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AdCapital AG Management Reports 2014

May 16, 2014

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Management Reports

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Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2013

Inhaltsverzeichnis

1. DER ADCAPITAL-KONZERN 3
1.1
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND INVESTITIONSFOKUS
3
1.2
KONZERNSTRATEGIE,
UNTERNEHMENSSTEUERUNGS-
UND
ÜBERWACHUNGSSYSTEM
3
1.3
WESENTLICHE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 20135
1.4
KONSOLIDIERUNGSKREIS5
2. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 6
2.1
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE
LAGE
6
2.2
BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
6
3. ERTRAGSLAGE 7
3.1
UMSATZ-
UND ERGEBNISENTWICKLUNG
7
3.2
INDUSTRIEBETEILIGUNGEN10
4. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 12
4.1
PORTFOLIO-ENTWICKLUNG
12
4.2
INVESTITIONEN13
4.3
FINANZLAGE13
4.4
VERMÖGENSLAGE
15
4.5
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE15
5. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN 16
5.1
MITARBEITER
16
5.2
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
17
6. RISIKOBERICHT 17
6.1
CHANCEN-
UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
17
6.2
RISIKOFAKTOREN AUS DEM OPERATIVEN GESCHÄFT DER KONZERN-
UND
TOCHTERGESELLSCHAFTEN17
6.3
GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS
19
7. NACHTRAGSBERICHT 20
8. ABHÄNGIGKEITSBERICHT 20
9. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT 20
9.1
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN20
9.2
ERWARTETE ENTWICKLUNG DER ERTRAGS-
UND FINANZLAGE
21
9.3
CHANCEN
22

1. Der AdCapital-Konzern

1.1 Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt auf dem Industriegeschäft, in dem die Beteiligungen der Unternehmensgruppe gebündelt sind. Nach der im Geschäftsjahr erfolgten Neugründung der frako power systems GmbH & Co. KG haben wir die folgenden operativen Beteiligungen in unserem Portfolio:

Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH Geräte-
und Anlagenbau, Elekt
rotechnik
Erich Jaeger GmbH &
Co. KG
Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH Antriebstechnik, Engineering
und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren-
und Anlagenbau GmbH
Elektrotechnik
frako power systems GmbH & Co. KG Energie
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen-
und Werkzeugbau
Taller GmbH Elektrotechnik

1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

1.2.1 Konzernstrategie

Beteiligungsstrategie

Die AdCapital AG fokussiert ihre Konzernstrategie als Industrieholding mit starker strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen. Unsere Beteiligungen werden bei Strategie-, Portfolio-, Prozess- und Organisationsfragen von uns intensiv beraten und bei der Umsetzung eng begleitet.

Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in Bereichen wie Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Unser Hauptaugenmerk bei der qualifizierten Weiterentwicklung unserer Beteiligungen ist auf die Wahrnehmung von organischen Wachstumspotenzialen gerichtet. Daneben beobachten wir jedoch weiterhin den Unternehmensmarkt. Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen wir allerdings nur dann, wenn dadurch unsere bestehenden Geschäftsfelder sinnvoll ergänzt werden und die Zielunternehmen aufgrund ihrer Unternehmensphilosophie und -kultur für die Integration von Geschäftsmodell und Organisation geeignet erscheinen. Attraktive neue Investitionsmöglichkeiten, die diese Voraussetzungen erfüllt hätten, haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet.

Wir konzentrieren uns auf unsere bestehenden Kernindustrien. Dies sind Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Zusätzlich haben wir mit der Gründung der frako power systems (fps), einer Servicegesellschaft rund um die Planung, Beschaffung und den Betrieb von Blockheizkraftwerken, ein neues Geschäftsfeld im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung begonnen.

In der Absicht, unsere Portfolio-Gesellschaften langfristig zu halten, nachhaltig erfolgreich zu entwickeln und sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen weiter konsequent vorangetrieben.

Nach Einführung einheitlicher Strategie- und Planungsgrundsätze und der Optimierung der Steuerungssysteme entsprechen die strategischen Planungen und operativen Steuerungssysteme unserer Beteiligungen inzwischen unseren Vorstellungen. Durch übergreifende Personalentwicklungsmaßnahmen erhöhen wir die Qualifikation der Mitarbeiter und fördern die Zusammengehörigkeit in der Gruppe. Die zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht sowie IT und die gesamte Inlandsfinanzierung werden auf Ebene der Holding geführt.

Die Ziele für unsere Beteiligungen sind klar definiert. Es sind dies die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der operativen Performance (unter anderem Margen, Produktivität) und, in Zeiten zunehmender Risiken in den externen Rahmenbedingungen, die Reduzierung der allgemeinen Krisenanfälligkeit.

Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen erfolgreich weiterzuentwickeln. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen.

Asset-Management/Vermögensverwaltung

Mit dem Verkauf des Großteils unserer Wertpapieranlagen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahrs und der Auszahlung wesentlicher Teile der Verkaufserlöse an unsere Aktionäre im Februar 2013 haben wir unseren zweiten Tätigkeitsschwerpunkt, das Asset-Management, im Wesentlichen beendet. Unsere finanzielle Unabhängigkeit ist aufgrund der uns verbleibenden Liquidität jedoch weiterhin uneingeschränkt gegeben. Im Rahmen unserer Anlagestrategie bezüglich dieser Mittel verfolgen wir einen streng konservativen Ansatz, das heißt, wir bevorzugen risikoarme und hochliquide Anlagealternativen.

1.2.2 Unternehmenssteuerungs- und überwachungssystem

Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige strategische und operative Besprechungen zwischen dem Vorstand und den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsrechnungen entwickelt. Unser effizientes, gruppenweit erfolgreich implementiertes Controlling-System wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden dadurch frühzeitig erkannt und besprochen und führen erforderlichenfalls zu geeigneten Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb vermehrt zur Analyse hinzugezogen.

Die Anlageentscheidungen über das liquide Konzernvermögen, zum Bilanzstichtag im Wesentlichen bestehend aus Geldmitteln (25 Mio. €) und Wertpapieren (6 Mio. €), in Höhe von zusammen 31 Mio. € erfolgen direkt auf Holdingebene unter der Verantwortung des Vorstands und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat.

1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2013

Nach Ablauf der aktienrechtlichen Gläubigerschutzfrist von sechs Monaten, beginnend mit der im August 2012 erfolgten Eintragung der Bekanntgabe der Kapitalbeschlüsse im Handelsregister, wurde am 11. Februar 2013 entsprechend den am 22. Juni 2012 beschlossenen Kapitalmaßnahmen eine Kapitalrückzahlung von 6,23 € je Aktie, zusammen 84,9 Mio. €, an die Aktionäre ausbezahlt.

1.4 Konsolidierungskreis

Die Zahl der in den Konzernabschluss 2013 einbezogenen Gesellschaften beträgt 22 (Vorjahr: 24). Gegenüber dem Vorjahr ist die im Geschäftsjahr 2013 gegründete mittelbare Tochtergesellschaft frako power systems GmbH & Co. KG hinzugekommen. Andererseits wurden nach der Schließung des Geschäftsbetriebs die beiden chinesischen Tochterunternehmen der Taller GmbH sowie die bereits früher stillgelegte Taller Tschechien gemäß § 296 Abs. 2 HGB aus dem Konsolidierungskreis entfernt.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung haben dazu geführt, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2013 mit 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich unter dem Niveau von 2012 und auch unter den Erwartungen der Ökonomen lag.

