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AdCapital AG Management Reports 2018

Jun 22, 2018

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Management Reports

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Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2017

Inhaltsverzeichnis

1. DER ADCAPITAL-KONZERN 3
1.1
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND INVESTITIONSFOKUS 3
1.2
KONZERNSTRATEGIE,
UNTERNEHMENSSTEUERUNGS- UND
ÜBERWACHUNGSSYSTEM 3
1.3
WESENTLICHE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2017 5
1.4
KONSOLIDIERUNGSKREIS 5
2. WIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN 6
2.1
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE 6
2.2
BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN 6
3. ERTRAGSLAGE 7
3.1
UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG 7
3.2
INDUSTRIEBETEILIGUNGEN 10
4. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 12
4.1
PORTFOLIOENTWICKLUNG 12
4.2
INVESTITIONEN 13
4.3
FINANZLAGE 13
4.4
VERMÖGENSLAGE 15
4.5
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 15
5. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN 16
5.1
MITARBEITER 16
5.2
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 17
6. RISIKOBERICHT 17
6.1
CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM 17
6.2
RISIKOFAKTOREN AUS DEM OPERATIVEN GESCHÄFT DER KONZERN- UND
TOCHTERGESELLSCHAFTEN 17
6.3
GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS 19

7. ABHÄNGIGKEITSBERICHT ................................................................................. 20

8. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT 20
8.1
ERWARTETE ENTWICKLUNG DER ERTRAGS- UND FINANZLAGE 20
8.2 CHANCEN UND RISIKEN 21
9. SCHLUSSBEMERKUNGEN……………………… . ………………………………….22

1. Der AdCapital-Konzern

Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr auf dem Industriegeschäft unserer Beteiligungen.

Unser Anteilsportfolio besteht aus 5 Einzelunternehmen und 3 Unternehmensgruppen:

Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH (BDT) Geräte- und Anlagenbau, Elekt
rotechnik
Erich Jaeger GmbH & Co. KG (Unternehmensgruppe) Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH (Unternehmens Antriebstechnik, Engineering
gruppe) (EWH) und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Elektrotechnik
frako power systems GmbH & Co. KG (fps) Energie
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen- und Werkzeugbau
Taller GmbH (Unternehmensgruppe) Elektrotechnik

Die Unternehmen EWH und fps sind zur Veräußerung (EWH) beziehungsweise Stilllegung (fps) vorgesehen.

Aufgrund ihres nachhaltigen Unternehmenswachstums und der Internationalisierung ist die Erich Jaeger Unternehmensgruppe mit einem Umsatzanteil von über 50 % die dominierende Beteiligung im AdCapital-Konzern.

Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

Konzernstrategie

Beteiligungen

Die AdCapital AG versteht sich als Industrieholding mit ausgeprägter strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen.

Die Beteiligungen werden von uns bei Strategie-, Finanzierungs-, Prozess- und Organisationsfragen intensiv beraten. Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in den Bereichen Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen.

Um sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen bis heute konsequent vorangetrieben und konzernweit einheitliche Strategie-, Steuerungs- und Planungsgrundsätze eingeführt.

Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen.

Die Ziele für unsere Beteiligungen sind die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der Fertigungseffizienz sowie die Optimierung organisatorischer Abläufe einschließlich des Vertriebs. Damit sorgen wir für ein gesundes Wachstum und verbessern die Profitabilität der Unternehmen und ihre Kapitalausstattung und reduzieren deren allgemeinen Krisenanfälligkeit. Das heißt, unser Hauptaugenmerk ist auf die Realisierung von organischen Wachstumspotenzialen gerichtet.

In Ausnahmefällen, wenn erhebliche Synergien zu erwarten wären, würden wir auch in den für uns wichtigen Kernindustrien Automotive, Maschinen- und Werkzeugbau, Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Elektrotechnik Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen. Allerdings haben sich solche attraktiven neuen Investitionsmöglichkeiten uns in den letzten Jahren, wie auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund sehr hoher Unternehmensbewertungen nicht eröffnet.

Finanzielle Flexibilität

Unsere gute Finanzlage haben wir im Geschäftsjahr planmäßig unter Zuhilfenahme von weiteren Bankkrediten abgesichert. Diese dienen im Wesentlichen der langfristigen Investitionsfinanzierung, insbesondere der Errichtung der neuen Fertigungsstätte in Mexiko und der damit bezweckten Erschließung des nordamerikanischen Marktes durch die Erich Jaeger-Gruppe. Des Weiteren bestehen bei drei Beteiligungsunternehmen unter der Führung der Holding auch Kontokorrentkredite, die im vorangegangenen Geschäftsjahr zur Ablösung von konzerninternen Cash-Pool-Linien aufgenommen worden waren.

Liquide Konzernmittel werden ausschließlich in Zahlungsmitteln und freien Banklinien gehalten.

Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

Die zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht sowie IT und die Inlandsfinanzierung werden unverändert auf Ebene der Holding geführt.

Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige Geschäftsleitungssitzungen bei den Beteiligungsunternehmen oder am Standort der Holding. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung die kurz- und mittelfristigen Planungsrechnungen der Geschäftsleitungen besprochen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb zur Analyse hinzugezogen.

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2017

Wesentliche Ereignisse, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, sind, mit Ausnahme des nachfolgend beschriebenen Sachverhalts, im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingetreten.

Trotz intensiver Gespräche konnte der beabsichtigte Verkauf der EW Hof-Gruppe im Geschäftsjahr 2017 und bis dato noch nicht realisiert werden. Aufgrund der bereits zum Geschäftsjahresende 2016 getroffenen bilanziellen Vorsorgemaßnahmen, durch die wir sämtliche aktuellen und künftigen Risiken für die AdCapital AG und den AdCapital-Konzern aus der Beteiligung an der EW Hof-Gruppe vollständig antizipiert haben, waren im Geschäftsjahr 2017 erwartungsgemäß keine negativen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu verzeichnen.

