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AdCapital AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 20, 2021
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Interim / Quarterly Report
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VERKÜRZTER KONZERN-ABSCHLUSS DER ADCAPITAL AG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2021
- (1. JANUAR 2021 BIS ZUM 30. JUNI 2021)
- UND ZWISCHENLAGEBERICHT
Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
AdCapital ist sehr erfolgreich in das Jahr 2021 gestartet. Der Konzern konnte die Gesamtleistung gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um mehr als 37 % auf 94,0 Mio. € steigern. Der Trend aus dem zweiten Halbjahr 2020 konnte damit fortgesetzt werden. Die wirtschaftliche Erholung, die mit der Wiedereröffnung der chinesischen Wirtschaft nach dem ersten Lockdown bereits im zweiten Quartal 2020 begonnen hatte, setzte sich seitdem branchenübergreifend fort. Das dynamische Umsatzwachstum wird getragen von unserer größten Tochtergesellschaft Erich Jaeger. Durch eine weltweit stärkere Nachfrage nach PKW und LKW konnte Erich Jaeger sowohl in China und Europa sowie erstmals auch in Nordamerika hohe Zuwächse verbuchen. Aber auch unsere anderen Tochtergesellschaften konnten fast ausnahmslos erhebliche Steigerungsraten gegenüber dem coronabedingt schwachen ersten Halbjahr 2020 erzielen. Dies ist umso bemerkenswerter, da sich die weltweiten Rohstoffknappheiten und damit verbundene Preissteigerungen sowie die drastisch gestiegenen Frachtkosten auch auf unsere Gesellschaften ausgewirkt haben und sich unter anderem in einer Materialquote von 54 % (Vorjahr: 49 %) niederschlagen. Kompensiert wurde dies zum großen Teil durch das unterproportionale Personalkostenwachstum. Die Personalkostenquote liegt bei 25 % (Vorjahr: 28 %). Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belief sich zum 30.06.2021 auf 1.579 (Vorjahr: 1.347). Die Steigerung ist vor allem auf das gestiegene Geschäftsvolumen bei der Jaeger-Gruppe zurückzuführen.
Getrieben durch das starke Umsatzwachstum haben sich auch unsere Ergebniszahlen stark verbessert. Seit langer Zeit können wir wieder ein positives Ergebnis nach Fremdanteilen verbuchen. So erzielte der AdCapital-Konzern im ersten Halbjahr 2021 ein Betriebsergebnis in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €), einen Jahresüberschuss von 2,2 Mio. € (Vorjahr: -0,9 Mio. €) und ein Konzernergebnis nach konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Ergebnisanteilen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: -1,8 Mio. €).
Die positive Entwicklung hat sich auch auf die Bilanzkennzahlen ausgewirkt. Das Eigenkapital ist mit 59,7 Mio. € gegenüber dem 31.12.2020 um 0,8 Mio. € gestiegen. Dies ist zum einen auf das positive Ergebnis zurückzuführen, zum anderen wurde jedoch die anteilige Ausschüttung an den chinesischen Minderheitsgesellschafter bei Erich Jaeger eingebucht, was eine Reduzierung der Anteile anderer Gesellschafter zur Folge hatte. Die Bilanzsumme ist vor allem aufgrund des mit dem größeren Geschäftsvolumen verbundenen Anstiegs der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten auf 103,6 Mio. € gewachsen. Die Eigenkapitalquote im Konzern liegt damit bei 57,6 % (Vorjahr: 61,7 %). Der planerisch bereits im ersten Halbjahr erwartete Anstieg des Anlagevermögens und der Finanzverschuldung hat sich allerdings noch nicht im geplanten Ausmaß auf die Bilanz ausgewirkt. Die mit der Kabelfertigung für Erich Jaeger am neuen Standort in Bruchsal verbundenen Investitionen werden zum Großteil erst im zweiten Halbjahr anfallen. Damit wird dann auch ein erheblicher Teil der Mittel aus der Wachstumsfinanzierung in Anspruch genommen werden.
Trotz der bestehenden geopolitischen Risiken, die sich in Konflikten der westlichen Welt mit China und Russland deutlich zeigen, und der weiterhin volatilen Corona-Lage gehen wir davon aus, dass sich für unsere Gesellschaften die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen wird, allerdings mit nachlassender Dynamik. Positiv sind die aktuellen Wirtschaftsprognosen zu bewerten. So geht der IWF von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 6,0 % für 2021 und 4,9 % für 2022 aus. Dabei sind vor allem die Wachstumsprognosen für unsere Kernmärkte in Europa, Nordamerika und China gut. Auch die EU-Kommission geht in ihrer Sommerprognose von guten Perspektiven in der EU aus mit einem Wachstum von 4,8 % im laufenden Jahr und 4,5 % im Jahr 2022.
