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ABB Ltd Audit Report / Information 2011

May 24, 2012

803_rns_2012-05-24_6276fb85-3e72-4f51-911f-f6b5cfef6dc0.html

Audit Report / Information

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Publication

ABB AG

Mannheim

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011

Die deutsche ABB auf einen Blick

in Mio. € 2011 2010 Veränderung
Auftragseingang 3.784 3.720 + 2 %
Inland 2.296 1.983 + 16 %
Ausland 1.488 1.737 - 14 %
Auslandsanteil 39 % 47 % -
Auftragsbestand 4.495 4.087 + 10 %
Umsatz 3.368 2.961 + 14 %
Inland 1.454 1.345 + 8 %
Ausland 1.914 1.616 +18 %
Auslandsanteil 57 % 55 % -
Zahl der Mitarbeiter (31.12.) 10.868 11.012 - 1 %
Forschung und Entwicklung 167 176 - 5 %
Investitionen in Sachanlagen inkl. immaterielle Vermögensgegenstände 53 58 - 9 %
Bilanzsumme 2.130 1.980 + 8 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 292 237 + 23 %
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 221 117 + 89 %
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft - 200 - -
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme 21 117 - 82 %

Bilanz

ABB AG, Mannheim

Aktiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen (4)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 10.834 6.625
II. Sachanlagen 76.645 65.293
III. Finanzanlagen 407.185 383.911
Summe 494.664 455.829
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (5) 1.332.497 1.384.143
Verrechnete Kundenanzahlungen -1.000.836 -1.154.305
331.661 229.838
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 215.552 162.446
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen sonstige Beteiligungen (6, 7) 982.506 978.469
3. Sonstige Vermögensgegenstände (6) 32.561 32.855
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (7) 22.238 8.802
Summe 1.584.518 1.412.410
C. Rechnungsabgrenzungsposten 979 43
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (8) 54.867 70.467
Bilanzsumme 2.135.028 1.938.749
Passiva in Tsd. €
Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital (10) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklage (10) 51.046 51.046
III. Gewinnrücklagen (11) 627.368 482.368
IV. Bilanzgewinn 351 145.351
Summe 846.265 846.265
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 27.768 24.188
2. Steuerrückstellungen (13) 40.969 59.022
3. Sonstige Rückstellungen (14) 372.821 319.581
Summe 441.558 402.791
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 130 -
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 1.240.876 1.428.245
Verrechnet mit Vorräten -1.000.836 -1.154.305
240.040 273.940
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 89.611 70.124
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
und gegenüber sonstigen Beteiligungen (7,15) 485.391 311.256
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 31.152 34.224
Summe 846.324 689.544
D. Rechnungsabgrenzungsposten 881 149
Bilanzsumme 2.135.028 1.938.749
Haftungsverhältnisse (17) 94.677 81.952

Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG, Mannheim

in Tsd. € Anhang 2011 2010
1. Umsatzerlöse (21) 1.573.550 1.207.751
2. Bestandsveränderung - 195.984 160.831
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 144 511
4. Sonstige betriebliche Erträge (22) 185.065 192.257
5. Gesamtleistung 1.562.775 1.561.350
6. Materialaufwand (23) - 715.421 - 770.045
7. Personalaufwand (24) - 297.497 - 295.703
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (26) - 20.162 - 18.551
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) - 379.162 - 355.391
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 150.533 121.660
11. Beteiligungsergebnis (28) 85.814 79.355
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (29) 15.549 11.087
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (29) - 18.443 - 2.261
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 233.453 209.841
15. Außerordentliche Erträge - 27.472
16. Außerordentliche Aufwendungen - - 63.817
17. Außerordentliches Ergebnis (30) - - 36.345
18. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft (34) - 199.539 -
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (31) 10.377 - 28.594
20. Steuerumlage an die Muttergesellschaft (31) - 44.291 -
21. Jahresüberschuss - 144.902
22. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr (9) 351 449
23. Bilanzgewinn 351 145.351

Vorstand

Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch

Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa

(ab 01.07.2011)

Dipl.-Wirtschaftsing. Peter Smits

Vorsitzender, Leiter der Region Zentraleuropa

(bis 30.06.2011)

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Automationstechnik

- Niederspannungsprodukte

- Prozessautomation

- Industrieautomation und Antriebe

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Controlling,

Personal/Arbeitsdirektor

Dr.-Ing. Joachim Schneider

Energietechnik

- Energietechnik-Produkte

- Energietechnik-Systeme

(bis 28.02.2011)

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

- Energietechnik-Produkte

- Energietechnik-Systeme

(ab 01.03.2011)

Generalbevollmächtigter

Rudolf Zimmermann

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Zürich/Schweiz,

Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd, Zürich/Schweiz

Vorsitzender

Wilhelm Kuper 1)

Ilvesheim,

Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG, Mannheim

stellv. Vorsitzender

Detlev Bremkamp

München,

Consultant,

ehem. Mitglied Vorstand Allianz AG, München

Dr. Horst Dietz

Berlin,

DIETZ Unternehmensberatungsgesellschaft m.b.H, Berlin

Klaus Eble

Thalwil/Schweiz

Leiter Konzernfunktion

Interne Revision

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich/Schweiz

(ab 01.07.2011)

Mirko Geiger 2)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

(ab 04.02.2011)

Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Consultant

Petra Jonka 1)

Minden,

Technische Zeichnerin

Werner Kief 1)