Konsolidierungskreis

Die Zahl der in den Konzernabschluss 2017 einbezogenen Gesellschaften beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 22.

2. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Jahren auf Erfolgskurs. Die deutschen Exporte haben das vierte Jahr in Folge eine Rekordhöhe erreicht, die Staatseinnahmen erreichen historische Höchststände, die Staatsverschuldung in Deutschland ist nach Jahrzehnten der Neuverschuldung erstmals wieder rückläufig, die Inflationsraten entsprechen im Wesentlichen den Zielvorgaben der EU, die Beschäftigung nimmt zu und das Wirtschaftswachstum ist, getrieben von guten konjunkturellen Rahmenbedingungen im In- wie Ausland, zufriedenstellend; das Ganze wird begleitet von steigenden Kursen an den Finanzmärkten.

Für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2018 hat die Deutsche Bundesbank erst kürzlich ihre Prognose auf 2,5% erhöht. Im Kalenderjahr 2017 betrug dieses Wachstum 2,2%.

Den Zustand des Staatssektors sehen wir kritischer. Hohe Ressourcenbindung des öffentlichen Diensts durch Migrations- und Sicherheitsthemen und zunehmend schwierige Mehrheitsverhältnisse in Bund und Ländern behindern das Innovationsund Ausgabenverhalten des öffentlichen Sektors. Die Folgen: allgemein zu geringe Staatsinvestitionen, insbesondere Reformstau im Bildungs- und Erziehungsbereich, Pflegenotstand, internationaler Rückstand im Bereich der Digitalisierung. Immerhin werden die Instandhaltungsrückstände im öffentlichen Straßennetz derzeit mit Rekordausgaben langsam aufgeholt.

Zu dieser Ambivalenz im Inland – erfolgreicher Privatsektor, schwieriger Staatssektor – kommen auf geopolitischer Ebene erhebliche Risiken für die künftige Prosperität der Weltwirtschaft hinzu. Die großen globalen Herausforderungen – politische Krisen und Kriege, ein sich verstärkender Neo-Nationalismus in vielen Ländern der Erde, das Weltbevölkerungswachstum und der Klimawandel sowie, mit den beiden letztgenannten Faktoren zusammenhängend, künftig drohende, destabilisierende Migrationsströme – sind nach wie vor virulent. Auch der globale Finanzsektor birgt nach wie vor erhebliche Risiken, deren Einschätzung nach den Erfahrungen mit den einschlägigen Prognosen im Vorfeld der Finanzkrise des Jahres 2008 besonders schwerfällt.

Zusammenfassend schätzen wir die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell als unverändert gut ein. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir damit, dass unsere Beteiligungsunternehmen von den positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitieren werden. Die ersten Wochen des Jahres scheinen unsere Erwartungen zu bestätigen.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen1

Ungeachtet der Umwälzungen, die der Automobilbranche unter den Schlagworten Entkarbonisierung und autonomes Fahren in Zukunft zweifellos bevorstehen, ist sie derzeit sehr erfolgreich.

In Deutschland wurden 2017 gut 3,4 Mio. Pkw neu zugelassen. Das ist ein Plus von 3 Prozent (im Vorjahr + 5 %). Der deutsche Pkw-Markt wuchs im vergangenen Jahr das vierte Mal in Folge und erreichte damit das höchste Volumen dieses Jahrzehnts. Auch der europäische PKW-Markt wuchs im Jahr 2017. Ein signifikantes Wachstum zeigte ebenfalls der für Erich Jaeger wichtige chinesische LKW-Markt. Im Nutzfahrzeug-Bereich in Deutschland wurden fast 65.000 Nutzfahrzeuge >16 Tonnen zugelassen, was einem Anstieg um 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Um auch in Zukunft erfolgreich im sich wandelnden Automobilsektor bestehen zu können, hat die deutsche Automobilindustrie ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht. Nach Angaben der Europäischen Kommission stiegen schon im Jahr 2016 die weltweiten Aufwendungen deutscher Autokonzerne auf 40,2 Mrd. Euro – ein Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2015. Damit stemmt die deutsche Automobilindustrie mehr als ein Drittel der gesamten weltweiten Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben der Automobilbranche. Neben der stetigen Optimierung der Verbrennungsmotoren sowie der Investitionen in das vernetzte und automatisierte Fahren stellt vor allem die Entwicklung alternativer Antriebe (Stichwort Reichweite) einen großen Forschungs- und Entwicklungs-Schwerpunkt dar.

Auch wenn unsere Automotive-Beteiligungen nicht in den Bereichen Antrieb und Fahrassistenz tätig sind, stehen sie unter dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung und der bevorstehenden strategischen Umwälzungen der Industrie.

Der aggregierte Branchenumsatz der Elektroindustrie wuchs in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Kalenderjahrs um 6,9 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet der ZVEI mit einem insgesamt etwas geringeren Umsatzwachstum als in den ersten drei Quartalen und für 2018 schätzt der Verband das Wachstum auf 3 %.

Neben den gesamtwirtschaftlichen sind somit auch die branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Prognosen recht günstig. Dementsprechend sind auch wir insgesamt optimistisch, dass unsere Beteiligungsunternehmen von den branchenabhängigen Rahmenbedingungen im In- und Ausland in den kommenden Jahren weiterhin profitieren werden; ungeachtet dessen halten wir es gerade unter den jetzigen, bereits mehrere Jahre anhaltenden positiven Rahmenbedingungen für sehr wichtig, in die Zukunftsfähigkeit und Krisenresistenz unserer Unternehmen zu investieren.

