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AdCapital AG Management Reports 2010

May 18, 2010

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Management Reports

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AdCapital AG

Leinfelden-Echterdingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns

1 Der AdCapital-Konzern

1.1 Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG ist zum einen das Erwerben und Halten von Beteiligungen an Unternehmen. Einen zweiten Tätigkeitsschwerpunkt bildet die Vermögensverwaltung, also die Anlage des (liquiden) Vermögens in Wertpapieren jeglicher Art. Beide Geschäftsbereiche sind durch ein unterschiedliches Wettbewerbsumfeld sowie unterschiedliche Chancen- und Risikoprofile gekennzeichnet.

Die operativen Beteiligungen der AdCapital AG sind in folgenden Branchen tätig:

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Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH Geräte- und Anlagenbau, Elektrotechnik
DPS Engineering GmbH Software
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH Antriebstechnik, Engineering und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Elektrotechnik
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen- und Werkzeugbau
Taller GmbH Elektrotechnik

1.2 Konzernstrategie, Ziele und Unternehmenssteuerung

1.2.1 Konzernstrategie

Die AdCapital AG konzentriert sich bei ihren Unternehmensbeteiligungen vorrangig auf Spätphasenfinanzierungen. Hierbei zählen mittelständisch geprägte Familienunternehmen, die sich erfolgreich in reifen Nischenmärkten etabliert haben, zu den bevorzugten Zielunternehmen. Die Unternehmen sollten einen Umsatz von mindestens 20 Mio. € bis zu 250 Mio. € bei stabiler Ertragslage vorweisen. Wir setzen unsere Mittel bevorzugt im produzierenden Bereich der Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Maschinen- und Werkzeugbau sowie in der Automobilzulieferindustrie ein.

Sofern Familienunternehmen veräußert werden, legen die Verkäufer häufig nicht nur Wert darauf, den Veräußerungspreis zu maximieren. Vielmehr wird auch darauf geachtet, dass der potenzielle Erwerber dem Unternehmen als solchem, dem Standort und der Belegschaft eine hohe Bestandssicherheit gewährt. Hier haben wir uns in den vergangenen Jahren zunehmend als bevorzugter Partner etabliert. Vorteilhaft wirkt sich dabei vor allem aus, dass wir bei unseren Engagements überwiegend eine langfristige Beteiligung als Investor suchen. Ein weiterer wichtiger Unterschied der AdCapital AG im Vergleich mit klassischen Private-Equity-Fonds ergibt sich darüber hinaus aus unserem Investitionsverständnis als Unternehmer. Wir investieren keine Fondsmittel eines anonymen Beteiligungsfonds mit ausschließlich finanziellen Interessen. Vielmehr sehen wir uns als unternehmerischer Partner, der neben eigenem Kapital insbesondere unternehmerisches Know-how und eine gelebte, mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen substantiell weiterzuentwickeln. Wir setzen dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich. Im Gegenzug unterstützen wir diese durch unser Know-how und unsere ausgezeichneten Netzwerke in Bereichen wie Finanzen, Steuern, Recht und Kapitalmarkt.

Neue Investitionsmöglichkeiten werden von uns regelmäßig geprüft. Durch unsere fondsunabhängige Refinanzierung sind wir in der Lage, unsere Investitionsentscheidungen ausschließlich auf Basis von ausgewogenen Chancen- und Risikoerwägungen zu treffen. Darüber hinausgehende Aspekte wie z. B die Berücksichtigung der Laufzeit eines Fonds oder gemachte Investitions- bzw. Finanzierungszusagen von Investoren sind uns fremd. Unabhängig hiervon sind wir aber bestrebt, bevorzugt unsere bestehenden Beteiligungen qualifiziert weiterzuentwickeln. Dabei unterstützen wir unsere Beteiligungen auch bei der Suche nach externen Wachstumsoptionen sowie ihrer Realisierung.

Wegen unvermeidbarer Schwankungen im Bereich der unmittelbaren Investitionen in Unternehmensbeteiligungen legen wir einen wesentlichen Teil unseres frei verfügbaren Vermögens dauerhaft in Wertpapieren an.

Der Erfolg unserer Wertpapieranlagestrategie ist maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmarktverhältnisse auf den Aktien- und den Rentenmärkten, aber auch von der konkret gewählten Asset-Allokation sowie der Einzeltitelauswahl abhängig. Im Rahmen unserer Wertpapierauswahl bzw. -allokation werden wir u. a. von externen Beratern bzw. Banken unterstützt. Bei der Verwaltung der Wertpapiere greifen wir neben Depots bei verschiedenen Banken bevorzugt auf die Struktur eines Spezialfonds zurück.

1.2.2 Ziel

Ziel der AdCapital AG ist es, insgesamt eine Wertsteigerung sowie nachhaltige Erträge aus unserem Beteiligungsportfolio und unseren Wertpapieranlagen zu erwirtschaften, die regelmäßig über angemessene Dividendenzahlungen an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Die Ertragslage der AdCapital AG im Geschäftsfeld Unternehmensbeteiligungen wird vorwiegend durch die operativen Ergebnisse unserer Beteiligungen geprägt. Dagegen spielen mögliche Erträge aus Beteiligungsveräußerungen eher eine untergeordnete Rolle, da wir Unternehmensbeteiligungen bei Bedarf auch deutlich länger als im Private-Equity-Bereich allgemein üblich halten.

Im Rahmen unserer Anlagestrategie im Bereich der Wertpapieranlagen haben wir in den letzten Jahren eine Renditeerwartung spürbar über Geldmarktniveau definiert und insoweit bewusst Anlageallokationen mit einem höheren Chancen-/Risikoprofil gewählt. Der im Jahr 2008 erfolgte Einbruch der internationalen Kapitalmärkte wurde von uns teilweise durch die weitgehende Abgabe von unmittelbaren Aktienanlagen antizipiert. Die von uns alternativ bevorzugten Aktienanleihen sowie High-Yield-Anleihen wurden jedoch von der Lehman-Pleite erheblich in Mitleidenschaft gezogen, was sich durch entsprechende umfangreiche Abschreibungen im Jahr 2008 bemerkbar gemacht hat. Die Übertreibungen der Märkte wurden 2009 teilweise zurückgenommen, was zu entsprechenden Erträgen aus Zuschreibungen geführt hat. Teilweise zeichnen sich bereits wieder erste Übertreibungen in einzelnen Marktsegmenten ab. Seit Ende des Jahrs 2009 haben wir aufgrund der sich abzeichnenden Schwäche der Kapitalmärkte bewusst eine partielle Umschichtung unserer Anlagen zugunsten risikoärmerer Anlageklassen vorgenommen.

1.2.3 Unternehmenssteuerung

Das Steuerungssystem der AdCapital AG ist in zwei wesentliche Bereiche unterteilt: zum einen in die Steuerung der operativen Beteiligungen, zum anderen in die Allokation und Steuerung der Wertpapieranlagen. Darüber hinaus werden Neuakquisitionen bzw. Desinvestitionen von Unternehmensbeteiligungen geprüft.

Generell erfolgt die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns über regelmäßige strategische sowie operative Diskussionen zwischen dem Vorstand sowie den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden u. a. auf Basis eines detaillierten Budgets sowie der definierten strategischen Weiterentwicklung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsszenarien entwickelt. Ein effizientes, gruppenweit eingeführtes Controllingsystem wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden frühzeitig erkannt und besprochen und führen im Zweifel zu entsprechenden Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Produktivität je Stunde, die EBT-Marge sowie der Free Cashflow.

Im Rahmen der Wertpapieranlagen der AdCapital AG werden Renditeziele sowie die Allokation von Wertpapieren bzw. Wertpapierklassen mit Hilfe externer Berater sowie Banken im Rahmen von Anlageausschusssitzungen regelmäßig besprochen und an die aktuellen Kapitalmarktverhältnisse bzw. die aktuellen Chancen- und Risikoerwartungen angepasst.

Neuinvestitionen in Unternehmensbeteiligungen oder Absichten, bestehende Beteiligungen zu verkaufen, werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eng abgestimmt.

1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2009

Im Mai 2009 wurde Herr Dr. Detlef Guhl neu in den Vorstand der AdCapital AG berufen.

Im Oktober 2009 wurde ein öffentliches Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Dabei wurden von uns 264.473 Aktien im November 2009 erworben. Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 488.236 Aktien zu einem Gegenwert von 2.866 T€ erworben, von denen im April 2009 1.000.000 Aktien durch den Beschluss des Vorstands eingezogen wurden. Das Grundkapital blieb dabei unverändert.

1.4 Wesentliche Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2009 kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises. Die Entwicklung des Portfolios wird in einem eigenen Kapitel beschrieben.

1.5 Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB

Das gezeichnete Kapital betrug am Bilanzstichtag 45.000.000,00 € und ist nach erfolgtem Einzug von 1.000.000 eigenen Aktien im April 2009 eingeteilt in 14.000.000 Stückaktien. Zum Bilanzstichtag wurden von uns 371.116 Aktien im eigenen Bestand gehalten.

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB

Uns sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 v. H. der Stimmrechte überschreiten, zum 31. Dezember 2009 bekannt:

Herr Günther Leibinger hielt 6.172.588 Aktien (44,09 % der Stimmrechte). Die Axxion S.A. hielt 1.824.328 Aktien (13,03 % der Stimmrechte).

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 6, 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB

Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist in § 84 AktG geregelt. Darüber hinaus bestimmt § 6 Ziffer 2 der Satzung, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt und ihre Zahl bestimmt. Nach § 6 Ziffer 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen.

Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Ergänzend hierzu ist in § 17 Ziffer 1 der Satzung geregelt, dass Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit nicht eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 17 Ziffer 2 der Satzung ermächtigt.

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 7, 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB

Gemäß § 5 Ziffer 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2010 das Grundkapital um bis zu 11.500.000,00 € einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der jeweiligen Ausnutzung der Ermächtigung auch dann auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung 10 v. H. des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.

Schließlich ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für den Fall auszuschließen, dass die Kapitalerhöhung zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der neuen Aktien festzulegen.

Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig, falls einer der dort geregelten Ausnahmetatbestände vorliegt. Die Gesellschaft verfügt derzeit über einen Ermächtigungsbeschluss zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2008.

Die Gesellschaft wurde in diesem Beschluss ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2009 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil von bis zu insgesamt 10 v. H. am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Als Zweck ist der Handel in eigenen Aktien ausgeschlossen. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als 10 % übersteigen und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt der Mittelwert der festgestellten Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Parketthandel während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb dieser Aktien.

Der Vorstand wurde ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats wieder über die Börse zu veräußern oder sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder sie unter bestimmten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wobei bezüglich der Voraussetzungen im Detail auf den gefassten Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli 2008 verwiesen wird.

Des Weiteren hat die AdCapital AG am 19. Oktober 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Aktionären ein öffentliches Rückkaufangebot nach deutschem Recht über bis zu 1.090.104 eigene Aktien zu einem Angebotspreis von 6,75 € je Aktie unterbreitet. Innerhalb der Annahmefrist, die am 20. November 2009, 12:00 Uhr MEZ, endete, wurden im Rahmen des öffentlichen Aktienrückkaufangebots insgesamt 264.473 Stückaktien angedient. Dies entspricht einem Anteil von 1,89 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

1.6 Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung der AdCapital AG ist auf der Internetseite des Unternehmens unter

www.adcapital.de/internet/investor_relations/publikationen.php

veröffentlicht.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage/Entwicklung des Kapitalmarkts

Die Weltwirtschaft befindet sich unverändert in einer starken Rezession. Was im Jahr 2007 mit einer Krise bei Eigenheimdarlehen in den USA begann, hat sich im Jahr 2008 zu einer Banken- und ab dem vierten Quartal 2008 zu einer fundamentalen Krise der Realwirtschaft weiterentwickelt. Diese belastet vor allem die exportorientierte deutsche Wirtschaft erheblich. Die weltweit geschnürten Konjunkturpakete - zu erwähnen sind für Deutschland vor allem die Abwrackprämie sowie die deutliche Ausweitung der Förderung der Kurzarbeit - haben den Konsum und damit vor allem konsumnahe Unternehmen gestützt. Der Investitionsgüterbereich konnte von diesen Hilfen jedoch nur eingeschränkt profitieren.

Die umfangreichen Staatshilfen für notleidende Banken sowie die laufenden Konjunkturpakete belasten jedoch die Staatsfinanzen mittlerweile erheblich. Während im Jahr 2008 vor allem Island, Irland sowie einige osteuropäische Staaten für negative Schlagzeilen sorgten, sind es nunmehr besonders Griechenland und andere Mittelmeeranrainerstaaten, deren Staatshaushalte bzw. -anleihen die Anleger beunruhigen. Im Ergebnis sind die Renditen von sicheren Staatsanleihen 2009 auf historisch niedrigem Niveau verblieben. Ab Anfang 2010 sind dagegen die Kurse bzw. Renditeaufschläge für Anleihen verschiedener Staaten der Eurozone spürbar gestiegen. Im gleichen Zeitraum sind die Spreads für Unternehmensanleihen deutlich gesunken, was v. a. auf eine Beruhigung der Märkte zurückzuführen ist. Neben einem geringer eingeschätzten Ausfallrisiko ist v. a. die hohe freie Liquidität im Markt Ursache für die gestiegenen Kurse bei Unternehmensanleihen. Andererseits wird durch die dramatisch gestiegenen Staatsanleihen die grundsätzlich hohe Liquidität der Märkte erheblich absorbiert.

Im vergangenen Jahr legte der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht zu und hat auch gegenüber dem Yen an Wert gewonnen. Ende 2009 wurde die europäische Einheitswährung zu 1,43 €/US-$ gehandelt. Dies entspricht einer Wertveränderung seit Jahresbeginn von 2,4 %.

Nachdem ein Barrel der Sorte Brent bei 42,95 USD zum Jahresbeginn 2009 notierte, stieg es auf 77,83 USD zum Jahresende 2009. Dies entspricht einer Preissteigerung binnen Jahresfrist von 81,2 %.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) erholte sich im Jahr 2009 erheblich und beendete das Jahr mit 5.957 Punkten (Vorjahr: 4.810 Punkte). Dies entspricht einer Steigerungsrate von rund 24 %. Der DJ Euro STOXX®50 legte im Vergleichszeitraum 21 % zu, wohingegen der Nikkei im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 19 % an Wert gewann.

2.2 Branchenentwicklung /der Private-Equity-Markt

Gemäß der Branchenstatistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) investierten deutsche Beteiligungsgesellschaften im Jahr 2009 1,6 Mrd. €, weitere 0,8 Mrd. € kamen von ausländischen Investoren. Insgesamt wurden damit in Deutschland nach 9,1 Mrd. € im Vorjahr nur 2,4 Mrd. € investiert. Dies entspricht einem Rückgang der hierzulande investierten Mittel um rund 73,6 %. Die Einschnitte bei den Neuinvestitionen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise und betrafen alle Bereiche von Venture Capital über Wachstumsfinanzierungen bis hin zu Buy-outs. Besonders gingen die Buy-out-Investitionen von 4,0 Mrd. € im Vorjahr auf 1,1 Mrd. € im abgelaufenen Jahr 2009 zurück.

Das insgesamt verwaltete Kapital deutscher Beteiligungsgesellschaften ("Capital under Management") belief sich laut BVK zum Jahresende 2009 auf 36,5 Mrd. € (Vorjahr: 35,1 Mrd. €). Das Fundraising der deutschen Beteiligungsgesellschaften erreichte 2009 ein Volumen von rund 1,2 Mrd. € (Vorjahr: 2,7 Mrd. €) und sank damit um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr.

Nach dem ausgesprochen schwierigen Jahr 2009 ist der Ausblick für die Private-Equity-Branche für das Jahr 2010 vorsichtig optimistisch. Viele Private-Equity-Fonds verfügen über umfangreiche, noch nicht investierte Mittel. Diese sollen bevorzugt jetzt in der Spätphase der aktuellen Wirtschaftskrise bzw. mit den ersten Ansätzen einer wirtschaftlichen Erholung investiert werden, da die Bewertungen für Unternehmensbeteiligungen nunmehr deutlich niedriger sind als vor dem Konjunktureinbruch und der abzusehende wirtschaftliche Aufschwung relativ sichere Renditen aus Unternehmensbeteiligungen verspricht. Allerdings wird der mögliche Transaktionsboom noch durch zwei wesentliche Effekte gebremst. Zum einen sind die möglichen Verkäufer von Beteiligungen nicht bereit, ihre Beteiligungen auf dem aktuellen Bewertungsniveau zu veräußern und möchten zumindest ein wirtschaftliches "Normaljahr" in die Bewertungsprämissen einfließen lassen. Zum anderen hat sich der Markt für Fremdkapitalmittel zumindest für größere Unternehmenstransaktionen noch nicht erholt. Damit haben zurzeit strategische Investoren die Oberhand und können sich bis dato erfolgreich gegen die bisher sehr erfolgsverwöhnten Finanzinvestoren durchsetzen.

3 Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

3.1.1 AdCapital AG

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG (nach HGB)

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(in Mio. €) 2009 2008 +/-

in %
Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen 0,3 0,0 n/a
Erträge aus Beteiligungen 1,1 0,0 n/a
Sonstige betriebliche Erträge 7,1 14,7 -51,7
Personalaufwand -1,8 -1,2 -50,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -4,9 -1,8 -172,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -19,6 -1,2 -1.533,3
Finanzergebnis 31,9 -45,2 170,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14,1 -34,7 140,6
Ertragsteuern -0,7 0,4 -275,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 13,4 -34,3 139,1

Die anhaltende Konjunkturkrise hat auch im Jahr 2009 die Ertragslage der AdCapital AG belastet. Während das Vorjahr durch erhebliche Abschreibungen auf unsere Wertpapieranlagen geprägt war, haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die deutlich reduzierten Ertragserwartungen der operativen Beteiligungen sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten eines Schuldners der AdCapital AG zu umfangreichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Wertberichtigungen auf ausgereichte Darlehen von 15,8 Mio. € geführt. Die Erholung der Kapitalmärkte führte dagegen zu einem spürbaren Anstieg der Kurse insbesondere bei den von uns gehaltenen Unternehmensanleihen. Insgesamt wurde im Jahr 2009 v. a. aufgrund des positiven Finanzergebnisses ein Jahresüberschuss von 13,4 Mio. € nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von -34,3 Mio. € erwirtschaftet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die AdCapital AG die anteilig direkt gehaltene Beteiligung an der SOFTPRO GmbH verkauft und daraus ein Buchgewinn von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) erzielt.

Die AdCapital Invest GmbH hat im Jahr 2009 insgesamt 1,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus Anlageerträgen an die AdCapital AG ausgeschüttet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge ergaben sich zum einen aus Wertaufholungen bzw. Zuschreibungen auf Darlehensforderungen im Zusammenhang mit erfolgten Teiltilgungen von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 12,0 Mio. €). Weitere Erträge wurden u. a. aus Nießbrauchzinsen mit 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) sowie Mieterträgen ausgewiesen.

Die Abschreibungen sind durch außerordentliche Abschreibungen auf erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung geprägt. Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten des Nutzers ist die Werthaltigkeit der erworbenen Patente und Schutzrechte erheblich gefährdet, so dass wir die Patente und die ausstehenden Nießbrauchzahlungen in vollem Umfang (insgesamt 3,9 Mio. €) wertberichtigt haben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind v. a. durch hohe Wertberichtigungen auf ausgereichte Darlehen an die Taller GmbH mit 9,3 Mio. €, an die Berliner Elektro-Technik GmbH mit 4,9 Mio. € sowie an die Erich Jaeger GmbH + Co. KG mit 1,6 Mio. € geprägt.

Das Finanzergebnis (nach HGB) hat sich gegenüber dem Vorjahr erfreulich entwickelt. Dank einer Erholung der Märkte konnte ein erheblicher Teil der Verluste des Vorjahrs durch Zuschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr kompensiert werden:

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(in Mio. €) 2009 2008 +/-

in %
Zuschreibungen/Abschreibungen auf Wertpapiere sowie Optionen 21,9 -45,9 147,7
Gewinne sowie Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie Optionen 6,5 -3,9 266,7
Laufende Erträge aus Wertpapieren 1,2 0,5 140,0
Zinsergebnis 2,3 4,1 -43,9
Finanzergebnis 31,9 -45,2 170,6

Im November 2009 wurde ein wesentlicher Teil der bisher direkt von uns verwalteten Wertpapiere in unseren Spezialfonds eingebracht. Dabei wurden Erträge von 1,8 Mio. € erzielt, die in der Position Gewinne sowie Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie Optionen enthalten sind.

3.1.2 AdCapital-Konzern (nach IFRS)

Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns (nach IFRS)

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(in Mio. €) 2009 2008 +/-

in %
Gesamtleistung 113,8 156,1 -27,1
Sonstige betriebliche Erträge 6,1 7,3 -16,4
Materialaufwand -45,2 -73,0 38,1
Personalaufwand -46,6 -46,0 -1,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25,6 -26,4 3,0
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 2,5 18,0 -86,1
Abschreibungen -6,7 -11,2 40,2
Betriebliches Ergebnis (EBIT) -4,2 6,8 -161,8
Beteiligungsergebnis 1,0 -0,2 600,0
Finanzergebnis 25,7 -51,4 150,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 22,5 -44,8 150,2
Ertragsteuern -1,9 0,8 -337,5
Konzernjahresergebnis 20,6 -44,0 146,8
Konzernergebnis nach Minderheiten 19,0 -43,8 143,4
Ergebnis je Aktie (in €) 1,4 -3,1 145,1

Die Portfoliogesellschaften der AdCapital AG sind in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig und werden daher bei ihrer unternehmerischen Entwicklung von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterschiedlich berührt. Die meisten Gesellschaften des AdCapital-Konzerns zeichnet eine überdurchschnittlich starke regionale Fokussierung auf den deutschen bzw. deutschsprachigen Raum aus. Durch die Ausrichtung als Zulieferer, beispielsweise für die Automobilindustrie (Erich Jaeger-Gruppe) oder für die Druckmaschinenindustrie (Bavaria Digital Technik GmbH), ist insgesamt eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von Exporterlösen gegeben. Insofern ist die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns sowohl vom konjunkturellen Umfeld in Deutschland als auch mittelbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Unsere operativen Beteiligungen haben angesichts der allgemein sehr schwachen Marktsituation im Jahr 2009 erhebliche Rückgänge des Auftragseingangs sowie deutlich reduzierte Umsätze bzw. Gesamtleistungen zu verzeichnen gehabt. Durch Umsatzrückgänge insbesondere bei der Taller-Gruppe sowie der Erich Jaeger-Gruppe sank die Gesamtleistung im Konzern von 2008 auf 2009 um 42,3 Mio. € bzw. 27,1 % von 156,1 Mio. € auf 113,8 Mio. €.

Der Materialaufwand sank gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum absolut auf 45,2 Mio. € (Vorjahr: 73,0 Mio. €). Die Materialeinsatzquote - bezogen auf die Gesamtleistung - nahm im Vergleichszeitraum überproportional von 46,7 % auf 39,7 % ab. Dies ist nur zu einem geringen Teil auf Margenverbesserungen zurückzuführen. Vielmehr macht sich hier der im Konzern relativ höhere Anteil von Dienstleistungsumsätzen u. a. der DPS Engineering GmbH und der Bavaria Digital Technik GmbH bemerkbar.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr absolut leicht von 46,0 Mio. € auf 46,6 Mio. € bzw. relativ (bezogen auf die Gesamtleistung) stark von 29,5 % auf 40,9 % gestiegen. Dieses ist zum einen auf den höheren Dienstleistungsanteil an der Konzerngesamtleistung zurückzuführen. V. a. aber haben auch Sonderaufwendungen aus Personalanpassungsmaßnahmen sowie die verzögert greifenden Personalkostenreduzierungen zu einem relativen Anstieg der Personalaufwendungen geführt. Wir erwarten, dass die umgesetzten Personalanpassungsmaßnahmen erst im Jahr 2010 zu einer Reduzierung der Personalaufwandsquote und einer spürbaren Verbesserung der Konzernertragslage führen werden.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns wurde durch die starken Umsatzrückgänge und die damit fehlenden Deckungsbeiträge erheblich belastet. Zudem führten verschärfte Restrukturierungsmaßnahmen u. a. bei der Tallersowie Erich Jaeger-Gruppe zu hohen außerordentlichen Belastungen. Entsprechend hat sich das betriebliche Ergebnis (EBIT) deutlich von 6,8 Mio. € im Jahr 2008 auf -4,2 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr reduziert. Bereinigt um restrukturierungsrelevante Sondereffekte in beiden Geschäftsjahren hat sich das betriebliche Ergebnis von 9,9 Mio. € im Jahr 2008 um 6,9 Mio. € bzw. 69,7 % auf 3,0 Mio. € im Jahr 2009 verringert.