Reilingen,

Mechaniker

Helmut Rath 1)

Bad Berleburg,

Werkzeugmacher

Bernhard Rothmund 1)

Birkenau,

Leiter Supply Management

der ABB Automation GmbH

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss Leitende Angestellte

Bernhard Schreier

Heidelberg,

Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg

Prof. Dr. Alfred Storck

Wettingen/Schweiz,

Honorarprofessor, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Unternehmensfinanzierung

Universität St. Gallen,

St. Gallen/Schweiz

Dr. Eric Strutz

Frankfurt/Main,

Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, Frankfurt/Main

Dr. sc. techn. ETH Peter Terwiesch

Zürich/Schweiz,

Leiter Konzernfunktion

Forschung und Entwicklung

der ABB Technology Ltd,

Zürich/Schweiz (bis 30.06.2011)

Peter Toussaint 1)

Mannheim,

PLT Consult GmbH, Brühl

Waltraud Vaeth 1)

Leipzig, Vertriebsingenieurin

1) von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt

Erläuterungen

1. Tätigkeitsfeld der ABB AG

Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen neben verschiedenen Holding- und Dienstleistungsfunktionen auch die operativen Geschäftsaktivitäten der Division Energietechnik-Systeme sowie die wesentlichen Bereiche der Division Energietechnik-Produkte.

Darüber hinaus sind in der ABB AG die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie die Treasury-Aktivitäten zum Zwecke des konzerninternen Cash-Poolings angesiedelt.

Während des Geschäftsjahres 2011 hat die ABB AG ihre Dienstleistungsfunktionen um den Dienstleistungsbereich „EDV-Dienstleistungen“ erweitert, indem sie diesen Bereich von der ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, im Wege eines „Asset Deals“ übernommen hat.

Des Weiteren wurden im Berichtsjahr die ABB Automatisierungsanlagen Cottbus GmbH, Cottbus, sowie die ABB Grundbesitz GmbH & Co. Objekte Berlin OHG, Ladenburg, im Interesse einer weiteren Straffung der Konzernstrukturen auf die ABB AG verschmolzen. Beide auf die ABB AG verschmolzenen Einheiten waren auf dem Gebiet der Grundstücksverwaltung tätig.

2. Offenlegung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der ABB AG wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2011 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Der Jahresabschluss der ABB AG wird in den Konzernabschluss gemäß US GAAP der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Infolge des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden im Vorjahr wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst.

Wesentliche Veränderungen ergaben sich dabei bei der Bewertung der Rückstellungen und der zur Absicherung der Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen dienenden Wertpapiere des Anlagevermögens. Ferner ergaben sich Änderungen beim Deckungskapital von Rückdeckungsversicherungen, im Bereich der Fremdwährungsbewertung, bei steuerlichen Sonderposten sowie im Bereich der latenten Steuern.

Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und die diesbezüglichen Änderungen zum 01. Januar 2010 aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) werden nachfolgend näher erläutert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend der Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt.

Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten grundsätzlich auch für alle in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Tochterunternehmen.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, sofern solche Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der ABB AG resultieren. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren festgelegt; in begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich der Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Wertverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 Euro bis 410 Euro, werden diese Vermögensgegenstände seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Jahren vor 2010 wurden solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Bezüglich steuerrechtlicher Sonderabschreibungen vergangener Jahre wurde - entsprechend Artikel 67 IV EGHGB - zum 01. Januar 2010 keine Umbewertung vorgenommen, so dass die Buchwerte der hiervon betroffenen Anlagegegenstände planmäßig fortgeführt werden. Gleiches gilt für in Vorjahren gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil. Die Aussagekraft des Jahresabschlusses wird durch diese Vorgehensweise nicht beeinträchtigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind. Diese als Planvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und hiernach gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen werden als Zuschreibung ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewandt. Teile des Vorratsvermögens sind auch zu Festwerten sowie unter Anwendung der Lifo-Methode angesetzt.

Den in den Warenvorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden in dem Umfang von den Vorräten abgesetzt, in dem sie für die Herstellung der Vorräte verwendet wurden (Fortschrittszahlungen).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen und Wechseln ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Kursgesicherte Forderungen in fremder Währung wurden bis zum 31. Dezember 2009 stets mit den auf sie entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und somit zum jeweiligen Sicherungskurs bewertet. Nicht kursgesicherte Forderungen in fremder Währung wurden hingegen - unabhängig von ihrer Laufzeit - mit dem Briefkurs des Einbuchungstages bzw. mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden bei einigen Geschäftsbereichen der ABB AG Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, so dass kursgesicherte Fremdwährungsforderungen zum jeweiligen Sicherungskurs bewertet wurden.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde diese Vorgehensweise im Interesse einer einheitlichen Handhabung innerhalb der ABB AG aufgegeben, so dass fortan keine Bewertungseinheiten mehr gebildet werden.

Infolgedessen werden Fremdwährungsforderungen gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Ab dem 01. Januar 2010 erfolgt die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen auf Basis der „Projected Unit Credit Methode“, so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende September (Inventurstichtag). Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf die Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt ab dem 01. Januar 2010 grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten bewertet.

Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgt in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt werden. Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge ebenfalls im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Aufwandsrückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, die nach dem ersten Quartal des Folgejahres erbracht werden, werden aufgrund der geänderten Rechtslage ab dem 01. Januar 2010 nicht mehr passiviert. Altbestände aus Vorjahren werden entsprechend der Übergangsregelungen des Artikel 67 III EGHGB beibehalten und planmäßig verwendet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ab dem 01. Januar 2010 grundsätzlich abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Kursgesicherte Verbindlichkeiten in ausländischer Währung wurden bis zum 31. Dezember 2009 mit dem gesicherten Kurs angesetzt, während nicht kursgesicherte Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs des Einbuchungstages bzw. dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag passiviert wurden.

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wird von dem Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB kein Gebrauch gemacht, so dass Fremdwährungsverbindlichkeiten entsprechend der Regelungen des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkus am Bilanzstichtag bewertet werden.

Im Vorjahr wurden in einzelnen Geschäftsbereichen der ABB AG Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, so dass gesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem jeweiligen Sicherungskurs bewertet wurden; diese Vorgehens weise wurde im Berichtsjahr im Interesse einer einheitlichen Handhabung innerhalb der ABB AG aufgegeben, so dass fortan keine Bewertungseinheiten mehr gebildet werden.

Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters“ veröffentlichten Marktkursen.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich innerhalb eines kurz- bis mittelfristigen Zeitraums wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim Organträger - im Vorjahr war dies die ABB AG.

Im Berichtsjahr ist die ABB AG Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, so dass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern ausgewiesen werden. Durch Verlustvorträge ergeben sich latente Steuern. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche keinen Gebrauch.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus dem industriellen Projekt- und Seriengeschäft werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten erfolgt durch den Einsatz von Warentermingeschäften.

Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB gebildet, wobei eine Zusammenfassung von Grund- und dazugehörigen Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten grundsätzlich nur dann vorgenommen wurde, wenn sowohl die Sicherungsabsicht als auch der Sicherungszusammenhang bereits im Zeitpunkt, zu dem das Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, nachvollziehbar dokumentiert war, die Wirksamkeit der Sicherung verlässlich bestimmbar war und die Wirksamkeit bzw. Effektivität über den Zeitraum der Sicherungsbeziehung regelmäßig überprüft wurde.

Die Bildung von Bewertungseinheiten erfolgte dabei grundsätzlich nur in unseren Geschäftsbereichen des Anlage- bzw. Systemgeschäftes, wo die Risikoabsicherung in erster Linie in Form von sogenannten „Micro-Hedges“ erfolgt, so dass die Überprüfung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs mittels der „Critical Terms Match-Methode“ vorgenommen werden konnte.

In unseren Bereichen des Produkt- bzw. Seriengeschäfts, wo die Risikoabsicherung grundsätzlich in Form sogenannter „Portfolio-Hedges“ erfolgt, wurde im Regelfall auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet, so dass verlustbehaftete Sicherungsgeschäfte am Bilanzstichtag in Form von Drohverlustrückstellungen berücksichtigt wurden.

Wurden in Einzelfällen auch im Produkt- bzw. Seriengeschäft Bewertungseinheiten gebildet, erforderte dies - neben dem Vorliegen der zuvor beschriebenen Voraussetzungen - eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit der gesicherten Grundgeschäfte.

Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgte dabei grundsätzlich nach der Methode der kompensatorischen Bewertung (Einfrierungs- bzw. Festbewertungsmethode).

Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet (wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen zur Bewertung des Umlaufvermögens sowie zur Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten).

4. Anlagevermögen

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet zum Ende des Berichtsjahres im Wesentlichen EDV-Software. Die konzerninternen Überträge resultieren aus der eingangs bereits erwähnten Übernahme des Dienstleistungsbereiches „EDV-Dienstleistungen“ von der ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, während des Berichtsjahres.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich um 11.352 Tsd. € auf 76.645 Tsd. € erhöht, was in erster Linie auf die konzerninterne Übertragung von Grundvermögen aufgrund der eingangs erwähnten Verschmelzungsvorgänge während des Berichtsjahres zurückzuführen ist.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd. € Stand per 31.12.2010 Konzerninterne Überträge Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand per 31.12.2011
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 19.769 2.301 731 1.083 7.888 29.606
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 647 - - - - 647
Geschäfts- oder Firmenwert 21.646 - - - - 21.646
Geleistete Anzahlungen - - 25 - - 25
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 42.062 2.301 756 1.083 7.888 51.924
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 193 83.449
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.526 35.163 215 648 2.427 107.807
Technische Anlagen und Maschinen 103.967 1.672 1.332 1.591 1.661 91.839
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.044 1.834 8.962 4.662 - 10.742 4.761
Anlagen im Bau 9.400 - 6.103 - - 1.427 2.665
Geleistete Anzahlungen 2.796 - 1.594 298 - 7.888 290.521
Sachanlagen (gesamt) 248.733 38.669 18.206 7.199
Finanzanlagen - 356.954
Anteile an verbundenen Unternehmen 378.074 - - 21.120 - 35.171
Sonstige Beteiligungen 130 - 35.041 - - 17.035
Wertpapiere des Anlagevermögens 18.958 - 437 2.360
Finanzanlagen (gesamt) 397.162 - 35.478 23.480 - 409.160
Anlagevermögen (gesamt) 687.957 40.970 54.440 31.762 - 751.605
in Tsd. € Abschreibungen Geschäftsjahr Kumulierte Abschreibungen Buchwerte per 31.12.2011 Buchwerte per 31.12.2010
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 4.672 18.797 10.809 6.625
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - 647 - -
Geschäfts- oder Firmenwert - 21.646 - -
Geleistete Anzahlungen - - 25 -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 4.672 41.090 10.834 6.625
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.041 56.251 27.198 11.399
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.245 89.367 18.440 19.933
Technische Anlagen und Maschinen 9.204 68.258 23.581 21.765
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - - 4.761 9.400
Anlagen im Bau - - 2.665 2.796
Geleistete Anzahlungen 15.490 213.876 76.645 65.293
Sachanlagen (gesamt)
Finanzanlagen - 1.975 354.979 364.823
Anteile an verbundenen Unternehmen - - 35.171 130
Sonstige Beteiligungen - - 17.035 18.958
Wertpapiere des Anlagevermögens
Finanzanlagen (gesamt) - 1.975 407.185 383.911
Anlagevermögen (gesamt) 20.162 256.941 494.664 455.829