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war dabei der private und staatliche Konsum mit einem Plus von rund 1 %. Dagegen sanken die Inlandsinvestitionen von Unternehmen und Staat in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge im Jahr 2013 zusammen um 2,2 %. Auch der deutsche Außenhandel, sonst zuverlässiger Wachstumstreiber, bremste den Aufschwung.

Für das Jahr 2014 erwarten die Ökonomen eine deutlich anziehende Konjunktur. Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft reichen von rund 1,5 bis zu 2 % Wachstum.

Nach Einschätzung der Weltbank sind, dank einer positiven Entwicklung in den Industriestaaten, auch die Aussichten für die Weltwirtschaft so gut wie lange nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2014 demnach weltweit um 3,2 % zulegen. Und auch für die Jahre 2015 und 2016 werden von der Weltbank ähnliche Wachstumsraten erwartet. Globalwirtschaftliche Risiken sehen wir in der unsicheren Entwicklung der Schwellenländer sowie, nach wie vor, von der Staatsverschuldung einiger Euroländer ausgehend.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Abgesehen vom westeuropäischen Markt bleibt die weltweite Nachfrage nach neuen Automobilen tendenziell steigend. Hohe Zuwächse bei den Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen haben sich vor allem in Nord- und Südamerika, Asien und Osteuropa eingestellt. Auf unseren exportorientierten Automotivebereich dürfte sich diese Entwicklung insgesamt positiv auswirken.

Aufgrund des insgesamt verbesserten weltwirtschaftlichen Umfeldes sollte die Investitionstätigkeit in den nächsten Monaten zulegen und zu einer steigenden Nachfrage nach Maschinen führen. Nach zwei Jahren mit nur unterdurchschnittlichem Wachstum erwarten die VDMA-Volkswirte für den Weltmaschinenbau 2014 ein deutliches Umsatzplus.

Im Zuge der beschriebenen weltwirtschaftlichen gesamtkonjunkturellen und branchenbezogenen Entwicklung sind wir tendenziell optimistisch und erwarten auch für unsere Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung verbesserte Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren.

3. Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

3.1.1 AdCapital-Konzern

2013 2012
(in Mio. €) HGB HGB
Gesamtleistung 129,4 130,2
Sonstige betriebliche Erträge 3,2 8,2
Materialaufwand -64,7 -66,6
Personalaufwand -39,4 -38,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -21,4 -21,8
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 7,1 11,7
Abschreibungen -4,9 -5,0
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 2,2 6,7
Finanzergebnis -0 5,9
a.o. Ergebnis 0 -1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 2,2 11,5
Ertragsteuern
und sonstige Steuern
-1,5 -3,8
Konzernjahresergebnis 0,7 7,7
Konzernergebnis nach Minderheiten -0,1 7,3

Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns

Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Die meisten Gesellschaften des AdCapital-Konzerns zeichnet eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Durch die Ausrichtung auf die Automobilindustrie (Erich Jaeger-Gruppe, Opus Formenbau GmbH) beziehungsweise die Druckmaschinenindustrie (Bavaria Digital Technik GmbH) ist teilweise aber auch eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Insofern steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, mittelbar, der weltwirtschaftlichen Lage.

Aufgrund sehr verschiedener konjunktureller Rahmenbedingungen in ihren jeweiligen Branchen und ihres unterschiedlichen Entwicklungsstands im Rahmen des eingeschlagenen Wegs der Professionalisierung aller Ebenen und Funktionen geben die Beteiligungsunternehmen ein äußerst heterogenes Bild ab. So verzeichneten unsere im Automobilbereich tätigen Unternehmen, die Erich Jaeger GmbH & Co. KG sowie die OPUS Formenbau GmbH, die besten Jahre ihrer Firmengeschichte und auch die Taller GmbH hat sich recht gut behauptet; andererseits war das Geschäftsjahr bei unseren Unternehmen EW Hof, BDT, FRAKO und KTS von Umsatzund Ergebnisrückgängen geprägt. Insofern ist die Entwicklung der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung das Ergebnis sehr uneinheitlicher Geschäftsverläufe.

Die Entwicklung ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren:

Die Gesamtleistung ist mit rund 130 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die teils erheblichen Umsatzrückgänge im Inland konnten durch Zuwächse der Auslandsumsätze nahezu ausgeglichen werden. Sehr erfreulich haben sich, wie auch schon im Vorjahr, die Exporterlöse der Jaeger-Gruppe sowie der OPUS GmbH entwickelt. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 8,2 Mio. € auf 3,2 Mio. € geht im Wesentlichen zurück auf den Wegfall von Einmaleffekten. Nach periodenfremden Erträgen des Vorjahres von 4,6 Mio. € betrugen dieselben im Geschäftsjahr 2013 0,6 Mio. €. Hierfür verantwortlich waren hauptsächlich die um 0,8 Mio. € geringeren Auflösungen von Rückstellungen und eine im Vorjahr getroffene Vergleichsvereinbarung, die im Jahr 2012 mit einem einmaligen aperiodischen Ergebnis von 2,8 Mio. € sowie laufenden Erträgen in Höhe von 0,6 Mio. € zu Buche schlug.

Der Materialaufwand im Konzern ist von 66,6 Mio. € um 1,9 Mio. € auf 64,7 Mio. € beziehungsweise um knapp 3 % gesunken. Bei nahezu unveränderter Gesamtleistung bedeutet dies einen Rückgang der Materialquote von 51,2 % um 1,2 Prozentpunkte auf 50,0 %.

Dagegen ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht von 38,3 Mio. € um 1,1 Mio. € auf 39,4 Mio. € gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung ist der Personalaufwand von 29,4 % um einen Prozentpunkt auf 30,4 % gestiegen. Dabei ist festzuhalten, dass der Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl von 1.397 im Vorjahr auf 1.312 im Geschäftsjahr 2013 hauptsächlich auf die Schließung von Taller China zum Ende des Jahres 2012 und den Abbau von Mitarbeitern bei ESPO, Tschechien zurückzuführen ist. Insbesondere Neueinstellungen von Mitarbeitern im Fertigungsbereich bei unseren Gesellschaften mit starkem Wachstum (Erich Jaeger, OPUS) haben den Personalaufwand insgesamt erneut steigen lassen.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns ist absolut und relativ deutlich niedriger als im Vorjahr. Beim Vorjahresvergleich ist jedoch zu berücksichtigen, dass, wie oben im Einzelnen erläutert, die sonstigen betrieblichen Erträge im Jahr 2012 durch erhebliche Einmaleffekte beeinflusst waren, die im Geschäftsjahr nicht mehr angefallen sind. Bereinigt um aperiodische Sondereffekte von zusammen 4,6 Mio. € im Jahr 2012 gegenüber 0,6 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt das betriebliche Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau. Mit 1,7 % ist die EBIT-Quote dabei allerdings nicht zufriedenstellend.

Nach der Aufgabe des Asset-Management-Bereichs und der Ausschüttung eines Großteils der aus der Liquidation gewonnenen Geldmittel ist das Finanzergebnis für den AdCapital-Konzern nur noch von sehr geringer Bedeutung. Die Zusammensetzung des Finanzergebnisses 2013 im Vorjahresvergleich ist im Anhang, Abschnitt 5.7, dargestellt.

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres entfiel auf die Schließungskosten der Produktionsstätte Taller China.