Aus den Wertpapieranlagen auf Ebene der AdCapital AG konnten nach den hohen Abschreibungen sowie Anlageverlusten im Jahr 2008 spürbare Zuschreibungen sowie Veräußerungserfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr realisiert werden. Wesentlich getragen wurde das positive Finanzergebnis durch deutliche Kursanstiege und vereinnahmte Zinsen aus Unternehmensanleihen.

Dank des positiven Finanzergebnisses wurde insgesamt im AdCapital-Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 22,5 Mio. € gegenüber einem negativen Ergebnis vor Steuern von -44,8 Mio. € im Vorjahr erzielt. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich gleichzeitig von -3,10 € im Vorjahr auf 1,38 € im abgelaufenen Geschäftsjahr.

3.2 Verkürzte Segmentberichterstattung des AdCapital-Konzerns

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Umsatzerlöse Betriebliches Ergebnis (EBIT) Finanzergebnis
(in Mio. €) 2009 2008 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Industriebeteiligungen 119,3 153,7 -2,4 8,3 -1,6 -2,3
AdCapital AG, sonstige Beteiligungen -0,4 0,1 -1,8 -1,5 27,3 -49,1
118,9 153,8 -4,2 6,8 25,7 -51,4

3.3 Industriebeteiligungen

Das betriebliche Ergebnis der Industriebeteiligungen der AdCapital-Gruppe wurde v. a. durch die DPS Engineering GmbH und durch die EW Hof-Gruppe erwirtschaftet. Negativ wurde das betriebliche Ergebnis des Konzerns v. a. durch die Taller- und die Erich Jaeger-Gruppe belastet.

Die operative Entwicklung der DPS Engineering GmbH zeigt sich unverändert positiv. Die Fokussierung auf den IT-Dienstleistungs- und -Entwicklungssupport für Banken sowie die kontinuierlich hohe Qualität der erbrachten Leistungen werden durch die Kunden honoriert. Die laufenden Projekte zeichnen sich durch überdurchschnittliche Renditen aus. Für das Geschäftsjahr 2010 wird von einer Normalisierung der Auslastung bzw. Ertragslage bei reduzierten Umsätzen sowie niedrigeren Erträgen ausgegangen, da die Kunden vorwiegend aus dem Finanzmarktumfeld stammen und die Bankenkrise umfangreiche Kosteneinsparungsmaßnahmen einfordert.

Die EW Hof-Gruppe hat sich in den letzten Jahren zu einem qualifizierten Zulieferer für die Windkraftindustrie weiterentwickelt. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in dieser Funktion hochwertige Stellmotoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt bilden Stromgeneratoren, die in kleineren Heizkraftwerken eingesetzt werden. Das in den Vorjahren erzielte hohe Umsatzwachstum konnte im Jahr 2009 nicht fortgesetzt werden. Insbesondere größere Windkraftprojekte wurden wegen Finanzierungsschwierigkeiten verschoben sowie teilweise storniert. Die Gesamtleistung erreichte 2009 dennoch 15,2 Mio. € nach 19,0 Mio. € im Vorjahr. Die dabei erzielten Margen sind insgesamt zufriedenstellend. Auch für die Zukunft sehen wir überdurchschnittliche Wachstumschancen, die allerdings zusätzliche Investitionsmaßnahmen v. a. im Bereich der Automatisierung erforderlich machen. Die räumlichen Voraussetzungen dafür wurden bereits durch einen im Jahr 2008 erfolgten Umzug in eine neue Fertigungsstätte in Tschechien geschaffen.

Die Erich Jaeger-Gruppe leidet unverändert unter dem starken Konjunktureinbruch in der Automobilindustrie. Die bereits im vierten Quartal 2008 zusammengebrochenen Umsätze insbesondere mit LKW-Kunden und LKW-Aufbautenherstellern haben sich bisher nicht spürbar erholt. Auch die Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge aus dem Automotive-OEM-Umfeld sind unverändert substantiell, werden allerdings durch die breite Ausrichtung der Gruppe, die auch den Aftermarket-Bereich umfasst, teilweise abgefedert. Nachdem zunächst vor allem an den Standorten Tschechien und China Personalanpassungsmaßnahmen erfolgten, werden nunmehr auch umfassende Restrukturierungsmaßnahmen am Standort in Friedberg umgesetzt. Hierbei werden sämtliche Produktionskapazitäten der Erich Jaeger-Gruppe in Tschechien und China konzentriert. Inwieweit Logistik- und Entwicklungskapazitäten zusätzlich aus Deutschland nach Tschechien verlagert werden können, wird zurzeit noch geprüft. Die Zukunft der Gruppe ist aber nicht allein auf Basis von Kostensenkungsmaßnahmen zu suchen. Vielmehr werden neue Produkt- bzw. Marktsegmente v. a. in der Agrar- sowie Wehrindustrie erschlossen. Erfreulich ist ebenfalls, dass ein namhafter Automotive-OEM sich entschlossen hat, ab 2010 wieder patentgeschützte Steckdosen in größeren Stückzahlen von Erich Jaeger zu beziehen.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr analog zur schwierigen Lage im Maschinen- und Anlagenbau schwächer als in den Vorjahren entwickelt. Die Gesamtleistung sank im Jahr 2009 auf 17,1 Mio. € nach 22,1 Mio. € im Vorjahr bei insgesamt positiver Ertragslage. Für 2010 wird nur eine schwache Erholung der Märkte erwartet. Im Bereich Energiemanagementsysteme für industrielle Kunden werden umfangreiche Neuentwicklungen vorgenommen.

Die Bavaria Digital Technik GmbH ist als qualifizierter Zulieferer und Entwickler für die Druckmaschinenindustrie erheblich von den Absatzproblemen der deutschen Druckmaschinenhersteller betroffen. Gegenüber 2008 musste nochmals ein Rückgang der Gesamtleistung um ca. 33 % auf aktuell 11,1 Mio. € hingenommen werden. Entsprechend wurde erstmals ein Jahresverlust ausgewiesen. Durch Personalanpassungsmaßnahmen und eine Diversifizierung der Kundenbasis soll im Geschäftsjahr 2010 wieder eine positive Umsatz- sowie Ertragslage erreicht werden.

Die Taller-Gruppe hat angesichts der Konjunkturkrise auch im Jahr 2009 die Ertragswende noch nicht geschafft. Im Gegenteil: Die Verlagerung von Fertigungskapazitäten sowie die Optimierung und der Ausbau von bestehenden Fertigungsanlagen in China und in der Türkei wurden durch erhebliche operative Probleme belastet und mussten 2009 teilweise wieder zurückgenommen werden.

Neben der aktuellen Konjunkturkrise belastet die laufende Strukturveränderung seitens des Zielmarkts für Taller-Produkte zusätzlich das Unternehmen. Unverändert findet eine Verlagerung von Fertigungskapazitäten für elektrische Konsumgüter aus den entwickelten westlichen Industrieländern in osteuropäische sowie asiatische Schwellenländer bzw. nach China statt. Dies führt zu zurückgehenden Umsätzen in Westeuropa bei gleichzeitig steigenden Absatzchancen in China. Diese konnten bisher jedoch nicht in dem gewünschten Maße von der Taller-Gruppe realisiert werden. Im Ergebnis wurde auch 2009 ein hoher Jahresverlust erwirtschaftet, der auch das Konzernergebnis empfindlich negativ beeinflusste. Zum bilanziellen Ausgleich der Verluste plant die AdCapital AG, im Jahr 2010 weitere Kapitalmaßnahmen bei der Taller GmbH zu begleiten.

Die übrigen Beteiligungen der AdCapital AG entwickelten sich überwiegend stabil und konnten die gesetzten Ertrags- sowie Umsatzziele weitgehend erreichen.

4 Finanz- und Vermögenslage

4.1 Akquisitionen und Divestments/Portfolioentwicklung

Im Geschäftsjahr 2009 haben wir mehrere Investitionsmöglichkeiten geprüft. Aufgrund des durch hohe Unsicherheiten geprägten Marktumfelds wurden diese jedoch nicht umgesetzt.

Im Juli 2009 haben wir uns von unserer Beteiligung an der Kupferberg Kabel GmbH getrennt. Die Transaktion erfolgte in Form eines MBI. Der Erwerber hat nur einen symbolischen Kaufpreis gezahlt und einen Teil der bestehenden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der AdCapital AG übernommen.

Im August 2009 haben wir unsere Anteile an der SOFTPRO GmbH, die teils unmittelbar, teils mittelbar über die AdCapital Beteiligungs AG gehalten wurden, veräußert. Der Kaufpreis betrug insgesamt 1,0 Mio. € zuzüglich eines Besserungsscheins.

Das unmittelbar und mittelbar von der AdCapital AG gehaltene bzw. geführte Portfolio an operativ tätigen Beteiligungen umfasst aktuell acht Mehrheitsbeteiligungen (Vorjahr: neun) sowie zwei Minderheitsbeteiligungen (Vorjahr: drei). Das Gesamtvolumen der im Portfolio der AdCapital AG mittelbar sowie unmittelbar gehaltenen wesentlichen Beteiligungen beträgt zum 31. Dezember 2009 40,5 Mio. € (Vorjahr: 44,1 Mio. €). Hinzu treten Finanzierungen unserer Beteiligungsunternehmen in Form von Darlehen bzw. in Anspruch genommene Cashpool-Linien in Höhe von 6,1 Mio. € (Vorjahr: 25,8 Mio. €).

4.2 Investitionen

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(in Mio. €) 2009 2008
Investitionsvolumen Konzern 4,2 7,9

Aufgrund der anhaltenden Rezession wurde im AdCapital-Konzern für 2009 ein restriktives Investitionsmanagement eingeführt, um die Liquidität des Konzerns bzw. der einzelnen operativen Beteiligungen so weit wie möglich zu schonen.

In der AdCapital AG erfolgten keine wesentlichen Investitionen.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzlage des Konzerns sowie der AdCapital AG ist unverändert stabil und durch eine hohe Eigenkapitalquote sowie einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt.

Die einzelnen Konzernunternehmen werden vorrangig durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Konzern-Cashpooling finanziert. Darüber hinaus bestehen mehrheitlich auf Ebene der Einzelgesellschaften Kreditlinien bei Finanzinstituten, die aber nur zum Teil beansprucht werden.

Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat angesichts der anhaltenden schwachen wirtschaftlichen Entwicklung für uns unverändert oberste Priorität. Daher wird die hohe freie Liquidität der AdCapital AG von uns zum Teil nur noch kurzfristig angelegt, um eine schnelle Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen sowie Zinsänderungsrisiken zu begrenzen. Zusätzlich vereinbarte Kreditlinien bei Banken sichern den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Konzerns. Der gesamte Finanzierungsmix führt zu einer ausreichenden Finanzierung der einzelnen Gesellschaften.

4.3.2 Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der AdCapital AG stellt sich wie folgt dar:

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(in Mio. €) 2009 % 2008 %
Eigenkapital 148,7 95,9 147,4 95,8
Fremdkapital 6,3 4,1 6,4 4,2
Gesamtkapital 155,0 100,0 153,8 100,0

Die AdCapital AG besitzt eine unverändert hohe Eigenkapitalquote von 95,9 % gegenüber 95,8 % im Vorjahr. Dem positiven Periodenergebnis in Höhe von 13,4 Mio. € standen im Jahr 2009 Eigenkapitalminderungen durch die Dividendenausschüttung sowie der Einzug und Erwerb von eigenen Aktien im Wert von insgesamt 5,2 Mio. € gegenüber.

Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

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(in Mio. €) Dez. 2009 % Dez. 2008 %
Eigenkapital 166,4 78,4 157,7 77,6
Langfristiges Fremdkapital 17,4 8,2 20,6 10,2
Kurzfristiges Fremdkapital 28,5 13,4 24,8 12,2
Gesamtkapital 212,3 100,0 203,1 100,0

Auch im Konzern wurde die konservative Eigenkapitalquote weitgehend unverändert gehalten.

Zu den wesentlichen Finanzverbindlichkeiten im Konzern zählt ein Immobilienleasingvertrag für eine von der Erich Jaeger GmbH + Co. KG genutzte Immobilie, welcher insgesamt 7,0 Mio. € umfasst.

4.3.3 Cashflow/Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

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(in Mio. €) 2009 2008
Operativer Cashflow 22,2 16,4
Nettoinvestitionen 3,9 -1,3
Free Cashflow 26,1 15,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12,8 -15,6

Der operative Cashflow von 22,2 Mio. € (Vorjahr: 16,4 Mio. €) wurde v. a. durch den Abbau des Working Capital bei den Industriebeteiligungen erwirtschaftet.

Die Investitionsbudgets wurden im Jahr 2009 reduziert. Zudem wurden die langfristigen Wertpapieranlagen zugunsten geldmarktnaher Anlagen reduziert, was insgesamt zu einem positiven Cashflow von 3,9 Mio. € aus den Nettoinvestitionen des Geschäftsjahrs (Vorjahr: -1,3 Mio. €) führte.

Insgesamt erhöhte sich der Free Cashflow vor allem wegen des deutlich gestiegenen operativen Cashflows von 15,1 Mio. € im Vorjahr auf 26,1 Mio. € im Jahr 2009.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit -12,8 Mio. € (Vorjahr: -15,6 Mio. €) negativ, was maßgeblich durch Ausschüttungen von 9,0 Mio. € sowohl an die Aktionäre der AdCapital AG als auch an Minderheitsgesellschafter verursacht wurde. Des Weiteren hat das laufende Aktienrückkaufprogramm zu Liquiditätsabflüssen von 2,9 Mio. € geführt.

4.3.4 Cashpooling

Fast alle inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das sogenannte Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cashpool-System des Konzerns dient den konzernzugehörigen Gesellschaften zur zinsgünstigen und unbürokratischen Refinanzierung sowie zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel.

4.4 Vermögenslage

4.4.1 AdCapital AG (nach HGB)

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(in Mio. €) 2009 % 2008 %
Anlagevermögen 6,2 4,0 11,0 7,2
Davon Finanzanlagen 4,2 2,7 4,2 2,7
Umlaufvermögen 148,8 96,0 142,8 92,8
Davon Wertpapiere und flüssige Mittel 96,0 61,9 72,0 46,8
Gesamtvermögen 155,0 100,0 153,8 100,0

Die Vermögenslage der AdCapital AG zum 31. Dezember 2009 ist im Wesentlichen durch hohe Bestände an Wertpapieren sowie flüssigen Mitteln geprägt. Dank der Zuschreibungen und Erträge aus den Wertpapieranlagen stiegen diese um insgesamt 24 Mio. €, während das sonstige Umlaufvermögen aufgrund von Abschreibungen und Tilgungen auf Darlehensforderungen gesunken ist.

Der Rückgang des Anlagevermögens ist auf eine Wertberichtigung auf im Jahr 2008 im Rahmen einer Mezzanine-Finanzierung erworbene Patente zurückzuführen. Der Nutzer der Patente befindet sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

4.4.2 AdCapital-Konzern (nach IFRS)

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(in Mio. €) Dez. 2009 % Dez. 2008 %
Langfristiges Vermögen 61,3 28,9 70,9 34,9
Kurzfristiges Vermögen 151,0 71,1 132,2 65,1
Davon Wertpapiere und Zahlungsmittel 108,6 51,2 77,4 38,1
Gesamtvermögen 212,3 100,0 203,1 100,0

Der Anstieg des Vermögens des Konzerns geht im Wesentlichen auf den Anstieg der Wertpapiernotierungen auf Ebene der AdCapital AG zurück. Gleichzeitig reduzierte sich das langfristige Vermögen durch eine unterdurchschnittliche Investitionsquote sowie eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein gewährtes Mezzanine-Darlehen.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der AdCapital-Konzern hat die großen Herausforderungen durch die schwere Wirtschaftskrise insgesamt zufriedenstellend bewältigt. Unsere operativen Beteiligungen mit Ausrichtung auf die Automobil- bzw. Zulieferindustrie haben erheblich unter dem starken Umsatzrückgang in ihren Marktsegmenten gelitten.

Die bereits im Jahr 2008 eingeleiteten bzw. umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen haben sich angesichts der teils dramatischen Nachfragerückgänge als nicht ausreichend bemessen herausgestellt, um die teilweise erheblichen Umsatz- und Ertragsverluste kompensieren zu können. Daher wurden 2009 weiter gehende Maßnahmen erarbeitet, geprüft und zur Umsetzung gebracht. Diese Restrukturierungsmaßnahmen haben die insgesamt schwache Ertragslage des Konzerns im Jahr 2009 zusätzlich belastet. Die positiven Ertragseffekte aus diesen Restrukturierungsmaßnahmen werden voraussichtlich erst ab dem Geschäftsjahr 2011 ihre volle positive Wirkung entfalten können. Die erfolgten Investitionen zur Entwicklung von neuen Produkten bzw. Erschließung von neuen Märkten werden die Ertragslage des Konzerns ebenfalls mittel- bis langfristig positiv beeinflussen.

Dank einer im Gesamtkonzern konsequent betriebenen konservativen Refinanzierungspolitik konnten die teilweise hohen operativen Verluste durch entsprechende Eigenkapitalmittel oder Cashpool-Linien und damit ohne Rückgriff auf zusätzliche Bankenlinien refinanziert werden. Zudem führen einige Restrukturierungsmaßnahmen erst mit Verzögerungen im Geschäftsjahr 2010 zu Liquiditätsabflüssen. Außerdem wurden von uns ein deutlich konsequenteres Working-Capital-Management sowie ein stringenteres Vorgehen mit Investitionsbudgets bei unseren operativen Beteiligungen eingeführt, was zu entsprechend positiven Auswirkungen auf den Free Cashflow geführt hat und auch zukünftig die Liquiditätssituation unserer operativen Beteiligungen stabilisieren wird.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist trotz der Belastungen aus operativen Verlusten sowie Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen unverändert stabil. Der Vorstand und Aufsichtsrat haben daher eine unveränderte Dividendenausschüttung von 0,50 € je Aktie vorgeschlagen.

5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte die AdCapital AG 9 (Vorjahr: 9) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren zum 31. Dezember 2009 1.316 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.558).

Der überdurchschnittliche Personalabbau ist vorwiegend auf die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere in der Erich Jaeger- sowie Taller-Gruppe zurückzuführen.

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 47 (Vorjahr: 44). Der AdCapital-Konzern versteht sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber mit einem klaren Bekenntnis zum Produktions- und Investitionsstandort Deutschland. Mit seinen Ausbildungsplätzen möchte das Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Auch bzw. gerade in der aktuellen Konjunkturkrise bleibt es weiterhin ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikation weiterzuentwickeln, da eine gute Aus- und Fortbildung Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen ist.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Prozess schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Die Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat bestehen aus einer fixen sowie einer variablen Komponente. Dabei ist die variable Vergütung des Vorstands an die realisierten Konzernjahresergebnisse gebunden. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats bezieht sich auf den ausgewiesenen Bilanzgewinn der AdCapital AG. Darüber hinausgehende variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nicht vereinbart.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2009 1,5 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) und fielen v. a. bei der Erich Jaeger- sowie der Taller-Gruppe an.

6 Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen und Asset-Management-Aktivitäten zu erzielen. Entsprechend versuchen wir, unangemessene Risiken zu vermeiden bzw. zu steuern. Das Risikomanagementsystem ist daher integraler Bestandteil unseres Managementinformationssystems. Dabei wird die grundsätzliche Risikopolitik im Wesentlichen durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Entsprechend den Verantwortlichkeiten innerhalb des Konzerns bzw. der operativen Beteiligungen sind die jeweiligen Geschäftsführer bzw. Risikomanager verpflichtet, das konzernweit geltende Risikomanagementsystem aktiv einzusetzen und zu pflegen.

Unser Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen. Es wird kontinuierlich und fortlaufend weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken ausgewertet. Die gewonnenen Informationen aus dem Risikomanagementsystem dienen auch als Entscheidungsgrundlage, um erforderlich werdende Desinvestments gezielt und fristgerecht vornehmen zu können.

Nach den durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingeführten §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben kapitalmarktorientierte Unternehmen im (Konzern-)Lagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Die wesentlichen Merkmale des bei der AdCapital AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Es gibt bei der AdCapital AG bzw. im AdCapital-Konzern eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden die operativen Beteiligungen aufgrund ihrer eigenständigen Geschäftsmodelle weitgehend dezentral durch die jeweiligen Geschäftsführungen gesteuert. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen wie beispielsweise das Beteiligungscontrolling oder Cashmanagement dagegen werden über die AdCapital AG zentral verantwortet.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Im Bereich der eingesetzten Buchhaltungs- sowie Berichtssysteme wird grundsätzlich Standardsoftware eingesetzt. Aufgrund der heterogenen Beteiligungsstruktur werden allerdings unterschiedliche Standardsoftwaresysteme für das Finanz- und Rechnungswesen auf Ebene der operativen Beteiligungen eingesetzt. Das Beteiligungscontrolling sowie Konzernberichtswesen selbst erfolgt dagegen auf Basis eines einheitlichen Berichtssystems.
Ein adäquates Richtlinienwesen (beispielsweise Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien) ist eingerichtet und wird regelmäßig aktualisiert.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.
Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, beispielsweise durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt, z.B. im Rahmen von Zahlungsläufen.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird überwiegend das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Eine eigenständige interne Revision zur Überprüfung der rechnungslegungsrelevanten Prozesse haben wir nicht eingerichtet. Stattdessen werden fallbezogen externe Berater zur Sicherstellung bzw. Prüfung von rechnungslegungsrelevanten Prozessen bei unseren operativen Beteiligungen eingesetzt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen und der überwiegende Einsatz des Vier-Augen-Prinzips), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

6.2 Allgemeine Erfolgsfaktoren und Risiken des Private-Equity-Geschäfts

Die Risiken einer Beteiligungsgesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus dem Kaufen, Halten sowie dem Verkauf von Beteiligungen. Den genannten Risiken stehen aber auch entsprechende Chancen gegenüber.

Der Erfolg von Private-Equity-Transaktionen im Buy-out-Bereich wird v. a. durch die Möglichkeit beeinflusst, attraktive Unternehmen zu fairen Konditionen erwerben zu können. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise wird zudem offensichtlich, dass die Refinanzierung der Akquisition solide erfolgen muss.

Im Rahmen eines Engagements liegt der Schwerpunkt in der strategischen sowie operativen Optimierung bzw. Weiterentwicklung einer Beteiligung. Zudem muss der Investor mögliche negative Marktentwicklungen sowie Fehlentwicklungen schnell erkennen können, um Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Sofern ein Investor wie die AdCapital AG bereit ist, längerfristig engagiert zu bleiben, sollten außerdem angemessene laufende Renditen in Form von Gewinnausschüttungen durch die Beteiligung erwirtschaftet werden können.

Die Unternehmen sollten darüber hinaus später erfolgreich veräußert werden können. Die Transaktionsfähigkeit von Unternehmen ist dabei im Buy-out-Bereich von einem attraktiven Geschäftsmodell sowie zunehmend auch von der (Mindest-)Größe des Zielunternehmens abhängig. Neben originären Wertfaktoren der jeweiligen Beteiligung spielen aber v. a. auch externe Faktoren bzw. das konkrete (Finanz-) Marktumfeld eine entscheidende Rolle.

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Risiken von Private-Equity-Investitionen stark steigen lassen. Die beschränkten Exit-Möglichkeiten führen zu längeren Haltefristen. Die operativen Beteiligungen haben zudem unverändert mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die teilweise durch zu hohe Verschuldungen nochmals verstärkt werden. Dies zwingt teilweise sogar zu Nachfinanzierungen der Beteiligung durch den Investor. Insofern spielen insbesondere die Erkennung operativer sowie finanzieller strategischer Risiken, aber auch der Chancen einer Beteiligung durch den Finanzinvestor sowie die progressive Auseinandersetzung mit diesen Faktoren eine herausragende Rolle. Der Hauptfokus liegt dabei aktuell auf der Bestandssicherung bei den bestehenden Beteiligungen. Transaktionsorientierte Risiken treten zurzeit in den Hintergrund.

