (fully loaded) | Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorischeKennzahlen, welche auf dem CET1 Kapital, erweitert um weitereInstrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier 2), die nicht unter dieenge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. DieGesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht, um |
| Gesamtkapitalquote Gesamtkapital / risikogewichteteAktiva | die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zugewährleisten. Allerdings ist das CET1 Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sichdie BAWAG Group stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote. | |
| IFRS-Eigenkapital | Eigenkapital, das den Eigentümerndes Mutterunternehmenszurechenbar ist; exkl. nichtbeherrschender Anteile | IFRS-Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt |
| IFRS-Eigenkapitalabzgl. immateriellerVermögenswerte | IFRS-Eigenkapital, vermindert umden Buchwert der immateriellenVermögenswerte | Das IFRS-Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist einweiterer Indikator für die Tragfähigkeit von Banken und ermöglichtdie Vergleichbarkeit der Banken in Bezug auf das IFRSEigenkapital ohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei derBerechnung des Return on Tangible Equity im Nenner verwendet(siehe unten). |
| Leverage Ratio | Common Equity Tier 1 (CET1)Kapital / Gesamtexposure(Berechnung nach CRR, basierendauf der BAWAG Group);mit September 2016 wurde dieBerechnung des Gesamtexposuresvon einer 3-monatigen Durchschnittsberechnung auf eineStichtagsbetrachtung zumPeriodenende umgestellt, um dengeänderten regulatorischenAnforderungen zu entsprechen | Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße unddrückt – ähnlich der CET1 Quote – das Verhältnis zwischen demCET1 Kapital und dem Gesamtexposure aus. Das Gesamtexposurebeinhaltet sowohl bilanzielle als auch bestimmte außerbilanziellePosten; hierbei erfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt denVerschuldungsgrad der Bank. Je höher die Kennzahl, destogeringer der Verschuldungsgrad und desto höher dieWahrscheinlichkeit für der Bank, negativen Schocks standhaltenzu können. |
| Liquidity Coverage | Liquide Aktiva / Netto-Liquiditäts- | Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, |
| Ratio (LCR) | abflüsse (Berechnung nach CRR) die vorsieht, dass Banken angemessene Liquiditätspuffer im Sinnevon ausreichend hochliquiden Aktiva halten, um kurzfristigeSchwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können.Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischenLiquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungenwährend 30 Tagen standhalten können. Die Kennzahl wird vomManagement der Bank laufend überwacht, um dieaufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigenLiquiditätsanforderungen zu erfüllen. | |
|---|---|---|
| Loan-to-Value Ratio(LTV) | Hypothekarkredite / Marktwert derSicherheiten | Die Loan-to-Value Ratio berechnet das Verhältnis derHypothekarkredite zu den Verkehrs- oder Marktwerten derzugehörigen belehnten Liegenschaften. |
| Nettogewinn | Periodengewinn nach Steuern,der den Eigentümern desMutterunternehmenszurechenbar ist | Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nachSteuern in absoluten Zahlen für die jeweilige Periode gemäß desKonzernabschlusses, der zur Gewinnverteilung an die Eigentümerverfügbar ist. |
| Nettozinsmarge | Nettozinsertrag / durchschnittlichezinstragende Aktiva; zum Jahresende 2016 wurde der Nenner vondurchschnittlicher Bilanzsummeauf durchschnittliche zinstragendeAktiva geändert und rückwirkendangepasst | Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher derZinsertrag aus Krediten und anderen Aktiva in einer Periode abzgl.des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstige Verbindlichkeitendurch die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva dividiert wird.Die Kennzahl wird zum externen Vergleich mit anderen Bankensowie als internes Maß zur Rentabilität von Produkten undSegmenten verwendet. |
| NPL Ratio | Non-Performing Loans (NPLs) /Exposure; mit Juni 2017 wurde derNenner der Ratio von Kredite undForderungen vor Abzug vonWertberichtigungen auf Exposureumgestellt und rückwirkendangepasst, um den geändertenregulatorischen Anforderungen zuentsprechen | Die NPL Ratio ist eine ökonomische Kennzahl zur Darstellung der als"notleidende Kredite" (Non-Performing Loans) klassifizierten Krediteim Verhältnis zum Gesamtkreditportfolio. Die Definition der notleidenden Kredite wurde von aufsichtsrechtlichen Standards und Leitlinien abgeleitet und umfasst grundsätzlich jene Kunden, bei deneneine Rückzahlung zweifelhaft ist, die Verwertung von Sicherheitenerwartet wird und die daher in das Ratingsegment "ausgefallen"klassifiziert wurden. Die Kennzahl spiegelt die Qualität desKreditportfolios und des Kreditrisikomanagements der Bank wider. |
| NPLBesicherungsquote | Risikovorsorgen und Sicherheiten /notleidende Kredite;Gesamtdeckungsquote | Die NPL-Besicherungsquote zeigt das Verhältnis derWertberichtigungen/Risikovorsorgen und Sicherheiten zu dennotleidenden Krediten. |
| NPLWertberichtigungBesicherungsquote | Risikovorsorgen / notleidendeKredite; Deckungsquote | Die NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote zeigt die Relation derWertberichtigungen/Risikovorsorgen zu den notleidenden Krediten. |
| Operative Erträge | Summe aus operativenKernerträgen, Gewinnen undVerlusten aus Finanzinstrumentenund den sonstigen betrieblichenErträgen und Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt |
| OperativeKernerträge | Summe aus Nettozinsertrag undProvisionsüberschuss | Die operativen Kernerträge setzen sich aus den EinzelpostenNettozinsertrag und Provisionsüberschuss zusammen und zeigenden Erfolg der Bank in ihren Kernaktivitäten. |
| Operatives Ergebnis Operative Erträge, vermindert umoperative Aufwendungen und dieregulatorischen Aufwendungen | Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnungdargestellt | |
| Return on Equity | Nettogewinn / durchschnittlichesIFRS-Eigenkapital | Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bank fürdas Management und Investoren dar. Es wird der Nettogewinn ausder Gewinn- und Verlustrechnung entweder zu Eigenkapital oder |
| RoE (@12% CET1) Return on Equity berechnet aufBasis einer CET1 Quote (fully | Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Equity bzw. Return onTangible Equity zeigt die Effizienz der Bank in Bezug auf das von den |
| loaded) von 12% | Eigentümern investierte Kapital und dementsprechend den Erfolg | |
|---|---|---|
| Return on TangibleEquity | Nettogewinn / durchschnittlichesIFRS-Eigenkapital abzgl.immaterieller Vermögenswerte | ihres Investments. Der Return on Total Assets bzw. Return on RiskWeighted Assets ist ein Maß für den wirtschaftlichen Erfolg derGeschäftstätigkeit des Managements. Die "Return on…"-Kennzahlen |
| RoTE (@12% CET1) Return on Tangible Equityberechnet auf Basis einer CET1Quote (fully loaded) von 12% | vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilität zwischen Banken. | |
| RisikogewichteteAktiva | Basierend auf regulatorischenWerten nach IFRS CRR (BAWAGGroup, fully loaded) | Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert.Der Wert beschreibt den absoluten Betrag des Risikos einer Bankund beinhaltet sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen.Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B.Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtlicheRisikogewichtung für jede Position in Abhängigkeit vom (externen)Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen. RisikogewichteteAktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1Quote (siehe oben). "Fully Loaded" bedeutet die Vollanwendung derCRR ohne Übergangsbestimmungen. |
| Risikokosten /Kredite undForderungen | Risikokosten (Rückstellungen undKreditrisikovorsorgen,außerplanmäßige Abschreibungensowie operationelles Risiko) /durchschnittliche Kredite undForderungen (vor Abzug vonWertberichtigungen) | Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisikomanagements und des Kreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten ineiner Periode im Verhältnis zum durchschnittlichen Kreditportfoliound ermöglicht ein Benchmarking mit anderen Banken. Gründe fürgeringe Risikokosten können hohe Sicherheiten und/oder einelaufende Überwachung der Ratings der Kunden sein. Daraus ergibtsich, dass es nur zu geringen Kreditausfällen kommt und nur eingeringer Bedarf für Wertberichtigungen besteht. |
| RWA Density | Risikogewichtete Aktiva /Bilanzsumme | Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche"Risikogewichtung" der Bilanz einer Bank, also die gesamtenrisikogewichteten Aktiva (siehe oben) im Verhältnis zurBilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittlicheRisikogewichtung der Aktiva basierend auf den aufsichtsrechtlichen Risikogewichtungen, welche durch die Qualität derAktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methodenzur Einschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden. |
| Value at Risk(VaR) | Risikomaß für das Exposure | Methode zur Quantifizierung von Risiken, welche die potenziellmaximal möglichen zukünftigen Verluste misst, die sich innerhalbeines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmtenWahrscheinlichkeit ereignen können |
GLOSSAR
| AssoziierteUnternehmen | Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird unddie nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. |
|---|---|
| Backtesting | Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlicheingetretenen Ergebnissen. |
| Bankbuch | Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht demHandelsbuch zugeordnet werden. |
| Cash Flow Hedge | Ein Cash Flow Hedge ist die Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme, das einbestimmtes mit einem bilanzierten Vermögenswert bzw. einer bilanzierten Verbindlichkeit oder dem miteiner erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenesRisiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte. |
| CDS | Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehenoder Wertpapieren verbrieft. |
| CLO | Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind. |
| Cross Selling | Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden. |
| CRR | Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments unddes Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmenund zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR. |
| Derivate | Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien,Anleihen, etc.). Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps. |
| Fair Value | Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag fürden Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. |
| Fair Value Hedge | Vornehmlich festverzinste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivatengegen Änderungen des Fair Values abgesichert. |
| Futures | Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt einHandelsobjekt zu einem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss. |
| Hedge Accounting Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen einesSicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren. | |
| Hedging | Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen |
| HVPI | Harmonisierter Verbraucherpreisindex; Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation inEuropa und für die Bewertung der Geldwertstabilität innerhalb der Eurozone |
| IBNR | Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste. |
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung eineradäquaten Eigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten. |
| InvestmentProperties | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. |
| Loss identificationperiod (LIP) | Der Zeitraum vom Ausfall des Kreditnehmers bis zur Wahrnehmung dieses Ausfalls in der Bank. |
| Monte-CarloSimulation | Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme mit Hilfe der Modellierung vonZufallsgrößen. |
| Option | Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einerfestgelegten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). |
| OTC | Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eineBörse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird. |
| Swap | Finanzinstrument, welches grundsätzlich dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zweiVertragspartnern dient. |
GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB 2017
205 LAGEBERICHT
- 206 Wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen
- 208 Ergebnis- und Bilanzanalyse
- 213 Geschäftssegmente
- 220 Änderungen im Beteiligungsportfolio
- 222 Risikobericht
- 234 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
- 236 Personalentwicklung
- 238 Corporate Social Responsibility
- 238 Forschung und Entwicklung
- 239 Ausblick
241 EINZELABSCHLUSS
- 242 Bilanz
- 245 Gewinn- und Verlustrechnung
- 247 Anhang
- 294 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
295 BESTÄTIGUNGSVERMERK
Lagebericht
WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN
Makroökonomische Trends
In Österreich verbesserten sich im Laufe des Jahres 2017 die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Wachstum des österreichischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) beschleunigte sich auf ca. 3%, das höchste Wachstum seit zehn Jahren. Der Anstieg im Wirtschaftswachstum gegenüber 1,5% im Jahr 2016 erfolgte auf einer breiten Basis und wurde von einer zunehmenden Investitionstätigkeit, solidem Wachstum im privaten Konsum sowie einer Erholung der Auslandsnachfrage getragen. Der private Konsum wurde durch Bevölkerungswachstum, sinkende Arbeitslosigkeit, höheres Konsumentenvertrauen und eine stabile Sparquote begünstigt. Sowohl die Unternehmen als auch die privaten Haushalte zeigten sich weiterhin finanziell solide. Vor dem Hintergrund steigender Einnahmen konsolidierte sich die Staatsverschuldung auf ein Niveau von knapp über 80% des BIP und dürfte weiter sinken.
Die Diskussionen um die künftige wirtschaftspolitische Agenda der neu gewählten österreichischen Bundesregierung drehen sich um Bürokratieabbau, Deregulierung, erhöhte Flexibilität des Arbeitsmarktes, Steuer- und Abgabensenkungen für Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie um Investitionsanreize beispielsweise durch steuerliche Begünstigung von thesaurierten Gewinnen.
2018 werden in der DACH-Region mehr als 100 Millionen Menschen leben. Die Wachstumsdynamik in dieser Region mit einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von mehr als einem Drittel der gesamten Eurozone ist nach wie vor sehr positiv. Mit 2,7% verzeichnete das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2017 das stärkste Wachstum seit 2011. Der private Konsum lieferte neben Industrieproduktion und Außenhandel den größten Wachstumsbeitrag. Die niedrige Inflation und ein Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung unterstützen die finanzielle Situation der deutschen privaten Haushalte.
Das wirtschaftliche und finanzielle Umfeld verbesserte sich 2017 auf dem gesamten europäischen Kontinent, was durch einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes von 2,4% in der Europäischen Union unterstrichen wird.
Marktentwicklung
Das dynamische wirtschaftliche Umfeld führte 2017 zu einer soliden Kreditnachfrage österreichischer privater Haushalte. Das aushaftende Volumen an Krediten zur Finanzierung von Wohnungseigentum erhöhte sich parallel zur inländischen Immobilienpreisentwicklung, während das Volumen an Krediten mit anderem Finanzierungszweck langsamer – ähnlich wie der Verbraucherpreisindex – anstieg. Die Immobilienpreise entwickelten sich weniger dynamisch als im Vorjahr, wobei sich der Preisanstieg weiterhin von Wohnungen in Wien zu Einfamilienhäusern im übrigen Österreich verlagerte. Trotz des Niedrigzinsumfeldes erhöhten sich die Einlagen österreichischer Haushalte. Mit der zunehmenden Investitionstätigkeit ging eine steigende Kreditnachfrage österreichischer Unternehmen einher. Das Verhältnis von Inlandskrediten des Finanzsektors zum BIP liegt nach wie vor unter dem OECD-Durchschnitt, und Wohnungseigentum ist in Österreich weit weniger verbreitet als im europäischen Durchschnitt.
Die Anzahl der Filialen österreichischer Banken reduzierte sich 2017 das fünfte Jahr in Folge, allerdings mit einer höheren Dynamik. Die aggregierte Bilanzsumme des Bankensektors ging zurück, während Kundenfinanzierungen und Kundeneinlagen anstiegen, was den allgemeinen Trend zu einem kundenorientierteren Geschäftsmodell widerspiegelt.
Ausblick
Sowohl strukturelle als auch zyklische Faktoren stützen weiterhin die positiven Aussichten für die österreichische und die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018. Das Kreditwachstum ist nachhaltig und wird durch die zugrunde liegenden makroökonomischen Entwicklungen gut unterstützt. Es ist davon auszugehen, dass die österreichische Bevölkerung aufgrund des Wachstums in städtischen Gebieten, insbesondere im Großraum Wien, über dem europäischen Durchschnitt ansteigen wird.
Automatisierung und Digitalisierung werden die etablierten Trends zu höherer operativer Effizienz und einem verbesserten Kundenerlebnis im Bankensektor weiter vorantreiben.
Politische Risiken bleiben auf globaler Ebene erhöht, werden jedoch für Europa voraussichtlich weniger ausgeprägt sein. Es wird erwartet, dass die Normalisierung der Geldpolitik durch die EZB voraussichtlich zu einer Reduktion der Krisenmaßnahmen und zu einer Diskussion über die Beendigung der Negativzinsen führen wird, während die US-amerikanische Notenbank den Leitzins weiter anheben dürfte.
Aufgrund der soliden Finanzlage der privaten Haushalte und Unternehmen wird mit einer weiterhin moderaten Ausfallsquote gerechnet. Mit ihrem Fokus auf das österreichische Retailgeschäft und auf die Geschäftstätigkeit in Deutschland sowie ausgewählte westliche entwickelte Märkte ist die BAWAG P.S.K. gut positioniert, um vom günstigen konjunkturellen Umfeld zu profitieren.
REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
Die direkte Aufsicht über die bedeutendsten Finanzinstitute der Eurozone, inklusive der BAWAG P.S.K., wird gemäß dem Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) weiterhin durch die EZB ausgeübt. Die wichtigsten Prioritäten im Jahr 2017 waren die Themen Geschäftsmodelle und Profitabilitätstreiber, Kreditrisiko (mit Fokus auf NPLs und Konzentrationsrisiken) sowie Risikomanagement.
Im Dezember 2017 finalisierte der Basler Ausschuss sein als Basel IV bekanntes Reformpaket. Die wichtigsten Bestandteile sind die Überarbeitung der Standardansätze (hauptsächlich Kredit- und operationelles Risiko) sowie die Einführung einer Kapitaluntergrenze basierend auf 72,5% der mittels der überarbeiteten Standardansätze berechneten risikogewichteten Aktiva. Das Inkrafttreten ist für 2022 geplant, wobei die Kapitaluntergrenze, mit Übergangsregeln bis 2027 schrittweise eingeführt werden soll. Obwohl die Details der Umsetzung von Basel IV nach EU-Recht noch offen sind, erwarten wir aufgrund unserer konservativen RWA Density nur eine geringe Auswirkung.
Die Einführung von MREL-Anforderungen soll sicherstellen, dass Banken über ausreichend verlusttragfähiges Eigenkapital und Fremdkapital verfügen, das im Falle einer Abwicklung oder eines Bail-in zur Verfügung steht. Die MREL-Anforderung wird von der zuständigen Abwicklungsbehörde institutsspezifisch für jede Bankengruppe festgesetzt. Für die BAWAG P.S.K. ist das Single Resolution Board (SRB) zuständig. Wir gehen davon aus, dass das SRB im Jahr 2018 damit beginnen wird, individuelle MREL-Anforderungen festzulegen. Zum 31. Dezember 2017 hat das SRB noch keine MREL-Anforderung an die BAWAG P.S.K. kommuniziert. Außerdem besteht weiterhin regulatorische Unsicherheit bezüglich der detaillierten Kriterien zur MREL-Anrechenbarkeit von Finanzierungsinstrumenten sowie bezüglich des Ausmaßes der Erfordernisse, die MREL-Anforderung mit nachrangigen Instrumenten zu erfüllen (z.B. durch vorrangige nichtbevorzugte Instrumente).
Für 2018 erwarten wir für europäische Finanzinstitute ein sich weiterhin sehr rasch änderndes regulatorisches Umfeld. Der wichtigste Schwerpunkt wird dabei die Fertigstellung der im November 2016 erstmals veröffentlichten umfassenden Reformen der CRR, der CRD IV sowie der BRRD sein. Zusätzlich zu den angeführten Entwicklungen zum Thema MREL werden als weitere Maßnahmen die Einführung der Leverage Ratio sowie der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR) als verpflichtend einzuhaltende Anforderungen erwartet.
Wir werden die regulatorischen Entwicklungen weiterhin proaktiv beobachten, sich daraus ergebende Änderungen zeitnah implementieren und in unseren Geschäftsaktivitäten entsprechend berücksichtigen. Auf Basis ihrer starken Kapitalausstattung und ihres profitablen Geschäftsmodells sieht sich die BAWAG P.S.K. für zukünftige Anforderungen gut gerüstet.
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE
Die Bilanzsumme der BAWAG P.S.K. liegt mit 35.361 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 leicht über dem Niveau des Vorjahrs. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem Erwerb unserer deutschen Tochtergesellschaft Südwestbank.
Aktiva
| Bilanzstand | Anteil Bilanzsumme | Bilanzstand | Anteil Bilanzsumme | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||||
| Forderungen an Kunden | 23.489 | 66% | 23.840 | 68% | -351 | -1,5% |
| Wertpapiere | 6.479 | 18% | 7.095 | 20% | -616 | -8,7% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.570 | 7% | 2.070 | 6% | 500 | 24,2% |
| Beteiligungen/Anteile verbundeneUnternehmen | 1.123 | 3% | 472 | 1% | 651 | 137,9% |
| Sonstige Aktiva | 1.700 | 5% | 1.514 | 4% | 186 | 12,3% |
| Bilanzsumme | 35.361 | 100% | 34.991 | 100% | 370 | 1,1% |
Die Forderungen an Kunden gingen um 351 Mio. EUR oder 1,5% auf 23.489 Mio. EUR zurück. Dies beruht im Wesentlichen auf Rückzahlungen bei ausländischen Konsumentenkrediten.
Das Wertpapierportefeuille der BAWAG P.S.K. verringerte sich um 616 Mio. EUR oder 8,7%. Die Veränderung ist Großteils auf den Verkauf von Wertpapieren und planmäßige Tilgungen bei unserem Portfolio qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa zurückzuführen.
Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 500 Mio. EUR auf 2.570 Mio. EUR an.
Die Erhöhung des Bilanzpostens Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen um 651 Mio. EUR ist vor allem auf den Erwerb unserer deutschen Tochtergesellschaft Südwestbank zurück zu führen.
Die sonstigen Aktiva betragen 1.700 Mio. EUR und sind damit um 186 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf eine höhere Barreserve zurückzuführen.
Passiva
| Bilanzstand | Anteil Bilanzsumme | Bilanzstand | Anteil Bilanzsumme | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||||
| Spareinlagen | 5.931 | 17% | 6.423 | 18% | -492 | -7,7% |
| Sonstige Kundeneinlagen | 14.516 | 41% | 14.287 | 41% | 229 | 1,6% |
| Eigene Emissionen | 3.363 | 10% | 3.960 | 11% | -597 | -15,1% |
| Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | 7.404 | 21% | 6.242 | 18% | 1.162 | 18,6% |
| Sonstige Passiva | 1.392 | 4% | 1.609 | 5% | -217 | -13,5% |
| Eigenkapital (inkl. Bilanzgewinn) | 2.755 | 8% | 2.470 | 7% | 285 | 11,5% |
| Bilanzsumme | 35.361 | 100% | 34.991 | 100% | 370 | 1,1% |
Bei den Spareinlagen kam es zu einem, der Strategie der Bank entsprechenden Rückgang bei vor allem fixverzinsten Einlagen um 492 Mio. EUR (7,7%), der durch einen Anstieg der sonstigen, variabel verzinsten Kundeneinlagen um 229 Mio. EUR teilweise ausgeglichen wurde.
Die eigenen Emissionen der BAWAG P.S.K. verringerten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen um 597 Mio. EUR oder 15,1% auf 3.363 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der Teilnahme am EZB-Tender-Programm aus März 2017 um 1.162 Mio. EUR auf 7.404 Mio. EUR.
Das Eigenkapital stieg um 285 Mio. EUR auf 2.755 Mio. EUR. Die Veränderung ergibt sich aus dem in 2017 erzielten Nettogewinn von 323 Mio. EUR und der Erhöhung der Kapitalrücklage durch das aktienbasierte Vergütungsprogramm der Gruppe. Demgegenüber steht die Zahlung einer Vorabdividende auf den Bilanzgewinn in Höhe von 55,5 Mio. EUR welche im September 2017 an die BAWAG Group AG ausgeschüttet wurde.
Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
| 2017 | 2016 | Veränderung | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|
| 645 | 625 | 20 | 3,3 |
| 133 | 61 | 72 | >100 |
| 185 | 168 | 17 | 10,1 |
| -2 | 1 | -3 | – |
| 47 | 34 | 13 | 37,2 |
| 1.008 | 889 | 119 | 13,4 |
| -457 | -421 | -36 | 8,5 |
| -35 | -27 | -8 | 30,4 |
| -492 | -448 | -44 | 9,8 |
| -4 | -12 | 8 | -70,0 |
| -168 | -26 | -142 | >100 |
| 345 | 403 | -58 | -14,4 |
| -86 | -76 | -10 | 13,2 |
| 4 | 4 | 0 | -11,5 |
| 89 | 28 | 61 | >-100 |
| 353 | 360 | -7 | -1,9 |
| 13,5% | 14,6% | – | – |
| -22 | -21 | -1 | 4,8 |
| 331 | 339 | -8 | -2,3 |
| -3 | – | -3 | 100 |
| -4 | -18 | 14 | -77,8 |
| 323 | 321 | 3 | 0,9 |
| 450 | 221 | 229 | – |
| 773 | 542 | 231 | 42,7 |
Der Nettogewinn stieg im Jahr 2017 leicht um 0,9% auf 323 Mio. EUR.
Der Nettozinsertrag konnte um 20 Mio. EUR oder 3,3% auf 645 Mio. EUR gesteigert werden. Dies ist vor allem auf unser Verbraucherkreditportfolio und niedrigerer Refinanzierungskosten zurück zu führen. Der Nettozinsertrag 2016 beinhaltet Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der IMMO-BANK AG von 10 Mio. EUR.
In der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhten sich die Erträge aus Beteiligungen um 72 Mio. EUR auf 133 Mio. EUR aufgrund höherer Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich vor allem aufgrund von niedrigeren Zahlungen an die Österreichische Post AG um 17 Mio. EUR oder 10,1% auf 185 Mio. EUR.
Das Finanzergebnis beträgt minus 2 Mio. EUR und wird durch die Bewertung unserer Derivativgeschäfte und das Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung beeinflusst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen innerhalb des Konzerns.
Der Verwaltungsaufwand stieg um 36 Mio. EUR oder 8,5% auf 457 Mio. EUR. Dieser Anstieg ergibt sich aus unserem
Konzernverrechnungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.
Restrukturierung und sonstige Einmalaufwendungen betreffen die Einigung mit der Österreichischen Post AG, das langfristige Incentivierungsprogramm, Restrukturierungskosten und sonstige Einmalaufwendungen.