1 Quellen: VDA (Verband der Automobilindustrie), ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

3. Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns
(in Mio. €) 2017 2016
Gesamtleistung 158,8 143,9
Sonstige betriebliche Erträge 4,8 3,0
Materialaufwand -77,9 -69,8
Personalaufwand -45,4 -44,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -28,1 -24,4
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 12,2 8,6
Abschreibungen -5,1 -8,2
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 7,1 0,4
Finanzergebnis -0,2 -0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6,9 0,2
Ertragsteuern und sonstige Steuern -3,3 -1,9
Konzernjahresergebnis 3,6 -1,7

Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich vor allem um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Dabei beobachten wir seit mehreren Jahren eine zunehmende Internationalisierung unseres Konzerns. Lag der Exportanteil der Konzernumsätze im Jahr 2011 noch bei 45 %, so ist er, stetig wachsend, im Geschäftsjahr 2016 auf 60 % und im Berichtsjahr 2017 auf 64 % angestiegen. Zu einem guten Anteil ist das auf unseren wachsenden Automotive-Bereich (Erich Jaeger-Gruppe, OPUS Formenbau) zurückzuführen. Insofern ist eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Andererseits zeichnet einige unserer Unternehmen eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Somit steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, und zwar in zunehmendem Umfang, der weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der globalen Automobilkonjunktur.

Die Ertragslage des Konzerns spiegelt im Berichtsjahr erstmals nach mehreren von belastenden Sondereinflüssen geprägten Jahren die nachhaltige Leistungsfähigkeit des AdCapital-Konzerns recht realistisch wider.

Somit konnten sich die schon seit Jahren zu verzeichnenden äußerst positiven Entwicklungen bei unseren beiden erfolgreichsten Unternehmen, der Erich Jaeger-Gruppe und OPUS ungetrübt von Sondereffekten anderer Konzernunternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns niederschlagen. Diese im Automobilbereich tätigen Unternehmen konnten wiederum Ergebnisse oberhalb der Planwerte präsentieren. Aber auch die Taller-Gruppe hat sich ergebnismäßig wiederum gut behauptet und einen erheblich gestiegenen EBIT-Beitrag geleistet.

Die KTS hatte ebenfalls erstmals seit langer Zeit ein Geschäftsjahr ohne negative Sondereffekte und konnte daher das Jahr erfreulicherweise mit einem positiven Ergebnisbeitrag abschließen; FRAKO und BDT konnten ihre Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2017 nicht erreichen, obwohl BDT sich durch die eingeleiteten Maßnahmen erheblich gegenüber dem Vorjahr verbessert hat.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im AdCapital-Konzern ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren:

Die Gesamtleistung ist mit 158,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 143,9 Mio. € um über 10 % gestiegen. Hierzu trugen die Inlandserlöse mit einem Wachstum von immerhin 3,2 % bei. Das Gros des Wachstums verzeichnen wir allerdings, wie erwartet, im Ausland mit einem Umsatzplus von knapp 18 % gegenüber dem Vorjahr.

Der starke Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 3,0 Mio. € auf 4,8 Mio. € ist im Wesentlichen auf Gewinne aus dem Verkauf zweier Grundstücke und weiteren Sachanlagevermögens sowie auf stark gestiegene Währungsgewinne zurückzuführen. Letzteren stehen dabei aber noch deutlicher gestiegene Währungsverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber.

Der Materialaufwand im Konzern ist von 69,8 Mio. € um 8,1 Mio. € auf 77,9 Mio. € beziehungsweise um 11,6 % gestiegen. Der Anstieg ist somit gegenüber dem Wachstum der Gesamtleistung von 10,4 % etwas überproportional ausgefallen. Die Materialquote ist dadurch von 48,5 % im Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 49,1 % leicht gestiegen. Zurückzuführen ist dieser Anstieg insbesondere auf gestiegene Rohstoffpreise.

Ganz anders der Personalaufwand. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser bezogen auf die Gesamtleistung von 30,7 % auf 28,6 % deutlich, nämlich um 2,1 Prozentpunkte, gesunken.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns beträgt somit 7,1 Mio. € gegenüber dem von hohen Sondereinflüssen belasteten Vorjahresergebnis in Höhe von 0,4 Mio. €.

Die Zusammensetzungen der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Einzelnen im Konzernanhang näher aufgegliedert und kommentiert.

Insgesamt weisen wir im AdCapital-Konzern einen Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 1,7 Mio. €) aus.

3.2 Industriebeteiligungen

Unsere wichtigsten Beteiligungen haben das Geschäftsjahr, wie schon angedeutet, unterschiedlich gut bestritten:

Die Gesamtleistung der Bavaria Digital Technik GmbH ist nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Wachstumserwartungen für die Gesamtleistung für 2017 haben sich somit nicht erfüllt. Das Unternehmen konkurriert mit Wettbewerbern, die teilweise international aufgestellt sind und Größenvorteile im Einkauf und Vertrieb haben; als relativ kleiner Anbieter auf dem hart umkämpften Markt für EEMS-Dienstleistungen konnte es sich gleichwohl behaupten und nach dem von Sondereinflüssen belasteten Vorjahr im Geschäftsjahr 2017 ein positives betriebliches Ergebnis erzielen. Es sind jetzt Erfolge bei der Auftragsgewinnung erforderlich, damit die Gesellschaft von ihrer gesteigerten Rentabilität profitieren kann. Für 2018 erwarten wir ein positives Betriebsergebnis bei etwas höherer Gesamtleistung.

Die Erich Jaeger-Gruppe hat im Jahr 2017 Umsatz und Ergebnis nochmals erheblich steigern können und nunmehr im vierten Jahr in Folge ihr bestes Ergebnis erzielt. Sie profitiert von der weltweit guten Automobilkonjunktur, insbesondere vom boomenden LKW-Markt in China. Im nordamerikanischen Markt liegt sie allerdings erheblich hinter ihren Zielen. Das neue Werk in Mexiko ist noch nicht befriedigend ausgelastet. Für das Jahr 2018 rechnet die Geschäftsleitung mit einem weiteren Umsatzwachstum und einer nochmals leicht verbesserten Profitabilität.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Gesamtleistung leicht und im Erfolg recht deutlich erneut unter den Ist-Werten des Vorjahres. Für 2018 erwartet die Geschäftsleitung unter den positiven wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein stabiles Umsatzniveau und ein gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr leicht verbessertes Ergebnis. Die Gesamtleistung der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH lag im Geschäftsjahr, wie erwartet, nahezu auf Vorjahresniveau. Auch die Ergebniserwartungen für 2017 konnte das Unternehmen erfüllen. Für 2018 rechnen wir wieder mit Leistungs-

und Ertragskennziffern in Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahrs.