Angesichts des beschriebenen Risikoszenarios bei Unternehmensbeteiligungen haben wir folgende Risikomanagementziele bzw. -methoden definiert:

AdCapital konzentriert sich bei Neuengagements vor allem auf Buy-out-Investitionen. Zur Risikominimierung von Buy-out-Transaktionen wird eine Mindestgröße des Zielunternehmens als ein wichtiger Indikator gesehen. AdCapital ist grundsätzlich bereit, Engagements ab einem Umsatzvolumen von rund 20 Mio. € ernsthaft zu prüfen. Auf der anderen Seite sollte das Zielunternehmen ein Umsatzvolumen von rund 250 Mio. € nicht überschreiten.

In dieser Größenklasse haben Unternehmen in der Regel angemessene sowie belastbare interne Strukturen und verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell.

Im Rahmen von neuen Unternehmensengagements werden die für den Unternehmenserfolg wichtigen Schlüsselpersonen, soweit möglich und sinnvoll, direkt am Unternehmen oder zumindest durch variable Vergütungen mittelbar am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Finanzierung von Unternehmensakquisitionen erfolgt mit einem relativ hohen Eigenkapitalanteil, um eine hohe unternehmerische Freiheit sicherzustellen bzw. die Abhängigkeit von Finanzierungspartnern so gering wie möglich zu halten.

Durch die monatliche Überwachung der Finanzdaten der Beteiligungsunternehmen, die Sicherstellung einer kurzfristigen Information durch das Risikomanagementsystem, regelmäßige Vor-Ort-Besuche und Kontakte mit Geschäftsführern auch außerhalb von Gesellschafterversammlungen bzw. Aufsichtsratssitzungen sollen Risiken frühzeitig durch uns erkannt werden, so dass ein Gegensteuern bei Fehlentwicklungen sehr schnell möglich ist.

Unser heutiges Beteiligungsportfolio ist zurzeit im Wesentlichen auf kleinere Engagements ausgerichtet. Für diese Unternehmen ergeben sich nur beschränkte Exit-Möglichkeiten. Aus diesem Grund legen wir bei diesen Beteiligungsgesellschaften großen Wert auf eine enge Kommunikation sowie die Unterstützung der Geschäftsführung vor Ort, um alle operativen und strategischen Risiken zeitnah zu erkennen und durch Gegenmaßnahmen entschärfen zu können. Die aktuelle Wirtschaftskrise beeinflusst praktisch jede unserer operativen Beteiligungen. Entsprechend haben wir hier in den letzten Wochen und Monaten erhebliche Anstrengungen unternommen, um gemeinsam mit dem jeweiligen Management angemessene Maßnahmen umzusetzen, mit denen wir den negativen Auswirkungen der Krise begegnen können. Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, neben der Bewältigung wirtschaftlicher Risiken auch mögliche Chancen für eine Weiterentwicklung unserer Beteiligungen zu nutzen.

6.3 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und Tochtergesellschaften

6.3.1 Ausfallrisiko

Grundsätzlich besteht bei jedem Unternehmen, an dem sich die AdCapital AG beteiligt, das Risiko, dass operative Verluste oder Liquiditätsprobleme zu einer Insolvenz führen. Als Folge würde die AdCapital AG sämtliche finanziellen Mittel, welche die Gesellschaft für die Anschaffung des Beteiligungsunternehmens eingesetzt hat, verlieren. Die AdCapital AG versucht, dem potenziellen Ausfallrisiko dadurch zu begegnen, dass neue Beteiligungen sorgfältig ausgewählt und die Unternehmen der Unternehmensgruppe mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Des Weiteren achten wir darauf, dass die Geschäftsführung der Unternehmen qualifiziert besetzt wird und eine angemessene Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Liquidität des Unternehmens erfolgt.

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Daneben werden in geeigneten Fällen Warenkreditversicherungen abgeschlossen, um zumindest einen Teil der Forderungsausfälle abzusichern. Teilweise werden auch Factoring-Verträge sowohl zu Refinanzierungszwecken als auch zur Minimierung von Ausfallrisiken eingesetzt. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

6.3.2 Risiko aus dem operativen Geschäft

Die AdCapital AG ist überwiegend an Produktionsunternehmen beteiligt. Für diese Unternehmen bestehen die allgemein mit einer produzierenden Tätigkeit verbundenen Risiken, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Personal. Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich in Einzelfällen ebenfalls hohe Abhängigkeiten. Das mögliche Belieferungs- bzw. Ausfallrisiko des Lieferanten wird durch entsprechende Abnahme- bzw. Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Zum anderen werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

6.3.3 Zins- und Währungsrisiken

Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab, die jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, da Umsatzerlöse überwiegend in der Eurozone erzielt werden.

6.3.4 Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Bei einzelnen Beteiligungen ist es im Geschäftsjahr 2009 zu Liquiditätsengpässen aufgrund stark zurückgegangener Umsätze und operativer Cashflows als Folge der Wirtschaftskrise gekommen.

Trotz erheblicher Anstrengungen, unsere Beteiligungen krisenresistent aufzustellen, müssen wir davon ausgehen, dass die AdCapital AG auch im Geschäftsjahr 2010 in Einzelfällen finanzielle Unterstützung gewähren muss. Zu diesem Zweck werden auf Ebene der operativen Beteiligungen Cashflow-Projektionen erstellt und eng mit der AdCapital AG abgestimmt. Wesentliche Investitionsentscheidungen werden in diesen Fällen beispielsweise unter besonderen Vorbehalt der Zustimmung durch die AdCapital AG gestellt. Sofern erkennbar eine Finanzierungsunterdeckung droht, werden Liquiditätsreserven auf Ebene der AdCapital AG geschaffen und für die operativen Beteiligungen bereitgestellt.

6.3.5 Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken von bis zu 5,4 Mio. €. Für dieses Risiko wurden bei der AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,9 Mio. € gebildet, die in den letzten Jahren kontinuierlich herabgesetzt werden konnten.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere- durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte - Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

6.3.6 Risikofaktoren aus Wertpapieranlagen

Zur Vermeidung einer einseitigen Risikoallokation aus direkten Unternehmensbeteiligungen werden wesentliche Teile des verfügbaren Vermögens durch uns dauerhaft in Wertpapieranlagen investiert. Wir investieren dabei v. a. in Anleihen sowie in begrenztem Umfang in Aktien, Optionen und strukturierte Produkte. Fremdwährungspositionen werden weitgehend vermieden.

Aus der Veränderung von Kapitalmarktzinsen, Währungsrelationen, Volatilitätsschwankungen sowie Bonitätseinstufungen von Emittenten können sich Änderungen des Marktwerts der gehaltenen Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus macht die aktuelle Kapital- sowie Wirtschaftskrise deutlich, dass das ökonomische Umfeld die Werte von Wertpapieranlagen ebenfalls maßgeblich beeinflussen kann.

Bei unseren Anlageentscheidungen sind die erwartete Rendite, die Liquidität der erworbenen Wertpapiere sowie die Bonität des Emittenten maßgebliche Investitionskriterien. Für den Erwerb von Unternehmensanleihen werden nur eigene Mittel eingesetzt, um die erworbenen Wertpapiere ggf. auch langfristig halten zu können.

Bei Aktien sowie strukturierten Produkten konzentrieren wir uns vorwiegend auf Wertpapiere, die von DAX- oder Euro-STOXX-Unternehmen unterlegt sind. Schließlich achten wir auf eine breite Streuung unserer Anlagen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Die Investitionskriterien sowie laufende Anlagen werden regelmäßig, mindestens jedoch einmal wöchentlich, überprüft. Im Zweifel werden Marktanalysen bzw. Drittanalysen zu einzelnen Anlagen herangezogen, um die eigenen Investitionsentscheidungen zu verifizieren. Wegen der erheblich verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenparameter werden von uns aktuell zudem verstärkt mögliche Ausfallrisiken von Schuldnern analysiert.

Im Bereich der erworbenen bzw. veräußerten Optionen achten wir ebenfalls auf eine ausgewogene Chancen-Risiko-Situation. Neben der qualifizierten Auswahl der einzelnen Optionspositionen legen wir großen Wert auf eine Begrenzung der möglichen finanziellen Verpflichtungen aus den bestehenden Andienungsrechten. Bei Überschreiten von festgelegten Schwellenwerten werden offene Positionen geschlossen.

Ein entscheidendes Moment zur Risikobegrenzung ergibt sich aus dem Umstand, dass ausschließlich freie liquide Mittel der AdCapital AG in Wertpapieranlagen investiert werden. Dabei wird der Umfang der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel insbesondere auch unter Berücksichtigung möglicher Nachfinanzierungen von Tochtergesellschaften festgelegt. Put-Optionen werden nur in dem Umfang veräußert, in dem liquide Mittel bzw. Kreditzusagen zur jederzeitigen Schließung der Optionen zur Verfügung stehen. Call-Optionen oder vergleichbare Derivate werden in der Regel nur auf vorhandene Aktien veräußert.

Unseres Erachtens bestehen weder einzeln noch kumulativ Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die AdCapital AG oder die AdCapital-Konzerngruppe haben könnten.

6.4 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands weder für die AdCapital AG noch für den AdCapital-Konzern materielle oder bestandsgefährdende Risiken.

Letztendlich ist das Unternehmen jedoch von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen sowie der getätigten Vermögensanlage abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses auf Basis umfassender, kontinuierlicher Einzelanalysen aller Beteiligungen berücksichtigt; es wurden entsprechende Bewertungsabschläge sowohl bei den Beteiligungsansätzen als auch bei den an die Beteiligungen ausgereichten Darlehen sowie Cashpool-Linien vorgenommen.

7 Nachtragsbericht

Angesichts der andauernd schwachen Konjunktur werden einzelne Beteiligungen der AdCapital AG auch 2010 voraussichtlich mit einem negativen Jahresergebnis abschließen.

Bei der Erich Jaeger-Gruppe werden im Rahmen von Standortkonzentrationen noch spürbare Personalanpassungen mit entsprechenden Abfindungskosten erfolgen. Die damit einhergehenden Restrukturierungsaufwendungen sind, soweit erkennbar bzw. abgrenzbar, bereits im Konzernabschluss 2009 verarbeitet. Die notwendige Liquidität zur Umsetzung der Maßnahmen wird entweder aus dem operativen Cashflow oder aus bereits gesicherten Finanzierungszusagen abgedeckt werden.

Der Vorstand hat am 29. Januar 2010 mit Billigung des Aufsichtsrats beschlossen, das Segment zu wechseln. Ab 26. August 2010 wird die AdCapital-Aktie nicht mehr im Regulierten Markt, sondern im Open Market (Freiverkehr) gehandelt. Es ist geplant, die Aufnahme in das qualifizierte Segment "Entry Standard" der Frankfurter Börse zu beantragen. Wir versprechen uns von dieser Entscheidung eine spürbare Reduzierung des Verwaltungsaufwands.

Seit dem 1. Januar 2010 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG bzw. auf den AdCapital-Konzern erwartet wird.

8 Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit 44,09 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

9 Chancen- und Prognosebericht

9.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch wenn sich einige Konjunkturindikatoren oder auch die Stimmung verschiedener Marktteilnehmer aufhellen, erwarten wir, dass auch das Jahr 2010 ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr werden wird. Die anhaltend schwachen wirtschaftlichen Rahmenparameter führen zu einer gewissen Eigendynamik oder anders ausgedrückt: "Die Krise nährt die Krise". Zudem treten neben der allgemeinen Konjunkturkrise einige wesentliche Strukturprobleme deutlicher als bisher zutage. Die substantielle Krise der Druckmaschinenindustrie, die unverändert von Überkapazitäten geprägte Automobilindustrie oder auch der Einbruch der bisher durch staatlich alimentierte hohe Einspeisevergütungen verwöhnten deutschen Solarindustrie seien hier als wenige Beispiele erwähnt. Darüber hinaus wird die Liquiditätsknappheit auf Ebene der mittelständisch geprägten Zulieferindustrie gerade bei einer leichten Erholung, die zusätzliche Mittel zur Vorfinanzierung von Umlaufvermögen erforderlich macht, weitere Insolvenzen auslösen.

Dennoch sehen wir in den kommenden Monaten gute Chancen für eine Beruhigung, eventuell sogar für eine leichte Erholung der Wirtschaft. Dank erheblicher Restrukturierungsanstrengungen wurde das Niveau des operativen Break-even bei vielen Unternehmen spürbar gesenkt. Zudem sprechen leere Lager bei den Kunden für eine zumindest leicht wachsende Nachfrage.

Die Finanzmärkte werden u. E. in 2010 vor einer weiteren Bewährungsprobe stehen. Die Sorge vor weiteren Ausfällen bzw. steigenden Kursverlusten insbesondere auch bei Staatsanleihen wird voraussichtlich nur eine seitliche Bewegung der Märkte erlauben.

Für die Beteiligungsbranche erwarten wir im Jahr 2010 eine vorsichtige Belebung. Nachdem das Jahr 2009 vorwiegend mit der Sicherung des eigenen Beteiligungsportfolios verbracht wurde, sehen wir für die kommenden Monate eine spürbare Steigerung der Nachfrage nach Zukaufmöglichkeiten. Schließlich bestehen insbesondere bei klassischen Private-Equity-Fonds noch hohe, nicht investierte Fondsmittelbestände aus den Boomjahren 2006 und 2007, die in den nächsten 12 bis 24 Monaten zu investieren sind. Auf Verkäuferseite bestehen allerdings unverändert immer noch hohe Preisvorstellungen bzw. keine Bereitschaft, auf Basis der relativ schwachen Ertragszahlen für die Jahre 2009 und 2010 gute Unternehmen jetzt zu verkaufen.

Zudem sinkt der Verkaufsdruck bei vielen mittelständischen Unternehmen mit Kapitalbedarf, da die Banken angesichts des aktuellen leichten wirtschaftlichen Aufschwungs Bereitschaft signalisieren, Zins- und Tilgungsforderungen auszusetzen bzw. zu verschieben.

Insgesamt erscheinen die Käufer zudem noch zögerlich, da ein nachhaltiger Aufschwung bislang noch nicht erkennbar ist. Erhebliche Unsicherheiten über die stark gestiegenen Staatsverschuldungen belasten zudem die Kreditaufnahmefähigkeit bei großen Transaktionen. Zusammengefasst ist jedoch gerade im Bereich mittelgroßer Unternehmen für 2010 eine zunehmende Anzahl von Transaktionen zu erwarten.

9.2 Strategie und Ausrichtung

Die AdCapital AG verfolgt eine gemischte Investitionsstrategie. Danach engagieren wir uns bevorzugt bei direkten Private-Equity-Investitionen. Frei verfügbare Mittel werden durch uns in Wertpapieranlagen investiert.

Im Bereich der Private-Equity-Investitionen bevorzugen wir Buy-out-Situationen bei stabilen mittelständischen Unternehmen mit einem Mindestumsatzvolumen von 20 Mio. €. Aufgrund der heterogenen Anforderungen dieser mittelständisch geprägten Unternehmen ist ein individualisierter Ansatz für ein Engagement bzw. beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen vorteilhaft. Bevorzugt suchen wir zurzeit nach Möglichkeiten, wie wir die Geschäftsmodelle unserer bestehenden Beteiligungen sinnvoll ergänzen können. Die Rezession hat voraussichtlich ihren Tiefpunkt durchschritten und der vorsichtige Aufschwung eröffnet uns neue Investitionsmöglichkeiten. Unverändert werden von uns Neuakquisitionen bevorzugt konservativ, d. h. mit einem hohen Eigenkapitalanteil, refinanziert. Damit sind wir in der Lage, schnell und bankenunabhängig agieren zu können.

Im Rahmen unserer Wertpapieranlagen haben wir unsere Anlagestrategie nochmals deutlich risikoärmer ausgerichtet, da wir für das Jahr 2010 eine Korrektur der Kurse sowohl im Aktien- als auch im Anleihebereich für realistisch erachten. Engagements in Industrieanleihen im High-Yield-Bereich wurden von uns reduziert. Der Erwerb und Verkauf von Optionen wird bis auf Weiteres deutlich restriktiv gehandhabt.

9.3 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 rechnen wir insgesamt mit einer vorsichtigen Erholung der weltweiten Konjunktur. Substantielle Rückschläge erwarten wir nicht, auch wenn die Unsicherheiten in Bezug auf die Auswirkungen der stark gestiegenen Staatsschulden auf die Realwirtschaft zunehmen. Entsprechend dem erwarteten Verlauf des Konjunkturzyklus sollte sich auch die Gesamtleistung im AdCapital-Konzern leicht positiv entwickeln. Die Entwicklung des Auftragseingangs im letzten Quartal 2009 sowie im ersten Quartal 2010 scheint unsere Einschätzung bisher zu bestätigen. Nach dem erheblichen Rückgang der Gesamtleistung im Konzern im Jahr 2009 gehen wir daher von einem organisch getriebenen Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich für 2010 aus. Für 2011 sollte ein Wachstum im höheren einstelligen Prozentbereich möglich sein.

Die Ergebnisse unserer operativen Beteiligungen sollten sich insgesamt erholen, auch wenn wir die vollständige Wirkung der nochmals intensivierten Restrukturierungsmaßnahmen erst ab dem zweiten Halbjahr 2010 erwarten. Allerdings steht die Erholung der Ertragslage unter dem Vorbehalt, dass es in den nächsten beiden Geschäftsjahren zu keinem wesentlichen Verfall des Preisniveaus auf den Absatzmärkten kommen wird. Zudem wird das Konzernergebnis im Jahr 2010 durch nachlaufende Restrukturierungskosten in einer Größenordnung von ca. 1,0 bis 2,0 Mio. € belastet werden. Insgesamt erwarten wir für 2010 daher lediglich ein ausgeglichenes, für 2011 allerdings ein spürbar positives operatives Ergebnis (EBIT) im Konzern.

Die erwartete Entwicklung der Kapitalmärkte in den Jahren 2010 und 2011 sowie unsere deutlich risikoärmere Anlagepolitik wird uns zukünftig nur spürbar geringere Erträge aus unseren Wertpapieranlagen ermöglichen, zumal die hohen Wertsteigerungen des Jahrs 2009 nicht wiederholbar erscheinen. Zwar verzeichnete das Wertpapiervermögen der AdCapital AG in Spezialfonds gegenüber Jahrsbeginn bislang einen Wertzuwachs von ca. 6 Mio. €. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus erscheinen uns jedoch nur noch moderate Wertzuwächse möglich. Zusammengefasst gehen wir davon aus, auch 2010 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis in der AdCapital AG erzielen zu können.

Im Konzern rechnen wir für 2010 nur mit einem leicht positiven Konzernergebnis vor Steuern. Im Jahr 2011 sollten die positiven operativen Ergebnisse zu einer Ergebnismarge im mittleren einstelligen Prozentbereich, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, führen.

9.4 Chancen

Die einsetzende Stabilisierung der Weltwirtschaft steht teilweise noch auf tönernen Füßen. Dennoch erkennen wir über den voraussichtlich vorsichtig positiven Verlauf des Konjunkturzyklus hinaus zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren.

Operativ wurden von uns verschiedene Projekte initiiert, die von Wertstromanalysen bis hin zu Optimierungen des Net Working Capital sowohl die Ertrags- als auch die Finanz- und Vermögenslage unserer operativen Beteiligungen verbessern werden.

Regional sind die operativen Beteiligungen der AdCapital AG überdurchschnittlich stark auf den deutschsprachigen Raum bzw. Westeuropa ausgerichtet. Das starke Wachstumspotenzial in Schwellenländern wie Brasilien, China oder/und Indien wird teilweise über eigene Fertigungsstätten, vorwiegend jedoch lediglich über Vertriebspartnerschaften abgedeckt. Hier planen wir, bei Bedarf unsere Präsenz spürbar zu verstärken, wenn dies mit vertretbarem Risiko möglich erscheint.

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Leinfelden-Echterdingen, 28. März 2010

AdCapital AG

gez. Dieter Jeschke

gez. Dr. Detlef Guhl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 (nach IFRS)

der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen

Alle Angaben in T€

AKTIVA

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Anhang 31. Dez. 2009 31. Dez. 2008
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 4.1. 13.953 15.017
Sachanlagen 4.1. 35.863 38.076
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.2. 3.692 3.825
Finanzanlagen 4.3. 5.061 5.317
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.4. 966 5.949
Latente Steuern 5.10. 1.775 2.701
61.310 70.885
Kurzfristige Aktiva
Vorräte 4.5. 22.527 32.698
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.6. 13.857 15.212
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 4.7. 3.675 3.882
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.4. 2.408 3.017
Wertpapiere und Zahlungsmittel 4.8. 108.570 77.388
151.037 132.197
212.347 203.082
Passiva
Eigenkapital 4.9.
Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000
Kapitalrücklage 86.200 86.200
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 34.129 24.544
Fremdwährungsumrechnung 215 116
Anteile anderer Gesellschafter 884 1.801
166.428 157.661
Langfristige Passiva
Rückstellungen 4.10. 4.259 4.257
Verbindlichkeiten 4.11. 12.102 12.881
Latente Steuern 5.10. 1.097 3.466
17.458 20.604
Kurzfristige Passiva
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 4.10. 2.252 2.660
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.11. 5.870 8.814
Steuerschulden aus Ertragsteuern 4.11. 2.013 1.476
Sonstige Verbindlichkeiten 4.11. 18.326 11.867
28.461 24.817
212.347 203.082

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009 (nach IFRS)

der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen

Alle Angaben in T€

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Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse 5.1. 118.907 153.800
Bestandsveränderungen -5.166 1.886
Andere aktivierte Eigenleistungen 102 402
Sonstige betriebliche Erträge 5.3. 6.134 7.297
Materialaufwand 5.4. -45.228 -72.947
Personalaufwand 5.5. -46.615 -46.041
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.6. -6.709 -11.204
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.7. -25.639 -26.369
Betriebliches Ergebnis -4.214 6.824
Beteiligungsergebnis 5.8. 1.000 -242
Finanzerträge 39.164 5.930
Finanzaufwendungen -13.481 -57.329
Finanzergebnis 5.9. 25.683 -51.399
Ergebnis vor Ertragsteuern 22.469 -44.817
Ertragsteuern 5.10. -1.900 770
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 20.569 -44.047
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 19.021 -43.819
Minderheitsgesellschafter 1.548 -228
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 5.11. 1,38 -3,07
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 5.11. 1,38 -3,07
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 13.782 14.264
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 13.782 14.264

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der AdCapital AG (nach IFRS)

Alle Angaben in TEUR

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2009 2008
Jahresergebnis 20.569 -44.047
Währungsumrechnungsdifferenzen 95 -252
Sonstiges Ergebnis 95 -252
Gesamtergebnis 20.664 -44.299
Davon den Aktionären der AdCapital AG zuzurechnen 19.120 -44.054
Davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen 1.544 -245

Konzerneigenkapitalspiegel der AdCapital AG zum 31. Dezember 2009 (nach IFRS)

Alle Angaben in TEUR

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Mutterunternehmen
Gezeichnetes

Kapital

Stammaktien
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Ausgleichs-

posten aus

Fremd-

währungs-

umrechnung
Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.07 45.000 86.200 8.022 71.938 351 211.511
Erwerb/Einziehung eigener Anteile -4.106 0 -4.106
Gezahlte Dividende -7.113 -7.113
Übrige Veränderungen 0 -41.500 41.122 0 -378
Gesamtergebnis 0 0 0 -43.819 -235 -44.054
Stand am 31.12.08 45.000 86.200 -37.584 62.128 116 155.860
Erwerb/Einziehung eigener Anteile -2.866 0 -2.866
Gezahlte Dividende -6.947 -6.947
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 377 377
Übrige Veränderungen 0 6.962 -6.962 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 19.021 99 19.120
Stand am 31.12.09 45.000 86.200 -33.488 67.617 215 165.544

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Nicht beherrschende Gesellschafter
Kapital

von nicht

beherrschenden

Gesellschaftern
Ausgleichs-

posten aus

Fremdwährungs-

umrechnung
Eigenkapital Konzern-

eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand am 31.12.07 4.603 0 4.603 216.114
Erwerb/Einziehung eigener Anteile 0 -4.106
Gezahlte Dividende -2.935 -2.935 -10.048
Übrige Veränderungen 378 0 378 0
Gesamtergebnis -245 0 -245 -44.299
Stand am 31.12.08 1.801 0 1.801 157.661
Erwerb/Einziehung eigener Anteile -2.866
Gezahlte Dividende -2.084 -2.084 -9.031
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -377 -377 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 1.544 0 1.544 20.664
Stand am 31.12.09 884 0 884 166.428

Konzernkapitalflussrechnung

Alle Angaben in T€

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Position 1-12/2009 1-12/2008
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern) 20.569 -44.047
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.709 11.495
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -407 -642
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -19.112 55.874
+/- Aufwendungen / Erträge latente Steuern -1.433 -3.528
+/- Gewinn / Verlust aus Entkonsolidierungen 935 0
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -892 -33
+/- Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 13.659 1.866
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.148 -4.578
\= Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 22.176 16.407
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 230 595
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.955 -7.518
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -209 -376
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 203 124
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 1.034 34
- Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 -45
+/- Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 6.628 5.850
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 3.931 -1.336
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter (Dividenden) -9.031 -10.048
- Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile -2.866 -4.106
+/- Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme bzw. für die Tilgung von Finanzschulden -864 -1.417
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12.761 -15.571
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 13.346 -500
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 18 -28
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.975 18.503
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.339 17.975

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Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2009 31.12.2008
Geldmarktnahe Wertpapiere 0 0
Zahlungsmittel*) 31.339 17.975
31.339 17.975

*) In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

Konzern-Anhang

zum 31. Dezember 2009

1 Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Beteiligungs- sowie Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Investitionsschwerpunkt im Bereich reifer Unternehmen. Die Tochtergesellschaften sind in den Branchen Steuerungstechnik, Automotive, Software, Antriebstechnik und Kunststofftechnik tätig.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen und ist bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert. Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Gutenbergstr. 13.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR. Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Der Konzernabschluss der AdCapital AG einschließlich der Vorjahresangaben wurde nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC) aufgestellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen wurden berücksichtigt. Daneben werden über die Angabepflichten nach IFRS hinaus alle nach § 315a Abs. 1 HGB geforderten Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, die das deutsche Handelsrecht im Falle eines nach IFRS zu erstellenden Konzernabschlusses zusätzlich verlangt.