Beim Vergleich des ausgewiesenen Steueraufwands ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr die Risikovorsorge für die steuerlichen Außenprüfungen der Jahre 2006 bis 2009 bei der AdCapital AG und verschiedenen Tochterunternehmen mit einem Betrag von 1,3 Mio. € enthalten war. Vom Steueraufwand des Geschäftsjahres 2013 entfallen dagegen 0,2 Mio. € auf frühere Veranlagungszeiträume.

Insgesamt haben wir im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 0,7 Mio. € nach 7,7 Mio. € im Vorjahr erzielt. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Ertragslage des Konzerns nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Zum einen ist durch die Aufgabe des Asset Managements und Auskehrung des darin gebundenen Vermögens an unsere Aktionäre das Finanzergebnis des Vorjahres in Höhe von 5,9 Mio. € vollständig weggefallen. Zum anderen wirkten sich im Vorjahr die oben beschriebenen Einmaleffekte im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge erheblich auf die Höhe des Jahresergebnisses aus. Bereinigt um diese und die im Steueraufwand liegenden Sondereinflüsse liegen die erzielten Jahresergebnisse EBIT, EBT und Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2013 in etwa auf Vorjahresniveau.

3.2 Industriebeteiligungen

Unsere Beteiligungen haben sich in einem teils schwierigen konjunkturellen Umfeld unterschiedlich gut behauptet. Einige Unternehmen konnten ihre Marktanteile erhöhen und dabei teilweise auch stabile Ergebnisse erzielen. Bei anderen war das Geschäftsjahr 2013 von einem Umsatzrückgang geprägt, der durch gegensteuerende Maßnahmen ertragsseitig nur zum Teil ausgeglichen werden konnte.

Die Bavaria Digital Technik GmbH ist in den beiden Geschäftsbereichen Systemlieferant für die Druckmaschinenindustrie und Anbieter für Electronic Manufacturing Services tätig. Die Lage am internationalen Druckmaschinenmarkt bleibt durch die wachsende Bedeutung der Online-Medien und aufgrund von regionalen Nachfragelücken weiter sehr angespannt. Die Gesamtleistung des Unternehmens ist 2013 von 14,5 Mio. € im Vorjahr um 1,2 Mio. € auf 13,3 Mio. € gesunken. Der Anpassungsdruck aufgrund des rückläufigen Geschäftsumfangs mit einem Hauptkunden der BDT aus der Druckmaschinenbranche bleibt zunächst bestehen. Das Geschäft mit Unternehmen des AdCapital-Verbunds entwickelte sich wiederum erfreulich und wir erwarten dies auch für die Zukunft. Weitere Chancen sehen wir für das Unternehmen insbesondere im Bereich seiner dritten Umsatzsäule, der Auftragsfertigung neuer elektronischer Baugruppen und Geräte. Durch die Kombination aus Entwicklungs- und Dienstleistungen und anschließender Fertigung ist die BDT in diesem Bereich gut aufgestellt. Hier konnten schon 2013 signifikante Umsatzsteigerungen realisiert werden. Für 2014 erwarten wir somit insgesamt eine gegenüber 2013 maximal leicht erhöhte Gesamtleistung bei ausgeglichenem Ergebnis.

Die Erich Jaeger-Gruppe hat im Jahr 2013 trotz des in Westeuropa weiterhin rückläufigen Automobilmarktes ihren Umsatz um rund 15 % auf 49,6 Mio. € steigern können. Zu diesem Wachstum haben alle Kundensegmente beigetragen. Das Ergebnis konnte dabei ebenfalls signifikant verbessert werden und liegt nun bei einer EBIT-Rate im oberen einstelligen Bereich. Damit verzeichnete die Jaeger-Gruppe 2013 das beste Jahr in ihrer Unternehmensgeschichte. Es ist Jaeger erneut gelungen, mehrere Neukunden in wichtigen Kundensegmenten zu gewinnen. Auch konnten verschiedene neue Produkte unter anderem auch für den Agrar- und den Militärsektor erfolgreich im Markt eingeführt werden. Der weitere Ausbau des Produktspektrums und die Gewinnung neuer Kunden in Europa, China und anderen Vertriebsgebieten in Wachstumsregionen stehen für die nächsten Jahre unverändert auf dem Programm der Jaeger-Gruppe. Ziel ist es, zu expandieren und die Marktanteile weiter zu vergrößern. Die Erschließung des amerikanischen Marktes soll in einigen Jahren maßgeblich zum Gesamtergebnis der Jaeger-Gruppe beitragen. Für das Jahr 2014 erwarten wir ein weiteres, vergleichbares Umsatz- und Ergebniswachstum wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die EW Hof-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt applikationsoptimierte Antriebslösungen. Als Sondermotorenbauer in der Anlagen- und Energietechnik

konzentrieren wir uns auf die individuellen Kundenanforderungen. Das Unternehmen ist unter anderem ein qualifizierter Zulieferer für die Windkraftindustrie und entwickelt und fertigt hochwertige Pitch-Motoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Weitere Umsatzträger sind die Bereiche e-Mobility, Blockheizkraftwerke und Maschinenbau. Die Produktion befindet sich bei der Tochtergesellschaft in Tschechien. Die Gesamtleistung erreichte aufgrund der Krise der Windkraftindustrie im Jahr 2013 10,9 Mio. € nach 13,0 Mio. € im Vorjahr. Die im Geschäftsjahr 2011 aufgenommene Produktion für einen Kunden aus dem Bereich der erneuerbaren Energien kam bisher nicht im geplanten Umfang zustande. Die technische Komplexität und deutlich geringere Stückzahlen gegenüber den ursprünglichen Erwartungen führten im Geschäftsjahr 2013 zu Verlusten. Nach dem Verkauf der Fertigungsanlage an den Kunden und der Eliminierung sämtlicher bilanzieller Risiken im Abschluss 2013 sind keine weiteren Verluste aus diesem Geschäft zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2013 führte diese Entwicklung zu einem negativen betrieblichen Ergebnis in Höhe von rund 1 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir wieder ein positives Betriebsergebnis.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Gesamtleistung in Höhe von 18,8 Mio. € gegenüber 22,2 Mio. € im Vorjahr erzielt. Der vor allem marktbedingte Umsatzrückgang schlug sich naturgemäß auch im operativen Ergebnis nieder. Es konnte dabei noch ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,3 % der Umsatzerlöse erzielt werden. Für 2014 erwartet die Geschäftsleitung unter stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein moderates Umsatzwachstum. Die langfristige Strategie des Wechsels vom Komponenten- zum Systemgeschäft wird weiterhin als zielführend angesehen und deshalb beibehalten; wobei zu einem schnelleren Wachstum verstärkt auf den Ausbau eines OEM-Zuliefergeschäfts im Bereich Anlagen gesetzt wird. Zusätzlich werden die Bereiche Power Quality und das Komponentengeschäft systematisch aufgebaut.

Das Jahr 2013 war bei der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH durch eine Reihe von besonderen Maßnahmen gekennzeichnet, die über den Jahreswechsel hinaus auch noch das Jahr 2014 beeinflussen werden. In den Bereichen Vertrieb, Entwicklung/Konstruktion/Werkzeugbau, Kunststoffteileherstellung und Gesamtorganisation wurden Rationalisierungs-, Organisations- und Schulungsmaßnahmen durchgeführt, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen sollen. Begleitet wurden die Maßnahmen durch erhebliche Sachinvestitionen. Die Ertrags- und Finanzlage der KTS ist dabei derzeit noch sehr unbefriedigend. Wir haben die Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen bei der KTS deshalb zum Jahreswechsel intensiviert. Im Jahr 2013 erreichte die KTS eine Gesamtleistung von 5,7 Mio. € gegenüber 6,0 Mio. € im Vorjahr. Insbesondere im Frühjahr 2013 machte sich die schwache Konjunktur in der Kunststoffverarbeitung bemerkbar. Für 2014 sind Steigerungen im Umsatz und ein positiver Jahresüberschuss geplant, die nach unserer

Einschätzung erreichbar sind, jedoch auch erhebliche Verbesserungen im Vertrieb und im Fertigungs- und Projektmanagement erfordern.