Die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG hat sich im Geschäftsjahr 2017 weiterhin sehr gut entwickelt. Auf einem stabilen hohen Niveau ist die Gesellschaft umsatz- wie ertragsseitig sehr erfolgreich. Die hoch automatisierte Produktion ist führend in der Branche, Projekt- und Prozessmanagement und Mitarbeiter Know How sind hervorragend. Somit hat die Gesellschaft trotz weiterer signifikanter Investitionen ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt.

Wir erwarten auch für die kommenden Jahre weiterhin ein stetiges Umsatzwachstum bei sehr zufriedenstellenden Ergebnissen.

Die Taller-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2017 mit einer deutlich erhöhten Gesamtleistung und auch einer signifikant verbesserten Profitabilität abgeschlossen. Die inzwischen stabilen Ergebnisbeiträge wurden durch viele interne Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur erreicht. Mit diesen verbesserten Kostenstrukturen sind auch in der Zukunft wettbewerbsfähige Angebote möglich, so dass Taller auch im Zusammenspiel mit unserer neu gegründeten Tochtergesellschaft EP Connectors GmbH ein Wachstum des Geschäftes mit Metall-Kunststoffverbindungen (Hybridteilen) erzielen will. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Geschäftsführung, leistungs- wie ertragsseitig, mit einem ähnlich erfolgreichen Geschäftsverlauf wie zuletzt.

4. Finanz- und Vermögenslage

4.1 Portfolioentwicklung

Im Zuge des 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen im Beteiligungsbereich.

4.2 Investitionen

(in Mio. €) 2017 2016
Investitionsvolumen, Konzern 6,4 5,9

Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegene, insgesamt hohe Investitionstätigkeit. Hierin spiegeln sich Modernisierungen der Betriebsausstattung sowie Automatisierungen zur Produktivitätssteigerung bei unseren Tochterunternehmen und insbesondere die Investitionen in die Fertigungsstätte von Erich Jaeger in Mexiko wider.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzbedarfe der einzelnen Konzernunternehmen wurden im Inland in der Vergangenheit im Wesentlichen durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System der AdCapital AG gedeckt. Im Zuge der Neuausrichtung unserer Finanzstrategie haben wir den Verschuldungsgrad des AdCapital-Konzerns im Berichtsjahr planungsgetreu nochmals erhöht. Unser Ziel ist es, eine unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote auszuweisen. Mit einer Eigenkapitalquote von 62,3 % gegenüber 67,3 % im Vorjahr haben wir unseres Erachtens eine nachhaltig angemessene, unter Shareholdergesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote nunmehr erreicht. Wegen Einzelheiten zu den Bankkrediten verweisen wir auf die oben unter Abschnitt 1.2. "Finanzielle Flexibilität" gemachten Angaben.

Über die tatsächlichen Inanspruchnahmen hinaus stehen uns aufgrund unserer zweifelsfreien Bonität zur Wachstumsfinanzierung noch umfangreiche freie Kreditlinien zur Verfügung. Freie Liquidität der AdCapital AG wird von uns in Zahlungsmitteln gehalten, um eine jederzeitige Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen und Bewertungsrisiken auszuschließen.

Die Finanzlage des Konzerns ist somit unverändert stabil und erlaubt uns – im Interesse unserer Aktionäre – in Zukunft auch wieder eine renditeorientierte Dividendenpolitik zu verfolgen. Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns und der Holding hat für uns allerdings oberste Priorität, so dass wir der Hauptversammlung vorschlagen werden, den Bilanzgewinn der AdCapital AG von 2,0 Mio. € in diesem Jahr auf neue Rechnung vorzutragen.

4.3.2 Kapitalstruktur

Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

31.
Dez.
31.
Dez.
(in Mio. €) 2017 % 2016 %
Eigenkapital 67,2 62,3 68,1 67,3
Fremdkapital 40,6 37,7 33,1 32,7
Gesamtkapital 107,8 100,0 101,2 100,0

In Sinne der beschriebenen Finanzstrategie weist der Konzern eine gegenüber dem Vorjahr optimierte, niedrigere Eigenkapitalquote aus.

4.3.3 Cashflow / Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

(in Mio. €) 2017 2016
Operativer Cashflow 1,7 -0,9
Netto-Investitionen -3,1 -5,8
Free Cashflow -1,4 -6,7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1,6 1,4

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

4.3.4 Cash-Pool-System

Alle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cash-Pooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen.

4.4 Vermögenslage

31. Dez. 31. Dez.
(in Mio. €) 2017 % 2016 %
Anlagevermögen 29,4 27,3 30,8 30,4
Umlaufvermögen und RAP 78,4 72,7 70,4 69,6
davon Zahlungsmittel 8,8 8,2 8,4 8,3
Gesamtvermögen 107,8 100,0 101,2 100,0

Die Fristigkeit unseres Vermögens hat sich, wachstumsbedingt, etwas in Richtung Umlaufvermögen (Working Capital) verändert. Die Höhe unserer Liquidität (Zahlungsmittel) zuzüglich freier vertraglicher Kreditreserven halten wir vor dem Hintergrund des Finanzierungsbedarfs des weiteren Wachstums und mit Blick auf eine angemessenen Reservehaltung für angemessen und erforderlich.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie den externen Finanzpotenzialen erfolgreich wahrnehmen können. Für den Fall größerer Erweiterungsinvestitionen, wie den Zukauf neuer Beteiligungen, stehen uns erforderlichenfalls weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist, trotz des planmäßigen Rückgangs, immer noch überdurchschnittlich hoch.