Die Kreditrisikovorsorge 2017 beläuft sich auf 86 Mio. EUR im Vergleich zu 76 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Anstieg ergibt sich aus Verkaufsverlusten und Wertberichtigungen im Firmenkundenportfolio welche den Rückgang der Risikokosten aufgrund der erstmaligen Erfassung der Portfoliowertberichtigung für eingetretene aber noch nicht erkannte Verluste in 2016 ausgeglichen haben.
Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Wertpapiere zeigt im Jahr 2017 einem Ertrag von 4 Mio. EUR und ist damit konstant gegenüber dem Vorjahr.
Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Finanzanlagen des laufenden Jahres beläuft sich auf 89 Mio. EUR und beinhaltet vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens und Zuschreibungen von Tochterunternehmen und Beteiligungen.
Der Steueraufwand betrifft im Wesentlichen die Stabilitätsabgabe in Höhe von -4 Mio. EUR und aktive latente Ertragsteuern in Höhe von 1 Mio. EUR.
KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSAUSSTATTUNG
Die Beibehaltung einer starken Kapitalausstattung stellt für die BAWAG P.S.K. eine wichtige strategische Priorität dar. Wir haben uns das Ziel gesetzt, eine CET1 Quote (unter Vollanwendung der CRR) von zumindest 12% beizubehalten. Diese Zielkapitalquote berücksichtigt derzeitige sowie erwartete zukünftige regulatorische Kapitalanforderungen und ist so kalibriert, dass ein konservativer Abstand zu den von der Aufsicht vorgegebenen Mindestkapitalanforderungen besteht.
Die im Rahmen des SREP für die BAWAG P.S.K. festgesetzte CET1 Mindestkapitalquote für 2018 beträgt 9,625% auf konsolidierter Ebene der BAWAG Group AG (basierend auf einer Säule-1-Anforderung von 4,50%, einer Säule-2- Anforderung von 2,25%, einem Kapitalerhaltungspuffer von 1,875% und einem Systemrisikopuffer von 1,0%). Zusätzlich zu dieser Mindestanforderung wurde im SREP für 2018 von der Aufsicht eine Säule-2-Empfehlung ("Pillar 2 Guidance") von 1% vorgegeben. Die Aufsicht erwartet damit von der BAWAG Group die Einhaltung einer CET1 Quote von 10,625% (9,625% SREP-Mindestanforderung plus 1% Säule-2-Empfehlung).
Die zum 31. Dezember 2017 erreichten Kapitalquoten (unter Vollanwendung der CRR) von 12,3% (CET1) bzw. 14,7% (Gesamtkapital) übertreffen sowohl die regulatorischen Mindestanforderungen als auch die Zielkapitalquote in beträchtlichem Ausmaß. Diese Kapitalquoten berücksichtigen die Auswirkungen der im vierten Quartal 2017 abgeschlossenen Übernahme der Südwestbank sowie die Zwischendividende von 55,5 Mio. EUR, die im dritten
Quartal 2017 ausgezahlt wurde, und die erwartete Dividende von 230 Mio. EUR.
Die starke Kapitalausstattung schafft die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum sowie unsere Kapitalausschüttungsstrategie. Wir beabsichtigen zusätzlich verfügbares Kapital, das die Zielkapitalquote von 12% übersteigt, in organisches Wachstum zu investieren und gewinnsteigernde M&A-Transaktionen zu verfolgen, die unserem RoTE-Ziel (@12% CET1) entsprechen. Zusätzlich verfügbares Kapital, das nicht für organisches Wachstum und M&A verwendet wird, soll – vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Beschränkungen – an unsere Aktionäre ausgeschüttet werden.
Unsere Refinanzierungsstrategie basiert weiterhin auf unseren stabilen Kundeneinlagen, welche zwei Drittel unserer gesamten Refinanzierung ausmachen. Zusätzlich zu unserem starken Einlagenvolumen wurde im ersten Quartal 2017 eine fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR begeben. Im März 2017 nahmen wir außerdem am gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäft (GLRG II) der EZB teil, das eine Finanzierung mit vierjähriger Laufzeit zu attraktiven Konditionen bietet.
Die BAWAG P.S.K. behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 135% zum Jahresende 2017 widerspiegelt. Die BAWAG P.S.K. übertrifft damit die regulatorischen LCR-Anforderungen für 2017 (80%) und 2018 (100%). Im Rahmen des SREP für 2017 und 2018 wurden für die BAWAG P.S.K. keine zusätzlichen LCR-Anforderungen festgelegt.
Eigenmittel (unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen)
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 250.000 | 250.000 |
| Rücklagen inklusive Jahresgewinn 2017 | 2.274.804 | 2.219.816 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -107.048 | -97.089 |
| Abzugsposten Beteiligungen | – | – |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -37.908 | -21.948 |
| Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) | 2.379.848 | 2.350.779 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital | 448.271 | 459.575 |
| Abzugsposten Beteiligungen | -21.919 | -19.753 |
| Überhang IRB-Risikovorsorge | 36.257 | 24.519 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -4.212 | -5.487 |
| Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) | 458.397 | 458.854 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) | 2.838.245 | 2.809.633 |
| Eigenmittelquote | 15,3% | 16,0% |
GESCHÄFTSSEGMENTE
BAWAG P.S.K. RETAIL
Überblick und Strategie
Das Segment BAWAG P.S.K. betreut 1,7 Millionen Privatkunden und KMUs über ein zentral gesteuertes Filialnetz sowie über unsere Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die von unserem Customer Care Center unterstützt werden. Auf Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken in Österreich über unsere physischen und digitalen Vertriebswege leicht verständliche, faire und transparente Produkte und Beratungsdienstleistungen an. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf den Massenmarkt in Österreich und bieten unseren Kunden gezielt Spar-, Anlageund Versicherungsprodukte zur Erreichung und Absicherung ihrer finanziellen Ziele an.
Im Jahre 2017 haben wir in mehreren Bereichen die Stärken und Fortschritte unseres Retailgeschäfts unter Beweis gestellt. Die Neuausrichtung unseres Vertriebs wurde fortgesetzt. Wir konnten bei unseren wichtigsten Produkten wachsen und das Neugeschäftsvolumen im Kernkreditgeschäft um 4% ausweiten. Kunden, die der BAWAG P.S.K. traditionell ihre Spareinlagen anvertrauen, steht nun auch ein marktführender Vertrieb für Kreditgewährungen zur Erreichung ihrer finanziellen Ziele zur Verfügung.
Durch zunehmende Nutzung von Datenanalytik konnten wir Ertragssteigerungen verzeichnen, indem wir unseren Kunden zielgerichtet und zum richtigen Zeitpunkt Produkte und Dienstleistungen anbieten, die ihren Lebensumständen und ihren finanziellen Bedürfnissen entsprechen. Dieser Ansatz basiert auf der langjährigen Geschäftsbeziehung zur Mehrzahl unserer Kunden in Kombination mit Prognosen der Kaufwahrscheinlichkeiten und triggerbasierten Modellen, die zur Ermittlung der Kundenbedürfnisse eingesetzt werden.
Parallel dazu haben wir die erfolgreiche Neuausrichtung unseres Filialnetzes weiter vorangetrieben, die Kosten weiter reduziert und gleichzeitig die Beratungsexpertise für unsere Kunden durch produktivere und größere Beraterteams sowie eine stärkere Spezialisierung in den Filialen verbessert. Nach der Kündigung der Kooperationsvereinbarung Ende 2017 haben wir mit der Österreichischen Post im Februar 2018 eine einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019 vereinbart und damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer von uns bevorzugten eigenständigen Filialstrategie mit optimierter Kostenbasis und verbessertem Servicemodell gesetzt.
Wir haben weiter in die Verbesserung des digitalen Kundenerlebnisses investiert. Dazu gehören die Weiterentwicklung unserer Omni-Channel-Plattform für die Interaktion mit Kunden sowie die laufende Einführung neuer digitaler Funktionalitäten, darunter eine Sicherheitsfunktion gegen Cyberkriminalität und eine Peer-to-Peer-Zahlungsfunktion, die Direktzahlungen für unsere Kunden einfacher macht.
Geschäftsverlauf 2017
Die Ergebnisse dieses Segments spiegeln unseren Erfolg bei der Fokussierung auf die folgenden Werttreiber wider:
- Wachstum im Kundenkreditgeschäft
- Optimierung und Ausweitung des Produktmix
- Produktivitätssteigerung in der gesamten Organisation
- Verbesserung des Kundenerlebnisses durch Digitalisierung
- Nutzung von Wachstumschancen durch Akquisitionen
Wachstum im Kundenkreditgeschäft
Im Jahr 2017 konnten wir unser Konsumfinanzierungsgeschäft weiter ausbauen.
Wir unterscheiden uns von unseren Mitbewerbern durch sofortige Kreditentscheidungen in der Filiale, automatisierte Bearbeitungsabläufe sowie durch die Qualität unserer Beratungs- und Vertriebsprozesse. Dank kontinuierlicher Innovationen in den Bereich Datenanalytik können wir unseren Vertriebsmitarbeitern laufend relevante und gezielte Informationen zur Unterstützung des Cross-Selling bei Bestandskunden bereitstellen, sodass wir Risiken besser abschätzen und unseren Kunden gezielte, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote machen können. Daraus resultiert im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung des durchschnittlichen Konsumkreditbetrags um mehr als 5%, wobei mehr als 80% der Konsumkredite an Bestandskunden vergeben wurden.
Das Kundeninteresse an Wohnbaufinanzierungen ist anhaltend hoch und wir investieren daher in unser diesbezügliches Produktangebot. Mit einem Anteil von ca. 55% an Wohnungseigentum liegt Österreich im europäischen Vergleich seit Jahrzehnten am unteren Ende der Skala. Dies ist unter anderem durch das nach wie vor bestehende Angebot an leistbaren Sozialwohnungen durch den halböffentlichen und öffentlichen Sektor bedingt. Seit der Finanzkrise beobachten wir jedoch eine deutlich steigende Nachfrage nach Immobilien (im Eigentum), die durch eine Präferenz für reale Vermögenswerte und niedrige Zinsen getragen ist. Dies hat 2017 zu einer regen Nachfrage nach Hypothekarkrediten und einem Marktwachstum von 3% geführt. Wir bleiben jedoch bei unserer disziplinierten Preisgestaltung und achten auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen risikoadäquaten Kreditmargen in Relation zum Volumen, um ein verantwortungsvolles und profitables Wachstum zu gewährleisten.
Optimierung und Erweiterung des Produktmix
Auf der Einlagenseite konnten wir durch weitere Umschichtungen von fest verzinslichen Einlagen zu Girokonten und täglich fälligen Sparkonten die Refinanzierungskosten senken, Beratungskapazitäten im Vertrieb freispielen und unseren Kunden Produkte mit erweiterten Funktionalitäten anbieten. Die durchschnittliche Verzinsung der Retaileinlagen lag zum Jahresende 2017 bei 0,19%. Der Einlagenbestand reduzierte sich um 1,3%. Dies war durch den aktiven Abbau von höherverzinsten fixen Spareinlagen um 1,2 Mrd. EUR bedingt, dem eine Zunahme an Einlagen auf täglich fällige Sparkarten, Girokonten sowie Bauspareinlagen um insgesamt ca. 1,0 Mrd. EUR gegenüberstand.
Wir konnten weiterhin von einer bereits im Jahr 2016 gesetzten Initiative für das Provisionsgeschäft profitieren. Einen Teil trug dazu die Einführung der neuen KontoBoxen (Girokonten) bei, die von unseren Kunden sehr gut angenommen wurden. Über 64% unserer neuen Girokontokunden haben sich im Jahr 2017 für unsere Premium-Modelle entschieden. Darüber hinaus erfolgte die Einführung unseres neuen Versicherungsprodukts "KONZEPT:SCHUTZ", das unseren Kunden eine Absicherung ihres Einkommens bietet, indem es sie gegen Risiken wie Invalidität, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder schwere Erkrankungen versichert. Diese Produkte bieten einen höheren Servicelevel und fördern die Kundenbindung.
Unsere vor kurzem angekündigte Partnerschaft mit Spotcap, die Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) einen volldigitalen und hoch automatisierten Zugang zu taggleichen Finanzierungen ermöglicht, ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement bei Innovationen in Bezug auf digitale Kanäle und erstklassige Produkte. Durch unser Spotcap-Angebot bringen wir ein neues Produkt für KMUs auf den österreichischen Markt, adressieren einen bisher noch nicht gedeckten Bedarf und erweitern gleichzeitig unser digitales und analytisches "Ökosystem".
Partnerschaften sind für uns ein Weg, durch Zusammenarbeit mit jungen, dynamischen Unternehmen und durch Einsatz neuer Technologien unsere Produktpalette zu erweitern und die Kundenzufriedenheit weiter zu verbessern. Bei der Entwicklung unserer Produktlinien sichern wir uns Partner höchster Qualität, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.
Produktivitätssteigerung in der gesamten Organisation
Bereits in der ersten Phase der Anfang 2016 gestarteten Neuausrichtung unseres Vertriebsnetzes haben wir eine differenzierte Filialstruktur geschaffen, um unsere Beratungsleistungen an Kernstandorten mit der höchsten Kundenfrequenz zu bündeln und gleichzeitig die Servicereichweite über ein Netz von Selbstbedienungsgeräten und Transaktionspunkten aufrechtzuerhalten. Diese Filialdifferenzierung führt zu höherer Kosteneffizienz durch besseres Ressourcenmanagement und höhere Verkaufsproduktivität. Gleichzeitig wurde unseren Kundenberatern mehr lokale Verantwortung übertragen und in deren Aus- und Weiterbildung investiert.
Im Jahr 2017 gab es weiterhin eine signifikante Verschiebung der Transaktionen vom Schalter (Rückgang um 15% gegenüber 2016) zu Online- und Selbstbedienungsgeräten, da unsere Kunden erwarten, einfache Transaktionen jederzeit und überall per Knopfdruck durchführen zu können. Zum Jahresende 2017 betrug der Anteil der Schaltertransaktionen nur 14%, während 86% der Transaktionen über eBanking, mobile Endgeräte und Selbstbedienungsgeräte erfolgten. Seit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit der Österreichischen Post im Jahr 2010 sind die Schaltertransaktionen um über 60% zurückgegangen. Die Notwendigkeit der physischen Nähe zum Kunden durch eine teure Filialabdeckung verliert zunehmend an Bedeutung, da die Kunden primär mittels mobiler oder anderer Onlinelösungen über ihre Konten disponieren, was sich in einem Anstieg der elektronischen und mobilen Nutzung um 8% zeigt.
Wir haben daher im Sinne der Neuausrichtung unseres Filialnetzes und unserer Vertriebsstrategie mit der Österreichischen Post im Februar 2018 – rückwirkend ab 1. Jänner 2018 – eine einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019 vereinbart, wobei diese Entflechtung im Wesentlichen bis Ende 2019 angestrebt wird – zwölf Monate früher als erwartet. Diese Vereinbarung ermöglicht uns die weitere Anpassung unseres Filialnetzes an die Bedürfnisse unserer Kunden. Sie führt zu einer Redimensionierung unserer
Filialinfrastruktur und wird das Kundenerlebnis deutlich verbessern, indem in den verbliebenen Standorten ein höherer Fokus auf Beratung gelegt wird. Dies wiederum verbessert die Kundenzufriedenheit, generiert Neugeschäft und führt zu höherer Kundenbindung und höheren Erträgen pro Kunde. Zudem sieht die Vereinbarung eine Anpassung der Preisgestaltung für durch die Österreichische Post erbrachte Services an marktübliche Konditionen und eine leistungsabhängige Vergütung für Transaktionsdienstleistungen und Beratertätigkeit vor. Weiters können wir sofort unproduktive Ausgaben eliminieren und mehr als 200 Filialen schließen, in denen derzeit keine Beratungsleistungen angeboten werden bzw. keinerlei Neugeschäft generiert wird. Der gesamte Prozess zur Optimierung unseres Filialnetzes hat bereits im Jahr 2016 begonnen, und bis Jahresende 2018 gehen wir von einem Stand von 150 Filialen aus, in denen alle kundenserviceorientierten Aktivitäten zusammengezogen wurden. Nach Abschluss dieses Prozesses werden wir mit ungefähr 100 Standorten über das aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sowie aus Sicht der Kundenbetreuung und Marktabdeckung optimale Filialnetz verfügen.
Verbesserung des Kundenerlebnisses durch Digitalisierung
Im Zuge der Neuausrichtung unseres Filialnetzes arbeiten wir parallel daran, das Kundenerlebnis über Online- und Mobile-Schienen mit Services zu verbessern, die einen führenden Zugang zu Finanzprodukten und Informationen bieten. Unser Ziel ist es, dass unsere Plattform als "Drehscheibe des Finanzlebens" für unsere Kunden fungiert, indem wir verschiedene Optionen für erstklassige Beratungsdienstleistungen anbieten, die sich nahtlos in ein intuitives und sicheres digitales "Ökosystem" einfügen. Dadurch werden die Kunden mit Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten versorgt und bei der Durchführung ihrer alltäglichen Finanztransaktionen bestmöglich unterstützt.
Als einer der Marktführer im digitalen Bereich können wir unser gesamtes Produktangebot im Retailbereich innerhalb weniger Minuten online auf jedem Endgerät bereitstellen. Wir haben als Erste neueste Technologien wie etwa die Videolegitimierung (d.h. Kundenidentifikation über Videochat) oder die digitale Signatur implementiert, um zukünftigen Kunden den "Einstieg" bei uns so einfach wie möglich zu machen. Außerdem haben wir eine Big-Data-Infrastruktur aufgesetzt, die aus einem analytischen "Data Lake" auf einer Hadoop-Infrastruktur besteht, die uns verbesserte Möglichkeiten zur Datenverwaltung ohne Kapazitätsengpässe bietet, um die Zielgruppenansprache und Personalisierung unserer Angebote zu optimieren. Letztendlich sollen dadurch bestehende und neue Kunden gleichermaßen jene Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt bekommen, die sie benötigen und wertschätzen, und zwar zum richtigen Zeitpunkt und über jenen Kanal, den sie bevorzugen.
Wir arbeiten auch kontinuierlich an der Optimierung des täglichen Kundenerlebnisses durch die Integration von Vertriebs- und Produktfunktionalitäten in die Online- "Customer Journey". Eine lückenlose Sicherheitsarchitektur ist für Bankkunden weltweit zu einem immer wichtigeren Faktor und einer wesentlichen Voraussetzung für die Nutzung mobiler Services geworden. Zusätzlich zum secTAN-Verfahren, dem durch ein Höchstmaß an Sicherheit gekennzeichneten Zeichnungsverfahren für Transaktionen, haben wir als neues Service den "Geldwächter" eingeführt, der unsere Kunden vor Verlusten in Zusammenhang mit digitalen Betrugsaktivitäten schützt und damit das Online-Engagement und Vertrauen fördert. Ein weiteres Beispiel ist die im Dezember 2016 für unsere mobile Banking-App eingeführte Login-Möglichkeit mittels Touch-ID (Fingerabdruck), die von unseren Kunden sehr gut angenommen wurde. 2017 verzeichneten wir 4 Mio. Logins, davon 1,3 Mio. allein im vierten Quartal 2017. Insgesamt führten diese Maßnahmen zu 100 Mio. eBanking-Logins (+15% im Vergleich zu 2016), wobei 68% von mobilen Endgeräten stammten (+8 Prozentpunkte gegenüber Dezember 2016).
Während wir an der Entwicklung des Retail-Vertriebs der Zukunft arbeiten, konzentrieren wir uns darauf, eine wertschöpfende On- und Offline-Plattform mit einem erweiterten "Ökosystem" (über die API-Schnittstelle, unser offenes Application Programming Interface) für Kooperationspartner bereit zu stellen, um das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten und unsere Time-to-Market wesentlich zu verkürzen. So ermöglicht uns die jüngste Partnerschaft mit finAPI, einem sicheren Anbieter von Kundenkontoinformationen, die Finanzberatung für Kunden durch Kontenaggregation, Ausgabenkategorisierung und individuelle Vorschläge für das persönliche Finanzmanagement weiter zu verbessern und gleichzeitig die Digitalisierung von Underwriting-Prozessen zu unterstützen. Unsere Partnerschaft mit Spotcap ist ein weiteres Beispiel für unser Bestreben, marktführende Produkte anzubieten – sei es durch Eigenentwicklungen oder durch strategische Partnerschaften – wobei wir uns auf skalierbare und transformative Technologien konzentrieren. Den Anforderungen unserer Kunden entsprechend, streben wir weiterhin nach
einer ganzheitlichen "Customer Journey", die einen nahtlosen Wechsel zwischen den verschiedenen Vertriebs- und Servicekanälen ermöglicht, aber auch umfassende Möglichkeiten zur Personalisierung bietet, einschließlich individueller Angebote und Finanzberatung auf Basis unserer Big-Data-Infrastruktur.
Nutzung von Wachstumschancen durch Akquisitionen
Wir evaluieren laufend verschiedene Möglichkeiten zum Wachstum durch Akquisitionen. Im Jahr 2017 konzentrierten wir uns auf die Integration der start:bausparkasse und der IMMO-BANK. Der Fokus bei anorganischen Wachstumschancen liegt auf heimischen Plattformen und/oder Portfolios, die aus geschäftspolitischer Sicht einen Mehrwert bieten, auf Kernprodukte und -dienstleistungen fokussiert sind, Zugang zu neuen Kundengruppen eröffnen und in unsere technologische Infrastruktur integriert werden können.
Ausblick
In den nächsten Quartalen werden wir weiter an der Umsetzung unserer langfristigen Strategie und der Neuausrichtung unseres Geschäfts arbeiten. Wir haben viele Möglichkeiten, zu wachsen und unseren Kunden Kredite, Anlage- und Sparprodukte anzubieten sowie sie bei der Absicherung ihrer Finanzen zu unterstützen. Die Beschleunigung unseres Wachstumskurses wird auf dreifacher Grundlage erfolgen:
Datenanalytik: Wir haben eine neue Kundensegmentierung entwickelt, die auf Erkenntnissen zum Kundenverhalten beruht und diese mit dem Ertragspotenzial der
Kunden verbindet, wodurch wir aktive Kunden gezielter ansprechen und Produkte zur richtigen Zeit und am richtigen Ort anbieten können. Außerdem investieren wir weiter im Bereich Datenanalytik und Big Data, um so unsere Prognosemodelle anzupassen und zu erweitern.
- Kundenerlebnis: In einer Zeit hohen Wettbewerbs und neuer Möglichkeiten ist das Kundenerlebnis der entscheidende Faktor. Die gesamte Kundenbeziehung, die vom Vertrauen, das in der Filiale aufgebaut wird, über die Benutzerfreundlichkeit digitaler Services bis zum Erkennen individueller Kundenbedürfnisse reicht, ist tagtäglich für eine aus Kundensicht zufriedenstellende "Customer Journey" auschlaggebend. Dies wird für uns ein wesentliches Differenzierungsmerkmal sein.
- Neugestaltung der Plattform: Durch die Trennung von der Österreichischen Post und durch unsere neue eBanking- und Mobile-Plattform haben wir die Chance, ein vollständig kundenorientiertes Netzwerk zu schaffen. Durch diese Investitionen in unser Filialnetz, unsere Mitarbeiter und Systeme werden wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen und können dadurch reibungslose Prozesse und Effizienz im Filialnetz entlang der Wertschöpfungskette sicherstellen. Weiters bemühen wir uns aktiv um Partnerschaften, um so – abgestimmt auf unser Vertriebsnetz – neue Kunden zu gewinnen. Wir gehen davon aus, dass dies die Produktivität in der gesamten Organisation weiter steigern wird, da wir unser Filialnetz entsprechend dimensionieren und die Beziehung zu unseren Kunden durch Analytik sowie die Bereitstellung einer digitalen Drehscheibe für ihr Finanzleben weiter ausbauen werden.
DACH CORPORATES & PUBLIC SECTOR
Überblick und Strategie
Die Strategie des Segments DACH Corporates & Public Sector konzentriert sich auf die Neugewinnung und den Erhalt von nachhaltigen und profitablen Kundenbeziehungen unter Einhaltung einer strikten Preispolitik, wenngleich das Marktumfeld durch starken Wettbewerb gekennzeichnet ist. Wir sind gut aufgestellt, das Know-how und die Kundenbeziehungen aus dem österreichischen Markt zu nützen, um weitere Kunden in Deutschland und der Schweiz anzusprechen. Die Expansion in die DACH-Region stellt unsere Geschäftsmöglichkeiten auf eine breitere Basis und ergänzt das Wachstum der easygroup in Deutschland.
Im Firmenkundengeschäft konzentrieren wir uns auf ein vereinfachtes Angebot mit wenigen, dafür relativ profitablen Produkten, ohne konkrete Marktanteilsziele zu verfolgen. Bestehende Kunden sprechen wir mit einer klaren Strategie und klarem Ziel an, nämlich jene mit Investment-Grade-Rating oder voller bzw. hoher Besicherung zu halten bzw. die Geschäftsbeziehung zu ihnen auszubauen, um bei geringem Risiko unseren Kapitaleinsatz zu optimieren. Im Gegensatz dazu liegt der Fokus bei Kunden mit kleinem Engagement und/oder einem Non-Investment-Grade-Rating auf einem günstigen Risiko-/Ertrags-Profil. Im Neugeschäft zielen wir produktunabhängig auf Refinanzierungen, Syndizierungen, Restrukturierungen und gewerbliches Immobiliengeschäft mit Fokus auf unsere top 200 Kunden in der DACH-Region ab.