Auch die gerade für die Erich Jaeger-Gruppe wichtige Automobilund LKW-Nachfrage hat sich im Jahr 2021 erholt. Die PKW-Zulassungen in Deutschland sollen im Gesamtjahr um 6 % über dem Vorjahr liegen, bleiben aber noch erheblich unter dem Vorkrisenniveau. Auch global ist ein Zuwachs um mehr als 12 % zu erwarten. Im Bereich der schweren LKW und der LKW über 3,5 Tonnen sind die Neuzulassungen in Europa stark angestiegen. Dagegen ist in China für das Jahr 2021 mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen, die sich auch schon aktuell bemerkbar macht. Hintergrund sind sehr hohe LKW-Verkäufe im Vorjahr nach dem ersten Lockdown, die gerade bei Flotten auch Vorzieheffekte beinhalteten. Auch ist in den USA mit einer nachlassenden Dynamik zu rechnen nach einem starken 2. Quartal 2021.
Des Weiteren müssen signifikante Risiken beachtet werden. So wird die Rohstoffknappheit – gerade im Elektronikbereich – vorerst weiterhin einen negativen Einfluss auf die Materialverfügbarkeit und -preise haben. Darüber hinaus ist mit weiteren Werksschließungen, Ferienverlängerungen oder Schichtausfällen bei Fahrzeugherstellern aufgrund fehlender Teile zu rechnen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Zulieferer. Dazu kommen neue Risiken für die Materialverfügbarkeit, da Werke unserer Zulieferer im Kunststoff- und Kupferbereich von der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands betroffen sind. Des Weiteren kann eine neue Corona-Welle mit Einschränkungen des Wirtschaftslebens trotz steigender Impfquoten nicht ausgeschlossen werden.
Die grundsätzliche wirtschaftliche Einschätzung bleibt positiv, auch wenn gerade im zweiten Halbjahr einige Verwerfungen drohen, die die Dynamik des Wachstums bremsen und Einfluss auf das Ergebnis haben können.
Vor diesem Hintergrund gehen wir aktuell für das Gesamtjahr 2021 von einem Wachstum der Gesamtleistung zwischen 15 und 22 % gegenüber dem Vorjahr aus. Das Ergebnis des zweiten Halbjahres wird auch positiv erwartet, allerdings aufgrund der genannten Risiken erheblich unterhalb des ersten Halbjahres. Wenn die Rahmenbedingungen stabil bleiben, dürfte das Jahr 2021 das beste Jahr seit langer Zeit für die AdCapital-Gruppe werden.
Waldbronn, den 20. August 2021
Hans-Jürgen Döringer Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG, Waldbronn, für das 1. Halbjahr 2021
| Alle Angaben in T€ | 1. Hj. 2021 | 1. Hj. 2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 92.469 | 69.663 |
| Bestandsveränderungen | 1.482 | -1.193 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 10 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.340 | 598 |
| Materialaufwand | -50.728 | -33.695 |
| Personalaufwand | -23.493 | -19.281 |
| Abschreibungen | -2.298 | -2.483 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.682 | -12.502 |
| Betriebsergebnis | 4.099 | 1.107 |
| Finanzergebnis | -572 | -540 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.298 | -1.482 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.229 | -915 |
| Sonstige Steuern | -30 | -29 |
| Konzern-Jahresergebnis | 2.198 | -944 |
| Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | -752 | -898 |
| Konzernergebnis | 1.446 | -1.842 |
Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Waldbronn, zum 30. Juni 2021
| Alle Angaben in T€ | 30. Jun 21 | 31. Dez 20 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 644 | 775 |
| Sachanlagen | 20.658 | 22.717 |
| Finanzanlagen | 801 | 810 |
| 22.104 | 24.302 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 43.541 | 37.089 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 27.019 | 23.856 |
| Wertpapiere | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 10.014 | 9.751 |
| 80.573 | 70.696 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 766 | 397 |
| Aktive latente Steuern | 72 | 20 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 64 | 64 |
| Summe Aktiva | 103.580 | 95.478 |
| Alle Angaben in T€ | 30. Jun 21 | 31. Dez 20 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 41.700 | 41.700 |
| Kapitalrücklage | 4.592 | 4.592 |
| Gewinnrücklagen | 18.064 | 18.064 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | -9.978 | -11.017 |
| Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung | 578 | -337 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 4.753 | 5.898 |
| Eigenkapital | 59.709 | 58.900 |