Die OPUS Formenbau GmbH verzeichnete im abgelaufenen Jahr das beste Geschäftsjahr ihrer Firmengeschichte. Gesamtleistung und Rendite konnten signifikant gesteigert werden. So legte die Gesamtleistung um mehr als 30 % zu. Sie erhöhte sich von 3,9 Mio. € im Vorjahr auf jetzt 5,1 Mio. €. Dabei erzielte Opus eine EBIT-Rendite, die Maßstäbe für die AdCapital-Gruppe setzt. Wir erwarten auch für die kommenden Jahre ein stetiges Umsatzwachstum bei sehr zufriedenstellenden Ergebnissen, wobei die Kosten aus dem Umzug an eine neue Fertigungsstätte das Ergebnis 2014 beeinflussen werden.

Die Taller-Gruppe hat bei einer Gesamtleistung von 27,7 Mio. € gegenüber 28,7 Mio. € im Vorjahr das Geschäftsjahr wieder mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen. Der Ausblick der Geschäftsleitung der Taller-Gruppe für 2014 und die folgenden Jahre ist hinsichtlich Gesamtleistung und Profitabilität positiv. Zu dem angestrebten, ergebnisorientierten Wachstum sollen der Ausbau des OEM-Geschäfts und die Markteinführung neuer, innovativer Produkte in der Sparte Steckerbrücken entscheidend beitragen. Weiterhin wurden erhebliche Entwicklungsanstrengungen für die Optimierung bestehender und den Aufbau neuer Fertigungsprozesse unternommen. Nach den umfangreichen Neustrukturierungen in den letzten Jahren sieht sich die Taller-Gruppe für die zukünftigen Aufgaben bestens aufgestellt. Die Gesellschaft hat die Schließung der Fertigung in China gut verkraftet und kann sich dadurch vollständig auf die Weiterentwicklung von Produkten, Märkten und Prozessen konzentrieren.

Die im Geschäftsjahr 2013 neu gegründete frako power systems GmbH & Co. KG befindet sich noch in der Anlaufphase, mit ersten Umsatzerlösen im Jahr 2014. Mit Interesse verfolgen wir die weitere Entwicklung und stehen der Gesellschaft als Holding bei der Geschäftsentwicklung mit Rat und Tat zur Seite.

4. Finanz- und Vermögenslage

4.1 Portfolioentwicklung

Im Zuge des 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen oder Abgänge im Beteiligungsbereich.

4.2 Investitionen

(in Mio. €) 2013 2012
Investitionsvolumen, Konzern 4,4 4,1

Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr um 7,3 % erhöhte Investitionstätigkeit.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und auch nach der im Februar 2013 erfolgten Auszahlung der durch die Kapitalherabsetzung vom 22. Juni 2012 und die daraufhin erfolgte Liquidation des Asset-Management-Bereichs freigewordenen Mittel durch eine hohe Eigenkapitalquote sowie einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt.

Die einzelnen Konzernunternehmen werden vorrangig durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System finanziert. Darüber hinaus bestehen auf Ebene von Einzelgesellschaften Kredite bei Finanzinstituten, deren Refinanzierung nach Ablauf ihrer Laufzeit von der AdCapital AG übernommen werden soll.

Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat für uns unverändert oberste Priorität. Daher wird die freie Liquidität der AdCapital AG von uns kurzfristig angelegt, um eine schnelle Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen sowie Bewertungsrisiken auszuschließen. Zusätzlich vereinbarte Kreditlinien bei Banken sichern den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Konzerns ab. Der gesamte Finanzierungsmix gewährleistet auch nach Abfluss der Kapitalrückzahlung in Höhe von 84,9 Mio. € im Februar 2013, der ordentlichen Gewinnausschüttung im Mai 2013 von 6,8 Mio. € sowie der vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen, voraussichtlichen Gewinnausschüttung im Mai 2014 von 4,1 Mio. € eine ausreichende und sichere Finanzierung des Konzerns sowie der einzelnen Gesellschaften.

4.3.2 Kapitalstruktur

Der AdCapital Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

31. Dez. 31. Dez.
(in Mio. €) 2013 % 2012 %
Eigenkapital 82,7 74,4 89,7 43,5
Fremdkapital 28,4 25,6 116,4 56,5
Gesamtkapital 111,1 100,0 206,1 100,0

Der Konzern weist nach Auszahlung der Kapitalrückzahlung im Februar 2013 aufgrund der damit verbundenen Bilanzverkürzung (Reduzierung des Fremdkapitals) eine stark erhöhte Eigenkapitalquote aus.

4.3.3 Cashflow / Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

(in Mio. €) 2013 2012
Operativer Cashflow 0,8 93,7
Netto(des-)investitionen 0,5 -3,9
Free Cashflow 1,3 89,8
Cashflow aus
der Finanzierungstätigkeit
-91,8 -3,0

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. Der operative Cashflow ist durch die Auszahlungen der freiwilligen Steuervorauszahlungen für BP-Risiken in Höhe von 2,4 Mio. € belastet (Verringerung der Rückstellungen). Bei der Analyse der Kapitalflussrechnungen sind die außerordentlichen Einflüsse der Kapitalmaßnahmen zu berücksichtigen.

4.3.4 Cash-Pool-System

Alle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen.

4.4 Vermögenslage

31. Dez. 31. Dez.
(in Mio. €) 2013 % 2012 %
Anlagevermögen 29,6 26,6 35,0 17,0
Umlaufvermögen und RAP 81,5 73,4 171,1 83,0
davon Wertpapiere und Zahlungsmittel 31,2 28,1 122,6 59,5
Gesamtvermögen 111,1 100,0 206,1 100,0

Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität der Vermögenswerte geprägt.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. Der im Februar 2013 ausbezahlte Kapitalschnitt beeinflusst diese Grundaussage zur wirtschaftlichen Solidität in keiner Weise. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2012 vollzogenen Strategiewechsels ist der angemessene Vermögens- und Liquiditätsumfang entsprechend gesunken. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft ohne die Inanspruchnahme von Bankenlinien mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln erfolgreich wahrnehmen können.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist überdurchschnittlich hoch.

Strategisch wie operativ wurde im Geschäftsjahr 2013 der eingeschlagene Weg der Professionalisierung der Beteiligungsunternehmen auf allen Ebenen und Funktionen konsequent weiterverfolgt. Das erklärte Ziel ist es, durch schlüssige Unternehmensstrategien, Verbesserungen der internen Aufbau- und Ablauforganisationen und die stetige Weiterentwicklung bestehender und die Einführung neuer Produkte und Produktgruppen die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben.

Angesichts historischer Höchststände der Aktienmärkte wurden die noch im Bestand gehaltenen Aktien und Wertpapiere Anfang Februar 2014 nahezu vollständig mit Gewinn veräußert. Wegen Einzelheiten wird auf Abschnitt 7, Nachtragsbericht, verwiesen.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die AdCapital AG vier (Vorjahr: vier) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2013 durchschnittlich 1.312 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.397).