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Stand: 31.12.2011) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital

in Tsd. LW
Konzernanteil

in %
Beteiligung bei Nr. Ergebnis Geschäftsjahr

in Tsd. LW 1)
Umsatz 2011

in Mio. LW
Mitarbeiter 31.12.2011
I. Konsolidierte verbundene Unternehmen
1. ABB AG, Mannheim 846.265 € 113.725 1.574 4.178
2. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 21. 38.361 504 1.571
3. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg * 38.482 € 100 2. 8.342 395 1.249
4. Baldor Electric Germany GmbH, Kirchheim bei München 3.012 € 100 3. - 209 13 28
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 12.390 € 100 8. 42.984 243 1.011
6. ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim * 29 € 100 1. 130 - 9
7. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 234.221 € 100 1. 450 - -
8. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim * 47.759 € 100 1. - 1.675 - -
9. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 25 € 100 1. - 8 - 120
10. ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg * 5.113 € 100 1. 3.678 44 27
11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 157.352 € 100 7. - 2.463 - -
12. JLEC Power Ventures GmbH, Mannheim 1.568 € 100 1. 22 - -
13. ABB New Ventures GmbH, Mannheim * 1.033 € 100 1. 5.435 - -
14. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 26 € 100 1. - 24 - -
15. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim 5.953 € 100 8. 2.942 71 295
16. ABB Service GmbH Bobingen, Bobingen * 25 € 100 2. 1.267 28 131
17. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 18.916 € 100 8. 28.413 502 1.579
18. ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg 1.578 € 75,5 17./19. 1.769 82 141
19. Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach 5.718 € 51 1. 4.695 87 374
20. Striebel Vermögensverwaltungs - gesellschaft mbH, Sasbach 856 € 51 1. 3 - -
21. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./7./11. - 6.215 6 94
22. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. - 20 5 49
23. ABB Stotz-Kontakt Eléctrica Lda., Porto/Portugal 3.370 € 100 17. - 347 13 -
24. ABB Stotz-Kontakt S.A., Getafe/Spanien 294 € 100 17. 2.939 - -
25. Striebel France S.a.r.l., Fellering/Frankreich 5.431 € 51 20. 169 2 12
26. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 58.966 € 100 1. - 6.680 - 19
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
27. Novatec Solar GmbH, Karlsruhe 62.329 € 25,93 1. - 5.124 - -
III. Sonstige Beteiligungen
28. A+T Projektentwicklungsges. mbH & Co. Potsdamer Platz Berlin KG, München 652 € 33,33 10. - - -
29. Dii GmbH, München 2.416 € 5 1. 284 5 32
30. Litra Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünewald 49 € 90 10. - - -
31. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim 140 € 14 1. - - -
32. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG, Düsseldorf 50 € 99 10. - - -

1) Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahmen.

Ferner enthält das Sachanlagevermögen auch Vermögensgegenstände, die während des Berichtsjahres im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings angeschafft wurden. Der Buchwert dieser Vermögensgegenstände betrug zum Ende des Berichtsjahres 2.582 Tsd. €; es handelt sich hierbei ausschließlich um EDV-Hardware.

Die Abgänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen in erster Linie die eingangs erwähnten Verschmelzungsvorgänge. Des Weiteren wurden die Anteile an der ABB Airport Technologies GmbH, Mannheim, an die ABB New Ventures GmbH, Mannheim, veräußert. Im Anschluss an diese Anteilsveräußerung wurde die ABB Airport Technologies GmbH, Mannheim, auf die ABB New Ventures GmbH, Mannheim, verschmolzen.

Der Zugang im Bereich der sonstigen Beteiligungen entfällt auf den Erwerb von Anteilen an der Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, an der sich die ABB AG im Berichtsjahr mit knapp 26 % beteiligt hat. Die im Jahr 2006 gegründete Novatec Solar GmbH, Karlsruhe, hat sich auf die Herstellung, Bereitstellung und schlüsselfertige Lieferung von solaren Dampferzeugern auf Basis der linearen Fresnel-Kollektor-Technologie spezialisiert.

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Seiten 20 bis 21 aufgeführt.

Der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens hat sich um 1.923 Tsd. € vermindert, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass während des Berichtsjahres weitere Teile des Wertpapierspezialfonds zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8,12 und 14 dieses Anhangs.

5. Vorräte

in Tsd. € 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 49.646 48.118
Unfertige Erzeugnisse 15.632 59.838
Bestellte Anlagen in Arbeit 781.454 935.883
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 4.263 2.457
Geleistete Anzahlungen 481.502 337.847
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 1.332.497 1.384.143
./. verrechnete Kundenanzahlungen - 1.000.836 - 1.154.305
Vorräte (gesamt) 331.661 229.838

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Soweit die erhaltenen Kundenanzahlungen für die Herstellung des Vorratsvermögens verwendet wurden (Fortschrittszahlungen), werden diese vom Vorratsvermögen offen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich insbesondere aufgrund größerer Auftragsabrechnungen im Bereich der Energietechnik-Systeme um knapp 52 Mio. € vermindert.

Unter Berücksichtigung der um rund 153 Mio. € rückläufigen Fortschrittszahlungen ergibt sich ein Anstieg des Nettovorratsvermögens um knapp 102 Mio. €.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.552 162.446
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (362) (19.415)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 982.506 978.469
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (466) (256)
Sonstige Vermögensgegenstände 32.561 32.855
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (10.696) (10.696)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.230.619 1.173.770
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (11.524) (30.367)

Aufgrund größerer Auftragsabrechnungen im Exportbereich der Division Energietechnik-Systeme lagen die Umsatzerlöse des Berichtsjahres um rund 366 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres, was einen deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Folge hatte. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich somit um insgesamt rund 57 Mio. € erhöht.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen knapp 14 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: rund 13 %). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Ober gesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

7. Flüssige Mittel

in Tsd. € 31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.238 8.802
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) 811.655 834.150
Flüssige Mittel 833.893 842.952
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 428.149 202.943
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 405.744 640.009

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die rückläufige Entwicklung der flüssigen Mittel ist in erster Linie auf den deutlichen Anstieg der Kapitalbindung im Umlaufvermögen sowie auf eine Verschlechterung der Auftragsfinanzierung zurückzuführen, so dass sich für das Berichtsjahr ein negativer Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab.

Die Finanzschulden resultieren aus dem konzerninternen Cash-Pooling; es handelt sich hierbei im Wesentlichen um kurzfristige Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury-Bereich der ABB AG.

Am 28. Juni 2011 wurde zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2011 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungs gesellschaft mbH, Mannheim, abzuführen ist.

Diese Ergebnisabführungsverpflichtung inklusive Steuerumlage belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 243.830 Tsd. € und ist ebenfalls Bestandteil der oben ausgewiesenen Finanzschulden, deren Anstieg sich somit aus diesem Sachverhalt erklärt.

8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 54.867 Tsd. € (Vorjahr: 70.467 Tsd. €).

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Planvermögen handelt es sich größtenteils um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Buchwert (Marktwert) dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 536.767 Tsd. € (Vorjahr: 556.875 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 475.459 Tsd. € (Vorjahr: 503.020 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 61.308 Tsd. € (Vorjahr: 53.855 Tsd. €) betrugen.

Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das Planvermögen in geringem Umfang auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen Zeitwert sich per 31. Dezember 2011 auf 23.353 Tsd. € (Vorjahr: 23.807 Tsd. €) belief.

Die Altersversorgungsverpflichtungen beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 533.021 Tsd. € (Vorjahr: 534.403 Tsd. €), wovon ein Anteil in Höhe von 27.768 Tsd. € (Vorjahr: 24.188 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell entfällt, dem keine saldierungsfähigen Vermögenswerte gegenüberstanden, so dass sich der in die Vermögensverrechnung einbezogene Anteil der Altersversorgungsverpflichtungen auf 505.253 Tsd. € (Vorjahr: 510.215 Tsd. €) belief.

Nach Verrechnung der zuvor genannten Vermögenswerte mit den Pensionsverpflichtungen, ergibt sich der zuvor genannte aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 54.867 Tsd. €.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden. Bezüglich dieser Vermögensverrechnung sowie bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Planvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

9. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, am 28. Juni 2011 rückwirkend zum 01. Januar 2011 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrages wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungs gesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, so dass sich das Eigenkapital der ABB AG - unverändert zum Vorjahr - auf 846.265 Tsd. € beläuft.

10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Am 31. Dezember 2011 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird.

Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre.

11. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 627.368 Tsd. € (Vorjahr: 482.368 Tsd. €) beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. €. Aus der Neubewertung der sonstigen (langfristigen) Rückstellungen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG resultierte ein Anstieg der Gewinnrücklagen zum 01. Januar 2010 um 5.368 Tsd. €. Im Berichtsjahr wurde aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres ein Betrag in Höhe von 145.000 Tsd. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

12. Pensionsverpflichtungen, Planvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungskapital im Sinne der US-amerikanischen Bilanzierungsvorschriften hat die deutsche ABB-Gruppe im Geschäftsjahr 2004 ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.

Infolge der geänderten gesetzlichen Bestimmungen aufgrund des BilMoG wurde die Berechnungsmethode zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen per 01. Januar 2010 von dem steuerlichen Teilwertverfahren auf die sogenannte „Projected Unit Credit Methode“ umgestellt und der Diskontierungsfaktor von ehemals 6 % auf 5,25 % vermindert. Der hiermit verbundene Umbewertungseffekt per 01. Januar 2010 belief sich auf insgesamt 63.766 Tsd. €.

Der mit dieser Umbewertung einhergehende Aufwand wurde im Vorjahr in voller Höhe ergebniswirksam erfasst und gemäß Artikel 67 VII EGHGB unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Von der Wahlmöglichkeit des Artikel 67 I EGHGB, die aus dieser Umbewertung resultierenden Aufwendungen auf künftige Geschäftsjahre zu verteilen, wurde somit kein Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 533.021 Tsd. € (Vorjahr: 534.403 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 5,13 % (Vorjahr: 5,17 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren für den Monat September 2011 (Inventurstichtag für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen der ABB AG).

Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,35 % p. a. zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 5,5 % p. a unterstellt.

Von dem Gesamtbetrag der Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2011 in Höhe von 533.021 Tsd. € entfällt ein Anteil in Höhe von 27.768 Tsd. € (Vorjahr: 24.188 Tsd. €) auf ein Deferier Compensation-Modell, dem keine verrechnungsfähigen Vermögenswerte im Sinne von § 246 II HGB gegenüberstanden, so dass dieser Anteil der Pensionsverpflichtungen nicht in die Vermögensverrechnung einbezogen wurde.

Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31. Dezember 2011 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich somit auf insgesamt 505.253 Tsd. € (Vorjahr: 510.215 Tsd. €).

Diesem Anteil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 505.253 Tsd. € standen am 31. Dezember 2011 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände in Höhe von 560.120 Tsd. € (Vorjahr: 580.682 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II HGB geforderten Saldierungsgebot ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 54.867 Tsd. € (Vorjahr: 70.467 Tsd. €) ergibt.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 5.950 Tsd. € (Vorjahr: 5.538 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Zum 01. Januar 2010 wurde die Bewertung der sonstigen Rückstellungen an die neuen gesetzlichen Bestimmungen des BilMoG angepasst, indem künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt wurden.

Aus dieser Umbewertung zum 01. Januar 2010 resultierte eine Reduzierung des Rückstellungsbestandes um insgesamt 5.368 Tsd. €, die sich in voller Höhe als Anstieg der anderen Gewinnrücklagen niedergeschlagen hat.

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 372.821 Tsd. € und lag damit um 53.240 Tsd. € über dem Vorjahresbetrag in Höhe von 319.581 Tsd. €, wobei dieser Anstieg in erster Linie auf projektbezogene Rückstellungen für noch ausstehende Auftragskosten aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzniveaus zurückzuführen ist. Darüber hinaus ergaben sich im Berichtsjahr auch ein Anstieg der Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen im Bereich der Hochspannungsprodukte sowie ein Anstieg der Drohverlustrückstellungen aufgrund der negativen Marktwertentwicklung derivativer Finanzinstrumente.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich vor Verrechnung zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 15.867 Tsd. € (Vorjahr: 10.018 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Anteile 8.503 Tsd. € (Vorjahr: 5.247 Tsd. €); dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 6.875 Tsd. € (Vorjahr: 4.515 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 1.628 Tsd. € (Vorjahr: 732 Tsd. €).

Der Buchwert der verpfändeten Anteile in Höhe von 8.503 Tsd. € wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen der ABB AG in Höhe von insgesamt 15.867 Tsd. € verrechnet, so dass ein nicht durch Vermögenswerte gedeckter Anteil an Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 7.364 Tsd. € (Vorjahr: 4.771 Tsd. €) verblieb und in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wurde.

15. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2011 Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2010 Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 130 130 - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.240.876 745.332 1.428.245 857.519
(davon von verbundenen Unter nehmen und sonstigen Beteiligungen) (53.852) (32.346) (64.470) (38.708)
Verrechnet mit Vorräten -1.000.836 - 601.152 -1.154.305 - 693.045
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.611 89.158 70.124 70.124
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 485.391 485.391 311.256 311.256
Sonstige Verbindlichkeiten 31.152 28.801 34.224 32.762
(davon aus Steuern) (17.544) (17.544) (7.486) (7.486)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (2.119) (2.119) (2.961) (2.961)
Verbindlichkeiten (gesamt) 846.324 747.660 689.544 579.036

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren liegen weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr vor.

Von den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen entfallen rund 11 % auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 32 %). Die Position beinhaltet auch die Ergebnisabführungsverpflichtung an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, in Höhe von 243.830 Tsd. €.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich innerhalb eines kurz- bis mittelfristigen Zeitraums wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim Organträger - im Vorjahr war dies die ABB AG.

Im Berichtsjahr ist die ABB AG Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, so dass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern ausgewiesen werden. Durch Verlustvorträge ergeben sich latente Steuern in Höhe von 3.703 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche keinen Gebrauch.

17. Haftungsverhältnisse

in Tsd. € 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 68.991 53.475
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und sonstige Haftungsverhältnisse 25.686 28.477
Haftungsverhältnisse (gesamt) 94.677 81.952

In den zuvor ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind 4.496 Tsd. € (Vorjahr: 6.111 Tsd. €) für ehemalige konsolidierte Unternehmen enthalten, für die entsprechende Rückhaftungsvereinbarungen abgeschlossen wurden. Die restlichen Haftungsverhältnisse beziehen sich auf konsolidierte verbundene Unternehmen.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd. € 31.12.2011 Gesamtbetrag 31.12.2011 Jahresbetrag 31.12.2010 Gesamtbetrag 31.12.2010 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 182.901 39.801 198.790 38.190
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 28.517 3.550 20.883 1.411
Gesamt 211.418 43.351 219.673 39.601

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 211 Mio. € (Vorjahr: 220 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 43 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich Flächenmanagement. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 183 Mio. € über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 40 Mio. €. Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung.

In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag, der zwischen dem ABB-Konzern und IBM erstmals im Jahr 2003 und danach im Dezember 2009 neu abgeschlossen wurde. Der Vertrag gilt für ABB in 17 Ländern in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik. IBM wird für einen Großteil des IS-Infrastrukturbetriebs von ABB das Server- und Netzwerkmanagement übernehmen sowie einen Helpdesk und Serviceleistungen für Endanwender bereitstellen. Im Rahmen der Partnerschaft mit IBM sind sofortige Kosteneinsparungen sowie Vorteile aus einer hoch skalierbaren IS-Infrastruktur erzielbar.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 29 Mio. € über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 4 Mio. €. Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 46 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €), wovon 28 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (Vorjahr: 35 Mio. €). Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 18 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €).

20. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 547.780 Tsd. € (Vorjahr: 590.844 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt - 26.832 Tsd. € (Vorjahr: - 16.658 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 23.541 Tsd. € (Vorjahr: 13.621 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt - 458 Tsd. € (Vorjahr: + 3.108 Tsd. €).

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurden im Vorjahr in den Bereichen des Anlage- bzw. Systemgeschäftes die jeweiligen Grundgeschäfte mit den dazugehörigen Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB zusammengefasst. Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB Teilkonzerns wird ab dem Geschäftsjahr 2011 auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

21. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 1.573.550 Tsd. € und liegen damit um knapp 30 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 1.207.751 Tsd. €.

Während die Umsatzerlöse der Division Energietechnik-Produkte - in erster Linie stichtagsbedingt - um knapp 6 % unter dem Niveau des Vorjahres lagen, konnte die Division Energietechnik-Systeme durch die Abrechnung mehrerer großvolumiger Exportaufträge ihr Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr um nahezu 60 % steigern, so dass insgesamt eine Umsatzsteigerung in Höhe von 30 % verzeichnet werden konnte.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:

in Tsd. € 2011 2010
Energietechnik-Systeme 874.630 548.589
Energietechnik-Produkte 716.390 759.236
Sonstiges/Konsolidierung - 17.470 - 100.074
Umsatzerlöse (gesamt) 1.573.550 1.207.751
davon:
Deutschland 357.370 298.646
Übriges Europa 379.074 345.675
Asien 665.240 280.802
Afrika 69.562 122.203
Amerika 84.103 157.210
Sonstige Regionen 18.201 3.215

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Dienstleistungen, Forschungs- und Entwicklungsbeiträge, Holding-Umlagen, Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen, Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 52.686 Tsd. € (Vorjahr: 38.942 Tsd. €) enthalten.

23. Materialaufwand

in Tsd. € 2011 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 558.480 - 645.310
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 156.941 - 124.735
Materialaufwand (gesamt) - 715.421 - 770.045

Die Verminderung des Materialaufwands um knapp 7 % auf 715.421 Tsd. € ist

in erster Linie auf eine Veränderung der Auftragskostenstrukturen des sich in der Anarbeitungsphase befindlichen Auftragsbestandes zurückzuführen. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch vielfältige Maßnahmen zur Optimierung unserer Supply-Management-Aktivitäten.

24. Personalaufwand

in Tsd. € 2011 2010
Löhne und Gehälter - 249.085 - 244.428
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 48.412 - 51.275
(davon für Altersversorgung) (- 5.868) (- 9.098)
Personalaufwand (gesamt) - 297.497 - 295.703

Bezüglich der gestiegenen Lohn- und Gehaltssumme ist einerseits die Tarifanpassung im Umfang von 2,7 % zum 01. April 2011 zu berücksichtigen; darüber hinaus ist der Anstieg der Lohn- und Gehaltssumme darauf zurückzuführen, dass sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Laufe des Berichtsjahres um 30 Mitarbeiter erhöht hat, während sich die Anzahl der Beschäftigten stichtagsbezogen um 110 Mitarbeiter erhöhte.

Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich im Berichtsjahr auf 5.868 Tsd. € und lagen damit um 3.230 Tsd. € unter dem Betrag des Vorjahres, was in erster Linie auf Einmaleffekte - sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr - zurückzuführen ist.

25. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 991 1.026
Angestellte 2.845 2.768
Auszubildende 246 258
Mitarbeiter (gesamt) 4.082 4.052

Im Jahresdurchschnitt hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 4.052 um 30 auf 4.082 erhöht.

Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl von 4.064 im Vorjahr um 110 auf 4.174 zum Ende des Berichtsjahres.

26. Abschreibungen

Soweit in den Vorjahren Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik bezüglich beweglicher Gegenstände des Sachanlagevermögens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Ziffer 3 dieses Anhangs.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Belastungen aus konzerninternen Umlagen, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräten und Wertpapieren), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräten), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Weiterhin enthalten sind Verluste aus Wechselkursänderungen in Höhe von 73.735 Tsd. € (Vorjahr: 60.115 Tsd. €).

Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 4.231 Tsd. € (Vorjahr: 12.091 Tsd. €), wobei in dieser Position auch Zölle und ähnliche Abgaben erfasst werden, die im Vorjahr im Zusammenhang mit der Abwicklung mehrerer Exportaufträge in der Division Energietechnik-Systeme deutlich über dem Niveau des Berichtsjahres lagen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr resultiert größtenteils aus Wechselkursänderungen bzw. aus negativen Marktwerten von Devisentermingeschäften, wobei zu berücksichtigen ist, dass die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungsgewinne aufgrund von Wechselkursänderungen ebenfalls deutlich angestiegen sind.

Neben den zuvor genannten Währungseffekten waren es vor allem die im Berichtsjahr angefallenen Aufwendungen für Kapazitätsanpassungsmaßnahmen - insbesondere im Bereich der Division Hochspannungsprodukte - die zu dem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt haben. Im Berichtsjahr betrugen die Aufwendungen für solche Anpassungsmaßnahmen insgesamt 19.200 Tsd. €, während im Vorjahr für solche Maßnahmen lediglich 3.292 Tsd. aufgewendet wurden.

28. Beteiligungsergebnis

in Tsd. € 2011 2010
Erträge aus Beteiligungen 7.741 3.756
(davon von verbundenen Unternehmen) (7.741) (3.756)
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 79.799 45.763
Erträge aus der Steuerumlage beim Organträger - 34.983
Aufwand aus Verlustübernahmen - - 554
Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen - 1.726 - 3.215
Aufwand aus der Steuerumlage beim Organträger - - 1.378
Beteiligungsergebnis 85.814 79.355

Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr um 6.459 Tsd. € über dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres.

Die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses ist vor dem Hintergrund des im Berichtsjahr mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zu sehen. Aufgrund dieses Unternehmensvertrages hat die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, die wesentliche Organträgerschaft in der deutschen ABB-Gruppe übernommen, so dass die Beteiligungsgesellschaften der ABB AG die Steuerumlage nicht mehr - wie noch im Vorjahr - an die ABB AG sondern an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abführen. Im Vorjahr belief sich die Summe dieser Steuerumlagen auf 33.605 Tsd. €, so dass sich das Beteiligungsergebnis unter Berücksichtigung dieses Effektes um 40.064 Tsd. € verbessert hat.

In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass die von den Beteiligungsgesellschaften an die ABB AG abgeführten Ergebnisse des Vorjahres mit erheblichen Sonderaufwendungen aus der Umstellung auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften des BilMoG belastet waren, die bei den einzelnen Gesellschaften als außerordentliches Ergebnis zu Buche schlugen und das Beteiligungsergebnis des Vorjahres mit insgesamt 7.206 Tsd. € belastet hatten, während das Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres nicht mit solchen Aufwendungen belastet war.

29. Zinsergebnis

in Tsd. € 2011 2010
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.549 11.087
(davon von verbundenen Unternehmen) (8.259) (6.706)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (7.262) (1.334)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 18.443 - 2.261
(davon an verbundene Unternehmen) (- 1.209) (- 629)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (- 17.093) (- 1.542)
Zinsergebnis - 2.894 8.826

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres belief sich auf - 2.894 Tsd. € und liegt somit um 11.720 Tsd. € unter dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält auch die Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 28.918 Tsd. € (Vorjahr: 31.156 Tsd. €), wovon 2.072 Tsd. € (Vorjahr: 4.329 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 5,17 % im Vorjahr auf 5,13 % zum Ende des Berichtsjahres resultierten.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres Erträge aus der Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 12.729 Tsd. € (Vorjahr: 34.164 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 7.262 Tsd. € (Vorjahr: 1.334 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 904 Tsd. € (Vorjahr: 1.542 Tsd. €) beliefen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 6.937 Tsd. € (Vorjahr: 6.026 Tsd. €).

30. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres in Höhe von - 36.345 Tsd. € beinhaltete ausschließlich die Ergebniseffekte aus der erstmaligen Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß BilMoG zum 01. Januar 2010.

Der außerordentliche Aufwand des Vorjahres in Höhe von 63.817 Tsd. € resultierte nahezu vollständig aus der Umbewertung der Pensionsverpflichtungen zum abgezinsten Erfüllungsbetrag. Von der Möglichkeit einer Verteilung des Aufwands aus der erstmaligen Anwendung dieser Bewertungsmethode über eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren wurde kein Gebrauch gemacht.

Der außerordentliche Ertrag des Vorjahres in Höhe von 27.472 Tsd. € resultierte im Wesentlichen aus der Marktwertanpassung des saldierungsfähigen Vermögens in Höhe von 25.228 Tsd. € sowie aus der Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs in Höhe von 2.244 Tsd. €.

31. Steuern

Der Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von insgesamt 33.914 Tsd. € setzt sich zusammen aus der Steuerumlage an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, sowie aus einem Steuerertrag aus der Freiwerdung bzw. Neubeurteilung von Rückstellungen für in- und ausländische Steuerrisiken.

Da die ABB AG im Vorjahr selbst die Organträgerschaft ausgeübt hatte, resultierte der Steueraufwand des Vorjahres ausschließlich aus effektiven in- und ausländischen Gewinnsteuern.

32. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2011 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.

33. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011 betrug 361 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 betrugen insgesamt 2.622 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.376 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.286 Tsd. € zurückgestellt.

Kredite im Sinne der §§ 89,115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 7 und 8 bis 9 aufgeführt.

34. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft

Wie an anderer Stelle in diesem Anhang bereits ausgeführt, wurde im Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Aus diesem Grunde wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 199.539 Tsd. € an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, während der Jahresüberschuss des Vorjahres bei der ABB AG verblieb.

Mannheim, den 05. März 2012

ABB AG

Der Vorstand

Dr. Terwiesch

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der ABB AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Mannheim, den 12. März 2012

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer

Matner, Wirtschaftsprüfer