Im Geschäft mit der öffentlichen Hand liegt unser Fokus auf der Beibehaltung unserer Marktposition und der Erträge aus dem Zahlungsverkehr, insbesondere mit bestehenden Top-Kunden, aber auch durch Cross Selling von Zahlungsverkehrsprodukten an bestehende Kreditkunden und Neukundengewinnung im Zuge von Ausschreibungen. Weiters haben wir eine Originate-to-Sell-Plattform geschaffen, um an die öffentliche Hand vergebene Kredite an Investoren
wie etwa Versicherungsunternehmen zu verkaufen. Dies ermöglicht die Generierung zusätzlicher Provisionserträge.
Im Jahr 2017 lag der Schwerpunkt auf der Bündelung unserer Aktivitäten im nationalen und internationalen Kreditgeschäft zur Nutzung von Ertragssynergien und Erschließung neuer Märkte. Dabei stand der Ausbau einer Plattform für Unternehmensfinanzierungen in der DACH-Region im Fokus. Um sicherzustellen, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden jederzeit erfüllen können und bereits bestehende Lösungen weiter verbessern, wurde eine neue Abteilung geschaffen, die das operative Tagesgeschäft durchführt sowie die Produktentwicklung vorantreibt.
Geschäftsverlauf 2017
Das Segment DACH Corporates & Public Sector verzeichnete 2017 beim Neugeschäftsvolumen, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Weiters haben wir unsere Originateto-Sell-Plattform im Geschäft mit der öffentlichen Hand gestartet. Unsere Kundenbetreuer waren bei der Stärkung unserer Kundenbeziehungen in den Bereichen Finanzierung, Zahlungsverkehr und Cash-Management und der Beibehaltung bzw. Verbesserung des Risiko-/Ertrags-Profils weiterhin erfolgreich.
Ausblick
Wir gehen von einem wachsenden, aber weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt aus. Wir verfügen jedoch über ausreichend Flexibilität und Dynamik, die bei strategischen Transaktionen unserer Kunden notwendig sind. Dennoch erwarten wir für 2018 ein niedrigeres Neugeschäftsvolumen als im Jahr 2017.
INTERNATIONAL BUSINESS
Überblick und Strategie
Das Segment International Business ergänzt die Geschäftsstrategie der BAWAG Group durch zusätzliches Ertragswachstum und Diversifizierung in Ländern mit stabilen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen. Der Schwerpunkt liegt auf Krediten für Kommerzund Immobilienkunden bzw. im Portfoliofinanzierungsbereich – besichert und unbesichert bei Investment-Grade, besichert bei Non-Investment-Grade. Unbesicherte Finanzierungen werden typischerweise an Kommerzkunden mit Investment-Grade-Rating vergeben. Wir vergeben nur Kredite mit für uns attraktivem Risiko-/Ertragsprofil im Seniorbereich der Kapitalstrukturen mit Schwerpunkt auf Cashflow generierenden Unternehmen in konservativen Wirtschaftszweigen.
Unsere Geschäftstätigkeit im Bereich der internationalen Kommerzkundenfinanzierung setzt hauptsächlich auf Kredite an Firmen in Europa und Nordamerika, die einen frei verfügbaren Cashflow generieren, eine angemessene Kapitalstruktur aufweisen, ein defensives Geschäftsmodell verfolgen und über eine starke Marktposition verfügen.
Internationale Immobilienfinanzierungen werden hauptsächlich an Projekte von etablierten Sponsoren (Private Equity Funds) mit Schwerpunkt auf vorrangigen Kredite für Cashflow generierende Immobilien vergeben. Das Portfolio enthält nur einen geringen Anteil an Finanzierungen von Grundstücken, Entwicklungs- oder Bauprojekten.
Geschäftsverlauf 2017
Wir haben uns weiterhin auf die Kreditvergabe vorwiegend in ausgewählten entwickelten Märkten konzentriert und verzeichneten 2017 ein Neugeschäftsvolumen von 2,1 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2016 sind die Wechselkursschwankungen für 0,3 Mrd. EUR Portfolioreduktion verantwortlich. Die durchschnittlichen Volumina blieben im Jahresvergleich stabil.
Das internationale Firmenkundengeschäft war aufgrund des wettbewerbsintensiven Niedrigzinsumfelds weiterhin mit vorzeitigen Rückzahlungen konfrontiert. Dies führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Finanzierungsvolumens. Das Neugeschäftsvolumen besteht überwiegend aus Krediten im Investment-Grade-Bereich mit Fokus auf konservative Branchen.
Unser internationales Immobilienfinanzierungsgeschäft mit einem Volumen von 2,8 Mrd. EUR verzeichnete ebenso, allerdings in einem geringeren Ausmaß, ein erhöhtes Volumen an vorzeitigen Rückzahlungen. Diese Effekte konnten im Jahresvergleich jedoch durch eine erfolgreiche Realisierung von Neugeschäft kompensiert werden. Wir setzen weiterhin auf eine breite Streuung der Transaktionen in Bezug auf Länder, finanzierte Objekte und Branchen. Der Fokus liegt primär auf Immobilienfinanzierungen mit attraktiven LTVs, starken Cashflows, kürzeren gewichteten erwarteten Laufzeiten und soliden Covenants. Die Geschäftsentwicklung war solide, wobei die Rückführungen leicht über unseren ursprünglichen Erwartungen lagen, was die durchschnittlichen Laufzeiten etwas verkürzt. Wir sind auch im Bereich Portfoliofinanzierungen aktiv, wo wir in Positionen mit niedrigem Loanto-Value(LTV)- und Loan-to-Cost(LTC)-Verhältnis investiert haben, hinter denen ein diversifizierteres Portfolio von Cash generierenden Immobilienfinanzierungen steht. Die Finanzierungen haben sehr gute Besicherungen (durchschnittlicher LTV unter 60%), generieren starke Cashflows, haben kürzere Laufzeiten und sind so strukturiert, dass sie unter Stressbedingungen am Markt erfolgreich bleiben.
Ausblick
Wir gehen für 2018 von einer soliden Pipeline mit breit gestreuten Möglichkeiten insbesondere für unser Immobilienfinanzierungsportfolio aus. Dennoch wird der Wettbewerb um konservative, hochqualitative Transaktionen hoch bleiben.
TREASURY SERVICES & MARKETS
Überblick und Strategie
Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Durchführung von Treasury-Aufgaben wie ALM, Funding, Marktexekution sowie für selektive Investmentaktivitäten der BAWAG P.S.K. zuständig.
Zu den Hauptaufgaben zählt die Verwaltung der Liquidität aus dem Kerngeschäft der BAWAG P.S.K. in Available-for-Sale- und Held-to-Maturity-Portfolios inklusive der Liquiditätsreserve sowie bestimmter Hedging-Positionen. Der Fokus der Veranlagungsstrategie liegt weiterhin auf besicherten und unbesicherten Anleihen von Banken in Westeuropa und den USA mit Investment-Grade-Rating sowie auf ausgewählten Staatsanleihen und hochqualitativen CLOs zu Diversifikationszwecken.
Geschäftsverlauf 2017
Im Geschäftsjahr 2017 setzten wir unsere Portfoliostrategie dahingehend fort, sowohl langfristig in Positionen hoher Qualität zu veranlagen als auch unsere Available-for-Sale-Portfolios weiterzuführen, um für Umschichtungen in Kundenkredite oder für andere Bilanzstrategien flexibel zu sein. Zum 31. Dezember 2017 hatte Treasury Services & Markets im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn oder Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien ist gering und konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten. Die Zusammensetzung des Gesamtportfolios reflektiert unsere Strategie, bei hoher Qualität der Veranlagung mit kurzer Laufzeit und hoher Liquidität der Wertpapiere zusätzlichen Nettozinsertrag zu erzielen und dabei die Fair-Value-Volatilität gering zu halten.
Ausblick
Treasury Services & Markets wird sich weiterhin auf einfache Prozesse und Produkte konzentrieren, die das Kerngeschäft der BAWAG Group unterstützen und die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Die Entwicklung des Liquiditätsangebots und die Drosselung der Wertpapierkäufe der EZB sowie erhöhte politische Risiken werden an den Finanzmärkten wichtige Faktoren bleiben. Wir werden daher im Wertpapierportfolio weiterhin auf hohe Kreditqualität und äußerst liquide Investments mit einer soliden Diversifizierung setzen.
ÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSPORTFOLIO
Erwerb der Südwestbank Aktiengesellschaft, Deutschland
Am 7. Dezember 2017, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen, erwarb die BAWAG Group 100% der Aktien der SÜDWESTBANK Aktiengesellschaft ("Südwestbank").
Die Südwestbank hat ihre Geschäftstätigkeit im Land Baden-Württemberg, Deutschland, mit Schwerpunkt auf die Hauptstadt Stuttgart und Umgebung. Die wichtigsten Geschäftszweige sind das Kreditgeschäft, das Einlagengeschäft und Brokerage für private und Geschäftskunden. Mit dem Fokus auf den wirtschaftlich starken Südwesten Deutschlands, macht die Expertise, der Ruf und die guten Kundenbeziehungen mit dem Mittelstand die Südwestbank zu einem attraktiven Partner um das Standbein und den Kundenstock der BAWAG P.S.K. in Deutschland zu erweitern.
Die Geschäftstätigkeit der Immobilientochterunternehmen liegt in der Vermietung von Immobilien.
Erwerb des Issuing-Business von SIX Payment Services GmbH (PayLife)
Der Erwerb des Kreditkartenportfolios betreffend das Issuing-Geschäft der PayLife (SIX) erfolgte, nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Bewilligungen und Erfüllung aller vertraglichen Voraussetzungen, mit 6. Oktober 2017. Durch die Übernahme des Kreditkartenportfolios von PayLife (SIX), welches organisatorisch in der easybank AG eingegliedert wird, kann die BAWAG P.S.K. AG ihre Präsenz im Bereich Ausgabe und Verwaltung von Kreditkarten deutlich stärken und ihre Marktposition ausbauen. Die Refinanzierung, welches durch die Übernahme der Kartenforderungen erforderlich wird, wird durch die easybank AG sichergestellt, welche über langjährige Erfahrung im Kreditkartenbereich verfügt und auch selbst Kreditkarten mit Kooperationspartner ausgibt und verwaltet.
Erwerb der Deutscher Ring Bausparkasse
Im Dezember 2017 hat die BAWAG P.S.K. eine verbindlichen Vereinbarung zum vollständigen Erwerb der Deutscher Ring Bausparkasse AG mit Sitz in Hamburg von den Basler Versicherungen und der Signal Iduna Gruppe abgeschlossen. Weiters wurde ein Memorandum of Understanding mit den Basler Versicherungen Deutschland, Tochtergesellschaften der Baloise Group, für eine langfristige strategische Kooperation unterzeichnet. Das Closing der Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und aufsichtsbehördlichen Bewilligungen.
Erwerb der HSH Nordbank AG
Die BAWAG P.S.K. hat sich an einem Konsortium zur Übernahme von 100% der Anteile an der HSH Nordbank AG, Hamburg mit einem Anteil von 2,5% beteiligt.
Der Aktienkaufvertrag wurde am 28. Februar 2018 unterzeichnet. Das Closing wird im zweiten Halbjahr 2018 erwartet.
Sonstige wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
Die P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, eine 100% Tochter der BAWAG Group, verkaufte ihren 24% Anteil an der WBG Wohnen und Bauen Gesellschaft mbH, eine Wiener Wohnbaugenossenschaft, mit Wirkung zum 30. Mai 2017 an den Miteigentümer.
Die BAWAG P.S.K. LEASING GmbH wurde mit 11. Juli 2017 auf die easyleasing GmbH verschmolzen und nachfolgend aus dem Firmenbuchregister gelöscht.
Mit Closing am 18. Juli 2017 verkaufte die BAWAG Group ihren Anteil von 26,3% an der media.at GmbH zusammen mit den anderen Eigentümern. Die Tochtergesellschaften der media.at GmbH, die MediaSelect GmbH, mediastrategen GmbH, OmniMedia GmbH und die frühere [email protected] GmbH wurden mitverkauft.
Mit Eintragung in das Handelsregister vom 22. Dezember 2017 wurde die Einlagensicherung Austria Ges. m.b.H. gegründet, wobei jede Tochterbank der BAWAG Group einen Kleinanteil erworben hat. Die Gesellschaft wurde im Zusammenhang mit dem neuen Einlagensicherungssystem in Österreich errichtet und wird ab 2019 operativ tätig sein.
Mit Wirksamkeit 30. November 2017 wurde die slowakische BAWAG Leasing & Fleet s.r.o. auf die tschechische BAWAG Leasing & fleet s.r.o. verschmolzen.
Die AI ALTERNATIVE INVESTMENTS LTD, Jersey, wurde liquidiert und am 21. November 2017 aus dem Firmenbuch gelöscht.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die BAWAG P.S.K. unterhält seit November 2014 eine Zweigniederlassung in London, welche Kredite an internationale Kunden für die BAWAG P.S.K. vermittelt und strukturiert.
RISIKOBERICHT
Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung all jener Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist. Hierbei besteht auf allen organisatorischen Ebenen eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.
Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie operationelle und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungsgremien des Aufsichtsrats übermittelt.
Die risikopolitischen Vorgaben werden fortwährend im Hinblick auf Anpassungen in der Geschäftsstrategie, geänderte regulatorische Anforderungen wie auch sich verändernde Marktbedingungen überprüft. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf möglichen Anpassungsbedarf im Rahmen der Expansionsstrategie gelegt.
Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:
- Strategisches Risiko
- Markt- & Liquiditätsrisikocontrolling
- Enterprise Risk Management
- Kreditrisikomangement
- European Retail Risk Management
- Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance
Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. als wesentlich eingestuft:
- Kreditrisiko
- Marktrisiko
- Liquiditätsrisiko
- Operationelles Risiko/Non-Financial Risk
Die wesentlichen Risiken der BAWAG P.S.K. werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.
KREDITRISIKO
Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente Kommerz – und Institutionelle Kunden (Non-Retail) sowie Privat- und Geschäftskunden (Retail). Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das laufende monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Enterprise Risk Management.
Neben klar definierter Kreditvergaberichtlinien für Privatund Geschäftskunden erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht, sowie einem Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.
Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust bei Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit Conversion Factor, CCF) für Privat- und Geschäftskunden geschätzt. Die Schätzung, welche auf historischen Daten des beobachteten Kundenverhaltens basiert, wird anhand qualifizierter statistischer Methoden und Modelle berechnet.
Vor Übernahme neuer kommerzieller Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensegment entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem
Kunden als individuell geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet.
Um Risikokonzentrationen auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, werden Limite für die Forderungshöhen definiert, überwacht und regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bank hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert. Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung und Überarbeitung der Risikomessmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Basierend auf der zentralen Struktur und Ausrichtung der Bank können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den Risikomanagementstrategien kurzfristig abgebildet werden.
| 31.12.2017in Mio. EUR | BAWAGP.S.K. Retail | IMP2) | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 9.528 | 1.456 | 6.492 | 4.846 | 2.556 | 370 | 25.249 |
| Wertpapiere | – | 147 | 157 | 306 | 5.753 | 11 | 6.374 |
| AußerbilanzielleGeschäfte | 938 | 8 | 673 | 207 | 240 | 818 | 2.885 |
| Summe | 10.467 | 1.611 | 7.322 | 5.359 | 8.549 | 1.200 | 34.507 |
| davon besichert1) | 6.391 | 1.267 | 2.150 | 2.390 | 58 | 379 | 12.635 |
| davon NPL(Bruttosicht) | 252 | 53 | 97 | 50 | – | 254 | 707 |
Kreditportfolio je Kundensegment (ohne nicht festverzinsliche Wertpapiere)
| 31.12.2016in Mio. EUR | BAWAGP.S.K. Retail | IMP2) | DACHCorporates &Public Sector | InternationalBusiness | TreasuryServices &Markets | CorporateCenter | Gesamtportfolio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 8.909 | 1.824 | 6.827 | 5.241 | 1.870 | 466 | 25.136 |
| Wertpapiere | – | 199 | 442 | 385 | 5.156 | 188 | 6.369 |
| AußerbilanzielleGeschäfte | 310 | 6 | 798 | 300 | 161 | 8 | 1.583 |
| Summe | 9.219 | 2.029 | 8.066 | 5.926 | 7.187 | 661 | 33.088 |
| davon besichert1) | 5.861 | 1.542 | 1.858 | 2.327 | 95 | 2 | 11.684 |
| davon NPL(Bruttosicht) | 192 | 61 | 78 | – | – | 254 | 586 |
-
Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc.
-
International Mortgage Portfolio.
Geografische Verteilung des Kredit- und Wertpapierportfolios
Gemäß der Strategie, sich auf stabile Regionen und Währungen zu konzentrieren, verteilen sich 99% (2016: 98%) des Kreditportfolios und 86% (2016: 85%) des Wertpapierportfolios auf Westeuropa und Nordamerika.




Kreditportfolio nach Währungen
Entsprechend der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in
EUR. Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios der Bank.
| Buchwert | Prozentwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| EUR | 25.139 | 23.510 | 79,5% | 74,6% |
| GBP | 2.660 | 3.168 | 8,4% | 10,1% |
| USD | 2.105 | 2.702 | 6,7% | 8,6% |
| CHF | 1.534 | 1.861 | 4,8% | 5,9% |
| Sonstige | 185 | 264 | 0,6% | 0,8% |
| Summe | 31.623 | 31.505 | 100,0% | 100,0% |
Wertberichtigte Kredite
Für Kredite, bei denen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, werden Vorsorgen für Wertminderungsverluste gebildet. Die Hauptkomponenten im Rahmen der Wertberichtigung werden im Folgenden dargestellt. Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen gegenüber als ausgefallen klassifizierten Kunden bzw. gegenüber solchen Kunden, für die spezifische Risikovorsorgen1) gebildet wurden.
Automatische Einzelwertberichtigungen
Wertberichtigungen werden automatisch im Kernbankensystem für standardisierte Produkte im Fall unbezahlter Salden gebildet. Dies tritt bei fortdauerndem Girokontooder Kreditratenzahlungsverzug von 90 Tagen sowie bei Klagseröffnung ein.
Manuelle Einzelwertberichtigungen
Für ausfallgefährdete Forderungen, die nicht der automatischen Einzelwertberichtigung unterliegen, ist immer ein sogenannter Impairmenttest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Über eine Wertminderung wird nach eingehender Analyse auf individueller Basis entschieden und Wertberichtigungen werden manuell gebildet.
Ausgefallene Forderungen (NPL)
Als notleidende Forderungen (non-performing loans – NPLs) sind in Übereinstimmung mit Artikel 178 CRR sämtliche ausgefallene Kundenexposures definiert (interne Risikoklasse 8).
"Forbearance"-Maßnahmen
Forbearance Maßnahmen kommen zur Anwendung, wenn Kunden auf Grund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen.
Die Bank verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die zeitlich befristete Stundung oder Reduzierung von Zinszahlungen oder Kapitalraten, die Restrukturierung von Kapitalfazilitäten oder sonstige Forbearance-Maßnahmen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.
Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung und Ausfallvermeidung bei ausfallgefährdeten Krediten, sofern erwartet wird, dass damit ein Ausfall verhindert werden kann. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen unausweichlichen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern. Eine adäquate und rechtzeitige Wertberichtigung ist bei Bedarf durch stringente Prozesse sichergestellt.
Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen unterstützt die Bank Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als notleidend klassifiziert. Für Kunden bzw. für eine Gruppe verbundener Kunden, für die ein Ausfall identifiziert wird, werden entsprechend den bankinternen Prozessen Wertberichtigungen gebucht.
Für Reportingzwecke sowie für die bankinterne Risikosteuerung verfügt die Bank über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards1) zur Identifikation von Forderungen, für die Stundungs- bzw. sonstigen Forbearance-Maßnahmen gewährt wurden. Diese werden als "Forborne" gekennzeichnet.
Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien
Im Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind konservative Belehnwertfaktoren definiert.
Die Wertermittlung für Wohnimmobilien im Inland erfolgt ausschließlich durch die zentrale Fachgruppe Bewertung Immobilien nach einer standardisierten Methode unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindexes des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische
BAWAG P.S.K. Retail
Bei den Kernprodukten sichern detaillierte Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Portfolios. Zusätzlich überwacht ein aktives Portfoliomanagement (z B. Berichte über Verzugstage, Trendanalysen, Analysen regionaler Konzentrationen, Sanierung von Ausfällen) kontinuierlich die Entwicklung aller Portfolien.
Gut definierte Vorgaben, Prozesse und analytische Tools bezüglich Portfoliomanagement sind wesentlich, um Risiken im dynamischen Retailgeschäft zu managen.
Objekte sowie auf der Basis des Halifax-House-Price-Indexes für Wohnimmobilien in Großbritannien.
Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen in der zentralen Fachabteilung Immobilienbewertung oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag der Bank bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.
Sondergestion
Die Organisationseinheit Sondergestion verantwortet die umfassende Gestionierung und Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.
Früherkennung
Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen (z.B. durch Bonitätsverschlechterung, signifikanter Rückgang des Aktienkurses, Anstieg des CDS-Spreads, negative Pressemeldungen / Ad-hoc-Publizität, besondere Risikokonzentration, etc.) definierte Frühwarnsignale auslösen, werden auf die Watch List genommen und in weiterer Folge im Watch Loan Committee, welches durch Mitglieder der relevanten Marktund Marktfolgeorganisation besetzt ist, besprochen. Dieses Gremium arbeitet Maßnahmen zur Risikominderung auf Einzelfallebene aus und sorgt für eine konsequente Überwachung aller Exposures mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit.
Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen im Kreditrisiko überwacht:
- Entwicklung von Rückständen und Überfälligkeiten (z.B. Vintage und Flow-Rate-Analysen)
- Entwicklung der Risikoklassenverteilung und Risikokonzentration
- Entwicklung der Kreditleistbarkeit und Besicherung
- Entwicklung ausgefallener Kredite
- Entwicklung der Verlustraten und Risikokosten
- Performance der Scorekarten: Bewilligungsrate und manuelles Scoring für Entscheidungsabbrüche
- Performance der Erkennung von Betrugsfällen
Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und ermöglicht andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.
Das Neukundengeschäft wird durch klare und strikte Kreditrichtlinien gesteuert. Entscheidungen am Point of Sale werden auf Basis automatisierter Scoring-Systeme, in spezifischen Fällen durch die Risikoabteilung getroffen. Der Fokus in diesem Portfolio liegt auf Einhaltung der Richtlinien und der Sicherstellung einer hohen Datenqualität zum Zeitpunkt des Antrags. Ein zentrales Monitoring dient der laufenden Qualitätssicherung und Aufrechterhaltung der Kreditvergabedisziplin.
Das Hypothekarportfolio zeichnet sich durch normale LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen, sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Das Hypothekarportfolio umfasst Forderungen in EUR, CHF und GBP. Die auf CHF lautenden Hypothekenforderungen werden laufend reduziert und / oder in EUR-Darlehen gewandelt. Spezielle Initiativen der Marktbereiche und des Risikomanagements wurden in den letzten Jahren durchgeführt um CHF-Forderungen in EUR-Kredite zu konvertieren. Das Konsumkreditgeschäft besteht aus nicht besicherten "Superschnell-Krediten"- und Online-Krediten, Kreditlinien sowie kleinvolumigem Leasinggeschäft (KFZ, Immobilien und Anlagen). Das Risikomanagement unterstützt das nachhaltige Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Scorekarten und Kreditprozessen.
Die Forderungen an Small-Business-Kunden werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Das britische Hypothekarportfolio, welches im vierten Quartal 2015 zugekauft wurde, zeichnet sich durch niedrige LTVs aus.
Die NPL Ratios und NPL-Besicherungsquoten in beiden Segmenten deuten auf ein stabiles und risikoarmes Portfolio hin. Im vergangenen Jahr wurde die Strategie weiter verfolgt, notleidende Kreditportfolien konsequent zu bearbeiten, um somit niedrige NPL-Stände sicher zu stellen und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite aus abwicklungstechnischer und Risikosicht weiter verbessert.
DACH Corporates & Public Sector und International Business
Die Segmente DACH Corporates & Public Sector und International Business umfassen Unternehmen in der DACH-Region und die öffentliche Hand sowie Veranlagungen im internationalen Geschäft und zeichnen sich durch proaktives Risikomanagement, diszipliniertes Wachstum in stabilen westlichen Wirtschaftsräumen und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing aus.
Wesentliche Kreditentscheidungen werden von einem wöchentlich tagenden Kreditkomitee, in dem alle Vorstandsmitglieder vertreten sind, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien der Bank streng geprüft, diskutiert und in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager
verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im österreichischen als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern bzw. deren Vorgesetzten getroffen.
Corporate-Finanzierungen im internationalen Geschäft sind zumeist durch ein moderates (Net) Debt/EBITDA-Verhältnis sowie ein sehr gutes Risiko/Ertrags-Profil gekennzeichnet. Das internationale Immobilienkreditportfolio verfügt über einen durchschnittlichen LTV und eine sehr gute Diversifizierung nach Ländern und Assetklassen.
Risikokonzentrationen im Kreditportfolio
In den Geschäftssegmenten DACH Corporates & Public Sector und International Business ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen ergeben sich aus hohen Exposures in einzelnen Kundenengagements oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.
Treasury Services & Markets
Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.
Corporate Center
Das Corporate Center umfasst alle andernorts nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der Beteiligungsunternehmen.
Der jährlich zum Bilanzstichtag durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze. Basis des Wertminderungstests ist die von den Geschäftsleitern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen abgezinst. Der anteilige Unternehmenswert basierend auf
Das Portfolio besteht hauptsächlich aus Investments in Europa und den Vereinigten Staaten.
wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und
Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen.
dem Beteiligungsausmaß der Bank wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.
Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital, durch Kapitalisierung der anteiligen durchschnittlichen EBTs (earnings before taxes) der letzten drei Jahre oder durch sonstige Wertindikationen, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist.
Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Beteiligungsrisikomanagement überprüft und bestätigt.
MARKTRISIKO
Das Marktrisiko ist definiert als das Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.
Besonderer Wert wird auf die Identifikation, Bewertung, Analyse und das Management des Marktrisikos gelegt, was in der Bank dem organisatorischen Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko Controlling obliegt. Das Marktrisiko wird durch die vom Vorstand der Bank genehmigten Marktrisikolimite, bestehend aus VaR-, Sensitivitäts-, Volumens- und Worst-Case-Limiten, begrenzt.
Marktrisiko im Handelsbuch
Die Strategie der Bank, die Eigenhandelsaktivitäten einzustellen, führte auch in 2017 zu einer weiteren deutlichen Reduktion der Derivate-Volumina innerhalb des Handelsbuches.
Im Rahmen der Eigenmittelunterlegung wurde das interne Modell mit dem Bescheid der EZB per 1. September 2015 zurückgelegt und auf das gesetzliche Standardverfahren umgestellt. Der regulatorische Kapitalbedarf des Handelsbuches für das spezifische Risiko wird unverändert nach dem gesetzlichen Standardverfahren berechnet.
Für die interne Risikoüberwachung und -steuerung wird weiterhin der Value-at-Risk Ansatz verwendet. Die VaR-Limite werden des Weiteren durch Sensitivitätslimite und Worst-Case-Limite ergänzt.
Die folgende Tabelle zeigt den VaR im Handelsbuch auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag:
VaR im Handelsbuch
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Durchschnittlicher VaR | -447 | -602 |
| VaR zum Stichtag | -450 | -739 |
Marktrisiko im Bankbuch
Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. resultieren aus Zinsrisiko, Credit-Spread-Risiko und Liquiditätsrisiko.
Zinsrisiko im Bankbuch
Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklungen ergibt.
Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Treasury & Markets-Bereich Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk-/ Return-Verhältnisses auf Konzernebene zu steuern. Der Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko Controlling berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das
SALCO über die Limitausnützung und die Verteilung der Risiken.
Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch den Bereich Treasury & Markets hergestellt. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden zu diesem Zweck Zinsderivate eingesetzt. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur
Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite,
- Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage,
- sowie zur Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung.
Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinsbringender Finanzinstrumente abgeleitet ist,
gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt (0,01%) an.
Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten der Bank zum 31. Dezember 2017 anhand des PVBP-Konzepts dar.
Zinssensitivität
| in Tsd. EUR | <1J | 1J–3J | 3J–5J | 5J–7J | 7J–10J | >10J | Bilanzsumme |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | -328 | -459 | -124 | 18 | 129 | 14 | -750 |
| USD | 19 | 24 | 4 | -8 | -1 | -1 | 37 |
| CHF | -11 | -5 | -6 | 23 | -12 | -22 | -32 |
| GBP | 25 | 15 | -11 | -10 | 2 | -2 | 18 |
| Sonstige Währungen | -5 | -7 | -5 | -1 | -1 | – | -19 |
| Gesamt 31.12.2017 | -300 | -432 | -142 | 23 | 117 | -12 | -745 |
| Total 31.12.2016 | -42 | -210 | -211 | -188 | -40 | 142 | -548 |
Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.
Fremdwährungsrisiko im Bankbuch
Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch wird durch niedrige Limite beschränkt, wodurch ein
geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht.
LIQUIDITÄTSRISIKO
Die zentrale fachliche Zuständigkeit für das Liquiditätsmanagement in der Bank liegt in der Abteilung Asset Liability Management (ALM). Die Messung des Liquiditätsrisikos Steuerung der Liquidität der Bank
Die Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt auf Konzernebene.
Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30 Tage Liquiditätsvorschau, auf deren Basis die laufende Aussteuerung der Liquiditätsposition durch den Bereich Treasury & Markets erfolgt. Dies erlaubt eine genaue Verfolgung und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition.
Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und im
sowie die Administration des Limitwesens erfolgt im Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko Controlling.
SALCO berichtet. Darin sind auch Szenariorechnungen hinsichtlich geplanter Maßnahmen und verschiedene Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt. Auch regulatorische und interne Liquiditätskennzahlen werden prognostiziert. Die für die Steuerung wichtigste Kennzahl stellt die FACE (Free Available Cash Equivalent) dar, eine Maßzahl zum kurzfristigen Liquiditätspotenzial.
Zusätzlich werden auch Liquiditätsstresstests berechnet, die unter verschiedenen Stressszenarien (systemischer Stress, idiosynkratischer Stress, gemischter Stress) den
dadurch verursachten Liquiditätsabgang berechnen, um den Liquiditätspuffer zu kalibrieren.
Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden drei Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.
Wesentliche Entscheidungen zum Thema Liquiditätsrisiko werden im SALCO gefällt, in welchem sämtliche Vorstandsmitglieder vertreten sind. Die bei der Liquiditätssteuerung zur Anwendung kommenden Limite werden durch den Bereich Markt- und Liquiditätsrisiko Controlling definiert und überwacht.
Steuerung des Liquiditätspuffers
Das Asset Liability Management stellt sicher, dass die Bank über ein ausreichend diversifiziertes Portfolio an hochwertigen liquiden Aktiva verfügt und dass der in Stresstests ermittelte Liquiditätspuffer für den zukünftigen Refinanzierungsbedarf sowie die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen ausreichend ist. Es werden auch Vorkehrungen zur Sicherstellung einer hinreichend diversifizierten Zusammensetzung und einer angemessenen Höhe des Liquiditätspuffers getroffen und zentral ein spezifisches Portfolio
als Deckungsmasse für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) gesteuert. Die Liquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig getestet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.
Zusammensetzung des Liquiditätspuffers
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Geldmarkt kürzer als 1 Monat | 2.373 | 1.085 |
| Zentralbankfähige Wertpapiere | 4.306 | 4.548 |
| Zentralbankfähige Kredite | 404 | 1.623 |
| Kurzfristiger Liquiditätspuffer | 7.082 | 7.256 |
| andere Wertpapiere | 1.211 | 915 |
| für Covered Bond verfügbare Kredite | 242 | 285 |
| Mittelfristiger Liquiditätspuffer | 1.453 | 1.200 |
| Summe | 8.536 | 8.456 |
| 31.12.2017in Mio. EUR | NominalBruttozugang/-abgang | Weniger als 1Monat | 1 bis 3Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1 bis 5Jahre | Mehr als5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||||
| Kredite | 29.494 | 1.767 | 758 | 2.257 | 10.789 | 13.924 |
| Wertpapiere | 6.873 | 163 | 195 | 761 | 2.882 | 2.873 |
| Geldmarktpositionen | 2.100 | 2.100 | – | – | – | – |
| Zwischensumme | 38.467 | 4.029 | 952 | 3.018 | 13.671 | 16.796 |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | ||||||
| Einlagen von Banken | -7.552 | -1.102 | -27 | -356 | -4.214 | -1.853 |
| Einlagen von Kunden | -19.785 | -18.829 | -138 | -503 | -283 | -31 |
| AusgegebeneSchuldverschreibungen | -4.579 | -47 | -71 | -298 | -2.428 | -1.734 |
| Zwischensumme | -31.915 | -19.977 | -236 | -1.157 | -6.926 | -3.619 |
| Derivate | ||||||
| Zugang | 6.349 | 1.343 | 620 | 358 | 2.864 | 1.165 |
| Abgang | -6.356 | -1.335 | -611 | -332 | -2.908 | -1.169 |
| Sonstige außerbilanzielleVerbindlichkeiten | -1.514 | -1.514 | – | – | – | – |
| Bilanzsumme | 5.031 | -17.455 | 725 | 1.886 | 6.701 | 13.173 |
Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
| 31.12.2016in Mio. EUR | NominalBruttozugang/-abgang | Weniger als 1Monat | 1 bis 3Monate | 3 Monate bis1 Jahr | 1 bis 5Jahre | Mehr als5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||||
| Kredite | 31.421 | 2.565 | 839 | 2.493 | 11.229 | 14.296 |
| Wertpapiere | 6.635 | 233 | 232 | 497 | 3.136 | 2.537 |
| Geldmarktpositionen | 1.085 | 1.085 | – | – | – | – |
| Zwischensumme | 39.141 | 3.882 | 1.071 | 2.991 | 14.364 | 16.833 |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | ||||||
| Einlagen von Banken | -6.706 | -1.688 | -461 | -473 | -2.169 | -1.913 |
| Einlagen von Kunden | -19.847 | -17.075 | -561 | -1.347 | -816 | -47 |
| AusgegebeneSchuldverschreibungen | -4.414 | -11 | -72 | -240 | -2.295 | -1.797 |
| Zwischensumme | -30.967 | -18.774 | -1.094 | -2.060 | -5.281 | -3.758 |
| Derivate | ||||||
| Zugang | 6.868 | 1.238 | 1.177 | 2.258 | 898 | 1.297 |
| Abgang | -7.139 | -1.258 | -1.190 | -2.427 | -907 | -1.356 |
| Sonstige außerbilanzielleVerbindlichkeiten | -1.586 | -1.586 | – | – | – | – |
| Summe | 6.317 | -16.498 | -36 | 761 | 9.074 | 13.015 |
Die obige Tabelle zeigt die nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzvermögen und -verbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen und -
ausleihungen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.
OPERATIONELLES RISIKO/NON-FINANCIAL RISK
Die Bank verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken auf Konzernebene weiterhin den Standardansatz gemäß Artikel 317 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos sind jedoch signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel. Die RWAs des operationellen Risikos werden auf Basis der jeweiligen Erträge den Segmenten zugeordnet.
Für die Zwecke der internen ökonomischen Kapitalsteuerung (ICAAP) wird mittels eines statistischen Modells, basierend auf den Verlusten und Risikopotentialen anhand der durchgeführten Risk Control Self Assessments (RCSAs) aus operationellen Risiken, der VaR berechnet.
Die Verluste aus operationellen Risiken werden in einer zentral verwalteten, webbasierten Datenbank innerhalb eindeutig definierter Regeln und Prozesse gesammelt.
Key-Risk-Indikatoren (KRI) sind als zusätzliches Steuerungsinstrument implementiert, um negative Entwicklungen bzw.
Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen identifizieren und zeitgerecht prognostizieren zu können. Jeder KRI wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.
Durch den neu eingeführten Bereich Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance wird zudem eine gesamthafte und integrierte Steuerung aller nicht-finanziellen Risiken sichergestellt. Potenzielle neue oder erhöhte Risiken (wie z.B. Cyber Risk, Integration Risk) können frühzeitig adressiert und mitigiert sowie Synergien bei der Vermeidung von Risiken optimal genutzt werden. Im eigens eingerichteten Non-Financial Risk Committee (NFRC) wird dem Vorstand monatlich über aktuelle Entwicklungen berichtet.
Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zur Verringerung von Risiken. Zudem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem einschließlich computergestützter Kontrollen zum Ziel einer kontrollierten Risikosituation der Bank bei.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM
EINLEITUNG
Unter dem "Internen Kontrollsystem" (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Prozesse verstanden, durch die
- die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
- die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
- die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften
überwacht und kontrolliert werden.
Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.
Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.
Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung.
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENT-SYSTEMS
Kontrollumfeld
Der von der Bank festgelegte Code of Conduct und die darin festgelegten fundamentalen Wertvorstellungen gelten für die Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Code of Conduct schafft ein Klima, das auf Kundenfokus, Leistung, gegenseitigem Respekt, Teamwork und Vertrauen basiert.
Der Bereich Bilanzen ist für das Rechnungswesen der Bank sowie ihrer Tochtergesellschaften zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen arbeiten. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen umfassen im Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse einiger Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzernverrechnung, Steuern sowie das aufsichtsrechtliche Meldewesen.
Dem Bereich Bilanzen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens sowie die fachliche Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung
konzerneinheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Arbeitsanweisungen und Prozesse
- zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
- zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
- zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.
Der Bereich Bilanzen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der BAWAG Group eingebunden. So erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der BAWAG Group übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschlusserstellung notwendigen Tätigkeiten durch.
Das Rechnungswesen der BAWAG Group AG, der BAWAG P.S.K. AG und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesensowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Information und Kommunikation
Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten
informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden.
Überwachung
Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Sofern im Zuge dieser Risikoevaluierung Maßnahmen zur Risikominimierung vereinbart werden, werden diese hinsichtlich der Maßnahmenumsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv getrackt. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und ebenfalls zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Systeme und Kontrollen genutzt.
Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.
PERSONALENTWICKLUNG
AUS- UND WEITERBILDUNG
Um die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend einzusetzen und ihnen strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, lag der Fokus 2017 weiterhin auf Ausund Weiterbildung, wobei ein besonderes Augenmerk auf Fortbildungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen gelegt wurde – zusätzlich unterstützt durch Selbstlernprogramme und entsprechende "Quick Checks".
Das Thema Personalentwicklung war wieder ein wesentlicher Baustein und bietet den entsprechenden Rahmen für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie etwa im Rahmen der "Sales Academy" auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten. Die "Sales Academy" baut auf drei wesentlichen Säulen auf: vertiefende Wissensvermittlung über alle Produkte und Prozesse, inspirierende Trainings zur Erlernung der besten Wordings für Kundengespräche sowie Leadership als wichtiges Steuerungsinstrument und Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg. Diese Ausbildungsaktivitäten werden überwiegend in den dafür geschaffenen drei Trainingsfilialen (1:1-Nachbau einer Filiale ohne Kunden) in Wien, Graz und Salzburg durchgeführt. Dieses Umfeld gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, im praxisnahen Umfeld die Rolle des Kundenberaters zu üben. Sie werden dabei durch moderne Selbstlernprogramme unterstützt.
Jugendlichen Ziele und Perspektiven für die Zukunft zu geben ist eine Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen. Wir bilden daher seit vielen Jahren erfolgreich Lehrlinge aus und haben dafür zahlreiche Auszeichnungen als "Bester Lehrbetrieb" erhalten. Die Lehrlinge sind Teil eines Teams, das gemeinsam an den Unternehmenszielen arbeitet. Zusätzlich zur umfangreichen Ausbildung unterstützen und fördern wir "Lehre mit Matura". Viele Lehrlinge haben in den letzten Jahren diese Chance ergriffen, um parallel zur Lehre auch die Matura abzuschließen.
Es ist uns auch ein großes Anliegen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen des Alltags fit zu machen. Zu diesem Zweck können sie aus einem vielfältigen Angebot an Kursen und Workshops wählen. Das Spektrum reicht von EDV-Trainings über Projektmanagement, persönlichkeitsbildende Seminare und Führungskräftetrainings bis zu Workshops in den Bereichen Selbst-, Stress- und Zeitmanagement. Alle Workshops und Trainings haben das gemeinsame Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer täglichen Arbeit und bei beruflichen Herausforderungen zu unterstützen.
FÜHRUNGSKRÄFTEENTWICKLUNG
Die Führungsrolle ist ein permanenter Entwicklungsprozess. Dementsprechend umfasst die Ausbildung der Führungskräfte ein vielfältiges Angebot. Dabei stehen hoher Praxisbezug, gezielte Entwicklung der Führungskompetenzen, Schärfung der Selbstreflexion und die Mitarbeiterbegleitung und -entwicklung im Vordergrund.
So basiert beispielsweise die Entwicklung der Führungskräfte im Retail-Vertrieb auf einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung und einem extern begleiteten Potentialcheck zur Identifikation der persönlichen Stärken und Entwicklungsfelder. Abgestimmt darauf bieten wir ein Ausbildungsangebot, das punktgenau jene Kompetenzen stärkt, die im Führungsalltag benötigt werden.
In den zentralen Bereichen der Bank fand 2017 wieder das Führungskräfte-Curriculum "LEAD neue Führungskräfte" statt. Das Programm unterstützt und begleitet neue Führungskräfte im ersten Jahr bei der Ausübung ihrer
neuen Aufgabe und dient als Plattform zum Austausch über Herausforderungen im Führungsalltag. Im September 2017 startete die 19. Gruppe das Programm.
Erfahrene Führungskräfte und Führungsteams wurden auch 2017 wieder in Form von individuellen (Management-) Coachings unterstützt und durch gezielte Change-Management-Maßnahmen begleitet. Der Fokus lag hier klar auf der individuellen Beratung und der optimalen Begleitung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.
2017 wurde das "After Work Führungskräfte Forum" erfolgreich fortgesetzt – eine Reihe von Netzwerkveranstaltungen für alle unsere Führungskräfte, um sie mit neuen Tendenzen der Führungsarbeit vertraut zu machen und eine Plattform zum Austausch zu bieten. Das große Interesse an dieser Veranstaltung spricht für ihren Erfolg.
TALENTEENTWICKLUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG
Der im Jahr 2014 erfolgreich gestartete Prozess zur Identifikation und Entwicklung von potentiellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen hat sich 2017 als Standardprozess etabliert und wurde mit dem "Talent Review" im dritten Quartal erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge eines Vorstandsmeetings wurden Potentialträger auf allen Ebenen strukturiert diskutiert und der Umgang mit potentiellen Nachfolgerisiken abgestimmt.
Im September 2017 startete der siebente Durchgang des Graduate-Programms "Start & Move". Das einjährige Programm unterstützt die Trainees bei ihrem beruflichen Einstieg in der BAWAG Group. Sie bekommen dabei einen umfassenden Blick auf das Unternehmen und können ihr erstes Netzwerk aufbauen.
Im Oktober 2017 startete für zentrale Einheiten die sechste Runde des Talente-Programms "forTalents". Wie bereits bei den ersten Durchgängen dieses NachwuchskräfteProgramms werden die Teilnehmer in ihrer Entwicklung unterstützt und für neue Führungs- bzw. Expertenfunktionen aufgebaut.
"TOP-TEAM Vertrieb", das Talente-Programm für potentielle Filialleiter im Privat- und Geschäftskundenvertrieb (aus den eigenen Reihen), wurde 2017 zum achten Mal durchgeführt. Die Teilnehmer sind Talente mit Führungspotenzial, die im Rahmen des Nachfolgeplanungsprozesses nominiert wurden. Sie erhalten eine anspruchsvolle fachliche und persönlichkeitsbildende Ausbildung, die auf die Übernahme einer Filialleitung vorbereitet.
Wir haben bereits im Jahr 2012 im Frauenförderplan festgelegt, kontinuierlich an der Gleichstellung von Frauen und Männern zu arbeiten. Seitdem wurde laufend auf die entsprechende Frauenförderung in den Programmen geachtet; so sind beispielsweise die Hälfte der "forTalents"- Teilnehmer weiblich.
MBO-PROZESS (MANAGEMENT BY OBJECTIVES)
Der "Führen durch Ziele"(Management by Objectives, "MbO")-Prozess ist weiterhin ein wichtiges Management-Tool zur Unterstützung der Geschäftsstrategie. Mit dem Start des neuen Durchgangs Ende 2017 unterstützt die Software "HR ONE" als Performance-Management- und Learning-Plattform erneut diesen Prozess. Auf dieser Plattform fasst Human Resources die Prozesse "MbO" und Tracking Tool, ein virtuelles Lernportal mit Wissenschecks und Selbstlernprogrammen, sowie seit Herbst 2017 den
Sales-Talent-Managementprozess für den Retail-Vertrieb zusammen. Methodisch erweitert wurde in diesem Zusammenhang das Angebot der Selbstlernprogramme um das "Blended Learning", bei dem gemischte Veranstaltungen – online und mit Präsenz – angeboten werden sowie ein Wissenscheck als Voraussetzung zur Seminarteilnahme absolviert werden muss, und außerdem das "Social Learning", das Lernen mit- und voneinander.
AUDIT "BERUFUNDFAMILIE"
2013 wurden wir vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft als "familienfreundliches Unternehmen" ausgezeichnet. Wir bekennen uns zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nach Ablauf des dreijährigen Grundzertifikats wurde der Re-Auditierungsprozess Ende 2016 erfolgreich abgeschlossen. Seit Anfang 2017 werden bis Ende 2019 mehrere neu definierte Maßnahmen umgesetzt.
Zusätzlich zum Audit "berufundfamilie" sind wir weiterhin Mitglied im "Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen".
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. und der BAWAG Group ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden.
CSR-REPORTING
Mit dem NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) wird in Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU ab dem Geschäftsjahr 2017 die Berichtspflicht über nichtfinanzielle Informationen (Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption) im Konzernlagebericht ausgeweitet und konkretisiert. Zweck der verpflichtenden Berichterstattung ist eine stärkere Transparenz und Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Angaben.
Die BAWAG P.S.K. ist nach §243b Abs. 7 UGB von der Erstellung eines nichtfinanziellen Berichts befreit, da sie in den konsolidierten nichtfinanziellen Bericht der BAWAG Group AG einbezogen wird. Dieser Bericht kann auf der Website der BAWAG Group abgerufen werden unter https://www.bawaggroup.com/CSR.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach §243 UGB durchgeführt
AUSBLICK
Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit mehreren Herausforderungen wie dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, anhaltendem Preisdruck, erhöhten regulatorischen Anforderungen, neuen Marktteilnehmern in Form von Fintechs und einem raschen technologischen Wandel konfrontiert.
Wir sind zuversichtlich, die BAWAG P.S.K. so positioniert zu haben, dass sie diese Herausforderungen erfolgreich meistern kann, um ihr Geschäft weiter auszubauen – unter gleichzeitiger Beibehaltung eines niedrigen Risikoprofils und einer soliden Eigenkapitalausstattung. Dies wird durch günstige makroökonomische Wachstumsperspektiven für die DACH-Region unterstützt, zumal für die Periode 2018– 2019 ein BIP-Wachstum von rund 2% prognostiziert wird.
Unsere Konzern-Ziele für 2018 lauten wie folgt:
- Steigerung des Konzern-Jahresüberschusses vor Steuern um mehr als 5%
- Erzielung einer Cost/Income Ratio (Konzern) unter 46%
- Erzielung eines Return on Tangible Equity (Konzern, @12% CET1) über 15%
- Beibehaltung einer CET1 Quote (Konzern, unter Vollanwendung der CRR) von mindestens 12%
Zusätzlich zu den Zielen für 2018 haben wir uns folgende 3-Jahres-Konzernziele von 2018 bis 2020 gesetzt:
-
Durchschnittliche jährliche Steigerung des Jahresüberschusses vor Steuern von 5% sowie einen Gewinn vor Steuern von mehr als 600 Mio. EUR im Jahr 2020
-
Erzielung eines durchschnittlichen Jahresüberschusses vor Steuern je Aktie von mehr als 5,70 EUR
-
Erzielung einer Cost/Income Ratio unter 40%
-
Beibehaltung eines RoTE (@12% CET1) von 15 bis 20%
-
Beibehaltung einer CET1 Quote (unter Vollanwendung der CRR) von mindestens 12%
-
Generierung von Überschusskapital (>12% CET1) von mehr als 2 Mrd. EUR bis Ende 2020
Unsere Policy in Bezug auf Kapitalaufbau und Ausschüttung an Aktionäre lautet wie folgt:
- Jährliche Dividendenausschüttung in Höhe von 50% des Nettogewinns angestrebt
- Zusätzlich Aufbau von Überschusskapital (über 12% CET1) bis 2020 für
- Investitionen in organisches Wachstum sowie die Umsetzung ergebnissteigernder Akquisitionen in Übereinstimmung mit unserem RoTE-Ziel (@12% CET1)
- Soweit das Überschusskapital nicht für organisches Wachstum und M&A zum Einsatz kommt, werden wir es auf Basis einer jährlichen Prüfung an die Aktionäre in Form von Aktienrückkäufen und/oder Sonderdividenden ausschütten.
Unsere anhaltend starken operativen Ergebnisse im Jahr 2017 bestätigen erneut, dass die BAWAG P.S.K. gut aufgestellt ist, in einem wettbewerbsintensiven europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir werden unsere auf die DACH-Region ausgerichtete Strategie mit Österreich als unserem Heimmarkt, die sich durch ihr geringes Risiko auszeichnet, beibehalten und unseren Kunden weiterhin einfach verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen anbieten.