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 38 (Vorjahr: 38). Mit seinen Ausbildungsplätzen sorgt das Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik ist, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikationen weiterzuentwickeln. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Schon im vorangegangenen Geschäftsjahr haben wir mit dem Aufbau einer unternehmensübergreifenden Personalentwicklung für Führungskräfte begonnen. Neben der Einführung verschiedener Standards haben wir erlebt, dass gemeinsame Fachveranstaltungen eine wertvolle Dialogplattform für unsere Führungskräfte bilden.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2013 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) und fielen vor allem bei der FRAKO sowie der Taller-Gruppe an.

6. Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben.

Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet.

6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzernund Tochtergesellschaften

6.2.1 Ausfallrisiko

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

6.2.2 Risiko aus dem operativen Geschäft

Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- beziehungsweise Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- bzw. Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

6.2.3 Zins- und Währungsrisiken

Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen.

6.2.4 Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie in geringem Umfang durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG.

6.2.5 Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken von bis zu 3,4 Mio. €. Für dieses Risiko wurden bei der AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,4 Mio. € gebildet, die in den letzten Jahren kontinuierlich herabgesetzt werden konnten.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

6.2.6 Risikofaktoren aus Geld- und Wertpapieranlagen

Die zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank sowie der Deutschen Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 (vgl. Abschnitt 7, Nachtragsbericht) bestehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen.

6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern.

Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt.

7. Nachtragsbericht

Anfang Februar 2014 hat die AdCapital AG nahezu ihren gesamten verbliebenen Wertpapierbestand veräußert. Bei einem Veräußerungserlös von insgesamt 6,7 Mio. € und einem Buchwert von 5,9 Mio. € wurde ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,8 Mio. € erzielt, der im Ergebnis 2014 zu Buche schlägt.

Im Übrigen sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgeht.

8. Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit über 50% beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

9. Chancen- und Prognosebericht

9.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die europäische Staatsschuldenkrise ist im Laufe des Jahres 2013 und zu Beginn des Jahres 2014 etwas aus dem gesellschaftlichen Fokus herausgerückt. Die Fundamentaldaten haben sich dabei aber nicht so grundlegend geändert, als dass von ihr keine Risiken mehr ausgingen. Insofern scheinen substantielle Rückschläge noch nicht ausgeschlossen. Die hemmenden Auswirkungen auf die Gesamterwartungshaltung der Marktteilnehmer haben aber nachgelassen. Dies liegt unseres Erachtens daran, dass ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft in der Vergangenheit geringer als von vielen befürchtet ausgefallen sind. Vor diesem Hintergrund überwiegt wieder der Optimismus. Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft reichen von rund 1,5 bis zu 2 % Wachstum.

Nach Einschätzung der Weltbank sind, dank einer positiven Entwicklung in den Industriestaaten, auch die Aussichten für die Weltwirtschaft so gut wie lange nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2014 demnach weltweit um 3,2 % zulegen. Und auch für die Jahre 2015 und 2016 werden von der Weltbank ähnliche Wachstumsraten erwartet.

Der Euro hat sich im Jahr 2013 gut behauptet. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinschaftswährung gegenüber allen wichtigen Realwährungen an Wert gewonnen. Im Durchschnitt hat sich der Euro in einer Bandbreite zwischen 1,30 und 1,35 USD / EUR und damit exakt im Rahmen unserer Vorjahresprognose bewegt.

Wir rechnen für die nähere Zukunft nicht mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Erstens stehen die Zeichen in Deutschland und weltweit, wie berichtet, auf Wachstum. Zweitens wirken die positiven Erfahrungen der politisch und tarifvertraglich flankierten Sicherung des Bestandes von hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern, welche die Unternehmen in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009 gemacht haben, nach. Mit einer stabilen Belegschaft konnte sich die deutsche Wirtschaft nach der Krise schnell wieder erholen. Die Lohnentwicklung sehen wir dementsprechend aufwärtsgerichtet. Eine Rückkehr zu den sehr niedrigen Lohnabschlüssen der vergangenen Dekade wird es angesichts der deutlichen Verbesserung der Arbeitsmarktlage und der positiven Konjunkturaussichten unseres Erachtens bis auf Weiteres nicht geben. Die geplante Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns und die eingeschlagene Rentenpolitik der Großen Koalition führen zu weiteren Kostenrisiken für die Unternehmen in Deutschland. Dadurch könnte auch die Problematik von fehlenden Facharbeitern in technischen Berufen in Zukunft weiter verschärft werden.

Nachdem sich die Kurse auf den Aktienmärkten seit Wochen in der Nähe neuer Allzeithochs bewegen, können hier Rückschläge nicht ausgeschlossen werden. Nach dem Verkauf unserer Restbestände an Wertpapieren und Aktien gehen von diesem Risiko allerdings keine direkten Auswirkungen mehr auf die AdCapital AG aus.

Aufgrund der in der Eurozone eingerichteten Schutzmechanismen sehen wir keine Staatsinsolvenzen in und auch keine Austritte aus der Eurozone.

9.2 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die positiven Konjunkturaussichten dürften dazu beitragen, dass die Rohstoffpreise eher wieder etwas anziehen und die im Geschäftsjahr 2013 gesunkene Materialquote im Konzern unter Druck gerät. Durch unsere Investitionen in Sachanlagen, Markterschließungen sowie gezielte Personalqualifizierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Tochterunternehmen und von deren Marktanteilen sowie zur Verbesserung interner Prozesse werden wir es bei einigen unserer Beteiligungen auch noch im Geschäftsjahr 2014 mit Sondereffekten zu tun haben, die das Ergebnis belasten werden. Insgesamt rechnen wir aber mit dem Greifen dieser Maßnahmen und einer verbesserten Ertragslage im AdCapital-Konzern.

Für 2014 erwarten wir eine leicht steigende Gesamtleistung.

Unser nach dem Verkauf der Wertpapierbestände ausschließlich in liquiden Mitteln bestehendes Finanzvermögen wird uns zukünftig keine nennenswerten Finanzerträge einbringen.

Zusammengefasst gehen wir davon aus, im Jahr 2014 ein positives und gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 verbessertes Ergebnis erzielen zu können.

9.3 Chancen

Megatrends wie die weitere Industrialisierung der Schwellenländer in Asien und insbesondere die in Deutschland eingeleitete Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren.

Regional sind die operativen Beteiligungen der AdCapital überdurchschnittlich stark auf den deutschsprachigen Raum beziehungsweise Westeuropa ausgerichtet. Das starke Wachstumspotenzial in den Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien wird teilweise über eigene Fertigungsstätten, vorwiegend jedoch lediglich über Vertriebspartnerschaften, abgedeckt. Hier gilt es, bei Bedarf unseren Marktauftritt zu verstärken, wenn dies mit vertretbarem Risiko möglich erscheint.

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Eurosystems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Tuttlingen, 19. März 2014

AdCapital AG

__________________ Hans-Jürgen Döringer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in vier Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements sowie das Risikomanagementsystem.

