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AdCapital AG Annual Report 2010

Jun 6, 2011

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Annual Report

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Publication

AdCapital AG

Leinfelden-Echterdingen

AdCapital AG - Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom

01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010

Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2010

1. Der AdCapital-Konzern

1.1 Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG ist zum einen das Erwerben und Halten von Beteiligungen an Unternehmen. Einen zweiten Tätigkeitsschwerpunkt bildet die Vermögensverwaltung, also die Anlage des (liquiden) Vermögens in Wertpapieren jeglicher Art. Beide Geschäftsbereiche sind durch ein unterschiedliches Wettbewerbsumfeld sowie unterschiedliche Chancen- und Risikoprofile gekennzeichnet.

Die operativen Beteiligungen der AdCapital AG sind in folgenden Branchen tätig:

Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH Geräte- und Anlagenbau, Elektrotechnik
Erich Jaeger GmbH & Co. KG Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH Antriebstechnik, Engineering und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Elektrotechnik
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen- und Werkzeugbau
Taller GmbH Elektrotechnik

Die seit 1998 gehaltene Beteiligung an der DPS Engineering GmbH wurde im November 2010 veräußert. Damit ist die letzte Beteiligung der AdCapital Gruppe mit dem Schwerpunkt auf Softwareentwicklung und -wartung aus dem Verbund ausgeschieden.

1.2 Konzernstrategie, Ziele und Unternehmenssteuerung

1.2.1 Konzernstrategie

Die AdCapital AG konzentriert sich bei ihren Unternehmensbeteiligungen vorrangig auf Spätphasenfinanzierungen. Hierbei zählen mittelständisch geprägte Familienunternehmen, die sich erfolgreich in reifen Nischenmärkten etabliert haben, zu den bevorzugten Zielunternehmen. Die Unternehmen sollten einen Umsatz von mindestens 20 Mio. € bei stabiler Ertragslage vorweisen. Wir setzen derzeit unsere Mittel bevorzugt im produzierenden Bereich der Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Maschinen- und Werkzeugbau sowie in der Automobilzulieferindustrie ein.

Sofern Familienunternehmen veräußert werden, legen die Verkäufer häufig nicht nur Wert darauf, den Veräußerungspreis zu maximieren. Vielmehr wird auch darauf geachtet, dass der potenzielle Erwerber dem Unternehmen als solchem, dem Standort und der Belegschaft eine hohe Bestandssicherheit gewährt. Hier haben wir uns in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner etabliert. Vorteilhaft wirkt sich dabei vor allem aus, dass wir bei unseren Engagements überwiegend eine langfristige Beteiligung als Investor suchen. Ein weiterer wichtiger Unterschied der AdCapital AG im Vergleich mit klassischen Private-Equity-Fonds ergibt sich darüber hinaus aus unserem Investitionsverständnis als Unternehmer. Wir investieren keine Fondsmittel eines anonymen Beteiligungsfonds mit ausschließlich finanziellen Interessen. Vielmehr sehen wir uns als unternehmerischer Partner, der neben eigenem Kapital insbesondere unternehmerisches Know-how und eine gelebte, mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen substanziell weiterzuentwickeln. Wir setzen dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich. Im Gegenzug unterstützen wir diese durch unser Know-how und unsere ausgezeichneten Netzwerke in Bereichen wie Finanzen, Steuern, Recht und Kapitalmarkt.

Neue Investitionsmöglichkeiten werden von uns regelmäßig geprüft. Durch unsere fondsunabhängige Refinanzierung sind wir in der Lage, unsere Investitionsentscheidungen ausschließlich auf Basis von ausgewogenen Chancen- sowie Risikoerwägungen zu treffen. Darüber hinausgehende Aspekte wie z.B. die Berücksichtigung der Laufzeit eines Fonds oder gemachte Investitions- bzw. Finanzierungszusagen von Investoren sind uns fremd. Unabhängig hiervon sind wir aber bestrebt, bevorzugt unsere bestehenden Beteiligungen qualifiziert weiterzuentwickeln. Dabei unterstützen wir unsere Beteiligungen nicht nur bei organischen Wachstumsoptionen sondern auch bei der Suche nach externen Wachstumsoptionen.

Wegen unvermeidbarer Schwankungen im Bereich der unmittelbaren Investitionen in Unternehmensbeteiligungen legen wir einen wesentlichen Teil unseres frei verfügbaren Vermögens dauerhaft in Wertpapieren an.

Der Erfolg unserer Wertpapieranlagestrategie ist maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmarktverhältnisse auf den Aktien- und den Rentenmärkten, aber auch von der konkret gewählten Asset-Allokation sowie der Einzeltitelauswahl abhängig. Im Rahmen unserer Wertpapierauswahl bzw. -allokation werden wir u.a. von externen Beratern bzw. Banken unterstützt. Bei der Verwaltung der Wertpapiere greifen wir neben Depots bei verschiedenen Banken bevorzugt auf die Struktur eines Spezialfonds zurück.

1.2.2 Ziele

Ziel der AdCapital AG ist es, insgesamt eine Wertsteigerung sowie nachhaltige Erträge aus unserem Beteiligungsportfolio und unseren Wertpapieranlagen zu erwirtschaften, die regelmäßig über angemessene Dividendenzahlungen an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Die Ertragslage der AdCapital AG im Geschäftsfeld Unternehmensbeteiligungen wird vorwiegend durch die operativen Ergebnisse unserer Beteiligungen geprägt. Mögliche Erträge aus Beteiligungsveräußerungen können zudem eine materielle Rolle spielen, obgleich wir Unternehmensbeteiligungen grundsätzlich länger als im Private-Equity-Bereich allgemein üblich halten.

Im Rahmen unserer Anlagestrategie im Bereich der Wertpapieranlagen wollen wir dauerhaft Renditen spürbar über Geldmarktniveau realisieren. Daher sind wir auch bereit, Anlage-Allokationen mit einem höheren Chance-/Risikoprofil einzugehen. Dabei werden von uns direkte Anlagen in Aktien vermieden. Vielmehr bevorzugen wir stattdessen Aktienanleihen sowie High Yield-Anleihen. Nach den starken Verwerfungen in den Jahren 2008 sowie 2009 haben wir aktuell eine vorsichtigere Anlagestrategie zugunsten risikoärmerer sowie hoch liquider Anlageklassen gewählt, um auch für eventuell anstehende Investitionen bei Unternehmensbeteiligungen ausreichend eigene Liquidität einsetzen zu können.

1.2.3 Unternehmenssteuerung

Das Steuerungssystem der AdCapital AG ist in zwei wesentliche Bereiche unterteilt: zum einen in die Steuerung der operativen Beteiligungen, zum anderen in die Allokation und Steuerung der Wertpapieranlagen. Darüber hinaus werden Neuakquisitionen bzw. Desinvestitionen von Unternehmensbeteiligungen regelmäßig geprüft.

Generell erfolgt die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns über regelmäßige strategische sowie operative Diskussionen zwischen dem Vorstand sowie den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden u.a. auf Basis eines detaillierten Budgets sowie der definierten strategischen Weiterentwicklung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsszenarien entwickelt. Ein effizientes, gruppenweit eingeführtes Controllingsystem wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden frühzeitig erkannt und besprochen und führen im Zweifel zu entsprechenden Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Produktivität je Stunde, die EBT-Marge sowie der Free Cashflow. Zur Angabe werden ergänzend Kennzahlen zur Kostenstruktur hinzugezogen.

Im Rahmen der Wertpapieranlagen der AdCapital AG werden Renditeziele sowie die Allokation von Wertpapieren bzw. Wertpapierklassen mit Hilfe externer Berater sowie Banken im Rahmen von Anlageausschusssitzungen regelmäßig besprochen und an die aktuellen Kapitalmarktverhältnisse bzw. die aktuellen Chancen- und Risikoerwartungen angepasst.

Neuinvestitionen in Unternehmensbeteiligungen oder Verkaufsabsichten von bestehenden Beteiligungen werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eng abgestimmt.

1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2010

Im August 2010 haben wir für die AdCapital Aktie einen Segmentwechsel vollzogen. War diese bis zum 26. August 2010 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert, wird diese seit dem 27. August 2010 im Entry Standard geführt. Da die Aktien seither nicht mehr an einem organisierten Markt im Sinne von § 264d HGB gehandelt werden, entfallen die für kapitalmarktorientierte Unternehmen geltenden Vorschriften ab dem Geschäftsjahr 2010. Der Konzernabschluss wurde daher unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Im November 2010 haben wir unsere Beteiligung an der DPS Engineering GmbH im Rahmen eines Management Buy Back veräußert.

Im Dezember 2010 trat Herr Dr. Detlef Guhl als Vorstand zurück. Er war seit Mai 2009 im Wesentlichen für Restrukturierungsprojekte bei unseren operativen Beteiligungen verantwortlich.

1.4 Wesentliche Veränderungen im Konsolidierungskreis

Durch den Abgang der DPS Engineering GmbH im November 2010 hat sich der Konsolidierungskreis weiter verkleinert. Eine Veränderung ergab sich zudem durch die Neugründung einer ausländischen Tochtergesellschaft der Taller GmbH in Tschechien. Auf die Ausführungen zur Portfolioentwicklung wird verwiesen.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage/Entwicklung des Kapitalmarkts

Nach einer starken konjunkturellen Erholung in 2010 erwarten die Ökonomen auch für das Jahr 2011 in Deutschland und den Industriestaaten eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Verbesserte Indikatoren, wie beispielsweise die Arbeitslosenquote und die Defizitquote des Staates unterstützen diese Erwartungen. Gerade die deutsche Automobilindustrie, welche bis Anfang des Jahres 2010 stark unter der Rezession zu leiden hatte, konnte sich spürbar erholen und profitiert aktuell besonders von ihrer guten Marktstellung, insbesondere im weiter wachsenden asiatischen Markt. Das gleiche gilt für die stark exportorientierte Anlagen- sowie Maschinenbauindustrie und ihre Zulieferer, die ebenfalls besonders an der starken Nachfrage in Asien partizipieren.