Strategisch wie operativ wurde im Geschäftsjahr 2017 der eingeschlagene Weg der Professionalisierung der Beteiligungsunternehmen auf allen Ebenen und Funktionen konsequent weiterverfolgt. Das erklärte Ziel ist es, durch schlüssige Unternehmensstrategien, Verbesserungen der internen Aufbau- und Ablauforganisationen und die stetige Weiterentwicklung bestehender und die Einführung neuer Produkte und Produktgruppen die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte die AdCapital AG 4 (Vorjahr: 4) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2017 durchschnittlich 1.447 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.323). Der Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl ist im Wesentlichen auf den Personalaufbau im Bereich der direkten Mitarbeiter im Zuge der neuen Fertigungsstätte der Erich Jaeger Mexico zurückzuführen.

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 42 (Vorjahr: 41). Mit ihren Ausbildungsplätzen sorgen die Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Auswahl, Förderung, Weiterbildung und Bindung von Mitarbeitern spielen für unsere Personalpolitik die zentrale Rolle. An dieser Stelle hilft die Holding mit Methoden und Werkzeugen, schafft Plattformen für den Austausch und hat ein nachhaltiges Personalentwicklungskonzept etabliert. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG und ihrer Beteiligungen.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen der AdCapital-Gruppe.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2017 nahezu unverändert 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €).

6. Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben.

Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet.

6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzernund Tochtergesellschaften

Ausfallrisiko

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

Risiko aus dem operativen Geschäft

Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- beziehungsweise Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- beziehungsweise Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferer vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

Zins- und Währungsrisiken

Bei einigen Einzelgesellschaften sind die Zinsrisiken moderat gestiegen, da diese neuerdings Bankkredite in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Seit dem signifikanten Rückgang des Eurokurses gegenüber den für unseren Konzern wichtigen Währungen zum Jahreswechsel 2014/15 hat sich der Euro zunächst im Wesentlichen seitwärts bewegt. Seit Beginn des Jahres 2017 ist er signifikant von 1,05 \$/EUR auf über 1,20 \$/EUR gestiegen. Mit unserer internationalen Ausrichtung und dem stetigen Anstieg unserer Exportquote sind in Zukunft naturgemäß erhöhte Währungsrisiken zu gewärtigen. Dies hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders in den klassischen Risikowährungen, mexikanischer Pesos und türkische Lira, negativ auf das operative Ergebnis ausgewirkt.

Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG.

Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken aus einer Bürgschaft von bis zu 1,8 Mio. €. Die für diese Bürgschaft bei der AdCapital AG vormals gebildete Rückstellung konnte schon im Geschäftsjahr 2015 vollständig aufgelöst werden, nachdem nur noch ein ganz geringfügiges Rest-Risiko der Inanspruchnahme besteht.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Wie im Anhang unter Abs. 7 dargestellt, ist unser Beteiligungsunternehmen Taller Schadensersatzansprüchen seitens eines wichtigen Bestandskunden ausgesetzt. Wie dort ausgeführt, sehen wir und die Geschäftsführung der Taller GmbH die Ansprüche schon dem Grunde nach als nicht gegeben an und beabsichtigen, diese mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln insgesamt abzuwehren.

Daraus kann sich ein Risiko der Beeinträchtigung der Geschäftsbeziehungen des Unternehmens mit diesem Kunden ergeben. Aufgrund des bisherigen, bedeutenden Lieferumfangs ist in diesem Zusammenhang ein nicht unerhebliches Risiko der künftigen Entwicklung der Taller GmbH gegeben. Ein den Bestand des Unternehmens oder der AdCapital AG beziehungsweise des AdCapital-Konzerns gefährdendes Risiko sehen wir darin hingegen als nicht gegeben an.

Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

Risikofaktoren aus Geld- und Wertpapieranlagen

Die zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank sowie der Deutschen Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 bestehen keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen.

6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern.

Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt.

7. Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

8. Chancen- und Prognosebericht

8.1 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die in Abschnitt 2, Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, beschriebenen, insgesamt positiven Konjunkturaussichten im In- und Ausland dürften dazu beitragen, dass unsere insgesamt positiven Erwartungen für 2018 eintreffen.

Für 2018 erwarten wir einen hauptsächlich von der Erich Jaeger-Gruppe getragenen Anstieg der Gesamtleistung. Das operative Ergebnis erwarten wir gegenüber 2017 als nochmals leicht verbessert. Dabei haben wir auch berücksichtigt, dass Erich Jaeger im Jahr 2018 noch signifikante Aufwendungen für den Aufbau der Fertigung in Mexiko zu tragen hat.

Weiterhin gehen wir bei unserer Prognose davon aus, dass die geo- und europapolitischen Risiken nicht zum Tragen kommen, somit keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkten haben werden.

Unser ausschließlich in liquiden Mitteln bestehendes Finanzvermögen wird uns zukünftig keine nennenswerten Finanzerträge einbringen.

Zusammengefasst gehen wir davon aus, im Jahr 2018 ein positives und gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 etwas verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können. Unsere Prognosen des Vorjahres sind wie erwartet eingetreten.

8.2 Chancen und Risiken

Megatrends wie der Wandel in der Automobilindustrie (e-mobility/autonomes Fahren), die in Deutschland eingeleitete Energiewende, das Internet der Dinge und die Entwicklungen unter den Stichworten KI (künstliche Intelligenz) oder CRISPR/cas9 (Gentechnologie) werden die Welt stark verändern; dazu kommen die Auswirkungen des Klimawandels und die damit Zusammenhang stehenden künftigen Migrationsströme. Diese Megatrends sind für die Entwicklung unseres Konzerns von sehr unterschiedlicher Bedeutung. Zum Teil sind mit ihnen zusätzliche Chancen und Risiken für das operative Geschäft unserer Beteiligungen verbunden. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren. Vom Trend zur e-mobility und dem autonomen Fahren im Bereich Automotive sind wir dagegen nur indirekt betroffen, da wir im Geschäftsbereich "Antriebsstrang Verbrennungsmotoren" oder KI nicht tätig sind.