Ein Schwerpunkt der Beratungen des Geschäftsjahres 2013 war die Neugründung der frako power systems GmbH & Co. KG, kurz fps, eines Anbieters von Systemen zur effizienten, sicheren und nachhaltigen Energieerzeugung im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung sowie Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung im industriellen und gewerblichen Einsatz. Nach eingehenden Besprechungen des Geschäftsmodells, der Organisation und der benötigten Ressourcen sowie der marktseitigen Chancen und Risiken gab der Aufsichtsrat der Neugründung grünes Licht. Mit Sitz in Teningen, eingebunden in die Geschäftsräume und die Organisation der FRAKO, und dem mit der BDT und der Hochschule in Kempten gestarteten Forschungsprojekt zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung steht die fps beispielhaft für die Ausrichtung der AdCapital AG als einer Industrie-Holding, die die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligungsunternehmen des AdCapital-Konzerns ständig intensiviert und optimiert.

In der Sitzung vom Juni 2013 wurde die Geschäftserweiterung und der damit verbundene Umzug der OPUS vorgestellt und vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Auf der Herbsttagung im September wurden wichtige strategische Weichenstellungen für die Beteiligungsunternehmen FRAKO und EW Hof beraten. Beide Unternehmen stehen insbesondere vor der Aufgabe, ihren Vertrieb strategisch neu auszurichten.

Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat die Aufsichtsratsvorsitzende laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2013

Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 23. Mai 2013 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2013 sowie der Konzernlagebericht wurden von der Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Der die Prüfungstestate unterzeichnende Wirtschaftsprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen, ausführlich über die Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung am 19. März 2014 ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat erklärt hiernach, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31.12.2013 sowie den Konzernlagebericht 2013 billigt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2013 wurde damit festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie auszuschütten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und befunden, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

Tuttlingen, 19. März 2014

Sonja Leibinger (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

Konzernbilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2013 Alle Angaben in T€

Anhang 31. Dez. 2013 31. Dez. 2012
(4.1)
2.618
28.068
741 4.271
29.553 34.957
27.258
20.730
6.969
(4.5) 25.165 115.607
81.134 170.564
(4.6) 317 483
(4.13) 46 0
70 72
206.076
(4.7) 41.700 41.700
4.592 4.592
40.887
(4.10) 2.912 381
2.172
82.721 89.731
(4.11) 12.528 15.766
(4.12) 15.871 100.471
28.399 116.237
0 89
(4.13) 0 19
(4.2)
(4.3)
(4.4)
(4.8)
(4.9)
2.674
26.138
27.410
22.551
6.008
111.120
33.931
-414

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG,

Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2013

Alle Angaben in T€

Anhang 2013 2012
Umsatzerlöse (5.1) 129.400 129.459
Bestandsveränderungen -102 479
Andere aktivierte Eigenleistungen 228 256
Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 3.264 8.187
Materialaufwand (5.3) -64.770 -66.618
Personalaufwand (5.4) -39.431 -38.315
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände und Sachanlagen
(5.5) -4.913 -4.977
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.6) -21.457 -21.796
Betriebsergebnis 2.218 6.676
Finanzergebnis (5.7) -47 5.895
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.171 12.571
Außerordentliches Ergebnis (5.8) 0 -1.071
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.9) -1.354 -3.723
Sonstige Steuern -81 -73
Konzern-Jahresüberschuss 736 7.703
Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -878 -420
Konzernergebnis -141 7.283
Mutterunternehmen Nicht-beherrschende
Gesellschafter
Gezeichnetes
Kapital
Ausgleichs Konzern
eigen
Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn posten aus
Fremd
währungs
umrechnung
Eigenkapital Anteile anderer
Gesellschafter am
Eigenkapital
kapital
Stand am 01.01.2012 45.000 86.200 -13.171 46.774 154 164.957 1.842 166.799
Kapitalerhöhung
Kapitalherabsetzung
Gezahlte Dividende
Übrige Veränderungen
81.700
-85.000
0
0
-81.700
92
0
0
0
0
0
5.165
0
0
0
-5.165
0
0
0
0
0
-84.908
0
0
0
0
0
0
0
-84.908
0
0
Jahresergebnis
neutrale Ergebnisveränderungen
7.283
0
227 7.283
227
420
-90
7.703
137
Gesamtergebnis -3.300 -81.608 5.165 2.118 227 -77.398 330 -77.068
Stand am 31.12.2012 41.700 4.592 -8.006 48.892 381 87.559 2.172 89.731
Stand am 01.01.2013 41.700 4.592 -8.006 48.892 381 87.559 2.172 89.731
Gezahlte Dividende
Übrige Veränderungen
0
0
0
0
0
-3.875
-6.814
3.875
0
0
-6.814
0
-93
0
-6.907
0
Jahresergebnis
neutrale Ergebnisveränderungen
-141 -795 -141
-795
878
-45
736
-840
Gesamtergebnis 0 0 -3.875 -3.080 -795 -7.750 740 -7.010
Stand am 31.12.2013 41.700 4.592 -11.881 45.812 -414 79.809 2.912 82.721
> in T€ 2013 2012
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht
beherrschenden Gesellschaftern)
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des 736 7.703
Anlagevermögens 4.914 5.239
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -3.238 2.768
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -197 -2.260
+/- Aufwendungen / Erträge Latente Steuern -65 72
+/- Verlust / Gewinn aus Entkonsolidierungen -75 0
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens -40 70
-/+ Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht
der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-1.169 77.852
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -115 2.256
= Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (1 bis 7) 751 93.700
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 750 140
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.129 -3.943
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen -621 -214
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -25 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Finanzanlagevermögens
3.555 150
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (9 bis 17) 530 -3.867
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und an nicht
beherrschende Gesellschafter (Dividenden) -91.815 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 700 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -665 -2.981
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (19 bis 21) -91.780 -2.981
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -90.499 86.852
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 57
115.607
-7
28.762
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 25.165 115.607
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 31.12.2012
Zahlungsmittel *) 115.607 115.607

*.) In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

ADCAPITAL AG, Tuttlingen

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt. Die Gesellschaft fällt daher nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264 d HGB geltenden Vorschriften des HGB.

Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31.Dezember 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die aktivierten Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Materialund Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus mangelnder Gängigkeit oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Werts (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1. Januar 2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen wird ein Rententrend zwischen 1,0 und 1,75 % zugrunde gelegt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewandt (aktuell: 4,90 %). Hierbei wird von einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Pensionsansprüche von 15 Jahren ausgegangen.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich auch auf (nutzbare) steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht.

2.3 Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 neben der AdCapital AG insgesamt 21 Gesellschaften (Vorjahr: 23) einzubeziehen. Gegenüber dem Vorjahr ist die im Geschäftsjahr 2013 gegründete, mittelbare Tochtergesellschaft frako power systems GmbH & Co. KG, Teningen, hinzugekommen. Dagegen wurden drei Firmen wegen Geringfügigkeit entkonsolidiert.

Nunmehr werden insgesamt sechs Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Auch bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet.

Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3. Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt und in die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen eingestellt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:

31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung
915
1.759
526
2.092
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.674 2.618

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfasst:

31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
FRAKO Kondensatoren-
und Anlagenbau GmbH
Erich-Jaeger Gruppe
1.662
97
1.900
192
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 1.759 2.092

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Für den Geschäfts- oder Firmenwert der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios, eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Bei der Erich Jaeger-Gruppe wird für den Geschäfts- und Firmenwert ebenfalls eine 15-jährige Nutzungsdauer unterstellt. Neben konstanten Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens sprechen hierfür vor allem patentgeschützte Produktentwicklungen sowie regional marktführende Positionen im Kernmarkt der Unternehmensgruppe.