Die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns sind gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (überarbeitet 2007) aufgestellt. Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (Nature-of-Expense-Methode) sowie im Sinne des "Two-Statement-Approach" dargestellt. Die Bilanz wurde nach Fristigkeit gegliedert.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Geschäftsjahr 2009 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 haben sich folgende Standards und Interpretationen geändert bzw. waren aufgrund der Übernahme in EU-Recht oder des Inkrafttretens der Regelung erstmals verpflichtend anzuwenden:

IFRS 8 "Operating Segments"

IFRS 8 wurde am 30. November 2006 veröffentlicht, am 21. November 2007 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRS 8 ersetzt IAS 14 "Segment Reporting" und ist nahezu identisch mit SFAS 131. Das bisherige primäre und sekundäre Berichtsformat, welches nach Geschäftssegmenten und geografischen Segmenten unterscheidet, wird aufgegeben und in ein einziges Berichtsformat überführt, welches Segmente auf Basis der Informationen abbildet, nach denen das Management das Unternehmen steuert. Darüber hinaus ist eine Überleitungsrechnung jedes berichtspflichtigen Segments in Bezug auf den segmentspezifischen Gesamtgewinn/-verlust sowie aller dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden entsprechend den korrespondierenden Beträgen des Jahresabschlusses des Unternehmens erforderlich. Daneben sind Angaben zu geografischen Bereichen, zu Produkten und zu wesentlichen Kunden zu machen. Zudem werden jetzt vertikal integrierte Lieferprozesse, bei denen eine Komponente eines Unternehmens, die vorrangig oder ausschließlich andere operative Segmente des Unternehmens beliefert, in die Definition eines operativen Segments integriert, falls das Unternehmen in dieser Weise geführt wird.

Die Regelungen des IFRS 8 sind für den AdCapital-Konzern relevant und werden entsprechend dem Standard im vorliegenden Abschluss angewandt. Wesentliche Auswirkungen der Anwendung des IFRS 8 haben sich allerdings nicht ergeben.

Amendments to IAS 39 and IFRS 7 "Reclassification of Financial Instruments"

Im Oktober 2008 wurden Änderungen zu IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" und IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" zusammengefasst in "ReClassification of Financial Assets", veröffentlicht und am 15. Oktober 2008 in EU-Recht übernommen. Die Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 treten rückwirkend zum 1. Juli 2008 in Kraft. Die Änderungen zu IAS 39 erlauben Umklassifizierungen nicht derivativer finanzieller Vermögenswerte (ausgenommen derer, bei denen die Fair-Value-Option gezogen wurde) aus der Kategorie "at fair value through profit or loss" ("erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert")sowie unter bestimmten Bedingungen Umklassifizierungen von Vermögenswerten der Kategorie "available for sale" in die Kategorie der "loans and receivables". Dies betrifft insbesondere solche Finanzinstrumente, die bei fehlender Handelsabsicht bzw. bei fehlender Designation als "available for sale" ursprünglich die Definition von " loans and receivables" erfüllt hätten. Die Änderungen zu IFRS 7 sehen erweiterte Offenlegungsvorschriften für Unternehmen vor, die Umklassifizierungen von finanziellen Vermögenswerten in Übereinstimmung mit den Änderungen von IAS 39 vorgenommen haben. Die erstmalige Anwendung dieses Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Amendments to IAS 23 "Borrowing Costs"

Die Änderungen zu IAS 23 wurden am 29. März 2007 veröffentlicht, am 10. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen eliminieren das Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen im Rahmen der Anschaffung oder Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten unmittelbar als Aufwand zu erfassen. In Zukunft sind solche Fremdkapitalzinsen in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten einzubeziehen. Die erstmalige Anwendung dieses Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Amendments to IFRS 2 "Share-based Payment: Vesting Conditions and Cancellations"

Die Änderungen zu IFRS 2 wurden am 17. Januar 2008 veröffentlicht, am 16. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Ziel der Überarbeitung war es, die Begriffe Ausübungsbedingungen und Annullierungen genauer zu definieren. Demnach umfassen Ausübungsbedingungen lediglich erfolgs- und leistungsabhängige Bedingungen. Andere Aspekte einer anteilsbasierten Vergütung stellen keine Ausübungsbedingung dar und sind in den Fair Value der anteilsbasierten Vergütung zum Bewilligungszeitpunkt einzubeziehen. Sämtliche Annullierungen, obgleich sie durch das Unternehmen oder andere Parteien erfolgen, sollten die gleiche Bilanzierungsweise erfahren. Die Änderungen zu IFRS 2 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes"

IFRIC 13 wurde am 5. Juli 2007 veröffentlicht, am 16. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. IAS 18.13 regelt grundsätzlich die separate Anwendung der Ansatzkriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen für jeden einzelnen Geschäftsvorfall. Um den wirtschaftlichen Gehalt einzelner Geschäftsvorfälle zutreffend abzubilden, ist es in bestimmten Fällen erforderlich, die Ansatzkriterien auf einzeln abgrenzbare Bestandteile eines Geschäftsvorfalls anzuwenden. Solche Transaktionen werden dann auch als Mehrkomponentenverträge bezeichnet und die entsprechenden Umsätze zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst. IFRIC 13 stellt nun klar, dass Kundenbindungsprogramme, bei denen später einlösbare Prämiengutschriften wie z. B. Treuepunkte oder Prämienmeilen vergeben werden, als Mehrkomponentenverträge zu bilanzieren sind. Die Regelungen des IFRIC 13 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IAS 32 and IAS 1 "Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation"

Die Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 wurden am 14. Februar 2008 veröffentlicht, am 21. Januar 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Infolge dieser Änderungen werden einige Finanzinstrumente, die bisher die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllten, künftig als Eigenkapital klassifiziert, weil sie den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen. Hierfür ist jedoch detaillierten Anforderungen zu genügen. Die Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IFRS 1 and IAS 27 "Cost of an Investment in a subsidiary, jointly-controlled entity or associate"

Die Änderungen zu IFRS 1 und IAS 27 wurden am 22. Mai 2008 veröffentlicht, am 23. Januar 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Anlass der Überarbeitungen war es, dass die rückwirkende Bestimmung der Anschaffungskosten und die Anwendung der Anschaffungskostenmethode nach IAS 27 bei erstmaliger Anwendung der IFRS in manchen Fällen nur mit unverhältnismäßigen Kosten erreicht werden können. Daher dürfen IFRS-Erstanwender in Zukunft zur Bemessung der Anschaffungskosten einer Investition in Tochterunternehmen, "jointly-controlled entities" i. S. v. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, angenommene Anschaffungskosten verwenden. Des Weiteren wurde die Definition der Anschaffungskostenmethode aus IAS 27 entfernt und durch die Anforderung ersetzt, Dividenden als Erträge im separaten Abschluss des Investors darzustellen, womit eine Unterscheidung zwischen Dividenden vor bzw. nach Erwerb entfällt. Ebenso wird eine Ausnahmeregelung für Konzernumstrukturierungen eingefügt, nach der ein neues Mutterunternehmen zur Bestimmung des Wertansatzes die Buchwerte des bestehenden Unternehmens als Anschaffungskosten verwenden muss, sofern sich keine Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen und dem Eigenkapital sowie den Vermögenswerten und Schulden ergeben. Die Änderungen zu IFRS 1 und IAS 27 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IAS 1 "Presentation of Financial Statements: a Revised Presentation"

Die Änderungen zu IAS 1 wurden am 6. September 2007 veröffentlicht, am 17. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen geänderte Bezeichnungen für Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung, die Einführung eines Rechenwerks für bestimmte Eigenkapitalveränderungen ("Statement of Comprehensive Income") und die Verpflichtung zur Offenlegung einer Eröffnungsbilanz für die erste von einer rückwirkenden Bilanzierungsänderung betroffene dargestellte Periode. Die Änderungen zu IAS 1 wurden erstmals im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt. Die Gesamtergebnisrechnung ist im Sinne des "Two-Statement-Approach" dargestellt.

Revised IFRS 3 "Business Combinations" and Amendments to IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements"

Die Überarbeitung von IFRS 3 erfolgte zusammen mit Änderungen von IAS 27 im Rahmen der zweiten Phase des Projekts "Business Combinations". Die Überarbeitung von IFRS 3 sowie die Änderungen zu IAS 27 wurden am 10. Januar 2008 veröffentlicht, am 3. Juni 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Danach erweitert sich der Anwendungsbereich auf Unternehmenszusammenschlüsse von Gegenseitigkeitsunternehmen und solche ohne Gegenleistung. Zusammenschlüsse von Unternehmen unter gemeinsamer Kontrolle sind ausgenommen. Zukünftig werden die mit einem Unternehmenserwerb verbundenen Kosten für die Ausgabe von Schuld- bzw. Eigenkapitaltiteln in Übereinstimmung mit IAS 39 bzw. IAS 32 erfasst. Alle anderen erwerbsbezogenen Aufwendungen werden als Aufwand erfasst. Des Weiteren wird das Wahlrecht zur "Full-Goodwill-Methode" eingeführt, wonach ein Unternehmen 100 % am Geschäfts- oder Firmenwert des erworbenen Unternehmens und nicht nur den Anteil des Erwerbers bilanzieren darf, mit einem entsprechend höheren Ausweis nicht kontrollierender Anteile am erworbenen, neu bewerteten Nettovermögen. Bei sukzessivem Erwerb finden Goodwillbestimmung und Neubewertung der Nettovermögenswerte erst zum Zeitpunkt der Beherrschung statt. Sämtliche darauf folgenden Transaktionen zwischen dem Mutterunternehmen und den nicht kontrollierenden Anteilen werden als reine Eigenkapitaltransaktionen behandelt. Die Regelungen des IFRS 3 und des IAS 27 sind für den AdCapital-Konzern relevant. Der Konzern hat IAS 27 im Zusammenhang mit der Anteilsaufstockung bei der Taller-Gruppe vorzeitig im Konzerngeschäftsjahr 2009 angewendet. Die Auswirkungen aus der vorzeitigen Anwendung sind jedoch aus Gesamtkonzernsicht eher von untergeordneter Bedeutung.

Improvements to IFRS durch das "Annual Improvements Project"

Am 22. Mai 2008 veröffentlichte der IASB im Rahmen seines ersten Annual-Improvements-Projekts Änderungen zu einer Reihe bestehender IFRS. Eine Übernahme in EU-Recht erfolgte am 23. Januar 2009. Die Änderungen umfassen sowohl Anpassungen von Formulierungen in einzelnen IFRS zur Klarstellung der bestehenden Regelungen (terminologische oder redaktionelle Korrekturen) als auch Änderungen verschiedener IFRS mit Auswirkung auf den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen. Die meisten der Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, sofern im jeweiligen Standard nicht gesondert geregelt. Eine prospektive Anwendung ist zulässig. Mögliche Auswirkungen durch entsprechende Umsetzung sind durch den AdCapital-Konzern geprüft worden.

IFRIC 15 "Agreements for the Construction of Real Estate"

IFRIC 15 wurde am 3. Juli 2008 veröffentlicht, am 22. Juli 2009 in EU-Recht übernommen und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRIC 15 vereinheitlicht die Bilanzierungspraxis in allen Rechtskreisen hinsichtlich der Erfassung von Erträgen aus dem Verkauf von Einheiten (z. B. Wohnungen oder einzelne Häuser) seitens der Errichtungsgesellschaft, noch bevor die Errichtung abgeschlossen ist. Hierbei werden Leitlinien zur Verfügung gestellt, die eine eindeutige Zuordnung der jeweiligen Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien zum Anwendungsbereich von IAS 11 "Construction Contracts" oder aber IAS 18 "Revenue" gewährleisten soll. Je nach Zuordnung werden auf diese Weise die Erträge aus der Errichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst. Die Regelungen des IFRIC 15 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IAS 39 "Reclassification of Financial Assets: Effective Date and Transition"

Der IASB veröffentlichte am 27. November 2008 eine überarbeitete Fassung der am 13. Oktober 2008 veröffentlichten Amendments to IAS 39 and IFRS 7 "Reclassification of Financial Instruments". Die Änderungen wurden am 9. September 2009 in EU-Recht übernommen. Die am 13. Oktober 2008 herausgegebenen Änderungen betrafen die Umklassifizierung einiger Finanzinstrumente. Der Hintergrund der erneuten Überarbeitung ist die Klarstellung des Anwendungszeitpunkts der zum 13. Oktober 2008 veröffentlichten Änderungen. Hiernach treten Umklassifizierungen, die am oder nach dem 1. November 2008 vorgenommen werden, ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Kraft und dürfen nicht zurückgezogen werden. Wurden die Umklassifizierungsregelungen vor dem 1. November 2008 angewendet, können diese bis zum 1. Juli 2008 oder zu einem späteren Datum zurückgezogen werden. Allerdings können die Umklassifizierungsregelungen nicht vor dem 1. Juli 2008 angewendet werden. Die Änderungen sind für den AdCapital-Konzern derzeit nicht relevant.

Amendments to IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement - Eligible Hedged Items"

Die Änderungen zu IAS 39 wurden am 31. Juli 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Übernahme in EU-Recht fand am 15. September 2009 statt. Grundgedanke der Änderungen ist es, zusätzliche Anwendungsleitlinien für die Designation von Sicherungsinstrumenten zur Verfügung zu stellen, da insbesondere bei der Behandlung eines einseitigen Risikos sowie der Berücksichtigung von Inflation innerhalb eines Sicherungsgeschäfts Uneinheitlichkeiten in der Praxis existieren. Die Änderungen zu IAS 39 sind für den AdCapital-Konzern grundsätzlich relevant.

Revised IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS"

Am 27. November 2008 wurde vom IASB die überarbeitete Version von IFRS 1 - First-time Adoption of IFRS - veröffentlicht. Eine Übernahme in EU-Recht erfolgte am 25. November 2009. Der überarbeitete IFRS 1 ersetzt den gegenwärtigen IFRS 1 und ist für Unternehmen anwendbar, die ab dem 1. Juli 2009 erstmals einen IFRS-Abschluss erstellen. Die Veränderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1, der Inhalt bleibt hingegen unverändert. Es werden die allgemeinen und die spezifischen Regelungen des Standards voneinander getrennt, da zahlreiche Änderungen anderer bzw. neuer Standards den bisherigen IFRS 1 (revidiert 2003) zunehmend komplexer und weniger übersichtlich gemacht hatten. So sind nun im Hauptteil die allgemeinen Regelungen wie z.B. Anwendungsbereich, allgemeine Ansatz- und Bewertungsvorschriften zusammengefasst, die spezifischen Regelungen zur Befreiung und Ausnahmen von Regelungen einzelner IFRS sind hingegen in den verschiedenen Anhängen am Ende von IFRS 1 dargestellt. Ziel ist es, durch die neue Struktur die Klarheit und Anwendbarkeit des Standards zu verbessern. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen zu IFRS 1 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

IFRIC 12 "Service Concession Arrangements"

IFRIC 12 wurde am 30. November 2006 veröffentlicht und am 25. März 2009 in EU-Recht übernommen. Das verpflichtende Datum der erstmaligen Anwendung wurde durch das EU-Endorsement von Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen, auf Geschäftsjahre, die nach dem 29. März 2009 beginnen, geändert. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Gegenstand der Interpretation ist die Bilanzierung von Dienstleistungsvereinbarungen bei Unternehmen, die im Auftrag von Gebietskörperschaften öffentliche Leistungen, z. B. den Bau von Straßen, Flughäfen oder Energieversorgungsinfrastruktur, anbieten. Während die Verfügungsmacht über die Vermögenswerte bei der öffentlichen Hand verbleibt, ist das Unternehmen vertraglich zum Bau, Betrieb und zur Instandhaltung verpflichtet. IFRIC 12 behandelt die Frage, wie die sich aus derartigen vertraglichen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Pflichten zu bilanzieren sind. Die Regelungen des IFRIC 12 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

IFRIC 16 "Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation"

IFRIC 16 wurde am 3. Juli 2008 veröffentlicht, am 4. Juni 2009 in EU-Recht übernommen und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen. Die Interpretation nimmt Bezug auf IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates" und IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" und behandelt die Thematik der Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf drei Fragestellungen. Zum einen wird angeführt, dass eine Fremdwährungsdifferenz lediglich als abgesichertes Risiko designiert werden darf, wenn die funktionale Währung des ausländischen Geschäftsbetriebs von der funktionalen Währung des Mutterunternehmens abweicht. Durch die Darstellungswährung im Konzernabschluss des Mutterunternehmens hingegen entsteht keine Risikoposition. Des Weiteren darf ein Sicherungsinstrument zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb von jedem Unternehmen innerhalb des Konzerns gehalten werden. Wird die Investition vom Unternehmen veräußert, so erfolgt die Umgliederung der Beträge aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung zwar für das Sicherungsinstrument nach IAS 39, im Hinblick auf das Grundgeschäft ist jedoch IAS 21 anzuwenden. Die Regelungen des IFRIC 16 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IFRS 7 "Improving Disclosures about Financial Instruments"

Die am 5. März 2009 veröffentlichte Änderung behandelt Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowie zum Liquiditätsrisiko. Eine Übernahme in EU-Recht erfolgte am 27. November 2009. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die Angabepflichten dahingehend erweitert, dass eine tabellarische Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten durchzuführen ist. Diese richtet sich an der dreistufigen Fair-Value-Hierarchie gem. US-GAAP SFAS 157 aus. Angaben hinsichtlich des Liquiditätsrisikos wurden dahingehend ergänzt, dass eine Klassifizierung der Angaben zur Fälligkeit von finanziellen Verbindlichkeiten nach derivativen und nicht derivativen Verbindlichkeiten gefordert wird. Außerdem wurden die qualitativen Angaben zum Liquiditätsrisikomanagement überarbeitet. Die Regelungen treten rückwirkend für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist möglich. Im ersten Jahr der Anwendung sind jedoch noch keine Vergleichsangaben notwendig. Die Änderung ist für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendments to IFRIC 9 and IAS 39 "Embedded Derivatives"

Die Änderungen an IFRIC 9 und IAS 39 wurden am 12. März 2009 vom IASB veröffentlicht, mit der Absicht einer Klarstellung zur Bilanzierung von eingebetteten Derivaten bei Umklassifizierungen von Finanzinstrumenten. Eine Übernahme in EU-Recht erfolgte am 30. November 2009. Nach den Änderungen ist zu prüfen, ob ein in einen Basisvertrag eingebettetes Derivat zu separieren ist und dementsprechend separat im Abschluss erfasst werden muss, wenn das gesamte hybride Finanzinstrument aufgrund der Anwendung der Änderungen an IAS 39 vom Oktober 2008 aus der Kategorie "at fair value through profit or loss" umklassifiziert wird. Ausschlaggebend für die Prüfung sind die Verhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmals Vertragspartner des Finanzinstruments geworden ist, oder, sofern später erfolgt, zu dem Zeitpunkt, an dem Vertragskonditionen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Cashflows geändert wurden. Ergibt die Prüfung zwar die Notwendigkeit einer Separierung des Derivats, aber dessen beizulegender Zeitwert ist nicht verlässlich bestimmbar, so verbleibt das gesamte hybride Instrument in der Kategorie "at fair value through profit or loss". Dies gilt auch dann, wenn das Unternehmen die Prüfung nicht durchführen kann. Die Änderungen sind rückwirkend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 enden. Die Änderungen sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

2.3 Künftige Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ausblick auf IFRS-Änderungen 2009/2010

Folgende IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB bzw. IFRIC veröffentlicht, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden bzw. wurden bisher nicht in EU-Recht übernommen. Der AdCapital-Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

Amendments to IFRS 1 "Additional Exemptions for First-time Adopters"

Die Änderungen am IFRS 1 wurden am 23. Juli 2009 veröffentlicht und gelten der rückwirkenden Anwendung auf bestimmte Situationen. Es soll gewährleistet werden, dass bei nach IFRS bilanzierenden Unternehmen keine unnötigen Kosten oder Belastungen beim Übergangsprozess entstehen:

Unternehmen, die die Vollkostenmethode anwenden, werden von der rückwirkenden Anwendung der IFRS auf Öl- und Gasvermögenswerte ausgenommen und
Unternehmen mit bestehenden Leasingverträgen werden von der Einschätzung der Klassifizierung dieser Verträge nach IFRIC-4-Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, ausgenommen, wenn die Anwendung der nationalen Rechnungslegungsvorschriften zum gleichen Ergebnis geführt hat.