- März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
Einzelabschluss
BILANZ
Aktiva
| in EUR | in Tsd. EUR | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
| 1. Kassenbestand, Guthaben beiZentralnotenbanken | 878.745.505,16 | 597.713 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicherStellen, die zur Refinanzierungbei der Zentralnotenbankzugelassen sind | 567.683.924,39 | 1.042.130 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | 2.569.765.732,10 | 2.070.104 | ||
| a) täglich fällig | 156.992.957,24 | 203.268 | ||
| b) sonstige Forderungen | 2.412.772.774,86 | 1.866.836 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 23.489.416.603,91 | 23.839.629 | ||
| 5. Schuldverschreibungen undandere festverzinslicheWertpapiere | 4.783.772.062,39 | 4.446.681 | ||
| a) von öffentlichen Emittenten | - | 0 | ||
| b) von anderen Emittenten | 4.783.772.062,39 | 4.446.681 | ||
| darunter eigeneSchuldverschreibungen | 785.891,82 | 559.074 | ||
| 6. Aktien und andere nichtfestverzinste Wertpapiere | 1.127.795.750,62 | 1.606.524 | ||
| 7. Beteiligungen | 47.209.994,50 | 43.575 | ||
| darunter: an Kreditinstituten | 18.403.113,12 | 19.851 | ||
| 8. Anteile an verbundenenUnternehmen | 1.075.716.655,03 | 428.909 | ||
| darunter: an Kreditinstituten | 903.081.603,16 | 286.802 | ||
| 9. ImmaterielleVermögensgegenstände desAnlagevermögens | 107.048.120,20 | 97.089 | ||
| 10. Sachanlagen | 29.959.712,10 | 44.356 | ||
| darunter Grundstücke undBauten, die vom Kreditinstitutim Rahmen seiner eigenenTätigkeit genutzt werden | 3.317.978,81 | 3.443 | ||
| 11. SonstigeVermögensgegenstände | 585.331.578,88 | 695.178 | ||
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 59.231.615,03 | 44.657 | ||
| 13. Aktive latente Steuern | 39.558.195,37 | 34.582 | ||
| Summe der Aktiva | 35.361.235.449,68 | 34.991.128 | ||
| Posten unter der Bilanz | ||||
| 1. Auslandsaktiva | 15.759.307.184,53 | 15.872.705 |
Passiva
| in EUR | in Tsd. EUR | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
| Kreditinstituten | 7.404.452.821,50 | 6.241.901 | |||
| a) täglich fällig | 728.820.138,03 | 882.082 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeitoder Kündigungsfrist | 6.675.632.683,47 | 5.359.819 | |||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüberKunden | 20.446.722.815,21 | 20.710.624 | |||
| a) Spareinlagen - darunter: | 5.930.894.639,30 | 6.423.255 | |||
| aa) täglich fällig | 3.288.248.247,99 | 2.589.531 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeitoder Kündigungsfrist | 2.642.646.391,31 | 3.833.724 | |||
| b) sonstige Verbindlichkeiten -darunter: | 14.515.828.175,91 | 14.287.370 | |||
| aa) täglich fällig | 13.308.628.898,54 | 12.011.464 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeitoder Kündigungsfrist | 1.207.199.277,37 | 2.275.906 | |||
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.880.281.368,47 | 3.476.816 | |||
| a) begebeneSchuldverschreibungen | 2.357.713.410,77 | 2.110.461 | |||
| b) andere verbriefteVerbindlichkeiten | 522.567.957,70 | 1.366.355 | |||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 716.677.618,28 | 980.194 | |||
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 60.866.451,75 | 62.990 | |||
| 6. Rückstellungen | 614.944.527,36 | 565.720 | |||
| a) Rückstellungen fürAbfertigungen | 71.721.857,00 | 68.425 | |||
| b) Rückstellungen fürPensionen | 177.359.861,00 | 203.564 | |||
| c) Steuerrückstellungen | 483.593,90 | 1.609 | |||
| d) sonstige Rückstellungen | 365.379.215,46 | 292.123 | |||
| 7. Ergänzungskapital gemäß Teil2 Titel I Kapitel 4 derVerordnung (EU) Nr.575/2013 | 482.485.965,23 | 483.067 | |||
| 8. Gezeichnetes Kapital | 250.000.000,00 | 250.000 | |||
| 9. Kapitalrücklagen | 637.208.814,10 | 619.749 | |||
| a) gebundene | 301.069.989,55 | 301.070 | |||
| b) nicht gebundene | 336.138.824,55 | 318.679 | |||
| 10. Gewinnrücklagen | 480.601.614,14 | 444.102 | |||
| a) gesetzliche Rücklage | 425.101.614,14 | 425.102 | |||
| b) andere Rücklagen | 55.500.000,00 | 19.000 | |||
| 11. Haftrücklage gemäß § 57Abs. 5 BWG | 613.754.463,10 | 613.754 | |||
| 12. Bilanzgewinn | 773.238.990,54 | 542.211 | |||
| Summe der Passiva | 35.361.235.449,68 | 34.991.128 |
| in EUR | in Tsd. EUR | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
| Außerbilanzielle Geschäfte | ||||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | 175.211.226,43 | 170.942 | ||
| darunter Verbindlichkeiten ausBürgschaften und Haftung ausder Bestellung vonSicherheiten | 175.211.226,43 | 170.942 | ||
| 2. Kreditrisiken | 3.181.744.369,62 | 3.550.779 | ||
| darunter Verbindlichkeiten ausPensionsgeschäften | – | – | ||
| 3. Verbindlichkeiten ausTreuhandgeschäften | 80.949.121,63 | 95.980 | ||
| 4. Anrechenbare Eigenmittelgemäß Teil 2 der Verordnung(EU) Nr. 575/2013 | 2.838.244.704,32 | 2.809.633 | ||
| darunter Ergänzungskapitalgemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4der Verordnung (EU) Nr.575/2013 | 458.396.639,70 | 458.854 | ||
| 5. Eigenmittelanforderungengemäß Art. 92 der Verordnung(EU) Nr. 575/2013 | 18.550.126.352,90 | 17.604.806 | ||
| darunter Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92Abs. 1 lit. a bis c derVerordnung (EU) Nr. 575/2013(CRR) unter Berücksichtigungvon Übergangsbestimmungen | ||||
| Harte Kernkapitalquote | 12,8% | 13,4% | ||
| Kernkapitalquote | 12,8% | 13,4% | ||
| Gesamtkapitalquote | 15,3% | 16,0% | ||
| 6. Auslandspassiva | 4.631.953.147,07 | 5.323.839 | ||
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in EUR | in Tsd. EUR | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | |||
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 720.898.206,77 | 739.657 | ||
| darunter: aus festverzinslichenWertpapieren | 65.169.628,64 | 73.867 | ||
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -105.520.376,81 | -123.194 | ||
| I. NETTOZINSERTRAG | 615.377.829,96 | 616.464 | ||
| 3. Erträge aus Wertpapieren undBeteiligungen | 163.019.958,49 | 69.827 | ||
| a) Erträge aus Aktien, anderenAnteilsrechten und nichtfestverzinslichen Wertpapieren | 29.979.825,74 | 8.838 | ||
| b) Erträge aus Beteiligungen | 4.140.132,75 | 3.589 | ||
| c) Erträge aus Anteilen anverbundenen Unternehmen | 128.900.000,00 | 57.400 | ||
| 4. Provisionserträge | 260.415.088,16 | 256.223 | ||
| 5. Provisionsaufwendungen | -75.053.415,43 | -88.713 | ||
| 6. Erträge/Aufwendungen ausFinanzgeschäften | -2.076.565,97 | 935 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 46.647.047,00 | 34.337 | ||
| II. BETRIEBSERTRÄGE | 1.008.329.942,21 | 889.072 | ||
| 8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -524.354.054,45 | -467.977 | ||
| a) Personalaufwand | -296.510.556,46 | -262.206 | ||
| darunter: | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | -201.904.555,18 | -178.976 | ||
| bb) Aufwand für gesetzlichvorgeschriebene soziale Abgabenund vom Entgelt abhängigeAbgaben und Pflichtbeiträge | -45.562.641,52 | -45.951 | ||
| cc) sonstiger Sozialaufwand | -3.588.391,58 | -3.246 | ||
| dd) Aufwendungen fürAltersversorgung undUnterstützung | -17.833.926,22 | -18.143 | ||
| ee) Dotierung derPensionsrückstellung | -8.865.256,00 | 240 | ||
| ff) Aufwendungen fürAbfertigungen und Leistungen anbetrieblicheMitarbeitervorsorgekassen | -18.755.785,96 | -16.128 | ||
| b) SonstigeVerwaltungsaufwendungen(Sachaufwand) | -227.843.497,99 | -205.771 | ||
| 9. Wertberichtigungen auf die in denAktivposten 9 und 10 enthaltenenVermögensgegenstände | -34.944.052,55 | -26.775 | ||
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -125.631.641,66 | -12.105 | ||
| III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN | -684.929.748,66 | -506.857 | ||
| IV. BETRIEBSERGEBNIS | 323.400.193,55 | 382.216 |
| in EUR | in Tsd. EUR | ||
|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | ||
| IV. BETRIEBSERGEBNIS | 323.400.193,55 | 382.216 | |
| 11./12. Aufwands-/Ertragssaldo aus derBewertung und Veräußerung vonForderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | -81.807.571,68 | -71.309 | |
| 13./14. Aufwands-/Ertragssaldo aus derVeräußerung und Bewertung vonWertpapieren, die wie Finanzanlagenbewertet sind sowie auf Beteiligungenund Anteilen an verbundenenUnternehmen | 89.254.559,91 | 28.305 | |
| V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHENGESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 330.847.181,78 | 339.211 | |
| 15. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |
| darunter: Entnahmen aus dem Fondsfür allgemeine Bankrisiken | – | 0 | |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | -10.438.132,01 | 0 | |
| 17. Außerordentliches Ergebnis(Zwischensumme aus Posten 15 und16) | -10.438.132,01 | 0 | |
| 18. Steuern vom Einkommen | 618.871,58 | 38.305 | |
| 19. Sonstige Steuern, soweit nicht inPosten 18 auszuweisen | -4.958.877,04 | -56.301 | |
| 20. Umgründungsbedingte Übernahmeeines Ergebnisses aus Vorperioden | 6.959.047,46 | ||
| VI. JAHRESÜBERSCHUSS | 323.028.091,77 | 321.214 | |
| 21. Rücklagenbewegung | -36.500.000,00 | 0 | |
| darunter: Dotierung der Haftrücklage | – | 0 | |
| darunter: Auflösung der Haftrücklage | – | 0 | |
| VII. JAHRESGEWINN | 286.528.091,77 | 321.214 | |
| 22. Gewinnvortrag | 542.210.898,77 | 220.997 | |
| 23. Abschlagszahlung gemäß § 54a AktG | -55.500.000,00 | 0 | |
| VIII. BILANZGEWINN | 773.238.990,54 | 542.211 |
BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Abuzaakouk e.h. Shah e.h. Barth e.h. Wise e.h. Sirucic e.h. O'Leary e.h.
ANHANG
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der relevanten Bestimmungen des Bankwesengesetzes (BWG) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern der Anlage 2 zu § 43 BWG. Alle Angaben zum
BWG beziehen sich auf die am 31. Dezember 2017 gültige Fassung. Die Form der Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert mit Ausnahme der latenten Steuern, welche nun in einem eigenen Posten in der Bilanz dargestellt werden. Die Vorjahresbeträge wurden angepasst und sind vergleichbar.
KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNABSCHLUSS
Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Dieser Konzernabschluss wird im Internet veröffentlicht
(https://www.bawaggroup.com/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien auf.
Die BAWAG P.S.K. erstellt aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS), welcher am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien aufliegt.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes Rechnung getragen.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich mit dem Nennwert der Forderungen aktiviert. Für erkennbare Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen vorgesorgt, die für einzelne Risikopositionen, vor allem im Privatkundengeschäft, nach gemeinsamen Kriterien ermittelt werden.
Aufgrund von § 201 Abs. 7 UGB wurde eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste erfasst ("IBNR"). Diese Portfoliowertberichtigung wird für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen im Kreditportfolio inklusive Wertpapieren gebildet. Die Berechnung orientiert sich am regulatorischen Expected-Loss-Modell.
Wertpapiere des Bankbuches, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, werden dem Finanzanlagevermögen gewidmet und dementsprechend bilanziert. Agio- und Disagiobeträge werden gemäß § 56 (2) bzw. (3) BWG mittels der Effektivzinsmethode erfasst. Zum Finanzanlagevermögen gehörende Wertpapiere werden aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips nur bei dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren Zeitwert abgewertet.
Wertpapiere und Derivate des Handelsbuches werden zu Marktpreisen, Wertpapiere und Derivate des sonstigen Umlaufvermögens nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn sich eine Wertminderung in Folgeperioden verringert.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern eine dauerhafte Wertminderung eingetreten ist, wurde eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung wird eine Zuschreibung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.
Zur Bewertung der Beteiligungsunternehmen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden die geplanten Nachsteuerergebnisse herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%.
Für Leasinggesellschaften ohne Neugeschäft wurde eine Bewertung unter Berücksichtigung der Substanzwerte vorgenommen.
Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, linearen Abschreibung. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 2% bis 2,5%, beim sonstigen Sachanlagevermögen reichen sie von 5% bis 33,3%, bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 4,63% bis 33,3%. Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der Neueinschätzung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst. Bei Zugängen in der ersten Jahreshälfte wird die volle Jahresabschreibung, bei jenen in der zweiten Jahreshälfte die halbe Jahresabschreibung vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände bis 400,00 EUR Einzelanschaffungswert werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zuschreibungen wurden 2017 nicht vorgenommen.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 198 Abs. 9 UGB nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses rechtlich verbindlich sind.
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen nach UGB und deren jeweiligen steuerlichen Wertansätzen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Agio und Disagio eigener Emissionen werden gemäß der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt aufgelöst.
Die Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 2,80% (2016: 3,25%) Bezugssteigerung 3,10%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 2,80% (2016: 3,25%), Bezugssteigerung 1,50%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC-Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.
Pensionsansprüche und Pensionsanwartschaften aus leistungsorientierten Zusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse ausgelagert. Das verfügbare Pensionskassen-vermögen wurde auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 2,80% (2016: 3,25%), Bezugssteigerung 2,80%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren. Die Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgelder wird zur Gänze im Posten Personalaufwand ausgewiesen.
Anteilsbasierte Vergütungen
Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten die Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine anteilsbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten (sog. Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente). Bei der Bilanzierung orientiert sich die BAWAG P.S.K. an der AFRAC-Stellungnahme 3 "Die Behandlung anteilsbasierter Vergütungen in UGB-Abschlüssen".
Die Kosten von Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zu dem Zeitpunkt bewertet, zu dem die Gewährung erfolgt.
Diese Kosten werden, zusammen mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals (andere Kapitalrücklage), über den Zeitraum, in dem die Dienst- und gegebenenfalls die Leistungsbedingungen (beim aktuellen Programm nicht relevant) erfüllt werden (Erdienungszeitraum), in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtzeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung des Konzerns in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, beurteilt. Marktabhängige Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt. Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen – aber ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung – werden als Nicht-Ausübungsbedingungen angesehen. Nicht-Ausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen
zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung einer Vergütungsvereinbarung, sofern nicht auch Dienstund/oder Leistungsbedingungen bestehen.
Für Vergütungsvereinbarungen, die nicht mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich zugeteilt werden, da marktunabhängige Leistungs- und/oder Dienstzeitbedingungen nicht erfüllt wurden (in unserem Fall sind nur Dienstzeitbedingungen relevant), wird kein Aufwand erfasst. Wenn Vergütungsvereinbarungen eine Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung beinhalten, werden die Transaktionen unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingung erfüllt ist, als zugeteilt betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.
Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe des beizulegenden Zeitwerts der nicht geänderten Vergütungsvereinbarung zum Gewährungsdatum erfasst, sofern die ursprünglichen Bedingungen der Vergütungsvereinbarung erfüllt werden. Der Konzern erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen (bewertet zum Zeitpunkt der Änderung), die den gesamten beizulegenden Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind. Wird eine Vergütungsvereinbarung vom Unternehmen oder der Gegenpartei annulliert, dann wird jedes verbleibende Element des beizulegenden Zeitwerts der Vergütungsvereinbarung sofort ergebniswirksam erfasst.
Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden prinzipiell mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden mit dem Terminkurs umgerechnet.
Sofern keine effektive Sicherungsbeziehung vorliegt, werden Derivate des Bankbuchs nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für negative Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten wird eine Drohverlustrückstellung erfasst, positive Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten werden nicht bilanziert. Der Großteil der von der Bank abgeschlossenen Derivate im Bankbuch befindet sich in effektiven Sicherungsbeziehungen. In
diesem Fall erfolgt eine kompensatorische Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft.
Bezüglich weitergehender Erläuterungen zu den von der BAWAG P.S.K. gehaltenen Derivaten wird auf den Anhangabschnitt Angaben zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen verwiesen.
Aussonderungsfähiges Treuhandvermögen wurde gemäß § 48 (1) BWG unter der Bilanz ausgewiesen.
Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Tausend Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.
Ermittlung des Marktwertes von Finanzderivaten
Für die Bewertung von börsengehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futuresoptionen, werden Börsenkurse herangezogen.
Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain-Vanilla OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell (adaptiertes Black-Scholes-Modell) und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.
Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Barwerten der fixen und der variablen Seite des Swaps. Ebenso ergibt sich der Gesamtwert eines Währungsswaps aus den Barwerten der beiden Zahlungsströme, ausgedrückt in der funktionalen Währung der Bank.
Bei Devisentermingeschäften, einer Vereinbarung über den Austausch von Währungsbeträgen zu einem zukünftigen Zeitpunkt, wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und daraus der Wert errechnet.
Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffie-Singleton Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread Curve die Default Probabilty Curve (Hazard Rate) ermittelt, mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung von Protection und Premium Leg.
Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten ein Credit Value Adjustment (CVA). Grundsätzlich werden, falls verfügbar, liquide Credit Default Swap (CDS) Spreads zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verwertungsquote (REC) herangezogen. Ist dies nicht möglich, werden äquivalente Segmente des CDS Marktes verwendet.
Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE (Expected Positive/Negative Exposure) ein "Marktwert + Add-On" Modell verwendet. Die Add-On Berechnung erfolgt für jede Geschäftsart und Währung getrennt und wird grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern abgeleitet.
Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Nettingeffekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selben Typs und selber Währung berücksichtigt.
Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten PD und Verlustquote (1-REC) sowie dem EPE bestimmt sich der CVA.
Sofern der Risikoabschlag nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird dieser vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Nonpayment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.
Ermittlung des Marktwertes von Wertpapieren
Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese verwendet.
Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche "State of the Art"-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für vereinzelte Wertpapiere im Finanzumlaufvermögen; bei "Plain Vanilla"-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads.
Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten auch synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) das Ausfallsrisiko einer weiteren Referenzanleihe tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bond- bzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon sowie der Restlaufzeit.
Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.
Verschmelzung mit dem Bankbetrieb der IMMO-BANK AG
Mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 26. Jänner 2017 haben die IMMO-BANK AG und die BAWAG P.S.K. vereinbart, dass die übertragende IMMO-BANK AG ihren Bankbetrieb im Wege einer Spaltung zur Aufnahme gemäß §§ 1 Abs. 2 Z 2, 17 SpaltG und unter Anwendung des Art. VI UmgrStG zum Spaltungsstichtag 30. Juni 2016 auf die übernehmende BAWAG P.S.K. überträgt. Die Eigentümer der IMMO-BANK und der BAWAG P.S.K. haben den Spaltungs- und Übernahmevertrag mit Beschluss vom 20. Februar 2017 genehmigt und die Spaltung beschlossen. Die Spaltung wurde nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen mit 30. Juni 2017 ins Firmenbuch eingetragen und wurde mit 1.7.2017 rechtswirksam.
Im Rahmen der Abspaltung übernahm die BAWAG P.S.K. einen wesentlichen Teil des Bankbetriebs der IMMO-BANK. Bei der IMMO-BANK verblieben die Verpflichtungen der IMMO-BANK aus den von der IMMO-BANK emittierten Wohnbauanleihen und eine Forderung gegen die übernehmende BAWAG P.S.K. aus den Widmungseinlagen der IMMO-BANK bei der BAWAG P.S.K.
Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der IMMO-BANK im Vergleich zur BAWAG P.S.K. ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht beeinträchtigt und eine Anpassung der Vorjahresbeträge wurde dementsprechend nicht vorgenommen.
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten
Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.
Für die Ermittlung von Marktwerten für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken.
Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:
- die Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft
- die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen
- rechtliche Risiken und der Ausgang von Gerichtsverhandlungen und behördlichen Überprüfungen, höchstgerichtlichen Entscheidungen sowie die Bildung diesbezüglicher Rückstellungen.
Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz
Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 ein Derivatgeschäft abgeschlossen. Dieses diente seitens der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Fremdfinanzierung.
Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Frankens seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen im Zusammenhang mit dem Derivatgeschäft zu leisten. In weiterer Folge hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Derivatgeschäft zu schließen.
Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (d.s. rd. 24,2 Mio. EUR zum damaligen Kurs) eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. EUR ein. Das Gericht verband
beide Verfahren. Die ersten mündlichen Verhandlungen fanden im Frühjahr 2013 statt und ein Gutachten wurde beauftragt. Das Ergänzungsgutachten wurde anschließend beauftragt und am 29. Dezember 2017 von den Sachverständigen vorgelegt. Ein Termin für die nächste mündliche Verhandlung wurde seitens des Gerichts noch nicht anberaumt. Die BAWAG Group basiert ihre Einschätzung des Buchwerts der Forderung auf entsprechenden rechtlichen und sonstigen Gutachten, die die Höhe der Forderung stützen, hat eine unverändert starke Rechtsposition und ist auf die anstehenden Gerichtsverhandlungen gut vorbereitet. Es ist schwer abschätzbar, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Basierend auf Erfahrungswerten wird jedoch die weitere Verfahrensdauer, bis ein abschließendes, vollstreckbares Urteil vorliegt, mit mehreren Jahren angenommen.
Die Bank hat im Zeitraum des aufrechten Derivatgeschäftes dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet (siehe dazu Angabe zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen) und die enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der
laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Non-payment-, Rechts-, Prozess- und sonstige operationelle Risiken schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.
Nach dem Schließen der Position erfolgte im Jahr 2011 eine Übertragung der Forderung vom Handelsbuch ins Bankbuch. Der Ansatz der Forderung erfolgte unverändert in Höhe des Buchwerts des Derivats bei Beendigung des Geschäfts.
Unsere Beurteilung des Forderungsbuchwertes stützen wir auf entsprechende Rechts- und andere Gutachten, die die Höhe der Forderung unterstützen.
Die Forderung der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz aus dem dargestellten Geschäft wird zum 31. Dezember 2017 unverändert zum Vorjahr unter der Position Forderungen an Kunden ausgewiesen. Der Buchwert beträgt 254 Mio. EUR.
ERLÄUTERUNGEN UND ERGÄNZENDE ANGABEN
Angaben zu Aktivposten
- 3 | Forderungen an Kreditinstitute und
- 4 | Forderungen an Kunden
bzw. Passivposten
- 1 | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- 2 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Fristigkeitsgliederung der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Bis 3 Monate | 3.243.856 | 1.670.751 |
| Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 1.657.445 | 2.869.945 |
| Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 8.611.118 | 8.983.558 |
| Mehr als 5 Jahre | 11.520.872 | 11.360.546 |
| Summe | 25.033.291 | 24.884.799 |
Fristigkeitsgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Bis 3 Monate | 1.352.508 | 2.595.289 |
| Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 2.446.451 | 3.409.148 |
| Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 4.194.791 | 2.810.013 |
| Mehr als 5 Jahre | 2.531.727 | 2.654.998 |
| Summe | 10.525.477 | 11.469.449 |
Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | ||
| an verbundene Unternehmen | 76.587 | 391.070 |
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 394 | 32.639 |
| Forderungen an Kunden | ||
| an verbundene Unternehmen | 389.892 | 472.048 |
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 97.197 | 151.805 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.171.911 | 3.867.644 |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 288.640 | 404.978 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 78.803 | 57.131 |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 80.650 | 44.367 |
In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen gegenüber indirekten Beteiligungen über 20% und alle direkt gehaltenen Beteiligungen unabhängig vom Anteil enthalten. Unter den Forderungen an Kreditinstitute sind verbriefte Forderungen in Höhe von 11.364 Tausend EUR (Vorjahr 6.388 Tausend EUR) enthalten. Die Forderungen an Kunden sind zur Gänze unverbrieft. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Kunden sind ebenfalls zur Gänze unverbrieft.
Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn von § 237 Z 8b UGB
Finanzierungen an verbundene Unternehmen erfolgen analog den internen Konditionen mit Weitergabe der Refinanzierungskosten. Beteiligungen werden zu marktüblichen Konditionen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses finanziert. Derivate und sonstige Geschäfte erfolgen ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen.
Nachrangige Forderungen
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Nachrangige Forderungen an Kreditinstitute | ||
| an verbundene Unternehmen | 7.060 | 13.086 |
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | – | – |
| sonstige nachrangige Forderungen | – | 7.500 |
| Nachrangige Forderungen an Kunden | ||
| an verbundene Unternehmen | – | 36 |
| an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | – | – |
| sonstige nachrangige Forderungen | – | – |
In den Forderungen sind Beträge mit wechselmäßiger Verbriefung enthalten:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | – | – |
| Forderungen an Kunden | 7 | – |
Angaben zu Aktivposten
5 | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie
6 | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aufgliederung der Wertpapiere nach Anlage- und Umlaufvermögen
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.782.986 | 4.446.122 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.108.429 | 1.587.899 |
| Summe in Anlagevermögen | 5.891.415 | 6.034.021 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Umlaufvermögen | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 786 | 559 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 19.370 | 18.626 |
| Summe in Umlaufvermögen | 20.156 | 19.185 |
Die Untergliederung der Wertpapiere in Wertpapiere des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgt
nach den Kriterien der Absicht und der Fähigkeit des Unternehmens, diese dauerhaft zu halten. Es erfolgten keine Umwidmungen zwischen diesen Kategorien.
Aufgliederung der zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Börsenfähige Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||
| börsennotiert | 4.783.665 | 4.446.681 |
| nicht börsennotiert | – | – |
| Summe | 4.783.665 | 4.446.681 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Börsenfähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| börsennotiert | 22.223 | 145.518 |
| nicht börsennotiert | – | – |
| Summe | 22.223 | 145.518 |
Beträge, die voraussichtlich im nächsten Jahr fällig werden
| in Tsd. EUR | Fällig in 2018 | Fällig in 2017 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 722.249 | 625.497 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 99 | – |
| Summe | 722.348 | 625.497 |
Wertpapiere von verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | – | – |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.104.355 | 1.454.107 |
| Summe | 1.104.355 | 1.454.107 |
Nachrangige Wertpapiere
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 265 | 29 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 30.724 | 157.115 |
| Summe | 30.989 | 157.144 |
| darunter gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht | 7.162 | 6.501 |
Echte Pensionsgeschäfte
Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenen Vermögensgegenstände betrug zum Jahresende:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenenVermögensgegenstände | – | 336.582 |
| Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übernommenenVermögensgegenstände | – | – |
Die Vermögensgegenstände werden weiterhin als Aktiva, die erhaltenen Gegenwerte als Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Unterlassene Zuschreibung
Aufgrund der Änderungen des UGB ist das Unterlassen von Zuschreibungen ab dem Geschäftsjahr 2016 nicht mehr zulässig.