9. Schlussbemerkungen

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Euro-Systems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Tuttlingen, 23. Februar 2018

AdCapital AG

__________________ Hans-Jürgen Döringer

Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2017

Alle Angaben in T€

AKTIVA Anhang 31. Dez 17 31. Dez. 2016
Anlagevermögen (4.1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.134 1.926
Sachanlagen 26.369 28.074
Finanzanlagen 849 764
29.352 30.764
Umlaufvermögen
Vorräte (4.2) 37.388 35.097
Forderungen und Sonstige
Vermögensgegenstände
(4.3) 31.870 26.616
Wertpapiere
Zahlungsmittel
(4.4) 0
8.823
3
8.428
78.081 70.143
Rechnungsabgrenzungsposten (4.5) 355 246
Aktive latente Steuern (4.13) 0 0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
27 37
107.815 101.190
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital (4.6) 41.700 41.700
Kapitalrücklage 4.592 4.592
Gewinnrücklagen
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
(4.7)
(4.7)
17.444
-3.768
15.451
535
Ausgleichsposten aus
Fremdwährungsumrechnung
Anteile anderer Gesellschafter
(4.8)
(4.9)
-103
7.336
117
5.753
Eigenkapital 67.201 68.148
Fremdkapital
Rückstellungen (4.10) 10.831 10.394
Verbindlichkeiten (4.11) 29.753 22.628
40.584 33.022
Rechnungsabgrenzungsposten 4 2
Passive latente Steuern (4.12) 26 17
107.815 101.190

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2017

Alle Angaben in T€

Anhang 2017 2016
Umsatzerlöse (5.1) 159.510 142.688
Bestandsveränderungen -874 1.142
Andere aktivierte Eigenleistungen 124 89
Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 4.834 2.984
Materialaufwand (5.3) -77.883 -69.801
Personalaufwand (5.4) -45.414 -44.170
Abschreibungen (5.5) -5.056 -8.172
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.6) -28.094 -24.382
Betriebsergebnis 7.147 379
Erträge aus Beteiligungen 0 0
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 0 0
Finanzergebnis (5.7) -212 -174
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.8) -3.220 -1.845
Ergebnis nach Steuern 3.715 -1.640
Sonstige Steuern -88 -100
Konzern-Jahresüberschuss/ Vj.: -fehlbetrag
3.627 -1.740
Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -2.454 -1.696
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1

AdCapital AG, Tuttlingen Konzernkapitalflussrechnung für 2017

2017 2016
TEUR TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter, ohne a.o.
Ergebnis) 3.627 -1.740
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.956 6.735
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -91 -502
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -112 -334
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-7.643 -6.929
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
271 1.436
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -164 119
+/- Zinsaufwendungen/-Zinserträge 312 174
+/- Ertragssteueraufwand/-ertrag 3.220 1.845
-/+ Ertragssteuerzahlungen -2.693 -1.670
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 1.683 -866
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -704 -251
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.062 108
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.629 -5.693
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 6
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 14 -7
+ Erhaltene Zinsen 162 85
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.095 -5.752
+/- Einzahlungen / Auszahlungen Verkauf / Kauf eigene Anteile 0 948
+ Einzahlungen aus der Aufnahmen von (Finanz-)Krediten 6.376 8.327
+/- Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden -349 -1.968
- Gezahlte Zinsen -474 -133
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -3.485 -5.577
- Gezahlte Dividende an andere Gesellschafter -498 -244
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.570 1.353
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 158 -5.265
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 237 55
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.428 13.638
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.823 8.428

ADCAPITAL AG, Tuttlingen

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt. Die Gesellschaft fällt daher nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264 d HGB geltenden Vorschriften des HGB. Mit dem Wegfall des Börsensegments Entry Standard im März dieses Jahres werden die Aktien der Gesellschaft am Basic Board der Börse Frankfurt/M. gehandelt.

Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwendete Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der aktivierte Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, noch bis einschließlich des Jahres 2020, abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aufgrund mangelnder Gängigkeiten oder langer Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelabwertungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1. Januar 2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen wird ein Rententrend zwischen 1,0 und 1,5 % zugrunde gelegt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewandt (aktuell: zwischen 3,01 und 3,67 %, im Vorjahr 3,33 und 3,99 %). Hierbei wird in drei von vier Fällen von den betriebsindividuellen durchschnittlichen Restlaufzeiten der Pensionsansprüche ausgegangen. In einem Fall konnte die in § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgesehene durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

In einem Fall wurde eine Pensionsverpflichtung gemäß den abgeschlossenen Pensionsvereinbarungen (Gehaltsumwandlungen) in Höhe der mitgeteilten Aktivwerte der abgeschlossenen kapitalgedeckten Lebensversicherungen zum Stichtagswert angesetzt. Die diesbezüglichen Forderungen und Verbindlichkeiten und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge stellen eine Bewertungseinheit im Sinne § 254 Satz 1 HGB dar.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht.

2.3 Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 neben der AdCapital AG unverändert gegenüber dem Vorjahr 21 Gesellschaften einzubeziehen.

Es werden insgesamt vier Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Auch bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3. Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt und in die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen eingestellt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:

31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 1.424 976
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 710 950
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.134 1.926

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Der Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung betrifft die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH; er wird noch bis zum Jahr 2020 jährlich in Höhe von 240 T€ abgeschrieben.

Für den Firmenwert der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wurde aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios, eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt.