31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
12.690 13.659
Technische Anlagen und Maschinen 8.921 10.078
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
3.766 3.684
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 761 648
Sachanlagen 26.138 28.069
31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
50
6
25
6
Sonstige Ausleihungen 685 4.240
Finanzanlagen 741 4.271

Der Rückgang bei den sonstigen Ausleihungen ist auf die vertragsgemäße, vorzeitige Tilgung eines langfristigen Darlehens zurückzuführen.

4.2 Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
10.803 10.774
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
Fertige Erzeugnisse und Waren
Geleistete Anzahlungen
5.987
10.604
16
5.552
10.928
4
27.410 27.258

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
Gesamt
T€
bis zu
1
Jahr
T€
mehr als 1
Jahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Vorjahr
17.129
(16.423)
17.129
(16.423)
0
(0)
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
Vorjahr
102
(148)
102
(148)
0
(0)
Sonstige Vermögensgegenstände
Vorjahr
5.320
(4.159)
4.827
(3.714)
493
(445)
22.551
(20.730)
22.058
(20.285)
493
(445)

4.4 Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich um den Restbestand an sonstigen Wertpapieren aus dem aufgegebenen Bereich Asset Management. Die Papiere wurden zu Beginn des Jahres 2014 ebenfalls veräußert.

4.5 Zahlungsmittel

In den Zahlungsmitteln in Höhe von 25.165 T€ (Vorjahr 115.607 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

4.6 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 317 T€ enthält ein Disagio von 0 T€ (Vorjahr: 19 T€) sowie sonstige Abgrenzungen.

4.7 Eigenkapital

Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€.

Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €).

Im Umlauf befindliche Aktien

Es werden insgesamt 371.116 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 1.105 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 2,6 % am Grundkapital.

Somit befinden sich 13.628.884 Aktien im Umlauf.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€.

4.8 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Die Anschaffungskosten beziehungsweise Buchwerte der eigenen Anteile in Höhe von 2.269 T€ wurden mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.

Im Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€.

4.9 Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China und Hongkong ergeben.

4.10 Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS GmbH.

4.11 Rückstellungen

31. Dez. 2013
T€
31. Dez. 2012
T€
Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
2.371
2.393
7.764
2.340
3.920
9.506
12.528 15.766

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.

Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.

Bilanz
31.12.2013
T€
Anschaffungs
kosten
T€
GuV
T€
Aktivwert der
Rückdeckungsversicherung -1.366 -1.354
Pensionsrückstellung 3.737
Aufwendungen für
Altersversorgung
-127
Zinsertrag aus Aktivwerten
Zinsaufwand
143
Pensionsrückstellung -155
Saldo
aus Verrechnung
2.371 n/a -12

Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 143 T€ (Vorjahr: 141 T€).

Die im Vorjahr unter den Steuerrückstellungen gebildete Risikovorsorge für die steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2006 bis 2009 wurde mit freiwilligen Vorauszahlungen von 1.644 T€ verrechnet. Die Vorauszahlungen wurden geleistet, um den Lauf der Nachzahlungszinsen gemäß § 233 a AO in Höhe von 6,0 % p.a. anzuhalten. Die Betriebsprüfung war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht abgeschlossen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten, die Zinsaufwendungen und Vorsteuerrisiken für die steuerlichen Außenprüfungen (113 T€ nach Verrechnung mit im Jahr 2013 geleisteten freiwilligen Vorauszahlungen von 770 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet. Die Rückstellungen für Verbindlichkeiten aus Wertguthaben für Lebensarbeitszeitkonten von ehemaligen Mitarbeitern der AdCapital AG wurden im Geschäftsjahr verbraucht und die Guthaben ausbezahlt. Die Finanzierung der Auszahlung in Höhe von 479 T€ erfolgte durch die in der gleichen Höhe bestehenden Treuhandkonten, welche zu diesem Zweck an die AdCapital AG ausgekehrt wurden.

Aus einem US-Dollar-Devisen-Termin-Geschäft in Höhe von 4.000 TUSD zum (Kauf-)Kurs von 0,751145 EUR/USD), Fälligkeit 31.Juli 2014, besteht ein Verpflichtungsüberhang. Bei einem Kaufkurs zum 31.Dezember 2013 von 0,725111 EUR/USD betrug der Marktwert des Termingeschäfts zum Bilanzstichtag -104 T€. In Höhe dieses Betrages wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

4.12 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
bis zu 1 bis 5 über 5
Gesamt 1
Jahr
Jahre Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 3.847 2.749 940 158
Vorjahr (3.812) (2.049) (1.590) (173)
Erhaltene Anzahlungen aus
Bestellungen 435 415 20 0
Vorjahr (1.149) (843) (306) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 9.009 9.009 0 0
Vorjahr (8.405) (8.405) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 426 426 0 0
Vorjahr (37) (37) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.154 1.727 427 0
Vorjahr (87.068) (86.878) (190) (0)
15.871 14.326 1.387 158
(100.471) (98.212) (2.086) (173)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 718 T€ (Vorjahr: 914 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 604 T€ (Vorjahr: 666 T€) enthalten. Der Vorjahresposten der sonstigen Verbindlichkeiten enthält die Verbindlichkeit aus der im Februar 2013 durchgeführten Kapitalrückzahlung in Höhe von 84.908 T€.

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten 3.564 T€ (Vorjahr: 6.479 T€) besichert.

4.13 Latente Steuern

Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 147 T€, im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 101 T€ verrechnet. Der aktive Überhang und damit die aktiven latenten Steuern betragen danach 46 T€. Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung.

Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:

2013
T€
2012
T€
Inland
Ausland
62.383
67.017
64.419
65.040
129.400 129.459

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

2013
T€
2012
T€
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 34 38
Entkonsolidierungsgewinn Taller China/Tschechien 75 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 539 1.326
Währungsgewinne 1.056 949
Mieterträge 242 236
Erträge aus Nießbrauchrechten 0 3.440
Übrige 1.318 2.198
3.264 8.187

Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 643 T€ (Vorjahr: 4.527 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und die Auflösung von Rückstellungen.

5.3 Materialaufwand

2013
T€
2012
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
63.148 64.424
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.622 2.194
64.770 66.618

5.4 Personalaufwand / Mitarbeiterzahl

2013
T€
2012
T€
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
-
davon für Altersversorgung 127
T€ (Vorjahr:
94
T€)
32.858 31.909
6.573 6.406
39.431 38.315

Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:

2013
T€
2012
T€
Direkte Mitarbeiter
Indirekte Mitarbeiter
964
348
1.013
384
1.312 1.397

Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind.

5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

2013
T€
2012
T€
Abschreibungen auf Firmenwerte aus
der Kapitalkonsolidierung 332 533
Sonstige 4.581 4.444
4.913 4.977

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 280 T€ (Vorjahr 189 T€).

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2013 2012
T€ T€
Sonstige Betriebskosten 1.971 1.819
Mieten und Pachten, Raumkosten 1.884 1.923
Transportkosten 2.294 2.221
Energiekosten 2.115 2.108
Reparaturen und Instandhaltung 1.281 1.577
Personalleasing 671 705
KfZ-Kosten 874 857
Rechts-
und Beratungskosten
1.514 1.432
Reisekosten 653 692
Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf
Forderungen 45 25
Sonstige Verwaltungskosten 924 1.110
Versicherungen 733 704
Währungsverluste 1.898 1.133
IT-Kosten 725 525
Lizenzgebühren (ohne IT) 294 225
Kommunikationskosten 548 565
Provisionen 386 493
Vertriebs-
und Werbungskosten
535 508
Betriebsprüfungsrisiko Vorsteuerabzug 0 905
Übrige 2.112 2.270
21.457 21.796

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 382 T€ (Vorjahr: 965 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten.