Die Bankenkrise des Jahres 2008 ist weitgehend überwunden. Dank einer expansiven Geld- sowie Fiskalpolitik konnte auch die Wirtschaft relativ schnell aus der Rezession geführt werden. Der Preis in Form einer Staatsschuldenkrise sowie einer steigenden Inflation zeigt sich deutlich an den Finanzmärkten. Nachdem Griechenland und Irland bereits unter die schützenden Hände des EU Rettungsschirms geschlüpft waren, war es zuletzt Portugal, welches nach langem Widerstand die Hoffnung auf eine eigenständige Lösung der eigenen Staatsfinanzkrise aufgegeben hat. Außerhalb der EU machen vor allem die unverändert besorgniserregenden Staatsdefizite der USA auf sich aufmerksam. In Folge der lockeren Geldpolitik ist es in 2010 zu einer gewollten deutlichen Erholung der Aktienmärkte nicht nur in den USA, sondern vor allem auch in Deutschland gekommen. Auf den Anleihenmärkten hat sich die Beruhigung weiter fortgesetzt, was zu einer weiteren Reduzierung der Spreads geführt hat. Zudem greifen die Anleger verstärkt auf risikoreichere High Yield Anleihen zurück, welche zumindest aktuell noch höhere Renditen bei mutmaßlich niedrigen Ausfallrisiken versprechen. Bei den Staatsanleihen bleibt das Bild gespalten. Auf der einen Seite werden die Anleihen der PIIGS Staaten - wenn überhaupt - nur noch mit Abschlag bzw. mit einem überdurchschnittlichen Renditeaufschlag gehandelt, während auf der anderen Seite sichere Staatsanleihen unverändert eine sehr niedrige Rendite abwerfen.

Nach einem zwischenzeitlichen Hoch in dritten Quartal 2010 verlor der Euro gegenüber dem Dollar wieder an Wert und verlor auch gegenüber dem Yen. Ende 2010 wurde die europäische Einheitswährung zu 1,34 EUR/USD gehandelt. Dies entspricht einer Wertveränderung seit Jahresbeginn von minus 6,7 %.

Auch im Jahr 2010 stieg der Ölpreis weiter an, jedoch nicht so stark wie im vergangenen Jahr. Zu Jahresbeginn 2010 notierte ein Barrel der Sorte Brent bei 80,12 USD, zum Jahresende 2010 stieg der Preis auf 94,75 USD. Dies entspricht einer Preissteigerung von 18,3 % innerhalb eines Jahres.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) erholte sich im Jahr 2010 weiterhin stark und beendete das Jahr mit 7.083 Punkten (Vorjahr: 5.957 Punkte). Dies entspricht einer Steigerungsrate von rund 19 %. Der DJ Euro ST0XX® 50 verlor im gleichen Zeitraum 5,5% an Wert, auch der Nikkei verlor im Vergleich zum Vorjahr 6 % an Wert.

2.2 Branchenentwicklung / Der Private-Equity-Markt

Der deutsche Private-Equity Markt hat sich nach einem sehr schwierigen Jahr 2009 in 2010 erstaunlich gut erholt. Gemäß der Branchenstatistik des Bundesverbandes Deutscher Kapitalgesellschaften (BVK) investierten deutsche Beteiligungsgesellschaften im Jahr 2010 4,4 Mrd. €. Dies stellt nach einem Investitionsvolumen von 2.4Mrd. € im Vorjahr einen Anstieg von ca. 57 % dar. Schwerpunkt der Investitionen waren wie im Vorjahr Mehrheitsbeteiligungen (Buy-Outs), welche insgesamt ca. 2.5Mrd. € an Investitionsvolumen auf sich vereinigen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Beteiligungskapitalmarkt besonders im Bereich der Mehrheitsbeteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen deutlich an Stabilität gewonnen.

Der Anstieg an Neuinvestitionen steht in klarem Zusammenhang mit der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Lediglich im Bereich des Venture Capital lässt sich weiterhin eine starke Zurückhaltung feststellen.

Im Gegensatz zum Vorjahr ließen sich einige größere Transaktionen bei den Buy Out-Investitionen verzeichnen, welche sicherlich auch zur positiven Entwicklung des Kapitalmarktes beigetragen haben.

Das insgesamt verwaltete Kapital deutscher Beteiligungsgesellschaften ("Capital under Management") belief sich laut BVK zum Jahresende 2010 auf 39,0 Mrd. € (Vorjahr: 36,5 Mrd. €), was einem Anstieg von 6,8 % entspricht. Das Fundraising der deutschen Beteiligungsgesellschaften erreichte 2010 ein Volumen von rund 0,9 Mrd. € (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und sank damit um sechzehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuletzt war das Fundraising deutscher Beteiligungsgesellschaften im Jahr 1996 so niedrig wie in den letzten beiden Jahren. Entsprechend wird das Fundraising das bestimmende Thema für das Jahr 2011 sein, da viele Beteiligungsgesellschaften den Start des Fundraisings wegen der Zurückhaltung von institutionellen Investoren in den Jahren 2009 und 2010 verschieben mussten.

Nach der deutlichen Erholung der Private-Equity-Branche im Jahr 2010 bleiben die Aussichten gemäß der vom BVK in Auftrag gegebenen "Private-Equity-Prognose 2011" auch für das Jahr 2011 optimistisch. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die unverändert positiven konjunkturellen Aussichten aber auch die mittlerweile wieder deutlich freundlicheren Refinanzierungskonditionen bzw. -möglichkeiten. Auffallend ist jedoch, dass sowohl auf der Erwerberseite als auch auf Seiten der verkaufswilligen Beteiligungsgesellschaften vorwiegend sogenannte Secondary-Buy Outs als Dealflow-Quelle genannt werden. Erst danach werden Übernahmen von Konzern- oder Unternehmensteilen u.a. von Familienunternehmen als mögliche Quelle für Transaktionen erkannt.

3. Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

3.1.1 AdCapital-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns

(in Mio. €) 2010

HGB
2009

IFRS
Gesamtleistung 136,4 113,8
Sonstige betriebliche Erträge 22,6 6,1
Materialaufwand -61,7 -45,2
Personalaufwand -43,1 -46,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25,6 -25,6
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 28,6 2,5
Abschreibungen -6,9 -6,7
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 21,7 -4,2
Beteiligungsergebnis 0,0 1,0
Finanzergebnis 9,3 25,7
a.o. Ergebnis -0,5 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 30,5 22,5
Ertragsteuern -4,3 -1,9
Konzernjahresergebnis 26,2 20,6
Konzernergebnis nach Minderheiten 24,8 19,0
Ergebnis je Aktie (in €) 1,8 1,4

Eine qualifizierte Vergleichsrechnung des Ergebnisses des vergangenen Wirtschaftsjahres mit dem des Geschäftsjahres 2009 ist nur eingeschränkt möglich. Ursache dafür ist ein Wechsel der angewendeten Konzernrechnungslegungsvorschriften innerhalb der beiden Wirtschaftsjahre. Während der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 unter Anwendung der IFRS aufgestellt wurde, erfolgte die Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2010 unter Berücksichtigung der Vorschriften des HGB. Trotz einer eingeschränkten Vergleichbarkeit der Rechenwerke, wird für die Zwecke des Lageberichts und zur Darstellung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern eine vergleichende Betrachtung herangezogen.

Bei den Portfoliogesellschaften der AdCapital AG handelt es sich im Wesentlichen um produzierende Unternehmen. Gleichwohl sind diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig und werden daher bei ihrer unternehmerischen Entwicklung von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterschiedlich berührt. Die meisten Gesellschaften des AdCapital-Konzerns zeichnet eine überdurchschnittlich starke regionale Fokussierung auf den deutschen bzw. deutschsprachigen Raum aus. Durch die Ausrichtung als Zulieferer, z. B. für die Automobilindustrie (Erich Jaeger-Gruppe) oder für die Druckmaschinenindustrie (Bavaria Digital Technik GmbH) ist andererseits aber auch eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von Exporterlösen gegeben. Insofern ist die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns sowohl vom konjunkturellen Umfeld in Deutschland als auch mittelbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Dank der wirtschaftlichen Erholung seit Beginn des zweiten Quartals 2010 konnten unsere operativen Beteiligungen sowohl ihre Umsatz- wie auch ihre wirtschaftlichen Ergebnisse deutlich verbessern. Dabei profitierten unsere zuvor stark gebeutelten Beteiligungen wie die Taller-Gruppe sowie die Erich-Jaeger-Gruppe besonders. Insgesamt erholte sich der Konzernumsatz wieder von 118,9 Mio. € in 2009 um 14,0 % bzw. 16,7 Mio. € auf 135,6 Mio. € in 2010. Die Gesamtleistung entwickelte sich ebenfalls erfreulich von 113,8 Mio. € in 2009 auf 136,4 Mio. € im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Der sonstige betriebliche Ertrag ist besonders durch den Endkonsolidierungserfolg in Höhe von ca. 14,8 Mio. € aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der DPS Engineering GmbH positiv beeinflusst worden. Bereinigt wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 7,8 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 6,1 Mio. € im Vorjahr erwirtschaftet.

Der Materialaufwand im Konzern stieg absolut von 45,2 Mio. € in 2009 um 16.5 Mio. € auf 61,7 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Materialeinsatzquote spürbar von 39,7 % in 2009 auf 45,2 % in 2010. Der Anstieg der Materialeinsatzquote steht vor allem im Zusammenhang mit einem deutlich höheren Anteil von Umsätzen unserer Beteiligungen mit Teileumsatz (u.a. Taller-Gruppe sowie Erich Jaeger-Gruppe) und einem geringeren Umsatzbeitrag aus unseren stärker dienstleistungsorientierten Beteiligungen DPS Engineering GmbH sowie BDT GmbH.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr absolut leicht von 46,6 Mio. € auf 43,1 Mio. € bzw. relativ (bezogen auf die Gesamtleistung) stark von 40,9 % auf 31.6 % gesunken. Dieses ist zum einen auf den niedrigeren Dienstleistungsanteil an der Konzerngesamtleistung zurückzuführen. Vor allem aber wurde das Vorjahr durch Sonderaufwendungen aus Personalanpassungsmaßnahmen sowie die erst verzögert greifenden Personalkostenreduzierungen in Folge von Restrukturierungsmaßnahmen belastet.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns entwickelte sich insgesamt erfreulich und betrug - bereinigt um den Endkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der Anteile an der DPS Engineering GmbH - im Geschäftsjahr 6,9 Mio. € nach -4,2 Mio. € bzw. bereinigt 3,0 Mio. € im Vorjahr.

Vor allem aus den Wertpapieranlagen der AdCapital AG konnte auf Konzernebene ein positives Finanzergebnis in Höhe von insgesamt 9,3 Mio. € erzielt werden. Dieses wurde vor allem durch Kursgewinne sowie vereinnahmte Zinsen aus Unternehmensanleihen sowie Festgeldanlagen erwirtschaftet. Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnisniveau ist einerseits einer konservativeren Anlagestrategie geschuldet. Andererseits war das Finanzergebnis in 2009 durch erhebliche positive Nachholeffekte aus der Bankenkrise geprägt.

Getragen durch ein erholtes operatives Ergebnis, einem erfolgreichem Verkauf der Anteile an der DPS Engineering GmbH sowie einem ebenfalls positivem Finanzergebnis haben wir im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 26,2 Mio. € nach 20,6 Mio. € im Vorjahr erzielt. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich gleichzeitig von 1,4 € im Vorjahr auf 1,8 € im abgelaufenen Geschäftsjahr.