Wertpapiere des Umlaufvermögens und des Anlagevermögens auf inaktiven Märkten
Die Annahme eines inaktiven Marktes wird von der BAWAG P.S.K. getroffen, wenn für das betreffende Wertpapier nur unregelmäßig handelbare Preise gestellt werden, nur geringe Volumina am Markt gehandelt werden oder keine aktuellen Kurse verfügbar sind.
Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Marktwert auf dem inaktiven Markt beträgt zum 31. Dezember 2017 2.428 Tausend EUR (Vorjahr: 8.343 Tausend EUR). Hierbei wurden nur Wertpapiere berücksichtigt, für die ein aktueller Marktwert verfügbar war.
Angaben zu Unterschiedsbeträgen bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren
| § 56 (2) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen | schiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode abgeschrie |
|---|---|
| festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von | ben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unter |
| Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten | schiedsbetrag beträgt zum Jahresende: |
| höher sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der Unter | |
| in Tsd. EUR | 31.12.201731.12.2016 |
50.298 65.475
§ 56 (3) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten niedriger sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der Unterschiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode zugeschrieben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unter-
schiedsbetrag beträgt zum Jahresende:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| 9.128 | 9.157 |
§ 56 (4) BWG: Bestimmte Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden, wurden mit ihren
Anschaffungskosten bilanziert, obwohl ihr Marktwert höher war. Der Unterschiedsbetrag betrug:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| 5 | – |
§ 56 (5) BWG: Für die Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden und die mit dem höheren
Marktwert bilanziert wurden, betrug der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert zum Jahresende:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| – | – |
Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden (§ 237a (1) Z 2 – § 237 Z 8a UGB)
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Buchwert solcher Wertpapiere des Anlagevermögens | 443.824 | 515.183 |
| Beizulegender niedrigerer Zeitwert dieser Wertpapiere | 441.695 | 507.346 |
| Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | – | – |
Eine Abwertung dieser Wertpapiere kann unterbleiben, da zum Tilgungszeitpunkt eine Rückzahlung des gesamten Wertpapiernominales vertraglich vereinbart ist und aufgrund der guten Bonitäten der Emittenten von der vollständigen Rückführung der Nominalbeträge ausgegangen wird.
Angaben zu Aktivposten
- 7 | Beteiligungen und
- 8 | Anteile an verbundenen Unternehmen
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Bilanzstand | 1.122.927 | 472.485 |
| davon börsennotiert | – | – |
Die BAWAG P.S.K. wickelt direkt keine Leasinggeschäfte ab, sondern bietet solche Geschäfte nur durch ihre direkten bzw. indirekten Beteiligungen an. Eine Aufstellung jener Unternehmen, an denen die BAWAG P.S.K. gemäß § 238 Abs. 1 Z 12 UGB direkt oder indirekt Anteile im Ausmaß von 20% oder mehr hält, ist als Anlage 2 zu finden. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen. Zwischen
verbundenen Unternehmen wurden keine Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen.
Die Erhöhung des Bilanzpostens Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen um 651 Mio. EUR ist vor allem auf den Erwerb unserer deutschen Tochtergesellschaft "Südwestbank" zurückzuführen.
Angaben zu Aktivposten
9 | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
10 | Sachanlagen
Der Anlagenspiegel ist als gesonderte Anlage zum Anhang zu finden.
Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude enthält einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Buchwert der Grundstücke | 1.107 | 1.109 |
Im laufenden Geschäftsjahr wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.952 Tausend EUR (Vorjahr: 4.404 Tausend EUR) von verbundenen Unternehmen erworben.
Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen voraussichtlich:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Für das nächste Jahr | 24.216 | 23.040 |
| Für die kommenden 5 Jahre | 90.289 | 85.593 |
Angaben zu Aktivposten 11 | Sonstige Vermögensgegenstände
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch | 155.218 | 250.974 |
| Positive Marktwerte fremdwährungsbezogener derivativer Finanzinstrumente imHandelsbuch | 100 | 20.085 |
| Positive Marktwerte kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch | – | – |
| Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | 36.532 | 42.603 |
| Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | 79.125 | 90.072 |
| Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | – | – |
| Zinsabgrenzungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | 126.919 | 150.871 |
| Zinsabgrenzungen währungsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | 476 | 132 |
| Zinsabgrenzungen kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | – | – |
| Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen | 153.104 | 100.968 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 33.858 | 39.474 |
| Summe | 585.332 | 695.178 |
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 312.552 Tausend EUR (Vorjahr:421.698 Tausend EUR) eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr und 272.780 Tausend EUR (Vorjahr: 273.480 Tausend EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge (Erträge) werden in Höhe von 312.513 Tausend EUR (Vorjahr: 289.219 Tausend EUR) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen
Angaben zu Passivposten 3 | Verbriefte Verbindlichkeiten 7 | Ergänzungskapital
Ergänzungskapitalverbindlichkeiten werden großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.
Im kommenden Jahr werden verbriefte Verbindlichkeiten und verbriefte Ergänzungskapitalanleihen im Nominale von 277.880 Tausend EUR (Vorjahr: 282.507 Tausend EUR) aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.
im Wesentlichen Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen und Derivatgeschäfte.
Die Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen beinhalten auch die Forderungen aus phasengleichen Ausschüttungen in Höhe von 128.900 Tausend EUR (Vorjahr: 57.400 Tausend EUR).
Der durchschnittliche, gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen per 31. Dezember 2017 beträgt 6,76% (Vorjahr: 6,80%) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 5,6 Jahren (Vorjahr: 6,6 Jahre).
Der Begriff der Nachrangigkeit richtet sich nach § 45 Abs. 4 beziehungsweise § 51 Abs. 9 BWG.
Verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verbriefte Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.000 | 351.000 |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | – | – |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber verbundenen Unternehmen | – | – |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | – | – |
Es gab keine Kreditaufnahmen im Sinne des § 64 (1) Z 5 und 6 BWG.
Angaben zu Passivposten
4 | Sonstige Verbindlichkeiten
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch | 93.014 | 141.988 |
| Negative Marktwerte fremdwährungsbezogener derivativer Finanzinstrumente imHandelsbuch | – | 45.838 |
| Negative Marktwerte kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente im Handelsbuch | – | – |
| Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | 11.142 | 23.231 |
| Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | 88.230 | 355.345 |
| Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch | – | – |
| Zinsabgrenzungen zinsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | 38.854 | 60.454 |
| Zinsabgrenzungen währungsbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | 2.894 | 2.959 |
| Zinsabgrenzungen kreditbezogener derivativer Finanzinstrumente (Bankbuch undHandelsbuch) | – | – |
| Leerverkäufe von Wertpapieren | – | 48 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben | 10.326 | 51.581 |
| Abgegrenzte Zinsen der Ergänzungskapitalanleihen | – | – |
| Übrige Verbindlichkeiten | 472.218 | 298.749 |
| Summe | 716.678 | 980.194 |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 524.028 Tausend EUR (Vorjahr: 560.107 Tausend EUR) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 192.650 Tausend EUR (Vorjahr: 420.087 Tausend EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge
(Aufwendungen) werden in Höhe von 524.019 Tausend EUR (Vorjahr: 413.475 Tausend EUR) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen im Wesentlichen Derivate und Konzernverrechnungen.
Angaben zu Passivposten 6 | Rückstellungen
Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Pensionen (Rechenzinssatz 2,80%, PuC)
ergab zum 31. Dezember 2017 folgendes Rückstellungserfordernis:
| Rückstellungserfordernis für Pensionen | 177.360 | 203.564 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 6.022 | 10.234 |
| Barwert der erworbenen Ansprüche | 183.382 | 213.798 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
Die Zuführung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Pensionen betrug 8.865 Tausend EUR (Vorjahr: Auflösung 240 Tausend EUR). Die Beiträge an Pensionskassen aus beitragsorientierten Plänen betragen 6.640 Tausend EUR (Vorjahr: 6.578 Tausend EUR).
Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen (Rechenzinssatz 2,80% PuC) zum 31. Dezember 2017 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Rückstellungserfordernis für Abfertigungen | 71.722 | 68.425 |
Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder (Rechenzinssatz 2,80%, PuC) zum 31. Dezember 2017 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Rückstellungserfordernis für Jubiläumsgelder | 21.202 | 21.488 |
Die Auflösung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Jubiläumsgelder betrug 818 Tausend EUR Ertrag (Vorjahr: Auflösung 6.159 Tausend EUR).
Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Abwicklungsrisiken, für Kreditrisiken inkl. Tilgungsträger, für Rechtsrisiken sowie für den Personalbereich.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 344.177 Tausend EUR (Vorjahr: 270.635 Tausend EUR) beinhalten unter anderem:
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2016 Rückstellungen zu außerbilanzmäßigen Geschäften 4.396 4.871 Rückstellungen für Altersteilzeit / Restrukturierung 109.219 106.529 Sonstige Personalrückstellungen 60.239 63.010
In den sonstigen Rückstellungen sind Restrukturierungsrückstellungen enthalten, welche im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 28.146 Tausend EUR (Vorjahr: 27.568 Tausend EUR) dotiert wurden.
ANGABEN ZU EIGENMITTELN
Grundkapital
Die Bank verfügt über ein Grundkapital in Höhe von 250 Mio. EUR. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.
Dividenden
Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividendenausschüttung von 230.000 Tausend EUR vorzuschlagen.
Der ausschüttungsfähige Betrag, bestehend aus Jahresgewinn, Gewinnvortrag und freien Gewinnrücklagen abzüglich Ausschüttungssperren, beläuft auf 789.181 Tausend EUR. Dieser Wert berücksichtigt keine Ausschüttungsbeschränkungen, die sich aufgrund von regulatorischen Vorschriften ergeben.
Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. auf Grund von Übergangsbestimmungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 gemäß CRR. Alle Angaben wurden auf Basis der Bilanzierungsvorschriften gemäß UGB und BWG ermittelt.
Eigenmittel (Einzelinstitut)
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 250.000 | 250.000 |
| Rücklagen inklusive Jahresgewinn 2017 | 2.274.804 | 2.219.816 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -107.048 | -97.089 |
| Abzugsposten Beteiligungen | – | – |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -37.908 | -21.948 |
| Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) | 2.379.848 | 2.350.779 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital | 448.271 | 459.575 |
| Abzugsposten Beteiligungen | -21.919 | -19.753 |
| Überhang IRB-Risikovorsorge | 36.257 | 24.519 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -4.212 | -5.487 |
| Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) | 458.397 | 458.854 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) | 2.838.245 | 2.809.633 |
Diesen Eigenmitteln mit Übergangsbestimmungen steht folgende Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) gegenüber:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 17.089.666 | 16.153.860 |
| Marktrisiko | 52.208 | 58.921 |
| Operationelles Risiko | 1.408.252 | 1.392.025 |
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 18.550.126 | 17.604.806 |
Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko | 12,3% | 12,9% |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 14,7% | 15,5% |
Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko | 12,8% | 13,4% |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 15,3% | 16,0% |
Wertpapierhandelsbuch
Die BAWAG P.S.K. führt ein großes Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Derivate im Handelsbuch (Nominale) | 4.895.409 | 7.359.301 |
| Wertpapiere im Handelsbuch (Buchwert) | 12 | 12 |
| Geldmarktgeschäfte (Buchwerte, ausgewiesen unter Forderungen an Kreditinstituteund Verbindlichkeiten an Kreditinstitute) | – | 30.847 |
Konsolidierte Eigenmittel der BAWAG Group
Die konsolidierten regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Group als EU-
Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG Group inklusive Übergangsregelungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.
| BAWAG Group | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.20172) | 31.12.2016 |
| Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken)1) | 3.492 | 3.158 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -343 | -190 |
| Sonstiges Ergebnis | 9 | -30 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -38 | -19 |
| Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierteGewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die ausVeränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow-Hedge-Reserve | -33 | -47 |
| Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommendiejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren | -91 | -100 |
| Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten | -90 | -133 |
| Hartes Kernkapital | 2.906 | 2.639 |
| Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -5 | -6 |
| Abzug immaterielle Vermögenswerte | -85 | -127 |
| Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten | 90 | 133 |
| Zusätzliches Kernkapital | 0 | 0 |
| Tier I | 2.906 | 2.639 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital 3) | 347 | 484 |
| Ergänzungskapital mit Übergangsbestimmungen | 15 | 0 |
| Überschuss IRB-Risikovorsorge | 35 | 24 |
| Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge | -27 | -26 |
| Ergänzungskapital – Tier II | 370 | 482 |
| Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) | 3.276 | 3.121 |
-
In dieser Position wurden Dividenden in Höhe von 109,9 Mio. EUR (bestehend aus einer Zwischendividende in Höhe von 51,6 Mio. EUR und einer Dividende zum Jahresende in der Höhe von EUR 58,3 Mio.) und ein freiwilliger aufsichtsrechtlicher Filter in Höhe von 44 Mio. EUR auf das ausschüttungsfähige Ergebnis, abgezogen.
-
Die Kapitalzahlen per 31. Dezember 2017 weichen von jenen per 31. Dezember 2016 u.a. aufgrund von unterschiedlichen CRR-Übergangsregelungen für 2017 und 2016 für die Anrechenbarkeit von Kapitalien (im Wesentlichen AFS-Rücklage) bzw. für diverse Abzugsposten (im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte und Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge) ab.
-
Am 3. November 2017 veröffentlichte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ihre Auslegung bestimmter Kapitalvorschriften, die eine Auswirkung auf die Gesamtkapitalquote der BAWAG Group haben. Die CET1 Quote sowie die Leverage Ratio bleiben unverändert. Die EBA-Auslegung betrifft vor allem Finanzholdinggesellschaften, die wie die BAWAG Group über eine starke Gesamtkapitalausstattung verfügen. Die EBA-Auslegung impliziert, dass jener Teil der von der BAWAG P.S.K. begebenen Ergänzungskapitalinstrumente, der die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen übersteigt, für die konsolidierten Kapitalquoten der BAWAG Group nicht mehr voll anrechenbar ist.
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen
| Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) | 21.473 | 17.118 | |
|---|---|---|---|
| Operationelles Risiko | 1.705 | 1.633 | |
| Marktrisiko | 52 | 59 | |
| Kreditrisiko | 19.716 | 15.426 | |
| in Mio. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| BAWAG Group AG |
Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR
| BAWAG Group AG | ||
|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.20161) | |
| Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko | 13,5% | 13,6% |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 15,2% | 16,2% |
- Wäre die Kaufpreisallokation der start:bausparkasse AG und der IMMO-BANK AG zum 31. Dezember 2016 bereits final gewesen, hätte die CET1 Quote 13,5% und die Gesamtkapitalquote 16,0% betragen. Der Rückgang um rund 13 Basispunkte ist hauptsächlich auf höhere immaterielle Vermögensgegenstände und einen leicht rückläufigen Jahresüberschuss zurückzuführen.
Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen
| BAWAG Group AG | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
| Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko | 13,5% | 13,9% | |
| Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 15,3% | 16,4% |
Während des Geschäftsjahres 2017 hat die BAWAG Group durchgehend die sich aus dem SREP ergebenden Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Unsere Ziel-CET1-Quote betrug 2017 12% bei Vollanwendung der CRR-
Vorschriften; wir haben jedoch eine wesentlich höhere Quote von 13,5% erreicht. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote von über 12% bei Vollanwendung der CRR beibehalten.
Anpassung der Vorjahresvergleichswerte
Die Europäische Zentralbank führte eine Vor-Ort-Prüfung mit Fokus auf das Kreditrisiko in Bezug auf das International-Business-Portfolio der BAWAG Group durch. Als Ergebnis dieser Vor-Ort-Prüfung wurde die inkorrekte Anwendung bestimmter Anforderungen der CRR, insbesondere im Zusammenhang mit der Anwendung begünstigter regulatorischer Risikogewichte für internationale hypothekarisch besicherte Wohnbaukredite, festgestellt. Infolgedessen mussten die betreffenden Exposures vom International-Business-Portfolio in die korrekte Risikoklasse gegliedert werden, was zu einer Erhöhung der risikogewichteten Aktiva im Konzern geführt hat. Die folgenden Tabellen stellen die Anpassungen der betroffenen Angaben dar:
Angaben zu den Eigenmitteln der BAWAG P.S.K. AG
| 31.12.2016 | ||
|---|---|---|
| in Tsd. EUR | angepasst | veröffentlicht |
| Kreditrisiko-RWAs inklusive Übergangsbestimmungen | 16.153.860 | 14.250.542 |
| Kapitalanforderungen (risikogewichtete Aktiva) inklusive Übergangsbestimmungen | 17.604.806 | 15.701.488 |
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 12,9% | 14,4% |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 15,5% | 17,3% |
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 13,4% | 15,0% |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 16,0% | 17,9% |
Angaben zu den konsolidierten Eigenmitteln der BAWAG Group
| 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | angepasst | veröffentlicht | |
| Kreditrisiko-RWAs inklusive Übergangsbestimmungen | 17.329 | 15.426 | |
| Kapitalanforderungen (risikogewichtete Aktiva) inklusive Übergangsbestimmungen | 19.021 | 17.118 | |
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 13,6% | 15,1% | |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), ohneÜbergangsbestimmungen | 16,2% | 18,0% | |
| Kernkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 13,9% | 15,4% | |
| Gesamtkapitalquote, bezogen auf das Gesamtrisiko (inkl. Zwischengewinn), mitÜbergangsbestimmungen | 16,4% | 18,2% |
ANGABEN ZU STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen dem UGB-Ansatz und dem steuerrechtlichen Ansatz gebildet. Der aktive Überhang der latenten Steuern in Höhe von 39.558 Tausend EUR (Vorjahr: 34.582 Tausend EUR) ist gesondert ausgewiesen.
Für künftige steuerliche Ansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Passive latente Steuerverpflichtungen aus früheren Umgründungen in Höhe von 6.525 Tausend EUR (Vorjahr: 6.525 Tausend EUR) wurden nicht über die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unter Verrechnung mit den Rücklagen gebildet. Es werden keine Wahlrechte gemäß § 906 (33) bzw. (34) UGB in Anspruch genommen.
Die Steuerlatenzen wurden unter Anwendung des geltenden Steuersatzes von 25 % gebildet.
Mit Wirkung 1.1.2010 wurde eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Group AG (vormals BAWAG Holding GmbH) als Gruppenträger gebildet, an der unter anderen die BAWAG P.S.K AG als Gruppenmitglied beteiligt ist. Eine Steuerumlagenvereinbarung wurde abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Verteilungsmethode gewählt. Bei dieser Methode wird vom Steuerergebnis der ganzen Gruppe ausgegangen. Die Steuer wird über Steuerumlagen im Verhältnis der steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder auf die Mitglieder mit positivem steuerlichen Ergebnis verteilt.
Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten hat, ist der Gruppenträger berechtigt, eine anteilig auf die Gruppenmitglieder entfallende Mindestkörperschaftsteuer verursachungsgemäß an die Gruppenmitglieder zu belasten.
Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedes für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen. Ein Austritt der BAWAG P.S.K. aus der Steuergruppe würde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31.12.2017 für die Jahre 2010 bis 2017 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist.
Im Jahr 2017 wurde mit Wirkung 1. Jänner 2018 zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine Steuerumlagenvereinbarung abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Belastungsmethode gewählt. Diese Methode fingiert die steuerliche Selbständigkeit des einzelnen Gruppenmitglieds. Das Gruppenmitglied wird verpflichtet, unabhängig vom gesamten Gruppenergebnis eine Steuerumlage in Höhe des jeweils geltenden Körperschaftsteuersatzes vom steuerlichen Gewinn zu entrichten. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt bzw. evident gehalten. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu tragen hat, wird dafür keine Steuerumlage verrechnet. Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitglieds für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen.
Weiters wurde in der neuen Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung festgelegt, dass der Gruppenträger auf die Nachverrechnung von Steuerumlagen für Zeiträume vor dem 1.1.2018 verzichtet. Interne Verlustvorträge aus Zeiträumen vor dem 1.1.2018 werden fortgeführt.
Der Steuerertrag der BAWAG P.S.K. AG für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 619 Tausend EUR (Vorjahr: 38.305 Tausend EUR) und betrifft mit 2.582 Tausend EUR den Steueraufwand für die Niederlassung in London (Vorjahr: 2.802 Tausend EUR) und mit 715 Tausend EUR Aufwand die latenten Steuern 2017 (Vorjahr: Ertrag 41.106 Tausend EUR). Der verbleibende Steuerertrag in Höhe von 3.916 Tausend EUR resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung einer im Zuge der Abspaltung von der IMMOBANK AG übernommenen Körperschaftsteuerrückstellung. Der gesamte Steuerertrag betrifft zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich kein Steueraufwand aus der Steuerumlageverrechnung.
Im Posten sonstige Steuern ist die Stabilitätsabgabe 2017 in Höhe von 4.186 Tausend EUR (Vorjahr: 21.624 Tausend EUR) enthalten. Eine Sonderzahlung auf die Stabilitätsabgabe war im Abschlussjahr nicht zu entrichten (Vorjahr: 36.439 Tausend EUR).
Latente Steuern
Die latenten Steuern gliedern sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Steuerminderungen | ||
| aus Rückstellungen | 79.603 | 61.305 |
| aus Sozialkapital | 95.494 | 100.557 |
| aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | 6.024 | 2.904 |
| Steuermehrungen | ||
| aus Liegenschaftsbewertungen | -2.489 | -2.551 |
| aus Beteiligungsbewertungen | -20.399 | -23.888 |
| Summe | 158.233 | 138.327 |
| Aktivierte latente Steuern | 39.558 | 34.582 |
Die Veränderung der aktivierten latenten Steuern in Höhe
von 4.976 Tausend EUR wurde in der Gewinn- und Verlust-
rechnung im Posten Steuern vom Einkommen verrechnet.
WEITERE ANGABEN ZUR BILANZ
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
Die als Sicherheit gestellten Vermögensgegenstände gemäß § 64 (1) Z 8 BWG setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Deckungsstock für fundierte Anleihen | 3.377.859 | 3.076.913 |
| Sicherheiten zu EZB-Tender | 2.451.010 | 871.377 |
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 25.100 | 21.393 |
| Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zu Gunsten von OesterreichischeKontrollbank AG | 285.582 | 370.540 |
| Sicherstellung zu Gunsten der Europäischen Investitionsbank | 147.902 | 374.545 |
| Sicherheit zu RMBS Feldspar | 683.058 | 877.575 |
| Sonstige Sicherstellungen | 3.552 | 19.825 |
| Summe | 6.974.063 | 5.612.168 |
Besicherte Schulden
Dem stehen folgende Verbindlichkeiten gegenüber, die in den Bilanzpositionen Verbriefte Verbindlichkeiten, Spareinlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen sind:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Fundierte Anleihen | 2.228.927 | 2.077.812 |
| EZB-Tender | 1.993.844 | 700.000 |
| Mündelgeldspareinlagen | 19.446 | 19.574 |
| Refinanzierung Oesterreichische Kontrollbank AG | 285.582 | 370.540 |
| RMBS Feldspar | 577.174 | 782.546 |
| Refinanzierung Europäische Investitionsbank | 90.941 | 370.160 |
| Summe | 5.195.914 | 4.320.631 |
Bilanzpositionen in Fremdwährung
Die Aktiva und Passiva in fremder Währung erreichten folgende Bilanzstände:
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Aktiva in fremder Währung | 6.504.506 | 8.127.238 |
| Passiva in fremder Währung | 1.082.300 | 1.791.516 |
Treuhandgeschäfte ohne Aussonderungsrecht
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | – | – |
| Forderungen an Kunden | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | – |
Erhaltene Sicherheiten
Zu den Geschäftsbeziehungen wurden unterschiedliche Arten von Sicherheiten erhalten. Die unten angeführte Gliederung folgt dem Anrechnungsschema nach Basel II.
| 31.12.2017in Tsd. EUR | Gesicherte bilanzierteForderungen | GesicherteaußerbilanzielleForderungen | Summe |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Sicherheiten | |||
| Aktien | 13.900 | 75 | 13.974 |
| Bareinlagen | 38.511 | 453.089 | 491.600 |
| Gold | – | 18 | 18 |
| Investmentfonds | – | – | – |
| Schuldverschreibungen | 6.545 | 322 | 6.867 |
| Immobilien Sicherheiten | |||
| Gewerbliche Immobilien | 363.237 | 22.832 | 386.069 |
| Private Immobilien | 7.578.434 | 75.448 | 7.653.882 |
| Persönliche Sicherheiten | |||
| Garantien | 1.947.079 | 17.184 | 1.964.264 |
| Kreditderivate | – | – | – |
| Andere Formen der Besicherung | |||
| Lebensversicherungen | 160.405 | 806 | 161.211 |
| Sonstige | 1.309 | 223 | 1.532 |
| Summe | 10.109.420 | 569.996 | 10.679.416 |
| 31.12.2016in Tsd. EUR | Gesicherte bilanzierteForderungen | GesicherteaußerbilanzielleForderungen | Summe |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Sicherheiten | |||
| Aktien | 15.262 | 55 | 15.317 |
| Bareinlagen | 40.155 | 758.579 | 798.734 |
| Gold | 65 | – | 65 |
| Investmentfonds | – | – | – |
| Schuldverschreibungen | 11.378 | 679 | 12.057 |
| Immobilien Sicherheiten | |||
| Gewerbliche Immobilien | 424.413 | 16.069 | 440.483 |
| Private Immobilien | 7.980.946 | 61.233 | 8.042.179 |
| Persönliche Sicherheiten | |||
| Garantien | 2.112.682 | 16.967 | 2.129.649 |
| Kreditderivate | – | – | – |
| Andere Formen der Besicherung | |||
| Lebensversicherungen | 197.095 | 1.063 | 198.158 |
| Sonstige | 4.195 | 851 | 5.046 |
| Summe | 10.786.191 | 855.496 | 11.641.687 |
Erhaltene und gegebene Sicherheiten im Rahmen von Derivatgeschäften
Bei den Finanzinstrumenten (Derivate) werden Geschäfte durch Collateral Deals (erhaltene bzw. bezahlte) gesichert:
| Erhaltene Sicherheiten468.776Gegebene Sicherheiten99.316 | in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| 470.293 | |||
| 163.004 | |||
| Negativer Marktwertüberhang der besicherten Derivate | -48.487 | -116.254 |
Es werden Margins geleistet. Eine Verpfändung von Finanzinstrumenten als Sicherungsleistung erfolgt nicht.
Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Die Eventualverbindlichkeiten, die im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien sowie Haftungen aus der Bestellung von Sicherheiten umfassen, beinhalten Garantien und Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 65 Tausend EUR (Vorjahr: 72 Tausend EUR).
In den Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken sind keine (Vorjahr: 2.815 Tausend EUR) wesentlichen Einzelverpflichtungen enthalten, die für die Gesamttätigkeit des Kreditinstitutes von Bedeutung sind. Die Kreditrisiken bestehen hauptsächlich aus nicht ausgenutzten Kreditrahmen.
Es liegen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 238 (1) Z 10 UGB vor.
Im Rahmen des Erwerbs der Südwestbank hat sich die BAWAG P.S.K. gemäß § 5 Absatz 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von im
Mehrheitsbesitz der BAWAG P.S.K. stehenden oder von durch sie beherrschten Kreditinstituten anfallen. Die Bank erwartet aus heutiger Sicht keine Zahlungen aus diesem Titel.
Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte
Das Volumen der zum 31. Dezember 2017 noch nicht abgewickelten Termingeschäfte ist in der Anlage 3 zum Anhang zu finden.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Entflechtungsvereinbarung mit Österreichische Post AG
Nach der Beendigung des Kooperationsvertrags im November 2017 wurde im Februar 2018 eine Entflechtungsvereinbarung mit Österreichische Post AG abgeschlossen, die den vorherigen Kooperationsvertrag ersetzt. Diese Vereinbarung wandelt eine im Dezember 2017 abgeschlossene Absichtserklärung in einen verbindlichen Vertrag mit Rückwirkung zum 1. Jänner 2018 um.
Angaben zu Niederlassungen
| in Tsd. EUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Name der Niederlassung | BAWAG P.S.K.International | BAWAG P.S.K.International |
| Geschäftsbereich | InternationalBusiness | InternationalBusiness |
| Sitzstaat der Niederlassung | Großbritannien | Großbritannien |
| Nettozinsertrag in Tsd. EUR | 0 | 0 |
| Betriebserträge in Tsd. EUR1) | 34.809 | 11.559 |
| Jahresergebnis vor Steuern in Tsd. EUR1) | 15.727 | -3.487 |
| Abgegrenzte Steuern vom Einkommen in Tsd. EUR | 3.030 | 2.860 |
| Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis | 22 | 14 |
| Erhaltene öffentliche Beihilfen | keine | keine |
- Die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Der Nettozinsertrag fiel 2017 leicht um 1.087 Tausend EUR, während die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen um 93.193 Tausend EUR wesentlich gestiegen sind. Die höheren Beteiligungserträge resultieren im Wesentlichen aus gestiegenen phasengleichen Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen.
Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung, wobei die Trennung nach dem Sitz der Kunden erfolgt. Erträge aus Derivat- und Handelsgeschäften werden dem Inland zugeordnet, da der Handel zentral in Wien erfolgt und aufgrund der vorhandenen Sicherheiten keine wesentlichen Länderrisiken bestehen.
| 2017in Tsd. EUR | Inland | Westeuropa | MittelundOsteuropa | Nordamerika | ÜbrigeWelt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 333.187 | 251.356 | 8.134 | 99.202 | 29.019 | 720.898 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 133.947 | 29.073 | 0 | 0 | 0 | 163.020 |
| 4. Provisionserträge | 257.047 | 1.859 | 671 | 498 | 340 | 260.415 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | -2.077 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.077 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 31.174 | 15.473 | 0 | 0 | 0 | 46.647 |
| 2016in Tsd. EUR | Inland | Westeuropa | MittelundOsteuropa | Nordamerika | ÜbrigeWelt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 307.322 | 290.182 | 8.680 | 93.836 | 39.638 | 739.657 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 61.277 | 8.550 | 0 | 0 | 0 | 69.827 |
| 4. Provisionserträge | 252.136 | 2.341 | 616 | 639 | 490 | 256.223 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 935 | 0 | 0 | 0 | 0 | 935 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 28.083 | 6.254 | 0 | 0 | 0 | 34.337 |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") betragen 32.427 Tausend EUR (Vorjahr: 33.197 Tausend EUR). Die im Nettozinsertrag enthaltenen negativen Zinsen betragen 10.349 Tausend EUR (Vorjahr: 2.843 Tausend EUR) Ertrag und 7.785 Tausend EUR (Vorjahr: 1.444 Tausend EUR) Aufwand.
In den Beteiligungserträgen von 133.040 Tausend EUR (Vorjahr: 60.989 Tausend EUR) sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 128.900 Tausend EUR (Vorjahr: 57.400 Tausend EUR) enthalten, die zur Gänze in beiden Geschäftsjahren phasenkongruent übernommen wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 46.647 Tausend EUR (Vorjahr: 34.337 Tausend EUR) beinhalten unter anderem:
| in Tsd. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen | 5.908 | 13.552 |
| Erträge aus verjährten Einlagen | 6.767 | 6.085 |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 23 | 175 |
| Erträge aus sonstigen Vergütungen | 33.949 | 14.525 |
Die Betriebsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 178.073 Tausend EUR gestiegen. Der Personalaufwand ist um 34.305 Tausend EUR auf 296.511 Tausend EUR gestiegen. Im Personalaufwand ist eine Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 28.146 Tausend EUR enthalten. In den Betriebsaufwendungen sind
die Beiträge zu Einlagensicherung und Abwicklungsfonds in Höhe von 22.314 Tausend EUR enthalten (Vorjahr: 20.686 Tausend EUR).
Aufwendungen für angefallene und noch erwartete anfallende Leistungen im Zusammenhang mit dem Prozess mit der Stadt Linz wurden entsprechend aufwandswirksam berücksichtigt.
Gemäß § 238 Abs. 1 Z 18 UGB verweisen wir hinsichtlich der im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf den Konzernabschluss.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 125.632 Tausend EUR (Vorjahr: 12.105 Tausend EUR) und beinhalten 10.103 Tausend EUR (Vorjahr: 2.464 Tausend EUR) für Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen sowie Aufwendungen von 1.733 Tausend Euro (Vorjahr: 6.832 Tausend EUR) aus der Dotierung von Drohverlustrückstellungen im Rahmen der Bilanzierung von Derivaten. Außerdem sind Einmalaufwendungen in Höhe von 112.200 Tausend EUR enthalten, die vor allem eine Gebühr für die Auflösung der Kooperationsvereinbarung mit Österreichische Post AG betreffen.
Der Aufwandssaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken beträgt für das laufende Geschäftsjahr -81.807 Tausend EUR (Vorjahr: -71.309 Tausend EUR).
Diese Position enthält wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Transaktion mit der Stadt Linz. Betreffend der
Forderung gegenüber der Stadt Linz verweisen wir auf das Kapitel "Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten".
In der Position 13/14 sind Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 58.472 Tausend EUR (Vorjahr: 20.217 Tausend EUR) enthalten. Die Ergebnisse im Zusammenhang mit Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 30.782 Tausend EUR (Vorjahr: 8.088 Tausend EUR) resultieren aus Bewertungen und Veräußerungen von Beteiligungen.
Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen einen Verschmelzungsverlust, der im Zuge der Verschmelzung mit dem Bankbetrieb der IMMO-BANK AG entstanden ist.
Im Posten Umgründungsbedingte Übernahme eines Ergebnisses aus Vorperioden ist das im Rahmen der Verschmelzung übernommene Ergebnis der IMMO-BANK AG für die Periode Juli bis Dezember 2016 ausgewiesen.
Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs. 1 Z 19 BWG
Der Jahresüberschuss nach Steuern in Prozent der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag belief sich auf 0,91% (Vorjahr: 0,92%).
ANGABEN ZU MITARBEITERN UND ORGANEN
Der Personalstand (aktive Mitarbeiter, Mitarbeiter in Karenz und jene mit einer Vorruhestandsvereinbarung) betrug 2017 im Jahresdurchschnitt 2.740 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.819 Mitarbeiter), die alle in einem Angestelltenverhältnis bzw. Bundesdienstverhältnis stehen. Im Personalstand sind 78 Mitarbeiter (Vorjahr: 79) enthalten, die in der BAWAG P.S.K. angestellt, aber an Tochterunternehmen delegiert waren. Der Bestand an aktiven, auf Vollzeitkräfte umgerechneten Mitarbeiter beträgt per 31. Dezember 2017 1.823 (Vorjahr: 1.876).
Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 15.732 Tausend EUR (Vorjahr: 9.182 Tausend EUR) enthalten.
Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands (inklusive abgegrenzten und noch nicht ausbezahlten Bonus und Pensionskassenbeiträge) betrug im abgelaufenen Jahr 18.313 Tausend EUR (Vorjahr: 25.595 Tausend EUR) und für frühere Mitglieder des Vorstandes 2.113 Tausend EUR. Davon wurden 4.500 Tausend EUR an den früheren indirekten Gesellschafter Promontoria Sacher N.V. weiterverrechnet (Vorjahr: 4.500 Tausend EUR).
Jedes Konzernunternehmen trägt die anteilige Vergütung des jeweiligen Mitglieds des Vorstands.
Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf 332 Tausend EUR (Vorjahr: 397 Tausend EUR) und für frühere Mitglieder des Aufsichtsrates auf 120 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR).
Für das Jahr 2017 erhält der Vorstand keine Bonuszahlung. Unter Beachtung der regulatorischen Rahmenbedingungen wurde für den Vorstand ein Long Term Incentive Program, das zu 100% in Aktien der BAWAG Group AG gewährt wird und an den langfristigen Unternehmenserfolg geknüpft ist, implementiert.
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (exklusive Pensionskassenbeiträge für Mitglieder des aktiven Vorstands) beliefen sich für den Vorstand und leitende Angestellte (inklusive ehemalige) auf 5.887 Tausend EUR (Vorjahr: 12.129 Tausend EUR), für die anderen Arbeitnehmer auf 37.003 Tausend EUR (Vorjahr: 22.579 Tausend EUR).
Zum 31. Dezember 2017 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionsvorsorge vorsehen.
Zum Bilanzstichtag haften drei Kredite in Höhe von 161 Tausend EUR bzw. keine Leasingfinanzierung an ein Mitglied des Vorstands aus (Vorjahr: 572 Tausend EUR). Zusätzlich besteht ein teilweise in Höhe von 210 Tausend EUR ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 750 Tausend EUR. Die Summe der Kredite bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 0 Tausend EUR (Vorjahr: 12 Tausend EUR). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.
Zusätzlich ist zum Bilanzstichtag und im Vorjahr kein Limit auf einem Girokonto eines Mitglieds des Vorstands und Aufsichtsrates ausgenützt. Die Summe der Umsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierten Kreditkarten des Dezembers 2017, die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, betragen 26 Tausend EUR (Vorjahr: 21 Tausend EUR), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen zum Bilanzstichtag und im Vorjahr 0 Tsd. EUR.
Abfertigungszahlungen an frühere Mitglieder des Vorstandes betragen 3.835 Tausend EUR. An Pensionen und Pensionsabfindungen wurde an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 24.595 Tausend EUR (Vorjahr: 1.513 Tausend EUR) ausbezahlt, der Ertrag aus der Rückstellungsbewegung beträgt 20.645 Tausend EUR (Vorjahr: Aufwand 1.147 Tausend EUR).
Langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP)
Die BAWAG Group hat ein langfristiges Incentivierungsprogramm (Long Term Incentive Program – LTIP) für die Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der obersten Führungsebene sowie ausgewählte Berater eingeführt. Durch LTIP sollen die Interessen der Begünstigten eng mit jenen der Eigentümer verbunden werden. Dies soll erreicht werden, indem der Bonus und Teile der Beratungsentgelte in Form von Stammaktien der BAWAG Group AG gewährt werden. Die Übertragung der Aktien an die Begünstigten hängt dabei von der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ab. LTIP stellt eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten dar und wird in Übereinstimmung mit der AFRAC-STN 3 bilanziert.
Die Anzahl der Aktien wurde Anfang 2018 von der BAWAG Group AG festgelegt und basiert auf der Einschätzung der individuellen Leistungen im Jahr 2017 (und den Vorjahren). Der Rechtsanspruch der einzelnen Begünstigten hängt für 75% der Aktien von der Erreichung eines Leistungsziels ab, welches auf dem durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie (pre-tax EPS) im Zeitraum 2018 bis 2020 basiert. Die Beurteilung erfolgt zu Beginn des Jahres 2021. Abhängig vom erreichten durchschnittlichen Ergebnis vor Steuern je Aktie der BAWAG Group AG werden zwischen 0% und 100% dieser Aktien tatsächlich zugeteilt ("Teil 1"). Der Rechtsanspruch für Teil 1 hängt nur vom erreichten Ergebnis vor Steuern je Aktie ab, zusätzliche Dienstbedingungen bestehen nicht.
25% der Aktien jedes Begünstigten sind an eine Leistungsbedingung gebunden ("Teil 2"): der Rechtsanspruch auf diese Aktien entsteht nur, wenn der Begünstigte bis März 2022 und 2023 durchgehend im Konzern beschäftigt ist. Die Ansprüche verfallen, wenn der Begünstigte sein Beschäftigungsverhältnis beendet oder entlassen wird. Sofern der Begünstigte aus einem Good Leaver Grund
Die folgenden Aktien wurden im Jänner 2018 zugeteilt:
ausscheidet und nach österreichischem Arbeitsrecht kein Mitglied des Vorstands ist, erfolgt eine anteilige Zuteilung.
Nach Ablauf des regulatorischen Aufschubs (dies umfasst auch Beschränkungen bei Dividendenzahlungen) ist eine Sperrfrist von einem Jahr vorgesehen. Für Mitglieder des Vorstands besteht für 50% der Aktien eine Sperrfrist bis zum Ende ihres Mandats.
Nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen erhalten die Begünstigten des LTIP einen Anspruch auf Aktien der BAWAG Group AG, ohne hierfür eine weitere Zahlung leisten zu müssen.
Das Programm umfasst auch die Möglichkeit einer Netto-Abrechnung, welche die BAWAG Group berechtigt, jene Anzahl an Aktien zurückzubehalten, die erforderlich ist, um eine entstehende Steuerschuld zu begleichen. Das Recht besteht nicht, wenn der Begünstigte den erforderlichen Betrag an den Arbeitgeber zahlt.
| Anzahl der Aktien | BeizulegenderZeitwertin Mio. EUR | BeizulegenderZeitwert je Aktie | |
|---|---|---|---|
| Gewährt am 18.1.2018 | 490.734 | 23,3 | 47,44 |
| Davon im Rahmen von Teil 1 des LTIP-Programms zugeteilt | 368.051 | 17,5 | 47,44 |
| Begünstigte | Anzahl der Aktien,die im Rahmen vonTeil 1 des LTIPProgrammsgewährt wurden | Anzahl der Aktien,die im Rahmen vonTeil 2 des LTIPProgrammsgewährt wurden | Maximale Anzahlan Aktien, dietatsächlichzugeteilt werden | Minimale Anzahlan Aktien, dietatsächlichzugeteilt werden | Anzahl der Aktien,die zum Zeitpunktder Gewährungtatsächlich zugeteiltwurden |
|---|---|---|---|---|---|
| Mitglieder des Vorstands derGesellschaft | |||||
| Anas Abuzaakouk | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stefan Barth | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| David O'Leary | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sat Shah | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Enver Sirucic | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andrew Wise | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mitglieder des Vorstands vonTochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leitende Angestellte desUnternehmens und seinerTochtergesellschaften | 368.051 | 122.683 | 490.734 | 0 | 0 |
| Andere | 0 | 0 | |||
| Summe | 368.051 | 122.683 | 490.734 | 0 | 0 |
Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der zugeteilten Aktien je Gruppe von Begünstigten:
Bewertung
Die BAWAG Group verwendet den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente, um den Wert der von den Mitarbeitern erhaltenen Leistungen zu bestimmen.
Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt basiert auf beobachtbaren Marktpreisen der BAWAG Group AG Aktie. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden keine Anpassungen für erwartete Dividenden und Dividendenbeschränkungen vorgenommen.
Für Teil 1 des LTIP-Programms wurden Markt- und Nichtausübungsbedingungen durch die Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass die geplanten Ergebnisse je Aktie erreicht werden, berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit 100% angenommen.
Dienstbedingungen, wie sie in Teil 2 des LTIP-Programms vereinbart wurden, werden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Gewährungszeitpunkt nicht berücksichtigt. Diese werden durch Anpassung der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die in die Bewertung des Transaktion einfließen, berücksichtigt. Die BAWAG Group erwartet, dass alle Begünstigten die Dienstbedingungen erfüllen werden.
Im Jahresabschluss erfasste Beträge
Die Leistungen, die für eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erbracht werden, werden im Zeitraum der Leistungserbringung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zeitgleich kommt es zu einer Erhöhung im Eigenkapital.
Mit der Gewährung von Teil 1 des LTIP-Programms ist keine weitere Leistungsbedingung verbunden und der Aufwand wird dementsprechend sofort erfasst.
Wenngleich der Zeitpunkt der Gewährung des LTIP-Programms Anfang 2018 war, stellt die aktienbasierte Vergütung einen Bonus für in 2017 erbrachte Leistungen dar. Dementsprechend werden Aufwendungen und die Erhöhung im Eigenkapital im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 basierend auf dem beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt erfasst. Die Begünstigten wurden im Dezember 2017 über das Programm und ihre Einbeziehung darin informiert.
Für Teil 2 werden die Aufwendungen linear verteilt während des Erdienungszeitraums unter Anwendung der modifizierten Grant-Date-Methode erfasst. Diese Methode sieht eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Eigenkapitalinstrumente zum Gewährungszeitpunkt vor, wobei eine fortlaufende Anpassungen für Instrumente, die nicht tatsächlich zu geteilt werden, erfolgt. Im Jahresabschluss wurden keine Aufwendungen für Teil 2 des LTIP-Programms erfasst, da dieser Teil den Leistungsperioden 2018 bis 2022 zuzuordnen ist.
Die folgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Periode erfasst
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich inEigenkapitalinstrumenten | 17,5 | 0 |
| davon betreffend | ||
| Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft | 0 | |
| Mitglieder des Vorstands von Tochterunternehmen | 0 | |
| Leitende Angestellte des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften | 17,5 | |
| Andere | 0 |
Annual Bonus Program
Annual Bonus Awards werden ausgewählten Mitarbeitern gewährt, die nicht am LTIP teilnehmen. Der Zielbonus dieser Gruppe orientiert sich am jährlichen Ergebnis und definierten externen Zielgrößen. Sofern der individuelle Bonus eine bestimmte Grenze überschreitet, werden 20% des Bonus in bar ausbezahlt und 80% in Form von Aktien der BAWAG Group AG vergütet. Aktien, die den Begünstigten tatsächlich zugeteilt werden, stellen eine aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten dar. Da dieses Bonusprogramm nicht formal an die ausgewählten Mitarbeiter kommuniziert wurde, wird die aktienbasierte Vergütung im Jahresabschluss 2018 erfasst. Alle erwarteten Bonuszuteilungen für diese Mitarbeiter, die für im Jahr 2017 erbrachte Leistungen gewährt werden, wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 durch Erfassung einer Verbindlichkeit berücksichtigt.
ANGABEN ZU FINANZDERIVATEN UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Sicherungsbeziehungen
Teile von Wertpapieren des Aktivbestandes (Sovereign, Financials und auch solche im Segment International Corporates), Kredite, Sparbücher und eigene Emissionen werden mit Derivaten gegen das Zinsänderungs- und Währungsrisiko abgesichert. Die Grundgeschäfte beinhalten immer eine Fixzinsvereinbarung. Weiters werden Derivate des Bankbuchs mit gegenläufigen Derivaten abgesichert.
Zur Absicherung werden primär Interest Rate Swaps und Cross Currency Swaps sowie in Ausnahmefällen auch Zinsoptionen (Cap, Floor) verwendet. Die zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Grundgeschäften werden mit den zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Derivaten ausgeglichen. Die Absicherung findet auf Einzel- sowie auch auf Portfolioebene statt. Die retrospektive Effektivität wird mittels Dollar-Offset-Methode geprüft. Der Absicherungszeitraum erstreckt sich grundsätzlich von Beginn der Sicherungsbeziehung bis zur Endfälligkeit des jeweiligen Grundgeschäftes bzw. Portfolios.
Die beizulegenden Zeitwerte der eingesetzten Derivate betrugen zum Bilanzstichtag 190.916 Tausend EUR (Vorjahr: 290.034 Tausend EUR). Davon entfallen Marktwerte in der Höhe von 226.211 Tausend EUR (Vorjahr: 357.123 Tausend EUR) auf Sicherungsinstrumente für die oben
angeführten Grundgeschäfte auf der Passivseite. Für die oben angeführten Grundgeschäfte auf der Aktivseite belaufen sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente auf -35.296 Tausend EUR (Vorjahr: -67.088 Tausend EUR).
Die BAWAG P.S.K. verwendet weiters Zinsderivate, um Zinsrisiken des gesamten Bankbuches in einem Macro-Hedge abzusichern. Dieser umfasst zinstragende Geschäfte, welche keinem Micro- oder Portfolio-Hedge zugeordnet sind. Sofern diese Zinssteuerungsderivate einen negativen Marktwert aufweisen, werden diesen zinsbezogene Wertsteigerungen der Grundgeschäfte gegenübergestellt. Weist diese Gegenüberstellung einen negativen Überhang auf, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst; positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt.
Angaben zum Macro-Hedge
Die BAWAG P.S.K. bilanziert einen Macro-Hedge im Sinne des FMA-Rundschreibens "Zinssteuerungsderivate", welches zum 31. Dezember 2013 in Kraft getreten ist.
Folgende Tabelle zeigt die Summe der negativen und positiven beizulegenden Werte der Zinssteuerungsderivate pro Währung in Tausend EUR:
| Währung | Pos. MW | Neg. MW | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR1) | 350.560 | -392.583 | -42.023 | 2.707 | -44.730 |
| CHF | 2.657 | -35.159 | -32.502 | -135.185 | 102.683 |
| USD | 22.855 | -40.279 | -17.424 | -153.476 | 136.052 |
| GBP | 33.548 | -7.108 | 26.440 | 64.488 | -38.048 |
| Summe | 409.620 | -475.129 | -65.509 | -221.466 | 155.957 |
- Sonstige Fremdwährungen werden wegen Unwesentlichkeit nicht separat, sondern unter EUR dargestellt.
Das Bewertungsergebnis aus Zinssteuerungsderivaten (inklusive Effekten aus der Fremdwährungsumrechnung) beträgt 155.958 Tausend EUR (Vorjahr: 180.880 Tausend EUR). Dem stehen Ausgleichszahlungen aus Derivaten gegenüber, die sich insbesondere aus der Fremdwährungsumrechnung ergeben, in Höhe von 115.427 Tausend EUR (Vorjahr: -88.424 Tausend EUR).
Der in Summe deutlich verbesserte Marktwert von Zinssicherungsderivaten ist auf Fremdwährungsderivate in den Währungen CHF und USD zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der gegenläufigen Bewertung der Grundgeschäfte zeigt sich ein um 293 Tausend EUR (Vorjahr: 443 Tausend EUR) gegenüber dem letzten Abschlussstichtag
verbessertes Bewertungsergebnis. Zum 31. Dezember 2017 weist die BAWAG P.S.K. eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Macro-Hedge in Höhe von 609 Tausend EUR (Vorjahr: 902 Tausend EUR) aus.
Die Zinsrisikoposition wird im Wesentlichen durch das Europortfolio bestimmt.
Die BAWAG P.S.K. hat in der Vergangenheit zur Optimierung ihrer Derivateportfolios eine Reihe von bi- und trilateralen Portfolioverdichtungen durchgeführt. Daraus entstandene negative Marktwertüberhänge wurden erfolgswirksam erfasst bzw. positive Marktwertüberhänge über die Restlaufzeit verteilt.
Zur Steuerung des Zins- und Bewertungsergebnisses wurden im Zuge der Veräußerung von Wertpapierbeständen bzw. vorzeitigen Abdeckungen von Krediten durch Kunden gegenläufige Sicherungsgeschäfte vorzeitig beendet. Daraus resultiert eine Reduktion an derivativen Geschäften mit negativem Barwert.
Die BAWAG P.S.K. verfolgt für die dem Macro-Hedge gewidmeten Portfolien das Ziel, Festzinslücken zu schließen und zinsinduzierte Marktwertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften (Zinssteuerungsderivate) zur Gänze zu neutralisieren. Damit soll ein Gleichlauf zwischen ökonomischer Risikoposition und buchhalterischer Abbildung gewährleistet werden.
Die BAWAG P.S.K. wendet folgende Instrumente als Sicherungsinstrumente für Grundgeschäfte an:
- Interest Rate Swaps (Plain Vanilla)
- Callable/Puttable Interest Rate Swaps
- Devisenswaps
- Geldmarktfutures
- Forward Rate Agreements
- Constant Maturity Swaps
- Cross Currency Swaps
- Kapitalmarkt Futures
- Cap/Floor/Collar
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2017 beläuft sich das designierte Volumen an Zinssicherungsderivaten auf 28.499 Mio. EUR (Vorjahr: 23.799 Mio. EUR).
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Nominale der designierten Derivate im Macro Hedge | 28.499 | 23.799 | 4.701 |
Dem Macro-Hedge liegen sämtliche zinstragenden Geschäfte zugrunde, sofern diese nicht bereits den Bestandteil einer (Micro-)Bewertungseinheit bilden bzw. als strategische Zinsrisikoposition des Asset Liability Committees geführt werden. Darüber hinaus ausgenommen von einer Macro-Hedge Widmung sind sämtliche nicht zinstragenden Geschäfte und allfällige dazugehörige Absicherungsgeschäfte.
Die Zinsrisikosteuerung und Hedgeanpassung erfolgt laufend durch Einzelkontrahierung großvolumigen Geschäfts sowie jedenfalls monatlich auf Basis des Zinsrisikoreportings, um die retrospektive und prospektive Effektivität der Zinssicherung zu gewährleisten.
Offene oder strategische Zinspositionen bedürfen eines Beschlusses durch das Asset Liability Committee (ALCO) der Gesamtbank. Sofern diese Derivate einen negativen Marktwert ausweisen, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst, positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt.
Zusammensetzung des Derivatevolumens (Handelsbuch und Bankbuch)
Zinsswaps und Basisswaps sind im Volumen der Derivate nur einseitig berücksichtigt. Bei Futures und Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte fließen die Nominale aller gekauften und verkauften Derivate in die Darstellung ein. Währungs- und Zinsswaps mit mehreren Währungen (CRS) fließen nur einseitig in die Summe der Nominale ein. Bei Devisentermingeschäften wird das Nominale der Kauf- und der Verkaufsverträge in die Summe der Derivate aufgenommen. Gleiches gilt für die FX-Optionen. Bei CDS wird das Nominale der gekauften CDS als auch der verkauften CDS in die Berechnung des Derivatevolumens miteinbezogen. Der Rest der Derivate wird nur einseitig berücksichtigt.
Für weitere Erläuterungen zu den Angaben über die derivativen Finanzgeschäfte der BAWAG P.S.K. verweisen wir auf die Tabellen "Derivate im Bankbuch" und "Derivate im Handelsbuch" (Anlage 3).
ANGABEN ZUR OFFENLEGUNG GEM. ARTIKEL 431 CRR
Alle Informationen über die Organisationsstruktur, das Risikomanagement und die Risikokapitalsituation sind im Internet unter
https://www.bawaggroup.com/Finanzergebnisse offengelegt (deutsche und englische Version).
7.März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
ANLAGENSPIEGEL GEMÄSS § 226 ABS. 1 UGB
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Stand01.01.2017 | Zugänge2017 | Umbuchungen2017 | Abgänge2017 | Stand31.12.2017 | |
| Finanzanlagen1) | ||||||
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 1.048.512 | 2.502.218 | 0 | -2.972.363 | 578.367 | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 72.381 | 124.440 | 0 | -138.181 | 58.640 | |
| Forderungen an Kunden | 624.864 | 2.707.542 | 0 | -2.374.320 | 958.086 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinslicheWertpapiere | 4.447.737 | 13.596.149 | 0 | -13.256.222 | 4.787.664 | |
| Aktien und sonstige Wertpapiere | 1.584.766 | 1.521.055 | 0 | -1.997.697 | 1.108.124 | |
| Beteiligungen | 56.099 | 11 | 0 | -600 | 55.510 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.590.678 | 1.129.136 | 0 | -508.461 | 2.211.353 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 506.065 | 37.860 | -293 | -133.712 | 409.920 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Betrieblich genutzte Grundstücke u. Gebäude | 11.908 | 0 | 0 | -13 | 11.895 | |
| Sonstige Sachanlagen | 167.181 | 2.865 | 293 | -29.622 | 140.717 | |
| Gesamtsumme | 10.110.190 | 21.621.276 | 0 | -21.411.191 | 10.320.275 |
- die Spalten Zugänge und Abgänge der Positionen A2 bis A6 enthalten Repo-Bewegungen
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Stand01.01.2017 | Abschreibungen 2017 | Zuschreibungen2017 | Umbuchungen2017 | Abgänge2017 | FX 2017 | Stand31.12.2017 | Stand31.12.2017 | Stand31.12.2016 |
| Finanzanlagen | |||||||||
| Schuldtitelöffentlicher Stellen | 15.404 | 5.224 | -260 | 0 | 4.573 | 0 | 15.795 | 562.572 | 1.033.108 |
| Forderungen anKreditinstitute | 1.476 | 431 | 0 | 0 | 602 | -83 | 1.221 | 57.420 | 70.906 |
| Forderungen anKunden | 10.428 | 2.288 | -331 | 0 | 1.830 | -755 | 9.799 | 948.287 | 614.436 |
| Schuldverschreibungen u. a.festverzinslicheWertpapiere | 55.712 | 19.746 | -1.606 | 0 | 27.158 | -22 | 46.672 | 4.740.992 | 4.392.025 |
| Aktien und sonstigeWertpapiere | -565 | 168 | -579 | 0 | -964 | 0 | -12 | 1.108.136 | 1.585.331 |
| Beteiligungen | 12.523 | 3.492 | -7.716 | 0 | 0 | 0 | 8.299 | 47.210 | 43.575 |
| Anteile anverbundenenUnternehmen | 1.161.768 | 4.266 | -30.399 | 0 | 0 | 0 | 1.135.635 | 1.075.717 | 428.909 |
| ImmaterielleVermögensgegenstände | 408.976 | 18.604 | 0 | 0 | 124.708 | 0 | 302.872 | 107.048 | 97.089 |
| Sachanlagen | |||||||||
| Betrieblich genutzteGrundst. u. Gebäude | 8.465 | 119 | 0 | 0 | 7 | 0 | 8.577 | 3.318 | 3.443 |
| SonstigeSachanlagen | 126.268 | 16.221 | 0 | 0 | 28.413 | 0 | 114.076 | 26.641 | 40.913 |
| Gesamtsumme | 1.800.455 | 70.559 | -40.891 | 0 | 186.327 | -860 | 1.642.935 | 8.677.340 | 8.309.735 |
UNTERNEHMEN, AN DENEN DIE BAWAG P.S.K. ZUMINDEST 20% DER ANTEILE BESITZT
| Durchger. | Eigenkapitalinkl. unverst. | Jahresüberschuss/- | Kons. | USt-Org. | Zahlen per | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Anteile in % | Rücklagen | fehlbetrag | |||
| Banken | ||||||
| BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien | 100,00% | 15.640 | -757 | K | 31.12.2016 | |
| easybank AG, Wien | 100,00% | 117.295 | 50.803 | K | U | 31.12.2016 |
| IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien | 100,00% | 91.651 | 13.951 | K | 31.12.2016 | |
| start:bausparkasse AG, Wien | 100,00% | 100.260 | -11.228 | K | 31.12.2016 | |
| SÜDWESTBANK AG, Stuttgart | 100,00% | 719.544 | 56.524 | K | 31.12.2016 | |
| Nichtbanken | ||||||
| AUSTOST ANSTALT, Balzers | 100,00% | 380 | -16 | 31.12.2016 | ||
| AUSTWEST ANSTALT, Triesen | 100,00% | 6.157 | -9 | 31.12.2016 | ||
| BAWAG Finance Malta Ltd., Sliema | 100,00% | 205 | 16 | 28.12.2016 | ||
| BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% | 704 | 0 | 31.12.2016 | ||
| BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH, Stuttgard | 100,00% | 13 | 0 | 31.12.2016 | ||
| BAWAG P.S.K. Equity Finance Ltd., Jersey | 100,00% | 252 | 11 | 31.12.2016 | ||
| BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien | 100,00% | 6.154 | 367 | K | 31.12.2016 | |
| BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien | 100,00% | 33.489 | 7.602 | K | U | 31.12.2016 |
| E2E Service Center Holding GmbH, Wien | 100,00% | 2.581 | 250 | K | U | 31.12.2016 |
| Einlagensicherung der Banken und BankiersGesellschaft m.b.H., Wien | 35,92% | 77 | 0 | 31.12.2016 | ||
| Leasing-west GmbH, Kiefersfelden | 100,00% | 4.347 | 697 | K | 31.12.2016 | |
| PSA Payment Services Austria (vormals ADF ServiceGmbH), Wien | 20,82% | 47.412 | 21.555 | at equity | 31.12.2016 | |
| P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | 100,00% | 81.513 | 11.188 | K | 31.12.2016 | |
| P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien | 100,00% | 13.656 | 1.517 | K | 31.12.2016 | |
| RVG, Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% | 2.766 | 125 | K | 31.12.2016 |
SONSTIGE WESENTLICHE VERBUNDENE UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS
| Durchger.Anteile in % | Eigenkapitalinkl. unverst.Rücklagen | Jahresüberschuss/-fehlbetrag | Kons. | USt-Org. | Zahlen per | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidierte Unternehmen | ||||||
| ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien | 75,00% | K | ||||
| BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien | 100,00% | K | ||||
| BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien | 100,00% | K | ||||
| BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASINGKG., Wien | 100,00% | K | ||||
| BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien | 100,00% | K | ||||
| BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien | 25,00% | at equity | ||||
| BPI Holding GmbH & Co. KG., Wien | 100,00% | K | ||||
| BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien | 100,00% | K | ||||
| CVG Immobilien GmbH, Wien | 100,00% | K | ||||
| easyleasing GmbH, Wien | 100,00% | K | U | |||
| E2E Kreditmanagement GmbH, Wien | 100,00% | K | U | |||
| E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien | 100,00% | K | U |
SONSTIGE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS
Durchger. Anteile in %
| Konsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | 100,00% |
| KLB Baulandentwicklung GmbH., Wien | 100,00% |
| M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH., Wien | 100,00% |
| R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| START Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| SWB Immowert GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI Darmstadt 1 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI Mainz 1 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI München 1 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI Stuttgart 1 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI Stuttgart 2 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| SWBI Stuttgart 3 GmbH, Stuttgart | 100,00% |
| Ausgewählte nicht konsolidierte Unternehmen | |
| ATHENA Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt | 38,30% |
| Athena Wien Beteiligungen AG, Wien | 50,00% |
| BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag | 100,00% |
| BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00% |
| easy green energy GmbH, Wien | 49,00% |
| easy green energy GmbH & Co KG, Wien | 49,00% |
| Fides Leasing GmbH, Wien | 50,00% |
| Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| HFE alpha Handels-GmbH, Wien | 50,00% |
| Kommunalleasing GmbH, Wien | 50,00% |
| media.at GmbH, Wien | 26,30% |
| OMNITEC Informationstechnologie-Systemservice GmbH, Wien | 50,00% |
| PT Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| Realplan Beta Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Wien | 50,00% |
| RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien | 100,00% |
| ROMAX Immobilien GmbH, Wien | 100,00% |
| SWB Treuhand Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart | 100,00% |
| Tresides Asset Management GmbH, Stuttgart | 51,00% |
| TwinLux ValueInvest S.A., Luxemburg | 100,00% |
| Vertiva Family Office GmbH, Stuttgart | 52,50% |
DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2017
Derivate im Bankbuch
| Nominale nach Restlaufzeit | Gesamt | Kauf und Verkauf MW | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | summe | Pos. MW | Neg. fair value |
| Zinsderivate | ||||||
| a) Zinsswap (mit einer einzigenWährung) | 5.121.689 | 13.325.535 | 13.033.903 | 31.481.127 | 636.288 | -267.061 |
| b) Basisswap | 790.707 | 234.107 | 128.400 | 1.153.214 | 44.150 | -9.410 |
| c) Zinsterminkontrakte und zinsbezogeneIndexkontrakte | – | – | – | – | – | – |
| d) Optionen auf zinsbezogeneIndexkontrakte | 105.102 | 391.965 | 165.468 | 662.535 | 15.715 | -29.562 |
| Wechselkursgeschäfte und Geschäfte aufGoldbasis | ||||||
| a) Währungs- und Zinsswaps (mitmehreren Währungen) | 323.239 | 2.597.919 | 1.341.676 | 4.262.834 | 49.837 | -80.744 |
| b) Devisentermingeschäft | 2.589.110 | 137.833 | 2.726.943 | 33.585 | -5.477 | |
| c) Währungsterminkontrakte undwährungsbezogene Indexkontrakte | ||||||
| d) Währungsoptionen | ||||||
| Index- und Substanzverträge | ||||||
| a) Termingeschäfte in Substanzwertenund sonstige wertpapierkursbezogeneIndex- Termingeschäfte | – | – | 6.659 | 6.659 | 503 | – |
| b) Index-Termingeschäfte inSubstanzwerten und sonstigewertpapierbezogene IndexTermingeschäfte | – | – | 13.760 | 13.760 | 2.361 | – |
| Warenverträge (ausgenommen EdelmetallVerträge) | ||||||
| a) Gekaufte Warenoption | 7.839 | – | – | 7.839 | 528 | – |
| Kreditderivate | ||||||
| a) Single name credit event/defaultswaps | 29.184 | – | 29.184 | – | – | |
| Andere Termingeschäfte, Optionen undvergleichbare Verträge, die nicht in obigeKategorien einordenbar sind | – | 18.500 | 16.409 | 34.909 | 1.345 | -4.575 |
| Gesamtnominale Bankbuch | 40.379.004 | 784.312 | -396.829 |
In der Position "Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte" subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: Es wird das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
Derivate im Handelsbuch
| Nominale nach Restlaufzeit | Gesamt | Kauf und Verkauf MW | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | summe | Pos. MW | Neg. fair value |
| Zinsderivate | ||||||
| a) Zinsswap (mit einer einzigenWährung) | 672.092 | 1.496.310 | 1.095.278 | 3.263.680 | 128.299 | -45.377 |
| b) Basisswap | – | 312.000 | 25.000 | 337.000 | 212 | -415 |
| d) Optionen auf zinsbezogeneIndexkontrakte | 430.538 | 639.002 | 224.689 | 1.294.229 | 17.463 | -16.493 |
| Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf | ||||||
| Goldbasis | ||||||
| a) Währungs- und Zinsswaps (mitmehreren Währungen) | – | – | – | – | – | – |
| b) Devisentermingeschäft | – | – | – | – | – | – |
| c) Währungsoptionen | 500 | – | – | 500 | 100 | – |
| Gesamtnominale Handelsbuch | 4.895.409 | 146.074 | -62.285 | |||
| Gesamtnominale | 45.274.413 | 930.386 | -459.113 |
Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: Es wird das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2016
Derivate im Bankbuch
| Nominale nach Restlaufzeit | Gesamt | Kauf und Verkauf MW | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | summe | Pos. MW | Neg. fair value |
| Zinsderivate | ||||||
| a) Zinsswap (mit einer einzigen Währung) | 2.321.458 | 11.520.040 | 10.971.294 | 24.812.792 | 876.110 | -345.888 |
| b) Basisswap | 46.920 | 1.030.210 | 228.345 | 1.305.475 | 64.036 | -14.254 |
| c) Zinsterminkontrakte und zinsbezogeneIndexkontrakte | 100.000 | – | – | 100.000 | – | – |
| d) Optionen auf zinsbezogeneIndexkontrakte | 20.361 | 211.528 | 454.026 | 685.915 | 18.841 | -32.153 |
| Wechselkursgeschäfte und Geschäfte aufGoldbasis | ||||||
| a) Währungs- und Zinsswaps (mitmehreren Währungen) | 470.765 | 2.427.383 | 1.360.167 | 4.258.315 | 70.516 | -299.025 |
| b) Devisentermingeschäft | 2.794.835 | 80.362 | – | 2.875.197 | 26.966 | -51.447 |
| c) Währungsterminkontrakte undwährungsbezogene Indexkontrakte | 4.052 | 4.052 | 153.160 | 161.264 | 35.203 | – |
| d) Währungsoptionen | 92.838 | – | 92.838 | 3.938 | -3.938 | |
| Index- und Substanzverträge | ||||||
| a) Termingeschäfte in Substanzwertenund sonstige wertpapierkursbezogeneIndex- Termingeschäfte | – | – | 8.059 | 8.059 | 666 | – |
| b) Index-Termingeschäfte inSubstanzwerten und sonstigewertpapierbezogene IndexTermingeschäfte | – | – | 13.760 | 13.760 | 2.310 | – |
| Warenverträge (ausgenommen EdelmetallVerträge) | ||||||
| a) Gekaufte Warenoption | 5.965 | 7.839 | – | 13.804 | 880 | – |
| Kreditderivate | ||||||
| a) Single name credit event/default swaps | 33.204 | – | 33.204 | – | – | |
| Andere Termingeschäfte, Optionen undvergleichbare Verträge, die nicht in obigeKategorien einordenbar sind | 16.450 | 18.500 | 16.409 | 51.359 | 1.777 | -5.143 |
| Gesamtnominale Bankbuch | 34.411.982 | 1.101.243 | -751.848 |
In der Position "Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte" subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch
die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: es wird nur das Nominale einer Credit Linked Note dargestellt.
Derivate im Handelsbuch
| Nominale nach Restlaufzeit | Gesamt | Kauf und Verkauf MW | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | summe | Pos. MW | Neg. fair value |
| Zinsderivate | ||||||
| a) Zinsswap (mit einer einzigenWährung) | 765.344 | 1.868.149 | 1.396.715 | 4.030.208 | 171.453 | -72.778 |
| b) Basisswap | – | 312.000 | 25.000 | 337.000 | 669 | -543 |
| d) Optionen auf zinsbezogeneIndexkontrakte | 530.659 | 1.141.696 | 205.402 | 1.877.757 | 41.669 | -23.211 |
| Wechselkursgeschäfte und Geschäfte aufGoldbasis | ||||||
| a) Währungs- und Zinsswaps (mitmehreren Währungen) | 84 | – | – | 84 | 4 | – |
| b) Devisentermingeschäft | 295.414 | – | – | 295.414 | 11.685 | -10.024 |
| c) Währungsoptionen | 818.338 | 500 | – | 818.838 | 8.396 | -35.814 |
| Gesamtnominale Handelsbuch | 7.359.301 | 233.876 | -142.370 | |||
| Gesamtnominale | 41.771.283 | 1.335.119 | -894.218 |
Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Anas ABUZAAKOUK
Vorsitzender des Vorstands (seit 3.5.2017) Vorstandsmitglied (seit 1.1.2014)
Stefan BARTH (seit 1.2.2015)
David O'LEARY (seit 1.4.2017)
Sat SHAH (seit 4.3.2015)
Enver SIRUCIC (seit 3.5.2017)
Andrew WISE (seit 1.4.2017)
Weitere Mitglieder 2017
Byron HAYNES (von 1.8.2008 bis 7.6.2017)
Corey PINKSTON (von 1.1.2013 bis 21.3.2017)
AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Vorsitzender
Pieter KORTEWEG
(seit 15.9.2017, Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrate von 15.12.2009 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied seit 27.8.2007 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Vorsitzender-Stellvertreter
Christopher BRODY
(seit 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Egbert FLEISCHER
(seit 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Mitglieder
Kim FENNEBRESQUE
(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Frederick HADDAD
(von 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Adam ROSMARIN
(von 15.9.2017 bis zur Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2017 Beschluss fasst)
Weitere Mitglieder 2017
Richard ALEXANDER
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 8.3.2017 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Manuel GONZALEZ CID
(Vorsitzender des Aufsichtsrats von 8.3.2017 bis 15.9.2017, Aufsichtsratsmitglied von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Franklin W. HOBBS
(Vorsitzender des Aufsichtsrats von 12.3.2013 bis 8.3.2017, Aufsichtsratsmitglied von 12.3.2013 bis 8.3.2017)
Chad A. LEAT (von 5.12.2013 bis 8.3.2017)
Cees MAAS
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 12.3.2013 bis 15.9.2017, Vorsitzender des Aufsichtsrats von 15.10.2009 bis 12.3.2013, Aufsichtsratsmitglied von 27.7.2009 bis 15.9.2017)
Walter OBLIN (von 15.3.2012 bis 15.9.2017)
Keith TIETJEN
(Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats von 4.3.2015 bis 8.3.2017, Aufsichtsratsmitglied von 5.10.2010 bis 8.3.2017)
André WEISS (von 12.3.2013 bis 8.3.2017)
Leland WILSON (von 8.3.2017 bis 15.9.2017)
Vom Betriebsrat delegiert
Ingrid STREIBEL-ZARFL (seit 1.10.2005)
Beatrix PRÖLL (seit 1.10.2005)
Verena SPITZ (seit 3.3.2016)
Staatskommissärin
Beate SCHAFFER (seit 1.8.2009, davor stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)
Stellvertretender Staatskommissär
Markus CHMELIK (seit 1.3.2010)
AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2017
Risiko- und Kreditausschuss
Christopher BRODY Vorsitzender
Frederick HADDAD Vorsitzender-Stellvertreter
Egbert FLEISCHER
Adam ROSMARIN
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Prüfungs- und Complianceausschuss
Adam ROSMARIN Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter
Egbert FLEISCHER
Frederick HADDAD
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Verena Spitz vom Betriebsrat delegiert
Nominierungs- und Vergütungsausschuss
Pieter KORTEWEG Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter Christopher BRODY
Egbert FLEISCHER
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Related Parties Special Audit Committee
Christopher BRODY Vorsitzender
Adam ROSMARIN Vorsitzender-Stellvertreter
Kim FENNEBRESQUE
Egbert FLEISCHER
Ingrid STREIBEL-ZARFL vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL vom Betriebsrat delegiert
Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
Pieter KORTEWEG Vorsitzender
Kim FENNEBRESQUE Vorsitzender-Stellvertreter
Christopher BRODY
Egbert FLEISCHER
Frederick HADDAD
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf,
das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist."
- März 2018
Anas Abuzaakouk CEO und Vorsitzender des Vorstands
Enver Sirucic Mitglied des Vorstands
Stefan Barth Mitglied des Vorstands
David O'Leary Mitglied des Vorstands
Andrew Wise Mitglied des Vorstands
Sat Shah Mitglied des Vorstands
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Rahmen der Prüfung wurden zwei dieser Sachverhalte identifiziert:
- Werthaltigkeit der Kreditforderungen an Kunden
- Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz
Werthaltigkeit der Kreditforderungen an Kunden
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 23 Mrd. EUR ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente "BAWAG P.S.K. Retail", "DACH Corporates & Public Sector" sowie "International Business".
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie im Lagebericht im Abschnitt "Kreditrisiko".
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.
Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.
Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatische Berechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung durch. Diese automatische Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechender pauschaler Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.
Für alle nicht ausgefallenen Kredite und außerbilanziellen Kreditrisiken wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliovorsorge auf Basis des regulatorischen Expected Loss Model ermittelt. Der eingetretene Verlust wird vom erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer bis zur Entdeckung des Verlustereignisses abgeleitet. Die für die Ermittlung verwendeten Parameter umfassen individuelle, kundenspezifische Parameter sowie statistische Annahmen und Erfahrungswerte.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe, Überwachung und Risikovorsorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.
Im Bereich der individuellen Einzelrisikovorsorge haben wir auf Basis einer Stichprobe an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht. Für die Beurteilung von Höhe und Zeitpunkt von Rückflüssen, welche aus der Verwertung von Immobiliensicherheiten angenommen wurden, haben wir unsere Immobilien-
Bewertungsspezialisten einbezogen, um vorgelegte Bewertungsgutachten oder bankinterne Berechnungen anhand von Benchmarktests, Marktvergleiche und Einbezug externer Informationsquellen zu überprüfen.
Bei den automatischen Einzelrisikovorsorgen und den Portfoliovorsorgen haben wir die Modelle und die darin enthaltenen Parameter analysiert. Hierbei haben wir auf Basis von bankinternen Backtestings von gebildeten Vorsorgen und Validierungen zu verwendeten Parametern beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf den Kunden bzw. das Kundenportfolio angemessen sind. In die Analyse der Modelle und Backtestingreports haben wir Bewertungsspezialisten in das Prüfteam eingebunden. Unsere IT-Spezialisten haben die systemseitig automatisierten Prozessabläufe bei der Berechnung der automatisch berechneten Vorsorgen, die programmierten Berechnungsschritte und die Verwendung der korrekten Bezugsfelder aus den Systemen der Bank analysiert. Die Berechnung der Vorsorgen haben wir durch stichprobenweise Kontrollrechnungen nachvollzogen.
Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang zum Jahresabschluss angemessen sind.
Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz
Das Risiko für den Abschluss
Im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und die damit verbundenen Schätzunsicherheiten.
Seit November 2011 befinden sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 31 Mio. CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 418 Mio. EUR ein.
Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und Zeitpunkt von aus dem Verfahrensausgang zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Der bereits mehrjährige Prozess ist erstinstanzlich noch nicht entschieden worden. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.
Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Spezialisten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.
Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz" dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
- Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
- Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
- Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
- Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
- Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
- Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
- Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw. Konzernabschluss, den Lage- bzw. Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. August 2016 als Abschlussprüfer gewählt und mit selbem Datum vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.
Wien, 7. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Bernhard Mechtler
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
IMPRESSUM
IMPRESSUM
BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft Georg-Coch-Platz 2, 1018 Wien FN: 205340x DVR: 1075217 UID: ATU51286308
Telefon: +43 (0)5 99 05-0 E-Mail: [email protected] Internet: www.bawagpsk.com
Satz: Inhouse produziert mit firesys