5.7 Finanzergebnis

2013
T€
2012
T€
Erträge aus Beteiligungen 0 250
Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen 0 -44
Gewinn aus dem Spezialfonds
(Vorjahr:
Abschreibung
Spezialfonds)
0 6.237
Erträge aus der Zuschreibung sonstiger Wertpapiere
des Umlaufvermögens
136 140
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
-38 -533
Verluste (-) / Erträge (+) aus dem Abgang sonstiger
Wertpapiere
des Umlaufvermögens
-16 227
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 141 261
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 275 502
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -545 -1.145
-47 5.895

Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 134 T€ (Vorjahr: 127 T€) angefallen.

5.8 Außerordentliches Ergebnis

Außerordentliche Posten sind nicht aufgetreten. Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres betraf die Schließungskosten der Produktionsstätte Taller China.

5.9 Steuern vom Einkommen und Ertrag

2013
T€
2012
T€
Ertragsteuern
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus der Veränderung latenter
Steuern
1.428 3.651
-74 72
1.354 3.723

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von 248 T€ auf Vorjahre. Auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfallen Steuern in Höhe von 1.180 T€. Die im Geschäftsjahr bezahlten Steuern betrugen 297 T€ (Vorjahr: 268 T€).

6. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:

31. Dez.
2013
T€
31. Dez.
2012
T€
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften
2.016 2.309
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht-
und
Leasing-Verträgen
17.925 18.751

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2013 Verpflichtungen in Höhe von 3.414 T€ (Vorjahr: 3.816 T€). Davon werden zum Abschlussstichtag 1.398 T€ (Vorjahr: 1.507 T€) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da insoweit mit einer möglichen Inanspruchnahme zum Abschlussstichtag gerechnet wird. Darüber hinaus besteht unseres Erachtens derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns.

Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht.

7. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom

In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge.

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 661 T€ (Vorjahr: 640 T€) gebildet. Die in derselben Höhe dotierenden Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen werden mit den Rückstellungen verrechnet; die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus dem zu verrechnenden Vermögen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

8. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind/waren berufen:

Vorsitzende

Frau Sonja Leibinger, Juristin (lic. iur., UZH)

Stellv. Vorsitzender

Herr Maximilian Bernau, Rechtsanwalt

Weitere Mitglieder

Herr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater

Herr Hans-Joachim Strüder (bis 01.03.2013), Bankkaufmann

Herr Gerhard Klepser (bis 03.07.2013), Bankkaufmann

Herr Dr. Siegfried Jaschinski (bis 03.07.2013), Bankkaufmann

Im Geschäftsjahr 2013 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 96 T€) angefallen. Der Rückgang geht zurück auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2013, die Zahl der Aufsichtsräte von sechs auf drei herabzusetzen.

9. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2013
T€
2012
T€
Jahres-
und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr
239 269
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen
4
0
9
15
243 293

10. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

11. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)

In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 21 Unternehmen einbezogen worden:

Höhe des am Kapital in
Name Sitz Anteils %
Additiv Multiplikativ
AdCapital Beteiligungs GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
AdCapital Invest GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
BE Services GmbH
Supply. Energy. Support
Tuttlingen 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
ESPO s.r.o. Rožnov, (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antr. U. Systeme
GmbH
Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren-
und
Anlagenbau GmbH
Teningen 100,00 100,00
frako power systems GmbH &
Co. KG
Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am
Entenfang mbH
Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Automotive Istanbul
Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti
Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
EJR Erich Jaeger Roznov s.r.o. Kopřivnice
(Tschechien)
100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 99,95
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Erich Jaeger U.S.A. Inc. Michigan (USA) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong
(VR China)
60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive
Systems (Shenzhen) Ltd.
Shenzhen (VR China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln
GmbH
Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH Heiligkreuzsteinach 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 99,95 99,95

12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

Name Sitz Höhe des
Anteils
Additiv
am Kapital in
%
Multiplikativ
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
fps
Verwaltungs GmbH
Teningen 100,00 100,00
FRAKO North Europe Oy (ex
Joulepower Oy)
Lahti, Finnland 54,00 54,00
Taller Elektro Czech s.r.o. Brno (Tschechien) 100,00 99,95
Taller Hong Kong Ltd. Hongkong (VR China) 100,00 99,95
Taller Electronic Components
(Dongguan) Ltd.
Dongguan (VR China) 100,00 99,95

13. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Höhe des am Kapital in
Name Sitz Anteils %
Additiv Multiplikativ
mold engineering gmbh Gera 24,80 24,80
komm.passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

14. Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Tuttlingen, den 19. März 2014

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im AdCapital-Konzern

im Geschäftsjahr 2013

Alle Angaben in TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
1. Jan. 2013 Zugänge (+) Abgänge (-) Um-
buchungen
Veränderung
Währung
31. Dez. 2013 1. Jan. 2013 Zugänge (+) Abgänge (-) Zuschrei-
bungen
Um-
buchungen
Veränderung
Währung
31. Dez. 2013 31. Dez. 2013 31. Dez. 2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Werte, sowie Lizenzen an solchen
Rechten
10.365 621 -77 68 -34 10.943 9.839 299 -77 0 0 -34 10.027 915 526
2. Firmenwert 3.721 0 -205 0 0 3.516 3.721 0 -205 0 0 0 3.516 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 10.801 0 0 0 0 10.801 8.709 332 0 0 0 0 9.041 1.759 2.092
24.886
0,00
621
0,00
-282
0,00
68
0,00
-34
0,00
25.259
0,00
22.269
0,00
631
0,00
-282
0,00
0
0,00
0
0,00
-34
0,00
22.585
0,00
2.674
0,00
2.618
0,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 25.643 35 -27 0 -447 25.204 11.984 678 -27 0 0 -121 12.514 12.690 13.659
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.642 1.695 -3.230 47 -616 47.538 39.564 2.076 -2.618 0 14 -419 38.617 8.921 10.078
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
32.348 1.482 -750 241 -224 33.097 28.663 1.529 -655 0 -14 -191 29.332 3.766 3.685
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
647 484 -3 -356 -11 761 0 0 0 0 0 0 0 761 647
108.280
0,00
3.696
0,00
-4.010
0,00
-68
0,00
-1.298
0,00
106.600
0,00
80.211
0,00
4.283
0,00
-3.300
0,00
0
0,00
0
0,00
-731
0,00
80.463
0,00
26.138
0,00
28.069
0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 2.033 *.) 0 0 0 2.058 0 2.008 *.) 0 0 0 0 2.008 50 25
2. Beteiligungen 1.506 0 0 0 0 1.506 1.500 0 0 0 0 0 1.500 6 6
3. Sonstige Ausleihungen 4.241 0 -3.555 0 0 685 0 0 0 0 0 0 0 685 4.241
5.772 2.033 # -3.555 0 0 4.249 1.500 2.008 0 0 0 0 3.508 741 4.272
Summe Anlagevermögen 138.938 6.350 -7.847 0 -1.332 126.568 103.980 6.921 -3.582 0 0 -765 104.090 29.553 34.958

*.) davon aufgrund der Entkonsolidierung Taller China und Taller Tschechien: 2.008 T€

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Tuttlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 19. März 2014

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