3.2 Industriebeteiligungen

Das betriebliche Ergebnis der Industriebeteiligungen der AdCapital-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrheitlich positiv.

Die Umsatz- sowie Ertragslage der DPS Engineering GmbH zeigte sich mit einem anteiligen Jahresumsatz von 10,9 Mio € bis zum Verkauf der Beteiligung im November 2010 gegenüber 2009 rückläufig. Insgesamt konnte das Unternehmen unverändert von seiner starken Fokussierung auf den IT-Dienstleistungs- und -Entwicklungssupport für Banken profitieren. Vor allem durch IT-Integrationsprojekte im Zusammenhang mit Übernahmen bzw. Fusionen im Bankenumfeld ergaben sich dabei erfreuliche Neuprojekte. Durch eine Kooperation mit einem Zulieferanten für Parkraum- sowie Tankstellenbewirtschaftungssysteme konnte zudem erfolgreich ein neues Produktspektrum für Zahlungsverkehrssysteme entwickelt und vermarktet werden.

Die EW Hof-Gruppe ist ein qualifizierter Zulieferer für die Windkraftindustrie. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in dieser Funktion hochwertige Stellmotoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt bilden zunehmend Stromgeneratoren, die in kleineren Blockheizkraftwerken eingesetzt werden. Die Gesamtleistung erreichte in 2010 17,4 Mio. € nach 15,2 Mio. € im Vorjahr. Die dabei erzielten Margen sind insgesamt zufriedenstellend. Wir sehen in beiden Märkten unverändert interessante Wachstumsoptionen. Diese erfordern jedoch teilweise noch erhebliche Anstrengungen bzw. die Umsetzung von umfangreichen Investitionsmaßnahmen.

Die Erich Jaeger-Gruppe steht stellvertretend für die Automobilzulieferindustrie, die in 2009 erheblich unter dem starken Konjunktureinbruch zu leiden hatte. Seit Beginn des zweiten Quartals 2010 haben sich die Auftragseingänge sowie Umsätze jedoch spürbar erholt. Dies gilt grundsätzlich für alle Geschäftsbereiche. Allerdings haben sich die Umsätze mit LKW-Kunden sowie LKW-Aufbautenherstellern noch nicht vollständig erholt. Insgesamt konnte die Gruppe in 2010 die Gesamtleistung auf 34,2 Mio. € nach 21,6 Mio. € in 2009 steigern. Der schnelle Umschwung war von uns nicht bzw. nicht in dem Ausmaß erwartet worden und hat die Gruppe daher mitten in ihren umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen überrascht. In der Folge kam es teilweise zu erheblichen Produktionsengpässen, die mittlerweile aber abgestellt werden konnten. Die zuvor erfolgten umfangreichen Personalanpassungsmaßnahmen in den ausländischen Produktionsstandorten in Tschechien sowie China wurden in der Folge weitgehend zurückgenommen. Dagegen sind die Restrukturierungsmaßnahmen am Standort in Friedberg umgesetzt worden. Damit sind aktuell sämtliche Produktionskapazitäten der Erich Jaeger-Gruppe in Tschechien und China konzentriert. Die wesentlichen Logistik- sowie Entwicklungsleistungen werden jedoch auch weiterhin aus Deutschland heraus erbracht werden. Sehr erfreulich haben sich die Vertriebsanstrengungen der Erich-Jaeger-Gruppe entwickelt. In Europa konnte ein neuer LKW-OEM als Kunde gewonnen werden. Auch in China konnten die Umsätze mit lokalen Kunden spürbar gesteigert werden.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr analog zur sich wieder erholenden Lage im Maschinen- und Anlagenbau positiv entwickelt. Die Gesamtleistung stieg in 2010 auf 20,2 Mio. €, nachdem in 2009 nur 17,1 Mio. € erwirtschaftet werden konnten. Für 2011 wird eine weitere Erholung der Märkte erwartet. In dem Bereich Energie-Management-Systeme für industrielle Kunden werden weiterhin umfangreiche Neuentwicklungen vorangetrieben. Dabei wird auch auf die Entwicklungskompetenzen unserer Beteiligung Bavaria Digital Technik GmbH zurückgegriffen.

Die Bavaria Digital Technik GmbH ist als qualifizierter Zulieferer und Entwickler für die Druckmaschinenindustrie unverändert von den vor allem strukturell begründeten Absatzproblemen der deutschen Druckmaschinenhersteller betroffen. Nachdem in 2009 die Gesamtleistung auf 11,1 Mio. € eingebrochen war, hat sich die Lage in 2010 mit einer Gesamtleistung von 13,2 Mio. € leicht entspannt. Unsere Anstrengungen, die Kundenbasis sowie das Leistungsspektrum des Unternehmens zu erweitern, zeigen erste Erfolge.

Die Taller-Gruppe war in 2009 stark durch die Konjunkturkrise getroffen worden. In der Folge haben wir umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt, die u.a. die Konzentration unserer Fertigungskapazitäten in Deutschland sowie in China zur Folge hatte. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio bereinigt, in dem u.a. Fertigungsaufträge für den Automobilzulieferbereich vollständig aufgegeben wurden. Dank der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in 2010 wurden unsere Aktivitäten bestätigt. Nach einer Gesamtleistung von 24,5 Mio. € in 2009 wurde in 2010 wieder eine Gesamtleistung von 31,6 Mio. € bei einer ausgeglichenen Ertragslage erwirtschaftet. Aktuell stehen eine deutliche Intensivierung der vertrieblichen sowie operativen Aktivitäten in China sowie Produktinnovationen mit dem Ziel einer signifikanten Reduzierung von Materialkosten im Vordergrund unserer Aktivitäten.

Die übrigen Beteiligungen der AdCapital AG entwickelten sich überwiegend erfreulich und konnten die gesetzten Ertrags- sowie Umsatzziele weitgehend erreichen.

4. Finanz- und Vermögenslage

4.1 Akquisitionen und Divestments / Portfolioentwicklung

Im Geschäftsjahr 2010 haben wir uns vorsichtig mit neuen Investitionsmöglichkeiten auseinandergesetzt. Da unsere Investitionsbereitschaft jedoch auch von einer angemessenen Preisfindung beeinflusst wird, haben wir auch in 2010 kein Projekt erfolgreich abschließen können.

Im November 2010 haben wir unseren 61 %-igen Anteil an der DPS Engineering GmbH an das Management verkauft. Vorausgegangen waren verschiedene Gespräche mit strategischen Investoren, die an einer Übernahme unserer Beteiligung Interesse bekundet hatten. Da uns das bereits beteiligte Management gleichzeitig ein finanziell gleichwertiges sowie qualitativ vorteilhaftes Angebot für die von uns gehaltenen Geschäftsanteile vorlegen konnte, haben wir schließlich unsere Anteile an das Management verkauft.

4.2 Investitionen

(in Mio. €) 2010 2009
Investitionsvolumen, Konzern 4,3 4,3

Im Zusammenhang mit der letzten Rezession wurde im AdCapital Konzern auch in 2010 ein restriktives Investitionsmanagement aufrechterhalten. Aufgrund von vorwiegend strategisch motivierten Projekten ist jedoch ab 2011 mit höheren Ausgaben für Investitionsprojekte zu rechnen.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und durch eine hohe Eigenkapitalquote sowie einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt.

Die einzelnen Konzernunternehmen werden vorrangig durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Konzern-Cashpooling finanziert. Darüber hinaus bestehen mehrheitlich auf Ebene der Einzelgesellschaften Kreditlinien bei Finanzinstituten, die aber nur zum Teil beansprucht werden.

Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat trotz einer Entspannung der gesamtwirtschaftlichen Lage für uns unverändert oberste Priorität. Daher wird die hohe freie Liquidität der AdCapital AG von uns zum Teil nur noch kurzfristig angelegt, um eine schnelle Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen sowie Zinsänderungsrisiken zu begrenzen. Zusätzlich vereinbarte Kreditlinien bei Banken sichern den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Konzerns. Der gesamte Finanzierungsmix führt zu einer ausreichenden Finanzierung der einzelnen Gesellschaften.

4.3.2 Kapitalstruktur

Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

(in Mio. €) 31. Dez.

2010
% 01. Jan.

2010
%
Eigenkapital 179,2 85,7 159,8 83,0
Fremdkapital 29,8 14,3 32,8 17,0
Gesamtkapital 209,0 100,0 192,6 100,0

Der Konzern weist unverändert eine konservative Eigenkapitalquote aus.

4.3.3 Cashflow / Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

(in Mio. €) 2010 2009
0perativer Cashflow 8.3 22,2
Nettoinvestitionen 10.3 3,9
Free Cashflow 18.6 26,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.8 -12,8

Der positive Cashflow aus den Nettoinvestitionen war vor allem durch den Nettoerlös (Verkaufspreis abzüglich der hingegebenen Zahlungsmittel) aus dem Verkauf der Anteile an der DPS Engineering GmbH in Höhe von 17,3 Mio. € geprägt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit -7,8 Mio. € (Vorjahr: -12,8 Mio. €) negativ, was maßgeblich durch Ausschüttungen sowohl an die Aktionäre der Ad-Capital AG als auch an Minderheitsgesellschafter von 7,0 Mio. € verursacht wurde.

4.3.4 Cashpooling

Fast alle inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das sogenannte Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cashpoolsystem des Konzerns dient den konzernzugehörigen Gesellschaften zur zinsgünstigen und unbürokratischen Refinanzierung sowie zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel.

4.4 Vermögenslage

(in Mio. €) 31. Dez.

2010
% 1. Jan.

2010
%
Anlagevermögen 39,6 18,9 46,0 23,9
Umlaufvermögen und RAP 169,4 81,1 146,6 76,1
Davon Wertpapiere und Zahlungsmittel 123,8 59,2 102,8 53,4
Gesamtvermögen 209,0 100,0 192,6 100,0

Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität geprägt.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nach der schweren Wirtschaftskrise in 2009 kam es mit Beginn des zweiten Quartals 2010 zu einem erstaunlichen Aufschwung, der uns sowohl vom Zeitpunkt als auch von der Stärke überrascht hat. Insoweit waren wir gezwungen, einzelne Restrukturierungsmaßnahmen bei unseren Beteiligungen mit Ausrichtung auf die Automobil- bzw. Zulieferindustrie nicht nur zu stoppen, sondern teilweise wieder rückgängig zu machen, so groß waren teilweise die Nachfrageüberhänge. Insoweit haben wir spürbar vom Aufschwung partizipiert, jedoch nicht im möglichen vollen Umfang.