Der ursprüngliche Entwurf dieser Änderungen enthielt auch Vorschläge in Bezug auf preisregulierte Geschäftsvorfälle. Diese wurden jedoch in den Entwurf zu preisregulierten Geschäftsvorfällen aufgenommen. Die Änderungen sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

IFRIC 17 "Distributions of Non-cash Assets to Owners"

IFRIC 17 wurde am 27. November 2008 veröffentlicht, am 26. November 2009 in EU-Recht übernommen und tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, in Kraft, eine frühere Anwendung ist zulässig. IFRIC 17 regelt, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. Demnach ist eine Dividendenverpflichtung anzusetzen, wenn die Dividende von den zuständigen Organen genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Diese Dividendenverpflichtung ist zum beizulegenden Zeitwert der zu übertragenden Nettovermögenswerte anzusetzen, die Differenz zwischen der Dividendenverpflichtung und dem Buchwert des zu übertragenden Vermögenswerts ist erfolgswirksam zu erfassen. Zusätzlich sind erweiterte Anhangangaben notwendig, wenn die für die Ausschüttung vorgesehenen Vermögenswerte der Definition eines aufgegebenen Geschäftsbereichs (IFRS 5) entsprechen. Die Regelungen des IFRIC 17 sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers"

IFRIC 18 wurde am 29. Januar 2009 veröffentlicht, am 27. November 2009 in EU-Recht übernommen und tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, in Kraft, eine frühere Anwendung ist unter bestimmten Bedingungen zulässig. IFRIC 18 beinhaltet zusätzliche Hinweise zur Bilanzierung der Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden. Hier ist nach Ansicht des Boards besonders der Energiesektor von betroffen. Die Interpretation stellt klar, wie mit Vereinbarungen im Rahmen der IFRS zu verfahren ist, bei denen einem Unternehmen vom Kunden Vermögenswerte übertragen werden (Objekt, Anlage oder Betriebsmittel), die in einem solchen Verwendungszweck stehen, diesen Kunden entweder mit einem Leitungsnetz zu verbinden, oder eine permanente Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen gewährleisten. Davon angesprochen sind ebenso Fälle, in denen Barmittel gewährt werden, die dem Erwerb oder der Herstellung besagter Vermögenswerte durch das Unternehmen dienen. Zusammengefasst wird erläutert, wann bzw. unter welchen Umständen ein Vermögenswert vorliegt, der erstmalige Ansatz sowie die Bewertung, die Identifizierung der jeweils bestimmbaren Dienstleistungen im Austausch für den übertragenen Vermögenswert, die Frage des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung und wie die Übertragung von Zahlungsmitteln durch Kunden bilanziert werden soll. Die Änderungen sind für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Amendment to IAS 32 "Classification of Rights Issues"

Am 8. Oktober 2009 hat der IASB eine Änderung an IAS 32 veröffentlicht, die am 23. Dezember 2009 in EU-Recht übernommen wurde. Diese betrifft die Bilanzierung beim Emittenten von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen in Fremdwährung auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten. Während nach den bisherigen Bilanzierungsvorschriften derartige Fälle als derivative Verbindlichkeiten zu klassifizieren waren, sind solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die bestehenden Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, jetzt als Eigenkapital zu klassifizieren. Die Währung des Ausübungspreises hat hierbei keine Bedeutung. Die Änderung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderung ist für den AdCapital-Konzern nicht relevant.

Improvements to IFRS durch das "Annual Improvements Project 2007-2009"

Am 16. April 2009 veröffentlichte der IASB die Annual Improvements 2007-2009, die die Änderung von zehn IFRS und zwei Interpretationen (IFRIC) vorsehen. Die Mehrheit der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich. Um einen Anpassungsaufwand zu vermeiden, enthalten die Annual Improvements 2007-2009 als Zusammenfassung neben den vorgeschlagenen Änderungen aus dem Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" (August 2008) auch Änderungen, welche bereits im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom Oktober 2007 sowie teilweise im Exposure Draft "ED 2009/01" (Januar 2009) behandelt wurden. Ausgenommen bzw. verschoben worden ist die Überarbeitung zweier Sachverhalte zu IAS 39, die noch im Entwurf vom August 2008 enthalten waren. Mögliche Auswirkungen durch entsprechende Umsetzung werden momentan durch den AdCapital-Konzern geprüft.

Amendments to IFRS 2 "Group Cash-settled Share-based Payment Transactions"

Die am 18. Juni 2009 veröffentlichten Änderungen, die eine Klarstellung der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern vorsehen, treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Eine rückwirkende Anwendung ist geboten, eine frühere Anwendung zulässig. Ansatzpunkt der Änderung war die Klarstellung, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren soll, wobei in diesem Rahmen das Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, aber das Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen diese Arbeitnehmer oder Lieferanten bezahlen muss. Es wurde klargestellt, dass ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, diese zu bilanzieren hat, unabhängig davon, welche Konzerneinheit für die Erfüllung der zugehörigen Verpflichtung zuständig ist oder ob diese in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Hierbei wird insbesondere herausgestellt, dass der Begriff "Konzern" in IFRS 2 synonym mit dem in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" ist (Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen). Durch Übernahme von Leitlinien aus IFRIC 8 und IFRIC 11 in den Anwendungsbereich des IFRS 2 wurden beide Interpretationen zurückgezogen. Eine Auswirkung für den AdCapital-Konzern wird noch geprüft.

IFRS 9 "Financial Instruments (Issued 12 November 2009)"

Der am 12. November 2009 veröffentlichte Standard ist der erste Teil des Vorhabens, den Standard IAS 39 zu ersetzen. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Regelungen zur Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind ausgeklammert. Die bisherigen Kategorien "loans and receivables", "held to maturity", "available for sale" und "at fair value through profit or loss" sollen durch die neuen Kategorien "fair value" und "at amortised cost" ersetzt werden. Eine Einstufung eines Finanzinstruments in die Kategorie "at amortised cost" richtet sich dabei sowohl nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens als auch nach den Produktmerkmalen des einzelnen Finanzinstruments. Eine Nichterfüllung der Kriterien führt zur erfolgswirksamen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert. Ausnahmsweise dürfen ausgewählte Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Jede Änderung im Zeitwert ist allerdings im sonstigen Gesamtergebnis einzufrieren und wird nicht mehr erfolgswirksam. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung im Jahr 2009 ist zulässig, allerdings bedarf es für Europa der Anerkennung in EU-Recht (Endorsement). Dieses ist bis auf Weiteres verschoben.

Amendment to IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement"

Die Änderung zu IFRIC 14 ist am 26. November 2009 veröffentlicht worden und betrifft den Fall, dass ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und zur Erfüllung dieser Verpflichtungen Beitragsvorauszahlungen leistet. Die Änderung erlaubt dann, diesen Vorteil aus der Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Sie tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, eine frühere Anwendung ist zulässig. Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein EU-Endorsement allerdings noch aus.

Revised IAS 24 "Related Party Disclosures"

Der IASB hat am 4. November 2009 den geänderten IAS 24 veröffentlicht. Die Änderungen erleichtern die Angabepflichten für Unternehmen unter staatlicher Kontrolle oder bedeutender staatlicher Einflussnahme. Waren bislang Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflusst werden, offenzulegen, werden nun nur die Angaben erforderlich, die für den Abschlussadressaten von Bedeutung sind. Eine Ausnahme zur Angabe von Geschäftsvorfällen besteht, sofern die Informationen nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden können oder wenig informativ für den Adressaten sind. Weiterhin wurde die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person verdeutlicht. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, eine frühere Anwendung ist zulässig. Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein EU-Endorsement noch aus.

IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments (Issued 26 November 2009)"

IFRIC 19 ist am 26. November 2009 veröffentlicht worden und erläutert die Anwendung der IFRS für den Fall, dass ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt (sog. "debt for equity swaps"). Es wird klargestellt, dass a) die Eigenkapitalinstrumente, die zur Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit an einen Gläubiger ausgegeben werden, Bestandteil des gezahlten Entgelts gem. IAS 39.41 sind, b) entsprechende Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind (ausnahmsweise zum beizulegenden Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit, sofern nicht verlässlich ermittelbar) und c) eine Differenz zwischen dem Buchwert der auszubuchenden Finanzverbindlichkeit und dem erstmaligen Ansatz der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zu erfassen ist. Die Interpretation tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, eine frühere Anwendung ist zulässig. Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein EU-Endorsement allerdings noch aus.

Der AdCapital-Konzern erwartet, dass die Anwendung der am Stichtag herausgegebenen, aber noch nicht in Kraft getretenen Standards in künftigen Perioden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen sowie Schätzungen durch das Management vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode ausgewirkt haben.

Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Auf Schätzungen basiert ferner die steuerliche Ergebnisplanung, auf die sich die Bildung aktiver latenter Steuern stützt, sofern diese die gebildeten passiven latenten Steuern überschreiten.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können sich in der Zukunft erhebliche Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden ergeben.

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung nachfolgend erläuterte Ermessensentscheidungen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten:

Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" und IAS 38 "Intangible Assets" werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Vermögenswerte jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen. Grundsätzlich wird von uns jede einzelne Beteiligung als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit abgegrenzt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts ("value in use") ermittelt. Das Berechnungsschema wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit grundsätzlich identisch angewendet. Die jeweilige Berechnung wird auf Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf einem von der Geschäftsführung der Beteiligung für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren aufgestellten Finanzplan basieren. Dabei werden angemessene Wachstumsraten zugrunde gelegt. Zur Ermittlung des Barwerts wird der Abzinsungsfaktor unter Zugrundelegung kapitalmarktorientierter Berechnungsmodelle ermittelt.

In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt ein eventuell vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen strategischen Geschäftseinheit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird proportional zu den Buchwerten auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf die Anhangsangabe "4.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen".

Ertragsteuern und aktive latente Steuern

Die Steuerrückstellungen werden auf Basis einer nach den Bestimmungen des deutschen Steuerrechts vorgenommenen Gewinnermittlung und der anwendbaren Steuersätze gebildet. Es gibt aber gleichwohl viele Geschäftsvorfälle, bei denen die endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben.

Daneben sind Schätzungen vorzunehmen, um bestimmen zu können, ob eine Wertberichtigung bei den aktiven latenten Steuern notwendig ist. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren. Für die Umkehr von Bewertungsunterschieden wird grundsätzlich von einem unbegrenzten Prognosezeitraum ausgegangen. Für den Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge wird ein Prognosezeitraum von drei Jahren berücksichtigt. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften und der Höhe und des Zeitpunkts künftiger zu versteuernder Einkünfte.

Beizulegender Zeitwert von nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten

Beteiligungen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass eine Wertminderung aufgetreten ist, ergibt sich der Betrag der Wertberichtigung als Differenz zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden in begrenztem Umfang entsprechend der gesondert dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rückstellungen

Bei der Ermittlung des Ansatzes von Rückstellungen sind Annahmen über die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses zu treffen. Diese Annahmen stellen die bestmögliche Einschätzung der dem Sachverhalt zugrunde liegenden Situation dar, unterliegen jedoch durch die notwendige Verwendung von Annahmen einer gewissen Unsicherheit. Bei der Bemessung der Rückstellungen sind ebenfalls Annahmen über die Höhe des möglichen Ressourcenabflusses zu treffen. Eine Änderung der Annahmen kann somit zu einer abweichenden Höhe der Rückstellung führen. Demnach ergeben sich durch die Verwendung von Annahmen auch hier gewisse Unsicherheiten.

Die Ermittlung des Barwerts von Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen ist maßgeblich abhängig von der Auswahl des Diskontierungszinssatzes und weiteren versicherungsmathematischen Annahmen, welche zum Ende eines jeden Geschäftsjahrs neu ermittelt werden. Der zugrunde liegende Diskontierungszinssatz ist dabei der Zinssatz von Industrieanleihen mit höchster Bonität, welche auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und welche laufzeitkongruent zu den Pensionsverpflichtungen sind. Änderungen dieser Zinssätze können zu wesentlichen Änderungen der Höhe der Pensionsverpflichtungen führen.

Rechtliche Risiken

Die operativen Beteiligungen des AdCapital-Konzerns mit ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Steuerrecht und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit abschließender Sicherheit vorausgesagt werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Nach Einschätzung des Vorstands sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten des Konzerns nicht zu erwarten.

Gesamtbeurteilung

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Jahr auszugehen ist.

2.5 Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernabschluss der Gruppe beinhaltet die AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, und die von ihr beherrschten Unternehmen. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt und es möglich ist, die Geschäfts- und Finanzpolitik eines Tochterunternehmens so zu bestimmen, dass der Konzern Vorteile aus dessen Tätigkeit ziehen kann. Fälle der Beherrschung ohne Stimmrechtsmehrheit (insbesondere Zweckgesellschaften) liegen nicht vor.

Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens (außer dem Geschäfts- oder Firmenwert) dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei neu erworbenen Unternehmen nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahrs erworbenen oder verkauften Unternehmen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich bedingter Verbindlichkeiten) werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt.

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der AdCapital AG 22 Gesellschaften (Vorjahr: 22), bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat (Control-Verhältnis). Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt einbezogen, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird.

Eine Auflistung der konsolidierten Unternehmen wird als separate Anlage zum Anhang erstellt und wird zur Einsichtnahme aufbewahrt. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden vier (Vorjahr: fünf) Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

2.6 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.1 Immaterielle Vermögenswerte

Allgemeines

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer - ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte - liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Gesondert erworbene immaterielle Vermögenswerte

Gesondert erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Der Abschreibungsaufwand wird linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende jedes Geschäftsjahrs überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswerts erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten solcher immateriellen Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - Forschungs- und Entwicklungskosten

Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit (oder aus der Entwicklungsphase eines internen Projekts) ergibt, wird dann - und nur dann - erfasst, wenn die folgenden Nachweise erbracht werden können:

Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts ist gegeben, damit er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
Es besteht die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
Die Art und Weise, wie der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, kann dargelegt werden.
Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, ist gegeben und
die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen ist vorhanden.

Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmals aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erfüllt. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden die Entwicklungskosten unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt dann, wenn die Entwicklungsphase beendet ist und der Vermögenswert genutzt werden kann. Aktivierte Entwicklungskosten werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Eine Wertminderung bzw. Wertaufholung der aktivierten Entwicklungskosten findet statt, sofern Anzeichen dafür bestehen, dass der Vermögenswert wertgemindert ist bzw. Wertminderungsaufwendungen früherer Jahre nicht mehr bestehen.

2.6.2 Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich direkt zurechenbarer Kosten abzüglich kumulierter planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Bei der Ausbuchung werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen sowie kumulierten Wertminderungsaufwendungen aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag oder sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde:

Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 bis 15 Jahre
Gebäude: 10 bis 50 Jahre

Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft und bei Bedarf angepasst. Eine Wertminderung bzw. Wertaufholung der Sachanlagen findet statt, sofern Anzeichen dafür bestehen, dass der Vermögenswert wertgemindert ist bzw. Wertminderungsaufwendungen früherer Jahre nicht mehr bestehen.

2.6.3 Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übergehen. Alle Leasingverhältnisse, die nicht als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert werden, sind Operating-Leasingverhältnisse.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Finanzierungsleasingverhältnisse führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands und zu einer Passivierung einer sonstigen Verbindlichkeit in gleicher Höhe zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Als Abzinsungssatz für die Ermittlung des Barwerts wird der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz, sofern er in praktikabler Weise ermittelt werden kann, zugrunde gelegt. Ist dies nicht der Fall, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz der AdCapital AG verwendet. Leasingzahlungen werden anhand der Effektivzinsmethode in Zinsaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Die Zinsaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Der aktivierte Leasinggegenstand wird über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Vertragslaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer abgeschrieben, es sei denn, dass der Übergang des Eigentums an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern hinreichend sicher ist. In diesem Fall erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

2.6.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Im Konzern werden Immobilien gehalten, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung dienen (IAS 40). Es handelt sich dabei ausschließlich um Immobilien, die ursprünglich für eigene operative Zwecke erworben bzw. errichtet wurden, mittlerweile aber nicht mehr selbst genutzt, sondern - sofern möglich - an Dritte vermietet werden.

Diese Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (IAS 40.75 (a)) einschließlich Nebenkosten angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Immobilie einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der laufenden Instandhaltung der Immobilien. Die Folgebewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell gemäß IAS 16 mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen zur Abbildung eines eventuell niedrigeren beizulegenden Zeitwerts.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden können und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus ihrem Abgang mehr erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder dem Abgang einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden erfolgswirksam im Jahr der Stilllegung oder Veräußerung erfasst.

2.6.5 Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert ("fair value less cost to sell") und Nutzungswert ("value in use"). Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall erfolgt die Überprüfung auf Wertminderung auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderung

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswerts (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswerts (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Wertminderungsaufwendungen werden erfolgswirksam in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts im Unternehmen entsprechen. Dies gilt nicht für zuvor neu bewertete Vermögenswerte, sofern die Wertsteigerungen aus der Neubewertung im Eigenkapital erfasst wurden. In diesem Fall wird die Wertminderung bis zur Höhe des Betrags aus einer vorangegangenen Neubewertung im Eigenkapital erfasst.

Wertaufholung

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, der Vermögenswert wird nach der Neubewertungsmethode bilanziert. In diesem Fall wird die Wertaufholung als Wertsteigerung aus der Neubewertung behandelt.

2.6.6 Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft oder wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Werthaltigkeit zum Ende des Geschäftsjahrs vor.

Im AdCapital-Konzern bilden jeweils die einzelnen Beteiligungen eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts ("value in use") ermittelt. Das Berechnungsschema wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit weitgehend identisch angewendet. Die jeweilige Berechnung wird auf Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf einem von der Geschäftsführung der Beteiligung für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren aufgestellten Finanzplan basieren. Die Abzinsungsfaktoren bewegen sich in einer engen Bandbreite und werden möglichst konstant gehalten.

2.6.7 Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs, an dem die Vertragsbedingungen die Lieferung innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen.

Die finanziellen Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Nicht an einem aktiven Markt notierte Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene und zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen werden vom Konzern am Bilanzstichtag nicht gehalten.

Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahrs vorgenommen.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Zeitwert, eventuell zuzüglich der Transaktionskosten, angesetzt.

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte orientiert sich an der Einstufung in die vorgenannten Kategorien.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert entweder zu Handelszwecken gehalten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wird.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden. Jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, zu dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Kredite und Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.

Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende Werterhöhung (bzw. Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, als sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch behält und weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurückbehält, hat der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung zu erfassen.

2.6.8 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie hauptsächlich mit der Absicht eingegangen wurde, kurzfristig zurückgekauft zu werden, oder sie Teil eines Portfolios eindeutig identifizierbarer und vom Konzern gemeinsam gesteuerter Finanzinstrumente ist, für das in der jüngeren Vergangenheit Hinweise auf kurzfristige Gewinnmitnahmen bestehen, oder sie ein Derivat ist, welches nicht als Sicherungsinstrument designiert und effektiv ist.

Gewinne oder Verluste aus der Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verpflichtung des Konzerns erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substantiell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

2.6.9 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Kosten des Erwerbs. Skonti, Rabatte und andere vergleichbare Beträge werden bei der Ermittlung der Kosten des Erwerbs abgezogen. Als Zuordnungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewendet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.

Im Konzern ergeben sich kundenspezifische Fertigungsaufträge aus stichtagsübergreifenden Projekt- und Installationsleistungen, für die eine anteilige Gewinnrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrads im Rahmen dieser PoC-Methode erfolgt grundsätzlich auf Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten (Cost-to-Cost-Methode).

Die PoC-Methode basiert auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen, nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden.

2.6.10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die in der Bilanz abgebildeten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

2.6.11 Rücklagen

Rücklagen werden nach den gesetzlichen Bestimmungen bzw. der Satzung gebildet.

2.6.12 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Konzern unterhält eine betriebliche Altersversorgung für bestimmte aktive sowie für ausgeschiedene Mitglieder des Managements mit unterschiedlichen Versorgungsplänen. Dies beinhaltet sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pläne.

Beitragsorientierte Pläne sind Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bei denen das Unternehmen festgelegte Beiträge an eine eigenständige Einheit (einen Fonds oder eine Versicherung) entrichtet und weder rechtlich noch faktisch zur Zahlung darüber hinausgehender Beiträge verpflichtet ist, wenn die eigenständige Einheit nicht über ausreichende Vermögenswerte verfügt, um alle Leistungen in Bezug auf Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer in der Berichtsperiode und früheren Perioden zu erbringen. Zahlungen aus einem beitragsorientierten Versorgungsplan werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und innerhalb der Personalaufwendungen ausgewiesen.

Ein leistungsorientierter Plan ist ein Plan, der kein beitragsorientierter Plan ist. Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet, das unterstellt, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs erdient wird. Jeder dieser Leistungsbausteine wird separat bewertet, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Bei der Bewertung werden Tendenzannahmen (z. B. Gehaltsentwicklungen) für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die Verpflichtung wird in der Bilanz als Rückstellung ausgewiesen.

Die bei der Bewertung der leistungsorientierten Zusage entstehenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste einer Berichtsperiode werden entsprechend dem Wahlrecht in IAS 19.93 sofort erfolgswirksam innerhalb des Periodenergebnisses erfasst. Sofern Pensionsverpflichtungen bei Versicherungsunternehmen rückgedeckt sind, werden diese Rückdeckungsansprüche bei Vorliegen der Kriterien von IAS 19 als Planvermögen ("plan asset") mit den Rückstellungen saldiert ausgewiesen.

2.6.13 Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die denkbare Leistung unter Berücksichtung der der Verpflichtung zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Wenn eine Rückstellung mit Hilfe der geschätzten Cashflows für die Erfüllung der Verpflichtung bewertet wird, ist der Buchwert der Rückstellung der Barwert dieser Cashflows.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Der für die Erstattung angesetzte Betrag darf die Höhe der Rückstellung nicht übersteigen. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Fall einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendung erfasst.

Belastende Verträge

Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, sind als Rückstellung zu erfassen und zu bewerten. Das Bestehen eines belastenden Vertrags wird angenommen, wenn der Konzern einen Vertrag hat, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Aufwendungen zur Erfüllung des Vertrags den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden.

Gewährleistungen

Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt.

2.6.14 Besteuerung

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Eintretens des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Eintretens des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Laufende und latente Steuern der Periode

Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital zu erfassen. Daneben findet auch keine aufwandswirksame Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses wird der Steuereffekt bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts oder bei der Bestimmung des Überschusses des Anteils des Erwerbers am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens über die Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses berücksichtigt.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden in der Regel nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:

Wenn beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die entrichtete Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzernbilanz unter Forderungen bzw. Schulden erfasst.

2.6.15 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zins-Swaps, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Devisenterminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zins-Swap-Kontrakten wird unter Bezugnahme auf die Marktwerte ähnlicher Instrumente ermittelt.

Die vom Konzern gehaltenen derivativen Finanzinstrumente sind zum Großteil marktgängige Papiere, die über einen am Markt beobachtbaren Preis verfügen. Dieser feststellbare Preis repräsentiert den beizulegenden Zeitwert.

Im Berichtsjahr wurden Devisenterminkontrakte abgeschlossen, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, da die Umsatzerlöse des Konzerns überwiegend in der Eurozone erzielt werden.

Die Voraussetzungen des Hedge-Accounting waren im Geschäftsjahr 2009 nicht erfüllt.

2.6.16 Eventualschulden

Als Eventualschulden werden im Anhang Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil

der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder
die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt.

2.6.17 Ertragsrealisierung

Erträge werden dann realisiert, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass wirtschaftliche Vorteile aus den Geschäftsvorfällen dem Unternehmen zufließen und die Höhe des Ertrags zuverlässig feststeht. Die Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Kundenrückgaben, Rabatte und andere ähnliche Abzüge gekürzt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und der Erzeugnisse ein. Für die wesentlichen stichtagsübergreifenden Projekte erfolgt gemäß IAS 11 eine anteilige Umsatz- sowie Ergebnisrealisierung nach der PoC-Methode. Die gemäß dieser Methode erfassten PoC-Umsätze entsprechen den Herstellungskosten des Auftrags zuzüglich eines anteiligen Gewinns analog dem zum Bilanzstichtag erzielten Fertigstellungsgrad. Anteilige Gewinne aus der PoC-Methode werden nur für solche Projekte realisiert, deren Ergebnis verlässlich ermittelt werden kann.

Erbringung von Dienstleistungen

Dienstleistungserlöse werden realisiert in Abhängigkeit vom Stadium der Leistungserbringung, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit feststehen. Das Stadium der Leistungserbringung wird durch Arbeitsnachweise festgestellt. Kann das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden, werden Erträge nur in Höhe der angefallenen, erstattungsfähigen Aufwendungen erfasst.

Dividenden- und Zinserträge

Dividendenerträge werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Anteilseigners auf Zahlung entstanden ist.

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

2.6.18 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 23 aktiviert. Aufgrund der geringen Fremdverschuldung des Konzerns ist am Bilanzstichtag die Aktivierung von Fremdkapitalkosten von untergeordneter Bedeutung.

2.6.19 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance" nur erfasst, sofern mit angemessener Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Erhaltene Investitionszuwendungen werden nicht von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bezuschussten Investitionen abgesetzt, sondern als Passivposten gezeigt und über die Gewährungszeit ertragswirksam aufgelöst. Personalkostenzuschüsse werden in der Periode aufwandsmindernd erfasst, in der sie ausgezahlt werden.

2.6.20 Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates" in Euro.

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen, die Erträge und das Ergebnis werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in einer Rücklage für Währungsumrechnungen innerhalb des Eigenkapitals berücksichtigt.