| Fremdkapital | ||
| Rückstellungen | 10.181 | 9.992 |
| Verbindlichkeiten | 33.377 | 26.434 |
| 43.558 | 36.426 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 313 | 152 |
| Passive latente Steuern | 0 | 0 |
| Summe Passiva | 103.580 | 95.478 |
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Halbjahresabschluss für den AdCapital-Konzern wird nach HGB aufgestellt. Es werden im Halbjahresabschluss grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 angewendet. Der Halbjahresabschluss ist nur auf Konzernebene einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden; er ist in € aufgestellt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatzund Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
Der Ertragssteueraufwand wird im vorliegenden Halbjahresabschluss auf Grundlage der jeweiligen aktuellen Ergebnisse kalkulatorisch ermittelt. Bestehende steuerliche Verlustvorträge werden regelmäßig auf ihre Nutzbarkeit hin überprüft. Eine Aktivierung der steuerlichen Verlustvorträge erfolgt nicht.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der AdCapital AG 15 (Vorjahr: 15) Gesellschaften, bei denen die AdCapital AG aufgrund ihrer Mehrheitsbeteiligungen unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat.
Aufgrund der einzeln wie zusammen betrachtet untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden sechs (im Vorjahr: sechs) Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Erläuternde Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Eigenkapital des AdCapital-Konzerns ist gegenüber dem 31.12.2020 von 58,9 Mio. € um 0,8 Mio. € auf 59,7 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss, auf die Ausschüttung der Dividende bei den chinesischen Gesellschaften und teilweise auch auf die Währungseffekte zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist zum 30. Juni 2021 gegenüber dem Jahresende 2020 von 61,7 % auf 57,6 % gesunken. Der Rückgang ist auf den Anstieg der Vorräte, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die den Anstieg der Gesamtleistung widerspiegeln. Insgesamt befindet sich unsere Eigenkapitalquote nach wie vor auf hohem Niveau.
Das Netto-Finanzvermögen, bestehend aus Zahlungsmitteln abzüglich kurzfristiger Bankschulden, beträgt zum 30. Juni 2021 6,4 Mio. €. Gegenüber dem Saldo zum 31.12.2020 von 5,4 Mio. € hat sich das Netto-Finanzvermögen somit um 1 Mio. € erhöht.
Die Gesamtleistung der Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahreswert im Vergleichszeitraum in Höhe von 68,5 Mio. € um 25,5 Mio. € (37,2 %) auf 94,0 Mio. € erhöht.
Nachdem die Materialquote im ersten Halbjahr des Vorjahres bei 49,2 % lag, ist sie im Berichtszeitraum um mehr als vier Prozentpunkte auf 54,0 % gestiegen. Der Anstieg ist auf die coronabedingte starke Erhöhung der Materialeinkaufpreise im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Der Personalaufwand sank von einer Quote von 28,2 % auf 25,0 % der Gesamtleistung. Die Personalkosten sind absolut zur Gesamtleistung angestiegen, jedoch nur unterproportional.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 15,6 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsniveau von 18,3 % relativ betrachtet gesunken. Dazu hat im Wesentlichen der starke Rückgang der Währungseffekte beigetragen. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen der Einzelposten der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Umsatzrendite (Betriebsergebnis / Gesamtleistung) mit 4,4 % gegenüber der Vorjahresrendite von 1,6 % um 2,8 Prozentpunkte gestiegen.
Das Finanzergebnis hat für den AdCapital-Konzern eine geringere Bedeutung; es hat sich mit -572 T€ gegenüber dem Vorjahr mit -540 T€ um 32 T€ verschlechtert. Das negative Finanzergebnis ist im Wesentlichen Ausdruck des erhöhten Finanzbedarfs, insbesondere bei der Erich Jaeger-Gruppe.
Der Steueraufwand blieb trotz des Ergebniszuwachses nahezu auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Dies ist auf Ergebnisverschiebungen innerhalb der Erich Jaeger-Gruppe zurückzuführen.
Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2021 ein Konzern-Jahresüberschuss von 2.198 T€ (Vorjahr: Konzern-Jahresfehlbetrag -944 T€) erwirtschaftet. Nach den Konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Anteilen am Ergebnis betrug das Konzernergebnis 1.446 T€ (Vorjahr: -1.842 T€) und war damit seit längerer Zeit wieder positiv.