Dank einer im Gesamtkonzern konsequent betriebenen konservativen Refinanzierungspolitik konnten auch die mit dem Aufschwung verbundenen zusätzlichen Liquiditätsanforderungen durch entsprechende Eigenkapitalmittel oder Cash-Pool-Linien und damit ohne Rückgriff auf zusätzliche Bankenlinien refinanziert werden.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist unverändert stabil. Dank der ebenfalls stabilen operativen Ergebnisentwicklung schlagen der Vorstand und Aufsichtsrat eine Aufstockung der ordentlichen Dividendenausschüttung von 0,50 EUR je Aktie um eine Sonderdividende von ebenfalls 0,50 EUR je Aktie vor.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte die AdCapital AG acht (Vorjahr: neun) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren zum 31. Dezember 2010 1.358 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.316).

Der starke Personalaufbau ist der konjunkturellen Erholung und vor allem auf einem Personalaufbau innerhalb der ausländischen Produktionsstandorte Jaeger-Gruppe zurückzuführen.

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 36 (Vorjahr: 47). Der AdCapital-Konzern versteht sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber mit einem klaren Bekenntnis zum Produktions- und Investitionsstandort Deutschland. Mit seinen Ausbildungsplätzen möchte das Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik ist, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikation weiterzuentwickeln, da eine gute Aus- und Fortbildung Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen ist.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihrer Beteiligung am betrieblichen Prozess schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Die Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat bestehen aus einer fixen sowie einer variablen Komponente. Dabei war die variable Vergütung des Vorstands an die realisierten Konzernjahresergebnisse gebunden. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats bezieht sich auf den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Ad-Capital AG. Darüber hinausgehende variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind vereinbart.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2010 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und fielen vor allem bei der Jaeger-sowie der Taller-Gruppe an.

6. Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen und Asset Management-Aktivitäten zu erzielen. Entsprechend versuchen wir unangemessene Risiken zu vermeiden bzw. diese zu steuern. Das Risikomanagementsystem ist daher integraler Bestandteil unseres Managementinformationssystems. Dabei wird die grundsätzliche Risikopolitik im Wesentlichen durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Entsprechend der Verantwortlichkeiten innerhalb des Konzerns bzw. der operativen Beteiligungen sind die jeweiligen Geschäftsführer bzw. Risikomanager verpflichtet, das konzernweit geltende Risikomanagementsystem aktiv einzusetzen und zu pflegen.

Unser Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen. Es wird kontinuierlich und fortlaufend weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken ausgewertet. Die gewonnenen Informationen aus dem Risikomanagementsystem dienen auch als Entscheidungsgrundlage, um erforderlich werdende Desinvestments gezielt und fristgerecht vornehmen zu können.

6.2 Allgemeine Erfolgsfaktoren und Risiken des Private-Equity-Geschäfts

Die Risiken einer Beteiligungsgesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus dem Kaufen, Halten sowie dem Verkauf von Beteiligungen. Den genannten Risiken stehen aber auch entsprechende Chancen gegenüber.

Der Erfolg von Private-Equity-Transaktionen im Buy-out-Bereich wird vor allem durch die Möglichkeit beeinflusst, attraktive Unternehmen zu fairen Konditionen erwerben zu können. Angesichts der teilweise erheblichen Schwankungen in der operativen Entwicklung von Unternehmen muss die Refinanzierung der Akquisition solide erfolgen.

Im Rahmen eines Engagements liegt der Schwerpunkt in der strategischen sowie operativen Optimierung bzw. Weiterentwicklung einer Beteiligung. Zudem muss der Investor mögliche negative Marktentwicklungen sowie Fehlentwicklungen schnell erkennen können, um Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Sofern ein Investor wie die AdCapital AG bereit ist, längerfristig engagiert zu bleiben, sollten außerdem angemessene laufende Renditen in Form von Gewinnausschüttungen durch die Beteiligung erwirtschaftet werden können.

Die Unternehmen sollten darüber hinaus später erfolgreich veräußert werden können. Die Transaktionsfähigkeit von Unternehmen ist dabei im Buy-out-Bereich von einem attraktiven Geschäftsmodell sowie zunehmend auch von der (Mindest-) Größe des Zielunternehmens abhängig. Neben originären Wertfaktoren der jeweiligen Beteiligung spielen aber vor allem auch externe Faktoren bzw. das konkrete (Finanz-) Marktumfeld eine entscheidende Rolle.

Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Risiken von Private-Equity-Investitionen deutlich werden lassen. Ein negatives Marktumfeld kann zu beschränkten Exit-Möglichkeiten und damit zu längeren Haltefristen führen. Die operativen Beteiligungen haben in Krisensituationen mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die durch mögliche hohe Verschuldungen nochmals verstärkt werden. Dies zwingt teilweise sogar zu Nachfinanzierungen der Beteiligung durch den Investor. Insofern spielen insbesondere die Erkennung operativer sowie finanzieller strategischer Risiken, aber auch der Chancen einer Beteiligung durch den Finanzinvestor sowie die progressive Auseinandersetzung mit diesen Faktoren eine herausragende Rolle. Transaktionsorientierte Risiken sind ebenfalls von Bedeutung, treten allerdings in Abhängigkeit von der Haltedauer zunehmend in den Hintergrund.

Angesichts des beschriebenen Risikoszenarios bei Unternehmensbeteiligungen haben wir folgende Risikomanagementziele bzw. -methoden definiert:

AdCapital konzentriert sich bei Neuengagements vor allem auf Buy-out-Investitionen. Zur Risikominimierung von Buy-out-Transaktionen wird eine Mindestgröße des Zielunternehmens als ein wichtiger Indikator gesehen. AdCapital ist grundsätzlich bereit, Engagements ab einem Umsatzvolumen von rund 20 Mio. € ernsthaft zu prüfen.

In dieser Größenklasse haben Unternehmen in der Regel angemessene sowie belastbare interne Strukturen und verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell.

Im Rahmen von neuen Unternehmensengagements werden die für den Unternehmenserfolg wichtigen Schlüsselpersonen, soweit möglich und sinnvoll, direkt am Unternehmen oder zumindest durch variable Vergütungen mittelbar am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Finanzierung von Unternehmensakquisitionen erfolgt von uns mit einem relativ hohen Eigenkapitalanteil, um eine hohe unternehmerische Freiheit sicherzustellen bzw. die Abhängigkeit von Finanzierungspartnern so gering wie möglich zu halten.

Durch die monatliche Überwachung der Finanzdaten der Beteiligungsunternehmen, die Sicherstellung einer kurzfristigen Information durch das Risikomanagementsystem, regelmäßige Vor-Ort-Besuche und Kontakte mit Geschäftsführern auch außerhalb von Gesellschafterversammlungen bzw. Aufsichtsratssitzungen sollen Risiken frühzeitig durch uns erkannt werden, so dass ein Gegensteuern bei Fehlentwicklungen sehr schnell möglich ist.

Unser heutiges Beteiligungsportfolio ist zurzeit im Wesentlichen auf kleinere Engagements ausgerichtet. Für diese Unternehmen ergeben sich nur beschränkte Exit-Möglichkeiten. Aus diesem Grund legen wir bei diesen Beteiligungsgesellschaften großen Wert auf eine enge Kommunikation sowie die Unterstützung der Geschäftsführung vor Ort, um alle operativen und strategischen Risiken zeitnah zu erkennen und durch Gegenmaßnahmen entschärfen zu können. Der aktuelle wirtschaftliche Aufschwung bietet verbesserte Rahmenbedingungen um mit unseren Beteiligungen positive Umsatz- sowie Ertragsentwicklungen zu generieren. Dies darf jedoch nicht den Blick vor der Notwendigkeit verschließen, nachhaltig in gesunde sowie profitable Geschäftsbereiche zu investieren. Auch erscheint es uns, angesichts der immer noch vitalen Erinnerung an die letzte Wirtschaftskrise, evident, soweit möglich die notwendigen Kostenstrukturen zu variabilisieren.

6.3 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und Tochtergesellschaften

6.3.1 Ausfallrisiko

Grundsätzlich besteht bei jedem Unternehmen, an dem sich die AdCapital AG beteiligt, das Risiko, dass operative Verluste oder Liquiditätsprobleme zu einer Insolvenz führen. Als Folge würde die AdCapital AG sämtliche finanzielle Mittel, welche die Gesellschaft für die Anschaffung des Beteiligungsunternehmens eingesetzt hat, verlieren. Die AdCapital AG versucht, dem potenziellen Ausfallrisiko dadurch zu begegnen, dass neue Beteiligungen sorgfältig ausgewählt und die Unternehmen der Unternehmensgruppe mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Des Weiteren achten wir darauf, dass die Geschäftsführung der Unternehmen qualifiziert besetzt wird und eine angemessene Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Liquidität des Unternehmens erfolgt.

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Daneben werden in geeigneten Fällen zur Absicherung Warenkreditversicherungen abgeschlossen, um zumindest einen Teil der Forderungsausfälle abzusichern. Teilweise werden auch Factoring-Verträge sowohl zu Refinanzierungszwecken als auch zur Minimierung von Ausfallrisiken eingesetzt. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

6.3.2 Risiko aus dem operativen Geschäft

Die AdCapital AG ist überwiegend an Produktionsunternehmen beteiligt. Für diese Unternehmen bestehen die allgemein mit einer produzierenden Tätigkeit verbundenen Risiken, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Personal. Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich in Einzelfällen ebenfalls hohe Abhängigkeiten. Das mögliche Belieferungs- bzw. Ausfallrisiko des Lieferanten wird durch entsprechende Abnahme- bzw. Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Dem Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, ist grundsätzlich gering, besteht aber vereinzelt für elektronische Bauteile. Wir verweisen exemplarisch auf die aktuelle Japankrise.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

6.3.3 Zins- und Währungsrisiken

Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab, die jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, da Umsatzerlöse überwiegend in der Euro-Zone erzielt werden.

6.3.4 Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Aufgrund der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 haben wir bei unseren operativen Beteiligungen eine deutliche Verbesserung der Liquiditätsplanung umgesetzt. Mittlerweile werden auf Ebene der wesentlichen operativen Beteiligungen Cashflow-Projektionen erstellt und eng mit der AdCapital AG abgestimmt. Wesentliche Investitionsentscheidungen werden unter besonderen Vorbehalt der Zustimmung durch die AdCapital AG gestellt. Sofern erkennbar eine Finanzierungsunterdeckung droht, werden Liquiditätsreserven auf Ebene der AdCapital AG geschaffen und für die operativen Beteiligungen bereitgestellt.

6.3.5 Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken von bis zu 4,6 Mio. €. Für dieses Risiko wurden bei der AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,6 Mio. € gebildet, die in den letzten Jahren kontinuierlich herabgesetzt werden konnten.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge, unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

6.3.6 Risikofaktoren aus Wertpapieranlagen

Zur Vermeidung einer einseitigen Risikoallokation aus direkten Unternehmensbeteiligungen werden wesentliche Teile des verfügbaren Vermögens durch uns dauerhaft in Wertpapieranlagen investiert. Wir investieren dabei vor allem in Anleihen sowie in begrenztem Umfang in Aktien, Optionen und strukturierte Produkte. Fremdwährungspositionen werden weitgehend vermieden.