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Sämtliche monetären Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als sonstiger betrieblicher Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Es werden folgende Umrechnungskurse zur Konzernwährung Euro angewendet:

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Währung Durchschnittskurs

2009
Kurs zum

31. Dez. 2009
Durchschnittskurs

2008
Kurs zum

31. Dez. 2008
Hongkong-Dollar (HKD) 10,8061 11,1709 11,45310 10,83230
Tschechische Krone (CZK) 26,4337 26,465 24,91840 26,58500
Türkische Lira (TRY) 2,16307 2,1603 1,909000 2,140800
US-Dollar (USD) 1,3948 1,4406 1,470900 1,397700
Yuan (chinesischer Renminbi) (CNY) 9,52793 9,835 10,22710 9,60900

3 Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im Laufe des Geschäftsjahrs 2009 ergab sich durch den Verkauf der Beteiligung an der Kupferberg Kabel GmbH nur eine geringe Änderung in der Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind auch die Erstkonsolidierungen der Jaeger France SARL und der Erich Jaeger Otomotiv Istanbul Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti. Auf eine vergleichende Darstellung wird daher verzichtet.

4 Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Es wird auf die Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang verwiesen. Die auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entfallenden Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der entsprechenden Postenbezeichnung ausgewiesen.

Im Rahmen von Impairment-Tests wurden weiterhin die Buchwerte überprüft. Zum Bilanzstichtag bestehen keine objektiven Hinweise, die auf eine wesentliche Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen hindeuten.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich im Rahmen eines Wertminderungstests im Sinne des IAS 36 auf Werthaltigkeit überprüft.

Hierfür werden die Geschäfts- und Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Beteiligungen) zugeordnet. Für Wertminderungsprüfungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Die Geschäftsführung der jeweiligen Beteiligung erstellt für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren einen Finanzplan, dessen prognostizierte Cashflows als Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts ("value in use") der Beteiligung dienen. Prognosezeitraum für die Berechnungen im Jahr 2009 sind die Geschäftsjahre 2010 bis 2014. Es wurden Wachstumsraten des Cashflows von 0,5 % zur Ermittlung des Terminal Value zugrunde gelegt. Als Abzinsungsfaktoren kommen Werte zwischen 7,93 und 14,02 % zur Anwendung. Allgemeine Annahmen zur künftigen Geschäftsentwicklung, welche die Parameter der Finanzplanung beeinflussen, sind im Lagebericht dargestellt.

Im Rahmen der Wertminderungsprüfungen ergab sich kein Wertminderungsbedarf für Geschäfts- und Firmenwerte aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte zeigen folgende Entwicklung:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
DPS Engineering GmbH 7.404 7.404
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH 3.562 3.562
Erich Jaeger-Gruppe 2.119 2.119
13.085 13.085

Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen werden unter entsprechender Postenbezeichnung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

4.2 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.692 3.825

Der Konzern hält als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40), die entsprechend dem Anschaffungskostenmodell ("cost model") zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen sowie Wertminderungen gemäß IAS 36 bewertet werden. Auf die entsprechenden Angaben im Konzernanlagenspiegel wird verwiesen. Die Immobilien werden linear über eine Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren abgeschrieben. Für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ergaben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlich von den fortgeführten Anschaffungskosten abweichenden Marktwerte.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erbrachten für den Konzern folgenden Ergebnisbeitrag:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Mieteinnahmen - sonstige betriebliche Erträge 487 513
Planmäßige Abschreibungen - Abschreibungen -133 -137
Sonstige betriebliche Aufwendungen -244 -273
110 103

Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oder der Überweisung von Erträgen und Veräußerungserlösen bestehen nicht. Es bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln. Ebenso sind keine Vereinbarungen über Reparaturen, Instandhaltung oder Verbesserungen getroffen worden, die über die notwendige laufende Instandhaltung der Immobilien hinausgehen.

4.3 Finanzanlagen

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Unternehmensbeteiligungen (Minderheiten) 398 451
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 48
Ausleihungen (Darlehensforderungen, langfristig) 4.663 4.818
Finanzanlagen 5.061 5.317

Die Bewertung der Unternehmensbeteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen, da für diese kein aktiver Markt besteht. Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Langfristige Darlehensforderungen bestehen im Wesentlichen in Höhe von 3.977 TEUR aus einem im Rahmen einer Anteilsveräußerung gewährten Verkäuferdarlehen. Das Darlehen wird planmäßig getilgt. Die Zinserträge im Berichtsjahr betrugen 260 TEUR (Nominalzins 6,40 %), die Restlaufzeit beläuft sich auf zwölf Jahre.

4.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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31. Dez. 2009

kurzfristig
31. Dez. 2009

langfristig
31. Dez. 2008

kurzfristig
31. Dez. 2008

langfristig
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.408 966 3.017 5.949
2.408 966 3.017 5.949

Ein im Jahr 2008 ausgereichtes Mezzanine-Darlehen wurde wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Schuldners vollständig wertberichtigt. Die im Finanzergebnis ausgewiesene Wertminderung beträgt 4.383 TEUR.

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte teilen sich wie folgt auf:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Rechnungsabgrenzungsposten 1.088 998
Steuererstattungsansprüche sonstige Steuern 786 827
Sonstige 534 1.192
2.408 3.017

4.5 Vorräte

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, brutto 11.059 13.384
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.533 6.614
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.837 14.905
Wertminderungen -4.943 -2.290
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 41 85
22.527 32.698

Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 2.653 TEUR erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst (Vorjahr: 1.026 TEUR). Der höhere Wertberichtigungsaufwand ist insbesondere auf zurückgehende Umsätze und dadurch verlängerte Lagerreichweiten zurückzuführen.

Die Realisierung von Vorräten in Höhe von ca. 1.955 TEUR (Vorjahr: 1.902 TEUR) wird erwartungsgemäß länger als zwölf Monate dauern.

4.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Percentage of Completion (PoC) (angefallene Auftragskosten zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) 432 174
Abzüglich Zahlungen gemäß Teilabrechnungen 0 0
432 174
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 14.864 15.287
Wertminderungen -1.439 -249
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 13.425 15.038
13.857 15.212

Kunden wird üblicherweise ein Zahlungsziel von 60 Tagen gewährt. Für die ersten 60 Tage, beginnend mit dem Rechnungsdatum, werden keine Zinsen berechnet, anschließend werden, konditionsabhängig, Zinsen im einstelligen Prozentbereich auf den ausstehenden Betrag erhoben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 360 Tage sind, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 360 Tage sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Bei Forderungen, die 180 bis 360 Tage überfällig sind, erfolgt ein 50 %iger Abschlag. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 90 Tage, aber noch weniger als 180 Tage ausstehend sind, werden zu 25 % wertberichtigt. Darüber hinaus werden fristenunabhängig Einzelwertberichtigungen vorgenommen, sofern ein konkretes Ausfallrisiko bekannt wird (Vergleich, Insolvenz).

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch entsprechende Einzelwertberichtigungen sowie bei nicht mit Einzelrisiken behafteten Forderungen durch Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen. Konkret sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Bilanzstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.439 TEUR (Vorjahr: 249 TEUR) enthalten.

Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Stand 1. Januar 249 199
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
Wertminderung von Forderungen 1.430 160
Aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge 0 0
Wertaufholungen -240 -129
Aufzinsung 0 19
Stand 31. Dezember 1.439 249

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen bestehen.

Die Analyse der Forderungsfälligkeiten zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

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Weder

überfällig

noch

wertgemindert

TEUR
Überfällig, aber nicht wertgemindert Überfällig,

aber nicht

wertgemindert

> 120 Tage

TEUR
Buchwert

TEUR
< 30 Tage

TEUR
30-60 Tage

TEUR
60-90 Tage

TEUR
90-120 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
2009 13.857 11.415 1.693 357 121 252 19
2008 15.160 11.549 2.012 774 327 166 194

Wertgeminderte Forderungen zeigen folgende Altersstruktur:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
60 bis 90 Tage 257 0
90 bis 120 Tage 229 85
Mehr als 120 Tage 952 302
Stand 31. Dezember 1.439 387

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Bei den Forderungen aus PoC, abzüglich aufgrund von Teilrechnungen erhaltener Zahlungen, werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Zahlungen übersteigen. Übersteigen die erhaltenen Zahlungen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen, so erfolgt ein Ausweis als Verbindlichkeit. Im Berichtsjahr ergab sich ausschließlich ein aktivischer Ausweis.

Für die aus langfristigen Fertigungsaufträgen im Berichtsjahr realisierten Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Ausführungen unter 5.1.

Für am Bilanzstichtag laufende Projekte sind bis dato Kosten in Höhe von 308 TEUR (Vorjahr: 147 TEUR) angefallen. Diesbezügliche PoC-Gewinne beliefen sich auf 124 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR).

4.7 Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 3.675 3.882

Die Steuerforderungen resultieren vorwiegend aus Wertpapieranlagen und den sich daraus ergebenden Kapitalertragsteuerpositionen.

4.8 Wertpapiere und Zahlungsmittel

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Wertpapiere 77.231 59.413
Zahlungsmittel 31.339 17.975
108.570 77.388

Zahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Festgeldanlagen. Der so definierte Bestand an Zahlungsmitteln ist identisch mit dem Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen und Festgeldanlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen beträgt 31.339 TEUR (Vorjahr: 17.975 TEUR).

Die Wertpapiere werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte gehalten. Die ergebniswirksame Veränderung der Wertpapiere wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Wertpapiere umfassen Aktien, Unternehmensanleihen, Aktienanleihen, Investmentzertifikate (insbesondere auf Aktien und Aktienindizes), Geldmarktpapiere sowie verbriefte Aktienoptionen.

Der Anstieg des Wertpapierbestands resultiert v. a. aus Wertaufholungen.

4.9 Eigenkapital

Die Entwicklung der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklagen und des Konzernbilanzgewinns/-verlusts ist in der Veränderung des Eigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der AdCapital AG zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf 45.000 TEUR. Es ist zum Stichtag in 14.000.000 (Vorjahr: 15.000.000) nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag), die auf den Inhaber lauten, eingeteilt. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,21 EUR (Vorjahr: 3,00 EUR).

Im Umlauf befindliche Aktien

Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt weitere 488.236 eigene Aktien erworben.

Im April 2009 wurden 1.000.000 Aktien eingezogen. Entsprechend reduzierte sich die Zahl der Aktien auf 14.000.000 Stückaktien.

Nach Abzug der 371.116 Aktien, die zum Stichtag durch die AdCapital AG gehalten werden, befanden sich noch 13.628.884 Aktien im Umlauf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. Juni 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 11.500 TEUR gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital setzt sich aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG sowie den erwirtschafteten Ergebnissen der einbezogenen Gesellschaften, den Effekten aus der Kapitalkonsolidierung sowie sonstigen Konsolidierungsmaßnahmen zusammen. Der Konzern hält zum 31. Dezember 2009 371.116 Stück (Vorjahr: 882.880 Stück) eigene Anteile. Die Anschaffungskosten bzw. Buchwerte dieser Anteile in Höhe von 2.269 TEUR (Vorjahr: 7.172 TEUR) wurden mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.

Unterschiedsbetrag aus der Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, China und Hongkong ergeben.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter beinhalten Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital aus der Kapitalkonsolidierung sowie die ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. Der Konzernabschluss enthält fünf (Vorjahr: fünf) Gesellschaften, an denen Minderheitsgesellschafter beteiligt sind.

Kapitalsteuerung

Das vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung der AdCapital AG ist es, den Konzern sowie sämtliche Tochtergesellschaften mit ausreichenden eigenen Kapitalmitteln auszustatten, die zur Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie notwendiger Investitionen erforderlich sind. Wir legen darüber hinaus besonderen Wert auf eine hohe Bankenunabhängigkeit. Wir steuern die Kapitalstruktur bevorzugt dezentral auf Ebene der einzelnen operativen Tochtergesellschaften bzw. Geschäftseinheiten. Dabei wird die Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Sofern erforderlich, insbesondere bei umfangreicheren Investitionen, erfolgt eine Unterstützung der Kapitalstruktur des jeweiligen Tochterunternehmens durch Kapitalmaßnahmen der AdCapital AG. Die Entscheidung über Gewinnausschüttungen oder Kapitalmaßnahmen erfolgt dabei immer in Absprache mit dem Management der betroffenen Konzerngesellschaft. Das Kapitalmanagement der einzelnen Konzerngesellschaften wird von uns grundsätzlich durch ein regelmäßiges monatliches Reporting überwacht. Als Steuerungsinstrumente dienen u. a. der ROCE ("Return on Capital Employed") und der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis zwischen Nettofinanzschulden und Eigenkapital. Die Kapitalsteuerung auf Konzernebene erfolgt ebenfalls monatlich auf Basis des Verschuldungsgrads bzw. der Gearing-Ratio.

Entwicklung der Gearing-Ratio/Verschuldungsrate:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Langfristige Schulden 17.458 20.604
Kurzfristige Schulden 28.461 24.817
Schulden, gesamt 45.919 45.421
Eigenkapital 166.428 157.661
Gearing-Ratio in % 27,6 28,8

4.10 Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die langfristigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.100 1.926
Drohverluste aus laufenden Verträgen 1.873 1.972
Altersteilzeit und Jubiläumsgeld Mitarbeiter 180 269
Gewährleistungen 98 83
Sonstige 8 7
4.259 4.257

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag (Laufzeit bis 2022) eines ehemaligen Beteiligungsunternehmens bestehen Verpflichtungen in Höhe von nominal 5.431 TEUR (Vorjahr: 5.865 TEUR). Davon werden zum Abschlussstichtag 1.873 TEUR (Vorjahr: 1.972 TEUR) nach Abzinsung mit 6 % p.a. als Drohverlustrisiko abgegrenzt und unter "langfristige Rückstellungen" bilanziert, da insoweit mit einer über 50 %igen Eintrittswahrscheinlichkeit gerechnet wird. Für den Restbetrag ist eine Inanspruchnahme nach unserer Einschätzung eher unwahrscheinlich.

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Kundenboni 168 283
Garantien 331 663
Abgrenzungen Urlaub Mitarbeiter 0 48
Rückstellungen für drohende Verluste 33 450
Rechts- und Beratungskosten / - Archivierung 735 72
Provisionen Mitarbeiter 154 301
Leerstandsmieten 19 89
Sonstige Rückstellungen 812 754
2.252 2.660

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen den unverfallbaren Anspruch eines ehemaligen Vorstandsmitglieds der Gesellschaft sowie unverfallbare Ansprüche von Geschäftsführern und Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen diverser Konzerngesellschaften aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Die Pensionspläne sind stark individualisiert und folgen keinem expliziten Grundschema. Sie bestehen nur bei inländischen Beteiligungen. Leistungsorientierte Pläne werden unter Verwendung der Methode der laufenden Einmalprämien festgestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ertragswirksam berücksichtigt.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2009 die "Heubeck-Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Der bei den Gesellschaften des Konzerns aufgrund von leistungsorientierten Pensionsplänen ausgewiesene Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Berichtsjahrs 4.100 4.362
Dienstzeitaufwand 29 33
Zinsaufwand 241 225
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 105 -361
Pensionszahlungen -169 -160
Anwartschaftsbarwert am Ende des Berichtsjahrs 4.306 4.100
Saldierung der Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen -2.206 -2.174
Bilanzausweis 2.100 1.926

Der Pensionsaufwand umfasst:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 29 33
Zinsaufwand 241 225
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 80 -408
Erwartete Erträge aus Planvermögen -75 -70
Pensionsaufwand, gesamt 275 -220

Der Pensionsaufwand wird im Personalaufwand unter "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" ausgewiesen.

Das mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Planvermögen und die Erträge aus diesem sind ausschließlich für Pensionszahlungen vorgesehen. Es besteht im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen und hat sich wie folgt entwickelt:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1. Januar 2.174 2.121
Erwartete Erträge aus Planvermögen 75 70
Laufende Beiträge durch den Arbeitgeber 15 18
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) 25 47
Zahlungen -83 -82
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31. Dezember 2.206 2.174

Die Beträge der laufenden und der vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
31. Dez. 2007

TEUR
31. Dez. 2006

TEUR
Anwartschaftsbarwert 4.306 4.100 4.362 6.168
Fondsvermögen zum Zeitwert 2.206 -2.174 -2.121 -1.358
Uberdeckung (-) / Unterdeckung (+) 2.100 1.926 2.241 4.810
Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf beim Anwartschaftsbarwert 105 -361 n/a n/a
Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf beim Planvermögen 25 47 n/a n/a

Die grundlegenden versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Festlegung der Verpflichtungen herangezogen werden, waren wie folgt:

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31. Dez. 2009 31. Dez. 2008
Abzinsungssatz 5,80 % 6,00 %
Künftige Gehaltssteigerungen 2,50 % 2,50 %
Künftige Rentensteigerungen 1,00 % 1,00 %
Erwartete Erträge aus Planvermögen 3,50 % 3,50 %

Altersteilzeit

Der Konzern hat ferner für Altersteilzeitansprüche von Mitarbeitern Rückstellungen in Höhe von 180 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR) gebildet. Für diese bestehen Rückdeckungsansprüche in Form eines "Altersteilzeit-Mobilfonds". Es wird von einer wahrscheinlichen Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch fünf berechtigte Personen (Vorjahr: fünf) ausgegangen. Diese Ansprüche unterlagen folgender Entwicklung:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Anwartschaftsbarwert 173 196
Fondsvermögen zum Zeitwert 7 -16
Uberdeckung (-) / Unterdeckung (+) 180 180

Rückstellungsspiegel

Die Rückstellungen (lang- und kurzfristig) und abgegrenzten Schulden entwickelten sich wie folgt:

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Stand

1. Jan. 2009

TEUR
Inanspruch-

nahme

TEUR
Auflösung/

Abgang

TEUR
Konsolidierungs-

kreis-

änderungen

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand

31. Dez. 2009

TEUR
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.926 -98 0 0 272 2.100
Drohverluste aus laufenden Verträgen 1.972 0 -99 0 0 1.873
Altersteilzeit und Jubiläumsgeld Mitarbeiter 269 -122 0 0 33 180
Gewährleistungen 83 -19 0 0 34 98
Sonstige Rückstellungen 7 -2 0 0 3 8
Langfristige Rückstellungen 4.257 -241 -99 0 342 4.259
Garantien 663 -172 -284 0 124 331
Drohverluste 450 -408 -13 0 4 33
Rechts- und Beratungskosten 72 -59 -13 0 735 735
Sonstige Rückstellungen 1.475 -1.083 -204 0 965 1.153
Kurzfristige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 2.660 -1.722 -514 0 1.828 2.252
6.917 -1.963 -613 0 2.170 6.511

4.11 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten entfallen auf nachstehende Sachverhalte:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Darlehen von Kreditinstituten, langfristig 4.599 4.924
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease, langfristig 6.731 6.971
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
Sonstige 772 986
Verbindlichkeiten, langfristig 12.102 12.881
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 303 748
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.299 7.767
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease, kurzfristig 268 299
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristig 5.870 8.814
Steuerschulden aus Ertragsteuern 2.013 1.476
Darlehen von Kreditinstituten, kurzfristig 983 675
Kontokorrentkredite von Kreditinstituten 807 1.654
Sonstige Verbindlichkeiten 16.536 9.538
Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig 18.326 11.867
38.311 35.038

Zum 31. Dezember 2009 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 11.570 TEUR (Vorjahr: 13.629 TEUR).

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

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Gesamtbetrag

TEUR
Bis 1 Jahr

TEUR
1 Jahr bis 5 Jahre

TEUR
Über 5 Jahre

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.389 1.790 4.234 365
Vorjahr 7.253 2.329 4.235 689
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.999 268 1.185 5.546
Vorjahr 7.269 299 1.181 5.789
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 303 303 0 0
Vorjahr 748 748 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.299 5.299 0 0
Vorjahr 7.767 7.767 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 19.321 18.549 503 269
Vorjahr 12.001 11.016 985 0
31. Dez. 2009 38.311 26.209 5.922 6.180
Vorjahr 35.038 22.159 6.401 6.478

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 19.321 TEUR (Vorjahr: 12.001 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.013 TEUR (Vorjahr: 1.476 TEUR), abgefundene Pensionsansprüche in Höhe von 538 TEUR (Vorjahr: 806 TEUR), Personalverbindlichkeiten in Höhe von 5.984 TEUR (Vorjahr: 3.747 TEUR), Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.078 TEUR (Vorjahr: 1.356 TEUR) sowie andere kurzfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.690 TEUR (Vorjahr: 1.483 TEUR).

Verbindlichkeiten in Höhe von 7.445 TEUR (Vorjahr: 7.569 TEUR) waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentkredite mit Zinssätzen zwischen 4,08 und 7,85 %. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen, Zinsschulden werden in der Regel quartalsweise beglichen. Wesentliche Abweichungen zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert ergeben sich nicht.

Weitere Konditionen der oben aufgeführten finanziellen Schulden:

Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 60 Tagen. Sonstige Schulden sind nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Fälligkeit von sechs Monaten.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und entwickelten sich wie folgt:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Stand zum 1. Jan. 158 0
Gewährte Zuwendungen Berichtsjahr 7 173
Realisierung (Ausweis unter "sonstige betriebliche Erträge") 38 15
Stand zum 31. Dez. 127 158

4.12 Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen

Aus einem Immobilienleasingvertrag sowie Maschinenleasingverträgen sind uns nach IAS 17 Leasinggegenstände wirtschaftlich zuzuordnen. Die Immobilie ist bis zum Jahr 2024 geleast. Zu verschiedenen Zeitpunkten ist ein Erwerb der Immobilie gegen Zahlung des Barwerts der ausstehenden Leasingraten möglich. Der Abzinsungssatz beträgt 4,0 % (Vorjahr: 6,25 %). Die jährlichen Leasingraten betragen derzeit 647 TEUR. Die kumulierten, nicht abgezinsten Verpflichtungen aus diesem Leasingvertrag betragen zum Bilanzstichtag 9.094 TEUR. Die Maschinen wurden 2008 angeschafft und bis 2014 geleast. Der Abzinsungssatz beläuft sich auf 5,99 %. Die jährlichen Leasingraten betragen 69 TEUR. Der Nominalwert der Verpflichtung beträgt am 31. Dezember 2009 344 TEUR.

In Summe ergeben sich folgende Zurechnungen:

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Gebäude

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Anschaffungskosten Stand 1. Jan. 2009 7.837 338
Veränderungen 2009 0 0
Stand 31. Dez. 2009 7.837 338
Abschreibungen Stand 1. Jan. 2009 1.740 25
Abschreibungen 2009 232 34
Stand 31. Dez. 2009 1.972 59
Buchwert zum 31. Dez. 2009 5.865 279

Die Überleitung der künftigen Mindestleasingverpflichtungen des Konzerns bezüglich der wesentlichen Leasingverträge auf deren Barwert aus den Finanzierungsleasingverhältnissen wird aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

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2009 Nominalwert

TEUR
Abzinsungsbetrag

TEUR
Barwert

TEUR
Gebäude 647 458 189
Technische Anlagen und Maschinen 69 18 51
Restlaufzeit bis 1 Jahr 716 476 240
Gebäude 2.592 1.704 888
Technische Anlagen und Maschinen 275 37 238
Restlaufzeit 1-5 Jahre 2.867 1.741 1.126
Gebäude 5.855 309 5.546
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 0
Restlaufzeit über 5 Jahre 5.855 309 5.546
Gesamt 9.438 2.526 6.912

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2008 Nominalwert

TEUR
Abzinsungsbetrag

TEUR
Barwert

TEUR
Gebäude 647 469 178
Technische Anlagen und Maschinen 69 21 48
Restlaufzeit bis 1 Jahr 716 490 226
Gebäude 2.590 1.757 833
Technische Anlagen und Maschinen 274 49 225
Restlaufzeit 1-5 Jahre 2.864 1.806 1.058
Gebäude 6.504 715 5.789
Technische Anlagen und Maschinen 69 4 65
Restlaufzeit über 5 Jahre 6.573 719 5.854
Gesamt 10.153 3.015 7.138

5 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 101.969 137.380
Erlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen (PoC) 432 174
Erlöse aus dem Erbringen von Dienstleistungen 16.506 16.246
118.907 153.800

Die Erlöse aus Fertigungsaufträgen (PoC) setzen sich zusammen aus:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Angefallene Auftragskosten 308 147
Realisierte Gewinne 124 27
Verrechnete Verluste 0 0
Auftragserlöse 432 174

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Segmenten wird aus der Segmentberichterstattung unter Punkt 10 ersichtlich.