Die im Anhang zum Jahresabschluss per 31.12.2020 genannten Haftungsverhältnisse haben sich zum 30.06.2021 durch die im Bau befindliche Kabelfertigungslinie geändert. Die Linie wird über einen Mietkaufvertrag mit einem Finanzierungspartner mittlerweile angeschafft und nach Inbetriebnahme aktiviert. Dieser Finanzierungspartner hat die bisher angefallenen Investitionen in Höhe von 2,7 Mio. € übernommen. Dadurch schlagen sich diese in der vorgenannten Höhe im Berichtszeitraum in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen im AdCapital-Konzern nieder.
Zwischenlagebericht
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Chancen und Risiken der folgenden sechs Monate/ Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage
Die von uns im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und im Lagebericht 2020 dargestellten allgemeinen Erfolgsfaktoren und Risiken bei unseren operativen Beteiligungen bestehen unverändert fort. Es sind aber aufgrund der Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands aktuell noch zusätzliche Risiken hinzugekommen. Zulieferer insbesondere von Taller aus den Bereichen Kupfer und Kunststoff sind so schwer betroffen, dass an eine Belieferung durch diese vorerst nicht zu denken ist. Ob, in welchem Umfang und zu welchen Preisen es gelingt, diese Zulieferer zu ersetzen, ist aktuell noch nicht klar. Es könnte hier deshalb auch uns ein Produktionsausfall drohen.
Trotzdem bleiben wir für das Gesamtjahr für die AdCapital-Gruppe positiv gestimmt und erwarten ein erhebliches Wachstum beim Umsatz und dem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr, auch wenn sich voraussichtlich die Dynamik des ersten Halbjahres aufgrund der im Vorwort genannten Rahmenbedingungen nicht in diesem Umfang fortsetzen lässt.
Somit gehen wir unter diesen Rahmenbedingungen weiterhin von einem Wachstum der Gesamtleistung zwischen 15 und 22 % gegenüber dem Vorjahr aus mit einem positiven Ergebnisbeitrag auch des zweiten Halbjahres.
Zu den Gründen dieser Einschätzungen:
Die Erich Jaeger-Gruppe hatte im ersten Halbjahr weltweit ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Grundsätzlich sind die Aussichten weiterhin gut. In Europa ist das Vorkrisenniveau im PKW-Bereich jedoch bisher nicht erreicht. Die nachlassende LKW-Konjunktur in China und den USA wird allerdings das Wachstum dämpfen. Auch spüren wir die fehlenden Bauteile aus dem Elektronik-Bereich. Somit können weniger Steuergeräte für Kabelsätze der Anhängerkupplungssysteme produziert werden. Trotzdem wird 2021 der höchste Umsatz der Firmengeschichte erzielt werden mit einem guten Ergebnis, das aber im zweiten Halbjahr auch von den Anlaufkosten der Kabelfertigung sowie einer verzögerten Maschinenlieferung beeinflusst wird.
Die Bavaria Digital Technik (BDT), die KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH (KTS) und die FRAKO GmbH haben sich im ersten Halbjahr 2021 gut behauptet. Insbesondere die BDT kann trotz Chip-Krise ihre positive Entwicklung fortsetzen.
Taller profitierte im ersten Halbjahr von der ebenfalls sehr guten Konjunktur im Markt für "weiße Ware" und konnte den Verlust eines Großkunden damit in erheblichem Umfang kompensieren. Allerdings drohen jetzt Schwierigkeiten aus dem genannten Ausfall von Lieferanten. Damit bleibt die Situation trotz der bisherigen guten Umsatzentwicklung und der operativen Verbesserungen volatil.
Schwierig bleibt die Lage der OPUS. Trotz einer Umsatzsteigerung ist die Gesellschaft noch erheblich vom Vorkrisenniveau entfernt. Die Preise im Werkzeug- und Formenbau für Fahrzeugdichtungen sind weiterhin historisch niedrig und belasten das Ergebnis.
Wichtige Ereignisse des Berichtszeitraums
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgeht.
Waldbronn, den 20. August 2021 Hans-Jürgen Döringer Vorstand
AdCapital AG Im Ermlisgrund 11 76337 Waldbronn
ISIN: DE0005214506 Telefon: +49 7461 90065 652 Fax: +49 7461 90065 665 [email protected] www.adcapital.de