31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ein
schließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.106 11.021
Technische Anlagen und Maschinen 10.798 10.295
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.864 5.510
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 602 1.248
Sachanlagen 26.369 28.074
31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 71 71
Beteiligungen 100 0
Sonstige Ausleihungen 678 693
Finanzanlagen 849 764
4.2
Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.516 13.016
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.211 6.239
Fertige Erzeugnisse und Waren 18.593 15.680
Geleistete Anzahlungen 68 162
37.388 35.097

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
Bis zu mehr als 1
Gesamt 1 Jahr Jahr
T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.595 24.595 0
Vorjahr (20.333) (20.333) (0)
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 12 12 0
Vorjahr (280) (280) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 7.263 4.788 2.475
Vorjahr (6.003) (3.761) (2.242)
31.870 29.395 2.475
(26.616) (24.374) (2.242)

4.4 Zahlungsmittel

In den Zahlungsmitteln in Höhe von 8.823 T€ (Vorjahr 8.428 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

4.5 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 355 T€ (Vorjahr 246 T€) beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Disagio ist wie schon im Vorjahr keines enthalten.

4.6 Eigenkapital

Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€.

Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €).

Im Umlauf befindliche Aktien

Im Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€. Im Geschäftsjahr 2015 hat die AdCapital AG damit begonnen, die eigenen Aktien interessewahrend und kursschonend an der Börse zu veräußern. Im Jahr 2017 wurden keine eigenen Aktien verkauft, so dass unverändert zum Vorjahr insgesamt noch 58.430 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 174 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten werden. Dies entspricht einem Anteil von 0,4 % am Grundkapital.

Somit befinden sich zum Bilanzstichtag 13.941.570 Aktien im Umlauf.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€.

4.7 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Die Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital betragen 13.676 T€ (Vorjahr 15.987 T€).

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beinhaltet die Jahresergebnisse der Konzernunternehmen (ohne Fremdanteile an den Jahresergebnissen), die eigenkapitalwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG abzüglich der ausbezahlten Dividenden an die Aktionäre der AdCapital AG sowie an die beteiligten Fremdgesellschafter.

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

4.8 Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China, Hongkong und Mexiko ergeben.

4.9 Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG.

4.10 Rückstellungen

31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.734 2.653
Steuerrückstellungen 1.299 771
Sonstige Rückstellungen 6.798 6.970
10.831 10.394

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.

Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB beziehungsweise die Voraussetzungen für die Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.

Bilanz Anschaffungskosten GuV
31.12.2017
T€ T€ T€
Aktivwert der Rückdeckungsversiche
rung
-972 -746
Pensionsrückstellung 3.706
Aufwendungen für Altersversorgung -201
Zinsertrag aus Aktivwerten 36
Zinsaufwand Pensionsrückstellung -125
Saldo aus Verrechnung 2.734 n/a -89

Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 245 T€ (Vorjahr: 243 T€).

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 304 T€.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Geschäftsjahre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet.

4.11 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
bis zu 1 bis 5 über 5
Gesamt 1 Jahr Jahre Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kredit
instituten 15.708 4.401 10.987 320
Vorjahr (9.681) (4.230) (4.733) (718)
Erhaltene Anzahlungen aus Bestel
lungen 534 534 0 0
Vorjahr (528) (528) (0) (0)
Verbindlichkeiten
aus
Lieferungen
und Leistungen 11.014 11.014 0 0
Vorjahr (10.152) (10.152) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Beteili
gungsunternehmen 65 65 0 0
Vorjahr (64) (64) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.432 1.911 521 0
Vorjahr (2.203) (2.072) (131) (0)
320
(22.628) (17.046) (4.864) (718)
29.753 17.925 11.508

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 827 T€ (Vorjahr: 865 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 684 T€ (Vorjahr: 652 T€) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte, Bankbürgschaften und andere Sicherheiten 2.688 T€ (Vorjahr: 2.887 T€) besichert.

4.12 Latente Steuern

Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 118 T€ (Vorjahr: 163 T€), im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 143 T€ (Vorjahr: 180 T€) verrechnet. Der passive Überhang und damit die passiven latenten Steuern betragen danach 26 T€ (Vorjahr 17 T€). Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung.

Die Änderung der latenten Steuern lässt sich wie folgt darstellen:

In T€ 01.01.2017 Zugang Verbrauch 31.12.2017
Aktive latente Steuern 163 45 118
Passive latente Steuern 180 37 143

Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:

2017 2016
T€ T€
Inland 58.291 56.498
Ausland 101.219 86.190
159.510 142.688

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

2017 2016
T€ T€
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 788 0
Zuschreibungen auf Umlaufvermögen 113 26
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 623 392
Währungsgewinne 2.110 1.437
Übrige 1.200 1.129
4.834 2.984

Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 736 T€ (Vorjahr: 418 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen die Zuschreibungen auf Umlaufvermögen mit 113 T€ (Vorjahr: 26 T€) und die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 623 T€ (Vorjahr: 392 T€).

5.3 Materialaufwand

2017 2016
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 74.997 67.254
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.886 2.547
77.883 69.801
5.4
Personalaufwand / Mitarbeiterzahl
2017 2016
T€ T€
Löhne und Gehälter 37.914 36.992
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
- davon Altersversorgung 103 T€ (Vorjahr: 69 T€)
7.500 7.178
45.414 44.170
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:
2017 2016
Direkte Mitarbeiter 1.100 966
Indirekte Mitarbeiter 347 357
1.447 1.323

Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind. Der Anstieg bei den direkten Mitarbeitern ist im Wesentlichen auf die Erich Jaeger-Gruppe zurückzuführen.