5.2 Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Jahr 2009 wurde ausschließlich nicht auftragsbezogene Produktentwicklung betrieben, die die Voraussetzungen des IAS 38.57 nicht erfüllt. Die angefallenen Entwicklungskosten der Projekte in Höhe von 1.454 TEUR (Vorjahr: 6.029 TEUR) sind als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst worden.

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

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2009

TEUR
2008

TEUR
Erträge aus Währungsdifferenzen 1.724 2.638
Erträge aus Mezzanine-Finanzierungen 1.190 926
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 613 875
Grundstücks- und Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 487 513
Grundstücks- und Mieterträge aus sonstigen Immobilien 71 75
Zuwendungen der öffentlichen Hand 7 15
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen 240 129
Erträge aus Abgängen von Sachanlagen 92 47
Erträge aus Weiterbelastungen an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen 382 382
Übrige 1.328 1.697
6.134 7.297

5.4 Materialaufwand

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2009

TEUR
2008

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -44.052 -70.179
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.176 -2.768
-45.228 -72.947

5.5 Personalaufwand

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2009

TEUR
2008

TEUR
Löhne und Gehälter -39.610 -38.965
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -7.005 -7.076
-46.615 -46.041

Insbesondere infolge der Restrukturierung von Geschäftseinheiten fiel erhöhter Abfindungsaufwand von -2.996 TEUR (Vorjahr: -164 TEUR) an.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten u. a. Aufwendungen für Versorgungsansprüche in Höhe von -275 TEUR (Vorjahr: 220 TEUR), da die IFRS-Bewertung der Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr zu Aufwendungen (Vorjahr: zu Erträgen) führte, sowie die landesüblichen Aufwendungen zur staatlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer. Zudem bestehen für Mitarbeiter des Konzerns, auf eigene Kosten, diverse private Zusatzabsicherungen für die Altersversorgung. Diese Beiträge umfassen v. a. Gehaltsumwandlungen der einzelnen Mitarbeiter. Es entsteht hieraus kein materieller Aufwand für den Konzern.

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

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2009 2008
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.037 1.210
Angestellte 433 476
1.470 1.686

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 belief sich die Beschäftigtenzahl auf 1.316 Personen (Vorjahr: 1.558). Davon waren 618 Mitarbeiter in Deutschland tätig, 374 in sonstigen Mitgliedsländern der Europäischen Union sowie 324 in anderen Nationen, insbesondere in der VR China.

5.6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

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2009

TEUR
2008

TEUR
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -1.125 -1.901
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte -76 -1.385
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen -5.296 -6.114
Wertminderungen auf Sachanlagen -79 -1.667
Planmäßige Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -133 -137
-6.709 -11.204

5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2009

TEUR
2008

TEUR
Sonstige Verwaltungskosten -2.320 -2.312
Rechts- und Beratungskosten -2.279 -1.428
Währungskursdifferenzen -2.242 -2.246
Transportkosten -2.034 -2.822
Energiekosten -1.826 -1.886
Sonstige Betriebskosten -1.539 -2.604
Reparaturen und Instandhaltung -1.457 -1.887
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen -1.430 -160
Kfz-Kosten -1.285 -1.331
Mieten und Pachten -1.274 -1.191
Sonstige Vertriebskosten -1.165 -1.396
Reisekosten -1.036 -1.454
Entkonsolidierungsverlust -935 0
Versicherungen -867 -860
Kommunikationskosten -727 -768
Provisionen -624 -750
Personal-Leasing -400 -1.184
Grundstücksaufwendungen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -244 -273
Grundstücksaufwendungen für sonstige Immobilien -76 -95
Übrige -1.879 -1.722
-25.639 -26.369

5.8 Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält die Ergebnisbeiträge der dem betrieblichen Bereich zugeordneten finanziellen Vermögenswerte, die unter den Finanzanlagen ausgewiesen sind. Diese stellen den gesamten Anteilsbesitz der nicht konsolidierten - einschließlich der assoziierten -Unternehmen dar. Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen entstanden sind. Wie im Vorjahr wird keines der assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, da ihr Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns gering ist.

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2009

TEUR
2008

TEUR
Erträge aus Beteiligungen 0 0
Wertminderungen auf Beteiligungen bzw. Finanzanlagen 0 -242
Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen 1.000 0
1.000 -242

5.9 Finanzergebnis

scroll

2009

TEUR
2008

TEUR
Finanzerträge:
Zinserträge aus Darlehen 900 889
Zinserträge aus Guthaben und Einlagen bei Kreditinstituten 4.720 2.669
Abzinsung der langfristigen Rückstellungen 0 28
Zinsen und ähnliche Erträge 5.620 3.586
Kurserträge aus Wertpapieren und Erträge aus Optionen 8.097 2.155
Dividendenerträge aus Wertpapieren 143 189
Wertaufholungen auf Wertpapiere 25.304 0
Erträge aus Wertpapiergeschäften 33.544 2.344
39.164 5.930
Finanzaufwendungen:
Aufwendungen aus Darlehen und Kontokorrentkrediten -740 -1.543
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing -419 -452
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.159 -1.995
Aufwendungen aus Wertpapieren und Optionen -7.939 -9.615
Wertminderungen von Wertpapieren und sonstigen finanziellen Vermögenswerten -4.383 -45.719
Aufwendungen aus Wertpapiergeschäften -12.322 -55.334
-13.481 -57.329
Finanzergebnis 25.683 -51.399

5.10 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags sowie die Gewerbesteuer. Vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften sind ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen.

Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29 % (Vorjahr: 29 %) herangezogen.

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Tatsächliche Ertragsteuern:
Tatsächliche Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahrs -3.417 -2.853
Ertragsteuern Vorjahre 73 95
Latente Steuern:
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 4.036 3.444
Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge -2.592 84
-1.900 770

Die Erträge aus Ertragsteuern für Vorjahre resultieren insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Ertragsteuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 16,5 und 31,9 % (Vorjahr: 0 und 31,9 %). Der zur Abgrenzung der latenten Steuern verwendete Steuersatz in Höhe von 29,0 % (Vorjahr: 29,0 %) ermittelt sich wie folgt:

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2009 2009

%
2008 2008

%
Ergebnis vor Steuern 100,0 100,0
13,3 % Gewerbesteuer 13,3 13,3 13,3 13,3
86,7 86,7
15,0 % Körperschaftsteuer 15,0 15,0 15,0 15,0
5,5 % Solidaritätszuschlag 0,7 0,7 0,7 0,7
71,0 29,0 71,0 29,0

Der tatsächliche Steueraufwand lässt sich wie folgt vom theoretischen Steueraufwand überleiten:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Ergebnis vor Steuern 22.469 -44.817
Theoretischer Steueraufwand 29,0 % (Vorjahr: 29,0 %) -6.516 12.997
Steuereffekte auf:
Änderung Konzernsteuersatz 0 0
Abweichende ausländische Steuersätze -8 -36
Abweichende inländische Steuersätze -136 -28
Steuerfreie Entkonsolidierungserfolge -271 0
Nutzung bislang nicht angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge 492 711
Aufwertung aktiver latenter Steuern wegen geänderter Nutzungsmöglichkeiten 290 1.159
Abwertung aktiver latenter Steuern wegen geänderter Nutzungsmöglichkeiten -2.592 -2.258
Aufgrund steuerlicher Vorschriften nicht oder außerhalb des Prognosezeitraums berücksichtigungsfähige Verluste -1.153 -11.575
Auswirkung Steuern auf Vorjahre -313 95
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -8 -347
Steuerfreie Beteiligungserträge bzw. Beteiligungsveräußerungen 290 0
Abweichende Besteuerung Wertpapiere 3.357 0
Veränderung steuerlich nutzbarer Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung 4.660 0
Sonstige 8 52
Effektiver Steueraufwand/-ertrag -1.900 770
Effektiver Steuersatz (in %) 8,5 -1,7

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt:

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Konzernbilanz

2009

TEUR
2008

TEUR
Konzern-GuV

2009

TEUR
2008

TEUR
Passive latente Steuern:
Immaterielle Vermögenswerte 42 45 3 3
Sachanlagen 15 15 0 773
Finanzanlagen 2.784 2.355 -429 1.023
Vorräte 93 101 8 -101
Sonstige Aktiva 463 2.522 2.059 1.229
Rückstellungen 391 337 -54 -337
Sonstige Passiva 552 2.945 2.393 147
Saldierung -3.243 -4.853 0 0
1.097 3.466 3.980 2.738
Aktive latente Steuern:
Immaterielle Vermögenswerte 343 596 -253 -126
Sachanlagen 24 0 24 0
Finanzanlagen 56 52 4 4
Vorräte 235 129 106 15
Sonstige Aktiva 1.083 597 486 375
Rückstellungen 643 1.168 -525 479
Finanzierungsleasing 222 211 11 22
Steuerliche Verlustvorträge 2.158 4.750 -2.592 84
Sonstige Passiva 254 51 203 -63
Saldierung -3.243 -4.853 0 0
1.775 2.701 -2.536 790
Latenter Steuerertrag 0 0 1.444 3.528
Passive ./. aktive latente Steuern -678 765 0 0

Die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge ermitteln sich wie folgt:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Verluste laut Gesellschaften (steuerlich anerkannt) 228.656 230.669
Aktive latente Steuern, brutto 63.469 65.715
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge 61.311 60.965
Aktive latente Steuern, netto 2.158 4.750

Die Positionen enthalten im Wesentlichen latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden nach Maßgabe der Aufwands- und Ertragsplanung für die nächsten drei Geschäftsjahre der AdCapital AG (Mutterunternehmen) und für die nächsten drei Geschäftsjahre der AdCapital Beteiligungs AG, der EW Hof Antriebe und Systeme GmbH, der Grundstücksgesellschaft am Entenfang mbH und der Taller GmbH (Tochtergesellschaften) bilanziert.

Aus Zahlungen von Dividenden an die Anteilseigner ergeben sich grundsätzlich keine ertragsteuerlichen Konsequenzen.

5.11 Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 ("Earnings per Share") mittels Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausgegebenen Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt keine Optionen und ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis nach Anteilen Dritter durch die durchschnittliche Zahl der Aktien dividiert wird. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie liegt dann vor, wenn aus dem Stammkapital neben Stammaktien auch Eigenkapitalinstrumente ausgegeben werden, die zukünftig zu einer Erhöhung der Aktienzahl führen könnten. Optionen oder Optionsscheine werden dabei nur berücksichtigt, wenn der durchschnittliche Börsenkurs der Stammaktien während der Berichtsperiode den Ausübungspreis der Optionen oder Optionsscheine übersteigt. Dieser Effekt wird entsprechend ermittelt und angegeben. Da zum Berichtszeitpunkt keine Eigenkapitalinstrumente ausstanden, die zukünftig zu einer Erhöhung der Aktienzahl führen könnten, besteht zwischen dem unverwässerten und dem verwässerten Ergebnis je Aktie kein Unterschied.

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2009

TEUR
2008

TEUR
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Anteilen Dritter 19.021 -43.819
Durchschnittliche Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien in 1.000 Stück 13.782 14.232
Durchschnittliche Zahl der für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses heranzuziehenden Aktien in 1.000 Stück 13.782 14.232
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 1,38 -3,07
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 1,38 -3,07

Da die Gesellschaft zum Bilanzstichtag keine in Stammaktien wandelbaren Eigenkapitalinstrumente ausstehen hat, entspricht die Anzahl der unverwässerten Aktien der Anzahl der verwässerten Aktien.

Die durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien haben sich wie folgt entwickelt:

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Datum Ausgegebene Aktien Eigene Aktien Umlaufende Aktien Gewichteter Durchschnitt
1.01.2009 15.000.000 882.880 14.117.120 14.232.150
Einzug -1.000.000 -1.000.000
Aktienrückkäufe 488.236 -488.236 -449.785
31.12.2009 14.000.000 371.116 13.628.884 13.782.365

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Datum Ausgegebene Aktien Eigene Aktien Umlaufende Aktien Gewichteter Durchschnitt
1.01.2008 15.000.000 495.002 14.504.998 14.536.947
Aktienrückkäufe 387.878 -387.878 -304.797
31.12.2008 15.000.000 882.880 14.117.120 14.232.150

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden keine weiteren eigenen Aktien durch die Gesellschaft börslich sowie außerbörslich erworben.

Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

Im Berichtsjahr wurde an die Aktionäre der AdCapital AG eine Dividendensumme von 6.947 TEUR ausgeschüttet (Vorjahr: 7.113 TEUR).

Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2009 weist einen Bilanzgewinn von 7.097 TEUR aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn für eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Aktie bzw. für eine Dividendensumme von 6.814 TEUR für 13.628.884 dividendenbezugsberechtigte Stückaktien zu verwenden und 283 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6 Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Bürgschaften 3.758 3.939
Sonstige 0 285
Haftungsverhältnisse 3.758 4.224

Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Gesamt

TEUR
fällig 2010

TEUR
Fällig 2011-2014

TEUR
Fällig ab 2015

TEUR
Bestellobligo 7.033 6.554 479 0
Vorjahr 12.991 12.848 143 0
Mietverträge, Pachtverträge 3.551 961 1.444 1.146
Vorjahr 4.214 1.064 2.995 155
Leasingverträge 2.296 1.295 997 4
Vorjahr 3.536 1.490 2.046 0
Gesamte finanzielle Verpflichtungen 12.880 8.810 2.920 1.150
Vorjahr 20.741 15.402 5.184 155

Aus einem Schuldbeitritt im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2009 Verpflichtungen in Höhe von 5.431 TEUR (Vorjahr: 5.865 TEUR). Davon werden zum Abschlussstichtag 1.873 TEUR (Vorjahr: 1.972 TEUR) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da hier mit einer über 50 %igen Eintrittswahrscheinlichkeit für eine Inanspruchnahme gerechnet wird.

7 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds des AdCapital-Konzerns im Berichtsjahr und Vorjahr durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. Dabei wurden Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach dem Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die von den ausländischen Beteiligungsgesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität, wie in der Bilanz, zum Stichtagskurs angesetzt. Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel wird gesondert gezeigt. Die Veränderungen aus Anpassungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden separat ausgewiesen.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresergebnis indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Dabei entstehen Unterschiede im Vergleich zu den Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen in der Konzernbilanz.

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit beträgt 22.176 TEUR (Vorjahr: 16.407 TEUR). Positiv wirkte sich hier v. a. der Abbau des Working Capital aus.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 3.931 TEUR (Vorjahr: -1.366 TEUR) ist durch weiter rückläufige Wertpapieranlagen zur Sicherung der laufenden Liquidität bzw. zur Finanzierung der Dividenden und der Aktienrückkäufe begründet. Ferner wirkte sich die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung positiv aus.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -12.761 TEUR (Vorjahr: -15.571 TEUR) und resultiert im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen an die AdCapital-Aktionäre und an Minderheitsgesellschafter sowie aus getätigten Aktienrückkäufen. Die Tilgung von Finanzschulden hatte eine vergleichsweise untergeordnete Bedeutung.

Der Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Zum Bilanzstichtag setzt sich der Finanzmittelfonds wie folgt zusammen:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Kasse, Bankguthaben und kurzfristige Festgeldanlagen 31.339 17.975

Im Zusammenhang mit der Konsolidierungskreisänderung im Berichtsjahr verweisen wir auf nachfolgende Übersicht:

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Angaben zum Erwerb und zum Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (Werte in TEUR):

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Position 1-12/2009 1-12/2008
Verkaufte Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 0 0
Verkaufte Bestände an anderen Vermögensgegenständen und Schulden
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 644 0
Sachanlagevermögen 412 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 0
Finanzanlagen 0 0
Sonderposten mit Rücklageanteil 0 0
Rückstellungen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.163 0
Kredite 0 0
Sonstige ergänzende Angaben:
Gezahlte Zinsen 518 1.483
Erhaltene Zinsen 5.227 3.909
-/+ gezahlte und erstattete Ertragsteuern -1.610 -1.410
Gezahlte Dividenden 9.031 10.048
Erhaltene Dividenden 0 0

8 Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die Zielsetzung der gemäß IFRS 7 geforderten Anhangsangaben sind die Vermittlung von entscheidungsrelevanten Informationen über die Höhe, den Zeitpunkt und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von künftigen Cashflows, die aus Finanzinstrumenten resultieren, sowie eine Abschätzung der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken.

Der AdCapital-Konzern setzt sich aus Gesellschaften unterschiedlicher Branchen zusammen, deren übliche Geschäftstätigkeit eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen beinhaltet, die zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte oder finanzieller Verbindlichkeiten führen.

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen neben den liquiden Mitteln v. a. unverbriefte Forderungen, wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen und Darlehensforderungen, sowie verbriefte Forderungen, wie Schecks, Wechsel oder Schuldverschreibungen. Ebenso können unter dem Begriff finanzielle Vermögenswerte auch bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene Derivate verstanden werden. Finanzielle Verbindlichkeiten hingegen begründen in der Regel eine vertragliche Verpflichtung zur Rückgabe liquider Mittel oder anderer finanzieller Vermögenswerte. Dazu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel sowie geschriebene Optionen und derivative Finanzinstrumente mit negativem Fair Value.

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungsleasing und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapierbesitz sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Zusätzlich verfügt der Konzern auch über derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören v. a. Aktienoptionen, sowohl verbriefte als auch nicht verbriefte (Futures). Diese derivativen Finanzinstrumente werden v. a. in der AdCapital AG zu Spekulations-, Bestandserwerbsvorbereitungs- sowie Absicherungszwecken im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie eingesetzt. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Zinsänderungs-, Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Der Vorstand erschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten. Zielsetzung der Gesellschaft im Rahmen des Finanzrisikomanagements ist es, die nachfolgend dargestellten Risiken durch die angeführten Methoden zu reduzieren.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert zum überwiegenden Teil aus Wertschwankungen von im Besitz des Konzerns befindlichen festverzinslichen Wertpapieren während der Haltedauer sowie zum geringeren Teil aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten (v. a. Kontokorrentkredite). Bankdarlehen werden nahezu ausschließlich zu festen Zinssätzen aufgenommen, so dass sich ein Zinsänderungsrisiko auf die ggf. notwendige Anschlussfinanzierung beschränkt. Daher haben wir auf eine Darstellung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten verzichtet. Forward-Darlehen und Zins-Swaps werden zurzeit im Konzern nicht zu Sicherungszwecken eingesetzt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Veränderung der Zinssätze, insbesondere der Marktrenditen von Unternehmensanleihen. Dabei werden für jedes Jahr die am 31. Dezember in festverzinslichen Wertpapieren gehaltenen Volumina zugrunde gelegt (2009: 54.651 TEUR; 2008: 49.965 TEUR). Das Ausmaß der Zinsänderung wurde an die im Berichtsjahr beobachteten Marktentwicklungen bei Unternehmensanleihen von Emittenten der Eurozone mit BBB- bzw. BB-Rating angepasst. Somit ergibt sich folgendes theoretische Zinsänderungsrisiko (100 Basispunkte = 1 %):

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Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern / Eigenkapitaleffekte 2009

TEUR
2008

TEUR
Erhöhung um 475 Basispunkte (Vj. 360 BP) -2.596 -1.799
Erhöhung um 1.500 Basispunkte (Vj. 1.200 BP) -8.198 -5.996
Verringerung um 275 Basispunkte (Vj. 360 BP) 1.503 1.799
Verringerung um 550 Basispunkte (Vj. 1.200 BP) 3.006 5.996

Bei obiger Darstellung wird eine unmittelbare Auswirkung einer Zinssatzänderung auf das Konzernergebnis auch in Fällen von festverzinslichen Wertpapieren unterstellt. Die Zinssensitivität ergibt sich bei diesen Anlagen durch eine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts bei Änderung des (Markt-)Zinssatzes.

Da alle hier dargestellten, dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzten festverzinslichen Finanzinstrumente nach IAS 39 der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet wurden, sind die hypothetischen Zinsänderungseffekte in Gewinn- und Verlustrechnung sowie Eigenkapital identisch.

Währungsrisiko

Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos, resultierend aus dem Cashflow aus (erwarteten) Geschäftsaktivitäten und Finanzierungsmaßnahmen, die auf Fremdwährungen lauten, unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab. Das Transaktionsrisiko wird in jeder relevanten Fremdwährung berechnet, unter Einschluss der in Fremdwährung angegebenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie bestimmter bilanzunwirksamer Posten wie fester und wahrscheinlicher Kauf- und Verkaufsverpflichtungen. Die Währungsrisiken des Konzerns sind auf seine weltweite Geschäftstätigkeit und den Betrieb von Produktionsstätten und Vertriebseinrichtungen in verschiedenen Ländern zurückzuführen. Jene sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung, da Umsatzerlöse ganz überwiegend in der Eurozone erzielt werden. Es existieren derzeit keine Konzerneinheiten in den USA und auch kein nennenswertes US-Geschäft. Zwei Konzernunternehmen in Hongkong, einem mittelbar an die Entwicklung des US-Dollars angebundenen Währungsraum, sind für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, so dass wir aus einem weiteren Kursverlust des US-Dollars gegenüber der funktionalen Währung des Konzerns (Euro) keine wesentlichen Belastungen erwarten. Für die in den Konzerneinheiten in Tschechien, der Türkei und der VR China investierten Vermögenswerte erwarten wir aufgrund der prognostizierten Wechselkursentwicklung im Geschäftsjahr 2010 keine materiellen Einflüsse auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern benötigt ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen. Liquiditätsrisiken entstehen durch die Möglichkeit, dass Kunden nicht in der Lage sind, etwaige Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen im Rahmen der normalen Handelsbedingungen zu erfüllen. Die Kreditwürdigkeit der Gruppe erlaubt die Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße. Darüber hinaus sind noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien vorhanden.

Zur Steuerung dieses Risikos werden periodisch Einschätzungen der Zahlungsfähigkeit der Kunden vorgenommen. Liquiditätsrisiken könnten sich auch aus dem Fehlen eines liquiden Markts für Derivate ergeben. Zum Bilanzstichtag werden im Konzern allerdings nur marktgängige Papiere gehalten. In Einzelfällen ist es jedoch zu eingeschränkten Marktaktivitäten für Nachranganleihen gekommen.

Wegen des hohen Bestands an liquiden Mitteln und börsentäglich veräußerbaren Wertpapieren sowie der untergeordneten Bedeutung von Darlehensfinanzierungen durch Dritte bestehen auf Konzernebene derzeit keine Liquiditäts- oder Refinanzierungsrisiken.

Hinsichtlich der Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten wird auf Abschnitt 4.11 "Verbindlichkeiten" dieses Anhangs verwiesen.

Bonitäts- oder Ausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Ausfallrisiken, d. h. Risiken, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, werden durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen, die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Wo es sachgerecht ist, beschafft sich das Unternehmen zusätzliche Sicherheiten in Form von Anrechten auf Wertpapiere oder vereinbart Globalverrechnungsverträge. Daneben werden vereinzelt Warenkreditversicherungen abgeschlossen, um zumindest einen Teil der Forderungsausfälle abzusichern. Ausfallrisiken werden darüber hinaus auch durch den Abschluss von Factoring-Verträgen verringert. Dabei handelt es sich um echtes Factoring. Das Ausfallrisiko geht bei diesen Verträgen vollständig auf die Factoring-Gesellschaft über. Zum 31. Dezember 2009 wurden 1.266 TEUR (Vorjahr: 1.235 TEUR) an Forderungen an die Factoring-Gesellschaft verkauft. Dabei gingen alle Chancen und Risiken auf die Gesellschaft über, daher wurden die Forderungen ausgebucht. Die Kosten für das im Berichtsjahr in Anspruch genommene Factoring betrugen 100 TEUR (Vorjahr: 240 TEUR). In Einzelfällen wird zur Vermeidung von Ausfallrisiken eine Vorauszahlung von Leistungen mit den jeweiligen Kunden vereinbart.

Die Gesellschaft erwartet keine Forderungsausfälle bei Geschäftspartnern, die mit einer hohen Kreditwürdigkeit eingestuft wurden. Der AdCapital-Konzern hat keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken auf einen einzelnen Kunden oder eine bestimmte Kundengruppe. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt. Wo es angemessen ist, werden Ausfallversicherungen kontrahiert. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den in der Bilanz abgebildeten Beträgen. Dabei finden erhaltene Sicherheiten keine Berücksichtigung.

9 Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert ist definiert als der Betrag, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerungen oder Liquidationen) zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Beizulegende Zeitwerte sind, je nach Sachlage, mit Hilfe von börsennotierten Marktpreisen, der Analyse von diskontierten Cashflow- oder Optionsmodellen zu ermitteln.

Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden die folgenden Verfahren und Annahmen verwendet:

Finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Der Buchwert flüssiger Mittel, anderer finanzieller Vermögenswerte und kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten kommt dem beizulegenden Zeitwert durch die verhältnismäßig kurzfristige Fälligkeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei allen Finanzinstrumenten ohne börsennotierten Marktpreis ist eine vernünftige Schätzung des beizulegenden Zeitwerts errechnet worden, die auf dem erwarteten Cashflow oder dem jeder Vermögensanlage zugrunde liegenden Reinvermögen basiert. Sämtliche Buchwerte berücksichtigen den Zeitwert der entsprechenden Positionen.

Derivative Finanzinstrumente

Als Sicherungsinstrumente eingesetzte Derivate mit positiven (negativen) Zeitwerten werden in Abhängigkeit von ihrer Laufzeit entweder als sonstige kurzfristige Vermögenswerte (Verbindlichkeiten) oder als sonstige langfristige Vermögenswerte (Verbindlichkeiten) klassifiziert. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente einzustufen sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit dem Zeitwert bewertet; Änderungen des Zeitwerts werden in das Periodenergebnis einbezogen.

Die AdCapital AG setzt derivative Finanzinstrumente zu Spekulations-, Bestandserwerbsvorbereitungs- sowie Absicherungszwecken im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie ein. Eingebettete Derivate aus strukturierten Finanzprodukten werden nicht separiert, da diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Put-Optionen werden nur in dem Umfang gezeichnet, wie liquide Mittel bzw. Kreditzusagen zur jederzeitigen Schließung der Optionen zur Verfügung stehen. Call-Optionen oder vergleichbare Derivate werden in der Regel nur auf vorhandene Aktien veräußert. Die tatsächliche Verpflichtung am Bilanzstichtag beträgt 5.649 TEUR (Vorjahr: 1.820 TEUR). Aus dieser Anlagestrategie wurden im Jahr 2009 Gesamterträge in Höhe von 1.915 TEUR (Vorjahr: 599 TEUR) erzielt.

Klassifizierung und beizulegender Zeitwert

Die beizulegenden Zeitwerte können unter Bezugnahme auf öffentlich notierte Marktpreise bestimmt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzpositionen auf die Klassen und Kategorien gemäß IAS 39 sowie die korrespondierenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente:

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31. Dez. 2009 Wertansatz nach IAS 39
in TEUR Bewertungs-

kategorien

nach IAS 39
Buchwert Fair Value/

beizulegender

Zeitwert
Fortgeführte

Anschaffungs-

kosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value,

erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
langfristige Aktiva
Finanzanlagen FA-AC 398 398 0 398 0
Finanzanlagen und Sonstige Forderungen LaR 5.629 5.629 5.629 0 0
kurzfristige Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 13.857 13.857 13.857 0 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Wertpapiere) FA-HfT 77.231 77.231 0 0 77.231
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Zahlungsmittel) LaR 31.339 31.339 31.339 0 0
Steuererstattungsansprüche und Sonstige Forderungen LaR 6.083 6.083 6.083 0 0
Passiva
langfristige Passiva
Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) FL-AC 4.599 4.599 4.599 0 0
Verbindlichkeiten (Finanzierungsleasing) FL-AC 6.731 6.731 0 0 0
Verbindlichkeiten (Sonstige) FL-AC 772 772 772 0 0
kurzfristige Passiva
Verbindlichkeiten aus L. + L. (Finanzierungsleasing) FL-AC 268 268 0 0 0
Verbindlichkeiten aus L. + L. (erhaltene Anzahlungen) FL-AC 303 303 303 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FL-AC 5.299 5.299 5.299 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) FL-AC 1.789 1.789 1.789 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten FL-AC, FL-HfT 16.537 16.537 10.888 0 5.649

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31. Dez. 2009 Wertansatz

nach IAS 17
in TEUR
--- ---
Aktiva
langfristige Aktiva
Finanzanlagen 0
Finanzanlagen und Sonstige Forderungen 0
kurzfristige Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Wertpapiere) 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Zahlungsmittel) 0
Steuererstattungsansprüche und Sonstige Forderungen 0
Passiva
langfristige Passiva
Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) 0
Verbindlichkeiten (Finanzierungsleasing) 6.731
Verbindlichkeiten (Sonstige) 0
kurzfristige Passiva
Verbindlichkeiten aus L. + L. (Finanzierungsleasing) 268
Verbindlichkeiten aus L. + L. (erhaltene Anzahlungen) 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0

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31. Dez. 2008 Wertansatz nach IAS 39
in TEUR Bewertungs-

kategorien

nach IAS 39
Buchwert Fair Value/

beizulegender

Zeitwert
Fortgeführte

Anschaffungs-

kosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value,

erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
langfristige Aktiva
Finanzanlagen FA-AC 499 499 0 499 0
Finanzanlagen und sonstige Forderungen LaR 10.767 10.767 10.767 0 0
kurzfristige Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 15.212 15.212 15.212 0 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Wertpapiere) FA-HfT 59.413 59.413 0 0 59.413
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Zahlungsmittel) LaR 17.975 17.975 17.975 0 0
Steuererstattungsansprüche und sonstige Forderungen LaR 6.899 6.899 6.899 0 0
Passiva
langfristige Passiva
Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) FL-AC 4.924 4.924 4.924 0 0
Verbindlichkeiten (Finanzierungsleasing) FL-AC 6.971 6.971 0 0 0
Verbindlichkeiten (Sonstige) FL-AC 986 986 986 0 0
kurzfristige Passiva
Verbindlichkeiten aus L. + L. (Finanzierungsleasing) FL-AC 299 299 0 0 0
Verbindlichkeiten aus L. + L. (erhaltene Anzahlungen) FL-AC 748 748 748 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FL-AC 7.767 7.767 7.767 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) FL-AC 2.329 2.329 2.329 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten FL-AC, FL-HfT 9.538 9.538 7.718 0 1.820

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31. Dez. 2008 Wertansatz

nach IAS 17
--- ---
in TEUR
--- ---
Aktiva
langfristige Aktiva
Finanzanlagen 0
Finanzanlagen und sonstige Forderungen 0
kurzfristige Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Wertpapiere) 0
Wertpapiere und Zahlungsmittel (Zahlungsmittel) 0
Steuererstattungsansprüche und sonstige Forderungen 0
Passiva
langfristige Passiva
Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) 0
Verbindlichkeiten (Finanzierungsleasing) 6.971
Verbindlichkeiten (Sonstige) 0
kurzfristige Passiva
Verbindlichkeiten aus L. + L. (Finanzierungsleasing) 299
Verbindlichkeiten aus L. + L. (erhaltene Anzahlungen) 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0

Abkürzungen:

FA-AC: Financial Asset - At Cost

FA-HfT: Financial Asset - Held for Trading

FL-AC: Financial Liability - Amortised Costs

FL-HfT: Financial Liability - Held for Trading

LaR: Loans and Receivables

Zur Überleitung der Finanzinstrumente aus der Konzernbilanz verweisen wir ergänzend auch auf Kapitel 4 "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in diesem Anhang.

Zusammenfassend ergeben sich folgende Wertansätze nach Bewertungskategorien:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten (FA-AC) 398 499
Kredite und Forderungen (LaR) 56.908 50.853
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FA-HfT) 77.231 59.413
134.537 110.765
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FL-AC) 29.299 24.472
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17) 6.999 7.270
Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FL-HfT") 5.649 1.820
41.947 33.562

Den einzelnen Bewertungskategorien ist folgender Ergebnisbeitrag vor Steuern zuzurechnen:

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31. Dez. 2009

TEUR
31. Dez. 2008

TEUR
Finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten (FA-AC) 1.034 -191
Kredite und Forderungen (LaR) 1.203 3.535
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (HtM) 0 0
Zur Veräußerung verfügbar (Afs) 0 0
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FA-HfT) 25.605 -52.990
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FL-AC) -1.159 -1.995
26.683 -51.641

10 Segmentberichterstattung

Der Konzern hat IFRS 8 "Operating Segments" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen für diese Segmente die Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft werden. Demgegenüber wurde gemäß dem bisherigen Standard (IAS 14 "Segmentreporting") von Unternehmen gefordert, zwei Segmentebenen (Geschäfts- und geografische Segmente) unter Anwendung des "Risks and Returns Approach" zu identifizieren, wobei das Management-Informationssystem für Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens nur als Ausgangspunkt zur Identifizierung dieser Segmentebenen diente. Insoweit hat sich die Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns durch die Anwendung von IFRS 8 grundsätzlich verändert. Aufgrund dieser Änderung ergeben sich jedoch für die AdCapital AG keine besonderen Änderungen in der Berichterstattung an die Hauptentscheidungsträger.

Die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns gem. IFRS 8 sind danach die folgenden:

Industriebeteiligungen
AdCapital AG
Sonstige und Eliminierungen

Das Segment "Industriebeteiligungen" beinhaltet Mehrheitsbeteiligungen aus den Branchen Software, Automotive, Antriebstechnik und Kunststofftechnik.

Im Geschäftssegment "AdCapital AG" werden die Vermögensverwaltung und die Holdingaktivitäten erfasst; laufende Holdingkosten werden zu 75 % dem Segment "Industriebeteiligungen" zugewiesen. Minderheitsbeteiligungen werden im Segment "Sonstige und Eliminierungen" dargestellt. Zwischen den Segmenten bestehen keine materiellen Geschäftsbeziehungen.

Informationen, die die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns betreffen, sind im Folgenden aufgeführt.

Als Segmentergebnis wird das betriebliche Ergebnis des jeweiligen Segments verstanden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den weiter oben beschriebenen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

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2009 (in TEUR) Industriebeteiligungen AdCapital AG Sonstige und Eliminierungen Gesamt
Umsatzerlöse, extern 119.293 0 -386 118.907
Segmentergebnis -2.389 -15.739 13.914 -4.214
Ergebnis vor Ertragsteuern -3.994 13.377 13.086 22.469
Finanzergebnis -2.314 28.016 -19 25.683
Segmentvermögen 100.666 157.589 -52.144 206.111
Segmentschulden 88.389 10.217 -71.263 27.343
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.114 49 0 4.316
Abschreibungen (planmäßig) -5.763 -795 4 -6.554

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2008 (in TEUR) Industriebeteiligungen AdCapital AG Sonstige und Eliminierungen Gesamt
Umsatzerlöse, extern 153.662 0 138 153.800
Segmentergebnis 5.957 10.645 -9.778 6.824
Ergebnis vor Ertragsteuern -491 -38.567 -5.759 -44.817
Finanzergebnis -2.347 -49.213 161 -51.399
Segmentvermögen 114.581 150.856 -69.766 195.671
Segmentschulden 95.653 5.375 -76.428 24.600
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7.826 68 0 7.894
Abschreibungen (planmäßig) -7.360 -797 4 -8.153

Die Aufteilung der geografischen Segmente stellt sich wie folgt dar:

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2009 (in TEUR) Deutschland Ausland Gesamt
Umsatzerlöse, extern 73.590 45.317 118.907
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1.687 2.629 4.316
Segmentvermögen 204.379 1.732 206.111

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2008 (in TEUR) Deutschland Ausland Gesamt
Umsatzerlöse, extern 90.354 63.446 153.800
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.475 2.419 7.894
Segmentvermögen 194.280 1.391 195.671

Für die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den geografischen Segmenten ist der Sitz des Kunden maßgeblich.

11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand hat am 29. Januar 2010 mit Billigung des Aufsichtsrats beschlossen, das Segment zu wechseln. Ab 26. August 2010 wird die AdCapital-Aktie nicht mehr im Regulierten Markt, sondern im Open Market (Freiverkehr) gehandelt. Es ist geplant, die Aufnahme in das qualifizierte Segment "Entry Standard" der Frankfurter Börse zu beantragen.

12 Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2009 übten folgende Personen eine Vorstandstätigkeit aus:

Herr Dieter Jeschke, Rechtsanwalt, Dipl.-Ökonom

Die sonstigen Organtätigkeiten des Vorstands umfassen im Wesentlichen Funktionen als Aufsichtsrat sowie als Geschäftsführer bei Tochterunternehmen der AdCapital AG. Im Einzelnen übte der Vorstand folgende weitere Aufsichtsrats- und Vorstandsmandate aus:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der AdCapital Beteiligungs AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Herr Dr. Detlef Guhl, Ingenieur

Vorsitzender des Aufsichtsrats der ae group ag

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2009 folgende Personen:

Vorsitzender

Herr Ortwin Guhl, Dipl.-Volkswirt

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sirius AG, Villingen-Schwenningen
Mitglied des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
Mitglied des Aufsichtsrats der Tolatec AG

Stellv. Vorsitzender

Herr Günther Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Weitere Mitglieder

Herr Maximilian Bernau, Rechtsanwalt

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der InnoTec TSS AG, Düsseldorf (bis 26. Juni 2009)
Geschäftsführer der B & B Private Vermögensberatungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Geschäftsführer der L.O.S. Logic Operation Systems GmbH & Co. KG

Herr Robert Lebherz, Geschäftsführer der Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Herr Hans-Joachim Strüder, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

Zweiter stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Baden-Württembergischen Investmentgesellschaft mbH (bis 21. Sept. 2009)
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH (seit 22. Sept. 2009; die Gesellschaft firmierte bis 22. Sept. 2009 als Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart)
Vorsitzender des Börsenrats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart
Vorsitzender des Beirats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Boerse Stuttgart AG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der European Energy Exchange AG, Leipzig
Mitglied des Aufsichtsrats der Euwax AG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Luxemburg S.A., Luxemburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management (Ireland) plc, Dublin (bis 22. April 2009)
Mitglied des Aufsichtsrats der Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners GmbH & Co. KG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners Verwaltungs GmbH, München

Herr Dr. Dietrich Schulz, Dipl.-Kaufmann

Chairman of the Board of Directors der Possehl Mexico, S.A. de C.V.
Member of the Board of Directors der ACC Resources, Park Ridge, N.J.

13 Bezüge der Organe

a. Vergütung des Vorstands

Die für die Tätigkeit des Vorstands im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen 1.067 TEUR (Vorjahr: 507 TEUR).

Hinsichtlich der personifizierten Angaben zu den Bezügen der jeweiligen Vorstände sowie einzelnen Bestandteile der Vorstandsbezüge wird vom Wahlrecht des § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung der AdCapital AG hat am 14. Juli 2006 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, dass die Offenlegung der einzelnen Bestandteile der Vorstandsvergütung im Jahresabschluss und Konzernabschluss der Gesellschaft (§ 285 Satz 1 Nr. 9 a Satz 5-9 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 a Satz 5-9 HGB) für die Geschäftsjahre 2006 bis 2010 unterbleibt.

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 576 TEUR (Vorjahr: 554 TEUR) gebildet. Die getroffenen Vereinbarungen sehen insgesamt drei Einmalzahlungen im Zeitraum 2016 bis 2018 vor.

Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen - dem Vorstand der AdCapital AG sowie den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften - wurden folgende Vergütungen gewährt:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Kurzfristig fällige Leistungen 4.278 3.785
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 80 80
Andere langfristig fällige Leistungen 0 0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Aktienbasierte Vergütungen 0 0
4.357 3.865

b. Vergütung des Aufsichtsrats

Es wurden folgende Aufsichtsratsvergütungen gewährt:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Fixe Vergütung 38 38
Variable Vergütung 31 0
69 38

c. Vorschüsse und Kredite

An die Organe der Mutter- und Tochterunternehmen im Konzern wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt, ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis eingegangen.

14 Beziehungen zu nahestehenden Personen

Nach IAS 24 "Related Party Disclosures" müssen Personen bzw. Unternehmen, die den AdCapital-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des AdCapital-Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der AdCapital AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements des AdCapital-Konzerns zu steuern.

Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des AdCapital-Konzerns kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der AdCapital AG von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der AdCapital AG oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen.

Der AdCapital-Konzern ist im Geschäftsjahr 2009 von den Angabepflichten des IAS 24 in Bezug auf die Stimmrechte von Herrn Günther Leibinger an der AdCapital AG, die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen, zu dem Vorstand sowie den Mitgliedern des Aufsichtsrats der AdCapital AG und zu dem Management in Schlüsselpositionen betroffen.

Zwischen dem wesentlichen Aktionär, Herrn Günther Leibinger, und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

Unternehmen des AdCapital-Konzerns haben mit nahestehenden Personen (Vorstand, Aufsichtsrat sowie den übrigen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind), keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

15 Honorar Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer in Deutschland sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Abschlussprüfung 234 236
Steuerberatungsleistungen 19 18
Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 5 5
Sonstige Leistungen 3 3
261 262

16 Angaben zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde im Dezember 2009 abgegeben und ist über die Homepage der AdCapital AG (www.adcapital.de) im Bereich Investor Relations zugänglich.

17 Datum der Veröffentlichung

Der Konzernabschluss wird am 22. April 2010 vom Aufsichtsrat gebilligt und ist damit zur Veröffentlichung freigegeben.

Leinfelden-Echterdingen, 28. März 2010

AdCapital AG

Dieter Jeschke

Vorstand

Dr. Detlef Guhl

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

des AdCapital-Konzerns

Alle Angaben In TEUR

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2009 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge (+) Abgänge (-) Umbuchungen Veränderung

Währung
31. Dez. 2009
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 14.002 -6 209 -927 15 3 13.296
2. Firmenwert 334 0 0 0 0 0 334
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 22.213 0 0 0 0 0 22.213
36.549 -6 209 -927 15 3 35.843
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 31.666 0 76 -383 -9 22 31.372
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 14.821 0 0 0 0 0 14.821
3. Technische Anlagen und Maschinen 45.611 -463 1.787 -292 165 -85 46.723
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.570 -45 1.359 -860 563 -53 31.534
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 501 0 732 -91 -734 -5 403
123.169 -508 3.954 -1.626 -15 -121 124.853
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.919 -20 0 0 0 0 1.899
2. Beteiligungen 6.989 0 0 -5.483 0 0 1.506
3. Wertpapiere 114 0 0 -114 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 4.818 0 0 -155 0 0 4.663
13.840 -20 0 -5.752 0 0 8.068
Summe Anlagevermögen 173.558 -534 4.163 -8.305 0 -118 168.764

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Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2009 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge (+) Abgänge (-) Zuschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 12.159 -3 1.187 -855 0 12
2. Firmenwert 244 0 14 0 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 9.129 0 0 0 0 0
21.532 -3 1.201 -855 0 12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.656 0 1.083 -290 0 -73
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10.996 0 133 0 0 0
3. Technische Anlagen und Maschinen 34.520 -91 2.575 -258 0 -995
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.096 -5 1.717 -810 0 1.056
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
81.268 -96 5.508 -1.358 0 -12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.507 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 6.950 0 0 -5.450 0 0
3. Wertpapiere 66 0 0 -66 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
8.523 0 0 -5.516 0 0
Summe Anlagevermögen 111.323 -99 6.709 -7.729 0 0

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Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Veränderung

Währung
31. Dez. 2009 31. Dez. 2009 31. Dez. 2008
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 3 12.503 793 1.843
2. Firmenwert 0 258 76 90
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 0 9.129 13.084 13.084
3 21.890 13.953 15.017
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0 11.376 19.996 21.010
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 11.129 3.692 3.825
3. Technische Anlagen und Maschinen -13 35.738 10.985 11.091
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 27.055 4.479 5.474
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 403 501
-12 85.298 39.555 41.901
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 1.507 392 412
2. Beteiligungen 0 1.500 6 39
3. Wertpapiere 0 0 0 48
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 4.663 4.818
0 3.007 5.061 5.317
Summe Anlagevermögen -9 110.195 58.569 62.235

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008

des AdCapital-Konzerns

Alle Angaben in TEUR

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2008 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge (+) Abgänge (-) Umbuchungen Veränderung

Währung
31. Dez. 2008
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 13.754 0 376 -134 0 6 14.002
2. Firmenwert 336 0 0 0 -2 0 334
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 22.213 0 0 0 0 0 22.213
36.303 0 376 -134 -2 6 36.549
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 30.023 0 324 -2 1.243 78 31.666
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 15.305 0 8 -492 0 0 14.821
3. Technische Anlagen und Maschinen 40.873 0 3.988 -603 472 881 45.611
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.919 0 2.862 -540 204 125 30.570
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.082 0 336 -6 -1.917 6 501
116.202 0 7.518 -1.643 2 1.090 123.169
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.874 0 45 0 0 0 1.919
2. Beteiligungen 7.023 0 0 -34 0 0 6.989
3. Wertpapiere 114 0 0 0 0 0 114
4. Sonstige Ausleihungen 4.943 0 0 -125 0 0 4.818
13.954 0 45 -159 0 0 13.840
Summe Anlagevermögen 166.459 0 7.939 -1.936 0 1.096 173.558

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Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2008 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge (+) Abgänge (-) Zuschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 9.026 0 3.271 -133 0 0
2. Firmenwert 230 0 15 0 0 -2
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 9.129 0 0 0 0 0
18.385 0 3.286 -133 0 -2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.607 0 976 -2 0 2
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10.951 0 137 -92 0 0
3. Technische Anlagen und Maschinen 29.199 0 4.989 -438 0 0
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.932 0 1.816 -548 0 0
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
73.689 0 7.918 -1.080 0 2
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.265 0 242 0 0 0
2. Beteiligungen 6.950 0 0 0 0 0
3. Wertpapiere 17 0 49 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
8.232 0 291 0 0 0
Summe Anlagevermögen 100.306 0 11.495 -1.213 0 0

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Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Veränderung

Währung
31. Dez. 2008 31. Dez. 2008 31. Dez. 2007
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten -5 12.159 1.843 4.728
2. Firmenwert 1 244 90 106
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 0 9.129 13.084 13.084
-4 21.532 15.017 17.918
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 73 10.656 21.010 20.416
2. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 10.996 3.825 4.354
3. Technische Anlagen und Maschinen 770 34.520 11.091 11.674
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -104 25.096 5.474 3.987
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 501 2.082
739 81.268 41.901 42.513
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 1.507 412 609
2. Beteiligungen 0 6.950 39 73
3. Wertpapiere 0 66 48 97
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 4.818 4.943
0 8.523 5.317 5.722
Summe Anlagevermögen 735 111.323 62.235 66.153

1. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung

(Beteiligungen mit 20 % und mehr)

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Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Additiv Multiplikativ
--- --- --- ---
AdCapital Beteiligungs AG Leinfelden-Echterdingen 100,00 100,00
AdCapital Invest GmbH Leinfelden-Echterdingen 100,00 100,00
BE Services GmbH Supply. Energy. Support Leinfelden-Echterdingen 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH Leinfelden-Echterdingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
DPS Engineering GmbH Leinfelden-Echterdingen 61,00 61,00
ESPO s.r.o. Rožnov (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am Entenfang mbH Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Otomotiv Istanbul Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
Erich Jaeger s.r.o. Kopřivnice (Tschechien) 100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 90,55
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong (VR China) 60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzhen) Ltd. Shenzhen (VR China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH Heiligkreuzsteinach 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 90,91 90,91
Taller Hong Kong Ltd. Hongkong (VR China) 100,00 90,91
Taller Electronic Components (Dongguan) Ltd. Dongguan (VR China) 100,00 90,91

2. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

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Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Additiv Multiplikativ
--- --- --- ---
Schutzrechtsgesellschaft Elmotec Statomat GmbH Karben 100,00 100,00
Fico Projects B. V. Zevenaar (Niederlande) 100,00 100,00
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
FRAKO North Europe Oy (ex Joulepower Oy) Lahti (Finnland) 54,00 54,00

3. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu Anschaffungskosten bewertet

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Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Additiv Multiplikativ
--- --- --- ---
mold engineering gmbh Gera 24,80 24,80
komm. passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

Versicherungserklärung

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 gem. § 289 Abs. 1 Satz 5 i. V. m. § 265 Abs. 2 Satz 3

AdCapital AG

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Leinfelden-Echterdingen, den 28. März 2010

AdCapital AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leonberg/Stuttgart, den 09. April 2010

**BDO Deutsche Warentreuhand

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Joachim Entenmann, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Martin Helmich, Wirtschaftsprüfer