Aus der Veränderung von Kapitalmarktzinsen, Währungsrelationen, Volatilitätsschwankungen sowie Bonitätseinstufungen von Emittenten können sich Änderungen des Marktwerts der gehaltenen Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus macht die aktuelle Kapital- sowie Wirtschaftskrise deutlich, dass das ökonomische Umfeld die Werte von Wertpapieranlagen ebenfalls maßgeblich beeinflussen kann.

Bei unseren Anlageentscheidungen sind die erwartete Rendite, die Liquidität der erworbenen Wertpapiere sowie die Bonität des Emittenten maßgebliche Investitionskriterien. Für den Erwerb von Unternehmensanleihen werden nur eigene Mittel eingesetzt, um die erworbenen Wertpapiere gegebenenfalls auch langfristig halten zu können.

Bei Aktien sowie strukturierten Produkten konzentrieren wir uns vorwiegend auf Wertpapiere, die von DAX- oder Euro-STOXX-Unternehmen unterlegt sind. Schließlich achten wir auf eine breite Streuung unserer Anlagen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Die Investitionskriterien sowie laufende Anlagen werden regelmäßig, mindestens jedoch einmal wöchentlich, überprüft. Im Zweifel werden Marktanalysen bzw. Drittanalysen zu einzelnen Anlagen herangezogen, um die eigenen Investitionsentscheidungen zu verifizieren. Wegen der erheblich verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenparameter werden von uns aktuell zudem verstärkt mögliche Ausfallrisiken von Schuldnern analysiert.

Im Bereich der erworbenen bzw. veräußerten Optionen achten wir ebenfalls auf eine ausgewogene Chancen-Risiko-Situation. Neben der qualifizierten Auswahl der einzelnen Optionspositionen legen wir großen Wert auf eine Begrenzung der möglichen finanziellen Verpflichtungen aus den bestehenden Andienungsrechten. Bei Überschreiten von festgelegten Schwellenwerten werden offene Positionen geschlossen.

Ein entscheidendes Moment zur Risikobegrenzung ergibt sich aus dem Umstand, dass ausschließlich freie liquide Mittel der AdCapital AG in Wertpapieranlagen investiert werden. Dabei wird der Umfang der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel insbesondere auch unter Berücksichtigung möglicher Nachfinanzierungen von Tochtergesellschaften festgelegt. Put-Optionen werden nur in dem Umfang veräußert, in dem liquide Mittel bzw. Kreditzusagen zur jederzeitigen Schließung der Optionen zur Verfügung stehen. Call-Optionen oder vergleichbare Derivate werden in der Regel nur auf vorhandene Aktien veräußert.

Unseres Erachtens bestehen weder einzeln noch kumulativ Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die AdCapital AG oder die AdCapital-Konzerngruppe haben könnten.

6.4 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine für den AdCapital-Konzern materielle oder bestandsgefährdende Risiken.

Letztendlich ist das Unternehmen jedoch von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen sowie der getätigten Vermögensanlage abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses auf Basis umfassender, kontinuierlicher Einzelanalysen aller Beteiligungen berücksichtigt; es wurden entsprechende Bewertungsabschläge sowohl bei den Beteiligungsansätzen als auch bei den an die Beteiligungen ausgereichten Darlehen sowie Cashpool-Linien vorgenommen.

7. Nachtragsbericht

Nachdem im Dezember 2010 Herr Dr. Detlef Guhl als Vorstand zurückgetreten war, lief zum 31. März 2011 der Vorstandsvertrag von Herrn Dieter Jeschke aus. Als Nachfolger wurde mit Wirkung zum 1. April 2011 Herr Hans-Jürgen Döringer bestellt. Herr Döringer vertritt die Gesellschaft als Alleinvorstand.

Starke Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite führen aktuell zu einer Belastung der Marge. Als Folge des schweren Erdbebens in Japan im März 2011 stellen uns fehlende elektronische Zulieferteile aus Japan teilweise vor erhebliche logistische Herausforderungen.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG bzw. auf den AdCapital-Konzern erwartet wird.

8. Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit über 50% beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

9. Chancen- und Prognosebericht

9.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 rechnen wir insgesamt mit stabilen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Substantielle Rückschläge erscheinen jedoch möglich, wie die aktuelle Situation in Japan oder auch die starken Rohstoffpreissteigerungen andeuten. Auch die Energiedebatte, die insbesondere in Deutschland voraussichtlich zu weiteren erheblichen Energiekostensteigerungen führen wird, kann sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Dagegen scheinen die Probleme einzelner Staaten mit ihrer Verschuldungssituation noch keine bzw. bislang nur marginale negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu haben. Da die weltwirtschaftliche Nachfrage weitgehend wieder Vorkrisenniveau erreicht hat, erwarten wir insoweit eine Beruhigung bzw. deutlich niedrigere Wachstumsraten für die nächsten zwei Geschäftsjahre.

Strukturprobleme wie z.B. in der Druckmaschinenindustrie oder in der (deutschen) Solarindustrie treten angesichts des Aufschwungs aktuell in den Hintergrund, sind aber unverändert nicht gelöst, da es in der Krise zu keiner Konsolidierung der jeweiligen Branchen gekommen ist.

Für die Finanzmärkte erwarten wir eine deutliche Beruhigung, nachdem im Jahr 2010 eine deutliche Aufwertung der internationalen Aktienmärkte stattgefunden hat. Die unverändert starke Nachfrage nach renditeträchtigen Anlagen hat aber auch im Bondbereich zu Kursgewinnen geführt und zahlreiche Neuemissionen ermöglicht. Unverändert wird jedoch vor allem durch die amerikanische Notenbank eine sehr lockere Geldpolitik betrieben, was für ein Anhalten einer liquiditätsgetriebenen Aufwertung der Aktienmärkte spricht. Auch werden weiterhin hohe Voluma von Hochzinsanleihen auf den Markt gebracht.

Für die Beteiligungsbranche erwarten wir in 2011 eine weitere Belebung. Nachdem bereits in 2010 in Folge der wirtschaftlichen Erholung sowohl die Zahl als auch die Größe der Transaktionen wieder spürbar zugenommen hat, wird die durch die anhaltend niedrigen Leitzinsen die Refinanzierung von Transaktionen wieder spürbar günstiger. Ähnlich wie vor der Krise werden von Banken wieder Kredite mit hohen Multiplikatoren sowie mit weichen Covenants zur Refinanzierung von Unternehmensakquisitionen angeboten. Angesichts eines begrenzten Marktes wird dies zu weiter steigenden Preisen für Unternehmen führen. Auch wird die Zahl der sogenannten Zweit- oder Dritttransaktionen, bei denen das Zielunternehmen von einem Finanzinvestor zum Nächsten weitergereicht wird, weiter zunehmen.

9.2 Strategie und Ausrichtung

Die AdCapital AG verfolgt eine gemischte Investitionsstrategie. Danach engagieren wir uns bevorzugt bei direkten Private-Equity-Investitionen. Frei verfügbare Mittel werden durch uns in Wertpapieranlagen investiert.

Im Bereich der Private-Equity-Investitionen bevorzugen wir Buy-out-Situationen bei stabilen mittelständischen Unternehmen mit einem Mindestumsatzvolumen von 20 Mio. €. Aufgrund der heterogenen Anforderungen dieser mittelständisch geprägten Unternehmen ist ein individualisierter Ansatz für ein Engagement bzw. beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen vorteilhaft. Bevorzugt suchen wir zurzeit nach Möglichkeiten, wie wir die Geschäftsmodelle unserer bestehenden Beteiligungen sinnvoll ergänzen können. Die Rezession hat voraussichtlich ihren Tiefpunkt durchschritten und der vorsichtige Aufschwung eröffnet uns neue Investitionsmöglichkeiten. Unverändert werden von uns Neuakquisitionen bevorzugt konservativ, d. h. mit einem hohen Eigenkapitalanteil refinanziert. Damit sind wir in der Lage, schnell und bankenunabhängig agieren zu können.

Im Rahmen unserer Wertpapieranlagen haben wir unsere Anlagestrategie insgesamt risikoärmer ausgerichtet, um mögliche negative Auswirkungen aus Korrektur der Kurse sowohl im Aktien- als auch im Anleihebereich minimieren möchten. So werden von uns aktuell High Yield Anlagen zugunsten von Festgeldanlagen spürbar untergewichtet. Auf das Zeichnen von Optionen zur Generierung von Stillhalterprämien haben wir aktuell vollständig verzichtet.

9.3 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Auf Konzernebene ist neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Verkauf der DPS Engineering GmbH zu berücksichtigen. Diese Beteiligung hat in den Jahren 2009 und 2010 Umsätze von 16,5 Mio. € bzw. 10,9 Mio. € bei einer überdurchschnittlichen Ertragssituation erwirtschaftet.

Die Entwicklung des Auftragseingangs im letzten Quartal 2010 sowie im ersten Quartal 2011 war bei unseren operativen Beteiligungen ausgesprochen freundlich. Daher gehen wir von einem organischen getriebenen Wachstum im mittleren einstelligen Prozentsatz für 2011 aus. Für 2012 wird sich das Wachstum dagegen weiter abschwächen.

Die positiven Ergebnisse der operativen Beteiligungen werden die Ertragslage des Konzerns in 2011 voraussichtlich verbessern, da in 2010 noch deutliche Nachlaufeffekte aus der Krise den Konzern belastet haben. Auf der anderen Seite belasten die starken Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite die Marge des Konzerns, auch wenn wir wiederum mit unseren Kunden intensiv und regelmäßig Preisgespräche führen. Für 2012 gehen wir nur von leichten Ergebnisverbesserungen aus.

Insgesamt erwarten wir für 2011 ein Umsatzniveau von ca. 120,0 Mio. € bei einer niedrigen einstelligen EBIT-Marge.

Die erwartete Entwicklung der Kapitalmärkte in 2011 und 2012 sowie unsere deutlich risikoärmere Anlagepolitik wird uns zukünftig nur spürbar geringere Erträge aus unseren Wertpapieranlagen ermöglichen. Wir rechnen im Konzern mit einen positiven Finanzergebnis im niedrigen einstelligen Mio. € Bereich.

Zusammengefasst gehen wir davon aus, in 2011 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis erzielen zu können.

9.4 Chancen

Der weltweite Aufschwung hält weiterhin an. Megatrends wie die weitere Industrialisierung der Schwellenländer in Asien und die insbesondere in Deutschland geführte Diskussion über eine Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauches bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren.

Regional sind die operativen Beteiligungen der AdCapital überdurchschnittlich stark auf den deutschsprachigen Raum bzw. Westeuropa ausgerichtet. Das starke Wachstumspotential in den Schwellenländern wie Brasilien, China sowie Indien wird teilweise über eigene Fertigungsstätten, vorwiegend jedoch lediglich über Vertriebspartnerschaften abgedeckt. Hier planen wir bei Bedarf unsere Präsenz spürbar zu verstärken, wenn dies mit vertretbarem Risiko möglich erscheint.

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen -also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Leinfelden-Echterdingen, 3. Mai 2011

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer

Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, zum 31. Dezember 2010

Alle Angaben in T€

Anhang 31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
AKTIVA
Anlagevermögen (4.1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.786 7.514
Sachanlagen 30.701 33.321
Finanzanlagen 5.118 5.163
39.605 45.998
Umlaufvermögen
Vorräte (4.2) 25.632 22.591
Forderungen und Sonstige

Vermögensgegenstände
(4.3) 19.227 20.058
Wertpapiere (4.4) 93.380 83.235
Zahlungsmittel (4.5) 30.385 19.566
168.624 145.450
Rechnungsabgrenzungsposten (4.6) 764 1.138
208.993 192.586
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (4.7) 45.000 45.000
Kapitalrücklage 86.200 86.200
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital (4.8) 46.569 27.454
Ausgleichsposten aus

Fremdwährungsumrechnung
(4.9) 301 215
Anteile anderer Gesellschafter (4.10) 1.177 903
179.247 159.772
Fremdkapital
Rückstellungen (4.11) 14.500 15.690
Verbindlichkeiten (4.12) 15.120 16.944
29.620 32.634
Rechnungsabgrenzungsposten (4.13) 19 138
Passive latente Steuern (4.14) 107 42
208.993 192.586

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG,

Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2010

Alle Angaben in T€

Anhang 2010

HGB
Umsatzerlöse (5.1) 135.600
Bestandsveränderungen 791
Andere aktivierte Eigenleistungen 37
Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 22.605
Materialaufwand (5.3) -61.652
Personalaufwand (5.4) -43.127
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

und Sachanlagen
(5.5) -6.931
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.6) -25.585
Finanzergebnis (5.7) 9.370
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 31.108
Außerordentliches Ergebnis (5.8) -510
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.9) -4.322
Sonstige Steuern -65
Konzern-Jahresüberschuss 26.211
Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis (5.10) -1.456
Konzernergebnis 24.755

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Beteiligungs- sowie Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Investitionsschwerpunkt im Bereich reifer Unternehmen. Die Tochtergesellschaften sind in den Branchen Steuerungstechnik, Automotive, Software, Antriebstechnik und Kunststofftechnik tätig.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen und war bis zum 26. August 2010 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt.

Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Gutenbergstr. 13.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR. Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG grundsätzlich einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Bis zum 31.12.2009 wurde der Konzernabschluss unter Berücksichtigung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Aufgrund des erfolgten "Downlisting" und Notierung ab dem 27.8.2010 im Entry Standard werden die Aktien der AdCapital AG nicht mehr an einem organisierten Markt im Sinne von § 264 d HGB gehandelt. Daher ist die AdCapital AG nunmehr kein kapitalmarktorientiertes Unternehmen. Es entfällt daher die Verpflichtung, den Konzernabschluss nach IFRS zu erstellen. Eine freiwillige Anwendung der IFRS für die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nicht. Insoweit wird der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31.12.2010 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Im Rahmen der Umstellung der Konzernrechnungslegung auf die handelsrechtlichen Vorschriften wird im vorliegenden Konzernabschluss mangels Vergleichbarkeit auf die Angabe der entsprechenden Vorjahreswerte nach § 265 Abs. 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Effekte aus der Umstellung der Rechnungslegung von IFRS auf HGB werden in einer Überleitungsrechnung dargestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke als auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Firmenwerte aus der Konsolidierung werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereiches sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus Ungängigkeit oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Wertminderungen aufgrund von zweifelhaften bzw. uneinbringlichen Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit bzw. kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstandes, ausgehend von den Anschaffungskosten bzw. Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Wertes (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1.1.2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected Unit-credit-method mit den Richttafeln "2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen werden auch zukünftige Lohn- sowie Gehaltssteigerungen von ca. 2,5 % sowie ein Rententrend von 1,0 % zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung werden die von der deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewendet (aktuell: 5,15 %).

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der Grundsätze der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie sind in Höhe der Beträge gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend, mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf Basis des sogenannten Temporary-Principles gebildet. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich auch auf (nutzbare) steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert.

2.3 Konsolidierungskreis- und methoden

Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 neben der AdCapital AG insgesamt 22 Gesellschaften einzubeziehen.

Durch Veränderungen im Konsolidierungskreis sind die Zahlen zum 31.Dezember 2010 nur bedingt mit denen der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 vergleichbar. Zum 1. Januar 2010 waren in der Konzernbilanz folgende Werte der DPS Engineering GmbH enthalten, welche im November 2010 verkauft wurde und somit zum 31. Dezember 2010 nicht mehr in der Konzernbilanz enthalten war:

Konzernbilanz

1. Jan. 2010
TEUR
--- ---
Geschäfts- und Firmenwert 3.099
Übriges Anlagevermögen 1.252
Umlaufvermögen 5.942
Anteiliges Konzerneigenkapital 3.678
Rückstellungen 2.514
Verbindlichkeiten 4.101

In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010 sind die Umsätze, die Aufwendungen und das Jahresergebnis der DPS Engineering GmbH zeitanteilig wie folgt eingeflossen:

Konzern-GuV

2010
TEUR
--- ---
Umsatzerlöse 10.943
Bestandsveränderung 287
Sonstige betriebliche Erträge 319
Materialaufwand 199
Personalaufwand 5.469
Abschreibungen 803
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.978
Finanzergebnis -55
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.166
Jahresergebnis 1.879

In die Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010 sind die folgenden Cashflows der DPS Engineering GmbH zeitanteilig eingeflossen:

Konzern-

Kapitalfluss-

rechnung

2010
TEUR
--- ---
Operativer Cashflow -883
Nettoinvestitionen -72
Free Cashflow -955
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -396

Vier Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftsbetrieb werden unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet.

In den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses der AdCapital AG einbezogen sind die Teilkonzerne der AdCapital Beteiligungs AG und der Berliner Elektro-Technik GmbH.

Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB bei neu erworbenen Beteiligungen nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswert und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse werden im Sinne von § 304 HGB eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Im Rahmen der Umstellung des Konzernabschlusses von IFRS auf HGB wurden die notwendigen Anpassungsbuchungen zum 01.01.2010 erfolgsneutral im Konzerneigenkapital gegen das erwirtschaftete Konzerneigenkapital vorgenommen. Die Bilanzansätze und Werte wurden retrospektiv unter der Maßgabe ermittelt, als ob stets nach HGB bilanziert worden wäre.

Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit des nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten Vorjahresabschlusses, wurde stattdessen die Konzerneröffnungsbilanz zum 01.01.2010 nach HGB der Konzernbilanz zum 31.12.2010 gegenübergestellt. Nachfolgend sind die wesentlichen Anpassungseffekte zum 01.01.2010 dargestellt:

Konzerneigenkapital
TEUR
--- ---
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital zum 1.1.2010 laut

IFRS
34.129
Nachholung planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts-

und Firmenwerte 2004 bis 2009
-7.031
Nachgeholte Auflösung eines passivischen

Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung
734
Anpassung von aktiven latenten Steuern -1.746
Anpassung von passiven latenten Steuern 1.026
Sonstige 342
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital zum 1.1.2010

laut HGB
27.454

Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit des nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten Vorjahresabschlusses, können die Konzern Gewinn- und Verlustrechnungen für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 nicht qualifiziert miteinander verglichen werden. Nachfolgend sind die wesentlichen Anpassungseffekte auf den Konzernjahresüberschusses des Geschäftsjahres 2009 bei einer Anpassung von IFRS auf HGB dargestellt:

Konzernjahresüberschuss
TEUR
--- ---
Konzernjahresüberschuss 2009 laut IFRS 20.569
Erlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen (PoC) -432
Materialaufwand aus langfristigen Fertigungsaufträgen

(PoC)
185
Planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und

Firmenwerte
-1.251
Latente Steuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen -4.036
Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge 2.592
Konzernjahresüberschuss 2009 laut HGB 17.627

3. Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierende Differenz wird innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen und ist zum 31.12.2010 von untergeordneter Bedeutung. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam ausgewiesen.

4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Anlagespiegel (Anlage 1/2) dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften bzw. Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen.

Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche 566 650
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten und Werten Firmenwert
62 76
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 3.158 6.788
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.786 7.514

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfasst:

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
DPS Engineering GmbH 0 3.099
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH 2.376 2.612
Erich-Jaeger Gruppe 782 1.077
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 3.158 6.788

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Firmenwerte aus der Konsolidierung werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Bei der DPS Engineering GmbH wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren für den Geschäfts- und Firmenwert aufgrund des besonderen Kundenprofils und eines dezidierten Dienstleistungsspektrums unterstellt.

Für die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren für den Geschäfts- und Firmenwert zugrundegelegt. Als Gründe werden vorallem das besondere Produktportfolio, welches sich durch langlebige Wirtschaftsgüter auszeichnet, sowie eine sehr breite Kundenbasis gesehen.

Bei der Erich-Jaeger Gruppe wird für den Geschäfts- und Firmenwert eine 15-jährige Nutzungsdauer unterstellt. Dafür sprechen vor allem patentgeschützte Produktentwicklungen sowie regional marktführende Positionen im Kernmarkt der Unternehmensgruppe.

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
16.493 17.771
Technische Anlagen und Maschinen 9.979 10.662
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.400 4.485
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 829 403
Sachanlagen 30.701 33.321
31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Anteile an verbundenen Unternehmen 392 392
Beteiligungen 6 6
Sonstige Ausleihungen 4.530 4.662
Andere Finanzanlagen 190 103
Finanzanlagen 5.118 5.163

4.2 Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.508 6.116
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.526 5.842
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.466 10.639
Geleistete Anzahlungen 132 0
Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen 0 -6
25.632 22.591

Aufgrund niedrigerer Börsen- oder Marktpreise wurden Abwertungen sowie Gängigkeitsabschläge in Höhe von TEUR 3.383 (1. Jan. 2010: TEUR 4.943) vorgenommen.

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
Gesamt bis zu

1 Jahr
1 bis

5 Jahre
über

5 Jahre
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen
14.005 14.005 0 0
(1. Jan. 2010) (13.385) (13.385) (0) (0)
Forderungen gegen verbundene

Unternehmen
129 129 0 0
(1. Jan. 2010) (102) (102) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 5.093 4093 664 336
(1. Jan. 2010) (6.571) (5.549) (659) (363)
19.227 18.227 664 336
(20.058) (19.036) (659) (363)

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen vor allem Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 2.792 (1. Jan. 2010: TEUR 4.124).

4.4 Wertpapiere

Die Wertpapiere setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Spezialfonds 77.861 71.037
Sonstige Wertpapiere 15.519 12.198
93.380 83.235

4.5 Zahlungsmittel

In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

4.6 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von TEUR 40 (1. Jan. 2010 50 TEUR) sowie sonstige Abgrenzungen.

4.7 Eigenkapital

Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt TEUR 45.000 (Vorjahr: TEUR 45.000). Es ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 3,21.

Im Umlauf befindliche Aktien

Es werden insgesamt 371.116 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von TEUR 1.171 von der AdCapital AG selber gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 2,6 % am Grundkapital.

Insofern befinden sich noch 13.628.884 Aktien im Umlauf.

4.8 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Die Anschaffungskosten bzw. Buchwerte der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 2.269 wurden mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.

4.9 Unterschiedsbetrag aus der Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, China und Hongkong ergeben.

4.10 Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzen) Ltd. und Jaeger Poway Ltd.

4.11 Rückstellungen

31. Dez. 2010 1. Jan. 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.597 2.194
Steuerrückstellungen 2.521 1.904
Sonstige Rückstellungen 9.382 11.592
14.500 15.690

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.

Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.

Zeitwert Erfüllungs-

betrag
GuV
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Aktivwert der Rückdeckungs-

Versicherung
1.265 1.265
Pensionsrückstellung -3.862 -3.862
Aufwendungen für

Altersversorgung
-221
Sonstige Zinsen und ähnliche

Erträge aus Aktivwerten
223
Saldo aus Verrechnung 2.597 2.597 2

Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 141 TEUR.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus laufenden Veranlagungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im wesentlichen für Restrukturierungsmaßnahmen, Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet.

4.12 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten
Gesamt bis zu

1 Jahr
1 bis

5 Jahre
über

5 Jahre
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten
5.549 1.707 3.669 173
(1. Jan. 2010) (6.439) (1.789) (4.284) (366)
Erhaltene Anzahlungen aus

Bestellungen
438 338 100 0
(1. Jan. 2010) (256) (256) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
6.361 6.361 0 0
(1. Jan. 2010) (4.784) (4.784) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen
30 0 30 0
(1. Jan. 2010) (30) (0) (30) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.742 2.308 422 12
(1. Jan. 2010) (5.435) (4.726) (440) (269)
15.120 10.714 4.221 185
(16.944) (11.555) (4.754) (635)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 908 (1. Jan 2010 TEUR 4.091) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 858 (1. Jan 2010 TEUR 681) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten TEUR 7.693 (1. Jan. 2010: TEUR 7.745) besichert.

4.13 Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen von Mietzahlungen.

4.14 Passive latente Steuern

Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge ist mindestens jedoch in Höhe des Betrages der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Da keine passiven latenten Steuern im Sinne von § 274 HGB vorliegen, findet auch kein korrespondierender Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zum 31.12.2010 statt.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:

2010
TEUR
--- ---
Inland 82.208
Ausland 53.392
135.600

Die Umsatzerlöse des Konzerns wurden erbracht aus folgenden Lieferungen und Leistungen:

2010
TEUR
--- ---
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 124.657
Erlöse aus dem Erbringen von Dienstleistungen 10.943
135.600

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

2010
TEUR
--- ---
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 15.038
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.435
Währungsgewinne 1.988
Mieterträge 528
Übrige 3.616
22.605

Die Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen betreffen insbesondere den Abgang der Beteiligung an der DPS Engineering GmbH.

Periodenfremde Erträge waren in einer Größenordnung von TEUR 1.518 zu verzeichnen und betrafen vor allem die Auflösung von Rückstellungen.

5.3 Materialaufwand

2010
TEUR
--- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren
59.812
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.840
61.652

5.4 Personalaufwand / Mitarbeiterzahl

2010
TEUR
--- ---
Löhne und Gehälter 36.265
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

- davon für Altersversorgung TEUR 221
6.862
43.127

Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:

2010
TEUR
--- ---
Direkte Mitarbeiter 1.049
Indirekte Mitarbeiter 374
1.423

Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind.

5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

2010
TEUR
--- ---
Abschreibungen auf Firmenwerte aus

der Kapitalkonsolidierung
1.191
Sonstige 5.740
6.931

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2010
TEUR
--- ---
Sonstige Betriebskosten 4.675
Mieten und Pachten 3.490
Transportkosten 2.815
Energie 1.971
Reparaturen und Instandhaltung 1.632
Personalleasing 1.204
KfZ-Kosten 1.212
Rechts- und Beratungskosten 1.750
Reisekosten 1.108
Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen 1.064
Sonstige Verwaltungskosten 929
Versicherungen 832
Währungsverluste 794
Kommunikationskosten 718
Vertriebs- und Werbungskosten 676
Übrige 715
25.585

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von TEUR 31.

5.7 Finanzergebnis

2010
TEUR
--- ---
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des

Finanzanlagevermögens
279
- davon aus verbundenen Unternehmen 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.032
- davon aus verbundenen Unternehmen 0
Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des

Umlaufvermögens
6.797
- davon aus verbundenen Unternehmen 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -738
- davon aus verbundenen Unternehmen 0
9.370

5.8 Außerordentliches Ergebnis

2010
TEUR
--- ---
Außerordentliche Erträge 13
Außerordentliche Aufwendungen 523
-510

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Anpassung der Bewertungsmethoden für Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Umstellung auf BilMoG.

5.9 Steuern vom Einkommen und Ertrag

2010
TEUR
--- ---
Ertragsteuern 4.258
Aufwand aus der Bildung latenter Steuern 64
4.322

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

5.10 Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis

In den TEUR 1.456 sind TEUR 989 enthalten, die den bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt bestehenden Minderheiten der DPS Engineering GmbH zustehen.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital Konzerns ergeben sich wie folgt:

31. Dez. 2010
TEUR
--- ---
Haftungsverhältnisse
Bürgschaften 2.984
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht- und

Leasing-Verträgen
22.882

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2010 Verpflichtungen in Höhe von 4.619 TEUR (Vorjahr: TEUR 5.431). Davon werden zum Abschlussstichtag TEUR 1.635 (Vorjahr: TEUR 1.873) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da insoweit mit einer möglichen Inanspruchnahme zum Abschlussstichtag gerechnet wird. Darüber hinaus besteht u.E. derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns.

Weitere, nicht in der Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte bzw. Verpflichtungen bestehen nicht.

7. Investmentvermögen LBBW AM-AC1 (Spezialfonds)

Über die AdCapital AG hält der Konzern 100 % der Anteile am LBBW AM-AC1-Fonds.

Anzahl der Anteile: 1.639.160
Ausgabepreis: EUR 48,27
Rücknahmepreis: EUR 48,27

Kapitalanlagegesellschaft: LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart

Vermögensübersicht

Marktwert

TEUR
Anteil am

Fondsvermögen
Aktien, Inland 2.174 2,75 %
Aktien, Ausland 722 0,91 %
Optionen auf Aktien/ -index -4.108 -5,19 %
Renten, Inland 12.398 15,67 %
Renten, Ausland 44.480 56,21 %
Investmentfonds 1.758 2,22 %
Zertifikate 2.032 2,57 %
Festgelder 16.053 20,29 %
Bankguthaben 3.618 4,57 %
Forderungen 2 0,00 %
Verbindlichkeiten -5 -0,01 %
Fondsvermögen / Marktwert 79.124 100,00 %
Fondsvermögen / Buchwert 77.861
Differenz zwischen Marktwert

und Buchwert
1.263

Es erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 835 für das Geschäftsjahr 2010. Diese Ausschüttung umfasst fast ausschließlich die auf die ordentlichen Erträge abgeführte Kapitalertragsteuer / Solidaritätszuschlag.

8. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist/waren:

Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom (ab 1.4.2011)

Herr Dieter Jeschke, Rechtsanwalt, Dipl.-Ökonom (bis 31.3.2011)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der AdCapital Beteiligungs AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Herr Dr. Detlef Guhl, Ingenieur (bis zum 23.12.2010)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der ae group ag bis zum 31.03.2010
Mitglied des Aufsichtsrats der aegroup ag ab dem 01.04.2010

Die Vorstände der AdCapital AG, Herr Dr. Detlef Guhl (Vorstand bis zum 23.12.2010) und Herr Dieter Jeschke, erhielten für ihre im Geschäftsjahr 2010 erbrachten Leistungen eine Vergütung in Höhe von insgesamt TEUR 1.668 sowie Sachbezüge in Höhe von TEUR 12.

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 597 (Vorjahr: TEUR 576) gebildet. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen und die entsprechenden Rückstellungen für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus dem zu verrechnenden Vermögen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

9. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind berufen:

Vorsitzender

Herr Ortwin Guhl, Dipl.-Volkswirt

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sirius AG, Villingen-Schwenningen
Mitglied des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
Mitglied des Aufsichtsrats der Tolatec AG

Stellv. Vorsitzender

Herr Günther Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

Weitere Mitglieder

Herr Maximilian Bernau, Rechtsanwalt

Geschäftsführer der B & B Private Vermögensberatungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Geschäftsführer L.O.S. Logic Operation Systems GmbH & Co. KG

Herr Robert Lebherz (bis zum 4.1.2011)

Geschäftsführer der Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Herr Hans-Joachim Strüder, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH
Vorsitzender des Börsenrats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart
Vorsitzender des Beirats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der boerse-stuttgart AG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der European Energy Exchange AG, Leipzig
Mitglied des Aufsichtsrats der Euwax AG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Luxemburg S.A., Luxemburg
Mitglied des Aufsichtsrats der börse-stuttgart Holding GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners GmbH & Co. KG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners Verwaltungs GmbH, München

Herr Dr. Dietrich Schulz, Dipl.-Kaufmann

Chairman of the Board of Directors der Possehl Mexico, S.A. de C.V.
Member of the Board of Directors der ACC Resources, Park Ridge, N.J.

Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 69) an die Organmitglieder gewährt.

10. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2010
TEUR
--- ---
Jahres- und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr 253
Jahres- und Konzernabschlussprüfung Vorperiode 0
Jahres- und Konzernabschlussprüfungen 253
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 2
255

11. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der

Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 20 % und höher)

Name Sitz Höhe des

Anteils

Additiv
am Kapital in

%

Multiplikativ
AdCapital Beteiligungs AG L.-Echterdingen 100,00 100,00
AdCapital Invest GmbH L.-Echterdingen 100,00 100,00
BE Services GmbH

Supply. Energy. Support
L.-Echterdingen 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH L.-Echterdingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
ESPO s.r.o. Rožnov p.R., (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antriebe und Systeme

GmbH
Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren- und

Anlagenbau GmbH
Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am

Entenfang mbH
Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Automotive Istanbul

Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti
Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
EJR Erich Jaeger Rožnov s.r.o. Koprivnice (Tschechien) 100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 99,95
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong (VR China) 60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive

Systems (Shenzhen) Ltd.
Shenzhen (VR China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln

GmbH
Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH Heiligkreuzsteinach 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 99,95 99,95
Taller Elektro Czech s.r.o. Brno (Tschechien) 100,00 99,95
Taller Hong Kong Ltd. Hongkong (VR China) 100,00 99,95
Taller Electronic Components

(Dongguan) Ltd.
Dongguan (VR China) 100,00 99,95

13. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

Name Sitz Höhe des

Anteils

Additiv
am Kapital in

%

Multiplikativ
Schutzrechtsgesellschaft

Elmotec Statomat GmbH
Karben 100,00 100,00
Fico Projects B. V. Zevenaar (Niederlande) 100,00 100,00
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
FRAKO North Europe Oy

(ex Joulepower Oy)
Lahti (Finnland) 54,00 54,00

14. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Name Sitz Höhe des

Anteils

Additiv
am Kapital in

%

Multiplikativ
mold engineering gmbh Gera 24,80 24,80
komm.passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

15. Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Leinfelden-Echtedingen, den 3. Mai 2011

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens Im AdCapital-Konzern Im Geschäftsjahr 2010

Alle Angaben in TEUR

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2010 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge (+) Abgänge (-) Umbuchungen Veränderung

Währung
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten
14.913 -181 328 -66 0 -37
2. Firmenwert 3.798 -77 0 0 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 22.947 -12.146 0 0 0 0
41.658 -12.404 328 -66 0 -37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.303 -1.836 155 -2.022 83 333
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.365 -797 1.923 -2.007 404 415
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
31.534 -580 753 -1.152 133 162
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
403 0 1.024 0 -620 22
116.605 -3.213 3.855 -5.181 0 932
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.899 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.506 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 4.662 0 0 -132 0 0
4. Andere Finanzanlagen 103 -43 146 -16 0 0
8.170 -43 146 -148 0 0
Summe Anlagevermögen 166.433 -15.660 4.329 -5.395 0 895
Anschaffungs- und

Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
31. Dez. 2010 1.Jan.2010 Konsolidie-

rungskreis-

änderungen
Zugänge(+) Abgänge (-) Zuschreibungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten
14.957 14.263 -178 501 -65 0
2. Firmenwert 3.721 3.722 -77 14 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 10.801 16.159 -9.707 1.191 0 0
29.479 34.144 -9.962 1.706 -65 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 35.016 20.532 -967 841 -1.946 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.303 35.703 -717 2.774 -1.691 -13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
30.850 27.049 -394 1.610 -998 0
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
829 0 0 0 0 0
112.998 83.284 -2.078 5.225 -4.635 -13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.899 1.507 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.506 1.500 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 4.530 0 0 0 0 0
4. Andere Finanzanlagen 190 0 0 0 0 0
8.125 3.007 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 150.602 120.435 -12.040 6.931 -4.700 -13
Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Umbuchungen Veränderung

Währung
31. Dez. 2010 31. Dez. 2010 HGB pro forma

1. Jan. 2010
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten
0 -130 14.391 566 650
2. Firmenwert 0 0 3.659 62 76
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 0 0 7.643 3.158 6.788
0 -130 25.693 3.786 7.514
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0 63 18.523 16.493 17.771
2. Technische Anlagen und Maschinen 6 262 36.324 9.979 10.662
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
-6 189 27.450 3.400 4.485
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
0 0 0 829 403
0 514 82.297 30.701 33.321
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1.507 392 392
2. Beteiligungen 0 0 1.500 6 6
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 4.530 4.662
4. Andere Finanzanlagen 0 0 0 190 103
0 0 3.007 5.118 5.163
Summe Anlagevermögen 0 384 110.997 39.605 45.998

AdCapital AG - Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2010

Alle Angaben in TEUR

Mutterunternehmen
Gezeichnetes

Kapital
Ausgleichs-

posten aus

Fremd-

währungs-

umrechnung
Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.09 (IFRS) 45.000 86.200 -33.488 67.617 215 165.544
IFRS-HGB-Umstellung 0 0 3.913 -10.588 0 -6.675
Stand am 01.01.10 (HGB) 45.000 86.200 -29.575 57.029 215 158.869
Erwerb/Einziehung eigener Anteile 0 0 0
Gezahlte Dividende -6.814 -6.814
Änderung Konsolidierungskreis (DPS) 0 0 1.065 1.065
Erwerb von nicht-beherrschenden

Anteilen
145 145
Übrige Veränderungen 0 10.804 -10.840 0 -36
Endkonsolidierungsergebnis (DPS) 14.828 14.828
Sonstiges Jahresergebnis 9.927 9.927
neutrale Ergebnisveränderungen 86 86
Gesamtergebnis 0 0 0 24.755 86 24.841
Stand am 31.12.10 (HGB) 45.000 86.200 -18.771 65.340 301 178.070
Nicht beherrschende Gesellschafter
Kapital von nicht

beherrschenden

Gesellschaftern
Ausgleichs-

posten aus

Fremd-

währungs-

umrechnung
Eigenkapital Konzerneigenkapital
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
Stand am 31.12.09 (IFRS) 884 0 884 166.428
IFRS-HGB-Umstellung 19 19 -6.656
Stand am 01.01.10 (HGB) 903 0 903 159.772
Erwerb/Einziehung eigener Anteile 0
Gezahlte Dividende -181 -181 -6.995
Änderung Konsolidierungskreis (DPS) -1.065 -1.065 0
Erwerb von nicht-beherrschenden

Anteilen
-145 -145 0
Übrige Veränderungen 142 0 142 106
Endkonsolidierungsergebnis (DPS) 0 14.828
Sonstiges Jahresergebnis 1.456 1.456 11.383
neutrale Ergebnisveränderungen 67 67 153
Gesamtergebnis 1.523 0 1.523 26.364
Stand am 31.12.10 (HGB) 1.177 0 1.177 179.247

AdCapital AG - Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010

Alle Angaben in T€

Position 2010
--- --- ---
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden

Gesellschaftern)
26.211
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.918
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 680
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -4.326
+/- Aufwendungen / Erträge Latente Steuern 65
-/+ Gewinn / Verlust aus Entkonsolidierungen -14.828
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -32
+/- Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit

zuzuordnen sind
-6.593
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit

zuzuordnen sind
248
\= Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 8.343
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 579
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.855
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -328
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 148
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -146
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und

sonstigen Geschäftseinheiten
17.267
- Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und

sonstigen Geschäftseinheiten
0
+/- Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der

kurzfristigen Finanzdisposition
-3.348
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 10.317
+ Ein-/Auszahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen etc.) 106
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und an nicht beherrschende

Gesellschafter (Dividenden)
-6.995
- Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile 0
+/- Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme bzw. für die Tilgung von Finanzschulden -890
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.779
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 10.881
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -62
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.566
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30.385
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2010
Geldmarktnahe Wertpapiere 0
Zahlungsmittel*) 30.385
30.385

In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

Der Finanzmittelfonds am Anfang der Periode wurde um 11.773 TEUR reduziert, da nach IFRS als zahlungsmitteläquiv betrachtete Wertpapiere nicht mehr dem Finanzmitttelfonds nach HGB zuzuordnen sind.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 4. Mai 2011

BANSBACH SCHÜBEL BRÖSZTL & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft

(Ziegler) (Hauser)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in sieben Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements sowie das Risikomanagementsystem. Ein wesentlicher Gegenstand der Beratungen waren auch die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Reaktion bzw. Anpassung dieser Maßnahmen nach Einsetzen des aktuellen Aufschwungs im ersten Halbjahr 2010.

Im Januar 2010 hat der Vorstand den Wechsel des Börsensegments beschlossen. Danach notiert die Aktie der AdCapital AG seit August 2010 nicht mehr im General Standard sondern nunmehr im Entry Standard. Das Vorgehen wurde eingehend vom Vorstand mit dem Aufsichsrat diskutiert und nach seiner Zustimmung umgesetzt.

Im April und Mai 2010 wurde angesichts der hohen Verluste aus dem Geschäftsjahr 2009 eine weitere Kapitalmaßnahme bei der Taller GmbH diskutiert und durch den Aufsichtsrat genehmigt.

Der Aufsichtsrat hat im Mai und Juni 2010 mit dem Vorstand das öffentliche Kaufangebot von Herrn Leibinger zum weiteren Erwerb von AdCapital Aktien besprochen und in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Vorstand öffentlich kommentiert.

Im Mai sowie im September 2010 wurde die Strategie der AdCapital AG im Zusammenhang mit der Beteiligung an der DPS Engineering GmbH diskutiert. In der Aufsichtsratssitzung im September 2010 wurde dem Vorstand die Genehmigung erteilt, die gehaltenen Anteile zu veräußern. Der Verkauf wurde im November 2011 abgeschlossen.

In allen Aufsichtsratssitzungen stand die Diskussion verschiedener, durch den Vorstand vorgetragener Restrukturierungskonzepte für einzelne Beteiligungen im Vordergrund der Diskussion. Vor allem wurde auch die bisherige Aufstellung der operativen Beteiligungen in China bzw. die Handlungsoptionen zum Ausbau der dort bereits vorhandenen Aktivitäten intensiv zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen.

Im Dezember 2010 trat Herr Dr. Guhl als Vorstand der AdCapital AG zurück. Herr Dr. Guhl war seit Mitte 2009 für die Restrukturierung der operativen Beteiligungen verantwortlich. Nach weitgehend erfolgreicher Restrukturierung übernahm Herr Robert Lebherz, bisher Aufsichtsratsmitglied der AdCapital AG, die Aufgaben von Herrn Dr. Guhl. Herr Lebherz ist seit Januar 2011 als Geschäftsführer der Berliner ElektroTechnik GmbH, einer Zwischenholding unterhalb der AdCapital AG, tätig.

Ein weiteres regelmäßig behandeltes Thema der Aufsichtsratssitzungen war die Anlagepolitik des Unternehmens und des Spezialfonds.

Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2010

Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 9. Juli 2010 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der nunmehr nach HGB erstellte Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2010 sowie der Konzernlagebericht wurden von der Bansbach Schübel Brösztl& Partner GmbH geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft und nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwände erhoben. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen, ausführlich über ihre Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung am 9. Mai 2011 ausführlich erörtert. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2010 wurde damit festgestellt. Darüber hinaus schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an, neben einer Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie eine zusätzliche Sonderdividende von 0,50 € je Aktie auszuschütten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft

nicht unangemessen hoch war.
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich

andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

Leinfelden-Echterdingen, 9. Mai 2011

Ortwin Guhl

(Vorsitzender des Aufsichtsrats)