5.5 a.) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

2017 2016
T€ T€
Abschreibungen auf Firmenwerte aus
der Kapitalkonsolidierung 240 240
Sonstige 4.816 6.495
5.056 6.735

Der Ausweis beinhaltet ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

b.) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten

2017 2016
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 480
Unfertige Erzeugnisse 0 855
Fertige Erzeugnisse und Waren 0 102
0 1.437

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2017 2016
T€ T€
Sonstige Betriebskosten 2.624 2.476
Mieten und Pachten, Raumkosten 2.661 2.140
Transportkosten 2.842 2.685
Energiekosten 2.428 2.171
Reparaturen und Instandhaltung 2.207 2.029
Personalleasing 1.385 1.815
Kfz-Kosten 810 826
Rechts- und Beratungskosten 1.282 1.526
Reisekosten 743 628
Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen 68 40
Sonstige Verwaltungskosten 1.842 603
Versicherungen 751 745
Währungsverluste 3.164 1.593
IT-Kosten 790 750
Lizenzgebühren (ohne IT) 372 248
Kommunikationskosten 499 509
Provisionen 528 450
Vertriebs- und Werbungskosten 606 686
Übrige 2.492 2.462
28.094 24.382

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 108 T€ (Vorjahr: 177 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten.

5.7 Finanzergebnis

2017 2016
T€ T€
Erträge aus der Zuschreibung auf Anteile an assoziierten Unter
nehmen
100 0
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27 35
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135 50
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -474 -259
-212 -174

Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 125 T€ (Vorjahr: 126 T€) angefallen.

5.8 Steuern vom Einkommen und Ertrag

2017 2016
T€ T€
Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2.836 1.895
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus der Veränderung latenter Steuern 9 -63
Sonstige Ertragsteuern Vorjahre 375 13
3.220 1.845

6. Bewertungseinheit

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 449 T€ (Vorjahr: 436 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100 % aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (449 T€) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (14 T€) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31. Dezember 2017 saldiert.

7. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:

31. Dez. 2017 31. Dez. 2016
T€ T€
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften 1.867 2.210
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht- und
Leasing-Verträgen 23.698 23.805

Aus einer Bürgschaft für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2017 Verpflichtungen in Höhe von 1.808 T€ (Vorjahr: 2.210 T€). Unseres Erachtens besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns.

Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht.

Produkthaftungsansprüche gegen die Taller GmbH

Das Beteiligungsunternehmen Taller sieht sich einem bedeutenden Kunden gegenüber Schadensersatzansprüchen aus der Produkthaftung ausgesetzt. Die vom Kunden behauptete Schadensersatzforderung beläuft sich auf einen Betrag im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und bezieht sich auf beim Kunden angeblich entstandene Schäden aufgrund behaupteter Mängel bestimmter Lieferungen der Taller GmbH im Zeitraum 2008 bis 2013.

Nach eingehender technischer und rechtlicher Prüfung des Sachverhaltes durch die technische Abteilung des Unternehmens und einer renommierten Anwaltskanzlei kommen wir zu dem Ergebnis, dass die erhobenen Ansprüche unbegründet sind und auch im theoretischen Fall eines Rechtsstreites mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vor Gericht nicht durchsetzbar sind.

Der Vorstand der AdCapital AG sowie die Geschäftsführung der Taller GmbH sehen demnach in Übereinstimmung mit ihren rechtlichen Beratern keine Anhaltspunkte für konkrete Haftungsrisiken und haben entsprechend von der Bildung einer Rückstellung im Einzelabschluss der Taller GmbH oder im Konzernabschluss abgesehen.

Wegen möglicher Reaktionen des Kunden hinsichtlich des Umfangs und der Konditionen der künftigen Geschäftsbeziehung und der daraus resultierenden Risiken der künftigen Entwicklung der Taller GmbH verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht, Abschnitt "Sonstige Risiken".

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgehen kann, haben sich nicht ereignet.

9. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom

In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 449 T€ (Vorjahr: 436 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100 % aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (449 T€) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (14 T€) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31. Dezember 2017 saldiert.

10. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind/waren berufen:

Vorsitzende

Frau Dr. Sonja Leibinger, Selbstständige Rechtsanwältin

Stellv. Vorsitzender

Herr Maximilian Bernau, Selbstständiger Rechtsanwalt

Weiteres Mitglied

Herr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater

Im Geschäftsjahr 2017 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 80 T€) angefallen.

11. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2017 2016
T€ T€
Jahres- und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr 185 185
Steuerberatungsleistungen 35 35
Sonstige Leistungen 0 0
220 220

12. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

13. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)

In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 21 Unternehmen einbezogen worden:

Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Additiv Multiplikativ
AdCapital Beteiligungs GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
EP Connectors GmbH Waldbronn 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
ESPO s.r.o. Rožnov (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antr. u. Systeme GmbH Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren- und Anla
genbau GmbH
Teningen 100,00 100,00
frako power systems GmbH & Co.
KG
Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am Enten
fang mbH
Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Automotive Istanbul
Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti
Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
EJR Erich Jaeger Roznov s.r.o. Kopřivnice (Tschechien) 100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 99,95
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Erich Jaeger Mexico, S. de R.L. Piedras Negras (Mexiko) 99,00 99,00
Erich Jaeger U.S.A. Inc. Plymouth, MI (USA) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong (China) 60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive Systems
(Shenzhen) Ltd.
Shenzhen (China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln
GmbH
Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH & Co. KG Schönau 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 99,95 99,95

14. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Additiv Multiplikativ
AdCapital Invest GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
fps Verwaltungs GmbH Teningen 100,00 100,00
OPUS Formenbau Verw. GmbH Schönau 75,00 75,00

15. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Additiv Multiplikativ
mold engineering GmbH Gera 24,80 24,80
komm.passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

16. Ergebnisverwendungsvorschlag der Muttergesellschaft

Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2017 weist einen Bilanzgewinn von 2.008 T€ aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

17. Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Tuttlingen, den 23. Februar 2018

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im AdCapital-Konzern im Geschäftsjahr 2017

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29.
352
30.
764

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Tuttlingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 23. Februar 2018

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaf (Düsseldorf)

Peter Schill Jürgen Bechtold

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer