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AdCapital AG Annual Report 2006

Dec 5, 2007

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2006

Geschäftsbericht 2006

Kennzahlen der AdCapital AG > in Mio. E

2006 2005 +/– in %
Erträge aus Beteiligungen 1,4 2,5 – 44
Nettoerträge aus dem Abgang von Beteiligungen 0,0 0,9 – 100
Finanzergebnis 4,1 9,7 – 58
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15,4 9,9 56
Periodenergebnis 17,0 11,0 54
Ergebnis je Aktie in E (unverwässert/verwässert) 1,2 0,8 54
Dividende je Aktie in E 0,50 0,36 39
Eigenkapital 192,1 180,4 6
Eigenkapitalquote in % 97,6 95,9 2
Eigenkapital je Aktie in E 13,2 12,4 6
Nettofinanzposition 170,7 159,6 7
Beteiligungsvolumen (Buchwerte) 42,4 35,7 19
Anzahl der wesentlichen Beteiligungen
(einschließlich mittelbarer Beteiligungen)
10 9 11

Kennzahlen des Konzerns > in Mio. E

2006 2005 +/– in %
Umsatzerlöse 74,9 162,0 – 54
Betriebliches Ergebnis 9,7 35,0 – 72
Finanzergebnis 6,7 5,0 34
Konzernergebnis (ohne Drittanteile) 19,0 35,3 – 46
Ergebnis je Aktie in E
(unverwässert/verwässert)
1,3 2,4 – 46
Eigenkapital 204,6 191,1 7
Eigenkapitalquote in % 81,4 79,6 2
Eigenkapital je Aktie in E 14,1 13,1 7
Nettofinanzposition 137,5 138,9 – 1
Investitionen 3,3 9,9 – 67
Mitarbeiter zum 31. Dezember 1.035 906 14

AdCapital: "Kapital für Unternehmer und Unternehmen"

Wir stellen Unternehmern und Unternehmen Eigen- und Mezzanine-Kapital zur Verfügung. Unser Kapital investieren wir gezielt in aussichtsreiche Unternehmen und begleiten sie aktiv bei ihrer Entwicklung. AdCapital ist dabei grundsätzlich bereit, die erworbenen Beteiligungen dauerhaft zu halten. Wenn es aus strategischer Sicht sinnvoll ist, führen wir unsere Beteiligungen nach erfolgreicher Weiterentwicklung an der Börse ein oder veräußern sie an einen strategischen Investor beziehungsweise einen neuen Finanzinvestor. Mezzanine-Kapital stellen wir unternehmensabhängig in der Regel für einen Zeitraum von drei bis acht Jahren zur Verfügung.

Wir bieten Unternehmen eine breit angelegte industrielle Expertise und ein Netzwerk von strategischen Partnern. Mit dieser Unterstützung eröffnen wir unseren Beteiligungsgesellschaften die Möglichkeit, ihre Wachstums- und Ertragspotenziale auszuschöpfen und ihren Wert zu steigern. Mit unserer Krisen- und Sanierungserfahrung sind wir auch unter schwierigen Markt- und Geschäftsbedingungen der richtige Partner.

Durch eine Anlage von Teilen unseres Vermögens in Wertpapieren stärken wir unsere Bankenunabhängigkeit und gestalten die Vermögens- und Ertragslage unseres Unternehmens unabhängiger von den Schwankungen im Beteiligungsbereich.

Vorwort des Vorstands 4 Bericht des Aufsichtsrats 6 Unser Geschäftsmodell 8 Unser Beteiligungsportfolio 10 Mezzanine-Finanzierungen 16 Corporate Governance 17 Die AdCapital-Aktie 20 Zusammengefasster Lagebericht 23 Jahresabschluss der AdCapital AG 35 Konzernabschluss der AdCapital AG 49 Finanzkalender, Kontakt, Impressum 85 Inhalt

4

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

erneut können wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Sowohl die AdCapital AG als auch der Konzern haben ein hohes positives Ergebnis erzielt, obwohl wir im Kalenderjahr 2006 erstmals seit längerer Zeit kein Unternehmen des Konzerns veräußert haben und im Vorjahr die bisher mit Abstand größte Beteiligung aus dem Konzern ausgeschieden ist.

Im Geschäftsjahr 2006 haben wir einen Konzernumsatz von 74,9 Mio. E erzielt (Vorjahr: 162,0 Mio. E ). Das nach Steuern und Anteilen Dritter auf unsere Aktionäre entfallende Konzernergebnis beträgt 19,0 Mio. E (Vorjahr: 35,3 Mio. E ). Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind allerdings nur eingeschränkt mit den Zahlen des Vorjahrs vergleichbar, da sich der Konsolidierungskreis der AdCapital AG, also der Umfang der in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen, im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert hat. Hintergrund der erheblichen Veränderungen ist die Tatsache, dass wir im Dezember 2005 unsere sämtlichen Aktien an der euromicron AG veräußert haben. Die euromicron AG hat im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 114,1 Mio. E sowie ein betriebliches Ergebnis von 8,3 Mio. E erreicht. Zusätzlich haben wir im Jahr 2005 durch die Veräußerung einen Entkonsolidierungserfolg aus dem Abgang der euromicron AG in Höhe von 20,2 Mio. E erzielt.

Um Ihnen eine sachgerechte Einschätzung der Konzernentwicklung im Jahr 2006 zu ermöglichen, haben wir die im Konzern im Jahr 2006 erzielten Umsätze und Ergebnisse den Konzernzahlen des Vorjahres ohne den Teilkonzern euromicron AG gegenübergestellt. Bei einem solchen Vergleich können wir einen Anstieg des Konzernumsatzes (2005 ohne Teilkonzern euromicron, jedoch volle Einbeziehung der FRAKO GmbH) von 63,9 Mio. E im Jahr 2005 auf 74,9 Mio. E im Jahr 2006 feststellen. Dieser Umsatzanstieg beruht auf der erstmaligen Einbeziehung von zwei Monatsumsätzen der Ende Oktober 2006 erworbenen Bavaria Digital Technik GmbH sowie einer Ausweitung der Umsätze unserer vorhandenen Beteiligungen. Das nach Steuern und Anteilen Dritter auf unsere Aktionäre entfallende Konzernergebnis für das Jahr 2005 (ohne Entkonsolidie-

rungserfolg euromicron, allerdings unter Berücksichtigung der operativen Ergebnisse dieses Teilkonzerns) stieg von 15,1 Mio. E auf 19,0 Mio. E im Jahr 2006. Diese positive Ergebnisentwicklung beruht sowohl auf der Verbesserung der operativen Leistungen und Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften als auch auf den von der AdCapital AG selbst erzielten Anlageergebnissen im Bereich ihres Asset-Managements. Ferner haben wir die Betriebsprüfung für die Jahre 1997 bis 2000 abschließen können, so dass wir die vorsorglich gebildeten Rückstellungen weitgehend auflösen konnten. Das Eigenkapital im Konzern hat sich trotz der im Juli 2006 erfolgten Dividendenzahlung von 191,1 Mio. E auf 204,6 Mio. E erhöht. Die Konzerneigenkapitalquote stieg von 79,6 % auf 81,4 %.

Im Oktober 2006 haben wir sämtliche Geschäftsanteile an der Bavaria Digital Technik GmbH mit Sitz in Pfronten erworben und damit eine erfolgversprechende Investition getätigt. Auch in Zukunft wollen wir unsere ertragsorientierte, risikoreduzierte Strategie fortsetzen und unser Beteiligungsportfolio mit guten Unternehmen vorsichtig ausbauen.

Die AdCapital AG hat ihren Jahresüberschuss ebenfalls erhöhen können; er stieg von 11,0 Mio. E auf 17,0 Mio. E. Die Eigenkapitalquote der AG ist nochmals angestiegen, so dass wir unsere Aktionäre erneut an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung teilhaben lassen können. Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung daher eine Erhöhung der Dividende von 0,36 E auf 0,50 E je Aktie vorgeschlagen.

Unsere Aktie hat sich im Kalenderjahr 2006 weiterhin positiv entwickelt. Hierzu haben sowohl die Erhöhung der Dividendenzahlung im Geschäftsjahr 2006 als auch das zunehmende Vertrauen unserer Aktionäre in eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine vorsichtige Investitionspolitik des Konzerns beigetragen. Auch für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir eine positive Entwicklung des Konzerns.

Herzlichst, Ihr

Dieter Jeschke

Bericht des Aufsichtsrats

Allgemeines

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2006 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in fünf gemeinsamen Sitzungen, in Besprechungen des Vorstands mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden Engagements, das Risikomanagementsystem sowie die Prüfung von potenziellen Neuinvestments und möglichen Desinvestments.

Ein wesentlicher Gegenstand der Beratungen war der Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile an der Bavaria Digital Technik GmbH mit Sitz in Pfronten. Weitere regelmäßig behandelte Themen der Aufsichtsratssitzungen waren die Entwicklung der Spezialfonds, die Anlagepolitik sowie die Sicherung der Finanzierung konzernangehöriger Gesellschaften. Verschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats haben an den Anlageausschusssitzungen der Spezialfonds teilgenommen. Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt.

Der Vorstand hat den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

In der Sitzung vom 26. April 2006 hat sich der Aufsichtsrat mit der Effizienz seiner Arbeit befasst. Dabei wurde unter Zugrundelegung eines Prüfungskatalogs festgestellt, dass der Aufsichtsrat seinen Aufgaben auf Basis der vom Vorstand bereitgestellten Informationen sachgerecht und effizient nachkommt.

In seiner Sitzung vom 18. Oktober 2006 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 12. Juni 2006 beschäftigt. Gemäß § 161 AktG haben Aufsichtsrat und Vorstand in dieser Sitzung die jährliche Entsprechenserklärung abgegeben, die den Aktionären auf der Website www.adcapital.de dauerhaft zugänglich gemacht ist. Der ausführliche Corporate-Governance-Bericht ist Bestandteil des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2006.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2006

Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 14. Juli 2006 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leonberg, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellte Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden von der BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leonberg, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwände erhoben. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und ausführlich über ihre Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung am 25. April 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 0,50 E je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in die Gewinnrücklagen

einzustellen, geprüft und schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an.

Erläuterung der Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB infolge einer Gesetzesneuregelung in den Lagebericht aufzunehmenden Angaben wurden ausführlich erörtert. Die Angaben im Lagebericht sind zutreffend. Bei der AdCapital AG gewährt jede Aktie eine Stimme. Sonderrechte oder satzungsmäßige Beschränkungen für Stimmrechte oder Übertragungen bestehen nicht. Genehmigtes Kapital und Aktienrückkaufsmöglichkeiten entsprechen dem Aktiengesetz und der aktienrechtlichen Praxis. Besondere Vereinbarungen mit dem Vorstand, Geschäftsführern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels wurden nicht getroffen.

Personalien

In der Hauptversammlung der AdCapital AG am 14. Juli 2006 wurden die bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats erneut für eine Fünf-Jahres-Periode gewählt. Im Anschluss an die Hauptversammlung wurde in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der Unterzeichner als Vorsitzender sowie Herr Günther Leibinger als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Im Vorstand haben sich keine personellen Veränderungen ergeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

Leinfelden-Echterdingen, im April 2007

Ortwin Guhl (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Unser Geschäftsmodell

Spätphasenfinanzierung im Investitionsfokus

AdCapital setzt seinen Investitionsschwerpunkt im Bereich produzierender Unternehmen der Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie der Automobilzulieferindustrie. Wir verstehen uns dabei als industrieller Partner der operativen Beteiligungsgesellschaften. Während unseres unternehmerischen Engagements begleiten wir das Management bei der Realisierung mittelfristiger Ziele und geben Hilfestellung bei der Implementierung industrieller Wachstumskonzepte. Als aktiver Investor bringen wir unternehmerische Erfahrung, technologisches Verständnis und Transaktions-Know-how in unsere Beteiligungen ein. AdCapital verfügt darüber hinaus über Erfahrungen aus mehreren Börseneinführungen und Secondary Offerings sowie aus zahlreichen M&A-Transaktionen.

Wir fokussieren uns auf Unternehmen, die hohe Wachstums- oder Ertragspotenziale aufweisen. Aufgrund unserer über zwanzigjährigen Branchenerfahrung kennen wir die Erfolgsfaktoren unserer Märkte. Die Investitionsstrategie von AdCapital basiert auf dieser traditionellen Stärke, aber auch auf einer intensiven Beobachtung aktueller Marktveränderungen.

AdCapital investiert keine Mittel eines anonymen Beteiligungsfonds mit kurzfristiger Exitverfolgung und Übertragung erheblicher Schulden auf die erworbenen Unternehmen. Vielmehr verstehen wir uns als unternehmerischer Partner, der die Weiterentwicklung der Beteiligung, ihre langfristig gesicherte Marktstellung und ausreichende Profitabilität als gleichwertige Ziele neben den finanziellen Interessen als Beteiligungsgesellschaft/Investor sieht. Wichtig ist uns bei unseren Beteiligungen ein motiviertes, vorausschauendes Management im Beteiligungsunternehmen, das die Weiterentwicklung aktiv vorantreibt und auch bei einem eventuellen späteren Exit die Ziele und die Profitabilität und damit die Standort- und Bestandssicherheit des Unter-nehmens gewährleistet. Wir unterstützen die Beteiligungsunternehmen vor allem in den klassischen Funktionen Finanzierung, Controlling, Bilanzierung, Steuern und Recht; unser Netzwerk sorgt darüber hinaus für Unterstützung im Finanz-, Industrie- und Dienstleistungssektor.

AdCapital geht vorwiegend Mehrheitsbeteiligungen ein, begleitet die Beteiligungsunternehmen und baut sie aus. Unsere Transaktionsvolumina liegen in der Regel zwischen 5 Mio. E und 50 Mio. E , größere Projekte werden in Projektpartnerschaften syndiziert. Typische MBO-MBI-Transaktionen sind beispielsweise Nachfolgelösungen bei inhabergeführten Familienunternehmen in Form von Replacement-Capital sowie Desinvestment-Capital bei Konzern-Spin-offs.

Mezzanine-Kapital stellen wir Unternehmen zur Verfügung, die nur vorübergehend nachrangige Refinanzierungsmöglichkeiten, insbesondere zur Verbesserung ihrer Finanzstrukturen, benötigen. Diese Unternehmen sind in der Lage, unser eingesetztes Kapital durch stabile Cashflows innerhalb eines Zeitraums von drei bis acht Jahren vollständig zurückzuführen.

Asset-Management

Im Hinblick auf die unvermeidlichen Ertragsschwankungen im Bereich unserer Unternehmensbeteiligungen haben wir uns entschlossen, den Bereich des Asset-Managements (Vermögensverwaltung) als zweiten eigenständigen Geschäftsbereich zu etablieren. Hierbei investieren wir unsere Mittel insbesondere in Aktien und Unternehmensanleihen. Die Investition erfolgt sowohl über einen Spezialfonds als auch direkt durch die AdCapital AG. Anders als bei einer individuellen Vermögensanlage ermöglichen die von der AdCapital AG investierten Volumina die Einschaltung qualifizierter Berater sowie günstige Transaktionskosten, vor allem erlauben sie aber den Zugang zu Anlagemöglichkeiten, die in der Regel institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Hierbei streben wir an, nachhaltig eine Rendite zu erzielen, die die Kapitalmarktrendite von Bundesanleihen unter Inkaufnahme eines vertretbaren Risikos spürbar übersteigt.

Unser Beteiligungsportfolio

Wesentliche Beteiligungen der AdCapital AG > Mehrheitsbeteiligungen

Beteiligung Branche Anteil in %
Bavaria Digital Technik GmbH1 Geräte- und Anlagenbau, Elektrotechnik 100,0
DPS Engineering GmbH1 Software 61,0
Erich Jaeger GmbH & Co. KG1 Automotive 100,0
FRAKO Kondensatoren- und
Anlagenbau GmbH1
Elektrotechnik 100,0
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH1 Antriebstechnik, Engineering & Anlagenbau 100,0
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH1 Kunststoff-Verarbeitung 100,0

Wesentliche Beteiligungen der AdCapital AG > Minderheitsbeteiligungen

Beteiligung Branche Anteil in %
BE Semiconductor Industries N.V. Halbleiterindustrie 4,9
komm.passion Holding GmbH PR-Dienstleistungen 25,5
SOFTPRO GmbH1 Software 28,1
ViewPoint Ventures I GmbH & Co. KG2 Software/IT-Services 30,9
1Mittelbare Beteiligung.
2Anteil am Gesamtfonds beträgt zurzeit 16,5%.

Das Beteiligungsportfolio der AdCapital AG umfasste zum 31. Dezember 2006 sechs Mehrheits- und vier Minderheitsbeteiligungen. Die Zahl der im Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist mit 16 (Vorjahr: 15) wesentlich höher. Im Interesse einer transparenten Darstellung der Beteiligungsstruktur qualifizieren wir aber nicht jede einzelne Gesellschaft als Investment. Die Zahl der Investments wird vielmehr wie folgt ermittelt:

Gesellschaften, die im In- und Ausland über Tochtergesellschaften verfügen, wie beispielsweise die Erich Jaeger-Gruppe, werden nur als ein Investment erfasst. Zwischenholdings, die im Wesentlichen aus Steuer- und Haftungsgründen aufrechterhalten werden, sind ebenfalls nicht als Investment aufgeführt. Dies gilt auch für Grundstücksgesellschaften oder sonstige Gesellschaften, die nicht eigenständig am Markt agieren, sondern vorwiegend Dienstleistungen im Konzern erbringen oder der Abwicklung bestimmter wirtschaftlicher Vorgänge dienen.

Ende Oktober 2006 hat die AdCapital AG sämtliche Geschäftsanteile an der Bavaria Digital Technik GmbH erworben. Die Bavaria Digital Technik GmbH entwickelt und fertigt insbesondere Steuerungsanlagen für die Druckmaschinenindustrie.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden keine Beteiligungen veräußert.

Das Gesamtvolumen der mittelbar sowie unmittelbar im Portfolio der AdCapital AG gehaltenen wesentlichen Beteiligungen beträgt zum 31. Dezember 2006 42,4 Mio. E (Vorjahr: 35,7 Mio. E ).

Die Bavaria Digital Technik GmbH hat sich als Systemlieferant mit eigener Software- und Hardwareentwicklung sowie eigener Konstruktion profiliert. Der Name Bavaria Digital Technik steht für herausragende Qualität und Fachkompetenz sowie für außergewöhnlich hoch entwickelte Technik und ausgereifte Produkte im Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik.

Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt elektronische Baugruppen für die Prozesssteuerung und Visualisierung, Leitstandstechnik und Softwareentwicklung sowie für die Steuerung von Großmaschinen beziehungsweise Großanlagen (Druckmaschinen und Kraftwerke) bis hin zum geschlossenen Workflow, wobei der Schwerpunkt im Bereich Druckmaschinen liegt. Es werden schlüsselfertige Produkte geliefert – dazu zählen auch komplette Leitstände –, die nach den Wünschen der Kunden individuell hergestellt und je nach Anforderung vor Ort installiert werden. Im Rahmen einer eigenen 24-Stunden-Hotline bietet das Unternehmen ergänzend einen Komplettservice, der eine erstklassige Betreuung mit direktem Zugriff auf die Techniker und eine schnelle Ersatzteilversorgung ohne Umwege über ein Callcenter gewährleistet. Bislang wurden 300.000 Prozessmodule verkauft; weltweit sind rund 5.000 Leitstandsanlagen von Bavaria Digital Technik im Einsatz.

Die Bavaria Digital Technik GmbH zeichnet sich durch eine flexible Produktion aus, die selbst bei Klein- und Kleinstserien oder der Sonderentwicklung kundenspezifischer elektronischer Baugruppen für sicherheitskritische Bereiche eine wirtschaftliche Fertigung ermöglicht. Darüber hinaus ist die Produktion durch eine hohe Fertigungstiefe geprägt. Sowohl die Software als auch die Hardware (PCs) für die Leitstände werden selbst erstellt.

Insgesamt werden zurzeit 112 Mitarbeiter beschäftigt, davon 30% im Bereich der Forschung und Entwicklung. Hervorzuheben ist der Anteil hochqualifizierter Arbeitnehmer vor allem im technischen Bereich – eine Strategie, die dem Unternehmen in jedem Fall ein hohes Maß an Qualität, Innovation und Know-how sichert.

Erich Jaeger GmbH & Co. KG

Mitarbeiter: 5501 Umsatz: 29 Mio. E AdCapital-Anteil: 100 % Beteiligung seit: 1993/1998

Die Erich Jaeger GmbH & Co. KG zählt mit ihren Tochtergesellschaften international zu den führenden Herstellern elektrischer Verbindungen zwischen Zugfahrzeug und Anhänger und ist Lieferant verschiedener Komponenten, insbesondere für die Automobilindustrie. Die Kunden aus der Automobilbranche und anderen Industrien erhalten von der Entwicklungsleistung über Prototypen und Werkzeugbau bis zur produktionssynchronen Anlieferung alles aus einer Hand.

550 Mitarbeiter erarbeiten weltweit in enger Abstimmung mit den Kunden innovative Lösungen in den Bereichen Verkabelung, Steckverbindungen, Elektrik/ Elektronik und Anhängerkupplungen bis hin zur Serienproduktion. Vertrieb und Entwicklung des Unternehmens sind in Deutschland konzentriert. Lohnintensive Fertigungsbereiche sind dagegen im Hinblick auf die Preissensibilität der Abnehmer in Niedriglohnländern wie Tschechien und China angesiedelt. Über die Rolle als Produktionsstandort hinaus werden sowohl in Tschechien als auch in China zunehmend eigene Entwicklungskompetenzen aufgebaut und eigenständige Vertriebszentren für die lokalen und umliegenden Märkte etabliert.

Das Wissen und die Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Steckverbindungen für höchste Ansprüche lassen sich auch in neue Geschäftsfelder übertragen. Daher ist die Erich Jaeger-Gruppe heute gefragter Entwicklungs- und Produktionspartner auch für Kunden aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, der Medizintechnik und der Photovoltaik. Eine Vielzahl an Patenten, Gebrauchsmuster- und Markenanmeldungen unterstreichen die am Markt voll anerkannte Entwicklungskompetenz. Wichtige Projekte des Jahres 2006 waren die qualifizierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die durch Neukundengeschäft sowie Produktanläufe im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich geprägte starke Ausweitung des Auslandsgeschäfts sowie die Realisierung verschiedener Projekte mit Industriekunden.

FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH

Mitarbeiter: 109
Umsatz: 18,4 Mio. E
AdCapital-Anteil: 100 %
Beteiligung seit: 2005

FRAKO steht weltweit für Kompetenz und technologische Führung im Bereich Blindstrom-Kompensation, Power-Quality und Energie-Management-Systeme. Unter dem Motto "Sichere Energielösungen nach Maß" liefert das Unternehmen Leistungs-Kondensatoren, Blindstrom-Kompensationsanlagen, aktive und passive Netzfilter sowie Management-Systeme zur Erfassung, Dokumentation, Abrechnung und Visualisierung des Energieverbrauchs bei Strom, Gas, Wasser, Druckluft und Dampf.

Über 100 Mitarbeiter entwickeln, produzieren und vertreiben vom Standort Teningen aus praxisnahe, zukunftsorientierte und sichere Produkte, die der Einsparung von Energiekosten, der Visualisierung und Abrechnung von Energieverbrauch sowie einer Verbesserung der Netzspannungsqualität dienen. Als technische Innovation zur Entlastung der Umwelt hat FRAKO den trockenen Hochleistungskondensator auf den Markt gebracht. Ob Hochleistungskondensatoren, Kompensations-Regelanlagen oder Energie-Management-Systeme – Forschung und Weiterentwicklung haben bei FRAKO erste Priorität.

Mit der ISO-9001- und ISO-14001-Zertifizierung und einem integrierten Qualitätsmanagementsystem stellt FRAKO die Erfüllung höchster Qualitätsanforderungen in Entwicklung, Produktion, Beratung und Ausführung sicher.

In Deutschland und Finnland ist FRAKO Marktführer bei Blindstrom-Kompensationsanlagen. Mit ihren internationalen Partnern ist die FRAKO GmbH in über 50 Ländern aktiv, wobei im Jahr 2006 besonders die intensive Bearbeitung der Zielmärkte Finnland und Russland im Vordergrund stand. Gerade für den russischen Markt wurde die für den Export notwendige GOST-R-Zertifizierung vor kurzem erfolgreich durchgeführt. Weitere interessante Märkte für die Wachstumsperspektive der FRAKO GmbH sind Indien, Malaysia und die Türkei.

EW Hof Antriebe und Systeme GmbH

Mitarbeiter: 1391 Umsatz: 8 Mio. E AdCapital-Anteil: 100 % Beteiligung seit: 1992

EW Hof ist ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Antriebstechnik, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Herstellung von Sondermotoren liegt. Das Leistungsspektrum umfasst AC-, DC- und Schrittmotoren, batteriegespeiste Antriebe sowie explosionsgeschützte Motoren und Radnabenantriebe. Die Kunden kommen aus fast allen Bereichen der Industrie. Hochspezialisierte Ingenieure und Techniker sind in der Lage, nahezu alle Antriebsaufgaben optimal zu lösen. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den neuesten technischen Entwicklungen des Marktes.

Während der Standort Hof die Bereiche Konstruktion, Service sowie Administration beherbergt, befindet sich die Produktion in Roznov (Tschechien). EW Hof setzt dabei auf Fertigungstiefe und Flexibilität bei einem Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit.

Im Jahr 2006 wurden insbesondere in den Branchen Windkraft und Logistik starke Zuwächse verzeichnet. Die durchgängige Einführung von SAP Business One an den Standorten Hof (D) und Roznov (CZ) bildet die Grundlage für einen gesicherten IT-Bereich und das für die Zukunft geplante Wachstum.

KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH

Mitarbeiter: 80
Umsatz: 5,5 Mio. E
AdCapital-Anteil: 100 %
Beteiligung seit: 1991

Die KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH ist "Partner ihrer Kunden, von der Entwicklung bis zur Baugruppe". Als Systemlieferant bietet das Unternehmen Know-how in allen Projektphasen von der Konstruktion über den Werkzeug-/Formenbau und Spritzguss bis zur Montage elektronischer Baugruppen. Diesen umfassenden Dienstleistungsansatz nutzen beispielsweise Siemens, Zeiss, Vaillant, EADS und GE. KTS zählt daher in Deutschland und Europa zur Spitze der Kunststoffverarbeiter.

Mit hochwertiger CNC-Technik und erfahrenen Mitarbeitern werden im eigenen Werkzeug-/Formenbau komplexeste Spritzgießformen bis etwa 800 mm Kantenlänge hergestellt. Nachfolgende Veredlungsarbeiten wie Tampondruck, Heißprägen, Ultraschallschweißen oder die Montage von Baugruppen können ebenfalls als geschlossene Verfahrenskette im eigenen Haus realisiert werden. Die Konstruktionsabteilung arbeitet mit dem 3D-CAD-System Pro/Engineer und Moldflow-Simulationssoftware, die von Designstudien und Füllanalysen über Schwindungsberechnungen und Kollisionstests bis zur Unterstützung des Digitalisierens geometrischer Körper alle konstruktiven Möglichkeiten erlaubt. Auf diese Weise entstehen hochwertige technische Teile, Sicht- und Designteile, komplette Baugruppen und Gehäusesysteme für die Elektrotechnik/Elektronik, Telekommunikationstechnik, Feinmechanik/Optik, Medizintechnik und den Fahrzeugbau.

Die Umsatzsteigerung im Jahr 2006 zeigt, dass KTS seine Stellung als Partner von der Entwicklung bis zur Baugruppe weiter festigen und insbesondere im Bereich anspruchsvoller technischer Teile und designorientierter Sichtteile mit bedeutenden Bestandskunden und Neukunden ausbauen konnte. Dies stellt eine wichtige Basis für die Zukunft dar.

DPS Engineering GmbH

Mitarbeiter: 55 Umsatz: 11,2 Mio. E AdCapital-Anteil: 61 % Beteiligung seit: 1998

Die DPS Engineering GmbH, Leinfelden-Echterdingen, entwickelt und vermarktet Softwareprodukte und Dienstleistungen für transaktionsorientierte IT-Systeme. Zielgruppe sind im Wesentlichen namhafte Institute der Kreditwirtschaft, Retailer und in diesen Märkten agierende Drittprovider.

Das Leistungsportfolio besteht im Wesentlichen aus Produktentwicklung und Vermarktung von Lizenzprodukten, Application-Management-Services, Durchführung kundenspezifischer Softwareprojekte und Consulting. Die DPS Engineering GmbH konzentriert sich dabei auf folgende Schwerpunkte: Inlands- und Auslandszahlungsverkehr, kartenbasierte Autorisierungsund Transaktionssysteme, Sicherheiten- und Kreditmanagement einschließlich Basel II/MiFID, Wertpapierhandelsabwicklung sowie RZ-Organisation und -optimierung.

Im Jahr 2006 konnte die DPS Engineering GmbH ihre strategische Partnerschaft mit wesentlichen Kunden weiter ausbauen. Hervorzuheben ist die führende Stellung als Anbieter innovativer Software-Plattformen für den Betrieb großer Selbstbedienungsnetze. Auch in den Fachbereichen Inlands- und Auslandszahlungsverkehr ist die DPS Engineering GmbH als Entwicklungs- und Application-Management-Partner für große Service-Provider das führende Softwarehaus in Deutschland.

SOFTPRO GmbH

Mitarbeiter: ca. 55 Umsatz: 8,1 Mio. E AdCapital-Anteil: 28,1 % Beteiligung seit: 2001

Die SOFTPRO-Gruppe ist weltweit führender Anbieter von Systemen zur Aufnahme und Prüfung eigenhändiger Unterschriften und unterstützt über 200 Unternehmen in ihrem Workflow von Dokumenten und Transaktionen. Zu den Kunden von SOFTPRO zählen unter anderem American Express, Bank of America, Barclays, Citigroup, Discover Financial, HypoVereinsbank, JPMorgan Chase, Landesbank Berlin, Lloyds TSB, Klinikum Ingolstadt, Saudi Chamber of Commerce, SEB, Standard Bank of South Africa und Wachovia.

SOFTPRO-Lösungen sichern in vielen Branchen die Authentizität und Integrität elektronischer Dokumente und Transaktionen durch unterschiedliche Formen so genannter elektronischer Signaturen auf Basis eigenhändiger Unterschriften. Erfasst und ausgewertet werden dafür – je nach Anwendungsbereich – statische und dynamische (biometrische) Merkmale von Unterschriften. Im Jahr 2006 konnte SOFTPRO zahlreiche bedeutende Allianzen mit wichtigen Anbietern im Markt für elektronische Dokumente schließen – beispielsweise mit Adobe. Es zeigt sich auch, dass die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und somit auch die Digitalisierung des Unterschreibens Teil komplexer organisatorischer Umstrukturierungen in den Unternehmen ist. SOFTPRO sieht sich bestens aufgestellt, dieses stetig wachsende Marktsegment der "papierarmen Prozesse" weltweit nachhaltig zu bedienen.

Die zweite Produktlinie von SOFTPRO hat die Erkennung von gefälschten Belegen (Schecks und Überweisungen) und die Betrugsvorbeugung im Zahlungsverkehr von Kreditinstituten zum Ziel. Ergänzend zur automatischen Prüfung von Unterschriften wurden 2006 aufgrund zahlreicher Kundenwünsche weitere Prüfverfahren und eine ganzheitliche Risikobetrachtung ("Combined Risk Score") eingebunden. Außergewöhnliche Nachfrage-Impulse resultierten im abgelaufenen Geschäftsjahr aus einer Reihe von Betrugsserien in diversen Ländern. Die öffentliche Berichterstattung erhöhte das Interesse an Lösungen von SOFTPRO zusätzlich. Selbst die Online-Enzyklopädie Wikipedia beschäftigt sich ausführlich mit dem Überweisungsbetrug als Themenfeld von SOFTPRO.

komm.passion Holding GmbH

Mitarbeiter: ca. 80
Umsatz: k. A.
AdCapital-Anteil: 25,5 %
Beteiligung seit: 2001

Zusammen mit der Lampe Beteiligungs GmbH hat sich die AdCapital AG im Jahr 2001 an der komm.passion GmbH beteiligt. Hinter dieser Gesellschaft steht der Gründer Dr. Alexander Güttler. Die Gesellschaft hat ihre Hauptniederlassung in Düsseldorf. Die Beteiligung der Lampe Beteiligungs GmbH und der AdCapital AG als Finanzinvestoren dient zur Refinanzierung einer Buyund-Build-Strategie. So wurden bis Ende 2004 insgesamt drei Agenturen erworben; vor allem in Berlin und Hamburg wurde in verschiedene Build-Projekte investiert.

Als große partnergeführte Kommunikationsagentur in Deutschland bietet die komm.passion GmbH "the best of both worlds": die Flexibilität spezialisierter Teams, aber auch die Strukturen und die einheitliche Philosophie einer im internationalen Leistungsvergleich hervorragend positionierten Agentur.

Die komm.passion GmbH ist in den wichtigen deutschen Wirtschafts- und Medienzentren präsent. Dabei wird die Expertise der Mitarbeiter strukturübergreifend quer über die Standorte gebündelt. Das Resultat ist Beratung aus einem Guss. Die komm.passion GmbH ist Mitglied der internationalen Partnernetzwerke WORLD-COM Public Relations Group und Global Fluency.

ViewPoint Ventures I

Fondsstruktur: 3 Parallelfonds
AdCapital-Anteil: 16,5 %
Beteiligung seit: 2000

ViewPoint Partners ist ein unabhängiges internationales Private-Equity-Unternehmen, das Anfang 2000 von ehemaligen Softwareunternehmern und Finanzierungsexperten gegründet wurde und sich ausschließlich auf die Finanzierung und Unterstützung von Softwaretechnologie-Unternehmen konzentriert. Neben der sachgerechten Kapitalbeschaffung durch die von ihnen betreuten Fonds nutzen die Gründer ihre operativen Fähigkeiten, ihre Marktkenntnis und ein internationales Industrienetzwerk. Durch dieses aktive Vorgehen unterstützt ViewPoint Partners die Unternehmen maßgeblich dabei, ihre strategischen, operativen und finanziellen Ziele zu erreichen und einen Wertzuwachs für ihre Kunden, Partner, Mitarbeiter und Aktionäre zu generieren. Während der Fonds ursprünglich Wachstumsfinanzierungen begleitete, hat sich der Investitionsfokus mittlerweile auf Buy-out-Investitionen gerichtet. Die Aktivitäten decken Gesamteuropa ab, ein spezieller Schwerpunkt wird mit lokalen Vertretungen in Frankfurt und Zürich in den deutschsprachigen Ländern sowie Benelux und Frankreich gesetzt.

Über die Beteiligung am Venture-Capital-Fonds View-Point Ventures I investiert AdCapital indirekt in Softwareunternehmen. Zu den aktuellen Portfoliounternehmen des ViewPoint-Ventures-Fonds gehören unter anderem ASDIS Software AG, Aquin Components GmbH, Fernbach Software GmbH, Interactive Objects Software GmbH, impress Software AG, mental images GmbH, RedDot Solutions AG und Saperion AG. Der Fonds ist mittlerweile vollständig investiert und hat bereits einen Exit erfolgreich abgeschlossen. Weitere Optionen für mögliche Desinvestitionen werden derzeit vom Managementteam geprüft. Die Managementgesellschaft hat insgesamt einen beeindruckenden Track-Record gezeigt. Wir erwarten daher einen insgesamt positiven Return auf den von uns anteilig erbrachten Kapitaleinsatz von 7,5 Mio. E.

Mezzanine-Finanzierungen

Der Begriff "Mezzanine" bezeichnet Mittel, die zwischen Fremd- und Eigenkapital angesiedelt sind. Mezzanine-Finanzierungen stärken die Eigenkapitalquote und begünstigen somit ein strategisches Bilanz- und Liquiditätsmanagement. In Bilanzanalysen wird die Mezzanine-Finanzierung in Abhängigkeit von der gewählten Struktur als nachrangiges Eigenkapital bewertet und verbessert auf diese Weise die Bilanzstruktur des Unternehmens.

Mezzanine-Finanzierungen werden in unterschiedlichen Formen angeboten. Das Spektrum reicht von Nachrangdarlehen, stillen Beteiligungen und Genussscheinen bis hin zu Wandel- oder Optionsanleihen. Mezzanine ist eine hybride Finanzierungsform. Im Gegensatz zur klassischen langfristigen Kreditfinanzierung ist der Rückzahlungsanspruch also im Fall einer Insolvenz mit einem Nachrang gegenüber Gläubigern versehen. Partiarische Darlehen unterscheiden sich von herkömmlichen Darlehen durch eine im Vorfeld festgelegte Gewinnbeteiligung. Bei einer stillen Beteiligung ist die Gewinnbeteiligung zwingend vorgeschrieben, die Beteiligung am Verlust (typische stille Beteiligung) kann jedoch ausgeschlossen werden.

Im Vergleich zu Krediten erwarten Mezzanine-Kapitalgeber aufgrund des höheren Risikos eine entsprechend höhere Rendite, die sich zwischen den marktüblichen Sätzen von direktem Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital bewegt.

Vorteil der Mezzanine-Finanzierung ist für die kapitalsuchenden Unternehmen, dass die Konditionen im Vergleich zu anderen Eigenkapitalprodukten günstiger sind, keine weiteren Sicherheiten gefordert werden und die unternehmerische Gestaltungsbefugnis des Unternehmens nur moderat beschränkt wird. In der Regel wird der Kreditspielraum des Unternehmens deutlich erweitert. Die Vergabe von Mezzanine-Kapital ist unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens. Mezzanine-Kapital ist interessant, wenn kein fester Firmenanteil verkauft werden soll oder Anteilseigner keine Verwässerung der bestehenden Anteilsstrukturen wünschen.

Soweit ein Unternehmen oder ein Unternehmer für eine bestimmte Wachstumsphase nur Eigenkapital auf Zeit benötigt, stellen wir dieses bei Bedarf ohne direkte Beteiligung in Form von Mezzanine-Kapital zur Verfügung. Anders als bei den Standardprodukten, die von Banken bzw. bankennahen Organisationen im Mezzanine-Umfeld angeboten werden, gehen wir bei unserem Ansatz ausschließlich individualisiert vor und passen unser Angebot maßgeschneidert an die konkreten Anforderungen des Zielunternehmens an. Auch für die AdCapital AG ist diese Anlageform interessant, da sie eine regelmäßige, dem Risiko entsprechende laufende Verzinsung sowie einen fest vereinbarten Kapitalrückfluss verspricht.

Corporate Governance – Grundsätze guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung und -kontrolle

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Er beschreibt die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen, die unmittelbar oder mittelbar Einfluss auf die Führungsentscheidungen eines Unternehmens und somit auf den Unternehmenserfolg haben. Dabei sind eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitungen und Aufsichtsgremien, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation wesentliche Aspekte guter Corporate Governance.

Die AdCapital AG hat Corporate Governance als festen Bestandteil in der Unternehmenskultur verankert und fühlt sich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig mit den nationalen und internationalen Entwicklungen im Bereich der Corporate Governance.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex beinhaltet Anweisungen, Empfehlungen und Anregungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex ist es, das deutsche Corporate-Governance-System transparent und nachvollziehbar zu machen und somit das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften zu fördern. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde zuletzt am 12. Juni 2006 durch die Regierungskommission aktualisiert. Aus diesem Anlass haben Vorstand und Aufsichtsrat der AdCapital AG sich ausführlich mit den neuen Empfehlungen auseinandergesetzt und die Entsprechenserklärung mit Datum vom Oktober 2006 aktualisiert.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der AdCapital AG haben im Oktober 2006 erklärt, dass sie den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Punkte, die in der Größe des Unternehmens sowie der effizienten Unternehmensführung begründet sind, weitgehend entsprochen haben und entsprechen werden:

  • Die von uns abgeschlossene D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt für die Organmitglieder vor (Punkt 3.8 des Kodex).
  • Die Gesellschaft wird ausschließlich die aktuell geltende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG auf ihrer Internetseite zugänglich machen (Punkt 3.10 des Kodex).
  • Der Vorstand besteht aufgrund des reduzierten Geschäftsvolumens zurzeit nur aus einer Person (Punkt 4.2.1 des Kodex).
  • Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nicht vorgesehen. Eine Information über das Vergütungssystem und über Veränderungen unterbleibt im Hinblick auf die Beschlussfassung der Hauptversammlung (Punkt 4.2.3 des Kodex).
  • Eine Offenlegung der Vorstandsbezüge unterbleibt im Hinblick auf die entsprechende Beschlussfassung in der Hauptversammlung vom 14. Juli 2006 (Punkt 4.2.4 des Kodex).
  • Die Bildung von Ausschüssen ist in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat grundsätzlich vorgesehen. Tatsächlich wurde aber bisher aufgrund der Größe des Aufsichtsrats (sechs Mitglieder) und der bewährten Praxis auf eine Bildung von Ausschüssen verzichtet. Sofern dies sinnvoll erscheint, werden wir entsprechende Ausschüsse einrichten (Punkt 5.3.1 des Kodex).
  • Ein Prüfungsausschuss wurde bisher aufgrund der Größe des Aufsichtsrats nicht eingerichtet. Der Auf-

sichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer (Punkt 5.3.2 des Kodex).

  • Wahlen zum Aufsichtsrat können aufgrund der aktienrechtlichen Vorschriften als Einzel- oder Blockwahl durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat wird dies bei Wahlen individuell entscheiden. Die Veröffentlichung von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz im Vorfeld einer Wahl halten wir nicht für zweckmäßig (Punkt 5.4.3 des Kodex).
  • Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich aus der Satzung der Gesellschaft. Insofern ist eine weiter gehende Offenlegung nicht vorgesehen (Punkt 5.4.7 des Kodex).
  • Den Veröffentlichungsvorschlägen gemäß Abs. 2 wird nicht gefolgt, da wir die gesetzlichen Vorschriften für ausreichend erachten (Punkt 6.6 des Kodex).
  • Der Konzernabschluss wird innerhalb von 90 Tagen aufgestellt und nach abschließender Prüfung durch den Abschlussprüfer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Halbjahresbericht wird spätestens nach 60 Tagen veröffentlicht (Punkt 7.1.2 des Kodex).
  • Wegen expliziter und geschäftselementarer Vereinbarungen zur Vertraulichkeit über Details von Beteiligungen werden wir nur teilweise den Empfehlungen folgen, eine Liste der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften zu veröffentlichen (Punkt 7.1.4 des Kodex).

Risikomanagement

Das bestehende Risikomanagementsystem der AdCapital AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen und der Konzern im Rahmen ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Schwachstellenbehebung. Sie tragen damit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehenden Kosten bei. Über aktuelle Unternehmensrisiken wird im Lagebericht berichtet.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Die meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften kommuniziert und regelmäßig auf der Website der Ad Capital AG veröffentlicht.

"Jährliches Dokument" gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz

Das "Jährliche Dokument" gemäß §10 Abs. 1 Wertpapierprospektgesetz ist auf der Website www.adcapital.de unter der Rubrik "Investor Relations/Jährliche Publikation" veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.

Vergütungsbericht

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt entsprechend der Regelung in § 12 der Satzung. Beratungsverträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden nicht abgeschlossen.

Vergütung des Vorstands:

Die Hauptversammlung der AdCapital AG hat am 14. Juli 2006 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, dass die Offenlegung der Vorstandsvergütung im Jahresabschluss und Konzernabschluss der Gesellschaft (§ 285 Satz 1, Nr. 9a Satz 5–9 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5–9 HGB) für die Geschäftsjahre 2006 bis 2010 unterbleibt. Die Vergütung des Vorstands ist Bestandteil des Personalaufwands der AdCapital AG. Der gesamte Personalaufwand der AG liegt trotz der umfangreichen Verpflichtungen einer börsennotierten AG unter den üblichen Managementvergütungen, die von Private-Equity-Fonds gezahlt werden.

Die AdCapital-Aktie

Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Aktienmarkt

Nachdem sich die Investoren bereits drei Jahre über erhebliche Kursgewinne freuen konnten, entwickelten sich die internationalen Aktienindizes im Berichtsjahr nochmals mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten. Trotz der generell überaus erfreulichen Wertentwicklung sollte allerdings nicht übersehen werden, dass es im Jahr 2006 auch deutliche Kurskorrekturen gab, so zum Beispiel im Mai und Juni, als der DAX innerhalb einer Woche über 10 % verlor.

Die Aktiendaten im Überblick

WKN 521 450
ISIN DE 00 52 14 506
Börsenkürzel ADC
Handelssegment Amtlicher Handel
Börsensegment General Standard
Aufnahme Börsennotierung 26. Oktober 1984
Grundkapital 45 Mio. E
Anzahl der Aktien 15.000.000
Fonds, in denen die Aktie Axxion S.A.
enthalten ist

Derzeit sprechen sowohl das Gesamtbild der Konjunkturindikatoren als auch die jüngsten Daten dafür, dass der US-Wirtschaft ein Softlanding-Szenario gelingen wird, das entsprechende positive Auswirkungen auf Europa erwarten lässt. Nach Experten-Einschätzungen haben die europäischen Aktienbörsen für 2007 unter der Voraussetzung eines durchschnittlichen Gewinnwachstums von 7 % bis 10% sowie moderat höherer Bewertungen ein Kurspotenzial von 10 % bis 15%.

Entwicklung des Aktienmarktes und der AdCapital-Aktie

Im Berichtsjahr zeigten sich die Kapitalmärkte insgesamt freundlich. Die einzelnen regionalen Indizes wiesen jedoch klare Performance-Unterschiede auf. Der USamerikanische Leitindex Dow-Jones verzeichnete im Jahresverlauf einen Anstieg um 16 %. Bei den europäischen Indizes hat sich Deutschland 2006 mit einem Kursplus von 22 % beim DAX, 31 % beim SDAX und 28,6 % beim MDAX sehr gut entwickelt. Insgesamt schloss der DAX mit einem Endstand von 6.596,92 Punkten gegenüber einem Vorjahresstand von 5.408,26 Punkten. Die AdCapital-Aktie folgte der allgemeinen Entwicklung des Kapitalmarktes. Zu Beginn notierte sie bei 9,20 E und lag am Jahresende bei einem Wert von 10,60 E. Damit knüpfte das Papier an den Aufwärtstrend der letzten Monate an und steigerte sich über das Geschäftsjahr auf ein Plus von 15,2 %.

Die auf Private-Equity-Werte ausgerichteten Indizes entwickelten sich im Berichtsjahr ebenfalls positiv. Beispielsweise konnte LPX®Buyout, ein Index mit Schwerpunkt auf Buy-out-orientierte Private-Equity-Unternehmen, im Vergleichszeitraum einen Anstieg von rund 25 % verzeichnen.

Auch unsere börsennotierten Wettbewerber konnten sich über positive Kursentwicklungen freuen, die insbesondere durch Aktivitäten in Neuinvestitionen, Exits sowie ein für das Private-Equity-Business freundliches Umfeld geprägt waren. Die Investoren honorieren vor allem die verbesserten Exitmöglichkeiten über den Kapitalmarkt und Secondaries. AdCapital hat sich in diesem Marktumfeld weitgehend branchenkonform entwickelt. Die aktuelle Marktbewertung mit einem Jahresschlusskurs von 10,60 E liegt unverändert unter dem Net-Asset-Value von 13,60 E je Aktie beziehungsweise unter dem Buchwert der AdCapital AG von 13,20 E je Aktie, allerdings hat sich das Verhältnis zwischen Aktienkurs und Net-Asset-Value in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert.

Net-Asset-Value

Als Net-Asset-Value wird der Betrag bezeichnet, um den die Aktiva die Verbindlichkeiten übersteigen; bei börsennotierten Beteiligungen sowie Wertpapieranlagen wird hierzu die Marktbewertung beziehungsweise Börsenkapitalisierung herangezogen. Nicht notierte Beteiligungen setzen wir dabei mit den fortgeführten

Jahresschlusskurs (FFM)/Net-Asset-Value je Aktie > in E

Anschaffungskosten an. Nach unserer Einschätzung liegen die Verkehrswerte unserer nicht notierten Beteiligungen zum Teil deutlich über den fortgeführten Anschaffungskosten.

Jahresschlusskurs Net-Asset-Value

Der Net-Asset-Value der AdCapital AG erreichte zum 31. Dezember 2006 einen Wert von rund 196,5 Mio. E

*Peergroup: Deutsche Beteiligungs AG, GESCO AG, INDUS Holding AG, KAP Beteiligungs AG, TFG Capital AG, Arques Industries AG.

1LPX GmbH (Basel) ist eine auf Private Equity fokussierte Research-Gesellschaft und hat eine Indexfamilie konzipiert, die die Entwicklung des Private-Equity-Marktes und seiner Subkategorien misst. LPX-Indizes sind Aktienindizes, die die Performance von börsengehandelten Listed-Private-Equity-Gesellschaften abbilden. Der LPX®50-Index bildet hierbei die Performance der weltweit 50 größten Private-Equity-Gesellschaften ab. Der LPX®Buyout, der von uns als Vergleichsindex herangezogen wird, misst als globaler Index die Performance von LPE-Unternehmen mit Investitionsfokus im Buy-out-Sektor.

(Vorjahr: 178,9 Mio. E ). Bezogen auf die im Umlauf befindlichen Aktien entspricht dies einem Net-Asset-Value in Höhe von 13,60 E (Vorjahr: 12,30 E ) je Aktie.

Die Wertsteigerung gegenüber dem Vorjahr beruht insbesondere auf Zuschreibungen beziehungsweise niedrigeren Risikovorsorgen für Beteiligungen und ausgereichten Gesellschafterdarlehen sowie Erträgen aus Wertpapieranlagen. Der Unterschied zwischen dem Net-Asset-Value von 196,5 Mio. E und dem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von 192,1 Mio. E ergibt sich vor allem aus dem Abzug der eigenen Aktien sowie der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren.

Die AdCapital AG präsentiert sich weiterhin als sehr substanzstark und ist nahezu schuldenfrei. Sie verfügt über Wertpapiere und Zahlungsmittel abzüglich eigener Aktien in Höhe von 135,0 Mio. E (Vorjahreswert: 135,2 Mio. E ), die zum Teil sofort abrufbar sind und für ein attraktives Investment eingesetzt werden können. Die Finanzmittel betragen damit 9,30 E je Aktie und decken damit den Jahresschlusskurs zu 87,7 % ab.

Dividende

Angesichts der erfreulichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2006 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 13. Juli 2007 eine Dividende in Höhe von 0,50 E je Aktie (Vorjahr: 0,36 E je Aktie) vorschlagen. Dies entspricht einer Anhebung der Ausschüttung um rund 38,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der verbleibende Jahresüberschuss wird zur Substanzstärkung den Gewinnrücklagen zugeführt beziehungsweise auf neue Rechnung vorgetragen.

Anders als in den Vorjahren wird die Dividende nicht steuerfrei ausgezahlt werden können, da die Ausschüttung aus dem so genannten ausschüttbaren Gewinn und nicht mehr aus dem steuerlichen Einlagenkonto geleistet wird.

Grundkapital und Rücklagendotierung

Das gezeichnete Kapital der AdCapital AG beträgt 45.000.000 E und ist in 15.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.

Aktionärsstruktur

Der von Herrn Günther Leibinger gehaltene Anteil der Aktien beträgt zum 31. Dezember 2006 39,57 %. Die Familie Maximilian Bernau hält 5,96 % der Aktien. Darüber hinaus wurden wir am 7. März 2007 informiert, dass der Fonds Axxion S.A., Luxemburg, insgesamt 12,63% der Aktien der AdCapital AG hält. Einschließlich eigener Aktien befinden sich 41,84 % der Aktien im Streubesitz.

2006 2005 2004 2003 2002
Ergebnis je Aktie (Konzern) 1,3 2,4 0,8 0,91 – 0,71
Ergebnis je Aktie (AG)1 1,2 0,8 0,5 0,3 – 2,3
Dividende je Aktie 0,50 0,36 0,12 0,00 0,00
Schlusskurs2 10,6 9,2 7,5 6,8 4,5
Jahreshöchstkurs 11,0 9,7 8,1 7,3 7,3
Jahrestiefstkurs 9,3 7,3 6,1 3,3 3,8
Marktkapitalisierung am Jahresende (Mio. E
)
159,0 138,0 112,0 102,7 73,0
Höchste Marktkapitalisierung (Mio. E
)
165,0 144,5 121,0 109,5 119,6
Net-Asset-Value in Mio. E
(AG)3
196,5 178,9 157,6 151,6 136,4
Net-Asset-Value je Aktie (AG)3 13,6 12,3 10,8 10,3 8,8
Buchwert (Eigenkapital) in Mio. E 192,1 180,4 171,1 163,9 165,1
Eigenkapital je Aktie (AG)1, 3 13,2 12,4 11,4 10,9 10,1
Eigenkapital je Aktie (Konzern)3 14,1 13,1 11,6 10,5 9,2

Kennzahlen im Vergleich > in E

1Nach HGB. 2Schlusskurs Parkett Frankfurt. 3Ohne eigene Aktien.

Zusammengefasster Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2006

Strategie und Unternehmenspolitik der AdCapital AG

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG ist einerseits das Erwerben und Halten von Beteiligungen an Unternehmen. Andererseits bildet die Vermögensverwaltung, also die Anlage des (liquiden) Vermögens in Wertpapieren jeglicher Art, unseren zweiten Tätigkeitsschwerpunkt ab. Beide Geschäftsbereiche sind durch ein unterschiedliches Wettbewerbsumfeld sowie unterschiedliche Chancen- und Risikoprofile gekennzeichnet.

Die AdCapital AG konzentriert sich bei ihren Unternehmensbeteiligungen vorrangig auf Spätphasenfinanzierungen. Hierbei zählen mittelständisch geprägte Familienunternehmen, die sich erfolgreich in reifen Nischenmärkten etabliert haben, zu unseren bevorzugten Zielunternehmen. Die Unternehmen sollten darüber hinaus einen Umsatz von mindestens 20 Mio. E bis zu 250 Mio. E bei stabiler Ertragslage vorweisen. Als Branchenfokus setzen wir unsere Mittel bevorzugt im produzierenden Bereich auf den Gebieten der Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Maschinenbau sowie in der Elektrotechnik ein.

Sofern Familienunternehmen veräußert werden, legen die Verkäufer häufig nicht nur Wert darauf, den Veräußerungspreis zu maximieren. Vielmehr wird auch darauf geachtet, dass der potenzielle Erwerber dem Unternehmen als solchem, dem Standort wie auch der Belegschaft eine hohe Bestandssicherheit gewährt. In diesen Fällen haben wir uns in den vergangenen Jahren zunehmend als bevorzugter Partner etabliert. Vorteilhaft wirkt sich dabei vor allem aus, dass wir bei unseren Engagements bevorzugt eine langfristige Beteiligung als Investor suchen beziehungsweise auch auf unbeschränkte Dauer angelegte Beteiligungen übernehmen. Ein weiterer wichtiger Unterschied der AdCapital AG im Vergleich mit klassischen Private-Equity-Fonds ergibt sich darüber hinaus aus unserem Investitionsverständnis als Unternehmer. Wir investieren keine Fondsmittel eines anonymen Beteiligungsfonds mit ausschließlich finanziellen Interessen. Vielmehr sehen wir uns als unternehmerischer Partner, der neben eigenem Kapital insbesondere unternehmerisches Know-how und eine gelebte, mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen substanziell weiterzuentwickeln. AdCapital setzt auf die Eigenständigkeit der Unternehmen sowie ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und unterstützt diese vor allem in den Bereichen Finanzen, Steuern, Recht, Kapitalmarkt und verfügt über hervorragende Netzwerke.

Die Ertragslage der AdCapital AG im Geschäftsfeld Unternehmensbeteiligungen wird vorwiegend durch die operativen Ergebnisse unserer Beteiligungen geprägt. Aufgrund unserer Bereitschaft, Unternehmensbeteiligungen bei Bedarf auch deutlich länger als im Private-Equity-Bereich allgemein üblich zu halten, spielen mögliche Erträge aus Beteiligungsverkäufen eine grundsätzlich untergeordnete Rolle. Zudem hat sich der Umfang unseres Beteiligungsportfolios in den letzten Jahren, insbesondere nach der Platzierung unserer euromicron-Aktien im Dezember 2005, deutlich verringert.

Im Jahr 2006 konnten wir erfolgreich eine neue Beteiligung an der Bavaria Digital Technik GmbH mit Sitz in Pfronten übernehmen. Die Bavaria Digital Technik GmbH entwickelt und fertigt insbesondere Steuerungsanlagen für die Druckmaschinenindustrie. Weitere Investitionsmöglichkeiten werden von uns regelmäßig geprüft. Unabhängig hiervon sind wir bestrebt, unsere bestehenden Beteiligungen qualifiziert weiterzuentwickeln. Dabei unterstützen wir unsere Beteiligungen auch bei der Suche nach externen Wachstumsoptionen und ihrer Realisierung.

Unser Anspruch, flexibel und unternehmerisch auf die bestehenden Marktbedingungen zu reagieren, zeigt sich ebenfalls in unserem seit Ende 2004 angebotenen Mezzanine-Programm. Soweit ein Unternehmen oder ein Unternehmer für eine bestimmte Wachstumsphase nur Eigenkapital auf Zeit benötigt, stellen wir dieses bei Bedarf ohne direkte Beteiligung in Form von Mezzanine-Kapital zur Verfügung. Anders als bei den Standardprodukten, die von Banken beziehungsweise bankennahen Organisationen im Mezzanine-Umfeld angeboten werden, gehen wir bei unserem Ansatz ausschließlich individualisiert vor und passen unser Angebot maßgeschneidert an die konkreten Anforderungen des Zielunternehmens an. Auch für die AdCapital AG ist diese Anlageform interessant, da sie eine regelmäßige, dem Risiko entsprechende laufende Verzinsung sowie einen fest vereinbarten Kapitalrückfluss verspricht.

Wegen der unvermeidbaren Schwankungen im Bereich der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen legen wir einen wesentlichen Teil unseres Vermögens dauerhaft in Wertpapieren an. Durch unsere Wertpapieranlagen haben wir auch im Jahr 2006 einen maßgeblichen Beitrag zum Konzernergebnis erwirtschaftet.

Wir investieren sowohl in festverzinsliche Wertpapiere als auch in Aktien. Der Erfolg der Anlagepolitik hängt dabei insbesondere von der Entwicklung der Kapitalmarktverhältnisse auf den Aktien- und den Rentenmärkten, aber auch von der konkret gewählten Asset-Allocation sowie der Einzeltitelauswahl ab. Im Geschäftsjahr 2006 haben wir die Aktienquote vorübergehend deutlich erhöht, gegen Jahresende aber wieder reduziert. Im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere wurde insbesondere in Unternehmensanleihen unterschiedlicher Risikoklassen investiert. Insgesamt verfolgen wir die Strategie, im Rahmen einer ausgewogenen Risiko-Chancen-Gewichtung eine spürbar höhere Rendite als mit Staatsanleihen zu erwirtschaften.

Private-Equity-Markt

Die sehr dynamische Entwicklung des Private-Equity-Marktes hält sowohl weltweit als auch insbesondere in Deutschland an. Den großen internationalen Beteiligungsgesellschaften fließen für ihre neuen Buy-out-Fonds unverändert Anlagegelder in bis zu zweistelliger Milliardenhöhe (US-Dollar) zu. Auch der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) ermittelte für seine Mitglieder für 2006 mit 2,8 Mrd. E Fundraising (Vorjahr: 2,9 Mrd. E ) einen anhaltend hohen Zufluss an neu eingeworbenen Mitteln. Das Volumen des verwalteten Kapitals stieg entsprechend von 26,5 Mrd. E zum 31. Dezember 2005 auf 28,7 Mrd. E zum 31. Dezember 2006 an. Infolgedessen ist die Nachfrage des anlagesuchenden Kapitals nach interessanten Übernahmekandidaten sehr groß und führt in den relevanten Segmenten zu hoher Wettbewerbsintensität sowie entsprechend hohen Unternehmenspreisen. Getrieben werden die mittlerweile sehr ambitionierten Preisvorstellungen auch durch die Banken, die ihr Finanzierungsangebot und auch den relativen Anteil der Fremdfinanzierung bei einzelnen Buy-out-Transaktionen nochmals spürbar erhöht haben. Vor allem Beteiligungsfonds mit angelsächsischem

Hintergrund nutzen die Finanzierungswilligkeit der Banken, um die Zielunternehmen mit sehr hohen Schulden aus der Akquisitionsfinanzierung zu belasten. Gleichzeitig wird der eigene Kapitaleinsatz auf rund 20 % bis 30 % des Gesamtkaufpreises begrenzt. Nur unter Ausnutzung einer hohen Fremdfinanzierung des Kaufpreises können diese Fonds die erwarteten Renditen auf das eingesetzte Kapital realisieren. Da die Zielunternehmen die aufgenommenen Kredite abbezahlen müssen, steigt für diese schon bei einer leichten Unterschreitung der avisierten Unternehmensplanungen das Risiko, die eigene Geschäftsentwicklung nicht mehr angemessen refinanzieren zu können beziehungsweise sogar insolvent zu werden. Vor diesem Hintergrund wird diese Anlagepolitik großer Private-Equity-Gesellschaften mit ihren Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Verschuldung und stringente Exitorientierung daher in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers diskutiert.

Entwicklung des Kapitalmarkts

Ein Rückblick auf den Kapitalmarkt für das Jahr 2006 fällt insgesamt positiv aus. Die Wachstumsrate des BIP Deutschlands hat sich erheblich beschleunigt. Nach 0,9 % im Jahr 2005 dürfte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2006 um etwa 2,4% zugelegt haben. Das ifo-Geschäftsklima war im Dezember 2006 mit 108,8 Punkten auf einem Rekordhoch und sowohl der Auftragseingang (+1,5%) als auch die Industrieproduktion (+1,8%) haben nach einer kleinen Schwäche in den Vormonaten im November 2006 wieder deutlich zugelegt. Vom Konjunkturaufschwung und von der milden Witterung Ende des Jahres profitierte auch der Arbeitsmarkt.

Am Euro-Rentenmarkt hat ab Dezember 2006 eine massive Korrektur eingesetzt, welche die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen gegenüber dem Renditetief von 3,66% Ende November auf die Marke von 4% hob. Dazu beigetragen hat neben den guten Konjunkturzahlen für Deutschland vor allem die nachlassende Sorge vor einer Rezession in den USA. Die guten Konjunkturdaten jenseits des Atlantiks haben die Erwartungen baldiger Leitzinssenkungen zerstreut. Das aktuelle Leitzinsniveau dürfte wohl bis auf weiteres bestehen bleiben; die EZB dürfte dagegen die Zinsschraube weiter anziehen.

Nach einem positiven Jahresstart und einer Schwächephase im Mai/Juni liefen die Börsenindizes im zweiten Halbjahr 2006 kontinuierlich nach oben. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete mit einem Jahresplus von 22 % im DAX das vierte Gewinnjahr in Folge. Damit setzte er sich vor den Euro STOXX 50, der eine Gesamtperformance von 18% erreichte. Der Dow-Jones erreichte sogar ein neues Allzeithoch. Einzig der Nikkei, dem zu Jahresbeginn noch das größte Potenzial attestiert worden war, enttäuschte mit mageren 7% Plus, die zudem noch von Währungsverlusten aufgezehrt wurden.

Ausgelöst hatte den Kursaufschwung die US-Notenbank, als sie das Ende ihres Zinserhöhungskurses andeutete. Zusätzliche Entspannung ging von den Rohölmärkten aus. Der Preis für das schwarze Gold fiel vom Anfang August verzeichneten Rekordhoch um ein Drittel zurück. Unterstützt wurde der Aufwärtstrend am Aktienmarkt durch die robuste Entwicklung von Konjunktur und Firmengewinnen, was die Analysten zu Aufwärtsrevisionen ihrer Schätzungen zwang. In vollem Schwung war das Übernahmekarussell, wobei die Käufer in der Regel bar zahlten.

Auch im neuen Jahr eröffnen die Aktienmärkte trotz der jüngsten Korrekturphase interessante Perspektiven. In den USA lässt der Inflationsdruck spürbar nach, so dass das Stagflationsszenario vom Tisch ist. Im Umfeld eines anhaltend hohen Wachstums in Asien sowie weiterer Gewinnsteigerungen der meist global agierenden Konzerne sollte die Wall Street ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Die europäischen Börsen dürften wiederum von einer Verbesserung der Binnenkonjunktur profitieren. Zudem bieten die in den vergangenen Jahren sanierten Bilanzen, die sich auch in verbesserten Kreditratings der Konzerne widerspiegeln, in Verbindung mit den nach wie vor günstigen Finanzierungsmöglichkeiten einen guten Nährboden für weitere Akquisitionstätigkeiten.

Am Devisenmarkt waren zwei Bewegungen auffällig. Zum einen legte der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter zu. In der Spitze wurden für einen Euro über 1,33 US-Dollar bezahlt. Nach der Jahreswende sank der Euro dagegen aufgrund besserer Konjunkturdaten aus den USA wieder unter die Marke von 1,30. Die zweite

Auffälligkeit betraf den japanischen Yen, der zunächst weiter an Wert verlor. Der Euro erreichte gegenüber dem Yen ein Allzeithoch von über 158 Yen für einen Euro. Mit der Spekulation auf weiter steigende japanische Leitzinsen konnte sich der japanische Yen dann wieder etwas gegenüber den übrigen Hauptwährungen festigen.

Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2006

Allgemeine Ergebnisentwicklung

AdCapital AG

Die AdCapital AG hat mit 15,4 Mio. E (Vorjahr: 9,9 Mio. E ) ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt. Auch der Jahresüberschuss stieg klar von 11,0 Mio. E im Vorjahr auf 17,0 Mio. E im Berichtszeitraum. Die spürbare Verbesserung der Ertragslage ist insbesondere auf eine Wertaufholung von Darlehensforderungen bei deutlich gesunkener Risikovorsorge zurückzuführen.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG (nach HGB) > in Mio. E

2006 2005 +/–in %
Nettoerträge aus dem
Abgang von verbundenen
Unternehmen und Betei
ligungen 0,0 0,9 –100,0
Erträge aus Beteiligungen 1,4 2,5 – 44,0
Sonstige betriebliche
Erträge
14,0 1,2 n/a
Personalaufwand – 1,9 – 1,5 26,7
Abschreibungen auf
Sachanlagen
– 1,0 – 1,1 – 9,1
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
– 1,2 – 1,8 – 33,3
Finanzergebnis 4,1 9,7 – 57,7
Ergebnis der gewöhn
lichen Geschäftstätigkeit
15,4 9,9 55,6
Steuern (Ertrag) 1,6 1,2 33,3
Jahresüberschuss 17,0 11,0 54,5

Die Erträge aus Beteiligungen beruhen auf einer Ausschüttung der FICO Projects B.V.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind geprägt durch Zuschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11,3 Mio. E (Vorjahr: 0,0 Mio. E ).

Der Anstieg der Personalaufwendungen ist insbesondere auf Tantiemenansprüche zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen betreffen vorwiegend lineare wie auch außerplanmäßige Abschreibungen auf Immobilien. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden bei Liegenschaften vorgenommen, deren wirtschaftliche Nutzung beziehungsweise Verwertung deutlich eingeschränkt erscheint.

Erstmals im Jahresabschluss 2006 wird ein Finanzergebnis ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Folgende Ergebnisse wurden nach HGB erzielt:

> in Mio. E 2006 2005 +/– in %
Zuschreibungen auf Finanz
anlagen und Wertpapiere
2,0 3,4 – 41,2
Abschreibungen auf Finanz
anlagen und Wertpapiere
– 1,2 – 0,7 71,4
Zinsergebnis 3,3 7,0 – 52,9
Finanzergebnis 4,1 9,7 – 57,7

Der absolute Rückgang der Zinserträge im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Verschiebung der Ausschüttung von Erträgen aus Spezialfonds in das Jahr 2007 zurückzuführen.

Das positive Steuerergebnis in Höhe von 1,6 Mio. E (Vorjahr: 1,2 Mio. E ) ist auf eine weitere Auflösung von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Betriebsprüfungen für die Zeiträume 1997 bis 2000 sowie 2001 bis 2005 zurückzuführen. Der laufende Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2006 betrug 0,5 Mio. E (Vorjahr: 0,8 Mio. E ).

AdCapital-Konzern

Die Portfoliogesellschaften der AdCapital AG sind in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig und werden daher bei ihrer unternehmerischen Entwicklung durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unterschiedlich berührt. Alle Gesellschaften des AdCapital-Konzerns zeichnet jedoch eine starke Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Demzufolge ist die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns stark von dem konjunkturellen Umfeld in Deutschland und Europa beeinflusst. Nachdem sich die Binnennachfrage in Deutschland mehrere Jahre hintereinander sehr zurückhaltend entwickelt hatte, konnte im Jahr 2006 insbesondere im Investitionsgüterbereich eine spürbare Belebung verzeichnet werden. Die sehr gute Geschäftsentwicklung beispielsweise von Maschinenbauunternehmen und Herstellern von Nutzfahrzeugen belegt diese Entwicklung. Auch unsere Beteiligungsgesellschaften haben von dieser Marktentwicklung insgesamt profitieren können. Auf der anderen Seite haben alle produzierenden Beteiligungen unter den stark gestiegenen Rohstoffpreisen (insbesondere für Kupfer) gelitten. Diese konnten nur partiell über Preisanpassungen auf der Vertriebsseite kompensiert werden.

Das Geschäftsjahr 2006 ist für den AdCapital-Konzern angesichts der beschriebenen Rahmenbedingungen insgesamt erfreulich verlaufen. Die von uns in der Vergangenheit forcierte Konzentration auf profitable Unternehmensbeteiligungen hat dazu geführt, dass der AdCapital-Konzern im Vergleich zu den Vorjahren zum einen nach dem Verkauf zahlreicher Unternehmensbeteiligungen einen deutlich gesunkenen Geschäftsumfang aufweist, zum anderen aber sowohl substanziell als auch ertragsmäßig deutlich stabiler aufgestellt ist. Gleichzeitig haben sich wesentliche Bilanzrelationen wie beispielsweise die Eigenkapitalquote oder die Verschuldungsrate im Konzern nochmals spürbar verbessert.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns (nach IFRS) > in Mio. E

2006 2005 +/– in %
Gesamtleistung 75,5 159,5 – 52,7
Sonstige betriebliche
Erträge 9,0 30,4 – 70,0
Materialaufwand – 28,1 – 70,2 – 60,0
Personalaufwand – 27,8 – 55,3 – 49,7
Abschreibungen – 4,2 – 5,3 – 20,8
Sonstige betriebliche
Aufwendungen – 14,7 – 24,1 – 39,0
Betriebliches Ergebnis 9,7 35,0 – 72,3
Beteiligungsergebnis 3,0 0,3 900,0
Finanzergebnis 6,7 5,0 34,0
Ergebnis vor Ertragsteuer 19,4 40,3 – 51,9
Ertragsteuern 0,4 – 3,1 – 112,9
Konzern-Jahresüberschuss 19,8 37,2 – 46,8
Ergebnis je Aktie in E 1,3 2,4 – 46,8

Vor allem durch den Abgang der euromicron-Gruppe gegen Ende des Geschäftsjahres 2005 ist die Ertragslage des Jahres 2006 nur eingeschränkt mit der des Vorjahres zu vergleichen. Insgesamt reduzierten sich die Umsatzerlöse deutlich von 162,0 Mio. E im Vorjahr auf 74,9 Mio. E im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch die Gesamtleistung verringerte sich von 159,5 Mio. E auf 75,5 Mio. E . Auf bereinigter Basis ist die Gesamtleistung allerdings von 64,6 Mio. E auf 75,5 Mio. E gestiegen. Dieses Wachstum ist zum Teil durch die Neuakquisition der Bavaria Digital Technik GmbH zu erklären, wobei diese nur zwei Monate zur Konzerngesamtleistung und zum Konzernjahresergebnis beigetragen hat. Zum anderen haben sich unsere Beteiligungen überwiegend positiv entwickelt.

Gegenüber dem Vorjahresergebnis, das durch den Entkonsolidierungserfolg in Höhe von 20,2 Mio. E aus der Veräußerung der euromicron-Gruppe geprägt ist, verringerte sich das betriebliche Ergebnis im AdCapital-Konzern deutlich von 35,0 Mio. E im Jahr 2005 auf 9,7 Mio. E im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bereinigt um diesen Sondereffekt hat sich das betriebliche Ergebnis nach dem Abgang der euromicron-Gruppe von 14,8 Mio. E im Jahr 2005 auf 9,7 Mio. E im abgelaufenen Geschäftsjahr verringert.

Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 0,3 Mio. E auf 3,0 Mio. E. Allerdings wurden im Vorjahr Zuschreibungen auf Finanzanlagen bzw. Beteiligungen in Höhe von 2,9 Mio. E im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieses Gliederungseffektes hat sich das Beteiligungsergebnis um 0,2 Mio. E von 3,2 Mio. E auf 3,0 Mio. E verringert.

Das Finanzergebnis der Gruppe (nach IFRS) konnte dank des deutlich gestiegenen Anlagevolumens auf Ebene der AdCapital AG und des freundlichen Aktienmarktes im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. E von 5,0 Mio. E auf 6,7 Mio. E im Jahr 2006 gesteigert werden.

Insgesamt wurde im AdCapital-Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 19,4 Mio. E gegenüber 40,3 Mio. E im Vorjahr erzielt. Bereinigt um den Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der euromicron-Gruppe hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern von 20,1 Mio. E im Jahr 2005 auf 19,4 Mio. E im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht verringert.

äußert. Demzufolge hat sich die operative Basis des AdCapital-Konzerns nochmals maßgeblich gegenüber dem Vorjahr verringert.

Industriebeteiligungen

Der starke Anstieg der Umsatzerlöse bei den Industriebeteiligungen des AdCapital-Konzerns ist sowohl auf die erstmalige, vollständige Erfassung der Ergebnisse der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH (Ausweis im Vorjahr im Segment "euromicron-Gruppe") als auch auf die anteilige Erfassung der Bavaria Digital Technik GmbH zurückzuführen. Beide Gesellschaften haben sehr erfreuliche Beiträge zum betrieblichen Ergebnis des Konzerns beigesteuert und damit unsere Erwartungen an die Neuakquisitionen erfüllt.

Wie in den Vorjahren wird darüber hinaus das betriebliche Ergebnis bei den sonstigen Industriebeteiligungen vor allem durch die DPS Engineering GmbH und die Erich Jaeger-Gruppe erwirtschaftet.

Die operative Entwicklung der DPS Engineering GmbH ist unverändert positiv. Ihre Fokussierung auf IT-Dienstleistungs- und IT-Entwicklungssupport für Banken sowie die hohe Qualität der erbrachten Leistungen werden durch die Kunden honoriert. Sowohl die Gesamtleistung als auch das Ergebnis vor Steuern der DPS GmbH liegen unverändert auf erfreulichem Niveau.

Der Automobilzulieferer Erich Jaeger-Gruppe konnte seine positive wirtschaftliche Entwicklung weiter fortsetzen. Unterstützt durch den Bezug neuer Produktionsstandorte in Tschechien und China wird die Expansion des Unternehmens vor allem im Ausland vorangetrieben.

Umsatzerlöse Betriebliches Ergebnis
2006 2005 2006 2005
euromicron-Gruppe 0,0 114,1 0,0 8,3
Industriebeteiligungen 74,8 47,7 8,3 5,1
AdCapital AG, direkte Beteiligungen
und Eliminierungen 0,1 0,2 1,4 21,6
74,9 162,0 9,7 35,0

Verkürzte Segmentberichterstattung des AdCapital-Konzerns > in Mio. E

euromicron-Gruppe

Die euromicron-Gruppe wurde von uns Ende 2005 ver-

Belastend für die Ertragslage haben sich im Jahr 2006 allerdings die stark gestiegenen Rohstoffpreise für Kupfer sowie währungsbedingte Effekte ausgewirkt. Darüber hinaus konnte eine sehr interessante Produkteinführung in China nicht mit dem erhofften Erfolg fortgesetzt werden, da die maßgebliche Rechtsgrundlage durch lokale Behörden teilweise willkürlich ausgehöhlt wird. Dennoch stehen wir unverändert zu der Strategie, den bisher ausschließlich für den Export produzierenden Standort zu einem eigenständigen Produktions-, Entwicklungs- und Vertriebsstandort für Ostasien aufzubauen.

Die Ende 2005 von der euromicron AG erworbene FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH mit Sitz in Teningen hat sich planmäßig entwickelt. Sowohl der Umsatz als auch der Ertrag des Unternehmens konnten im Geschäftsjahr 2006 gesteigert werden. Die FRAKO GmbH ist im Bereich der Kondensatorenfertigung und im (Elektro-)Anlagenbau tätig. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt das Unternehmen anspruchsvolle Energiemanagementsysteme.

Am 30. Oktober 2006 haben wir sämtliche Geschäftsanteile an der Bavaria Digital Technik GmbH mit Sitz in Pfronten erworben. Die Gesellschaft entwickelt und produziert insbesondere Steuerungen für die Druckmaschinenindustrie. Aufgrund der nur zweimonatigen Zugehörigkeit zum Konzern hat sich der Erwerb der Anteile im Jahr 2006 nicht wesentlich auf die Konzernleistung sowie das Konzernergebnis ausgewirkt. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir allerdings in beiden Bereichen einen deutlich positiven Beitrag.

Die übrigen Beteiligungen der AdCapital AG entwickelten sich überwiegend stabil und konnten die gesetzten Ertrags- und Umsatzziele weitgehend erreichen.

Vermögens- und Finanzlage zum Bilanzstichtag

AdCapital AG

Die Bilanz der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 ist unverändert durch hohe Bestände an Wertpapieren und flüssigen Mitteln geprägt.

Diese Mittel werden zum einen teilweise dauerhaft für Wertpapieranlagen eingesetzt. Zum anderen konnten jedoch die erheblichen finanziellen Mittel noch nicht im gewünschten Umfang für die Akquisition von neuen Beteiligungen eingesetzt werden.

Dez. Dez.
2006 % 2005 %
Anlagevermögen 23,5 11,9 23,5 12,5
davon Finanzanlagen 19,7 10,0 18,8 10,0
Umlaufvermögen 173,3 88,1 164,5 87,5
davon Wertpapiere
und flüssige Mittel 137,5 69,9 137,8 73,3
Aktiva 196,8 100,0 188,0 100,0
Eigenkapital 192,1 97,6 180,4 96,0
Fremdkapital 4,7 2,4 7,6 4,0
Passiva 196,8 100,0 188,0 100,0

Das Eigenkapital der AdCapital AG beträgt zum 31. Dezember 2006 192,1 Mio. E nach 180,4 Mio. E zum 31. Dezember 2005. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 97,6 % gegenüber 96,0% im Vorjahr. Der absolute Anstieg des Eigenkapitals beruht auf dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2006 abzüglich der gezahlten Dividende in Höhe von 5,2 Mio. E im Juli 2006.

Verkürzte Bilanz des AdCapital-Konzerns (nach IFRS) > in Mio. E

Dez.
2006
% Dez.
2005
%
Langfristige Aktiva 72,6 28,9 72,8 30,3
Kurzfristige Aktiva 178,7 71,1 167,4 69,7
davon Wertpapiere
und Zahlungsmittel 144,2 57,4 141,3 58,8
Aktiva 251,3 100,0 240,2 100,0
Eigenkapital 204,6 81,4 191,1 79,6
davon Anteile Dritter 1,0 0,4 1,4 0,6
Langfristige Passiva 29,1 11,6 31,1 12,9
Kurzfristige Passiva 17,6 7,0 18,0 7,5
Passiva 251,3 100,0 240,2 100,0

AdCapital-Konzern

Der Anstieg der Bilanzsumme im Konzern geht im Wesentlichen auf den Erwerb der Bavaria Digital Technik GmbH im Oktober 2006 zurück. Der Anstieg der Finanzanlagen von 20,5 Mio. E im Vorjahr auf 21,3 Mio. E ist vor allem durch eine teilweise Rücknahme von Wertberichtigungen auf die Beteiligung am ViewPoint-Fonds begründet. Innerhalb der kurzfristigen Aktiva konnte unsere Wertpapier- sowie Zahlungsmittelposition durch entsprechende Anlagenerfolge von 141,3 Mio. E im Vorjahr auf 144,2 Mio. E im Dezember 2006 gesteigert werden.

Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des erzielten Konzernjahresüberschusses um 13,5 Mio. E von 191,1 Mio. E auf 204,6 Mio. E. Die Konzerneigenkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2006 weiter und liegt nunmehr bei 81,4 % (Vorjahr: 79,6%).

Portfolioentwicklung

Am 30. Oktober 2006 haben wir sämtliche Geschäftsanteile an der Bavaria Digital Technik GmbH mit Sitz in Pfronten erworben. Die Bavaria Digital Technik GmbH entwickelt und produziert insbesondere Steuerungen für Druckmaschinen.

Im Geschäftsjahr 2006 erfolgte keine Veräußerung von Beteiligungen.

Das unmittelbar und mittelbar von der AdCapital AG gehaltene beziehungsweise geführte Beteiligungsportfolio zum 31. Dezember 2006 umfasst aktuell sechs (Vorjahr: fünf) Mehrheitsbeteiligungen sowie vier (Vorjahr: vier) Minderheitsbeteiligungen. Das Gesamtvolumen der im Portfolio der AdCapital AG mittelbar sowie unmittelbar gehaltenen wesentlichen Beteiligungen beträgt zum 31. Dezember 2006 42,4 Mio. E (Vorjahr: 35,7 Mio. E ).

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 3,9 Mio. E (Vorjahr: 3,7 Mio. E ) und fielen vor allem bei der Erich Jaeger-Gruppe an.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2006 beschäftigte die AdCapital AG neun (Vorjahr: neun) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren zum 31. Dezember 2006 1.035 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 906). Der Anstieg ist vor allem auf den Erwerb der Bavaria Digital Technik GmbH zurückzuführen.

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 22 (Vorjahr: 19). Die AdCapital AG versteht sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber mit einem klaren Bekenntnis zum Produktionsund Investitionsstandort Deutschland. Mit diesen Ausbildungsplätzen möchte das Unternehmen nicht zuletzt einen Beitrag dazu leisten, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Es bleibt weiterhin ein Schwerpunkt der Personalpolitik, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikation weiterzuentwickeln, da eine gute Aus- und Fortbildung Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen ist.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz und Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden.

Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihrer Beteiligung am betrieblichen Prozess schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Die Vergütungssysteme für den Vorstand und für den Aufsichtsrat bestehen aus einer fixen sowie variablen Komponente. Dabei ist die variable Vergütung des Vorstands gebunden an die realisierten Konzernjahresergebnisse. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats bezieht sich auf den ausgewiesenen Bilanzgewinn der AdCapital AG. Darüber hinausgehende variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nicht vereinbart.

Risikobericht

Allgemeine Erfolgsfaktoren und Risiken des Private-Equity-Geschäfts

Der Erfolg von Private-Equity-Transaktionen im Buy-out-Bereich wird vor allem durch die Möglichkeit beeinflusst, attraktive Unternehmen zu fairen Konditionen erwerben zu können. Die Unternehmen sollten darüber hinaus später erfolgreich veräußert werden können. Die Transaktionsfähigkeit von Unternehmen ist dabei im Buy-out-Bereich zunehmend von der (Mindest-)Größe des Zielunternehmens abhängig.

Für das Jahr 2006 hat der BVK in seiner Jahresstatistik bei einem Gesamtexitvolumen von rund 2,1 Mrd. E eine Totalverlustrate von 5,0 % (Vorjahr: 10,3%) ermittelt. Ein besonders hohes Risiko für einen Totalverlust besteht dabei im Bereich der Early-Stage- beziehungsweise Venture-Capital-Investments. Neben den allgemeinen unternehmerischen Risiken besteht hier für den Finanzinvestor eine Vielzahl zusätzlicher Risiken wie beispielsweise das Bewertungsrisiko in Bezug auf das zugrunde liegende Geschäftsmodell, das Risiko einer möglicherweise fehlenden Branchen- beziehungsweise Marktexpertise sowie im besonderen Maße das Exitrisiko.

AdCapital verfolgt angesichts des beschriebenen Risikoszenarios bei Unternehmensbeteiligungen folgende Risikomanagementziele beziehungsweise -methoden:

AdCapital konzentriert sich bei Neuengagements vor allem auf Buy-out-Investitionen. Zur Risikominimierung von Buyout-Transaktionen ist eine gewisse Mindestgröße des Zielunternehmens eine wichtige Kenngröße. AdCapital ist grundsätzlich bereit, Engagements ab einem Umsatzvolumen von rund 20 Mio. E ernsthaft zu prüfen. Auf der anderen Seite sollte das Zielunternehmen ein Umsatzvolumen von rund 250 Mio. E nicht überschreiten. In dieser Größenklasse haben Unternehmen in der Regel angemessene sowie belastbare interne Strukturen und verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell.

Venture-Capital-Projekte werden grundsätzlich nicht mehr "stand alone" eingegangen, sondern nur noch mittelbar über Fondsbeteiligungen realisiert.

Im Rahmen von neuen Unternehmensengagements werden die für den Unternehmenserfolg wichtigen Schlüsselpersonen soweit möglich und sinnvoll direkt am Unternehmen oder zumindest durch variable Vergütungen mittelbar am Unternehmenserfolg beteiligt. Die Finanzierung von Unternehmensakquisitionen erfolgt mit einem relativ hohen Eigenkapitalanteil, um eine hohe unternehmerische Freiheit sicherzustellen beziehungsweise die Abhängigkeit von Finanzierungspartnern so gering wie möglich zu halten.

Durch die monatliche Überwachung der Finanzdaten der Beteiligungsunternehmen, die Sicherstellung einer kurzfristigen Information durch das Risikomanagementsystem, regelmäßige Vor-Ort-Besuche und Kontakte mit Geschäftsführern/Vorständen auch außerhalb von Gesellschafterversammlungen beziehungsweise Aufsichtsratssitzungen sollen Risiken von uns frühzeitig erkannt werden, so dass ein Gegensteuern bei Fehlentwicklungen sehr schnell möglich ist.

Unser heutiges Beteiligungsportfolio ist zurzeit im Wesentlichen auf kleinere Engagements ausgerichtet. Für diese Unternehmen ergeben sich nur beschränkte Exit-Möglichkeiten. Aus diesem Grund legen wir bei diesen Beteiligungsgesellschaften großen Wert auf eine enge Kommunikation sowie die Unterstützung der Geschäftsführung vor Ort, um alle operativen und strategischen Chancen für eine Weiterentwicklung dieser Unternehmen zu nutzen.

Zur Vermeidung einer einseitigen Risikoallokation aus direkten Unternehmensbeteiligungen werden von uns wesentliche Teile des verfügbaren Vermögens dauerhaft in Wertpapieranlagen investiert. Dies trägt aktiv zur Risikobegrenzung und Stabilisierung der Ertragssituation der AdCapital AG bei.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementinformationssystems. Es wird daher kontinuierlich und fortlaufend weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken ausgewertet. Die gewonnenen Informationen aus dem Risikomanagementsystem dienen auch als Entscheidungsgrundlage, um erforderlich werdende Desinvestments gezielt und fristgerecht vornehmen zu können.

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen für die AdCapital AG zurzeit keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken.

Letztendlich ist das Unternehmen jedoch von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen sowie der getätigten Vermögensanlage abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses auf Basis umfassender, kontinuierlicher Einzelanalysen aller Beteiligungen berücksichtigt; es wurden entsprechende Bewertungsabschläge bei den Beteiligungsansätzen wie auch bei den an die Beteiligungen ausgereichten Darlehen sowie Cash-Pool-Linien vorgenommen.

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken von bis zu rund 6,7 Mio. E . Für dieses Risiko wurden bei der AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 2,1 Mio. E gebildet, die in den letzten Jahren kontinuierlich, aber in kleinen Schritten herabgesetzt werden konnten.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die einerseits zu einem dauerhaften Margendruck führen. Andererseits ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist vor allem dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch haben sich die Verwertungschancen für Gewerbeimmobilien in strukturschwachen Regionen Deutschlands weiter verschlechtert.

Unseres Erachtens bestehen weder einzeln noch kumulativ Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die AdCapital AG oder die AdCapital-Konzerngruppe haben könnten.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB

Das gezeichnete Kapital betrug am Bilanzstichtag 45.000.000,00 E und ist eingeteilt in 15 Mio. Stückaktien. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag 459.502 Stück Aktien im eigenen Bestand.

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, zum 31. Dezember 2006 bekannt:

Herr Günther Leibinger hielt 5.935.406 Stück Aktien (39,57 % der Stimmrechte).

Die Axxion S.A. hielt 1.894.567 Stück Aktien (12,63 % der Stimmrechte).

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 6, 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB

Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist in § 84 AktG geregelt. Darüber hinaus bestimmt § 6 Ziffer 2 der Satzung, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt und ihre Zahl bestimmt. Nach § 6 Ziffer 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen.

Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Ergänzend hierzu ist in § 17 Ziffer 1 der Satzung geregelt, dass Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit nicht eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 17 Ziffer 2 der Satzung ermächtigt.

Zu §§ 289 Abs. 4 Nr. 7, 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB

Gemäß § 5 Ziffer 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2010 das Grundkapital um bis zu 11.500.000,00 E einmalig oder mehrmals durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und /oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der jeweiligen Ausnutzung der Ermächtigung auch dann auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.

Schließlich ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für den Fall auszuschließen, dass die Kapitalerhöhung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der neuen Aktien festzulegen.

Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig, falls einer der dort geregelten Ausnahmetatbestände vorliegt. Die Gesellschaft verfügt derzeit über einen Ermächtigungsbeschluss zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2006.

Die Gesellschaft wurde in diesem Beschluss ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2007 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil von bis zu insgesamt 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Als Zweck ist der Handel in eigenen Aktien ausgeschlossen. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als 10% übersteigen und nicht um mehr als 10% unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt der Mittelwert der festgestellten Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Parketthandel während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb dieser Aktien.

Der Vorstand wurde ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats wieder über die Börse zu veräußern oder sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder sie unter bestimmten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wobei bezüglich der Voraussetzungen im Detail auf den gefassten Hauptversammlungsbeschluss vom 14. Juli 2006 verwiesen wird.

Ausblick

AdCapital verfolgt eine gemischte Investitionsstrategie. Danach werden wir sowohl direkte Private-EquityInvestitionen tätigen als auch einen wesentlichen Teil unseres Vermögens dauerhaft in Wertpapieranlagen investieren.

Im Bereich der Private-Equity-Investitionen werden von uns eindeutig Buy-out-Situationen bei stabilen mittelständischen Zielunternehmen mit einem Mindestumsatzvolumen von 20 Mio. E bevorzugt. Zurzeit werden von uns mehrere Möglichkeiten zum Erwerb von Unternehmensbeteiligungen geprüft. Der erfolgreiche Abschluss der Beteiligungsverhandlungen wird aber insbesondere davon abhängen, ob wir angemessene Kaufpreis- und Vertragsbedingungen aushandeln können.

Die zurzeit von uns geprüften Private-Equity-Engagements bestärken unsere Auffassung, dass wir uns in diesem Marktsegment zwar im unmittelbaren Wettbewerb mit etablierten Private-Equity-Fonds befinden, dabei aber eine sinnvolle Alternative zu diesen Fonds darstellen. Dieses gilt insbesondere für Zielunternehmen und verkaufswillige Gesellschafter, die bei uns einen klaren mittelständisch und unternehmerisch geprägten Background vorfinden. Die Tatsache, dass wir für eine nachhaltige Investitionspolitik stehen, macht uns zu einem interessanten Partner für Buy-out-Transaktionen. Angesichts der aktuell teilweise sehr ambitionierten Kaufpreisvorstellungen wird von uns eine vorsichtige Investitionspolitik aufrechterhalten.

Im Rahmen der Wertpapieranlagen haben wir die vorübergehend bis zu 30 % reichende Aktienquote deutlich reduziert, um das Rückschlagrisiko angesichts der aktuellen Entwicklungen am Aktienmarkt zu minimieren. Wegen der sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen versuchen wir unter anderem über eine Beimischung von Optionsgeschäften sowie Aktienanleihen, eine angemessene Rendite bei ausgewogener Rendite-Risiko-Relation zu erzielen.

Die operative Ertragslage der AdCapital AG wird voraussichtlich unter Beachtung aller uns bekannten Determinanten auch im Jahr 2007 positiv sein.

Angesichts des bereits im ersten Quartal 2007 erreichten Aktienkursniveaus und der unverändert niedrigen Nettozinsrenditen für Anleihen erwarten wir allerdings insgesamt ein gegenüber dem Jahr 2006 niedrigeres Finanzergebnis. Da die freien liquiden Mittel bevorzugt in direkte Unternehmensbeteiligungen investiert werden sollen, werden diese bis auf weiteres nur kurzfristig angelegt. Insoweit erwarten wir aus diesen Mitteln keine über Geldmarktniveau erzielbaren Renditen.

Auf Konzernebene planen wir für das Geschäftsjahr 2007 insgesamt eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die auch durch die erstmalige vollständige Erfassung der Ergebnisse der Bavaria Digital Technik GmbH im Konzernabschluss unterstützt werden sollte. Eine abschließende Beurteilung, inwieweit die geplanten weiteren Neuzugänge bereits im Jahr 2007 einen positiven Umsatz- und Ergebnisanteil im Konzern erwirtschaften werden, ist zurzeit nicht möglich.

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches von AdCapital liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von AdCapital sowie des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von AdCapital sowie des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

Jahresabschluss der AdCapital AG

Inhalt

AdCapital AG Bilanz 36 Gewinn- und Verlustrechnung 37 Entwicklung des Anlagevermögens 38 Anhang 40 Bestätigungsvermerk 48

Bilanz der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 (nach HGB) > in TE

Aktiva 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Anlagevermögen (2.1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.431 1.898
Sachanlagen 2.345 2.826
Finanzanlagen 19.703 18.838
23.479 23.562
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2.2) 35.781 26.704
Wertpapiere (2.3) 103.302 80.705
Zahlungsmittel 34.247 57.059
173.330 164.468
Rechnungsabgrenzungsposten 13 0
196.822 188.030
Passiva 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Eigenkapital (2.4)
Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000
Kapitalrücklage 86.200 86.200
Gewinnrücklagen 52.420 43.150
Bilanzgewinn 8.506 6.008
192.126 180.358
Fremdkapital
Rückstellungen (2.5) 3.833 7.237
Verbindlichkeiten (2.6) 863 435
4.696 7.672
Rechnungsabgrenzungsposten 0
196.822 188.030

Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG für das Geschäftsjahr 2006 (nach HGB) > in TE

2006
2005
Beteiligungserträge
(3.1)
1.400
2.543
Gewinne aus dem Abgang von
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
(3.2)
0
879
Sonstige betriebliche Erträge
(3.3)
13.960
1.164
Personalaufwand
(3.4)
– 1.921
– 1.496
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
(3.5)
– 998
– 1.124
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(3.6)
– 1.154
– 1.776
Finanzergebnis
(3.7)
4.082
9.686
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
15.369
9.876
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Erstattung)
(3.8)
1.634
1.156
Jahresüberschuss
17.003
11.032

Entwicklung des Anlagevermögens der AdCapital AG im Geschäftsjahr 2006 > in TE

1. Jan. 2006 Zugänge1 (+) Abgänge1 (–) 31. Dez. 2006
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 267 17 0 284
2. Gewerbliche Schutzrechte 2.297 0 0 2.297
2.564 17 0 2.581
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.845 7 0 12.852
2. Technische Anlagen und Maschinen 142 0 0 142
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 313 19 0 332
Finanzanlagen 13.300 26 0 13.326
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.039 0 0 52.039
2. Beteiligungen 13.627 203 928 12.902
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.963 0 0 8.963
4. Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen 496 18 0 514
75.125 221 928 74.418
Summe Anlagevermögen 90.989 264 928 90.325

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Kumulierte Abschreibungen/Zuschreibungen Nettobuchwert
1. Jan. 2006 Zugänge1 (+) Abgänge1 (–) Zuschrei-
bungen (–)
31. Dez. 2006 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
209 24 0 0 233 51 58
457 460 0 0 917 1.380 1.840
666 484 0 0 1.150 1.431 1.898
10.115 476 0 0 10.591 2.261 2.730
142 0 0 0 142 0 0
217 31 0 0 248 84 96
10.474 507 0 0 10.981 2.345 2.826
46.688 313 0 0 47.001 5.038 5.351
7.533 0 0 1.554 5.979 6.923 6.094
2.066 0 0 331 1.735 7.228 6.897
0 0 0 0 0 514 496
56.287 313 0 1.885 54.715 19.703 18.838
67.427 1.304 0 1.885 66.846 23.479 23.562

1Ohne geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TE 7.

Anhang für das Geschäftsjahr 2006

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzund Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 269 bis 274, 279 bis 283 HGB) und der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten.

Im Jahresabschluss der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen (im Folgenden auch "AdCapital AG" oder "Gesellschaft" genannt), wurden zur Verbesserung der Übersichtlichkeit Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung neu gegliedert und zusammengefasst. Erstmalig werden die "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens", "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", "Zuschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens", "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" zusammengefasst dargestellt unter der Position "Finanzergebnis". Die Umgliederung und Zusammenfassung der Vorjahreszahlen erfolgte entsprechend. Die einzelnen Positionen werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Der Abschluss ist in TE aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Wertminderungen aufgrund von zweifelhaften bzw. uneinbringlichen Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit bzw. kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstandes, ausgehend von den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Wertes (Börsenoder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem Barwert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe der Beträge gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Geldkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem niedrigeren Kurs zum Abschlussstichtag, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Briefkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem höheren Kurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird zusammen mit den Jahresabschlussunterlagen an den elektronischen Bundesanzeiger übermittelt.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

auch der Tochtergesellschaften verrechnet werden. Der entsprechende Saldo je Tochtergesellschaft wird entweder als Forderung gegen verbundene Unternehmen oder als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TE 1.701 (Vorjahr: TE 4.007).

2.3 Wertpapiere

Die Wertpapiere setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Spezialfonds 70.462 70.462
Übrige Wertpapiere 30.190 7.593
Eigene Aktien 2.650 2.650
103.302 80.705

Korrespondierend zu den eigenen Aktien wurde im Eigenkapital eine Rücklage für eigene Anteile durch Entnahmen aus den anderen Gewinnrücklagen gebildet.

Die Anzahl der eigenen Aktien beträgt 459.502 Stück (Vorjahr: 459.502 Stück). Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 3,06 % (Vorjahr: 3,06 %).

Fälligkeiten > in TE Gesamt Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55 55 0 0
Vorjahr 15 15 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.353 33.353 0 0
Vorjahr 22.199 22.199 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.373 2.373 0 0
Vorjahr 4.490 4.490 0 0
Gesamt 35.781 35.781 0 0
Vorjahr 26.704 26.704 0 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen ausgereichte Darlehen und Inanspruchnahmen des AdCapital AG Cash Pools. Die AdCapital AG hat mit mehreren Beteiligungsunternehmen einen Cash-Pool gebildet, bei dem tagesgleich Ein- und Auszahlungen sowohl der Mutter- als

2.4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 45.000.000 E (Vorjahr: 45.000.000 E ). Es ist in 15.000.000 (Vorjahr: 15.000.000) nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 3,00 E .

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. Juni 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens TE 11.500 gegen Bareinlage und/ oder Sacheinlage zu erhöhen.

Die Kapitalrücklage beträgt TE 86.200 (Vorjahr: TE 86.200).

Die Gewinnrücklagen teilen sich wie folgt auf:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Rücklage für
eigene Anteile
Andere Gewinn
2.650 2.650
rücklagen 49.770 40.500
52.420 43.150

Die Veränderung der anderen Gewinnrücklagen ergibt sich wie folgt:

> in TE 2006
Stand zum 1. Januar 2006 40.500
Einstellung eines Teilbetrages des
Bilanzgewinns 2005 in die anderen
Gewinnrücklagen gemäß
§ 174 Abs. 2 Nr. 3 AktG 774
Verwendung des Jahresüberschusses
gemäß § 58 Abs. 2 AktG 8.496
Stand am 31. Dezember 2006 49.770

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

> in TE 2006 2005
Jahresüberschuss 17.003 11.032
Bilanzgewinn Vorjahr 6.008 2.365
Dividende – 5.234 – 1.745
Einstellung eines Teilbetrages des
Bilanzgewinns 2005 in die anderen
Gewinnrücklagen gemäß
§ 174 Abs. 2 Nr. 3 AktG
– 774 0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0 620
Einstellungen in Gewinnrücklagen
– in die Rücklage für eigene Aktien
– in andere Gewinnrücklagen
0
– 8.496
– 464
– 5.180
Bilanzgewinn 8.506 6.008

2.5 Rückstellungen

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Pensionsrückstellung 570 523
Steuerrückstellungen 385 3.535
Sonstige Rückstellungen 2.878 3.179
3.833 7.237

Die Pensionsrückstellung berücksichtigt den unverfallbaren Anspruch eines ehemaligen Vorstandsmitglieds der Gesellschaft.

Die Steuerrückstellungen des Vorjahres berücksichtigten im Wesentlichen die möglichen Auswirkungen aus laufenden steuerlichen Betriebsprüfungen. Die Rückstellungen wurden entsprechend der erzielten Ergebnisse aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Aufwendungen für Risiken aus Mietverträgen, Tantiemen, Drohverluste aus laufenden Restrukturierungen, ungewisse Verbindlichkeiten, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses bzw. Geschäftsberichtes.

2.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Fälligkeiten > in TE Gesamt Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60 60 0 0
Vorjahr 60 60 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 321 321 0 0
Vorjahr 343 343 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 482 482 0 0
Vorjahr 32 32 0 0
Gesamt 863 863 0 0
Vorjahr 435 435 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aufgrund des Cash-Pools.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden vor allem erhaltene Optionsprämien aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. aktien-/indexbezogenen Optionsgeschäften ausgewiesen. Die zum Stichtag passivierten Optionsprämien belaufen sich auf TE 366. Der negative Marktwert der derivativen Finanzinstrumente beträgt zum Bilanzierungsstichtag TE 178. Die AdCapital AG setzt die aktien-/indexbezogene Optionsgeschäfte zu Spekulations-, Bestandserwerbsvorbereitungs- sowie Absicherungszwecken im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie ein.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Beteiligungserträge

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge von der FICO Projects B.V. in Höhe von TE 1.400 (Vorjahr: TE 300) vereinnahmt.

3.2 Gewinne aus dem Abgang von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

In 2006 erfolgte kein Abgang eines verbundenen Unternehmens bzw. einer Beteiligung.

3.3 Sonstige betriebliche Erträge

> in TE 2006 2005
Erträge aus der Auf
lösung von Wert
berichtigungen
11.678 16
Erträge aus einem
gewonnenen Rechtsstreit
923 0
Sonstige Erlöse sowie
Weiterbelastungen
609 422
Mieterträge 440 414
Auflösung von
Rückstellungen
123 109
Sonstige perioden
fremde Erträge
0 39
Übrige Erträge 187 164
13.960 1.164

Die ertragswirksame Auflösung von Wertberichtigungen entfällt vorrangig in Höhe von TE 10.600 auf Darlehensforderungen gegen die Berliner Elektro-Technik GmbH, in Höhe von TE 612 auf Darlehensforderungen gegen die Walter Preussler Transformatoren GmbH und in Höhe von TE 361 auf die Tilgung einer wertberichtigten Darlehensforderung gegen die Grundstücksgesellschaft Am Entenfang GmbH.

3.4 Personalaufwand

Die Zusammensetzung des Personalaufwands ergibt sich wie folgt:

> in TE 2006 2005
Gehälter
Soziale Abgaben
– davon für Alters
versorgung: T E
49
(Vorjahr: T E
46)
1.800
121
1.380
116
1.921 1.496

Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl neun (Vorjahr: neun). Es handelte sich dabei ausschließlich um Angestellte. Der Anstieg der Gehälter beruht im Wesentlichen auf Tantiemenansprüchen.

3.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

> in TE 2006 2005
998 1.124

Eine detaillierte Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen findet sich im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang.

3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

> in TE 2006 2005
Raum- und Grund-
stückskosten
475 419
Rechts- und Bera
tungskosten
255 850
Versicherungen 60 52
Zuführungen zu Einzel
wertberichtigungen
0 13
Forderungsverluste 0 5
Übrige 364 437
1.154 1.776

Die Rechts- und Beratungskosten lassen sich wie folgt aufteilen:

> in TE 2006 2005
Jahres- u. Konzern
abschlussprüfung
laufendes Jahr
55 75
Jahres- u. Konzern
abschlussprüfung
Vorperiode
30 3
Jahres- u. Konzern
abschlussprüfungen
85 78
Steuerberatungsleistungen 29 14
Sonstige Leistungen 141 758
255 850

Die sonstigen Rechts- und Beratungskosten stehen vorrangig im Zusammenhang mit der Erstellung des Konzernabschlusses der AdCapital AG nach IFRS sowie Projekten im Rahmen des Beteiligungsportfolios und Neuakquisitionen.

3.7 Finanzergebnis

> in TE 2006 2005
Zuschreibungen
– auf Finanzanlagen 1.885 3.331
– auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 52 0
1.937 3.331
Abschreibungen
– auf Finanzanlagen – 313 0
– auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens – 860 – 670
– 1.173 – 670
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
– aus verbundenen
Unternehmen 828 429
– aus Ausleihungen an
verbundene Unter
nehmen 0 121
– aus Spezialfonds und
sonstigen Wertpapie
ren/Geldanlagen 2.777 6.465
– sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
410 22
4.015 7.037
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
– an verbundene
Unternehmen – 15 – 12
– Zinsen aus Steuer
nachforderungen – 410 0
– Verluste aus sonstigen
Wertpapieren/
Geldanlagen – 272 0
– 697 – 12
4.082 9.686

Die Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen betreffen den Fonds ViewPoint Ventures I mit TE 1.554 (Vorjahr: TE 441) sowie die BESI N.V. mit TE 331 (Vorjahr: TE 281).

3.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

> in TE 2006 2005
Steueraufwand
laufendes Jahr 496 788
Steuererträge
Vorjahre – 3.849 – 1.960
Steueraufwand Vorjahre 1.719 16
– 1.634 – 1.156

Durch die Regelungen der Mindestbesteuerung ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 trotz der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge anteilig zu besteuern. Mit dem Abschluss von Betriebsprüfungen für die Perioden 1997 bis 2000 sowie 2001 bis 2005 wurden saldiert Steuerrückstellungen in Höhe von TE 2.131 ertragswirksam aufgelöst.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2006 Verpflichtungen in Höhe von TE 6.734 (Vorjahr: TE 7.170). Davon werden zum Abschlussstichtag TE 2.150 (Vorjahr: TE 2.230) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 betragen insgesamt TE 179 (Vorjahr: TE 337) und betreffen hauptsächlich abgeschlossene Mietverträge für Büro- und Geschäftsräume der Gesellschaft.

5. Konzernabschluss

Die AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, als Muttergesellschaft erstellt einen Konzernabschluss (größter Kreis der Unternehmen), welcher gemeinsam mit dem vorliegenden Jahresabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

6. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Dieter Jeschke

Rechtsanwalt, Dipl.-Ökonom

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der AdCapital Beteiligungs AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der euromicron AG (bis zum 16. Januar 2006)
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG

7. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind berufen:

Vorsitzender

Herr Ortwin Guhl

Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Tuttlingen (bis zum 31. Januar 2006)

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sirius AG, Villingen-Schwenningen
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
  • Mitglied des Verwaltungsrats der GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme (bis zum 30. Juni 2006)
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Tolatec AG

Stellv. Vorsitzender

Herr Günther Leibinger

Geschäftsführer der Paul Leibinger GmbH & Co. KG

  • Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
  • Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der euromicron AG (bis zum 16. Januar 2006)

Weitere Mitglieder

Herr Maximilian Bernau

Rechtsanwalt und Geschäftsführer der DEGW Deutschland GmbH

● Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der InnoTec TSS AG, Düsseldorf

Herr Hans-Joachim Strüder

Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

  • Zweiter stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der SüdKapitalanlagegesellschaft mbH (bis zum 6. Dezember 2006)
  • Mitglied des Aufsichtsrats der boerse-stuttgart AG
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Deka Investment GmbH (bis zum 30. Juni 2006)
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management GmbH (ehemals Baden-Württemberg Asset Consult GmbH)
  • Chairman of the Board of Directors der LBBW-Bank Ireland plc, Dublin
  • Mitglied des Verwaltungsrats der LRI Landesbank Rheinland-Pfalz International S.A.
  • Vorsitzender des Börsenrats der Baden-Württembergische Wertpapierbörse

Herr Horst Schoch

Geschäftsführer Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Herr Dr. Dietrich Schulz Dipl.-Kaufmann

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Süd-Chemie AG
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Drägerwerk AG
  • Chairman of the Board of Directors der Possehl Mexico, S.A. de C.V.
  • Chairman of the Board of Directors der ACC Resources, Park Ridge, N.J.

Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006 wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TE 78 (Vorjahr: TE 41) an die Organmitglieder gewährt.

Hinsichtlich der Angabe der Vorstandsbezüge wird vom Wahlrecht des § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht.

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TE 570 (Vorjahr: TE 523) unter Berücksichtigung des Barwerts gebildet.

8. Mitgeteilte Beteiligungen

Die AdCapital AG hat bis zum 20. März 2007 folgende Mitteilungen gemäß §§ 21, 41 Abs. 2 WpHG erhalten:

Herr Günther Leibinger, Feusisberg (Schweiz), hat uns mitgeteilt, dass er seit dem 27. September 2000 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte an der AdCapital AG überschritten habe und er 27,76 % der Stimmrechte halte. Zum 1. April 2002 hat Herr Leibinger uns des Weiteren gemeldet, dass sein Stimmrechtsanteil 35,54 % beträgt.

Herr Maximilian Bernau, München, hat uns mitgeteilt, dass er seit dem 19. Mai 2003 die Schwelle von 10 % der Stimmanteile an der AdCapital AG unterschritten habe und ihm nunmehr 5,96 % von 16.400.000 Stimmrechten der AdCapital AG zustehen. Davon seien ihm 1,1 Prozentpunkte nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die Axxion S.A. mit Sitz in Munsbach, Luxemburg, hat uns im März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der AdCapital AG seit dem 13. März 2006 die Schwelle von 10 % überschritten habe und nun 10,1882% betrage.

9. Entsprechenserklärung

Die AdCapital AG hat ihre nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Entsprechenserklärung zuletzt im Oktober 2006 aktualisiert abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

10. Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 weist einen Bilanzgewinn von TE 8.506 aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

● 0,50 E
Dividende für 15.000.000 Stückaktien,
davon 14.540.498 Stückaktien dividenden
bezugsberechtigt TE
7.270
● Einstellung in die Gewinnrücklagen TE
1.236

Leinfelden-Echterdingen, den 20. März 2007

AdCapital AG

gez. Dieter Jeschke Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung sowie den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leonberg/Stuttgart, den 23. März 2007

BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas Müller gez. Joachim Entenmann

Konzernabschluss der AdCapital AG

Inhalt

AdCapital-Konzern

Konzernbilanz 50 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 51 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 52 Konzern-Eigenkapitalspiegel 56 Konzern-Kapitalflussrechnung 58 Konzernanhang 60 Bestätigungsvermerk 84

Konzernbilanz der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 (nach IFRS) > in TE

Aktiva 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände (4.1) 15.843 16.154
Sachanlagen 26.664 23.463
Finanzanlagen 21.326 20.479
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 915 479
Latente Steuern (5.10) 7.920 12.230
72.668 72.805
Kurzfristige Aktiva
Vorräte (4.2) 17.201 12.771
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4.3) 12.209 6.730
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4.4) 5.081 6.625
Wertpapiere und Zahlungsmittel (4.5) 144.186 141.289
178.677 167.415
251.345 240.220
Passiva 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Eigenkapital (4.6)
Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000
Kapitalrücklage 86.200 86.200
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 71.965 58.215
Fremdwährungsumrechnung 412 287
Anteile anderer Gesellschafter 989 1.421
204.566 191.123
Langfristige Passiva
Rückstellungen (4.7) 7.312 3.269
Verbindlichkeiten (4.8) 12.003 11.578
Latente Steuern (5.10) 9.857 16.230
29.172 31.077
Kurzfristige Passiva
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden (4.7) 3.086 6.553
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.8) 5.440 3.091
Übrige Verbindlichkeiten (4.8) 9.081 8.376
17.607 18.020
251.345 240.220

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG für das Geschäftsjahr 2006 (nach IFRS) > in TE

2006 2005
Umsatzerlöse (5.1) 74.900 161.986
Bestandsveränderungen 327 – 2.856
Andere aktivierte Eigenleistungen 262 365
Sonstige betriebliche Erträge (5.3) 8.965 30.342
Materialaufwand (5.4) – 28.130 – 70.186
Personalaufwand (5.5) – 27.725 – 55.299
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen (5.6) – 4.195 – 5.315
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.7) – 14.711 – 24.075
Betriebliches Ergebnis 9.693 34.962
Beteiligungsergebnis (5.8) 2.972 300
Finanzerträge 9.258 7.544
Finanzaufwendungen – 2.549 – 2.513
Finanzergebnis (5.9) 6.709 5.031
Ergebnis vor Ertragsteuern 19.374 40.293
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.10) 459 – 3.142
Jahresüberschuss 19.833 37.151
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 18.984 35.341
Minderheitsgesellschafter (5.11) 849 1.810
Ergebnis je Aktie in E
, unverwässert
(5.12) 1,31 2,43
Ergebnis je Aktie in E
, verwässert
(5.12) 1,31 2,43

Entwicklung des Anlagevermögens im AdCapital-Konzern im Geschäftsjahr 2006 > in TE

1. Jan.
2006
Konsolidie-
rungskreis-
änderungen
Zugänge
(+)
Abgänge
(–)
Umbu-
chungen
Veränderung
Währung
31. Dez.
2006
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Werte, sowie
Lizenzen an solchen Rechten
8.164 298 355 – 17 173 11 8.984
2. Firmenwert 335 0 0 0 0 0 335
3. Firmenwert aus
Kapitalkonsolidierung 22.213 0 0 0 0 0 22.213
30.712 298 355 – 17 173 11 31.532
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 16.883 5.354 13 – 12 27 177 22.442
2. Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
16.020 0 136 – 908 0 0 15.248
3. Technische Anlagen
und Maschinen
9.858 73 890 – 85 1.758 43 12.537
4. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
13.038 1.497 629 – 322 – 928 105 14.019
5. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
752 0 1.029 – 323 – 1.030 – 89 339
56.551 6.924 2.697 – 1.650 – 173 236 64.585
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 7.258 293 0 – 5.917 0 0 1.634
2. Beteiligungen 15.260 0 203 – 928 0 0 14.535
3. Wertpapiere 8.963 402 0 – 289 0 0 9.076
4. Sonstige Ausleihungen 5.147 0 0 – 114 0 0 5.033
36.628 695 203 – 7.248 0 0 30.278
Summe Anlagevermögen 123.891 7.917 3.255 – 8.915 0 247 126.395

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Nettobuchwert
1. Jan.
2006
Konsolidie-
rungskreis-
änderungen
Zugänge
(+)
Abgänge
(–)
Zuschrei-
bungen
Umbu-
chungen
Veränderung
Währung
31. Dez.
2006
31. Dez.
2006
31. Dez.
2005
5.234 112 1.006 – 15 0 0 10 6.347 2.637 2.930
196 0 17 0 0 0 0 213 122 139
9.128 0 0 0 0 0 1 9.129 13.084 13.085
14.558 112 1.023 – 15 0 0 11 15.689 15.843 16.154
4.210 1.764 1.053 – 499 0 0 6 6.534 15.908 12.673
10.880 0 538 – 413 0 0 1 11.006 4.242 5.140
8.025 70 671 – 75 0 571 67 9.329 3.208 1.833
9.973 1.045 910 – 368 0 – 571 63 11.052 2.967 3.065
0 0 0 0 0 0 0 0 339 752
33.088 2.879 3.172 – 1.355 0 0 137 37.921 26.664 23.463
5.080 292 313 – 5.917 0 2 0 – 230 1.864 2.178
9.003 0 0 0 – 1.554 – 2 0 7.447 7.088 6.257
2.066 0 0 0 – 331 0 0 1.735 7.341 6.897
0 0 0 0 0 0 0 0 5.033 5.147
16.149 292 313 – 5.917 – 1.885 0 0 8.952 21.326 20.479
63.795 3.283 4.508 – 7.287 – 1.885 0 148 62.562 63.833 60.096

Entwicklung des Anlagevermögens im AdCapital-Konzern im Geschäftsjahr 2005 > in TE

1. Jan.
2005
Konsolidie-
rungskreis-
änderungen
Zugänge
(+)
Abgänge
(–)
Umbu-
chungen
Veränderung
Währung
31. Dez.
2005
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Werte, sowie
Lizenzen an solchen Rechten
2. Firmenwert
10.608
2.608
– 2.883
– 2.273
499
0
– 176
0
104
0
12
0
8.164
335
3. Firmenwert aus
Kapitalkonsolidierung 63.879 – 41.666 0 0 0 0 22.213
77.095 – 46.822 499 – 176 104 12 30.712
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 32.720 – 2.719 2.876 – 85 – 15.938 29 16.883
2. Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
0 0 0 0 16.020 0 16.020
3. Technische Anlagen
und Maschinen
13.557 – 4.027 479 – 208 0 57 9.858
4. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
18.806 – 6.223 1.654 – 1.458 152 107 13.038
5. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
848 10 755 – 551 – 338 28 752
65.931 – 12.959 5.764 – 2.302 – 104 221 56.551
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 9.847 – 2.589 0 0 0 0 7.258
2. Beteiligungen 12.299 – 26 3.631 – 644 0 0 15.260
3. Wertpapiere 8.963 0 0 0 0 0 8.963
4. Sonstige Ausleihungen 5.476 – 226 8 – 111 0 0 5.147
5. Andere Finanzanlagen 268 – 268 0 0 0 0 0
36.853 – 3.109 3.639 – 755 0 0 36.628
Summe Anlagevermögen 179.879 – 62.890 9.902 – 3.233 0 233 123.891

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert
1. Jan.
2005
Konsolidie-
rungskreis-
änderungen
Zugänge
(+)
Abgänge
(–)
Zuschrei-
bungen
Umbu-
chungen
Veränderung
Währung
31. Dez.
2005
31. Dez.
2005
31. Dez.
2004
6.609 – 2.542 1.275 – 115 0 0 7 5.234 2.930 3.999
818 – 639 17 0 0 0 0 196 139 1.790
27.648 – 18.521 1 0 0 0 0 9.128 13.085 36.231
35.075 – 21.702 1.293 – 115 0 0 7 14.558 16.154 42.020
15.434 – 1.584 1.319 – 85 0 – 10.880 6 4.210 12.673 17.286
0 0 0 0 0 10.880 0 10.880 5.140 0
10.601 – 3.522 1.062 – 169 0 0 53 8.025 1.833 2.956
14.278 – 4.886 1.641 – 1.108 0 0 48 9.973 3.065 4.528
0 0 0 0 0 0 0 0 752 848
40.313 – 9.992 4.022 – 1.362 0 0 107 33.088 23.463 25.618
9.819 – 2.588 0 0 – 2.151 0 0 5.080 2.178 28
9.783 – 26 0 – 313 – 441 0 0 9.003 6.257 2.516
2.347 0 0 0 – 281 0 0 2.066 6.897 6.616
0 0 0 0 0 0 0 0 5.147 5.476
0 0 0 0 0 0 0 0 0 268
21.949 – 2.614 0 – 313 – 2.873 0 0 16.149 20.479 14.904
97.337 – 34.308 5.315 – 1.790 – 2.873 0 114 63.795 60.096 82.542

Konzern-Eigenkapitalspiegel der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 nach IFRS > in TE

Mutterunternehmen
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn
Stand am 31. Dezember 2004 45.000 86.200 – 8.517 33.582
Erwerb/Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividende
– 464
– 1.745
Änderung Konsolidierungskreis
Übrige Veränderungen 5.180 – 5.161
Konzernjahresüberschuss 35.341
Neutrale Ergebnisveränderungen
Stand am 31. Dezember 2005 45.000 86.200 – 3.337 61.553
Erwerb/Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividende – 5.235
Änderung Konsolidierungskreis
Übrige Veränderungen 9.260 – 9.260
Konzernjahresüberschuss 18.985
Neutrale Ergebnisveränderungen
Stand am 31. Dezember 2006 45.000 86.200 5.923 66.042
Konzern-Eigenkapital Minderheitsgesellschafter
Eigenkapital Ausgleichsposten
aus Fremdwäh
rungsumrechnung
Minderheiten-
kapital
Eigenkapital Ausgleichsposten
aus Fremdwäh-
rungsumrechnung
169.148 12.623 0 12.623 156.525 260
– 464 – 464
– 3.133 – 1.388 – 1.388 – 1.745
– 11.653 – 11.653 – 11.653
48 29 29 19
37.151 1.810 1.810 35.341
27 27 27
191.123 1.421 0 1.421 189.702 287
0
– 6.489 – 1.254 – 1.254 – 5.235
0
0
19.834 849 849 18.985
98 – 27 – 27 125 125
204.566 989 0 989 203.577 412

Konzern-Kapitalflussrechnung der AdCapital AG > in TE

2006 2005
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von
Minderheitsgesellschaftern) 19.833 37.151
2. +/– Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände
des Anlagevermögens
2.623 2.442
3. +/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen – 3.175 1.484
4. +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge – 4.213 – 2.050
5a. +/– Gewinn/Verlust aus Entkonsolidierungen 0 – 20.169
5b. +/– Gewinn/Verlust aus dem Abgang von
Gegenständen des Anlagevermögens
– 2 – 834
6. +/– Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
6.873 – 464
7. +/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind – 5.859 – 3.406
8. = Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (1 bis 7) 16.080 14.154
9. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens
468 1.044
10. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen – 2.793 – 5.956
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des immateriellen Anlagevermögens
0 0
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen – 506 – 547
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Finanzanlagevermögens
1.331 1.235
14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen – 203 – 3.639
15. +/– Einzahlungen/Auszahlungen aus dem Verkauf von
16. konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten
0 52.924
Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten – 5.125 – 9.121
17. +/– Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen
im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
– 23.231 – 1.167
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (9 bis 17) – 30.059 34.773
19. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
(Erwerb eigener Anteile, Dividenden) – 6.489 – 3.597
20. +/– Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme bzw. Tilgung von Anleihen
und (Finanz-)Krediten
133 – 346
21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (19 bis 20) – 6.356 – 3.943
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
(Summe von 8, 18 und 21)
– 20.335 44.984
23. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 61.314 16.330
24. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 40.979 61.314

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Geldmarktnahe Wertpapiere
Zahlungsmittel*
0
40.979
0
61.314
40.979 61.314

*In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung > in TE

Position 2006 2005
Kaufpreise 6.328 9.000
davon Kaufpreisanteile, die Zahlungen oder Zahlungsmitteläquivalente sind 6.328 9.000
Verkaufspreise 0 64.301
davon Verkaufspreisanteile, die Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente sind 0 64.301
Erworbene Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 1.203 121
Erworbene Bestände an anderen Vermögensgegenständen und Schulden
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die
nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.065 4.897
Sachanlagevermögen 4.045 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 196 0
Finanzanlagen 402 0
Rückstellungen 3.749 2.862
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht
der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.809 1.075
Kredite 1.025 186
Verkaufte Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 0 11.377
Verkaufte Bestände an anderen Vermögensgegenständen und Schulden
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 50.671
Sachanlagevermögen 0 5.666
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 29.357
Finanzanlagen 0 649
Rückstellungen 0 7.289
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht
der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 38.724
Kredite 0 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2006

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Beteiligungs- sowie Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Investitionsschwerpunkt im Bereich reifer Unternehmen. Die Tochtergesellschaften sind in den Branchen Steuerungstechnik, Automotive, Software, Antriebstechnik und Kunststofftechnik tätig.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen und ist bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert. Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Gutenbergstraße 13.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die AdCapital AG hat ihren Konzernabschluss für das Jahr 2006 nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Grundlage hierfür ist die sich aus § 315a Abs.1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards ergebende Verpflichtung. Alle verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen wurden berücksichtigt. Daneben werden über die Angabepflichten nach IFRS hinaus alle nach § 315a Abs.1 HGB geforderten Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, die das deutsche Handelsrecht im Falle eines nach IFRS zu erstellenden Konzernabschlusses zusätzlich verlangt.

Im Konzernjahresabschluss der AdCapital AG wurden zur Verbesserung der Übersichtlichkeit Positionen der Gewinn- und -Verlustrechnung neu gegliedert. Es wird nunmehr ein Beteiligungsergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, welches sich aus den Positionen "Erträge aus übrigen Beteiligungen", "Abschreibungen auf Beteiligungen bzw. Finanzanlagen" sowie "Zuschreibungen auf Beteiligungen bzw. Finanzanlagen" zusammensetzt. Auf eine entsprechende Umgliederung und Zusammenfassung der Vorjahreszahlen wurde verzichtet. Die einzelnen Positionen werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist Euro (EUR). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TE.

Wichtigste Bewertungsgrundlage des Abschlusses (measurement basis) sind die (fortgeführten) Anschaffungs-/ Herstellungskosten.

Spezifisch werden in Ausübung von Wahlrechten folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Bei der Ermittlung von Herstellungskosten werden Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Erhaltene Investitionszuwendungen werden nicht von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bezuschussten Investitionen abgesetzt, sondern als Passivposten gezeigt. Hinsichtlich der übrigen konkret angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf die nachfolgenden Darstellungen verwiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (Nature-Of-Expense-Methode) aufgestellt, die Bilanz wurde nach Fristigkeit gegliedert.

Wesentliche Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2006 erstmals anzuwendenden Standards bzw. Amendments IFRIC 4 ff., Amendments zu IAS 19, IAS 21, IAS 39 ergaben sich nicht.

In 2005 und 2006 hat das IASB verschiedene ab 2007 anwendbare Standards, Ergänzungen von Standards und Interpretationen verabschiedet. Einige dieser Regelungen, etwa die Ergänzung IAS 1 "Presentation of Financial Instruments – Capital Disclosures" sowie der Standards IFRS 7 "Financial Instruments – Disclosures" betreffen nur Angabepflichten. Für andere, etwa IFRIC 7 "Applying the Restatement Approach under IAS 29 Reporting in Hyperinflationary Economies", IFRIC 8 "Scope of IFRS 2", IFRIC 9R "Reassessment of Embedded Derivatives" und IFRIC 10 "Interim Financial Reporting Impairment", gibt es im Unternehmen derzeit und voraussichtlich auch 2007 keinen Anwendungsfall. Insgesamt erwarten wir deshalb keine wesentlichen Auswirkungen der Neuregelungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Gruppe beinhaltet die AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, und die von ihr beherrschten Unternehmen. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt und es möglich ist, die Geschäftsund Finanzpolitik eines Tochterunternehmens so zu bestimmen, dass der Konzern Vorteile aus deren Tätigkeit ziehen kann. Fälle der Beherrschung ohne Stimmrechtsmehrheit (insbesondere Zweckgesellschaften) liegen nicht vor.

Die Minderheitenanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen werden separat innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei neu erworbenen Unternehmen nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Unternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Verkaufszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen.

Anteile an assoziierten Unternehmen (grundsätzlich Investitionen von 20 % bis 50 % des Kapitals) werden nach der Equity-Methode bilanziert, wenn die AdCapital AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Eine außerplanmäßige Abschreibung der Anteile eines assoziierten Unternehmens findet statt, sofern ein Anzeichen dafür besteht, dass eine Investition in ein assoziiertes Unternehmen wertgemindert ist. Eine Zuschreibung der Anteile erfolgt, wenn Wertminderungsgründe früherer Jahre nicht mehr bestehen.

Zwischengesellschaftliche Salden und Transaktionen einschließlich Zwischenergebnissen werden eliminiert. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der inund ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der AdCapital AG 16 Gesellschaften (Vorjahr: 15), bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat (Control-Verhältnis). Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt einbezogen, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird.

Eine Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist am Ende des Anhangs aufgeführt. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden zwei (Vorjahr: vier) Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im Laufe des Geschäftsjahres 2006 hat sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geändert.

Im Jahr 2006 erfolgten keine Anteilsveräußerungen bzw. Entkonsolidierungen.

Mit Vertrag vom 30. Oktober 2006 wurden 100 % der Anteile der Bavaria Digital Technik GmbH, Pfronten, zu einem Kaufpreis von 6,3 Mio. E einschließlich Anschaffungsnebenkosten mittelbar über die AdCapital Beteiligungs AG erworben. Aus der Erstkonsolidierung dieser Beteiligung ergab sich kein Firmenwert, da die Anschaffungskosten dem zu Zeitwerten bewerteten Eigenkapital entsprachen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden stille Reserven und stille Lasten (vor latenten Steuern) in den Bilanzpositionen immaterielle Vermögenswerte (0,2 Mio. E), Vorräte (0,5 Mio. E) und Rückstellungen (0,5 Mio. E) aufgedeckt.

Durch die Veränderung im Konsolidierungskreis in 2006 haben sich keine materiellen Änderungen für die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2006 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Der Beitrag der erstkonsolidierten Einheit nach IFRS zum Konzernjahresüberschuss 2006 beträgt TE 136 . Die erstkonsolidierte Gesellschaft erwirtschaftete im Gesamtjahr 2006 nach IFRS Netto-Umsatzerlöse von TE 20.615 und einen Jahresüberschuss von TE 2.096.

Durch den Abgang der euromicron-Gruppe ("ecct") in 2005 sowie den entsprechenden Entkonsolidierungserfolg ist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2006 nur eingeschränkt mit der des Vorjahres vergleichbar. Die bereinigte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2005 ermittelt sich wie folgt:

Immaterielle Vermögenswerte sind Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, aktivierte Entwicklungskosten beziehungsweise Geschäfts- oder Firmenwerte. Sie werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden in der anfallenden Periode als Aufwand erfasst, außer es handelt sich um Entwicklungskosten für Produkte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Das Produkt ist klar definiert und seine der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben können zuverlässig bewertet werden.
  • Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist nachgewiesen.
  • Das Produkt ist zum Verkauf oder zur internen Nutzung bestimmt.
  • Es besteht ein Markt für das Produkt oder der interne Nutzen ist nachweisbar und adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen stehen zur Fertigstellung zur Verfügung.
2005 > in TE Konzern-GuV
2005
unbereinigt
Bereinigungen
(ecct und Entkon-
solidierungserfolg)
Konzern-GuV
2005
bereinigt
Umsatzerlöse 161.986 – 98.042 63.944
Bestandsveränderungen – 2.856 3.163 307
Aktivierte Eigenleistungen 365 0 365
Sonstige betriebliche Erträge 30.342 – 25.287 5.055
Materialaufwand – 70.186 47.890 – 22.296
Personalaufwand – 55.299 30.341 – 24.958
Abschreibungen – 5.315 1.668 – 3.647
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 24.075 12.784 – 11.291
Betriebliches Ergebnis 34.962 – 27.483 7.479
Beteiligungsergebnis 300 0 300
Finanzergebnis 5.031 635 5.666
EBT – Ergebnis vor Ertragsteuern 40.293 – 26.848 13.445
Ertragsteuern – 3.142 1.501 – 1.641
Jahresüberschuss 37.151 – 25.347 11.804
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 35.341 – 24.641 10.700
Minderheitsgesellschafter 1.810 – 706 1.104

Aktivierte Entwicklungskosten werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Eine außerplanmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten findet statt, sofern ein Anzeichen dafür besteht, dass der Vermögenswert wertgemindert ist oder Wertminderungsaufwendungen früherer Jahre nicht mehr bestehen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwei bis 15 Jahre für technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung bzw. zehn bis 50 Jahre bei Gebäuden.

Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag oder Aufwand erfasst. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst.

Die Konzerngesellschaften nutzen als Leasingnehmer Sachanlagen. Auf Basis der Kriterien nach IAS 17.8 ff. wird geprüft, ob dem Leasingnehmer der Leasinggegenstand als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist oder nicht. Ein Leasingverhältnis wird danach als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses sind als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst (IAS 17.25). Sofern dagegen ein Finance-Leasingverhältnis anzunehmen ist, werden zum Zeitpunkt des Beginns des Leasingverhältnisses die Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Konzernbilanz angesetzt. Die Höhe der angesetzten Beträge entspricht dem beizulegenden Zeitwert oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Betrag niedriger ist. Die Abschreibung von aktivierten Leasingobjekten erfolgt linear über die planmäßige Nutzungsdauer. Die Zahlungsverpflichtungen aus diesen Leasingverträgen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Im Konzern werden Immobilien gehalten, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung dienen (IAS 40). Es handelt sich dabei ausschließlich um Immobilien, die ursprünglich für eigene operative Zwecke erworben bzw. errichtet wurden, mittlerweile aber nicht mehr selbst genutzt, sondern – sofern möglich – an Dritte vermietet werden. Diese Rendite-Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertminderungen nach IAS 36 bewertet.

Aus Wesentlichkeitsgründen erfolgt kein gesonderter Ausweis in der Bilanz.

Wertminderungsprüfung (Impairment-Test)

Sachanlagen und planmäßigen Abschreibungen unterliegende immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer aufgrund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Bei den Geschäftsoder Firmenwerten, den nicht planmäßig abschreibbaren sonstigen immateriellen Vermögenswerten sowie den noch in Herstellung befindlichen immateriellen Vermögenswerten wird ein jährlicher Wertminderungstest durchgeführt, unabhängig davon, ob eine Wertminderungsindikation vorliegt. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt worden sind, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Netto-Veräußerungswert) und Nutzungswert. Der Netto-Veräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes erzielbare Betrag aus einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien. Unter Nutzungswert wird der Barwert des geschätzten künftigen Cashflows verstanden, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden kann. Der erzielbare Betrag ist für den einzelnen Vermögenswert zu schätzen. Falls dies nicht möglich ist, erfolgt die Einschätzung für die Zahlungsmittel generierende Einheit.

Eine Aufhebung eines in früheren Jahren für einen Vermögenswert erfassten Wertminderungsaufwandes wird verzeichnet, wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, dass der Wertminderungsgrund nicht länger besteht oder sich der Wertminderungsaufwand verringert haben könnte. Die Aufhebung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (IAS 36). Die Werterhöhung beziehungsweise Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst wurden, dürfen nicht vorgenommen werden.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr haben sich weder wesentliche Wertminderungen noch wesentliche Wertaufholungen ergeben.

In den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden Unternehmen erfasst, bei denen AdCapital keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Anteilige Gewinne und Verluste werden in der Konzernbilanz als Veränderung des Buchwerts und in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns unter der Position "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Erhaltene Dividenden mindern den Buchwert.

Finanzinstrumente

werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
  • bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen,
  • nicht an einem aktiven Markt notierte Kredite und Forderungen und
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen nicht an einem aktiven Markt notierte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert, es sei denn, sie werden innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag fällig. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag zu realisieren.

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag bilanziert.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der i.d.R. den Anschaffungskosten, d.h. dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung, entspricht; Transaktionskosten werden außer bei erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten mit einbezogen.

Veränderungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam erfasst.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Forderungen und Kredite werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ist eine Wertminderung eingetreten, so wird diese ergebniswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende Werterhöhung (beziehungsweise Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Forderungen und Kredite werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im Finanzergebnis ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung.

Die unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesenen marktgängigen Wertpapiere werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte eingestuft und daher zum Marktwert am Bilanzstichtag bewertet.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz grundsätzlich zu Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Netto-Veräußerungswert. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie sämtliche produktionsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der produktionsbezogenen Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Netto-Veräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwandes erfasst.

Im Konzern ergeben sich kundenspezifische Fertigungsaufträge aus stichtagsübergreifenden Projekt- und Installationsleistungen, für die eine anteilige Gewinnrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades im Rahmen der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) erfolgt grundsätzlich auf der Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten.

Die PoC-Methode basiert auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen, einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen, nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach Bildung entsprechender Wertberichtigungen bewertet.

In der Bilanz enthaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten, langfristige Forderungen, Darlehen, Direktkredite und Finanzinvestitionen. Die Ansatz- und Bewertungskriterien für diese Posten werden in den jeweiligen in dieser Anhangsangabe enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden offen gelegt.

Rücklagen werden nach den gesetzlichen Bestimmungen bzw. der Satzung gebildet.

Die Gesellschaft unterhält eine leistungsorientierte betriebliche Altersversorgung für bestimmte aktive sowie für ausgeschiedene Mitglieder des Managements. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) berechnet, die unterstellt, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruches erdient wird. Jeder dieser Leistungsbausteine wird separat bewertet, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Bei der Bewertung werden Tendenzannahmen (zum Beispiel Gehaltsentwicklungen) für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die Verpflichtung wird in der Bilanz als Rückstellung ausgewiesen.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Ermittlung der Pensionsaufwendungen kommt die 10%- Korridor-Regelung des IAS 19 nicht zur Anwendung. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort als Aufwand oder Ertrag berücksichtigt.

Sofern Pensionsverpflichtungen bei Versicherungsunternehmen rückgedeckt sind, werden diese Rückdeckungsansprüche bei Vorliegen der Kriterien von IAS 19 als "plan asset" mit den Rückstellungen saldiert ausgewiesen.

Alle übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten auf den Stichtag abgezinst.

Latente Steuern sind auf der Grundlage der bilanzorientierten Liability-Methode berechnet worden (IAS 12). Demnach sind Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche wesentliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet worden. Darüber hinaus sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen berücksichtigt worden. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge sind jedoch nur berücksichtigt worden, soweit mit einer Realisierung gerechnet werden konnte.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen. Wertberichtigungen auf aktivische latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden mit dem Barwert der Leasingraten oder dem niedrigeren Verkehrswert des aktivierten Leasingobjektes angesetzt; die übrigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Als Eventualschulden werden im Anhang Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil

  • der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder
  • die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt.

Umsätze werden realisiert, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass wirtschaftliche Vorteile aus den Geschäftsvorfällen dem Unternehmen zufließen und die Höhe des Ertrages zuverlässig feststeht. Umsatzerlöse aus Lieferungen werden ohne Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen ausgewiesen, sobald eine Lieferung erfolgt und der Gefahrenübergang vollendet ist. Dienstleistungserlöse werden realisiert in Abhängigkeit vom Stadium der Leistungserbringung, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit feststehen. Das Stadium der Leistungserbringung wird durch Arbeitsnachweise festgestellt.

Für die wesentlichen stichtagsübergreifenden Projekte erfolgt gemäß IAS 11 eine anteilige Umsatz- sowie Ergebnisrealisierung nach der PoC-Methode. Die entsprechend dieser Methode erfassten PoC-Umsätze entsprechen den Herstellungskosten des Auftrages zuzüglich eines anteiligen Gewinnes entsprechend des zum Bilanzstichtag erzielten Fertigstellungsgrades. Anteilige Gewinne aus der PoC-Methode werden nur für solche Projekte realisiert, deren Ergebnis verlässlich ermittelt werden kann. Die Ergebnisauswirkung im Berichtsjahr im Vergleich zu den Einzelabschlüssen nach HGB beläuft sich auf TE 186 (Vorjahr: TE 574).

Währungsumrechnung (IAS 21)

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 ("The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates") in Euro.

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen sind zu den an den Tagen der Geschäftsvorfälle geltenden Umrechnungskursen umzurechnen. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in einer Rücklage für Währungsumrechnungen innerhalb des Eigenkapitals berücksichtigt.

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Sämtliche monetären Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als sonstiger betrieblicher Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz bzw. auf die Höhe und den Ausweis der Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie die Angabe von Eventualvermögen und -schulden auswirken. Die wesentlichsten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, insbesondere der Firmenwerte, die konzerneinheitliche Festlegung wirt-

Es werden folgende Umrechnungskurse zur Konzernwährung Euro angewendet:

Währung Durchschnitts-
kurs 2006
Kurs zum
31. Dez. 2006
Durchschnitts-
kurs 2005
Kurs zum
31. Dez. 2005
Hongkong-Dollar (HKD) 9,75450 10,2409 9,5000 9,5000
Tschechische Kronen (CZK) 28,3420 27,4950 29,7840 29,0050
Yuan (chinesischer)/Renminbi (CNY) 10,0096 10,2793 9,5000 9,5000

schaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen, die Einbringlichkeit von Forderungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere werden bezüglich der erwarteten Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen

Es wird auf den Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang verwiesen.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Firmenwerte haben sich wie folgt entwickelt:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Vortrag 01. Jan 13.224 38.021
Zugänge 0 3.562
Abgänge 0 – 28.341
Wertminderungsaufwand – 17 – 18
Währungsdifferenzen 0 0
Stand 31. Dez. 13.207 13.224

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Das Berechnungsschema wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit grundsätzlich identisch angewendet.

Grundsätzlich wird jede einzelne Beteiligung als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit abgegrenzt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts ermittelt. Diese Berechnung wird auf Grundlage von Cashflow-Prognosen erstellt, die auf einem von der Geschäftsführung für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren aufgestellten Finanzplan basieren. Dabei werden nur geringe Wachstumsraten zugrunde gelegt. Als Abzinsungsfaktoren kommen Werte zwischen 8,0 % und 11,0 % zur Anwendung. Im Geschäftsjahr 2006 kam es im Rahmen der Werthaltigkeitsüberprüfungen zu keinem Wertberichtigungsbedarf für Geschäfts- und Firmenwerte aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Der Konzern hält als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (IAS 40), die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen sowie Wertberichtigungen gemäß IAS 36 bewertet werden. Auf die entsprechenden Angaben im Konzernanlagenspiegel wird verwiesen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr gemäß IAS 36 betrugen TE 883. Für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ergaben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlich von den fortgeführten Anschaffungskosten abweichenden Marktwerte.

4.2 Vorräte

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe 8.444 6.408
Unfertige Erzeugnisse,
unfertige Leistungen
4.216 2.261
Fertige Erzeugnisse
und Waren
4.541 4.097
Geleistete Anzahlungen
auf Vorräte
0 5
17.201 12.771

Zum Bilanzstichtag wurden Vorräte in Höhe von insgesamt TE 514 (Vorjahr: TE 763) wertberichtigt.

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Percentage of
Completion (PoC)
(angefallene Auftrags
kosten zuzüglich
der Gewinne, abzüglich
der Verluste) 1.138 50
Abzüglich Zahlungen ge
mäß Teilabrechnungen 0 – 50
1.138 0
Übrige Forderungen aus
Lieferungen u. Leistungen 11.071 6.730
12.209 6.730

4.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von TE 70 (Vorjahr: TE 140) enthalten.

Bei den Forderungen aus PoC abzüglich aufgrund von Teilrechnungen erhaltener Zahlungen werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen die erhaltenen Zahlungen übersteigen. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt TE 0 (Vorjahr: TE 50) erhaltene Zahlungen bei den Forderungen bzw. bei den Verbindlichkeiten aus PoC verrechnet.

Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch entsprechende Einzelwertberichtigungen sowie bei nicht mit Einzelrisiken behafteten Forderungen durch Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen.

4.4 Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Fälligkeiten > in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Rechnungsabgren
zungsposten 700 688
Steuerforderungen 3.269 4.490
Übrige 1.112 1.447
5.081 6.625

4.5 Wertpapiere und Zahlungsmittel

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Wertpapiere 103.207 79.975
Zahlungsmittel 40.979 61.314
144.186 141.289

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte gehalten. Die ergebniswirksame Veränderung der Wertpapiere wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

4.6 Eigenkapital

Die Entwicklung der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklagen und des Konzernbilanzgewinns/-verlustes ist in der Veränderung des Eigenkapitals dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der AdCapital AG zum 31. Dezember 2006 beläuft sich auf TE 45.000, unverändert zum Vorjahr. Es ist in 15.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,00 E.

Im Umlauf befindliche Aktien

Unter Berücksichtigung der bis zum 31. Dezember 2006 erworbenen 459.502 eigenen Aktien befinden sich von den insgesamt 15.000.000 Stückaktien noch 14.540.498 Stückaktien im Umlauf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. Juni 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um TE 11.500 gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital setzt sich aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG sowie den Ergebnisvorträgen der einbezogenen Gesellschaften, den Effekten aus der Kapitalkonsolidierung, den ehemals vorgenommenen Verrechnungen sowie Abschreibungen von Firmenwerten und stillen Reserven sowie sonstigen Konsolidierungsmaßnahmen zusammen. Der Konzern hält zum 31. Dezember 2006 459.502 Stück (Vorjahr: 459.502 Stück) eigene Anteile. Die Anschaffungskosten dieser Anteile in Höhe von TE 2.650 (Vorjahr: TE 2.650) wurden mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.

Unterschiedsbetrag aus der Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, Hongkong und China ergeben.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter beinhalten Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital aus der Kapitalkonsolidierung sowie die ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. Der Konzernabschluss enthält drei (2005: drei) Gesellschaften, an denen Minderheitsgesellschafter beteiligt sind.

4.7 Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
6.086 3.892
Rückdeckungs
versicherungen
– 1.358 – 623
Sonstige langfristige
Rückstellungen
2.584 0
7.312 3.269

Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen den unverfallbaren Anspruch eines ehemaligen Vorstandsmitglieds der Gesellschaft sowie Verpflichtungen gegenüber Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften. Die Pensionspläne sind stark individualisiert und folgen keinem expliziten Grundschema. Es existieren sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionspläne. Sie bestehen nur bei inländischen Beteiligungen. Leistungsorientierte Pläne werden unter Verwendung der Methode der laufenden Einmalprämien festgestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ertragswirksam berücksichtigt. In dem am 31. Dezember 2006 abgelaufenen Jahr erfolgten keinerlei Plankürzungen. Die Pläne wurden über diese Periode hinaus weitergeführt. Es handelt sich sämtlich um unverfallbare Ansprüche.

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2006 die "Richttafeln 2006 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Pensionsrückstellungen (lang- und kurzfristig) entwickelten sich wie folgt:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Anwartschaftsbarwert zu
Beginn des Berichtsjahres
3.269 4.798
Dienstzeitaufwand 1.041 143
Zinsaufwand 202 255
Pensionszahlungen – 46 – 5
Zu-/Abgänge aus
Unternehmenskäufen/
-verkäufen 1.702 – 1.299
Anwartschaftsbarwert
am Ende des Berichts
jahres 6.168 3.892
Saldierung der Aktiv
werte aus Rückdeckungs
versicherungen – 1.358 – 623
Bilanzausweis 4.810 3.269

Der Aufwand für Versorgungsleistungen wird im Personalaufwand ausgewiesen. Am Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Pensionsrückstellungen in Höhe von TE 82, die bis zum 31. Dezember 2007 zur Auszahlung an die Berechtigten gelangen sollen.

Die grundlegenden versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Festlegung der Verpflichtungen herangezogen werden, waren wie folgt:

31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Abzinsungssatz 4,25% 4,25%
Künftige Gehalts
steigerungen
2,50% 2,50%
Künftige Renten
steigerungen
1,50% 1,50%

Den Pensionsverpflichtungen stehen entsprechende Rückdeckungswerte, zum Beispiel aus Lebensversicherungsverträgen, gegenüber. Diese wurden zum einen gegen die Rückstellungen verrechnet. Ferner wurden die erwarteten Renditen aus den Rückdeckungsversicherungen angesichts der gesunkenen Kapitalmarktrenditen auf bis zu 3 % verringert.

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:

E
> in T
31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Kundenboni 1.145 0
Garantien 347 224
Sanierung und Instand
setzung
335 0
Abgrenzungen Urlaub
Mitarbeiter
175 1.553
Rückstellungen für
drohende Verluste
146 74
Rechts- und Beratungs
kosten/Jahresabschluss
kosten/Archivierung 140 234
Provisionen Mitarbeiter 92 933
Rückstellungen für
Pensionen
82 0
Ausstehende Rechnungen
von Lieferanten
0 31
Sonstige Rückstellungen 624 0
3.086 3.049
> in TE Stand am
1. Jan. 2006
Inanspruch-
nahme
Auflösung/
Abgang
Konsolidie-
rungskreis-
änderungen
Zuführung Stand am
31. Dez. 2006
Risiken aus
Mietverträgen
Drohverluste
wegen Miet
2.255 0 – 80 0 0 2.175
leerstand 85 – 52 0 0 0 33
Übrige 1.164 – 569 – 262 863 1.554 2.750
3.504 – 621 – 342 863 1.554 4.958

Die sonstigen Rückstellungen (lang- und kurzfristig) beinhalten folgende Positionen:

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag (Laufzeit bis 2022) eines ehemaligen Beteiligungsunternehmens bestehen Verpflichtungen in Höhe von nominal TE 6.734 (Vorjahr: TE 7.169). Davon werden zum Abschlussstichtag TE 2.150 (Vorjahr: TE 2.230) als Drohverlustrisiko abgegrenzt.

Die Drohverlustrückstellung für Mieten wurde auf Basis der aktuellen Untermietverträge hochgerechnet und für die Festlaufzeiten der Untermietverträge ermittelt.

Während die Rückstellungen für Garantien und Gutschriften kurzfristiger Natur sind, beinhalten die Rückstellungen für Drohverluste langfristige Komponenten. Eine Inanspruchnahme der kurzfristigen Rückstellungen wird innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

Die Unternehmen des AdCapital-Konzerns mit ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Steuerrecht und sonstige Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Nach Einschätzung des Vorstands sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögensund Ertragslage zu Lasten des Konzerns nicht zu erwarten.

4.8 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten entfallen auf nachstehende Sachverhalte:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 6.438 6.305
Verbindlichkeiten aus
Finance-Lease
7.546 7.603
Erhaltene Anzahlung
auf Bestellungen
410 331
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leis
tungen 4.760 2.526
Sonstige Verbindlich
keiten 7.370 6.280
26.524 23.045

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Fälligkeiten > in TE Gesamt Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.438 1.962 2.783 1.693
Vorjahr 6.305 2.273 3.591 441
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease 7.546 270 1.045 6.231
Vorjahr 7.603 234 936 6.433
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 410 410 0 0
Vorjahr 331 331 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.760 4.760 0 0
Vorjahr 2.526 2.526 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.370 7.119 251 0
Vorjahr 6.280 6.101 151 28
31. Dez. 2006 26.524 14.521 4.079 7.924
Vorjahr 23.045 11.467 4.676 6.902

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten TE 5.311 (Vorjahr: TE 2.540) besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentkredite mit Zinssätzen zwischen 4,85% und 10,45 %. Die Darlehen wurden unterjährig verlängert und haben nach wie vor Laufzeiten von unter einem Jahr. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Wesentliche Abweichungen zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert ergeben sich nicht.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Auftragserlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode in Höhe von TE 186 (Vorjahr: TE – 1.097).

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Segmenten wird aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

5.2 Forschungs- und Entwicklungskosten

Gemäß IAS 38 sind nicht auftragsbezogene Entwicklungskosten, sofern sie nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen anfallen, aktivierungspflichtig, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind.

Im Jahr 2006 wurde nicht auftragsbezogene Produktentwicklung betrieben. Die Entwicklungskosten der Projekte, die die Kriterien des IAS 38.57 nicht erfüllt haben, sind als Aufwand verrechnet worden.

Im Jahr 2006 wurden für Forschung und Entwicklung TE 3.929 ausgegeben und als Aufwand erfasst (Vorjahr: TE 3.658).

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

> in TE 2006 2005
Erträge aus Versiche
rungsentschädigungen 4.223 0
Grundstücks- und Miet
erträge 684 629
Erträge aus der Auf
lösung von Rück
stellungen 662 1.566
Erträge aus Währungs
differenzen 415 123
Erträge aus der Herab
setzung von Wertberich
tigungen zu Forderungen 104 98
Erträge aus Abgängen
von Sachanlagen ein
schließlich Erträgen aus
Entkonsolidierungen 24 21.026
Erträge aus Zuschrei
bungen auf Finanz
anlagen 0 2.873
Übrige 2.853 4.027
8.965 30.342

Die Versicherungsentschädigung betrifft den Schaden aus dem Gebäudegroßbrand auf dem Grundstück Entenfangweg in Hannover. Die Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen sind im Berichtsjahr erstmalig im Beteiligungsergebnis dargestellt.

5.4 Materialaufwand

> in TE 2006 2005
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Aufwendungen für
– 27.005 – 55.511
bezogene Leistungen – 1.125 – 14.675
– 28.130 – 70.186

5.5 Personalaufwand

> in TE 2006 2005
Löhne und Gehälter
Soziale Abgaben
und Aufwendungen
für Altersversorgung
– 22.864 – 45.714
und Unterstützung – 4.861 – 9.585
– 27.725 – 55.299

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten u.a. Versorgungsansprüche in Höhe von TE – 620 (Vorjahr: TE – 626) und die landesüblichen Aufwendungen der staatlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer. Zudem bestehen für Mitarbeiter des Konzerns, auf eigene Kosten, diverse private Zusatzabsicherungen für die Altersversorgung.

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2006 2005
Gewerbliche Arbeit
nehmer 595 982
Angestellte 308 526
903 1.508

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 belief sich die Beschäftigtenzahl auf 1.035 (Vorjahr: 906).

5.6 Abschreibungen

> in TE 2006 2005
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögens
werte
Abschreibung auf Sach
– 1.023 – 1.293
anlagen – 3.172 – 4.022
– 4.195 – 5.315
> in TE 2006 2005
Reparaturen und
Instandhaltung – 2.138 – 1.035
Transportkosten – 1.185 – 1.584
Reisekosten – 938 – 706
Kfz-Kosten – 908 – 4.537
Mieten und Pachten – 769 – 3.053
Grundstücksaufwendungen – 623 – 341
Kommunikationskosten – 578 – 1.162
Energiekosten – 577 – 310
Provisionen – 548 – 816
Versicherungen – 397 – 842
Übrige – 6.050 – 9.689
– 14.711 – 24.075

5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position "Reparaturen und Instandhaltung" beinhaltet im Jahr 2006 die aufgelaufenen Brandfolgensanierungsaufwendungen des Grundstücks Entenfangweg (Hannover) in Höhe von TE 1.469. In den "Übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen" befinden sich diverse Positionen. Die Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TE 296 (Vorjahr: TE 50) sind in der Position "Übrige" enthalten. Weiterhin sind in dieser Position nicht mehr benötigte Einzelwertberichtigungen in Höhe von TE 114 (Vorjahr: TE 59) verrechnet.

5.8 Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält die Ergebnisbeiträge der dem betrieblichen Bereich zugeordneten Beteiligungen. Diese stellen den gesamten Anteilsbesitz der nicht konsolidierten einschließlich der assoziierten Unternehmen dar. Im Beteiligungsergebnis werden sämtliche Erträge und Aufwendungen gezeigt, die im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen entstanden sind.

> in TE 2006 2005
Erträge aus übrigen
Beteiligungen
1.400 300
Abschreibungen auf
Beteiligungen bzw.
Finanzanlagen
– 313 0
Zuschreibungen auf
Beteiligungen bzw.
Finanzanlagen
1.885 0
2.972 300

Im Vorjahr wurden Zuschreibungen auf Finanzanlagen von TE 2.873 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei einer Pro-forma-Darstellung des Beteiligungsergebnisses 2005 ergäbe sich ein vergleichbarer Wert von TE 3.173.

5.9 Finanzergebnis

> in TE 2006 2005
Finanzerträge
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
9.206 7.544
Zuschreibungen auf
Wertpapiere des Um
laufvermögens
52 0
9.258 7.544
Finanzaufwendungen
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
– 1.690 – 1.842
Abschreibungen auf
Wertpapiere des Um
laufvermögens
– 859 – 671
– 2.549 – 2.513
6.709 5.031

5.10 Ertragsteuern

> in TE 2006 2005
Tatsächliche Ertrag
steuern des laufenden
Geschäftsjahres – 3.319 – 4.273
Ertragsteuern Vorjahre 1.642 1.960
Latente Steuern 2.136 – 829
459 – 3.142

Die Ertragsteuererstattungen für Vorjahre resultieren aus laufenden BP-Ergebnissen (insbesondere Auflösung von Rückstellungen). Die Ertragsteuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 0% und 40,10% (Vorjahr: 16% und 40,5%). Der zur Abgrenzung der latenten Steuern verwendete Steuersatz in Höhe von 38,0% (Vorjahr: 38,0%) ermittelt sich wie folgt:

2006 2006
%
2005 2005
%
Ergebnis vor Steuern
15,7 % Gewerbesteuer
100,0
15,7
15,7 100,0
15,7
15,7
84,3 84,3
25 % Körperschaftsteuer 21,1 21,1 21,1 21,1
5,5 % Solidaritätszuschlag 1,2 1,2 1,2 1,2
62,0 38,0 62,0 38,0

Der tatsächliche Steueraufwand lässt sich wie folgt vom theoretischen Steueraufwand überleiten:

Steueraufwand > in TE 2006 2005
Ergebnis vor Steuer 19.374 40.293
Theoretischer Steueraufwand 38,0 % (Vorjahr: 38,0 %) 7.362 15.311
Steuereffekte auf:
(steuerfreie) Entkonsolidierungserfolge 0 – 7.676
Sonstige steuerfreie Erträge – 126 0
Nutzung bislang nicht angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge – 832 – 1.854
Aufwertung aktiver latenter Steuern wegen geänderter Nutzungsmöglichkeiten – 1.220 – 589
Abwertung aktiver latenter Steuern wegen geänderter Nutzungsmöglichkeiten* 6.451 0
Auswirkung Steuern auf Vorjahre* – 11.751 – 797
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 119 31
Steuerfreie Beteiligungserträge bzw. Beteiligungsveräußerungen – 532 – 1.001
Abweichende Besteuerung Spezialfonds 0 – 820
Sonstige 70 537
Effektiver Steueraufwand – 459 3.142
Effektiver Steuersatz – 2,4% 7,8%

*Vor allem Effekte aus der steuerlichen Betriebsprüfung.

31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
> in TE Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 946 67 1.112 0
Sachanlagen 0 19 0 19
Finanzanlagen 57 2.949 138 1.426
Vorräte 150 231 121 20
Sonstige Aktiva 0 6.589 0 14.754
Rückstellungen 1.377 2 1.401 11
Finance-Lease 156 0 126 0
Steuerliche Verlustvorträge 5.205 0 9.332 0
Sonstige Passiva 29 0 0 0
7.920 9.857 12.230 16.230

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich wie folgt (in TE ):

Im Zuge der Erstkonsolidierung der Bavaria Digital Technik GmbH wurden auf IFRS-Anpassungen aktive latente Steuern von TE 174 und passive latente Steuern von TE 247 ergebnisneutral gebildet.

Die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge ermit-

teln sich wie folgt:

> in TE 2006 2005
Aktive latente Steuern
brutto
Nicht aktivierte latente
Steuern auf Verlustvor
71.812 104.486
träge 66.607 95.154
Aktive latente Steuern
netto
5.205 9.332

Die Positionen enthalten im Wesentlichen latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden auf Basis der Aufwands- und Ertragsplanung für die nächsten drei Geschäftsjahre der AdCapital AG (Mutterunternehmen) und für die nächsten drei Geschäftsjahre der BET (Tochtergesellschaft) gebildet.

5.11 Anteile anderer Gesellschafter

> in TE 2006 2005
Gewinnanteil anderer
Gesellschafter
849 1.810

Die Gewinnanteile der anderen Gesellschafter werden in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen.

5.12 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 ("Earnings per Share") ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt keine Optionen und ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis nach Anteilen Dritter durch die durchschnittliche Zahl der Aktien dividiert wird.

> in TE 2006 2005
Jahresüberschuss nach
Anteilen Dritter
18.984 35.341
Durchschnittliche Zahl
der sich im Umlauf
befindlichen Aktien zum
31. Dez. in tausend Stück 14.540 14.540
Durchschnittliche Zahl
der für die Berechnung
des verwässerten Ergeb
nisses heranzuziehenden
Aktien zum 31. Dez.
in tausend Stück 14.540 14.540
Ergebnis je Aktie in E,
unverwässert
1,31 2,43
Ergebnis je Aktie in E,
verwässert
1,31 2,43

6. Haftungsverhältnisse/finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:

> in TE 31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Bürgschaften
Sonstige
4.620
798
4.939
131
5.418 5.070

Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Fälligkeiten > in TE Gesamt 2007 2008–2011 Ab 2012
Bestellobligo 5.932 5.931 1 0
Vorjahr 2.238 1.886 199 153
Mietverträge, Pachtverträge 1.287 332 952 3
Vorjahr 1.492 227 1.262 3
Leasingverträge 5.426 1.364 803 3.259
Vorjahr 4.951 947 228 3.776
Schuldbeitritt 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
Gesamte finanzielle Verpflichtungen 12.645 10.451 1.756 3.262
Vorjahr 8.681 3.060 1.689 3.929

Aus einem Schuldbeitritt im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2006 Verpflichtungen in Höhe von TE 6.734 (Vorjahr: TE 7.169). Davon werden zum Abschlussstichtag TE 2.150 (Vorjahr: TE 2.230) als Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da hier mit einer über 50%igen Eintrittswahrscheinlichkeit für eine Inanspruchnahme gerechnet wird.

Entsprechend der getroffenen Vereinbarungen ist uns im Rahmen einer Immobilienleasingvereinbarung nach IAS 17 der Leasinggegenstand wirtschaftlich zuzuordnen. Es handelt sich um eine Immobilie, die bis zum Jahr 2024 geleast ist. Zu verschiedenen Zeitpunkten ist ein Erwerb der Immobilie gegen Zahlung des Barwertes der ausstehenden Leasingraten möglich. Die jährlichen Leasingraten betragen aktuell ca. TE 646. Die kumulierten, nicht abgezinsten Verpflichtungen aus diesem Leasingvertrag betragen zum Bilanzstichtag TE 11.034.

In Summe ergeben sich folgende Zurechnungen:

> in TE Gebäude
Anschaffungskosten
Stand am 1. Jan. 2006 7.837
Veränderungen 2006 0
Stand am 31. Dez. 2006 7.837
Abschreibungen
Stand am 1. Jan. 2006 1.044
Abschreibungen 2006 232
Stand am 31. Dez. 2006 1.276
Buchwert zum 31. Dez. 2006 6.561

7. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TE 16.080 (Vorjahr: TE 14.154). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T E – 30.059 (Vorjahr: T E 34.773) ist durch Umschichtungen von Finanzmitteln in Wertpapieranlagen geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TE – 6.356 (Vorjahr: TE – 3.943) und besteht im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung an die AdCapital-Aktionäre sowie an die Minderheitsgesellschafter von TE – 6.489 (Vorjahr: TE – 3.597).

Insgesamt bestehen folgende Zahlungsmittel im Konzern:

E
> in T
31. Dez. 2006 31. Dez. 2005
Bankguthaben 40.979 61.314

8. Finanzinstrumente

Zielsetzung der Gesellschaft im Rahmen des Finanzrisikomanagements ist es, die nachfolgend dargestellten Risiken durch die angeführten Methoden zu reduzieren.

Währungsrisiko

Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos, resultierend aus dem Cashflow aus (erwarteten) Geschäftsaktivitäten und Finanzierungsmaßnahmen, die auf Fremdwährungen lauten, unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab. Das Transaktionsrisiko wird in jeder relevanten Fremdwährung berechnet, unter Einschluss der in Fremdwährung angegebenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie bestimmter bilanzunwirksamer Posten wie feste und wahrscheinliche Kauf- und Verkaufsverpflichtungen. Die Währungsrisiken des Konzerns sind auf seine weltweite Geschäftstätigkeit und den Betrieb von Produktionsstätten und Vertriebseinrichtungen in verschiedenen Ländern zurückzuführen.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern benötigt ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen. Liquiditätsrisiken entstehen durch die Möglichkeit, dass Kunden nicht in der Lage sind, etwaige Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen im Rahmen der normalen Handelsbedingungen zu erfüllen. Die Kreditwürdigkeit der Gruppe erlaubt die Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße. Darüber hinaus sind noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien vorhanden.

Zur Steuerung dieses Risikos nimmt das Unternehmen periodisch eine Einschätzung der Zahlungsfähigkeit seiner Kunden vor. Liquiditätsrisiken können außerdem auf das unter Umständen fehlende Vorhandensein eines Marktes für Derivate zurückzuführen sein.

Bonitäts- oder Ausfallrisiken

Ausfallrisiken, d. h. Risiken, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, werden durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen, die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Wo es sachgerecht ist, beschafft sich das Unternehmen zusätzliche Sicherheiten in der Form von Anrechten auf Wertpapiere oder vereinbart Globalverrechnungsverträge.

Die Gesellschaft erwartet keine Forderungsausfälle bei Geschäftspartnern, denen eine hohe Kreditwürdigkeit eingeräumt wurde. Der AdCapital-Konzern hat keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken auf einen einzelnen Kunden oder eine bestimmte Kundengruppe. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den in der Bilanz abgebildeten Beträgen.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert ist definiert als der Betrag, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen: erzwungene Veräußerungen oder Liquidationen) zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Beizulegende Zeitwerte sind, je nach Sachlage, mit Hilfe von börsennotierten Marktpreisen, der Analyse von diskontierten Cashflow- oder Optionsmodellen zu ermitteln.

Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwertes der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden die folgenden Verfahren und Annahmen verwendet:

Finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Der Buchwert flüssiger Mittel, anderer finanzieller Vermögenswerte und kurzfristiger finanzieller Verbindlichkeiten kommt dem beizulegenden Zeitwert durch die verhältnismäßig kurzfristige Fälligkeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Wo keine börsennotierten Marktpreise verfügbar sind, werden die beizulegenden Zeitwerte öffentlich gehandelter Finanzinstrumente auf der Grundlage der börsennotierten Marktpreise für gleichartige oder ähnliche Vermögensanlagen geschätzt. Bei allen anderen Finanzinstrumenten ohne börsennotierten Marktpreis ist eine vernünftige Schätzung des beizulegenden Zeitwertes errechnet worden, die auf dem erwarteten Cashflow oder dem jeder Vermögensanlage zugrunde liegenden Reinvermögen basiert. Sämtliche Buchwerte approximieren den Zeitwert der entsprechenden Positionen.

Derivative Finanzinstrumente

Als Sicherungsinstrumente eingesetzte Derivate mit positiven (negativen) Zeitwerten werden in Abhängigkeit von ihrer Laufzeit entweder als sonstige kurzfristige Vermögenswerte (Rückstellungen) oder als sonstige langfristige Vermögenswerte (Rückstellungen) klassifiziert. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Zeitwert bewertet; Änderungen des Zeitwertes werden in das Periodenergebnis einbezogen.

Die AdCapital AG setzt derivative Finanzinstrumente (Aktienoptionen) zu Spekulations-, Bestandserwerbsvorbereitungs- sowie Absicherungszwecken im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie ein. Das dabei maximal einzugehende Margin-Kapital beträgt TE 2.000; die tatsächliche Verpflichtung am Bilanzstichtag beträgt TE 336. Aus dieser Anlagestrategie wurden in 2006 Gesamterträge in Höhe von TE – 20 vor bzw. TE – 12 nach Steuern (Vorjahr: TE 771 vor bzw. TE 477 nach Steuern) erzielt.

9. Segmentberichterstattung

Die Tätigkeitsbereiche des AdCapital-Konzerns werden durch die Geschäftsfelder "Sonstige Industriebeteiligungen" sowie "AdCapital AG" definiert. Bei dem Segment "Sonstige Industriebeteiligungen" handelt es sich um das vormalige Segment "Sonstige Mehrheitsbeteiligungen".

Der Bereich "Sonstige Industriebeteiligungen" umfasst Mehrheitsbeteiligungen aus den Branchen Software, Automotive, Antriebstechnik und Kunststofftechnik.

Schließlich werden mit dem Geschäftssegment "AdCapital AG" alle Minderheitsbeteiligungen sowie die Vermögensverwaltung und Holdingaktivitäten erfasst.

Zwischen den Segmenten bestehen grundsätzlich keine bzw. keine materiellen Geschäftsbeziehungen.

2006 > in TE euromicron-
Gruppe
Industrie-
beteiligungen
AdCapital AG
und
Eliminierungen
Gesamt
Umsatzerlöse extern 0 74.804 96 74.900
Ergebnis vor Ertragsteuern 0 7.006 12.386 19.374
Zinsergebnis 0 – 1.251 8.767 7.516
Segmentaktiva 0 75.017 165.139 240.156
Segmentschulden 0 74.465 – 53.985 20.480
Sachinvestitionen 0 3.002 50 3.052
Abschreibungen 0 – 3.196 – 999 – 4.195
2005 > in TE euromicron-
Gruppe
Industrie-
beteiligungen
AdCapital AG
und
Eliminierungen
Gesamt
Umsatzerlöse extern 114.105 47.714 167 161.986
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.663 4.105 28.525 40.293
Zinsergebnis – 637 – 1.012 7.351 5.702
Segmentaktiva 0 66.342 157.158 223.500
Segmentschulden 0 68.465 – 54.106 14.359
Sachinvestitionen 527 5.652 84 6.263
Abschreibungen – 2.133 – 2.062 – 1.792 – 5.987

Die Aufteilung der geographischen Segmente stellt sich wie folgt dar:

2006 > in TE Deutschland
Ausland
Gesamt
Umsatzerlöse extern 50.623 24.277 74.900
Anlagevermögen 25.196 5.951 31.147
Zugänge Anlagevermögen 2.098 1.158 3.256
2005 > in TE Deutschland Ausland Gesamt
Umsatzerlöse extern 128.506 33.480 161.986
Anlagevermögen 55.090 5.006 60.096
Zugänge Anlagevermögen 8.826 549 9.375

10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse aufgetreten.

Vorschlag für die Gewinnverwendung:

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,50 E je bezugsberechtigte Aktie auszuzahlen. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 0,36 E je bezugsberechtigte Aktie ausgezahlt.

11. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Herr Günther Leibinger hält zum 31. Dezember 2006 39,57 % der Stimmrechte an der AdCapital AG und ist Mitglied im Aufsichtsrat. Darüber hinausgehende Rechtsgeschäfte wurden nicht getätigt.

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf TE 78 (Vorjahr: TE 41).

Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TE 805 (Vorjahr: TE 738) gebildet. Die getroffenen Vereinbarungen sehen insgesamt drei Einmalzahlungen im Zeitraum 2016 bis 2018 vor.

12. Honorar Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TE 281 (Vorjahr: TE 416) als Aufwand erfasst. Davon entfallen auf Abschlussprüfungen TE 184 (Vorjahr: TE 358), auf Steuerberatungsleistungen TE 40, Bestätigungs- und Bewertungsleistungen TE 3 und sonstige Leistungen TE 54.

13. Angaben zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung wurde im Oktober 2006 abgegeben und ist den Aktionären über die Homepage der AdCapital AG (www.adcapital.de) im Bereich Investor Relations zugänglich.

14. Datum der Veröffentlichung

Der Konzernabschluss wird voraussichtlich am 27. April 2007 zur Veröffentlichung freigegeben (nach Vorlage an und Billigung durch den Aufsichtsrat).

Leinfelden-Echterdingen, den 31. März 2007

AdCapital AG

gez. Dieter Jeschke Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht der AdCapital AG und des AdCapital-Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leonberg/Stuttgart, den 2. April 2007

BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas Müller gez. Joachim Entenmann

Finanzkalender

2007
16. Mai Zwischenmitteilung 1. Quartal 2007
13. Juli Hauptversammlung, Stuttgart
24. August Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2007
16. November Zwischenmitteilung 3. Quartal 2007
2008
Ende März Veröffentlichung vorläufige Zahlen
Geschäftsjahr 2007
Ende April Veröffentlichung von AG- und
Konzernabschluss 2007
Mitte Mai Zwischenmitteilung 1. Quartal 2008
Ende Mai Veröffentlichung Geschäftsbericht 2007
Anfang Juli Hauptversammlung

Herausgeber

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Investor-Relations

Erika Huber E-Mail: [email protected] Telefon: +49 711 389400-10; Fax: +49 711 389400-20

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Konzeption und Gestaltung: komm.passion GmbH, Düsseldorf www.komm-passion.de Fotografie/Bildnachweis: AdCapital AG (Seite 5, 6, 16) KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH (Seite 8) FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH (Seite 10) Erich Jaeger-Gruppe (Seite 17) boerse-stuttgart AG (Seite 20) SOFTPRO GmbH (Seite 23) Druck: WAZ-DRUCK GmbH & Co KG, Duisburg

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